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Migros magazin 09 2017 d lu

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Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

MM9, 27.2.2017 | www.migrosmagazin.ch

Krankenkassen: Tiefere Prämien für Kinder? Seite 8 California Rolls: So werden Sie zum Sushi-Meister Seite 49

Zu gewinnen 75 × 2 Tickets für den Kinofilm «Die göttliche Ordnung» über das Frauenstimmrecht Seite 19

Bild: Marco Zanoni

Marcel Dietrich von Peter, Sue & Marc

Das Leben hat «Cuco» viel abverlangt – jetzt steht er wieder auf der Bühne Seite 110 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 041 - 455 70 38, E-mail: genossenschaftsregister@migrosluzern.ch


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4 | MM9, 27.2.2017

26

M Editorial

Überleben, Tag für Tag

«Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten Mit­ gliedern umgeht.» Der legendäre Satz des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Gustav Heinemann ging mir durch den Kopf als ich das Bild von Martin Zutter gesehen habe (Seite 20). Es zeigt, welche Personen den 63­jährigen ALS­Patienten pflegen, betreuen, ernähren, untersuchen – kurz: am Leben erhalten.

Martin Zutter. Vielleicht erinnern Sie sich: Das Migros­Magazin hat den ALS­Patienten von 2010 bis 2013 auf seinem schweren Weg begleitet. Einem Weg, auf dem es kein Zurück in die Normalität mehr gibt. Einem Weg, der mit dem Tod endet. Schon im März vor vier Jahren hat er sich mit einem sehr per­ sönlichen Brief von den Leserinnen und Lesern des Migros­Magazins verabschiedet («Ich bin mit mir im Reinen», Nr. 10/2013).

Doch Martin Zutter hat durchgehalten. Mit einem unerschütterlich positiven Geist hat er seine Krankheit, sein Schicksal angenommen. Dankbar für jeden Tag, für jedes positive Er­ eignis. Seine Frau Ruth begleitet ihn mit einer ebenso unglaublichen Kraft, mit Demut und ohne Zweifel, dass dies ihre Aufgabe ist.

Vielleicht wird jetzt die Diskussion wieder ansetzen, wie viel ein Menschenleben wert sein darf. Diese Diskussionen werden meist in der Theorie mit abstrakten Beispielen geführt. Darf die medikamentöse Behandlung eines Menschen 200 000 Franken im Jahr kosten? Darf ein Mensch von 89 Jahren eine künst­ liche Hüfte erhalten? Aber hier geht es nicht um Theorie. Es geht um einen Menschen. Um Martin Zutter, einst Verkaufsleiter und immer noch voller Lebenswillen. Wer Mar­ tin Zutter kennt, wie die Jour­ nalistin Karin Aeschlimann, für den stellt sich die Frage nicht. Gustav Heinemann wäre wohl unserer Meinung: Wer den Willen hat zu leben, den muss die Gesellschaft stützen. Mit allen Mitteln. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@ migrosmedien.ch

30

«Ich habe eine Schwäche für Listen» Tim Krohn, Schriftsteller


MM9, 27.2.2017 | 5

92

Menschen 8 Diese Woche

Familien sollen bei den Krankenkassenprämien entlastet werden 10 Frauenstimmrecht I 18 prominente Frauen sagen,

wie wichtig für sie das Recht auf Mitbestimmung ist. 19 Frauenstimmrecht II

Tickets für den Film «Die göttliche Ordnung» zu gewinnen 20 Martin Zutter

Seit zehn Jahren lebt der ehemalige Verkaufsleiter mit der Krankheit ALS 23 Bänz Friedli

49

26 Arnold Odermatt

Als Polizist fotografierte er jahrzehntelang Verkehrsunfälle. Die Bilder gingen um die Welt

49 Migusto

So gelingen California Rolls 64 Risoletto wird 50 66 Win Win: Erste Gewinner 68 Nachhaltiger Fisch 75 Farm Chips mit Bärlauch 76 Pisten-Power mit Farmer 78 Dinkelzopf in Bioqualität 81 Total gut gegen Flecken 82 Neuheiten in der Migros

85 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

Leben 91 Kolumne «1, 2 oder 3?»

Geschwisterliebe 92 Gesundheit

Unheilbar, aber ungefährlich: Weissfleckenkrankheit Vitiligo

30 Interview: Tim Krohn

95 Familie Was tun, wenn ein Kind nicht über die Schule reden will?

Migros-Welt

97 Brave New Girl 99 Digital: Smartwatches 100 Kinder: Ausgewandert 103 Rätsel/Impressum 108 Cumulus

Der Schriftsteller über sein neues Crowdfundingprojekt

40 M-Industrie

Mibelle erforscht Algen und Äpfel für Kosmetikprodukte

Bilder: Herbert Zimmermann, Nicola Pitaro, René Ruis, Christine Benz

46 Grand Prix Migros Zum ersten Mal machten Kinder mit Behinderung mit

42 Bike World

Das erste Fachgeschäft für Velos öffnet in Volketswil ZH

110 Meine Welt

Der Sänger Marcel «Cuco» Dietrich (Peter, Sue & Marc) hat natürlich einen Bären im Keller

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM09

Darauf freuen wir uns Kinderzoo: Kamelreiten, Käfele,

Zügli fahren, Tiere bestaunen: Alles wieder ab 4. März möglich im Kinderzoo Rapperswil SG. Blumen: Magnolien, Kamelien,

Azaleen – eine geballte Ladung Frühling erwartet die Besucher des Botanischen Gartens von San Nazzaro TI ab Anfang März.

Unnützes Wissen

Äussere Werte Laut einer USStudie wirken Menschen, die eine Schusswaffe in der Hand halten, auf andere grösser und muskulöser. Unattraktive Männer sind

Mein Bild der Woche «Auf diesem bemerkenswerten Foto legt die deutsche

Bild: Hendrik Schmidt/dpa/Keystone, Marco Zanoni, Getty Images

und Träger des Salzburger Stiers. Derzeit ist er mit dem Stand-upComedy-Programm «Hobby» auf Tournee.

Weitspringerin Luisa Bodem eine Landung hin, die – wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde – als grazile Sandskulptur durchgehen könnte. Ein wenig sieht das Bild ja wirklich aus, als ob hier irgendjemand einer dieser üppigen Nana-Skulpturen von Nikki de Saint Phalle einen Büstenhalter aus Sand übergezogen hätte. Wie weit Luisa Bodem gesprungen ist, ist dem Bild zwar nicht zu entnehmen. Das macht aber auch nichts, denn die Siegerpose absolviert die Athletin, wie wir bestens sehen können, ja bereits während der Landung. Ein Kunststück!»

Leseprobe

Entschuldigung, was lesen Sie gerade? Matthias Winzeler (26), Informatiker, Bern a) «A Farewell to Arms» von Ernest Hemingway b) «The Catcher in the Rye» von J. D. Salinger c) «Lord of the Flies» von William Golding.

Auflösung: a) Es ist entspannte Literatur, aber doch atmosphärisch.

Gabriel Vetter (33) ist Satiriker

statistisch die besseren Fussballer.

Blonde Frauen verdienen durchschnittlich sieben Prozent mehr als Frauen mit anderen Haarfarben.

Forscher der Northwestern University in Evanston (Illinois, USA) haben herausgefunden, dass Probanden bei kognitiven Tests (Untersuchungen zur Fähigkeit, Signale aus der Umwelt wahrzunehmen und weiterzuverarbeiten) besser abschneiden, wenn sie einen Laborkittel tragen. Quelle: Neon/Stern


8 | MM9, 27.2.2017 | MENSCHEN

Sollen Kinder von Prämien befreit werden?

www.migmag.ch/ umfrage

Krankenkassen

Kinderprämien sollen endlich sinken Die gute Nachricht: Die Krankenkassenprämien für Familien könnten schon bald tiefer ausfallen. Die schlechte Nachricht: Erwachsene müssten dafür mehr zahlen. Und wegen kantonaler Unterschiede kommen nicht alle Familien zu den gleichen Senkungen.

Umfrage

Text: Yvette Hettinger

Letzte Woche haben wir gefragt:

In welchem Online­ bereich wären Sie spielsuchtgefährdet? 80% Überhaupt nicht. Ich kaufe zwar online ein, spiele aber sicher nicht um Geld. 8% bei Casino­ ähnlichen Spielen 7% beim Poker 5% bei Sport­ oder anderen Ergebniswetten

Zahlen und Fakten

4

Milliarden Franken zahlen die Kantone jährlich für individuelle Prämienverbilligungen.

27

Heute schon werden die meisten Prämienverbilligungen von Familien beansprucht.

12

G

Prozent betrug der Anstieg der Kranken­ kassenkosten zwischen 2006 und 2016.

Prozent des verfügba­ ren Einkommens gaben Schweizer in beschei­ denen wirtschaftlichen Verhältnissen 2014 für Krankenkassenprämien aus. In der Gesamt­ bevölkerung machten sie sechs Prozent aus. Quelle: www.admin.ch

anze 12 750 Franken be­ zahlt eine Stadtberner Familie mit zwei Kin­ dern jährlich für die Grundversicherung. In Basel bezahlt die gleiche Familie sogar über 13 000 Franken. Dies sind landesweit Spitzenwerte, doch auch andernorts ächzen Familien unter der Belastung durch stetig steigende Krankenkassenprämien. Damit soll bald Schluss sein. Im März berät der Ständerat über einen Vorschlag der CVP, der Fa­ milien von Prämien entlasten soll. Mindestens 80 Prozent der Kosten

für die Kinder sollen Haushalte mit tiefen und mittleren Einkom­ men vom Kanton vergütet bekom­ men – heute sind es 50 Prozent. Zudem verlangt dieVorlage, dass die Prämien für 19- bis 25-Jährige deutlich sinken. Auf ihrer Homepage zeigt sich die CVP zuversichtlich, dass der Ständerat zugunsten ihrer Vorlage entscheiden wird. Doch noch wehren sich Parlamentarier der SVP und der FDP gegen eine stärkere Entlastung von Familien und den damit verbundenen Eingriff in die Kantonsfinanzen.

Kommt hinzu: Die entstehenden Mehrkosten müssten erwachsene Prämienzahler mit geschätzten zehn Franken pro Monat über­ nehmen. Die geplanten Prämienverbilli­ gungen würden je nach Kanton sehr unterschiedlich ausfallen, wie die Gesundheitsökonomin Anna Sax (58) erklärt (siehe Inter­ view rechts). Sie plädiert deshalb für die totale Prämienbefreiung für Kinder. Die Kosten könnten ihrer Meinung nach über Steuergelder finanziert werden und wären somit einkommensabhängig. MM


MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 9

Strassenumfrage

Anna Sax

«Die Prämienbefreiung für Kinder halte ich für die sauberste Lösung» Wenn alles wie erwartet läuft, wird der Ständerat in der Frühjahrs­ session starke Prämiensenkungen für Familien befürworten. Sind das gute Neuigkeiten? Ja, tatsächlich. Die Belastung von Familien durch Gesundheitskosten hat ein Ausmass angenommen, das mittelfristig nicht mehr tragbar ist. Das ist aber für Kinderlose auch so. Das stimmt. Allerdings zeigt die Statistik, dass Prämienverbilligungen in erster Linie von Familien be­ ansprucht werden. Dabei sind diese Zahlungen grundsätzlich für alle da, die wenig verdienen.

Bilder: Keystone/Tetra Images/Jamie Grill, zVg

Kommt die Vorlage im Ständerat durch, sollen die Krankenkassen in Zukunft einen separaten Risiko­ ausgleich für junge Erwachsene machen. Dadurch können sie für diese Gruppe tiefere Prämien anbieten. Wer garantiert uns, dass sie das auch tun? Der Bundesrat muss die Prämien ge­ nehmigen. Es gibt also eine gewisse Garantie, dass die Ersparnisse durch den neuen Risikoausgleich wirklich zur Prämiensenkung in diesem Bereich verwendet würden. Ver­ sicherte zwischen 19 und 25 Jahren könnten mit Prämiensenkungen von etwa 90 Franken monatlich rechnen. Dieser Gruppe müssten die Kantone weniger mit Prämienverbilligungen unter die Arme greifen. Gemäss dem neuen Gesetz soll diese Ersparnis dafür verwendet werden, die Kinderprämien verstärkt zu subventionieren. Garantiert das ebenfalls der Bundesrat? Kommt das neue Gesetz, müssen sich Krankenkassen und Kantone daran halten: Für Familien mit tiefen und mittleren Einkommen werden dann mindestens 80 Prozent der Kinder­ prämien vom Kanton übernommen. Was bedeutet «mittlere und tiefe Einkommen» konkret? Das ist schwer zu sagen. Die Limite für tiefe Einkommen zieht jeder Kan­

ton nach eigenen Kriterien. Für eine vierköpfige Familie liegt die Ober­ grenze in Bern bei etwa 75 000 Fran­ ken. In Nidwalden kommt man bereits mit einem Einkommen von 138 000 Franken in den Genuss von Prämienverbilligungen. So kommt es, dass die Prämienbelastung von Kanton zu Kanton unterschiedlich ist. Eine Familie mit 70 000 Franken Einkommen gibt im Kanton Zug etwa sechs Prozent für Prämien aus, in Bern bis zu 20. Es wird 26 verschie­ dene Lösungen geben. Wie auch immer die Kantone das handhaben: Sie würden unter dem Strich 10 Millionen Franken mehr Geld ausgeben als heute. Die Versicherten über 26 müssten dafür höhere Prämien zahlen. Ist das dann fair? Wenn man bedenkt, dass es pro Versicherten etwa zehn Franken pro Monat wären, finde ich: Ja – das ist verkraftbar. Und sonst sind die Prämienverbilligungen ja auch für Erwachsene in bescheidenen finan­ ziellen Verhältnissen da. Ursprünglich hatte CVP­National­ rätin Ruth Humbel vor sieben Jahren beantragt, dass für Kinder gar keine Prämien mehr zu bezahlen seien. Daraus wird nun wohl nichts. Leider nein. Dabei halte ich die Prämienbefreiung für Kinder für die sauberste Lösung. Was würde das kosten, und wer sollte das bezahlen? Die Kosten von etwa 1,5 Milliarden Franken müsste man über die Steuern finanzieren. Das bedeutet letztlich, dass Krankenkassenprämien ein­ kommensabhängig sind. Das halte ich für die gerechteste Lösung. Übrigens handhaben es die meisten europäi­ schen Länder so, dass Kinder in der Versicherung der Eltern eingeschlos­ sen sind und nicht extra kosten. Man zahlt dann eine Familienprämie oder Steuern. Das ist aber hierzulande nicht mehrheitsfähig. MM

Soll man Familien bei der Krankenkasse entlasten?

Anna Sax (58)

ist selbständige Gesundheits­ ökonomin. Sie arbeitet hie und da auf Mandatsbasis als Beraterin der SP­Bundes­ hausfraktion.

Seda Riedo (23), in der Ausbildung zur Orthopädistin, Zürich:

«Natürlich! Vielleicht finde ich es später mal blöd, dass meine Prämien dafür höher sind. Aber dann zahlen wir das halt. Das muss gehen.»

Evzi Bairami (63), Rentner, Zürich: «Ja. Ein Leben ohne Familie macht keinen Sinn. Darum müssen wir Familien unterstützen und ihnen Sorge tragen. Sonst leiden die Armen, und die Reichen werden immer reicher.»

Dominique Lazo-Flores (35), Wissenschaftliche Mitarbeiterin Nationalfonds, Zürich: «Ja, so wie

man generell mehr für Familien tun sollte. Die Prämien dürften aber erst für die über 30 wieder steigen.»


10 | MM9, 27.2.2017 | MENSCHEN


MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 11

Tickets zu gewinnen Wir verlosen 150 Tickets für den Film «Die göttliche Ordnung» Seite 19

Stimmen zum Stimmrecht

Film übers Frauenstimmrecht

Der lange Weg an die Urne

Am 9. März startet «Die göttliche Ordnung» in den Kinos, ein Spielfilm über den zähen Kampf ums Frauenstimmrecht. Prominente Schweizerinnen sagen, was ihnen das Stimmrecht bedeutet – und was es noch zu tun gibt. Text: Ralf Kaminski, Andrea Freiermuth Illustration: Belicta Castelbarco/Kombinatrotweiss

Bilder: Nadja Klier, Keystone, zvg

E

s begann 1868. Damals versuchten Zürcher Frauen, bei einer kantonalen Verfassungsrevision erstmals das Wahlrecht zu erhalten – vergeblich. Es dauerte weitere 103 Jahre, bis die Schweizer Männer es 1971 an einer nationalen Volksabstimmung guthiessen (siehe Timeline auf Seite 13). Vom Wahlkampf um das Frauenstimmrecht erzählt Petra Volpes (46) neuer Film «Die göttliche Ordnung», eine gelungene Mischung aus Komödie, Drama und Heimatfilm, der sieben Nominationen für den Schweizer Filmpreis ergattern konnte. Warum aber dauerte dieser Kampf so lange? «Das lag einerseits an der direkten Demokratie», sagt Franziska Schutzbach (38), Soziologin und Genderforscherin an der Universität Basel. «In anderen Ländern entschieden die Parlamente darüber, dort war

«Frauen brauchten damals Mut, sich dafür einzusetzen» Petra Volpe (46), Regisseurin «Die göttliche Ordnung», Berlin und New York: «Meine Ab-

stimmungsunterlagen kommen immer per Post nach Berlin. Und wenn ich in New York bei meinem Mann bin, lasse ich sie mir nachschicken. Ich finde es sehr wichtig, dieses Recht wahrzunehmen – es starben einst Leute dafür, teilweise tun sie es heute noch. Es gab in der Schweiz auch Abstimmungen, die von Frauen entschieden worden sind, etwa die zum neuen Eherecht 1985. Zuvor durften sie ohne Einverständnis des Ehemanns keine Arbeit annehmen und kein Bankkonto eröffnen. Aber wenn einem etwas verweigert wird und man glaubt, keine Chance zu haben, daran was zu ändern, dann redet man sich ein, dass man das ja eh nicht will. Mit diesem Mechanismus lässt sich vielleicht erklären, weshalb es 1971 Frauen gab, die das Stimmrecht bekämpften. Umso mehr Mut brauchten jene Frauen, die sich dennoch dafür einsetzten.»

es leichter, Mehrheiten dafür zu gewinnen.» Frauen riskierten ihre Existenz

Eine Rolle habe aber auch die in den Kriegsjahren entwickelte gesellschaftliche Haltung der «geistigen Landesverteidigung» gespielt. «Dabei wurde ein traditionelles Rollenbild propagiert, und dazu gehörte, dass die Frau sich um Haus und Kinder kümmern sollte. Und sonst nichts. Wer das anders sah, galt schnell als Landesverräterin – und riskierte die ganze Existenz.» Wir haben Frauen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft gefragt, was ihnen das Stimmrecht bedeutet. Und ob sie verstehen können, dass es 1971 auch Gegnerinnen gab, die fanden, sie bräuchten das Stimmrecht nicht, die Männer machten das schon gut.

«Die Gleichstellung ist nun schon lange erreicht» Natalie Rickli (40), SVP-Nationalrätin, Winterthur ZH: «Es ist gut, dass die Frauen in den 1960er-Jahren für das Stimmrecht

gekämpft haben, aber die Gleichstellung ist nun schon lange erreicht – statt in der Vergangenheit zu verharren, sollten wir politische Debatten zu wichtigen Themen führen. Bei moralischethischen Fragen ist es gut möglich, dass das Geschlecht beim politischen Entscheid eine Rolle spielt. Leider unterstützen mich kaum je linke Frauen bei Vorstössen, wo es um härtere Strafen für Sexualstraftäter geht. Da scheint die Parteilinie wichtiger zu sein als der Schutz der Frauen.»


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MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 13

«Eigentlich ist die Schweiz erst seit 1971 eine Demokratie» Franziska Schutzbach (38), Genderforscherin, Basel: «Die politischen Rechte waren mit

ein Grund, mich vor drei Jahren einbürgern zu lassen. Seither habe ich noch keine Abstim­ mung ausgelassen. Im Moment ist es besonders wichtig, unsere Stimmen einzubringen, um den antidemokratischen Kräften im Westen etwas entgegenzusetzen. Frauen, die 1971 gegen ihr Stimmrecht argumentierten, übernahmen die männlich dominierte Auslegung der Ge­ sellschaft – das geschieht teilweise auch heute noch. Entscheidend scheint mir aber, dass die Idee von der Schweiz als ältester Demokratie der Welt ein Mythos ist: Eigentlich ist sie erst seit 1971 eine Demokratie.»

«Diversität ist auch im politischen Prozess eine Bereicherung» Bea Knecht (49), Zattoo-Chefin und Transfrau, Bäch SZ: «Unabhängig von Genderfragen

ist es für die Demokratie ungesund, wenn erwachsene Bürger nicht gleichwertig zu Wort kommen. Diversität ist auch im politischen Prozess eine Bereicherung. Man beziehungs­ weise frau betrachtet die Dinge aus einer anderen Perspektive, setzt andere Prioritäten.»

«Auch die damalige Regierung ist schuld an der späten Einführung» Elisabeth Joris (71), Historikerin, Zürich:

«Ich konnte nie einsehen, warum ich in diesem Staat nicht gleich wie meine Brüder mitwirken konnte. In anderen Ländern wurden die sozialen Strukturen durch die beiden Weltkriege auf­ gebrochen. Hier hingegen wurde das Verschont­ werden nach 1945 gar selbstgerecht als eigenes Verdienst und Resultat des Schweizer Systems gedeutet. Warum also sollten wir etwas ändern? 1959 kam das Frauenstimmrecht zum ersten Mal an die Urne, doch der Bundesrat sprach sich nie klar für das Mitwirken der Frauen aus. Somit trägt auch die damalige Regierung eine Verantwortung für die späte Einführung.»

«Das Recht zum Abstimmen ist auch eine Pflicht» Lauriane Sallin (23), Miss Schweiz, Belfaux FR: «Meine Urgrossmutter war gegen das

«Politik ist ein Spiel» Irina Beller (43), Jetsetlady und Moderatorin, Pfäffikon SZ: «Politik ist ein Spiegelbild der

Bilder: Michael Orlik, Zattoo, Thomas Buchwalder, zvg

Wirtschaft und deshalb wichtig für mich. Ich stimme auch immer ab. Klar beeinflussen Frauen den Ausgang von Abstimmungen, aber nicht mehr oder weniger als Männer. Politik ist ein Spiel, und wir alle sind bloss Spieler. Dass es 1971 Gegnerinnen gab, überrascht mich nicht. Es war doch schon in der Steinzeit so, dass sich Frauen von Männern dominieren liessen.»

Timeline

Basel und Waadt waren die Ersten 1868: Vergebliches Begehren von Zürcher Frauen um aktives und passives Wahlrecht anlässlich einer kantonalen Verfassungsrevision 1893: Der Schweizerische Arbeiterinnenverband fordert das Frauenstimmrecht. 1909: Der Schweizerische Verband

Frauenstimmrecht, sie war der Meinung, dass ihr Mann an der Urne die ganze Familie vertrete. Das könnte ich mir nicht vorstellen. Ich wohne noch zu Hause und teile die Ansicht meines Va­ ters nicht immer. Für mich ist es selbstverständ­ lich, eine eigene Stimme zu haben. Dank der direkten Demokratie dürfen wir in der Schweiz bei vielem mitreden, das ist nicht selbstver­ ständlich. Darum ist das Recht zum Abstimmen auch eine Pflicht, eine Verantwortung, die wir wahrnehmen müssen. Gerade in jüngster Zeit gibt es Tendenzen für einen Backlash, wie etwa in Polen, wo man den Frauen das Abtreiben ver­ bieten wollte. Darum müssen wir aktiv bleiben.»

für Frauenstimmrecht (SVF) ent­ steht und setzt sich für die Gleich­ berechtigung der Frauen ein. 1919–1921: Das Frauenstimmrecht wird in kantonalen Volksabstim­ mungen in Genf, Neuenburg, Basel­Stadt, Zürich, Glarus und St. Gallen abgelehnt. 1929: Eine Petition des SVF, ver­ schiedener Frauenorganisationen, der SP und der Gewerkschaften mit 249 237 Unterschriften fordert

«Unter den Gegnerinnen waren auch intelligente Frauen» Marthe Gosteli (99), Frauenrechtlerin, Worblaufen BE: «Es gab damals einige Frauen,

die das Stimmrecht gar nicht wollten. Darunter waren zum Teil durchaus auch sehr intelli­ gente Zeitgenossinnen. Sie organisierten sich sogar, um gegen uns zu kämpfen. Manche meinten, sie könnten die Männer zu Hause so beeinflussen, dass diese dann an der Urne schon in ihrem Sinne abstimmen würden. So ein Blödsinn! Ich sagte immer: Man darf anderen

das Frauenstimmrecht auf Bundesebene. Ohne Folgen. 1946–1951: Auch in der Aufbruch­ stimmung der Nachkriegsjahre müssen die Frauen weiter auf die Gleichberechtigung warten. Selbst in fortschrittlichen Kantonen wie Basel­Stadt, Basel­Landschaft, Genf, Tessin, Zürich, Neuenburg, Solothurn und der Waadt hat das Frauenstimmrecht bei kantonalen Volksabstimmungen keine Chance.

1957: Eine kantonale Volksabstim­ mung im Kanton Basel­Stadt er­ möglicht grundsätzlich die Einfüh­ rung des Frauenstimmrechts auf Stufe der Bürgergemeinden. 1958 wird es in der Bürgergemeinde Rie­ hen mit 64% Ja konkret eingeführt. 1959: Das Frauenstimmrecht wird bei der eidgenössischen Volks­ abstimmung mit 67% Nein wuchtig Lesen Sie weiter auf Seite 15


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das Stimmrecht nicht vorenthalten, nur weil man es selbst nicht will. Später haben mir einige der Gegnerinnen des Frauenstimmrechts gesagt, ich sei immer fair geblieben – das fand ich schön. Dass es Leute gibt, die ihr Stimmrecht nicht nutzen, kann ich zwar nicht wirklich nachvoll­ ziehen. Aber wichtig ist, dass jeder selbst ent­ scheiden kann, ob er mitreden will oder nicht.»

hin den Männern überlassen wollten, kann ich nicht wirklich verstehen. Als moderne Frau habe ich ein anderes Rollenselbstverständnis: Ich will mitreden und halte mich über politische Verän­ derungen und Entscheide auf dem Laufenden.»

Wir zeigen ‹Die göttliche Ordnung› in einer speziellen Vorpremiere und laden dazu auch Pionierinnen von damals ein. Das Gelungene am Film ist, dass er zeigt, wie alle – auch die Männer – Opfer von jenen starren Strukturen waren, die damals herrschten. Laut einer Analyse von Claude Longchamps haben die Frauen übrigens seit Mitte der 1980er­Jahre mehr Abstimmungen entschieden als die Männer. Und sie neigen dazu, beim Abstimmen nicht nur an sich zu denken, sondern auch an ihre Kinder und die nächsten Generationen – häufiger als Männer.»

«Es braucht das weibliche Korrektiv» «Durch den Film bin ich heute politisch aktiver als früher» Marie Leuenberger (37), Hauptdarstellerin «Die göttliche Ordnung», Berlin: «Es ist

erstaunlich, welche Auswirkungen die Haupt­ rolle in dem Film auf mein reales Leben hat. Ich bin dadurch heute politisch aktiver als vorher. Gerade in der Filmbranche liegt noch einiges im Argen: 60 bis 80 Prozent aller Filmfördermittel gehen an männliche Regisseure oder Drehbuch­ autoren. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass sich das ändert. Wichtig finde ich auch den Satz, den meine Mutter mir mitgegeben hat: ‹Falls du Kinder kriegst, sieh zu, dass du mit einem Bein im Berufsleben bleibst.› Letztlich garantiert eben nur das eine gewisse Unabhängigkeit.»

Zoë Jenny (42), Schriftstellerin, Wien: «Im Ausland höre ich manchmal: ‹Du bist Schweizerin? Ihr habt das Frauenstimmenrecht doch so spät eingeführt?› Das ist mir immer etwas peinlich. Das hat so was Rückständiges. Dabei ist es gerade in der Schweiz wichtig, dass alle eine Stimme haben, weil wir so oft an die Urne gerufen werden. Für mich ist das politische Mitspracherecht sehr wichtig. Die Entscheide, die in der Politik getroffen werden, haben Auswirkungen auf unser Leben. Logisch will ich da mitreden. Zudem glaube ich: Es braucht das weibliche Korrektiv.»

«Frauen denken beim Abstimmen nicht nur an sich» Maya Graf (55), Nationalrätin der Grünen, Sissach BL: «Der friedliche Kampf um Gleich­

«Ich will mitreden»

Bilder: Tanja Demarmels, Keystone, zvg

Frieda Hodel (33), Ex-Bachelorette, Zürich: «Frauen, die das Abstimmen selbst 1971 weiter­

verworfen, in den kleinen Kanto­ nen der Zentral­ und Ostschweiz liegt die Ablehnung bei über 80%. In der Waadt hingegen wird das Frauenstimmrecht auf kantonaler und Gemeindeebene gut­ geheissen. Neuenburg folgt im September 1959, Genf 1960. 1962–1968: Der Bundesrat will 1962 dem Europarat beitreten und die Europäische Menschenrechts­ konvention unterzeichnen – das

stellung ist auch heute noch aktuell. Ich bi Co­ Präsidentin der Alliance F, des Bunds Schweize­ rischer Frauenorganisationen, die seit 1900 für das Frauenstimmrecht gekämpft haben.

fehlende Frauenwahlrecht wird zum Problem. Gleichzeitig ver­ ändert sich das gesellschaftliche Klima auch in der Schweiz. Der Bundesrat entscheidet sich, mit einer neuen Volksentscheidung Klarheit zu schaffen. 1971: Am 7. Februar nehmen die Stimmbürger das eidgenössische Stimm­ und Wahlrecht für Frauen mit 621 109 (66%) Ja zu 323 882 (34%) Nein bei einer Stimmbeteili­

«Dank der Stimmen der Frauen kamen viele Themen erst aufs Tapet» Sylvie Durrer (56), Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann, Bern: «Im Jahr 1971 war

ich elf Jahre alt. Ich erinnere mich noch gut, wie ich damals erstaunt war, dass meine Mutter und Grossmutter bis zu diesem Zeitpunkt nicht abstimmen durften. Ich bin mit einem anderen Selbstverständnis aufgewachsen. Erst beim Übertritt in die Sekundarschule im Kanton Waadt erkannte ich, dass je nach Geschlecht ein anderer Massstab galt: Um in eine höhere Leistungsklasse zu kommen, mussten Mädchen damals noch einen besseren Notendurchschnitt mitbringen als Knaben. Mit dem Verfassungsartikel über die Gleich­ stellung wurde diese Ungleichbehandlung 1982 aufgehoben. In der Folge wurden bis heute etliche gleichstellungspolitische Anliegen in die Gesetzgebung aufgenommen, so etwa das neue Eherecht, die Mutterschaftsver­ sicherung und das gemeinsame Sorgerecht. Dass die Schweiz die weibliche Sicht aussen vor lässt, ist Vergangenheit. Wichtig bleibt, dass Frauen ihr Stimmrecht auch nutzen.»

gung von 58% an. 15½ Kantone stimmen zu, 6½ Kantone der Zentral­ und Ostschweiz (UR, SZ, OW, GL, SG, TG, AR und AI) lehnen mit teilweise massiven Neinmehr­ heiten ab. Bei den Nationalrats­ wahlen vom 31. Oktober werden erstmals elf Frauen gewählt. 1990: Das Bundesgericht zwingt den Kanton Appenzell Innerrho­ den, auch seinen Frauen das kan­ tonale Wahlrecht zu gewähren.

Andere Staaten haben das Frauen­ stimmrecht schon viel früher ein­ geführt: Australien (1902), Finnland (1906), Sowjetunion (1917), Deutschland (1919), USA (1920), Grossbritannien (1928), Frankreich (1944), Italien (1945), Indien (1950), Iran (1963). Liechtenstein war 1984 das letzte westeuropäische Land. Quelle: Der lange Weg zum Frauenstimmrecht, Demokratie.geschichte­schweiz.ch


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«Viele Gegnerinnen hatten Angst, dass der Frau etwas verloren geht» Therese Affolter (65), Schauspielerin «Die göttliche Ordnung», Wien: «Ich war 1971 an der Schau­

spielschule in Wien, als die Frauen in der Schweiz auf die Strasse gingen, um für das Frauenstimm­ recht zu kämpfen – sonst hätte ich da definitiv mitgemacht. Im Film spiele ich die Frau Dr. Wipf, die sich gegen das Stimmrecht engagiert. Auch wenn ich, ehrlich gesagt, nur schwer nachvollziehen kann, wie man damals diese Haltung vertreten konnte, war mir wichtig, sie nicht als Karikatur zu spielen, sondern sie ernst zu nehmen. Viele, die damals wie sie dachten, hatten tatsächlich Angst, dass der Frau durch die Mitbe­ stimmung etwas verloren geht, dass ihre Weiblichkeit irgendwie Schaden nimmt. Viele wollten auch einfach Konflikte mit ihrem Mann vermeiden.»

Bilder: Daniel Ammann, Keystone, Pia Neuenschwander, zvg

«Es gibt viele Menschen, die hier wohnen, aber nicht mitbestimmen dürfen» Jovita Pino (32), Kulturwissenschaftlerin, Zürich: «Wenn gewis­

se Teile der Bevölkerung in einem Staat kein Stimmrecht haben, ist das nicht demokratisch. Das gilt nicht nur in Bezug auf Frauen. Es gibt viele Menschen, die hier woh­ nen, aber nicht mitbestimmen dür­ fen, wie wir miteinander leben und unsere Umwelt gestalten. 1971 war das Bild der Mittelschichtsfamilie mit getrennten Rollen für Frau und Mann extrem stark. Mit diesem

oder nicht. Dass die meisten Frau­ en meiner Generation das Stimm­ recht als etwas Selbstverständli­ ches betrachten, ist eigentlich ein gutes Zeichen. Trotzdem dürfen wir uns nicht einfach ausruhen. Heute ist das Fundament für die Gleich­ stellung gelegt, das Haus muss aber erst noch fertig gebaut werden.»

«In Kenia haben die Frauen das Stimmrecht schon 1963 erhalten» Yvonne Apiyo Brändle-Amolo (41), SP-Politikerin, Weiningen ZH: «Eine Gesellschaft ohne Politik

wäre wie ein Himmel ohne Sterne, also irgendwie orientierungslos. Ohne Politik kann sich eine Gesell­ schaft nicht weiterentwickeln. Frauen sind ein Teil der Gesell­ schaft, und so ist es für mich nur logisch, dass auch ich eine Stimme habe. Darum bewundere ich die Frauen, die sich damals für die Gleichberechtigung einsetzten und für ihren Platz in diesem System kämpften. In Kenia, meinem Herkunftsland, haben die Frauen das Stimmrecht schon 1963 er­ halten. Trotzdem ist man in Kenia in Sachen gleiche Rechte für Mann und Frau längst nicht so weit wie in der Schweiz.»

«Der Kampf ist heute ein anderer, aber er geht weiter» Claudine Esseiva (38), Generalsekretärin FDP-Frauen, Bern:

«Als ich als Schülerin erfuhr, dass Anzeige

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«Das Fundament ist gelegt, das Haus muss noch fertig gebaut werden»

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Yonni Meyer (35), Kolumnistin, Zürich: «Die Vorstellung, nicht

abstimmen zu dürfen, ist für mich völlig absurd. Ich nehme immer an Abstimmungen teil, enthalte mich jedoch bei einzelnen Vorlagen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich von einem Thema zu wenig ver­ stehe. Ich finde das sinnvoller, als mich einfach an der Meinung einer bestimmten Partei zu orientieren. Wichtig ist, dass ich selbst entschei­ den kann, ob ich mitreden möchte

das Frauenstimmrecht in der Schweiz erst zu Beginn der 1970er­ Jahre eingeführt wurde, war das ein Schock für mich. Ich konnte mir nicht vorstellen, in einer Gesell­ schaft zu leben, in der Männer und Frauen nicht die gleichen Rechte haben. Politisiert wurde ich mit rund 30 Jahren. Damals realisierte ich allmählich, dass Frauen und Männer im Berufsleben anders behandelt werden und Frauen nicht die gleichen Karrierechancen haben wie Männer. Das liegt mit­ unter an der Familienpolitik, bei der es noch immer Handlungsbedarf gibt. Stichworte sind etwa Vater­ schaftsurlaub oder Tagesschulen. Es gilt, Strukturen zu schaffen, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch in der Schweiz möglich ist. Der Kampf ist heute ein anderer als in den 1970er­Jahren, aber er geht weiter. Die Grundrech­ te haben wir. Jetzt gilt es, die Gesell­ schaft weiterzuentwickeln.» MM

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LEBEN | MM9, 27.2.2017 | 19

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Bewegung zu spüren. Der Dorfund Familienfrieden gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen. Unterstützt von der verwitweten ehemaligen Bären-Wirtin, beginnt sie öffentlich für das Stimmrecht zu werben und legt sich damit mit einer Dame namens Charlotte Wipf an, die die Vorsteherin des «Aktionskomitees gegen die Verpolitisierung der Frau» ist – und die Chefin ihres Mannes ... Das Migros-Magazin und der Filmverleih Filmcoopi Zürich verlosen 75 × 2 Kinotickets für «Die göttliche Ordnung», die ab 9. März in den Deutschschweizer Kinos anläuft – einen Tag nach dem Internationalen Frauentag. MM Mehr Infos: www.goettlicheordnung.ch

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20 | MM9, 27.2.2017 | MENSCHEN

Tag der Kranken 2017

Martin Zutter

«Ich bin voll im Leben!»

Teamwork als Überlebenshilfe

Weit über zwei Millionen Menschen in der

Schweiz leben mit einer Krankheit oder Beeinträchtigung. Selten ist ihr Handicap so offensichtlich wie bei Martin Zutter. Die Betroffenen möchten ihr Leben so normal wie möglich verbringen, ohne dass sich immer alles um die Krankheit dreht.

Der regelmässige Kontakt zwischen Kranken und Gesunden ist für

beide Seiten wertvoll. Der Tag der Kranken am 5. März rückt den Wunsch der Betroffenen ins Zentrum, mit und trotz ihrer Krankheit oder Behinderung wahrgenommen und geschätzt zu werden. Er bietet verschiedene Anlässe und Aktivitäten unter dem Motto «Schau mich an: Ich bin voll im Leben!» Eine Liste der Veranstaltungen in den ein-

zelnen Kantonen sowie Links zu Hilfsangeboten und Literaturhinweise gibt es online auf www.tagderkranken.ch

Weitere Beiträge

Martin Zutter im Migros-Magazin Zwischen Januar 2010 und März 2013 hat das Migros-Magazin bereits mehrfach über Martin Zutters Schicksal berichtet. Vier Jahre nach dem zuletzt erschienenen Artikel besuchten wir ihn erneut in seiner Wohnung in Sigriswil BE. Frühere Publikationen finden Sie auf www.migmag.ch/zutter

Seit zehn Jahren lebt Martin Zutter nun schon mit der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Ohne seine Frau, die ihn 2015 vor dem Erstickungstod rettete, wäre er heute nicht mehr da. Um seinen Alltag erträglich zu machen, braucht es viele helfende Hände. Text: Karin Aeschlimann

R

Bilder: Véronique Hoegger

uth … könntest du?» – Martin Zutter schliesst die Augen und versucht, sich im Rollstuhl zu strecken, den Kopf etwas mehr anzuheben. Ruth Zutter steht bedächtig auf, stellt sich hinter ihren Mann, legt ihm sanft eine Hand auf die Stirn und zieht seinen Kopf leicht nach hinten und oben. Mit der anderen Hand klappt sie zwei gepolsterte, an der Rückenlehne befestigte Bügel links und rechts um Martins Stirn. «Gut so?» – «Ja, danke.» Strengt er seine Halsmuskeln zu sehr an, drohen Krämpfe und dadurch Atemnot. Seit der Diagnose im Jahr 2007 arrangieren sich der ehe­ malige Verkaufsleiter Martin Zutter, heute 63, und seine Frau (51) tagtäglich mit seiner Krank­ heit ALS. Bei der Amyotrophen Lateralsklerose sterben laufend Nervenzellen ab, die für den Be­ wegungsapparat zuständig sind. Als Folge davon werden immer mehr Muskeln nicht mehr an­ gesteuert und bilden sich zurück. Der Muskelschwund dehnt sich im Lauf der Zeit über den ganzen Körper aus – bis zur voll­ ständigen Lähmung. Selbst das Schlucken, Sprechen und das selbständige Atmen sind dann nicht mehr möglich. Jährlich erkranken in der Schweiz rund 200 Menschen neu an ALS. Die meisten Betroffenen leben nach

der Diagnose noch drei bis fünf Jahre. Aber es gibt auch Ausnah­ men wie Martin Zutter. «Auf tieferem Niveau korrekt», antwortet Martin Zutter mit leiser Stimme auf die Frage, wie es ihm heute, nach zehn Jahren mit ALS, gehe. Er klingt heiser, das Sprechen strengt ihn an. Seit einiger Zeit muss er rund um die Uhr eine Beatmungsmaske tragen, durch die Umgebungs­ luft mit leichtem Überdruck in die Bronchien gepresst wird, weil die Lungenmuskulatur für eine selbständige Atmung zu schwach ist. Höchstens sechzig Sekunden hält es der 63-Jährige ohne Maske aus – zum Beispiel für den Transfer vom Bett in den Rollstuhl –, bevor Atemnot und Panik einsetzen.

Diese gehören mehr als einem Dutzend Personen. Der langjäh­ rige Hausarzt und ein Physio­ therapeut sind darunter, Fach­ personen von der Lungenliga und vom Verein ALS Schweiz sowie Verwandte und vier erfahrene Spitex­Mitarbeiterinnen, die abwechselnd im Einsatz sind. Und: Martin Zutter ist heute Arbeitgeber von fünf Assisten­ tinnen und einem Assistenten, deren Lohnkosten von der Inva­ lidenversicherung rückvergütet werden. Das bedeutet zwar einen grossen administrativen Auf­ wand, ist aber auch eine grosse Entlastung. Die Zutters haben

Ohne Unterstützung geht nichts

So ist aus dem «Teilzeitkampf­ pilot», wie er sich selbst früher scherzhaft nannte, ein Kämpfer im Dauereinsatz geworden. Ein Mann, der um seine Selb­ ständigkeit kämpft. Dafür sind an seinem Rollstuhl neben dem Beatmungsgerät ein Joystick, eine Umfeldsteuerung und ein Tablet befestigt. Doch all das nützt nichts, wenn Martin Zutter sich verschluckt oder wenn die Beatmung nicht per­ fekt funktioniert. Weil er fast ganz gelähmt ist, braucht es immer wieder helfende Hände.

Martin Zutter mit Ehefrau Ruth


MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 21

alle Assistenten in ihrem Wohnort Sigriswil BE gefunden und engagiert. Kündigungen gab es noch nie – die Chemie stimmt. Assistentin Madlene Fankhauser etwa verbringt jeden Donnerstag bei Martin Zutter in der Wohnung. Morgens lässt sie Hilfshund Flamme ins Zimmer, der seinem Herrchen als Morgenritual ausgiebig die Hände leckt. Dann hilft sie der Spitex-Mitarbeiterin, ihren Chef mithilfe eines Lifts vom Bett in den Rollstuhl zu hieven. Dabei kommt ihr zugute, dass sie ausgebildete Pflegerin ist. Anschliessend erledigt die 49-Jährige den Einkauf und kocht. «Immer wieder staune ich, wie zufrieden Martin ist, trotz der Schmerzen und Lähmung», sagt sie, «und ich habe von ihm gelernt, möglichst viel Belastendes auszublenden. Stattdessen nehme ich das Hier und Jetzt an, wie es ist.» Und sie weiss: Im Notfall muss sie hellwach sein, um rasch eingreifen zu können. Alle wissen vom Drama im Juli 2015, als Martin Zutter mit einer ungeschickten Bewegung versehentlich den Schlauch des Beatmungsgeräts von der Gesichtsmaske riss und beinahe erstickte, weil er allein in der Wohnung war. Als seine Frau von der Arbeit kam, fand sie ihn vornübergebeugt im Rollstuhl sitzend, grau im Gesicht, die

blauen Augen blicklos. «Ruth hat mich wie ein Engel gerettet», sagt er heute. «Erst im Bett wurde mir bewusst, dass ich noch da bin. Voller Dankbarkeit schlief ich ein.» Gemeinsam durch dick und dünn

Ruth und Martin: ein Phänomen. Bereits vor sechs Jahren sagte Susanne Brawand (48), die für das Muskelzentrum des Inselspitals Bern Patienten mit einer neuromuskulären Erkrankung und deren Angehörige mit Rat und Tat unterstützt: «Es ist sehr eindrücklich, wie das Ehepaar Zutter an einem Strick zieht.» Und heute ergänzt sie: «Dass die beiden auch in dieser Situation als Paar funktionieren und wie sie ihre Beziehung leben, beeindruckt mich.» Ruth macht zwar alles für ihren Mann – «alles und noch mehr!», ergänzt er –, dennoch sieht sie ihn nicht als Kranken: «Martin ist in erster Linie mein eigenständiger Partner, Mann und Freund.» «Obwohl ich etwas dünnhäutiger und anstrengender bin als früher …», wirft Martin ein. Ruth: «Ja, er hat zwar an Gewicht zugelegt, aber sonst ist er ein Finöggeli!» Martin: «Du, ja nicht frech werden!» Ruth: «Was meinst du denn, warum ich dir heute etwas Längsgestreiftes zum Anziehen vorgeschlagen habe? Das macht schlank!»

Und für einmal leidet er nun mit ihr mit: Nach über 20 Jahren wurde Ruth die Stelle in einer Boutique gekündigt, weil diese schliesst. «Dabei muss ich doch arbeiten gehen», sagt sie, «für meine Altersvorsorge, weil wir das Geld gebrauchen können. Und auch, weil es mir guttut, an drei Tagen pro Woche aus dem Haus zu kommen.» Noch ist keine neue Stelle in Sicht, und auf Martins Wunschliste für 2017 steht: «Ein neuer Job für Ruth.» Nachdem er Phasen hatte, in denen ihm alles fast zu viel wurde, schmiedet er heute wieder Pläne. Brandneu ist der PC mit Augensteuerung, dessen Bedienung er nun übt, weil seine Hände bald gar nicht mehr zu gebrauchen sein werden. Und er schreibt, Buchstabe für Buchstabe, an einem Buch. Die erste Auflage von fünf Stück entstand zu Ruths 50. Geburtstag im März 2016, die nächste soll 100 Exemplare umfassen. Zudem: Zutters wollen in die Ferien! Gemeinsam mit vier Freunden soll es im August an die Ostsee gehen, ans Meer, Martin Zutters Kraftort. Er hat alles minutiös geplant, auch den Pflegedienst vor Ort organisiert. Und neben dem Sofa gibt es eine kleine, maritime VorfreudenFerienecke mit Muschel- und Leuchtturmdeko – eingerichtet mithilfe einer Assistentin. MM

Sie alle sind im Einsatz, um Martin Zutters Leben mit der Krankheit ALS so angenehm wie möglich zu gestalten. Hintere Reihe (v.l.): Madlene Fankhauser, Ruth Dähler, Ursula Bühler (Assistentinnen), Elisabeth Zehnder (Lungenliga Bern), Susann Waber (Assistentin), Barbara Kämpf (Spitex), Werner Fuchs (Assistent), Eugen Zutter (Martins Bruder), Martin Schürch (Hausarzt) Vordere Reihe (v.l.): Anita Waber (Spitex), Thomas Glück (Freund und Helfer), Ruth Feuz (Spitex), Ruth und Martin Zutter mit Hund Flamme, Beatrice Sägessenmann (Spitex), Therese Tschanz (Freundin und Helferin), Reto Härri (Physiotherapeut), Susanne Brawand (ALS-Care-Managerin am Inselspital Bern)


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Ihr Reiseprogramm: Verkosten Sie feine Weine der Region

Das fantastische Schloss Azay-le-Rideau

Das Wasserschloss Chenonceau

1. Tag – Anreise ins Loiretal Fahrt im komfortablen Extrabus in die Gegend von Tours im Herzen des wunderschönen Loiretals. Nach der Begrüssung werden wir mit dem Nachtessen erwartet. 2. Tag – Amboise – Clos-Lucé - Chenonceau Wir starten den Tag mit einer Stadtführung durch Tours, der Stadt des Heiligen Martins. Die malerischen Gassen und wunderschönen Fachwerkhäuser werden Sie beeindrucken! Danach geht es weiter nach Amboise, wo hoch über der Loire das geschichtsträchtige Schloss Amboise thront. Von hier geniessen wir die fantastische Rundsicht auf das Loiretal. Ganz in der Nähe stossen wir später auf das weltbekannte Herrenhaus Clos-Lucé. Hier lebte Leonardo da Vinci von 1516 bis zu seinem Tod 1519. Freuen Sie sich auf die Besichtigung der Wohnräume und bewundern Sie zahlreiche Erfindungen des Genies, der seiner Zeit 400 Jahre voraus war! Abschluss des Tages ist das Wasserschloss Chenonceau, das Schloss der Frauen. Es ist das ungewöhnlichste und beliebteste Schloss an der Loire und besonders bekannt für seine 60 Meter lange Brücke über den Fluss Cher. Geniessen Sie die königliche Atmosphäre bei einem Spa-

ziergang durch den wunderschönen Schlossgarten und freuen Sie sich danach auf eine romantische Schifffahrt auf dem Cher. 3. Tag – Villandry – Ussé – Azay-le-Rideau Halten Sie Ihren Fotoapparat bereit – auch heute sehen wir herrliche Bilderbuch-Motive auf Schritt und Tritt. So zum Beispiel die weltberühmten Renaissance-Gärten von Schloss Villandry, für deren Erhalt pro Jahr ca. 145.000 Pflanzen herangezogen werden. Später begeben wir uns definitiv ins Land der Märchen und sehen das Dornröschen-Schloss Ussé mit seinen runden Türmen und spitzen Dächern. Den Abschluss macht das Schloss Azay-le Rideau, eines der elegantesten Loire-Schlösser, das nach venezianischer Art auf Holzpfählen mitten im sumpfigen Gelände errichtet wurde – fantastisch! Wir beenden den Tag auf einem bekannten Weingut und erfahren viel Wissenswertes rund um die bekannten Loire-Weine, die wir selbstverständlich auch verkosten dürfen. 4. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 23

S Bänz Friedli

Quels khoga unterländers

Sehr kurz sind sie, seine Ski, und man muss ihm auf den Sessellift helfen. Der Kleine ist mit seinem Vater unterwegs, auf dem Vierer­ sessel zwischen ihnen und mir ist ein Platz leer geblieben. «Was bedeutet das?», will der Bub plötzlich wissen und zeigt nach unten: An einem unbefahrenen Hang hat jemand ein grosses Herz in den Schnee gestapft, vom Lift aus gut sichtbar, darin die Initialen: P + P. «Was bedeutet das? Sag!» – «Dass irgendein Junge ein Mädchen gern hat», antwortet der Vater auf Rätoromanisch, «vielleicht ein Paul eine Paula?» Schweigen. Nach einigen Metern sagt der Kleine, an der Seite seines Vaters sitzend: «Ich kann gar kein Romanisch», und er sagt es, soweit ich das beurteilen kann, in astreinem Sursilvan. «Aber klar doch», entgegnet sein Vater, «klar sprichst du Romanisch: mit der Mama und in der Schule Sursilvan, mit mir und mit der Nona Enga­ diner Romanisch.» Der Bub spricht also sogar zwei verschiedene Arten Romanisch, den Dialekt der Surselva und Vallader, das Idiom des Unterengadins. Dennoch meint er, kein Romanisch zu verstehen …

Bänz Friedli (51)

war in den Ferien.

Wenn ich durch Laax und Falera gehe, reden die Jugendlichen untereinander Romanisch, an der Schule wird Romanisch gesprochen, und wenn periodisch mal wieder aus einer Zürcher Redaktionsstube der Tod des Rätoromanischen ferndiag­ nostiziert wird, haben die entsprechenden

Schreiber wohl noch nie die Band Liricas Analas gehört, die famosen Bündner, die ihre Texte in Sursilvan rappen. Man fühlt sich als Feriengast einfach wohl hier, wohl und willkommen. Mag schon sein, dass an der Volg­Kasse eine Verkäuferin zur anderen mal sagt: «L’autr’jamna veeinsa puspeei ruaus da quels stria jasters … da quels khoga unterländers!» Nächste Woche seien sie diese Unterländer – gemeint sind wir Ski­ und Snowboardtouristen – dann wieder los. Aber sie sagt es auf Sursilvan, und es klingt irgendwie noch «khoga» charmant … Nein, solange meine lieben Bündner noch eine solche Sprachvielfalt pflegen, brau­ chen wir uns nicht, wie im letzten Magazin thematisiert, zu sorgen, die Globalisierung mache alle lokalen Eigenheiten zunichte. Während der restlichen Liftfahrt plaudert der Kleine munter weiter mit seinem Vater, will dies und das wissen und berät, ob nun die Piste nach Larnags oder die nach Plaun anzupeilen sei. Ich versuche – gwundrig, wie ich nun mal bin –, dem Gespräch zu folgen, schnappe Begriffe auf, reime mir dies und das zusammen. Denn der Kleine redet die ganze Zeit Romanisch, und vermutlich merkt er es selber nicht einmal. MM

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26 | MM9, 27.2.2017 | MENSCHEN

Arnold Odermatt setzte sich gegen den Nidwaldner Polizei­ direktor durch und wurde so zum ersten Polizeifotografen der Schweiz.


MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 27

Arnold Odermatt

Der Polizist hinter der Linse Arnold Odermatt dokumentierte als einer der ersten Polizisten der Schweiz Verkehrsunfälle. Seine Fotos von spektakulären Karambolagen gingen um die Welt. Doch in seiner Sammlung gibt es auch andere Schätze – und ein verwackeltes Bild von Charlie Chaplin. Text: Andreas Bättig

Bild: Arnold Odermatt, Hergiswil, 1961 © Urs Odermatt/Windisch

K

rachen heutzutage zwei Autos ineinander, zücken Schaulustige oft sofort ihre Smart­ phones. Dutzende Fotos werden geschossen, die dann als Leser­ reporterbilder in Zeitungen oder auf Newsportalen landen. Auch die Polizei hält den Unfall fotografisch fest, um das Bild anschliessend der Medien­ mitteilung anzuhängen. Als Arnold Odermatt im Kanton Nidwalden Polizist war, gab es noch keine Smartphones und keine Leserreporter. Über 60 Jahre ist es her, als Odermatt jeden Morgen seine Polizei­ uniform anzog und als Kantons­ polizist zu Unfällen ausrückte. Am Unglücksort angekommen, betreute er nicht nur die Opfer und erstellte Zeugenprotokolle, sondern machte mit seiner Privatkamera auch Bilder der Unfallautos. Vor Odermatt hatte das in der Region kein Polizist gemacht: Bis dahin wurden Unfallbilder gezeichnet, denn Fotos standen im Verdacht, manipuliert werden zu können. Deshalb musste sich Arnold Odermatt als junger Polizist erst mal gegen seinen Polizeidirektor durchsetzen. Dieser wollte ihm das Foto­ grafieren im Dienst nämlich verbieten. Doch Odermatt liebte die Fotografie zu sehr.

Bilder: Herbert Zimmermann

Bereits als Siebenjähriger hatte er durch Sammeln von Indianer­ bildchen bei einem Wettbewerb einen kleinen Fotoapparat gewonnen. Weil seine Eltern es sich nicht leisten konnten, ihm einen Film für die Kamera zu kaufen, trat der kleine Arnold als Zauberer auf und verlangte pro Vorstellung einen Eintritt von fünf Rappen. Nachdem er genug Geld gesammelt hatte, erwarb er seinen ersten Fotofilm im Kolonialwarenladen im Dorf und brachte sich das Fotografie­ ren selbst bei. Seine ersten Moti­ ve waren die zehn Geschwister. Lob der Richter

Der Polizeijüngling blieb also stur, schoss mutig weiter Unfall­ fotos und fürchtete, eines Tages dafür zum Teufel gejagt zu wer­ den. «Ich hatte schon ein paar schlafose Nächte deswegen», sagt Arnold Odermatt. Der 91­Jährige lebt heute in einer Wohnung in Stans NW. Er erinnert sich noch gut, wie er damals die Bilder der zerbeulten und zerschellten Autos als Beweisstück an die Polizeiakte heftete. Die Richter, die diese Akten für ihre Urteile studieren mussten, waren begeistert: Endlich konnten sie die Unfälle beurteilen, als wären sie selbst vor Ort gewesen. Odermatt wurde gelobt, der Polizeidirek­

tor mit seinen Manipulations­ vorwürfen war besänftigt. Jahrzehntelang fotografierte Odermatt mit seiner Rolleifex­ Kamera solche Unfälle. Zehn­ tausende Bilder landeten in den Akten. Nur ab und zu wurden besonders schlimme Unfall­ bilder im Schaufenster der Polizeistation aufgehängt – zur Abschreckung. Nie jedoch sind auf Oder­ matts Bilder Leichen zu sehen, nur immer das zerknüllte Blech. «Ich musste ja am Unfallort zuerst meine Arbeit als Polizist machen. Erst danach hatte ich Zeit für die Fotos», sagt er. Als Odermatt als Chef der Verkehrs­

Hergiswil, 1961: Arnold Odermatt fotografierte Tausende Unfälle.

Ausstellung

Unfälle und Alltagsleben Die Photobastei Zürich zeigt noch bis 12. März die bisher umfassendste retrospektive Aus­ stellung mit Werken von Arnold Odermatt. Die von Daniel Bloch­ witz kuratierte Auswahl präsentiert Arbeiten aus allen Schaffens­ phasen, angefangen von der von Urs Oder­ matt herausgegebenen international viel beach­ teten Werkreihe «Karambolage» über die ironisch anmutenden Dokumentationen des eidgenössischen Polizeialltags bis hin zu seinen bisher weniger bekannten fotografi­ schen Beobachtungen des Schweizer Alltags. Weitere Infos: www.photobastei.ch


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MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 29

Aus Arnold Odermatts Archiv

www.migmag.ch/ odermatt

polizei und Vizekommandant der Nidwaldner Kantonspolizei pensioniert wurde, gingen seine Polizeifotos in den Schubladen vergessen. Unfallbilder gehen um die Welt

Erst als sein Sohn, der Regisseur Urs Odermatt, bei der Recherche zu seinem Spielfilm «Wacht­ meister Zumbühl» im Archiv sei­ nes Vaters stöberte, entdeckte er, welche Schätze sich darin verbar­ gen. Bereits der erste Bildband, den er mit dem Titel «Karambo­ lage» im Steidl Verlag herausgab, war ein internationaler Erfolg. Arnold Odermatts Fotos wurden 2001 für die 49. Biennale von Venedig ausgewählt und 2002 in einer Einzelausstellung im Art Institute of Chicago ge­ zeigt. Denn Odermatt war mehr als ein Beamter, der Unfallautos für Akten fotografierte. Seine Fotos haben eine eigene Bild­ sprache, hinter der Kamera war er ein Künstler. Seine Bilder zeichnen sich durch einen über­ wältigenden Pragmatismus aus. Alles ist auf das Wesentliche reduziert. «Es hat nur dort Licht, wo es Licht braucht, er ging sehr zielstrebig vor», sagt Urs Odermatt.

Mittlerweile sind aus den rund 60 000 Bildern einige Bildbände entstanden: «Karambolage», «In zivil» oder «Im Dienst». Im neuesten Band «Feierabend» sind Bilder abgedruckt, die Odermatt nach der Arbeit gemacht hatte: Fotos aus dem Alltag der Men­ schen und aus der Natur der Zen­ tralschweizer Berglandschaft. Geld verlangte Odermatt für solche Feierabendaufträge nie. Um Geld zu sparen, schoss er meistens nur ein einziges Foto – nicht immer gelang dabei ein perfektes Bild. Als er auf dem Bürgenstock Charlie Chaplin fotografieren wollte, war er zu nervös. Das Foto wurde unscharf. Seine Fotoleidenschaft führte Odermatt bis ins hohe Alter fort. Erst vor wenigen Monaten musste er das Fotografieren auf­ geben. Seine Augen spielen nicht mehr mit. Digital hat Arnold Odermatt übrigens nie foto­ grafiert. Er blieb dem Analogen immer treu. «Bei der digitalen Fotografie muss man ja nichts mehr selbst einstellen», sagt er. Das sei ihm zu einfach. MM Alle Bücher von Arnold Odermatt sind in The Odermatt Shop erhältlich: www.theodermattshop.ch

Odermatts Fotos sind inzwischen in mehreren Bildbänden verewigt.

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30 | MM9, 27.2.2017 | MENSCHEN

Tim Krohn

«In mir sprudelt es die ganze Zeit» Der Schriftsteller Tim Krohn wurde mit Romanen wie «Quatemberkinder» und «Vrenelis Gärtli» bekannt. Nun hat er den ersten Band seines Mammutprojekts «Menschliche Regungen» publiziert. Er finanziert es mit Crowdfunding – und wer Geld gibt, darf den Inhalt mitbestimmen. Text: Barbara Lukesch Bilder: Nicola Pitaro


MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 31

In Tim Krohns neuem Buchprojekt dreht sich alles um die Vielfalt der menschlichen GefĂźhle.


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MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 33

«Ich habe so beseelt geschrieben wie nie zuvor.»

Tim Krohn, worum geht es in «Herr Brechbühl sucht eine Katze»? Ich begleite elf Menschen, die in einem Genossenschaftshaus in Zürich leben, und beschreibe sie in ihrer ganzen Vielfalt. Hubert Brechbühl ist einer von ihnen. Der Roman ist der erste einer Reihe von voraus­ sichtlich 15 Bänden. Ziel ist es, alle Facetten des menschlichen Seins zu ergründen, alle Gefühle und Charakterzüge. Letztlich geht es mir um eine Gesamtschau des Menschen, quasi um die Conditio humana. Ein ehrgeiziges Unterfangen. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein solches Mammutprojekt in Angriff zu nehmen? Ich habe eine Schwäche für Listen. Vor etlichen Jahren habe ich einmal die Schöp­ fungsmythen der Welt neu erzählt. Dabei hatte ich mit fünf oder zehn Prototypen gerechnet, und am Schluss waren es 155. Später habe ich eine neue Liste begonnen, auf der ich alle Gefühle und Eigenschaften notierte, die uns Menschen charakterisieren. Sie wuchs und wuchs, und heute enthält sie fast 1000 Einträge. Diese Begriffe, die von Aalglätte, Abschiedsschmerz, Eifersucht, Glück und Heiterkeit bis zu Zynismus reichen, lote ich nun in je einem Kapitel aus. Ursprünglich hatte ich vor, dieses gigantische Projekt zu meinem Alterswerk zu machen, doch dann zwang mich die Not, jetzt zu handeln.

Bild: Keystone

Die Not? Erzählen Sie! Ich wohne mit meiner Familie in einem wohl 400 Jahre alten Haus in Santa Maria Val Müstair. Als meine Mutter, Mitte 80 und gebrechlich, armengenössig wurde, beschlossen wir, sie zu uns zu nehmen, um ihr das Pflegeheim zu ersparen. Sie kann allerdings nicht mehr in den ersten Stock steigen, wo sich das einzige Bad im Haus befand. Deshalb brauchten wir umgehend rund 50 000 Franken, um ein Bad im Erd­ geschoss einbauen zu lassen. So viel Geld hat man als Schriftsteller normalerweise nicht. Freunde rieten mir, ein Crowd­ funding zu starten. So kam ich auf die Idee, auf der Internetplattform «Wemakeit.ch» meine Gefühlsliste zu publizieren und den Leuten anzubieten, für mindestens 250 Franken ihre persönliche Geschichte zu schreiben, basierend auf dem von ihnen gewählten Begriff. Das Ganze wollte ich zu einem Roman zusammenfügen. Hat Ihre Idee funktioniert? Fast zu gut. Innerhalb eines Monats hatte ich nicht nur das Geld für das Badezimmer zusammen, sondern auch Aufträge für 130 Geschichten. Ich schluckte leer. Bisher hatte ich Erzählbände publiziert, die acht oder neun Geschichten enthielten. Und jetzt 130! Das war eine völlig neue Dimension.

Im Verlagsprogramm sind bereits zwei weitere Bände angekündigt. Offenbar haben Sie doch einen Weg gefunden, um das grosse Arbeitsvolumen zu bewältigen. Es war zunächst eine ungewohnte Art zu schreiben, denn ich hatte meine «Auftrag­ geber» gebeten, nicht nur ein Gefühl zu wählen, sondern mir zusätzlich drei ihrer Lieblingswörter oder ­zahlen zu nennen, die ich im Text unterzubringen versprach. Das erleichterte das Schreiben ungemein. Zudem bekam ich viele unglaublich schöne Rück­ meldungen, die mich sehr motiviert haben. Welche Art Wörter wollten die Leute denn in ihren Geschichten unterbringen? So schwierige wie Sollbruchstelle, Übersprungshandlung … … oder Quastenflosser. Es gab wirklich sehr spezielle Begriffe. Aber das waren die dank­

Zur Person

Kultschriftsteller und Auftragsautor Tim Krohn (51) hat zehn Jahre lang Philosophie, Germanistik, Politik- und Musikwissenschaft studiert, verliess die Universität jedoch ohne Abschluss. Seinen Lebensunterhalt verdiente er in dieser Zeit als Freejazzmusiker und Sprecher der Blindenhörbücherei. Noch als Maturand verfasste er 1985 sein erstes Hörspiel für das Schweizer Radio. Den Durchbruch als Schriftsteller schaffte er mit seinen beiden Romanen «Quatemberkinder» und «Vrenelis Gärtli», die Bestseller wurden und inzwischen als Kultbücher gehandelt werden. 2013 schrieb er das Einsiedler Welttheater. Krohn erhielt unter anderem den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis. Der 51-Jährige lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Santa Maria Val Müstair GR.

barsten Aufträge. Auf solchen Wörtern bin ich regelrecht geritten, weil ich sie so schön fand. Ich schrieb so beseelt wie nie zuvor und habe innerhalb gut eines Jahres 197 Geschichten produziert. Das klingt nach Fliessbandarbeit. Oder Disziplin. Meine Tage verliefen sehr geordnet. Bevor ich zu Bett ging, schaute ich nach, um welches Gefühl sich die nächste Geschichte drehen sollte. Das Wort nahm ich mit in meine Träume. Am nächsten Morgen hütete ich die Kinder und erledigte Büroarbeiten, nach dem Mittagessen ging ich spazieren und entwarf den Plan für die Geschichte; dazu benötigte ich ungefähr eine halbe Stunde. Dann schrieb ich und recherchierte parallel dazu im Internet, alles in allem vier Stunden lang. Abends überar­ beitete ich den Text nochmals zwei Stunden lang und sprach ihn ins Diktafon. Meine Frau Micha hörte sich ihn an und gab Feed­ back, danach gingen wir schlafen. Muss eine solche Akkordarbeit nicht notgedrungen oberflächlich bleiben? Ich glaube nicht. Die Grundidee lässt mir unglaubliche Freiheiten bei der Wahl der Themen, Handlungen, Personen und Umgebungen. Gleichzeitig tauche ich dank des Gefühls, das jede Geschichte bestimmt, und der drei Zusatzwörter in eine Welt ein, die ganz plastisch ist. Ich schreibe sehr intuitiv, regelrecht meditativ, schalte mich als Person weitgehend aus und bin ganz da für die Begriffe, Figuren und Geschichten. Reicht das Recherchieren im Internet aus, um alle Informationen zu bekommen? Als Schriftsteller benötigt man ein grosses Halbwissen. Und natürlich lasse ich meine Figuren gern in Bereichen auftreten, die ich aus eigener Anschauung kenne: Theater, Film, Familie, Berge. Wird dann allerdings ein Begriff wie eben Quastenflosser ver­


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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Gent. Fahrt in die historische Stadt Gent, wo wir die nächsten fünf Nächte im zentral gelegenen Novotel Centrum wohnen werden. 2. Tag: Gent. Das authentische Gent sprüht nur so vor Charme und Lebensfreude! In der im Herzen von Ostflandern gelegenen Stadt stehen Vergangenheit und Gegenwart in perfektem Einklang. Stadtführung am Vormittag. Am Nachmittag haben wir freie Zeit, um die lebendige Altstadt zu entdecken. 3. Tag: Gent, Ausflug Brügge und De Haan. Rundgang durch die Altstadt von Brügge. Anschliessend geniessen wir das mittelalterliche Stadtbild vom Wasser aus. Fahrt nach De Haan und freie Zeit an der Nordseeküste. 4. Tag: Gent, Ausflug Brüssel und Leuven. Brüssel ist in jeder Hinsicht das Zentrum Belgiens – wirtschaftlich, politisch und kulturell. Die Stadtbesichtigung führt uns zum Grand Place und den reichverzierten

Zunfthäusern, zum Manneken Pis, Atomium (von aussen) und Europa-Viertel.Am Nachmittag lernen wir die lebendige flämische Universitätsstadt Leuven kennen. 5. Tag: Gent, fak. Ausflug Antwerpen. Heute besteht die Möglichkeit, die Hafenstadt Antwerpen kennenzulernen. Die Stadt hat viele bekannte Künstler hervorgebracht, darunter die Maler Rubens und van Dyck. Ausserdem ist Antwerpen für seine Diamanten bekannt. Die Stadt ist das weltweit wichtigste Zentrum für Verarbeitung und Handel dieses edlen Schmuckstücks. Geführter Altstadtrundgang und Besichtigung im Rubenshaus, ehemaliges Wohnhaus und Werkstatt des flämischen Malers Peter Paul Rubens. Anschliessend haben wir Zeit für ein individuelles Mittagessen und einen Bummel durch die Stadt. 6. Tag: Gent–Ardennen–Luxemburg. Auf dem Weg Richtung Luxemburg besichtigen wir das Château de Modave, das an einmaliger Lage 60 Meter über dem Tal des Hoyoux einen wunderschönen Ausblick auf ein Naturschutzgebiet bietet. Weiterfahrt nach Durbuy, der kleinsten Stadt Belgiens. Individueller Aufenthalt. Die Weiterfahrt führt uns durch die reizvolle Landschaft der Ardennen zu unserem letzten Übernachtungsort Luxemburg. 7. Tag: Luxemburg–Schweiz. Nach dem Frühstück besuchen wir auf einer Stadtführung die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Luxemburgs. Die Hauptstadt des Grossherzogtums bietet eines der schönsten Stadtbilder Europas. Rückfahrt in die Schweiz.

Spardatum in Komfortklasse Reise 1 Einzelzimmerzuschlag

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Reisedaten 2017 (So – Sa) 1: 2: 3: 4:

30.04.–06.05. 07.05.–13.05. 14.05.–20.05. 21.05.–27.05.

5: 28.05.–03.06. 6: 04.06.–10.06. 7: 11.06.–17.06.

Unsere Leistungen · Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus – Spardatum mit Komfortklasse-Bus · Unterkunft in guten Mittelklasshotels · Mahlzeiten: – 5 x Halbpension – 1 x Frühstücksbuffet (2. Tag) · Ausflüge, Eintritte, Besichtigungen gem. Programm (ausg. fak. Ausflug 5. Tag) · Audio-System auf Rundgängen · Erfahrener Reisechauffeur Nicht inbegriffen · Fakultative Ausflug Antwerpen · Annullationsschutz und Assistance-Versicherung · Auftragspauschale (entfällt bei Online-Buchung)

55 29 20

Abfahrtsorte 06:10 Wil • 06:30 Burgdorf • 06:35 Winterthur 07:00 Zürich-Flughafen •

07:20 Aarau 08:00 Baden-Rütihof • 08:35 Basel 08:50 Pratteln •

Hinweis Reise 4 Das Reiseprogramm findet in leicht abgeänderter Reihenfolge statt. Ihre Hotels

Atomium – Symbol der Weltausstellung 1958 *SOFORT-PREISE ca. 50 % der Plätze buchbar bis max. 1 Monat vor Abreise. Bei starker Nachfrage: Verkauf zum KATALOG-PREIS.

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Königsklasse Spardatum

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MENSCHEN | MM9, 27.2.2017 | 35

langt, muss ich auch mal ein, zwei Bücher kommen lassen, um mich zu informieren. Wie kommen Sie auf neue Ideen? Unser knapp vierjähriger Sohn erzählt den ganzen Tag Geschichten, er plaudert und plappert und strotzt nur so vor Einfällen. Ich bin wie er. In mir sprudelt es die ganze Zeit, es ist stets alles in Bewegung. Darum tut mir das Leben in unserem 350-SeelenDorf Santa Maria Val Müstair so gut. Hier finde ich die nötige Ruhe. Ich habe noch nie so gut schreiben können wie hier. Wie bewahren Sie den Überblick über die Handlungen und Ihr Personal, wenn Sie bei der 650. Geschichte angelangt sind? Ich bin kein sehr geordneter Mensch und habe tatsächlich Angst, eines Tages den Faden zu verlieren. Gott sei Dank habe ich eine sehr gute Lektorin, die sich inzwischen tief in den Stoff eingearbeitet hat. Wie geht es nach den ersten drei Bänden nun weiter? Neu habe ich die Website www.menschlicheregungen.ch aufgeschaltet, über die man direkt bei mir Geschichten bestellen kann. Sobald wieder 65 Geschichten geordert sind, schreibe ich den nächsten Band in einem Rutsch durch. Sie haben zwei kleine Kinder, Ihre Frau schreibt auch, aber aktuell sind primär Sie es, der den Familienunterhalt bestreitet. Da dürften die rund 20 000 Franken nicht

ausreichen, mit denen Sie für 65 Geschich­ ten rechnen können. Nein, auch wenn vielleicht nochmals 20 000 Franken Verlagstantiemen zusammenkommen. Ich schreibe regelmässig Theaterstücke, die generell besser bezahlt werden als Prosa. Mit Lesungen in der Schweiz und im Ausland kommt nochmals einiges herein. Und wir sind daran gewöhnt, uns durchzuhangeln. Hier oben in Santa Maria leben wir sehr bescheiden und brauchen fast kein Geld. Gemüse und Obst haben wir im Garten, meine Frau backt unser Brot. Das grosse Haus ermöglicht es, dass wir in unseren eigenen Räumen Schreibkurse anbieten können. Sie wohnten selbst 20 Jahre lang in einem Genossenschaftshaus im Zürcher Kreis 5. Nun leben Sie mit Ihrer Familie praktisch am Ende der Welt. Extremer können die Unterschiede nicht sein. Ich wuchs im Glarnerland auf, kehrte also gewissermassen zu meinen Wurzeln zurück, wobei die Val Müstair natürlich nochmal deutlich ländlicher ist. Aber es ist einfach ein wunderbarer Ort. Wir können leider noch kein Romanisch, möchten es aber mit unseren Kindern lernen, die im Tal den Kindergarten und die Schule besuchen werden. Wir lieben die Menschen hier. Als wir unser Haus im ersten Jahr umbauen liessen, hatten wir ständig bis zu zehn, zwölf Arbeiter bei uns – Männer aus dem Tal, denen wir jeden Tag Znüni und Zvieri aufgetischt haben. Oft haben wir uns dazugesetzt, mit einzelnen sind

richtige Freundschaften entstanden. So ist der Plättlileger Götti unserer Tochter geworden. Sie sind als anderthalbjähriger Bub aus Deutschland in die Schweiz ge­ kommen. Mit welchem Land fühlen Sie sich heimatlich verbunden? Ich fühle mich sehr stark als Schweizer. Ich liebe das Land, das politische System und die Fähigkeit der Menschen, trotz ihrer Vielfalt miteinander auszukommen. Haben Sie auch den Anspruch, als Schrift­ steller eine politische Stimme zu sein? Unbedingt. Ich bin zwar kein Haudegen, der parteipolitisch Stellung bezieht und seine Leserschaft zu bekehren versucht. Aber ich war jahrelang Präsident des Schweizerischen Schriftstellerinnen- und Schriftstellerverbands und bin vehement der Ansicht, dass auch mein Projekt «Menschliche Regungen» eine gesellschafts- und kulturpolitische Dimension hat. Themen wie die Beziehungen der Geschlechter, Leben im Alter, die berufliche Situation von Theaterund Filmschaffenden, aber auch die Auswirkungen von Ereignissen wie 9/11 sind meiner Figuren täglich Brot. MM Für alle, die eine Geschichte zum Projekt «Menschliche Regungen» beisteuern wollen: www.menschliche-regungen.ch https://wemakeit.com/projects/timkrohn Tim Krohn: «Herr Brechbühl sucht eine Katze», Galiani Berlin 2017, bei Ex Libris für Fr. 26.80; Buchpremiere mit Tim Krohn: 27.2., 20 Uhr, im Kaufleuten Zürich (Pelikanplatz). Weitere Lesungstermine: www.timkrohn.ch

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Migros-Welt MM09

Zahl der Woche

40 000 000

Seit 1969 fördert das Migros-Kulturprozent Schweizer Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Rund 3000 Talente aus den Bereichen Musik, Tanz und Theater wurden bisher mit 40 Millionen Franken unterstützt.

Migros-Lehrberufe

Muntere Wachmacherin Valbona Ziberi (24) absolviert das erste Lehrjahr als Detailhandelsassistentin Bäckerei/ Konditorei/Confiserie bei der Genossenschaft Migros Basel. Sie arbeitet am Take-away in der Filiale Drachencenter in der Basler Innenstadt.

«Kaffee ist bei uns immer sehr gefragt. In der Vorfasnachtszeit kaufen viele Kunden dazu eine Fastenwähe. In der Region Basel ist sie ein beliebter Znüni.»

«Game Days»

Bild: Daniel Kellenberger

Spiel und Spass im «Zugerland» Lust auf Abwechslung beim Einkaufen? Die «Game Days» im Einkaufscenter Zugerland locken mit vielen Spielen und attraktiven Preisen – von Goldschürfen auf einem Piratenschiff über bekannte Spiele wie «Heisser Draht» oder «Vier gewinnt» bis hin zu Baumstammnageln. Wer sein Können unter Beweis stellt, gewinnt mit etwas

Glück attraktive Preise der ZugerlandGeschäfte sowie Zugerland-Center-Taler. Die «Game Days» finden an folgenden Tagen statt: am 1. März, 13 bis 18 Uhr, und am 4. März, 10 bis 17 Uhr. Die Teilnahme für Kinder und Erwachsene ist kostenlos. Mehr von der Region Luzern ab Seite 85


38 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Open-Air-Festivals

Rock ’n’ Budget Die Migros hat den «Swiss Sponsorship Award» gewonnen.

Ausgezeichnet wurde sie im Bereich «Kultursponsoring» für die letztjährige M-Budget-Kampagne an den Musikfestivals St.Gallen, Frauenfeld, Gurten, Paléo, Heitere und Gampel.

Gesundheitszentrum

Medbase neu auch in der Romandie Am 6. März eröffnet das Migros-Tochterunternehmen Medbase am Bahnhof Genf Cornavin sein erstes Gesundheitszentrum in der Westschweiz. Das Angebot von Medbase umfasst Schul- und Komplementärmedizin, Ernährungsberatung und Physiotherapie. Im Gesundheitszentrum in Genf arbeiten zehn Ärzte, die Mehrheit davon Hausärzte. Die Eröffnung weiterer Standorte in der Westschweiz ist bereits geplant: 2018 am Bahnhof in Lausanne, Ende 2020 in Lancy-PontRouge im Kanton Genf. Insgesamt sind fünf bis acht Gesundheitszentren in grösseren Städten der Romandie vorgesehen. Medbase betreibt aktuell 36 Standorte in der ganzen Schweiz. Dazu gehören auch die 23 Gesundheitszentren von Santémed, die Medbase 2015 von der Krankenkasse Swica übernommen hat.

Die günstige Produktelinie der Migros war an den Open Airs auf vielfältige Art präsent: So konnten die Musikfans Festivalpässe und M-Budget-Zelte samt Schlafsack und Gummistiefeln gewinnen. An den Events fand auch ein M-Budget-Tiefpreis-Tauchspiel statt. Schon bevor die Festivalbesucher an den Open Airs eintrafen, kamen sie mit der Migros-Marke in Kontakt: M-Budget-Sonderzüge beförderten die Teilnehmer für Fr. 9.90 zu den Festivals, und so wurde bereits unterwegs für Unterhaltung gesorgt.

Open-Air-Besucher konnten M-Budget-Zelte und -Gummistiefel gewinnen.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Eine Seelausplage in den Lachszuchtanlagen in Norwegen hat zu einer erheblichen Verknappung des Angebots geführt. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Lachs stetig. Dies führt zu einem Anstieg der Lachs-Rohwarenpreise. Ausgewählte Produkte

Preis alt*

Preis neu*

in %

M-Budget Slipeinlagen, 60 Stück

1.85

1.80

–2,7

Stimorol Spearmint, 101 g

5.20

5.80

11,5

Bio Max Havelaar Branches Milch, 115 g

3.50

3.80

8,6

Branches Classic, 270 g

4.45

4.95

11,2

Branches Classic, 135 g

2.50

2.80

12,0

Mini Branches Classic, 200 g

3.60

3.90

8,3

Branches Cornflakes, 135 g

2.70

2.90

7,4

Branches Eimalzin, 125 g

2.70

2.90

7,4 12,0

Branches Noir, 135 g

2.50

2.80

Branches Classic, 42 g

1.25

1.30

4,0

M-Budget Atlantischer Brötlilachs geräuchert, 200 g

4.45

4.85

9,0

ASC Rauchlachs herzhaft geräuchert, 100 g

6.20

6.80

9,7

* in Franken


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 39

M4Music Internationale

Indie-Grössen wie The Shins und Frank Turner treten am Popmusikfestival des Migros-Kulturprozents auf. Tanzbaren Electropop gibts unter anderem von James Hersey und Pantha Du Prince und Hip-Hop von den Young Fathers. Im Rampenlicht stehen auch Schweizer Künstler wie Fai Baba, Damian Lynn, Baze und der erst 17-jährige Rapper Nemo (Bild). Er hat sich im Februar seinen ersten «Swiss Music Award» geholt und ist damit jüngster Gewinner in der Geschichte des Awards. M4Music geht vom 30. März bis 1. April in Zürich und Lausanne über die Bühne und findet bereits zum 20. Mal statt.

Zu gewinnen: 5x2 2-Tages-Pässe

Das Migros-Magazin verlost 5 x 2 2-Tages-Pässe für M4Music in Zürich im Wert von 89 Franken pro Pass. Teilnahme auf www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff. Einsendeschluss ist der 6. März.

für M4Music in Zürich

Blickfang

Bilder: Boris Baldinger, zVg

Milchzeit «Wenn mein Spielkamerad Markus und ich früher mit seiner Mama in die Migros einkaufen gingen, gab es für uns stets eine Buttermilch. Markus mochte Birne, ich die mit Erdbeergeschmack. Auf dem Bild sitzen wir vor meinem Haus in Rebstein SG und geniessen unsere Buttermilch. 25 Jahre ist das nun her. Markus und ich sind immer noch gut miteinander befreundet.» Petra Quauka, Bülach ZH

Schicken Sie uns

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Klipp und klar

«Schon über 200 Produkte verbessert»

Annina Erb, Leiterin Bereich Ernährung & Gesundheit bei der Migros

1

Bis 2019 will die Mi­ gros 150 Produkte mit weniger Zucker, Salz und Fett anbieten. Wie ist der Stand? Per Ende 2016 konnten wir bereits über 200 Produkte bezüglich ih­ rer Nährwerte verbes­ sern. Dazu gehörten Frühstückscerealien mit weniger Zucker oder Fertiggerichte mit weniger Salz und Fett.

2

Wie ersetzt man Nährstoffe, ohne dass sich der Geschmack verändert? Dies kann je nach Produktkategorie sehr unterschiedlich sein. Bei einer Salzreduk­ tion kann man zum Beispiel mit mehr Kräutern und Gewür­ zen arbeiten. Wichtig ist es aber, dass man primär die Rezepturen schrittweise anpasst.

3

Was halten Sie von staatlichen Inter­ ventionen, um den Konsum von fett­ oder zuckerhaltigen Produkten einzu­ schränken? Wir setzen auf freiwil­ lige Massnahmen, die uns ermöglichen, die Qualität und den Ge­ schmack der Produkte aufrechtzuerhalten und in laufenden Prozessen die Nähr­ werte unserer Produk­ te zu verbessern. MM


40 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Zahlen 2016

Wachstum in allen Sparten

134

Millionen Franken mehr Umsatz erzielte die M-Industrie im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Plus von 2,1 % gegenüber 2015. Der Gesamtumsatz 2016 betrug 6,38 Milliarden Franken.

Mibelle Biochemistry

Forschen mit Äpfeln und Algen

109

Millionen Franken oder satte 16 % betrug die Umsatzsteigerung im internationalen Geschäft gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt setzte die M-Industrie im Jahr 2016 790 Millionen um.

Seit 25 Jahren entwickelt Mibelle Biochemistry wegweisende Wirkstoffe für die Kosmetikbranche. Damit zählt die zur M-Industrie gehörende Firma zu den bedeutendsten Forschungsbetrieben der Welt.

4,53

Milliarden Franken (+0,9 % gegenüber 2015) erwirtschaftete die M-Industrie im direkten Geschäft mit der Migros-Gruppe.

13 391

Mitarbeiter beschäftigte die M-Industrie Ende 2016. Das sind 278 Personen mehr als im Vorjahr. Aktuell bilden die Unternehmen der M-Industrie zudem 538 Lernende in 30 verschiedenen Berufen aus.

M-Industrie

Weltweit tätig Zur M-Industrie gehören 23 Unternehmen in der Schweiz und sieben im Ausland. Mit über 20 000 Food- und Non-Food-Produkten ist sie eine der grössten Eigenmarkenproduzenten der Welt. Neben der Migros zählen auch namhafte internationale Konzerne zu ihren Kunden.

Text: Marc Bodmer

A

m Anfang war der Apfel. Keine Angst: Es handelt sich lediglich um den Uttwiler Spätlauber, eine alte Apfelsorte. Sein besonderes Merkmal: eine lange Lagerfähigkeit. «Die Haut wird auch nach monatelanger Lagerung nicht schrumpelig», sagt Fred Zülli, Gründer und Chef von Mibelle Biochemistry in Buchs AG. «Das hat uns interessiert.» Vor 25 Jahren hat Zülli die unabhängige Geschäftseinheit Mibelle Biochemistry gegründet, die heute zur Mibelle Group gehört, einem Unternehmen der M-Industrie. Ihm war damals schon klar, dass die Migros als einziger Kunde nicht genügt, wenn man im Bereich der Biochemie forschen und entwickeln will. «Heute vertreiben wir unsere Wirkstoffe in über 50 Länder rund um den Globus», sagt der Firmengründer. Das Geschäft mit Dritt-

Bilder: Paolo Dutto

kunden macht denn auch den Hauptanteil aus. Präsentation einer Weltneuheit

Diese Drittkunden interessierten sich stark für die Erkenntnisse, die Zülli und sein Team aus dem Uttwiler Spätlauber zogen. Sie gingen dem Geheimnis der glatten Haut des Apfels nach und isolierten dessen Stamm­ zellen. «Stammzellen verfügen über sämtliche Informationen eines Organismus, aber sie haben sich noch nicht spezialisiert», erklärt der Chef von Mibelle Biochemistry. Indem sie den Grundstoff entdeckt und schliesslich auch gezüchtet hatten, legten sie das Fundament für ein Milliardengeschäft. «Wir präsentierten 2008 der Welt erstmals Stammzellen als kosmetischen Wirkstoff. Heute hat fast jede grössere Marke aus dem Kosmetikbereich eine Abteilung, die sich darum küm-

mert», sagt Zülli. Spätestens seit diesem Durchbruch zählt die Mibelle Biochemistry zu den weltweit innovativsten Forschungsbetrieben. Ihre Inspirationen beziehen die Forscher aus der Natur. Auf besonderes Interesse stossen dabei Eigenschaften aus der Pflanzenwelt, die zum Beispiel auf eine aussergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Sonnenlicht hinweisen. Eine solche bringen Schneealgen mit sich. Wie der Name vermuten lässt, findet man diese rare Algenart auf Schneefeldern. In ihrer Wachstumsphase sind sie grün. Scheint die Sonne, verfärben sie sich rot und fallen in eine Art Schlaf. Schneealgen und deren Eigenschaften sind seit rund 50 Jahren bekannt, doch ihren Nutzen für die Kosmetik haben Fred Zülli und sein Team entdeckt. Von der seltenen Alge reicht ihnen ein


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 41

Walter Huber ist Mitglied der Generaldirektion und leitet bei der Migros das Departement Industrie & Grosshandel.

Walter Huber

«Für uns ist der Forschungsplatz Schweiz zentral»

Fred Zülli, Leiter Mibelle Biochemistry, testet mit unterschiedlichen Lichtfarben, wie Schneealgen reagieren.

Muster, um die Algen zu züchten und zu vermehren. Aktuell wird am Hauptsitz der Mibelle in Buchs AG untersucht, wie die Algenmoleküle auf unterschied­ liche Lichteinflüsse reagieren. «Wenn man diese Qualitäten der Schneealge etwa in Sonnencremes integrieren könnte, würde das den Schutzfaktor massgebend erhöhen», sagt Zülli. Aus der Masse heraustreten

Ein solcher Wirkstoff dürfte auch im grössten Wachstumsmarkt der Mibelle Biochemistry auf Inter­ esse stossen. In Asien gilt eine royale Blässe als Schönheitsideal, bei uns ist es eher der sportlich­ braune Teint. Der Hintergrund ist aber erstaunlicherweise gleich: «In beiden Fällen symbolisiert die Gesichtsfarbe ein von Luxus und Freizeit geprägtes Leben», weiss Fred Zülli. «Jeder Markt hat eben seine Eigenarten.» Man mag sich

fragen, warum es gerade eine rare Apfelsorte oder eine seltene Algen­ art sein muss, die als Quelle eines kosmetischen Wirkstoffs erschlos­ sen wird. Fred Zülli schmunzelt: «Eine gute Geschichte gehört immer auch zum Produkt», räumt der Forscher ein. Wer auf dem hart umkämpften Kosmetikmarkt bestehen will, muss aus der Masse heraustreten, um sich zu profi­ lieren. Die vielfältigen Wirkstoffe der Mibelle Biochemistry geben Firmenkunden die Möglichkeit, sich zu differenzieren. Natürlich müssen die Produkte auch halten, was sie versprechen. Preise und Auszeichnungen bestätigen hier die Leistungen von Fred Züllis Forschungsteam. Noch wichtiger: 25 Jahre in einem Markt zu be­ stehen, der von Innovationen und internationalen Konzernen ge­ prägt wird, und an dessen Spitze mitzumischen. Das ist eine tolle Leistung. MM

Gefässe mit Algenstammzellen auf einem sogenannten Schüttler

Aus den Stammzellen der Schneealgen wachsen Kulturen heran.

Der Umsatz der M-Industrie steigerte sich 2016 um 134 Millionen Franken. Sind Sie mit dem Gesamtresultat zufrieden? Ja, das bin. Es ist uns gelungen, in einem schwierigen Umfeld ein solides Resultat zu erar­ beiten. Gefreut habe ich mich auch über die starke Entwick­ lung im internationalen Geschäft. Welche Rolle spielt der Forschungsplatz Schweiz beim internationalen Wachstum? Er ist von zentraler Bedeutung für unser nationales und in­ ternationales Geschäft. In einem stetig wettbewerbs­ intensiver werdenden Umfeld ist die Innovationskraft ent­ scheidend. Deshalb erweitern wir unser Forschungsnetzwerk in der Schweiz seit Jahren, arbeiten intensiv mit Hoch­ schulen zusammen und bauen die eigenen Forschungs­ und Entwicklungsabteilungen in Schlüsselbereichen aus. Wie bedeutend ist der heimische Markt für die M-Industrie? Im Heimmarkt erwirtschaften wir aktuell über 87 Prozent unseres Umsatzes. Wenngleich das Auslandgeschäft deutlich zulegen wird, so bleibt das Schweizer Geschäft tragend für die M­Industrie. MM


42 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Bike-Fachhandel

Mutiger Schrauber

Die Migros steigt in den Velo-Fachhandel ein. Am 2. März eröffnet sie in Volketswil ZH die erste Filiale von Bike World by SportXX. Werkstattchef Felix Nägeli wagt auf dem Mountainbike grosse Sprünge und liess sich auch von einem Unfall nicht stoppen. Text: Andreas Dürrenberger

A

Bilder: Roger Hofstetter

uf zwei Rädern mit bis zu 70 Sachen einen Berg hinunterbrausen und zwischendurch über eine Holzrampe einen Acht-Meter-Sprung vollführen? Für Felix Nägeli kein Problem. Der 22-Jährige ist leidenschaftlicher Mountainbiker, seine bevorzugte Disziplin heisst

«Downhill». Dort geht es darum, bergab eine mit Hindernissen präparierte Strecke so schnell wie möglich zu bewältigen. «Mein erstes Downhill-Bike bekam ich mit 14 Jahren», sagt Nägeli. Was fasziniert ihn am Downhill-Fahren besonders? «Ich mag grosse Sprünge. In der Schweiz gibt es keinen Sprung,

den ich nicht mache.» Früher nutzte Nägeli jede freie Minute zum Biken und nahm an Downhill-Wettkämpfen teil. Seit der Geburt seines Sohns vor einem Jahr tritt er etwas kürzer und fährt noch jedes zweite Wochenende. Nägelis Kindheitstraum war, Profifahrer zu werden. Der

Traum platzte, als er sich im Alter von 15 Jahren während seiner Gärtnerlehre bei einem Arbeitsunfall am Knie schwer verletzte. Es folgten 26 zermürbende Monate voller Therapien und mehrere Operationen. Doch sein Durchhaltewille zahlte sich aus. «Ich fahre heute wieder völlig beschwerdefrei.


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 43

Roman A. Müller

«Wir prüfen weitere Standorte»

Grosses Sortiment: 450 Markenbikes stehen im Laden zur Auswahl (oben). Bikes sind seine Welt: Chef­ mechaniker Felix Nägeli in der Werkstatt (grosses Bild) und beim Downhill­ Fahren.

Das reparierte Knie ist sogar besser als das andere», sagt Nägeli lachend. Statt Gärtner wurde er schliesslich Velomechaniker. «Eigentlich wollte ich das von Anfang an machen. Aber meine Familie hatte Angst, dass mir das Biken verleiden würde, wenn ich mich auch noch beruflich mit Velos beschäftige.» Von Veloüberdruss ist bei Nägeli aber nichts zu spüren, im Gegenteil: «Ich mache heute jeden Tag das, was ich gern tue.»

Bild: Jan Dusek

Für jede Velokategorie gibt es einen Spezialisten

Von seiner Begeisterung und seinem Fachwissen werden künftig auch die Kunden von Bike World profitieren, dem neuen Velofachhandel von SportXX. Nägeli ist Werkstattchef der ersten Filiale in Volketswil ZH. Insgesamt arbeiten sieben Personen im

neuen Laden. Gemeinsam mit Filialleiter Gerry Mastronardi hat Nägeli ein Team von drei Mechanikern zusammengestellt. «Wir haben für jede Velokategorie einen Spezialisten – für Rennvelos, Mountainbikes, E-Bikes, City- und Trekkingbikes», sagt Nägeli. Die Fachkompetenz der Mechaniker kommt auch im Verkauf zum Zug. «Die Auswahl an Velos ist enorm. Es gibt Modelle für jedes Bedürfnis.» Bei der Beratung kommt moderne Technik zum Einsatz. «Mit einem Körperscanner können wir die Kunden vermessen und ihnen die Velomodelle empfehlen, die für sie am besten geeignet sind», erklärt Nägeli. Dass die Arbeit in der Werkstatt und im Verkauf Hand in Hand gehen, ist für ihn klar. «Schliesslich verkaufen wir nicht nur hochwertige Velos, sondern auch guten Service.» MM

SportXX verkauft bereits Velos, weshalb lanciert die Migros mit Bike World jetzt ein Velofachgeschäft? SportXX ist ein Sportfachmarkt mit einem breiten Sortiment, darunter auch Bikes mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis. Bike World hingegen ist ein Fachgeschäft, das alles rund ums Bike, und nur das, anbietet. Der Velomarkt in der Schweiz generiert jedes Jahr 800 Millionen Franken Umsatz. Davon entfallen 80 Prozent auf den Fachhandel. Deshalb sind wir überzeugt, dass wir mit einer Fachhandelskette wie Bike World erfolgreich sein werden. Was unterscheidet Bike World von anderen Fachhändlern? Kleinere Fachgeschäfte führen meist zwei bis drei Velomarken. Findet man kein passendes Modell, muss man zum nächsten Händler gehen. Bei Bike World findet man hingegen 450 Bikes von elf Topmarken. Unsere Spezialisten beraten die Kunden bei der Auswahl, diese können die Bikes vor Ort in der richtigen Grösse testen, individuell anpassen lassen und gleich mitnehmen. Wie viele Standorte sind geplant?

Roman A. Müller, Leiter SportXX, Migros­Genossenschafts­Bund

Wir eröffnen im Frühjahr 2017 drei Standorte. Die weitere Expansion planen wir zusammen mit den regionalen Migros-Genossenschaften. Zurzeit sind wir daran, weitere Standorte zu prüfen. Wird es auch einen Onlineshop geben? Ja, ab kommendem Herbst. Im Shop kann man künftig alle Produkte online bestellen und bequem nach Hause liefern lassen. Bis es so weit ist, findet man auf www.bikeworld.ch viele Hintergrundinformationen, die neuesten Trends und Tipps rund ums Thema Bike.

Bike World

Die grösste Bike-Auswahl der Schweiz Auf rund 1000 Quadratmetern bietet Bike World alles rund ums Thema Velo. Zum Sortiment ge­ hören Mountainbikes, E­Bikes, Rennvelos, City­ und Trekking­ bikes, Kindervelos und BMX­ Fahrräder. 450 fahrbereite Bikes stehen im Laden bereit und können auf der Indoor­Teststrecke gleich ausprobiert werden. Kompetentes Fachpersonal berät die Kunden bei der Auswahl.

Dazu gibts eine grosse Auswahl an Velobekleidung, Helmen, BikeSchuhen, Zubehör und Ersatz­ teilen, Rucksäcken und Brillen. In

der modernen, zum Laden hin of­ fenen Werkstatt werden alle Ser­ vices und Reparaturarbeiten von Velomechanikern vor Ort erledigt. Marken

Trek, Scott, Giant, Flyer, Haibike, Ghost, Tour de Suisse, Diamant, Creme, Radio, Puky, Crosswave (Eigenmarke) Standorte

Volketswil (ab 2. März) Muri bei Bern (23. März) Winterthur (30. März) Mehr Informationen: www.bikeworld.ch


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46 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

GP Migros

Skispass für alle Bei der Rennserie Grand Prix Migros können neu auch Kinder mit geistiger Behinderung mitmachen. Cedric Urech meisterte den Riesenslalom in Sörenberg. Text: Rolf Zenklusen

Bilder: Mischa Christen

1

Sörenberg Ochsenweid im Entlebuch um 8 Uhr morgens: Über 370 Kinder und Jugendliche

versammeln sich zum Skirennen GP Migros. Der 10-jährige Cedric Urech ist mit seinen Eltern aus dem Bündnerland angereist und stellt sich jetzt an, um seine Startnummer in Empfang zu nehmen. Er bekommt die Zahl 180. Für den geistig behinderten Buben ist es ein besonderer Moment: Er ist noch nie bei einem so grossen Rennen mitgefahren.

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2

Mutter Irene hilft Cedric vor dem Rennen beim Anschnallen der Ski (kl. Bild rechts). «Hier darfst Du nicht zu scharf hineinschneiden», rät sie ihrem Sohn. Cedric hat zuvor die Rennstrecke begutachtet und sich eine möglichst schnelle Linie eingeprägt. Im Starthaus wartet er konzentriert auf das Signal. Dann stösst er sich ab und brettert dem ersten Tor entgegen.


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 47

Die Piste hat ihre Tücken, und Cedric meistert sie nicht alle wie erhofft. Trotzdem

ist seine Freude nach der Ziel­ durchfahrt riesig. «Juhuu, juhuu!», jubelt der Bub und reckt die Arme in die Luft. Die Eltern freuen sich mit ihm.

3

Special Olympics

Integration auf der Piste Die Welt des Winter­ sports soll allen Mäd­ chen und Buben offen­ stehen – auch Kindern mit geistiger Behinde­ rung. Zu diesem Zweck haben die Organisa­ tionen Swiss-Ski und Special Olympics Switzerland ein Pilot­ projekt ins Leben geru­ fen. Cedric Urech mach­ te im Rahmen dieses Projekts beim GP Migros in Sörenberg mit.

4

Der Tag im Schnee endet nicht mit dem Rennen: Es

bleibt Zeit für einen Bummel durch das mobile Village und für Geschicklichkeitsspiele. Inzwischen reisst die Hoch­ nebeldecke auf. Unter klarem Himmel geniesst Cedric zusammen mit den Eltern und Schwester Jara das Mittag­ essen: Hörnli, Ghackets und Apfelmus.

Zum Schluss des Tages gibt es eine spezielle Anerkennung

für Cedric und den neun­ jährigen Rouven Lee Aeschli­ mann, den zweiten Teilnehmer mit geistiger Behinderung. Die beiden Buben werden nach vorne gebeten und dür­ fen aufs Siegerpodest steigen. Die Szene macht klar: Beim GP Migros geht es nicht um Hundertstelsekunden, son­ dern um Fairness, Respekt und Gemeinschaftsgefühl. Im Schnee von Sörenberg ha­ ben alle ihren Spass, und jeder ist ein Gewinner. MM

5

Der GP Migros ist die grösste Jugend­Ski­ rennserie der Schweiz. Sie wird an vierzehn Wintersportorten aus­ getragen. In Sörenberg hatten Kinder mit geisti­ ger Behinderung nun erstmals Zugang. Herz­ lich willkommen sind sie auch bei den Famigros Ski Days, den günstigen Schneespass­Tagen für die ganze Familie. Die Teilnahmekriterien und alle Informationen für die Anmeldung sind auf der Site von Special Olympics Switzerland zu finden. www.specialolympics.ch


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MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 49

Migusto

Sushi made in USA Was sind eigentlich California Rolls? Dahinter verbergen sich klassische Inside-Out-Sushis, jedoch amerikanisiert. Die Reisrollen werden nämlich nicht mit rohem Fisch, sondern mit Surimi gefüllt – und mit Mayonnaise. Wir zeigen die Zubereitung Schritt für Schritt. Bilder & Styling: Christine Benz

Herausnehmen und sammeln!

Texte: Annina Ciocco, Claudia Schmidt

STEP BY STEP ZUM KOCH-PROFI WERDEN! Tolle Kochvideos auf migusto.ch

Für die klassische Zubereitung werden die California Rolls in Fischeiern gewälzt. Eine mehr und mehr beliebte Alternative ist Sesam.


50 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Schritt für Schritt

So gelingen California Rolls 1

Reis in ein Sieb geben und kalt abspülen, bis das Wasser klar bleibt. Reis abtropfen

lassen. Reis und Wasser aufkochen und bei kleiner Hitze zugedeckt ca. 8 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd nehmen, 3–5 Minuten zugedeckt quellen lassen.

5

Nori-Algenblätter je gleichmässig mit Sushi-Reis belegen, dabei einen Rand von

ca. 2 cm frei lassen. Reis mit Frischhaltefolie abdecken. Auf der Bambusmatte wenden, sodass die Folie unten ist.

2

Reisessig erwärmen, Salz und Zucker darin auflösen. Warmen Reis in eine weite Schüssel

geben. Reisessig darüber verteilen.

6

Gurken- und Avocadostreifen längs in einem Streifen auf die Blätter legen. Surimi längs

halbieren, auf das Gemüse legen. Mit Mayonnaise bestreichen. Mithilfe der Bambusmatte von der Seite des freigelassenen Blattteils den Reis samt Alge und Füllung satt einrollen. Dabei Folie entfernen. Enden der Rollen andrücken. Im Sesam wenden, ca. 30 Minuten kühl stellen. Mit einem scharfen nassen Messer in Stücke schneiden.

3

Reis mit zwei Essstäbchen auflockern, dabei Luft zufächeln, damit er schnell abkühlt und mehr Feuchtigkeit verdunstet. Dadurch bekommt der Reis einen schönen Glanz und verklebt auf den Nori-Algenblättern später weniger.

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MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 63

Profi-Tipp

Für Sushi-Einsteiger Zutaten für eine kleine Mahlzeit für 4 Personen (ca. 24 Stück) 300 g Sushi-Reis

4

4,5 dl 4 EL ½ TL 1 TL ½ 1 2 EL ca. 70 g 3 EL 3 40 g

Gurke schälen, längs halbieren und entkernen. Gurke längs in Streifen schneiden.

Wasser Reisessig Salz Zucker Gurke Avocado Zitronensaft Surimi-FishSticks ZitronenMayonnaise Nori-Algenblätter geröstete Sesamsamen Sojasauce Wasabi eingelegter Ingwer nach Belieben

Avocado vierteln, entkernen und Schale abziehen. Mit Zitronensaft beträufeln. Fruchtfleisch längs in dünne Streifen schneiden.

Ganz klassisch mit Sojasauce, Wasabi und eingelegtem Ingwer servieren

California Rolls werden normalerweise nicht in Sesam, sondern in orangem Tobiko (Rogen der

Flugfische) gewendet. Dieser ist jedoch nur bei ausgewählten Fischhändlern – meistens auch nur in grösseren Mengen – erhältlich. Alternativ kann man den leichter erhältlichen schwarzen Rogen des Seehasen verwenden.

Annina Ciocco,

Rezeptautorin

Immer wenn ich Sushi mache, wird mir bewusst, wie wichtig dabei die japanische Perfektion wäre. Davon bin ich aber leider weit entfernt. Und doch lohnt es sich auf jeden Fall, Sushi selber zu machen. Viele der hier erhältlichen Sushis sind nämlich viel zu stark gepresst und oft nicht ganz so frisch. Selbstgemachte sind besser, auch wenn sie rein optisch mit profes­ sionell hergestellten nicht ganz mithalten können. Anfängern emp­ fehle ich Maki­Rollen. Die werden vom Algenblatt zusammengehalten und sind einfacher zu rollen. Auch die Zubereitung von Inside­Out­ Rollen ist gar nicht so kompliziert, wenn Sie sich an meine Tipps halten. Die westliche Kreation der California Roll eignet sich ausge­ zeichnet zum Servieren für Freunde, die die japanische Küche nicht gut kennen. Denn das versteckte Algenblatt und die Mayonnaise entsprechen meist dem westlichen Auge und dem Gaumen. Nach dem gleichen Prinzip lassen sich übrigens auch feine vegetarische Sushis zubereiten. MM

Viele weitere kochtipps rund um Fisch

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migusto.ch Sushi-Salat aus der Bento-Box:

www.migusto.ch/sushisalat Was ist Wasabi? www.migusto.ch/wasabi Genmaicha-Sushireis mit lauwarmem Gemüsesalat: www.migusto.ch/genmaicha


64 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Von uns. Von hier.

Knackiger Jubilar Migros-Momente

Persönliches Plakat gewinnen

Vor 50 Jahren brachte Chocolat Frey das Risoletto ins Migros-Regal. So cremig und knusprig, wie er damals schon war, ist der Schokoladenriegel heute noch immer. Das bestätigen auch vier seiner Wegbegleiter beim Risoletto-Hersteller. Text: Thomas Tobler

Bilder: Paolo Dutto

Weisst du noch, Papi? Liebs Grüessli Michèle

Migros-Kunden teilten ihre Erinnerungen an gemeinsame MigrosMomente bisher mit Gratispostkarten. Ab sofort gibt es diese gemeinsamen Erinnerungen an einen MigrosMoment oder ein spezielles Migros-Produkt auch im Grossformat: als Plakat, das dann an einer von 500 offiziellen Plakatwänden veröffentlicht wird. Wo genau, bestimmt der Gewinner. Und so gehts: Auf der

Internetplattform (siehe unten) das passende Sujet auswählen, den persönlichen Migros-Moment verfassen, den Standort des Plakats sowie den Adressaten aussuchen und abschicken. Unter allen Teilnehmern verlost die Migros ein Plakat pro Standort, druckt es und platziert es am gewünschten Ort. So bleibt der besondere gemeinsame Migros-Moment garantiert in Erinnerung. Internetplattform für die Grussbotschaft: www.migros-momente-teilen.ch

Maneerat Bäni

Kein Verzicht aufs Risoletto Maneerat Bäni isst jeden Tag Schokolade – aus beruflichen Gründen. Die Betriebsleiterin degustiert jeden Morgen eine kleine Portion Schoggi, um deren Gout und die Konsistenz zu prüfen. «Der übliche Morgen­

kaffee muss bei mir daher warten, bis ich diese Qualitätskontrolle durchgeführt habe.» Zu sehr würde das Kaffeearoma im Mund den Schokoladengeschmack ver­ ändern. In ihrer Freizeit nascht Maneerat Bäni dafür weniger

Schokolade. «Ich degustiere ja genug davon an meinem Arbeits­ platz. Aber auf die Risoletto­ Minis kann ich trotzdem nur schwer verzichten. Ich kann da richtig reinbeissen, und es knackt immer so schön.»


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 65

Antoine Chaves

Ein Motorrad und ein Risoletto Antoine Chaves ist Herr über mehrere Pro­ duktionsanlagen bei Chocolat Frey. «Diese Maschinenvielfalt macht meine Arbeit span­ nend», sagt er. Dass alles reibungslos läuft und die Herstellung der Süssigkeiten ohne techni­ sche Störung vonstattengeht, gehört zu seinen Hauptaufgaben. Seit drei Jahren arbeitet der gebürtige Franzose beim Schokoladenher­ steller der Migros und hat in dieser Zeit selbst­ verständlich auch Bekanntschaft mit dem Risoletto gemacht. «Zwei, drei Risolettos sind bei mir und meinen Kollegen immer dabei, wenn wir gemeinsam mit unseren Motorrädern unterwegs sind. Oft lachen wir darüber, wie das aussieht, wenn jeder von uns Männern in schwerer Montur sein Risoletto aus der Kühlbox holt. Wie Kinder auf Schulreise.»

Remo Lehmann

Risoletto als Belohnung

Star der Woche

Remo Lehmann führt als Produktionsleiter bei Chocolat Frey 64 Angestellte. Er ist für die Ver­ packung sogenannter Halbprodukte verantwortlich. Dazu zählen auch die Risolettos. «Während einer Schicht kommen ungefähr 1000 Risolettos pro Stunde bei uns in die Endverpackung und anschliessend auf Palette für den Weitertransport.» Remo Lehmann plant die Schichten seiner Mitarbeiter, erstellt das Budget und führt die Revisionen an den Anlagen durch. Seit 25 Jahren arbeitet er beim Migros­Betrieb und hat nichts lieber als frische Schokolade, direkt aus der Produktion. Dazu gehören Pralinés, aber auch Risolettos. «Als ich fünf Jahre alt war, fotografierte mich die Migros für eine Nussstängeli­Werbung, und als Belohnung bekam ich ein Risoletto geschenkt. Das war vor 45 Jahren. Aber heute schmecken sie noch genauso gut.»

Als Proviant so gut wie unverzichtbar Pro Jahr verlassen rund 2,8 Millionen Risolettos

verschiedener Sorten die Fabrikhallen der Chocolat Frey. Da ist für alle Schoggifans etwas dabei. Der Kultriegel ist Seelentröster und Aufsteller auf Ausflügen und Schulreisen, beim Wandern, in der Rekrutenschule, im Skilager ...

Zeljko Jularic

Mit Gespür fürs Detail Zeljko Jularic legt an einem Arbeitstag mehrere Kilometer zu Fuss zurück. Die Produktions­ maschinen, die er zu betreuen hat, sind auf meh­ rere Gebäude verteilt. Seit zehn Jahren über­ wacht er die Zubereitung der Kakaomasse, aus der unter anderem das Risoletto hergestellt wird. 32 Tonnen Kakaobohnen werden dafür jeden Tag angeliefert. «Wichtig ist, dass die Bohnen mit der richtigen Temperatur geröstet werden, damit sie geschmacklich einwandfrei sind.» Die Qualität wird im hauseigenen Labor laufend überprüft. Jularic: «Wenn man täglich von Schokolade umgeben ist, entwickelt man ein Gespür für Details. Das Risoletto mag ich gern. Die Kombination der Zutaten passt perfekt. Es ist knusprig, cremig, aber nicht zu süss.»

Seit fünf Jahrzehnten ist das Risoletto deshalb ein Schokoladenliebling der Schweizerinnen und Schweizer. Mehr über das Risoletto erfahren Sie in seinem Steckbrief und einem Interview mit dem Schokoladenriegel auf der Website www.vonuns-vonhier.ch.

Risoletto-Rätsel Beantworten Sie auf www. vonuns-vonhier.ch/risoletto die aktuelle Frage zum Star der Woche: Wie viele Risolettos produziert Chocolat Frey jährlich? Mitmachen lohnt sich, denn es gibt Migros-Geschenkkarten im Gesamtwert von 150 Franken zu gewinnen.


66 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Win Win

Daumen hoch! Das Gewinnspiel Win Win ist in vollem Gange, und weitere Gewinner stehen fest. Dass nicht alle Sticker Nieten sind und eine aufgeräumte Tasche ganz schön wichtig sein kann, erzählen diese sechs Gewinner gleich selbst.

25000.– G E S C H E N K K A RT E

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Marina Biemmi Ramos (45) Fachbetreuerin in einer Kindertagesstätte aus Obfelden ZH

Gewinn: Einkaufsgutschein im Wert von Fr. 25 000.–

«Lustigerweise hatte ich einige Sticker-Stets in der Handtasche vergessen. Einige Tage später entdeckte ich sie in der Tasche, packte sie aus – und tatsächlich befand sich darunter der fehlende Sticker. Ich kann es kaum fassen, zumal der Einkaufsgutschein im Wert von 25 000 Franken mein Wunschpreis war! Und, ehrlich gesagt, war ich anfangs skeptisch und glaubte es erst, als mir der Gewinn telefonisch bestätigt wurde. Mein Mann, mein Sohn und ich reisen sehr gern, und jetzt gönnen wir uns eine Reise, zum Beispiel durch Europa.» Maria Luisa Meier (53)

«Als ich das Sticker-Set öffnete, dachte ich, es sei eine Niete und legte es zur Seite. Erst nach zweimaligem Nachhaken meiner Tochter haben wir bei der Hotline angerufen. Als mir dann am Telefon mitgeteilt wurde, dass ich tatsächlich zehn Minuten gratis Einkaufen gewonnen habe, konnte ich mein Glück kaum fassen. Beim Gratiseinkauf hatten wir keine besondere Taktik. Da meine Tochter aber viel schneller ist als ich, rannte sie regelrecht durch den Laden und füllte unser Einkaufswägeli mit Produkten im Wert von 3308.25 Franken, die möglichst lange haltbar sind und von denen die ganze Familie profitieren wird.»

Bilder: Kaspar Isler

Hausfrau aus Regensdorf-Watt ZH Gewinn: In zehn Minuten gratis den Einkaufswagen vollpacken


MIGROS­WELT | MM9, 27.2.2017 | 67

Machen Sie mit bei Win Win!

Weitere Gewinner und Informationen sowie kostenlose Sticker-Sets gibt es auf www.migros.ch/ winwin

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Bei Win Win gibt es über eine Million Sofortpreise

und Gratiseinkäufe im Gesamtwert von über Fr. 500000.– zu gewinnen.

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So funktioniert es Bis 6. 3. 2017 erhalten Sie bei jedem Einkauf pro Fr. 20.– Einkaufswert* ein Sticker-Set an der Kasse. Jedes Sticker-Set enthält entweder zwei Sticker oder einen Sofort- bzw. Sonderpreis. FamigrosMitglieder erhalten ein Sticker-Set zusätzlich pro Einkauf ab Fr. 20.–. * maximal 15 Sticker-Sets pro Einkauf, solange Vorrat

Sofortgewinne Rund 10 000 hochwertige Produkte stellt die Migros in ihren Industriebetrieben in der Schweiz her. Falls im Sticker-Set ein Sofortpreiscoupon ist, gehört das entsprechende Produkt dem Gewinner.

Ursula von Rickenbach (59)

Erich Stieger (58)

Hausfrau, Tages- und Grossmutter aus Lütigsburg SG Gewinn: Einkaufsgutschein im Wert von Fr. 1000.–

Postangestellter aus Zürich Gewinn: Einkaufsgutschein im Wert von Fr. 1000.–

«Ich lief sofort zur Post, um meine volle Sammelkarte einzuschicken. Mit dem Gutschein kaufe ich frisches Gemüse und Früchte. Die 1000 Franken sind ein guter Anfang. Ich sammle fleissig weiter – vielleicht gewinne ich die 25 000 Franken ja auch noch.»

«Normalerweise mache ich bei Gewinnspielen nie mit. Da sich bei meiner Schwägerin und mir so einige Win-Win-Sticker angesammelt hatten, versuchten wir es – und plötzlich hats geklappt! Selbstverständlich teilen wir uns den Gewinn.»

Hauptgewinne 3 × Einkaufen im Wert von Fr. 25 000.– 30 × Einkaufen im Wert von Fr. 5000.– 300 × Einkaufen im Wert von Fr. 1000.– Diese Gewinne erhalten Sie jeweils in Form von MigrosEinkaufsgutscheinen.

1000.– G E S C H E N K K A RT E

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Gratis den Einkaufs­ wagen vollpacken:

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G E S C H E N K K A RT E

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Marlies Kälin (29)

Vreni Schawalder (54)

Malerin aus Einsiedeln SZ Gewinn: Einkaufsgutschein im Wert von Fr. 1000.–

Büroangestellte aus Widnau SG Gewinn: Einkaufsgutschein im Wert von Fr. 1000.–

«Bislang hatte ich bei Gewinnspielen nur ganz selten Glück. Umso mehr freue ich mich über den Gutschein. Etwas Besonderes oder Luxuriöses werde ich damit nicht kaufen, sondern die üblichen Wocheneinkäufe bezahlen.»

«Mein Mann und ich kaufen jede Woche in der Migros ein. Sicher werden wir uns ein feines Stück Grillfleisch gönnen. Die meisten Win-Win-Sticker haben wir selbst gesammelt und einige von der Familie erhalten. Das ist mein allererster Gewinn überhaupt!»

Sie laufen zehn Minuten durch die Migros-Filiale und dürfen alle Produkte behalten, die Sie in dieser Zeit in Ihrem Einkaufswagen sammeln. Einkleben & gewinnen Kleben Sie die Sticker auf die passenden Stellen im Sammelheft. Vollständig beklebte Sammelkarten können bis zum 20. 3. 2017 eingereicht werden.


68 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Fischsortiment

Neptuns Schatzkiste Ob aus der Dose, tiefgekühlt, an der Fischtheke oder in Selbstbedienung: Alle Fische und Meeresfrüchte der Migros stammen aus nachhaltigen Quellen* wie schonendem Wildfang oder kontrollierter Zucht. Text: Sonja Leissing

Bilder & Styling: Ruth Küng

Tiefkühlfisch Die Auswahl an Tiefkühlprodukten ist gross. Alle Fische und Meeresfrüchte werden unter nachhaltigen Bedingungen gefangen oder gezüchtet, sodass die Bestände nicht gefährdet werden. Tipp: Tiefkühlprodukte auf Vorrat kaufen. So zaubern Sie immer schnell ein feines Fischgericht auf den Tisch.

Meeresfrüchte

Austern, Miesmuscheln, Kalmar oder Crevetten: Das Angebot an frischen Meeresfrüchten in der Migros lässt keine Wünsche offen. Tipp: Meeresfrüchte sind ohne grossen Aufwand küchenfertig und deshalb eine gute Empfehlung für schnelle Gerichte. * empfehlenswert oder akzeptabel gemäss WWF-Bewertung (siehe dazu Interview auf Seite 73)


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 69

Fischtheke Beim Frischfischangebot von der Theke sind Lachs, Thunfisch, Dorade und

Kabeljau die Favoriten. Ein Vorteil des Fischkaufs an der Theke ist die fach­ männische Beratung. Tipp: Fragen Sie nach der Herkunft der Fische und nach der passenden Zubereitungsart. Das Fachpersonal informiert gern.

ASC steht für eine zertifizierte, verant­ wortungsvolle Zucht, die ökologische und soziale Richtlinien befolgen muss.

MSC steht für eine zertifizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeresfrüchte stammen immer aus Wildfang.

Mit diesem Zeichen versehener Fisch stammt aus Schwei­ zer Wildfang oder Aquakultur. Fische aus Wildfang sind vom WWF Schweiz als «empfehlens­ wert» eingestuft.

Fisch-Spiel Versuchen Sie Ihr Glück beim Fisch­Spiel und gewinnen Sie attraktive Sofortpreise. Werfen Sie in ausgewählten Migros­FiIialen die Angel aus und lernen Sie auf spielerische Art, wie Sie beim Einkauf nachhaltigen Fisch erkennen. Das Fisch­Spiel findet in folgenden Einkaufscentern statt: 10. und 11. 3. MM Säntispark, MMM Bülach Süd 17. und 18. 3. MM Frauenfeld, MMM Crissier, MM Altstetten 24. und 25. 3. MM Gäupark, MMM Forum des Alpes Conthey

Fische und Meeres­ früchte mit dem Migros­Bio­Gütesiegel stammen aus natur­ naher, nachhaltiger Zucht und erhalten Biofutter.

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.


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VON DUBAI NACH BANGKOK

Die unvergleichliche Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate empfängt Sie zur Kreuzfahrt von Dubai nach Bangkok. Weitere Highlights sind Indien, die Malediven, Malaysia, Singapur und Thailand. Geniessen Sie das Flair einer fernen Welt von exotischer Anziehungskraft und die herrlich entspannenden Tage auf dem Schiff. Sie werden eine Reise mit dem Zauber eines grossen Seeabenteuers erleben.

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Einfaches Reisen Schweizer Bürger benötigen einen Reisepass, der noch 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss, sowie ein Visum für Indien (Fr. 160.-), das wir gerne für Sie einholen.

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So viel ist inbegriffen: • Schweizer Reiseleitung (*ab 35 Personen) • Flüge mit Emirates • Stadtrundfahrt in Dubai • 21 Nächte an Bord mit Vollpension • Tischgetränke zu den Mahlzeiten • Trinkgelder an Bord • Bordsprache und Landausflüge in Deutsch • Ausflug Bangkok • Flug/Hafentaxen.

Nicht inbegriffen: • Weitere Getränke an Bord • fakultative Landausflüge • Visum für Indien Fr. 160.- • Annullationskostenversicherung • Reservationsgebühr Fr. 15.- pro Person. Es gelten die Allgemeinen Reisebedingungen, Hinweise und Informationen des aktuellen AIDA Katalogs „März 2017 bis April 2018". (Stand der Drucklegung: 22.02.2017)

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MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 71

Konserven Auch im Dosensortiment finden sich ausschliesslich Fischprodukte aus nachhaltigen Quellen. Tipp: Thunfisch aus der Dose passt sehr gut in eine Tomatensauce und schmeckt auch als Brotaufstrich.

MSC Pelican Fisch­ stäbchen Hokifilets, tiefgekühlt, 15 Stück, 450 g Fr. 4.40

MSC M­Classic Rosa Thunfisch im Öl, 80 g Fr. 1.25

MSC Wildlachs Sockeye, 100 g Fr. 6.80

Selbstbedienung Wildlachs, Zuchtlachs oder Crevetten gefällig? Das Angebot an zerti­ fizierten Produkten im Selbstbedienungs­ bereich ist vielfältig. Tipp: Rezepte mit Lachs sind immer ein Genuss. Sei es zum Apéro auf dem Toastbrot, als Tatar zubereitet oder mit frischer Pasta serviert.

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Flug- & Busreisen Flug mit Air Berlin und Reise mit Twerenbold-Bus Inselrundfahrt Usedom, beeindruckende Kaiserbäder Fakultatives Ausflugspaket mit vier Ausflügen

1. Tag: Hinflug Zürich–Berlin – Fahrt nach Korswandt. Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich-Kloten und Flug mit Air Berlin nach Berlin. Fahrt zum Reichstag, wo wir ein Mittagessen im Restaurant Käfer geniessen. Danach Weiterreise zu unserem Ferienort Korswandt auf Usedom. 2. Tag: Rundfahrt Insel Usedom. Heute lernen wir die Insel mit einem ortskundigen Reiseleiter kennen. Wir entdecken wunderschöne Strände mit angrenzenden Küstenwäldern, typische Inseldörfer sowie ein weites hügeliges Land, ausgedehnte Wiesen, Wälder, Buchten und Seen. Unterwegs machen wir eine Pause beim Wasserschloss Mellenthin, wo wir die Brauerei besuchen und das selbstgebraute Bier degustieren. 3. Tag: Freier Tag am Meer. Heute geniessen wir einen erholsamen Tag am Meer. 4. Tag: Fakultativer Promenadenspaziergang Kaiserbäder.* Wir besuchen heute Vormittag die Kaiserbäder, die mit ihren imposanten Seebrücken zum Verweilen und Flanieren einladen. Die 8 km lange Strandpromenade führt von Ahlbeck bis nach Bansin. Wir haben die Möglichkeit zur Teilnahme an einem geführten Spaziergang entlang der Promenade von Ahlbeck nach Heringsdorf. Anschliessend fahren wir mit dem Schiff zurück nach Ahlbeck. 5. Tag: Fakultativer Ausflug in die Hansestadt Stralsund.* Nach dem Frühstück haben wir die Möglichkeit die Stadt Stralsund zu erkunden. Hier entdecken wir liebevoll restaurierte Bürgerhäuser, imposante Backsteinkirchen und eine Vielzahl wertvoller Zeugnisse. Nach einer individuellen Mit-

tagspause statten wir dem Ozeaneum einen Besuch ab. Das im Jahr 2008 eröffnete Meeresmuseum zeigt in seinen Aquarien verschiedene Wasser- und Lebenswelten aus Ostsee, Nordsee und Nordatlantik. 6. Tag: Fakultativer Ausflug nach Wollin.* Heute steht ein Ausflug nach Wollin auf dem Programm. Wollin ist eine Ostsee-Insel in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Wir fahren zuerst nach Misdroy und verbringen dort eine individuelle Mittagspause. Danach besuchen wir den Wolliner Nationalpark, wo wir unter anderem den bezaubernden Türkissee sehen. Es geht weiter zur gleichnamigen Stadt Wollin und nach Swinemünde. 7. Tag: Fakultativer Ausflug Greifswald und Achterwasserfahrt.* Das Bild der Stadt Greifswald wird weithin sichtbar von den drei Kirchen, der Marienkirche, der Nikolaikirche und der Jacobikirche bestimmt. Eine belebte, schön gestaltete Fussgängerzone und der Marktplatz mit den historischen Giebelhäusern bilden das lebhafte Zentrum. Nach einer geführten Besichtigung und individuellen Mittagspause geht es zurück Richtung Usedom. Ab Zinnowitz unternehmen wir eine gemütliche Schifffahrt auf dem Achterwasser und geniessen dabei Kaffee und Kuchen. 8. Tag: Korswandt–Berlin – Rückflug nach Zürich. Am Morgen Fahrt nach Berlin und Rückflug nach Zürich. *Das Ausflugspaket mit vier Ausflügen ist nur im Voraus buchbar. Sie sparen mind. 10 %. Einzelbuchungen der Ausflüge vor Ort möglich.

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MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 73

Damian Oettli

«Das Ökosystem muss intakt bleiben» Seit 2008 ist die Migros Mitglied der WWF Seafood Group. Wie die Zusammenarbeit funktioniert und was man unter nachhaltigem Fischfang versteht, erklärt WWF-Experte Damian Oettli im Interview. Text: Sonja Leissing

Bild: René Ruis

Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen der Migros und dem WWF aus? Ziel der Partnerschaft ist es, den Schutz der Meere und die Erholung der Fischbestände durch konkrete Massnahmen voranzubringen. Die Migros hat sich dem WWF gegenüber zu ambitionierten Zielen ver­ pflichtet: Sie wird keine vom Aus­ sterben bedrohten Fischarten mehr anbieten und für alle über­ fischten oder nicht nachhaltig produzierte Arten Alternativen finden oder diese komplett aus dem Sortiment streichen. Die Migros erhöht den Anteil zerti­ fizierter Fische aus Wildfang und Zuchten laufend.

aufweisen, stufen wir als akzep­ tabel ein. Wie ist die Kontrolle all dieser Labels organisiert? Ein seriöses Label lässt sich von einer unabhängigen Instanz kontrollieren. MSC zum Beispiel verlangt von den unabhängigen Zertifizierern, dass sie die Ergeb­ nisse ihrer Kontrollen im Detail belegen. Wurde eine Fischerei bewertet, überprüfen mindestens zwei unabhängige Wissenschaft­ ler die Ergebnisse nochmals. Alle Erkenntnisse und Kommentare sind online einsehbar. Was unternimmt der WWF, um die Meere zu schützen? Der WWF engagiert sich mit seinem Meeresschutzprogramm für eine nachhaltige Fischerei und für ein umfassendes Netz­ werk von Meeresschutzgebieten. Um schonende Fangmethoden und nachhaltige Fischerei zu fördern, arbeitet der WWF auf der ganzen Welt mit Fischern und der Industrie zusammen.

Und was ist die konkrete Aufgabe des WWF? Wir beraten und unterstützen die Migros dabei, Wertschöp­ fungsketten nachhaltiger zu gestalten. Durch diese Partner­ schaft lassen sich Ergebnisse im Naturschutz erzielen, die anders nicht möglich wären. Sie sind der Beweis, dass nach­ haltiges Wirtschaften durchaus möglich ist. Was sind die Kriterien für nachhaltigen Fischfang? Bei der Beurteilung, ob eine Fischerei nachhaltig handelt, sind drei Kriterien ausschlag­ gebend: Erstens die Bestands­ grösse und ­entwicklung der Fische. Zweitens die Aus­ wirkungen der Fischerei auf das Ökosystem und drittens das gesamte Management der Fischerei. Nachhaltig heisst, dass nur so viele Fische gefan­ gen werden dürfen, wie auf natürliche Art wieder nach­ wachsen können. Es bedeutet, dass Fischerei und Fischzucht auf verantwortungsvolle Art und Weise betrieben werden, sodass das Ökosystem intakt bleibt.

Damian Oettli ist Leiter der Abteilung Konsum & Wirtschaft beim WWF Schweiz und arbeitet eng mit der Migros zusammen.

Was bedeutet es genau, wenn der WWF Fischprodukte als empfehlenswert oder akzep­ tabel einstuft? Als empfehlenswert erachten wir diejenigen Produkte, die die von uns empfohlenen Labels tragen: Das sind MSC, ASC und Bio­Labels wie Migros­Bio, Bio Suisse oder Naturland. Auch für Produkte, für die es auf dem Markt noch keine Zertifikate gibt, geben wir Empfehlungen

ab. Diese basieren jeweils auf einer wissenschaftlich erarbei­ teten Methodik von WWF und Meeresschutzorganisationen. Produkte, die nach allen Krite­ rien im Rahmen eines wissen­ schaftlich definierten Punkte­ systems positiv abschneiden, werden von uns als empfehlens­ wert eingestuft. Produkte, die nur einen Teil der Kriterien erfüllen oder in anderen Berei­ chen Verbesserungspotenzial

Woran können sich Kunden orientieren, wenn sie nach­ haltigen Fisch kaufen wollen? Sie können sich an die empfoh­ lenen Labels, unseren Online­ Fischratgeber oder an die WWF­Ratgeber­App halten. Der WWF empfiehlt, Fisch bewusst nur als Delikatesse zu geniessen. Dennoch steigt welt­ weit der Fischkonsum. Warum? Hauptsächlich deshalb, weil sich in vielen Ländern – vor allem in Asien – eine wachsende Mittel­ schicht Fisch leisten kann. In unserer gesundheitsbewussten Gesellschaft haben Fische und Meeresfrüchte vor allem wegen ihres hohen Gehalts an Omega­3­ Fettsäuren einen hohen Stellen­ wert. Sie gelten als gesunde Alter­ native zu Fleischprodukten und sind deshalb sehr beliebt. MM


27.02.17 / 1644

MODERN CRUISING COLLECTION Das Kreuzfahrtenportal

ATIVEN: DIE NEUEN ALTERN ederei ✔ Preisgekrönte Re Passagier ✔ Mehr Platz pro enthalte ✔ Lange Hafenauf

DOLCE VITA UND FLAMENCO

PARKPLATZ GESCHENKT

Venedig

Nizza

10.08.

Dubrovnik

Katakolon

Athen Mykonos Santorini

19.08.

Innen ab Aussen ab Balkon ab

10 Tage

1’379.– 1’819.– 2’359.–

1’439.– 1’759.– 2’139.–

(Nr. 12) Celebrity Constellation 5*

Neapel

Gibraltar

09.06.

30.06.

Athen (Piräus) Rhodos Santorini Mykonos

29.05.

11.09.

09.10. 12 Tage

19.06.

Innen ab 989.– Aussen ab 1’499.– Balkon ab 1’839.–

DAYS

10.07.

31.07.

21.08.

1’229.– 1’199.– 1’329.– 1’599.– 1’999.– 1’619.– 1’669.– 2’099.– 1’939.–

Saisonale Schwankungen bis zu CHF 190.– Bahnanreise ab CHF 470.– (1. Klasse, Halbtax) Fluganreise ab + CHF 99.– Zuschlag

Hongkong

21.07.

11.08.

01.09.

Manila

29.09. 12 Tage

(Nr. 26) Celebrity Reflection 5*

Rom

Ibiza

08.05.

CRUISECENTER

TRENDDESTINATION VIETNAM UND DIE PHILIPPINEN

BIS ZU CHF 150.– TASCHENGELD 19.05.

Rom

Valletta

Cartagena Málaga

(Nr. 24) Celebrity Reflection 5*

GRIECHISCHE INSELTRÄUME

Messina

La Spezia

Barcelona

BAHNANREISE NACH ROM

Innen ab 1’199.– 1’399.– 1’599.– 1’699.– Aussen ab 1’499.– ausverkauft 1’799.– 2’399.– Balkon ab 1’799.– 2’799.– 1’999.– 2’599.– Saisonale Schwankungen bis zu CHF 190.– Bahnanreise ab CHF 470.– (1. Klasse, Halbtax) Fluganreise ab + CHF 99.– Zuschlag

Danang

Boracay

17 Tage

Ho-Chi-Minh Singapur (2 Tage)

Kota Kinabalu

INKL. FLUG + HOTEL IN SINGAPUR

11.11. – 26.11.2017

Aussen ab Balkon ab Concierge ab

Frühbucherpreis bis am 31.03.2017

Spezialpreis

3’265.– 3’495.– 3’695.–

3’415.3’645.3’845.-

(Nr. 130) Celebrity Millenium 5*

SECL UI

UB

Limitierte Verfügbarkeiten: Die publizierten Preise sind limitiert und können jederzeit an den aktuellen Tagespreis angepasst werden. Weitere Abfahrtsdaten, genaue Routen und Preise unter www.CruiseCenter.ch

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VON VENEDIG INS MITTELMEER

Preis (CHF) pro Person bei Doppelbelegung. Detaillierte Beschreibung der inbegriffenen und nicht inbegriffenen Leistungen (Trinkgelder an Bord ca. USD 14.– pro Pers. / Tag, Versicherung, Auftragspauschale) sowie AGBs unter www.CruiseCenter.ch. Routenverlauf kann variieren.

CruiseCenter AG · Meierweg 3 · 8006 Zürich · Info@CruiseCenter.ch

044 350 89 89 · CruiseCenter.ch Investieren Sie in das kostbarste Gut Afrikas Gesunder Boden – die Lebensversicherung für Millionen von Bauernfamilien in Afrika. Weltweit geht jeden Monat fruchtbarer Boden im Ausmass der gesamten Landwirtschaftsfläche der Schweiz verloren. Kostbarer Boden muss erhalten bleiben! Unterstützen Sie die Projektarbeit von Biovision mit Ihrer Spende. www.biovision.ch/boden Biovision Stiftung für ökologische Entwicklung, Zürich

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MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 75

Farm Chips

«Vorfreude auf den Frühling» Bärlauchfans warten schon ungedulig auf sie: Farm Chips mit Bärlauch. Die saisonale Sorte gibt es nur bis etwa Mitte Mai. Warum das so ist, erklärt Claudia Walt, Produktmanagerin bei der Bischofszell Nahrungsmittel AG. Text: Claudia Schmidt Bild: Daniel Winkler

Claudia Walt, die Farm Chips Bärlauch haben viele Fans. Warum gibt es sie trotzdem nicht ganzjährig? Der Reiz, der vom Bärlauch aus­ geht, ist seine Saisonalität. Für viele Bärlauchliebhaber ist er nach den düsteren Wintermonaten mit der Vorfreude auf den Frühling verbunden. Deshalb haben wir uns entschieden, die Chips nur zu der Zeit anzubieten.

Bärlauch

Würziger Frühlingsbote Noch bevor sich die Blätter an den Bäumen voll entfalten, schlägt seine Stunde: Der Bärlauch nutzt als Bodendecker im lichten Laubwald die Früh­ jahrssonne. Wenn das Blätterdach nur noch wenige Sonnenstrah­ len durchlässt, verblüht der Bärlauch und zieht sich bis zum Frühling des nächsten Jahres zurück. Sein knob­ lauchartiges Aroma verdankt der Bärlauch dem Allicin und ande­ ren schwefelhaltigen Inhaltsstoffen.

Woher stammt der Bärlauch? Unser Kräuterlieferant sammelt den Bärlauch an mehreren Stellen im Kanton Bern. Wo genau, verrät er nicht. In der Hochsaison sind bis zu 20 Personen mit dem Sam­ meln beschäftigt. Dann sind die Farm Chips ein echtes Schweizer Produkt? Ja, Farm Chips werden immer aus Schweizer Kartoffeln hergestellt. Die Gewürze für die verschiedenen Sorten stammen ebenfalls aus der Schweiz. Bärlauch ist ein Wildkraut. Wie vermeiden die Sammler, dass unerwünschte andere Kräuter gepflückt werden? Die Sammler werden anhand von Bildern und Steckbriefen mit In­ formationen über Standort, Pflan­ zendichte, Blätterform und Geruch versorgt. Beim Schneiden vor dem Trocknen wird sämtliches Pflanzen­ material von Hand auf das Förder­ band gelegt und dabei einer perma­ nenten Nachkontrolle unterzogen. Wie schafft man es, dass der Bärlauch an den Chips haften bleibt? Die Farm Chips kommen frisch aus der Fritteuse und sind noch warm. Der getrocknete Bärlauch wurde fein zerhackt, in dieser Form bleibt er gut an den Chips haften. Zudem

Claudia Walt (35) überzeugt sich von der Qualität der Farm Chips.

wurde der Bärlauch in eine Gewürz­ mischung eingearbeitet, die ihn auch gerade noch geschmacklich unterstützt. Wenn man Knoblauch gegessen hat, riecht das jeder sofort. Hinterlassen die Bärlauchchips einen ähnlich prägnanten Atem? Gerade der Bärlauchgeschmack macht diese feinen Chips aus. Wir haben intern einen kleinen Test gemacht und konnten keine spe­ ziellen Nachwirkungen feststellen. Sollte sich jemand am Nachge­

schmack stören, empfehlen wir, etwas Milch zu trinken oder etwas Petersilie zu zerkauen. Die Farm Chips überraschen nicht nur mit feinen Aroma­ kombinationen, sondern unter­ scheiden sich auch sonst von herkömmlichen Chips. Was ist das Besondere? Farm Chips sind dicker als zum Beispiel M­Classic­Chips. Ausser­ dem werden die Kartoffeln für die Farm Chips nicht geschält. So sind sie insgesamt rustikaler. MM

Farm Chips Bärlauch, 150 g Fr. 3.20 In grösseren Filialen

Die M­Industrie stellt viele Migros­Produkte her. Dazu gehören auch die Farm Chips.


76 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Farmer

Power für die Piste

Ob für einen guten Start in den Tag oder als Snack zwischendurch: Das FarmerSortiment bietet eine grosse Auswahl. Die Farmer-Produkte sind Ballaststofflieferanten und auch willkommene Energiespender für einen sportlichen Skitag. In den Flakes, im Joghurt und in den normalen Riegeln ist Getreide der wichtigste Bestandteil. Die neue Farmer-Plus-Linie enthält die sogenannten Superfoods Quinoa, Amaranth oder Chiasamen.

Farmer Flakes Nature, 500 g Fr. 3.65* statt 4.60

Farmer Plus Crunchy Mix, 600 g Fr. 4.55* statt 5.70

Das Farmer-Sortiment überrascht mit einem reichhaltigen Angebot verschiedenster Produkte.

Bild: Yves Roth, Styling: Miriam Käser

Farmer Joghurts Crunchy Choco oder Waldbeeren, je 225 g Fr. 1.60* statt 2.–


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 77

Farmer-Gewinnspiel

Gewinncodes auf ausgewählten Farmer-Produkten sammeln und auf www.migros.ch/farmer oder via Migros-App eingeben. Zu gewinnen gibt es unter anderem eine Traumreise nach Kanada sowie täglich Sofortpreise.

Farmer Crunchy Honig, 12 Stück Fr. 3.60* statt 4.40

*Aktion 20% auf das gesamte Farmer-Sortiment bis 6. März

Farmer Dis Müesli Öpfel u Zimt, 85 g Fr. 1.50* statt 1.90

Farmer Soft Choc Apfel, 9 Stück Fr. 3.60* statt 4.50

Farmer Croc Waldbeeren, 500 g Fr. 3.80* statt 4.80

Farmer Plus Quinoa-Heidelbeer, 6 Stück Fr. 3.90* statt 4.90 Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch Farmer.


78 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Migros-Bio

Von Hand gemacht Der neue Biodinkelzopf begeistert nicht nur die Zopfliebhaber, sondern auch Fans alter Getreidesorten. Die Migros hat den Dinkelzopf in Bioqualität ab sofort im Brotsortiment – natürlich nur am Wochenende, wenn Brunchzeit ist. Text: Heidi Bacchilega

Migros-Bio Dinkelzopf, 500 g Fr. 5.50

Bild & Styling: Claudia Linsi


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 79

Gut zu wissen

So wird er gemacht

So wird er gegessen

Dinkel ist mit dem Weichweizen verwandt und aus den Urweizensorten Einkorn und Emmer hervorgegangen. Im Vergleich zum Weizen ist Dinkel im Anbau anspruchsloser, standfester und witterungsbeständiger. Vor mehr als 3000 Jahren kam Dinkel aus Zentralasien nach Spanien und Mitteleuropa. Dinkel ist somit eine der ältesten Getreidesorten überhaupt.

Im Biodinkelzopf steckt ein grosser Anteil an Vollkornmehl.

Zum klassischen Sonntagsbrunch gehört ein Zopf.

Im Gegensatz zu anderen Getreidesorten wachsen die Dinkelkörner geschützt vor schädlichen Umwelteinflüssen in einer fest verschlossenen Spelze heran. Sie werden erst in der Mühle in einem aufwendigen Verfahren, dem sogenannten Entspelzen, von der Hülle getrennt. Dinkel stellt vergleichsweise niedrige Ansprüche an den Boden und wird aus diesem Grund hauptsächlich als Wintergetreide kultiviert. Die beliebte Alternative zu Weizen wird in der Schweiz in erster Linie in den Kantonen Bern, Luzern und Aargau sowie teilweise auch im Baselland, Thurgau und Jura angebaut.

Tipp: Aus hartem Zopf lässt sich einfach Paniermehl herstellen: den Zopf in Stücke schneiden, gut austrocknen lassen und anschliessend in der Küchenmaschine fein mahlen. Das selbstgemachte Paniermehl in Gefrierbeuteln im Tiefkühlfach lagern – so wird es nicht ranzig.

Für dessen Herstellung wird das Dinkelkorn als Ganzes in der Mühle gemahlen. Das Dinkelvollkornmehl verleiht dem Zopf einen besonders aromatischen Geschmack und eine dunklere Farbe. Die feinen Dinkelzöpfe werden nach traditioneller Methode gebacken. Das heisst lange Gärung,

schonendes Kneten und Zöpfeln von Hand. Dank der speziellen Gärprozesse bleibt er länger frisch, hat einen wunderbaren Geschmack und eine weiche Textur.

Nach dem Mahlen wird das Korn gesiebt und weiterverarbeitet.

Mit etwas Butter, hausgemachter Konfitüre oder einer Scheibe Schinken ist der leicht nussige Dinkelzopf eine Spezialität auf dem Zmorgetisch.

Bleiben trotzdem einmal Resten übrig, sind diese zu schade, um sie ins Altbrot zu geben. Einfach und schnell lassen sich daraus süsse oder salzige Gerichte zubereiten. Zwei Beispiele: Für Fotzelschnitten Eier mit Milch und Salz in einer Schüssel verklopfen. Zopfscheiben in der Mischung wenden und beidseitig in Butter anbraten. Zum Schluss noch in einer ZuckerZimt-Mischung drehen. Wer mag, serviert dazu ein Apfelmus. Auch Pizzaschnitten mit Mozzarella sind einfach zubereitet: Den Zopf in Scheiben schneiden und auf ein Blech legen. Tomatensauce über die Scheiben verteilen, Schinken fein hacken und ebenfalls darübergeben. Am Schluss Mozzarella-Scheiben auf die Schnitten legen und im Ofen bei ungefähr 200 Grad backen, bis der Käse schmilzt.

Migros-Bio steht für eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur. Das Biosortiment umfasst über 1300 Produkte. Ein Teil von


Verbrauchte Batterien müssen der Verkaufsstelle zurückgebracht werden.

Aktion

POWER AUF NUMMER SICHER ENERGIZER MAX ALKALI BATTERIEN: • Garantiert kein Auslaufen • Speichert Power auf Dauer: Bis zu 10 Jahre einsatzbereit** • Ideal geeignet für Geräte mit mittlerem Energiebedarf

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*Bei vollständig entladenen Batterien bis zu 2 Jahre lang kein Auslaufen in Ihrem Gerät. **Lagerfähigkeit.

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Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 28.2. BIS 13.3.2017, SOLANGE VORRAT


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 81

Total

Unerbittlich gegen Flecken Ob weisse, bunte oder dunkle Textilien: Die Waschmittel von Total entfernen selbst hartnäckige Flecken wie etwa solche von Saucen, Gras oder Make-up. Dank der verbesserten Rezeptur und dem Einsatz einer neuen Enzymgeneration funktioniert dies schon bei Waschtemperaturen ab 15 ºC und niedriger Dosierung. Das schont Fasern, Waschmaschine und Umwelt. Das Ergebnis sind Reinheit und leuchtende Farben. Mit einem umfassenden Sortiment bietet Total für jedes Waschproblem die passende Lösung.

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Bild: Getty Images

bis 13. März

Total Color, 2,475 kg Fr. 7.95* statt 15.90

Total Pulver, 2,475 kg Fr. 7.95* statt 15.90

Total Color, 2 l

Fr. 7.95* statt 15.90

Total Sensitive, 2 l

Fr. 7.95* statt 15.90

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Waschmittel von Total.


82 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

Neuheiten

Schon ausprobiert?

Jede Woche kommen viele neue Produkte in die Migros-Regale. Da ist es nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten. Wir stellen eine kleine Auswahl vor.

Legalisierter Hanf in der Küche

Keine Angst: Diese Hanfsamen sind völlig legal. In der Medizin ist Hanf ein wirksames Mittel gegen chronische Schmerzen, in der Küche ein zuverlässiger Ballaststoff- und Eiweisslieferant. Migros-Bio Hanfsamen geschält, 200 g Fr. 5.60

Stammen Pariser eigentlich aus Frankreich?

Aus Paris, der Stadt der Liebe? Manche behaupten, «Pariser» sei nur eine Kurzform von Präservativ. Andere beziehen sich auf den Artikelnamen «Le Parisien», der Ende des 19. Jahrhunderts in Paris verkauft wurde. Erfunden wurde das Gummikondom aber von einem Amerikaner namens Charles Goodyear (1804–1876). Ceylor Easy Glide mit 30% mehr Gleitmittel, 6 Stück Fr. 7.50 In grösseren Filialen

Kein Zeitverlust, kein Kleben Die Körperlotion zieht rasch ein und verhindert klebende Hosen nach dem Eincremen. Kneipp Sekunden-Körperlotion, 200 ml Fr. 10.80 In grösseren Filialen

Zauberröhrli für Milchmuffel Die täglichen Diskussionen über die Zmorgemilch legen sich rasch. Denn sobald sich die aromatisierten Kügelchen aus dem magischen Trinkhalm auflösen, trinken die lieben Kleinen ihre Milch ratzfatz leer. M-Quick Röhrli, Erdbeer oder Schoko, 5 × 6 g Fr. 1.30


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 83

«Chummus», mit einem Schweizer «Ch»,

ist die korrekte Aussprache des israelischen National­ gerichts. Somit hat das Kichererbsenpüree auch nichts mit dem Boden, dem Humus, zu tun. Al Fez Houmous Dip, 150 g Fr. 3.20

Zu viel schadet, zu wenig auch

Ein hoher Cholesterinwert ist ein Risikofaktor für Herzerkrankungen. Die in Benecol enthaltenen pflanzlichen Stoffe senken nachweislich den Cholesterinspiegel. Benecol Multifrucht, 6 × 65 ml Fr. 5.40

Manche mögens heiss, manche mögens kalt.

Die isolierende Hülle hält den Inhalt heiss oder kalt. Glasflasche mit Neoprenüberzug, mit Kaffee­ und Teesieb, 0,9 l Fr. 59.80

It’s raining cats ... ... und in England nebst Katzen sogar Hunde. Da können wir uns in der Schweiz noch glücklich schätzen. Egal, was auch immer vom Himmel fällt: Imprägnierspray schützt Kleidung und Schuhe zuverlässig. Rapi Aqua Stopp Spray Extreme Protection, 250 ml Fr. 6.80

Fladenbrot gibt es weltweit in unzähligen Varianten: Tunnbröd oder Flatbrød aus Skandinavien, Naan oder Chapati aus Nordindien, Pita aus Griechenland, Pide aus der Türkei, Dinnete aus dem Schwabenland, Podpłomyk aus Polen. Fladenbrot aus dem Orient gibt es neu in der Migros. Al Fez Oriental Bread, 6 × 35 g Fr. 3.40


Die Natur weiss, was gut ist.

6.40

Bio-Pangasiusfilets* 300 g

3.80

3.30

Bio-Ofen Frites* 500 g

Bio-Schweizer Erbsen* 500 g

* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. Genossenschaft Migros Luzern ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 28.2. BIS 6.3.2017, SOLANGE VORRAT

Mit Produkten aus der Region. Für die Region.

Falsche Schnecken mit Champignons Zubereitung: Bei den Champignons den Stiel herausdrehen. In einer Pfanne Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone aufkochen und die Champignons darin ca. eine Minute blanchieren. Champignons etwas abtrocknen. Schnittlauch fein schneiden. Die zimmerwarme Butter, Schnittlauch, 2 EL Paniermehl und etwas Senf in eine Schüssel geben. Knoblauch-Zehen dazu pressen, mit Salz und Pfeffer würzen und gut vermischen. Toastbrot leicht toasten, vierteln und in eine Gratinform auslegen. Champignons mit der Kräuterbutter füllen. Bei 180 Grad während 15 bis 20 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben.

Jeden Sonntag 18.55 Uhr

mit stündlicher Wiederholung

Alle Rezepte und alle Sendungen: www.jeannettekocht.ch

Migros-Einkaufsliste: Zutaten für 4 Personen • 16 mittelgrosse Cham pinons • 50 g gesalzene Napf gold-Butter • 1 Pack Schnittlauch • Saft 1/2 Zitrone • 3 Knoblauch-Zehen • 2 EL Paniermehl • 4 Scheiben Toastbrot • Salz, Pfeffer, Senf

Ein M regionaler.


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 85

Aktion Primeln, 10 Stück Fr. 8.50 statt 12.90 Gültig vom 28. 2 bis 13. 3.

Produkt der Woche

Pflegeleichte Blumen Die Familiengärtnerei von Emil Huber im luzernischen Altwis zieht Primeln für die Migros Luzern. Sie sind mehrjährige Pflanzen mit einer Wuchshöhe von bis zu 10 Zentimetern, und die Blütezeit dauert von Februar bis April. In den Do it + Garden-Filialen der Migros Luzern gibt es die Blumen im 10er-Set zum Aktionspreis von Fr. 8.50. Die Primeln sind in vielen Farben erhältlich. Das 10er-Set kann nach Belieben zusammengestellt werden.

In der Mini-Migros lernen Kinder spielerisch das Zählen, Tauschen und Verhandeln.

Gratis Probelektionen

Wie die Grossen Der grösste Verkäuferliladen der Schweiz kommt zurück in die Zentralschweiz: Vom 13. bis zum 25. März schlüpfen Kinder ab vier Jahren im Mythen Center Schwyz in die Rollen von Kundinnen, Verkäufer und Logistiker. Text: Laura Roth

H

Neues aus der Genossenschaft Migros Luzern

Klubschultipp

Mini-Migros

ier, in der Mini-Migros, haben die Kleinen das Sagen: Produkte transportieren und Regale einräumen, die Tasten der Kasse bedienen oder mit dem Einkaufswägeli in der Filiale herumrennen und seine Lieblingsprodukte suchen. Bevor es losgeht, erhält jedes Kind am Kundendienst ein Portemonnaie, gefüllt mit Spielgeld sowie einer persönlichen CumulusSpielkarte. Anschliessend steht dem Spiel nichts mehr im Weg,

Ihre Region

und die Kinder dürfen einkaufen, verkaufen, beraten, auffüllen oder einfach nur zuschauen – wozu sie gerade Lust haben. Eintritt ab vier Jahren

Für die Eltern gilt: draussen bleiben. Die einzigen Erwachsenen in der Mini-Migros verfügen über pädagogisches Know-how und übernehmen die Rolle der Kundendienstmitarbeiterin sowie der Filialleiterin. Die Mini-Migros ist vom 13. bis zum 25. März im

Mythen Center Schwyz zu Besuch und steht Kindern zwischen 4 und 12 Jahren offen. Wichtig dabei: Die Mini-Migros ist kein Kinderhort, die Verantwortung liegt bei den Eltern. Aus diesem Grund werden die Eltern gebeten, sich im Wartebereich aufzuhalten, während die Kinder in der MiniMigros spielen. Der Eintritt ist gratis, die Spielzeit auf 30 Minuten beschränkt. MM Mehr Infos: www.vonuns-vonhier.ch

Wer wünscht sich nicht eine Idealfigur? Damit Problemzonen bald der Vergangenheit angehören, kann man sich das passende Wor-kout in den kostenlosen Probelektionen der Klubschule Migros Luzern aussuchen. Fast täglich finden im März verschiedene Fitness- und Entspannungskurse statt, die man ganz unverbindlich testen kann – sei es Bodyfit, Rückentraining oder Qigong. Anmeldung: www.klubschule.ch Suche: 1 x ausprobieren


86 | MM9, 27.2.2017 | MIGROS-WELT

In den Kinderparadiesen der Einkaufscenter Zugerland Steinhausen, Länderpark Stans und Surseepark werden die Kleinen professionell betreut, während die Eltern in Ruhe einkaufen.

Blick hinter die Kulissen: An den Energie-Tagen konnte die Solaranlage auf dem Dach des Länderparks Stans besichtigt werden.

Philippe Gerber

«Einkaufscenter müssen mehr bieten»

Das Einkaufscenter Zugerland Steinhausen war 2016 das umsatzstärkste Center in der Zentralschweiz, der Länderpark Stans und der Surseepark sind unter den Top fünf. Wieso die Migros-Center so erfolgreich sind, weiss Philippe Gerber, Leiter Centermanagement.

Alle drei Einkaufscenter der Migros Luzern knüpfen an die guten Resultate der Vorjahre an. Doch die Konkurrenz aus dem Onlinehandel und veränderte Kundenbedürfnisse verlangen verschiedene Massnahmen, um die Attraktivität der Center zu erhalten. Philippe Gerber, Leiter Centermanagement der Migros Luzern, sieht darin aber auch viele Chancen für die Zukunft. Philippe Gerber, können Einkaufscenter noch punkten mit dem Slogan «Alles unter

einem Dach», oder zählt heute «Alles direkt nach Hause»? Der Onlinehandel macht dem stationären Handel spürbar starke Konkurrenz. Die Kunden möchten für ihre Einkäufe und Besorgungen möglichst wenig Zeit einsetzen. Hier können wir unsere Vorzüge ausspielen: Im Einkaufscenter kann man nicht nur den Wocheneinkauf erledigen, man kann sich danach auch gleich noch eine neue Frisur machen lassen und einen neuen Liegestuhl kaufen. Die Kunden können

alles ausprobieren und erhalten dazu eine kompetente Beratung. Beim Einkaufen werden alle Sinne angesprochen. Darum müssen die Center neben einem vielseitigen Ladenangebot auch Dienstleistungen über das Einkaufen hinaus anbieten. Es zählt also nicht mehr nur die Ladenvielfalt? Ein guter Ladenmix ist immer sehr wichtig. Doch in Zukunft sind sicher auch andere Krite-

rien für die Attraktivität eines Einkaufscenters ausschlaggebend: Eine gute Erreichbarkeit, einfache Parkmöglichkeiten, hier meine ich ein Parkleitsystem, Kinderbetreuung und Entsorgungsstationen sind Standard in allen drei Centern. Neben dem Aspekt des Zeitsparens gibt es aber auch den Trend des Einkaufens als Freizeitbeschäftigung. Und gerade hier ist es wichtig, dass unsere Center den Kunden ein Unterhaltungsprogramm und Inspiration bieten.

Bilder: Laura Roth, zVg (2)

Text: Antonia Reinhard


MIGROS-WELT | MM9, 27.2.2017 | 87

Wer den aufgedruckten Code auf www.migros.ch/eier eingibt, erfährt, woher das Ei stammt. Rückverfolgbarkeit

Woher kommt mein Ei? Bei keinen anderen Lebensmitteln achten Konsumentinnen und Konsumenten so stark auf die Schweizer Herkunft wie bei Eiern. Die Herkunft der Migros-Eier kann mit einem Klick geprüft werden. Text: Eva D’Andrea

L Philippe Gerber, Leiter Center­ management Migros Luzern

Was bedeutet das? Mit einem unterhaltsamen und saisonal passenden Eventprogramm wird das Einkaufserlebnis gesteigert: Beispielsweise durch eine Modenschau, wie wir sie im April im Surseepark veranstalten. Alle drei Center haben jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Aktivitäten, die auch immer auf die unterschiedliche, regionale Kundschaft abgestimmt sind. MM

Bild: Thomas Studhalter

aut einer Umfrage von Demoscope ist die Rückverfolgbarkeit von Produkten ein stetig wachsendes Bedürfnis. Deshalb führte die Migros bereits 2010 – als erste Schweizer Detailhändlerin – die Dienstleistung der Eierrückverfolgbarkeit ein. Auf www.migros.ch/eier erfahren Kunden mit einem Klick, woher die Eier stammen: Über die Eingabe des Eiercodes gelangt man zu einem detaillierten Porträt des produzierenden Bauernhofs. Gibt man beispielsweise den Eiercode 1-CH-456 ein, erfährt man, dass auf dem Geflügelhof Waldihof von Patrick Wandeler aus Gunzwil über 8000 Tiere in Freilandhaltung leben. Oder dass die Familie Wandeler bereits seit 1991 Eier an die Migros Luzern liefert. Die Fotos vermitteln einen Einblick in den Hofalltag und die Lebensumstände der Tiere, die dort gehalten werden. Via Code erfasst sind alle Eierproduzenten, die regelmässig an die Migros liefern. Noch auf dem Hof

werden das Legedatum und der Eiercode mit Lebensmittelfarbe auf das Ei gedruckt. Dadurch ist eine lückenlose Rückverfolgbarkeit garantiert. Alle AdR-Eier aus Freilandhaltung

Alle «Aus der Region. Für die Region»Eierbetriebe der Migros Luzern sind seit 2015 als Freilandbetriebe zertifiziert. Die Freilandhaltung erfüllt die höchsten Haltungsstandards in der Schweiz: Genügend Auslauf (mindestens 2,5 Quadratmeter Weidefläche pro Tier), ein Wintergarten, eine entsprechende Einstreu und helle Stallungen mit viel Tageslicht. So fühlen sich die Tiere rundum wohl. Auch auf dem «Waldihof» in Gunzwil: «Unsere Hühner können täglich ins Freie, und bei schlechtem Wetter spazieren sie im Winter­ garten herum», erzählt Patrick Wandeler. Damit es seinen Hühnern noch besser geht, hat er in den vergangenen Jahren laufend in die Infrastruktur des Betriebs investiert, wobei er immer besonders auf eine artgerechte Haltung achtet. MM

Eiercode

Infos auf einen Klick Bereits der Code verrät viel:

Die Zahl 1 steht für Freilandhaltung, 0 für Bio und 2 für Bodenhaltung. Das Kürzel CH garantiert, dass das Ei aus der Schweiz stammt. Informationen über den Bauernhof: www.migros.ch/eier Informationen über Importeier: www.was-steht-aufdem-ei.de


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Tulpen Harlekino Bund, 10 Stück

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Tulpen Bund, 10 Stück

Genossenschaft Migros Luzern ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 28.2. BIS 6.3.2017, SOLANGE VORRAT

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Sélection Französische Tulpen Bund, 7 Stück


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M-Tipp Damit sich der Burger auf dem Grill nicht nach oben wölbt: Einfach mit dem Daumen eine leichte Delle in seine Mitte drücken.

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M-Classic Burger «Mundart»* (Rindfleisch, (Rindfleisch, klassisch und ausgewogen) Schweiz, Stück, 110 g

20%

1.90 statt 2.40

M-Classic Burger «Backstage»* (Lamm- und Rindfleisch mit Peperoni, exklusiv anders, exklusiv harmonisch) Schweiz, Stück, 110 g

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1.90 statt 2.40

M-Classic Burger «Bastian Bacon»* (Rindfleisch und Speck, erfrischend und leicht) Schweiz, Stück, 110 g

20%

25%

2.40 statt 3.20

M-Classic Burger «Schlager»* (Kalbfleisch, aussen paniert, ein knuspriger Evergreen) Schweiz, Stück, 110 g *Erhältlich an der Bedienung. Genossenschaft Migros Luzern ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 28.2. BIS 6.3.2017, SOLANGE VORRAT

1.90 statt 2.40

M-Classic Burger «Rock»* (Rind- und Schweinefleisch, leicht pikant mit etwas Schärfe aufgepeppter Klassiker) Schweiz, Stück, 110 g


Publireportage

«Diese Hörgeräte sind gut und preiswert. Ich empfehle sie auch meinen Bekannten.» Verständlichkeit, klarer Sound. Auch dann, wenn es mal lärmig ist in der Umgebung, fällt es mir leicht, Gesprächen zu folgen.

Dr. Anderhub, Sie haben GOhear-in unverbindlich ausprobiert – ein modernes Hörgerät, das im Ohr getragen wird. Wir fragen ganz direkt: Was halten Sie davon? Am Anfang war ich skeptisch, das gebe ich gerne zu. Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, diesen Knopf einfach im Ohr zu «versorgen». Aber dann gewöhnte ich mich sehr rasch an das neue Traggefühl und die Vorteile der ImOhr-Lösung: kein Schlauch mehr hinter dem Ohr, kein Verrutschen oder Abreissen beim Ausziehen der Kleider. Völlige Autonomie! Und auch meine anfängliche Befürchtung, das GOhear-in könnte beim Sport herausfallen, erwies sich als unbegründet. Die Geräte bleiben an Ort und Stelle, selbst bei grössten Belastungen, und das ganz ohne Fremdkörper- oder Druckgefühle im Ohr. Man vergisst praktisch, dass sie da sind. Vor dem Test haben Sie das GOhear getragen, das meistverkaufte Hörgerät der Schweiz und ein Modell, das hinter dem Ohr befestigt wird. Genau. Auch damit war ich zufrieden. Jetzt aber, mit den GOhear-in-Geräten, fühle ich mich noch freier: Niemand kann sehen, dass ich ein Hörgerät trage, aber ich höre alles, was ich hören muss. Ausserdem stelle ich qualitativ eine Verbesserung fest. Im Alltag funktionieren die digitalen Geräte perfekt: gute

St. Michaelsapotheke

Ebikon

Amavita Apotheke

Sie können die Geräte von Sonetik also weiterempfehlen?

Ibach Luzern

Amavita Apotheke Schönbühl

Das kann ich, und das tue ich auch: Ich empfehle die GOhear-Geräte allen meinen Bekannten als gute und preiswerte Hilfe, um wieder besser hören zu können.

Luzern

Amavita Apotheke Würzenbach

Malters

Drogerie Balance

Reiden

Drogerie Spälti

Und wem würden Sie nun zum herkömmlichen GOhear-Modell raten, wem zur neuen Im-Ohr-Lösung?

Schwyz

Hofmatt Apotheke

Stans

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HÖRVERLUST? WERDEN SIE AKTIV Meist tritt der Hörverlust schleichend auf: Die Vögel verstummen, die Grillen zirpen nicht mehr, das Radio und Fernsehen wird lauter gestellt, Zischlaute gehen verloren, und wenn sich mehrere Menschen miteinander unterhalten, fällt es schwer, dem Gespräch zu folgen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Oder haben Sie jemanden in Ihrem Umfeld, der Mühe hat, ganz Ohr zu sein? Einen Hörverlust sollte man nicht still hinnehmen, zumal ein Zuwarten nicht nur für die Betroffenen eine Belastung ist, sondern auch für Freunde, Bekannte, Partner, Kinder und Enkelkinder. Ausserdem schwächt Gehörverlust unser Gehirn: Es verlernt, Töne und Geräusche zu verarbeiten. Wer aktiv wird, tut damit sich selbst und der Mitwelt einen Gefallen.

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2 Auch schon. Aber nichts Grosses oder besonders Tolles. 26% 3 Ja, mir war das Glück bei Verlosungen und Wettbewerben schon hold. 8% 4 Ich nehme nie an Wettbewerben teil. 2%

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Richtig!

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hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Schmeisst der Kleine (1) Dinge vom Tisch, ist das wie ein selbst­ gezündetes Feuerwerk. «Nein!», rufen wir, als er einen Teller mit Polenta und Poulet gegen die Wand schleudert. Wir zerren ihn aus dem Hochstuhl und setzen ihn mit Nachdruck auf den Boden sei­ nes Zimmers. Während wir die Essensreste von der Wand kratzen, geht der Grosse (6) zum Brüderchen und spielt mit ihm. Dann liest er uns die Leviten: «Ihr seid zu streng. Mein Bruder ist noch ein Baby und kann das nicht verstehen.» Irgendwie süss, denke ich. Dann legt er nach. «Wir zwei werden immer zusammenhalten. Wie Pech und Schwefel.» Und jetzt, wie weiter? 1, 2 oder 3? 1 2 3

Mir wird ganz warm ums Herz. Wie wundervoll doch Bruderliebe ist! Recht hat er. Das mulmige Gefühl «Was kommt da auf uns zu?» überschattet den Jö­Effekt um Welten. Wir werden strenger sein. Zu beiden. Wir ganz Grossen halten auch zusammen wie Pech und Schwefel. Somit steht es zwei gegen zwei. Ha!

Antwort 1: Wir werden unser Nein wieder sanfter formulieren und stattdessen den Speiseplan dem Wurfbedürfnis des Kleinen anpassen: Weisses, das keine Spuren an der Wand hinterlässt, Klebriges, das am Teller haften bleibt …

Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis

Richtig oder falsch?

Laut Bio Suisse, dem Dachverband der Schweizer Bioprodu­ zenten, wachsen die Marktanteile von Bio­ lebensmitteln in allen Schweizer Sprach­ regionen seit Jahren kontinuierlich. Im gesamten Schweizer Detailhandel lag der Biomarktanteil 2015 bei 7,7 Prozent. Eier, Frischbrot und Ge­ müse wiesen dabei die grössten Anteile auf. Zugenommen hat auch die Zahl der Biobetriebe und der biologisch bewirt­ schafteten Fläche. Bio Suisse verzeichnet regelmässig Neuan­ meldungen von Land­ wirtschaftsbetrieben, die auf biologischen Landbau umstellen wollen. Darum gilt:

Mit dem Konsumver­ halten unterstützt man den Zuwachs bei Bio­ produkten und tut damit der eigenen Gesundheit wie auch der Tier­ und Pflanzen­ welt etwas zuliebe.

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92 | MM9, 27.2.2017 | LEBEN

Gesundheit

Plötzlich spielt die Haut verrückt Vor fünf Jahren entdeckte Nicole Schwob Sennhauser erstmals einen weissen Fleck an ihrem Daumen. Vier Monate später war die 46-Jährige aus dem Baselbiet übersät mit Flecken. Diagnose: Vitiligo. Inzwischen hat sie gelernt, mit der Krankheit zu leben. Text: Inge Hess

Gut zu wissen

Keine Schmerzen, trotzdem viel Leid Sie können über Nacht auftreten

und einen ziemlich erschrecken: weisse Flecken auf der Haut, die einen an eine schlimme Hautkrankheit denken lassen. Auch wenn Vitiligo nicht schmerzhaft ist, müssen Betroffene lernen, mit der Krankheit umzugehen. Denn nicht selten werden sie gemieden, obwohl klar keine Ansteckungsgefahr droht. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann deshalb sehr hilfreich sein. Weitere Infos: www.selbsthilfeschweiz.ch

Bild: René Ruis

V

itiligo ist weder ansteckend noch gefährlich oder schmerzhaft. Die heutige Lehrmeinung geht davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Man nimmt an, dass das eigene Immunsystem die Zellen blockiert oder zerstört, die den Hautfarbstoff erzeugen (Melanozyten). «In der Schweiz leiden etwa ein Prozent der Bevölkerung an Vitiligo», sagt Professor Lasse Roger Braathen aus Ittigen BE, Facharzt für Dermatologie. «Eine Heilung ist extrem selten.» Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten, aber am häufigsten sind Teenager betroffen. Genetische Fakto­ ren spielen eine Rolle. In manchen Fami­ lien kommt Vitiligo häufiger vor. Plötzlich mit weisses Flecken übersät

Als Nicole Schwob Sennhauser den ersten weissen Fleck bei sich entdeckte, dachte sie noch, er käme von der Sonne. Man ver­ schrieb ihr eine Salbe. Ohne Erfolg. Im Gegenteil. «Meine Haut wurde dünner und reagierte äusserst empfindlich auf Sonne», erinnert sie sich. Vier Monate später kam der grosse Aus­ bruch: «Über Nacht war mein Körper über­ sät mit weissen Flecken: an den Händen, El­ lenbogen, im Nacken, am Dekolleté, an den Füssen. Sogar um die Augen hatte ich hellere Haut und sah deshalb immer müde aus. Es

war ein Riesenschock.» Nicole Schwob Senn­ hauser ging in eine Selbsthilfegruppe, denn bei Vitiligo leidet auch die Seele. Behandlung mit Lichttherapie

Auslöser der Krankheit können bei Risiko­ personen Hormonumstellungen oder emotionaler Stress sein. Nicole Schwob Sennhauser bekam den ersten weissen Fleck nach einem schweren Skiunfall. Weil Vitiligo häufig mit anderen Erkran­ kungen einhergeht, würde sie sich heute nach der Diagnose ganzheitlich checken lassen. «Damals fühlte ich mich schlapp, nahm zu und wurde mehrmals ohnmächtig.» Erst ein Jahr später wurde eine Unterfunk­ tion der Schilddrüse festgestellt. «Für Vitiligo gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, aber praktisch allen gemeinsam ist eine Therapie mit UV­Strahlen», sagt Professor Braathen. Auch Nicole Schwob Sennhauser riet man nach der Diagnose zu einer Lichttherapie. «Das ist sehr zeitaufwendig», sagt sie. «Man geht mindestens dreimal in der Woche zum Arzt, stellt sich anfangs für zehn Sekun­ den in eine Lichtkabine. Das habe ich vier Monate durchgehalten. Zuletzt war ich etwa eine Minute darin.» Die Behandlung blieb ohne Erfolg. Heute unternimmt sie nichts mehr gegen die Krankheit. Keine Lichttherapie, keine Creme.

Ihr Gesicht ist inzwischen weiss: Nicole Schwob Sennhauser sieht man die Krankheit vor allem an Händen, Ellenbogen und am Dekolleté.


LEBEN | MM9, 27.2.2017 | 93

Es ist auch eine Kostenfrage. Eine Tube dieser speziellen Creme kostet über 100 Franken, und die Krankenkasse übernimmt nur einen Teil der Kosten: «Wenn ich meine weissen Stellen zweimal am Tag eincreme, reicht sie eine Woche.» Im Januar 2015 ist die Krankheit zum Stillstand gekommen. Nicole Schwob Sennhauser führt wieder ein normales Leben. «Im Sommer trage ich ärmellose T-Shirts. Das ist kein Thema mehr für mich. Ich hatte nie das Gefühl, wegen der Flecken weniger akzeptiert zu werden.» Das sei jedoch nicht

selbstverständlich. Sie weiss von Leuten, die wegen Vitiligo einen Job nicht bekommen haben. Trotz Vitiligo ein Topmodel

Popstar Michael Jackson litt an Vitiligo, ihn nahm die Krankheit auch psychisch sehr mit. Sein ältester Sohn ist ebenfalls davon betroffen. Es gibt aber auch Menschen, die offen damit umgehen können wie Winnie Harlow. Die 22-jährige dunkelhäutige Kanadierin nahm trotz ihrer weissen Flecken an der 21. Staffel von «America’s

Next Top Model» teil, schaffte es auf Platz sechs und wurde zur Markenbotschafterin der spanischen Modemarke Desigual. Nicole Schwob Sennhauser arbeitet als administrative Assistentin und engagiert sich in der Schweizerischen PsoriasisVitiligo-Gesellschaft (SPVG). Sie wünscht sich, dass Vitiligo bekannter wird und dass die Bevölkerung toleranter mit Menschen umgeht, die daran erkrankt sind. «Es ist wichtig, dass man sich nicht alleine fühlt, dass es Leute gibt, die einen ernst nehmen, Unterstützung anbieten und zuhören.» MM


Italienische Lebensfreude

Bezauberndes Veneto Reise-Hits • Sparangebot Römische Ausgrabungsstätte Aquileia Triest mit Schloss Miramare und Padua Fak. Ausflug Murano und Burano

1. Tag: Fahrt via Gotthard, Tessin, Mailand, Verona und vorbei an Venedig nach Lignano Sabbiadoro, wo wir die nächsten fünf Nächte wohnen werden. 2. Tag: Der heutige Ausflug führt uns nach Aquileia, eine ehemalige wichtige Stadt der Römer. Besichtigung der Überreste der römischen Stadt und der romanisch-gotischen Basilika. Anschliessend Weiterreise nach Grado. 3. Tag: Unser heutiges Ziel ist Padua, eine der ältesten Städte Italiens. Auf einem Altstadtrundgang lernen wir die Sehenswürdigkeiten der Universitätsstadt kennen. Anschliessend Zeit zur freien Verfügung. 4. Tag: Fakultativer Ausflug nach Murano und Burano. Ab der Anlegestelle Punta Sabbioni geht es mit dem Schiff zu den wichtigsten Inseln in der Lagune von Venedig. Murano ist seit dem Mittelalter Zentrum der Glasproduktion und weltberühmt für seine Glasbläserkunst. Die kleine idyllische Insel Burano mit seinen bunten Fischerhäuschen dagegen ist das Zentrum der Klöppelspitzen, die hier seit dem 16. Jahrhundert hergestellt werden. 5. Tag: Wer durch Triest flaniert, fühlt sich in die Zeit zurückversetzt, als die Stadt noch der k. u. k. Monarchie angehörte. Nach dem Besuch von Triest geht es weiter zum Schloss Miramare, der ehemaligen Residenz von Maximilian von Habsburg – Franz Josephs jüngerem Bruder. Berühmt sind neben dem Schloss auch die ausgedehnten Gartenanlagen, die es umgeben. 6. Tag: Rückreise über Verona und Mailand zurück zu den Einsteigeorten.

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1. Tag: Fahrt via Gotthard, Mailand, Bergamo an den Gardasee. 2. Tag: Den heutigen Tagesausflug widmen wir dem einzigartigen Lago di Garda. Fahrt nach Torri del Bénaco und romantische Schifffahrt nach Maderno. Geschützt in einer Bucht besuchen wir das Städtchen Salò. Unsere Fahrt führt uns weiter zur Halbinsel Sirmione. Aufenthalt und Möglichkeit zum Besuch der Scaligerburg und der romanischen Kirche von San Pietro in Mavino. Entlang der Uferpromenade fahren wir nach Garda, der Perle des Lago di Gardas. 3. Tag: Unsere Reise führt uns heute zuerst entlang dem Gardasee über Malcesine nach Riva del Garda am Nordende des Gardasees. Danach geniessen wir eine Panoramafahrt zu den Brenta Dolomiten und gelangen nach Molveno. Am Nachmittag erreichen wir Trient. Bei einer geführten Besichtigung entdecken wir die Vielseitigkeit der Stadt. 4. Tag: Fahrt nach Verona, der Stadt von Romeo und Julia. Auf einer geführten Stadtbesichtigung lernen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen. Am Nachmittag fahren wir durch das Weinanbaugebiet des Valpolicella, welches sich von Verona bis zum östlichen Ufer des Gardasees erstreckt. Wir besichtigen eine Weinkellerei und degustieren die Weine aus der Region. 5. Tag: Venedig, die Stadt der Gondeln, Kanäle und Brücken erwartet uns heute. Auf einem geführten Rundgang sehen wir die Markuskirche, den Dogenpalast, die Seufzerbrücke und den Canale Grande. 6. Tag: Fahrt via Reschenpass zurück in die Schweiz.

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LEBEN | MM9, 27.2.2017 | 95

Wie entlocken Sie Ihrem Kind die Infos? www.migmag.ch/ schulalltag

Tipps

So kommen Eltern an Infos 1. Auf die Bedürf­ nisse des Kindes eingehen: Manche

Kinder möchten nicht sofort reden, wenn sie von der Schule nach Hause kommen, sondern erst später, etwa nach dem Essen.

In einer anderen Welt: Kinder brauchen eine konkrete Ansprache, damit sie über die Schule reden.

2. Sich bewusst Zeit nehmen: Am besten

ist es, eine geeignete Erzählsituation zu schaffen, beispiels­ weise durch eine einfache, gemeinsame Aktivität wie Abwa­ schen, Gemüserüsten oder Spazieren. 3. Konkrete Fragen stellen: Kinder brau­

Familie

«Erzähl doch mal!» Wenn Kinder nichts über die Schule berichten, ist das in der Regel kein Grund zur Sorge: Aus Sicht des Kindes steht einfach nichts Wichtiges an. Für die Eltern gibt es aber Mittel und Wege, über den Schulalltag ihres Nachwuchses auf dem Laufenden zu bleiben. Text: Claudia Weiss

Bild: Getty Images

T

ania kommt von der Schule nach Hause, stellt den Schulthek in die Ecke und rennt in die Küche, um ihren Vater Reto zu begrüssen. «Hallo, Grosse, wie wars in der Schule?», fragt er. Die Neunjährige zuckt mit den Schultern. «Och, alles gut», sagt sie und guckt in den Kochtopf, um zu erfahren, was es zum Mittagessen gibt. Auch später erzählt sie nichts; am Nachmittag ist sie mit Kolleginnen verabredet. Am nächsten Tag erfahren Reto und seine Frau Milena von den Eltern eines Klassenkameraden, dass die Lehrerin ein wichtiges Klassenprojekt angekündigt hat, bei dem auch die Eltern mithelfen sollen. Sie seufzen: «Das geht im­

mer so. Schulreisen, Projekte, aber auch Unruhen in der Klasse – Tania erzählt einfach nichts.» Sie überlegen, ob sie besser gar nicht erst fragen sollten. Die Schule ist eine ganz andere Welt

«Für Kinder ist es durchaus wichtig, dass die Eltern sich für die Schule interessieren und ihre Erwartungen ausdrücken», erklärt Benno Rotter­ mann (40), Primarlehrer und Dozent für Entwicklungspsycho­ logie an der Fachhochschule Nord­ westschweiz in Windisch AG. Antworte ein Kind auf die Frage «Wie läufts?» mit «Alles gut», heisse das allerdings nicht, dass es nichts zu berichten gäbe. «Viel­ mehr liegt gerade nichts an, was

das Kind sofort loswerden muss», erklärt Benno Rottermann. Für Kinder sei die Schule eine ganz andere Welt als das Zuhause. Oft können sie sich nicht genau vorstellen, was die Eltern von dieser anderen Welt wissen wollen. Auch das strukturelle Denken, also das Abwägen, was für die Eltern eine wichtige Information sein könnte, sei im Kindesalter noch nicht fertig entwickelt. «Darum können Kinder abstrakte Informationen weniger gut ab­ rufen», sagt der Entwicklungs­ psychologe. «Manchmal gelingt das Erinnern erst, wenn die Eltern ganz konkret nachfragen oder mit ihrem Kind das Hausaufgaben­ büchlein durchsehen.» MM

chen klare Hinweise darauf, was Eltern genau wissen möch­ ten, zum Beispiel: «Wann findet eigent­ lich die Schulreise statt?» Oder: «Hast du mit Clara Frieden geschlossen?» 4. Gemeinsame Rituale schaffen:

Es kann helfen, zu­ sammen den Schul­ thek auszupacken und gezielt Informations­ blätter durchzusehen oder vor dem Ein­ schlafen den Tag Revue passieren zu lassen: Dabei erinnern sich Kinder oft an Wichtiges und erzäh­ len von ihren Erlebnis­ sen und Gefühlen. 5. Das Kind reden lassen: Erwachsene

sollten zuhören, auch wenn ihr Kind erst nach einem langen Umweg über Comic­ figuren oder Freund­ schaftserlebnisse zu den Themen stossen, die für Eltern wichtig sind.


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LEBEN | MM9, 27.2.2017 | 97

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Rolands Vermächtnis

V

Vor vier Jahren verbrachte ich einen Schreibaufenthalt in Paris. Ein winziges Studio im Herzen von Montmartre war zwei Monate lang das Daheim für mich und meinen Laptop.

Bild: Andrea Monica Hug

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

Auf einem Spaziergang traf ich Roland, einen alten, freundlichen Bonvivant und Antiquitätenhändler. Er adoptierte mich kurzerhand und nahm mich jeweils mit ins Museum. Im Louvre dozierte er über die Porträts von Jacques-Louis David und JeanAuguste-Dominique Ingres. Oder er erzählte, dass Théodore Géricault das Meisterwerk «Le Radeau de La Méduse» im zarten Alter von 25 Jahren ablieferte und dass ohne die Französische Revolution nur ein Bruchteil der Bilder öffentlich ausgestellt wäre. Mein rund 50 Jahre älterer Weggefährte lebte in einer anderen Welt. Ich war ab und

zu Gast darin. Neben Kulturwissen hat er mir auch noch etwas anderes Wertvolles beigebracht: Verbindlichkeit. Das hatte damit zu tun, dass er kein Handy besass. Ich merkte damals, wie unglaublich unzuverlässig ich wurde. Denn: Wenn alle ständig miteinander verknüpft sind, braucht man sich nicht zu verabreden. Man «schaut dann halt mal». Man kann sich auch problemlos verspäten – die Gegenseite ist ja rasch informiert. Und wenn man wirklich keinen Bock hat, kann man das Treffen jederzeit absagen. Mit Roland lief das etwas anders. Ich musste zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort sein. Ich musste meinen Tag so einrichten, dass ich pünktlich war. Verbindlichkeit wurde zu einer Form der Wertschätzung. Und das hat sich bei mir am meisten eingeprägt – noch vor David, Ingres, Géricault. MM

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Tag 6 Grein–Linz Zeit für eigene Unternehmungen in Grein. Abends Showprogramm in Linz mit Francine, Monique, Leonard, Roger de Win und der Gruppe Wirbelwind! Tag 7 Melk Sie besichtigen das Benediktinerstift*. Flussfahrt. Der letzte Abend an Bord wird nochmals umrahmt sein von Schlagersongs und Tanzmusik. Tag 8 Passau–Schweiz Busrückreise zu Ihrem Abreiseort.

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Tag 4 Budapest Rundfahrt in Budapest*. Am Abend wird wiederum ein tolles Showprogramm für Stimmung sorgen. Tag 5 Fluss- und Genusstag Heute kommen Sie in den Genuss eines erholsamen Flusstages. Unsere Stars verwöhnen Sie mit ihren tollen Songs und Tanzmusik.

Die Excellence Princess bietet Platz für 186 Reisegäste. Die 81 Komfortkabinen und 12 Junior Suiten befinden sich aussen, sind erstklassig-exquisit ausgestattet: Dusche/WC, Sat.-TV, Minibar, Safe, Föhn, Haustelefon, individuell regulierbare Klimaanlage, Heizung und Stromanschluss (220 V). Entree mit Lobby und Rezeption. Zwei Restaurants: Das stilvoll-elegante Panorama-Restaurant und das Excellence Steakhouse am Schiffsheck. Glasüberdachte Sky Lounge mit Bar. Sonnendeck mit Golfputting-Green, Fitnessbereich, geheiztem Whirlpool, Liegestühlen, Sitzgruppen und Schattenplätzen. Wellnessbereich mit Sauna. Willkommen an Bord!

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0800 86 26 85 · www.mittelthurgau.ch Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG · Oberfeldstr. 19 · 8570 Weinfelden · Tel. +41 71 626 85 85 · info@mittelthurgau.ch

• Ausflugspaket mit 5 Ausflügen

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Unsere Leistungen • An-/Rückreise mit Komfort-Reisebus • Mittelthurgau Fluss-Plus: Busbegleitung während der ganzen Reise • Excellence Flussreise mit Vollpension an Bord • Grosses Starprogramm an Bord • Abschluss-Schlagerkonzert in Linz • Willkommenscocktail, Kapitänsdinner • Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Persönliche Auslagen und Getränke • Trinkgelder, Ausflüge • Kombinierte Annullations- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage • Sitzplatz-Reservation Car 1.–3. Reihe Was Sie noch wissen müssen Schweizer Bürger benötigen eine gültige Identitätskarte oder einen gültigen Reisepass. Wählen Sie Ihren Abreiseort 06:30 Burgdorf p, 06:35 Basel SBB 06:50 Pratteln, Aquabasilea p 07:20 Aarau SBB, 08:00 Baden-Rütihof p 08:30 Zürich-Flughafen, Reisebusterminal p 08:55 Winterthur-Wiesendangen SBB, 09:15 Wil p Internet Buchungscode

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LEBEN | MM9, 27.2.2017 | 99

App-Tipps

Grumpy Cat

Sie kennen bestimmt Grumpy Cat, die bekannteste aller mürrisch dreinschauenden Katzen? Die Web-Berühmtheit hat nun auch ihr eigenes Spiel. Im «Worst Game Ever» absolviert man Minispiele wie «Fang den roten Punkt» oder «Schlag die Maus». Dem Slogan zum Trotz ist das Spiel amüsant und grafisch hübsch umgesetzt.

Nur eine von vielen praktischen Funktionen: Bezahlen mit der Smartwatch.

Android: www.migmag.ch/ grumpycat-android

Digital

Intelligenter Ticker Manche Technikfans halten Smartwatches für reine Geldverschwendung, für andere sind sie ein absolutes Must-have. Wie gut sind die intelligenten Uhren wirklich?

iPhone: www.migmag.ch/ grumpycat-ios

iHandy

Text: Philipp Rüegg

Bild: Ariel Skelley/Getty Images

G

oogle hat kürzlich mit Android Wear 2.0 die neue Version des eigenen SmartwatchBetriebssystems veröffentlicht – zusammen mit zwei Uhren von LG. Die Watch Style und Watch Sport sind die neuen Vorzeigemodelle. Auch Apple dürfte dieses Jahr eine verbesserte Apple Watch vorstellen. Aber lohnt sich der Kauf einer intelligenten Armbanduhr überhaupt? Der Hype ist deutlich abgeflacht: Den Herstellern ist es bis anhin nicht gelungen, ein echtes Bedürfnis zu schaffen. Trotzdem finden viele User offenbar Gefallen daran, jeden Tag ein weiteres Gerät aufladen zu dürfen. Falls auch Sie damit liebäugeln, Ihr Handgelenk upzugraden, seien Sie sich der folgenden Vor- und Nachteile von Smartwatches bewusst.

Vorteile

Nachteile

Alles im Blick: Statt bei jedem

Ladegerät: Praktisch alle Smartwatches müssen täglich aufgeladen werden – auf Ausflügen muss ein zusätzliches Ladegerät mit.

Vibrieren das Handy zu zücken, reicht ein Blick aufs Handgelenk. Fitness: Schrittzähler, Pulsmesser, GPS: Je nach Modell kriegt man

jede Menge Sensoren für Sport und Gesundheit. Die Apple Watch bietet Bewegungserinnerungen, die Samsung Gear S3 besitzt ein Barometer für alle, die hoch hinaus wollen. Dank GPS kann das Handy beim Joggen zu Hause bleiben, LTE macht die Smartwatch komplett autark. Interaktion: Sprachnachrichten, Kurznachrichten und sogar Telefonieren ist möglich. Bezahlen: Kontaktloses Zahlen

geht am einfachsten per Smartwatch – bisher primär via Apple Pay. Falls die Verbreitung zunimmt, liegt hier das grösste Potenzial.

Benachrichtigungsterror:

Wer sich schon über das ständige Vibrieren des Handys aufregt, sollte sich den Kauf einer Smartwatch gut überlegen. Vor neuen Nachrichten und Fitnesstipps gibt es kein Entkommen. Oh Winter! Trägt man eine dicke

Jacke, ist es vorbei mit dem schnellen Blick aufs Handgelenk. Der Griff zum Smartphone ist da deutlich praktischer.

Hobbyhandwerker, aufgepasst: Wenn Sie das nächste Mal ein Vogelhäuschen zimmern oder eine TV-Wandhalterung montieren, könnte Ihnen iHandy gute Dienste erweisen. Die App beinhaltet fünf Werkzeuge: ein Lot, eine Richtwaage, ein Winkelmesser, eine Wasserwaage sowie ein Lineal. Android: www.migmag.ch/ ihandy-android iPhone: www.migmag.ch/ ihandy-ios

Killerfeature? Fehlanzeige! Der

Hauptgrund, warum sich Smartwatches nicht richtig durchsetzen, ist ein fehlendes Killerfeature: eine Funktion, die man wirklich will und braucht. MM

Hier schreiben die Experten von Digitec über alles, was die digitale Welt bewegt.


100 | MM9, 27.2.2017 | LEBEN

Ausgewandert

Von Lausanne nach Los Angeles Sophie war gerade einmal zehn Monate alt, als ihre Eltern Anne und Paul Balmer, die aus Lausanne respektive Neuenburg kommen, die Schweiz verliessen, um sich in Los Angeles niederzulassen. «2007 hat mein Mann einen Job als Mathematikdozent an der University of California bekommen», erzählt Anne Balmer. Seither hat Sophie noch zwei kleine Schwestern bekommen. Wie sieht es mit einer Rückkehr in die Schweiz aus? «Darüber sprechen wir schon auch. Wir waren gerade ein Jahr in Norddeutschland und haben die Gelegenheit für viele Entdeckungstouren in der Region genutzt. Es war sehr schön, wieder in Europa zu sein.» Sophie wiederum ist eher dafür, in Los Angeles zu bleiben: «Mein Zuhause ist doch hier!»

Liebt Kalifornien: Für Sophie (10) ist eine

Rückkehr kein Thema.

Kinder

«Das Wetter ist hier besser als in der Schweiz»

Die 10-jährige Sophie lebt quasi seit ihrer Geburt in Los Angeles. Sie macht regelmässig Ferien in der Romandie. Zu Hause fühlt sie sich aber in Kalifornien. Text: Tania Araman Illustration: Olaf Hajek

Was mir in Los Angeles am besten gefällt, ist das Wetter: Das ist hier sehr viel besser als in der Schweiz! Auch die Natur ist viel näher. Bisher waren wir auf einer Campertour durch die Nationalparks von Kalifornien und Utah. Wir haben den Grand Canyon (Bild) und das Monument Valley gesehen und waren mehrere Male auf Hawaii. Dort konnten wir vom Fenster unserer Wohnung aus sogar die Wale im Meer sehen.

In den USA gibt es Feste wie Thanksgiving oder Halloween, die wir in der Schweiz nicht haben und die ich liebe. In den Restaurants von Los Angeles kann man viele exotische Gerichte essen. Das Brot ist in Lausanne und Neuenburg allerdings viel besser.

In der Schule und mit meinen Freundinnen spreche ich Englisch, zu Hause Französisch. Ich nehme sogar Fernkurse, um die Sprache meiner Eltern nicht zu verlernen. Ich kann allerdings nicht sagen, ob ich mich eher als Schweizerin oder Amerikanerin fühle. MM


LEBEN | MM9, 27.2.2017 | 101

Fragen und gewinnen! Schreibt uns. Für jede

publizierte Frage gibts einen 20-Franken-

Gutschein.*

Aurelia (7), Rapperswil SG

Kannst du dir vorstellen, wie diese Flügelrösser galoppieren, ihre mächtigen Schwingen aus­ breiten und abheben …?! Wie sie kraftvoll durch die Lüfte rauschen! Du kannst es bestimmt. Ich auch. Dabei muss ich lächeln: Fliegende Pferde finde ich fantastisch! Eigentlich gab es nur einen Pega­ sus. Wenn man dennoch von meh­ reren redet, so nennt man sie Pegasoi oder Pegasi. Weil du und ich uns so solche Wesen vorstellen kön­ nen, leben sie in unserer Fantasie.

Vor Tausenden von Jahren er­ zählten sich die alten Griechen wundersame, weise Geschichten. Das waren die berühmten griechi­ schen Sagen. In einer davon gab es einen Helden. Er hiess Perseus. Er kämpfte gegen ein tödliches Ungeheuer mit Schlangenhaaren: die Medusa. Perseus schaffte es, sie zu köpfen. Danach sprang aus ihrem Hals ein geflügeltes Pferd heraus. Das war Pegasus. Dieses Flügelross wurde der Freund eines anderen Helden. Der hiess Bellerophon. Die beiden erlebten grosse Abenteuer.

Willst du mehr davon hören? Es gibt spannende Kinderbücher über die griechischen Sagen, auch als Hörbücher. Sie sind voller Helden und Götter. Lass sie dir erzählen! Als die alten Griechen die Geschichten über Pegasus und Bellerophon hörten, «gab» es Pegasus auch für sie. Sie sahen ihn einst so, wie wir ihn heute noch sehen: vor dem inneren Auge. MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt:

Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

FROST IN DER BERGHÜTTE

R ätse lspas s

Der Winter bringt klirrende Kälte mit sich. Die Lilibiggs sind nach einer langen Schneeschuhwanderung in der Alphütte angekommen. Doch drinnen ist es nicht viel wärmer als draussen. Findest du alle Gegenstände, die Nina, Hugo und Tobi aufwärmen können? Kreise sie mit einem Stift ein.

Wow, das sind aber tolle Kostüme. Siehst du, als was sich die Kinder verkleidet haben? Schreibe die Lösungen in die Felder.

A B

D

C

Lösung: Schal, Thermosfl asche, Thermosflasche, Gasbrenner, Bett, Streichhölzer, Kamin, Holz, Bettflasche

E

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs Hier erwarten dich: • lustige Spiele • tolle Basteltipps & Malvorlagen • spannende Geschichten und vieles mehr ...

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Lösung: A: Prinz oder König, B: Cowboy, C: Indianer, D: Pirat, E: Malerin.


LEBEN | MM9, 27.2.2017 | 103

Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …

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… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.3.2017, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.3.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 8: PORZELLAN

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Gewinner Nr. 7: Marianne Sutter, Büren a. d. Aare BE; Jürg Leu, Roggwil BE; Rita Herzog, Sutz BE; Marlies Bangerter, Münchwilen TG; Lina Kundert, Ennenda GL Gewinner «Zusatz» Nr. 7: Manuela Abolis, Mels SG; Kurt Blumer, Brienz BE; Antonella Marrone, Viganello TI; Beatrix Stucki, Reinach BL; Philipp Stuber, Basel


FLUSSKREUZFAHRTEN

Sonderreise zur besten Tulpenzeit über den 1. Mai! mit MS Charles Dickensbbbbb

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NEU Basel–Antwerpen–Amsterdam–Köln 9 Tage ab Fr. 1290.– (Rabatt Fr. 300.– abgezogen, HD hinten) 1. Tag Basel Individuelle Anreise. Um 17.00 Uhr «Leinen los!». 2. Tag Strasbourg Stadtrundfahrt/-gang* durch die Europastadt. 3. Tag Königswinter Passage der berühmten Loreley-Strecke. Ausflug* zum Drachenfels. 4. Tag Nijmegen Rundgang.* Fahrt auf der Maas. 5. Tag Maastricht Rundgang.* Fahrt auf dem Albert-Kanal. 6. Tag Antwerpen Rundfahrt/-gang* durch die Hafenstadt. 7. Tag Amsterdam

Ausflug* zum Keukenhof. Eindrückliche Grachtenfahrt+ am Nachmittag. 8. Tag Gorinchem Ausflug* zu den Windmühlen von Kinderdijk (UNESCO-Weltkulturerbe). 9. Tag Köln– Basel Busrückfahrt nach Basel. Individuelle Heimreise. * Im Ausflugspaket (Fr. 210.–) enthalten, vorab buchbar |

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| Programmänderungen vorbehalten | Reederei/Partnerfirma: Select Voyages

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LEBEN | MM9, 27.2.2017 | 105

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was hat man am Schuh und sieht man in der Zeitung? B Umsatz

K Ersatz

W Absatz

2. Welcher Begriff steht für einen Jugendverband? O Blaupause

A Blaulicht

I

Blauring

3. Wie viele Kantone haben lediglich die Farben Weiss und Blau im Wappen? T

drei

D vier

L

sechs

I

Technorama

So nehmen Sie teil

4. In welchem «Museum» befindet sich die Swissarena? E

Ballenberg

Z

Verkehrshaus

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.3.2017, 24 Uhr

5. Was sind Xenon, Krypton und Argon? R Philosophen

W Energydrinks

B Edelgase

6. Ein Mensch, der sich gewissenhaft auf Katastrophen vorbereitet, heisst …? S

Searcher

D Reader

O Prepper

7. Wie heisst die weltweit wirtschaftlich bedeutendste Bananensorte? E

Big Tom

L

Cavendish

R Yellowery

8. Mit der Drake-Gleichung berechnet man die Wahrscheinlichkeit von …? N Blitzeinschlägen

D Ausserirdischer Intelligenz

S

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lottogewinnen

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 7: Peter Back, Lupsingen BL; Bea Hinnen, Wald ZH; Jolanda Heule, Herisau

Auflösung Nr. 8: HOLZWURM

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 4 2 3 1

Auflösung Nr. 8: GENRE Gewinner Nr. 7: Rosanna Jaggi, Brig VS; Emil Kaufmann, Mitlödi GL; Margrit Rennhard, Zug

N

5

ASOZ I ALE D OM I N A N T E I NA TME N GROESSEN LOE T Z I NN NOTNAGE L NUD I ST I N PROZENTE RENNAUTO ZA I R I SCH

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.3.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

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3

4

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LEBEN | MM9, 27.2.2017 | 107

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

4 1 2 9 6

7 4

7 8 6 5 2

9 5

4 1

4

6 3 8

7 8 9 3 4

Auflösung Nr. 8: 186

9 5 7 1 8

Gewinner Nr. 7: Mirella Bencivenga, Charrat VS; Rosmarie Hametner, Winterthur ZH; Yves Domont, Boncourt JU; Anni Giger, Rapperswil SG; Johannes Weissmüller, Villnachern AG

8

8 9 4 1 7 3 2 6 5

3 5 1 2 4 6 7 9 8

2 6 7 9 5 8 1 4 3

9 7 5 3 1 2 6 8 4

4 2 6 8 9 5 3 7 1

1 8 3 4 6 7 9 5 2

6 3 2 7 8 4 5 1 9

7 4 9 5 2 1 8 3 6

5 1 8 6 3 9 4 2 7

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.3.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 3 3 1 miteinander verbunden 1 3 2 sein. Verboten: Kreuzun2 gen, diagonale Brücken 2 3 3 und mehr als zwei Linien.

Auflösung Nr. 8:

3 3 3

4 3 2

2

3

4 2

2 3 2

3 2

2

3

3

Auflösung Nr. 8: 2

4 1

2 4

3 2

1

3

2

4 2

3

3

1 2 2

4 1 2

2 1 2 3 4

3

4 3 4 2

2 1 1 3

3 5 2

3 3 3 3 3

2 1

2 3 3 2

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Sandra Jermann (Leiterin Projektmanagement), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West, Anette Wolffram

Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Bildredaktion: Heinz Stocker (Korrektor) Olivier Paky (Leitung), Ressort Menschen: Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Sabine Lüthi (Leitung), Susanne Oberli, Helen van Pernis Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Layout: Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller Doris Oberneder (Creative Director), (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Online: Werner Gämperli, Saskia Goslings, Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Stefania Nicolini Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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Mein Lieblingsprodukt

«M-Budget-Kaugummi mit Pfefferminzgeschmack kaue ich fast ständig. Das gibt mir die Gewissheit, dass ich keinen Mundgeruch habe. Das wäre mir peinlich.» 1

Meine Welt

«Ich bin nicht der einfachste Mensch, aber gemütlich»

Marcel Dietrich, einst Mitglied des Musiktrios Peter, Sue & Marc, spielt den Herrn Lieberherr in «Ewigi Liebi» – pünktlich zum Zehn-Jahre-Jubiläum des Musicals. Als eingefleischter Fasnächtler hat der Urberner sogar einen Bären im Keller. Text: Claudia Weiss

Bilder: Marco Zanoni


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1 Mein Lieblingsort «In der Bar in der ‹Zunft zur füfte Jahreszyt›, dem offiziellen Berner Fasnachtskeller, empfange ich jeden Montag Freunde.» 2 Mein Instrument «Mit meiner Fas­ nachtstrommel zog ich früher jeweils drei volle Tage und Nächte lang durch die Gassen. Noch heute packt es mich, wenn neben mir eine Gugge so richtig loslegt.» 3 Meine Liebste «Seit 27 Jahren sind Beatrice (61) und ich zusammen. Mein

Trixli ist für mich der wichtigste Mensch. Als Sozia auf meinem Chopper hat sie mich auf unzähligen Reisen begleitet.»

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Name Marcel «Cuco» Dietrich (68) Sternzeichen Waage Lebenslauf «Ich habe mich als Sänger,

Musiker, Musicaldarsteller, Immobilien­ verwalter, Weinhändler, Fasnachts­ barbetreiber, Komponist, Kolumnist, Strassenreiniger und als Stadtführer durchs Leben geschlagen – ich mag die Abwechslung. Nach der Banklehre stand ich 13 Jahre lang als Marc mit dem Trio Peter, Sue & Marc auf der Bühne. Wir gaben 1000 Konzerte und nahmen vier Mal für die Schweiz am «Concours Eurovision» teil. Heute bin ich Rentner, aber es zieht mich immer wieder auf die Bühne: 2012 trat ich im Musical ‹Alperose› auf, dann im Freilichtspek­ takel ‹1476›, jetzt bin ich bei ‹Ewigi Liebi› dabei. Den Namen Cuco, spanisch für Kuckuck, haben mir Fasnachtskollegen gegeben. Ich bin wohl nicht der ein­ fachste Mensch, aber gemütlich.»

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4 Meine Musikerzeit «An die Zeit mit

Peter und Sue habe ich die allerbesten Erinnerungen: Wir erlebten eine für die Schweiz sagenhafte Karriere.» 5 Meine Bühnenkollegen «Mit meinen

jungen Bühnenkollegen Sandra Leon (28) und Jan Simon Messerli (25) bin ich für die nächsten drei Monate auf dem Set von ‹Ewigi Liebi›.» 6

6 Meine Haarpracht «Ich streichle oft

unbewusst meinen Schnurrbart, das ist schon fast ein Tick. Gegenwärtig lasse ich meine Haare zu einem richtigen ‹Balg› wachsen, damit ich auf der Bühne keine juckende Perücke aufsetzen muss.»

Bild: Keystone

7 Mein Bär «Der Anführer des Fas­

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nachtsumzugs trägt ein Bärenkostüm. Für einen derart stattlichen Bären braucht es die Felle von vier Tieren; der Kopf ist über einen Helm montiert.»


Amerikanische Küche: Essen wie in den USA.

Hotdog Ergibt 4 Portionen

Zutaten: 1 mittelgrosse Zwiebel, 2 EL Mehl, 1 EL Butter, 8 Würstchen, z. B. Knackerli oder Wienerli, 8 HotdogBrötchen, z. B. Sandwichbrötchen, Ketchup nach Belieben Coleslaw: 250 g Weisskabis, 200 g Karotten, 2 dl Wasser, 80 g Mayonnaise, 4 EL Apfelessig, Salz, Pfeffer Zubereitung: Für den Coleslaw Kabis und Karotten in feine Streifen schneiden. Wasser aufkochen. Kabis dazugeben und kurz aufkochen. Abgiessen, gut abtropfen lassen. Gemüsestreifen, Mayonnaise und Essig in einer Schüssel mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zwiebel grob hacken. Zwiebel und Mehl in einen Frischhaltebeutel geben und schütteln. Butter in einer Bratpfanne erhitzen. Zwiebel dazugeben, bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten braten, bis sie braun und knusprig ist. Backofen auf 200 °C vorheizen. Würstchen in leicht siedendem Wasser ca. 5 Minuten ziehen lassen. Brötchen längs aufschneiden und im Ofen ca. 3 Minuten erwärmen. Brötchen mit Coleslaw und Würstchen füllen. Ketchup darüberträufeln. Mit gerösteten Zwiebeln bestreuen und servieren. Zubereitungszeit 30 Minuten

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