Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631
Singen S. 10 | Quarkteig S. 45 | Lehrabbruch S. 78
Thomas Zurbuchen, unser Mann bei der Nasa
MM10, 5.3.2018 www.migrosmagazin.ch
Tag der Frau: Gibt es was zu feiern?
Seite 26
Seite 8
Findelkind: Wo sind meine Eltern? Seite 18 Seit 50 Jahren auf der Loipe
Bild: Lorenz Richard/Schweiz Tourismus
Franรงoise Stahel (80) verpasst keinen Engadiner Seite 20 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@migrosaare.ch
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MM10, 5.3.2018 5
M Editorial
Singen bis zum Umfallen
Meine Gesangskarriere habe ich eher spät gestartet. Vor fünf Jahren, um genau zu sein. Und das Beste: Manchmal gibt es sogar ein Duett. Dank meiner Tochter habe ich mindestens ein Mal pro Tag die Gelegenheit zu üben. Sie sitzt mit ihrem iPad auf dem Sofa und schaut Elsa aus «Die Eiskönigin» zu, wie sie herzergreifend und aus voller Kehle singt: «Ich bin frei, endlich frei, und ich fühl’ mich wie neugeboren. Ich bin frei, endlich frei, was war, ist jetzt vorbei.» Elsa singt nicht allein – meine Tochter begleitet sie lautstark. Hemmungslos, wie kleine Kinder halt so sind. Musikwissenschaftler Gunter Kreutz sagt im Artikel meiner Kollegin Dinah Leuenberger über Sing-Begeisterte (ab Seite 10), dass Singen in der Gruppe vielen leichter fällt. Und Singen mit Kindern empfiehlt er wärmstens: «Am besten mit Kindern, die immer Spass daran haben und denen Perfektion nicht so wichtig ist.» Recht hat er. «Mini Üüle hett e Büüle», trällere ich mit meiner Tochter und der Kinderband Silberbüx. «Wer duet umerueche? De Papi, de Papi», geben wir mit Marius und die Jagdkapelle zum Besten. Wir sind begeistert.
Bilder: Ueli Christoffel, Stephen Voss
Trotzdem kommt es vor, dass ich plötzlich verstumme – immer dann, wenn ich eingeschlafen bin. Pöili, der blaue Tintenfisch mit den g rossen orangenen Augen und der langen Schnur zum Aufziehen, hat das Lied «Guten Abend, gut Nacht» zu Ende gespielt und mich damit ins Nirwana befördert. Irgendwann höre ich von ganz weit weg: «Singen, Mama! Singen!» Was dann kommt, braucht nicht viel Energie, es ist wie auf einer CD immer dasselbe: «Schlaf Chindli, schlaf», «I ghöre äs Glöggli», «Der Mond ist aufgegangen» – ein Repertoire, das ich aus meiner Kindheit bestens kenne. Am Ende schlafen wir meist beide tief und fest – wer von uns zuerst, weiss ich meist nicht so genau. Ein glückseliger Moment. Sabine Lüthi, Mitglied der Redaktionsleitung a.i. sabine.luethi@migrosmedien.ch
Inhalt
26
Menschen 8 Diese Woche
Am 8. März ist Tag der Frau: Es gibt noch viel zu tun
10 Singen macht frei
Drei Sänger und ihre Faszination für Karaoke, Chor und Co.
17 Bänz Friedli 18 In Telefonzelle ausgesetzt
Von der Suche eines Findelkindes nach seinen leiblichen Eltern
20 50 Jahre Engadiner
Mit am Start des Jubiläums- marathons: die 80-jährige Françoise Stahel, die keine Ausgabe verpasst hat
24 Leserforum 26 Interview
Nasa-Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen über künftige Mondmissionen, Aliens und s eine Schweizer Wurzeln
Migros-Welt 36 Treuer Kunde
Robert Schönbächler kauft seit 40 Jahren in «seiner» Migros am Zürcher Limmatplatz ein
38 Brot des Monats 42 Vegane Kokosmargarine 45 Migusto
Süsses aus dem Ofen: So gelingen Tierchen aus Quarkteig
63 Weisse Zähne mit Candida 65 Büsifutter für jedes Alter 67 Kreative Osterideen 68 So macht Putzen Spass
71 Neues aus Ihrer Region
Aktionen, Reportagen, News
Leben 77 1, 2 oder 3?
Von geklauten Frühlingsboten
78 Familie
Lehrabbruch bei Jugendlichen
82 Gesundheit
Kann Fasten bei der Prävention von Krebserkrankungen helfen?
85 Stadt, Land, Stutz 86 Auto
Der neue Kia Niro PHEV im Test
89 Migros Bank
Weiterbildung lohnt sich – auch steuertechnisch
90 Kinder
Der Schwan, König der Gewässer
93 Glücksgriff
Luxusaufenthalt am Genfersee
95 Glücksgriff
Tickets für den Film «Jim Knopf»
96 Rätsel 99 Impressum 100 Cumulus 102 Meine Welt
Ex-Radprofi Franco Marvulli
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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06/02/2018
15:09
Menschen
Darauf freuen wir uns Keine Löcher Am 6. März ist Tag des Zahnarzts. Zum Glück gibt es ihn, auch wenn ein Besuch nicht immer Anlass zur Freude sein mag.
MM10
Paralympics Am 9. März werden in Pyeongchang die 12. WinterParalympics eröffnet. 80 Wett bewerbe in sechs Sportarten werden dort ausgetragen.
Unnützes Wissen
Rekorde aus China
«Wird der Mensch in Zukunft ganz durch Maschinen ersetzt werden? Wir scheinen geradewegs darauf hinzusteuern. Dieses Bild stammt von einer Modeschau von Dolce & Gabbana an der Fashion Week in Mailand. Die neuesten Handtaschen werden hier erstmals von Drohnen präsentiert. Ein origineller Einfall, mehr aber nicht. Ich bin sehr zuversichtlich, dass beim nächsten Mal wieder Models an den Zuschauenden vorbeiparadieren werden und der Laufsteg kein Flugsteg mehr sein wird. Denn wenn Roboter die Menschen aus Fleisch und Blut ersetzen, wer soll dann die tollen Handtaschen überhaupt noch kaufen?» Mein Bild der Woche
Bernard Thurn heer (68) berichtet auch nach seiner Pensionierung über Fussballspiele, schreibt Bücher und hält Vorträge.
Bilder: iStockphoto, Tony Gentile/Reuters, Marco Zanoni
zweipunktnull
Entschuldigung, wie digital sind Sie? Heidrun Deubel (51), Angestellte Stadtverwaltung, Biel BE So informiere ich mich: «News interessieren mich nicht besonders.» Dafür bin ich zu alt: «Für fast alles Digitale. Das übernehmen meine Kinder, die sind darin richtige Profis.» Da bin ich analog: «Ich benütze mein Handy nur für Notfälle.»
Liebste App: keine
Eine chinesische Moskitofabrik entlässt jede Woche 20 Millio nen unfrucht bare männliche Insekten in die freie Wildbahn. Dadurch wird die Vermehrung der Tiere eingeschränkt. Das chinesische Brettspiel Go gilt als das älteste und gleichzeitig komplexeste Brettspiel der Welt. Es hat rein rechnerisch wesentlich mehr Spielzugmöglichkeiten als Schach. Vor 1500 Jahren trugen die Chinesen Rüstungen aus Papier. Dieses war bis zu 158-mal gefaltet, weshalb die Rüstung nur drei Kilo wog – und trotzdem Schwerthiebe aushalten konnte. Quelle: Stern/Neon
8 MM10, 5.3.2018 | MENSCHEN
Am 18. März 2017 gingen in Zürich über 10 000 Menschen für die Rechte der Frauen auf die Strasse.
Zahlen und Fakten
Diese Woche
39,1
Die Frauen sind noch nicht am Ziel
Prozent der Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern haben keine erklärbaren Gründe.
von 10 erwerbstätigen Frauen arbeiten Teilzeit, bei den Männern sind es 1,7 von 10.
84 184 mehr Frauen als Männer lebten im Jahr 2015 in der Schweiz.
1996
trat das Gesetz über die Gleichstellung von Mann und Frau in Kraft. Quelle: Bundesamt für Statistik
Am 8. März wird weltweit der Tag der Frau gefeiert. Doch gibt es überhaupt einen Grund zum Feiern? Eine Gleichstellungsforscherin sagt, es gebe noch viel zu tun – vor allem in der Schweiz. Derweil geht ein Politiker mit gutem Beispiel voran. Text: Lisa Stutz
D
iesen Tag sollte man sich in der Agenda rot anstreichen – oder wahlweise auch pink: den 8. März, den internationalen Tag der Frau. Er wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts gefeiert, damals in der Absicht, das Wahlrecht für Frauen zu erkämpfen. Heute steht er für die Rechte der Frauen. Denn auch wenn sich bei der Gleichstellung einiges getan hat, ist dieser Tag in Zeiten von «Pussyhat» und «MeToo» brandaktuell. «Wir sind noch nicht da, wo wir laut dem Verfassungsartikel von 1981 sein sollten, der die Gleich-
stellung von Frauen und Männern in Ausbildung, Familie und Arbeit verlangt», sagt die Soziologin und Gleichstellungsforscherin Lucia M. Lanfranconi. Gerade in den zwei letztgenannten Bereichen gebe es grosse Defizite. «Für Männer gibt es Hindernisse, die gleichen Aufgaben in der Familie zu übernehmen. Für Frauen gibt es hingegen Hindernisse, die gleichen Aufgaben in der Arbeitswelt zu übernehmen.» Die Schweiz steht im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sehr schlecht da. Zum Beispiel beim Elternurlaub, bei der Lohn-
gleichheit und dem Anteil an Frauen in Führungspositionen. «Männer, Frauen, Unternehmen, der Staat – alle sind gefordert», sagt die Gleichstellungsforscherin. Ein Mann, der seine Karriere zugunsten seiner Frau aufgegeben hat, ist der ehemalige Nationalrat Jean Christophe Schwaab. Im Interview erzählt er, weshalb er ihr den Vortritt gelassen hat.
Am 8. März nimmt Lucia M. Lanfranconi an der Hochschule Luzern an einer Diskussion zum Thema Gleichstellung teil. Ab 17.30 Uhr. Weitere Infos: www.gleichstellen.ch
Bilder: Ennio Leanza/Keystone, Gaetan Bally/Keystone, zVg
6
MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 9
Jean Christophe Schwaab
Strassenumfrage
«In meinen Geschichten ist es nicht immer der Ritter, der die Prinzessin rettet» Ende vergangenen Jahres haben Sie Ihr Nationalratsamt niedergelegt, um für Ihre Familie da sein zu können. Wie sieht Ihr neuer Alltag aus? Ganz anders als noch vor zwei Monaten. (lacht) Ich muss nicht mehr ins Bundeshaus nach Bern pendeln, dafür verbringe ich viel Zeit mit unseren Kindern. Das ist genauso interessant, aber auch genauso intensiv. Wieso hat nicht Ihre Frau ihren Beruf an den Nagel gehängt? Sie ist Ärztin und hat erst vor drei Jahren eine eigene Praxis gegründet. Dadurch kann sie ihr Pensum nicht unter 60 Prozent reduzieren. Für uns war klar, dass wir nicht in einem traditionellen patriarchalischen Modell leben wollen. Zudem war mein Amt im Nationalrat zu intensiv für unsere familiäre Situation, vor allem geografisch. Unser siebenjähriger Sohn leidet an einer Entwicklungsstörung und braucht deshalb mehr Betreuung – es dauerte immer ewig, bis ich vor Ort sein konnte. Wie schwer ist Ihnen diese Entscheidung gefallen? Das war überhaupt nicht einfach, und wir haben uns den Schritt gut überlegt. Aber jetzt bin ich froh. Unserem Sohn geht es spürbar besser. Wir haben nun ein entspannteres Familienleben. Und auch ich bin entspannter. Mit einem Fuss sind Sie aber noch in der Politik geblieben. Genau, ich amte in einem 30-Prozent- Pensum als Gemeinderat von Bourgen-Lavaux VD. Die grosse politische Bühne habe ich aber verlassen und bin nicht mehr so häufig in den Medien wie als Nationalrat. Apropos Medien: Ihr Rücktritt sorgte für viel Aufmerksamkeit, von vielen Seiten wurden Sie gelobt. Landesweit und sogar international wurde über meinen Rücktritt zugunsten meiner Frau und meiner Kinder diskutiert. Meiner Meinung nach zeigt das: Es gibt noch sehr viel zu tun
Wie leben Sie Gleichberechtigung?
in Sachen Gleichstellung. Bei einer Frau wäre das ganz normal gewesen. Doch es sollte eben nicht einfach klar sein, dass die Frau diejenige ist, die ihre Karriere aufgibt. Wollen Sie andere Väter inspirieren, ihnen als Vorbild dienen? Es war nicht mein Ziel, andere zu inspirieren. Aber wenn das passiert, ist es sicher nicht schlecht. Wie viel haben Männer damit zu tun, ob Gleichberechtigung erreicht wird und auch Frauen erfolgreich in ihrem Beruf sein können? Männer spielen dabei eine Rolle, doch das ist ein Problem der gesamten Gesellschaft. Die Lohndiskriminierung ist hier ein grosses Thema. Aber auch, dass in vielen Leitungs positionen keine Teilzeitarbeit möglich ist. Viele Männer, die ihr Pensum reduzieren möchten, können es nicht. Wenn es also nicht möglich ist, das Arbeitspensum zu reduzieren, gibt logischerweise die Person in der Partnerschaft ihren Beruf auf, die den niedrigeren Lohn hat. Und das sind leider in der Regel die Frauen. Was ist die Lösung? Wir haben bereits ein Gleichstellungsgesetz in der Schweiz, doch es wird nicht gelebt. Eher im Gegenteil. Eine Lösung wäre, zugunsten der Lohngleichheit Kontrollen in den Unternehmen und auch Strafen ein zuführen. Meiner Meinung nach sind gleiche Löhne das wichtigste Ziel. Was geben Sie Ihrem Sohn und Ihrer Tochter zum Thema Gleichberechtigung mit? Meine Frau und ich versuchen, die Gleichstellung vorzuleben. Völlig klar ist, dass wir beide Kinder gleich behandeln. Und wenn ich ihnen Geschichten erzähle, dann ist es nicht immer der Ritter, der die Prinzessin rettet. Da kommen auch starke Frauen vor, die heldenhafte Taten vollbringen. Das tut auch meiner eigenen Fantasie gut. (lacht) MM
Jean Christophe Schwaab (38) trat Ende 2017 als SP-Nationalrat des Kantons Waadt zurück, um sich um seine Familie zu kümmern.
Lisa Dudinskaia (21), Studentin, Paderborn (D) «Ich arbeite so viel wie ein Mann, möchte dafür aber auch ebenso viel verdienen. Das muss man als Frau einfordern, sonst ändert sich nie etwas.»
Antoine Perez (23), Schauspieler, Oberwil BL «Ich unterstütze meine Kolleginnen im Kampf für ihre Rechte. Es gibt noch viel zu tun. Hoffentlich müssen sich unsere Kinder dereinst nicht mehr damit beschäftigen.»
Raffaela Guyan (30), Hausfrau, Grüsch GR «Ich habe eine andere Rolle als mein Mann. Diskriminiert fühle ich mich deswegen nicht, im Gegenteil: Ich kann einen Ausflug machen, während er am Arbeiten ist.»
10 MM10, 5.3.2018 | MENSCHEN
Singen
Wo man singt, da lass dich ruhig nieder
Singen macht glücklich, schweisst zusammen, kann heilen. Singen begeistert Zehntausende in unserem Land. Es gibt Wettbewerbe in Karaoke oder Jodel, und im Fernsehen trällert es aus mehr oder weniger begabten Kehlen. Woher kommt diese Begeisterung? Text: Dinah Leuenberger Bilder: Herbert Zimmermann
E
s muss was dran sein: Singen macht glücklich. Das Departement Musik der Hochschule Luzern bietet ab dem nächsten Studienjahr sogar das Hauptfach Jodel an. Die bekannte Jodlerin Nadja Räss wird es unterrichten. Eine Premiere in der Schweiz. Einer, der die Lust am Singen sehr früh entdeckt hat, ist Julius Fintelmann. Seit er vier Jahre alt ist, singt der 15-Jährige. Zuerst in einem Chor der Musikschule, mit sieben ist er dann in die Knabenkantorei Basel eingetreten, wo er heute noch singt. Und obwohl er auch allein singt, bevorzugt Julius das Chorsingen: «Man entwickelt dort eine Gemeinschaft und bringt zusammen etwas zustande. Das ist für mich sehr schön.» Auch wenn er schlecht gelaunt sei, gehe er zum Singen. «Dort kann ich Stress abladen, bin entspannt und habe Spass.» Und er habe schnell wieder gute Laune, sagt er. Ein Chor ist auch für diejenigen ein geeigneter Einstieg, die mit Lampenfieber zu kämpfen haben. Singen in der Gruppe fällt oft leichter. Davon ist der deutsche Musikwissenschaftler Gunter Kreutz überzeugt. In sei-
nem Buch «Warum Singen glücklich macht» fasst er Forschungsliteratur zum Thema Chorsingen zusammen. Gemeinsames Singen könne viel fältige wohltuende Wirkungen haben, zum Beispiel Stress mindern, helfen, sich zu entspannen, es mache einfach Spass. Fröhlich gestimmte Sänger gerieten bereits nach einer halben Stunde nicht selten in Euphorie, sagt Kreutz. Was aber, wenn man nicht gern oder nicht gut singt? Auch dann sollte man es sich zutrauen, sagt Kreutz: «Am besten mit Kindern, die immer Spass am Singen haben und denen Perfektion nicht so wichtig ist.» Üben hilft immer, und ein paar Stunden Stimmbildung reichen oft aus, um in einem belie bigen Chor mitzusingen, ohne sich die Stimme zu ruinieren. Singen als Therapie
Für Anfänger und Interessierte gibt es eine grosse Auswahl: In der Schweiz singen laut der Schweize rischen Chorvereinigung über 43 000 Menschen in über 1400 Chören. Besonders beliebt sind gemischte Chöre und Männerchöre. Natürlich gibt es auch für Frauen,
Kinder und Jugendliche p assende Angebote. Die positive Wirkung des Singens stellen nicht nur geübte Sänger, sondern auch Neulinge fest. Auch die Medizin integriert in zwischen Musiktherapien in die Behandlung. In verschiedenen Spitälern, etwa am Paraplegiker-Zentrum in Nottwil LU, oder im Alterswohnheim Studacker in Zürich gibt es bereits niedrigschwellige Gesangs angebote für Patienten, etwa vom gemeinnützigen Verein «Singende Krankenhäuser – internationales Netzwerk zur Förderung des Singens in Gesundheitseinrichtungen e.V.». Der Verein engagiert sich seit 2009 für Singen als Ergänzung zur Schulmedizin. Patienten können mithilfe von Gesang leichter mit einer Krankheit umgehen und so auch die Heilung gezielt fördern. Auch ausserhalb von Kranken häusern findet man Angebote. Seit 2008 gibt es mehrere Aphasie chöre. Unter Aphasie leiden Per sonen, die oft infolge eines Schlag anfalls ihre Sprache ganz oder Lesen Sie weiter auf Seite 12 bis 14
MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 11
Karaoke
Sieben Mal Karaoke pro Woche Marco Toniazzo (37) und Jasmin Hohl (37) entdeckten als Jugend liche das Karaoke singen und wurden schnell zu Fans: «Wir haben bis zu sieben Mal pro W oche Kara oke gesungen», sagt Toniazzo. Ein Paar sind der Logistiker und die Fitnessinstruktorin nicht. Trotzdem per formen sie auf der Karaokebühne Liebes lieder. «Wir pflegen eine enge Freund schaft, Marco ist der Götti meiner älteren Tochter», sagt Jasmin Hohl. 2016 sind die beiden Karaoke- Schweizer Meister geworden. Der elfma lige Finalist Toniazzo wollte zuerst pausie ren. Trotzdem haben sie als Duo mitge macht. «Wir h aben viel weniger für das Finale trainiert als früher, aber diese Lockerheit hat es gebraucht», sagt Hohl. Glücksmoment «Der Auftritt an der Schwei zermeisterschaft. Nach zehn Jahren haben wir endlich wie der als Duo gesungen, diese Freude war einzigartig.» Liebstes Lied «I want to spend my lifetime loving you» aus dem Film «Maske des Zorro» Mag ich nicht Hohl: «Barbie Girl» von Aqua; Toniazzo: «Wenn Frauen ‹Männer sind Schweine› singen» Singen seit «ungefähr 14 Jahren» Sing-Tipp «Auf keinen Fall betrunken singen, das wirkt lächerlich!»
12 MM10, 5.3.2018 | MENSCHEN
Singen im Chor
Lieber Klassik Das Leben von Julius Fintelmann (15) dreht sich um die Musik. Bereits mit vier Jahren ist er in einen Chor eingetreten. Schnell wurde ihm langweilig: «Dort haben wir nur ein Mal pro Woche geübt.» Durch einen Freund ist er dann auf die Knabenkantorei gestossen, wo er heute zwei Mal pro Woche singt. Daneben nimmt er Gesangs- und Klavierunterricht, singt im Chor der Universität und absolviert gleichzeitig die 9. Klasse der Waldorfschule in Lörrach (D). Sein grösstes Ziel ist es, Musik zu studieren. «Dafür muss man aber ganz schön viel Können mitbringen und auch etwas Glück haben.» In der Freizeit hört Julius klassische Musik. «Das gefällt mir besser als die Musik von heute.» Glücksmoment «Ein Auftritt am Theater Basel. Wir haben das ‹Fliegende Klassenzimmer› aufgeführt, und ich hatte ein Sololied. Danach haben die Zuschauer applaudiert, das war ein sehr spezielles Gefühl.» Liebstes Lied «Requiem» von Verdi Mag ich nicht «Modele Gimberle». Das Lied wird in einer Roma-Sprache ge sungen, ist sehr rhythmisch, modern. Singt seit «zehn Jahren» Singtipp «Jeder mit einer Stimme kann singen. Man sollte es einfach probieren. Die Stimme kann man dann immer noch formen, später.»
MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 13
Aphasiechor
Singen trotz Problemen mit der Sprache «Beim Kirschenlesen oder beim Lismen, da wurde immer gesungen und gejodelt», sagt Anne Marie Aschwanden (87). Aber erst nach ihrem Hirnschlag vor 30 Jahren begann sie, in einem Kirchenchor zu singen. Doch immer mehr verschwand ihre Stimme. Als vor zehn Jahren der Aphasie- chor Zentralschweiz gegründet wurde, animierte sie ein Freund, dort mitzumachen. Seither erfreut sie sich an jeder Probe. «Das Singen macht mir einfach Freude. Und es lockert den Oberkörper», sagt sie. Sie ist sich sicher, dass sie durch das Singen einen Teil ihrer Stimme erhalten kann. Glücksmoment «Jede Chorprobe. Weil man sich trifft, sich gegenseitig trägt und respektiert» Liebstes Lied «Das Aphasielied mit der Melodie von Beet hovens 9. Sinfonie. Die wird ja auch an Olympiaden gespielt. Und wir dürfen das auch singen, das macht mich sehr glücklich.» Mag ich nicht «‹Miau Miau› ist nicht so mein Fall. Ich würde lieber ‹Quel Mazzolin di Fiori› singen. Ich mag schwungvolle Lieder.» Singt seit «zehn Jahren im Aphasiechor» Singtipp «Einfach probieren. Und wenn keine Worte kommen, dann einfach ‹trallala›.»
14 MM10, 5.3.2018 | MENSCHEN
t eilweise verloren haben. Weil aber das Sprachzentrum und das Musikzentrum in verschiedenen Hirnhälften liegen und bei einem Schlaganfall meist nur eine R egion betroffen ist, können viele P atienten trotz Sprachverlusts singen – und gewinnen da durch im besten Fall sogar die Sprache zu rück. Singen als Therapie gegen Sprachverlust stiess bei den Gehirnspezialisten zunächst auf Skepsis. Musiktherapien wurden ursprüng lich angewendet, um das allgemeine Wohl befinden der Patienten zu fördern. Erste Stu dien zeigten aber auch eine positive Wirkung auf das Sprachzentrum. Hirnregionen, die aufgrund eines Schlaganfalls zerstört wurden, konnten mithilfe von Gesangstherapien wie der aktiviert und das Sprachvermögen teil weise wiederhergestellt werden. Inzwischen werden Gesangstherapien in der Rehabilita tion von Aphasiepatienten gezielt eingesetzt. Durchmischte Gruppe Von der wohltuenden und heilenden Wirkung des Singens ist auch Anne Marie Aschwanden überzeugt. Die 87-Jährige singt seit zehn Jahren, seit der Gründung, im Aphasiechor Zentralschweiz. Vor etwa 30 Jahren hatte sie das Gefühl, in ihrem Kopf stimme etwas nicht, erzählt sie. «Doch erst 15 Jahre später konnten mir die Ärzte sagen, dass das ein Hirnschlag war.» Ein Freund aus dem Lehrerverein, der wie sie e inen Hirn schlag erlitten hatte, animierte die ehemalige Lehrerin, eine Chorprobe zu besuchen. «Das war mein grosses Glück. Der Chor wurde für uns beide etwas Zentrales im Leben.» Einige Sänger hatten den Schlaganfall mit 78, andere bereits mit 29. So besteht eine durchmischte Gruppe, die auch unter schiedliche Lieder singt. Viele haben schon vor dem Schlaganfall gesungen, einige tun es im Aphasiechor zum ersten Mal. Obwohl Anne Marie Aschwanden ihre Stimme weitgehend verloren hat, nimmt sie an allen Proben des Chors teil. «Hier bist du auch noch jemand, wenn die Stimme manchmal wegbleibt. Man wird von den anderen getragen.» Auch schätzt sie die Gemeinschaft, man freue sich immer sehr, sich zu sehen. Auch Karaoke kann ein Vergnügen sein. Die Szene in der Schweiz ist noch klein. Karaoke entstand in den 70er-Jahren in Japan und verbreitete sich schnell auf dem ganzen Globus. Karaoke bedeutet übersetzt «leeres Orchester». Die Mitspieler singen zum Instrumental-Playback bekannter Musikstücke ins Mikrofon, der dazugehörige Text wird auf einem Bildschirm angezeigt. Dabei geht es weniger darum, die Töne zu treffen, als vielmehr einen
möglichst tollen Auftritt h inzulegen – und Spass zu haben. Der japanische Volkssport, den man aus Filmen wie «Lost in Translation» kennt, gewinnt auch in westlichen Breitengraden an Beliebtheit. Der amerikanische Komiker James Corden sorgte zuletzt mit seinem Carpool- Karaoke für Furore: Er lädt Prominente wie Adele oder Michelle Obama auf eine Spritztour in seinem Auto ein. Gemeinsam werden bekannte Songs gesungen, und so mancher zeigt dabei ein verborgenes Talent – die Frau des Ex- präsidenten überzeugte als Rapperin. Dass auch die klassische Karaokeparty immer mehr Fans gewinnt, weiss Margherita Bächler. Sie leitete den Verein Karaoke Schweiz und tourt seit 1992 mit ihrem Equipment in der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland. Bereits 14-mal hat sie die Schweizer Karaoke-Meister schaft organisiert. 2016 gewannen Jasmin Hohl und Marco Toniazzo diese Meisterschaft. Die beiden singen seit einem Jahrzehnt gemeinsam. «Früher waren wir beide sehr v erbissen. Wenn ein Ton nicht sass, regten wir uns sehr auf», sagt Toniazzo. Heute sei es entspannter, im Vordergrund stehe wieder der Spass. «Das ist vielleicht auch der Grund, warum wir die Schweizer Meisterschaft gewonnen haben. Weil wir locker an die Sache rangegangen sind und man uns den Spass an gesehen hat», sagt Jasmin Hohl. Die Singenden sind sich einig: Singen tut gut, killt schlechte Stimmung und macht Spass. MM
Der 15-jährige Julius Fintelmann (Mitte) singt, seit er vier Jahre alt ist – am liebsten immer noch im Chor.
Mehr Infos
Singadressen • Aphasiechöre Schweiz: www.aphasie.ch • Knabenkantorei Basel: www.knabenkantorei.ch • Schweizerische Chorvereinigung: www.usc-scv.ch • Singende Krankenhäuser: www.singende-kranken haeuser.de • Margherita’s Karaoke: www.karaoke-schweiz.ch • Voice+Music Academy Zürich: www.voicemusic.ch
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✓ 4 x Frühstück im Hotel
1. Tag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Montecatini Terme, wo wir in unserem Hotel mit dem Nachtessen erwartet werden. 2. Tag – Wanderung rund um Florenz Unsere erste Wanderung führt in die toskanische Hauptstadt Florenz. Wir starten an der ehemaligen Medici-Villa Poggio Imperiale auf dem kaiserlichen Hügel. Vorbei an verschiedenen Villen und wunderschönen Gärten geht es über die Serpentinenstrasse San Leonardo bis zur Residenz des russischen Komponisten Tschaikowsky und weiter vorbei an der Festung Forte Belvedere zum bekannten San Miniato-Tor. Eine steile Treppe führt dann zu einem zauberhaften Rosengarten, wo es zahlreiche Rosensorten und auch einen kleinen japanischen Garten zu bewundern gibt. Etwas später liegt uns die Stadt am Michelangelo-Platz, dem berühmtesten Aussichtspunkt von Florenz, zu Füssen – fantastisch! Wir beenden unsere Wanderung Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!
bei der Basilika San Miniato al Monte, einer der schönsten Kirche Italiens. Der Nachmittag bleibt Ihnen für eigene Entdeckungstouren in Florenz zur freien Verfügung. Nachtessen im Hotel. Dauer: ca. 3 Stunden, Höhenunterschied 90m 3. Tag – Unterwegs in den Pisaner Bergen Ein wunderbarer Tag in den Pisaner Berge erwartet uns. Während unserer heutigen Wanderung lernen wir die typische Pflanzenwelt des Mittelmeers kennen: Myrthe, Ginster, Erdbeerbäume, Olivenbäume und Schirmpinien begleiten uns durch die herrliche Landschaft und auf dem Weg zu einem wunderschönen Pass, benannt nach Dante, dem Vater der italienischen Sprache. In der Höhe angekommen, bietet sich uns eine spektakuläre Sicht auf die alte Seefahrerrepublik Pisa und die einstige Seidenmetropole Lucca. Im Anschluss werden wir zu einer Olivenöl- und Weinprobe im Compitesegebiet erwartet. Nachtessen im Hotel. Dauer ca. 3 Stunden , Höhenunterschied 300m 4. Tag – verstecktes Siena Durch herrliche Landschaften führt uns der Weg heute morgen nach Siena. Auf versteckten
Wunderschönes Florenz
Pfaden unternehmen wir einen spannenden Spaziergang durch die zauberhafte Stadt, die uns mit gut erhaltenen Plätzen und wunderschönen Kirchen begeistert. An fast jeder Ecke begegnen uns aber auch unterschiedliche Quellen und Brunnen. Jedes Stadtviertel hat seinen eigenen Brunnen, der für Taufen im Freien genutzt wird. Wir pausieren im wunderschönen, botanischen Garten, der sich innerhalb der Stadtmauern von Siena befindet und geniessen gemütliche Momente in bester Gesellschaft. Der Nachmittag bleibt wieder für eigene Entdeckungstouren zur freien Verfügung. Dauer ca. 3,5 Stunden , Höhenunterschied 100m 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.
Alle Wanderungen sind durch erfahrene Wanderführer geführt.
Mittelklassehotel in Montecatini Terme ✓ 4 x Nachtessen im Hotel ✓ Geführte Wanderung „Rund um Florenz“ ✓ Geführte Wanderung „Pisaner Berge“ ✓ Geführte Wanderung „Verstecktes Siena“ ✓ Olivenölprobe mit Aufschnitt + 1 Glas Rotwein im Compitesegebiet ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise
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MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 17
Bänz Friedli
Bild: Vera Hartmann
Als wärs ein Kinderspiel
Bänz Friedli (52) zog den Kürzeren.
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Wir waren wieder mal bei Freunden essen, und jemand schlug beim Apéro – Schaumwein! – ein Spiel vor: Jede und jeder sollte auf Zettelchen vier Sätze notieren, die im Verlauf des Abends möglicherweise von jemandem gesagt würden. Und der- oder diejenige, deren vier prognostizierte Aussagen zuerst wirklich gemacht worden wären, hätte dann gewonnen. Vier Erwachsene waren wir. Aus Höflichkeit liessen wir den zehnjährigen Sohn der Gastgeber auch mitspielen. Wobei der Ärmste in einem ungünstigen Alter ist: der Phase entwachsen, in der man Kinder auch mal gewinnen lässt in «Stadt, Land, Fluss», im Tischfussball oder in «Eile mit Weile». Und halt doch noch kein Grosser, der mithalten kann.
schafft es der FC Basel wirklich nicht» und «Was will dieser Cassis eigentlich mit der EU?».
Würde es mir gelingen, das Gespräch auf die Billag-Abstimmung zu lenken? Oder kämen wir an dem Thema sowieso nicht vorbei? Ich notierte: «Das gibt einen satten Nein- Stimmen-Anteil von 60 Prozent.» Und dann will man halt möglichst originell sein. Angestrengt Kritisches schrieben wir auf wie: «Sollte man den Russen nach den jüngsten Dopingfällen nicht die Fussball-WM wegnehmen?» Kompliziertes wie: «Ist das nicht unappetitlich, dass die Schweiz neu auch Waffen in Bürgerkriegsländer exportieren dürfen soll?» (Der Satz war so lang, dass er Vorderund Rückseite eines Post-it-Zettels in Anspruch nahm.) Dazu Aktuelles wie: «Diesmal
Kurz vor halb zehn – ich hatte noch keinen einzigen Satz abgehakt – sagt der Bub ruhig: «Ich han ggunne.» Pragmatisch hatte er Floskeln notiert, die während jeder Einladung fallen: die Aufforderung «zu Tisch!», das Lob «Es ist fein!» (gemeint: das Essen), die Frage «No chli Wy?» und, weil er seine Eltern gut kennt, «Das ist nicht wahr, Schatz!». Schlaues Kerlchen. Und wir? Hatten ihn – gönnerhaft, wie Erwachsene nun mal sind – mitmachen lassen, insgeheim mutmassend, der Kleine habe das Prinzip ohnehin nicht begriffen. MM
Der Abend nahm seinen Fortgang, gemütlich wars, es folgten selbst gemachte Malfatti, ein schwerer Roter, Salat und äusserst leckeres Roastbeef. Manchmal nestelte jemand an seinen Zettelchen rum, unsere Gastgeberin liess sogar ein-, zweimal ein stilles Grunzen vernehmen, das als Laut des Triumphs zu deuten war. Aber allmählich ging das Spiel vergessen, und wir kamen auf alles Mögliche zu sprechen, bloss nicht auf das, was ich vorausgesagt hatte. Die Kälte (hätte ich draufkommen müssen)! Der Dollarkurs (darauf wäre ich nie gekommen)! Gymiprüfung, E ltern im Altersheim, Grauer Star …
Bänz Friedli live: 11. 3., 11 Uhr: Spiez BE (Kinderprogramm); 17 Uhr: Sumiswald BE
18 MM10, 5.3.2018 | MENSCHEN
Unerwünschte Kinder
21 Babys in Babyfenstern Es kommt in der Schweiz immer wieder vor, dass Neugeborene aus gesetzt, in Spitälern abgegeben oder getötet werden. Die Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) verzeich net für die vergangenen 20 Jahre im Durchschnitt zwei bis drei Fälle pro Jahr. Damit solche tragi schen Fälle nicht mehr vorkommen, wurde 2001 in Einsiedeln SZ das erste Babyfenster der Schweiz eröffnet. Mittlerweile gibt es landesweit acht solche Einrichtungen, wo Neugeborene im Notfall anonym in Spitä lern g ebracht werden können. Seither wurden 21 Babys abgegeben, drei allein im Jahr 2017. Nach den leiblichen Eltern wird nicht ge forscht. Ein Jahr lang haben sie das Recht, ihr Baby zurückzufordern. Erst nach dieser Frist wird eine Adoption ab geschlossen. Bis heute hat sich gut die Hälfte aller Mütter im Nach hinein gemeldet und dem Kind Informatio nen zu seiner Identität übermittelt. In zwei Fällen wurden Babys zurückgefordert. Sie wurden nach einer Überprüfung der Situation durch die Kesb den Eltern übergeben.
Marina bei der Telefonzelle in Nendeln (FL), wo sie im September 1990 zurückgelassen wurde.
MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 19
Findelkind
Die Ungewissheit lässt sie nicht los Marina wurde als Baby in einer Telefonzelle in Nendeln im Fürstentum Liechtenstein ausgesetzt. Seit Jahren sucht sie vergebens nach ihren leiblichen Eltern. Text: Monica Müller Bild: Sophie Stieger
K
urz und kalt klingt die Meldung in einer Randspalte der «Bündner Zeitung» vom 4. September 1990: «In einer Telefonkabine des Postamts in Nendeln im Fürstentum Liechtenstein ist am Montagmorgen ein nacktes Neugeborenes entdeckt worden.» Die Polizei habe Ermittlungen eingeleitet. Aus dem Findelkind von damals ist eine 27-jährige Frau geworden, die seit neun Jahren ihre leiblichen Eltern sucht. Ihre Identität gibt sie bewusst nicht preis, da sie nicht auf diesen kurzen Moment in ihrem Leben reduziert werden möchte. Aus alten Zeitungs-, Polizei- und Spitalberichten kennt Marina* einige weitere Details. So wurde sie unmittelbar nach der Geburt nachts in die Telefonkabine gelegt. Nachbarn erinnerten sich tags darauf an quietschende Bremsen eines Autos, das schnell wieder davonfuhr. Eine junge Frau, die früh unterwegs war, hörte ein Wimmern und schaute in der Telefonkabine nach. Als sie den Säugling entdeckte, stürmte sie mit ihm im Arm in die Poststelle. Ein Beamter hüllte das Baby in einen wärmenden Postsack und rief sofort die Ambulanz. Leicht unterkühlt wurde das Baby ins nächste Spital gefahren, untersucht und anschliessend in einer Pflegefamilie platziert. Die Familie konnte Marina ein Jahr später adoptieren. Seit ihrer frühesten Kindheit weiss sie davon. Ihre Eltern haben ihr erklärt, dass Babys manchmal wie kleine Hunde und Katzen ein neues Zuhause bekommen, wo sie es besser haben. Das leuchtete ihr als Mädchen ein. In ihrer Fantasie malte sie sich aus, dass ihre biologischen Eltern auf einem riesigen Bauernhof lebten. Mit den Jahren kamen Fragen auf, die immer drängender wurden: Wer sind meine biologischen Eltern? Warum haben sie mich
ausgesetzt? Habe ich Geschwister? Auf die Suche nach Antworten begab sich Marina mit 18. Sie fuhr mit ihrer Mutter aus der Südostschweiz nach Zürich, um in der Zentral bibliothek nach Zeitungsmeldungen zu suchen. Reiste nach Liechtenstein ins Landesarchiv, um ihre Akten einzusehen. Ein erster Artikel über Marinas Geschichte erschien damals in einer Liechtensteiner Zeitung. 2015 posteten Bekannte für sie einen Aufruf, der mehrere hundert Mal in den sozialen Medien geteilt wurde. Medien berichteten über ihre Geschichte. In der Hoffnung weiterzukommen, erzählte sie der «Südostschweiz» und «20 Minuten» von ihren Nachforschungen. Sie nahm auch das Angebot für einen Gratis- Gentest an. Nichts davon brachte sie weiter. Unerwartete Meldungen
Über die Mailadresse findelkind.nendeln@ gmail.com meldeten sich anschliessend allerlei Leute bei ihr. Hellseher, die ihr weiterhelfen wollten. Eltern, die mit ihren Kindern den Kontakt abgebrochen hatten und dies bereuten. Gläubige, die ihr Jesus näherbringen wollten. Auch zwei Männer meldeten sich. Sie hätten etwa zu der Zeit, in der das Findelkind gezeugt wurde, ungeschützten Sex in der Region gehabt und könnten theoretisch der Vater der jungen Frau sein. Beim Nachfragen zeigte sich: Der erste hatte falsch gerechnet. Seinen One-NightStand hatte er zwölf Monate vor ihrer Geburt. Der andere wäre als Erzeuger infrage gekommen und erklärte sich zu einem Gentest bereit. Doch das Resultat war negativ. Um sich über die Konsequenzen im K laren zu sein, sollten ihre Nachforschungen sie tatsächlich zu ihren leiblichen Eltern führen, engagierte Marina einen Anwalt. Die biologischen Eltern hätten nichts mehr zu befürchten. Bei Marinas Fall handelt es sich zwar um
die Aussetzung eines Hilflosen, was nach Artikel 127 StGB mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden kann, aber die Tat ist verjährt. Ihre Eltern könnten nicht mehr belangt werden und wären zu keinen Unterhaltszahlungen verpflichtet. Ob Marina erbberechtigt wäre, interessiert sie nicht. Und sie suhlt sich auch nicht in ihrer Geschichte. «Es ist, wie es ist», sagt sie. «Mich davon hinunterziehen zu lassen, bringt nichts.» Sie bezeichnet sich selbst als «bodenständigen Typ», ist unternehmungslustig, bewegt sich gern in der Natur, wandert und bikt. Zu i hren Eltern hat sie ein gutes Verhältnis. Ihre Adoptivmutter zeigt grosses Verständnis dafür, dass Marina ihre Wurzeln kennen möchte: «Das ist ein menschliches Grundrecht.» Sie wünscht ihr viel Erfolg bei der Suche und würde sich darüber freuen, wenn Marina ihre leiblichen Eltern finden und sie in ihr Leben integrieren könnte. Was würde sich für Marina ändern, würde sie ihre biologischen Eltern kennen? «Ich könnte die Fragen der Ärzte beantworten, ob es Krankheiten in der Familie gibt. Ich wüsste, von wem ich die blauen Augen habe und woher meine Kreativität kommt.» Marina hat keine Angst, etwas zu erfahren, das sie aus der Bahn werfen könnte. Aufgrund von vielen Gesprächen mit Fachleuten hält sie die These für wahrscheinlich, dass ihre leiblichen Eltern wohl jung und fi nanziell schlecht gestellt waren und sozial wenig Rückhalt hatten. Sie hofft, dass es Mitwisser geben könnte, die nach vielen Jahren ihr Gewissen doch noch erleichtern möchten. Falsche Hoffnungen macht sich Marina aber keine. Sie zitiert den Lieblingsspruch ihres Grossvaters: «Alles im Leben kommt anders, als man denkt.» MM * Name der Redaktion bekannt
20 MM10, 5.3.2018 | MENSCHEN Françoise Stahel
Pionierin auf der Loipe Françoise Stahel ist die einzige Frau, die alle Engadin-Skimarathons bestritten hat. Einst galt sie als Exotin in einer Männerdomäne – heute trainiert sie, wie viele andere Frauen, für die Teilnahme an der 50. Austragung.
A
ufgeben war nie eine Option. Auch wenn Françoise Stahel-Archambault schon mehrmals daran gedacht hat, das Kapitel Engadin-Skimarathon abzuschliessen. Die zierliche 80-Jährige aus Klosters GR wirkt zwar vital, leidet aber unter den üblichen Alters beschwerden. Auf Medikamente verzichtet sie. «Die machen nur kränker, als man ist. Meine Rettung heisst Yoga», sagt sie, «zweimal pro Woche.» Und eigentlich habe sie in Sachen «Engadiner» gar keine Wahl: «Ich muss wieder starten, weil ich die einzige Frau bin, die sämtliche Austragungen geschafft hat.» Bei der Premiere des EngadinSkimarathons zwischen Maloja und S-chanf, im Jahr 1969, klassierten sich nur gerade
41 Frauen unter den rund 800 Teilnehmern; Françoise Stahel erreichte den dritten Rang. Heute starten 2000 Frauen – unter insgesamt 14 200 Teilnehmern. Damals, in den Anfängen waren die Frauen Exotinnen und Pionierinnen zugleich – und von vielen Männern nicht akzeptiert. «Sie versperrten uns zum Beispiel den Weg auf der Loipe», sagt die im Loiretal geborene Französin. «Und es fielen Sprüche wie ‹Wenn mich eine Frau überholt, höre ich mit dem Sport auf›.» 1969 mussten sich die Frauen sogar medi zinisch untersuchen lassen. «Ich musste Kniebeugen vorführen», sagt sie. Aber Françoise Stahel, die durch ihren da maligen Ehemann die Liebe zum Langlaufen
entdeckt hatte, liess sich nicht beirren. Sie sei streng erzogen worden und vom täglichen Kampf ums Überleben im Zweiten Weltkrieg geprägt. «Als ältestes von fünf Kindern musste ich immer auf die jüngeren Schwestern aufpassen. Richtig gespielt habe ich als Kind nie.» So sei ihr Durchhaltewillen gewachsen, der ihr bei manchen Marathons geholfen habe. Auch als einmal ein Sportler sie rammte und daraufhin ein Holzski brach. Nach einer Viertelstunde Wartezeit hatte sie einen Ersatzski, auch wenn der viel zu hart und für ein Leichtgewicht wie sie nicht geeignet war. 120 Prozent für Job, Kinder und Haushalt
Beruflich erwies sich Françoise Stahel ebenfalls als Pionierin: Mit 18 war sie die Jüngste
Bilder: Lorenz Richard/Schweiz Tourismus
Text: Reto E. Wild
MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 21
Die richtige Taktik für Volksläufer:
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Souvenir aus den Anfängen: Françoise Stahel mit der Startnummer von anno 1969, ... ... als die Ausrüstung noch etwas bescheidener ausfiel.
Engadin-Skimarathon
Teilnehmer aus 60 Nationen
Auf zum Marathon: Am 11. März starten sie wieder – mit dabei auch Françoise Stahel.
im Hotelfach; für die Ausbildung erhielt sie nie einen Franc von den Eltern. Auch das habe ihre Härte und ihre Ausdauer gefördert. 1959 fiel der jungen Frau in einer Zeitung ein Inserat auf, in dem eine Sekretärin im Hotel Chesa Grischuna in Klosters gesucht wurde. Sie bekam die Stelle, lernte Deutsch und traf ihren späteren Mann, der damals Treuhänder war. 1965 läuteten die Hochzeitsglocken, im selben Jahr kam Sohn Hubert, zwei Jahre später Tochter Isabelle auf die Welt. Dieser Lebensabschnitt war besonders intensiv. «Ich arbeitete 120 Prozent im Treuhandbüro, hatte zwei kleine Kinder zu betreuen und musste die Hausarbeiten erledigen», sagt sie. «Mein Langlauftraining
war für mich die Flucht, dadurch konnte ich das alles bewältigen.» Zweimal reiste sie an die Langlauf-Schweizermeisterschaften und kam so zu kurzen Auszeiten. Doch das reichte nicht. 1975, als noch keiner von Work-Life-Balance sprach, erlitt die junge Mutter einen Nervenzusammenbruch. Aber sie rappelte sich schnell w ieder auf. Zwei Jahre später liess Françoise Stahel sich scheiden, nachdem sie sich in all den Jahren alleingelassen gefühlt hatte. Ausländerin, alleinerziehende Mutter, geschieden und katholisch: Im Prättigau damals eine ungünstige Konstellation. Das lastet schwer. Doch Stahel gibt nicht auf, bildet sich weiter und wird die erste Frau im Schweizerischen Treuhänderverband der
Der Engadin-Skimarathon – 42 Kilometer von Maloja bis S-chanf – ist die grösste Skilanglaufveranstaltung der Schweiz und nach dem Wasalauf in Schweden die zweitgrösste der Welt. Seit 1969 wird er jährlich ausgetragen. Nach nur sieben Jahren überschritt die Teil nehmerzahl erstmals die 10 000er-Grenze, danach pendelte sie sich bei rund 13 000 Teil nehmern aus rund 60 Nationen ein. Zum 50-Jahr-Jubiläum kann der Verein einen Rekord verbuchen: 14 200 Personen haben sich für die Austragung am 11. März angemeldet, alle Startplätze sind ausverkauft. www.engadin-skimarathon.ch
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Ausgabe Dezember
hisum
Sardinien und Korsika
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MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 23
Bilder: Lorenz Richard/Schweiz Tourismus, zVg (2)
Die Frau, die keinen EngadinSkimarathon ausliess: Françoise Stahel in den Jahren 1974, 1982 und 2017 (von oben im Uhrzeigersinn)
Sektion Graubünden. Und auch hier stösst sie auf Widerstand. So erhält sie etwa Briefe, die bewusst an «Herrn Stahel» adressiert sind. Als die Kinder erwachsen sind, reist sie zum Trekking in den Hima laya, nach Indien und Südamerika. Seit 1999 ist sie stolze Bürgerin von Klosters. Noch immer betreut sie hier mehrere Ferienwohnungen; besonders zur WEF-Zeit erhält sie regelmässig Anrufe von Touristen, die ihre Mehrsprachigkeit schätzen. «Ich möchte selbständig und beweglich bleiben. Ins Altersheim gehe ich nicht.» Sie putze selbst und fühle sich nach dem Teppichklopfen zufrie den. Mehrmals täglich geht sie mit ihrer Hündin Bonita spazieren – und sie nimmt Langlauflektionen, um ihre Technik zu verbessern. Am 11. März will Françoise Stahel es wieder wissen: Dann fällt der Startschuss zum 50. Engadin-Ski marathon. Auch Tochter Isabelle Hodel (50) und Enkelin Chantal (23) werden dabei sein, Stahel wird «nur» den Halbmarathon bestreiten. «Ich würde die gesamte Strecke schaffen, bräuchte dafür aber zu viel Zeit.» 2019 möchte sie nochmals in Maloja starten. «Und wenn ich morgen sterbe, ist es mir egal. Ich habe mein Leben gelebt.» MM
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Leserforum MM8: Schwule im Fussball Coming-out auf dem Rasen
«Zum Thema Schwule im Fussball muss unbedingt ein Umdenken stattfinden» MM9: Fred de Oliveira Der Samurai
via Migrosmagazin.ch
«Solche tollen Sportler machen uns Mut» Ich habe mich riesig über diesen Bericht gefreut. Ich finde es nämlich toll, dass über Men schen, die eine so ausserordent liche Leistung erbringen, berich tet wird. Der Sohn meiner Schwester wurde mit einer Dys melie geboren. Nichtsdestotrotz hat er immer gekämpft, und seit 2012 betreibt er ebenfalls den Rollstuhlfechtsport. Mein Neffe, Maurice Schmidt, ist unter dessen sogar Deutscher Meister im Degen und Säbel und wird am 9. März wie Fred de Oliveira am World Cup in Pisa teilneh men. Ich hoffe, dass ganz viele Menschen mit und ohne Behin derung Ihren Artikel lesen und durch diese willensstarken jungen Sportler zur Nachahmung ermutigt werden. Nicole Schneider, per E-Mail
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Fussball-Schiedsrichter Pascal Erlachner hat sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt.
Willkommen im 21. Jahrhundert! Wir wollen fortschrittlich und offen sein, können viele Krankheiten heilen. Wir haben Verständnis für Transgender, aber homosexuelle Fussballer und Schiedsrichter sind tabu. Ich hoffe, dass sich Homosexuelle nach Pascal Erlachners Outing nicht mehr verstecken müssen. Ich frage mich schon lange, wieso diese Offenheit gerade bei Fussballern so am Ego kratzt. Auch wenn sie umjubelt werden, sind sie nicht mehr oder weniger wert als andere Menschen. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Jeannette Steinle-Liechti,
MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 25
MM9: Gesundheit Diabetes ab 40
«Unser Körper braucht Fett» «Dieser junge Mann tut sich nichts Gutes», steht in der Bildlegende zu diesem Artikel. Was, bitte, ist nicht gut, wenn ich einen Burger esse? Entschuldigung, aber hier wird mir suggeriert, dass Brot, Ge müse und Fleisch essen ein ungesunder Lebensstil für mich sei. Eine solche Aussage finde ich bedenklich. Unser Körper braucht Kohlenhydrate, Fette und Eiweisse für ein gesundes Leben. Von allem etwas und nichts im Übermass oder im Mangel – das muss unsere Gesellschaft wieder lernen. Christine Walder, via Migrosmagazin.ch
heute. Hätte er auf Wirtschafts experten der Hochschule St. Gallen gehört, wäre er innert Kürze pleite gewesen. Gleich verhält es sich mit Autoexperten wie Professor Dudenhöffer; was er heute sagt, stimmt morgen schon nicht mehr. Im Jahr 2011 gab er Tesla-Motors noch zwei Jahre bis zur Pleite. Die E-Mobilität habe keine Überlebenschance. 2013 erzählte er, Audi werde 2015 Tesla überholen, Deutschland werde 2017 Marktführer in der E-Mobilität und so weiter. Wo steht die deutsche Auto
MM9: Auto Im Abo Auto fahren
«Experten kann man nicht trauen» Die Worte eines weltweit tätigen Unternehmers aus dem Kanton Solothurn höre ich noch
Carsharing im Abo gilt als gesellschaftstaugliches Mobilitätsmodell.
industrie heute? Und Tesla? Wirschafts- und Autoexperten kann man nicht ernst nehmen. Urs Staub, via Migrosmagazin.ch MM9: Familie Lernen mit dem Handy
«Verbote zeugen von Hilflosigkeit» Den Gebrauch von elektronischen Medien zu üben, ist eine wichtige Aufgabe der Schule, aber auch der Eltern. Was gar nicht geht, sind Verbote, die über die Gewährleistung des Unterrichts hinausgehen. Es gibt keine gesetzliche Grund lage, Handys in den Pausen oder in Mensas zu verbieten. Als Lehrer bin ich immer wieder überrascht, wie leichtfertig Schulen Verbote für Sachen wie Süssigkeiten, Kleider etc. durchsetzen, ohne die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen zu haben. Aber Schule ist halt wie Militär: Die «Kunden» sind nicht freiwillig da, und so lassen sich solche Verbote auch als Hilflosigkeit deuten. Urs Häusermann, via Migrosmagazin.ch
Korrigendum
Fehlerhafte Angaben bezüglich Verbrechen MM9: Interview mit Thomas Müller «Menschen, die noch nie daran dachten, einen anderen umzubringen, sind mir suspekt»
Im Interview mit dem Kriminalpsychologen Thomas Müller haben wir das Verbrechen von Emmen LU fälschlicher weise als «Mordfall Emmen» bezeichnet. Wir entschuldigen uns beim Opfer, bei dessen Angehörigen sowie bei unseren Leserinnen und Lesern für diesen Fehler. Redaktion Migros-Magazin
Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen resp. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.
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Frühlingserwachen am Lago Maggiore
26 MM10, 5.3.2018 | MENSCHEN
«Roboter können viel, aber die Menschen sind immer noch überlegen» Thomas Zurbuchen
Thomas Zurbuchen ist der erste Schweizer Wissenschaftsdirektor der Nasa und verantwortet das milliardenschwere Raumforschungsprogramm der USA. Ein Gespräch über künftige Mondmissionen, Aliens, glückliche Zufälle und seine Herkunft als Sohn eines Freikirchenpredigers. Text: Ralf Kaminski Bilder: Stephen Voss
MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 27
Zuständig für derzeit 106 Nasa-Missionen: Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen
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MENSCHEN | MM10, 5.3.2018 29
Thomas Zurbuchen, wie schon einige andere US-Präsidenten hat auch Donald Trump angekündigt, es würden bald wieder Amerikaner zum Mond fliegen – und später auch zum Mars. Wird das diesmal mehr als eine Ankündigung? Absolut. Eine der wichtigen Aufgaben der Nasa ist die bemannte Weltraumforschung. Geplant ist, in der Umlaufbahn des Monds eine Basis zu schaffen, wo Menschen lernen können, auf sich allein gestellt im All zu überleben. Wir haben 400 Millionen Dollar mehr Budget als zuvor – das reicht, um zurück zum Mond zu fliegen und diese «Lunar Orbiting Platform» zu platzieren. Natürlich soll uns das wissenschaftlich voranbringen, aber auch Firmen und andere Länder sollen die Basis nutzen können. Wie sieht der Zeitplan genau aus? In den nächsten ein, zwei Jahren werden wir gemeinsam mit privaten Firmen Instrumente auf dem Mond platzieren – übrigens ein Projekt, das ich selbst leiten werde. Die Basis dürfte zwischen 2023 und 2025 in der Mondumlaufbahn sein. Und wann folgt der Schritt zum Mars? Dort haben wir jetzt schon zwei Rover, weitere Missionen folgen kommenden Sommer und 2020. Gegen Ende der 2020er-Jahre werden wir Marsproben zur Erde zurückbringen. Dazu müssen wir allerdings erst noch eine Rakete erfinden, die von einem anderen Planeten aus abfliegt, und zwar ganz autonom. Das hat noch keiner je gemacht. Aus Nasa-Perspektive wird der erste Mensch voraussichtlich in den 2030erJahren auf der Marsoberfläche stehen. Aber es gibt natürlich andere Länder und auch private Firmen, die am gleichen Ziel arbeiten und vielleicht schneller sein werden. Ist es denn überhaupt sinnvoll, Menschen ins All zu schicken? Wäre es nicht viel günstiger und ungefährlicher, den Weltraum mit Maschinen zu erforschen? Es gibt gute Gründe, gewisse Forschungs aufgaben mit Menschen durchzuführen. Einerseits haben wir als Spezies den Drang, Neues und Unbekanntes zu erforschen. Das war hier auf der Erde schon immer so, und diese Entdeckungen haben uns auch immer vorwärtsgebracht. Andererseits können Menschen vor Ort einfach besser und effi zienter forschen. Sie heben nicht einfach den erstbesten Stein auf und untersuchen ihn, sondern sie suchen sich genau den, der uns weiterbringt. Roboter können viel, aber Menschen sind in dieser Beziehung noch immer überlegen. Das mag in 50 Jahren anders sein, aber noch ist es nicht so weit. Das alles kostet sehr viel Geld. Kritiker finden, es gebe genug Probleme auf der
Erde: Man solle die Gelder besser für Lösungen investieren. Gute Länder machen beides gleichzeitig. Das Ziel von Gesellschaften sollte darin bestehen, auf verschiedenen Ebenen erfolgreich zu sein. Sie sollten auch die Probleme an gehen, die sich nicht innert eines Jahrs oder zehn Jahren lösen lassen, sondern auch dann, wenn die Früchte sich erst in 50 Jahren ernten lassen. In der Schweiz gibt es mit dem Cern in Genf ein schönes Beispiel dafür. Klar hätte man das Geld gut auch anders ausgeben können, aber Tatsache ist, dass die Schweiz und Zentraleuropa dank des Cern in diesem Bereich international eine Führungsposition einnehmen. Historisch hat sich gezeigt, dass Investitionen in richtig grosse Projekte sich langfristig immer aus zahlen. Und mit dem Geld, das wir für die Weltraumforschung ausgeben, werden Stellen auf der Erde geschaffen. Das Publikum interessiert sich dabei oft vor allem für Ausserirdische. Denken Sie, dass es da draussen intelligentes Leben gibt und dass wir ihm begegnen werden? Als Wissenschaftler kann ich nur sagen: Ich weiss es nicht. Ich persönlich denke, dass es da draussen Leben gibt, denn das Universum ist so riesig. Und wenn es Leben gibt, warum nicht auch intelligentes? Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten 20 Jahren im Hinblick auf diese Fragen grosse Fortschritte machen werden. Muss man sich vor einer Begegnung mit Aliens nicht eher fürchten, wenn man bedenkt, wie schwer sich viele nur schon mit anderen Hautfarben tun? Es gab in der Geschichte der Menschheit immer wieder grosse Schritte, die viele Fragen aufgeworfen haben, und das wäre ohne Zweifel so ein Schritt. Allen gemein-
Zur Person
Wissenschaftsdirektor der Nasa Thomas Zurbuchen (49) ist Astrophysi ker und seit Oktober 2016 Wissenschafts direktor der Nasa (National Aeronautics and Space Administration) in Washington D.C. Er entscheidet über ein Jahresbudget von 6 Milliarden Dollar und die Arbeit von rund 10 000 Forschenden. Zurbuchen ist in Heiligenschwendi BE aufgewachsen, studierte in Bern und ab Mitte der 90erJahre an der University of Michigan. Der Schweizer besitzt seit über 13 Jahren die US-Staatsbürgerschaft, ist mit e iner ameri kanischen Musikerin verheiratet und hat zwei Kinder im Teenageralter. Die Familie lebt in McLean, Virginia, bei Washington.
sam ist, dass sich dadurch neue, grössere Perspektiven eröffnen, was für uns letztlich immer mit viel mehr positiven als negativen Auswirkungen verbunden war. Aber klar: Nach einem Kontakt mit Ausserirdischen müssen wir wieder neu denken lernen über uns selbst und das Leben. Denn es bedeutet, dass es nicht nur einen Weg zu leben gibt, sondern mehrere. Ein vergleichbar grosser Schritt ereignete sich Ende des Mittelalters, als den Menschen in Europa klar wurde, wie gross die Welt ist und dass auch andernorts hoch entwickelte Zivilisationen existieren. Für viele sind solche Erkenntnisse sehr ungemütlich, aber sie sind eben auch unglaublich bereichernd für uns alle. Seit dem Ende der Space Shuttles ist die Nasa auf Russland angewiesen, wenn sie Astronauten ins All bringen will. Parallel dazu haben sich die politischen Spannungen zwischen den beiden Ländern verstärkt. Wie bekommen Sie das zu spüren? Das Schöne an der Wissenschaft ist, dass man ganz selbstverständlich mit Leuten rund um den Globus zusammenarbeitet. Das funktioniert auch dann, wenn zwischen Ländern politische Spannungen herrschen. Im Sport ist es ähnlich: An den Olympischen Spielen kommen dann doch alle friedlich zusammen. Sie arbeiten auch an einer neuen Schwerlastrakete. Warum entwickeln Sie so etwas überhaupt noch selbst, statt es den Privaten zu überlassen? Allein in diesem Jahr braucht die Nasa mindestens zehn Raketen, um Satelliten oder Material für Astronauten ins All zu schicken. Früher haben wir diese Raketen selbst entwickelt, heute stammen praktisch alle aus der Privatindustrie. Wir sind also froh, dass so viele verschiedene Firmen derzeit an Raketen arbeiten, denn es braucht je nach Projekt ganz unterschiedliche Grössen und Stärken. Wir unterstützen die Privaten dabei finanziell, logistisch und wissenschaftlich. Und tatsächlich fragen wir uns regelmässig, was wir noch tun müssen und was wir anderen überlassen können. Inwiefern? Die Nasa ist sehr erfahren darin, M enschen ins All zu befördern. Den privaten Unternehmen fehlt diese Erfahrung. Mit unserer Rakete wollen wir nicht mit der Privat industrie konkurrieren, sondern im Gegenteil unser Know-how an sie weitergeben. Auch bei der «Falcon Heavy» von SpaceX haben wir mitgeholfen: Die Rakete startete auf Nasa-Gelände, und wir stellten technische Unterstützung zur Verfügung. Ideal wäre für uns, wenn wir später so viel wie möglich von Privaten kaufen könnten und es
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nicht mehr selbst entwickeln müssten. Aber bis es bei den Raketen so weit ist, dauert es noch ein bisschen. Sie sind der erste Schweizer in dieser hohen Position bei der Nasa – und wurden dafür sogar angefragt. Wie kamen Sie zu der Ehre? Ich hatte als früherer Direktor der Innova tionsprogramme der University of Michigan schon zuvor mit der Nasa zusammengear beitet und auch als Forscher schon viele Erfahrungen mit ihr gesammelt – mein erstes Instrument für sie entwickelte ich an der Universität Bern im Rahmen meiner Masterarbeit. Natürlich gibt es global gese hen mehrere Leute, die diese Kombination mitbringen, aber eben auch nicht allzu viele. Offenbar hätten Sie damals auch Innova tionsdirektor bei Amazon werden können ... Genau, einer der Direktoren – das sind Leute, die milliardenschwere Projekte inner halb der Firma initiieren und begleiten. Auch das wäre ein gutes Angebot gewesen, aber am Ende hat mich die Nasa mehr gereizt. Kann man eine solche Karriere planen, oder ist das eine Aneinanderreihung glücklicher Zufälle? Ich glaube, da spielen beide Faktoren mit. Rückblickend erkennt man immer viele Zufälle. Ich war zum Beispiel mal in einem Restaurant, und da stand dann plötzlich diese Frau im Raum, mit der ich heute verhei ratet bin. Aber am Ende ist es eben mehr als das: Man muss auch bereit sein, Dinge zu ler nen, und Möglichkeiten schaffen, aus solchen Zufällen etwas zu machen. Dass ich genau in dieser Position bei der Nasa gelandet bin, ist vielleicht Zufall, weniger aber, dass ich in einer Führungsposition in der Forschung bin – darauf weist meine Karriere in den vergangenen 20 Jahren klar hin. Was gehört alles in Ihr Aufgabengebiet? Einerseits manage ich unsere derzeit 106 Missionen; das schliesst ein Forschungs budget von 6 Milliarden Dollar ein. Anderer seits bin ich für die mittel- und längerfristige Strategie des Wissenschaftsprogramms zuständig: In welchen Bereichen engagieren wir uns und mit welchen Partnern? Thema tisch beschäftigen wir uns mit Erdwissen schaften. Derzeit haben wir zum Beispiel 24 Satelliten, die ohne Unterlass die Erde beobachten. Dann ist da die Raum- und Planetenforschung innerhalb und ausser halb unseres Sonnensystems. Und ausser dem die Astrophysik, bei der wir uns mit den grossen Fragen beschäftigen, etwa wie das Universum überhaupt angefangen hat. Sie traten Ihre Position noch unter Präsident Obama an – hat sich mit der
«Ich könnte nicht mehr alle Bundesräte aufzählen.» Thomas Zurbuchen lebt seit 1996 in den USA.
neuen, eher wissenschaftsunfreundlichen Administration etwas geändert für Sie und Ihre Arbeit? Mit einer neuen Administration gibt es immer Veränderungen, sie waren für uns in diesem Fall aber nicht dramatisch. Die Nasa hat gute Unterstützung bei Demokraten und Republikanern, das hilft. Unser Budget ist sogar ein bisschen höher als vorher. Viele machen sich Sorgen wegen der zu nehmenden politischen Polarisierung in den USA. Wie erleben Sie die Entwicklung? Fortschritt verläuft nicht geradlinig, es geht im Zickzack hin und her. Und es ist nicht das erste Mal, dass sich Menschen um die politische Entwicklung sorgen. Aber ich bin überzeugt, dass der Volkswille ein guter Weg ist, um zu bestimmen, wer die Anführer für die nächste Zeit sein sollen. Im Rück blick wundert man sich dann vielleicht manchmal. Und es wird interessant sein, wie die Geschichte die aktuelle Periode be urteilen wird, nicht nur in den USA, sondern auch in Russland, Grossbritannien, der Türkei oder in Ungarn. Aber die Demokratie ist ein r elativ robustes System – selbst wenn es Schwierigkeiten gibt, ist es so aufgebaut, dass es sich selbst retten kann. Sie sind in der Schweiz geboren und auf gewachsen, leben aber seit 1996 in den USA, also fast Ihr halbes Leben lang. Wie eng ist Ihr Verhältnis zur Schweiz noch? Gewisse Dinge sind weiter entfernt, dazu zählt auch die Politik. Ich könnte nicht mehr alle Bundesräte namentlich aufzählen. Aber ich habe immer noch Familie und Freunde in der Schweiz, verfolge auch, was Schweizer Sportler an grossen Events wie den Olym pischen Spielen so tun. Und ich freue mich
immer, wenn ich die Schweiz wieder einmal besuchen kann. Sie sind als Sohn eines Freikirchen predigers in wenig begüterten Verhältnis sen aufgewachsen und hatten offenbar nicht immer eine so glückliche Kindheit und Jugend. Wie hat Sie das geprägt? Sehr stark. Für mein Berufsleben war es ein riesiger Vorteil, weil es mir dadurch immer leichtgefallen ist, mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten zusam menzuarbeiten. Ich habe auch gelernt, dass es wichtigere Dinge gibt als Geld oder gutes Essen. Aber natürlich war es auch ein Grund für Spannungen, weil meine Welt eine ganz andere wurde als die meiner Eltern. Das passiert vielen Familien: dass Kinder, wenn sie unabhängig werden, sich in ihrer Ent wicklung von den Eltern entfernen. Sie sind aber noch immer gläubig – wie bringen Sie Religion und Naturwissen schaft unter einen Hut? Würde ich die Bibel als wissenschaftlichen Text betrachten, wäre das in der Tat schwie rig. Aber ich finde in religiösen Texten hilf reiche Lektionen und Weisheiten über das Leben. Sie inspirieren dazu, über die Gesell schaft nachzudenken und darüber, worum es im Leben wirklich geht. Wenn das jeman den zu einem besseren Menschen macht, zu einem besseren Vater, einer besseren Mutter, dann ist das doch etwas Gutes. Was mir in den Bibeltexten auch sehr gefällt, ist die Achtung vor der Natur, das findet in mir grosse Resonanz. Wie die Natur geschaffen wurde, darüber hingegen kann ich in der Bibel nichts lernen, weil sie eben nicht wis senschaftlich ist – das ist ein Text nur dann, wenn er auch falsch sein kann. MM
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797 Zahl der Woche
797 Demotapes haben Schweizer Bands für das Popmusikfestival M4Music eingereicht, das vom 22. bis 24. März stattfindet. Eine Profijury wird die Songs bewerten.
Migros-Besitzerin
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Blumen
Bider: René Ruis, zVg
Die Vorfreude auf den Frühling wächst Die Natur erwacht und mit ihr die Welt der Blumen. Zauberhafte Frühlingsblüher wie Primeln, Narzissen und Hornveilchen sind die zarten Vorboten der warmen Jahreszeit und bringen das blühende Leben zurück in Wohnräume und Gärten. Harmonisch kombiniert in einem dekorativen Gefäss verwandelt die Blütenpracht jeden Winkel in einen Hingucker.
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34 MM10, 5.3.2018 | MIGROS-WELT Neuheit
Bezahlen mit Twint und Postfinance Die Migros-App wird um zwei Bezahlfunktionen reicher. Neu können in der App sowohl Twint als auch die «Postfinance Card» als Zahlungsmittel hinterlegt werden. Die entsprechende Aktualisierung wird in den nächsten Tagen freigeschaltet. Bereits seit 2015 ist das bargeldlose Bezahlen via App mit allen gängigen Kreditkarten und mit dem Migros- Bank-Konto möglich. Bisher haben über 3,5 Millionen Menschen die Migros-App heruntergeladen. Sie können sich damit unter anderem über Aktionen informieren, digitale Coupons und Cumulus- Bons einlösen oder sich mit der Scanfunktion «Discover» Produkthinweise anzeigen lassen. Test
Apfelmus der Migros gewinnt Die unabhängige Westschweizer Konsumenten vereinigung «Fédération romande des consommateurs» testete zehn Apfelmussorten. Das M-Classic-Apfelmus belegte dabei den ersten Platz. Die Jury lobte den feinen Geschmack und die feine Struktur. Hergestellt wird das Apfelmus aus Schweizer Äpfeln vom M-Industriebetrieb Bischofszell Nahrungsmittel AG.
Gold und Bronze einst und heute: Michelle Gisin und Wendy Holdener standen bereits 2003 zusammen auf dem Podest. Grand Prix Migros
Vereint auf dem Podest Die Olympia-Mission 2018 der Schweiz war ein voller Erfolg. Dazu haben auch Michelle Gisin und Wendy Holdener beigetragen. In der alpinen Kombination der Frauen gewinnt Gisin Gold, Holdener die Bronzemedaille. Bereits im vergangenen Jahr standen die beiden an der Ski-WM in St. Moritz gemeinsam auf dem Siegertreppchen. Viel weiter zurück liegt das erste gemeinsame Podesterlebnis der beiden Freundinnen. 2003 nahmen
sie als 10-Jährige am Grand Prix Migros teil, Europas grösstem Skirennen für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren. Wie in der Olympia-Kombi hiess die Siegerin Michelle Gisin und die Drittplatzierte Wendy Holdener. «We’ve come a long way (wir sind weit gekommen)», sagte Gisin gegenüber dem SRF, als sie das Bild von 2003 sah. Hoffentlich strahlen die beiden noch oft gemeinsam vom Podest.
Frage der Woche
Ich habe ein Elektroauto und möchte es aufladen, während ich Einkäufe erledige. Bei welchen Migros-Filialen ist das möglich, und was muss ich dafür bezahlen? Zurzeit können Sie Ihr Auto bei rund 30 Filialen und auf über 90 Parkplätzen aufladen. Bis Ende 2019 sollen es sogar knapp 100 Filialen mit insgesamt 200 E-Ladestationen sein. Die genauen Standorte finden Sie auf der Website des Nachhaltigkeitsprogramms Generation M: Tippen Sie auf www.generationm.ch das Wort «Elektroauto» ins Suchfeld. Zurzeit können E-Autos in der Regel gratis aufgeladen werden. Auf bewirtschafteten Parkplätzen müssen Sie lediglich die Parkgebühr bezahlen. MM
Haben Sie eine Frage?
Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr, Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.
MIGROS-WELT | MM10, 5.3.2018 35
Rabattaktion Der Veranstalter
Engadin Sky bietet TandemFallschirmsprünge an: In Samedan GR heben die Teilnehmer mit einem Flugzeug ab. Der Pilot fliegt entweder in Richtung Maloja, Bernina, Julier oder Albula. Auf 5200 Metern über Meer kommt es dann zum Absprung: Sicher mit einem erfahrenen Instruktor verbunden, schwebt jeder Teilnehmer im Himmel über den Schneegipfeln, bevor sich nach 45 Sekunden freiem Fall der Schirm öffnet. Vom 11. bis 24. März bietet der Veranstalter solche Tandem sprünge interessierten Migros-Genossenschafterinnen und -Genossenschaftern mit 45 Franken Rabatt an. Ein Tandemsprung kostet dann 350 statt 395 Franken. Infos auf www.engadinsky.ch; Anmeldung auf contact@engadinsky.ch oder telefonisch: 079 407 44 42. Bitte nennen Sie bei der Anmeldung den Namen ihrer Genossenschaft und Ihre Mitgliedsnummer.
Denner
Der Nachwuchs übernimmt den Laden Bis 21. März haben zehn Lernende das Sagen in der Denner-Express-Filiale an der Schaffhauserstrasse in Zürich. Als Filialleiterin waltet die Lernende im 3. Lehrjahr, Melisa Hankic (Bild: Mitte ganz rechts), und regelt mir ihren Mitlernenden sämtliche Bestellungen, anfallende Büroarbeiten, Einsatzplanungen, und sie kreiert auch Überraschungen für die Kunden. «Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Lernenden in dieser Zeit auch als Persönlichkeiten reifen», sagt Fatima Dominguez, Leiterin Berufsbildung bei Denner. Die Übergabe einer Filiale in die Hände von Lernenden gehört seit acht Jahren zum Ausbildungskonzept des Discounters und findet zweimal jährlich an wechselnden Standorten in der Schweiz statt.
Bilder: Keystone, Kurt Pfister, zVg (3)
Blickfang Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros-Zusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei. Hochladen: www. migmag.ch/blickfang
Welt im Glas «Seit meiner Jugend versorge ich Modelle in Glühbirnen, darunter auch Modellfahrzeuge der Migros. Etwas Besonderes und zudem eine sinnvolle Art des Recyclings.» Georg Vogel, Gretzenbach AG
36 MM10, 5.3.2018 | MIGROS-WELT M-Industrie
Delica: Gutes aus dem Baselbiet
Seit über 60 Jahren steht der Name Delica für hochwertige Lebens mittel. Das Unterneh men zählt zu den gröss ten Kaffeeröstereien in der Schweiz. Neben Kaffee bedient das Unternehmen auch die Sparten Snacks und Kochen. Dazu zählen Nüsse, Kerne, Gewürze, Hülsenfrüchte und Trockenpilze. Delica beliefert Detail- und Grosshandel, Lebens mittelproduzenten und Gastronomie unternehmen.
Delica produziert jährlich über eine Milliarde Kaffeekapseln. Hergestellt werden Kapseln der Marken Cremesso, Delizio und Café Royal. 25 Sorten, sogenannte Blends, bestimmen das permanente CaféRoyal-Kapsel-Sorti ment. Dazu zählen auch «Flavoured Editions», zum Beispiel Kaffee mit Caramelgeschmack.
Oben: Waren anlieferung mit Last- und Bahngüterwagen, Migros am Limmat platz, Sihlquai, in den 1950er-Jahren Rechts: Robert Schönbächler (r., mit Ball) 1960 mit seinen Freunden an der Röntgenstrasse im Zürcher Kreis 5.
Bilder: MGB-Archiv, Heribert Schönbächler, zVg (3)
560 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Migros-Industrie betrieb Delica im Baselbieter Birsfelden tätig, darunter 14 Lehr linge.
MIGROS-WELT | MM10, 5.3.2018 37
Von uns. Von hier.
Ein treuer Kunde Der ehemalige Zürcher Gemeinderatspräsident Robert Schönbächler kauft seit über 40 Jahren in «seiner» MM-Filiale am Limmatplatz ein. Er verrät, warum ihn Migros-Orangen an seine Kindheit erinnern und was er nebst Café Royal Lungo sonst noch mit der Migros verbindet. Text: Melanie Michael Bilder: Roger Hofstetter
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Robert Schönbächler (66), ehemaliger Zürcher Gemeinderatspräsident (CVP) und Friedensrichter der Stadtkreise 6 und 10, wohnt seit über 40 Jahren in der Nähe der Migros-Filiale am Limmatplatz.
emeinsam mit seinem Bruder Walter hat der Zürcher Robert Schönbächler schon früh «Geschäfte» mit der Migros gemacht: Als kleine Buben sammelten sie jeweils in der gesamten Nachbarschaft Zeitungen – «die waren damals noch rar» – und verkauften sie der Migros am Zürcher Limmatplatz. Für eine Rolle gab es 20 Rappen, das war für die zwei ein «zünftiges Sackgeld». Mit den Zeitungspapieren wurden in der Migros-Gemüseabteilung die Salatköpfe eingepackt. Seit über 40 Jahren wohnt der ehemalige Gemeinderats präsident nun ganz in der Nähe des Limmatplatzes, im Zürcher Industriequartier, dem heutigen Züri West. Aufgewachsen im Zürcher Kreis 6, hielt sich Robert Schönbächler schon immer gerne im Kreis 5 auf: «Dort passierte einfach mehr als bei uns.» Oft verbrachte er die Schulferien bei seinen Grosseltern, die an der Röntgenstrasse wohnten. «Damals lebten hier einfache Leute wie Eisenbahner und Postbeamte.» Robert Schönbächler hat die gesamte Entwicklung des Quartiers miterlebt und kennt jede Ecke. Er weiss noch genau, wie die Migros-Filiale am Limmatplatz in den 60ern aussah. Mit seinen Freunden schaute er dort stundenlang beim Früchteverlad zu. «Die Orangen, die von den Waggons purzelten, durften wir behalten. Das fand ich sehr sozial.» Heute sucht er in der Migros weniger nach herunterfallenden Orangen, vielmehr interessieren ihn die blauen Kaffeekapseln von Café Royal. Für ihn gibt es keinen besseren Kaffee. Er trinkt täglich fünf bis sechs Tassen. «Ja, ich trinke viel Kaffee.» Dazu bevorzugt er ein Migros-Fasnachtschüechli – «ein Highlight»! MM
Star des Monats
Der Königliche Gemahlene Kaffeebohnen vom Feinsten verbergen sich in den blauen Kapseln des Café Royal Lungo. Die drei Bohnensorten werden in Zentral- und Südamerika sowie in Indien nachhaltig angebaut. Geröstet, gemahlen und in Kapseln abgefüllt wird der Kaffee schliesslich in der Schweiz. Unser Star des Monats ist wegen seiner harmo nischen Würze, der edlen Säure und einer dezenten Caramelnote die beliebteste Kaffee kapselsorte im CaféRoyal-Sortiment. Wettbewerb: Aus wie vielen Regionen stammen die Kaffeebohnen für den Café Royal Lungo? Beantworten Sie die Frage und gewinnen Sie eine MigrosGeschenkkarte. Es werden Karten im Gesamtwert von 500 Franken verlost. Teilnahme auf www.vonuns-vonhier.ch
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38 MM10, 5.3.2018 | MIGROS-WELT Brot des Monats
Ganz locker-flockig Das neue Bio-5-Korn-Brot ist das aktuelle Brot des Monats aus den Migros-Hausbäckereien. Dahinter steckt viel handwerkliche Bäckerskunst, die das Brot länger haltbar macht. Text: Claudia Schmidt Bilder: Veronika Studer, Gaëtan Bally
Weizen trifft im aktuellen Brot des Monats auf vier weitere Getreidesorten, die dem Teig in Form von Flocken beigegeben werden: Dinkel, Gerste, Hafer und Roggen – allesamt in Bioqualität – sorgen für ein vollmundiges Aroma. Die knusprige Kruste und das weiche Innere machen das Brot zur i dealen Grundlage für den Zmorge mit Konfi. Die Flockenmischung hat noch einen weiteren Vorteil. «Sie hält das Brot auch frisch»,
erklärt Bäcker Astrit Gashi aus der Migros-Hausbäckerei in Zürich-Wiedikon. Der Vorteig und die lange Ruhezeit tragen ausserdem dazu bei, dass es länger frisch bleibt als ein herkömmliches Weissbrot. Dass das Brot fünffach ein geschnitten wird, ist eine Idee der Bäcker: Die Einschnitte stehen für die verwendeten Getreidesorten. Gashi: «Ohne das Einschneiden würde es unkontrolliert aufreissen und die gewünschte Form verlieren.»
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MIGROS-WELT | MM10, 5.3.2018 39
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Serie Spezialitäten aus den MigrosBäckereien Aktuell: Bio-5-Korn-Brot Astrit Gashi (29) ist Bäcker in der Migros-Filiale Wiedikon Märt in Zürich und einer von rund 900 Backprofis, die in den 130 Haus bäckereien mehrmals täglich backen. So ist das Brot bis Ladenschluss immer frisch und warm erhältlich.
Astrit Gashi
«Der Vorteig und die lange Ruhezeit sorgen für gute Haltbarkeit» Warum sind Sie Bäcker geworden? Bei uns daheim wurde immer Brot gebacken. Ich habe schon als Kind gern Teig geknetet und gebacken. Da war es nur l ogisch, eine Bäckerlehre zu machen. Welches ist Ihr Lieblingsbrot? Ich esse jeden Tag verschie dene Brote. Nur m orgens gibt es entweder das Laugentes sinerbrot oder den Laugen kranz. Dazu reicht mir ganz einfach Butter. Brot ist für Sie unverzichtbar, weil … … wir daheim nie ohne Brot am Tisch sitzen. Ohne Brot geht gar nichts. Was macht das neue Brot des Monats besonders? Das Bio-5-Korn-Brot hat eine tolle Kruste und ist besonders lange haltbar. Was macht es so haltbar? Es wird mit einem Vorteig hergestellt. Dieser und die
lange Ruhezeit sorgen für eine gute Haltbarkeit. Zusätz lich enthält das Brot noch Getreideflocken – auch das hält das Brot frisch. Backen daheim ist beliebt, aber die Brote aus Bäckereien sind besser. Warum? In der Bäckerei haben wir alle technischen Mittel, um den perfekten Zeitpunkt zum Backen zu b estimmen. Ausser dem verfügen unsere Öfen über Dampf. Und Ober- und Unterhitze können unabhängig voneinander geregelt werden. Aber das sind nur ein paar Faktoren. Schliesslich ist jedes Brot anders. Das erfordert viel Know-how. Welche Brote sind bei Ihnen in Wiedikon beliebt? Das Steinofenbaguette und der Krustenkranz. Und das Centerbrot gewinnt an Beliebt heit. Seit wir es auch in klei nerer Form anbieten, freuen sich besonders ältere Kunden, denen ein grosser Laib zu viel ist. MM
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42 MM10, 5.3.2018 | MIGROS-WELT
aha!
Gutes aus der Kokosnuss Die vegane Kokosmargarine der Migros ist die erste Schweizer Margarine ohne Palmöl. Sie wird in der Schweiz aus heimischem Rapsöl, Kokosfett und Biokokosöl hergestellt und ist beim Backen wie Kochen vielseitig einsetzbar. Text: Melanie Michael Bild: Veronika Studer
MIGROS-WELT | MM10, 5.3.2018 43
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egan, palmölfrei und vielseitig einsetzbar ist die «aha!»Kokosmargarine. Das vom Migros-Industrie betrieb der Mibelle Group Nutrition entwickelte Produkt wurde vor knapp einem Jahr in das Migros-Sortiment aufgenommen. Damit ist die Mibelle Group Nutrition auf ein mehrfach geäussertes Kundenbe dürfnis nach mehr palmölfreien Produkten eingegangen. Die Kokosmargarine gilt als erste hierzulande hergestellte Margarine, die kein Palmöl enthält. Das steckt drin
Die «aha!»-Kokosmargarine enthält 39 Prozent Schweizer Rapsöl, 26 Prozent vollgehär tetes Kokosfett und 5 Prozent kaltgepresstes Biokokosöl. Letzteres verleiht der Margarine das feine, dezente Kokos- aroma. Dank der rein pflanz lichen Inhaltsstoffe ist die Margarine auch für Veganer und Menschen mit Milch unverträglichkeiten geeignet. Vollgehärtetes Kokosfett
Kokosöl hat im Vergleich zum häufig verwendeten Palmöl einen tieferen Schmelzpunkt. Anders als das Palmöl muss Kokosöl deshalb gehärtet werden, damit es für die Herstellung von Margarine geeignet ist. Würde man für die Margarine ungehärtetes Kokosfett verwenden, würde sie schnell flüssig, wenn sie länger auf dem Frühstückstisch steht. Da vollgehärtetes Kokosfett steinhart ist, muss dem Fett reines Kokosöl beigemischt
werden. So wird die streichfähige Konsistenz erreicht. Gegen Vorurteile
Viele Konsumenten hegen Vorurteile gegenüber vollgehärteten Ölen. Sie werden häufig mit teilgehärteten Ölen verwechselt, die vor ein paar Jahren in Verruf geraten sind, weil sie Transfettsäuren enthalten können. Bei der Vollhärtung entstehen jedoch keine Transfette. In der Migros werden teilgehärtete Öle grundsätzlich nicht mehr eingesetzt. Nachhaltige Produktion
Das Kokosöl, das für die Voll härtung verwendet wird, stammt hauptsächlich von den Salomonen, einem Inselstaat in der Südsee. Es wird auf Plantagen gewonnen, die durch die Organisation The Forest Trust (TFT) auf Umweltverträglichkeit und die Einhaltung von Arbeits standards geprüft werden. Das kaltgepresste Kokosöl, das der Margarine die Streichfähigkeit und das leichte Kokosaroma verleiht, stammt aus Sri Lanka. Es ist mit dem Fairtrade-Label Max Havelaar ausgezeichnet und Migros-Bio-zertifiziert. Vielseitig einsetzbar
Ihre Streichfähigkeit und ihr besonderer Geschmack machen die Kokosmargarine zu einem willkommenen Brotaufstrich. Wie andere Margarinen eignet sie sich auch bestens zum Kochen und Backen. Der leicht süssliche Kokosgeschmack der Margarine verleiht einer knackigen Gemüsepfanne oder einem luftigen Kuchen ein besonderes Aroma. MM
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Trio aus Teig Eidechse Drei gleich lange Teigstränge formen und zu einem Zopf flechten. Zwei kleine Stränge jeweils in der Mitte etwas flach drücken, die Enden leicht mit einer Schere zu Füssen einschneiden. Den Zopf so auf den kleinen Strängen platzieren, dass sie vier Füsse bilden. Ein kleines Stück Teig flach drücken und als Kopfpanzer auf das dickere Zopfteil legen. Zwei Rosinen für die Augen und zwei Mandelstäbchen als Zunge in den Teig drücken.
Katze Einen etwas dickeren Teigstrang formen, daraus einen Halbmond bilden und die Enden als Beine spitz zulaufen lassen. Einen weiteren, ganz kleinen Teigstrang zu einem Katzenschwanz formen. Für den Kopf eine kleine Teigkugel etwas flach drücken, an der oberen Seite mit der Schere zweimal leicht einschneiden und zu Ohren formen. Alle Teile mit wenig Ei bestreichen und zusammenfügen. Drei Rosinen für Augen und Nase, vier Mandelstäbchen für die Schnurrhaare in den Teig drücken.
Igel Eine grössere Teigkugel formen, an einer Seite als Kopf spitz zulaufen lassen. Mit einer Schere schräg Stacheln in den Teig einschneiden. Für die Augen zwei Rosinen, für die Nase eine Rosine in den Teig drücken.
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Kreative Teigkunst Ob Grittibänz oder andere sogenannte Gebildbrote: Hefegebäck hat eine lange Tradition, die auf religiöse Anlässe zurückgeht. Heute fertigen Bäcker rund um den Globus verspielte bis extra vagante Formen.
Claudia Schmidt, Foodjournalistin Rezept
Quarkteigtierchen Ergibt 6 Stück 500 g Weissmehl ½ TL Salz 125 g Zucker 1 Beutel Vanillezucker 1 dl lauwarme Milch 1 Päckchen Trockenhefe à 7 g 120 g Margarine 1 Ei 130 g Halbfettquark 1 TL Zitronenschale 1 Ei zum Bestreichen
Wichtig bei Hefeteig: Er muss gut aufgehen. Ein Teig, der noch nicht ausreichend geruht hat, macht alle Deko rationskunst zunichte, da das Gebäck später beim Backen noch stark aufgeht: Filigrane Verzierungen sind oft nicht der Mühe wert, weil sie im fertigen Gebäck nicht mehr sichtbar sind. Zudem können sie beim Backen viel dunkler als der Rest werden. Damit Rosinen und Mandelstifte nicht abfallen, sollte man sie gut eindrücken – ein Zahn stocher leistet dabei wertvolle Dienste. Hilfreich ist auch eine Schere: Damit schneidet man etwa Stacheln oder stattet Gesichter mit Bärten und Frisuren aus. MM
Zubereitung
1. Mehl, Salz, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel mischen, in der Mitte eine Mulde bilden. Milch und Hefe hineingeben. Kurz stehen lassen. Sobald sich die ersten Bläschen bilden, Margarine, Ei, Quark und Zitronenschale beigeben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Teig zugedeckt ca. 1 Stunde lang auf das Doppelte aufgehen lassen. 2. Teig in sechs gleich grosse Stücke teilen. Jeweils einen Teil mit bemehlten Händen zum gewünschten Tierchen formen (siehe links). Nach Belieben mit Mandelstäbchen und Rosinen verzieren. Figuren auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und erneut ca. 30 Minuten lang aufgehen lassen. 3. Backofen auf 180 °C vorheizen. Ei verquirlen, Tierchen damit bepinseln und nach Belieben mit Hagelzucker bestreuen. In der Ofenmitte ca. 25 Minuten lang backen.
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Tierwelt
Futter für jedes Katzenalter Katzen sollten nicht ein Leben lang die gleiche Nahrung bekommen. Junge Büsis mögen proteinreiche Nahrung, bei ausgewachsenen Tieren ist Balance wichtig – und ältere Samtpföter brauchen weniger Kalorien. ga (50), eidi Bacchile Zoe (6) und H edien M sro bei Mig Projektleiterin
Meine Katze und ich
«Sie liegt immer neben mir» Heidi, was magst du an Zoe? Dass sie anhänglich ist. Wenn ich es mir auf dem Sofa gemütlich mache, legt sie sich immer sofort neben mich. Wer dagegen wettet, verliert. Was denkst du, mag sie an dir? Dass ich ihr zu fressen gebe. Klingt ernüchternd. Ach, so sind Katzen eben. Im Gegensatz zu anderen Artgenossinnen lässt sie sich immerhin streicheln. Seit wann lebt ihr zusammen? Seit sechs Jahren, also seit sie ein kleines Kätzchen war.
Bild: Heidi Bacchilega
Und wieso der Name Zoe? Das weiss ich gar nicht (lacht). Meine beiden Söhne haben damals den Namen für sie gewählt. Wie sieht ein typischer Sonntagabend bei euch aus? Zoe bekommt um 18 Uhr Znacht – das ist stets ein heiss ersehnter Zeitpunkt. Dann schauen wir gemeinsam «Tatort». Und alle sind eifersüchtig, weil Zoe bei mir liegt.
Wachsen, wachsen! Der Körper einer jungen Katze muss innert kurzer Zeit Muskeln und Knochen aufbauen. Die Kätzchennahrung enthält darum viel Protein und wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Zink und Eisen.
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Gute Balance Ausgewachsene Katzen hätten am liebsten 13 bis 16 Mahlzeiten pro Tag – eine jede mit dem Kalo riengehalt einer Maus. Wichtig ist jedoch wie beim Menschen Ausgewogen heit. Erreicht wird sie am besten mit Fertignahrung.
3
Für den Appetit Mit dem Alter büssen Katzen oft ihren Geschmacks- und Geruchssinn ein. Ein hoher Fleisch gehalt in der Fertig nahrung trägt zu einem gesunden Appetit bei.
5
Bei allen Angeboten sind M-Budget- und bereits reduzierte Artikel ausgenommen.
Minihäppchen Kätzchen haben ein kleineres Maul als ausgewachsene Tiere. Besonders kleine Futterstücke helfen den Jungtieren, ihre Mahlzeit zu zerkauen und so alle wichtigen Nährstoffe freizusetzen.
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Wenig Kalorien Ältere Katzen nehmen das Leben meist gelassener. Diesem Lebensstil passt sich auch der Stoffwechsel an: Die Tiere verbren nen weniger Energie und benötigen darum weniger Kalorien.
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unvergessliche Reisetage Fr.
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Perlen des Nordens
Kopenhagen – Stockholm – Helsinki – Oslo . 1. Tag Schweiz – Hannover 2. Tag Hannover – Kopenhagen – Lund Überfahrt nach Dänemark. Durch Lolland und Falster erreichen wir Kopenhagen. Nach der Stadtrundfahrt spektakuläre Fahrt über die Oeresundbrücke. 3. Tag Lund – Südschweden – Stockholm Fahrt durch das von unzähligen Seen geschmückte Südschweden, bekannt durch viele der populären Inga Lindström-Filme. Nach Besuchen im beliebten Ferienort Gränna und im Freilichtmuseum von Gamla Linköping Ankunft in Stockholm. 4. Tag Stockholm Besichtigung von Stockholm, der grössten Stadt Nordeuropas. Danach freier Aufenthalt für eigene Entdeckungen. Abends Fährüberfahrt durch das grandiose Schärengebiet nach Finnland. 5. Tag Turku – Helsinki Kurzweiligen Fahrt durch Südfinnland nach Helsinki. Stadtrundfahrt und freier Aufenthalt. Abends Einschiffung zur Überfahrt nach Schweden. 6. Tag Stockholm – Örebro – Oslo Nach der Ausschiffung Fahrt ins malerische Mariefred, wo auch das berühmte Schloss Gripsholm steht. Weiterreise über Örebro mit seinem beeindruckenden Renaissance-Schloss und entlang dem Vänernsee in den Raum Oslo. 7. Tag Oslo Stadtrundfahrt in der norwegischen Hauptstadt mit Besuchen auf dem Holmenkollen und im Vigelandspark. Danach freier Aufenthalt. Abends Fährüberfahrt durch den grandiosen Oslo-Fjord . 8. Tag Frederikshavn – Hannover Morgens Ankunft in Dänemark. Wir durchfahren nun die Halbinsel Jütland und Schleswig Holstein und erreichen Hannover. 9. Tag Hannover – Schweiz
Reisedaten 2018 08. – 16. Juni 14. – 22. Juli 21. – 29. Juli
Das ist alles dabei...
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9-tägige Fahrt mit modernem Fernreisecar
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3 Übernachtungen auf modernen Fähren in Doppelkabinen innen mit Dusche/WC
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5 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels
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Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC
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Halbpension in den Hotels (während der Fährüberfahrten ist das Skandinavische Frühstücksbuffet inbegriffen)
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Geführte Stadtbesichtigungen in Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Oslo
Auf Wunsch:
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Aussenkabine Fr. 120.–
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Annullationsschutz Fr. 32.–
Einzelzimmerzuschlag Fr. 190.– (nur Hotel)
Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Basel, Luzern
1’545.–
Schottland mit . Royal Military Tattoo 1. Tag Schweiz – Köln 2. Tag Köln – Amsterdam – Einschiffung Weiterreise nach Amsterdam. Nachmittags Einschiffung nach Grossbritannien. 3. Tag Newcastle – Glasgow – Loch Lomond Über die Hügelzüge der Southern Upplands gelangen Sie am Mittag nach Glasgow. Nach der Stadtbesichtigung fahren wir weiter zum Loch Lomond, der «Queen of Scottish Lochs». 4. Tag Loch Lomond – Fort William – Inverness Heute führt uns die Reise nach Inveraray und durch das geschichtsträchtige Glen Coe mitten durch die Highlands. Über Fort William und entlang dem Kaledonischen Graben gelangen wir zum berühmten Loch Ness und nach Inverness. 5. Tag Ausflug Inverewe Gardens – Eilean Donan Castle (fakultativ) Wir besuchen das Eilean Donan Castle, eine typische schottische Burg und erreichen danach das Loch Maree, einen der schönsten Lochs. Besuch der Inverewe Gardens mit der üppigen subtropischen Pflanzenwelt und Rückkehr nach Inverness mit einer atemberaubenden Küstenfahrt. 6. Tag Inverness – Whisky-Brennerei – Bathgate Fahrt über den Killiecrankiepass nach Pitlochry, einem beliebten Ferienort. Besuch In einer typischen Whisky-Brennerei mit Degustation. Nach einer Fotopause bei der berühmten Forth Bridge erreichen Sie Bathgate bei Edinburgh. 7. Tag Edinburgh und das Military Tattoo Besichtigung der Schottischen Hauptstadt Edinburgh, dem kulturellen Mittelpunkt Schottlands. Am Abend Besuch des weltberühmten «Royal Edinburgh Military Tattoo» auf der Burg. 8. Tag Bathgate – York – Hull Reise nach York mit seinem berühmten Münster und den mittelalterlichen Stadtmauern. Danach Einschiffung für die Überfahrt auf den Kontinent.
044 880 08 00
9. Tag Rotterdam/Zeebrügge – Schweiz Rückreise über Luxemburg in die Schweiz.
Schaffhauserstrasse 44 • 8152 Glattbrugg • www.bossartreisen.ch
Reisedaten 2018 11. – 19. August 18. – 26. August
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9-tägige Fahrt mit modernem Fernreisecar 6 Übernachtungen in guten Mittelklasshotels (offiz. 3- und 4-Stern-Hotels) 6 x Frühstücksbuffet und Nachtessen in den Hotels Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC Fährüberfahrten Amsterdam – Newcastle und Hull – Rotterdam/ Zeebrugge in Doppelkabinen innen mit Frühstück Geführte Stadtbesichtigungen in Edinburgh und Glasgow Besuch des Military Tattoo mit sehr guten Sitzplätzen Besuch einer WhiskyBrennerei inklusive Verkostung
Auf Wunsch:
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Einzelzimmerzuschlag Fr. 390.– (ausgenommen Fährüberfahrten) Aussenkabine Fr. 80.– Ausflug zu den Inverewe Gardens und zum Eilean Donan Castle, inkl. Eintritte Fr. 48.– Annullationsschutz Fr. 34.–
Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Luzern, Basel
MIGROS-WELT | MM10, 5.3.2018 67
«Eierfärben macht den Kindern viel Spass.» Vanessa Glässel, Projektleiterin Famigros
Vanessa Glässel ist Projektleiterin Famigros und dreifache Mutter.
Vanessa Glässel
«Eierfärben ist ein Kinderspiel»
Famigros
Kreative Osterideen Möchten Sie mit den Kindern etwas Osterstimmung in Ihre Umgebung zaubern? Der Familienclub der Migros hat auf seiner Website viele Tipps für das Basteln von Osterdekorationen zusammengestellt – und es gibt 1000 Osterkörbe zu gewinnen.
Bilder: iStock, zVg
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as Osterfest ist eine schöne Gelegenheit, um sich wieder mal zum gemeinsamen Basteln hinzusetzen. Den Kleinen macht das kreative Schaffen in der Regel grossen Spass. Für Mami und Papi dagegen kann das Schnipseln, Stechen, Pinseln und Malen zuweilen recht anstrengend sein – vor allem wenn gute Ideen fehlen oder wenn es schlechte Stimmung gibt. Famigros, der Familienclub der Migros, unterstützt Eltern beim Finden von einfachen Bastelideen. Auf der Website finden sich unter www.famigros.
ch/ostern diverse Tipps und Tricks für österliche Bastel arbeiten – etwa alles rund um das Arbeiten mit Eiern: wie die Eier vorzubereiten sind, wie man Naturfarben herstellt oder wie man Kräutermotive auf die Schale zaubert. Basteln ohne Tränen
In der Regel läuft natürlich nicht alles nach Plan. Etwa wenn die Kinder die Geduld verlieren, überfordert oder mit ihrem Werk unzufrieden sind. Vanessa Glässel, dreifache Mutter und Famigros-Projektleiterin, kennt die kritischen Momente. Sie rät, nicht zu hohe Ansprüche
zu stellen und die einzelnen Arbeitsschritte schon von vornherein aufzuteilen, gerade wenn Kinder unterschiedlichen Alters gemeinsam basteln und sich vielleicht gegenseitig kon kurrenzieren. Die erfahrene Familienfrau hat auch Ideen für ganz schnelle Osterideen auf Lager (siehe Interview). Am Montag, 5. März, lockt die Website übrigens mit einem ganz besonderen Gewinn: Dann verlost Famigros 1000 Oster körbe mit allerlei Leckereien für das Frühlingsfest. Wir wünschen viel Glück und frohe Ostern. Weitere Infos: www.famigros.ch/ostern
Was ist die schnellste Osterdeko, die ich mit Kindern anfertigen kann? Die einfachste Variante ist, selbstklebende Ostersticker auf fertig gefärbte Eier zu kleben. Die Eier selber zu färben, macht den Kindern aber auch viel Spass – und mit den Eierfärbe-Sets der Migros ist dies tatsächlich ein Kinderspiel. Grössere Kinder können Osterformen aus Salzteig stechen, die sie nach dem Trocknen mit Acryl farben bemalen dürfen. Beim Basteln gibt es oft eine Materialschlacht. Die Eierfärbe-Sets sind genau auf eine bestimmte Menge abgestimmt. Und die Pinsel und die Farben kann man auch für andere Bastel arbeiten verwenden. Die vollendeten Werke sind oft anders, als man sie sich vorgestellt hat. Wie beuge ich Tränen vor? Je weniger Ansprüche man an sich selbst stellt, desto kleiner sind auch die Ansprüche der Kinder an sich selbst. Wenn Geschwister unterschied lichen Alters zusammen basteln, kann man die Ar beiten nach Entwicklungsstand aufteilen. So ensteht keine Konkurrenz und auch kein Missmut. MM
68 MM10, 5.3.2018 | MIGROS-WELT
Zeitgemäss putzen
Schrubben war gestern
Geräte mit neuen Technologien erleichtern den (Putz-)Alltag. So kann die Arbeit sogar Spass machen. Es lohnt sich also, die eigene Ausrüstung wieder mal auf den neuesten Stand zu bringen.
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MIGROS-WELT | MM10, 5.3.2018 69
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MIGROS-WELT | MM10, 5.3.2018 71
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Festivals
Musikalische Höhenflüge Bereits zum 11. Mal findet im April das «Zermatt Unplugged» statt. Das Shopping- und Erlebniscenter Westside engagiert sich seit 2014 als Main Partner beim wohl schönsten Musikfestival Europas. Text: Lorenz Feller Bild: Marc Kronig
Musik im Anflug. Die 11. Ausgabe des Festivals verspricht wieder Musikgenuss auf höchstem Niveau.
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Karriere im Alleingang
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om 10. bis 14. April findet die 11. Ausgabe von «Zermatt Unplugged» statt. Fünf Tage lang steht das idyllische Walliser Berg dorf ganz im Zeichen des Musik festivals. Auf 14 verschiedenen Bühnen treten nicht nur inter nationale Superstars wie Emeli Sandé oder Norah Jones auf, sondern auch zahlreiche New comer-Bands sowie lokale und nationale Künstler. Das Shopping- und Erlebnis center Westside engagiert sich
bereits zum fünften Mal als Main Partner von Zermatt Unplugged, denn rund ein Drittel der Besuche rinnen und Besucher des Festivals stammt aus dem Raum Bern. Preise im Westside
Das Einkaufscenter und das Musikfestival verbinden zahlreiche gemeinsame Werte. Beispielsweise den geschmackvollen Lifestyle, das hochwertige Gastronomieangebot oder die vielseitige Unterhaltung. Das Sponsoring-Engagement wird deshalb sowohl im Shopping- und
Erlebniscenter Westside als auch in Zermatt erlebbar sein. Musikfans können sich im Westside auf einen Wettbewerb mit attraktiven Preisen freuen. Und in Zermatt wird mitten im Dorfkern das WestsideChalet zu finden sein. Dort können sich die Festivalbesucherinnen und -besucher im passenden Alpen-chicAmbiente entspannen und die die Musik von «Zermatt Unplugged» ge niessen. MM Mehr Informationen: zermatt-unplugged.ch, westside.ch/sponsoring
Wer sein eigenes Unternehmen gründen will, kann guten Rat und den Austausch unter Gleichgesinnten brauchen. Im Kurs «Ich mache mich selbständig» erhalten zukünftige Firmengründer wertvolle Tipps und Infos in den Gebieten Recht, Strategie, Marketing und Finanzen. 16 Lektionen kosten Fr. 690.–
72 MM10, 5.3.2018 | MIGROS-WELT
Garten
Querbeet gut beraten Der Garten erwacht aus dem Winterschlaf. Obi erklärt, welche Arbeiten jetzt anstehen und wie die Gestaltung der grünen Oase zum Vergnügen wird. Text: Sarah Baur
Erneuerungswahlen
Aufruf an die Mitglieder der Genossenschaft Migros Aare Liebe Mitglieder In rund 12 Wochen finden in unse rer Genossenschaft Erneuerungs wahlen statt. Für eine zweijährige Amtsdauer (1. Juli 2018 bis 30. Juni 2020) ist die Revisionsstelle zu wählen: Alle Mitglieder können Wahlvorschläge einreichen. Diese müssen den Bestimmungen der Statuten (Art. 35) und des Wahl reglements (§ 26 und § 27) entspre chen. Die entsprechenden Doku mente können gegen Vorweisung des Anteilscheines/Mitgliederaus weises in unseren Verkaufsstellen sowie am Sitz der Genossenschaft in Schönbühl eingesehen werden.
Die Wahlvorschläge sind spätestens am 24. März 2018 beim Wahlbüro unserer Genossen schaft einzureichen. Genossenschaft Migros Aare Adelheid Cordella Präsidentin des Wahlbüros Administration Finanzen Industriestrasse 20 3321 Schönbühl Genossenschaft Migros Aare Die Verwaltung
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ald wird der Garten wieder zum luftigen Wohnraum. Damit der Aussenbereich die gewünschte Erholung und Lebensqualität bie tet, braucht er besonders im Frühling etwas mehr Aufmerksamkeit. Im März, sobald die Erde nicht mehr allzu nass ist, kann zum Beispiel mit der Aussaat von Kopfsalat, Zwiebeln, Rhabarber und Rüebli begonnen werden. Wenn die ganze Familie beim Gärtnern mithilft, wird die gemeinsame Zeit unter freiem Himmel zum Erlebnis. Man setzt sich kleine oder grössere Ziele im Garten, zeichnet am Esstisch erste Pläne für die Anordnung der Gemüsesorten, sucht die schönsten Blumen aus, beobachtet Nützlinge, legt ein Beet für die Kinder an, bearbeitet den Boden, pflanzt und pflegt gemeinsam. Im Sommer werden auch die
kleinen Familienmitglieder gern Gemüse ernten und essen. Rat für Hobbygärtner
Wie wird ein Naturschwimmteich angelegt? Wie macht man sein Gartenhäuschen wetterfest? Wie wird der Boden aufs Ver legen von Verbundsteinen vorbereitet? Wer im Garten grössere Veränderungen vornehmen will, braucht Rat von Experten, das passende Werkzeug und die entspre chenden Materialien. Von der Bepflanzung des Hochbeets bis zum Anlegen eines Grillplatzes – das Fachpersonal von Obi bietet eine kompetente Beratung und die passen den Produkte für alle Gartenprojekte an. Auf www.obi.ch finden sich ausserdem zahl reiche Anleitungen, Werkzeuglisten und nützliche Tipps zur Gartengestaltung. MM
MIGROS-WELT | MM10, 5.3.2018 73
Der Frühling kommt, und der Garten wird zum Familienprojekt. Tipps zur Um setzung gibts bei Obi.
Volkslauf
Kinder bis 16 laufen gratis 70 Prozent der Strecke des Aargauer Volkslaufs bestreiten die Sportlerinnen und Sportler auf Naturwegen. Text: Jacqueline Mendl Bild: Hans Spielmann
Workshop
Bild: zVg
Hammerfrauen Hör mal, wer da hämmert Es gibt keine Frauen mit zwei linken Händen. Es gibt nur Frauen, die noch nicht den Hammerfrauen-Workshop besucht haben. Hier lernen die Teilnehmerinnen mit Hammer, Schraubstock, Zange und womöglich anderen Seitenhieben umzugehen. Die Zeiten, in denen der unbedarfte Umgang mit Werkzeug den eigenen Umsetzungsideen im Weg stand, sind vorbei. Die Workshops sind kostenlos und unverbindlich. Montag, 12. März, im Obi Schönbühl Dienstag, 13. März, im Obi Oftringen Mittwoch, 14. März, im Obi Thun Weitere Informationen: www.obi.ch/de/hammerfrauen
Kinder in den Kategorien U 10 bis U 16 starten dank des Engagements M-Generation der Migros gratis.
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istanzen von einem Kilome ter bis 10 Meilen bieten jeder Altersklasse die geeignete Herausforderung am Aargauer Volkslauf vom Sonntag, 29. April. Einsteigerinnen und Ein steiger haben die Wahl zwischen zwei Jogger-Kategorien. Und ambitionierte Läuferinnen und Läufer schätzen die flache 10-Meilen-Strecke als Vorberei tung auf die kommende Saison. Im Leichtathletikstadion Schachen, wo sich der Start und das Ziel befinden, können die Zuschauer mitfiebern und sich in der Festwirtschaft verpflegen. Die Migros übernimmt auch in diesem Jahr wieder das Startgeld für Kinder der Kategorien U 10 bis U 16. Alle Teilnehmer erhalten am Migros- Stand ein kleines Überraschungsge schenk von «iMpuls» – der Gesund heitsinitiative der Migros. MM
Verlosung
35 Gratisstartplätze Wir verlosen 35 Gratisstartplätze. Schreiben Sie Ihren Vor- und Nachnamen mit Adresse auf eine Postkarte und senden Sie diese bis spätestens 9. März an: Migros Aare, Sponsoring – AVL Industriestr. 20 3321 Schönbühl Online-Teilnahme auf www.migrosaare.ch/ verlosung Die Gewinner werden bis 20. März schriftlich benachrichtigt.
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Leben MM10
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Wie bringen Sie die Familie gesund durch den Winter? Mit Bewegung und Sport. Wer fit ist, wird nicht so schnell krank.
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Monica Müller (43) hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
Der Heimweg von der Kita dauert eine Viertelstunde. Oder eine Stunde – wenn der Grosse (7) dabei ist. Denn dann will der Kleine unbedingt den ganzen Weg zu Fuss gehen. Wir wählen dann auch nicht die direkteste Route, sondern spazieren vorbei an Schafen und Schrebergärten. Der Grosse, der sonst gern der Schnellste ist, wird bei diesen Spaziergängen zur Schnecke. Jedes Steinchen ist plötzlich interessant, jedes Mäuerchen eine Balancier- und Klettergelegenheit. Ich geniesse die Langsamkeit und hänge meinen Gedanken nach. Das Flüstern und Kichern der Buben nehme ich von Weitem wahr. Plötzlich stehen sie mit einem breiten Grinsen vor mir. In ihren Fäustchen stecken alle Krokusse der Welt. Oje, sie haben einen Schrebergarten geplündert. Und jetzt? 1 Ich freue mich unbändig über die Blümchen!
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Nichts dergleichen. Winterzeit ist Virenzeit, im Frühling geht es wieder bergauf.
5 %
2 Ich bedanke mich erst, dann lese ich ihnen die Leviten. Das. Geht. Nicht. 3 Wir gehen nach Hause. Dort muss der Grosse eine Entschuldigungszeichnung
machen, die wir später beim gerodeten Garten an den Zaun heften.
99 Abstimmende
Eine Umfrage von
Antwort 1: Sie sehen mich so erwartungsvoll an und freuen sich so, mir die Krokusse zu übergeben – da kann ich ihnen einfach nicht böse sein. Natürlich hoffe ich, dass neue Blümchen hervorspriessen, bevor die Besitzer in ihr Gärtchen kommen. Und das nächste Mal passe ich wieder besser auf.
Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis
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Mit warmen Bädern, wohltuenden Tees, Händewaschen und viel Ruhe und Schlaf.
78 MM10, 5.3.2018 | LEBEN
Familie
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Jeder fünfte Lernende in der Schweiz löst den Lehrvertrag vorzeitig auf. Wenn es läuft wie bei Louis Plüss, ist das kein Problem: Er beginnt im Sommer seine zweite Lehre. Text: Claudia Weiss Bilder: Ephraim Bieri
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ouis Plüss weiss es im Voraus: Am ersten Tag an der neuen Lehrstelle wird er etwas aufgeregt sein. Es ist ja bereits die zweite «Stifti», die er im August beginnen wird. Die winzigen Schräubchen und komplizierten Messund Schleifmaschinen für Brillengläser waren schuld daran, dass der Berner vor ein paar Monaten seine Optikerlehre vorzeitig b eendete. Ein weiterer Grund: der schwierige Stoff in der Berufsschule. Der 18-Jährige rückt seine Brille zurecht und erklärt: «Wir hatten viel Mathematik, dazu Optiktheorie, medizinische Grundlagen und Chemie – alles sehr anspruchsvoll. Am Ende der vier Lehrjahre wäre ich gleichzeitig im ganzen Stoff geprüft worden. Ich hätte kein einziges Fach vorher abschliessen können.» In den allgemein bildenden Fächern waren seine Leistungen gut, der Kundenkontakt klappte bestens. Aber schon beim ersten Qualifikations gespräch mahnte sein Lehrmeister, Plüss müsse in Berufsschule und Werk statt besser werden. Der Lernende schaffte es, den Zeugnisschnitt um eine halbe Note zu verbessern. Dann, am Ende des ersten Lehrjahrs, lud der Lehrmeister neben Louis auch noch dessen Eltern Lisa Plüss (50) und Stefan
Krucker (49) zum Qualifikationsgespräch ein. Er lobte seinen Lehrling für die Arbeit im Verkauf. Aber in der Werkstatt und in der Schule, stellte er klar, reichten seine Leistungen noch nicht. «Ich erschrak sehr», sagt Louis Plüss. «Ich hatte gedacht, ich würde es packen.» Doch ans Aufgeben dachte der Teenager da noch nicht, und auch die Eltern fanden, er solle die Flinte nicht gleich ins Korn werfen: «Wir ermunterten ihn durchzuhalten», sagt Mutter Lisa Plüss. Sie und ihr Mann hatten den Eindruck, ihr Sohn sei bei seinem Lehrmeister sehr gut aufgehoben. Der Druck wurde zu gross
Im vergangenen November folgte jedoch der Bescheid des Lehrmeisters, nicht unfreundlich, aber deutlich: Wenn Louis die Lehre fortsetzen wolle, müsse er noch besser werden. Da war den Eltern schon klar, dass ihr Sohn am Limit war. «Louis arbeitete bereits sehr viel und hätte zudem noch viel mehr lernen müssen», sagt Lisa Plüss. Sie merkte, dass ihr Sohn unter einem starkem psychischen Druck stand. Den Entscheid überliessen die Eltern und der Lehrmeister dem Lehrling selbst. Weiter auf Seite 81
LEBEN | MM10, 5.3.2018 79
Das sagt der Experte
«Die meisten Jugendlichen wollen etwas Passendes und Sinnvolles lernen» Die Migros-Gruppe ist mit 3860 Lernenden die grösste Lehrstellenanbieterin der Schweiz. Für alle MigrosUnternehmen liegt die Quote der vorzeitig auf gelösten Lehrverträge bei acht Prozent. Landesweit ist sie mit 20 Prozent um das Zweieinhalbfache höher.
Silvan Muffler (39) ist Leiter Berufs bildung der Genos Silvan Muffler, in der senschaft Migros Schweiz wird jeder fünfte Zürich.
Lehrvertrag vorzeitig aufgelöst – sind Jugendliche schlecht informiert? Ich würde nicht sagen schlecht, aber vielleicht zu wenig konkret. Es ist eine grosse Herausforderung, unter den vielen Ausbildungsberufen den passenden zu finden und sich dabei ein realistisches Bild vom Arbeitsalltag zu verschaffen. Zu diesem Zweck müssen Jugendliche die Gelegenheit erhalten, an Schnuppertagen einen Einblick in den Beruf zu gewinnen. Im Übrigen vermittelt die Gesellschaft den Jugendlichen leider schon früh, welche Berufe angesehen sind. So drängen viele in Branchen, die ihren Anforderungen, Interessen und Fähigkeiten nicht entsprechen.
Louis Plüss hat mit Hajk und Nadine Künzli (r.) einen passenden Lehrbetrieb gefunden.
Mangelt es den Lernenden nicht auch oft am Durchhaltewillen? Nein. Wenn man täglich etwas tun muss, was einen nicht interessiert, und man dadurch demotiviert ist, wird es schwer, dies über längere Zeit durchzuziehen. Der Entscheid, den Lehrvertrag aufzulösen, kann auch zeigen, dass sich ein Jugendlicher nochmals mit seinen Interessen und der Zukunft auseinandergesetzt hat. Die meisten
wollen etwas Passendes und Sinnvolles lernen. Wann ist es angebracht, einen Lehrvertrag aufzulösen? Das gilt zum einen, wenn man gleich zu Beginn der Ausbildung spürt, dass der gewählte Beruf nicht den Interessen und Fähigkeiten entspricht. Zum anderen, wenn trotz Lösungsversuchen keine Verbesserung eingetreten ist und wenn ein Jugendlicher unter der Situation stark leidet. Was müssen Eltern, Lehrlinge und Lehrmeister bei den angesprochenen Lösungsversuchen beachten? Wichtig ist, dass beide Parteien die Möglichkeit bekommen, die Situation zu verstehen und zu verbessern. Die Massnahmen müssen schriftlich festgehalten werden. Weiter soll festgelegt werden, wann die Situation wieder überprüft wird. Ist ein Betrieb mit den Leistungen oder dem Verhalten des Lernenden nicht zufrieden, muss er ihm das Fehlverhalten, die bisher nicht erfüllten Erwartungen sowie mögliche Konsequenzen klar kommunizieren. In welchem Fall sollten Jugendliche eine Lehre trotz Widrigkeiten unbedingt durchziehen? Wenn nicht genügend nach dem «Warum» gesucht worden ist und sie nicht versucht haben, die Schwierigkeiten zu klären. Auch der Zeitpunkt spielt natürlich eine wichtige Rolle: Je näher am Abschluss, desto weniger Sinn macht eine Lehrvertragsauflösung.
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Mein Kind hat genug. Wie gehts weiter? www.migmag.ch/ lehrabbruch
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Dieser tat sich nicht leicht damit, denn am Arbeitsplatz und im Team fühlte er sich wohl. Der Jugendliche schaute mit dem Berufsberater einmal mehr alle Berufe an und sprach viel mit seinen Eltern. Schliesslich rang er sich durch, den Lehrvertrag aufzulösen und eine Lehrstelle zu suchen, die seinen Stärken entspricht: im Verkauf. Eine Lehrvertragsauflösung ist unkompliziert, wenn beide Parteien sich einig sind wie in Louis’ Fall. Der Jugendliche verfasste ein Schreiben an die Verantwortlichen des Betriebs, die sich ihrerseits schriftlich mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses einverstanden erklärten – und beide Briefe an die Lehrlingskommission weiterleiteten. Diese erklärte den Lehrvertrag als offiziell aufgelöst. Wie Louis Plüss geht es jedem fünften Lernenden: Sie lösen ihren Vertrag
vor Ende der Lehre auf und suchen eine neue Stelle. Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) hat diese Zahlen erstmals erhoben und nennt die Hauptgründe für die Lehrvertragsauflösungen: mangelhafte Leistungen in der Schule, Konflikte am Arbeitsplatz und schlechte Ausbildungsbedingungen. Fachleute sprechen zunächst von «vorzeitiger Lehrvertragsauflösung». Erst wenn Jugendliche in drei Jahren keine neue Lehre beginnen, gilt das als «Lehrabbruch». Laut der EHB-Studie setzt mehr als die Hälfte der Betroffenen die Ausbildung innert dreier Jahre fort. Erfahrung ist von Vorteil
Louis Plüss etwa bewarb sich sogleich beim Unternehmen Hajk, einem Geschäft für Outdoor- und
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26/02/2018
Reiseausrüstung in Bern, um einen Schnuppertag. Dort hinterliess er einen guten Eindruck. Die Lehrlingsverantwortliche und Filialleiterin Nadine Künzli (28) sagt: «Anfangs stutzte ich, als ich in der Bewerbung las, dass Louis seine erste Lehre abgebrochen hatte.» Doch sein Bewerbungsschreiben überzeugte, und sie fand es mutig, dass er es wagte, die Weichen neu zu stellen. Der Schnuppertag brachte die Bestätigung. «Louis Plüss ist kommunikativ und geht freundlich auf die Kunden zu», sagt Künzli, «und er stellt gute Fragen.» Auch dass er bereits ein wenig Berufserfahrung hatte, sah sie als Vorteil. Künzli überlegte deshalb nicht lang und gab Plüss die Zusage. Mit Temporärarbeit verdient sich dieser jetzt etwas Geld – und freut sich auf seinen zweiten Start im Sommer. MM
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82 MM10, 5.3.2018 | LEBEN
Gesundheit
Kein Kraftstoff für den Krebs Lassen sich bösartige Tumore durch simples Fasten bekämpfen? Die Antwort lautet klar: nein. Trotzdem spielt Nahrungsverzicht eine wichtige Rolle in der Krebsprävention. Text: Ben Kron
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enn man auf Essen verzichtet, hat man ein anderes Gefühl für Körper und Bewusstsein – das weiss jeder, der es versucht hat. Für die Prozesse im Körper, die das Fasten auslöst, interessieren sich Wissenschaftler schon länger. 2016 erhielt der Japaner Yoshinori Ohsumi den Medizin- Nobelpreis für die Entdeckung der Autophagie, einer Art Müllentsorgung in den Zellen, die während des Nahrungsentzugs entsteht. Da kommt man leicht auf den Gedanken, diese Erkenntnisse und das eigene Empfinden mit handgeschusterten Diät vorschlägen und Heilsversprechen zu kombinieren, die von Entgiftung, Entschlackung oder gar dem Aushungern von Tumoren reden. Das ist alles unseriös, weiss man heute. Zum einen ist nicht klar, was genau entgiftet werden und woher die Schlacke kommen soll. Denn eigentlich tun das ja Leber und Nieren automatisch für uns. Auch einen Tumor auszuhungern kann nicht funktionieren, weil es derart viele unterschiedliche Zellen in einem Geschwür gibt, dass vielleicht die einen tatsächlich absterben, andere Tumorzellen hingegen sich quasi aufbäumen und unheilvoll gestärkt aus dem N ahrungsentzug hervor gehen würden.
Für den Zellbiologen Mario Tschan, der seit rund zehn J ahren auf dem Gebiet forscht, ist klar, dass Fasten bei der H eilung von Krebs nichts bringt. «Man nimmt sogar an, dass durch den Nahrungsentzug die Fitness eines Teils der Krebszellen gefördert wird und zum Beispiel Metastasen sich danach besser ausbreiten können», sagt der Forschungsgruppenleiter Experimentelle Pathologie an der Universität Bern. Generell verneinen Krebs spezialisten, wie der Mikro biologe und Naturheilkundler Josef Beuth aus Köln, die Wirksamkeit des Fastens bei Krebs erkrankungen: «Ob man isst oder nicht, der Krebs holt sich seine Nahrung aus den körpereigenen Ressourcen.» Unnützer Zellschrott Nichtsdestotrotz forscht Mario Tschan mit seinem Team weiter an den Prozessen, die das Fasten im Körper auslöst. Die vom Japaner Yoshinori Ohsumi entdeckte Autophagie dient dazu als Schlüssel. Übersetzt heisst Autophagie «Selbstfressen». Sie findet in den Zellen statt, wenn man während mindestens fünf Tagen fastet. Bekommen die Zellen nämlich keine Nahrung, greifen sie auf ihre Reserven zurück und entsorgen unnützen Schrott aus ihren Kammern. Nicht mehr funktionstüchtige Proteine und anderes geben sie in die normale Verdauung
ab und wirken so wie ein Not stromaggregat für Hirn und Herz. «Bei der Autophagie handelt es sich vereinfacht gesagt um die ‹Müllabfuhr der Zelle›», so Mario Tschan. Der Biologe untersucht diese Vorgänge vor allem im Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs, aber auch im Kontext von Resistenzen gegenüber bekannten Krebstherapien. In Studien sehr gut belegt ist die vorbeugende Wirkung des Fastens. «In Zellkulturen und bei Tiermodellen konnte man zeigen, dass die Autophagie die Entstehung von Tumoren verhindert oder zumindest verlangsamt.» Indem der Zellschrott abgeführt wird, sinkt die Gefahr, dass diese Abfallstoffe zu einer Entartung der Zelle führen. Mario Tschan verfolgt vor allem den Ansatz, die Autophagie mit Krebstherapien zu kombinieren. «Ein Problem ist, dass viele Krebsarten rasch Resistenzen gegenüber Therapien bilden.» Ein Tumor, so erklärt der Biologe, bestehe aus vielen verschiedenen Arten von Tumorzellen. Während einige von diesen durch konventionelle Krebsbehand lungen abgetötet werden, wuchern gewisse Arten von Zellen weiter. «Die Kombination einer konventionellen Krebstherapie mit Fasten könnte diese Resistenzmechanismen gezielt ausschalten. So wäre es denkbar, dass die Wirksamkeit von Krebsbehandlungen erhöht und
Mario Tschan ist Forschungsgruppenleiter Experimentelle Pathologie an der Universität Bern.
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Autophagie
Zellschrott entsorgen Körperzellen benötigen Energie für ihren Stoffwechsel. Isst der Mensch während längerer Zeit nichts, aktiviert der Körper den Prozess der Auto phagie, des «Selbstfressens». Bei diesem wird Zellschrott rezykliert, der beim Stoffwechsel der einzelnen Zelle als Abfall anfällt und innerhalb der Zelle zwischengelagert wird. Durch das V erdauen dieser gespeicherten Eiweisse kann der K örper einen gewissen Zeitraum ohne Nahrung überbrücken.
16
Stunden
8
Stunden
Bilder: Kornel Simon/EyeEm/Getty Images, Maiwolf/Getty Images, PD
Intermittierendes Fasten, also Fasten mit Unterbrechungen (zum Beispiel während 8 Stunden frei essen, danach eine Pause von 16 Stunden einlegen), kann Krankheiten vorbeugen.
zugleich verhindert wird, dass vereinzelte Krebszellen über leben.» Im Kontext einer Krebsthera pie und einer unterstützenden Fastenkur hält Mario Tschan das Timing für ausschlaggebend: «Zuerst werden mit einer erfolg reichen Krebstherapie die meisten Tumorzellen abgetötet, dann kann durch intermittieren des Fasten und die Aktivierung der Autophagie ein positiver Effekt auf die gesunden Zellen er zielt werden.» Unter anderem be steht dieser Effekt in einer erhöhten Fitness der Körper zellen und damit einer rascheren Regeneration von den toxischen Effekten der Krebstherapie. Einen anderen Weg beschrei ten Ärzte an der Berliner Klinik Charité: Bei 50 Patientinnen, die an Eierstock- oder Brustkrebs
litten, wurde das Fasten mit Erfolg eingesetzt, um die Neben wirkungen der Chemotherapie zu mildern. Sämtliche Patientinnen hatten weniger mit den bekannten Symptomen zu kämpfen, die eine Chemotherapie begleiten. Fasten hilft vorbeugen Daneben befassen sich die Ber liner Forscher mit den Wirkungen des intermittierenden Fastens, das eine Gruppe von Patienten im Rahmen einer laufenden Studie anwendet. Beim intermittieren den Fasten folgen nach einem exakten Zeitplan Phasen ohne Nahrungsaufnahme und solche mit. Bekannt ist zum Beispiel die 16:8-Methode, bei der nach 16 Stunden Fasten jeweils 8 Stunden lang frei gegessen werden kann. Auch Mario Tschan verspricht sich von dieser Methode einiges:
«Intermittierendes Fasten könn te über die Aktivierung der Auto phagie der Tumorprävention die nen.» So kann unter Umständen auch eine zuckerlose, sogenannte ketogene Ernährung hier eine gewisse Wirkung erzielen. Eine Wunderwaffe zur Behand lung von Krebs ist das Fasten also nicht. Mario Tschan: «Dies nicht zuletzt, weil Krebs ein Überbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Krebsarten ist. Man kann nicht erwarten, dass alle auf die gleiche Therapie ansprechen.» Wer aber regelmässig und kontrolliert fastet, beugt einer möglichen Krebserkrankung vor. Und vermutlich verringert man so auch die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer, Diabetes II oder Parkinson zu erkranken. Gesund ist Fasten also auf alle Fälle. MM
Den Prozess der Autophagie entdeckten Medi ziner bereits in den 1970erJahren. Doch erst in den letzten Jahren rückte er wieder ins Zentrum des Interesses. Man erkannte, dass diese Prozesse des «Selbstfressens» einen wichtigen Faktor zur Gesunderhaltung der Zellen darstellen. Der Zellschrott, der durch die Autophagie entsorgt wird, steht im Verdacht, für Entartungen von Zellen verantwortlich zu sein. Aber auch bei Infektionen, eventuell auch bei Alzheimer, Parkinson und Diabetes II, könnte eine Störung der inneren Müllverwertung vorliegen.
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LEBEN | MM10, 5.3.2018 85
Kolumne
Freiheit dank vier Rädern
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Wie sagt man so schön: Wir leben in einem freien Land. Aber leben wir auch frei auf dem Land? Meine These: Als Landkind weisst du erst mit rund achtzehneinhalb Jahren, was Freiheit bedeutet. Dann nämlich, wenn der Autoprüfungsexperte dir deine schweissfeuchte Hand schüttelt und sagt: «Gratuliere, Sie haben bestanden!» Du fährst los, und spätestens an der nächsten Kreuzung weisst du, spürst du, dass sie da ist: die Freiheit, die grenzenlose.
Lisa Stutz (24), sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.
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Zuvor warst du abhängig: vom Bus, der am Sonntag nur ein Mal pro Stunde fährt; von deinem Mami, die immer Besseres zu tun hat, als dich herumzukutschieren; von deinem Velo, das die meiste Zeit einen Platten hat. Kurz: Wenn du auf dem Land kein Auto hast, bist du aufgeschmissen – ausser natürlich, du bist der Sohn eines Bauers und fährst ab
deinem 14. Geburtstag steinhart mit dem Traktor zu allen Homepartys. Ich bin unendlich froh, dass es Anton in meinem Leben gibt. Er ist ein Renault Clio und bringt mich zuverlässig von A wie Arztbesuch nach B wie Badmintonkurs. (Okay, ich war noch nie in einem Badmintonkurs, aber offenbar gehe ich nie an einen Ort, der mit «B» anfängt.) Jedenfalls: ein Hoch auf Anton! In der Stadt braucht man keinen Anton. Uber, Tram, Taxi und Bus sei Dank. Neulich ist eine Freundin, die in Zürich wohnt, nach einer durchzechten Nacht in einem Schlafzimmer auf dem Land aufgewacht. Nach einem Blick auf die Uber- und die SBBApp wurde ihr übel. Wie sollte sie je nach Hause kommen? Und die neue Bekanntschaft hatte nicht einmal einen Traktor. MM
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Auto
Wendiger Sparfuchs
Das Cockpit
Immer mehr elektrifizierte Autos werden verkauft, darunter Plug-inHybride wie der jüngst geliftete Kia Niro PHEV. Familie Ebneter aus Engishofen TG testet ihn auf seine Alltagstauglichkeit.
«Nicht hübsch finde ich das Klavierlackdesign der Innentüren. Sonst gefällts mir, denn das Bedienen ist simpel, die Qualität wirklich top und das kabellose Handyladen praktisch.» Conny Ebneter
Text: Timothy Pfannkuchen Bild: Holger Salach
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weifeln zum Trotz: Die Elektro mobilität kommt. Dazu zählen neben E-Autos die sogenannten Plug-in-Hybride. In diesen Model len arbeiten Verbrennungs- und E-Motor wie im normalen Hybrid zusammen. P lugin-Hybride kann man jedoch zusätzlich an der Steckdose aufladen und Kurzstrecken so sogar kostensparend, flüsterleise und emissionsfrei vollelektrisch fahren. Kia zum Beispiel bietet den gelifteten, nur 4,36 Meter langen Niro, eine Art Van im SUV-Stil, ausser als Hybrid auch als PHEV (Plug-in-Hybrid) an – mit bis zu 58 Kilome tern elektrischer Reichweite.
29 g/km CO2 Grenzwert 2018: 112 g/km
Viel Platz, tolle Assistenzsysteme
Definitiv ein Kandidat für Familie Ebneter aus Engishofen TG. «Da unser ÖV nicht gut ist, fahren wir viele Kurzstrecken», so Tobias Ebneter (35). «Ausserdem haben wir eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach, wir können den Stromer also gut daheim laden», ergänzt der Installationsfachmann. Das Innenleben des Niro kommt bei Conny Ebneter (33) schon mal gut an. «Die Einstiegshöhe ist ideal, überall gibts viel Platz. Man sitzt gut, nur mit wenig Seitenhalt. Das Navi nimmt oft Umwege, aber Assistenzsysteme wie Radartempomat oder Totwinkelwarner sind super», sagt die Ernährungsberaterin. «Mir gefallen das straffe – manchmal fast zu straffe – Fahrwerk und die Wendigkeit sowie die gute Motorleistung des 141-PS-Hybridantriebs», fügt Tobias Ebneter an. Sein Highlight sei aber eindeutig das vollelektrische Fahren. Hat der Niro also das Zeug zum Familien wagen? «Sieben Jahre Garantie sind toll, aber unser Skoda Octavia Combi ist günsti ger und bietet das Mehr an Laderaum, das wir mit Kindern brauchen», urteilt Conny Ebneter. Und Tobias Ebneter ergänzt: «Also leider ein Nein. Schade – denn elektrisches Fahren macht schon mehr Spass!» MM
Das elektrische Fahren «Es ist ein herrliches und sehr ansteckendes Gefühl, dieses leise und trotzdem flotte vollelektrische Fahren. Im Schnitt kamen wir pro Ladung auf 53 Kilometer.» Tobias Ebneter
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Der Verbrauch «Sinn ergibt ein Plug-in-Hybrid nur, wenn man oft lädt und elektrisch fährt. Wir kamen im Testschnitt auf drei Liter Benzin plus sechs K ilowattstunden Strom pro h undert Kilometer.» Tobias Ebneter
Haben mit dem neuen Kia Niro PHEV in einer Woche 600 K ilometer zurückgelegt: Conny (33) und Tobias (35) Ebneter mit Jari (6 Monate) und Laurin (18 Monate)
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Das Platzangebot «Hinten haben selbst gross gewachsene Passagiere genug Platz, und der Laderaum ist gross und sehr variabel. Aber für eine vierköpfige Familie wirds trotzdem schnell eng.» Conny Ebneter
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Dank aktueller Abzugsregeln bei den Steuern lohnt sich Weiterbildung noch mehr
Jeannette Schaller ist Leiterin Finanz planung bei der Migros Bank.
Bei den Bundessteuern beträgt der maximale Abzug 12 000 Franken pro Jahr. Die Kantone können selbst ihre Limiten setzen – nur zwei weichen vom Bund ab: Basel-Stadt mit 18 000 und das Tessin mit 10 000 Franken. Zu den abzugsfähigen Aufwendungen gehören Schulkosten, Reise, Material, Verpflegung und Übernachtung. Bei den Einkommenssteuern kann volle Aus- und Weiterbildungskosten abziehen, wer diese selber bezahlt und belegen kann. Von dieser Regel aus-
Steuern auf kantonaler Ebene Obergrenzen für den Abzug von Aus- und Weiterbildungskosten in den Kantonen. Angaben in Franken. 18000 16000 14000 12000 10000 8000 6000 4000 2000
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Seit 2016 sind alle berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten steuerlich abzugsfähig. Damit sind vorab freiwillige Umschulungen oder Zweitausbildungen sowie Aufwendungen für den beruflichen Aufstieg attraktiver geworden. Diese Auslagen konnten zuvor nicht geltend gemacht werden - im Gegensatz zu den Weiterbildungskosten. Die aktuelle Regelung ist für den Steuerzahler vorteilhafter und vereinfacht das Steuersystem, das zuvor mit Definitions- und Abgrenzungsschwierigkeiten zu kämpfen hatte. So muss die Weiterbildung nicht mehr zwingend im Zusammenhang mit dem aktuell ausgeübten Beruf stehen.
Quelle: Kantonale Steuerbehörden
genommen sind Kosten für Hobbyund Sprachkurse, die keinen Zusammenhang mit dem Beruf aufweisen.
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Als wir vor einem Jahr von diesen Neuerungen berichteten, meldete sich eine Mutter ohne Erwerbseinkommen, die im Hinblick auf eine künftige Selbständigkeit eine Weiterbildung absolvierte: Ob sie nur mit
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Einkommen Weiterbildungskosten abziehen könne? Tatsächlich – eine weitere Voraussetzung ist, dass die oder der Steuerpflichtige über einen ersten Abschluss auf Sekundarstufe II (zum Beispiel Matura oder Berufs lehre) verfügt und das 20. Altersjahr vollendet hat. MM Mehr Steuertipps: blog.migrosbank.ch
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Kinder
König der Gewässer Er ist einer der schönsten und grössten Vögel der Schweiz und kann bis zu 13 Kilo schwer werden. Du weisst sicher schon, wer gemeint ist: der Schwan. Text: Andrea Fischer Illustration: Bunterhund.ch
Die Feinde
Weil die Schwäne den Bauern die Wiesen mit Kot verdrecken, überlegen einige Kantone, sie wieder zu jagen.
Auch Stromleitungen, Krankheiten, harte Winter und das Blei von Anglerhaken können für Schwäne tödlich sein.
Der lange Hals hilft Schwänen bei der Nahrungsaufnahme.
Für junge Schwäne sind auch grosse Hechte gefährlich. Diese fressen die Kleinen.
Bei uns gibt es mehrere Arten von Schwänen, aber der verbreitetste ist der Höckerschwan. Sein Name kommt vom schwarzen Hubbel über dem Schnabel. Weil er so schön ist, haben ihn Europas Könige vor langer Zeit in ihre Parks geholt. Dann eroberten die prächtigen Vögel viele Seen und Teiche. Weil sie dort gejagt wurden und die Menschen ihre Eier
assen, waren die Schwäne einmal fast ausgestorben. Heute sind sie geschützt, in der Schweiz gibt es gar zu viele. Mit ihren langen Hälsen können sie den Kopf tief ins Wasser strecken und dort Pflanzen abrupfen – mit allem, was gerade darauf lebt. Sie brauchen den Hals auch für die schönen Tänze, die sie machen, bevor sie brüten. Wenn Männchen und
Weibchen Brust und Schnabel an einanderhalten, formen sie ein Herz. Darum stehen Schwäne für viele Menschen als Sinnbild für die Liebe. Das passt: Schwänepaare bleiben nämlich ein Leben lang zusammen. Nachdem die Kleinen geschlüpft sind, kümmern sich die Eltern monatelang um sie. Babys dürfen auf dem Rücken der Mutter mitschwimmen. MM
LEBEN | MM10, 5.3.2018 91
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Ja, mehr und mehr. Bis man ganz aufgeblasen ist. Und dann, irgendwann, platzt der Traum. Das hat mit dem Testosteron zu tun, einem Sexualhormon. Beim Mann kommt es naturgemäss viel stärker vor als bei der Frau. Vor allem in deinem Alter, in der Pubertät, produziert dein Körper viel mehr davon als vorher. Es sorgt so unter anderem dafür, dass deine Muskeln jetzt mehr wachsen als je zuvor. Es ist so quasi ein gesundes Naturdoping. Demgegenüber steht das synthetische Testosteron, das in den halb-
illegalen Dopingmedikamenten vorkommt. Es gehört zu den sogenannten anabolen Steroiden. Dummerweise erreicht man mit Anabolika langfristig das Gegenteil von dem, was man eigentlich will. Sie reduzieren das körpereigene «echte» Testosteron, weil sie in der Regel synthetisches Testosteron enthalten. Anabolikagebrauch kann so eine ähnliche Konsequenz haben wie Drogenkonsum: Das, was dir die Substanzen vermeintlich schenken, rauben sie dir später
wieder. Die Liste der Nebenwirkungen von Anabolika ist lang, bis hin zum Herzversagen. Und: Die Hoden können schrumpfen. «Schrumpf eier», so nennt man sie in der Szene, produzieren irgendwann kein körpereigenes Testosteron und keine Spermien mehr. Dann ist man unfruchtbar. Muskeln wachsen also mit Anabolika. Bloss, was bringt es dir selbst? Du bist ja wohl mehr als nur Muskeln, oder?! MM * Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an kinderfragen@migrosmedien.ch
Eine Mutter erklärt die Welt: Journalistin Gabriela Bonin (50) beantwortet Kinderfragen.
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Plastikabfall verschmutzt die Meere. Unsere Ozeane drohen zu gigantischen Mülldeponien zu werden – mit tödlichen Folgen für die Meeresbewohner. Unterstützen Sie unsere Kampagne für saubere Meere: oceancare.org
Schmutzig
LEBEN | MM10, 5.3.2018 93
Verlosung
Mitmachen und gewinnen Spektakuläre Aussicht inbegriffen: Das «Mirador» bietet freie Sicht auf Genfersee und Alpenpanorama.
Das Migros-Magazin und Le Mirador Resort & Spa verlosen einen Aufenthalt für zwei Personen mit einer Übernachtung in der Mirador-Suite mit VIP-Treatment auf dem Zimmer inklusive Champagner, Canapés und Frühstück. Gesamtwert: 3500 Franken.
Preisfrage Welchen See sieht man vom Hotel aus?
So machen Sie mit
Das Migros-Magazin und Le Mirador Resort & Spa verlosen eine Übernachtung für zwei Personen in der Mirador-Suite mit VIP-Treatment inklusive Champagner, Canapés und Frühstück im Wert von insgesamt 3500 Franken.
Glücksgriff
Glücksgriff
Entspannung vor malerischer Kulisse Das Le Mirador Resort & Spa befindet sich an den Hängen des Mont Pèlerin. Hier bietet sich eine atemberaubende Aussicht auf den Genfersee und das majestätische Alpenpanorama. Hier locken Entdeckungstouren in eine der bezauberndsten Regionen der Schweiz: Das in der idyllischen Ortschaft Chardonne gelegene Hotel befindet sich inmitten der Weinberge des Lavaux, das 2007 ins UnescoWeltkulturerbe aufgenommen wurde. Nur unweit entfernt sind das berühmte Château de Chillon in Montreux und das CharlieChaplin-Museum in Vevey. Auch Lausanne mit seiner Altstadt und dem malerischen Ufer in Ouchy ist leicht zu erreichen. Wälder
und Felder in der näheren Umgebung laden zu erholsamen Spaziergängen ein. Im Boutiquehotel lässt es sich herrlich zu zweit entspannen. Über den Wolken vergessen die Gäste schnell den Alltag. Das Hotel zeichnet sich durch ein edles und zeitgemässes Design und einen Weltklasseservice aus. Das «Givenchy Spa» verwöhnt mit exklusiven Behandlungen. Die luxuriösen Zimmer und Suiten bieten viel Raum und einen Balkon oder eine private Terrasse. Auch kulinarisch gibt es einiges zu entdecken – das Hotelrestaurant Hinata etwa serviert japanische Spitzenküche. MM Infos: www.mirador.ch
• Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros- Magazin, «Le Mirador Resort & Spa», Postfach, 8099 Zürich • Online: gratis auf www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 11. 3. 2018 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfach teilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
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Verlosung
Mitmachen und gewinnen Das Migros-Magazin, «SonntagsBlick» und Warner Bros. verlosen 30 × 4 Tickets für die Vorpremiere von «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer» am Sonntag, 25. März, in den Arena Cinemas in Zürich. Neben dem Film erwartet die Gewinner ein Familienbrunch und Attraktionen für die Kids.
Preisfrage Auf welcher Insel wächst Jim Knopf auf?
Im neuen Film hilft Jim Knopf dem Kaiser von Mandala, seine entführte Tochter Li Si wiederzufinden.
Bilder: 2018 Warner Bros. Ent.
Das Migros-Magazin, «SonntagsBlick» und Warner Bros. laden am 25. März um 11 Uhr zur e xklusiven Vorpremiere von «Jim Knopf und Lukas der L okomotivführer» ein. Inklusive Frühstück ab 10 Uhr und Attraktionen.
So machen Sie mit
Glücksgriff
Glücksgriff
Vorpremiere Jim Knopf Piraten! Drachen! Ein Schein riese! Michael Endes Kinderbuch klassiker «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer» kommt am 29. März in einer aufwendigen, Neuverfilmung in die Kinos. Der kleine Jim, der als Waisenjunge in einem Postpaket fälschlicherweise auf der Insel Lummerland gelandet ist, steht im Zentrum der Geschich te. Gemeinsam mit seinem Zieh vater Lukas und dessen Dampflok Emma zieht er hinaus in die Welt. Ihre Reise führt sie ins Reich des Kaisers von Mandala und auf die abenteuerliche Suche nach dessen entführter Tochter Li Si. Gemein sam wagen sich die drei in die Stadt der Drachen, um die Prinzessin zu befreien und das Rätsel um Jim Knopfs Herkunft zu lösen. Von Michael Endes Buch gibt es Adaptionen der Augsburger Puppenkiste und eine Zeichen
trickserie. Nun wurde aus dem Klassiker erstmals ein Realfilm gemacht. Solomon Gordon und Henning Baum spielen die Hauptrollen in der deutsch- amerikanischen Ko-Produktion, und sogar die 83-jährige Holly woodlegende Shirley MacLaine ist mit von der Partie – sie leiht dem computeranimierten Drachen Frau Malzahn ihre Stimme. Wer den Film schon vor dem offiziellen Kinostart sehen möchte, hat hier die Chance: Das Migros-Magazin, der «SonntagsBlick» und Warner Bros. laden am Sonntag, 25. März, zur exklusiven Vorpremiere von «Jim Knopf und Lukas der Loko motivführer» in die Arena Cinemas Sihlcity in Zürich ein. Vor der Filmvorführung um 11 Uhr gibts ab 10 Uhr auch ein Frühstück und diverse Kinderattraktionen. MM
• Per Telefon: Wählen Sie 0901 591 912 (1 Fr./ Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Na men und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GLÜCK, dem Lösungs wort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GLÜCK, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Post: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit dem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Jim Knopf», Postfach, 8099 Zürich • Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 14. 3. 2018 Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korres pondenz geführt. Die Mitarbei tenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme aus geschlossen. Mehrfachteilnah men sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb aus geschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
96 MM10, 5.3.2018 | LEBEN
Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken Ihnen 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken.
Rätsel
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So nehmen Sie teil: Hauptpreis (blaues Lösungswort) Tel: 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 SOMMER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Zusatzpreis (grünes Wort) Tel: 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Bsp.: MMD5 WINTER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Chancengleiche WAP -Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.3.2018, 24 Uhr
Auflösung Nr. 9
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RENNRAD
Gewinner Nr. 8 Hauptpreis: Markus Zbinden, Bern; Marianne Seliner, Lütisburg SG; Jacqueline Stutz-Roth, Boniswil AG; Fritz Rudin-Wenk, Basel; Ruth Fronsch, Landquart GR Zusatzpreis: Dora Widmer, Bern; Alfred Brunner, Steffisburg BE; Monika Merz, Greifensee ZH; Susi Loosli, Wettingen AG; Walter Zimmermann, Wattenwil BE
Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
LEBEN | MM10, 5.3.2018 97
Gewinnen Sie eine von 6 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!
Quiz & Paroli
Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort.
3 × 100 Franken zu gewinnen
So nehmen Sie teil:
Tel: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe
1. Mit welchem Fahrzeug ist die Polizei unterwegs? B Strichkarre
M Kreiskiste
W Streifenwagen
2. Was ist gemäss einer Redewendung eine Kirchenmaus? A arm
I
E
grau
intelligent
3. Ein altes Volkslied lautet: « … der Bauer die Rösslein einspannt». S
R Im Herzen
In Mähren
H Im Märzen
4. In welchem Kanton erhebt sich der am Vierwaldstättersee gelegene Bürgenstock? I
L
Schwyz
Nidwalden
T
Uri
E
Lupine
Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.3.2018, 24 Uhr
5. Welche Pflanze wird auch «Schamhafte Sinnpflanze» genannt? U Mimose
Z
Sonnenblume
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
6. Wie viele Finger hat die Mickey Mouse an jeder Hand? T
R 4
3
A 5
7. Woher hat der Griesgram seinen Namen? H Griesspudding
N Zähneknirschen
S
Grabbeigabe
Auflösung Nr. 9: UNTERARM
E
Segelschiff
Gewinner Nr. 8: Annemarie Briner, Neuhausen am Rheinfall SH;
8. Wo befinden sich die Papageienstöcke? L
D Urwald
Darmwand
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
Charlotte Keller, Buchberg SH; Ruth Zahno-Seiler, Steinhausen ZG
8
Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.
ABPERLEN B L AMA B E L ST OH EM BFüllen SieI die L A N Tin R I LWörter Bzehn S U MM E N DRätselgitter Edas PAN I E O MDas Kein. AEUT ERN LLösungswort ER E I aus A N D sich Lergibt den Buchstaben PARAL L E L TETT A R Feldern QinU den 1 bis 5:
Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.
Paroli
2
3 1 5
Lösungswort: Lösung: 1
2 1
2
3 3
4 4
Auflösung Nr. 9: STIER
5 5
T
4
ABPERLEN B L AMA B E L BOH EM I S T BR I L LANT E N D S U MM E K OMP A N I E LAEUT ERN LANDE I ER PARAL L E L QUARTETT
Tel: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer 2 Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). T Bsp.: MMD3 OSTEN. 4Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf 3 Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/1 wettbewerbe 5
Lösung:
Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.3.2018, 24 Uhr
1 Gewinner Nr. 8: Christine Gross, Aegerten BE2;
3
Kathrin Bamert, Spiegel b. Bern BE; Ursula Burger, Burg AG
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So nehmen Sie teil:
5
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
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Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.
Sudoku
Gewinner Nr. 8:
Walter Metzler, Zürich; Jean-Paul Schnell, Jouxtens-Mézery VD; Heidi Kuhn, Urtenen-Schönbühl BE; Renate Schäfer, Seltisberg BL; Ursula Lehmann, Davos Platz GR
Tel: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.3.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 3 Schluss sollen alle Inseln 3 2 4 miteinander verbunden 2 3 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken und 3 2 2 mehr als zwei Linien.
3
2
Auflösung Nr. 9:
5 2
1 2
5 3
3 2 2
2
2 2 3
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1
4
3
2
3 4
Auflösung Nr. 9: 3 2
2
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1 2
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3
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1
3 3 4 3 11010002617
Conceptis Puzzles
11010002618
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ desMigros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2)
Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund
Leitung Direktion Migros-Medien Lorenz Bruegger Publizistische Leitung Monica Glisenti Leitung Redaktionen Migros-Medien Franz Ermel
Leitung Ressort Gesellschaft & Familie Sabine Lüthi a.i., Daniel Sidler a.i., Reto Vogt a.i. Leitung Ressort Health & Beauty Roberto Zimmermann a.i. Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann Leitung Produktion Remo Leupin
Leitung Business Rolf Hauser Leitung Beratung & Verkauf Thomas Brügger Abonnemente: Sonja Frick abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01
Druck: DZB Druckzentrum Bern AG
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VORTEIL
102 MM10, 5.3.2018 | LEBEN
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Meine Welt
«Tanzen ist viel schwieriger als Velofahren» Der Ex-Radprofi und mehrfache Weltmeister Franco Marvulli schwingt seit Neuestem das Tanzbein: Ab kommendem Samstag tritt er in der SRF-Tanzshow «Darf ich bitten?» auf. Auch seine Freundin Eva tanzt mit – sie lässt sich besser führen als seine Ziegen. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Sava Hlavacek
LEBEN | MM10, 5.3.2018 103
1 Meine Fahrräder «Ich besitze derzeit sieben Velos. Mit diesem bin ich Weltmeister geworden. Es wird in der Werkstatt, die ich in der Scheune des Nachbarn einrichten werde, einen besonderen Platz erhalten.»
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2 Meine Ziegen «Ich bin ein Fan von Heidi. Darum heisst auch meine Ziege Schwänli. Ich habe sie vor zwei Jahren spontan vor dem Schlachthaus gerettet, gemeinsam mit ihrer Kollegin Flöckli. Die beiden sind sehr eigenwillig.» 3 Meine Sammlung «In meinem Keller habe ich einen Raum voller Legos. Wie viele Bausätze ich besitze, kann ich nicht sagen, geschweige denn, wie viele Steine es sind. Beim Lego-Bauen kann ich gut relaxen und die Welt komplett vergessen.» 4 Mein Zuhause «Ich lebe in der 280-Seelen-Gemeinde Alten im Zürcher Weinland. Mein Haus trägt meine Handschrift. Alle Entscheidungen für den Innenausbau habe ich selber getroffen – und das Elektrische habe ich gleich selber in die Hand genommen.»
Bild: SRF/Miriam Künzli
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Name Franco Marvulli (39) Sternzeichen Skorpion Lebenslauf «Ich bin in Kloten sowie Altstetten und Seebach ZH als Sohn eines Italieners und einer Bündnerin aufgewachsen. Schon immer hatte ich Freude am Sport und probierte alles Mögliche aus. Im Alter von 15 Jahren entdeckte ich meine Leidenschaft fürs Radfahren. Bevor ich Profifahrer wurde, habe ich allerdings noch eine Lehre als Elektriker absolviert. Ich wurde vier Mal Weltmeister und fünf Mal Europameister
im Bahnfahren. 2014 habe ich meine Sportkarriere beendet. Heute arbeite ich als Moderator von Sportevents und Fernsehsendungen. Zudem betreibe ich mit ‹Move with Franco› einen Fitness- und Lifestyleblog. Ab 10. März schwinge ich für die Samstagabendshow ‹Darf ich bitten?› auf SRF 1 das Tanzbein und duelliere mich dabei mit anderen Prominenten. Damit ich auf dem Parkett keine schlechte Figur mache, trai niere ich derzeit intensiv mit Coach Valery Reuser (Bild).»
5 Mein neuester Streich «Für die SRF-Sendung ‹Darf ich bitten?› trainiere ich derzeit alle möglichen Tanzstile von Walzer über Rock ’n’ Roll bis Hip-Hop. Tanzen ist viel schwie riger als Velofahren. Man muss an so vieles gleichzeitig denken, und dann soll es auch noch locker aussehen. Tanzcoach Valery Reuser ist eine strenge Lehrerin: Sie weiss genau, was ich brauche.»
Mein Lieblingsprodukt «Ich mag frisches Gemüse. Noch lieber als die Frischprodukte aus der Migros sind mir allerdings die Tomaten, Rüebli und Salate aus meinem Gemüsegarten.» 7
6 Meine Freundin «Seit zwei Jahren teile ich mein Leben mit der Sportjournalistin Eva Breitenstein (34). Wir sind beide ausgesprochene Spielernaturen. Wenn wir uns bei einem Jenga oder Mastermind duellieren, setzen wir uns für einen ‹Fränk ’n’ Stein› hin.» 7 Mein Engagement «Auch Männer können Brustkrebs bekommen. Das wissen viele nicht. Darum bin ich Botschafter der Stiftung Pink Ribbon. Die Organisation fokussiert stark auf Prävention und Früherkennung.» MM
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