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Migros magazin 14 2015 d bl

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631 Bild: Sonja Ruckstuhl

MM14, 30. März 2015 | www.migrosmagazin.ch

Osterwettbewerb: Ab nach Südafrika! Seite 6 Verschwörungstheorien: Die Welt als Wahn. Seite 20

Frühchen Marc wog 870 Gramm. Heute gehts ihm gut. Drei zu früh Geborene über ihr Leben. Seite 12 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch


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Zutaten: 1 Schalotte, 2 Knoblauchzehen, 1 EL Butter, 1 dl Rotwein, 2 dl klare Bratensauce, Salz, Pfeffer, 6 EL Rapsöl, 100 g Pinienkerne, ½ Bund Pfefferminze, 2 EL Paniermehl, 4 Lammnierstücke à 150 g Zubereitung: Backofen auf 250 °C vorheizen. Schalotte und Knoblauch hacken. In der Butter andünsten. Wein und Bratenjus dazugiessen. 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und warm stellen. Die Hälfte des Öls, Pinienkerne und Minze mit dem Mixer pürieren. Paniermehl dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Im restlichen Öl 2 Minuten rundum braten. Fleisch auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Pinien-Minze-Kruste auf die Lammnierstücke streichen. In der Ofenmitte 6 Minuten überbacken. Lamm aus dem Ofen nehmen. In Alufolie packen und 5 Minuten ruhen lassen. Den entstandenen Fleischsaft zur Sauce giessen. Lamm tranchieren und mit dem Knoblauchjus anrichten. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Pro Person ca. 36 g Eiweiss, 50 g Fett, 9 g Kohlenhydrate, 2650 kJ/640 kcal


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Menschen

Editorial

Krude Theorien

H

6 Osterwettbewerb Suchen Sie den Osterhasen und gewinnen Sie eine Reise nach Südafrika! 10 Diese Woche

Haben Sie es gewusst? Hinter den «CharlieHebdo»-Attentaten in Paris steckte der israelische Geheimdienst Mossad. Und Nine-Eleven war ein müder Versuch des internationalen Zionismus, um von Palästina abzulenken. Verschwörungstheorien wie diese gab es schon immer. Elvis lebt, Hitler hat sich nie umgebracht, und John F. Kennedy fiel der Mafia und den Exilkubanern zum Opfer. Sogar der Germanwings-Absturz in den Alpen von letzter Woche wird bereits Google angedichtet. Noch nie aber traten diese kruden Theorien so gehäuft auf, wie seit es das Internet gibt. Und noch nie hielten sie sich so hartnäckig in der Öffentlichkeit wie heute.

12 Porträt

Viel zu früh die Welt erblickt: Drei Betroffene erzählen, wie sie heute leben. 19 Bänz Friedli 20 Interview Medienexperte Bernhard Pörksen über Lügenpresse, Verschwörungstheorien und digitale Scheinwirklichkeiten.

Migros-Welt 32 Ostermenü

Festliche Kreationen aus dem Backofen. 39 So leicht kann Brot sein! 41 Laktosefreie Cracker 43 Saisonküche

Bild: Claudia Linsi

Der virtuelle Raum fördert die abstruses­ ten Theorien. Jeder kann sich heute seine künstliche Wirklichkeit selber schaffen. Früher, als Beziehungen in erster Linie durch geografische Nähe entstanden, wurde man stärker und schneller in die Realität zurückgeholt. Heute entstehen globale Zirkel, in denen schrägste «Wahrheiten» verbreitet, bestätigt und immer aufs Neue angeheizt werden. Was nicht dem eigenen, zusammengeflickten Weltbild entspricht, wird ausgeblendet. Wird je nach Bedarf irgendeinem Geheimdienst, der «Lügenpresse» oder der linken oder rechten Weltrevolution angedichtet. Die Medien haben die Kraft eingebüsst, Informationen einzuordnen, zu relativieren, für ihr Publikum über richtig und falsch, wahr oder unwahr zu urteilen.

Braucht die Schweiz eine neue Nationalhymne?

Gluschtiges rund ums Hühnerei. 54 Nachhaltige Fischzucht

Zu Besuch bei Eglizüchtern in Irland.

MM­Redaktor Ralf Kaminski hat sich mit dem deutschen Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen darüber unterhalten, wie wahnhafte Weltbilder entstehen und warum sie sich so hartnäckig halten (Seite 20).

Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

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58 Knusprige Eglirezepte 61 Raffiniert mariniert 63 Alles für den Biogarten

67 Neues aus Ihrer Region

Leben 75 Zootierärztin 76 Kinder

Der Rothirsch – ganz schön gross und gfrässig. 79 Ernährung 81 Familie

82 Auto

Hält locker mit den besten Stromern mit: der Kia Soul EV. 85 Glücksgriff 87 Rätsel/Impressum 92 Cumulus 94 Meine Welt

Durch alle Prüfungen gefallen, heute trotzdem erfolgreich: Schauspielerin Anikó Donáth.

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


6 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MENSCHEN

Osterwettbewerb

Wo ist der Osterhase?

Der Osterhase ist entlaufen. Finden Sie ihn und gewinnen Sie eine Reise nach Südafrika mit British Airways für zwei Personen.

Suchen und gewinnen: Mit British Airways nach Südafrika!

So machen Sie mit: Der Osterhase ist entlaufen. Finden Sie ihn pünktlich bis

zu Ostern auf www.migrosmagazin.ch und gewinnen Sie eine Südafrikareise mit British Airways im Wert von 8000 Franken. Auf unserer Website ist ein Osterhase (Bild oben) versteckt. Finden Sie ihn beim Durchstöbern unserer Website und gelangen Sie per Mausklick auf die Verlosungsseite. Melden Sie sich für die Verlosung an, und mit etwas Glück reisen Sie schon bald nach Südafrika. Teilnahmeschluss ist Sonntag, 12. April 2015.


MENSCHEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 7

Das können Sie gewinnen:

Machen Sie mit und gewinnen Sie eine un­ vergessliche Woche in Südafrika für zwei Personen! Der Preis beinhaltet den Hin- und Rückflug ab einem Schweizer Flughafen Ihrer Wahl (Basel, Genf oder Zürich) nach Kapstadt im grössten Passagierflugzeug der Welt, dem Airbus A380. Sie übernachten drei Nächte in einem Luxuszimmer des Saxon Hotel Villas and Spa (inklusive Frühstück) sowie drei Nächte in einem Luxus-Chalet im Zulu Camp at Shambala Private Game Reserve (Bild links) inklusive Buschpicknick, Game Drivers und Sonnenuntergangsfahrt. Der Preis hat einen Wert von 8000 Franken. Infos:

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dem Fernweh bekommen? Wer sein Glück selber in die Hand nehmen möchte, kann bis zum 2. April von jeweils zehn Prozent auf Flug, Hotel und Mietwagen profitieren. Teilnahme­ bedingungen:

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Teilnahmeschluss ist Sonntag, 12.April 2015, um Mitternacht. Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz wohnhaften Personen ab 18 Jahren. Die Mitarbeitenden der MigrosMedien, von Grayling Schweiz und British Airways sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Preis muss bis spätestens am 31. 12. 2016 eingelöst werden. Die detaillierten Teilnahmebedingungen finden Sie online.


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Menschen MM14

Darauf freuen wir uns Ostersonntag Wir nehmen uns Zeit für die Familie, ein gutes Essen und eine Runde «Eiertütschen». Elefanten und heilige Kühe Ab Donnerstag entführen Sie Judi Dench und Richard Gere im Kinofilm «The Second Best Exotic Marigold Hotel» nach Indien.

Senden Sie uns Ihr Lieblingsbild zum Thema Naturspektakel! Migrosmagazin.ch

Mein Bild der Woche «Sportereignisse haben eine spezielle Kraft. Oder Konzerte

Bilder: Ennio Leanza/Keystone, Ueli Christoffel, iStockphoto, PD

malige Nationalratspräsidentin und seit 2011 Ständerätin des Kantons Aargau.

Leseprobe

Entschuldigung, was lesen Sie gerade? Nadja Senn (18) Gymi-Schülerin aus Bern a) «Thief’s Magic» von Trudi Canavan b) «Das Schicksal ist ein mieser Verräter» von John Green c) «Kein Ort ohne dich» von Nicholas Sparks

Auflösung: a) «Weil ich mir für die Ferien mal wieder einen richtigen Fantasy-Schmöker gegönnt habe.»

Pascale Bruderer Wyss (37) ist ehe-

charismatischer Musiker. Sie lassen Menschen eng zusammenstehen, fasziniert in die gleiche Richtung blicken. Sorgen für Freude, generationenübergreifend. Hier aber war der Auslöser der Begeisterung kein Fussballspiel. Sondern ein leises Naturspektakel – die Sonnenfinsternis. Eines der seltenen und gleichzeitig voraussehbaren Sorte. Eines, das uns die wahren Relationen vor Augen führt. Uns irgendwie demütig werden lässt. Und vielleicht, wer weiss, auch wieder aufmerksamer gegenüber den anderen Wundern der Natur. Gegenüber Wundern, die weniger selten und berechenbar sind. Aber eigentlich genauso faszinierend.»

Unnützes Wissen Religion

Anlässlich eines USA-Besuchs von Papst Johannes Paul II. wurde 1987 der Schriftzug «Hollywood» in «Holywood» abgeändert. Um auch an Fastentagen Fleisch

essen zu können, erklärte die Kirche im 15. Jahrhundert die Tiere Biber, Otter und Dachs einfach zu Fischen. Es gibt mehr weibliche als männliche Studenten der katholischen Theologie. Quelle: Neon/Stern


10 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MENSCHEN

Diese Woche

«Die Melodie sollte man definitiv modernisieren»

Ist eine neue Hymne nötig? Stimmen Sie ab! Migrosmagazin.ch

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft sucht eine neue Nationalhymne. Ab dieser Woche können wir alle online die drei Finalisten mitbestimmen. Musikwissenschaftler Anselm Gerhard über die Bedeutung von Hymnen und was in der neuen drin sein sollte. Text: Ralf Kaminski

Anselm Gerhard, könnten Sie den Text der Schweizer Nationalhymne spontan rezitieren? Nur den Anfang. Das letzte Mal ge­ sungen habe ich sie bei meiner Ein­ bürgerungsfeier. Da wurde aber zum Glück der Text verteilt. (lacht)

neue, modernere Nationalhymne für die Schweiz. Eine gute Idee? Es gibt sicher wichtigere Probleme, aber offensichtlich sind viele Schwei­ zerinnen und Schweizer unzufrieden mit der aktuellen Hymne. Wegen des etwas anstrengenden Textes, aber auch wegen der kirchenmusikalischen Melodie, die ja ursprünglich für den Gottesdienst geschrieben worden ist.

Den meisten geht es nicht anders. So wichtig scheinen Nationalhymnen also nicht zu sein, oder? Ja und nein, denn die Melodie hat doch eigentlich jeder im Ohr. Manche mehrsprachigen Länder verzichten auch ganz auf Text, Spanien etwa. Nun will die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft eine

Trotzdem gibt es bereits Referen­ dumsdrohungen für den Fall, dass die alte wirklich ersetzt würde. Weshalb diese starken Emotionen? Das ist in der Tat nicht leicht zu erklä­ ren bei einem Lied, das erst seit wenig mehr als 50 Jahren Nationalhymne ist. Ich vermute, dass die neue Identi­ tätssuche der Schweiz nach den Um­ wälzungen von 1989 eine Rolle spielt.

Bild: Keystone

Können Sie die deutsche Hymne? Besser, aber nicht den ganzen Text.

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MENSCHEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 11

Strassenumfrage

Seither ist der politische Diskurs in unserem Land zunehmend von Fragen des Nationalen geprägt. Wozu überhaupt eine Hymne? Ursprünglich komponierte man Hymnen zu Ehren des Königs oder Kaisers, die ersten entstanden im 18. Jahrhundert in England und Österreich. Die «Marseillaise» in Frankreich war 1792 die erste Hymne von unten, eigentlich ein Soldatenlied. Die Idee war, einen Gemeinsinn zu generieren, früher über den Bezug auf den Monarch, später auf das Volk. Es ging also um Identitätsfindung über Nationalismus. Im Alltag hat die Hymne in der Schweiz stark an Bedeutung verloren. In den USA hingegen wird sie an einigen Orten jeden Morgen in der Schule gesungen. Wie beurteilen Sie die aktuelle Schweizer Hymne? Der Bezug zur Natur ist sicher zentral, genauso wie der zu Gott. Damals steckte dahinter die Idee, dass die in Europa einzigartige Form der Volkssouveränität direkt von Gott kam, an den Fürsten vorbei. Das wirkt in der heutigen, viel weniger religiösen Zeit etwas anachronistisch. Wie kommt sie im Vergleich mit anderen Nationalhymnen daher? Besinnlich, feierlich, nicht aggressiv. Viele Hymnen, angefangen mit der

Braucht die Schweiz eine neue Nationalhymne?

französischen «Marseillaise», sind ja ziemlich blutrünstig. Hat irgendein Land seine Hymne in letzter Zeit modernisiert? In Österreich hat man den Text leicht angepasst. Dort heisst es jetzt geschlechterkorrekt «grosse Töchter und Söhne», vorher gab es nur Söhne. Aber sonst basieren alle Hymnen noch immer auf Militärmusik oder klingen nach Kirchenliedern. Einzig die Hymne der früheren DDR erinnert etwas an Schlager. Würde die Schweiz sich zu einer Modernisierung durchringen, würde das im Ausland sicher starke Beachtung finden. Es gibt ja einige Länder, die an ihrer Hymne leiden. Was müsste in die neue Hymne rein? Ein Bekenntnis zur Heimatliebe, zur Natur und zu den demokratischen Traditionen. Der Bezug zu Gott könnte raus, denke ich. Und die Melodie sollte man definitiv modernisieren. Es ist ja nicht der erste Anlauf: Denken Sie, dass diesmal tatsächlich eine neue Hymne entstehen könnte? Es wäre schön, aber ich bin skeptisch, wenn ich an die komplizierten Entscheidungsprozesse denke. Nur schon einen Text zu finden, der allen gefällt und in vier Sprachen funktioniert, wird sehr schwierig sein. MM Stimmen Sie ab auf: www.nationalhymne.ch

Carmen Stalder (23), Journalistin aus Biel BE: «Ich

Anselm Gerhard (57) ist Direktor

des Instituts für Musikwissenschaft an der Universität Bern.

finde die alte Hymne grundsätzlich gut. Allenfalls könnte man den Text moderner und weniger konservativ machen. Eine ganz neue Hymne würde sich kaum durchsetzen. Die alte ist Tradition.» Claudia Waser (44), Kfm. Angestellte aus Wolfenschiessen NW: «Ich würde

mich über eine neue Hymne freuen. Der Text der alten ist für die junge Generation schwer verständlich, und in der Melodie fehlt mir die Aufbruchstimmung.» Daniel Friedländer (60), Modeboutiqueinhaber aus Luzern: «So-

lange die Schweiz keine anderen Sorgen hat, geht es ihr gut.»

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12 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MENSCHEN

Porträt

Früher Start ins Leben Jedes Jahr kommen in der Schweiz rund sieben Prozent aller Babys zu früh auf die Welt. Drei Frühgeborene erzählen, wie die fehlenden Wochen im Mutterleib ihr Leben geprägt haben.

Text: Laila Schläfli Bilder: Tina Steinauer, Annette Boutellier Infografik: Marina Bräm

M

arc* wog 870 Gramm, als er in der 26. Schwan­ gerschaftswoche zur Welt kam. «Ich dachte: Ein Kind unter einem Kilo kann nicht überleben», sagt die Mutter. Direkt nach dem Kaiserschnitt nahmen die Kinderärztin und die Hebamme Marc auf die Intensivstation der Neonatologie mit, einem Fachbereich der Pädiatrie. Dieser übernimmt bei Frühgeborenen die Elternrolle bis zum Ablauf der 40. Schwangerschafts­ woche. «Ich wollte, dass er lebt»

«Man muss sich vorstellen, das Kind wäre eigentlich noch gar nicht auf der Welt. Es wächst ausserhalb des Mutter­ leibs», sagt Hans Ulrich Bucher (67), ehemaliger Chefarzt der Neonatologie

am Universitätsspital Zürich. Marc wird im rund 35 Grad warmen Brut­ kasten überwacht und vor allem gewärmt, denn sein Körper weist noch zu wenig Fett auf. Die Tücher, die ihn umgeben, dienen als künstliche Ab­ grenzung – wie im Mutterleib – und als Stütze für Arme und Beine, da Früh­ geborene noch schwache Muskeln haben. Sie liegen auf dem Bauch, nicht auf dem Rücken, um besser atmen und verdauen zu können. An ihren ersten Tag auf der Neo­ natologie erinnert sich Marcs Mutter genau: «Ich konnte nicht sagen, ob ich traurig oder glücklich war. Mir sind nur Tränen runtergelaufen. Ich wollte natürlich, dass mein Kind lebt, aber nicht um jeden Preis.» Zwei Tage vor der Geburt entschieden die Eltern, Marc gehen zu lassen – darauf

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Fötus (in Wochen) Gaumen Augen

Zentralnervensystem

Ohren Herz

Nabelschnur

Nase Mund, Lippen

Herzwulst

Finger externe Genitalien

Zehenstrahlen

Woche 1

2

2 mm

4–6 mm

4

5

6–8 mm

7

16 mm

23 mm

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9


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Häufige Handicaps und Spätfolgen bei Frühchen. Migrosmagazin.ch

Frühchen Marc kam in der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt und ist heute wohlauf.

Quellen: Embryologie; Alles über meine Schwangerschaft

Gehirn

Gehirn Gesichtsmuskeln

äusseres Ohr

Finger

Zehen

5,4 cm

12

11,6 cm

16

16,4 cm

20

51,2 cm

40 Geburtstermin


14 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MENSCHEN

waren sie vorbereitet worden. «Die Ärzte sagten mir damals: ‹Würde er heute kommen, wären die Überlebens­ chancen sehr gering.› Um diese Offen­ heit war ich sehr froh.» Das Hauptpro­ blem bei Frühgeborenen sind die nicht fertig entwickelten Organe. Die Rei­ fung der Lunge kann im Mutterleib beschleunigt werden – mittels Korti­ son. Dies muss aber 24 bis 48 Stunden wirken können. Marcs Mutter lag deshalb unter Wehenhemmern zwei Tage lang im Gebärsaal. «Ich stellte mich auf monatelanges Liegen ein.» Zwei Tage später kam Marc – rund dreieinhalb Monate zu früh. Känguru-Methode für Marc Am nächsten Morgen «kängurute» die Mutter zum ersten Mal, das heisst: Das Frühgeborene lag auf ihrer Brust. Der Hautkontakt ist wichtig wegen der Wärme, der psychologischen Komponente und für das Immun­ system. «Kaum hatte ich ihn auf mir, schlief ich ein. Es war extrem beruhi­ gend», sagt die Mutter. «Küssen durfte ich ihn noch nicht.» Ist ein Kind zu schwach, um selber zu atmen, unter­ stützt eine sogenannte CPAP­Maske (Continous Positive Airway Pressure) die Atmung. Oder es wird intubiert und maschinell beatmet. Dies war bei Marc glücklicherweise nicht nötig: «Er wehrte sich mit Händen und Füs­ sen dagegen», sagt die Mutter. Bei ihm reichte die Maske, und aufgrund des fehlenden Schluckreflexes kriegte er die täglich abgepumpte Muttermilch via Magensonde. Wegen der geringen Überlebens­ chancen werden in der Schweiz vor Vollendung der 24. Schwangerschaftswoche in der Regel keine lebensrettenden Massnahmen ergriffen. Doch die Ärzte entscheiden von Fall zu Fall. «Empathie und Mit­ gefühl sind da besonders wichtig», sagt Hans Ulrich Bucher. «Eltern werden mit Tatsachen konfrontiert, die sie noch nie gehört haben.» Voraussagen waren auch für ihn als erfahrenen Arzt schwierig, er habe schon alles erlebt: Kinder mit guten Prognosen, die dann doch beeinträchtigt waren, oder Schwerkranke, die sich plötzlich erhol­ ten. «Wenn ich sehe, wie es gewissen Frühchen heute geht, ist das erstaun­ lich – fast wie ein Wunder.» MM Frühgeborenen-Eltern-Treff für Eltern von Frühgeborenen, unabhängig vom Alter und Geburts­ ort der Kinder, Spitalkirche Universitätsspital Zürich, Pfarrerin Margarete Garlichs, Telefon 044 255 51 68. *Namen der Redaktion bekannt

Salome Kaegi Leiden Frühchen öfter unter Trennungsängsten? Diese Frage unter­ suchte Salome Kaegi* (20) in ihrer Maturaarbeit an der Fachmittelschule. Es ist ihre eigene Geschichte: Mutter­ Kind (MuKi)­Turnen, Spielgruppe, Klassenlager, Fremdsprachenaufent­ halte – alles Schauplätze des Kampfs gegen ihre Angst­ und Panikattacken. Als Salome 14 Wochen zu früh zur Welt kam, wog sie 750 Gramm bei 33 Zentimeter Körpergrösse. Ihre Organe waren nicht ausgereift, speziell die Lun­ ge. Essen war lange ein Problem: Nach der Magensonde reagierte Baby Salome empfindlich: Schon ein winziges, un­ püriertes Stückchen im Brei spuckte sie

aus. Die Oma rannte ihr immer wieder mit dem Joghurtlöffel nach – nur damit Salome ein bisschen mehr esse. Im Vergleich zu anderen Kindern war sie bis Ende Primarschule kleiner und feiner. Erst mit zwei Jahren begann sie zu laufen. Bald zeigten sich neben somatischen auch psychologische Probleme: Salo­ me traute sich nicht, Velo zu fahren. Oder hing am Finger der Mutter, wenn sie auswärts zu Besuch waren. Im MuKi­Turnen und im Schwimmkurs wollte sie nichts ohne Mutter machen. In der Spielgruppe strebten Kaegis eine schrittweise Ablösung an. Das ge­ lang nicht, schliesslich brachen Kaegis


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alle Vorschulaktivitäten ab. Im Kindergarten dann klappte es endlich: Nach vier Monaten nahm Salome die Kindergärtnerin als eine Art Ersatz­ mutter an. Dennoch zog sich Salomes Trennungs­ angst durch die Lager der Schulzeit: Mal reiste sie später an, mehr als einmal am zweiten Tag schon wieder ab. Mit 17 wurde es auch immer schwieriger, offen über Heimweh zu reden. «Die Panik­ attacken tauchten plötzlich auf, auch daheim.» Der Härtetest war ein vier­ wöchiger Englandaufenthalt Ende der Fachmittelschule. Die Gastfamilie: Be­ kannte des Vaters. Er reiste mit Salome an und blieb eine Nacht. «Ich hatte Angst, es nicht zu schaffen. Aber ich wusste: Ich muss! Sonst kriege ich mei­ nen Abschluss nicht.» Sie skypte all­ abendlich mit den Eltern. In der Halb­ zeit kamen sie zu Besuch. «Ich frage mich oft: Was wäre pas­ siert, wenn meine Eltern nicht so viel Rücksicht auf meine Ängste genom­ men hätten? Hätten diese nicht so viel Raum bekommen?» Salomes Fazit ihrer Semesterarbeit: Vielleicht werden Frühchen von ihren Eltern überbehütet. Trotzdem: Die Vorsicht der Eltern versteht sie. Mit 16 hat sie eine Gesprächs­ und Verhaltensthera­ pie begonnen. Über ihre Ängste spricht sie offen: «Es ist eine Einschränkung, gewisse Sachen vermeide ich heute noch.» Eine Nacht allein im Haus verbrachte sie noch nie, doch es geht ihr schon deutlich besser: Der erfolg­ reiche Englandaufenthalt hat sie ge­ stärkt. Weitere Reisen sollen folgen.

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16 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MENSCHEN

Elisabeth Hasler Magensonde, geringe Gewichtszunahme, blutiger Stuhl, Augenentzündung, Blutvergiftung, Blutarmut, Ateminsuffizienz, Intubation, beidseitige Hirnblutung, IV-Anmeldung: Elisabeth Haslers (26) Austrittsbericht der Neonatologie lässt Schlimmes erahnen. Geboren wurde sie in der 28. Schwangerschaftswoche mit 720 Gramm bei 31 Zentimeter Körpergrösse. Aktennotiz: «Lebhaftes, frühgeborenes Mädchen». Drei Monate später entliess das Universitätsspital Zürich (USZ) sie als «schreiendes Kind» – aber gesund. Überaus vital wirkt sie auch heute als Ärztin im weissen Kittel, unterwegs in den Gängen des USZ. «Wenn ich mich mit anderen Frühgeborenen vergleiche, die nicht so gesund sind, habe ich ein schlechtes Gewissen», sagt sie. «Wieso hatte ich so viel Glück? Wie habe ich das verdient?» Einziges mögliches Überbleibsel ist ihr Asthma. Typischerweise waren ihr Wachstum und ihre motorische Entwicklung verzögert, die Einschulung ein Jahr später als vorgesehen. Sie konnte lange weder rennen noch hüpfen, noch hatte sie eine gute Koordination beim Seilspringen oder Ballspielen. Dank Kinderballett verbesserte sich ihre Motorik. Sie schaffte es bis in die höheren Kurse der Royal Academy of Dance in London. «Das gab mir viel Selbstvertrauen.» Geige und Klavier halfen die Feinmotorik zu verbessern. Bis zur Pubertät war sie sehr infektionsanfällig und oft krank: Angina, Bronchitis oder Lungenentzündung. Einen Schulausflug bei Regen konnte sie nicht mitmachen. «Pfadi oder Cevi wären nicht in Frage gekommen: Im nassen Zelt übernachten – viel zu gefährlich.» Erst im Gymnasium fühlte sie sich auf gleicher Stufe mit den anderen Jugendlichen. «Zuvor war ich immer kleiner und feiner.» Die vielen Arztbesuche hatten sie neugierig gemacht: Ihre Maturaarbeit verfasste sie über Frühchen, und sie besuchte eine Vorlesung von Hans Ulrich Bucher, damals Chefarzt der Neonatologie am USZ. Schliesslich wuchs bei ihr der Wunsch, Ärztin zu werden. «Auch, um etwas zurückzugeben, das ich bei meinem zu frühen Start ins Leben erhalten hatte.» Aktuell strebt sie die Facharztrichtung Innere Medizin an, die Tür zur Neonatologie sieht sie aber noch nicht geschlossen.


MENSCHEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 17

Sarah Benz In öffentlichen Verkehrsmitteln ist Sarah Benz (22) auf Unterstützung angewiesen. Doch nicht alle sind hilfs­ bereit: Einige Zugreisende schauen lieber weg, als beim Heben eines acht Kilo schweren Rollstuhls zu helfen. An­ dere besetzen Behindertensitzplätze oder drängeln beim Einsteigen. Auch mit Busfahrern und Zugbegleitern hat sie negative Erfahrungen gemacht. Sarah Benz ist nicht komplett gelähmt: Sie hat eine cerebrale Bewe­ gungsstörung, bei der es zu Muskel­ verspannungen kommt. Das heisst: Der Muskeltonus ist nicht kontrollier­ bar. Bis zu 40 Meter läuft sie, ohne sich festzuhalten. Ein­ und Aussteigen im öffentlichen Verkehr klappt, nur eben mit dem Rollstuhl braucht sie Hilfe. «Mein Leben ist geprägt von Kämpfen im Sinn von sich für seine Ziele und Wünsche einzusetzen.» Ihr grosser Ehrgeiz sowie die hohe Leistungsbereitschaft brachten sie bis an die Universität Bern, wo sie Geschichte, Recht und Sport studiert. Wut über ihre Situation kennt sie nicht: «Worauf sollte ich wütend sein?» Bei der Geburt, neun Wochen zu früh, war sie 40 Zentimeter gross und 1580 Gramm leicht. Ein akutes Problem war das Atemnotsyndrom aufgrund der unreifen Lunge. Die Frühgeburt überstand sie offiziell aber ohne Folgeschäden: «Ich verliess das Spital als gesundes Baby.» Der Hirn­ ultraschall anno 1992 war unauffällig.

«Heute würde man vieles früher erkennen. Vermutlich würde das an meiner Situation nicht viel ändern, aber es hätte früher Klarheit ge­ geben.» Als Baby robbte sie auf den Unterarmen, zog den Körper nach. «Meine Bewegungen waren steif, nicht fliessend.» Als Einjährige konnte sie nicht sitzen. Um aufzustehen, zog sie sich an den Möbeln hoch. Erst mit zwei formulierte sie erste Worte. Ein MRI zeigte: cerebrale Bewegungsstörung, verursacht durch eine irreversible Hirnschädigung in Folge einer Hirn­ blutung im Rahmen der Frühgeburt.

Erst im zweiten Kindergarten, als sie den Rollstuhl erhielt, realisierte sie: «Die anderen können etwas, das ich nicht kann.» Diverse Therapien präg­ ten ihre Kindheit, Physiotherapie blieb bis heute – sie erhält die Beweglichkeit und lockert die Muskeln. Mit Sport enwickelte sie ein gutes Körpergefühl: Früher ritt sie regelmässig, bis heute fährt sie im Winter Monoskibob. «Von cerebralen Bewegungsstörungen gibt es unterschiedliche Schweregrade. Bei mir sind Arme und Sprache wenig betroffen. So gesehen habe ich Glück gehabt», sagt sie.

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MENSCHEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 19

A Bänz Friedli

Outdoor muess es sy!

Am Radio zanken zwei darüber, ob es schon Frühling sei oder noch Winter. Ein Moderator besteht darauf, den Nachmittag kurzärmlig im Garten zu verbringen, und beteuert, er habe schon letzten Samstag den Grill ausgewintert. Die andere Moderatorin aber will noch mal in die Berge fahren und unbedingt bis auf das letzte verbliebene Fleckchen Schnee die Pisten geniessen … Erst wenn alle Gondel- und Sesselbahnen den Winterbetrieb eingestellt hätten, sei sie bereit für den Frühling, verkündet sie. Und als Wintersportfreak bin ich geneigt, ihr recht zu geben …

Bänz Friedli (49) ist gern an

der frischen Luft.

Andererseits mag ich es ja auch, wenn hier drunten in der Stadt die milde Sonne scheint und auf dem Balkon Hyazinthen spriessen. Man kann ja schliesslich das eine tun und das andere nicht lassen. Im T-Shirt Velo fahren und das Snowboard dennoch griffbereit halten. «Tüet doch nid stürme!», würde ich ihnen am liebsten zurufen, in Erinnerung an einen Werbespruch meiner Kindertage: «Tüet doch nid stürme! Kafi isch guet, Tee isch guet – Indor muess es sy», hiess es damals. Und solche Slogans brennen sich einem ja lebenslang ein. «Tüet doch nid stürme!», möchte ich den beiden Radiomenschen nun sagen; egal, ob Winter oder Frühling: «Outdoor muess es sy!» Hauptsache, Bewegung an der frischen Luft. Natürlich freue ich mich darauf, bald wieder draussen auf dem Rasen Fussball spielen zu können, in meinem Revier hinten rechts zwi-

schen Sechzehner, Seiten- und Mittellinie (und selten darüber hinaus). Vorher aber mache ich mich, das Brett unterm Arm, an einem schönen Tag noch mal Richtung Bündnerland auf. Im Dorflädeli lege ich einen Zwischenstopp ein, schon kommt Filialleiter Lombris angerannt: «Siie sin doch dee vu dr Zyytig?» Bald umringt mich die halbe Belegschaft, und eine Kassierin fragt aufgeregt: «Händ Siie s gseh?» Was soll ich gesehen haben? Dass die Bananen nun auch bei ihnen die Nummer 1 seien! Weil ich hier berichtet hatte, ich hätte im Laaxer Volg auf der Obst- und Gemüsewaage reflexartig die 1 gedrückt, um Bananen zu wägen, es sei aber ein Preisschild für Boskoop herausgekommen, haben sie eigens umgestellt. Nun ist die Banane auch bei ihnen Nummer 1, wie in Rom, Chicago, Stockholm, wie beinahe überall. Meine Bündner, mal wieder … spontan; herzlich; die besten Gastgeber, die man sich als Unterländer wünschen kann. Ich bin gerührt. Nur bin ich jetzt, da sie es getan haben, fast ein bisschen enttäuscht. Denn dass die Sursilvaner unter der Nummer 1 einen Apfel führten und nicht, wie der Rest der Welt, die Banane, zeigte doch irgendwie ihre Einzigartigkeit. Aber der Frühling, der kann jetzt meinetwegen kommen. MM Bänz Friedli live: Köniz BE, «Kulturhof», 9. April

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Suheil Semdan (6), Flüchtlingskind aus Syrien


20 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MENSCHEN

Interview

«Heute kann sich jeder in seine eigene Wirklichkeit hineingoogeln» Was sind Fakten, was Hirngespinste? Und wieso trauen viele den Medien und der Wissenschaft weniger als obskuren Verschwörungstheorien? Der deutsche Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen über «die Lügenpresse» und den Reiz von einfachen Erklärungen in Krisenzeiten. Text: Ralf Kaminski Bilder: Peter Granser


MENSCHEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 21

Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen ist ein Experte für Verschwörungstheorien.


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MENSCHEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 23

Pörksen fordert mehr Dialog und eine bessere Debattenkultur.

Bernhard Pörksen, ob es den Klimawandel gibt oder nicht, ist zur Glaubensfrage geworden. Wie konnte das passieren? Ganz so hart würde ich das nicht formulieren. Aber klar ist: Längst wird die Frage, was als Wirklichkeit und Wahrheit gelten kann, neu und ganz grundsätzlich verhandelt. Heute kann sich jeder in seine eigene Wirk­ lichkeitsblase hineingoogeln, findet dort faszinierende, berührende und grossartige Ideen, aber auch den exklusiven Irrsinn, an den er dann glaubt – und den er für wahr hält. Wann hat das angefangen? Das war eine allmähliche Entwicklung. Das Neue und Entscheidende ist: Im digitalen Zeitalter wird der Einzelne radikal zum Konstrukteur seiner Welterfahrung, die ihm womöglich als allgemeine Wirklichkeit erscheint. Das bedeutet im Extremfall den Abschied von der Agenda der Allgemeinheit. Zu Zeiten der alten Massenmedien galten einzelne Zeitungen oder Fernsehsender noch als Informationsleuchttürme, deren Inhalte für alle relevant waren und die auch mit dem Anspruch antraten: Wir sagen, was wichtig ist! Das funktioniert so nicht mehr. Wie hat sich das enorme Misstrauen gegenüber den Medien entwickelt? Ich habe eine ganz einfache These: Wir leben in Zeiten der gefühlten Repräsentationskrise. Motto: Man kennt doch die Wahrheit aus den eigenen Realitätsnischen, aber warum, um Himmels willen, berichten die Tageszeitun­ gen und die grossen Fernsehsender eigentlich nicht über diese Wahrheit? Dass die private und die massenmediale Öffentlichkeit nicht übereinstimmen, schürt das Misstrauen. Das eigene Umfeld reicht also nicht. Man will auch in der Tageszeitung lesen, dass man mit seiner Realität richtig liegt. Genau. Und wenn das nicht passiert, kommen Fragen: Warum bringen die das nicht? Warum stimmen die mir nicht zu? Wieso ignorieren sie «meine» Experten, «meine» Quellen? Ohne Internet gäbe es das so nicht, oder? Stimmt, das Netz radikalisiert die eigenen Botschaften und Haltungen, weil man sich gegenseitig ihre Richtigkeit bestätigen kann.

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Sind die Medien mitschuldig, dass man ihnen nicht mehr traut? Haben sie sich nicht mit viel Trash selbst diskreditiert? Natürlich, es gibt Trash, Grenzüberschrei­ tungen, aufgebauschte Skandale. Das stimmt alles. Aber das belegt noch nicht die Annahme vom Niedergang. Ich teile die pauschale These vom Qualitätsverfall der Medien nicht, denn ich sehe – trotz einer schwierigen Geschäftssituation – noch immer sehr viel Qualität, Genauigkeit und Tiefenrecherche.

Die Medien sind also nicht das Problem. Jedenfalls nicht in dem Sinne, wie es die­ jenigen meinen, die von der Lügenpresse sprechen. Und doch muss man die Wut und Empörung ernst nehmen, sie deuten, ihre Hintergründe ausleuchten. Klassische Medien müssen heute sehr viel stärker ihre Arbeit erklären, für Transparenz sorgen, um verloren gegangenes Vertrauen werben. Kurz: Strategien gegen die wachsende Medienverdrossenheit entwickeln.

Stichwort Lügenpresse: Kann es nicht vor­ kommen, dass die Presse aus der Perspektive von Minderheiten wie Pegida tatsächlich lügt? Dass politische Korrektheit wichtiger ist, als die Konfrontation mit Problemen? Selbstverständlich gibt es übertriebene Formen der Political Correctness. Aber das ideologisch aufgeladene Schlagwort von der Lügenpresse halte ich für fatal und falsch. Suggeriert wird die Manipulation und Kont­ rolle der Öffentlichkeit. Aber wie soll diese Kontrolle funktionieren, gerade in einer Zeit, in der jeder zum Sender geworden ist? Welche Meinung wird denn systematisch unter­ drückt? Geht es nicht bei vielen dieser Klagen eigentlich um ein Leiden an der fehlenden Zustimmung zu den eigenen Positionen? Es schmerzt vermutlich einfach, wenn man von bedeutenden Medien oder politischen Eliten nicht ernst genommen wird. Und noch etwas: Auch die klassischen Medien lieben den schil­ lernden Antikorrekten, grenzen ihn gerade nicht aus, sondern laden ihn in Talkshows ein, hofieren ihm, weil er Quote, Klicks und den öffentlichkeitswirksamen Streit verspricht.

Haben Sie Verbrauchertipps? Wie kann man als Leser Fakten und Meinungen von­ einander unterscheiden? Klares Indiz für die Dominanz der blossen Meinung ist hemmungslose Aggressivität und fehlende Bereitschaft, die eigene Position in Frage zu stellen. Und natürlich muss man sich heute immer fragen: Wo kommt die Information her, wer sagt das genau? Welche Interessen könnten damit verfolgt werden? Wie glaubwürdig ist die Institution, die dahin­ ter steht? In gewissem Sinne muss sich heute jeder die Fragen stellen, die in einer anderen Zeit vor allem Journalisten vorbehalten waren: Was ist glaubwürdige, relevante Infor­ mation, die es verdient, verbreitet zu werden? Ist die Schweiz mit ihren Sachabstimmun­ gen besser positioniert, das breite Mei­ nungsspektrum der Gesellschaft einzubin­ den als etwa Deutschland, wo man nur alle vier Jahre mal eine Partei wählen darf? Ich denke schon, ja. Die starke Beteiligung mag anstrengender und komplizierter sein, aber sie passt besser in unsere Zeit. Es braucht


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MENSCHEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 25

mehr Dialog und Teilnahme. Die Anliegen und Ängste der Menschen müssen ernst genom­ men werden, die Politik sollte Gespräche auf Augenhöhe ermöglichen, aber auch die harte, offen ausgetragene Auseinandersetzung in der Sache. Erst das ist die Basis eines Diskurses, der diesen Namen auch verdient. Wie verbreitet ist denn das Misstrauen gegenüber Medien, Wissenschaft und «der Elite»? Sehen Sie eine gesellschaftliche Tendenz, die Sorgen machen sollte? Es gibt unterschiedliche Gruppen: Zum einen sind da viele kluge Medienkritiker und Analy­ tiker, die man ernst nehmen muss, von denen man viel lernen kann über tatsächliche Fehlleistungen. Dann gibt es die Empörungs­ junkies und womöglich gekaufte Trolle, die online zur Meinungsmache eingesetzt werden. Und schliesslich eine ideologisch radikalisierte Fraktion der Verschwörungs­ theoretiker, die zunehmend bis weit ins Bildungsbürgertum auf Zustimmung stösst. Ein Zeichen einer enormen Verunsicherung. Ja, Verschwörungstheorien blühen in Krisen­ zeiten – und sind als Weltformeln des Übels generell sehr attraktiv: Man kann das gerade noch furchtbar komplizierte, verwirrende Geschehen blitzschnell einordnen. Auf der einen Seite: die bösen Manipulatoren, die hinter den Kulissen ihren unheimlichen Dienst tun. Auf der anderen Seite: das Heer der Manipulierten. Und dann der Verschwö­ rungstheoretiker selbst irgendwo dazwischen, der zu den ganz wenigen gehört, die erken­ nen, was wirklich los ist. Was ganz nebenbei natürlich auch dem eigenen Ego schmeichelt. Immerhin kann man sich selbst den Durch­ blick attestieren. Wieso wirken paranoide Welterklärungen für viele so plausibel? Verschwörungstheorien sind, wie der Wissen­ schaftsphilosoph Karl Popper gesagt hätte, selbstimmunisierend: Man kann sie nicht widerlegen. Selbst ihre Nichtbeweisbarkeit funktioniert als eine Art Scheinbeweis. Es gibt keine Belege für die Verschwörung? Nun gut, ist das nicht der Beleg für die totale Raffinesse der Verschwörer, die geschickt alle Spuren verwischen? Überdies: Verschwörungstheore­

tiker simulieren in der Regel wissenschaftli­ che Redlichkeit. Sie haben ihre eigenen Me­ dien und Bestätigungsmilieus – auch das gibt ihren Formen der Welterklärung Stabilität. Gibt es Frühwarnzeichen bei Texten, dass nun Stuss folgt? Das ist ein interessanter Punkt. Begriffe wie System, Manipulation und Strategie sind Sprachsignale, die in keinem verschwörungs­ theoretischen Traktat fehlen. Oft bleibt die Gruppe der Verschwörer dabei ziemlich diffus. «Sie» manipulieren uns, «sie» haben die Macht übernommen, und «sie» verfolgen geheime Pläne. Die Verschwörer sind wie eine schwer greifbare Hintergrundmacht, ein böser Gott. Dieser Gott weiss alles, sieht alles, ist überall, er regiert die Welt. Parallel zu all dem scheint sich ein ziem­ licher Dogmatismus zu verbreiten: Wer sich sein Weltbild mal gezimmert hat, lässt sich kaum mehr davon abbringen. Natürlich zeigt sich hier auch die allgemein menschliche Psychologie. Wir sind wider­ spruchsfeindliche Wesen, suchen Bestäti­ gung, machen das Unpassende passend, blenden aus, was sich unserer Weltsicht nicht fügt. Die Versuchung des Dogmatismus, der Halt, Klarheit und moralische Eindeutig­ keit verspricht, ist immer da, gerade und besonders in Krisenzeiten. Weshalb ist es so schwierig, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen? Es ist schlicht anstrengend. Widerspruch for­

Zur Person

Medienwissenschaftler und Autor Bernhard Pörksen (46) ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und Autor mehrerer Bücher, darunter aktuell «Kommunikation als Lebenskunst. Philosophie und Praxis des Miteinander-Redens» (Carl-Auer Verlag, 2014), gemeinsam mit Friedemann Schulz von Thun. Pörksen lebt in Tübingen, ist verheiratet und hat einen Sohn.

dert uns heraus, zwingt uns, neu zu denken, anders zu sehen. Er stört unsere bequeme Ruhe. Das ist mühselig und wird tendenziell vermieden. Selbst wenn es wilde mentale Verrenkungen braucht, um das Unpassende passend zu machen. In den USA haben sich die Medien reideolo­ gisiert: Ist man konservativ oder neigt zur Tea Party, schaut man Fox News und liest das «Wall Street Journal», ist man eher so­ zial oder linksliberal eingestellt, schaut man MSNBC und liest die «New York Times». Sehen Sie Anzeichen, dass wir uns in Europa in eine ähnliche Richtung bewegen? Nein, nicht in dieser Dimension. Dies wäre tatsächlich gefährlich: die Verhärtung der Standpunkte, das Aufeinandereindre­ schen, die Unfähigkeit, Kompromisse zu schliessen, den eigenen Standpunkt zu über­ denken und zu revidieren – da geraten Wesenselemente der Demokratie in Gefahr. Bei uns sehen Sie den demokratischen Prozess nicht in Gefahr? Nein. Aber natürlich bedrohen die Renais­ sance des verschwörungstheoretischen Denkens und die massive, ideologisch radika­ lisierte Medienverdrossenheit das Realitäts­ prinzip und die Grundlagen eines demokra­ tischen Diskurses. Wie kann man Gegensteuer geben? Wir sollten an unserer Debattenkultur arbei­ ten: mehr Freundlichkeit, weniger Miss­ trauen, weniger Selbstabschottung, weniger pauschale Diffamierung würden guttun. Nichts ist wichtiger als der Dialog, das Bemü­ hen um den Austausch und den Perspektiven­ wechsel, der Streit um die Sache. Und die Medienbranche sollte sich um Transparenz bemühen, über ihre Mechanismen aufklären, ernste Kritik auch wirklich ernst nehmen. Vielleicht sollte man auch das Schulfach «Leben im digitalen Zeitalter» einführen. Aber Dogmatiker oder Verschwörungstheo­ retiker sind so kaum zu erreichen, oder? Das stimmt, leider. Sie leben in ihrer Wagen­ burg der eindeutigen Wahrheiten. Und haben auf eine ziemlich anstrengende, ihr Gegen­ über erschöpfende Weise immer recht. MM

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Individuelle Anreise nach Lausanne Hbf oder Genf Flughafen. Bustransfer am Nachmittag nach Lyon. Einschiffung, Willkommens-Cocktail. Um 19.00 Uhr «Leinen los». Ausflug* zum Hameau du Vin. Im Themenpark wird viel Wissenswertes über den Wein und 2 Mâcon–Chalonden Anbau näher gebracht (inkl. Verkostung). Nachmittags Schifffahrt auf der Saône. sur-Saône Stadtrundgang* durch die Altstadt mit schönen alten Patrizierhäusern. Zeit zur eigenen 3 Chalon-surVerfügung. Nach dem Mittagessen Weiterfahrt. Saône–Lyon Stadtrundfahrt* Lyon. Am Nachmittag Fahrt auf der Rhône. Ankunft in Tournon am Abend. 4 Lyon–Tournon 5 Tournon–Viviers– Ab Le Pouzin Ausflug* Ardèche. Busfahrt zum Pont d‘Arc. Kurze Besichtigung der Grotte de la Madeleine. Am Nachmittag Schifffahrt bis Avignon. Avignon Stadtrundgang* Avignon. Freie Zeit oder Ausflug zum «Pont du Gard» (fak.). 6 Avignon–Arles Stadtrundgang* Arles. Ausflug* Camargue und Les-Saintes-Maries-de-la-Mer. 7 Arles–Martigues 8 Martigues–Viviers Ausflug* nach Marseille und Stadtbesichtigung. Ab Port St. Louis Weiterfahrt nach Viviers. Schifffahrt nach Le Pouzin. Nachmittags Ausflug* in die Weinberge um Tournon, Besichti9 Viviers–Tournon gung der Chocolaterie Valrhona (inkl. Kostproben). Gegen Abend Weiterfahrt. Stadtrundgang* Vienne. Nachmittags in Lyon Zeit für individuelle Aktivitäten. 10 Vienne–Lyon Ausschiffung. Busrückfahrt nach Genf Flughafen/Lausanne Hbf. Individuelle Heimreise. 11 Lyon–Schweiz

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Aussergewöhnliche Reisen zu moderaten Preisen


Migros-Welt MM14

Zitat der Woche

«Das Ziel ist eine Firma von Lernenden.»

Albert Baumann, CEO der Micarna-Gruppe, im Magazin «Leader» vom 2. März über das Lehrlingsprogramm Mazubi, bei dem Lernende ein Unternehmen führen.

Melanie von Rotz (27) Fitnessinstruktorin im Migros-Fitnesspark Allmend, Luzern. Bei der Arbeit

Theater Fauteuil

Bilder: Christian Schnur, Bruno Ronner

Magie zum Greifen nah Man ist nicht einfach nur Zuschauer,

sondern persönlicher Gast von «Magrée». Zusammen mit dem Magier und den restlichen Zuschauern sitzt man an einem grossen runden Tisch. Von dort aus sind die magischen Tricks aus nächster Nähe zu erleben. Die Shows werden regelmässig überarbeitet und

bieten somit immer wieder Neues und Überraschendes. Mitglieder der Genossenschaft erhalten eine Reduktion von Fr. 10.– (Kat.1) und Fr. 5.– (Kat.2) pro Ticket für die Vorstellungen am 2. April und 4. Juni. Weitere Infos auf www.fauteuil.ch

Mehr aus der Migros Basel ab Seite 67

«Die meisten Kunden haben beim Fitness­ training ein konkretes Ziel. Sie möchten eine verbes­ serte Ausdauer, Gewicht ver­ lieren oder Muskelmasse aufbauen. Meine Motiva­ tion ergibt sich aus den ge­ meinsamen Trainingserfol­ gen. Ich plane die Einheiten, gebe Ernäh­ rungstipps oder motiviere. Die Nachfrage nach Fitness­ beratung hat stark zugenom­ men. Beson­ ders jungen Menschen ist es wichtig, dass man ihnen ihr Training auch ansieht.»


30 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS-WELT

Gewinnen Sie 15 x 2 Tickets für Dino Saluzzi! Migrosmagazin.ch

Verlosung

Tangolegende in der Schweiz

Eier sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen: Eiweiss, Proteine und wichtige Vitamine machen das kleine Ovale zum Powerpaket. Für unzählige Speisen wie Teige oder Saucen dient das Hühnerei als Grundlage. Wir zeigen Ihnen drei Rezepte, die Ihre Gäste begeistern werden – nicht nur an Ostern (Seite 43). Prämiert: Florian Teuteberg, Marcel Dobler und Oliver Herren (von links).

Er gilt als einer der bekanntesten Bandoneonspieler der Welt: Dino Saluzzi. Der Argentinier mischte den Tango mit Jazz oder Folklore und schuf so den Tango Libre. Der Altmeister gibt vom 19. bis 23. April vier Konzerte in Zürich, Bern, Basel und Genf.

Best of Swiss Web

Auszeichnung für Digitec-Gründer Vergangene Woche erhielten die drei Gründer des Onlinehändlers Digitec, Florian Teuteberg, Marcel Dobler und Oliver Herren, den Ehrenpreis 2015 der «Swiss Web Awards». Das Komitee des ältesten Web-Awards Europas begründet die Auszeichnung unter anderem mit dem «breiten Angebot und dem äusserst benutzerfreundlichen Onlineshop.» Die Migros ist seit 2012 an Digitec beteiligt. Mit ihrem breiten Onlineangebot ist die Detailhändlerin einer der wichtigsten E-Commerce-Anbieter der Schweiz. 11,9 g Eiweiss 11,3 g Fett 0,7 g Kohlenhydrate

Bandoneonmeister Dino Saluzzi gibt vier Konzerte in der Schweiz.

ca. 142 kcal pro 100 g

Zahl der Woche

7 000 000 Hochwertiger Eiweisslieferant

Ein Ei enthält alle lebensnotwendigen Aminosäuren. Es deckt rund 10 Prozent unseres täglichen Mineralstoffbedarfs ab. Sein Protein ist vom menschlichen Körper besonders gut verwertbar.

Enthält viel Vitamin B12

Vitamin B12 ist wichtig für die Blutbildung und notwendig für unsere Nervenzellen. Es kommt praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vor.

Rezepte ab Seite 43

So viele SchoggiOsterhasen hat das M-Industrieunternehmen Chocolat Frey für die diesjährigen Ostern produziert. Sämtliche Schokoladenprodukte der Marke Frey sind UTZzertifiziert. Der Kakao für die jährlich produzierten rund 15 000 Tonnen Schokolade stammt aus nachhaltigem Anbau.

Bilder: Getty Images, Juan Hitters, PD

Eröffnet wird die Konzertreihe von der in der Schweiz lebenden Tangosängerin Marcela Arroyo. Das Migros-Kulturprozent bringt in Doppelkonzerten aktuelle Schweizer Jazzmusiker mit international bekannten Stars zusammen. Damit schafft es für die Künstler eine Möglichkeit, vor einem breiten Publikum aufzutreten. Das Migros-Magazin verlost je 5 x 2 Tickets für die Konzerte in Zürich, Bern und Basel. Teilnahmeschluss: Montag, 6. April 2015.


MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 31

Ausgewählte Beispiele

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Nescafé Cappuccino, 10 x 12,5 g

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Nescafé Wiener Mélange, 8 x 18 g

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Die Migros reduziert die Preise verschiedener Artikel.

M-Budget Ananasstücke, 490 g

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M-Budget Eier-Ravioli Schweinefleisch, 1,2 kg

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0.90

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8.40

7.75

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21.50

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Anti Insect Forte, 100 ml

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M-Budget Toilettenpapier 3-lagig, 12 Rollen

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32 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS-WELT

Ostermenü

Delikatessen aus dem Backofen Gebackene Forellen, Lammgigot oder Gemüse-Zitronen-Cake: Mit diesen Rezepten gelingt Ihnen das Ostermenü problemlos. Bilder: Christine Benz

Styling: Monika Hansen

Illustrationen: Mira Gisler

Fischschule

Fisch richtig filetieren

Gebackene Forellen

1. Langer Schnitt

Zuerst die Rückenund die Bauchflossen entfernen. Messer in einem Schnitt dem Rücken entlang vom Kopf zum Schwanz führen.

2. Abheben Mit dem Messer vom Kopf her unter das Filet fahren und dieses beiseiteziehen. Zweites Filet und Haut von der Schwanzflosse schneiden. Gräten vom Schwanz her vom Filet abheben. Haut hinter den Kiemen durchtrennen. Forellenbäggli gelten als Delikatesse.

Zutaten für 4 Personen 50 g Weissbrot vom Vortag 1 Bund Salat-Mix-Kräuter (Dill, Petersilie, Basilikum) 4 EL Olivenöl Salz, Pfeffer 4 Forellen à je ca. 250 g 1 Dose gehackte geschälte Tomaten à 800 g 2 Zwiebeln 1 Bund Petersilie

Bio-Forelle weiss, Schweiz Aktueller Tagespreis In grösseren Filialen an der Fischtheke erhältlich

Zubereitung

1. Backofen auf 200 °C mit Umluft vorheizen. Brot in Würfelchen schneiden. Kräuter fein hacken, beigeben. 2 EL Olivenöl mit wenig Salz und Pfeffer daruntermischen. Forellen kalt abspülen und trocken tupfen. Brotmischung in die Fische füllen, mit Küchenschnur zubinden. Forellen mit Salz und Pfeffer würzen. 2. Tomaten in eine ofenfeste Form (à ca. 24 × 34 cm) geben oder auf einem Backblech verteilen. Zwiebeln in feine Ringe hobeln, auf die Tomaten legen. Petersilie fein hacken, darüberstreuen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Fische auf die Tomaten geben, mit restlichem Öl beträufeln. Fische ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und filetieren. Fischfilets mit Füllung und Tomatensauce servieren. Dazu passt Reis. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten + ca. 20 Minuten backen.

Pro Person ca. 39 g Eiweiss, 17 g Fett, 18 g Kohlenhydrate, 1550 kJ/370 kcal

Die Bioforelle wird mit altem Brot und Kräutern gefüllt und auf einem Tomatenbeet gegart.


MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 33

Longobardi gehackte Tomaten, 280 g Aktion Fr. –.80 statt 1.– 20% vom 31. 3. bis 6. 4.

LeChef Pfeffer schwarz Fr. 5.30 In grösseren Filialen

M-Classic Carolina Reis, 1 kg Fr. 2.30


34 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS-WELT

Lammgigot mit Knochen Aktueller Tagespreis In grösseren Filialen an der Fleischtheke erhältlich

Ein Gigot ist schnell zubereitet. Die mitgegarten Zwiebeln geben der Sauce einen kräftigen Geschmack.


MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 35

Lammgigot mit Zwiebeln Zutaten für 8 Personen

9 2 4 EL 2 dl 2 EL ½ Bund 1 2 TL

Zwiebeln Knoblauchzehen Olivenöl Apfelwein ohne Alkohol scharfer Senf Thymian Lammgigot mit Knochen à ca. 2,5 kg Salz Pfeffer

Zubereitung 1. Eine Zwiebel und Knoblauch­ zehen fein hacken. Mit Olivenöl, 4 Esslöffel Apfelwein und Senf gut mischen. Thymianblättchen abzupfen, daruntermischen. 3 EL Marinade zugedeckt kühl stellen. Gigot mit der restlichen Marinade bestreichen. Fleisch luftdicht einpacken und 24 Stun­ den marinieren.

2. Gigot 1 Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen. Backofen auf 240 °C vorheizen. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Gigot in eine weite ofen­ feste Form geben, ca. 20 Minuten in der unteren Ofenhälfte an­ braten. Temperatur auf 180 °C

reduzieren. Restliche Zwiebeln halbieren, mit der beiseitegestell­ ten Marinade mischen. Zwiebeln mit restlichem Apfelwein zum Gigot in die Form geben. Fleisch weitere 1 Stunde 45 Minuten braten, bis eine Kerntemperatur von ca. 65 °C erreicht ist. Heraus­ nehmen, Gigot mit Alufolie be­ decken, ca. 10 Minuten ruhen las­ sen. Fleisch in Tranchen schnei­ den. Mit den Zwiebeln anrichten. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten + 24 Stunden mari-

Knochenarbeit

Einen Knochen richtig auslösen

nieren + ca. 2 Stunden 5 Minuten braten + 10 Minuten ruhen lassen

Pro Person ca. 41 g Eiweiss, 26 g Fett, 8 g Kohlenhydrate, 1850 kJ/450 kcal

1. Ein scharfes Fleischmesser ist

ein absolutes Muss. Schneiden Sie das Fleisch dem Knochen entlang auf beiden Seiten durch. Wenn sich das Fleisch leicht vom Knochen löst, ist es gut durch.

2. Der richtige Fleischschnitt ist

Zwiebeln, Netz à 1 kg, aktueller Tagespreis

Bio Fairtrade Quinoa, weiss, 400 g Aktion Fr. 4.45 statt 5.60 20% vom 31. 3. bis 6. 4.

Monini Classico Olio extra vergine, 1l Fr. 12.50

das A und O. Man schneidet jedes Fleischstück immer quer zur Faser. Wenn das Fleisch nicht richtig geschnitten wird, hat es lange Fasern, und dann bringt auch der beste Brat- oder Garvorgang nicht das gewünschte Ergebnis.


36 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS­WELT

Gemüse-Zitronen-Cake mit Feta Zutaten für 6 Personen Für eine Cakeform à ca. 30 cm 250 g Lauch 250 g Wirz 4 EL Olivenöl 300 g tiefgekühlter Broccoli

3 10 g 1 200 g

Blumiges

Den Cake verschönern

1. Weihnachtsguetsli­ ausstecher leisten

auch zu Ostern gute Dienste. Frühlingshafte Sujets wie Blumen oder Herzen aus den Teigresten ausstechen und den fertig gefüllten und gedeckten Cake damit verzieren.

2. Legen Sie den XL­Kuchenteig

mit dem Papier in eine Cakeform von 30 cm. Achten Sie darauf, dass die Ränder gleichmässig nach aussen über den Rand geschlagen sind.

Eier Bärlauch Zitrone Feta Salz,Pfeffer 1 rechteckig ausgewallter Kuchenteig à 520 g 4 EL gemahlene Haselnüsse ½ EL Sesamsamen 1 TL Mohnsamen 3 Zweige Petersilie 180 g griechisches Joghurt mit Honig Zubereitung

1. Lauch längs halbieren, in Streifen schneiden. Wirz in feine Streifen schneiden. 2 EL Öl in einer grossen Pfanne erhitzen, Gemüse darin ca. 2 Minuten rührbraten. Broccoli daruntermischen. Eier verquirlen. Bärlauch fein hacken, dazugeben. Zitronenschale fein dazureiben. Feta mit einer Gabel zerdrücken und zu den Eiern geben. Masse mit 1 TL Salz und etwas Pfeffer würzen. Gemüse in die Eier-Feta-Masse geben, mischen.

Der Cake wird nicht nur Vegetariern, sondern auch Fleischliebhabern schmecken.

2. Backofen auf 200 °C vorheizen. Teig ausrollen, an der Längsseite einen ca. 5 cm breiten Streifen Teig abschneiden, kühl stellen. Teig samt Papier in die Cakeform legen, Ränder nach aussen schlagen. Teigboden mit einer Gabel dicht einstechen, Haselnüsse darauf verteilen. Gemüsemischung in die Form füllen. Teigränder satt darüberschlagen. Aus dem restlichen Teig Formen ausstechen, auf den Cake legen. Teig mit Olivenöl bestreichen, Sesam und Mohn darüberstreuen. 3. Strudel ca. 50 Minuten auf der untersten Rille goldbraun backen. Herausnehmen, ca. 10 Minuten abkühlen lassen, in Stücke schneiden. Petersilie fein hacken, unter das Joghurt mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gemüse-Zitronen-Cake mit Joghurt servieren. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 50 Minuten backen + ca. 10 Minuten abkühlen

lassen

Pro Person ca. 20 g Eiweiss, 41 g Fett, 45 g Kohlenhydrate, 2650 kJ/630 kcal

Tipp Kalt serviert schmeckt der Cake auch gut


MIGROS-WELT | MM14, 30. Mร RZ 2015 | 37

Bio Broccoli, 400 g Aktion Fr. 1.40 statt 1.90 25% vom 31. 3. bis 6. 4.

Bio Feta, 150 g Fr. 3.40 In grรถsseren Filialen

Bio Zitronen, 900 g Aktion Fr. 2.70 statt 3.95 30% vom 31. 3. bis 6. 4.

M-Classic XL-Kuchenteig ausgewallt, 44 x 36 cm Fr. 2.90 In grรถsseren Filialen

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Madagaskar Rundreise

Unberührte Naturwunder im tropischen Süden

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Kommen Sie in den Genuss der einzigartigen Naturvielfalt dieser traumhaften Insel. Entdecken Sie Arten, die Sie sonst nirgendwo mehr sehen können.

Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Zürich – Paris – Antananarivo Flug von Zürich über Paris nach Antananarivo. 2. Tag: Antananarivo – Toliara Transfer zum Flughafen und Flug nach Toliara. Am Nachmittag besuchen Sie den örtlichen Meeresfrüchte-Markt und das Antsokay Arboretum – einen botanischen Garten. 3. Tag: Toliara – Ranohira Abfahrt nach Ranohira, zum Isalo Park. Teilweise schmücken traditionelle Aloalo Figuren den Weg. Im Isalo Park angekommen, werden Sie die mächtigen Felsformationen des Parks mit Sicherheit begeistern. 4. Tag: Ranohira Tagesausflug im Isalo Park. Auf einer Wanderung sehen Sie u.a. das «Piscine Naturelle», den Lemuren Canyon und passieren das berühmte Isalo Fenster. 5. Tag: Ranohira – Andringitra Auf dem Weg nach Andringitra kommen Sie an Zebu Herden, Savannen sowie Reis- und Tabakplantagen vorbei. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. 6. Tag: Andringitra Am Vormittag unternehmen Sie eine Wanderung im Tsaranoro Valley, dessen spektaku100% REKA-Zahlung möglich

läre Felswände die Besucher immer wieder in Staunen versetzen. Den Nachmittag gestalten Sie in Eigenregie. 7. Tag: Andringitra – Fianarantsoa – Ranomafana Im «Ny Anja-Park» haben Sie Gelegenheit mit den dort hausenden Ringelschwanz Lemuren engere Bekanntschaft zu machen. In Ambalavao erhalten Sie einen Einblick in die Erstellung von Reispapier. Weiterfahrt nach Ranomafana. 8. Tag: Ranomafana Diese tropische Gegend fasziniert mit einer einzigartigen und vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt. Viele der Arten existieren nur auf Madagaskar. Am Nachmittag Ausflug ins Dorf. Am Abend haben Sie die Möglichkeit nachtaktive Tiere zu beobachten. 9. Tag: Ranomafana–Ambositra–Antsirabe Wunderschöne Hügellandschaften zieren Ihre Fahrt nach Antsirabe. Unterwegs Stopp in Ambrositra, Hauptstadt der Madagassischen Handarbeit. 10. Tag: Antsirabe–Antananarivo–Andasibe In Antsirabe besuchen Sie einen Halbedelsteinladen und eine Seidenfabrik. Auf der Fahrt zurück nach Antananarivo erfahren Sie

alles Wissenswerte über die traditionellen Töpfermethoden. 11. Tag: Andasibe Am Morgen wandern Sie durch den Regenwald, wo Sie den Jagdrufen der «Indri Indri» lauschen können. Auch nachts geht es auf Enteckungstour im Wald. 12. Tag: Andasibe – Manambato – Ankanin’ny Nofy Fahrt nach Manambato. Weiterfahrt per Motorboot über den Rasoabe See nach Ankanin’ny Nofy. Am Nachmittag haben Sie Freizeit. Wie wäre es mit einem Spaziergang am Strand? 13. Tag: Ankanin’ny Nofy In einem privaten Reservat sehen Sie noch einmal wichtige tierische und pflanzliche Vertreter der Umgebung, u.a. auch Vanillepflanzen. 14. Tag: Ankanin’ny Nofy – Manambato – Moramanga Sie verlassen Ankanin’ny Nofy über den See und fahren zurück nach Moramanga. 15. Tag: Moramanga – Antananarivo Rückfahrt nach Antananarivo. Unterwegs legen Sie einen Halt im Madagascar Exotic Reserve ein. Dort können sie zahlreiche Amphibien beobachten. Nach dem Abendessen erfolgt der Transfer zum Flughafen. 16. Tag: Paris – Zürich Nach Mitternacht fliegen Sie via Paris nach Zürich zurück.

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Gut zu wissen Madagaskar steht noch am Anfang seiner touristischen Entwicklung. Die Infrastruktur entspricht oft nicht der europäischen Norm. Zeitweise erfordern die örtlichen Gegebenheiten eine gewisse Flexibilität vom Reisenden. Kurzfristige Änderungen des Programms möglich. Für diese Rundreise ist eine körperlich fitte und stabile Verfassung unabdingbar.

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MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 39

Léger-Proteinbrote und -Gipfel

Weniger ist mehr

Bild und Styling: Veronika Studer

Das frische Proteinbrot von Léger enthält 80 Prozent weniger Kohlenhydrate, dafür mehr pflanzliche Proteine als vergleichbare Brote. Mit Leinsamen und Sonnenblumenkernen.

Für alle, die gern Brot essen, aber möglichst wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen möchten, gibt es die Proteinbrote von Léger. Gegenüber vergleichbaren Broten enthält die Frischbrotvariante 80 Prozent weniger Kohlenhydrate, beim Proteinbrot in Scheiben sind es 40 Prozent. Auch Gipfelifans, die sich bewusst ernähren, werden in der Migros fündig: Die Frischback-Buttergipfel von Léger enthalten 30 Prozent weniger Fett.

Reduzierter Fettgehalt, voller Geschmack: Auch die Frischback-Buttergipfel von Léger empfehlen sich für eine bewusste Ernährung.

Léger Proteinbrot in Scheiben, 320 g Fr. 3.20

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Lange haltbar ist das LégerProteinbrot in Scheiben. Es wird aus Natursauerteig hergestellt. Der geringere Anteil an Kohlenhydraten resultiert aus einer speziellen, mit pflanzlichen Eiweissen angereicherten Getreidemischung.

Léger Frischbackgipfel mit Butter, 6 Stück, 200 g Fr. 3.50


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MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 41

Blévita

Zeit für eine kernige Knabberpause Kürbiskerne verleihen dem Knabbergebäck eine nussige Note und steuern wertvolle Inhaltsstoffe bei.

Bild und Styling: Claudia Linsi

Vier auf sechs Zentimeter Knabberspass: Eine neue Crackervariante bereichert die Blévita-Palette.

Der neuste Streich von Blévita verbindet Genuss mit Wohlbefinden, denn das Dinkelgebäck mit 10 Prozent Kürbiskernen liefert auch B-Vitamine und reichlich Ballaststoffe. Ein weiteres Plus: Die Cracker-Neuheit ist die erste laktosefreie Blévita-Sorte und damit auch für Menschen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit geeignet. Geblieben sind die bewährten BlévitaWerte: beste Zutaten ohne Konservierungsstoffe, knuspriger Charakter, voller Geschmack. Und das alles in der praktischen Portionenpackung.

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MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 43

Saisonküche

Eine runde Sache

Ob zum Frühstück oder zum Abendessen: Das Hühnerei ist ein wahres Wunderding, das unzähligen Speisen Raffinesse verleiht. Wir zeigen drei Rezepte mit dem kleinen Allrounder. Text: Sonja Leissing Bilder und Styling: Claudia Linsi

Mittags oder abends Hauptgericht

Herausnehmen und sammeln!

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Frittata mit Crevetten und Kefen ist ein leichtes Hauptgericht, das sich auch kalt geniessen lässt.

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44 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS-WELT

Pochiertes Ei auf Toast mit Kräuteröl

Asiatische Nudelpfanne mit Spiegelei

Frittata mit Crevetten und Kefen Abendessen für 4 Personen

Frühstück für 4 Personen

Mittagessen für 4 Personen Zutaten

½ Bund Schnittlauch ¼ Bund Petersilie 1 dl mildes Olivenöl Salz 2l Wasser 0,5 dl Essig 4 Eier, zimmerwarm 8 Scheiben Toastbrot Pfeffer Zubereitung 1. Kräuter grob hacken. Einen Teil davon für die Garnitur beiseitestellen. Restliche Kräuter und Öl mit dem Stabmixer pürieren. Absieben. Öl auffangen und mit Salz abschmecken. 2. Wasser mit Essig in einer weiten Pfanne aufkochen. Hitze reduzieren. Das Wasser darf nicht mehr kochen. Eier einzeln in Tassen aufschlagen, ohne das Eigelb zu verletzen. Nacheinander vorsichtig ins Essigwasser gleiten lassen. Mit Hilfe eines Löffels das Eiweiss um das Eigelb legen. Eier 4–5 Minu­ ten pochieren. Mit einer Lochkelle heraus­ heben. Auf Haushaltspapier abtropfen lassen. Toastscheiben toasten. Eier darauf anrichten. Mit dem Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit den beiseitegestellten Kräutern servieren. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Pro Person ca. 12 g Eiweiss, 33 g Fett, 22 g Kohlenhydrate, 1800 kJ/430 kcal

Zutaten

Zutaten 250 g Rice Noodles 2 Peperoncini 6 Bund Frühlingszwiebeln 60 g gesalzene Erdnüsse 4 Limetten 4 EL Erdnussöl 6 Eier 150 g Mungobohnensprossen 2 EL Rohzucker 8 EL Sojasauce 6 EL Austernsauce

kleine Zwiebel Eier Salz Pfeffer 2 EL Bratbutter 400 g tiefgekühlte Crevetten, vor Gebrauch aufgetaut 100 g tiefgekühlte Kefen, vor Gebrauch aufgetaut ½ Bund Dill 100 g saurer Halbrahm

Zubereitung

Zubereitung

1. Nudeln in kochendes Wasser geben. Vom Herd nehmen und ca. 8 Minuten ziehen lassen, bis sie al dente sind. Kalt abschrecken. Peperoncini längs halbieren, entkernen, in feine Streifen schneiden. Zwiebeln längs halbieren, samt Grün in feine Streifen schneiden. Erdnüsse grob hacken. Die Hälfte der Limetten in Schnitze schneiden, den Rest auspressen. 2. Die Hälfte des Öls in einer weiten Brat­ pfanne erhitzen. 2 Eier verquirlen, zum Öl geben, unter gelegentlichem Rühren stocken lassen. Peperoncini, Zwiebeln und Bohnen­ sprossen beigeben. Bei grosser Hitze kurz anbraten. Hitze reduzieren. Nudeln abtropfen lassen, mit Zucker, Soja­ und Austernsauce und Limettensaft mischen. Erdnüsse unter­ heben. Mit Sojasauce abschmecken. 3. Im restlichen Öl mit den übrigen Eiern Spiegeleier zubereiten, auf den Nudeln anrichten. Mit Limettenschnitzen servieren. Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

Pro Person ca. 22 g Eiweiss, 16 g Fett, 70 g Kohlenhydrate, 2150 kJ/520 kcal

1 8 1 TL

Zwiebel fein hacken. Eier verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Butter auf 2 weite Bratpfannen aufteilen und erhitzen. Je ½ Zwiebel in jeder Bratpfanne anbraten. Je ½ der Crevetten und der Kefen dazugeben und mit je 4 Eiern übergiessen. Frittatas zugedeckt bei kleiner Hitze 15–20 Minuten stocken lassen. Etwas Dill für die Garnitur beiseitestellen. Restlichen Dill hacken. Mit dem Sauerrahm mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit den Frittatas servieren. Zubereitungszeit ca. 35 Minuten

Pro Person ca. 28 g Eiweiss, 22 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 1400 kJ/330 kcal


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Nivea Hair Care & Styling Produkte im 3er-Pack z.B. Intense Repair Shampoo, 3 x 250 ml, gültig bis 13.4.2015

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Gesamtes Molfina Damenhygienesortiment 20% günstiger, z.B. Slipeinlagen Bodyform Air, Packung à 36 Stück, gültig bis 13.4.2015

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Alle Cucina & Tavola sowie Duni Servietten, Tischsets, Tischtücher und Tischtuchrollen aus Papier (ohne Osterartikel), z.B. Servietten Butterfly, 25 cm, FSC, Packung à 20 Stück, gültig bis 13.4.2015


Alle Migros-Bio Getreidekörner, Hülsenfrüchte oder Quinoa, z.B. Quinoa weiss, Bio, Fairtrade, 400 g 4.45 statt 5.60 20%

WEITERE ANGEBOTE. FRÜCHTE & GEMÜSE Datteltomaten, Spanien/Italien, Schale à 250 g 1.10 statt 2.20 50% Erdbeeren, Spanien, Kistli à 1 kg 3.95 statt 5.90 33% Zitronen, Bio, Spanien/Italien, Netz à 900 g 2.70 statt 3.95 30% Mango, Brasilien/Peru, pro Stück 1.80 statt 2.50 25% Netzmelonen, Senegal, pro Stück 3.– statt 3.80 20% Äpfel Gala, Schweiz, per kg 2.70 statt 3.60 25% Champignons weiss, Schweiz/ Niederlande, Schale à 500 g 3.90 Broccoli, Bio, Italien/Spanien, 400 g 1.40 statt 1.90 25% Eichblattsalat grün und rot, «Aus der Region.», pro Stück 1.85 statt 2.50 25%

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Kalbsplätzli, TerraSuisse, per 100 g 6.20 statt 7.80 20% Optigal Poulet ganz, 1 Stück, Schweiz, per kg 7.60 statt 9.50 20% Bündner Rohschinken Surchoix, Schweiz, 149 g 5.25 statt 10.55 50% Beinschinken, Schweiz, per 100 g 2.15 statt 3.10 30% Lammnierstück, Neuseeland/ Australien, per 100 g 3.75 statt 5.40 30% Olma-Bratwurst im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 2 Stück, 640 g 5.90 statt 11.80 50% Bratspeck geschnitten, TerraSuisse, per 100 g 1.60 statt 2.30 30% Schweinsfilet im Teig, Schweiz, 800 g 19.95 statt 39.90 50% Alle Citterio CharcuterieProdukte in Selbstbedienung, z.B. Salami Milano, Maxi-Schale, Italien, per 100 g 3.80 statt 4.80 20%

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Optigal Pouletschnitzel, Schweiz, per 100 g 2.70 statt 3.30 15% Atlantik Rauchlachs, Zucht aus Norwegen, 330 g 9.90 statt 19.80 50% * Ausgewählte Ostern-Frischfische, z.B. Lachsfilet ohne Haut, Zucht aus Norwegen, per 100 g 3.– statt 4.30 30% *

BROT UND MILCHPRODUKTE Valflora Halbrahm, 2 x 500 ml 3.90 statt 4.90 20% Alle Dessert Tradition, z.B. Crème Vanille, 175 g 1.– statt 1.30 20% *Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

Alle Migros-Bio Trockenreis, 1 kg, z.B. Vollreis Natura 2.60 statt 3.30 20%

Joghurt 6 x 180 g, z.B. Mokka 2.30 statt 3.30 30% Alle Bifidus Joghurt, z.B. Erdbeere, 150 g –.65 statt –.85 20% Rahmtilsiter, Bio, per 100 g 1.50 statt 1.90 20% Le Gruyère gerieben im DuoPack, 2 x 120 g 3.65 statt 4.60 20%

BLUMEN & PFLANZEN Rosen, Fairtrade, verschiedene Farben, Stiellänge 50 cm, Bund à 15 Stück 14.90 Tulpen, verschiedene Farben, Bund à 30 Stück 13.90 statt 19.90 30% Festliches Cymbidiumgesteck, pro Gesteck 13.90

WEITERE LEBENSMITTEL Alle ChocMidor Biscuits, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. Carré, 100 g 2.50 statt 3.10 M-Classic Taragona oder Konfektwaffeln im Duo-Pack, z.B. Konfektwaffeln, 2 x 150 g 2.40 statt 3.– 20% Alle Caruso Kaffees Bohnen oder gemahlen, UTZ, z.B. Imperiale Crema, Bohnen, 500 g 7.10 statt 8.90 20% Gesamtes Delizio KapselSortiment, UTZ, z.B. Espresso, 48 Kapseln 19.80 10x PUNKTE

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Alle Café Royal Kaffeekapseln, UTZ, beim Kauf ab 4 Produkten, jedes 1.– günstiger, z.B. Espresso, 10 Kapseln 2.80 statt 3.80 Alle Konfitüren oder Gelées in Gläsern oder Beuteln 185–500 g (ohne Alnatura), beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. Extra Aprikosenkonfitüre, 500 g 2.20 statt 2.70 Alle Spinat inkl. Bio, tiefgekühlt, z.B. Rahmspinat, 800 g 2.55 statt 3.20 20% Costa Pacific Prawns, tiefgekühlt, 800 g 19.30 statt 27.60 30% M-Classic Buttergipfel oder Branche-Gipfel, tiefgekühlt, z.B. Buttergipfel, 540 g 5.40 statt 6.80 20% Alle Pepsi oder Schwip Schwap im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. Pepsi Max 5.50 statt 11.– 50%

Alle Migros-Bio Mifloc oder Rösti, z.B. Rösti, 500 g 1.95 statt 2.45 20% Alle Trockenpilze im Beutel, z.B. Steinpilze getrocknet, 30 g 2.90 statt 3.65 20% Alle Longobardi geschälten oder gehackten Tomaten, z.B. gehackte Tomaten, 280 g –.80 statt 1.– 20% Monini Classico oder Delicato im Duo-Pack, z.B. Classico, 2 x 1 Liter 18.75 statt 25.– 25% Ponti Glassa Crema di Mela, 240 g 5.90 NEU **

Alle M-Classic Salatsaucen fixfertig, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.– günstiger, z.B. French Dressing, 700 ml 1.60 statt 2.60 Thomy Senf mild im Glas, 400 g 2.95 NEU **

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Heinz Ketchup Classic oder Hot im Duo-Pack, z.B. Classic, 2 x 700 g 4.85 statt 6.10 20% Gesamtes Mirador Flüssigwürze- und Streuwürze-Sortiment, z.B. Streuwürze, 90 g 1.55 statt 1.95 20% Alle Oliven im Beutel, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. spanische Oliven schwarz, entsteint, 150 g 1.90 statt 2.40 Alle Bon Chef oder Marke Bischofszell Suppen, z.B. Bon Chef Fideli mit Huhn, Beutel, 65 g 1.20 statt 1.50 20% Alle Nissin Noodles im 3er-Pack oder 5er-Pack, z.B. Poulet im 5er-Pack, 5 x 85 g 4.40 statt 5.50 20% Alle Party Nüsse, z.B. Nussmischung gesalzen, 200 g 2.– statt 2.50 20% Zweifel Chips im XXL-Beutel, Nature, Paprika oder Salt & Vinegar, z.B. Paprika, 380 g 5.95 statt 7.75 20% Alle Erdbeerpatisserie, z.B. Erdbeertorte, 550 g 7.80 statt 9.80 20% Alle Andros Frischsäfte, z.B. Orangensaft, 1 Liter 3.80 statt 4.80 20% Alle Anna’s Best und Bio Antipasti, z.B. Anna’s Best Oliven mit Weichkäse, 150 g 3.60 statt 4.50 20% Anna’s Best Pasta im 3er-Pack oder Duo-Pack, z.B. Ravioli Ricotta und Spinat im 3er-Pack, 3 x 250 g 11.70 statt 14.70 20%

Alle Orangina im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. Regular 7.35 statt 12.30 40% Alle Apéro-Getränke inklusive alkoholfreie Schaumweine, z.B. Perldor Classic, 75 cl 3.80 statt 4.80 20% **Gültig bis 13.4. Genossenschaft Migros Basel

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Anna’s Best Fettuccine oder Spätzli im 3er-Pack, z.B. Fettuccine, 3 x 250 g 6.– statt 7.50 20% Anna’s Best Flammkuchen im Duo-Pack, z.B. 2 x 350 g 7.80 statt 9.80 20%

NEAR-/NON-FOOD Alle Exelcat Nassbeutel Multipacks, 24 x 100 g, 24 x 85 g oder 24 x 50 g, z.B. Gelée Geflügel, 24 x 100 g 15.60 statt 19.50 20% Nivea Hair Care & Styling Produkte im 3er-Pack, z.B. Intense Repair Shampoo, 3 x 250 ml 7.60 statt 11.40 33% ** pH Balance Produkte in Mehrfachpackungen, z.B. Duschgel Nachfüllbeutel im Duo-Pack, 2 x 500 ml 9.40 statt 11.80 20% ** Gesamtes Molfina Damenhygienesortiment, z.B. Slipeinlagen Bodyform Air, Packung à 36 Stück 1.25 statt 1.60 20% ** Primella Watteprodukte im Duo-Pack, z.B. Watterondellen, 2 x 80 Stück 3.– statt 3.80 20% ** Pedic Wellness Velvet & Beauty Balm, 75 ml 4.80 NEU **

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Baby, Kinder, Damen und Herren Bekleidung im Multipack, z.B. Herren Shirts im 3er-Pack, Gr. S–XXL 19.80 ** Diverse Herrenwäsche, designed von Migipedia-Usern, Gr. S–XL, z.B. Herren Shorts im 3er-Pack, marine, Gr. M 14.90 Gültig bis 12.4.2015 Exelia Weichspüler, z.B. Fresh Morning, 1,5 Liter 3.25 statt 6.50 50% Migros Fresh Duftstäbchen im Duo-Pack, z.B. Orchid Dreams, 2 Stück 6.80 statt 9.80 30% ** Cucina & Tavola und M-Classic Wasserfilter Kartuschen, z.B. Cucina & Tavola Duomax Kartuschen, 3 x 3 Stück 29.60 statt 44.40 3 für 2 ** Gesamtes Cucina & Tavola Küchen- und TischtextilSortiment, z.B. Topfhandschuh Silikon, 38 cm, rot, pro Stück 6.40 statt 12.80 50% ** Alle Cucina & Tavola sowie Duni Servietten, Tischsets, Tischtücher und Tischtuchrollen aus Papier (ohne Osterartikel), z.B. Servietten Butterfly, 25 cm, FSC, Packung à 20 Stück 1.55 statt 3.10 50% ** Papeteria Kopierpapier im 3er-Pack, FSC, A4, weiss, 80 g/m2, 3 x 500 Blatt 11.85 statt 23.70 50% ** Verwandlungskissen Lilly, erhältlich in diversen Farben, z.B. türkis, 38 x 26 cm 12.80 **


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MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 53

Tipps

Küchenkunde Wissenswertes über die Kühlung

Eier von der Migros oder vom Detailhandel sind immer ungekühlt. Aus gutem Grund: Frische Eier besitzen rund 20 Tage lang eine Schutzschicht und brauchen deshalb keine Kühlung. Danach aber sollte man sie mit dem spitzen Ende nach unten ins Eierfach des Kühl­ schranks legen. Die am stumpf­runden Ende befindliche Luftkammer ist übrigens der schwächste Punkt des Eis: Hier können Keime und Gerüche besonders leicht eindringen. Frischetest

Um die Frische des Eis zu prüfen, legt man das rohe Ei in ein Glas mit kaltem Wasser: Sinkt es, ist es frisch. Richtet sich das stumpfe Ende auf, ist das Ei etwa eine Woche alt und immer noch geniessbar. Sobald ein Ei aber ganz oben aufschwimmt, ist es nicht mehr zum Verzehr geeignet. In der Küche

Was wären Spaghetti Carbonara ohne das köstliche Eigelb oder Piccata milanese ohne die Eier­Käse­Panade? Eier sind unentbehrliche Bestandteile in einer Vielzahl von Lebens­ mitteln: Suppen, Nudeln, Kartoffel­ gerichten, Saucen oder Gebäck. Zudem übernimmt das Ei wichtige Funktionen als Lockerungs­ und Triebmittel, als Binde­, Klebe­ und Emulgier­ mittel. Eben ein kleines Wunderding! In Zusammenarbeit mit

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Mythen

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Richtig oder falsch? Rund ums Ei ranken sich hartnäckige Irrtümer und falsche Behauptungen. Text: Sonja Leissing

1

4

Gekochte Eier mit einem grün verfärbten Eigelb sind ungeniessbar

Falsch. Die Verfärbung entsteht, wenn das Ei zu lange gekocht wurde. Die Farbe hat keinen negativen Einfluss auf den Genuss. Hier handelt es sich lediglich um eine chemische Reaktion: Das Eisen im Eigelb reagiert auf den Schwefelwasserstoff im Eiweiss.

Mit kaltem Wasser abgeschreckte Eier lassen sich leichter schälen Falsch. Kaltes Abschrecken bewirkt lediglich, dass die Eier nicht nachgaren.

2

5

Eier enthalten viel Cholesterin Das ist zwar richtig, trotzdem gibt es laut der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung Entwarnung: Nach heuti­ gem Wissensstand und diversen Studien sei die Cholesterinhysterie rund ums Ei völlig übertrieben – auch wenn es grundsätzlich zu­ trifft, dass zu viel Cholesterin Herz und Gefässe belastet. Denn das Cholesterin aus dem Ei hat offenbar keinen nennenswerten negativen Einfluss auf unseren Cholesterinspiegel. Zwei bis drei Eier täglich sind also unbedenklich.

Hart gekochte Eier lassen sich besser schälen Falsch. Entscheidend ist das Alter: Bei frisch gelegten Eiern hat sich noch keine Luftkammer zwischen Flüssigkeit und Schale gebildet. Bei älteren Eiern hingegen hat sich das Samenhäutchen auf natürliche Weise vom Inneren gelöst, weshalb sich ein bis zwei Wochen alte Eier besser schälen lassen als frisch gelegte.

3

Eier sind vitaminreich

Richtig. Eier sind kleine Kraftpakete: Sie enthalten hochwertiges Eiweiss, Fett sowie die Vitamine A, B2, B6,B12, D und E. Insbesondere die Vitamine der B­Gruppe sind für alle Stoffwechselfunktionen in unseren Körperzellen essenziell, also lebensnotwendig.

6

Braune Eier sind von braunen Hühnern

Falsch. Die Farbe der Eierschale richtet sich nach der Rasse des Huhns und dessen Ohr­ scheibe, des Hautlappens am Gehörgang der Legehenne: Hühner mit roten Ohrscheiben legen meist braune Eier.


54 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS-WELT

Fisch in der Migros

Grosses Angebot Die Migros setzt sich als Mitglied der WWF Seafood Group für ein nachhaltiges Fischangebot ein. Bis 2020 soll das gesamte Fisch- und Meeresfrüchtesortiment ein entsprechendes Label tragen oder der WWF-Einschätzung «empfehlenswert» oder «akzeptabel» entsprechen. Bereits heute stammen 97 Prozent aller in der Migros verkauften Fische aus nachhaltigen Quellen. Produkte, die nicht der WWF-Einschätzung entsprechen, wurden ausgelistet. Andere, wie beispielsweise geräucherte Forelle und Lachs, hat die Migros auf das Label ASC umgestellt. Die Einführung weiterer ASC-zertifizierter Produkte ist für dieses Jahr geplant. Zum nachhaltigen Fischsortiment zählen übrigens auch die gezüchteten Eglis. Eglifilets aus Irland sind in der Osterwoche an den bedienten Fischtheken erhältlich, danach je nach Verfügbarkeit.

ASC kennzeichnet Fische aus verantwortungsvoller Zucht.

MSC steht für Fische aus umweltverträglichem Wildfang. Bio steht für Fische aus naturnaher, nachhaltiger Zucht. Ein Teil von

Pioniere der Egli-Zucht: Die Gebrüder Philip (links) und Andrew Fryday.


MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 55

Nachhaltige Fischzucht

Fisch von der Grünen Insel

Die Gebrüder Fryday beherrschen die schwierige Kunst, Egli zu züchten. Der M-Industriebetrieb Micarna will vom Fachwissen profitieren und beteiligt sich deshalb am Betrieb. Ein Besuch in Irland. Text: Daniel Sägesser

Bilder: Jorma Müller

W

ie kleine Hangars sehen sie aus, die 36 nebeneinander aufgereihten Plastikzelte. Unter ihrer dunkelgrünen Plane sind sie dick mit einem Vlies isoliert. Im Innern ist es feucht-warm – es riecht erdig. In 5 der 36 Hangars züchten die Brüder Philip (49) und Andrew Fryday (57) Eglis, die in der Schweiz zu den beliebtesten Speisefischen gehören. Rund eine halbe Million der auch Flussbarsch genannten Fische tummeln sich in insgesamt 36 Becken – in allen Entwicklungsstadien, von der Larve bis zum 15 Monate alten schlachtreifen Tier. Die Frydays waren im Fischmetier zunächst völlig unerfahren

In den dunkelgrünen Hangars befinden sich insgesamt 36 Zuchtbecken mit rund einer halben Million Eglis.

Eigentlich sind die Brüder Fryday Champignonproduzenten und Schafzüchter. Pro Woche liefern sie bis zu 19 Tonnen dieses Speisepilzes ins Vereinigte Königreich. Auf den Wiesen ihres landwirtschaftlichen Betriebs in Clune, im südirischen County Tipperary, grasen auch 300 Schafe. Dass die beiden zu Fischfarmern wurden, ist aus der Not geboren: «Weil die Preise für unsere Pilze sanken, die Löhne aber stiegen, mussten wir nach neuen Geschäftsfeldern und Einnahmequellen suchen», erklärt Philip Fryday. «Wir versuchten es mit Hühnern, Truthähnen, Bäumen, Erdbeeren. Aber nichts hat wirklich funktioniert und war lukrativ. Also probierten wir es mit Fischen, denn wir verfügen ja über eigenes Quellwasser.» Die im Fischmetier gänzlich

Sauberkeit ist bei der Aufzucht der anspruchsvollen Eglis oberstes Gebot: Mehrmals täglich werden Futterreste aus dem Becken abgesaugt. unerfahrenen Brüder kamen 2007 auf den Egli und begannen mit Brutund Aufzuchtversuchen. Aber erst 2011 kam der Betrieb richtig in Gang. Einen anspruchsvollen Wildfisch wie den Egli zu reproduzieren, aufzuziehen und zu mästen, ist eine Kunst. «Vom Staat erhielten wir

zwar Beratung, aber eigentlich mussten wir durch Experimentieren selber Antworten auf Fragen bezüglich Futter, Licht, Wasserqualität und -temperatur finden. Learning by doing im wahrsten Sinn des Wortes also», erklärt Philip Fryday. So fanden die Brüder heraus, dass


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MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 57

Rüdiger Buddruss (54)

ist Leiter Seafood beim M-Industriebetrieb Micarna. Experteninterview

«Wir streben die Zucht weiterer Fischarten an»

Philip Fryday in einem der fünf Hangars: Die Eglis in den Zuchtbecken werden bis zu 15 Monate alt. Fütterung nicht automatisiert, sondern von Hand erfolgen muss. Dabei kann die fütternde Person gleichzeitig kontrollieren, dass der Beckenboden nicht durch überschüssiges Futter verschmutzt ist. Und weil die Jungfische nur nach lebendigem Futter schnappen, konzipierten die Frydays eine Einrichtung, die Trockenfutter Leben einhaucht: Dieses bewegt sich durch Wasserströmungen so, dass es wie lebendiges Kleinstgetier wirkt – und nach solchem gieren die jungen Eglis. Das Wasser für die Fische wird ständig gereinigt

Die Iren brauchten bei ihrem Unterfangen Kreativität, viel Geduld und investierten viel Zeit und Arbeit. Zudem verbrauchten sie dabei jedes Jahr 100 000 Euro. Sie stiessen finanziell an ihre Grenzen. Philip Fryday spricht explizit von einem Verlustgeschäft – zumal es für Eglis in Irland keinen Markt gibt. Neben den Personalkosten gehen vor allem die Stromkosten für die Wasseraufbereitung ins Geld. Das Wasser wird in einem umweltfreundlichen, geschlossenen Kreislauf ständig gereinigt und zurück ins Fischbecken geleitet: Das frische Quellwasser kompensiert nur die Verdunstung und das Abwasser, das mit den Fäkalien zusammen auf dem Kompost landet. Auch für fällige Investitionen, Aus- und Neubauten fehlten die Mittel; die Hangars sind ja für die Pilz- und nicht die Fischzucht konzipiert. Ziel ist es, in Zukunft Egli in der Schweiz zu produzieren

Die Fryday-Brüder wollten schon aufgeben, suchten aber gleichzeitig nach Unterstützung durch einen Partner. Sie fanden ihn im M-Industriebetrieb Micarna, konkret im Leiter des Geschäftsbereichs Fisch und Seafood, Rüdiger Buddruss. Diesem wiederum helfen nun ihrerseits die iri-

schen Fischfarmer, ein Problem zu lösen: nämlich dem Anspruch der Migros zu entsprechen, ihren Kunden zuverlässig und konstant übers ganze Jahr hinweg die Delikatesse Egli anbieten zu können. Dies aus garantiert nachhaltiger Produktion und rückverfolgbarer Herkunft. Weil die Fischer immer weniger Eglis aus den Schweizer Seen ziehen, führt dies zu Lieferengpässen. Grund: Die einheimischen Gewässer sind heutzutage wieder so sauber, dass es den Fischen an Nährstoffen fehlt und die Bestände zurückgehen, aber leerfischen will man die Seen ja nicht. «Ich bin durch Kontakte auf die Frydays gestossen, habe mir ihre Anlage in Irland angeschaut – ihr exklusives Fachwissen hat überzeugt, und wir sind uns einig geworden: Die Micarna hat ihnen den Fischbestand abgekauft, um den sie sich nun weiterhin professionell kümmern», berichtet Buddruss. In der Person von Tim Gottschalk hat die Micarna den Frydays zudem einen erfahrenen Fischereibiologen zum weiteren Austausch von Know-how zur Seite gestellt. Im Herbst werden die Fische dann in eine neue, grössere Testzuchtanlage nach Kirschau bei Dresden gezügelt. Die Iren ihrerseits behalten einen gewissen Flussbarschbestand zur Absicherung zurück, falls sich in Deutschland Schwierigkeiten ergeben. Denn es handelt sich doch um ein Experiment, einen Pilotversuch mit Versuchscharakter. «Wir wollen uns Wissen erarbeiten – der Ausgang aber ist ungewiss», wie Buddruss erklärt. Sein erklärtes Ziel ist es aber, dass die Micarna, sobald Fachpersonal und Infrastruktur vorhanden sind, dereinst Eglis in der Schweiz produzieren kann und dieser Fisch so wieder zur einheimischen Spezialität wird, wie er es vor noch nicht allzu langer Zeit war. MM Egli-Rezepte finden Sie ab Seite 58

Rüdiger Buddruss, in der Schweiz gibt es viele Gewässer, in denen Fische sich wohlfühlen müssten. Weshalb muss man Egli züchten? Weil die heute sehr sauberen Gewässer es einer grösseren Menge von Fischen unmöglich machen, sich ausreichend zu ernähren. In den 60er- und 70er-Jahren gab es hierzulande ein grosses Nahrungsangebot und damit eine hohe Fischdichte. Grund war der hohe Anteil an Nährstoffen, da die Gewässer etwa durch Nutzung von Gülle und Dünger auf den Feldern anders beschaffen waren. Und wie ist es heute? Diese Zustände sind vorbei – sie wären auch mit unseren Umweltzielen unvereinbar. Hinzu kommt, dass wir in der Schweiz in offenen Gewässern nichts züchten dürfen und auch nicht können, da zum Beispiel die Wassertemperatur im Winter zu tief ist. Die Fische stellen in dieser Zeit das Wachstum ein. Daher müssen wir in künstliche Gewässer ausweichen. Warum engagieren Sie sich selber in Irland in der Eglizucht und überlassen dies nicht Lieferanten? Wir lernen dort, was man momentan über die Zucht dieser anspruchsvollen Fischart überhaupt weiss. Dies ist ein wichtiger Schritt auf unser Ziel hin, dereinst Egli als regionales Schweizer Produkt aus heimischer Zucht und Mast anzubieten. Beschränkt sich das Interesse der Micarna nur auf den Egli? Nein, wir streben auch die Zucht anderer beliebter Fischarten an. Zurzeit ist aber noch nichts spruchreif.


58 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS-WELT

Beliebter Speisefisch Egli

Grätenarm und zart Weshalb der Egli zu den beliebtesten Speisefischen zählt, liegt an seinem besonders mageren Fleisch. Und wenn man ihn an der Fischtheke der Migros küchenfertig erworben hat, ist er praktisch grätenfrei. Wie geschaffen für Knusperli. Bilder: Claudia Linsi

Egli-Knusperli Zutaten für eine Vorspeise für 6 Personen oder ein Hauptgericht für 4 Personen 150 g Mehl 1 TL Backpulver

1,5 dl 0,5 dl 1 EL 1

400 g

1

Bier, z. B. alkoholfreies Wasser Öl Ei Salz, Pfeffer Öl zum Frittieren Eglifilets Mehl zum Wenden Zitrone

Tatarsauce: 1 Schalotte 1 TL Kapern 30 g Essiggurken ¼ Bund Petersilie je 60 g Mayonnaise und Quark Salz, Pfeffer Zubereitung

1. Mehl, Backpulver, Bier, Wasser und Öl zu einem dickflüssigen, glatten Teig rühren. Ei darunterrühren. Teig mit Salz und Pfeffer würzen. Ca. 30 Minuten ruhen lassen. 2. Inzwischen für die Tatarsauce Schalotte, Kapern, Gurken und Petersilie fein hacken. Alles mit Mayonnaise und Quark verrühren. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. 3. Ofen auf 80 °C vorheizen. Öl in der Fritteuse oder im Bräter auf ca. 170 °C erhitzen. Egli­ filets kalt abspülen, mit Haushaltspapier trocken tupfen, mit Salz und Pfeffer würzen. Filets portionenweise im Mehl wenden, leicht abklopfen. Durch den Bierteig ziehen, gut ab­ tropfen lassen. Im Öl 3–4 Minuten goldbraun frittieren, herausheben und auf Haushalts­ papier abtropfen lassen. Im Ofen warm stellen. Zitrone vierteln, Egli­Knusperli mit Zitronen­ viertel und Tatarsauce servieren. Dazu passt Salat.

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 30 Minuten ruhen lassen

Pro Person bei einer Vorspeise ca. 18 g Eiweiss, 42 g Fett, 35 g Kohlenhydrate, 2700 kJ/650kcal


MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 59

Eglifilet in Estragon-Butter auf Baguette Zutaten für eine kleine Mahlzeit für 4 Personen 300 g Eglifilets

Salz, Pfeffer Mehl zum Wenden 1 kleine rote Zwiebel 1 Zitrone ½ Bund Estragon 8 Baguettescheiben à ca. 30 g 50 g Butter 80 g Blattsalat

Zubereitung

Eglifilets mit kaltem Wasser abspülen und mit Haushaltspapier trocken tupfen. Filets mit Salz und Pfeffer würzen, im Mehl wenden und leicht abklopfen. Zwiebel hacken. Zitronen­ schale fein abreiben. Estragon hacken. Baguettescheiben in einer beschich­ teten Bratpfanne beidseitig knusprig rösten und beiseitestellen. In derselben Pfanne Butter erhitzen. Eglifilets dazugeben und ca. 3 Minuten in der schaumigen Butter beidseitig braten. Filets herausheben. Zwiebel, Estragon und Zitronenschale zur Butter geben und ca. 1 Minute braten. Mit Salz und

Pfeffer abschmecken. Baguettescheiben und Eglifilets mit Salat anrichten. Estragon­Zwiebel­Butter darüber verteilen und servieren. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Pro Person ca. 19 g Eiweiss, 12 g Fett, 33 g Kohlenhydrate, 1350 kJ/ 320 kcal

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4. Tag: Koblenz–Rüdesheim. Geniessen Sie die romantische Rheinstrecke, vorbei am Loreley-Felsen. Nachmittags besuchen Sie Siegfried’s Musikkabinett mit seiner riesigen Instrumentensammlung (*) in Rüdesheim.

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3. Tag: Wertheim–(Miltenberg). Rundgang in Miltenberg mit Weinprobe (*).

3. Tag: Cochem–Koblenz. Über der Stadt befindet sich die Reichsburg. Stadtrundgang (*).

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Neuheit 2015


MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 61

Optigal-Poulet

Raffiniert mariniert Neu Neu PouletPoulet-Minifilet Minifilet an einer Apfelblütenmarinade Marinade

Bild und Styling: Giulia Marthaler

Ob vom Grill oder aus der Pfanne: PouletMinifilets sind als delikate Beilage beliebt bei Alt und Jung.

Passend zur Jahreszeit gibt es die zarten PouletMinifilets von Optigal jetzt an einer aromatischen Frühlingsmarinade mit Apfelblüten: eine leichte Salat- oder Menübeilage, die sich in der Pfanne oder auf dem Grill einfach zubereiten lässt. Ebenso leicht und geschmackvoll ist die zweite Neuheit im Optigal-Sortiment: Pouletgeschnetzeltes mit Sweet-and-Sour-Gewürzmischung – der harmonische Begleiter für asiatische Gerichte.

Optigal Poulet-Minifilets, mariniert mit Apfelblüte, per 100 g Fr. 3.60

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Die M-Industrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. So auch die Geflügelprodukte von Optigal.


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62 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS-WELT

Frage der Woche

«Ich kaufe in der Migros Schweizer Bio-Eier. Kann ich sicher sein, dass sie korrekt deklariert sind und wirklich aus tierfreundlicher Haltung stammen?»

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Die Kunden können in der Migros gekaufte Schweizer Eier bis zum Herkunftsbetrieb zurückverfolgen: Auf der Schale jedes Eis ist ein Code aufgedruckt. Auf der Website www.migros.ch/eier kann dieser Code in ein Suchfeld eingetippt werden. So gelangt man zu einem Porträt des betreffenden Bauernhofs sowie der Bauernfamilie und erhält Informationen über die Haltungsart der Hühner. Alle der rund 180 Betriebe, von denen die Migros Schweizer Eier bezieht, lassen sich so abfragen. Auf der Site sind auch die Anforderungen an die Bio-, Freiland- und Bodenhaltung von Hühnern erklärt. Die Migros geht in ihren Anforderungen über das Gesetz hinaus. So muss bei der Bodenhaltung ein gedeckter Frischluftbereich vorhanden sein. Die Einhaltung der Bedingungen wird von der Migros mehrmals jährlich überprüft. Die Migros verkauft bereits seit 1996 keine Eier aus Käfighaltung mehr, wobei dies auch für importierte Eier gilt. Ausländische Eier aus der Migros sind stets durch den Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) zertifiziert. So wird ausgeschlossen, dass Importeier aus Batteriehaltung in die Verkaufsregale gelangen.

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MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 63

Biogarten

Gärtnern ohne Risiko

Es gibt gute Gründe, im eigenen Garten auf biologische Hilfsmittel zu setzen. Weshalb, erklärt der Biologe Bernhard Speiser. Text: Thomas Tobler

Bild: Mirko Ries

Bernhard Speiser, welche Risiken bestehen beim Einsatz chemischer Mittel gegen Schäd­ linge oder Unkraut im eigenen Garten? Der Gebrauch von Chemikalien im eigenen Garten kann eine Vielzahl von Problemen mit sich bringen, und die Forschung ent­ deckt immer wieder neue Risiken. Heftig diskutiert werden derzeit insbesondere die Nebenwirkun­ gen mancher Insektizide auf Bienen. Und für Wassertiere, bei­ spielsweise in Biotopen, sind viele Pestizide ausgesprochen giftig. Können diese Risiken mit einer richtig dosierten Anwendung nicht eingedämmt werden? Die richtige Dosierung ist das Minimum. Zudem muss man wis­ sen, wann und wo gespritzt wer­ den darf und wann und wo nicht. Beispielsweise dürfen auf beto­ nierten oder asphaltierten Flä­ chen keine Herbizide verwendet werden, weil sie in die Kanalisa­ tion gelangen könnten. Befolgt man alle Vorgaben, so sind die Risiken tatsächlich beschränkt. Aber nicht alle Hobbygärtner sind sich der Risiken bewusst, die bestehen, oder wissen, wie sie vermieden werden können. Sie haben zusammen mit der Migros Richtlinien für Bio­ gartenprodukte ausgearbeitet. Weshalb sind solche Richtlinien notwendig? Weil viele Hobbygärtner ihren Garten umweltschonend pflegen wollen. Die Richtlinien stellen sicher, dass die Migros­Bio­ Garden­Produkte zum Beispiel keine chemischen Wirkstoffe enthalten, Umwelt und Natur nicht gefährden und benutzer­ freundlich sind. So kann sich der Hobbygärtner auf eine Experten­

Sortiment Bio Garden

Ausbau bei den Biohilfsmitteln Das Sortiment Bio Garden der Migros umfasst 47 Pflanzenpflegeprodukte. Bis 2020 will die Migros den Anteil an diesem Sortiment verdoppeln. Dünger: In den MigrosRegalen stehen 24 ver-

schiedene Düngemittel, um Pflanzen oder Gemüse mit natürlichen Nährstoffen wie Kompost oder Gesteinsmehl zu versorgen. Gartenerden: Erhältlich sind 10 Sorten Gartenerde. Diese werden ohne Torf hergestellt und nur mit organischen Stoffen aufgedüngt.

Wirft ein Auge auf den Biogarten: Bernhard Speiser, Biologe am Forschungsinstitut für biologischen Landbau im aargauischen Frick. einschätzung verlassen und muss sich nicht selbst in die Materie einarbeiten. Was meinen Sie mit «benutzer­ freundlich»? Die Wirkung der Produkte ist eindeutig nachgewiesen, die Packungsgrösse stimmt für den Hobbygärtner, und die Anwen­ dung ist gut verständlich erklärt. Das ist wichtig, denn einige Bio­ gartenprodukte enthalten lebende Organismen, die nur unter bestimmten Bedingungen über­ leben und ihre Wirkung entfalten

Pflanzenschutzmittel: Um Pflanzen und Gemüse gegen Schädlinge zu schützen, gibt es in der Migros 13 biologische Pflanzenschutzmittel.

können. Eine richtige Anwendung ist der Schlüssel zum Erfolg. Biologische Pflanzenschutz­ mittel wirken so spezifisch, dass davon nur eine Schädlingsart be­ troffen ist. Wie ist das möglich? Das hat mit dem Wirkungs­ mechanismus zu tun. Lebende Organismen haben eine biologische Wirkungsweise, und diese wirkt viel spezifischer als chemische Mittel mit einer toxischen Wirkung. MM Biogartentipps auf Seite 64

Migros Bio Garden kennzeichnet ökologische Produkte, die das Gärtnern mit natürlichen Mitteln ohne chemisch-synthetische Hilfsstoffe ermöglichen.

Ein Teil von


64 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS-WELT

Migros Bio Garden

Grünkur für den Biogarten Garten-Bloggerin Almut Berger hat ein Pflegeprogramm für Balkon, Beet und Co. zusammengestellt – mit den ökologischen Produkten von Migros Bio Garden.

Stoppt Ameisen

Düngung wohldosiert «Düngerstäbchen mit Langzeitwirkung sind besonders auf dem Balkon praktisch, wo es schwierig ist, mit Kompost zu kutschieren. Zudem kann mit den Stäbchen praktisch keine Überdosierung stattfinden.» Bio Garden Düngestäbchen, 20 Stück Fr. 3.95

«Ameisen sind eher lästig als schädlich, weil sie beispielsweise durch ihre Bautätigkeiten Wegplatten lockern. Wer ein Volk komplett umsiedeln will, greift zu einem nicht ganz sauber ausgewaschenen Konfitürenglas und stellt es umgekehrt auf das Nest. Sind die Ameisen drin, mit einer Schaufel aufnehmen und an einem neuen Ort platzieren. Ansonsten Ameisen-Stopp giessen, am besten morgens oder abends, wenn die Ameisen im Nest sind.» Bio Garden Ameisen-Stopp, 300 g Fr. 9.95

Vertreibt Blattläuse «Käfer wie Larve des Marienkäfers sind gute Blattlausvertilger. Auch Kräuterpflanzen vertreiben einzelne Blattlausarten: Das Bohnenkraut hält die schwarze Blattlaus ab und Lavendel die Rosenblattlaus. Natürlich hilft auch ein Biospray gegen Läuse.» Bio Garden Spray gegen Blattläuse, 500 ml Fr. 9.50

Stärkt das Gemüse «Regenwetter? Ab in den Gemüsegarten und düngen. So kann sich das Granulat auflösen, ohne dass man Giesskannen schleppen muss.» Bio Garden Gemüsedünger, 750 g Fr. 4.75


MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 65

Adieu, Buchsbaumzünsler «Überprüfen Sie Ihren Buchs regelmässig auf erneuten Befall. Behalten Sie dabei auch die Pflanzen Ihrer Nachbarn im Auge. Und bitten Sie diese, ebenfalls zu spritzen, denn: Zünslerfalter schwärmen aus!» Bio Garden Delfin, 4 x 4,5 g Fr. 20.90

Kampf den Schnecken «Junger Salat? Dafür turnen die Schleimer sogar über Schneckenzäune. Bewährt hat sich eine Dreifachverteidigungsstrategie: ein innerer Schutzring um den Salat, bestehend aus Schneckenkörnern, kombiniert mit einem metallenen Schneckenzaun ums Beet und dazu ein abendlicher Kontrollgang mit der Schere in der Hand. Diese setzt dem Treiben ein grausliges, aber rasches Ende.» Bio Garden Schneckenkörner, 650 g Fr. 8.50

Perfekte Aussaat «Ansaatschlacht auf dem Fensterbrett? Verwenden Sie statt der Giesskanne eine Sprühflasche: Keimlinge schätzen den feinen Sprühregen – und Ihr Boden wird nicht geflutet. Die Keimlinge mehrjähriger Stauden nach dem Pikieren nochmals in Aussaaterde pflanzen: Da sie nährstoffarm ist, fördert sie ein kräftiges Wurzelsystem.» Bio Garden Aussaat-/Kräutererde, 10 l Fr. 4.95

Garten-Blog

Bohne, Bluescht & Berger Almut Berger, Migros-

Magazin-Journalistin, Familienfrau und Hobbygärtnerin, sucht in ihrem Garten-Blog zusammen mit Ihnen nach Antworten auf die grossen Gartenfragen.

Illustrationen: Mira Gisler

Migrosmagazin.ch/garten

Die Produkte sind in allen Do it + Garden-Filialen sowie in grösseren SupermarktFilialen mit PflanzenpflegeSortiment erhältlich.


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MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 67

Klassikkuppel

Klassische Musik für junges Publikum Wo normalerweise junge Menschen zu Hip-Hop, Salsa oder Rock tanzen, findet vom 12. bis 16. April die fünfte «Klassikkuppel» statt – nicht nur für junges Publikum. Text: Moritz Weisskopf

Bilder: Brigitte Fässler

Rabatt Tickets für Fr. 25.– (anstatt Fr. 35.–) für Mitglieder der Genossenschaft

Jahr für Jahr organisieren der Produzent Oliver Mueller und der Musiker Mathias Inoue gemeinsam die «Klassikkuppel».

A

lljährlich nutzen viele Interessierte die Möglichkeit, der klassischen Musik ohne Schwellenangst aus­ serhalb des Konzertsaals zu begeg­ nen. Die «Klassikkuppel» begeistert ein vorwiegend junges Publikum für die klassische Musik, dient gleichzeitig aber auch als Platt­ form für talentierte junge Musikerinnen und Musiker. So liegt die Musikalische Lei­ tung bei dem 25­jährigen Basler Geiger Mathias Inoue. Die diesjährige Klassikkuppel widmet sich der 60­jährigen Geigerin Adelina

Oprean, welche die Reihe von Anfang an als musikalischer Coach begleitet hat und die sich nach dieser Ausgabe zurückziehen wird. Als Solistin spielt sie einige ihrer Lieblings­ kompositionen, darunter Musik von Maurice Ravel und Peter Iljitsch Tschaikowski. Zudem haben Mathias Inoue und die Pianistin Ioana Ilie gemeinsam ein neues Stück für Adelina Oprean komponiert, es heisst: «ADELina. Eine Hommage». MM Mehr Informationen auf: www.klassikkuppel.ch


68 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | MIGROS-WELT

Ostern

Viele, viele bunte Eier

Weltkurort und beliebte Destination für Skifahrer – Bad Ragaz. Doch nicht nur die Haut der Kurgäste und Skifahrer färbt sich hier rot oder braun, auch Eier erhalten einen neuen Look. Text und Bilder: Moritz Weisskopf

H

ei, juchei! Kommt herbei! Suchen wir das Osterei! Immerfort, hier und dort und an jedem Ort! Ist es noch so gut versteckt. Endlich wird es doch entdeckt. Hier ein Ei! Dort ein Ei! Bald sind‘s zwei und drei. So dichtete Hoffmann von Fallersleben.* Eine Delegation der Migros Basel machte sich auf die Suche und fand weitaus mehr als nur zwei oder drei Ostereier. «Wir färben täglich 250 000 Eier», erklärt Daniel Rüegg, CEO der Lüchinger +

Schmid AG, und führt die Gäste in die Färberei. Aus der ganzen Schweiz werden hier jährlich rund 40 Millionen Eier angeliefert. Vor dem Färben müssen die Eier nach Gewicht und Grösse sortiert werden. Nach kurzem Aufwärmen kommen sie in ein heisses Wasserbad. Salateier liegen rund vier Minuten länger im Wasser als Ostereier. So kann man sie später besser schneiden. Da während dem Kochprozess die Schutzschicht (Cuticula) verloren geht, müssen die Eier danach so

schnell wie möglich gefärbt werden. Das verschliesst die Poren und Keime können nicht mehr eindringen. Wer die gekochten Eier zu Hause nicht färben will, kann sie auch ganz einfach mit Öl oder Fett einreiben. In allen Farbvariationen

Glänzende Farben, Regenbogenfarben, Marmor-Effekte, Kleckse, Spritzmuster, Punkte oder auch Motive wie Schweizerkreuze, Fussbälle oder Sterne: Die Färbmaschinen haben


MIGROS-WELT | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 69

1 Ein bunter Reigen

Eier. 250 000 Stück werden täglich gefärbt. 2 In Windeseile wer-

den die bunten Eier verpackt.

3 Naim Berisha, Product Manager Milchprodukte/Eier der Migros Basel, und Daniel Rüegg, CEO der Lüchinger + Schmid AG, sind mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden.

In sechs verschiedenen Berufen sucht die Migros Basel noch Lernende.

Nachwuchs

Offene Lehrstellen Für August 2015 sind bei der Migros Basel noch folgende Lehrstellen offen: 1

2

Bild: Alexander Raths - Fotolia.com

3

unzählige Einstellungen, die fast jeden Motivwunsch möglich machen. Dieses Jahr gibt es erstmals Eier in Pastellfarben. Früher, vor über 40 Jahren, wurden Eier noch von Hand gefärbt. Heute geschieht das maschinell. Das Einpacken ist jedoch weiterhin Handarbeit. In einem unfassbaren Tempo legen zwei Mitarbeiterinnen die Eier in die jeweilige Verpackung. Im gleichen Moment werden die Eier auch auf Risse geprüft. Daniel Rüegg schnappt sich ein Ei und fängt an, es zu

schälen: «Ganz wichtig: Man muss immer von oben schälen und am besten unter dem laufenden Wasserhahn. So geht es ganz fix.» Nach der Rückkehr aus Bad Ragaz wird dieser Ratschlag auch sogleich getestet und siehe da: Nach nur zehn Sekunden ist das Ei problemlos geschält. Somit steht dem Osterfest nichts mehr im Weg. Bald wird wieder eifrig gesucht, gefunden und geschält. MM * «Das Osterei» – August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

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schreiben, Lebenslauf mit Foto, Mulitchecktest und Zeugniskopien der letzten vier Semester an: Genossenschaft Migros Basel, Berufsbildung, Ruchfeldstrasse 15, 4142 Münchenstein

Die offenen Lehrstellen sind auch online in der Lehrstellenbörse über www.new-talents.ch zu finden.


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Gibt es eine Etikette fürs Callcenter? Richtig oder falsch?

Illustrationen: Andreas Klammt, Muxxi/die Illustratoren; Bild: Stefan Sulzer

Online-Einkäufe sind weniger umweltschädlich als der Einkauf mit dem Auto.

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Das Callcenter ist eine spätmoderne Einrichtung zum massenhaften Kundenkontakt. Von dort erreichen uns Werbeanrufe für Versicherungen oder Mobilfunkverträge. Die sind lästig, und es ist völlig o.k., sie zu ignorieren. Was aber, wenn wir selbst ins Callcenter anrufen müssen? Daran kommt man ja heutzutage kaum vorbei – ob man nun einen Flug mit Meilen buchen oder Kreditkartenbelastungen reklamieren will. Beachten Sie hierzu dreierlei: 1. Falls Sie mit dem Service im Callcenter unzufrieden sind, verlangen Sie einen Supervisor. Es gibt immer einen Supervisor. 2. Benützen Sie ein Telefon mit Lautsprecherfunktion. Das können Sie in der Warteschleife zur Seite legen, und Sie sind frei für andere Aktivitäten. 3. Es gibt auch guten Service im Callcenter. Oft gilt (wie meistens): Wie man in den Wald hineinruft … Also seien Sie nett. Auch sonst.»

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LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 75

Zootierärztin

Tura faucht nicht mehr Grosskatzen zeigen kaum, wenn sie Schmerzen haben. Ein Verhalten, das unserer Leopardin Tura beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Text: Karin Federer

Bilder: Walter Zoo

Oben: Tura liegt apathisch in ihrer Box. Sie reagiert nicht einmal auf den Narkose-Pfeil. Links: Karin Federer (Mitte) und Martin Hofstetter entfernen die entzündete Gebärmutter der Amur-Leopardin.

T

Karin Federer (29) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.

ura, eine unserer Leopardinnen, begrüsst mich immer mit einem Fauchen. Doch heute stimmt etwas nicht. Tura liegt zusammengerollt in ihrem Strohbett. Sie frisst nicht. Keine Begrüssung. Na ja, es ist kalt – ich würde mich auch am liebsten im Stroh einrollen. Aber Tura ist eine Amur-Leopardin aus dem Südosten Russlands und sollte gemässigte Temperaturen eigentlich gewohnt sein. Was ist nur los mit Tura? Ich stehe vor ihrer Box und beobachte sie einige Zeit. Mir geht vieles durch den Kopf. Unsere beiden Leopardinnen sind – im Gegensatz zum Kater TJ – nicht kastriert, vielleicht hat Tura eine Gebärmuttervereiterung. Tura war wohl schon länger krank

Ich muss Tura genauer untersuchen und betäube sie mit dem Blasrohr. Sie reagiert nicht und lässt den Pfeil einfach im Muskel stecken. Das ist ein schlechtes Zeichen! Allein mit einer Untersuchung ist es wohl nicht getan. Wir bereiten uns auf den schlimmsten Fall vor und transportieren Tura in eine nahegelegene Spezialistenklinik in Herisau AR. So ein Transport unter Narkose ist immer heikel, aber Tura schläft tief und fest. In der

Klinik zeigt sich schnell, wie dringend die Untersuchung wirklich ist. Tatsächlich ist die Gebärmutter stark vereitert, und die Ent­ zündung hat sich bereits im ganzen Bauch­ raum ausgebreitet. Tura war wohl schon länger krank, ohne dass wir etwas bemerkt hatten – Leoparden zeigen keine Schmerzen. Wir entfernen die Gebärmutter und versorgen Tura mit allem Notwendigen. Für den Chirurgen Martin Hofstetter und sein Team ist das ein Routineeingriff, auch wenn sie normalerweise etwas kleinere Kätzchen operieren. Nach zwei Stunden sind wir fertig. Die Operation ist gut verlaufen, und Tura schläft immer noch. Zurück beim Transporter stellen wir jedoch mit Schrecken fest, dass wir vergessen haben, das Licht auszuschalten. Der Motor macht keinen Wank. Unser Fahrer behält jedoch die Ruhe. Innert Kürze ist das Problem behoben, und die Heimfahrt kann beginnen. Wir werden vom Pflegerteam gespannt erwartet. Gemeinsam tragen wir Tura zur Anlage zurück und lassen sie aufwachen. Nun kann ich durchatmen. Alles ist gut. Die nächsten Tage gehe ich regelmässig bei Tura vorbei. Sie begrüsst mich wieder in gewohnter Manier und freut sich über ein kleines Fleischhäppchen. MM

Tipps

Kastration 1. Wie bei Leopardinnen ist auch die Gebärmutter von Katzen und Hündinnen anfällig für Infektionen. 2. Ist ein weibliches Tier nicht kastriert, bereitet sich der Körper regelmässig auf eine Trächtigkeit vor. Die Gebärmutter verschliesst sich, Bakterien können sich vermehren. 3. Eine Kastration schützt vor schlimmen Infektionen der Gebärmutter.


76 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | LEBEN

Kinder

Der Grösste weit und breit Der Rothirsch ist das grösste frei lebende Säugetier in der Schweiz. Und wer gross ist, muss viel fressen. Deshalb knabbert der Hirsch auch mal einen Baum an. Text: Daniel Schifferle

Illustration: bunterhund.ch

Feinde

Der natürliche Feind des Rothirschs ist eigentlich der Wolf. Da es in der Schweiz nur wenige davon gibt, sterben die meisten Tiere durch die Jagd, oder sie rennen in Autos oder werden krank. Gejagt werden die Hirsche, weil sie den Schutzwald schädigen. Ein Schutzwald ist ein Wald, der Dörfer, Strassen und Eisenbahnlinien vor Lawinen, Steinschlag oder einem Hangrutsch schützt.

Der Hirsch wirft sein Geweih jedes Jahr ab. Dann wächst ein neues. Dies dauert etwa vier Monate.

Rothirsche leben in den Wäldern der Schweizer Alpen. Vor allem im

Kanton Graubünden hat es viele. Seit dem Verschwinden der Braunbären vor über 100 Jahren ist der Hirsch das grösste in freier Natur lebende Säugetier in der Schweiz. Das Männchen kann bis zu 220 Kilo schwer werden. Es hat ein mächtiges Geweih, das jedes Jahr grösser wird.

Der Kopfschmuck kann über einen Meter lang und sieben bis acht Kilo schwer werden. In der Brunftzeit im Herbst suchen die Hirschmännchen die Weibchen, um eine Familie zu gründen. Dann röhren sie laut durch die Gegend und kämpfen auch mal mit einem anderen Männchen um ein Weibchen. Sie gehen dann mit ihren Geweihen aufeinander los. Das

braucht Kraft. Deshalb fressen Hirsche viel. Sie brauchen zwischen acht und zehn Kilo Futter pro Tag. Am liebsten mögen die Tiere Gräser, Kräuter, Beeren und Eicheln. Aber auch Rinde, Nadeln und Blätter munden ihnen. Das ärgert die Förster, denn wenn die Hirsche an den Bäumen knabbern, werden diese beschädigt. MM


LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 77

Stell dir vor, du bist draussen in der Nacht. Alles wirkt wie aus­ gestorben. Du frierst, siehst kaum etwas, fühlst dich verloren. Da flammt ein Feuer auf. Du erkennst die Gesichter deiner Freunde und Familie. Das Feuer lodert immer heller. Da, wo es eben noch wie tot war, wird alles lebendig. Dir wird warm. Du bist froh. Durch das Feuer erlebst du das Wechselspiel von Le­ ben und Tod. Denk an unsere Katze, die gestorben ist. Was ist der Tod? Wo ist er? Hattest du damals gefragt. Und: Kommt unser Büsi zurück?

Nein, es kommt nie mehr zurück, sagte ich dir. Du warst traurig. In deinem Innern war es düster. Ist nach dem Tod wirklich alles vorbei? Kommt keiner vom Tod zurück? Die Antworten auf diese Fragen sind für uns Menschen sehr wichtig. Christen finden sie in der Oster­ botschaft. Sie entfachen am Karsams­ tag ein Osterfeuer, versammeln sich nachts drum herum. Der Priester entzündet daran die Osterkerze. De­ ren Licht ist ein Symbol fürs Leben, das Jesus in ihren Herzen entfacht.

Rä tselsp ass WIMMELIGE OSTERSUCHE

Nun wird die Kerze in eine dunkle Kirche getragen, die Gemeinde folgt ihr in einer Prozession. Jeder kann an der Osterkerze seine eigene kleine Kerze entzünden. So wird es in der Kirche immer heller. Im Schein des Lichts spricht der Priester über Gottes Wirken in der Welt. Er sagt Worte über Tod, Auf­ erstehung und ewiges Leben. Diese sind so mysteriös, dass man sie eigentlich gar nicht verstehen kann. Der Kopf ist überfordert. Die Lichtfeier aber hilft dem Herz, etwas zu verstehen. MM

Gabriela Bonin (47) beantwortet

die Fragen ihrer Töchter (14, 9, 6).

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LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 79

Grundrezept

Porridge Zutaten für 4 Portionen

6 dl Milch, lactosefreie Milch, Sojamilch oder Wasser 160 g Haferflocken 1 Prise Salz

Ernährung

Brei, ei, ei, so gut! Text: Marianne Botta Diener

Zubereitung

Zusammen in einen kleinen Topf geben, aufkochen, während 5 bis 7 Minuten köcheln lassen, bis der Brei eine cremige Konsistenz hat. Süssen, so wenig wie möglich, so viel wie nötig: Zucker, Vollrohrzucker, Kokosblütenzucker, Honig, Ahornsirup etc. Verfeinern mit: • 1 EL Kakaopulver, 2 in Scheibchen geschnittene Bananen • Zimt und 2 geriebene Äpfel • 60 g gehackte Baumnüsse, 1 kleine Dose Apfelmus, 200 g gefrorene oder frische Heidelbeeren • Mit Wasser zubereiten, mit 180 g Vanillejoghurt und Orangenstückchen (2 geschälte Orangen) servieren • Vegan: mit Wasser zubereiten, am Schluss 2 EL Mandelmus darunterrühren, nach Belieben mit Früchten servieren • Mit Chiasamen, gemahlenen Nüssen oder gerösteten Mandelsplittern anreichern

Hier schreiben die VivaiExperten über Ernährungsfragen. Dieses Mal die Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta Diener.

Bild: Getty Images

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Porridge: Mit ein paar Früchten drauf sieht er auch noch gut aus.

F

rauen und Nichtberufstätige frühstücken am häufigsten, so die Resultate einer von der Migros in Auftrag gegebenen Studie aus dem Jahr 2012. Doch auch Berufstätige und Männer sollten es tun: Wer frühstückt, isst im Verlauf des Tages weniger und ist nachweislich gesünder und schlanker. Mit etwas Sinnvollem im Magen in den Tag zu starten, führt zu einer vermehrten Wärmeproduktion im Körper, regt den Stoffwechsel an und verbessert die Sättigung. Umgekehrt gilt: Wer das Frühstück auslässt, tendiert dazu, im Verlauf des Tages mehr und schlechter zu essen. Das legt Fettreserven an! Studien zeigen zudem, dass regelmässiges Frühstücken die Wirksamkeit des Blutzucker senkenden Hormons Insulin erhöht und die Blutfette senkt. Dies wirkt sich schützend aufs Herz-Kreislauf-System aus. Und: Ein gesundes Frühstück verbessert Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen. Einfach und schnell zubereitet

Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.

E

Immer mehr Leute entdecken die gesunde Alternative zu Konfi und Brot: Haferbrei oder Porridge. Schnell und sättigend.

Aber was ist ein gesundes Frühstück? Der urspünglich aus Schottland stammende Haferbrei oder Porridge erlebt

derzeit ein Revival. Zu Recht. Man kann ihn einfach und schnell zubereiten, denn er besteht im Wesentlichen aus Haferflocken, die in Wasser und Milch cremig gekocht werden. Je nach Geschmack können Früchte wie Äpfel und Rosinen mitgekocht oder weitere Zutaten nach dem Kochen zugefügt werden: Beeren oder Bananen, aber auch Vanille, Zimt oder Samen, Kerne und Nüsse. Deshalb ist Porridge so gesund: • enthält wenig und leicht verdauliches Fett und belastet so den Körper nicht • ist proteinreich, dank verschiedener Aminosäuren hilft er der Stimmung auf die Sprünge und sättigt lange • Milch liefert wertvolle Aminosäuren für den Muskelaufbau und Kalzium für gesunde Knochen • wer Milch nicht verträgt, kann den Brei mit Sojamilch oder Wasser zubereiten • Hafer hat einen positiven Einfluss auf den Verlauf des Blutzuckerspiegels nach dem Essen • Porridge aus Haferflocken enthält nur ganz wenig Gluten • Haferflocken versorgen den Körper mit B-Vitaminen, Magnesium, Kalzium, Zink und Eisen MM

So is(s)t die Jugend

Gefällt mir!

Es ist noch nicht lange her, dass ich den Daumen nach unten senkte, wenn ich mich morgens im Spiegel sah. Zufrieden mit dem Äusseren wäre anders. Während der Lehre hat man scheinbar Wichtigeres zu tun, als seiner Gesundheit Gutes zu tun. Ich ass, worauf ich gerade Lust hatte.

Ich liess mich gehen und war geschockt, als ich das Bild von mir sah, das genau diesen Zustand spiegelte. Ich wusste: Du musst etwas ändern. Mit einem ausgewogenen Frühstück fing ich an. Nach und nach suchte ich mir im Internet das Wissen über gesunde Ernährung zusammen. Bald begann ich, auch die anderen Mahlzeiten zu planen. Regelmässiger Sport kam hinzu – drei bis sechs Mal wöchentlich. Auch auf Instagramm fand ich viele Anregungen von Experten und Sportlern. Und mit der Zeit ist auch meine eigene Erfahrung gewachsen, wie das Ganze auch noch gut schmecken kann. Ich behaupte, dass ich jede Mahlzeit in vollen Zügen geniessen kann. Wirklich!

Andrej Bärtschi (22) aus Bern hat

eine Ausbildung zum Fachmann für Gesundheit absolviert – und selbst 20 Kilo abgenommen.


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Wie sehen die Etappen des Sprach­ erwerbs aus? Migrosmagazin.ch

Kinder lernen Sprachen zwar leicht. Doch zwei bis drei Stunden pro Woche reichen nicht aus.

LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 81

N Mamma mia!

Bratwürste

Familie

Wie viel Englisch braucht das Kind? Sollen Schulkinder früh Englisch lernen, brauchen sie ein intensives Training. Sonst bleibt wenig haften, sagt der Experte. Text: Martina Gradmann

Tipps

Lustvoll Englisch lernen

Bild: Ute Grabowsky/photothek.net

Englische TV-Sendungen schauen – Lieblingsfilme

oder -serien helfen bei der Motivation. Sich der englischen Sprache aussetzen (Radio, Bücher). Dies ermöglicht dem Gehirn, Regelmässigkeiten zu erkennen und zu lernen. Lernt man regelmässig, bleibt mehr haften: Jeden Tag 20 bis 30 Minuten ist besser als wöchentlich zwei Stunden. Englische Lieder singen und Reime aufsagen.

I

st es sinnvoll, wenn Kinder schon ab der zweiten Primarstufe eine Fremdsprache lernen? Darüber scheiden sich die Geister. Während die einen überzeugt sind, eine fremde Sprache lasse sich in jungen Jahren einfacher aneignen, finden andere, die Kinder sollten zuerst einmal das Deutsch richtig beherrschen. «In jungen Jahren ist die Sprachlautverarbeitung im Gehirn besonders gut», sagt Urs Maurer, Professor für kognitive Neurowissenschaften am Psychologischen Institut der Universität Zürich. In einer breit angelegten Studie ging Maurer der Frage nach, was in den Köpfen der kleinen Schulkinder passiert, wenn sie eine Fremdsprache lernen. Sicher ist: Bis ins Alter von sieben Jahren können Kinder eine Fremdsprache fast so gut aufnehmen wie die Muttersprache. Durch Messung der Hirnströme fand

Maurer jedoch heraus, dass die Sprachverarbeitung im Gehirn nach einem Jahr Englischunterricht nicht besonders vorangeschritten war. Besser mehrmals pro Woche lernen Heisst das für die Schulen nun also wieder zurück auf Feld eins und erst ab der Mittelstufe mit Englisch und Co. beginnen? So, wie der Fremdsprachenunterricht in der Primarschule derzeit konzipiert ist – im Kanton Zürich etwa mit zwei Lektionen pro Woche –, können die neuronalen Mechanismen nicht greifen, sagt Urs Maurer. «Die Sprachlautverarbeitung im Gehirn ist bei Kindern zwar besonders gut, doch dafür braucht es auch ein intensives Training.» Schulkinder, die mehrmals pro Woche einen lustvollen und spielerischen Umgang mit der englischen Sprache haben, lernen leichter. MM

Neulich vorm Bratwurststand. Der Grillmeister dreht das Gas auf und legt Wurst um Wurst auf den Rost. «Es gaht no öppe föif Minute», sagt er. Hinter mir wartet eine Mutter mit fünfjährigen Zwillingsmädchen. Die Girls, nennen wir sie Mara und Klara, erkunden die Auslage. Sie fingern die Brotscheiben an – das Mami bleibt passiv. Dann entdecken Mara und Klara die Ketchupund Mayobeutelchen. Super! Das Duo greift beherzt zu, steckt Päckli um Päckli ein. Endlich erwacht die Mutter aus ihrer Lethargie: «Nei, Meitli, höred uf!» «Wurum?» «Susch schimpft de Maa!» Der Grillmeister kontert cool: «Nei, dänn schimpft s Mami.» Tschakka! Ich könnte dem Typ die Füsse küssen, könnte ihm alle seine Würstchen auf einmal abkaufen. Wäre ich das MaraKlara-Mami, ich hätte mir nun einen anderen Zmittag besorgt. Aber sie kapiert es nicht. Ihre Meitli sind die besten Kinder auf der ganzen Welt, und schuld sind immer nur die anderen. «Aber, das sind doch Ihri Sache und nöd mini, odrr???»

Bettina Leinenbach (38) ist

Journalistin und zweifache Mutter.


82 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | LEBEN

Auto

Hochspannung aus Korea

Die Vorurteile Der Strombedarf steigt mit E-Autos nicht stark an: Liefe ein Drittel der Autos elektrisch, wären es sechs Prozent mehr. Trotz indirekter Abgase (Stromerzeugung) sind E-Autos klar CO2-günstiger. Und die Ökobilanz entspricht laut Forschungsinstitut Empa trotz Akku der von Benzinern mit bis vier Liter Verbrauch.

Mit dem ersten bei uns erhältlichen Elektroauto aus Korea sorgt Kia für anerkennend hochgezogene Augenbrauen: Der Soul EV hält locker mit der oft teureren Hightechkonkurrenz mit. Text: Timothy Pfannkuchen

L

angsam kommen sie, die Stromer. Inzwischen reicht das breite Angebot vom kleinen Renault Zoe über Kompakte à la Nissan Leaf bis zu Vans wie der Mercedes B-Klasse ED und Luxusautos vom Schlage Tesla. Nun lanciert HyundaiTochter Kia, in Asien bereits E-Auto-erfahren, den Soul als EV. Ab 36 900 Franken (Topversion Style 39 900 Franken) greift er zum Beispiel BMW i3 und VW E-Golf an. Das klingt nach viel Geld, beinhaltet aber üppige Vollausstattung. Zudem spart man Spritgeld (siehe Box «Die Kosten»). Einschränkungen gibt es kaum: Der Laderaum bleibt ordentlich, im Fond streckt man entspannt die Beine, vorne geniesst man einen leicht erhöhten Blick über den Verkehr – und unterwegs staunt man, dass elektrische im Fahrgefühl die besseren Autos sind. Mit dem verzögerungsfreien Lossummen aus dem Stand zeigt der EV manchem GTI die Rücklichter und ist subjektiv flotter, als es die Werte auf Papier erahnen lassen. Sonst zieht er flüsterleise und frei von Gangwechseln die Komfortkarte. Erst ab Tempo 80 lässt die Kraft nach, aber lahm wirkt er dabei nie. Mit dem Kia fährt man ganz vorne mit Wie stets bei zum Elektroauto verwandelten «normalen» Fahrzeugen leidet die Federung ein wenig unter dem Gewicht des Akkus. Aber nur innerorts rumpelt es ab und zu unstandesgemäss, insgesamt stimmt der Komfort. Wendig in der City und flott in Kurven ist der 4,14 Meter kurze Soul EV trotzdem. Ein toller Einstand. Vor allem, weil der Kia pro Ladung trotz Frost und somit stromintensivem Heizen im Test klar weiter kommt als etwa das Hightechkarbonmobil BMW i3! Wir schaffen im Winterschnitt 137 Kilometer, ehe man maximal 9 Stunden (mit 230 Volt/16 Ampere) lädt. Kia gibt 212 Kilometer an, sodass wir im Sommer mit 170 Realkilometern rechnen. Damit fährt dieser Newcomer vorne mit. MM

0 g/km CO2 Grenzwert 2015: 130 g/km

Summt weiter: Trotz günstigen Preises bietet Kias Soul EV mehr Reichweite als viele Konkurrenten. Das Styling Der Soul ist ein typischer «Crossover»: ein wenig Kompaktwagen, ein bisschen Van, ein Hauch SUV-Stil. Wir finden, dass er peppig daherkommt; besonders in der Zweifarblackierung (Weiss mit himmelblauem oder Mittelblau mit weissem Dach), die es wahlweise zu Weiss oder Anthrazit gibt.


LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 83

Das Cockpit Stimmt, das Innere trägt (zu) viel graues Plastik. Aber alles ist top verarbeitet, hübsch gestylt, und dazu gibt es bequeme Sitze, gemütliche Ambientebeleuchtung, sieben Jahre Garantie – und viel, viel Ausstattung. In der Topversion Style gar beheiz-/belüftbare Ledersitze, Navi, Rückfahrkamera und Keyless-System.

Die Anzeige Verliert der Baum Blätter, fährt man gerade nicht besonders effizient – das darf man natürlich als mehr oder weniger nützliche Spielerei abtun, aber tatsächlich weckt diese Anzeige unterwegs den Ehrgeiz, einen vollständig belaubten Baum zu sehen. In der hügeligen Schweiz ist das allerdings schwierig.

Steckbrief

Kia Soul EV Antrieb: Elektromotor, 81 kW/111 PS, 285 Nm/0–2730, 1-Stufen-Automat, Frontantrieb. Fahrwerte: 0–100 km/h in 11,2 s, Spitze 145 km/h. Verbrauch: 14,7 kWh/100 km = 0 g/km CO2-Ausstoss (Normwerte), Energieeffizienz A. Preis: ab 36 900 Franken (Basis: Benzin, 132 PS, 22 550 Franken).

Die Kosten Im Test verbraucht der Kia Soul EV inklusive Ladeverlusten – und wohlgemerkt bei frostiger Witterung – knapp 22 kWh pro 100 Kilometer. Mit Mixstrom im Niedertarif liegen die Stromkosten bei nicht mal 3 Franken pro 100 Kilometer. Wir empfehlen dazu eine Ökostromvignette (zum Beispiel bei M-way.ch).


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Die Costa Pacifica - Ihr Erstklass Schiff

Sa. 12.12.15 So. 13.12.15 Mo. 14.12.15 Di. 15.12.15 Mi. 16.12.15

Maceio, Brasilien Salvador da Bahia, Brasilien Ilheus, Brasilien Erholung auf See Rio de Janeiro, Brasilien, Ausschiffung, Stadtrundfahrt, Rückflug mit British Airways nach Zürich Do. 17.12.15 Gegen Abend Ankunft in Zürich Einfaches Reisen Schweizer Bürger benötigen einen gültigen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss.

Topmodern und stilvoll präsentiert sich die Costa Pacifica. Baujahr 2009, 5 Restaurants, 13 Bars, 4 Swimmingpools (2 mit ausfahrbarem Dach), 5 Whirlpools, grosser Wellnessbereich auf zwei Ebenen mit Fitnesscenter, Joggingpfad, Theater, Kasino, Diskothek, Internet-Café, Open-Air-Kino und Shopping-Center gehören zur Ausstattung. Die 1'504 Kabinen verfügen über Dusche/WC, Fön, Safe, Klimaanlage, TV/Radio, Video und Minibar, teilweise Balkon. Die Costa Pacifica ist 290 m lang, 36 m breit und hat 114'500 BRZ. So viel ist inbegriffen: • Busfahrt Schweiz– Savona • Erlebnis-Kreuzfahrt, deutschsprachige Bordhostess • Vollpension an Bord, bis zu 5 Mahlzeiten täglich • Unterhaltungsprogramm • Stadtrundfahrt in Rio de Janeiro • Hafentaxen • Linienflug mit British Airways via London nach Zürich. Nicht inbegriffen: • Landausflüge • Getränke und persönliche Auslagen • oblig. Serviceentgelt (€ 8,50 p.P/Tag, wird an Bord belastet) Annullationskostenversicherung • Reservationsgebühr Fr. 15.- pro Person .

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LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 85

Wettbewerb

Mitmachen und gewinnen! Das Migros-Magazin und Lego verlosen zwei Übernachtungspakete, 4 x 4 Tageskarten sowie acht Lego-Ninjago-Spielsets.

Die mutigen Lego-Ninjas treffen bei ihrem Abenteuer auf den Titandrachen.

Überraschungspaket:

Wettbewerbsfrage: Wie heisst der Eis-Ninja, der seit der letzten Schlacht verschwunden ist?

Glücksgriff

Im Reich der kultigen Klötzchen Zur Lancierung der neuen Lego-Ninjago-Spielsets verlost das Migros-Magazin Eintritte ins Legoland Deutschland Resort in Günzburg.

A

b März können Mäd­ chen und Buben zwischen sechs und elf Jahren neue Abenteu­ er im Kinderzimmer erleben: Neun neue Sets aus der LegoNinjago-Reihe finden Sie dann in Ihrer Migros. Die Sets laden zum Nachspielen einer mär­ chenhaften Geschichte ein: Diesmal begeben sich die Ninjas Kai, Nya, Cole, Lloyd und Jay mit ihren Lehrmeistern Sensei Wu und Sensei Garmadon auf eine gefährliche Reise, um ihren tot­ geglaubten Freund Zane wieder­ zufinden. Der Eis­Ninja ist nach seiner tollkühnen Attacke auf den bösen Overlord nämlich nicht gestorben, aber er ist spur­ los verschwunden. Gemeinsam nehmen die Ninjas an Master Chens Turnier der Elemente teil. Dort müssen sie gegen andere

Elementemeister in gefährlichen Turnieren antreten. Der Weg der Helden führt an Lavafällen vorbei und durch den Tempel der Anacondrai, einer Schlangen­Ninja­Art. Hilfe er­ halten die mutigen Kämpfer vom Titandrachen, der sie mit seinen geheimnisvollen Kräften beschützt. Wird es den Ninjas

Perfekt für Familien: Hotelzimmer im Legoland-Feriendorf.

am Ende gelingen, ihren Freund Zane wiederzufinden? Eine Welt aus 55 Millionen Lego-Steinen

Ebenfalls im März beginnt die Saison im Legoland Deutschland Resort in Günzburg. Neu können Kinder und Erwachsene Teil der Mission «Haltet den Dieb» werden und mit Lego­Polizisten entlaufene Räuber einfangen. Zusätzlich bietet der Vergnü­ gungspark zwischen Stuttgart und München 50 Attraktionen, Shows und Modelle aus insgesamt 55 Millionen Lego­Steinen. Im Legoland­Feriendorf können Familien direkt neben dem Park übernachten. Auch hier gibt es viel zu entdecken: sei es in der Königs­ burg, im Ritterzelt oder in einem Zimmer, das ganz dem Thema Autorennen gewidmet ist. MM

Eintritte für 2 Erwachsene und 2 Kinder (3–11 Jahre) ins Legoland Deutschland, 1 Übernachtung mit Frühstück im Standard-Zimmer im Legoland-Feriendorf, 2 Tage Parkeintritt sowie freies Parken. Tageskarten: 1 Eintritt fürs Legoland Deutschland, gültig in der Saison 2015 (28. 3.–8. 11. 2015). Lego-Ninjago-Pakete: Je 1 x das Spielset Tempel der Anacondrai, 1 x den Flieger Cole’s Felsenbrecher und 1 x den Titandrachen. Gesamtwert circa 3000 Franken Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Legoland», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Mo., 6. April 2015. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner/die Gewinnerin bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 87

Kreuzworträtsel

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.4.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

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Auflösung Nr. 13: STUDENTIN Gewinner Nr. 12: Christian Allemann, Niederönz BE; Roger Weber, Riken AG; Dora Siegrist, Remigen AG; Marianne Dapprich, Männedorf ZH; Regula Bavaud, Möhlin AG; Roland Hochuli, Bubendorf BL; Robert Rüedy, Breitenbach SO; Ursula Messerli, Schlosswil BE; Maria Friedrich, Luzern; Rosmarie Lehmann, St. Antoni FR Gewinner «Zusatz» Nr. 12: Heidi Eberle, Degersheim SG; Mario De Boni, Aesch ZH; Tina Krähenbühl, Staffelbach AG; Brigitte Dreier, Walliswil BE; Ernst Gerber, Uttwil TG


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LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 89

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie wird ein Wissenschaftler gelegentlich ironisch bezeichnet? D Hahnrei

B Eierkopf

R Hasenohr

2. In welchem Raum wird der Osterbrauch des «Zwänzgerle» durchgeführt? E

Jura

I

Bündnerland

R Zürich

3. Für wen steht symbolisch das Agnus Dei (Lamm Gottes)? N Petrus

E

Maria

A Jesus Christus

So nehmen Sie teil

4. Wessen gedenkt man im Christentum am Gründonnerstag? E

letztes Abendmahl

T

Auferstehung

H Holzei

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.4.2015, 24 Uhr

G Fakes

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 13: ZAHNARZT

Gewinner Nr. 11: Thomas Oertig, Egnach TG; Liselotte Blöchliger, Uznach SG; Margrith Zwahlen, Lengnau BE

I

Kreuzestod

5. In welchem Land werden die Osterhexen am Osterfeuer verjagt? I

Serbien

S Frankreich

U Schweden

6. Wo liegt der Hügel Golgotha, wo Jesus Christus gekreuzigt wurde? C Jerusalem

E

Tel Aviv

A Nazareth

7. Was erhält jeder Teilnehmer beim «The White House Easter Eggs Roll»? T

Plastikei

R Stoffei

8. Wie heisst die traditionelle griechische Ostersuppe? E

Magiritsa

Z

Patsas

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 4 2 1 5

Auflösung Nr. 13: REGIE Gewinner Nr. 12: Heidi Bachmann, Pfungen ZH; Ursula Gerber, Schönbühl BE; Helen Frey, Dulliken SO

A

3

DR UE C K E N E HE S T AND F E L L ACHE F R I T E US E HAUS AR Z T PFAE L ZER P R AE S E NS R ANGE HE N S HANGHA I Z UK AUF E N 1

2

3

4

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.4.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

5


SPINAS CIVIL VOICES

«Fühlen Sie sich einsam? Die beiden Mittelsätze aus Tschaikowskys Vierter Sinfonie spenden Trost. Probieren Sie’s aus.» Ein Tipp von Elisabeth K., blind

Wir Blinden helfen gerne, wenn wir können. Bitte helfen Sie uns auch. www.szb.ch Spenden: PK 90-1170-7


LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 91

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

4 3 9 5 9 3 2 6 4 9 8 6

6

8

4 3 8 2 5 7 9 6 1

7 2 8 2 1 9 7 3 1 6

4 7

4

Auflösung Nr. 13: 593

3

7 2 6 1 8 9 4 5 3

9 1 5 4 3 6 7 8 2

1 6 9 5 2 8 3 4 7

8 5 3 9 7 4 1 2 6

2 7 4 3 6 1 8 9 5

6 4 7 8 1 5 2 3 9

5 8 2 7 9 3 6 1 4

3 9 1 6 4 2 5 7 8

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.4.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 12: Riedo Charles, Corminboeuf FR; Lydia Stöckli, Thalwil ZH; Andrey Marion, Collombey VS; Corinne Jurt, Bichelsee TG; Myriam Gruber, Grächen VS

7

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 6 4 2 miteinander verbunden 1 sein. Verboten: Kreuzun2 gen, diagonale Brücken 3 2 5 3 und mehr als zwei Linien.

1 3 4 0 1 1

Auflösung Nr. 13:

4

3

2 2

2

2 2

2

2

3

1

2

0

3

3

2

4 1 2

5

3 3

1 3

2 2

2 3 3

3 4 1

2

1 4

3

3 3

Auflösung Nr. 13: 3 3 6

3

3

1 3

2

4 4

2 1

3

2

5 3

4 3

3 3 2

2 2 2

4 3

1 4 3 3 4

2 2 1 2

2 4 2 2 1

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros-Welt: Ressort M-Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, AnnaKatharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia Online: Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Sekretariat: Fax: 058 577 13 72 Stefanie Zweifel (Leitung), Innendienst: Nicole Thalmann Imelda Catovic Simone, (Leitung), Verena De Franco, Nicolette Trindler Michael Glarner, Christine Kummer, Honorarwesen: Janine Meyer, Jasmine Steinmann Verena Hochstrasser Lesermarkt: Carina Schmidt Kommunikation & (Leitung), Marianne Hermann Medien-Koordination: Media-Services: Patrick Rohner Eveline Zollinger (Leitung), Larisa (Leitung), Tabea Burri, Aisha Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi Kaufmann, Theresa Wuitz Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere Müller-Boonya, Margrit von Holzen abo@migrosmagazin.ch verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71 Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

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Aktionsdauer: 1. April bis 6. Juli 2015 und 7. August bis 30. September 2015 Preis: Fr. 198.– statt Fr. 265.– pro Person im Einzelzimmer Fr. 179.– statt Fr. 239.– pro Person im Doppelzimmer Im Preis inbegriffen sind – eine Übernachtung inkl. 3-Gang-Menu – der Besuch im A. Vogel-Erlebnisgarten inkl. Geschenk – die Berg-/Talfahrt auf den Säntis und zurück Profitieren: Weisen Sie an der Réception Ihre Cumulus-Karte vor und profitieren Sie von 25 Prozent Cumulus-Vorteil. Hinweis: Weitere Auskünfte erteilt das Hotel Restaurant Anker telefonisch unter 071 333 13 45. Weitere Informationen: www.anker-teufen.ch

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94 | MM14, 30. MÄRZ 2015 | LEBEN

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Mein Lieblingsprodukt «Als Schauspielerin ist das Budget wechselhafter als das Aprilwetter. Da geniesse ich lieber mal wieder ein Glas Wein mehr und spare dort, wo es nicht wehtut. Zum Beispiel beim Waschen.»

Meine Welt

«Ich bin durch sämtliche Prüfungen gefallen»

Zu Beginn standen die Zeichen schlecht für die Karriere von Anikó Donáth. Inzwischen hat sich die Zürcher Schauspielerin als «Cavewoman» einen Namen gemacht. Nun tourt sie im «Das Zelt» mit dem selbst geschriebenen Stück «Exfreundinnen» durchs Land. Text: Anne-Sophie Keller Bilder: Jorma Müller


LEBEN | MM14, 30. MÄRZ 2015 | 95

1 Mein Sport «Meine Zeit für mich ist ziemlich limitiert. Das macht kreativ. Also muss ich das Work-out halt vom Fitnesscenter auf den Spielplatz verlegen.» 2 Meine Realität «Ich arbeite viel und bin alleinerziehende Mutter. Und ja: Ich bin oft am Anschlag. Beim Schlagzeugspielen kriege ich den Kopf frei.» 3 Meine bessere Hälfte «Amber ist meine englische Mary Poppins. Sie ermöglicht mir, meine diffusen Arbeitszeiten und das Muttersein unter einen Hut zu bringen, und ist Teil der Familie geworden.»

3

Name: Anikó Donáth (43) Sternzeichen: Stier Beruf und Lebenslauf: Ich bin hinter

den sieben Bergen in einer Selbstversorgerfamilie in Neftenbach ZH aufgewachsen. Als Kind war ich bei Claudia Corti im Kindertanztheater und wollte unbedingt auf die Bühne. Nachdem ich bei sämtlichen Schauspielprüfungen durchgefallen war, entschied ich mich aus Trotz für ein Jurastudium. Nach einer schicksalshaften Begegnung mit dem Theatermacher Dominik Flaschka war das Schauspiel dann doch beschlossene Sache. Es folgten diverse Hauptrollen in Musicals, verschiedene SRF-Produktionen wie «Edelmais & Co.» und Kinofilme. 2011 kam mein Sohn auf die Welt. Sechs Monate danach tourte ich mit «Cavewoman» drei Jahre durchs Land. Meine Freundinnen: Das Stück ‹Die Exfreundinnen› beruht auf persönlicher Feldforschung von uns vier Damen und wurde von A bis Z selber entwickelt und geschrieben. 4

4 Mein Schatz «Meine Grossmutter bemalte diesen Schrank für mich, als ich zehn Jahre alt war. Sie war Künstlerin, sang, machte Musik, schrieb Gedichte – und hatte mich sehr inspiriert.» 5 Mein Retter «Manchmal erlebt man unerwartete Situationen, in denen man zuerst mal absitzen und zur Ruhe kommen muss. Da kann ein Gauchohocker als Notfallplan nicht schaden.»

5

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6 Mein Lieblingsrestaurant «Ich muss nach der Show noch etwas essen. Das ‹Odeon› in Zürich ist perfekt dafür. Dort treffe ich stets viele Berufskollegen.»


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