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Migros magazin 10 2015 d aa

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Ausgabe Aare, AZA 1953 Sion Response Zentral, Psdg DP AG, Ent. bez.A 44631

Nr. 10-2015 | 02.03.15 | www.migrosmagazin.ch

Trendsportler Nicolas Fischer auf dem Sprung zum Star. Seite 34

Die wohltuende Kraft der Langsamkeit. Seite 14 Autor Pedro Lenz zum Frauentag. Seite 30

Bild: Dan Cermak

Verwรถhnen wir unsere Kinder zu sehr? Seite 100

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01, E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch


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4 | MM10 02.03.15

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Editorial

Sind wir alles Narzissten?

W

Während ich mich in Gedanken mit dem Inhalt dieses Editorials auseinandersetze, auf dem Weg von meinem Arbeitsplatz zum Bahnhof, spaziere ich drei Mal an Selfies schiessenden Menschen vorbei. An einem Mädchen, das sich auf einem Bänklein an ihren Freund kuschelt und dies wohl ihre Freundin­ nen wissen lässt. An einem Jungen, der vor der Schule posiert. An einem Pärchen, das sich vor dem Landesmuseum in der Sonne räkelt und dies der Welt per Selfie kundtut. Sind wir wirklich eine Generation von Narzissten, weil wir uns permanent in Pose rücken? Weil uns das oberflächliche Bild, das wir abgeben, so wichtig ist? Weil nur noch die kleine Welt um uns herum im Zentrum steht? 30 Prozent der Jugendlichen, so hat der Kinderpsychiater Michael Winterhoff vor einiger Zeit behauptet, würden an übersteiger­ ter Selbstverliebtheit leiden und teils gar aus­ bildungsunfähig sein.

Gemach, gemach. Natürlich leben wir in einer Welt, in der das Bild, das wir abgeben, immer wichtiger wird. Doch narzisstisch im wissen­ schaftlichen Sinn ist unser Verhalten nach Meinung von Psychologe und Satiriker Peter Schneider noch lange nicht. Ein klassischer Narzisst ist selbstgenügsam und schon fast asozial, weil er so in sich verliebt ist, dass er die anderen nicht braucht. Heisst, so lange es den Jugendlichen noch wichtig ist, was ihre Freun­ de von ihnen halten, kann man nicht von einer pathologischen Selbstverliebtheit sprechen. Es ist überhaupt erfrischend fest­ zustellen, mit welcher Entspanntheit der aus Zeitung und Radio bekannte Psychologe das Thema «narziss­ tische Gesellschaft» im Interview angeht (Seite 36). «Musicstar» oder «America’s Next Topmodel» machen narzisstisch? Ach was: «Weshalb nicht um die Wette singen? Ich glaube nicht, dass das dramatische gesellschaftliche Folgen haben wird.» Also: Machen wir uns nicht immer gleich zu viele Sorgen und unsere Kinder zu Kranken und Problemfällen … Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

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MM10 02.03.15 | 5

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Menschen 8 Diese Woche

Wie sinnvoll sind Babyklappen, und gibt es Alternativen? 14 Reportage

Eine Ode an die Langsamkeit – mit drei Beispielen. 22 Zahlen & Fakten Wissenswertes über die häufigsten Wintersportunfälle. 25 Bänz Friedli 27 Porträt

Bilder: Daniel Winkler, Christian Beutler/Keystone, Lea Meienberg, Claudia Linsi; Illustration: Daniel Röttele

Regisseur Samir verfilmt die Story seiner irakischen Familie.

«Schweizer Politiker scheinen gegen Narzissmus relativ gut gefeit»

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30 Essay Der Berner Autor Pedro Lenz zu seinem 50. Geburtstag. 34 Porträt FürTrendsportlerNicolasFischer ist kein Sprung zu gewagt. 36 Interview Psychologe Peter Schneider über Narzissmus und Selfies.

Migros-Welt 49 Blumige Osterdekos 53 Gepunktete Schoggi-Eili 55 Flüssigfette für alle Fälle 56 Beliebte Kaffeebohnen

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59 Saisonküche

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Rezepte mit Chicorée & Co.

71 M-Industrie M-Industrie-Chef Walter Huber über Eigenmarken. 77 Famigros Ski Days 78 Anna’s Best goes vegi 81 Für den kleinen Hunger 83 Durstlöscher für Kids 85 Das Brot des Monats 87 Kleine Knabbereien 88 Lassen Sie sich verführen!

91 Neues aus Ihrer Region

Leben 100 Familie

Schaden wir Kindern, wenn wir sie zu sehr verwöhnen?

103 Gesundheit Was tun gegen Rheumabeschwerden? 104 Zootierärztin 107 Digital 108 Auto 111 Ernährung 112 Kinder

Entdecke die frühlingshafte Pflanzenwelt! 115 Bitte melde dich 116 Leserangebot 119 Rätsel/Impressum 124 Cumulus 126 Meine Welt

Komiker Marco Rima ist mit neuem Programm unterwegs.

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Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen 02.03.15

Darauf freuen wir uns The Lion King

Das Original­Broadway­Musical gastiert vom 5. März bis 16. Au­ gust im Musical Theater Basel.

Comix-Festival Fumetto Das internationale Festival dauert vom 7. bis 15. März . Lesen Sie mehr dazu auf Seite 46.

Wie verbringen Sie Zeit mit Ihren Kindern? Senden Sie uns Ihr Lieblingsbild! Migrosmagazin.ch

Unnützes Wissen Mein Bild der Woche «Am Sonntag stimmen wir über die Familien­Initiative ab.

Bilder: moduleplus.ch, Disney, Gaetan Bally/Keystone, Ueli Christoffel

Träger des Salz­ burger Stiers und vor Kurzem Vater geworden.

Hörprobe

Entschuldigung, was schauen Sie gerade? Dunja Giger (24), Studentin aus Luzern:

a) TV­Serie «Sex and the City» b) TV­Serie «Prison Break» c) Film «Die Herbstzeitlosen»

Auflösung: b) «Weil eine Kollegin mir die empfohlen hat. Ich weiss, ich bin etwas spät auf den Geschmack gekommen.»

Gabriel Vetter (31) ist Satiriker,

Vielleicht bräuchten wir auch mal eine Elternzeit­Initiative. Einen Tag Elternzeit – darauf haben Väter bei der Geburt eines Kindes in der Schweiz Anspruch. Das muss man sich mal vorstellen: Ein Tag, das ist nicht einmal so lange wie die durchschnittliche Amtszeit eines Trainers beim FC Sion. Dabei ist es wahr­ scheinlich nicht weniger nervenaufreibend, eine Grossfamilie zu managen, als einen Walliser Tschutticlub zu coachen. Drum, um es im Fussballjargon zu sagen: Ziel einer jeden Familien­Initiative sollte sein, die Väter langfristig an die Familie zu binden. Mit einem vernünftigen Vaterschaftsurlaub zum Beispiel.»

Technik Die deutsche Stimme von Siri, dem Sprach­ assistenten von Apple­Geräten, gehört der Synchron­ sprecherin Heike Hagen. Im Flugzeug lassen sich abgeschlossene WC-Türen im Notfall von aussen öffnen. Der Riegel verbirgt sich meist unter einem Schild an der Tür. Die erste Waschtrommel wurde 1902 von Karl Louis Krauss im sächsischen Schwarzenberg erfunden. Quelle: Neon/Stern


8 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

Was halten Sie von Baby­ fenstern? Migrosmagazin.ch

Diese Woche

Das Babyfenster ist nicht die einzige Lösung Babyklappen sind umstritten, weil sie dem Kind das Recht auf Kenntnis seiner Herkunft nehmen. Eine Alternative ist die «vertrauliche Geburt», bei der die Mutter inkognito im Spital gebärt, für ihr Kind aber ihren Namen hinterlegt. Text: Andrea Freiermuth

Babyfenster

2001 richtete das Spital Einsiedeln SZ das erste Babyfenster der Schweiz ein.

6

Babyfenster gibt es

inzwischen in der Schweiz. Die Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind betreibt fünf davon, eine weitere das Privatspital Zollikerberg ZH in Eigenregie.

Babys wurden in den letzten 14 Jahren in einer Babyklappe abgegeben. Bei der Hälfte hat sich die Mutter später gemeldet. Ein Kind lebt heute wieder bei den Eltern.

V

or zwei Wochen hat im Spital Einsiedeln SZ er­ neut eine Mutter ihr Neugeborenes ins Baby­ fenster gelegt. In der Schweiz gibt es sechs anonyme Abgabestellen für Babys. Fünf werden von der Schwei­ zerischen Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) in Zusammenarbeit mit verschiedenen Spitälern betrieben. Gemäss dieser christlich motivier­ ten Stiftung retten Babyfenster Menschenleben: «Frauen, die ihr Kind in ein Babyfenster legen, befin­ den sich in einer extremen Notsitu­ ation. Könnten sie das Baby nicht

anonym abgeben, würden sie es viel­ leicht aussetzen», sagt SHMK­Präsi­ dent Dominik Müggler (56). Babyfenster sind bei Experten umstritten, weil die anonyme Abga­ be gegen das Gesetz verstösst: «Das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung ist sowohl in der UN­Kinderrechtskonvention wie auch im nationalen Recht festgehal­ ten», sagt Rechtsprofessorin Andrea Büchler (46) von der Universität Zürich. Eine Alternative zum Baby­ fenster wäre die «vertrauliche Geburt», bei der die Mütter inkogni­ to im Spital gebären, ihren Namen

jedoch hinterlegen. In Deutschland ist die vertrauliche Geburt seit letz­ tem Frühling im Gesetz verankert. In der Schweiz scheiterten bisher alle politischen Vorstösse in diese Richtung. Trotzdem gibt es mehrere Spitäler, welche die vertrauliche Geburt ermöglichen, so das Insel­ spital Bern. SHMK­Präsident Mügg­ ler findet die vertrauliche Geburt eine gute Sache, die Babyfenster brauche es trotzdem: «Diese Frauen wollen Schwangerschaft und Geburt um jeden Preis verheimlichen. Sie wollen also nicht ein wenig Anony­ mität, sondern absolute.» MM

Bilder: Keystone, Stephan Rappo

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MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 9

Strassenumfrage

Interview

«Ist die Verbindung zu den biologischen Eltern gekappt, bleiben für immer Leerstellen» Heidi Simoni, was treibt eine Mutter so weit, dass sie ihr Kind anonym im Babyfenster abgibt? Das sind wahrscheinlich ganz unter­ schiedliche Situationen. Ihnen ge­ meinsam ist, dass diese Frauen keinen anderen Ausweg sehen. Wenn sie die Schwangerschaft feststellen, ist das ein Schock. Sie sind gelähmt vor Angst. In diesem Zustand ist es schwierig, nicht in eine Spirale von Verheimlichung und Isolation zu geraten. Ist in diesem Fall das Babyfenster die richtige Lösung? Ob es die richtige Lösung ist, bleibt fraglich. Es ist auf jeden Fall eine Notlösung, die trotz aller Fragezeichen wichtig sein kann. Das Babyfenster ist unter anderem problematisch, da es dem Kind das Recht auf Kenntnis seiner Herkunft nimmt. Warum ist es für ein Kind so wichtig zu wissen, woher es kommt? Jedes Kind beschäftigt sich mit seiner Herkunft: Wer und wie ist meine Mut­ ter, wie mein Vater, wie meine Gross­ eltern? Wo bin ich ihnen ähnlich? Wo ganz sicher nicht! Wurzeln und ein roter Faden in der Lebensgeschichte sind wichtig für unsere Identität. Ist die Verbindung zu den biologischen Eltern gekappt, bleiben da für immer Leerstellen. Und bei anonym abgege­ benen Kindern bleibt natürlich auch immer die Frage: Warum? Das ist ein Türöffner für Fantasien in alle Rich­ tungen, was sehr quälend sein kann. Ein Argument für Babyfenster ist, dass sie Leben retten. Ob eine Mutter ihr Kind töten würde, wenn sie es nicht anonym abgeben könnte, wissen wir nicht. Babyfenster sind als Alternative zur Abtreibung entstanden. Schwangere in Notsitua­ tionen brauchen ganz dringend eine Beratung, die offen ist für verschiedene Lösungen – und nicht eine, die schon weiss, was das Richtige ist. Die Akzeptanz der Babyfenster ist gemäss einer Studie im Auftrag der Schweizerischen Hilfe für Mutter

und Kind relativ gross: 61 Prozent be­ trachten das Angebot als «sehr sinn­ voll», 30 Prozent als «eher sinnvoll». Die meisten Leute wissen eben auch nicht, was es sonst noch für Lösungen gibt. Eine deutsche Studie zeigt: Betroffene Frauen suchen meist im Internet nach Informationen und bleiben bei der ersten Notlösung für sich und das Kind hängen. Ich habe das selber getestet. Mit den Stichwor­ ten «Schwangerschaft», «Konflikt» und «Beratung» bin ich ziemlich schnell beim Babyfenster gelandet. Eine Alternative zum Babyfenster wäre die «vertrauliche Geburt», bei der die Frauen im Spital inkognito gebären und ihre Identität hinter­ legen. Wie funktioniert das genau? Das ist eine knifflige Aufgabe für das Spital. Die Mutter soll für das Kind Informationen über sich und ihre Situation hinterlassen und trotzdem für die Behörden anonym bleiben können. Das Personal muss für solche Fälle sorgfältig vorbereitet sein. Seine Chance besteht darin, mit der Gebä­ renden in ein Gespräch zu kommen und ihr – für jetzt oder für später – Wege aus ihrer Isolation aufzuzeigen. Wird dabei nicht das Wohl des Kindes gegen das Wohl der Mutter ausgespielt? Nein, das ist kein Gegensatz. Diese Lösung respektiert nicht nur das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung, sondern bietet auch Si­ cherheit für die Mutter. Legt eine Mut­ ter ihr Kind in die Babyklappe, hat sie vermutlich alleine geboren. Das ist ein grosses Risiko. Die vertrauliche Geburt hingegen ermöglicht eine gute medizi­ nische und psychologische Betreuung. Was raten Sie einer Frau bei einer ungewollten Schwangerschaft? Eine Frau, die aufgrund einer Schwan­ gerschaft in eine Konfliktsituation geraten ist, kann eine regionale Schwangerschaftsberatungsstelle auf­ suchen. Sie kann sich auch telefonisch an den Elternnotruf oder die Eltern­ beratung der Pro Juventute wenden.

Braucht es Babyfenster?

Heidi Simoni (57), Leiterin des

Marie Meierhofer Instituts für das Kind in Zürich.

Mirjam Meier-Groner (51), Hausfrau, Richterswil ZH: «Das ist

gut für das Baby, aber auch für Paare, die keine Kinder bekommen können – und so die Chance erhalten, eines zu adoptieren.»

Ahmad Azzam (42), Verkäufer, Schlieren ZH: «Kinder haben ein

Recht zu leben. Egal, unter welchen Umständen sie gezeugt wurden. Die Babyklappe ist auf jeden Fall besser als der Abfalleimer.»

Tanja Bertossa (28), Bankangestellte, Azmoos SG: «Prinzipiell

finde ich die Babyklappe eine gute Sache. Aber es gibt bestimmt noch andere Lösungen. Die Frauen müssten sich besser informieren können.»


10 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

Leserforum MM09: Das Migros-Magazin in neuem Design

«Gratuliere zu den positiven Veränderungen!» Auch wenn ich den Hinweis im gelben Rund auf der Titelseite nicht beachtet habe: Die Ausgabe Nr. 09-2015 wirkte auf mich sofort positiv; aufgeräumt(er), locker(er). Beispielsweise sind die Hinweise auf die drei wichtigsten Artikel auf der Frontseite in selbstverständlicher Art und Weise eingestreut. Das wirkt freier als bisher. Auch der Verzicht auf eine (mickrige) Werbung im Fuss-AdressFeld ist wohltuend. Die Inhaltsübersicht ist (wieder) da, wo sie hingehört, und die Grosszügigkeit zum Beispiel bei der Geschichte über die Rothaarigen, insbesondere aber auf den Seiten 18 und 19 (sie unterstreicht die Wichtigkeit des Interviews und nobilitiert gleichzeitig den Gast), ist angemessen. Herzliche Gratulation für den eingeschlagenen Weg. Das Migros-Magazin ist für mich in der Beurteilung von Note 4,5 (angemessen) auf mindestens 5 (gut) aufgestiegen. Ruedi Seiler, 4059 Basel Ich habe gleich mehrere Komplimente für Sie. Ich habe die beiden Berichte «Die Berliner nennen ihre Brötchen Schrippen» und «Mami, was ist eigentlich der IS» mit grosser Freude gelesen. Das ist beides journalistisch wunderbar aufbereitet, und Auswanderungsprobleme einmal aus der Sicht eines Achtjährigen dargestellt zu bekommen, hat mich sehr interessiert. Da freue ich mich auf die nächste Ausgabe. Peter Hürzeler, 5400 Baden Zum Glück haben Sie das Migros-Magazin nicht total neu «designt». Es gefällt mir so, und es ist übersichtlich. Für mich könnte alles, was Produktereklame ist, in einem Bündel sein, die Reklamen interessieren mich nicht wirklich. Ich freue mich aber auf die neuen Edelfedern und gratuliere zur guten Auswahl. Hanni Huggel, SP-Landrätin, Baselland Gratuliere zu den positiven Veränderungen am Migros-Magazin. Man hält wirklich ein Magazin in den Händen. Ich hoffe, Sie können den Stil und die qualitativ hochstehenden Beiträge weiterhin beibehalten. Kurt Rüdisüli, 5712 Beinwil am See Juhui, der Bänz ist wieder da! Immer wieder gern lese ich die Beiträge von Bänz Friedli. Immer wieder regen sie zum Nachdenken, zum Schmunzeln an, und in vielen Geschehnissen widerspiegelt sich der eigene Alltag. Danke vielmals, Bänz Friedli. Gabi Gugger, per E-Mail Mit Spannung habe ich das neue MigrosMagazin geöffnet, um zu sehen, wie der neue Look ist. Leider muss ich sagen, dass mir das

und übersichtlicher. Leider muss man Gutes und Bewährtes immer ändern, weil man meint, das Rad neu erfinden zu müssen. Sehr schade! Zum Glück, gibts den Bänz Friedli noch, doch leider für mich ohne Lupe nicht mehr lesbar! Gesamteindruck: Stark verschlechtert und nicht dem Leserbedürfnis entsprechend, also ist das Ziel des neuen Layouts völlig verfehlt. Heinz Affentranger, 9230 Flawil Vielen Dank für die Kinderseiten. Yvonne Ulrich-Ambühl, per E-Mail

Seit Jahren lese ich, 68-jährig, begeistert das Migros-Magazin und freue mich immer wieder auf Montag. Dann leere ich den Briefkasten und hole das neue Migros-Magazin aus dem Milchkasten. Herzliche Gratulation für die meines Erachtens absolut gelungene Anpassung des neuen Magazins. Es ist noch übersichtlicher geworden, und die Artikel über was auch immer sind stets sehr interessant. Macht weiter so!

René Kocher, 3053 Münchenbuchsee

neue Design gar nicht gefällt. Irgendwie sehe ich nicht mehr auf Anhieb, was nun Werbung und Anzeigen und welches die Artikel sind, da die Artikeltexte nun auch sehr bunt daherkommen. Was ich gut finde, sind die Rezepte, die auf einer Seite sind, so kann man sie besser in einem Ordner sammeln. M. Kaufmann, 5000 Aarau Gratulation zum neuen Look! Eliane Ammann, per E-Mail Nun kommt mein geliebtes Migros-Magazin neu daher, und ich erschrak darob. Bin über 50 Jahre alt. Die Lauftextschrift ist zu klein, und dann noch in einem Schriftschnitt, fein und nicht normal, zu wählen, ist unverständlich – für mich daher kaum lesbar. Auch Einstieg, Haupttitel und Lead waren vorher viel klarer gegliedert, viel leserfreundlicher

Bitte, bitte kehren Sie zurück zu den übersichtlichen Wiedergaben von Themenbeiträgen, Reklamen oder Vermarktungsseiten eigener Produkte (klarer Hintergrund). Auf die gelben Kleckse, die nur verwirren, kann ich verzichten. Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass auch das Migros-Magazin ungelesen auf der Zeitungsbeige landet. Muriel Lehmann, per E-Mail MM09: Sterben Rothaarige aus?

«Meine Schwester litt jahrzehntelang unter ihren roten Haaren» Das Titelthema des Migros-Magazins hat mir zu denken gegeben. Die Beispiele von rothaarigen Menschen und deren Aussagen sind interessant. Meine 77-jährige Schwester war rothaarig. Sie hat unter dem Spott ihrer Mitschüler sehr gelitten. «Rote» und «Leuchtturm» wurde sie gerufen, fast täglich gehänselt und sogar geplagt. Kein Lehrer griff ein. Die Eltern blieben leider auch untätig – ihnen haben die roten Haare definitiv auch nicht gefallen. Meine Schwester litt jahrzehntelang unter den Folgen dieser schlimmen Erfahrung. Ihr Leben war geprägt von mangelndem Selbstwertgefühl, von Unsicherheit. Es wundert mich nicht, dass Rothaarige früher, vielleicht heute noch, seltsam oder aggressiv waren oder sind. Meine Schwester nahm nie an einer Klassenzusammenkunft teil – die Erinnerungen waren zu quälend. Heute ist sie eine alte Dame mit wunderschönem, dichtem Haar. Sie ergraute nicht, sie wurde blond. Als sie Ihren Artikel las, rief sie mich sofort an. Sie war aufgewühlt, wie immer bei diesem Thema. Brigitta Vonbach, 7310 Bad Ragaz Als Kind hasste ich meine roten Haare, als erwachsene Frau liebte ich sie und war sehr stolz auf meine schönen Haare. Doch sehr bald wurden sie grau, dann weiss, und jetzt laufe ich als Weisshaarige durch die Gegend


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sche Meisterleistungen in diesem «Freilicht-Museum» auf einem Rundgang (*). 8. Tag: Mandrogi. Am «Grünen Anleger» des Künstlerdorfes Mandrogi an der Swir macht Ihr Schiff fest und Sie haben die Gelegenheit, das etwas andere Russland auf eigene Faust kennenzulernen. Geniessen Sie anschliessend zu folkloristischen Klängen einen schmackhaften Schaschlikspiess (*). 9. Tag: St. Petersburg. Heute werden Sie eine der schönsten Städte der Welt entdecken, das «Venedig des Nordens». Die alte russische Hauptstadt liegt im Mündungsdelta der Newa im Finnischen Meerbusen. Stadtrundfahrt (*). 10. Tag: St. Petersburg. Besuch des weltberühmten Eremitage-Museums (*), das eine der grössten Gemäldesammlungen der Welt beherbergt. 11. Tag: St. Petersburg. Zeit zur freien Verfügung in St. Petersburg. 12. Tag: St. Petersburg. Ausschiffung und Transfer zum Flughafen. Rückflug nach Zürich. St. Petersburg–Moskau – Route 2 Reise in umgekehrter Richtung mit leicht geändertem Reiseprogramm. 3 Tage St. Petersburg – Reisedauer total 11 Tage. Details auf Anfrage erhältlich. (*) Ausflüge bereits inbegriffen.

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MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 13

MM09: «Brutale News» Wie Eltern Kinder vor brutalen TV-Bildern schützen können

«Wo bleiben denn die schönen Schweizer Filme?»

Bilder: Ornella Cacace, Getty Images

und erkläre denen, die es wissen wollen, dass ich eigentlich rothaarig bin. Wobei man dies auch an meiner hellen Haut, mit der ich beim ersten Sonnenstrahl einen Sonnenbrand bekomme, und meinen Sommersprossen, die jetzt mit Altersflecken konkurrieren, merken könnte. Diana Marku, 4106 Therwil Ich bin enttäuscht über den Bericht in Ihrem Magazin. Anscheinend gibt es fast nur schlechte Eigenschaften bei Rothaarigen. Vor allem, dass diese einen schlechten Charakter haben sollen und Ihre Autorin diese Aussage auch noch so übernimmt, ist entwürdigend. Ich habe selber rote Haare und glaube, dass ich weder stur, verrucht, impulsiv, boshaft, gierig bin und eben einen schlechten Charakter habe. Ich glaube, negative Charakterzüge hat jeder Mensch. Gertrud Schweizer, 3072 Ostermundigen

Vernünftige Erwachsene wollen nicht, dass Kinder Bilder von Gewalt, Krieg und Sex sehen. Seit einiger Zeit werden vom Morgen bis zum Abend Vorschauen auf die brutalen Krimis, die am Abend laufen, gezeigt. Das ist eine Zumutung für alle Zuschauer, die gar keine Gewalt, keinen Sex und keine Krimis sehen wollen. Wir bezahlen hohe TV-Gebühren, sehen aber selten schöne Filme. Wo bleiben denn die schönen Schweizer- und anderen Heimatfilme? Anna Kühne, per E-Mail

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14 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

Eine Zwei-Stunden-Reise: Das Lastschiff «Uristier» unterwegs mit 15 Kilometern pro Stunde zwischen Flüelen UR und Küssnacht SZ.


MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 15

Reportage

Gut Ding will Weile haben

Zu Wasser, am Skilift, beim Teezubereiten: Es gibt sie noch, die Menschen, die bewusst Tempo aus ihrem Leben nehmen. Drei Beispiele aus der Welt der Langsamkeit. Text: Andreas Bättig

Bilder: Daniel Winkler

R

uhe. Ein rarer Zustand. Auf dem Handy blinken ständig die neusten Nachrichten auf, vor dem Einschlafen ein letzter Blick auf das Facebook-Profil. Doch es gibt noch Orte, an denen das digitale Rauschen im Hintergrund bleibt, wo die Zeit langsamer zu vergehen scheint. Bei Toni Zgraggen (46) und Marcel Aschwanden (42) zum Beispiel. Auf ihrem Lastschiff «Uristier» kommt selten Hektik auf. Auch Kurt Mathis (60) mag es gemütlich. Wer mit seinem Skilift auf den Haldigrat fahren will, braucht eine Engelsgeduld. Und die japanische Teemeisterin Soyu Mukai (56) nimmt sich viel Zeit, um einen Matcha-Grüntee zuzubereiten. Sie alle geben sich der Langsamkeit hin. Und wirken dabei äusserst zufrieden.


16 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

2

1 Schiffsführer Toni

Zgraggen lenkt das Lastschiff konzentriert. Ein GPS-Gerät hilft ihm bei der Orientierung. 2 Tradition unter Seefah-

rern: Auf dem Wasser grüsst man sich.

3+4 Der «Uristier» transpor-

tiert Hunderte von Tonnen Kies und Sand (links). Marcel Aschwanden gönnt sich eine kurze Pause (rechts). 1 3

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MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 17

Fahrt mit dem Lastschiff

Der gemütliche Koloss Mit gemächlichen 15 Kilometern pro Stunde pflügt das knapp 900 Tonnen schwere Lastschiff «Uristier» an diesem Morgen durch den dunklen Vierwaldstättersee. Am Horizont hat sich der Nebel langsam aufgelöst. Und doch hängt er noch wie ein Schleier vom Himmel. Links und rechts des Schiffs ziehen schroffe Felswände wie in Zeitlupe vorbei. Draussen ist es bitterkalt, drinnen im beheizten Führerhaus von Toni Zgraggen jedoch wohlig warm. Zgraggen, 46 Jahre alt, ist Schiffsführer des «Uristiers». Mit der linken Hand steuert er das träge Schiff, mit der rechten kann er es beschleunigen oder drosseln. Den heutigen Kurs hat Zgraggen in ein GPS eingegeben: Flüelen–Küssnacht. Ein Monitor zeigt Zgraggen an, ob er auf Kurs ist. Weicht das Schiff zu sehr ab, ertönt ein Alarm. Zgraggen schaut aus seinem Führerhaus nach vorne zum Horizont und nippt am Kaffee. Er blickt auf den 40 Meter langen Bug des Schiffs. Auf ihm sind drei Haufen aufgetürmt: Kies und Sand. 500 Tonnen ist die Ladung heute schwer. Diese ist in Brunnen aufgeladen worden und soll nun in Küssnacht auf Lastwagen abgeladen werden.

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Jobwechsel vom Bau aufs Schiff

Zwei Stunden braucht das Schiff für die Strecke Flüelen –Küssnacht. Schnell ist das nicht. «Das ist schon eine beruhigende Arbeit», sagt Zgraggen, der 18 Jahre auf dem Bau gearbeitet hatte, bevor er sich entschloss, für die Firma Arnold & Co. AG auf einem Schiff anzuheuern. «Ich wohne am Seeufer in Flüelen. Ich habe die Lastschiffe immer gesehen und gedacht, dort drauf könnte es noch interessant sein.» Den Entscheid hat er bis heute nicht bereut. Der Stress sei viel geringer als auf dem Bau. Aber auch auf dem Schiff könne es hektisch werden. Wenn im Sommer viele Kursschiffe, Segler und sonstige Bootsfahrer auf dem See unterwegs sind, müsse man äusserst konzentriert sein. «Die Kursschiffe haben immer Vortritt. Und die Surfer siehst du manchmal fast nicht», sagt Zgraggen. Die Tage auf dem Schiff können zudem ziemlich lang sein. Die Schicht beginne meistens um 5 Uhr und sei an manchen Tagen erst nach zwölf Stunden zu Ende. «Nach fünf Tagen spürst du das. Du bist müde.» Neben Zgraggen ist auch der 42-jährige Marcel Aschwanden auf dem Lastschiff. Zgraggen und er wechseln sich beim Steuern des Schiffs ab. Aschwanden arbeitete bereits bei der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) als Schiffsführer und ist heute mit Leib und Seele Seemann. «Hier draussen in der Natur zu sein, hat auch was Romantisches.» So sei das Schiff nicht einfach nur ein Arbeitsplatz, sondern auch ein Daheim. «Wenn du am Morgen die Sonne aufgehen siehst und der Tag auf dem See langsam erwacht, dann ist das einfach schön.» Als der «Uristier» in den Küssnachter Hafen einfährt, stehen schon die ersten Lastwagen bereit für die Fracht. Vorsichtig legt Aschwanden an, Zgraggen bedient das Förderband, auf dem die Tonnen Kies mit einem lauten Grollen in die Lastwagen befördert werden. Nach einer Stunde sind Kies und Sand abgeladen. Das Lastschiff sticht wieder in den Vierwaldstättersee. Gemütlich, mit 15 Kilometern pro Stunde.

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18 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

Volle Konzentration: Bei der japanischen Teemeisterin Soyu Mukai ist jede Bewegung zur Zubereitung des Gr端ntees exakt durchdacht.


MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 19

Teezeremonie

Ein Grüntee zur inneren Zufriedenheit Ein Tee braucht Zeit. Er benötigt Ruhe. Einen Tee kann man nicht husch, husch zubereiten. Sonst wird er geschmacklos. So kann ein Tee eine genussvolle Mini-Meditations-Einheit im Alltag sein. Wenn die Japanerin Soyu Mukai einen Tee zubereitet, dann wird aus dieser Mini-Meditations-Einheit eine aufwendig und bis ins kleinste Detail akkurat durchgeführte Zeremonie. Mukai ist eine japanische Teemeisterin. Sie hat durch ein 17 Jahre dauerndes Studium gelernt, wie mit einer Teezeremonie, einem sogenannten Chado, eine Schale Matcha-Grüntee exakt gebrüht wird. So, dass im Zubereitungsraum eine besinnliche und konzentrierte Atmosphäre entsteht. Die Gäste haben in einem traditionellen, japanischen Teeraum in der Remise des Museums Rietberg in Zürich Platz genommen. Tatami-Matten bedecken den Boden, der Raum ist durch Papierschiebetüren abgetrennt. In der Mitte des Zimmers steht in einer Versenkung ein schwerer Kessel aus Gusseisen auf glühender Holzkohle. Als Begrüssungsgeschenk hat Mukai eine kleine Süssigkeit parat. Nun kniet sie neben dem Topf nieder. Sie trägt einen traditionellen Kimono. Jeden der Schritte hat Mukai Tausende Male geübt. Sie legt die Gegenstände für die Teezubereitung vor sich hin: Eine Schale, ein rotes Tuch aus Seide, eine hölzerne Schöpfkelle, einen Holzlöffel, einen hölzernen Teeschwingbesen und eine Schale, die das Matcha-Grünteepulver enthält. Mukai verwendet für die Zeremonie ein kostbares Teepulver, das im heiligen IwashimizuHachiman-gū-Schrein in Kyoto geerntet wurde.

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3

4

1–2 Zuerst reinigt Soyu Mukai die

Die Teezubereitung lehrt einen Achtsamkeit

Zuerst reinigt Mukai alle Gegenstände noch einmal symbolisch. Dann fügt sie zwei gehäufte Löffel des blattgrünen Macha-Pulvers in die Teeschale. Mit der Holzkelle giesst sie vorsichtig Wasser hinzu. Mit kleinen Kreisen vermischt sie mit dem Teeschwingbesen das Pulver und das Wasser. Sie dreht die Schüssel zweimal im Uhrzeigersinn und stellt sie vor sich hin. Der Tee ist nun für den Gast bereit. Das alles klingt simpel. Und doch dauert es 15 Minuten, bis eine Tasse zubereitet ist, weil Mukai sich jeder einzelnen Bewegung mit voller Konzentration hingibt. «Die Form der Zubereitung ist ein Ausdruck der Achtsamkeit und Gastfreundschaft, die auf der Zen-Philosophie basieren.» Mit Achtsamkeit meint die Teemeisterin, dass allen Handlungen, die man tut, die volle Aufmerksamkeit gewidmet werden soll. «Die heutige Zeit ist schnelllebig. Die Achtsamkeit geht verloren. Das führt dazu, dass sich die Menschen zunehmend beziehungslos fühlen.» Mit der Zubereitung könne Achtsamkeit geschult werden – auch wenn man keine Teemeisterin sei. «Ich bereite für mich ab und zu einen Beuteltee zu. Für den nehme ich mir ebenfalls genügend Zeit. Selbst dieser einfache Tee kann mit den Sinnen bewusst wahrgenommen werden.» Wer das mache, finde innere Ruhe und Zufriedenheit. Denn, so steht es auf der Schriftrolle, die in der Nische hängt: «Wo Harmonie herrscht, entsteht unendliches Glück.»

Gegenstände der Teezeremonie. Dann gibt sie einen Löffel Matcha-Grünteepulver in die Teeschale. Danach vermischt sie es mit einem Teeschwingbesen mit dem Wasser (siehe grosses Bild). 3 Für den Gast gibt es zudem eine

japanische Süssigkeit.

4 In der Ecke steht eine Christrose.

Sie soll Glück bringen.


20 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

Slow-Ski

Entschleunigter Wintersport Wer sich mit dem Sessellift Haldigrat auf 1937 Meter auf den Berg hinauf transportieren lassen will, braucht Geduld. Es herrscht perfektes Wintersport­ wetter an diesem Samstag: blauer Himmel, Pulver­ schnee. Etwa 50 Snowboarder und Skifahrer stehen an der Talstation oberhalb von Wolfenschiessen NW an. Nur, wo bitte sind denn die Sessel? Anders als bei grossen Skigebieten, bei denen die Schneesportler im Sekundentakt auf die Bergspitze befördert werden, geht es auf dem Haldigrat deutlich gemütlicher zu. «Keine Sorge, die Sessel kommen schon noch», sagt ein Einheimischer. Tatsächlich, nach ein paar Minuten fah­ ren ganze drei Sessel und eine Transportbox vom Hang hinunter ins Tal. Nur gerade acht Personen finden dar­ auf Platz. Insgesamt 55 Personen kann der Sessellift pro Stunde transportieren. So müssen die Schneesportler für eine zehnminütige Abfahrt meist gut eine Stunde anstehen. Entschleunigter Wintersport, sozusagen. Das nehmen aber alle gern in Kauf. Das Haldigrat ist insbe­ sondere bei den Freeridern beliebt. Hier gibt es keine präparierten Pisten, und jeder fährt auf eigenes Risiko. Keine Ferien mehr wegen des Sessellifts

Oben auf dem Berg angekommen, wird jeder einzelne Fahrgast mit Vornamen von Hand in ein Büchlein ein­ getragen. 20 Franken kosten zwei Fahrten mit dem Lift. Ein Geschäft, das sich für den Betreiber Kurt Mathis offenbar lohnt. Mathis hat den Sessellift zusammen mit dem dazugehörigen Berggasthaus im Jahr 2001 spontan gekauft. Seither ist er Besitzer und Betreiber. Aus dem Kaufpreis macht Mathis ein Geheimnis. Er sagt mit einem Lächeln: «Ich habe zwischen einem und einer Millionen Franken bezahlt. Seither schreibe ich aber schwarze Zahlen.» Wegen des Geldes allein hat Mathis, ein kerniger Nidwaldner mit Rundbrille und Bart im Gesicht sowie Jägerhut mit Feder auf dem Kopf, den Lift sowieso nicht übernommen. Mathis ist Mitinhaber eines Gipsergeschäfts. Den Sessellift betreibt er neben­ bei. Seine Frau kümmert sich um das Berggasthaus, wo man auch übernachten kann. So viel wie an diesem Wochenende sei sonst auf dem Haldigrat selten los. Ist der Betrieb im Winter aus­ nahmsweise mal unter der Woche offen, muss man an der Talstation des Sessellifts Mathis extra anrufen. Der setzt dann den Sessellift in Gang. Mathis mag die Ruhe und Abgeschiedenheit auf dem Haldigrat. «Ich könnte mir sofort vorstellen, hier zu leben», sagt er. «Jede Jahreszeit ist hier oben schön.» So geniesst er es in der Früh, mit dem Feldstecher Adler, Hirsche und Gäm­ se zu beobachten. Auf Letztere macht er als Hochwildjäger gerne Jagd. «Ohne die Jagd wäre ich nie 60 Jahre alt geworden. Sie hält mich fit.» Trotzdem befürchtet er, dass auch mit diesem Hobby bald Schluss ist. «Ferien habe ich schon lange nicht mehr gemacht», sagt Mathis. Zu viel gebe der Lift zu tun. Dennoch hat Mathis das nächste Projekt parat. Er möchte eine Bike­Strecke vom Haldigrat bis ins Tal bauen. Von der rasanten Abfahrt können sich die Biker beim Warten auf die Sessel des Haldigrat­Lifts wieder erholen. MM

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1 Der Hochwildjäger

Kurt Mathis hat sich mit dem Sessellift einen Lebenstraum erfüllt. 2

2 Den Lift oberhalb von Wolfenschiessen NW hat Kurt Mathis im Jahr 2001 spontan gekauft.


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22 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

17,5%

Schädel, Gesicht, Hals

27,5%

Zahlen & Fakten

Schulter, Arm, Ellenbogen

Ski unheil!

14,9% Hand, Finger

9,5%

Schlüsselbein

Über 1,7 Millionen Skifahrer und 350 000 Snowboarder fegen jeden Winter über die Schweizer Pisten. Bei der Masse steigt auch die Unfallgefahr. Wo verletzt man sich am häufigsten? Und was kostet der unfreiwillige Fall in den Schnee? Ein Überblick.

2,8%

Brustkorb

9,2%

Rücken, Wirbelsäule

4,9%

Becken, Bauch, innere Organe

Recherche und Infografik: Daniel Röttele

1,7% Hüfte

1,5%

Oberschenkel

1. Verletzungsart An welchen Körperteilen sich Snowboarder und Skifahrer verletzen.

11% Knie

4,3%

Unterschenkel

Unfälle nach verletztem Körperteil, Saison 2012/2013, Mehrfachnennungen möglich

6,3% Fuss, Zehen

2. Unfälle und Kosten Bei Skifahrern wird es teuer! Unfälle pro Jahr bei UVG-versicherten Personen (Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012)* Skifahrer Snowboarder

26 015 8409

3. Schweregrad Zum Glück sind sehr schwere Verletzungen eher selten. Anteil verletzter Skifahrer und Snowboarder nach Stärke der Verletzung, Saison 2012/2013

leicht verletzt

46,3%

mittelschwer verletzt

50,2%

schwer verletzt

3,4%

Durchschnittliche Kosten pro Unfall, in Franken (Rettungskosten, Heilungskosten, Taggelder und Renten) 6708.–

Skifahrer Snowboarder

4018.–

tödlich verletzt

0,1%


MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 23

15,3%

Schädel, Gesicht, Hals

17,8%

Schulter, Arm, Ellenbogen

3,4%

5. Vergleich So häufig verletzt man sich bei anderen Sportarten.

Schlüsselbein

2,3%

Brustkorb

Verletzte pro 1 Million ausgeübter Stunden Sport, Jahr 2008

4,9%

Rücken, Wirbelsäule

Fussball

3,9%

Eishockey

1798 1426

Hand, Finger

Basketball 848

3,7%

Becken, Bauch, innere Organe

1,9%

Land-/Unihockey 784 Inline-Skating 726 Snowboardfahren 677

Hüfte

Handball 656

4,6%

Oberschenkel

Squash 648

35,4%

Volleyball

Knie

520 Skifahren

12,3%

461

Unterschenkel

4,3%

Pferdesport 354 Badminton 348

Fuss, Zehen

Tennis 325 89%

4. Schutz Auf der Piste trägt heute fast jeder einen Helm.

90% 87%

80% 70%

Helmtragequote Snowboarder Skifahrer

60% 50% 40%

20%

30% 20% 10%

14%

3 201

2 201

1 201

0 201

9 200

8 200

7 200

6 200

5 200

4 200

200

3

0%

Skilanglauf 257 Bootfahren 255 Leichtathletik 242 Kampfsport 232 Radfahren 173 Radrennsport 165 Baden/Schwimmen 161 Bergwandern 129

* Hier sind nur die obligatorisch nach UVG versicherten Personen erfasst. Tatsächlich liegt die Zahl der verunfallten Personen noch höher. Quellen: Giannina Bianchi, Steffen Niemann: «Verletztentrans­ porte im Schneesport, 2012/2013», bfu – Beratungsstelle für Unfall­ verhütung (1, 3); Unfallstatistik der Suva (2); Observatorium Sport und Bewegung Schweiz (4, 5)


Regula Rytz, Nationalrätin, Co-Präsidentin Grüne Partei der Schweiz GPS

Beat Kappeler, Kommentator NZZ am Sonntag, Buchautor

Markus Ritter, Nationalrat, Präsident Schweizer Bauernverband SBV

Luzius Wasescha, Botschafter, Präsident IG Agrarstandort Schweiz IGAS

Wahlfreiheit stärken oder Konsumenten erziehen? 7. Konsumententagung, Donnerstag, 9. April 2015, ab 13.45 Uhr Lake Side, Bellerivestrasse 170, 8008 Zürich Die abrupte Aufhebung der Euro-Untergrenze wirft ein Schlaglicht auf politische Versäumnisse und Herausforderungen im Schweizer Binnenmarkt. Gleichwohl sollen den Konsumentinnen und Konsumenten zuliebe die Märkte noch mehr abgeschottet und neue Deklarationen eingeführt werden. Während die Volksinitiative für Ernährungssicherheit die heimische Landwirtschaft stärker schützen will, verlangt die Fair-Food-Initiative, dass die hohen Schweizer Standards auch für Importprodukte gelten. Brauchen wir nicht weniger Regulierung und mehr Wahlfreiheit für die Konsumenten?

Lauren Wildbolz, Pionierin der veganen Küche

Martin Schläpfer, Leiter Direktion Wirtschaftspolitik MGB

Information/Anmeldung Migros-Genossenschafts-Bund Direktion Wirtschaftspolitik Limmatstrasse 152, 8031 Zürich Tel. 044 277 30 87 MIGROS-Wirtschaftspolitik@mgb.ch


MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 25

W Bänz Friedli

Bekenntnisse im Pissoir Warum? Warum bloss müssen Menschen überall markieren? In den Sportferien fiel es mir auf: Keine Gondel, an deren Innenwand nicht jemand einen Reklamesticker für eine Spezialität namens «Mammutkäse» geklebt hätte, keine Sessellifthaube, an der nicht ein Logo des FC Basel haften würde. Was treibt die Menschen zum dauernden Markieren an, denke ich und will die Frage gerade umformulieren: «Was treibt Männer an, wie pinkelnde Hunde zu markieren», denn es sind doch wohl stets männliche Wesen, die diesen Drang verspüren – da klaubt eine junge Frau neben mir ein Abziehbild mit dem Symbol der FCZ«Südkurve», einer gereckten Faust, aus der Daunenjacke und überklebt damit dasjenige, das zuvor Basel-Fans hier angebracht haben.

Bänz Friedli (49)

über Klebereien.

Vollgekleistert dann das Pissoir in der Snowboarderbeiz: Zwei DJs namens Soulinus und Le Frère machen auf sich aufmerksam. Die «Lozärner Kracher», vermutlich eine Guggenmusik, lassen uns wissen, dass es sie gibt. Ein auf Snow- und Skateboards spezialisierter Onlineshop buhlt um Kundschaft, was an diesem Ort ja noch Sinn macht. Aber erhofft sich der Betreiber des «Studio Tatuazu» im 1400 Kilometer entfernten Warschau wirklich tätowierwillige Klientel, wenn er irgendwo in den Bündner Bergen seine Werbung anbringt? Und was hat der Anhänger des 1. FC Köln davon, dass er sich hier an der verpinkelten Wand zu seinem Verein bekennt?

Ich kann ja noch verstehen, wenn sich Menschen in den USA, um sich in ihrem breiten, weiten Land nicht zu verlieren, immerzu verorten, indem sie sich zum Baseballteam der lokalen Highschool bekennen und einen übergrossen Sticker der «Mercer County Titans» ans Heck ihres übergrossen Geländewagens kleben. Nicht einfach zur presbyterianischen Kirche bekennt sich der Amerikaner, sondern zur First Presbyterian Church in Jackson, Mississippi, und nur zu ihr. Zu allem und jedem bekennt er sich, zu laschen Waffengesetzen, zur Radiostation WWOZ New Orleans, zu Barack Obamas letztem Herausforderer. Und ein Bekenntnis ist erst eines, wenn es grossbuchstabig am Auto klebt, seis auch bloss die Bemerkung, wenigstens im eigenen Wagen dürfe der Fahrer noch rauchen: «At least, I can smoke in my car.» Aber fängt das bei uns jetzt auch an? Muss jeder «Lozärner Kracher», jede CVP-Wählerin, jeder Veganer der Welt kundtun: «Ich bin dann auch noch da»? Es passt vermutlich in eine Zeit der Selfies, da jeder der Mitwelt immer gleich mitteilen muss, wo er sich gerade befindet. Und habe, ehrlich gesagt, nicht auch ich eben am Skilift ein Selbstbildnis geschossen und es sogleich auf Facebook herumgezeigt? Bänz Friedli live: 4. 3. Frick AG, «Monti».

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MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 27

4

2

3

5

1 Familienbild mit Grossvater

Ahmed Jamal Aldin (mit Sonnenbrille) und Samir (hinten ganz links), im Jahr 1969.

1

2 Familienpicknick ausserhalb von Bagdad Ende der 50er-Jahre (Samir zweiter von rechts).

3 Samir als Kind 4 Ende der 50er-Jahre spielen Samir und seine Schwestern Hayath und Meyadeh am Tigris. 5 Samir mit seiner Schweizer Mutter Maya in Bagdad.

Porträt

Familien-Odyssee

Regisseur Samir ist eine feste Grösse in der Schweizer Filmwelt. In «Iraqi Odyssey» erzählt der Sohn einer Schweizerin und eines Irakers nicht nur die Geschichte seiner weit verzweigten Familie, sondern auch die Tragödie seiner zweiten Heimat. Text: Ralf Kaminski


28 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

D

ie letzten Wochen waren stressig für Samir (59). Da waren all die Vorbereitungen für den Kinostart seines neuen Films «Iraqi Odyssey», die Reise an die Berlinale, wo sein Film eine Auszeichnung erhielt, und dann erwischte ihn auch noch die Grippe. Die epische Familiengeschichte «Iraqi Odyssey» beschäftigt den Regisseur seit über zehn Jahren. «Es ist ein Gefühl der Erleichterung, dass er nun fertig ist.» Und es freut ihn natürlich, dass sein Werk an Festivals bereits auf positive Resonanz gestossen ist – umso mehr, als es ein sehr persönliches Projekt ist. In der Schweiz kennt man den schweizerisch-irakischen Filmemacher nur unter seinem Vornamen Samir. «Das erschien mir damals einfacher, nachdem mein Nachname bei meinem ersten Film mehrfach falsch geschrieben wurde.» Sein voller Name lautet Samir Jamal Aldin, und in «Iraqi Odyssey» lernen wir nicht nur seine weit verzweigte und in alle Welt verstreute Familie kennen, wir erfahren auch, dass er in direkter Linie vom Propheten Mohammed abstammt. Samirs Grossvater erzog seine Kinder liberal

«Was auch immer das heissen mag.» Samir lacht. «Aber tatsächlich öffnet der Name Jamal Aldin, der diese Abstammung signalisiert, im Irak noch immer einige Türen, wie ich bei den Dreharbeiten realisiert habe.» Seine Vorfahren genossen deswegen diverse Privilegien, für ihn ist der hohe Rang bedeutungslos. «Ich war lange militanter Atheist, inzwischen bin ich etwas milder geworden.» Aber bereits Samirs Grossvater, Ahmed Jamal Aldin, entledigte sich dieser Privilegien, indem er seinen schwarzen Turban (das Symbol für die direkte Abstammungslinie) ablegte, Richter wurde und seine sieben Kinder modern und aufgeschlossen erzog – so, wie auch der Irak in den 50er-Jahren ein aufgeschlossenes Land war. Basra im Süden des Landes etwa galt als «Venedig des Ostens»: Man ging dorthin, um sich zu vergnügen. Samirs Film erzählt, wie sein Vater, seine Onkel und Tanten in jener Zeit aufwuchsen und studierten, wie das von den Briten nach dem Ersten Weltkrieg eingesetzte Königshaus 1958 in einer Volksrevolution mit Hilfe der Armee gestürzt wurde, wie sich seine Familie in der Kommunistischen Partei engagierte, um dem Land Fortschritt und Gerechtigkeit zu bringen. Wie nach einigen Wirren die Baath-Partei an die Macht kam und ein junger Offizier namens Saddam Hussein zum Diktator wurde, wie der Krieg gegen den Iran das Land herunterwirtschaftete, noch bevor der Konflikt mit den USA begann. Und wie sich mehr und mehr Mitglieder seiner Familie für eine Flucht ins Ausland entschieden – nach Moskau, Neuseeland, England, Paris, in die USA und eben die Schweiz.

Samirs Vater hatte seine Schweizer Frau bei einem Studienaufenthalt in England kennengelernt. Die beiden lebten jahrelang gemeinsam bei seiner Familie in Bagdad. Er wurde dort geboren, verbrachte seine frühe Kindheit in jenem Irak der Aufbruchstimmung. Als sich die Eltern 1961 entschieden, in die Schweiz umzusiedeln, war das nicht nur ein kleiner Kulturschock, sondern auch mit dem Verlust des materiellen Wohlstands verbunden. Trotzdem lebte sich der damals Sechsjährige rasch ein. Was ihn jedoch schon bald sehr irritierte, war die enorme Ignoranz gegenüber der arabischen Welt. «Wir kannten viele europäische Autoren und Künstler. Hier jedoch hatte kaum jemand eine Ahnung von unserem Kulturraum. Und das hat sich seither nicht gross verändert.» Ein Beitrag gegen die Ignoranz des Westens

Dies erstaune umso mehr, als Europa eine offene und freie Gesellschaft sei, in der man leicht an Informationen komme. «Obwohl man alle Freiheiten hat, weiss man nichts. Der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Kultur ist hier so tief verinnerlicht, dass man alles andere automatisch ignoriert. Dabei waren Europa und der Nahe Osten jahrhundertelang eng miteinander verzahnt.» Seinen Film sieht Samir deshalb auch als Beitrag, gegen diese Ignoranz anzugehen und dem hiesigen Publikum die tragische Geschichte seiner zweiten Heimat näherzubringen. «Der Irak hätte ein Land wie die Schweiz werden können, weltoffen und kulturell divers. Aber leider hat man Öl gefunden.» Die anschliessende Eroberung durch die Briten, die Treibstoff für ihre Kriegsschiffe brauchten, steht am Anfang der Historie, die Samir in «Iraqi Odyssey» dokumentiert. «Nebenbei will ich auch zeigen, dass Einwanderer aus jener Weltengegend nicht einfach religiöse Fanatiker oder Dummköpfe sind.» So möchte er seinen Teil gegen das stetig wachsende Misstrauen gegenüber den Muslimen beitragen. Gelegentlich bekommt er es auch selbst zu spüren. Als er an einer Diskussion im Schweizer Fernsehen mitwirkte, erhielt er eine ganze Ladung Hassmails. «Es gehört zu den grossen Ironien meines Lebens, dass ich, der Atheist, mich im Abstimmungskampf um die Minarett-Initiative für die Rechte der Religiösen einsetzen musste, weil die Religionsfreiheit nun mal ein Grundrecht ist.» Mit der eigenen Familie einen solchen Film zu drehen, erwies sich als Herausforderung. «Die Aufarbeitung unserer Geschichte war oftmals ein schmerzhafter Prozess. Andere gehen zur Psychotherapie, ich habe diesen Film gemacht», sagt Samir und lacht. Zudem musste er nicht nur um die ganze Welt reisen, um alle Aufnahmen zu machen. «Es haben mir auch immer alle dreingeredet, morgens beim Frühstück ging es los.» Und

natürlich gäbe es noch viel mehr Geschichten zu erzählen als jene, die es in den gut zweieinhalbstündigen Film geschafft haben. Etwa die von seinem Onkel in Paris, der nach der Aufnahme von 16 Stunden Gesprächsmaterial entschied, doch nicht am Film mitzuwirken. «Zu Beginn waren alle skeptisch. Jetzt, wo der Film fertig ist, sind sie aber sehr stolz.» Auch seine Frau, die Regisseurin Stina Werenfels, und die elfjährige Tochter Selma wissen nun einiges mehr über seine Wurzeln. «Iraqi Odyssey» lief schon an einigen Festivals in der arabischen Welt, wo er auf grosse Resonanz stiess, weil viele dieser Staaten eine ähnliche Historie hinter sich haben. In Abu Dhabi erhielt er gar die Auszeichnung als Best Asian Film. Für den Schweizer Filmpreis ist er als Bester Dokumentarfilm im Rennen. Am 21. März wird Samir ihn erstmals im Bagdad zeigen. Anschliessend geht der Film mit einem portablen Kino auf Tournee durchs Land. Optimismus für die Zukunft des Irak Die jüngsten Entwicklungen im Irak − der Angriff des IS von Syrien aus, der vereinte Kampf des Westens mit dem Iran gegen die islamistische Terrorgruppe − kommen im Film nicht vor. «Aber diese Entwicklung war schon Ende 2013 absehbar, als ich das letzte Mal im Irak war. Wer sich mit dem Land beschäftigte, den konnte der Vorstoss des IS nicht überraschen.» Ursprünglich war die Freude in Samirs Familie gross, als die Amerikaner 2003 den verhassten Diktator stürzten. «Leider zerschlugen sie danach auch alle anderen Staatsstrukturen, sodass das Land im Chaos versank. Erst seither ist plötzlich auch die Religionszugehörigkeit wichtig.» Doch in letzter Zeit registriert er einige positive Signale aus Bagdad, wo ein paar Familienmitglieder noch immer leben. «Auf Facebook sehe ich jetzt plötzlich wieder Fotos von draussen, an Silvester gab es sogar Feuerwerk. Die Lage hat sich offensichtlich gebessert.» Und insgesamt ist Samir sogar optimistisch für sein Land. «Der Angriff des IS hat paradoxerweise auch Positives bewirkt: Er hat die Iraker zusammenrücken lassen. Vorher war das Risiko grösser, dass der Staat zerfällt – jetzt jedoch besteht wieder Hoffnung.» Fast der ganze Mittelstand hat das Land verlassen, so wie Samirs Familie. Rund ein Fünftel der irakischen Bevölkerung lebt irgendwo im Ausland. «So langsam bildet sich jedoch wieder eine neue Mittelschicht heraus. Und die Leute sind gut informiert, wissen, was in der Welt läuft, sie haben auch keine Angst mehr.» Allerdings dürfte es vermutlich 20 Jahre dauern, bis der Irak wieder einen Entwicklungsstand erreicht hat, wie Samir ihn aus seiner Kindheit kennt. «Ich werde das wohl nicht mehr erleben.» MM «Iraqi Odyssey» läuft ab 5. März in den Kinos. www.iraqiodyssee.ch


MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 29

1961 체bersiedelte Samir mit seiner Familie in die Schweizer Heimat seiner Mutter. Hier bestaunten sie Anfang der 60erJahre die Schweizer Bergwelt. Samir (ganz links) musste seine Identit채t finden zwischen der Welt seiner Mutter Maya (im Bild oben) und der seines Vaters Riadh (Bild unten).

Bilder: Privat (7), Keystone (1)

Kleines Bild: der Regisseur heute.


30 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

Alles Zufall Essay

A

Am 8. März findet alljährlich der Internationale Frauentag statt. An diesem 8. März feiert aber auch der Berner Autor Pedro Lenz seinen 50. Geburtstag. Ein Essay zum feierlichen Anlass. Text: Pedro Lenz Illustrationen: Rahel Nicole Eisenring

Bei mir ist das nun 50 Jahre her, aber es hört nicht auf, mich zu verfolgen. Es ist mit diesem Geburtsdatum ein bisschen wie mit den Sternzeichen. Weder erinnere ich mich an die eigene Geburt, noch weiss ich, warum ich genau an diesem Tag geboren wurde. Trotzdem: Ich muss mir ständig anhören, was es bedeutet. Die Welt ist voll von Besserwissern, die einem unaufgefordert erzählen, welche Rückschlüsse aus einem Geburtsdatum gezogen werden können.

«Geht mir weg mit Bedeutung!», rufe ich denen zu, die mir beibringen wollen, was das Sternzeichen mit meinem Charakter oder mit meiner Persönlichkeit macht. Ich habe kein Sternzeichen und keinen Aszendenten. Nie war ich Mitglied von astrologischen Deutungsvereinen, und ich lese kein einziges Horoskop. Selbst die zahlreichen Mit­ menschen, die fest davon überzeugt sind, ich hätte mir den Internationalen Tag der Frau als Geburtstag selbst aus­ gewählt, muss ich enttäuschen. «Es tut mir leid, Freunde! Ich selbst habe mit dem Tag meiner Ankunft auf Erden am allerwenigsten zu tun.» Dennoch hätte ich wegen meines Geburtsdatums wahrscheinlich eine besondere Affinität zu Frauen, hören manche nicht auf, ihren Aberglauben zu zelebrieren. Spätestens an diesem Punkt versuche ich es mit ein bisschen Aufklärung:

Pedro Lenz (noch 49) lebt als Schrift­ steller in Olten SO. www.pedrolenz.ch

Der Internationale Tag der Frau, mancherorts auch Frauenkampftag oder Weltfrauentag genannt, ist keine esoterische Veranstaltung. Es waren nicht Astrologinnen, sondern Sozialistinnen, die sich vor über 100 Jahren dafür

einsetzten, dass Frauen die gleichen politischen Rechte erlangen wie Männer. Und auch wenn der Begriff Sozialis­ mus für zeitgenössische Ohren antiquiert klingen mag, haben wir eine ganze Anzahl sozialer Errungenschaften, die wir heute für selbstverständlich ansehen, dem Sozialis­ mus zu verdanken. An der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz, die im August 1910 in Kopenhagen stattfand, wurde ein Beschluss formuliert, der mit einer klaren Absichtserklärung beginnt: «Im Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstal­ ten die sozialistischen Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht dient.» Allerdings dauerte es dann noch eine ganze Weile, bis dieser Internationale Frauentag immer am 8. März gefeiert wurde. Es gibt verschiedene Legenden, die erklären, wie es zu diesem Datum kam. Eine davon besagt, der 8. März beziehe sich auf einen Streik von Textilarbeiterinnen in New York im Jahr 1857. Anderen Quellen zufolge wurde der 8. März im Jahr 1921 in Moskau an der Zweiten Inter­ nationalen Konferenz kommunistischer Frauen als Frau­ enkampftag festgelegt. So oder so hat der 8. März sehr handfeste Wurzeln. Es ging von allem Anfang an um die politischen Rechte der Frauen. Die Frauen haben sich diese Rechte gegen den Willen vieler Männer erkämpft. Es war ein langer, konkreter und zäher Kampf. Gerade deshalb mag ich es persönlich nicht besonders, wenn aus der Zufälligkeit meines Geburtstags auf irgendwelche esoterischen Verbin­ dungen zur Frauenbewegung geschlossen wird. Die vielen Sprüche, die ich mir jedes Jahr zum Geburtstag anhören muss («Bist du ein Frauenkampftagsgeschenk?», «Bist du der Beitrag deiner Mutter an die Frauenpolitik?», «Wieso wolltest du ausgerechnet zum Tag der Frau auf die Welt kommen?»), mögen zwar bedingt witzig sein, aber sie sind auch dazu geeignet, die Wirklichkeit zu verharmlosen. Meine Mutter hat mich zwar an einem 8. März unter Wehen zur Welt gebracht, aber sie hatte damals, im Jahr

Bild: Keystone

Als Bub hatte ich ein Album mit Aufklebern der Skistars von 1972/73. Unter vielen andern war auch die Doppel­ olympiasiegerin Marie­Theres Nadig aus Flums in diesem Album abgebildet. Dort sah ich, dass Marie­Theres Nadig am gleichen Tag Geburtstag hat wie ich. Das nahm ich ungerührt zur Kenntnis. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich aus diesem biografischen Zufall irgendwelche Rückschlüsse auf mein Skifahrertalent gezogen hätte. Es gibt im Leben Dinge, die man nicht selber bestimmen kann. Zu diesen Dingen gehört zweifellos der Zeitpunkt des eigenen Geburtstags. Im Fall von Marie­ Theres Nadig und mir fiel er zufällig genau auf den 8. März, der ebenso zufällig auch der Internationale Tag der Frau ist.


MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 31

Marie-Theres Nadig hat Geburtstag, und es ist der Tag der Frau: Wenn Pedro Lenz 50 wird, ist einiges los, wof端r er gar nichts kann.


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1965, als eingebürgerte Schweizerin keine politischen Rechte. Denn obwohl die sozialistischen Vorkämpferinnen in Kopenhagen bereits 1910 das Wahlrecht für Frauen forderten, drang diese Forderung noch lange nicht bis in die Schweiz. Ich selbst war schon im Kindergarten, als meiner Mutter erstmals das Recht zugestanden wurde, über eidgenössische Vorlagen abzustimmen oder zu ent­ scheiden, von wem sie sich im Parlament vertreten lassen will. Noch heute erinnere ich mich bestens an den feier­ lichen Augenblick, an dem die ganze Familie sie beim Gang ins benachbarte Primarschulhaus zu den Wahlurnen be­ gleitete. Bis dahin war die Mehrheit der Schweizer Männer jahrzehntelang der Auffassung gewesen, Frauen mangle es, ähnlich wie Kindern, an der nötigen Reife, um sich ein politisches Urteil zu bilden. Da die Männer aber nicht zugeben wollten, dass sie die Frauen für unmündig hielten, wurde vor allem mit der Mutterschaft argumentiert: «Syt s’Mammi politisiert, het’s für mi kai Zyt meh», stand beispielsweise auf einem Abstimmungsplakat der Gegner­ schaft des Frauenstimmrechts neben der Abbildung eines verzweifelten Schulbuben. Auf einem anderen Plakat mit der schlichten Aufschrift «Frauenstimmrecht Nein!» war ein überdimensionierter Schnuller abgebildet, auf dem eine hässliche Fliege sass. Das Bild sollte zeigen, welche Verwahrlosung den Kleinkindern droht, wenn sich ihre Mütter um politische Fragen kümmern.

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Bis heute gehört es zum Standardrepertoire politischer Festredner in diesem Land, die Schweizer Demokratie zu verklären. Nicht selten wird betont, wir hätten die älteste und beste Demokratie der Welt. Gerne wird auf den Rütli­ schwur verwiesen und auf den Freiheitskampf der Eid­ genossen. Weniger gerne wird darauf hingewiesen, wie lange den Frauen in der Schweiz die demokratischen Rechte vorenthalten wurden. Dass ich selbst vor 50 Jahren an einem 8. März zur Welt kam, hat damit nichts zu tun. Immerhin zwingt es mich, jedes Jahr an meinem Geburts­ tag darüber nachzudenken, dass jedes Recht – und erscheine es einem hinterher noch so selbstverständlich – irgendwann erkämpft werden musste. Und gerne gebe ich zu, dass ich jedes Jahr an meinem Geburtstag auch ein wenig an Marie­Theres Nadig und ihre beiden Goldmedaillen von Sapporo denke. MM


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34 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

Die spekta­ kulärsten Headis Moves im Video! Migrosmagazin.ch

Porträt

Hansdampf auf allen Dächern Trendsportler Nicolas Fischer kennt keine Berührungsängste: Parkour,

Ropeskipping, Karate – das Zürcher Bewegungstalent hat schon alles ausprobiert. Sein neustes Projekt: Headis, Tischtennis mit dem Kopf. Text: Silja Kornacher

Neue Sportart

Headis Nicolas Fischer hat den Trendsport Headis in die Schweiz geholt. Die Idee stammt von deutschen Studenten aus Kaiserslautern und ähnelt dem Tischtennis. Nur: Gespielt wird mit einem Gummiball – und mit dem Kopf. Dabei ist das Berühren der Platte mit allen Körperteilen erlaubt. In Deutschland gibt es sogar schon eine Headis-Bundesliga mit rund 300 Mitgliedern. Für dieses Jahr plant Nicolas Fischer eigene Headis-Turniere. www.feelyourbody.ch www.headis.com

N

icolas Fischer (23) balanciert im Handstand auf der Kante des 30 Meter hohen Parkhauses. «Ein bisschen windig heute!», ruft er dem Fotografen zu. Seine Mutter Anita Fischer (46) beobachtet die Szene, bleibt cool, obwohl ihr Sohn gerade in Lebensgefahr ist. «Ich vertraue ihm. Er kennt seinen Körper und seine Grenzen.» Dass Nicolas Fischer mit seinem Körper vertraut ist, kommt nicht von ungefähr: Rund 50 Stunden pro Woche verbringt er in Bewegung. Ob als Extremsportler, Trendsportler, Trainer – keine Sportart ist für ihn zu schwierig, kein Gerät zu kompliziert. Der Zürcher Oberländer ist Vize-SchweizerMeister im Karate und 15-facher Schweizer Meister im Ropeskipping (Seilspringen). Sein aktueller Rekord: 640 Sprünge in zwei Minuten. Immer am Puls der neusten Trends Auch Breakdance, klassische Akrobatik und Parkour (urbane Hindernisse möglichst elegant und effizient überwinden) sind Nicolas Fischers Leidenschaft. Er hat aber auch schon Eiskunstlauf und Ballett ausprobiert. «Meine Challenge ist, aus dem, was ich habe, etwas zu machen.» Als ETH-Student in Bewegungswissenschaften kurz vor

Bilder: Dan Cermak

dem Masterabschluss und durch die Sport-Event-Firma seiner Eltern ist er immer über die neusten Trends informiert. Die Sportart Headis zum Beispiel hat er letztes Jahr in die Schweiz gebracht (Box links). Seine Begeisterung für Sport lässt sich einfach erklären: Er ist damit aufgewachsen. Die Mutter war Kunstturnerin, sogar der Grossvater schafft mit seinen 85 Jahren noch den Handstand. Bruder Beni Fischer tanzt Breakdance, und Cousin Lucas Fischer ist Vize-Europameister im Barrenturnen. Mutter Anita Fischer kümmert sich um die Termine ihres Sohns und achtet auf die Perfektion: «Sie kann auch Drillmeister sein. Wenn ich die Zehen nicht ganz strecke, bekomme ich was zu hören», sagt Nicolas augenzwinkernd. 2010 wurde der Sportler vom Schweizer Fernsehen angefragt, ob er mit einer Seilspringshow bei «Die grössten Schweizer Talente» antreten möchte. Erst wollte er nicht so recht. Dann entschied er sich, «mal vorbeizugehen». Plötzlich tat sich für den jungen Mann die Welt des Showbusiness auf. Früher war Nicolas Fischer introvertiert und scheu. «Ich konnte nicht einmal einen Vortrag vor ein paar Leuten halten. Seit meinen

Fernsehauftritten ist diese Schüchternheit wie weggeblasen.» Mit seinen Kunststücken kam er bis ins Finale der Sendung, 1,2 Millionen Menschen schauten zu. Danach hagelte es Anfragen für Firmenfeiern, Geburtstage und das Schweizer Tourneetheater «Das Zelt». Seit Kurzem eine eigene Schule

Auch als Coach und Personal Trainer ist Fischer gefragt. Zu seinen Kunden gehören unter anderem die Schweizer Skinati und der HC Davos. Und vor zwei Jahren hat er seine eigene Schule gegründet. Mittlerweile trainiert er rund 100 Schüler in Parkour und baut in Esslingen ZH eine Trainingshalle. «Das Einzige, was er ausser Sport macht, ist Schlafen», sagt seine Mutter. «Wenn er die Bewegung nicht hätte, wäre er ein hyperaktives Wesen, das wohl medikamentös behandelt werden müsste.» Fischers Ziel ist es, weiter gut vom Sport leben zu können. Sein Traum: der Cirque du Soleil. Beim Fotoshooting ist er unermüdlich: «Wir können das noch 100 Mal machen», sagt er, als ihn der Fotograf um einen weiteren Handstand bittet. Auch beim normalen Treppensteigen sucht er die Herausforderung: Er hangelt sich lieber am Geländer hoch. MM


MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 35

Nicolas Fischer im ungesicherten Handstand 체ber den D채chern Z체richs. Unter ihm: 30 Meter.


36 | MM10 02.03.15 | MENSCHEN

Interview

«Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben» Wird unsere Gesellschaft immer narzisstischer? Psychologe Peter Schneider relativiert Selfiewahn und Selbstmarketing. Und erklärt, wer selbstverliebter ist: Berlusconi oder Blocher. Text: Ralf Kaminski, Reto E. Wild Bilder: Basil Stücheli (3)


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Auch Peter Schneider macht ab und zu Selfies. Im Bild unten links ging es ihm aber mehr um die Kamera als um sich selbst.


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MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 39

Peter Schneider, wir haben Sie für dieses Interview um Selfies gebeten, und da hatten Sie gleich mehrere auf Lager. Offenbar machen Sie die ganz gerne? Die sind über einen längeren Zeitraum entstanden. Manchmal mache ich sie bloss aus Langeweile. Oder wenn ich jemandem einen Gruss per Mail schicken möchte. So oft kommt das allerdings nicht vor. Selfies sind ansonsten aber sehr verbreitet, dabei wurde der Begriff erst 2002 erfunden. Sind die vielen Selfies ein Symptom für narzisstischere Zeiten? Kulturpessimisten sehen das sicher gerne so. Und irgendwie gehören Selfies und Narzissmus schon zusammen. Aber ich würde deswegen keine voreiligen Schlüsse ziehen. Bereits in der Renaissance stellten Maler Selbstporträts her. Und schon Ende der 70er-Jahre gab es die Diagnose der stetig narzisstischer werdenden Gesellschaft. Selbstdarstellungsbedürfnisse waren dem­ nach schon immer da? Das nun auch wieder nicht. Aber heute ist es einfacher geworden. Für Selfies braucht es eine leicht zugängliche Kamera und billigen Speicherplatz. Nicht immer ist Selbstdarstellung das zentrale Motiv: Ich habe einmal ein Selfie gemacht, um meine neue Leica im Bild zu haben. Da ging es primär um die Kamera. Aber die neuen Technologien haben die Selbstdarstellungsmöglichkeiten gefördert und verstärkt. Facebook, Twitter und Ins­ tagram haben sich mit rasender Geschwin­ digkeit global verbreitet. Das hat sicher mit Narzissmus zu tun, aber nicht nur. Es geht auch um Austausch und Kontakte. Ein klassischer Narzisst hingegen ist selbstgenügsam und fast schon asozial, weil er so in sich verliebt ist, dass er die anderen nicht braucht. Ein Problem ist halt auch die schillernde Bedeutung des Begriffs. Vielleicht sollten wir ihn mal definieren. Zum Narzissmus gehört natürlich die Selbstliebe. Wenn die zu gross wird, kommt man aber meist nicht weit. Im Alltag wird Narzissmus wohl zu häufig diagnostiziert und gerne abwertend verwendet. Pathologisch wäre es, wenn jemand pro Tag Tausende Fotos von

Peter Schneider hofft, mit seinen Kolumnen bei seiner Leserschaft etwas bewirken zu können.

sich macht und zu nichts anderem mehr kommt. Solche Einzelfälle mag es geben, allzu verbreitet dürften sie allerdings nicht sein. In der Psychologie wird Narzissmus als Persönlichkeitsstörung ausgelegt. Schon, nur mit den meisten Störungen kann man leben. Und solange man nichts Schlimmeres als Selfies macht, ist das kein Problem. Oft bessert sich das mit dem Älterwerden sowieso automatisch. Jugendverhalten wird ja von der Gesellschaft besonders gerne pathologisiert. Sie beklagt an der Jugend das, was sie in anderen Bereichen an sich selbst nicht mag, aber nicht zu kritisieren wagt. Den Begriff hat Sigmund Freud 1914 ein­ geführt und stark sexuell interpretiert. Ist das heute noch relevant? Ich finde schon. Die Grundidee ist, dass Neurosen Konflikte mit dem Sexualtrieb sind. Narzissmus ist dabei eine libidinöse Besetzung von sich selbst. Das gibts bis zu einem gewissen Grad bei jedem Menschen. Wer nur andere liebt und sich nicht, wird ebenso krank wie jemand, der nur sich liebt und

niemand anderen. Das ist quasi eine Liebesvergiftung. Die moderne Definition spricht von Selbst­ verliebtheit, Eitelkeit, Arroganz und Selbst­ sucht. Lässt sich auch etwas Positives sagen? Ja. Denken Sie an das biblische Gebot: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben. Aber wer sich so sehr liebt, dass er gerne Nacktfotos von sich verschickt, der hat schnell mal ein Problem. Das prominenteste Schweizer Beispiel der letzten Zeit war der Badener Stadtammann Geri Müller. Nur ist das mehr ein Medienproblem. Me­ dien, die sich einspannen lassen, politische Erpressungen so zu rechtfertigen, sollten sich schämen. Intime Beziehungen äussern sich nun mal in persönlichen Dokumenten, seien das Liebesbriefe oder Fotos – und die eignen sich nicht für die Öffentlichkeit. Müsste man als Politiker nicht dennoch eine gewisse Sensibilität dafür entwickeln, dass so was problematisch sein könnte?

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MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 41

Sind Sie Narzisst? Machen Sie den Test!

Peter Schneider über:

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selbstbewusst. Und als Bild passt es auch eher zu Berlusconi als zu Blocher, weil der das Glamouröse besser verkörpert. Berlusconi ist tatsächlich Politik gewordener Narzissmus. Bei Blocher und der SVP kommt ja immer noch das bodenständige Bauern­ image dazu, obwohl er Milliardär ist. Darin liegt dann doch etwas Narzisstisches: Blocher ist so reich, dass er völlig selbstgenügsam ist und auf nie­ manden Rücksicht nehmen muss.

Natürlich kann man so argumentieren. Dann dürfte man aber auch keine Liebesbriefe oder Mails mehr schreiben, weil man sich auf die Geheim­ haltung nicht verlassen kann. Und das wäre eine Bankrotterklärung. Also finden Sie es gut, dass Geri Müller standhaft geblieben und trotz des Medienrummels nicht zurückgetreten ist? Oh ja! Und dies, obwohl ich kein Freund seiner seltsamen Palästinapolitik bin. Er ist also keiner meiner politischen Helden. Aber es darf nicht sein, dass sich Medien derart instrumentalisieren lassen, um einen Politiker mit Details aus seinem Privatleben abzuschiessen. Kann die medial verstärkte Beschäftigung mit sich selbst irgendwann gesellschaftlich problematisch werden? In der heutigen Gesellschaft wird man zur Selbst­ vermarktung geradezu gezwungen. Ende Januar war ich zum Beispiel an einer Tagung am Gott­ lieb­Duttweiler­Institut zum Thema «Selfmanage­ ment – von einem guten Umgang mit sich selbst». Selbstvermarktung gehört heute zur Gesellschaft wie die Homosexualität zum Priesterseminar in St. Pölten. Sie ist gross im Trend. Jobbewerber haben fast schon Panik, wenn ihr Lebenslauf eine kleine unerklärte Lücke aufweist. Die Arbeitswelt lässt uns also keine andere Wahl? Genau. Man muss immer gut drauf sein und sich mit der Firma identifizieren. Im Berufsleben und im Management sind Narzissten oft erfolgreicher als andere. Womit wir wieder beim Selbstmarketing sind. Wer das gut beherrscht, kommt auch leichter weiter. Laut einem Analytiker nährt der Narzissmus «Grössenvorstellungen und Allmachtsgefühle, wozu etwa in gesellschaftlichen Krisen häufig Zuflucht gesucht wird». Heilsbringern und grandiosen Versprechungen werde gern Glauben geschenkt. Da denkt man unweigerlich an die SVP und andere Rechtspopulisten Europas. Das hat schon was. Rechtspopulisten verabschieden sich mit ihren Überzeugungen von der Realität. Das passt zum Narzissmus. Was hingegen nicht passt: Sie sehen sich meist als Underdogs und beschwören bei jeder Gelegenheit die konstante Bedrohung. Für einen Narzissten ist das zu wenig

TV-Sendungen wie «Musicstar» oder «America’s Next Topmodel» haben bei einer ganzen Generation von Jugendlichen die Sehnsucht ausgelöst, berühmt zu werden. Berufswunsch: Promi. Mit zehn wollte ich den Chemie­Nobelpreis gewin­ nen – mit meinem Kosmos­Experimentierkasten. Mit 17 wollte ich ein berühmter Psychoanalytiker werden. Und als Bub war ich neidisch auf Heintje, weil er berühmt war und ich nicht singen konnte. Solche Träume sind doch ganz normal. Solange man die Leute nicht verheizt: Weshalb nicht um die Wette singen? Ich glaube nicht, dass das drama­ tische gesellschaftliche Folgen haben wird. Sie sind Kolumnist, Autor, Professor, Psychotherapeut. Schlafen Sie überhaupt je? Oh ja, ich versuche, mindestens acht Stunden zu schlafen. Neun sind besser. Aber ich gehe abends wenig aus dem Haus und schaue mir keine Kultur­ veranstaltungen an. Am Wochenende arbeite ich auch. Was soll man sonst machen? Wie narzisstisch sind Sie selbst? Die einen haben mehr Freude an der Selbstdarstel­ lung, die anderen weniger. Mein Ranzen stört mich schon auch, aber deswegen würde ich keinen Kilometer freiwillig rennen. Dennoch: Ihre starke mediale Präsenz als Kolumnist würde jeden Narzissten glücklich machen. So verdiene ich halt mein Geld. Ich kann auch schlecht Nein sagen. Aber anders als früher glaube ich, mit meinen Texten etwas bewirken zu können. Vor zehn Jahren wollte ich lieber ein seriöser Akademiker sein und habe mich meiner Medien­ präsenz eher geschämt. Was glauben Sie denn zu bewirken? Ich kann den Leuten mit meinen Texten vielleicht das Gefühl geben, dass sie nicht die einzigen Geisterfahrer sind. Und ab und zu eine nützliche Diskussion auslösen. Das ist doch schon was! MM

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Narzissmus in der Politik «Sicher gibt es Leute, die anfälliger sind. ExBundeskanzler Gerhard Schröder beispielsweise ist ein aufgeblasener Narzisst, ähnlich wie der russische Präsident Putin oder Silvio Berlusconi. Angela Merkel hingegen ist es erstaunlich wenig. Und Schweizer Politiker scheinen noch immer relativ gut dagegen gefeit.»

Berühmt fürs Berühmtsein «Dafür muss man die Medien schlagen. Paris Hilton hat keinen Fotografen mit vorgehaltener Pistole gezwungen, sie zu fotografieren. Die Medien argumentieren, das Publikum wolle solche Geschichten. Aber vielleicht würden die Leute ja auch was anderes lesen. Mich jedenfalls interessieren diese Storys nicht. Und ich bin ja auch wer!» Zur Person Peter Schneider (57)

ist verheiratet und hat einen 24-jährigen Sohn. Er ist Autor bei Radio SRF 3 und schreibt Kolumnen für «TagesAnzeiger» und «SonntagsZeitung». Zudem lehrt er als Professor für Psychologie in Bremen und als Privatdozent in Zürich. Dort hat er auch seine psychoanalytische Praxis.


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Abreisedaten 2015 Freitag bis Samstag, Variante A 12.06. 17.07. 31.07. 14.08. 28.08. 11.09. 10.07. 24.07. 07.08. 21.08. 04.09. Samstag bis Sonntag, Variante B 09.05. 30.05. 20.06. 11.07. 01.08. 22.08. 12.09. 16.05. 06.06. 27.06. 18.07. 08.08. 29.08. 23.05. 13.06. 04.07. 25.07. 15.08. 05.09. Unsere Leistungen: Kreuzfahrt mit Vollpension an Bord, Flug mit Swiss Zürich–Bukarest–Zürich, Hotelübernachtung Bukarest inkl. Stadtrundfahrt, Deutschsprachige Bordreiseleitung, alle Hafentaxen und Gebühren, Audio-Set bei allen Ausflügen. Nicht inbegriffen: An-/Rückreise zum/vom Flughafen Zürich, Versicherungen, Getränke, Trinkgelder (Empfehlung € 5–7 p.P./Tag), Ausflüge, Treibstoffzuschläge vorbehalten, Auftragspauschale Fr. 35.– pro Auftrag (entfällt bei Buchung über www.thurgautravel.ch). Preise pro Person in Fr. 2-Bett Unterdeck 2-Bett Hauptdeck 2-Bett Mitteldeck 2-Bett Oberdeck 2-Bett Junior Suite Mitteldeck 2-Bett Junior Suite Oberdeck Einzelkabine Mittel-/Oberdeck Annullations- und Extrarückreiseversicherung

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MENSCHEN | MM10 02.03.15 | 43

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Kommentare auf Migrosmagazin.ch

«Mamma mia» Mit «Helikopterkinder» beschreibt Kolumnistin Bettina Leinenbach den Effekt, dass bei ihr nicht Eltern um die Kinder, sondern Kinder um die Eltern kreisen. Allein ist sie damit nicht.

Auch würde ich gern einmal allein aufs WC gehen. Weihnachtsmann: Welche Farbe soll das Einhorn haben? Passt, oder? Verena Schweizer

«Knigge reloaded»

Nach der Lektüre hab ich mal mei­ nen neun Monate alten Sohn be­ obachtet, und ich wusste gleich, wie Sie sich fühlen mit Ihren Helikopter­ kindern … Mein Linus ist zurzeit auch ein Helikind. Yvonne Jacobi

mer einem schon fast unter die Nase hält? Autor Philipp Tingler meint: Vor allem wäre es am Mobiltelefonnutzer, den Einblick zu verunmöglichen.

Da kommt mir doch spontan ein passender Witz in den Sinn. Weihnachtsmann: Was wünschst du dir? Mutter: Ein magisches Einhorn. Weihnachtsmann: Hast du keine erfüllbarere Wünsche? Mutter: Na gut, ich wünsche mir am Tag zehn Minuten Zeit zum Zeitunglesen und Kaffeetrinken.

So laut, wie der «Smartphoner» lärmt, muss man aus Gründen des Ausgleichs zurücklärmen, was natürlich auch für das Sehen gilt. Besonders, wenn man zufällig eine schon lang gesuchte Rätsellösung auf dem fremden Handy entdecken kann. Dann muss man ja zwangswei­ se schon der schnellere «Veröffent­ licher» sein. Hermann Scheuber

«Darf man auf fremde Smartphones schauen», wenn sie der Eigentü-

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Migros-Welt

Zitat der Woche

«Als Trendforscherin habe ich gelernt: Die Zukunft gehört dem, der die beste Geschichte erzählt.»

02.03.15

Karin Frick, Leiterin Research am Gottlieb-Duttweiler-Institut, im Interview auf dem Newsportal Watson.

Bei der Arbeit

Samuel Gerber (48), Hauswart im M-Supermarkt in Gümligen. Catering Services Migros Aare

Gourmet-Frühling

Bilder: Christian Schnur, zVg

Jetzt erwachen die Geschmacksknospen aus dem Winterschlaf. Mit dem

Gourmet-Frühling zaubert der Catering Services Migros Aare einen Apéro samt Getränken aufs Buffet. Crostini mit Bärlauch-Creme, Melone mit Rohschinken, Spargelsüppchen, Käsequiche und Erdbeer-Pannacotta sind nur einige

Leckerbissen, die für Stimmung bei den Apérogästen sorgen. Dazu gibts Mineralwasser, Orangensaft und wahlweise alkoholische Getränke. Das Apéroangebot kann bis Ende Mai gebucht werden. Informationen und Buchungsanfragen: www.csm-aare.ch Mehr aus der Migros Aare ab Seite 91

«Ich mag es, Dinge zu reparieren. Das kommt mir bei meiner Arbeit natürlich entgegen. Aber als Hauswart ist man Ansprechpartner für vieles: Ich muss die Haustechnik kennen, grosse Maschinen bedienen, handwerkliches Geschick haben und auf Anliegen der MigrosMitarbeiter eingehen. Mein Beruf ist daher sehr abwechslungsreich und setzt Flexibilität voraus. Fast täglich passiert etwas Unerwartetes.»


46 | MM10 02.03.15 | MIGROS-WELT

Zahl der Woche

806 Millionen Die Migros-Pensionskasse (MPK) hat 2014 mit einem Ertragsüberschuss von 806 Millionen Franken abgeschlossen. Insgesamt blickt die MPK auf ein gutes Vorsorgejahr zurück: Auf den Vermögensanlagen erzielte sie eine solide Rendite von sieben Prozent.

Rückruf

Whirlpools Das Eidgenössische Starkstrominspektorat macht auf mögliche Sicherheitsmängel bei Whirlpools aufmerksam. Im Fehlerfall bestehe eine mögliche Stromschlaggefahr. Deshalb ruft nun die Migros aus Sicherheitsgründen sämtliche aufblasbaren Modelle zurück, die Migros Do it + Garden seit Anfang 2012 unter den Marken MSpa und Welfun verkauft hat: MSpa Whirlpool Alpine eckig, Artikel-Nr. 6471.088, Serien-Nr. beginnend mit 2GBUB, 4 AM oder4 EM; Welfun Whirlpool Oasis eckig, Artikel Nr. 6471.088; Welfun Whirlpool Elegance oval, Artikel-Nr. 6471.244. Die Migros bittet ihre Kundinnen und Kunden, die Whirlpools

nicht mehr zu benützen. Sie können diese zum Kundendienst der nächsten Do-it+Garden-Filiale zurückbringen. Die Kunden erhalten bei Rückgabe des Whirlpools den bezahlten Preis zurück. Im Moment bietet die Migros keine Whirlpools mehr an. Kundinnen und Kunden können bei Fragen die M-Infoline kontaktieren: Telefon +41 848 84 08 48

Pionierrolle Die Migros hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis Ende 2015 sollen drei Viertel

ihrer Holz- und Papierprodukte in den Supermärkten aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen. Bereits heute führt die Migros insgesamt über 2000 solcher Produkte in ihrem Sortiment, zum Beispiel Haushaltspapier und Holzspielzeug. Aktuell stehen Umstellungen bei Papeterieartikeln wie zum Beispiel Schreibhefte an. Das Gütesiegel der gemeinnützigen Organisation Forest Stewardship Council (FSC) kennzeichnet Produkte aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. «Die Migros ist eine der wichtigsten Anbieter von Produkten mit unserem Zertifikat», sagt Hubertus Schmidtke, Geschäftsführer von FSC Schweiz.

Fumetto 2015

Meister Tardi in Luzern Vom 7. bis 15. März trifft sich die interna-

tionale Comicszene am Fumetto in Luzern. Am diesjährigen Festival ist mit Tardi einer der weltweit bekanntesten Comickünstler vertreten. Der Franzose wird in Luzern seine bisher umfangreichste Ausstellung zeigen. Daneben bietet der Anlass von

Sonderausstellungen über Workshops bis hin zu Podiumsgesprächen ein vielseitiges Rahmenprogramm. Das Comicfestival hat sich in seiner 24-jährigen Geschichte vom regionalen Anlass zu einer Plattform mit internationalem Renommee entwickelt. Seit Beginn unterstützt das Migros-Kulturprozent die Veranstaltung als Festivalpartnerin.

Tardis Charaktere sind düster und oft bitterböse.


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 47

Herb, aber fein. Zichoriengemüse wie Radicchio und Chicorée sind wegen des leicht bitteren Geschmacks nicht jedermanns Sache. Doch die Blätter ent­ halten verdauungsfördernde Bitterstoffe und viele Vitamine. Kochen Sie mit den herben Schönheiten. Wir haben Tipps zur Zubereitung für Sie parat.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros gibt Vorteile im Einkauf, die sich

wegen des starken Frankens ergeben, an ihre Kunden weiter. Dies führt erneut zu Preisabschlägen bei diversen Artikeln. Ausgewählte Beispiele Agnesi Lasagne all uovo, 500 g Longobardi Passata di pomodoro, 700 g

Preis alt*

Preis neu*

in %

3.50

3.25

–7,1

2.30

2.05

–10,9

13.90

12.50

–10,1

Ponti Aceto Balsamico di Modena, 50 cl

4.50

4.25

–5,6

Léger Proteinbrot, 400 g

3.70

3.50

–5,4

Anna’s Best Strudelteig ausgewallt, 120 g

2,80

2,60

–7,1

Anna’s Best Blutorangensaft, 75 cl

3.10

2.90

–6,5

M­Classic Spaghetti Carbonara, 400 g

4.70

4.50

–4,3

Milchschnitte, 5 x 28 g

1.90

1.70

–10,5

Leerdammer Scheiben, 200 g

3.65

3.45

–5,5

M­Classic Trutenmöckli geschnitten, per kg

41.50

39.50

–4,8

M­Classic Pouletschnitzel, per kg

20.00

18.50

–7,5

M­Classic ASC Rauchlachs, 200 g

9.90

9.30

–6,1

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27.50

–8,0

3.40

3.00

–11,8

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Hakle Kamille feuchtes Toilettenpapier, 42 Stk.

< 1 g Fett, 1,2 g Eiweiss 1,5 g Kohlenhydrate

* in Franken

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Übernahme Ryffel Running

Bilder: G. Fuchs/FSC Schweiz, Claudia Linsi, Tardi/Castermann, Getty Images

Laufberatung für alle Ende April übernimmt die Migros sämtliche Aktien von Ryffel Running und weitet das erfolg­ reiche Shop­in­Shop­Konzept «Ryffel Running by SportXX» auf die ganze Schweiz aus. Im März eröffnen in Spreitenbach und in Brügg zwei neue Shops, gefolgt von fünf weiteren bis Ende Jahr. Damit erhöht sich die Anzahl «Ryffel Running by SportXX»­ Filialen mit Beratung von Laufspezialisten noch in diesem Jahr auf 20 Shops. Die Expansion wird 2016 fortgesetzt. Durch diese Neuausrichtung werden die Ryffel­Running­Shops in Uster und Bern geschlossen. 1984 gründeten Markus und Urs Ryffel Ryffel Running, an dem die Migros seit vier Jahren die Aktienmehrheit hält.

Viele Vitamine und Mineralien Radicchio enthält viele Vitamine der B­Gruppe, Vitamin E und K. Hinzu kommen viele Mineralien wie etwa Kalium, Kalzium und Magnesium. Bald in der ganzen Schweiz: Laufvergnügen dank professioneller Beratung.

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MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 49

Ostern

Nach dem Winter sehnen wir uns nach den ersten Blumen. Folgende Osterdekorationen wecken Ihre Frühlingsgefühle garantiert.

Blühende Ideen zum Frühlingsbeginn Schön, wie die Natur nach dem Winter zu neuem Leben erwacht, es überall spriesst und duftet. Doch nicht immer geschieht dies schon zu Ostern. Mit Blumenzwiebeln und bunten Schnitt­ blumen wie Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen, etwas Draht und schönen Gefässen zaubern Sie garantiert Früh­ lingsstimmung vors und ins Haus. Auf den folgenden Seiten finden Sie Tipps für lebendige Osterdekorationen. SL

Tipp Wie gehts? Blumenzwiebeln mit wenig Erde in ein Glas pflanzen, leicht wässern und warten, bis es spriesst.

Die dezenten Natureier in Pastell passen toll zum Zwiebelmix. Natureier, Set à 8 Stück, Fr. 6.90

Die bepflanzten Gläser lassen sich mit Dekoeiern vor dem Hauseingang schön in Szene setzen. Zwiebelmix, aktueller Tagespreis

Foto: Christine Benz; Styling: Monika Hansen

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Blumenzwiebeln und Kirschzweiglein wirken harmonisch zusammen mit den Dekoeiern.

Meister Lampe verleiht dem frischen Frühlingsarrangement eine österliche Note. Porzellanhase, Stück Fr. 2.90


50 | MM10 02.03.15 | MIGROS-WELT

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Pastell trifft Dunkelrot Bei diesem Gesteck sind Frühlingsblüher wie Tulpen, Anemonen, Rosen, Ranunkeln und feine Kirschzweiglein besonders harmonisch gesteckt. Beginnen Sie seitlich mit den Weidenkätzchen an der Steckmasse und dann mit den Blumen von innen nach aussen. Einen schönen Kontrast bilden die hellen Farben mit den dunkelroten Ranunkeln. Die kariert gemusterten Ostereier und das grüne Band geben dem Gesteck eine individuelle Note.

Anemonen*, Bund à 7 Stück Fr. 9.90 Tulpen in verschiedenen Farben, Bund à 10 Stück Fr. 6.90 Rosen Max Havelaar 50 cm, Bund à 15 Stück Fr. 14.90 Hyazinthen*, Bund à 5 Stück, aktueller Tagespreis Freesien*, Bund à 7 Stück, aktueller Tagespreis Ranunkeln*, Bund à 10 Stück Fr. 8.90

Draht verbindet die Weiden-

kätzchen seitlich mit der Steckmasse. Danach den Schaumstoff gut wässern, bevor Sie mit dem Stecken beginnen.

Dekomaterial wie Eier mit einem kurzen Draht versehen und als Füller zwischen die Blumen stecken. Das sorgt für Osterstimmung. Zum Wässern das fertige

Gesteck von unten kurz in ein Wasserbad tauchen.

Weidenkätzchen*, Bund à 5 oder 10 Stück, aktueller Tagespreis

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MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 51

Kräuter

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Holen Sie sich mediterrane Kräuter auf den Fenstersims: Rosmarin, Majoran und Oregano gehören zu den ersten Kräutern, die man frisch im Töpfchen kaufen kann. Sie duften herrlich – und verleihen Ihren Speisen Pfiff. In einem Holzkistchen mit Porzellanvögeln sind sie ein erfrischender Hingucker.

Majoran, Thymian Nest auf Klammer, und Rosmarin*, 2er-Set, im 13-cm-Töpfchen, diverse Farben aktueller Tagespreis Fr. 2.90


Norwegens Fjorde

Sensationelle Traumreise durch die Welt der Fjorde. Stadtführungen in Bergen und Oslo. 1. Tag Schweiz – Hannover Fahrt entlang dem Rhein und durch Hessen nach Hannover. 2. Tag Hannover – Kiel Entlang der reizvollen Lüneburger Heide gelangen Sie nach Kiel. Hier beziehen Sie die gebuchten Kabinen auf einem der modernsten Fährschiffe der Welt. Am Nachmittag heisst es dann Leinen los und Ihr Schiff nimmt Kurs auf Oslo. Ganz imposant ist der Moment, wenn am späten Abend Ihr Schiff die Grosse BeltBrücke unterquert. 3. Tag Oslo – Vinstra Heute Morgen bieten sich auf Deck immer wieder wunderschöne Ausblicke während das Schiff durch den Oslofjord den Hafen von Oslo ansteuert. Nach der Ausschiffung führt Sie die Reise entlang dem Mjösasee, dem grössten See Norwegens, in die Olympiastadt Lillehammer. Nach diesem Aufenthalt Fahrt durchs Gudbrandtal nach Vinstra. 4. Tag Vinstra – Trollstiegen – Geirangerfjord – Stryn Sie fahren zuerst durchs Romstal und erreichen so kurz vor Andalsnes den Trollstigveien, eine

atemberaubende Strasse, die in Serpentinen hinüber nach Linge führt. Nach einer kurzen Fährüberfahrt befinden Sie sich auf der Adlerstrasse, einer kühn angelegten Hochgebirgsstrasse, die Sie nach Geiranger am gleichnamigen Fjord bringt. Am Nachmittag fahren Sie zum Dalsnibba, von wo sich eine grossartige Aussicht auf die Berge und den tief unten liegenden Geirangerfjord bietet. Über Videsetter erreichen Sie Stryn.

9 Tage Fr. 1'455.–

der Stadt, die Bryggen, die noch aus der Zeit stammen, als Bergen ein wichtiges und aktives Mitglied der Hanse war. Am Nachmittag überqueren Sie den Hardangerfjord und gelangen am Abend nach Geilo.

7. Tag Geilo – Oslo Abwechslungsreiche Fahrt durch Buskerud nach Oslo. Am Nachmittag lernen Sie die norwegische Hauptstadt auf einer Stadtrundfahrt kennen. Am Abend beziehen Sie Ihre Kabinen auf einem Fährschiff zur Überfahrt 5. Tag Stryn – Sognefjord – nach Dänemark. Ein besonderes Bergen Sie befinden sich im Gebiet des Erlebnis ist das Auslaufen des Schiffes durch den über 100 km Jostedalsbreen, des grössten Firnfeldes in Europa. Durch einen langen Oslofjord. Tunnel gelangen Sie nach Sogn- 8. Tag Frederikshavn – dal am Sognefjord. Dieser ist Hannover nicht nur der tiefste aller Fjorde, Am Morgen erreicht Ihr Schiff sondern auch der längste. Sie in Frederikshavn die Nordspitze überqueren ihn und gelangen der Halbinsel Jütland, die Sie anüber Voss nach Bergen. schliessend in südlicher Richtung durchfahren. Über Flensburg und 6. Tag Bergen – Geilo vorbei an Hamburg gelangen Sie Am Vormittag lernen die Stadt Bergen näher kennen. Gleich in nach Hannover. der Nähe des Marktplatzes, wo 9. Tag Hannover – Zürich täglich der malerische FischRückreise durch das Weserbergmarkt abgehalten wird, befindet land und entlang dem Taunus in sich das eigentliche Wahrzeichen die Schweiz.

Reisedaten 2015 01. – 09. August

Das ist alles dabei...

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9-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar 6 Übernachtungen in sehr guten Mittelklassehotels in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC 2 Übernachtungen an Bord moderner Fährschiffe in Doppelkabinen innen mit Dusche/WC und Skandinavischem Frühstücksbuffet Halbpension, ausgenommen während der Fährüberfahrten Geführte Stadtbesichtigungen in Oslo und Bergen

Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 34.– ✘ EZ-Zuschlag Fr. 280.– (ausser auf den Fährüberfahrten)

Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Basel, Luzern

Sizilien – Kalabrien

Beeindruckende Zeugen der Antike und grandiose Natur im «Land, wo die Zitronen blühen». 1. Tag Schweiz – Genua Über den Grossen St. Bernhard führt die Reise ins Aostatal und nach Genua zur Einschiffung.

4. Tag Palermo – Agrigento – Giardini Naxos Nach dem Frühstück fahren Sie ins Landesinnere. Sie erreichen nun die Südküste der Insel und 2. Tag Auf See – Ankunft in besuchen das grandiose «Tal Palermo der Tempel». Sie werden beeinHeute geniessen Sie das Borddruckt sein von der Schaffensleben auf Ihrem Schiff und errei- kraft der antiken Völker. Über chen gegen Abend Palermo. Caltanissetta und vorbei an Enna Kurze Fahrt ins Hotel, wo Sie erreichen Sie das Mündungsgezwei Nächte wohnen werden. biet des Simeto, gleichzeitig die grösste Ebene Siziliens. Gegen 3. Tag Ausflug Palermo – Abend erreichen Sie für die Monreale – Selinunte nächsten drei Nächte Giardini Auf einer Stadtrundfahrt zeigt Naxos am Fusse von Taormina. Ihnen ein Führer die Sehenswürdigkeiten der sizilianischen 5. Tag Ausflug Aetna und Hauptstadt Palermo. Sie ist be- Taormina rühmt wegen ihres Reichtums Im Verlaufe des Vormittags steht an Kunstwerken und der Fülle ein Naturerlebnis ersten Ranges von historischen Baudenkmälern auf dem Programm: Sie fahren aus allen Zeitepochen. Danach zum Aetna, dem grössten noch fahren Sie zum 300 m hoch ge- aktiven Vulkan Europas. In Serlegenen Monreale, wo Sie die pentinen hinauf bis auf ca. 1900 Kathedrale bewundern, die als Meter. Am Nachmittag fahren schönstes Beispiel des arabisch Sie nach Taormina, der «Perle normannischen Stils gilt. Danach Siziliens», einem der schönsten fahren Sie nach Selinunte, das Orte Italiens. Wunderschön auf mit den Überresten der acht einer Felsterrasse gelegen, gegriechischen Tempeln zu den niessen Sie die einmalige Ausbedeutendsten antiken Stätten sicht auf das Meer und den alles überragenden Aetna. Siziliens zählt.

9 Tage ab Fr. 1'095.–

6. Tag Ausflug Catania und Siracusa (fakultativ) Heute machen Sie zuerst einen Kurzbesuch in Catania, der zweitgrössten Stadt Siziliens. Danach fahren Sie über die Piana di Catania, nach Siracusa, der Heimatstadt von Archimedes. Man zeigt Ihnen unter anderem das griechische Theater und auch die antiken Steinbrüche mit den Seilergrotten und dem «Ohr des Dionysios».

Reisedaten 2015 17. – 25. April 15. – 23. Mai 11. – 19. Sept.

Fr. 1’095.– Fr. 1’125.– Fr. 1’125.–

Das ist alles dabei...

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9-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar Schiffspassage Genua – Palermo in Doppelkabinen innen (ohne Mahlzeiten) 7 Übernachtungen in sehr guten Mittelklassehotels Halbpension in den Hotels Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm (ausgenommen 6. Tag)

7. Tag Giardini Naxos – Caserta Sie verlassen Sizilien und durchqueren die eindrücklichen Landschaften Kalabriens und der Basilikata und gelangen an den Golf von Neapel.

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8. Tag Caserta – Toskana Sie passieren den markanten Bergkegel des Vesuvs und fahren vorbei am hoch über der Ebene thronenden Montecassino und erreichen Lazium. Durch das Tal des Tibers gelangen Sie in die Toskana.

Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 32.– ✘ EZ-Zuschlag Fr. 260.– (ohne Fährüberfahrten) ✘ Aussenkabine Fr. 35.– ✘ Ausflug nach Catania und Siracusa Fr. 38.–

9. Tag Toskana – Schweiz Entlang der Versiliaküste und durch die PO-Ebene kehren Sie wieder in die Schweiz zurück.

Abfahrtsorte

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Zürich, Olten, Bern, Basel, Luzern


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 53

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Schoko-Eili

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Nationaler Vorsatz 2015: Besser hören. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TU2szA1MAEAwEW99Q8AAAA=</wm>

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Wenn zum Jahreswechsel die Korken knallen, werden eifrig gute Vorsätze gemacht. Die beiden nationalen Marktführer Amplifon und Phonak unterstützen Sie dabei, Ihren Vorsatz in die Tat umzusetzen: wieder besser zu hören und so das Leben aktiv zu geniessen. Und zwar mit jahrelangem Know-how und der absoluten Weltneuheit – dem Hörgerät «Audéo V» von Phonak. Testen Sie jetzt bei Amplifon für 4 Wochen kostenlos das nahezu unsichtbare Hörgerät. Die ersten 500 Teilnehmer werden mit CHF 50.–* belohnt. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in einem von rund 80 Amplifon-Fachgeschäften über den kostenlosen Kundenservice ✆ 0800 800 881 oder unter www.nationaler-vorsatz.ch * Nur für die ersten 500 Teilnehmer, die zugelassen werden, die Hörgeräte probetragen und anschliessend einen kurzen Fragebogen ausfüllen. Anmeldungen werden bis zum 20. März 2015 berücksichtigt.

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MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 55

Flüssigfette

Was brutzelt denn da? Flüssigfette aus der Flasche sind praktisch und verleihen jedem Gericht die passende Geschmacksnote.

1

2

3

4 Geschnetzeltes, Rindsfilet, Gemüsepfanne oder Fisch: Mit dem richtigen Flüssigfett gelingen sie alle.

Bild und Styling: Ruth Küng

1. Die rein pflanzliche

Lösung zum Braten, Dünsten und Kochen. Auch ideal für Vegetarier und Veganer. M-Classic Extra Pflanzenölzubereitung, 50 cl, Fr. 3.55

2. Mit einem Butter­ anteil von 10% für den feinen Geschmack. Gut zum Braten von Fleisch, Dünsten und Kochen. M-Classic 10% Butter Pflanzenölzubereitung, 50 cl, Fr. 4.85

3. Die Variante für

Linienbewusste: 30% weniger Fett und Kalorien. Gut zum Braten, Dünsten und Kochen. Léger Pflanzenölcrème, 50 cl, Fr. 4.90

4. Enthält Omega­6­ und

Omega­3­Fettsäuren sowie Vitamin E. Ideal zum Braten von Fisch und zum Dünsten. Balance Pflanzenölzubereitung, 50 cl, Fr. 5.30

Die M­Industrie stellt viele beliebte Migros­Produkte her. Dazu gehören auch die Flüssigfette.


56 | MM10 02.03.15 | MIGROS­WELT

Kaffeebohnen

Heiss geliebt Serie Kaffeekultur

Exquisito, Bohnen, 100% Arabica, 500 g Fr. 7.50 Stärke: Körper: Säure: Intensität:

Die faszinierende Welt des Kaffees Diesmal: Kaffee­ arten

mild

Arabica

Anbaugebiete Hauptsächlich Mittel-, Südamerika und Afrika: Guatemala, Honduras, Costa Rica, Kolumbien, Brasilien, Äthiopien, Kenia sowie auch Indien und Indonesien. Espresso classico, gemahlen, Arabica/ Robusta, 250 g Fr. 4.40 Stärke: Körper: Säure: Intensität:

ausgewogen

Ideale Temperaturen beim Anbau Je nach Saison zwischen 15 und 22 Grad (nicht zu viel Sonne und Hitze). Höhenlage und Breitengrad Höher als 1000 m ü. M. Tropengürtel 23° N bis 25° S. Niederschlagsprofil Eher höhere Niederschlagsmengen (bis zu 2000 mm/a).

Boncampo, Bohnen, Arabica/Robusta, 500 g Fr. 4.90 Stärke: Körper: Säure: Intensität:

Blütenperiode Abhängig von Sorte und Region. Nah am Äquator blühen sie fast das ganze Jahr. Manchmal sieht man gleichzeitig Blüten und Kirschen an einem Baum. Sonst meist im Frühling auf der Südhalbkugel (bei uns ist dann Herbst) und im Herbst (bei uns ist dann Frühling).

ausgewogen

Ölgehalt der Bohnen 16 Prozent. Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch ein grosser Teil des Kaffeesortiments.

Koffeingehalt der Bohnen 1,2 Prozent.

Arabica­Bohnen Geschwungener Einschnitt. Grösseres Aromaspektrum, mehr Säure, weniger Bitterstoffe, hellere Crema. Fruchtiger Geschmack.

Bild: Yves Roth

Von der Blüte zur Fruchtreife Je nach Sorte und Region 7 bis 10 Monate.


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 57

Kaffee-Entwickler

Es gibt unzählige Kaffeebohnenarten. Für den Weltmarkt sind jedoch nur zwei von Bedeutung: Arabica und Robusta. Diese haben verschiedene botanische und chemische Eigenschaften, die darüber entscheiden, wie der jeweilige Kaffee schmeckt. Text: Heidi Bacchilega Die Robusta- und Arabicabohnen unter­ scheiden sich in Geschmack, Optik und Preis. Die meisten Kaffeemischungen bestehen aus diesen beiden Bohnenarten. Kaffees aus Arabicabohnen gelten als sehr aromatisch, mild, harmonisch und haben einen hohen Anteil an Kaffeeölen. Sie stehen für feine und

fruchtige Geschmacksnoten und weisen eine dezente Süsse und beerige Nuancen auf. Kaffees aus Robustabohnen schmecken eher erdig, holzig und sind oft bitterer. Sie gelten als kräftiger, aber auch als weniger vielfältig. Welche Kaffeebohne nun die bessere ist, ist aber noch immer reine Geschmackssache.

Robusta

Anbaugebiete Hauptsächlich Afrika und Asien: Uganda, Indien und Vietnam. Ideale Temperaturen beim Anbau Je nach Saison zwischen 18 und 26 Grad (nicht zu viel Sonne und Hitze). Höhenlage und Breitengrad Circa 300 bis 700 m ü. M. Tropengürtel 23° N bis 25° S. Niederschlagsprofil Eher höhere Niederschlagsmengen (bis zu 2000 mm/a). Blütenperiode Abhängig von Sorte und Region. Nah am Äquator blühen sie fast das ganze Jahr. Manchmal sieht man gleichzeitig Blüten und Kirschen an einem Baum. Sonst meist im Frühling auf der Südhalbkugel (bei uns ist dann Herbst) und im Herbst (bei uns ist dann Frühling).

Fabio Catalano Welches ist Ihr Lieblingskaffee?

Als Italiener trinke ich gerne Ristretti. Dazu verwende ich vor allem den Delizio Alba und den Caruso Mocca. Beides Mischungen aus Arabica­ und Robustabohnen. Welche Spezialitätenkaffees führt die Migros?

Bei Delizio haben wir zwei Mal im Jahr eine Special Edition. Diese Kaffees werden, weil sie nur in geringen Mengen angebaut werden, als Limited Editions verkauft, und deren Rohware ist entsprechend teuer. Die aktuelle Limited Edition ist der aromatische «Hawaii Maui» und der Pure Origin «Colombia Excelso». Wie suchen Sie Ihre Spezialitäten?

Es führen viele Wege zu den besten Kaffee­ bohnen. Oftmals lernen Mitarbeiter auf Reisen oder über ihr Kaffee­Netzwerk neue Spezialitätenkaffees kennen. Und auch unsere Kaffeelieferan­ ten sind immer auf der Suche nach neuen Raritäten.

Von der Blüte zur Fruchtreife Je nach Sorte und Region 6 bis 9 Monate. Robusta-Bohnen Gerader Einschnitt. Weniger süss, kann bitter schmecken. Mit starkem Nachgeschmack. Enthält mehr Koffein als Arabica.

Ölgehalt der Bohnen 10 Prozent. Koffeingehalt der Bohnen 2,2 Prozent.

Fabio Catalano (23) entwickelt neue Kaffeemischungen für Delica.


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MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 59

Saisonküche

Herbe Farbtupfer

Sie gehören zu den unterschätzten Gemüsen und landen meist nur im Blattsalat. Dabei sind Radicchio, Trevisano und Chicorée echte Allrounder. Text: Claudia Schmidt

Rezepte: Daniel Tinembart

Bilder: Claudia Linsi

Zeitaufwand 25 Minuten

Herausnehmen und sammeln!

Hauptgericht für 4 Personen

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Radicchio mit Penne in einem Salat an Parmesandressing.

Fr. 4.90 im Einzelverkauf oder unter www.saison.ch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.–


60 | MM10 02.03.15 | MIGROS-WELT

Lammspiess auf Trevisano Radicchio-Penne-Salat

Chicorée rosso mit Bohnen 30 Minuten

20 Minuten

Hauptgericht

Hauptgericht

25 Minuten Hauptgericht Zutaten für 4 Personen

Zutaten für 4 Personen

Zutaten für 4 Personen

600 g ½

250 g 2 200 g 80 g 4 EL 5 EL 1 EL 50 g

150 g 130 g 1 300 g 2 EL ½ 4 EL

2 3 300 g 3 EL 30 g 1,5 dl 4 EL

Lammnierstück Bund Salbei Salz, Pfeffer Knoblauchzehen Birnen, z. B. Gute Luise Trevisano Zucker Butter Orangensaft Olivenöl

Zubereitung 1. Fleisch in ca. 2 cm grosse Würfel schneiden. Mit Salbeiblättern abwechselnd auf Spiesse stecken. Mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauch in Scheiben schneiden. Birnen halbieren, Kerngehäuse entfernen. Birnen in Scheiben schneiden. Trevisanoblätter abtrennen.

2. Zucker in einer Bratpfanne erhitzen, bis er leicht caramelisiert. Butter, Birnen, Knoblauch und Trevisano dazugeben und alles mischen. Orangensaft dazugiessen und ca. 3 Minuten einköcheln lassen. Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Lammspiesse bei mittlerer Hitze rundum ca. 5 Minuten rosa braten. Trevisano mit Birne und Fond anrichten. Spiesse darauf anrichten. Dazu passt Reis. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

Pro Person ca. 30 g Eiweiss, 36 g Fett, 27 g Kohlenhydrate, 2300 kJ/550 kcal

4 EL

kurze Penne Frühlingszwiebeln Radicchio, gerüstet gewogen Parmesan am Stück Olivenöl Aceto balsamico bianco Honig saurer Halbrahm Salz Pfeffer Pinienkerne

Zubereitung

1. Penne in reichlich Salzwasser al dente kochen. Mit kaltem Wasser abschrecken und in ein Sieb giessen. Frühlingszwiebeln fein schneiden. Einige Radicchioblätter für die Garnitur beiseitestellen. Restlichen Radicchio in Streifen schneiden. Parmesan in grobe Stücke brechen.

2. Öl, Balsamico, Honig, Halbrahm und Parmesanstücke in einen Mixbecher geben. Mit dem Stabmixer zu einer festen Sauce pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fettzugabe braun anrösten. Penne, Radicchio, Frühlings­ zwiebeln und Sauce mischen. Mit beiseite­ gestellten Radicchioblättern anrichten. Mit Pinienkernen bestreuen und servieren. Dazu passt ein knackiges Baguette. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Pro Person ca. 18 g Eiweiss, 25 g Fett, 50 g Kohlenhydrate, 2100 kJ/500 kcal

4

weisse Bohnen Bratspecktranchen Zwiebel roter Chicorée flüssiger Honig Bund Thymian Butter Salz Pfeffer Eier

Zubereitung

1. Bohnen einige Stunden in kaltem Wasser einweichen. Bohnen abgiessen und in reichlich frischem Wasser ca. 50 Minuten weich köcheln. 2. Inzwischen Speck in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Zwiebel hacken. Chicorée längs halbieren. Speck, Bohnen und Zwiebel in einer Bratpfanne ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Chicorée, Honig, Thymian und die Hälfte der Butter dazugeben. Zugedeckt weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eier in restlicher Butter ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze zu Spiegeleiern braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Chicorée­Bohnen mit Spiegelei anrichten. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + einige Stunden einweichen

Pro Person ca. 22 g Eiweiss, 25 g Fett, 26 g Kohlenhydrate, 1750 kJ/410 kcal


MARKTFRISCH

KEN. STARKER FRAN E. BOT STARKE ANGE

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Lachsfilet Zitrone/Koriander in Alu-Schale, Norwegen, Zucht, 420 g 12.50 statt 15.– Kabeljau-Rückenfilet, MSC, Wildfang, Nordostatlantik, per 100 g 2.90 statt 4.20 30% *

BROT UND MILCHPRODUKTE

Zuckerhut, «Aus der Region.», abgepackt, per kg 3.40 Gurken, Bio, Spanien, pro Stück 1.70

Léger Caffè Macchiato Becher, 70 g 3.20 NEU **

Tomaten Aromatico, Niederlande, Schale à 250 g 2.80 statt 3.80 25%

Valflora Vollrahm UHT im Duo-Pack, 2 x 500 ml 3.90 statt 6.50 40%

Karotten, Schweiz, Beutel à 1 kg 1.50 statt 2.30 33%

Coupe Chantilly im 4er-Pack, 4 x 125 g, inkl. Léger, –.45 günstiger, z.B. Chocolat 1.55 statt 2.–

Spargeln grün, Mexiko, Bund à 1 kg 7.90 statt 9.90 20% Ananas, Costa Rica, pro Stück 3.60 Avocados, Chile/Spanien/Kolumbien, pro Stück 1.20 statt 2.– 40%

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL Schweinssteak vom Nierstück mariniert, TerraSuisse, per 100 g 2.15 statt 3.60 40% Diverse Bio Charcuterie-Artikel, z.B. Cervelas, Bio, Schweiz, 2 Stück, 2 x 100 g 2.80 statt 3.50 20% M-Classic Prosciutto cotto hauchdünn geschnitten im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 172 g 5.90 statt 9.90 40% Optigal Pouletschnitzel, Schweiz, per 100 g 2.70 statt 3.30 15% Lachs zu Spargeln, ASC, Zucht aus Norwegen, 280 g 12.– statt 20.15 40% * Wienerli im Duo-Pack, «Aus der Region.», 2 x 200 g 5.– statt 6.40 20% Brätkügeli, Schweiz, per 100 g 1.40 statt 2.– 30% Olma-Bratwurst im 3er-Pack, Schweiz, 3 x 320 g 11.90 statt 17.10 30% M-Classic Landjäger, Schweiz, 3 x 2 Stück, 300 g 4.30 statt 5.40 20% Für Ihren Einkauf hier ausschneiden.

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Fenchel, Italien, per kg 2.50 statt 3.20 20%

Rindssaftplätzli, TerraSuisse, per 100 g 3.40 statt 4.30 20% Schweinsbraten/-plätzli Hals, TerraSuisse, per 100 g 1.55 statt 1.95 20% Schweinsbraten/-plätzli Nierstück, TerraSuisse, per 100 g 2.55 statt 3.65 30% Fleischkäse zum Selberbacken, Schweizer Fleisch, per 100 g 1.40 statt 1.75 20% Optigal Poulet-Unterschenkel, per 100 g 1.25 statt 1.50

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

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Mini Babybel, 15 x 22 g 5.60 statt 7.– 20% Alle Yogos im 4er-Pack, 4 x 180 g, –.55 günstiger, z.B. Feigen 3.25 statt 3.80 Käse in Bedienung: Berner Alpkäse, «Aus der Region.», per 100 g 2.35 statt 2.80 M-Classic Käsekuchenmischung, im Duo-Pack, 2 x 250 g 7.– statt 8.80 20%

BLUMEN & PFLANZEN Rosen, Fairtrade, verschiedene Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 20 Stück 10.90 statt 12.90 15% Tulpen, verschiedene Farben, Bund à 10 Stück 5.90 statt 6.90

Blütenhonig cremig oder flüssig, 1 kg, z.B. cremig 9.80 Diverse Konfitürenportionen, z.B. Extra Aprikose, Erdbeer und Kirsche, 6 x 30 g 20x 2.70 NEU *,** Alle Kellogg’s im Duo-Pack, z.B. Choco Tresor, 2 x 600 g 10.80 statt 13.60 20%

20x

Alle Finizza Pizzen oder Baguettes, tiefgekühlt, z.B. Pizza Tonno, 355 g 2.85 statt 4.10 30%

Blumenstrauss Gloria, pro Strauss 17.90

M-Classic Pommes Frites oder Ofen Frites, tiefgekühlt, 2 kg, z.B. Ofen Frites 5.20 statt 10.40 50%

Phalaenopsis mit 3 Rispen dekoriert, im Übertopf, pro Pflanze 23.90 statt 34.90 30%

Baguette Café de Paris, Bio, tiefgekühlt, 240 g 4.95 NEU *,**

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M-Classic Wienerli im Teig, tiefgekühlt, 240 g 4.20 NEU *,**

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Viola im 4er-Set, pro Set 3.20 Zwiebelmix, im 10-cm-Topf, pro Pflanze 3.50 Primeli, «Aus der Region.», Set à 4 Stück 4.50 statt 7.60 40%

WEITERE LEBENSMITTEL Frey Adoro Kugeln Milch, UTZ, 1 kg 19.40 statt 32.40 40% Alle Frey Tafelschokoladen à 100 g im 4er-Pack, UTZ, z.B. Giandor, 4 x 100 g 5.40 statt 7.20 25% Frey Hase Noxana, UTZ, 210 g 6.90 NEU **

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Frey Soccer Bunny, UTZ, 170 g 7.90 NEU **

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Pelican Pangasius in Zitronenpanade im 3er-Pack, ASC, tiefgekühlt, 3 x 300 g 10.70 statt 15.30 30% Crème d’or Classic, Vanille, Chocolat oder Caramel, z.B. Caramel, 1000 ml 7.80 statt 9.80 20% Red Bull Standard im 8er-Pack, 8 x 250 ml 10.85 statt 13.60 20% Alle Gold Säfte 1 Liter oder 3 x 25 cl, z.B. Multivitamin, 1 Liter 1.40 statt 1.80 20% Alle Tomatensaucen Salsa all’Italiana, z.B. Napoli, 250 ml 1.25 statt 1.60 20% M-Classic Holl-Rapsöl, 3 Liter 11.– statt 13.80 20% Alle Polli Antipasti, z.B. Artischocken geschnitten, 285 g 3.95 statt 4.95 20%

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M-Classic Tortellini im Duo-Pack, z.B. Tortellini tricolore, 2 x 500 g 7.90 statt 11.80 33% Cornatur im Duo-Pack, z.B. Pfeffersteak Quorn, 2 x 200 g 8.80 statt 11.– 20% Appenzeller Biberli im 6er-Pack, 6 x 75 g 5.40 statt 7.20 25% Osterkuchen, 340 g 3.40 statt 4.20

NEAR-/NON-FOOD Alle Sheba Nassnahrung im 12er-Pack, Beutel oder Schale, 10 Stück + 2 gratis, z.B. Duett Geflügel, Beutel, 12 x 85 g 12.35 statt 14.85 15% Katzenstreu Fatto Soft Sensation, klumpend, 8 Liter 20x 7.80 NEU *,** Elseve Öl Extraordinaire Shampoo, Spülung oder Maske, z.B. Shampoo, 250 ml 4.25 NEU ** 20x Nivea Cellular Perfect Skin, z.B. Perfect Skin Tagescreme, 50 ml 23.50 NEU **

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MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 69

Tipps

Richtig würzen, lagern, rüsten

Mehr Rezepte unter saison.ch Küchenlexikon

Zichorien

Saison

Chicorée geniessen Sie am besten von November bis April. Radicchio und Trevisano haben von August bis Ende April Saison. Lagerung

Lassen Sie Chicorée zu Hause nicht offen herumliegen, im Kühlschrank bleibt er einige Tage frisch. Bekommt das Gemüse zu viel Licht ab, werden die Blätter grün und bitter.

Den einen sind sie zu herb, die andern können von den leichten Bitternoten gar nicht genug bekommen: Wofür die verschiedenen Vertreter der Zichoriengewächse verwendet werden.

Radicchio

Strunk entfernen

Wem der Strunk zu bitter ist, der kann Radicchio, Trevisano oder Chicorée halbieren und diesen keilförmig herausschneiden.

In Zusammenarbeit mit

www.saison.ch

Man bezeichnet ihn leichtfertig als Salat, doch die rote Kugel aus der Familie der Zichoriengewächse ist ein echtes Gemüse.

Gratins, vegetarische Schmorgerichte, aber auch für Pasta oder Risotto.

Seine Bitterstoffe regen die Verdauung an. Radicchio enthält fast kein Fett und hat nur wenig Kalorien.

Trevisano*

Der Trevisano ist ein Verwandter des Radicchio. Dementsprechend lässt sich der Trevisano ähnlich verwenden wie sein runder Bruder.

Trevisano wird ähnlich verwendet wie Radicchio.

Er wird manchmal mit dem roten Chicorée verwechselt, auch wenn seine Blätter sehr viel loser sind als die des Chicorée rosso.

Chicorée

Gewürze

Chicorée, Trevisano und Radicchio vertragen sich gut mit mediterranen Kräutern und Gewürzen. Sie profitieren zudem von der feinen Säure eines Aceto balsamico.

Geeignet für

Anders als die meisten Blattsalate eignet sich Radicchio auch für warme Gerichte, denn er lässt sich hervorragend braten, dünsten oder überbacken.

Für milderes Aroma

Chicorée wie Trevisano und Radicchio werden milder im Geschmack, wenn man sie lauwarm wässert. Selbst wenn man den bitteren Geschmack schätzt, kann es sinnvoll sein, das Gemüse vor dem Backen oder Schmoren zu wässern, da sich der bittere Geschmack durch die Zubereitung noch verstärkt.

Merkmale

Chicorée rosso*

Das beliebte Gemüse wächst vollkommen im Dunkeln. Bei Tageslicht würde das weisslich-gelbe Blätterwerk grün werden – und ziemlich bitter.

Chicorée eignet sich hervorragend für die Zubereitung im Ofen, vor allem zum Überbacken.

Chicorée ist eigentlich viel zu schade, um nur als Salat zubereitet zu werden. Denn sein volles Aroma entfaltet sich erst, wenn man ihn erwärmt.

Roh verhelfen die knackigen Blätter Obstsalaten zu einer besonderen Note

Der rote Chicorée ist ein noch junges Gemüse und aus einer Kreuzung zwischen Chicorée und Radicchio entstanden.

Der rote Chicorée wird ähnlich verwendet wie der herkömmliche Chicorée.

Chicorée rosso wächst wie der herkömmliche Chicorée im Dunkeln. Nach der Ernte wird er lichtdicht verpackt, damit die zarten Blätter nicht grün werden. Das führt nämlich dazu, dass die Chicorée-Triebe um ein Vielfaches bitterer werden. Seine rote Farbe geht beim Erhitzen der Blätter verloren. * erhältlich in grösseren Filialen


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 71

M-Industrie

«Grosses Potenzial bei unseren Marken» M-Industrie-Chef Walter Huber über das Wachstum im Ausland und die Herausforderung durch den starken Franken. Text: Daniel Sidler

Walter Huber ist Leiter der M-Industrie und Mitglied der Generaldirektion des MigrosGenossenschafts-Bundes (MGB).

Die M-Industrie erwirtschaftete im vergangenen Jahr erstmals über 6 Milliarden Franken Umsatz (siehe Box). Ihre Marktstellung hat sie im Inund Ausland weiter ausgebaut. Im Geschäft mit internationalen Kunden waren insbesondere Kaffeekapseln, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Käse stark gefragt. Aber auch die Umsätze mit der Migros-Gruppe konnte die M-Industrie weiter steigern. Walter Huber, was macht die M-Industrie einzigartig? Die starke Vertikalisierung, also die sehr enge Zusammenarbeit

mit dem Supermarktgeschäft der Migros, ist der Grundstein für die Unverwechselbarkeit der M-Industrie. Dazu kommt die enorme Produktionsbreite – wir stellen über 20 000 verschiedene Artikel selber her: von der Zahnpasta und dem Duschgel über Schokoladenund Glace-Spezialitäten bis zu Gebäck, Fleisch und Milchprodukten. Unsere Kampagne «Von uns. Von hier» bringt das auf den Punkt. Die M-Industrie besitzt ein umfassendes Know-how über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg – vom Anbau über die Produktion bis zum Konsum und Recycling.

Die wichtigsten Fakten zu den M-Industriebetrieben

Mitarbeitende 2014

Bild: Gian-Marco Castelberg

Produkte

Aproz

Bischofszell

Chocolat Frey

Delica

Elsa

Jowa

Mibelle Buchs

Mibelle Frenkendorf

Micarna

Midor

Mifroma

La Riseria

122

971

774

302

583

3269

480

280

2650

623

243

24

Mineralwasser, Fruchtsäfte, Tafel- und Süssgetränke, Sirupe, Sodakonzentrate

Fertiggerichte, Kartoffelprodukte, Konfitüren, Fruchtsäfte, Ice Tea, Milchmischgetränke, Vermicelles

Schokoladetafeln und -Kugeln, Pralinés, saisonale Produkte, Kaugummi

Kaffee, Kapselsysteme, Trockenprodukte und -früchte

Milch, Rahm, Joghurt, Desserts, Frischkäse, Quark, Sojaprodukte, Essig, Salatsaucen

Brote, Patisserie, Teige, Tiefkühlprodukte, Senf, Teigwaren

Körper-, Gesichts, Zahn- und Haarpflege, Sonnenschutz, Babypflege

Geschirrspül-, Reinigungs- und Waschmittel, Margarine, Speisefette

Frischfleisch, Geflügel, Aufschnitt, Trockenfleischspezialitäten, Seafood

Biskuits, Feinbackwaren, Snacks, Backmischungen, Eiswaren, Dessertpulver

Extrahartkäse, Hartkäse, Halbhartkäse, Weichkäse, Schmelzkäse, Fondue

Reis


72 | MM10 02.03.15 | MIGROS-WELT

Die M-Industrie ist vor allem im internationalen Geschäft gewachsen. Weshalb? Hauptsächlich aufgrund der weiter wachsenden Kunden­ nähe dank unserer Vermark­ tungsstrukturen in Nordameri­ ka, Asien und den europäischen Schlüsselmärkten. Wichtig ist auch das erfolgreiche Kaffee­ kapselgeschäft mit Café Royal und Cremesso. Zudem hat die Übernahme des nordameri­ kanischen Schokoladen­ und Kaugummiproduzenten Sweetworks weiteres Wachs­ tum gebracht. Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Exportgeschäfts nach der Aufhebung der Franken-Untergrenze? Wir stehen vor einer ähnlichen Situation wie bei der letzten Frankenaufwertung vor drei Jahren. Allerdings sind die Auswirkungen heute wesent­ lich geringer als damals, weil nicht alle für uns relevanten Währungen betroffen sind und der Kurszerfall des Euro ins­ gesamt deutlich geringer ist.

Der starke Franken betrifft die M-Industrie also nicht so stark? Selbstverständlich spüren auch wir den Druck auf die Profi­ tabilität, vor allem bei Kunden, die in Euro fakturiert werden. Zusätzlich unter Druck geraten wir, weil viele unserer inter­ nationalen Mitbewerber im Inland schlagartig billiger anbieten.

Natürlich auch in der Schweiz. In einer wirtschaftlich an­ gespannten Situation gewinnt der Händler mit dem besten Preis­Leistungs­Verhältnis Marktanteile. Das ist hierzu­ lande die Migros. Wir wachsen aber auch in der Gastronomie und im Bereich der Bäckereien. Hier sind wir mit unseren Belieferungsstrukturen beson­ ders gut aufgestellt.

Wären staatliche Hilfsprogramme für die Exportindustrie eine gute Lösung? Aus meiner liberalen Sicht soll der Staat möglichst wenig in den Markt eingreifen. Sinnvoller ist es, wenn er administrative Belastungen abbaut, etwa im Arbeitsrecht; oder wenn er zusätzliche Belastun­ gen, beispielsweise im Energie­ bereich, gar nicht erst aufs Tapet bringt. Letztlich sind wir als Unternehmen aber immer selber gefordert.

Wo sehen Sie – neben den Währungsrisiken – die zusätzlichen Herausforderungen für die M-Industrie der Zukunft? Ich sehe vor allem Chancen, denn unsere Einzigartigkeit verhilft uns zu weiterem Wachstum. In Nordamerika sind wir laufend besser im Markt verankert, und auch in Asien sind wir von der aktuellen wirtschaftlichen Situation nicht betroffen. Grosses Poten­ zial sehe ich im Geschäft mit Marken wie Frey, Café Royal, Heidi oder Swiss Delice. Ich blicke auch deshalb sehr zuversichtlich in die Zukunft.

Wächst die M-Industrie nur im Ausland oder auch in der Schweiz?

Jahresergebnis 2014

Gesundes Wachstum Die M-Industrie verzeichnete im vergange-

nen Jahr ein erfreuliches Wachstum. Der Umsatz stieg um 4,4 Prozent auf 6,016 Milliarden Franken. Die Umsätze mit der Migros-Gruppe konnten um 3 Prozent gesteigert werden. Im Grossverbrauchergeschäft hat sich der Umsatz um 1,3 Prozent auf 995 Millionen Franken erhöht. Das internationale Geschäft legte um 22 Prozent auf 626 Millionen Franken zu. Wie wichtig der Standort Schweiz für die M-Industrie ist, zeigen Investitionen von 180

Millionen Franken. Damit wurden Produktionsflächen erweitert und neue Technologien eingeführt. Gewachsen ist auch die Zahl der Mitarbeitenden: 253 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen und 472 Lernende ausgebildet. Insgesamt arbeiten über 12 100 Menschen für die M-Industrie. www.mindustry.com

Die wichtigsten Fakten zu den M-Industriebetrieben Bergsenn

Mitarbeitende 2014 Produkte

Mérat

Dörig

Favorit

Rudolf Schär *

Lüchinger + Schmid **

Saviva

Gastina (A)

Mibelle Bradford (UK)

Sweetworks (USA, CAN )*

Mifroma France (F)

Geflügel Stauss (D)*

47

151

14

38

90

270

691

148

197

433

89

27

Bündner Bergkäsespezialitäten

Gastronomieprodukte (Fleisch und Seafood)

Appenzellerkäse, Spezialitätenkäse

Frischgeflügel und Geflügelprodukte

Ostschweizer Fleischund Wurstspezialitäten

Eier, Eiprodukte, gekühlte Frisch- und Tiefkühlprodukte

Dienstleister für die Schweizer Gastronomie mit den Cash+Carry AngehrnMärkten sowie Scana für die Belieferung

Convenience-Produkte wie gekühlte Fertiggerichte, Lasagne, Suppen, gefüllte Teigwaren und gebratene Fleischspezialitäten

Gesichtsund Körperpflegeprodukte, Wasch- und Reinigungsmittel

Schokoladen und Kaugummiprodukte

Verpackung und Vertrieb von Schweizer Halbhartund Hartkäse. Logistikplattform für Produkte wie Joghurt, Dessertcremen und Milchgetränke

Regionale Verarbeitung von Bio-Geflügel

* gehört seit 2014 zur M-Industrie ** gehört seit 2015 zur M-Industrie


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MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 75

Frage der Woche

Haben Sie eine Frage?

«Warum verkauft die Migros bereits im Winter ausländische Erdbeeren, statt zu warten, bis diese Früchte in der Schweiz reif sind?» Es gibt Kundinnen und Kunden, die nicht warten wollen, bis im Mai die Schweizer Erdbeersaison beginnt. Daher importiert die Migros Erdbeeren aus der südspanischen Provinz Huelva, wo die Saison dank des milden Klimas früher startet. Während der Schweizer Erdbeerzeit deckt die Migros den Bedarf fast ausschliesslich mit einheimischen Früchten. Ähnlich ist die Situation bei Gurken und Toma-

ten: Auch bei diesen Produkten gibt es im Winter keine Schweizer Ernte, sie werden deshalb

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline ist der Kundendienst der Migros und erreichbar unter 0848 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

zum Beispiel aus der südspanischen Region Almería importiert. Die Migros achtet darauf, dass die Früchte und

Gemüse von den spanischen Lieferanten umweltgerecht produziert werden. In Zusammenarbeit mit dem WWF wurden etwa die Erdbeerlieferanten aus Huelva im sparsamen Umgang mit Wasser geschult. Deren Wasserverbrauch lässt die Migros von unabhängigen Stellen prüfen. Das ist wichtig, weil in der Nähe der Nationalpark Coto de Doñana liegt, der vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet.

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–17.00 Uhr, 8 Rp./Min.* Samstag: 8.30–12.30 Uhr, 4 Rp./Min.* * Bei Anrufen aus Mobilfunknetzen fallen unterschiedliche Gebühren an.

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MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 77

Im mobilen Village ruhen sich die Familien nach dem Riesenslalom aus. Infos

Noch fünf Skitage Die Abderhaldens nach der Abfahrt in Wildhaus SG: Andrea und Jörg mit ihren Kindern Terry, Lynn und Jill (von links), die stolz ihre Medaillen zeigen.

Die Famigros Ski Days

Famigros Ski Days

Schwinger im Schnee Die Famigros Ski Days bieten Eltern und Kindern Plauschrennen zum günstigen Preis. Auch Schwingerkönig Jörg Abderhalden und seine Familie machten bei einem der Events mit. Text: Beat Matter

Bilder: Daniel Ammann

P

rachtwetter in Wildhaus SG: Die Aussicht auf einen Sonnentag lockt nebelgeplagte Flachländer Mitte Februar in Scharen an einen der Famigros Ski Days. Eltern und Kinder können bei diesen Events für nur 85 Franken einen Skitag erleben, wenn sie Mitglieder des Migros-Familienklubs sind. Insgesamt 15 Ski Days sind in diesem Winter an verschiedenen Orten in den Alpen geplant. Fünf der Skitage stehen noch bevor (siehe Box). Allein in Wildhaus gehen über 200 Familien an den Start. Auf der Piste wird der Schwingerkönig locker abgehängt

Das Rennen eröffnet der dreifache Schwingerkönig Jörg Abderhalden mit seiner Familie. Zu fünft sausen die Toggenburger den Riesenslalomhang runter.

Abderhaldens zwei älteren Kinder, Lynn (11) und Terry (9), hängen den stämmigen Schwinger locker ab. Kein Wunder: Beide fahren im regionalen Skiklub. Und Terrys Gotte ist niemand geringerer als Weltcupfahrerin Marianne Abderhalden, Jörgs jüngste Schwester. Selbst für die kleine Jill (5) ist klar: «Im nächsten Jahr will ich auch in den Skiklub!» Jörg Aberhalden sagt am Ziel: «Hier als ganze Familie zu starten, war ein Plausch. Wir geniessen es bei jedem Wetter, wenn wir uns gemeinsam draussen bewegen können.» Nicht nur die Abderhaldens haben Spass: Im 45-Sekunden-Takt startet Familie um Familie. Beim anschliessenden Risottoplausch geniessen die Erwachsenen die Sonnenstrahlen, und der Nachwuchs zeigt stolz seine Medaillen. MM

bieten Familien einen Schneesporttag zum günstigen Preis. Famigros-Mitglieder erhalten für 85 Franken (Nichtmitglieder für 110 Franken) Ski-Tageskarten für die ganze Familie inklusive Mittagessen, Teilnahme an einem Plauschskirennen und Medaillen für alle teilnehmenden Kinder. In diesem Winter

finden noch fünf Ski Days statt: Am 8. März in Bosco Gurin TI, am 14. März in Braunwald GL, am 15. März in Col des Mosses VD, am 22. März in MeiringenHasliberg BE und am 29.März in Morgins VS. Die Famigros Ski Days

sind eine Veranstaltungsreihe von Swiss Ski, die von der Migros unterstützt wird. Auch nächsten Winter werden die Skitage wieder stattfinden. Infos und Anmeldung: www.famigros-ski-day.ch

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78 | MM10 02.03.15 | MIGROS-WELT

Anna’s Best

Die fleischlose Küche ist kein exotischer Trend mehr: Mit der allgemeinen Sensi­ bilisierung für verantwortungsbewusste und umweltverträgliche Ernährung ist der Vegetarismus längst bei uns angekommen. Für Vegis und alle diejenigen, die Fleisch nur ab und zu als etwas Besonderes geniessen, gibt es die neue Vegi­Linie von Anna’s Best: zum Beispiel zehn Gerichte ohne Fleisch, von Polenta mit Grillgemüse bis zum indischen Panir – wo immer möglich ohne Konservie­ rungsstoffe und mit extra viel Gemüse.

Bild und Styling: Claudia Linsi; Illustration: Mira Gisler

Vegetarischer Genuss


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 79

Anna’s Best Vegi Polenta mit Grillgemüse, 380 g, Fr. 5.90

Anna’s Best Vegi Indian Paneer with whole-grain rice 350 g, Fr. 5.90

Anna’s Best Vegi Bami Goreng with vegetables 380 g, Fr. 5.40

Viel Gemüse, kein Fleisch: die abwechslungsreichen Vegi-Menüs von Anna’s Best.

Anna’s Best Vegi Penne al Pesto verde, 300 g, Fr. 4.70


FLUSSREISEN-AKTION: Die 2. Person reist gratis! Aktion 2 für 1

Frühling in SüdFrankreich 1. Tag: Chalon-sur-Saône – Tournus. Anreise. 2. Tag: Tournus – Mâcon. Ausflug Mâconnais mit Weindegustation (*). 3. Tag: Lyon. Stadtbesichtigung Lyon (*) und Ausflug Beaujolais (*). 4. Tag: Vienne. Fak. Stadtführung durch Vienne. 5. Tag: Viviers – St. Etienne des Sorts – Avignon. Ausflug zu den Schluchten der Ardèche (*). 6. Tag: Avignon – Tarascon. Stadtrundfahrt durch Avignon (*). Fak. Ausflug zum Pont du Gard und nach Uzès. 7. Tag: Tarascon. Stadtrundgang Arles (*). Ausflug in den Naturpark Camargue (*). 8. Tag: Tarascon, Rückfahrt. Ausschiffung.

Pluspunkte Komfortables *****Schiff, mit Balkonen auf allen Mittel- und Oberdeck Kabinen.

Ihr Flussschiff MS SCENIC EMERALD *****, Details auf Anfrage * Diese Reise findet in umgekehrter Richtung von Avignon nach Chalon s.S. statt. Das Ausflugsprogramm weist kleine Änderungen auf.

ZauberhaFte donau

1. Tag: Passau, Anreise. Einschiffung. 2. Tag: Melk – Esztergom. Stift Melk (*). 3. Tag: Esztergom – Budapest. Ausflug nach Viségrad (*). 4. Tag: Budapest. Stadtrundfahrt Budapest (*). Nachmittags fak. Ausflug in die Puszta inkl. Imbiss und Reitervorführung. 5. Tag: Bratislava – Wien. Stadtführung Bratislava (*). Nachmittag zur freien Verfügung. 6. Tag: Wien. Stadtrundfahrt Wien (*). Fak. Ausflug in den Wienerwald und nach Baden am Nachmittag. Abends Konzert Schloss Schönbrunn. 7. Tag: Dürnstein – Passau. Ausflug Wachau inkl. Weindegustation (*). 8. Tag: Passau, Rückfahrt. Ausschiffung und Rückfahrt im Eurobus.

Pluspunkte Edles Schiff, mit grossen Kabinen und erstklassiger Gastronomie.

Ihr Flussschiff MS AMADEUS ELEGANT****+, Details auf Anfrage

Seine und champagne

1. Tag: Anfahrt nach Reims. Degustation und Abendessen im Champagnerkeller (inkl.). 2. Tag: Reims–Rouen. Stadtführung Reims (inkl.). 3. Tag: Rouen. Stadtbesichtigung Rouen (inkl.). Ausflug Routes des Abbayes (fak.). 4. Tag: Alabasterküste – Honfleur. Ausflug Alabasterküste und Honfleur (inkl.). 5. Tag: Conflans-Sainte-Honorine – Paris. Fak. Ausflug nach Auvers sur Oise. 6. Tag: Paris. Halbtägige Stadtrundfahrt (inkl.). Freier Aufenthalt oder fak. Besuch im Louvre. Abends fak. Besuch der Revue-Show. 7. Tag: Paris, Rückfahrt. Ausschiffung.

Ihr Flussschiff MS AMADEUS DIAMOND ****+, Details auf Anfrage Pluspunkte Einmalige Kombination Bus- und Flussreise.

Reisedatum 15.05. – 21.05.2015

Reisedatum 06.04. –13.04.2015

27.04. – 04.05.2015*

Leistungen • An-/Rückreise im EUROBUS Comfort-Bus • 7 Übernachtungen in der gebuchten Kabine • Vollpension an Bord (Kaffee/Tee zu den Mahlzeiten) • WLAN an Bord • Ein-/Ausschiffungs- und Hafengebühren Zuschläge pro Person • Ausflugspaket mit 7 Ausfl. (*) CHF 275.– • Ausflug Pont du Gard inkl. Uzès CHF 55.– • Rundgang Vienne CHF 25.– • Premium-Paket CHF 295.– • Annullations- und Reisezwischenfallvers. ab CHF 49.– • Auftragspauschale CHF 20.– p.P.(max. 40.–)

Reisedatum 09.04. –16.04.2015 Leistungen • An-/Rückreise im EUROBUS Comfort-Bus • 7 Übernachtungen in der gebuchten Kabine • Vollpension an Bord (Kaffee/Tee zu den Mahlzeiten) • WLAN an Bord • Ein-/Ausschiffungs- und Hafengebühren Zuschläge pro Person • Ausflugspaket mit 6 Ausfl. (*) CHF 220.– • Ausflug Puszta inkl. Imbiss, Reitervorführung CHF 50.– • Ausflug Wienerwald und Baden CHF 45.– • Schlosskonzert Schönbrunn CHF 80.– • Premium-Paket CHF 295.– • Annullations- und Reisezwischenfallvers. ab CHF 49.– • Auftragspauschale CHF 20.– (max. 40.–)

Leistungen • An-/Rückreise im EUROBUS Deluxe-Bus • 3 Übernachtungen in ****Hotels inkl. Halbpension, WLAN an Bord • 3 Übernachtungen in der gebuchten Kabine • Stadtführung Reims, Rouen und Paris • Ausflug Alabasterküste und Honfleur • Champagner-Degustation und Abendessen im Champagnerkeller • Vollpension an Bord (Kaffee/Tee zu den Mahlzeiten) • Ein-/Ausschiffungs- und Hafengebühren Zuschläge pro Person • Auslug Routes des Abbayes CHF 40.– • Ausflug Auvers sur Oise CHF 45.– • Paris, Museum Louvre CHF 45.– • Paris, Revueshow CHF145.– • Annullations- und Reisezwischenfallvers. ab CHF 49.– • Auftragspauschale CHF 20.– (max. 40.–)

Preise pro Person in CHF Kabinen

1. Person

HD: Hauptdeck hinten 15 m2 HD: Hauptdeck 15 m2 MD: Jun. Suite hint. Balk. 19 m2 MD: Junior Suite, Balk. 19 m2 MD: Suite Balkon 23 m2 OD: Jun. Suite hint. Balk.19 m2 OD: Junior Suite, Balkon 19 m2 OD: Suite hinten Balkon 29 m2 OD: Suite Balkon 23 m2 OD: Grand Suite Balkon 27 m2 OD: Royal Suite 30 m2

2. Person

1440.– eingeladen 1940.– eingeladen 2690.– eingeladen 2815.– eingeladen 3140.– eingeladen 2940.– eingeladen 3065.– eingeladen 3390.– eingeladen 3765.– eingeladen 4015.– eingeladen 4140.– eingeladen

HD: Hauptdeck, MD: Mitteldeck, OD: Oberdeck

Aktion 2 für 1 Preise pro Person in CHF Kabinen

HD: Hauptdeck hinten HD: Hauptdeck MD: hint. franz. Balk. MD: franz. Balkon OD: hint. franz. Balk. OD: franz. Balkon OD: Suite franz. Balk.

15 m2 15 m2 15 m2 15 m2 15 m2 15 m2 22 m2

1. Person

2. Person

1300.– 1815.– 2190.– 2365.– 2615.– 2740.– 3240.–

eingeladen eingeladen eingeladen eingeladen eingeladen eingeladen eingeladen

HD: Hauptdeck, MD: Mitteldeck, OD: Oberdeck

Aktion 2 für 1 Preise pro Person in CHF Kabinen

HD: Hauptdeck hinten HD: Hauptdeck MD: hint. franz. Balk. MD: franz. Balkon OD: hint. franz. Balk. OD: franz. Balkon OD: Suite franz. Balk.

1. Person

15 m2 15 m2 15 m2 15 m2 15 m2 15 m2 22 m2

1925.– 2345.– 2475.– 2600.– 2545.– 2675.– 2985.–

HD: Hauptdeck, MD: Mitteldeck, OD: Oberdeck

Direktbuchung Telefon 056 461 64 74 flussfahrten@geriberz.ch Einsteigeorte: Arbon (ausser Donau), Basel, Bern, Luzern, Olten, Ruswil , St. Gallen, Windisch , Winterthur, Zürich Reduktion bezieht sich auf den Basispreis. Zuschläge werden zum Normalpreis verrechnet.

2. Person eingeladen eingeladen eingeladen eingeladen eingeladen eingeladen eingeladen


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 81

Blévita

Eine gehaltvolle Zwischenmahlzeit Ballaststoffe sind wichtige Bestandteile von Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Früchten und Gemüse.

Knusprige Ballaststofflieferanten für den kleinen Hunger: Blévita. Die M-Industrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. Dazu gehört auch Blévita.

Bild und Styling: Claudia Linsi

Znüni und Zvieri sind kraftspendende Inseln im Kinderalltag. Ausgewogen

sollen sie sein und köstlich dazu. Ob nature oder mit Butter bestrichen, die Schweizer Getreidegebäcke Blévita sind der Renner im Znünitäschli. Begleitet von der Lieblingsfrucht oder Gemüsesticks, liefern sie natürliche Energie für einen aktiven Tag. Sie kommen ohne Farb- und Konservierungsstoffe aus und sind lange haltbar. Produziert werden sie vom M-Industrie-Betrieb Midor.

Blévita 5-Korn-Gebäck, 285 g Fr. 3.30*

Bio Blévita mit Dinkel, 6 Portionen Fr. 3.75*

Blévita mit Leinsamen, 295 g Fr. 3.30*

Blévita mit Sesam, 6 Portionen Fr. 3.35*

In grösseren Filialen *

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Vom 3. bis 9. 3. auf alle Blévita-Stangen, Minis sowie 4er- und 6er-Portionen beim Kauf ab 2 jedes Fr. –.60 günstiger


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7 Tage

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Donau–Moldau–Prag Die Höhepunkte Ihrer Reise

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Donauschifffahrt Passau–Linz Das südböhmische Teichen- und Burgenland Drei Übernachtungen in Prag Fakultativ: Ausflug Böhmerwald und Krumau Audio-System auf Rundgängen

Ihr Reiseprogramm

1. Tag: Schweiz–Deggendorf. Hinfahrt via Memmingen, München, Landshut ins Donaustädtchen Deggendorf vor Passau. 2. Tag: Deggendorf–Passau–Linz–Budweis. Unsere Reise beginnt mit einer unvergesslichen Donauschifffahrt auf dem vorwiegend natürlichen Flusslauf zwischen Passau und Linz. Die Strecke ist gesäumt von zahlreichen

825.–

Schlössern, Kirchen und Burgen. Anschliessend Besichtigung der oberösterreichischen Stadt Linz mit ihrem sehenswerten Hauptplatz. Fahrt über die österreichisch-tschechische Grenze nach Budweis. 3. Tag: Budweis, fak. Ausflug Böhmerwald. Wir besuchen die Region des grossen Moldaustausees und fahren entlang dem gleichnamigen Fluss durch die historischen Orte Rosenberg und Hohenfurt. Durch eine liebliche Naturlandschaft geht es weiter nach Böhmisch Krumau. Mehr als dreihundert historische Häuser, zwischen denen das Areal des Schlosses (zweitgrösste Anlage nach der Prager Burg und Unesco-Weltkulturgut) und die Kirche des heiligen Veits dominieren, bilden einen Altstadtkern von seltener Harmonie und Schönheit. Anschliessend Fahrt zurück nach Budweis. Beim gemeinsamen Spaziergang durch den Stadtkern mit seinem quadratischen Marktplatz erfahren wir Interessantes über die gut erhaltenen Renaissance- und Barockbauten. 4. Tag: Südböhmisches Teichen- und Burgenland–Prag. Nicht weit von Budweis machen wir unseren ersten Stopp in Hluboká. Grund dafür ist das gleichnamige Schloss, das unübersehbar über der Moldau thront. Basteien und Türme, Zinnen, Erker und spitzbogige Fenster verleihen dem Schloss etwas märchenhaftes. Daher auch der Name «Tschechisches Neuschwanstein». Nach einer Führung geht es weiter durch das südböhmische Teichenland zur stimmungsvollen Burg Klingenberg mit dem über 30 Meter hohen Turm. Anschliessend unternehmen wir eine gemütliche Bootsfahrt auf dem Orlikstausee zum prunkvollen Schloss Orlik (Aussenbesichtigung). An diesem herrlichen Ort haben wir Zeit für eine individuelle Mittagspause. Entlang der Moldau erreichen wir am Abend die «Goldene Stadt» Prag.

5. Tag: Prag mit Altstadtbesichtigung. Die tschechische Hauptstadt ist gleichzeitig auch die grösste Stadt des Landes. Zum imposanten Stadtbild gehören die Karlsbrücke mit neunundzwanzig Heiligenstatuen, die Prager Burgstadt (Hradschin), die Altstadt mit den fröhlichen Märkten, wo auch heute noch traditionelle Handwerkskunst dem Besucher Einblicke in vergangene Tage gewährt sowie verschiedene Kirchen, u.a. die Teynkirche, mit den Klängen der ältesten Orgel Europas. Heute Vormittag unternehmen wir, unter kundiger Führung, eine Besichtigung der Altstadt. Nachmittag zur freien Verfügung. 6. Tag: Der Prager Burgberg. Am Vormittag interessante Besichtigung der Prager Burg, einem in jeder Hinsicht überragenden Bauwerk. Hier befindet sich auch die offizielle Residenz des tschechischen Staatspräsidenten, so dass man jede Stunde die Wachablösung der in rot-weiss-blauen Uniformen gewandeten Soldaten verfolgen kann. Von den Gärten der Festungsanlage hat man einen schönen Blick über die Stadt. Freier Nachmittag für individuelle Entdeckungen und Einkäufe. 7. Tag: Prag–Rückreise in die Schweiz.

7 Tage gem. Programm 1195.– Spardaten in Komfortklasse Reise 1 und 8 Reduktion Reise 7 Samstag – Freitag 1: 02.05.–08.05. 2: 09.05.–15.05. 3: 30.05.–05.06. 4: 06.06.–12.06. 5: 13.06.–19.06. 6: 20.06.–26.06.

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Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf p, 06:45 Basel, 07:20 Aarau, 08:00 Baden-Rütihof p, 08:30 Zürich-Flughafen p, 08:55 Winterthur, 09:15 Wil p

7: 8: 9: 10: 11: 12:

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- Luxusbus – Spardaten im Komfortklasse-Bus Unterkunft in guten Mittel- und Erstklasshotels, Basis Doppelzimmer Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC Mahlzeiten: – 4 x Halbpension (Abendessen und Frühstücksbuffet) – 2 x Frühstücksbuffet (3. und 5. Tag) Alle aufgeführten Ausflüge und Besichtigungen (ausg. fak. Ausflug Böhmerwald und Krumau am 3. Tag) Donauschifffahrt Passau–Linz Führung Schloss Hluboká Bootsfahrt auf dem Orlikstausee Geführte Stadtbesichtigungen in Linz und 2 x in Prag Audio-System auf Rundgängen Erfahrener Reisechauffeur

Nicht inbegriffen ■

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Einzelzimmerzuschlag Fakultativer Ausflug Böhmerwald und Krumau Annullationsschutz

InternetBuchungscode

Königsklasse Spardaten

Jetzt buchen & informieren:

Mo bis Fr

8.00 – 12.00 Uhr, 13.00 – 17.30 Uhr

– 80.–

27.06.–03.07. 29.08.–04.09. 05.09.–11.09. 12.09.–18.09. 19.09.–25.09. 26.09.–02.10.

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Online: www.twerenbold.ch Telefonisch: 056 484 84 84 Persönlich: bei uns in Baden-Rütihof

825.–

Unsere Leistungen

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Unsere Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person entfällt für Mitglieder im Excellence-Reiseclub oder bei Buchung über www.twerenbold.ch

1075.–

Daten 2015

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Auftragspauschale

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MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 83

Aproz Kids

Durstlöscher für Wasserratten Das stille Mineralwasser Aproz Kids Cristal ist reich an Kalzium und Magnesium und daher besonders geeignet für Kinder ab zwei Jahren. Gleiches gilt für die Sorte mit Erdbeergeschmack. Das Sportcap auf der Flasche verhindert, dass etwas ausläuft.

Gewinnspiel

Mit Aproz Kids günstiger ins Alpamare Das Alpamare in Pfäffikon SZ bietet Freizeitvergnügen für die ganze Familie. Es verfügt über zwei Thermen, ein Wellenund ein Freischwimmbecken sowie zehn Wasserrutschen. Auf allen Aproz-KidsFlaschen prangt für

begrenzte Zeit ein Sticker. Wer diesen an der Kasse des Alpamare vorzeigt, erhält 20 Prozent Rabatt auf den Eintrittspreis. Ein Sticker kann für bis zu fünf Personen eingelöst werden. Der Rabatt ist nicht kumulierbar. Gültig sind die Sticker bis 31. August 2015.

Aproz Kids Erdbeer* Flasche mit Sportcap 33 cl Fr. 1.–

Aproz Kids Cristal* Flasche mit Sportcap 33 cl Fr. –.70 Bild: zVg

* in grösseren Filialen Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch Aproz Kids.


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 85

Brot des Monats

Wie vom Landhof

Mit reichlich Kernen und Saaten bestreut: das Landhofbrot. 400 g Fr. 3.30

Bild: Marvin Zilm

Marcel Berger (35) präsentiert das Brot des Monats März, das Landhofbrot.

Weich und luftig, nussig und aromatisch: Das ist das neue Landhofbrot. Ganze 20 Stunden lassen Hausbäckereileiter Marcel Berger und seine Bäckerkollegen den Vorteig für das Landhofbrot im Kühlraum ruhen. Nur so entwickelt der Teig das gewünschte Aroma. Auf den Teigling streuen die Bäcker der Hausbäckerei in der Migros Rheinfelden AG Sonnenblumen­ kerne, Hafer, Leinsamen, Sesam, Hirse und Mohn. Bäckereichef Berger: «Das Landhofbrot ist ein nussiges Brot, das besonders gut zu Wurst und Käse schmeckt.» CS

Die M-Industrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. Dazu gehören auch die Backwaren der Jowa.


Das Jahrzehnt-Ereignis im legendären Amphitheater von Pula

MAX

Musikantenstaadl M in Istrien

vom 25. - 28. Juni 2015

lusssendung Die grosse Absch von Andi Borg!

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inkl. H 4 Reisetage

Rovinj

alier Mit Andreas Gab Superstars! & vielen weiteren

IHRE REISEHÖHEPUNKTE - Der Musikantenstadl des Jahrzehnts im römischen Am Amphitheater von Pula (Live TV-Übertragung) - Malerisches Rovinj und die zauberhaften Brijuni Inseln - Zu Besuch bei einem Winzer im Landesinneren

2. Tag Freitag, 26. Juni 2015 - Malerisches Rovinj & Brijuni Inseln Nach einem ausgiebigen Frühstück besuchen wir heute morgen das malerische Städtchen Rovinj, das uns mit mittelalterlichen Gassen und mediterraner Herzlichkeit verzaubert. Anschließend bringt uns eine herrliche Schifffahrt von Pula zu den weltbekannten Brijuni Inseln. Der gleichnamige Nationalpark erwartet uns mit seiner vollen Pracht. Mit dem Bummelzug geht es auf eine tolle Entdeckungsreise mit wunderschönen Landschaften, archäologischen Fundstätten und vielem mehr. Gegen Abend Rückfahrt ins Hotel und Nachtessen.

Österreich itALieN

Padua

sLoweNieN

Pula

Rovinj

3. Samstag, 27. Juni 2015 - Landesinnere, Weinverkostung & Musikantenstadl Pula Nach der Küste widmen wir uns heute dem fantastischem Landesinnern, das stark an die Toskana erinnert Natürlich darf da eine Weinverkostung bei einem Winzer nicht fehlen. Bei köstlichen Proben des hervorragenden Weines werden Sie zum absoluten WeinKenner und genießen dabei atemberaubende Ausblicke. Nach einem frühen Nachtessen erwartet uns dann im römischen Amphitheater von Pula der grosse Sommerstadl! Seien Sie bei diesem Jahrzehnt Ereignis, welches natürlich live im TV übertragen wird, dabei und freuen Sie sich auf die ganz grossen Stars der Volksund Schlagermusik. Nach dem Stadl Rückfahrt ins Hotel. 4. Sonntag, 28. Juni 2015 - Heimreise Nach einem herzhaften Frühstück beginnt gut gelaunt die Heimreise.

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren!

Tel. 0848 00 11 66

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REISEHIT 19

Leistungen - Alles schon dabei! ✓ Fahrt im komfortablen Extrabus nach Istrien und zurück ✓ 3 Übernachtungen in der gewählten Kategorie ✓ 3 x feines 3-Gang Nachtessen

1. Tag Donnerstag 25. Juni 2015 - Anreise Fahrt mit dem komfortablen Extrabus in die Region von Porec auf der wunderschönen istrischen Halbinseln. Nachtessen im Hotel.

Amphiteather von Pula

Fr. 550.-

✓ 3 x reichhaltiges Frühstücksbuffet

Ihr Reiseprogramm:

Brijuni Inseln

ab nur

✓ Besuch von Rovinj ✓ Herrliche Schifffahrt zu den Brijuni Inseln ✓ Bummelzugfahrt auf den Brijuni Inseln ✓ Besuch eines Weingutes inkl. Verkostung ✓ Eintritt zur TV-Live-Sendung des Musikantenstadl im Amphitheater von Pula Kat. 2 (Tribüne) ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung

Unsere Sonderpreise für Sie: Preis pro Person im Doppelzimmer

im 3-Sterne-Hotel im 4-Sterne-Hotel

Fr. 550.Fr. 625.-

Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag nur Fr. 90.Am Stadl auf Wunsch: Zuschlag Kat. 1 Fr. 25.- (Parterre) Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Biel, Diepoldsau, Luzern, Olten, Pfäffikon SZ, Thun, St. Gallen, Sargans, Wil SG, Winterthur oder Zürich

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MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 87

Pic Mini Crackers

Mundgerechte Knabberei

Bild: Raphael Zubler; Styling: Katja Rey

Die Pic Mini Crackers bleiben dank wiederverschliessbarem Beutel lange knusprig.

Planen Sie einen Abend mit Freunden und wissen nicht, was Sie zum Apéro anbieten sollen? Dann überraschen Sie Ihre Gäste mit den neuen Pic Mini Crackers. Die leichten mundgerechten Crackers sind mit Paprika oder klassisch mit Salz gewürzt. Dank des praktischen wiederverschliessbaren Beutels bleiben sie lange knusprig und können auch später nochmals aufgetischt werden. Ob als kleiner Hungerstiller oder Apérogebäck, eines ist klar: Die Crackers haben Suchtpotenzial.

Pic Mini Crackers Paprika, 100 g Fr. 2.10

Pic Mini Crackers Classic, 100 g Fr. 2.10

In grösseren Filialen

In grösseren Filialen

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Pic Mini Crackers.


88 | MM10 02.03.15 | MIGROS-WELT

Verführerisch

Kleine Glücksbringer Es braucht so wenig, um glücklich zu sein. Denn es sind die kleinen Dinge, die uns und unseren Liebsten das Leben verschönern. Das Herz lacht bei Schokolade, buttrigen CremeTörtchen oder kleinen Cup-Cakes. Unsere Ausstrahlung gewinnt mit einem roten Kussmund. Die Seele freut es, von anderen begehrt zu werden. Und hauchzarte Strümpfe verleihen ein verführerisches Körpergefühl. Ja, es braucht wirklich nicht viel zum Glück.

Klein und fein: Frey Minis Noxana, 4 x 25 g Fr. 2.40 In grösseren Filialen

Schlemmen Sie mal wieder zu zweit frische Muscheln: Miesmuscheln gibt es an der Fischtheke Zum Tagespreis

Rote Lippen soll man küssen, denn zum Küssen sind sie da: Cover Girl Lip Perfection, Lipstick Hot Passion 305 Fr. 12.50 Negligé in Schwarz von «Secrets for special moments» für heisse Nächte Fr. 49.80 In grösseren Filialen

Verführerische Strümpfe in diversen Designs, Ellen Amber, Favour Fr. 11.80 In grösseren Filialen


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 89

Ein unwiderstehliches Accessoire: Schal mit Blumenmuster Fr. 14.80

Gleitgel Cosano 3 in1 Glide Lovely Candy, 75 ml Fr. 5.90

Sicherheit muss sein: Präservativ Cosano Sensual, 10 Stück Fr. 6.30

Backen macht glücklich: Meisterwerke von Linda Lomelino Fr. 32.90 Bei www.exlibris.ch

Verlockender Duft: Jôvan White Musk, 59 ml Fr. 22.80 In grösseren Filialen

Bild: KEYSTONE/GALLERY STOCK/Hugh Arnold

Geht ganz schnell: Cup Lovers Tiroler Cake Fr. 1.60


FRISCH AUS DER REGION, SEIT 10 JAHREN

In diesem Jahr feiert «Aus der Region. Für die Region.» in der Migros Aare sein 10-jähriges Jubiläum. Das Label zeichnet über 930 Produkte Ihrer Region aus. Die Migros garantiert damit Nähe, Frische und Wertschöpfung in der Region. Sie unterstreicht mit diesem Label das Vertrauen in Qualität und Innovationskraft der lokalen Produzentinnen und Produzenten. Ein Engagement, dem weitere erfolgreiche Jahrzehnte bevorstehen.

5.00

44.20 20

5.80

4.75

3.50

2.95

Aargauer od. Berner Eier, «Aus der Region», Bodenhaltung, 10 Stk à 63 g+

Nüsslisalat*, «Aus der Region.», Beutel à 125 g

Aargauer od. Berner Eier, «Aus der Region», Bodenhaltung, 9 Stk à 63 g+

Picknickeier*, «Aus der Region.», Bodenhaltung, 6 Stk à 50 g+

* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Genossenschaft Migros Aare ANGEBOTE GELTEN VOM 03.03. BIS 09.03.2015, solange Vorrat.

Eier*, «Aus der Region», Freilandhaltung, 10 Stk à 53 g+

Alpenkräutersalz, «Aus der Region.», 62 g


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 91

Produkt der Woche

Garmin Vivofit Fitnessarmband: Zeigt die Anzahl der Schritte, den Kalorienverbrauch und die Distanz an. Überwacht den Schlaf und kann für Fitnessaktivitäten mit einem Herzfrequenzsensor gekoppelt werden. Batterielaufzeit von mehr als einem Jahr. 2 Jahre Garantie. In verschiedenen Farben in allen Melectronics-Filialen erhältlich.

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Forum elle

Veranstaltungen Sektion Bern

40 Jahre «Shoppyland» 26.5. bis 6.6. Jubiläumsfest

Das «Shoppyland» heute als helles Einkaufscenter und in den 70er-Jahren (kleines Bild) in den damals typischen Farben.

Die Mitglieder treffen sich jeden ersten Dienstag im Monat um 9 Uhr zum Stamm im Hotel Kreuz, Zeughausgasse 41, Bern. Schnupperinnen sind willkommen. Auskunft bei Esther Flückiger, Telefon: 031 921 89 31, esther.flueckiger@ forum-elle.ch. Stamm

7. April, 9 Uhr: Die Organisation «Schweizerische Gesellschaft für Ernährung» SGE stellt sich vor mit Christian Ryser, Geschäftsführer. Keine Anmeldung erforderlich.

40 Jahre «Shoppyland» Schönbühl Das grösste Shoppingcenter der Region Bern-Mittelland feiert

sein 40-jähriges Bestehen. Zur Jubiläumsfeier überrascht das «Shoppyland» im Mai und Juni seine Besucherinnen und Besucher mit zahlreichen Events und Attraktionen. Am 6. März 1975 – vor vierzig Jahren – öffnete das «Shoppyland» Schönbühl zum ersten Mal seine Türen. Heute ist das Shoppingcenter grösser und attraktiver denn je. Das muss gefeiert werden: vom Dienstag, 26. Mai bis Samstag, 6. Juni, geht im «Shoppyland» das grosse Jubiläumsfest über die Bühne. Das genaue Programm der Feierlichkeiten ist noch eine Überraschung. Es ist ganz sicher für alle etwas dabei. Text: Julia Sutter / Moritz Stähelin

Treffpunkt. Anmeldung am 13. April an D. Rieder, Telefon: 031 901 38 00. Sektion Aargau

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Spaziergang «Rund um den Moossee» 14. April, Besammlung 13.30 Uhr HB Bern


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Ob Blumen oder Kräuter, man sollte sich nicht erst im Sommer um seine Pflanzen kümmern.

Pflanzzeit

Jetzt blüht uns der Frühling Ist das Gras in Nachbars Garten immer grüner? Nicht in diesem Jahr. Dafür sorgen die Profis aus dem OBI Gartenparadies. Text: Sarah Baur

S

ie ist wieder da: Die Zeit, in der man die Wollhandschuhe gegen Gartenhandschuhe tauscht und draussen den Spuren des Winters zu Leibe rückt. Die Gartensaison beginnt. Damit sich Gräser, Pflanzen und Gehölze richtig entwickeln, braucht es nicht nur Zeit und Geduld, sondern auch das richtige Werkzeug, Hilfsmittel und die entsprechenden Informationen. Zu bunt kann es gar nicht werden

All das können sich Gartenfreunde im OBI-Gartenparadies Oftringen, Schön-

bühl oder Thun holen. Eine möglichst farbenfrohe Bepflanzung für die Töpfe auf dem Balkon oder eine Hecke, die schon nach kurzer Zeit vor Blicken schützt. Eine formschöne Abschlusskante für den Rasen oder die ersten Setzlinge fürs Frühbeet – im OBI-Gartenparadies findet sich alles, was das Gärtnerherz begehrt. Aber nicht nur das breite Sortiment und die vielfältige Auswahl überzeugt, sondern auch die kompetente Beratung, dank der schon viele Gärten und Pflanzen seit mehreren Jahren wunderbar gedeihen. Auch bei der kompletten Neugestaltung

eines Gartens wird man hier gut beraten und erhält wertvolle Tipps. Nie wieder das Giessen vergessen Mit der OBI-Pflanzenfinder-App fürs Smartphone haben Gartenfreunde zahlreiche hilfreiche Informationen zu über 600 Pflanzen immer dabei. Eigene Pflanzen können hinzugefügt werden und die App erinnert rechtzeitig ans Giessen und Düngen und warnt vor extremen Wetterereignissen. Die Pflanzenfinder-App steht im AppStore und im Google-Play-Store zum Gratisdownload bereit. MM


MIGROS-WELT | MM10 02.03.15 | 93

Migros-Kulturprozent-Classics

Gipfeltreffen der besten Klassikmusiker Als der Finne Sakari Oramo 1998 zum Nachfolger Simon Rattles in Birming­ ham gekürt wurde, war sein Name nur Szenekennern geläufig. Oramo jedoch gelang das Kunststück, das Niveau der Ära Rattle beizubehalten und gleich­ zeitig das Repertoire des Orchesters zu erweitern. Mittlerweile zählt er zu den führenden Dirigenten weltweit. Er reist mit dem Royal Stockholm Phil­ harmonic Orchestra an, als dessen Künstlerischer Leiter er seit 2008 fun­ giert. Unter seiner Ägide spielten sich die Skandinavier in die erste Liga der europäischen Sinfonieorchester, nicht zuletzt auch durch ihre jährliche Umrahmung der Nobelpreisvergabe. Eine gefeierte Violin-Solistin

Bild: Marco Borggreve

Die Wahlbernerin Patricia Kopatchinskaja fasziniert das Publikum durch ihre elektrisierende Musikalität und ihre Vielseitigkeit. Sakari Oramo zählt zu den renommiertesten Dirigenten weltweit.

Grosse Bekanntheit geniesst die Solis­ tin dieser Konzerte: Patricia Kopa­ tchinskaja. Die aus Moldawien stam­ mende, seit langem in Bern lebende Geigerin fasziniert Publikum und Kriti­ ker gleichermassen. Und zwar sowohl durch ihre elektrisierende Musikalität als auch durch ihre Vielseitigkeit: Als Komponistin, Kammermusikerin und gefragte Solistin widmet sie sich der Alten Musik und Uraufführungen. Ihre Auszeichnungen reichen von etli­ chen Förderpreisen über eine Grammy­ Nominierung bis zum aktuellen Music Award der Royal Philharmonic Society.

So unterschiedlich die drei Werke des Konzertabends sind, Neuland betreten sie alle. Während Arthur Honeggers «Rugby» die Faszination für Sport in Töne bannt, kleidet Sibelius’ op. 39 fin­ nisches Flair in sinfonisches Gewand. Und Tschaikowskis Violinkonzert, heu­ te ein Repertoireklassiker, war für viele Zeitgenossen ein gar zu herbes Klang­ experiment. Angela Kreis-Muzzulini

Steckbrief

Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Sakari Oramo (Leitung) Patricia Kopatchinskaja (Violine) Wann: Samstag, 21. März 2015 Wo: Kultur Casino Bern Was: Arthur Honegger: «Rugby», Mouvement symphonique Nr. 2 Peter Tschaikowski: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39 Mehr auf: migros-kulturprozent-classics.ch Billets: www.bernbillett.ch


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Wer im Winter zu Gala-Äpfeln aus der Region statt Erdbeeren aus Spanien greift, schont die Umwelt.

Ilustrationen: Andreas Klammt, Muxxi/die Illustratoren; Bild: Stefan Sulzer

Falsch! Wer regio-

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Wir sind alle Narzissten geworden. Das sagt jedenfalls die Theorie: Im Ich-Kult der Spätmoderne verwandelt sich der Mensch in ein Produkt der postindustriellen Massenkultur. Und im Dienste des Selfdesigns umstellt er seine Existenz mit Hilfskonstruktionen aus der Welt des Konsums, um möglichst attraktiv zu wirken. Eine solche mutmassliche Attraktivitätskrücke sind Düfte. Die Auswahl an Duftwässern ist heute so gross wie nie. Starker Duft aber gilt seit jeher als unfein. Unlängst sass ich beim Frühstück im famosen Mandarin Oriental Hotel in New York City, und mir blieben fast die Eggs Benedikt im Halse stecken, weil die Dame am Nebentisch so überwältigend mit einem dieser spätmodernen synthetischen Unisex-Mischmaschdüfte parfümiert war. Auch Düfte können die Privatsphäre verletzen. Also: lieber einen oder zwei Spritzer weniger. Danke.»

nale Produkte kauft, handelt nicht immer ökologisch. Äpfel werden den Winter über gekühlt gelagert. Das verbraucht etwa gleich viel Energie wie der Transport von Erdbeeren aus Südspanien. Auch in hiesigenTomaten aus dem geheizten Treibhaus steckt oft mehr Energie als im sonnengereiften Gemüse aus dem Süden. Darum gilt:

Möglichst saisongerecht einkaufen.

In Zusammenarbeit mit Pusch – Stiftung praktischer Umweltschutz Schweiz


100 | MM10 02.03.15 | LEBEN

Mamma mia

W Busenfeind

Wir sind gleich alt, rauchen nicht, trinken nicht und haben unsere kleinen Töchter lange gestillt. Es gibt aber Unterschiede: Sie ist schlank, sie ist sport­ lich – und sie hat Brustkrebs. Ich wollte es erst nicht glauben: die Krankheit, die vor allem Frauen jenseits der Wechseljahre trifft? Frauen, deren Kinder ohne Stofftiere im Arm einschlafen konnten? Mammakarzinom. Dabei ist Mama ein so schönes Wort. Es bedeutet Liebe, Ge­ borgenheit, Vertrauen. Die Brust heisst im Lateinischen nicht zufällig «Mamma». Der Busen ist ein Sehn­ suchtsort. Dort ist es warm und weich, dort findet man Trost. Nun wohnt der Feind im Paradies. Die Opera­ tion endete mit der Amputation. «Glaubst du, dass es Männer gibt, die eine Frau weniger begehrenswert finden, wenn sie nur noch eine Brust hat?»

Meine Kollegin hat eine Strategie: Sie behandelt ihren Krebs wie einen nervigen Gast. Und hofft, dass er auf Nimmerwieder­ sehen verschwindet. Obwohl ich nicht der Typ bin, der betet, bete ich dieses Mal für sie.

Bettina Leinenbach (38) ist

Journalistin und zweifache Mutter.

Familie

Verwöhn­Alarm

Kaum je waren Kinder – und Erwachsene – verwöhnter als heute. Was ist daran eigentlich so schlimm, und was können wir dem entgegensetzen? Jürg Frick, Spezialist zum Thema Verwöhnen, hat Antworten. Text: Andrea Fischer-Schulthess

Zu viel des Guten: Spielzeug macht Kinder glücklich, doch es gibt Grenzen.


LEBEN | MM10 02.03.15 | 101

Jürg Frick, was genau meinen Sie mit dem Begriff «verwöhnen»? Verwöhnen kann sehr unterschied­ liche Aspekte haben. Zum einen die materielle Ebene, also eine völlige Überversorgung; man hat von allem zu viel. Aber es gibt auch die psychologische Ebene. Hier geht es um Überbehütung: Man nimmt den Kindern alles Unangenehme ab, traut und mutet ihnen zu wenig zu, ist zu ängstlich und geht auf zu viele Wünsche der Kinder ein. Leben wir nicht generell in einer Verwöhn-Ära? Wellness, «sich etwas gönnen», «weil ich es mir wert bin», Wohlfühloase etc. sind ja Ausdrücke, denen man heute ständig begegnet. Offenbar haben wir das Gefühl, wir hätten das Anrecht darauf, verwöhnt zu werden. Woher kommt das? Diese ganze Verwöhnindustrie ist ein Milliardenmarkt. Wenn die Leute glauben, sie hätten das Recht darauf, verwöhnt zu sein und ihre Bedürfnisse sofort befriedigt zu bekommen, nehmen sie Kredite auf und verschulden sich. Diese Verwöhnhaltung ist in der Tat ein sehr grundsätzliches Problem in unserer Gesellschaft.

Bild: Getty Images

Und was sind nun in diesem Sinn verwöhnte Kinder? Sie haben zum Beispiel völlig unan­ gemessene Erwartungen und gehen davon aus, dass man ihnen Dinge abnimmt, die sie bestens selbst erledigen können, wie zum Beispiel sich anzuziehen. Vor allem aber erwarten sie, dass ihre Bedürfnisse ohne Aufschub befriedigt werden. Wenn sie sich beispielsweise lang­ weilen, werden sie sofort unter­ halten, sie müssen nichts mehr aushalten. Die Eltern fühlen sich für alles verantwortlich. Warum verwöhnen wir unsere Kinder überhaupt? Bei Kleinkindern ist es natürlich wichtig, ihnen möglichst rasch das zu geben, was sie brauchen, sei das Nahrung oder Zuneigung. Aber schon relativ bald können Kinder lernen, einen gewissen Aufschub auszuhalten. Und genau hier passieren viele Fehler. Ich möchte aber vorwegnehmen: In all den Jahren, in denen ich schon mit Eltern arbeite, habe ich kaum welche getroffen, die es nicht gut machen wollen.

Eltern meinen es eigentlich nur gut? Leider ist nicht alles, was gut gemeint ist, auch gut für das Kind. Die Gründe, weshalb Eltern ihre Kinder verwöhnen, sind vielfältig. Sie haben zum einen gesellschaft­ liche Ursachen. Wir haben heute weniger Kinder als früher, und alle unsere Erwartungen lasten nun auf ihnen. Sie sind kostbar und Pro­ jektionsflächen für unsere eigenen Erfolgswünsche. Hinzu kommt, dass wir heute auch mehr mate­ rielle Möglichkeiten haben, um un­ sere Kinder zu verwöhnen.

Versteckt sich hinter dem Verwöhnen manchmal auch ein schlechtes Gewissen der Eltern? Schuldgefühle sind ein Motiv für das Verwöhnen. Schuldgefühle, weil Eltern zu wenig Zeit haben für ihre Kinder, oder weil sie sich tren­ nen. Manchmal steckt hinter dem Verwöhnen auch einfach Bequem­ lichkeit. Wenn Eltern grad keine Lust haben, über das Fernsehen oder das Gamen zu diskutieren, ge­ ben sie eben nach und denken, das sei der einfachere Weg. Auf lange Sicht stimmt das natürlich nicht. Wie schaden wir unseren Kindern, indem wir sie verwöhnen? Paradoxerweise kommen stark ver­ wöhnte Kinder eigentlich zu kurz. Sie haben später im Leben Mühe, Verantwortung zu übernehmen, suchen oft die Schuld für alles bei anderen, sind überängstlich, un­ selbständig und trauen sich nichts zu, fordern und fordern. Sie nennen übermässiges Verwöhnen eine Form der Misshandlung. Ist das nicht übertrieben? Das Wort ist etwas moralisch vor­ belastet, das stimmt. Aber es ist eine Tatsache, dass Eltern, die ihre Kinder massiv verwöhnen, ihnen damit wirklich schaden können. Wenn ein Kind müde von der Schule nach Hause kommt, die Mutter ihm ein feines Zvieri macht, sich mit ihm hinsetzt und es tröstet, dann ist das doch auch Verwöhnen. Ist das so schlecht? Ich bin froh, dass Sie das erwähnen. Nein, keineswegs, so etwas ist nor­ males, menschliches Verhalten und natürliche Zuneigung. Verwöhnen ist ohnehin nicht prinzipiell schlecht. Wir verwöhnen unseren Partner oder unsere Kinder zum

Beispiel am Geburtstag oder wenn sie krank sind. Das ist durchaus etwas Schönes, aber es muss eben eine Ausnahme sein. Ich bin keineswegs ein Vertreter der so­ genannt schwarzen Pädagogik, die für übermässige Strenge plädiert. Warum merken wir oft nicht, dass wir unsere Kinder verwöhnen? Weil wir oft blind sind für unsere Schwächen. Darum merken wir etwas oft erst, wenn jemand uns darauf hinweist. Aber es fällt uns natürlich schwer, solche Ratschlä­ ge anzunehmen oder zu geben. Darum ist es wichtig, dass das auf feinfühlige Weise stattfindet. So im Sinn: Ich habe etwas beobachtet, darf ich dir dazu etwas sagen … Können wir unseren Instinkten nicht mehr vertrauen, oder haben wir sie sogar verloren? Aus irgendeinem Grund wimmelt es ja nur so von Erziehungsratgebern. Wir sind tatsächlich verunsichert, was die Kindererziehung angeht. Der Druck ist sehr gross – jener der Gesellschaft, aber auch der, den wir uns selber machen. Wir wollen alles richtig machen. Am wichtigsten wäre, dass Eltern sich untereinander austauschen und sich gegenseitig offen einge­ stehen, was schlecht läuft, wo sie Mühe haben oder Sorgen. Und Rat suchen, statt sich vorzumachen, sie hätten alles im Griff. Wenn Eltern nicht von selbst einsehen, dass vieles in ihrer Erziehung grundlegend schiefläuft, wer kann und soll da etwas tun? Das Problem ist, dass wir in einem politischen Klima leben, in dem grosse Angst vor einer Ein­ mischung des Staates herrscht. Da­ bei hat die Schule hier einige wich­ tige Aufgaben. Meiner Meinung nach müsste man wirklich früher eingreifen. Auf der Ebene der Schule oder besser noch viel früher, weil es sonst oft schon zu spät ist. Das Modell Basel, wo Familien auf­ gesucht und unterstützt werden, auch solche mit Migrationshinter­ grund, ist sehr erfolgversprechend. Wir sind halt einfach ein langsames Land, und es wird noch eine Weile dauern, bis sich solche Modelle breit durchsetzen. MM Buchtipp: «Die Droge Verwöhnung», Jürg Frick, mit Fragebögen zum Selbsttest. Erhältlich bei Ex Libris für Fr. 21.65

Jürg Frick (58),

Buchautor und Professor an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHAW), befasst sich als Berater und Entwicklungs­ psychologe seit vielen Jahren mit dem Thema Verwöhnen.


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17.11.15 Schweiz–Savona Am frühen Morgen Abfahrt mit dem Extrabus nach Savona. Einschiffung und Beginn Ihrer Traum-Kreuzfahrt. 18.11.15 Neapel, Italien Freuen Sie sich auf einen Bummel durch die Stadt oder unternehmen Sie einen Ausflug zum nahegelegenen Vesuv. 19.-22.11.15 Erholung auf See Entdecken Sie Ihr Erstklass-Schiff und lassen Sie sich im grosszügigen Spa-Bereich verwöhnen. 23.11.15 Sharm-el-Sheikh, Ägypten Lassen Sie sich bei einem Schnorchel Ausflug von der farbigen Unterwasserwelt begeistern. 24.11.15 Eilat, Israel Eilat, ganz im Süden von Israel gelegen ist der ideale Ausgangspunkt um die Festung von Masada zu besichtigen oder einen Ausflug ans Tote Meer zu unternehmen.

Petra

05.-06.12.15 Mahé, Seychellen Tauchen Sie ein in eine Welt voller Exotik. Die kleine Inselgruppe der Seychellen, mitten im Indischen Ozean, ist eines der letzten echten Paradiese. Herrliche Palmenstrände mit feinem Sand und eine üppige Vegetation erwarten Sie. 07.12.15 Erholung auf See Geniessen Sie einen gemütlichen Tag an Bord. 08.12.15 Diego Suarez, Madagaskar Heute sollten Sie einen Besuch im Nationalpark Forêt d'Ambre einplanen - weltweit bekannt wegen seiner Fauna und Flora. 09.12.15 Erholung auf See Ein letzter gemütlicher Tag auf See. 10.12.15 St. Denis, La Réunion Réunions Hauptstadt im Norden ist durchaus sehenswert. Die quirlige Stadt besitzt eine schöne Fussgängerzone, eine Meerpromenade und zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Die ersten Steinhäuser der Stadt gehen auf die Mitte des 18. Jhd. zurück, noch lange bevor die Stadt durch den boomenden Zuckerrohr- und Duftstoffhandel an Bedeutung gewann. 11.12.15 Port Louis, Mauritius Wenn es ein Paradies auf Erden gibt, dann gebührt Mauritius der Logenplatz: Diese Insel ist ein Schaulaufen der Superlative für Ferienträume! Weisse Strände, türkisfarbenes Meer und sattgrüne Palmen.

Freuen Sie sich auf ein kunterbuntes, facettenreiches Spektakel für alle Sinne – feurig untermalt von rhythmischer Musik, pikant gewürzt mit kreolischen Gerichten, untermalt von unglaublichen Sonnenuntergängen als romantisches Schlussbouquet. 12.12.15 Mauritius–Rückflug in die Schweiz Nach dem Ausschiffen laden wir Sie zu einer ganztägigen, interessanten Inselrundfahrt inkl. Mittagessen ein. Anschliessend Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Emirates via Dubai. 13.12.15 Ankunft in der Schweiz Am frühen Nachmittag Landung in Zürich.

Verlängerung auf Mauritius 5 Tage/4 Nächte nur Fr. 495.– Lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen und gönnen Sie sich traumhafte Badeferientage auf Mauritius. 12.-16.12.15 Verbringen Sie erholsame und genussreiche Badeferien im Hotel Zilwa Attitude**** in Calodyne. dieses wunderschöne Resort wurde im Herbst 2013 neu eröffnet und bietet die optimalen Bedingungen für einen erholsamen Urlaub in traumhafter und ruhiger Umgebung. Die geräumigen Superior Zimmer mit Meersicht verfügen über Balkon oder Terrasse. 5 Tage/4 Nächte nur Fr. 495.– pro Person im Doppelzimmer inkl. Halbpension

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So viel ist inbegriffen: ✔ Fahrt im Extrabus Schweiz - Savona ✔ Alle Hafen- und Flughafentaxen ✔ Traumkreuzfahrt gemäss Programm mit der Costa neoRomantica ✔ 25 Übernachtungen in der gewählten Kabinenkategorie ✔ Vollpension an Bord, bis zu 6 Mahlzeiten täglich ✔ Frei Teilnahme an allen Bordaktivitäten ✔ ganztägige Inselrundfahrt auf Mauritius inkl. Mittagessen ✔ Linienflug mit Emirates Mauritius-Zürich (via Dubai) inkl. 30 kg Freigepäck

Nicht inbegriffen: – Getränke an Bord und persönliche Auslagen – fakultative Landausflüge – oblig. Serviceentgelt (€ 8,50 p.P./Nacht, wird an Bord belastet) – Visum für Madagaskar (ca. Fr. 90.– pro Person, wird an Bord belastet) – Annullationskostenversicherung – Reservationsgebühr Fr. 15.- pro Person Wählen Sie Ihren Einsteigeort Basel, Zürich, Affoltern a.A., Luzern, Schattdorf, Bellinzona, Coldrerio, Kallnach, Bern, Genf, Nyon, Lausanne oder Martigny. Einfaches Reisen Schweizer Bürger benötigen einen Reisepass, der noch 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss, sowie ein Visum für Madagaskar, das Sie an Bord erhalten.

Die Costa neoRomantica**** Dieses klassische Schiff wurde 2011/12 umgebaut und auf den neusten Stand gebracht. 4 Restaurants, 5 Bars, 2 Swimmingpools, 5 Whirlpools, grosser Wellnessbereich mit Fitnesscenter, Joggingpfad, Kasino, Diskothek, Internet-Café und Grand Bar mit Tanzfläche gehören zur Ausstattung. Die 789 Kabinen verfügen über Dusche/WC, Fön, Safe, Klimaanlage, TV/Radio, Video und Minibar, teilweise Balkon. Die Costa neoRomantica ist 221 m lang, 31 m breit und hat 56'000 BRZ.

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LEBEN | MM10 02.03.15 | 103

Tipps

Bewegung und Wärme helfen

Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns per E­Mail unter gesundheit@ migrosmedien.ch

Wassergymnastik hilft gegen winterliche Rheumaschmerzen.

Gesundheit

Rheuma trotzt Kälte Kalt, nass, ungemütlich! Der Winter lässt Rheumakranke vermehrt leiden. Tatsache ist, dass sich jetzt mehr Patienten mit Schmerzen am Bewegungsapparat bei ihrem Arzt melden. Doch warum ist das so? Text: Franz Lauener

S

chlüssig kann diese Frage nicht be­ antwortet werden. Man vermutet, dass der bei Kälte verlangsamte Stoffwechsel dafür verantwortlich ist. Die Durchblutung wird vermindert, der Körper stellt sozusagen auf Notversorgung. Lebenswichtige Organe wie das Gehirn wer­ den vorrangig durchblutet. Rumpf, Arme und Beine mit Muskeln und Gelenken erst zweitrangig.

Bild: Zena Holloway/Getty Images

Rheumaerkrankungen

Dr. med. Franz Lauener Facharzt für Physika­ lische Medizin und Rehabilitation FMH, Interventionelle Schmerztherapie, Manuelle Medizin und Sportmedizin, Medbase Abtwil SG.

Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Formen. Es gibt Menschen mit verschlisse­ nen Gelenken (Arthrose) und solche, die unter entzündlichen Rheumaformen leiden. Bei Betroffenen mit Arthrose reduziert Kälte die Viskosität der Gelenkflüssigkeit, so­ mit sind die Gelenke weniger gut geschmiert und die Reibungsschmerzen nehmen zu. Entzündliche Rheumaleiden können mit extrem trockener Kälte wie beispielsweise in der Kältekammer behandelt werden. Die winterlich moderate Kälte, verbunden je­

doch mit hoher Luftfeuchtigkeit, führt zu mehr Schmerzen. Warum, ist nicht bekannt. Vitamine helfen gegen die Schmerzen

So unterschiedlich die Formen der Rheuma­ erkrankungen auch sind, als Ursache für die Zunahme der Schmerzen ist das Auslösen der Entzündungskaskade zu sehen. Eines unter vielen Merkmalen des Ablaufs einer Entzün­ dung ist, dass mehr sogenannte Radikale im Gewebe zirkulieren. Solche freie Radikale halten Entzündung und Schmerzen aufrecht. Die Einnahme einer genügend hohen Dosis natürlicher Radikalfänger wie Vitamin E und Vitamin C kann helfen, Schmerz­ schübe zu unterdrücken oder zu lindern. Die Empfehlungen der Schweizerischen Gesell­ schaft für Ernährung beinhalten den Verzehr von täglich fünf Portionen Früchte und Gemüse sowie einer Handvoll Nüsse und Samen und die Bevorzugung von Vollkorn­ produkten. Die zusätzliche Einnahme von Vitaminpräparaten sollte mit dem Arzt ab­ gesprochen werden. MM

Bewegen Sie sich trotz Schmerz und Kälte regelmässig. Dadurch wird der Stoffwechsel angeregt sowie die Durchblutung und Produktion von Gelenk­ flüssigkeit gefördert. Wenn es Ihnen leichter fällt, sich drinnen zu bewegen, nutzen Sie zum Beispiel Angebote in einer Fitnessinstitu­ tion oder in der Wasser­ gymnastik. Achten Sie bei Bewegung im Freien auf angepasste Bekleidung inkl. Kopfbedeckung und Handschuhe. Die Gelenke sollten un­ bedingt warm gehalten werden, ohne dass Sie schwitzen. Bereits schmerzende Gelenke können mit Hilfe milder Wärme­ anwendungen unter der Dusche oder im Bad, mit Packungen verbunden mit leichtem Massieren selbst behandelt wer­ den. Sollten all diese Eigenmassnahmen nicht die

erhoffte Linderung ver­ schaffen, ist der Schritt zum Arzt der richtige. Er wird helfen, dem kühl­nassen Klima die Stirn zu bieten. In Zusammenarbeit mit


104 | MM10 02.03.15 | LEBEN

Karin Federer, Tierärztin im Walter Zoo Ab dieser Ausgabe berichtet Zootierärztin Karin Federer (29) regel­ mässig über ihre Arbeit im Walter Zoo in Gossau SG. Karin Federer ist die Enkelin von Walter und Edith Pischl, die den Zoo 1961 gegründet haben. «Seit ich mich erinnern kann, war es meinTraum, Tierärztin zu werden», sagt Karin Federer. Sie hat ihren Traum zielstrebig wahrgemacht. Seit ihrer Kind­

heit hat sie jede freie Minute bei den Tieren verbracht und ist so Schritt für Schritt in ihre verantwortungsvolle Aufgabe als Zootier­ ärztin hineingewachsen. Im Walter Zoo leben über 100 Tierarten.

Eine Besonderheit sind die 15 Schimpansen in einer der modernsten Anlagen Europas. Auch eine Tiger­ und Löwen­ anlage beherbergt der Zoo. Letztere wird zur­ zeit neu gebaut und kann 2017 bezogen wer­ den. «Es ist uns wichtig, trotz der Grösse ein Familienunternehmen zu bleiben. Alle Federers arbeiten mit Herzblut mit», sagt Karin Federer. Gemeinsam mit Spon­ soren, Gönnern, Paten und Besuchern ermög­ lichen sie das Bestehen dieses Geheimtipps un­ ter den Schweizer Zoos.

Zootierärztin

Flamingos ziehen ostwärts

Zehn Flamingos zügeln vom Basler Zolli in den Walter Zoo in Gossau SG. Dort werden sie von der ansässigen Gruppe dieser eleganten Vogelart friedlich begrüsst. Zootierärztin Karin Federer hat die Reisenden in Empfang genommen. Text: Karin Federer

Bilder: Walter Zoo


LEBEN | MM10 02.03.15 | 105

Die Flamingos haben die Reise gut überstanden. Nachdem sie beringt worden sind, dürfen sie zu ihren Artgenossen gehen, die sie rasch in ihre Gruppe aufnehmen.

E

ndlich ist der grosse Tag da. Heute kommen zehn junge rosa Flamingos vom Basler Zolli zu uns in den Walter Zoo nach Gossau SG. Die eleganten Vögel faszinieren mich schon seit meiner Kindheit, und vor wenigen Monaten durfte ich sie auf den Galapagos-Inseln erstmals in freier Wildbahn beobachten. Um 5 Uhr morgens fährt Tierpfleger Dominic Kast zusammen mit der Tierpfleger-Lernenden Nadine Amacker in Gossau los. Im Laderaum führen sie eine grosse Transportbox mit, die wir gemeinsam optimal vorbereitet haben. Sie ist mit Rasenteppich und beweglichen Blachen an den Wänden ausgestattet worden. Das bietet den Vögeln Schutz, falls sie während der

Fahrt das Gleichgewicht verlieren sollten. Flamingos fühlen sich in grossen Gruppen am wohlsten, weshalb alle in derselben Box transportiert werden. Eine Kamera wird während der ganzen Fahrt den Laderaum überwachen, sodass die beiden Chauffeure sich immerzu über das Wohlbefinden ihrer gefiederten Fahrgäste ver­ gewissern können. Ruhige Fahrt, friedlicher Empfang

Die zehn jungen Flamingos lassen sich in Basel problemlos verladen und nehmen rasch in der ausgepolsterten Box ihren Platz ein. Noch wissen sie nicht, was ihnen an diesem ereignisreichen Tag noch bevorsteht. Doch sie lassen die Fahrt ruhig über sich ergehen.

Daheim im Walter Zoo werden die neuen Schützlinge von uns allen mit Freude erwartet. Bevor sie zu ihren Artgenossen auf die Anlage gehen dürfen, prüfe ich ihren Gesundheitszustand und beringe sie, damit sie eindeutig identifiziert werden können. Dann ist der grosse Moment gekommen. Wir lassen die Flamingos in unsere weitläufige, neu erstellte Flamingoanlage treten und schauen gespannt, wie die ansässige Gruppe bestehend aus 18 Tieren reagiert. Unsere Sorge war umsonst. Die Neuankömmlinge werden friedlich begrüsst, und bereits nach einem Tag ist der ganze Schwarm bunt durchmischt, wie wenn sie schon immer zusammen in Gossau gelebt hätten. MM

Tipps

Haustiere zügeln 1. Den Tieren Zeit geben, um sich an die Transportbox zu gewöhnen. 2. Die Lieblings­ decke des Tiers oder dessen Futter in die Box legen. 3. Bei langen Reisen Pausen einlegen. 4. Dem Tier am neuen Ort Zeit zum Eingewöhnen geben.


Glucosamin + Chondroitin für die Gelenkbeweglichkeit

H O CHDO SIE R

T

Mit jeder körperlichen Bewegung beanspruchen wir ein oder mehrere Gelenke. Bei stetiger Überbeanspruchung, Fehlbelastung und mit zunehmendem Alter können Abnutzungserscheinungen auftreten und die Gelenkbeweglichkeit wird eingeschränkt. Insbesondere Sportler und Menschen im fortgeschrittenen Alter sollten daher auf den Erhalt ihrer Gelenkbeweglichkeit achten. Axamine Mobility® Brausetabletten* mit 600 mg Glucosamin und 450 mg Chondroitinsulfat, Vitamin C und E, Zink, Selen, Kupfer und Mangan. Glucosamin und Chondroitinsulfat sind wichtige Bestandteile des Bindegewebes, der Bänder und Gelenkknorpel. Eine genügende Versorgung kann dem Erhalt der Gelenkbeweglichkeit dienen. Die ergänzenden Vitalstoffe tragen zu folgendem bei: einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knorpel, Knochen und Haut; Erhaltung normaler Knochen, Haare, Nägel und Haut; Erhaltung von normalem Bindegewebe; einem normalen Energiestoffwechsel und Säure-Basen-Stoffwechsel; die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

René Hasler, 63 Jahre leidenschaftlicher Hobbysportler

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*Auch als Schlucktabletten erhältlich

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LEBEN | MM10 02.03.15 | 107

Ihre Frage? E-Mail genügt!

reto.vogt@ migrosmedien.ch

Die App jetzt gratis herunterladen und testen!

Ratgeber

Migrosmagazin.ch

Was sind QR-Tags? «Im Migros-Magazin sehe ich oft schwarz-weisse, quadratische Symbole. Was bedeuten sie?» Maria Huber, Stäfa ZH

Programmierer Reto Senn schwört aufs Abstimmen per Smartphone.

Digital

App ins Wahllokal! Easyvote ist eine App, die Jugendliche über Politik informiert und sie an Abstimmungen erinnert. Programmiert hat sie Reto Senn, der den Urnengang oft selbst verpasst. Text: Reto Vogt

D

Bilder: Basil Stücheli

as Handy vibriert. «Hast du deine Abstimmungs­ unterlagen schon ab­ geschickt?» steht auf dem Bildschirm. Es ist höchste Zeit. Den Alarm ausgelöst hat Easy­ vote: Eine App der Jugendparla­ mente, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren die Politik näherbringen will. Sie erklärt in gelungenen und politisch neutralen Kurzvideos, worum es in den nationalen Ab­ stimmungsvorlagen zu Energie­ steuer und Familienzulagen genau geht, welche Vor­ und Nachteile eine allfällige Annahme mit sich bringen würde, und fragt gleich: «Wie wirst du abstimmen?» Wer sich politisch engagieren will, kann seinem Freundeskreis einen Vote-Wecker stellen und politfaule Kolleginnen und Kolle­ gen per E­Mail auffordern, zur Urne zu gehen. Ausserdem erklärt ein Lexikon politische Begriffe wie Absolutes Mehr, Volksinitiative,

oder Referendum, sodass einem erfolgreichen Abstimmungssonntag nichts mehr im Weg steht. Abstimmungshürde tiefer setzen Die App ist im Rahmen eines Wett­ bewerbs der Kampagne «IT­dream­ jobs» entstanden, die auch von der Migros unterstützt wird und zum Ziel hat, Jugendliche für den Infor­ matikberuf zu begeistern. Aus rund 60 Ideen wurde die Hälfte als reali­ sierbar eingestuft und anschlies­ send zwei Gymnasiumklassen aus St. Gallen und Zürich vorgelegt. Die Jugendlichen entschieden sich nicht für ein Spiel oder eine App zum Thema Shopping, sondern für Easyvote. «Das beweist, dass die Jugend nicht politverdrossen ist», sagt Kampagnenleiterin Annette Kielholz (42). Vielmehr sei es wich­ tig, Politik in die neuen Medien zu bringen und damit jungen Men­ schen den Zugang zu erleichtern. Diese Aussage geht Reto Senn, der die App programmiert hat, noch

zu wenig weit. «Ich hoffe, dass Easy­ vote ein Motor für E­Voting sein kann.» Die Hürde, an Abstimmungen teilzunehmen, müsse endlich tiefer werden. «Zwar interessiere ich mich stark für Politik, doch so­ gar als 35­Jähriger verpasse ich den Urnengang regelmässig», gibt der Gründer und Chef der Firma Bitforge zu, die «IT­dreamjobs» die Programmierarbeit gesponsert hat. Die Gespräche mit den Gymna­ siasten bestärkten Reto Senn in sei­ ner Ansicht. Schüler aus Bern und Zürich durften Easyvote noch vor der Veröffentlichung ausprobieren und als erste Lob und Kritik an­ bringen. «Ihnen gefiel das minima­ listische Design erstaunlicherweise gut», lacht Senn. «Allerdings ver­ missten die Jugendlichen die Mög­ lichkeit, direkt per Daumendruck in der App ganz offiziell an der Abstimmung teilzunehmen.» Reto Senn hätte diese Funktion liebend gern programmiert, doch das Gesetz verbietet sie noch. MM

Sie sind auf Werbepla­ katen, Produkten und im Migros­Magazin an­ zutreffen: sogenannte QR­Codes. Diese er­ sparen viel Arbeit. Weil hinter jedem dieser Symbole eine Internet­ adresse hinterlegt ist, müssen Sie sie nicht mühsam abtippen. Sie können lediglich das Symbol mit Ihrem Smartphone abfotografieren, und die dort hinterlegte Webseite öffnet innert Sekunden automatisch. Die weit­ verbreitete SBB­App bringt einen QR­Code­ Scanner mit. Er ver­ steckt sich hinter dem Menüpunkt «Mehr». Wer lieber eine eigen­ ständige App dafür nut­ zen will, hat eine grosse Auswahl. Wir empfeh­ len den «QR Droid Code Scanner» für Android­Telefone und «QR Code Scanner» für iPhones. Um einen QR­ Code einzulesen, star­ ten Sie die App und hal­ ten die Kamera Ihres Smartphones über den Code. Sofort öffnet sich der Browser mit der gespeicherten Adresse.

@revogt


108 | MM10 02.03.15 | LEBEN

Auto

Ein Fall für Kenner Die Aargauer Garagistin Maja Guetg und ihre Familie haben Benzin im Blut. Besteht der Nissan Pulsar, mit dem der japanische Autohersteller ins Kompaktsegment zurückkehrt, die Prüfung im Familienalltag? Texte: Timothy Pfannkuchen

Bilder: René Ruis

G

efällt mir. Vielleicht etwas untersetzt», sagt Maja Guetg (29) und lächelt entwaffnend. Wie bitte? Die Automechanikerin und -diagnostikerin weiss, wovon sie spricht: Einst einzige Patrouilleuse des TCS, führt sie heute mit Ehemann Lionel Guetg (33) ihre eigene, auf Oldtimer spezialisierte Garage in Niederlenz AG. «Untersetzt nennen wir Getriebeübersetzungen grösser eins», erklärt Maja Guetg. «Auf gut Deutsch: Die Gänge sind eher ‹lang›, was ein Auto sparsamer, aber auch träger macht. Aber egal, mich überzeugt er, dieser Pulsar.» Für Nissan ist der Pulsar der Wiedereinstieg in die Golf-Klasse. Der Sunny fuhr einst vorne mit, der Almera liess nach gutem Start nach, und der zuletzt verkaufte Tiida kam im Verkauf nie vom Fleck. Dann war Schluss. Zumal sich stattdessen der Kompakt-SUV Qashqai wie warme Weggli verkauft. Jetzt will es Nissan auch in der so wichtigen Golf-Klasse wieder wissen. Die Losung des Pulsar: Platz! Direkte Lenkung, komfortabler Fahrspass Ausser ungewohnt viel Raum überzeugt auch das Fahrwerk die Testfamilie mit Benzin (respektive Diesel) im Blut. «Die Abstimmung und die schön direkte Lenkung machen Spass, dennoch bleibt der Pulsar angenehm komfortabel», urteilt Lionel Guetg, ebenfalls «Automech» und Autodiagnostiker. «Unsere Söhne sind zwei und vier Jahre alt, die sagen noch nicht so viel zum Auto, fühlen sich darin aber wohl.» Am Ende ein klares Fazit der sonst BMW X3, Alfa 156 und diverse Alfa-Oldies fahrenden Familie. «Im Moment käme er zwar nicht in Frage, weil wir mit zwei Kinderwagen enorm Platz brauchen», konstatiert Lionel Guetg. «Aber sind die Jungs erst mal älter, würde er reichen.» Maja Guetg fügt an: «Im Alltag überzeugt er meine ‹Mannen› und mich jetzt schon – und sein Preis-LeistungsVerhältnis ist top.» MM

Der Antrieb «Unser Testverbrauch liegt bei nur vierein­ halb Litern auf 100 Kilometer. Also gut einen Liter über dem Werkswert, was in Zeiten schrumpfender Hubräume eine relativ kleine Abweichung ist. Zwar ist dieser 110­PS­Diesel kein ausgesprochenes Kraft­ wunder, aber prima gedämmt und dank viel Drehmoment flott von 50 auf 80 km/h. Schade: Im Gegensatz zum Benziner gibt es keinen Automaten.» Maja Guetg

94 g/km CO₂

Grenzwert 2015: 130 g/km

Das Design «Beim Autokauf achten wir auf die Qualität und das Raum­ angebot. Aber besonders wichtig ist uns das Design – schliesslich ist Maja von Haus aus Alfa­Fan. Der Pulsar gefällt uns: schön und schnittig, fast sportlich, nur vielleicht hier und da fast zu verspielte Details. Zwar kein Hingucker, aber harmonisch. Mehr will und muss so ein Kompaktwagen schliesslich auch überhaupt nicht sein.» Lionel Guetg


LEBEN | MM10 02.03.15 | 109

Der Platz «Für einen 4,39 Meter langen Kompaktwagen sind Fond und Laderaum wirklich ungewöhnlich gross. Hinten sitzen sogar Erwachsene sehr entspannt, unsere Kinder haben super Beinfreiheit und mein Mann und ich mehr Platz für die Montage der Kindersitze. Schade, dass es im üppigen Laderaum keinen höhenverstellbaren Boden gibt: So bleibt bei geklappten Sitzen ein Absatz in der Fläche.» Maja Guetg

Die Garagisten­ familie Guetg aus Niederlenz AG hat fürs Migros­ Magazin den neuen Nissan Pulsar getestet. Von links: Maja (29), Gian­ marco (4), Giuliano (2) und Lionel (33).

Die Auto-Testfamilie

Eine Woche gratis testen!

Bild: René Ruis

Das Cockpit «Der qualitative Eindruck ist exzellent. Stilistisch kommt das Cockpit eher schlicht, aber nicht altbacken daher, und es ist selbsterklärend. Gestört haben uns die zu kleinen Ablagen. Super ist die für den Preis sehr luxuriöse Ausstattung samt Assistenzsystemen wie dem Totwinkelwarner oder der 360-Grad-Kamera, auf der man etwa den Poller neben oder auch ein Kind hinter dem Auto sofort sieht.» Lionel Guetg

Testen Sie als Familie den VW Passat Variant! Bewerben Sie sich bis 8. 3. 2015 auf Migrosmagazin.ch und fahren Sie vom 13. bis 20. 4. 2015 den neuen Mittelklassekombi in nobler HighlineAusstattung. Sie sind mindestens zu dritt und erscheinen später im Migros-Magazin. Wir wählen die Familie aus. Steckbrief

Nissan Pulsar 1.5 dCi

VW Passat Variant 2.0 TDI DSG

Antrieb: 1.5-R4-Turbodiesel, 110 PS, 260 Nm/1750/min,

Antrieb: 2.0-R4-Turbodiesel, 150 PS, 6-Gang-

Steckbrief

6-Gang-Getriebe, Frontantrieb. Fahrwerte: 0–100 km/h in 11,5 s, Spitze 190 km/h. Verbrauch: 3,6 l/100 km = 94 g/km CO2-Ausstoss (Normwerte), Energieeffizienz A. Preis: ab 23 990 Franken (Basis-Pulsar: 115-PSBenziner, 20 990 Franken).

Automat, Frontantrieb. Verbrauch: 4,5 l/100 km = 119 g/km CO2-Ausstoss (Normwerte), Energieeffizienz A. Preis: ab 43 300 Franken (BasisVariant: 125-PS-Benziner, 35 400 Franken).


Zimt als Heilmittel? Die Forscher in der ganzen Welt sind sich einig: Zimt steckt voller gesundheitsfördernder Eigenschaften! Dieses köstliche Gewürz wird gemeinheim in Keksen, auf Toastbrot oder im Tee genossen. Nach dem schwarzen Pfeffer ist Zimt das meistverwendete Gewürz weltweit. Zimt – eine Alleskönner für die Gesundheit. Wer hätte das gedacht? Der Zimt, das einst noch begehrter war als Gold, wird seit Jahrhunderten in China verwandt, um den Blutzuckerspiegel in Schach zu halten. In einer in Pakistan durchgeführten Studie senkte Zimt den Blutzuckerspiegel bei Patienten mit Altersdiabetes um bis 29%. Schon seit Jahrhunderten wird Zimt genutzt, um arthritisbedingte Schmerzen zu lindern. Eine kürzlich an der Universität von Kopenhagen durchgeführte Studie hat ergeben, dass die kombinierte Gabe von Zimt und Honig nach nur einer Woche für eine deutliche Linderung der Beschwerden von Arthritispatienten sorgte. Was für eine wunderbare Neuigkeit! Zimt enthält mehr als 80 Nährstoffe, ist aber frei von Fett, Zucker, Cholesterin oder Natrium. Ein Teelöffel Zimt hat gerade mal 6 Kalorien. Das Buch vom Zimt verblüfft mit 350 Heilwirkungen und überraschenden Anwendungsbereichen von Zimt. Zimt kann: Bauchfett abbauen das Gedächtnis anregen den Blutdruck regulieren Falten glätten Pilzinfektionen vorbeugen Arthritis verbessern den Blutzuckerspiegel regulieren Magenschmerzen beruhigen Blutgerinnseln entgegenwirken den Appetit zügeln, um das Gewicht zu reduzieren Husten und Schnupfen abklingen lassen Grippe behandeln Entzündungen eindämmen Müdigkeit entgegenwirken die Verdauung fördern Krämpfe lösen Übelkeit beseitigen Durchfall bekämpfen Energie verleihen die Nerven beruhigen Akne behandeln Dank seines hohen Ballaststoffgehaltes kann er eine Verstopfung lösen. Zimt wirkt antibakteriell, pilzabtötend, antiseptisch und entzündungshemmend und stellt somit eine effektive natürliche Alternative zur Behandlung zahlreicher Krankheiten dar. Jetzt haben Sie die Gelegenheit, sich dieses Werk 30 Tage lang zu Hause kostenlos anzuschauen. Beeilen Sie sich! Die Vorräte sind begrenzt. Handeln Sie jetzt!

WARNUNG: Zimt enthält Cumarin. Der Verzehr von grösseren Mengen Cumarin kann gesundheitsschädlich sein. Sprechen Sie mit Ihrem Gesundheitsexperten, bevor Sie Zimt täglich zu sich nehmen.

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541 Tricks und Tipps aus Grossmutters Schatzkiste

Wirkungsvoll und ein Muss für alle Sparfüchse!

V

ergessen Sie die teuren Markenprodukte zum Putzen und Kochen, zum Heimwerken und Gärtnern, für die Gesundheit und für die Schönheit. Sie können Ihre eigenen traditionellen Mittel „nach überliefertem Rezept“ aus einfachen und gesunden Zutaten herstellen, die Sie überall erhalten, und all das für wenige Rappen. Das Haus meiner Grossmutter war immer tipptopp in Ordnung, ihre Kochkünste waren legendär und auch mit über 80 hatte sie einen Teint, der sie 30 Jahre jünger aussehen liess. Grossvater hatte den gepflegtesten Garten im ganzen Umkreis und mit ein paar „Schnürchen und Drähten“ reparierte er praktisch alles. Beide wurden deutlich über 90 und waren fast nie krank. Sie nutzten einfache und traditionelle Tricks und Tipps, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Viele dieser Ratschläge und Kniffe sind in Vergessenheit geraten und aus diesem Grunde habe ich alle Tricks meiner Grosseltern und noch viele mehr in dem Buch „Bewährte Haushaltstricks aus Grossmutters Schatzkiste“ zusammengetragen. Hier einige Beispiele: Bringen Sie mit Cola die WCSchüssel wieder auf Hochglanz! Mit dieser genialen Methode rücken Sie Kragenspeck zu Leibe Machen Sie widerspenstige Reissverschlüsse wieder gängig. Was Sie dazu benötigen, haben Sie immer im Haus – und es funktioniert prima! Ihr Porzellan wird mit einem alltäglichen Produkt wieder wie neu, Sie können zuschauen, wie die Flecken verschwinden

Pfannen und Töpfe werden wieder blitzblank und wie neu Befreien Sie Ihren Backofen von Schmutz und Fett, ganz ohne Muskelkraft Unangenehme Gerüche in den Schuhen entfernen Sie mit Natron, es funktioniert wirklich! Graue Wäsche muss nicht sein – mit Aspirin wird sie wieder strahlend weiss verstopfte Abflüsse werden im Handumdrehen wieder frei

Mehr als 500 Tipps und Tricks! Meine Grossmutter nahm niemals Pillen oder Trunks aus dem Handel; sie vertraute vielmehr auf die guten alten Methoden, um gesund zu bleiben. Erfahren Sie, wie sie sich vor Schnupfen, Grippe und Husten schützte. Wie sie abnahm, Blähungen vermied und vieles mehr. So gehen Tränensäcke in nur 10 Minuten zurück Lindern Sie Verstopfung und vermeiden Sie Rückfälle – mit diesem Naturheilmittel Mit diesem erstaunlichen Trick stoppen Sie Durchfall, Erbrechen und andere Verdauungsprobleme Lindern Sie Ihre Gelenkschmerzen mit diesem Badezusatz Eine cremige Mischung unterdrückt Ihr Verlangen nach Nikotin

Müde und schmerzende Füsse werden mit diesem Gewürz wieder munter – einfach in die Strümpfe streuen! Schlafstörungen? Mit diesem Naturheilmittel verbringen Sie wieder erholsame Nächte! Stumpfe Scheren werden schnell wieder scharf, wenn Sie ein bestimmtes Papier mit ihnen schneiden So leicht wird Ihr Teint ganz zart und seidig Mit diesem hervorragenden Gärtnertrick halten Sie sich Wespen vom Leibe Tolle Tricks für kräftigere Nägel und schönes Haar Halten Sie Schädlinge mit diesem genialen alltäglichen Abwehrmittel von Ihren Beeten fern So halten Ihre Schnittblumen länger – über Wochen hinweg!

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LEBEN | MM10 02.03.15 | 111

So is(s)t die Jugend

Gut gewählt

Schnelle Leckerbissen • Bereiten Sie mit Tiefkühlgemüse eine Suppe zu: Wasser auf-

Bild: Michael Wissing / StockFood, zVg

kochen, Bouillonwürfel und Gemüse rein, nach Belieben bissfest oder etwas weicher garen. • Tiefkühlerbsen werten Rühreier und Spaghettisaucen auf und sind eine gesunde Beilage. • Gefrorene Broccoli mit Halbrahm übergiessen, salzen, pfeffern, mit Mandelblättchen bestreuen und im Ofen gratinieren. • Tiefgefrorene Himbeeren, über Nacht im Kühlschrank aufgetaut, liefern viele Vitamine und bioaktive Substanzen zum Frühstücksmüesli oder Joghurt. • Ein Bohnen-, ein Linsen- oder Kichererbsensalat? Rasch zubereitet mit der entsprechenden Dose. Kochen Sie Kichererbsen und Hülsenfürchte rasch in Salzwasser, so geht der Dosengeschmack verloren. • Sauerkraut oder Rotkraut ist – fixfertig zubereitet – ein Toplieferant von Vitamin C. • Dosentomaten als Sugo sind super Lieferanten von Carotinen und Carotinoiden, die daraus sogar besser verfügbar sind als aus frischen Tomaten. Hier schreiben die Vivai-Experten über Ernährungsfragen. Dieses Mal Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta Diener. In Zusammenarbeit mit

Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.

Ernährung

Praktisch ist auch gesund Gemüse und Obst aus der Dose und dem Tiefkühler sind besser als ihr Ruf. Was Sie darüber wissen sollten. Text: Marianne Botta Diener

I

Gute Alternative: Tiefkühlspinat hat meistens mehr Vitamin C als gelagerte Frischware.

W

ie oft haben Sie schon mit schlechtem Gewissen eine Dose Erbsen aufgewärmt? Oder mit den Ananas aus der Dose ein Dessert gezaubert? Dafür gibt es keinen Grund, denn tatsächlich ist Gemüse und Obst aus dem Tiefkühler oder in Konservendosen eine gute Alternative zu Frischware. David Fäh, Ernährungswissenschaftler an der Universität Zürich, sagt: «Auch Konservendosen und Tiefkühlprodukte helfen mit, unseren Bedarf an pflanzlichen Nahrungsmitteln zu decken.» Tatsächlich entspricht diese praktische und schnelle Küche auch den Bedürfnissen vieler Men­ schen. Die Nachfrage nach Tiefkühl­ produkten ist demzufolge gross. «Wir verarbeiten die Hälfte des Spinats der ganzen Schweiz und arbeiten mit 120 Spinatproduzenten zusammen», sagt Corinne Harder, Leiterin Kommunikation der Bischofszell Nahrungsmittel AG. Was im Tiefkühlbeutel gekauft wird, wurde im optimalen Reife­ zustand geerntet und sofort schock­ gefroren. Durch die Kälte bleiben die Aromen, das Aussehen, die Kon­ sistenz und die wertvollen Vitamine bestmöglich erhalten. Tiefkühlspinat etwa verliert durchs Einfrieren rund

einen Drittel seines Vitamins C. Zum Vergleich: Bei frischem Spinat geht innerhalb von vier Tagen im Kühl­ schrank nahezu alles davon verloren. Frisch geerntetes Gemüse und Obst werden bei der Konserven­ dosenherstellung mittels Drucksteri­ lisation (Hitze kombiniert mit Druck) behandelt. Dadurch werden alle schädlichen Bakterien abgetötet, während das Aussehen, die Farbe und der Geschmack möglichst erhalten bleiben. Allerdings wird auch ein Teil der Vitamine zerstört, während andere Inhaltsstoffe nicht tangiert werden. Danach bleibt der Vitamin­ gehalt aber auch bei langer Lagerung nahezu konstant, weshalb sich Kon­ servendosen optimal für die Vorrats­ haltung eignen. Konservendosen loh­ nen sich vor allem dann, wenn man den Inhalt sowieso erhitzt geniessen will. Etliche Studien konnten aufzeigen, dass der Inhalt von Dosen vitaminreicher ist als selbst gekochtes Gemüse und Obst. Je länger frisch eingekauftes Gemüse oder Obst vor sich hin köchelt und warmgehalten wird, umso mehr Vitamine werden zerstört. So enthält Dosengemüse ge­ genüber Selbergekochtem zwar etwas weniger Vitamin C, dafür mehr Fol­ säure. Wichtig: Doseninhalt nur kurz erhitzen und sofort servieren. MM

Nicht nur Frauensache

Im Restaurant bietet sich immer etwa das gleiche Bild: Die Mädels bestellen einen Fitnessteller, für die Jungs gibts Pizza. Ist gesunde Ernährung aber wirklich nur Frau­ ensache? Mir ist es nicht egal, was ich esse. Ich hole mir gern Tipps über Ernährung und Gesundheit im Netz, häufig gehe ich auf Fitnessmagnet.com. Die Site ist nicht für jedermann, denn es geht dort vor allem um Muskeln. Aber mich inspiriert das. So weiss ich, was ich essen kann, und vor allem, woraus das Essen besteht. Dann liegt auch locker mal ein Burger drin. Im Übrigen beobachte ich den Trend zur gesunden Ernährung auch bei meinem Freund Daniel, der anstatt unterwegs Fast Food zu essen, sich zu Hause Mahlzeiten zubereitet und sie in Tupperware mit­ nimmt. Es sieht zumin­ dest gesund aus, was er da drin hat. Die junge Männerwelt entdeckt die gesunde Ernährung – nicht nur, um sich selbst besser zu fühlen, sondern auch, um den Frauen zu gefallen.

Andrej Bärtschi (22) aus Bern hat

eine Ausbildung zum Fachmann für Gesundheit absolviert – und selbst 20 Kilo abgenommen.


112 | MM10 02.03.15 | LEBEN

Kinder

Wunderbarer Strauch

Was oft für eine einzelne Blüte gehalten wird, besteht aus mehreren Blüten mit zerknitterten Blütenblättern. Sie sehen aus wie ein Knäuel.

Der Hamamelis-Strauch liebt die kalte Jahreszeit. Er hat heilende Kräfte und war schon bei den Indianern beliebt. Text: Patricia Brambilla und Jean-Luc Pasquier Illustration: bunterhund.ch

Die Rinde und die Blätter der Hamamelis enthalten viele Tannine. Diese sogenannten Gerbstoffe verwendet man für die Herstellung von Medikamenten und kosmetischen Artikeln.

Der Hamamelis-Strauch wird auch Zaubernuss genannt. Zwischen Ende

Dezember und Anfang März treibt die Zaubernuss ihre goldenen, kupferfarbenen oder leuchtend roten Blüten aus. Sobald die Tage länger werden und die Temperatur über den Gefrierpunkt klettert, explodieren die Knospen der Pflanze und duften herrlich nach Jasmin oder Orangenblüten. Doch der Winter ist nicht der einzige Höhepunkt der Hamamelis. Im Herbst erstrahlen die Blätter des Strauchs in bunten warmen Farben. Diese Farbenpracht sieht nicht nur schön aus, sie ist auch sehr nützlich:

In den Blättern und in der Rinde der Zaubernuss sind viele Tannine enthalten. Das sind pflanzliche Gerbstoffe, die eine heilende Wirkung haben und in zahlreichen Tabletten und Salben vorkommen. Mit tanninhaltigen Medikamenten behandeln wir unter anderem Entzündungen und Wunden. Schon die Indianer verwendeten die Blätter der Zaubernuss, um wieder gesund zu werden. Zum Beispiel, wenn sie vom Pferd fielen und sich den Arm verstauchten. Oder wenn sie sich beim Schnitzen eines neuen Pfeilbogens in den Finger schnitten. MM

Für Insekten ist die Zaubernuss eine wertvolle Nahrungsquelle. Zum Beispiel für den FederfühlerHerbstspanner, einen Nachtfalter.

Die etwas ledrigen Blätter trotzen allen Temperaturen. Selbst Minusgrade können ihnen nichts anhaben.


LEBEN | MM10 02.03.15 | 113

Levana (6)

Ein lustiges Wort! Edamame sind Sojabohnen. Der Bauer erntet sie, bevor sie reif sind. Man kocht sie kurz und bestreut sie danach mit grobem Salz. Sie schmecken wie gekochte Nüsse und sind knackig. Ihr Name bedeutet Glücksbohne. Tatsächlich sind sie ein Glücksfall für den Familientisch, weil dank ihnen ausnahmsweise alle freudig über eine grüne Beilage herfallen. Edamame stammen ursprünglich

aus Japan. Die Japaner essen sie dort zum Apéro. Inzwischen sind sie auch bei uns beliebt. Früher konnte ich sie nur im Asiengeschäft finden. Mittlerweile kaufe ich sie im Supermarkt oder bestelle sie im Internet bei einem Biobauer. Sie sind der perfekte Snack oder Wanderproviant: voller Eiweisse und Vitamine, reichhaltiger als all das gesunde Zeugs, das du so oft nicht essen magst. Das Beste

Rät selsp ass HUGOS KOPFRECHNEN

daran: Du musst sie nicht mühsam mit der Gabel essen. Nein, schnapp dir die Edamame von Hand, das machen alle so. Dann schnippst du sie mit den Fingern aus der Hülse – Achtung, fertig, zielen …! Schon schiessen dir die Böhnchen in den Mund. Die Hülse kann man übrigens nicht essen. Wenn du eine Einerbohne erwischst, ist das so, wie wenn du ein vierblättriges Kleeblatt findest: Du kannst dir dann heimlich etwas wünschen. MM

Gabriela Bonin (47) beantwortet

die Fragen ihrer Töchter (14, 9, 6).

FROST IN DER BERGHÜTTE Der Winter bringt klirrende Kälte mit sich. Die Lilibiggs sind nach einer langen Schneeschuhwanderung in der Alphütte angekommen. Doch drinnen ist es nicht viel wärmer als draussen. Findest du alle Gegenstände, die Nina, Hugo und Tobi aufwärmen können? Kreise sie mit einem Stift ein.

«Wie sehr ich Mathe-Denksportaufgaben mag! Die machen so richtig Spass», sagt Hugo und vertieft sich wieder in seine Rechnungsreihe. «Also, fünf minus eins mal drei minus sieben...» Hugo hat dir auch einige Zahlenreihen mitgebracht. Findest du die fehlende Zahl heraus?

1

2

2

57 53 49 45 41 37 33 29 ?

3

1

4

2

8 16 32 ?

3

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8 13 21 34 ?

Lösung: 1. Die gesuchte Zahl lautet 64. Es handelt sich hier um Quadratzahlen. 2. Die gesuchte Zahl lautet 25. Es ist immer die jeweilige Zahl minus 4. Also: 57 - 4 = 53, 53 - 4 = 49, 49 - 4 = 45 usw. 3. Die gesuchte Zahl lautet 55. So geht es: 1 + 2 = 3, 2 + 3 = 5, 3 + 5 = 8, 5 + 8 = 13 ... 21 + 34 = 55

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LEBEN | MM10 02.03.15 | 115

Bitte melde dich

Wer sucht, der findet Meldet euch zu einem Treffen! Gesucht werden: Lehrlingskollegen 1963–1967 der SBB-Werkstätte Olten SO. Wir suchen für ein Treffen unsere Kollegen, die in der Zeit von 1963 bis 1967 in der SBB-Werkstätte Olten ihre Ausbildung gemacht haben. Folgende Personen fehlen noch: Martin Häfeli, Ernst Haldemann, Rolf Hostettler, Pius Rauber, Hans-Rudolf Studer, Martin Weiersmüller. Hugo Probst, 4144 Arlesheim, E-Mail: hugo_probst@bluewin.ch, Willy Mischler, 4153 Reinach, E-Mail: chnebu@intergga.ch

Es ist Zeit für eine Rückschau! Gesucht werden: Konfirmanden von 1965 für die Goldene Konfir-

Daniel Pfeiffer, wo bist du?

mation in der reformierten Kirche Köniz BE, am 22. März 2015, um 9.30 Uhr.

Gesucht wird: Daniel Pfeiffer (oder Pfiffer/Piffer), Schweiz, 1984 auf den Philippinen.

2013 sind wir, Konrad und Yvonne, auf den Philippinen Padre Ernesto B. Felicio begegnet, und zwar in Son-ok bei Pintuyan, einem kleinen Fischerdorf auf Southern Leyte. Wir konnten ein paar Nächte bei Padre Ernesto übernachten und mit ihm und anderen Fischern mit Walhaien schwimmen. Padre Ernesto erzählte uns von einem Schweizer, der 1984 bei ihm haltgemacht hatte. Sein Name war der mit diesem Inserat gesuchte Daniel Pfiffer (oder Piffer). Dieser sei kurz zuvor auf der Insel Bohol ausgeraubt worden, und er sei resigniert gewesen. Der Aufenthalt bei den freundlichen Menschen in Son-ok und bei Padre Ernesto habe ihn aber wieder ermutigt, weiterzureisen. Padre Ernesto würde sich freuen, wieder etwas von Daniel zu hören. Bitte melde dich bei ihm.

Padre Ernesto B. Felicio, Son-ok Pintuyan So. Leyte, Philippines 6614, Telefon: +63 926 447 73 82, E-Mail: ernest_aniyah77@yahoo.com

Gesucht wird: Werner Deisinger, Zürich, 1980. Wir sind zusammen in die Primarschule gegangen im Schulhaus Zurlinden. Habe dich ungefähr 1980 zum letzten Mal gesehen, nach meiner Matura. Du wohntest damals noch bei den Eltern an der Freyastrasse in Zürich. Wir haben uns danach aus den Augen verloren. Wo bist du, Werni? Thomas Kovacs, E-Mail: nimravid@yahoo.com

Gesucht werden: Claudia Caviglia und Lea Sommerhalder, Gewerbeschule Luzern, Floristenklasse 1984–1987. Wir würden uns freuen, wenn uns jemand Angaben über diese zwei Personen machen könnte, damit wir ein vollständiges Klassentreffen durchführen können. Anita Müller, E-Mail: mueller.maxihues@bluewin.ch

1965 wurden in der reformierten Kirche Köniz rund 120 Mädchen und Knaben konfirmiert. Waren Sie damals dabei? Wie sind Ihre Erinnerungen an diesen besonderen Tag? An einem Festgottesdienst wollen wir zurückschauen. Wir laden Sie herzlich ein zur Feier der Goldenen Konfirmation. Die Kreiskommissionen von Köniz, Liebefeld und Schliern laden Sie nach der Feier mit Partner/Partnerin zu einem Apéro im Ritterhuus ein.

Beatrice Bieri, Telefon: 031 978 03 39 (Telefonbeantworter), E-Mail: beatrice.bieri@kg-koeniz.ch So einfach geht die Onlinesuche:

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116 | MM10 02.03.15 | LEBEN

Leseraktion Twerenbold

Mit dem Schiff in die Oper

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Als Leserin und Leser des Migros-Magazins erhalten Sie einen Rabatt von 350 Franken auf eine Schifffahrt in die Slowakei, nach Österreich und nach Deutschland. Geniessen Sie unvergessliche Momente und klassische Klänge an den schönsten Orten der Region. 1. Tag: Schweiz–Melk Am Donnerstag, 22. Oktober,

reisen Sie mit einem modernen Komfortklasse-Bus (Einstiegsmöglichkeiten in Burgdorf BE, Basel, Aarau, Baden-Rütihof AG, Zürich-Flughafen, Winterthur ZH oder Wil SG) nach Melk in Österreich, wo Sie das Flussschiff «MS Melodia» besteigen werden. Die Reise führt Sie von Melk nach Bratislava, wo Sie am darauffolgenden Tag ankommen werden. 2. Tag: Bratislava Die im Jahr 907 erstmals erwähnte Hauptstadt der Slowakei hat eine wunderschöne Altstadt. Im Angebot inbegriffen ist eine Stadtführung. Der Nachmittag steht zur

freien Verfügung. Abends steht die erste Opernaufführung auf dem Programm: Um 19 Uhr wird Bizets «Carmen» in der Historischen Oper Bratislava gezeigt. 3. Tag: Wien Über Nacht reisen Sie per Schiff nach Wien, wo Sie am nächsten

Schwimmendes Luxushotel: das Flussschiff «MS Melodia».

Tag eine Stadtrundfahrt unter fachkundiger Führung geniessen. Bestaunt werden berühmte Gebäude wie das Burgtheater oder das Hundertwasserhaus. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Lassen Sie sich von der Schönheit der Hauptstadt Österreichs verzaubern und geniessen Sie einen Zvieri in einem von Wiens berühmten Kaffeehäusern. Abends besuchen Sie in der Wiener Staatsoper «L’elisir d’amore», eine Oper in zwei Akten von Gaetano Donizetti. 4. Tag: Ausflug Wachau Danach geht es von Krems aus mit dem Bus weiter durch die Wachau. Die Region in Nieder-

österreich gehört zum UnescoWeltkulturerbe und ist bekannt für die fast 2000 Jahre alte Weinbautradition. In Melk gehts anschliessend wieder zurück auf die «MS Melodia». 5. Tag: Flusstag

Nach einem ruhigen Tag an Bord des Schiffs, wo Sie eine erstklassige Küche und weitere Annehmlichkeiten geniessen, erreichen Sie Regensburg per Bus. Dort werden Sie sich im Theater am Bismarckplatz Giacomo Puccinis Meisterwerk «Madama Butterfly» ansehen. 6. Tag: Regensburg, fakultativer Ausflug Walhalla


Leseraktion

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pro Person Deluxe 2-Bett-Kabine, Hauptdeck

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Fahrt im KönigsklasseLuxusbus

300.–

Standardkabine zur Alleinbenutzung, Hauptdeck 495.– Standardkabine zur Alleinbenutzung, Mittel- und Oberdeck 895.–

Reisedatum Do.–Sa., 22.–31. Oktober 2015

Im Preis inbegriffen · Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus

4 1

1 Gehört zum Unesco-Weltkultur-

Am sechsten Tag gehts nach Regensburg mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten: zum Beispiel zur Steinernen Brücke, einem der bedeutendsten Bauund Kulturdenkmäler Europas. Neben einer geführten Besichtigung können Sie fakultativ den Marmortempel Walhalla besuchen. Dieses Bauwerk wurde unter König Ludwig I. im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild des Parthenons in Athen errichtet. Heute dient das Walhalla als Ruhmeshalle für deutsche Persönlichkeiten, zum Beispiel Nikolaus Kopernikus oder Martin Luther. (Dieser Ausflug muss bei der Buchung reserviert werden und kostet extra.) 7. und 8. Tag: Flusstag und Nürnberg

Nach einem weiteren ruhigen Tag an Bord erreichen Sie am achten Tag Nürnberg. Die Altstadt mit der fünf Kilometer langen Stadtmauer mit 80 Wehrtürmen ist Ziel einer Besichtigung. Klar, dass Sie hier auch die Spezialität der Stadt, Nürnberger Bratwürste, in einem lokalen Restaurant essen werden. Abends können Sie im Staatstheater Nürnberg das Melodrama in drei Akten von Giuseppe

Verdi, «Un ballo in maschera», erleben. (Diese Aufführung muss bei der Buchung reserviert werden und kostet extra.) 9. Tag: Nürnberg–Bamberg Weiter gehts anschliessend nach Bamberg. Auch diese Altstadt gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Nach einem geführten Rundgang geniessen Sie zum Abschluss das Konzert der Bamberger Symphoniker in der Konzerthalle. Unter der Leitung von Jonathan Nott tritt als Solistin die Star-Cellistin Sol Gabetta auf.

erbe: die Landschaft der Region Wachau in Niederösterreich.

2 Eine historische Sehenswürdigkeit: die Steinerne Brücke in Regensburg. 3 Nürnbergs malerische Altstadt. 4 Tritt mit den Bamberger Symphonikern auf: Star-Cellistin Sol Gabetta.

· Gebühren, Hafentaxen · Willkommenscocktail, Kapitänsdinner · Alle aufgeführten Ausflüge und Besichtigungen (ausgenommen fak. Ausflug Walhalla) · Geführte Besichtigungen in Bratislava, Wien, Regensburg, Nürnberg und Bamberg · Ausflug in die Wachau · Musikprogramm Kartenpaket Kat. 3 · Erfahrene Reiseleitung

Nicht inbegriffen · Kartenzuschläge Kartenpaket für 4 Vorstellungen Kat. 1 195.– Kat. 2 110.– · Fak. Oper «Un ballo in maschera» Kat. 1 85.– Kat. 2 75.– Kat. 3 65.–

Am letzten Tag findet die Heimreise statt. Sie fahren zurück in die Schweiz zu den jeweiligen Einsteigeorten.

· Fak. Ausflug Walhalla

25.–

· Annullierungskosten- und Assistance Versicherung 49.–

Auftragspauschale

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Programm und Fahrplanänderungen bleiben vorbehalten.

· Vollpension an Bord

· Audiosystem auf Rundgängen

10. Tag: Bamberg–Schweiz

auf dem luxuriösen Flussfahrtenschiff «MS Melodia». Das Schiff verfügt über 15 Quadratmeter grosse Deluxe 2-Bett-Kabinen mit trennbarem Doppelbett und über 12 Quadratmeter grosse Standardkabinen mit ausziehbarem Doppelbett. (Beachten Sie, dass kein Lift vorhanden ist.) MM

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Unsere Auftragspauschale von 20 Franken pro Person entfällt für Mitglieder im ExcellenceReiseclub oder bei Buchung über www.twerenbold.ch

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LEBEN | MM10 02.03.15 | 119

Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

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oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.3.2015, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.3.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

BLEIBEN SIE MOBIL! MIT UNS.

HERAG AG Treppenlifte Tramstrasse 46 8707 Uetikon am See info@herag.ch www.herag.ch 044 920 05 04

Auflösung Nr. 9: STANDBILD Gewinner Nr. 8: Ursula Pfitscher, Au ZH; Werner Zulliger, Schafisheim AG; Elsi Lanz, Zürich; Frieda Bertsch, Spiez BE; Jrma Bühler, Gelterkinden BL; Margrit Friedrich, Nidau BE; Charlotte Fausch, Widen AG; Camilla Müller, Oberrohrdorf AG; Axana Haldemann, Thierachern BE; Irma Bossart, Hörhausen TG Gewinner «Zusatz» Nr. 8: Verena Gerber, Dietikon ZH; Annelies Stalder, Sargans SG; Yvonne Schütz, Bremgarten AG; Lukas Flury, Zofingen AG; Lilly Fischer, Brienz BE


Es geschah am hellichten Sonntag Sie langweilten sich schrecklich. Dagegen helfen nur 10 Klassiker der Kriminalliteratur, zusammengefasst auf 16 Seiten. Vom 29. März bis 31. Mai 2015 exklusiv in der «NZZ am Sonntag» als kostenlose Beilage.

Krimi-Klassiker

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Ausgabe Nr. 1

Ausgabe Nr. 2

Ausgabe Nr. 3

Ausgabe Nr. 4

Ausgabe Nr. 5

Ausgabe Nr. 6

Ausgabe Nr. 7

Ausgabe Nr. 8

Ausgabe Nr. 9

Ausgabe Nr. 10

Kompakt

In Kooperation mit getAbstract

Edgar Allan Poe Der Doppelmord in der Rue Morgue

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Wilkie Collins Die Frau in Weiss

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Arthur Conan Doyle Der Hund von Baskerville

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Dashiell Hammett Der Malteser Falke

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Agatha Christie Mord im Orientexpress

10 Ausgaben für nur Fr. 25.– SMS mit Keyword «NZZ71», Namen und Adresse an Nr. 880 (20 Rp./SMS) oder unter nzz.ch/klassiker71

Kompakt

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Friedrich Glauser Matto regiert

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Raymond Chandler Der grosse Schlaf

Patricia Highsmith Der talentierte Mr. Ripley

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Kompakt

In Kooperation mit getAbstract

Friedrich Dürrenmatt Das Versprechen

Kompakt

In Kooperation mit getAbstract

Truman Capote Kaltblütig


LEBEN | MM10 02.03.15 | 121

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Mit welchem Wetterphänomen beginnt die Schweizer Nationalhymne? A Morgenrot

T

Mittagsglast

M Abenddämmerung

2. Wie bezeichnet man im Internet ein Online-Tagebuch? I

Buck

U Block

L

Blog

3. Wie viele Städte im Kanton Solothurn zählen mehr als 10 000 Einwohner? R keine

N zwei

P drei

So nehmen Sie teil

4. Welches dieser Gemüse enthält am meisten Chlorophyll a? N Spinat

K Grünkohl

R Menschen

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.3.2015, 24 Uhr

N Italien

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 9: NORWEGEN

Gewinner Nr. 7: Hans Schaufelberger, Brittnau AG; Nadja Adelmann, Stettfurt TG; Sora Mosbacher, Zürich

I

Gurke

5. Wie viel Prozent unseres Lebens verschlafen wir? H ca. 10%

A ca. 30%

G ca. 55%

6. Wie lautet die Währung der Volksrepublik China? I

Kyat

O Lari

E

Renminbi

7. Wo kommt der «kleine Scheibenbauch» vor? L

Wald

S Meer

8. Wo liegt Europas geografisch südlichster Punkt? F

Portugal

E

Griechenland

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 2 5 3 4

Auflösung Nr. 9: EISEN Gewinner Nr. 8: Erich Hammelmann, Winterthur ZH; Erika Fricker, Lausen BL; Rita Schneider, Olten SO

1

N

AN L ANDE N E R L E RNE N E R Z E NGE L EXPERT I N F I NDE R I N F L ANDE R N K OP F E ND E OE L F AR B E S C HOE F F E S E I L T ANZ 1

2

3

4

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.3.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

5


WINTERSPECK SCHMELZEN Der Schnee ist geschmolzen, aber Ihr Winterspeck noch nicht? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Körper aufwärmen und Ihre Motivation im Workout nutzen, um die Pfunde zu verbrennen, mit denen Sie sich nicht wohlfühlen. In unseren Fitnesskursen trainieren Sie mit Gleichgesinnten und mit Erfolg. Bauch Beine Po Piloxing deepWork Yin Yoga M.A.X. – das ultimative Konditionstraining

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LEBEN | MM10 02.03.15 | 123

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

2

9 4

1

7

9 6

6 5

8

3 5 2

8 6

4

9

3 9

5

1

Auflösung Nr. 9: 895

8

6 1 4

8 2 3 1 6 5 4 7 9

1

4 6 1 9 3 7 5 8 2

7 8 2 6 5 1 9 3 4

1 9 4 2 7 3 6 5 8

3 5 6 4 8 9 1 2 7

2 1 5 7 9 6 8 4 3

9 3 7 5 4 8 2 6 1

6 4 8 3 1 2 7 9 5

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.3.2015, 24 Uhr

Gewinner Nr. 8: Olivia Juilland, Morges VD; Marianne Jaquenoud, Middes FR; Alfred Kalt, Villmergen AG; Larissa Ruf, Trachselwald BE; Anna Maria Keshlaf, Genf

4 3

1

5 7 9 8 2 4 3 1 6

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 3 3 2 3 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 2 3 2 sein. Verboten: Kreuzun2 4 2 3 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.

4 1 2 1 6 1

6

1

3

3 0

3

1 1

2

3

3

1

2

1

3

0

1

Auflösung Nr. 9:

4

2 1

4

5 2 2 3

1

4

3

1 3

2

4 3

2

Auflösung Nr. 9: 3 4

4 3

3

2

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3 5 3

1 3 1

2

4

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3

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3 2

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1 4 4 4

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3 2 1

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros -Welt: Ressort M-Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, AnnaKatharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Online: Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Sekretariat: Innendienst: Nicole Thalmann Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, (Leitung), Verena De Franco, Michael Nicolette Trindler Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


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Der Frühling ist eine beliebte Zeit für einen Kurztrip in spannende Städte. Egal, ob Sie sich über ein verlängertes Wochenende freuen oder die Feiertage zu Ostern, Auffahrt und Pfingsten nutzen – viele erstklassige Ziele heissen Sie willkommen: Wien, London, Amsterdam. Oder doch lieber Barcelona, Berlin oder Rom? Sie haben die Wahl.

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126 | MM10 02.03.15 | LEBEN

Sehen Sie den «Made in Hellwitzia»Trailer! Migrosmagazin.ch

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«Eigentlich ist Christina der Mann bei uns»

Nach einer Kreativpause steht der Zuger Komiker Marco Rima wieder auf der Bühne. Im neuen Programm «Made in Hellwitzia» gehts darum, dass früher alles besser war. Und um Bünzlis wie Rima selber. Text: Yvette Hettinger Bilder: Lea Meienberg

Mein Lieblingsprodukt «Das Freiland-Poulet der Migros. Das bereite ich zu, dann ist die Küche hinterher noch benützbar. Wenn es ausgesprochen fein werden soll, kocht Christina. Danach muss ich aber die Küche sandstrahlen – oder gleich renovieren.»

Bild: René Tanner

Meine Welt


LEBEN | MM10 02.03.15 | 127

1 Mein Fluchtort «Das Ufer des Ägeri­

sees. Es liegt uns quasi zu Füssen. Wir wohnen an einem Ort, an dem andere Ferien machen – ein grosses Privileg!»

2 Mein Lieblingsrestaurant «Ins ‹Schiff›

in Zug komme ich schon seit Jahren. Ich nehme immer das Tagesmenü. Da ist jeweils eine Überraschung dabei.» 3 Meine grösste Sucht «Die Bühne.

Ich freue mich auf jeden Auftritt wie blöd. Die Energie vom Publikum auf­ zunehmen, den Rausch der Endorphine zu spüren, in Trance zu geraten – ja, ich bin richtig giggerig darauf.» 4 Meine zweite Sucht «Nachdem ich

mit dem Rauchen aufgehört habe, bin ich nun süchtig nach Erdbeertörtchen. Name: Marco Rima (53) Sternzeichen: Widder Beruf und Lebenslauf: Geboren in Winterthur ZH, aufgewachsen in Zug.

Vom Vater das sprudelnde Naturell und von der Mutter die Ausdauer geerbt. Ausbildung zum Primarlehrer. Mit 22 erste Auftritte als «Cabaret Marcocello», ab 2002 Solo­Bühnen­ programme. Seit 24. Februar auf Tournee mit «Made in Hellwitzia». Was ich mag: Menschen, die mich mit ihrem Lachen berühren. Was ich nicht mag: Intolerante, menschenverachtende Menschen. Mein peinlichster Moment: Auf einem Helikopterflug musste ich mal dringend und benutzte in der Not meinen Kulturbeutel. Meine Flug­ begleiterin hat sich nicht so gefreut.

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www.marcorima.ch

Das schlägt auf die Figur. Meine Frau sagt: ‹Du kommst nach Onkel Giancarlo, der ist auch etwas untersetzt.› Abneh­ men ist meine Lebensaufgabe. Auf Tournee esse ich ab 14 Uhr nicht mehr.» 5 Mein Glücksbringer «Der Schlüssel­

Meine Sammlung «Es ist eine kleine

6

Sammlung, dafür vom Feinsten: Die Panerai hat mir meine Frau zur Hochzeit geschenkt, die IWC zum 50. Geburtstag. Eigentlich wären es drei Uhren. Aber ich habe es tatsächlich fertiggebracht, die erste Panerai beim Golfen auf Mallorca zu verlieren.»

anhänger von meiner Mutter zeigt den Heiligen Antonius, der unter anderem Reisende beschützt. Er begleitet mich, seit ich Auto fahre, also seit 35 Jahren.»

6 Meine Managerin «Meine Frau Chris­

tina. Eigentlich ist sie der Mann in unse­ rer Beziehung: Sie trinkt Bier, optimiert die Abläufe, verwaltet das Geld und ruft von unterwegs an, um zu fragen, was es zum Essen gibt. Sie ist auch mein grosses Vorbild: intelligent, direkt, körperlich fit und suchtfrei. Ich will auch so sein.»


LEICHTER . S S U N E G S G N I L H Ü FR

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Zutaten: 600 g Lauch, 30 g griechische Oliven, ½ Bund glattblättrige Petersilie, 4 EL Magerquark, 1 Eigelb, Salz, Pfeffer, 4 Pouletbrüstchen à ca. 120 g, 2 EL Erdnussöl, 1 dl Weisswein Zubereitung: Lauch leicht schräg in ca. 5 mm breite Ringe schneiden. Oliven kalt abspülen, trocken tupfen, halbieren und entsteinen. Petersilie und Oliven fein hacken. Mit Quark und Eigelb mischen. Füllung mit Salz und Pfeffer abschmecken. In die Pouletbrüstchen eine tiefe Tasche schneiden, sie aber nicht durchtrennen. Quarkmasse in die Taschen füllen. Öffnung mit einem Zahnstocher schliessen. Pouletbrüstchen mit Salz und Pfeffer würzen. Pouletbrüstchen in einer beschichteten Bratpfanne im Öl auf jeder Seite 2 Minuten anbraten. Hitze reduzieren. Lauch dazugeben. Mit Wein ablöschen. Alles zugedeckt bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten garen. Gemüse mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Pouletbrüstchen anrichten. Mit Vollreis servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 10 Minuten garen Pro Person ca. 31 g Eiweiss, 17 g Fett, 7 g Kohlenhydrate, 1350 kJ/320 kcal


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