Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631
migrosmagazin.ch | MM12, 18.3.2019
Covergirls: Drei Generationen im Frühlingslook Seite 59
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Film und Familie: Die Leidenschaften des Dani Levy
Bild: Christian Schnur
Seite 102
100 Jahre Knie: Günstiger in den Zirkus mit Cumulus Seite 92 Baby-Tracking S. 83 | Kreuzallergien S. 85 | Gemüseshakes S. 43 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@migrosaare.ch
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4 | 18.3.2019 | MEINE MIGROS
Nachhaltige Fan-Shirts Dem Mundartmusiker Marco Kunz, der Ende März mit seinem Album «Förschi» auf Tournee geht, liegt die Umwelt sehr am Herzen. Seine Fan-T-Shirts bezieht er von der Migros, in Bioqualität und bezahlbar. «Ich habe in der Migros eine Partnerin gefunden, die viel in die Nachhaltigkeit ihrer Produkte investiert», sagt der Luzerner. «Bei Textilien ist das Umweltbewusstsein der Konsumenten noch nicht so ausgeprägt wie bei Lebensmitteln. Ich freue mich, wenn ich in diesem Bereich einen kleinen Beitrag leisten kann.»
Die Jowa macht die besten Berliner Eine Jury hat für den «Kassensturz» neun Berliner egustiert. Keiner ist beim Test so gut weggekomd men wie der Berliner der Migros – mit Topnoten für Konsistenz und Aroma. «Wir freuen uns über das Resultat und geben das Lob gern weiter an unsere motivierten Mitarbeiter», sagt Corinne Harder, Sprecherin des M-Industriebetriebs Jowa, der das süsse Gebäck in Ecublens VD herstellt.
Ein Hoch auf Miggy «Gemeinsam geht es besser, und Miggy scheint die Aussicht zu geniessen», schreibt uns Leser Miguel Ayala aus Meyrin GE zum Playmobil-Bild aus dem Kinderzimmer. Schicken auch Sie Ihr M igros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Teilnahme: www.migmag.ch/blickfang
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Die Geschichte der Hasen Bis 1965 produzierte die Migros einen Teil ihrer Osterhasen in Meilen am Zürichsee (Bild), und zwar in der eigenen Schokoladen fabrik «Jonatal AG», von Gottlieb Duttweiler 1931 in Wald ZH gegründet. Jonatal in Wald, kurz Jowa. Heute ist alles etwas anders: Die Hasen kommen von Chocolat Frey aus Buchs AG, Gebäck und Glace von der Midor aus Meilen, und die Jowa konzentriert sich auf Brot, Teigwaren und ...
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MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 5
Welche Milchsorte ist am gesündesten: Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch? Schafmilch enthält mehr Fett, Eiweiss und Kalzium als Kuhmilch, aber auch mehr Kalorien. Ziegen milch dagegen enthält etwas weniger Fett und Eiweiss als Kuhmilch und damit auch etwas weniger Kalorien; der Kalzium gehalt ist vergleichbar. Es ist also in erster Linie eine Frage des Geschmacks, welche Milch man vorzieht. Zu beachten ist, dass alle drei Milcharten Lak tose enthalten und deshalb für Menschen mit Milchzuckerunver träglichkeit nicht geeignet sind.
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Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns. M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar über Tel. 0800 84 0848 oder auf migros.ch/kundendienst
Bands spielten am Wochenende am «m4music» in Zürich und Lausanne auf. Das Popmusik festival des Migros-Kulturpro zents begeisterte auch dieses Jahr Tausende von Musikfans.
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Wie häufig nutzen Sie Heimlieferdienste der Migros wie Leshop.ch und Amigos? Diese Frage stellten wir unseren Kundinnen und Kunden via Twitter. 321 haben geantwortet. Das ist das Resultat:
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MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 7
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INHALT | 18.3.2019 | 9
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INHALT Dossier So nicht!
Verpflegung quasi über die Schultheke: Auf dem Campus der Technischen H ochschule in Lausanne gibts auch eine Migros. Die beiden Studis Najla Zedan und Georgi Pecev freuts.
12 Tatort Social Media So sieht die Rechtslage bei Anfeindungen im Netz aus 15 Der Wut ausgesetzt Wie gehen Prominente mit Hassbotschaften um?
102
21 Sagen Sies mit Stil! 23 Ist die Digitalisierung schuld? Autorin Ingrid Brodnig über Cybermobbing und warum es sich online enthemmter schimpfen lässt 27 «Das könnt ihr nicht machen!» An der Migros-Hotline heisst es nicht selten ruhig Blut bewahren
Ganz de Bappe: In seinem neuen Film «Sohn meines V aters» spielt Dani Levy Familienoberhaupt Karl. Auch privat geht der Wahlberliner in seiner Vaterrolle auf.
Bilder: Jeremy Bierer, Gregory B. Waldis, Micha Freutel/Tina Aich Fotografen; Styling: Caroline Ziegler/Style Council; Hair and Make-up: Zakiya-Jordan Singleton/Style Council
30 Fürs Leben gezeichnet Was Mobbing mit Opfern und Tätern macht 39 Bänz Friedli 43 Frühlingssäfte 68 Leserforum
77 Neues aus Ihrer Region
Aktionen, Reportagen, News
84 Doppelt gebeutelt Was tun gegen Kreuzallergien? 91 Glücksgriff 92 100 Jahre Circus Knie
59 Drei Ladys, drei Generationen, drei neue Looks: Suzanne, Valérie und Jasmine (v. l.) sind unsere Covergirls!
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DOSSIER | 18.3.2019 | 11
So c ni ! ht
Wi(e)der die Wut
Mobbing, Hetze, Hasstiraden im Netz: Warum sind wir so gemein zueinander? Ein Plädoyer für wohlwollende Kommunikation.
Prominente Zielscheiben Wer in der Öffentlichkeit steht, wird regelmässig angefeindet. Wie gehen Betroffene aus Medien und Politik damit um? Seite 15
Knigge für Aufgebrachte Es gibt stilvollere Wege als Hasskommentar und Cybermobbing, um dem Ärger Luft zu machen. Seite 21
Schreckliche Schulzeit Einstige Mobber und Gemobbte blicken zurück: Schuld und Schmerz sitzen oft noch heute tief. Seite 30
12 | 18.3.2019 | WIR WUTBÜRGER
Wenn die Hassbotschaft zum Rechtsfall wird Die Zahl der polizeilich registrierten Beschimpfungen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Meist jedoch reiche eine Abmahnung, um Hasskommentierer zu stoppen, sagt der Rechtsanwalt Urs Saxer. Text: Ralf Kaminski
N
iemand muss sich einfach so runtermachen lassen – schon gar nicht online oder in den sozialen Medien. Bereits Anwürfe wie «Idiot» oder «Dummkopf» können als Beschimp fung eingeklagt werden. «Ich weiss schon, dass man heutzutage das Gefühl hat, solche Ausdrücke seien überhaupt kein Problem, weil die Standards des Anstands sich ver schoben haben», sagt Urs Saxer (61), Rechtsanwalt und Professor für Staats- und Medienrecht an der Uni versität Zürich. «Aber das stimmt einfach nicht. Man muss sich nicht alles bieten lassen.» Eine Anzeige führt zu einem Straf verfahren, einer Vorladung vor Ge richt und schliesslich zu einer Busse, bei Ersttätern in der Regel im dreioder niedrigen vierstelligen Bereich. «Für notorische Wiederholungstäter
Urs Saxer (61) ist Rechtsanwalt, Uniprofessor und Mitgründer des Start-ups Silenccio.
«Bei Frauen zielen die Angriffe oft auf den Körper oder die Sexualität.» Jolanda Spiess-Hegglin Netzaktivistin
kann es aber deutlich teurer werden; auch Freiheitsstrafen sind möglich», so Saxer. Viele Menschen halten das Inter net für einen rechtsfreien Raum. «Doch das ist ein Irrtum. Nichts macht das so deutlich, wie wenn man plötzlich ein juristisches Verfahren am Hals hat.» Das Strafrecht schützt die persönliche Ehre, das Zivilrecht und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) schützen die Berufsehre. Gelegentlich kann auch die Anti-Rassismus-Strafnorm eine Rolle spielen. Silenccio fahndet nach Hetzern
Dennoch gilt weiterhin das Prinzip der Meinungsfreiheit. «Kritische Äusserungen, auch über andere Per sonen, müssen möglich sein», betont Saxer. «Wenn es sich um eine Sauerei handelt, kann man es auch als solche bezeichnen.» Im Zweifelsfall müsse eine sorgfältige Abwägung statt finden, was Verfahren zu Persönlich keitsverletzungen anspruchsvoll mache. «Und das Ergebnis kann von Richter zu Richter anders ausfallen.» Zudem müssten sich prominente Personen mehr gefallen lassen, ge rade auch in öffentlichen Debatten. «Am Ende ist der Wahrheitsgehalt entscheidend, man darf nicht einfach Unsinn in die Welt setzen.» Meist jedoch kommt es gar nicht zu einem juristischen Verfahren. «Eine Abmahnung reicht.» Dies ist die Erfahrung von Saxer und drei Mitgründern beim Start-up Silenccio:
Hier kann man sich anmelden und ab Fr. 11.90 (Privatpersonen) oder Fr. 79.90 (Firmen) pro Monat ein Online-Monitoring samt Rechts schutzversicherung bei AXA buchen. Silenccio durchsucht dann regel mässig das Web und die wichtigsten Social-Media-Plattformen nach nega tiven Äusserungen über die betreffen de Person oder das Unternehmen. Wird etwas entdeckt, erhält der Urheber eine mahnende E-Mail. «Darin steht, dass die Art der Äusse rungen unzulässig ist und dass er oder sie sofort damit aufhören und den Post löschen solle, ansonsten werde es juristische Konsequenzen haben», erklärt Saxer. «Mehr braucht es in der Regel nicht. Wir haben seit Beginn im April 2018 praktisch keine Rechtsfälle.» Sollte sich der Kunde dennoch für den juristischen Weg entscheiden, kommt der AXA-Ver sicherungsschutz ins Spiel. Konkrete Zahlen möchte Saxer nicht nennen, aber das Geschäft ist gut angelaufen. Ausserdem wurde das Start-up 2018 mit dem Innovationspreis der Schweizer Assekuranz ausgezeichnet. Knackpunkt anonyme Beschimpfung
Das von Silenccio entwickelte Tool funktioniert wie eine klassische Such maschine. «Die Herausforderung war, auch soziale Medien automatisiert zu durchforsten.» In halböffentlichen Räumen wie Whatsapp oder Facebook Messenger ist ein aktives Monitoring nicht möglich und nicht erwünscht. Betroffene können aber einen Screen-
WIR WUTBÜRGER | 18.3.2019 | 13
So c ni ! ht
Zahlen
3512 Verurteilungen wegen Beschimpfung verzeichnete die Schweiz 2017.
Kampf gegen Online-Hass
26
Strafanzeigen gab es 2017 im Durchschnitt pro Tag – insgesamt 9555.
65%
mehr polizeilich registrierte Beschimpfungen gab es 2017 gegenüber dem Jahr 2009, als man die Zahl erstmals auswies.
900
Franken Busse gab es schon für Beschimpfungen wie «Dreckslügner», «Krimineller» oder «Dummkopf».
Illustration: Vectorstock; Bild: zVg
8 Mio.
Postings hat Facebook in den ersten neun Monaten d es Jahrs 2018 beanstandet. Entweder wurden die Beiträge gelöscht, oder der Nutzer wurde gesperrt. Quellen: Polizeiliche Kriminalstatistik (2017), «SonntagsZeitung»
shot an Silenccio schicken, um die Abmahnung auszulösen. Besonders herausfordernd sind anonyme Beschimpfungen. «Da kann man sich nur an die betroffene Plattform wenden und die Löschung verlangen.» Das sei zwar oft umständlich und langwierig, führe aber auch immer wieder zum Erfolg. Mehrheitlich männliche Täterschaft
Die Zahl der polizeilich registrierten Beschimpfungen nimmt unaufhaltsam zu. 2009 – im ersten Jahr, in dem die Daten erhoben wurden – waren es 5775, 2017 bereits 9555 (neuere Zahlen gibt es noch nicht). 75 Prozent der Beschimpfer waren Männer, die meisten zwischen 20 und 60 Jahre alt. Aber auch knapp 1000 Kinder und Jugendliche sowie 230 Personen über 70 wurden polizeilich registriert. Jolanda Spiess-Hegglin (38), die als grüne Kantonsrätin in Zug selbst viel Hass erlebt hat, leitet heute den Verein #NetzCourage, der Opfer von Beschimpfungen und Verleumdungen
unterstützt. 2018 erhielt sie über 1000 Anfragen betreffend Soforthilfe; 90 Prozent stammten von Frauen, d ie sich politisch äussern. Seit Bestehen des Vereins 2016 hat sie 200 Anzeigen eingereicht. Spiess-Hegglin beschreibt den klassischen Täter so: «Plakativ gesagt ist der Beschimpfer im Netz der alte, weisse Rentner, SVP-Wähler oder -Mandatsträger, wohnt im Aargau, Thurgau oder im Zürcher Oberland – in den SVP-Hochburgen.» Diese Menschen hätten schlicht zu viel Zeit und würden die Regeln des Internets zu wenig kennen. «Es ist für sie eine Alternative zum Stammtisch im Dorf. Erst recht, wenn sie dann Applaus von Gleichgesinnten bekommen. Ausserdem fühlen sich diese Männer von politisierenden Frauen in ihrer Wohlfühlzone bedrängt.» Generell werden Frauen ganz anders beschimpft. «Bei Männern wird die Kompetenz angezweifelt, bei Frauen zielen neun von zehn Angriffen auf den Körper oder die Sexua lität.» Cyberhass gegenüber Frauen sei deshalb tendenziell verletzender. Urs Saxer hält das Täterprofil für breiter. «Bei den politisch-medialen Auseinandersetzungen dürfte die Beschreibung recht gut zutreffen, aber beim Cybermobbing sind Täter und Opfer deutlich vielfältiger.» Es hapert mit der Durchsetzung
Wie kann man Gegensteuer geben? Saxer hält die bestehende Gesetz gebung für ausreichend. «Das Pro blem ist die Durchsetzung – Silenccio
Der Frauendachverband Alliance F lanciert mit der Unter stützung des Förderfonds Engagement Migros ein Pionier projekt zur Bekämpfung von Hasskommentaren im Internet. Dabei sollen Mensch und Technik Hand in Hand arbeiten: Mithilfe eines lernenden Algorithmus wird sogenannter Hate Speech (englisch für: Hassrede) im Netz aufgespürt. Gleichzeitig nimmt eine sprachübergreifende Gruppe von Freiwilligen Einfluss auf die betreffenden Diskussionen und bringt sie auf eine sachliche Ebene zurück. Algorithmus und Freiwil lige lernen laufend voneinander und verbessern sich fortwährend. In den nächsten Monaten wird die Gruppe der Freiwilligen aufgebaut; Mitte des Jahres wird die lernende Plattform «Stop Hate Speech» online gehen. Infos: stophatespeech.ch
versucht, sie etwas zu fördern.» E in anderer Weg ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Deutschland. Es verlangt von Online-Plattformen, problematische Postings rasch aus dem Netz zu nehmen, andernfalls drohen Bussen. Doch auch das ist nicht unumstritten, weil das Risiko von Zensur besteht. Trotzdem sei es einen Versuch wert, findet Saxer. «Man wird erst in zwei, drei Jahren wirklich abschätzen können, ob dieses Gesetz eine gute Sache ist oder nicht.» Letztlich seien alle Massnahmen heikle Balanceakte zwischen Durchsetzung von Persönlichkeitsschutz auf der einen Seite und Achtung der Meinungsfreiheit auf der anderen. «Bisher haben wir experimentiert. Am besten wäre eine klare international gültige Regelung, wo was wie geahndet werden kann – aber davon sind wir weit entfernt.» MM Infos: silenccio.com, netzcourage.ch
Tortilla Bowl mit mexikanischem Salat (für 4 Personen – fertig in 45 Minuten)
Zutaten: • 4 Pancho Villa™ Soft Tortillas • 4 Pouletschnitzel • 0.5 Beutel Pancho Villa™ Guacamole Mix Würzmischung • Pancho Villa™ Dip Guacamole Style • 2 Mini Lattich Herzen oder junge Sprossen • 2 Tomaten • 1 rote Peperoni • 1 Dose Mais (285 g) • 1 Dose rote Bohnen (265 g) • 1 Bund Koriander • 1 Limette • 250 g Quark • Olivenöl • 2.5 TL Salz
Zubereitung: Marinieren der Pouletschnitzel: Den halben Beutel Guacamole Mix Würzmischung mit 2 EL Olivenöl vermischen, Fleisch mit der Mischung bestreichen, abdecken und für 15 Min. kaltstellen. Vorbereitung der Tortillaschälchen: Backofen auf 140 °C vorheizen. Die einzelnen Tortillas in eine Schüssel legen, vorsichtig in Form drücken und mit einem Pinsel leicht einölen. Dann mit einer Kugel Alufolie befestigen und für ca. 10 Min. in den Ofen geben. Die Temperatur auf 180 °C erhöhen und die Schälchen 4 Min. fertig backen bis sie goldbraun sind. Abkühlen lassen und aus der Form nehmen. Vorbereitung der Garnitur: Salatherzen und Tomaten kleinschneiden, Peperoni entkernen und in kleine Würfel schneiden, Mais und Bohnen abgiessen, Korianderblätter abzupfen. Den Quark mit
ein wenig Salz vermengen und die Mischung kaltstellen. Die Limette auspressen und den Saft mit 6 EL Olivenöl und ein wenig Salz vermischen. Garen der Pouletschnitzel: Fleisch in einer beschichteten Pfanne von allen Seiten anbraten und dann bei reduzierter Hitze weitere 8 Min. garen, dabei mehrmals wenden. Anschliessend in feine Streifen schneiden. Anrichten des Salats: Garnitur und Pouletsteifen auf die Tortillaschälchen verteilen und mit dem Limettenöl beträufeln. Dann den Dip Guacamole und den Quark hinzufügen. Tipp: Am besten gleich geniessen!
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DOSSIER | 18.3.2019 | 15
So c ni ! ht
Täglich eine Ladung Hass Wer in der Öffentlichkeit steht, wird fast schon routinemässig mit Wut und Häme überschüttet. Medienschaffende und Politiker berichten, wie sie damit umgehen. Text: Ralf Kaminski
Arthur Honegger «10vor10»-Moderator
Bild: Oscar Alessio/SRF
«Wir dürfen bei all den Hass kommentaren nicht vergessen, dass sie von einer pene tranten Minderheit kommen. Die Mehr heit der Menschen äussert sich differenziert und vernünftig.»
S
eit Arthur Honegger das Nachrichtenmagazin «10vor10» im Schweizer Fernsehen moderiert, wird er auf seinem TwitterAccount regelmässig beschimpft. Nach einer Sendung Ende Januar über die politische Krise in Venezuela hiess es: «Obwohl 100 000e in Massendemos den neuen legiti-
men Präsidenten u Mehrheitsführer #Guaido feiern, spricht Salonsozialist @honegger säuerlich von 10 000en. Wie lange lässt man H noch gewähren?» oder «H ist das widerliche sozialistische Pendant von Lanz! (Lanz Talk ZDF)». Solche Tweets sind noch harmlos, gelegentlich gibt es auch Morddrohungen. Oder eine Fotomon-
tage, auf der man seinen Kopf in einer Pissoirschüssel sieht. «Welcome to my world», sagt Honegger, der zuvor acht Jahre lang als USA-Korrespondent für SRF tätig war und dabei nur s elten Anfeindungen erlebt hat. Doch seit er «10vor10» moderiert, ist Hass der allgegenwärtige Beglei-
Arthur Honegger ist in seinem Job täglich Beschimpfungen und Hasstiraden ausgesetzt.
16 | 18.3.2019 | DOSSIER Promis lesen Hassbotschaften
Regula Stämpfli
www.migmag.ch/ hass
Politologin
«Halt doch endlich die Klappe!» – Geh in die Klapse!» – «Linksextrem!» ter seiner Arbeit. Besonders viele Beschimpfungen kommen nach Beiträgen über den Klimawandel oder den russischen Präsidenten. «Die Hauptvorwürfe lauten meist, wir würden Informationen unterdrücken oder seien eine Propagandamaschine der Nato oder von George Soros.» Zu Beginn seiner Tätigkeit gab es auch Kommentare zu seinem Äusseren, heute sind meist redaktionelle Inhalte Anlass der Wut. «Damit muss man leben lernen, wir können deswegen ja nicht aufhören, über diese Themen zu berichten.» Drohungen gegen seine Familie gehen dem 39-Jährigen jedoch näher als solche gegen ihn selbst. Und er achtet d arauf, dass die Öffentlichkeit nicht erfährt, wo er wohnt. Aber besonders ernst nehme er das alles nicht. «Relevanter finde ich, dass sich in unserer Gesellschaft offensichtlich eine Subkultur gebildet hat, die für Verschwörungstheorien aller Art sehr zugänglich ist.» Und die von einigen Politikern gezielt gefüttert werde, um ihre Basis bei Laune zu halten. «Das sind Alarmsignale, die wir ernst nehmen müssen.» Auf Anzeigen hat Honegger bisher verzichtet, hingegen hat er Beschimpfer bei Twitter gemeldet, mit Konsequenzen für deren Accounts. Freund liche und konstruktive Kritik beantwortet und berücksichtigt er. Manchmal gibt es sogar Komplimente. «Wir dürfen vor lauter Hasskommentaren nicht vergessen, dass sie von einer penetranten Minderheit kommen. Die meisten Menschen reagieren nicht so; sie sind vernünftig, differenziert und anständig. Für sie machen wir unser Programm.»
Patronen in der Post
Anonyme OnlineKommentare
Angriffe sind zur Gewohnheit geworden Regula Stämpfli wird seit Jahrzehnten angefeindet. «Es gibt Männer, die mich seit 20 Jahren verfolgen und stets neue Wege suchen, um mich in die Pfanne zu hauen», sagt die Politologin und Sachbuchautorin. «Mein WikipediaEintrag wurde zum Beispiel von einem Troll verfasst, und ich ringe derzeit mit den Be treibern um entsprechende Anpassungen.» Immerhin: In den vergangenen Jahren ist die Hasswelle etwas abgeebbt. «Ich habe in letzter Zeit auch keinen Skandal mehr verursacht», sagt Stämpfli und lacht vergnügt. Doch zu ihrer Kolumne im «Blick am Abend», die sie bis zur Einstellung des Gratisblatts im vergangenen Jahr schrieb, gab es jedes Mal bösartige anonyme Kommentare. «Im Stil von: Halt doch endlich die Klappe! Geh in die Klapse! Links extrem!» Oft wird auch aufs Äussere gezielt oder eine Vergewaltigung angedroht. «Wie es g egenüber Frauen üblich ist. Es ist teilweise richtig grauslig.»
Das meiste perlt heute ohnehin an ihr ab. Mit der Zeit hat Stämpfli sich eine dicke Haut zugelegt. «Als Intellektuelle, die in der Öffentlichkeit steht, bin ich es gewohnt, angegriffen zu werden.» Damit müsse man leben, wenn man sich mit den Mächtigen anlege. Auch der schwarze Humor, den sie vom britischen Teil ihrer Familie geerbt habe, helfe. «Was mich immer noch trifft, sind Attacken aus gleichgesinnten Kreisen, von Kollegen quasi.» Ein Artikel aus der WoZ im Jahr 2017 etwa – die Klage d agegen hat sie gewonnen. Wie auch alle anderen vier, die sie im Lauf der Jahre initiiert hat. Dennoch hat all die Wut ihre Arbeit verändert. «Der Fokus liegt heute stärker auf nichtöffentlichen Tätigkeiten.» Und ein Stück weit versteht sie ihre Angreifer sogar. «Denken muss wehtun. Dass die Leute so heftig auf meine Beiträge reagieren, bestätigt mir auch, dass ich eine gute Arbeit gemacht habe. Wenn ich schreibe, was der Mainstream lesen will, ist etwas schiefgelaufen.»
Andreas Glarner hat schon rund 20 Klagen wegen Beschimpfungen ausgelöst. «Nicht bei jeder Bagatelle, aber wenn man mich als Nazi, braunen Hetzer, Pädophilen oder üblen Profiteur bezeichnet, dann klage ich dagegen», sagt der 56-jährige SVP- Nationalrat und Unternehmer aus Oberwil-Lieli AG. Auch Morddrohungen gibt es, und ab und zu sogar eine Patrone in der Post. Viele Beschimpfungen sind anonym, aber längst nicht alle. Die «gröberen Sachen» gibt er an die Polizei weiter, die entscheidet, was sie weiterverfolgt. In der Öffentlichkeit ist der Politiker vorsichtiger geworden. «Ich laufe in Bern nicht mehr unbefangen herum.» Richtig heftige Beschimpfungen gab es 2015, als Glarners Gemeinde Oberwil-Lieli sich entschied, lieber Strafe zu zahlen als Asylbewerber aufzunehmen. «Man darf nicht so abgebrüht werden, dass einem Angriffe nicht mehr wehtun», sagt Glarner. «Denn Kritik kann manchmal berechtigt sein – gerade bei einem wie mir, der auch mal über die Stränge schlägt.» Vernünftig formulierte Kritik beantwortet Glarner in der Regel. «Ich habe mich mit Kritikern auch schon auf einen Kaffee getroffen und diskutiert. Das ist der beste Weg, mit unterschiedlichen Meinungen umzugehen.»
DOSSIER | 18.3.2019 | 17
Sascha Ruefer Sportkommentator
«‹Du hast keine Ahnung› ist im Grunde schon eine Schmeichelei.»
Die Kommentare zielen oft auf das Äussere Jennifer Bosshard erhält abschätzige Kommentare vor allem auf Instagram. «Ich sei total unsympathisch oder hässlich oder schlimm angezogen oder ein naives kleines Kind, das keine Ahnung habe, was abgehe», fasst die 25-jährige Moderatorin der SRF- Sendung «Glanz & Gloria» zusammen. Das meiste komme jedoch von Fake Accounts. «Das finde ich feige. Da nimmt sich also jemand die Mühe, so ein Konto einzurichten, nur um mich gezielt fertigzumachen?»
Die Flut an Hass am besten ignorieren
Bilder: PD, Stahl Photographie, Oscar Alessio/SRF (2)
Sascha Ruefer (47) kann mittlerweile nicht mehr viel erschüttern. «Es gibt nach unten keine Grenzen beim Niveau der Kommentare, die über die sozialen Medien hereinfluten», sagt der SRFSportmoderator und -kommentator. «‹Du hast keine Ahnung› ist im Grunde schon eine Schmeichelei.» «Am Anfang konnte ich da mit nicht umgehen, es hat mich wirklich belastet.» Doch die Flut an Hass, die ihn erreicht, habe inzwischen zu einer gewissen Abstumpfung geführt. «Heute ist mir eigentlich egal, was da kommt. Ich nehme diese Leute nicht ernst und ignoriere sie einfach. Letztlich bauen sie einfach ihren Frust ab, und wir sind die Blitzableiter.» Doch es habe einige Zeit gedauert, bis er so weit gewesen sei. «Der Austausch mit einem Coach hat mir dabei geholfen.» Während Ruefer sich von den sozialen Medien heute weitgehend fernhält, nimmt er Rückmeldungen via E-Mail durchaus noch wahr. «Mir ist
auch klar, dass ich polarisiere, das liegt in der Natur meiner Arbeit. Und wenn sich jemand respektvoll aufregt, weil seine Mannschaft gerade verloren hat, ist das in Ordnung, darauf antworte ich auch.» Das sei jedoch selten. «Meist kommt nur pure Aggression.» Besonders starke Reaktionen gebe es nach Spielen des FC Basel gegen die Berner Young Boys. Ruefer kommentiert schon seit 1998 Sportsendungen am Fernsehen. «Lange ging es sehr zivilisiert zu, auch noch als Internet und E-Mails gerade aufkamen.» Erst mit der Etablierung der sozialen Medien vor etwa zehn Jahren sei die Wut eskaliert. In der Öffentlichkeit hin gegen hätten sich die Reak tionen kaum verändert. «Wenn ich draussen unterwegs bin, erkennen mich die Leute und reagieren – meist positiv. Wenn jemand schimpft, gehe ich darauf ein. Sogar bei Meinungsverschiedenheiten ergeben sich daraus gute, respektvolle Gespräche.»
Sie habe auch schon ein paar Mal zurückgeschrieben, um herauszufinden, was das Problem sei. «Aber entweder kommt dann keine Antwort oder das Konto wird blitzartig gelöscht.» Die Kommentare zielten oft auf die Optik, wobei sie selten mit der Androhung von sexueller Gewalt konfrontiert sei. «Vielleicht weil ich äusserlich und mit meinen Posts kaum polarisiere. Da wird man weniger angegriffen.» Dafür gebe es bei ihr ab und zu anzügliche Kommentare: «‹Ach, könntest
Jennifer Bosshard SRF-Moderatorin
«Könntest du nicht mal Netzstrumpfhosen anziehen oder etwas mehr Bein zeigen?» Anonymer OnlineKommentar
du nicht mal Netzstrumpf hosen anziehen oder etwas mehr Bein zeigen?› – das finde ich auch widerlich.» «Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, es tangiere mich überhaupt nicht. Wenn auf meine Person gezielt wird, also ich sei naiv oder ein Dummchen, dann verletzt mich das. Weil ich genau das nicht bin.» Die Kommentare zum Aussehen hingegen liessen sie relativ kalt. In zwischen lösche sie alles, was unter der Gürtellinie und weit weg von konstruktiver Kritik sei. «Und ich achte heute genauer darauf, was ich über mich und mein Leben preisgebe.» Angefangen hat das alles erst, seit sie im Mai 2018 als SRF-Moderatorin begonnen hat. Sie findet es zwar lästig, psychisch belastet es sie jedoch nicht. «Es regt mich im Moment auf, aber dann sage ich mir auch, dass es sich gar nicht lohnt. Das sind einfach Leute, die ihren Frust und ihre eigenen Komplexe auf mich abwälzen.»
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Jolanda Spiess-Hegglin Netzaktivistin
«Anzeigen bewirken etwas: Wer so aus der Anonymität gezerrt und vor geladen wird, hört in der Regel auf, zu hetzen.»
Hilfe für andere Opfer von Mobbing im Netz
Bilder: Gaetan Bally/Keystone, Peter Klaunzer/Keystone
Jolanda Spiess-Hegglin (38) ist noch immer fast täglich mit den Folgen der bis heute ungeklärten Ereignisse nach der Zuger Landammannfeier 2014 konfrontiert. Am Tag danach war sie mit Unterleibsschmerzen und Erinnerungslücken aufgewacht, ohne einen Kater zu haben. Ein SVP-Politiker wurde wegen des Verdachts auf Schändung festgenommen, später jedoch wieder freigelassen. Es gab zwei Gerichtsverfahren, das erste endete mit einem Vergleich, das zweite stellte die Zuger Staatsanwaltschaft im vergangenen Frühling ein; sie hielt fest, dass Spiess-Hegglin niemanden falsch beschuldigt habe. Der enorme Medienrummel um den Fall trat eine Lawine von Hass gegen die damalige Kantonsrätin der Grünen Partei los. «Die Mord- und Vergewaltigungsdrohungen kamen schon kurz nach dem ersten Artikel im ‹Blick›, also noch bevor die Kampagne gegen mich überhaupt Fahrt aufgenommen hatte.» SpiessHegglin hat sich mittlerweile aus der Politik zurückgezogen
und 2016 den Verein #NetzCourage gegründet, mit dem sie sich gegen Internethetze engagiert und andere Betroffene unterstützt. Zu Beginn löste die Flut an Hass bei ihr vor allem eins aus: Wut. «Ich musste ein Antiaggressionstraining machen, weil ich nicht sicher sein konnte, ob ich dem Nächsten nicht einfach die Nase breche. Das habe ich heute im Griff.» Sie hat sich auch mit vielen Psychologen über das Phänomen unterhalten – eine gute Grundlage für ihre Arbeit bei #NetzCourage. «Eine solche Opferhilfestelle hat bisher gefehlt.» Sie hofft nun auf finanzielle Unterstützung durch den Bund, denn bisher arbeitet sie ehrenamtlich (siehe auch Seite 13). 200 Anzeigen hat SpiessHegglin mittlerweile er stattet, knapp die Hälfte davon für andere Betroffene. «Das hat auch einen gewissen therapeutischen Effekt. Mir ist es wichtig, den Leuten entgegenzutreten, die Unwahrheiten über mich verbreiten.»
Happige Bussen für die Täter Margret Kiener Nellen (65) hat im Nationalrat ein Postulat eingereicht, mit dem sie einen Bericht über den Umfang und die Art der Drohungen gegenüber Parlamentsmitgliedern verlangt. Sie erhofft sich davon konkretes Zahlenmaterial, um eine Diskussionsgrundlage für Gegenmassnahmen zu schaffen. «In anderen Ländern und im Europarat wurden solche Studien bereits gemacht», sagt die Berner SP-Nationalrätin und Rechtsanwältin. Das Thema betrifft sie gleich doppelt. Einerseits hat sie Opfer von Beschimpfungen und Gewalt als Anwältin oft vor Gericht vertreten, andererseits ist sie selbst jahrelang beschimpft und bedroht worden. Besonders heftig war es 2014 und im Wahljahr 2015. «Wir werden Sie vergewal tigen und töten. Sie, Ihren Mann und Ihre Kinder. Wir wissen, wo Sie wohnen. Auch wenn Sie Leibwächter an stellen, nützt das nichts, wir kriegen Sie», zitiert Kiener Nellen aus einem der Drohbriefe. Damals engagierte sie
Margret Kiener Nellen SP-Nationalrätin
«Wir werden Sie vergewaltigen und töten. Sie, Ihren Mann und Ihre Kinder.» Aus einem anonymen Drohbrief
sich an vorderster Front für die Abschaffung der Pauschalbesteuerung und wurde deshalb von der Gegenkampagne persönlich angegriffen. «Das hat wohl die Schleusen für weitere Angriffe geöffnet», vermutet sie. Etwa 15 Strafverfahren hat die Politikerin in diesen zwei Jahren initiiert, davon sind zwei noch hängig. In einem Fall musste der Täter wegen seiner Drohungen eine Busse von insgesamt 11 500 Franken zahlen. Kiener Nellen stand ausserdem eineinhalb Jahre unter Polizeischutz, nachdem sie und ihre Familie schwer bedroht worden waren. Das alles habe enorm viel Zeit und Energie gekostet. «Eigentlich wurde ich gewählt, damit ich mich für eine gerechtere Schweiz und eine bessere Welt engagiere. Stattdessen muss ich mich jahrelang mit Anfeindungen herumschlagen. Damit muss Schluss sein. Es ist wichtig, dass solche Täter verurteilt werden und happige Bussen zahlen müssen.»
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Hass begleitet ihn seit Jahren
Das war selbst für Eberhard eine neue Dimension, obwohl er einiges gewohnt ist. «Ich habe schon in mehreren grossen Zeitungen über diese Themen
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geschrieben, Hass hat mich von Anfang an begleitet. Aber in jüngster Zeit hat er stark zugenommen, auch bei Themen, die gar nicht sonderlich kontrovers sind.» Eberhard sieht dahinter auch eine Grundstimmung gegenüber Journalisten, die von einigen Politikern gezielt geschürt werde. Inhaltlich fundierte Kritik gebe es natürlich auch. «Die ist immer willkommen», betont er. Aber es dominierten Verleumdungen und Vorwürfe dahin gehend, dass er Fake News oder systematische Lügenkampagnen verbreite. Konkrete Drohungen zeigt er hin und wieder an. Eberhards Wohnadresse findet man nirgends mehr. Und er postet
nichts Privates in den sozialen Medien. «Für mich ist auch wichtig, mit anderen darüber reden zu können, mit Redaktionskollegen oder Freunden. Manchmal gehe ich hinaus in die Natur und versuche, Distanz zu gewinnen.» Es sei wichtig, den Hass richtig einzuordnen, betont Eberhard. «In den sozialen Medien haben diese Leute quasi die Deutungshoheit, weil sie gut organisiert und laut sind. Aber sie vertreten nicht die Mehrheitsmeinung.» Vor allem dürfe man sich nicht davon abhalten lassen, weiterhin zu gewissen Themen zu recherchieren und darüber zu berichten. «Am besten versucht man, den Hass auszublenden.» MM
Bild: Philipp Rohner
Fabian Eberhard (35) hat sich im vergangenen Jahr für etwa drei Wochen von Twitter verabschiedet, um die Flut von Hass zu stoppen, der er ausgesetzt war. Der auf Extremismusthemen spezialisierte «SonntagsBlick»Redaktor hatte über einen Marsch von Rechten in Polen berichtet. Danach ergossen sich Zehntausende von Hassbotschaften über seine Social-Media-Kanäle. «In der Hochphase waren es mehrere hundert pro Stunde. Darunter viele Morddrohungen.»
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So Sich ärgern ist menschlich. Doch es gibt bessere Wege als Hasskommentare und Cybermobbing, um der Wut Luft zu machen. Knigge-Expertin Susanne Abplanalp gibt Tipps. Illustrationen: Luca Bartulovic
1. Erst mal darüber schlafen
Wenn die Wut sehr gross ist, schreiben Sie zunächst auf, was Sie geärgert hat – und schlafen Sie eine Nacht darüber. Wenn wir etwas niederschreiben, findet ein grosser Teil der Verarbeitung bereits statt, verraucht der Zorn dadurch. Hingegen hat schon mancher seine impulsive Reak tion nachträglich bereut. 2. Ich-Form verwenden
Verwenden Sie keine Formu lierungen wie «Man stellt fest ...», «Wir finden ...» oder «Sie machen alles falsch», sondern sagen Sie in der IchForm, was Sie stört. 3. Konkret sein mit Beispiel
«Gestern beim Frühstück ist mir aufgefallen, dass du Herrn Müller ins Wort gefallen bist.» Dieser Satz ist konkret, und die kriti sierte Person kann sich noch an den Vorfall erinnern. Vermeiden Sie Pauschalisierungen wie «Immer unterbrichst du ...». 4. Nichts bemängeln, was das Gegenüber nicht ändern kann
Gewisse Eigenheiten sind, wie sie sind. Also nicht: «Man ver steht Sie so schlecht, wenn Sie
Bild: zVg
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Viele Leute haben nicht den Mut, ihren Ärger direkt bei der Person anzubringen, die ihn ausgelöst hat. Stattdessen lästern sie oder schimpfen in den sozialen Medien. Das verbreitet schlechte Stimmung – die kritisierte Person erfährt unter Umständen davon und kann sich nicht wehren. Die optimale Lösung ist es, den Ärger immer direkt bei den Betroffenen loszuwerden. Dabei sollte man sich die Worte vorher gut überlegen und während des Gesprächs Stil b ewahren. Am besten hält man sich an die Regeln der Feedbackkultur – so hilft man dem Gegenüber vielleicht sogar, an einer Schwäche zu arbeiten.
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Höflich Dampf ablassen
immer stottern.» Besser: «Wenn Sie Augenkontakt aufnehmen und lauter sprechen, kann ich Sie besser verstehen.» 5. Positives erwähnen
Kritik kann man ein wenig abfedern. Zum Beispiel so: «Der humorvolle Einstieg in deine gestrige Rede hat mir sehr gefallen. Ich bin überzeugt, dass du mit einem starken Appell, einem pointierten Abschluss noch mehr Aufmerksamkeit erhalten würdest.» 6. Botschaft mit Wunsch verbinden
Geben Sie einen konkreten konstruktiven Vorschlag zur Verbesserung: «Ich wünsche mir von Ihnen, dass Sie in Zukunft Damen und Herren mit der glei chen Wertschätzung begegnen.» 7. Stil bewahren
Bei öffentlicher Kritik: nichts formulieren, was Sie der Person nicht auch persönlich sagen würden. Fälschlicherweise neigen viele dazu, sich im Internet anonym zu fühlen. Wenn es um Feedback geht: Fragen Sie die betreffende Person, ob sie es auch hören möchte. Es sollte unter vier Augen erfolgen oder in Form eines freundlichen E-Mails. Selbstkritische Menschen lieben es, ernst gemeinte F eedbacks auf hohem Niveau zu erhalten, die sie weiterbringen. Es ist tatsächlich schon vorgekom men, dass d er kritische Brief einer Leserin später zu einer Hochzeit mit dem Kritisierten geführt hat ... MM
Susanne Abplanalp (59) ist Knigge-Beraterin und Autorin des Buchs «Der Office-Knigge: Souverän mit Kunden und im Team» (SKV-Verlag, Fr. 26.40 bei Ex Libris ). Sie unterrichtet an Weiterbildungsinstituten und bietet Firmenseminare sowie Privatcoachings an. Zudem ist sie Mitglied des Rhetorik-Clubs Zürich, wo man unter anderem lernt, direktes Feedback aufbauend zu vermitteln. Infos: kniggetoday.ch, rczh.ch
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Ausstellung zum Thema Hass im Netz: «Producing Futures», Migros-Museum, bis 12.5.; migrosmuseum.ch
«Wir sollten Opfer stärker in Schutz nehmen»
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Einen anderen Blick auf unser Zusammenleben im digitalen Zeitalter bietet die Ausstellung «Producing Futures – An Exhibition on Post-Cyber- Feminisms», die bis 12. Mai im Migros-Museum für Gegenwartskunst zu sehen ist: 14 Künstle rinnen und Künstler spüren mit ihren Werken dem Zusammenleben im 21. Jahrhundert nach, das geprägt ist von der fort schreitenden Verschränkung von Online und Offline.
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Spricht man über Interaktion im Internet, landet man schnell bei Schlagzeilen über Cybermobbing und Hasstiraden, die in den sozialen Medien kursieren.
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Cyberspace gleich Cybermobbing?
Hass entfaltet besonders im Internet eine durchschlagende Kraft. Wie kann man darauf reagieren? Ein Gespräch mit der Autorin Ingrid Brodnig, die sich für mehr Zivilcourage im Netz einsetzt. Text: Sabine Lüthi
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elche Form von Hass haben Sie selbst schon erlebt? Die Spannbreite reicht von sanften Beleidigungen wie «linker Gutmensch» oder «Schreibhure» bis zu Sexismus gegen mich als Frau, etwa in Form von E-Mails mit klar sexistischem Inhalt. Was lösen die Angriffe bei Ihnen aus? Jeder ärgert sich, wenn er solche Anfeindungen erhält. Ich habe den Luxus, dass ich solche Dinge in Artikeln oder Büchern ver arbeiten kann – das tut gut. Wer so etwas anspricht, herum erzählt und -zeigt, erfährt oft sehr viel Solidarität – das hilft. Welche Gründe gibt es für Hass gegen andere? Hass und Wut stecken in jedem. Das Problem ist, dass wir diese negativen Gefühle online enthemmter ausleben. Es gibt die These des Online-Enthemmungseffekts, der mehrere Gründe auflistet, warum Menschen online Dinge sagen, die sie einem Menschen nie ins
esicht schmettern würden. G Ein wichtiger Faktor ist die Unsichtbarkeit: Ich muss nicht mit ansehen, wie eine Frau reagiert, wenn ich sie als Schlampe bezeichne, oder wie sich ein Mann verhält, der sich anhören muss, er gehöre am nächsten Baum aufgeknüpft. Verleitet die Anonymität im Netz also dazu, auf andere «einzudreschen»? Anonymität ist nicht der einzige Faktor. Auf Facebook sind viele mit echtem Namen unterwegs, auch da passiert Strafbares. Ich bin immer wieder überrascht, was Menschen alles schreiben, selbst wenn ihr Name danebensteht. Und Hass klickt gut, nicht? Ja, schlimm an der digitalen Debatte ist, dass Rüpel mit derben Kommentaren das bes sere Feedback erhalten, a lso viele Likes oder viel Beifall in Zeitungsforen. Eine Auswertung von rund 75 000 Leserkommentaren in Zeitungen in Südkorea hat gezeigt, dass die Kommen tare, die Schimpfworte ent hielten, im Schnitt mehr Likes
bekamen. Wut bringt Menschen zum Klicken, Wut aktiviert User. Belohnen auch die Algo rithmen Hassbotschaften? Die Gefahr ist tatsächlich, dass die Technik eine unbehagliche Nebenrolle spielt. Im Internet haben wir das Problem, dass viele Seiten von Algorithmen sortiert werden und wir nicht genau wissen, wie sie funktionieren. Bekannt ist zumindest, dass die Facebook-Software Posts bei mehr Menschen einblendet, wenn sie viele Likes und Kommentare erhalten oder geteilt werden. Die Software ist so programmiert, dass alles mit vielen Likes als relevant gilt. Es besteht also die Gefahr, dass Algorithmen wütendes Kommunizieren belohnen. Dieser Verdacht steht zumindest im Raum. Facebook ermöglicht es Forschern nicht, derartige Effekte zu untersuchen. Wir tappen hier im Dunkeln. Die Plattformen behalten viele Informationen für sich. Könnte man Facebook vor werfen, durch Gleichgültigkeit und Wirtschaftsdenken Hass zu schüren?
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Ich denke nicht, dass Facebook das geplant hat, aber das Unternehmen war lange ignorant. Es hat das Thema nicht ernst genommen und erst auf immensen Druck, auch aus Europa, reagiert. Inzwischen werden zum Beispiel Gewaltandrohungen gegen Flüchtlinge eher gelöscht als früher. Facebook hätte selbst auf die Idee kommen können, dass es nicht gut ist, wenn Menschen der Tod gewünscht wird. Das zweite Problem ist: Je mehr Zeit wir auf einer Plattform verbringen, desto mehr Werbung sehen wir. Jede werbebasierte Website läuft Gefahr, dass sie eine Spur e motionalisierender, derber ist, dass die sachlichen Inhalte es schwerer haben. Was das für den gesellschaftlichen Austausch i n unserer Demokratie bedeutet, darüber wurde lange wenig nachgedacht. Könnte man also sagen, dass Donald Trump ein Glücksfall für Twitter ist? Twitter ist sicherlich dank Trump viel präsenter in den klassischen Medien und häufiger im Gespräch. Eine wichtige Frage ist, ob Twitter einzelne Trump-Tweets hätte entfernen
s ollen, selbst wenn sie vom Präsidenten stammen. Twitter sagt Nein: Donald Trump sei zu wichtig, er habe quasi eine Sonderstellung. Gibt es bestimmte Menschentypen, die Hass im Internet verbreiten? Ich unterscheide zwei Typen: die Glaubens krieger und die Trolle. Glaubenskrieger glauben wirklich, was sie posten. Sie bringen viel Wut in Diskussionen ein, weil das ihrer Ideologie entspricht. Ein Beispiel: Zu den aktiven Gruppen im Netz zählen
«Es besteht die Gefahr, dass Algorithmen wütendes Kommunizieren belohnen.» Ingrid Brodnig Autorin und Journalistin
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ntifeministen, die glauben, dass die Idee A der Gleichstellung falsch ist. Sie fürchten die vermeintliche Dominanz der Frauen in den Medien, in den Gerichten, in der Arbeitswelt. Sie glauben, dass die Männer bedroht sind und dass es darum in Ordnung ist, brutal zu argumentieren. Antifeministen verharmlosen etwa häusliche Gewalt gegen Frauen, weil sie der Meinung sind, das unterdrückte Geschlecht sei der Mann. Da sie tatsächlich an eine solche Bedrohung durch die Frauen glauben, scheint es ihnen auch angemessen, brutal gegen Feministinnen anzuschreiben. Und die Trolle? Die Trolle sind nicht ideologisch. Sie wollen provozieren und freuen sich, wenn sie viele Reaktionen auslösen. Sie behaupten häufig Dinge, die sie gar nicht glauben, aber sie wissen, dass sie damit Streit anzetteln können. In extremen Fällen machen Trolle andere Menschen fertig, weil sie das lustig finden. Sie sind Hacker der Gefühle, das heisst, sie posten etwas, um unsere Gefühle zu manipulieren. In schlimmen Fällen lachen
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Trolle sogar darüber, wenn jemand Suizid begangen hat. Zu welcher Kategorie gehört Trump? Trumps Kommunikationsverhalten erinnert eher an Trolle. Ich denke, dass er manches, was er sagt, überhaupt nicht glaubt. Aber er weiss, dass er ein Feedback e rhält. Man nennt das Bullshitting: Man sagt etwas, wovon man weiss, dass es falsch ist, nur um damit zu punkten. Was kann jeder Einzelne gegen Hass im Netz tun? Ist Schweigen eine Option? Schweigen kann dazu beitragen, dass etwas nicht sichtbar wird. Taktisches Schweigen kann sinnvoll sein. Auf provozierende Emotio nalität sollte man nicht einsteigen, vor allem nicht überstürzt. Wir können auch nicht jeden Aggressor mit blossen Argumenten dazu brin gen, weniger aggressiv zu sein, oder ihn von seiner «falschen» Weltanschauung überzeu gen. Ich halte das für unrealistisch. Aber wir sollten Opfer stärker in Schutz nehmen. Wenn man sieht, dass mehrere User eine Politikerin fertigmachen oder dass ein Kumpel aus der
Klasse üble Kommentare auf seinem Profil er dulden muss, dann kann man sich einmischen und schreiben: «Ich finde es nicht in Ordnung, was XY gerade erlebt.» Oder: «Lass dich nicht unterkriegen.» Ich habe mit vielen Opfern von Hasskommentaren gesprochen – für alle waren Solidarität und Zuspruch wichtig. Selbst berühmten Menschen, von denen man denken könnte, sie hätten ein dickes Fell, setzt es zu, wenn sie fertiggemacht werden. Welches sind für Sie die drei wichtigsten Werte in unserer Gesellschaft? Grosse Frage. Empathiefähigkeit ist etwas Wertvolles. Ein Mindestmass an Respekt ist ein weiterer wichtiger Wert in jeder demo kratischen Debatte. Und eben Solidarität. Dass man sich in jemanden hineinversetzen kann, dass man einer Person den Rücken stärkt, auch wenn man sie nicht kennt, fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ist das Zivilcourage? Ja. Im Netz fehlen diese Stimmen manchmal. Dort täte uns Zivilcourage besonders gut. MM
Preisgekrönt Ingrid Brodnig (35) beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft. Die Österreicherin hat drei Bücher zum Thema verfasst, zu letzt «Lügen im Netz» und «Hass im Netz». 2017 wurde sie von der Bundesregierung zum «Digital Cham pion» Österreichs in der EU-Kommission ernannt. Für ihr Werk hat sie mehrere Prei se erhalten. Das Buch zum Thema: Ingrid Brodnig: «Hass im Netz: Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können»; Brandstätter-Ver lag, Fr. 21.50 bei exlibris.ch
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«Wir möchten, dass die Leute mit uns im Gespräch bleiben» Die grosse Mehrheit der Kunden-Rückmeldungen an die Migros ist freundlich und respektvoll. Einige wenige Menschen werden jedoch ausfällig. Zwei Mitarbeiterinnen berichten, wie sie in solchen Fällen einen ruhigen Kopf bewahren. Text: Kian Ramezani
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ina ist Community-Managerin bei der Migros. Die 41-Jährige moderiert den Dialog auf den Social-Media-Kanälen, wo pro Woche regelmässig mehrere hundert Fragen und Kommentare zu Migros-Themen ein gehen. Einige Schreiber vergreifen sich im Ton. Wie geht Nina damit um?
Geben Sie uns ein paar Beispiele v on wütenden oder anderen schwie rigen Reaktionen, die Sie bei Ihrer Arbeit erhalten? Die Antwort an einen Kollegen auf Migipedia: «Was ist denn das für eine traurige und unprofessionelle Antwort von einer als Community Manager erkorenen Person?» Oder die Reaktionen auf unseren Post zur jungen schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg auf der Facebook-Seite von Famigros; wir wollten von den Eltern wissen, was ihre Kinder über den Klimawandel denken. Leider k am es vereinzelt zu sehr gehässigen Kommentaren, die zudem völlig an unserer Frage vorbeigingen, etwa: «Di würde gschider würklech öpis mache aus uf de strasse umelungere.» Als Reaktion riefen wir die User dazu auf, respektvoll miteinander umzugehen. Es ist wichtig, dass die Leute merken, dass unsere Seiten moderiert sind und hier nicht einfach Anarchie herrscht. Wir wollen nicht Polizei spielen, aber manchmal ist eine Interven tion nötig.
unseren Kanälen, und wenn ich daheim am Sonntagabend etwas sehe, dann weiss ich, dass mich das am Montag vermutlich beschäftigen wird. Also: liegen lassen oder anschauen? Nicht immer einfach. Kürzlich hätte ich etwas sein lassen sollen, tat es aber nicht. Prompt schlief ich schlecht, weil es sich im Kopf drehte und drehte. Gibt es seitens der Migros Vor gaben, wie solche Gespräche zu führen sind? Das Wichtigste ist gesunder Menschenverstand, da ich mich immer wieder neu auf ein Indivi duum einlasse. Je nach Thema gibt es Sprachregelungen, aber die kann man natürlich nicht einfach «copy/paste» anwenden. Wir sind hier ja eine Commu nity. Unser Ziel ist nicht, eine Frage zu beantworten und die Person zu verabschieden. Wir möchten, dass die Leute zurückkommen und mit uns im Gespräch bleiben.
Illustration: Vectorstock
«Di würde gschider würklech öpis mache aus uf de strasse umelungere»
Wie gehen Sie persönlich mit den Gehässigkeiten um – einerseits im betreffenden Moment, andererseits psychologisch, auf die Dauer? Es nicht persönlich nehmen. Pausen einlegen, eine Antwort formulieren und kurz zur Seite legen. Und ganz wichtig: die Arbeit nicht nach Hause mitnehmen, Social Media läuft ja rund um die Uhr. Ich folge allen
Kommentar zu einem Beitrag über die Klimaaktivistin Greta Thunberg auf der Facebook-Seite von Famigros
Wie könnten diese Menschen ihrem Ärger auf bessere Weise Luft machen? Was würden Sie sich wünschen? Mehr Bewusstsein darüber, dass hinter den Migros-Accounts auch nur Menschen stehen. Und mehr Verständnis dafür, dass wir nicht alles wissen können und spezifische Fragen bei den zuständigen Stellen in der Migros abklären müssen. Dafür können wir dann eine korrekte und verbindliche Antwort geben. Manchen würde auch etwas mehr technische Kompetenz gut anstehen – vor allem, wenn es um Facebook geht: Ich frage mich manchmal, ob den Leuten bewusst ist, dass die ganze Welt mitlesen kann, was sie da gerade schreiben.
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Unsere Leistungen • Flussreise mit Vollpension an Bord • Charterflüge TAP Zürich–Porto–Zürich • Transfer zum Schiff inkl. Überfahrt mit einem Rabelo Boot • Am Anreisetag Verkostung portugiesischer Leckerbissen in einem typischen Restaurant • Weingutbesuch mit Abendessen • Gepäckservice am Hafen • *Inklusiv-Leistungen des Ausflugspakets • Free WiFi an Bord • Mittelthurgau-Reiseleitung • Deutschsprachige Bordreiseleitung Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– • Persönliche Auslagen, Getränke, Trinkgelder • Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Was Sie noch wissen müssen Schweizer Bürger benötigen eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass.
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DOSSIER | 18.3.2019 | 29
An der Hotline
«Mein Lieblingsprodukt gibt es nicht mehr. Das könnt ihr doch nicht machen!»
«Ihr Arbeitskollege in der Filiale XY war unfreundlich! Wusste nicht Bescheid. Hat mich nicht zurückgegrüsst. Hat den Lehrling schlecht behandelt.» «Mein Lieblingsprodukt gibt es nicht mehr. Das könnt ihr doch nicht machen! Hat sich nicht mehr verkauft? Also ich habe es immer gekauft und meine Verwandten auch!»
«Bei manchen Kunden hat sich etwas auf gestaut, und das müssen sie zunächst einmal loswerden», sagt Michela. Es ist eine grosse Herausforderung, mit verärgerten Kunden zu sprechen, und in diesen Fällen kann man nicht nur auf die Sachebene eingehen. Vielmehr sind Empathie, Verständnis, Freundlichkeit und aktives Zuhören gefragt. Dies hilft fast immer, um die Situation im Verlauf des Gesprächs auf die sachliche Ebene zu führen und dem Anrufer eine Lösung anzubieten. Michela freut es ganz besonders,
wenn ein anfänglich aufgebrachter Kunde sich am Schluss des Gesprächs bei ihr bedankt. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen wird Michela persönlich angegriffen, obwohl sie für den monierten (möglichen) Missstand nicht verantwortlich ist. Das kann auf der Gefühlsebene Spuren hinterlassen. In solchen Fällen hilft eine Pause, ein Gespräch mit den Vorgesetzten oder mit Kolleginnen und Kollegen. Dennoch bereitet ihr die Arbeit Freude. «Wir sind am Puls des Geschehens, und es ist wirklich spannend und abwechslungsreich, denn wir erfahren sehr direkt, was die Kundinnen und Kunden in Sachen Migros bewegt.» Die M-Infoline sei auch keine reine Beschwerde-Hotline, die allermeisten wünschen einfach eine Auskunft. MM
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Illustration: Vectorstock
Michela (49) arbeitet im Call Center der M-Infoline, der zentralen Anlaufstelle für Kundenanfragen rund um die Migros. Pro Jahr gehen Zehntausende von telefonischen Anfragen ein. Auch Michaela hat manchmal mit aufgebrachten Kunden zu tun und versucht, d eren Emotionalität zu entschärfen. Beispiele aus dem Alltag im Call Center:
Kunde an der M-Infoline
0844 822 817
30 | 18.3.2019 | DOSSIER
«Das Mobbing hat meinen Charakter mitgeprägt.»
Wer in der Schule schikaniert wurde, spürt die Folgen oft sein Leben lang. Gemobbte und Mobber blicken
zurück auf die Zeit als Opfer und Täter.
Text: Ralf Kaminski Bilder: Christian Schnur
Und manche leiden noch immer
DOSSIER | 18.3.2019 | 31
So c ni ! ht
Rahel Acher (34), Wabern BE, Lehrerin; gemobbt, weil sie «nervte»
«Ich wurde als Zwölfjährige gemobbt – eine Erfahrung, die für mich später als Leh rerin sehr wesentlich war, damit ich einen besseren Weg fand, in meinen Klassen mit diesem Thema umzugehen. Meine Oberstufenlehrerin hatte damals im Kreis der ganzen Klasse gefragt, was genau meine Kameraden an mir störe. Ich sass da und hörte von 20 Kindern, was für eine Niete ich sei und wie sehr ich nerve. Das war ein sehr prägendes Erlebnis. Ich war damals nicht die Schlankste, nicht sehr selbstbewusst und hatte kein Gefühl für Grenzen, habe mich wohl gelegentlich auch auf gedrängt. Irgendwie empfand ich mich als komisch und anders – möglicherweise habe ich das ausge strahlt und damit auch diese Reak tionen provoziert. Der Schullei Rahel Acher im ter hatte noch eine andere Erklärung; Jahr 1996, in einem er sagte mir damals: ‹Du wirst es weit Fotoautomaten bringen, das wissen sie schon jetzt.› Wenn ich heute zurückblicke, bin ich ‹dankbar› für diese Mobbingerfahrung, denn sie hat mir ermöglicht zu erkennen, dass die Welt grösser sein kann als das eige ne Heimatdorf. Und sie hat mich auch offen und tolerant gemacht, einen Teil meines Charakters geprägt. Aber ich fühle mich bis heute in Gruppen anfangs nicht wohl und brauche viel Sicherheit, bevor ich mich öff ne. Allerdings ist das dank vieler positiver Erfahrungen weniger geworden. Und alles in allem ist mein Leben seither positiv verlau fen. Zudem verstehe ich als Erwachsene die Motive meiner Mitschüler und weiss, dass sie selbst zu Hause viele Probleme hatten oder mit sich selbst. Sie waren nicht so per fekt und glücklich,wie ich es mir vorstellte. Meinen damaligen Mobbern würde ich gerne sagen: ‹Ja, ich war speziell und ich kann verstehen, dass ihr mich seltsam fandet. Aber genau dann, als ihr mich ge mobbt habt, hätte ich ein paar Freunde am nötigsten gehabt.› Direkt ausgesprochen haben wir uns nie, aber später als Erwach sene konnten wir normal ‹smalltalken›.»
Stellungnahme einer Mobberin Rahels, die anonym bleiben will: «Ehrlich gesagt, kann ich heute nicht einmal mehr sagen, was ich persönlich gegen Rahel hatte. In meiner Erinnerung war sie damals ruhig, aber auch klug und witzig. Sie hatte ihre Lieblingsfächer, aber auch liebe Mühe in anderen, und irgendwie ist sie in meinen Erinnerungen mit einem festen, klaren Platz in unseren Reihen immer mit dabei. Aber ja, es gab eine Zeit, da haben wir gegen sie gestänkert. Mir ist vor allem ein Bild in Erinnerung, beim Gebäude der Bibliothek, aber an den ganzen Zusammenhang kann ich mich nicht mehr erinnern. Auch wer damit anfing, weiss ich nicht mehr, aber dass ich mitgemacht habe, auch das eine oder andere böse Wort gesprochen und die eine oder andere Tat gegen Rahel ‹vollbracht› habe. Voller Überzeugung, einen Menschen so ändern zu können. Doch warum will man einen Menschen eigentlich ändern? Weil er nicht in unsere Vorstellungen passt? Um Machtspielchen auszuüben und sich dabei gut zu fühlen? Das ist doch krank! Es sind keine Erinnerungen, die Stolz in mir wecken, denn im Grunde ist doch der Mensch, der gegen den Strom schwimmt, der wirkliche Held, nicht der, der mit der Gruppe geht und andere mobbt. Heute wünschte ich mir, ich wäre damals auf Rahels Seite gewesen und hätte ihr beigestanden, trotz des Risikos, deswegen meine damaligen Freundinnen zu verlieren und nicht mehr bei der ‹coolen Truppe› dabei sein zu können. Deren Wege trennten sich später ohnehin bald. Aber damals war das unsere Welt. Und wir dachten nicht daran, was das bei Rahel auslösen könnte. Ich bin ehrlich froh, dass sie das alles so vorbildlich mit sich und ihrem Leben geregelt hat. Ich gratuliere Rahel zu ihrer Kraft und ihrem Mut und vor allem dafür, dass sie nicht aufgegeben hat.»
32 | 18.3.2019 | DOSSIER
Claudia Seitz (57), Ermatingen TG, Luftverkehrsangestellte; als «Streberin» gemobbt
«Ich kann mich wieder leiden.»
Claudia Seitz 1967 in den Ferien im Tessin
Katharina Wellstein 2009 – die schlimmste Phase der Ess störung war gerade überwunden.
Die dummen Sprüche von wegen Streber versuchte ich zu ignorieren – es stimmte ja, ich lernte gern. Und wenn dann die Lehrerin wieder einen Aufsatz von mir vorgelesen hatte, war ich eben auch stolz auf mich. Ge genüber meinen Eltern mochte ich nicht viel erwähnen. Es war auch ein fach eine andere Zeit, man war sich dieses Themas noch nicht so bewusst.
Katharina Wellstein (30), Zürich, Doktorandin in Neurowissenschaften; ausgegrenzt wegen Aussehen und Interessen
«Ich habe nie recht verstanden, warum ich in der Schule keinen Anschluss fand. Die anderen gaben mir zu verstehen, dass ihre Gruppe mit mir uncool wäre, und machten sich hintenrum lustig über mein Verhalten, mein Aussehen, meine Interessen. Schliesslich versuchte ich durch Abnehmen, besser rein zupassen, und entwickelte dadurch eine Ess störung. Zum Glück hatte ich in dieser Zeit eine Freundin ausserhalb der Schule. Zwar habe ich mit ihr nie über all das gesprochen, aber sie bot mir eine willkommene andere Welt. Gleichzeitig fand ich, dass ich eigentlich schon gut sei, wie ich war, und dass viele der anderen Jugendlichen einfach Mitläufer wa ren. So blieb ich mir also selbst treu, verlor aber eine gewisse Leichtigkeit. Ich baute eine harte Schale auf, die auch heute keinen richtig rein lässt. Zwar bin ich glücklich verheiratet und habe gute langjährige Freundschaften. Meine harte Schale erschwert aber manchmal den Umgang mit Freundinnen und Freunden. Das ist schade und macht mich traurig. Eine frühere Klassenkameradin, die ich kürzlich getroffen habe, bestätigte mir die damalige Ausgrenzung und entschuldigte sich. Ich musste weinen, was mich selbst überraschte. Es gibt auch einige positive Konsequenzen: Ich habe mich gut kennengelernt, meine Ess störung überwunden, erkenne Mobbing schneller als andere und greife ein – und ich kann mich inzwischen wieder ganz gut leiden.»
«Ich wurde ab dem Kindergarten über die gesamte Schulzeit hinweg bis Ende der Se kundarschule gequält. Als gute Schülerin, die immer gern gelernt hat, war ich schnell als Streberin verschrien und erlebte physi sche und psychische Schikanen durch ver schiedene Mitschüler. Ich war eher scheu und getraute mich nicht, mich zu wehren. Da flogen schon mal Schneebälle, gefüllt mit Steinen. Einmal gab mir der Anführer der Mobber – wir waren sechs, siebenjährig – in einem gelben Kesselchen gar seinen Urin zu trinken. Ich naives Ding dachte, es sei Was ser! Immerhin habe ich ihm den Kessel post wendend an den Kopf zurückgeschossen.
«Ohne das Mobbing wäre ich heute vermutlich selbstbewusster.»
Jahre später, bei einer Klassenzusammenkunft, hatte ich dann aber meinen späten Triumph über alle Spötter. Mein Traumberuf in der Sekundarschulzeit war Flight Attendant – so bekam ich immer ‹Hä hä, d Hoschtess chunnt› und an dere Nettigkeiten zu hören. Doch ich verfolgte meinen Plan konsequent und hob im Juli 1984 mit knapp 23 Jahren das erste Mal mit der Swissair ab. Die Arbeit gab mir Selbstvertrauen und Weltgewandtheit. Bei der Klassenzusammenkunft erzählte ich Anekdoten aus der Fliegerei, und alle hörten mir beeindruckt zu. Vermutlich wäre ich ohne das Mobbing heute selbst bewusster, würde mein Licht weniger unter den Scheffel stellen und mir mehr zutrauen. Aber ich arbeite daran. Und ich möchte aufrütteln: Lehrer und Eltern, schaut und hört hin, fragt nach und greift ein, wo es nötig ist!»
DOSSIER | 18.3.2019 | 33
Mara Bollinger im Jahr 2007 – damals kleidete sie sich wie ein Junge.
Mara Bollinger (23), Therwil BL, Köchin; gemobbt wegen ihres männlichen Looks
«Auch zu mobben, war meine Überlebensstrategie.»
«Bis zur zweiten Oberstufe hatte ich kurze Haare, zog mich wie ein Junge an und benahm mich auch so. Dadurch gab ich mir mehr Möglichkeiten, wild zu sein oder Blödsinn zu machen. Dass ich anders war, bekam ich oft zu spüren. Der Grund war offensichtlich mein Äusseres: Für die anderen in der Klasse, und auch für viele Lehrer, war es schwierig, mich als Mädchen wahrzunehmen. Stattdessen wurde ich verspottet. Wenn ich ins Klassenzimmer kam, war mein Pult zum Beispiel völlig mit Kaugummis verklebt, und alle riefen ‹Du Zwitter!›. Zum Glück hatte ich auch einen besten Freund, den Klassenclown, der mich immer sehr verteidigte und mit dem ich heute noch befreundet bin. Mit 14, 15 Jahren begann ich dann allmählich, mich zu schminken und wie ein Mädchen zu kleiden – aber im Emo-/GothicStil, das war dann auch wieder nicht recht. Ich habe aber teilweise auch bei anderen mitgemobbt. Wir hatten zwei in der Klasse, die immer zusammenhingen und ziemlich stark rochen. Über die wurde auch dauernd hergezogen, und da habe ich als Mitläuferin ab und zu mit dummen Sprüchen mitgemacht – schlicht, weil ich wusste, dass ich dann selbst nicht drankommen würde; es war quasi eine Überlebensstrategie. Damals war mir nicht bewusst, was ich damit anrichte, heute habe ich deswegen ein schlechtes Gewissen. Einem meiner grössten Quälgeister begeg nete ich in einer höheren Schulstufe wieder, doch er erkannte mich nicht und flirtete vor allen anderen mit mir. Ich habe ihn dann konfrontiert, aber er konnte sich nicht vorstellen, dass ich dieselbe Person bin. Entschuldigt hat er sich nicht. Auch ich habe mich bei den anderen beiden nicht entschuldigt, ich habe sie aus den Augen verloren. Um dennoch damit abschliessen zu können, habe ich ihnen einen Entschuldigungsbrief geschrieben und ihn dann verbrannt. Das Mobbing hat dazu geführt, dass ich mich eher zurückziehe und nicht gut darin bin, Beziehungen zu anderen aufzubauen. Aber ich habe durch all das auch viel über Rollenbilder gelernt und vielleicht auch schneller zu mir selbst gefunden.»
34 | 18.3.2019 | DOSSIER
«Ich genoss es, Macht auszuüben» Joachim P.* (72), Kanton Aargau, pensionierter Ingenieur «Ich habe in meiner Jugend mehrmals gemobbt. In der Mittelschule, mit etwa 14 Jah ren, verspottete ich einen Mitschüler regelmässig als ‹Fettsack›. Er war etwas rund lich und kam aus dem Aus land. Andere machten mit, aber ich war der Rädelsfüh rer. Zu meinen Opfern zählte auch meine jüngere Schwes ter. Sie war als Teenager eher zurückhaltend. Unter der Woche wohnte sie in einem Internat, und wenn sie am Wochenende heimkam – ich war damals ein Student Anfang 20 –, piesackte ich sie, und das ohne jeglichen Grund, eigentlich war sie ein liebenswürdiges Mädchen.
Claudia Potzmann im Jahr 1997 – sie mochte es damals gar nicht, fotografiert zu werden.
«Ich wünsche mir, dass sie sich schämen.»
Das ging so lange, bis mein Vater nach etwa einem halben Jahr ein Machtwort sprach und mich zur Rede stellte. Dann hörte ich auf und bat sie um Entschuldi gung. Und schliesslich ent wickelte ich ein überdurch schnittlich gutes Verhältnis zu ihr. Leider hatte ich nie die Gelegenheit, mein Verhal ten bei meinem Mitschüler wiedergutzumachen, was ich noch heute sehr bedaure. Der Grund für mein Mobbing war reine Machtgier. Ich genoss es, über einen Schwächeren Macht auszu üben. Und ich muss gestehen, dass dies auch später ab und zu vorkam – es gehört wohl ein Stück weit zu meinem Charakter. Seit ich mir dessen bewusst bin, kann ich diese Impulse aber recht effektiv zügeln. Ausserdem habe ich dadurch gelernt, wie man am besten mit Leuten umgeht, die ihre Macht missbrauchen. Man muss entschieden auftreten und klarmachen: Mit mir nicht! Dann ist rasch Ruhe.» *Name der Redaktion bekannt
Claudia Potzmann (37), Sarmenstorf AG, Tierschützerin; gemobbt, weil sie dick war
«Mein grösster Wunsch ist es, dass meine ehemaligen Mitschüler mich hier sehen und sich in Grund und Boden schämen für das, was sie mir angetan haben. Ich war ein dickes Kind, habe immer gern gegessen, und es fehlte wohl damals in der Familie das Bewusstsein für gesunde Ernährung. Das Mobbing ging in der Primarschule los, wurde immer schlimmer und endete erst am letzten Schultag in der Oberstufe. ‹Fette Sau› bekam ich zu hören, meine Pausen verbrachte ich versteckt auf der Toilette, auf dem Heimweg wurde ich geschlagen; auf meinem Körper wurden Zigaretten ausgedrückt, ich wurde eingesperrt und ausgelacht. Und niemand half mir …
Ich leide noch heute an diesen Erfahrungen und werde sie wohl trotz Traumatherapie ein Leben lang mit mir herumtragen. Nach vielen Diätversuchen habe ich mit einer Ernährungsumstellung und viel Disziplin mein Idealgewicht erreicht und bin richtig zufrieden damit. Aus dem hässlichen, dicken Entchen ist ein strahlender Schwan geworden. Ab und zu bin ich sogar als Model aktiv, was ich als schöne Bestätigung empfinde. Ich habe mich mit den Mobbern nie ausgesprochen, würde auch niemals an einem Klassentreffen teilnehmen, denn ich will diesen Leuten nie wieder begegnen. Aber ich hoffe, dass sie mich hier sehen und sich Gedanken machen. Wenn nur einer deswegen ein schlechtes Gewissen hätte, wäre das eine Genugtuung für mich.»
DOSSIER | 18.3.2019 | 35 Katja Bätschmann im Jahr 1984. Sie hasste das Bild so sehr, dass sie es zerriss (Foto wiederhergestellt).
Katja Bätschmann (47), Villnachern AG, Hausfrau und Mutter, IV-Rentnerin; gemobbt wegen ihres Aussehens
«Ich wurde in der Oberstufe fünf furchtbare Jahre lang gemobbt. Warum genau, weiss ich eigentlich bis heute nicht – ich war einfach nicht beliebt. Vielleicht lag es an meinem Aussehen: Ich war sehr dünn, trug eine Brille, hatte kurze Haare, und man fand, ich sähe aus wie ein Bub. Dauernd kamen dumme Sprüche, ich sei hässlich und dumm; niemand wollte mit mir auf dem Pausenplatz zusammen sein, ich gehörte zu keiner der Gruppen. Am schlimmsten war das zehnte Schuljahr in der Berufswahlschule. Nach einem halben Jahr wollte ich mich umbringen und nahm eine Überdosis Schlaftabletten. Ich wurde rechtzeitig gefunden und ins Spital gebracht, aber am nächsten Tag musste ich gleich wieder zur Schule, damit niemand etwas merkte – obwohl ich noch fix und fertig war von den Tabletten. Meinen Eltern habe ich nie etwas erzählt, ich habe mich zu sehr geschämt. Erst seit einem Jahr wissen sie von dem Mobbing. Auch in der psychia-
trischen Behandlung nach dem Suizidversuch erzählte ich nichts. Ehrlich gesagt weiss ich nicht, wie ich überlebt habe. Aber es war wirklich nur ein Überleben. Ich bekam dann Bulimie und habe seit 30 Jahren Essstörungen.
«Nach einem halben Jahr wollte ich mich umbringen.»
Heute habe ich erstmals einen richtig guten Psychologen, mit dem ich über alles reden kann. Seither wächst mein Selbstvertrauen, und ich habe etwas Hoffnung für die Zukunft. Aber ich sehe auch, wie viel ich im Leben verpasst habe, weil ich mir nichts zugetraut habe. Ich hatte immer Angst, etwas Falsches zu sagen, und fand mich dumm und hässlich. Meinen eigenen Kindern habe ich immer erklärt, dass sie niemanden mobben dürfen und Schwächeren zur Seite stehen sollen. Das haben sie auch getan. Ausgesprochen habe ich mich mit meinen Mobbern nie, mit denen würde ich auch heute nichts zu tun haben wollen. Sie haben mein Leben zerstört.»
Gina Hasler (67), Rupperswil AG, pensionierte Marketingmanagerin; gemobbt wegen ihrer roten Haare
«Ich wurde in einem stock katholischen 500-Seelen-Dorf geboren – als einziges rothaariges Mädchen unter lauter braunhaarigen Kindern. Nicht nur andere Kinder, auch Erwachsene nannten mich Hexe und bekreuzigten sich, wenn sie mich sahen. Das belastete mich besonders. Eine Mutter brachte regelmässig ihre Kinder vor mir in Sicherheit, wenn sie mich kommen sah. Auslachen und an
den Haaren ziehen war schon fast Alltag. Zu Hause konnte ich nichts erzählen; bei meinem Vater hätte das ungute Gefühle ausgelöst, da die roten Haare aus seiner Familie vererbt waren. Und meine Mutter hatte genug andere Probleme. Hoffnung machte mir einzig die Dorfcoiffeuse. Mit etwa elf Jahren flehte ich sie an, mir die Haare schwarz zu färben. Das
«Sie nannten mich Hexe und bekreuzigten sich.»
36 | 18.3.2019 | DOSSIER
«Ich bin gut darin, wunde Punkte zu finden.» durfte sie natürlich nicht, aber sie prophezeite mir, dass ich dereinst wegen meiner Haare ein von Männern um schwärmter Teenager sein würde – womit sie tatsächlich nicht Unrecht hatte: Ich konnte es nicht glauben, als es mir zum ersten Mal pas sierte, und fragte mich zuerst besorgt, ob der Typ mich hochnehmen will. Als Kind legte ich mir schliesslich eine Überlebens strategie zu. Anstelle von Rückzug und Mauerblüm chendasein wählte ich die Vorwärtsstrategie: Nichts kann mir etwas anhaben! Immer setzte ich ein Poker face auf. Als Folge dieser 13 Jahre Mobbing, die erst mit dem Umzug in ein viel grösseres Dorf endeten, hat mein Aussehen und das von anderen bis zum heutigen Tag eine unangemessen grosse Bedeutung. Möglicherweise war es deshalb schwieriger, Beziehungen zu knüpfen, jedenfalls war ich meistens ein glücklicher Single. Nach 30 Jahren gab es ein erstes Klassentreffen. Bei dieser Gelegenheit offenbarte ich, dass mir dieses Mobbing damals sehr zugesetzt hatte. Niemand konnte sich erin nern, dass das überhaupt pas siert war. Aber das ist egal – ich bin heute eine zufriedene Frau, die beruflich einiges erreicht hat. Und ich kann mit Überzeugung sagen: Was einen nicht umhaut, macht einen stark.»
Andrea H.* (38), Kanton Zürich, Personenschützerin; gemobbt wegen ihres Aussehens
«Ich lieferte in meiner Jugend eine grosse Angriffsfläche: rote Haare, Sommerspros sen, schiefe Zähne mit Spange. Ausserdem lasse ich mich seit je vonGruppendynamiken nicht vereinnahmen, ich verbiege mich nicht und passe mich auch bei Widrigkeiten nur selten an. Im Reich der Pferde fand ich den Ausgleich zur schwierigen Menschenwelt, und im Beruf als Baumalerin konnte ich mich körperlich wie auch kreativ ausleben. Vor allem diejenigen, die es daheim selbst nicht leicht hatten, suchten mich als Opfer aus – sie gaben das weiter, was sie selber er fahren hatten. Die Mobberei ging auch in der Lehre weiter und zog sich bis zur Meister schule hin, da war ich 25. Allerdings war ich dort nicht nur Opfer, sondern auch Täterin. Wir hatten einen anstrengenden Schüler in der Klasse, einen Besserwisser, der seine kleine Statur mit einer grossen Klappe kompensierte. Es nervte mich, dass er sich
immer so in den Vordergrund drängte, das war rückblickend wohl der Grund für mein Verhalten. Ich bin sehr gut darin, bei anderen die wunden Punkte zu finden und auf ihnen herumzureiten. Noch heute erwische ich mich ab und zu dabei, dass mir Menschen in meinem Umfeld auf die Nerven gehen. Dann jedoch drehte sich der Wind. In der Meisterschule war ich die einzige Frau in der Klasse, und es gelang dem Besserwisser, die anderen gegen mich aufzubringen. Die Situation eskalierte so sehr, dass ich meinem Lehrer einen Brief schrieb, um ihm mit zuteilen, dass ich das Mobbing nicht mehr aushalte und nicht mehr kommen würde. Daraufhin kam es zu einer Aussprache in der Klasse, und ich konnte die Schule doch noch beenden. Eine Frau, die auch zu meinen Opfern zählte, konfrontierte mich später und sagte mir, dass sie meinetwegen zum Psy chiater musste, weil sie es nicht mehr aus hielt. Das hat mich schockiert, umso mehr, als mir mein Verhalten ihr gegenüber gar nicht so bewusst gewesen war. Seither achte ich viel stärker darauf, wie ich mit anderen umgehe. Ich bin generell eher undiploma tisch, und wenn mir dann wieder mal etwas herausrutscht, spreche ich das gleich an und entschuldige mich – meistens jeden falls. Wenn ich feststelle, dass ich nicht recht habe, stehe ich dazu.» *Name der Redaktion bekannt Bilder: Privat (Jugenfotos)
Gina Hasler im Jahr 1962, am Tag ihrer Firmung
Kerey McCorri (27), Zürich, Coiffeur; gemobbt, weil er sich wie ein Mädchen gab
«Ich bin Transgender und stehe auf Männer. Während meiner Schulzeit sah ich aus wie ein Mädchen und verhielt mich auch so. Ich wurde ständig beschimpft, ab und zu auch geschlagen. Erst gegen Ende wurde es besser, da kam ich dann in eine recht coole Klasse. Einige Lehrer haben mir da auch geholfen, einer allerdings hat mich gegen meinen Willen gegenüber meinen Eltern geoutet, was zu grossen Schwierigkeiten mit meinem muslimischen Vater führte. Inzwischen ist er darüber hinweg; das Ver hältnis ist heute entspannt. Dafür bin ich immer wieder mal mit Trans oder Homo phobie konfrontiert, wenn ich ausgehe.
Letztlich hat mich das Mobbing stärker gemacht. Es hat mir gezeigt, wie ich niemals werden will, und es hat mich zum Denken angeregt. Ich habe mich nie bloss als Opfer gesehen und finde es wichtig, dass Schwule und Transmenschen sich nicht einschüchtern lassen, sondern sich zeigen. Vielleicht hat auch der Karatekurs geholfen – das verleiht mehr Selbstbewusst sein. Inzwischen habe ich von einer früheren Mit schülerin etwas über einen Jungen gehört, der mich damals in der Schulzeit mobbte: Er habe jetzt total Respekt vor so starken Schwulen wie mir.»
Kerey McCorri auf einem Selfie aus dem Jahr 2007
«Das Schreiben war meine Art, alles zu verarbeiten.»
Petra S. auf einem Klassenfoto aus dem Jahr 1992
Petra S. (38), Wigoltingen TG, Hausfrau und Mutter; gemobbt wegen ihrer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte
«Ich habe mich nie bloss als Opfer gesehen.»
«Ich bin mit einer LippenKiefer-Gaumen-Spalte (LKGS) auf die Welt gekommen. Ab der vierten Primarklasse wurde ich deswegen gemobbt. Die schlimmste Zeit war die Oberstufe: Da wurde ich von einer Mitschülerin in der Parallelklasse und von ihren Lemmingen regelmässig ge demütigt. Nach dem Turn unterricht etwa wurde ich samt Kleidern unter die Dusche gestellt, und alle schauten zu. Es ging so weit, dass ich mich ein paar Tage lang weigerte, überhaupt in die Schule zu ge hen. Also intervenierte meine Mutter, aber dadurch wurde es leider auch nicht besser. Vermutlich waren meine Leh rer einfach überfordert. Ich biss mich durch – auch durch die Lehre als kaufmännische Angestellte, in der ich erneut angemacht wurde.
Mein Selbstbewusstsein war und ist entsprechend unter irdisch, deshalb konnte ich auch in der Arbeitswelt nie wirklich Fuss fassen. Es ist aber auch etwas Positives entstan den: Als Kind verbrachte ich viel Zeit allein in meinem Zimmer und fing an zu schrei ben, zuerst Kurzgeschichten, später Gedichte. Das war meine Art, alles zu verarbeiten. Teilweise konnte ich das später auch veröffentlichen. Mein fünfjähriger Sohn ist auch mit LKGS auf die Welt gekommen. Ich hoffe wirklich sehr, dass er eine bessere Schulzeit haben wird als ich, bisher ist alles so weit gut gegangen. Und für mich ist es heute einfacher, neue Kontakte zu knüpfen. Viele Menschen sind offener geworden gegen über dem anderen.» MM
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Stand März 2019
✓ Fahrt im komfortablen Extrabus ins Südtirol ✓ 3 Übernachtungen im Hotel Saxl ***, Freienfeld ✓ 3 x ausgiebiges Frühstück im Hotel ✓ 2 x feines Nachtessen im Hotel ✓ 1 x Südtiroler Spezialitäten-Nachtessen mit ¼ l Wein & Musik
Hotel Saxl***, Freienfeld
✓ Interessante Stadtführung in Bozen
Zum Wohl im Südtirol!
Eine genussvolle Frühlingsreise zum Superpreis!
✓ Besuch des Obstmarkt in Bozen ✓ Weinkellereibesichtigung mit 5er Weinprobe auf einem Weingut an der Südtiroler Weinstrasse ✓ Brettljause mit Speck, Käse, Kaminwurst und Brot während der Weinprobe ✓ Speckverkostung in einem Speckladen in Naturns ✓ Interessante Stadtführung in Meran
Exklusivreise vom 5. - 8. Mai 2019
✓ Eintritt und Führung Botanischer Garten
Im Südtirol trifft die bodenständige Hausmannskost der Alpenregion auf die Vielseitigkeit und Leichtigkeit der mediterranen Küche. Kommen Sie mit auf eine herrliche Frühlingsreise und lassen Sie sich bei schönen Genusserlebnissen verwöhnen!
Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Sonntag 5. Mai 2019 – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus ins Südtirol, wo wir im beliebten Hotel Saxl mit dem Nachtessen erwartet werden. 2. Tag, Montag 6. Mai 2019 - Bozen mit Obstmarkt und Südtiroler Weinstrasse Wir starten den Tag mit einem reichhaltigen Frühstück und fahren dann nach Bozen. Jahrhunderte lang war die Stadt einer der wichtigsten Knotenpunkte zwischen Nord- und Süd. Heute ist Bozen eine liebliche Alpenstadt, die sich ihren besonderen Charme bewahrt hat. Davon überzeugen wir uns bei einer interessanten Stadtführung. Anschliessend bleibt genügend Zeit den bekannten Wochenmarkt der Stadt zu erkunden - lassen Sie sich vom vielfältigen Angebot an Obst, Gemüse, Käse,
Fleischspezialitäten und Bäckereiwaren verführen! Entlang der zauberhaften Südtiroler Weinstrasse geht es dann weiter nach Kaltern, wo wir bei einem Besuch in einer Weinkellerei sehr viel Wissenswertes erfahren. Natürlich werden wir dabei die edlen Tropfen auch degustieren und dazu eine typische Südtiroler Brettljause mit Speck, Kaminwurst, Käse und Schüttelbrot geniessen – schöne Momente in guter Gesellschaft! Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Dienstag 7. Mai 2019 – Meran, Sissis Traumschloss, Apfelstrudel & Spezialitätenabend Nach dem ausgiebigen Frühstück fahren wir heute zuerst nach Naturns, wo wir in einem traditionellen Speckladen zu einer Südtiroler-Speckprobe erwartet werden. Anschliessend entdecken wir die wunderschöne Stadt Meran. Nach dem Mittagessen bleibt noch
etwas Zeit zur freien Verfügung für einen Bummel durch die herrlichen Laubengasse. Auf den Spuren von Kaiserin Sissi geht es am Nachmittag weiter zum Schloss Trauttmansdorff. Der botanische Garten, welcher zu den schönsten Gärten der Welt gehört, wird Sie begeistern! Im Schlossrestaurant werden wir danach mit Südtiroler Apfelstrudel mit Vanillesauce verwöhnt. Im Hotel erwartet uns der Küchenchef mit einem Südtiroler-Abend inklusiv leckeren Spezialitäten, Wein und Musik! 4. Tag, Mittwoch 8. Mai 2019 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck die Heimreise an.
Schloss Trauttmansdorff ✓ Apfelstrudel mit Vanillesauce im Restaurant der Botanischen Gärten Schloss Trauttmansdorff ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung für während Unser Sonderpreis Sie:
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BÄNZ FRIEDLI | 18.3.2019 | 39
Goodbye, Olivia! «Hi, I’m Olivia!» Forsch und ziemlich über raschend kam es unter dem grossen Helm und hinter der dicken Skibrille hervor: Olivia stellte sich mir vor, sie sass neben mir auf dem Sessellift, und ich hätte nicht erwartet, dass das kleine Mädchen mich anspricht. Eben noch hatte ich mich gewun dert, dass sie sich überhaupt allein auf den Lift getraute. Und die gewitzte Technik bestaunt, mittels der sie, die dazu eigentlich zu klein war, sich rittlings auf den Sessel katapultierte. Kaum waren wir nun losgefah ren, platzte sie mit der Information heraus, die ich schon dem Kleber auf ihrem Helm entnommen hatte, mit dem jedes Skischul kind benamst ist: dass sie Olivia heisse.
Bild: Vera Hartmann
Bänz Friedli (53) über eine kurze Begegnung
«Bist du erkältet?», fragte sie in elastischem Englisch. «Nein, eigentlich nicht», gab ich zurück. «Du siehst aber krank aus», erwiderte sie, «oder bist du nur alt?» Und vermutlich hat man mein lautes Lachen bis nach Falera hinunter gehört. «Ich bin wohl nur alt.» – «Wie alt?» – «Bald vierund fünfzig.» Nun schrie Olivia es förmlich in die Schneelandschaft hinaus: «Oh! My! God! Sooo alt? Dann bist du älter als Daddy. Und der ist uralt. Er wird nächste Woche vierzig.» Über meine Familie fragte Olivia mich aus, meine Stadt. Sie erzählte, dass sie in Austra lien lebe, bald sieben werde und in wenigen Monaten zur Schule komme. Später wolle sie
auch snowboarden, wie ich. «Dann kannst du ja bei euch daheim mal das Surfen auf den Wellen ausprobieren», schlug ich vor. «Viel zu gefährlich, wegen der Haie», fand Olivia. In der kurzen Zeit brachte sie mich zum Lachen und zum Nachdenken. Denn es war mehr als die übliche Drolligkeit, die vorlauten Kindern eigen ist. Olivia strahlte Lebens weisheit und Heiterkeit aus. Wie offen sie mir, dem Wildfremden, begegnete! Sie wurde mir eine gute Freundin für die Dauer von sieben, vielleicht acht Fahrminuten. Oben half ich ihr noch vom Sessel, holte ihre Ski aus der Halterung … Und fort war sie. Seither muss ich oft an das kleine Mädchen denken. Und ich trage ihr Bild im Herzen, jetzt, in den Frühling hinein. Das feste schwarze Haar, die dunklen Augen, die zum Vorschein kamen, als sie die Skibrille hochschob. Ihre Unerschrockenheit, ihre Entschlossenheit. Ich hoffe, es geht dir gut, liebe Olivia, nun, im australischen Herbst, der bald Winter wird. Du wirst ein gutes Leben haben und in vielen Menschen Freude wecken. Du musst das nicht wissen, aber ich sage es dir trotz dem; jeden Morgen schmunzle ich beim Blick in den Spiegel und murmle: «Du siehst krank aus – oder bist du nur alt?» MM Bänz Friedli live: 22. 3. Weinfelden TG, 29./30. 3. Olten SO
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Mit 50 so knackig wie eh und je Blévita ist der Snack der Wahl für Gross und Klein, unterwegs oder daheim – und das seit bereits fünf Jahrzehnten. Das liegt auch an den vielen Sorten im Blévita-Angebot – zum Beispiel an der neuen Bio-Blévita Curry mild. Die Currymischung sorgt für Würze, die gelbe Farbe kommt hauptsächlich vom neuen Getreide Tritordeum, einer Kreuzung aus Hartweizen und Wildgerste. Es braucht weniger Wasser im Anbau und ist reich an Ballaststoff.
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Jubiläum: 50 Jahre Blévita Als 1969 die ersten Blévita-Cracker Einzug in die Migros- Filialen hielten, waren die Leute begeistert. Die erste Sorte war Blévita 5-Korngebäck. Schon bald folgte die noch heute beliebte Sorte mit Sesam.
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Mit den sich ändernden Ansprüchen der Kunden entwickelte die Midor AG in Meilen, die die Cracker herstellt, neue Rezepturen. Mehrheitlich sind die Blévita aus Dinkelmehl, Dinkel flocken, Fünfkornmehl oder aus trendigen Mehlsorten wie Kicher erbsenmehl. Neben den klassischen Crackern eignen sich auch Blé vita-Biskuits und -Sandwiches für unterwegs.
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Im Lauf der Jahre kamen kontinuierlich Varianten hinzu. Heute sind es rund 40 Sorten. Ob klassisch nature, süss, salzig, gefüllt als kleine Sand wiches oder auch in Tierform, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Absoluter Favorit der Migros-Kunden sind die Blévita Gruyère.
MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 41
Für den Grill oder das Sandwich Wer auf Fleisch verzichtet, kann auf ein immer breiteres Sortiment zurückgreifen. Dazu zählen auch die Produkte von Cornatur. Neu gehört das «Vegi Filet Chicken Style», das hauptsächlich aus Soja- und Weizenproteinen besteht, zum Angebot. Es lässt sich auf mehrere A rten zube reiten: Kurz angebraten oder grilliert e rgibt es mit Beilage ein feines Hauptgericht. Nach der Zubereitung in Streifen g eschnitten, rundet es jeden b unten Salatteller ab. Als Ganzes schmeckt es auch in einem Sandwich gut.
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Gemüse und Früchte nicht schälen. Gurke, Fenchel und Sellerie in S tücke schneiden. Birne vierteln, entkernen, in Stücke schneiden. Minzeblättchen abzupfen. Alle Zutaten bis und mit Wasser in einen leistungsfähigen Mixer geben und sehr fein pürieren. Wenn nötig mit wenig Wasser verdünnen. Gemüseshake kühl, nach Belieben mit Eis servieren.
GENUSS | 18.3.2019 | 45
Saft als Suppenzutat
Claudia Schmidt Foodjournalistin
Fruchtiger Gemüsesaft mit Ingwer Zutaten für 4 Gläser à 2,5 dl ½ Zitrone 3,3 dl Randensaft 3,3 dl Karottensaft 3,3 dl naturtrüber Apfelsaft 10 g Ingwer Zubereitung
Zitrone auspressen. Zitronen- mit Randen- und Karottensaft in einer grossen Karaffe oder Flasche mischen. Apfelsaft dazugiessen. Ingwer fein dazureiben und gut umrühren. Mindestens 1 Stunde kühl stellen. Nochmals umrühren und sofort servieren. TIPP
Alle Zutaten schon vorher kühl stellen.
Gemüsesäfte haben mich nie interessiert, bis ich einen Entsafter bekam. Ich mochte das frische Aroma von Karotten, die erdige Note von Randen und den würzigen Selleriekick. Meist mische ich, was das Gemüsefach des Kühlschranks hergibt. Für mich aber fast immer ein Muss: ein Stück Apfel oder eine andere süsse Frucht. Oder Ingwer zum Wachwerden am Morgen. Die fertigen Säfte entdeckte ich später. Und zwar als schnelle Helfer, um eine Suppe interessanter und frischer zu machen. Einen Teil der Bouillon ersetze ich durch Karottensaft in der Karotten suppe. Das intensiviert das Aroma und rundet es lieblich ab. Für Randensuppe gilt das ebenso: Ein wenig Randensaft macht die Suppe gefälliger. Eine Linsen suppe mit Karotten habe ich auch schon mit gemischtem Gemüsesaft aufgepeppt. Im Sommer wird mit wenig G ewürzen aus den fertigen Gemüsesäften schnell ein kühler Gemüseshot. MM
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COVERGIRL | 18.3.2019 | 59 Contentpartnerschaft
Unsere Covergirls
Drei Frauen aus drei Generationen in einem neuen Look: Die Covergirls 2019 des Migros-Magazins haben sich für den Frühling stylen lassen. Text: Susanne Schmid Lopardo
Suzanne, Valérie und Jasmine (von links) sind die Covergirls des Migros- Magazins.
S
uzanne, Valérie und Jasmine gehen nie ungeschminkt aus dem Haus. «Ohne Make-up fühle ich mich nicht wohl», gesteht Suzanne (82). Die drei Frauen aus Neuenburg haben den Wettbewerb zum 50-Jahr-Jubiläum «Covergirl in der Migros» gewonnen. Die Familie wurde aus über 250 originellen Einsendungen ausgewählt. Sie mögen es natürlich und schmin-
ken sich im Alltag dezent. Doch man spürt: Die drei geniessen das professionelle Foto- shooting mit Up-Styling in Zürich, eins von vieren, das sie gewonnen haben. Sie sind selbstbewusst und offen für die vorgeschla genen Looks. Und sie sind begeistert, sich einmal anders zu sehen. Es wird viel g elacht, und nicht nur die 20-jährige Jasmine versteht es, sich vor der Kamera in Szene zu
s etzen. Auch Valérie (49) zeigt sich aufgeschlossen und freut sich über das neue und ungewohnte Styling. Und die Grossmutter flirtet charmant mit dem Fotografen. «Diesen Tag werden wir nie vergessen», sagt sie. Sie schwebe wie auf Wolke sieben. Vor allem aber freut sie sich für ihre Enkelin und ihre Tochter, dass sie Covergirls 2019 geworden sind. «Damit haben wir nicht gerechnet.»
60 | 18.3.2019 | COVERGIRL
Suzanne (82)
Valérie (49) Valérie benützt im Alltag nur eine leicht getönte Tagescreme. Dafür schminkt sie sich nach einer Anleitung von Covergirl die Augen. Gefunden hat sie diese vor Jahren auf einer Verpackung für Lidschatten. «Ich schminke die Augen heute noch genau so», sagt sie. Aus Nostalgie hat sie die Verpackung aufbewahrt. Wirklich brauchen tut sie sie nicht mehr. Dafür haben wir hier für Sie die Beschreibung für ihren «CovergirlBlick»: 1. tragen Sie einen mittleren Farbton vom Lidrand ausgehend bis zur Lidfalte auf. 2. schattieren Sie nun zusätzlich einen dunkleren Farbton bis über die Lidfalte hinaus.
Valérie schminkt sich im Alltag dezent und benützt nur eine BB-Cream. Für das Shooting greift die Visagistin zu einer Anti-Aging-Foundation von Covergirl.
Bilder: Micha Freutel/Tina Aich Fotografen; Styling: Caroline Ziegler/Style Council; Hair and Make-up: Zakiya-Jordan Singleton/Style Council
Suzanne geht nie ungeschminkt aus dem Haus. Hier wird fürs Shooting ein wenig Rouge aufgetragen.
Da Suzanne immer berufstätig war, hat sie sich schon früh täglich geschminkt. «Aber immer diskret.» Wann genau sie damit begonnen hat, weiss sie nicht mehr so genau. Noch heute trägt sie jeden Tag etwas Fonds de teint und Puder auf. Und: «Seit über 18 Jahren verwende ich eine Anti-Age-Creme von Covergirl.» Von der langen Zugreise von Neuenburg nach Zürich ist ihr nichts anzumerken. Die 82-Jährige ist fit, sogar am Abend nach dem langen Shooting noch. Ihr Geheimnis? Sie geht täglich drei Stunden am Neuenburgersee spazieren, bei jedem Wetter! Im Sommer schwimmt sie zudem regelmässig im See.
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COVERGIRL | 18.3.2019 | 61
Aktion
Jasmines Augen werden mit Mascara und Lidschatten betont. Bild unten: beim Verblenden
Jasmine (20) Enkelin Jasmine benützt für ihr Gesicht normalerweise weder Foundation noch Rouge. Ihr Fokus liegt auf den Augen, die sie mit einem schwarzen Eyeliner betont. Die Augenbrauen zieht sie mit einem dunklen Stift nach. Einen Lippenstift verwendet sie nie. «Mich einmal pro fessionell schminken zu lassen, das war schon immer mein Traum.» Sie war denn auch begeistert, als ihre Mutter Valérie vorschlug, sich mit der Grossmutter auf die Ausschreibung zu melden.
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62 | 18.3.2019 | MEINE MIGROS
Dem Frühling gewidmet
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Die stylishen Becher sind ideal für frühlingshafte und sommerliche Drinks. Der Deckel schützt vor Insekten.
Beflügelndes Tischgedeck: Tischsets mit passenden Servietten sorgen für beschwingte Tafelrunden. Schmetterling Tischsets und Servietten, je 12 Stück Fr. 7.95
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Frühling auf dem Esstisch: Der Tischläufer ist mit bunten Tulpen oder zarten Stiefmüt terchen bedruckt. Cucina & Tavola Tischläufer Fr. 12.95
MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 63
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Die Wiege der Weinkultur, das moderne Tiflis, traditionell lebende Bergvölker und Batumi, die wohl schönste Stadt an der Schwarzmeerküste: Das macht Georgien aus. Die verlassene Höhlenstadt Wardsia und die pulsierende Hauptstadt Georgiens lassen die Mischung von altehrwürdig und aufstrebend erahnen.
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6. TAG: WARDSIA – KUTAISSI Unterwegs Halt in Achalziche, auch Rabath genannt. Eintauchen in die Festungsstadt mit ihrem Palast.
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STADT, LAND, STUTZ | 18.3.2019 | 65
Und täglich grüsst der Spurt
Illustration: Rinah Lang
Lisa Stutz (25) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.
«Bitte, bitte, bitte», sage ich in Gedanken mantraartig, während ich zur Bushaltestelle eile. Hätte ich Zeit, einen ganzen Satz zu denken, würde der so gehen: «Bitte, lieber Busfahrer, fahr nicht ohne mich los!» Es ist jeden Morgen das Gleiche: Ich döse bis zur absolut letzten Minute, dusche, föhne und schminke mich in Rekordzeit. Wie schnell ich bald rennen muss, weiss ich dank der nahen Kirche: Wenn die Glocken erklingen, fährt in genau vier Minuten mein Bus. In seltenen Fällen habe ich zu dem Zeit punkt schon die Jacke an. Dann wird der Weg zum Busbahnhof einigermas sen angenehm. In den allermeisten Fällen aber werweisse ich noch mit Zahnbürste im Mund, ob die schwar zen Stiefeletten oder die rosafarbenen Sneaker besser zum Outfit passen. Dass ich jeden Morgen einen solchen Stress habe, ist dumm. Aber sagen Sie das mal meinem schlaftrunkenen Ich, das die Macht über die Schlum
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mertastenfunktion hat. Ich vertraue darauf, dass dieses Problem sich mit zunehmendem Alter lösen wird. Meine Gedanken kreisen eher um die Busfahrer, die meinen Zieleinlauf jeden Morgen beobachten. Komme ich hechelnd bei ihrem Gefährt an, haben sie immer bereits die Tür für mich geöffnet. «Guten Tag!», sagen sie mir entgegengrinsend, bevor sie den Bus starten und losfahren. Ganz ehrlich: Wenn ich Busfahrerin wäre und jeden Morgen dieselbe Tussi wie eine Irre auf mich zurennen würde – ich weiss nicht, ob ich ihr nicht einmal absichtlich vor der Nase wegfahren würde. Da haste ’ne Lek tion, Mädchen!, würde ich denken und aufs Gas drücken. Hämisch würden ich und alle meine Passagiere lachen. Zum Glück bin ich nicht Busfahrerin. Sondern Kolumnistin, die sich schriftlich bedanken kann fürs Nicht-im-Regen-stehen-Lassen: Danke, danke, danke! MM
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MIGROS BANK | 18.3.2019 | 67 Contentpartnerschaft
Nachhaltigkeit lohnt sich für Hausbesitzer Bis 2040 wird der weltweite Energiebedarf um rund ein Drittel zunehmen, vor allem getrieben durch den steigenden Verbrauch in China, Indien und anderen Teilen Asiens. Gut drei Viertel des Anstiegs entfallen auf die Energieversorgung für Industrie und Gebäude. Gleichzeitig schwillt die Energienachfrage im Verkehrssektor weiter an. Weil die Fahrzeuge effizienter werden und die Nachfrage nach Elektroautos zunimmt, verlangsamt sich da aber das Wachstum. Die gute Nachricht: Rund 85 Prozent des Wachstums bis 2040 werden durch erneuerbare Energien und Erdgas abgedeckt. Zu diesem Schluss kommt der britische Öl- und Gas konzern BP in seiner Studie «Energy Outlook 2019» (siehe Grafik rechts).
Thomas Pentsy ist Markt- und Produktanalyst bei der Migros Bank.
BP zufolge werden erneuerbare Energien in gut zwei Jahrzehnten die grösste Quelle der weltweiten Strom erzeugung sein. Bei der Marktdurchdringung geht die Europäische Union gar als die führende Weltregion voran: Der Anteil der erneuerbaren Energien am EU-Strommarkt soll bis 2040 auf mehr als 50 Prozent klettern. Die weltweite Ölnachfrage wird
Energiekonsum nach Quellen Der weltweite Energieverbrauch wird bis 2040 weiter steigen. 85 Prozent dieses Wachstums werden durch erneuerbare Energien und Erdgas gedeckt. 20 000
In Millionen Tonnen, umgerechnet in Ölequivalente 2040
18 000
2030
16 000
2020
14 000
2010
12 000 10 000
1990
8000 6000
2000
1980 1970
4000 2000 0 Öl
Erdgas
Kohle
Nuklearenergie
Wasserkraft
Erneuerbare Energien
Quelle: BP Energy Outlook 2019
in der ersten Hälfte des Beobachtungszeitraums ebenfalls wachsen, aber deutlich langsamer als früher. Der Kohleverbrauch wird dagegen weitgehend stagnieren. Energiesparen und moderne Technologien schützen die Umwelt. Doch trotz der bisherigen Fortschritte nehmen die globalen CO2-Emissionen
nach wie vor zu. Umsomehr sind Politik, Wirtschaft und Private gefordert, durch Förderung und Einsatz von umweltschonenden Energien den globalen Schadstoffausstoss weiter zu reduzieren. Umweltbewusstsein kann sich auch für Sie auszahlen: Die Migros Bank belohnt Besitzer von energie effizientem Wohneigentum mit Eco- Hypothekarvergünstigungen. MM
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68 | 18.3.2019 | LESERFORUM
MM 11 Bänz Friedli: «Den Rotstift ansetzen»
«Wo ist die Schädelinstrasse?» Eigenartig: Findet jemand diese Klaus-Schädelin- Strasse in Bern? Weder Google Maps noch Swisstopo, nicht einmal der Kartendienst des Kantons Bern scheint sie zu kennen – und die letzten beiden sollten ja nicht auf Verzeichnissen der Wohnadressen aufbauen.
Die Schädelinstrasse ist tatsächlich (noch) nicht auf den gängigen Karten-Apps oder -Websites zu finden. Sie verbindet die Hoffstrasse am Wankdorf Bahnhof Nord mit der Stauffacherstrasse, die im Norden entlang der A1 verläuft. (Anm. der Red.)
Andreas, auf migrosmagazin.ch
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LESERFORUM | 18.3.2019 | 69
MM 10 Interview mit Hartmut Rosa: «Viele Menschen sind wütend und frustriert, weil ihr Leben nicht gelingt»
Ich habe selten einen so guten Artikel über Begeg nungen, über Sich-Berühren- Lassen und über den Mut, sich auf etwas Unbekanntes einzulassen, gelesen. Es ist so einfach, sich hinter einer Fassade oder tausend E rklärungen zu verstecken oder Unange nehmes a bzublocken. Dank dem Artikel ist mir wieder ein mal bewusst geworden, dass es auch für Begegnungen mit mir selbst Impulse von aussen braucht. Der Mensch wird am Du zum Ich. Irene Z., auf migrosmagazin.ch
«Für Begegnungen mit mir selbst braucht es Impulse von aussen.» Ein Interview mit einem wachen Geist. Gerade in Bezug auf Normen und Regeln, das Hamsterrad der Arbeit und die Unfreiheit durch Regelwahn treffen seine Worte voll zu. Ich war gerade in Südasien und musste beim Lesen wieder daran zurückdenken. In manchen Din gen sind die Menschen dort viel kreativer und freier als hier bei uns – kein Wunder, lachen die Asiaten auch mehr. Patricia G., migrosmagazin.ch Die Bemerkung, dass Leute, die AfD, SVP oder Trump wählen, generell frustrierte
Wutbürger sein müssen, deren Leben nicht gelungen ist, ist eine Anmassung. Einmal mehr ist links gut und rechts schlecht. Eine höchst undemokratische Betrachtungsweise! Dass Leute zum Beispiel rechtsbürgerlich wählen, weil sie realisieren, dass uns der linke Weg ins finanzielle, gesellschaftliche und wirtschaft liche Chaos führt, scheint nicht in die enge Sichtweise des klu gen Professors zu passen. Bernadette Anliker, auf migrosmagazin.ch Wahl des Präsidiums im Verwaltungsrat des Migros- Genossenschafts-Bundes
Liebe Delegierte, Ich war in verschiedenen Funk
tionen genau 60 Jahre lang in der Migros tätig, die ersten zehn noch unter und mit Gottlieb Duttweiler. Das heisst: Ich kenne die Migros «à fond». Auch Frau Nold kenne ich seit vielen Jahren – und komme zum Schluss: «Der Dutti würde Ursula Nold wählen.» Jules Kyburz, Ex-Präsident der Migros, Bern
Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder via Website: www.migmag.ch/leser Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.
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Häsli mit Superkräften Die «Superhäslis» sind da! Am 22. März beginnt die neue Sammelpromotion der Migros. Sie läuft bis 22. April. Fünf Heldenhäschen stehen zur Auswahl.
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Die Welt braucht neue Superhelden! Und zu Ostern bekommt sie gleich fünf – die «Superhäslis». Sie heissen Sami, Mo, Mira, Max und Kiki. Die fünf flauschigen Hasen kommen in fünf Farben und ver fügen über unterschiedliche Superkräfte. Wie es sich für Super helden gehört, tragen sie eine Maske und einen Umhang. Sie sind abnehmbar und können unter den Häschen ausgetauscht werden.
Max hat einen Pinsel. Und zwar nicht irgendeinen normalen Pinsel. Denn was Max damit malt, wird real.
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Sami ist der Musische im Team der «Superhäslis». Er spielt virtuos Trompete. Damit zieht er seine Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann.
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MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 71
Sticker sammeln und «Superhäslis» mit nach Hause nehmen Ab Freitag, 22. März, können Sie beim Ein kauf in der Migros Sticker sammeln und eine volle Sammel karte gegen ein Plüschhäschen ein tauschen. Zur Auswahl stehen fünf Varianten, jede mit einer anderen Farbe. Famigros-Mitglieder erhalten pro Einkauf einen zusätzlichen Sammelpunkt.
Tierische uperhelden: S «Superhäslis» tragen abnehmbare Umhänge und Masken.
Mira kann fliegen. Flügel hat sie zwar nicht, und sie kann auch nicht mit den Ohren flattern. Nein, sie erschafft Schmet terlinge und lässt sich von ihnen durch die Lüfte tragen.
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Mo bringt den Frühling an jeden Ort. Seine Superkraft? Er lässt überall Blumen spriessen und macht die Welt zu einem bunteren, duftenden Ort.
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Kiki ist wahrscheinlich das Süsseste der Häschen, auch wenn sie alle herzig sind. Sie kann durch Berührung alles in Schoko_ lade verwandeln.
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Bild: Yves Roth, Styling: Miriam Vieli-Goll
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1, 2 ODER 3? | 18.3.2019 | 73
TOP DREI
Im Bauch Die drei in der Migros meistgekauften Süssgebäcke im Februar:
1 Rädli Gebäck (Bild) 2 Petit Beurre 3 M-Budget Chocolate Cookies
Im Kopf
1, 2 ODER 3?
Monica Müller (44) hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
Ich möchte meinen Buben vorleben, dass ihr Geschlecht bei der Entscheidung, was eines Tages aus ihnen wird, keine Rolle spielt. Für beide ist es ganz alltäglich, dass mal der Papi, mal das Mami arbeitet oder zu Hause ist. Oder dass der Papi öfter und auch besser kocht. Als vor einem Hockey-Plauschturnier für Eltern ein Vater ausfällt, zögere ich erst einzuspringen. Zwar habe ich als Mädchen Eiskunstlauf gemacht, doch ich bin noch nie einem Puck nachgejagt. Aber hey, ich will ja zementierte Rollenmuster aufweichen. Leider bin ich auf dem Feld die einzige Mutter – und ich kann kaum mit den im Hockey erfahrenen Vätern mithalten. Als ich zum Schluss des Turniers in meiner improvisierten Ausrüstung erledigt zur Bande gleite, sagt der Grosse: «Mami, du warst ja richtig schlecht!». Und jetzt? 1 Ich reisse mich zusammen und sage: «Stimmt, aber es hat Spass gemacht!» 2 Ich zeige auf dem leeren Eisfeld die wenigen Kunststücke aus meiner
Eisprinzessinnenzeit, die ich noch kann.
3 Ich lasse mich gehen und heule los.
Antwort 1: Tatsächlich fühle ich mich nach einigen Checks und Stürzen nicht gerade bombig, aber mein Ehrgeiz ist geweckt: Ich werde mehr mit dem Grossen aufs Eis gehen und mir von ihm einige Kniffe zeigen l assen. Wer weiss, wie das nächste Plauschturnier ausgeht …
Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis
Glatteis
Die drei meist gegoogelten Begriffe am Frauentag (8. 3. 19) in der Schweiz: 1 Frauentag 2019 Wo ist der Weltfrauentag ein gesetzlicher Feiertag? 2 Swisscom-Störung Eine Stunde lang konnten viele nicht aufs Netz. 3 Journée des femmes Ein sexistischer Tweet von ModeratorBernard Pivot wird kritisiert.
Im Ohr Die drei in der Schweiz meistgestreamten Songs auf Spotify (11. 3. 2019):
1 «Wolke 10» von Mero 63 091 Streams 2 «Con Calma» von Daddy Yankee & Snow 32 224 Streams 3 «Shallow» von Lady Gaga 30 423 Streams
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MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 75
Rückruf: diverse Lachsprodukte Der Lieferant Ospelt Food AG hat die Migros informiert, dass bei einer Kontrolle in verschiedenen Lachsprodukten krankheitserregende Listerien festgestellt wurden.
regalen entfernt. Kunden, die einen der Artikel zu Hause haben, können ihn in ihre Filiale zurückbringen und erhalten den Verkaufspreis zurückerstattet.
Gelbe Narzissen gehören so unverwechselbar zum Frühling wie Sonnenblumen zum Sommer. Die zarte Narzisse «Tête-à-Tête» ist jetzt in den Supermärkten der Migros Aare erhältlich. Sie verbreitet mit ihren leuchtend gelben Blüten Glücksgefühle und erinnert an die lang vermissten Sonnenstrahlen. Die gelben Stimmungsaufheller schmücken Tisch oder Fensterbank und können nach dem Verblühen im Garten ausgepflanzt werden. Sie lassen sich wunderbar mit anderen Zwiebelpflanzen wie Tulpen, Hyazinthen oder Krokussen kombinieren.
Obwohl die Werte der Proben unter den gesetzlichen Grenz werten lagen, nimmt die Migros einen vorsorglichen Rückruf aller betroffenen Artikel vor. Sie bittet Ihre Kundinnen und Kunden, diese Lachsprodukte nicht zu konsu mieren. Eine Liste der Artikel finden Sie unter dem folgenden Link: migros.ch/rueckruf- lachsprodukte Auskünfte zum Rückruf erteilt auch die M-Infoline u nter Telefon 0800 84 08 48.
Die Produkte waren in M igrosund Migrolino-Filialen erhältlich und wurden aus den Verkaufs
In Sonnenstrahlen gekleidet
Beispiel eines Lachs produkts, das vom Rückruf betroffen ist.
Mehr von der Migros Aare ab Seite 77
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MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 77
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Im Sortiment der Migros-Blumenabteilungen gibt es eine grosse Auswahl an Pflanzen und Zubehör für Balkon und Garten.
Blühende Fantasien Mit dem richtigen Material und den Profitipps aus den Migros-Blumenabteilungen gelingt es allen, Haus und Garten in ein Blütenparadies zu verwandeln. Text: Sarah Baur
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amit der Frühling mit frischen Blumen zu Hause einziehen kann, sind Vorkenntnisse in Floristik und Gartenarbeit zwar hilfreich, aber nicht notwendig. Das Fachpersonal der Migros- Blumenabteilungen unterstützt gerne bei der Wahl der passenden Bepflanzung für den Aussenbereich oder der blühenden Dekoration für private oder geschäftliche Innenräume. Wer Erfahrung im Binden und Stecken von Arrangements hat, findet in grösseren Migros-Blumen abteilungen saisonale Schnitt
blumen, Blattgrün, Zweige, Steckmoos und Zubehör, um eigene blumige Blickfänge zu kreieren. Floristikneulinge können sich vom Fachpersonal aus den Lieblings blumen perfekte Sträusse binden lassen oder sich bei den vielen fertigen Blumenkreationen In spirationen für die Dekoration in den eigenen vier Wänden holen. Selber pflanzen leicht gemacht
Das Sortiment der Migros-Blumenabteilungen geht weit über Schnittblumen hinaus. Insbesondere Filialen mit Aussenverkauf bieten der
Kundschaft ein vielseitiges Sor timent für das Bepflanzen von Schalen, Töpfen, Balkonkistchen und Blumenbeeten an. Dazu ge hören auch Pflanzgefässe, Pflanzen erde und Dünger sowie Blumenzwiebeln und setzfertige gezogene Blumen. Momentan haben Tulpen, Narzissen, Primeli, Ranunkeln, Stiefmütterchen und erste Kräuter Saison. Die Mitarbeitenden der Migros-Blumenabteilungen erklären gerne, welche Pflanzen zuei nander passen, welche Blumen sich optisch ergänzen und an welchen Standorten sie gut gedeihen. MM
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Mit Schwung übers Parkett Im Tanz-Workshop «Standard- und lateinamerikanische Tänze» steht die Freude am Paartanz über der perfekten Ausführung der Schritte. Alle, die sich dem Tanz auf leisen Sohlen neu oder wieder annähern möchten, werden hier Spass an den verschiedenen Tänzen entwickeln. 15 Lektionen kosten 285 Franken. klubschule.ch Tel. 0844 844 900
78 | 18.3.2019 | MEINE MIGROS
Die Centerhasen Lucky und Lina warten aufs Fotoshooting. AKTIONSTAGE
Frühlingserwachen im Westside Im März und April ist einiges los im Shopping- und Erlebnis center Westside. Der Höhe punkt: die «Kids Fashion Show» am 6. April. Dann zeigen kleine Supermodels Mode auf der grossen Bühne. Das Casting zur «Kids Fashion Show» findet am 23. März ebenfalls im Westside statt. Auch das Center feiert Ostern, bis nicht nur die Osterhasenohren wackeln. Neben Schoggihasen verzieren vom 10. bis 13. April gibt es ein Fotoshooting mit den Centerhasen Lina und Lucky am Mittwoch, 17. April, Donnerstag, 18. April, und Samstag, 20. April. Vom 10. bis 20. April können Kinder jeweils von Mittwoch bis Samstag auf dem Karussell Runden drehen. Beim grossen Eierschätzwettbewerb haben Klein und Gross die gleichen Chancen. Auf in den Frühling mit dem Westside. Und dabei das Bonheft nicht vergessen. Denn vom 25. März bis 20. April locken attraktive Angebote im ganzen Shopping- und Erlebniscenter. Gesamtes Programm und Infos zu den Frühlingshighlights: westside.ch/kidsfashionshow westside.ch/frühling
Draussen zu Hause Die Temperaturen steigen und locken ins Freie. Höchste Zeit, das Zimmer unter den Sternen für laue Sommernächte und gesellige Stunden einzurichten. Text: Sarah Baur
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erden die alten Stapelstühle auch beim intensiven Frühlingsputz nicht mehr weiss? Trägt die morsche Holzbank gerade noch das Gewicht der Katze? Dann benötigt der Aussenbereich eine neue wetterfeste Möblierung, die mehrere Sommer übersteht und Bewohnern und Besuchern einen angenehmen Platz zum Verweilen bietet. Die Einrichtungsmöglichkeiten sind vielseitig. Mit den richtigen Outdoor-Möbeln weckt der Balkon Erinnerungen an den letzten Urlaub in Santorin, die Terrasse wird
zum tropischen Paradies und der Garten zum sommerlichen Wohnzimmer unter freiem Himmel, in dem man gerne Gäste empfängt. Puristisch oder farbenfroh
Die Profis von Do it + Garden Migros haben für die Gartensaison 2019 ein Möbel- und Accessoiressortiment in verschiedenen Stilen zusammengestellt, das keine Wünsche offenlässt. Eine formschöne Lounge aus abwaschbaren Materialien, einladende Sessel mit passenden Beistelltischen für kühle Getränke oder farbenfroh gestrichene
MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 79
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r ig re M Aa Ein Fest für Teilnehmende und Zuschauer – der Grand-Prix von Bern
Mit Garten möbeln und Accessoires von Do it + Garden Migros wird der Feierabend im Garten zum Kurzurlaub.
Rennen in der Hauptstadt Am 11. Mai werden am Grand-Prix von Bern wieder Tausende die schönsten zehn Meilen der Welt unter die Füsse nehmen. Text: Jacqueline Mendl Bild: Andy Mettler
Z
Holzklappmöbel – wer seinen Aussen bereich neu gestalten möchte, hat die Wahl. Neben formschönen und funktionalen Möbeln bietet Do it + Garden Migros auch eine Auswahl an Dekorationsartikeln, Kunstpflanzen, Pflanzkübeln, Kissen und Teppichen, die für den Aussenbereich geeignet sind. So steht der liebevollen Gestaltung von Balkon, Terrasse oder Garten sowie langen Sommernächten im Freien nichts mehr im Weg. MM Mehr Informationen: doitgarden.ch
ehn Meilen – der Klassiker ist mit ungefähr 16 000 Teilnehmenden das Herzstück des Grand-Prix von Bern. Vorbei geht es an allen wichtigen Berner Sehenswürdigkeiten wie Bärengraben, Nydeggbrücke, Zytglogge, Rathaus, Aare, Dählhölzliwald (Zoo), Bundeshaus und Münster. Unterstützt werden die Läufer von rund 100 000 Zuschauern und vielen Musikformationen. Der Altstadt-GP ist zugeschnitten auf Nachwuchsläufer/-innen, Laufeinsteiger/-innen und Läufer/ -innen mit weniger Zeit fürs Training. Die 4,7 Kilometer lange, leicht coupierte Strecke führt durch die wunderschöne Berner Altstadt und damit durch den Stimmungskessel des Grand-Prix von Bern. Der Bären-GP ist der Lauf für die Kinder. Die Strecke ist flach und damit auf Kinder ausgerichtet. Die ganz Kleinen können beim Muki-/Vaki-Lauf noch mit ihren Eltern rennen und so erste Erfahrungen sammeln. Die Migros läuft mit
Die Migros übernimmt beim Bären-GP für alle Kinder und Jugendlichen das Startgeld. Dies
ist ein Engagement im Rahmen von «Generation M», dem Nachhaltigkeitsprogramm der Migros. Am Freitagabend steigt die Migros-Pasta-Party. Nach dem Lauf finden die Sportler auf der «iMpuls»-Gesundheitsplattform hilfreiche Tipps zur Regeneration und den My-Run-Finisher-Clip – ein persönliches Video mit den besten Momenten des Laufs: migros-impuls.ch/volksläufe. MM
Mit der Migros gratis starten Wir verlosen 25 Gratisstartplätze: Vor- und Nachnamen mit Adresse auf eine Postkarte schreiben und bis spätestens 24. März senden an: Migros Aare, Sponsoring/GP, Industriestrasse 20, 3321 Schönbühl Online-Teilnahme auf migrosaare.ch/verlosung Info: gpbern.ch Sponsoring by
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FAMILIE | 18.3.2019 | 83
Weg mit dem abyfon: Viel B körperliche Nähe macht nicht nur das Kind, s ondern auch die Eltern ruhiger.
Das gläserne Baby Big Brother im Stubenwagen: Mit modernen Geräten kann man Kleinkinder heute lückenlos überwachen. Doch wo liegt die Grenze zwischen sinnvoller Technik und Kontrollwahn? Text: Kristina Reiss
Bild: Pascal Broze/Onoky/Getty Images
E
s gibt Söckchen für Säuglinge, die permanent den Puls messen, und Sensoren, die volle Windeln mit einem Piepsen melden. Mit solchen technischen Systemen lassen sich heute die Allerkleinsten überwachen. Was eigentlich nur konsequent ist – schliesslich kann man sich auch den Kinderwunsch mithilfe von Armbändern erfüllen, die Zyklusdaten erheben, und auch die Geschehnisse im Mutterleib sind mit einer App minutiös nachverfolgbar. Einige Tracking-Methoden können nützlich sein, gerade beim ersten Kind. Apps etwa, die festhalten, mit welcher Seite man aufgehört hat zu stillen, oder wie viel das Kleine zugenommen hat. Wurde früher der Grössenzuwachs des Töchterchens mit Bleistift am Türrahmen markiert, erfolgt dies nun eben per Smartphone. So weit, so harmlos. Wo aber liegt die Grenze zwischen sinnvoller Technik und Kontrollwahn? Braucht es etwa ein Fieberthermometer, das die ganze Nacht die Temperatur des kranken Nachwuchses misst und an das elterliche Smartphone funkt? «Nein», sagt Cyril Lüdin (65), seit über 30 Jahren Kinderarzt in Basel, «solche Geräte wiegen Eltern nur in falscher Sicherheit. Gleichzeitig verursachen sie aber Stress und Angst, weil jederzeit ein Alarm losgehen könnte.» Lüdin ist Spezialist für Eltern-Kind-Bindung und warnt:
«Angst blockiert die Selbstwirksamkeit – das überträgt sich aufs Kind und stresst es ebenfalls.» Den Eltern geht mit der Technik sozu sagen der Glaube verloren, auch schwierige Situationen mit dem Baby selbständig meistern zu können. Kinder mit modernen Gadgets zu überwachen, hält der Arzt nur für angebracht, wenn es einem medizinischen Zweck dient. «Dies ist jedoch äusserst selten notwendig.» Der Kinderarzt hinterfragt sogar das Babyfon
Lieber sollten sich Eltern auf ihr Bauchgefühl verlassen, findet Lüdin. «Doch in unserer auf Äusserlichkeiten ausgerichteten Welt haben wir das verlernt.» Angesichts unzähliger Mehrfachbelastungen, die Eltern heute schier erdrücken, sei ihre Selbstwahrnehmung herabgesetzt und damit auch die Feinfühligkeit gegenüber kindlichen Bedürfnissen. Die Lösung? «Das Kind möglichst lange im elterlichen Bett oder Zimmer behalten, statt es nebenan per Babyfon zu überwachen», empfiehlt Lüdin. Durch die Nähe lernten Eltern ihr Kind besser einschätzen und würden selbst sicherer. «In angstfreierer Umgebung fühlt sich auch das Kleine sicherer und mutiger», erklärt der Arzt, «dann wird es später auch eher hie und da einen kurzen Entzug an Aufmerksamkeit tolerieren.» MM
Beziehung statt Technik – trauen Sie sich! • Das Kind zu lesen ver suchen. Schon Neu geborene können ihre Bedürfnisse gut aus drücken. • Dem Nachwuchs et was zumuten. Ihm blei ben sonst wichtige Er fahrungen verwehrt. • Sich selbst zutrauen, die Bedürfnisse seines Kindes zu erkennen • Sich aber auch nicht scheuen, Hilfe zu ho len. Emotionelle Erste Hilfe kann die Bezie hung zum Baby stärken. emotionelle-erstehilfe.org • In Stresssituationen empfiehlt sich der Elternnotruf. Er steht rund um die Uhr zur Verfügung: Telefon 0848 35 45 55. Buchtipp: Thomas Harms: «Keine Angst vor Babytränen». Wie Eltern einen sicheren Umgang mit den Gefüh len des Säuglings lernen. Psychosozial-Verlag, 2018, Fr. 22.30. Erhältlich bei exlibris.ch
84 | 18.3.2019 | ALLERGIEN
Live-Chat Haben Sie Fragen zu Allergien und Ernährung? Stellen Sie sie bis 21. 3. um 14 Uhr auf migros-impuls.ch/ livechat
Eine Allergie gegen aumnüsse ist meist die B Folge einer Pollenallergie.
Das Kreuz mit den Allergien Menschen, die wegen Baumpollen niesen müssen und rote Augen bekommen, können auch auf Äpfel oder Nüsse allergisch reagieren. Wie kommt es zu solchen Kreuzreaktionen, wie geht man damit um, und wann ist Vorsicht geboten? Text: Susanne Schmid Lopardo
Von einer Kreuzallergie – oder einer Kreuzreaktion – spricht man, wenn jemand zum Beispiel auf Pollen allergisch ist und parallel dazu auf ein bestimmtes Lebensmittel wie etwa Nüsse oder Äpfel empfindlich reagiert. So kommt es dazu
Die allergieauslösenden Sub stanzen mancher Pollen und Lebensmittel ähneln sich zum Teil so stark, dass es über die ursprüngliche Allergie hinaus zu einer Kreuzreaktion kommen kann. Dabei kann das Immun system die Oberflächenstruk turen der Allergene nicht mehr unterscheiden, wie Oliver Das, Facharzt für Dermatologie und Venerologie FMH mit Spezial gebiet Allergologie, erklärt.
Die häufigsten Kreuzreaktionen Rund 70 Prozent der Baumpollen
allergiker haben Kreuzreaktio nen auf Nahrungsmittel. Speziell stark allergen sind Birkenpollen. Sie sind laut dem Allergiezen trum Schweiz (aha) eine häufige Ursache für Kreuzreaktionen auf Nahrungsmittel wie Äpfel, Nüsse, rohes Kern- und Steinobst oder Erdbeeren. Bei Gräserpollen kann es ebenfalls zu Kreuzreak tionen kommen, sie sind jedoch weniger häufig. Die typischen Symptome
Bei den meisten Kreuzreaktio nen kommt es zu einem soge nannten oralen Allergiesyndrom: Es beginnt im Mund- und Rachen raum zu jucken, die Z unge fühlt sich pelzig an und es kann zu Schwellungen der Mundschleim
haut oder der Lippen führen. Daneben kann es zu auch zu Bindehautentzündungen oder asthmatischen Beschwerden kommen. Diese Symptome sind zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Dann wirds gefährlich
Wenn sie nicht lokal bleiben und die Symptome sich andernorts im Körper zeigen, werden allergische Reaktionen gefährlich. Das Immunsystem reagiert dann nicht mehr lokal, sondern syste misch, also im ganzen Körper. Eine lebensgefährliche Schock reaktion (anaphylaktischer Schock) mit Kreislaufversagen kann die Folge sein. Auch Insek tengift- und Medikamentenaller gien können zu einer solchen Schockreaktion führen. MM
Was tun, wenn das Essen Probleme macht? Experten beantworten am 21. 3. von 14 bis 15 Uhr im Chat Ihre Fragen zu Lebens mittelunverträglichkeiten und Allergien auf migros-impuls.ch/livechat. Fragen können Sie bereits vor dem Chat stellen.
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Das ist eine Kreuzallergie
ALLERGIEN | 18.3.2019 | 85
Das Rätsel ist noch nicht gelöst Oliver Das, warum kommt es bei manchen Menschen zu Kreuz reaktionen und bei anderen nicht? Das Immunsystem ist sehr komplex, und wir wissen noch nicht bis in alle Einzelheiten, wie es reagiert. Es ist seine Aufgabe, unseren Körper vor Krankheiten zu schützen. Bei einer Allergie reagiert es auf eigentlich harmlose Eiweisse, als wären diese gefährlich. Als mögliche Ursachen kommen die genetische Veranlagung sowie Umweltfaktoren infrage, zum Beispiel wie und wo jemand aufgewachsen ist. Wie kommt es, dass Allergien ganz plötzlich – auch bei Erwachsenen – auftreten können?
Als dynamisches System reagiert das Immunsystem auf Infektionen und Erkrankungen, die ja in jedem Alter auftreten können. Warum es ausgerechnet zu einem bestimmten Zeitpunkt zu Kreuzreaktionen kommen kann, ist noch nicht geklärt. Weshalb können Allergien auch einfach wieder verschwinden? Wegen dieser Dynamik kann es passieren, dass sich eine Allergie auch wieder «verwächst». Am ehesten, wenn man während eines längeren Zeitraums den Kontakt mit dem betreffenden Allergen meiden konnte. Macht es Sinn, präventiv auf ein Lebensmittel zu verzichten, etwa
keine Äpfel mehr zu essen, wenn man allergisch auf Birkenpollen reagiert? Es ist schon so, dass ein Verzicht auf Äpfel das Risiko verringert, eine solche Allergie zu entwickeln. Allerdings ist es ja nicht sicher, ob es zu einer Kreuzreaktion käme. Würden Sie nun ganz zum Verzicht auf den Apfel raten oder eher nicht? Als Arzt würde ich eher empfehlen, zu verzichten oder die Äpfel zu kochen. Durch das Erhitzen verändern sich die Eiweissstrukturen. Schliesslich aber muss jeder individuell entscheiden und für sich das Risiko abwägen. MM
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Tag 14 Puerto Limon (Costa Rica) 08.00 - 18.00. Die Stadt ist ein Schmelztiegel verschiedener Bevölkerungsgruppen. Sehenswert ist der Vargas Park direkt am Quai. An den Ständen des Marktes können Sie die einheimische Küche kosten.
Tag 2 - Tag 3 Punta Cana (Dominikanische Republik). Diese Tage stehen Ihnen zur freien Verfügung. Übernachtungen schönen, von Palmen gesäumten Stränden, kristallklarem Wasser und Sonnenschein das Tag 15 Colon (Panama) Punta Cana ganze Jahr hindurch. 08.00 - 17.00. Colón, das karibische Tor zum berühmten Panamakanal und zweitgrösste Tag 8 St. Maarten (Philipsburg) Stadt Panamas, heisst Sie mit ihren sehens07.00 - 18.00. Die einheimische Bevölkerung werten Kathedralen und Statuen entlang der von St. Maarten besteht zum grössten Teil Promenade willkommen. aus Nachfahren von niederländischen Siedlern. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Tag 16 Cartagena (Kolumbien) der Insel zählen das Grenzdenkmal, das Ge- 11.00 - 18.00. Cartagena hat sich zu einer der schichtsmuseum in Philipsburg, der Strand schönsten Kolonialstädte Südamerikas entMaho Beach sowie zwei Forts. wickelt. Das alte Stadtzentrum mit Festungsring, der Kathedrale und zahllosen Palästen Tag 9 Tortola (Roadtown) Tag 4 Punta Cana gehört seit 1984 zum UNESCO-Weltkultur(Dominikanische Republik). Transfer zum Ha- 07.00 - 17.00. Tortola ist die grösste Insel erbe. fen La Romana. Einschiffung und Abfahrt um der Britischen Jungferninseln. Ein Grossteil der Insel wurde als Naturschutzgebiet dekla- Tag 17 Erholung auf See. 22.00. riert, das auf Wanderwegen erkundet werden Tag 5 Erholung auf See. Tag 18 La Romana kann. (Dominikanische Republik) 08.00. AusschifTag 6 Fort-de-France (Martinique) Tag 10 Samana (Dominikanische Republik) fung und Transfer zum Flughafen inklusive 09.00 - 18.00. Schneeweisse, von Palmen 11.00 - 18.00. Ein weiteres Juwel im KaribiTagesausflug. Rückflug mit Edelweiss Air gesäumte Traumstrände und azurblaues schen Meer ist die Halbinsel Samana. Sie ist nach Zürich. Wasser. Martinique ist ein wahres Paradies. Heimat vieler Fischer und Bergbauern, die ihGeniessen Sie die karibische Wärme im eu- rem traditionellen Handwerk heute noch ge- Tag 19 Ankunft in Zürich. ropäischen Wintermonat. nauso nachgehen wie schon vor 100 Jahren. Tag 7 St. John‘s (Antigua) Tag 11 Erholung auf See. 09.00 - 19.00. Ein tropisches Paradies! Diese Insel präsentiert sich mit 365 wunder- Tag 12 Montego Bay (Jamaika) 08.00 - 21.00. Montego Bay befindet sich an der nordwestlichen Küste Jamaikas und St. John‘s ist eine der wichtigsten Orte der Insel. Man glaubt, dass Christoph Kolumbus seine Schiffe hier verankert habe, als er 1494 Jamaika auf seinem Rückweg von Kuba entdeckte. Im Landesinneren stösst man auf riesige Plantagen und in den Regewäldern auf versteckte Wasserfälle. Wäre das noch nicht genug, zählen die weissen Sandstrände von Ocho Rios
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MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 87
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iMpuls ist die Gesundheits initiative der Migros.
88 | 18.3.2019 | MEINE MIGROS
SERIE Das Migros-Magazin zeigt, wie unverwechselbar Migros-Filialen sind.
Basel Bern
Ecublens
Zürich Luzern
Lausanne Lugano
Genf
Ecublens
Migros-Supermarkt
Wo alle jung sind
Die Studierenden Najla Zedan und Georgi Pecev haben sich in der Campus-Migros etwas zu trinken gekauft.
Migros-Filialen gibt es auf dem Land und mitten in der Stadt. Einen eigenen Supermarkt mit orangem M hat sogar die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) . Text: Estelle Dorsaz Bilder: Jérémy Bierer
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ährend des Studienjahrs ist immer viel Leben in der Migros-Filiale, auch weil es auf dem gesamten Lausanner Campus keinen weiteren Supermarkt gibt. Die Kunden tragen oft Turnschuhe an den Füssen, Kopfhörer auf den Ohren und ein Skateboard unter dem Arm; sie sind selten älter als 25 Jahre. Die Studentinnen und Studenten streifen durch den Laden, um sich zwischen zwei Vorlesungen einen kleinen Snack zu besorgen. Oder sie stürzen sich am Abend ins Getümmel, um ihren Wocheneinkauf zu erledigen. «Einen Ansturm auf M-Budget-Produkte gibt es hier nicht», erklärt Filialleiter Pedro Pereira. «Frisches Obst, Gemüse und ganz allgemein Biolebensmittel stehen bei unserer Kundschaft sehr hoch im Kurs. Wir haben sogar einen eigenen Bereich für Alnatura-Produkte eingerichtet, die besonders
gut laufen.» Zählen Qualität und Herkunft also am Ende doch mehr als Menge und Tiefpreise? Offenbar legen die Studierenden der Generation Z oft so viel Wert auf ihre Ernährung wie auf ihren Look. Junge Kunden und auch Mitarbeiter
Im Laden herrscht eine entspannte Atmosphäre. Die meisten Beschäftigten sind ebenfalls Studierende. «Wegen des geringen Altersunterschieds zwischen der Kundschaft und dem Personal haben die Leute kein Problem damit, uns anzusprechen», sagt die 23-jährige Ophélia Hellinge, die an der Universität Lausanne Philosophie und Kognitive Wissenschaften studiert und parallel dazu bei der Migros arbeitet. «Es kommt nicht selten vor, dass man hier Freunde trifft oder Bekanntschaften schliesst. Wenn wir abends in eine Bar gehen, erkennen uns die Leute und grüssen
uns. Das ist schön.» Gegen 18 Uhr geht es im bis dahin recht ruhigen Laden plötzlich zu wie in einem Bienenstock. «Innerhalb von zwei Stunden erzielen wir rund 40 Prozent unseres Tagesumsatzes», so der Filialleiter. Nach den Examen im Sommer brechen die Studierenden auf und überlassen das Feld ganz den Familien aus der Umgebung. Sie bilden ein weiteres Kundensegment, das zwar weniger auffällt, aber treu in der Filiale einkauft. Die Semesterferien verschaffen dem Migros-Team eine Verschnaufpause, bevor es im September wieder losgeht. MM
MEINE MIGROS | 18.3.2019 | 89
Wieso ist diese Migros so besonders?
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«Mich haben die flexiblen Arbeits zeiten überzeugt. Ich arbeite abends von 17 bis 20 Uhr. Diese MigrosFiliale ist toll, weil hier fast nur Studierende sind und wir uns alle gut verstehen.» Ophélia Hellinge (23), Studentin und Migros-Mitarbeiterin
«Ich komme aus Lyon und habe hier während des Studiums die Migros für mich entdeckt; ich mag die Qualität der Produkte. Ich bin Sportler und achte auf meine Ernährung. Darum versuche ich, nur Bioprodukte zu kaufen – vor allem Obst, G emüse und Teigwaren.» Alexandre Druenne (19), Student
Steckbrief Ort: Ecublens – EPFL, Louis Favre 8A, 1024 Ecublens VD Jahr der Eröffnung: 2012 Fläche: 560 Quadratmeter Sortiment: 7000 Artikel Mitarbeitende: 36, darunter zahlreiche Studierende mit Teilzeitverträgen
1 Viele Studenten bevorzugen Self-Scanning. 2 Der Campus von oben, in der Mitte rechts die Migros 3 Alnatura- Produkte sind bei den jungen Kunden besonders beliebt.
«Ich kaufe hier häufig Getränke ein, zum Beispiel Red Bull, um mich während der Vorlesungen wach zuhalten. Eine Einkaufsliste schreibe ich nie. Ich mag es, durch den Laden zu schlendern. Und dann kaufe ich spontan, worauf ich gerade Lust habe.» Najla Zedan (19), Studentin
90 | 18.3.2019 | WHATSAPP Contentpartnerschaft
Kursangebot zu Whatsapp
Ferienfotos versenden, die Jassrunde einladen oder eine Verabredung treffen – dank Whatsapp lässt sich der Kontakt mit einzelnen Menschen oder ganzen Gruppen sehr einfach pflegen. Whatsapp ist die beliebteste kostenlose Anwendung (App) für das Smartphone. Mit ihr kann man gesprochene oder geschriebene Nachrichten, Fotos und Filme ver-
Umgang mit Whatsapp
«Möchten Sie noch mehr darüber erfahren, wie Sie Nachrichten über Whatsapp versenden und wie man Gruppenchats erstellt? Im Kurs «Whatsapp und Co.» zeigen Ihnen unsere Trainer die App und helfen Ihnen, diese sicher anzuwenden. Zudem erfahren Sie, wie Sie auch über soziale Medien wie Facebook und Instagram mit Ihren Freunden und Verwandten in Kontakt bleiben können.»
Tipps von Swisscom Academy
senden. Swisscom Academy erklärt drei wichtige Funktionen: 1. Fotos und Filme: Motiv mit dem Handy aufnehmen, im Whatsapp-Chat das Pluszeichen anklicken, Bild oder Film auswählen, abschicken. Oder direkt in der geöffneten App das Fotosymbol rechts der Textzeile anklicken, Aufnahme machen, versenden.
2. Gruppenchats: App öffnen, rechts oben «Neue Gruppe» anklicken, dann die gewünschten Teilnehmer über die Kontaktliste auswählen. Die Nachrichten, die man hier versendet, gehen an alle Mitglieder der Gruppe.
3. Sprachnachricht: Erst die Person, an die die Nachricht gehen soll, auswählen, dann das Mikrofon- zeichen unten rechts antippen und halten, solange man spricht. Anschliessend kann man die Aufnahme versenden. MM
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Nicholas Chicherio, Trainer Swisscom Academy
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GLÜCKSGRIFF | 18.3.2019 | 91
Glücksgriff
Als wäre ein Ufo im Spa gelandet: Die futuristische Wasserwelt des «Aqua Dome» lädt zum Verweilen ein.
Verlosung Preisfrage: Wo liegt das Hotel Aqua Dome?
• Per Telefon: Wählen Sie 0901 591 912 (1 Fr./ Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GLÜCK, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GLÜCK, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Aqua Dome», Postfach, 8099 Zürich • Online (gleichwertige Gratisteilnahme): migrosmagazin.ch/ wettbewerbe
Das Migros-Magazin und der «Aqua Dome» verlosen fünf Nächte für zwei Personen in der Junior Suite inklusive Halbpension und Wellnessgutscheinen im Gesamtwert von 3000 Franken.
Hot Spot in den Alpen Schwerelos in der Soleschale schweben und dabei auf imposante Dreitausender schauen: Im Aqua Dome – Tirol Therme Längenfeld geht beides. Das Resort im Herzen des Ötztals punktet mit einem gemütlichen Vier-Sterne-SuperiorHotel und einer futuristisch anmutenden Wasser- und Saunawelt, Spa und Fitness. Das «SPA 3000» auf dem Dach des Thermengebäudes ist für Hotelgäste reserviert.
Spa-Anwendungen mit heimischen Kräutern, Nadelhölzern und Mineralien sorgen für Tiefenentspannung. Dank der modernen Architektur mit hellem Fichtenholz, Granit und den riesigen Fenstern sind die Dreitausender ganz nah. 200 geräumige Doppelzimmer und Suiten bieten eine heimelige Atmosphäre. MM Infos: aqua-dome.at
Einsendeschluss: 24. März 2019
Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende des MigrosGenossenschafts-Bundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
92 | 18.3.2019 | 100 JAHRE CIRCUS KNIE
Nicht genügend Platz im Zelt: der Publikums ansturm auf die erste Vorstellung im Juni 1919.
Fredy Knie jr.
Der Circus Knie feiert seine hundertjährige Geschichte
mit einer Jubiläumstournee. Schon seine allererste Vorstellung im Jahr 1919 war ein Grosserfolg – der Ansturm verängstigte damals sogar die Kassenleute. Text: Michael West
Bilder: Katja Stuppia, Zirkus Knie(5)
Geburt einer A Legende
uf der Berner Schützenmatte stand am 14. Juni 1919 ein stattliches Zelt für 2500 Menschen. Doch das Gedränge vor dem Kassenhäuschen wurde immer grösser. Bald zeigte sich, dass längst nicht alle Leute auf den Tribünen Platz fanden. Der Ansturm war vorhersehbar. Schliesslich hatte die berühmte Artistenfamilie Knie in I nseraten die Gründung des «Grande Cirque Nationale Suisse» angekündigt und ein E röffnungsprogramm voller Wunder versprochen. So sollte das Publikum über « chinesische Gaukler» und den «kleinsten J ockey-Reiter der Welt» staunen. «Für mich ist diese allererste Zeltvor stellung ein weit entferntes Ereignis», meint Fredy Knie jr. (72), langjähriger Direktor des Circus Knie. «In unserer Familie wurde vor allem von der Wut der Leute erzählt, die keinen Platz mehr im Zelt hatten. Sie rüttelten so stark am Kassenhäuschen, dass die Verkäufer in Panik gerieten.» Fest steht, dass der Zirkus über den e rsten Abend hinaus ein Kassenerfolg blieb, denn
100 JAHRE CIRCUS KNIE | 18.3.2019 | 93
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«Die Spässe der Clowns waren 1919 noch viel derber.» Fredy Knie jr.
schon im November 1 919 konnten die Knies das Darlehen für das Zelt zurückzahlen. Doch was in der Manege wirklich geboten wurde, ist zum grössten Teil in Vergessen heit geraten. Die Gaukler, die an Bambus stäben durch die Luft schnellten, gehörten wohl zu einer chinesischen Artistenfamilie, die sich in Europa niedergelassen hatte. Das «Berner Tagblatt» schrieb in einem kurzen Bericht auch von «Trapezkünstlern, Equili bristen und Seiltänzern», kritisierte aber,
dass «die Clownspässe einen etwas zu brei ten Raum einnahmen». Doch die Zuschauer hatten offenbar ihre Gaudi damit. «Clowne rien waren damals viel derber als heute», meint Fredy Knie jr. «Da konnte schon mal ein A nzugträger mit Wasser übergossen oder einem kahlen Mann die Perücke vom Kopf gerissen werden.» Auf exotische Tiere muss te das Publikum von 1919 verzichten: Nur sechs Ponys und einige dressierte Hunde ge hörten zum Programm. Erst 1920 schafften die Knies einen ersten Elefanten an. Magischer Knie-Moment
Fredy Knie jr. sagt, eines sei schon 1919 unter der Zirkuskuppel richtig wichtig gewesen: «Das Publikum vergisst seine Sorgen, es wird aus dem Alltag herausgerissen und in eine Traumwelt katapultiert.» Der Aufwand der Shows hat sich seither vervielfacht, und die Clowns sind bei ihren Spässen zurück haltender. Doch das Ziel ist das gleiche geblieben: Auch auf der J ubiläumstournee 2019 wird der Alltagsärger keinen Zutritt zum Zelt haben. MM
Bilder aus den Jahren 1919 und 1920: 1 Artist Friedrich Knie 2 «Dicky», der erste Elefant 3 Mitglieder der Familie Knie und ihre Mitarbeiter 4 Inserat für eine Zürcher Vorstellung
Günstig an die Knie-Jubiläumstournee Der Circus Knie feiert seine hundert Jahre mit einer glanzvollen Tournee durch die ganze Schweiz, die am 22. März in Rapperswil beginnt. Im Deutsch schweizer Abendprogramm erobern zwei bewährte Fernsehsatiriker die Manege: Viktor Giacobbo und Mike Müller sind diesmal die Stars, die durch die Show führen. Besitzer einer Cumulus- Karte können Tickets für die Vorstellungen mit einem Preisvorteil von 20% kaufen. Tourneedaten, Orte und Kauf der ver günstigen T ickets auf cumulus-ticketshop.ch
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Die Teilnahme an der Verlosung ist unabhängig von der Bestellung. Über die Ziehung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Jahreswettbewerb von Qualitätstitel Schweiz kann auch von weiteren Partner-Unternehmungen mitgetragen werden. Teilnahmeschluss: 15.12.2019
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GLÜCKSGRIFF | 18.3.2019 | 95
Glücksgriff
Verlosung Preisfrage: Wie heisst der Inhaber des Traditionsunternehmens 3W Motosport?
Das schöne Wetter lockt erste Töfffahrer auf die Strasse. Eine gute Schutzkleidung ist ein Muss.
Bild: Torsten Gauls
Das Migros-Magazin und 3W Motosport verlosen zwei MotorradbekleidungsSets im Wert von je 1500 Franken.
Gut geschützt unterwegs Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt bei leidenschaftlichen Töfffahrern die Vorfreude auf die neue Saison. Bei 3W Motosport, einer der grössten und ältesten Motorradbekleidungsfirmen der Schweiz, ist man für die neue Töffsaison bestens gerüstet – mit Neuheiten, Trends und Klassikern. Patrik Wäckerlig führt das Geschäft in zweiter Generation. Er ist einer der grössten Fachhändler in der Schweiz und setzt unter anderem auf Marken wie Dainese,
Shoei, IXS oder Belstaff. «Die Motorradbekleidung ist heute viel vielfältiger», sagt Wäckerlig. «Sie ist nicht nur sicher, funktionell und praktisch, sondern auch trendig, cool und sogar teilweise multifunktionell einsetzbar.» Besonders gefragt sind Klassiker wie der Airoh-Rev-Helm, RetroLederjacken und Erfindungen wie die Jacken von Dainese mit eingebautem Airbag-System. MM Infos: 3w-motosport.ch
• Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./ Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Motosport», Postfach, 8099 Zürich • Online (gleichwertige Gratisteilnahme): migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 24. März 2019 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende des Migros-Genossenschafts-Bundes sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
96 | 18.3.2019 | RÄTSEL
Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken.
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Auflösung Nr. 11:
So nehmen Sie teil: Hauptpreis (blaues Lösungswort) Tel.: 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD1 SOMMER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD5 WINTER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten: http://m.vpch.ch/ MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.3.2019, 24 Uhr
UNIFORM
Gewinner Nr. 10: Hauptpreis: Christa Liechti, Erlinsbach AG; Livia Meister, Luzern; Hedy Fuchs, Oberarth SZ; Beat Thalmann, Riehen BS; Walli Lehmann, Obergerlafingen SO Zusatzpreis: Trudy Christen, Luzern; Brigitte Sauder, Affoltern am Albis ZH; Willi Steiger, Rheinau ZH; Hedwig Gallob, Kreuzlingen TG; Caroline Bernath, Winterthur ZH
Was koche ich heute?
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Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
RÄTSEL | 18.3.2019 | 97
Gewinnen Sie eine von 6 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!
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Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wer hat einen Kopf und keine Füsse? W Puppe
O Frosch
M Nagel
2. Wenn jemand nicht auf dem Damm ist, ist er … A fröhlich
U dünn
E
krank
3. Wenn zwei Konkurrenten gleichzeitig ins Ziel kommen, ist dies ein …-Rennen. L Kopf-an-Kopf
S
Hals-an-Hals
W Auge-an-Auge
4. Welchen Kanton umfasst die Grossregion Nordwestschweiz nicht? N Aargau
C Schaffhausen
A Basel-Stadt
3 × 100 Franken zu gewinnen So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.3.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
5. Wie heisst eine gekrümmte Fläche eines Kugelabschnitts? K Meridiane
H Kalotte
S
Segment
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Skydiving
6. Wie nennt man das sportliche Fallschirmspringen? E Paraglide
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Light Airs
Auflösung Nr. 11:
7. Welchen Begriff gibt es im Pokern? A Broadway
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Walk of Fame
O Freeway
8. Wie wurde der VW-Käfer in der Türkei genannt? R Dachs
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Schildkröte
N Eidechse
Lösungswort : 1
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ZARTHEIT Gewinner Nr. 10: Elsbeth Wetter, Niederurnen GL; Eiko Gastaldi, Bülach ZH; Anita Schär, Ursenbach BE
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3 × 100 Franken zu gewinnen
Tragen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5:
So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.3.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
Lösungswort : 1
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Auflösung Nr. 11: TANNE
Gewinner Nr. 10: Heinz Siegrist, Herisau AR; Roland Schmid, Zürich; Hanna Wunderle, Oberkirch LU
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×5
5 × 100 Franken zu gewinnen
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.
Auflösung Nr. 11: 578
So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS), Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet: migrosmagazin.ch/ wettbewerbe
Gewinner Nr. 10: Anita Rütschi, Zollikerberg ZH; Henri Terrier, Allschwil BL; Jean-Pierre Reusser, St-Blaise NE; Laurent Kleiber, Develier JU; Corinne Meier, Oberentfelden AG
Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.3.2019, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 3 3 1 mehr als zwei Linien
2 2
2
1 3 2
Auflösung Nr. 11:
2
2
2 3 1 3
5
1
1
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1
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5 3 2
2 1
2
2
4 3 1
Auflösung Nr. 11: 3
2
3 5
5
4
2
2
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1
3 3 2
2
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3 2 3 3
© raetsel.ch 1336
raetsel.ch 392931
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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ desMigros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 558 711 Ex. (WEMF 2018) Leserschaft: 2 371 000 (WEMF, MACH Basic 2018-2)
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Datum: 13.3. bis 22.12.2019 Ort: Dübendorf, Bern, Basel Preis: ab Fr. 37.95 Datum: 11. und 12.5.2019 Ort: Genf und Basel Preis: ab Fr. 47.20
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102 | 18.3.2019 | MEINE WELT
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«Ich bin ein sehr anhänglicher Vater»
Im neuen Schweizer Kinostreifen «Sohn meines Vaters» spielt Dani Levy das Familienoberhaupt Karl. Auch privat geht der B asler Filmemacher und Wahlberliner in seiner Vaterrolle auf. Text: Ricardo Tarli Bilder: Gregory B. Waldis
MEINE WELT | 18.3.2019 | 103
1 Mein Kiez «Mit dem Spielplatz vor der Apostel-Paulus-Kirche im Stadtteil Schöneberg verbinde ich viele schöne Erinnerungen: Hier habe ich mit meinen Kindern gespielt, als sie klein waren.» 2 Mein Velo «Ich fahre bei Wind und Wetter Fahrrad – das ist mit Abstand die beste Art, sich in Berlin fortzubewegen. Mein Velo ist ein Unikat, das ein befreundeter Mechaniker aus gebrauchten Einzelteilen zusammengebaut hat.» 3 Mein Stammlokal «Das Café Oro Nero ist so etwas wie mein zweites Wohnzimmer. Mit den beiden italieni-
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NAME Dani Levy (61) WOHNORT Berlin DAS LÄUFT BEI MIR «Ich bin in Basel geboren und lebe seit 40 Jahren in Berlin. Ich bin Teilhaber einer Berliner Filmproduktionsfirma, die ich zusammen mit drei anderen Filmemachern gegründet habe. In der Deutschschweiz wurde ich durch die Rolle des Küchenburschen Peperoni in der Fernsehserie ‹Motel› bekannt. Mein bislang erfolgreichster Film ist die Komödie ‹Alles auf Zucker!›, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Im Schweizer Film ‹Sohn meines V aters›, der seit 14. März im Kino läuft und vom Migros-Kulturprozent unterstützt wurde, spiele ich eine Hauptrolle. Für mein privates Glück sorgen meine Frau Sabine Lidl und meine Kinder Hannah (19) und Joshua (13).» 4
schen Wirtinnen bin ich seit der Gründung des Lokals befreundet. Ihre italienischen Musikabende sind legendär.» 4 Mein Sohn «Ich bin ein sehr anhäng licher Vater und ziemlich vernarrt in meine Kinder. Mit Sohn Joshua (13) spiele ich ab und zu Fussball. Ich keuche zwar ganz schön hinter ihm her, trotzdem spiele ich sehr gerne mit ihm.»
Bild: TILT Production
5 Mein Sackmesser «Auf Wanderungen oder im Urlaub habe ich immer ein Schweizer Sackmesser dabei. Ich besitze fünf unterschiedliche Exemplare, auch welche von der Migros.» Mein Lieblingsprodukt «Die M-Budget-Feinschreiber sind toll. Ich mag die bunten Stifte, weil sie so wenig kosten und gut schreiben.»
6 Mein Metermass «Ich bin handwerklich ziemlich geschickt, vor allem im Schreinern. Ich hatte mal ein Holzhaus in Puerto Rico, da habe ich vieles selber gebaut, zum Beispiel die Holzböden, die Verandas und die Fenster.» MM
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