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Migros magazin 09 2016 d vs

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MM09, 29.2.2016 | www.migrosmagazin.ch

Alzheimer: Lebensabend in Thailand Seite 12

Patchwork: So findet man den Draht zum Kind Seite 102

Bild: Christophe Chammartin / Rezo.ch

Jérémie Heitz

Für den Vize-Weltmeister im Freeriden ist kein Hang zu steil Seite 20


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MM09, 29.2.2016 | 7

V Editorial

Schlechtes Gewissen

Viele Menschen um die 50, die pflege­ bedürftige Eltern haben, sind in einem permanenten Gefühlsnotstand. Sie haben ständig ein schlechtes Gewissen, Angst, ihren Eltern zu wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Denken, sie könnten den Ansprüchen der Menschen, die in der Jugend immer für sie da waren, nicht mehr genügen. Jetzt, da diese selber Pflege nötig haben. Für sie ist es undenkbar, den Vater oder die Mutter in ein Heim nach Thailand zur Pflege zu geben. Thailand? Wo man Leute hinkarrt und sie ihrem Ende entgegendämmern lässt? Die Journalistin Claudia Langenegger hat verschiedene Institutionen in Thailand besucht, in denen Schweizer Demenzkranke leben. Und sie war überrascht, wie liebevoll die Menschen dort gepflegt, umsorgt werden, mit wie viel Wärme man mit den Kranken umgeht. Von Ausbeutung oder gar Verschachern keine Spur. In Thailand gilt die Pflege älterer Menschen seit jeher als ehrenvolle Aufgabe.

Bild: Daniel Winkler

Eine umfassende Betreuung kostet in Thailand ab 3000 Franken. In der Schweiz sind die Ansätze mehr als doppelt so hoch. Doch Birgitta Martensson von der Alzheimervereinigung warnt: «Die Betreuung darf nie eine Kostenfrage sein.» In der Schweiz sind zurzeit 119 000 Menschen demenzkrank. Allein die Tatsache, dass erst wenige Ältere in Thailand betreut werden, zeigt, wie seriös die Angehörigen dieses Thema angehen (ab Seite 12).

Menschen 10 Kindergarten Verhaltensauffällige Kids überfordern Kindergärtner 12 Lebensabend in Thailand

Immer mehr Alzheimerkranke werden in Thailand gepflegt 20 Jérémie Heitz im Rausch

Für den Vizeweltmeister im Freeriden ist kein Hang zu steil

24

24 Blühende Barkultur

Stubenhocken? Von wegen. Diese Bars locken uns raus 33 Bänz Friedli

Leben

34 Bubentraum erfüllt Jean-Paul Klauser hatte genug: Der Banker wurde LKW-Fahrer.

102 «Du hast nichts zu sagen!» So verhindert man Ärger mit dem Kind der neuen Partnerin

40 Interview: Martin Kilian Der USA-Korrespondent über den US-Wahlkampf-Krimi

Migros-Welt

107 Elektronische Bücher

Alltagstauglich oder nicht? E-Reader im Test

109 Ernährung Schlemmen wider den Frust

52 Die digitale Fabrik

110 Zoodoktor Frettchen-Alarm im Walter Zoo

57 Saisonküche: Rüebli

112 Kinder: Mein Hobby 115 Glücksgriff 117 Rätsel/lmpressum 122 Cumulus

Die Migros produziert künftig noch kundennäher

95 Neues aus der Region Aktionen und Neuigkeiten aus Ihrer Migros-Genossenschaft

Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

124 Meine Welt

Sixties-Legende Toni Vescoli

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). Migros.ch/kundendienst; Migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; Migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; Migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Menschen MM09

Darauf freuen wir uns Anne Frank: Eine hochkarätig

besetzte Neuverfilmung ihres Tagebuchs startet am 3.3. im Kino (siehe auch Seite 115). Oma und Opa: Am 6.März feiert

die Schweiz erstmals den Gross­ elterntag. Er ruft ins Bewusstsein, wie viel Grosseltern für die Gesell­ schaft leisten: Grosselterntag.ch

Unnützes Wissen

Oh Gott! Die Katze ist das einzige Haustier, das in der Bibel nicht vorkommt.

Mein Bild der Woche «Es ist ein Foto, das in die Geschichtsbücher eingehen würde

Bilder: Getty Images, Mark Zuckerberg/facebook, Yusef Evans

und Gewinner des Salzburger Stiers.

Hörprobe

Entschuldigung, was hören Sie da? Ruben Lizama (31), Coiffeur aus Zürich a) «Bad» von Michael Jackson b) «Wassup» von Aaron Carter c) Hörbuch «A Game of Thrones» von George R. R. Martin

Antwort b): Weil es mich immer an das «meet and greet» in Basel erinnert, wo ich die Chance hatte, ihn persönlich zu treffen.

Gabriel Vetter (32) ist Satiriker

– gäbe es in der Zukunft denn überhaupt noch so etwas Analoges wie Bücher. Denn das Bild zeigt Facebook­Boss Mark Zuckerberg inmitten von Virtual­ Reality­bebrillter Menschen. Das Bild ist so stark, weil es so viele Deutungen zulässt: Sehen wir hier den globalen Digitalpriester in seiner Gemeinde? Ist Zuckerberg der einzig Sehende: ein Theresias unserer Zeit – oder ein Unter­ drücker, ein Bösewicht wie aus ‹The Matrix›? Sehen wir hier ein grauenvolles Höhlengleichnis oder einfach eine Techno­Fasnacht als Normalität von morgen? Klar ist: Das Bild ist jetzt schon eine Ikone. Ob analog oder digital.»

Laut Forsa­ Umfrage glauben fast 50 Prozent der Deutschen an die Macht der Sterne. Zugleich sind fast 60 Pro­ zent katholisch oder evangelisch getauft. Die Päpste der Renaissancezeit ballerten in den Gärten des Vatikans gern auf Tiere. In der Lutherstadt Wittenberg sind nur 10 Prozent der Menschen evan­ gelisch. Im alten Ägypten entfernten sich die Priester alle Körperhaare – sogar Wimpern und Augenbrauen. Quelle: Neon/Stern


10 | MM09, 29.2.2016 | MENSCHEN

Was ist der Hauptgrund für auffälliges Verhalten? Migmag.ch/ umfrage

Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:

Für wie schädlich halten Sie Cannabiskonsum? 51% Für sehr gefährlich, wenn jemand regel­ mässig kifft: Es verän­ dert Persönlichkeit und Leistungsfähigkeit. 25% Für unbedenklich im Vergleich zu regel­ mässigem Alkoholge­ nuss oder Kettenrauchen 24% Geht so – gefähr­ lich wirds vor allem bei Mischkonsum: Cannabis plus andere Drogen, Alkohol oder Medikamente.

Verhaltensauffällige Kinder

Alarm im Kindergarten – sie toben und triezen Die Klagen der Kindergärten mehren sich: Immer mehr Schützlinge verhalten sich auffällig und stören damit das Miteinander der Kinder und den Unterricht. Was steckt dahinter, und wie bekommt man die Situation in den Griff? Text: Ralf Kaminski, Andrea Freiermuth

Zahlen und Fakten

162 000

Kinder gingen 2013/14 in der Schweiz in den Kindergarten.

18%

2,9%

der Buben mussten 2014 im Kanton Zürich ein drittes Kindergar­ tenjahr anhängen. Bei den Mädchen sind es konstant nur 1,5%. Quellen: BFS, Studie zu Verhaltens­ auffälligkeiten im Kindergarten, Kanton Bern, Volksschulamt Kanton Zürich

Die totale Verweigerungshaltung: auch eine der Verhaltensauffälligkeiten, die den Alltag im Kindergarten prägen

E

in Kind schlägt regelmässig zu und reisst andere an den Haaren, eins kann sich morgens nicht von seiner Mutter trennen und schreit eineinhalb Stunden lang, ein weiteres weint täglich, spricht nicht und verweigert alles. Alle Beispiele stammen aus dem Be­ richt des Kantons Zürich: «Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten im Kindergarten». Verbindliche Zahlen zu diesem Verhalten gibt es in der Schweiz nicht, nur Beobachtungen und Schätzungen. Aber bei Lehrperso­

nen und Experten herrscht Einig­ keit: Verhaltensauffälligkeiten im Kindergarten haben in letzter Zeit zugenommen – nicht zuletzt seit die Kinder schon mit vier Jahren dort antreten müssen. Eine Studie aus dem Kanton Bern ortet Risikofaktoren bei der Familie, im Kindergarten und beim Kind selbst. Dazu gehören elterli­ che Konflikte, Armut, Migrations­ hintergrund, aber auch Erziehungs­ defizite. Ebenfalls nachteilig aus­ wirken können sich zu grosse Gruppen, zu wenig Platz oder zu häufiger Wechsel der Lehrperso­

nen. Und es gibt angeborene Eigenschaften, die das Verhalten beeinflussen, etwa Ängstlichkeit, Erregbarkeit, geringe Frustrations­ toleranz. Meist liegt eine Kombina­ tion mehrerer Risikofaktoren vor. Je nach Kind und Hintergrund muss man anders vorgehen, um Gegensteuer zu geben: Einige brauchen klarere Strukturen, andere mehr Bewegung oder sehr viel Zuspruch. Um all das leisten zu können, fordert etwa Brigitte Fleuti vom Verband Kindergarten Zürich kleinere Klassen und generell mehr Ressourcen. MM

Bilder: Gettyimages, ZvG

der Buben und 16% der Mädchen zeigten in einer deutschen Kindergar­ tenstudie ein klinisch auffälliges Verhalten. Zur Lage in der Schweiz gibt es noch keine Zahlen.


MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 11

Strassenumfrage

Ruth Fritschi

«Wenn man schwieriges Verhalten nicht angeht, kann es sich zuspitzen» Ruth Fritschi, seit wann beobachten Sie, dass die Zahl verhaltensauffäl­ liger Kinder in Kindergärten steigt? Verhaltensauffällige Kinder gab es schon immer. Seit 2008, nach der Einführung des HarmoS-Konkordats, treten die Kinder in den meisten Kantonen bereits mit vier Jahren in den Kindergarten ein. Altersbedingt haben sie weniger Regelbewusstsein und verhalten sich noch sehr ichbezogen. Dies führt je nach Klassenzusammensetzung zu einer hohen Belastung der Kindergartenlehrperson. Die Zunahme von Problemen ist also eine Folge des Systemwechsels? Dieser Systemwechsel ist auf gesellschaftliche Veränderungen zurückzuführen: Kinder müssen nach der Schulzeit in der heutigen Leistungs­ gesellschaft bestehen können, entsprechend hoch sind die Erwar­ tungen an die Schule. Die Harmonisierung soll auch die Chancengerechtigkeit erhöhen. Nach Abschluss der Volksschule sollen alle Jugendlichen dieselben Grundansprüche erreicht haben. Dadurch ist der Druck auf die Kinder gestiegen. Dann sind die Kinder eigentlich gar nicht so anders als früher? Das hat schon was. Man schaut heute einfach professioneller hin, zieht mehr Fachleute bei. Zudem haben Kindergarten und Schule den Auftrag, möglichst alle Kinder vor Ort zu integrieren und individuell zu fördern. Am Ende sollen möglichst alle ihren Weg ins Arbeitsleben finden. Um das zu erreichen, will man schon möglichst früh eingreifen. Aber es hat sich noch etwas grundlegend geändert ... Nämlich? Infolge der Globalisierung besuchen heute viel mehr Kinder aus fremden Kulturen den Kindergarten. Und die kommen oft aus ganz anderen Erziehungskulturen, wo kleine Kinder eher verwöhnt werden. Im Kindergarten müssen sie dann plötzlich Dinge leisten, die sie nicht gewohnt sind.

Hatten Sie schwierige Gspänli im Kindergarten?

Es handelt sich dabei meistens eher um sozioökonomisch belastete Familien. Das heisst, Probleme gibt es vor allem mit Kindern aus bildungs­ fernen, eher ärmeren Familien? Tendenziell ja. Diese Eltern haben oft nicht genug Zeit und Mittel, um ihren Kindern die nötige Qualitätszeit zu geben. Solche Eltern versuchen wir ins Boot zu holen, um gemeinsam mit ihnen Strategien zu entwickeln. Sind die Eltern denn offen dafür? Am Anfang ist das oft schwierig. Umso wichtiger ist es, im ersten Kindergartenjahr damit anzufangen. Es braucht oft viel Überzeugungsarbeit und Ausdauer. Weil die Betreuung der Kleinen und die Erziehungsarbeit sehr aufwendig sind, muss genug Personal zur Verfügung stehen, und die Klassen dürfen nicht allzu gross sein. Letztlich geht es darum, mit der Verschiedenheit der Kinder umzugehen. Welche Präventionsmassnahmen schlagen Sie vor? Es gibt bereits vorschulische begleitete Spielgruppen oder auch niederschwellige Angebote der Familienbegleitung – die sind nützlich und können Familien etwa helfen, einen geregelten Tagesrhythmus zu finden. Wie virulent ist das Problem denn nun wirklich? Die Kantone, die sich schon länger mit dem jüngeren Kind im Kindergarten auseinandergesetzt und die Rahmenbedingungen dafür entsprechend angepasst haben, melden weniger Probleme. Und es ist schwierig zu sagen, wann ein bestimmtes Verhalten zur normalen Entwicklung gehört und wann nicht mehr. Viele Kinder könnte man wohl auch einfach in Ruhe lassen, und es käme von alleine gut. Dennoch: Wenn man schwieriges Verhalten im Kindergarten nicht angeht, kann es sich in den höheren Klassen zuspitzen und zu einer schlechten Schullaufbahn führen. Das gilt es zu verhindern. MM

Ruth Fritschi (49) ist Geschäftslei­ tungsmitglied des Schweizer Lehrer­ verbands und zuständig für die Stufe der Vier­ bis Achtjährigen.

Daisy Reis e Sousa (57), Hausfrau, Zürich: «Nein, das Problem gab es

bei uns nicht. Heute sind viele Kinder immer nur um die Mutter herum – und lernen erst im Kindergarten, sich in eine Gruppe einzuordnen.»

Shuki Azemi (29), Coiffeuse, Gossau ZH: «Ich habe im Kinder­

garten gelernt, die Schuhe zu binden. Heute muss man das schon beim Eintritt können: Die Kinder sind überfordert.»

Michèle Kottmann (32), Hausfrau, Oetwil am See ZH: «Wir haben nor­

mal miteinander gestritten. Heute gibt es im ‹Chindsgi› viele Kinder aus ande­ ren Kulturen. Manchen fehlt es an Respekt oder Deutschkenntnissen.»


12 | MM09, 29.2.2016 | MENSCHEN

Alzheimerpatienten in Thailand

Letzte Reise ins Land des L채chelns Die Zahl der Demenzkranken aus der Schweiz, die ihren Lebensabend in Thailand verbringen, nimmt zu. Hier ist die Pflege billig, und die Betreuerinnen sind respektvoll und freundlich. Ein Augenschein in vier Resorts. Text: Claudia Langenegger

Bilder: Pongmanat Tasiri / Keystone


MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 13

«Es gibt hier so viel Schönes, ich kann gar nicht sagen, was mir am besten gefällt», sagt der ehemalige Weltenbummler Paul Schmutz über das Luxus-Resort Vivo Bene in Nordthailand.

G

Im thailändischen Baan Kamlangchay werden Schweizer Demenzkranke rund um die Uhr mit viel Wärme betreut.

eri (66) ist nicht zu bremsen. Er rückt sein Tschäppi zurecht, zupft an seinem T-Shirt, richtet seinen Gurt und die Hosen und redet ununterbrochen vor sich hin, sieht etwas, läuft dorthin, kommt wieder zurück und will wieder weg. Seine Betreuerin Tay (32) lässt ihn nicht aus den Augen, begleitet ihn und beruhigt ihn, damit er wenigstens beim Essen zehn Minuten ruhig sitzen bleiben kann. Der Innerschweizer Geri Buchmeier lebt im thailändischen Alzheimerzentrum Baan Kamlangchay in Chiang Mai. Er verbringt hier zusammen mit zwölf weiteren Gästen seinen Lebensabend. Geri hat es gut. Er wohnt mitten in einem friedlichen Wohnquartier ausserhalb der Stadt und hat drei verschiedene Betreuerinnen; eine ist immer für ihn da. Frühstück, Mittagessen und Znacht gibt es im Gemeinschaftshaus, draussen an der frischen Luft – warm genug dafür ist es das ganze Jahr. Ein paar Meter entfernt befindet sich ein Park mit Pool. Das Baan Kamlangchay ist die bekannteste Einrichtung für Demenzkranke aus der Schweiz, die weit weg von ihrer Heimat ihren Lebensabend verbringen. Der Berner Martin Woodtli (54) hat das Pionierprojekt vor gut zehn Jahren gegründet, nachdem er mit seiner an Demenz erkrankten Mutter


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Russlands wurde nach ehrgeizigen Plänen von Peter dem Grossen erbaut. Auf der Stadtführung sehen wir die Admiralität, den Newski Prospekt u.v.m. Am Nachmittag fak. Ausflug nach Puschkin (muss bei Buchung reserviert werden), der luxuriösen Sommerresidenz von Katharina I. Besichtigung u.a. des berühmten Bernsteinzimmers. Abendessen mit Folkloredarbietung in lokalem Restaurant. 10. Tag: St. Petersburg, St. Peter-und-PaulFestung, fak. Ausflug Peterhof-Gärten. Besuch der St. Peter-und-Paul-Festung, die auf einer kleinen Insel inmitten der Newa liegt. In der St. Peter-und-Paul-Kathedrale sind die meisten der ehemaligen russischen Herrscher begraben. Freier Nachmittag oder fak. Ausflug Peterhof mit Besuch der Gartenanlagen. Am Abend fak. Ballettanlass (ca. € 90.-, Anmeldung vor Ort) Änderungen vorbehalten. 11. Tag: St. Petersburg–Helsinki – Einschiffung. Fahrt nach Helsinki. Einschiffung auf ein modernes Schiff von Finnlines. Übernachtung an Bord. 12. Tag: Auf See–Travemünde – Ausschiffung – Hamburg. Abends Ankunft in Travemünde und Fahrt nach Hamburg. 13. Tag: Hamburg–Schweiz.

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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 15

«Ich habe hier immer wieder Gäste, die zu neuem Leben aufblühen»: Martin Woodtli (2. von rechts), Gründer des Resorts Baan Kamlangchay

nach Thailand gekommen war. Im thailändischen Chiang Mai, wo er zuvor vier Jahre lang bei den Ärzten ohne Grenzen gearbeitet hatte, enga­ gierte er thailändisches Betreuungs­ personal für sie und entwickelte ein Pflegekonzept. «Ich merkte, das ist eine gute Sache, und fragte mich: Warum mache ich das nicht für an­ dere?» Seiner Mutter, die ihr Leben lang in Münsingen BE gewohnt hatte, gefiel es hier, Woodtli sowieso. Die dementen Gäste blühen in Thailand zu neuem Leben auf

Schritt für Schritt wuchs dann das Baan Kamlangchay zu seiner jetzigen Grösse: 13 Gäste wohnen hier. «Eine solche Einrichtung kann nur funk­ tionieren, wenn sie nicht zu gross ist», erklärt der Berner. «Und wenn sie mit Herzblut geführt wird.» Es ist Samstagmorgen, heute ist Aktivität auf dem Dorfplatz neben dem Tempel angesagt. Unter einem Wellblechdach sind Stühle aufge­ reiht. Gemeindearbeiter üben mit den Anwesenden ein Lied ein, das spontan von Thai auf Deutsch über­ setzt wird, alle zusammen singen, fröhliches Gelächter. Margrit (71), seit fünf Jahren Bewohnerin des

Baan Kamlangchay, kann sich nicht länger auf dem Stuhl halten, steht auf, tanzt, dreht sich mit einem brei­ ten Lachen im Gesicht zum Takt der Musik und fordert die Sitzenden ebenfalls zum Tanz auf. «Ich habe hier immer wieder Gäs­ te, die zu neuem Leben aufblühen», erzählt Woodtli stolz. Er muss die Betreuten mit ihrem starken Bewe­ gungsdrang nicht medikamentös ruhigstellen, wie dies in Schweizer Pflegeheimen meist nicht anders geht. In Thailand wirkt andere Medizin: viel Bewegung, viel körperliche und seelische Nähe, die Einbettung in ein Wohnquartier. Auch auf der 1200 Kilometer süd­ licher gelegenen Ferieninsel Phuket sorgt sich eine Schweizer Einrichtung um pflegebedürftige Gäste. Die Solo­ thurnerin Anita Somaini (53) betreibt seit vier Jahren das Baan Tschuai Duu Lää – das Haus der Pflege und Hilfe. 18 Daueraufenthalter wohnen in separaten Villen mit Garten und Pool in einem offenen, ruhigen Quar­ tier. Hier halten sich allerdings nicht nur Alzheimerpatienten auf. «Wir betreuen Gäste mit unter­ schiedlichen neurologischen oder physiologischen Erkrankungen»,

sagt die Leiterin. Die Krankheitsbilder reichen von Demenz über Parkinson und Epilepsie bis hin zu Diabetes. «Wir bieten auch Ferien­ oder Ent­ lastungsaufenthalte an, die von den Angehörigen meist im Winter gebucht werden», sagt Somaini. Auch Rehabilitationsaufenthalte nach einem Schlaganfall oder Unfall sind möglich – falls ein Platz frei ist. Denn die Nachfrage ist gross: Pflege­ institutionen für Patienten mit un­ terschiedlichen Erkrankungen sind ein neuer Trend. Wie das Baan Kam­ langchay in Chiang Mai befindet sich auch das Baan Tschuai Duu Lää in einem Wohnquartier. Die Institution hat eine überschaubare Grösse, die Atmosphäre ist ebenso familiär wie professionell. Fitte Senioren und pflegebedürftige Gäste wohnen zusammen

In Lanee’s Residenz in Buriram, das der Aargauer Hans­Jörg Jäger (58) mit seiner Frau Lanee (48) führt, le­ ben betagte Senioren, die keine Be­ treuung brauchen, mit pflegebedürf­ tigen Gästen zusammen. «Wir wollen diesen Spagat machen und Betagte mit oder ohne Erkrankung hier zu­ sammenleben lassen. «Die Mischung


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2

1 Das Vivo-Bene-

3

Personal stammt aus der Schweiz, Deutschland und Thailand. 2 Margrit und Geri

mit Betreuerinnen im Baan Kamlangchay. 3 Das Zimmer 1

klappt grundsätzlich gut», sagt Jäger. Nur manche Pensionierte ertragen es nicht, weil sie fürchten, in den dementen Mitbewohnern ihre eigene Zukunft zu erblicken. «Sie reisen dann nach einem Probeaufenthalt wieder ab», sagt Jäger. Er bedauert dies, doch ändern kann er es nicht. Betreuung im Ausland ist nicht für alle Patienten geeignet

Jäger hatte zeitweilig die Idee, auch Burn-out-Patienten aufzunehmen, kam aber davon ab, denn bei ihnen stösst das Konzept von günstiger Pflege im Ausland schon vor dem Abflug an seine Grenzen. «Burn-out ist ein Risikozustand, der aus einer chronischen Stressbelastung entstanden ist», sagt Andi Zemp (53), Leiter Kompetenzbereich Burnout in der Privatklinik Wyss in Münchenbuchsee. «Die Patienten sind oft suizidal und brauchen eine qualifizierte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung.» In der Behandlung geht man Themen an, die das Hier und Jetzt betreffen: Arbeitsplatz, Familie und Privatleben. «Weit weg von zu Hause tut man das nicht. Es macht deshalb keinen Sinn, eine solche Behandlung ins Ausland zu verlagern.»

von Paul Schmutz im Vivo Bene.

Weil die Pflege von Betagten ein lohnendes Geschäft zu sein scheint, hat eine Investorengruppe aus Basel vorletztes Jahr in Thailands Norden ein Luxusresort errichtet, das die Langzeitbetreuung von 72 Alzheimerkranken plant. Fernab von Verkehr und Dörfern, von einer hohen Mauer umgeben, hat es dort nun sechs Mehrzimmer-Pavillons und Wohnhäuser. Obwohl stilvoll gestaltet und mit der grossen Kelle angerichtet wurde, ist es nicht so leicht, Alzheimerkranke aus der Schweiz als Langzeitgäste hierher zu locken. Weil der Run ausblieb, setzte das Vivo-Bene-Resort nun auf breitere Kundschaft. Normale Urlauber sind hier ebenso willkommen wie Gäste, die unterschiedliche Betreuung benötigen: an Burn-out, Krebs oder Demenz Erkrankte, aber auch Paraplegiker, wie die Pflegeleiterin Doris Knecht (63) sagt. Für Gäste, die sich einfach bloss vom Zivilisationsstress erholen wollen, bietet das Wellnessteam Chi Gong, Yoga, Massage und Detox an. Der einstige Weltenbummler Paul Schmutz (84) ist bislang der einzige Gast, der ins «Vivo Bene»

gefunden hat, um seinen Lebensabend zu verbringen. «Es gibt hier so viel Schönes, ich kann gar nicht sagen, was mir am besten gefällt», sagt der betagte Mann. Schmutz leidet an ParkinsonDemenz, ist aber sehr gesprächig. Er sitzt an einem der Tische im Gemeinschaftsbereich seines Pavillons, in dem es Platz für zwölf Patienten hätte. Draussen brennt die Sonne, drinnen ist die Luft klimatisiert und angenehm kühl. Er blättert durch sein Buch mit den Fotos und Texten seiner vielen Reisen. Halb Asien hat er durchsegelt, zuvor wohnte er lange auf den Philippinen. Beim Foto vom Hafen Manilas sagt er: «Hier wohne ich jetzt.» Das grösste Problem ist die geografische Distanz

Obwohl es in der Schweiz rund 119 000 Demenzkranke gibt, ist es nicht so einfach, Angehörige davon zu überzeugen, ihre kranken Eltern für den Lebensabend an einen 8500 Kilometer entfernten Ort zu bringen. Schnell ist man dem Vorwurf ausgesetzt, dass man Mutter oder Vater einfach ins billige Ausland abschiebt. «Die Angehörigen machen es sich


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Zahlen

119 000 Menschen in der Schweiz sind aktuell an Demenz erkrankt.

8

Prozent der über 65-Jährigen und mehr als 30 Prozent der über 90-Jährigen sind von der Alzheimerkrankheit oder einer anderen Demenzform betroffen.

7

Milliarden Franken betragen die Kosten der Demenz in der Schweiz.

50

Prozent der Kranken leben zu Hause. Die finanzielle, soziale und psychische Belastung für die Angehörigen ist enorm. Quelle: Alz.ch

Am Samstag geht es im Baan Kamlangchay auf einen kleinen Ausflug. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner hat seine eigenen Betreuerinnen. Die Verständigung klappt prima – sie läuft allerdings selten verbal ab.

nicht leicht, nie», hält AlzheimerPionier Martin Woodtli den Kritikern entgegen. Birgitta Martensson (65), Geschäftsleiterin der Schweizerischen Alzheimervereinigung, allerdings warnt vor voreiligen Entscheidungen: «Man sollte es sich gut überlegen, ob man eine an Demenz erkrankte Person so weit wegbringt. Die Betreuung darf nie eine Kostenfrage sein, sie muss stimmen – und das hängt auch von den Menschen ab, die die Pflege übernehmen.» Das Wichtigste aber sei die Selbstbestimmung der Betroffenen: Wollen sie das wirklich? Trotz vieler Bedenken: Die Zahl pflegebedürftiger Schweizerinnen und Schweizer in Thailand nimmt zu. Zukunftsträchtig ist diese Form der Betreuung in Fällen, wo kein intensiver verbaler Austausch mit Fachpersonen notwendig ist, sondern vor allem menschliche Wärme und Nähe gefragt sind. In einem sind uns die Thais nämlich weit voraus: Sie kümmern sich mit grösster Selbstverständlichkeit um hilfsbedürftige Menschen – ob das nun ein Kleinkind

oder ein Grosi ist, ob die Person krank ist oder nur Zuwendung braucht. Ältere Menschen zu pflegen, gilt zudem als ehrenvolle Arbeit. Demenzkranke Menschen leben in ihrer eigenen Realität

Das ist mit ein Grund, warum sich viele Schweizer Rentner im tropischen Land so wohlfühlen. Martin Woodtli etwa hatte bei seiner demenzkranken Mutter schon bald bemerkt, dass es gar nicht wichtig war, ob sie physisch in Thailand oder im bernischen Münsingen war. «Wichtiger ist, dass sich die Menschen wohlfühlen. Sie nehmen ihre Heimat und ihre Erinnerungen mit.» Demenzkranke leben oft in ihrer eigenen Realität, in einer, die nur sie verstehen. Das ist es auch, was das Zusammenleben für die Angehörigen oft so schwierig macht. Das grösste Problem der Betreuung in Thailand ist die Distanz: Ein schneller Besuch bei pflegebedürftigen Angehörigen ist nicht möglich.

In der Schweiz sucht man derweil nach anderen Lösungen. In der Demenzabteilung des Alterszentrums Bruggwiesen in Illnau-Effretikon ZH etwa ist seit Kurzem ein Roboter im Einsatz. Er sieht aus wie eine Plüschrobbe und reagiert auf Stimmen und Berührungen. Er wird primär bei Wut, Verspannung und Trauer eingesetzt. Die Kommunikation läuft auf nichtverbaler Ebene ab. Wie vielerorts in Thailand. MM

Aufklärung

Tag der Kranken Am 6. März werden in der ganzen Schweiz diverse Veranstaltungen und Aktionen zum «Tag der Kranken» durchgeführt. Dieses Jahr steht der Humor im Zentrum. Unter dem Motto «Lachen verbindet» sollen Gesunde und Kranke zusammengebracht werden, um der Vereinsamung kranker Menschen entgegenzuwirken. Weitere Infos: Tagderkranken.ch


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Im Video: Freerider Jérémie Heitz in Aktion

20 | MM09, 29.2.2016 | MENSCHEN

Migmag.ch/heitz

Jérémie Heitz

Mit 120 Sachen in den Glücksrausch Der Walliser Jérémie Heitz gehört zu den schnellsten Freeridern überhaupt. Jetzt will der Vize-Weltmeister für sein Filmprojekt «La Liste» 15 Viertausender über deren Nord- oder Nordostwände befahren – in mörderischem Tempo. Text: Franziska Hidber

Z

uerst sieht man nichts, gar nichts. Nur Atemzüge sind zu hören. Jetzt wird ein Pickel in den eisigen Schnee geschlagen. Man erkennt die steile verschneite Bergwand und die Skispitzen des Extremskifahrers, der sich Meter für Meter nach oben kämpft. Dann donnert er ungebremst hinunter, senkrecht fast – ein kleiner, unglaublich schneller Punkt in diesem mächtigen Gebirgsmassiv. Und nun, man möchte die Augen schlies­ sen, springt, nein, fliegt er über einen Fels­ vorsprung – mit einer Leichtigkeit, als handle es sich um eine Kinderschanze auf der blauen Piste. 55 Grad steil ist die Nord­ flanke am Zinalrothorn, 800 Höhenmeter abwärts. Wer das Video des Schweizer Free­ riders Jérémie Heitz anschaut, kommt zu­ erst ins Schwitzen und dann zum Schluss: Der Mann muss verrückt sein. «Klar bin ich verrückt», grinst Heitz, «das höre ich jeden Tag.» Der 26­Jährige mit dem wachen Blick und dem offenen Lachen wirkt beinahe schmächtig und sehr jung, wie er da am Tisch in seinem Elternhaus in Salvan VS sitzt. Hier, oberhalb von Martigny, auf der Strecke nach Chamonix, ist er aufgewach­ sen; hier lebt er noch heute, wenn er nicht gerade irgendwo auf der Welt unterwegs ist. Und hier möchte er auch bleiben, mitten in den Bergen, die ihm Heimat sind und Passion zugleich. Draussen gibt der Winter einen Schnee­ sturm der Marke Island zum Besten, dicke Flocken bleiben an der Verandatür kleben. «Der Schnee spielt hier oben eine wichtige Rolle», sagt Heitz und erzählt, wie oft sie am

Bilder: Christophe Chammartin / Rezo.ch

Tisch gesessen und debattiert hätten über die Wetterentwicklung. Schon der Gross­ vater – Jérémies grösster Fan – war Skileh­ rer. Und jetzt lebt der Enkel das Bergfieber aus, als einer der besten Freerider der Welt. So steil wie seine Abfahrten präsentiert sich Jérémies Karriere: vierter Rang an der Freeride Wold Tour 2013, Bronze 2014, Silber und damit Vizeweltmeister 2015. «Logisch also, dass ich heuer Weltmeister werde», sagt er mit einem Augenzwinkern und lacht schallend. Der Walliser hat ein entspanntes Verhält­ nis zum Erfolg: «Natürlich freue ich mich über jeden Sieg. Doch dass ich meinen Traum leben kann, ist viel entscheidender.» Sein Traum – das sind diese wahnsinnig anmutenden Abfahrten, in einem Tempo bis zu 120 Kilometer pro Stunde. Der verführerische Kitzel der Geschwindigkeit

Dabei hat alles harmlos angefangen: Wie fast jedes Kind in Salvan steht Jérémie früh auf den Ski. Seine Freizeit gehört der Skischule, dem örtlichen Skiclub, den Trainings. Er schafft mühelos den Sprung ins Jugend­ kader, verlässt aber nach zwei Jahren beim FIS (Fédération Internationale de Ski) die Piste für den Tiefschnee, den Erfolg als Alpinskifahrer, für eine ungewisse Zukunft als Freerider. Zu gross ist der Glücksrausch, wenn er in technisch anspruchsvollem Gelände den Berg bezwingt. Nicht mit kleinen Kurven oder auf hüpfenden Kanten wie so viele vor ihm. Jérémie fährt nahezu ungebremst, mit wenigen, grossen

Schwüngen – dieser Stil hat ihn an die Spitze der internationalen Elite gebracht. Heute kann er von seinem Sport leben; Werbeauf­ träge, Preisgelder und vor allem Sponsoren machen es möglich. Hat er keine Angst in seinem Metier, in dem jeder Sturz tödlich sein kann? «Und ob! Ich habe immer Angst», sagt er, entwaffnend offen. «Aber das ist gut so, sie macht mich konzentriert und vorsichtig.» Und nehmen die Zweifel überhand, findet er bei Freundin und Familie Zuspruch und Ablen­ kung. Auch sie haben gelernt, mit der Angst umzugehen. Was Jérémie selbst am meisten fürchtet: wegen eines Unfalls seine Passion nicht mehr ausleben zu können. Dieser Passion widmet er mit «La Liste» nun einen Film. Eine Hommage an die Steil­ skifahrer soll es werden und die Entwick­ lung des Extremskifahrens in der Schweiz aufzeigen. Und es ist ein Dankeschön an seine Helden, die Pioniere. Darunter etwa Sylvain Saudan, sein Vorbild und ein Be­ kannter seines Grossvaters. Saudan hat als Erster die Nordwestflanke des Eigers unter die Ski genommen. Aber «La Liste» ist auch Heitz’ Liebes­ erklärung an die 15 schönsten Viertausender, deren steile Nord­ oder Nordostflanken er bis im Frühling 2016 befahren will. Fünf hat er bereits geschafft: die Lenzspitze, das Ober­ gabel­, Stecknadel­, Hohberg­ und das Zinal­ rothorn. Zehn weitere stehen ihm bevor; welche genau, das ist geheim, abgesehen vom Matterhorn. Zweimal machte er einen Anlauf, zweimal machte ihm der Wind einen Strich durch die


MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 21

«Natürlich freue ich mich über jeden Sieg. Doch dass ich meinen Traum leben kann, ist viel entscheidender»: Jérémie Heitz


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und dem Wilden Kaiser, hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Von Jenbach ausgehend erleben Sie eine angenehme Zeitreise ins vergangene Jahrhundert und treffen mit voller Fahrt in Seespitz ein. Im Alpengenusshof Gramai laden wir Sie zu vorzüglichem Kaiserschmarrn ein. Nehmen Sie Platz in der gemütlichen Stube oder auf der Sonnenterrasse mit Ausblick auf das umliegende Karwendelgebirge und lassen Sie sich nach Herzenslust verwöhnen. 4. Tag, Samstag – Zillertaler-Bahn Mit dem nostalgischen Dampfzug der Zillertalbahn fahren wir bei stimmungsvoller Musik und einem guten Schnapserl von Fügen bis nach Mayrhofen. Das alpine Städtchen lädt zu einem Spaziergang ein. Am Nachmittag erwartet uns Rattenberg, die kleinste Stadt Österreichs. Enge Gassen, bunte Fassaden, hohe Türme und eine mittelalterliche Burg vermitteln einen malerischen, gut erhaltenen Eindruck des historischen Städtchens. Rattenberg erlangte vorallem durch die glasveredelnden Betriebe Bekanntheit. Das Mysterium Glas wird Ihnen bei einer fesselnden Vorführung des jahrhundertealten Handwerks näher gebracht. Erleben Sie hautnah die urtümliche Kraft im rotglühenden, dampfenden Strom des flüssigen Glases. Am Abend erwartet Sie im Hotel ein Tiroler Spezialitätenabend als krönender Abschluss der Reise. 5. Tag, Sonntag - Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 23

Rechnung, zweimal kehrte er um. Denn Sicherheit ist sein oberstes Gebot. «Ich suche das Glück, nicht das Risiko», betont Heitz. Als Berg­ bub weiss er zu gut, wie heim­ tückisch Schnee sein kann. «Du stehst morgens auf und freust dich: Hey, Neuschnee, ideale Bedingungen! Und dann gehst du auf den Berg und merkst: Da liegt nur ein kleiner Hauch auf Glatteis.» Deshalb analysiert er das Wetter schon Tage zuvor, nimmt das Gebirge vom Kleinflugzeug aus ins Visier, steigt danach mit den Ski hoch, um sich vertraut zu machen mit dem Berg und dem Schnee. Der Schnee, diese unberechenbare Grösse, entscheidet mit, ob er die 15 Viertausender bis im Frühling schaffen wird. Wenn alles gut läuft, erscheint «La Liste» im kommenden Herbst. Jérémie Heitz wirft einen Blick zur Verandatür. Sie ist inzwischen komplett zugeschneit, eine einzige weisse Wand, und draussen heult der Wind. «Ça marche», es läuft, sagt er, wieder ganz Optimist. Etwas weiss er heute schon: Sein Grossvater wird den Film mit Vergnügen schauen. MM

Bild: Mika Merikanto/Archiv Mammut

Weitere Infos: Jeremieheitz.com

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Bars

Der Alltag bleibt draussen Facebook und Co. zum Trotz: Die Leute gehen aus, und die Schweizer Barkultur erlebt eine neue Blüte. Fünf aussergewöhnliche Lokale – und Menschen vor und hinter der Theke. Text: Andreas Bättig

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er hat nicht schon in einer Bar die Zeit ver­ gessen? In schumm­ rigem Licht, bei guten Gesprächen, hochprozentigen Drinks oder farbigen Cocktails. Fast jeder hat eine Lieblingsbar: einen Rückzugsort, gestylt oder her­ untergekommen, der sich über die Jahre hinweg kaum verändert hat und in dem man sich geborgen fühlt. Doch jeder hat andere Bedürfnisse, deshalb sollen hier fünf Bars vorgestellt werden, die in ihrer Art etwas Besonderes sind. Am wichtigsten sind die Menschen darin. Sie sind es, die einer Bar ihren besonderen Charakter verleihen. Der Barkeeper Adrian Tännler bei­ spielsweise, dem in der Abflugbar in Bern schon mal Wildfremde ihr Herz ausschütten. Oder Oliver Meier, der als Stammgast in der kleinen Luzer­ ner Bar 58 sein zweites Wohnzimmer gefunden hat und sagt: «Die einzige

Bilder: Daniel Winkler

Konstante im Universum ist die Veränderung – aber bitte nicht in der Bar 58.» Getränkelieferant Kiantki Thomas versorgt die hippe Dante Bar in Zürich mit Ginger Ale aus seiner amerikanischen Heimat­ stadt Atlanta und verleiht so den Cocktails eine spezielle Note. Dann ist da ZsuZsu Sonder­ egger, die als DJ ZsuZsu mit ihrer Musik die Menschen zum Tanzen bringt – im Madeleine in Luzern, einem ehemaligen Sexkino. Und schliesslich die Inhaber und Gast­ geber Pascal Kunz und Daniel Mumenthaler, die sich in ihrer Bar «Hinz und Kunz» in Basel an einen strikten Barkodex halten und auch von ihren Gästen Anstand und Respekt erwarten. Sie alle machen ihre Bar zu einem besonderen Ort, an dem sich die Menschen – oft schon seit Jahr­ zehnten – gerne treffen. Und das wohl noch lange tun werden.

Die Bar Dante mitten in Zürich ist ein beliebter Treffpunkt und ein Geheimtipp für Cocktail-Liebhaber. Das hat auch damit zu tun, dass die Betreiber bei den Getränken nicht auf 0815-Produkte setzen.


MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 25

Welches ist Ihre liebste Bar? Migmag.ch/bars

Dante, Zürich

«Kunden wollen immer öfter Ausgefalleneres»: Getränkehändler Kiantki Thomas

Kiantki Thomas macht Schweizer Barbesuchern das Ginger Ale aus seiner Heimatstadt Atlanta (USA) schmackhaft.

Wer in Zürich einen guten Cocktail trinken will, ist in der Bar Dante gut aufgehoben. Abends versprüht die Bar an der Zwingli­ strasse internationales Flair. Das Interieur ist schlicht und modern gehalten. Das Licht ist angenehm gedimmt. Die Cocktailkarte ist gross, die Mixgetränke werden direkt am Tresen zubereitet. Für einen guten Cocktail braucht es hochwertige Zutaten. Neben Schnaps ist in den letzten Jahren die Auswahl an Softgetränken immer wichtiger geworden. Auch die Betreiber des Dante setzen nicht auf 0815­Produkte. Zu verdanken haben sie dies dem Getränkehändler Kiantki Thomas (40). Der Amerikaner hat sich darauf spezialisiert, un­ ter anderem besondere Ginger Ales und Tonics zu importieren. «In der Schweiz war das Sorti­ ment an alkoholfreien Geträn­ ken lange relativ klein», sagt er. Aufgefallen sei ihm das, als Ver­ wandte aus seiner Heimatstadt Atlanta zu Besuch kamen. «Die geringe Auswahl an Softdrinks in Bars hat sie überrascht. Da dachte ich, dass das vielleicht ein Markt sein könnte.» Schliesslich gebe es in Atlanta beispielsweise ein sehr feines Spicy Ginger Ale. Seit 2007 importiert er Produkte der Marken Red Rock aus den USA und Fentimans aus Gross­ britannien. «Diese Getränke werden aus natürlichen Kräu­ tern hergestellt», sagt Thomas. Das schätzten die Kunden. «Die Kunden wollen immer öfter ein etwas ausgefalleneres Ginger Ale oder Tonic-Water in ihrem Drink haben. Das habe auch da­ mit zu tun, dass Schweizer viel reisen. «Sie sehen all die speziel­ len Getränke, die es im Ausland gibt – und die wollen sie dann auch zu Hause probieren.»


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Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich. Abflug am frühen Nachmittag. Transfer zum Schiff. Die Crew heisst die Gäste an Bord herzlich willkommen. Abendessen an Bord. Rundgang durch die mittelalterliche Altstadt von Dubrovnik (UNESCO-Weltkulturerbe). Am Mittag «Leinen los!» in Richtung Insel Korcˇula. Ind. Abendessen in der Altstadt von Korcˇula. Schifffahrt zur Insel Hvar. Freie Zeit im Städtchen Stari Grad. Nachmittags Bustransfer nach Hvar zur geführten Stadtbesichtigung. Individuelles Abendessen in Hvar und Busrückfahrt. Fahrt mit Ausflugsbooten auf dem Cetina-Fluss. Abendessen an Bord. Freie Zeit in Omis˘. Gegen Mittag Fahrt nach Split und Stadtrundgang (UNESCO-Weltkulturerbe). Nachmittags fährt die MV Paradis weiter in Richtung Trogir. Kapitäns-Dinner am Abend. Fahrt nach Skradin. Besuch der Krka-Wasserfälle. Fahrt mit Ausflugschiff zum «Skradinski Buk». Rundgang durch die Fjordwelt. In S˘ibenik Stadtrundgang und ind. Abendessen. Frühmorgens Fahrt nach Zadar. Busfahrt und mit Ausflugsboot Fahrt durch den Zrmanja- Canyon. Nachmittags gibt es einen Stadtrundgang in Zadar. Abschieds Aperitif mit Abendessen. Ausschiffung, Bustransfer nach Zagreb mit Ausflug zu den Plitvicer Seen (fakultative Verpflegung im Nationalpark). Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich. Individuelle Heimreise.

Alle Ausflüge im Preis inbegriffen | Programmänderungen vorbehalten | Partnerfirma: Obrt za Usluge (Ivan)

Zadar–Dubrovnik

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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 27

Kennt 140 Rezepte von Drinks und Cocktails auswendig: Abflugbar-Barkeeper Adrian Tännler Gemütlicher Keller: Auf den roten Sofas der Abflugbar lässt es sich prima entspannen.

Abflugbar, Bern

«Ich schütte Drinks auch mal weg»: Barkeeper Adrian Tännler Sie sind legendär, die Gewölbekeller in der Berner Altstadt. Tief unter der Erde, fensterlos, umgeben von dicken Mauern. Genau in so einem Keller liegt die Abflugbar. Steil gehts beim Eingang die Treppen hinunter. Die Bar ist schmal, die hohe Gewölbedecke lässt den Raum trotzdem gross erscheinen. Rote Sofas sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Hier arbeitet der Berner Adrian Tännler (32) seit drei Jahren als Barkeeper. Seinem Berufsstand entsprechend ist er mit weissem Hemd und Veston chic gekleidet. Der gelernte Koch ist ein BarkeeperProfi; er absolvierte die Barschule in Rostock. Nur schon um dort aufgenommen zu werden,

musste er die Rezepte und die Zubereitung von 120 Drinks und Cocktails auswendig wissen. Ziel eines Barkeepers sei es, dass jeder Drink exakt immer gleich rausgeht, sagt Tännler: «Dafür braucht es viel Liebe zum Detail. Ich schütte Drinks auch mal weg, wenn ein Detail nicht stimmt.» Auch sonst gibt es Verhaltensregeln, die ein Barkeeper einhalten müsse. «Ich unterhalte mich zwar mit den Gästen. Aber über Politik und Religion spreche ich nicht. Das beinhaltet zu viel Zündstoff.» Dass ein Barkeeper nicht nur redet, sondern vor allem auch zuhört und zeitweise zu einer Art Seelsorger wird, ist laut

Tännler mehr als ein Klischee. «Es kommt schon vor, dass mir Wildfremde ihr Herz ausschütten. Dann höre er einfach zu. «Ratschläge erteile ich nur, wenn ich danach gefragt werde.» Und will ein Mann einer Frau einen Drink spendieren, dann stellt Tännler diesen der Frau nicht einfach vor die Nase, sondern fragt zuerst, ob sie ihn annehmen möchte. «Somit bringe ich den Gast nicht in eine unangenehme Situation.» Im Schnitt braucht Tännler nur gerade eine Minute, um einen Drink zu mischen. Er selber trinkt während der Arbeit keinen Alkohol. «Danach gönne ich mir aber gerne mal ein Bier.»


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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 29

Madeleine, