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Migros-Magazin-13-2012-d-BL

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

NR. 13 | 26. MÄRZ 2012

www.migrosmagazin.ch

SCHWEIZER JUGEND I 14

Was junge Männer wirklich bewegt LIEBESBETRÜGER | 22

Franziska und der Hochstapler: Ein Lehrstück

Bild: Christian Benedikt

ANA UND SUSANNE | 92

Wege aus dem Burn-out

Star ohne Allüren

Erst 24 Jahre alt und bereits über eine halbe Million Tonträger verkauft: Trotz des Erfolgs mit Oesch’s die Dritten lebt Jodlerin Melanie Oesch bescheiden. | 118

Adressänderungen am Postschalter melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch


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Diese Woche 4 |

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inhaLt

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eDitoriaL Hans Schneeberger, Chefredaktor

Gute Ausstrahlung und gute Zahlen

NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | Migros-Magazin |

76 | SAFRAN Safranfäden gehören zum Wertvollsten in einer Küche. Kein Wunder, ihr Geschmack ist einfach himmlisch.

Die Liebe (zu einem Künstler) geht manchmal eigenartige Wege. Jedes Wochenende pilgern Dutzende von Fans nach Köln ins RTL-Studio, um den jungen Schweizer Sänger Luca Hänni bei «Deutschland sucht den Superstar» zu unterstützen. Dieser ist natürlich auch der Migros-Magazin-Leserschaft ein Begriff — spätestens seit er sich als Anhänger von Migros-Unterwäsche der Marke Nick Tyler in unserer Zeitung ablichten liess. Der Jungstar und sein neuer Fan: Luca Hänni (links) und MMAssistentin Nicolette Trindler.

Und seit dieser Woche fahren die Luca-Fans dank der Migros standesgemäss in einem Car, der mit einem überlebensgrossen Bild des sympathischen 17-jährigen Maurerstifts aus dem Bernbiet verziert ist. Unsere RedaktionsAssistentin Nicolette Trindler hat die Hardcore-Anhänger auf ihrer Pilgerfahrt nach Köln begleitet — und einen sympathischen, geerdeten jungen Mann «mit einer Riesenstimme und einer unglaublichen Ausstrahlung» kennengelernt. Eine gute AusstrahDie pUBLiKUMspresse iM VergLeich lung hat in Ihren Titel Leser Leser Veränderung 2011 2012 in 1000 in % Augen offenbar auch Migros-Magazin (d) 2 349 000 2 364 000 + 5000 + 0,2 % das Migros-Magazin. Migros Magazine (f) 598 000 598 000 Die halbjährlich durch- Azione (i) 41 900 41 600 – 300 – 0,8 % geführte Erhebung der Saisonküche (d/f/i) 682 000 690 000 + 8000 + 1,2 % offiziellen Leserzahlen Beobachter 990 000 987 000 – 3000 – 0,3 % Schweizer Familie 749 000 724 000 – 25 000 – 3,3 % zeigt jedenfalls, dass Schweizer Illustrierte 940 000 886 000 – 54 000 – 5,7 % die Leserschaft des Coop-Zeitung (d) 2 682 000 2 624 000 – 59 000 – 2,2 % Migros-Magazins in Coopération (f) 564 000 554 000 – 10 000 – 1,8 % der Deutschschweiz Cooperazione (i) 47 300 48 900 + 1600 + 3.0 % um 5000 auf 2,364 Millionen gewachsen ist. Damit hat es sich im unter Druck stehenden Sektor der Publikumszeitungen und -zeitschriften gut gehalten. Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, deshalb ein herzliches Dankeschön!

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). m-infoline@migros.ch; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif Anzeige

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diese woche

migros-magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

inhalT | 5

22 | PORTRÄT Für Franziska Freiermuth war er die grosse Liebe. Bis sie entdeckte, dass ihr Freund ein Hochstapler war und nur ihr Geld wollte. 92 | IN FORM

generaTion m

6 | Migros-Transporte Die Migros setzt beim Transport konsequent auf die Eisenbahn.

migros-Woche Bilder: Severin Nowacki, Plainpicture/Markus Brehm, iStockphoto

9 | Aktuelles

Forum

13 | Online

menschen

14 | Interview Jugendliche – wie leben, lieben und fühlen sie? Teil 1: junge Männer. 21 | Auf ein Wort 22 | Porträt Im Bann des Hochstaplers. 28 | Porträt Verena Stauffer hat ihr Leben ganz in den Dienst der Vögel gestellt. 33 | Bild der Woche 34 | Porträt Mit DSDS-Star Luca Hänni in Köln. 37 | Kolumne: Der Hausmann

akTuell

40 | LeShop und die Rettungskette Der Online-Supermarkt LeShop liefert der Rettungskette Schweiz das Essen. 45 | Preisbarometer 46 | Millionen für gute Zwecke Acht Migros-Tochterunternehmen spenden künftige Millionen für gemeinnützige Zwecke.

schauFensTer

48 | Ostern Alles für den Osterbrunch. 54 | Erdbeeren ‒ ein Gaumenschmaus 56 | Fisch-Genuss mit Herz und Verstand 67 | Achtung, fertig, Actilife! 69 | Alles für die Haarentfernung daheim 70 | Spiel, Spass, Snacks und Relax

saisonküche

72 | Test-Essen beim Restauranttester Daniel Bumann serviert ein raffiniertes Safrangericht und hat bestanden. 76 | Safran Das gelbe Gold aus dem Wallis.

ihre region

79 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

leben

85 | Mix 92 | In Form Tipps gegen ein Burn-out. 99 | Auto Ford speckt ab: Der neue Focus hat einen Einlitermotor mit drei Zylindern. 101 | Familie Beim Basteln entdecken Kinder die Welt.

Immer schneller, immer mehr: Das heutige Leben ist hektisch, die Burn-out-Gefahr gross. Tipps zur Entschleunigung des Alltags.

meine WelT

118 | Melanie Oesch Die Starjodlerin zeigt ihr Bernbiet.

rubriken 11 | 103 | 107 | 109| 115 | 116 |

Forum: Leserbriefe Bitte melde dich Glücksgriff Rätsel & Spiele Impressum Cumulus

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Schiene frei für die Migros auch im vergangenen Jahr setzte die migros bei Gütertransporten voll auf die Bahn und blieb damit die mit abstand wichtigste kundin von SBB Cargo. aber auch die migros-lastwagen werden immer umweltfreundlicher.

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Nr. 13, 26. März 2012 | migros-magazin |

Direkter Anschluss: Güterzüge fahren in die Verladehalle des M-Industriebetriebs Aproz Sources Minérales.

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b Aproz-Mineralwasserflaschen oder Teddybären, ob Sonnencreme, Gartenschaukel oder Flatscreen-Fernsehgerät — bevor die unterschiedlichen Artikel in den Migros-Filialen oder in den Fachmärkten auftauchen, haben sie oft eine Reise im Güterwaggon hinter sich. Die Grossverteilerin wickelt Transporte wenn immer möglich auf dem Schienenweg ab. So blieb die Migros auch 2011 der mit Abstand wichtigste Kunde von SBB Cargo, einer Tochtergesellschaft der SBB. Im Auftrag der Migros rollten im vergangenen Jahr rund 80 000 Waggons über die Schienen; sie waren mit Fracht im Gesamtgewicht von 1,3 Millionen Tonnen beladen. «Diese Zahlen entsprechen etwa denjenigen des Jahres 2010», erläutert Bernhard Metzger, Leiter Logistik Transport beim Migros-Genossenschafts-Bund und Mitglied der Direktion. «Wir haben bei den Bahntransporten praktisch ein Maximum des Machbaren erreicht und behaupten uns mit viel Aufwand auf hohem Niveau.»

Fällt eine Bahnstrecke aus, sucht die migros nach ersatz

Hochbetrieb auf der Schiene: 80 000 Güterwaggons wurden 2011 im Auftrag der Migros bewegt.

Wenn sich eine bestimmte Lieferung nicht mehr mit der Bahn abwickeln lässt, sucht die Migros sofort nach einer umweltverträglichen Ersatzlösung. So transportieren die französischen Staatsbahnen (SNCF) seit knapp zwei Jahren kein Mineralwasser mehr im Auftrag des Lieferanten, Nestlé Waters, aus dem lothringischen Ort Vittel in die Schweiz. Die Migros musste auf dieser Strecke seither auf Camions ausweichen, akzeptierte dies aber nur als Übergangslösung. «Wir verhandelten mit einem privaten luxemburgischen Bahnoperateur, der nun im zweiten Halbjahr 2012 die Beförderung des Vittel-Mineralwassers in unserem Auftrag übernehmen wird», sagt Metzger. Den Spitzenplatz unter


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Migros-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

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den SBB-Kunden und damit einhergehend die hohe Zahl an Bahntransporten konnte die Migros nicht über Nacht erobern; sie hat sich diese Position in einem halben Jahrhundert hart erarbeitet. Schon 1959 bis 1961 liess der M-Industriebetrieb Aproz Sources Minérales im Wallis einen eigenen Bahnanschluss samt Brücke über die Rhone bauen. In den folgenden Jahrzehnten bemühte sich die Migros konsequent um eine möglichst gute Vernetzung mit den SBB. Wann immer die Detailhändlerin einen neuen Industriebetrieb aufbaute oder übernahm, wurde von Anfang an in Anschlussgeleise investiert. Zugleich arbeitet die Migros ständig daran, die Fahrten mit Lastwagen zu minimieren. Im Jahr 2011 konnte sie die Zahl der LKW-Streckenkilometer um rund ein Prozent reduzieren, obwohl die Menge der mit Camions beförderten

Frachtschiff statt Cargoflugzeug Die Migros lässt nur einen sehr kleinen Anteil ihrer Importprodukte auf dem Luftweg transportieren. In den wichtigen Sortimentsbereichen Food, Near Food und Non Food, zu denen viele Lebensmittel sowie Textilien und Haushaltsartikel gehören, hat der Anteil an Luftfracht 2011 um zehn Prozent abgenommen. Er macht in diesen Bereichen nur noch 0,6 Prozent der Importware aus. statt auf Cargoflugzeuge setzt die Migros noch stärker als bisher auf umweltfreundlichere Frachtschiffe. Die Detailhändlerin testete im vergangenen Jahr kürzere Seerouten. Zum Beispiel wurden Güter aus Fernost in italienischen statt in nordeuropäischen Häfen an Land geschafft. So entfiel jeweils der Umweg über Gibraltar. Zudem liegen norditalienische Häfen wie Genua, La Spezia oder Savona der Schweiz doppelt so nahe wie nordeuropäische Häfen, was wiederum die Strassen- und Schienentransporte abkürzt und so die CO2-Bilanz verbessert.

Vorbildlich: Ein Lastwagen der Genossenschaft Migros Zürich, der mit umweltfreundlichem Compogas fährt.

Waren gleichzeitig zunahm. «Ein Prozent klingt zuerst nach wenig», meint Metzger. «Doch in absoluten Zahlen entspricht das einer stolzen Gesamtstrecke von einer halben Million Kilometern.» Machbar war die Reduktion nur dank immer raffinierterer LogistikSoftware, die Warenströme so lenkt, dass Camions möglichst keine Leerfahrten unternehmen. «Ganz auf Lastwagen werden wir aber nie verzichten können», betont Metzger. «Denn schliesslich kann nicht jede Migros-Filiale ihren eigenen Bahnanschluss haben.» Die sogenannte Feinverteilung von Waren wird man auch in Zukunft nur mit Camions abwickeln können. Umso wichtiger ist es, möglichst moderne und umweltfreundliche Fahrzeuge einzusetzen. Die Migros hat eine Flotte von 500 eigenen Lastwagen, zusätzlich rollen 500 Camions von anderen Unternehmen im Auftrag der Detailhändlerin über die Strassen. Ab Sommer 2012 will die Migros überregionale Lastwagenfahrten nur noch mit neuen Fahrzeugen zulassen, die den strengsten Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 genügen.

immer wieder schulungen für die Lastwagenfahrer Weil jeder Lastwagen nur so gut wie sein Fahrer ist, lässt die Migros ihre Chauffeure regelmässig schulen. Diese besuchen sogenannte Eco-Drive-Kurse, in denen ein defensiver und umweltschonender Fahrstil vermittelt wird. Beispielhaft ist im Zusammenhang mit Lastwagen ein Projekt der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ): Hier sind sieben speziell umgerüstete Camions der Marken Scania und Iveco unterwegs, die mit sogenanntem Compogas angetrieben werden. Der umweltfreundliche Brennstoff stammt nicht aus fernen Ländern, sondern wird im aargauischen Klingnau aus Speiseresten und anderen organischen Abfällen gewonnen. In Zukunft will die GMZ ihre CompogasLKW-Flotte weiter ausbauen, und auch andere Genossenschaften prüfen den Einsatz solcher Fahrzeuge. Doch auch herkömmliche Lastwagen lassen sich mit cleveren Massnahmen umweltfreundlicher machen: So lässt die Migros an Camions windschlüpfrige Verschalungen anbringen, die den Luftwiderstand vermindern und so auch den Verbrauch senken. Wer beim Stichwort Aerodynamik nur an schnittige Sportwagen denkt, irrt sich also. Auch dicke Brummis profitieren von einer aerodynamischen Form. Text: Michael West

Grün kochen hat immer Saison Vor einem Jahr entwickelten die Migros und die Kochzeitschrift «Saisonküche» gemeinsam mit dem WWF die zeitgemässe Kochphilosophie «Green Gourmet». Dieses saisongerechte, gesunde und nachhaltige Kochen kommt an: 250 000 Mal wurde das gleichnamige Kochbuch verkauft. Die drei Partner setzen ihre Zusammenarbeit fort und servieren jeden Monat fünf neue Green-Gourmet-Rezepte, alle zu finden auf www.saison.ch und jeweils eines auch im aktuellen Heft der «Saisonküche». Die Zutaten stammen aus dem Migros-Sortiment und sind grösstenteils in Labelqualität erhältlich. Konkret bedeutet das: Gemüse, Getreide und Früchte stammen aus naturnahem Anbau, das Fleisch aus artgerechter Tierhaltung und die Fische aus Biozuchtbetrieben oder zertifiziertem Wildfang.

Klimaschutz: Top, die Wette gilt! Die Earth Hour des WWF ist die grösste Umweltaktion der Welt. Am Samstag, 31. März, löschen weltweit Tausende von Städten um 20.30 Uhr für eine Stunde die Beleuchtung ihrer Wahrzeichen, als Zeichen für mehr Klimaschutz. Auch alle grossen Schweizer Städte sind mit dabei. Die Earth Hour ist aber mehr als eine Stunde Lichterlöschen: Mit einem Wetteinsatz fordern Organisationen und Menschen andere zu einer guten Tat für Klima und Umwelt heraus. Auch die Migros macht mit: Sie verlost fünf Velos, wenn 1000 Leute während einer Woche mit dem Velo zur Arbeit fahren. Wer auf die Migros-Wette einsteigen und ein Velo gewinnen will, meldet sich auf der Earth-Hour-Webseite des WWF unter www.wwf.ch/earthhour an.


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MIGROS-WOCHE

Migros-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

aKtUeLLes | 9

Bilder von Dutti und den ersten Migros-Autos: Der neue OnlineBereich macht Geschichte erlebbar.

Die Zeitmaschine

Ein neuer Bereich der Migros-Website führt mit Bildern und Videos durch die Geschichte des Unternehmens.

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ann kurvten die ersten MigrosVerkaufslastwagen durch die Strassen? Wann verschenkte Gottlieb Duttweiler sein Lebenswerk Migros ans Schweizer Volk, indem er das Unternehmen zur Genossenschaft erklärte? Ein neuer Bereich der Migros-Website beantwortet Fragen zur Geschichte der Detailhändlerin. Eine Zeitreise war noch nie so einfach: Die Nutzer können auf einer animierten Zeitachse durch die Vergangenheit surfen. Zu jeder Jahrzahl

gibts interessante Infos und Bilder, die heute bisweilen exotisch wirken. Zudem sind viele Filmdokumente abrufbar: Dazu gehören kultige alte Werbespots, etwa der Werbefilm für die legendäre Migros-Armbanduhr Mirexal aus dem Jahr 1968. Auch private Filmaufnahmen des Migros-Gründers lassen sich abspielen: Dutti mit Gattin Adele am Swimmingpool oder beim Bocciaspiel. Die neue animierte Zeitachse finden Sie unter: www.migros.ch/geschichte

neWs

«Sehr gut» für Zoé Revital Die Migros-Eigenmarke Zoé Revital schaffte es in einem Test des Konsumentenmagazins «Saldo» auf Platz 2! Bewertet wurden total zwölf Augencremes. «Saldo» liess die Cremes zwischen 5 und 75 Franken in einem unabhängigen Testlabor untersuchen. Die Experten massen unter anderem, wie gut sie die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Zoé Revital schnitt mit «sehr gut» ab. Infos: www.saldo.ch/tests/

region BaseL

Bild: Eising Studio/StockFood

Nachwuchstraining für Jungschwinger

Die Migros engagiert sich seit 2007 für den Schwingsport. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Nachwuchsförderung. Ende Monat findet im Schwingklub Binningen ein Nachwuchstraining mit dem dreifachen Schwingerkönig Jörg Abderhalden statt. Zukünftige Schwingerkönige erfahren Tipps und Tricks von Jörg Abderhalden persönlich. Zuschauerinnen und Zuschauer sind herzlich willkommen. Freitag, 30. März, 19 Uhr, Ausbildungszentrum der Kantonspolizei Basel-Stadt an der General-Guisan-Strasse 29, 4054 Basel. Für weitere Auskünfte zur Verfügung steht Michael Henzer, Technischer Leiter Jungschwinger, Schwingklub Binningen, Telefon: +41 (0)79 277 35 55, Mail: henreu@bluewin.ch

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Beim Krautstiel interessiert für einmal nicht die unterirdische Wurzel wie bei seinen Verwandten den Randen, sondern das Überirdische. Die fleischigen Stiele und das zarte Grün sind reich an Vitaminen und enthalten Mineralien wie Magnesium, Kalium und Eisen. Fein ist Krautstiel gedünstet, mit einer Bechamelsauce und Käse überbacken.


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forum

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

LeserBriefe | 11

mm 12: «Das Partyvolk warf uns Hamburger nach», Interview mit SBB-Chef Andreas meyer.

Die Freude über Funklöcher ! Zum grossen Glück, Herr Meyer, sind die Handyverbindungen nicht in allen Wagen stabil. Ich freue mich jedesmal, wenn es ein Funkloch hat. Haben Sie auch schon daran gedacht, dass Sie viele Passagiere haben, die das ewige Geplapper unendlich leid sind, weil man einfach gezwungenermassen zuhören muss? Mich wundert nicht mehr, dass sich immer mehr Menschen Stöpsel in die Ohren stecken und sich hinter ihrer Musik verkriechen. Wahrscheinlich aus demselben Grund, wie ich mich über Funklöcher freue. Anita Kuhn 6343 Rotkreuz

für genügend Sitzmöglichkeiten und bietet wenn möglich ein Glas Wasser oder einen Kaffee an. Rudolf Graf 4702 Oensingen

mm 12: «Nichts für schwache Nerven», Artikel zum restaurantbesuch mit kleinen Kindern.

«Benimmregeln muss man schon zu Hause lehren»

SBB-Chef Andreas Meyer benutzt den Zug als rollendes Büro.

mm 12: «Bis das Shopping euch scheidet», Artikel zum ewigen Streitpunkt Shopping.

■ Ich (64) gehe seit meiner Jugend gerne

«Mein Mann ist absolut kein Grummelbär»

einkaufen und begleite heute meine Partnerin auch gerne zum Kleidershoppen. Dann suchen wir zusammen etwas aus, das ihr (oder auch manchmal mir) gut steht. Wir legen beide Wert darauf, dass wir Kleider kaufen, die uns beiden gefallen. Später, für einen speziellen Anlass überlegen wir ja auch meistens, was wir anziehen sollen, und da sind wir gegenseitig gerade im Bild, was die Auswahl bietet. Für Boutiquen und Kleiderläden habe ich noch einen Tipp, um Männern die Begleitung ihrer Partnerin beim Shoppen zu erleichtern: Bitte sorgt

■ Doch, es gibt sie, die Shopping-Män-

Bild: Daniel Winkler

ner. Mein Mann ist absolut kein Grummelbär. Er kommt sehr gern mit zum Shoppen. Seid 30 Jahren machen wir das meistens zusammen und geniessen das Lädele so richtig. Ja ich weiss, das ist nicht selbstverständlich, da die meisten Männer lieber etwas anderes machen. Ich werde deswegen auch oft beneidet. Madeleine Eberhart 8409 Winterthur

! Ich bin Mutter zweier Kleinkinder (5 und 3½) und ab und zu mit ihnen in einem Restaurant anzutreffen. Mit etwas Vorbereitung, Malsachen und Büechli, ist dies kein Problem. Die Erfahrungen sind bis auf eine Ausnahme gut. Einmal ärgerten sich tatsächlich ältere Leute ab den friedlich spielenden Kindern in der Spielecke, was ich nicht verstehen kann. Einige Nörgler meinen leider, sie seien bereits als ruhige, stille, brave und wohlerzogene Erwachsene auf die Welt gekommen … Andrea Mordasini, 3014 Bern ! Wir konnten mit unseren Kindern immer ohne Stress auswärts essen gehen. Wir nehmen etwas zum Spielen oder Malen mit. Wenn die Kinder von früh auf schon zu Hause bei den Mahlzeiten gewisse Benimmregeln lernen, ist es kein Problem, mit ihnen am weiss gedeckten Tisch im Restaurant essen zu gehen. Maria Fries, 6206 Neuenkirch

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Postfach 1751, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben. Anzeige DAVOS · KLOSTERS

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Migros-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

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WWW.MigrosMagazin.ch | 13

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Frühlingsgefühle für alle!

Wer die Schweiz erkunden will, liest am besten Migrosmagazin.ch – dort lieferten die User ihre schönsten, kurzweiligsten und romantischsten Ausflugstipps.

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on ausgedehnten Spaziergängen im Mittelland über längere Wanderungen in die Höhe bis zu Schiffsreisen oder Fahrten mit dem Pferdewagen erreichten uns viele attraktive Vorschläge mit hübschen Bildern und präzisen Angaben. Als Beispiele stellen wir hier drei Ausflüge vor, die detaillierten Routenbeschriebe und weitere Erlebnistipps finden Sie auf www.migrosmagazin.ch. Dort werden ab dem 27. März auch die fünf ausgelosten Gewinner publiziert. Sie erhalten je einen Gutschein der Migros im Wert von 100 Franken.

Der Jakobsweg am thunersee

von Barbara Scherler Die rund dreistündige Wanderung beginnt bei der Beatenbucht und führt über die Beatushöhlen und einen Badeplatz zum Naturschutzgebiet und zurRuine Weissenau.

Text: Reto Meisser

Die Details zu den drei vorgestellten Ausflügen und alle weiteren Wandertipps.

Sie Sehen e l hier al en dung Einsen

Wanderung durch die areuseschlucht Die Bisse de Varone – eine suonenwanderung

von Noldi Gnädig Von Leuk führt eine abwechslungsreiche Höhenwanderung hoch über das Rhonetal bis ins Weinbaugebiet von Salgesch. Hier sind viele historische Wasserkanäle noch in Betrieb.

von Emil Meier Eine leichte Wanderung von Noiraigue nach Boudry, vorbei an Wasserfällen, Kraftwerken und über viele Brücken und Stege.


MenSchen 14 |

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NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | MigroS-Magazin |

So TicKT die Jugend von heuTe, TeiL 1

«Man sollte uns unseren

Wie leben junge Leute heute? Welche Träume haben sie? Welche Schwierigkeiten? Wie halten sie hat sich mit drei jungen Männern und drei jungen Frauen aus unterschiedlichen sozialen Milieus

Ü

ber Jugendliche wird viel geredet, diskutiert und geforscht, aber selbst zu Wort kommen sie nur selten. Das Migros-Magazin hat nun je drei junge Männer und Frauen gebeten, uns einen Einblick in ihr Leben und ihr Denken zu geben. Sie kommen vom Land oder aus der Stadt, wollen bald studieren oder eine Lehre machen, sind Schweizer oder haben einen Migrationshintergrund — und dennoch sind die Unterschiede zwischen ihnen gar nicht so gross. Deutlicher hingegen sind die Differenzen zwischen den Geschlechtern, wenn es um Themen wie Sex und Beziehungen geht oder auch um die persönliche und gesellschaftliche Zukunft. Die Mädchen (siehe Ausgabe nächste Woche) machen sich da schon mehr Gedanken als die Jungs. Vito, Islam, Oliver, was ist das Wichtigste in eurem Leben?

Vito: Musik. Islam: Mein Auto. Oliver: Freundschaften.

Wie stellt ihr euch eure Zukunft vor?

Vito: Ich möchte die Jazzschule besuchen und Berufsmusiker oder Musiklehrer werden. Islam: Ich will mal eine Logistikfirma leiten. Oliver: Erst mal will ich meine Metzgerlehre schaffen, dann zur Schweizer Garde nach Rom und schliesslich Personenschützer werden. Ist denn der Beruf das Wichtigste für euch?

Oliver: Mein oberstes Ziel ist, eine Familie zu gründen, erst dann kommt der Job. Vito: Bei mir ists schon der Job. Islam: Erst mal Gesundheit und Familie, dann die anderen Sachen. Der Jugend heute steht alles offen, sie hat völlige Freiheit. Empfindet ihr das auch so?

Oliver: Es ist sicherlich einfacher als früher, aber einige Kolleginnen von mir haben noch keine Lehrstelle gefunden und machen jetzt das zehnte Schuljahr.

Vito Cadonau (19) aus Ilanz GR Der Churer Gymnasiast spielt Gitarre in einer Band, will anschliessend zur Jazzschule und hofft auf eine Karriere als Berufsmusiker. Er mag Indie-Rock und Filme wie «The Big Lebowski». Das Beste in seinem Leben sind die Musik und seine Freunde.


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Weg gehen lassen»

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es mit Sex, Beziehungen, Facebook, und interessieren sie sich für Politik? Das Migros-Magazin unterhalten. Die Jungs kommen heute zu Wort, die Mädchen in der nächsten Ausgabe. Islam Bekteshi (20) aus Basel Der Schweizer mit kosovarischen Wurzeln hat eine Lehre als Logistiker erfolgreich abgeschlossen und arbeitet vollzeit. Der Single ist ein begeisterter Autofahrer, liebt den albanischen Sänger Adem Ramadan, mag schnelle Filme wie «Fast & Furious Five» und Reality-TV auf RTL 2. Das Beste in seinem Leben ist sein Auto.

Oliver Hüsler (16) aus Windisch AG Der Oberstufenschüler startet im Sommer eine Metzgerlehre und will später mal Personenschützer werden. Er ist Gruppenleiter bei der Cevi und trainiert regelmässig als Fechter. Er mag Reggae, guckt mit Mädchen romantische und mit Jungs Actionfilme und liebt die TV-Serien «How I met your Mother» und «Two and a half Men». Das Beste in seinem Leben sind seine Kolleginnen.


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Vito: Bei mir im Gymnasium gibts viele, die nicht wissen, was sie studieren sollen, die Auswahl ist so gross. Islam: Ich kann hier alles werden, niemand sagt mir, das kannst du nicht, das darfst du nicht. Das ist toll. Glaubt ihr, dass es euch mal besser gehen wird als euren Eltern?

Vito: Eher nicht. Die Finanzkrise und die Umbrüche, das verunsichert schon. Oliver: Es geht uns besser als unseren Eltern in diesem Alter. Aber es könnte jetzt einen Abschwung geben. Es kann uns ja auch nicht immer noch besser und besser gehen. Islam: Sehe ich auch so. Die Krise und die vielen Arbeitslosen geben einem schon zu denken. Macht ihr euch Sorgen deswegen?

Vito: Wir lassen es auf uns zukommen (Gelächter). Das mag jetzt billig klingen, aber wirklich tun können wir ja nichts. Es ist im Hinterkopf, aber man zittert jetzt nicht permanent deswegen. Oliver: Im Moment habe ich andere Sorgen. Ich helfe Kolleginnen, Bewerbungen zu schreiben, das ist dringender.

Wie schwierig ist es mit Lehrstellen, Studienplätzen, Arbeitsstellen?

Vito: Niemand in meinem Umfeld hat Probleme. Aber bei meiner Studienrichtung gibts grosse Konkurrenz und hohe Anforderungen, das dürfte schwierig werden. Islam: Für mich war es schon nicht leicht, eine Lehrstelle zu finden. Ich habe viele Bewerbungen geschrieben, fünf Monate lang, bis endlich was geklappt hat. Kollegen von mir hatten es auch nicht leichter. Wir suchten vor allem in den Bereichen Logistik, Elektriker und Automechaniker. Denkst du, das hat mit deinem Namen und deiner Herkunft zu tun?

Islam: Das glaube ich eigentlich nicht. Wenn man sich von der besten Seite zeigt, spielt das keine Rolle. Aber es braucht auch immer etwas Glück. Oliver: Ich hatte keine Probleme, meine

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Lehrstelle als Metzger zu bekommen. Aber in meiner Klasse haben es nicht alle so leicht. Ein Freund von mir hat schon 50 Bewerbungen als Logistiker verfasst und nur Absagen bekommen. Wir sind in unserer Klasse nur vier Schweizer, alle anderen sind vom Balkan oder aus der Türkei. Ich glaube aber, dass das bei grossen Firmen kein Thema ist, bei kleineren vielleicht eher.

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Angeregte Diskussionen im Jugendtreff Dreirosen der Stadt Basel.

Was macht ihr mit euren Freunden?

Vito: Wir gehen in den Ausgang, in einen Club oder eine Bar, Musik hören, Bier trinken. Ich spiele in einer Band, da kommen Freunde vorbei. Wir reden über alles mögliche, Aktuelles, Politik. Islam: Wir reden viel über Autos, neue Fahrzeuge, neue Teile. Und wir haben eine Art Stundenplan: Am Freitag nach der Arbeit gehen wir immer zusammen unsere Autos putzen, am Samstag fahren wir dann herum. Wie schnell fahrt ihr?

Islam: (lacht) So schnell, wie es erlaubt ist. Oliver: Bei mir kommts drauf an, mit welchem Freundeskreis ich gerade unterwegs bin. Mit den Metalheads gehe ich oft raus, wir machen ein Feuer und bräteln was, mit den Kolleginnen gehe ich ins Kino, ich koche für sie oder sie für mich. Oder wir gehen in einen Club. Das gibt dann sicher je nach Gruppe auch ganz andere Gesprächsthemen.

Oliver: Bei den Girls gehts oft darum, was für Probleme sie wieder mit Typen haben, halt eher Frauenthemen. Wobei: Bei den Metals gehts im Moment eigentlich auch darum: Stress mit Frauen. Aber wir reden auch oft über Musik. Wie viele Freundinnen hattet ihr schon?

Vito: Vier. Islam: Zwei. Oliver: Zwei.

noch nicht so wichtig. Ob sie in 20 Jahren mal Kinder haben will zum Beispiel. Vito: Hm, ich kann das gar nicht so genau sagen. Die vier, die ich bisher hatte, waren alle ziemlich unterschiedlich. Islam: Sie soll ehrlich und lustig sein und sich anpassen. Wenn ich ihr sage, neben mir rauchst du nicht, weil ich das nicht gern habe, dann sollte sie das tun. Wenn wir Witze machen, sollte sie mitmachen und mitlachen. Passt du dich denn auch an die Frau an?

Islam: Wenn es sein muss, schon, ja. Oliver: Wenn meine Freundin mir sagen würde, ich müsse aufhören zu rauchen, hätte ich schon Probleme damit. Aber wenn ich eine Freundin hätte, die nicht raucht, wäre klar, dass ich neben ihr nicht rauche.

«Wenn jemand keinen Sex vor der Ehe will, ist er selber schuld.» Oliver Hüsler

Spielt Intelligenz eine Rolle?

Was ist euch wichtig an einer Freundin?

Oliver: Sie muss ehrlich und offen sein und einigermassen aussehen. Sie muss Humor haben. Zukunftsfragen sind mir

Oliver: Also solange sie nicht strohdumm ist, ist es okay. (Gelächter) Islam: Sie muss einfach gescheit genug sein für die nötigen Sachen. Vito: Mir ist das schon noch wichtig, ich will mit ihr über alles reden können.

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MigroS-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

Islam: Eher nicht. Vito: Wir sind Männer, wir müssen das abstreiten. Nein, ich denke echt nicht. Wann hattet ihr euer erstes Mal? Gabs Überraschungen?

Vito: Mit 17. Als Mann hat man ja sicher schon mal einen Porno gesehen. Dazu kommt die Aufklärung in der Schule. Islam: Ich war 17, keine Überraschungen. Oliver: Ich war gerade 15 geworden. Und bei uns haben sie einen Porno im Aufklärungsunterricht gezeigt. Das war eine ziemliche Überraschung. Wir waren 13, 14 Jahre alt. Was? Und der Lehrer bekam keine Probleme?

Oliver: Nein, bei uns sieht man das ziemlich locker. Wie oft guckt ihr Pornos?

Habt ihr jetzt gerade eine Freundin?

Islam: Ich bin Single. Oliver: Ich habe eine Freundin und bin sehr glücklich. Vito: Ich auch. Wo und wie lernt ihr Mädchen kennen?

Vito: Im Ausgang oder in der Schule. (Islam und Oliver nicken) Wie wichtig ist Sex?

Oliver: Sehr wichtig! Ohne Sex gäbe es mich nicht … Aber wenn ich neu eine Freundin habe, dränge ich sie zu nichts. Islam: (zögert) Ich weiss nicht. Es ist wichtig, und es ist nicht wichtig. Ist es ein Thema, eine Freundin zu haben, weils dann regelmässig zu Sex kommt?

«Manchmal fühle ich mich schon betroffen, wenn über Ausländer geschimpft wird.» Islam Bekteshi

Alle gleichzeitig: Nein, nein. Islam: Dafür brauchts keine Beziehung. Oliver: Und wenn jemand keinen Sex vor der Ehe will, ist er selber schuld. Für mich ist das der grösste Witz der katholischen Kirche.

Sind Mädchen genauso interessiert an Sex wie ihr?

Oliver: Ein Freund und ich haben mal eine Theorie aufgestellt: Frauen sind noch viel extremer, aber sie können es besser verheimlichen (grosses Gelächter). Aber wir sind noch zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen. Ich denke, es ist halt bei jeder ein bisschen anders. Vito: Das glaube ich auch.

Das Klischee stimmt also nicht, dass Männer interessierter sind an Sex als Frauen?

Vito: Kommt vor, aber nicht so oft. Und ich kenne auch Frauen, die offen zugeben, dass sie viele Pornos schauen. Islam: Ich schaue nur selten. Oliver: Sehr selten. Ich hatte jetzt ein halbes Jahr keine Freundin, da habe ich mal zwischendurch einen geschaut. Was heisst selten, einmal pro Woche?

Oliver: Was? Nein! Vielleicht einmal alle zwei Monate. Und das, obwohl der Zugang so leicht ist, heute? Ist das bei euren Freunden auch so?

Vito: Keine Ahnung, ich rede mit meinen Freunden nicht darüber, wie viele Pornos sie schauen. Oliver: Ich würde lieber nicht darüber reden, aber es gibt ein paar Leute in der Klasse, die immer aufgeregt daherkommen und sagen: Hey, hast du das schon gesehen, das ist im Fall megacool! Wie wichtig sind Verhütung und Kondome?

Vito: Kondome sind selbstverständlich (beifälliges Nicken der anderen beiden) Oliver: Am liebsten Kondom und Pille. Was haltet ihr von Schwulen? Kennt ihr welche persönlich?

Vito: Ich kenne einen. Stört mich überhaupt nicht. Islam: Ich auch. Er ist der Nachbar eines Kollegen. Lustiger Typ, man sieht es ihm nicht an. Jeder kann machen, was er will, mich störts nicht. Oliver: Ich kenne ein schwules Paar, die sind jetzt 17 und 18. Der eine ist mein bester Freund, und es war eine ziemliche Überraschung, als er es mir sagte. Ich war erst mal sprachlos. Er fragte, ob ich ein Problem damit habe. Ich sagte Nein. Aber ich wolle ihm einfach sagen: Ich

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bins nicht. Dann war eigentlich alles klar. Und jetzt habe ich mich daran gewöhnt, wir reden auch recht offen darüber. Und die zwei haben sich damit abgefunden, dass sie vielleicht im Kollegenkreis nicht unbedingt in aller Öffentlichkeit rummachen sollten. Sie sind fester Teil des Kollegenkreises?

Oliver: Ja, easy.

Wollt ihr mal heiraten, mit allen Schikanen?

Oliver: Ja, schon. Gerne in der Kirche, nicht wegen des Glaubens, sondern wegen des Drum und Dran. Islam: Ich auch. Vito: Ich eigentlich nicht. Aber wenn meine Partnerin will, dann ist das okay. Könntet ihr euch vorstellen, dass ihr euch um Kinder und Haushalt kümmert, während eure Frau arbeiten geht?

Vito: Ja, das wäre doch ganz angenehm. Dann hätte ich Zeit,um Musik zu machen. Islam: Ich kann mir das nicht vorstellen. Ich will einen Job. Wenn jemand zu Hause bleibt, dann meine Frau. Oliver: Ich könnte damit leben, wenn meine Frau das Geld nach Hause bringt, solange sie einen Job hat, mit dem sie die ganze Familie ernähren kann. Jugendgewalt ist das grosse Sorgenthema der Erwachsenen. Könnt ihr das nachvollziehen?

Oliver: Ich finds übertrieben. Es gibt ja schliesslich auch Gewalt unter Erwachsenen, aber bei Jugendgewalt wird immer eine Riesensache draus gemacht. Vito: Ich wurde zwar schon mal attackiert, habe mich aber nicht provozieren lassen. Der Typ, der mir eine verpasst hat, wurde dann von seinen Kollegen zurückgehalten. Er fand, ich hätte Nuttensohn zu ihm gesagt, aber das habe ich gar nicht. Es wird schon ziemlich viel geprügelt, finde ich. Im Ausgang gibts immer wieder mal solche Situationen. Habt ihr so was auch schon erlebt?

Islam: Mich hat mal einer versucht anzugreifen, der war schon ziemlich betrunken und wollte Stress machen. Aber seine Kollegen haben ihn dann gestoppt. Vito: Mein Angreifer war auch alkoholisiert. Oliver: Ich wurde schon mal bis zur Ohnmacht gewürgt, da war ich zehn oder elf, von einem älteren Typen. Zwei meiner Kolleginnen waren in der Nähe, konnten aber nichts machen. Ein anderer hat den Typen dann weggerissen. Als ich langsam wieder zu mir kam, rannte er weg. Seither bin ich recht empfindlich


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INTERVIEW

am Hals, ich mags auch nicht, wenn man mich zum Spass da anfasst. Gibts Gangs dort, wo ihr lebt?

Islam: Bei mir gabs das früher. Quartiergangs, die sich gegenseitig verprügelt haben, jedes Wochenende, so unter dem Motto: Hey, du hast mein Quartier beleidigt. Zum Teil waren Messer im Spiel, und es gab auch Verletzte. Meist kam die Polizei und hat ein paar mitgenommen. Und du hast das von Weitem mitbekommen?

Islam: Ich bin mit den Leuten aus meinem Quartier ein paar Mal mitgegangen, das war vor zwei, drei Jahren. Aber ich habe nie mitgeprügelt, nur zugesehen. Es war auch immer schnell vorbei. Ging es um Stolz oder Langeweile?

Islam: Stolz. Es gab sogar welche, die auf ihrem Pullover die Postleitzahl ihres Quartiers aufgedruckt hatten. Vito: Ist das mit dem Beleidigen des Quartiers nicht eine Ausrede? Die haben doch nur einen Vorwand gesucht. Islam: Nein, das war keine Ausrede, die meinten das ernst. Sonst hätten sie nicht zum Messer gegriffen. Aber es kann schon sein, dass es auch aus Langeweile passierte oder um Wut abzulassen. Oliver: Sicher spielt Langeweile eine Rolle. Da muss man echt nichts Besseres zu tun haben, wenn einem so wichtig ist, wie andere über das Quartier denken. Wie oft ist bei Gewalt Alkohol im Spiel?

Vito: Bei einer Schlägerei meistens.

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Wie haltet ihrs mit Alkohol und Drogen?

Islam: Ich rauche nicht, trinke nicht, ich mache nichts. Gar kein Alkohol?

Islam: Nein. Ich bin Muslim. Oliver: Ich rauche, trinke ab und zu, nehme sonst aber keine Drogen. Freunde von mir nehmen Marihuana, das habe ich einmal ausprobiert, fand dann aber, dass ich das nicht nötig habe. Vito: Ich trinke, vielleicht manchmal auch ein bisschen zu viel, aber nicht so, dass ich mich nicht mehr im Griff hätte. Marihuana rauche ich ab und zu, aber synthetische Sachen habe ich noch nie probiert, würde ich mich auch nicht getrauen. Wie sehr gehört Alkohol dazu, um Spass zu haben?

Vito: Es ist nicht so, dass man trinken muss, um es lustig zu haben. Aber es ist oft noch viel lustiger mit. (Gelächter) Oliver: Nötig ist es nicht, aber wer trinken will, warum nicht. Ich habe auch Kollegen, die gar keinen Alkohol trinken. Und ihr trinkt vor allem Bier?

Vito: Ja. Oliver: Beim Grillieren eher Bier, aber das mag ich nicht mal so. Ich trinke lieber Frizz oder Met. Muss man auf Facebook sein, wenn man dazugehören will?

Vito: Nein. Ich habe auch Freunde, die hatten einen Facebook-Account und

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haben ihn wieder gelöscht. Oliver: Ich kenne niemanden, der nicht auf Facebook ist. Islam: Ich auch nicht. Wie viel Zeit verbringt ihr vor dem Computer?

Oliver: Der PC läuft fast immer, es gibt Tage, wo ich nur fünf Minuten dran bin, und andere, wo ich stundenlang chatte. Islam: Zwei, drei Stunden am Tag. Viel Facebook, Musik hören, Youtube. Vito: Höchstens eine Stunde pro Tag, dafür habe ich kein Fernsehgerät. Wisst ihr, wer im Bundesrat sitzt?

Islam: Christoph Blocher! Nicht mehr.

Vito: Schneider-Ammann, WidmerSchlumpf … jetzt wirds dann peinlich … Oliver: … mehr als Widmer-Schlumpf weiss ich nicht... Vito: … Ueli Maurer … Islam: Der Eduard Rutschmann ist von Basel?

Und nächste Woche reden wir! Auch Deianira (18), Jennifer (17) und Stefanie (18), von links, haben klare Meinungen und grosse Hoffnungen. Sie kommen im Migros-Magazin Nr. 14 zu Wort.

Das ist ein Basler SVP-Grossrat.

Islam: Den kenne ich sogar persönlich. Vito: Die kriegen wir schon noch hin … (überlegt) mhh, ist das peinlich. Fühlt ihr euch von der Politik vertreten? Findet ihr, dass die das richtig machen?

Vito: Ich schon. Oliver: Ja, die machen das schon richtig. Islam: Ab und zu machen sie Regeln, die mir nicht gefallen. Dass die Autovignette zum Beispiel so viel teurer werden soll,

Wie ticken Jugendliche? Zahlen aus dem Jugendbarometer der Credit Suisse Was ist das Wichtigste im Leben?

Was sind die wichtigsten Probleme? 45 %

Integration von AusländerInnen

AHV/Altersvorsorge Umweltschutz Rassismus/Fremdenfeindlichkeit

andere 22 %

39 %

Arbeitslosigkeit/Jugendarbeitslosigkeit

36 % 34 % 27 %

Schul- und Bildungswesen

23 %

Flüchtlinge/Asylfragen

22 %

spannender Beruf 4%

Gutes Familienleben Partnerschaft 26 %

als Persönlichkeit respektiert werden 7% Leben in vollen Zügen geniessen 15 %

Prozentanteil aller Befragten (1012 Personen zwischen 16 und 25 Jahren), die das jeweilige Thema als problematisch empfinden.

weiss nicht keine Antwort 5%

Verlässliche Freunde 21 %

Mit Abstand am wichtigsten ist den Jugendlichen das Beziehungsleben: Familie, Partnerschaft, Freunde.


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MENSCHEN

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Überhaupt nicht online?

Vito: In der Schule, wenn mir langweilig ist, gehe ich mal auf «20 Minuten». Oliver: In den Ferien, wenn ich keine Zeitung habe. In der Schweiz leben ziemlich viele Ausländer. Findet ihr das okay?

Vito: Total okay. Uns gehts hier so gut, da ist das gar kein Thema. Oliver: Die Ausschaffungs-Initiative fand ich gar nicht mal so übel. Die Blockquartiere, wo ich wohne, sind alle voller Ausländer. Und die sind halt manchmal nicht so nett zu den Schweizern. Okay, wir zu ihnen vielleicht auch nicht. Aber für kriminelle Ausländer Steuern zahlen, finde ich blödsinnig. Mit den anderen Ausländern habe ich keine Probleme. Islam, wie siehst du das als Ex-Ausländer?

finde ich übertrieben. Die selber fahren vielleicht gar nicht Auto und müssen das nicht zahlen, sie werden rumchauffiert. Aber mich trifft das. Wenns die Auto-Partei noch gäbe, wärst du dort dabei.

Islam: Ja, da wäre ich dabei! Wie informiert ihr euch?

Islam: Mit «20 Minuten». Oliver: «Aargauer Zeitung» und Radio Argovia. Vito: Meistens über «Südostschweiz» und «WOZ».

Islam: Ich habe keine Probleme mit Ausländern. Was mich stört sind jene, zum Beispiel aus Mazedonien, die für ein paar Monate kommen, irgendwelchen Scheiss anstellen und in die Medien kommen. Das kriege ich nämlich auch zu spüren. Mir sieht ja keiner an, dass ich einen Schweizer Pass habe. Fühlst du dich ab und zu schlecht behandelt?

Islam: (zögert) Hm, manchmal fühle ich mich schon betroffen, wenn über Ausländer geschimpft wird.

46 %

26 %

Text: Ralf Kaminski, Esther Banz Bilder: Victoria Loesch

Einfühlsam, verantwortungsbewusst und motiviert: Die Teenager sind junge Erwachsene.

75 % 70 %

Internet: Newsseiten keine Angabe

eher zuversichtlich

25 % Zukunft der Gesellschaft

Generell sehen die Jugendlichen die eigene Zukunft deutlich optimistischer als die Zukunft der Gesellschaft.

51 %

Radio

49 % 35 %

Internet: Facebook

30 %

Bezahlte Tageszeitungen Wochenzeitungen

23 %

News-Apps auf Smartphone

22 %

Internet: Blogs und Maildienste Internet: soziale Netzwerke

eigene Zukunft

Oliver: Sie sollten es nicht so eng sehen, wenn jemand mal ein bisschen laut ist nach 22 Uhr. Sie waren doch auch mal jung. Ein bisschen mehr Freiheit wäre schön. Islam: Genau. Sie sollen nicht gleich die Polizei rufen, das passiert nämlich ziemlich schnell. Oliver: Bei uns in Windisch sind pausenlos Polizeipatrouillen unterwegs und immer gleich zur Stelle, wenn wir uns mal abends irgendwo treffen. Die haben einfach zu wenig zu tun. Vito: Für mich ist das nicht das Wichtigste. Ich würde sagen, dass man uns Jugendliche mehr unseren eigenen Weg gehen lassen sollte. Das haben die Erwachsenen früher schliesslich auch getan. Und es ist doch fast immer gut herausgekommen. Warum sollte es das bei uns nicht auch?

TV

eher düster

4%

Und zum Schluss: Was möchtet ihr den Erwachsenen da draussen noch sagen?

Gratiszeitungen

gemischt

62 %

Vito: Für mich ist Heimat auch kein Ort. Das sind Freunde, Familie, egal, wo es ist. Islam: Für mich ist Heimat sehr wichtig, und es ist ganz klar die Schweiz und Basel. Ich bin mehr hier als im Kosovo. Dort ist zwar auch ein Stück Heimat, aber ich könnte nicht lebenslang dort sein.

Welches sind die wichtigsten Informationsquellen?

3%

33 %

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Was bedeutet Heimat für euch?

Oliver: Da, wo ich mich wohlfühle und wo meine Kollegen sind.

Wie sehen die Zukunftsperspektiven aus? 1%

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Andere Quellen

14 % 14 % 9%

Prozentanteil aller Befragten, die das jeweilige Medium als Informationsquelle für das Tagesgeschehen nutzen.


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auf ein WorT | 21

frau aM STeuer

«Ich bin eine routinierte Fahrerin» Frauen können nicht seitwärts parkieren? Das sieht Djulija Gajic anders. Die Zürcherin gewann Mitte März die «Women Parking Challenge» und ist nun offiziell «Parking Queen». Djulija Gajic, warum haben Sie sich bei der «Women Parking Challenge» angemeldet?

Djulija Gajic (22) ist die beste Seitwärtsparkiererin der Schweiz.Die KV-Stiftin aus Zürich darf nun ein halbes Jahr lang gratis ein MercedesCabriolet fahren.

Meine beste Freundin Lydia hat in «20 Minuten» ein Inserat gesehen, und gleich an mich gedacht. Aus Blödsinn haben wir dann den Artikel «gefötelet» und auf meinem Facebookprofil gepostet. Als mich daraufhin all meine Kollegen aufgefordert haben, mich zu bewerben, hab ich gefunden, easy, stell ich halt was zusammen und schick es ein. Insgesamt hatten sich 1000 Frauen beworben, 27 konnten schliesslich antreten. Wie haben Sie gepunktet?

Keine Ahnung, so originell war meine Bewerbung gar nicht. Vielleicht hat es daran gelegen, dass ich das Titelblatt inklusive des Fotos von mir in Pink gestaltet habe. Auf einem zweiten Blatt hab ich dann in sechs kurzen Sätzen geschrieben, wo meine Stärken beim Autofahren liegen. Ich war recht überrascht, als sich der Veranstalter bereits am nächsten Tag bei mir gemeldet hatte.

Bilder: Muriel Hilti/tilllate.com; Keystone(2)

Beim Wettbewerb ging es darum, möglichst rasch und präzise einen Mercedes-Benz SLX Roadster seitlich zwischen zwei Lieferwagen einzuparkieren. Sie haben 24 Sekunden gebraucht. Haben Sie extra trainiert?

Nicht wirklich. Ich bin eine routinierte Fahrerin, pendle täglich von Zürich nach Rümlang zur Arbeit. Am Abend vor der Challenge hab ich aber trotzdem noch mit meinem Vater auf dem Beifahrersitz ein paar Mal einparkiert. Er hat ein gutes Auge. Und er hat mich schon als Kind in den Ferien auf den nicht stark befahrenen Strassen seiner Heimatstadt Banja Luka rumkurven lassen. Eine Ihrer Konkurrentinnen hat aus Nervosität einen der Lieferwagen touchiert. Hatten Sie schon einmal einen Kratzer im Lack?

(Lacht) Es war leider mehr als nur ein Kratzer. Ich bin, gleich nachdem ich die Fahrprüfung bestanden habe, auf ein vor mir abbiegendes Auto aufgefahren. Die Sonne blendete, und ich realisierte zu spät, dass der andere den Blinker gestellt hatte, zumal auch noch gleichzeitig ein Taxi aus einer Seitenstrasse rausfuhr.

Sie lernen in einem metallverarbeitenden Betrieb mit einem grossen Männerüberhang. Wie waren die Reaktionen Ihrer Kollegen auf Ihren Sieg?

Sie haben sich mit mir gefreut. Mein Chef hat sogar eine Meldung auf unsere Firmenwebsite gestellt. Und den paar wenigen , die im Vorfeld Sprüche im Stil

von «Frau am Steuer ...» gemacht haben, denen hab ichs ja dann gezeigt. Im Kanton Zürich bestehen gerade einmal 60 Prozent der Prüflinge die Fahrprüfung auf Anhieb. Wie viele Anläufe haben Sie gebraucht?

Zwei. Beim ersten war ich wohl etwas zu rassig unterwegs.

Sie dürfen das Cabriolet bis Ende September behalten. Haben Sie schon Reisepläne?

Erst für ein paar Wochenendtrips. In die Sommerferien nach Kroatien werde ich aber voraussichtlich fliegen.

Um definitiv beweisen zu können, dass Frauen gleich gut parkieren wie Männer, müssten sie gegeneinander antreten. Wären Sie dabei?

Auf jeden Fall!

Und wer würde das Rennen machen?

Eine Frau natürlich. Es müsste aber schon eine sein, die das Autofahren im Blut hat. In der Regel ist es ja tatsächlich so, dass Frauen schlechter Auto fahren als Männer, vom Parkieren ganz zu schweigen. Das sagt die «Parking Queen» der Schweiz?

Das ist meine Einschätzung.

Interview: Almut Berger

frau der Woche

Mann der Woche

Summ summ

Balla balla

Wer kennt sie nicht, die Biene Maja, die 1976 mit der gleichnamigen japanisch-deutsch-österreichischen TV-Serie ihren Siegesflug um die Welt angetreten hat. Dass sie dieser Tage bereits 100 Jahre alt wird, dürfte zumindest die jüngeren Generationen überraschen. Anders als ihre Trickfilmfreunde, Willi die Drohne und Flip der Grashüpfer, kam Maja nämlich bereits 1912 zur Welt – als Kinderbuchfigur. Der deutsche Schrifsteller Waldemar Bonsels hatte sie für seine Kinder erdacht.

Ehre, wem Ehre gebührt: Das englische Fussballmagazin «World Soccer» hat Christian Constantin – kurz CC – zum «verrücktesten Präsidenten» Fussballeuropas ernannt. Als Chef des FC Sion hat er bisher 28 Trainer in die Wüste geschickt. Dazu streitet sich der 55-Jährige seit Jahren beharrlich mit Verbänden, Schiedsrichtern und Co. Seine Wahl scheint CC sportlich zu nehmen: Die Nummer 1 zu sein, sei besser als die 2 oder 3, liess er sich zitieren.


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PorTr채T

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Nr. 13, 26. M채rz 2012 | MigroS-Magazin |

Auf der Suche nach der grossen Liebe im Internet 체ber einen Hochstapler gestolpert: Die 29-j채hrige Autorin Franziska Freiermuth.


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Menschen

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

«Ich liebte einen Hochstapler»

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porträt | 23

Die Berner autorin Franziska Freiermuth (29) erlebte die grosse liebe: Sie glaubte, dass diesem mann Vertrauen, ehrlichkeit und Offenheit über alles gingen. heute weiss sie, dass er ein hochstapler ist, der sie und drei andere Frauen belogen, ihr Vertrauen missbraucht ‒ und ihr Geld genommen hat.

«

Ist es nicht der grösste Wunsch eines jeden, erkannt und mit seinem ganzen Wesen angenommen und geliebt zu werden? Genau das war es, was ich mit diesem Mann erlebte, über den ich auf einer Internetplattform gestolpert war. Eine Liebe, wie ich sie mir immer gewünscht hatte. Keine eintönige Einstimmigkeit war das, sondern ein lebendiger, anregender Dialog über das, was uns bewegte. Ich, die ich mein Herz bis anhin immer mit Hochpräzision an Männer verschenkt hatte, die nach einem kurzen Höhenflug feststellten, dass sie sich doch nicht in mich verlieben konnten. Er, ein vom Leben gebeutelter Einzelkämpfer, der sich seinen Erfolg ganz selber erarbeitet hatte. Einer, dem durch seine Lebensgeschichte Vertrauen, Ehrlichkeit und Offenheit über alles gingen: ‹Eines verspreche ich dir, ich werde immer ehrlich mit dir sein.› Ich mit meinen verkorksten Männergeschichten, die meinen Weg säumten, und mit so viel Hoffnung im Herzen vertraute ihm und seinem ehrlichen, offenen Blick.

Der stimmungswandel Und dann war plötzlich alles anders. Ein Stimmungsumschwung innerhalb von Tagen. Rückzug. Streit. Tränen. Noch ein Traumstart mit jähem Ende? Nein, Diagnose Depression. Mein Lieblingsmensch ganz grau: Er wisse nicht, wie es für ihn weitergehe, er brauche Zeit für sich. Er wolle mich nicht festhalten, aber ich sei ihm der liebste Mensch. Er überlasse die Entscheidung mir. Natürlich hielt ich zu ihm. Mein Mensch, mein Mann, mein Herz. Ich las Ratgeber über Depression, ich verzieh und vergab die Distanz, die Stille, die Abweisung, die Negativität. Er

wollte weder eine gemeinsame Therapiesitzung, noch meine Nähe, noch über sich oder die Dinge reden, die ihn beschäftigen oder die ihm hätten guttun können. Er meldete sich tagelang nicht, versprach Anrufe, die nie kamen. Es war schwierig, es war anstrengend, und ich lernte viel: über die Liebe, das Zusammensein, und darüber, was es heisst, sich selbst zu sein. Ich lernte, dass ich glücklich sein kann, auch wenn es einem geliebten Menschen nicht gut geht. Ich lernte, dass ich immer eine Wahl habe, auch wenn die Umstände verdammt schwierig sind. Trotz all dem, was war, fühlte es sich für mich richtig an, da zu sein, wo ich war.

Bleiben oder gehen? In diesen Monaten versprach er, mir durch seine Kontakte einen Job zu vermitteln, von dem ich schon immer geträumt hatte, und ich versprach, ihn mit meiner Unterschrift, meinen Texten und ein wenig Geld zu unterstützen, als seine Geschäftspartnerin Hals über Kopf die gemeinsame Werbeagentur verlassen hatte, die er als Deutscher nicht alleine weiterführen konnte. Ich glaube, ich habe ein gutes Gespür für Menschen. Es gab immer wieder unstimmige Momente. Der Job zögerte sich über Wochen und Monate hinaus. Und es war frustrierend, wie unfassbar und uneinschätzbar seine Aussagen in ihrem kontinuierlichen Wandel für mich waren. Ich war immer wieder hin- und hergerissen zwischen der bewussten Wahl, darauf zu vertrauen, dass die bestmögliche Erklärung die Wahrheit ist, und dem Schritt, ihn zu stellen und mit gezogener Pistole Erklärungen einzufordern. Und doch entschloss ich mich wieder und wieder, zu diesem wundervollen Mann zu stehen, den


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Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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«Zum letzten Mal hoffen? Ja, für diesen Menschen schon.»

ich in den Fängen der Depression glaubte. Zwei Mal wollte ich gehen. Und beide Male liess er mich mit seinen Worten wieder spüren, wie viel ich ihm bedeutete, auch wenn er im Moment nicht in der Lage war, diese Gefühle zu leben. Ich blieb, bis es sich nicht mehr richtig anfühlte. Ein versprochener Telefonanruf zu viel, der niemals stattfand. Eine an mir ausgelassene Stimmung zu viel. Ein Mal zu viel ausgewichen, wenn ich auf ihn zuging. Ein Mal zu viel geschwiegen. Man kann für einen Menschen nur da sein, wenn dieser Mensch es einem auch erlaubt. Dieser Mensch erlaubte es mir nicht mehr. Das Reservoir in mir, aus dem ich monatelang Kraft und Mitgefühl, Liebe und Vertrauen geschöpft hatte, war leer. Ich wollte nicht misstrauen. Aber ich konnte nicht mehr vertrauen. Ich wollte ihn nicht verlassen. Aber ich hielt seine Art, mit mir umzugehen, nicht mehr länger aus. Ich wollte zu seinem Glück beitragen aber nicht auf Kosten meines eigenen Wohlbefindens. Das Einzige, was ich noch geben durfte, wären Texte und Unterschriften für seine Agentur gewesen. Und so konnte und wollte ich nicht mehr.

du mir noch einmal deine Unterschrift geben? Ich rufe dich morgen an, lass uns wieder einmal so richtig zusammen reden.» Zum letzten Mal hoffen? Ja, für diesen Menschen schon. Doch er rief nicht an. Zum millionsten Mal nicht. Und ich wusste in meinem Herzen, dass es vorbei war, fertig gehofft, fertig mitgefühlt, fertig, fertig, fertig. Ich wollte mir nicht mehr Sorgen machen, ich wollte nicht mehr Chancen geben, ich wollte nicht mehr den Menschen in ihm suchen, den ich einmal geliebt hatte, ich wollte nicht mehr. Die Unterschrift gab ich ihm nicht. Und er beendete gefühllos, was auch immer wir noch waren.

Der letzte Funken hoffnung

Kaputtes Kartenhaus

Er reagierte zuerst mit Vorwürfen, dann mit Stille. Ich hatte Angst um ihn. Bei meinem letzten Besuch in seinem leeren Büro betrat ich jeden Raum mit dem klammen Gefühl, er könnte tot vor mir liegen. Hatte ich ihn im Stich gelassen, als er mich am meisten brauchte? Diese Frage ging mir nicht aus dem Herzen. Und doch wusste ich, dass ich für mein eigenes Glück richtig gehandelt hatte. Wochen später ein Anruf: «Es geht mir besser, die Depression habe ich hinter mir, ich will vorwärtsgehen, ich habe dich vermisst, ich möchte dich in meinem Leben behalten, wenn du das noch willst. Und könntest

Am Ende brauchte es nur einen Telefonanruf von seiner früheren Geschäftspartnerin. In einem einzigen Gespräch erklärten sich all diese unstimmigen Momente mit der schlimmst möglichen Wahrheit: Dieser Mann ist ein Hochstapler. Nichts, was er je gesagt hat, ist wahr. Weder seine Lebensgeschichte, seine Karriere, seine Depression noch seine Liebe. Weder der Traumjob, den er mir vermitteln wollte, noch seine Treue. Denn nicht nur war er zum Zeitpunkt, als er mich kennenlernte, noch mit seiner Geschäftspartnerin liiert, er lebte bei einer weiteren Freundin, die er dann verliess, um mit einer

«Das sind raffinierte Naturpsychologen» Thomas Knecht ist leitender Arzt der Psychiatrischen Dienste im thurgauischen Münsterlingen. Er ist seit 20 Jahren Gerichtspsychiater und in dieser Funktion vielen Betrügern begegnet. Knecht kennt die Tricks, mit denen die Opfer überlistet werden. Thomas Knecht, was sind Hochstapler für Menschen?

Es handelt sich meist um Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung. In der Kriminologie spricht man von der «Dunklen Triade». Diese Menschen sind narzisstisch und verfügen über eine psychopathische Skrupellosigkeit sowie eine machiavellistische Intelligenz. Sie sind raffinierte Naturpsychologen, die intuitiv erkennen, was bei anderen gut ankommt. Sie manipulieren ohne Gewissensbisse. Oft verfügen solche Menschen auch über grosses Charisma. Damit schalten Sie die Denkfähigkeit ihrer Opfer aus, machen sie unkritisch und greifen direkt auf deren Gefühlsebene zu. Kann jeder und jede zum Opfer werden?

Grundsätzlich ja, denn wir wollen und müssen ja alle anderen Menschen ver-

trauen. Vertrauen stärkt, macht aber auch verletzlich. Doch solche Fälle sind wie ein Schlüssel und ein Schloss: Eine hilfsbereite Frau trifft auf einen Mann, der an ihre Fürsorglichkeit appelliert. Ein Mann trifft auf eine Frau, die ihn animiert, ihr grosser Retter zu sein. Gibt es bestimmte Muster, die sich wiederholen?

Solche Geschichten verlaufen meist in drei Phasen. Sie beginnen mit der grossen Ouvertüre, das Opfer wird betört, fühlt sich vollkommen verstanden und angenommen. Danach wird unter Manipulation ausgebeutet. Gibt das Opfer nichts mehr her, lässt der Täter es fallen und geht. Kann ein Opfer gehen, bevor der Täter mit ihm fertig ist?

Der Täter wird probieren, es mit der zu

Beginn erfolgreichen Betörung noch einmal herumzukriegen. Oder er versucht, es durch Drohungen oder Gewalt gefügig zu machen. Wie kann man sich vor Hochstaplern schützen?

Man sollte bei allen Gefühlen nie seine kritische Distanz verlieren. Ein wichtiger Hinweis sind auch Rückmeldungen von guten Freunden. Sie sind dem Charme weniger erlegen und haben oft einen klareren Blick auf die Dinge. Auch im Moment, wo Geld mit Gefühlen verknüpft wird, muss man ganz hellhörig werden. Grundsätzlich ist es immer gut, sich Zeit zu lassen, eine Person in ihrem persönlichen Kontext zu erleben. Innerhalb seines eigenen Bekanntenkreises kann jemand viel weniger zu imaginären Höhenflügen ansetzen, als wenn er völlig losgelöst von seinem Umfeld agiert.


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Menschen

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

vierten Frau zusammenzuziehen. Und von all diesen Frauen erhielt er nicht nur viel Liebe und Unterstützung, sondern zum Teil auch sehr, sehr viel Geld. Das schiere Ausmass dieses Kartenhauses, das Organisationstalent, die schauspielerischen Fähigkeiten und der kühle Kopf, so viele Geschichten reibungslos nebeneinander laufen zu lassen, lassen sich mit gesundem Menschenverstand nicht erklären. Und man fragt sich, wie konnte das passieren? Wir sind alle vier selbstbewusste, engagierte, talentierte Frauen, die nebst viel Herz auch über genügend Verstand verfügen, um mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Wie sind wir an diesen Schmarotzer, an diesen Lügner, an diesen Gauner geraten? Indem wir glaubten, dass uns das Schönste passiert, was wir uns alle wünschen: die grosse Liebe zu treffen. Dieser Mann hat dabei wie ein Puppenspieler die richtigen Fäden gezogen, um uns mit Erfolg in seine Machenschaften zu verwickeln. Er hat uns gnadenlos manipuliert. Und er war darin richtig gut.

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«Er hat uns gnadenlos manipuliert. Und er war darin richtig gut.»

ich bin kein opfer! Sind wir deshalb Opfer? Nein, ich zumindest fühle mich nicht so. Ich mag zwar fast das ganze letzte Jahr unter höchst imaginären Umständen gelebt haben, aber ich war dabei ganz ich, ganz echt, ganz ehrlich. Was auch immer passiert ist, ich habe meine Authentizität nie verloren, und ich habe zu jeder Zeit Entscheidungen getroffen, die ich so treffen wollte, weil sie sich richtig anfühlten — auch wenn ich dafür nicht belohnt wurde. Und das kann mir kein Hochstapler der Welt nehmen. Juristisch wird dieser Mann davonkommen. Er hinterlässt Scherben, Schulden, ein verwahrlostes Büro und bestimmt noch viel mehr, von dem ich nichts weiss. Doch keine von uns vier Frauen wird ihn anzeigen. Das lohnt sich weder finanziell noch emotional. Denn Geld, das Einzige, wofür wir ihn belangen könnten, hat er nicht, sondern nimmt es sich von anderen Menschen. Und solches Geld will niemand von uns. Wie und wo er heute lebt und was er tut, weiss ich nicht. Er ist verschwunden, dieser Mann, der mir bis zum letzten Wort Lügengeschichten erzählte. Auch dann noch, als ich ihm die Chance gab, mir ohne Konsequenzen die Wahrheit zu sagen. Es tut mir

leid, um sein verpfuschtes Leben. Aber ich bin froh, dass er nicht mehr in meiner Verantwortung liegt. Es lebt sich viel leichter seither. Anstatt ihm als Rächerin hinterherzujagen, habe ich mich entschlossen, meine Geschichte zu erzählen. Anstelle all derjenigen, die sich schämen und schweigen. Und für all diejenigen, denen dasselbe passieren könnte. Und jetzt? Mein Vertrauen, es ist noch immer da. Das Geld, es lässt sich verdienen. Die Liebe, sie wird wieder kommen. Ich bin getestet worden, weiss Gott, aber ich bin dabei gewachsen. Ich nehme die Lektionen mit, die ich im letzten Jahr gesammelt habe, und klopfe mir auf die Schultern, stolz auf die starke Frau, zu der ich geworden bin.

Franziska Freiermuth hat die schwierige Erfahrung mit einem Hochstapler verarbeitet, indem sie sie öffentlich machte.

»

Texte: Franziska Freiermuth, Bilder: Severin Nowacki

Bild: Keystone

Der Fall des Schweizer Hochstaplers Helg Sgarbi

BMW-Erbin Susanne Klatten wurde von Helg Sgarbi mit Sexvideos erpresst. Der Zürcher sitzt seine sechsjährige Haftstrafe in München ab. Ein Transfer in die Schweiz wurde abgelehnt.

2008 machte die reichste deutsche Frau weltweit Schlagzeilen: BMW-Erbin Susanne Klatten (49) war vom zürcher Helg Sgarbi (46) mit Sexvideos erpresst worden. 9,4 Millionen Euro hatte der Charmeur von Klatten und drei anderen deutschen Frauen erbeutet, die er betrogen und zum Teil erpresst hatte. Im März 2009 wurde Sgarbi in München wegen Betrugs und versuchter Erpressung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Doch vieles blieb offen: Wo sind die sieben Millionen Euro der BMW-Erbin? Wo die Videos, mit denen Klatten erpresst worden war? Wer war der mutmassliche Drahtzieher hinter Sgarbi? Weil Sgarbi zu diesen Fragen

schwieg, muss er die gesamte Strafe bis Januar 2014 absitzen. Der Italiener Ernani Barretta steht im Verdacht, der Hintermann des Erpressers Helg Sgarbi zu sein. Seit mehr als zwei Jahren läuft im italienischen Pescara ein Prozess gegen ihn. Die Anklage lautet: Bildung einer kriminellen Vereinigung zum zweck des Betrugs und der Erpressung. Dokumentarfilm über den Fall Sgarbi: «Verführt und erpresst», Filmemacher Aldo Gugolz und «Tages-Anzeiger»-Journalist Romeo Regenass. Der Film kann ab April hier bestellt werden: www.artfilm.ch/verfuehrtunderpresst.php


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PorTräT

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Nr. 13, 26. März 2012 | MigroS-Magazin |

Sie teilt die Rente mit ihren Vögeln

Die Simmentalerin Verena Stauffer lebt ganz für ihre Tiere. Sie hegt und pflegt ihre Schützlinge und wurde dafür mit einem Swiss Award ausgezeichnet. Doch sie bräuchte Geld, um ihr Engagement weiterzuführen.

G

«Gixi wird wohl immer bei mir bleiben.»

ixi hat Hunger. Der zweijährige Mäusebussard hat soeben Verena Stauffers Garten in Oberwil BE angeflogen und verlangt nach Essen. «Gixi hat einen Flügeldefekt», erklärt die 70-jährige Bernerin, «er kann nicht lange in der Luft bleiben und nicht selber nach Futter jagen. Er wird wohl für immer bei mir bleiben.» Still lächelnd reicht Stauffer dem Greifvogel ein paar tote Küken. Sie sind Gixis Leibspeise. Hinter Stauffers behäbig wirkendem Holzhaus zwitschert, schnarrt und gackert es ununterbrochen. Die Geräusche kommen aus einer Zeile Holzvolieren, die den Garten säumen. Sie bilden die Vogelstation der Bernerin, hier beherbergt sie seit zwölf Jahren verletzte, kranke oder verstossene Vögel, zurzeit gut 35. Manchmal befinden sich auch Eichhörnchen, Igel und Schildkröten unter den Pensionären. Sie nimmt jedes Tier auf, umsorgt, füttert, pflegt und verarztet es notfalls. Einfache Brüche schient die ausgebildete Ornithologin selbst, bei komplizierten Fällen sucht sie einen Tierarzt auf. Für ihr Engagement hat Stauffer im Januar den Swiss Award in der Kategorie «Helden des Alltags» bekommen. Mit ihrem typischen sanften Lächeln auf dem Gesicht sass sie im Publikum im Zürcher Hallenstadion und nahm ihren Preis entgegen. Es folgten ein Auftritt in der DRS-1-Radioshow «Persönlich» und einer bei «Aeschbacher» im Fernsehen. «Eine tolle Erfahrung», sagt die Rentnerin über den kleinen Medienmarathon. Doch sie sei froh, wieder im Simmental bei ihren Schützlingen zu sein. Noch liegt die Gegend unter einer Schneeschicht begraben, der Winter dauert hier etwas länger als andernorts. Doch Stauffer ist gewappnet: Mit dem

Verena Stauffer mit Bubo, dem 27-jährigen Uhu. Ein Dauerpensionär.


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Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

Menschen

Frühling kommen auch die Jungvögel. Spaziergänger, Tierärzte, Nachbarn und Förster bringen winzige Meisen, Spatzen, Waldschnepfen, Mehlschwalben oder Mauersegler, die sonst kaum eine Überlebenschance hätten. Dann ist die Vogelschützerin von sechs Uhr früh bis spätabends damit beschäftigt, hungrige Schnäbel zu stopfen. Manchmal hilft die 21-jährige Enkelin Tanja mit.

auf zypern rettet sie zugvögel aus Fangnetzen In der spärlichen Zeit, die nicht ihren vierbeinigen und gefiederten Freunden gehört, fertigt Verena Stauffer Dekorationsobjekte aus Ästen, Steinen und anderem Naturmaterial an. Diese stellt sie aus und verkauft sie. Seit ihrer Ausbildung zur Exkursionsleiterin führt sie auch Ausflugsgruppen durch die Natur und berichtet in Kindergärten und Schulen über ihre Erfahrungen mit Tieren. «Kinder sind das schönste Publikum», sagt die sechsfache Mutter. Zudem fliegt Stauffer jedes Jahr mit einer Freundin nach Zypern, um Zugvögel aus Fangnetzen zu befreien. Dass Wildvögel gefangen und gegessen werden, findet Verena Stauffer schrecklich. Sie, die das Fliegen über alles liebt, findet, ein Vogel müsse in Freiheit leben. Deshalb lässt sie ihre Schützlinge fliegen, sobald sie fit dafür sind. Dafür bringt sie sie auf eine Anhöhe in der Nähe ihres Hauses. «Da hinauf», sagt Stauffer und zeigt auf einen kleinen Gipfel, der sinnigerweise Rossberg heisst. Tiere gehören schon seit der Kindheit zu Verena Stauffers Leben. Ihr Schulweg, gut eine Stunde Fussmarsch, führte das Mädchen über Felder und durch Wälder, es gab immer etwas zu entdecken. Verena Stauffer und ihre Schwes-

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Links oben: Mäusebussard Gixi kann wegen eines Flügeldefekts nicht mehr selbst jagen und ist deshalb auf das Futter angewiesen. Rechts oben: Auch Stockenten leben bei der Rentnerin.


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Menschen

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

«Die Vögel aufgeben zu müssen, wäre mein Ende.»

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ter nahmen oft Käfer mit nach Hause und bauten ihnen Krankenhäuschen aus Streichholzschachteln. Das Krabbelvieh überlebte den Spitalaufenthalt nicht immer.

Wenn sich kein sponsor findet, droht der Vogelstation das ende Heute steigt die Überlebenschance von Tieren in der Obhut der Ornithologin. Aber die Volieren im Garten sehen immer noch aus wie von Laienhand zusammengezimmert. Und da liegt auch das Problem. Der Veterinärdienst war da, aufgeschreckt durch einen unbekannten Zeitgenossen. Der Befund: Die Behausungen entsprechen nicht den modernen Tierschutzauflagen. «Noch dieses Frühjahr muss ich alles abreissen und neu bauen», sagt Stauffer. 40 000 bis 50 000 Franken wird sie das schätzungsweise kosten. Das kann die Rentnerin unmöglich alleine berappen. Bereits teilt sie ihre AHV mit den Tieren. Seit ihrer Auszeichnung zur Heldin des Alltags ist auch das eine oder andere Couvert mit Geldscheinen bei ihr eingetroffen. Doch das reicht nicht. Wenn Stauffer nicht einen grosszügigen Geldgeber findet, muss sie die Station aufgeben. «Das wäre gleichzeitig mein Ende», sagt sie und streicht gedankenverloren Dior über den Kopf, ihrem kalbsgrossen Schweizer Sennenhund, den sie von einem Leben an der Kette befreit hat. «Das würde ich nicht verkraften.» Text: Yvette Hettinger Bilder: Daniel Rihs

Dem Turmfalken geht es gut in Verena Stauffers «Tierspital». Er ist als Jungvogel aus dem Nest gefallen und wird von ihr wieder aufgepäppelt.

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Migros-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

Ei, ei, ei, nei aber au!

Der Name des Herrn im Bild ist nicht Hase, sondern Kraft. Volker Kraft. Der Rentner wohnt mit seiner Gattin Christa im deutschen Städtchen Saalfeld, und zwar in einem Häuschen mit Garten. In ebendiesem steht ein Baum, den die Familie Kraft alljährlich zu Ostern mit ausgeblasenen,

frage der woche

Bilder: Jens Meyer/AP/Keystone,Goran Basic/Sobli/RDB

Warum werden wir oft just zu Ferienbeginn krank? Endlich Ferien, und schon liegen wir flach. Leisure-Sickness oder Freizeitkrankheit heisst das Phänomen, unter dem rund drei Prozent der Bevölkerung leiden. Holländische Forscher haben herausgefunden, dass die Betroffenen im Job meist sehr hohe Ansprüche an sich stellen und sich für alles verantwortlich fühlen. Gleichzeitig fällt es ihnen schwer abzuschalten. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an diese Daueranspannung. Wenn nun plötzlich mit den ersten Urlaubstagen ungewohnte Ruhe einsetzt, bedeutet diese Entspannung für den Körper Stress. Je nachdem reagiert er mit Migräne, Gliederschmerzen, grippalen Effekten bis hin zu Depressionen oder Herzinfarkt.

farbig bemalten Eiern dekoriert. Da die Krafts diesen Brauch seit über 40 Jahren pflegen, sind einige Eier zusammengekommen. Rund 10 000 sollen es heuer sein. Eiderdaus, mag sich da manche Henne denken – und froh sein, musste sie nicht all die Eier legen.

zitat der woche

«Wenn Koffer mit Hunderttausenden, wenn nicht Millionen Franken verschoben werden, ist etwas faul im Staate Dänemark, wie Hamlet sagen würde.» Kann man mit Geld Abstimmungen kaufen? Dies wollte die «Aargauer Zeitung» von Pascal couchepin (69) wissen. Worauf der alt Bundesrat flugs in die Zitatekiste griff und Shakespeares Unglücksprinz Hamlet anführte. Dass der Ausspruch eigentlich von dessen Offizier Marcellus stammt, ändert wohl nichts an Couchepins Befriedigung darüber, dass die SVP trotz allen Geldes verlor. Schliesslich geht es ja immer auch ein Stück weit um «Sein oder Nichtsein» der FDP, um bei Hamlet zu bleiben.

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bild der woche | 33


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rePorTage

Der Fanbus bekommt ein Facelifting, gesponsert von der Migros.

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Nr. 13, 26. März 2012 | MigroS-Magazin |

Echte Luca-Fans sind morgens um 7.30 Uhr parat, um ihre Reise in die RTL-Studios nach Köln

Luca kommt gross raus

Die Begeisterung für Luca Hänni kennt keine Grenzen. Jeden Samstag begleiten ihn seine Fans und seine Familie nach Köln zur Castingshow «Deutschland sucht den Superstar». Dieses Mal war auch das Migros-Magazin mit dabei.

S

eit Wochen fiebert die Schweiz mit Luca Hänni. Der 17-jährige Berner hat gute Chancen, bei der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» zu gewinnen. Für Jurymitglied Dieter Bohlen ist er schon jetzt der Favorit für das Finale am 28. April: «Entweder man hats, oder man hats nicht, und du hast es hundertprozentig.» In Uetendorf BE, wo der Mädchenschwarm wohnt, steht seit Wochen die ganze Gemeinde hinter ihm. Und Lucas Mutter Marianne Schmid (50) freute sich sehr, ihren Sohn Luca im Migros-Magazin zu sehen. «Als es hiess, dass Luca mit dem ‹DSDS›-Team auf die Malediven

Bus-Chef Bernhard Ott (42) und sein Fahrer Christof (34) helfen Lucas’ Fanclub. «Wir fahren jeden Samstag nach Köln und feuern den Jungen an.»

darf, ging ich in die Migros, um NickTyler-Slips zu posten. Mit diesen Unterhosen wurde er dann auf den Malediven fotografiert», erzählt sie. Die Migros bedankte sich mit einem Paket Nick-Ty-

ler-Slips für die Werbung. Stiefbruder Cyril, der die Fanarbeit für Luca erledigt, bedankte sich bei Category-Managerin Ebru Klüver (41). Darauf doppelte die Migros nach und liess das Luca-Foto auf die Heckscheibe des Fanbusses aufziehen. «Das ist mega!», fanden die 35 Fans, als sie wie jeden Samstag nach Köln fuhren, um ihren Liebling anzufeuern. Text: Nicolette Trindler

Hier finden Sie die Fotoreportage «Mit Chäsfondue und Slips nach Köln zur ‹DSDS›-Show».


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MigroS-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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anzutreten. Die Überraschung: Auf der Heckscheibe strahlt ihnen neu Luca entgegen.

Bilder: Bernd Emmerling, rTL

Nach der vierstündigen Show überrascht Busunternehmer Bernhard Ott seinen Favoriten Luca und dessen Stiefbruder Cyril (links) mit einem Fondue. «Äs Schtück Heimat für üse Held muess eifach si», sagt er.

Luca Hänni singt «Use Somebody» von Kings Of Leon. Seine Darbietung überzeugte die Jury, sie schickte ihn in die nächste Runde. Für Dieter Bohlen ist er schon jetzt Favorit für das Finale.


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MigroS-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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KoLuMne | 37

der hauSMann

Saugen oder blasen? Bänz Friedli saugt Staub. Und anderes.

Der Blütenstaub käme ja dann noch dazu, apropos Staub. Vor allem wenn man wie ich jedes Frühjahr gefühlte 437 Tulpensträusse kauft, weil man gern überall Tulpen hat: in der Wohnstube, der Küche, dem Badezimmer. Und nach ein paar Tagen, wenn sich die Tulpenblüten allmählich nach unten neigen, rieselt dann halt Blütenstaub auf Chromstahl, Nussbaum- und Kunststoffoberflächen — gelber Blütenstaub. Den sieht man besonders gut. Den Staub auf Kinkerlitzchen, Nippes und Büchern, rät eine Leserin vom Vierwaldstättersee, müsse man einfach möglichst gleichmässig verteilt lassen. Also, um Himmels willen nichts berühren, kein Figürchen verrücken, auch nicht um einen halben Millimeter, keinen Labello-Stift auf dem Schminkaltar des Teenietöchterchens von seinem Platz nehmen … «Ist die Staubschicht nämlich schön gleichmässig, fällt sie niemandem auf!» Ausser dem Hans. Er beklagte sich am Freitag früh, er müsse niesen wegen des vielen Staubs neben seinem Bett. (Man muss wissen, der Bub schläft bodennah.) «Chönntsch nid wieder mal stoubsuge?» Seine Bemerkung traf mitten in mein schwärzestes Gewissen, ich hatte sein Zimmer tagelang vernachlässigt. Also sofort gesaugt! Gründlich. Am Mittag dann das Donnerwetter: «Vatiii! Du hast ein Teilchen eingesaugt!» Eine winzige Halteklammer fehle, nun könne er den Heckspoiler

nicht mehr an seinem ferngesteuerten Automodell befestigen, und ohne Heckspoiler sei es im Fall nicht fahrtüchtig, gopf … «Vatiiii!» Hätte ich also doch nicht ungeschützt saugen, sondern, wie mir vielfach geraten, einen Socken über die Mündung stülpen sollen! «Stimmt es, dass man einen Pariser vor Gebrauch zunächst mal mit Wasser füllen muss?», ruft in diesem Moment Anna Luna aus der Stube, «um seine Dichtheit zu prüfen? Gäu, das stimmt nicht?» Sie bereitet sich auf eine Bioprüfung vor, Thema: Geschlechtsteile, Zeugung, Verhütung, Aids. «Poah!», durchzuckts mich, von diesen Dingen hatte unsereiner doch mit 13 noch keine Ahnung! Und ich antworte: «Nein, das stimmt nicht. Glaubs.»

Sollte ich übrigens Lego verklagen? Da gab die Firma doch unlängst dem Druck nach, mehr weibliche Töggeli zu produzieren — und was bringen sie, statt taffer Frauenfiguren, heraus? Magersüchtige Modepüppchen. Mit Accessoires, noch kleiner als die Badesandalettchen und Sonnenbrillelein der Polly-Pocket-Figürchen, die so gern in meinem Staubsauger verschwinden. Aber vielleicht hat Hans seine Halteklammer ja verlegt, und ich hab sie gar nicht verschluckt? Und falls doch, hätte sich das Malheur vermeiden lassen, wenn ich Heidis Tipp beherzigt hätte: Abstauben mit dem Föhn. Also blasen statt saugen! «Am besten auf Kaltstellung», schrieb Heidi, «und je nach Gewicht der herumstehenden Dinger volle Pulle oder süüferli.» Was, genau genommen, den Staub zwar nur umverteilt, aber Hans’ kleine Klammer wäre nun noch vorhanden. Inzwischen hat er sich beruhigt, eine Autobeilage aus dem Altpapier gefischt. Er studiert sie geflissentlich, brummelt. «Hmm … Alles Elektromotoren und Hybridfahrzeuge.» Und sagt nach kurzer Pause. «Aber dann brauchen wir ja doch wieder Atomkraftwerke?»

«Den Blütenstaub sieht man besonders gut.»

Und in diesem Moment wird mir klar: Ich brauche einen good old Staubwedel! Handbetrieben. Bänz Friedli live: 29. 3. Niederwangen BE, 30. 3. Wölflinswil AG, 2. 4. Frutigen BE.

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NEUES AUS DER MIGROS

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Nr. 13, 26. März 2012 | MIGROS-MAGAZIN |

«Die Zusammenarbeit mit LeShop erlaubt es, Mittel einzusparen, die wir in humanitären Projekten einsetzen werden. Das ist hervorragend.» Bundesrat Didier Burkhalter, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

E

s ist Nacht. Unheimlich ragen Ruinen und Trümmer aus der Dunkelheit, einzig erhellt durch die ersten Scheinwerfer der Rettungskräfte. Die Suchhunde streifen herum und versuchen, Witterung nach Verschütteten aufzunehmen; Hilfeschreie von Verletzten gellen über das Gelände. Die Rettungskette Schweiz probt den Ernstfall. Das Szenario: Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 6,6 sind Hunderte von Menschen gestorben, mehr als 3000 wurden verletzt. Im Einsatz stehen rund 100 Rettungskräfte und zwölf Katastrophenhunde. Zudem werden neue Formen der Zusammenarbeit getestet — unter anderem mit LeShop, dem Online-Supermarkt der Migros, der die Rettungskette zukünftig im Ernstfall mit Lebensmitteln beliefern wird (siehe Box). Schauplatz der dreitägigen Übung, die Mitte März über die Bühne ging, ist der Waffenplatz Genf. Das Übungsdorf der Schweizer Armee mit seinen Gebäuderuinen ermöglicht es den Rettern, das Katastrophenszenario so realistisch wie möglich nachzustellen. «Nein, ich brauche einen hydraulischen Abbauhammer», sagt Urs Bächtold bestimmt. Nach kurzem Warten gibt er den Funkspruch erneut durch. Der 33-jährige Le-

bensmittelingenieur leitet ein Team, das aus Hundeführern, Rettern und Ärzten besteht, insgesamt sind es 18 Spezialisten. Wie alle Mitglieder der Rettungskette macht er diese Arbeit ehrenamtlich.

Oft greifen die Retter zum Presslufthammer Wie geht man bei der Rettung eines Verschütteten vor? «Zuerst muss ich wissen, ob das beschädigte Haus stabil ist oder völlig einzustürzen droht.» Zu Bächtolds Team gehört deshalb ein sogenannter Schadenplatzberater mit fundiertem Wissen rund um die Statik von Gebäuden. Erklärt er diese für sicher, können die Retter sich an die Arbeit machen. Zu welchem Werkzeug sie dabei greifen, hängt auch vom Material des Gebäudes ab. «In einigen Ländern kann das armierter Beton, Holz oder Backstein sein. Meistens arbeiten wir mit einem Presslufthammer, dann gibt es diverse Spezialwerkzeuge wie zum Beispiel ein Hebekissen, um Hohlräume zu schaffen», sagt Bächtold. Seine Feuerprobe erlebte er im Sommer 1999, als er, damals 21-jährig, als Angehöriger der Rettungskette beim Jahrhunderterdbeben in der Türkei zum Einsatz kam. «Ich war in einem Team, das zwölf Lebende und 78 Tote geborgen hat.» Er nennt diese

LeShop hilft Leben retten

Die Rettungskette Schweiz übte in Genf den Katastropheneinsatz – und die neue Zusammenarbeit mit LeShop. Das Migros-Magazin war mit dabei.

Auch Rettungskräfte müssen sich erholen: Doris Krähenbühl (links) und Mirjam Kälin mit ihren beiden Rettungshunden.


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AKTUELL

MigroS-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

neueS auS der MigroS | 41

LeShop versorgt die Rettungskette Schweiz mit Lebensmitteln Die Rettungskette Schweiz kommt bei Erdbeben oder anderen Katastrophen im Ausland zum Einsatz und ist auf die Ortung, Rettung und medizinische Erstversorgung von Verschütteten spezialisiert. Die staatliche Hilfsorganisation setzt sich aus privaten, öffentlichen und militärischen Organisationen zusammen. Kommt es zu einem Einsatz, muss die Rettungskette innerhalb von zehn Stunden abflugbereit sein und während zehn Tagen im Krisengebiet autonom operieren können.

Bis vor Kurzem bezog die Rettungskette die benötigten Lebensmittel von zwölf verschiedenen Lieferanten. Sie musste jedes abgelaufene Produkt entsorgen und laufend ersetzen. Neu werden alle nötigen Nahrungsmittel von LeShop geliefert. Der Online-Supermarkt der Migros übernimmt die Lagerung der Lebensmittel und garantiert jederzeit deren Lieferung innerhalb von sieben Stunden zum Flughafen Zürich. «Durch die Partnerschaft mit LeShop senken wir die Kosten

für Lagerbewirtschaftung und Logistik», sagt Patrick Zaugg, Projektleiter bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza). Mitte März wurde LeShop im Rahmen der Übung der Rettungskette getestet: An einem Sonntagmorgen um fünf Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Die Lebensmittel waren innerhalb der vorgegebenen Zeit auf Lastwagen verladen und Richtung Flughafen Zürich unterwegs. «LeShop hat diesen Test mit Bravour bestanden», hält Zaugg fest.

Auf der Suche nach Verschütteten: Hundeführerin Conny Zumbühl im Einsatz mit ihrem Golden Retriever Silas.


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aktuell

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

Urs Bächtold führt ein Einsatzteam. Er war schon als 21-Jähriger in der Türkei mit der Rettungskette im Einsatz.

Zahlen, ohne eine Sekunde nachzudenken. Nie vergessen wird Bächtold das junge Ehepaar, das er und seine Kollegen nur noch tot aus ihrem eingestürzten Haus bergen konnten. Die beiden lagen gemeinsam in ihrem Bett. Die Frau war hochschwanger. «Das sass tief», sagt Bächtold. 2009 war er erneut im Einsatz, auf Sumatra. Dort begegnete ihm eine Mutter, die wusste, dass ihre Tochter unter den Trümmern begraben lag. Sie wich tagelang nicht von der Stelle. «Ich wollte das Kind unbedingt finden, damit die Mutter Abschied nehmen konnte», sagt Bächtold. Die Suche blieb jedoch erfolglos. Bächtolds eigener Sohn war damals gerade zehn Tage auf der Welt. Warum engagiert sich der zweifache Familienvater auf diese Art und Weise? Bächtold überlegt lange und meint dann: «Wir wollen ein Zeichen der Hoffnung setzen. Ich wäre auch froh, wenn mir in der Not jemand helfen würde.» Mittlerweile bricht auf dem Waffenplatz Genf der Tag an. Im Einsatz steht auch

Hundeführerin Conny Zumbühl (47). Nach kurzer Suche wittert ihr Golden Retriever Silas inmitten der Trümmer einen Verschütteten: Er schnuppert immer wieder an der gleichen Stelle und zeigt durch Bellen und Scharren die Person an. «Bei einer wirklichen Katastrophe muss ein zweiter Hund die Witterung bestätigen, erst dann beginnen die Retter mit der Bergung», erklärt Zumbühl. Auch sie hat viel zu erzählen: Die Hundeführerin war 2011 im Nordosten Japans im Einsatz — im Tsunamigebiet. Keine noch so realistische Übung konnte sie darauf vorbereiten, was sie dort in einem Fischerdorf zu sehen bekam. «Da war ein Schiff in einem Haus, ein Auto lag auf einem Dach» sagt Zumbühl. Am unheimlichsten war die absolute Stille. «Sogar die Tiere waren fort, man vernahm nicht mal Vogelgezwitscher; es herrschte Totenstille.»

rettungshunde werden schon jung geschult Zumbühl ist seit sieben Jahren bei Redog. Der Verein für Katastrophenhunde ist eine Partnerorganisation der Rettungskette. Wie schafft es ein Rettungshund, unter den Trümmern einen Menschen zu wittern? «Viele Hunde fressen und spielen gern. Das mach ich mir zunutze», erklärt Zumbühl. «Wenn Silas im Training eine menschliche Witterung aufnimmt, erhält er dafür eine Belohnung, ein Leckerli.» Bereits als Welpe wird ein Hund spielerisch auf diese Aufgabe vorbereitet. Mit der Zeit werden immer anspruchsvollere Gelände ausgewählt, die Personen besser versteckt. Die Erlebnisse in Japan haben die Hundeführerin lange beschäftigt. Ist sie bereit für einen nächsten Einsatz? «Sofort, das ist kein Thema», sagt sie ohne zu zögern. Texte: Christoph Petermann Bilder: Julien Gregorio, Reto Albertalli

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neues aus der Migros | 43

«Das ist unsere Kompetenz» Dominique Locher ist Marketingchef des OnlineSupermarkts LeShop. Jahr. Das bedeutet für uns eine permanente Bereitstellung der Produkte. Die Lebensmittel werden je nach Ablaufdatum ersetzt. Sie sind beschriftet und lagern in speziellen Boxen. Zudem haben wir einen Pikettdienst organisiert. Ein Erdbeben kann auch am 24. Dezember passieren.

Dominique Locher, wie kam es zur Zusammenarbeit von LeShop mit der Rettungskette?

Die Direktion Logistik und Transport der Migros kam auf uns zu und stellte auch den Kontakt mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) her. Die Frage war, ob es einem einzigen Lieferanten gelingen würde, die Rettungskette bei einem Notfall jederzeit mit den benötigten Lebensmitteln zu beliefern und sie auch selber zu lagern. Was sind das für Lebensmittel?

Das reicht von Suppen über Milchpulver bis hin zu isotonischen Getränken. 90 Prozent aller Produkte kann man in jeder normalen Migros kaufen. Wichtig ist, dass die Produkte schnell zubereitet werden können, also gibt es viele Fertiggerichte, wie Lasagne und Hackbraten. Welches sind die logistischen Herausforderungen?

Wir garantieren die Lieferung der Lebensmittel innert sieben Stunden zum Flughafen Zürich, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im

Das klingt nach einem enormen Aufwand. Falls es bei einer Katastrophe zu einer Lieferverzögerung käme, wäre das fatal. Macht Sie dieser Gedanke nicht nervös?

Überhaupt nicht! Wir sind uns der Verantwortung bewusst, das ist klar. Aber das Ganze ist schlicht unsere Kernkompetenz. Bereits heute liefern wir bei 3000 Bestellungen jeden Tag 200 Tonnen Lebensmittel an unsere Kunden. Hier haben wir ein enormes Know-how. Ich habe keine Minute daran gezweifelt, dass wir den Anforderungen gewachsen sind. Das hat ja auch nicht zuletzt der Test der Rettungskette Mitte März gezeigt, der absolut reibungslos über die Bühne ging. Welche Kosten resultieren für LeShop?

Wir arbeiten nicht gewinnorientiert und tragen die Lagerkosten selbst. Wir sind vom humanitären Einsatz der Rettungskette überzeugt und bewegen uns hier ganz im Sinn der jahrzehntelangen Bemühungen der Migros, sich für soziale und humanitäre Anliegen einzusetzen.


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1. Tag: Schweiz–Istrien. Fahrt via Tessin, Mailand, Bergamo, Verona, Padua, Triest, über die italienisch-slowenische und über die kroatische Grenze nach Umag an der Istrischen Riviera. 2. Tag: Bezauberndes Istrien und Motovun. Heute fahren wir ins Hinterland der AdriaHalbinsel Istriens. Bezaubernde Landschaften erwarten uns. Unterwegs besuchen wir das malerische Dorf Buje mit seiner reichen Geschichte, das traumhaft gelegene Groznjan und Motovun, das schönste mittelalterliche Städtchen Istriens. Danach werden wir in einer Weinkellerei zur Degustation eines feinen Tropfens erwartet. Dazu wird ein kleiner Imbiss gereicht. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Brioni-Inseln und Pula. Freier Tag am Meer oder fakultativer Ausflug in die Römerstadt Pula mit ihrem beeindruckenden Amphitheater und zu den Inseln im Nationalpark Brioni. Nach einem Stadtrundgang in Pula erreichen wir mit dem Schiff die Inselwelt von Brioni. Mit der Inselbahn gewinnen wir Eindrücke der reichen Pflanzen- und Tierwelt des Nationalparks. Ebenfalls sehenswert sind die Ausgrabungen und Überreste aus der römischen und byzantinischen Epoche sowie die Villen des ehemaligen Staatschefs Tito. 4. Tag: Istrische Riviera mit Porec und Rovinj. Die Küste der Adriatischen Halbinsel, mit den romantischen Fischer- und Ferienstädtchen, schmalen Gassen, Restaurants und Strassencafés wird Sie begeistern. In der Altstadt von Porec bewundern wir Baudenkmäler römischer, venezianischer, slawischer und österreichischer Baumeister. Die Küste mit ihren zahllosen Buchten ist ein Paradies für Feriengäste aus aller Welt. Rovinj ist die «italienischste Stadt Kroatiens» und bietet gleich zwei beeindruckende Hafenansichten sowie die längste Uferpromenade Istriens. In der auf einem Hügel liegenden malerischen Altstadt reihen sich Kunstgalerien und Boutiquen aneinander. 5. Tag: Istrien–Rückreise in die Schweiz. Abschied von unserem Gastort Umag und Rückfahrt in die Schweiz zu den Einsteigeorten.

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MigroS-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

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PREISBAROMETER Mehr als 20 M-Budget-Produkte werden günstiger Die Migros senkt die Preise von mehr als 20 M-BudgetArtikeln sowie von Hunde- und Katzenfutter der Marke M-Classic. Auch zwei Preisaufschläge sind zu vermelden. Aufgrund des geringeren Angebots auf dem

Weltmarkt steigen die Einkaufspreise für Sardinen. Die gestiegenen Zuckerpreise verteuern den M-Budget Puffreis mit Milchschokoladeüberzug. Die Migros muss deshalb die Preise beider Produkte erhöhen.

Artikel Preis alt * M-Budget Tomatensauce, 500 ml ** 1.35 M-Budget Crispy Schwein, tiefgekühlt, 900 g ** 13.50 M-Budget Pfirsichhälften, 480 g ** 1.10 M-Budget Pangasius im Knusperteig, tiefgekühlt, 750 g ** 8.85 M-Budget Douche, 500 ml ** 0.95 M-Budget Filets Gourmet Bordelaise, tiefgekühlt, 400 g ** 2.90 M-Budget Tortellini Fleisch oder Käse, 500 g ** 2.50 M-Classic Hundefutter mit Rind, Geflügel oder Lamm, Schale, 300 g 1.05 M-Classic Katzenfutter mit Kalb und Lamm, Huhn und Truthahn oder Fisch, Beutel, 4 x 100 g 2.00 M-Budget Puffreis mit Milchschokoladeüberzug, 250 g 1.80 MSC Sardinen pikant mit Gemüse, 120 g 1.65 MSC Sardinen in Olivenöl, 90 g 1.40 * in Franken ** Beispiele

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neueS auS der MigroS

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Nr. 13, 26. März 2012 | MigroS-Magazin |

Noch mehr Mehrwert

Acht Migros-Tochterunternehmen setzen künftig pro Jahr zehn Millionen Franken für Zwecke ein. Inspiriert wurden sie vom Migros-Kulturprozent.

Sonnige Aussichten: Von den kulturellen und sozialen Projekten der Migros profitiert die ganze Bevölkerung.

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Bilder: Keystone, Nik Hunger

igros-Gründer Gottlieb Duttweiler legte vor 55 Jahren mit dem Kulturprozent den Grundstein für das gesellschaftliche Engagement der Migros. Nun folgen weitere Unternehmen der Migros-Gruppe diesem Beispiel. Claude Hauser, Präsident der Verwaltung des MigrosGenossenschafts-Bundes (MGB), erklärt, wie die Migros mit diesem Vorhaben einen weiteren Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Claude Hauser, worum geht es bei diesem neuen Migros-Engagement?

Die Migros-Tochterunternehmen, die in den Branchen Handel, Finanzdienstleistungen und Reisen tätig sind, setzen künftig etwa zehn Millionen Franken pro Jahr für

Woher stammen diese zehn Millionen Franken?

Claude Hauser, Präsident der Verwaltung des MigrosGenossenschafts-Bundes.

gemeinnützige Projekte ein. Damit wollen wir Aktivitäten in den Bereichen Kultur, Nachhaltigkeit, Sport und Wirtschaftsförderung unterstützen.

Beteiligt sind Denner, Ex Libris, Interio, Globus, Migrol, Office World und IBA, die Migros Bank und die Hotelplan-Gruppe. Alle diese Unternehmen gehören dem MGB und werden künftig Mittel in Höhe von zehn Prozent ihrer Dividende, die sie dem MGB ausschütten, in dieses gemeinsame Projekt investieren. Wie hoch dieser Beitrag ausfällt, hängt jeweils vom Geschäftsverlauf der Unternehmen ab. 2012 sind es zehn Millionen Franken. Die Migros hat doch bereits das Kulturprozent. Warum diese zusätzliche Verpflichtung?

Das Migros-Kulturprozent dient uns als Inspiration. Mit dem Kulturprozent investieren der MGB und die regio-

nalen Genossenschaften jährlich 115 Millionen Franken in Kultur, Soziales und Bildung. So schaffen sie einen Mehrwert für die Gesellschaft und Sympathien für die Migros. Mit ihrem eigenen Engagement wollen nun auch die Tochterfirmen ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft noch stärker wahrnehmen. Damit handeln sie ganz im Sinn unseres Gründers Gottlieb Duttweiler. Wie unterscheidet sich dieses Engagement inhaltlich vom Kulturprozent?

Im Gegensatz zum Kulturprozent werden wir keine eigenen Aktivitäten initiieren, sondern einmalige Projekte von begrenzter Dauer unterstützen. Das erlaubt es uns, zusätzliche Themen und


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Migros-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

gemeinnützige

aktuell | 47

Haarausfall … Kraftlose Haare … Brüchige Nägel …

Der Löwenanteil der finanziellen Beiträge kommt direkt dem unterstützten Projekt und nicht der Kommunikation zugute. Wir wollen einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen, das ist unser Anliegen. Aber natürlich hoffen wir wie beim Kulturprozent, dass sich das gemeinnützige Engagement positiv auf die beteiligten MigrosUnternehmen auswirkt. wer kann von diesen Geldern profitieren?

Wir sind zurzeit daran, ein detailliertes Konzept mit klaren Förderkriterien zu erarbeiten. Die Mittelverteilung werden wir sorgfältig und etappenweise angehen. Zu Beginn wollen wir uns vor allem den Bereichen Kultur und Nachhaltigkeit widmen. In einem späteren Schritt sollen auch der Sport und die Wirtschaftsförderung zum Zug kommen. Aber das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Für eine Anfrage um Unterstützung ist es noch viel zu früh.

… können durch Biotinmangel auftreten.

hilft, diesen Mangelzustand zu beheben. Die Entstehung gesunder Haare und Nägel

Spezialisierte Hautzellen (Epidermiszellen) in der Haarund vermehren sich durch Zellteilung und schieben sich Nagelmatrix so langsam nach oben . Dabei reifen sie und bilden das faserige Eiweiss Keratin, den Hauptbestandteil der Haare und Nägel. Keratin verleiht Haaren und Nägeln ihre Festigkeit.

So wirkt Biotin

und NagelmatrixBiotin wirkt auf die Vermehrung der Haarzellen , unterstützt die Bildung von Keratin und verbessert die Keratinstruktur.

neue Ideen zu fördern, in Ergänzung zum Kulturprozent. Betreiben sie damit nicht einfach eine Form von Sponsoring?

Nein, beim Sponsoring wird stets ein kommerzielles Ziel verfolgt. Deshalb investiert der Sponsor viel in die Kommunikation, um mehr Aufmerksamkeit und Wirkung zu erzielen. Bei unserem Engagement steht aber der Fördergedanke im Vordergrund.

Dafür ist ein Steuerungsausschuss zuständig, der aus fünf Mitgliedern besteht: Nebst mir sind dies Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion; Gisèle Girgis, Leiterin des Departements HR, Kulturelles und Soziales, Freizeit; Fabrice Zumbrunnen, Leiter der Migros-Genossenschaft NeuenburgFreiburg; sowie Hedy Graber, Leiterin der Direktion Kultur und Soziales MGB.

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Und wer entscheidet, welche Projekte künftig unterstützt werden?

Interview: Andreas Dürrenberger

Erhältlich in Apotheken und Drogerien.

Migros-kulturprozent: engagement mit tradition Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler war sich bewusst, dass Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrnehmen müssen. Deshalb ist das Kulturprozent seit 1957 in den Statuten der Migros verankert. 55 Jahre Kulturprozent bedeuten vier Milliarden Franken für Kultur, Bildung und Soziales. Der Migros-GenossenschaftsBund (MGB) und die regionalen Migros-Genossenschaften investieren jährlich rund 115 Millionen Franken in ihr gesellschaftliches Engagement. Das Geld entstammt einem fixen Anteil ihres Umsatzes.

Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.


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NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | MigroS-Magazin |

Das Osterfest soll bunt werden. Vater Peter Felix (46), Mutter Eveline (41), Tochter Anna (8) und Sohn Luca (16) zeigen uns, wie es geht. Ostern im Migros-Magazin MM 14: Oster-Menü Es ist angerichtet!

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migros-magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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Pssst! Es guckt gerade keiner. Anna stibitzt vom Tisch einen der Osterhasen. Aber auch die Ostergugelhöpfli sehen fein aus …

Ostern mit viel Liebe

Das Schönste am Osterfest ist für Familie Felix der Brunch. Mit viel Liebe und pfiffigen Ideen ist der Ostertisch besonders schön gelungen. Da hofft Anna (8), dass es keiner merkt, wenn sie einen herzigen Körnlihasen stibitzt.

D

ie Erdbeeren leuchten Leckereien fällt es schwer, so herrlich rot. Eine sich für etwas zu entscheikleine Erdbeere wird den. Eveline Felix (41) hat schon niemandem auffallen, schon früh morgens den Safdenkt sich Anna Felix, und rankranz gebacken, damit er schwupps ist die fruchtige schön frisch ist. Den mag die Beere im Mund verschwun- ganze Familie, und Mama Feden. Und der Körnlihase, der lix weiss schon jetzt, dass von so herzig guckt — den kann dem Brot nicht viel übrig Anna doch eigentlich auch bleiben wird. Auf die Körnlimitnehmen und hasen ist sie beihren Puppen zei- osTerbrÄuche sonders stolz: Den gen. Den bringt sie Teig gibt es als auch gleich zu- In den USA hat das Backmischung, rück. Am liebsten «White House Easter die man nur noch würde sie auch Egg roll» Tradition. anrühren muss. noch ein Mini- Am Ostermontag Das Formen der gugelhöpfli mit rollen Kinder im Hasen ging auch dem Marzipan- Garten des Weissen ganz leicht, und rüebli stibitzen. Hauses hartgekochmit einer frühAuch die kleinen te, bunt eingefärbte lingshaften OsterSchokohasen se- Eier mit Löffeln über schleife um den hen zum Anbeis- den rasen. Der PräHals kommen die sen aus. Bei so viel sident und seine Hasen gross raus. Mitarbeiter verteilen zudem Schoko-Eili.

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SchaufenSTer

MigroS-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

Die herzigen Osterhasen backen Sie aus Körnlibrotteig einfach selbst. Rezept unter: www.migros.ch/ ostern

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Rührei mit Avocado und Pilzen ZUTATEN 6 Eier 4 EL Crème zum Kochen ½ TL Kräutersalz 1 TL Schnittlauch ½ TL Petersilie 80 g Champignons 1 Avocado 2 EL Olivenöl 1 EL Zitronensaft Pfeffer ZUBEREITUNG Eier, Crème zum Kochen und Kräutersalz verquirlen. Schnittlauch und Petersilie hacken. Champignons in Scheiben schneiden. Avocado in mundgerechte Würfel schneiden. Öl in

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Avocado, Spanien/Chile, pro Stück, aktueller Tagespreis

einer beschichteten Bratpfanne erwärmen. Pilze darin kurz anbraten. Mit Zitronensaft ablöschen. Eimasse dazugiessen und leicht stocken lassen. Avocado beigeben. Eimasse unter gelegentlichem Rühren stocken lassen, bis sie fest ist. Mit Pfeffer abschmecken. Mit Kräutern bestreuen und sofort servieren. Zubereitung ca. 20 Minuten Pro Person ca. 13 g Eiweiss, 36 g Fett, 2 g Kohlenhydrate, 1600 kJ/380 kcal Rezept für Rührei mit Lachs: www.migros.ch/ostern

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NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | MigroS-Magazin |

Luca bastelt fürs Mami Ein richtig schönes Osternestli zu bauen, braucht schon ein bisschen Übung. Das hat sich Luca viel einfacher vorgestellt. Doch er gibt sich beim Nestlibau für seine Mutter ganz besonders grosse Mühe. Sogar Blüemli und Mäschli hat er vorab ans Körbli geklebt. Ob wohl alles Platz hat, was er gerne darin arrangieren möchte? Der Schoggihase ist das Wichtigste und muss deshalb im Mittelpunkt stehen, findet Luca. Und weil Mutter Eveline weisse Schoggi am allerliebsten mag, hat er den lustigen Pasqualino für sie ausgewählt. Daran wird sie sicher grosse Freude haben, auch wenn das Nestli am Ende vielleicht nicht ganz so perfekt aussieht, wie er sich das vorgestellt hatte. Aber die Idee und die Liebe, die darin stecken, zählen doch am Ende mehr als das Design. Ein Nestli ist schliesslich zum Naschen da und nicht nur zum Anschauen.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

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Köstliche Vorboten An Degustationsständen in grösseren Migros-Filialen laden wir Sie ab dem 30. März ein, sich kulinarisch schon fürs kommende Osterfest inspirieren zu lassen. Entdecken Sie in ausgewählten Filialen eine Vielfalt an kleinen, raffiniert angerichteten Häppchen. Weitere Infos dazu und die entsprechenden Standorte finden Sie auf www.migros.ch/ ostern

! Frey Hase Capitain John Rabbit, 240 g, Fr. 9.50 ! Hase Milch, Bio, 120 g, Fr. 3.90 ! Frey Hase Rochelino, 355 g, Fr. 10.50

Von Anna bekommt Papi ein feines Nestli In Sachen Nestlibau ist Anna im Gegensatz zu ihrem Bruder fast schon ein Profi. Aber sie hat im Vorfeld ja auch heimlich mit Tante Silvia geprobt. Gemeinsam haben sie auch das Nest für Papa Peter selbst gebastelt, aus dem Unterteil einer runden Holzschachtel, grünem Filz, Schleifenband und mit Dekorblümchen zum Aufkleben. Über so viel Kreativität wird Papa Peter ganz sicher staunen. Viele Ostereier und Schoggi-Eili müssen hinein und natürlich der grosse Rochelino-Schoggihase, weil Peter Schoggi mit Mandelsplittern ganz fein findet. Und während Anna alles sorgfältig im Nestli anordnet, kann sie es kaum erwarten, bis sie endlich ihr eigenes Osternest suchen darf, das Mama sicher schon versteckt hat. Was da wohl drin sein wird?

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Impressum Text: Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg Fotograf: Jorma Müller Assistentin: Victoria Lösch Rezepte: Saisonküche Styling: Marlise Isler Hair & Make-up: Vikon Bassil Setbau: Simi Simonet Studio: Luca Zanier Blumen: Florissimo


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NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | migros-magazin |

Erdbeerernte heisst immer noch Handarbeit. Die Früchte reifen nicht alle zur gleichen Zeit, die Pflücker gehen täglich durch die Reihen.

Willkommen, Erdbeeren

Im spanischen Huelva werden zurzeit Erdbeeren geerntet, die keine zwei Tage später schon in der Schweiz gegessen werden können.

Bilder: Gunnar Knechtel

A

ntonia Pérez Martin (35) nimmt eine Lupe zur Hand und betrachtet ein Erdbeerblatt. Die spanische Agraringenieurin arbeitet auf den Erdbeerplantagen der andalusischen Provinz Huelva im äussersten Südwesten Spaniens an der Grenze zu Portugal. Hier werden zurzeit täglich die in der Schweiz so beliebten Erdbeeren geerntet, die schon knapp zwei Tage später in der Migros verkauft werden. Pérez Martin schaut nach Schädlingen auf dem Blatt und kontrolliert dann

Fallen, in denen sich Insekten sammeln. Finden sich dort viele Exemplare einer Art, wird es Zeit für den Einsatz von Nützlingen. Das sind Insekten, die Schädlinge vernichten. Alle Erdbeeren, die an die Migros geliefert werden — mit Ausnahme der BioErdbeeren, für die noch strengere Vorschriften gelten — stammen aus integriertem Anbau. Das heisst, dass auch diese Erdbeeren naturnah und teilweise nach Methoden der ökologischen Landwirtschaft wachsen. Die Agraringenieu-

rin arbeitet für eine Kooperative, in der mehrere Erdbeerbauern organisiert sind. Sie vermarkten ihre Früchte unter einer einheitlichen Marke und nutzen gemeinsam Kühlhallen, um die Beeren für den Transport vorzubereiten. Damit schon früh geerntet werden kann, wachsen die Pflanzen auf Hügelbeeten überdacht von einem offenen Folientunnel. «Sowohl die Hügelbeete als auch die Folie sorgen für Wärme. In der kälteren Jahreszeit sind das zwischen fünf und acht Grad Celsius mehr als die


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Strenge Kontrolle Agraringenieurin Antonia Pérez Martin (35) kontrolliert die Erdbeerpflanzen regelmässig auf Schädlinge. So können bei Befall rechtzeitig Nützlinge eingesetzt werden, damit auf den Einsatz von Chemie möglichst verzichtet werden kann.

Der Bündner Importeur Arturo Iseppi (69, l.) und Antonio Martin Cabanilla (69), Präsident der Kooperative, arbeiten seit mehr als 30 Jahren zusammen. Unten: Die Früchte werden nochmals handverlesen, nur schöne Beeren stehen später in den Regalen der Migros.

Aussentemperatur. Wenn es warm ist, auch einmal zehn Grad mehr», erklärt Pérez Martin. Einer schönen Erdbeere kann sie nicht widerstehen. «Ein kalorienarmes und vitaminreiches Frühstück», sagt die quirlige Spanierin. Der Bündner Obstimporteur Arturo Iseppi ist seit 30 Jahren gut vier Monate im Jahr für die Migros in Huelva. Er ist gern gesehener Gast, auch wenn er die Erdbeeren kontrolliert und die strengen Migros-Richtlinien durchsetzt. Mit dem Präsidenten der Kooperative SAT La

Rondela, Antonio Martin Cabanilla, arbeitet er von Anfang an zusammen. Iseppi kontrolliert auch den Zuckergehalt. «Wenn die Erdbeeren nicht süss genug sind, werden sie gar nicht erst verladen», sagt er. Die spanischen Pflücker gehen täglich durch die Reihen und ernten nur die reifen Beeren, deformierte Früchte wandern in einen Korb für die industrielle Verarbeitung, etwa für die Konfi-Herstellung. Im Zweifel landet auch mal eine Beere im Mund. Text: Claudia Schmidt

Erdbeeren Bio, 250-g-Schale, Spanien, aktueller Tagespreis Erdbeeren, 500-g-Schale, Spanien, aktueller Tagespreis


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NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | MigroS-Magazin |

Migros Bio Die Natur weiss, was gut ist. Bio steht für eine naturnahe, nachhaltige Landwirtschaft und Fischzucht. Fisch und Meeresfrüchte erhalten Biofutter und leben in grosszügig bemessenen Gehegen in Süss- oder Meerwasser. Unabhängige Kontrollen rechtfertigen die Zertifizierung.

Feine Fische, fairer Fang

Bild und Styling: Lotti Bebié

Wer Fisch isst, sollte auf Label und Herkunft achten. Damit hilft man als Konsument mit, den Fischbestand der Meere und Seen zu schonen.

D

ie Köstlichkeiten der Meere haben längst den Weg in unser Land gefunden. Die Schweizer konsumieren jährlich circa 71 000 Tonnen Fisch und Seafood. Pro Kopf sind das 9,1 Kilogramm. Fisch ist gesund, beliebt und fast überall erhältlich. Aber Vorsicht: Die langjährige Überfischung der einst so fischreichen Meere und Seen hat dazu geführt, dass 80 Prozent der Fischbestände weltweit bedroht sind. Bedroht

sind aber nicht nur die Fischbestände. Haie, Seevögel, Meeresschildkröten, Delfine und Wale verenden als Beifang, der vierzig Prozent des Fangs ausmacht, in den Netzen. Hier kann nur ein nachhaltiger Fischkonsum helfen,das Gleichgewicht wieder herzustellen. Die Migros lässt als Mitglied der WWF Seafood Group das Sortiment regelmässig bewerten. Gefährdete Arten werden nicht angeboten. Achten Sie darum bei Ihrem

Fischeinkauf auf Label und Herkunft der Fische und Meeresfrüchte. Aufgrund unterschiedlich grosser Fangmengen — auch bewusst hervorgerufen durch Fangquoten — kann es vorkommen, dass die Migros ihr Frischfischsortiment nicht immer vollständig zum Verkauf anbieten kann. Die kompetenten Mitarbeiter in den bedienten Rayons beraten Sie über die passende Alternative für Ihr Fischmenü. Text: Heidi Bacchilega


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MigroS-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

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Aus der Region. Für die Region. Aus Wildfang oder Aquakultur aus Ihrer Region (AdR).

Forelle im Gemüse-Weisswein-Sud Für 4 Portionen 1 Karotte, 50 g Lauch, 50 g Sellerie, 1,5 dl Weisswein, Salz, 3 dl Wasser, 4 Bio-Forellen, 60 g Butter, 1 Zitrone, 1⁄2 Bund Petersilie 1 Alle Gemüse in feine Scheiben schneiden. Mit Wein und Salzwasser in einer weiten Pfanne 5 Minuten kochen lassen. Forellen mit kaltem Wasser abspülen. In den GemüseWein-Sud legen. Zugedeckt bei kleiner Hitze 10 Minuten gar

ziehen lassen. Garprobe machen: Mit einem spitzen Messerchen beim Rückgrat einstechen; wenn sich das Fleisch gut von den Gräten löst, ist der Fisch gar. 2 Zum Servieren Butter schmelzen, aufschäumen lassen, bis sie leicht braun ist. Zitrone vierteln. Petersilie hacken. Forellen und Gemüse mit einer Lochkelle aus dem Sud heben und auf vorgewärmte Teller legen. Mit Butter beträufeln und mit Petersilie bestreuen. Zitrone separat dazuservieren.


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MigroS-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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Mit Actilife ist man immer eine Nasenlänge voraus.

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port treiben in der Schweiz 40 Prozent aller 15- bis 74-Jährigen mehrmals wöchentlich. Bewegung ist eine wichtige Säule für unser Wohlbefinden. Dafür benötigen wir ausreichend Vitamine und Mineralstoffe. Basis ist eine ausgewogene Ernährung. Bei sportlich sehr aktiven Menschen hilft Actilife, den Mehrbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen zu ergänzen. Die

speziell für Sportler empfohlenen Produkte enthalten Mineralstoffe wie Magnesium und Kalzium für Muskeln und Knochen. Die Gelenkbeweglichkeit kann mit Glucosamin und Chondrotinsulfat unterstützt werden. Als neustes Produkt ergänzt Actilife Sport das Sortiment. Es dient zur Unterstützung bei Training und Wettkampf. Text: Dora Horvath Bild: Daniel Kellenberger

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MigroS-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

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Glatt und fein soll sie sein

Die Haarentfernungsmittel von Primex heissen neu «I am hair removal». Wer seine Haut von Härchen befreien möchte, liegt auch mit der neuen Linie richtig.

M Bild: ZVG

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ehr denn je entspricht ein glatter, härchenfreier Körper dem weiblichen Schönheitsideal. Jährlich investieren wir 12,5 Millionen Franken, um die lästigen Überbleibsel der Evolution an den Beinen, in den Achselhöhlen und der Bikinizone loszuwerden. Allen Frauen, die sich nicht täglich rasieren möchten, bietet die neue Linie «I am hair removal» eine breite Palette an

Haarentfernungsmitteln. Die diversen Kaltwachsstreifen zur Depilation, die Enthaarungscreme und der Enthaarungsschaum zur chemischen Haarentfernung waren bisher unter der Marke Primex erhältlich. An der wirksamen Rezeptur wurde mit dem Markenwechsel aber nichts verändert. Die rosa Sensitive-Linie ist für die empfindliche Haut konzipiert. Text: Dora Horvath

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SCHAUFENSTER 70 |

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FOOD

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NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | MIGROS-MAGAZIN |

GUT & GÜNSTIG CIRCA FR. 8.60

Orecchiette mit Rucola Nachtessen für 4 Personen ■ 125 g Rucola in 2 Portionen teilen. Circa Fr. 3.20 ■ 1 Esslöffel Olivenöl mit einer klein gehackten Knoblauchzehe und einer Messerspitze Chilipulver leicht erhitzen. Einen Teil Rucola sowie eine Hand voll Basilikumblätter beigeben und kurz zusammenfallen lassen. Circa Fr. 0.30 ■ Die Kräutermischung mit 1 Esslöffel Öl und 2 Esslöffeln Halbrahm pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Circa Fr. 0.30 ■ 500 g Orecchiette bissfest garen und mit der Sauce vermischen. Restlichen Rucola unterheben. Anrichten und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Circa Fr. 2.85 ■ 100 g Ricotta über die Orecchiette bröckeln und leicht salzen. Mit je einem halben Esslöffel geriebenem Sbrinz und ein paar Tropfen gutem Olivenöl servieren. Circa Fr. 1.95

Frühlingspasta: Orecchiette mit Rucola.

Startklar zum Fernsehabend Snacks für Entdecker

Vegetarische Frühlingsrollen, scharfe Jalapeños, Falafel, Dim Sum und vegetarische Samosa – heisser Fingerfood ist rund um die Welt beliebt. Kulinarische Entdecker kommen bei dieser Apéro-Box voll auf ihre Kosten. J. Bank’s Explorer’s Finest Apéro Snack, tiefgekühlt, 309 g, Fr. 8.30* * In grösseren Filialen.

Siegerchips

Nüsse in feiner Hülle

Diese Knabbermischung gibts nur in der Migros: Ein Mantel aus Honig und Senf gibt den knusprigen Cashew- und Erdnüssen einen besonderen, süss-scharfen Pfiff. Party Honey-Mustard Nuts, Nussmischung Honig/Senf, 150 g, Fr. 2.40* * In grösseren Filialen.

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Sie, liebe Kunden, durften testen und abstimmen, welches die beiden neuen Limited Editions von Terra Chips werden sollen. Aus 12 000 Vorschlägen machten Sunny Forest mit Pilz-, Speckund Zwiebelgeschmack und Malaknesa mit Essiggurken und Dill das Rennen. Terra Chips, z. B. Malaknesa, 100 g, Fr. 3.50*

Jedes Jahr läutet der saisonale OrangenPfirsich-Saft von Anna’s Best den Frühling ein. Die Fangemeinde freuts, jetzt ist der Saft wieder zu haben. Er wird aus reinem Saft ohne Zuckerzugabe hergestellt. Anna’s Best Orangen-Pfirsich-Saft, 75 cl, Fr. 4.20*

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* Nur saisonal erhältlich.


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SchaufenSTer

MigroS-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

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Fetziges

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nonfood | 71

raPPenSPaLTe

Na, wer wird Fussball-Goalgetter? Das fetzige Sport-Outfit ist bestimmt ein Treffer. Gibts jetzt im SportXX, wo auch passende Schuhe, Schoner und Socken zu haben sind. Nike Shirt in Violett, Schwarz, Anthrazit, Fr. 39.90* Nike Shorts in Schwarz, Fr. 44.90* * In ausgewählten SportXX-Filialen.

Saftiges Wir Schweizer sind Hundefans! Klar, dass man für seinen vierbeinigen Freund das Beste will. Dazu gehören bestimmt die saftigen Salami-Würstli-Snacks von Asco mit 90 Prozent Fleischanteil. Durch das schonende Herstellungsverfahren bleiben die Würstli weich und entwickeln einen aromatischfleischigen Duft. Für Bello eben das Beste. Asco Snacks Salami, 100 g, Fr. 2.90

Flitziges Es gibt sie in Grün, Gelb, Blau und Rot – jede Farbe steht für einen eigenen Charakter. Die trendigen Renner von Hot Wheels lassen Kinderherzen höher schlagen. Dazu gibts passende Accessoires, mit denen sogar Doppelloopings möglich sind. Macht bestimmt Spass! Team Hot Wheels, Double Loop Launch, Fr. 37.80

Trendiges Modern-mediterrane Eleganz strahlt die Kollektion Brissago mit den beigen Baumwollsitzkissen und roten Zierkissen des neuen Gartenmöbel-Sortiments aus. Sie besteht aus Sofa, Sessel und Hocker. Jetzt bei Do it + Garden Migros und Micasa erhältlich. Sofa, Fr. 389.– Hocker/Couchtisch, Fr. 129.– Sessel, Fr. 229.–

Giulia Steingruber (18) aus Gossau SG, Kunstturnerin und Sportlerin des Jahres, zählt zu den heissesten Medaillenanwärterinnen bei der Sommerolympiade in London. Giulia Steingruber, wie viel verdienen Sie?

Schwierig. Pro Monat bekomme ich 500 Franken. Dazu kommen Preisund Sponsorengelder, wobei meine Eltern die grössten Sponsoren sind. Was war Ihre teuerste Auslage im vergangenen Jahr?

Das iPhone 4.

Was war Ihr grösster finanzieller Verlust im vergangenen Jahr?

Ich verliere ständig meine Kontaktlinsen im Training. Das geht ganz schön ins Geld. Wofür geben Sie gerne viel Geld aus?

Für Kaffeetrinken bei Starbucks.

Und wofür gar nicht?

Für Zigaretten.

Haben Sie materielle Wünsche?

Ja, ich will den Autoführerausweis. Wann und wie viel haben Sie das letzte Mal gespendet?

Den Sternsingern im Quartier, wie viel ist Nebensache. Was ausser Geld haben Sie noch in Ihrem Portemonnaie?

Fotos meiner Freunde, Kreditkarte und die ID. Welches ist Ihr Spartipp?

Lest immer die Sonderangebote im Migros-Magazin, es lohnt sich. Interview: Eugen Baumgartner


saisonküche 72 |

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Daniel bumann

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Nr. 13, 26. März 2012 | migros-magazin |

Ein Walliser zieht die goldenen Fäden

Als knallharter Restauranttester durchleuchtet Daniel Bumann Gastbetriebe und schaut den Chefköchen auf die Finger. Das Migros-Magazin hat den Spiess umgedreht und den Walliser Spitzenkoch in seinem Restaurant besucht.

S

«Kochen ist ein harter Beruf.»

pitzenkoch Daniel Bumann (53) aus La Punt bei St. Moritz wartet mit Gattin Ingrid vor seinem Restaurant Chesa Pirani und ruft uns auf Walliserdeutsch zu: «Schöne güete Tag mitenand. Wie wärs mitra Sterchig nach der langu Zugfahrt?» Dann of­ feriert er uns in einem Beizli gleich um die Ecke ein Vesperplättli und heissen Kaffee. Während der Stärkung erzählt uns Daniel Bumann, wie er in seiner TV­ Sendung auf dem TV­Sender 3+ den Restaurant­Buhmann spielt, Gastbe­ trieben und deren Köchen auf die Finger und in die Töpfe schaut, auf verdorbene Lebensmittel stösst, ungelerntes Perso­ nal und unfähige Chefs vorfindet, die er dann mit harten Worten zurechtweist. «Bumann, der Restauranttester zu sein, ist keine leichte Aufgabe», erklärt der Spitzenkoch mit 18 Gault­Millau­ Punkten. «Finanziell angeschlagene Restaurants sehen oft nicht ein, dass Kochen und Gastronomie ein knüppel­ harter Beruf ist. Es braucht meinerseits viel Einfühlungsvermögen und diplo­ matisches Geschick, um plausibel zu er­ klären, was falsch läuft. Leider sieht man in der Sendung nicht immer, wie und warum es zu meinen harten Aussagen kommt. Dafür ist die Sendezeit zu kurz.»

Der maître arbeitet sehr konzentriert, exakt und flink Nun gehts gestärkt und gwunderig in die Gastroküche des Spitzenkochs. Er möchte für uns schottischen Lachs mit Süsskartoffeln und Safranfäden zu einer köstlichen und nicht alltäglichen Vor­ speise verarbeiten. Selbstverständlich nach einem eigenen Rezept! In der Kü­ che des Chesa Pirani sieht es ganz anders aus als in den Küchen, die im Fernsehen gezeigt werden. Hier findet man keine schmuddeligen Töpfe, verspritzte Ar­

Schottischer Lachs, Süsskartoffeln, Kokosmilch, frische Gewürze und Kräuter sind parat. Safranfäden – die goldenen Fäden – sind bei dieser Vorspeise ein Muss.

Aufgetischt

■ Was haben Sie immer auf Vorrat zu Hause? Was für eine Frage. Ich brauche täglich frische Produkte: von Fisch, Fleisch bis hin zu Kräutern und Gemüse. Am liebsten aus der region. ■ Wie oft kochen Sie pro Woche? Im restaurant während der Saison täglich. zu Hause kocht meine Frau Ingrid. Und das macht sie genauso gut wie ich. ■ Kochen ist für Sie … … eine komplexe Angelegenheit, vielseitig herausfordernd. ■ Was würden Sie nie im Leben essen? Meine Augen prüfen und sagen mir, ob etwas essbar ist oder nicht. Ich esse alles. ■ Mit wem würden Sie gerne mal essen gehen? Im Moment mit Uli Hoeness und Ottmar Hitzfeld. Wir drei an einem Tisch – das wäre spannend.


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Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

SaiSOnküChe

Daniel BUMann | 73

Von oben: ! Daniel Bumann schneidet das schottische Lachsfilet in zwei gleich grosse Tranchen. ! Die Süsskartoffeln schält er und schneidet sie in Würfel. ! Die Süsskartoffelwürfel, die entkernte Chilischote und die Gewürze werden in Kokosmilch geköchelt. ! Anschliessend streicht Daniel Bumann die Masse durch ein Netz. Fertig ist das Süsskartoffelpüree.


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Busreisen vom Spezialisten 4 Tage ab Fr.

Mozartfest Würzburg 1. Tag: Schweiz-Würzburg Anreise nach Würzburg. Abendessen. Besuch des Sinfoniekonzertes im Kaisersaal der Residenz, 2. Tag: Würzburg Geführte Besichtigung durch das beeindruckende Würzburg mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Am Abend „Mozartnacht“ in der Residenz. Erleben Sie in verschiedenen Sälen hochkarätige Klavierkonzerte. 3. Tag: Ausflug Mainuferweg Ausflug zur einzigen von Balthasar Neumann erbauten Rundkirche in Holzkirchen. In Lohr, am Tor zum Spessart erleben Sie einen originellen geführten Rundgang mit anschliessendem Mittagessen, begleitet von einer Weindegustation. Freier Abend in Würzburg. 4. Tag: Würzburg-Schweiz

925.–

Fakultativer Besuch des Klaviermatinées im Fürstensaal der Residenz am Vormittag. Am frühen Nachmittag Rückfahrt in die Schweiz. Reisedatum Do. 07.06. - So.10.06.12 Preis pro Person in Fr. Katalogpreis Für Schnellbucher Einzelzimmerzuschlag Aufpreis Kat.1 Konzert 07.06.12 Matinée am 10.06. Kat. 1

Inbegriffen • Fahrt im Deluxe-Bus • 3 x HP (1x Abend-, 2x Mittagessen, Frühstück) • Stadtführungen Würzburg, Lohr • Weindegustation • Konzertkarten 07.06. Kat. 2, 08.06. Kat. 1 • Reiseleitung ab/bis Schweiz

Erfurter Domfestspiele 1. Tag: Schweiz-Erfurt Anreise nach Erfurt in Thüringen. 2. Tag: Erfurt Geführte Besichtigung durch die beeindruckende historische Stadt mit der in Europa einmaligen Krämerbrücke und dem prächtigen Mariendom. Am Abend erleben Sie die Oper „Die Lombarden“ von Verdi unter freiem Himmel auf den Stufen des Mariendoms. 3. Tag: Weimar und Arnstadt In Weimar wandeln Sie auf den Spuren von Goethe, Schiller und Liszt. Nach dem Mittagessen Fahrt nach Arnstadt. Geführter Stadtrundgang durch die Bachstadt und Besuch der international bekannten Puppenstadt „Mon Plaisir“.

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1. Tag: Schweiz-Neusiedl a.See Via München, Salzburg und Wien nach Neusiedl a. See. 2. Tag: Eisenstadt Besichtigung des Schlosses Esterházy inkl. Konzertmatinée mit dem Haydnquartett in Originalkostümen. Am Abend Besuch der Première „Die Fledermaus“ in Mörbisch. 3. Tag: Bratislava Bratislava ist bekannt für ihre malerische und völlig neu renovierte Altstadt. Geführter Stadtrundgang. Am Abend erleben Sie die Oper „Carmen“ im grössten Steinbruch Europas, dem Römersteinbruch. 4. Tag: Nationalpark Seewinkel Schiffsrundfahrt auf dem Neusiedler-See mit Besuch des Nationalparkes Seewinkel. Anschliessend Weingartenführung mit Weindegustation und einem Heurigenbuffet.

4. Tag: Erfurt-Schweiz Rückreise via Bamberg, Nürnberg zurück in die Schweiz. Reisedatum Mi. 18.07. - Sa. 21.07.12

Stadtrundfahrt und Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Nachmittag frei. Am späten Nachmittag Fahrt zum Erlebnisweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul. Führung, Weinprobe und Winzerbuffet.

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Inbegriffen • Fahrt im Deluxe-Bus • 3 x HP (2x Abend-, 1x Mittagessen, Frühstück) • Besichtigungen inkl. Eintritte • Eintritt DomStufen-Festspiele • Reiseleitung ab/bis Schweiz Einsteigeorte: Aarau, Arbon P , Basel, Bern, Luzern, Olten, Ruswil P , St. Gallen, Sursee, Windisch P , Winterthur, Zürich P Annullationsschutz Fr. 20.– / max. Fr. 30.– Auftragspauschale Fr. 20.– / max. Fr. 40.–, gratis für VIP Travel-Club Mitglieder

1090.– 5. Tag: Neusiedl a. See – Schweiz Rückreise in die Schweiz. Reisedatum Mi. 11.07. - So. 15.07.12 Preis pro Person in Fr. Katalogpreis Für Schnellbucher Einzelzimmerzuschlag Oper St. Margrethen 1. Kat.

Fahrt im Deluxe-Bus nach Dresden. 2. Tag: Dresden

3. Tag: Sächsische Schweiz Fak. Ausflug in die Sächsische Schweiz. Besuch der Festung Königstein. Mittagessen. Gemütliche Schifffahrt auf der Elbe. Am Abend geniessen Sie den Besuch der Semperoper. 4. Tag: Dresden-Schweiz Rückfahrt nach dem Frühstück.

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Inbegriffen • Fahrt im Deluxe-Bus • HP (Abendessen/Frühstück) • Heurigenbuffet • Karten Kat. 5, „Die Fledermaus“ • Haydnmatinée • Ausflüge Nationalpark Seewinkel, Bratislava • Reiseleitung ab/bis Schweiz 4 Tage ab Fr.

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Reisedatum Do. 14.06.-So.17.06.12 Oper „La Traviata“ Do. 01.11.-So.04.11.12 Oper „Die Zaubeflöte“ Preis pro Person in Fr. Katalogpreis Für Schnellbucher Einzelzimmerzuschlag Aufpreis Oper 1. Kat. Aufpreis Oper 2. Kat. Sächsische Schweiz fak. Inbegriffen • Fahrt im Deluxe-Bus • ZF (Zimmer/Frühstück) • 2 x Abendessen • Stadtführung in Dresden • Führung Weingut inkl. Weinprobe • Eintritt Semperoper Kat. 3 • Reiseleitung ab/bis Schweiz

915.– 875.– 130.– 110.– 95.– 60.–


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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

maturen und kein dreckiges Geschirr. Bei Bumann ist es blitzblank, alles hat seinen Platz – vom Salzgefäss bis zu den Messern. Daniel Bumann arbeitet konzentriert, exakt, flink – und das fordert er auch von seinen Mitarbeitern. «Für heute Abend sind wir ausgebucht, also <turbo-turbo>», ruft er den Köchen zu. Erstklassige Qualität ist Bumann wichtig, und das heisst für ihn: Alle Zutaten, die er und sein Team brauchen, werden täglich frisch eingekauft. Vom Schnittlauch bis zum Fisch. Spezialitäten des Hauses sind ein grosses Safranmenü mit sieben Gängen und ein kleines mit sechs Gängen – natürlich mit Safran aus dem Wallis. Auch die Aufgabenteilung in der Chesa Pirani ist klar: Ehefrau Ingrid ist für die Gästebetreuung zuständig, während der Chef den Kochlöffel schwingt. Zweimal im Jahr kreiert er neue Safranmenüs. «Die besten Ideen für Rezepte mit und ohne Safran kommen mir beim Joggen in den Engadiner Bergen in den Sinn.»

Seine Leidenschaften: Kochen, Sport und schönes Porzellan Jetzt schält er Süsskartoffeln, zupft mit der Fischpinzette noch vorhandene Gräten aus dem Lachsfilet und erzählt von seinen Leidenschaften: Kochen, Sport und schönes Porzellan. «Die Gäste wollen Einmaligkeit. Das gilt nicht nur für Gaumen und Service – auch das Ambiente muss stimmen. Das fängt bei der Tischwäsche an und hört beim Käsebesteck und exklusivem Geschirr auf.» Bumann kommt ins Schwärmen, zeigt uns seine Geschirrsammlung. Auf die Teller von Rosenthal Versace (ein Teller kostet 250 Franken) ist er besonders stolz. Wir probieren derweil das vom Maître fein Angerichtete. «Köstlich!« lautet das einhellige Urteil. «So, jetzt muss ich aber noch was besorgen», unterbricht Daniel Bumann unsere Lobeshymnen – und weg ist er. Turbo-turbo eben! Text: Sonja Leissing Bilder: Daniel Aeschlimann

www.chesapirani.ch www.3plus.tv (ab 3.4. wöchentlich, 22 Uhr)

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DANIEL BUMANN | 75

Lachs mit Süsskartoffeln und Kokos-Safran-Sauce Vorspeise für 4 Personen oder als Hauptgericht für 2 Personen

Zubereitung ca. 40 Minuten Pro Person bei 4 Personen ca. 18 g Eiweiss, 29 g Fett, 30 g Kohlenhydrate, 1950 kJ/470 kcal

ZUTATEN

280 g Süsskartoffeln 3 dl Kokosnussmilch ½ Chilischote Salz, Pfeffer 320 g Lachsfilet ohne Haut, in Rohessqualität Butter zum Bepinseln 1 Zweig Dill für die Garnitur

Sauce

½ Chilischote ¼ Stängel Zitronengras 1 Kafirlimettenblatt, aus dem Delikatessengeschäft 1 Limette 2 dl Kokosnussmilch 10 g Maisstärke Salz, Pfeffer 3–4 Prisen Safranfäden

Süsskartoffelsalat

120 g Süsskartoffeln 2 EL Olivenöl 1–2 EL Limettensaft Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG

1 Süsskartoffeln in Stücke schneiden. Mit Kokosmilch, Chili, Salz und Pfeffer circa 20 Minuten weich kochen. Chili entfernen. Süsskartoffeln durch ein feines Sieb streichen oder durch die feine Scheibe des Passe-vites treiben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2 Inzwischen Backofen auf 60 °C vorheizen. Lachsfilet halbieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Teller mit Butter bepinseln. Lachs darauflegen und mit Frischhaltefolie zudecken. In der Ofenmitte circa 20 Minuten garen. 3 Für die Sauce Chili entkernen. Chili, Zitronengras und Kafirblatt sehr fein hacken. Limettenschale fein abreiben. Limette auspressen. Alles mit Kokosmilch aufkochen. Stärke mit wenig Wasser anrühren. Maisstärke zur Sauce giessen. Sauce sämig einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Safran abschmecken. 4 Für den Salat Süsskartoffeln in zündholzgrosse Streifen schneiden. In reichlich Salzwasser circa 2 Minuten bissfest blanchieren. Mit dem Öl mischen. Mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. 5 Zum Fertigstellen Lachs halbieren. Mit Süsskartoffelpüree, -salat und Sauce anrichten. Mit wenig Dill dekorieren.

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Lachs nach Belieben länger garen. ACHTUNG: Frischfisch in Rohessqualität braucht spezielle Verarbeitung. Bitte erkundigen Sie sich beim Fachangestellten an der Fischtheke.

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KüchenKunde 76 |

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Safran

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Nr. 13, 26. März 2012 | MigroS-Magazin |

Crocus Sativus Kurz vor der Ernte leuchten die Staubfäden der Safranblüte rot. Die Gemeinde Mund oberhalb Naters im Wallis ist der einzige Ort in der Schweiz, wo nach jahrhundertealter Tradition das kostbare Gewürz angepflanzt wird.

Himmlische Fäden

Safran wird von Feinschmeckern und Köchen auf der ganzen Welt als Gewürz geschätzt. Auch in der Schweiz werden die kostbaren Fäden angebaut. In Mund, oberhalb Brig.

F FoodRedaktorin Sonja Leissing

rüher nannte man ihn das «gelbe Gold», denn Safran kostete tat­ sächlich mehr als das Edelmetall. Auch heute noch zählt er, vor Vanille und Kardamom, zu den teuersten Aromen der Welt. Ein Gramm von erstklassiger Qualität kostet bis zu 16 Franken. Den hohen Preis bezahlen Feinschmecker und Köche aber gerne, denn Safran ist sehr ergiebig. Bei guter Qualität reichen wenige Safranfäden oder eine Messer­ spitze Pulver aus, um Speisen ein herr­ liches Safranaroma zu geben und sie

leuchtend gelb zu färben. Etwa 90 Pro­ zent der Gesamtmenge kommt aus dem Iran, der Rest aus Marokko, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland und der Türkei. Die tolle Nachricht ist: Auch bei uns im Wallis, genau genommen in Mund, wird Safran angebaut. Im Gegen­ satz zum Frühlingsboten Krokus blühen die Safrankrokusse im Herbst. Die Blütenkelche des Crocus Sativus bergen den kostbaren Schatz: rotfädige, dreigeteilte Blütennarben — die Safran­ fäden. Sie riechen aromatisch und haben

eine kräftig orange­rote Farbe. Für ein Kilogramm Safran braucht es 150 000 Blüten, die ausschliesslich in Handarbeit geerntet werden. Aufgrund des hohen Preises gehört Safran zu den Gewürzen, die am meisten gefälscht werden — und dies schon seit Ewigkeiten. Vor allem Safranpulver animiert zum Betrug. Anstelle von Safran werden oft Kur­ kuma oder die zermahlenen Blüten der Färberdistel untergemischt. Für Laien ist richtiger Safran vom gefälschten kaum zu unterscheiden. Hier rate ich:


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KüchenKunde

MigroS-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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Safran | 77

Blüten Die Safranfäden werden ausschliesslich von Hand gepflückt. Für ein Kilogramm braucht es etwa 150 000 Krokusblüten. In Mund VS werden jährlich 2,5 bis 3 kg Safran auf einer Anbaufläche von 18 500 Quadratmetern geerntet und getrocknet. Der einheimische Pfarrer Erwin Jossen gründete 1979 die Munder Safranzunft.

Fäden

Verwenden Sie Safranfäden und zermahlen Sie diese im Mörser zu Pulver. Echter Safran ist im Gegensatz zu gefälschtem sehr aromatisch und hat einen leicht bitteren Geschmack. In der Küche braucht man nur wenige Fäden oder wenige Prisen Safranpulver. Ob Bouillabaisse, Emmentaler Lammvoressen oder Paella: Safran färbt die Speisen mit sattem Gelb und gibt ihnen einen würzigen, leicht bitteren Geschmack. Es ist also nicht verwunderlich, dass Safran in fast allen Küchen dieser Welt geschätzt wird. Asiaten verwenden ihn gerne zusammen mit starken Gewürzen wie Zimt oder Muskat. Auch gesundheitlich hat Safran viel zu bieten. Die indische Ayurvedalehre setzt ihn schon seit über 2000 Jahren als Heilmittel ein. Er soll gegen Depressionen nützen. Wie auch immer: Mich macht ein Risotto alla Milanese auf jeden Fall glücklich. Immer wieder. Rezepte unter: www.saison.ch

Bilder: Keystone, Stockfood

Munder Safranfäden sind rar. Darum behalten die Mitglieder der Safranzunft den grössten Teil für den Eigengebrauch. Kleine Mengen landen in den Safranrisotti diverser restaurants in Mund.


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Migros-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

Migros BaseL | 79

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Die Welt tanzt an

Das Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps kommt nach Basel.

Bilder: zVg

D

rei Compagnien von internationalem Renommee zeigen im Rahmen des Migros-Kulturprozent Tanzfestivals Steps ihre neuesten Werke in der Kaserne und im Theater Basel. Sowohl klassische Ballettratten als auch die Fans der internationalen Tanzszene werden begeistert sein. Neben etablierten Künstlerinnen und Künstlern stehen auch junge Talente wie die Choreografin Sharon Eyal aus Israel mit der norwegischen Compagnie Carte Blanche auf dem Programm. Mit Corps de Walk zeigt Norwegens nationale Compagnie für zeitgenössischen Tanz zusammen mit ihrer israelischen Gastchoreografin ein Stück, das als eine wahre Augenweide bezeichnet werden darf. Aus Kanada kommt Edouard Lock, der in den 1980er-Jahren für Popstars wie David Bowie und Frank Zappa gearbeitet hat. Er zeigt mit seiner Compagnie LaLaLa Human Steps Spitzentanz in atemberaubender Virtuosität und Geschwindigkeit. In Basel bietet die Company aus Montreal mit dem Werk «New Work» ihres extravaganten Choreografen fantastischen Tanz auf Spitze mit Livemusik. Ferner wartet das renommierte Ballet National de Marseille mit 25 Tänzerinnen und Tänzern auf. Mit Choreografien von Lucinda Childs, Frédéric Flamand und Emanuel Gat präsentiert es reine Raumkunst. Text: Priska M. Thomas Braun

Nicht verpassen Montag, 23. April, Kaserne Basel, 20 Uhr: Carte Blanche aus Norwegen Donnerstag, 26. April, Theater Basel, 20 Uhr: LaLaLa Human Steps aus Kanada Freitag, 27. April, Theater Basel, 20 Uhr: Ballet National de Marseille aus Frankreich Tickets unter: www.steps.ch (print@home, gebührenfrei), bei allen Starticket-Vorverkaufsstellen oder unter www.starticket.ch oder 0900 325 325, Fr. 1.19/Min.) Beim Kauf von drei Tickets für drei verschiedene Veranstaltungen gewährt das MigrosKulturprozent Tanzfestival Steps einen Rabatt von 33 Prozent. Dieses Angebot gilt nur bis 7. April. Bestellungen mittels Talon im Programmheft oder auf www.steps.ch. Die Aktion ist nicht kumulierbar mit anderen Vergünstigungen. Vorverkauf im Theater Basel, Billettkasse

Die Compagnie LaLaLa Human Steps aus Montreal zeigt fantastischen Tanz auf Spitze.


IHRE REGION 80 |

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MIGROS BASEL

S

aisonalität, Qualität, Nähe, Frische, Geschmack und Echtheit kennzeichnen die Produkte aus der Region. Sie stehen aber auch für Genuss und ein gutes Lebensgefühl der Konsumentinnen und Konsumenten. Ferner garantieren die landwirtschaftlichen Erzeugnisse, welche die Migros Basel «Aus der Region. Für die Region.» anbietet, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Bevor diese Agrarprodukte jedoch in die Migros gelangen, sind die regionalen Produzenten mit Herz und Hand bei der Arbeit. Jetzt, unmittelbar vor Ostern, steht ein Besuch bei Eierlieferant Jörg Rieder in Rothenfluh an. Er arbeitet sowohl in seinen Hühnerställen in Rothenfluh wie auch in der Eierpackerei und im Büro in Gelterkinden. Jörg Rieder wurde letzten Herbst als einer von fünf ausgewählten regionalen Produzenten mit dem Herzblut-Preis der Migros Basel ausgezeichnet. Diese Anerkennung der regionalen Bauern ergibt Sinn. Besonders bei der Tierhaltung vergleichen immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten die Bedingungen, die zum Teil im Ausland herrschen, mit jenen in der Schweiz. Sie schätzen daher die Nachverfolgbarkeit und den Besuch der regionalen Höfe, der jedem Ausflügler möglich ist.

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NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | MIGROS-MAGAZIN |

Ei, ei, ei – bald ist Ostern

Ein Ausflug nach Rothenfluh führt direkt zu Jörg Rieders Hennen und ihren frischen Eiern.

Gelegenheit für Kinder, Legehennen zu besuchen Jörg Rieder zum Beispiel führt immer wieder Schulklassen durch seinen Betrieb. Viele Kinder wissen heutzutage kaum mehr, woher die landwirtschaftlichen Produkte stammen. Daher gibt der Eiermann den interessierten Primarschülerinnen und Schülern Gelegenheit, seine Legehennen zu besuchen. Das schönste Erlebnis sei für die Schulkinder, einmal ein Huhn auf den Arm zu nehmen, seine feinen, weichen Federn zu streicheln und es einfach ein Weilchen zu halten, sagt Jörg Rieder zu diesem Angebot, das die Lehrerinnen und Lehrer direkt bei ihm buchen können.

Zusehen, wie Küken im Brutkasten schlüpfen Eine weitere Möglichkeit, sich über die Produktion von Eiern zu informieren, bietet in drei Wochen die Muba. Fachleute und Produzenten vermitteln dort viel Wissenswertes rund ums Ei sowie über die regionalen Eierproduzenten und deren Legehennen. Ferner erklären sie den Besucherinnen und Besuchern, welches Label für welche Aufzucht beziehungsweise für welche Hennenhaltung steht. Zur Beantwortung individueller Fragen

ist jeweils ein Produzent am Stand anwesend. Das Ei als Produkt an einer Publikumsmesse zu propagieren, ist Jörg Rieder wichtig. Im Turnus mit anderen Produzenten und Betriebsleitern ist er am Informationsstand des Vereins der Nordwestschweizer Eierproduzenten anzutreffen: «Ohne auf die ewige Frage einzugehen, ob erst das Huhn oder das Ei war, zeigen wir einen Brutkasten, in dem man mit etwas Geduld Küken schlüpfen sieht. Ferner kann man sich mit feinen Crêpes und Eierlikör verköstigen oder sich in der Kocharena mit einem Suppenhuhn stärken», verspricht der Eiermann. Text und Bild: Priska M. Thomas Braun

Küken und Eier an der Muba Interessierte finden an der Muba einen 140 Quadratmeter grossen Infostand zu Eiern aus der Region. Neben viel Wissenswertem wird ein vielfältiges Programm mit einem Spiel- und Quizparcours sowie attraktiven Preisen geboten. Feine Crêpes und Eierlikör runden die Informationen und vielfältigen Aktivitäten ab. Freitag, 13., bis Sonntag, 22. April, täglich 10 bis 18 Uhr, Degustationen bis 20 Uhr. Eierstand beim Themenbereich «Herkunft Schweiz», Halle 2.2. (Degustationshalle) im 2. Stock www.muba.ch


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ihre region

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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Migros BaseL | 81

Migros-Vorverkauf

«Abba Mania» kommt «Alice im Wunderland»

■ In Basel: Info­Schalter Migros Claramarkt, 1. Stock; Kundendienst MParc Dreispitz, 1. Stock ■ In Füllinsdorf: Kundendienst Migros Schönthal ■ In Allschwil: Kundendienst Migros Paradies

Donnerstag, 29. März, 20 Uhr, Musical Theater Basel. «Abba Mania» bringt goldene Ohrwürmer der 1970er­Jahre. Preise: von Fr.45.– bis 90.–. Im M­Vor­ verkauf gibt es eine reduktion von Fr. 10.– pro Karte auf alle Kategorien, s. links. reguläre Karten unter Ticket­ Hotline: 0900 800 800 (Fr. 1.19/Min., Festnetztarif) Infos: www.actnews.ch und www.ticketcorner.ch

Genossenschafterinnen und Genossenschafter erhalten einzelne Veranstaltungen vergünstigt. Erkundigen Sie sich vor Ort. Tickets können auch mit Kreditkarten bezahlt werden. Weitere Infos unter www.migrosbasel.ch

Sonntag, 22. April, 11 Uhr. Theater Arlecchino, Amerbachstrasse 14, Basel. Die als Dialektgeschichte aufgeführte Version begeistert Kinder ab vier Jahren und natürlich auch ihre erwachsenen Begleitpersonen. Preise: Kinder Fr. 7.– (statt Fr. 15.–) Erwachsene Fr. 12.– (statt Fr. 20.–) Vergünstigte Karten sind nur im M­Vorverkauf erhältlich.

Jörg Rieders Legehennen geniessen den freien Auslauf.

Herkunft ist nicht einerlei

Immer mehr Konsumenten wollen wissen, woher die Produkte kommen.

Eierlieferant Jörg Rieder in einem seiner beiden luftigen Ställe in Rothenfluh. Das Geflügel hat freien Auslauf, den es bei gutem Wetter nach Belieben benutzt.

Bild: Dominique Milani

J

örg Rieder hat das Business von der Pike auf mitbekommen. Seine Geflügelfarm ging aus dem elterlichen Bauernbetrieb hervor und ist seit 1970 auf Geflügelhaltung spezialisiert. Er übernahm den Hof nach Abschluss der Meisterprüfung im Jahr 1995 von seiner Mutter. Heidi Rieder, eine der ersten Geflügelmeisterinnen der Schweiz, hat den Hof zuvor als reinen Aufzuchtbetrieb geführt. Noch heute ist der Verkauf von Junghennen ein Nebenerwerb aus den Gründungsjahren. Entsprechend aktiv und attraktiv präsentieren sich Jörg Rieders junge Hennen mit ihrem vollen weissen Gefieder. Seit über 15 Jahren beliefert die Familie Rieder die Migros Basel. Mit inzwischen täglich 10 000 frischen Eiern ist

sie heute ihr grösster regionaler Eierlieferant. 12 000 Legehennen hält Jörg Rieder in den grosszügigen Ställen mit viel Auslauf in Rothenfluh. Sein Büro und die Verpackungsanlagen befinden sich in Gelterkinden. Die hiesige Kundschaft kennt den sympathischen Unternehmer aus den Werbekampagnen der Migros Basel und als Eier-Repräsentant an der Muba. Dank kurzer Transportwege und einer regionalen Verankerung ist Jörg Rieder schnell und flexibel. Neben Qualität und Frische interessiert die Kundschaft auch die Nachverfolgbarkeit der Herkunft und die Bedingungen für die Aufzucht. Jörg Rieders Legehennen, die er in seinen beiden Betrieben am Dorfeingang von Rothenfluh hält, geniessen freien Auslauf. Je nach Witterung und

Tageszeit wählen die Hennen den geräumigen und lichtdurchfluteten Freilaufstall, den überdachten Aussenbereich oder die Wiesen. Durch diese Haltung sowie dank hochwertigem Futter auf rein pflanzlicher Basis erzielt Geflügelmeister Rieder eine hochstehende Qualität bei seinen Produkten. Dank eines ausgeklügelten Baus der Legenester rollen die gelegten Eier sanft auf ein Laufband. So können sie leicht, effizient und ohne die Hennen zu stören eingesammelt werden. Danach werden die fragilen Produkte sortiert und datiert und zum Schluss sorgfältig verpackt. Schon am nächsten Morgen fährt der Chef die zerbrechliche Fracht in die Verteilzentrale der Migros Basel in Münchenstein.

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS BASEL, 4002 Basel, Tel. 058 575 55 44. E-Mail: Mitglieder.reg@migrosbasel.ch

Text: Priska M. Thomas Braun


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

MIX | 85

IT’S A WILD WORLD

Die Schweizer lieben Deutschland über alles

Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild

Kleine Kinder und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen, ist für viele Mütter nicht so einfach.

Familie geht vor

Eine neue Studie wirft das Dogma über den Haufen, dass Mütter unbedingt berufstätig sein möchten.

K

rippenplätze und staatlich geförderte Betreuungsangebote für Kinder sind in der Schweiz ein heiss diskutiertes Politikum. Landauf, landab verlangen Frauenorganisationen und vor allem linke Politiker mehr solche Angebote. Sie wollen damit den Müttern die Möglichkeit geben, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Und das geht am besten mit einem Teilzeitjob. «Viele Mütter würden gerne mehr arbeiten, haben aber Schwierigkeiten, erschwingliche Krippenplätze und später Tagesschulen zu finden», sagt die Entwicklungspsychologin Pasqualina Perrig-Chiello (58) von der Universität Bern.

Bild: Ute Grabowsky/photothek.net

44 Prozent können nicht so arbeiten, wie sie möchten Laut dem Familienbericht Schweiz 2008 können 44 Prozent der Mütter aufgrund fehlender und geeigneter Betreuungsinfrastrukturen ihr Arbeitspensum nicht nach den eigenen Vorstellungen einteilen und ausleben. Doch nun bringt eine europäische Umfrage das Dogma der freudig arbeitenden Mutter arg ins Wanken: Jede vierte Mutter möchte sich lieber um die

Familie kümmern, statt 100 Prozent zu arbeiten. Das zeigt eine Befragung des Mouvement Mondial des Mères (Weltbewegung der Mütter) von fast 12 000 Müttern in 16 europäischen Ländern. Je jünger die Kinder sind, umso grösser ist der Wunsch, nicht arbeiten zu müssen: Im ersten Lebensjahr des Kindes sind es 78 Prozent der Mütter, die der Familie den Vorzug geben. 61 Prozent möchten sich in den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder ausschliesslich der Familie widmen. Erst ab dem vierten Lebensjahr des Kindes sinkt der Anteil auf 37 Prozent. Und: Nur gerade eine von zehn Müttern will tatsächlich Vollzeit arbeiten. Offensichtlich ticken die Uhren der Schweizer Mütter ein wenig anders als jene der europäischen Mamas. Vollzeitmutter oder Teilzeitangestellte? Beides hat Vor-, aber auch Nachteile. Viel wichtiger ist jedoch, dass die Mutter in der gemeinsamen Zeit voll und ganz für ihr Kind da ist. Text: Thomas Vogel

www.facebook.com/MigrosMagazin Die Mütter-Umfrage: Wie viel möchten Sie im Idealfall neben der Kinderbetreuung arbeiten?

Letztes Jahr bescherten die Schweizer Deutschland knapp 4,8 Millionen Übernachtungen. Sie sorgten so in den deutschen Hotels und auf Campingplätzen für eine Steigerung von 14 Prozent gegenüber 2010. Damit belegt die Schweiz erstmals Platz zwei der wichtigsten Auslandmärkte Deutschlands — hinter den Niederlanden, aber vor den USA. ■ Immer beliebter wird dabei die Ostsee. Seit dem 25. März fliegt Helvetic Airways ab Zürich zur norddeutschen Hansestadt Rostock. Ab Mai hebt die gleiche Fluggesellschaft ab Bern und Zürich nach Heringsdorf ab. Alternative mit dem Zug: City Night Line fährt im Juli/August jeden Freitagabend ab der Schweiz auf die Insel Rügen.

■ Heringsdorf (Bild) ist das vornehmste

deutsche Seebad auf Usedom. Die politisch zwischen Deutschland und Polen geteilte Insel hat gut 40 Kilometer lange und 60 Meter breite Traumstrände. Schon Kaiser Wilhelm fühlte sich hier wohl, leider aber auch NaziBonzen und danach die Stasi-Oberen, die oft in denselben Villen wohnten. ■ Ein Geheimtipp ist das bloss 17 Kilometer lange, autofreie Hiddensee mit flach abfallenden Stränden, Dünen und Sanddornbäumen. 68 Prozent des Eilands steht unter Naturschutz. Die Unterkünfte, meist Ferienwohnungen, müssen teilweise über ein Jahr im Voraus reserviert werden. Nirgendwo in Deutschland scheint die Sonne öfters als an der Ostsee.


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LeBen

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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MiX | 87

5 fragen an … … Gregor Waller (41), Leiter des Forschungsschwerpunktes Psychosoziale Entwicklung und Medien an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) über Castingshows für Kinder.

«Misserfolg kratzt am Selbstwert» 1

RTL plant eine Castingshow für 4- bis 14-Jährige. Im Bild Liam Leufgen (4) in der diesjährigen Staffel von «Deutschland sucht den Superstar» (www.zeit. de, 15.3.2012).

Gregor Waller,was macht Castingshows wie «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) so populär, dass sogar Kinder teilnehmen wollen?

Wie Jugendliche und junge Erwachsene erhoffen sich auch Kinder von Castingshows das berühmte Quäntchen Ruhm. In den Shows stehen die Kandidaten für kurze Zeit im Fokus der Öffentlichkeit, für viele ein Traum. Dabei werden sie zu Eintagsfliegen in der Glamourwelt der Unterhaltungsindustrie.

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Sind es nicht oft die Eltern, die mit Hilfe ihrer Kinder ein paar Minuten Ruhm erheischen wollen?

Oft projizieren Eltern ihre Hoffnungen und Wünsche in ihre Kinder. Eltern erträumen sich eine vermeintlich bessere und extravagantere Zukunft für ihre Sprösslinge. Ein Leben als Star, das ihnen selbst verwehrt blieb. Mitunter spielen auch finanzielle Motive eine Rolle.

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Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Eltern, die ihre Kinder ins mediale Rampenlicht zerren, können die Wirkung ihrer Handlung nicht einschätzen. Die Chancen, durch eine Castingshow nachhaltig Erfolg in der Showbranche zu haben, sind sehr klein. Ein Grossteil der Kandidaten muss mit Misserfolg rechnen, und das kann am Selbstwert kratzen. Wird DSDS für Kids gleich aufgezogen wie DSDS, wird wohl bald der Kinderund Jugendschutz eingreifen.

4

Wie wirkt es sich auf die kindliche Psyche aus, wenn sie Dieter Bohlens Spott und Erfolgsdruck ausgesetzt werden?

Einige können damit wohl gut umgehen und machen gewisse Lernerfahrungen. Andere zerbrechen am Spott und werden nach einem Auftritt auch im realen Leben gehänselt. Es gibt Kandidaten, die nach einem missratenen TV-Auftritt ihren Wohnort wechseln mussten.

5

Kinder lernen in DSDS, dass es okay ist, sich über die Leistung anderer Menschen lustig zu machen. Ist die Gefahr nicht gross, dass sie dies später auch tun?

Hier sind die Eltern gefordert. Sie sollten sich solche Sendungen gemeinsam mit den Kindern anschauen und ihnen erklären, dass das Kleinmachen anderer Leute und der Spott zu den Showaspekten der Sendung gehört und sich vom realen Leben unterscheidet. So lernen Kinder und Jugendliche den kritischkompetenten Umgang mit derartigen TV-Shows — und nehmen sich die Protagonisten dieser Formate nicht als Vorbilder. Interview: Thomas Vogel Den ganzen «Zeit»-Artikel lesen Sie unter www.migrosmagazin.ch

Mein garten

Der Schwager bleibt dieses Mal verschont Auch Gartenexpertin Haia Müller kann noch was dazulernen.

Früher rückte bei meiner Grossmutter im Frühling die Störschneiderin an. Gemeinsam wurde entschieden, was sie für den weiblichen Teil des Haushalts anfertigen sollte. Nach ein paar Tagen war die Garderobe modisch auf dem neuesten Stand, und die Schneiderin ging ein Haus weiter. Daran erinnerte ich mich beim Blick in meinen Garten. Nicht dass ich ihm ein modisches Outfit verpassen möchte. Doch die braunen Wedel des

Chinaschilfs stehen noch immer ziemlich traurig in der Landschaft. Da der Rücken nach meinem Unfall noch nicht sehr beugewillig ist, wusste ich nicht, wie ich den Grasbüscheln zu Leibe rücken sollte. Bis mir die rettende Idee kam: Ich fragte meinen Schwager, ob er nicht als Störschneider einen Tag bei mir anheuern könne. Natürlich nicht mit Nähkästchen und Schnittmuster, sondern mit der Gartenschere. Er sagte so-

fort zu, in Unkenntnis dessen, was ihm blühen würde. Nicht nur die verdorrten Gräser, auch die Ramblerrosen sollten zurückgeschnitten werden. Dachte ich. Bis ich in einem Fachbuch entdeckt habe, dass die Bobby James am vorjährigen Holz blüht und als Ausnahme unter den Rosen im Frühling nicht geschnitten werden darf. Mein Schwager wird sich sicher freuen, dass ihm die dornenvolle Arbeit erspart bleibt.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

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MIX | 89

MIGROS-BANK-RATGEBER

Das Risiko mit den «Eidgenossen» Ich habe gelesen, dass bei den Staatsanleihen die Gefahr einer Blase bestehe. Das überrascht mich. Kann ich mit Schweizer Bundesobligationen trotzdem Geld verlieren?

Illustration Rebekka Heeb

Daniel Lang, Leiter Produktmanagement bei der Migros Bank

Es mag paradox erscheinen: «Eidgenossen», also Schweizer Staatsanleihen, stehen für höchste Sicherheit. Trotzdem können Sie damit Verluste erleiden. Ein Beispiel soll zeigen, wieso. Drehen wir die Zeit zwölf Jahre zurück: Anfang 1999 emittierte die Eidgenossenschaft eine Anleihe mit einer 50-jährigen Laufzeit (bis ins Jahr 2049) und einem Zinssatz von vier Prozent. Doch bei den Anlegern stiess die Obligation damals – mitten im Aktienboom – auf wenig Interesse. Umso grösser war die Nachfrage nach Technologietiteln. Wer beispielsweise Aktien der Waadtländer Firma Kudelski kaufte, konnte den Einsatz in wenigen Monaten verachtfachen. Die 50-jährige Staatsanleihe hingegen verzeichnete zunächst einen Kursverlust von über zehn Prozent. Dann begann sich das Blatt zugunsten der «langweiligen» Obligation zu wenden – am Anfang nur zögerlich und von der breiten Anlegerschaft kaum bemerkt. Doch mit dem Beginn der Finanzkrise hat die Staatsanleihe zu einem

wahren Höhenflug angesetzt: Der Kursgewinn liegt inzwischen bei 75 Prozent, wie die Grafik verdeutlicht. Zusammen mit den Zinseinnahmen von jährlich vier Prozent hat der Käufer seit 1999 sagenhafte 120 Prozent verdient! Nun zu Ihrer Frage nach der Verlustgefahr: Wenn Sie die Staatsanleihe zum aktuellen Kurs von 175 Prozent kaufen und bis zum Ablauf im Jahr 2049 behalten, gehen Sie keinerlei Risiken ein. Allerdings beträgt die Rendite auf Verfall magere 1,4 Prozent, weil ja der Kurs bis zur Rückzahlung in 37 Jahren wieder auf 100 Prozent sinken muss.

Ein zweistelliger Kursverlust wäre durchaus möglich Falls Sie die Obligation aber vor dem Verfall verkaufen, tragen Sie das Risiko eines Kursverlusts. Weshalb? Bei einem Anstieg des Zinsniveaus büssen bestehende, tiefer verzinste Obligationen an Attraktivität ein. Je länger die Restlaufzeit der Anleihe ist, desto grösser ist ihr Kursverlust. Nehmen wir konkret an, die Zinsen erreichen wieder das gleiche Niveau, das sie vor zwölf Monaten letztmals hatten: Beim «Eidgenossen» mit Laufzeit bis 2049 würde der Kurs dadurch um happige 22 Prozent einbrechen. Bei einer zehnjährigen Staatsan-

Anleihen schlagen Aktien 100 % 75 % 50 % 25 0% -25 % -50 % 1999

2001

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Schweizer Staatsobligation 1999-2049

2007

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Swiss Market Index (SMI)

Kursentwicklung der Schweizer Staatsobligation mit Verfall 2049 sowie des Schweizer Aktienindex SMI

leihe hätten Sie einen Verlust von immerhin elf Prozent zu verkraften. Freilich, verglichen mit der Technologieblase bleibt das Risiko bei Staatsanleihen sehr moderat. Beim ehemaligen Highflyer Kudelski zum Beispiel ist der Kurs von seinem Höchstwert um 97 Prozent gefallen. Rechnen Sie mit einem Kurseinbruch bei Obligationen? Diskutieren Sie mit unter: www.facebook.com/migrosbank

ÖKOLOGIE IM HAUSHALT

EGO-COACH: IN 36 SCHRITTEN ZU MEHR SELBSTBEWUSSTSEIN

Bedrohte Wildbienen fördern

Schritt 27: Selbstironie macht sympathisch

Ob blaue Holzbiene, Langhorn-, Pelz- oder Blutbiene – pünktlich zum Frühlingsanfang werden auch die Wildbienen wieder aktiv. Etwa 580 Arten leben in der Schweiz, viele sind bedroht. Mit dem Bau von Nisthilfen können Sie den für das Bestäuben vieler Pflanzen wichtigen Tierchen helfen. Schon auf kleinstem Raum, auf dem Balkon oder Fensterbrett, lässt sich ein Wildbienennistplatz anlegen. Bauanleitungen oder Fertigprodukte sind im Internet zu finden. Tipps und Tricks für noch mehr Umweltschutz im Alltag finden Sie auf: www.wwf.ch/tipps

Wer es schafft, über sich selbst zu lachen, gewinnt an selbstbewusster Haltung. Gerade diese Fähigkeit schafft Sympathie in der Umgebung. Ein erster Schritt hin zur souveränen Selbstironie ist, nicht alles auf sich zu beziehen: Also, wenn jemand oder mehrere in Ihrer Nähe oder gar hinter Ihrem Rücken lachen, gehen Sie davon aus, dass nicht Sie gemeint sind. Lassen Sie sich nicht verunsichern. Und sollten Sie doch gemeint sein, dann lachen Sie einfach mit. Ihre Aufgabe: Gehen Sie einmal in sich und suchen Sie nach Ihren Schwachstellen. Wo kann man Sie leicht verletzen? Sind es die Füs-se, die schütteren Haare, die breiten Hüften oder Ihr Dialekt? Überlegen Sie sich nun einen witzigen Satz, mit dem Sie antwor-

ten, wenn jemand eine dumme Bemerkung über Ihr kleines Manko macht. Ein Beispiel: Jemand fragt, wie es sei, sich morgens mit dem Schwamm zu frisieren – also sich die wenigen, übrig gebliebenen Haarsträhnen über die kahlen Stellen zu wischen. Sie antworten: «Wo Hirn ist, müssen Haare weichen.» Stellen Sie sich die Situation bildhaft vor, und freuen Sie sich schon darauf, eine plumpe Bemerkung mit Ihrer geschliffenen Antwort zu kontern. Übrigens kannte auch Hermann Hesse den hohen Witz der Selbstironie, wie folgendes Zitat zeigt: «Aller höhere Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.»

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Auf dieser Reise erwarten uns Inseln, grüne Deiche, Ebbe und Flut, der Nationalpark Wattenmeer, die Marsch, aber auch Kultur und Geschichte in interessanten, durch den Seehandel und die Fischerei gewachsenen Städten und Dörfern.

Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Hamburg. Hinreise via Karlsruhe, Frankfurt, Kassel, Hannover nach Hamburg. 2. Tag: Hamburg. Heute steht die Besichtigung der Hansestadt Hamburg, nach Berlin die grösste Stadt Deutschlands, auf dem Programm. Anschliessend unternehmen wir eine Hafenrundfahrt. Kaum eine andere Stadt der Welt kann einen derart abwechslungsreichen Hafen präsentieren. In den unzähligen Hafenbecken der Nordund Südelbe können wir Seeluft schnuppern und die Ozeanriesen bestaunen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung für individuelle Besichtigungen und Shopping. 3. Tag: Hansestadt Lübeck. Ausflug nach Lübeck, der «Königin der Hansestädte». Auf einer geführten Besichtigung lernen wir die «Stadt der sieben Türme» mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten kennen. 283=

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Mächtige Backsteinkirchen, geschichtsträchtige Bürgerhäuser und malerische Höfe prägen Lübeck. Die Altstadt ist von der Unesco zum «Kultur- und Naturerbe der Welt» deklariert worden. Am Nachmittag verlassen wir Lübeck auf ungewöhnliche Art: Bei der Moltkebrücke startet die romantische und gemütliche Wakenitz-Schifffahrt. Wir fahren entlang der ehemaligen grünen Zonengrenze, durch ein malerisches Landschaftsschutz- und Erholungsgebiet, bis zum Ratzeburger See. 4. Tag: Nordseeküste und Insel Sylt. Fahrt von Hamburg auf die dänische Insel Römö. Wir fahren mit der Autofähre bis nach Sylt zum Lister-Hafen. Das Nordseebad List ist geprägt durch die faszinierende Naturlandschaft mit den in Deutschland einzigartigen Wanderdünen und durch die bunte Atmosphäre des Hafens. Sylt ist die grösste der nordfriesischen Inseln und die höchste Erhebung ist die Uwe-Düne mit 52 Metern. 40 Kilometer Sandstrand mit bunten Strandkörben, eine raue Brandung an der Westseite, das stille Wattenmeer im Osten, urwüchsige Dünen und grüne Deiche erwarten uns hier. Unter kundiger Führung entdecken wir die Schönheiten der Insel. Mit dem Autozug geht es anschliessend von Westerland über den Hindenburgdamm bis nach Niebüll. Wir durchqueren so das Naturschutzgebiet Nordfriesisches Wattenmeer. Auf der Rückreise geniessen wir ein Nachtessen im lokalen Restaurant. 5. Tag: Fakultativer Ausflug ins Alte Land. Das Alte Land ist heute das grösste geschlossene Obstanbaugebiet Nordeuropas und liegt an der Elbe zwischen Stade und Finkenwerder. In der über 1000 Jahre alten Stadt Stade haben wir Zeit für einen kleinen Bummel. Fahrt durch die idyllische Landschaft des Alten Landes bis nach Jork. Kaffee und Kuchen auf einem Obsthof. Anschliessend entdecken wir die vielen stattlichen Höfe mit dem charakteristischen Altländer Fachwerk, die Mühlen und die Obstgärten. 6. Tag: Hamburg–Celle–Fulda. Heute verlassen wir Hamburg. Fahrt entlang der typischen Landschaft der Lüneburger Heide. In der Herzogsstadt Celle, am Südrand der Heide, haben wir Zeit für einen Bummel durch die Altstadt mit ihren malerischen Fachwerkhäusern. Weiterfahrt südwärts nach Fulda, unserem letzten Übernachtungsort.

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Wir wohnen fünf Nächte im guten Mittelklasshotel InterCity Hamburg Hauptbahnhof T-� � �+ (off. Kat.****) das unmittelbar im Stadtzentrum, nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt liegt. Die komfortablen und grosszügigen Zimmer sind ausgestattet mit Dusche/ WC, Klimaanlage, Haartrockner, Minibar, Direktwahltelefon und Fernseher mit Videokanälen. Das Hotel verfügt weiter über ein Restaurant und eine Bar. Zusätzlich ist die kostenfreie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Hamburg inbegriffen. Auf der Rückreise Eine Übernachtung im guten Mittelklasshotel Holiday Inn Fulda T-� � �+ (off. Kat. ****).

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Unsere Leistungen ■

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LeBen

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

neUes VoM zoo-DoKtor

«Hitparade? Nein danke!» Andreas Reinhart (38), Projektleiter Unternehmenskommunikation Migros Zürich

Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (36) berichtete jede Woche aus dem Basler Zoo über seine spannende Arbeit.

1

Bild: zoo Basel

Welcher Radiosender ist Ihr Favorit?

DRS 1 — weil dieser Sender die Hitparade ignoriert und anständige Nachrichten bringt.

Wir implantieren Mayhan ein Verhütungsmittel: Zusammen mit der Tierärztin Karin Federer bereite ich das Schneeleopardenweibchen für den Eingriff vor.

«

MiX | 91

gefäLLt Mir

Wir mussten das Liebespaar trennen

Die Meldung der Tierpfleger, dass Mayhan nach der letztjährigen Geburt von drei putzmunteren männlichen Schneeleoparden (siehe Migros-Magazin 44/2011) erneut paarungsbereit sei, erstaunte mich wenig. Aus dem Leben in freier Wildbahn ist zwar bekannt, dass Schneeleopardenweibchen auch gerne mal eine Babypause einlegen und nur jedes zweite Jahr Junge zur Welt bringen, je nach den äusseren Umständen wie etwa Futter- und Partnerangebot in ihrem kargen Lebensraum. Sind die Umweltbedingungen aber gut, wie im Zolli, kann es auch jedes Jahr Nachwuchs geben. Sofort haben wir den für das Europäische Erhaltungszuchtprogamm (EEP) zuständigen schwedischen Kollegen über Amors Wirken informiert. Da im letzten Jahr ein wahrer Nachwuchssegen bei Schneeleoparden in verschiedenen Zoos zu verzeichnen war, konnte er unserem Zolli-Liebespaar für dieses Jahr keine Zuchtempfehlung geben. Schweren Herzens mussten wir Mayhan von ihrem Pator (4) trennen. Das mag erstaunen, sind doch Schneeleoparden in der freien Wildbahn vom Aussterben bedroht. Im geschützten Zooumfeld fehlen allerdings viele bestandesregulierende Einflüsse, sodass schnell ein Überschuss entstehen kann. Die Wie-

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Welches Musikstück holt Sie aus der Krise?

3

Mein Lieblingsbuch ist …

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Welches war der erste Kinofilm in Ihrem Leben?

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Welcher Film rührt Sie zu Tränen?

6

Meine Lieblingsserie im Fernsehen heisst …

Aktuell «Locust» von Machine Head.

… im Moment die beiden Bände «Unnützes Wissen» der Neon-Redaktion.

Bye-bye, Stefan Hoby! Mit diesem Beitrag verabschiedet sich Stefan Hoby von den Leserinnen und Lesern des Migros-Magazins. Der zolli-Tierarzt berichtete seit dem vergangenen Herbst jede Woche über seine Arbeit im Basler zoo. Er liess uns hautnah an freudigen und traurigen Momenten seiner Arbeit teilhaben und vermittelte uns spannende Einblicke in Eigenarten und Lebensweise der Tiere. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei Stefan Hoby. Ab Migros-Magazin Nr. 15 berichtet an dieser Stelle ein anderer Tierarzt über seinen Alltag.

deransiedlung von Zootieren in der freien Wildbahn kann in ausgewählten Fällen sinnvoll sein, doch müssen solche Vorhaben bis ins Detail geplant werden, und geeigneter Lebensraum muss vorhanden sein. Deshalb ist es heute meine Aufgabe, Mayhan ein kleines Implantat in Form eines Hormonstäbchens unter die Haut zu platzieren. Damit setzt ihr Sexualzyklus für einige Monate aus. Verhütungsmittel werden im Zolli nur mit äusserster Zurückhaltung verwendet, denn Fortpflanzung mit Partnersuche, Balz, Paarung, Trächtigkeit und Jungenaufzucht ist ein wichtiger Bestandteil im Leben der Tiere. Als Alternative bliebe das Dezimieren der Jungtiere durch Schlachten oder Einschläfern.

»

«Jonathan Livingston Seagull». Die Filmmusik ist von Neil Diamond. Viele — «Straight Story» etwa, die Geschichte eines Rentners, der 600 Kilometer mit dem Aufsitzrasenmäher fährt, um seinen kranken Bruder zu besuchen, oder der Liebesfilm «One Day».

… «Die Sendung mit der Maus». Das ist noch echtes Qualitätsfernsehen.

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Wann möchten Sie auf keinen Fall von Ihrem Handy gestört werden?

Im Kino.

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In meiner Freizeit liebe ich es …

… Zeit mit meiner Tochter zu verbringen, Freunde zu treffen, Musik und lange Spaziergänge zu machen.

9 10

Meine Lieblings-Websites sind …

… Google und Wikipedia.

Was machen Sie abends als Letztes?

Dunkel.

Aufgezeichnet von: Daniel Schifferle


Leben 92 |

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In Form

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Nr. 13, 26. März 2012 | mIgros-magazIn |

Nur noch kurz die Welt retten Von Termin zu Termin hetzen, E-Mails checken, telefonieren: Stress und dauerndes Multitasking führen früher oder später zu einem Burn-out – und verursachen Kosten in Milliardenhöhe.

M

uss nur noch kurz die Welt retten, danach flieg ich zu dir. Noch 148 713 Mails checken, wer weiss, was mir dann noch passiert», singt der deutsche Chartstürmer Tim Bendzko und bringt damit das heutige Lebens­ gefühl vieler Menschen auf den Punkt: immer gestresst und unter Hochspannung. Die Agenda von morgens bis Mitternacht durch­ geplant. «Ich wär so gern dabei gewesen, doch ich hab viel zu viel zu tun, lass uns später weiterreden», heisst es in Bendzkos Hit «Nur noch kurz die Welt retten». Weltretter befinden sich perma­ nent unter Hochspannung, hetzen von einem Termin zum nächsten, beantworten noch schnell mit der

«Die beste Burn-out-Prophylaxe: Entschleunigen Sie Ihr Leben!» Toni Brühlmann (63), ärztlicher Direktor der Privatklinik Hohenegg in Meilen ZH

einen Hand ein E­Mail, während sie mit der anderen schon den nächs­ ten Termin über das iPhone vorbe­ reiten. Multitasking heisst das beim Computer.

Permanenter stress führt unweigerlich ins Verderben Nur ist der Mensch keine Maschine. Der Homo multitaskus läuft immer am Anschlag, steht unter Dauerstress, und zwar medizinisch gesehen. Denn im Unterschied zur Alltagssprache, in der Stress oft mit Termindruck gleichgesetzt wird, spricht der Mediziner von Stress, wenn eine Person an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stösst und sich auf dem Weg zu einem Burn­out befindet. «Personen, die unter


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 13, 26. März 2012 |

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IN FORM | 93

Ana Stagljar (39), Coach und Supervisorin aus Zürich

«Auf die Begeisterung folgt die Ernüchterung. Wer dann nichts tut, kann erkranken.»

Ana Stagljar erlitt vor zehn Jahren ein Burn-out: «Damals wusste ich noch nicht einmal, dass es so ein Phänomen gibt.»

«Ich liebte meinen Job als Marketingund Kommunikationsleiterin. Jeder im Unternehmen nahm mich als Powerlady wahr. Als ich 30 war, erkrankte ich — nichts Dramatisches, aber es war ein Warnsignal. Ich übersah das genauso wie die Tatsache, dass meine vier Säulen im Leben — Gesundheit, Privatleben, Beziehung und Arbeit — nicht mehr im Einklang standen. Ohne es zu merken, begann ich Raubbau an meinem Körper zu betreiben. Ich ging immer weniger zum Sport, und ich traf meine Freunde immer seltener. Im Job stand ich zwölf Stunden unter Dauerstress. Die Folge: Schlafstörungen. Das Aufstehen wurde zur Tortur, Duschen zur Qual und der Gang zur Arbeit zur Hölle. Auf harmlose Fragen reagierte ich plötzlich gereizt. Ich fragte mich immer öfter: Wer ist an meinem Übel schuld? Da beschloss ich zu kündigen. Als ich einen Termin in der Personalabteilung hatte, schaute mich die Kollegin an und sagte mir auf den Kopf zu: ‹Du kündest in deiner Verfassung nicht. Du hast ein Burnout.› Meine Hausärztin empfahl mir, in die Paracelsus-Klinik Al Ronc ins Tessin zu gehen. Hier wurde mein Körper entgiftet, und unter anderem folgten eine Basen- und Sauerstofftherapie. Danach nahm ich mir bewusst eine Auszeit und belegte ein Coachingprogramm. Nach zwei Jahren wusste ich endgültig, dass ich in der Firma kündigen musste. So begann ich mit meiner Ausbildung zum Coach. Mit dem Basiscoaching lernte ich nach innen zu schauen, mich selber zu entwickeln, und ich wurde darauf sensibilisiert, wer ich bin, was ich will und was ich kann. Seit der Ausbildung teile ich heute die Coachingfirma Plan8 mit meiner Kollegin Sandra Henlein. Meine Klienten sind Führungskräfte, Selbständige und alleinerziehende Mütter, die an Erschöpfungsdepression erkrankt sind.» Aufgezeichnet von: Jacqueline Jane Can

Mehr Infos unter: www.plan8.ch


Leben 94 |

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In Form

Burn­out leiden, haben das Ge­ fühl, dass ihre Batterien leer sind», erklärt dazu Toni Brühl­ mann, Leiter des Kompetenz­ zentrums Burn­out an der Pri­ vatklinik Hohenegg in Meilen. «Sie fühlen sich verbraucht und ausgelaugt.» Grossen Anteil an einem Burn­out hat auch die moderne Technik. Mit iPhone, iPad und Co. ist man permanent erreich­ bar und immer abgelenkt. Doch ein Burn­out tritt nicht von einem Tag auf den anderen auf, es entwickelt sich schleichend über längere Zeit. «Warnsignale sind Schlaflosigkeit und un­

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klare körperliche Beschwerden wie Kopfweh, Herzrasen oder Verdauungsbeschwerden», so Brühlmann. Aber auch Zer­ streutheit oder fehlende Ent­ spannung. Er betont, dass Stress nicht per se, sondern die Ver­ arbeitung von zu viel Stress un­ gesund sei.

acht milliarden Franken pro Jahr nur wegen stress Dass ein Leben am Limit Folgen hat, zeigen Stressstudien des Staatssekretariats für Wirt­ schaft (Seco). Demnach fühlte sich im Jahr 2010 jeder dritte Schweizer Erwerbstätige häufig

oder sehr häufig gestresst. In der Welschschweiz gab gar jeder Zweite an, häufig gestresst zu sein. Im Jahr 2000 traf das erst auf jeden vierten zu. Um die geforderten Leistun­ gen am Arbeitsplatz dennoch erbringen zu können, greift inzwischen mindestens jeder dritte Betroffene entweder auf leistungsfördernde oder auf schmerzstillende Medikamente zurück. Dass diese hohe Belastung nicht spurlos an den Betroffenen vorbeizieht, zeigen die dadurch verursachten Kosten. Allein für die erwerbstätige Bevölkerung

Das sagt Der experte

«Ruhe ist anspruchsvoll» Toni Brühlmann (63) aus Männedorf ist seit 23 Jahren ärztlicher Direktor der Privatklinik Hohenegg in Meilen. Toni Brühlmann, wer ist besonders von Burn-out betroffen?

Alle Menschen, die unter Dauerstress stehen, wie Personen in Führungs­ positionen oder Leute im Erziehungs­, Gesundheits­ und Sozialwesen.

Toni Brühlmann

Wieso spricht man immer mehrvon Burn-out und nicht einfach von Depression oder Ängsten?

Man hat auch heute noch Angst vor Stigmatisierung. Bei Burn­out ist das weniger der Fall, weil es eher mit einer wichtigen beruflichen Position verbun­ den und als Folge einer zu grossen Ar­ beitsmenge angesehen wird. Viel Stress zu haben, ist nicht diskriminierend. Wie entkommt man der Burn-out-Falle?

Sind Menschen mit einem Burn-out bereit, ihr Leben zu ändern?

Ja, fast alle, die ein Burn­out durchge­ macht haben, sind auch bereit, Ver­ änderungen im Leben vorzunehmen. Burn­out ist auch eine Chance, mehr zu sich zu finden. Was hilft, dem Stress zu entkommen?

Meditative Praktiken wie Yoga oder Shiatsu sind geeignet, um wieder zu sich selbst zu kommen. Sie sind ein Frei­ heitstraining, in dem man lernt, sich vom Alltag abzugrenzen. Aber das ist nicht jedermanns Sache. Denn Ruhe ist anspruchsvoll. Hilfreich kann auch sein, sich an frühere Lei­ denschaften und Hobbys oder an al­ te Freundschaften zu erinnern, um diese wieder auf­ zunehmen.

«Planen Sie Erholung und Entspannung in Ihre Agenda ein.»

Der erste Schritt ist, die eigene Überforde­ rung zu erkennen und ernst zu nehmen. Dann darf man sich nicht nur als Opfer schwieriger Arbeitsverhältnisse sehen. Den übermässigen Stress verursacht man auch selber, etwa weil man glaubt, immer perfekt sein zu müssen. Es ist wichtig, die Verantwortung für seinen Zustand wieder vermehrt in die eigenen Hände zu nehmen und nicht beim Chef oder der Gesellschaft zu belassen.

Ist Sport geeignet, um Stress abzubauen?

Ja, aber nur, wenn man ihn nicht in der Managerhaltung absolviert, also zwi­ schen zwei Termine quetscht. Planen Sie darum Bewegung und Erholung gezielt in Ihre Agenda ein. Regelmässig Ferien auf das Jahr verteilt zu planen, hilft ebenfalls, sich zu entspannen und zu erholen.

NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | mIgros-magazIn |

Nehmen Sie sich die Zeit, alle zwei Stunden eine kurze Pause zu machen.

So entschleunigen Sie den Alltag wirksam ! Gestalten Sie Ihre Agenda grosszügiger mit Pausen, mit genug Zeit zwischen den Terminen und fest eingetragenen Auszeiten wie Sport oder Spaziergängen. ! Schalten Sie Ihre Kommunikationsmittel wie Handy, iPad oder E-Mail bewusst ab, wenn Sie sich auf eine Arbeit konzentrieren. ! Räumen Sie abends den Schreibtisch auf. Legen Sie nur das zurecht, was Sie am nächsten Morgen zuerst in Angriff nehmen möchten. ! Vermeiden Sie bewusst Multitasking und erledigen Sie immer nur eine Aufgabe, auf die Sie sich dann aber voll konzentrieren. ! Versuchen Sie wann immer möglich und sinnvoll, eine Aufgabe zu beenden, bevor Sie sich die nächste vornehmen. ! Verlassen Sie in der Mittagspause konsequent das Büro und arbeiten Sie nicht, während Sie essen. ! Legen Sie alle zwei Stunden für ein paar Minuten die Arbeit nieder und machen Sie Pause. Stehen Sie dazu auf, verlassen Sie das Büro oder machen Sie Entspannungsübungen. ! Sobald Sie eine Arbeit beendet haben, nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um den Kopf für die nächste Aufgabe freizubekommen. ! Arbeit oder Probleme des Alltags haben im Schlafzimmer nichts verloren. Schlafen Sie so viel, wie Sie benötigen, um ausgeruht zu sein. Mehr Infos unter: www.stressnostress.ch


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

errechnete das Seco mehr als vier Milliarden Franken. Das sind 1,4 Milliarden medizinische Kosten, 350 Millionen Franken für Selbstmedikation gegen Stress und 2,4 Milliarden Franken im Zusammenhang mit Fehlzeiten und Produktionsausfällen. Noch dramatischer sieht es aus, wenn neben den direkt dem Stress angelasteten Kosten noch diejenigen für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten hinzugezählt werden. Dann beläuft sich die Bilanz des Seco auf mindestens acht Milliarden Franken. «Stress führt zu Konzentrationsschwächen und zu Unfällen,

weil die Ablenkungsgefahr sehr gross ist», sagt der Luzerner Ruedi Rüegsegger (60), Arbeitspsychologe bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva). «Telefonieren während des Autofahrens ist das beste Beispiel, wohin Multitasking führen kann.» Er empfiehlt deshalb, dringend etwas kürzer zu treten, die Geschwindigkeit des Lebens herunterzufahren und vor allem, diese Entschleunigung auch seiner Umgebung mitzuteilen. «Voll beschleunigt überlebt man auf die Dauer nicht.» Klar kann Ruedi Rüegsegger verstehen, dass es gewisse Leute

«Es poliert natürlich das Ego auf, ständig gefragt zu sein. Aber muss man wirklich überall mit dabei sein?» Ruedi Rüegsegger (60), Suva-Arbeitspsychologe aus Luzern

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IN FORM | 97

gibt, die süchtig nach Anerkennung sind und glauben, diese nur mit ungebremstem Einsatz aufrechtzuerhalten. «Es poliert natürlich das Ego auf, ständig gefragt zu sein», erklärt er. Doch sollte man sich hin und wieder die Frage stellen: «Muss ich wirklich überall mit dabei sein? Geht es nicht auch mal ohne mich?» Text: Thomas Vogel

Wie halten Sie die Balance zwischen Stress und Erholung? Ansätze und Diskussion.

Susanne Wetzel (41), Einkäuferin aus Aarau

Bilder: Markus Mallaun (2), Getty Images

«Manchmal muss man loslassen, damit sich neue Perspektiven eröffnen können.» «Vor rund neun Jahren zog ich von Hamburg in die Schweiz. Ich wollte weg von meinen Eltern, aber auch von meiner Firma, in der ich als Chemielaborantin mehr als sechs Jahre gearbeitet hatte. Das einstige Familienunternehmen wurde an Topmanager ohne Sozialkompetenz verkauft. Die Führungsspitze mobbte die Mitarbeiter, vor allem diejenigen, die länger als 20 oder 30 Jahre für die Firma gearbeitet hatten. Irgendwann ertrug ich das nicht mehr. In Zürich wurde ich von einer Firma mit circa 2500 Mitarbeitenden als Einkäuferin eingestellt. Schnell fand ich Anschluss. Ich fühlte Wertschätzung, mochte die Kollegen, und meine Aufgaben motivierten mich zu Höchstleistungen. Nach fünf Jahren wechselte auch hier die Führung, und nun erlebte ich selbst, wie es ist, gemobbt zu werden. Mein Chef verstand einfach nicht, welchen Mehrwert ich der Firma brachte. Wenn ich nach Hause kam, hatte ich zu nichts Lust. Ich zog mich immer mehr zurück, spielte am Abend nur noch Computerspiele und rauchte wie ein Schlot. Morgens aus dem Bett zu kommen, fiel mir immer schwerer. Dann hörte ich auch auf, auf mein Äusseres zu achten. Am Arbeitsplatz bekam ich Panik davor, den Computer hochzufahren, um die E-Mails abzurufen. Bis zu dem

Susanne Wetzel geniesst jedes Wochenende mit ihrem Pferd in der freien Natur: «Für mich die beste Entschleunigung».

Nachmittag, an dem ich mal wieder zwei ungeheuerliche E-Mails von meinem Chef bekam. Da brach ich in Tränen aus und wusste: Jetzt musst du etwas für dich tun. Ich ging zu meinem Hausarzt, der mich sofort krank schrieb. Seine Diagnose: Burn-out-Syndrom. Jetzt nehme ich seit einem Jahr Coachstunden in Biel und folgte dem

Rat, mir ein Pferd zu kaufen. Das schönste Entschleunigungsprogramm überhaupt! Vor drei Wochen habe ich gekündigt, und jetzt spüre ich mich wieder. Eins weiss ich jetzt: Manchmal muss man loslassen, damit sich neue Perspektiven öffnen können. Sobald ich frei bin, mache ich mich selbständig!» Aufgezeichnet von: Jacqueline Jane Can


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Passau – Wien – Budapest – Bratislava – Passau Reiseprogramm 1. Tag Schweiz (Wohnort) – Passau Anreise mit komfortablen SBB-Zügen (Zürich HB ab 9.16 Uhr) entlang des Bodensees und durch das Allgäu nach München. Bequemer Bustransfer von München zum Schiff nach Passau. Um 18.00 Uhr heisst es dann «Leinen los!». 2. Tag Melk – Wien Erleben Sie die Einzigartigkeit und Authentizität der sagenumwobenen Wachau, eines der schönsten Flusstäler und Weinbaugebiete Europas. Am Vormittag besichtigen Sie Stift Melk,* ein Juwel barocker Baukunst. Am Mittag Fahrt durch die malerischen Landschaften der Wachau in Richtung Wien, wo das Schiff gegen Abend anlegt. Nach dem Abendessen Busfahrt zu einem Heurigen (fak.). 3. Tag Wien Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten wie Stephansdom und Hofburg sehen Sie während der Stadtrundfahrt.* Nachmittags findet der Ausflug «Nördlicher Wienerwald» mit Stift Klosterneuburg statt (fak.). 4. Tag Budapest Während der Stadtrundfahrt* bekommen Sie einen umfassenden Eindruck von der Donaumetropole mit ihren imposanten Bauwerken an beiden Donauufern. Geniessen Sie das nächtliche Lichtermeer von Budapest während des Ausflugs «Budapest bei Nacht». Dieser Busausflug führt zu einer Csarda, wo ungarische Gulaschsuppe und Folklore auf Sie warten (fak.). 5. Tag Budapest – Donauknie Nach dem Frühstück Ausflug zu einer «Csarda», einem typischen Bauerngehöft, mit ungarischer Reitkunst. Alternativ Besuch des Dom St. Stephan sowie der Margareteninsel (bei-

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de Ausflüge fak.). Am Nachmittag Ausflug Donauknie und Esztergom.* 6. Tag Bratislava Stadtrundgang* durch die wunderschöne Altstadt mit dem bekannten St. MartinsDom und Fahrt zur imposanten Burg. Am Nachmittag Weiterfahrt in Richtung Wachau. 7. Tag Wachau Begleiten Sie uns auf den Ausflug «Schönheiten der Wachau»* und besuchen Sie die zauberhafte Altstadt von Krems. Terrassen, alte Weingärten und Kulturdenkmäler laden zum Verweilen ein. Bevor es zurück zum Schiff geht, kommen Sie noch in den Genuss der hervorragenden Wachauer Weine. 8. Tag Passau – Schweiz (Wohnort) Nach dem Frühstück Ausschiffung und Rückreise (Zürich HB an 16.41 Uhr).

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LeBen

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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Ford speckt ab

Mutig wagt sich Ford beim «Downsizing» voran: Den Focus gibt es neu mit einem Einlitermotor mit nur drei Zylindern. Reicht dieser Sparmotor für den beliebten Kompakten?

Bilder zVG

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in Motor, kleiner als diese Seite des Migros-Magazins: Gerade mal die Grundfläche eines A4-Blattes beansprucht der neue Dreizylinderbenziner von Ford. Winzig ist er auch innen. Die nur 998 Kubikzentimeter Hubraum sollen aber nicht etwa einen Kleinstwagen, sondern den kompakten Focus auf Touren bringen. Das Rezept heisst «Downsizing»: Turbolader und Direkteinspritzung ersetzen einen grossen Hubraum und viele Zylinder. Den Focus gibt es mit zwei Motor-Varianten, dem 1.0 SCTi EcoBoost mit 100 und 125 PS. Die Werte auf dem Papier lesen sich gut: Stolze 170 bzw. 200 Nm Durchzugskraft ab 1500/min und 12,5 bzw. 11,3 s bis 100 km/h. Verblüffender

fällt der Fahreindruck aus: Dieser Kleine ist ein Grosser. Klar sollte man keinen Sportwagen erwarten; der Start ist verhalten. Dann aber packt der Motor sehr früh sehr kräftig zu – angenehm. Auch der kernige Ton, der jedoch nur beim Beschleunigen gut hörbar ist, gefällt. Bleibt die Frage, ob der Durst so klein ausfällt wie der Motor? Ford gibt für die 100- bzw. 125-PS-Version 4,8 bzw. 5,0 l/100 km an (macht 109 bzw. 114 g/km CO2 und Energieeffizienz A). Zum Vergleich: Der bisherige 1,6-Liter lag gut einen Liter höher! Selbst geschätzte sechs Liter im Alltag wären exzellent. Der Rest ist typisch für den vor gut einem Jahr gestarteten, neuen Focus: Der GolfGegner zählt zu den besten Kompakten

und punktet vor allem beim betont agilen Fahrwerk und bei Hightechsystemen wie dem Notbremsassistenten. Die Preise: Der Einliter ist ab April ab 24 400 Franken, als Kombi ab 25 400 Franken zu haben. Text: Timothy Pfannkuchen

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LeBen

Migros-Magazin | NR. 13, 26. MÄRZ 2012 |

Lueg emol, Mami

Wenn Kinder basteln, steigt der Materialverbrauch. Echte Kunstwerke entstehen dabei eher selten. Eltern sind gut beraten, das zu akzeptieren, denn darauf kommt es gar nicht an.

Bild: Getty Images

F

ertig», ruft Ida und hält ihrer Mutter ein undefinierbares Etwas unter die Nase. Die Dreijährige hat eine Skulptur gebastelt. Nüchtern betrachtet ist das Kunstwerk nur ein Papierknäuel, das von einem ungefähr fünf Meter langen Klebestreifen zusammengehalten wird. Während die Mutter sich fragt, was sie damit anfangen soll, ist das Mädchen bereits weggelaufen. «Für Kinder geht es beim Basteln vor allem ums Ausprobieren», sagt die Solothurner Kunstpädagogin Christina Studer (55). «Sie erforschen Gesetzmässigkeiten und erschliessen sich so die Welt.» Kann man die Glitzersteine auf den Stoff kleben? Schneidet die Schere durch Karton? Wie viel Leim ist in der Tube? Am Schluss ist das Papier aufgebraucht und der rote Filzstift eingedrückt. Was fehlt, ist ein Ergebnis, das man dem Grosi schenken könnte. «Oft erwarten Erwachsene ein brauchbares Resultat, da sonst offensichtlich Material verschwendet wurde», so die Kunstpädagogin. Ergebnisse sind den Kindern aber viel weniger wichtig als der Erschaffungsprozess. Kinderkunst ist dennoch kein Wegwerfartikel. Die Kleinen erwarten zwar nicht, dass jeder Schnipsel aufgehoben und die Wohnung mit ihren Gemälden tapeziert wird, aber es tut ihnen gut, wenn ihre Arbeit eine Wertschätzung erfährt. Wichtige Werke können, mit Namen und Datum versehen, archiviert werden. Es macht Freude, die Bilder und Basteleien Jahre später wieder in die Hand zu nehmen und die Entwicklung des

Noch nicht der grosse Wurf, aber viel gelernt: Für Kinder geht es vor allem ums Ausprobieren.

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Eine Galerie für kleine Meister – so setzt man Kinderkunst in Szene ! Spannen Sie an einer Wand entlang eine rund drei Meter lange Wäscheleine. Befestigen Sie aktuelle Bilder und Basteleien mit Wäscheklammern an der Schnur. Nach einigen Wochen wechselt die «Ausstellung». ! Wird die Hintergrundwand farbig gestrichen und die Bilder gerahmt, rückt die eigentliche «Kunst» noch mehr ins Zentrum. Auch kann nach einigen Wochen Platz für Neues geschaffen werden. ! Die Kinder sollten in den «Ausstellungsprozess» einbezogen werden. Streicht man einen Wandteil mit Magnetfarbe, können die kleinen Künstler ihre Werke mit Magneten sogar selbst auf- und abhängen.

Kindes zu verfolgen. Die ersten Gemälde sind meist wilde Kritzelknäuel. Danach kommt die Zeit der Kopffüssler, in der alle Lebewesen irgendwie wie Sonnen aussehen. In der nächsten Phase erhalten die Männchen Gliedmassen und das Dach auf dem Haus einen Schornstein. Geht es darum, den ästhetischen oder entwicklungspädagogischen Wert der Bilder und Basteleien zu beurteilen, ist wohlwollende und differenzierte Anteilnahme gefragt. Christina Studer rät, ehrlich zu bleiben. Statt jedes Gekritzel in den Himmel zu loben, könnte man nachfragen: Erzähl mal, wie du das gemacht hast. Was hast du dir dabei vorgestellt? Wie könnte die Geschichte weitergehen? Grosseltern, Götti oder Gotte, die oft mit Basteleien und Papierchen eingedeckt werden, tun ebenfalls gut daran, sich interessiert am Schaffensprozess zu zeigen. So würdigen sie die schaurig-schönen Geschenke viel eher als durch jahrelanges Aufbewahren. Nach einer gewissen Zeit dürfen die Beschenkten die Kunstwerke mit gutem Gewissen wegräumen. Nachschub ist mit Sicherheit schon unterwegs. Text: Bettina Leinenbach

Was Basteln schon bei Kleinen fördert und worauf es beim Start zu achten gilt.


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MigroS-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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lt. Brüllmann/Zugführer Lt. Krebs). Wer erkennt sich auf dem Foto? Bitte meldet euch, damit wir uns wieder einmal treffen können. Markus Oehler, 9443 Widnau Telefon: 071 722 17 45 Mail: maerk43@bluewin.ch

Gruppe Tobler, daher! ! Ich suche RS-Kollegen aus der Flab RS vom 15. Juli bis 9. November 1963 (Kanonier-Gruppe Tobler/Kommandant Ob-

! Für ein Treffen am 5./6. Juni 2012 suche ich noch ehemalige Mitschüler des Institut Chabloz, Montreux, 1957/58: Hansueli Kuhn, Thomas Müller, Viktor Strub, Huber, Portner, Hans Hafter, «Alex» aus der Ostschweiz. Wer kann helfen? Anton Wegmüller Weissenaustrasse 9a 3800 Unterseen Telefon: 033 822 67 40 Mail: anton.wegmueller@bluewin.ch ! Ich suche Gabriela aus Zürich, leider kenne ich ihre Adresse nicht. Wir waren zusammen im Triemli-Spital in Zürich. Sie arbeitet auf dem Zürichseeschiff.

Bitte melde dich, damit ich dir wenigstens für die Karte danken kann. Rita Kälin, Kürschenenstrasse 2 8841 Gross ! Wir trafen Martin Lötscher aus Rodels Ende der 80er-Jahre in Zalania beim Walsertreffen. Dort war er in Begleitung seiner Tante. Und später war er bei uns im Lötschental zu Besuch. Wer kennt ihn oder weiss etwas über ihn? Bitte melden bei: Anna Lehner-Bellwald Bachstrasse, 3916 Ferden ! Für das Klassentreffen in Niederhelfenschwil der Jahrgänge 1950—1953, Lehrer Norbert Oberholzer, suchen wir noch dringend die Schulkameraden Marcel und Wilson Niedermann und Alice Bättig. Für alle Hinweise sind wir dankbar. Vreni Rüschlin-Dietz Telefon: 079 261 77 67 Mail: hp.v.rueschlin@bluewin.ch

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1. Tag, Schweiz - Verona: Fahrt vom Einsteigeort nach Italien. Gegen Abend Ankunft in der berühmten Festspielstadt Verona. Individueller Besuch der Aufführung. 2. Tag, Verona: Am Vormittag Stadtführung in Verona. Der Nachmittag steht zu Ihrer freien Verfügung oder Sie haben die Möglichkeit, an einem Ausflug nach Sirmione teilzunehmen. Sirmione, auch Perle am Gardasee genannt, liegt auf der vier Kilometer langen Halbinsel am Südufer des Gardasees. Entdecken Sie die verwinkelten Gassen der Altstadt und die zahlreichen Bauten der Römer, die das Bild von Sirmione prägen. Individueller Besuch der Aufführung.

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Biel Bern Olten

06.30 07.15 08.15

Basel 06.45 Zürich!* 07.45 Luzern 09.00

* Parkmöglichkeiten CHF 195.CHF 170.CHF 125.CHF 105.CHF 85.CHF 30.-

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Bitte MeLDe Dich | 105

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

! Pia wohnte 1965 eventuell im Grossraum Basel. Sie war bei meinen Eltern Edi und Ursula Winiger in Jona SG in den Ferien. Gerne würde ich sie wiedersehen. Wer kennt sie? Sie wird heute wohl circa 65 Jahre alt sein. Bitte melden bei: Ursi KleebWiniger Telefon: 056 249 20 71 Mail: ukleeb@ hispeed.ch

! Für eine nächste Klassenzusammenkunft der Sekundarschule Feld in Zürich, 1956—1959, Lehrer Roser und Studer, suchen wir: Rolf Moessner, Hans Kipfer, Eugen Schmid, Kurt Aeberli und Edith Wüthrich.Wer weiss etwas über diese Personen? Bitte melden bei: Rita Feller Telefon: 044 784 63 07 Mail: r.feller@gmx.net ! Ich suche meine ehemalige Chefin, die vor oder nach 1989 in der Firma Mina Basel in der Kantine gearbeitet hat. Ihr Name ist Sulzer oder Sutter. Seither habe ich nichts mehr von ihr gehört, würde Sie aber gerne wiedersehen. Über ein Lebenszeichen würde ich mich freuen. Klara Rüetschi Zürcherstrasse 24 4310 Rheinfelden Telefon: 061 831 29 82 ! Ich suche die Zwillingsschwestern Lorraine und Irene Blattner (lediger Na-

me) aus Küttigen oder Erlinsbach. Sie waren von 1954 bis 1955 als Laufmädchen in der Bally Schuhfabrik Aarau/Rombach angestellt. In der gleichen Zeit war ich dort als Laufbursche beschäftigt. Über jeden Hinweis bin ich dankbar. Edwin Stirnemann Kornfeldstrasse 1 5210 Windisch Telefon: 056 441 92 25

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GLücKSGRIFF

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

FaMilienFerien in Tunesien | 107

Der Sonne entgegen

Tunesiens Traumstrände sind nur zwei Flugstunden entfernt – und bieten Erholung pur.

Mittelmeerparadies für Familien: Das Hotel Vincci Taj Sultan liegt direkt am Strand und ist der ideale Ferienort für Gross und Klein.

D

as ehemalige Fischerdorf Hammamet gilt als einer der bedeutendsten Ferienorte Tunesiens. Die lang gezogenen, weissen Strände gehören zu den schönsten am Mittelmeer. Die ummauerte Altstadt des Badeorts bezaubert mit ihren engen Gassen und den Basaren. Nur elf Kilometer weiter südlich lockt die neue Ferienregion Hammamet-Yasmine mit Vergnügungspark, Kulturzentrum, traditionellen Souks und vielen Ausgeh- und Freizeitmöglichkeiten. Hier, direkt am feinen, flach abfallenden Sandstrand, liegt das Vincci Taj Sultan Hotel, ein sehr familienfreundliches 4½-Sterne-Hotel. Die Mahlzeiten sind all inclusive, was speziell bei Familien sehr beliebt ist. Das Hotel verfügt über 250 Zimmer, eine Rezeption, zwei Restaurants und Bars, ein maurisches Café und Geschäfte. Das Herz der Anlage: Ein grosses Schwimmbad mit Sonnenterrassen und Liegestühlen, der richtige Ort für Sonnenhungrige. Erholungssuchenden bie-

tet das Hotel Massagen, Sauna, Hamam und Whirlpool. Aber auch die aktiven Familienmitglieder kommen nicht zu kurz. Sie vergnügen sich bei Tischtennis, Boccia, Darts, Bogenschiessen oder Billard und toben sich bei Volleyball, Fussball, Aerobic, Wassergymnastik, Tennis und Fitness aus. Oder wie wäre es mit Surfen oder einer Pedalofahrt auf dem Mittelmeer?

Famigros-Mitglieder profitieren von speziellem angebot Speziell für Kinder von vier bis zwölf Jahren gibt es einen Miniclub. Für eine gute Verständigung sorgt das mehrsprachige Personal. Ein Planschbecken sowie ein Spielplatz runden das Angebot für die kleinen Gäste ab. Mitglieder des neuen Migros-Familien-Clubs Famigros können bei Migros Ferien von einem attraktiven TunesienAngebot oder von weiteren speziellen Ferienangeboten für Familien profitieren. Infos: www.migros-ferien.ch

Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin und Migros Ferien verlosen eine Woche Tunesien für eine Familie (max. 2 Kinder) im Hotel Vincci Taj Sultan inkl. Flug. Gültig vom 14.4. bis 20.10. 2012 (nach Verfügbarkeit). ■ Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 591 912 (1 Franken pro Anruf aus dem Festnetz) und nennen Sie Ihren Namen und Ihre Adresse. ■ Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GLÜCK und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Franken pro SMS). Beispiel: GLÜCK Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt. ■ Per Internet: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff ■ Mit Postkarte: Migros-Magazin, «Tunesien», Postfach, 8099 zürich ■ Einsendeschluss: Sonntag, 1. April 2012 Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt.


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Exklusive Flussfahrten mit der kleinen, feinen «MS Excellence Coral****» Sofort-Preis: batt bis Fr. 200.– Ra

Friesland ■ UNESCO Welterbe Watten- und IJsselmeer, Friesland ■

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Stralsund–Berlin

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Excellence Coral**** – klein aber fein

Ihr Reiseprogramm

Reisedaten 2012

1. Tag: Schweiz–Amsterdam. Anreise nach Amsterdam mit modernem Komfort-Reisebus. Einschiffung. 2. Tag: Amsterdam–(Hoorn)–Den Helder. Grachtenfahrt (*) durch die einzigartige Stadt. Nachmittags Entdeckungstour durch Hoorn (*) sowie Dampfbahnfahrt. 3. Tag: Insel Texel–Stavoren. Fahrt durch den Nordholland Kanal zur Insel Texel. Rundfahrt mit Besichtigung einer Schutzstation für pflegebedürftige Seehunde (*). Anschliessend kreuzt die «Excellence Coral» über das IJsselmeer nach Stavoren. 4. Tag: Stavoren–(Friesland)–Delfzijl. Ausflug ins holländische Friesland (*) mit Besuch des Fischerstädtchen Hindeloopen und Kaufmannsstädtchen Sloten. 5. Tag: Delfzijl–Papenburg–Dörpen. Entdecken Sie auf einem Wattenmeer-Ausflug (*) die Nationalparks und seine Naturlandschaft, die als eines der grössten küstennahen und gezeitenabhängigen Feuchtgebiete der Erde mit einer besonderen Artenvielfalt gilt. Nachmittags fak. Besuch der Meyer Schiffswerft (CHF 40.–). 6. Tag: Dörpen–Bremen. Am Nachmittag entdecken Sie das über 1200-jährige Bremen auf einem Stadtrundgang (*). 7. Tag: Hannover.Gemächliche Flussfahrt auf der reizvollen Weser. Stadtrundfahrt (*) durch die Gartenstadt Hannover. 8. Tag: Hannover–Schweiz. Nach dem Frühstück Ausschiffung und Rückreise mit modernem Komfort-Reisebus in die Schweiz.

Route 2: Amsterdam–Hannover: 04.08.–11.08. Route 1: Hannover–Amsterdam: 28.07.–04.08.

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Ausgabe März 2012

llen : beste Jetzt neue Katalog2» Excellence Queen****+

auf Rhein, Mosel und Holland

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Excellence Royal****+

auf Donau und Main-Donau-Kanal

Excellence Rhône****+

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Excellence Coral****

auf Elbe, Oder, Havel

Ihr Reiseprogramm

Preise pro Person

Fr.

Kabinentyp

Katalog- Sofortpreis preis 2-Bett-Kab. Hauptdeck hinten 2095.– 1895.– 2-Bett-Kab. Hauptdeck 2195.– 1995.– Zuschläge Ausflugspaket mit 7 Ausflügen Rte 2 243.– Ausflugspaket mit 7 Ausflügen Rte 1 256.– Ausflug Meyer Werft Papenburg 40.– Königsklasse-Luxusbus 185.– Unsere Leistungen ■

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Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord, Gebühren, Hafentaxen Willkommenscocktail, Kapitänsdinner Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung

Nicht inbegriffen ■

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Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person bei Buchung über www.mittelthurgau.ch Reduktion von Fr. 20.– pro Person Treibstoffzuschlag Schiff oblig. (Stand 03/12) 72.– Persönliche Auslagen und Getränke Trinkgelder, Ausflüge Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Sitzplatz Reservation Car 1.–3. Reihe

Abfahrtsorte

Route 2 Route 1

Burgdorf ! Basel SBB Aarau SBB Baden-Rütihof ! Zürich-Flughafen ! Winterthur, Rosenberg Wil !

06:30 07:45 — 06:45 06:00 05:40 05:15

Internet Buchungscode

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9 Tage inkl. Bord Vollpension an und nA sowie Bus Rückreise

05:30 05:45 06:20 07:00 07:30 07:50 08:15

ab Fr.

1915.–

Reisedaten 2012

1. Tag: Schweiz–Jena. Anreise mit modernem Komfort-Reisebus nach Jena. Stadtrundgang (inbegriffen). Hotelübernachtung. 2. Tag: Jena–Stralsund. Nach dem Frühstück Fahrt nach Stralsund und Einschiffung auf Ihr Hotelschiff «MS Excellence Coral». Stralsund, ein UNESCO-Weltkulturerbe, entdecken Sie auf einem Stadtrundgang (*). 3. Tag: Stralsund–Zingst/Darss–Vitte/ Hiddensee. Heute erkunden Sie die Halbinsel Zingst/Darss. Insel-Rundfahrt mit Besuch des Bernsteinmuseums (*). 4. Tag: Vitte/Hiddensee–Insel Rügen– Stralsund. «Rösslifahrt» auf Hiddensee (*) . Ausflug «Stubbenkammer», den Nationalpark Jasmund und Besichtigung Binz (*). 5. Tag: Insel Usedom. Ausflug «Usedom mit den Ostseebädern» (*). Fahrt auf dem Peenestrom. 6. Tag: Stettin–Oderberg. Geruhsame Fahrt durch das Haff bis nach Stettin. Stadtrundfahrt (*). Fahrt auf der Ostoder durch den Nationalpark Unteres Odertal. 7. Tag: Oderberg–Niederfinow–Lehnitz. Passage von Europas grösstem Schiffshebewerk Niederfinow. Möglichkeit zu einem fak. Ausflug in die bekannte Region der Uckermark mit Besuch des Zisterzienser Klosters Chorin (CHF 40.–). 8. Tag: Berlin–Potsdam. Stadtrundfahrt Berlin (*). Am Abend Weiterfahrt nach Potsdam 9. Tag: Potsdam. Nach dem Frühstück Rückreise mit modernem Komfort-Reisebus in die Schweiz zu Ihren Einstiegsorten.

Route 1: Stralsund–Berlin: 13.07.–21.07. 24.08.–01.09. 21.09.–29.09. Route 2: Berlin–Stralsund: 07.07.–15.07. 01.09.–09.09. 15.09.–23.09. Preise pro Person Fr. Kabinentyp

Katalog- Sofortpreis preis 2-Bett-Kab. Hauptdeck hinten 2090.– 1915.– 2-Bett-Kab. Hauptdeck 2190.– 2015.– Zuschläge Route 2: Berlin–Stralsund Ausflugspaket mit 7 Ausflügen 2-Bett-Kabine zur Alleinbenützung Königsklasse-Luxusbus Unsere Leistungen ■

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Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord, Gebühren, Hafentaxen Willkommenscocktail, Kapitänsdinner Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung

Nicht inbegriffen ■

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Ihr Flussschiff Die «MS Excellence Coral****» ist ein klassisch-komfortables Schiff mit charmantem Interieur und bemerkenswerten Vorzügen. Es erwartet Sie eine herzliche und familiäre Atmosphäre für max. 87 Gäste. Die 44 Kabinen bieten genügend Stauraum, und die grossen Panoramafenster erlauben wunderbare Ausblicke auf die vorbeiziehenden Landschaften. Es befinden sich ausschliesslich Aussenkabinen an Bord. Die Kabinen sind mit Dusche/ WC, Safe, Föhn, individuell regulierbarer Klimaanlage ausgestattet. Nichtraucherrestaurant, Lounge, Bibliothek.

95.– 238.– 795.– 215.–

Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person bei Buchung über www.mittelthurgau.ch Reduktion von Fr. 20.– pro Person Treibstoffzuschlag Schiff oblig. (Stand 03/12) 72.– Persönliche Auslagen und Getränke Trinkgelder, Ausflüge Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Sitzplatz Reservation Car 1.–3. Reihe

Abfahrtsorte 05:30 Burgdorf ! 05:45 Basel SBB 06:20 Aarau SBB 07:00 Baden-Rütihof ! 07:30 Zürich-Flughafen, Reisebusterminal ! 07:50 Winterthur, Einkaufszentrum Rosenberg 08:15 Wil !

Internet Buchungscode

mfstrl1/ mfber1

Gratis-Buchungstelefon:

Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG Oberfeldstrasse 19, 8570 Weinfelden Tel. 071 626 85 85, Fax 071 626 85 95 Soeben erschienen: verlangen Sie unseren neuen Katalog 2012: www.mittelthurgau.ch, info@mittelthurgau.ch «Flussfahrten der Extraklasse Europa und weltweit»

0800 86 26 85

Fluss- und Kreuzfahrten AG, Weinfelden, www.mittelthurgau.ch

1289

8 Tage inkl. Bord Vollpension an und nA sowie Bus Rückreise


rätsel & spiele

MigroS-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

unTerhaLTung | 109

KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN

ZUSÄTZLICH: 5× eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 50 Franken für das blau eingefärbte Feld!

Gewinnen Sie 5× eine MigrosGeschenkkarte im Wert von je 100 Franken!

Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.4.2012, 24 Uhr

A LO REG R TA CA U • DEA CA LO RTE REGA CA C A R TA E • AU • ART CADE KK CARTE H E NA R T E • E SECN K K GE G CH G S CEHSG O C E SGCEHSE N K K A R T E • C A R T E C A D E A U • C A R TA R E G A LLO E NHK E N K K A R T E KA • CAR RTE TE CA DEAU • C • CAR ART TA R E E C G A LO AD EAU • C A R TA REG A LO

Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel-Zusatz, Postfach, 8074 Zürich

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Und so nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.4.2012, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

CH-9620 Lichtensteig Tel. 071 987 66 80

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Auflösung Nr. 12: ARCHITEKTUR

Die Gewinner der Nr. 11 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/raetsel


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Dieses Osterei ist lesbar.

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Ihr Oster-Geschenk: Eine Migros-Geschenkkarte Im Wert von Fr. 30.–

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☐ Ja, ich bestelle ein Oster-Geschenk-Abo. Dazu erhält mein Osterhase eine Migros-Geschenkkarte im Wert von Fr. 30.–. ☐ ☐ ☐

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Fr. 101.–

Halbjahres-Abo

26 x GlücksPost

Fr. 88.–

Halbjahres-Abo

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2-Jahres-Abo

☐ ☐ ☐

10 x Bolero + 3 x Bolero Men

Fr. 75.–

Jahres-Abo

76 x Blick

Fr. 90.50

Vierteljahres-Abo

26 x SonntagsBlick

Fr. 82.–

Halbjahres-Abo

Preise inkl. MwSt. und Versandkostenanteil.

Rechnungsadresse:

☐ Zutreffendes bitte ankreuzen.

Geschenkadresse:

Name Vorname

Gilt nur für Neuabonnenten in der Schweiz bis 10. 4. 2012

Geburtsdatum

Name

Strasse / Nr.

Vorname

PLZ/Ort

Strasse / Nr.

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PLZ/Ort

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60005186

☐ Ja, ich bin damit einverstanden, dass Ringier AG mich künftig via E-Mail über weitere interessante Angebote informiert.

Einsenden an: Ringier AG, Leserservice, Postfach, 4801 Zofingen oder faxen an 062 746 35 71 oder online bestellen unter www.online-kiosk.ch/ostern


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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

2

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UnterhaltUng | 111

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie 3 × eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie heisst die Zugverbindung von St. Gallen nach Chur? W Glacier-Express

A Rheintal-Express

T

Voralpen-Express

2. Welcher Kanton hat die grösste Nord-Süd-Ausdehnung? A Graubünden

L

Bern

O Wallis

3. Wie nennt man das Anbräunen von Zwiebelwürfeln in heissem Fett? B Blondieren

N Glasieren

R Pochieren

4. Ein typisches Merkmal der Popper in den 80er-Jahren war ...? M die Glatze

H die Bomberjacke

A die Karottenhose

A Sportler

T

5. Was ist ein «Freischwinger»? B Vogel

Stuhl

Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.4.2012, 24 Uhr

6. Was wird unterhalb der Gürtellinie getragen? R Budapester

L

Vatermörder

I

Kummerbund

7. Wo steht das grösste «reine» Fussballstadion der Welt? L

Spanien

U England

O Mexiko

8. Was wurde beim «Mondauto» der Apollo 17-Mission beschädigt? E

Tankstutzen

S Kotflügel

T

Scheibenwischer

2

3

4

5

6

7

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Auflösung Nr. 11: GESPENST Gewinner Nr. 10: Yvonne Hunziker, Untersiggenthal AG

Lösungswort: 1

Und so nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie 3 × eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Raster ein. Der Lösungscode ergibt sich aus den orangen Feldern von links unten nach rechts oben. Die Lösung ist eine Buchstabenfolge, die kein Wort ergibt.

A

ATALANTA GETR I EBE KEMENA T E KROA T I EN PART I SAN RATGEBER SAN I EREN SOKRA T E S SP I ELART TASTATUR

Auflösung Nr. 12: DNTEA Gewinner Nr. 11: Jürg Dietrich, Winterthur ZH; Hans Eberli, Buchs SG; Helen Ekdahl, Rombach AG

Und so nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.4.2012, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.


„Urlaub bei Freunden“

Leukerbad

Ferien

Salzburg und Bayern Hotel Rupertihof

Top Winter / Frühling Angebote 2012 Top8.Sommer Herbst Ab Januar /2012 bisAngebote 29. April2010 2012

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[der perfekte Urlaub für zwei]

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[Wellnessauszeit]

2 bis 7 Nächte inkl. ¾-Verwöhnpension und Teilmassage ab CHF 265,- p. P.

3 Übernachtungen mit Halb-Pension 3954 Leukerbad 3 Eintritte Burgerbad, Sauna und Dampfbad, Bademantel, freie Benutzung der Bergbahn 3Gemmi, Übernachtungen mit Halb-Pension Leukerbad Plus Card (Sportarena, Ringjet) 3Kinderskiparadies, Eintritte Burgerbad

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In unserem traditionsreichen Hotel an schöner, ruhiger Lage offerieren wir Ihnen über die Ostertage: (6.4.–9.4.2012) 3 Tage / 2 Nächte Arrangement im DZ/Frühstück/DU/WC/TV inkl. Halbpension (3 Gang Menü) für CHF 180.– p. Person 4 Tage / 3 Nächte Arrangement im DZ/Frühstück/DU/WC/TV inkl. Halbpension (3 Gang Menü) für CHF 250.– p. Person Reservationen unter: info@rigifirst.ch oder 041 859 03 10 Hotel Rigi First/Rest. Bärenstube CH-6356 Rigi-Kaltbad www.rigifirst.ch

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7 Übernachtungen Übernachtungen Halb-Pension mitmit Halb-Pension 77 Eintritte EintritteBurgerbad, BurgerbadSauna und Dampfbad, freie Benutzung der Bergbahn 1Bademantel, Retourfahrt Bergbahn Gemmipass Gemmi, Leukerbad Plus Card (Sportarena, Fr. 845.– pro Person Kinderskiparadies, Ringjet) Fr. 896.– pro Person auf alle ArrangeEinerzimmerzuschlag ments Fr. 10.– pro Tag. Einerzimmerzuschlag auf alle Arrange-

ments Fr. 10.– pro Tag.

Gesundheit

Die grösste alpine Thermalbadeanlage

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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

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UnterhaltUng | 113

BIMARU

BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü3 1 3 3 cken und Verbindungen mit mehr 3 4 2 2 als 2 Linien sind nicht erlaubt. 3 www.raetsel.ch/bruecken

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Auflösung Nr. 11:

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INS KALTE WASSER GEWORFEN!

KINDEREGGE

RÄTSELSPASS

BILDER-CHAOS

Ab ins Badezimmer!

Bei uns fliesst Wasser einfach aus dem Hahn heraus. Das ist nicht überall auf der Welt so. Wie viel weisst du übers Wasser? Hier kannst du es testen.

Die fünf Bilder sind etwas durcheinandergeraten. Findest du die richtige Reihenfolge heraus?

1. Warum ist Wasser so wertvoll? F Weil es nicht genug sauberes Trinkwasser für alle Menschen gibt. A Weil man darin Gold waschen kann. Z Weil es in der Sonne so schön glitzert. 2. Wofür braucht man in der Schweiz am meisten Wasser? P für die Waschmaschine K zum Kochen L für die Toilette

Lösung: 1C, 2D, 3A, 4E, 5B

KOMM IN DEN LILIBIGGS CLUB

Auf dich warten Prämien, Spiele, Rätsel, das Club-Magazin und tolle Veranstaltungen. Kostenlos anmelden unter:

www. lilibig gs.ch

3. Wie viel Wasser verbraucht jeder Mensch in der Schweiz durchschnittlich pro Tag im Haushalt? Ü 160 Liter Ä 1270 Liter E 10 Liter 1

2

3

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4. Wie viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser? O jeder zweite Mensch S jeder fünfte Mensch T jeder zwanzigste Mensch 5. Welches dieser Länder hat am wenigsten Trinkwasser zur Verfügung? B Schweiz I Spanien S Indien 6. Wie lange kann ein Mensch ohne Wasser leben? R 1 Tag E 3 Tage V 10 Tage

6 Lösung: FLÜSSE

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18 Theaterabende abgesagt. 2 Hochzeitstage nicht gefeiert. 1 neues Diagnoseverfahren bei Krebs entwickelt.

Mit Ihrer Spende fördern wir engagierte Forscherinnen und Forscher. Damit immer mehr Menschen von Krebs geheilt werden. PK 30-3090-1

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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

4

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UnterhaltUng | 115

SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie 5 × eine Migros-Geschenkkarte im Wert von je 100 Franken! 6

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Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

Und so nehmen Sie teil

Auflösung Nr. 12: 695 2 5 9 7 3 4 1 6 8 Gewinner Nr. 11: 6 3 7 2 8 1 9 5 4 Marie-Claude Longet, 1 4 8 6 9 5 3 2 7 4 1 3 9 5 2 8 7 6 Lausanne VD; 7 2 5 8 6 3 4 1 9 Nicole Koch, 9 8 6 1 4 7 5 3 2 8 9 2 3 1 6 7 4 5 Peseux NE; 5 7 1 4 2 8 6 9 3 Clément Mottier, 3 6 4 5 7 9 2 8 1 Fully VS; Adrian Meier, Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.4.2012, 24 Uhr Sarmenstorf AG; Monika Leonhardt, Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Benken SG Keine Barauszahlung. Automatisierte Teilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz). SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

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iMpressUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Beglaubigte Auflage: 1 558 918 Exemplare (WEMF Oktober 2010) Leser: 2 349 000 (WEMF, MACH Basic 2011-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 zürich Telefon: 058 577 12 12

Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch

Produzent: Andrej Abplanalp (AA) Korrektorat: Heinz Stocker

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (sbl, Leitung), Almut Berger (ALB), ruth Brüderlin (brü), Nathalie Bursac´(nb, Volontärin), Yvette Hettinger (YH), ralf Kaminski (rK), Daniel Schifferle (dse, verantw. Leben), reto E. Wild (rw)

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Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (si, Leitung), Jean-Sébastien Clément (jsc), Béatrice Eigenmann (be), Andreas Dürrenberger (DÜ), Christoph Petermann (cp), Daniel Sägesser (ds), Michael West (M.W.)

Ressort Shopping & Food: Jacqueline Jane Can (jjc, Leitung), Gerda Portner (GP), Heidi Bacchilega (HB), Anna Bürgin (AB), Dora Horvath (DH), Sonja Leissing (SL), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein (NO), Claudia Schmidt (CS), Jacqueline Vinzelberg (JV), Anette Wolffram (A.W.) Layout: Daniel Eggspühler (Art Director), Marlyse Flückiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Petra Hennek, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara Lithografie: rené Feller, reto Mainetti Prepress: Peter Bleichenbacher, Marcel Gerber, Felicitas Hering Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Franziska Ming,

Susanne Oberli, Helen van Pernis New Media: Sarah Ettlinger (Leitung), reto Meisser, Nicole Demarmels, Pascal Ochsenbein Sekretariat: Stefanie zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Nadja Thoma Geschäftsbereich Verlag: Patrick Wehrli (Leitung), verlag@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 70 Fax: 058 577 13 71 Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Yves Golaz, Hans reusser, Gian Berger, Kurt Schmid anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73

Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena de Franco, Christine Kummer, Janine Meyer, Danielle Schneider, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Carina Haid (Leitung), Maya Bächtold Media-Services: Patrick rohner (Leitung), Tabea Burri Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Druck: Büchler Grafino AG, Bern Tamedia AG, zürich, ringier Print Adligenswil AG


PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN.

Bunte Städtetrips STÄDTEREISEN ZUM VORZUGSPREIS

Metropolen wie Amsterdam, Paris oder Rom sind im Frühling besonders reizvoll.

Der Frühling naht mit Siebenmeilenstiefeln: Geniessen Sie die wärmenden Sonnenstrahlen, lauschen Sie dem Zwitschern der Vögel, bestaunen Sie die ersten feinen Blüten. Warum nicht in einer anderen Stadt? Geben Sie auf der Buchungsmaske von www.travel.ch Destination, Abflugdatum, Reisedauer und andere persönliche Vorlieben ein und Sie erhalten in Windeseile Ihr individuelles Städtetrip-Paket. 82 Städte stehen zur Auswahl. Wie wäre es zum Beispiel mit Paris? Lassen Sie sich verzaubern von der Stadt der Liebe. Schlendern Sie der Seine entlang, verweilen Sie in einem der atemberaubend schönen Blumengärten, tauchen Sie ein in den Sonnenuntergang bei der Sacré-Cœur. Ihnen sagt Dolce Vita zwischen Vergangenheit und Gegenwart eher zu? Dann ab ins grösste Freilichtmuseum der Welt – nach Rom. Erleben Sie das Kolosseum oder das Pantheon hautnah. Andere kennen diese

Sehenswürdigkeiten nur aus dem Film… Oder mögen Sie es lieber flippig und bunt? Dann ist womöglich Amsterdam Ihr Favorit. Sobald die farbige Tulpenpracht das Wintergrau vertreibt, leben die schmalen Gassen und Grachten wieder auf. Übrigens: Bei der Buchung von Städtereisen erhalten Sie für jede gebuchte Person 500 Cumulus-Punkte! Weitere Infos unter www.travel.ch/cumulus.

GRATIS STADTRUNDFAHRT

Für jede gebuchte Städtereise im März 2012 gibt es pro Person einen 30-Franken-Gutschein.

Wählen Sie aus 82 Städten Ihre Frühlingsmetropole aus und reisen Sie Fr. 50.– günstiger. Gleichzeitig erhalten Sie für jede gebuchte Person 500 Cumulus-Punkte. Aktionsdauer: Für Buchungen vom 26. März bis 30. April 2012 (mit Abreise bis 31. Oktober 2012) Profitieren: Loggen Sie sich ein auf www.travel.ch/cumulus und klicken Sie auf die Aktionenbox. Die Fr. 50.– werden automatisch von Ihrer Städtereise-Buchung abgezogen. Hinweis: Das Angebot ist nur für Internetbuchungen gültig und nicht kumulierbar mit anderen Angeboten. Mindestbuchungswert von Fr. 500.–. Pro Cumulus-Karte kann nur ein Gutschein eingelöst werden. Kein Vorteil auf Flug-, Mietwagen- und Last-Minute-Buchungen. Weitere Informationen: www.travel.ch/cumulus

50.– VORTEIL

Städtereise Mindest-Buchungswert: Fr. 500.– Gültig: 26. März bis 30. April 2012 (mit Abreise bis 31. Oktober 2012) Nur für Internetbuchungen. Nicht kumulierbar. Ein Vorteilscoupon pro Cumulus-Karte einlösbar. Kein Vorteil auf Flug-, Mietwagen- und Badeferienbuchungen. Code 9518-79b4-6505


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The Overtones, eine fünfköpfige Band aus England, überzeugen mit ihren starken Stimmen und witzigen Texten. Ihr Musikstil ist angelehnt an den 50er-JahreDoo-Wop und ihr Debütalbum «Good Ol’ Fashioned Love» so erfolgreich, dass es in England bereits Platin-Status erreichte. Es enthält Coverversionen, aber auch Eigenkompositionen mit modernen R’n’Bund Pop-Sounds.

Sind Sie FCZ-Fan und Cumulus-Kunde? Dann profitieren Sie von der Kooperation von Migros und dem FC Zürich und kaufen Sie bereits jetzt vergünstigte Eintrittskarten für die Spielsaison 2012/2013 (Start Mitte Juli 2012) für den Familiensektor M-Corner. So verpassen Sie und Ihr Nachwuchs kein Spiel mehr und Sie sind live dabei, wenn der FC Zürich in die neue Saison startet.

Aktionsdauer: 26. März bis 8. April 2012 Preis: Fr. 14.90 statt Fr. 17.90 Profitieren: Weisen Sie beim Kauf der CD «Good Ol’ Fashioned Love» von The Overtones Ihre Cumulus-Karte und den Bon vor. Wenn Sie online bestellen, können Sie unter www.exlibris.ch den Vorteilscode EXL1203OVE und die Cumulus-Nummer eingeben, um vom günstigeren Preis zu profitieren. Hinweis: Das Angebot ist in allen Filialen der Ex Libris AG und im Onlineshop gültig. Weitere Informationen: www.exlibris.ch

Aktionsdauer: 26. März bis 30. April 2012 Preis: Fr. 225. – statt Fr. 245.– für Erwachsene, Fr. 100.– statt Fr. 120.– für Kinder (nur für Kinder bis Jahrgang 1996 und in Begleitung ihrer Eltern). Amtliche Wohnsitzbestätigung ist erforderlich. Profitieren: Kaufen Sie jetzt Ihre vergünstigten Saisonkarten 2012/2013 unter www.migros.ch/cumulus im Bereich «Veranstaltungen». Weitere Informationen: www.fcz.ch

Aktionsdauer: bis Saisonende Das Sedrun-Highlight: Vom 9. bis 15. April 2012 profitieren Sie von 25 Prozent Vorteil. Preis: z.B. ein Tagespass für Erwachsene in Sedrun für Fr. 50.– statt Fr. 52.– während der ganzen Saison und Fr. 39.– statt Fr. 52.– während der Highlight-Saison. Profitieren: Bestellen Sie die Cumulus-TicketKarte für Fr. 5.– unter www.migros.ch/cumulus. Ihre Ski-Tickets buchen Sie schnell und einfach online unter www.ticketportal.com.

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Viele weitere Events zum Vorzugspreis gibt es unter www.migros.ch/cumulus und an ausgewählten Vorverkaufsstellen.

The Overtones «Good Ol’ Fashioned Love» Mindesteinkauf: 1 CD «Good Ol’ Fashioned Love» Gültig: 26. März bis 8. April 2012 Einlösbar in allen Ex-Libris-Filialen und unter www.exlibris.ch (bei Onlinebestellung den Code EXL1203OVE eingeben). Vorteilcoupon nur gegen Vorlage der Cumulus-Karte einlösbar. Pro Person ein Vorteilcoupon gültig.

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FÜR FRAGEN RUND UM CUMULUS: CUMULUS-INFOLINE: 0848 85 0848


MEINE WELT 118 |

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MELANIE OESCH

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NR. 13, 26. MÄRZ 2012 | MIGROS-MAGAZIN |

«Ich schnüffle an allem, sogar an

Jodelprinzessin melanie Oesch ist der Star von Oesch’s die Dritten. Gemeinsam mit ihren eltern und den beiden eben ist ihre neue CD «Unser Regenbogen» erschienen. neben einem einzigartigen Jodelstil hat melanie Oesch

Name: Melanie Oesch (24) Sternzeichen: Schütze Wohnort: Schwarzenegg BE

Warum leben Sie in Schwarzenegg? Hier bin ich aufgewachsen, hier fühle ich mich wohl. Es ist gäbig, dass wir alle unter einem Dach wohnen: zuoberst ich und mein Freund Othmar (31), in der Mitte das Grosi, im Erdgeschoss die Eltern und meine Brüder Mike (23) und Kevin (21). Wo würden Sie gerne leben? Bestimmt nie in einer Stadt! Eigentlich auch nirgendwo anders als im Berner Oberland. In die Ferien gehe ich auch nicht so gern, es wird mir schnell langweilig, wenn ich keine Aufgabe habe. Beruf und Lebenslauf: Wir haben zu Hause immer musiziert, gesungen und gejodelt, standen schon als Kinder auf der Bühne. 2007 haben wir den Nachwuchswettbewerb beim «Musikantenstadl» gewonnen, 2008 wurde der «Ku-Ku-Jodel» von den TV-Zuschauern zum grössten Schweizer Hit gewählt. Seither sind wir regelmässig zu Gast bei Volksmusiksendungen und gehen auf Tournee, auch in Deutschland und Österreich. Ich habe die Musik-Matura am Thuner Gymi gemacht und eine Zusatzausbildung bei der Post absolviert. Was ich mag: Die Natur ist mein Lebenselixier, ich gehe gerne joggen oder im Wald spazieren. Nie aber mit Kopfhörern. Was ich nicht mag: Leute, die sich nicht an Abmachungen halten, machen mich sauer. Aber heute scheint alles unverbindlich zu sein. Was ich an mir mag: Meine Augenfarbe. Sie verändert sich je nach Wetter. Je schöner es ist, desto grüner. Scheint die Sonne nicht: graublau. Mein Aufsteller: Ich bin stolz auf den guten Familienzusammenhalt. Obwohl wir natürlich auch Konflikte haben. Mein Vater fand es zum Beispiel nicht nötig, als Oesch’s die Dritten auf Facebook präsent zu sein. Wir Jungen haben uns aber durchgesetzt. Mein Tick: Ich habe einen feinen Geruchssinn und schnüffle an allem und jedem — sogar an meinen eigenen Haaren! Mein Stil: Mein Jodelstil ist einmalig und selbst entwickelt. Aber er entspricht nicht den Richtlinien des Eidgenössischen Jodlerverbandes. Text: Karin Aeschlimann Bilder: Christian Benedikt

MEIN KRAFTORT

«Von meinem Lieblingsbänkli aus habe ich sicher schon 50 Handyfotos geknipst: Der Blick über das Dorf auf die Stockhornkette und den Niesen ist einfach einmalig. Das ist für mich Heimat. An diesem Ort fühle ich mich frei und kann Kraft tanken.»

MEINE SAMMLUNG

UNSERE ANFÄNGE

«Das ist 1994 am Je-Ka-Mi in Därstetten im Berner Oberland, einer unserer ersten öffentlichen Auftritte. Ich bin die Grosse mit dem schwarzen Hut. Meine Schulkollegen fanden mein Jodeln damals übrigens gar nicht so cool, deshalb sprachen wir mit den Gschpänli kaum über unsere Auftritte.»

«Im Sommer 2011 gaben wir Konzerte in Finnland und Estland. Da sah ich zum ersten Mal diese farbenfrohen Eisteeflaschen und nahm von jeder Sorte eine mit. Mein Lieblingsgeschmack: Green Tea mit Honig.»


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Migros-Magazin | Nr. 13, 26. März 2012 |

meine welt

Melanie oesch | 119

meinen Haaren»

Brüdern begeistert sie Volksmusikfans auf der ganzen welt. auch einen speziell guten Geruchssinn, der vor fast nichts haltmacht.

Unser siTzUngsziMMer

«Der Küchentisch meiner Eltern ist auch unser Konferenztisch: Mindes­ tens einmal pro Woche trifft die Familie sich hier zur Besprechung. Ich bin zuständig für das Erstellen der Traktandenliste. Wir entscheiden demokratisch, jeder hat eine Stimme. Vorne, sitzend von links: Kevin, Vater Hansueli und Mike, hinten stehend: Mutter Annemarie und ich.»

Mein lieBlingsBilD

«Dieses Porträt von mir samt ein­ gearbeiteten echten Ohrringen hat der Künstler Walter Järmann, ein Fan von uns, gemalt. Er hat auch schon die ganze Familie gezeichnet. Ich finde das Bild sehr ge­ lungen. Walter hat es mir geschenkt.»

Mein sTolz

«Ich bin stolz auf unsere neue CD ‹Unser regenbogen›. Aber auch auf all unsere Erfolge, wie zum Beispiel auf den Gewinn des ‹Stadl­Sterns› in der TV­Sendung ‹Musikantenstadl› 2007 oder auf den Sieg in der TV­Sendung ‹Die grössten Schweizer Hits› mit dem ‹Ku­ Ku­Jodel› 2008.»

Mein sÜsser FaVoriT

«Im restaurant Kreuz in Schwarzenegg fand schon mein Taufessen statt, es ist quasi Oesch’s zweite Stube. Mein süsser Favorit und ein Ge­ heimtipp ist der Hot Berry Coupe, im Som­ mer mit Heidelbeeren aus dem Wald.»


OSTERGENUSS DER WOCHE. |

unteRRubikentitel

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Nr. 13, 26. März 2012 | MigRos-Magazin |

Rezept und Foto: www.saison.ch

ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 27.3. BIS 2.4.2012

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PENNE MIT SPARGELN, MARINIERTEN LACHSWÜRFELCHEN UND DÖRRTOMATEN

3.100 statt 3.9

Hauptgericht für 4 Personen

Lachsfilet ohne Haut 20 % günstiger Zucht aus Norwegen, per 100 g

Spargeln grün Mexiko/USA, Bund à 1 kg 8.50

Agnesi Penne rigate 500 g 2.–

Getrocknete Tomaten 190 g 4.70

Dieses köstliche Ostermenü können Sie auch geniessen, ohne lange dafür am Herd zu stehen: in Ihrem Migros-Restaurant. Genossenschaft Migros Basel

Zutaten: 400 g grüne Spargeln, 400 g Lachsf ilet ohne Haut, 3 EL Zitronensaft, 3 EL Sojasauce, 80 g in Öl eingelegte Dörrtomatenhälften, 1 Knoblauchzehe, 400 g Penne rigate, Salz, 2 EL Olivenöl, Pfeffer Zubereitung: Spargeln im unteren Drittel schälen und Enden frisch anschneiden. In ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Lachs in Würfelchen schneiden, mit Zitronensaft und Sojasauce marinieren. Dörrtomaten und Knoblauch sehr fein hacken. Penne in Salzwa sser bissfest garen. Abgiessen, mit kaltem Wasser abspülen und gut abtropfen lassen. Spargeln im Öl bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten braten. Tomaten, Knoblauch und Penne dazugeben und alles gut mischen. Lachs darüberverteilen. Auf der ausgeschalteten Herdplatte zugedeckt ca. 5 Minuten ziehen lassen, bis der Fisch gar ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten Pro Person ca. 34 g Eiweiss, 24 g Fett, 78 g Kohlenhydrate, 2800 kJ/670 kcal


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