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Migros magazin 13 2017 d vs

Page 1

Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

MM13, 27.3.2017 | www.migrosmagazin.ch

Zu gewinnen 12 Aufenthalte im Europa-Park inkl. Übernachtung sowie 200 Einzeleintritte Seite 100

Schoggi-Muffins, leicht gemacht Seite 49

Für Seerosen brauchts keinen Teich Seite 90 Die Kinder ziehen aus – was jetzt? Seite 10

Bild: Christian Schnur

Neuer Film «Tiger Girl»

Ella Rumpf hat das Zeug zum neuen Schweizer Kinostar Seite 22 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59


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4 | MM13, 27.3.2017

F Editorial

Den Rank finden

Fast nie ist die Beziehung von Ehepaaren mehr unter Druck, als wenn die Kinder ausziehen. Statistisch gesehen werden am meisten Ehen geschieden, wenn die Kinder kommen – und wenn sie gehen. Zurzeit müssen viele meiner engsten Freunde ihre Beziehung quasi neu erfinden. Das Thema, um das sich in den letzten 20, 25 Jahren alles gedreht hat, nämlich die Kinder, gerät in den Hintergrund.

Zurück bleiben Partner, die sich wieder neu entdecken müssen, neuen Gesprächsstoff, gemeinsame Interessen finden müssen. Einige fangen mit Ausdauersportarten an, begeistern sich für ausgedehnte Reisen, stürzen sich gemeinsam in die Gartenarbeit oder bauen ihr Haus zum Bed and Breakfast um.

18

Doch einige scheitern auch und trennen sich.

Gemeinsam den Rank finden – das braucht Offenheit, die Bereitschaft, Ideen zu diskutieren, auch nach 50 noch Neues zu lernen, Bedürfnisse zu formulieren. Und bitte nicht verkrampfen! Man muss nicht zwingend zur Marathonläuferin werden, den Kilimandscharo besteigen oder die Senioren-Uni besuchen. Die Leere des kinderlosen Haushalts füllt man nicht mit Hyperaktivität, sondern mit entspanntem Entdecken und manchmal halt auch, indem man sein Leben gemeinsam oder allein noch einmal völlig auf den Kopf stellt. MM-Redaktor Ralf Kaminski hat sich auf die Suche nach Paaren und Einzelpersonen gemacht, die sich nach dem Auszug der Kinder noch einmal neu erfunden haben. Und hat wunderbare, positiv denkende Menschen getroffen, kreativ und unkompliziert. Wie Monika Gmür, die mit 53 ins Tessin gezogen ist und ein altes Haus zum kleinen Boutiquehotel umgebaut hat. Oder Esther und Othmar Huber, denen das Leben nach dem Auszug der Kinder unverhofft eine ganz spezielle Prüfung auferlegt hat (Seite 10). Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

28

«Wir müssen heute neu denken, was morgen funktionieren soll» Eveline Widmer-Schlumf, Präsidentin Pro Senectute


MM13, 27.3.2017 | 5

Menschen

49 Migusto

8 Diese Woche

66 Nachhaltig: Tiefkühlfisch 70 Raps für Margarine 72 Bio-Beef von Weiderindern 75 Liebling Linzer Torte 76 Bunte Hasenparade 78 Neues entdecken im März

Überraschend? Männer essen veganer als Frauen 10 Neustart nach Elternzeit Wie sich Paare neu orientieren, nachdem ihre Kinder flügge geworden sind 17 Bänz Friedli 18 Das höchste der Gefühle

49

10

Stürmen Gipfel, finden Liebe: Norbu Sherpa und Andrea Zimmermann

22 Ella Rumpf Mit ihrem neuen Film «Tiger Girl» startet die schöne Zürcherin durch 25 Leserforum

83 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

Leben 89 Kolumne «1, 2 oder 3?»

Von übermotivierten Müttern 90 Garten

Königin des Teichs: die Seerose 93 Brave New Girl

Ein Plädoyer für Verständnis 94 Gesundheit

28 Interview

Alt-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf über ihr neues Amt als Präsidentin der Pro Senectute

Zmorge auf Japanisch 97 Digital

Nintendo goes outdoor

Migros-Welt

98 Kinder

39 Sie sind die Zukunft

100 Glücksgriff 103 Rätsel/Impressum 108 Cumulus

Migros-Chef besucht Lehrlinge 43 Zum 100. Geburtstag

Bilder: Jeremy Bierer, Christine Benz, Lea Meienberg, Sophie Stieger

So gelingen Schoggimuffins

Denner-Gründer Karl Schweri 45 Hilfswerk Medair

Schweizer Hilfe im Kongo

Ausgewandert nach Sansibar

110 Meine Welt

Bekommt von überall «Rückenwind»: das Basler Musiktalent Vincent Gross

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM13

Darauf freuen wir uns Comics Bunte, schwarz-weisse,

fröhliche, düstere und ertastbare Comics zeigt das FumettoFestival. 1. bis 9. April, Luzern Filme Innovatives und Eigen-

williges aus fünf Ländern verspricht das «Saas-Fee Filmfest». 30. März bis 2. April, Saas-Fee

Unnützes Wissen

Körperliche Dinge

Mein Bild der Woche «Alle unter einem Dach? Zirkuszelt ahoi? Sonnenuntergang

Bilder: Lucy Doucet/Fumetto, Pau Barrena/AFP Photo, Marco Zanoni

und Träger des Salzburger Stiers. Derzeit ist er mit dem Stand-upComedy-Programm «Hobby» auf Tournee.

mit Dame? Dieses Foto könnte genauso gut eine Kunstinstallation abbilden. Nur handelt es sich hier um Politik: Das Bild zeigt eine Demonstrantin in Barcelona unter einer riesigen spanischen Nationalflagge. Auch in Spanien, das sich mit einer eventuellen Unabhängigkeit Katalaniens beschäftigen muss, bestimmt die Diskussion über die nationale Identität den politischen Diskurs. Wie derzeit fast überall in Europa. Denn das omnipräsente Erstarken des nationalstaatlichen Gedankens zeigt auch gleich dessen Problematik auf: Wenn die Flaggen zu gross werden, sieht man die Menschen darunter fast nicht mehr.»

Hörprobe

Entschuldigung, was hören Sie gerade? Elgin Sinaci (19), Pharma-Assistentin, Bern

a) «Gir Kanıma» von Harun Kolçak b) «Gece Gölgenin Rahatına Bak» von Çağatay Akman c) «Celle qu’il te faut» von Keen’V feat. Glory

Auflösung: a) Dieses Lied geht so richtig ab.

Gabriel Vetter (34) ist Satiriker

Die menschliche Haut wiegt im Durchschnitt sieben Kilo. Die Bezeichnung Hysterie geht auf «hyster», das griechische Wort für Gebärmutter, zurück. Brechgeräusche sind gemäss einer englischen Studie die für die menschliche Wahrnehmung unangenehmsten Klänge – noch vor Mikrofonrückkoppelungen und schreienden Babys. Die Gesamtlänge aller Nerven­ bahnen des Gehirns beträgt 5,8 Kilometer. Quelle: Stern/Neon


8 | MM13, 27.3.2017 | MENSCHEN

Konsumieren Sie tierische Produkte?

www.migmag.ch/ umfrage

Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:

Ernährungstrends

Mehr Männer als Frauen essen vegan 60 Prozent der Veganer in der Schweiz sind männlich. Gleichzeitig essen die Männer fast doppelt so viel Fleisch wie die Frauen. Die Ernährungssoziologin Christine Brombach erklärt, wie dies zusammenpasst und was unser Essverhalten mit Erziehung, sozialer Schicht und Vorbildern zu tun hat. Text: Yvette Hettinger

Wissen Sie, welche Vögel in Ihrem Quartier leben? 5% Wo ich wohne, sieht man praktisch nie einen Vogel. 43% Ich erkenne höchstens mal einen Spatz oder eine Krähe. 52% Ich kenne die bei uns verbreiteten Vogelarten und achte auch darauf, welche sich zeigen.

Zahlen und Fakten

17

Prozent der Menschen in der Schweiz sind Flexitarier, das heisst, sie essen Fleisch, aber wenig und bewusst.

Prozent der 18- bis 34-Jährigen bereiten sich abends eine warme Mahlzeit zu. Bei den 65- bis 75-Jährigen sind es nur 65 Prozent.

780

Gramm Fleisch- und Wurstwaren essen die Schweizer Konsumenten im Durchschnitt pro Woche. Empfohlen sind 240 Gramm. Quellen: Swissveg.ch, BLV

Teil des Lifestyles: Besonders junge Männer entscheiden sich für eine vegane Ernährung.

F

leischverzicht ist männlich: Drei Prozent der Schweizer Bevölkerung ernähren sich vegan, ganze 60 Prozent die­ ser Veganer sind Männer. Und unter den Vegetariern machen sie 30 Pro­ zent aus. Das zeigt eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Demoscope für den Verein Swissveg durchgeführt hat. Ein weiteres Resultat der Umfrage: Vor allem Menschen zwischen 15 und 34 ver­ zichten ganz auf tierische Produkte. Gleichzeitig sind Männer aber auch grosse Fleischesser: Gemäss der ersten nationalen Ernährungs­

erhebung «menuCH» des Bundes­ amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) essen sie fast doppelt so viel Fleisch und Wurst wie Frauen, nämlich im Schnitt 980 Gramm pro Woche. Bei den Frauen sind es 570 Gramm. Temporärer Lifestyle

Wie passen die beiden Studien­ resultate zusammen? Die Ernäh­ rungssoziologin Christine Brom­ bach (54) vermutet, dass Veganis­ mus zum temporären Lifestyle vieler junger Männer passt (siehe Interview). Ernährung sei in unse­

rer Gesellschaft Ausdruck eines bestimmten Lebensstils, der wie­ derum vom Alter abhängig ist. Das zeigen auch andere Ergeb­ nisse der BLV­Studie. So kochen junge Menschen abends häufiger eine warme Mahlzeit als ältere. Über 70 Prozent der Menschen in der Schweiz verpflegen sich in der Mittagspause auswärts. Und über die ganze Bevölkerung hinweg werden zu wenig Milchprodukte, Nüsse und pflanzliche Öle konsu­ miert. Der Bund will diese Erkennt­ nisse in seine Ernährungsstrategie einfliessen lassen. MM

Bilder: Keystone, zVg

85


MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 9

Strassenumfrage

Christine Brombach

«Unsere Gesellschaft führt eine Luxusdebatte über Essen und Ernährung» 60 Prozent der Veganer sind männlich. Das ist das überraschende Ergebnis einer Demoscope-Umfrage. Tatsächlich würde ich auch vermu­ ten, dass eher Frauen als Männer vegan leben. Es gibt aber mögliche Erklärungen, warum junge Männer aufholen und vegan essen. Welche sind das? Die Jugendjahre sind eine identitäts­ stiftende Phase. In dieser Zeit geht es darum, für sich herauszufinden, was einem wichtig ist, welche Werte man vertritt und wie man sein Leben aus­ richtet. Männer machen diese Fragen etwas stärker am Lebensstil und Essen fest, denn Essen und Kochen sind für sie noch etwas neuere Betätigungs­ felder, als sie es für Frauen sind. Zu­ dem dauert bei ihnen die Adoleszenz etwas länger, die Wissenschaft dehnt sie bereits bis Ende 20 aus. Auf der anderen Seite essen Männer viel Fleisch, wie die Ernährungserhebung des Bundes zeigt. Es gibt auch eine starke Bewegung in Richtung Fleischessen, das zeigt sich zum Beispiel an der Popularität des Magazins «Beef!». Wofür man sich entscheidet, ist auch eine Frage der Vorbilder. Stark sein ohne Fleisch propagiert etwa der ehemalige Berner NLA­Eishockeyspieler Andreas Hänni (38). Was prägt unseren Ernährungsstil sonst noch? Am meisten die Familie, bis in die Jugendjahre hinein. In der Adoleszenz beginnt man dann, alles zu hinter­ fragen. In dieser Phase der Identitäts­ findung geht es auch um neue Themen wie Tierwohl, Umwelt, das eigene Aussehen und das, was die Peers kon­ sumieren. Sobald man selber Kinder hat, kehrt man häufig zu der Ernäh­ rungsweise des Elternhauses zurück. Und was bestimmt den familiären Ernährungsstil? Neben der Erhältlichkeit der Pro­ dukte sind die verfügbaren Mittel entscheidend. Wer aufs Geld achten

Essen Sie Fleisch?

muss, konsumiert tendenziell preis­ günstigere Produkte, meist auch we­ niger Bio. Und wir essen nachweislich schichtspezifisch. Was heisst das konkret? Unter anderem nehmen sich bildungsnähere Schichten mehr Zeit, um ihre Mahlzeiten selber zuzube­ reiten. Sie haben in der Regel andere Einkaufsmöglichkeiten und finan­ zielle Mittel für die Vorratshaltung. Sie sind empfänglicher für Infor­ mationen darüber, was gesund ist und was nicht. Sie konsumieren mehr Früchte, Gemüse und Fisch und weniger gesüsste Getränke. Was sagt es über unsere Gesellschaft aus, dass Ernährungsstile ein so grosses Thema sind? Unsere Gesellschaft führt eine Luxus­ debatte über Essen und Ernährung. Anders als in Zeiten von Lebens­ mittelknappheit und Ländern mit Nahrungsmangel können wir es uns leisten, über Ernährung zu sprechen. Übers Essen transportieren wir Werte, pflegen Beziehungen. Im Zusammenhang mit der Ernährung diskutieren wr auch Nachhaltigkeit, signalisieren, was uns wichtig ist, und drücken einen sozialen Status aus. Man weiss mittlerweile auch sehr viel über Nahrungsmittel. Tatsächlich gab es noch nie so viele Rezeptbücher für verschiedene Bedürfnisse und Stile wie heute. Es ist aber eine andere Frage, ob man sich auch danach richtet. Auch das Lebensmittelangebot ist so gross wie noch nie. Was lenkt uns beim Einkaufen? Im Allgemeinen lassen wir uns unter anderem von der Wiedererkenn­ barkeit der Produkte und von emotio­ nalen Geschichten über die Lebens­ mittel leiten. Bei neuen Produkten muss man innerhalb von Sekunden entscheiden können: Kann und will ich das kaufen? Die Verpackung muss also rasch die nötigen Infor­ mationen liefern. MM

Christine Brombach (54)

ist Ernährungs­ soziologin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil ZH.

Ursin Niderberger (28), Architekt, Zürich: «Ich esse Fleisch, aber immer

ein wenig mit einem schlechten Gewissen. Schwierig finde ich es, wenn jemand nicht aus Überzeugung vegan lebt, sondern weil es gerade Mode ist.»

Eric Rebmann (65), pensionierter Fachverkäufer, Weiningen ZH:

«Ich esse gern Fleisch, Wurst weniger. Ich finde den Hype um Veganismus übertrieben. Der Mensch hat doch schon immer Fleisch gegessen.»

Roland Steuer (48), Koch und Arbeitsagoge, Kleindietwil BE:

«Durchs Kochen bin ich ein wenig vom Fleisch weggekommen. Ich esse bewusst wenig davon und kaufe es beim Dorfmetzger. Dem vertraue ich.»


10 | MM13, 27.3.2017 | MENSCHEN

Neustart nach der Elternzeit

Endlich wieder frei!

Sind die Kinder aus dem Haus, beginnt für die Eltern ein neuer Lebensabschnitt. Die einen besinnen sich zurück auf alte Leidenschaften, die anderen verwirklichen lang gehegte Träume. Wir zeigen Eltern, die ihr Dasein neu gestalten – manchmal auch anders als geplant. Texte: Ralf Kaminski

D

er Moment, wenn die Kinder das Haus ver­ lassen, ist ein heikler: «Auch wenn nicht die Kinder den alleinigen Sinn des Lebens verkörpert haben, so haben sie ihre Eltern doch zuverlässig daran gehindert, allzu oft über den Sinn des Lebens nachzugrübeln.» So for­ muliert es Gerlinde Unverzagt in ihrem neuen Buch «Genera­ tion ziemlich beste Freunde». Und: «Statistisch gesehen wer­ den die meisten Ehen geschieden, wenn die Kinder kommen – und wenn die Kinder gehen.» Der Moment, wenn die Spröss­ linge dem heimischen Nest den Rücken kehren, ist besonders für diejenigen Eltern schwierig, die stark auf ihre Kinder fokus­ siert waren und sich nun als Paar quasi neu entdecken müssen. Nicht immer freuen sie sich über das, was sie dann finden. Psycho­

Bilder: Sophie Stieger

therapeut und Paarberater Mark Froesch vergleicht diese Lebens­ phase mit derjenigen des Erwach­ senwerdens und der Familien­ gründung. «Es ist ein wesent­ licher Übergang im Leben von Eltern – wie man ihn bewältigt, hat grossen Einfluss darauf, wie es einem im Rest des Lebens geht.» (siehe Interview auf Migrosmagazin.ch) Der dänische Film «Parents» zeigt die Bewältigungsstrategien eines solchen Elternpaars, dessen einziger Sohn nach dem Auszug zunächst eine grosse Leere hin­ terlässt (siehe Box rechts). Dass es auch anders geht, zeigen die Geschichten der Eltern, die auf den folgenden Seiten von ihrem neuen Leben erzählen. Buchtipp: Gerlinde Unverzagt: «Generation ziemlich beste Freunde. Warum es heute so schwierig ist, die erwachsenen Kinder loszulassen», Beltz 2017, bei Ex Libris für Fr. 18.30

Kinofilm «Parents»

10 × 2 Tickets zu gewinnen Im neuen dänische Film «Parents» dreht sich die

Geschichte um ein Elternpaar, das nach dem Auszug des Sohnes noch einmal neu anfangen muss. Zuerst wissen beide nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen. Doch schon bald geniessen sie ihre neu gewonnene Freiheit und ziehen in ihre ehemalige Studentenwohnung. Sie tauchen immer tiefer in ihre gemeinsame Jugend ein – bis etwas völlig Unerwartetes passiert. «Parents» startet am 30. März in den Schweizer Kinos. Infos zur Verlosung: www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff


MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 11

Die Pflegeeltern

Und plötzlich noch einmal Kinder Als die drei Sprösslinge von Esther (68) und Othmar Huber (71) 2003 fast gleichzeitig auszogen, verspürte das Paar durchaus ein Gefühl von Freiheit. «Ich habe die Kinder schon auch vermisst. Aber plötzlich konnten wir wieder reisen und Tango tanzen, mussten uns keine Gedanken machen, rechtzeitig zu Hause zu sein, um etwas zu kochen», sagt Esther Huber. Ihr Mann engagierte sich verstärkt beim Marburger Kreis, einem überkonfessionellen Netzwerk von Christen, die einladen, Glauben neu zu entdecken. Schliesslich leitete er sogar die Region Schweiz, was vorher zeitlich nie dringelegen hätte. «Und wir hatten noch diverse weitere Pläne», erinnert sich der pensionierte RAV-Leiter. «Weil wir hier in Buchs AG um unser Haus so viel Land hatten, überlegten wir uns, auf dem Gelände regelmässige Sommerserenaden zu organisieren, also Konzerte mit Picknick für das Quartier.» Auch mit einer öffentlich zugänglichen Bildergalerie im Haus liebäugelte er damals. Eine Anfrage des Sozialamts

Othmar und Esther Huber mit ihrer zweiten Kinderschar David, Julie und Stigie (von links)

Doch plötzlich kam alles ganz anders. Othmar Hubers vier Jahre jüngerer Bruder geriet in eine gesundheitliche und berufliche Krise. Der Informatiker und alleinerziehende Vater von drei Kindern fand sich unversehens im Visier des Sozialamts, das abzuklären begann, ob seine elterlichen Standards noch ausreichten. «Mein Bruder war ein Perfektionist. Er wollte alles richtig machen, seinen Kindern ein idealer Vater sein, und war damit letztlich völlig überfordert.» Wegen der Belastung zu Hause und seiner sich zunehmend verschlechternden Gesundheit verlor er seinen Job. Das Sozialamt nahm mit Hubers Kontakt auf, bei denen die drei Kinder schon zuvor regelmässig zu Gast gewesen waren, um den Vater zu entlasten. «Die Behörde fragte uns, ob wir bereit wären, die drei aufzunehmen. Die Alternative wäre gewesen, sie zu trennen und in verschiedenen Jugendheimen unterzubringen.» Das


12 | MM13, 27.3.2017 | MENSCHEN

Das Ehepaar Huber freut sich über die wieder zunehmende Freiheit. Die Unternehmerin

Der Traum vom eigenen Hotel

Ehepaar zögerte nur kurz, dann sagte es zu, «im Vertrauen, immer die not­ wendige Kraft und Weisheit für diese Aufgabe zu erhalten». Und so kam es, dass die Hubers ab Juni 2010 plötzlich noch einmal Kinder bekamen: zwei Jungs (11 und 16) und ein Mädchen (14). Wenige Wochen später starb deren Vater an Herzinsuffizienz. Plötzlich wieder Verantwortung

«Der Anfang war nicht leicht, und zwar für beide Seiten», sagt Othmar Huber. «Bisher waren wir Tante und Onkel gewesen und sie bei uns zu Gast. Nun, als Pflegeeltern, setzten wir plötzlich Grenzen, stellten Forderungen, versuchten, sie an­ zuspornen.» Und mit der eigenen Freiheit war es wieder vorbei, hatten sie doch plötzlich die Verantwortung für drei Teenager, die zwar froh waren um das neue Arrangement, sich aber wieder ganz neu im Leben zurecht­ finden mussten. Lediglich eine bereits vorher geplante Australienreise unter­ nahm das Paar noch und organisierte für die Jugendlichen für diese Zeit eine Betreuung. Inzwischen aber haben die Hubers einen Teil ihrer Freiheit zum zweiten Mal zurückgewonnen. Der Jüngste ist mittlerweile 18 und besucht die

Wirtschaftsmittelschule, die Mittlere absolviert nach bestandener Fach­ matur in Sozialer Arbeit noch eine KV­Lehre, und der Älteste studiert in Zürich Japanologie und Politikwis­ senschaften. «Sie wohnen alle noch bei uns und brauchen schon immer noch eine gewisse Begleitung», sagt Esther Huber, «aber sie sind natürlich im Alltag recht selbständig.» So konnten die Hubers schon vor zwei Jahren allein eine grosse China­ reise machen und planen demnächst einen Besuch bei ihrem ältesten Sohn (41) in Kenia, der dort mit Frau und Kind lebt. Ihre anderen beiden Sprösslinge (38 und 34) wohnen in­ zwischen ganz nah in eigenen Häu­ sern, die auf dem grossen Stück Land neben dem Elternhaus gebaut wurden. «Das Verhältnis zu allen ist sehr eng. Unsere leiblichen Kinder sehen die meines Bruders nicht als Cousins und Cousine, sondern als jüngere Geschwister», sagt Othmar Huber. Das Paar geniesst die erneut ge­ wonnene Unabhängigkeit, allerdings sind bereits neue Betreuungspflichten hinzugekommen: Zweimal pro Woche kümmern sich die Hubers um ihre beiden Enkelsöhne (4 und 6). Manch­ mal dauert der Weg in die Freiheit eben etwas länger.

