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Migros-Magazin-14-2021-d-BL

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

migros.ch/magazin | MM14, 6.4.2021

MEHR WLAN-POWER IM GANZEN HAUS Seite 40

Getrennte Eltern: Tipps für weniger Konflikte

ES IST SPARGELZEIT: DIE BESTEN REZEPTE

Seite 44

Seite 25

GROSSE LIEBE Fünf Erwachsene erzählen, was ihnen ihre Stofftiere bedeuten

Bild: Dan Cermak

Seite 14

SO ENGAGIERT SICH DIE MIGROS FÜR DIE GESELLSCHAFT Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch

Seite 31


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4 | 6.4.2021 | MEINE MIGROS

Wie die Erdbeere immer grösser wurde Schon in der Steinzeit sammel­ ten Menschen Walderdbeeren. Diese waren allerdings noch wesentlich kleiner als unsere heutigen Gartenerdbeeren. Erst im 17. Jahrhundert kamen amerikanische Sorten nach Europa, die später in Frank­ reich untereinander gekreuzt wurden. Das Resultat waren deutlich grössere Beeren, die von Botanikern übrigens nicht als Beeren, sondern als Sam­ melnussfrüchte bezeichnet werden. Bis in den Spätsommer ­hinein können wir Erdbeeren unterschiedlicher Qualitäten, zum Beispiel auch aus Bio­ anbau, geniessen.

Virtuelle Delegiertenversammlung Die Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bunds (MGB) hat am 27. März den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2020 des MGB genehmigt, der Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt und der Generaldirektion sowie der Verwaltung MGB Entlastung erteilt. Das oberste Organ der Migros tagt im Normalfall zweimal im Jahr und setzt sich zusammen aus 110 gewählten Delegierten aus den regionalen Migros-Genos-

senschaften, zehn Ad-hoc-Vertretern ihrer Verwaltungen und einer unabhängigen Präsidentin. Marianne Meyer, die vor rund neun Monaten ihr Amt als Präsidentin antrat, musste die Versammlung aufgrund der Covid-19-Pandemie wiederum im virtuellen Rahmen eröffnen. Sie freut sich ­darauf, die Delegierten aus allen Landesteilen der Schweiz hoffentlich bald wieder persönlich vor Ort begrüssen zu können.


MEINE MIGROS | 6.4.2021 | 5

Extrawurst von Zeki Als erster Schweizer Influencer lanciert Zeki Bulgurcu eigene Lebensmittel. Dazu gehören die würzigen Wurstsnacks «mini Sucuk» und «mini Beefy». Zeki setzt dabei auf Schweizer Fleisch: Die Würstchen werden von der Fleischtrocknerei Churwalden hergestellt und sind ab sofort in der Migros erhältlich. • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •• • • • • • • • • • • •

Musikalische Energiespritze Der 26-jährige Schlagzeuger Fabian Ziegler hat ein Album eingespielt, das sich keinem Genre zuordnen lässt, aber enorm mitreissend klingt. Es besteht aus purem Rhythmus und ist ideal für alle, die sich im Homeoffice, beim Kochen oder beim Sport eine musikalische Energiespritze wünschen. Das Album «Gods Rhythms Human» kann man sich auf Spotify anhören. Das Migros-Kulturprozent hat den Künstler unterstützt.    Erhältlich bei exlibris.ch für Fr. 27.90 • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •• • • • • • • • • • • •

Heldenhaft sauber

Bilder: Getty Images, PD

Wer die Reinigungstabs «Blaue Helden» kauft, tut etwas gegen Plastikabfall. Die Tabs werden mit etwas Leitungswasser in einer wieder­verwendbaren Sprühflasche aufgelöst, die Flüssigkeit lässt sich anschliessend zum ­Beispiel als Badreiniger verwenden. Die «Blauen Helden» sind in grösseren Migros-­Filialen bis Ende Juni erhältlich.

P FA N N E N H I L F E Ich mache gern Crumbles. Wie kann ich für meinen Besuch glutenfreie Streusel herstellen, die auch schön knusprig sind? Die einfachste Möglichkeit für knusprige glutenfreie Streusel ist, das Weizenmehl durch Reismehl zu ­ersetzen. Gute Ergebnisse erzielt man mit 75 Gramm Reismehl, das mit 60 Gramm Butter, 50 Gramm Zucker und einer Prise Salz wie ­gewohnt zu Streuseln ­verrieben wird. Für einen leicht nussigen Geschmack können Sie auch Reismehl und Buchweizenmehl zu gleichen Teilen mischen. Vegan werden die Streusel übrigens, wenn Sie statt der Butter eine vegane Pflanzenmargarine verwenden.


6 | 6.4.2021 | AUGENBLICK

13:28 Uhr

Im Hauptbahnhof hängt ­ ndreas Perotto von der Firma APG ein Migros-­ A Plakat auf. Es wirbt für die neue Bewertungsskala M-Check, die den Kundinnen und Kunden auf einen Blick zeigt, wie nachhaltig ein Produkt ist. Das Foto ist am 22. März entstanden. Migros-Moment in Zürich


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AUGENBLICK | 6.4.2021 | 7


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INHALT | 6.4.2021 | 9

Inhalt

10  Die Beiz bleibt leer Sebastian Brunner ist Wirt in der fünften Generation. Wie erlebt er die Coronakrise? 14  Trösten, kuscheln, Mut machen Warum auch Erwachsene Stofftiere lieben 21  1, 2 oder 3?

25

Bild: iStockphoto

Lust auf Spargel: ­Bringen Sie die schlanken Stangen mal ganz anders auf den Tisch. Als Quiche etwa oder in einer Kokossuppe.

23  Die Qual der Schoggi-Wahl In den Migros-Regalen findet man neben Chocolat Frey neu auch Toblerone und Lindt 25  Endlich ist wieder Spargelzeit 28  Im Panini-Fieber Ein Sammler erklärt, was die Fussball-Klebebildchen so faszinierend macht 31  Millionen für den guten Zweck Die Migros ist bekannt für ihr gesellschaftliches ­Engagement. Wo setzt sie die Schwerpunkte? 36  Die Migros 2020: Das Extremjahr in Bildern 40  Perfektes WLAN im ganzen Haus: So gehts 43  Stadt, Land, Stutz 44  Den Rosenkrieg vermeiden Als Paar getrennt, aber als Eltern verbunden: Wie kriegt mans hin, dass die Kinder nicht leiden? 49  Der andere Blick: Thomas Meyer

Impressum

MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-GenossenschaftsBundes, Migrosmagazin.ch Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848

Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-GenossenschaftsBund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner Art Direktion Barbara Pastore

Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 556 071 Ex. (WEMF 2020) Leserschaft: 2 245 000 (WEMF, MACH Basic 2020-2) Abonnemente: www.migmag.ch/abo Tel.: 058 577 13 00 Ausführliches Impressum unter ­migrosmagazin.ch/ impressum

52  Ihre Region Aktionen, Reportagen, News 59 Glücksgriff: E-Bikes zu gewinnen 60  Rätsel und Spiele 62 Migros-Lovestory So verliebten sich Adele und Gottlieb Duttweiler

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10 | 6.4.2021 | GASTRONOMIE

Die grosse Leere Sebastian Graber ist Wirt in der fünften Generation.

Sein Restaurant «Zum Löwen» im Solothurner Dorf Messen ist sein Lebensmittelpunkt – es bricht ihm das Herz, dass es leer steht. Wie verbringt er nun seine Tage? Text: Michael West  Bilder: Raffael Waldner


GASTRONOMIE | 6.4.2021 | 11

Das grosse Beizensterben

Auch die Vitrine, in der sonst die Speise­karte hängt, ist leer.

20% aller Gastrobetriebe haben seit Beginn der Pandemie in ­unserem Land ­aufgegeben.

20% aller weiteren Gastrobetriebe stehen kurz vor dem Aus.

10% des durchschnitt­ lichen Umsatzes in den Jahren 2018 und 2019 betragen die an Restaurants ausgezahlten À-fonds-perduBeiträge.

3 Wochen dauert in der Regel die Bearbeitung eines Gesuchs, wenn ein Restaurant Unterstützung beantragt. Quelle: Branchenverband ­«GastroSuisse»

H

ier würde man gerne einkehren: Neben dem mächtigen Riegelhaus blühen gelbe und violette Krokusse. In der Frühlingssonne glänzt an der Fassade der goldene Schriftzug «Restaurant zum Löwen». Auf dem rückwärtigen Gartensitzplatz wäre es jetzt angenehm warm und windstill. Nur eben: Tische und Klappstühle sind weggeräumt. Leer ist auch die ­Vitrine, in der sonst die Speisekarte hängt. Wie alle Schweizer Restaurants ist der «Leuen» im Solothurner Dorf Messen seit dem 22. Dezember 2020 geschlossen. Die Frage drängt sich auf: Was macht ein Wirt wie Graber, wenn er nicht wirten darf? Sebastian Graber öffnet die Tür zu seiner Gaststube. «Es macht mich ­traurig, diesen Raum so still und leer zu sehen», sagt der 43-jährige Wirt. «Früher haben wir hier pro Tag bis zu 80 Gäste empfangen.» Ein letztes Festessen

Am Abend vor dem zweiten Lockdown wurden hier unter anderem Bioschweinsfilet mit Wirsing und haus­ gemachte Urdinkel-Nüdeli serviert. Man kann davon ausgehen, dass es ­allen schmeckte, denn die Küche dieser Landbeiz versetzt Gastrokri­ tiker regelmässig in Verzückung. Seit dem vergangenen Sommer hat der «Leuen» auch e­ inen Eintrag in der Gourmet­bibel «Gault Millau». Bevor die Lichter in seinem Lokal ausgingen, verschenkte Graber noch die Lebensmittel an sein zehnköpfiges Team. Die Solothurner Weinsuppe musste er am Ende doch noch wegschütten, was ihn sehr ärgerte, weil er strikt gegen Verschwendung ist. Doch in­zwischen muss Sebastian Graber viel grössere Heraus­forde­­run­ gen und Probleme bewältigen. Vor allem wollte sich der Wirt trotz Krise von keinem seiner Mitarbeitenden trennen. Er fühlt sich für jeden

von ihnen verantwortlich: Der 25-jährige Küchenchef zum Beispiel hat zwei kleine Kinder. Die 67-jährige Frau, die sonst die Tischtücher, Stoffservietten und Küchenschürzen wäscht, ist ebenfalls dringend auf ihre Arbeit ange­wiesen. Graber ist froh, dass sie nun alle dank Kurzarbeit ein geregeltes Einkommen haben, obwohl er für die meisten von ihnen im ­Moment keine Aufgabe hat. Rückgriff auf Erspartes 80 000 bis 100 000 Franken Umsatz

pro Monat hat das Restaurant vor der ­Pandemie erzielt. Davon sind etwa 10 000 Franken geblieben, die das Team mit viergängigen Frühlings­ menüs zum Mitnehmen erwirtschaftet. «Alle staatlichen Unterstützungszahlungen machen nach meinen ­Berechnungen nur etwa zehn Prozent des ­früheren Umsatzes aus», sagt der Wirt. «Es bleibt also ein grosses finanzielles Loch.» Seit September zahlt er sich und seiner Frau, die normaler­ weise Gäste empfängt und den grossen Weinkeller betreut, keinen Lohn mehr aus. Das Ehepaar greift auf sein Erspartes zurück, um zum Beispiel Unterhalts­arbeiten am Haus zu ­be­zahlen oder die Hypothek für einen modernen Anbau zu bedienen, der noch vor der Pandemie erstellt wurde. Langweilig wird es den Grabers in der Krise jedenfalls nicht. «Ein Re­ staurant ist wie ein Auto, das man nicht zu lange parkieren darf, weil es sonst Standschäden bekommt», erklärt der Wirt. Gerade hat er zwei Techniker empfangen, die den Tiefkühlraum in­ spiziert haben. Auch andere Bereiche des Gebäudes und die Infrastruktur wollen in Schwung gehalten werden. Nach dem Besuch der Techniker führt der Wirt ein längeres Telefongespräch mit ­seinem Treuhänder; er erörtert mit ihm die schwierige finanzielle Situation. Viel Zeit und Kraft steckt Graber in die ­Anträge für staat­liche Unter­


12 | 6.4.2021 | GASTRONOMIE

stützung. Er spricht von einem ­«riesigen ­Papierkrieg», den er mit den ­Be­hörden aus­tragen müsse. ­Immer wieder tauscht er sich aus­ serdem mit ­seinen Mitarbeitenden aus, ­denen er die Angst vor der un­­­ ge­wissen Zukunft, so gut es eben geht, nehmen möchte. Da­neben plant er mit dem Küchenchef ­wei­tere Take-away-Menüs, die ­immer dem hohen Anspruch des Restaurants genügen sollen. Zu viele Restaurants

Obwohl ihm die Situation nachts oft den Schlaf raubt, denkt Graber nicht ans Aufgeben. Das schuldet er nicht nur seinem Team, sondern auch seinen Vorfahren. Schon im Jahr 1867 haben sie in dem Riegel­ haus eine Schenke betrieben; er ­selber ist «Leuen»-Wirt in der ­fünf­ten Generation. Diese lange

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Das Restaurant «Zum Löwen»: Schon 1867 haben Sebastian Grabers Vorfahren hier Gäste bewirtet.

und stolze Tradition darf wegen der Pandemie nicht einfach enden. Doch wie ergeht es jetzt den ­Wirten, die ein Restaurant mit ­einem weniger glanzvollen Ruf ­betreiben? «Mehr als ein Drittel ­ der Beizen wird die Krise wohl nicht überstehen», meint Graber. «Ein Stück weit ist das eine not­ wendige Flurbereinigung, denn seit der ­Deregulierung der Gastro­ szene in den 90er-Jahren gibt es ­eigentlich zu viele Betriebe. Und in manchem Lokal wurden die ­Gäste auch eher lieblos bewirtet.» Leid tue es ihm aber für junge ­Leute, die kurz vor der Pandemie mit viel Enthusiasmus ein Restau­ rant gegründet hätten. Sie würden nun durch die Maschen des Unter­ stützungsnetzes fallen. Wenn ihn seine Sorgen nicht zu stark quälen, freut sich Sebastian

20% Graber manchmal schon auf die Zeit nach der Coronapandemie: «Ich bin sicher, dass die Restau­ rants dann zum Bersten voll sein werden. Viele Leute haben genug von lauwarmem Take-away-Food. Sie möchten sich endlich einmal ­wieder bekochen und verwöhnen lassen und dabei nicht an den ­Abwasch denken.» MM

Etwa jedes fünfte Gesuch wird abgelehnt, weil der Betrieb zum Beispiel nicht lange genug existiert oder sein Umsatzrückgang zu gering ist.


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14 | 6.4.2021 | PSYCHOLOGIE

Die ewige Liebe zum Plüschtier Stofftiere sind kuschelig, immer da und hören geduldig zu. Darüber freuen sich auch erstaunlich viele Erwachsene. Einige nehmen ihren Lieblingsteddy sogar mit auf Reisen. Text: Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller Bilder: Dan Cermak

V

iele tun es, aber nur wenige geben es zu: Längst dem Kindesalter entwachsen, ­haben sie noch immer ein Stofftier mit im Bett. Eine repräsentative Umfrage unter 1100 Erwachsenen in Deutschland ergab vor wenigen Jahren, dass knapp die Hälfte der Befragten heimlich Kuscheltiere liebt. Jede fünfte Frau (19 Prozent) und jeder neunte Mann (11 Prozent) möchten selbst auf Reisen nicht auf den Liebling verzichten. Doch offen darüber reden mag kaum jemand, schon gar nicht Männer über 40. Barbara Beckenbauer findet das schade. «Ich verstehe nicht, weshalb das so negativ behaftet ist», sagt die Psychologin mit eigener Praxis in Zürich. «Kinder haben viele grossartigen Eigenschaften und Fähigkeiten, die sich im Erwachsenenalter verlieren.

Es ist wunderbar, wenn man sich das eine oder andere bewahren kann.» Eine reife Persönlichkeit habe diese verspielt-kindlichen Anteile schön integriert. Letztlich hätten Plüschtiere die gleiche Funktion wie bei Kindern, so Beckenbauer: «Sie geben Nähe, Wärme, Geborgenheit, ­Sicherheit. Und sie fassen sich wunderbar flauschig an, was ­sofort wohlige Gefühle auslöst.» Kindern dienten sie oft als Einschlafhilfe, damit sie sich nicht allein fühlten. «Bei vielen Erwachsenen dürfte das nicht anders sein – und das ist allemal besser als ­Alkohol oder Schlaftabletten.» Warum nicht dazu stehen?

Die 50-jährige Psychologin rät den Stofftierfans, zu ihrer Liebe zu stehen. «Wenn man das mit einem leichten Augenzwinkern macht und damit etwas verspielt umgeht, kommt das auch gut an.»

Problematisch werde es allenfalls, wenn ein Plüschtier zum einzigen Bezugspunkt im Leben werde, als Ersatz für menschliche Kontakte. «Aber grundsätzlich sollte man vorsichtig sein mit dem Pathologisieren. Viele Männer haben zum Beispiel eine sehr innige Beziehung zu ihrem Auto oder ihrem Motorboot, das sogar oft einen weiblichen Namen bekommt. Das verurteilt man ja auch nicht.» Beim Spielwarenfachhändler Franz Carl Weber und in der Spielwarenabteilung der Migros ist man sich zwar bewusst, dass es auch erwachsene Stofftierkundschaft gibt, doch Einfluss auf das Sortiment oder das Marketing habe dies nicht. «Es ist auf Kinderherzen ausgerichtet und entspricht aktuellen Trends», sagt Giovanni Di Domenico, der bei der Migros für das Plüschtiersortiment zuständig ist.


PSYCHOLOGIE | 6.4.2021 | 15

Schweinchen & Marcela Ferrage 38, Köchin aus Davos

«Ich habe drei verschiedene Stofftiere. Mein Liebling ist ein rosa Schweinchen, das ich vor Jahren in London gekauft habe, als ich dort arbeitete. Ich hatte schon immer eine Vorliebe für Schweinchen, sie sind so harmlos, rosarot, zart und süss. Meines hat mich schon durch verschiedene Länder begleitet, und ich schlafe auch jede Nacht mit ihm. Es ist schön weich, aber ich schaue immer, dass ich mich nicht drauflege. Es ist wie ein kleines Tier, das auch seinen Platz braucht. Für mich bedeutet es Zärtlichkeit. Ich glaube nicht an Schubladen und dass es ein bestimmtes Alter für bestimmte Dinge gibt. Das alles spielt keine Rolle. Man kann auch mit 80 Comics lesen – und mit knapp 40 mit einem Stofftierli schlafen. Wenn ich mein Schweinchen verlieren würde, wäre ich sehr traurig. Es gehört zu mir.»


16 | 6.4.2021 | PSYCHOLOGIE

Minunino & Barbara Pastore 52, Art-Direktorin aus Zürich «Ich habe Minunino an meinem fünften Geburtstag von meiner Mutter geschenkt bekommen. (Sie behauptet heute noch, dass er ­eigentlich Minulino heisst. Gibt ­jedesmal Krach :-).) Kurz danach habe ich dem kleinen Panda einen Mund aufgenäht. Der ist etwas schief geworden, aber zwingt mich bis heute in die Knie. Ich habe mir so oft gewünscht, dass er mit mir reden würde. Diese Hoffnung, dass in meinem Leben auch fantastische Dimensionen möglich sind, ist bis heute geblieben. Meine Freunde kennen Minunino (er hat sogar für ein Magazin gemodelt) und wissen, dass ich mit ihm kremiert werden will. Verrückt sein hat in meiner Familie grosse Tradition, darum habe ich mich für meine Liebe zu Minunino nie geschämt. Im Gegenteil, ich bin froh, dass er mich an mich erinnert, an ein jüngeres Ich, das älter ist wie das heutige Ich. Er sitzt übrigens gerade zufrieden im Samtsessel, und ich grinse ähnlich schief wie er.»

Pauli & Anna Miller 33, Psychologin und Journalistin aus Zürich «Hund Pauli habe ich vor zehn Jahren während eines Austauschjahres in Hamburg gekauft. Er liegt jede Nacht bei mir im Bett, geht aber raus, wenn mein Partner bei mir ist. Es beruhigt mich immer, wenn ich meinen Kopf auf das Stofftier legen kann. Allerdings tut mir das dann jedes Mal ein bisschen leid. Auch wenn ich mir natürlich bewusst bin, dass es ihm ja nicht wehtun kann. Stofftiere zu mögen, ist schambehaftet. Man denkt, das sei infantil und unreif. Deshalb trennen sich viele Erwachsene von Dingen, die sie eigentlich emotional nähren. Etwas Weiches und Herziges, das positive Erinnerungen weckt, beruhigt das Nervensystem. Ein bewusster Umgang mit Dingen, die einem guttun, gehört indes zu einer ­erfolgreichen Selbstregulation. Und man ist emotional erwachsen, wenn man Verantwortung dafür übernimmt, wie es einem geht. Aus psychologischer und gesundheitlicher Sicht sind Stofftiere also total wünschenswert.»


PSYCHOLOGIE | 6.4.2021 | 17

«Ich habe zwei Plüschtiere, die jede Nacht im Bett von meinem Partner und mir schlafen. Ein kleines Pikachu und ein kleiner Panda. Pikachu ist am wichtigsten. Ich bin in den 1990ern aufgewachsen und war total Fan der Pokémon-Videospiele und der Animeserie – mein Partner ebenfalls. Irgendwann an Weihnachten habe ich ihm dann ein Pikachu geschenkt. Vor einigen Jahren haben wir damit angefangen, die neuen ­Pokémon-Games zu spielen – seither verbindet uns das. Ich schäme mich überhaupt nicht dafür, mit 29 noch Plüschtiere zu haben. Pikachu macht unser Bett heimelig, was total schön ist. Man darf beim Erwachsenwerden seine positiven, kindlichen Werte nicht verlieren. Es ist wichtig zu ­wissen, was einem guttut. Und es ist egal, was andere Leute darüber ­denken. Zudem habe ich gehört, dass Plüschtiere sehr hilfreich sind für Menschen, die unter Angstzuständen leiden.»

Pikachu & Denny Engel 29, Sachbearbeiter aus Dietikon ZH


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PSYCHOLOGIE | 6.4.2021 | 19

Edel-Bär für 28 000 Euro Die Firma Steiff, die seit 1880 Teddys und Plüschtiere herstellt, ist ein Schwergewicht im Markt. Schon seit Jahrzehnten produziert das deutsche Unternehmen Sammlerstücke gezielt für erwachsene Fans. «Wir haben in den Neunzigern realisiert, dass es da Potenzial gibt, weil antike Stofftiere bei Auktionen erstaunliche Preise ­erzielten», sagt Dietmar Simon (60), der dienstälteste Designer bei Steiff. Seither würden auch Replikas von Stofftieren aus früheren Jahrzehnten hergestellt, mit traditionellen Materialien wie Holzwolle oder Glasaugen. «Besonders beliebt sind historisch gestopfte Bären, die angesichts der aufwendigen Herstellung schnell mal 400 bis 500 Euro kosten.» Das teuerste Stofftier, an das Simon sich erinnern kann, kostete 28 000 Euro: ein Bär, für den ein eigener Seidenplüsch ­entwickelt wurde und dessen Augen mit 18-karätigem Gold besetzt waren. «Er kam in einer speziellen Sammlervitrine, und die Käufer wurden persönlich empfangen und durften exklusiv das sonst nicht zugängliche ­Archiv besichtigen, samt Abendessen.»

Äffli & Lea Ritter 27, Fachfrau Information und Dokumentation aus Bern «Ich habe ein Äffli namens Äffli und schon seit ­meiner Kindheit ein Bäbi namens Lulli. Dieses ging verloren, und so bekam ich ein neues. Das erste tauchte aber irgendwann wieder auf – nun habe ich zwei Lullis. Äffli habe ich seit einem Jahr, ­speziell für die Ferien. Damals ging ich länger ­allein auf Reisen – nach Kanada und in die USA. Ich wollte meine Lullis nicht verlieren, aber auch nicht allein reisen. Eine Freundin hat mir dann das Äffli geschenkt, weil wir im Tierpark Dählhölzli immer die Affen anschauen gingen. Es hat mir sehr viel Halt gegeben und mein Heimweh gelindert. Es schläft nun immer bei mir im Bett. Nur wenn ein Übernachtungsgast kommt, räume ich es weg. Dann kann ich ja mit dieser Person kuscheln.»

Fast jedes Tier auch in Plüsch

Zahlen zum Erwachsenensortiment kann Simon keine nennen. «Aber es generiert genug Einnahmen, sonst würde es sich für uns nicht lohnen.» Dennoch liege der Fokus auch bei Steiff auf Spielartikeln für Kinder. Das am meisten verkaufte Stofftier bei Steiff bleibt übrigens der Bär. Aber inzwischen gibt es kaum eine Tierart, die nicht auch als Plüschversion existiert. «Wir haben sogar schon Schlammspringer gemacht. Das waren zwar keine Verkaufsschlager, aber auch die haben Liebhaber gefunden», berichtet Simon. Der Designer ist selbst mit Steiff-Tieren aufgewachsen, «mit der ­Fledermaus Erich und Krabbi, dem Hummer». Heute hat er einzig noch einen «alten abgeliebten Bär», ein Familienerbstück. Seine Partnerin jedoch sammelt. «Wir haben zu Hause ein Zimmer für die Plüschtiere, das immer kleiner wird, weil die Sammlung immer weiterwächst.» MM


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KOLUMNE | 6.4.2021 | 21

«Chani Chips?»

1, 2 ODER 3 ? Manchmal komme ich mir vor wie eine Schallplatte mit Sprung: Ständig wiederhole ich dieselben Sätze: Wasch dir die Hände! Mit Seife! Putz die Zähne! Seit Jahren warte ich darauf, dass der Kleine (5) und der Grosse (10) meine Mantras verinnerlichen. Dazu ­gehört auch, dass sie sich höflich ausdrücken, wenn sie gern etwas hätten. Statt «Chani Wasser?» würde ich mir eine formvollendete Frage inklusive ­bitte wünschen. Weise ich sie darauf hin, tun sie mir den Gefallen und plappern den Satz halbherzig nach. Um ihn kurz darauf aus ihrem Repertoire zu kippen. Nach dem Fussballkurs hängt der Kleine gern noch beim Rasen ab, weil dann die coolen Grossen dort spielen und chillen. An diesem Tag haben sie sich mit Delikatessen eingedeckt: Chips, Coci-Fröschli, Caramel-Stängeli. Der Kleine kennt die wenigsten von ihnen. Dennoch spaziert er lächelnd von einem zum anderen und säuselt: «Kann ich ­bitte etwas Chips/Coci/Caramel haben?» Alle teilen mit ihm. – Und jetzt? MM 1 Ich mische mich ein, lobe ihn für seine

Höflichkeit und bremse ihn aus.

Illustration: Lisa Rock

2 Ich stelle mich neben ihn und frage:

«Chani Chips?»

3 Ich staune und freue mich.

Monica Müller (45) hat zwei ­Buben, e ­ inen Mann, einen Job, ­einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Antwort 3: Offenbar muss die Motivation stimmen, damit sich der Kleine von seiner besten Seite zeigt. Ich hoffe, seine Lernkurve ist so steil, wie die Snacks ungesund sind. Anzeige

Das Richtige tun

Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Erfahren Sie mehr über Sidra und ihre Familie: caritas.ch/sidra

Sidra (10), Syrien, ist so alt wie der Krieg in ihrem Land. Sie will Ärztin werden, um das Leid anderer zu lindern.


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MEINE MIGROS | 6.4.2021 | 23

Wieso gibts in der Migros jetzt Lindt und Toblerone?

Die Migros ergänzt ihr Schokolade-Angebot ab sofort mit Produkten von Lindt und Toblerone. Food-Chef ­Grégory Décaillet erklärt die Gründe – und warum Chocolat Frey trotzdem die Nummer eins bleibt. Text: Kian Ramezani

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Bild: Roger Hofstetter

arum nimmt die ­Migros Schokolade fremder Produzen­ ten ins Sortiment? Grégory Décaillet: Die Migros will den Kundinnen und Kunden stets das beste Sortiment bieten. Die Produkte von Lindt und Toblerone sind in der Schweiz sehr beliebt und ergänzen darum unser bereits hervorragendes Sortiment von Chocolat Frey ideal. Ab sofort entsteht so in Migros-Supermärkten das landesweit grösste und vielfältigste Angebot an Schokolade.

Grégory Décaillet leitet seit 2020 die Direktion Food in der Migros.

Um welche Marken handelt es sich im Einzelnen? Wir nehmen ausgewählte Produkte ins nationale Sortiment auf, darunter Lindt-Klassiker wie die Milch- und Milch-Nuss-Schokoladetafeln, die Chocoletti, Lindor-Kugeln sowie Connaisseurs-Pralinés und Kirschstängeli. Von Toblerone werden wir vor allem Touristenartikel anbieten, die sich bei Reisen gut als Mitbringsel eignen. Die Hauptartikel findet man in jeder Filiale. In grösseren Supermärkten wird die Auswahl noch umfassender sein.

Woher weiss die Migros, dass dies tatsächlich einem Kunden­ bedürfnis entspricht? Wir beobachten den Markt und ­müssen einfach feststellen, dass uns diese beiden Marken im Sortiment gefehlt haben. Zudem haben wir ­regelmässig Anfragen unserer Kundschaft über die M-Infoline erhalten, die das bestätigten. Wird die Migros diese Produkte günstiger anbieten als die Kon­ kurrenz? Nein, die Migros wird sich an den günstigsten Preisen im Markt ­orientieren. Es geht uns wie gesagt um eine sinnvolle Ergänzung des Sortiments.

«Chocolat Frey bleibt Drehund Angelpunkt unseres Süss­ warenangebots.» Im gleichen Zug bietet die Migros gewisse Produkte der Tochter Cho­ colat Frey nicht mehr an. Welche? Damit die Regale übersichtlich bleiben, nehmen wir tatsächlich einige Artikel aus dem Sortiment, darunter Kirschtafeln und -stängeli, Adoro-­ Kugeln, Mousse-Tafeln s­ owie die Prestige-Pralinés. Statt Eigenprodukte bietet die ­Migros künftig also Originale an? Nein, es geht hier vor allem um Produkte, die sich nicht mehr so gut verkauft haben. Neben der L ­ inie Lindt Excellence werden wir etwa SuprêmeTafeln von Frey im Sortiment be­ halten, weil wir wissen, dass sie viele Kunden schätzen und weiterhin ­kaufen werden. Chocolat Frey ist die beliebteste Schokolade der Schweiz und bleibt Dreh- und Angelpunkt ­unseres Süsswarenangebots. MM


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GENUSS | 6.4.2021 | 25

In Spargellaune Die langen grünen Stangen läuten die Spargelzeit ein, wenig später gesellen sich die weissen dazu. Wir haben Rezeptideen für schnelle, nicht alltägliche Spargelgerichte. Text: Claudia Schmidt

Spargelquiche mit Rohschinken

Bilder: Migusto/Martina Meier, Daniel Aeschlimann, Pia Grimbühler  Rezepte: Lina Projer, Daniel Tinembart, Annina Ciocco, Philipp Wagner

Hauptgericht für 4 Personen für 1 Kuchenform à ca. 24 cm Ø Zutaten Butter oder Öl für die Form 1 rund ausgewallter ­Kuchenteig à 270 g 500 g weisse und grüne Spargeln ¼ Bund Pfefferminze 3 dl Halbrahm 3 Eier 40 g geriebener Sbrinz Muskatnuss Pfeffer, Salz 100 g Rohschinken Zubereitung 1. Form mit Butter auspinseln.

Teig in die Form legen, über­ stehenden Rand einklappen, gut andrücken. Kühl ­stellen. Reichlich Salzwasser aufko­ chen. Spargeln schälen, Enden frisch anschneiden. Spargeln ca. 2 Minuten blanchieren. Herausheben, abtropfen ­lassen und gut t­ rocken tupfen. Minzeblättchen von den Stie­ len zupfen, fein hacken. Mit Rahm, Eiern und Sbrinz zu einem Guss v­ erquirlen. Kräf­ tig mit Salz, geriebener Mus­ katnuss und Pfeffer würzen. 2. Backofen auf 200 °C

v­ orheizen. Spargeln auf dem ­Kuchenteig verteilen. Guss darüber verteilen. Quiche auf der untersten Rille ca. 30 Minuten backen, die ersten 1­ 0 Minuten mit Unterhitze. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen. Rohschinken darauf an­ richten. Dazu passt Salat.

Ungeschälte Spargeln bleiben in ein feuchtes Geschirrtuch gehüllt zwei bis drei Tage im Kühlschrank frisch.


26 | 6.4.2021 | GENUSS

Zitronenravioli mit Spargeln und Erbsen Hauptgericht für 4 Personen Zutaten 250 g Ricotta 50 g geriebener Parmesan 1 EL Paniermehl 1 Zitrone Salz, Pfeffer 4 Rollen ausgewallter Pastateig Mehl zum Auswallen 300 g dünne grüne Spargeln 500 g Erbsen in der Schote 0,5 dl Olivenöl Parmesan und Sprossen Zubereitung 1. Ricotta, Parmesan und Panier­

mehl in eine Schüssel geben. ­Zitronenschale fein dazureiben. Masse mit Salz und Pfeffer ­würzen. Verrühren. Die Hälfte der Pastateige entrollen, an­ einanderlegen, ­damit eine lange Bahn entsteht. Ricottamasse teelöffelweise in 2 Reihen ca. alle 7 cm darauf verteilen (ergibt ca. 34 Häufchen). Teig rund um die Füllung mit wenig Wasser bestreichen. Restlichen Pasta­ teig ­entrollen, auf wenig Mehl etwas grösser auswallen. Auf den mit Ricottamasse belegten Teig legen, rund um die Füllung gut ­andrücken. Mit einem Teigrädchen Ravioli zuschneiden.

Spargeln lassen sich nicht nur klassisch kochen, sondern auch im Ofen oder in der Bratpfanne zubereiten. Für die Bratpfanne verwendet man kleine, bis zu fünf Zentimeter lange Stücke, die man beispielsweise in Olivenöl in fünf ­Minuten bissfest gart. Lachs-Tataki mit Spargeln Nur ganz kurz anbraten, damit das ­Innere roh bleibt – das ist das ­Geheimnis eines Tatakis, zum Beispiel aus Lachs. Mit Spargelsalat eine ­verlockende Vorspeise.

2. Spargelenden frisch an­

schneiden. Erbsen aus der Schote lösen. ­Etwas Öl in einer Grilloder Bratpfanne erhitzen, Spar­ geln darin rundum 3–5 Minuten bissfest braten. Ravioli portio­ nenweise in knapp siedendem Salzwasser ca. 5 Minuten ziehen lassen. 2 Minuten vor Ende der Kochzeit Erbsen ­dazugeben. ­Alles abgiessen, auf vorgewärm­ ten Tellern verteilen. Mit Pfeffer würzen. Ravioli mit restlichem Öl beträufeln und mit Spargeln, Parmesan und Sprossen anrichten.

TIPP Dünne grüne Spargeln müssen nicht geschält, son­ dern nur frisch ­an­geschnitten werden.

Grüne Spargeln ­werden meist früher geerntet als die weissen. Ihr Geschmack ist kräftiger und weniger süsslich. Sie enthalten mehr Vitamine, weil sie im Gegensatz zu den weissen über der Erde wachsen. Sonnenlicht fördert die ­Vitaminbildung.


GENUSS | 6.4.2021 | 27

In Spargelschalen und -abschnitten vom Rüsten steckt viel Aroma. Die Reste sind perfekt, um damit eine Spargelsuppe zu ­kochen. Man kann Reste einfrieren und später ­unaufgetaut ins Wasser geben und einen Spargelfond damit kochen.

Spargel-Kokos-Suppe mit Scampi Kleine Mahlzeit für 4 Personen Zutaten 500 g grüne Spargeln 1 Zwiebel 3 Knoblauchzehen 1 Peperoncino 1 mehligkochende Kartoffel 3 EL Sonnenblumenöl 12 küchenfertige, grosse rohe Scampischwänze mit Schale à ca. 40 g 6 dl Bouillon, z. B. Geflügel 2,5 dl Kokosmilch 1 Limette Salz gemahlener Pfeffer

Von den Spargeln schneidet man am ­unteren Ende circa einen Zentimeter ab. Zu versuchen sie zu brechen, ist keine Alternative. Das geht meist schief.

Zubereitung 1. Spargeln im unteren Drittel

schälen. Enden frisch anschnei­ den. Spitzen abschneiden und beiseitestellen. Restliche Spargeln in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch hacken. Peperon­ cino längs halbieren und ent­ kernen. Kartoffel in Würfelchen schneiden. 2. Öl in einer hohen Pfanne er­

hitzen. Scampi darin rundum ca. 5 Minuten braten. Heraushe­ ben, schälen und in g­ robe Stücke schneiden; beiseitestellen. Im selben Öl Spargelscheiben, Zwie­ bel, Knoblauch, Peperoncino und Kartoffeln ca. 5 Minuten andüns­ ten. Bouillon und Kokosmilch dazugiessen. Suppe ca. 20 Mi­ nuten zugedeckt köcheln lassen. ­Limette halbieren. Die Hälfte der Limette auspressen, Rest in Schnitze schneiden. Suppe pürie­ ren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Limettensaft abschmecken. Spar­ gelspitzen dazugeben, ca. 5 Mi­ nuten bissfest garen. Scampi in der Suppe heiss werden lassen. Limettenschnitze dazuservieren.

Alle Rezepte auf migusto.ch

Blattsalat mit Spargeln, Erdbeeren und Ziegenkäsebällchen Der auf Eichblattsalat angerichtete Salat mit Spargeln, Erdbeeren, ­Blüten, Pistazien und «panierten» ­Ziegenkäsebällchen sieht hübsch aus.

Spaghettoni mit Spargelragout Spargelfreuden für PastaFans: Dicke Spaghetti an einer Rahmsauce mit grünen Spargeln und Zwiebeln, bestreut mit ­Pinienkernen, sind schnell und einfach zubereitet.


28 | 6.4.2021 | PANINI-BILDCHEN

Fürs Kleben gern Von günstig bis teuer 1986 kostete ein Bildchen 7 Rappen – heute fast dreimal mehr: Eine Tüte mit fünf Bildchen kostet in der Migros aktuell 95 Rappen, also 19 Rappen pro Stück. Auch die Zahl der Bilder, um ein A ­ lbum zu komplet­tieren, steigt: 427 brauchte es anno 1986: Vom WM-Pokal bis zum Marokkaner Abdelfettah Mouddani. Heuer sind es 678. Rund die Hälfte der Einnahmen geht an den Handel, der Rest an Panini, wovon aber noch Lizenzgebühren an die Uefa und die Landesverbände gezahlt werden müssen.

1994 hat unser Autor den Fussball und die Panini-Bildchen entdeckt. Seither hat ihn beides nicht mehr losgelassen – jetzt versucht er, seine Kinder dafür zu begeistern. Text: Reto Vogt  Bild: Christian Schnur

A

ndy Egli, Marco Pascolo, Stéphane Chapuisat, Georges Bregy: Ich ­erinnere mich noch gut an die Schweizer Fussballspieler, die ich 1994 als Neunjähriger in mein erstes Panini-Sammelalbum geklebt habe. Sie waren auf dem Pausenplatz begehrt, genauso wie die Länderwappen oder die Brasilianer Romario und Bebeto. Dank des Albums zur FussballWeltmeisterschaft in den USA lernte ich Flaggen und Städte schneller als auf der Schulbank. Und beim Tauschen erfuhr ich, dass es nicht immer alle Menschen gut mit einem meinen. Es wurden Wappen mit Zahnstochern ver­

ändert, Nummern gefälscht und die kleinen von den grossen ­Kindern regelrecht abgezockt: Ein ­Lothar Matthäus kostete mich ­damals sechs andere Bilder! Das volle Album

Während einer Pandemie ein ­grosses Fussballturnier auszu­tra­ gen, finde ich nicht angemessen – obwohl es höchstwahrscheinlich nur in einem statt wie für 2020 einmal geplant in 12 Ländern aus­ getragen wird. Trotzdem gehört für mich das Sammeln von PaniniBildern dazu. Neu für mich ist nur, dass ich unsere fünfjährigen Zwillinge daran beteilige und ver­ suche, sie mit den Fussball­bild­

chen spielerisch an zwei- und dreistellige Zahlen und Flaggen her­ anzuführen. Dazu können sie ­jeweils versuchen, die Namen der Länder und Spieler zu lesen. «Wir finden die Paninis cool, weil wir Spieler und Länder kennen­ler­ nen», sind sich Felix und Bas­tian (beide 5) einig. Ich bin überzeugt, dass unsere Kinder vom Panini-Bilder-Sammeln profitieren und speziell beim «Tüüschle» mit gleich­ altrigen oder älteren Kindern viel ­lernen können. Fairness, Umgang miteinander, Bluffen oder Zocken und mit Teamwork auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten: das volle Album. MM


PANINI-BILDCHEN | 6.4.2021 | 29

Extrawurst für die Schweiz

So sah 1961 das erste von Panini heraus­ gegebene Sammel­ album aus: «Grande Raccolta Figurine ­Calciatori», eine ­Zusammenstellung von Spielern der ita­ lienischen Serie A mit ­Giovanni Trapattoni (Bild).

Tauschen mit Abstand

Das erste Panini-Bildchen

Die Panini-Brüder Giuseppe, Umberto, Franco Cosimo und Benito (v. l. n. r.) 1966

Für den Druck der ­ersten Sammelbildchen soll ein Foto von Bruno Bolchi, 1958 bis 1963 Spieler von Inter M ­ ailand, als Vorlage gedient haben. Bolchi gilt seither als das e ­ rste PaniniBildchen überhaupt. Das erste Sammelheft mit vielen Spielern aus der höchsten ­italienischen Liga ­erschien im Jahr 1961.

Nie zwei gleiche Bilder pro Tüte?

Alles begann mit einem kleinen Kiosk

Bilder: Panini

Sie sind auch Fans deutscher Kicker: Felix (links) und Bastian ­stellen ein Team ­zusammen. Oben links: Die Bilder für das ­Euro-Album gibts in der Migros.

Wer sich aufgrund der Corona-Massnahmen nicht zum Tauschen treffen will, kann dies problemlos im Internet erledigen. Auf der Site bildertausch.ch können sich Panini-Sammler kostenlos registrieren, ihre Doppelten anbieten und im Gegenzug ihnen fehlende Bilder erhalten. Dasselbe ­ermöglicht die «Panini Collectors App», sie wird am 30. September aber deaktiviert. Ausserdem können bis zu 50 Bildchen (40 Rappen pro Stück) im Panini-Onlineshop nachbestellt werden.

In der Schweiz veröffentlicht Panini meist spezielle Sticker und Alben, so auch heuer mit der «Pearl-Edition». Alejandra Ruppanner, Product Manager von Panini Schweiz, sagt: «Die Editionen für die Schweiz werden stets auf dickeres Papier ­gedruckt.» Dies, weil «Schweizer Sammler Qualität schätzen». Auf den Preis habe dies praktisch keinen Einfluss, so Ruppanner.

Die Firma Panini beschäftigt heute weltweit über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2018, im Jahr der letzten Fussball-Weltmeisterschaft, erzielte der Klebebildchenkonzern über 1 Milliarde Schweizer Franken Umsatz. Es begann jedoch viel ­bescheidener: 1945 kaufte Veronica ­Panini noch während des Kriegs einen eigentlich geschlossenen, fast leeren Zeitungskiosk in der italienischen Stadt Modena. Nach Kriegsende arbeiteten dort ihre Mutter und die Brüder ­Giuseppe, Umberto, Franco Cosimo und Benito mit. Sie gründeten später den Zeitungsvertrieb «Agenzia ­Distribuzione Giornali Fratelli Panini» und begannen den Handel mit ­Sammelbildern.

1964 entwickelte ­Umberto Panini eine Misch- und Eintüt­maschine, die «Fifimatic». Davon ­stehen bis heute 25 Stück in den PaniniProduktionshallen in Modena und sorgen dafür, dass angeblich niemals zwei gleiche Bildli in der Tüte landen.

Es geht auch anders Seit dem Jahr 2008 gibt es hierzulande zu ­jedem grossen Turnier das «Tschuttiheftli». Statt Fotos von Fussballern werden Porträts von Künstlerinnen und Künstlern ins Album geklebt. Dieses Jahr gehts am 9. April 2021 los.


INTERVIEW | 6.4.2021 | 31

«Die Migros macht mehr, als vielen bekannt ist»

Das gesellschaftliche Engagement gehört zur Migros wie der Kult Ice Tea. Als oberste Verantwortliche erklärt Sarah Kreienbühl, wo die Migros künftig Akzente setzen will. Text: Kian Ramezani Bild: Jorma Müller

Sarah Kreienbühl (50) ist Mitglied der Generaldirektion des Migros-­ Genossenschafts-Bunds (MGB). Als Leiterin des Departements Human Resources, Kommunikation, Kultur und Freizeit ist sie unter anderem verantwortlich für das gesamte gesellschaftliche Engagement der Migros auf nationaler Ebene.

S

arah Kreienbühl, viele Unternehmen ­engagieren sich für die Gesellschaft. Was macht die Migros anders? Die Migros engagiert sich bereits seit Gründerzeiten für die Gesellschaft, das ist aussergewöhnlich. Gottlieb und Adele Duttweiler verankerten 1957 mit dem Kulturprozent zwei sehr mutige Punkte in den Statuten: Finanziert wird das Engagement als Anteil vom Umsatz – unabhängig vom erzielten Gewinn. Und es soll ein eigenständiges Ziel sein, gleichberechtigt mit den kommerziellen Aktivitäten der Migros. Beides war damals unglaublich visionär und beweist die Ernsthaftigkeit der Idee. Seit 1957 haben wir so knapp fünf Milliarden Franken ins gesellschaftliche Engagement investiert. Man darf sagen: Das macht die Migros weltweit einzigartig. Gesellschaftliche Verantwortung ist ein weiter Begriff. Was will und kann die Migros leisten? Im Kern geht es uns immer ­darum, Menschen Zugang zu Leistungen und Angeboten zu verschaffen. Dies mit dem Ziel, den Zusammenhalt in unserer zunehmend fragmentierten ­Gesellschaft zu stärken. Die Individualisierung nimmt zu und damit auch die Gefahr, dass wir den Zugang zu den Realitäten unserer Mitmenschen verlieren und das Verständnis füreinander schwindet. Hier möchten wir ­ansetzen und Lücken schliessen, die neben Staat und Privatwirtschaft entstehen. So zum Beispiel im sozialen Bereich, indem wir helfen, sogenannte Caring Communities aufzubauen, wo sich Menschen gegenseitig im Alltag unterstützen. Gemessen am über 60-jährigen Bestehen könnten die Angebote des Kulturprozents in der ­Bevölkerung auch bekannter sein, oder? Umfragen bestätigen in der Tat, dass viele Menschen sich nicht


32 | 6.4.2021 | INTERVIEW

Das Engagement der Migros Für mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft

142 Mio. Fr. pro Jahr

16 Mio. Fr. pro Jahr

1 Mio. Fr. pro Jahr

Kultur Musik, Theater, Film – was wäre das Leben ohne Kultur? Künstlerische Vielfalt wirkt wie Kitt in einer fragmentierten Gesellschaft.

Gesundheit Gesundheit ist nicht alles – aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Die Migros unterstützt Initiativen, um möglichst vielen Menschen zu besserer Gesundheit zu verhelfen.

Zusammenleben

Bildung Die Migros steht für lebenslanges Lernen. Von ihrem umfassenden Bildungsangebot kann die ganze Schweizer ­Bevölkerung profitieren.

Ob am Arbeitsplatz, in Vereinen oder bei der Freiwilligenarbeit – wo Menschen sich auf Augenhöhe begegnen, ­entsteht ein Dialog, der die Gesellschaft weiterbringt.

bewusst sind, wo sich die Migros überall engagiert. Wenn sie aber davon erfahren, dann sind sie begeistert. Weil man angesichts der grossen Vielfalt an Angebo­ ten schnell den Überblick ver­ lieren könnte, bauen wir dem gesellschaftlichen Engagement der Migros auf engagement-­ migros.ch nun ein neues digita­ les Zuhause. Zudem lancieren wir ein visuelles Erkennungs­

zeichen, mit dem man auf den ersten Blick erkennt, wenn es sich um ein Engagement der ­Migros handelt. Aber das Kulturprozent bleibt bestehen? Das Kulturprozent, der Pionier­ fonds und der Unterstützungs­ fonds bleiben unverändert ­bestehen. Neu fassen wir die drei Fördergefässe unter dem

Dach von Migros-Engagment zusammen und lancieren eine gemeinsame Onlineplattform. Die verbesserte Übersicht soll unseren Kundinnen und Kunden ermöglichen, für sie relevante und interessante Angebote ein­ facher zu finden. Zusätzlich ­erhöhen wir auf diesem Weg die Transparenz, wo die um­ fangreichen Mittel jedes Jahr hinfliessen.

Ein bisweilen gehörter Vorwurf: Wieso stattdessen nicht einfach das Brot verbilligen? Durch ihr Engagement inves­ tiert die Migros einen Teil ihres Umsatzes in die Gesellschaft. Unsere Kunden bezahlen des­ wegen nicht mehr für ihr Brot, sondern die Migros als Genos­ senschaft gibt ihren Kunden und damit der Gemeinschaft ­etwas zurück. Wir stehen zu


Illustrationen: Uwe Stettler

INTERVIEW | 6.4.2021 | 33

haben wir insgesamt eindrück­ liche 100 Millionen Franken in 100 Projekte investiert.

Technologie & Ethik Ob künstliche Intelligenz, Algorithmen oder Datenkollektive – die Migros fördert technologische Innovationen ebenso wie den ethischen Umgang damit.

Klima & Ressourcen Natürliche Ressourcen bilden die Grundlage des Lebens auf der Erde. Die Migros engagiert sich unter anderem im Klimaschutz, in der Mobilität und in der Kreislaufwirtschaft.

­ nseren Engagements – auch u während der Pandemie. Um die Kulturschaffenden in dieser sehr schwierigen Zeit zu unter­ stützen, haben wir etwa die ­Gagen für bereits geplante ­Veranstaltungen bezahlt, auch wenn diese nicht stattfinden konnten. Etwas weniger bekannt als das Kulturprozent ist sein kleiner

Bruder, der Pionierfonds. Wie unterscheiden sie sich? Das Kulturprozent wird aus dem Umsatz der Migros finanziert, der Pionierfonds ist das gesell­ schaftliche Engagement von ­Migros Bank, Denner, Migrol und Migrolino. Der Pionierfonds fördert gezielt mutige Ideen, die das Potenzial haben, uns als Ge­ sellschaft weiterzubringen. Und so klein ist er gar nicht: Seit 2012

Gibt es Pionierprojekte, die Sie speziell beeindrucken? Besonders am Herzen liegt mir die Initiative «Stop Hate Speech». Anfeindungen und ­Beleidigungen sind im Internet leider weitverbreitet. «Stop ­ Hate Speech» spürt mithilfe künstlicher Intelligenz Hass­ kommentare auf und schärft das Bewusstsein für einen res­ pektvollen Umgang auch im Netz. Kurz vor einem Durch­ bruch steht zudem ein Projekt, das Recyclingkonzepte für ­Möbel entwickelt. Während ­Recycling bei anderen Pro­ dukten etabliert ist, besteht im B ­ ereich der Möbel noch ­Potenzial. Die Migros-Tochter Micasa hat hier bereits Interesse signalisiert und arbeitet ­intensiv an einem Projekt für Matratzenrecycling. Wenn a­ lles klappt, erfolgt die Lancierung noch dieses Jahr. Und wie funktioniert das dritte Fördergefäss, der ­Unterstützungsfonds? Der Unterstützungsfonds ­fördert seit 1979 soziale und ökologische Projekte der Ent­ wicklungszusammenarbeit in der Schweiz und weltweit. Über die Jahre hat die Migros so 41 Millionen Franken ge­ sprochen. Über die eingegan­ genen Gesuche befindet eine ­Arbeitsgruppe der Delegierten­ versammlung des Migros-Ge­ nossenschafts-Bunds drei- bis viermal pro Jahr. Und welche sind Ihre per­ sönlichen Highlights aus den vielen Angeboten des Kultur­ prozents? Ich darf sagen, dass mich bisher jedes Angebot, das ich besuchen konnte, auf seine eigene Art ­bereichert oder mir Zugang zu ­anderen Perspektiven vermittelt hat. Die Ausstellung «United by AIDS» im Migros-Museum für Gegenwartskunst zum Beispiel

hat mich nachdenklich ge­ stimmt. An unserem Tanzfesti­ val Steps wiederum habe ich Auf­ führungen erleben dürfen, die so beeindruckend und innovativ waren, dass sie unvergesslich bleiben. Oder ich durfte Kon­ zerte von noch wenig bekannten Talenten erleben, die mich noch immer begeistern, wenn ich ­da­ran zurückdenke. Aber auch die Tavolata oder den Genera­ tionen-Jass finde ich eine tolle Sache. Mit dem Monte Generoso im Tessin oder dem Gurten in Bern verbinde ich schöne Erin­ nerungen an gesellige Momente

«Auch im sozialen Bereich möchten wir Lücken schliessen.» Sarah Kreienbühl

mit meiner Familie und guten Freunden. Unsere Angebote sind wirklich enorm vielfältig und finden sich in der ganzen Schweiz. Wie entscheidet die Migros, was mit den 159 Millionen Franken jährlich gemacht wird? Diese Frage stellt sich tatsäch­ lich immer wieder aufs Neue. Die Gesellschaft verändert sich und mit ihr auch ihre Bedürf­nisse. Kultur und Bildung bleiben wichtige Pfeiler unseres Engage­ ments. Jeder der 40 000 Kurse und Lehrgänge, die man bei der Klubschule als Privatperson ­belegen kann, wird vom Kultur­ prozent subventioniert. Damit möchten wir Bildung für alle er­ schwinglich machen. In Zukunft wollen wir unser bestehendes En­gagement im Bereich der ­so­zialen Integration weiter aus­ bauen und zudem Gefässe schaf­

Mehr zum Engagement der Migros-Gruppe: engagement-migros.ch


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«Wir stellen fest, dass Lehrstellen bei der Migros sehr begehrt sind.» Sarah Kreienbühl

fen, bei d ­ enen unsere Kundinnen und Kunden mitentscheiden können, wie die Mittel verwendet werden. Ähnlich wie auf Migipedia, wo unsere ­Kundinnen und Kunden abstimmen können, welche ­Produkte ins Regal kommen. Was verstehen Sie unter ­sozialer Integration? Wir möchten auch im sozialen Bereich Lücken schliessen und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Mir liegt insbesondere ein Angebot für Jugendliche am Herzen, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind, weil sie beispielsweise aufgrund schwerwiegender familiärer Probleme Mühe ­bekunden, den ­üblichen Kriterien für eine Lehrstelle zu entsprechen. Mit speziellen Programmen möchten wir ­ihnen den Einstieg ins Arbeits­­leben ermög­lichen und damit einen konkreten Beitrag leisten, um sie zu integrieren. Einzelne Projekte laufen bereits erfolgreich in zwei Genossenschaften, dieses Engagement wollen wir ausbauen. Nun sind Sie nicht nur für Engagement-Themen ­zuständig, sondern auch oberste Personalchefin. Was kann junge Menschen motivieren, für die M ­ igros tätig zu werden? Als grösster privater Ausbildner der Schweiz – wir bilden insgesamt 3800 Lernende in 60 verschiedenen Berufen aus – eröffnen sich bei der ­Migros-Gruppe interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Die Migros ist weit mehr als ein Detailhändler. In der Migros-Gruppe finden sich neun Branchen, dessen ist man sich nicht immer bewusst. Bei uns

sind dadurch branchen- und gruppen­übergreifende Kar­ rierewege möglich, wie etwa «vom Lernenden im Bereich Logistik zum Geschäftsleitungsmitglied von Jowa, der grössten Bäckerei der Schweiz» oder «von der Filialleiterin ­Migros zur Leiterin Super­ märkte Denner». Wir stellen fest, dass Lehrstellen bei der Migros sehr begehrt sind. Gibt es denn momentan ­offene Stellen, auf die man sich bewerben könnte? Innerhalb der Migros-Gruppe sind ganzjährig jeweils rund 800 Stellen offen. Zudem können wir aktuell 500 Lehrstellen besetzen. Wir freuen uns, dass wir allein im vergangenen Jahr mehrere hundert ­Arbeitsplätze in der Schweiz schaffen konnten. Dies ins­ besondere im Online-Handel, wo sich das Wachstum während der Pandemie zusätzlich beschleunigt hat. Jüngst waren die Mindestlöhne im Detailhandel ein Thema. Wird die Migros ­ihrem Ruf als soziale Arbeitgeberin weiterhin gerecht? Auf jeden Fall. Schliesslich zählt ja das Gesamtpaket ­inklusive Zusatzleistungen und Vorsorge – sowie die Frage, wie rasch man sich von diesem Mindestlohn her weiterent­wickeln kann. Daher ist ein verhältnismässig kleiner Anteil unserer Mitarbeitenden zum Mindestlohn beschäftigt, die überwiegende Mehrheit konnte sich bereits weiterentwickeln. Der Durchschnittslohn unserer Kassiererinnen und Kassierer zum Beispiel liegt deutlich h ­ öher. Überdurchschnittlich ist auch unsere Vorsorgelösung. Die Migros macht weit mehr, als der Öffentlichkeit teilweise bekannt ist, und ist d ­ aher im Gesamtpaket ein ­beliebter ­Arbeitgeber. Das ­bestätigen unsere sehr erfreulichen ­Resultate bei U ­ mfragen zur Zufriedenheit der Mit­arbei­ tenden. Wir setzen alles ­daran, dass dies auch in ­Zukunft so bleibt.  MM

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INTERVIEW | 6.4.2021 | 35

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36 | 6.4.2021 | MIGROS-BILANZ 2020

Kerngesunde Migros Trotz Coronakrise erzielte die Migros-Gruppe 2020 einen Unternehmensgewinn von 555 Millionen Franken. Inklusive weiterer Einnahmen wie etwa aus dem Verkauf von Globus und Glattzentrum betrug der Gewinn knapp 1,8 Milliarden Franken. Damit verfügt die ­Migros über eine kern­gesunde finanzielle Basis.

Ein Jahr der Extreme Die Corona-Pandemie bestimmte im vergangenen Jahr den Geschäftsgang der Migros-Gruppe. Während die Super- und Onlinemärkte gut abschnitten, ver­zeichneten die Bereiche Reisen, Fitness und Freizeit hohe Einbussen. Dennoch gelang es der Migros-Gruppe, das Extremjahr erfolgreich zu meistern. Ein Rückblick in Bildern.

Reisen annulliert Der Freizeit- und Golfpark Signal de Bougy im Waadt­ land wurde nach dem ersten Lockdown im Frühling 2020 wiedereröffnet. Einschränkungen bei Reisen, Freizeitaktivitäten und in der Gastronomie hinterliessen jedoch schmerzhafte Einbussen. Hotelplan zum Beispiel musste Tausende von Reisen annullieren.

Nachschub gesichert

In den Migros-Supermärkten herrschte Hochbetrieb. Die Nachfrage nach Toiletten­ papier, Pasta oder Konserven stieg im Frühling 2020 markant an. Die Migros konnte die Versorgung jederzeit sicherstellen. Was im Rückblick auffällt: In der ersten Welle herrschte noch keine Maskenpflicht.


MIGROS-BILANZ 2020 | 6.4.2021 | 37

Grossen Einsatz ­geleistet Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Migros-Gruppe haben im Ausnahmejahr Ausserordentliches geleistet. Die MigrosGruppe beschäftigt rund 99 000 Mitar­bei­ tende und ist die grösste private Arbeit­ geberin in der Schweiz.

Online bedient

Bilder: Niels Ackermann, Roger Hofstetter, Thomas Kunz, Jorma Müller, ­Sebastian Müller, René Ruis, Daniel Winkler, Marco Zanoni, Keystone

Auch der Onlinesuper­­ markt war stark gefor­ dert. Er verzeichnete 2020 gleich 40 Prozent mehr Umsatz und baute seine Kapazitäten aus. Im Herbst 2020 wurde das Format von LeShop in Migros Online um­ benannt.

Neues eingeführt Die Eigenmarke V-Love ist die neueste ProduktInnovation der Migros. Sie bietet ein Sortiment auf pflanzlicher Basis, etwa «vegane Joghurts». Heute gibt es bereits mehr als 780 als vegan oder vegetarisch zertifizierte Produkte.


38 | 6.4.2021 | MIGROS-BILANZ 2020

Der Gesundheit verpflichtet

Die Migros betreibt 136 Fitnessanlagen, die im Lockdown Trainings im Web anbieten. ­Die Migros-Tochter Medbase ist mit Apo­ theken und Arztpraxen aktiv: 2020 hat sie ihr Angebot mit der Übernahme der Zahnarztkette zahnarztzentrum.ch ausgebaut. ­Zudem lancierte die Migros Misenso, Fach­ geschäfte für Optik- und Hörgeräte.

Auch sie sind beteiligt

Zur Migros-Gruppe ­gehören neben Superund Fachmärkten auch Discounter Denner, Convenience-Anbieter Migrolino, Buchhändlerin Ex Libris, OnlineWarenhaus Digitec ­Galaxus, die Migros Bank, Migrol, Bio-Geschäfte von Alnatura oder Detailhändlerin Tegut in Deutschland.

Mit Amigos geholfen

Gemeinsam mit Pro Senectute lancierte die Migros im März 2020 zu Beginn des Lockdowns die Plattform Amigos. Menschen der Risikogruppe können ihre Einkäufe via App nach Hause bestellen. Freiwillige haben 75 000 Lieferungen zugestellt.


MIGROS-BILANZ 2020 | 6.4.2021 | 39

Nummer 1 gefestigt Im E-Commerce ist die Mi­gros-­ Gruppe mit dem W ­ arenhaus ­Digitec Galaxus, dem Super­markt Migros ­Online oder den Onlineshops der Fachmärkte Micasa, SportXX, Melectronics, Do it + Garden und Obi sowie Ex Libris die gröss­te An­bieterin in der Schweiz. Die Marktführer­ schaft konnte sie im vergangenen Jahr weiter ausbauen und erzielte o ­ nline e ­ inen Umsatz von fast 3 Milliarden Franken.

Preise gesenkt Mais in Konserven ist nur eines von 20 000 Produkten, das die 14 000 Mitarbeitenden der ­Migros-Industrie herstellen. Die Migros investiert laufend in Qualität und Preis der Produkte. Seit Herbst 2020 wurden bereits 1000 der beliebtesten Produkte dauerhaft im Preis gesenkt.

Für die Gesellschaft engagiert

Das Distancing-Festival entstand im Sommer 2020 auf Initiative der Migros, nachdem alle ­Festivals abgesagt werden mussten. Mit dem ­gesellschaftlichen Engagement investierte die ­Migros 159 Millionen Franken in Kultur, Bildung, Freizeit, Pionierprojekte und Entwicklungsarbeit.

Bilder: Niels Ackermann, Roger Hofstetter, Thomas Kunz, Jorma Müller, Sebastian Müller, René Ruis, Daniel Winkler, Marco Zanoni, Keystone

Nachhaltigkeit transparent gemacht Die Migros ist die nachhaltigste Detailhändlerin der Welt – und sie will dies auch bleiben. Im Herbst 2020 nahm sie drei ­Wasserstoff-Lkw in Betrieb. Diese stossen bei identischer Ladekapazität bis zu 80 Prozent weniger CO2 aus als Dieselfahrzeuge. Zudem bildet die Migros mit der neuen Nachhaltigkeitsskala M-Check als einzige ­Detailhändlerin transparent auf Produkten ab, wie diese beim Tierwohl und der Klima­ ver­träglichkeit abschneiden.


40 | 6.4.2021 | DIGITAL

Schnelles Internet im ganzen Haus Wie bringe ich die WLAN-Signale bis in die hintersten Ecken der Wohnung? Mit Verstärkern, die neue Funknetze erstellen. Wie das geht und welche Geräte sich eignen.

Mesh-Netzwerke verstärken WLAN-Signale und bringen sie in jedes Zimmer.

Text: Philipp Rüegg

Vier erprobte Mesh-Systeme    1

Google Nest

Eins der am einfachsten zu bedienenden MeshNetzwerke. Es besteht aus ­einem Router und bis zu fünf Satelliten. Das Design ist schlicht. Eingerichtet und gesteuert wird Nest WiFi über eine App. Dort können auch Gästenetzwerke, Zugriffszeiten für Kinder usw. eingestellt ­werden. Google Nest WiFi Preis ab 280 Franken Vorteile • elegantes Design • integrierter Lautsprecher • benutzerfreundlich Nachteile • kein LAN-Kabel-Anschluss bei den Satelliten • verfügt mit WiFi 5 nicht über den neuesten Standard • nicht das schnellste oder ­signalstärkste Gerät

2

Asus Zen

Eins der schnellsten Mesh-Systeme kommt von Asus. Für das Setup sollten die Geräte nicht mehr als drei Meter voneinander entfernt und in Sichtweite zum nächsten angebracht sein. Die Einrichtung erfolgt per App und QR-Code. Danach können die Satelliten an den ­gewünschten Stellen platziert werden. Das Design ist eher schlicht, die Geräte sind aufgrund ihrer Grösse jedoch nicht gerade unauffällig. Asus ZenWiFi XT8 Preis ab 400 Franken Vorteile • schnell und empfangsstark • sechs Antennen und WiFi 6 • LAN-Kabel-Anschluss auch bei den Satelliten Nachteile • auffällig • eher teuer

3

Netgear Orbi

Noch etwas mehr Leistung liefert das WiFi-6-­ Mesh-System von Netgear. Auch hier funktioniert die Einrichtung über eine App und durch das Scannen der QR-Codes auf den Geräten. Mühsames Ein­tippen des Passwortes ist nicht nötig. Leider können gewisse Experteneinstellungen nur über das Webportal getätigt werden. Die Signalstärke des ­Orbi-Systems erweist sich als h ­ ervorragend, genauso die Erweiterbarkeit. Netgear Orbi AX6000 Preis ab 430 Franken Vorteile • schnell und empfangsstark • acht Antennen und WiFi 6 Nachteile • klobig, auffällig • teuer

Hier schreiben die Experten von Digitec über alles, was die digitale Welt bewegt.

Illustration: AVM GmbH

V

om Smartphone bis zum ­intelligenten Thermostat ­verfügt mittlerweile fast jedes Gerät über WLAN-Empfang. Das bringt aber wenig, wenn das WLANSignal nicht bis in alle Ecken des Heims reicht. Eins der effizientesten Mittel bei Lücken heisst Mesh. Ein Mesh-Netzwerk verstärkt das WLAN-Signal innerhalb des Haushalts. Es besteht aus einem Router und mindestens einem Satelliten: Dieses Gerät dient als Verteiler. Der Router wird entweder ­direkt mit dem Hausanschluss der Swisscom, mit UPC oder einem ­anderen Anbieter verbunden. Zwischen Router und Anschluss kann aber auch noch ein Modem kommen. Die Satelliten werden je nach Modell in einem anderen Stockwerk oder Zimmer platziert. Sie beziehen das WLANSignal vom Router und erweitern das heimische Netzwerk so in weitere Zimmer. Anders als bei e­ inem Repeater wird das Signal dabei aber nicht einfach ­weitergeleitet. Stattdessen erstellt der Satellit ein zusätz­liches Funknetz, das mit dem ersten ­korrespondiert. So wird der Empfang besser. Die Internetgeschwindigkeit nimmt zwar mit jedem weiter ent­fern­ten Satelliten ab, sie ist aber deutlich ­höher als mit einem Repeater oder bloss einem Router. Je nach System können fast beliebig viele Satelliten ­hinzugefügt werden, bis die Signale auch wirklich bis in die hinterste Ecke der Wohnung gelangen. MM


DIGITAL | 6.4.2021 | 41

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4

Fritz Repeater

Trotz des Namens («Repeater») handelt es sich um ein Mesh-­System. Die Fritz Repeater können entweder mit einer Fritz Box oder mit e ­ inem beliebig anderen Router verbunden werden. Die Einrichtung ­geschieht ganz einfach per Knopfdruck am Gerät (WPS) und dauert im Idealfall nur w ­ enige M ­ inuten. Falls LAN-Anschlüsse vorhanden sind, können Satelliten auch direkt per Kabel verbunden werden. Die dazuge­hörige App ist we­

46%

niger intuitiv wie die von Google, zeigt aber sehr detailliert, wie stark der Empfang und die Geschwindigkeit des Netzwerks sind. AVM Fritz!Repeater 2400 Preis ab 80 Franken Vorteile • günstig • einfach eingerichtet • schnell • LAN-Kabel-Anschluss auch bei den Satelliten Nachteile • versperrt die ganze Steckdose • Design nicht sehr elegant

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42 | 6.4.2021 | MEINE MIGROS

HE B R O T D ER W O C

VOLLKORNLANDBROT

Das Vollkornbrot eignet sich dank der gleichmässigen Form optimal für Sandwiches. Die einfach g ­ e­haltene ­Rezeptur verleiht dem Brot den milden ­Geschmack, der die Schicht für Schicht kombinierten Lieblingszutaten richtig zur Geltung kommen lässt.

W I SSEN S W ERT E S

Vollkorn Die Bezeichnung Vollkorn hat nichts mit der Getreidesorte zu tun, sondern mit dem Mahlgrad. Für Vollkornbrote werden die Schale, der Mehlkörper und der Keim mit allen Ballaststoffen, ­Vitaminen, Ölen und Mineralstoffen komplett verarbeitet.

ZUM BROT PASST

Frischkäse

GREEN SANDWICH Zutaten für 4 Personen 1 Vollkorn-Landbrot à 400 g 1 Avocado ½ Salatgurke 1 grüne Peperoni 1 Bund Schnittlauch 4 EL Frischkäse 1 Bund Rucola Salz, Pfeffer

Zubereitung Brot in 8 Scheiben schneiden. Avocado halbieren, Kern ­entfernen. Fruchtfleisch auslösen und grob ­zerdrücken. Gurke in Scheiben schneiden. Peperoni halbieren und entkernen. In Schnitze schneiden. Schnittlauch fein schneiden. Die Hälfte der Brot­scheiben mit Frischkäse und Avocado bestreichen. Mit restlichen Zutaten belegen. Mit Salz und Pfeffer ­würzen. Mit restlichem Brot decken und servieren.

Bild und Styling: Veronika Studer; Getty Images

Zum Vollkornbrot passt ­ ­ esonders gut Frischkäse: b Quark, Ricotta, Hüttenkäse oder auch Feta.

Vollkorn-Landbrot, 400 g Fr. 3.20


KOLUMNE | 6.4.2021 | 43

Illustration: Rinah Lang

Was ich vermisse

Lisa Stutz (27) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.

STADT, LAND, STUTZ Sich schon am Nach­ mittag die Speisekarte anschauen. Locken ins Haar machen, Lippenstift auftragen. Durch die abendliche Stadt spazieren. «Wir haben reserviert», sagen. Zum Platz geführt werden. Die Einrichtung und die anderen Gäste be­ wundern. Einen Drink bestellen. Vorfreude. Die Speisekarte nochmals studieren und sich umentscheiden. Oder doch nicht? Das erste Mal anstossen. «Schön, dass wir hier sind!» Den ersten Schluck nehmen. Die Bestellung aufgeben. Vorspeise, Haupt­ gang, Wein. Sich vom Kellner beraten lassen. Mit ihm witzeln. Die ersten Gespräche be­ ginnen. Wie läufts im Job? Wie gehts deiner Mutter? Wo drückt der Schuh? Die Vorspeise schon von Weitem kommen sehen. Die Stoff­ serviette auf den Schoss legen. Das sorgfältig angerichtete Gericht bestaunen. Vielleicht ein Foto machen. Mit dem Wein anstossen, auf uns! Den ersten Schluck im Gaumen

s­ püren. Die Vorspeise geniessen. Dann den Hauptgang. Immer mal wieder Gabel und Messer ablegen, um zu gestikulieren. Lachen, viel lachen. «Weisst du noch damals, als …?» Wasser trinken, in grossen Schlucken. «Ist bei Ihnen alles in Ordnung?» – «Ja, danke, es schmeckt wunderbar!» Das letzte Bisschen Hauptgang aufgabeln, den Mund mit der Stoffserviette abwischen. Sich auf den Weg zur Toilette machen. Die Atmosphäre im Raum aufsaugen: gedämpftes Licht, ­fröhliche Stimmen, klimpernde Gläser. Die Seife am Waschbecken ausprobieren, den kurzen Moment der Ruhe geniessen. Die Gespräche fortsetzen. Das Dessert bestel­ len. Sich auf das Dessert freuen. Das Dessert auslöffeln. Zufrieden sein. Noch ein bisschen ­sitzen bleiben. Die Rechnung bestellen. Trinkgeld geben. Aufstehen, die Jacke anziehen. Draussen die frische Luft einatmen. Schön wars, bis bald wieder, hoffentlich. MM

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44 | 6.4.2021 | TRENNUNG

Getrennt und doch verbunden

Trennt sich ein Paar, will es sich am liebsten nie mehr sehen. Die Betreuung gemeinsamer Kinder erfordert aber regen Kontakt und Zusammenarbeit. Wie gelingt die Kommunikation? Zwei Familien erzählen. Text: Kristina Reiss Illustration: Michael Meister

N

eulich, an Claras neuntem Geburtstag, hat es gut geklappt: Papa Andi (43) war für den Regenbogenkuchen ­zuständig, Mama Sarah (41) für die Pizza Margherita, und Mamas neuer Partner Stefan (41) überreichte dem Geburtstagskind die ersehnten Meerschweinchen. Eine Patchworkfamilie wie aus dem Bilderbuch? «Ich habe schon ein bisschen geschwitzt», gibt S ­ arah zu. «Sonst sitzen immer noch meine Eltern mit am Tisch, als wichtiger Puffer.» Doch ­coronabedingt wollten sie d ­ iesmal nicht dabei sein. Dennoch verlief der Nachmittag reibungslos. «An der Oberfläche», betont Sarah, «ich musste mich aber schon zusammenreissen.» Trennen sich zwei Menschen, gehen sie am liebsten erst mal auf Abstand. Haben sie jedoch Nachwuchs, ist dieser Wunsch meist aussichtslos. Mehr noch: Aufgrund der getrennten Haushalte braucht es nun sogar noch mehr Kommunikation und Absprache. Wie kann das gelingen? Der Anfang ist meist schwierig

Andi und Sarah meistern den Spagat seit fünf Jahren. Ihre Kinder Clara (9) und Max (12) leben abwechselnd eine Woche bei Mama, dann eine bei Papa.

Vor zwei Jahren ist Sarah mit ihrem neuen Partner Stefan zusammengezogen; Andi hat keine feste Partnerin. «Der Anfang war extrem schwierig», erinnert er sich. «Aber für die Kinder haben wir die Zähne zusammengebissen.» Dass sie es heute als Patchwork­familie gut hinbekommen, ist Ergebnis eines langen Prozesses. Laut Forschung dauert es nach einer Trennung zwei bis drei Jahre, bis sich eine neue Form der Familie herausbildet. «Diese Zeit sollten sich die Expartner geben, um zu schauen, wo sie stehen», sagt Sabine Brunner. Die Psychologin arbeitet als Beraterin bei Kind und Eltern in Trennung (KET) am Marie Meierhofer Institut für das Kind in Zürich. Sie rät, anfangs möglichst wenige ­An­sprüche an den Expartner, aber auch an sich selbst zu ­stellen. «Viele überfordern sich in dieser Phase.» Doch weshalb klappt bei manchen getrennten Paaren die Kommunikation gut und bei anderen überhaupt nicht? «Wer es schafft, Konflikte eher auf Paar- statt auf Elternebene auszutragen, hat es leichter», so die Psychologin. Dazu gehört etwa, sich nicht gegenseitig vor den Kindern schlechtzumachen oder gar den Umgang mit dem anderen Eltern-


TRENNUNG | 6.4.2021 | 45

«Wer es schafft, Konflikte nicht auf Elternebene auszutragen, hat es leichter.» Sabine Brunner Beraterin bei Kind und Eltern in Trennung (KET) am Marie Meierhofer Institut

teil zu verbieten. Sarah und Andi haben für sich noch eine andere Erklärung: Die beiden leben in einem kleinen Ort und teilen immer noch denselben Freundeskreis. «Da muss man sich einfach zusammenreissen, wir laufen uns ja ständig über den Weg», so Andi. «Als Sarah und Stefan ein Paar wurden, war das natürlich nicht toll für mich, aber ich habe mich arrangiert.» So feiert das Ex-Paar selbstverständlich Weihnachten und die Geburtstage der Kinder zusammen, auch Silvester ­haben sie schon gemeinsam verbracht – was die Kinder geniessen. «Früher habe ich mir immer gewünscht, dass Mama und Papa wieder zusammenkommen», sagt die neunjäh­ rige Clara. «Aber so ist es jetzt auch gut.» Das Patchworkidyll hat allerdings Grenzen: Gemeinsame Ferien kann sich keiner der Erwachsenen vorstellen. «Das wäre uns zu viel

Nähe», sagen Sarah und Andi unisono. Was bei Sarah und Andi gut funktioniert, ist bei Ina (46) und Frank (56) bisher undenkbar. Die beiden sind seit zwei Jahren getrennt; ihre Tochter Hannah lebt die meiste Zeit bei der Mutter, nur jedes zweite Wochenende verbringt die 11-Jährige beim Vater. Die Eltern kommunizieren mit knappen Whatsapp-Nachrichten. «Mehr liegt momentan nicht drin», sagt Ina. Ursprünglich wollten sie sich die Kinderbetreuung zur Hälfte teilen, doch Frank habe sich schnell zurückgezogen. «Was mich zuerst geärgert hat», erzählt Ina. Bis sie merkte: «Immerhin ist so nicht ständiger Kontakt nötig, dies erleichtert viel.» Und Hannah? «Seit Mama und Papa nicht mehr telefonieren müssen, streiten sie weniger, das finde ich gut», sagt die 11-Jährige. Die Wochenenden verbringt sie gern bei ihrem Vater. Ihre Mutter hält sich dann strikt an den Rat von Psychologin Brunner: nicht die Lebensweise des Expartners vor dem Kind verurteilen. «Auch wenn es frus­ triert, dass ich immer noch viel von ihm mitbekomme», so Ina. Gemeinsame Feste liegen für sie jedenfalls in weiter Ferne. Kinder spüren Spannungen

«Für Kinder ist dies auch nicht zentral», relativiert Sabine Brunner die Erwartungen. «Solche Events sind nur schön, wenn es keine Spannungen gibt, Kinder spüren das sofort. Im Zweifel deshalb lieber getrennt feiern.» Ohnehin zeige die Forschung: Die Kinder getrennter Eltern, die wenig miteinander kommunizieren, ­fühlen sich kaum schlechter als Kinder getrennter Eltern, die viel kommunizieren. Aber nur solange der Kontakt auf gegenseitigem Respekt beruht. Dazu gehöre auch sagen zu können: «Es ist okay für mich, wenn du bei Mutter/Vater bist. Nur ich kann es nicht.» Natürlich sei ein glückliches Miteinander schöner, so Brunner. «Aber Glück kann auch woanders stattfinden als zwischen leiblichen Eltern.» MM

Die Tipps: Kommunizieren und Hilfe holen • Im Gespräch mit Expartnern: möglichst auf Vorwürfe verzichten. Pausen einlegen, bevor es eskaliert, sich nötigenfalls eine Weile aufs Schreiben ­verlegen • Sich zuerst am Kind orientieren: Wie fühlt sich die ­Situation für das Kind an? Gut zu­hören, sich als ­Eltern nicht zu sehr ins Zentrum stellen • Hilfe suchen, weil ­Eltern in Trennung nur begrenzt über Energie verfügen: Wer kann das Kind auffangen. Grosi? Gotte? Freunde? • Professionelle ­Unterstützung holen: bei den Familien- und Er­ziehungsberatungsstellen oder beim ­Beratungsangebot KET am Marie ­Meierhofer Institut für das Kind KET-Beratung für Kinder und Eltern in Trennung: www.migmag.ch/ket


46 | 6.4.2021 | MEINE MIGROS

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GENUSS TROTZ INTOLERANZEN

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vom 6

O H N E G LU T EN

Glutenintoleranz

Bei Unverträglichkeit gegenüber glutenhaltigem Getreide wie Weizen, Roggen und Dinkel wird zwischen der Glutenintoleranz (Zöliakie) und der Glutensen­ sitivität unterschieden. Etwa 1 Prozent der Bevölkerung leidet laut Schätzungen an Zöliakie, 6 bis 10 Prozent an Glutensen­ sitivität. Zöliakie ist eine Auto­ immunerkrankung. Dabei wird die Dünndarmschleimhaut durch das Gluten geschädigt. Personen mit einer Zöliakie müssen lebens­ lang komplett auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten. Die Glutensensitivität wirft noch viele Fragen auf. Zu ihren Symp­ tomen zählen etwa Verdauungs­ probleme, Kopf- und Gelenk­ schmerzen und Depressionen.

Was kann man tun?

Verträgt jemand kein Gluten, ­ kann man auf glutenfreie ­Getreidesorten und sogenannte Pseudocerealien zurückgreifen: Buchweizen, Hirse, Mais, Reis und Quinoa enthalten kein ­Gluten. Das «aha!»-Label zertifiziert unter anderem Produkte ohne Gluten. Das Sortiment ­umfasst zum B ­ eispiel Mehl, ­Pasta, Muffins, Brot und Teig.

Häufiges Bauchweh, regelmässig Blähungen und Durchfall können mehrere Ursachen haben. Zwei davon sind die Unverträglichkeit gegenüber Laktose oder Gluten. Hier erfahren Sie, was dabei im Körper passiert und was Sie dagegen tun können. Text: Pia Teichmann

Pizza mit Cherrytomaten Der Pizza-Klassiker aus Italien: dank des Mozzarellas und der Mehlmischung von «aha!» ohne Laktose und Gluten.

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MEINE MIGROS | 6.4.2021 | 47

durch du p Empfohlen Recommandé par Raccomandato da Service Allergie

131 TIPP r nen fü k Sie ön pt auch e ­ ez R ico, dieses ne r­ ust a P ! a h das a frei, ­gluten n. de verwen

L A K TO S EF R EI

Laktoseintoleranz

Laktose ist der Zucker in der Milch. Bei einer Unverträglichkeit gegenüber Laktose kann dieser Milchzucker im Dünndarm nicht verdaut werden, da zu wenig des nötigen Verdauungsenzyms vorhanden ist. Der Milchzucker wird stattdessen von Bakterien im Dickdarm vergoren. Dadurch kommt es zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. An Laktoseintoleranz leidet etwa jede fünfte Person in der Schweiz.

Was kann man tun? Bei Laktoseunverträglichkeit können laktosehaltige durch laktosefreie Lebensmittel ­ersetzt werden. Milch, Hüttenkäse, Quark und selbst Mozzarella sind im «aha!»-Sortiment verfügbar. Zudem kann das ­fehlende Verdauungsenzym Laktase eingenommen werden. So werden Milchprodukte besser vertragen.

KresseRadieschenCrostini Apéro für 4 Personen 1 dl «aha!»-Vollrahm, laktosefrei 30 g Kresse 1 Bund Radieschen 200 g «aha!»-Magerquark, laktosefrei Salz, Pfeffer 12 Scheiben Steinofenbrot Twister rustico Zubereitung

Rahm steif schlagen. Wenig Kresse zum Garnieren beiseitestellen. Restliche Kresse grob hacken. Radieschen in Scheibchen schneiden. Quark, Rahm und Kresse ­mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Brotscheiben mit Quark-Kresse-Masse ­bestreichen. Mit Radieschenscheiben und beiseitegestellter Kresse bestreuen.

Bild und Styling: Veronika Studer (Food); Getty Images

PRODUKTE

Das «aha!»-Sortiment ist für Personen mit Allergien oder Unverträglichkeiten geeignet. Das Gütesiegel «aha!» des ­Allergiezentrums Schweiz bietet den Betroffenen ­Sicherheit bei der Lebensmittelauswahl. Vergeben wird es von der ­unabhängigen ­Zertifizierungsstelle Service Allergie Suisse SA. Diese zeichnet Produkte aus, die unter besonderer Berücksichtigung der Allergie- und Intoleranzproblematik her­gestellt, gekennzeichnet und vertrieben werden. Das Label basiert auf strengen Richt­linien, die über gesetzliche Anforderungen hinausgehen.

WISSEN Sie vermuten, dass Sie eine Unverträglichkeit haben? Gerade bei Zöliakie gilt es, das abzuklären. ­Besprechen Sie die Bedenken mit Ihrem Arzt. Mehr Informationen über Zöliakie finden Sie hier: migros-impuls.ch/zoeliakie

Weitere Informationen zu «aha!» und Intoleranz: migros.ch/aha


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KOLUMNE | 6.4.2021 | 49

Thomas Meyers Nichtjudenschule

Thomas Meyer (47) Als Jude gehört der Schriftsteller zu den 0,2 Prozent der Bevölkerung, zu denen die übrigen 99,8 Prozent manchmal ein etwas merkwürdiges Verhältnis haben.

DER ANDERE BLICK Willkommen in Thomas Meyers Judenschule! Hier lernen Nichtjuden interessante Dinge über Juden. Heute: Wieso können Juden eigentlich so gut mit Geld ­umgehen? Nun, das stimmt natürlich nicht. «Die Juden» sind keine homogene Gruppe, deren Individuen alle die gleichen Eigenschaften haben, sondern ein höchst verschiedenartiger, über den ganzen Planeten verteilter Haufen: Es gibt Jüdinnen, die in New York Schinkensandwiches essen; es gibt Juden, die in Zürich den ganzen Tag beten; es gibt in Tel Aviv volltätowierte Juden, die andere Juden tätowieren, und es gibt in Jerusalem Jüdinnen, die mehrere Röcke übereinandertragen, weil sie so fromm sind (und die oft sexuellen Missbrauch erlebt haben und in der religiösen Kleidung eine Art Schutzrüstung finden). Unter all diesen Menschen können durchaus einige gut mit Geld umgehen. Viele von ihnen sind jedoch finanziell völlig ungeschickt (zum Beispiel der Verfasser dieses Textes). Trotzdem existiert das Klischee, Juden verstünden das Geldgeschäft wie keine Zweiten. Begründet wird das damit, dass «die Juden» im Mittelalter nur im Geldverleih hätten arbeiten dürfen. ­Historisch ist das nicht ganz korrekt. Den Juden

des Mittelalters wurde der Geldverleih nicht ­zugewiesen, sondern sie sahen sich vielmehr aus allen übrigen Geschäftsfeldern verdrängt. Der Geldverleih blieb ihnen, weil es den ­Christen nach dem kanonischen Zinsverbot im 12. Jahrhundert verboten war, Zinsen zu ­erheben. Damals waren übrigens Zinsen von bis zu 200 Prozent keine Seltenheit – die Zeiten waren so unsicher, dass jederzeit mit dem Tod eines Schuldners zu rechnen war. Vor allem aber ist die Idee der Vererbbarkeit von Handelsgeschick grundsätzlich absurd, weil die einstige Tätigkeit einer Gemeinschaft sich nicht in der DNA ihrer Mitglieder festsetzt. Oder sind Afroamerikaner etwa alle gute Gärtner, weil ihre Vorfahren auf den Baumwollfeldern arbeiten mussten? Oder die Holländer alle gute Segler? Oder alle Italiener gute Soldaten? Wenn ein Jude oder eine Jüdin geschäftstüchtig oder gar geizig ist, hat das nichts mit ­seiner bzw. ihrer Zugehörigkeit zum Judentum zu tun, sondern mit seinem bzw. ihrem Charakter. Selbiges gilt für kriminelle Ausländer, leidenschaftliche Französinnen, lustige Engländer und pünktliche Schweizer: Sie alle bestätigen keine Regel, weil es diese Regeln nicht gibt. Nur ­Klischees, die vorgeben, eine zu sein. MM

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50 | 6.4.2021 | MEINE MIGROS

SCHNELL UND FEIN Im Homeoffice oder unterwegs: Migros Daily steht für Frische und Genuss. Drei Berufstätige haben Produkte aus dem Migros-Daily-Angebot getestet und verraten, wie sie sich an hektischen Tagen verpflegen. Text: Claudia Schmidt Bilder: Christian Schnur

SARAH CEO und Mitgründerin von Tadah, dem ersten Coworking Space mit Kinderbetreuung in der Schweiz, Zürich: «Ein cooler Brand, der täglich etwas h ­ ergibt. Gerade jetzt schätze ich es, für mittags im Home-Office oder im Coworking Space schnell etwas Einfaches zu kaufen.»

Wie ernähren Sie sich normalerweise, und was ist an hektischen Arbeitstagen anders? Ich bin eine Allesesserin. Unterwegs esse ich oft gar nichts – oder nur e­ inen leichten Salat. Wie hat der Tomatensalat mit Burrata ­geschmeckt? Der war sehr fein, den hole ich mir schon ab und zu am Mittag. Wie gefällt Ihnen Migros Daily? Ein cooler Brand, der täglich etwas hergibt. In unserem Coworking Space sehen wir öfter diese Pro­dukte auf dem Tisch.

LORIS Mechaniker, Zürich: «Perfekt für unterwegs»

Wie ernähren Sie sich normalerweise? Ich bin ein Allesesser, ich esse nach Lust und Laune. Und wie sieht es speziell an einem hektischen Arbeitstag aus? Dann greife ich meistens zu ­etwas vom Take-away, auch zu Fast Food. Wie haben Ihnen die Produkte geschmeckt? Ich hatte das Vegi-Brot und den Kiwi-Drink – perfekt für unterwegs. Beides war lecker. Nur der Drink hätte gern ­etwas weniger süss sein dürfen.


MEINE MIGROS | 6.4.2021 | 51

BETTINA Primarlehrerin, Winterthur: «Praktische Verpackung ist wichtig.»

Wie ernähren Sie sich normalerweise? Ich bin eine Allesesserin. Ich bin so aufgewachsen, dass man möglichst viel selbst zubereitet. Mir ist die Qualität wichtig. Wie sieht bei Ihnen die Verpflegung an hektischen Arbeitstagen aus? Wenn ich merke, dass ich nichts vorbereiten kann, wenn es spät wird oder natür­lich für unterwegs gibt es etwas vom Takeaway. Aber es muss schon fein aussehen, leicht sein und gut schmecken. Migros Daily punktet für mich mit Frische und ansprechender Aufmachung. Wie war das Bircher Müesli mit Himbeere, das Sie getestet haben? Es war gut, frisch und fruchtig. Ich selbst hätte weniger Zucker verwendet. Gut ist auch die praktische Verpackung mit Löffel. Wichtig, wenn man unterwegs isst!

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6.4.2021 | 53

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Dank der maximal 200 Aktiven auf einer Teilstrecke ist man an der Sola 2021 stets mit genug Abstand unterwegs.

Stafette trotzt Corona Das Organisationskomitee des Stafettenlaufs Sola Basel biegt mit der Planung auf die Zielgerade ein. 2021 will es den Anlass nicht bloss virtuell ermöglichen. Text: Moritz Weisskopf

Bild: Sola Basel/ertappt.ch

E

s sind harte Zeiten für Events, ganz besonders für junge Veranstaltungen wie die Sola B ­ asel. Ein finanzielles Polster fehlt, und der Anlass ist noch kein Selbstläufer. Umso wichtiger ist es, auch in Pandemiezeiten präsent zu sein. So fand die Sola Basel bereits zwei Mal ­virtuell statt. 2020 als Ersatzrennen, in diesem Jahr als Vorbereitungslauf und zur Lancierung des Anmeldeportals. Dabei konnten rund 1500 Läuferinnen und Läufer für eine Teilnahme motiviert werden. Zurzeit unternehmen die Organisatoren alles, um am 5. Juni wieder echtes Laufsportfeeling zu ermöglichen. Ein alternatives Konzept mit

entsprechenden Schutzmassnahmen ist in Vorbereitung. Dabei kommt der Laufstafette entgegen, dass die 80 Kilometer lange Strecke durch 20 Gemeinden und 4 Kantone in 10 Strecken unterteilt ist. Das heisst: Statt Tausenden laufen nur 100 bis 200 Per­ sonen gleichzeitig auf einer ­Strecke. Teamspirit ohne Übergabe

Damit sich dieses Teil­nehmer­ feld nicht im Pulk bewegt und sich in den Wechselzonen keine grossen Menschenansamm­ lungen bilden, werden für jede Strecke unterschiedliche Zeitfenster angeboten. Die Teilnehmenden können also selbst wählen, wann sie innerhalb

e­ ines Zeitfensters starten wollen. Auf eine Übergabe von Teammitglied zu Teammitglied wird in den Wechselzonen verzichtet, und das beliebte «Sola Dorf» im Park im Grünen, wo die Teams gemeinsam ins Ziel laufen und danach miteinander feiern, wird es in diesem Jahr nicht ­geben. «Trotz Einschränkungen sind wir aber guten ­Mutes, dass im Fall von entsprechenden Lockerungen alle zehn Teammitglieder ihre ­Strecke laufen und eine Teamwertung erstellt werden kann», gibt sich OK-Präsident Gabriel Lom­briser zuversichtlich, «und auch das Miteinander und gemüt­liche Zusammensein soll nicht zu kurz kommen. Man darf g­ espannt sein.» MM

Helfer gesucht Unabhängig von der Coronasituation ­suchen die Organi­ satoren noch weitere Helfervereine aus der Region, die sich langfristig bei der Sola Basel engagieren wollen. Mögliche Einsatz­bereiche sind Streckensicherung oder Getränke­ abgabe. Der Helfer­ einsatz wird mit ­einem Beitrag in die Vereinskasse abge­ golten. Interessierte melden sich per Mail an die Adresse ­ info@solabasel.ch.


54 | 6.4.2021 | MIGROS BASEL

Wie angegossen Ein auf Fuss und Laufstil abgestimmter Schuh steigert den Spass: Mit ihrem neuen Gerät zur Fussanalyse macht Ryffel Running by SportXX einen Quantensprung in der Beratung. Text und Bilder: Moritz Weisskopf


6.4.2021 | 55

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ig el M s Ba Ein Kunde läuft ­ unter Steve G ­ rieders Anleitung auf der Druckplatte des ­Analysegeräts.

«Nun können wir die Fussanalyse noch präziser und umfassender durchführen.» Steve Grieder, Fachverkäufer SportXX im MParc Dreispitz

D

er Frühling ist da und lockt müde Beine wieder mal in die Natur – für eine schöne Joggingrunde. Da kommt die neueste Erweiterung von Ryffel Running im SportXX-Fachgeschäft des MParc Dreispitz gerade recht. Denn dort steht ein brandneues Gerät für eine noch ­genauere Fussanalyse. Damit erreicht die Laufschuhberatung eine so noch nicht da­ gewesene Präzision. «Wir haben hier das neueste und innovativste System, das derzeit auf dem Markt ist. Mit dem neuen Gerät ­können wir die Fussanalyse noch präziser und umfassender durchführen. Darauf sind wir stolz», freut sich Steve Grieder, der auf Ryffel Running spezialisierte Fachverkäufer. Nach einer freundlichen Begrüssung, der Begutachtung der alten Laufschuhe und ­einer kurzen Einführung ins neue System darf man seine Füsse bereits auf das neue ­Gerät stellen. Es fotografiert mit mehreren

Die Werte und das dreidimensionale Fussbild verraten etwa, ob man Hohloder Plattfüsse hat.

Kameras die Fusshöhe, -länge und -breite und erstellt ein dreidimensionales Bild. Das Gerät ermittelt die Fussform und zeigt auf, ob man zum Beispiel Platt- oder Hohlfüsse hat. Danach kann man vergnügt über eine Druckplatte joggen, die die Druckverteilung und den Laufstil – aktiv, passiv oder natürlich – herausfiltert. Nachdem man im System an­ gegeben hat, wie oft und wie lange man joggt, auf welchem Untergrund man sich mehrheitlich bewegt und ob man anderen sportlichen Aktivitäten wie Skifahren oder Wandern nachgeht, erstellt der Computer aus den ­ermittelten Daten ein Laufprofil und listet vier Vorschläge für einen Laufschuh auf, die wie angegossen zum Fuss passen. Markus Ryffel entwickelte Software mit

Die einzigartige Software, die für jede Person den perfekten Schuh ermittelt, wurde von der Migros in Zusammenarbeit mit Markus

­ yffel entwickelt. Die ermittelten Daten der R Fussanalyse können, falls gewünscht, im ­Anschluss per Mail übermittelt und für die Zusammenarbeit mit Orthopäden und ­Physiotherapeuten genutzt werden. So toll das neue Gerät auch ist, so spielt der Fachverkäufer nach wie vor eine ebenso wichtige Rolle. Immer wieder kommt die grosse Erfahrung von Steve Grieder zum ­Einsatz. Etwa wenn es darum geht, aus Vorschlägen des Geräts den richtigen Schuh auszuwählen. Doch auch zahlreiche Kundinnen und Kunden sind wie Grieder begeistert von den Möglichkeiten, die das neue Gerät mit sich bringt. «Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen von Personen erhalten, die uns auch weiterempfehlen», weiss Grieder. So sei es auch schon vorgekommen, dass ­Physiotherapeuten Patienten in den MParc geschickt haben, weil sie mit ihrem eigenen Schuh so zufrieden waren. MM


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60 | 6.4.2021 |RÄTSEL

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Sudoku 2 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 844 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/sudoku (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.4.2021, 24 Uhr


RÄTSEL | 6.4.2021 | 61

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Quiz

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2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Wie heisst eine historische Provinz im Süden von Schweden? Q Schonen

G Helfen

P Vorbeugen

Witze, die langweilen und abgedroschen sind, haben einen … E Schleier

U Bart

I

Schnauz

Was benutzte man einst, um Logarithmen zu ermitteln? N Rechendrücker

R Rechenstosser

A Rechenschieber

O Ameise

I

R Ins

M 1961

Was diente den Wikingern angeblich als Navigationshilfe? R Mondstab 1

2

T Sonnenstein 3

4

5

K Venusmuschel 6

T 3 3

7

Lösungswort

So nehmen Sie teil:

1 5 5 2

2 2

3 3

4 4

5 5

Bimaru Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/quiz (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.4.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Bimaru Lösung Nr. 13

Kreuzworträtsel Lösung Nr. 13

Sudoku Lösung Nr. 13

Was

koche ich heute? migusto.ch

4

E

Tel.: 0901 000 843 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/paroli (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.4.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

E Grenchen

N 1954

1 2

So nehmen Sie teil:

Wann gelang der britischen Pilotin Johnson der erste Alleinflug einer Frau von England nach Australien? A 1930

1 1

Geburtshelferkröte

Welche Ortschaft liegt im Seeland? S Köniz

4

Lösung: Lösung:

Welches Tier hat eine «Staubsaugernase»? D Saiga

ALLERLE I A U SMA S S E ANF L EHEN COUNTESS BORUSS I A D I VERSES BOTSUANA DOKTORAT D E Z I MA L E NG S S NI A D R SE K L A E I E ASG STA ELA RU EML N UT I NEN RON SE FGLAS DTANZ RUN T E ENAGER S AMS T A G E URKANTON Z I ST ERNE

B A S S T A N T U S O M B A Paroli

T I E R M Lösung Nr. 13 U N D BRISE

S C H R E B E R

S E N A D D L E M E E R W E G R O S W I L I Quiz C Lösung Nr. 13 A N PRALINE

Sudoku Gewinner Nr. 12

Paroli Gewinner Nr. 12

Quiz Gewinner Nr. 12

Patricia Henzi, Solothurn; Yvonne Liechti, Courgenay JU

Richard Imhof, Emmenbrücke LU; Manfred Peter, Kastanienbaum LU

Anastasia Heule, Balgach SG; Othmar Keller, Rapperswil SG


62 | 6.4.2021 | MILOVE ch Haben au im e b ie Sie Ihre L ersum iv n ­Migros-U ailen Sie ? ­M ­gefunden hichte an c s e G Ihre mgb.ch. f@ u fr u a n uns Wir freue   darauf!

«Heute habe ich ein Mädchen gesehen, die will ich zur Frau» Es ist DIE Migros-Liebesgeschichte: die Beziehung von Adele und Gottlieb Duttweiler. Dabei fanden beide die Liebe ihres Lebens – allerdings war Adele zu Beginn alles andere als ­beeindruckt. Text: Kian Ramezani

W

ir schreiben das Jahr 1911. Wie jeden Morgen nimmt die 18-jährige Adele Bertschi den Zug von Horgen nach Zürich, wo sie an der Saatgutkontrollstelle der ETH arbeitet. In Rüschlikon steigt ein junger Mann zu, nimmt ihr gegenüber Platz und schaut sie mit grossen Augen an. «Ich hatte das ­eigentlich nicht gern. Ich war doch noch fast ein Kind. Aber vermutlich hat ihn gerade meine Zurückhaltung gereizt, nicht aufzugeben», wird ­Adele später über diese e­ rste Be­geg­ nung sagen. Beim jungen Mann ­handelt es sich um einen gewissen Gottlieb Duttweiler (22), Kaufmann bei einem renommierten Zürcher ­Kolonialwarenhändler. Dort hat er

Er über sie «Ich war ein wenig naiv, als ich Adele heiratete. Nachher merkte ich, was für ein unglaubliches Glück ich hatte, diese Frau gefunden zu haben. Das erkenne ich immer mehr, je mehr es um mehr geht.»

auf sich aufmerksam gemacht, weil er Kaffee ohne Zwischenhändler ­direkt aus Brasilien importiert. ­Adele bleibt skeptisch, Gottlieb berichtet seiner Mutter aber geradezu euphorisiert: «Heute habe ich ein Mädchen gesehen, die will ich zur Frau.» Wie sie denn heisse, will die Mutter wissen. Er hat keine Ahnung. Die Szene im Zugabteil wiederholt sich danach jeden Morgen, ­verfehlt jedoch die erwünschte Wirkung. «Sie wollte nichts von mir wissen und zeigte mir das eindeutig, was für mich ein Grund mehr war, mich für sie zu interessieren», wird sich Gottlieb später erinnern. Er entscheidet sich für eine grosse Geste: Da er seit Kurzem Reit­ stunden nimmt, beschliesst er, am

Wochenende ein Pferd zu mieten und Adele in Horgen zu besuchen. Hoch zu Ross und in seiner schönen grünen Reitjacke macht er richtig Eindruck – bei Adeles Mutter, die ihn prompt zum Mittagessen einlädt. Die junge Dame hingegen findet den Auftritt albern und bleibt reserviert. Als er eine Segelfahrt auf dem Zürichsee vorschlägt, bittet sie ihre Schwester Bertha mitzukommen. Immerhin als Anstandsdame und nicht, weil sie die beiden verkuppeln will. Nach einem Jahr des intensiven Werbens hat Gottlieb Adele überzeugt, und die beiden feiern Ver­ lobung. Am 29. März 1913 heiraten sie in der Kirche von Horgen. 1925 gründet Duttweiler die Migros. Der Rest ist Geschichte. MM

Jung verheiratet: Gottlieb und Adele Duttweiler auf einer Aufnahme von 1912–1915 Rechts oben: Gottlieb und Adele Duttweiler in ­ihrem Wohnort Rüschlikon am ­Zürichsee (zwischen 1945 und 1955) Rechts unten: Adele und Gottlieb Duttweiler im März 1960


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MILOVE | 6.4.2021 | 63

Sie über ihn «Mein Mann ­konnte gelegentlich auch ungerecht sein, doch man konnte ihm entgeg­ nen. Mutige Men­ schen machten ihm Eindruck. Andere, die den Kopf ein­ zogen, ihm schmei­ chelten oder zu un­ tertänig waren, mochte er nicht.»

Pasta machen wie die Nonna

Bilder: MGB-Archiv / Quellen: Alfred A. Häsler: Adele Duttweiler-Bertschi. Ein Jahrhundert Leben, 1993; Curt Riess: Gottlieb Duttweiler, 2012; Martin Wirz: Dutti der Riese, 2007

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