Skip to main content

Migros-Magazin-10-2021-d-VS

Page 1

Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

migrosmagazin.ch | MM10, 8.3.2021

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 720 44 00 - mitglieder.register@migrosvs.ch


Jetzt nur 14.50 statt 29.– pro Monat. Ein ganzes Jahr lang.* Unlimitierte Minuten Unlimitierte SMS/MMS 3 GB Daten/Mt.*

MOBILE

Nur für kurze Zeit bei:

m-budget-mobile.ch *14.50 statt 29.– pro Monat während 1 Jahr bei Neuabschluss eines M-Budget Mobile Maxi Abos vom 2.3. bis 5.4.2021. Nach Ablauf des Jahres beträgt der monatliche Abopreis 29.–. Unlimitierte Anrufe/SMS gelten im Inland und für den normalen Eigengebrauch. Business-, Kurz- und Spezialnummern sind kostenpflichtig. Das monatliche Datenvolumen ist im Inland gültig. Exkl. 40.– Aktivierungsgebühr. Keine Mindestvertragsdauer.


migrosmagazin.ch | MM10, 8.3.2021

FEMME FAMOS! EINE GANZE AUSGABE ZUM TAG DER FRAU

HASS IM NETZ Seite 43

WEIBLICHER ORGASMUS Seite 24

DAS ESSEN HELDINNEN

Bild: Mali Lazell; Hair make Up: Najat Zinbi

Seite 32

An der Front Sie sind das Gesicht der Migros: 15 Frauen, die unser Leben besser machen Seite 12


Bett AMELIE

759.– statt 949.–

Satin-Bettwäsche KOLIBRI

71.95 statt 89.95

20% aufs * Schlafsortiment 2.3.–22.3.2021 Duvet SANADAUN LIGHT

279.– statt 349.–

Matratze STARTOP

799.– statt 999.–

Passt zu allem, was Sie schon haben. * Gilt für Matratzen, Einlegerahmen, Betten, Nachttische, Schränke sowie Duvets, Kopfkissen, Bettwäsche, Fixleintücher und Moltons (exkl. Kids-Sortiment). Gültig vom 2.3.–22.3.2021. Erhältlich in allen Micasa-Filialen und im Online-Shop. Der Preisvorteil gilt nur bei Neuaufträgen. Solange Vorrat.


Auserlesenes für Ostern. Die Migros Sélection Limited Edition.

Das gesamte Sortiment auf migros.ch/selection


6 | 8.3.2021

WELCHER FRAUENNAME VERKAUFT SICH AM BESTEN? Bei den 100 meistverkauften Artikeln im MicasaOnlineshop war 2020 Maxi der Renner. Es gibt einen Sessel namens Maxi, aber auch Vorhanggleiter, die Maxi heissen. Dass sowohl ­Männer wie auch Frauen sich Maxi nennen, passt ins allgemeine Bild. Denn auch beim Sortiment von Micasa hat die Gleichberechtigung Einzug gehalten. Die Hälfte der meistverkauften Artikel haben neutrale Namen. 25 tragen Frauennamen wie Suzette (Besteck), Teresa (Sitzkissen), Olivia (Vorratsglas). 25 haben Männernamen, wie Thierry (Untersetzer), Pablo (Kleiderhaken), Elias (Kleiderbügel).

Miss Miggy Eine selbstsichere Rampensau schwebte Manuela Seelhofer aus Kloten vor, als sie zu Häkelnadel und Garn griff. Die Lithografin des Migros-Magazins mag Miggy sehr und häkelt für ihr Leben gern. Eigens für den Frauentag kreierte sie die Miss Miggy, lockig und ­ladylike. We like!


BEWEGTE GROSSMÜTTER Still zu Hause sitzen und nach der Pandemie wieder brav die Enkel hüten? Die Frauen, die sich in der Bewegung Grossmütterrevolution engagieren, sehen ihre Rolle anders: Sie setzen sich dafür ein, Frauen jeden Alters eine Stimme zu geben. Und sie kämpfen ­dafür, die späten Lebensjahre in Würde und ohne Armut ­verbringen zu können. Das Migros-Kulturprozent unterstützt das Netzwerk: grossmuetter.ch

FRAUENGESCHICHTE

Pauline Schwarz Pauline Schwarz klaute und log, um sich Wohlstand zu ­erschleichen. Die Dienstmagd mit Jahrgang 1918 landete im Gefängnis und wurde psychia­ trisch untersucht, weil ihr ­Verhalten nicht dem Rollenbild ­ihrer Zeit entsprach. Lisbeth Herger erzählt ihre packende Geschichte und zeichnet damit auch ein Bild der damaligen ­Gesellschaft. Für ihr Engagement in Erzählcafés unterstützte das Migros-Kultur­prozent die Autorin. «Moralisch defekt» ist bei E ­ x Libris für 32 Franken erhältlich.

Bilder: Manuela Seelhofer, Ullstein Bild/Getty Images

DAMIT FRAUEN ZU WORT KOMMEN Es ist immer das Gleiche: In ­Podiumsrunden, Talkshows und Interviews erklären männliche Experten die Welt. Damit Frauen mit Fachwissen endlich ­öfter zu Wort kommen, hat der Verein «alliance f» das OnlineVerzeichnis sheknows.ch ­gegründet. Hier finden sich Expertinnen zu fast jedem Thema – von Meeresbiologie bis zum Flugverkehr.

Migros-News

8.3.2021 | 7

NUSSSTANGEN VON ADELE

Nicht nur Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler, sondern auch seine Frau hat das Unternehmen stark geprägt. Adele Duttweiler-Bertschi (1892 bis 1990) hat zum Beispiel die 15 Thesen mitverfasst, in denen die MigrosEthik festgeschrieben ist. Wenige wissen, dass die feinen Bâtonnets aux noisettes von Migros Sélection nach ­einem Rezept von Adele gebacken werden.


8 | 8.3.2021

12:28 Uhr

Migros-Moment in Lenzburg AG Ein kritischer Blick ist angebracht: Dieser Durchgang führt zur aktuellen Ausstellung ­«Geschlecht. Jetzt entdecken» im Stapferhaus und regt zum Nachdenken an. Darin hängen lauter ­klischeehafte Mädchenprodukte wie zum Beispiel ein K ­ inderradio in Rosa. Die ­Ausstellung wird vom Migros-­Kulturprozent ­unterstützt und ist seit Kurzem wieder für ­Besucherinnen und ­Besucher geöffnet. stapferhaus.ch


Augenblick

Bild: Stapferhaus / Anita Affentranger

8.3.2021 | 9


MAX

Vom Thunersee zum Jungfraujoch Herrliche Tage im Berner Oberland zum Aktionspreis!

3 Reisetage, ab inkl. Halbpension,

Fr. 499.REISEHIT 305

Einsteigeorte & Reisedaten St. Gallen - Wil SG - Winterthur 2. - 4. Mai 2021 20. - 22. Mai 2021 7. - 9. Juni 2021

! !

Zürich - Affoltern a.A. - Luzern 6. - 8. Mai 2021

Einmalige Sonderaktion – Fr. 100.- p.P. sparen Tolles Hotel mit Sicht über Thunersee

22. - 24. Mai 2021 9. - 11. Juni 2021

Fantastische Fahrt mit der Jungfraubahn

✓ Fahrt im komfortablen Extrabus ✓ 2 Übernachtungen im Hotel Kreuz ***, Leissigen am Thunersee ✓ 2 x Frühstück im Hotel ✓ 2 x 3-Gang Nachtessen im Hotel ✓ Eintritt & Besichtigung Aareschlucht bei Meiringen ✓ Bahnfahrt mit der Wengneralpbahn (Lauterbrunnen-Kleine Scheidegg-Grindelwald Grund), 2. Klasse ✓ Bahnfahrt mit der Jungfraubahn (Kleine Scheidegg-Jungfraujoch-Kleine Scheidegg) ✓ Schifffahrt auf dem Brienzersee (Brienz Interlaken) ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Basel - Egerkingen - Bern 12. - 14. Mai 2021 30. Mai -1. Juni 2021 Aarau - Sursee - Sarnen 16. - 18. Mai 2021 3. - 5. Juni 2021

Wählen Sie Ihr Reisedatum

Ihr Hotel am Thunersee

Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise & Aareschlucht Fahrt im komfortablen Extrabus nach Meiringen im schönen Haslital, wo wir eines der atemberaubendsten Naturschauspiele der Schweiz bewundern: die bis zu 200 m tiefe Aareschlucht! Danach Weiterfahrt zu unserem schönen Hotel am Thunersee & Nachtessen. 2. Tag – Jungfraujoch – Top of Europe Mit der Wengneralpbahn fahren wir durch wunderschöne Landschaften auf die Kleine Scheidegg (2061 m), von wo wir die wohl spektakulärste Sicht auf die berüchtigte Eigernordwand geniessen. Die Jungfraubahn bringt uns weiter hinauf zum Top of Europe, dem Jungfraujoch auf 3454 m. Das Panorama ist atem-

Brienzersee

10. - 12. Mai 2021 26. - 28. Mai 2021 Leistungen - Alles schon dabei!

Leistungen - alles schon dabei!

Jungfraujoch - Top of Europe

Sargans - Pfäffikon SZ - Zug

beraubend: auf der einen Seite der Blick ins Mittelland, auf der anderen das riesige Eismeer des Aletschgletschers mit den Viertausendern. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Grindelwald und weiter an den Thunersee, wo wir im Hotel mit dem Nachtessen erwartet werden. 3. Tag – Brienzersee & Heimreise Bevor wir das Berner Oberland verlassen, unternehmen wir heute eine herrliche Schifffahrt auf dem zauberhaften Brienzersee und geniessen die bildschönen Uferlandschaften! Nach etwas Freizeit in Interlaken treten wir dann die Heimreise zu den Einsteigeorte an.

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren -

Unser Aktionspeis für Sie: Preis pro Person im Doppelzimmer

im Hotel Kreuz, Leissigen Normalpreis Fr. 599.Aktionspreis Fr. 499.- * Leistungen - Alles schon dabei! * gültig solange Vorrat

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 90.Zuschlag für alle Abreisen ab 18. Mai: Fr. 40.Reduktion Halbtax: Fr. 16.Reduktion GA: Fr. 32.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person (entfällt bei Online-Buchung) Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

Tel. 0848 00 77 88 - www.car-tours.ch

Sonderpreis Sichern Sie sich jetzt Ihr persönliches Schweiz-Erlebnis! Unser Unser Sonderpreis für Sie:für Sie:

Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

Fantastische Tages- & Mehrtagesausflüge auf www.car-tours.ch/best-of-switzerland

Reisehit 159 a: 23. - 30. April 2019 Weiteres Datum im schönen Herbst: Reisehit 159 b: 1. -Noch 8. Oktober 2019 mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

Sommer am Lago di Lugano - Perlen des Genfersees - Rigi, die Königin der Berge - Schweizer Dampfeisenbahnklassiker Walliser Bergträume - Jura & 3-Seen-Land - Bündner Sommerfrische - Grand Canyon der Schweiz - Legendäre Furka Dampfbahn - S’Berneroberland isch schön - u.v.m. Katalog bestel

len!

Grosses Schweiz-Rätsel! Jetzt Mitmachen & Gewinnen! = > www.car-tours.ch/wettbewerb


Editorial Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner Art Direction Barbara Pastore

Bild: MGB Fotostudio

Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 556 071 Ex. (WEMF 2020) Leserschaft: 2 245 000 (WEMF, MACH Basic 2020-2) Abonnemente: www.migmag.ch/abo Tel.: 058 577 13 00 Ausführliches Impressum unter ­migrosmagazin.ch/impressum

8.3.2021 | 11

«Das kann nicht ich als alter Mann machen», sagte Franz Ermel, der normalerweise Chefredaktor des Migros-Magazins und gar nicht mal sooooo alt ist. Wir hatten gerade entschieden, dass wir zum heutigen Internationalen Frauentag eine Sondernummer publizieren. Und er fragte mich – als weibliches und jüngstes Redaktionsmitglied –, ob ich die Chefredaktion für diese Ausgabe übernehmen wolle. Ich liess mich nicht zweimal bitten. Schliesslich gibt es bei diesem Thema viel Dringendes zu sagen. Noch immer sind Frauen in der Politik (39 %), in den obersten Chefetagen (2,5 %) und in den Tagesnachrichten (24 %) untervertreten. Weitere Zahlen und Fakten zur Gleichstellung der Frauen finden Sie ab Seite 19.

«NICHT ALLE TEXTE IN DIESEM HEFT LASSEN UNS VOR GLÜCK SCHREIEN.» Lisa Stutz Chefredaktorin dieser Ausgabe

In unserer Coverstory stellen wir 15 Frauen aus dem MigrosUniversum in den Fokus – sie arbeiten täglich an der Front, stehen in Kontakt mit unserer Kundschaft. Wer sind sie? Antworten finden Sie ab Seite 12. Meine Kollegin Dinah Leuenberger hatte die Idee, über den weiblichen Orgasmus ein Interview zu führen – für viele noch immer ein Tabu­ thema. Sie finden die vier lustvollen Seiten ab Seite 24. Nicht alle Texte in diesem Heft lassen uns vor Glück schreien: Wir gehen den Fragen nach, warum Frauen im Internet beleidigt werden (Seite 43) und weshalb sie es oft sind, die im Notfall Angehörige pflegen (Seite 46). Trotzdem ist es für mich eine positive Ausgabe geworden. So viele weibliche Vorbilder! Ich hoffe, auch Sie lassen sich inspirieren.


12 | 8.3.2021

Nadin Kaiser (29) aus Konolfingen BE, seit 2018 Marktleiterin der Migros BremgartenKalchacker BE, 100% Hobbys: Langlauf, Mountainbike, ­Schwimmen, Natur und Lesen Was wollten Sie als Kind werden?

Samichlaus, weil der ein herziges Eseli hatte und sackweise Süsses. Was soll immer genauso bleiben?

Mein absolutes Topteam. Was möchten Sie dem obersten Boss gern mal sagen?

Vielen Dank für den tollen Arbeitsplatz! Was möchten Sie nie wieder erleben?

Ernste Sanitäts­ einsätze in der Filiale. Eine Kundin ist mal die Treppe hinuntergefallen, eine andere in eine Glasscheibe gelaufen. Zum Glück war nie etwas lebens­ bedrohend.

SIE BEGEGNEN UNS IM LADEN, IM KURSLOKAL, AM TV ODER IM FITNESSCENTER: FRAUEN, DIE FÜR DIE MIGROS-KUNDSCHAFT MIT HERZBLUT IM EINSATZ SIND. 15 VON IHNEN ERZÄHLEN, WAS SIE AN IHREM JOB LIEBEN UND WAS NICHT. Texte: Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Rahel Schmucki, Lisa Stutz, Benita Vogel Bilder: Mali Lazell Styling: Najat Zinbi


Frontfrauen

8.3.2021 | 13

Ecehan Erken (21) ausTurgi AG, seit September 2020 Software Frontend Engineer (100%), Zürich Familie: Eltern und zwei ältere Brüder Hobbys: Lesen, Schminken, Longboarden, Serienschauen, Gamen Was wollten Sie als Kind werden?

Ganz vieles. Es begann mit Künstlerin, Model und Sängerin. Dann wollte ich Präsidentin werden, um den Welt­ hunger zu beenden, bis man mir er­ klärt hat, dass das nicht so funktioniere. Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Die Vielfalt. Und die konstante ­Weiterbildung, weil sich die Techno­ logien weiterentwickeln. Was sind die grössten Herausforderungen im Berufsalltag?

Bugfixing fand ich immer eine grosse Challenge. Etwas, das wie ein kleines Problem aussieht, kann einen riesigen Zeitaufwand generieren. Wie beeinflusst die aktuelle CoronaPandemie Ihre Arbeit?

Wir kommunizieren nur über den Computer. Ich schätze aber den menschlichen Kontakt sehr und ­merke, wie sehr ich ihn vermisse.

Isabella Meyer (53) aus Grub AR. Seit November 2020 ­Chefbademeisterin Bad, Migros Säntispark Abtwil AG (90%). Mit Partnerin, zwei ­erwachsene Kinder Hobbys: Wandern mit unseren Hunden Warum arbeiten Sie in der Migros?

Weil ich die Chance bekam, im Säntis­ park nochmals richtig durchzustarten, obwohl oder genau weil ich schon ­etwas mehr Lebenserfahrung habe. Wofür ich dankbar bin. Was wollten Sie als Kind werden?

Tierärztin. Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Er ist sehr abwechslungsreich, und man hat direkten Kontakt zu Men­ schen, was ich sehr gerne habe. Was nervt?

Manche Kundinnen und Kunden sind dreist und unfreundlich, da fällt es schon schwer, den Mund zu halten. Welche lustigen Erlebnisse hatten Sie schon in Ihrem Job?

Ich finde es süss, wenn kleine Kinder mich mit grossen Augen als «Frau B ­ ademeisterin» ansprechen.


14 | 8.3.2021

Jiska Schmocker (37)

Stefanie Bettler (31)

Cristina Maurer (43)

aus Steinach SG. Seit 2012 Filialleiterin und stv. Ver­ kaufsleiterin Region Ost (85%), Hotelplan Abtwil SG. Verheiratet, ein Kind Hobbys: Reisen, Reiten, Familie

aus Ortschwaben BE. Seit 2017 Teamleiterin Kundendienst/Kasse/Blumen (100%) in der Filiale Kalchacker Bremgarten BE. Ledig, keine Kinder Hobby: Aerobic

aus Zürich. Seit Oktober 2018 Mediensprecherin (80%), Zürich. Mann, zwei Kinder, kein Hund. Hobbys: Lesen, Wandern, Boxen, Schneesport

Warum arbeiten Sie in der Migros?

Ich war schon i­ mmer ein Migros-Kind.

Warum arbeiten Sie bei Hotelplan?

Weil es eine innovative Firma ist, wo ich gefordert und gefördert werde.

Sie bietet viele Möglichkeiten und Wege.

Was können Sie besonders gut?

Was wollten Sie als Kind werden?

Dank meiner reichen Reiseerfahrung fällt es mir leicht, die Kundschaft zu begeistern.

Was können Sie besonders gut?

Mit wem im Unternehmen möchten Sie mal tauschen?

Lösungen finden, die die Kundschaft glücklich machen.

Mit Mitarbeitenden der Liegenschaften­ verwaltung. Das wäre bestimmt spannend. Was möchten Sie nie wieder erleben?

So etwas wie 9/11 oder den Tsunami in Südostasien.

Floristin.

Ihr schönstes Erlebnis mit einem Kunden oder ­einer Kundin?

Einmal hat mir ein älterer Herr eine Rose geschenkt.

Was wollten Sie als Kind werden?

Archäologin oder Meeresbiologin Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Jeder Tag ist anders. Wir haben zwar viele Stammgäste, dürfen aber auch täglich neue Leute in unserem Restaurant begrüssen. Was sind die grössten Herausforderungen im Berufsalltag?

In Stresssituationen den Überblick zu behalten. Was war Ihr berührendstes Erlebnis mit einem Kunden oder einer Kundin?

Ehemalige Stammgäste meines vorigen Migros-Restaurants wollten mich im neuen Lokal besuchen. Leider war ich nicht da, und so haben sie mir eine kleine Notiz hinterlassen.

Was wollten Sie als Kind werden?

Forscherin. Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Dass ich morgens nie weiss, was mich ­erwartet. Mal ruft eine Radiostation an, mal ist ein Statement vor der Kamera gefragt. Was war Ihr berührendstes Erlebnis?

Dass sich im Lockdown innerhalb weniger Tage Zehntausende bei unserer Nachbar­ schaftshilfe Amigos angemeldet haben.

Christelle Gablin (40)

Céline Gendre (30) aus Thun BE. Seit 2018 Betriebsleiterin beim Migros-Restaurant Winkelried (100%) Hobbys: Stand-up-Paddeln, Velofahren

Warum arbeiten Sie bei der Migros?

«ALS ICH EINMAL AM BODEN KNIETE UND DIE UNTEREN REGALE EINRÄUMTE, MEINTE EIN KUNDE: ‹BETEN SIE BITTE AUCH FÜR MICH.›» Julia Bitschnau Lernende Detailhandelsfachfrau in der Migros Zugerland, Steinhausen

aus Frankreich, Fachverkäuferin Fleisch (80%), Migros Aesch BL; seit 1999 bei der Migros Basel. ­Verheiratet, ein Sohn Hobbys: Zumba, Dekorieren, Gartenarbeit, Kochen, Backen Warum arbeiten Sie in der Migros?

Migros-Produkte begleiten mich seit meiner frühsten Kindheit. Zudem haben schon mein Vater, mein Onkel und meine Tante bei der Migros gearbeitet. Was wollten Sie als Kind werden?

Coiffeuse. Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Der Kontakt mit den Kunden – vor allem das Bedienen und die Beratung an der Theke. Was würde Sie an Ihrem Arbeitsplatz ändern?

Noch mehr saisonale und spezielle Angebote an der Theke präsentieren. Und ich hoffe, dass wir in unserer Filiale immer eine bediente Fleischtheke haben werden.

Cynthia Gavranic (51)

Adriana Pereira Gomes (25)

Susi Sennhauser (55)

aus Zürich Wipkingen. Seit 2014 Kunstvermittlerin im Migros-Museum für Gegenwartskunst (80%). Eine Tochter Hobbys: Museen, Wandern, Mini-Trampolin-­Springen (im Wohnzimmer mit Blick auf den Üetliberg)

aus Pratteln BL. Seit Januar 2021 stv. Filialleiterin Migros Allschwilerstrasse in Basel; schon die Lehre bei der Migros Basel absolviert   Hobby: Fussball

aus Bülach ZH. Seit 1991 Koordinatorin Förderbeiträge beim Migros-Kulturprozent (60%). Drei erwachsene Kinder (18, 23, 26)  Hobbys: Yoga, Kochen, In-der-Natur-Sein

Warum arbeiten Sie in der Migros?

Anwältin.

Weil ich hier mein ganzes Wissen und ­Können mit Herzblut einsetzen kann. Was wollten Sie als Kind werden?

Ärztin (wie meine Eltern, meine Tante, mein Grossvater). Was sind die Herausforderungen im Berufsalltag?

Vielen Menschen fällt der Zugang zu zeitge­ nössischer Kunst nicht leicht. Meine Aufgabe ist es zu zeigen, dass Kunst uns allen nützt und unser Leben bereichern kann. Was können Sie besonders gut?

Allen Menschen das Gefühl vermitteln, dass sie im Museum herzlich willkommen sind.

Was wollten Sie als Kind werden?

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Jeder Tag ist anders. Das macht es spannend. Was sind Herausforderungen im Berufsalltag?

Es kann vorkommen, dass Kunden schwierig sind und ausfällig werden. Was können Sie besonders gut?

Ich bin freundlich und gut gelaunt. In Stress­ situationen bewahre ich einen kühlen Kopf. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Dass ich irgendwann einmal eine grosse Filiale führen darf.

Was wollten Sie als Kind werden?

Schriftstellerin. Was würden Sie gern am Arbeitsplatz ändern?

Schöne Bilder an die Wand hängen. Leider ist dies beim Neue-ArbeitsweltKonzept nicht möglich. Was möchten Sie dem obersten Boss mal sagen?

Ich schätze es, dass ich in einem Unternehmen tätig sein darf, das den ­Menschen in den Mittelpunkt stellt. Lustiges Erlebnis im Job?

Wir haben manchmal Anfragen, bei denen ich schmunzeln muss, etwa eine zur Finanzierung einer Weltreise.


«ICH SCHÄTZE ES, DASS ICH IN EINER FIRMA TÄTIG BIN, DIE DEN MENSCHEN IN DEN MITTELPUNKT STELLT.» Susi Sennhauser Koordinatorin Förderbeiträge beim Migros-Kulturprozent


16 | 8.3.2021

Irène Brechbühl (48) aus Sarnen OW. Seit 2 ½ Jahren Leiterin Fitnesspark Allmend Luzern (80%). ­Alleinerziehend, eine Tochter  Hobbys: Fitness und Sport allgemein, Natur und Tiere

Warum arbeiten Sie in der Migros? Sie ist eine loyale und grosszügige Arbeitgeberin mit guten Anstellungs­ bedingungen und grosser Vielfalt. Was wollten Sie als Kind werden? Reitlehrerin oder Bäuerin. Was gefällt Ihnen an Ihrem Job? Mein topmotiviertes Team und unser Zusammenhalt. Dass ich die Freizeit ­unserer Gäste mitgestalten darf. Was nervt? Wenn Fitnesstrainer/-innen fachlich ­unterschätzt werden und angemeldete Gäste einfach nicht erscheinen. Wie erklären Sie Fremden die Migros? Grösste Detailhändlerin der Schweiz, die den Leuten gehört. Schönstes Erlebnis mit einer Kundin oder einem Kunden? Leuchtende, strahlende Augen nach ­einem tollen Training.

Barbara Milazzo (47) aus Uster ZH. Seit 2013 Teamleiter-Supporterin und Kundenberaterin bei der Migros Zürich (70%). Verheiratet, zwei Töchter Hobbys: Lesen, Kochen, Familie, Natur

Warum arbeiten Sie in der Migros? Ich bin ein richtiges Migros-Kind. In der Migros fühle ich mich zu Hause. Was wollten Sie als Kind werden? Kinderkrankenschwester oder Flight-Attendant. Was gefällt Ihnen an Ihrem Job? Der telefonische Kundenkontakt. Ich freue mich, wenn die Kunden und Kundinnen nach dem Anruf glücklich sind mit der Lösung, die wir anbieten. Wie erklären Sie Fremden die Migros? In der Migros findest du alles, was dein Herz begehrt, zu fairen Preisen. Ihr schönstes Erlebnis? Der Anruf eines Kunden, der sich dafür bedankt hat, was wir in der Coronazeit für die Kundschaft tun, zum Beispiel dass die Regale immer aufgefüllt sind.


8.3.2021 | 17

Naho Marti Ueno (45) aus Lachen SZ. Seit August 2018 Kursleiterin Japanisch (20%), Zürich Oerlikon. Verheiratet, zwei Kinder Hobbys: Kochen, Reisen, Sport Warum arbeiten Sie in der Migros?

Es war mein langjähriger Wunsch, in der Schweiz Fuss zu fassen. Diese Chance hat mir die Migros gegeben. Was wollten Sie als Kind werden?

Hausfrau wie meine Mutter (sie war aber auch Kindergärtnerin) oder ­Pflegefachfrau wie meine Grossmutter. Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Ich kann ein Stück meiner Kultur weitergeben und viele nette Menschen kennenlernen. Mit wem im Migros-Universum möchten Sie gern mal tauschen?

Mit jemandem von der M-Industry ­Japan. Dann könnte ich hier die Spezialitäten vorstellen, die seit jeher in ­Japan traditionell hergestellt werden.

FRAUEN IN DER MIGROS In den Unternehmen der Migros waren im Jahr 2019 64 524 Frauen beschäftigt. Das sind 60,8 Prozent aller Mitarbeitenden. Der Frauenanteil bei den 250 TopPositionen ist seit 2020 um 45 Prozent gestiegen.

Wie beeinflusst Corona Ihre Arbeit?

Online-Unterricht ist eine Herausforderung. Für die Vorbe­ reitung brauche ich viel mehr Zeit als für den Frontalunterricht.

Julia Bitschnau (16) aus Cham ZG. Seit 1. 8. 2020 Lernende Detailhandelsfachfrau in der Migros Zugerland, Steinhausen ZG, 100% Hobbys: Reiten, Musikhören Warum arbeiten Sie in der Migros?

Ich habe mich schon immer wohl­ gefühlt in den Migros-Filialen. Was wollten Sie als Kind werden?

Verkäuferin und Tierärztin. Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Die vielseitigen Tätigkeiten in den ­Abteilungen und der Kundenkontakt. Was nervt?

Kinder, die durch den Laden rennen. Was würden Sie an Ihrem Arbeitsplatz ­ändern, wenn Sie könnten?

Die Arbeitszeiten anpassen. Ein lustiges Erlebnis?

Als ich einmal am Boden kniete und die Regale einräumte, meinte ein Kunde: «Beten Sie bitte auch für mich.» Wie beeinflusst Corona Ihre Arbeit?

Die Leute sind ängstlicher, aber auch genervter. An der Theke versteht man sie durch die Maske fast nicht. Das ­erschwert die Arbeit.

Um eine bessere Geschlech­ter­­­­ balance zu er­ reichen, bietet die Migros unter an­ derem Kompetenz-Workshops für Frauen in Führungsposi­ tionen an. Das ­Unternehmen hat vor einem Jahr die «Advance Diversity Charta» für Geschlechtergleichstellung und ­Chancengleichheit ­unterzeichnet. Seit zwei Jahren wird die höchste­ ­Posi­tion von einer Frau bekleidet: ­Ursula Nold (51) ist Präsidentin der Ver­waltung und die erste Frau in diesem Amt. Weitere personelle Zahlen: www.migmag.ch/­ personelles Weitere Antworten der porträtierten Frauen: www.migmag.ch/ frontfrauen


annamama e n s i c h e r n: ab s g p ro b e h/

ostenlo e i k a se A w a n n b ell e u Z .c

Die neue annabelle – für alles, was wir sind.

Jetzt wied

er

. h c i l t l ä h r e

, t h c a m e g Wie haus fein. frisch und

ücktem fl p e g d n a w e iz . M it h h c S r e d s au B ä r l au c h minisalatsauce.ch

Mini Salatsossä-Produkte gibts in Ihrer Migros und online auf migros.ch


DAS KLEINE WÖRTERBUCH FÜR FEMINIST*INNEN

8.3.2021 | 19

IMMER MEHR ENGLISCHE WORTKREATIONEN PRÄGEN DIE DEBATTEN UM DIE GLEICHSTELLUNG DER FRAU. DOCH WAS BEDEUTEN SIE EIGENTLICH? SICHER LOHNT ES SICH FÜR FRAU UND MANN, DIE BEGRIFFE ZU KENNEN. Text: Lisa Stutz

aufgeladene Kommentare von Männern gegenüber Frauen ­genannt, die ihnen auf der Strasse oder sonstwo im öffentlichen Raum über den Weg laufen. Wenn Männer also «Wow! Geiler Arsch» rufen, pfeifen oder schnalzen, wenn eine Frau vorbeigeht, ist das Catcalling. Es beinhaltet oft ­Anspielungen auf das Aussehen und den Körper. ­Catcalling ist nicht mit einem Kompliment zu verwechseln.

Manspreading Manspreading bezeichnet das breitbeinige Sitzen von Männern, meist im öffent­li­ chen Verkehr. Frauen können sich dadurch eingeschränkt fühlen – auch, weil sie ­Berührungen vermeiden möchten. In einigen Ländern wird in Zug, Bus, Tram oder U-Bahn darauf hingewiesen, dass Manspreading nicht erwünscht ist. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern «man» (Mann) und «sprea­ ding» (spreizen) zusammen.

Toxic Masculinity Die Bezeichnung für ein männliches Verhalten, das als schädlich für die Gesellschaft und auch die Männer selbst beurteilt wird. «Toxische Männlichkeit» steht für die gängige Vorstellung von Männlichkeit, die generell mit Gewalt, Dominanz, Aggressivität und Homophobie in Verbindung gebracht wird. Demnach darf ein Mann wütend und rücksichtslos sein, aber niemals fürsorglich und liebevoll. Der Begriff wurde im letzten Jahrzehnt vor allem im Zusammenhang mit Donald Trump und von der #MeToo-­ Bewegung verwendet.

Hepeating Der Begriff setzt sich aus «he» (Deutsch: er) und ­«repeating» (wiederholen) zusammen. Er beschreibt ein Phänomen, das viele Frauen im Berufsalltag ­erleben: Ein Mann wieder­ holt eine bereits von einer Frau geäusserte Idee und erntet dafür Applaus.

Slut Shaming Beim Slut Shaming (Deutsch: Schlampen-­ Beschämen) werden ­Frauen für ihre ausgelebte Sexualität, aber auch für ihr Auftreten oder ihre Kleidung angegriffen und verurteilt. Damit verwandt ist das sogenannte «Victim Blaming», bei dem ein Opfer von ­sexueller Gewalt selbst für das Vergehen beschuldigt wird, weil es etwa einen kurzen Rock getragen hat.

Lexikon

Catcalling So werden übergriffige, sexuell

Mansplaining Damit wird das Verhalten von Männern beschrieben, die Frauen

die Welt erklären wollen. Ein Mansplainer ist ein Mann, der davon ausgeht, er wisse mehr über den Gesprächsgegenstand als eine weibliche Person, mit der er gerade spricht. Selbst dann, wenn die Frau ausgewiesene Expertin auf einem bestimmten Gebiet ist. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern «man» (Mann) und «explaining» (erklären) zusammen.


20% Rabatt

Rucksack Kilo Pack

*

63.20

nur CHF

auf unser Schulthek-Sortiment

(Täschli, Thek, Rucksäcke, Etuis) vom 08. – 28.03.2021. Ausgenommen Step by Step 2in1 Plus, Cloud und Giant. Beim Kauf dieser Modelle erhalten Sie CHF 40.– geschenkt. Gültig online und in den Filialen.

statt CHF 79.–

Art.-Nr. 31 19002949 2 19002951

Sujet True Black LA Sky blue

1

2 4

6

Schulthek-Set Joy-Bag

159.20 statt CHF 199.–

Art.-Nr. 3 19002801 46 19002798

3 7

Sujet Summertime Panther

Art.-Nr. 5 19002799 6 15887900

Sujet Hearts Space

9

Schulthek-Set Ergofit 2.0

199.20

nur CHF

statt CHF 249.–

Art.-Nr. 7 15905400 8

8

19002727

Sujet Cat Confetti Lightning Bolts

Art.-Nr. 9 19000299 10 19002726

Sujet Adventure Camo Doodle Purple

10

12

14

Schulthek-Set Easy Fit nur CHF

13

127.20 statt CHF 159.–

Art.-Nr. 11

Schulthek-Set Cloud nur CHF

16

40.– Rabatt

17

18

statt CHF 289.–

officeworld.ch Inserat_MM_Schulthek_209x285_D_RZ.indd 1

nur CHF 19

11.90

Art.-Nr. 17 3 19000327 18 19002865

Sujet City Cops Glamour Star

15

19 Filialen

Sujet Pegasus Jurassic World

Regenhaube Medium

249.–

Art.-Nr. 15 13 3 19002855 16 19002853

Sujet Art.-Nr. Spider Man 13 19002926 14 19002928 Spirit

11 3 19002927 12 19002925

19

0844 822 816

19002866

statt CHF 14.90 Sujet Gelb Grün Pink

* Sämtliche Preisabbildungen sind inkl. MwSt. und in CHF | Irrtümer und Druckfehler vorbehalten | Rabatte sind nicht mit anderen Aktionen/Rabatt-Bons kumulierbar.

nur CHF

5

0844 822 817 01.03.21 09:29


8.3.2021 | 21

MÄNNLICHE DINGE

DIE HEUTIGE WELT WURDE GRÖSSTENTEILS VON MÄNNERN ENTWICKELT, DESIGNT UND ERFORSCHT. ABER FRAUEN NUTZEN DIE TECHNIK GLEICHERMASSEN. DAS FÜHRT ZU DATENLÜCKEN UND KOMPLIKATIONEN – EINIGE BEISPIELE. Text: Dinah Leuenberger

DER BESTE ARBEITSPLATZ Schon mal auf einem Sportgerät geschwitzt? Dann haben Sie sicher auch gespannt den Kalorienzähler betrachtet. Falls Sie aber eine Frau sind, müssen wir Sie enttäuschen: Sie haben im Schnitt acht Prozent ­weniger Kalorien verbraucht. Und das ganz einfach, weil sie eine Frau sind, das Gerät – und damit der ­Kalorienzähler – aber für einen durchschnittlichen Mann ­konzipiert wurde.

DAS BÜROKLIMA Etwa in den 1960ern wurde für ­Büros eine Standardtemperatur ­definiert. Genau: Sie richtet sich am 40-jährigen, 70 Kilo schweren Mann aus. Besonders jüngere Frauen haben einen davon deutlich abweichenden Stoffwechsel – darum ist es ihnen laut Studien in den meisten Büros im Schnitt fünf Grad zu kalt.

ORCHESTER-CASTING Die meisten grossen Orchester der Welt bestanden lange ausschliesslich aus männlichen Mitgliedern. Frauen seien einfach nicht so gut, hiess es stets. Bis das New York Philharmonic Orchestra 1970 anonyme Castings einführte – die Jury sah die Bewerber nicht, sondern hörte sie nur. Und siehe da: Schlagartig stieg der Frauen­ anteil von null auf zehn Prozent. Heute beträgt er übrigens 45 Prozent, und rund um die Welt haben auch andere Orchester mit blinden ­Castings begonnen.

DAS MODELL Egal ob ältere medizinische Lehrbücher, neue Büro­komplexe oder Fitnessstudios: Der Standardmensch, für den sie entwickelt wurden, ist ein 40-jähriger Mann mit 70 Kilogramm Gewicht. Dass dieser die Frauen nicht besonders gut repräsentiert, ist klar. Aber auch für viele Männer ist er nicht das beste Beispiel, wie Studien ­belegen.

Seinen neuen Hauptsitz in Cupertino USA eröffnete Apple 2017 mit dem Claim «Bestes Bürogebäude der Welt». Es gab – neben den modernsten Büros – auch ärztliche Betreuung, LuxusSpas und Coiffeure. Aber keine Kinderkrippe. Der beste Arbeitsplatz war also offensichtlich vor allem für Männer entworfen worden.

DAS SMARTPHONE Ein Smartphone hat im Schnitt eine Länge von etwa 14 Zentimetern. Das ist zwar eine komfortable Bildschirmgrösse, aber Frauen ist es dadurch fast unmöglich, das Gerät mit einer Hand zu bedienen. Geschweige denn, es in der Hosen­ tasche zu transportieren. Denn diese ist bei Jeans für Frauen um ­einiges kleiner als bei Modellen für Männer. Auch das iPhone von Apple ist durchschnittlich so gross. Eigentlich blöd, denn die Mehrheit der iPhone-Besitzenden sind ­Frauen.

STIMMERKENNUNG Die Google-Stimmerkennung, die aktuell als die beste auf dem Markt gilt, erkennt Männer­stimmen 70 Prozent häufiger als Frauenstimmen. Vermutlich liegt es schlicht ­daran, dass neue ­Software deutlich häufiger an Männern getestet und anhand ­ihrer Stimmen entwickelt wird.

WARUM DAS DATENSAMMELN WICHTIG IST

Data Gap

SPORTGERÄTE

Es ist verständlich, dass etwa Schwangere nicht gern an medi­ zinischen Studien teil­nehmen. Doch zumindest sollten sämtliche vorhandenen Daten gesammelt werden. Nicht nur in der Medizin, sondern auch am Arbeitsplatz oder zu neuen Produkten. Überall, wo Frauen zu den Betroffenen ­gehören, denn ohne Daten gibts Datenlücken. Und diese führen für Frauen oft zu Nachteilen. Auch das Bundesamt für Statistik soll seine Praktiken ändern, fordert aktuell eine Mitte-Links-Mehrheit des Parlaments. In Zukunft sollen alle massgeblichen Studien nach Geschlechtern aufgeschlüsselt werden, um gegen den GenderData-Gap vorzugehen.

Alle Fakten aus: Caroline Criado-Perez, «Unsichtbare Frauen – Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert», Verlag BTB Tb., bei Ex Libris Fr. 18.30; Bestellung: www. migmag.ch/unsichtbar


22 | 8.3.2021

Anzeige

Jetzt in Aktion

Ne u

9.3.-22.3.2021

Ab 3 Stück

20% 30% Auf alle Nestlé® BEBA® Milchen (ohne Pre- und 1er-Milchen) z.B. BEBA® OPTIPRO® 2, 800 g, 15.50 statt 21.95 WICHTIGER HINWEIS: Stillen ist ideal für Ihr Kind. Folgemilch eignet sich nur für Kinder ab 6 Monaten. Lassen Sie sich beraten.

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

Ab 3 Stück

20% 30% Auf alle Nestlé® Baby-Milchbreie z.B. Nestlé® Baby Cereals Birne & Banane, 480g 6.25 statt 8.90

Illustration: iStockphoto

Lohnunterschied: 11,5% (Median des monatlichen Bruttolohns)

FRAUEN UND GELD

Frauenanteil in der obersten Chefetage der 118 grössten Schweizer Arbeitgeber: 2,5 %

Frauenanteil in der Unternehmensleitung: 31,6 %

FRAUEN ALS VORGESETZTE

Frauenanteil im Parlament: 39 %

FRAUEN IN DER POLITIK

In Tagesnachrichten erwähnte Frauen: 24 %

Zusammengetragen: Benita Vogel

Frauenanteil in der Schweizer Bevölkerung: 50,4 %

DIESE ZAHLEN SPRECHEN BÄNDE. FRAUEN MACHEN MEHR ALS 50 % DER BEVÖLKERUNG AUS. SIE SIND ABER NUR ZU 31 % IN UNTERNEHMENSLEITUNGEN VERTRETEN UND VERDIENEN 11,5 % WENIGER ALS MÄNNER.

FRAUEN IN DER GESELLSCHAFT

FAKTEN


G Ü LT IG

Anzeige

20

TT A B RA

achillea.ch dropa.ch V IS 2 OM 8. B 1. M Ä R

CHF

%

CHF

45 Brausetabletten

STATT CHF 47.90

38.30

Frauen ,die der Ansicht sind, dass Männer mehr Vorteile haben als sie: 72 %

WAS FRAUEN ÜBER MÄNNER SAGEN

Opfer von häuslicher Gewalt: Frauen: 73 % (Beschuldigte Frauen: 24 %)

FRAUEN ZU HAUSE

Frauenanteil in Ingenieurwissenschaften an Unis: 27,5 %

Universitäts-Professorinnen: 23,8 %

Frauenanteil in Lehrberufen, Fachhochschule: 38,7 %

Frauenanteil in Lehrberufen, Sekundarstufe 1: 55,5 %

Frauenanteil in Lehrberufen, Primarstufe 1–2: 94,9 %

Frauenanteil in Berufen im Gesundheitswesen: 89,2 %

Teilzeit arbeitende Mütter: 59,6 % (Väter: 11,2 %)

Vollzeit arbeitende Mütter: 14,3 % (Väter: 82,7 %)

FRAUEN IM JOB

Quellen: BfS, SBFI, Schilling Report, Equality.ch, «annajetzt» Sotomo und Annabelle, ingCH

8.3.2021 | 23

100 %

90 %

80 %

70 %

CHF

Müde? Erschöpft? Supradyn Vital 50+ versorgt den Körper optimal mit Mikronährstoffen

Verbessert die Leistungsfähigkeit Dynamisan forte

Bayer (Schweiz) AG, 8045 Zürich

Mylan Pharma GmbH, 6312 Steinhausen

60 %

50 %

40 %

30 %

20 %

10 %

40 Sachets oder 40 Trinkampullen

STATT CHF 99.90

79.90

Z 2 0 21

90 Filmtabletten

STATT CHF 69.90

55.90

Dies sind zugelassene Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Keine Kumulation mit anderen Rabatten.

APOTHEKEN UND DROGERIEN


Illustration: Multi-layered Paper Craft illustration by artist Annemarieke Kloosterhof

24 | 8.3.2021


«MAN SPRICHT NICHT GERN ÜBER WEIBLICHE LUST» Können alle Frauen kommen? Erhöhen Pornos den Druck auf die Frauen? Und was turnt Frauen eigentlich an? Wir haben mit der Sexualtherapeutin Dania Schiftan über ein ­Tabuthema gesprochen: den weiblichen Orgasmus. Text: Lisa Stutz, Dinah Leuenberger

Dania Schiftan, Ihre Interviewzusage ist bei uns im Spam ­gelandet. Wohl, weil darin das Wort «Sex» vorkommt. Ist ­unser Server prüde? (Lacht) Das ist schwierig, ich habe wenig Ahnung von Servern! Aber ja natürlich, das zeigt, dass Firmen wohl immer noch die Angst haben, dass während der Arbeitszeit Pornos geguckt werden. Darum wird alles mit «Sex» gesperrt. Bei Pornos am Arbeitsplatz denkt man eher an Männer … Früher war es ein typisches Män­ nerthema, sie kauften Sexheftli und guckten Pornos. Doch immer mehr Frauen entdecken Pornos für sich – sie reden nur nicht so gerne darüber. Wir wollen heute mit Ihnen über den weiblichen Orgasmus sprechen. Warum ist der ­eigentlich immer noch ein ­Tabuthema? Der Orgasmus an sich ist nicht unbedingt ein Tabuthema. Hin­ gegen spricht man nicht gern über die weibliche Lust. Es ist zwar allen klar, dass auch Frauen Lust haben. Aber der Mythos, dass sie geringer ist als beim

Mann, hält sich hartnäckig. Sobald es um weibliche Sexualität geht, drehen die Gemüter schnell im Roten. In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, dass sich F ­ rauen mehr Lust wünschen und dabei von ihren Männern unterstützt werden. Sobald die Frauen dann aber häufiger auf die ­Männer ­zugehen und Sex wollen, wehren diese ab – das ist ihnen dann doch wieder zu forsch. Schuld sind nicht nur die Männer, sondern die ganze Gesellschaft: Frauen sollen lustvoll sein, aber nicht zu sehr, sonst werden sie als Sexbesessene oder als Schlampe bezeichnet. Warum haben Frauen überhaupt Orgasmen? Die Fortpflanzung funktioniert ja auch ohne. Es gibt durchaus Forschungen, die belegen, dass die Kontrak­ tionen während eines Orgasmus helfen, die Spermien besser an ihr Ziel zu leiten. Aber ja: Frauen werden offensichtlich auch ohne Orgasmus schwanger. Tatsache ist aber, dass Frauen und Männer auch nach den fruchtbaren Jah­ ren Lust haben. Schlussendlich ist der Orgasmus ein reflektori­ sches Verhalten des Körpers. Wie wenn man auf das Knie schlägt

und sich der Unterschenkel hebt. Den Weg dahin können wir selbst gestalten, aber am Ende geht es beim Orgasmus um eine Ent­ ladung. Diesen Reflex braucht der Körper regelmässig, um zu testen, ob alles noch funktioniert. Was weiss man über den ­weiblichen Orgasmus? Zum Allgemeinwissen gehört für mich, dass jede Frau den Orgas­ mus lernen kann. Für viele ist das neu, ich höre ständig die Aussage, dass nicht jede Frau kommen kann. Das stimmt nicht! Jedes Mädchen, jede Jugendliche, jede Frau sollte das wissen. Wie lernt Frau denn den ­Orgasmus? Es ist ein Lernen wie jedes andere auch, wie wenn man eine Sprache oder ein Musikinstrument lernt. Und das läuft übers Üben: be­ rühren, berühren, berühren! Die Schwierigkeit bei uns Frauen ist, dass wir «zwei» Geschlechter ­haben: aussen die Vulva mit der Klitoris und den Vulvalippen, im Innern die Vagina. Die meisten von uns sind gehemmt, in der ­Vagina herumzutasten. Auch, weil man bereits Mädchen davon abhält. «Das macht man nicht»,

Interview

8.3.2021 | 25


26 | 8.3.2021

sagt man ihnen. Oder: «Achtung, da entzündet sich was.» Jungs spielen hingegen ständig mit ­ihrem Schnäbi. Bereits in der Kindheit lernen Mädchen lange keine richtigen Begriffe für «das da unten». Fängt die Gehemmtheit da an? Absolut. Wie gesagt, bei einem Buben ist es normal, wenn er sein Schnäbi in der Hand hält. Bei Mädchen darf das gar nicht vorkommen. Das führt dann ­irgendwann dazu, dass Frauen gehemmter sind, sich anzufassen. Aber wenn man gar nie die ­Vagina erkundet, sich die Nerven darin nicht entwickeln können, spürt man auch nicht besonders viel, wenn da ein Penis oder Dildo hinkommt. Frauen sagen mir in der Praxis, dass sie sich nun ­sicher schon zehn Mal da unten berührt haben. Dann sage ich: Wenn ich zehn Mal eine Minute lang auf einer Geige übe, dann passiert auch noch nicht so viel. Gibt es für Frauen verschie­ dene Arten von Orgasmen? Man hört häufig vom vaginalen und vom klitoralen Orgasmus. Aber biologisch gesehen gibt es nur einen. Die Klitoris ist nicht nur ein kleiner Knubbel, son­ dern sie geht um den Eingang der Vagina herum. Sobald also etwas von aussen in die Vagina eindringt, werden dadurch auch die Nerven der Klitoris stimu­ liert. Der Grund für die verschie­ denen Begriffe ist, dass der Wahrnehmungsfokus entweder hauptsächlich aussen, also kli­ toral, oder hauptsächlich innen, ­vaginal, stattfindet. Viele empfin­ den den Orgasmus in der Vagina ganz anders als jenen durch äus­ sere Stimulierung. Aber bio­ logisch gesehen ist es dasselbe.

KOMME GLEICH! Dania Schiftan hat über den weiblichen Orgasmus ein Buch geschrieben: ­«Coming Soon – Orgasmus ist Übungssache» ist im ­Piper-Verlag erschienen. 208 Seiten, Fr. 18.30 bei exlibris.ch

Lange umstritten war die Exis­ tenz des G-Punkts. Warum? Der G-Punkt ist kein Punkt, son­ dern eine Fläche. Sie hat etwa die Grösse eines Zwei- bis Fünf­ fränklers, zudem ist sie etwas rau. Sie befindet sich einige Zen­ timeter tief in der Vagina. Man spürt sie, wenn man mit den

«EIN MANN WIRD FRÜHER IN SEINER ENTWICKLUNG AUFGEFORDERT, ETWAS MIT SEINEM PENIS ZU TUN.» Fingern von hinten nach vorne Richtung Schambein drückt. Es gab lange ein Missverständnis darum. Frauen meinten, dass es den allerbesten Orgasmus gibt, sobald man darüberstreicht. Und wenn das nicht passierte, kamen sie zum Schluss, dass es den G-Punkt nicht gibt. Das stimmt aber so nicht. Die Fläche reagiert auf Druck, nicht auf Reibung. Und erst, wenn man sie regelmässig trainiert und ­stimuliert, lernt sie, sich mit der Bewegung zu stimulieren. Dies empfinden Frauen dann als in­ tensiv. Wenn man das so hört, denkt man: Die Männer haben es so viel einfacher! Was ist der Unterschied zum männlichen Orgasmus? Für Männer ist es nicht generell leichter. Aber es ist zum Beispiel akzeptierter, dass sie Freude an ihrem Geschlechtsteil haben. Ein Mann wird früher in seiner Entwicklung aufgefordert, etwas mit seinem Penis zu tun. Er muss üben, wie er ihn in der ­Unterhose platziert, damit es angenehm ist. Er muss lernen, ihn in die Hand zu nehmen, um zu urinieren. Wenn sich der ­Penis in der Pubertät selbstän­ dig macht, muss er sich auch ­damit auseinandersetzen. Diese Lernetappen haben Frauen viel weniger. Sie werden eher auf­ gefordert, ihr Geschlecht zu ver­ stecken. Wird eine junge Frau in der Pubertät feucht, heisst es: Du hast dreckige Unterhosen, die musst du sofort wechseln! Jungs werden im Geigen­ spielen gefördert. Jedenfalls stärker als die Mäd­ chen. Und bei ihnen ist auch klar: Sie haben eine Geige. Wäh­

rend sie bei den Mädchen ja eher versteckt ist. Damals in der Krippe meiner Tochter habe ich gefragt, wie die Geschlechtsteile benannt würden beim Wickeln. Bei den Jungs waren es Schnäbi und Penis; bei den Mädchen, bekam ich zur Antwort, habe man diese Bezeichnung noch nie gebraucht. In der Jugend macht man dann erste Erfahrungen mit Pornos, die oft einen männlichen Blick auf Sex haben. Erhöht das zu­ sätzlich den Druck auf Frauen? Der Druck kann sich auf Frauen sowie auf Männer erhöhen. Ich spreche mit vielen jungen Männern, die sich fragen, ob sie einen solch grossen Penis haben müssen, so lange durchhalten oder zu Frauen so gemein sein sollen. Da ist die Verunsiche­ rung genauso gross. Aber die Frauen erleben das natürlich auch. Darum wäre eine sex­ positive Aufklärung so wichtig. Es soll darum gehen, was man alles Tolles mit dem Geschlecht anstellen kann. So würden junge Erwachsene auch positivere ­Bilder dazu bekommen. Super finde ich zum Beispiel lilli.ch. Dort werden anonym Aufklä­ rungsfragen auf lebensnahe Art beantwortet. Ausser durch Pornos wissen ganz viele ja gar nicht, wo man gute Infos ­bekommen kann. Wenn man als Frau einen ­Porno guckt, denkt man oft: Eigentlich möchte ich nicht Teil von so ­etwas sein. Was ist denn guter Sex aus Sicht einer Frau? Es gibt kein Geheimrezept, was guter Sex ist. Schön wäre, wenn jede Frau ihre Erfahrungen ma­ chen könnte. Sie soll ausprobie­ ren und merken: Das gefällt mir, und das eher nicht. Und dann kann man es wieder lassen. Es ist ein bisschen wie beim Essen: Grundsätzlich finde ich asiatisch super. Sollte ich also mal Sushi probieren? Und dann merke ich: Das mag ich, davon will ich mehr. Es geht darum, sich aus­ zuprobieren. Mir fehlt es, dass Frauen neugierig sein dürfen.


8.3.2021 | 27

Bilder: PD, Thomas Kunz

Sie haben jahrelange Erfahrung und mit vielen Frauen gespro­ chen. Können Sie tendenziell sagen, was Frauen erotisch und sexuell erregend finden? Das ist immer abhängig von dem, was die Frau gelernt hat, und aus welchem Kontext sie kommt. Das kann ein sozialer oder religiöser Kontext sein. Zudem ist wichtig, wie sie Selbstbefriedigung ­gelernt hat. Wenn sie sich dabei sehr anspannt, also die Beine zu­ sammenpresst und die Atmung abklemmt, dann hat sie auch in der Fantasie viel eher starke Fan­ tasien. Es turnt sie zum Beispiel an, festgehalten und gepackt zu werden. Diese Frau kann nicht über Romantik und Verführung fantasieren, das passt nicht zu diesem Körper. Umgekehrt hat eine Frau romantische Fanta­ sien, die sich bei der Selbstbefrie­ digung streichelt und entspannt. Das nennt sich Körperlogik. ­Darum kann man nicht generell sagen, worauf Frauen stehen. Es kann alles erregend sein – oder halt nicht. Auch hier kann man übrigens lernen, auf beide Vari­ anten erregt zu werden. Das Klischee sagt: Der Mann ist beim Sex voll bei der Sache, die Frau geht im Kopf noch die Einkaufsliste durch. Ist da was dran? Absolut. Viele Frauen haben ­gelernt, ihre Erregung auf einen ­extrem kleinen Punkt zu konzen­ trieren – zum Beispiel auf den Klitoriskopf vorne rechts. Wenn dieser Faden der Lust so schmal und eng ist, ist das Ablenkungs­ potenzial natürlich gross. Spe­ ziell beim Sex mit einem Mann denkt man dann die ganze Zeit: Hoffentlich verliert er den Punkt nicht. Es ist anstrengend, dabei­ zubleiben. Also denkt man an die Einkaufliste, hört den Nachbarn von oben oder bekommt mit, was im Kinderzimmer abgeht. Die Lösung ist zu lernen, die ­Erregung auf den ganzen Körper zu verteilen. Dann ist es egal, ob er ein bisschen mehr links oder ein bisschen mehr rechts ist. Es lohnt sich, nach dem Party­ prinzip vorzugehen.

Dem Partyprinzip? Es ist mein Paradebeispiel: Wenn ich auf eine Party gehe und ein bisschen doof am Rand stehe, lächle und höchstens ­meine Beine bewege, habe ich ein mässig gutes Erleben. Wenn ich mich aber mitten auf die Tanzfläche stelle und voll abtan­ ze, dann bekomme ich gar nicht erst mit, ob die anderen das cool finden. Sondern ich bin voll bei der Sache. Dieses Partyprinzip sollte man immer wieder üben. Müssen die Frauen sich also einfach mal reinstürzen? Auf jeden Fall! Aber ohne mora­ lischen Beigeschmack. Ich finde nicht, dass man das machen muss. Niemand muss ein mega­ tolles Sexleben haben. Es muss auch niemand ein Instrument können. Es muss niemand ­tanzen und es muss niemand vier Sprachen sprechen. Ich ­persönlich möchte nur, dass die Frauen wissen, dass sie das alles lernen können. Sextoys wie der Womanizer werben mit Orgasmusgarantie. Wie geht das? Der Womanizer bietet Saugen mit heftiger Vibration. Er um­ fasst die ganze Klitoris, die etwa 8000 Nerven hat. Er gelangt ­genau an die Nerven, die sehr einfach und schnell trainiert werden können. Zudem verbin­ den sie sich schnell mit dem Ge­ hirn. Einige Frauen sind damit überfordert, weil es fast zu viel ist. Andere haben dem Womani­ zer den ersten Wow-Orgasmus ihres Lebens zu verdanken.

«EINEN ORGASMUS ZU FAKEN IST NICHT PER SE SCHLECHT. ES KANN ETWAS GANZ GUTES SEIN.»

Der Sex mit einem Partner oder einer Partnerin kommt nicht an so was heran? Das ist nicht ganz richtig. Es ­bedeutet nur, dass die anderen Nerven, die auf feinere Stimu­ lation reagieren, nach wie vor nicht trainiert sind. Häufig ist es so, dass es mit dem Vibrator ganz easy geht, und darum grei­ fen die Frauen natürlich auf ihn zurück. Sie verwechseln, was das für den Partner oder die Partne­ rin bedeutet, und haben manch­ mal das Gefühl, dass er oder sie unfähiger ist oder das nicht kann. Dabei ist es einfach nicht möglich, die Kitoris auf die ­gleiche Art zu stimulieren. Der Womanizer ist so gesehen Fluch und Segen zugleich. Frauen, die beim Sex nicht ­gekommen sind, sagen oft: Es war auch so schön. Kann Sex ohne Orgasmus zufrieden­ stellend sein? Oder ist das ­antifeministisch? Für beide Geschlechter kann das zufriedenstellend sein. Nicht gut ist aber, wenn sie das einfach sagt, ohne es zu meinen. Wenn sie sich schon von Anfang an aus dem Sex herausnimmt, weil sie ohnehin nicht glaubt, dass ihre Erregung kommt. Oder wenn sie es sagt, um ihn nicht zu ver­ letzen und ihm keine schlechten Gefühle zu geben. Ich kann nicht generell sagen, dass diese Aussage antifeministisch ist. ­Genauso wie einen Orgasmus ­faken nicht per se schlecht ist. Warum nicht? Ein Teil des Lernprozesses ist, dass man es sich wirklich vor­ stellen kann. Wenn ich mit der Idee fake, dass ich mich richtig hineinsteigern will, dann ist das etwas ganz Gutes. Zum Schluss: Welches Sextoy sollte die Migros unbedingt in ihr Sortiment aufnehmen? Ein gutes Gleitmittel. Ich fände eines super, das nicht klebt. Aber überhaupt ist es toll, dass die Migros Sextoys im Angebot hat. Das zeigt mir, dass etwas ­gegangen ist. MM

Dania Schiftan arbeitet seit 13 Jahren in Zürich als Sexual- und Psychotherapeutin. Sie hatte bereits als Kind viele Fragen zur Sexualität und war neugierig. Weil aber niemand richtige Antworten gab, nahm sie die Sache schliesslich selbst in die Hand und untersuchte in ihrer Lizentiatsarbeit das Sexualverhalten der Deutschschweizer Bevöl­ kerung. Neben ihrer Praxis­ tätigkeit leitet sie Workshops und Lehrveranstaltungen und schreibt für diverse Zeitungen und Blogs. Schlechten Sex gibt es für sie übrigens nicht – ­ausser er ist illegal oder von ­einer Partei ungewollt, versteht sich. Schiftan ist verheiratet und lebt mit Mann und zwei Kindern in Zürich.


Der Kleine (5)

Der Grosse (10)

Was sind Mädchen? Frauen? Frauen sind einfach älter.

Bist du lieber mit Mädchen oder Buben zusammen? Buben.

Wie sind Mädchen? Wie Menschen.

Warum? Die sind halt wie ich.

Sind Mädchen und Buben gleich? Nö.

Was ist anders bei den Mädchen? Weiss nicht. Buben finde ich einfach cooler.

Was ist der Unterschied? Wenn sie aufs WC gehen. Mädchen ­haben kein Pfiifeli, Buben schon.

Worin unterscheiden sich Mädchen und Buben? Beim Geschlecht.

Und von der Art, sind sie gleich? Nö. Frauen haben längere Haare. Also nicht alle. Und Mädchen kuscheln u viel.

Und beim Verhalten? Buben sind zum Teil wilder, aber nicht immer. Die meisten Buben spielen besser Fussball. Ich sage nicht, die Mädchen spielen schlecht. Aber im Turnen tanzen sie zum Beispiel lieber und konzentrieren sich dann auch mehr. Macht man etwas gern, kann man es auch besser. Ich glaube, Buben bewegen sich lieber so richtig, spielen Fussball, Hockey.

Buben nicht? Doch, ich und mein Bruder kuscheln auch viel.

Illustration: Lisa Rock

Hast du mehr Mädchen oder Buben als Freunde? Mehr ­Buben. Aber Amélie ist meine Freundin. Sie ist u nett. Wie wäre es, wenn du statt ­eines Bruders eine Schwester hättest? Sie wäre sicher netter. Was können Buben, was Mädchen besser? Buben können besser schlegeln, Mädchen sich Dinge ausdenken.

Was ist cool an Mädchen? Sie sind ein bisschen lustig. Was nervt an Mädchen? Wenn sie zickig oder empfindlich sind. Beim Turnen reagieren sie manchmal sehr empfindlich, wenn ein Ball sie trifft.

Kolumne

MÄDCHEN?!

8.3.2021 | 29

Kannst du dir vorstellen, dass du vielleicht später einmal eine Frau hast? Jetzt grad noch nicht. Wie wäre sie, wenn du sie dir aussuchen könntest? Gerne nicht so empfindlich.

Können Mädchen und Buben dieselben Dinge machen im Leben? Ja.

Kannst du dir vorstellen, dass es eine Zeit gab, in der Frauen nicht abstimmen durften? War das wirklich so? Drei Worte, mit denen du Mädchen beschreibst: Nicht alle ­zickig. Das waren drei Worte. Ich meinte drei Eigenschaften. Zickig, lustig, empfindlich. MM

Was können Mädchen besser? Haare zöpfeln, tanzen, geduldig sein. Wärst du gerne ein Mädchen? Nein! Es ist cooler als Bub. Hättest du auch lieber eine Schwester? Nein, ich will den Bruder, den ich habe.

Was wäre anders mit einer Schwester? Wir könnten nicht so schlegeln. Wobei wir ja oft ­kuscheln-schlegeln.

Wie meinst du, war ich als Mädchen? Frech. Das sieht man dir an. Du bist ja immer noch frech. Kennst du freche Mädchen? Ganz viele. Eva, Milou, Amélie …

Monica Müller (45) hat zwei ­Buben, e ­ inen Mann, einen Job, ­einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Anzeige

Das Richtige tun

Wenn Armut ihr Gesicht zeigt Erfahren Sie mehr über Sidra und ihre Familie: caritas.ch/sidra

Sidra (10), Syrien, ist so alt wie der Krieg in ihrem Land. Sie will Ärztin werden, um das Leid anderer zu lindern.


30 | 8.3.2021

ein hammerhartes handwerk Als Hufschmiedin behauptet sich Bettina Kämpfer in einer Männerdomäne. Dank viel Geschick kommt sie auch mit ängstlichen Pferden, störrischen Eseln und anspruchsvollen Tierbesitzern zurecht. Text: Michael West  Bilder: Daniel Winkler

Der 16 Jahre alte Wallach Lupo steht an diesem Nachmittag reglos in der Schmiede der Emmentaler Ortschaft Linden. In der kühlen Luft wölkt Dampf aus seinen Nüstern. Das Pferd blickt beinahe gelangweilt aus einem Fenster auf die mit Schneeresten ­gesprenkelte Hügellandschaft. Bettina Kämpfer macht sich mit ­einer mächtigen Raspel an Lupos ­Hufen zu schaffen. Das Tier nimmt das kaum zur Kenntnis. Was wie eine Art Pediküre für Pferde aussieht, ist wichtig für die Gesundheit. Wenn ­Lupos Hufe regelmässig gepflegt und in Form gebracht werden, bleiben ihm ein unregelmässiger Gang und Haltungsschäden erspart. Nun beginnt der dramatische Teil der Arbeit: In einem fauchenden Gasofen erhitzt die 25-jährige Handwerkerin vier stählerne Hufeisen-Roh­ linge, bis sie glühen. Mit Zange und Schmiedehammer bearbeitet sie das Metall auf einem Amboss, damit es perfekt zu Lupos Hufen passt. Kämpfer fertigt sozusagen massgeschneiderte Schuhe für das Pferd an. Sie schützen die Hufe vor Abrieb auf Asphalt und anderen harten Unterlagen. Schweisstreibende Arbeit

Beim Beschlagen des Wallachs geht ihr der Lernende Noël Meister (18) zur Hand: Er beugt nacheinander die ­Beine des Tiers nach hinten, während ­Kämpfer die Hufeisen anpasst und mit Nägeln fixiert. Als das heisse Metall mit dem Huf in Kontakt kommt, steigt scharf riechender Qualm auf. Lupo zuckt ein wenig mit den Ohren, scheint sonst aber unbeeindruckt. «Es tut ihm nicht weh», versichert Kämpfer. «Das

Horn ist völlig unempfindlich.» Wer ihr bei der Arbeit zusieht, versteht ­sofort, warum der Beruf als ex­trem ­anstrengend gilt: Sie muss sich beim Beschlagen oft tief hinunterbeugen und viel Kraft aufwenden. «Es ist ein hammerharter Job», sagt sie. «Jeden Abend mache ich Dehnübungen und etwa ein Mal pro Monat gehe ich in eine medizinische Massage, um keine Rückenprobleme zu bekommen.» Trotzdem möchte Kämpfer nichts auf der Welt lieber machen. Sie mag die Arbeit mit den Tieren, schätzt den intensiven Austausch mit Besitzern und Besitzerinnen. «In meinem Beruf sollte man ein Gefühl für Tiere und für Menschen haben.» Sie muss mit den Vierund den Zweibeinern stets freundlich, aber manchmal auch bestimmt sein. Die Bernerin bewährt sich in einem Handwerk, das man nur noch selten erlebt. Noch ungewöhnlicher ist es, dass eine Frau Pferde beschlägt. Von rund 300 aktiven Hufschmieden in der Schweiz sind nur etwa 20 Frauen. Bei den Lernenden hat ihr Anteil allerdings zugenommen: 16 der 47 angehenden Hufschmiede sind weiblich.