Und plötzlich sass sie allein da: Ihr Mann hatte sie wegen einer anderen Frau verlassen, die beiden Töchter waren kurz vor und nach der Scheidung 2004 ausgezogen, und dann starben auch noch ihre Eltern – kurz nacheinander. «Ich dachte: Und jetzt? Das kann es doch noch nicht gewesen sein?», erzählt Monika Gmür (62) und lacht. Also setzte sie sich hin und versuchte zu ergründen, was sie mit dem Rest ihres Lebens noch tun wollte. «Das dauerte zwei Jahre und brauchte viele Gespräche und einen Flipchart, auf dem ich notierte, was meine Leidenschaften und Fähigkeiten sind und was ich damit anfangen könnte.» Die Suche endete mit einem klaren Ergeb­ nis: «Ich wollte mein eigenes kleines Hotel im Tessin eröffnen.» Mit dem Südkanton verband sie schon lange eine enge Beziehung, beinahe wäre die Familie früher schon mal dorthin gezügelt. Und nach dem Tod der Eltern hatte sie ein wenig Geld geerbt. «Damals fühlte ich mich richtig reich, heute weiss ich es besser.» Freunde und die Familie rieten ab

Ihr Umfeld reagierte skeptisch und riet ab von diesem Abenteuer, sogar ihre Töchter. Doch das spornte Monika Gmür umso mehr an. «Zugegeben: Hätte ich damals gewusst, wie mühsam und schwierig es wird, hätte ich es vermutlich gar nicht erst versucht. Doch zum Glück war ich ahnungslos.» Vielmehr habe sie sich damals gesagt: «Ich will nicht dereinst auf dem Sterbebett denken: Hätte ich es doch gewagt!» Und so wagte sie es. 2008 zog sie von Männedorf ZH ins Tessin, kaufte ein herun­ tergekommenes, seit Jahren leer stehendes Gebäude an wunderschöner Lage in Maggia – und kollidierte rasch und unsanft mit einer Vielzahl bürokratischer Hürden und finanzieller Herausforderungen. «Zum Glück kann ich gut Italienisch, sonst wäre das alles völlig unmöglich gewesen.» Hinzu kam, dass sie sich als Frau gegen­ über lauter eher machohaften Männern durchsetzen musste. Obwohl sie in jungen Jahren schon mal ein Restaurant geführt hatte, musste sie schliesslich sogar noch das Wirtepatent auf Italienisch machen, um ihren Traum wahr werden zu lassen. Es waren schwierige Jahre, aber 2012 war es so weit: Monika Gmür eröffnete ihr Boutiquehotel Casa Martinelli. Und es war


MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 13

Paarberater Mark Froesch über das Leben nach den Kindern www.migmag.ch/ kinderfrei

Monika Gmür im Vorhof ihres kleinen Hotels im malerischen Maggia TI

alles, was sie sich erträumt hatte – und mehr. «Ich lerne so viele spannende Menschen kennen und höre von ihren Geschichten. Und ich liebe es, Gastgeberin zu sein.» Finanziell ist sie zwar noch nicht über den Berg, aber sie hat ihren Entscheid zum Neustart im Tessin keine Sekunde bereut.

Und das, obwohl sie richtig viel arbeiten muss, während andere von den Kindern «befreite» Eltern ihres Alters auf Reisen gehen und ihre Hobbys pflegen. «Das würde mir schnell langweilig werden», sagt Monika Gmür. «Meine Arbeit ist mein Hobby, und ich hoffe, ich kann das so lange weitermachen,

bis ich tot umfalle.» Zudem geniesst sie die Anerkennung ihrer anfangs so skeptischen Umgebung. «Heute werde ich sogar als Vorzeigemodell präsentiert – als Beweis, dass es möglich ist, in diesem Alter nochmals ganz neu anzufangen.» Infos: www.casa-martinelli.ch


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MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 15

Fröhliche WG-Familie: Thomas und Cordelia Eberle (Mitte) mit Daniel Rost, Martin Rapp und Renate Schnorf (von links)

Die Dauergastgeber

Eine WG als Familienersatz Die Tischrunde ist vergnügt und vielsprachig: Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, Englisch, Französisch, wild durcheinandergemischt. In der Mitte steht ein Shepherd’s Pie, den Cordelia Eberle (48) zubereitet hat. Sie ist in der Regel zuständig für das gemeinsame Abendessen der ungewöhnlichen WG in Aathal, einem ländlichen Ort zwischen Wetzikon und Uster im Zürcher Oberland. Cordelia Eberle und ihr Ehemann Thomas (52) leben seit dem Jahr 2000 in dem geräumigen Haus mit den tiefen Decken, haben dort drei Kinder und eine Pflegetochter grossgezogen und kümmern sich um einen Hund, eine Katze und fünf Ponys. Auch deswegen wollten sie bleiben, nachdem die Kinder ausgeflogen waren und das Haus immer leerer wurde. «Ich gebe seit vielen Jahren Reitunterricht, und es ist schön, so nahe bei den Tieren zu sein», sagt Cordelia Eberle. So kamen sie auf die Idee mit der WG. Dabei half, dass sie schon immer ein offenes Haus hatten und auch früher Langzeitgäste beherbergten. Zum Beispiel Renate Schnorf (41), eine Detailhandelsangestellte, die vor zehn Jahren begann, bei Eberle Reitunterricht zu nehmen, und seit fünf Jahren ein

Zimmer im Haus bewohnt. «Conny bot mir das an, weil ich für einige Zeit ins Ausland wollte», erzählt Renate Schnorf. Nach der Rückkehr zog sie wieder ein. «Im Moment mache ich eine Ausbildung. Bis die fertig ist, bleibe ich sicher noch.» Nach einer Generalrenovation des Gebäudes, bei der Eberles jüngster Sohn Lukas (23) als Zimmermann noch mithalf, bevor er für ein Jahr nach Neuseeland ging, schrieben sie zwei weitere Zimmer aus. Und nun leben auch der Lausanner Investmentbanker Martin Rapp (26) sowie der Dresdner Gastrofachmann Daniel Rost (39) bei ihnen, der als Chef de service im Restaurant Neue Spinnerei beim Bahnhof Aathal arbeitet. Gemeinschaft mit Rückzugsmöglichkeit

Rapps Deutsch ist noch nicht so gut, weil er im Job primär Englisch spricht, derweil Rosts Englisch- und Französischkenntnisse begrenzt sind. «Wir verständigen uns ab und zu auch mit Zeichensprache», erzählt er und lacht. Beide fühlen sich aber sehr wohl in der WG. «Ich mag die Mischung aus Gemeinschaft und Rückzugsmöglichkeiten», sagt Rost. «Und die Nähe zur Arbeit ist natürlich

ideal.» Rapp geniesst das Wohnen auf dem Land, während er gleichzeitig in etwa einer halben Stunde mitten in Zürich ist. «Die WG war eine Folge des Auszugs unserer Kinder. Wir haben einfach gern Menschen um uns», sagt Cordelia Eberle. «Ausserdem macht es auch viel mehr Spass, für fünf zu kochen als für zwei.» Der Kontakt zu den Kindern ist eng, die Abnabelung sei ihnen allerdings nicht schwergefallen, sagen die Eltern. Ein Fixpunkt im Alltag sind die gemeinsamen Abendessen, jeweils um 19 Uhr. Ab und zu geht man auch gemeinsam wandern oder Ski fahren, ansonsten ist jeder autonom. «Es gibt also keine WG-Aufgaben wie bei Studenten», betont Thomas Eberle, der als Lastwagenkranführer auf Baustellen in der Region arbeitet. Die WG-Bewohner sind nur für ihr Zimmer zuständig, um den Rest kümmern sich die Eberles. Insbesondere ums Kulinarische. «Alle bezahlen pro Monat einen Betrag, und wir sorgen dafür, dass der Kühlschrank immer voll ist und es abends etwas Gutes zu essen gibt.» Und da sitzt man dann gemütlich zusammen, diskutiert und plaudert, fast wie in einer Familie. MM


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Cefalu Selinunte

Ihr Reiseprogramm:

wir später feine Weine und bestes Olivenöl und im Städtejuwel Erice typisches Mandelgebäck und Likör.

1. Tag – Anreise nach Genua Fahrt im komfortablen Extrabus nach Genua, wo am Abend unsere Fähre Richtung Sardinien abfährt. Übernachtung an Bord. 2. Tag – Alghero & Grotta di Nettuno Wir erreichen Sardinien am frühen Morgen und fühlen uns später beim spannenden Rundgang in Alghero in die spanische Vorherrschaft zurückversetzt – herrlich! Am Nachmittag laden wir Sie zu einer tollen Schifffahrt entlang der Küste ein. Bei ruhiger See wird die weltbekannte Grotta di Nettuno angefahren.

La Maddalena

3. Tag – Costa Smeralda & La Maddalena Heute erwartet uns die Costa Smeralda, eine der bekanntesten Küsten der Welt. Atemberaubende Felsformationen, zuckerweisse Traumstrände und ein Hauch von Luxus werden Sie begeistern. Ab Palau setzen wir dann mit der Fähre zu der fantastischen Inselgruppe La Maddalena über, wo uns unberührte Landschaften und reizvolle Fischerorte erwarten. 4. Tag – Cagliari Vorbei an Olbia und Oristana fahren wir nach Süden. Am Mittag erreichen wir die sardische Hauptstadt Cagliari. Freuen Sie sich auf eine interessante Stadttour mit Monumenten & Bauten, die eine tausend jährige Geschichte von Invasoren und verschiedenen Kulturen erzählen. Am frühen Abend Einschiffung auf die Fähre nach Sizilien.

Alghero

xy

5. Tag – Selinunte & Erice Wir erreichen Palermo am Morgen und fahren durch schöne Landschaften nach Selinunte an der Südwestküste. Hier erwartet uns eine der beeindruckendsten archälogischen Stätten des Mittelmeeraums. In einer Weinkellerei in Marsala verkosten

6. Tag – Ätna & Taormina Der Ätna ist der grösste Vulkan Europas. Von der Aussichtsplattform in 2000m Höhe geniessen wir einen atemberaubenden Blick über die Ostküste Siziliens. Auf einem Landgut werden wir im Anschluss mit einem rustikalen Mittagsimbiss & einer Weinprobe verwöhnt. Am Nachmittag geht es nach Taormina. Flanieren Sie über den Corso Umberto und besuchen Sie die steil abfallenden Gärten und kleinen Handwerksläden. 7. Tag – Freizeit oder Cefalu Heute haben Sie die Wahl. Nutzen Sie die tolle Infrastruktur Ihres Hotels und gönnen Sie sich ein paar Sonnenstunden am Strand oder unternehmen Sie einen Ausflug ins nahegelegene Fischerstädtchen Cefalu (Fakultativ und inbegriffen). 8. Tag – Monreale & Palermo Am Vormittag erwartet uns Monreale, welches mit seiner weltberühmten Kathedrale und dem Kloster (Eintritt inkludiert) zu jeder Sizilien Reise gehört. Am Nachmittag begeben wir uns zum Abschluss in der Hauptstadt Palermo auf eine interessante Entdeckungstour. Am Abend Einschiffung auf die Fähre Richtung Genua. 9. Tag – Tag auf See Nach einem schönen Tag auf See erreichen wir gegen Abend den Hafen in Genua. Übernachtung in der Region Genua. 10. Tag – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

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Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 195.Kabinenzuschläge (Fähre): - Doppelkabine aussen: Fr. 80.- Einzelkabine innen: Fr. 135.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Zürich


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MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 17

Bänz Friedli

«Vergessen Sie nicht …!» Höchste Zeit, wieder mal mit Ben essen zu gehen … Rasch online einen Tisch reserviert in einem Restaurant, nennen wir es «Helvetia». Wie praktisch, dass man das jetzt im Web tun kann! Die Reservation wird auch gleich per Mail rückbestätigt. Und die Beiz, wird sich zeigen, war eine gute Wahl.

Aber dann! Werde ich im 24-Stunden-Takt gebeten, ich möchte doch auf einer Bewertungs-Website kurz meine Eindrücke schildern und einen bis fünf Sterne vergeben. Zudem soll ich angeben, ob ich mit meiner Frau, einem Freund oder einem Geschäftspartner essen war, ob mit oder ohne Kinder und/oder Hund, und, und, und … Nein! Mach ich nicht. Ich beachte auch selber nie solche Bewertungs-Portale, weil ich anonymem Lob genauso misstraue wie anonymer Kritik.

Bild: Vera Hartmann

Bänz Friedli (51) mag nicht bewerten.

Dreimal klicke ich die Aufforderung, das «Helvetia» zu bewerten, weg. Beim vierten Mal werde ich säuerlich, beim fünften Nachhaken drücke ich die Delete-Taste schon ziemlich rabiat. Was das liebe Restaurant «Helvetia» nicht bedenkt: dass ich online in den letzten Wochen ein Ferienhaus reserviert, einen Flug gebucht, fünf Taxis gerufen, vier Restaurants und zwei Hotels reserviert, drei CDs, ein Computerkabel, zwei Bücher und einen Blumenstrauss bestellt habe. Und wenn ich danach stets mein«geschätztes Feedback» abgeben soll, kann ich mich ins

Telefonverzeichnis gleich mit dem Beruf «Feedbacker» eintragen lassen, weil: Das wäre dann ein Fulltimejob. Zugegeben, einmal hab ich solch ein Onlineformular ausgefüllt: nach einem Hotelbesuch in Brüssel. Der Service dort war aber auch wirklich lausig. Dabei hatte es im Internet so schön ausgesehen! Aber dann sagte die Person am Empfang schroff, wir seien zu früh. Ob wir denn, ähm …, vielleicht unser Gepäck einstellen und schon mal die Formalitäten des Check-ins machen könnten? «Pas possible», meinte die junge Frau und liess nicht mal ein «désolée» folgen. Die erste Nacht. Endlich Ferien! Nur: Um 05.45 Uhr schrillt das Telefon. Wir schreckten auf. Doch es war nur ein falsch programmierter Radiowecker. Meldung an die Réception, wieder kein «désolée», bloss: «Ja, wir wissen es, das System spukt, ein Computerfehler.» Ich, leise entnervt: «Dann tun Sie was!» Die nächste Nacht … Sie ahnen es: Wieder der Telefonwecker, eine halbe Stunde früher. Eben: Da hab ich dann online eine Bewertung abgegeben, keine gute. Das war vor einigen Jahren. Gestern die freundliche Mail von besagtem Hotel aus Brüssel: «Es freut uns, dass Ihnen Ihr Aufenthalt bei uns so gut gefallen hat. Wann dürfen wir Sie wieder begrüssen?» MM Bänz Friedli live: 5./6. April Casinotheater Winterthur

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18 | MM13, 27.3.2017 | MENSCHEN

1 Erstmals funkte

es auf dem Berg – heute sind Andrea Zimmermann und Norbu Sherpa ein Paar. 2 In eisigen Höhen: Andrea und Norbu 2016 am Everest 3 Vor der Expedition:

Andrea und Norbu bitten in Nepal um den Segen eines buddhistischen Mönchs.

1


MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 19

Der erste Dok über Andrea und Norbu:

www.migmag.ch/ norbu

Liebe ohne Grenzen

Auf dem Gipfel der Gefühle

Amors Pfeil hat sie auf dem Himalaya getroffen: Seit sechs Jahren sind der nepalesische Kletterführer Norbu Sherpa und die Schweizer Anwältin Andrea Zimmermann ein Paar. Eine Liebesgeschichte, die kulturelle Grenzen sprengt und das Schweizer Fernsehen zu einer Dok-Serie inspiriert hat. Text: Andrea Freiermuth

N

3

Bilder: SRF

2

Bilder: Jeremy Bierer

orbu Sherpa (36) muss lachen, während er erzählt, unter welchen Umständen er Andrea Zimmermann (40) vor sechs Jahren kennengelernt hat: «Sie war Kundin, ich der Ex­ peditionsführer – und sie war so unglaublich dickköpfig.» Andrea war einst in der Disziplin Tourenski als Spitzensportlerin unterwegs. 2011 reiste die Anwältin nach Nepal, um den Cho Oyu, den sechsthöchsten Berg der Welt, zu besteigen. Ihr Ziel war nicht nur, bis ganz nach oben zu kommen, sondern den Berg vom Basislager (5700 Meter) bis auf den Gipfel (8201 Meter) in einem Anlauf zu bezwingen. Norbu versuchte ihr das auszureden. Vergebens. Andrea musste damals 400 Höhenmeter unter dem Gipfel aufgeben, wegen Magen­Darm­Problemen. Aber das war nicht weiter schlimm. Denn es knisterte bereits. Norbu war fasziniert

von ihrer Entschlossenheit, Andrea liess sich anstecken von seiner fröhlichen Art. Nachdem Norbu 2012 zum ersten Mal einen Monat in der Schweiz verbracht hatte, entschieden sich die beiden, ihr Leben definitiv gemeinsam zu planen. Im folgenden Jahr kündigte Andrea ihren Job am internationalen Sport­ schiedsgericht in Lausanne, und das Paar investierte seine ganze Energie in den Aufbau von Wild Yak Expeditions, einer auf den Himalaya spezia­ lisierten Agentur für Trekking und Expeditionen. Aber halt: Kann das gut gehen? Hier die Anwältin aus der Schweiz, da der Sherpa aus Nepal? Im Fall von Andrea und Norbu funktioniert die Kombination bestens. Das liegt mitunter auch daran, dass Norbu einen speziellen Hinter­ grund hat. Er verbrachte seine Jugend in Indien, wo er dank seiner Tante eine gute Schule besuchen konnte. Zurück in Nepal, war er mit seinen über­

durchschnittlich guten Eng­ lischkenntnissen eine gefragte Arbeitskraft im Büro einer Expeditionsagentur. Doch Norbu träumte von den Ber­ gen. Um selbst an Expedi­ tionen teilnehmen zu können, kündigte er seinen Bürojob und begann nochmals ganz unten: erst als Träger, dann als Küchenhilfe, später als Kletter­ Sherpa und bald als Sirdar, als Chef der Expedition­Sherpas. Wie Perfektionismus und Zen-Feeling harmonieren

«Für Norbu sind die Berge mehr als bloss ein Arbeitsort. Er ist wie ich mit dem Virus infiziert. Diese gemeinsame Leidenschaft verbindet uns stark», sagt Andrea und wirft ihrem Mann einen verliebten Blick zu. Klar gebe es kultu­ relle Unterschiede zwischen ihnen, aber das sei auch eine Bereicherung: «Ich bin wirk­ lich eine typische Schweizerin und übertreibe es zuweilen mit meinem Perfektionismus», sagt Andrea. Norbu fällt ihr ins


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MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 21

Wort: «‹Be Zen› muss ich ihr des Öfteren sagen.» Andrea sei dank ihm etwas lockerer geworden – und er dank ihr etwas pünktlicher. Norbu hat nicht nur eine spezielle Geschichte, sondern ist auch sehr offen für Neues. Das war mit ein Grund, warum er 2008 zu einem der Protagonisten im preisgekrönten «Dok»-Film «Sherpas – die wahren Helden des Everest» wurde.

Bild: SRF

Wie aus einem Traum ein Albtraum wurde und am Ende doch viel Gutes entstand

2015 wollte das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) wissen, was aus dem jungen Sherpa geworden war, der sieben Jahre zuvor am Anfang seiner Karriere stand. Die Fernsehmacher waren ziemlich erstaunt, als sie Norbu im Unterwallis antrafen. Und gleichzeitig begeistert von der Liebesgeschichte zwischen Nepal und der Schweiz. In der Folge plante das SRF, das Paar nach Nepal zu begleiten, wo Andrea und Norbu Informationen für ihre Agentur einholen, ein Hilfsprojekt für die Halbwaisen von am Berg verstorbenen Sherpas aufbauen und gemeinsam den Mount Everest besteigen wollten. Doch aus dem Traum wurde ein Albtraum: Am 25. April, kurz vor 12 Uhr mittags, bebte in Nepal die Erde, mit einem Wert von 7,8 auf der Richterskala. Rund 9000 Menschen starben, mehr als 22 000 wurden verletzt, beinahe eine Million Häuser stürzte ein. Von einer Sekunde auf die andere gab es Wichtigeres als sportliche Leistungen und

Nach dem Erdbeben: eines der provisorischen Schulzimmer, die Andrea und Norbu aufbauten

künftigen Geschäftserfolg. Andrea und Norbu leisteten Erste Hilfe im Katastrophengebiet und konzentrierten sich dabei auf die abgelegene Region von Charikot. Dank Spenden aus der Schweiz an ihr Hilfswerk «Butterfly Help Project» gelang es ihnen, innerhalb von 45 Tagen ins­ gesamt 31 Tonnen Nahrungsmittel zu verteilen und drei Schulen für 500 Kinder provisorisch wiederaufzubauen. Vergangenes Jahr versuchten die beiden erneut, das Dach der Welt zu erreichen. Vor der Besteigung wurden sie wieder vom Fern-

sehen begleitet, wobei Norbu während der Besteigung selbst zum Kameramann wurde. In der zweiteiligen «Dok»-Serie erfährt man unter anderem, ob es Andrea dieses Mal bis ganz nach oben schafft, was aus ihrem Hilfsprojekt geworden ist – und wie sich Andrea und Norbu bei einer nepalesischen Heiratszeremonie das Ja-Wort geben. MM Folge 1: «Im Schatten des Everest – Vom Trauma zum Traum», Freitag, 31. März, 21.00 Uhr, SRF 1 Folge 2: «Im Schatten des Everest – Aufbruch zu neuen Ufern», Freitag, 7. April, 21.00 Uhr, SRF 1

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22 | MM13, 27.3.2017 | MENSCHEN

Ella Rumpf

Eine Tigerin mit sanften Seiten

Mit starken Frauenrollen wie in «Tiger Girl» erregt Ella Rumpf Aufsehen in der Kinoszene. Als feministische Galionsfigur sieht sich die 22-jährige Zürcherin aber nicht. Text: Lukas Rüttimann

D

iese Schweizerin ist eine Wucht. Mit vier Filmen hat Ella Rumpf schon mächtig Eindruck hinterlassen. Kritiker im In- und Ausland sind begeistert und schwärmen von ihr als kommendem Star. Nachvollziehbar: ausdrucksstarke Augen, hohe Wangenknochen, volle Lippen ein Gesicht wie geschaffen für die Leinwand. Auch mit ihrer physischen Präsenz hat die Schauspielerin eingeschlagen: Im Schweizer Film «Chrieg» (2014) und auch in der deutschen Produktion «Tiger Girl» überzeugt die 22-Jährige als toughe Frau, die sich zu wehren weiss. Gefeierter Star an der Berlinale

Die Überraschung beim persönlichen Treffen könnte nicht grösser sein. Die Wahl-Berlinerin wirkt zierlich, fast mädchenhaft. Und bei der Schweizer Vorpremiere von «Tiger Girl» in Zürich schien sie sich auf der Bühne unwohl zu fühlen. «Ich war nur sehr nervös», erklärt sie. «Meine Familie und viele Freunde waren im Saal.» Ausserdem habe sie das Gefühl gehabt, die Leute hätten «lieber draussen Bier getrunken, als mir länger zuzuhören», sagt Ella Rumpf und lacht. Wenn sie sich da nur nicht täuscht. Das Interesse an der in Paris geborenen Zürcherin ist enorm. Nicht nur in ihrer Heimat, wo sie einen wahren Interviewmarathon absolviert. Auch an der diesjährigen Berlinale wurde die Schweizerin gefeiert. Ihre Hauptrolle im demnächst anlaufenden Film «Tiger Girl» (siehe Box) hat sie international ins Rampenlicht gerückt. Schon als kahlrasierte Ali in Simon Jaquemets «Chrieg» bekam sie

Bild: Christian Schnur

viel Lob. Inzwischen hat sie in Frankreich den Horrorfilm «Grave» abgedreht und in der Schweiz eine Nebenrolle im aktuellen Hit «Die göttliche Ordnung» gespielt. Ella Rumpf gibt sich Mühe, den Hype nicht anzuheizen. «Ich versuche, nicht alles an mich heranzulassen und normal zu bleiben», sagt sie. Sie habe sich nie ins Rampenlicht gedrängt, die hohen Erwartungen machen ihr ein wenig Angst. Lieber geht sie Dinge langsam an. Dabei ist ihr Zögerlichkeit in Sachen Karriere fremd. Durch Zufall konnte Rumpf erste Erfahrungen in der Schauspielerei sammeln und setzte alles auf eine Karte. «Ich weiss, dass ich keinen Nine-to-five-Job im Büro machen könnte. Deshalb habe ich so früh wie möglich angefangen, ohne Plan B. So kann ich später noch etwas anderes versuchen, falls es mit der Schauspielerei nicht klappt.» Im neuen Film geht es um Freiheit

Sorgen muss sie sich keine machen. Die Tochter eines Schweizers und einer Französin passt mit ihren Rollen als starke, unkonventionelle Frau gut in die jetzige Zeit der Frauendemos und Pussyhats. In «Tiger Girl» trifft sie den Zeitgeist: Rumpf spielt ein Berliner Punkgirl, das sich selbstbewusst durchs Leben schlägt und ihre schüchterne Freundin mit ihrer Wildheit ansteckt. Ein feministischer Film? «Es geht eher um verschiedene Interpretationen von Freiheit. Für Tiger ist Freiheit mit Werten verbunden. Für ihre Freundin Vanilla bedeutet sie, jemandem in die Fresse schlagen zu können.» Das sei sich das Publikum

nicht gewohnt, deshalb könne man «Tiger Girl» als feministischen Film sehen. Aber: «Das war nie der Plan.» Ohnehin möchte sich Rumpf trotz ihrer Rollen nicht als Galionsfigur für Feministinnen verstanden fühlen. Ihr sei Gleichheit für alle wichtiger als spezielle Frauenthemen. «Wer sich für Frauen einsetzt, setzt sich für Menschen ein. Der Kampf gegen Rassismus ist für mich ein genauso dringendes Anliegen wie Frauenrechte.» Frauen in irgendeiner Weise zu hinterfragen, solchen Gedanken dürfe man gar keinen Raum geben. «Wie Tiger, die wüsste nicht, was eine Feministin ist. Sie ist einfach eine starke Frau.» Hauptsache intelligente Figuren

Dass sich diese Rollen wie ein roter Faden durch ihre bisherige Karriere ziehen, hat Ella Rumpf selbst bemerkt. Wahrscheinlich sollte sie nach romantischeren Filmen Ausschau halten, scherzt sie. Doch dann wird sie ernst. Sie hoffe schon, dass ihr auch noch Rollen von anderen Charakteren angeboten werden. Aber: «Ich will nicht das Opfer spielen. Man muss auch nicht immer laut und wild sein, um stark zu erscheinen. Solange ich intelligente Frauen spielen kann, darf es so romantisch wie möglich sein.» Und was, wenn Hollywood anruft? «Die müssen mir schon etwas Gutes anbieten», sagt die Schauspielerin. Wandelbar genug sei sie. «Man glaubt es mir inzwischen fast nicht mehr, aber ich habe eine megastarke feminine Seite. Ich kann auch mal im Röckchen herumlaufen und mich dabei super fühlen.» MM


MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 23

«Tiger Girl»: Der Trailer mit Ella Rumpf www.migmag.ch/ rumpf

«Tiger Girl»

«Thelma & Louise» in Berlin Die schüchterne Maggie (Maria Dragus) möchte einen sinn­ vollen und sozialen Beruf ausüben. Sie bewirbt sich bei der Polizei, wird aber nicht aufgenommen. Als sie der unbere­ chenbaren Tiger (Ella Rumpf) begegnet, ändert sich ihr Leben: Mehr und mehr nimmt Maggie die unerschro­ ckene und wilde Seite von Tiger an und entdeckt ihre eigene Stärke. Ihre neue Freundin verpasst ihr den Namen Vanilla, und gemeinsam machen sie die Strassen von Berlin unsicher. Schon bald laufen die Dinge aus dem Ruder.

Ella Rumpf wünscht sich auch mal eine romantische Rolle, «solange ich intelligente Frauen spielen kann».

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MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 25

Leserforum MM12: Verrohte Gesellschaft Die tägliche Dosis Hass

«In den Social Media zeigt sich das wahre Wesen einer Person» Meine Behauptung ist, dass sich zum Beispiel beim ver­ kleideten Menschen an der Fasnacht unter Alkoholeinfluss oder in den Social Media das wahre Wesen einer Person am ehesten zeigt. So ist er im Innersten und nicht so, wie er sich im sozialisierten Umfeld in der Regel zeigt. Wenn das sozialisierende Umfeld schwächer wird, bricht irgend­ wann das wahre Selbst heraus.

Illustration: Rinah Lang; Bilder: Getty Images

Michael Joos, per E-Mail

Das schlechte Benehmen der Gesellschaft ist schon längstens vom Internet ins reale Leben übergeschwappt. Es ist ein Graus und vermehrt unter der Gürtellinie, wie sich die Men­ schen heute benehmen und was für Schimpfworte sie brauchen – in jedem Alter. Wir müssen un­

bedingt wieder lernen, gegen­ über den Mitmenschen Respekt und Anstand zu zeigen, sonst artet das in einigen Jahren schlimm aus. Remo Meier, 8610 Uster ZH Man muss sich über diese Auswüchse nicht wundern. Der «letzte Mist» muss ja sofort mitgeteilt werden. Etwas mehr Zurückhaltung täte den Usern gut. Besser wieder mal einen Brief von Hand schreiben. Das ist persönlicher und nur für den Betreffenden bestimmt. Alle im Internet zu beschimp­ fen, hat nichts mit Meinungs­ freiheit zu tun. Rita Frey, via www.migrosmagazin.ch

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Es gibt eine indianische Legende, in welcher der Grossvater seinem Enkel erzählt, er habe manchmal das Gefühl, als ob zwei Wölfe in seiner Brust mit­ einander kämpften. Einer der beiden sei rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hin­ gegen sei liebevoll, sanft und mitfühlend. Auf die aufgeregte Frage seines Enkels, welcher der beiden denn den Kampf gewin­ nen würde, antwortet der Alte ruhig: «Der Wolf, den ich fütte­ re.» – Wir tun deshalb gut daran, darauf zu achten, womit wir unsere Gedanken, Gefühle und Empfindungen nähren und wohin unsere Augen schauen. Es sollte uns nicht gleichgültig sein, welcher von beiden Wölfen in unserem Kopf und unserem Herz gewinnt. Wir sind alle verantwortlich für die Folgen unserer Entscheidungen. Esther Rufer, 8133 Esslingen ZH


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MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 27

bei der Arbeitssuche. Es ist heute schon schwer, dass jeder Mensch sich an der Gesellschaft beteiligen kann vor lauter Wettbewerbskampf auf dem reduzierten Arbeitsmarkt. Dass Teenager diesen Chip cool finden, ist logisch. Doch dies als Argument zu nehmen, dass dies notwendig sei, kann so nicht genügen. Wieso soll unser Gehirn um ein Vielfaches leistungsfähiger werden, wenn viele Menschen heute schon mit den Anforderungen überfordert sind? Markus Leuenberger, via www.migrosmagazin.ch Ich habe vor Menschen wie Herrn Kramer Angst. Ich schrecke zurück, wenn jemand der Allgemeinheit etwas «Gutes» tun will und gleich ein

«Produkt» parat hat. Wenn unsere selbsternannte Spezies Mensch überleben will, soll diese endlich anfangen, unserem Planeten Sorge zu tragen. Das dient tatsächlich allen Lebewesen. Wenn einzelne Firmen die «Welt verbessern» wollen, dient dies einzig ihren eigenen Interessen. Erika Renold, per E-Mail Langsam sollte die Menschheit aufwachen und merken, dass die von den Digitalisierungs­ jüngern behaupteten Fortschrit­ te oft in Wahrheit Rückschritte sind. Wo kommen wir eigentlich hin, wenn wir das Gefühl aus­ schalten und alles der Technik überlassen? Urs Jordi, via www.migrosmagazin.ch

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«Wieso gilt die Grösse bei Frauen als Defizit?» Als 1,98 m grosse Frau werde ich schnell von der Umwelt in eine Schublade gesteckt. Ich verstehe nicht, wieso Grösse bei einer Frau als Defizit gilt und bei Männern als attraktiv. Alice Schmidt, via www.migrosmagazin.ch Ich bin schon älteren Jahrgangs und 178 cm gross. Als Kind mussten mich die Eltern aufmuntern, weil ich immer die Grösste war. Schon seit Jahren

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bin ich aber glücklich mit mei­ ner Grösse. Ich hatte Freude an diesem Artikel und auch freut es mich, wenn ich einer grossen Frau begegne. Nelly Bosshard, via www.migrosmagazin.ch


28 | MM13, 27.3.2017 | MENSCHEN

Eveline Widmer-Schlumpf

«Man muss auch über Dinge reden, die nicht so angenehm sind» Am 1. April übernimmt die frühere Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf das Präsidium der Pro Senectute, die dieses Jahr 100 Jahre alt wird. Ein Gespräch über die Pflege Hochbetagter, die gefährdete Solidarität zwischen den Generationen – und darüber, was von ihrer Zeit als Punk-Frau noch übrig ist. Text: Ralf Kaminski, Sabine Lüthi Bilder: Lea Meienberg


MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 29

Blickt mit Zuversicht in die Zukunft: Eveline Widmer- Schlumpf


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MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 31

Eveline Widmer-Schlumpf, eigentlich wollten Sie sich nach dem Rücktritt aus dem Bundesrat aus der Öffentlichkeit verabschieden. Wieso machen Sie für Pro Senectute eine Ausnahme? Ich sagte damals, dass ich mir ungefähr ein Jahr Zeit nehme, um zu entscheiden, was ich weiter tun möchte. Inzwischen habe ich drei Bereiche gewählt, in denen ich mich engagiere: Der grösste und prominenteste ist Pro Senectute. Es hat mich schon immer beschäftigt, was man tun muss, damit das Leben auch nach der Pensionierung erfüllt ist. Daneben engagiere ich mich in Graubünden für die Kinder- und Jugendbetreuung und für Kinder mit Herzfehlern – auch weil wir selbst ein solches haben. Aber die Anliegen von Pro Senectute sind Ihnen besonders wichtig? Ja, denn wir müssen dafür sorgen, dass die Generationen gegenseitig Verständnis füreinander bewahren. Ich selbst bin so aufgewachsen. Meine Grosseltern haben eine zentrale Rolle in meiner Kindheit gespielt. Sie haben uns gehütet und auch sonst geholfen, wenn die Eltern stark ausgelastet waren. Später hat meine Mutter mich sehr bei meinen Kindern unterstützt – anders wäre es mir gar nicht möglich gewesen, mein Lebensmodell so umzusetzen. Wenn die Generationen einander nahestehen, profitieren alle Seiten. Was machen Sie als Präsidentin genau? Ich organisiere und leite die Sitzungen des Stiftungsrats, pflege Kontakte, arbeite bei Projekten mit, es sind vielfältige Aufgaben. Haben Sie bestimmte Ziele, die Sie erreichen wollen? Das Bewährte fortsetzen und mithelfen, die Organisation den sich stets wandelnden Bedürfnissen anzupassen. Ältere Menschen sind heute viel länger gesund und mobil

Zur Person

Alt-Bundesrätin und Präsidentin von Pro Senectute Eveline Widmer-Schlumpf (61) wurde 2007 in den Bundesrat gewählt und

führte dort zuerst das Justiz-, später das Finanzdepartement. 2015 trat sie zurück. Die Bündner Rechtsanwältin ist die Tochter von Alt-Bundesrat Leon Schlumpf. Sie ist mit einem Bauingenieur verheiratet, hat drei Kinder und bald sechs Enkel. Gerade zieht sie mit ihrem Mann aus ihrem Einfamilienhaus in Felsberg GR in ein neu gebautes Generationenhaus in der Nähe um.

«Ich kämpfe für das, was ich für wichtig und richtig halte.»

als früher und möchten auch dann noch zu Hause bleiben, wenn sie schon sehr alt sind. Dafür müssen wir weitere und auch neue Unterstützungsformen entwickeln. Zum Beispiel? Es gibt schon heute Pilotprojekte, etwa intergenerationelle Wohnformen, mit denen im Grunde die Grossfamilien von früher simuliert werden. Vielversprechend scheint mir auch die Zeitvorsorge, dass sich also jüngere Leute oder jüngere Alte mit Zeit um sehr alte Leute kümmern und dafür ein Zeitguthaben ansparen, für das sie selbst im Alter Unterstützung in Anspruch nehmen können. Ein spannender Ansatz. Wir müssen heute neu denken, was morgen funktionieren soll. Wenn man bedenkt, dass im Jahr 2030 doppelt so viele Menschen über 80 Jahre in der Schweiz leben wie heute, wird schnell klar, dass es auch viele Freiwillige brauchen wird, um die notwendige Unterstützung sicherzustellen. Organisationen wie Pro Senectute werden hier eine wichtige Rolle spielen. Funktioniert denn die Solidarität zwischen den Generationen noch? In den Familien selber funktioniert diese Solidarität sicher, vielleicht sogar stärker als früher. Für viele Grosseltern ist es selbstverständlich mitzuhelfen. Gesellschaftlich hingegen scheint es zwischen den Generationen grössere Spannungen zu geben – darauf müssen wir unser Augenmerk richten. Aber auch da gibts bereits interessante Projekte, wenn etwa Schüler oder Studentinnen Leuten über 70 beibringen, wie man Computer oder Tablets verwendet. Pro Senectute wird dieses Jahr 100. Was ist das Wichtigste, das sie geleistet hat? Die Stiftung war zentral für die Einführung der AHV und später auch für die 2. Säule. Als

diese materielle Grundversorgung sichergestellt war, kam der Aufbau der diversen Dienstleistungen für ältere Leute, wie wir sie heute kennen: von Sportkursen bis zur Unterstützung bei der Steuererklärung und dem Anliefern von Mahlzeiten. Alles mit der Idee, dass möglichst viel Senioren zu Hause alt werden können, möglichst autonom und ohne isoliert zu sein. Sind Sie zufrieden mit dem Entscheid zur Reform der Altersvorsorge? Ja, es braucht unbedingt ein Gesamtpaket, in dem 1. und 2. Säule gemeinsam reformiert werden, bei dem es auch einen sozialen Ausgleich gibt. Im Zentrum steht aber nun die Frage, wie man die Jungen davon überzeugen kann, dass dieses System gut ist und sie später auch selbst davon werden profitieren können. Entscheidend ist, jetzt ein Zeichen zu setzen, dass wir es auch heute noch schaffen, ein so grosses und wichtiges Projekt umzusetzen. Wohlbemerkt eines nicht für die heutigen Alten, sondern für diejenigen, die in 10, 20, 30 Jahren ins Pensionsalter kommen. Grosse Projekte sind in der Politik schwierig geworden? Zukunftsgerichtete Lösungen zu finden und nicht nur solche für tagesaktuelle Probleme, scheint tendenziell schwieriger zu werden, ja. Statt das Aktuelle bis zur Bewusstlosigkeit zu diskutieren, sollten wir uns lieber damit auseinandersetzen, was in fünf oder zehn Jahren wichtig ist. Genau das versucht diese Reform. Meine persönliche Strategie in Bern war immer, dazu beizutragen, Lösungen zu finden, selbst wenn sie vielleicht nicht unter jedem Aspekt optimal sind. Hauptsache, sie finden die Zustimmung der Mehrheit. Auch ein Entscheid, den man vielleicht später noch anpassen muss, ist besser als kein Entscheid.


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MENSCHEN | MM13, 27.3.2017 | 33

Das Quiz zur Geschichtevon Pro Senectute www.migmag.ch/ prosenectute

Wie gross ist der Einfluss von Pro Senectute bei politischen Diskussionen? Pro Senectute hat sich sehr für das Gelingen der Reform als Gesamtpaket engagiert, Unterlagen und Berechnungen geliefert sowie wichtige Diskussionen angeregt. Sie selbst haben auch noch Einfluss: Es gibt einige, die glauben, Ihre Stellungnahme habe den Grundstein gelegt für den Erfolg des Nein-Lagers bei der Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform. Dieser Grundstein ist schon im Parlament gelegt worden. Und ich habe keine Abstimmungsempfehlung abgegeben. Die mediale Wirkung hat mich überrascht, zumal andere ehemalige Bundesratsmitglieder sich auch immer wieder zu aktuellen Themen äussern. Wie lange werden Sie Präsidentin von Pro Senectute sein? Es gibt eine klare Amtszeitbeschränkung, zweimal vier Jahre, da wäre ich dann 69. Ob ich wirklich so lange bleibe, kann ich heute noch nicht sagen. In den USA kann man allerdings auch mit 70 noch Präsident werden.

Pro Senectute

100 Jahre für das Alter Die 1917 gegründete Stiftung Pro Senec­ tute ist die grösste Fach­ und Dienstleis­ tungsorganisation für das Alter in der Schweiz. Sie verfügt landesweit über 130 Beratungsstellen, wo Seniorinnen und Senioren kostenlose Sozialberatung erhalten. Zudem offeriert sie Kurse aller Art – von Bildung bis zu Sport – und bietet eine breite Palette von Dienstleistungen an. Diese Angebote werden von rund 700 000 Pensionierten und deren Ange­ hörigen genutzt. Seit dem 1. Januar 2017 kooperieren Pro Senectute Schweiz und die Migros in den Bereichen Detailhandel und Gesundheit. Weitere Infos: www.prosenectute.ch

Beunruhigt Sie die aktuelle Weltlage? Schon, ja. Man muss sich bewusst machen, dass diese Phase von Frieden und Stabilität, die wir nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa auch dank der EU erlebt haben, nicht einfach selbstverständlich ist. Jetzt sind wir Zeugen einer Entwicklung, die zu viel Unruhe und vielen Fragen führen wird. Meine Generation hat sehr privilegiert gelebt. Das verpflichtet uns nun, uns darum zu kümmern, was mit der nächsten Generation passiert. Wie gut ist die Schweiz aufgestellt angesichts der aktuellen Unruhe in der Welt? Wir haben eines der besten politischen Systeme überhaupt. Vielleicht schlägt das Pendel mal auf die eine oder andere Seite. Aber es gleicht sich letztlich immer wieder aus. Diese enorme Stabilität hilft nun auch in unruhigen Zeiten. Das ist es auch, was die Schweiz für grosse Unternehmen so anziehend macht – mehr als tiefe Steuern. Vermissen Sie etwas aus dem Bundesrat? Vergangene Phasen meines Lebens sind abgeschlossen, ich schaue lieber vorwärts. Insgesamt war es eine gute Zeit. Die SVP hat nach Ihrer Wahl in den Bundesrat eine innige Feindschaft zu Ihnen gepflegt. Wie schwierig war das für Sie? Das hat mich schon belastet. Aber ich habe gelernt, damit zu leben. Und ich konnte dennoch als Bundesrätin auch mit der SVP immer professionell zusammenarbeiten. Was half Ihnen dabei? Ich denke, ich bin sehr geerdet, kann mich gut distanzieren und zwischen persönlichen und sachlichen Dingen differenzieren. Natürlich hat meine Familie mir auch immer Rückhalt gegeben und mich als berufstätige Mutter immer unterstützt. Aber für mich war klar: Für die Kinder muss immer genügend Zeit da sein. Und heute hüten Sie Ihre Enkel. Regelmässig und sehr gern – das gibt mir wirklich viel. Manchmal ist es natürlich auch anstrengend. Dem Fünfjährigen habe ich kürzlich gesagt: Hör zu, ich bin alt, ich

muss jetzt ein bisschen meine Ruhe haben. Seither fragt er mich immer, ob ich denn nun heute alt sei oder ob wir etwas machen könnten. ( lacht) Was machen Sie alles mit den Kindern? Viel Musik. Wir haben Schwyzerörgeli, Handorgeln, ein Klavier, eine Klarinette, Flöten, Trommeln. Die Kinder können natürlich noch nicht spielen – wir lärmen einfach ein bisschen zusammen. Das finden sie super. Ansonsten gehen wir raus und bewegen uns. Ich bin ein Bewegungsmensch. Haben Sie mit Ihrer Familie darüber geredet, was Sie erwarten, wenn Sie später einmal Hilfe brauchen? Ja, immer wieder. Man muss lernen, auch offen über Dinge zu reden, die vielleicht nicht so angenehm sind. Ich habe bei meiner Mutter gesehen, wo die Grenzen liegen, jemanden zu Hause zu pflegen. Wenn man zu 100 Prozent pflegebedürftig ist, braucht es ausgebildetes Personal. Deshalb: Solange mein Mann und ich mobil sind, lassen wir uns gern zu Hause von unseren Kindern unterstützen; wenn die Situation sich verschlechtert, nehmen wir professionelle Hilfe in Anspruch. Dabei kann Pro Senectute eine grosse Hilfe sein. Früher waren Sie offenbar mal ein Punk – mit allem Drum und Dran? Ja, während des Gymnasiums habe ich mich ziemlich stark angemalt. Für meine Eltern war das eine schwierige Phase. ( lacht) Punk steht für Rebellion: Ist davon bei Ihnen noch etwas übrig geblieben? Vielleicht in meiner Art, für etwas zu kämpfen, das ich für wichtig und richtig halte. Da setze ich mich ein, auch wenn es nicht dem Mainstream entspricht. Hören Sie manchmal noch die Punkmusik von damals? Nein, das nicht. Aber mein Spektrum ist breit, von Klassik über Jazz bis zur Volksmusik. Und wenn ich meine Enkel bei mir habe, läuft manchmal auch lautere Musik, das passt perfekt zum Springen und Toben. MM

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Zahl der Woche

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Mehr als 370 000 Personen besuchten vergangenes Jahr an der Klubschule Migros insgesamt 53 700 Kurse und Lehrgänge. Damit war die Klubschule auch 2016 führend im Schweizer Weiterbildungsmarkt.

Migros-Lehrberufe

Voll auf Draht

Bild: Daniel Kellenberger

Elma Misimi (16) absolviert bei der Migrol AG das 1. Lehrjahr zur Fachfrau Kundendialog

«Ich nehme täglich telefonisch die Treibstoffund Heizölbestellungen von bis zu 40 Kundinnen und Kunden auf. Dank meines Headsets habe ich die Hände frei zum Tippen.»


36 | MM13, 27.3.2017 | MIGROS­WELT

Klipp und klar

«Nicht jeder Kunststoff ist rezyklierbar»

Blickfang

Leiterin Abteilung Umwelt bei der Migros

1

Welche Verpackungen und Produkte können Kunden in die Migros-Filialen zurückbringen? An den Recycling­ stationen gibt es separate Einwurf­ löcher für PET­ Getränkeflaschen, Plastikflaschen aus dem Haushaltbereich, Batterien, CDs und DVDs, Wasserfilter­ kartuschen, Rahm­ bläserkapseln und Leuchtmittel.

2

In manchen Gemeinden kann man alle Plastikabfälle in einem einzigen Sack entsorgen. Warum macht die Migros das nicht auch so? Weil viele Plastikver­ packungen aus einem Kunststoffgemisch bestehen und darum gar nicht rezyklierbar sind. Zudem können Fleisch­ und Gemüse­ verpackungen in den Recyclingstationen unangenehme Ge­ rüche entwickeln.

3

Wird die Migros in Zukunft zusätzliche Verpackungen zurücknehmen? Unser Entsorgungs­ service ist heute schon der grösste im Schwei­ zer Detailhandel, kann sich aber punktuell weiterentwickeln.

Katze im Sack «Ich musste meine Migros-Tasche meiner Katze Bouba überlassen. Bekam sie die Tasche einmal nicht, öffnete sie sogar Schränke, um sie zu suchen. Jetzt gehört sie ihr – sie schläft, spielt und versteckt sich darin. Und ich musste eine andere Tasche finden, um meine Einkäufe zu erledigen.»

Schicken Sie uns

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Micheline Munnier, Bernex GE

SportXX

Die vertrauenswürdigste Sportmarke Die Zeitschrift «Reader’s Digest» hat ermittelt, welche Marken das höchste Vertrauen bei den Konsumenten geniessen. Sieger in der Kategorie Outdoor/Sport ist SportXX, der Sportfachmarkt der Migros. An der Umfrage in der

Schweiz nahmen rund 2300 Personen teil. Diese nannten spontan diejenigen Marken in verschiedenen Kategorien, denen sie am meisten vertrauen. «Trusted Brands» ist eine unabhängige Studie und wird seit 2001 jährlich durchgeführt.

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3.90

3.95

1,3

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0.95

1.00

5,3

Vanillestängel, 8 g

4.50

5.90

31,1

Patissier Vanillezucker, 4 x 10 g

2.70

2.95

9,3

M-Classic Vanille Glace, 680 ml

2.60

2.80

7,7

Migros-Bio Vanille Glace, 1000 ml

8.50

9.20

8,2

Léger Vanille Glace, 1000 ml

6.30

6.50

3,2

Glacetta Vanille Cake, 800 ml

4.20

4.80

14,3

* in Franken

Bilder: Tabea Häberli, zVg

Christine Wieder­ kehr­Luther,


MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 37

Videoclips Fünf junge Männer

tanzen kreuz und quer über eine Quartierstrasse. Völlig entfesselt hüpfen sie über den Asphalt. Am Ende lässt das Quintett knallrote herzförmige Ballone steigen. Der Videoclip zum Song «Gymnastique» ist ebenso schräg wie mitreissend. Darum zählt die Zürcher Mundart-Popband Hecht (Bild) bei den Best Swiss Video Clip Awards zu den Gewinnern: Sie hat beim Online-Voting den Publikumspreis erhalten. Der Jurypreis geht an die Electroband Odd Beholder aus Dietikon ZH für den Clip «Landscape Escape». Die Preisverleihung wird vom Migros-Kulturprozent, von den Solothurner Filmtagen und der Fondation Suisa ermöglicht. Prämierte Clips:

www.m4music.ch/de/bsvc

Migros-Kulturprozent

Italienisch lernen im Tessin Im Juli gibt es die zweite Aufage der «ItaliandoSommerkurse» im Kanton Tessin. Das Projekt wird vom Migros-Kulturprozent Tessin unterstützt und bietet 14- bis 17-jährigen Jugendlichen aus der Deutschschweiz und der Romandie die Möglichkeit, die italienische Sprache und das italienische Lebensgefühl zu entdecken. Eine Woche lang wird am Vormittag in kleinen Gruppen gelernt, nachmittags erkunden die Teenager das Tessin oder toben sich bei sportlichen Aktivitäten aus. Übernachtet wird im Centro Gioventù e Sport in Bellinzona. Die Kurswoche kostet 250 Franken. Infos und Anmeldung: www.italiando.ch

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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 39

Ausbildung

«Bei uns können junge Leute Karriere machen»

Eine Klasse der Handelsschule KV Aarau lud Migros-Chef Herbert Bolliger zu einer Podiumsdiskussion ein. Die angehenden Detailhandelsfachleute stellten ihm Fragen zu Kundenbindung, zur Konkurrenz – und zum Inhalt seines Kühlschranks. Text: Sarah Hadorn

Bilder: René Ruis

Die Detailhandels­ lernenden tauschten sich auch noch nach der Podiums­ diskussion mit Herbert Bolliger aus.

Anna Lea Rutschi (20), Lernende bei der Post CH AG:

Nadir Kocic (18), Lernender bei der Robert Huber AG:

«Giacobbo und Müller fragten Sie einmal nach Ihrem CoopLieblingsprodukt. Damals konnten Sie keins nennen. Haben Sie inzwischen eins gefunden?» Herbert Bolliger: «Nein, ich kaufe halt wirklich nichts bei Coop. Ich finde, dass man dort einkaufen soll, wo man seinen Lohn verdient. Würde ich einen Mitarbeiter mit einer Coop-Tasche im Lift erwischen, würde ich ihm sagen, er habe die falsche Tasche. Und zu Hause gäbe es sowieso Krach, wenn ich Coop-Produkte im Kühlschrank vorfände». (Lacht)

«Warum sollen sich Detailhandelsfachleute nach der Ausbildung bei der Migros bewerben?» Herbert Bolliger: «Bei uns können sich junge Leute schnell weiterentwickeln und erhalten somit die Chance, Karriere zu machen. Die Migros hat sehr gute interne Weiterbildungsprogramme. Und die Zusammenarbeit mit jungen Menschen wird bei uns geschätzt. Hinzu kommen ganz generell attraktive Anstellungsbedingungen.» Weiter auf Seite 41


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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 41

wichtig, einen Ausgleich zum Beruf zu haben. Ich zum Beispiel treibe zwei- bis dreimal pro Woche Sport. Dies trage ich in meine Agenda ein, und wenn ich an einem solchen Abend zum Apéro eingeladen werde, ziehe ich den Sport vor.

Fabienne Gautschi (20), Lernende bei Coop NW Aarau Telli:

Meiner Erfahrung nach entscheidet man sich relativ früh im Leben, ob einem die Freizeit auch wichtig ist oder nicht. Ich empfehle jungen Menschen sehr, sich Hobbys zu suchen. Sich des Geldes oder Ruhmes wegen vom Job auffressen zu lassen, bereut man irgendwann.»

«Welches Kundenbindungs­ mittel funktioniert am besten und warum?» Herbert Bolliger: «Wie viel Konkurrenz ist hier? (Lacht) Was seit 20 Jahren sehr gut funktioniert, ist die CumulusKarte. Sie gibt uns die Möglichkeit, Kunden gezielt anzusprechen. Solche personalisierten Massnahmen der Kundenbindung sind vorteilhaft. Was nützt es, wenn eine Vegetarierin einen CumulusBon für Schweinekoteletts erhält?»

Nathan Rütti (23), Lernender Genossenschaft Migros Aare:

«Welche Kriterien sind ent­ scheidend, ob die Migros eine Tochtergesellschaft kauft oder verkauft?» Herbert Bolliger: «Dahinter stecken strategische Überlegungen zum Wachstum, die wir intern anstellen. Will die Migros aber in Bereichen wachsen, in denen sie Unterstützung benötigt, kann dieses Wachstum durch den Erwerb von Unternehmen erzielt werden. Mit der Firma Digitec zum Beispiel, die wir vor ein paar Jahren übernommen haben, versprechen wir uns Wachstum im Online-Bereich.» Fiona Barmettler (20), Lernende bei der Post CH AG:

Katja Werder (19), Lernende bei IBW Energie AG:

«Wie schaffen Sie es, Beruf, Familie und Freizeit unter einen Hut zu bringen?» Herbert Bolliger: «Das ist in der Tat nicht so einfach. Aber es ist auf jeden Fall sehr

«Was macht die Migros besser als Coop?» Herbert Bolliger: «Migros und Coop sind einfach anders. Wer besser ist, entscheiden die Kunden. Anders als Coop hat die Migros einen äusserst populären Gründervater: Gottlieb Duttweiler. Er war eine sehr starke Persönlichkeit und auch ein wenig ein ‹verrückter Kerli›. Da er von den Markenherstellern boykottiert wurde, hat er einfach alles selbst hergestellt. Die Migros legt Wert auf ihre Wurzeln. Wir prüfen immer wieder: Leben wir die Werte Gottlieb Duttweilers noch? Gleichzeitig gehen wir mit der Zeit und passen uns dieser auch an.»

Paula Wicki (19), Lernende bei Jysk GmbH:

«Welche Anforderungen stellen Sie persönlich an neue Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter in Führungs­ positionen in Bezug auf Ausbildung, Persönlichkeit oder Verfügbarkeit?» Herbert Bolliger: «Natürlich braucht es für gewisse Jobs gewisse Abschlüsse. Das beste Zeugnis nützt aber nichts, wenn jemand nicht vor Menschen stehen und diese für eine Sache gewinnen kann. Egal, ob aus der Berufsbildung, von der Höheren Fachschule oder der Fachhochschule: Die Persönlichkeit machts. Und wenn junge Leute Persönlichkeit mitbringen, erhalten sie bei der Migros auch schnell Teilverantwortung, um Erfahrung sammeln zu können.»

Detailhandelsberufe

Lehre im Herzen des orangen M Die Migros ist die grösste Lehrstellenanbieterin der Schweiz. Rund 3800 Jugend­ liche absolvieren ihre beruf­ liche Grundbildung bei der Migros­Gruppe. 50 Berufe stehen zur Auswahl. Rund zwei Drittel der Lehrstellen sind im Detailhandel, dem Kerngeschäft der Migros. Die Bandbreite an Branchen dort ist gross. So bildet die Migros unter anderem Detail­ handelsfachleute in den Spar­ ten Nahrungs­ und Genuss­ mittel, Do­it­Yourself, Blumen, Haushalt und Möbeln aus. Eine Lehre im Detailhandel ist der ideale Grundstein für eine berufliche Karriere. Die Migros fördert die beruf­ liche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden und investiert jährlich rund 40 Millionen Franken in die Aus­ und Wei­ terbildung. Mehr Infos zu Lehrstellen bei der Migros: www.new­talents.ch


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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 43

Denner-Chef Karl Schweri

Dutti war sein Vorbild Am 31. März wäre Karl Schweri, Eigentümer und treibende Kraft von Denner, 100 Jahre alt geworden. Rechtzeitig zu diesem Anlass erscheint eine Biografie. Text: Karl Lüönd*

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Zu gewinnen

ehrere Augenzeugen berichten, in Karl Schweris Büro habe jahrelang ein Bild von Gottlieb Duttweiler gehangen. Doch persönlich kennengelernt haben sich die beiden Pioniere nie. 29 Lebensjahre trennten sie von­ einander. Beide gingen mit schwerem Rucksack an den Start. Als Dutt­ weiler 1925 die legendären sechs Migros­Verkaufswagen losschickte, hatte er zwei Pleiten hinter sich. Karl Schweri begann seine Karriere ohne geregelte Ausbildung und mit dem Geld von Bekannten. Beide bewiesen einen unbändigen Willen und einen sagenhaften Geschäftssinn. Duttweiler wurde von der Markenartikelindustrie boykot­ tiert und war dadurch gezwungen, eigene Produktionsstätten auf­ zubauen. Dieser Weg blieb Schweri erspart. Im Gegensatz zu Dutt­ weiler schreckte Karl Schweri vor langfristigen, industriell ausge­ richteten Investitionen zurück. Seine Gegner waren die kartell­ geschützten Bierbrauer und die Tabakhersteller. Schweri hatte anders als Duttweiler nie Hem­ mungen, Tabak und Alkohol zu verkaufen.

«Der Unerbittliche – Karl Schweri» Teilnahmeschluss: 2. April

Auf dem Höhepunkt der Inflation 1974 reichte Karl Schweri seine Volksinitiative gegen die Teuerung ein. Zwei Jahre später befand sich das Land in einer Rezession – und die Initiative wurde zurückgezogen.

Verlosung

Gewinnen Sie eine Ausgabe der Schweri-Biografie Das Migros-Magazin verlost 20 Ausgaben der Neuerscheinung «Der Unerbittliche – Karl Schweri (1917–2001)» von Karl Lüönd. Teilnahmeschluss: 2. April 2017 Teilnahmebedingungen: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff

Bild: Heinz Wartenweiler (RDB/Blick)

Eine Neigung zu Prozessen

Als 1934 eine Allparteienkoalition das verfassungswidrige Filial­ eröffnungsverbot durchsetzte, ging Gottlieb Duttweiler in die Politik. Auch diesen Schritt hat Karl Schweri nie vollzogen, obwohl er insgesamt zehn eid­ genössische Volksinitiativen und Referenden auslöste. In ihrem Auftreten unterschieden sich die beiden Pioniere grundlegend. Duttweiler war ein charismatischer Redner, Schweri dagegen drückte sich vor öffentlichen Auftritten. Und zwar auch dann, wenn diese nötig gewesen wären – etwa beim Ver­ such, den Konsumverein Zürich oder die Usego zu übernehmen.

Karl Schweri war ein scheuer Mensch, der, wo immer möglich, aus dem Hintergrund operierte. Wenn es jedoch um öffentliche Auseinandersetzungen ging, ver­ hielt er sich wie Duttweiler und liess sich leichten Herzens auf Pro­ zesse ein. Beide setzten juristische Prozesse als Mittel der Öffentlich­ keitsarbeit ein, indem sie die feind­ selige Presse zwangen, über die Kämpfe gegen die Markenartikel­

industrie respektive gegen die Kar­ telle zu berichten. Mit Sicherheit hat sich Karl Schweri auch in die­ sem Punkt die Strategien von Gott­ lieb Duttweiler zum Vorbild ge­ nommen. So war es wenig überra­ schend, als Denner 2007 ein Teil der Migros­Gruppe wurde. MM *Karl Lüönd war Reporter und Chefredaktor. Er hat über 30 Sachbücher und Unternehmensbiografien verfasst und engagiert sich in der Aus- und Weiterbildung von Journalisten.

«Der Unerbittliche – Karl Schweri (1917–2001)», NZZ Libro. Bei Ex Libris online erhältlich für Fr. 33.60 www.exlibris.ch


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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 45

Yannick Sauter

«Sterberate senken»

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine sehr arme und unsichere Region. Das Schweizer Hilfswerk Medair modernisiert dort mehrere Gesundheitszentren, auch mithilfe des Migros-Unterstützungsfonds. Projektleiter Yannick Sauter erklärt, wie Medair vorgeht. Interview: Emily Lugon Moulin

Bilder: Jeremy Bierer

Welches Ziel verfolgt Medair mit dem Projekt im Osten der Demokratischen Republik Kongo? Übergeordnetes Ziel ist es, die Sterberate zu senken. Wir unterstützen Kliniken in den Bereichen Wasserversorgung, Hygiene und Abwasserentsorgung. Es geht darum, die Voraussetzungen für eine bestmögliche Behandlung und Versorgung der Patienten zu schaffen. Dafür ist vor allem der Zugang zu sauberem Wasser entscheidend. In welchem Zustand sind die Gesundheitszentren aktuell? Die Kliniken liegen mitten im Busch, in der Nähe der Dörfer. Manche sind aus Backstein gebaut, die meisten aber sind Lehmbauten ohne Fussboden. Dadurch ist es in den Räumen sehr staubig. Die Behandlungsbedingungen sind schwierig und die hygienischen Verhältnisse oft miserabel. Welche konkreten Massnahmen werden vor Ort ergriffen? Wir verfolgen mehrere Ziele. Das erste besteht darin, durch Bohrungen und entsprechende Vorrichtungen den Zugang zu Trinkwasser sicherzustellen. Vergessen wir nicht: Wasser ist Leben. Man kann es trinken, damit duschen, kochen, putzen oder medizinische Instrumente desinfizieren. Zudem bauen wir Latrinen und Duschen und schulen das Personal im Hinblick auf Spitalhygiene und den fachgerechten Umgang mit medizinischen Abfällen. Das ist wichtig, um Infektionen und Epidemien vorzubeugen.

Medair-Projektleiter Yannick Sauter: «Der Zugang zu sauberem Wasser ist entscheidend.»


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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 47

Migros-Unterstützungsfonds

Weitere Förderprojekte in Mali und im Tessin

Für das Medair-Projekt im Kongo ist Yannick Sauter regelmässig vor Ort, um die Massnahmen zu koordinieren.

Bilder: Jeremy Bierer, zVg (2)

Gibt es einen konkreten Fall, der Sie besonders geprägt hat? In einer der Kliniken haben wir einen Kreisssaal in einem miserablen Zustand entdeckt. Die Matratze war beschädigt und blutdurchtränkt. Es hing ein ekelerregender Geruch in der Luft. Die Frauen im Dorf zogen es vor, zu Hause zu ent­ binden – trotz der bekannten Risiken. Wir kauften ein neues Bett und liessen Mauern aus Zement bauen. Die haben wir dann mit Ölfarbe gestrichen, damit sie abgewaschen werden können. Durch derartige Mass­ nahmen kann die Sterberate gesenkt werden, sowohl bei den Babys als auch bei den Müttern. Welchen Schwierigkeiten begegnen Sie vor Ort? Es ist nicht immer einfach, qua­ litativ hochwertiges Material zu finden und es unbeschadet an den Zielort zu bringen. Die Strassen sind in schlechtem Zustand, und in der Regenzeit bleiben die Lastwagen oft im Schlamm stecken. Dann stellt sich noch die Sicherheitsfrage: Die Zone, in der wir arbeiten,

ist von gewaltsamen, bewaff­ neten Konflikten betroffen, was unsere Arbeit kompliziert macht. Wir müssen ständig auf der Hut sein. Welche Fortschritte haben Sie festgestellt? Medair arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Demokrati­ schen Republik Kongo, und die Fortschritte sind beacht­ lich. Hier ist vor allem der Zeit­ aufwand für die Versorgung mit Trinkwasser zu nennen, der mindestens halbiert werden konnte. Auch die Mülltrennung, insbesondere bei den medizinischen Abfällen, ist ein echter Erfolg. In dieser Hinsicht wurden bereits zahlreiche Zentren saniert. Darüber hinaus ist auch das Konzept der Nachhaltigkeit von entscheidender Bedeu­ tung. Wir legen Wert darauf, dass die Bevölkerung die Pro­ jekte selbst in die Hand nimmt und eigenverantwortlich weiterführt. Darauf sind die Einheimischen oft sehr stolz. Wo besteht weiterer Handlungsbedarf?

Unsere Arbeit bringt der Be­ völkerung vor Ort einen realen Nutzen. Ziel ist und bleibt es also, das Projekt noch in mög­ lichst vielen anderen Zentren umzusetzen. Und davon gibt es durchaus noch einige. MM

80 Prozent der ländlichen Bevölkerung Malis sind in der Viehzucht tätig. Trotzdem ist es aus diversen Gründen nicht möglich, genügend Milch für alle Menschen im Land zu produzieren. Die Organisation Vétérinaires sans Frontières ist vor Ort aktiv, um das zu ändern. Zum Beispiel in der Region Kayes: Durch verschiedene Massnah­ me, die der Optimierung der Milch­ wertschöpfungskette dienen, wird das Einkommen der Bauern gesichert und damit die allgemeine Ernährungs­ situation der Bevölkerung nachhaltig verbessert.

Zahlen und Fakten

In der Schweiz und weltweit engagiert Seit 1979 fördert die Migros

mit ihrem Unterstützungs­ fonds (ehemals Hilfsfonds) Projekte der Entwicklungs­ zusammenarbeit in der Schweiz und weltweit. Dafür steht jedes Jahr eine Million Franken zur Verfügung. Über 36 Millionen Franken

wurden bisher investiert. Jährlich erhalten rund 20 Pro­ jekte anerkannter Schweizer Non­Profit­Organisationen Beträge zwischen 40 000 und 100 000 Franken. Mehr Infos: www.migros.ch/ unterstuetzungsfonds

Die Alp Arami im Tessin (1446 m ü. M.) ist ein landschaftlich selten schönes, jedoch seit Jahren vernachlässigtes Gebiet in der Nähe von Bellinzona. Die Organisation Schweizer Patenschaft für Berggemeinden möchte die Alp instand stellen und sowohl land­ und forstwirtschaftlich als auch touristisch aufwerten. Unter anderem will man ein verfallenes Gebäude, das früher als Stall genutzt wurde, wieder aufbauen und mit einem Steindach versehen. Es soll künftig Wandergruppen und Schulklassen als Unterkunft dienen. MM


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1. Tag: Schweiz–Deggendorf. Hinfahrt ins Donaustädtchen Deggendorf vor Passau. 2. Tag: Deggendorf–Passau–Linz–Budweis. Unsere Reise beginnt mit einer unvergesslichen Donauschifffahrt auf dem vorwiegend natürlichen Flusslauf zwischen Passau und Linz. Die Strecke ist gesäumt von zahlreichen Schlössern, Kirchen und Burgen. Anschliessend Besichtigung der oberösterreichischen Stadt Linz mit ihrem sehenswerten Hauptplatz. Fahrt über die österreichisch-tschechische Grenze nach Budweis. 3. Tag: Budweis, fak. Ausflug Böhmerwald. Wir besuchen die Region des grossen Moldaustausees und fahren entlang dem gleichnamigen Fluss durch die historischen Orte Rosenberg und Hohenfurt. Durch eine liebliche Naturlandschaft geht es weiter nach Böhmisch Krumau. Mehr als dreihundert historische Häuser, zwischen denen das Areal des Schlosses und die Kirche des heiligen Veits dominieren, bilden einen Altstadtkern von seltener Schönheit. Anschliessend Fahrt zurück nach Budweis. Beim gemeinsamen Spaziergang durch den Stadtkern mit seinem

quadratischen Marktplatz erfahren wir Interessantes über die gut erhaltenen Renaissance- und Barockbauten. 4. Tag: Budweis–Südböhmisches Teichen- und Burgenland–Prag. Nicht weit von Budweis machen wir unseren ersten Stopp in Hluboká. Grund dafür ist das gleichnamige Schloss. Nach einer Führung geht es weiter durch das südböhmische Teichenland zur stimmungsvollen Burg Klingenberg mit dem über 30 Meter hohen Turm. Anschliessend unternehmen wir eine gemütliche Bootsfahrt auf dem Orlikstausee zum prunkvollen Schloss Orlik (Aussenbesichtigung). An diesem herrlichen Ort haben wir Zeit für eine individuelle Mittagspause. Entlang der Moldau erreichen wir am Abend Prag. 5. Tag: Prag mit Altstadtbesichtigung. Die tschechische Hauptstadt ist gleichzeitig auch die grösste Stadt des Landes. Heute Vormittag unternehmen wir unter kundiger Führung eine Besichtigung der Altstadt. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. 6. Tag: Der Prager Burgberg. Am Vormittag interessante Besichtigung der Prager Burg, einem in jeder Hinsicht überragenden Bauwerk. Von den Gärten der Festungsanlage hat man einen schönen Blick über die Stadt. Freier Nachmittag für individuelle Entdeckungen und Einkäufe. 7. Tag: Prag–Schweiz. Rückfahrt in die Schweiz zu den Einsteigeorten.

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Schokolade kann in Muffins gar nicht genug enthalten sein. In Kombination mit dem richtigen Partner schmeckt sie noch intensiver.


50 | MM13, 27.3.2017 | MIGROS-WELT

Schulküche

So gelingen gefüllte Schokoladenmuffins 1

2

3

Einfach

Für die Füllung Aprikosen in Stücke schneiden. Rüebli fein dazuraffeln. Mit

der Hälfte des Vanillezuckers ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis der Saft der Masse dickflüssig ist. Abkühlen lassen.

5

Mit je 2 gehäuften TL Masse füllen. In die Masse eine Vertiefung drücken. Mit je 1 TL Rüeblimasse füllen. Übrig gebliebene aufheben. Restliche Schokoladenmasse auf die Muffinfüllung verteilen. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen. Herausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Backofen auf 170 °C vorheizen.

Eier trennen. Butter, Eigelb und Zucker mit einem Handrührgerät schaumig schlagen.

6

Aufgehobenen Saft der Rüeblimasse mit restlichem Vanillezucker zu einer Glasur einkochen. Je etwas Glasur auf die Muffins

geben. Marzipanrüebli darauflegen und leicht andrücken.

Schokolade über einem heissen Wasserbad schmelzen. Schokolade zur Eigelbmasse

giessen und verrühren.

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Alle Bio-Konserven und -Fertiggerichte (ohne Alnatura), z.B. Apfelmus, 445 g, 1.35 statt 1.70 20% Gesamtes Fattorie Giacobazzi Essig-Sortiment, z.B. Condimento Agrodolce Bianco, 250 ml, 3.90 statt 4.90 20% Café Royal Geschenkbox mit zwei Gratis-Espresso-Gläsern, UTZ, 40 Kapseln, 13.10 statt 16.40 20% Alle Agnesi Passione Saucen, z.B. Sugo al Basilico, 280 g, 2.80 statt 3.50 20% Kellogg’s Produkte im Duo-Pack, z.B. Special K-Classic, 2 x 500 g, 7.60 statt 9.50 20%

ASC Pangasiusfilet, Vietnam, per 100 g, 2.20 statt 2.80 20% Trockenspeck mit Kräutern «Aus der Region.», per 100 g, 3.80 statt 4.80 20%

Perrier 1 Liter und 6 x 1 Liter, z.B. 1 Liter, –.80 statt 1.20 33%

Tulpenstrauss Fiona, erhältlich in diversen Farben, z.B. rot, pro Strauss, 12.90 Hit

Alle Kinder Milchsnacks oder Milch-Schnitten, gekühlt, z.B. Kinder Pinguí im 4er-Pack, 4 x 30 g, 1.50 statt 1.70 –.20 günstiger

Weitere Lebensmittel

Gesamtes Asco HundefutterSortiment, z.B. Sticks Rind, 180 g, 1.45 statt 1.85 20%

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Neuheiten

Anna’s Best Pizza in Mehrfachpackungen, z.B. Lunga Prosciutto im 3er-Pack, 3 x 205 g, 9.80 statt 14.70 33%

Alle Beeren und Früchte tiefgekühlt, z.B. M-Classic Himbeeren, 500 g, 6.20 statt 7.80 20% Alle Frey PET-Osterhasen, UTZ, z.B. Sunny, Milch, pink, 170 g, 6.80 20x Punkte Gesamtes Messmer Tee-Sortiment, UTZ, ab 2 Stück 25%

L’Oréal Kostbare Blüten, Reinigungsmilch und Gesichtstonic, z.B. Gesichtstonic, 400 ml, 7.40 Neu ** L’Oréal Magic Retouch beige, 75 ml, 9.80 Neu ** Elnett Haarspray für trockenes oder strapaziertes Haar, 150 ml, 5.20 Neu ** L’Oréal Elseve Phytoclear AntiSchuppen, Shampoos, KopfhautPeeling und Lotion, z.B. Shampoo für normales Haar, 250 ml, 3.55 Neu **

Maybelline Lip Contour Palette, 01 Crimson Vixen und 02 Blushed Bombshell, z.B. 02 Blushed Bombshell, pro Stück, 18.90 Neu **

Le Rustique Coulommiers, Frankreich, 350 g, 4.90 Hit Anna’s Best frische Menüs in Holzschale, z.B. Gnocchi al basilico con pomodori e mozzarella, 400 g, 7.80 20x Punkte

L’Oréal Tonerde Masken, Aktivkohle, Eukalyptus oder Rotalgen, z.B. Aktivkohle, 50 ml, 13.80 Neu **

L’Oréal Elseve Low Shampoo, Öl und Color-Vive, z.B. Color-Vive, 400 ml, 8.90 Neu **

Near-/Non-Food

Primula «Aus der Region.», 9-cm-Topf, 1.30 statt 1.90 30% Begonia Elatior «Aus der Region.», 15-cm-Topf, 7.90 statt 9.90 20%

L’Oréal Revitalift Laser X3 Double Care Anti-Age Pflege, 48 ml, 27.80 Neu **

Anna’s Best Pizza mit Bärlauch, 410 g, 6.90 Neu ** Bio-Gnocchi mit Bärlauch, 300 g, 3.90 Neu ** Anna’s Best Pesto mit Bärlauch, 150 g, 3.30 Neu ** Anna’s Best Bärlauchspätzli, 500 g, 3.50 Neu ** Anna’s Best Vegi Ravioli mit Bärlauch, Bio, 250 g, 5.90 Neu **

Happy Bread mit Nüssen, TerraSuisse, 350 g, 2.90 Neu ** Garnier Hydra Bomb Tuchmaske, pro Stück, 2.80 Neu **

Anna’s Best Pennesalat mit Poulet und Bärlauch, 300 g, 5.90 Neu ** M-Classic BBQ Sauce, 250 ml, 2.45 Neu ** Bio-Linseneintopf, 240 g, 3.20 Neu **

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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 63

Profi-Tipp

Innere Werte 4

Schokoladenmuffins mit Aprikosen und Rüebli Zutaten für ca. 10 Stück à 7 cm Ø

2 150 g 120 g 200 g

Eier Butter, weich Zucker dunkle Schokolade, 55% Kakaoanteil 100 g Weissmehl 1 TL Backpulver 100 g gemahlene geschälte Mandeln 2 Prisen Salz 10 Marzipanrüebli Füllung: 100 g tiefgekühlte

Mehl, Backpulver und Mandeln beigeben und daruntermischen. Eiweiss und Salz

80 g 10 g

Aprikosen, vor Gebrauch aufgetaut Rüebli Vanillezucker

steif schlagen und unter die Schokoladenmasse mischen. Je 2 Papierbackförmchen in die Vertiefungen des Muffinblechs verteilen.

Annina Ciocco,

Rezeptautorin

Gedörrte Aprikosen mit einer Mandel in der Mitte und in Schokolade getaucht – das liebte ich schon als Kind. Heute suche ich gelegentlich nach komplexeren Geschmackskombinationen. Anregungen dazu finde ich im Buch «Geschmacksthesaurus» von Niki Segnit. Die Kombination von dunkler Schokolade und Aprikosenkonfitüre ist zum Beispiel durch die Sachertorte bekannt. Auch bei einem Muffin bewährt sich eine fruchtige Füllung, um ihm einen süsslich-sauren und feuchten Kern zu geben. Beispielsweise mit tiefgekühlten Aprikosen und geraffelten Karotten, die der Füllung Struktur geben. Die bittere Note der dunklen Schokolade, kombiniert mit dem Aroma der leicht holzigen Karotte, wird durch die fruchtige Säure der Aprikose akzentuiert. Somit haben diese Schokoladenmuffins ein überraschendes Inneres, das einzig durch die Dekoration angedeutet wird. Auf dieselbe Weise lassen sich auch andere Füllungen verstecken. Experimentieren Sie! MM

Muffins laden zum Experimentieren ein.

Wer auf die Füllung verzichten will, kann den Teig auch mit kleinen Schokostückchen oder gehackten Nüssen ver­ feinern. Statt die Muffins mit einer Glasur zu ver­ sehen, kann man sie auch in geschmolzene weisse Schokolade tauchen.

Viele weitere kochtipps fürs Osterfest

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Am 29.3.2017 gibt es pro Fr. 20.– Einkaufswert an jeder Migros-Supermarkt-Kasse zwei Sticker (max. 30 Sticker pro Einkauf, solange Vorrat, Gutscheine und Geschenkkarten sind ausgeschlossen). Das volle Sammelheft kann bis zum 18.4.2017 in allen Migros-Filialen gegen ein Paket mit Produkten des täglichen Bedarfs und einem Hasenbaby aus Plüsch im Wert von ca. Fr. 20.– eingetauscht werden. Angebot nur solange Vorrat. Weitere Infos auf migros.ch/hasenbabys


MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 65

Haben Sie eine Frage?

Frage der Woche

Kontaktieren Sie uns!

Ist das Geliermittel Pektin in den Favorit-Konfitüren tierisch oder pflanzlich?

M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Pektin ist ein pflanzliches Geliermittel und nicht zu verwechseln mit Gelatine. Es wird aus den Schalen von Äpfeln oder Zitrusfrüchten gewonnen. Wer zu Hause Früchte zu Konfitüre einkocht, verwendet dabei in der Regel Gelierzucker, in dem ebenfalls Pektin enthalten ist. MM

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66 | MM13, 27.3.2017 | MIGROS-WELT

Tiefkühl-Fisch-Sortiment

Nur das Rezept ist top secret Die Pelican-Filets Gourmet à la Provençale mit Atlantischem Dorsch sind das beliebteste Tiefkühl-FischFertiggericht aus der Migros. Ihre Herstellung ist beispielhaft für die nachhaltige Produktion von Fischgerichten, denn alle Beteiligten entlang der Lieferkette sind zertifiziert. Ein Blick hinter die Kulissen. Text: Sonja Leissing

Illustrationen: Mira Gisler

Das Fischerboot Hermes aus Norwegen ist seit Generationen in der Barentssee und im Nordatlantischen Ozean unterwegs. Hermes ist MSC-zertifiziert. Das bedeutet, dass nur eine bestimmte Menge an Fischen gefangen werden darf. Hermes ist auf Dorsch und Schellfisch spezialisiert. Die Fische werden sofort nach dem Fang vor Ort – also auf dem Boot – verarbeitet.

Die Migros arbeitet seit mehr als 60 Jahren mit der Firma Espersen zusammen. In einer «rollenden Tiefkühltruhe» werden die fertig verpackten und tiefgekühlten Gourmet-Filets von Dänemark in die Migros-Verteilzentrale in Neuendorf AG transportiert. Von dort gelangen die Produkte schliesslich in die Filialen.

In der Migros stammen alle Fische und Meeresfrüchte aus nachhaltigen Quellen – egal ob tiefgekühlt, aus der Dose, an der Fischtheke oder im Selbstbedienungsbereich. Auch Fischprodukte ohne Label sind nachhaltig, da sie vom WWF als «empfehlenswert» oder «akzeptabel» eingestuft sind. Übrigens: Aufgrund der grossen Nachfrage gibt es das Schlemmerfilet à la Provençale nicht nur in der herkömmlichen 400-g-Packung, sondern auch im Kleinformat (200 g, z. B. für Single-Haushalte) sowie in einer Familienpackung (600 g).


MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 67

Das grobmaschige Schleppnetz gewährleistet, dass es nur wenig Beifang gibt und nur ausgewachsene Dorsche gefangen werden. Die Verarbeitung beginnt unmittelbar nach dem Fang: In der mobilen Fischfabrik sortieren Mitarbeiter die Fische nach Grösse, köpfen, putzen und entgräten sie. Zurück an Land, wird die Ladung unverzüglich per LKW zur ebenfalls zertifizierten Firma Espersen in Dänemark transportiert.

Schweizer Felchenfilets im Backteig, tiefgekühlt, 300 g Fr. 8.40* statt 10.50 In grösseren Filialen

ASC Pelican Atlantik Lachsfilet, tiefgekühlt, 250 g Fr. 6.30* statt 7.90

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MSC Pelican Kabeljau Rückenfilets, tiefgekühlt, 400 g Fr. 8.30* statt 10.40

(ohne Alnatura, M-Budget und bereits reduzierte Produkte) vom 28. 3. bis 3. 4.

Die Rezeptur des Gourmet-Filets à la Provençale ist seit mehr als fünf Jahrzehnten ein Geheimnis. Nur so viel sei hier verraten: Für das Topping finden ausgewählte Zutaten wie reine Butter, frische Kräuter und Gewürze sowie spritziger Weisswein Verwendung. Das Rezept wurde Mitte der 60er-Jahre in einem Privathaushalt in Dänemark entwickelt und hat sich bis heute so gut wie nicht verändert. Einzig der Salzgehalt wurde reduziert.

Migros-Bio Pangasiusfilets, tiefgekühlt, 300 g Fr. 5.10* statt 6.40

Mitarbeiter der Firma Espersen filetieren die angelieferten Dorsche von Hand und kontrollieren die Filets dabei nochmals auf Gräten. Anschliessend werden die Filets in Aluschalen gelegt und mit dem Topping bedeckt. Dass all diese Arbeitsschritte unter Einhaltung strengster Hygienevorschriften erfolgen, versteht sich von selbst. Espersen ist eines der grössten Unternehmen in der Weissfischindustrie weltweit.

MSC Pelican Fischstäbchen, Dorsch, tiefgekühlt, 300 g Fr. 3.–* statt 3.75

MSC Pelican Seehecht ohne Kopf, tiefgekühlt, 300 g, 2 Stück Fr. 2.50* statt 3.15 In grösseren Filialen


England anders entdecken

Auf den Spuren von Henry VIII Metropole London Gärten und Schlösser um London und in Kent Mächtige Kathedrale von Canterbury 1. Tag: Fahrt in die Region Lens. 2. Tag: Ab Calais Fährüberfahrt nach Dover. In Hampton Court, einem der wohl berühmtesten Paläste der Welt erhalten wir eine Führung und reisen anschliessend nach Shepperton weiter. 3. Tag: Fahrt nach Windsor und Führung im gleichnamigen Schloss. Wir können einige der Bereiche im Innern besichtigen und geniessen den wunderschönen Windsor Great Park mit dem grossen See. 4. Tag: Besuch von Eltham Place, wo Henry VIII seine Kindheit verbrachte. Anschliessend Stadtrundfahrt auf den Spuren der Tudors in London. Rückfahrt nach Shepperton. 5. Tag: Fahrt zum Penshurst Place wo die Scheidung von Anne of Cleve, der vierten Frau von Henry VIII, ausgehandelt wurde. Weiterfahrt nach Lewes und Besichtigung des «Anne of Cleves House». Anschliessend Weiterfahrt nach Royal Tunbridge Wells. 6. Tag: Fakultativer Ausflug zum Hever Castle, wo Anne Boleyn ihre Kindheit verbrachte. Sie war die sechste Ehefrau von Henry VIII und Mutter der späteren Königin Elisabeth I. Nach der Schlossführung Weiterfahrt nach Chiddingstone Village. 7. Tag: Fahrt zum Leeds Castle, das häufig als das schönste und romantischste Schloss in England beschrieben wird. Auf dem Weg nach Dover besuchen wir Canterbury, die kirchliche Hauptstadt Englands.Am Nachmittag Einschiffung auf die Fähre nach Calais. Übernachtung in Calais. 8. Tag: Rückreise zu den Einsteigeorten.

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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 69

Einfach & schnell

Filets Gourmet à la Provençale mit Frühlingsgemüse Für 2 Personen

Die Filets Gourmet à la Provençale gemäss Anleitung für 30–35 Minuten in den auf 200° C vorgeheizten Backofen schieben und goldbraun backen. Für das Gemüse 2 dl Gemüsebouillon und etwas Zitronenschale erhitzen. 300 g kleine, festkochende Kartoffeln, 150 g Kohlrabi in Scheiben und 150 g Bundrüebli zugedeckt ca. 20 Minuten bissfest garen. Am Schluss Kohlrabi-Herzblätter 2 Minuten mitkochen. Abtropfen und mit frischer Zitrone zum Fischgratin servieren.

MSC Pelican Filets Gourmet à la Provençale, tiefgekühlt, 400 g Fr. 5.75* statt 7.20

MSC steht für eine zertifizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeresfrüchte stammen immer aus Wildfang.

ASC steht für eine zertifizierte, verantwortungsvolle Zucht, die ökologische und soziale Richtlinien befolgen muss.

Bild und Styling: Veronika Studer

Fische und Meeresfrüchte mit dem Migros-Bio-Gütesiegel stammen aus naturnaher, nachhaltiger Zucht und erhalten Biofutter.

Wissenswertes Durch die Zertifizierung der gesamten Lieferkette wird gewährleistet, dass Fisch mit dem MSC-Siegel weltweit lückenlos zu einer MSC-zertifizierten Fischerei zurückverfolgt werden kann.

Mit diesem Zeichen versehener Fisch stammt aus Schweizer Wildfang oder Aquakultur. Fische aus Wildfang sind vom WWF Schweiz als «empfehlenswert» eingestuft. Ein Teil von


70 | MM13, 27.3.2017 | MIGROS-WELT

Von uns. Von hier.

Mit Grips und Raps zur Margarine

Seit zehn Jahren baut Christoph Schori aus Seedorf BE Raps an. Dessen Öl wird beim Migros-Industriebetrieb Mifa für die Herstellung der Sanissa verwendet. Das wusste der Rapsbauer aber anfangs gar nicht. Text: Reto Baer

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Bilder: Paolo Dutto

etrus meint es nicht so gut an diesem Tag im März. Die Wolken hängen tief, und es droht Regen, doch Bauer Christoph Schori präsentiert sein Rapsfeld bei Surenhorn BE auch bei unfreundlicher Witterung gern – obwohl dort noch nicht viel zu sehen ist. Die Pflanzen der Sorte Avatar sind erst ein paar Zentimeter gross. Bis sie leuchtend gelb blühen, dauert es noch eine Weile. Ausgesät wurde der Raps auf dem knapp zwei Hektaren grossen Feld Ende August des vergangenen Jahres, geerntet wird er im kommenden Juli. Sofern Petrus mitspielt, dürfte

die Ernte einen Ertrag von rund acht Tonnen abwerfen, die zu fast 3000 Liter Speiseöl verarbeitet werden. Und das alles aus nur zehn Kilo Saatgut. Anbau als Herausforderung Christoph Schori ist gelernter Landmaschinen-Mechaniker und Landwirt. Zurzeit bildet er sich zum Betriebsleiter weiter und teilt sich die Aufgaben in der Schweinehaltung und im Ackerbau mit seinem Vater. Sie bauen alle gängigen Ackerkulturen an. «Da die Nachfrage nach Schweizer Raps gestiegen ist, haben wir vor zehn Jahren auch mit dem Rapsanbau begonnen», erklärt

der 27-Jährige. «Zudem ist Raps ideal für die Fruchtfolge mit Weizen und Kartoffeln. Sein Anbau ist aber auch eine Herausforderung.» Schon der Aussaattermin sei entscheidend. Denn sollte das Wachstum der Pflanzen im Winter zu weit fortgeschritten sein, könnte dies die komplette Ernte gefährden. Auch im Frühling kann der Bauer noch nicht aufatmen. «Dann kommen die Hauptschädlinge», erklärt Schori und nennt die beiden Feinde beim Namen: «Der Rapsstängelrüssler und der Glanzkäfer. Besonders Letzteren muss man gut im Griff haben, sonst drohen bis zu hun-

dert Prozent Ertragsausfall. Deshalb gibt es auch nur sehr wenig Biorapsöl auf dem Markt.» Schori verweist auf die intensive Pflege, die der Raps braucht, allerdings zeitlich vor allen anderen Kulturen. Das heisst, die Rapspflege im Frühling fügt sich gut in die Abfolge der Arbeiten ein, die in einer Landwirtschaft anfallen. Raps mag keinen zu sauren Boden; und zu stark verdichtet sollte er auch nicht sein, weil der Raps tiefe Wurzeln bildet. Eher der «Müesli-Typ»

Seit wann Christoph Schori Rapsöl an die Migros liefert, könne er gar nicht so genau sagen, weil er


MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 71

Migros-Industrie

So wird die Sanissa au beurre hergestellt Zunächst werden Schweizer Rapsöl und RSPO­zertifizier­ tes Palmöl* mit festem Fett gemischt, um der Margarine ihre Streichfähigkeit zu geben. Parallel dazu wird eine Lösung aus Wasser, etwas Milch, Salz und Zitronensäure her­ gestellt. Aus der Mixtur beider Mischungen entsteht an­ schliessend die Margarine, die in einem Spezialzylinder heruntergekühlt und zur Abfüllanlage gepumpt wird.

1 Star der Woche

Schweizer Traditionsprodukt

* die RSPO­Zertifizierung garantiert eine nachhaltige Palmölproduktion.

2 3

In der Abfüllanlage wird die Margarine in eine Stangen­ form gefüllt und gleich anschliessend mit der gold­ farbenen Folie umhüllt. Pro Minute entstehen so 200 Stängeli à 125 Gramm.

Sind die Margarine­Stangen einzeln in Folie verpackt, fahren sie aus der Anlage heraus und werden im nächs­ ten Schritt in Vierergruppen in Kartonschachteln verpackt.

seinen Raps in die Seeländer Sammelstelle nach Aarberg BE bringt. «Ich wusste am Anfang auch nicht, dass mein Rapsöl für die Sanissa verwendet wird», gesteht er. «Das habe ich erst vom Hersteller, der Mifa AG, in Frenkendorf erfahren.» Und? Streicht er sich diese Margarine mit seinem Rapsöl jeden Morgen aufs Brot? «Ich habe Sanissa natürlich probiert», sagt er und lächelt verschmitzt. «Schmeckt gut, aber morgens bin ich eher der Müesli-Typ.» Dafür benutzt Schori beim Kochen und für Salat ausschliesslich Schweizer Rapsöl. «Aus Überzeugung», wie er betont. MM

4

Die Entstehungsgeschichte der Margarine beginnt vor rund 150 Jahren. So soll der französische Kaiser Napoleon bereits 1867 nach einem bezahlbaren Butter­ ersatz gesucht haben. Zwei Jahre später wurde dann die Margarine vom französischen Chemiker Hippolyte Mège­Mouriès entdeckt. Sanissa au beurre ist die

Mit einem speziellen Tintenstrahldrucker wird das Mindesthalt­ barkeitsdatum (MHD) auf den Boden der Verpackung gedruckt. Fehlerhafte Schachteln, zum Beispiel solche ohne MHD, werden automatisch erkannt und aus der Verpackungs­ strasse «geschubst». Zum Abschluss kommt die Margarine sauber gestapelt ins Gebinde und ist nun bereit für den Transport in die Migros­Filialen.

einzige vollständig in der Schweiz hergestellte Margarine und schon seit 50 Jahren Standardprodukt im Migros­Sortiment. Sie enthält überwiegend Rohstoffe aus der Schweizer Land- und Milchwirtschaft. So auch das Rapsöl, das ihre Struk­ tur verfeinert und die Teigbeschaffenheit für das Backen optimiert. Mehr Informationen zur Sanissa au beurre auf www.vonuns-vonhier.ch

Star-Rätsel

Welches Öl wird für die Herstellung von Sanissa au beurre verwendet? Beantworten Sie die Frage zum Star der Woche auf www.vonuns-vonhier. ch/sanissa und gewinnen Sie eine Migros­Geschenk­ karte. Es werden Geschenk­ karten im Gesamtwert von 150 Franken verlost.


72 | MM13, 27.3.2017 | MIGROS-WELT

Bio-Weide-Beef

Weide gut, alles gut Weite Wiesen bieten viel Auslauf und saftige Gräser für die Migros-Bio-Weiderinder. Diese artgerechte Haltung macht ihr Fleisch besonders geschmackvoll und zart. Es wird in verschiedenen Qualitäten angeboten. Text: Heidi Bacchilega

Filet

1

Eignet sich für Tournedos, Medaillons zum Niedergaren: Migros-Bio Weidebeef, Rindsfilet, 100 g aktueller Tagespreis

Bild: zVg

Illustration: Getty Images

Huft

Braten

Siedfleisch

Geschnetzeltes

2

Besonders geeignet zum Schmoren: Migros-Bio Weidebeef, Rindsbraten, Schulter, 100 g aktueller Tagespreis

3

Mageres Fleisch zum Sieden: Migros-Bio Weidebeef, Rindssiedfleisch, mager, 100 g aktueller Tagespreis

4

Zum schnellen Anbraten: Migros-Bio Weidebeef, Rindsgeschnetzeltes, 100 g aktueller Tagespreis

Das zarte und magere Stück eignet sich für Schnitzel, Steak oder Tatar: Migros-Bio Weidebeef, Rindshuft, 100 g aktueller Tagespreis

5


MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 73

Weiderinder haben im Sommer rund um die Uhr Auslauf in freier Natur und ernähren sich von frischem Gras.

Hintergrund

Das macht das Weide-Beef wertvoll Bewegung Rinder, die sich frei auf der Weide bewegen, wachsen langsam heran und liefern dadurch erstklassiges Fleisch. Eine Studie der ETH Zürich zeigt, dass Schweizer Weidefleisch noch zarter ist und mehr ungesättigte Omega-3-Fettsäuren liefert als herkömmliches Fleisch. Das Fleisch ist fein marmoriert, intensiv im Geschmack und verliert beim Anbraten kaum Flüssigkeit. Darum bleibt es besonders zart. Haltung Weiderinder wachsen naturnah heran. Sie leben in Herden, haben rund um die Uhr Auslauf und ernähren sich während der Vegetationszeit von frischem Gras. Erst Ende Herbst, wenn die Gräser und Kräuter auf der Weide nicht mehr wachsen, gibt der Bauer ihnen selbst geerntetes Futter wie Heu oder Grassilage zu fressen. Beim Bio-Weide-Beef selbstverständlich in Bioqualität. Verfügbarkeit

Weide-Beef wird in verschiedenen Regionen und in unterschiedlichen Qualitäten angeboten: Bio-Weide-Beef aus der Region ist in den Genossenschaften Ostschweiz, Neuenburg/Freiburg und Waadt erhältlich. Bio-Weide-Beef gibt es in den Genossenschaften Aare, Waadt, Ostschweiz, Neuenburg/Freiburg, Genf und Zürich. Weide-Beef aus der Region ist in den Genossenschaften Luzern und Basel erhältlich.

2 4

Voressen

1 6

5

Weidebeef gibt es ausschliesslich an der Offentheke. Wenden Sie sich an Ihren Fleischfachmann, wenn Sie Fragen zur Verfügbarkeit und Qualität haben.

3

6

Zum langen Schmoren: Migros-Bio Weidebeef, Rindsvoressen, 100 g aktueller Tagespreis

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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 75

M-Classic

Fruchtig-süsser Klassiker

Neue Verpackung 60% weniger Abfall dank Papier- statt Alubackschale und Folienstatt Kartonver packung

Bild: Christine Benz; Styling: Vera Guala

Für echte Fans fruchtig-süsser Backwaren ist die Linzer Torte von M-Classic das Nonplusultra: Rund 500 000 Stück davon gehen pro Jahr über den Ladentisch.

Die Aprikosen-Torte und die Linzer Torte sind Evergreens im Backwarensortiment der Migros. Jetzt präsentieren sich die genussfertigen Gebäcke unverändert gut in einem frischeren Look. Das ist aber längst nicht alles. So führt die neue Verpackung zu 60 Prozent weniger Abfall. Die Torten werden nicht mehr in einer Alu-, sondern in einer Papierbackschale gebacken. Die Kartonverpackung mit Papieretikett wurde durch eine dünne Folie ersetzt.

M-Classic Aprikosen-Torte, 400 g Fr. 3.40

M-Classic Linzer Torte, 400 g Fr. 3.–

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Torten-Spezialitäten von M-Classic.


76 | MM13, 27.3.2017 | MIGROS-WELT

Frey

Bunte Hasenparade Schon ein halbes Jahr vor Ostern beginnt in den Fabrikhallen von Chocolat Frey die Osterhasenproduktion. Die Maschinen laufen in zwei bis drei Schichten auf Hochtouren. Aus 900 Tonnen Schokolade entstehen sieben Millionen Hasen in 89 verschiedenen Varianten. Das kleinste Langohr wiegt nur 18, das grösste 900 Gramm. Rund 60 Prozent der Hasen sind aus Milchschokolade, 25 Prozent aus weisser und 15 Prozent aus dunkler Schokolade. Und wie kommen die Osterhasen zu ihren lustigen Gesichtern? Bevor die Schoggimasse in die Hohlform kommt, wird diese maschinell an den entsprechenden Stellen mit weisser, dunkler oder farbiger Schokolade geschminkt.

Frey Bunny Familiy Duo, 110 g* Fr. 6.60

für das PET-BunnyFamily-Sortiment vom 28. 3. bis 3. 4.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Schokoladen von Frey.

Bild: Martina Meier; Styling: Katja Rey

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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 77

Frey Junior Cowboy Joe Rabbit, 245 g Fr. 9.50

Frey Bunny Milch Limited Edition, 170 g* Fr. 7.20

Frey Junior Biker Rabbit, 170 g Fr. 7.90

Frey Bunny Happy Noir, 55 g* Fr. 3.30

Frey Bunny Shiny Weiss, 55 g* Fr. 3.30

Frey Junior Soccer Rabbit, 170 g Fr. 7.90

Frey Junior Capitain John Rabbit, 240 g Fr. 9.50


78 | MM13, 27.3.2017 | MIGROS-WELT

Neuheiten

Der Reiz des Unbekannten Abwechslung ist die Würze des Lebens. Doch nicht nur deshalb gibt es im Migros-Universum jede Woche Neues zu entdecken: Einige clevere Produkte bereichern den Alltag.

Schmackhafte Ballaststofflieferanten

Die laktosefreien Biskuits in der fruchtigen Variante enthalten Vollkornweizenmehl, Haferflocken, Chiasamen und Cranberrys. aha! Blévita Biscuit Chia-Cranberry, 4 × 62 g Fr. 4.20

Für kernige Veganer Damit bei all den SmoothieBowls und Avocado-Toasts auch die Zähne etwas zu tun bekommen: Kernenbrot, vegan, 300 g Fr. 3.10

Super auftrumpfen

Ab durch die Decke

Wem künstliche Inhaltsstoffe im Energydrink suspekt sind, kann jetzt auch natürlich durchstarten. Alnavit Durchstarter Bio Energy, 250 ml* Fr. 2.70

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Mit gewöhnlichem Studentenfutter wird man nicht zum Trendsetter. Da muss die Mischung schon exklusiver sein. Sun Queen Super Mix Aronia und Kokos, 50 g Fr. 1.65


MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 79

Schrecklich bequem Auf den Catwalks der Modemetropolen gewinnt man in Badelatschen keinen Blumentopf. Umso lässiger bewegt man sich damit auf nassem Terrain. UX Badeslipper, Gr. 36–45 Fr. 24.80

Damit der Schmerz einen kalt lässt

Wohlige Tiefenwärme für verspannte Muskeln, die acht Stunden lang anhält: Sanactiv Wärmepflaster, 2 Stück* Fr. 6.50

Für Deko-Königinnen Bei Engpässen dienen die faltbaren Papierkörbe als Behälter für Dinge aller Art. Und sind dabei sogar noch ausgesprochen dekorativ. Aufbewahrungskorb aus Papier, 1 Stück* Fr. 7.90

Für Schaumschläger

Durstlöscher rosé

Die Frage, woher das Wort Schorle stammt, sorgt bei Linguisten für rote Köpfe. Der Gespritzte hingegen stillt einfach nur den Durst und schmeckt gut. Aproz Schorle Apfel-Himbeer-Rhabarber, 50 cl Fr. 1.40

Vergiss dein Handtuch nicht! Wenn am 25. Mai «Hand-

tuchtag» ist, sollten alle Reisenden durch die Galaxis in Gedenken an Douglas Adams gut vorbereitet sein. Hiking & Travel Towl, Mikrofaser, 90 × 140 cm Fr. 19.80

Mit Kräuterduft im Badewasser kann man ganz gelassen ruhig öfter mal abtauchen. M-Budget Kräuterschaumbad, 1000 ml Fr. 1.80


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Die Excellence Princess verfügt über 81 Komfortkabinen und 12 Junior Suiten mit Dusche/WC, Sat.-TV, Minibar, Safe, Föhn, Haustelefon, individuell regulierbare Klimaanlage, Heizung und Stromanschluss (220 V). Entrée mit Lobby und Rezeption. Zwei Restaurants: Panorama-Restaurant und Steakhouse.

Tag 1 Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Tag 2 Melk–Wien. Besichtigung Benediktinerstift* Melk. Flussfahrt nach Wien. Fahrt zum Heurigen (Fr. 35) oder Besuch Klassisches Konzerts (Fr. 75). Tag 3 Wien. Stadtrundfahrt*. Ausflug Burgenland mit Weindegustation (Fr. 45). Tag 4 Budapest. Rundfahrt*. Ausflug Apajpuszta auf eine Czarda (Fr. 45). Am Abend Budapest by Night (Fr. 20). Tag 5 Budapest–Esztergom. Ausflug zum Donauknie* nach Esztergom mit Besuch der Basilika. Tag 6 Bratislava. Altstadtführung*. Tag 7 Dürnstein. Rundgang* mit Besuch des Stifts. Mittags Weiterfahrt Richtung Passau. Tag 8 Passau–Schweiz. Busrückreise. * Ausflugspaket

Excellence Queen Die Excellence Queen zählt zu den luxuriösesten Schiffen Europas. Die Kabinen auf dem Mittel- und Oberdeck sind 16 m² gross mit französischem Balkon, ausgestattet mit Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage, SAT/TV, Minibar, Safe, Telefon. Lift von Mittel- zu Oberdeck mit Whirlpool.

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82 | MM13, 27.3.2017 | MIGROS-WELT

Farbig leuchtend wie eine Frühlingswiese: das RunningSchuh-Sortiment von SportXX.

SportXX

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Im Simplon Center fällt der Startschuss zur Laufsaison. Ob Runningschuhe, Outfits oder andere Gadgets: Die passende Laufausrüstung gibt es ab sofort bei SportXX. Text: Denise Jeitziner

eineinhalb Schuhnummern grösser als bei Strassenschuhen, da der Fuss sich beim Rennen etwas ausdehnt. Zweitens kommt es darauf an, wie oft man mit dem Schuh unterwegs ist, auf welcher Unterlage – Asphalt, Feldweg oder Stock und Stein – und wie trainiert man bereits ist. Die Dämpfung machts

Auch die Statur spielt eine Rolle. Die SportXX-Beraterinnen empfehlen einen Schuh, der mehr oder weniger stark dämpft und den Fuss bei möglichst geringem Gewicht im richtigen Mass stützt. Manche Schuhe sind nur an den Fersen gepolstert – etwa mit einem Gel- oder Luftkissen –, andere zusätzlich auch am Vorderfuss. «Wenn man 3- bis 4-mal pro Woche trainiert, empfiehlt es sich, den Schuh in jeder Saison zu wechseln, da die Dämpfung mit der Zeit nachlässt», erklärt Rachel Gerold. Die Schläge auf die Gelenke machen sich dann umso stärker bemerkbar, vor allem, wenn man auf hartem Asphalt statt auf weichem Naturboden läuft. «Der Körper meldet sich schnell, wenn etwas nicht mehr stimmt.»

Die zu den neuen Schuhen passenden funktionalen Shirts und Hosen finden sich ein paar Regale weiter vorn. Auch hier ist es auffallend bunt: «Die meisten Läuferinnen und Läufer mögen es farbig, sowohl bei den Schuhen als auch beim Outfit», sagt Rachel Gerold. Das sei schon seit Längerem so. Sport-BHs sind neuerdings sexy

Neu ist allerdings, dass viele Damenshirts entweder leicht transparent oder raffiniert geschnitten sind, damit der Sport-BH hervorblitzen darf. Denn der ist inzwischen nicht mehr bloss funktional und sorgt beim Rennen für den optimalen Halt, sondern er ist sportlich sexy und braucht sich längst nicht mehr unter blickdichten Stoffen zu verstecken. Für die Komplettierung des LaufOutfits gibt es bei SportXX diverses Zubehör – Oberarmtäschchen fürs Handy oder den iPod etwa oder Reflektoren für die Abendstunden und Hüftgurte für den Proviant. Schliesslich soll der Trainingseifer nicht an den Details scheitern. MM

Bilder: Denise Jeitziner, zVg

D

ie neuesten Laufschuhe in der Gliser SportXXFiliale sind so fröhlich bunt, dass sie Lust machen, sich gleich ein Paar davon anzuschnüren und gleich loszurennen. Doch dafür müsste man sich zuerst entscheiden können, welches Modell es sein soll. Gelb, Orange oder doch lieber das dezente Blau? Pink, Hellblau oder Violett? Mit Gelpolster oder ohne? Eine Sohle mit viel oder wenig Profil? Möglichst leicht oder möglichst gestützt? Die Auswahl bei SportXX ist gross und trotzdem: Den absolut perfekten Laufschuh gibt es hier nicht – den relativ perfekten hingegen schon. «Es hängt ganz von den individuellen Bedürfnissen ab, welcher Schuh am besten zu einem passt», sagt die Filialleiterin Rachel Gerold. Sie und ihr Team sind mit ihrem Fachwissen zur Stelle, dank regelmässiger Weiterbildungskurse kennen sie sich mit dem aktuellsten Running-Sortiment bestens aus. Zunächst geht es darum, per Fussmessgerät die richtige Grösse zu finden – optimal sind etwa eine bis


MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 83

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Wallis

Dank der Beratung des SportXX-Teams im Simplon Center ist der perfekt auf die persĂśnlichen BedĂźrfnisse abgestimmte Laufschuh bald gefunden. Neben zahlreichen Schuhen gibt es eine bunte Auswahl an funktionellen Shirts, Hosen und Running-Accessoires.


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MIGROS-WELT | MM13, 27.3.2017 | 85

Rabatt auf vier ausgewählte Artikel in der Migros Savièse 30. März bis 1. April

Renovation

Migros Savièse in neuem Glanz Schöner und frischer: die Migros Savièse nach dem Umbau

Bereits am 24. März konnten die ersten Kundinnen und Kunden die neue Migros in Savièse entdecken. Mehr Einkaufskomfort, ein schöneres und frischeres Ambiente: Der Supermarkt ist fast nicht wiederzuerkennen. Zur Feier der Wiedereröffnung gibt es vom 30. März bis 1. April einen grosszügigen Rabatt auf vier ausgewählte Artikel. Doch damit nicht genug: In den darauffolgenden Tagen werden noch weitere Überraschungen folgen.

In Sitten stellt die Ferme Asile gegenwärtig die Arbeiten von drei Fotografen aus. Die Ausstellung in der Scheune ist Robert Hofer und Nicolas Crispini gewidmet, die einen Dialog mit Bildern führen. Der Walliser und der Genfer lassen ihre Welten unter dem Titel «Profondeurs de champs» (Feldtiefen) zusammentreffen. In der Eingangshalle zeigt Sarah Hildebrand Relikte der ehemaligen DDR. Mit aussergewöhnlichen Installationen, alten Ruinen und Geistern der Vergangenheit veranschaulicht sie die Geschichte anhand des Details.

Bilder: Robert Hofer, Bertrand Maître

Kunstausstellung

Die Ausstellungen in der Ferme Asile: In der Scheune: «Profondeurs de champs» (Feldtiefen) von Robert Hofer und Nicolas Crispini, zu entdecken bis 23. April In der Eingangshalle: «Murmures» (Raunen der Wände) von Sarah Hildebrand, zu entdecken bis 30. April


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Familienumfrage Wie oft schenken Sie Ihren Kindern neue Spielwaren?

Zum Geburtstag und zu Weihnachten. Und auch in den Ferien, zum Schul­ beginn oder zu Ostern darf es mal etwas Kleines sein.

25% Ich verwöhne meine Kinder wohl etwas zu oft.

1%

Wir Nur zum Geburtstag kaufen unseren und zu Weihnach- Kindern keine ten, das Spielreicht. waren.

In Zusammenarbeit mit

1, 2 oder 3?

Der Videobeweis Wie würden Sie entscheiden?

www.migmag.ch/ 12oder3

Richtig oder falsch?

Das Aufwärmen in der Mikrowelle ist energietechnisch sehr effizient. Richtig!

hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

1 2 3

Ich vernichte das Beweismaterial umgehend. Was nicht aufgenommen wurde, ist nie passiert. Ich werde mich beim nächsten Rennen einfach besser positionieren. Ich schäme mich und nehme mir vor, das nächste Mal etwas dezenter aufzutreten. Ich klopfe mir auf die Schultern: Ich habe den Grossen im richtigen Moment zu einer Höchstleistung angespornt.

Antwort 2: Wäre das meine Mutter gewesen, ich hätte mich für ihren Auftritt geschämt. Diese Einsicht ist nicht gerade schön, aber heilsam. Nichts gegen motivierte Eltern, aber ich muss mich künftig etwas am Riemen reissen.

Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis

Monica Müller (42)

Manche Momente sind so wichtig in einem Elternleben, dass man sie durch die Linse erleben muss. So kann man sie immer wieder Revue passieren lassen: das Adventssingen, die Zirkusvorstellung, das Skirennen. Wir sitzen auf dem Sofa und schauen uns das Video zum Slalom an. Ein weisser Hang, grauer Himmel und ein kleiner Punkt, der «angefräst» kommt. Der Grosse (6) schwingt sich von Tor zu Tor, der Ziellinie entgegen. Plötzlich hechtet eine übermotivierte Mutter ins Bild und kreischt: «Hopp!» Ups! Die übermotivierte Mutter bin ich. Mein Mann schaut mich entgeistert an. Und jetzt? 1, 2 oder 3?

In einer Studie wurden folgende vier Methoden, Kartoffeln aufzuwärmen, verglichen: in der Mikrowelle, in der Bratpfanne – auf dem Induktionsherd und auf dem Glaskeramikherd – und im Steamer. Die Mikrowelle hat sich als energieeffi­ zienteste Aufwärm­ methode erwiesen. Das Verfahren mit dem Induktionsherd belegt den zweiten Platz, gefolgt vom Braten auf dem Glaskeramikherd. Am meisten Strom erforderte also das Aufwärmen im Steamer. Darum gilt:

Die Mikrowelle ist im Vergleich zum Steamer und zur Bratpfanne die energieeffizientere Aufwärmmethode.

In Zusammenarbeit mit Pusch – Praktischer Umweltschutz www.pusch.ch


90 | MM13, 27.3.2017 | LEBEN

Garten

Die Königin des Teichs

Seerosen gehören zum Attraktivsten, was ein Gartenteich bieten kann.

Das wusste schon Claude Monet, dessen Seerosenbilder Kult sind. Wer keinen Teich hat, setzt die Nymphaea in ein halbes Fass oder in einen Bottich. Bester Zeitpunkt dafür ist Mai. Text: Almut Berger

M

onet? Das ist doch der Typ mit den Seerosen!» Selbst wenig kunstaffinen Menschen ist der französische Maler ein Begriff, dem die Fondation Beyeler in Riehen BS noch bis 28. Mai eine Sonderausstellung widmet. Eine Vielzahl seiner Motive fand Claude Monet (1840–1926) tatsächlich in seinem Garten in Giverny bei Paris. Ein stets wiederkehrendes Thema: die Seerosen in seinem «jardin d’eau», zu deren Pflege er extra einen Gärtner einstellte. Dessen Aufgabe: jeden Morgen mit dem Boot den Teich befahren, um die Seerosenblätter – eines nach dem anderen – zu waschen. Doch es ist anders, als diese Anekdote glauben lässt: Seerosen brauchen wenig Pflege. Selbst in einem kleinen Topfteich, wie er sich etwa auf dem Balkon oder der Terrasse gut macht, fühlen sie sich wohl. Ein wenig Basiswissen kann aber dennoch nicht schaden. Teichkörbe erleichtern das Handling

Die Seerose – dazu zählt auch die meist etwas unscheinbarere Teichrose – kommt praktisch rund um den Globus vor. Mit ihren langgestreckten oder knollenförmigen Rhizomen verankert sie sich im Schlamm. Die Nymphaea, so die lateinische Bezeichnung, ist eine sogenannte Schwimmblattpflanze. Ihre Blätter sorgen für eine Schattierung der Wasseroberfläche und verhindern so die Ausbreitung von Algen, was Teich-

besitzer zu schätzen wissen. Eine Wachsschicht lässt Tropfen abperlen, sodass die Blätter nicht sinken. Regnet es, schliessen sich die Blüten. Die Farbpalette der rund 50 Arten und Zuchtsorten reicht von Weiss über Gelb und Rosa bis hin zu dunklem Rot. Je nach Sorte erstreckt sich die Blütezeit vom Frühjahr bis in den Herbst. Manche Blüten duften stark. Einheimische Arten sind frosthart und überwintern im Teich oder auch im Miniteich. Es gibt sie für Wassertiefen ab 20 Zentimetern. Die beste Pflanzzeit ist von Mai bis August; dann haben sie genug Zeit einzuwachsen. Tropische respektive subtropische Arten hingegen brauchen zum Überwintern einen hellen Indoorplatz, entsprechend ist der Aufwand. Seerosen werden am besten in Teichkörbe gesetzt (siehe Onlinetipps). Sie grenzen das wuchsfreudige Rhizom ein, das sich sonst rasch über den Teichboden ausbreiten würde. Ausserdem erleichtern die Körbe die Entnahme, wenn die Pflanze gereinigt oder geteilt werden soll. Seerosenblätter überdecken schnell einmal grosse Flächen. In den meisten Teichen reichen deshalb zwei, drei Exemplare. Monets Garten mit dem Seerosenteich war schon zu dessen Lebzeiten ein begehrtes Ausflugsziel. Heute ist er die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Nordfrankreich. MM www.fondation-monet.com www.fondationbeyeler.ch

Seerosen behagt es im Bottich genauso wie im Teich – vorausgesetzt, man wählt die richtige Sorte.


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So klappts mit den Seerosen im eigenen Garten www.migmag.ch/ seerose

Claude Monets «Seerosen», (1907, Öl auf Leinwand). Der Künstler sagte von sich, dass er für nichts gut sei, ausser fürs Malen – und fürs Gärtnern.

Mitmachen! Wir verlosen 20 ×2 Eintritte für die Monet­Ausstellung in Riehen BS

Bilder: Fondation Beyeler, Friedrich Strauss, Almut Berger

www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff

Gartenblog

Bohne, Bluescht & Berger Machen Sie mit! Almut Berger tauscht sich auf ihrem Gartenblog mit anderen Hobby­ gärtnern aus. Erzählen auch Sie von Ihren Erfolgen und Niederlagen. Und posten Sie Ihre eigenen Fotos: migrosmagazin.ch/ garten


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Brave New Girl

Die Hölle sind die anderen

I

In meinem Quartier gibt es eine Drogenabgabestelle. Wenn ich aufs Tram warte, habe ich zuweilen Gesellschaft von kon­ sumierenden Menschen. Sie verhalten sich meist anständig, manchmal etwas übermütig. In den meisten Fällen ignorie­ ren sie die anderen. Kurz: Sie verhalten sich wie alle anderen Menschen auch.

Bild: Andrea Monica Hug

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

Meistens. Es gibt auch Tage, an denen die Sucht die Kontrolle über diese Menschen übernimmt. An denen sie das, was ihnen einen einigermassen erträglichen Zustand ermöglicht, auf der Sitzbank der Tram­ haltestelle konsumieren. Das passiert selten. Doch in den Furchen des Holzes sind weisse Spuren sichtbar. Dass das einigen Anwohnerinnen und Anwohnern irgendwann zu bunt geworden ist, kann ich verstehen. Was, wenn ein Kind

das sieht? Was, wenn etwas liegen bleibt? Was, wenn den Konsumierenden etwas passiert? Jedenfalls hat man die Polizei verständigt, und es gab eine Schlagzeile in einem Gratisblatt. Sucht hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen? Schön und gut. Aber was ist mit all den betrunkenen Menschen, die jedes Wochenende die S­Bahnen und Trottoirs unsicher machen? Was ist mit den leichtsinnig hingeworfenen Zigaretten­ stummeln, die eine Gefahr für die Umwelt darstellen? Warum werden diese Menschen nicht auch angeprangert und aus der Öffentlichkeit verdrängt? Süchte sind vielseitig. Die Menschen, die unter ihnen leiden, verdienen unser Mitgefühl und ein System, das sie mitträgt. Keine verurteilenden Blicke. MM

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Japanisches Frühstück

Ein Süppli zum Zmorge

Trotz moderner Einflüsse sind in Japan beim Frühstück traditionelle Ernährungsgewohnheiten erhalten geblieben. Reis, Sojasuppe und eingelegte Pflaumen sind sehr gesund und sättigen nachhaltig. Text: Ben Kron

Impuls-Tipp

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E

rnährungstrends haben auch vor dem japanischen Frühstück nicht haltgemacht. Auf die Frage, was Japaner frühstücken, kommt deshalb die Antwort: «Kaffee und Toast.» Die Japanologin Daniela Tan erklärt, dass wie in jeder Industriegesellschaft wenig Zeit für einen ausgiebigen Zmorge besteht. Deshalb gibt es einen Kaffee, gerne auch Instantkaffee. Dieser wurde 1901 vom Japaner Satori Kato erfunden. Dazu isst man eine spezielle Art Toastbrot und gesalzene Butter. «Generell ist das japanische Frühstück eher salzig; es gibt kaum Obst», so Tan, die mehrere Jahre in Japan verbracht hat. Für die Kinder gibt es süssen Toast («Shokupan»), der innen flauschig (fumatto) und aussen knusprig (parito) sein soll. Das japanische Toastbrot ist im Übrigen anders als das unsere. Seit 2009 gibt es in Adliswil bei Zürich eine japanische Bäckerei, die die schätzungsweise 9870 Landsleute in der Schweiz bedient. Bäcker und Konditor Hiro Takahashi bezieht dabei sogar das Weissmehl für sein spezielles Toastbroat aus der japanischen Heimat. Das traditionelle japanische Frühstück aber basiert auf gekochtem, weissem und ungewürztem Rundkornreis. Reis heisst

auf Japanisch «Gohan», wobei damit auch «Nahrungsmittel» gemeint ist.

1 Reis

Gekochter Reis kann als kohlenhydrat­ haltige Beilage zum Frühstück oder – zu Brei verkocht – als Schonkost bei heiklem Magen serviert werden.

1 2+3

In der klassischen Zubereitung muss der Reis drei Stunden kochen und dazwischen fachkundig gerührt werden. «Die Hausfrauen mussten früher eigens im Morgengrauen aufstehen, damit die Familie zum Frühstück frischen Gohan bekam», erzählt Daniela Tan. Die Erfindung des Reiskochers hat deshalb einen wichtigen Beitrag zur Emanzipation der Frauen in Japan geleistet. Zum Reis isst man eine Auswahl von Pickles, eingelegtem Gemüse wie Rettich oder Shiso – ein Blattgemüse, das auch japanischer Basilikum genannt wird, geschmacklich aber nichts mit ihm gemein hat. Gereicht werden auch kleine Gurken, Tofu, Fisch, eingelegte Umeboshi-Pflaumen und natürlich die obligate Miso-Suppe. Diese besteht aus einer Sojabohnenpaste, die meist mit Fischsud aufgekocht wird. Vom gesundheitlichen Aspekt her ist das traditionelle Frühstück dem «modernen» natürlich haushoch überlegen. Das beginnt schon beim einfachen gekochten Reis: Dieser enthält kaum Fett, dafür aber viele komplexe Kohlenhydrate, die der Körper nur langsam verarbeiten kann. Wer Reis frühstückt, hat deshalb lange


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Der Reiskocher Dessen Erfindung war ein wichtiger Beitrag zur Emanzipation der Frauen in Japan.

2 Shiso

Die Blätter des Shiso schmecken leicht minzigzitronig und werden frisch als Salat oder salzigscharf eingelegt, gegessen.

3 Tofu, Fisch Fisch und Tofu sind hervorragende Eiweisslieferanten.

Japan in Zahlen

5,5

Millionen Automaten in Japan geben nicht nur Zigaretten, Süssigkeiten oder Spielzeug her, sie liefern auch warme Mahlzeiten.

Bilder: Getty Images, iStockphoto, Alamy (3)

1,11

Kilometer mass die längste Sushirolle, die 3365 Toyota-Mitarbeiter und Anwohner am 23.9.2000 gefertigt haben. Sie benötigten dazu eine Stunde.

25

Prozent Anteil haben Algen in der japanischen Ernährung. Von den 25 000 bekannten Algenarten sind 50 essbar.

keinen Hunger. Dazu kommen einige Vitamine und Mineralstoffe, zum Beispiel einige B-Vitamine oder Magnesium. Und schliesslich ist das Korn nahzu frei von Cholesterin.

4

Die Miso-Suppe aus vergorener Sojapaste gilt als Ernährungswunder, enthält sie doch Eisen, Kalzium, Kalium, Vitamin B, Aminofettsäuren und Eiweiss. Ausserdem sind die fermentierten Sojabohnen reich an den wichtigen ungesättigten Fettsäuren. Sie helfen beim Abbau von Cholesterin im Körper. Tatsächlich treten in Japan weit weniger Herzinfarkte auf als bei uns.

5

Die Umeboshi-Pflaume schliesslich, deren salzig-säuerlicher Geschmack für Schweizer Zungen gewöhnungsbedürftig sein könnte, gilt als Königin der basischen Lebensmittel: Sie bringt eine übersäuerte Verdauung ins Gleichgewicht und regt die Darmtätigkeit an. Direkt am Morgen als Erstes gegessen, wirken sie sogar leicht abführend. Das herkömmliche und das moderne Frühstück sind in Japan gleich häufig anzutreffen, wobei man eher warm und salzig als süss isst. Deshalb gibts auch im traditionellen Haushalt mal Reste vom Vorabend. Daniela Tan: «Statt Reis und Grüntee gibt es Orangensaft und aufgewärmte Pizza.» MM

4 Miso-Suppe

Fischsud, Sojapaste, Algen, kleine Tofustücke und Frühlingszwiebeln gehören in die klassische Miso-Suppe, die übrigens getrunken und nicht gelöffelt wird.

5 UmeboshiPflaume Die Pflaume wird unreif geerntet, an der Sonne gelagert und in Fässern mit Salz und ShisoBlättern eingelegt.


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App-Tipps

Futter fürs Hirn

Spielerisch nach draussen switchen – Nintendo Switch machts möglich. Digital

Die Outdoor-Konsole

«Tricky Test 2» ist ein ausgefallenes Rätselspiel mit einem hübschen Design. Man wird vor im­ mer neue Herausforde­ rungen gestellt, die Palet­ te reicht von Wissensfragen über Geschicklichkeitsübungen bis zu Rechenaufgaben. Meist ist die Lösung nicht auf Anhieb offensichtlich, und Fangfragen sind an der Tagesordnung – ein amüsanter Zeit­ vertreib und kostenlos für iOS und Android. www.migmag.ch/trickytest2; www.migmag.ch/ trickytest2­android

Nintendo hat viele erfolgreiche Spielkonsolen herausgebracht. Die neueste nennt sich Nintendo Switch und ist nicht nur auf dem TV-Gerät, sondern auch unterwegs spielbar. Text: Philipp Rüegg

M

it Nintendo Wii hat wohl jeder schon ge­ spielt. Alle, vom Klein­ kind bis zur Oma, wedelten wie wild mit den weissen Spielcontrollern. Insgesamt ver­ kaufte sich die Wii über 100 Mil­ lionen Mal und damit fast andert­ halbmal mehr als die Konkurrenz­ produkte von Sony oder Microsoft. Die Nachfolgerin Wii U schaffte es dagegen nicht, an den gigantischen Erfolg anzuknüpfen. Deshalb steht nun mit Nintendo Switch bereits nach relativ kurzer Zeit erneut ein Nachfolgemodell bereit.

Bild: PD

Für unterwegs und daheim

Dieses setzt auf ein Hybridkon­ zept: Nintendo Switch lässt sich wie eine klassische Konsole auf dem Fernsehgerät spielen. Nimmt man das Gerät jedoch aus dem dazugehörenden Dock, geht der Spass weiter. Genau wie der Game­ boy oder der 3DS ist die Switch nämlich auch für den Gebrauch

unterwegs gedacht. Die Konsole setzt sich zusammen aus einem Tablet à la iPad Mini, zwei Con­ trollern und einem Dock, das als Verbindungsglied zum Fernseher dient. Die Controller lassen sich an die Switch anstecken oder kabellos verwenden. Dank einem kleinen Ständer auf der Rückseite kann man das Gerät auch auf einen Tisch stellen und zu zweit spielen. Leider hält der Akku nicht sehr lange, sodass der Saft unterwegs schnell ausgeht. Zudem plagen die Switch teilweise noch einige technische Kinderkrank­ heiten wie Abstürze und Fehler­ meldungen. Zurzeit stehen nicht sehr viele Spiele zur Auswahl. Der mit Abstand beste Titel dürfte «Zelda: Breath of the Wild» heissen: ein liebevolles Abenteuerspiel mit einer riesigen erkundbaren Spiel­ welt voller Rätsel und Heraus­ forderungen. Oder das Partyspiel «1­2­Switch», das aus 28 Minispie­

len besteht, von denen die meisten aber nur kurz unterhalten. Es hat noch am ehesten Potenzial für Familien oder Kinder. Plausch für Kinder und Erwachsene

Doch an wen richtet sich die Kon­ sole überhaupt? Nintendo bietet nach wie vor die kinderfreund­ lichste Konsole auf dem Markt. Und auch für ältere Spieler ist die Switch von Interesse, nicht zuletzt wegen «Zelda». Mit Playstation 4 oder Xbox One kann die Switch leistungstechnisch nicht mithalten. Und auch das Spieleangebot wird noch länger hinterherhinken. Dafür bekommt man die exklusiven Nintendo­ Spiele. Hier könnte man zwar auch zu Wii U greifen, doch an die Vielseitigkeit der Switch kommt sie nicht heran. Und auch das ungewöhnliche Design und die einzigartigen (kinderfreund­ lichen!) Spiele machen Nintendo Switch zu etwas Besonderem. MM

Besser schlafen «Sleep as Android» ist eine Schlafhilfe. Die App analysiert den Schlaf, indem sie mittels Sonar oder Bewegungssensor misst, wie ruhig man schläft. Dabei weckt sie den Nutzer zum idealen Zeitpunkt auf. Unter den zahlreichen Zusatzfunktionen gibt es auch Abhilfe gegen Schnarchen. Nur für Android, kostenlos test­ bar, danach 4 Franken http://sleep.urbandroid.org

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Ausgewandert

Von Schwyz nach Sansibar, Tansania Nia Who (11) lebt mit

ihren Eltern und Bruder Amani (8) auf Sansibar, einer Insel in Ostafrika, umgeben vom Indischen Ozean. Ihr Schweizer Vater ist vor 19 Jahren als Ingenieur für eine neue Anstellung von Zug nach Morogoro, Tansania, ausgewandert. Später ist er mit Nia Whos Mutter nach Sansibar gezogen. Ihre Mutter stammt aus Tansania, ist eine bekannte afrikanische Modedesignerin, die als 17-Jährige in die Schweiz zog, um hier zu studieren und zu arbeiten. Sie lebte über 16 Jahre lang in der Schweiz. Nia und Amani sind in Zürich geboren. Nia Who reist ein- bis zweimal pro Jahr in die

Schweiz, um in Zürich, Bern und Schwyz ihre Grosseltern und andere Verwandte zu besuchen – auch weil sie gut Ski fährt und regelmässig Sportlager in Magglingen besucht, die von der Stiftung für junge Auslandschweizer organisiert werden. Sie liebt hier Schnitzel, Würstli, Fondue und Grossmutters traditionelle Karottensuppe.

Nia (rechts) mit ihrer italienischen Freundin Alice

Kinder

«Ich möchte eine Stimme für ein besseres Leben werden»

Die 11-jährige Nia spielt Fussball, die populärste Sportart auf Sansibar. Sie bastelt und kocht gern und will sich später als Dolmetscherin für Benachteiligte einsetzen. Text: Gabriela Bonin

Illustration: Olaf Hajek

Ich besuche die fünfte Klasse in der International School of Zanzibar. In der Schule sprechen wir Englisch. Ich rede auch Hochdeutsch, etwas Schweizerdeutsch, einigermassen gut Suaheli und ein wenig Französisch. Ich möchte eine Stimme für ein besseres Leben werden und als Dolmetscherin an politischen Konferenzen übersetzen. Darum will ich auch noch Italienisch, Spanisch, Chinesisch, Mandarin und Japanisch lernen.

Zweimal pro Woche trainiere ich im Fussballklub. Ich schwimme auch oft. Unsere Insel ist schön, es gibt hier viel Natur. Wir haben einen grossen Garten mit Blumen in allen Farben. Aber es ist heiss auf Sansibar. Heute musste ich wohl schon fünf Liter Wasser trinken.

In meiner Freizeit fahre ich gern Velo, spiele mit meinem kleinen Bruder und unserem Hund im Garten oder mache Videospiele. Ich helfe unserer Köchin gern beim Kochen und bastle oft. Wenn es mir langweilig ist, nähe ich etwas. Die Schneiderinnen, die für meine Mutter arbeiten, helfen mir dabei. Meine Freundin heisst Alice, sie ist Italienerin.»


LEBEN | MM13, 27.3.2017 | 99

Fragen und gewinnen! Schreibt uns. Für jede

publizierte Frage gibts einen 20-Franken-

Gutschein.*

Florence (12), Uster ZH

Wie geraten die Streifen hinein – und wie schaffen sie es wieder so gradlinig hinaus? Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Nun habe ich nachgeforscht. Man könnte sich die abenteuerlichsten Geschichten ausmalen – die Antwort indes ist banal: In der Fabrik stehen die leeren Tuben auf dem Kopf, das obere Ende ist noch offen. Durch eine Röhre wird Zahnpasta eingefüllt. In dieser Röhre befinden sich Kanäle, in denen getrennt farbige und weisse Pasten fliessen. Sie werden nebeneinander in die Tube

gepresst und später von uns als Streifen herausgepresst. Würdest du die Tube ganz fest kneten, würden die Streifen sich vermischen.

Sie verlässt die Tube durch das dicke Loch, während die Farbpaste sich zeitgleich durch die dünnen Löcher hinzugesellt.

Es gibt auch eine knautschsichere Methode. Dabei wird im unteren Teil der Tube eine farbige Paste eingefüllt, etwa zwei Zentimeter hoch. Am Hals der Tubenöffnung befinden sich inwendig winzige Löcher. Durch diese Löcher wird die farbige Paste hinausgedrückt. Oberhalb der Zwei-ZentimeterFarbpaste liegt die weisse Paste.

Dieses Rätsel ist nun gelüftet. Zeit für ein neues: Wer weiss, was die aufgedruckten kurzen Farbstreifen am Ende jeder Zahnpastatube sollen? Zeigt mir eure witzigste Zeichnung oder Idee: facebook.com/migrosmagazin MM

R ätsels pass

Die Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

Schau dir all die süssen Tiere an. Sind sie nicht herzig!? Ein Tier kann aber weder schwimmen noch fliegen. Weisst du, welches Tier es ist? Kreise es ein.

Was gehört nicht in die Küche? Kreise ein!

Lösung: Es tönt zwar komisch, aber Kühe können schwimmen! Der Kiwi kann weder schwimmen noch fliegen. fliegen.

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

Lösung:

SUCH-SALAT

*Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

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100 | MM13, 27.3.2017 | LEBEN

Glücksgriff

Wo die Zeit im Flug vergeht

Jahr für Jahr wächst der Europa-Park und überrascht mit neuen Attraktionen. Das Migros-Magazin, Azione und Famigros verlosen zwölf Traumaufenthalte im Freizeitpark inklusive Übernachtung und zwei Tageskarten für vier Personen sowie 200 Einzeleintritte.

E

uropa-Park? Wann war das noch mal? Irgendwann im vergangenen Jahr? Da gab es ja all die neuen Attraktionen noch gar nicht ... Jetzt haben Besucher die Möglichkeit, Neuheiten wie den Film «The Secrets of Gravity – From Europe to Space», die Formel-1Ausstellung «Monaco» oder das «Project V» mit der ganzen Familie gratis zu entdecken. Das Migros-Magazin verlost zwölf Traumaufenthalte im EuropaPark inklusive einer Übernach-

tung mit Frühstück in einem der fünf parkeigenen 4-SterneErlebnishotels sowie zwei Tageseintritte in den Europa-Park für vier Personen. Und wer da nicht zu den Glücklichen gehört, gewinnt eventuell einen der 200 Tageseintritte (siehe Box rechts). Gesamtwert der Preise: rund 18 000 Franken. Im fliegenden Theater

Im Lauf der Saison 2017 wird das «Project V» im deutschen Themenbereich seine Pforten öffnen. Nachdem die Gäste im

Wartebereich in die Welt der Flugpioniere Eckbert und Kaspar Eulenstein eingetaucht sind, wird für sie in Europas grösstem fliegendem Theater der Traum vom Fliegen wahr. In zwei Theatersälen gleiten bis zu 140 Besucherinnen und Besucher in sesselliftartigen Gondeln auf spektakuläre Art und Weise durch den Raum und erleben eine atemberaubende Reise zu zehn aussergewöhnlichen Locations in Europa. Auf Leinwänden mit einem Durchmesser von 21 Metern vermitteln fas-

zinierende Aufnahmen das Gefühl, durch die Lüfte zu schweben. Zusätzliche Effekte wie Duft, Wind und Wasser intensivieren das Feeling vom Fliegen und machen das Durchkreuzen der 16 Meter hohen Kuppeln zu einem ganz besonderen Erlebnis. In den Weiten des Alls

Auch im Traumzeit-Dome gibt es ein neues Highlight: Im Film «The Secrets of Gravity – From Europe to Space» begeben sich die Besucher gemeinsam mit


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Wettbewerb

Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin, Azione und Famigros verlosen 12 Traumaufenthalte im EuropaPark inkl. Übernachtung/ Frühstück in einem 4-Sterne-Erlebnishotel und 2 Tage Parkeintritt für 4 Personen im Wert von je 700 Franken sowie 200 Einzeleintritte à 50 Franken. So machen Sie mit: Beantworten Sie folgende Frage:

Zu gewinnen 12 Traumaufenthalte im Europa-Park sowie 200 Einzeleintritte

Eintauchen in ein anderes Universum: Der Europa-Park bietet auf 95 Hektaren Nervenkitzel und Entspannung. Und das leibliche Wohl kommt ebenfalls nicht zu kurz.

Gesamtwert: 18 000 Franken

Wie viele Personen finden im Flying-Theater «Project V» Platz? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf)

und nennen Sie Lösung, Namen und Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, der

Lösung, Namen und Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit der Lösung und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Famigros», Postfach, 8099 Zürich

Bilder: Europa-Park GmbH & COo Mack KG

Online: Gratis unter

einem Jungen und dessen Roboterfreund auf die Spuren von Albert Einstein und erforschen die Geheimnisse der Schwerkraft sowie von Raum und Zeit. Die erlebnisreiche 360-Grad-Projektion entführt von Europa zum Mond über die Weltraumstation ISS bis in die entferntesten Winkel des Alls. Formel-1-Fans kommen in der Mercedes-Benz-Hall auf ihre Kosten. Die Ausstellung «Monaco» widmet sich den siegreichen Fahrzeugen, ihren

Rennfahrern und Teams. Zudem können kleine und grosse Motorsportfreunde in den Grand Prix von Monaco eintauchen und eine der legendärsten und spannendsten Rennstrecken der Welt erkunden. Eine Nacht im Indianerzelt

Wer nach all diesen Erlebnissen und den Adrenalinkicks auf den Hochgeschwindigkeitsbahnen «Wodan-Timburcoaster» oder «Euro-Mir» eine Pause braucht, findet bestimmt ein Plätzchen in einem der vielen Restaurants,

die in den länderspezifischen Themenbereichen kulinarische Köstlichkeiten anbieten. Und all diejenigen, die den Tag voll auskosten und nicht schon am Nachmittag an die Rückreise denken wollen oder gar am nächsten Morgen zu den Ersten im Freizeitpark gehören möchten? Die buchen eine Übernachtung in einem der parkeigenen Hotels oder im Camp Resort im Indianerzelt, Planwagen oder in der Blockhütte. MM Mehr Infos: www.europapark.de

www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 2. April 2017 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …

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2. Wenn sich etwas Unangenehmes ereignet, haben wir den … ? B Salat

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Kohl

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3. Welches Ereignis erschütterte Basel im Jahr 1356? E

Erdbeben

M Finanzkrise

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So nehmen Sie teil

4. Wer gewann bis jetzt noch nie den Kleinkunstpreis «Salzburger Stier»? I

Hazel Brugger

H Emil

D Turmspringen

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 2.4.2017, 24 Uhr

T

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

R Marco Rima

5. In welchem Schweizer Kanton befinden sich am meisten grosse Gletscher? A Wallis

N Graubünden

E

Bern

6. Welche Berufsgattung hat mit «Backspinning» zu tun? S

Bergführer

R DJs

O Piloten

7. Bei welcher Sportart kann man einen Krebs einfangen? Z

Rudern

A Schwimmen

8. Wo lag, gemäss den antiken Griechen, der Sitz der Seele? S

Herz

E

Leber

Zwerchfell

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 11: Sigrid Joss-Arnd, Muri b. Bern BE; Oscar Blumenthal, Morissen GR; Berta Bruhin, Schübelbach SZ

Auflösung Nr. 12: FREIZEIT

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 3 5 4

Auflösung Nr. 12: OASEN Gewinner Nr. 11: Ruth Fritschi, Gommiswald SG; Marianne Stulz, Rizenbach BE; Jakob Fehlmann, Villnachern AG

2

N

ABST I EGE BE I SP I EL C AMA R G U E GESUNDER I NDOSSAT OSTGOTEN REVOLTEN SE EST ERN SPERRUNG TRENNBAR

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 2.4.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

5


28. Mä März bi bis 24 24. A Aprilil vom 28 auf Zuchtperlenketten und Armbänder

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Nur Frauen wissen, wie es ist, schwanger zu sein. Ausser bei den Seepferdchen: Hier brüten die Männchen die Eier in ihren Bauchtaschen aus. Nach etwa zwölf Tagen bringen sie den Nachwuchs zur Welt. Weitere Wunder finden Sie auf: meere.wwf.ch

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LEBEN | MM13, 27.3.2017 | 107

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 12: 879

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 2.4.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 11: Marie-Josy Varrin, Courgenay JU; Marianne Burdet, Yvonand VD; Kirstin Muoth, Lengnau BE; Regula Schnider, Schüpfheim LU; Estelle Cottet, Genf

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 1 3 2 3 1 miteinander verbunden 2 3 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 2 4 2 4 3 und mehr als zwei Linien.

Auflösung Nr. 12:

2 3 3

3 3 1

2 3 2 3

2 3 3

2 4 3

2 2 2

2 5 2

2 3 2

2 4 3

Auflösung Nr. 12: 2 4 3

3

2

2 2 3 3

4

3 1 2 3 1

3 2 3 1 3

3 3 2 1

1

3 1

4

2 3 3

2

1

2 1

3 2 3 3

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West

Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Bildredaktion: Heinz Stocker (Korrektor) Olivier Paky (Leitung), Ressort Menschen: Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freier- Susanne Oberli, Helen van Pernis muth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Layout: Dinah Leuenberger (Volontärin), Doris Oberneder (Creative Director), Monica Müller, Reto E. Wild Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Online: Werner Gämperli, Saskia Goslings, Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

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Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


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110 | MM13, 27.3.2017 | LEBEN

2

Mein Lieblingsprodukt «Meine Snapchat-Follower haben irgendwann bemerkt, dass Spaghetti das einzige Gericht ist, das ich kochen kann. Ein bisschen Öl und Käse drüber, fertig!»

1

Meine Welt

«Ich brauche literweise Haarspray»

Der Basler Newcomer Vincent Gross machte auf Youtube musikalisch seine ersten Schritte. Seine Popularität in den sozialen Medien hat er als Sprungbrett genutzt: Vor Kurzem ist sein Debütalbum «Rückenwind» erschienen. Text: Silja Kornacher Bilder: Kostas Maros


LEBEN | MM13, 27.3.2017 | 111

1 Mein Lieblingsort «Sobald es etwas

wärmer wird, setze ich mich nach der Uni an den Rhein. Von hier aus sieht man alles, was Basel ausmacht. Und es gibt den schönsten Sonnenuntergang.» 2 Mein Tick «Ich fahre mir ständig durch die Haare, also brauche ich literweise Haarspray. Eine Flasche reicht bei mir gerade mal zwei Wochen.» 3 Meine Entspannung «Ich liebe es,

nach einem anstrengenden Tag mit meinem Longboard durch die Strassen zu flitzen. In der Ferienwohnung meiner Eltern im norddeutschen Husum fahre

3

Name Vincent Gross (20) Beruf Student und Musiker Sternzeichen Löwe Lebenslauf «Ich machte schon immer

Musik, sang im Kirchen- und Schulchor. 2011 zeigte mir mein Bruder die ersten Gitarrenakkorde, den Rest brachte ich mir mit Tutorials bei. Um ehrliches Feedback zu meiner Musik zu bekommen, lud ich 2012 mein erstes Youtube-Video hoch. Die Resonanz war überraschend gut. Mittlerweile hat mein Kanal rund 17 000 Abonnenten, darunter sind sogar Fans aus China und Japan. 2015 gewann ich die SRF-Schlagershow ‹Hello Again›. Dadurch wurde eine Plattenfirma auf mich aufmerksam und ermöglichte mir, mein erstes Album zu veröffentlichen. Es heisst ‹Rückenwind› und ist eine Mischung aus Pop und Schlager.»

4

5

ich manchmal kilometerweit auf der Landstrasse den Deich entlang.» 4 Mein Mithörer «Damian (20) kenne ich seit dem Gymi. Seit zwei Semestern studieren wir beide Psychologie in Basel. Er hält mich immer auf dem Laufenden, wenn ich an der Uni etwas verpasse.»

Bild: Mirco Rederlechner/SRF

6

5 Meine Begleiter «Wenn ich auf Reisen bin, sind meine Kopfhörer immer mit dabei. Ohne sie gehe ich nicht aus dem Haus. Auch beim Lernen höre ich oft Musik, am liebsten Dubstep.» 6 Mein Ding «Alle fünf Minuten checke ich mein Smartphone. Via Snapchat, Instagram, Facebook und Twitter bin ich mit meinen Fans in Kontakt. Ich bekomme täglich Fananfragen und kleine Liebesbriefe. Sie alle zu beantworten, dauert schnell mal zwei Stunden. Aber das ist mir wichtig.»


Mittwoch, 29.3., und Donnerstag, 30.3.

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Migros magazin 13 2017 d vs by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu