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Migros magazin 14 2017 d aa

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

MM14, 3.4.2017 | www.migrosmagazin.ch

Schlaflos? Diese Mittel helfen Seite 108

Online: Die Tricks der Hacker Seite 22

Raufen tut Kindern gut

OsterWettbewerb Suchen Sie die auf

www.migrosmagazin.ch versteckten Hasen – und gewinnen Sie!

Seite 104

Seite 6

Extra Migros-Magazin Nr. 14

Outdoor

Die ultimativen Wandertools

Bild: Flims/Dan Milner

GPS, Routenplaner & Co.: Was leisten die Karten-Apps? Seite 12

Entspannt biken So geht ein friedliches Miteinander auf den Wanderwegen Seite 6

Bild: René Ruis

24 Seiten Outdoor mit vielen Tipps für Wander-, E-Bikeund Camping-Fans

Gescheiterte Sportkarrieren

Goalie Diego Würmli strebte nach ganz oben – und landete im normalen Leben Seite 12

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@migrosaare.ch


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4 | MM14, 3.4.2017

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E Editorial

Siegen oder abtreten

Es gibt wohl kein brutaleres Selektions­ verfahren als dasjenige der amerikanischen Profisportvereine. Im Basketball, Football oder Eishockey heisst es: «From hero to zero.» Gewinner oder Verlierer, Millionenverdienste oder Almosen, dazwischen gibt es nichts.

Schweizer Eishockeyspieler, die ihr Glück in den USA oder in Kanada versuchen, bekommen das immer wieder zu spüren. Einige wie etwa der frühere SCB-Junior Joël Vermin oder der Volketswiler Dean Kukan pendeln hin und her zwischen den lockenden Millionensalären der Klubs in der obersten Liga, der National Hockey League, und den Trinkgeldern in der American Hockey League. Dort, im kargen Niemandsland der Provinzklubs wie der Hershey Bears, der Albany Devils oder der Manitoba Moose verdient keiner so viel, wie er in einem durchschnittlichen Schweizer Verein kassieren würde. Und trotzdem versuchen es so viele immer wieder. Scheitern oder kassieren, das ist dort die Frage. Auch Thomas Furrer hat einmal diesen Traum gelebt. Den Traum von der grossen Karriere als Eishockeyspieler. Und immerhin hatte er den Fuss schon in der Türe der Profiklubs, bis ihn zwei gesundheitliche Rückschläge aus der Bahn warfen («Eine Sekunde, ein Check – und es war aus», Seite 12). Und er ist nicht allein. Egal ob im Fussball, in der Leichtathletik, im Velosattel oder auf den Langlauflatten: Tausende von ambitionierten Sportlern hoffen auf den grossen Durchbruch, auf Ruhm, Anerkennung, einige auf das grosse Geld. Und die meisten scheitern. Niemand erfährt ihre Geschichte. Die Geschichte von den vielen Stunden des Leidens, des Schindens für den Erfolg, der sich dann doch nie einstellt. Ihnen allen, die ihre Hoffnungen auf Medaillen und Millionen irgendwann begraben mussten, ist der Artikel von MM-Redaktorin Monica Müller gewidmet. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

24


MM14, 3.4.2017 | 5

61

Menschen 6 Osterwettbewerb 10 Diese Woche

Elterntaxi: Muss man die Kinder unbedingt zur Schule fahren? 12 Abschied vom Profisport

Fast schon Profi und dann die Rückkehr ins normale Leben

gilt als Ausnahmetalent 32 Leserforum

Bilder: Daniel Winkler, Christof Schürpf, Martina Meier; Infografik: Daniel Röttele

34 Hans Ulrich Obrist

34

Lammgerichte für Ostern 76 Brot des Monats 89 Total Multicaps 92 Famigros

97 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

30 Teenie mit Panflöte Der 15-jährige Taras Berchtold

Serpentine Gallery in London

61 Migusto

22 Der gute Hacker Ivano Somaini testet Systeme auf Sicherheit – mit allen Tricks

28 Infografik Landwirtschaft

Hans Ulrich Obrist, Leiter der

58 TerraSuisse fürs Tierwohl

Auf zur Lagerfeuer-Nacht 2017

Eine Werbeagentur zeigt Mut

«Ich schlafe sechs bis sieben Stunden, den Rest arbeite ich»

Das neue Panoramarestaurant auf dem Monte Generoso

21 Bänz Friedli

24 Praktikant mit 68

28

55 Bottas steinerne Blume

Der einflussreichste Kurator der globalen Kunstszene

Migros-Welt 44 Geschäftsjahr 2016 46 Migros-Innovationen 50 Delegiertenversammlung

Ein wichtiges Forum mit vielen Aufgaben und Kompetenzen

Leben 103 Kolumne «1, 2 oder 3?» Grusel vorm Einschlafen 104 Familie

Raufereien dürfen sein

108 Gesundheit 1 1 1 Brave New Girl 113 Migros Bank 115 Zootierärztin 116 Autotest Fiat Tipo 120 Kinder

Wandelbares Chamäleon

123 Glücksgriff 125 Bitte melde dich! 127 Rätsel/Impressum 132 Cumulus 134 Meine Welt

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M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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6 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

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MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 7

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Menschen MM14

Darauf freuen wir uns Zermatt Unplugged lockt Musik-

grössen wie James Gruntz (Bild), Nelly Furtado und Stephan Eicher auf die Bühne mit grandioser Bergkulisse. 4. bis 8. April, Zermatt Schloss Lenzburg erwacht im

April aus dem Winterschlaf. Hinter der Ziehbrücke liegt eine 1000-jährige Schlossgeschichte.

Unnützes Wissen

So sagt und quakt man anderswo

«Wir waren im Dinosauriermuseum. Und das hat ja was Schräges: Wir bestaunten nachgebaute Plastikrelikte von Lebewesen, die vor 66 Millionen Jahren ausgestorben sind. Dabei kam ich ins Nachdenken. Vor allem über das Zeitliche. Die Ausbreitung des modernen Menschen (also von uns) begann erst vor rund 60 000 Jahren. Und in den letzten 200 Jahren – ein Furz, gesamthaft gesehen – haben wir es geschafft, vieles in die Grütze zu fahren auf unserem Planeten: Aussterben der Tiere, Klimawandel und so weiter. Und doch debattieren wir immer noch, was genau und ob wir überhaupt was ändern sollten? Come on, da müssen wir jetzt alle rassig einen Gang hochschalten!» Mein Bild der Woche

Regula Bührer Fecker (39) ist

Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zweifache Mutter.

Hörprobe

Andrea Bustamante (19), Kunstschülerin, Bümpliz BE

a) «Bring Me to Life» von Evanescence b) «Royals» von Lorde c) «Born in Winter» von Gojira

Antwort: c) «Der Song passt zu kalten Tagen.»

Bilder: PD, Tim Bewer/Getty Images, Marco Zanoni

Entschuldigung, was hören Sie gerade?

Die französische Version von LOL («laughing out loud») ist «mdr» («mort de rire»). Thais benutzen dafür die Ziffern «555». 5 spricht man auf Thai «ha» aus. Der Ausdruck «Hinz und Kunz» entspricht im Englischen der Redensart «Every Tom, Dick and Harry». Der Schokoladenriegel, der in Europa «Mars» heisst, ist in den USA als «Milky Way» bekannt. Was bei uns dagegen «Milky Way» heisst, wird dort als «3 Musketeers» verkauft. Auf Türkisch macht ein Frosch nicht «quak», sondern «virraki». Quelle: Stern/Neon


10 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

Wie war Ihr Schulweg? www.migmag.ch/ umfrage

Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:

Schulweg

Elterntaxis rauben Kindern ein Stück Freiheit Eltern, die ihre Sprösslinge in den Kindergarten oder in die Schule fahren, hindern die Kleinen daran, wichtige Erfahrungen zu machen – und sie gefährden andere Mädchen und Buben, die zu Fuss unterwegs sind. Jetzt interveniert die Polizei mit Präsenz und Bussen. Text: Monica Müller

Wie viele tierische Produkte essen Sie? 44% Ich bin ein Fleisch­ tiger und esse (beinah) täglich Fleisch. 40% Als Flexitarier/­in esse ich nur selten Fleisch. 9% Ich bin Vegetarier/­in und esse schon mal Produkte von Tieren. 7% Tierisches kommt mir nicht auf den Teller. Ich bin Veganer/­in.

Zahlen und Fakten

1500

1,5

Kilometer lange Schul­ wege gelten ab Primar­ schule als zumutbar.

100

Franken kostet eine Busse für Missachtung des Fahrverbots, 120 Franken fürs Parkieren auf dem Trottoir. Quelle: Beratungsstelle für Unfall­ verhütung , Fussverkehr Schweiz

Sie haben beide ihren Schulweg gezeichnet: Andreas (7) wird zur Schule gefahren (Bild links), Lukas (7) geht zu Fuss.

E

lterntaxis machen Schule und beschäftigen auch die Politik. In Schaffhausen muss der Kantonsrat die Frage beantworten, ob die Polizei genug Verkehrskontrollen rund um Schulen durchführt. Im Kanton Aargau kontrolliert die Regional­ polizei den Verkehr vor Schul­ häusern und Kindergärten bereits verstärkt. Mit mässigem Erfolg, wie René Lippuner (51), Präsident des Verbands Aargauer Regional­ polizei, im Interview ausführt. Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung bergen Eltern­

taxis viele Gefahren. Da es morgens schnell gehen müsse, werde das Kind im Auto oft nicht richtig gesichert. Elterntaxis gefährdeten auch die Kinder, die zu Fuss unterwegs sind. Zudem lerne das Kind im Auto nicht, sich im Verkehr zurechtzufinden. «Wer den Schulweg verpasst, verpasst das halbe Leben», sagt Marco Hüttenmoser (74) von der Forschungs­ und Dokumenta­ tionsstelle «Kind und Umwelt». Er hat 10 000 Kinderzeichnungen zum Thema Schulweg analysiert. Anhand der Zeichnungen lasse

sich feststellen, ob ein Kind zu Fuss in den Kindergarten oder in die Schule gehe. «Die Werke der selbständigen Kinder sind farbig und detailreich, diejenigen der unselbständigen oft einfach. Ihnen fehlen die intensiven Schul­ wegerlebnisse.» Bei den Zeichnun­ gen von Kindern, die gefahren werden, fielen auch räumliche Ver­ kürzungen auf. «Da steht die Schu­ le direkt neben dem Elternhaus.» Dennoch warnt Hüttenmoser vor «blinder Elternschelte». In Ausnahmesituationen gebe es gute Gründe für das Elterntaxi. MM

Bilder: zVg

Kinder bis 14 Jahre ver­ unfallen jährlich, mehr als ein Viertel von ihnen auf dem Schulweg. Diese Zahl umfasst bloss die durch die Polizei erfassten Unfälle. Die effektive Zahl ist höher.


MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 11

René Lippuner

«Bei grösseren Schulen fahren pro Tag bis zu 100 Autos vor, manche sind mit Kindern überfüllt» Elterntaxis beschäftigen die Regionalpolizeien im Kanton Aargau. Wieso interveniert die Polizei jetzt? Das Phänomen beschäftigt nicht nur uns, es hat in der ganzen Schweiz überhandgenommen. Wir reagieren nun auf Reklamationen von Schulen, Lehrpersonen, Anwohnern und Eltern und sind vermehrt präsent. Zur Schul-Rushhour ist das Verkehrsaufkommen enorm geworden. Bei grösseren Schulen, etwa in Döttingen oder Bad Zurzach, fahren pro Tag bis zu 100 Autos vor. Manche sind mit bis zu acht Kindern hoffnungslos überfüllt.

Meistens geben uns die Mütter und Väter recht und erklären, weshalb sie ihre Kinder in die Schule gefahren haben: Die Familie war spät dran, der Schulthek war gerade besonders schwer, das Wetter schlecht. Manchmal geht es um Schulwege von nur 400 Metern, die die Eltern ihren Sprösslingen nicht zumuten mögen. Das hat auch viel mit Bequemlichkeit zu tun. Ich möchte nicht alle Eltern verunglimpfen. Aber manche sind bei diesem Thema beratungsresistent. Ich habe auch schon derselben Person dreimal hintereinander eine Busse ausgestellt – ohne Lerneffekt.

Welche Handhabe hat die Polizei? Missachten Lenker Fahr- oder Halteverbote oder überladen Autos, können wir Bussen verteilen oder müssen Anzeigen schreiben. Mehrheitlich suchen wir das Gespräch mit den Eltern, appellieren an ihre Vernunft und zeigen die Gefahren auf. Auf dem Weg zur Arbeit sind Mütter und Väter meist gestresst. Sie parkieren oder halten irgendwo und wenden in aller Eile auf engem Raum, wo Kinder sich zwischen den Autos hindurchschlängeln müssen. Da kommt es immer wieder zu sehr kritischen Situationen. Manche Eltern lassen ihren Wagen auch einfach stehen und begleiten die Kinder bis ins Schulzimmer. So rauben sie ihnen die letzte Chance auf ein bisschen Freiraum.

Und wenn ein Schulweg tatsächlich über eine gefährliche Strasse führt? Im Kanton Aargau haben die Gemeinden Millionen ausgegeben, um Trottoirs zu verbreitern und Schulwege sicherer zu gestalten. Wir nehmen die Kinder als schwächste Verkehrsteilnehmer sehr ernst. Bei kritischen Stellen appellieren wir an Schulen und Eltern, gemeinsam Lösungen zu finden. Das können Verkehrslotsen sein, die Kinder über Strassen begleiten, oder sogenannte Pedibusse: Eine erwachsene Person geht mit einer Kinderschar mit, Mädchen und Buben können an «Haltestellen» dazustossen.

Was bewegt Eltern dazu, sich so zu verhalten? Sie befürchten, dass ihre Kinder beim Überqueren der Strasse angefahren oder von Kollegen gemobbt werden. Dabei könnten die Kinder gerade auf dem Schulweg soziale Kontakte knüpfen, Konflikte lösen und lernen, sich sicher im Strassenverkehr zu bewegen. Und das eine oder andere kleine Abenteuer erleben. Doch es fehlt oftmals am Vertrauen der betroffenen Eltern in ihre Kinder. Stossen Polizisten auf Verständnis, wenn sie mit diesen Eltern das Gespräch suchen?

René Lippuner (51) ist Chef der Regio­ nalpolizei Zurzibiet und Präsident des Verbands Aargauer Regionalpolizeien.

Strassenumfrage

Was halten Sie von Elterntaxis?

Sandra Heering (33), Leiterin Hotellerie, Zürich: «Ich kann mir

nicht vorstellen, meine Tochter in die Schule zu fahren. Etwas Bewegung tut doch gut, und der Schulweg mit den Gspänli macht Spass.»

Gaston Dinkel (75), Kirchenrats­ präsident, Zürich: «Grundsätzlich

bin ich dagegen. Ist das Zeitmanage­ ment ein Problem, kann ich verste­ hen, dass Eltern ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit in die Schule fahren.»

Seit wann schlagen Sie sich mit Elterntaxis herum? Seit rund sechs Jahren. Mit der steigenden Mobilität hat sich das Problem verschärft. Früher hatten die meisten Haushalte nur ein Auto, heute sind es oft zwei. Zudem hat der Druck im Alltag zugenommen. Alles muss schnell gehen, die Logistik mit mehreren Kindern, die alle aufwendige Hobbys haben, ist anspruchsvoll. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren eigenen Schulweg? Mein Schulweg war teils vier bis fünf Kilometer lang. Ich ging erst zu Fuss und dann mit dem Velo. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das je anstrengend fand. Es war vielmehr ein tägliches Abenteuer. MM

Heike Margot (31), Fachspezialistin Qualitätssicherung für Lebens­ mittel, Zürich: «Das finde ich unnö­

tig. Sobald ein Kind zu Fuss, mit dem Velo, mit Tram oder Bus in die Schule gehen kann, soll es das auch tun.»


12 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

Sportkarrieren

Und plötzlich kommt das Aus

«Mein Profi­ traum»: Sieben Kinder und ihr Sport www.migmag.ch/ kindertraeume

Fussballer, Skirennfahrer, Tennisstar oder Eishockeycrack: Viele Kinder und Jugendliche träumen von einer Sportkarriere. Auf dem harten Weg nach oben geben die meisten auf – nicht immer freiwillig. Text: Monica Müller

F

ussball, Ski Alpin, Tennis und Eishockey sind die beliebtes­ ten Sportarten in der Schweiz. Mancher Athlet in diesen Dis­ ziplinen sehnt sich danach, ganz nach oben zu kommen. Doch der Weg zum Profi ist weit. Die Faustregel lautet: 10 000 Stunden Training brauchts bis zur Perfektion. Ein Sportler oder eine Sportlerin muss also während 10 Jah­ ren 20 Stunden pro Woche trainieren, um mit den Besten mitzuhalten. «Ein Athlet muss es im Blut und im Herzen haben», sagt Markus Graf (57), Ausbildungschef bei Swiss Ice Hockey, «sonst schafft er es nicht.» Die Zahlen in seiner Disziplin sind eindrücklich: In 100 Eishallen besu­ chen Vier­ bis Sechsjährige die Hockey­ schule. Ein bis zwei Kinder pro Gruppe entscheiden sich für den Beitritt in einen Klub. Über alle Stufen hinweg trainieren etwa 15 000 Nachwuchsspie­

Bilder: René Ruis

ler zwei­ bis dreimal die Woche. Von den 300 bis 350 Spielern, die bei der U16 und U17 in der obersten Leistungs­ klasse spielen, schaffen es je 30 in die jeweilige Nationalmannschaft. Später erhalten etwa 20 Spieler einen Vertrag für die höchste und 20 einen Vertrag für die zweithöchste Liga. Eine Kar­ riere dauert 12 bis 15 Jahre. Ein Profi kann gut vom Sport leben, Spitzenspie­ ler verdienen gar Direktorengehälter. Steigt ein Profi aus, kann es sein, dass er sich wie im luftleeren Raum fühlt. «Der positive Druck fehlt», sagt Antonio Iacovazzo (58). Er unter­ stützt und berät aktive und ehemalige Fussballer und Eishockeyspieler bei der Vorbereitung auf das Leben nach dem Profisport. Die Chancen seien intakt, sagt er: «Spitzensportler haben einen starken Willen, grosse Ausdauer und Teamgeist – ihre Qualitäten sind in der Geschäftswelt gefragt.»

Von der Tennis­ spielerin zur Medizinstudentin: Mateja Kraljevic


MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 13

Ex-Tennisspielerin Mateja Kraljevic

«Der letzte Biss hat mir gefehlt» Der Moment ihres grössten Erfolgs besiegelte auch ihre Karriere. Nachdem Mateja Kraljevic (23) in ihrem Fedcup-Debüt gegen die australische Gegnerin gewonnen hatte, war ihr klar: «Jetzt muss ich durchstarten und immer bessere Spielerinnen besiegen.» Sie war mit 15 bereits die Nummer 12 der Schweiz, gehörte zu den 180 besten Juniorinnen der Welt und hatte sich in jeder Juniorenkategorie den Schweizer-Meister-Titel gesichert. Das hatte seit Martina Hingis niemand mehr geschafft. Dann kam die Wende: Wie sehr sie sich selbst auch unter Druck setzte – die erhofften Resultate blieben aus. Tagsüber trainierte sie hart, abends setzte sie sich hin und lernte für die Fernmatura. Die reguläre Schule besuchte sie nicht mehr. Nach vier Semestern musste sie eine Zwischenprüfung ablegen. Sie sass

den ganzen Tag an einem Pult, dachte nach, löste Aufgaben. Am Abend sagte sie zu ihren Eltern: «Das war der schönste Tag in den letzten zwei Jahren.» Die Einsicht stand am Ende eines längeren Prozesses. Kraljevic legte das Tennisracket weg und besuchte fortan die Kantonsschule Beromünster LU. Lernen, mit der Freizeit umzugehen

Heute studiert sie im vierten Jahr Medizin und sagt über Tennis: «Ich vermisse es null.» Sie möchte die zehn Jahre zwar nicht missen, in denen Tennis ihr Leben bestimmte. Sie liebte das Spiel und trainierte für ihr Leben gern. «Doch der letzte Biss hat mir gefehlt.» Zudem wollte sie das Risiko nicht eingehen, vielleicht doch nur eine unter Tausenden zu sein, «die im Tenniszirkus rumgurken».

Pro Jahr schaffen es weltweit bloss acht Spieler in die Top 100, nur zwei stammen aus Europa. «Roger Federer und Martina Hingis sind Ausnahmetalente», sagt Yves Allegro (38), Cheftrainer beim Verband Swiss Tennis. In den letzten 20 Jahren sei es gut 30 Spielerinnen und Spielern aus der Schweiz gelungen, vom Tennis zu leben oder damit zu überleben. Heute spielt Kraljevic Unihockey und hat dabei viel Spass. «Nicht nur ich bin verantwortlich für den Ausgang eines Matchs, das ist so angenehm.» Nach dem Tennis habe sie lernen müssen, mit Freizeit umzugehen. In Lernphasen packe sie jeweils die Tennisdisziplin. «Schliesst eine Bibliothek erst um 22 Uhr, kann ich nicht vorher nach Hause gehen.» Weitere Profisportabbrecher: ab Seite 14


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MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 15

Vom Skirennfahrer zum Trainer: Vitus Lüönd Ex-Skirennfahrer Vitus Lüönd

«Ich habe viel von der Welt gesehen» Für Vitus Lüönd (32) hat das neue Leben vor zwei Saisons begonnen. Er arbeitet als Berufstrainer der Swiss-Ski-Weltcup-Gruppe Speed. Statt die Strecke selbst hinunterzubolzen, markiert er sie, gibt den Fahrern Tipps, filmt sie bei der Abfahrt und stoppt ihre Zeit. Er fiebert so sehr mit seinen Athleten mit, dass er nach einem Rennen erschöpfter ist, als er das als Fahrer war. Heute kann er seiner Mutter nachempfinden, die sich seine Abfahrten nie anschauen konnte: «Fährt einer ins Netz, sind das bange Minuten.» Lüönd ist in Sattel SZ aufgewachsen, mitten im Skigebiet. Kam er vom Kindergarten und später von der Schule nach Hause, schnallte er sich die Ski um und bretterte los. Er gewann schon als Kindergärtler erste Skirennen und spielte nebenbei Fussball für den FC Ägeri. Mit 13 Jahren entschied er sich für den Skisport; die Freude am Tempo und der Bergwelt waren ausschlaggebend. Schule und Training unter einem Hut

Nachdem er im regionalen Kader aufgenommen worden war, zog er nach Engelberg OW und besuchte die Sportschule. Die erste Zeit weg von zu Hause empfand er als hart. «Ich war erst 14 Jahre alt und vermisste meine Familie.» Auch an die intensiven Tage musste er sich erst gewöhnen. Vier Stunden pro Tag

trainierte er, die restliche Zeit musste er pauken. Er war dankbar dafür, dass seine Eltern ihm ermöglichten, Schule und Sport unter einen Hut zu bringen: «Da gibt man auch alles.» Dass er sich einmal beim Training den Rücken brach und zwei Monate lang nur in einem Korsett liegen durfte, erwähnt er nur am Rand. Für den Direktor Ski Alpin von Swiss-Ski, Stéphane Cattin (48), ist bei Nachwuchstalenten zwischen 16 und 18 Jahren ein kritischer Punkt erreicht. Für viele wird es schwierig, den Skisport mit der Ausbildung zu vereinbaren. Etwa 80 bis 90 Athleten werden in drei sogenannten Nationalen Leistungszentren ausgebildet. Sie bilden auf dem langen Weg an die Spitze die Stufe zwischen Regionalverband und dem Kader von Swiss-Ski. Mit der Matura im Sack wurde Vitus Lüönd im Europacup aufgenommen – in der Vorstufe zum Weltcup. Vor allem die schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G lagen ihm. Als er dort das erste Mal auf dem Podest stand, sei die Frage «Studium oder Sport?» vom Tisch gewesen, sagt Lüönd. In den folgenden Jahren jobbte er im Frühling jeweils auf Baustellen, um etwas Geld auf die Seite legen zu können. Mit 25 Jahren machte er den Sprung ganz nach oben: Er stiess zum

Weltcup-Team und zählte dort zu den besten 20 Rennfahrern. Innert Sekunden war klar: Es ist aus!

Er träumte von Podestplätzen an Weltmeisterschaften und olympischen Spielen. Doch nach zwei Kreuzbandrissen zertrümmerte er sich bei einem Sturz an der WM in Schladming (2013) das rechte Knie. Einige Operationen und unzählige Therapien später, im Sommer 2015, stand er auf dem Gletscher in Zermatt wieder in den Startlöchern. Doch statt sich auf die bevorstehende Fahrt freuen zu können, empfand er nur Schmerzen. Innert Sekunden war ihm klar: Hier endet meine Skirennfahrerkarriere. Die Jahre als Spitzensportler waren für Lüönd keine verlorene Jahre. «Ich habe dank des Skisports viel von der Welt gesehen und durfte einige Erfolge feiern. Zwar nicht ganz die, von denen ich geträumt habe.» Ein bisschen stolz auf seine Karriere sei er dennoch. Seinen neuen Job liebt er. «Es erfüllt mich, etwas von dem weiterzugeben, was ich gelernt habe.» Er könne immer noch dieses Miteinander-unterwegs-Sein leben und viel Zeit draussen verbringen. Weitere Profisportabbrecher: ab Seite 17


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Reisedaten 2017 07. – 14. Juni 10. – 17. Juni 21. – 28. Juni 1. Tag Schweiz – Reims Abwechslungsreiche Fahrt durch das Elsass in die Champagne. 2. Tag Reims – Windsor – Newbury Von Calais aus bringt Sie ein Fährschiff über den Ärmelkanal nach Dover. In Windsor, das sich im Kern noch heute im malerischen mittelalterlichen Kleid zeigt, machen Sie Halt. Die kleine Stadt wird von seinem Schloss beherrscht, das seit über 900 Jahren als Sommerresidenz der königlichen Familie dient. 3. Tag Newbury – Stonehenge – Exeter – Dartmoor – Plymouth Fahrt durch Wiltshire nach Stonehenge. Sie besuchen die weltberühmten Steinkreise. Nach einer abwechslungsrei-

Fischerdörfer, der zahlreichen Mythen und Folklore ist Cornwall eines der beliebtesten Feriengebiete Grossbritanniens. Während der abwechslungsreichen Fahrt machen Sie Halt bei der Gezeiteninsel St. Michael's Mount und besuchen dann Land's End, den westlichsten Punkt des englischen Festlands, wo die bizarren Granitfelsen der 60 Meter hohen Steilküste ins tosende Meer abstürzen. Am Nachmittag fahren Sie weiter nach St. Ives mit seinem malerischen Hafen und den charmanten Gässchen. 5. Tag Plymouth – Mount Edgcumbe Sie unternehmen einen Bootsausflug, der Sie durch die Hafenanlagen und dann zum alten Herrensitz der Earls of Mount Edgcumbe führt. Das Herrenhaus liegt in einem farbenprächtigen Park.

chen Fahrt durch die sanfte Hügellandschaft von Somerset und Devon gelangen Sie nach Exeter, dessen Altstadt von der mächtigen Kathedrale beherrscht wird. Am Nachmittag durchqueren Sie den Dartmoor-Nationalpark, einen legendenumwobenen, geschichtsträchtigen Landstrich und erreichen dann Plymouth. 4. Tag Cornwall – Land's End (fakultativ) Dank seiner bizarren Naturschönheiten und romantischen

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• Besichtigung des malerischen Küstenortes Clovelly

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6. Tag Plymouth – Tintagel – Clovelly – Reading Am Vormittag besuchen Sie Tintagel, bekannt durch die Sagen um König Artus und den Gral. Es ist wohl das berühmteste Dorf in Cornwall. Gegen Mittag treffen Sie dann in Clovelly ein. Das gesamte Fischerdorf ist unter Denkmalschutz gestellt und liegt auf einem steilen Kamm, der fast senkrecht ins Meer abfällt. Am Nachmittag Weiterreise durch Devon nach Reading.

• Besichtigung der weltberühm-

7. Tag Reading – Reims Durch die Grafschaft Kent erreichen Sie wiederum Dover, von wo Sie ein Fährschiff zurück auf das europäische Festland bringt.

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8. Tag Reims – Schweiz Über Nancy und die Vogesen kehren Sie in die Schweiz zurück.

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MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 17

Ex-Eishockeyspieler Thomas Furrer

«Eine Sekunde, ein Check – und es war aus»

Vom EishockeyTopscorer zum Autoverkäufer: Thomas Furrer

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Thomas Furrer (25) gehörte zu den zwei Prozent, die es zum Profi schaffen. Heute kann er sich kein Eishockeyspiel mehr anschauen, zu sehr tut es weh, nicht mehr dazuzugehören. Er liebte es: den Eisgeruch, das Spiel, das Team, die Szenen in der Garderobe. Angefangen hatte es vielverspre­ chend. Furrer schlüpfte schon mit sechs Jahren in die ausgetragenen Schlittschuhe seines grossen Bruders Philippe (31), der heute für den HC Lugano spielt. Nach dem Training knebelten die Brüder in der Wohnung in Ostermundigen BE mit Kochkellen und einem Squashball weiter.

Thomas Furrer trainierte stets mit den Älteren. «Ich war ein Überflieger», sagt er. Das schöne Spiel gefiel ihm: Er war der Techniker, nicht der Checker. Als er das Sportgymi besuchte, stand er vor und nach der Schule auf dem Eis oder stemmte Gewichte im Kraftraum. Dann, 2011, im vierten Saisonspiel, erlitt er bei einem Check eine Gehirn­ erschütterung. Erst spielte er wie in Trance weiter. Dann lag er vier Wochen lang in einem dunklen Zimmer, acht Monate musste er pausieren. So kam es, dass er den ersehnten Nati­A­Vertrag mit einem renommierten Klub nicht unterzeichnen konnte. In einem


18 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

Camp in Kanada kämpfte er sich zur alten Form zurück. Er war 21, Topscorer bei Sierre, es hiess: «Dä Furri isch zrugg.» Zehn Spiele lang war er in seinem Element, wieder lag ein Nati-AVertrag auf seinem Tisch. Doch dann: «Eine Sekunde, ein Bodycheck, und es war erneut aus.» Jahrelang durfte er keinen Sport mehr treiben. Zig Therapien und Teilzeitjobs liessen ihn nicht von seinem Plan abrücken. Er wollte es nochmals wissen. Trotz Herzrasen, Augenflimmern und Kopfschmerzen heuerte er im vergangenen Sommer beim HC Winterthur an. Er genoss das Comeback eine schöne Saison lang. Dann ein erneuter Check, und ihm war klar: Das wars. «Hätte man mir als 19-Jährigem gesagt, ich sei zu schlecht, dann wäre es halt so gewesen», sagt er. «Aber ich weiss, ich war gut genug, um den Traum zu leben, für den ich 15 Jahre lang gekämpft hatte.» Furrer hadert damit, dass er nicht alle Karten spielen konnte. Doch er will nicht jammern. Vor Kurzem ist er in eine ganz andere Branche eingestiegen. Seit Februar arbeitet er als Autoverkäufer bei einem Mercedes-Händler. Furrer versuchts mit Humor: «Im Eishockey schaffte ich es nicht in die Nati A. Dafür bin ich bei der Automarke in der NHL angekommen.» 18 Wagen hat er bereits verkauft. Noch immer leidet er an den Folgen seiner Verletzungen. Aber er gewinnt dem Pech auch Positives ab. Hätte er sich nicht verletzt, wäre er nie in Winterthur gelandet und hätte nie seine grosse Liebe, Stefanie Hess (25), kennengelernt. Heute sagt er: «Ich freue mich auf mein neues Leben.»

Thomas Furrer: «Bei der Automarke bin ich in der NHL angekommen.»

Vom ProfiGoalie zum Immobilienmanager: Diego Würmli

Ex-Goalie Diego Würmli

«Fussball war mein Leben – aber ich bin eher der Sicherheitstyp» Jeder dritte Bub spielt in einem Verein Fussball, jeder Jahrgang bringt rund 15 000 neue Spieler. Rund 300 von ihnen schaffen es später in eine U-21 der Super-League-Klubs. Der letzte Sprung in die erste Mannschaft gelingt nur den wenigsten: Etwa drei Nachwuchstalente werden A-Nationalspieler und 10 bis 15 Profifussballer, schätzt Antonio Iacovazzo von der Swiss Association of Football Players, der Schweizer Vereinigung der Profi-Fussballer/-innen. Diego Würmli (31) gewann 2002 mit der legendären U-17-Nationalmannschaft die Europameisterschaft in Dänemark. Er erinnert sich gern an das Turnier: «Wir waren 16 Jahre alt, Teenies, alles war sehr aufregend. Wir wohnten in einem Hotel und konnten das erste Mal die Vorzüge des professionellen Fussballs geniessen.» Mit dabei waren auch die heutigen Profis Philippe Senderos, Tranquillo Barnetta und Reto Ziegler. Als Bub «tschuttete» Diego Würmli pausenlos. Mit 10 Jahren stiess er zu den Grasshoppers, mit 14 zum FC Zürich, mit 18 zum FC Basel in den Nachwuchs. Nebenbei schloss er eine Lehre zum eidgenössisch diplomierten Berufssportler ab, die es heute nicht mehr gibt. Er trainierte mehrmals die Woche als Torhüter, spielte gefühlte 100 Partien im Jahr, kickte in der Freizeit mit Freunden. Nach dem Wechsel zum FC Basel in die U21 erhielt er später auch einen Profivertrag. Eine Zeit lang lief alles nach Plan. Dann muss-

te er seinen Platz immer öfter mit jüngeren Goalies teilen. Einer von ihnen war Yann Sommer. Im dritten Vertragsjahr beim FCB begann er, die Dinge anders zu sehen. Lieber wollte er jetzt den Umstieg ins Berufsleben schaffen, als einer unsicheren Zukunft entgegenzublicken. «Fussball war mein Leben, aber ich bin eher der Sicherheitstyp.» Talentierten Jungen rät er: «Mach es!»

Schnell fand er ein Praktikum in der Immobilienbranche und fühlte sich auf Anhieb wohl. «Jeder wohnt – es ist ein bodenständiger Beruf.» Seither hat er sich ständig weitergebildet und ist unter anderem Immobilienbewerter mit eidgenössischem Fachausweis und für eine börsenkotierte Immobilien-Aktiengesellschaft im Asset Management tätig. Zweimal die Woche spielt er mit dem FC Herrliberg in der 3. Liga Fussball – «mit dem besten Fussballverein der Welt». Zum Spass und für die Fitness. Als Fan unterstützt er lieber den ZSC als einen Fussballklub. «Wenn man für GC, den FCZ und den FCB gespielt hat, kann man sich nicht mehr so gut mit einem einzigen Klub identifizieren.» Jedem Zehnjährigen, der das Talent und den Willen für eine Fussballerkarriere hat, rät er: «Mach es!» Es sei eine tolle Lebensschule. Wehmut empfinde er keine. «Ich konnte immer Schritt für Schritt gehen – so hat es für mich gestimmt.» MM


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2. Tag – Prag & traditioneller Bierkeller Heute erleben wir die Höhepunkte der «Goldenen Stadt» bei einer Stadtrundfahrt. Zum Stadtbild gehören die legendäre Karlsbrücke, das Burgenviertel mit dem Hradschin, der Veitsdom und das malerische Altstadtviertel. Nachmittags bleibt genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, ehe wir in der Prager Innenstadt in einem traditionellen Bierkeller lokale Spezialitäten und feines Bier serviert erhalten! 3. Tag – Bratislava Nach dem Frühstück verlassen wir Prag in Richtung Budapest. Um die Mittagszeit erreichen wir die schöne slowakische Hauptstadt Bratislava – nutzen Sie die freie Zeit nach dem Mittagessen und schlendern Sie gemütlich durch die Strassen. Am Abend werden wir dann in Budapest mit einem feinen Abendessen im Hotel erwartet. 4. Tag – Budapest & Zigeuner-Abend Heute erkunden wir Wiens Schwesterstadt Budapest, mit Sicherheit eine der schönsten Städte Europas. Wir besuchen beide Teile der zauberhaften Altstadt, die Burg und auch die berühmte Fischerbastei. Am Nachmittag bleibt Zeit für eige-

ne Entdeckungstouren. Nach Sonnenuntergang geniessen wir beim typischen Czardas-Abend lokale Spezialitäten und wunderbare ungarische Zigeunermusik. 5. Tag – Riesenrad & Schnitzelessen Heute morgen fahren wir nach Wien. Nach dem Zimmerbezug erleben wir bei einer Stadtführung die beeindruckenden Höhepunkte der Walzerstadt – grossartig! Die Rundfahrt endet am Wiener Prater wo wir bei einer Fahrt mit dem Riesenrad eine atemberaubende Aussicht über Wien geniessen. Der Tag klingt traditionell beim grossen Schnitzelessen in einem der zahlreichen, berühmten Praterrestaurants aus. 6. Tag – Schloss Schönbrunn & Strauss Konzert Am Vormittag wird es kaiserlich – wir sind zu Gast auf Schloss Schönbrunn und sehen 22 der schönsten Prunkräume. Natürlich unternehmen wir auch einen Abstecher in den barocken Garten – fantastisch! Der Nachmittag bleibt wiederum frei. Zeit zum Staunen und Geniessen! Zum krönenden Abschluss der Reise halten wir für Sie noch einen ganz besonderen Leckerbissen bereit: Wir besuchen ein Johann Strauss Konzert im altehrwürdigen Wiener Kursalon. Ein Abend voller Wiener Charme & schwungvollen Walzerklängen. Wir haben für Sie die besten Plätze reserviert. 7. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 21

Bänz Friedli

Bild: Vera Hartmann

Let The Sunshine In

Bänz Friedli (51) sah «Hair» nicht zum ersten Mal.

Der Blick aus einem Bus der Continental Trailways, der einen langen Schatten aufs bräunlich grün bewachsene Strassenbord wirft. Das Schlagzeug setzt ein, der rhythmisch geschlagene E-Bass, eine hallende Gitarre, melodierende Trompeten … Und dann diese Frauenstimme: «When the moon is in the seventh house …» Den Filmauftakt werde ich nie vergessen. Ich war vierzehn, und es war das erste Mal, dass ich im Kino einfach sitzen blieb und mir auch die nächste Vorstellung anschaute. Wieder der Blick aus dem Bus, der lange Schatten, diese Stimme: «When the moon …»

Vietnam einrückt. In einer Mischung aus Abscheu und Gebanntheit sass ich im Kinodunkel, und wenn ich auch nicht alles mitbekam, so doch dies: dass es um Rebellion ging, Freiheit, Liebe. Das war anziehend, verstörend und unendlich verheissungsvoll.

Zum ersten, darauf sogleich zum zweiten Mal «Aquarius» gehört, dann die LP gekauft und es zum dritten, vierten, … fünfundfünfzigsten Mal gehört. «Hair» hiess das Musical. Im April 1967, vor fünfzig Jahren, hatte es in New York Premiere gefeiert, nun kam es in der Filmversion zu uns: 1979. Es erzählte in einer Sprache, die wir kaum verstanden, von einem Krieg, von dem wir viel zu wenig wussten. Es setzte filmisch LSD-Trips um, handelte von Jugend und Auflehnung und Sex und Drogen – alles Dinge, die wir nur erahnten, damals, auf dem Land. Gemeinsam mit Claude, dem unschuldigen Burschen aus Oklahoma, stolperte man durch die Szenerie, mit ihm staunte man über die Schamlosigkeit des Kriegsdienstverweigerers Berger, der schliesslich – tragische Ironie – an Claudes statt nach

Einige Male war ich noch im Kino, damals. Doch die Erinnerung trügt mich. Wie der Vater seinen Claude in einem zerbeulten Ford zur Haltestelle bringt, ihm noch einige Dollarnoten zusteckt, wie sie dann ungelenk eine Umarmung andeuten, ehe der Sohn losfährt im silbernen Bus … Diese zwei ersten Minuten des Films hatte ich nicht gespeichert. Sie waren mir, als ich ihn mir nun nach Jahrzehnten wieder anschaute, völlig neu. Erst mit der Musik setzt meine Erinnerung ein. So sehr muss er mir damals eingefahren sein, der Song «Aquarius», der von Friede, Völkerverständigung, Toleranz handelt. Sie ist gut gealtert, diese Musik, verdammt gut. Und sie ist aktuell geblieben, leider. MM

Und, ehrlich gesagt: Wie diese Beverly D’Angelo – so hiess die Schauspielerin, für mich war sie einfach «Sheila» –, diese Tochter aus besserem Haus, die sich plötzlich mit den wilden Blumenkindern rumtrieb, des Nachts nackt aus dem Teich im Central Park stieg, das war schon ziemlich aufregend.

Bänz Friedli live: 5./6. April Casinotheater Winterthur

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Ali Al-Ahmad (49), Syrien Hat seinen Sohn im Krieg verloren


22 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

Ivano Somaini

Hacker im Namen der Sicherheit

Ivano Somaini kennt alle Tricks, die Angestellten Informationen entlocken und Zugang zu sensiblen Daten ermöglichen: Als Social Engineer ist er darauf spezialisiert, technische und menschliche Schwachstellen auszunutzen. Aus gutem Grund. Text: Erika Burri

S

ie sind sich für nichts zu schade. Oder vielleicht lieben sie einfach das Abenteuer ein wenig mehr als Durchschnitts-IT-Sicherheitsberater. Deshalb begeben sich Ivano Somaini und seine Kollegen auch schon mal als Samichlaus verkleidet auf Mission. Der Tag: 6. Dezember. Ihr Ziel: eine Bank. Somaini, Kopf und Erfinder der Mission, ist sich nicht absolut sicher. Aber er nimmt an, dass die Abteilung, auf die sie es abgesehen haben, einen Samichlaus bestellt hat. Prompt lässt der Sicherheitsdienst den «falschen» Chlaus durch – dafür wird der richtige später am Empfang hängen bleiben. Der Samichlaus streift durch die Abteilung, verteilt mit der einen Hand Nüsse und Mandarinen und versucht mit der anderen, möglichst viel Material einzusammeln: CDs und USB-Sticks, auf denen sich nützliche Informationen wie E-Mail-Adressen befinden könnten. Er schaut sich die Umgebung an. Wo sitzt der Teamleiter? Gibt es Namensschilder? Wo befindet sich der Serverraum? Alles wichtige Informationen, die Somaini und sein Team später nutzen könnten – hätten sie kriminelle Absichten.

Der Mensch lässt sich leicht manipulieren

Die hat Somaini natürlich nicht. Der 33-Jährige prüft Systeme auf Herz und Nieren – im Auftrag von Banken, Versicherungen, Pharma- und Energiekonzernen oder des Bundes. Dafür führt die Sicherheitsfirma Compass Security, für die Somaini als Teamleiter arbeitet, sogenannte «penetration tests» durch: Mittels Scanningprogrammen wird kontrolliert, ob die Türen im digitalen Sicherheitsgebäude, das sensible Daten beherbergt, sich wirklich nur von befugten Personen öffnen lassen.

Bilder: Dan Cermak

«Hunderprozentig sicher ist kein System», sagt Somaini. Und selbst wenn das digitale System den Test besteht, ist da noch das analoge: der Mensch. Das ist das Spezialgebiet des Social Engineers Ivano Somaini, des sozialen Manipulators. «Menschen sind in der Regel gutmütig. Sie denken sich nichts Schlimmes, wenn der Samichlaus kommt.» Die Menschen sind eher hilfsbereit und halten Somaini – diesmal ist er selbst im Anzug unterwegs – die Tür von der Tiefgarage ins Bankgebäude auf, weil er so tut, als würde er seinen Badge nicht finden. Schon ist er drin. Und: Die Menschen plaudern. An diesem Wintermorgen betritt er das Café und zieht höflich den Hut. Kein Wunder, fassen die Menschen so schnell Vertrauen zu diesem Mann: ein erfrischender Kerl, interessiert, aufmerksam, witzig. Auch wegen seines Akzents. Somainis Muttersprache ist Italienisch. Aufgewachsen ist er im Bündner Südtal Misox. Sein Vater restaurierte Kirchen in der ganzen Schweiz und erzählte dem Sohn von den Geschichten und den Mythen, die die Kirchenwände zierten. Er liebte diese Geschichten und ihre Geheimnisse. Schon als Kind entdeckt er, dass auf dem Computer, auf dem er spielt, auch die Codes des Spiels gespeichert sind. Die manipuliert er so, dass er immer gewinnt. Als Jugendlicher geht er nicht im Tessin, sondern in Chur in die Kantonsschule, um besser Deutsch zu lernen. Dort meldet er sich bei der Theatergruppe an – zum ersten Mal schlüpft er in andere Rollen. Später studiert er Computerwissenschaften an der ETH. Hinaus zu den Kunden geht Somaini heute kaum mehr, das überlässt er den jüngeren Kollegen. Er denkt sich die Missionen aus, koordiniert und agiert per Telefon und E-Mail. So bringt er etwa eine Chefsekre-

tärin telefonisch dazu, ihm das Passwort ihres Chefs zu verraten, indem er sich als Mitarbeiter der IT-Abteilung ausgibt. Später schreibt er vom E-Mail-Account des Chefs und bittet sie darum, «ihm» auch noch die Schlüssel zu legen, weil «er» sie vergessen habe und «spätabends nochmals ins Geschäft» müsse. Nicht alle, die nett aussehen, sind nett

Somainis Husarenstück: Von einer Adresse, die sich nur durch einen einzigen Buchstaben von der regulären Firmenadresse unterscheidet, schickt er Bankangestellten eine E-Mail mit fiesem Anhang. Die Nachricht kommt daher, als sei sie für die Chefetage bestimmt, nun aber versehentlich an alle verschickt worden. Der Betreff: BoniRechner. Zwei Drittel der Adressaten öffnen das Dokument umgehend – und schon hat sich eine Spionagesoftware auf ihren Computern festgesetzt. Somaini und seine Kollegen gehen vor wie Hacker, nur dass sie das im Namen der Sicherheit tun. Oft sind nicht nur ihre Auftraggeber, sondern auch sie selbst überrascht, wie einfach es ist, an Informationen zu gelangen. Somaini erzählt auch deshalb von seiner Arbeit, weil er sensibilisieren will: Nicht alle, die nett ausschauen oder am Telefon schmeicheln, sind auch nett. Cyberkriminelle machen inzwischen weltweit bald so hohe Umsätze wie Drogenkartelle. Doch Somaini betont: Leichtgläubiges Personal, das den Betrügern auf den Leim geht, auf den Mond schiessen zu wollen, sei wenig sinnvoll. Aufklären dagegen schon. Immerhin ein kleiner Trost: Auch John Brennan, bis Mitte Januar Barack Obamas CIA-Chef, soll gehackt worden sein. Von einem Schüler. MM


MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 23

Kann schauspielern, tricksen und manipulieren: IT-Spezialist und Social Engineer Ivano Somaini


24 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

Livio Arfini

Der Spezialist fürs dritte Lebensalter

Livio Arfini ist 68 Jahre alt und Praktikant in einer Luzerner Werbeagentur. Bloss PR oder ein Modellbeispiel für die erfolgreiche Integration älterer Arbeitnehmer? Text: Andrea Freiermuth

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Bild: Christof Schürpf

arum nicht noch mal etwas ganz Neues lernen? Livio Arfini (68) hat sich im Februar für ein dreimonatiges Prak­ tikum bei der Luzerner Werbeagentur Rocket beworben. Das Setting erinnert an die Komödie «The Intern», in der Robert De Niro in die Rolle eines betagten Prak­ tikanten schlüpft. Anders als De Niro in Hollywood spielt Arfini in Luzern aber weder Fahrer noch hütet er Kinder, sondern er beschäftigt sich mit realen Projekten. «Da oben kannst du die gewünschte Auf­ lösung eingeben. Da, ganz rechts. Genau. 300 DPI. Das ist die Auflösung. Super», er­ klärt Grafikerlehrling Sam Herzog Prakti­ kant Livio eine Photoshop­Anwendung. Ein halbes Jahrhundert trennt die beiden. Der Rentner lässt seinen Blick suchend über den Bildschirm schweifen, klickt auf Geheiss des 19­Jährigen da und dort, um dann festzustel­ len: «Faszinierend, wirklich eine neue Welt.» Werbeagenturen besetzen ihre Prakti­ kumsstellen normalerweise mit sogenann­ ten Digital Natives, jungen Menschen unter 30 Jahren, die in der Regel nicht viel Zeit brauchen, um sich neue Fähigkeiten am Computer anzueignen. Selbst die fest­ angestellten Mitarbeiter gehören meist der jüngeren Generation an. Das älteste Team­ mitglied bei Rocket, wo insgesamt elf Per­ sonen arbeiten, ist gerade mal 44 Jahre alt. «Wir haben die Praktikumsstelle explizit für einen Rentner ausgeschrieben, weil wir Kunden haben, die mit ihren Produkten ge­ zielt ältere Menschen ansprechen wollen»,

erklärt Agenturmitinhaber Mathias Schür­ mann (42). Rund 20 Bewerbungen hat die Agentur auf die Stellenausschreibung erhalten, die so aussergewöhnlich war, dass mehrere Medien darüber berichteten. Livio Arfinis Motivationsschreiben fiel auf. Er hatte ein E­Mail verfasst, das sich auch auf Twitter gut gemacht hätte: «Gute Idee. Bin interessiert. Eine Bewerbung schreibe ich keine, aber vorstellen würde ich mich schon.» Ein Volltreffer: In der Werbe­ branche mag man es knapp und frech. Konstruktive Kritik an der Firmenkultur

Bis zu seiner Pensionierung vor vier Jahren war Livio Arfini als Ausbildungsleiter bei einem Detailhändler mit rund 10 000 Ange­ stellten tätig. Heute fühlt er sich im Ruhe­ stand eigentlich ganz wohl. Seine Partnerin, die noch immer im Arbeitsleben steht, meinte jedoch hin und wieder, er sei doch noch zu jung dafür. Zudem hielt Arfini seine Mitarbeiter stets zu lebenslangem Lernen an. Nun wollte er wissen, ob er das selbst überhaupt noch kann. In der Regel spielt das Rocket­Team dem Rentner Aufgaben zu, die ihn eher auf der inhaltlichen und nicht so sehr auf der tech­ nischen Ebene fordern. So hat er etwa an einem Prospekt zum Thema Altersvorsorge mitgearbeitet, auf dem ursprünglich ein Schaukelstuhl abgebildet war. «Das sah sehr nach Altersheim aus und war nicht unbe­ dingt das, was man sich als Senior wünscht», so der Experte für das dritte Lebensalter. Die neue Version mit einer schematisch

dargestellten Strandliege sei da schon viel einladender. Arfini übt konstruktive Kritik – nicht nur bei der Arbeit, sondern auch punkto Kultur: «Er hat die Erfahrung und den Mut, uns den Spiegel vorzuhalten», sagt Mitinhaber Mathias Schürmann. Arfini habe etwa fest­ gestellt, dass sich am Telefon alle unter­ schiedlich vorstellen, mal mit, mal ohne Namen, mal formell, mal salopp. «Wir haben unsere Begrüssung nun vereinheitlicht, da dies nach aussen einfach besser wirkt.» Rentner­Praktikant Livio Arfini liefert wertvolle Inputs, verdient mit einem


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MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 25

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80-Prozent-Pensum aber bloss 1350 Franken pro Monat. Fühlt er sich dabei nicht etwas ausgenutzt? «Für mich stimmt der Deal. Ich mache das nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Herausforderung», sagt Livio Arfini. Er könne zwar mit Lebenserfahrung trumpfen, sei im Umgang mit Word, Excel und Powerpoint recht sicher unterwegs, aber in Sachen Photoshop, Illustrator und Co. staune er nur noch: «Da bin ich froh, dass ich bloss der Praktikant bin und ungeniert fragen darf.» Heidi Joos (62), die sich als Geschäftsleiterin des Verbands Avenir 50Plus für die

50 Jahre Alters­ unterschied: Praktikant Livio Arfini lässt sich von Lehrling Sam Herzog das Bildbearbeitungs­ programm Photo­ shop erklären.

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MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 27

Interessen von älteren Erwerbslosen und Ausgesteuerten einsetzt, kritisiert dieses spezielle Arbeitsverhältnis dennoch. Sie findet, die Agentur missbrauche die Aktion als PR-Gag und hätte lieber einem Erwerbslosen eine Chance geben sollen, statt einen AHV-Bezüger einzustellen (siehe rechts).

Heidi Joos, Avenir 50Plus

«Es gibt genug ältere Erwerbslose» andere benötigt in Kürze Sozialhilfe. Er hatte kein Interesse – was meinen Verdacht bestätigt, dass es sich vor allem um PR handelt.

Was halten Sie davon, dass die Luzerner Werbeagentur Rocket einen Rentner als Praktikanten beschäftigt? Ich kann es schwer fassen, dass dieser pensionierte Praktikant so viel Interesse weckt – wo es doch viele ältere Erwerbslose gibt, die einen Job suchen. Über diese traurigen Schicksale schreibt in der Regel niemand.

Fortsetzung nicht ausgeschlossen

Rocket-Mitinhaber Mathias Schürmann hält diese Kritik für ungerechtfertigt: «Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun: Wir wollten explizit einen Rentner und keinen Werber.» Man habe jemanden gesucht, der völlig unbelastet sei und wirklich aus der Perspektive eines Pensionierten denke. «Zudem setzen wir uns mit den beschränkten Mitteln einer kleinen Agentur für die Diversität ein.» Rocket habe auch schon mit dem RAV zusammengearbeitet, und nicht zuletzt zeige der Versuch mit Praktikant Livio Arfini, dass ältere Teammitglieder wertvolle Inputs liefern können. So habe das Projekt doch durchaus Beispielcharakter. «Um Bilanz ziehen zu können, ist es noch zu früh. Eine Wiederholung der Ü65-Praktika ist jedoch sicher nicht ausgeschlossen. Ich könnte mir auch vorstellen, Livio Arfini nach Praktikumsabschluss auf Mandatsbasis zu engagieren.» MM

Das Beispiel zeigt zumindest, dass ältere Semester für die Arbeitswelt eine Bereicherung sind. Dafür braucht es keinen AHV-Bezüger. Es gibt genug ältere Stellensuchende, die froh um eine solche Chance wären. Nachdem ich von einer Zeitung um ein Statement zu diesem Fall gebeten worden war, habe ich mich persönlich mit dem Leiter der Agentur unterhalten und ihm zwei Personen mit Kommunikationserfahrung vorgeschlagen. Die eine wird demnächst ausgesteuert, die

Oft heisst es, ältere Arbeitslose hätten die Chance verpasst, sich weiterzubilden. Bei uns melden sich hochmotivierte und topqualifizierte Leute. Mir sind Erwerbslose bekannt, die mit 50 noch ein berufsspezifisches Zertifikat erworben haben, auf eigene Rechnung. Leider verpflichtet auch das neue Weiterbildungsgesetz die Arbeitgeber nicht, ihre Angestellten weiterzubilden. Welche politischen Forderungen stellt Ihr Verband? Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, die uns künftig noch mehr Erwerbslose bescheren wird. Es ist Zeit aufzuwachen. Auf Bundesebene sollte eine Taskforce eingesetzt werden, die auf allen Ebenen Lösun-

Heidi Joos (62) ist Geschäfts­ führerin Avenir 50Plus.

gen erarbeitet, etwa einen griffigen Inländervorrang. Denn der Anreiz, billige Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen, ist seit der Personenfreizügigkeit viel zu gross. Zudem braucht es ein Antidiskriminierungsgesetz. Damit liesse sich gegen die Altersdiskriminierung und gegen prekäre Arbeitsverhältnisse klagen, in die Ältere vermehrt gedrängt werden. MM

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28 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

Landwirtschaft

Revolution auf dem Lande Weniger, dafür grössere Höfe, mehr Traktoren und mehr Bioprodukte: Die Schweizer Landwirtschaft wandelt sich markant – und wird umweltfreundlicher. Text: Reto E. Wild

Infografik: Daniel Röttele

Die landwirtschaftliche Nutzfläche hat sich in den letzten 40 Jahren geringfügig auf 1 049 478 Hektaren (2015)

verringert, während sich die Zahl der Betriebe im selben Zeitraum mehr als halbiert hat. Die Folge: Die durch­ schnittliche Fläche pro Hof hat sich verdoppelt. Auch weitere Zahlen aus dem Agrarbericht des Bundes­

So viel Umsatz erzielen die Schweizer Bauern pro Jahr

amts für Landwirtschaft sind interessant: Ein Schweizer Landwirt ist im Schnitt 51 Jahre alt oder rund neun Jahre älter als der Durch­ schnitt der übrigen Arbeits­ tätigen. Bauernhaushalte sind mit durchschnittlich 3,1 Personen grösser als andere Haushalte. Und 70 Prozent der Bauern arbeiten 50 und mehr Stunden pro Woche.

Erzeugung landwirtschaftlicher Güter zu laufenden Herstellungs­ preisen, in Franken (2016)

Die Zahl der Bauernhöfe sinkt Anzahl Betriebe 120 000 100 000

davon Betriebe, die ausschliesslich von Frauen geführt werden

5 Milliarden Franken: Produktion tierischer Erzeugnisse (Fleisch, Milch, Eier usw.)

80 000 60 000

2849

40 000

53 232

20 000 0

1975 1985

2,49 Milliarden Franken: Anbau von Gemüse, Früchten, Wein sowie Erzeugnisse des Gartenbaus

1995 2005 2015

1,44 Milliarden Franken: Anbau von Getreide, Futterpflanzen usw.

Die Bauernhöfe werden immer grösser Durchschnittliche Fläche pro Betrieb in Hektaren 9,68 ha

10,82 ha

13,62 ha

16,68 ha

1975

1985

1995

2005

0,71 Milliarden Franken: Dienstleistungen wie etwa Pflanzenschutz­ service oder künstliche Besamung

19,71 ha

0,54 Milliarden Franken: Nebentätigkeiten und Sonstiges wie etwa Agrotourismus

2015

Das Geschäft mit den Nutztieren

Schweizer Kühe holen auf

Die Schweizer Bauern halten über 14 Millionen Nutztiere. Die Tierhaltung hat einen Anteil von 49 Prozent an der landwirtschaftlichen Gesamtwertschöpfung von 10,2 Milliarden Franken (2016).

Durchschnittliche Milchleistung einer Kuh, in 1000 Liter

10

USA

D

CH

2004 2013

2004 2013

2004 2013

8 6 4 2 0

87 000 350 000 Ziegen

Schafe

1,5 Mio.

Schweine

1,6 Mio.

Milchkühe, Rinder, Kälber, Muni, Zuchtstiere und Ochsen

11 Mio.

Geflügel (98 % Hühner so­ wie Enten, Gänse, Truten)

Obwohl der Kuhbestand zwischen 1985 und 2015 um 30 Prozent abgenommen hat (von 860 000 auf 590 000 Tiere), ist die Gesamtmilchproduktion gestiegen.


MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 29

In Drittweltländern wie Myanmar oder Laos spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle in der wirtschaft­ lichen Entwicklung. In der Schweiz ist der Anteil am Bruttoinlandprodukt klein. Trotzdem ist die Landwirt­ schaft ein wichtiger Arbeitgeber für 311 000 Personen.

1. Myanmar 2. Laos 3. Äthiopien

56,0% 46,8% 46,4%

116. Österreich 121. Schweiz 124. Deutschland

1,7% 1,0% 0,9%

Wie viel vom Endpreis an den Bauern geht Erhebung 2015

Eier

Gemüse

Früchte 43,9%

Höfe rüsten auf Die Zahl der Traktoren pro Hof steigt. Gründe dafür sind die steigende Mechanisierung und der günstige Eurokurs beim Kauf der Maschinen im Ausland. Im Schnitt verfügt jeder Betrieb über 2,6 Trak­ toren. Vor 20 Jahren lag die Quote noch bei 1,5. Der Durchschnittspreis einer Zugmaschine beträgt 60 000 Franken.

Run auf Schweizer Eier Bei Eiern achten die Kunden be­ sonders darauf, dass sie aus dem Inland stammen: 2015 wurden hierzulande 868 Millionen Eier produziert. 1990 waren es noch 600 Millionen. Der Marktanteil der Schweizer Eier beträgt 79 Prozent.

41,0%

38,4%

37,8%

36,2%

Fleisch

Milchprodukte

Über die Hälfte der konsumierten Lebensmittel sind Swiss made Anteil der inländischen Produktion am Gesamt­ verbrauch in Prozent (2014). Gesamthaft liegt der Selbstversorgungsgrad der Schweiz bei 55 Prozent. Käse Butter Speisekartoffeln Kalbfleisch Konsummilch

Liechtenstein ist Bio­Europameister

Schweinefleisch

Bioanteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche

Zucker Rindfleisch

30,9%

19,4%

Kern­/Steinobst

16,4%

Gemüse Liechtenstein 12,8%

Österreich 10,8%

Schweden

Geflügel Eier/Eikonserven

6%

Brot­/Futtergetreide Schweiz

Italien

Deutschland

6031 Biobetriebe der Schweiz bewirtschafteten 2015 rund 137 000 Hektaren, was rund 16­mal der Fläche der Stadt Zürich und 12,8 Prozent der landwirtschaft­ lichen Nutzfläche entspricht. 1993 lag dieser Wert noch bei rund 20 000 Hektaren.

Schaffleisch Pflanzliche Fette 0

20%

40%

60%

80%

100%

Quellen: Bundesamt für Statistik; agrarbericht.ch/BFS­Agrar; landwirtschaft.ch; www.swissmilk.ch; Tagesanzeiger.ch, Agrarbericht 2015; www.schweizerbauer.ch; www.welt­in­zahlen.de, www.volkswirtschaft.ch, landwirtschaft.ch; Bundesamt für Landwirtschaft; agrarbericht.ch

Anteil der Landwirtschaft an der Wirtschaftsleistung


So gewann Taras den Musikpreis

30 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

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Taras Berchtold

Der Junge mit der Panflöte

Der 15-jährige Taras Berchtold ist ein Ausnahmetalent an der Panflöte. Der Aargauer Kantonsschüler wird an internationale Festivals eingeladen und hat bereits mehrere Musikpreise gewonnen. Text: Andrea Freiermuth

T

aras war fünf Jahre alt, als er sich das «Instrument mit den Röhren» wünschte. Seine Eltern waren ratlos und machten sich auf die Suche nach dem Instrument. Inzwischen gilt der heute 15-jährige Taras Berchtold aus Suhr AG als Ausnahmetalent an der Panflöte. Der Jugendliche steht in seinem Zimmer, die Arme schützend am Körper. An der Wand hängen Auszeichnungen. Seine Mutter Halyna Berchtold (48) sagt voller Stolz: «Vor vier Jahren hat Taras den 1. Preis beim ersten schweizerischen Panflötenfestival und als einziger Interpret den internationalen Panflöten-Award ‹L’Esprit de Fanica Luca› gewonnen. Drei Jahre später verteidigte er seinen 1. Platz erfolgreich.» Konzerte vor Tausenden von Zuhörern

Warum sich Taras als Kindergärtler ausgerechnet für die Panflöte begeisterte, weiss er nicht mehr. Auch für seine Mutter, eine gebürtige Ukrainerin, bleibt die Wahl ein Rätsel: «Das muss ein Geschenk Gottes sein. Wir waren nie an einem Panflötenkonzert.» Klar war, dass sie ihren Zweitgeborenen in seinem Wunsch bestärken und fördern wollte. Also machte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Urs auf die Suche nach einem Musiklehrer. Das war aber gar nicht so einfach: «Viele meinten, Taras sei noch zu jung. Manche haben uns sogar als übereifrige Eltern verurteilt und uns unterstellt, dass wir das Kind zu etwas zwingen würden.» Nachdem Taras einige Jahre bei Bruno Gloor, einem pensionierten Lehrer und Querflötenspieler, in den Unterricht gegangen war, begleitete ihn sein Vater von 2009

Bild: Daniel Winkler

bis 2015 alle zwei Wochen ans Konservatorium Zürich, wo sich der renommierte Panflötensolist Peder Rizzi im Beisein des Vaters des Kindes annahm: «Der Bub ist hochbegabt und hat für sein Alter beeindruckende technische Fähigkeiten. Er geht mit einer unglaublichen Leichtigkeit mit dem Instrument um», schwärmt der Musiklehrer und fügt an: «Ich wünsche Taras von ganzem Herzen, dass er sein Potenzial ausschöpfen kann.» Noch müsse er die Pubertät gut bewältigen, die erfahrungsgemäss für viele Nachwuchshoffnungen eine Herausforderung sei. Heute lässt sich Taras von internationalen Grössen via Skype unterrichten. Mit Stefan Negura aus Moldawien konzentriert er sich auf klassische Stücke, mit Radu Nechifor aus Rumänien feilt er an Volksliedern: «So fällt die Anfahrt weg, und Taras hat besonders mit Radu die Möglichkeit, sich in seine Lieblingsmusik, die rumänische Folklore, zu vertiefen», sagt die Mutter. Diese Vorliebe hat dem Teenager bereits zwei Konzerte vor Tausenden von Zuhörern beschert: Er wurde im Sommer 2013 und 2015 als Nachwuchshoffnung an Open-AirKonzerte nach Sibiu im Herzen von Rumänien eingeladen. In der Folge gewann er ein Stipendium für die «Panflute Masterclasses», einem sechstägigen Kurs in Rumänien. Ein weiterer Höhepunkt war der Aargauer Musikwettbewerb 2016, wo Taras den 1. Preis mit Auszeichnung in seiner Alterskategorie abräumte. Zuvor mussten sich seine Eltern mit allen Kräften dafür einsetzen, dass er überhaupt teilnehmen konnte, da der Wettbewerb die Panflöte bisher ausschloss. «Es ist nicht immer einfach, etwa

mit den Dispensierungen, die nach Abschluss der obligatorischen Schule noch schwieriger zu erhalten sind», sagt Halyna Berchtold und seufzt. Als Taras noch in die Bezirksschule ging, wurde er von sechs bis sieben Lektionen pro Woche vom Unterricht befreit. Das erlaubt die Kantonsschule in Aarau nicht. Eine Option wäre die Musikklasse im Gymnasium Rämibühl in Zürich gewesen, aber wegen des Anfahrtswegs ergab sich unter dem Strich kein Zeitgewinn. Vor dem Übertritt ins Gymnasium hat Taras täglich zwischen zwei und zweieinhalb Stunden geübt, vor Solokonzerten sogar doppelt so viele. Heute liegt das nicht mehr drin. Das Verpasste versucht er, in den Ferien nachzuholen. Er möchte Berufsmusiker werden und träumt davon, dereinst auf demselben Niveau wie sein grosses Vorbild Gheorghe Zamfir zu spielen. Die Panflöte macht mehr Spass als Fussball

Aber was fasziniert den jungen Musiker denn so an dem Instrument mit den Röhren, dass er dafür auf Fussball und andere Hobbys verzichtet? «Ich mag die Klangfarben der Panflöte und auch das Gefühl, wenn ich spiele. Ich kann dabei komplett abschalten. Und es macht mir Spass, wenn ich Fortschritte mache.» Und nachdem seine Mutter meint, ob er nicht noch etwas vergessen habe, erinnert sich Taras: «Klar, das Publikum. Es ist schön, vor Publikum zu spielen, den Leuten Freude zu machen und so viel Applaus zu erhalten.» MM Nächster Auftritt: 6. Mai, 20.15 Uhr, in der reformierten Kirche in Wohlen AG


MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 31

Taras Berchtold möchte Berufsmusiker werden: «Ich mag die Klang­ farben der Panflöte und das Gefühl, wenn ich spiele.»


32 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

Leserforum MM13: Diese Woche Mehr Männer als Frauen essen vegan

«Veganismus ist weder Trend noch Luxusdebatte – es geht um die Tiere» Es ist schon ein bisschen fies, wie die ethische Komponente des Veganismus immer heruntergespielt wird. Beim Veganismus geht es um die Tiere, nicht um Selbstdarstellung. So aber wird er zum Ernährungstrend und zur Luxusdebatte. Das Sterben ist für Tiere jedoch kein Luxusproblem – es nimmt ihnen alles, was sie haben.

Voll im Trend: Veganern sollte es aber vorrangig ums Tier gehen.

Peter Zweigelt, via www.migrosmagazin.ch

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MM12: Grosse Frauen Überragende Amazonen

«Ich amüsiere mich, wenn man mich von Kopf bis Fuss mustert» Herrlich, wirklich ein grosses Thema! Ich bin mit meinen 1,83 Metern selbst betroffen. In meiner Jugendzeit (bin inzwischen über 70) war es noch ein viel grösseres Problem als, Kleider und Schuhe zu kaufen. Mit meinen abnormal langen Beinen waren mir alle Hosen zu kurz.


MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 33

Schuhmodelle für Frauen fand ich in Grösse 43 keine. Inzwi­ schen bin ich Grossmutter, stehe zu meiner Grösse und trage bei gegebenem Anlass auch Schuhe mit fünf Zentimeter hohen Absätzen – und amüsiere mich, wenn die Leute mich beim Betreten eines Lokals vom Kopf bis zu den Schuhen mustern. Verena Sommer, via www.migrosmagazin.ch

Schade, dass ihr nur die schönsten Damen ausgesucht habt. Nicht alle grossen Frauen haben automatisch dünne Modelmasse oder sehen super aus. Die meisten sind ganz nor­ mal und werden nicht angehim­ melt, nur weil sie gross sind. Monika Leuenberger, via www.migrosmagazin.ch

Grosse Frauen haben den Vorteil, dass sie über alles hinweg­ sehen (betrifft nicht die Proble­ me). Wir Kleinen (bin 1,57 Me­ ter) können dafür besser unten­ durch. Jede Grösse hat Vor­ und Nachteile. Die Grösse hat nichts mit Selbstbewusstsein zu tun. Und gross genug zum Arbeiten ist man allemal. Rita Frey, via www.migrosmagazin.ch

«Junge Städter MM13: Cover mit Schauspielerin Ella Rumpf verzichten auf den Führerschein» «Schlechtes Vorbild»

MM12: Extra Mobiliät

Ich teile, also bin ich

Warum fährt Frau Schwede von Biel nach Mannheim mit dem Auto – und beklagt sich übers Nachtanken? Mit

dem Zug sind es auch nur dreieinhalb Stunden. Was mich immer gestört hat: Die Mobilität der Zukunft beinhaltet laut der ETH­Studie immer ein Auto. Wir leben ohne, und dies sehr gut. Und gerade in grösseren Städten verzichten immer mehr junge Menschen darauf, überhaupt den Führerschein zu machen. Die Bahnfahrerin, via www.migrosmagazin.ch

Als Bahnreisender sehe ich mich immer wieder mit vor­gend jugendlichen Men­

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Cover des Anstosses: Ella Rumpf posiert mit Schuhen auf dem Sofa.

schen konfrontiert, die ihre Füsse mit grosser Nonchalance samt Schuhen auf dem gegen­ überliegenden Sitz platzieren. Wenn sie Bilder wie auf Ihrer MagazinFrontseite sehen, kann man das diesen Flegeln gar nicht mehr übelnehmen, es wird ja als salonfähig dar­ gestellt. Schade! Jacques Mangold, per E-Mail


34 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

Hans Ulrich Obrist

«Ich war nie ein Künstler. Aber ich bringe Menschen zusammen» Der Ostschweizer Hans Ulrich Obrist zählt zu den einflussreichsten Ausstellungsmachern der globalen Kunstszene. Der Leiter der Serpentine Gallery in London über seine wöchentlichen Kunsttrips in alle Ecken der Welt, seine 171 000 Instagram-Abonnenten – und sein Arbeitspensum von über hundert Stunden pro Woche. Text: Reto E. Wild Bilder: Muir Vidler


MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 35

«Ich bin von Montag bis Freitag im Büro, und an den Wochenenden reise ich durch die Welt. So komme ich auf 52 Reisen pro Jahr.»


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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Dresden. Fahrt in die Elbmetropole Dresden. 2. Tag: Dresden, fak. Nachmittagsprogramm. Perlen sächsischer und italienischer Barockbaukunst prägen das historische Zentrum der Stadt. Am Morgen wird uns unser Reiseleiter auf einer Stadtrundfahrt einen allgemeinen Eindruck von Dresden vermitteln. Nachmittag freie Zeit oder fakultative Führung im Neuen Grünen Gewölbe und der anschliessenden Besichtigung der Frauenkirche mit Filmvorstellung (Vorausbuchung notwendig). 3. Tag: Ausflug Spreewald. Schon vor mehr als hundert Jahren beschrieb Theodor Fontane die Schönheit des Spreewaldes, den wir von Lübbenau aus mit einer Kahnfahrt erkunden. Dabei machen wir Halt in Lehde und besuchen dort das Gurken- und Bauernhausmuseum. Es erwartet uns eine kleine aber umfangreiche Ausstellung über Gurkenanbau und die Lebensweise im Spreewald – damals und heute. Auf der Rückfahrt Fotohalt beim Jagdschloss Moritzburg, einem sächsischen Barockbau. 4. Tag: Ausflug Freiberg/Erzgebirge–Meissen, fak. Abendessen Schloss-Hotel Pillnitz. Heute unternehmen wir einen Abstecher in die Silberstadt Freiberg am westlichen Rand des Erzgebirges. Es erwartet uns eine Führung im Dom und ein kurzes Orgelspiel auf der ältesten und grössten Silbermannorgel. Danach Fahrt nach Meissen. Seinen Weltruf verdankt Meissen dem Porzellan. Nach einer individuellen Mittagspause haben wir eine interessante Führung durch die berühmte Porzellanmanufaktur

und besuchen die Schauwerkstatt sowie die Schauhalle. Freier Abend in Dresden oder fakultatives Abendessen im Restaurant des Schloss-Hotel Pillnitz. Die Schlossanlage Dresden-Pillnitz zählt zu einem der schönsten Plätze in Europa und liegt direkt an der Elbe. 5. Tag: Fak. Ausflug Sächsische Schweiz. Das Elbsandsteingebirge der Sächsischen Schweiz ist eine einmalige Landschaft, die von grosser Vielfalt geprägt ist. Es erwartet uns heute eine unvergessliche Schifffahrt auf der Elbe von Pirna bis nach Königstein. Auf der Festung Königstein hat man eine einzigartige Rundsicht über die Region. Geführter Rundgang durch die Festung, danach fahren wir weiter durch den Nationalpark Sächsische Schweiz und besichtigen u.a. die Basteibrücke, ein Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz und den Basteifelsen mit der Felsenkanzel, einem der schönsten natürlichen Aussichtspunkte Europas. 6. Tag: Dresden–Schweiz. Rückfahrt in die Schweiz zu den Einsteigeorten. Ihr Hotel Wir wohnen fünf Nächte im erstklassigen Hotel Elbflorenz T-• • • • (off. Kat. ****) in Dresden an zentraler, aber doch ruhiger Lage. Der Zwinger sowie die Semperoper befinden sich in Gehdistanz des Hotels. Die Zimmer verfügen über Bad oder Dusche/WC, Telefon, Sat-TV, Klimaanlage, Minibar und Haartrockner. Weitere Einrichtungen des Hauses sind eine Bar, ein Restaurant, eine Sauna und ein Solarium.

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MENSCHEN | MM14, 3.4.2017 | 37

H

ans Ulrich Obrists kleines Büro ist dicht belegt mit Papier und Büchern. Der künstlerische Leiter der Serpentine Gallery im Londoner Hyde Park trifft gut zehn Minuten verspätet ein, beantwortet die Fragen in reinstem Ostschweizer Dialekt – und das in rasendem Tempo. Parallel dazu malt er ohne Unterlass mit einem dicken schwarzen Filzstift in sein Notizbuch – auch, um seine Sicht der Dinge zeichnerisch zu erklären. Obrist ist ein Getriebener, der von und mit der Kunst lebt und wohl auch deshalb so erfolgreich arbeitet. Er widmet sein ganzes Leben dieser Leidenschaft.

Hans Ulrich Obrist, die renommierte Kunstzeitschrift «Art Review» adelte Sie als einen der einflussreichsten Menschen der globalen Kunstszene. Eine Ehre? Das ist auf jeden Fall eine Ehre. Aber allzu sehr beschäftigt mich das nicht; andere Projekte stehen an. Ich bin auch immer nur so gut wie mein nächstes Vorhaben. Genau das ist meine Philosophie: nicht oft zurückschauen, sondern die Energie auf die Aktualität fokussieren. In der Liste der «Art Review» sind weitere Schweizer wie das Galeristenpaar Iwan und Manuela Wirth aufgeführt; die Art Basel ist eine globale Marke. Warum spielen so viele Schweizer ganz vorn mit? Die Schweiz hatte stets eine starke Kunst­ szene, was für dieses kleine Land ein unglaub­ liches Kunstwunder ist. Wir haben eine enorme Dichte an Museen und grossartigen Künstlern wie Fischli / Weiss, denen ich schon als Teenager begegnet bin. Hinzu kommt eine lange Tradition von Kuratoren wie Harald Szeemann, Jean­Christophe Ammann oder Bice Curiger, die für mich als Mentorin sehr wichtig war. Und es wächst bereits eine neue Generation von Schweizer Künstlern wie etwa Urban Zellweger heran. Wie haben Sie es geschafft, sich eine solch gute Position zu erarbeiten? Ich arbeite gleichzeitig sehr lokal und global mit Ausstellungen, Projekten und Vorträgen. Ich war schon immer von einer grossen Neugierde beseelt. Bereits in den 1990erJahren war ich nomadenhaft in Hunderten von Städten unterwegs, um mir eine Übersicht in der Kunstszene zu verschaffen. Nach diesen Lehr­ und Wanderjahren wurde ich Anfang 2000 Kurator in Paris. Seither bin ich von Montag bis Freitag im Büro, und an den Wochenenden reise ich durch die Welt. So komme ich auf 52 Reisen pro Jahr. Sie reisen jedes Wochenende? Ja, selbst an Weihnachten. Ende Januar habe ich beispielsweise die Engadin Art Talks in

Zuoz GR besucht. Das Engadin war ja seit jeher ein Magnet für Künstler und Philo­ sophen. Im Februar ging es zur Arco Madrid, dann nach Los Angeles. Ich bin auch jeden Monat in Paris und New York. Unterwegs tausche ich mich immer mit Schriftstellern, Denkern oder Pionieren aus, in Solothurn letzthin mit Peter Bichsel, in Istanbul mit dem Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk. Von diesen visionären Menschen lerne ich unglaublich viel. Treffen Sie diese Leute jeweils zum Essen? Das ist abhängig davon, wie gut ich sie kenne. Pamuk habe ich nur zwei­, dreimal getroffen, deshalb verabredeten wir uns zum Kaffee. Gerhard Richter oder die libanesische Schriftstellerin Etel Adnan, die ich seit über 20 Jahren kenne, treffe ich hingegen jeweils zum Abendessen. Über diese Begeg­ nungen schreibe ich immer wieder in meinen Kolumnen im «Magazin» des «Tages­Anzei­ gers». Es sind Spaziergänge, eine Flanerie durch die Ideenwelt, die sehr befruchtend für meine Arbeit sind. So befruchtend solche Reisen auch sein mögen: Ist es nicht ermüdend, 52-mal pro Jahr auf Achse zu sein? Nein, diese Wochenenden stimulieren mich extrem. Ich komme am Montagmorgen super motiviert mit ganz vielen Ideen ins Büro. Dieser Rhythmus hat sich als nachhaltig erwiesen. Früher schlief ich nur zwei, drei Stunden pro Nacht. Jetzt komme ich auf sieben Stunden, weil ich während der Woche zu Hause in London bin. Für mich ist es wichtig, mit der Zeit effizient, innovativ und doch spielerisch umzugehen. Deshalb habe ich seit fünf Jahren einen Assistenten für die Nacht engagiert, der jeden Werktag nach 23 Uhr in unsere Wohnung kommt und bis morgens um 7 Uhr arbeitet.

Zur Person

Der Ausstellungsmacher Hans Ulrich Obrist (48) ist seit 2016 künstlerischer Leiter der Serpentine Gallery. Schon 2006 wurde er Co-Direktor dieses bedeutenden Kunstmuseums, das sich mitten im Londoner Stadtpark Kensington Gardens befindet. Vorher kuratierte er unter anderem Ausstellungen im Musée d’art moderne de la Ville de Paris, in der Kunsthalle Wien, den Deichtorhallen in Hamburg und im New Yorker MoMA. «Huo» gilt als einer der einflussreichsten Menschen der Kunstbranche. Er lebt mit seiner Partnerin, der koreanischen Künstlerin Koo Jeong-A (50), in einer kleinen Wohnung in South Kensington.

Hans Ulrich Obrist über Ruhm und Ehre: «Ich bin immer nur so gut wie mein nächstes Vorhaben.»

Wie funktioniert das genau? Bevor ich einschlafe, instruiere ich ihn, was es zu tun gibt, zum Beispiel Recherchen für meine Bücher, Google­Suchen oder Transkri­ bieren von Gesprächen. Wenn ich aufwache, ist alles erledigt. So habe ich Zeit, viermal pro Woche eine halbe Stunde im Hyde Park zu joggen. Und nachher gehe ich in mein Büro in der Serpentine Gallery. Das hört sich alles trotzdem nach sehr viel Arbeit an. Ich zähle die Stunden nicht. Aber man kann das ja ausrechnen. (Überlegt lange) Ich schlafe sechs bis sieben Stunden, den Rest arbeite ich. So komme ich wohl auf 100 Arbeitsstunden pro Woche. Ist das gesund? 2006 sind Sie nach einem interdisziplinären 24-Stunden-Gesprächsmarathon zusammengebrochen. Hat Ihnen das nicht zu denken gegeben? Doch. Ich fing mit dem Joggen an und trinke seither Grüntee statt mehr als zehn Tassen Kaffee pro Tag. Und ich überlegte mir, wie ich meinen Arbeitsrhythmus nachhaltiger gestal­ ten könnte. So kam ich auf die Idee mit mei­ nem Nachtassistenten Max Shackleton. Ich nenne ihn «Night Explorer», er möchte nur nachts arbeiten und tagsüber schlafen. Er ist übrigens der Urenkel des Antarktisforschers Ernest Shackleton. Wie erkennen Sie, ob ein Kunstwerk etwas taugt oder nicht? Das ist ähnlich wie bei einem Buch oder einem Film: Das Werk muss so ambivalent geschaffen sein, dass man ihm immer wieder von einer anderen Seite begegnen kann. Was zeichnet die Künstler aus der Internetgeneration aus? Wir haben inzwischen über 7000 Dossiers von Gegenwartskünstlern gesichtet. Sie haben ein erhöhtes Bewusstsein für unsere begrenzten Ressourcen und für aktuelle politische Themen. Ökologie wird genauso


38 | MM14, 3.4.2017 | MENSCHEN

Weshalb? Es gibt sehr viele Künstler mit Projekten auf Instagram. Wir haben inzwischen einen digitalen Kurator an der Serpentine. Auch Kuratoren und Vermittler tauschen sich hier aus – wobei ich nicht 20-mal pro Stunde draufschaue. Es kann sein, dass ich alle fünf Minuten klicke, wenn ich mit dem Taxi im Verkehr stecke, dann aber wieder stundenlang gar nicht. Das ist wichtig, sonst geht die Konzentration verloren.

künstlerisch verarbeitet wie die politische Filterblase – also, dass man nur noch diejenigen Informationen zustimmend zur Kenntnis nimmt, die dem eigenen Standpunkt entsprechen. Diese Filterblase wollen die Künstler aufbrechen, was ganz meiner Vision entspricht. Sie selbst sind fleissig in den sozialen Medien unterwegs und schauen offenbar bis zu 20-mal pro Stunde auf das Fotonetzwerk Instagram. Wie stark beeinflussen die sozialen Medien die Kunstszene? Sie sind eine parallele Realität, ersetzen aber nichts. Ich besuche nach wie vor Ateliers, Museen, Galerien, Kunstschulen und Biennalen auf der ganzen Welt. Instagram ist einfach ein weiterer Kanal mit Informationen, aber für mich interessanter als die anderen sozialen Medien.

Wie kamen Sie auf Instagram? Ich wurde ins kalte Wasser geworfen. Man hat mir die App installiert und dann überall gesagt, ich sei jetzt auf Instagram. Ich musste mir was einfallen lassen. In einem meiner letzten Gespräche mit dem verstorbenen italienischen Schriftseller Umberto Eco sagte er mir, dass die Handschriften verschwinden. So kam

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ich darauf, diese zu retten, indem ich sie zelebriere. Seither frage ich jedes Mal, wenn ich Künstler oder Wissenschaftler treffe, ob sie mir einen handschriftlichen Satz schreiben können. Inzwischen habe ich über 2300 solcher Sätze online gestellt und 171 000 Abonnenten auf Instagram. Daraus könnte man auch Poster oder T-Shirts anfertigen, irgendwann wird daraus auf jeden Fall ein Buch entstehen. Wie arbeiten Sie mit Künstlern zusammen? Ein Künstler übernimmt bei uns das ganze Gebäude für seine Ausstellung. Dabei ist es wichtig, dass wir ihn mit unserem Team als Sparringspartner begleiten. Unser Ziel ist immer, dass die Künstler hier bei uns die beste Ausstellung ihres Lebens erleben. Und Sie kümmern sich um die Finanzierung. Ja, Fundraising spielt eine grosse Rolle. Während in den 1990erJahren noch alles öffentlich finanziert wurde, kommt es seit 2000 erst dann zu einer Ausstellung, wenn man das Geld dafür findet. Fundraising macht heute bestimmt 50 Prozent meiner Arbeit aus. Unser Team dafür besteht aus zwölf Leuten. Wie gehen Sie vor? Einfach Bettelbriefe verschicken bringt nichts, ich muss inhaltliche Bezüge zu Firmen und Mäzenen herstellen. Ein Beispiel: Als ich einmal auf der Kensington High Street Richtung Büro flanierte, kam ich bei der Modemarke COS vorbei und sah, dass diese junge Kunststudenten unterstützt. Noch am gleichen Tag kontaktierten wir die H&MTochter für eine Zusammenarbeit: Seit fünf Jahren unterstützt COS nun unser gesamtes Sommerprogramm. Welche Märkte sind derzeit besonders angesagt? Mitte des 20. Jahrhunderts hat Paris die Avantgarde an New York verloren. Damals glaubte man an ein wichtiges Zentrum für die gesamte Welt. Der französische Schriftsteller Édouard Glissant, für mich einer der

wichtigsten Denker der heutigen Zeit, widerlegte das und sprach von einem «Archipel von Zentren». London ist heute ein riesiges Zentrum der Kunst, aber umgeben von anderen wichtigen Orten – deshalb bin ich so oft unterwegs. Es gibt sehr viele dynamische Städte wie Oslo, Berlin, Brüssel, Amsterdam, Shanghai, Peking oder Hongkong. Aber auch Wien bleibt für Künstler wichtig. Australien spielt eine wichtige Rolle, Los Angeles ist ein riesiger Magnet. Auch Johannesburg, Dakar und Addis Abeba haben sehr spannende Kunstszenen. Sie sind seit Ihrer Teenagerzeit besessen von Kunst. Ja, bereits als 12-Jähriger haben mich die langen, dünnen Figuren von Alberto Giacometti im Kunsthaus Zürich fasziniert. Dann hörte ich von Andy Warhol in Mailand, der Da Vincis «Last Supper» neu gemalt hat – das zog mich dann richtig in die Kunst rein. Weshalb haben Sie sich selbst nie als Künstler versucht? Ich war nie ein Künstler. Aber ich bringe gern Menschen zusammen. Vielleicht, weil ich selbst als Einzelkind aufwuchs. Die grossen Fragen des 21. Jahrhunderts wie der Klimawandel lassen sich nur lösen, wenn sich Menschen aus verschiedenen Bereichen austauschen. Mein Medium dafür sind Ausstellungen. Dabei schaue ich, dass sich unterschiedlichste Menschen treffen, also Wissenschaftler und Architekten, Künstler und Politiker. Im «Brutally Early Club» führen wir seit gut zehn Jahren regelmässig Menschen aus diversen Disziplinen um 6 Uhr morgens zum Gedankenaustausch zusammen. Welche Kunstwerke hängen bei Ihnen zu Hause? Meine Wände sind voller Bücher. Ich lese jeden Morgen 15 Minuten in einem von Glissant. Und ich kaufe täglich mindestens ein Buch aus den Bereichen Kunst, Literatur oder Wissenschaft. Meine Lieblingsbuchhandlung ist übrigens die von Walther König in der Serpentine Gallery. MM


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Zahl der Woche

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Sunny, Funny, Lucky und Shiny heissen die bunt verpackten Osterhasen von Chocolat Frey. 450 000 Stück dieser süssen Häschen stellt der M-Industriebetrieb für die Ostersaison her.

Migros-Lehrberufe

Gewiefter Entwickler Sandro Guerotto (19) absolviert das dritte Lehrjahr zum Informatiker, Fachrichtung Applikationsentwicklung, bei Hotelplan Group.

«Viele Kunden wollen ihre Reisen heute auch via Smartphone buchen. Deshalb entwickeln wir unsere Programme so, dass sie auch mobil funktionieren.»

Pilzburger

Bild: Daniel Kellenberger

Vegane Grillspezialität Wer auf tierische Produkte verzichten möchte oder Gäste erwartet, die sich vegan ernähren, findet im Migros-Supermarkt eine grosse Auswahl an entsprechenden Speisen. Als besonderen Leckerbissen für die Grillsaison empfehlen wir die veganen Pilzburger mit Steinpilzen oder mit Trüffeln*. Beide sind rein pflanzlich, ohne jegliche E-Inhaltsstoffe und ausserdem kalorien-

arm. Sie sind mit Seitan zubereitet, und der hohe Pilzanteil gibt ihnen den unverwechselbaren Geschmack. Nach fünf Minuten auf dem Grill ist der Pilzburger genussfertig und kann mit Salat, Grillgemüse oder im Brötchen serviert werden. *Nur in grösseren Filialen. Mehr von der Migros Aare ab Seite 97


42 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

Klubschule Migros

Online Academy feiert Geburtstag Vor einem Jahr hat die Klubschule Migros ihre

Online Academy lanciert. Hier kann man Sprachkurse im Internet zeitund ortsunabhängig besuchen. Gab es zu Beginn nur Englischkurse, stehen mittlerweile auch Deutsch-, Französisch-, Italienischund Spanischkurse zur Auswahl. Das Herzstück der Onlinekurse ist das E-Learning, also das

Denner

Witzige Werbung Ein grauhaariger Autofahrer pappt einen knallroten Kleber auf eine Radarfalle, die ihn gerade geblitzt hat. Auf dem Sticker prangt die Aufschrift «Zu teuer». Eine Sekretärin verziert die Stirn ihres hoch bezahlten Chefs mit dem Kleber, und ein Star-Fussballspieler wird vom Trainer als zu teuer markiert. Die Szenen stammen aus einem witzigen Werbespot, den der führende

Schweizer Discounter Denner zu seinem 50. Geburtstag im Fernsehen zeigt. Der Spot verweist auf einen Wettbewerb: Wer Denner mitteilt, was er zu teuer findet, bekommt den betreffenden Gegenstand mit Glück günstiger oder sogar gratis. Mehr Infos: www.denner.ch

selbständige Lernen am Computer, Tablet oder Smartphone. Dieses beinhaltet interaktive Übungen, Videosequenzen, Texte und einen digitalen Aussprachetrainer. Ausserdem können sich Kursteilnehmer zusätzlich von einer realen Lehrperson begleiten lassen: im persönlichen Coaching, Online-Gruppenoder Privatunterricht sowie im Präsenzunterricht in einer Klubschule. «Wir sind mit dem Start zufrieden», sagt

Oliver Durrer, Leiter der Online Academy. «Zu Beginn wurden mehrheitlich Kurse ohne persönliche Begleitung durch eine Lehrperson gewählt. Unterdessen finden auch die begleiteten Kurse immer stärkeren Zuspruch.» Mehr Infos: www.onlineacademy.klubschule.ch

Jowa

Grossprojekt vollendet Die Migros-Bäckerei Jowa AG hat im aargauischen Gränichen einen imposanten Bau eingeweiht: 240 Meter lang ist der Komplex, dessen Herzstück eine Grossbäckerei ist. Mit dem Neubau erweitert die Jowa ihre Produktionskapazität für Brote, die in den Filialen direkt beim Kunden fertig gebacken werden. Der Betrieb vereint moderne Technik mit traditionellem Handwerk: Die neue Brotgeneration wird

ausschliesslich aus natürlichen Zutaten gefertigt, hat dank besonders langer Teigruhezeiten ein ausgeprägtes Aroma und bleibt länger frisch. Ein Hochregallager und ein Holzheizwerk für die nachhaltige Energiegewinnung vervollständigen den neuen Komplex, in den die Jowa 60 Millionen Franken investiert hat.

Dokfilm-Festival

«Visions du Réel» in Nyon Vom 21. bis 29. April findet in

Nyon das Dokumentarfilmfestival «Visions du Réel» statt. Gezeigt werden 179 Filme aus 55 Ländern. Das Migros-Kulturprozent unterstützt die Kategorie «Helvétiques», die von der Schweiz (ko)produzierte Filme umfasst. Im Wettbewerb sind zudem drei Filme vertreten, deren Postproduktion das Migros-Kulturprozent gefördert hat. Mehr Infos: www. visionsdureel.ch


MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 43

Festival Die Stanser Musiktage

Verlosung: 5 x 2 Tickets

bringen vom 25. bis 30. April die ganze Welt zum Klingen: Traditionelle Melodien aus Afrika und Lateinamerika mischen sich mit Funk und Hip-Hop. Ein Beispiel für die Vielfalt ist Riff Cohen (im Bild), eine Musikerin mit algerischen, tunesischen, israelischen und französischen Wurzeln. Sie singt abwechselnd auf Hebräisch und Arabisch und mischt auf faszinierende Weise westlichen Rock mit nordafrikanischem Raï.

für ein Konzert an den Stanser Musiktagen

Das Migros-Magazin verlost 5 x 2 Tickets für ein frei wählbares Einzelkonzert, das während des Festivals stattfindet. Teilnahme auf www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff. Einsendeschluss ist der 9. April.

Blickfang

Bilder: zVg (4), Jonathan Richter, Valeriano Di Domenico

Migros-Schiff «Das Migros-Schiff Sunamelia im Jahr 1962 im Trockendock in Rotterdam. Hier begann meine Hochseelaufbahn im Maschinenraum als Motormann. Damals war ich 20 Jahre alt und fuhr anschliessend drei Jahre zur See. Die Sunamelia war das Schwesterschiff der Sunadele, dem zweiten Schiff der Reederei Zürich, an der die Migros beteiligt war.» Alfred Brechbühler, Döttingen

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Klipp und klar

«Zypern als Alternative zur Türkei»

Prisca Huguenindit-Lenoir,

Mediensprecherin Hotelplan Suisse

1

Die Krise in der Türkei ist allen präsent. Fährt noch jemand dorthin in die Ferien? Aktuell liegen Türkeibuchungen immer noch 31 Prozent unter dem Vorjahr. Aber wir stellen für die Frühlingsferien eine leichte Zunahme fest. Türkeiferien werden vor allem kurzfristig gebucht, was wohl auch für die Sommerferien gelten wird.

2 3

Wohin weichen die Touristen aus? Im Badeferienbereich gehören für die Sommersaison die Griechischen Inseln, Spanien und Zypern zu den Top-3-Destinationen. Zu den Aufsteigern gehören Kroatien, Tunesien und Malta.

Was empfiehlt Hotelplan als Alternative? Zypern bietet Familien auch sehr kinderfreundliche Hotels und flachabfallende Sandstrände. Und wer im Rahmen einer individuellen Rundreise zum Beispiel bewusst einmal den Norden statt den Süden entdecken möchte, findet in Nordnorwegen abwechslungsreiche Landschaften. Wichtig ist: Früh buchen, um sein Wunschziel und -hotel zu sichern.


44 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

Geschäftsjahr 2016

Der orange Motor Die Migros ist nicht nur eine Detailhändlerin, sie tut auch viel für Gesellschaft und Umwelt. Das zeigen die Zahlen und Fakten des vergangenen Jahres. Text: Michael West

Illustration: Corina Vögele

Die Migros transportiert möglichst

viele Waren auf der Schiene. 2016 legten Güterwaggons 12,5 Millionen Kilometer im Auftrag der Detailhändlerin zurück, ein Plus von 8,8 Prozent.

Allein die M-Industrie

beschäftigte im Inland über 12 000 Menschen.

An 685 Standorten ist die Migros

mit Filialen und Fachmärkten vertreten – von Thayngen im Norden bis Chiasso im Süden.

Die Migros ist die grösste private Arbeitgeberin der Schweiz. Sie hatte letztes Jahr im Inland 87 414 Mitarbeite-

rinnen und Mitarbeiter – ihre Belegschaft ist etwa so gross wie die Bevölkerung der Stadt Luzern.

Über 50 Berufe lassen sich bei der Migros erlernen. Als grösste Schweizer Anbieterin von Lehrstellen bildete sie vergangenes Jahr 3775 Lernende aus.


MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 45

Zahlen und Fakten

Solides Wachstum Die Migros-Gruppe hat sich im vergangenen Geschäftsjahr robust entwickelt und konnte gemäss Schätzungen ihren Marktanteil um 0,7 Punkte auf 21,9 Prozent erhöhen.

Für die Schweizer Bauern ist die

Migros die wichtigste Partnerin. 20 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion gehen an die Detailhändlerin; 70 Prozent ihrer Lebensmittel stammen aus der Schweiz.

Während die Umsätze trotz Frankenstärke, Einkaufstourismus und rasch wachsendem Onlinehandel gestiegen sind, hat sich der Gruppengewinn verkleinert. Als wichtige Partnerin der hiesigen Wirtschaft investierte die Migros im Berichtsjahr 1,66 Milliarden Franken (+ 22,6 Prozent) und half damit, Tausende von Arbeitsplätze zu sichern. Migipedia , die digitale

Kundenplattform der Migros, knackte die Marke von 100 000 Mitgliedern.

Das Migros-Kulturprozent hat letztes Jahr 120 Millionen Franken

in kulturelle und soziale Projekte investiert. 34 000 Besucher haben das Tanzfestival Steps erlebt.

Migros-Chef Herbert Bolliger zieht denn auch eine positive Bilanz: «Die Migros bleibt ein kerngesundes und innovatives Umternehmen, das grösstes Vertrauen geniesst.»

27,74

Milliarden Franken Umsatz machte die Migros-Gruppe (+ 1,2 Prozent gegenüber Vorjahr).

663

Millionen Franken betrug der Gewinn (-16,2 Prozent gegenüber Vorjahr).

Mit ihren Naturarealen

schafft die Migros Lebensraum für bedrohte Tiere wie Wildbienen oder Eidechsen. Die Gesamtfläche der Areale wuchs auf 2,7 Millionen Quadratmeter – so viel wie 378 Fussballfelder.

102851

Mitarbeitende arbeiten insgesamt für die MigrosGruppe im In- und Ausland. Das entspricht einer Zunahme von 2,5 Prozent gegenüber 2015. Der Geschäftsbericht online: www.report.migros.ch


46 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

Migros-Innovationen

Der Zeit voraus Unternehmen mit Erfindergeist: Auch im vergangenen Geschäftsjahr hat die Migros viele Neuheiten lanciert oder vorbereitet. Texte: Michael West

«Discover» heisst die neue Funktion der Migros-App: Sie liefert auf einen Klick vielfältige Infos zu Migros­Produk­ ten. Sobald der Kunde die Kamera seines Smartphones auf das Produkt richtet, sendet Discover das passende Hinter­ grundwissen, etwa Rezeptvorschläge aus dem Migros­Kochclub Migusto, Produktbewertungen von der Konsu­ mentenplattform Migipedia oder Nähr­ werte. Insgesamt 80 000 Bewertungen und über 2000 Rezepte lassen sich so abrufen. Das funktioniert in der Filiale, zu Hause und sogar mit Produkten, die im Migros­Magazin abgebildet sind. Zum Start lässt sich die Funktion bereits auf 5000 verpackte Produkte anwenden, ein rascher Ausbau ist vorgesehen. Blättern Sie zum Inserat auf Seite 48 und probieren Sie Discover gleich aus, indem Sie Ihr Smartphone auf das Bild der Tomatensauce richten.

Die Migros hat den besten Ruf: Das Repu­

tation Institute, ein welt­ weit tätiges Beratungs­ unternehmen, hat 2016 die Reputation der grössten Schweizer Unternehmen unter­ sucht: Die Migros kam auf den ersten Platz.

Auf dem Land leben und rasch mit dem Velo einen Büro­ arbeitsplatz erreichen – dafür sorgt die Genossenschaft Village Office. Sie baut in der Schweiz ein Netzwerk aus «Coworking Spaces» auf. Der Förderfonds Engagement Migros unterstützt die Initiative seit 2016.

Aus einem WWF­Pilot­ projekt bezieht die Migros seit Herbst 2016 Bananen: Es erfüllt besonders strenge ökologische und soziale Anforderungen. Davon profitieren Farmer in Kolumbien und Ecuador.


MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 47

Die digitale Plattform www.migros-impuls.ch vernetzt alle Gesundheitsangebote der Migros. Dazu gehören nicht nur 100 Fitness-, Wellnessund Aquaparks, sondern auch 36 Gesundheitszentren von Medbase und Santémed, wo Patienten interdisziplinär behandelt und betreut werden. Auf der Impuls- Website finden sich aktuelle Tipps für einen gesunden Lebensstil, zum Beispiel Videos zu Atemtechnik und Konditionstraining oder Hinweise zu richtiger und falscher Ernährung. Das Ziel der Plattform: Die Nutzer sollen «ein M gesünder leben».

Rund 450 neue Produkte hat die M-Industrie 2016

Bilder: zVg (4), Ruben Wyttenbach, Keystone, Véronique Högger, iStockphoto, Pia Grimbühler, Christian Schnur

allein für die Migros lanciert. Ein Beispiel: «Zoé Sun Shimmer Oil» von Mibelle. Das Sonnenöl stärkt mit einem natürlichen Pflanzenextrakt den Eigenschutz der Haut und fördert die Bräunung.

Die digitale Migros-Kochplattform www.migusto.ch bietet bereits 3000 Rezepte an, die sich gezielt durchsuchen lassen. Küchenneulinge, Fortgeschrittene und versierte Hobbyköche profitieren von Videoanleitungen und Hintergrundinfos zu Zutaten und von exklusiven Rabatten für Mitglieder. Das wichtigste Ziel: Alle sollen in der Küche mehr Spass haben.

Einen Supermarkt als Kraftwerk gibt es dank der Migros in Zuzwil SG.

Sie eröffnete dort den ersten Schweizer Supermarkt, der mehr Energie produziert, als er verbraucht. Das gelingt unter anderem dank einer eigenen Solaranlage.

Neue Perspektiven für Flüchtlinge dank einer Metzgerlehre: Das bietet der M-Industriebetrieb Micarna seit 2016. Die Berufsausbildung dauert zwei bis drei Jahre. 22 Flüchtlinge machen zurzeit die Lehre in Courtepin FR und Bazenheid SO.

Dank des Migros-Angebots PickMup können Kundinnen und Kunden online bestellte Produkte abholen, wann und wo sie wollen. Zu den Abholstandorten gehören beispielsweise Filialen, Fachmärkte, Migrolino-Shops und auch Fitnesscenter (siehe Bild). Im vergangenen Jahr ist das engmaschige Netz der PickMup-Punkte um 300 auf aktuell 333 gewachsen. 2017 sollen weitere Standorte hinzukommen.


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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 49

2012 Serie: Migros-Pioniere

Bild: Daniel Winkler

Seit fünf Jahren produziert die Migros Zürich Biomasse für die ökologische Stromerzeugung.

Aus abgelaufenen Produkten wird in der Hammermühle ein nützlicher Rohstoff. Roger Steppacher bedient die Maschine.

Roger Steppacher (51) bedient eine raffinierte Maschine: die sogenannte Hammermühle. Sie schluckt Lebensmittel und Schnittblumen, die in den Filialen der Migros Zürich nicht verkauft wurden. Die Anlage trennt die Produkte vom Verpackungsmaterial und zerkleinert sie in einer Trommel mit 60 rotierenden Hämmern. So entsteht eine dickflüssige Biomasse, die später von einer Firma im Kanton Aargau vergärt wird. Mit dieser

Methode lässt sich Biogas erzeugen, das für den Betrieb von Generatoren und damit für die ökologische Stromproduktion verwendet wird. Die Migros Zürich betreibt die Hammermühle seit 2012 und leistet so einen Beitrag zu umweltfreundlicher Energiegewinnung. MM

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50 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS­WELT

Delegiertenversammlung

Sie stellen die Weichen

Die Delegiertenversammlung ist das oberste Organ des Migros-Genossenschafts-Bunds (MGB) und für viele Belange der Migros-Gemeinschaft zuständig. So hat sie am 25. März den neuen Migros­Chef in die Verwaltung gewählt. Texte: Pierre Wuthrich

Bilder: Severin Nowacki

1

Verwaltung MGB

Die Wahl des Präsidenten und der externen Mitglieder der Verwaltung ist Aufgabe der Delegiertenversammlung. Sie bestimmt zudem die Arbeitnehmervertreter sowie den Präsidenten der Generaldirektion in seiner Funktion als Mitglied der Verwaltung. Die Delegierten können Mitglieder absetzen und neue Kandidaten vorschlagen – mit Ausnahme des Präsidenten der General­ direktion. Am 25. März haben die Delegierten mit grosser Mehrheit Fabrice Zumbrunnen, den designierten Präsidenten der General­ direktion, in die Verwaltung gewählt.

2

Statuten MGB

Fabrice Zumbrunnen, designierter Präsident der Generaldirektion, wurde am 25. März mit grosser Mehrheit als neues Mitglied in die Verwaltung MGB gewählt.

Die Verabschiedung neuer Statuten und die Änderung von Statuten des MGB zählen eben­ falls zu den Kompeten­ zen der Delegierten­ versammlung. 2014 zum Beispiel sprach sie sich für die Einführung einer Amtszeitbeschrän­ kung des Präsidiums der Delegiertenversamm­ lung aus.

Genossen­ schaften

3

Die Delegiertenver­ sammlung entscheidet über Aufnahme und Ausschluss einer Genos­ senschaft in den bzw. aus dem MGB sowie über Fusionen und Ab­ spaltungen. 1998 etwa entschied die Versamm­ lung über die Entstehung der Genossenschaft Migros Aare – eine Fusi­ on der Genossenschaf­ ten Migros Solothurn/ Aarau und Migros Bern.

4

Geschäftspolitik

Die Delegiertenversamm­ lung spricht sich über die Prinzipien der Migros­ Geschäftspolitik aus. Dazu zählt beispielsweise auch die Frage des Verkaufs von Tabak und Alkohol.


MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 51

Ursula Nold ist Präsidentin der Delegiertenversammlung des Migros-GenossenschaftsBunds (MGB). Ursula Nold

«Ein wichtiges Dialogforum» Ist das Genossenschafts­ modell noch zeitgemäss für eine Unternehmensgruppe wie die Migros? Wirksame Genossenschaften sind ökonomisch erfolgreich und nehmen ihre gesellschaftliche und soziale Verantwortung wahr. Sie haben auch im digitalen Zeitalter eine Zukunft. Die Ausrichtung der Migros-Genossenschaft an Werten und nicht bloss an der Gewinnmaximierung ist ein wichtiger Grund für die Identifikation der Bevölkerung mit der Migros. Gelebtes genossenschaftliches Handeln kann auch ein Wettbewerbsvorteil sein.

5

Jahresbericht MGB

Im Frühling befindet die Delegiertenversamm­ lung über den Jahres­ bericht und die Jahresrechnung des MGB. Sie bewilligt auch die Verwendung des Bilanz­ gewinns und entlastet Verwaltung und Ge­ neraldirektion für das Geschäftsjahr. Am 25. März haben die Dele­ gierten Jahresbericht und ­rechnung einstim­ mig angenommen.

6

Schiedsgericht

Im Fall von Kompetenzstreitigkeiten zwischen Generaldirektion und Verwaltung entscheidet die Delegiertenversamm­ lung. Gegen Entschei­ dungen der Verwaltung kann sie ausserdem Einspruch einlegen.

7

Corporate Governance

Die Delegiertenver­ sammlung bestimmt über das von der Ver­ waltung erarbeitete Or­ ganisationsreglement. Dieses regelt die interne Organisation und Ge­ schäftsführung des MGB und legt unter anderem die Kompetenzen von Verwaltung und Gene­ raldirektion MGB fest.

8

Auflösung

Die Delegierten­ versammlung ist das einzige Organ, das den MGB auf­ lösen kann.

Mehr Infos zu Orga­ nisation und Struktur der Migros: https://report.migros. ch/2016/governance/

Welche Voraussetzungen bringt ein Delegierter mit? Delegierte sind interessierte Konsumentinnen und Konsumenten. Um eine unabhängige Meinung einzubringen, sind Grundkenntnisse in den Bereichen Handel, Dienstleistung, Unternehmensentwicklung, Finanzwesen und neue Medien wichtig. Oft sind es engagierte Mitglieder in den regionalen Genossenschaftsräten, die dann auch Delegierte werden. Wird es die Delegiertenver­ sammlung in zehn Jahren noch geben? Ganz sicher. Die demokratischen Organe der Migros betreiben ja keine Folklore, sondern bieten neben dem Erfüllen statutarischer Aufgaben ein wichtiges Dialogforum. Und letztlich lebt jede Demokratie von Dialog, Partizipation und Kooperation. MM


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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 55

«Fiore di pietra» von Mario Botta: Die Migros hat den Neubau finanziert und stellt auch den Betrieb der MonteGeneroso-Bahn sicher.

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Monte Generoso

Bitte einsteigen

Die steinerne Blume blüht

Zahnradbahn fährt wieder

Am Samstag, 8. April, eröffnet auf dem Monte Generoso ein neues Panoramarestaurant. Stararchitekt Mario Botta hat den spektakulären Bau im Auftrag der Migros entworfen. Text: Peter Schiesser, Andreas Dürrenberger

Bild: Enrico Cano

D

ie Aussicht, die sich vom 1700 Meter hohen Monte Generoso aus bietet, ist eine der schönsten im ganzen Tessin. Nun hat der schweizerisch-italienische Grenzberg ein neues Wahrzeichen: Auf dem Gipfel eröffnet die Migros am 8. April ein neues Panoramarestaurant. Entworfen hat es Mario Botta. Der weltbekannte Tessiner Architekt ist in Mendrisio, im Schatten des Monte Generoso, aufgewachsen. Sein achteckiger, 18 Meter hoher Bau hat einen Durchmesser von 29 Metern und ähnelt einer Blume, deren acht Blüten sich gerade öffnen. Passend dazu wurde das Gebäude denn auch «Fiore di pietra» – steinerne Blume – getauft. Das imposante Bauwerk aus Stein und Glas thront auf einem mächtigen Felsen über

einem 300 Meter tiefen Abgrund. Nebst einem Selbstbedienungsund einem A-la-carte-Restaurant beherbergt das Gebäude auch einen Konferenzraum. Die Migros als Eigentümerin hat das Projekt komplett aus dem Migros-Kulturprozent finanziert. Dutti als Retter der Bergbahn

«Die Migros hat sich sehr dafür eingesetzt, dass der Monte Generoso wieder ein Anziehungspunkt für die Tessiner Bevölkerung und für Touristen aus der Schweiz und dem Ausland wird», sagt Fabrice Zumbrunnen, Leiter des Departements HR, Kulturelles & Soziales, Freizeit beim Migros-Genossenschafts-Bund. Dabei hat das Engagement der Migros auf dem Monte Generoso eine lange Tradition. Seit 1890 führt eine

Zahnradbahn, die heutige MonteGeneroso-Bahn (Ferrovia Monte Generoso, FMG), hinauf zum Gipfel. Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler hat sie 1941 gekauft und so vor dem Bankrott bewahrt. In den Folgejahren investierte die Migros mehrere Millionen Franken in die Modernisierung der Strecke. 1970 eröffnete auf dem Gipfel das Hotel-Restaurant Vetta. Nach 44 Jahren war es baufällig geworden und musste einem Neubau Platz machen. Jetzt ist es Mario Bottas «Fiore di pietra», die nach zweijähriger Bauzeit wieder Ausflügler und Touristen auf den Monte Generoso lockt. MM Infos: www.montegeneroso.ch

Stimmen aus dem Tessin zum Engagement der Migros auf Seite 57

Wenn am 8. April auf dem Monte Generoso die Eröffnung des neuen Panoramarestaurants gefeiert wird, nimmt auch die Zahnradbahn ihren Betrieb wieder auf. Während der Bauphase der «Fiore di pietra» stand sie für die öffent­ liche Nutzung nicht zur Verfügung. Anlässlich der Wieder­ eröffnung verlost das Migros­Magazin 25 × 2 Tickets für eine Fahrt mit der MonteGeneroso-Bahn (hin und zurück) im Wert von 54 Franken pro Billett. Teilnahme: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 9. April


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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 57

Stimmen zur Eröffnung

«Ein bewundernswertes Engagement»

Bilder: Locarno Festival, Alessandro Crinari, Martin Hausler, SRG, zVg (4)

Marco Solari, Präsident Internationales Film­ festival Locarno

Carla Baroni, Rentnerin

«Gottlieb Duttweiler war ein aussergewöhnlicher Mensch und Unternehmer. Er verbilligte nicht nur Lebensmittel, sondern ermöglichte Tausenden von Touristen die ersten Ferienreisen ins Tessin und die Fahrt auf den Monte Generoso. Als ich Mitglied der Generaldirektion der Migros war, war ich unter anderem auch für die Monte­ Generoso­Bahn zuständig.»

«Mein Vater stammte aus Mend­ risio, der Monte Generoso war für ihn der Hausberg. Auch ich habe den Berg schätzen gelernt. Ich stieg hinauf, um die blühenden Pfingstrosen und die alten Eisgruben zu bewundern. Die Migros tat etwas Weit­ blickendes, als sie die Monte­ Generoso­Bahn rettete. Mit der ‹Fiore di pietra› von Mario Botta führt sie ihr Engagement auf be­ wundernswerte Weise weiter.»

Gaia Mascetti Gazzani, Angestellte

Freddy Scherer, Gitarrist der Rockband Gotthard

«Ich bin in Somazzo, einem Dorf am Hang des Monte Generoso, geboren und aufgewachsen. Mit dem Berg verbinden mich etliche Erinnerungen an die Zeit, in der ich als Kind und Jugend­ liche mit der Familie dorthin ging, um Kastanien zu sammeln. Ich schätze sehr, dass die Migros sich dafür einsetzt, ein so schönes Gebiet unseres Kantons aufzuwerten.»

«Ich wohne seit sechs Jahren im Mendrisiotto und sehe den Monte Generoso jedes Mal, wenn ich aus dem Fenster schaue. Dank des Engagements der Migros hat der Berg mit dem Bau von Mario Bottas ‹Fiore di pietra› ein neues Gesicht erhalten. Die Moderne mit der Bergwelt zu verbinden, ist nicht immer einfach, aber Botta ist es gelungen.»

Zeno Gabaglio, Musiker

Daniela Testera, Rentnerin

«Ich bin in Campora am Fuss des Monte Generoso geboren und aufgewachsen. Der Berg hatte eine starke Ausstrahlung. Mal wirkte er bedrohlich, mal sehr beruhigend. Das Engage­ ment der Migros für den Monte Generoso entspricht einem modernen und weitreichenden Kulturkonzept. Die kommer­ zielle und gleichzeitig soziale Philosophie von Migros­Gründer Gottlieb Duttweiler trägt bis heute Früchte.»

«Meine Eltern nahmen mich als Kind öfters mit auf den Monte Generoso und ins Valle di Muggio. Wie schön waren die Wanderungen, die Picknicks, die ersten Skiabfahrten, die Fahrten mit der Monte­Gene­ roso­Bahn ... Es freut mich, dass die Migros die Fauna und die ty­ pischen Ortschaften des Tessins zu bewahren hilft. Beachtens­ wert ist auch die Investition in das Bauwerk von Mario Botta.»

Barbara VassalliGentilini, ehemalige Flugbegleiterin

Maurizio Canetta, Direktor Tessiner Radio und Fernsehen RSI

«Jedes Mal, wenn ich aus dem Ausland zurückkam und schon von Weitem den Berg sah, wusste ich: Jetzt bin ich zu Hause! Mit der Erhaltung der Monte­ Generoso­Bahn hat die Migros sehr viel getan, um den Berg, aber auch das ganze Mendrisiotto für die Touristen aus der Schweiz und aus dem Ausland attraktiv zu machen.»

«Für mich ist der Monte Generoso eher eine Ikone als die Summe von persönlichen Erfahrungen. Ich führe gern Freunde aus dem Ausland und Einheimische, die noch nie da oben waren, für einen unvergesslichen Tag auf den Berg. Mit der ‹Fiore di pietra› hat die Migros im Geist von Duttweiler ein Gebäude errichtet, das im Einklang mit dem Berg steht.»


58 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

TerraSuisse

Mit Auslauf ins Freie Die Richtlinien der IP-Suisse für TerraSuisseFleischprodukte bezüglich tierfreundlicher Haltung sind streng. Bauer Wendelin Jud aus dem Thurgau setzt bei seinen Kälbern auf naturnahe Haltung. Text: Sonja Leissing

Bilder: Markus Bühler-Rasom

Das Fleisch von Kälbern mit viel Auslauf und frischer Luft stammt aus IP-Suisse-zertifizier-

ten Betrieben, die sich der tierfreundlichen und naturnahen Landwirtschaft verschrieben haben. Der achtsame Umgang mit den Kälbern und die sorgfältige Produktion garantieren TerraSuisse-Fleisch von bester Schweizer Qualität – wie das von Bauer Wendelin Jud in Necker TG.

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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 59

Wissenswertes Die unabhängige Kontrollstelle ProCert nimmt mindestens einmal pro Jahr alle IP-Suisse-zertifizierten Betriebe unter die Lupe. Der Kontrolleur überprüft die Richtlinien Punkt für Punkt. Rund 80 Prozent des Kalbfleisches, das in der Migros verkauft wird, trägt das Label TerraSuisse. Bauer Wendelin Jud (58) aus Necker TG hält seine Kälber mit viel Auslauf.

Wendelin Jud

«Naturnah und artgerecht» Was ist das Besondere an Ihrer Kälbermast? Seit zwei Jahren halte ich alle meine Tiere gemäss den IP-Suisse-Richtlinien, nämlich naturnah und artgerecht. Diese Anforderungen sind in mehrfacher Hinsicht strenger als diejenigen, die der Schweizer Tierschutz für konventionelle Mast vorschreibt. Welche Anforderungen stellt IP-Suisse konkret? Die Kälber müssen jederzeit die Möglichkeit haben, sich draussen an der frischen Luft zu bewegen. Die «Raus»Haltung ist zwingend für die Produktion von IP-SuisseMastkälber. «Raus» bedeutet regelmässigen Auslauf ins Freie. Kälber sind verspielt und müssen gemäss den Richtlinien daher in der Gruppe gehalten werden. Wenn sie sich im Stall aufhalten, haben sie zudem mehr Platz, denn es gibt hier einen Liege-, Fress- und Laufbereich. Die Tiere bekommen zweimal täglich frisches Einstreumaterial.

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TerraSuisse steht für eine naturnahe, tierfreundliche Landwirtschaft und stützt sich auf die Richtlinien von IP-Suisse.

Wie füttern Sie Ihre Tiere? Auch hier halten wir strenge Regeln ein. Ein Kalb trinkt während seines Lebens, das etwa fünf Monate dauert, mindestens 1000 Liter Vollmilch. Zusätzlich füttern wir sie noch mit Milchpulver. Mit der Milch allein würden die Kälber keinen optimalen Ausmastgrad erreichen. Des Weiteren bekommen sie Heu, Maisflocken und Wasser. MM


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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 61

Migusto

Ein Stück vom Lamm Lamm ist ein traditionelles Osteressen. Vom Kotelett bis zur Keule – Schaf- oder Ziegenfleisch liefert das passende Stück für jede Zubereitungsart. Wir zeigen, wofür die unterschiedlichen Teile verwendet werden.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt

Bilder: Martina Meier Rezept: Annina Ciocco

STEP-BY-STEP ZUM KOCH-PROFI WERDEN! Tolle Kochvideos auf migusto.ch

Wie Kronen mit Zacken: Die Knochen des Lammcarrés lassen sich leicht blank schaben.


62 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

Glossar

Welcher Teil darfs denn sein? 3 Das Lammrack – eine andere Bezeich­ nung ist Kotelettbraten – wird dem vorderen Rückenbereich entnommen. Die noch gut sichtbaren Knochen sind die Rippenenden.

1 Lammkoteletts, auch Lammchops genannt, werden aus dem fein marmo­ rierten, zarten und saftigen Kotelettstück geschnitten. Sie eignen sich besonders als Kurzgebratenes oder Grillade. 2 Die Lammhuft stammt aus der mageren, zarten Keule. Sie eignet sich zum Braten und Grillieren, aber auch für Geschnetzeltes.

1

2

4 Das Lammnierstück befindet sich hinter dem Lammrack im weiter hinten gelegenen Rückenbereich, kommt aber noch vor dem Filet. Es eignet sich zum Braten und Grillieren. Aus dem Stück lässt sich auch Geschnetzeltes schneiden.

3

4

6

5 7 6 Lammvoressen wird meist aus dem Hals, der Schulter und der Brust geschnitten. Das Fleisch eignet sich zum langsamen Schmoren. Dadurch wird es zart und mürbe. 5 Gigot ist ein anderes Wort für Lammkeule. Letztere Bezeichnung verrät auch gleich die Herkunft des saftigen Bratens. Das Gigot wird im Ofen gegart. Ohne Knochen lässt es sich als Rollbraten zubereiten.

7 Lammgehacktes stammt aus unter­ schiedlichen Teilen. Wichtig ist, dass es genug Fett enthält – sonst werden «Hacktätschli» und Co. zu trocken.


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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 75

Profi-Tipp

Einfach machen

Claudia Schmidt

Foodjournalistin

Ostermenü

Lammracks mit Kräuterkruste Zutaten für 4 Personen 2 Lammracks 2 EL grobkörniger Senf Pfeffer 2 EL Öl zum Braten 1 Knoblauch 120 g Lauch 1 Zitrone 1 dl Rindsbouillon Kräuterkruste:

½ Bund gemischte Kräuter, z. B. Petersilie, Thymian und Rosmarin 80 g Paniermehl 1 Eiweiss ½ TL Madras-Curry Salz Zubereitung

1. Backofen auf 80 °C vorheizen. Blech oder Bräter mitwärmen. Lammracks rundum mit Senf bestreichen. Mit Pfeffer würzen. Öl in der Bratpfanne erhitzen, Fleisch ca. 3 Minuten rundum anbraten. Aufs Blech oder in den Bräter geben. Im Ofen ca. 40 Minuten bei einer Kerntemperatur von 50 bis 55 °C garen. 2. In der Zwischenzeit Knoblauch samt Schale quer halbieren und die Schnittflächen im Bratsatz der Bratpfanne anbraten. Lauch in dünne Streifen schneiden und kurz mitbraten. Zitronenschale fein dazureiben. Zitrone auspressen. Das Ganze mit etwas Zitronensaft und Bouillon ablöschen. Knoblauchhälften herausnehmen und zum Lamm geben. Rest 10 Minuten vor Ende der Garzeit beifügen. 3. Für die Kräuterkruste Kräuter fein hacken. Mit Paniermehl und Eiweiss mischen. Masse mit Curry, Salz und Pfeffer würzen. 4. Kräutermasse auf die Lammracks verteilen, gut andrücken. Im Ofen mit Grillfunktion überbacken, bis die Kräuterkruste leicht gebräunt ist. Lammracks tranchieren. Mit Knoblauch, Lauch und Sauce servieren.

Kennen Sie das? Man überlegt, was man essen könnte. Inspiration gibt es zuhauf im Internet, in Kochbüchern und Kochmagazinen. Aber dann ertappt man sich doch wieder dabei, dass man das kocht, was man ohnehin im Schlaf zubereiten kann. Dabei ist Abwechslung bekanntlich die Würze des Lebens. Also los, etwas Neues ausprobieren! Dauert zu lange? Gelingt nicht? Schmeckt nicht? Nur Mut, denn nur so erkundet man unbekanntes Gebiet. Demnächst landen Lammkoteletts statt Koteletts vom Schwein oder Kalb auf dem Grill, und das Geschnetzelte fürs indische Lieblingscurry stammt für einmal nicht vom Poulet, sondern vom Lamm. Und was spricht eigentlich gegen einen saftigen Burger aus Lammfleisch? Genau: nichts. Wer den inneren Schweinehund überwindet und einfach einmal etwas einkauft, was nicht zum Repertoire gehört, wird Überraschendes bemerken: Es lässt sich viel einfacher zubereiten, als man dachte, und man gewinnt ein neues Lieblingsgericht. MM

Viele weitere kochtipps fürs Osterfest

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76 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

Freude am Geschmack

Eine knusprige Blume Passend zur Jahreszeit halten auch in den Hausbäckereien Frühlingsboten Einzug: Die «Frühlingsblume», Brot des Monats April, besteht aus sieben Brötchen, die mit leicht nussig schmeckendem Mohn und Sesam bestreut sind. Text: Claudia Schmidt

Dass die «Frühlingsblume» geschmacklich an den Krustenkranz erinnert, ist kein Zufall. Schliesslich wird das Brot des Monats April aus dem gleichen Teig hergestellt. Im Gegensatz zum Krustenkranz besteht die «Frühlingsblume» aber aus mehreren Brötchen, die abwechselnd mit Mohn- und Sesamsamen bestreut sind. Die Saaten entwickeln beim Backen nussige Röstaromen. Unter ihrer knusprigen Kruste sind die Brötchen weich und feinporig – eine ideale Konsistenz für süsse und herzhafte Sandwiches. Besonders gut treten die Brotaromen durch salzige Begleiter hervor. Mit einer leicht gesalzenen Butter kommen beispielsweise auch Süssschnäbel auf ihre Kosten: Sie unterstreicht die Süsse von Konfitüre und Honig sowie den süsslichen Geschmack der Brötchen. Aber auch die Kombination mit Avocado erfreut die Geschmacksknospen, denn sie unterstützt die Wahrnehmung der Aromen besonders gut. MM www.migros.ch/brot

Serviertipp

Avocado-Sandwich mit Kresse Ein gekochtes Ei hacken. Mit ca. 1 EL Mayonnaise mischen. Mit Salz würzen. Eine Avocado in Scheiben schneiden. Brötchen aufschneiden, mit Eierma­ yonnaise bestreichen, Avocado darauf­ legen. Mit reichlich Kresse bestreuen.


MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 77

Mauro Pizzagalli ist Bäcker in der Hausbäckerei in der Migros-Filiale in Sant’Antonio TI und einer von rund 900 Bäckern, die in den 130 Hausbäckereien mehrmals täglich backen. So ist das Brot bis Ladenschluss stets frisch und warm erhältlich. Mauro Pizzagalli (41)

«Handarbeit sorgt für luftige Brote und eine individuelle Form» Warum sind Sie Bäcker geworden? Unser Nachbar hatte eine kleine Bäckerei. Seine Arbeit hat mich fasziniert, als ich noch ein kleiner Junge war. Jetzt bin ich selbst Bäcker – und das schon seit 25 Jahren. Welches ist Ihr Lieblingsbrot? Unser Tessiner Pane Val Morrobia. Am liebsten esse ich es mit Salame nostrano und gönne mir dazu ein gutes Glas Rotwein.

Serie So schmeckt das Brot des Monats Aktuell im April: «Frühlingsblume»

TerraSuisse steht für eine naturnahe, tierfreundliche Landwirtschaft und stützt sich auf die Richtlinien von IP-Suisse.

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

Bilder: Veronika Studer (Food) / Gaëtan Bally (Porträt) Serviertipp: Regula Brodbeck

In der «Frühlingsblume» steckt Handarbeit. Was ist der Vorteil? Handarbeit sorgt für luftige Brote und eine individuelle Form. Ändern sich die Essgewohnheiten beim Brot? Ja, die Kunden kaufen gern kleine Brote, vermutlich weil die Familien heute kleiner sind. Ausserdem bevorzugen die Kunden hier im Tessin momentan auch rustikale Brote. MM

Frühlingsblume, 360 g Fr.3.20 Erhältlich in allen Migros-Filialen mit Hausbäckerei


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Tag 1 Zürich–Miami/USA Flug nach Miami. Hotelübernachtung. Tag 2 Miami/USA Transfer mit Stadtrundfahrt. Um 17 Uhr legt die Norwegian Sun ab. Tag 3–4 An Bord Tag 5 Cartagena/Kolumbien Bekannt als eine der schönsten Kolonialstädte. Aufenthalt 8 bis 14 Uhr. Tag 6 Passage Panamakanal Tag 7 An Bord Tag 8 Puntarenas/Costa Rica Die dichten tropischen Regenwälder und Vulkane sind ein Traum. 7–17 Uhr. Tag 9 Corinto/Nicaragua Der Hafen von Corinto ist der wichtigste Hafen Nicaraguas. 9–18 Uhr. Tag 10 Puerto Quetzal/Guatemala Der Ort ist Ausgangspunkt für Ausflüge auf den Spuren der Mayas. 8–18 Uhr. Tag 11 An Bord Tag 12 Acapulco/Mexiko Beobachten Sie die Klippenspringer in Acapulco. 8–18 Uhr. Tag 13 An Bord Tag 14 Cabo San Lucas/Mexiko° Diee wohl bekannteste Attraktion ist der «El Arco». 7–14 Uhr.

Tag 15 An Bord Tag 16 Los Angeles/USA Stadtrundfahrt, Transfer und Hotelübernachtung. Tag 17 Los Angeles/USA–Zürich Transfer zum Flughafen und Flug in die Schweiz. Tag 18 Ankunft in Zürich Route 2 Los Angeles–Miami Reise in umgekehrter Richtung (17 Tage). Detailprogramm auf Anfrage. ° Schiff auf Reede – Ausschiffung mit Tenderboot (wetterbedingt)

An Bord der Norwegian Sun**** erwartet Sie eine grosse Vielfalt an Kabinenkategorien, Restaurants und Freizeitaktivitäten. Die Norwegian Sun glänzt mit einer Vielzahl an Spezialitätenrestaurants und grosszügig gestalteten öffentlichen Räumen. Vom aktiven Sportprogramm bis zum entspanntem Relaxen bietet das Schiff genau das richtige Borderlebnis.

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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 79

Valflora

Das Pünktchen auf dem i

Es gibt eine Vielzahl von Speisen, die erst mit einem Schuss oder Tupfen Rahm zur wahren Gaumenfreude werden. Zum Beispiel die fruchtigen Erdbeertörtchen.

Valflora Vollrahm, UHT, 500 ml* Fr. 3.15 Aktion 40% beim Kauf von 2 Packungen vom 4. bis 10. April

Valflora Halbrahm, UHT, 500 ml Fr. 2.40

Valflora Saurer Halbrahm, 180 ml Fr. 1.15

Dessert

Erdbeertörtchen mit Erdbeerrahm

Bild: Veronika Studer

Für 8 Törtchenböden

Von 400 g Erdbeeren 120 g klein schneiden, mit 3 EL Puder­ zucker mischen und pürieren. 1,25 dl Vollrahm und 3 EL Crème fraîche zusammen steif schla­ gen. 4 EL Erdbeerpüree darun­ terrühren. 50 g fein gehackte weisse Schokolade mit 1 EL Rahm schmelzen (handwarm), Törtchenböden damit bestrei­

chen. Mit Erdbeerrahm füllen, restliche Erdbeeren halbieren und darauf anordnen. Mit Schlagrahm anrichten und servieren.

Valflora Crème Fraîche nature, 200 g Fr. 2.55

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Pro Stück ca. 3 g Eiweiss, 17 g Fett, 23 g Kohlenhydrate, 1100 kJ/260 kcal

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch alle Valflora-Produkte.


80 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

M-Classic

Schicht für Schicht Mit den Biskuitböden von M-Classic wird Tortenmachen zum Kinderspiel. Die Tiramisù-Torte ist nur eine von zahlreichen süssen Möglichkeiten, die Gäste mit wenig Aufwand zu verwöhnen. Auf jeder Verpackung sind neu ein Rezept- und ein Dekorationstipp aufgedruckt. Bilder: Christine Benz

Neue Verpackung 30 % weniger Abfall dank dünnerer und verbesserter Folie

«Naked Cakes» sind in: Die nur dünn bestrichenen Seiten lassen die einzelnen Schichten erkennen.

Styling: Vera Guala

Rezept: Katrin Klaus


MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 81

Schnelle Festtagstorte

Tiramisù-Torte Zutaten für 12 Personen 500 g Mascarpone 40 g Puderzucker 2 TL Vanillepaste

2,5 dl Vollrahm 1 Beutel Rahmhalter 1 M-Classic BiscuitTortenboden Schokolade 1,6 dl kalter Kaffee ca. 1 1∕2 EL Kakaopulver 5 EL Schokoladenspäne

1

Zubereitung

1. Mascarpone glatt rühren. Puderzucker portionenweise dazusieben, verrühren. Vanillepaste darunterrühren. Rahm mit Rahmhalter steif schlagen. Mithilfe eines Teig­ schabers sorgfältig unter die Mascarponecreme heben. 2. Biskuit in Lagen trennen. Unterste Lage (= Boden) mit der Hälfte des Kaffees beträufeln. 3. Knapp ein Drittel der Mascarponecreme darauf verstreichen. Mit dem mitt­ leren Tortenboden ebenso verfahren. Letzten Torten­ boden (= Deckel) draufsetzen. Restliche Creme auf die Torte geben. Wenig Creme am Rand mit einem Spachtel dünn auftragen und wieder fast ganz abschaben. Creme unregelmässig auf die Torte verteilen.

2 3

M-Classic Biscuit-Tortenboden, weiss, 320 g Fr. 3.20

M-Classic Biscuit-Tortenboden, Schokolade, 340 g Fr. 3.40

4. Torte mit Kakaopulver und Schokoladenspänen verzieren. Bis zur Verwendung im Kühl­ schrank aufbewahren. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Pro Stück: 6 g Eiweiss, 29 g Fett, 24 g Kohlenhydrate, 1600 kJ/380 kcal

4

M-Classic Biscuit-Tortenboden, für Früchtetorten, 200 g Fr. 2.10

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Tortenböden von M-Classic.


Azoren und Lissabon

Entdecken Sie dieses besondere Inselparadies im Atlantik!

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Torre de Belem, Lissabon

Teeplantage, São

São Miguel

Sete Cidades

Caldeira Sete Cidades Der vielfältige Archipel vulkanischen Ursprungs wird Sie begeistern. Die weit von der Küste Portugals liegenden Inseln beeindrucken mit ihrer Vegetation, den riesigen Vulkankratern und den wunderschönen Seen. Lassen Sie sich von den Inseln Faial, Pico und São Miguel verzaubern. 1. Tag: Zürich – Lissabon Flug von Zürich nach Lissabon. In der Hauptstadt Portugals erwartet Sie eine Stadtrundfahrt, wo Sie unter anderem den Stadtteil Belem mit seinen historischen Gebäuden aus dem 15. und 16. Jahrhundert besichtigen. 2. Tag: Lissabon – Horta (Faial) Nach dem Frühstück entdecken Sie den Park der Nationen, das ehemalige Gelände der Expo 98. Erhalten Sie während einem Spaziergang einen Einblick in das beeindruckende Areal. Am frühen Nachmittag erfolgt der Transfer zum

P Linienflüge mit TAP in Economy-Klasse P Alle Flugnebenkosten P 3 Inlandflüge P Rundreise im klimatisierten Reisebus P Fährüberfahrt Faial - Pico - Faial P 9 Nächte in landestypischen Mittelklassehotels P Täglich Frühstück, 4x Mittag- und 3x Abendessen Eintritte und Besichtigungen gemäss P Programm P Beste Betreuung durch unsere erfahrene Vögele Schweizer Reiseleitung ab/bis Schweiz P Zusätzliche Betreuung durch Deutsch sprechende Reiseleitung vor Ort Reiseunterlagen inklusive Reiseführer P

Besuch einer Ananasplantage Flughafen mit anschliessendem Flug von Lissabon nach Horta. 3. Tag: Faial Sie unternehmen eine Inselrundfahrt und halten unter anderem bei einer Caldeira. Ein natürlich geschütztes Gebiet mit vulkanischem Ursprung. 4. Tag: Horta – Pico – Horta Fährüberfahrt zur Nachbarinsel Pico. Sie erfahren während des Tages mehr über die Geschichte der Walfänger sowie auch über die lokale Weinproduktion. Am frühen Abend nehmen Sie die Fähre zurück nach Horta. 5. Tag: Horta – Ponta Delgada (São Miguel) Transfer zum Flughafen und Inlandflug nach São Miguel, die grösste Insel der Azoren. Nach Ankunft Transfer zu Ihrem Hotel. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. 6. Tag: Ponta Delgada – Sete Cidades – Ponta Delgada Fahrt zu einem Aussichtspunkt mit atemberaubenden Blick auf die Caldeira Sete Cidades. Auf dem Rückweg besuchen Sie eine Ananasplantage.

7. Tag: Ponta Delgada – Furnas – Lagoa do Fogo – Ponta Delgada Im Vale das Furnas befindet sich der grösste und älteste Vulkankrater der Insel. Geniessen Sie dort ein traditionelles Mittagessen der Insel, welches durch die Aktivität des Vulkans im Boden gekocht wird. 8. Tag: Freier Tag oder fakultativer Halbtagesausflug Walbeobachtung Der Tag steht Ihnen frei zur Verfügung. Sie haben auch die Möglichkeit am fakultativen Halbtagausfluges «Walbeobachtung» teilzunehmen (muss bis 5 Wochen vor Abreise gebucht werden, Mindestteilnehmerzahl 4 Personen). 9. Tag: Ponta Delgada – Lissabon Sie fliegen heute von São Miguel zurück auf das portugiesische Festland nach Lissabon. Transfer zum Flughafen und Direktflug nach Lissabon. Nach dem Transfer zu Ihrem Hotel können Sie die Stadt individuell erkunden. 10. Tag: Lissabon – Zürich Transfer zum Flughafen Lissabon und Rückflug nach Zürich.

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MIGROS-WELT| MM14, 3.4.2017 | 83

Sun Queen

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Granola mit Nüssen und Trockenfrüchten Für ein Blech oder ca. 12 Portionen

150 g Sun Queen Nussmischung hacken, mit 100 g Fünfornflocken, 50 g Dinkelmehl, 50 g grobem Rohrzucker und einer Prise Salz mischen. 80 g flüssige Butter daruntermischen. Masse auf Backpapier verteilen und flach drücken. Im 140 °C heissen Ofen ca. 30 Minuten rösten, auskühlen lassen. Zubereitungszeit 10 Minuten + ca. 30 Minuten backen

Tipp Wer es fruchtig mag, kann nach dem Backen kleingeschnittene, getrocknete Cranberries oder Aprikosen mit dem Granola zerbröseln und mischen.

Sun Queen Nussmischung, 200 g Fr. 3.95

Pro Portion ca. 4 g Eiweiss, 14 g Fett, 22 g Kohlenhydrate, 900 kJ/220 kcal

Sun Queen Walnusskerne, 130 g Fr. 3.30

Sun Queen Cranberries, 150 g Fr. 2.10

Bild und Styling: Veronika Studer

Sun Queen Aprikosen getrocknet, 200 g Fr. 3.90

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Produkte von Sun Queen.


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des Victoria Theaters und des Empress Place Building ein. Auf den Spuren früherer Kulturen wandern Sie zum Thian Hock Keng Tempel und zur Sultan Moschee. 17.4. Ho-Chi-Minh-Stadt / Saigon (Vietnam) 10.00 – 18.00. Im ehemaligen Saigon lohnt sich ein Besuch des Bezirks Cholon, wo das Leben unter anderem auf dem Binh Tay Markt pulsiert und Sie zahlreiche, atemberaubend schöne Tempel besichtigen können. Als Kontrast finden Sie in der Stadt auch das im französischen Baustil erbaute Rathaus oder die im 18. Jahrhundert erbaute römischkatholische Kathedrale Notre Dame, das Wahrzeichen der Stadt.

12.4. Langkawi (Malaysia) 08.00 – 18.00. Die Insel Langkawi fasziniert immer wieder aufs Neue. Von traumhaften Stränden, über Dschungel, bis hin zu Wasserfällen – Langkawi bietet Natur pur. 1.4. Dubai (V.A.E.). Eine der eindrücklichsten Städte der Welt! Imposante Bauprojekte, künstlich angelegte Inseln und kilometerlange Sandstrände bilden ein Märchen aus 1001 Nacht. Abfahrt um 23.00. 2.4. Abu Dhabi (V.A.E.) 05.00 – 18.00. Abu Dhabi bietet nicht nur ein besonderes orientalisches Flair, sondern auch modernste Gebäude, die sich mit traditionellen Bauten und historischen Moscheen abwechseln. Spazieren Sie durch die begrünte Fussgängerzone, die sich kilometerlang am Meer entlang schlängelt. 4.4. Muskat (Oman) 08.00 – 18.00. Muskat erlangte grosse Berühmtheit durch seinen Hafen, der als einer der weltweit grössten seit dem antiken Rom galt. Es erwarten Sie prunkvolle Paläste und Festungen, die Sie auf eine Reise in die Vergangenheit entführen und einer der eindrücklichsten Basare des Landes.

13.4. Penang (Malaysia) 08.00 – 18.00. Das Spezielle an Penang ist, dass verschiedene Kulturen nebeneinander leben. Meist befindet sich unweit eine Moschee, eine Kirche oder ein buddhistischer Tempel. Die Insel ist grösstenteils von tropischem Regenwald bedeckt und sehr naturbelassen. 14.4. Port Klang / Kuala Lumpur (Malaysia) 08.00 – 18.00. Von Port Klang aus lohnt es sich, einen Tagesausflug nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia, zu unternehmen. 15.04. Singapur (Singapur) 07.00 – 22.00. Singapur ist eine Stadt mit tausend Gesichtern. Vom exotischen Viertel Little India taucht man unversehens in die koloniale Pracht des Parlamentgebäudes, Singapur

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8.4. Colombo (Sri Lanka) 08.00 – 17.00. Das historische Zentrum der Stadt ist das Fort. Dort finden Sie das alte Parlament sowie die Zwillingstürme des World Trade Center Colombo.

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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 89

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Astreines Kammerspiel Die optimierten Multicaps von Total reinigen von der weissen Unterwäsche übers farbige T-Shirt bis zur feinen Bluse einfach alles. Das Fleckenentfernungsmittel (pinke Komponente) und die Farb-und Faserpflege (blaue Komponente) sind neu in zwei Kammern untergebracht. So bleibt die Wirksamkeit der Enzyme (Eiweisskörper) länger stabil. Ein Cap reicht für eine Trommel, wobei sich die Folie schon bei tiefen Waschtemperaturen vollständig auflöst. Bequemer gehts nicht mehr, einzig helle und dunkle Textilien sowie bestimmte Gewebearten sollte man separat waschen. Die pinke Komponente entfernt Flecken. Ihre verschiedenen Enzyme

Bild: Yves Roth

spalten diverse Fleckenarten auf, die anschliessend ausgewaschen werden. Unter anderem enthält sie auch Enzyme, die gegen eiweisshaltige Flecken wirken. Da diese die in der blauen Kammer wirkenden Enzyme mit der Zeit beeinträchtigen können, sind die beiden Flüssigkeiten getrennt. So entfaltet das Waschmittel auch bei längerer Lagerung seine volle Leistungsfähigkeit.

Die blaue Komponente pflegt Farben und Fasern.

Sie enthält unter anderem Cellulase. Das ist eine Enzymart, die auf den Fasern Knötchen entfernt und deren Bildung verhindert. Dadurch wirken die Farben strahlender und frischer. Die Formulierung enthält keine optischen Aufheller, damit die Farben brillant bleiben.

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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 91

Milette

Reinigt sanft und zuverlässig

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Bild: Yves Roth

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Milette Spezialwaschmittel, flüssig, 1,5 l Fr. 12.–

Die Baby- und Kleinkinderhaut ist sehr empfindlich. Deshalb sollten Nuggi, Schoppen, Geschirr und Spielsachen mit einem Geschirrspülmittel und Kleider mit Spezialwaschmittel gereinigt werden. Die Produkte von Milette wurden speziell für die Reinigung von Baby-Accessoires und -Textilien entwickelt. Dank der sorgfältig aufeinander abgestimmten Inhaltsstoffe sind sie besonders hautfreundlich und entfernen dennoch hartnäckige Flecken.

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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Produkte von Milette.


92 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

Famigros

Feuerzauber und Zeltromantik Am 19. April startet der Ticketverkauf für die zweite Famigros-Lagerfeuer-Nacht. Das Zeltabenteuer für Familien bietet zwei erlebnisreiche Tage in der Natur mit Spiel, Spass und einem grossen Lagerfeuer. Wer dabei sein will, sichert sich online eines der begehrten Tickets. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Text: Heidi Bacchilega

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Bilder: zVg

Am Nachmittag auf einem Seil balancieren, Tannenzapfen in Körbe werfen und wie die Indianer mit Pfeil und Bogen schiessen. Am Abend am Lagerfeuer Schlangenbrot und Würste braten und – als Höhepunkt – gemeinsam mit den Kindern im Zelt schlafen. Das alles und noch viel mehr bietet die Famigros-Lagerfeuer-Nacht, die im Sommer an mehreren Orten zum zweiten Mal durchgeführt wird. Für musikalische Unterhaltung sorgen Marius von der Jagdkapelle, die zauberhafte Waldfee Simselifei und der lustige Chraxel.


MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 93

TicketVerkaufsstart am 19. April www.famigros.ch/ lagerfeuernacht

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An der Famigros-LagerfeuerNacht erleben Familien mit Kindern zwischen 3 und 12 Jahren ein abenteuerliches Wochenende.

Anmeldung

Exklusiv für FamigrosMitglieder Das Leistungspaket der Famigros-Lagerfeuer-Nacht 2017 zum Preis von 89 Franken

gilt für eine Familie mit maximal fünf Personen und umfasst die Nut­ zung des Zeltplatzes, alle Workshops, Zmorge und Znacht sowie die Zwischenverpflegung. An jedem Veranstal­ tungsort stehen auch einige Plätze mit Fami­ lienzelten zur Verfügung, die für 189 Franken bestellt werden können. Die Teilnahme an der Lagerfeuer­Nacht ist Famigros­Mitgliedern vorbehalten. Tickets gibt es ab 19. April.

Wo und wann Mühlau /Sins AG 17.– 18. Juni 24.–25. Juni 1.–2. Juli Altnau TG 12.–13. August 19.–20. August 26.–27. August Herznach AG 2.–3. September 9.–10. September

Impressionen der FamigrosLagerfeuer-Nacht 2016: 1 Die Kinder tanzen mit der Waldfee Simselifei. 2 Gemeinsames Bräteln: Abends gibt es Schlangenbrot, Würste und Marshmallows am Stecken. 3 Ab dem späten Nachmittag zaubern die Feuerschalen eine romantische Stimmung. 4 Chraxel und Simselifei singen gemeinsam mit Marius von der Jagdkapelle. 5 Während die einen noch tief und fest schlummern, geniessen die anderen bereits die idyllische Morgenatmosphäre.

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Alle Informationen auf www.famigros.ch/ lagerfeuernacht Famigros.ch, der Familienclub der Migros, wurde 2012 lanciert und steht Eltern mit Kin­ dern aller Altersstufen zur Seite. Der Club bietet seinen Mitgliedern exklusive Rabatte auf das Migros­Supermarkt­ und Fachmarktsor­ timent.


94 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

Kunterbunt

Wer die Wahl hat ...

1925 schickte Gottlieb Duttweiler seinen ersten Verkaufswagen mit sechs Produkten auf die Tour. Heute wählen Migros-Kunden in 500 Supermärkten und 216 Fachmärkten ihre Produkte aus oder bestellen sie online.

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Für Cityflitzer Auf Rollen die Stadt erkunden? Der Monday-Night-Skate ist in einigen Schweizer Städten schon lange Kult. Und wer noch nicht dabei war, sollte dies sofort nachholen. www.nightskate.ch Rollerblade Spark 90 für Herren Fr. 239.– Im SportXX sowie auf www.sportxx.ch

Rot wie die Liebe Kein Stuhl ist einer zu wenig, zwei sind selten zu viel. Wenn es passt, dann passt es. Pescara Bistro-Tisch Fr. 49.90 Pescara Bistro-Stuhl Fr. 29.90 Im Do it + Garden Migros

Hingucker Leider wird das Strumpfband am Oberschenkel oft versteckt. Ein kurzes Aufblitzen unter dem Rock darf aber sein. Ellen Amber Fashion Feinstrumpfhosen, schwarz Fr. 9.80


MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 95

Mundgeruch ... ... wird oft totgeschwiegen, ist aber für alle Beteiligten ein Graus. Candida Power Fresh Mundspray 2 in 1, 15 ml Fr. 3.50

Pack die Badehose ein Damit sich die Shorts beim Kopfsprung nicht selbständig machen, zieht der Mann die Bändchen stramm. John Adams Herren Badeshorts Fr. 19.80

Passt für zwei Mit Schirm, Charme und einem kühlen Eistee wird der sonnige Frühlingsstag noch angenehmer. Camilo Sonnenschirm, Ø 200 cm Fr. 17.90 Im Do it + Garden Migros

Haremshose für Paradiesvögel

Weg mit dem Fleck! Wenn der Nachwuchs mal wieder die Wand mit dem Malbuch verwechselt: Miobrill Fleckenradierer, 2 Stück Fr. 2.70

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MIGROS-WELT | MM14, 3.4.2017 | 97

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Klubschulangebot

Mit Unterstützung der Migros auf der Suche nach dem Fussballglück: Mögen die Spieler von YB viel zu bejubeln haben. Sponsoring

Migros kickt vorne mit Die Migros Aare wird ab kommender Saison neue Hauptpartnerin des BSC Young Boys. Auch bei anderen Spitzenfussballklubs ist die Migros als Sponsorin mit dabei. Text: Reto Wüthrich

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er BSC Young Boys und die Migros Aare haben einen Vertrag bis Sommer 2020 abgeschlossen. Mit diesem Schritt baut die Migros Aare ihr bisheriges Engagement bei YB nochmals markant aus. Neuer Hauptpartner ist Obi. Ab der Saison 2017/18 werden die YB-Spieler den Schriftzug des Bau- und Heimwerkermarkts auf der Brust tragen. Auf dem Rücken wird weiterhin der Schriftzug des Migros-Sportfachmarkts SportXX zu sehen sein. SportXX bleibt wie bisher

Premium-Partner von YB. Ebenfalls fortgesetzt wird das Engagement von Famigros, dem Familienclub der Migros. Famigros ist offizieller Familienpartner von YB und Hauptpartner des YB Kids Clubs. Ideale Sponsoringplattform

«Der BSC Young Boys bildet ein zentrales Puzzlestück im Sportsponsoring der Migros Aare», sagt Anton Gäumann, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Aare. «Für uns ist der Spitzenklub eine ideale Plattform, um unsere Marke-

tingziele zu erreichen. Gleichzeitig begeistern wir damit Kinder und Jugendliche für den Sport.» Auch der Super-League-Klub FC Thun wird von der Migros Aare gesponsert: Das Panorama-Center in Thun war viele Jahre lang PlatinPartner, ab der kommenden Saison tritt die Migros Aare auch hier mit der Marke Obi auf. Ebenfalls schon seit mehreren Jahre engagiert ist die Migros Aare beim FC Aarau. Der Vertrag wird in diesen Tagen um drei weitere Jahre verlängert. MM

Das kommt Ihnen spanisch vor? Spanisch Anfänger/-innen Niveau A1: Europa,

Südamerika, Afrika – die halbe Welt spricht Spanisch, nur Sie nicht? Das ändern wir. Im Anfängerkurs bringen wir Ihnen die richtigen Worte für einfache Unter­ haltungen bei und bereiten Sie auf Ihre nächste Reise vor. 30 Lektionen kosten Fr. 405.– Mehr Infos: www.klubschule.ch und Tel. 0844 844 900


98 | MM14, 3.4.2017 | MIGROS-WELT

Gurten

Schöne Aussichten für Feinschmecker

Im neuen Restaurant Gurtners auf dem Berner Hausberg Gurten werden Wurzeln spürbar, die weit zurückreichen und von Familientraditionen und Herzlichkeit erzählen. Text: Sarah Baur

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ie Anfänge des Restaurants Gurtner reichen in eine Zeit zurück, in der die Berner Gassen noch von Hufgetrampel auf dem Kopfsteinpflaster erfüllt waren und man einen Sack Kartoffeln gegen zwei erlegte Feldhasen tauschte. Damals fand ein heimlich verliebtes Paar Zuflucht im leer stehenden Gasthof auf dem Gurten. Es gab dem Betrieb neues Leben, bereitete aus einfachen Zutaten wunderbare Speisen zu und beherbergte Menschen, die für einen Moment dem Nebel und dem Trubel entkommen wollten.

Das heutige Restaurant Gurtners sei samt seinen Werten über Generationen weitervererbt worden, so erzählt man den Gästen. Ob die Geschichte stimmt, wird angesichts der Gastfreundschaft im neuen Restaurant auf dem Berner Hausberg unwichtig. Der einzigartige Ausblick auf die Stadt, die erlesenen Speisen, der passende Wein und die Herzlichkeit sind echt. Und davon wird man sich noch in vielen Jahren erzählen. Gutes mit Liebe gemacht

In nur vier Wochen Umbau wurde aus dem A-la-Carte-Restaurant Bel Etage das «Gurt-

ners». Mit dem neuen Gastronomiebetrieb erfüllt der Gurten – Park im Grünen den Wunsch nach Regionalität, Tradition und einer unverwechselbaren Speisekarte. Die baulichen Veränderungen sorgen für mehr Komfort, und die Küche wurde den wachsenden Anforderungen entsprechend erneuert. In dieser Küche bereitet das Küchenteam des Restaurants Gurtners seit dem 13. März verschiedene Gerichte zu, die durch ihren ursprünglichen Geschmack, kombiniert mit moderner Raffinesse, überzeugen. MM Mehr Infos: www.restaurant-gurtners.ch, 031 970 33 23


MIGROS­WELT | MM14, 3.4.2017 | 99

Ostern

Reif für das Festtagsessen Manchmal darf es ein aussergewöhnliches Stück Fleisch sein. Unsere Metzger empfehlen Dry Aged Beef fürs Festtagsessen oder für die Grillsaison. Text: Sarah Baur Bike World

Riesige Auswahl für Velofans Die Migros baut ihre Fachkompetenz im

Bereich Radsport weiter aus. Mit der Lancierung von Bike World by SportXX erhält die Schweiz eine neue Velo-Fachhandelskette mit integrierter Werkstatt und innovativen Test-Tools. Der erste Bike-World-Standort im Raum Bern wurde am 23. März in Muri eröffnet.

Im Restaurant Gurtners geniesst man nicht nur raffinierte regionale Gerichte, sondern auch eine traumhafte Sicht auf die Stadt Bern.

Auf der rund 1000 Quadratmeter gros­ sen Verkaufsfläche

Zart und nussig: Dry Aged Beef wird drei Wochen lang am Knochen trocken gereift.

B

ei den Fleischtheken in aus­ gewählten Supermärkten der Migros Aare stehen besondere Glasschränke, in denen Fleisch aufbewahrt wird. In diesen Schränken befindet sich das Dry Aged Beef während der letzten Tage seiner Reifephase. Bei Dry Aged Beef handelt es sich um die hochwertigsten Stücke des Rindes, die nach einem traditionellen Verfahren während mindestens drei Wochen am Knochen trocken reifen. Durch die enzymatische Reifung im temperaturüberwachten Kühlraum wird das Fleisch mürbe, besonders zart und erhält seinen unverwechselbaren nussigen Geschmack. Dry Aged Beef ist der ideale Haupt­ darsteller beim Osterfestessen mit der Familie oder bei einem gemütlichen Grillabend in guter Gesellschaft.

Das Fleisch für das Dry Aged Beef stammt aus nachhaltiger Schweizer Produktion mit dem Label TerraSuisse. Das garantiert eine naturnahe, tier­ freundliche Landwirtschaft. Sobald das Rindfleisch reif und zart ist, wird es vom Fachpersonal an der bedienten Fleischtheke vom Knochen gelöst und für die Kundschaft in Entre­ côtes oder Rib­Eye­Steaks geschnitten. Scharf anbraten und nachgaren lassen

Idealerweise wird das Fleisch nur mit Fleur de Sel gewürzt und bei grosser Hitze pro Seite etwa eine Minute in der Pfanne oder auf dem Grill angebraten. Anschliessend sollte man das Fleisch von der direkten Flamme entfernen und bis zum gewünschten Grad garen lassen. Das Fachpersonal an der bedienten Theke gibt gern weitere Tipps. MM

im neuen Bike World in Muri finden BikeBegeisterte alles unter einem Dach: Elf Top-Bike-Marken, rund 450 Bikes aus allen Segmenten, ein umfassendes Textil-, Zubehörund Ersatzteilangebot sowie verschiedene Analyse- und Testgeräte. Bike World spricht von Freizeitsportlern bis zu ambitionierten Bikern alle an, die auf

der Suche nach einem hochwertigen Velo sind, Wert auf eine fundierte Beratung und attraktive Service-Leistungen legen. Mehr Infos: www.bikeworld.ch


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Backen Sie gern? 1 Sicher doch. Stundenlang backen, verzieren, perfektionieren ... Ich liebe es. 26% 2 Ich backe ziemlich gern. Zu aufwendig darf es aber auch nicht sein. 68%

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3 Ein grosser Backfan bin ich nicht. Zum Glück gibts Backmischungen und Frischbackzöpfe. 4% 4 Backen? Ich? Um Himmels willen! 2%

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hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

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Ich versuche, die Spinne in unseren Köpfen zu verjagen, indem ich abstruse Rekorde aufzähle: das längste Augenbrauenhaar (19,1 cm), die meisten Kopfbälle in Folge, schwimmend ausgeführt (1503), die weiteste Reise einer Legofigur (zum Jupiter). «Wir werden nie nach Brasilien, Venezuela oder Guyana reisen, wo die Spinne lebt», verspreche ich ihm. Diese Nacht schlafe ich im Bett des Grossen – wir spannen das Moskitonetz auf und wähnen uns in Sicherheit.

Antwort 3: Ich wollte schon lange wieder einmal unter dem Moskitonetz schlafen. Da wir mit den Kindern höchstens über den Gotthard reisen, ist das nun eine gute Gelegenheit.

Illustrationen: Lisa Rock, Alice Kolb; Bild: René Ruis

Monica Müller (42)

Der Grosse liebt Superlative, und so erzählen wir abends aus dem «Guiness-Buch der Rekorde». Vom ältesten Mann (112 Jahre), von der längsten Wurst (62,75 Kilometer), der grössten Sonnenbrillensammlung der Welt (1506 Stück). Wir bleiben bei der GoliathVogelspinne hängen. Sie hat bis zu 28 Zentimeter lange Beine und braucht kein Netz. Sie pirscht sich an ihre Opfer – Vögel, Frösche oder Mäuse – heran, stürzt sich auf sie und injiziert Gift mit ihren über 2,5 Zentimeter langen Kieferklauen ... «Mami, hör bitte auf! Ich habe Angst und kann nicht mehr schlafen.» Und jetzt? 1, 2 oder 3?

unreinigungen sind künstliche Stoffe, die in sehr tiefen Konzentrationen in Gewässern vorkommen. Sie stammen zum Beispiel aus Medikamenten, Pflanzenschutzmitteln, Reinigungsmitteln, Kosmetika und Pflegeprodukten. Übers Abwasser gelangen diese Stoffe in unterund oberirdische Gewässer, wo sie Schaden anrichten können. Neben Haushalten ist auch die Landwirtschaft eine bedeutende Quelle von Mikroverunreinigungen. Weil in der biologischen Produktion weniger Giftstoffe zum Einsatz kommen, werden auch die Gewässer weniger belastet. Darum gilt: Bio-

lebensmittel aus der Schweiz bevorzugen und so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Qualität unseres Wassers leisten.

In Zusammenarbeit mit Pusch – Praktischer Umweltschutz www.pusch.ch


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Wie viel Aggression ist akzeptabel? www.migmag.ch/ raufen

Caroline Märki

«Wilde Kinder gelten schnell als Problemkinder» Sollen Kinder Konflikte ausdiskutieren? Können das denn Erwachsene? Die Erfahrung zeigt: Wenn Kinder Erwachsenen begegnen, die Verständnis für Aggression haben, dann können sie lernen, konstruktiv mit diesem Gefühl umzugehen. Tut körperliche Auseinandersetzung Kindern gut? Man hat heute viel zu schnell das Gefühl, körperliche Konflikte seien Gewalt und deshalb zu unterbinden. Raufen hat aber nicht grundsätzlich mit Gewalt zu tun. Kinder wollen sich messen, wissen, wer der Stärkere ist, wer gewinnt – auf verschiedene Weisen, auch körperlich. Sich zu prügeln ist also gut? Raufen gehört zum Aufwachsen. Kinder brauchen eine Kindheit lang, um Frustration und Wut zu bestimmen und sie in einer weniger destruktiven Art auszudrücken. Es gibt Studien, die besagen, dass Schul- und Kindergartenkinder heute aggressiver und schwieriger sind als früher. Was ist Ihr Eindruck? Unser Verständnis von Aggression hat sich verändert, nicht das Verhalten der Kinder: Wir urteilen anders. Kinder, die wilder sind, schnell wütend werden oder einen hitzigen Charakter haben, werden schnell als Problemkinder eingestuft. Caroline Märki (45) ist Elternund Erwachsenenbildnerin bei der Familienberatungsstelle Familylab.

Familie

Raufen ist ganz normal

Wenn Kinder ihre Wut körperlich statt verbal ausdrücken, glauben viele Erwachsene, sogleich eingreifen zu müssen. Dabei ist es durchaus sinnvoll, die kindlichen Aggressionen zuzulassen. Text: Claudia Langenegger

N

icola (9) ist wütend. Den ganzen Morgen schon stichelt sein Schulkollege Remo (9) gegen ihn. In der Pause wird es zu viel: Als Remo weiter provoziert, haut er ihm kurzerhand eine runter. Danach unterlässt Remo die Spötteleien, auch nach der Schule. Die Welt ist wieder in Ordnung – für die Buben. Körperlich reagieren? Das liegt nicht drin, findet die Lehrerin. Sie bestellt Nicolas Mutter zum Elterngespräch und stellt klar: Wer provoziert wird, soll seine Enttäuschung und Wut mit Worten ausdrücken. «Es ist aber ganz normal, dass ein Kind mal wütend wird», sagt Caroline Märki (45), Eltern- und Erwachsenenbildnerin und Leiterin der Familienberatungsstelle Familylab. Und es sei auch normal, dass es dann im Zorn reagiere und Provokationen unüberlegt begegne – also auch mal kratze, beisse, um sich schlage. «Emotionen wie Wut und Aggression gehören zum Menschen. Kinder müssen lernen, damit umzugehen und zu leben», weiss

die Fachfrau, die seit zehn Jahren Elternkurse zum Thema durchführt. Sie stellt immer wieder fest: «Diese Gefühle werden zusehends tabuisiert; man gibt ihnen kaum noch Raum.» Stattdessen ist Harmoniezwang angesagt. Ein Kind, das eher wild ist, gern rauft oder überschüssige körperliche Energie hat, gilt schnell als schwierig oder problematisch. Aggressionen erfüllen wichtige Funktionen

Dabei sind Aggressionen oder Wut Emotionen, die man nicht abschalten oder wegtrainieren kann. Sie erfüllen wichtige Funktionen im Zusammenleben: «Zorn ist eine Reaktion auf ein Nein – wenn ein Kind etwas will und es nicht erhält», erklärt Caroline Märki. «Da bricht für manche die Welt zusammen, und die Emotionen überschlagen sich.» Lassen Eltern diese Wut zu und bewerten sie nicht gleich, kann das Kind daraus lernen. «Es wird merken, dass die Welt nicht zusammenbricht.» Es gibt


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Gut zu wissen

Mit Emotionen richtig umgehen Im Gegensatz zur Gewalt mit ihrer beherrschenden und schädigenden Wirkung sind Aggression und Wut Emotionen, die eine wichtige Rolle bei der Selbstbehauptung spielen.

Kein Grund zur Sorge: Kräftemessen ist im Kindesalter wichtig für die Entwicklung.

Eltern reagieren richtig, wenn sie:

Bild: Oliver Rossi /Getty Images

•gelassen bleiben, und die Wut akzeptieren auch Kinder, die empfindlicher sind und schnell wütend werden, wenn man bei ihnen Grenzen überschreitet. Zorn entsteht unter anderem auch dann, wenn ein Kind sich unverstanden, nicht ernst genommen, ungerecht behandelt oder sozial ausgegrenzt fühlt. «Solche Wutausbrüche sind ein Hilfe­ schrei und drücken eine Notsituation aus», sagt Caroline Märki. Hier gilt es, genauer hinzuschauen und zu fragen, was das Kind denn so wütend gemacht hat. Erwachsene mischen sich aber auch oft viel zu schnell ein. «Bei Reibereien, wie sie zwischen Nicola und Remo passiert sind, haben Erwachsene eigentlich nichts zu suchen», meint Caroline Märki. «Der Konflikt war geklärt. Man muss die Kinder auch lernen lassen.» Wer einmal eine Watsche austeilt oder anderweitig körperlich zurückschlägt, ist nicht der schlechtere Mensch. Den Kindern wird aber immer öfter vermittelt, Wut, Zorn und Aggression seien falsche Gefühle.

«Sie denken dann, sie selbst seien falsch.» Die Folge: Die Kinder versuchen, diese Emotionen zu unterdrücken – was fatale Folgen haben kann. Aufgestautes entlädt sich oft später

«Versucht man, aggressives Verhalten zu unterbinden, führt das nicht etwa zu weniger Gewalt. Im Gegenteil: Daraus ent­ stehen viel eher destruktive Verhaltens­ weisen.» Das Aufgestaute entlädt sich oft später – und dann viel heftiger. Würdigung und Akzeptanz lautet das Rezept: Wenn zwei Kinder sich prügeln und raufen, soll man sie zunächst mal ruhig sich selbst überlassen. Beim Elterngespräch dachte Nicolas Mutter insgeheim, dass die Reaktion ihres Sohnes in Ordnung war. Aber sie wagte nicht, dies auch laut zu sagen. Weil sie fürchtete, die Lehrerin würde sie für eine Befürworterin von Gewalt halten. Tatsache ist jedoch: Aggressive Gefühle sind etwas ganz anderes als Gewalt. MM

•berücksichtigen, was das Kind mit seiner Aggression kommunizieren will, welche Botschaft dahintersteckt •sich nicht vorschnell ein­ mischen: Kinder lernen aus ihren emotionalen Ausbrüchen •Gefühle nicht zu bewerten versuchen


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Lesen Sie mehr Fakten zum Schlaf

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Tipps

Für besseren Schlaf • Beseitigen Sie lästige Licht- und Lärmquellen. • Vermeiden Sie extreme Temperaturen im Zimmer. • Halten Sie sich an regelmässige Schlafenszeiten (auch am Wochenende). • Verzichten Sie vor dem Schlafengehen auf Alkohol, Nikotin und Koffein. • Nehmen Sie abends keine schweren Mahlzeiten ein.

Gesundheit

Schlaf, bitte komm! Schlaf ist überlebensnotwendig. Aber fast die Hälfte der Bevölkerung hat Mühe, ihn zu finden. Text: Michaela Konopatsch

• Treiben Sie bis 6 Stunden vor dem Schlafengehen keinen körperlich anstrengenden Sport.

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Impuls-Tipp

Neun Mythen zum Thema Schlaf Tipps, wie man besser schlafen kann, gibt es viele.

Lesen Sie, auf welche Sie getrost verzichten können. www.migros-impuls.ch

Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.

Dr. med. Michaela Konopatsch,

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chlafstörungen gehören zu den häufigsten Problemen in der ärztlichen Praxis. Gemäss inter­ nationalen Studien kommen Schlafstörungen bei 19 bis 46 Prozent der Bevölkerung vor, abhängig davon, wie eine Schlafstörung definiert wird. In der Schweiz leidet laut der Klinik für Schlafmedizin KSM in Zurzach AG zirka jeder Dritte kurz­ oder langfristig unter einer Schlafstörung. Dabei ist es wichtig zu unterscheiden, ob es sich um eine kurz andauernde Schlafstörung (Ein­ oder Durchschlafschwierigkeit) handelt, oder um ein Problem, das über mehrere Wochen bestehen bleibt und zu einer verminderten Lebensqualität führt. Schwerwiegende Folgen drohen

Im letzteren Fall sollte eine medizinische Abklärung erfolgen. Ein Mangel an Schlaf hat schwerwiegende Folgen: Vermehrte Tagesmüdigkeit, verminderte Leistungs­ und Konzentrationsfähigkeit, mangelndes psychisches Wohlbefinden und erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen wie Depression, Bluthochdruck und Über­

gewicht. Bei einer ärztlichen Abklärung gilt es vor allem herauszufinden, ob eine organische Erkrankung die Schlafstörung verursacht. Hierzu zählen zum Beispiel das Restless­Legs­Syndrom (Syndrom der ruhelosen Beine), schlafbezogene Atemstörungen (Schlafapnoesyndrom), Schmerzzustände, häufiges Wasserlösen durch eine Vergrösserung der Prostata, Störungen im Hormonhaushalt oder die Einnahme von Medikamenten und Drogen. Rund 25 Prozent der chronischen Schlafstörungen haben einen medizi­ nischen Grund. Rund die Hälfte aller Schlafstörungen ist durch psychische Belastungen bedingt. Überforderungen im Beruf, Schwierigkeiten im sozialen Umfeld, finanzielle Probleme, aber auch psychische Erkrankungen wie Depressionen, posttraumatischer Stress sowie Angst- und Essstörungen können Schlafstörungen auslösen. Eine Sonderform der Schlafstörung ist die sogenannte erlernte Schlafstörung (psycho­physiologische Insomnie). Sie macht rund 15 Prozent der Schlafstörungen aus. Bei dieser Form lassen sich keine psy­


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Wenn der Schlaf ausbleibt, kommt die Furcht vor dem Leistungsabfall.

Fakten-Check

Walking oder Schwimmen?

Schwimmen

Walking Vorteile

• Sehr kostengünstig. Es braucht nur ein Paar Turnschuhe (für Nordic Walking zwei Stöcke) • Kann allein oder in der Gruppe ausgeübt werden • Die Natur direkt vor der Haustüre entdecken • Man kann einfach von zu Hause aus loslaufen – ohne reservieren zu müssen

Vorsichtsmassnahmen

Für wen?

Für wen?

Bilder: Getty Images (3)

Im weiteren Verlauf nimmt die Schlafstörung aber eine zentrale Rolle ein und bleibt über die auslösende Belastungssituation hinaus bestehen. Die Angst vor der Schlaflosigkeit und einer daraus resultierenden Einschränkung der Leistungsfähigkeit wird zum zentralen Problem. Ob eine Therapie angesagt ist, hängt vor allem von der Art der Schlafstörung ab. Tritt sie eindeutig als Folge einer Erkrankung auf, ist klar, dass deren Behandlung Vorrang hat. Ist die Schlafstörung jedoch mehr als «nur» eine Begleiterscheinung, sind gezielte Massnahmen zu treffen. Dabei empfiehlt sich zunächst die Optimierung der Schlafhygiene in Form von Verhaltensmassnahmen, die einen gesunden Schlaf fördern (siehe «Tipps für besseren Schlaf», Spalte links aussen). Darüber hinaus kann ein Entspannungsprogramm oder allenfalls eine Psychotherapie zum Erfolg führen. MM

Nachteile

Alle

Wetterabhängig

Belastung lässt nach, Schlafstörung bleibt

• Auch bei Regen im Hallenbad möglich sowie im Sommer im See oder im Meer • Wasser schont Rücken und Gelenke • Beruhigende und entspannende Wirkung • Zu Stosszeiten kann sich das Schwimmen in öffentlichen Schwimmbädern als schwieriges Unterfangen erweisen • Es gibt nicht immer ein Schwimmbad in der Nähe • Im Winter braucht es Überwindung • Es bedarf einiger Techniken, um verschiedene Schwimmstile zu beherrschen (Achtung: Rücken-/Schulterschmerzen!)

Nachteile

chischen oder organischen Erkrankungen nachweisen. Am Anfang besteht oft eine Belastungssituation mit emotionaler Anspannung, die den Schlaf beeinträchtigt.

Vorteile

• Keine Kontraindikationen, abgesehen von einigen schweren Herzerkrankungen (zuvor mit dem Arzt abklären) • Wenn möglich, sich vorher aufwärmen, ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, die Intensität schrittweise steigern und bei Schmerzen aufhören

Kalorienverbrauch 250 bis 600 kcal (für einen höheren

Verbrauch etwas schneller gehen als das Wohlfühltempo)

• Eignet sich praktisch für alle • Empfiehlt sich vor allem für Menschen mit Knochen- und Gliederschmerzen Vorsichtsmassnahmen

Nicht empfohlen bei Herzerkrankungen, Epilepsie, Mittelohrentzündungen, Schulterschmerzen, Ekzemen, Pilzerkrankungen oder Chlorallergie Kalorienverbrauch 450 bis 800 kcal

Mathieu Saubade, Sportmediziner am CHUV, hält beide Sportarten für gleichwertig. «Sie regen das Herz-Kreislauf-System an und bieten den Menschen die Möglichkeit, sich ohne Leistungsdruck und Wettkämpfe etwas Gutes zu tun.» Welches ist nun aber die ganzheitlichere Sportart? «Das Schwimmen, denn es trainiert die Rumpf-, Arm- und Beinmuskulatur und verbessert die Atmung. Doch das ebenfalls sehr gesunde (Nordic) Walking ist leichter zu praktizieren und erfreut sich noch grösserer Beliebtheit.» Fazit


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Der Frühling ist da, die Tage werden wieder länger, ich habe meinen ersten Sonnenbrand, und in meinem Freundeskreis beobachte ich einen spannenden Trend: Die wandern alle.

Es ist nicht so, dass sie das immer gemacht haben. Früher mal waren das alles ganz normale Stadtkinder. Mit iPhones, nächt­ lichen Eskapaden in Clubs, einem Starbucks Soja Chai Latte Grande in der Hand und dem Gym als Zweitheimat. Am Morgen jeweils viel zu verkatert, um irgendwie brauchbar zu sein.

Bild: Andrea Monica Hug

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

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Auf Facebook werde ich regelrecht bom­ bardiert mit Bildern von Gipfeln, Bergseen, Wäldern, Höhenpässen und wilden Viechern. Experten erklären sich den Wandertrend unter jungen, urbanen Menschen als Gegentrend zur Globalisierung und der weltweiten Unsicherheit. Der moderne Twenty­Something jettet zur Entspannung nicht mehr nach Bali, er sucht den Berg­ frieden im eigenen Land. Zeit für eine Feldstudie. Also habe ich einen Rucksack gepackt, den Zug nach Noiraigue genommen, in einem Chalet über­ nachtet und am nächsten Tag schwitzend und fluchend den Creux du Van bestiegen. Ich hatte eine Woche lang Muskelkater, bin einmal fast in den Tod gestürzt und hab mir das Knie aufgeschürft. Das Fazit? Es war das schönste Wochenende meines Lebens. MM

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LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 113

Migros-Bank-Ratgeber

Die Börsenkurse schwanken deutlich stärker als die globale Wirtschaftsleistung

Christoph Sax (40) ist

Chefökonom bei der Migros Bank.

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Quellen: IWF, Thomson Reuters

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Anleger tun deshalb gut daran, ihre Investitionen zeitlich zu staffeln und geografisch zu diversifizieren. Dies gilt heute, in einem Umfeld mit teilweise rekordhohen Ständen der Aktienindizes, umso mehr. Vorsichtigen Investoren sei geraten, die Präsident-

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schaftswahl in Frankreich abzuwarten. Ein Wahlsieg Marine Le Pens würde kaum eine globale Rezession auslösen, eine Kurskorrektur der Aktienmärkte aber durchaus. Ein allfälliger Rücksetzer würde aus heutiger Perspektive eine Kaufgelegenheit darstellen. MM

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Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass die Weltwirtschaft gesamthaft betrachtet eine sehr hohe Widerstandskraft aufweist. In den vergangenen 70 Jahren ist sie bloss während eines einzelnen Jahres geschrumpft: 2009, im Sog der US-Hypothekenkrise. Der Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung betrug aber selbst damals lediglich 0,1 Prozent. Dies, weil die Eintrübung der Konjunktur in den USA und in Europa durch das Wachstum in den Schwellenländern aufgewogen wurde.

Das BIP-Wachstum der Weltwirtschaft

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Die Berichterstattung in den Medien lässt derzeit wenig Gutes für die Weltwirtschaft erahnen. Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten droht eine neue Welle des Protektionismus, die Stabilität der Eurozone lässt nach wie vor zu wünschen übrig, und in China scheint das Finanzsystem durch ein überbordendes Kreditwachstum gefährdet. Die damit verbundenen Gefahren sind nicht zu unterschätzen.


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LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 115

Karin Federer pflanzt Schimpansin Sanne einen EKG-Rekorder unter die Haut.

Zootierärztin

Sannes schwaches Herz

Tipp

Seit einem Jahr hat Schimpansin Sanne immer wieder Schwächeanfälle. Der Grund für ihr Unwohlsein war uns lange ein Rätsel. Dank modernster Tiermedizin ist es nun gelöst.

Erkrankungen des Herzens kommen auch bei unseren Haustieren häufig vor. Hunde und Katzen, aber auch Pferde sind betroffen. Erste Symptome sind oft nur schwer zu erkennen.

Text: Karin Federer

Bilder: Walter Zoo

S Karin Federer (30) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.

chimpansen stehen bei den Zoobesucherinnen und -besuchern hoch im Kurs. Viele könnten ihnen stundenlang zusehen, denn bei den Affen ist immer etwas los. Traurige Ausnahme ist unsere Schimpansin Sanne, die vor zwei Jahren gemeinsam mit ihrer Kollegin Belle zu uns kam. Die beiden haben sich zwar sehr gut bei uns eingelebt. Doch leider hat Sanne ein Problem mit ihrer Gesundheit: Etwa alle zwei Monate erleidet sie einen Schwächeanfall, muss sich aufstützen, atmet schwer und distanziert sich von der Gruppe. Die anderen Schimpansen kümmern sich dann um sie und legen ihre Hand auf Sannes Rücken. Die Tier-

pfleger und ich haben das eine Zeit lang beobachtet. Wir vermuten, dass Sanne ein Problem mit dem Herzen hat, denn das kommt bei Schimpansen häufig vor. Rund um die Uhr überwacht

Wir wollen der Sache auf den Grund gehen. Dazu habe ich mir Verstärkung geholt, einen Herzspezialisten des Tierspitals Zürich. Per Herzultraschall und Elektrokardiogramm (EKG) analysieren wir die Aktivität und die Struktur des Herzens. Zusätzlich implantieren wir einen in einem kleinen Stift untergebrachten EKG-Rekorder unter die Haut in Sannes Brustbereich. Der Rekorder überwacht ihre Herzaktivität kontinuierlich über einen längeren Zeitraum,

auch während der Schwächeanfälle. Die Messwerte werden automatisch an einen Server ausserhalb der Schimpansenanlage übermittelt und können so jederzeit von einem Spezialisten analysiert werden. Schon die ersten Auswertungen zeigen, was das Problem ist: Sannes Herzmuskel ist erkrankt, sie hat immer wieder gefährliche Herzrhythmusstörungen, die die Schwächeanfälle verursachen. Dank modernster Tiermedizin können wir die Erkrankung nun gezielt mit einem Medikament behandeln und den Behandlungserfolg kontinuierlich überwachen. Ich hoffe, dass so auch Sanne in Zukunft voll dabei ist, wenn es bei den Schimpansen hoch hergeht. MM

Das Herz ist eine Schwachstelle

Vor allem Katzen ver­ bergen eine Erkrankung sehr lange. Anzeichen sind etwa reduzierte körperliche Ausdauer, schnelle Atmung, Atemnot, Anfälle von Bewusstlosigkeit, blaue Schleimhäute oder auch Husten. Manchmal fehlen solche Symp­ tome, und erst eine Routineuntersuchung durch den Tierarzt bringt Herzerkrankungen ans Licht. Für genauere Abklärungen ist dann unbedingt ein Herz­ spezialist beizuziehen.


116 | MM14, 3.4.2017 | LEBEN

Auto

Zum Verlieben schnittig

Das Infotainment

Mit dem Tipo hat Fiat einen neuen Kompakten im Programm. Familie Mathys aus Rheineck SG prüft die Kombiversion des gutaussehenden Italieners auf seine Alltagstauglichkeit. Text: Timothy Pfannkuchen

«Es braucht kein langes Studium der Anleitung, man kann gleich loslegen: Die Bedienung des Multimediasystems begreift man intuitiv. Das DAB+-Radio ist zeitgemäss, und die Kamera macht das Rückwärtsfahren leicht.» Jasmin Mathys

Bilder: Stephan Bösch

I

ch lese lieber Auto- als Frauenhefte», sagt Jasmin Mathys (36). «Autos sind mir wichtig. Ich mag sie nicht nur aus praktischen Gründen.» Die zweifache Mutter aus Rheineck SG testet den Kombi des Fiat Tipo, den es auch mit Schräg- und Stufenheck gibt. Viel Platz – der Laderaum fasst 550 bis 1650 Liter – kommt bei ihr ebenso gut an wie das schöne italienische Design. Aber: «Ein paar PS mehr könnte er vertragen.» Der 120PS-Motor reicht dennoch. «Er hat für Zwischenspurts genug Kraft. Auch sonst ist der Dieselmotor ein Vorteil: Mein durchschnittlicher Verbrauch liegt während der Testwoche bei viereinhalb Litern», sagt die Betreuungsfachfrau. «Nur der eigentlich gute Doppelkupplungsautomat reagiert ab und zu träge.»

92 g/km CO2

Grenzwert 2017: 118 g/km

Wendig in die Parklücke, sicher in der Kurve

Sie ist zudem begeistert, wie schnittig sich der Tipo bewegt. Jasmin Mathys lobt den kleinen Wendekreis, der das Parkieren erleichtert und flottes Wenden ermöglicht. Sie schätzt den hohen Fahrkomfort, den leisen Lauf und wie sicher der Fiat Kurven nimmt. Bloss eines gibt es zu bemängeln: «Das Licht ist nicht besonders gut. Aber sonst ist er in jeder Hinsicht eine Bereicherung.» Auch Svea (6) und Kimia (4) fühlen sich pudelwohl. «Sie schlafen im Tipo sofort ein», sagt ihr Mami schmunzelnd. «Und beide können problemlos selbst ein- und aussteigen, die Höhe ist ideal.» Es tönt ganz so, als könnte sich Jasmin Mathys vorstellen, irgendwann von ihrem Citroën C3 Picasso auf den Tipo zu wechseln. «Absolut!», sagt die Alleinerziehende. «Ich habe mich in den Tipo verliebt! Derzeit kann ich mir aber kein neues Auto leisten. Ich bin sicher, dass er auch andere junge Familien anspricht: Dieser Fiat kann alles, was man braucht, er sieht gut aus und macht auch Spass zum Fahren. Er ist günstig und wirkt trotzdem sehr erwachsen.» MM

Das Design «Dank des italienischen Charmes im Design sieht der Tipo deutlich teurer aus, als er ist: Er ist 4,57 Meter lang, wirkt aber kompakt und rassig. Er hebt sich klar von der Konkurrenz ab.» Jasmin Mathys


LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 117

Das Cockpit «Innen sieht der Tipo peppig aus, fühlt sich solide an und bietet gute Übersicht. Nur der Innenspiegel ist zu klein: Ich will nicht nur den Verkehr, sondern auch meine Kinder im Blick haben.» Jasmin Mathys

800 Kilometer weit im Fiat Tipo Station Wagon unterwegs: Jasmin Mathys (36) mit ihren Töchtern Svea (6, oben) und Kimia (4)

Die Auto-Testfamilie

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Steckbrief Citroën C3 BlueHDi 100 Antrieb: 1.6-R4-Turbodiesel, 73 kW/100 PS,

Fiat Tipo 1.6 MultiJet DCT Station Wagon Antrieb: 1.6-R4-Turbodiesel, 88 kW/120 PS, 320 Nm bei 1750/min, 6-Gang-DKG-Automat,

Frontantrieb Fahrwerte: 0–100 km/h in 10,4 s, Spitze 200 km/h Gewicht: 1395 kg Umwelt: Normverbrauch 3,5 l/ 100 km = 92 g/km CO2 , Energie A Preis: ab 24 390 Franken (Basis: 1.4, 95 PS/6-Gang, ab 18 390 Franken)

Das Platzangebot «Für Mami ist es wichtig, dass Kimia und ich im Auto genug Platz haben. Sogar sie selbst hätte hinten viel Platz, und in den grossen Kofferraum passt echt alles, was wir brauchen.» Svea Mathys

5-Gang-Schaltung, Frontantrieb; Umwelt: Normverbrauch 3,6 l/ 100 km = 94 g/km CO2, Energie A; Preis: ab 20 740 Franken (Basis: PureTech 68, 68 PS, ab 13 590 Franken)


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Komfortable Fauteuils in 3er Bestuhlung Grosszügiger Sitzabstand von 90 cm Kleine Gruppen, max. 30 Personen Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Fahrt nach Prag. 2. Tag: Prag mit Altstadtbesichtigung, fakultative Moldau-Schifffahrt. Geführte Besichtigung der imposanten Hauptstadt Tschechiens. Moldau-Schifffahrt am Nachmittag (fakultativ). 3. Tag: Prag–Fahrt nach Krakau. 4. Tag: Krakau. Am Vormittag Besichtigung der romantischsten Stadt Polens. Wir sehen u.a. die Altstadt, die Marienkirche sowie die Königsräume in der Wawelburg. Freie Zeit am Nachmittag. 5. Tag: Krakau–Warschau. Fahrt nach Auschwitz. Hier liessen die Nationalsozialisten 1940 das grösste Konzentrationslager in der Zeit des zweiten Weltkrieges errichten. In Tschenstochau, dem bekanntesten Wallfahrtsort des Landes, besichtigen wir die Paulinerkirche. Fahrt nach Warschau. 6. Tag: Warschau. Ausführliche Besichtigung der Altstadt von Warschau. Sie wird dominiert von den beeindruckenden Bauwerken des königlichen Schlosses und der Sankt-Johannes-Kathedrale.

7. Tag: Warschau–Masurische Seenplatte. In Olsztynek besichtigen wir das Freilichtmuseum. Wir erreichen Olsztyn, Tor zur Masurischen Seenplatte. Tausende von klaren Seen ziehen Naturliebhaber magisch an. 8. Tag: Masurische Seenplatte. Den heutigen Tag widmen wir der Masurischen Seenplatte: Grüne Wälder, blaue Seen und Storchennester, ein Land von unglaublicher Schönheit und Faszination. Schifffahrt und Besichtigung der Wolfsschanze in Görlitz. 1940 wurde der Bunker als militärisches Lagerzentrum errichtet und als eines der Führerhauptquartiere genutzt. Anschliessend Besichtigung des Klosters Swieta Lipka (Heilige Linde). 9. Tag: Masurische Seenplatte–Danzig. Fahrt via Olsztyn nach Malbork (Marienburg). Die Marienburg zählt zu den schönsten Profanbauten des Mittelalters und ist eine der schönsten und beeindruckendsten Wehranlagen Europas. Fahrt nach Danzig. 10. Tag: Danzig. Im Zentrum der alten Hansestadt befindet sich der Marktplatz mit dem beeindruckenden Rathaus. Die Uferpromenade wird von Cafés, Geschäften, alten Kornspeichern und Lagerhäusern sowie dem ältesten hölzernen Kran Europas gesäumt. Geführte Stadtbesichtigung. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. 11. Tag: Danzig–Fahrt nach Dessau. 12. Tag: Dessau–Rückreise in die Schweiz.

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Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf • 06:35 Basel 06:50 Pratteln • 07:20 Aarau

08:00 Baden-Rütihof • 08:30 Zürich-Flughafen • 08:55 Winterthur 09:15 Wil •

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Teenager wissen genau, mit welchen Posen sie im Internet Erfolg haben.

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ange Zeit waren es die Eltern von Buben, die seufzten, wenn die Rede auf den Medienkonsum von Kindern kam: Buben und Gamen, das Kämpf bedeutet tägliches Kämpfen um Bildschirmzeit. Eltern von Mädchen dagegen sorgen sich am meisten wegen Cybermobbing und Sexting. Beides kann verheerende Auswirkungen haben, jedoch ist nur eine Minderheit der Mädchen davon betroffen. So haben bei ff ffen. der letzten grossen Studie zum Mediennutzungs- und Freizeitverhalten von Jugendlichen in der Schweiz lediglich 5 Prozent der Mädchen angegeben, schon einmal erotische Bilder oder Videos von sich verschickt zu haben; bei den Buben waren es 12 Prozent. Mehr Betroffene off offene gibt es beim Cybermobbing, das von Schikanieren bis zur Hetze reicht. Allerdings gehen wegen unterschiedlicher Definition des Begriffs die Zahlen auseinander, in der Schweiz variieren sie zwischen 5 und 22 Prozent. Eine soeben publizierte Langzeitstudie des britischen Erziehungsdepartements zeigt, dass Mobbing allgemein unter Teenagern kontinuierlich abnimmt – sogar wenn

Schlank und sexy: Der Zwang zur Perfek Perfektion rfektion in sozialen räbt rä ihr Netzwerken setzt Mädchen unter Druck und untergräbt Selbstbewusstsein. Von Regula Freuler

man Cybermobbing, das es zu Beginn der Studie im Jahr 2005 noch nicht gab, dazurechnet. Was beim Mobbing auffällt, ist Geschlechtergraben: Insgesamt werden mehr Mädchen schikaniert und gemobbt, zumeist wegen ihres Aussehens. Dieser gender gap ga weist auf ein viel verbreiteteres Problem hin: Nämlich wie durch soziale Netzwerke das Selbstbewusstsein von Mädchen untergraben wird. So sind 14-jährige Mädchen – das ist die in der britischen Studie befragte bef gte Altersgruppe – heute befra gestresster als noch vor zehn Jahren: Deutlich über ein Drittel fühlt sich psychisch belastet (siehe Grafik). Die Buben hingegen sind heute weniger gestresst als früher. Auch empfinden heute mehr Mädchen, dass sie die Dinge in ihrem Leben nicht kontrollieren können, als bei ihren Altersgenossinnen vor zehn Jahren. Die Langzeitstudie zeigt, wie soziale Netzwerke den Alltag der Jugendlichen in der letzten Dekade grundlegend verändert haben. Bilderplattformen wie Instagram und Snapchat lösten bald nach ihrem Aufkommen Facebook in der Gunst der Teenager ab. «Zwar haben mehr Jugendliche ein Profil bei Facebook als bei Instagram», sagt Medienpsychologe Daniel Süss von der Zürcher

Christliche Werte SBB-Kühlwagen SBB-Kühl -Kühlwa -Kühl ühlwagen Churchills Vision von Waggons fahren in Europas Einigung 56 die Cloud 58

Im Jahr 2000 starteten Softw ftw f areingenieure Softwareingenieure die Website Hot or Not, um Fotos von Frauen zu bewerten. Diese Idee prägt soziale Netzwerke.

Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), (ZHAW) HA , wo seit 2010 alle zwei Jahre HAW) die Jugend-Aktivitäten-Medien-Erhebung Schweiz (James) durchgeführt wird, «aber Instagram wird viel intensiver gepflegt.» pf pflegt.» Vor zwei Jahren waren 89 Prozent der befragten befragt bef efragten Schweizer Teenager bei mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet, die meisten bei Facebook, dann folgte Instagram; bei jüngeren Teenagern verhält es sich gerade umgekehrt. Und auch die Mädchen zeigen eine deutliche Vorliebe für bildorientierte Netzwerke: 85 Prozent der Schweizer Mädchen haben ein Profil of ofil bei Instagram, bei den Buben sind es 71 Prozent. Am aktivsten unterwegs in sozialen Netzwerken sind also weibliche Teenager, die chatten und Bilder austauschen. Laut dem neusten «Suchtpanorama Schweiz» haben sie die Buben als OnlineSüchtige überholt. Auch die vielen sprachlichen Neuschöpfungen aus dem Bereich des Selfies Selfi lf es zeigen, wie das weibliche Aussehen und aufreiauf iaufre zende Posen an Bedeutung gewonnen haben. Bald gilt der thigh h gap a (Oberschenap kellücke) als ideal, dann der bikini gap a ap

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120 | MM14, 3.4.2017 | LEBEN

Kinder

Meister des Farbenspiels Chamäleons sind wahre Verwandlungskünstler. Je nach Gefühlslage wechseln sie ihre Farbe – dank winzigster Kristalle in ihrer Haut. Illustration: Jan Kruse

Rätselhafte Wesen Chamäleons sind Echsen, die ihre Farbe je nach Stimmung wechseln: Wenn sie ruhen, zeigen sie sich im grünen Ge­ wand. Haben sie Angst, dann nehmen sie eine dunkle Farbe an, wollen sie kämpfen, dann setzen sie auf Rot. Wenn die Männchen verliebt sind, zeigen sie sich in den schillerndsten Farben, denn mit einem leuch­ tenden Kleid lässt sich manches Weibchen be­ eindrucken. Es gibt rund

200 Chamäleonarten. Ihre Fähigkeit, die Farbe zu wechseln, ist je nach Art unterschiedlich stark ausgebildet. Viele denken, dass Cha­ mäleons ihre Farbe än­ dern, um sich zu tarnen. Das stimmt zwar, aber der Farbwechsel hat noch eine andere Bedeutung: Die Tiere kommunizieren auf diese Weise, sie «sprechen» quasi miteinander. So können sie sich gegenseitig erkennen, bedrohen,

beeindrucken und verführen. Lange glaubte man, ihre Farbe ändere sich wegen der winzigen Farbteilchen in der Haut. Vor zwei Jah­ ren haben Forscher her­ ausgefunden, dass Nanokristalle das Farbenspiel bewirken. Das sind kleinste Kristalle, die das Licht reflektieren. Chamä­ leons können ihre Farbe beeinflussen, indem sie mit ihren Muskeln die Abstände zwischen den Kristallen verändern. MM

Bild: © Lucas Gómez Camarero, prohibida su reproducción o difusión sin el consentimiento previo copyright/Getty Images

Text: Gabriela Bonin


LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 121

Fragen und gewinnen! Schreibt uns. Für jede

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Jan Luca (9), Oberrieden ZH

Wird man vielleicht bärenstark, wenn man Bärlauch isst? Wächst er womöglich dort, wo Bären hin­ gepinkelt haben!? Man kann sich viele Gründe ausdenken, warum das wuchernde Kraut nach dem Bären benannt worden ist – und warum beide als Frühlingsboten gelten. Beweise gibt es keine, aber die fol­ gende Erklärung halte ich für glaub­ würdig: Früher dachten die Men­ schen bei Bären nicht an knufge Kinderzimmerbewohner. Sie dach­ ten an starke, freie Wesen im Wald. Darum verehrten die Römer,

Griechen, Kelten und viele andere Völker die Bären. Zugleich wusste man früher auch gut über Heil­ pflanzen Bescheid. Der Bärlauch ist ein reinigendes, stärkendes Kraut. Er enthält viele gesunde Vitalstoffe. Nach dem Winter bringt er neue Kraft. Da­ rum benannte man ihn nach einem Tier, das die Stärke verkörpert. So tat man das auch mit anderen kräf­ tigenden Heilpflanzen, etwa mit dem Bärlapp, Bärenkraut, Bärwurz oder mit der Bärentraube. Auch ist

es so, dass Bären tatsächlich Bär­ lauch essen. Er liefert ihnen viele Vitalstoffe und regt ihre Verdauung an, die während des Winterschlafs geruht hat. Mich fasziniert die Symbolik des Bären. Er lebt auf der Erde, geht aber jedes Jahr unter die Erde – als ob er sterben würde. Wenn er im Frühjahr seine Höhle verlässt, wird er so quasi «wiedergeboren». MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt:

Die Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

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LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 123

Wettbewerb

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vier Reisen für je zwei Personen mit dem «Gotthard Panorama Express».

Das Migros-Magazin und SBB RailAway verlosen vier Reisen für je zwei Personen mit dem «Gotthard Panorama Express» in der 1. Klasse inklusive Übernachtung in einem 4-Sterne-Hotel in Lugano im Gesamtwert von 3000 Franken. Beantworten Sie folgende Frage:

Wie heisst der neueste Panoramazug der Schweiz? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039

(1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem

Über den legendenumwobenen Vierwaldstättersee und die historische Gotthardbahnstrecke ins Tessin: Was will man mehr? Glücksgriff

Traumreise ins Tessin Einsteigen und die Schweiz geniessen: Das Migros-Magazin und SBB RailAway verlosen vier Reisen für je zwei Personen mit dem «Gotthard Panorama Express» in der 1. Klasse inklusive Dampfschifffahrt und Übernachtung in Lugano.

A

uf dieser Reise zeigt sich die Schweiz von ihren schönsten Seiten, Sie «er-fahren» buchstäblich ein Stück Schweizer Geschichte. Denn die Reise mit dem «Gotthard Panorama Express» führt von Luzern per Schiff nach Flüelen und weiter mit dem Zug im 1.-Klasse-Panoramawagen oder im 2.-Klasse-Wagen über die historische Gotthard-Panoramastrecke ins Tessin. Nur schon die Fahrt auf dem Dampfschiff über den Vierwaldstättersee, vorbei an mystischen Buchten, ist atemberaubend. Nicht zu vergessen, die geschichtsträchtigen und sagenumwobenen Orte der Urschweiz wie die Rütli-

wiese, wo 1291 angeblich die Schweiz gegründet worden ist, der Schillerstein oder die Tellskapelle. Weltberühmte Tunnels

In Flüelen wartet der Panoramazug auf die Passagiere – und es folgt ein weiteres Highlight: die Fahrt auf der historischen Gotthardstrecke. Diese Meisterleistung der Ingenieurskunst mit der kühn gestalteten Bahnanlage und ihren vielen Kehrtunnels hat Weltruhm erlangt. Hier blicken Sie dreimal auf die Kirche von Wassen. Durch den 1882 eröffneten Gotthardtunnel zwischen Göschenen und Airolo geht die Fahrt schliesslich weiter ins Tessin.

Eben noch in der schroffen Urner Bergwelt, ziehen schon bald mediterrane Landschaften an den Fenstern vorbei, bis Sie an der prächtigen palmenumsäumten Riviera am Lago di Lugano aussteigen. Das Migros-Magazin verlost vier Reisen für je zwei Personen mit dem «Gotthard Panorama Express» in der 1. Klasse inklusive Reiseleitung. Der Preis beinhaltet die Tickets für zwei Personen sowie eine Übernachtung in einem 4-Sterne-Hotel in Lugano. Kein Glück gehabt? Das Angebot kann auch gebucht werden. Buon viaggio! MM Mehr Infos und Buchung: www.sbb.ch/panorama-express oder Tel. 0848 777 077

Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt Per Postkarte:

Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit der Lösung und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Gotthard Panorama Express», Postfach, 8099 Zürich. Online: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss:

9. April

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 125

Bitte melde dich!

Ehemalige «Gspänli» gesucht

Gesucht wird: Andreas (Andy) Schweizer, HWV Zürich, 1973–1976 Von 1973 bis 1976 haben wir die HWV in Zürich besucht.

Gesucht werden: Mitschüler aus der 1. Klasse, Münchenbuchsee, 1967/68 Für eine Klassenzusammenkunft 50 Jahre nach Schuleintritt fehlen mir noch Angaben zu folgenden Mitschülern: Michael Müller, Otto Lerch, Roland Weber, Isabelle Ferro, Santa Barone (Bild: 1. Klasse von Fräulein Wernli, 1967). Bitte meldet euch bei Klaus Portmann, Bern respektive Münchenbuchsee. Ich freue mich auf ein Wiedersehen! Kontakt: Klaus Portmann, k.portmann@quickline.ch

Gesucht wird: Ursula Giezendanner, Zürich Albisrieden, 1975–1977 Für eine Klassenzusammenkunft suchen wir noch unsere ehemalige Schulkameradin Ursula Giezendanner. Wir haben im Schulhaus Altweg in Zürich Albisrieden die Mittelstufe besucht. Bitte melde dich bei deiner ehemaligen Mitschülerin: Juliska Coltri-Dodsony, Freiestrasse 23, Weinfelden TG, Tel. 071 622 79 28

Uns fehlt noch die Adresse von Andy Schweizer. Er wohnte damals (oder später) am Kirchweg 43 in Nussbaumen AG und arbeitete am selben Ort, bei Liebherr Export AG. Später soll er nach Deutschland gezogen sein, und dabei ist der Kontakt abgebrochen. Alle Versuche, ihn zu finden, sind bisher gescheitert. Wer weiss etwas über seinen Aufenthaltsort? Kontakt: Peter Binder, binder.peter@bluewin.ch

Mitmachen

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LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 127

Kreuzworträtsel

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Gewinner Nr. 12: Lorenz Dietrich, Unterentfelden AG; Remy Forrer, Heerbrugg SG; Paul Mory, Basel; Dieter Sacker, Basel; Lea Stamm-Hohl, Schleitheim SH Gewinner «Zusatz» Nr. 12: Fritz Helfenstein, Zürich; Irmi Bürgi, Mümliswil SO; Bruno Eichin, Basel; David Zimmermann, Mels SG; Hermine Rixen, Caslano TI


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LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 129

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was kann auf einer Suppe schwimmen? E

Fettauge

R Triefnase

M Segelohren

2. Welches «Schmuckstück» ist auch an einem Velo zu finden? O Armband

A Ohrring

I

Kette

S

Greifensee

3. Welcher See liegt nicht vollständig in einem Kanton? N Thunersee

D Neuenburgersee

So nehmen Sie teil

4. Wo schläft man noch, wenn es in der Schweiz 10 Uhr morgens ist? T

Moskau

R Singapur

A Comic-Figuren

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 9.4.2017, 24 Uhr

T

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

E

New York

5. Was bezeichnet ein «Quäntchen»? A Zeit

I

Länge

C kleine Menge

6. Welche dieser Sängerinnen bekam anfangs 2017 ein Kind? H J. Jackson

L

M. Carey

G Rihanna

7. Was sind Toto, Zeppelin, Sultan und Super Six? O Automarken

S

Würfelspiele

8. Wie lautet das englische Wort für «Dreieck»? N Square

E

Triangle

Circle

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 12: Yvonne Herzog, Hitzkirch LU; Marianne Bodenmann, Binningen BL; Romain Schmidlin, Bern

Auflösung Nr. 13: OBERARZT

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 5 3 2 1

Auflösung Nr. 13: GRIES Gewinner Nr. 12: Renate Leibundgut, Studen BE; Kurt Wernli, Schinznach-Dorf AG; Yvonne Baumann, Seuzach ZH

A 4

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* Angebot gilt nur am Freitag, 07.04. und Samstag, 08.04.2017. Genossenschaft Migros Aare ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 04.04. BIS 10.04.2017, SOLANGE VORRAT

Kids-Events im Frühling • Manege frei für die Zirkusshow von Papagallo & Gollo • Witziger Osterspass mit süsser Überraschung Mehr Informationen auf: www.bernaqua.ch/events


LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 131

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 13: 841

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 9.4.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 12: Bernadette Seeger, Schaan FL; Verena Aebischer, Ramsei BE; Silvana Knecht, Hegnau ZH; Irma Gerber, Endingen AG; Gérard Courbat, Buchs JU

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 3 2 1 miteinander verbunden 2 sein. Verboten: Kreuzun1 2 3 gen, diagonale Brücken 3 2 3 und mehr als zwei Linien.

4

Auflösung Nr. 13:

2 3

3 2

3 1 2

2

4 1 2

2

3 3 4

2 3

1 2

3 2

3 3 2

Auflösung Nr. 13: 1

3

2

3

2

4

2

4

2

3

3 3

3 1

2 3 2 3

2 3 3

2 4 3

2 2 2

2 2 5 2

1 3 2 3 2

3 2 4 3 3

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West

Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Bildredaktion: Heinz Stocker (Korrektor) Olivier Paky (Leitung), Ressort Menschen: Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freier- Susanne Oberli, Helen van Pernis muth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Layout: Dinah Leuenberger (Volontärin), Doris Oberneder (Creative Director), Monica Müller, Reto E. Wild Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Online: Werner Gämperli, Saskia Goslings, Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Stefania Nicolini Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


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4

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Meine Welt

«Ich trinke aus Prinzip nur Hahnenwasser»

Extremschwimmer Ernst Bromeis wurde kürzlich für sein Engagement als Wasserbotschafter mit dem Schweizer Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Auch im Alltag versucht der 48-jährige Bündner, für Umwelt und Natur möglichst viel Sorge zu tragen. Text: Anne-Sophie Keller Bilder: Nicola Pitaro


LEBEN | MM14, 3.4.2017 | 135

1 Meine Botschaft «Wasser ist die Grundlage unseres Lebens. Ich trinke aus Prinzip Hahnenwasser, weil es in der Schweiz Trinkwasserqualität hat. 800 Millionen Menschen auf dieser Erde haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Sie brauchen Lösungen heute.» 2 Meine Partnerin «Meine Frau Cornelia Camichel Bromeis (46) ist Pfarrerin in der Kirche St. Johann in Davos. Ohne sie wären meine Projekte nicht möglich.»

2

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3 Mein Ding «Meine Frau und ich besitzen ein Familien-GA. Es war ein Weihnachtsgeschenk meiner Frau. Der Zug ist mein Name Ernst Bromeis (48) Sternzeichen Widder Lebenslauf «Ich bin in Ardez GR gebo-

© Andrea Badrutt

ren. Nach dem Lehrerseminar unterrichtete ich an einer Primarschule. Es folgten Ausbildungsjahre mit einem Sportstudium an der Uni Basel und die Spezialisierung als Trainer Spitzensport von Swiss Olympic. Seit 2007 engagiere ich mich im Rahmen meines Projekts ‹Das blaue Wunder› als Wasserbotschafter. Ich will die Öffentlichkeit mit vielfältigen Aktionen für das Thema Wasser sensibilisieren. Dafür durchschwamm ich 2014 den Rhein von der Quelle bis zur Mündung und schrieb 2016 das Buch ‹Jeder Tropfen zählt›. Eines meiner Ziele ist die Schaffung eines Weltwasserzentrums in den Alpen. Für mein Engagement wurde ich Ende März mit dem Schweizer Nachhaltigkeitspreis geehrt.» Hauptverkehrsmittel. In Davos ist man mit der Rhätischen Bahn genial angeschlossen.»

4 Mein Stolz «2014 durfte ich das ‹Certi-

ficate for Decentralized Water Solidarity› für mein Engagement bei ‹solidarit’eau suisse› entgegennehmen. Die Auszeichnung zeigt, dass die Deza-Initiative auf dem richtigen Weg ist.» 5 Meine Souvenirs «Auf meinen

Mein Lieblingsprodukt

«In unserer Migros gibts Davoser Milch. Das ist super. Denn wir versuchen, uns möglichst mit regionalen Produkten zu ernähren.» 6

Expeditionen fülle ich Wasser, Holz und Sand in kleine Flaschen ab. Für mich sind diese Trouvaillen ein bisschen wie die Trophäen eines Jägers.» 6 Mein Expeditionspartner «Den Eisschnellläufer Martin Hänggi (48) habe

ich vor fünf Jahren auf der Langlaufloipe getroffen. Heute betreut er mich auf meinen Expeditionen und oft auch beim Training im Fitnesszentrum.»


Montag, 3.4.

40%

1.20 statt 2.–

Le Gruyère Surchoix ca. 360 g, per 100 g, gültig am 3.4.2017

Donnerstag, 6.4.

50% M-Classic Espresso und Exquisito Bohnen und gemahlen, 500 g, UTZ z.B. Exquisito Bohnen, 3.45 statt 6.90, gültig am 6.4.2017

Dienstag, 4.4.

ab 2 Stück

40%

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Gesamtes Nivea Sortiment (ohne Reisegrössen und Mehrfachpackungen), ab 2 Stück, 40% günstiger, gültig am 4.4.2017

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Alle Coca-Cola im 6er-Pack, 6 x 1.5 Liter z.B. Classic, gültig vom 8.4. bis 9.4.2017


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