«IN MEINEM BERUF MUSS MAN EIN GEFÜHL FÜR TIERE UND FÜR MENSCHEN HABEN.» Bettina Kämpfer Hufschmiedin

«Man sollte sich gut überlegen, ob man diese anstrengende Arbeit nach dem Lehrabschluss über längere Zeit ausüben will», findet die 25-Jährige. «Es gibt junge Hufschmiede und vor allem Hufschmiedinnen, die schon nach wenigen Jahren aufgeben. Oft liegt es daran, dass sie Gesundheitsprobleme bekommen.» Nachwuchs für eine gefragte Arbeit

Es sei wichtig, genügend junge Leute zu finden, die dieses Handwerk langfristig ausüben. Sonst drohe der Beruf auszusterben. Dabei gibt es reichlich Arbeit für die Hufschmiedinnen und Hufschmiede. Denn das teure Hobby Reiten wird immer populärer. Kämpfer selber ist ihren Weg gegangen, ohne je ans Aufhören zu ­denken. Seit zweieinhalb Jahren ­arbeitet sie nun im Betrieb von Benedikt Huber (39), einem Hufschmied in der zweiten Generation. Die junge Frau stellte er mit Handkuss ein. Denn er hatte sie als Experte bei ihrer Lehrabschlussprüfung erlebt und wusste, dass Kämpfer mit viel Sorgfalt und Hingabe arbeitet. Auch die Kundschaft in Linden und Umgebung war von Anfang an be­ geistert von der neuen Hufschmiedin. Nur einmal musste sie sich von einem ­Bauern anhören, sie sei als Frau für diese Arbeit ungeeignet. Auf seinem Hof sollte sie die Hufe eines stör­ rischen Esels pflegen. Das Tier musste dafür von drei Männern festgehalten werden. Die Handwerkerin aber bat darum, allein zu arbeiten – und er­ füllte den Auftrag ohne Probleme. ­Inzwischen wird sie auf dem Hof ­besonders herzlich empfangen. MM


8.3.2021 | 31

Porträt

Frisch beschlagen: Wallach Lupo hat von Bettina Kämpfer perfekt angepasste Hufeisen bekommen.


32 | 8.3.2021

Lieblingsessen

Simone de Beauvoir «Das andere Geschlecht» der französischen Philosophin und Schriftstellerin ist auch heute noch, rund 70 Jahre nach der Erstveröffentlichung, Pflichtlektüre von Feministinnen weltweit. Mit den Intellektuellen ihrer Zeit – unter anderem Albert Camus und Jean Genet – traf sie sich im Pariser Café de Flore, wo sie auch an ihren Büchern und Artikeln arbeitete. Beim ­Debattieren soll Simone de Beauvoir als Snack «Andouillettes» geschätzt haben, eine deftige Lyoner Wurstspezialität.

JEDE HELDIN MUSS AUCH ESSEN. WIR ZEIGEN KULINARISCHE VORLIEBEN BERÜHMTER FRAUEN UND HABEN VORSCHLÄGE ZUM NACHKOCHEN. Text: Claudia Schmidt

Greta Thunberg Mit nur 15 Jahren setzte sich die Schwedin Greta Thunberg vor das Parlamentsgebäude in Stockholm und startete einen Schulstreik für das Klima. ­«Fridays for Future» wurde zu einer Jugendbewegung weltweit, Greta Thunberg zu ihrer Stimme. Wo immer sie kann, setzt sie sich für eine neue Klimapolitik ein, bietet etablierten ­Politikern die Stirn und erntet Lob von Klimaforschern. Sie verzichtet auf Reisen mit dem Flugzeug und ernährt sich vegan. Hummus steht öfter bei ihr auf dem Speiseplan.


8.3.2021 | 33

POULET-CURRY MIT LIMETTEN-MANGO Hauptgericht für 4 Personen 250 g Basmatireis 6 dl Wasser 1 Mango 1 Limette ½ Bund Koriander 600 g Pouletbrüstchen 1 Peperoncino 1 rote Zwiebel 1 EL Erdnussöl 2 TL Tomatenpüree 3 EL milder Curry 4 dl Geflügelbouillon 1,5 dl Kokosmilch

An der Andouillette scheiden sich die ­kulinarischen Geister, denn ihr Geschmack gilt als sehr speziell. Auch optisch ist die Wurst sicher keine ­Offenbarung.

Zubereitung 1. Reis kalt abspülen. Wasser

aufkochen. Reis beigeben und 1 Minute sprudelnd kochen ­lassen. Hitze auf ein Minimum reduzieren. Reis zugedeckt ca. 15 Minuten gar ziehen lassen, dabei nicht mehr rühren. Mango schälen. Fruchtfleisch vom Kern und in Stücke schneiden. Limettensaft dazupressen. Etwas Koriander hacken und beigeben. 2. Poulet in Würfel schneiden. Peperoncino in feine Ringe, Zwiebel in Schnitze schneiden. Zwiebel und Peperoncino in Öl andünsten. Tomatenpüree und Curry mitdünsten. Bouillon beigeben, ca. 5 Minuten einkochen. Kokosmilch und Poulet dazugeben, bei kleiner Hitze 10 Minuten gar ziehen lassen. Mit Reis anrichten. Restlichen Koriander darüberzupfen. Mango dazuservieren.

Michelle Obama

BÄRLAUCHHUMMUS Mit Kichererbsen aus der Dose ist Hummus schnell und einfach zubereitet. Mit Bärlauch ein perfekter Snack für den Frühling – nicht nur für Veganer. Rezept auf migusto.ch

Rechtsanwältin und Autorin Michelle Obama nutzte ihre Position als First Lady an der Seite ihres Mannes ­Barack, um gegen Fettleibigkeit bei Kindern zu kämpfen. Ihre Kampagne wurde in den USA zu einer ­landesweiten Bewegung. Mitte März startet die Harvard-Absolventin mit «Waffles + Mochi» eine Kochshow für Kinder auf Netflix. Auch wenn bei ihr daheim viel Gemüse auf den Tisch kommt, schwört sie auf das Curry ihres Mannes. Sicher würde ihr auch unsere Variante (siehe oben) munden.


Home-Office

Eintauschaktion. 20% auf Drucker, PC- und Apple-Zubehör* 10% auf Monitore, Notebooks und PCs*

Bringen Sie Ihr altes Gerät in die Filiale, um vom Rabatt zu profitieren. Mehr Informationen auf melectronics.ch/eintausch * Gültig vom 5. bis 31. März. Nicht gültig auf bereits reduzierte Artikel. Nicht gültig auf Verbrauchsartikel wie Tintenpatronen, Toner & Papier, Musiklautsprecher und Kopfhörer (In-Ears und Earbuds), Gaming-PC und Gaming-Zubehör. Ebenfalls nicht in der Aktion inbegriffen sind Komponenten – z.B. Grafikkarten, Prozessoren und RAM, sowie Speichermedien – z.B. Speicherkarten, USB-Sticks und Festplatten.

melectronics.ch


8.3.2021 | 35

Ariana Grande

SMOOTHIEBOWL

Die US-Schauspielerin und ­Sängerin Ariana Grande wird von Mädchen und jungen ­ Frauen ihrer Generation verehrt. Sie ernährt sich überwiegend vegan und makrobiotisch. Das weckt die Neugier ihrer Fans, die diese Ernährung tageweise ausprobieren und in den sozialen Medien darüber berichten.

Ariana Grande liebt den grossen Auftritt ebenso wie köstliche vegane Gerichte. Besonders Heidelbeeren haben es ihr angetan. Unsere Smoothie-Bowl könnte ihr schmecken. Rezept auf migusto.ch

TACOS MIT CREVETTEN UND AVOCADOCREME

Pippi Langstrumpf

Hauptgericht für 4 Personen 400 g küchenfertige Crevetten 1 kleine, rote Zwiebel 1 Chilischote, z. B. Jalapeño ¼ Bund Koriander 1 Limette 2 Avocados Pfeffer aus der Mühle Salz 8 Tacos 180 g Sauerrahm

Wagemut, unbekümmerte Lebensfreude und Riesenkräfte machten Pippi Langstrumpf – geistiges Kind der schwedischen Autorin Astrid Lindgren – zum Vorbild von Millionen Mädchen. Legendär ist ihre Art, ihr Leibgericht Spaghetti zu essen.

Frida Kahlo Ihre Gemälde sind offiziell mexikanisches Kulturgut: Frida Kahlo bekannte sich zeitlebens zu ihren indi­ genen Wurzeln und setzte sich allgemein und in ihren Werken gegen Rassismus ein. Als leidenschaftliche Revolutionärin änderte sie nachträglich ihr Geburts­ jahr in 1910 um, dem Jahr der Mexikanischen Revo­ lution. Kulinarisch liebte sie die mexikanische Kü­ che, vor allem Enchiladas und ­Tacos sollen auf ihrer ­Favoritenliste ganz weit oben gestanden haben.

Crevetten in Salzwasser ca. 2 Minuten kochen, abgiessen und leicht abkühlen lassen. ­Crevetten in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel, ­Jalapeño und Koriander ­hacken. Limettenschale abreiben. Limette auspressen. Crevetten, Koriander, Zwiebel, Chili, Limettenschale und die Hälfte des Limettensafts mischen. Mit Salz abschmecken. Avocados halbieren, Kern entfernen. Fruchtfleisch herauslösen und mit einer Gabel zerdrücken. Restlichen Limettensaft dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Tacos nach Belieben mit Crevetten, Avocadocreme und Sauerrahm füllen und servieren. Mit Mandelblättchen bestreut und wenig Honig beträufelt servieren.


HALTUNG ZEIGEN WATSON LESEN

n App downloade oder watson.ch


VINAIGRETTE

8.3.2021 | 37

Sauce ergibt ca. 3 dl ½ Bund Petersilie ¼ Bund Kerbel ½ Bund Schnittlauch 1 Zwiebel 0,6 dl Essig, z. B. Weisswein oder Kräuteressig 1,5 dl Öl, z. B. Sonnenblumen oder Rapsöl Salz, Pfeffer

Ihre Mode ist radikal und extravagant: Vivienne Westwood avancierte zu einer bedeutenden Modedesignerin. Sie verknüpft historische Kleider mit ungewöhnlichen ­Textilien und Mustern. ­Ihrer Liebe zu Schottenkaros blieb die Britin immer treu. Treu blieb sie auch stets ihrem Lieblingsessen: ­einen Salatkopf täglich. Nach e ­ igener Aussage in der «Vogue» macht sie dazu ein einfaches Dressing aus Knoblauch, Öl, Zitrone, etwas Zucker und ein ­wenig Bouillonpulver.

Zubereitung

Petersilie und Kerbel waschen, mit Haushaltspapier trocken ­tupfen, hacken. Schnittlauch ­waschen, mit Haushaltspapier trocken tupfen, in Ringlein schneiden. Zwiebel schälen und hacken. Kräuter und Zwiebel mit Essig und Öl aufrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Sauce bis zum Anrichten kühl stellen.

Vivienne Westwood

Anzeige

Anna Pavlova

Bilder: Migusto, MAGNUM PHOTOS, Getty Images, picture alliance

RANDEN-BLINI MIT RAUCH­L ACHS In Russland serviert man die Pfannküchlein schlicht mit Butter. Mit Randen werden sie zum Blickfang, Rauchlachs macht sie zu einer luxuriösen Vorspeise.

Die Russin war eine Meisterin des klassischen ­Balletttanzes. Ihre gefeierten Auftritte in Neuseeland und Australien ­führten dazu, dass man ein Meringue-Dessert mit Rahm und Früchten nach ihr benannte. Ob es ihr selbst gemundet hat, ist nicht bekannt. Aber dem Vernehmen nach mochte sie Blini sehr.

zur Unterstützung des

Immunsystems

*

NE U

Rezept auf migusto.ch

*mit Vitamin C und Zink

Alle Rezepte auf migusto.ch

Axamine gibts in Ihrer Migros


PUBLIREPORTAGE

Den Schmerzen davonlaufen Fersensporn, Hallux, Arthrose – der Gesundheitsschuh Joya hilft

Mit diesen Gesundheitsschuhen kann man einfach den Schmerzen davonlaufen. Die Besonderheit des Joya Schuhs ist seine einzigartige weich-

elastische Sohle: Jeder Schritt versetzt Sie für Sekundenbruchteile in Schwerelosigkeit und schont dadurch Ihre Gelenke. Schon nach den ersten paar Schritten spüren Sie es: Noch nie haben Sie einen vergleichbaren Schuh getragen!

Joya David Dark Blue

Frühjahrshighlight - der Joya Tony II Dark Blue

Die Joya Schuhe können den ganzen Tag getragen werden. Sie sind besonders geeignet für Menschen, die im Berufs- und

Privatleben lange stehen. Die Luftkissen-Sohle verhindert schwere Beine, brennende Füsse, Rückenschmerzen und Venenprobleme. Joya empfiehlt sich besonders bei Fussproblemen, wie Hallux oder Fersensporn, da das weich-elastische Material sich immer dynamisch an die Form der Fusssohle anpasst. Das Geheimnis dieser elastisch-federnden Schuhe ist die Luft-WabenStruktur. Die schafft nicht nur ein optimales Schuhklima, sondern ist ebenso gesund. Gelenk- sowie Rückenmuskulatur werden entspannt und die Fussrezeptoren stimuliert.

Stylisch und wohltuend - der Joya Laura Black

Vorteile und Wirkung + Weichster Trage- und Gehkomfort + Entlastung der Füsse ab dem ersten Schritt + Ideal bei Hallux und Fersensporn + Schont die Gelenke und entspannt die Rückenmuskulatur

FUSSBESCHWERDEN? FERSENSPORN?

Joya Schuhe entlasten Ihre Füsse ► Entlastet den Rücken ► Verwöhnt die Füsse

► Fördert gesundes Gehen

Joya finden Sie hier: Gesundheitszentrum Rüti Ferrachstrasse 4 8630 Rüti ZH www.gesundheit-rueti.ch

upswing Winterthur Unterer Graben 3 8400 Winterthur www.upswing.ch

kybun Joya Basel Aeschenvorstadt 50 4051 Basel www.anderhub.ch

kybun Joya Zug Industriestrasse 15b 6300 Zug www.kybun-joya.swiss

upswing Thun Aarestrasse 14 3600 Thun www.upswing.ch

kybun Joya Luzern Mühlenplatz 11 6004 Luzern www.anderhub.ch

kybun Joya Bern Spitalgasse 36 3011 Bern www.anderhub.ch

kybun Joya Arbon Stickereistrasse 4 9320 Arbon www.kybun-joya.swiss

kybun Joya St. Gallen Merkurstrasse 1 9000 St. Gallen www.kybun-joya.swiss Finden Sie hier weitere Joya Händler: www.joyashoes.swiss


Jetzt in Aktion

Ne u

9.3.-22.3.2021

Ab 3 Stück

20% 30% Auf alle Nestlé® BEBA® Milchen (ohne Pre- und 1er-Milchen) z.B. BEBA® OPTIPRO® 2, 800 g, 15.50 statt 21.95

Ab 3 Stück

20% 30% Auf alle Nestlé® Baby-Milchbreie z.B. Nestlé® Baby Cereals Birne & Banane, 480g 6.25 statt 8.90

WICHTIGER HINWEIS: Stillen ist ideal für Ihr Kind. Folgemilch eignet sich nur für Kinder ab 6 Monaten. Lassen Sie sich beraten.

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. AW_124_21_ad-print Infant @Migros DE.indd 1

24/02/21 16:22

Neues Coronavirus

Aktualisiert am 28.10.2020

SO SCHÜTZEN WIR UNS.

ERKÄLTUNG?

Unbedingt online Coronavirus-Check machen.* bag-coronavirus.ch/check Falls kein Internet vorhanden: +41 58 463 00 00 *Bei neu aufgetretenen Krankheitssymptomen wie Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns. So erfahren Sie, ob ein Coronavirus-Test nötig ist.


ES GIBT KRANKHEITEN, DIE ZEIGEN SICH BEI FRAUEN ANDERS ALS BEI MÄNNERN. DOCH IN DER MEDIZIN SIND NOCH IMMER DIE MÄNNER DAS MASS DER DINGE. DIE GENDERMEDIZIN WILL DAS ÄNDERN. Text: Martina Frei

Bild: Getty Images

Gendermedizin

40 | 8.3.2021


8.3.2021 | 41

SPIELEN GENDERASPEKTE SCHON IN DER KINDERMEDIZIN EINE ROLLE? Ja. Das beginnt bereits im ­ eugeborenenalter. Nach der N Geburt ist beispielsweise das Risiko für Atemnot bei Knaben grösser. Mädchen beginnen in der Regel einige Wochen früher als Knaben zu reden, sie be­ ginnen früher zu malen und sind etwa beim Perlenauf­ fädeln geschickter. Im Klein­ kindalter bekommen Knaben öfter eine Lungenentzündung als Mädchen, auch Autismus ist bei Knaben viermal häufiger. Die Mädchen dagegen neigen mehr zu Blasenentzündungen.

GIBTS BEI COVID-19 UNTERSCHIEDE ZWISCHEN FRAU UND MANN? Das untersuchen Gender­ medizinerinnen gerade in ­einem vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Forschungsprojekt. Bereits jetzt ist klar: Frauen rauchen weniger und weisen seltener Bluthochdruck und andere ­Risikofaktoren für Covid-19 auf als Männer. Zudem ver­ mutet man, dass sich die Viren schwerertun, in Körperzellen von Frauen einzudringen. Das wird möglicherweise von den Geschlechtshormonen beeinflusst. Das Risiko, dass Frauen an Covid-19 sterben, ist rund 1,6-mal tiefer als bei Männern.

Die Antworten stammen von Cathérine Gebhard, Professorin für Gendermedizin. Sie ist die erste und ­bislang einzige ­Gendermedizinerin in der Schweiz. Gegenwärtig arbeitet, forscht und lehrt die 43-Jährige an den Universitäten in Wien und Zürich.

KÖNNEN FRAUEN MEDIKAMENTE SORGENFREI EINNEHMEN?

SIND FRAUEN BEI MEDIKAMENTEN­STUDIEN GLEICH VERTRETEN?

Ja. Es empfiehlt sich aber, die Medikamente nach Möglichkeit dem Körpergewicht ent­ sprechend zu dosieren. Die übliche Dosis ­bezieht sich nämlich meist auf einen 70 Kilo schweren jüngeren Mann, nicht etwa auf eine 50 Kilo leichte ältere Dame. Wie Medi­ kamente im Körper abgebaut werden und wie lange sie wirken, hängt unter anderem von der Nierenfunktion und vom Fett-, Wasserund Muskelanteil ab. In all ­diesen Punkten unterscheiden sich Frauen von Männern.

Nein. Unter anderem deshalb, weil man bei vielen Krank­heiten früher fälschlicherweise davon ausging, dass es typische Männerkrankheiten seien und die Medikamente deshalb nicht an Frauen getestet werden müss­ ten. Zudem ist die Bereitschaft bei Frauen oft geringer, bei ­solchen Studien mitzu­machen.

GIBT ES TYPISCHE FRAUENKRANKHEITEN? Ja, Autoimmunerkrankungen, wenn also das Immunsystem Organe oder Gewebe angreift, sind bei Frauen viel häufiger als bei Männern. Dazu zählen Rheuma, die Schilddrüsenerkrankung Hashimoto und die Multiple Sklerose. Der Grund liegt darin, dass das Immunsystem von Frauen stärker zu sein scheint.

WERDEN BESCHWERDEN VON FRAUEN EHER ALS «PSYCHISCH» ABGETAN? Ja, das passiert bei Frauen häufiger als bei Männern. Bei Herzproblemen etwa finden sich – bei gründlicher Unter­ suchung – nicht selten aber doch körperliche Ursachen. Vieles ist bei Frauen eben gar nicht «psychisch».

HABEN FRAUEN ÖFTER DEPRESSIONEN? Jein. Die Psychiatrie ist traditionell mehr auf Patien­tin­nen als auf Patienten ausgerichtet. Frauen sprechen im Allgemeinen auch mehr darüber, wie es ihnen geht. ­Beides führt dazu, dass man bei ihnen ­ epressionen früher und besser erkennt als bei Männern. D

SCHLAGEN FRAUENHERZEN ANDERS ALS MÄNNERHERZEN? Ja, Männerherzen werden mit dem Alter eher grösser, Frauenherzen schrumpfen. Das führt dazu, dass das alternde Frauenherz viel ­hektischer arbeiten muss, um die Pumpleistung weiter zu erbringen. Zudem haben Frauen beim Herzinfarkt oft ein oder mehrere von ­folgenden Symptomen: Kurz­ atmigkeit, Rückenschmerzen, Schmerzen im Brustbereich, Übelkeit, Erbrechen, Bauch­ schmerzen oder Herzklopfen. Das klassische «Männer­ symptom» mit Aus­strahlung von Schmerzen in den l­ inken Arm hat fast die Hälfte der Frauen gerade nicht.


Neu von Nivea Men

Mit L S F 15

Milde rt tiefe Falte n sichtbar

20x

20x

PUNKTE

15.95

PUNKTE

16.50

Anti-Age Hyaluron Feuchtigkeitscreme 50 ml

Mit Koffein 10 0%e natürliche r Que ll

Anti-Age Hyaluron Gesichtsgel 50 ml

Formbare r H alt ohne zu v e rhärte n

20x

20x

PUNKTE

2.40

20x

PUNKTE

Pflegedusche Fresh Ocean 250 ml

2.40

PUNKTE

Pflegedusche Active Energy 250 ml

4.95

Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Angebote gelten nur vom 9.3. bis 22.3.2021, solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.

Craft Stylers Styling Cream 150 ml


«FRAUEN WERDEN ANGEGRIFFEN, WEIL SIE FRAUEN SIND»

«Früher waren ­ strophysiker noch A Genies. Heute nur noch irgendwelche unkreative Büro­kra­ ten, zu diesen sicher auch diese Porträ­ tierten gehören.» «Boah, süsses Mädel. Sieht noch so jung aus und schon einen ­Doktortitel  …» «Wenn jemand in so jungen Jahren Professorin wird, ­kapiert jeder, dass da Vitamin B vor­ handen war …»

Bild: SRF1/Einstein (Screenshot)

Hass im Netz

8.3.2021 | 43

Drei von unzähligen Kommentaren, die Astrophysikerin ­Susanne Wampfler (39) in den vergangenen drei Wochen im ­Internet über sich und ihre ­Arbeitskolleginnen lesen ­musste. Sie und zwei weitere Forscherinnen der Universität Bern hatten in der SRF-Sendung «Einstein» über ihre Arbeit in der Weltraumforschung ­ge­sprochen. Und über ihre Rolle als Frau in der Wissenschaft. Wampfler ist sich Kritik ­gewohnt, auch mit negativen

DER TON IN ONLINEKOMMENTAREN IST FRAUEN GEGENÜBER ANDERS ALS BEI MÄNNERN: OFT SEXISTISCH UND AGGRESSIVER. DOCH DAGEGEN KANN MAN SICH WEHREN. Text: Rahel Schmucki

Kommentaren hatte sie ge­ rechnet. «Trotzdem hat es mich getroffen, solche Dinge über mich zu lesen», sagt sie. Sie ­wolle sich davon aber nicht ­einschüchtern lassen. Kritik gibts zu allen Fernsehbeiträgen oder Zeitungsartikeln. Aber wenn darin Frauen ­vorkommen, lesen sich die ­Kommentare anders. Sie zielen ­stärker auf die Person, machen das Geschlecht zum Thema. Häufig sind sie sexistisch, nicht selten offen aggressiv. «Frauen werden in Kommentaren oft angegriffen, weil sie Frauen sind», sagt Soziologin Lea Stahel von der Universität Zürich. So klar die Diagnose, so schwierig sei es, stichhaltige Gründe dafür zu erforschen. ­Stahel vermutet, dass dieses Verhalten gegenüber Frauen mit dem Geschlechterrollen­ verständnis in unserer Kultur zu tun hat. Die meisten Kommentare im Web werden von Männern geschrieben. «Wenn eine Frau ein Feld betritt, das bisher als männerdominiert galt,


20x PUNKTE

Neu 5.90 Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur bis am 22.3.2021, solange Vorrat. In grösseren Filialen erhältlich.

V-Love Plant-Based Smokey Catch Limited Edition, 100 g


Bild: Vera Maria Knöpfel

Hass im Netz

8.3.2021 | 45

verletzt sie in den Augen dieser Personen eine Hierarchie», sagt Stahel. Negative Kommentare könne man als eine Art Sanktion für den Eingriff in die Männerdomäne verstehen. Zwar lasse sich in der Forschung kein ­genauer Typus für solche Schreiber definieren. Tendenziell seien frauenverachtende Kommentierer aber eher politisch rechts orientiert und befürworten eine Ungleichheit zwischen Mann und Frau. Die sozialen Medien und die Kommentarfunktionen auf News-Plattformen haben die Hemmschwelle für öffentliche Anfeindungen gesenkt. Ein paar wenige Tipper auf der HandyTastatur, und jeder kann bequem vom Sofa aus austeilen – ohne hinstehen zu müssen, ohne ­irgendjemandem ins Gesicht zu sehen. Nicht mal zu erkennen geben müssen sich die Kritiker. Oft verwenden sie denn auch ein Pseudonym. Wenig erstaunlich: Die primitivsten Kommentare stammen häufig von anonymen Absendern. Zwar werden die eindeutig aggressiven und sexistischen Kommentare auf Newsseiten wie jenen von SRF gar nicht erst aufgeschaltet. Aber auf Facebook, wo die Artikel sehr oft ebenfalls erscheinen, werden sie erst nach der Veröffentlichung moderiert. Viele befinden sich zudem im Graubereich. Sie sind nicht offen sexistisch, aber doch herablassend und von frauenfeindlichen Klischees geprägt. Eine überraschende Anzeige

Kommentarschreiber zu finden, die über ihre negativen Äusserungen zu Frauen sprechen, ist schwierig. Einer, der hinsteht, ist Jürg Streuli (69). Die Zuger Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin zeigte ihn 2018 an, weil er sie auf Facebook als Lügnerin bezeichnet hatte. Er sagt, er äussere sich nie sexistisch. Spiess-Hegglins Anzeige kam für ihn ­völlig überraschend. «Ich hätte nie damit gerechnet, dass die ­Politikerin meinen Kommentar je zu Gesicht

«ES IST WICHTIG, DASS WIR ALLE DAS THEMA IN DIE ÖFFENTLICHKEIT TRAGEN.» Susanne Wampfler Astrophysikerin

bekommen würde», sagt Streuli. Das sei ihm eine Lehre gewesen. Ihm sei bewusst ge­worden, dass er über e­ inen ­Menschen ­geschrieben hat, der verletzbar ist. «Ich äussere meine Meinung ­immer noch auf Facebook, versuche aber, auf der sachlichen Ebene zu bleiben.» Sophie Achermann von der Frauenorganisation alliance F sagt, Frauen sollen sich gegen Beleidigungen oder Hasskommentare wehren. Wird jemand persönlich beleidigt, kann sich die betroffene Person überlegen, ob sie Anzeige erstatten will. Wichtig sei aber auch, den Angriffen öffentlich entgegen­ zutreten – direkt da, wo sie stattfinden. «Auf Social Media und den Zeitungsplattformen werden Meinungen gemacht, jeder Kommentar prägt und hinterlässt eine Wirkung», sagt Achermann. Deshalb sei es besonders wichtig, dort dagegen anzuschreiben, den Sexismus zu entlarven und zu benennen. Genau da setzt das Projekt «Stop Hate

Speech» von alliance F, das vom Förderfonds Engagement Migros unterstützt wird, an: Ein Algorithmus sucht im Netz mithilfe von Stichworten nach Hasskommentaren und listet diese auf. Eine Gruppe von Freiwilligen nimmt sich dann jeden einzelnen vor und gibt Kontra. «Das nennt man Counterspeech und funktioniert bis jetzt ganz gut», sagt Achermann. In den kommenden Monaten will die ­Organisation eine Auswertung machen, was ihre Bemühungen gebracht haben. Die Uni bekennt Farbe

Auf Counterspeech hat auch die Universität Bern gesetzt. Als Susanne Wampfler die Kommunikationsabteilung auf die negativen Kommentare aufmerksam machte, veröffentlichte die Universität auf Twitter ein Statement: «Nach der SRF-Sendung ‹Einstein› über Forscherinnen in den Naturwissenschaften erhielten unsere Wissenschaftlerinnen zum Teil sehr üble und beleidigende Kommentare. Das ist inakzeptabel. Wir stehen ­hinter unseren Forscherinnen und wehren uns mit ihnen.» Für Susanne Wampfler war dies ein wichtiger Schritt. «Am liebsten würde ich nur über ­meine Forschung sprechen. Aber es ist wichtig, dass wir alle das Thema in die Öffentlichkeit tragen.» MM

HIER HILFE FINDEN Selbst von Hasskommentaren betroffen? netzcourage.ch Hilfe für Kinder und Jugendliche: zischtig.ch Wollen Sie sich gegen Hasskommentare einsetzen? stophatespeech.ch


46 | 8.3.2021

Es ist zu einem Ritual geworden: Alexandra Horat (64) und ihre Mutter Annette Hellmüller (86) lösen zusammen ein Kreuzworträtsel. Es bildet den Rahmen für einen Alltag, der sich für beide vor einem Jahr von Grund auf änderte. Sie halten daran fest wie Menschen, die sich an einen Rettungsring klammern, weil es ihnen in ihrem neuen Setting Halt gibt. Alexandra Horat ist eine schmale Frau mit kurzen Haaren, ihre Mutter Annette Hellmüller eine etwas breitere Frau mit bayerischem Dialekt, der trotz der vielen Jahre in der Schweiz unüberhörbar geblieben ist. Die Frauen sitzen in Hellmül­lers Stube in einer ­Siedlung am Luzerner Stadtrand. Im Bücherregal stehen ­Fotos, Erinnerungen an die Vergangenheit. Mutter und Tochter sind nahe zusammen­gerückt, sitzen Schulter an Schulter, weil sie nur so gemeinsam auf das Heft mit dem Kreuzworträtsel schauen können. Dann überlegen sie, wie ein Auto ohne Dach heissen könnte. Der Grund für das Ritual ist eine Diagnose, die Annette Hellmüller vor eineinhalb Jahren in der Memory Clinic Luzern ­erhielt. Die gebürtige Bayerin ist an Alzheimer erkrankt. Schnell ist damals klar: Alleine kann die Rentnerin ihren Alltag bald nicht mehr meistern. Also entschliesst sich Tochter Alexandra Horat, die mit 62 schon pensioniert ist, die tägliche Pflege zu übernehmen, sobald ihre Mutter es nicht mehr alleine schafft. Als Freiwilligenarbeit. Weil sie das will. «Es war ein Wink des Schicksals, dass ich in einer ­Lebenssituation war, die mir so eine aufwendige Pflege ermöglichte. Hätte ich noch gearbeitet, wäre das zeitlich nicht zu stemmen gewesen.» Keine Rede von Ruhestand

Es sei nicht so, dass sie sich dazu verpflichtet gefühlt habe. «Aber es hätte sich falsch angefühlt, wenn ich es nicht getan hätte.» Horat hat zwei jüngere Schwestern. Beide haben Enkelkinder, sind berufstätig. «Sie haben nicht dieselben Kapazitäten wie ich.» Horats zwei Söhne haben noch keinen Nachwuchs. Was

«Ich bin meinem Mami so nahe wie noch nie» Alexandra Horat pflegt ihre an Demenz erkrankte Mutter. Nicht, weil sie es muss, sondern weil sie es will. Für die Luzernerin ist das anstrengend, aber auch wertvoll. Und es ist typisch Frau. Text: Manuela Enggist  Bilder: Désirée Good

auch für das Arrangement sprach: Annette Hellmüller wohnt im ­selben Quartier, nur wenige Gehminuten entfernt. Zum Zeitpunkt der AlzheimerDiagnose ist Horat gerade dabei, das erste Jahr ihrer Frühpensionierung auszukosten. Sie reist mit einer Kollegin sieben Wochen durch Neuseeland. Sie habe immer gewusst, dass sie mit 62 aufhören wolle zu arbeiten, berichtet die ehemalige Kindergärtnerin. «Ich wollte mir das gönnen, nachdem ich über viele Jahre allein­ erziehende Mutter gewesen war und oft unter Druck gestanden hatte.» Als es ihrer Mutter zunehmend schlechter geht, legt Horat die Frühpensionierung «auf Eis» und beginnt sich an vier bis fünf Tagen pro Woche um sie zu kümmern. Da die Demenzkranke viele Dinge nicht mehr selbständig ­erledigen kann, benötigt sie ­engmaschige ­Betreuung. Bei der Körperhygiene, beim Essen und allen anderen täglichen Aktivi­ täten muss Horat zugegen sein. Sie macht ihrer Mutter die ­Wäsche, föhnt ihr die Haare, kocht das Abendessen, räumt den Geschirrspüler ein und aus, geht einkaufen und mit ihr spazieren. Aktivitäten wie der tägliche Spaziergang brauchen viel Zeit. Hellmüller fragt an diesem Nachmittag immer wieder, was denn nun der Plan sei, und ihre Tochter antwortet immer wieder, dass sie rausgehen würden, um ihre Runde im Quartier zu laufen. «Mami,


8.3.2021 | 47

Pflegen

Alexandra Horat pflegt ihre Mutter Annette Hellmüller – freiwillig und gern. Sie hilft bei zahllosen kleinen ­Dingen, die Gesunde selbstverständlich selber erledigen.


48 | 8.3.2021

steh doch auf und zieh dir die­ ­Jacke an», sagt Horat. Hellmül­ ler schaut sie an, nickt, steht auf und setzt sich wieder hin. Der Plan, er ist vergessen. Schliess­ lich stellt ihr Horat die Schuhe vor die Füsse und führt die ­Hände ihrer Mutter, damit der Fuss den Schuh findet. «Sie ­würde ihre Sandalen anziehen, wenn ich ihr nicht die guten Schuhe hinstellen würde. Dass wir Winter haben, vergisst sie.» Jeden Freitag fährt Alexandra Horat ausserdem mit ihrem Mami zum Vater ihres langjäh­ rigen Partners Jürg Steiner. Seit einigen Monaten betreut sie den 93-Jährigen an einem Tag bei ihm zu Hause. «Mein Partner ist noch berufstätig und hat derzeit noch keine Kapazitäten dafür», sagt Horat. Ihre Mutter bringt sie mit. «So schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe.» An wöchentlich zwei bis drei Tagen wird Horat abgelöst: Jeden Dienstag besucht ihre Mutter ein Tagesangebot für Demenz­ erkrankte. Und jeden Mittwoch­ nachmittag kommt eine lang­ jährige Freundin vorbei, um Rommé zu spielen. «Das gibt mir die Möglichkeit, etwas durchzuatmen», sagt Horat. Die Donnerstage übernimmt jeweils ihre Schwester Livia. Wochen­ enden und Ferien verbringt Hellmüller meist auch bei der Tochter. Deren Partner habe Verständnis für die Situation und unterstütze sie, so gut es gehe. «Er hilft mir beispiels­ weise bei Reparaturarbeiten und­ bei all dem Bürokram, der bei meinem Mami so anfällt.» Der Yogakurs muss warten

Ein Heim sei derzeit keine Op­ tion. Zum einen wegen der ­Corona-Pandemie. Zum ande­ ren, weil dies Hellmüller nicht wolle. Auch die Spitex würde nicht viel Entlastung bringen. «Klar könnten sie meinem Mami beim Duschen helfen. Aber das wäre nur ein geringer Teil.» Manchmal sehne sie sich nach mehr freier Zeit, sagt ­Horat. «Meine Pensionierung hatte ich mir schon ein wenig anders vorgestellt.» Sie wollte reisen, einen Yogakurs be­ suchen, ihr Englisch auffrischen und endlich lernen, wie man

Freiwilligenarbeit ist weiblich Was beinhaltet die informelle Freiwilligenarbeit? Bei informeller Frei­ willigenarbeit handelt es sich oft um Nach­bar­ schaftshilfe, also um un­ bezahlte Arbeit ausser­ halb einer Organisation. Dazu gehört Care-Arbeit, etwa Betreuung von betagten oder kranken Angehörigen – also Eltern, Partnern und Verwandten. 2016 betrug die geleistete Arbeit 436 Millionen Stunden.

«DIE PANDEMIE KOMMT MIR NICHT GANZ UNGELEGEN. DA FÄLLT VERZICHT LEICHTER.» richtig Klavier spielt. «Dafür ist jetzt keine Zeit. Ehrlicher­ weise muss ich sagen, dass mir da die Pandemie nicht ­un­gelegen kommt. Der Verzicht fällt so sicher einfacher.» Dass Alexandra Horat als Frau Freiwilligenarbeit über­ nommen hat, wiederspiegelt die Schweizer Realität der ­unentgeltlich geleisteten Arbeit im Gesundheitsbereich. Gerade auch bei Fällen von Demenz, wie Jacqueline Wettstein von Alzheimer Schweiz sagt: «Wir gehen davon aus, dass pro ­demenzerkrankte Person im Durchschnitt bis zu drei An­­ gehörige Betreuungs- und ­Pflegeaufgaben übernehmen. Auch Männer sind engagiert, nach wie vor leisten jedoch mehrheitlich Frauen die Be­ treuungsarbeit.» Gemäss einer

Studie von Alz­heimer Schweiz waren es 2012 zu zwei Drittel ­Frauen, die eine demenz­ erkrankte Person zu Hause ­betreuten. Meist seien diese ­zwischen 50 und 65 Jahren alt, wenn sie sich um die Eltern oder die Schwiegereltern kümmern. ­Viele dieser Frauen seien er­ werbstätig, was die Belastung noch erhöhe. «Pflegende Ange­ hörige übernehmen viel Pflegeund Betreuungsaufgaben und tragen damit wesentlich dazu bei, dass die Gesundheitskosten nicht noch stärker steigen.» Auch Alexandra Horat merkt, dass es vor allem Frauen sind, die sich in ihrem Umfeld um An­ gehörige kümmern. Unabhängig von der Geschlechterrolle sieht sie trotz der Belastung auch viel Positives in ihrer Freiwilligen­ arbeit: «Ich bin meinem Mami so nah wie noch nie. Und wir hatten stets ein enges Verhält­ nis.» So merke sie auch, wie viel es ihrer Mutter bedeute, dass sich jemand aus der Familie um sie kümmere. «Sie sagt mir oft, dass sie nicht wisse, wie sie mir dies vergelten solle.» Vor Kur­ zem fand Horat einen Notizzet­ tel ­ihrer Mutter, auf dem stand: «Morgen Abendessen bei Lexi und Jürg. Was bin ich doch für ein Glückspilz.» MM

Wer leistet die Arbeit? Im Gegensatz zu institu­ tionalisierter Freiwilligenarbeit, wie bei Vorstands­ ämtern von Vereinen, ist informelle Freiwilligenarbeit eher weiblich: 34,9 Prozent aller Frauen und 28,4 Prozent aller Männer leisten unbezahlte Hilfe. Woher kommt der Geschlechterunterschied? Teilzeitarbeitende leisten viel häufiger informelle Freiwilligenarbeit als Vollzeitler. In der Regel sind das Frauen. Zudem sind diese in der Nach­ barschaft oft durch die Kinder besser vernetzt und aktiver. Ausserdem reduzieren Frauen – Aus­ druck der traditionellen Rollenverteilung – sehr viel häufiger ihr Arbeits­ pensum, um Angehörige zu betreuen. Dies schlägt sich wiederum in einer schlechteren Altersvor­ sorge nieder, was die Studie «Alt werden ohne Angehörige» vom MigrosKulturprozent und von der Fachhochschule Nordwestschweiz belegt hat. Quellen: Bundesamt für S ­ tatistik, Migros-Kultur­prozent Infos und Kontakt: Benevol, die Dachorganisation der Fachstellen für freiwilliges Enga­gement; unterstützt vom Migros-Kulturprozent;­ ­benevol.ch Studie: im-alter.ch


ROT PUNKT APOTHEKE Aktionen gültig bis 31.03.2021

FÜ H R E N D I N ME D I K A M E N T U N D GE S U N DH EI T MAGNESIUMMANGEL?

GELENKSCHMERZEN?

Füllt Ihren Magnesiumspeicher wieder auf.

Wirkt rasch und zuverlässig schmerzstillend, entzündungshemmend und abschwellend.

20 % ROTPUNKT RABATT

20 % ROTPUNKT RABATT

MAGNESIUM BIOMED

30.50 statt 38.10 26.70 statt 33.40

DIRECT, Sticks 60 Stk. UNO, Sachets 40 Stk.

Biomed AG

DR. ANDRES WALLWURZSALBE

SCHÖNES HAAR?

19.45 statt 24.30 35.90 statt 44.90

95 ml 2 x 95 ml

Für gesundes, kräftiges und schönes Haar.

Dr. Andres Pharma AG. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.

20 %

HAARAUSFALL?

ROTPUNKT RABATT

20 %

Behandelt den Haarausfall an der Wurzel.

ROTPUNKT RABATT

RAUSCH SHAMPOO 200 ML Schweizer Kräuter Salbei

z. B.

11.75 statt 14.70 12.65 statt 15.80

RAUSCH AG KREUZLINGEN

PRIORIN N Kapseln, 270 Stk.

88.95 statt 111.20

Bayer (Schweiz) AG. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.

Unsere Standorte: Affoltern a. Albis, Altstätten SG, Arbon, Bad Ragaz, Baden, Basel, Bassersdorf, Bern, Biel, Binningen, Breitenbach, Bülach, Chur, Dielsdorf, Dietikon, Embrach, Emmenbrücke, Flawil, Goldau, Gossau SG, Gossau ZH, Grenchen, Grosshöchstetten, Herisau, Hombrechtikon, Horgen, Ipsach, Kloten, Küsnacht, Lenzburg, Liestal, Lostorf, Maienfeld, Mettmenstetten, Neuhausen, Oberwil, Oensingen, Olten, Pfungen, Rapperswil SG, Regensdorf, Rüti, Schaffhausen, Schlieren, Schwyz, Seon, Spreitenbach, Stans, St. Gallen, St. Margrethen, Stein AG, Stein am Rhein, Sursee, Thalwil, Uitikon Waldegg, Wetzikon, Wil SG, Windisch, Winterthur, Wollerau, Zug, Zürich. Finden Sie die nächste Apotheke unter: www.rotpunkt-apotheken.ch/apotheken


Köstlicher Käse zum Dahinschmelzen.

20% 12.45 statt 15.60

25% 12.65 statt 17.10

500 g

Fondue Moitié-Moitié 2 x 400 g

14.50 22.25

Walliser Fondue «Aus der Region.»

Fondue Moitié-Moitié Schweiz, 400 g

14.50

Fondue création Wyssmüller Schweiz, 400 g

Fondue assemblage AOP Wyssmüller Schweiz, 600 g

Angebote gelten nur vom 9.3. bis 15.3.2021, solange Vorrat.

Genossenschaft Migros Wallis


8.3.2021 | 51

s ro is ig ll M

a

W

Mithilfe des Analysegeräts (unten) von Ryffel Running findet Matthieu Rouiller den perfekten Laufschuh.

Damit der Schuh perfekt passt Im SportXX in Conthey können Läuferinnen und Läufer dank des Systems Ryffel Running eine Fussanalyse machen. Matthieu Rouiller ist einer der dafür geschulten Mitarbeitenden. Text: Fabien Lafarge Bilder: Loris Perruchoud

M

atthieu Rouiller, was steckt hinter Ryffel Running? Ryffel Running hat bei uns einen «Shop im Shop». Gegründet wurde das Unternehmen von Urs und Markus Ryffel. Markus Ryffel gewann 1984 an den Olympischen Spielen die Silbermedaille über 5000 Meter und ist Schweizer Rekordhalter über 3000 und 5000 Meter. SportXX ist eine Partnerschaft mit Ryffel eingegangen, damit die Kundinnen und Kunden beim Kauf von Laufschuhen von Fachwissen profitieren können. Die Kundschaft erhält also eine persönliche Beratung? Ja. Bei der Beratung ist es wichtig zu erfahren, mit welcher Art von Läufer wir es zu tun haben. Daher führen wir mit jeder Kun-

din und jedem Kunden ein persönliches Gespräch, kombiniert mit einer Fuss- und Laufanalyse. So erkennen wir den Laufstil und die Fussform, die bei allen individuell sind. Dafür verwenden wir hochmoderne Technik. Dafür reicht kein Laufband? Nein. Zuerst wird auf einer Plattform ein 3D-Fussabdruck angefertigt. Er zeigt, ob Abweichungen oder Fehlstellungen vor­ liegen, ein Senk- oder Spreizfuss etwa. Dann wird die Laufanalyse gemacht, bei der die Kundin oder der Kunde auf einem speziellen Gerät läuft. Beim Laufen gibt es drei Arten des Bewegungsablaufs: Supination mit Abnutzung an der Aussenkante des Schuhs, Überpronation mit Abnutzung der Innenkante des Schuhs und neutral. Zudem werden die An-

gaben der Kunden berücksichtigt: der bevorzugte Trainingsstil, zurückgelegte Distanzen und das Gewicht. Aufgrund ­dieser Informationen schlägt das Gerät dann vier geeignete Schuhe vor. Die Ergebnisse ­können auch per E-Mail an die Kunden verschickt werden. Wer profitiert vom Angebot? Alle Läuferinnen und Läufer, von den Anfängern bis zu erfahrenen Lauffans. Durch den passenden Schuh werden Verletzungen und Entzündungen vermieden und ein höherer Tragekomfort erreicht. Interessierte können ­telefonisch oder auf der Website sportxx.ch einen Termin vereinbaren. Hier in Conthey stehen drei geschulte Mitarbeitende für die Beratung zur Verfügung. Die Analyse ist gratis. MM

Mathieu Rouiller Zur Person: «Ich bin 1995 ­geboren und lebe in Trois­ torrents.» Bei der Migros seit: «Meine Ausbildung bei SportXX be­ gann ich 2013. Anschliessend habe ich kurz Erfahrungen in der Versicherungsbranche gesammelt, bevor ich zur ­Migros zurückgekehrt bin.» Was ihm an der Arbeit ­gefällt: «Der Kontakt zu den Kunden und die Beratung, überhaupt; die Arbeit in ­einem dynamischen Team, das zusammenhält.» Migros-Lieblingsprodukt: «Natürlich das komplette SportXX-Sortiment.»


Die Würze des Wallis.

20% 4.60 statt 5.75

6.70

15% Walliser Trockenspeck Ebener, Fleury, Zuber oder Chermignon, Schweiz, per 100 g

Walliser Rohschinken Ebener, Fleury, Zuber oder Chermignon, Schweiz, per 100 g

Angebote gelten nur vom 9.3 bis 15.3.2021, solange Vorrat.

9.70

9.05 statt 10.70

Knoblauchwurst Chermignon, Schweiz 220 g

Walliser Trockenfleisch Ebener, Fleury, Zuber oder Chermignon, Schweiz, per 100 g

10.50

Eringerwurst Schweiz, 200 g

Genossenschaft Migros Wallis


3D-Fuss- und Laufanalyse Wir sind ausgerüstet! Ab sofort bietet unsere SportXX Ryffel Running Filiale im Forum des Alpes in Conthey die neue und kostenlose 3D-Fuss- und Laufanalyse an. Profitieren Sie jetzt von der professionellen Beratung durch unsere Spezialistinnen und Spezialisten!

QR-Code scannen und Termin vereinbaren:


Inspiration gratis nach Hause geliefert

Jetzt auf migusto.ch anmelden und das Magazin 10 × jährlich kostenlos erhalten. Über 40 neue Rezepte pro Ausgabe | Geschichten rund ums Thema Kochen

Einfach gut leben


8.3.2021 | 55

s ro is ig ll M

a

W

2 3

1

1 Für Jean-Yves Favre beruht der Erfolg auf Familienrezepten, den Kenntnissen der Vorfahren und vor allem auf dem Zeitfaktor. 2 Die Fleischstücke hängen einige Wochen im Trocknungsraum. 3 Ein Mitarbeiter bereitet die Gewürzmischung zu.

Ein Klima für Qualität

Diese Woche dreht sich bei der Migros Wallis alles um die Produkte des Labels «Walliser Tradition». Eine gute Gelegenheit, um einen der regionalen Produzenten näher kennenzulernen: die Gabriel Fleury SA mit ihren Experten für Trockenfleisch. Text: Fabien Lafarge Bilder: Fabien Lafarge

B

ei zwölf Mitarbeitern der Spezialitätenmanufak­tur Gabriel Fleury herrscht eine familiäre Atmosphä­ re. Das Frühstück wird vom Chef spendiert. Der Empfang ist herz­ lich, Genuss steht im Vordergrund: Auch Besucher erhalten Walliser Trockenfleisch, Rohschinken und Rohessspeck. Der Tag fängt gut an. Jean-Yves Favre, Sie starten mit einem Morgenritual in den Tag? Ja, jeden Morgen wird von unseren Köchen ein Morgenessen zuberei­ tet, das wir gemeinsam geniessen. Im Moment immer unter Einhal­ tung aller C ­ ovid-Regeln. Wir kulti­ vieren die familiäre Atmosphäre, die unser Unternehmen von An­ fang an geprägt hat. Alles begann 1963, als Gabriel Fleury in Bramois sein Familienunternehmen ge­ gründet hat. Er war Chauffeur, und seine Frau verkaufte an der Bau­ stelle der Clauson-Staumauer den

Bauarbeitern Trockenfleisch. Er erkannte darin Potenzial und bau­ te das Unter­nehmen stetig weiter aus. 30 Jahre später eröffnete Sohn ­Louis in Grange diesen Betrieb. Welche Produkte bieten Sie an? Seit zwei Jahren konzentrieren wir uns wieder ausschliesslich auf unsere Kernkompetenz: Walliser Trockenfleisch, Walliser Rohschin­ ken, Walliser Rohessspeck (alles IGP) und Trockenwurst. Jede Wo­ che produzieren wir ca. 4 Tonnen. Wie stellt man diese Trockenfleischspezialitäten her? Zuerst wird das Schweizer Roh­ material mit Netz umwickelt. Dann wird es mit einem Mix aus Salz und Gewürzen eingerieben, es folgt die Reifung im Kühlraum. Schliesslich werden die Stücke im Trocknungsraum aufgehängt und veredelt. Mehrere Wochen wird das Produkt durch einen Luftzug,

der dem warm-trockenen Walliser Klima entspricht, getrocknet. Die Trocknung und Entwicklung der Aromen wird täglich überprüft. Er­ fahrung ist zentral. Die Spezialisten nutzen ihre Sinne: Fühlen, Riechen, Sehen und Schmecken. Jedes Stück wird genauestens untersucht. Wie ich gern sage: «Wir sind die Juwe­ liere des Trockenfleischs.» Pökeln, Reifen und Trocknen sind lang­ same Prozesse, die manchmal bis zu vier Monaten dauern können. Davon hängt der Erfolg ab? Genau! Er beruht auf Familienre­ zepten, Kenntnissen der Vorfahren und vor allem Zeit: Wir lassen dem Fleisch die Zeit, um sein ganz be­ sonderes Aroma zu entwickeln. Das Klima ist ebenfalls ein Element, das die Tradition auf den Weg gebracht hat. Ihm haben wir das Know-how zu verdanken, auch wenn wir heute über Trocknungsräume mit neu­ esten Technologien verfügen. MM

RABATT FÜR SENIOREN Am Dienstag, 9. März, erhalten alle Inhaber der SeniorenVorteilskarte beim Einkauf ab 40 Franken in allen Filialen 500 CumulusPunkte auf das gesamte Sortiment.


56 | 8.3.2021 | MEINE MIGROS

Muss ich Sportkleider nach jedem Training waschen?

Ja. Am besten direkt nach dem Training. Bleiben die Sportkleider im Wäschekorb liegen, setzen sich Deo-, Parfümund Schweissrückstände fest und damit auch üble Gerüche. Ist abends nicht gleich eine Waschmaschine verfügbar, spült man die Sportkleider mit warmem Wasser und einem milden Waschmittel aus. Danach gut auswringen und auf den Wäscheständer hängen. Am nächsten Tag wie gewohnt in der Maschine waschen – am besten mit einem Sportwaschmittel.

SAUBER SIEGT!

Sportbekleidung soll möglichst lange ihre Funktion erfüllen, wie neu aussehen und fein duften. Entscheidend ist, wie man sie wäscht. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wie bringe ich hartnäckige Flecken, zum Beispiel Grasflecken, aus der Sportwäsche raus?

­Den Fleck mit Zitronensaft ­beträufeln und waschen. Oder mit einem Vorwaschreiniger einsprühen. Bei älteren Grasflecken ist der Einsatz von Gallseife und Vorwaschreiniger eine gute Empfehlung. Danach wie üblich in der Maschine waschen.

Text: Heidi Bacchilega

­ ein. Die Hersteller raten daJ von ab, da der Leim sich lösen könnte. Oft reicht es, wenn man einfach die Innensohle wäscht. Wer es trotzdem versuchen will, sollte die Schuhe zusammen mit Frotteewäsche bei 30 Grad waschen, unbedingt ein Feinwaschmittel verwenden und auf eine niedrige Schleuderzahl achten. Danach die Turnschuhe mit Zeitungspapier ausstopfen und trocknen lassen. Und unbedingt die Frotteewäsche noch einmal waschen.

Wie kriege ich hartnäckigen Schweissgeruch wieder aus dem Sportshirt? Die betroffene Kleidung in einer Lösung aus MigrosPlus-Apfelessigreiniger (2 dl Essigreiniger auf 10 l Wasser) über Nacht einweichen. Anschliessend mit einem Spezialwaschmittel zur Geruchsneutralisierung waschen.

Welche Temperatur ist ideal?

Sportwäsche maximal bei 30 bis 40 Grad waschen. Wer auf seiner Waschmaschine Spezialprogramme wie «Pflegeleicht», «Sport» oder «Mix» hat, sollte diese verwenden. Ansonsten einfach eine niedrige Temperatur anwählen und die Schleuderzahl reduzieren: auf maximal 800 Umdrehungen.

Nein. Funktionskleider sollte man nicht mit Baumwoll-­ teilen waschen, denn Natur­ faserrückstände können die Funktion der Kunstfasern ­einschränken. Auch Kleidungsstücke aus groben Materialien wie Jeans oder mit Reisverschlüssen könnte die Textur der feinen Sportbekleidung beschädigen.

Illustrationen und Bild: Getty Images,

Kann ich Turnschuhe in der Waschmaschine waschen?

Kann ich Sportkleider zusammen mit Baumwolle waschen?


MEINE MIGROS | 8.3.2021 | 57

N E U H E IT

Darf ich der ­ Sportwäsche etwas Weichspüler beigeben?

­ ein. Feind aller FunktionsN bekleidung ist der Weichspüler. Er verklebt die Gewebestruktur und vermindert dadurch die Atmungsaktivität des Materials. Das Shirt bleibt unangenehm nass. Das T-Shirt oder Shorts sind nach einer «Weichspülung» aber nicht für immer kaputt. Der Weichspüler löst sich nach einigen Waschgängen wieder aus dem Gewebe.

Wie wasche ich Sportsocken?

­Sportsocken, insbesondere wenn sie Wolle enthalten, ­sollten mit einem für Wolle geeigneten Waschmittel bei 30 Grad gewaschen werden. Weisse Baumwoll-Sportsocken am besten bei 40 Grad mit ­einem bleichehaltigen Pulver (für weisse Wäsche).

Wie wasche ich Sportwäsche aus Merinowolle?

Bei einer Temperatur zwischen 30 und 40 Grad im Handoder Wollwaschprogramm. Unbedingt ein Wollwaschmittel (Yvette Care) verwenden. Achtung: Beim Kauf eines Waschmittels unbedingt beachten, ob es für Wolle geeignet ist. Wollwaschmittel enthalten keine Protease. Dieses Enzym spaltet die Eiweissmoleküle der Merinowolle – daraus entsteht der gefürchtete Wollfrass (Löcher).

Die neue GeruchsneutralisationsTechnologie machts möglich: Schlechte Gerüche werden neutralisiert, und die Wäsche duftet wieder wunderbar frisch. Vor allem für Sportwäsche und synthetische Wäsche geeignet. Die AntiGeruchs-Multicaps von Total entfernen zusätzlich auch hartnäckige Flecken.

AK TION

Total Anti-Geruch Multicaps, 22 Caps, 528 g Fr. 6.45* statt 12.95

B E WÄ H R T E S

Yvette Outdoor + Sport Waschmittel hat zwei Funktionen: Es schützt die Membran der Funktionskleider, und dank der integrierten Anti-GeruchTechnologie verschwinden unangenehme Gerüche. Das Parfüm verleiht eine angenehme Frische.

Yvette Outdoor + Sport, 2 l Fr. 11.50

* Aktion 50 % beim Kauf ab zwei Total-Waschmitteln vom 9. bis 15. März

WA S ZIEH E ICH Z U M L A NGL AU F EN AN? Um beim Langlaufen weder zu überhitzen noch auszukühlen, ist elastische, atmungsaktive Funktionsbekleidung aus Kunstfaser oder Merinowolle wichtig. Am besten sich nach dem ­Zwiebelprinzip anziehen, passend zu den Witterungsbedingungen. Erste Lage: Funktionsunterwäsche aus feuchtigkeitsregulierendem ­Material, damit der Schweiss ­aufgenommen werden kann; zweite Lage: Zip-Shirts, damit das ­Körperklima r­ eguliert werden kann; dritte Lage: windabweisende Jacke und Hose.


58 | 8.3.2021 | RÄTSEL

Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken.

Was

koche ich heute? migusto.ch

So nehmen Sie teil: Hauptpreis (oranges Lösungswort) Tel.: 0901 000 841 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 STEMPEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 000 845 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD5 WINTER Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.3.2021, 24 Uhr Gewinner Nr. 8 Hauptpreis: Mael Wyss, Zizers GR; Peter Meister, Eschikofen TG Zusatzpreis: Hansruedi Baldauf, Weiningen ZH; Elsbeth Hostettler, Niederlenz AG Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, welche das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Sudoku 2 × 100 Franken zu gewinnen

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 844 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/sudoku (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.3.2021, 24 Uhr


RÄTSEL | 8.3.2021 | 59

Gewinnen Sie eine von 4 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 4×

Quiz

Paroli

2 × 100 Franken zu gewinnen

2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Wen findet man in allen Gassen? H Schwefelsusi

A Hansdampf

D Rauchruedi

Manchmal laufen die Arbeiten auf … I

N Bergwanderungen L Hochtouren

Talrouten

Welcher Kanton ist als letzter in den Bund eingetreten? D Aargau

S Genf

P Jura

E Pulvermauer

Blasinstrument

O Tasteninstrument F Streichinstrument

L Kopenhagen

S Meran

1

T 1949 2

3

4

I E

5

1 1 5 2

2 2

3 3

4 4

5 5

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

N 1926 5

6

Tel.: 0901 000 843 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/paroli (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.3.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Wann wurden die ersten Einbauküchen hergestellt? G 1962

3 3

4 2

So nehmen Sie teil:

Wo befindet sich die Lego-Brücke? R Wuppertal

1 1

R Schirmermauer

Was ist ein Mellotron? I

4

Lösung: Lösung:

Ein Wahrzeichen der Stadt Luzern ist die … H Museggmauer

ALLERLE I AL T ERUNG ANF L EHEN BETRETEN BORUSS I A EDE LOBST BOTSUANA EHRENTAG D E Z I MA L E ON KA H I SL KF AI N L E I H CG SN O LI A M UI N R EM T I ERFELL SENFGLAS FR I EDE UN T E ENAGER U N T E R A RM URKANTON WI ENERL I

7

Lösungswort

So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/quiz (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 14.3.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite

Bimaru Lösung Nr. 9

Kreuzworträtsel Lösung Nr. 9

Sudoku Lösung Nr. 9

migusto.ch

Lösung Nr. 9

PIRAT

Was

koche ich heute?

A M A R R O T A N E R S T H Paroli

A R A M A E E R

H O S P I T A L

F L U S O E L E E R I O N E N L S E S E L B Quiz A Lösung Nr. 9 H N WIRKUNG

Sudoku Gewinner Nr. 8

Paroli Gewinner Nr. 8

Quiz Gewinner Nr. 8

Rico De Togni, Siebnen SZ; Sarah Schmitt, Granges-de-Vesin FR

Markus Reidt, Baar ZG; Sonja Yaa, Lausen BL

Julia Heeb, Sax SG; Walter Lüthi, Winterthur ZH


PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN.

DIE GRATIS CUMULUSMASTERCARD MIT STARTBONUS

ANGEBOT

3000

PUNKTE

FR. 0.– Jahresgebühr

Profitieren: Beantragen Sie jetzt Ihre Cumulus-Mastercard ohne Jahresgebühr mit 3000 Cumulus-Punkten Startbonus telefonisch unter 044 439 40 27, holen Sie einen Antrag in Ihrer Migros oder füllen Sie einfach den Online-Antrag unter www.cumulus-mastercard.ch/mm aus und senden Sie diesen zurück. Ihre Vorteile: – keine Jahresgebühr – kostenlose Partnerkarte – überall Cumulus-Punkte sammeln – kontaktloses Bezahlen Hinweis: Das Angebot gilt nur für Neukunden. Herausgeberin ist die Cembra Money Bank AG, Zürich. Weitere Informationen: www.cumulus-mastercard.ch/mm

NOCH KURZE ZEIT: WINTERSPORT MIT BIS ZU FR. 20.– VORTEIL der Aufgrund Lage besonderen en Sie d n fi ) 9 -1 (Covid zu den io at form nen auf aktuelle In n te ie tgeb Winterspor mulusros.ch/cu w w w.mig tersport a tr ex /win

Die Wintersportgebiete Arosa Lenzerheide, Airolo, Aletsch Arena, Brunni, Espace Dent-Blanche Evolène-Region, Hasliberg, Mürren-Schilthorn, Rigi, Sattel-Hochstuckli und Sörenberg erwarten Sie und Ihre Familie zum Skifahren/Snowboarden, Schlitteln oder Winterwandern. Geniessen Sie mit Cumulus-Extra Sonne und Schnee in den Bergen und profitieren Sie von bis zu Fr. 20.– Vorteil.

10 WINTERSPORTGEBIETE ZUM VORZUGSPREIS

bis zu Fr. 20.– er günstig

Tauschen Sie Ihren blauen Cumulus-Bon im Wert von Fr. 5.– in einen Partner-Gutschein ein und geniessen Sie die Saison in zehn Wintersportgebieten bis zu Fr. 20.– günstiger. Hinweis: Der Tausch der blauen Cumulus-Bons direkt bei der Talstation der teilnehmenden Bergbahnen ist nicht möglich. Weitere Informationen: www.migros.ch/cumulus-extra/wintersport


Die ganze Welt von Cumulus finden Sie unter www.migros.ch/cumulus Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die Cumulus-Infoline: 0848 85 0848

5x CUMULUS-PUNKTE AUF ALLE FERIEN IN DER SCHWEIZ

BUCHEN UND PUNKTEN

5x PUNKTE

Geniessen Sie den Frühling in der Schweiz und entdecken Sie mit unseren vielfältigen Angeboten die Schönheiten unserer Heimat. Buchen Sie jetzt und profitieren Sie 5-fach.

Aktionsdauer: gültig für Buchungen vom 1. bis 31. März 2021 für Reisen vom 1. März bis 31. Dezember 2021. Profitieren: Finden Sie Ihr passendes Ferien-Angebot in der Schweiz und buchen Sie jetzt unter: www.migros-ferien.ch/c-26 oder lassen Sie sich persönlich beraten über unsere Gratis-Buchungsnummer 0800 88 88 12 und profitieren Sie während der Aktionsdauer von 5-fach Cumulus-Punkten auf alle Neubuchungen. Halten Sie für die Reservation Ihre Cumulus-Nummer bereit. Hinweis: Bei Migros Ferien erhalten Sie pro 2 Franken Umsatz einen Cumulus-Punkt. Weitere Informationen: www.migros-ferien.ch/c-26

JETZT 5-FACH PUNKTEN BEI ZURROSE-SHOP.CH Über 12 000 Markenprodukte zum attraktiven Onlinepreis. Top-Brands wie Burgerstein, Alpinamed, Avène, Eucerin, La Roche-Posay, Vichy, Louis Widmer, Weleda und viele weitere. Gesundheitsprodukte und Kosmetik online einkaufen und Cumulus-Punkte sammeln! Vom 1.3. bis 14.3.2021 punkten Sie 5-fach.

ZURROSE-SHOP.CH

5x PUNKTE

Aktionsdauer: Bis 14.3.2021 punkten Sie 5-fach. Profitieren: Gesundheitsprodukte und Kosmetik online einkaufen und Cumulus-Punkte sammeln. Ihre Vorteile: Attraktive Onlinepreise, versandfertig in 24 Stunden, kontaktlos und schnell geliefert. Hinweis: Cumulus-Nummer beim Abschliessen Ihres Einkaufs auf zurrose-shop.ch eingeben. Mehrfachpunkte gelten nicht auf Säuglingsanfangsnahrung. Weitere Informationen: www.zurrose-shop.ch


62 | 8.3.2021

1 Die Schweiz hat einen neuen Star: Priya Ragu trifft mit ­­ ihrem ungewöhnlichen Mix aus Soul und tamilischer Folkmusik einen Nerv – nach dem ersten Video haben 20 Musiklabels um sie geworben. Text: Ralf Kaminski  Bilder: Anna-Tina Eberhard

Bilder: PD

«Es ist irgendwie unfassbar» 1 Mein plötzlicher Erfolg «Das kam völlig überraschend, denn ich hatte nie geplant, profes­sionell Musik zu machen. Es ist ein ­schönes Gefühl, aber auch ­irgendwie unfassbar. Ab und zu muss ich mich zwicken, um zu ­glauben, dass das alles wirklich passiert.»

Events auf. Dieser ist heute auch ein wichtiger Kritiker und gibt uns viel nützliches Feedback.»

2 Mein Bruder «Roshaan und ich schreiben die Songs zusammen in unserem Studio in St. Gallen, er produziert sie auch. Schon als wir klein waren, traten wir mit ­unserem Vater an tamilischen

4 Mein Sport «Bei Fightsport Wil gehe ich wöchentlich ins ThaiboxTraining. Das gibt mir den nötigen Ausgleich zum Gesang. Yeshi & Tenz sind meine Trainer – und ­mittlerweile auch Familie.»

3 Mein Laden «Ich koche ab und zu tamilisch und kaufe hier im Asia Shop in St. Gallen alles, was ich ­dafür brauche, etwa Gewürze und Fisch.»


3

4 5 5 Mein Sound «Es ist eine Fusion aus zwei Welten, die es so bisher nicht gab: Soul und R ’n’ B, gemischt mit tamilischer Folkmusik. Das Video für den zweiten Song ‹Chicken Lemon Rice› haben wir in einem verlas­ senen Hotel in London gedreht, mit einem riesigen Team.» 6 Mein Vision Board «Das ­kreiere ich, um mir vorzu­ nehmen, was ich erreichen will. Das Jahr 2020 kam so raus wie erhofft – mal schauen, wie 2021 wird.»  MM

Mein Lieblingsprodukt «Ich liebe die Vermicelles von der Frischetheke. Sie haben diese spezielle ­Zusammensetzung mit caramelisiertem Schaum.»

6

Name Priya Ragu (35) Wohnort Kanton St. Gallen Das läuft bei mir «2020 war ein ­unglaubliches Jahr. Nachdem mein Bruder (38) und ich in Indien ein Musikvideo gedreht hatten, speiste es ein Kollege beim indischen ­TV-­Sender VH1 ein – so wurden­ inter­nationale Medien und Sender auf mich aufmerksam. Und plötzlich standen 20 Musiklabels bei mir Schlange. Nun arbeite ich am ersten Album. Meine Eltern flohen in den 1980ern vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka, für mich ist heute aber eher Süd­ indien die zweite Heimat. Schon als Teenager habe ich an OpenMic-Sessions mitgemacht und war Backgroundsängerin, ­etwa für Müslüm. D ­ erzeit wohne ich temporär bei meinen E ­ ltern, aber nach Corona geht es dann nach London.»

Meine Welt

2

8.3.2021 | 63


Frisch aus der Osterbäckerei. 20x PUNKTE

Neu 6.10

20x PUNKTE

Neu 9.80

Sélection Osternestli Torte 260 g, verpackt

Frey Freylini Schokoladen-Eili Carrot Cake, UTZ 480 g

20% Gesamtes Konfitüren Sortiment (ohne Alnatura), z.B. Extra Erdbeere, 500 g, 1.90 statt 2.40

Mit selbstgebackenen Osternestli Gross und Klein beeindrucken: migusto.ch/osternestli ab 2 Stück

20% Alle Sun Queen-Trockenfrüchte und -Nüsse (ohne Premium Nuts und Offenverkauf), z.B. Mandeln, 200 g, 2.25 statt 2.80

Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 9.3. bis 15.3.2021, solange Vorrat.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Migros-Magazin-10-2021-d-VS by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu