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Migros magazin 12 2016 d aa

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

MM12, 21.3.2016 | www.migrosmagazin.ch

Alleine erziehen: Der tägliche Kampf um Zeit und Geld Seite 28

Guten Appetit! Das Ostermenü: 12 Seiten Rezepte und Tipps ab Seite 65

Bild: Beat Schweizer

Manuel Dubach

Der Burgdorfer Pfarrer über seine Chüngel, artgerechte Tierhaltung und das Rätsel um die Osterhasen Seite 10 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch

Extra Auto Neuheiten und Trends, Treibstoff der Zukunft, Crash-Test-Dummies ab Seite 99


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4 | MM12, 21.3.2016

150

H Editorial

Gartenjahr im Zeitraffer

Herrlich, nicht? Am Morgen wieder aufzu­ stehen und die Hand vor den Augen zu sehen. Zur Arbeit zu gehen und den Velofahrer zu erkennen, der einem auf dem Fussgänger­ streifen den Weg abschneidet. Am Abend mit dem Fahrrad im Kreisel nicht wie ein ver­ schrecktes Reh in die aufgeblendeten Schein­ werfer des Autos zu blicken, das einem eben den Vortritt verweigert. Sondern im Abendlicht noch das Kennzeichnen ablesen zu können. Ja, liebe Leserin, lieber Leser, der Frühling hat uns wieder, die Sonne erwärmt unsere eingerosteten Knochen. Und der Blick zu Hause geht in der zunehmenden Helligkeit in den Garten hinaus – und erstarrt. Was einem dort ins Auge sticht, hat mit den bunten Bildern in den Gartenkatalogen wenig zu tun. Braune Rasenflächen, nackte Sträucher und leere Beete. Da braucht es Optimismus, wieder in die Stiefel zu steigen, die Hacke zu ergreifen und sich an die Arbeit zu machen. Oder vielleicht doch die Hacke dem Gärtner zu überlassen. Und dem Nachbarsjungen den Rasenmäher … Denn sind wir ehrlich: So ein Garten bringt ganz schön Arbeit. Und meistens sieht man es dem kleinen grünen Glück gar nicht an. Wirkt alles so natürlich, so, wie wenn alles einfach gewachsen wäre.

Wie sich ein Garten im Lauf eines Jahres verändert, können wir Ihnen auf Migrosmagazin.ch dank zweier Leserinnen und eines Lesers in drei einzigartigen Videos zeigen. Auf unseren Aufruf hin haben Nathalie Himmelrich, Sibylle Marion Zust und Christoph Kehl jeden Tag des vergangenen Jahres ein Bild ihres Gartens geschossen. Diese Bilder haben wir zu je einem spannenden Streifen über Werden und Vergehen zusammengeführt. Schauen Sie rein (Seite 134)! Und nun bleibt nur noch zu hoffen, dass die kommenden Ostertage nicht nur hell, son­ dern auch trocken und sonnig werden. So oder so: Das Migros­ Magazin wünscht Ihnen ein wunder­ schönes Osterwochenende! Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

18


MM12, 21.3.2016 | 5

100

Menschen

Leben

8 E-Voting im Anmarsch

121 Alltagsknigge

Erstmals dürfen in Basel-Stadt Menschen mit Behinderung elektronisch abstimmen 10 Beten allein reicht nicht

Wie Pfarrer Dubach aus Burgdorf auf den Chüngel kam 14 Wie der Hase läuft

Wissenswertes zu Ostern 16 Osterwettbewerb 18 Hauswirtschaft

Fertigprodukte sind kein Tabu: Was Jugendliche heute lernen 28 Alleinerziehende

108

Zwei Frauen erzählen, wie sie ihren Alltag ohne Partnerhilfe meistern. Mit allen Zahlen

«Geld war nie meine Hauptantriebsfeder. Vielmehr treibt mich meine Passion.»

122 Reisen

Zauberhaftes Kolumbien

129 Migros-Bank 131 Welches Parfüm passt? 133 Digital: E-Commerce 134 Gärten im Zeitraffer 138 Kinderseite Was Olivia in der Zirkusschule Tortellini alles lernt 140 Glücksgriff 143 Rätsel/Impressum 148 Cumulus 150 Meine Welt Komiker Charles Nguela erobert Schweizer Bühnen

37 Bänz Friedli 41 Leserforum 42 Neustart nach Karriere

Frank M. Rinderknecht (60) ist Auto-Visionär

65

Auto-Extra

Wie der Ex-Banker Daniel Elber einem armen Dorf auf Bali das Wasser brachte

100 Crashtest

Migros-Welt

106 Brennstoffzellen

54 Nachhaltige Ostern

Besuch im Testcenter in Vauffelin BE Vom Potenzial des Wasserstoffantriebs

Wem es hilft, wenn wir beim Einkauf auf zertifizierte Schokolade achten

107 Verlosung e.driver 2016/17: Bundle

59 Neuer Dinkel-Blätterteig 61 Süsses aus den USA 63 Herkunft der Eier

108 Interview

65 Das grosse Osterfest

Festliches Schlemmermenü 89 Frische für feine Wäsche 90 Hilfe für alle Fälle

93 Neues aus der Region Aktionen, Reportagen, News aus den Regionen Bilder: Paolo Dutto, Michael Sieber (2), Martina Meier

Muss man Fremde grüssen?

Edition zu gewinnen

Frank M. Rinderknecht über Visionen, Trends und Bedürfnisse

112 Kaufentscheid Welches Auto für wen? 114 Genfer Rückschau Vom Jaguar SUV über den Tesla Siebensitzer bis zum Maserati Diesel

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). www.cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


Rezept und Foto: saison.ch

Das Festmahl zum Osterfest.

–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Lammnierstück mit Spargelgemüse Hauptgericht für 4 Personen

–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Zutaten: 1 Limette, 3 EL Sonnenblumenöl, 800 g grüne Spargeln, 8 frische MiniMaiskolben, 2 cm frischer Ingwer, 2 Stängel Zitronengras, 1 Chilischote, 800 g Lammnierstück, Salz, schwarzer Pfeffer, ½ Bund Koriander oder glattblättrige Petersilie

Zubereitung: 1. Limettenschale dünn wegschneiden. Im Öl erwärmen. 10 Minuten ziehen lassen.

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2. Inzwischen Backofen auf 220 °C vorheizen. Ein grosses Blech mitwärmen. Spargeln im unteren Drittel schälen, harte Stielenden entfernen. Spargeln und Mais halbieren. Limette in dicke, Ingwer in feine Scheiben schneiden. Zitronengras quetschen. Chili längs halbieren und entkernen. Lammfleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Fleisch, Spargeln und restliche Zutaten auf das heisse Blech legen. Alles mit Limettenöl beträufeln. In der Ofenmitte 15–20 Minuten braten. Dabei Fleisch und Spargeln einmal wenden. 3. Zum Servieren das Zitronengras entfernen. Gemüse auf Tellern anrichten. Fleisch tranchieren und darauf anrichten. Mit Korianderblättchen bestreuen und mit dem entstandenen Bratsaf t begiessen. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 20 Minuten braten Pro Person ca. 48 g Eiweiss, 16 g Fett, 22 g Kohlenhydrate, 1800 kJ/450 kcal


Menschen MM12

Darauf freuen wir uns Sommerzeit! Am 27. März werden

die Uhren um eine Stunde vorge­ stellt: Die Sommerzeit beginnt und somit das Hoffen auf mehr Sonne, Grillieren, Festivals, Tage draussen. Ostern! Ebenfalls am 27. März

ist es wieder Zeit für den ausgie­ bigen Brunch mit der Familie und Freunden (Seiten 10, 14, 16 und 65).

Unnützes Wissen

Mode macht Menschen Mein Bild der Woche «Es regnet, es ist kalt, Hygiene ist inexistent. Dieses Bild wurde

Bild: Iker Pastor/Anadolu Agency/Getty Images, Salvatore Vinci, Fotolia

und Regisseurin von erfolgreichen Filmen wie «Die Herbstzeitlosen», «Tannöd» und «Lovely Louise».

Leseprobe

Entschuldigen Sie, was lesen Sie gerade? Vlad Venhrzhanovskij (29), Buchhalter aus

London (Ontario), Kanada

a) «Der Alchimist» von Paulo Coelho b) «Siddhartha» von Hermann Hesse c) «Der Pfad des friedvollen Kriegers» von Dan Millman

Antwort a): Der Roman handelt von einer Reise. Das passt: Auch ich bin ständig unterwegs.

Bettina Oberli (42) ist Autorin

letzte Woche im Flüchtlingslager im griechischen Dorf Idomeni aufgenommen. Eine Frau hält ein Neugeborenes über eine Pfütze, der Mann wäscht es mit Trink­ wasser. Im Zelteingang stehen die Geschwister, freuen sich. Die Erwachsenen wirken ruhig und berührt, trotz der katastrophalen Umstände im Lager. Eine Geburt ist immer überwältigend, macht demütig und dankbar. Ich denke an die Erschöpfung und Liebe und Sorgen, die die Mutter empfinden muss. Und ich denke, wie zufällig es doch ist, wo und wann man geboren wird, und dass wir nichts dafür können, dass wir genau dieses Leben führen und nicht ein anderes.»

Chanel­Chef­ designer und Mo­ dezar Karl Lager­ feld hat weder Abitur noch eine Lehre gemacht. Die französische Armee trug 1915 als Erste Camou­ flage­Uniformen. Das Supermodel Karolína Kur­ ková hat keinen sichtbaren Bauchnabel. Mexikaner tragen nur im Ausland Sombreros. Auf dem Wiener Opernball tragen

die Männer weisse Fliegen zum Frack, damit man sie von den Kellnern un­ terscheiden kann. Quelle: Neon/Stern


8 | MM12, 21.3.2016 | MIENSCHEN

Vertrauen Sie E-VotingResultaten?

www.migmag.ch/ umfrage

Diese Woche

Der lange Weg zur Online-Demokratie Schweizer Premiere in Basel-Stadt: Zum ersten Mal können Menschen mit einer Behinderung elektronisch abstimmen. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt zur elektronischen Demokratie. Doch die Umstellung ist ein langwieriger Prozess.

Umfrage

Text: Anne-Sophie Keller

Letzte Woche fragten wir:

Braucht es Alternativen zur klassischen Ehe? 52% Ja, das Familien­

recht ist veraltet. Die Gesellschaft verlangt moderne Modelle. 42% Nein, die Ehe zwischen Mann und Frau muss geschützt werden. 6% Ich weiss nicht/ Ist mir egal.

E-Voting in Zahlen

500

1975

untersuchte der US­Amerikaner Roy Saltman weltweit zum ersten Mal elektro­ nische Wahlsysteme.

2000

begann das Projekt zum Ausbau der elektro­ nischen Stimmabgabe in der Schweiz. Quellen: www.admin.ch, csrc.nist.gov

In verschiedenen Kantonen wurde das elektronische Abstimmen schon ausprobiert – wie hier im Kanton Zürich.

D

emokratie 2.0: Ersmals dürfen am 5. Juni in Basel-Stadt nicht nur Auslandschweizer, sondern auch im Kanton wohnhafte Menschen mit einer Behinderung elektronisch abstimmen. Der Bundesrat hat ein entsprechendes Gesuch des Kantons bewilligt. Der Steuerungsausschuss des Projekts E-Voting geht davon aus, dass etwa 500 Personen elektronisch abstimmen werden. Es ist schweizweit das erste Mal, dass Stimmberechtigte, die aufgrund ihrer Behinderung bislang nicht

autonom abstimmen und wählen können, am Urnengang elektronisch teilnehmen können. Im Jahr 2000 begannen die ersten Vorarbeiten, seither gab es in diversen Kantonen Pilot­ projekte und Testläufe, etwa in Zürich, Neuenburg und Genf. E-Voting ermöglicht laut Bundesrat eine erleichterte Teilnahme an Abstimmungen und Wahlen, neue Teilnahmeformen an der Demokratie und eine potenzielle Steigerung der Stimmbeteiligung. Am 5. Juni werden zudem Teile der Bevölkerung der Kantone Genf

und Neuenburg elektronisch wählen können sowie stimmberechtigte Auslandschweizer, die in den Kantonen Basel-Stadt, Genf, Luzern, Bern und Neuenburg registriert sind. Nach längerem Experimentieren mit verschiedenen Systemen haben sich in den Kantonen zwei durchgesetzt: das Genfer System und das der Post. Ein weiterer Grund für die Schwierigkeiten bei der Einführung sind die hohen Sicherheitsanforderungen. Es gelte der Grundsatz «Sicherheit vor Tempo», heisst es beim Bund. MM

Bilder: Alessandro Della Bella/Keystone, zVg

Menschen mit Behin­ derung werden das Angebot, am 5. Juni elek­ tronisch abzustimmen, laut dem Steuerungs­ ausschuss des Projekts E­Voting nutzen.


MENSCHEN | MM12, 21.3.2016 | 9

Strassenumfrage

Barbara Schüpbach-Guggenbühl

«Mit E-Voting hat sich die Stimmbeteiligung der Auslandschweizer erhöht» Barbara Schüpbach-Guggenbühl, schon seit 16 Jahren arbeitet die Schweiz am E-Voting. Warum dauert das so lange? Beim Einsatz von E-Voting gibt es strenge Sicherheitsvorgaben. Ein System, das diese vollständig erfüllt, gibt es noch nicht. Wo liegt das Problem? Damit alle elektronisch abstimmen dürfen, braucht es eine vollständige Verifizierung aller Stimmen. Man muss überprüfen können, ob die Stimme eingegangen ist und mitgezählt wurde. Das ist bis jetzt nicht möglich. Derzeit können die Stimmen lediglich mithilfe eines Codes individuell verifiziert werden. Unter diesen Bedingungen erlaubt der Bund E-Voting nur für 30 Prozent der jeweiligen kantonalen Stimmberechtigten. Am 5. Juni können behinderte Menschen in Basel-Stadt elektronisch abstimmen. Warum nur sie? Schon das Ausfüllen und die Abgabe des Zettels ist für sie oft nicht ohne fremde Hilfe möglich. Sie profitieren also besonders. Zudem ist es eine Gruppe, die weniger als 30 Prozent des kantonalen Elektorats ausmacht. Wie funktioniert das genau? Sie müssen sich registrieren, dann erhalten sie sämtliche Abstimmungsunterlagen und einen Code. Mit diesem können sie sich online einloggen und abstimmen. Mit einem weiteren Code können sie zudem überprüfen, ob ihre Stimme korrekt eingegangen ist. Verlangen Sie einen Beleg der Behinderung? Es gibt zwei Voraussetzungen: Sie müssen entweder den Bezug einer IV-Rente belegen oder ein ärztliches Attest vorweisen, dass sie nicht ohne Hilfe zur Urne oder zum Briefkasten gehen können. Im März 2015 gab es bei der Auszählung der Auslandschwei-

zer-Stimmen via E-Voting eine Panne. Kann man ausschliessen, dass diese Daten missbraucht werden? Missbrauch kann bei keinem Stimmkanal ganz ausgeschlossen werden. Aber systematischer Missbrauch muss ausgeschlossen werden. Genau deshalb sind die Sicherheitsanforderungen so hoch und die Teilnahmemöglichkeiten noch begrenzt. Auslandschweizer haben bei der Einführung Vorrang. Warum? Sie sind eine zahlenmässig begrenzte Gruppe. Zudem treffen viele per Post aus dem Ausland geschickte Stimmzettel zu spät in den Abstimmungslokalen ein. E-Voting bedeutet hier also eine wesentliche Erleichterung. Die Stimmbeteiligung hat sich als Folge bei Auslandschweizern erhöht. Könnte E-Voting mehr Jugendliche zum Abstimmen bewegen? Dies lässt sich nicht belegen. Unser Anliegen ist es, die Stimmabgabe den heutigen Gewohnheiten anzupassen. Wenn unsere Stimmbürger häufig online sind, sollen sie auch über diesen Kanal die Stimme abgeben können. Wann kann die gesamte Schweizer Stimmbevölkerung elektronisch abstimmen? Wenn bei den nächsten Nationalratswahlen alle 20 Kantone, die E-Voting rechtlich zulassen, die elektronische Wahl für Teile der Wählerschaft ermöglichen, ist viel erreicht. In Basel-Stadt sollen bis 2019 schrittweise alle Inlandschweizer elektronisch abstimmen können. Könnte E-Voting künftig den Urnengang und briefliches Abstimmen komplett ersetzen? Etwa vier von fünf Schweizern stimmen schon jetzt brieflich ab. Aber gerade die Durchsetzungsinitiative hat gezeigt, dass viele noch in letzter Minute an die Urne gehen. Zudem sind nicht alle Menschen technisch vernetzt oder versiert. E-Voting sollte einfach eine weitere Abstimmungsmöglichkeit sein. MM

Würden Sie elektronisch abstimmen?

Barbara SchüpbachGuggenbühl (52)

ist Präsidentin der Staatsschreiberkonferenz und Mitglied des Steuerungsausschusses E-Voting auf Bundesebene.

Pascal Schmid (42), Lichtinspizient, St. Gallen: «Ja. Heutzutage ist

sicheres elektronisches Abstimmen technisch machbar. Das funktioniert ja bei den Steuern und beim E-Banking auch schon einwandfrei.»

Vanja Burri (26), Designstudentin, Freiburg: «Ich stimme gern brieflich

ab. Ich mag die Haptik des Papiers. Da viele ein Handy herumtragen, würden elektronisch jedoch wohl mehr Leute abstimmen.»

Walter Fürst (62), Taxifahrer, Zürich Wiedikon: «Ich habe zu

Hause keinen Computer. Von daher käme elektronisches Abstimmen für mich gar nicht infrage. Ich denke, das geht vielen in der Schweiz so.»


Chüngeli­ Rezepte: Dubachs Favoriten

10 | MM12, 21.3.2016 | MENSCHEN

www.migmag.ch/ dubach

Manuel Dubach

Der Pfarrer mit den Tablarkühen

Der Burgdorfer Pfarrer Manuel Dubach hält in seinem Garten Kaninchen. Das hat drei Vorteile: Er hat immer ein gutes Gesprächsthema, feines Fleisch auf dem Teller – und er weiss nun auch, was es mit dem Osterhasen auf sich hat. Text: Peter Aeschlimann

M

it 23 hat Manuel Dubach ange­ fangen, sein Leben aufzuschrei­ ben. Jeden Morgen füttert er den Computer mit den Fakten vom Vortag. Das Ritual dauert zehn Minu­ ten, eine Kaffeetasse lang. Inzwischen ist Dubach 43, Pfarrer in Burgdorf BE und auf Seite 2140 angelangt. Jeder Eintrag schlägt eine Brücke in die Vergangenheit. Oft reiche ein Stichwort, sagt er, um sich Jahre später an ein ganz bestimmtes Gefühl zu erinnern. Zum Beispiel an jenes vom 8. April 2011, einem Freitag. «No 1 geschlachtet», steht da. An diesem Tag tötete Dubach zum ersten Mal bewusst ein Lebewesen. Wie das geht, hatte ihm zuvor ein Sumiswalder Sing­ studentenfreund erklärt. Dubach hielt also den dünnen Lauf der 6­Millimeter­Pistole an den Hinterkopf des Chüngels und drück­ te ab. Danach zog er ihm das Fell über die Ohren, entnahm Herz, Leber und Nieren, verfütterte die Lunge an die Katze und befestigte das tote Tier zum Abhängen an einen Balken im Keller des Pfarrhauses. «Ein intensives Gefühl, weder gut noch schlecht», sagt Dubach heute, da No 51 in der Tiefkühltruhe liegt. Und nein, das Töten bereite ihm noch immer keine Freude. Obwohl er mittlerweile eine gewisse Rou­ tine darin habe, gehe es ihm jedes Mal nahe. Wann das letzte Stündchen von No 52, 53 und 54 schlagen wird, steht noch nicht fest. Die drei Kaninchen hoppeln vergnügt durch die mit Stroh ausgelegte Lustlaube im Garten vor dem Pfarrhaus. Ihre Mutter, die

Bilder: Beat Schweizer

Emma, bereitet derweil im kleinen Holz­ häuschen den Schlafplatz vor. Sie und Vater Mäxu sind seit dreieinhalb Jahren ein einge­ spieltes Team und produzieren zuverlässig Nachwuchs. Darum haben sie auch als ein­ zige Chüngel im Stall richtige Namen. «Zum Schmusen habe ich die Katze», sagt Dubach. Zu den Kaninchen pflege er eine pragmatische Beziehung: «Ich will, dass die Tiere ein gutes Leben haben.» Ein Chüngel, der rumspringen dürfe und sich natürlich ernähre, liefere auch besseres Fleisch. Und genau darum geht es ihm: Er will bei seinen beiden Kindern das Bewusstsein schärfen, dass das Fleisch nicht perfekt por­ tioniert und in Folie verpackt auf die Welt kommt. «Man löscht ein Leben aus, damit man was zu essen hat.» Der Aufwand, den Dubach dafür betreibt, ist gross. Zweimal am Tag füttert er die Tie­ re, mistet das Gehege aus, schaut, dass der Dachs fernbleibt. Würde er sich dafür einen kleinen Lohn auszahlen, das hat er einmal ausgerechnet, kostete ihn ein zerlegter Chüngel rund 500 Franken. «Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Auch ökologisch betrachtet ist es ein Unsinn, Fleisch zu essen», sagt Dubach, «aber es ist halt einfach verdammt fein.» Chüngelhalter ist er zufällig geworden. Nach dem Studium in Bern, das er mit einer Dissertation über Trunkenheit im Alten Tes­ tament abgeschlossen hatte, bewarb er sich auf die freie Stelle als Pfarrer in Burgdorf – und hatte Erfolg. Er zog mit Frau Annette

ins Pfarrhaus neben der Kirche auf einem der zwei markanten Hügel der Gemeinde, das mit einem prächtigen Garten ausgestat­ tet war. Da aber beide Dubachs nicht mit einem grünen Daumen gesegnet waren, ent­ schied man sich kurzerhand für Kaninchen. Unverhofft haben die Chüngel dem Jung­ pfarrer das Ankommen in der Emmentaler Gemeinde erleichtert. Am Anfang gab es kri­ tische Stimmen: «Ein weltfremder Doktor, kann das gutgehen?» Bei Trauergesprächen, wenn etwa vom verstorbenen Grossvater die Rede war, der zeitlebens Selbstversorger war, half ihm das neue Hobby. Fragten die Leute: «Wissen Sie überhaupt, was Tablar­ kühe sind, Herr Pfarrer?», antwortete Dub­ ach: «Klar, Chüngle, ich halte selber welche im Garten.» Über die Kaninchen konnte man zuweilen einfacher reden als über den Glauben und Gott – das Eis war gebrochen. Oft beten allein reicht nicht

«Es erdet mich», sagt Dubach. In seinem Beruf sei er sensibel, verständnisvoll, müsse viel schreiben. Es gebe aber auch eine unge­ hobelte Seite in ihm, das Raue. «Manchmal tut es gut, Chüngelikot in die Hand zu neh­ men. Andere gehen joggen.» Er sei ein Kopfmensch, sagt Dubach. Und doch glaube er an Gott. Nicht an eine perso­ nifizierte Gottheit, die alles für einen richte, wenn man in Schwierigkeiten stecke und bloss oft genug bete. «Ich glaube aber daran, dass wir nie völlig verloren sein können.» Das seien die Spielregeln. Deshalb könne er


MENSCHEN | MM12, 21.3.2016 | 11

«Manchmal tut es gut, Chüngelikot in die Hand zu nehmen. Andere gehen joggen»: Manuel Dubach


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seinen Beruf ausüben. Mit einer fundamentalistischen Auslegung der Bibel kann Dubach nichts anfangen. «Zu sagen, etwas ist so und nicht anders, wäre mir zu langweilig.» Ihn reizt die tägliche Auseinandersetzung mit Gott. «Es ist wie bei der Musik: Es gibt Lieder, die hört man einmal und findet sie toll. Nach dem fünften Mal aber tönen sie bereits langweilig.» Die Theologie hingegen sei wie ein sperriges Album, an dem man sich abarbeiten müsse, ehe sich die Schönheit offenbare. Doch was hat der Chüngelistall mit der Kirche zu tun? Nichts, sagt Manuel Dubach. Und doch gebe es da eine Geschichte: Als er beim Misten einmal Bock Mäxus Stalltür kurz offenliess, verging keine halbe Minute, und Emma war abermals schwanger. Das bescherte der Familie nicht nur einen Braten. Pfarrer Dubach glaubte nun auch zu verstehen, was es mit dem Osterhasen auf sich hat, weshalb gerade dieses Tier am wichtigsten Feiertag der Christen einen so prominenten Auftritt hat. In der Bibel steht darüber nämlich fast nichts. Das Alte Testament verbietet lediglich den Verzehr. Und in einer alten Version von Hieronymus, worin dieser Klippschliefer, ein murmeltierartiges Wesen, fälschlicherweise mit Hase übersetzt, kommt das Langohr vor. Das sei aber nicht der Grund, weshalb unser Brauchtum den Osterhasen kenne, sagt Dubach. Vielmehr symbolisiere das Tier die Fruchtbarkeit, die im Frühling gefeiert wird. «Es ist das pure Leben, das sich hier den Weg bahnt. Und nichts kann es aufhalten.» MM

«Theologie ist wie sperrige Musik, an der man sich abarbeiten muss.»

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Ostern

Wie der Hase läuft Warum feiern wir Ostern? Lebt der Osterhase auf den Osterinseln? Und weshalb bewerfen sich die einen mit Eiern, während andere sie bemalen? Was Sie über das Frühlingsfest wissen müssen. Für Christen ist Ostern der höchste Feiertag. In der Bibel sucht man den Begriff aber vergebens. Ver­ mutlich stammt er aus dem Heid­ nischen: Die germanische Göttin der Fruchtbarkeit hiess Ostara. Das passt zum Frühlingsfest. Zur zeitlichen Orientierung: Am Palmsonntag endet das 40­tägige Fasten, die Karwoche beginnt. Am Gründonnerstag feiern die Chris­ ten das letzte Abendmahl, am Kar­ freitag die Kreuzigung, am Oster­ sonntag die Auferstehung Christi. Dann spricht der Papst in Rom den Segen: Urbi et orbi («der Stadt und dem Erdkreis»). Als Zugabe gibts den Ostermontag. Was der Osterhase mit all dem zu tun hat, ist nicht geklärt. Ist er nur ein schlecht gezeichnetes Oster­ lamm? Ein Mitbringsel der Erdgöttin Holda, deren Zeichen Hase und Ei waren? Oder bot sich der Hase als perfekter Frühlingsbote an? Sicher ist: Lange Ohren haben auf den Osterinseln im Südost­ pazifik nur die Moais, die grossen Steinköpfe. Hasen gibts dort nicht. Ein holländischer Seefahrer ent­ deckte Rapa Nui vor 300 Jahren an einem Ostersonntag. Wie Hasen symbolisieren Eier Fruchtbarkeit. Da deren Verzehr in der Karwoche einst für Christen verboten war, werden diese hart gekocht, bemalt, gelagert – um an Ostern, wenn man sie denn findet, umso herzhafter zuzuschlagen. In Bulgarien versteckt man die Eier nicht, man wirft sie einander an. Und in den USA lädt der Präsi­ dent Kinder zum Eierrollen ins Weisse Haus ein. Etwas ernsthafter gehts in Spa­ nien zu: Bei Osterprozessionen spazieren Büsser in bunten Gewän­ dern barfuss durch die Strassen, be­ gleitet von Marschmusik. In Bayern pfeffern Priester ihre Predigten an Ostern mit witzigen Pointen – daher stammt das Osterlachen. Wem gar nicht nach Kirche zu­ mute ist, freut sich über Osterfilme im TV, lernt bei «Ben Hur», lacht bei Monty Pythons «Life of Brian». Wir wünschen ein schönes Fest!

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Text: Peter Aeschlimann

Illustration: illumueller.ch

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1 Von ihrem Beruf

begeistert: Hauswirtschaftslehrerin Katherine Balsiger. 2 Matusi Patkunarajah schreibt in ihr Heft, wie sie ihr Lieblingskleid waschen muss. 3 Kartoffelschälen braucht etwas Ăœbung, dann geht es immer schneller.


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Hauswirtschaft

Fast Food statt Dreigänger

In Katherine Balsigers Hauswirtschaftsunterricht sind Fertigprodukte kein Tabu. Ihre Schüler sollen lernen, in nützlicher Zeit ein feines Essen auf den Tisch zu zaubern. Text: Claudia Weiss

Bilder: Michael Sieber

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as Wasser blubbert schon in den grossen Pfannen. Geschäftig hantieren die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse Real an den drei Kochinseln in der Schulküche des Schulzentrums Rebacker in Münsingen BE. Sie kochen Teigwaren, schälen Kartoffeln, braten Zwiebeln: Auf dem heutigen Programm für die Hauswirtschaft steht das Menü Älpler Magronen mit Apfelmus und Salat. «Früher kochten wir viel aufwendiger, sogar mit mehreren Gängen», erzählt Hauswirtschaftslehrerin Katherine Balsiger (40). «Heute geht es darum, dass die Jugendlichen sehen, wie sie in kurzer Zeit ein Menü zubereiten können – mit oder ohne Fertig- und Halbfertigprodukte.» Balsiger hat alles exakt durchgeplant

Acht junge Frauen und Männer eilen in dieser Schulküche hin und her, die andere Halbklasse kocht in der Küche im oberen

Stock ein anderes Menü. Am Anfang der Stunde hat Balsiger die Aufgaben verteilt, sie hat alles exakt durchgeplant: Wer nicht gerade rüstet, schnetzelt oder kocht, arbeitet an den heutigen Lernaufgaben rund um Wäschepflege. «Woher kommt dein Lieblingskleidungsstück, und was kannst du zur Produktionsart sagen?», lautet eine Aufgabe. Oder: «Dein Lieblingskleid riecht nach Küche, es ist aber nicht schmutzig. Was machst du damit?» Konzentriert senken sich Köpfe über das Hauswirtschaftsbuch, ein Schüler studiert das Etikett seines Lieblingspullis, eine Schülerin schlägt Antworten nach und schreibt sie ins Hauswirtschaftsheft. Lehrerin Balsiger nickt aufmunternd und zeigt ihr im Buch eine Seite mit Informationen zu «Baumwolle – weisses Gold mit Schattenseiten». Die Kochgruppen in der anderen Raumhälfte sind derweil voll beschäftigt: Eine Zweiergruppe kümmert sich um das


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1 Wenn man nicht

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mehr weiter weiss, hilft das Lehrbuch «Hauswärts» weiter. 2 Hauswirtschaftslehrerin Katherine Balsiger verteilt Ämtli.

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3 Timon Zaugg

schält Äpfel. 4 Katherine Balsiger erklärt Erit Ramadani, wie gross Kartoffelstücke sein dürfen.

Getränk, einen Schwarztee-SirupMix, eine Gruppe ist für das Apfelmus zuständig, zwei andere Zweierteams werden je eine Dreierportion des Menüs kochen. Melanie Oppliger hat sich heute zum Teekochen gemeldet. So können andere Kochen üben, denn die 16-Jährige kocht und wäscht sowieso oft zu Hause für ihre Familie. «Im Hauswirtschaftsunterricht lerne ich viel für mein späteres Leben», sagt sie und stellt Zucker und Teebeutel bereit. «Vor allem ist es ein super Gefühl, zusammen etwas Feines zu kochen.» Sie bespricht kurz mit ihrer Teamkollegin Shenthuri Kanapathipillai (14), ob zuerst die Teebeutel oder das Wasser in die Kanne gehören, und hängt dann die Beutel hinein. Vorsichtig giesst Shenthuri das heisse Wasser drüber und rührt den Tee. «Hauswirtschaft ist eins meiner Lieblingsfächer», sagt auch sie zufrieden. Bei ihr zu Hause kochen meist die älteren Schwestern, und sie

ist begeistert, neben der tamilischen Küche jetzt in der Schule auch die schweizerische Kochart kennenzulernen. An der Kochinsel nebenan steht Timon Zaugg (15) und rüstet Äpfel, zuerst zögerlich, dann immer flinker. Apfel um Apfel – die dreifache Rezeptmenge – schneidet er in Würfel. «Da brauchst du aber nicht die dreifache Wassermenge», sagt Lehrerin Balsiger im Vorbeigehen. «Sonst bekommst du Apfelsuppe.» Sie hat ihre Augen überall, ergänzt hier etwas, hilft dort kurz, «aber möglichst wenig, denn die Jugendlichen sollen selbständig arbeiten lernen». Timon nickt, schüttet seine Apfelstücke in die Pfanne und giesst eine Portion Wasser dazu. «Ich liebe Apfelmus und wollte wissen, wie ich das kochen kann», erklärt er. Hauswirtschaft sei ein ausgesprochen nützliches Fach, findet er, und blickt kurz zum Wäschekorb in der anderen Raumhälfte hinüber. «Auch Wäsche-

pflege finde ich interessant, dieses Wissen hilft mir später, wenn ich mal allein wohne.» Unter Zeitdruck lernen sie planen

Sein Kollege Erit Ramadani (14) gerät derweil an der hintersten Kochinsel ein wenig ins Schwitzen. Die Zeit drängt, Lehrerin Katherine Balsiger mahnt alle, zügig zu arbeiten: Das Menü soll zeitig fertig sein, damit es nach dem Essen für die Aufräumarbeiten reicht. Sie sieht Erits Kartoffelhäufchen und rät ihm, die Würfel gleichmässig zu schneiden: «Sonst werden nicht alle gleichzeitig weich.» Angestrengt schnippelt der Schüler weiter. Er würde lieber rührbraten, sagt er: «Das mache ich am liebsten, da hat man schnell etwas davon.» Seine Kochpartnerin Matusi Patkunarajah (14) wäscht schon die ersten Schneidbretter wieder ab. Sie findet ein wenig Zeitdruck ganz gut: «So lernen wir planen und die Zeit berechnen.»


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Einst und jetzt

Ein Fach im Wandel der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts nannten die zuständigen

Das Fach Hauswirtschaft hat sich in den letzten 50 Jahren stark verändert

und wurde laufend aus­ gebaut. Heute ist Konsum­ bildung genauso wichtig wie der klassische Koch­ unterricht.

wichtige Grundlage für den Unterricht und mittlerweile über zwei Millionen Mal verkauft. Heute sieht das Kochbuch ganz anders aus als der Erstabdruck: Die Vorratshaltung spielt eine geringere Rolle als noch vor 30 Jahren. Kurzes Garen und Dämpfen ist heute wichtiger als fett­ reiches Braten. Die erste Ausgabe von «Tiptopf» erschien 1986 im Schweizerischen Schulverlag. Das Buch hat 400 Seiten.

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Ein wichtiger Schritt war, dass Hauswirtschafts­

unterricht auch für Buben obligatorisch wurde. Allerdings noch nicht lange flächendeckend: Noch

Bild: Keystone

Waschen, bleichen, stärken: Schülerinnen einer Hauswirtschaftsschule im Jahr 1911.

Behörden als Grund, den obligatorischen Haus­ wirtschaftsunterricht ein­ zuführen: Die Mädchen können nicht mehr kochen. Damals sah dieser Unter­ richt noch anders aus: Junge Frauen lernten Einfeuern und Entrussen des Ofens, Vorräte ein­ zukochen und zu dörren oder Wäsche zu bleichen und zu stärken. Heutige Wäschepflege sieht anders aus: Jugendliche lernen die Waschmaschinen­ programme kennen und erfahren, wie sich die Kleiderproduktion auf die Umwelt auswirkt.

1986 wurde erstmals das berühmte Lehrmittel «Tiptopf» gedruckt, eine


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Anfang 1990 zeigte eine Umfrage der Erziehungs­ direktorenkonferenz, dass er in einigen Kantonen nur für Mädchen obliga­ torisch war. Das Fach ist dadurch zum Spiegel der Gesellschaft und der je­ weiligen Rollenbilder geworden. Vor einigen Jah­ ren wurde Hauswirtschaft zum Promotionsfach und damit offiziell zum gleich­ wertigen Schulfach. Mit dem Lehrplan 21 wird wiederum einiges anders:

Das Fach heisst neu «Wirt­ schaft, Arbeit, Haushalt». Darin werden Punkte wie Ökologie, Ökonomie und Gesundheit explizit

bearbeitet – Themen, die erfahrene Hauswirt­ schaftslehrpersonen schon längst in ihren Unterricht aufgenommen haben. Der Bereich Arbeit etwa lässt sich auch weiterhin mit Praxis verknüpfen, indem man beispielsweise mit Jugendlichen die Arbeitsteilung im Haushalt anschaut oder die ver­ schiedenen Arbeitsarten wie unbezahlte und bezahlte Arbeit. Themen wie Konsum, Wirtschaft, Ernährung, Rollenverteilung klingen theoretisch, haben aber viele Bezüge zum Alltag der Jugend­ lichen und können mitein­ ander verbunden werden.

Lehrerin Katherine Balsiger weist kurz auf einen Pfannendeckel und warnt: «Wenn ihr den drauflasst, kochen die Teigwaren über.» In fast 20 Jahren Hauswirtschaftsunterricht hat sie viel Erfahrung gewonnen. Katherine Balsiger ist auch Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Bern, leitet Weiterbildungskurse und führt als Präsidentin die Fachkom­ mission Hauswirtschaft des Verbands der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH). Sie liebt ihr Fach: «Ich ver mittle kein starres Wissen, sondern zeige Jugendlichen, wie sie mit den Anforderungen ihres Alltags umgehen können.» Zwar arbeitet sie nach dem aktuel­ len Berner Lehrplan, aber sie ver­ sucht mit Blick auf den Lehrplan 21 den Unterricht so zu gestalten, dass ihre Schülerinnen und Schüler von den Themen berührt werden und diese einen Bezug zu ihrem Alltag

haben. Deshalb mussten an diesem Tag alle ihr Lieblingskleidungsstück mitbringen: «Es ist eine starke Moti­ vation, richtig waschen zu lernen, damit das Lieblingsshirt nicht ein­ geht oder sich verfärbt.» Inzwischen herrscht in der Küche Hochbetrieb, alles wird fast gleich­ zeitig fertig und muss zusammen­ geführt werden. Lukirthan Vijayaku­ mar (14) mischt Rahm, Milch und Käse und würzt vorsichtig mit etwas Muskatnuss. «Hauswirtschaft ist mein zweitliebstes Fach nach Mathe­ matik», sagt er und rührt konzent­ riert weiter. «Hier lernen wir etwas Praktisches fürs Leben.» Magdalena arbeitet gern im Team

Magdalena Colaj (14) rührt in der Pfanne auf der anderen Kochinsel, gleichzeitig greift sie nach dem Salz und achtet auf die zweite Pfanne. Sie sucht sich gern die aufwendigsten

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Ute Bender (55), Professorin für Hauswirtschaft an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz Ute Bender

«Lernen fürs Leben» Ute Bender, heute gibt es überall Tiefkühl­ lasagne und Fertigsalat: Braucht es überhaupt noch Hauswirtschafts­ unterricht? Ja, erst recht! Bei dem heutigen Riesenangebot müssen Jugendliche täg­ lich unzählige Entschei­ de treffen: Selber kochen oder Fertigmahlzeit? Bio oder nicht? Kaufen sie eine Tiefkühllasagne, müssen sie entscheiden, ob sie diese mit Gemüse ergänzen. Oder ob sie nach einem Döner zum Mittagessen abends vielleicht doch noch einen Salat essen. Die Kompetenz für solche Entscheidungen müssen sie lernen. Und wenn sie Zeit und Lust haben, selber zu kochen, müssen sie wissen, wie sie eine gesunde Mahlzeit zubereiten können.

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1 Wer möchte

noch Cervelat oder Spiegelei zu den Älpler Magronen? Erit Ramadani, Magdalena Collaj und Melanie Oppliger am Kochen und Braten. 2 Shenthuri und Timon lassen es sich schmecken.

Arbeiten aus, damit sie stets beschäf­ tigt ist. Sie strahlt und schliesst sich Mitschülerin Melanie an: «Ich liebe es, im Team mit meinen Klassenkol­ legen etwas Feines fertigzustellen.» Die nächsten Themen liegen schon bereit, die Klasse wird unter anderem lernen, wo überall Zucker verborgen ist. Und nach den Frühlingsferien steht Einkaufen auf dem Programm, samt Budgetplanung: Das den Grup­ pen zugeteilte Geld muss für dreimal einkaufen reichen. Wirtschaften ist auch ein Teil des Hauswirtschafts­ unterrichts. «Solches Wissen hilft ihnen später eins zu eins im Alltag», sagt die Hauswirtschaftslehrerin. Gekocht, gegessen, zuletzt aufräumen

Das Essen ist fertig, die Teller sind ge­ füllt. Für einen Moment wird es ruhig

am langen, sorgfältig gedeckten Tisch. Alle wirken stolz: Das Menü haben sie zusammen fertiggebracht. «So, wir haben tipptopp gekocht und tipptopp gegessen», schliesst Katherine Balsi­ ger nach einer Weile. «Jetzt kommt das, was ihr nicht so gern macht, das Aufräumen.» Kurzes Grinsen, Schulterzucken, Stühlerücken. Routiniert räumen alle ihr Geschirr ab und binden sich die Schürzen um. Blitzschnell landen die Teller in der Maschine, die Pfannen und Schüsseln in der Spüle, und das Reinigen lernen die Jugendlichen fast von selber, indem sie am Ende die Kochinseln polieren und den Boden wischen. Fast wie ein elegantes Küchenballett sieht das aus. Und schon ist die Küche blitzblank sauber, bereit für die nächste Klasse. MM

Kann man sie für das Fach noch motivieren? Ja, die meisten Jugend­ lichen machen interes­ siert mit, wenn man an ihrem Alltag anknüpft. Mit dem Zubereiten von Gerichten lassen sich viele theoretische The­ men lebendig behandeln: Angebot und Nachfrage, lokal und global, Preis­ gestaltung und Einkaufs­ planung. Auch in Fragen wie «neues Smartphone, ja oder nein?» lassen sich viele Themen rund um Konsum und Ökologie verpacken. Damit kann man die Jugendlichen gut abholen.

Was ist das Wichtigste, was die Jugendlichen heute wissen müssen? Sie benötigen Unterstüt­ zung, damit sie sich in der riesigen Flut von Konsumangeboten und Ernährungsinforma­ tionen, darunter auch viele Fehlinformationen, orientieren können. Und sie müssen Trends wie vegane Ernährung für sich einordnen können: «Was steckt dahinter, interessiert mich das?» Sie klingen jedenfalls begeistert. Ja, ich finde es ungeheuer interessant, dass sich das Fach stetig verändert: Ab den 1980er/90er­Jahren wurde der Hauswirt­ schaftsunterricht auch für Buben obligatorisch. Diese Vielseitigkeit ist für Hauswirtschafts­ lehrerinnen und ­lehrer eine Herausforderung, aber auch ein enormes Potenzial: Sie können den Jugendlichen wich­ tiges Lebenswissen und Können weitergeben und sie auf den Alltag vor­ bereiten. Viele befürchten, das gehe mit dem Lehrplan 21 verloren. Auch mit dem Lehrplan 21 behalten Lehrperso­ nen pädagogischen Freiraum und können die dort genannten Kompe­ tenzen gewichten und miteinander verbinden. Wir sehen den Prozess als Chance und holen das Beste heraus. MM


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Alleinerziehende

Der ewige Krampf um Geld und Zeit

Für Einelternfamilien ist der Alltag ein einziges Planen und Improvisieren. Zwei Frauen erzählen, wie sie ihr atemloses Leben ohne Partnerhilfe meistern. Text: Laila Schläfli

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Bilder: Herbert Zimmermann

äsche waschen und kochen. Hausaufgaben kontrollieren. Mia* (11) daran erinnern, die Meerschweinchen zu füttern. Danach essen, Cello üben, Zeit zu­ sammen verbringen … Das alles muss Platz haben in knapp zwei Stunden. «Es ist schon ein Gehetz», sagt die alleinerziehende Mutter Nina T.* (50). «Aber diese Stunden sind wich­ tig, um zu merken, dass man zusam­ men wohnt.» Bevor Tochter Mia um 20.15 Uhr ins Bett geht, erzählt sie ihr eine Geschichte. Bald darauf legt sich auch Nina T. schlafen. Manchmal liest sie – doch mehr als drei Bücher pro Jahr schafft sie nicht. Abends ist sie meistens nur noch müde. Nina T. ist seit der Geburt ihrer Tochter alleinerziehend. Daneben arbeitet sie 80 bis 100 Prozent an mehreren Orten. Ihre Pensen vari­

ieren von Quartal zu Quartal; das erschwert die Planung. An manchen Tagen muss sie um 7.10 Uhr aus dem Haus, ihre Tochter zwei Stunden später. Da der Hort erst um 7 Uhr öff­ net, sprang morgens regelmässig eine Studentin ein. Heute, da Mia genug selbständig ist, probieren sie etwas Neues aus: Geht Nina T. um 7.10 Uhr aus dem Haus, muss Mia angezogen am Tisch sitzen. Dann hat sie eine Stunde, um zu frühstücken, die Haare zu bürsten, die Zähne zu putzen und aus dem Haus zu gehen. Erholung findet auf dem Heimweg statt

Den Alltag plant Nina T. in einer Excel­ datei, Quartal für Quartal. «Vom Auf­ stehen am Morgen bis zum Abend­ essen muss ich Mias und meine Wege genau kennen. Und dann mit allen in­ volvierten Personen abgleichen.» Fix eingeplant sind: der Hort, die Studen­


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Müssen das Familienleben akribisch genau planen: Nina T. und Tochter Mia.

tin für die Randstunden vor und nach den Hortöffnungszeiten, die Grossel­ tern ab und zu in den Ferien. Erst seit zwei Jahren verbringt Mia eine Nacht pro Woche bei ihrem Vater. Nina T. hat einen Abend für sich – das hat sie zehn Jahre lang nie ge­ habt. «Zu Beginn wusste ich nicht, was ich mit mir anstellen sollte. Frei­ zeit? Kenne ich nicht. Seit Mias Geburt weiss ich nicht, was im Kino läuft. Es dauerte einige Wochen, bis ich auf die Idee kam, mich mit Freun­ dinnen zu treffen.» Soziale Kontakte hatte sie auf Eis gelegt. Langsam reaktiviert sie diese wieder. Ungeplantes führt zu Riesenstress

Hat Nina T. Sitzungen abends, für vie­ le Chefs normal, verursacht das Kos­ ten. «Nein sagen kann man fast nicht, man ist schnell ersetzbar.» Sie lebt mit einer Dauerangst, einen der bei­ den grösseren Jobs zu verlieren, die Hälfte ihres Einkommens wäre weg. Auch darum will Nina T. anonym bleiben, zum Schutz ihrer Privat­ sphäre. Alimente kriegt sie keine vom Kindsvater, es gibt eine mündliche Abmachung – dem Frieden zuliebe. Er könnte sowieso nicht bezahlen. Im strengen 100­Prozent­Quartal muss sie früh raus und kommt erst zwischen 18 Uhr und 22 Uhr nach Hause. Dann springt jeweils die Stu­ dentin ein. Freunde boten an, etwas mit Mia zu unternehmen. «Aber die­ ses Bedürfnis habe ich gar nicht», sagt Nina T. «Die finanzielle Belastung wiegt viel schwerer, zusammen mit dem Gefühl, zu wenig Zeit für meine Tochter zu haben. Oft habe ich Heim­ weh nach ihr oder ein schlechtes Gewissen, wenn sie Prüfungen voller Flüchtigkeitsfehler heimbringt, weil sie übermüdet ist. Denn daran sind meine Arbeitszeiten mitschuldig.» Der Druck ist sowieso schon gross genug, kommt etwas dazu wie etwa eine Krankheit, ist Nina T. oft ver­ zweifelt. «Ich mag jetzt nicht mehr, warum hilft mir niemand?», rutschte es ihr einmal beim Putzen heraus. Heute sagt sie: «Es geht nicht bis an die Grenze, es geht darüber hinaus.» «Jonglieren zwischen Zeit und Geld – das ist das Thema», bestätigt Danielle Estermann, Geschäftsführe­

rin des Schweizerischen Verbands alleinerziehender Mütter und Väter (SVAMV). «Oft sind Zeitressourcen knapp. Und wenn nicht, dann sind die Geldressourcen knapp.» Alles allein zu managen, kann einen überfordern. «Etwa wenn mehr Arbeit im Job anfällt oder das Kind krank wird und man jemanden morgens um 7 Uhr braucht. Es sind die vielen ungeplanten Details, die das Leben als Alleinerziehende aufwendig machen können.» Bei Isa Erni* (36) ist es ein SBB­ Ausfall, der bereits einen Riesen­ stress verursacht. Auch ihr Alltag erträgt wenig Ausserordentliches. Wenn Sohn Miro* (4) krank ist und sie niemanden findet, der einspringt, bedeutet das Lohnausfall für die selbständig erwerbende Mutter, die auch aus beruflichen Gründen anonym bleiben will. «Aber es ist viel anstrengender, wenn ich krank bin», sagt sie. «Denn ein Kleinkind fordert weiterhin ständig Aufmerksamkeit.» Auch Erni ist seit der Schwanger­ schaft getrennt vom Kindsvater. Geld, Geld, Geld …

Weigert sich ein Vater, sein Kind anzuerkennen, droht die Vater­ schaftsklage. Der Exfreund von Isa Erni lenkte kurz vorher ein. Bei der Kindes­ und Erwachsenenschutz­ behörde handelten sie einen Unter­ haltsvertrag aus, den er nicht unter­ schrieb. Isa Erni musste gerichtlich klagen. Erst vor der Schlichtungs­ behörde kam es zur Einigung. Neun Monate lang bekam Erni kein Geld, danach unregelmässig. Schliesslich beantragte sie Alimen­ tenbevorschussung. Das heisst: Die Inkassostelle des Sozialdienstes zahl­ te ihr einen Teil der Alimente aus. Nebst der Bevorschussung fordert diese Stelle auch via Betreibungsamt den im Unterhaltsvertrag rechtlich festgelegten Betrag ein. Trotz Betreibung konnte die Inkassostelle des Sozialamts aber seit 18 Monaten keinen Franken vom Kindsvater einholen. Und nun läuft die Alimentenbevorschussung im Sommer aus. Grund: Erni verdiene genug mit ihrem 50­Prozent­Pen­ sum. Also erhält sie trotz rechtskräf­


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Kolonialer Charme und urwüchsige Natur, paradiesische Strände und nostalgischer Lifestyle: Es ist schwer, Kubas Reizen zu widerstehen. Zuckerrohrfelder, Bananenplantagen, Lagunen und Korallenriffe und dazu eine Prise feuriger Salsa oder Merengue – einzigartige Erlebnisse.

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Ihr Reiseprogramm Tag 1 Zürich–Havanna/Kuba. Flug nach Havanna. Transfer zu Ihrem Schiff. Übernachtung an Bord. Tag 2 Havanna/Kuba. Entdecken Sie das pulsierende Havanna. Besonders sehenswert ist die Altstadt Havannas, sie gehört zu einer der ältesten spanischen Kolonialsiedlungen und glänzt mit ihren barocken und neoklassischen Monumenten. Am Abend heisst es «Leinen los». Tag 3 Maria la Gorda/Kuba. Unberührte Natur, Palmen, weisse Sandstränden. Aufenthalt 8 bis 15 Uhr.

Badeferien Varadero – 4 Tage/3 Nächte Hotel Meliá Las Americas**** ab Fr. 815.– pro Person Doppelzimmer ab Fr. 950.– pro Person Einzelzimmer inkl. «All Inclusive»

Tag 4 Cienfuegos/Kuba. Bezaubernde Küstenstadt, die «Perle des Südens». 8–15 Uhr. Tag 5 Montego Bay/Jamaika. Christoph Kolumbus im Jahre 1494, die Produktion von Rum und Zucker – das ist Jamaika. 8–20 Uhr. Tag 6 Santiago de Cuba/Kuba. Wunderschöne Plätze, Musiktradition, Revolutionäre. 8–16 Uhr. Jetzt bestellen: Katalog «Kreuzfahrten 2016–2017»!

Tag 7 An Bord. Tag 8 Havanna. Transfer Flughafen inkl. Stadttour Havanna. Rückflug oder Badeferien Varadero. Tag T 9 Ankunft in Zürich

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Meer zurück auf dem kungen Die Infinity ist grandiose Entdec Auf kleinem Schiff machen Legende Die Lady, die Mary kennenlernen Mal kurz die Queen sticht in See Die Koningsdam miterleben Taufzeremonie Die königliche

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MENSCHEN | MM12, 21.3.2016 | 31

tigem Urteil weder Alimente, noch staatliche Unterstützung. «Die Alimentenbevorschussung war eine grosse Hilfe», sagt Isa Erni. «Aber der Gang aufs Sozialamt war schwer. Ich war noch nie in meinem Leben dort. Das sind alles Situationen, die man akzeptieren muss.» Miro hat seinen Vater noch nie gesehen. «Dass er sich nicht für sein Kind interessiert, tut am meisten weh.» Nachvollziehen kann Isa Erni das nicht. Dafür hat Miro andere wichtige Bezugs­ personen, die sonst nie einen so grossen Stellenwert in seinem Leben erhalten hätten: sein Kindermädchen, die Grosseltern, oder der Götti, der jeweils einen Wochentag da ist. «Es ist kein Desaster, wenn ein Elternteil fehlt», sagt Sabine Brunner, Psychologin und Psy­

chotherapeutin am Marie Meier­ hofer Institut für das Kind in Zürich, wo sie Beratungen für Kinder und Eltern in Trennung durchführt. «Man muss sich ein­ fach der ‹Knackpunkte› bewusst sein und darauf achten, dass andere Erwachsene da sind. Es braucht ein ganzes Dorf, um Kinder zu erziehen.» Enge Bindung hat auch Vorteile

Das habe auch Positives, sagt Isa Erni: «Miro lernt so eine Vielfalt kennen, die für ihm bereichernd ist.» Das sieht auch Danielle Es­ termann vom SVAMV so: «Der defizitäre Blick sollte mehr in den Hintergrund rücken und der res­ sourcenorientierte in den Vorder­ grund. Es hat ja auch positive Seiten: Kinder von Alleinerzie­ henden geniessen meistens eine 1:1­Beziehung.» Diese Zweierbe­

ziehung könne zwar auch in eine Negativspirale führen, «aber die­ se Ausschliesslichkeit ist nicht nur negativ», meint die Psycholo­ gin Brunner. «Menschen führen gern Zweierbeziehungen, wir schätzen das darin herrschende Vertrauen und die Nähe. Genau dies stärkt Kinder, die in enger Beziehung zu einem Elternteil leben.» Zudem kann man die übliche Triade von Vater–Mut­ ter–Kind auch mit anderen nahen Personen herstellen: mit einer Tante, einem Onkel, einem neuen Partner oder mit guten Freunden. Das klassische Familienmodell ist aber noch fest verankert: «Viele Kinderbücher sind auf Mami–Papi–Kind ausgelegt», sagt Erni. Eine Herausforderung beim Geschichtenvorlesen, wenn Miro fragt, wo denn Papi sei … Alleinerziehende sind an­

Brennpunkte

Sozialamt, Krippe, Weiterbildung • Wenn das Geld nicht reicht, muss der oder die Alleinerziehende beim Sozialamt vor­ sprechen – nicht der un­ terhaltspflichtige Partner. • Viele Alleinerziehende arbeiten im Billiglohnbereich. Daraus resul­ tieren Mehrfachbelastun­ gen – bei der Kinder­ betreuung, der Arbeit und bei der Weiterbildung. • Wo es am meisten klemmt: Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssten die Krippen die Öffnungs­ zeiten anpassen.

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MENSCHEN | MM12, 21.3.2016 | 33

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greifbarer. Probleme werden gern der Situation zugeschrieben: fehlen­ de Vaterfigur, überforderte Mutter. «Einelternfamilien werden viel mehr stigmatisiert», sagt Danielle Ester­ mann. Es brauche ein Umdenken. Und die Förderung anderer Arbeits­ modelle wie zum Beispiel gleitende Arbeitszeiten oder die Möglichkeit, in Teilzeitpensen Führungsaufgaben zu übernehmen.

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Frau lernt zu entscheiden

Die Situation als Alleinerziehende birgt aber durchaus auch Vorteile im Berufsleben. Als Nina T. in einem Vorstellungsgespräch zu hören bekam, dass selbständiges Entschei­ den wichtig sei für den Job, war ihr sofort klar: «Das ist das einzig Gute am Alleinerziehendsein, das lernt man.» Verglichen mit herkömmlichen Paaren fallen in der Einelternfamilie aufwendige Absprachen und Kon­ sensfindungen weg – auch das schätzt Isa Erni. Oder in ihren Worten: «Ich bin voll der Chef.» Alle involvierten Personen halten sich an ihre Regeln. Dafür fehlt ihr der Austausch und das gemeinsame Erleben von Ent­ wicklungsschritten. Blickt sie in die Zukunft, bereitet ihr vor allem etwas grosse Sorgen: Sie wird ihr und Miros Leben noch lange Zeit finanziell ganz allein bestreiten müssen. MM

* Namen der Redaktion bekannt

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Infografik auf Seite 34: Armutsquote

und Zeitaufwand von Alleinerziehenden

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34 | MM12, 21.3.2016 | MENSCHEN

Alleinerziehende

Allein daheim Wie viele Alleinerziehende gibt es in der Schweiz? Wie viele sind arm, und wie gross ist ihr Zeitaufwand für Job und Haushalt? Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick. Infografik: Daniel Röttele

Frauen 167 700

1 Über 80 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen Haushalte mit allein­ erziehenden Vätern und Müttern, Jahr 2013

Männer 35 500

2 Die Schweiz – das Land der Single- und Paarhaushalte Privathaushalte nach Haushaltstyp, Jahr 2013

1 240 600 Singles

1 019 700 Paare mit Kind(ern)

93 900 übrige*

203 200 Alleinerziehende

975 200 Paare ohne Kinder

3 Alleinerziehende Mütter sind stärker in die Erwerbsarbeit eingebunden als Mütter mit Partner

4 Alleinerziehende Mütter wenden mehr Zeit für Haushaltsarbeiten auf als alleinerziehende Väter

in Prozent, 2014

Durchschnittlicher Zeitaufwand in Stunden pro Woche, 2013

Allein erziehende Mütter

11,8%

13,9%

45,3%

29%

Mütter mit Partner 21,5%

30,5%

32,9%

15,1%

Väter mit Partnerin

Vol lz 90% eit –10 0%

Teil ze 50% it –89 %

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37,5 35

15,7

25,3 46,1

39,5

24,7

Erwerbsarbeit

Haus- und Familienarbeit

Quellen: Bundesamt für Statistik (1, 2, 3, 4, 5, 7), Sozialhilfestatistik (6)


MENSCHEN | MM12, 21.3.2016 | 35

5 Eineltern-Haushalte haben das grösste Armutsrisiko

6 Jeder fünfte Alleinerziehende ist sozialhilfeabhängig

Von Armut betroffene Haushalte im Jahr 2012. Als arm gelten Personen, bei denen das Einkommen unter einem bestimmten Wert liegt. Bei Alleinerziehenden mit zwei Kindern** liegt er bei 3487 Franken, bei Paaren mit zwei Kindern** bei 4035 Franken.

Anteil der Haushalte, die im Jahr 2013 Unterstützung durch die Sozialhilfe erhalten haben. 2013 bezogen rund 257 000 Personen in der Schweiz Sozialhilfebeiträge.

Von Armut betroffene Haushalte mit Kindern Alleinerziehende

16,5%

Paare mit einem Kind 5,5%

18,8%

Alleinerziehende

Paare mit zwei Kindern 3,8% Paare mit drei und mehr Kindern 8,1%

Paare ...

Von Armut betroffene Haushalte ohne Kinder Singles unter 65 12,9% Paare unter 65 3,5%

7 Alleinerziehende geben für Wohnen, Energie und Essen am meisten Geld aus

2,0%

… mit einem Kind

1,4%

… mit zwei Kindern

2,4%

… mit drei und mehr Kindern

0,9%

… ohne Kinder

969 Franken Nahrung, Getränke, Tabakwaren, Gast-/ Beherbergungsstätten

Durchschnittliches Einkommen und durchschnittliche Ausgaben von Alleinerziehenden in Franken pro Monat, 2009–2011 2 1 1790 Franken Wohnen, Energie, Möbel, Einrichtung, Haushaltsführung

3 3989 Franken beträgt das durchschnittliche verfügbare Einkommen pro Monat bei Alleinerziehenden***. Hinzu kommen im Schnitt 1213 Franken Alimente.

11 306 Franken übrige Waren und Dienstleistungen

10

120 Franken Sparbetrag

116 Franken Spenden, Geschenke, Einladungen

9

158 Franken Gesundheitsausgaben

4

545 Franken Erholung, Kultur, Radio-/Fernsehgebühren, Vereine, Haustier, Pflanzen

512 Franken Mobilität, ÖV

5 8

7

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Reisehit 124 a) 29. Juni - 3. Juli 2016 Reisehit 124 b) 14. - 18. September 2016

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REISEHÖHEPUNKTE: - Unterwegs im Salzkammergut mit der legendären Schafberg-Dampf-Bahn & auf dem Wolfgangsee - Panoramafahrt durchs Berchtesgadener-Land mit dem fantastischen Königsee - Historische Achensee-Dampf-Zahnradbahn mit dem schönen Achensee

Leistungen - Alles schon dabei!

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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Mittwoch – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus ins Salzkammergut, wo wir mit Nachtessen erwartet werden. 2. Tag, Donnerstag – legendäre Schafberg-Bahn & Wolfgangsee Der Sommer bringt die schönsten Seiten des Salzkammergutes zum Vorschein. Überall schmiegen sich bezaubernde Orte an die Ufer der zahlreichen Seen und die erhabene Bergwelt verleiht der Region ihren einmaligen alpinen Charakter. Die fantastische Bergwelt erkunden wir nach dem Frühstück bei einer Fahrt mit der legendären Schafberg-Bahn. Die steilste Dampf-Zahnradbahn Österreichs überwindet auf der knapp 6 km langen Strecke 1‘190 Höhenmeter – und dies seit 1893. Freuen Sie sich auf eine unvergessliche Fahrt und auf den fantastischen Rundblick übers Salzkammergut. Am Nachmittag erwartet uns eine herrliche Schifffahrt auf dem wohl schönsten See Österreichs, dem Wolfgangsee. Lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie die traumhaften Landschaftsbilder! Nachtessen im Hotel.

✓ Fahrt im komfortablen Extrabus während der 3. Tag, Freitag – Berchtesgadener Land & Königsee Am Morgen starten wir unsere Panoramarundfahrt durch das wunderschöne Berchtesgadener Land. Wir besuchen die bekannte Enzianbrennerei Grassl, die als älteste Enzianbrennerei und als Produzent von Gebirgsspezialitäten weitherum bekannt ist. Wir besichtigen das Brennhüttenmuseum und lernen alles über das «Heilmittel» – natürlich dürfen wir die Schnäpse auch verkosten. Dann geht es zum Königsee - umrahmt von gewaltigen Felswänden ruht er in einer der imposantesten Landschaften Deutschlands – smaragdgrün und still. Hier fahren wir mit dem Elektroboot zur berühmten Wallfahrtskirche St. Bartholomä. Natürlich darf das weltberühmte Echo des Königssees nicht fehlen, welches uns der Bootsführer mit der Trompete demonstriert. Nach der Schifffahrt bleibt genügend Zeit, um in der Ruhe dieser einmaligen Traumlandschaft etwas zu verweilen. Nachtessen in unserem Hotel im Zillertal.

Achensee per Schiff & Bahn

4. Tag, Samstag – Achensee-Dampf-Zahnradbahn, Achensee & Tirolerabend Nach dem Frühstück fahren wir nach Jenbach. Hier steht die Achensee-DampfZahnradbahn bereits zum Einsteigen für uns bereit. Die Fahrt durch die wildromantische Landschaft, steil bergauf mit einem herrlichen Blick über das Inntal und die umliegende Bergwelt bis zu den Stubaier Alpen und dem Wilden Kaiser, hinterlässt einen bleibenden Eindruck und wird Sie begeistern. Nach der Mittagspause in wunderschönen Umgebung erwartet uns eine herrliche Schifffahrt auf dem smaragdgrünen Achensee. Lassen Sie die idyllischen Uferlandschaften an sich vorbeiziehen und geniessen Sie die frische Bergluft. Am Abend erwartet uns im Hotel ein Tiroler Spezialitätenabend als krönender Abschluss der Reise. 5. Tag, Sonntag – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

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ganzen Reise ✓ 2 Übernachtungen im guten Mittelklassehotel im Salzkammergut ✓ 2 Übernachtungen im guten Mittelklassehotel im Zillertal ✓ 4 x reichhaltiges Frühstücksbuffet ✓ 3 x feines Nachtessen im Hotel ✓ 1 x Tiroler Spezialitätenabend ✓ Berg & Talfahrt mit der Schafberg-Dampf-Bahn ✓ Herrliche Schifffahrt auf dem Wolfgangsee ✓ Panoramarundfahrt durchs Berchtesgadener Land ✓ Besichtigung Enzianbrennerei Grassl mit Verkostung ✓ Tolle Schifffahrt auf dem Königsee ✓ Fahrt mit der Achensee-Dampf-Zahnradbahn von Jenbach nach Seespitz ✓ Schöne Schifffahrt auf dem Achensee ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reisehit 124 a: 29. Juni - 3. Juli 2016 Reisehit 124 b: 14. - 18. September 2016

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MENSCHEN | MM12, 21.3.2016 | 37

D Bänz Friedli

Der Esel war ich Dass wir auch samstags zur Schule gehen mussten – schon dies wollen unsere Kinder ja kaum glauben. Aber sonntags? «Verzell ke Seich, Vati!» Doch, ich ging in die Sonntagsschule. Weil der Fredi und der Res und der Beat auch gingen. Öfter versäumte ich sie zwar, aber immerhin machte ich mal in einem Krippenspiel mit. Ich war, glaub ich, der Esel – erzähle aber lieber, ich hätte einen der Könige aus dem Morgenland gespielt.

Bänz Friedli (50) war an Sonntagen ganz brav.

Wie viel Unrecht unsere Religion auf anderen Kontinenten angerichtet hatte, davon war nie die Rede in der Sonntagsschule. Schon gar nicht davon, wie sehr unser Wohlstand auf deren Armut beruhte.

Und was sie mir schon gar nicht glauben mögen, die Kinder: Nach der Bibelstunde durften wir einen Batzen ins «Sonntagsschulnegerli» werfen – ein geschnitztes Kässeli in Form eines dunkelhäutigen Kindes, die Hände gefaltet. Steckte man ein Fünfzig-RappenStück oder gar einen Zweifränkler in den Sammelschlitz, nickte das Kind zum Dank. Anfang der 1970er-Jahre war das. Dass wir noch «Negerli» sagen durften, erstaunt heute.

Man kann Wörter tilgen, gewiss. Niemand sagt mehr «Negerli», und in Neuauflagen von «Globi» und «Die kleine Hexe» wurde das Wort ersetzt. Aber man tilgt damit nicht die Haltung, die dahinter stand. Es mag keine Sonntagsschulnegerlein mehr geben. Das heisst indes nicht, dass es auch den Hochmut nicht mehr gibt und die Ausbeutung. Wie heisst nur schon die Firma mit Sitz in Baar, die mit Rohstoffen aus der sogenannten Dritten Welt geschäftet? Keiner macht sich in der Schweiz die Hände dreckig – und vermutlich sollten die «Negerlein» noch dankbar nicken, dass sie in gefährlichen Stollen zu Hungerlöhnen schuften «dürfen».

Viel schlimmer war jedoch der eingebaute Mechanismus, der selbiges Negerlein zum Nicken brachte. Unterwürfig nickte es, devot. Als hätten wir edlen Herrenmenschlein soeben etwas enorm Gutes getan! Dabei hatten wir nur ein Geldstück gespendet, das uns die Eltern mitgegeben hatten. Und dachten vermutlich – wir waren ja nicht anders erzogen worden –, wir braven Schweizer seien ganz, ganz tüchtig und müssten diesen armen Afrikanern halt ein bisschen nachhelfen.

Das schreibt sich jetzt so leicht, ich weiss. Gescheiter würde ich es dann bedenken, wenn ich das nächste Smartphone kaufe: dass es voller Kupfer, Aluminium, Silber, Kobalt und Seltenen Erden steckt, für deren Gewinnung Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen krampfen mussten. Aber darf ich trotzdem ein wenig schadenfreudig sein über den massiven Gewinneinbruch besagter Firma? Oder sagen wir es so: Ich nehme ihn zur Kenntnis. Mit einem Nicken. MM

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Reisedatum 11.04. – 18.04.2016* 18.04. – 25.04.2016 *= diese Reise findet in umgekehrter Richtung statt. Leistungen • An-/Rückreise im EUROBUS Comfort-Bus • 7 Übernachtungen in der gebuchten Kabine • Vollpension an Bord • Kaffee & Kuchen am Nachmittag, Mitternachtssnack • WiFi an Bord • 24h Kaffee / Tee Zuschläge pro Person Ausflugspaket mit 8 Ausflügen (*) CHF 295.– Ausflug Beaune (Abreise 18.04.16) CHF 45.– Ausflug Viviers (Abreise 11.04.16) CHF 30.– 2-Bett-Kabine zur Alleinbenützung gratis – CHF895.– Annullations- & Reisezw.fallvers. ab CHF 59.– Auftragspauschale (max. 40.–) CHF 20.–

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Leistungen • An-/Rückreise im EUROBUS Comfort-Bus • 7 Übernachtungen in der gebuchten Kabine • Vollpension an Bord • Kaffee & Kuchen am Nachmittag, Mitternachtssnack • WiFi an Bord • 24h Kaffee / Tee Zuschläge pro Person Ausflugspaket mit 7 Ausflügen (*) CHF 265.– Schlosskonzert Schloss Schönbrunn CHF 80.– 2-Bett-Kabine zur Alleinbenützung gratis – CHF895.– Annullations- & Reisezw.fallvers. ab CHF 59.– Auftragspauschale (max. 40.–) CHF 20.– Preise pro Perso

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MENSCHEN | MM12, 21.3.2016 | 41

Leserforum MM09: Alzheimer-Patienten Letzte Reise ins Land des Lächelns

«Ich könnte mir gut vorstellen, den Lebensabend in Thailand zu verbringen» Ich bin letzte Woche von meinem zweimonatigen Thailandurlaub zurück­ gekommen und habe mit grossem Interesse den Artikel über Senioren in Thailand gelesen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, meinen Lebensabend im «Land des Lächelns» zu verbringen. Aber auch in Thailand muss man sich anpassen und etwas Toleranz mitbringen. Elisabeth Gimmel, via www.migrosmagazin.ch

MM10: Chronisch krankes Kind

Im Schatten des kranken Bruders

«Es gibt weitere Hilfsangebote» Toller Artikel! Ich möchte noch gerne folgenden Hinweis hin­ zufügen: In Deutschland gibt es die Novartis Stiftung Familien­ Bande, die sich um Familien wie die von Julian und Jonah küm­ mern. Hier gibt es Infos und Zugang zu Hilfsangeboten. Irene von Drigalski, via www.migrosmagazin.ch MM11: Familienrecht

«Ehe light» statt Bund fürs Leben?

«Unilateraler Knebelvertrag» Höchste Zeit, dass im Fami­ lienrecht ein wenig Gerech­ tigkeit Einzug hält. Zu viele Ehefrauen erliegen den staat­ lichen Anreizen, dass ein einst bilateraler Vertrag jederzeit – egal, wie sie sich während einer Ehe verhalten haben – mit Hilfe von Winkeladvokaten

und Gerichten in einen uni­ lateralen Knebelvertrag um­ gewandelt werden kann. Urs Dupont, via www.migrosmagazin.ch In Ihrem Artikel steht: «Bei der Ehe genügt eine Unter­ schrift auf dem Standesamt, damit weitreichende gegen­ seitige Rechte und Pflichten gelten …» Das ist schlicht falsch. Gemäss Zivilgesetzbuch, Artikel 102, Abs. 2 (ZGB; SR 210) gilt: «Bejahen die Verlobten die Frage, wird die Ehe durch ihre beidseitige Zustimmung als geschlossen erklärt.» Und im Artikel 71 der Zivilstandsverordnung, SR 211.112.2, Abs. 3, heisst es: «Haben beide die Frage bejaht,

so erklärt die Zivilstands­ beamtin oder der Zivilstands­ beamte: ‹Da Sie beide meine Frage bejaht haben, ist Ihre Ehe durch Ihre beidseitige Zustimmung geschlossen.›» Karin Tresch Koch, Neerach ZH MM10: Sexuelle Gewalt

Diese Frauen haben genug

«Frauen geben sich die Schuld» Ich finde es sehr mutig, dass Sie Frauen, die Opfer von sexu­ eller Gewalt wurden, zu Wort kommen lassen. Auch ich wurde Opfer von massiven Übergriffen im Alter von 6 Jahren sowie Opfer einer Vergewaltigung mit 22 Jahren. Ich habe in den letz­ ten Jahren angefangen, mich intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen – auch mit der Frage, wie es dazu kommen konnte. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich Frauen auch noch nach Jahren selber die Schuld an den Übergriffen geben, obwohl diese niemals gerechtfertigt waren. Maja Gfeller-Christen, Bern

Vielen Dank für den Artikel über sexuelle Gewalt. Er spricht ein sehr wichtiges Tabuthema an. Nur kann ich nicht glauben, dass nur jede fünfte Frau davon betroffen sein soll. Ich kenne in meinem Freundeskreis keine Einzige, die nicht davon betroffen ist. Esther Kaufmann, Altstätten SG MM10: Diese Woche Aufstand

gegen den Taxikonkurrenten Uber

«Wettbewerb belebt Geschäft» Die «armen» Uber­Fahrer haben die Möglichkeit, dann zu arbeiten, wann sie wollen. Sie sind dadurch weniger fremd­ bestimmt. Und nun will Uber in der Schweiz Fuss fassen, und alle schreien auf. Wettbewerb belebt das Geschäft und zwingt Unternehmen dazu, täglich besser zu werden – so hat der Konsument freie Wahl. Nein, ich arbeite nicht für Uber. Ich schätze einfach kundenfreund­ liche und fortschrittliche Unter­ nehmen. Uber ist ein solches. Sarah Brunner, Ostermundigen BE


42 | MM12, 21.3.2016 | MENSCHEN

Daniel Elber

Der Ex-Banker, der das Wasser brachte Text: Ralf Kaminski

Bilder: ZVG

Nach Jahrzehnten im Dienst der UBS beschloss Daniel Elber, seinen Kaderjob an den Nagel zu h채ngen und sein Leben radikal zu 채ndern. Seit 2003 lebt er auf der indonesischen Insel Bali und unterst체tzt ein Dorf im Kampf gegen Trockenheit und Armut.


MENSCHEN | MM12, 21.3.2016 | 43

Daniel Elber zu Besuch im Dorf Bangun Sakti. Das Dach, unter dem sich die Dorfbewohner treffen, f채ngt Regenwasser auf.


Dr. Beat Richner, Kantha Bopha Children’s Hospitals Siem Reap Angkor, Phnom Penh, 11. März 2016

Die kambodschanische Bevölkerung vertraut und verehrt Kantha Bopha … sowie nun auch die kambodschanische Regierung Facts and Figures Januar/Februar 2016: 123’971 kranke Kinder wurden in den Polikliniken behandelt. 24’143 schwer kranke Kinder mussten hospitalisiert werden. Hunderte wären ohne diese Hospitalisation gestorben oder hätten eine lebenslängliche Behinderung davongetragen. 3593 chirurgische Operationen wurden durchgeführt. In der Gebärklinik in Siem Reap Angkor (Jayavarman VII) erfolgten 22’337 Schwangerschafts-Kontrollen und 3834 Geburten! <wm>10CAsNsjY0MDQx0TW2NDc0MwMAMazTkA8AAAA=</wm>

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Die kambodschanische Regierung hat ihren Beitrag ab 2016 verdoppelt! Vergangenen Samstag, den 5. März 2016, kamen in meine allwöchentliche Performance in unserem Teaching und Conference Center in Siem Reap Angkor 170 Mönche und Nonnen aus drei verschiedenen Pagoden, von Siem Reap, Kampong Tom und Phnom Penh. Ich musste das Programm kurzfristig umstellen, der Direktor von Jayavarman VII, Prof. Yay Chantana, übersetzte die erklärende Einleitung. Anschliessend übergaben die Mönche und Nonnen 23’000 USD. Auch die anwesenden Ausländer, darunter auch Schweizer, waren davon berührt und beeindruckt. Die Kantha Bopha Spitäler können aber ihre Leistungen nur dank Ihrer Hilfe weiterhin erbringen, für die wir von ganzem Herzen danken. Jeder Franken hilft heilen, retten und vorbeugen. Nochmals herzlichen Dank. Dr. Beat Richner, Gründer und Leiter der Kantha Bopha Spitäler seit 1992, PC 80-60699-1, IBAN-Nr. CH98 0900 0000 8006 0699 1 www.beat-richner.ch www.facebook.com/dr.beat.richner

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MENSCHEN | MM12, 21.3.2016 | 45

E

s hätte auch Myanmar sein können oder Peru. Aber nachdem Daniel Elber 2003 von einem Tag auf den anderen seinen gut bezahlten Kaderjob bei der UBS an den Nagel gehängt hatte, machte er seine Auszeit auf Bali. «Ich war früher schon mal dort und mochte die Schönheit der Natur und die Freundlichkeit der Menschen.» Ein Jahr war geplant, ein Jahr, in dem er sich klar werden wollte, was er mit dem Rest seines Lebens tun sollte. Mit seiner Arbeit für die Bank konnte er sich nicht mehr identifizieren. «Als ich dort anfing, ging es nicht nur darum, für sich und das Unternehmen möglichst viel Geld zu scheffeln, sondern auch noch eine gute Dienstleistung für den Kunden zu erbringen; Letzteres ist mehr und mehr verloren gegangen.» Aus dem einen Jahr auf Bali sind inzwischen 13 geworden, und der heute 64-jährige Zürcher geht davon aus, dass er auch den Rest seines Lebens auf der indonesischen Götterinsel verbringen wird. Da er in all der Zeit nie Geld verdient und substanzielle Teile seines Ersparten auf Bali investiert hat, würde der verbliebene Teil seines Vermögens trotz der künftigen AHV für ein anständiges Leben in der Schweiz gar nicht reichen. Dafür waren es 13 äusserst produktive Jahre, die Elber nicht nur jenen Lebenssinn gaben, den er zuvor vermisst hatte, sondern auch den 6000 Einwohnern von Muntigunung im Nordosten Balis ein deutlich besseres Leben bescherten.

Den Menschen mangelte es an allem

Alles fing damit an, dass sich Elber über die bettelnden Frauen wunderte, die er zu Beginn seiner Auszeit im reichen, touristischen Süden regelmässig am Strassenrand beobachtete. Bali gilt als vergleichsweise wohlhabende Insel im riesigen indonesischen Archipel. Warum also mussten diese Frauen betteln? Elber entdeckte, dass sie aus einem armen Dorf fern der Tourismusgebiete stammten. Den Menschen von Muntigunung fehlte alles: vor allem Wasser, aber auch Essen, Jobs und jegliche Infrastruktur. «Wenn man jeden Tag fünf Stunden marschieren muss, um zehn Liter Wasser zu organisieren, bleibt nicht mehr viel Zeit, um sich über irgendetwas anderes Gedanken zu machen.» Elber, auf der Suche nach neuen Wegen, realisierte: Das war es! Er würde diesen Menschen helfen. Aber wie? «Ich war schliesslich Banker und hatte keine Ahnung von Entwicklungshilfe, geschweige denn von Wasserleitungen.» Als Erstes ging er zum Schweizer Honorarkonsul auf Bali. «Der hörte mir freundlich zu und riet mir anschliessend, die Finger davon zu lassen. Er hatte schon einige Leute erlebt, die so

Daniel Elber prüft den allerersten fertiggestellten Wassertank in Muntigunung (Bild: 2006).

etwas versuchten und gescheitert waren.» Aber Elber liess sich nicht entmutigen, sprach mit Wasseringenieuren in der Schweiz und mit erfahrenen Leuten einer indonesischen Entwicklungshilfeorganisation. Diese erstellten eine von Elber finanzierte Studie zur Situation von Muntigunung mit besonderer Berücksichtigung der Wasserversorgung. Vor allem aber: Die lokalen Entwicklungshelfer sprachen die Sprache der Menschen und waren vertraut mit ihrer Mentalität. «Wenn ein fremder Weisser kommt und sagt, ihr müsst das jetzt so und so machen, bewirkt das gar nichts», sagt Elber. Und mit der perfektionistischen Haltung eines Schweizers habe man erst recht keine Chance. «Balinesen leben im Hier und Jetzt, sie planen nicht für Nachher oder für die Zukunft. Wenn man fünf Minuten vor einer Sitzung einem alten Bekannten über den Weg läuft, ist es wichtiger, mit dem zu plaudern, als pünktlich zur Sitzung zu erscheinen. Auch wenn es eine Stunde dauert.» Damit müsse man lernen umzu-

gehen. Wie mit der Tatsache, dass Projekte am Ende nie zu 100 Prozent perfekt sind, «bestenfalls zu 79,4 Prozent». Er komme mit dieser Mentalität vielleicht deshalb besser klar als andere, weil es ihm schon immer leicht gefallen sei, andere Menschen so anzunehmen, wie sie seien, sagt Elber. Ringen mit der Korruption

Problematischer hingegen ist die allgegenwärtige Korruption. «Gegen die kommt nur an, wer die Gepflogenheiten ganz genau kennt.» Dank der lokalen Entwicklungshelfer und eines Schweizer Controllers, der seit Jahrzehnten auf Bali lebt, lassen sich diese Effekte zumindest minimieren. Auch der mittlerweile pensionierte Honorarkonsul, der ihm einst abriet, unterstützt Elbers Verein «Zukunft für Kinder» seit Jahren. Der ehemalige Banker ist Koordinator, Ideengeber, Netzwerker, Geldeintreiber und das Gesicht der Organisation, die Arbeit vor Ort aber machen die Einheimischen. «Sie müssen es selbst wollen, wir suchen Wege, ihnen dabei zu helfen.»


46 | MM12, 21.3.2016 | MENSCHEN

1

1 Im Zentrum des Vereins «Zukunft für Kinder» sind frisch geerntete Cashewnüsse zum Trocknen ausgelegt. 2 Ein Wassertank,

der mithilfe des Vereins renoviert wurde. 3 Daniel Elber

Die grösste Herausforderung sei jedoch, den Spendern die Realitäten vor Ort zu vermitteln, sagt Elber. «Wer in der Schweiz Geld gibt, erwartet, innert ein paar Monaten Resultate zu sehen. Aber so funktioniert das auf Bali nicht. Fortschritte brauchen Jahre, eine wirkliche, fundamentale Veränderung ein oder zwei Generationen.» Neue Jobs, neue Hoffnung

Dennoch können sich die Erfolge Elbers und seines Teams sehen lassen: 19 von 36 Dörfern, rund 3000 Menschen, haben eine nachhaltige Wasserversorgung, über 60 Prozent der Leute Zugang zu Toiletten. 220 nachhaltige Arbeitsplätze wurden geschaffen. Und es wurde ein Trekkingangebot entwickelt: Ehemalige Bettlerinnen führen Touristen über die malerischen Pfade, die sie früher gingen; 2011 gab es dafür einen globalen Ökotourismuspreis. Muntigunung verkauft heute diverse Produkte, darunter Cashewnüsse, Tee, Lontar-Palmzucker, Hängematten oder Körbe. Zu den Abnehmern gehören auch viele der grossen Hotels auf Bali. Dort sollen auch

3

Lehrstellen nach Schweizer Vorbild entstehen, um die Jungen auszubilden und dem wachsenden Tourismussektor kompetente Arbeitskräfte zu vermitteln. Fast am Wichtigsten: «Wir befähigen die Leute, ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen», sagt Elber. Einfach sei das nicht. «Es ist ein mentaler Prozess, an dem wir immer und immer wieder arbeiten müssen. Aber inzwischen sehen wir Fortschritte.» Wer «Zukunft für Kinder» unterstützen will, kann Mitglied werden, Geld spenden oder sich direkt vor Ort engagieren. Dies tut die Vereinigung Schweizerischer Sanitärund Heizungsfachleute, die im Mai eine Studienreise nach Muntigunung plant und mit eigenen Spenden drei weitere Dörfer an die Wasserversorgung anschliessen möchte. Vor allem aber hofft Elber, noch mehr Kunden für die Produkte der Dorfgemeinschaft zu finden. «Je mehr wir davon verkaufen, desto mehr gut bezahlte Arbeitsplätze können wir schaffen.» Den Vertrieb in der Schweiz besorgt Karin Vogt (47), die selbst einige Zeit auf Bali für den Verein

bei der Rosella­ blütenernte.

arbeitete und heute regelmässig vor Ort ist, um das Team zu unterstützen. Daniel Elber wiederum kommt mindestens zweimal pro Jahr für einige Wochen in die Schweiz, wo er Freunde und die drei erwachsenen Kinder aus seiner geschiedenen Ehe trifft. Und natürlich wirbt er dann auch immer für seinen Verein, dessen operative Leitung er im Juli 2014 an Nicole Busch (46) abgegeben hat – eine Schweizerin, die früher ebenfalls mal Bankerin war und den Verein bei Praktikumseinsätzen vor Ort kennengelernt hat. Elbers Nachfolge ist also bereits geregelt. Trotzdem plant er, sich noch so lange in Bali zu engagieren, wie es eben geht. Hat er es je bereut, sein altes Leben und seine finanzielle Sicherheit aufzugeben? Daniel Elber schüttelt den Kopf. «Niemals. Ich führe ein spannendes, intensives und erfülltes Leben, ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen.» MM Weitere Infos: www.zukunft-fuer-kinder.ch Spenden: Postkonto 85-551834-2. Bestellung von Muntigunung-Produkten: kvogt@muntigunung.com oder Tel. 079 252 73 85

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Migros-Welt MM12

Zitat der Woche

«2018 wollen wir 10 000 Autos im Angebot haben.» Sharoo-Chefin Carmen Spielmann im «SonntagsBlick» vom 13. März. Das Start-up Sharoo, an dem die Migros beteiligt ist, wurde vom globalen Beratungsunternehmen Frost & Sullivan als beste Car-Sharing-Plattform Europas ausgezeichnet.

Panini-Bilder

Panini-Sammelfieber: Die Fussballjunioren Dario, Valentin und Marlon (v.l.) beim Bildertausch. Geniessen und sparen

Bald gibt es Kaffee wieder zum heissen Preis

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Vom 28. März bis 2. April kommen Liebhaber von Heissgetränken auf

ihre Kosten. In diesem Zeitraum können in den Migros-Restaurants und -TakeAways wieder Kaffee-Karten für je 25 Franken bezogen werden. Eine Karte berechtigt zum Bezug von zehn Heissgetränken nach Wahl. Ob Espresso,

Latte Macchiato, Tee oder heisse Schoggi: Mit der Karte spart man 5 Franken. Die Karten empfehlen sich auch prima als Geschenk für Pendler, Restaurantstammgäste oder Bürogemeinschaften. Infos: www.migros-aare.ch/kaffeekarte Mehr von der Migros Aare ab Seite 93

Da freut sich der Fussballfan: Nur noch knapp drei Monate bis zum Start der Europameisterschaft in Frankreich! Ab sofort gibt es in über 700 MigrosFilialen die EM-Sammelbilder von Panini. Man kann sie auch online auf den Websites von Melectronics und LeShop.ch bestellen. Die einzelnen Packungen mit je fünf Bildern kosten 90 Rappen, das Album gibt es für 2.90 Franken. Die Bilder von Stephan Lichtsteiner, Wayne Rooney, Karim Benzema und Co. sollten eingeklebt werden, bevor am 10. Juni in Paris der Anpfiff für das Eröffnungsspiel ertönt.


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Schlechtes Gehör <wm>10CAsNsjY0MDQx0TW2NDeyMAcAcA8Rew8AAAA=</wm>

Geistige Leistung <wm>10CFXKqw6DQBAF0C-azb3zYHcYSXAEQerXNNX9f9UUhzjuHEdFw23bz9d-FUF3sew6ekVqc2dZZltGFIyh4LLSlIhufHxx7zRg_o_AhDFpopDgtJHt-_78AHsshmdyAAAA</wm>

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MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 51

Zu gewinnen: MigrosEinkaufsgutschein im Wert von 100 Franken

Wettbewerb

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Ab ins Beet Bei Do it + Garden stehen alle Zeichen auf Grün: Die Gartensaison ist eröffnet!

Das Phänomen «Urban Gardening», dem trendbewusste Grossstädter folgen und Brachen in blühende Nutzflächen verwandeln, motiviert Hobbygärtner, sich auch ohne eigenen Garten auszutoben. Ob nun der Stadtgarten, Privatgarten oder Balkon zur Grünzone erklärt wird: Im «Do it + Garden»-Sortiment findet man die passenden Produkte – vom Hochbeet bis zur Wildbienenbehausung. Die Pflanzentrends setzten heimische Biopflanzen und bienenfreundliche Sommerblüher, Gemüse- und Obstbäume im Miniformat sowie Goji-Beeren-Sträucher und essbare Blüten. www.doitgarden.ch

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen

Bild: Westend61/Getty Images

Schweinefleisch wird teurer.

Seit Anfang des Jahres steigen die Preise für Schweizer Schweinefleisch. Grund dafür ist eine hohe Nachfrage bei einem gleichbleibend knappen Angebot. Das hat Auswirkungen auf die Verkaufspreise bei der Migros.

Ausgewählte Beispiele

Preis alt*

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Bündner Rohschinken Maxi, 130 g

6.00

6.30

5,0

Bündner Rohschinken hauchdünn Midi, 97 g

4.45

4.65

4,5

Malbuner Saftschinken, per 100 g

2.80

2.95

5,4

Quick TerraSuisse Rollschinkli, per 100 g

3.10

3.25

4,9

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«Köstliche Lammvariationen für Ostern»

Genuss vom Feinsten. Ihr Chefmetzger an der Bedienungstheke Ihrer Migros empfiehlt Ihnen für Ostern gerne verschiedene Lammspezialitäten. Dazu passend gibt er Ihnen Tipps für eine feine Zubereitung und die optimale Stückzahl für Ihre Familie und Gäste. Denn unser Handwerk ist Ihr Genuss.

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MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 53

Frage der Woche

Auf Migros-Lebensmitteln steht oft «Elaboré en Suisse» oder «Produit Suisse». Was bedeutet das, und warum sind die Bezeichnungen französisch? Mit «Elaboré en Suisse» bezeichnet die Migros Produkte, die in der Schweiz hergestellt wurden. Die verwendeten Rohstoffe stammen jedoch teilweise oder vollständig aus dem Ausland. Bezeichnet die Migros ein Lebensmittel dagegen als «Produit Suisse», so wurde es nicht nur in unserem Land produziert, sondern es enthält auch ausschliesslich Schweizer Rohstoffe. Typische Beispiele dafür sind die meisten Molkereiartikel wie Pastmilch, Butter oder Emmentaler Käse. Aus Platzgründen können die Produkte oft nicht in allen Landessprachen angeschrieben werden. Die Migros hat sich bei den betreffenden Bezeichnungen für Französisch entschieden, weil die Kunden in der Romandie in anderen Fällen bisweilen sprachlich benachteiligt werden und mit deutschen Ausdrücken vorliebnehmen müssen.

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr. Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.

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54 | MM12, 21.3.2016 | MIGROS-WELT

Die Kakaofrüchte entstehen aus den Blüten und reifen direkt am Kakaobaum, der in tropischen Gebieten wächst.

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Bis Kakaobohnen zu Hasen, Eili und anderen in der Migros erhältlichen Schokoladenprodukten verarbeitet werden, haben sie einen weiten Weg hinter sich. Und praktisch alle stammen aus nachhaltiger Produktion.

W

oher kommt der Kakao für die Schokolade, die ich in der Migros kaufe? Wie geht es den Kleinbauern, die in Lateinamerika und Afrika die Kakaobohnen dafür anbauen? Fragen wie diese beschäftigen immer mehr Konsumenten, und die Nachfrage für nachhaltig produzierte und fair gehandelte Schokolade steigt. Dies zeigt sich auch im Ostersortiment der Migros. Drei Hasen aus heller, weisser und dunkler sowie Eili aus Milch- und dunkler Schokolade sind mit dem Gütesiegel von Fairtrade Max Havelaar

ausgezeichnet und zusätzlich Biozertifiziert. Neu schickt sich eine lustige Schoggi-Ente aus FairtradeMilchschokolade an, die Kinderherzen zu erobern. Auch für das Ostersortiment der Marke Frey wird nachhaltiger Kakao eingekauft. Die beliebten gepunkteten Freylini-Eili und Frey-Osterhasen tragen – wie alle Frey-Schokoladen in der Migros – das UTZ-Gütesiegel. Über die Bedeutung und besonderen Merkmale der Gütesiegel und darüber, wie die Kakaoproduzenten von der Zertifizierung profitieren, informiert der Artikel auf Seite 57. MM

Frey Freylini Eili/Giandor assortiert, UTZ-zertifiziert, 500 g Fr. 10.80 Frey Riesenhase Milch, UTZ-zertifiziert, 440 g Fr. 4.95

Bilder: AFP/Issouf Sanogo, Alamy (3), Getty Images (2)

Text: Dora Horvath


MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 55

Beim Trocknen an der Sonne verlieren die Bohnen Wasser. Das Aroma entfaltet sich weiter.

Das Fruchtfleisch mit den Kakaobohnen wird auf Bananenblättern fermentiert, bis es vergärt ist. Die Bohnen verlieren ihre Keimfähigkeit und das Kakaoaroma entfaltet sich.

Vom Verkauf durch die Kooperative bis zur Verschiffung durchlaufen die Bohnen mehrere Qualitätskontrollen.

Fairtrade Max Havelaar steht für fair gehandelte und nachhaltig angebaute Produkte.

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MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 57

Elfenbeinküste: Die Bauern der UTZ-Kooperative lernen, wie sie ihre Erträge steigern können.

Dominikanische Republik: Die Fairtrade-Kooperative Conacado liess Schulen bauen – nicht nur für diese Mädchen ...

Kakaoanbau

Hilfe zur Selbsthilfe fruchtet Die Migros verkauft vor allem zertifizierte Schololaden. Welche Vorteile dies den Kakaobauern bringt, zeigen beispielhaft Kooperativen in Westafrika und der Karibik. Text: Michael West

Bilder: Max Havelaar France, zVg

W

er in der Migros Schokolade kauft, findet auf der Verpackung meist ein Gütesiegel, das für Nachhaltigkeit bürgt. So sind zum Beispiel sämtliche Sorten der Marke Frey UTZ-zertifiziert. Hinzu kommen Produkte, die das Migros-Bio- und das Fairtrade-Max-Havelaar-Logo tragen. Was bedeutet dies für die Kakaoproduzenten? Im Südwesten der Elfenbeinküste ist die Kakao-Kooperative Necaayo zu Hause. Die 500 Kleinbauern leben in einfachen Lehmhütten. Ihre Dörfer sind nur über schmale Naturstrassen erreichbar, die in der Regenzeit oft zum Morast werden. Und doch hat sich hier Vieles zum Besseren verändert. Seit über drei Jahren beliefert die Kooperative den Migros-Industriebetrieb Chocolat Frey mit UTZ-zertifizierten Kakaobohnen. Eine zentrale Rolle spielt im UTZProgramm agronomisches Wissen. Experten schulen die Bauern und zeigen ihnen, wie sie ihre Anbaumethoden verbessern können. Die Mitglieder von Necaayo haben auf diesem Weg viel dazugelernt. So beschneiden sie ihre Kakaobäume nun fachgerecht und befreien sie systematisch von Misteln und Moos. Ist ein Baum nicht mehr produktiv, wird er gefällt und

durch einen Setzling ersetzt. Durch diese und weitere Optimierungen konnte die Kooperative ihre Erträge deutlich steigern. Das bedeutet höhere Einnahmen und bessere Lebensbedingungen für alle Menschen der Region. Die Bauern erhalten von Chocolat Frey für ihren Kakao zusätzlich zum Kaufpreis eine UTZ-Prämie. Der M-Industriebetrieb begnügt sich aber nicht mit der finanziellen Leistung: Vertreter des Unternehmens sind regelmässig in Westafrika vor Ort und pflegen eine enge Partnerschaft zur Kooperative. Sie haben auch soziale Projekte eng begleitet, die dank der Prämie möglich wurden – so etwa den Bau einer Krankenstation. Mit den Mitteln der Natur

Bereits seit 1995 ist die Kakao-Kooperative Conacado im Südosten der Dominikanischen Republik Fairtradezertifiziert; einige Jahre später erhielt die Vereinigung zusätzlich das BioZertifikat. Die 8600 Kleinbauern sind damit Fairtrade-Veteranen. Sie liefern Kakaobohnen, die bei der Herstellung einzelner Migros-Schokoladen Verwendung finden. Die Kooperative profitiert von einer fixen FairtradePrämie, die der Abnehmer zusätzlich zu einem garantierten Mindestpreis zahlt. In demokratischen Versamm-

lungen entscheiden die Bauern über die Verwendung der Prämien. Das Geld fliesst besonders oft in soziale Projekte und in die Verbesserung der Produktivität. Weil Conacado schon so lange zu Fairtrade-Bedingungen produziert und verkauft, liessen sich bereits viele Vorhaben realisieren. So sind etwa neue Schulhäuser für die Kinder der Region und eine Bibliothek entstanden. Da die Kleinbauern biologischen Landbau betreiben, verwenden sie selber hergestellten Dünger, der unter anderem Kompost und Hühnermist enthält. Die Kakaobäume werden mit natürlichen Pflanzenschutzmitteln vor Schädlingen und Krankheiten geschützt – beispielsweise mit Seifenlösungen oder Chili-Extrakten. Der Bio- und Fairtrade-zertifizierte Kakao erzielt deutlich höhere Verkaufspreise als Bohnen aus konventioneller Produktion. Darum geht es den Kleinbauern relativ gut, obwohl die Dominikanische Republik insgesamt eine der ärmsten Karibikinseln ist. Trotz der verschiedenen Zertifikate haben die Kooperativen also manche Gemeinsamkeit. Dank der Hilfe zur Selbsthilfe können sich die Kleinbauern wirtschaftlich weiterentwickeln, wovon die gesamte Bevölkerung in ihrer Region profitiert. MM

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1. Tag Schweiz–Passau Busfahrt ab Zürich/St.Margrethen nach Passau. Um 18.00 Uhr «Leinen los!». 2. Tag Melk/Wien Ausflug zum Benediktiner-Kloster Stift Melk.* Ausflug+ zum Heurigen oder Prater. 3. Tag Wien Stadtrundfahrt/-gang* durch die Kaiserstadt. Ausflug+ Barockschloss Schönbrunn. 4. Tag Budapest Stadtrundfahrt/-gang* durch die Hauptstadt Ungarns. Ausflug+ «Opernhaus und Markthalle». Lichterrundfahrt+ «Budapest bei Nacht». 5. Tag Budapest–Visegrad Ausflug* ungarische Puszta. Busausflug+ zum «Donauknie» in Esztergom. 6. Tag Bratislava Stadtrundfahrt/-gang* durch die wunderschöne Altstadt. Ausflug+ zum Schloss Hof. 7. Tag Dürnstein Rundgang* mit Weinprobe. 8. Tag Passau–Schweiz Ausschiffung. Busrückfahrt nach St. Margrethen/Zürich und individuelle Heimreise.

MS Edelweissbbbbk Luxuriöses Schiff für 180 Personen. Kabinen mit Dusche/ WC, Föhn, Minibar, Safe, TV, Radio, Klimaanlage. Auf Mittelund Oberdeck mit franz. Balkon. Fenster auf Hauptdeck nicht zu öffnen. Gäste des Haupt- und Mitteldecks speisen im Restaurant Jungfrau mit Oberlichtfenstern, die des Oberdecks im Restaurant Matterhorn mit Panoramafenstern. Panorama-Salon mit Bar, Lidobar mit Aussenterrasse, Boutique, grosses Sonnendeck mit Liegestühlen, Sitzgruppen, Putting Green, kleinem Pool und kleiner Aussichtsterrasse. Gratis WLAN nach Verfügbarkeit. Lift zwischen Haupt- und Oberdeck. Nichtraucherschiff (Rauchen auf Sonnendeck erlaubt).

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Rhein» mit Loreley. Ausflug* Schloss Drachenburg.

4. Tag Dordrecht–Rotterdam Ausflug* Windmühlen

von Kinderdijk (UNESCO-Weltkulturerbe). Stadt- und Hafenrundfahrt* Rotterdam. 5. Tag Amsterdam Stadtrundfahrt* und Ausflug Insel Marken. Nachmittags Grachtenfahrt.* 6. Tag Duisburg Ausflug* zum Architektur- und Industriedenkmal Zeche Zollverein. 7. Tag Rüdesheim Schifffahrt «Romantischer Rhein» mit Loreley. Fahrt mit Winzerexpress* zum Weingut A. Störzel und Weinprobe. 8. Tag Baden-Baden Ausflug* in die Kulturund Bäderstadt. Ab Gambsheim Weiterfahrt. 9. Tag Basel Ausschiffung und individuelle Heimreise. * Im Ausflugspaket (Fr. 290.–) enthalten, vorab buchbar Programmänderungen vorbehalten

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Reisedaten 2016 Es het solangs het Rabatt 15.07.–22.07. 200 12.08.–19.08. 200 22.07.–29.07. 200

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MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 59

Die Windrädli sind aus dem neuen Dinkelblätterteig von Anna’s Best zubereitet.

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Aber bitte mit Dinkel Dinkel erlebt eine Renaissance. Immer mehr Menschen bevorzugen das urschweizerische Getreide mit dem kräftigen Geschmack. Neu ergänzt ein Dinkelblätterteig aus Vollkornmehl das Teigsortiment von Anna’s Best. Der mit nachhaltig produziertem Palmöl hergestellte Teig ist bereits ausgewallt und kann direkt verarbeitet werden. Er eignet sich sowohl für Wähen als auch für Süss- und Apérogebäcke wie die dekorativen Windrädli, die sich beliebig füllen lassen.

... anders gefüllt

Bild und Styling: Claudia Linsi

Für die Windrädli den Teig in

8,5 × 8,5 cm grosse Quadrate schneiden. Von jeder Ecke aus ca. 2 cm tief zur Mitte hin einschneiden. Wahlweise je mit einem Teelöffel Kräuterfrischkäse und getrockneten Tomatenstücken oder mit Pfeffer-Contadou und Rohschinken füllen und gemäss Abbildung einschlagen. Mit Eigelb bestreichen und 12 Minuten bei 220 ˚C backen.

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MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 61

American Favorites

Sweet Snacks für unterwegs Für alle Fans amerikanischer Esskultur präsentiert die American-Favorites-Bakery drei süsse Neuheiten – allesamt in handliche Portionen verpackt, die sich sehr gut zum Mitnehmen eignen. So gibt es den beliebten Cheesecake nicht nur in zwei Sorten, nämlich Nature sowie mit Himbeeren und Erdbeertopping, sondern auch im Miniformat. Eine geballte Ladung Energie liefern die einzeln verpackten Cereal-Cookies aus Dinkelmehl mit Chia-Samen und Cranberries, die im Übrigen ganz ohne Aroma- und Farbstoffe hergestellt werden. Waffelliebhaber werden erfreut feststellen, dass sie die Kakaoglasur jetzt nach eigenem Gusto dosieren können, denn American Favorites bietet diese jetzt in separater Verpackung an.

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Bild: Simone Vogel; Styling: Katja Rey

Da läuft nicht nur USA-Enthusiasten das Wasser im Mund zusammen.

American Favorites Cheesecake Bites, 6 Stück, 180 g Fr. 5.20

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MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 63

M-Classic

Woher kommt das Ei? Über 180 Bauernhöfe in der Schweiz beliefern die Migros mit Eiern. Einen davon bewirtschaftet das Ehepaar Ueli und Rita Hegglin. Die einstigen Landwirte sind seit 2009 Hauptaktionäre der Firma Ei-Day AG in Wittenbach SG. Es handelt sich um einen mit Solarenergie betriebenen Bodenhaltungsbetrieb. Die Hegglins betreuen rund 17 000 Legehennen vom Schlüpfen an. Ihre Eier, die an Ostern naturgemäss besonders beliebt sind, werden unter der Marke M-Classic verkauft. Jedes Exemplar trägt einen Code, der alle wichtigen Produktinformationen enthält (siehe unten). Rita (37) und Ueli Hegglin (42) mit ihren Kindern Marco (10) und Fabienne (11) im Hühnerstall.

M-Classic Schweizer Eier aus Bodenhaltung, 6 Stück à 53 g+ Fr. 2.45

M-Classic Schweizer Eier aus Bodenhaltung, 10 Stück à 53 g+ Fr. 3.95 In grösseren Filialen

Bilder: Daniel Ammann, iStockphoto

Rückverfolgbarkeit

Der Eier-Code gibt Auskunft

Der Betrieb der Firma Ei-Day in Wittenbach SG beherbergt rund 17 000 Legehennen.

Jedes Ei trägt einen Code, der bereits auf dem Hof und nicht erst beim Abpacken aufgedruckt wird. Wer ihn auf www.migros.ch/eier eingibt, erhält die Information, aus welchem Betrieb das Ei stammt. Die erste Ziffer steht für Bio- (0), Freiland- (1) oder Bodenhaltung (2).

Die Buchstaben sind das Länderkürzel, während die folgenden drei Ziffern die Betriebsnummer bilden. Ganz am Ende ist das Legedatum vermerkt. Mit diesem Tool bietet die Migros ihren Kunden einen echten Mehrwert und Transparenz an.


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MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 65

Ostermenü

Es ist angerichtet!

Spargelspitzen mit Dillschaum, Fischpäckli, Lammrollbraten und Lachs-Türmchen: Mit diesen aussergewöhnlichen Rezepten wird das Feiertagsmahl garantiert ein Genussfestival. Als Clou gibts zum Dessert einen feinen Cake mit Ostergeheimnis.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Sonja Leissing

Bilder: Martina Meier

Styling: Monika Hansen

Rezepte: Feride Dogum

Ostern Heute: Schlemmermenü für die ganze Familie

Was versteckt sich wohl in diesem Cake? Die Auflösung gibt es auf Seite 88.


66 | MM12, 21.3.2016 | MIGROS-WELT

TerraSuisse M-Classic Toast & Sandwich Fr. 1.10

Die Lachs-Türmchen und die Vinaigrette lassen sich einfach vorbereiten.

MSC Wildlachs Sockeye, Wildfang aus Alaska, 280 g Aktion Fr. 11.20 statt 18.75 40 % Rabatt vom 22. bis 28. 3.

Basilikum, per 20 g aktueller Tagespreis

Lachs-Türmchen mit Vinaigrette Zutaten für 4 Personen

150 g Rauchlachs, 1 Avocado*, 1 EL Limettensaft, 0,5 dl Vollrahm, ¼ Bund Basilikum, Salz, Pfeffer, 8 Scheiben Toastbrot, 2 EL Kräuteressig, 3 EL Olivenöl, 1 Schalotte, Basilikumblätter * in Bio-Qualität erhältlich

Zubereitung

1. Für die Lachs-Türmchen Tassen kalt ausspülen, mit Klarsichtfolie auslegen. Lachs grob schneiden. Je 1 EL auf die Förmchen verteilen. Avocado halbieren, Kern entfernen, Fruchtfleisch auslösen und mit

Limettensaft, Rahm und ½ des Basilikums fein pürieren, würzen. 2. Aus den Toastbrotscheiben Rondellen ausstechen. ½ des Pürees auf den Lachs in den Förmchen verteilen, je 1 Rondelle Toast darauflegen. Restlichen Lachs darauf verteilen, Püree darübergeben, mit Toast abschliessen. Mit Folie zudecken, ca. 3 Stunden kühl stellen. 3. Für die Vinaigrette Essig und Öl verrühren. Schalotte fein schnei-

den. Restlichen Basilikum fein hacken. Beides zur Vinaigrette mischen, würzen. Deckfolie entfernen. Türmchen auf Teller stürzen. Folie entfernen. Vinaigrette darüberträufeln, mit Basilikumblättchen garnieren. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

+ ca. 3 Stunden kühl stellen Pro Person ca. 14 g Eiweiss, 26 g Fett, 19 g Kohlenhydrate, 1500 kJ/350 kcal

Bio Avocados, pro Stück aktueller Tagespreis


MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 67

Spargelkissen mit Dillschaum Zutaten für 4 Personen

250 g

Blätterteig* Mehl zum Auswallen 250 g grüne Spargeln 8 Radieschen ½ Zitrone 1 EL Olivenöl Salz, Pfeffer 0,5 dl fettfreie Gemüsebouillon, kalt ½ EL Aceto balsamico bianco 1 Eigelb 4 Zweige Dill

Dill, per 20 g aktueller Tagespreis

* in Bio-Qualität erhältlich

Zubereitung

1. Backofen auf 200 °C vorhei­ zen. Blätterteig auf wenig Mehl zu einem Quadrat à ca. 25 cm auswallen. In 4 Quadrate teilen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Spargeln im hinte­ ren Drittel schälen, Enden frisch anschneiden. Spargeln schräg in Stücke à ca. 2 cm schneiden. Radieschen vierteln. Beides in eine Schüssel geben. Zitronenschale fein abreiben, mit dem Öl daruntermischen. Salzen und pfeffern. Gemüse auf die Teigquadrate verteilen, rundum je ca. 1 cm Rand frei lassen. Spargelkissen in der Ofenmitte ca. 20 Min. backen.

Radieschen, pro Bund

aktueller Tagespreis

2. Bouillon, Balsamico und Eigelb in einer Chromstahl­ schüssel gut verrühren. Über einem heissen Wasserbad mit einem Mixer mindestens 10 Minuten zu einer schau­ migen Creme aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dill fein hacken, untermischen. Spargelkissen auf Teller verteilen, Dillschaum darauf anrichten, sofort servieren.

Spargeln grün, Bund à 1 kg aktueller Tagespreis

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 20 Minuten backen

Pro Person ca. 5 g Eiweiss, 25 g Fett, 20 g Kohlenhydrate, 1350 kJ/320 kcal

Bio Blätterteig ausgewallt, 250 g Fr. 2.15 Der luftige Dillschaum passt besonders gut zu den Spargeln.


68 | MM12, 21.3.2016 | MIGROS-WELT

Lammrollbraten mit Karotten Zutaten für 4 Personen

1 EL 1 EL 1 EL 1 2 TL 800 g 3 600 g 1 TL

2 dl 2 dl

flüssiger Honig grobkörniger Senf HOLL­Rapsöl Knoblauchzehe Paprika Pfeffer Lammrollbraten rote Zwiebeln Karotten* Salz Öl zum Braten Apfelsaft Rindsbouillon

* in Bio­Qualität erhältlich

Zubereitung

1. Honig, Senf und Öl mischen, Knoblauch dazupressen. Mit Paprika und Pfeffer würzen. Lamm­ braten damit einreiben. Ca. 1 Stunde marinieren. 2. Zwiebeln vierteln. Karot­ ten in Scheiben schneiden.

Braten salzen und bei grosser Hitze in einem Bräter im Öl ca. 3 Minuten rundum anbraten. Gemüse beigeben und kurz mitbra­ ten. Apfelsaft und Bouillon dazugiessen. Braten zuge­ deckt ca. 1 Stunde schmoren lassen. Nach der Hälfte der Garzeit wenden. Am Schluss Braten heraus­ nehmen, ca. 5 Minuten zugedeckt stehen lassen, tranchieren, mit dem Gemüse servieren. Als Beilage empfehlen sich Kartoffelstock oder hausgemachte Knöpfli.

Zubereitungszeit ca. 45 Minuten + ca. 1 Stunde marinieren + ca. 1 Stunde schmoren lassen

Pro Person ca. 48 g Eiweiss, 9 g Fett, 24 g Kohlenhydrate, 1550 kJ/370 kcal

Tipp Eierbecher mit Frühlingsgräsern füllen. Auf ein gekochtes Ei ein Gesicht malen, eine Ser­ viette darumlegen und zu Hasenohren falten. Ein Schleifchen darum­ binden.


MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 69

TerraSuisse Lammschulter aktueller Tagespreis In grösseren Filialen

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Bio Karotten, Beutel à 1 kg aktueller Tagespreis


70 | MM12, 21.3.2016 | MIGROS-WELT

Gemüsepäckli mit Kabeljau Zutaten für 4 Personen

400 g 400 g ½ Bund 2 EL

Knollensellerie* Lauch Thymian HOLL-Rapsöl Salz, Pfeffer 4 Bogen Backpapier 600 g Kabeljaufilets wenig Küchengarn ½ Limette 40 g Butter, weich * in Bio-Qualität erhältlich

Zubereitung

1. Sellerie in feine Scheiben hobeln. Lauch schräg in feine Streifen schneiden. Die Hälfte der Thymian­ blättchen abzupfen. Alles mit dem Öl mischen, mit Salz und Pfeffer würzen. Backpapiere auf dem Tisch auslegen, je ¼ vom Gemüse darauf verteilen. Fisch­ filets auf das Gemüse legen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Backpapiere zu Päckli verschliessen, mit der Küchenschnur gut zubinden. 2. Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen. Päckli auf zwei Backbleche legen. Ca. 20 Minuten garen. Limette in 4 Schnitze schneiden. Vom restlichen Thymian Blättchen abzupfen. Butter gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Päckli herausnehmen, öffnen. Butter, Limettenschnitze und Thymian darauf verteilen, sofort servieren. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 20 Minuten garen

Pro Person ca. 30 g Eiweiss, 15 g Fett, 6 g Kohlenhydrate, 1150 kJ/280 kcal

Ostern-Frischfisch z. B. Kabeljaurückenfilet, Wildfang aus dem Nordostatlantik, per 100 g* Aktion 30 % auf aktuellen Tagespreis vom 22. bis 28. 3. * in grösseren Filialen

Limetten, pro Stück aktueller Tagespreis

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Käse in Bedienung: Maxx 365, per 100 g, 2.60 statt 3.10 15% Anna’s Best Chefsalat, 200 g, 3.30 statt 3.90 15%

TerraSuisse Kalbsschulterbraten, per 100 g, 3.20 statt 4.– 20%

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Gesamtes M-Classic-Tiernahrungsoder -Einstreu-Sortiment, z.B. Katzenfutter Ragout, assortiert, 12 x 100 g, 3.90 statt 4.90 20% Gesamtes Nescafé Sortiment, z.B. Gold de Luxe, Beutel, 180 g, 8.45 statt 10.60 20%

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MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 83

Tipp Leere Eierschalen mit wenig Wasser füllen. Mit Ranunkeln, Weidenkätzchen und Narzissen füllen. Ei in Eierbecher stellen. Mit einer Masche dekorieren.

Zu den Gemüse-Fisch-Päckli bieten sich als Beilage Salzkartoffeln oder Wildreis an.


84 | MM12, 21.3.2016 | MIGROS-WELT

Bio Randen gedämpft, per kg Fr. 4.90

Longobardi Tomaten gehackt, 280 g Fr. 1.–

Pancho Villa Soft Tortillas, 8 Stück Fr. 4.60

Reibkäse Gruyère/Emmentaler, 120 g Fr. 2.45


MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 85

Tipp Anstelle von gekochten Randen kann man auch roh geraffelte Kabis zur Masse geben.

Gemüseschiffli mit Tomatensauce Zutaten für 4 Personen

250 g Lauch, 250 g Karotten*, 250 g gedämpfte Randen*, 2 EL HOLL-Rapsöl, 1 Beutel Kräutermischung (Dill, Basilikum, Petersilie), Salz, Pfeffer, 8 Tortillas, 200 g Crème fraîche, 100 g Reibkäse, z. B. Mischung Gruyère/Emmentaler, 2 EL Milch, 1 Zwiebel, 1 EL Tomatenpüree, 1 TL Paprika, 1 Dose Pelati * in Bio-Qualität erhältlich Zubereitung

1. Lauch fein schneiden, Karotten und Randen grob raffeln. Die Hälfte des Öls in einer Bratpfanne erhitzen. Lauch und Karotten ca. 10 Minuten darin rührbraten. Kräuter fein hacken, die Hälfte davon beiseitestellen. Restliche Kräuter mit den Randen zum Gemüse mischen. Würzen. 2. Ofen auf 200 °C vorheizen. Gemüse auf die Tortillas verteilen, einrollen. Mit Zahnstocher fixieren. Je 2 Rollen in ein ofenfestes Förmchen legen. Crème fraîche, Reibkäse und Milch mischen, würzen. Guss über die Rollen giessen. Gemüseschiffli ca. 15 Minuten überbacken. 3. Zwiebel fein hacken. Restliches Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel andünsten, Tomatenpüree und Paprika beigeben, mitdünsten. Pelati beigeben, Sauce dickflüssig einköcheln. Beiseitegestellte Kräuter daruntermischen und mit Sauce servieren. Zubereitungszeit ca. 45 Minuten + ca. 15 Minuten backen

Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 33 g Fett, 69 g Kohlenhydrate, 2750 kJ/650 kcal Famigros Der Familien-Club der Migros bietet eine abwechslungsreiche Plattform, auf der sich

Tortillas füllen und dann «röllele» macht einfach Spass.

Mütter und Väter laufend zu Familienthemen informieren können. Viel Platz ist auch dem Thema Essen und Trinken gewidmet. Man findet attraktive Rezepte und so manche Tipps fürs Kochen, die speziell den Altersstufen der Kinder angepasst sind. Werden Sie kostenlos Famigros-Mitglied: www.famigros.ch


86 | MM12, 21.3.2016 | MIGROS-WELT

Nougat-Gianduja-Eistorte Zutaten für 8 Personen

Für 1 Springform à 17 cm Ø 1 1 Prise 50 g ½ EL 1 1 25 g 100 g

Eiweiss, frisch Salz Zucker Kakaopulver Eigelb, frisch Ei Puderzucker Nougat-Eier mit Giandujafüllung 2 dl Vollrahm 3 kleine Schoggihasen Nougat-Eier mit Giandujafüllung für die Garnitur Zubereitung

1. Backofen auf 120 °C vorheizen. Eiweiss mit Salz steif schlagen. Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis die Masse fest ist und glänzt. Kakaopulver sorgfältig unterziehen. Kreis à 16 cm Ø auf ein Back­ papier zeichnen. Masse im Kreis verstreichen. Ofen ausschalten, Merin­ gue darin ca. 2 Stunden trocknen lassen, dabei

Frey Hase Lampino Milch, 40 g Fr. 1.40

Ofentür mit einer Kelle einen Spalt offen halten. Herausnehmen und ab­ kühlen lassen. 2. Eigelb und Ei mit Zu­ cker schaumig schlagen. Nougat­Eier grob hacken, daruntermischen. Rahm steif schlagen, darunter­ ziehen. Meringue in die mit Backpapier ausgelegte Form geben, Formrand mit Backpapier ausklei­ den. Masse in die Form füllen. Torte ca. 3 Stunden tiefkühlen. Torte aus der Form lösen, mit Schoggi­ hasen und Nougat­Eiern garnieren.

Frey Häsli Giandor noir gefüllt, 32 g Fr. 2.80

Frey Hase Bugsy weiss, 5 Stück, 75 g Fr. 2.90

In grösseren Filialen

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 2 Stunden trocknen lassen + auskühlen lassen + ca. 3 Stunden tiefkühlen

Pro Person ca. 3 g Eiweiss, 13 g Fett, 19 g Kohlenhydrate, 850 kJ/210 kcal Frey Hase Timo, weiss, 80 g Fr. 2.50

Frey Eili Crispy, 500 g Fr. 10.80

Schweizer Eier aus Freilandhaltung, 6 Stück à 53g+ Fr. 3.60

Cristal Feinkristallzucker, 1 kg Fr. 1.–

Valflora Vollrahm UHT, 500 ml Fr. 3.25


MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 87

Frey Hase Milch, 155 g Fr. 2.95

Hasencake Ergibt 14 Stück, für 1 Cakeform à 26 cm

Frey Hase Mahony noir, 100 g Fr. 4.–

1 Grosis Schoggi-Cake à 420 g, 1 Zitrone, 200 g Butter, weich, 200 g Zucker, 1 Prise Salz, 4 Eier, 200 g Mehl, 1½ TL Backpulver, einige Marzipanrüebli, 1 Rolle Patissier Marzipan grün für die Wiese, Puderzucker zum Bestäuben Zubereitung

1. Backofen auf 180 °C vorheizen. Cakeform mit Backpapier auskleiden. Cake in Scheiben schneiden. Mit einem Hasenförmchen à ca. 6 cm Hasen ausstechen. 2. Zitronenschale fein abreiben, Zitrone auspressen. Butter, Zucker, Salz, Eier, Zitronenschale und -saft mit einem Rührgerät schaumig rühren. Mehl und Backpulver mischen, unter die Masse heben. Wenig Teig in die Form füllen. Schokoladenhasen eng aneinandergereiht mit dem Hinterteil einer Seitenwand entlang in die Form stellen. Restlichen Teig darüberverteilen. Auf der Kopfseite der Hasen einen Zahnstocher zwischen Formwand und Teig hineinstecken. Cake in der Ofenmitte ca. 45 Minuten backen. Cake herausnehmen, auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Frey Sitzhäsli weiss, 18 g Fr. 1.40

3. Marzipanrüebli auf der Kopfseite der Schokocake-Hasen (Zahnstocher) seitlich in den Cake stecken. Marzipan zu haselnussgrossen Kugeln formen, durch eine Knoblauchpresse drücken und mit einem Messer abstreifen. Marzipan um den Cake herum als Wiese anbringen. Cake mit Puderzucker bestäuben. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

+ ca. 45 Minuten backen + auskühlen lassen

Pro Person ca. 3 g Eiweiss, 13 g Fett, 19 g Kohlenhydrate, 850 kJ/210 kcal

Rezepte www.saison.ch


88 | MM12, 21.3.2016 | MIGROS-WELT

Tipp Eine Schale mit Steckmasse für Blumen und Moos füllen. Hyazinthenzwiebeln pflanzen. Mit Weidenkätzchen, Porzellanhasen und Dekoeiern schmücken.

Wer hats erraten? Mit dem Anschnitt lüftet der feine Kuchen sein Ostergeheimnis: Es hat sich ein Häsli in seinem Innern versteckt. Rezept auf Seite 87


MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 89

Yvette

Frischekur für alles Feine Synthetik- und Mischgewebe nehmen leicht Gerüche an. Dafür gibt es das Feinwaschmittel Fibre Fresh von Yvette. Spezielle Wirkstoffe sorgen dafür, dass schlechte Gerüche effizient entfernt und die Textilien lang anhaltend erfrischt werden. Dank Faserschutz bleibt die Wäsche länger schön und wird schon bei niedrigen Temperaturen gründlich und schonend gewaschen. Das geruchsneutralisierende Fibre Fresh ist dermatologisch getestet, biologisch gut abbaubar und enthält weder Bleichmittel noch optische Aufheller.

Yvette Fibre Fresh, 2 l Fr. 11.20

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Yvette-Waschmittel.

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90 | MM12, 21.3.2016 | MIGROS-WELT

Wenn wieder einmal mehr Gäste kommen, als Geschirr vorhanden ist: M­Budget Teller eckig, Karton, 23 × 23 cm, 50 Stück Fr. 3.45

Wenn der kleine Hunger die Oberhand gewinnt: Appenzeller Biberli, 75 g Fr. 1.20

Nothelfer

Wie gut, dass es sie gibt Panne im Haushalt oder am Auto? Kleben die Finger unterwegs von der fruchtigen Zwischenmahlzeit? Verweigert das Smartphone den Dienst, weil der Akku mal wieder leer ist? Wohl dem, der über den passenden Nothelfer verfügt. Ein Sackmesser zum Beispiel, das jeder, der noch keines besitzt, schon tausend Mal vermisst hat. Oder ein kleines Arsenal von Teelichtern, das ein Nachtessen bei Stromausfall in ein romantisches Candle-Light-Dinner verwandelt. Und wenn alle Stricke reissen, kann man noch immer auf die beruhigende Wirkung der BachblütenRescue-Tropfen hoffen.

Wenn der Akku den Geist aufgibt: MPower USB PowerBank Lade­ gerät, 2600 mAh, inkl. div. Adapter, verschiedene Farben Fr. 19.80 Im Melectronics

Wenn die Taschenlampe Nachschub braucht: Energizer Max AA/LR6, 8 Stück Fr. 14.90 Im Melectronics

Ein paar Tropfen Wasser genügen, und schon entfaltet sich das Tuch: Linsoft Magic Erfrischungstücher, 10 Stück Fr. 2.90 In grösseren Filialen


MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 91

Vielseitig verwendbar und deshalb (fast) unverzichtbar: Touristen-Taschenmesser Victorinox Fr. 22.50 In grösseren Filialen

Für schmerzfreie Arbeiten in Bodennähe: Windhager Kniekissen, 40 × 30 × 4 cm Fr. 8.90 Im Do it + Garden Migros

Praktisch für unterwegs: M-Plast Pflaster-Reise-Set Fr. 3.30

Bild: Getty Images

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Nicht nur bei Stromausfall dankbare Nothelfer: Teelichter, Brenndauer ca. 4 h 100 Stück Fr. 4.50

Und wenn einem alles zu viel wird: Bachblüten, Original Rescue-Tropfen, 10 ml Fr. 14.50


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ASC Forellenfilet ger채uchert D채nemark/Zucht Trio, 3x 125 g


MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 93

Produkt der Woche

Für alle, die wissen, was gut ist

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Aare

Migros Sélection macht Ihren Alltag zu etwas Besonderem. Feine Aromen und Nuancen verleihen jedem Sélection-Produkt eine eigene, einmalige Note und bereiten an 365 Tagen im Jahr kulinarische Höhenflüge. So zum Beispiel das cremige Tiramisù: Dieses herrliche Dessert rundet jedes Festmenü besonders fein ab. Sélection Tiramisù, 500 g kosten Fr. 8.50.

Tiramisù Sélection, 500 g, Fr. 8.50

Mehr Informationen auf www.selection.migros.ch

Klubschulangebot

Chef in Sachen Salat

Genusszeit

Erholsame Pausen bewusst erleben Aufgrund von Termindruck und Überlastung sparen heute viele Menschen Zeit beim Essen und Trinken. Durch die Gassen eilend, mit dem Handy am Ohr soll sich der Körper nun auch noch darauf einstellen, Nahrung aufzunehmen und zu verdauen. Tatsächlich kann der Mensch neue Energie viel besser speichern, wenn er sich zum Essen und Trinken bewusst Zeit nimmt. Eine kleine Auszeit zwischendurch hilft, die Gedanken neu zu sortieren und danach wieder

durchzustarten. Deshalb bieten die Migros-Restaurants ihren Gästen angenehm gestaltete Räume und eine vielseitige Getränke- und Speiseauswahl für erholsame, genussreiche Pausen. Hinsetzen und Kräfte sammeln Auch wer morgens lieber ein paar Minuten länger schläft, muss nicht auf ein Frühstück verzichten. Die Mitarbeitenden der Migros-Restaurants stehen gern etwas früher auf, um das

einladende Zmorge-Buffet herzurichten. Vom Frühstückshit bis zum leichten Délifit-Zmorge und vom Kinderfrühstück bis zum herzhaften Handwerker-Znüni – es gibt für jeden Hunger ein preiswertes Angebot, das die Wahl der liebsten Heissgetränke, Brötli, Aufstriche, Käsli und mehr dem Gast überlässt. In einigen MigrosRestaurants gibt es sogar ein warmes Frühstücksbuffet für alle mit grossem Morgenhunger oder Nachtschichtarbeitende. MM

Salatkreationen – raffinierte Dressings: Wir zeigen Ihnen in diesem Kurs, dass Sie nicht nur die Wahl zwischen französischer und italienischer Sauce haben. Bei uns lernen Sie Salate mit Früchten, Pilzen, Fisch oder Fleisch, unzähligen Kräutern und exotischer Würze kennen. 4 Lektionen kosten Fr. 108.–. Weitere Infos gibt es auf www.klubschule.ch und unter Tel. 0844 844 900.


94 | MM12, 21.3.2016 | MIGROS-WELT

Obi Schönbühl

Das Paradies für Heimwerker

Die Bauprofis haben umgebaut. In den vergangenen Wochen wurde der Obi-Bau- und -Heimwerkermarkt Schönbühl rundum erneuert. Jetzt bietet er alles, was das Handwerker- und Gärtnerherz begehrt – auch am Ostermontag. Text: Sarah Baur

O

bi Schönbühl wurde vor rund zehn Jahren eröffnet und hat in dieser Zeit unzählige Kundinnen und Kunden beim Verwirklichen ihrer Ideen in Haus und Garten unterstützt. Doch dann war es an der Zeit, den Bau- und Heimwerkermarkt selber aufzufrischen, damit er für seine Kundschaft in neuem

Glanz erstrahlte. Aus diesem Grund wurde der Laden während einiger Wochen bei laufendem Betrieb neu eingerichtet und noch besser auf die Bedürfnisse der Handwerker und Gartenfreunde abgestimmt. Mittlerweile sind alle Absperrbänder und leeren Regale aus dem Obi Schönbühl verschwunden. Auf den gesamten 12 000 Qua-

dratmetern kann wieder flaniert oder schnell eingekauft werden. Die optimierte Beleuchtung, die übersichtliche Gestaltung und eine logische Sortimentspräsentation erleichtern die Orientierung im Laden. Der grosse Hauptgang wird zur Schnäppchenmeile, und in den Trendshops kann die Kundschaft laufend neue und besonders


MIGROS-WELT | MM12, 21.3.2016 | 95

Theater Gurten

Die Nashörner sind los

Am 23. Juni feiert das Freilichttheater Gurten die Premiere seiner neuen Produktion «Die Nashörner» von Eugène Ionesco. Das Migros-Kulturprozent unterstützt das Berner Freilichttheater seit Beginn und 2016 bereits zum achten Mal als Hauptpartner. Text: Pascal Schütz Bilder: Hannes Zaugg-Graf Die Blumen- und Pflanzenauswahl ist so gross wie nie zuvor.

Livia Anne Richard (mit Hut) bei den Probearbeiten, v.l.n.r.: Matthias Blum, Fredi Stettler, Corinne Thalmann und Markus Maria Enggist.

attraktive Produkte kennenlernen. Breitere Gänge und das neue Abhollager mit Seiteneingang sorgen für mehr Einkaufskomfort. Eine gute Gelegenheit, den neuen Laden zu erkunden, ist der verkaufsoffene Oster­ montag, 28. März, an dem die Besucher mit besonderen Aktivitäten und Angeboten rechnen können. Der umgebaute Baumarkt ist jetzt auch für Profis attraktiver

Neben der grossen Blumen- und Pflanzenauswahl und dem Shop mit dekorativen Töpfen gehört auch die Wohn- und Sanitärausstellung zu den wesentlichen Neuerungen bei Obi Schönbühl. Ausserdem profitieren kleine und mittlere Handwerksbetriebe jetzt von neuen Vorteilen wie festen Rabatten, Monatsrechnung und Heimlieferung. Das Team des Obi-Bau- und -Heimwerkermarkts Schönbühl freut sich auf alle Besucherinnen und Besucher. Die Mitarbeitenden zeigen gern, wo die Lieblingsprodukte im neuen Laden ihren Platz haben. Ein herzliches Dankeschön geht an die treue Kundschaft, die während der Umbauphase sehr viel Verständnis zeigte. Der Besuch im rundum erneuerten Obi Schönbühl zeigt allen, dass sich das Warten gelohnt hat. MM

Livia Anne Richard hat das Stück «Die Nashörner» ins Berndeutsche übersetzt und führt beim Freilichttheater Gurten Regie. Im Gespräch mit dem MigrosMagazin gewährt sie erste Einblicke hinter die Kulissen. Livia Anne Richard, worum geht es in «Die Nashörner»? Das Stück befasst sich auf humorvolle und gleichzeitig tiefschürfende Art und Weise mit dem Phänomen des menschlichen Herdentriebs. Ein Phänomen, das zeitlos ist und heute genauso zum Weltgeschehen passt wie 1957, als Ioneso das Stück geschrieben hat. Im Theaterstück verwandeln sich die Menschen in Nashör­ ner. Werden am Ende Dick­ häuter auf der Bühne stehen? Die Verwandlung in Nashörner ist als Metapher gedacht. Auf der Bühne wird deshalb niemand mit Papphörnern und in grauen Kostümen zu sehen sein. Die

Verwandlung vollzieht sich im Spiel der Akteure. Die Nashörner werden aber «musikalisch» über die Gurtenwiese trampeln. Weichen Sie inhaltlich vom Original ab? Meine Inszenierung ist sehr nahe am Originaltext. Aber natürlich habe ich gewisse Passagen der heutigen Zeit und auch dem Spielort angepasst. Das Publikum kann sich auf ein witziges und tiefgründiges Stück freuen, untermalt von einem musikalischen Feuerwerk der beiden Topinstrumentalisten Hank Shizzoe und Simon Baumann. Tickets sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich: www.theatergurten.ch MM Freilichttheater Gurten: «Die Nashörner», 23. Juni bis 19. August


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Extra MM12

Auto

Rückschau Die stärksten Neuheiten von Genf im Überblick

Bild: Michael Sieber

ab Seite 114

In voller Fahrt zum Crashtest Zu Besuch im Dynamic Test Center bei Bernhard Gerster.


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Dynamic Test Center (DTC)

Wo die Dummies wohnen

Friedlich eingebettet in den Berner Jura bei Vauffelin BE befindet sich das DTC. Im Dynamic Test Center wird im Auftrag von Bund, Firmen und Privaten entwickelt, getestet und zertifiziert. Ein Augenschein. Text: Raoul Schwinnen

Bilder: Michael Sieber

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erzlich willkommen im Safety Valley», begrüsst uns Bernhard Gerster freundlich lächelnd – und bietet uns gleich einen Kaffee an. Der 60-jährige HTL-Ingenieur, Gründer und Geschäftsführer des Dynamic Test Centers DTC im bernischen Vauffelin, steht in seiner einfachen grauen Fleecejacke im kalten Backsteinflur vor seinem Büro. Noch ehe wir Ja zum Kaffee sagen können, beginnt sich Gerster zu entschuldigen: «Versuchen Sie bitte meine Unordnung im Büro zu ignorieren.» Auch den nicht gerade sehr einladenden Empfangsbereich kritisiert er gleich selbst und verspricht, dass Umbau und Neustrukturierung dieses Bereichs zu seinen nächsten Projekten gehörten. Keine zehn Minuten später wird klar, weshalb Bernhard Gerster keinen aufgeräumten Schreibtisch haben kann. Seine Aufgaben sind so vielfältig wie zahlreich: «Ich trage als Dozent an der Berner Fachhochschule, als Abteilungsleiter Automobiltechnik und als DTC-Geschäftsführer eigentlich drei Hüte», sagt Gerster. Aber auch 22 Jahre nach der Gründung des DTC


AUTO | MM12, 21.3.2016 | 101

hat dieser stets unter Strom stehende AutoFachmann kein bisschen seines Elans verloren. Im Gegenteil: Laufend geht er neue Projekte an. Wie die 2014 fertiggestellte Prüfstrecke. «Die längste der Schweiz», wie er stolz anmerkt, oder das erwähnte neue Empfangsgebäude. «Unser Vorteil ist, dass wir viel vom Gewinn wieder reinvestieren dürfen.» Doch was ist das Dynamic Test Center (DTC) eigentlich? Bernhard Gerster versucht es in seinem Büro mit wenigen Sätzen zu erklären: «Das DTC ist eine private Aktiengesellschaft mit Beteiligung der Privatwirtschaft und der Berner Technikund Informatik-Fachhochschule. Unser Dienstleistungsangebot umfasst Entwicklungen, Prüfungen, Untersuchungen und Schulungen im Bereich Fahrzeug- und Flugzeugsicherheit, im Fahrzeug-Engineering und in der Unfallanalyse. Gegründet haben wir das DTC 1994 aufgrund von Anfragen aus der Wirtschaft an den Fachbereich Automobiltechnik der Berner Fachhochschule. Heute beschäftigen wir gegen 40 Mitarbeiter.» Plötzlich steht Gerster auf und sagt: «Was soll ich Ihnen das im Büro erklären? Machen wir doch einen Rundgang durch das Center.» Als Erstes führt uns der DTC-Geschäftsführer zur Crashhalle. «Wir unterscheiden», erklärt er, «zwischen aktiver und passiver Sicherheit. Passive Sicherheit sind Mass-

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nahmen am Fahrzeug, die Unfallfolgen mindern.» In der Halle sitzen diverse Crashdummies auf Kisten und in Rollstühlen – unter anderen auch der weibliche Dummy P04. «Eine Fünf-Prozent-Frau», erklärt Gerster. Wie bitte? Gerster klärt uns auf: P04 oder «Sarah», wie sie von den Mitarbeitern liebevoll genannt wird, repräsentiert mit 1,58 Meter Körpergrösse und 48 Kilo Gewicht nur fünf Prozent aller Frauen aus Fleisch und Blut. Das heisst: Das Gros der Frauen ist grösser und schwerer. Gerade darum ist Sarah wichtig; etwa für Crashtests von Flugzeugsitzen oder Autoairbags, «damit sie nicht unter dem Sicherheitsgurt oder Airbag durchtaucht», erläutert Gerster.

2

Crashversuche auch mit Flugzeugsitzen

Derzeit hat das DTC neben vielen Kunden aus der Auto- und Zulieferbranche auch Aufträge der Flugzeugindustrie. So prüfte das DTC kürzlich im Auftrag von Pilatus das Bugfahrwerk des neuen PC-24 auf Widerstandsfähigkeit bei der Landung und führt derzeit für einen Flugzeugsitzhersteller Crashversuche durch, um sie für die europäische Luftfahrt-Sicherheitsbehörde (EASA) sowie die entsprechende US-Behörde zu zertifizieren, also zuzulassen. «Wir prüfen fast alles», erklärt Bernhard Gerster zufrieden, «von Gurt- und Sitzverankerungen über PWs und schwere LKWs

1 + 3 Verschiedene Crashdummies warten

auf ihren Einsatz. Grösse und Gewicht der Crashpuppen sind genormt. 2 DTC-Gründer und -Geschäftsführer Bernhard Gerster erklärt mit viel Engagement die verschiedenen Einrichtungen seiner Institution.


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bis hin zu ganzen Seilbahnkabinen.» Im Auftrag des Bundes und der Kantone prüft und zertifiziert das DTC sogar SteinschlagSchutznetze oder Strassenleitplanken. «Nach einem Unfall, bei dem letztes Jahr ein Sattelzug mit Bagger eine Autobahn-Leitplanke am Übergangsstück durchschlug, werden Simulationsrechnungen für Leitplanken und deren Übergänge immer wichtiger. Wir führten aber auch schon Crashversuche mit Aufpralltempi von 200 km/h für Rennstrecken-Leitplanken durch. Dies bedeutete für uns fast sechs Mal so viel Aufwand wie ein normaler Crashversuch», sagt Gerster. Wir verlassen die Halle, setzen uns ins Auto und fahren auf die Prüfstrecke. Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Gelände mit den Bewässerungsanlagen

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und dem Rutschbelag kaum von jenem anderer Fahr- und Trainingszentren. «Wir verfügen aber über spezielle Asphaltbeläge sowie den längsten Gleitbelag – und können so selbst Sattelzüge oder extrem lange Doppelgelenkbusse prüfen», so Gerster. Neben Geräuschmessfahrten und Bremsprüfungen nutzt das DTC das Testgelände auch für dynamische Fahrzeugtests, Homologations- oder Fahrzeugabänderungsprüfungen. «Und», fügt Gerster an, «Fahrzeughersteller oder -importeure können die Teststrecke für Versuche, Präsentationen oder Trainings mieten.» Nach einigen Drifts auf dem Gleitbelag verlassen wir das Prüfgelände wieder und fahren zurück zum Hallen- und Bürotrakt. Nun führt uns Gerster durch die diversen Büros des Centers.

Dort ist etwa der Bereich EngineeringServices beheimatet, der je nach Kundenwunsch Beratungen, Berechnungen, Simulationen, aber auch Entwicklungen im sehr weiten Feld der Fahrzeugtechnik durchführt. Ein weiterer, äusserst interessanter Bereich ist die Unfallanalyse. Wie lässt sich eine Unfallkurve entschärfen?

Für Gerichte erstellt das DTC Expertisen und verkehrstechnische Gutachten, in denen komplexe Unfälle rekonstruiert und Ausgangstempo oder Vermeidbarkeit geklärt werden. Oder in denen versucht wird, anhand technischer Untersuchungen und Simulationen nachzuweisen, dass der Unfall zum Beispiel auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist. Bei unserem Besuch erstellt Mitarbeiter André Blanc gerade

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1 In Schuhen mit Ledersohlen zum

eine Unfallschwerpunktkarte für den Kanton Aargau. Mit Computersimulation und 3-D-Scanning will Blanc für eine besonders unfallträchtige Kurve zudem errechnen, ob diese sich baulich entschärfen liesse oder wo und wie gross Auslaufzonen für verunfallende Fahrzeuge sein müssten. «Also, wo besser nur Buschwerk statt grosse Bäume gepflanzt werden sollten», erklärt Blanc. Mittlerweile ist Heinz Reber, Leiter Unfallanalyse, zu uns gestossen. Bei einer weiteren Tasse Kaffee erzählt er stolz, wie sich das Regionalgericht Biel beim Urteil zum kürzlich verhandelten Unfall von Täuffelen BE nicht zuletzt auf die DTC-Expertise stützte. «Wir konnten glaubhaft belegen», so Reber, «dass der Verursacher vor vier Jahren mit über 90 km/h auf der Hauptstrasse

durchs Dorf raste, als sein Fahrzeug die Familie auf dem Trottoir erfasste, den Vater über 20 Meter wegschleuderte und tödlich verletzte.» Beide Raser, die sich mitten im Dorf ein Rennen lieferten, wurden zu langen Freiheitsstrafen verurteilt. Wir könnten den Herren vom DTC noch stundenlang zuhören, wenn sie von ihren interessanten Tätigkeiten berichten, doch die Zeit drängt zum Aufbruch. Beim Verabschieden erkundigt sich Bernhard Gerster noch: «Wo genau erscheint Ihr Artikel?» – Im Auto-Extra des Migros-Magazins. – Worauf er lächelnd erwidert: «Für die Migros haben wir auch schon Materialprüfungen durchgeführt. Etwa, als es darum ging, ob Kindervelos aus China stabil genug sind, um ins Verkaufssortiment aufgenommen zu werden.» MM

Aufpralltest: Der Crashdummie in vorgeschriebener Ausrüstung. 2 Häufig werden im DTC Crashtests für Flugzeugsitze durchgeführt. 3 Mit Computersimulationen und 3-D-Scanning werden Unfallschwerpunkte errechnet. 4 + 5 Hochgeschwindigkeits-Crashtests (Heckaufprall mit 140 km/h auf ein stehendes Fahrzeug) finden auf dem Aussengelände statt … 6 … Belastungs- und Crashtests mit Schlitten werden dagegen in den Hallen durchgeführt.

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Gut zu wissen

So funktioniert die Brennstoffzellentechnik Dort, wo bei konventionellen Autos der Verbrennungsmotor sitzt, befindet sich bei Wasserstoff-betriebenen Fahrzeugen die Brennstoffzelle (1). In dieser entsteht durch die Reaktion von Wasserstoff aus den hinteren Tanks (2) und Sauerstoff elektrische Energie, die wiederum für den Antrieb des Elektromotors an der Vorderachse (3) sorgt. Als Ergebnis dieser sogenannten «kalten» Verbrennung stossen die Fahrzeuge lediglich sauberen Wasserdampf aus. Da beim Anfahren noch nicht ausreichend Strom aus der Brennstoffzelle zur Verfügung steht, versorgt ein Lithium-Ionen-Akku hinter der Hinterachse (4) den E-Motor zum Start mit Strom. Die erzeugte Energie aus der Brennstoffzelle wird beim Fahren kurzzeitig in der Traktionsbatterie (5) zwischengespeichert.

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Brennstoffzellen-Antrieb

Der Stoff, aus dem die (Energie-) Träume sind Seit Jahrzehnten sprechen Autohersteller vom Durchbruch in der Brennstoffzellentechnik. Mit neuen Fahrzeugen und dem deutlichen Ausbau der Infrastruktur könnte es nun tatsächlich bald so weit sein. Text: Andreas Engel


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Wettbewerb

Kein Billett?

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stoff ist ein zentrales Element beim Umstieg auf erneuerbare Energie», ist Bach über­ zeugt. «Anders als fossile kann erneuerbare Energie nicht nach Bedarf produziert wer­ den – das führt zwangsläufig zu temporären Überschüssen.» Diese überschüssige Ener­ gie kann gespeichert werden, indem sie zur Umwandlung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff genutzt wird. Vom Potenzial des Wasserstoffantriebs sind zahlreiche Hersteller überzeugt. So forscht Mercedes seit über 20 Jahren an Brennstoffzellenauto – ohne je ein Serien­ fahrzeug produziert zu haben. Wieder sind die asiatischen Hersteller federführend. Der Kompakt­SUV ix35 Fuel Cell von Hyundai ist seit letztem Jahr in der Schweiz zu kau­ fen – auch die Empa hat ein Testfahrzeug. Ein Problem sind die Entwicklungskosten

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s brodelt in der Autobranche. Seit dem Abgasskandal von VW kämpfen die europäischen Autobauer hände­ ringend um ihren Wettbewerbs­ vorsprung bei den Selbstzündern. Dabei gäbe es genügend Alternativen. Spätestens seit Elektropionier Tesla 2012 seine Sport­ limousine Model S auf den Markt brachte, ist die alternative Elektroantriebstechnik auch Freunden grosser Hubräume und PS­starker Boliden bekannt. Trotzdem vermochten sich E­Autos aber noch nicht so recht durchzusetzen. Denn anders als bei Teslas Nobelstromer (kostet ab rund 80 000 Franken), der je nach Akku­ grösse zwischen 400 und 550 Kilometer weit kommt, ist bei vielen preisgünstigeren E­Autos meist nach 200 Kilometern Schluss. Die Tatsache, dass das «Tanken» an der heimischen Steckdose dann rund acht bis zehn Stunden Zeit in Anspruch nimmt, macht E­Mobile nicht gerade attraktiver. Bereits seit zwei Jahrzehnten forschen grosse Autobauer an der Alternative Was­ serstoffantrieb. Mit ihm soll der Abhängig­ keit von fossilen Energieträgern und den für den Klimawandel verantwortlichen CO₂­ Emissionen der Kampf angesagt werden. Christian Bach, Abteilungsleiter für Fahr­ zeugantriebssysteme bei der Eidgenössi­ schen Materialprüfungs­ und Forschungs­ anstalt (Empa) in Dübendorf ZH, sieht im Wasserstoff enormes Potenzial. «Wasser­

Toyota bietet mit dem Mirai (zu Deutsch: Zukunft) seit 2015 ebenfalls ein wasserstoff­ betriebenes Fahrzeug an. Bisher ist es nur in ausgewählten europäischen Märkten, den USA und in Japan zu kaufen. 2017 soll der Mirai aber auch bei uns starten. Zum Vortrieb wandeln die Brennstoff­ zellenautos den in Hochdrucktanks gespei­ cherten Wasserstoff wieder in Strom um (siehe links), mit dem der Elektromotor angetrieben wird. Gegenüber normalen E­Fahrzeugen haben Brennstoffzellenautos den Vorteil, das sie je nach Tankgrösse 400 bis 700 Kilometer schaffen und das Tanken nur wenige Minuten dauert. Ein Problem, vor dem die an der Brenn­ stoffzellentechnik forschenden Hersteller stehen, sind zum einen die immensen Ent­ wicklungskosten. Mehrere 10 000 Franken verteuert der Wasserstoffantrieb derzeit ein Auto. So kostet der Mirai von Toyota in Deutschland momentan fast 80 000 Euro, der in der Schweiz erhältliche Hyundai ix35 Fuel Cell immerhin 66 990 Franken. Zum anderen weisen Fahrzeuge mit der noch jungen Brennstoffzellentechnik einen wesentlich geringeren Wirkungsgrad auf als reine E­Mobile: Der zum Antrieb nötige Wasserstoff muss erst mit viel Energie hergestellt werden. Und natürlich ist die Umweltbilanz nur dann optimal, wenn der Wasserstoff auch mit erneuerbaren Ener­ gien produziert wird. Sonst wird das im Fahrbetrieb eingesparte CO₂ bereits bei der Produktion freigesetzt. Für künftige Brenn­ stoffzellenautos auf unseren Strassen wird die nötige Menge an nachhaltig produzier­ tem Wasserstoff zur Herausforderung. Ein weiteres Problem sind die fehlenden Tankstellen. In der Schweiz gibt es bis jetzt zwei öffentliche Anlagen. Doch vielverspre­ chende Wasserstoff­Tankstellen­Projekte sind in Planung, und so könnte aus dem Hoffnungsträger Wasserstoff doch noch der Treibstoff der Zukunft werden. MM

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Zur Person Frank M. Rinderknecht wurde am 24.11.1955 in Zürich

geboren. Matura am naturwissenschaft­ lichen Gymnasium Zürich, Maschinen­ baustudium an der ETH Zürich. 1977 Gründung der Rinspeed Garage in Zürich, 1979 Gründung der Rinspeed AG. Er hat eine erwachse­ ne Tochter. Hobbys: Nautik (Segelboote), Sport, Reisen und Computer. In seiner Garage stehen: diverse Show Cars, Porsche 356 sowie Mercedes B­Klasse Electric Drive für den Arbeitsweg. Spektakuläre Auftritte in Genf Was 1995 am Genfer

Autosalon mit dem ersten eigenen Rin­ speed­Roadster SC­R und R begann, setzt Frank M. Rinderknecht Jahr für Jahr konse­ quent mit einer neuen Eigenkreation fort – bis zur heuer in Genf gezeigten Nummer 22, dem Rinspeed Etos. Dazwischen sorgte vor allem der 2008 gezeig­ te, von James­Bond­ Filmen inspirierte «sQuba», der sowohl über Land fahren als auch für bis zu zwei Stunden zehn Meter tief tauchen kann, für grosse Resonanz. 2013 versuchte Rinder­ knecht mit dem für den Nahverkehr er­ dachten Konzept des elektrischen «micro­ MAX» das Stehsitzen gesellschaftsfähig zu machen. Damals noch seiner Zeit voraus, tau­ chen mittlerweile ähn­ liche, autonom ver­ kehrende Kleinstbusse auf. Übrigens: Frank M. Rinderknecht macht sich bereits zur Num­ mer 23 Gedanken …

Seiner Zeit voraus: Frank M. Rinderknecht mit dem «micro-MAX», einem für den Nahverkehr konzipierten Minibus mit Stehsitzen.


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Interview

«Unsere Gesellschaft leidet etwas an Übertreibungswahn»

Frank M. Rinderknecht (60) ist ein Schweizer Daniel Düsentrieb: Seit mehr als 20 Jahren präsentiert er mit seiner Ideenschmiede Rinspeed am Genfer Autosalon alljährlich eine spektakuläre Eigenkreation. Wir sprechen mit Frank M. Rinderknecht über Visionen, Trends und die Bedürfnisse unserer Gesellschaft. Texte: Raoul Schwinnen Bilder: Daniel Winkler

Frank Rinderknecht, Sie sagen, Ihre grösste Stärke sei, dass Sie nichts richtig können – das aber richtig gut. Stimmt! Nach der Matura flog ich für einen Studienaufenthalt in die USA und brachte bei meiner Rückkehr in die Schweiz ein Sonnendach für mein Auto mit. Freunde und Bekannte waren begeistert und wollten auch eines. So liess ich die ETH links liegen und begann 1976 mit dem Import von Sonnendächern – Rinspeed war geboren. Danach surften Sie mit VW, BMW und Porsche auf der Tuningwelle der 1970er- und 1980er-Jahre und nutzten den Genfer Autosalon als Werbeplattform, ehe sie 1995 erstmals als eigene Automarke auftraten. Der mit einem Ford-MustangMotor angetriebene RinspeedRoadster SC-R war mein Erstling. Danach fragte ich mich: Was kommt jetzt? Mittlerweile bin ich bei Nummer 22, und man

sieht dazwischen auch eine interessante Entwicklung. Meine ersten Fahrzeuge konnten nicht viel, später liess ich sie schrumpfen, schwimmen oder tauchen oder rüstete sie, wie zuletzt den Etos, mit zusätzlichen Features aus. Solche Einzelanfertigungen kosten viel, lassen sich aber kaum verkaufen. Verdienen Sie damit Geld? Geld war nie meine Hauptantriebsfeder. Vielmehr treibt mich meine Passion an. Ich wollte immer machen, was ich gerne mache. Was man gerne macht, macht man gut. Was man gut macht, bringt Erfolg. Und Erfolg – bringt meist auch Geld. Sie weichen aus ... (lacht) Ich habe vor acht Jahren das Tuninggeschäft verkauft. Es lief zwar super, aber ich hatte keine Freude mehr daran. Ich wollte nicht «nur» Autos umbauen, sondern Neues kreieren. Seit November 2015 besteht die

Firma Rinspeed nur noch aus mir. Ich biete aber von Brainwork bis Hardware alles an. Ich habe konsequent alles ausgelagert – von der Putzfrau und der Buchhaltung über das Design bis zum Engineering. Aber mein Kopf entwickelt nach wie vor Ideen. So kann ich mich frei bewegen, kreativ sein und netzwerken. Dieses System funktioniert prima, und die weltweite Wahrnehmung ist in Relation zur Beschäftigtenzahl ziemlich eklatant … Was bezwecken Sie mit Ihren fantasievollen Kreationen? Im Prinzip sind wir eine Kommunikationsagentur. Wir bieten innovativen Zulieferern, die ihren Kunden markenneutrales Technologie-Know-how und Trendwissen demonstrieren wollen, eine Plattform in Form unserer Fahrzeugstudien. Gerade bei den Messeauftritten dieses Jahr in Las Vegas und Genf haben uns wieder zahlreiche Manager von Google, Apple,


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aber auch Tesla und weiteren Autoherstellern besucht und die neuesten Technologien unserer Fahrzeugpartner studiert. Auf welche Ihrer Studien hätten Sie mehr Resonanz von der Industrie erwartet? (überlegt lange) Ich glaube, beim «MicroMAX». Dieser elek­ trische Microbus ist nur so lang wie ein Mini, bietet aber viel mehr Platz. Ich konnte damit vor zwei Jahren beim damaligen VW­Boss Martin Winterkorn vorsprechen. Aber die Industrie war für das propagierte «Steh­ sitzen» noch nicht bereit, ob­ wohl es rechtlich zugelassen ist. Die denken viel zu traditionell und zu «ingenieurgetrieben». Zu Unrecht. Gerade im Zusam­ menhang mit autonomem Fahren hat diese Art Fahrzeug Erfolg. So verkehrten kürzlich versuchsweise auf dem Lausan­ ner ETH­Campus auffallend ähnliche Microbusse. Ihre Studien verfügten über die verschiedensten Antriebe – von Kompogas über Hybrid bis Elektro. Was wird sich Ihrer Meinung nach durchsetzen? Es ist nicht die Frage, was wir gern hätten, sondern was für die Zukunft sinnvoll ist. Daher führt kein Weg an erneuerbaren Energien vorbei. Heute ist Strom die einfachste Energieform unter den erneuerbaren Energien, da Biogas nicht zuletzt auch unter dem Aspekt «Food for Fuel» limitiert ist. Ich behaupte jetzt mal kühn, dass es eines Tages eine Energie­ form geben wird, die erneuerbar sein wird, die wir heute aber noch nicht kennen. Mit Blick in

die Zukunft können unsere Antriebe nur mit erneuerbaren Energien funktionieren. Das gilt auch für die Materialien. Wir können nicht einfach zwei Tonnen Abfall auf den Schrott­ haufen werfen, um anschlies­ send wieder zwei Tonnen neu zu verbauen. Vermutlich kann man aber auch dieses Problem erst unter mehr Leidensdruck lösen. Was halten Sie vom neuesten Trend, dem autonomen Fahren? Das finde ich absolut cool! Nur etwa fünf Prozent meiner täg­ lichen Autofahrten sind lustvoll.

Heute auf der Autobahn von Zürich nach Bern oder Genf nach Lausanne zu fahren, macht keinen Spass. Ich muss mich dauernd konzentrieren, schau­ en, dass ich nicht zu schnell bin, oder ich stehe im Stau. Ausser zu diktieren oder kurz zu tele­ fonieren kann ich da nichts Sinnvolles erledigen. Kurz: Es geht viel Zeit verloren. Autono­ mes Fahren gibt uns viel von dieser verlorenen Zeit zurück. Wie bald fahren wir nur noch autonom? Ich persönlich werde Autos ohne Lenkrad – statistisch gese­

hen – nicht mehr erleben. Ich denke, wir müssen unsere Erwartungshaltung zurück­ schrauben. Auf ausgewählten, kurzen Autobahnabschnitten werden wir 2020, vielleicht gar etwas früher, autonom fahren. Bis wir aber in Städten wie Zürich oder Genf – und ich spreche bewusst noch nicht von Mega­Citys wie der indischen Hauptstadt Neu­Delhi – so weit sind, wird noch viel, sehr viel Wasser die Limmat oder die Rhone hinabfliessen. Warum dauert das für Städte so lange?


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Der nächste Schritt müsste dann sein, dass man zum Arbeiten, zum Lesen oder Schlafen wäh­ rend der Fahrt temporär das Lenkrad wegklappt.

Hat ein Händchen für eigenwillige Kreationen: Frank M. Rinderknecht mit seinem Erstling, dem RinspeedRoadster SC-R.

Auf der Autobahn findet kaum Interaktion zwischen den Fahrern statt. Aber in einer Stadt muss ich auf mein Umfeld achten. Ich sehe beim Stopp an der Kreuzung, wo der entgegen­ kommende Fahrer hinschaut – vielleicht gibt er mir ja ein Zeichen, und das muss ich dann auch noch richtig deuten: Kann ich fahren, oder winkt er nur zufällig der hübschen Frau am Strassenrand? Nicht nur das Erfassen, sondern auch das korrekte Auswerten dieser Din­ ge ist ein riesiges Problem. Dies erfordert intuitive und adaptive, also lernfähige Software. Und

das gibt es heute so nicht. Noch nicht. Ich denke, so etwas können heute nur noch ganz wenige Grosskonzerne wie zum Beispiel Google entwickeln. Es könnte also darauf hinaus­ laufen, dass die heutigen Auto­ hersteller in Zukunft nur noch Chassis, Karosserien und Antriebe bauen – und die Elek­ tronikkonzerne die Intelligenz des Fahrzeugs liefern. Das Auto wird ohnehin immer enger mit unserem Leben vernetzt. Was erwartet uns? Die Vernetzung wird total und übergangslos sein. Das Auto

wird ein Teil von uns – wie das Handy oder die Kaffeemaschine. Wir erwarten ja heute schon, dass wir alle Inhalte auf allen Endgeräten auch im Auto zu­ gänglich haben. Nur dürfen wir sie dort meistens nicht nutzen. Daher bin ich überzeugt, werden unsere Gesetzgeber sich dazu durchringen, bei autonomer Fahrt Dinge wie Telefonieren oder Arbeiten am Computer freizugeben. Alles andere wäre eine Illusion. Ich meine, das passiert ja heute schon – ist aber brandgefährlich! So profitiert vom autonomen Fahren zu­ gleich die Fahrzeugvernetzung.

Braucht es die totale Ver­ netzung überhaupt? Die Frage ist vielmehr: Wie weit will man gehen? Ein Beispiel: Es ist praktisch, wenn meine Kaffeemaschine meine Routi­ ne kennt und weiss, dass ich jeweils um 18:30 Uhr nach dem Joggen einen Espresso trinke. Also braut sie mir – ohne Auf­ forderung – jeweils pünktlich einen Espresso. In neun von zehn Fällen hab ich tatsächlich Lust darauf – aber ein Mal nicht. Genau dann nervt es, wenn die «blöde» Maschine trotzdem einen braut. Stellt sich also die Frage, ob die Maschine alles von mir wissen soll und muss. Ich habe eher das Gefühl, dass man derzeit vielleicht etwas zu krampfhaft versucht, alles zu vernetzen. Vielleicht wäre da manchmal weniger mehr. Aber sonst kann man ja alles deaktivieren … Schon, aber wenn ich mich ins Auto setze und vor dem Los­ fahren erst 100 Funktionen ak­ tivieren oder deaktivieren muss, dann stinkt mir das. Ich glaube, es ist ein Pendel, wie man es derzeit auch bei den sozialen Medien wie Facebook oder Twitter sieht. Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir – un­ sere Gesellschaft – etwas an Übertreibungswahn leiden. Gut möglich, dass wir von dem gan­ zen Kommunikationswahn auch mal die Nase voll haben und sa­ gen: Lasst uns in Frieden. MM


Retro

Alternativ

Fiat 500

ÖV

Jein (In der Agglo)

Wie kleiden Sie sich?

Ja

Toyota Prius

Ja

Ja

Nein, Erdgas geht auch

Muss es denn Strom sein?

Nein

Ja

Nein

Nein

Sitzen Sie gerne hoch?

Ja, eins bis zwei

Haben Sie Kinder?

Start

Sie suchen einen Familienwagen?

Sind Sie bereit für Neues?

Hat ihr Parkplatz eine Steckdose?

Nein, auf dem Land

Keine oder erwachsene

Illustrationen: illumueller.ch

Leben Sie in der Stadt?

Text: Timothy Pfannkuchen

Kombi oder SUV? Elektro oder Benziner? 50 oder 150 PS? Wer sich ein Auto kaufen will, hat vieles zu bedenken. Eine kleine Hilfe bietet unser Entscheidungsbaum.

Welches Auto passt zu wem?

Kaufentscheid

Ja

Ja

An Stil

Woran fehlt es Ihnen beim Auto?

Renault Espace

Ich habe «nur» drei Kinder

Ich habe vier oder mehr Kinder

Wie viele?

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Mitsubishi Outlander

VW Passat GTE

Subaru BRZ

Nein, nie

Ja, gerne

Ach, vielleicht bleibe ich doch noch beim Sprit

Nein

Ja

Platz

Tesla Model S

Immer

Skoda Octavia

Beides

Ja

Citroën C4 Cactus

Design

Nein

Fahren Sie oft in die Berge?

Ist Ihnen Design oder Platz wichtig?

Mazda 6 Sport Wagon

Benötigen Sie Allradantrieb?

Auf Kurzstrecken

Wie oft wollen Sie elektrisch fahren?

Fährt Ihre Schwiegermutter mit?

Smart Fortwo

Opel Astra

Ja, viel zu oft

Modern

An Fahrspass

An Geld

Nissan Qashqai

Ford S-Max

Dacia Lodgy

Seat Alhambra

An Platz

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Bild: PostAuto


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Genfer Automobil-Salon

Die Neuheitenparade Vor rund einer Woche ging der 86. Genfer Automobil-Salon zu Ende. Den über 650 000 Besuchern wurden in den Palexpo-Ausstellungshallen rund 900 automobile Neuheiten, darunter nicht weniger als 120 Welt- und Europapremieren gezeigt. Text: Martin A. Bartholdi

Ferrari GTC4 Lusso Kein Genfer Automobil-Salon ohne Ferrari-Auftritt. Die Italiener präsentierten mit dem GTC4 Lusso den FF-Nachfolger. Mit

Allradantrieb und Allradlenkung bringt der Vierplätzer eine starke Leistung (690 PS und 697 Nm) und kommt mit schwierigen Bedingungen und geringer Boden-

haftung zurecht. So sprintet er in 3,4 Sekunden auf Tempo 100 und wird bis zu 335 km/h schnell. Masse: Länge 4,92 m, Breite 1,98 m, Höhe 1,38 m. Motoren: Benzin 690 PS. Verbrauch: 15 l/100 km. Verkauf: Sommer 2016. Preis: 310 070 Franken.

Citroën SpaceTourer Citroën setzt dieses Jahr nicht zuletzt auf die Karte Familie.

Mit dem neuen SpaceTourer sprechen die Franzosen aber auch Gewerbetreibende an. Den multifunktionalen Waren- oder Personentransporter gibts in drei Längen. Die längste Version hat ein Ladevolumen von fast 3000 Liter bei fünf Sitzplätzen. Für Sicherheit sorgen Head-up-Display und Müdigkeitserkennung. Der SpaceTourer teilt sich die Plattform mit dem Peugeot Traveller und dem Toyota Proace Verso, die beide ebenfalls in Genf zu sehen waren. Masse: Länge 4,60 bis 5,30 m, Breite 1,92 m, Höhe 1,90 m. Motoren: Diesel 95 bis 180 PS. Verbrauch: 5,1 bis 5,8 l/100 km. Verkauf: ab September 2016. Preis: 44 700 Franken.

Hyundai Ioniq Der neue Ioniq von Hyundai beherrscht alle alternativen Antriebe: Hybrid, Plug-in-Hybrid, Elektro. Effizienz dank Leichtbau-

weise: Motorhaube, Kofferraumdeckel und Fahrwerksteile sind aus Alu und sparen so Gewicht. Innen bietet der Ioniq Platz für bis zu fünf Personen und ein Cockpit mit digitalem Kombi-Instrument.

Masse: Länge 4,47 m, Breite 1,82 m, Höhe 1,45 m. Motoren: Hybrid 141 PS, Elektro 120 PS, Plug-in 141 PS. Verbrauch: Hybrid 3,4 l/100 km. Verkauf: ab Oktober 2016 (Hybrid), November 2016 (Elektro), Juli 2017 (Plug-in). Preis: nicht bekannt.


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Dacia Duster «Essential» Die rumänische Renault-Tochter Dacia

setzt auf ihre bewährten Eigenschaften: grosszügig und zuverlässig. Mit dem Duster in der Sonderserie «Essential» ist ein kompakter SUV für jedermann erschwinglich. Der Rumäne ist nicht nur preiswert im Anschaffungspreis, sondern dank moderaten Verbrauchs (4,7 bis 6,8 l/100 km laut Werk) auch im Unterhalt. Dazu bietet der simple Duster mit bis zu 1636 Liter ordentlich Platz. Für einzelne Modelle führt Dacia zudem auch das automatisierte Schaltgetriebe Easy-R ein. Masse: Länge 4,32 m, Breite 2 m, Höhe 1,70 m. Motoren: Benzin 115 und 125 PS, Diesel 110 PS. Verbrauch: 4,7 bis 6,8 l/100 km. Verkauf: ab sofort. Preis: ab 14 000 Franken.

Audi A4 Allroad

Fiat 124 Spider Der Fiat 124 Spider ist eine Legende und kehrt zum 50. Geburtstag zu-

rück. Die Neuauflage besticht mit klassisch italienischem Style. Aus Anlass des Jubiläums lanciert Fiat zudem den neuen, offenen Zweiplätzer gleich als Sonderedition «Anniversary», die auf 124 Stück limitiert ist. Der 124 Spider ist ein technischer Zwilling des Mazda

MX-5 und verfügt ebenfalls über Heckantrieb. In Genf feierte er Europapremiere und rollt im Juni mit einem Turbobenziner (140 PS) in die Schweiz. Masse: Länge 4,05 m, Breite 1,74 m, Höhe 1,23 m. Motoren: Benzin 140 PS. Verbrauch: 6,4 l/100 km. Verkauf: ab Juni 2016. Preis: 27 900 Franken.

Audis Mittelklasselimousine A4 lässt sich

nicht mehr nur auf befestigten Strassen geniessen. Wo diese aufhören, fängt der Spass im Allroad mit mehr Bodenfreiheit und Offroad-Modus erst an. Für sicheren Antrieb mit genügend Traktion im leichten Gelände sorgen neben dem Quattro-Allradantrieb auch kraftvolle Diesel- und Benzinmotoren mit bis zu 272 PS Leistung. Optisch hebt sich der Allroad unter anderem durch vertikale Chromlamellen im Kühlergrill vom normalen A4 ab.

Masse: Länge 4,75 m, Breite 1,84 m, Höhe 1,49 m. Motor: Benzin 252 PS, Diesel 163 bis 272 PS. Verbrauch: 4,9 bis 6,4 l/100 km. Verkauf: ab Sommer 2016 bestellbar. Preis: 50 700 Franken.

Jaguar F-Pace Die englische Raubkatze wagt sich ins boomende SUV-Segment und präsentier-

Kia Optima Sportswagon Kia greift in der Mittelklasse mit einem Kombi an. In Genf präsentierten

die Koreaner den Optima Sportswagon. Er ist mit 4,86 Metern gleich lang wie die Limousine, bietet aber mit 553 Liter klar mehr Kofferraum. Daneben bietet er aktuellste Assistenten wie Radartempomat, Fernlichtassistent oder Querverkehrswarner beim Rückwärtsfahren. Er kommt im Herbst vorerst mit einem Diesel in die Schweiz, ein Plug-in-Hybrid folgt 2017, und eventuell wird es auch eine Benzinvariante geben. Masse: Länge 4,86 m, Breite 1,86 m, Höhe 1,47 m. Motor: Diesel 141 PS. Verbrauch: nicht bekannt. Verkauf: Herbst 2016. Preis: ca. 28 000 Franken.

te am Genfer Salon erstmals den F-Pace in der Schweiz. Er ist als zahme Hauskatze mit 180-PS-Diesel und 4,9 Liter Verbrauch zu haben oder als bissige Raubkatze mit 380-PS-V6-Benziner, die in 5,5 Sekunden auf 100 km/h sprintet. Als Ergänzung zum Schlüssel ist der Performance-SUV mit einem Armband erhältlich, das den F-Pace ver- und entriegelt, während der Schlüssel im Auto bleibt. Masse: Länge 4,73 m, Breite 2,07 m, Höhe 1,65 m. Motoren: Benzin 340 und 380 PS, Diesel 180 bis 300 PS. Verbrauch: 4,9 bis 8,9 l/100 km. Verkauf: ab Mai 2014. Preis: ab 49 500 Franken.


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Renault Scenic Renault hat seinen Kompaktvan Scenic überarbeitet und ihm ein

VW Tiguan Im Mai startet mit dem neuen VW Tiguan die zweite Generation des Kompakt-SUVBestsellers. Im Vergleich zum Vorgänger ist

er in der Länge um sechs Zentimeter auf 4,49 Meter gewachsen und gefällt dank dynamischerem Design. Sein neuer Allradantrieb überzeugt mit einer stufenlosen Kraftübertragung. Seine verschiedenen Fahrmodi lassen sich neuerdings per Drehschalter anwählen. Alles in allem setzt der Tiguan bei Komfort, Sicherheit und Fahreigenschaften neue Massstäbe in seiner Klasse.

moderneres Design verpasst. Wie der Espace streckt sich der Fünfplätzer mit mehr Bodenfreiheit und kurzem hinteren Überhang in Richtung SUV-Segment. Daneben tritt er mit der neuen Lichtsignatur selbstbewusster auf. Die bekannte Motorenpalette wird für Fahrspass sorgen. Der Siebenplätzer Grand Scenic folgt im Herbst. Masse: Länge 4,41 m, Breite 1,87 m, Höhe 1,65 m. Motoren: Benzin 115/130 PS, Diesel 110 bis 160 PS. Verkauf: ab September 2016. Verbrauch und Preis: nicht bekannt.

Mazda 3 Der Mazda 3 wird noch sparsamer. Neu

bieten die Japaner den 1,5-Liter-Diesel-Motor mit 105 PS und 270 Nm in ihrem Kompaktmodell an. Dieser verbraucht im Mazda 3 nur 3,8 Liter auf 100 km beziehungsweise 4,4 Liter mit Automatikgetriebe. Die sparsamste Version des kompakten Japaners soll dennoch mehr Fahrspass und Komfort bieten, weil der Motor schneller und proportionaler auf Beschleunigung reagiert. Der kleine Diesel läuft auch leiser und geschmeidiger. Er kam bisher im Mazda 2 und im CX-3 zum Einsatz. Masse: Länge 4,46 m, Breite 1,80 m, Höhe 1,47 m. Motoren: Diesel 105 PS. Verbrauch: 3,8 oder 4,4 (Automat) l/100 km. Verkauf: ab sofort. Preis: ab 25 400 Franken.

Masse: Länge 4,49 m, Breite 1,84 m, Höhe 1,64 m. Motor: Benzin 125-180 PS, Diesel 150-240 PS. Verbrauch: 5,6 bis 7,4 l/100 km. Verkauf: Mai 2016. Preis: ab 27 900 Franken.

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Seat Ateca Ateca ist der erste SUV von Seat. Der

Opel Astra Sports Tourer In Genf präsentierte Opel den neuen Astra Sports Tourer. Der Kombi des beliebten

Kompaktwagens ist aussen gleich gross geblieben wie sein Vorgänger, bietet aber mehr Platz für die Insassen. Das Kofferraum­ volumen beläuft sich auf 540 bis 1630 Liter. Opel konnte das Gewicht um bis zu 200 Kilo­ gramm reduzieren, womit das Einstiegs­ modell nur 1200 kg wiegt. Der Sports Tourer tritt mit effizienten Motoren und hochwerti­ ger Ausstattung zu bezahlbaren Preisen an. Masse: Länge 4,70 m, Breite 1,81 m, Höhe 1,54 m. Motoren: Benzin 100 bis 200 PS, Diesel 110 bis 160 PS. Verbrauch: 3,4 bis 6,2 l/100 km. Verkauf: ab Frühjahr 2016. Preis: ab 22 100 Franken.

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Spanier unter den Crossovern über­ zeugt mit unverwechselbarem Design und neuesten Assistenzsystemen. Für Vortrieb sorgen ab diesem Sommer ef­ fiziente Turbomotoren mit 115 bis 190 PS in Verbindung mit optionalem Allrad­ antrieb und DSG. Mit dem Ateca will Seat Junge und Junggebliebene anspre­ chen, die Konnektivität schätzen und ein aktives Leben führen, wofür er 485 bis 510 Liter Kofferraum bietet. Masse: Länge 4,36 m, Breite 1,84 m, Höhe 1,60 m. Motoren: Benzin 115 und 150 PS, Diesel 115 bis 190 PS. Verbrauch: 4,3 bis 6,2 l/100 km. Verkauf: ab Juli 2016. Preis: 21 750 Franken.

Subaru Forester Der Allradpionier Subaru hat seinen Forester aufgefrischt. Seit 1997 gehört der

Allrounder zur Modellpalette der Japaner und hat dort seinen festen Platz. Die vierte Gene­ ration tritt mit der Auffrischung drei Jahre nach ihrer Lancierung moderner auf. Dafür sorgen ein neuer Kühlergrill und optionale LED­ Scheinwerfer. Auch die Seitenansicht und die Heckleuchten wurden leicht überarbeitet. Je nach Ausstattung erhöhen Kurvenlicht und Lenkradheizung Sicherheit und Komfort im neuen Forester. Masse: Länge 4,60 m, Breite 1,80 m, Höhe 1,74 m. Motoren: Benzin 150 bis 240 PS, Diesel 147 PS. Verbrauch: 5,7 bis 8,5 l/100 km. Verkauf: ab sofort. Preis: ab 28 900 Franken.


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Maserati Levante Die italienische Interpretation eines SUVs lieferte Maserati in Genf: den

Levante. Er kommt schon im Frühling mit Allradantrieb Q4 in die Schweiz und wird mit V6­Diesel­ und ­Benzinmotoren er­ hältlich sein. Der erste SUV von Maserati basiert auf der Limousine Quattroporte (stand überarbeitet in Genf) und gefällt durch üppige Serienausstattung und zahl­ reiche Individualisierungsmöglichkeiten.

Toyota Prius In Genf zeigte Toyota erstmals die Neu­ auflage seines Hybrid­Pioniers Prius. Der

überarbeitete Hybridantrieb bietet durch bessere Geräuschdämmung mehr Fahr­ komfort. Die Nickel­Metallhybrid­Batterie ist 28 Prozent leistungsstärker und zehn Prozent kleiner geworden. Dadurch hat sie unter den Fondsitzen Platz, wovon der Kofferraum mit 502 Liter (+54 Liter) profitiert. Auch die Ladekante ist elf Zentimeter tiefer. Masse: Länge 4,54 m, Breite 1,76 m, Höhe 1,47 m. Motor: Hybrid 122 PS. Verbrauch: 3,0 l/100 km. Verkauf: ab sofort. Preis: ab 34 500 Franken.

Masse: Länge 5,00 m, Breite 1,97 m, Höhe 1,68 m. Motoren: Benzin 350, 430 PS, Diesel 275 PS. Verbrauch: 7,2 bis 10,9 l/100 km. Verkauf: ab Mai 2016. Preis: 75 900 Franken.

Suzuki Baleno Der Baleno von Suzuki ist einzigartig in der Schweiz. Nur schon das Fliessheck ist für

einen Kompaktwagen selten, und zusätzlich ist er mit Hybridantrieb zu haben. So soll sich der geräumige Fünftürer mit vier Litern Verbrauch begnügen. Dafür wird ein 1,2­Liter­Benziner (90 PS) mit einem integrierten Startergenera­ tor (50 Nm mehr Schub beim Beschleunigen) kombiniert. Alternativ ist der Baleno mit Ein­ liter­Turbobenziner (111 PS, 170 Nm) zu haben. Masse: Länge 4,00 m, Breite 1,75 m, Höhe 1,46 m. Motor: Benzin 90­111 PS, Benzin­Hyb­ rid 90 PS. Verbrauch: 4,0 bis 4,5 l/100 km. Verkauf: ab sofort. Preis: ab 15 990 Franken.

Tesla Model X Der erste, rein elektrische SUV, der Tesla Model X, kommt endlich nach Europa. Serienmässig verfügt er über Allradantrieb und eine 90­kWh­ Batterie, die eine Reichweite von 470 Kilometern ermöglichen soll. Die Topversion mit 773 PS und Ludicrous­Mode schafft den Sprint auf Tempo 100 in

3,4 Sekunden. Eindrücklich sind die nach oben öff­ nenden Falcon­Doors des Siebenplätzers für be­ quemen Zustieg zur zweiten und dritten Sitzreihe.

Masse: Länge 5,00 m, Breite 2,08 m, Höhe 1,63 m. Motor: Elektro 332 bis 773 PS. Reichweite: 400 bis 470 km. Verkauf: Frühsommer 2016. Preis: 88 500 Franken.

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Familienumfrage Wie feiern Sie Ostern?

42% 1 Es ist ein guter Anlass, um den Frühlingsstart im Kreis der Familie zu feiern 42% 2 Für uns ist Ostern in erster Linie ein christliches Fest inklusive Kirchgang 27% 3 Wir bereiten uns schon früh

darauf vor – mit feinem Osterschmaus, Deko und Eierfärben 26% 4 Für uns ist das wie Weihnachten: Geschenke und feines Essen sind ein Muss 5%

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Knigge reloaded

Muss man Fremden «guten Tag» sagen? Richtig oder falsch? Papiertragtaschen gehören nach Gebrauch ins Altpapier.

Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer

Falsch!

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Seinen Mitmenschen ‹guten Tag› zu wünschen, ist eine zivili­ satorische Errungenschaft. Umso mehr irritieren Personen, die dafür den Mund nicht aufbringen. Natürlich muss man nicht grüssend durch die Strassen laufen, dies wirkt bei jeder Ortschaft, die grösser ist als ein Dorf, seltsam und unangemes­ sen. Doch sobald man einen begrenzten Raum für längere Zeit mit Fremden teilt, ist ein Gruss angebracht. Etwa wenn man sich neben jemandem im Zug oder Flugzeug niederlässt. Gewiss ist bei Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln der Raum der Mitreisenden zu respektieren, also Distanz zu wahren, physisch wie psychisch. Das suspendiert aber nicht grundlegende Mechanismen der Zivilisation: Es ist genauso selbstverständlich, dem Sitznachbarn im Flugzeug ‹guten Tag› zu sagen, wie sich bei ihm zu bedanken, wenn er den Tomatensaft weiterreicht.»

Damit Papiertrag­ taschen auch bei hoher Feuchtigkeit und Regen nicht reissen, enthalten sie häufig einen Nass­ verfestiger – eine Art Harz. Beim Recycling wird das Altpapier in Wasser gelöst, und es entsteht ein Faser­ brei, der anschliessend gesiebt wird. Mit Nassfestmittel behandelte Papiere lösen sich nicht auf und stören im Re­ cyclingprozess. Daher sollten Papiersäcke in der Kartonsamm­ lung entsorgt werden. Noch besser für die Umwelt ist allerdings, die Tragtasche so lange wie möglich weiter­ zuverwenden. Darum gilt:

Papiertragtaschen stören beim Papier­ recycling und gehören deshalb in die Karton­ sammlung.

In Zusammenarbeit mit Pusch – Praktischer Umweltschutz www.pusch.ch


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1 Oliver und Natalia Häberlin mit ihren beiden Kindern Luis (10) und Matteo (8) an ihrem Wohnort 2/5/6 Der Stolz von Medellín: Die Spuren, die der international bekannte Künstler Fernando Botero mit seinen Skulpturen in der Stadt hinterlassen hat – und das moderne Transportsystem, zu dem zwei Metrolinien und zwei Seilbahnen gehören 3 Der Wandel kam mit seinem Tod: Das Grab von Pablo Escobar 4 Die Häberlins unterwegs in ihrer Wahlheimat

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KolumbienBilder und Reisetipps www.migmag.ch/ kolumbien

Reisen

Aufbruch in Kolumbien Der Andenstaat war lange in der Hand von Drogenbaronen. Heute zieht Kolumbien mit seinen pulsierenden Städten und traumhaften Stränden Backpacker und Schweizer Auswanderer an. Text: Andrea Freiermuth

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Bilder: Joaquín Sarmiento / Laif

n zügigem Tempo pflügt sich Oliver Häberlin (40) mit seiner Vespa durch den Wahnsinn der Stosszeit von Medellín: An jedem Rotlicht ein Heer von Verkäufern, auf dem Pannenstreifen in der Unterfüh­ rung schlafen Obdachlose, und auf der Autobahn wird links und rechts überholt. Der Rheintaler lebt seit vier Jah­ ren in der kolumbianischen Wirt­ schaftsmetropole. Seine Frau Natalia (41) kam in Medellín zur Welt, wuchs aber in der Schweiz auf. Als sie vor rund zehn Jahren heirateten, hätte sich Oliver Häberlin nie vorstellen können, dass er dereinst in Kolum­ bien leben würde – und dann erst noch in Medellín. Lange galt die südamerikanische Stadt am Fusse der Anden als gefährlichstes Pflaster der Welt. Alleine im Jahr 1991 wurden über 6000 Menschen ermordet. Schiesser­ eien und Explosionen gehörten zum Alltag. Nach Anbruch der Dunkelheit trieben sich nur noch Kriminelle auf den Strassen rum. Im vergangenen Jahr listete die «New York Times» Medellín unter den «52 places to go in 2015» auf. Die Vorhut der Massen, die Rucksack­ touristen, haben die Drei­Millionen­ Stadt bereits erobert: Am liebsten tummeln sie sich im Poblado, einem Quartier des oberen Mittelstands mit vielen Bars und Restaurants. Neben einem pulsierenden Nacht­ leben mit sagenhaft günstigen Prei­ sen lockt Medellín beziehungsweise seine Umgebung mit zahlreichen Adrenalin­Boostern: Im Angebot

stehen etwa Paragliding, Canyoning und Rafting. Eher Kulturinteressierte wandeln in Medellín auf den Spuren des bildenden Künstlers Fernando Botero und reisen dann in die Kaffee­ zone weiter, um auf einer Hacienda mehr über das wichtigste Exportgut von Kolumbien zu erfahren. Drogenbaron als Touristenattraktion

Wie wurde aus der gefährlichsten Stadt der Welt eine angesagte Touris­ tendestination? Die Wende kam 1993 mit dem Tod von Pablo Escobar. Der Drogenbaron prägte das Schicksal von Medellín während mehr als einem Jahrzehnt. 1989 war «El Capo» laut dem «Forbes Magazin» mit einem Vermögen von 2,7 Milliarden Dollar der siebtreichste Mann der Welt und kontrollierte 80 Prozent des internationalen Kokainmarktes. Durch seine Unterstützung von Spitälern und Schulen kaufte er sich die Gunst der armen Bevölkerung. Gleichzeitig liess Escobar jeden er­ morden, der ihm nicht passte. Heute ist die Escobar­Tour eine der touristischen Höhepunkte der Stadt. Täglich wird das Grab des Drogenmilliardärs auf dem Friedhof Jardines de Montesacro von geführ­ ten Gruppen besucht. Nicht selten treffen sie dort auf dubiose Gestalten, die in andächtiger Stille im Schatten einer Miami­Palme stehen. Die Familie Häberlin wohnt mit ihren beiden Buben Luis (10) und Matteo (8) gleich neben dem Friedhof in einem Conjunto, einer von einer hohen Mauer umgebenen Häuser­ gruppe. Das Tor an der Einfahrt wird


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Service

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1 Das Hobby zum Beruf

Bild: Procolombia

gemacht: Kite-Surf-Instruktorin Christina Varveris. 2 Das Bijou der Karibik: Cartagena gilt als eine der schönsten Kolonialstädte 1 Südamerikas.

rund um die Uhr von einem Wächter bedient. «In Kolumbien sind Wächter im Quartier das, was in der Schweiz Geranien auf dem Fensterbrett sind. Sie gehören einfach dazu», sagt Oliver Häberlin. Sicherheit sei ständig ein Thema, aber man dürfe sich nicht verrückt machen lassen – «Medellín ist heute nicht gefährlicher als eine andere Grossstadt dieser Welt.» Als heikel gilt Kolumbien aber nicht nur wegen der Kriminalität in den Städten, sondern auch wegen der Paramilitärs auf dem Land. Politisch motivierte Entführungen kommen immer noch vor. Allerdings leiden darunter primär die Einheimischen, wobei deren grösstes Problem nicht die Entführungen sind: In Kolumbien leben vier Millionen Menschen, die von der

Guerilla von ihrem Land vertrieben wurden, am meisten leiden darunter die Kinder. Aus diesem Grund engagiert sich das Ehepaar Häberlin unter anderem für ein Kinderheim in Medellín, in dem rund 50 Kinder leben und lernen. Vor allem mit dem Vermitteln von Patenschaften in der Schweiz können sie viel bewirken. Menschen in Not zu helfen, war für das gläubige Paar ein wichtiger Beweggrund: «Wir wanderten nach Kolumbien aus, weil wir etwas wagen und bewegen wollten», erklärt Natalia Häberlin. Oliver Häberlin ist Werber und betreibt über den Ozean eine Agentur in Grabs SG. Zwecks Pflege des Kundenkontakts hält er sich zwei- bis dreimal pro Jahr in der Schweiz auf. Natalia Häberlin

ist ursprünglich Primarschullehrerin, absolvierte in der Schweiz eine Weiterbildung zur Lebensberaterin und ist jetzt im therapeutischen Bereich tätig. Bei ihrer Ankunft in Kolumbien kämpften die Häberlins vor allem mit der Bürokratie: «Auf den Ämtern braucht man unglaublich viel Geduld.» Auch die Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit seien ein Problem. Dennoch sind die beiden glücklich in ihrer Wahlheimat: «Wir haben hier einfach viel mehr Lebensqualität. Wir arbeiten weniger und können unsere freie Zeit in sinnvolle Projekte investieren.» Von mehr Lebensqualität schwärmt auch Christina Varveris (36), die in der Küstenstadt Cartagena de Indias lebt. Die Solothurnerin mit griechischen Wurzeln

Inzwischen gibt es ver­ schiedene Anbieter. Zu empfehlen ist die Tour von Pionier Nico Solor­ zamo (35), der die Füh­ rung seit acht Jahren auf dem Programm hat: www.paisaroad.com Pure Kite Surf: Die

Kite­Surf­Schule von Christina Varveris liegt 25 Minuten von Cartage­ na entfernt, an einem praktisch menschenlee­ ren Strand. Wind hats von Dezember bis Juni. Auf Anfrage organisiert Christina auch sechs­ tägige Kite­Safaris ent­ lang der Karibikküste: www.purekitesurf.com Patenschaften: Wer

sich für eine Patenschaft in Kolumbien interes­ siert, kann sich auf der Seite von Oliver Häber­ lin über das Projekt informieren, unter Menü «Engagement»: www.oliverberlin.biz Mehr Service:

www.migrosmagazin. ch/kolumbien

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Kolumbien Karibisches Meer

Cartagena

Medellín

Ciudad Perdida

Parque Nacional Sierra Nevada del Cocuy

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Kolumbien

AB/BIS BOGOTA

2

1 Die fruchtbare Kaffeezone südlich von Medellín. 2 Menschenleere Strände an der Karibikküste.

verliebte sich vor vier Jahren bei einem sechswöchigen Sprachaufenthalt in einen Einheimischen und entschloss sich, ihren Journalistenjob in der Schweiz an den Nagel zu hängen. Heute ist sie Mutter einer zweijährigen Tochter und führt eine Kite-Surf-Schule mit fünf Angestellten. Obwohl die Beziehung inzwischen in die Brüche gegangen ist, bereut sie ihren Entscheid keine Sekunde: «Ich lebe einen Traum. Ich habe immer schönes Wetter, lebe am Meer und habe eine eigene Kiteschule.» Cartagena liegt an der Karibikküste, gilt als eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas und ist die meist besuchte Sehenswürdigkeit Kolumbiens. 1984 wurde das mit einem Festungsring umgebene Zentrum von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Was einst Piraten abschreckte, erschwert heute auch die Arbeit

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von kommunen Dieben. Dank der Mauern lässt sich die Stadt einfach kontrollieren, und Touristen können noch zu später Stunde sorglos durch die hübschen Gassen flanieren. Vielfalt für jeden Geschmack

Cartagena ist aber längst nicht das einzige Juwel des Andenstaates: Da wäre zum Beispiel die Ciudad Perdida, eine präkolumbianische Stätte im Norden des Landes. Die mitten im Dschungel gelegenen Ruinen sind zwar nicht vergleichbar mit denjenigen im peruanischen Machu Picchu, haben aber ihren besonderen Reiz: Der Besuch ist mit einem fünftägigen Trekking verbunden, was die Massen fernhält und Aktivreisende freut. Auch Tierliebhabern hat Kolumbien einiges zu bieten. Von Juli bis Oktober ziehen jeweils Buckelwale an der Pazifikküste vorbei, von September bis Dezember schleppen sich Riesen-

200 km

schildkröten zum Eierlegen an die Strände. Und dann ist da natürlich noch der kolumbianische Teil des Amazonasbeckens, der mit einer gewaltigen Flora und Fauna lockt. Wer es lieber kühl und karg mag, entscheidet sich für ein Trekking im El Cocuy: Der Nationalpark, der etwa so gross ist wie der ganze Kanton Waadt, liegt mehrheitlich über der Baumgrenze. Seine weiten andinen Hochebenen sind gesäumt von 15 schneebedeckten Fünftausendern. Eigentlich ist Kolumbien mit seiner Vielfalt das perfekte Reiseland. Zumal man selbst mit kleinem Budget sehr lange unterwegs sein kann. Wenn da nur nicht der schlechte Ruf aus der Vergangenheit wäre. Aber die Zeiten ändern sich. Das zeigen auch die Besucherzahlen: Von 2000 bis 2015 hat sich die Anzahl ausländischer Gäste von einer halben Million auf zweieinhalb Millionen erhöht. MM

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LEBEN | MM12, 21.3.2016 | 129

Migros-Bank-Ratgeber

Wir zahlen immer mehr Steuern – denken wir. Doch das ist falsch. Lesen Sie, warum uns die Steuererklärung erfreuen sollte.

Wie sich die Steuerlast seit 2004 entwickelt hat, können Sie der Grafik entnehmen: In Zug, Genf, den beiden Basler Kantonen sowie Ob­ walden ist sie um eindrückliche 20 bis 40 Prozent zurückgegangen. Einzig in Bern und Aarau muss der Steuerzah­ ler tiefer in die Tasche greifen als vor zehn Jahren. Diese Zahlen beziehen sich auf ein verheiratetes Paar ohne Kinder mit einem Bruttoeinkommen von aktuell 100 000 Franken. Wichtig: In der Berechnung ist auch der Lohn­ anstieg in dieser Periode als Ausgleich zur Teuerung berücksichtigt.

Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

Was die Grafik ebenfalls zeigt: Die Kantone mit einer hohen Steuerlast haben die Tarife in der Regel deutlich weniger gesenkt. Somit haben sich die Differenzen zwischen den steuer­ günstigen und den teuren Orten in der letzten Dekade stark vergrössert. In unserem Beispiel bezahlt das Paar in Zug 3000 Franken, in Neuenburg dagegen 12 600 Franken.

W

So stark sind die Steuern gesunken Entwicklung der Steuerbelastung von 2004 bis 2014 inklusive Teuerungsausgleich auf dem Lohn. Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuern für ein verheiratetes Paar ohne Kinder bei einem aktuellen Bruttoeinkommen von 100 000 Franken. ZG (30 GE 00) (74 BL 00) (90 BS 00) (11 0 OW 00) (8 Bun 300) des st. SO (11 4 (1100) 00) TG (86 SH 00) (98 VS 00) (86 LU 00) (94 FR 00) (10 GL 000) (94 UR 00) (89 JU ( 00) 11 3 GR 00) (80 00 AR (10 ) ZH 200) (80 SG 00) (10 SZ 700) (63 0 NW 0) (79 00 AI ( 740 ) TI ( 0) 800 0) NE (12 6 00) VD (12 AG 300) (83 00 BE (12 ) 000 )

Wenn Sie diese Zeilen gelesen haben, werden Sie Ihre Steuer­ erklärung hoffentlich mit einem heiteren Lächeln ausfüllen. Die grosse Mehrheit hat guten Grund dazu: Ihre Steuerrechnung ist in den letzten zehn Jahren stark gesunken, wie un­ sere Auswertung zeigt. Dieses Resultat widerspricht dem landläufigen Klischee, wonach wir dem Fiskus ständig mehr Geld abliefern müssen.

0 –5% –10% –15% –20%

Zahl in der Klammer:

–25%

Aktuelle Steuerbelastung am Kantonshauptort in Franken

–30% –35% -40%

Daten: ESTV

Die zunehmenden Gegensätze zwischen den Kantonen sorgen dafür, dass die Steuern – trotz der insgesamt tieferen Belastung – zu mehr Ver­ druss führen. Vor allem das Dickicht bei den Abzügen wird immer ver­ worrener und unübersichtlicher, weil jeder Kanton seine eigenen Bedingun­ gen und Limits setzt. Dabei erreicht die Summe dieser Steuerabzüge rund 10 Milliarden Franken pro Jahr. Um Ihnen manchen Ärger beim Ausfüllen der Steuererklärung zu

ersparen, haben wir im Internet auf http://blog.migrosbank.ch ein nütz­ liches Dossier mit 5 x 10 Steuertipps zusammengetragen. «Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: der Tod und die Steuern», lautet ein geflügeltes Wort des Staatsmanns Benjamin Franklin. Hinzufügen möchte ich: Doch wenigstens können wir bei den Steuern selber beein­ flussen, wie kurz und schmerzlos die Angelegenheit vonstatten geht. MM Aktuell auf http://blog.migrosbank.ch: 5 x 10 Tipps für Ihre Steuern

Mamma mia

Augen zu und durch

Wenn ich mal wieder mit dem Kopf durch die Wand will (obwohl die Tür offen steht), schiebe ich es auf meinen italienischen Ururgrosspapa. Schuld an meinem Über­ engagement sind seine süd­ ländischen Gene. Il tem­ peramento, la passione e le emozione – was Frau Leinen­ bach will, das will sie. Es sieht so aus, als hätte ich das italienische Temperament weitervererbt. Könnte Gio­

vanni Fortina, geboren 1861, meine Eva, geboren 2010, ken­ nenlernen, er würde Tränen lachen. Dieses zarte Ding mit den dünnen blonden Haaren hat mehr Temperament als eine gestandene Operndiva. Neulich beschloss Eva, sich eine Rapunzelmähne wachsen zu lassen. Da der Plan auch die Stirnfransen miteinschliesst, hat das Kind nun einen Haar­ vorhang und somit die meiste Zeit keinen Durchblick. Die Italienerin in mir bestand

lautstark auf Spängeli. Die Mini­Italienerin in ihr schüttelte nur den Kopf. Obwohl wir mit unseren Genen leben müssen, haben wir dennoch im Alltag die Möglichkeit, ihnen weniger Beachtung zu schenken. Des­ wegen habe ich beschlossen: Eva darf wie ein Yeti herum­ laufen. Augen zu und durch. Und ich lerne eine neue Seite an mir kennen: Dolce far niente. Auch schön.

Bettina Leinenbach (39)

ist Journalistin und zweifache Mutter.


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LEBEN | MM12, 21.3.2016 | 131

Tipps

Düfte haben eine grosse Wirkung: Sorgfältig auswählen lohnt sich.

Woraus die Parfüms bestehen www.migmag.ch/ parfum

Beauty

Ganz dufte Typen Parfüms sind persönliche Botschafter. Gut gewählt, machen sie die Trägerin sympathisch. Ein Missgriff dagegen kann peinlich werden. Tipps für eine erfolgreiche Wahl. Text: Martina Bortolani

D

ie französische Mode­ designerin Coco Chanel soll gesagt haben, dass eine «Frau, die kein Parfüm trägt, keine Zukunft» hat. Die Grande Dame des guten Stils und Duftkreateurin war natürlich nicht ganz unbefangen in ihrem Urteil, verdiente sie doch viel Geld mit ihren luxu­ riösen Wässerchen, die sich die Upperclass Mitte des vergan­ genen Jahrhunderts an den blassen Hals tupfte.

Bild: Getty Images

Schwere Düfte – reif und gelassen

Ein Parfüm sagt viel über einen Menschen aus. Ebenfalls kann ein Parfüm aber auch mitentschei­ dend sein, in wen wir uns verlieben (siehe Box). Eine Frau sollte des­ halb genau prüfen, welcher Duft zu ihr passt – bezüglich Charakter, Situation, Lebensalter. Oft sind es Moschus­, Harz­ oder Weihrauchuntertöne, die diese schweren, sinnlichen Düfte

so verführerisch machen. Aber Vorsicht: Wer so riecht, sollte sich der Reaktionen des Gegenübers bewusst sein. Wer wie ein orientalisches Märchen riecht, sendet ganz bestimmte Botschaften aus. Ein schweres Parfüm eignet sich gut für einen romantischen Abend in der Oper oder ein rau­ schendes Fest (mit vielen flüch­ tigen Bussi­Momenten) – nicht aber für den Raclette­Abend mit Freunden, den Picknickausflug mit den Kindern oder längere Zug­ und Autofahrten. Leichte Düfte – jung, unbeschwert

Auch Patchouli­ oder Maiglöck­ chendüfte haben es in sich: Wären Sie Lebensmittel, dann wohl am ehesten knallbunte Bonbons, die schon beim Anschauen gute Laune machen. Sie duften pudrig, blumig und sind leicht und frisch im Abgang. Es versteht sich, dass solche Düfte nur von jüngeren Frauen

benutzt werden sollten: für den Kinobesuch mit dem Liebsten zum Beispiel oder für den Gang in die Disco. Als über 50­Jährige an einer Party noch immer wie eine Figur aus «Gossip Girl» zu riechen, wirkt dagegen deplatziert und unentspannt. Fruchtige Düfte – fröhlich und agil

Von grünem Apfel über Pfirsich und Melone bis Zitrone: Diese Düfte sind gut für erste Dates – sie suggerieren dem Gegenüber, dass man das Leben mit einer Portion Humor betrachtet und nicht alles bierernst nimmt. Man sollte die blumigen, intensiven Düfte aber immer sparsam einset­ zen. Und: So fruchtig­frisch diese Parfüms riechen, so lebens­ bejahend und vital sollte sich auch die Trägerin fühlen. Schmallippig­ keit oder miese Laune passt schlecht, wenn man wie eine frisch gepresste Biolimette oder eine fleischige Melone duftet. MM

Düfte zum Verlieben Es sind nicht in erster Linie tiefe, sinnliche Blicke bei Kerzenlicht, sondern viel mehr Pheromone, chemische Boten­ stoffe, die unser Unbewusstes bei der Partnerwahl beeinflussen. Parfüms funktio­ nieren auf der Haut wie Post­ boten, die die Botschaften überbringen. Pheromone ent­ scheiden darüber, ob wir den Duft eines Menschen anziehend finden oder nicht. Parfüms trägt man idealerweise dort auf, wo das Blut pulsiert, also: am Handgelenk, an den Schläfen oder am Hals. Auch frisch gewaschene Haare sind ein sehr guter Duftfänger. Sparsame kau­ fen sich am besten eine parfümierte Bodylotion, damit riecht die Haut den ganzen Tag lang diskret, aber nachhaltig. In Zusammenarbeit mit


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equem, einfach, günstig: Das sind vermutlich die wichtigsten Gründe, weshalb Schweizerinnen und Schweizer immer öfter Waren in China bestellen. Shopping-Apps wie Wish erübrigen den Besuch von obskuren Websites mit chinesischen Schriftzeichen. Sie bieten stattdessen eine angenehme Benutzeroberfläche in deutscher Sprache und vermitteln zwischen europäischen Kunden und Händlern aus Fernost. Weil diese nicht direkt kontaktiert werden können, haben Käufer keine Sicherheit, ob der jeweilige Händler seriös ist oder nicht. Darüber hinaus fordert die App bei der Installation auf Android-Geräten zweifelhafte Berechtigungen wie zum Löschen von Dateien oder die Erlaubnis auf Kontakte und Kamera zuzugreifen. «Abgesehen davon besteht bei der Nutzung solcher Apps keine Gefahr», sagt E-Business-Experte

Thomas Lang. Es sei zwar möglich, dass ein bestelltes und bezahltes Produkt nicht geliefert wird, aber Reklamationsmails an den Wish-Kundendienst würden zuverlässig beantwortet, und der Betrag bei Zahlungen über den Dienst PayPal rückerstattet. «Das hat zumindest bei einer Testbestellung von mir prima geklappt», so Lang zum Migros-Magazin. Lieferkosten, Zölle und Piraterie

Die Qualität der gelieferten Produkte differiert stark. Thomas Lang rät insbesondere bei Elektronik zur Vorsicht, da die Kompatibilität zum hiesigen Stromnetz und zu Originalgeräten (z. B. bei Ersatzadaptern oder Kabeln) nicht immer gewährleistet sei. Auch bei Luxusmarken ist Vorsicht geboten: Wer eine Rolex für 70 Franken oder eine Louis-Vuitton-Tasche für 30 Franken bestellt, kann angeklagt und verurteilt werden. «Markenartikel, die zu Dumpingpreisen

angeboten werden, sind selbstverständlich gefälscht», sagt Lang. Wie bei jeder Bestellung im Ausland müssen Käuferinnen und Käufer auch beim Wish-Shopping mit Zusatzauslagen rechnen. Vor überraschenden Kosten für Zölle und Mehrwertsteuer ist man nur dann geschützt, wenn der Gesamtwert der Sendung 62 Franken nicht übersteigt. Zwar müssen Schweizer Käufer auf die Lieferung aus Fernost zwischen drei und fünf Wochen warten, dafür ist diese schon fast unverschämt günstig. Sie kostet nämlich weniger als der Versand eines Päcklis von Zürich nach Lugano. Der Grund: Solche Postsendungen sind subventioniert, weil der Weltpostverband China als Entwicklungsland einstuft. «Das ist ein Ärgernis, weil es Onlinehändler aus der Schweiz massiv benachteiligt», sagt Thomas Lang. MM Die Apps Geek, Home, Cute und Mama gehören wie Wish zur Firma Contextlogic Inc.

Das passiert vor allem dann, wenn Drucker via WLAN betrieben werden. Häufig ist der installierte Treiber schuld, der nicht mit dem Gerät kommuniziert, weil er es nicht identifizieren kann.

Einfachste Lösung: Öffnen Sie die Systemsteuerung und gehen Sie zu Geräte und Drucker. Löschen Sie den Treiber ihres Druckers und installieren Sie diesen über die Schaltfläche «Drucker hinzufügen» neu. Spätestens nach einem Neustart des PCs sollten Sie wieder wie gewohnt drucken können. Kommt die Meldung häufiger vor, weisen erfahrene Nutzer dem Drucker eine fixe IP-Adresse zu. Das erledigen Sie im Menü ihres Routers unter der Option «DHCPReservierung».

Reto Vogt (31),

Ressortleiter Online Migros-Magazin @revogt


134 | MM12, 21.3.2016 | LEBEN

19.4. 2015

März 2015

April 2015

21.7. 2015

Mai 2015

Juni 2015

Juli 2015

August 2015

Garten von Nathalie Himmelrich

«Bohne, Bluescht & Berger»

Das Gartenjahr im Zeitraffer Drei Hobbygärtner haben für den Gartenblog des Migros-Magazins ein Jahr lang täglich ihr Paradies fotografiert. Daraus entstanden sind Videos, die durch die Jahreszeiten führen. Text: Almut Berger

Garten von Christoph Kehl März 2015

20.3. 2015

April 2015

Mai 2015

Juni 2015

Juli 2015

August 2015

10.8. 2015


LEBEN | MM12, 21.3.2016 | 135

20. 10. 2015

September 2015

Oktober 2015

17.1. 2016

November 2015

Dezember 2015

Januar 2016

Februar 2016 Gartenblog

W

issen Sie noch, wie sich Ihr Garten heute vor einem Jahr präsentierte? Christoph Kehl (37) aus Kradolf TG, Nathalie Himmelrich (47) aus Erlenbach ZH und Sibylle Marion Zust (42) aus Alberswil LU können sogar nachschauen: An diesem Tag sind sie wie seither täglich in ihrem Garten gestanden und haben ein Foto geschossen. Anschliessend haben sie dieses auf «Bohne, Bluescht & Berger», dem Gartenblog des Migros-Magazins, veröffentlicht. Da die drei Hobbygärtner die Bilder immer vom glei-

September 2015

chen Standort aus gemacht haben, entstand daraus innert Jahresfrist je ein Film. Zu sehen sind im Zeitraffer, wie Magnolien er- und verblühen, Bohnen spriessen und reifen, ein kleiner Gartensitzplatz entsteht oder drei mächtige Birken gefällt werden. Der 21. März 2015 war übrigens ein eher trüber Tag. In den drei Gärten lag aber kein Schnee mehr. Und während in Erlenbach und Alberswil noch nicht einmal die Osterglocken zu sehen waren, guckte im Kradolfer Gemüsegarten immerhin bereits das erste Zwiebelkraut aus dem Boden. MM

Oktober 2015

November 2015

15. 11. 2015

Bohne, Bluescht & Berger

Immer vom gleichen Ort aus: Auch Sibylle Marion Zust hat beim Zeitrafferprojekt mitgemacht.

Die vier Jahreszeiten im Video

Machen Sie mit! Die Migros-MagazinJournalistin Almut Berger tauscht sich auf ihrem Gartenblog auf Migrosmagazin.ch/ garten mit anderen Hobbygärtnern aus. Erzählen auch Sie von Erfolgen und Niederlagen. Und posten Sie Ihre eigenen Fotos.

Sehen Sie zu, wie sich die Gärten von Christoph Kehl, Nathalie Himmelrich und Sibylle Marion Zust zwischen März 2015 und 2016 verändern. Lust bekommen, die Entwicklung Ihres eigenen Gartens festzuhalten? Wir zeigen, wie es geht. www.migrosmagazin.ch/garten

Dezember 2015

Januar 2016

Februar 2016

26.1. 2016


Ostsee – Insel Rügen

Alte Hansestädte und malerische Landschaften. Rügen, die grösste Insel Deutschlands. 1. Tag Schweiz – Hannover

stark gegensätzlichen Landschaften. Von Sassnitz aus unternehmen Sie eine Schifffahrt zur bekannten Stubbenkammer, den hohen Kreidefelsen an der Steilküste der Halbinsel Jas2. Tag Hannover – Lüneburg – mund. Am Mittag treffen Sie in Schwerin – Rostock Binz, dem bekanntesten OstseeDurch die weite Landschaft der bad Rügens ein. Am späteren Lüneburger Heide erreichen Sie Nachmittag kehren nach Rosdie alte Salz- und Hansestadt tock zurück. Lüneburg. Die hübschen, heraus4. Tag Ausflug Wismar und geputzten Gassen und Plätze laden zum Flanieren und «Läde- Warnemünde (fakultativ) Der heutige Ausflug bringt Sie len» ein. Danach fahren Sie in am Vormittag zuerst nach Wisdie einstige mecklenburgische mar. Die alte Hansestadt gehört Residenzstadt Schwerin, die zu den Hauptanziehungspunk«Stadt der sieben Seen». Am Abend gelangen Sie in die ehe- ten an der mecklenburgischen mals mächtige Hansestadt Ros- Ostseeküste. Der berühmte, von prächtigen Giebelhäusern tock. umstandene Marktplatz gehört 3. Tag Ausflug Insel Rügen zu den grössten und schönsten Über die neue Hängebrücke bei seiner Art in Norddeutschland. Stralsund erreichen Sie Rügen, Danach fahren Sie nach Warnedie grösste und landschaftlich münde. Von der Atmosphäre schönste Insel an der Ostseedes alten Fischerstädtchens küste. Die vielgerühmte Schön- und Seebades ist vor allem am heit Rügens resultiert aus ihren «Alten Strom» an der WarBei Basel verlassen Sie die Schweiz und fahren vorbei an Frankfurt und über die Hügelzüge des Taunus nach Hannover.

6 Tage Fr. 695.–

nowmündung noch viel zu spüren.

Reisedaten 2016

5. Tag Rostock – Mecklenburgische Seenplatte – Potsdam – Weimar

23. – 28. August

Am Vormittag fahren Sie durch einen Teil der Mecklenburgischen Seenplatte. Unzählige grössere und kleinere Seen liegen in dieser abwechslungsreichen Landschaft verstreut. Im malerischen Städtchen Waren an der Müritz machen Sie Halt, bevor Sie gegen Mittag in die brandenburgische Hauptstadt Potsdam fahren. Aus der Zeit, als die Stadt Residenz der preussischen Herrscher war, zeugen noch heute viele Schlösser und wunderschöne Parkanlagen. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Weimar in Thüringen.

07. – 12. Juni

Das ist alles dabei...

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6-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar

✘

5 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels

✘

Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC, Farb-TV etc.

✘

Halbpension mit Frühstücksbuffet in den Hotels

✘

Ausflug zur Insel Rügen inklusive Schifffahrt

✘

Reiseleitung während des Aufenthalts in Mecklenburg-Vorpommern

Nicht inbegriffen:

✘ ✘ ✘

6. Tag Weimar – Schweiz Abwechslungsreiche Heimreise über die verschiedenen Höhenzüge Hessens und entlang dem Rhein nach Basel.

Annullationsschutz Fr. 26.– EZ-Zuschlag Fr. 150.– Ausflug nach Wismar und Warnemünde Fr. 38.–

Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Basel, Luzern

Polen – Masuren

Kulturelles Erbe in faszinierenden Städten. Land der tausend Seen in den Masuren. 1. Tag Schweiz – Weimar Fahrt über Basel und entlang dem Rhein nach Frankfurt. Weiterreise durch den Taunus und vorbei an Eisenach mit seiner berühmten Wartburg nach Weimar. 2. Tag Weimar – Bautzen – Breslau Vorbei an Jena und Gera gelangen Sie zur Mittagszeit nach Bautzen. Am Nachmittag erreichen Sie Breslau, das am Zusammenfluss von Olawa und Oder liegt. Auf einer Stadtführung zeigt man Ihnen die Sehenswürdigkeiten der wichtigsten Stadt Schlesiens. 3. Tag Breslau – Krakau Am Vormittag Weiterfahrt durch Oberschlesien, das wichtigste Industriezentrum Polens, das von der Kohle- und Stahlproduktion geprägt wird, nach Krakau. Ein Führer zeigt Ihnen die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit ihren prachtvollen historischen Fassaden sowie der schönen landschaftlichen Umgebung am Fusse der Karpaten ist Krakau zweifellos die schönste und reizvollste unter den grossen polnischen Städten.

4. Tag Krakau – Tschenstochau – Warschau Sie verlassen Krakau und fahren nach Tschenstochau, dem berühmtesten Pilgerort des Landes. Durch die Tiefebene Masowiens erreichen Sie danach gegen Abend Warschau. 5. Tag Warschau – Masuren Nach einer Stadtrundfahrt durch die polnische Hauptstadt führt Sie die Reise in die Masuren, auch «Land der tausend Seen» genannt. In dieser beliebten Urlaubsgegend werden Sie zwei Nächte wohnen. 6. Tag Ausflug Masuren Auf dem Streifzug durch die Masuren besichtigen Sie die Rastenburg in Ketrzyn, die Wolfsschanze und das Kloster Swieta Lipka. Sie unternehmen auch eine Schifffahrt auf einem der Masurischen Seen. 7. Tag Masuren – Oberlandkanal – Marienburg – Danzig Zuerst besuchen Sie den Oberlandkanal, eines der drei «ostpreussischen Weltwunder». Auf dem Weg an die Küste machen Sie Halt bei der gewaltigen Marienburg, dem einstigen Sitz des

11 Tage Fr. 1’445.–

Hochmeisters des Deutschen Ordens. Danach treffen Sie in Danzig ein, der wichtigsten Stadt an der baltischen Ostsee-Küste.

Reisedaten 2016

8. Tag Danzig Sie verbringen den ganzen Tag in Danzig. Nach dem Wiederaufbau nach den grossen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg sieht es heute wieder aus wie in den Glanzzeiten, als Bauten der reichen Reeder und Händler im 16. – 18. Jahrhundert das Bild der Hansestadt prägten.

Das ist alles dabei...

9. Tag Danzig – Torun – Posen Fahrt durch das Kummerland in die schöne Stadt Torun am Ufer der Wisla. Nach dem Mittagshalt in der Heimatstadt von Nikolaus Kopernikus fahren Sie nach Posen mit seiner sehenswerten Altstadt. 10. Tag Posen – Kassel Sie verlassen Polen und gelangen vorbei an Berlin und Magdeburg zur letzten Zwischenübernachtung nach Kassel. 11. Tag Kassel – Schweiz Heimfahrt durch Hessen und das Rheintal in die Schweiz.

18. – 28. August

✘ ✘ ✘ ✘ ✘ ✘ ✘

11-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar 10 Übernachtungen in guten Drei- und Viersternehotels inkl. Halbpension Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC Reiseleitung während dem Aufenthalt in Polen Stadtbesichtigungen mit Führung in Breslau, Krakau, Warschau und Danzig Ganztägiger Ausflug durch die masurische Seenplatte mit Schifffahrt Geführte Besichtigung der Marienburg

Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 34.– ✘ EZ-Zuschlag Fr. 390.–

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138 | MM12, 21.3.2016 | LEBEN

Ich heisse Olivia und bin acht Jahre alt. Seit einem Jahr besuche ich die Zirkusschule Tortellini. Im Kindergarten haben wir mal eine kleine Zirkus­ aufführung gemacht. Ich konnte den Kopfstand und jonglieren und durfte das zeigen. So kam ich auf die Idee, einmal bei einer Zirkusschule rein­ zuschauen. Inzwischen gefällt es mir sehr gut. Ich lerne viel, zum Beispiel Einradfahren.

Kinder

Zaubern, Jonglieren und Akrobatik Zaubern, jonglieren, akrobatisch turnen und schöne Kostüme tragen: Das gefällt Olivia so gut, dass sie eine Zirkusschule besucht – neben der normalen Schule natürlich. Text: Andrea Fischer-Schulthess

Mein Hobby Magst du die Zirkuswelt, und hast du Lust

und Geduld, Neues zu lernen und einem Publi­ kum zu zeigen? Bist du sportlich und hast gern tolle Kostüme? Dann könnte eine Zirkus­ schule genau das Rich­ tige für dich sein. Auf der Homepage der Zirkus­ schule Tortellini findest du unter den Links ähnliche Schulen und Kurse in der Schweiz. Probiers doch einfach mal aus!

Bilder: Gabi Vogt

Als ich beschloss, eine Zirkusschule anzuschauen, kam meine Freundin auch gleich mit. Das war gut, denn so kannte ich dort schon jemanden. Mir gefiel es sofort. In unserer Gruppe hatte es neue Kinder und auch solche, die schon mehr konnten als ich. Wir lernen hier Zaubern, Jonglieren, Akrobatik und vieles mehr.

Meine Schule Die Zirkusschule Tortellini in Luzern Littau

heisst alle willkommen, die das Zirkushandwerk lernen wollen – auch Menschen mit einer Beeinträchtigung. Es gibt wöchentliche Kurse und Ferienkurse, An­ gebote für Anfänger und für Fortgeschrittene. www.zirkusschule­luzern.ch

Jeder kann sich die Dinge aussuchen, die er vertiefen möchte. Im Moment möch­ te ich Tücherklettern ler­ nen: also an einem aufge­ hängten Tuch Kunststücke vollführen. Wir lernen und entwickeln auch grössere Zirkusnummern. Für mein Hobby fahre ich jeden Donnerstag für zwei Stun­ den nach Luzern Littau.

Am Ende des Jahres machen wir eine Vorführung, zu der Eltern und Freunde kommen können. Dabei tragen wir schöne Kostüme. Das finde ich toll, auch dass es für jede Nummer und jedes Thema andere gibt. Mir gefällt, dass in der Zirkusschule eine so freundliche Atmosphäre herrscht. Wenn einmal ein Fehler passiert, lacht einen keiner aus. Obwohl mir das alles so gut gefällt, möchte ich später nicht in einem Zirkus arbeiten, sondern lie­ ber etwas mit Pferden machen. MM


LEBEN | MM12, 21.3.2016 | 139

Fragen und gewinnen! Schreibt uns. Für jede publizierte Frage gibt es einen 20-FrankenGutschein.* Jurij (7) aus Arbon TG

Hat dich auch schon mal ein Erwachsener fest getadelt, weil du beim Spielen einen Riesenkrach gemacht hast? Die Grossen mögen keinen Lärm – ausser wenn sie einen Sportwagen mit einem lau­ ten Verbrennungsmotor fahren: Dieses Dröhnen führen sie freudig allen vor, egal, ob die das stört oder nicht. Schimpfen nützt da wenig. Starke Benzinautos brummen tief – wenn sie zwei statt nur einen Auspuff haben, dröhnen sie

umso lauter. Das macht den Besit­ zern Spass, ist aber unnötig: Autos fahren nämlich ebenso gut, wenn sie nur einen Auspuff haben. Elek­ troautos brauchen sogar gar kei­ nen. Sie sind leise, stark und stin­ ken nicht. Dennoch gibt es noch immer viele Fahrer, die sich besser fühlen, wenn sie mit einem lauten Auspuff herumbrausen. In der Werbung lese ich von einer Aus­ führung, die mit ihrem «tiefen und aggressiveren Sound überzeugt». Also mich überzeugt das nicht.

Wir Frauen denken halt anders als Männer, so wie ihr Buben an­ ders spielt als Mädchen: Während Mädchen keine Ahnung von Pinkel­ wettkämpfen haben, haben Buben viel Spass daran. Witzig zu beob­ achten, wie sie sich dabei männlich fühlen. Dagegen finde ich es eher komisch, wenn Erwachsene sich besonders männlich fühlen, bloss weil ihr Auto eine laute Klappe hat. *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende ein Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Gabriela Bonin (48) beantwortet

Kinderfragen zu aktuellen Themen.

EIERSUCHE Es ist Ostern und die Lilibiggs haben Eier bemalt. Wie viele Eier hat Hugo beim Baumhaus der Lilibiggs versteckt? Können Nina finden? Hilf ihnen und kreise sie ein! und Tobi sie alle finden?

Rätse lspas s ACH DU DICKES EI

Weisst du, welches Tier welches Ei legt? Übertrage die Lösungsbuchstaben des Rätsels in den Kasten, und wenn du richtig geraten hast, ergibt es ein Frühlingsgemüse. 1. O Dinosaurier T Adler S Wachtel

2. B Frosch P Huhn A Rochen

3. K Osterhase A Pinguin I Drachen

4. R Emu H Klapperschlange C Spatz

5. L Schildkröte S Kondor G Amsel

6. E Strauss M Kolibri H Blindschleiche

7. V Eidechse L Krokodil B Spinne 3

4

5

6

7 Lösung: SPARGEL

2

Lösung: Es sind zehn Eier.

1

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs Hier erwarten dich: • lustige Spiele • tolle Basteltipps & Malvorlagen • spannende Geschichten und vieles mehr ...

www.lilibiggs.ch


140 | MM12, 21.3.2016 | LEBEN

Glücksgriff

Ganz Europa an einem Tag

Auf ins Abenteuer! Das Migros-Magazin und Migros Cumulus verlosen 12 Erlebnisaufenthalte sowie 50 Familien-Tagesaufenthalte im Europa-Park in Rust (D).

D

ie Saison 2016 des Europa-Park in Rust (D) steht im Zeichen von Natur und Familie. Über 100 Attraktionen und Shows sowie 14 europäische Themenbereiche warten auf die Besucher. Neu zählt das Thema Irland zu den Angeboten am beliebtesten Ausflugsziel Deutschlands, das im vergangenen Jahr 5,5 Millionen Eintritte zählte. Jung und Alt können sich auf neue, von der Grünen Insel inspirierte Abenteuerwelten freuen – mit

vielen Bahnen und Indoor-Spielen in landestypischer Gestaltung. Die fünf parkeigenen Erlebnishotels laden zum Übernachten ein. Und für die Schweizer gibt es eine Überraschung: Im Frühsommer 2016 wird das «Schellen-Ursli»-Haus mit Bildern und Requisiten des Kinohits eröffnet. Rasant oder lieber entspannt

Wer es rasant mag und mutig ist, steigt in Island in die Holzachterbahn Wodan-

Timburcoaster oder düst mit der Hochgeschwindigkeits-Achterbahn Euro-Mir um verspiegelte Türme. Auch in Frankreich geht es hoch her: Die Dunkelachterbahn Eurosat schickt ihre Fahrgäste durchs Weltall, während es mit der Achterbahn Silver Star aus über 70 Metern mit 130 km/h steil bergab geht. Auf ruhigere Gemüter wartet ein faszinierendes Unterhaltungsangebot. In Italien schweben die Gäste mit Volo da Vinci durch die Lüfte. Die jungen


LEBEN | MM12, 21.3.2016 | 141

Wettbewerb

Mitmachen und gewinnen!

Zu gewinnen

2

12 Erlebnis- und 50 Familien-Tagesaufenthalte im Europa-Park in Rust

3

1

1 Mit der «Pega-

Besucher werden in Grimms Märchenwald von Frau Holle, Rapunzel und Aschenputtel erwartet, oder sie können mit der PegasusAchterbahn dem Himmel entgegenflitzen. Traumhaft übernachten im Europa­Park

Die parkeigenen 4-Sterne-Hotels El Andaluz und Castillo Alcazar sowie die 4-SterneSuperior-Hotels Colosseo, Santa Isabel und Bell Rock bieten traumhafte Übernachtungsmöglichkeiten an. Die Besucher tau-

chen ins spannende Burgleben ein, geniessen «la dolce vita» Italiens oder erforschen die Geschichte Neuenglands. In den Blockhütten und Planwagen des Camp Resorts können Abenteuerlustige übernachten, und im Tipidorf legen sich Wild-West-Fans in authentischen Indianerzelten aufs Ohr. Und auch Gourmets kommen im 2-Michelin- Sterne-Restaurant Ammolite – The Lighthouse voll auf ihre Rechnung. MM

sus Coastiality» durch die Lüfte 2 Ein Abstecher in die Schweiz liegt gleich am Weg 3 Übernachten in den coolen Kajütenbetten des Hotels Bell Rock

Das Migros-Magazin und Migros Cumulus verlosen unter allen Lesern des MigrosMagazins 12 Erlebnis­ aufenthalte im Europa­Park sowie 50 Familien­Tages­ aufenthalte für maxi­ mal 4 Personen im Gesamtwert von 18 000 Franken. Der Erlebnisaufenthalt beinhaltet eine Übernachtung in einem der EuropaPark-Erlebnishotels für eine Familie (max. 4 Personen) sowie zwei Familien-Tageseintritte in den Europa-Park. Wettbewerbsfrage: Wie viele parkeigene Hotels gibt es im Europa-Park in Rust? So machen Sie mit: Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Europa-Park», Postfach, 8099 Zürich Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 27. 3. 2016. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach der Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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Inbegriffen bei beiden Reisen: • Busanreise Schweiz-Italien • Kreuzfahrt inkl.Vollpension • Getränkepaket «CHEERS!» • 3 Ausflüge • deutschsprachige Bordhostess • Unterhaltungsprogramm • Transfer Hafen-Flughafen • Rückflug mit Iberia via Madrid, resp. mit British Airways via London.

Nicht Inbegriffen bei beiden Reisen: • Zusätzliche Getränke und Ausflüge •oblig. Serviceentgelt € 9,- p.P./Nacht • Annullationskostenversicherung • Reservationsgebühr CHF 15.– pro Person.

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LEBEN | MM12, 21.3.2016 | 143

Kreuzworträtsel

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.3.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

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Die Gewinner Nr. 10 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/raetsel


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LEBEN | MM12, 21.3.2016 | 145

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. W. Busch meinte einst: Ist das Osterfest alljährlich, ist dies für den Hasen recht …? R ärmlich

Z

beschwerlich

B feierlich

2. Wie verändert sich das Gewicht von Eisen das rostet? E

leichter

U schwerer

A gar nicht

3. In welchem Spiel werden Adel, Klerus, Bauern und militärischer Adel dargestellt? C Jass

H Mikado

I

Mühle

So nehmen Sie teil

4. Das Ei gilt in der christlichen Theologie als Symbol der …? S

Gläubigkeit

N Entwicklung

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.3.2016, 24 Uhr

K Auferstehung

5. Woher stammt das Brauchtum, zur Osterzeit Ostergras auszusäen? E

Polen

D USA

L

China

6. Wie nannte man eine spanische Goldmünze im 16. Jahrhundert? I

Panzer

A Revolver

R Pistole

7. Welcher Mathematiker erfand eine Osterformel? M K. Gödel

E

C. F. Gauss

N G. Cantor

8. Welche dieser Bahnen hat die kleinste Spurbreite? G Rhätische Bahn

I

Waldenburgerbahn

S

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Forchbahn

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 9: Rudolf Münger, Grüningen ZH; Rita Jäger, Mels SG; Annelise Grünig, Küttigen AG

Auflösung Nr. 10: HELVETIA

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 5 3

A

1 4

Auflösung Nr. 11: AEHRE Gewinner Nr. 10: Ramona Nägele, St. Gallen; Heidi Eberle, Degersheim SG; Ruth Hauri, Dietlikon ZH

2

ANAKONDA ECKSTOSS EHRENTOR FUERBASS H I NBAUEN HOERSAAL I D E E N A RM MA L T E S E R PHON I SCH TURNHOSE Lösungswort: 1

2

3

4

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.3.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

5


Ostermontag

geöffnet 10.00–18.00 Uhr*

*OBI Thun 10.00–17.00 Uhr

t g am Ostermonta

auf das gesamte Sortiment*

Grosser Wettbewerb 1. Preis Peugeot 208 Exklusive Jubiläumsangebote Festwirtschaft, Kinderprogramm Neueröffnung OBI Schönbühl 10 Jahre OBI Oftringen 5 Jahre OBI Thun

OBI Oftringen · OBI Bau- und Heimwerkermarkt · Ackerweg 2 · 4665 Oftringen · Tel. 058 567 43 00 OBI Schönbühl · OBI Bau- und Heimwerkermarkt · Gewerbestrasse 11 · 3302 Moosseedorf · Tel. 058 567 41 11 OBI Thun · OBI Bau- und Heimwerkermarkt · Panorama-Center · Weststrasse 14 · 3604 Thun · Tel. 058 567 28 28 www.obi.ch


LEBEN | MM12, 21.3.2016 | 147

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

5

4 1

3

7

4 1 9

8

7

2

8 3 4 7

4 2 9 5

2 9 7 6

Auflösung Nr. 11: 837

7

3 9 4 1 2 6 5 7 8

3

6 1 2 7 5 8 4 3 9

2 4 3 9 8 5 6 1 7

7 8 9 6 3 1 2 5 4

5 6 1 4 7 2 8 9 3

9 2 8 5 4 3 7 6 1

1 7 5 8 6 9 3 4 2

4 3 6 2 1 7 9 8 5

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 27.3.2016, 24 Uhr

Gewinner Nr. 10: Paul Crausaz, Lausanne; Patrice Ansermet-Guillet, Montbrelloz FR; Silvia Sonder, Rapperswil SG; Margot Zindel, Chur; Hans Burkhalter, Thun BE

5 9

3

8 5 7 3 9 4 1 2 6

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 4 3 3 miteinander verbunden sein. Verboten: Kreuzun2 4 2 3 gen, diagonale Brücken 1 und mehr als zwei Linien.

2 0 2 1 4 2

Auflösung Nr. 10

2

3 3

0 6 1 7

1

2

1

0

1

2

3

2

3

1

2 2 3

3

4

2 2

4 2 2

2

3 1 2

2

1 1

2 4 1

3

2 3

Auflösung Nr. 10: 1

3

2

2

3

2

2

2

3

3

1 4

3

1

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2 1 3

2 1 3 3

3 2 2 2

3 3 3 4 2

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Reto Meisser

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Dora Horvath, Sonja, Leissing, Anna Meister, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West, Anette Wolffram

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Verlag: Layout: Doris Oberneder (Creative Director), Rolf Hauser (Leitung), Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Werner Gämperli, Nicole Gut, Tel.: 058 577 13 70, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN. HAIR

MUSIC SHOW SCOTLAND

HAIR AIR Tickets & Infos:

Das legendäre Musical «Hair» gilt bis heute als Meilenstein des Musiktheaters.

Schottische Musik und Tanz verwandeln das Hallenstadion Zürich in eine magische Welt.

Datum: 26. bis 28.5.2016 Ort: Thun, Zürich, Sursee Preis: Fr. 30.– bis Fr. 67.50 (statt Fr. 40.– bis Fr. 90.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

Datum: 21.5.2016 Ort: Zürich Preis: Fr. 54.40 bis Fr. 91.20 (statt Fr. 68.– bis Fr. 114.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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SPANISCHE HOFREITSCHULE

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Die Spanische Hofreitschule gastiert zum 450-Jahr-Jubiläum im Hallenstadion Zürich. Datum: 10. bis 12.6.2016 Ort: Zürich Preis: Fr. 46.40 bis Fr. 110.40 (statt Fr. 58.– bis Fr. 138.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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Nationale und internationale Acts sorgen am Murtensee für ein mediterranes Feeling. Datum: 2. bis 4.6.2016 Ort: Murten Preis: Fr. 51.– bis Fr. 67.45 (statt Fr. 68.– bis Fr. 89.90), je nach Datum Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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Masters of Dirt by Monster Energy wird die PostFinanceArena zum Beben bringen.

Die Europameisterschaften im Kunstturnen locken in die PostFinance-Arena.

Datum: 14.5.2016 Ort: Bern Preis: Fr. 37.50 bis Fr. 82.50 (statt Fr. 50.– bis Fr. 110.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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Das Tourneetheater bringt Musik, Comedy und Artistik direkt vor Ihre Haustür. Datum: bis Dezember 2016 Ort: diverse Orte Preis: Fr. 20.– bis Fr. 79.20 (statt Fr. 25.– bis Fr. 99.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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Charles Nguelas beste Witze im Video

150 | MM12, 21.3.2016 | LEBEN

www.migmag.ch/ nguela

1

Meine Welt

«Ich habe die Emotionen im Griff – ausser beim Autofahren» Der im Kongo geborene Charles Nguela ist der erste schwarze Komiker der Schweiz – und einer der talentiertesten. Jetzt will der 26-jährige Aargauer mit seinem Humor die grossen Bühnen erobern. Text: Reto E. Wild

Bilder: Paolo Dutto


LEBEN | MM12, 21.3.2016 | 151

3

1 Meine Bühne «Mit Charly’s Comedy Club in Lenzburg hatte ich meine erste eigene Show. Die Idee präsentierte ich vor rund zwei Jahren zum ersten Mal im KiFF in Aarau.» 2 Meine Familie «Bis vor anderthalb

Jahren habe ich mit meiner Mutter in Niederlenz gelebt. Sie ist die Einzige der Familie, die in der Schweiz wohnt, und sie bedeutet mir sehr, sehr viel.» 3 Mein Vorbild «Der Schauspieler Dave

2

4

Chappelle gehört zu meinen Vorbildern, weil er Comedy so zelebriert, dass man nie weiss, was einen erwartet.» Name: Charles Nguela (26) Wohnort: Zürich Sternzeichen: Waage. Ich bin ein

ausgeglichener Mensch und habe meine Emotionen gut im Griff – ausser beim Autofahren … Beruf und Lebenslauf: 1995 flüchtete ich mit meiner Schwester und der Familie meines Onkels vom Kongo nach Südafrika. Acht Jahre später reiste ich zu meiner Mutter nach Lenzburg AG. Danach absolvierte ich eine Lehre als Drucktechnologe, bildete mich im Farbmanagement weiter und arbeite als Sales- und Productmanager. 2014 erhielt ich den Publikums- und Jurypreis des Swiss Comedy Awards. «Charly’s Comedy Club», mit dem ich vor zweieinhalb Jahren anfing, kann man am 10. Mai in Zürich sehen, «Schwarz-Schweiz» in Bern (21. April) und Basel (1. Juni).

Mein Lieblingsprodukt

«Eines meiner Lieblingsgerichte ist Reis mit Pouletgeschnetzeltem an einer Rahmsauce. Beim Anbraten saftet das Pouletfleisch der Migros weniger, und es hat mehr Geschmack.»

4 Mein Restaurant «Für La Crêperie arbeitete eine sehr gute Kollegin von mir. Seither gehört das Bistro zu meinen Lieblingsorten in Aarau.» 5 Mein Fluchtort «Das Schloss Lenz-

burg fasziniert mich schon wegen seiner Bauart. An diesem Ort komme ich am besten zur Ruhe.» 6

6 Meine Lektüre «Seit einem Unfall auf

dem Slalomboard bin ich total begeistert von der Akupunktur.»

Bild: Getty Images

7 Mein Tick «Um mich vor den Auftritten zu beruhigen, ziehe ich meine Schuhe aus und drücke meine Fussflächen auf einen Tennisball.»

5

7


ACHTUNG, FERTIG, SPAREN! MONTAG

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z.B. Aceto Balsamico di Modena, 50 cl, 2.10 statt 4.25, nur gültig am 21.3.2016

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Schottland/Alaska, 2 x 150 g, nur gültig am 24.3.2016

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Schweiz, 139 g, nur gültig am 22.3.2016

FREITAG

25.3.2016

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Ausgenommen sind Gebührensäcke und -marken, Vignetten, Depots, Taxkarten, Serviceleistungen, iTunes-Karten, SIM-Karten, Gutscheine, Geschenkkarten und Smartboxen, nur gültig am 23.3.2016

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Bündner Oster-Rohschinken in Jumbo-Fresh-Schale

Schweiz, 202 g, nur gültig am 26.3.2016


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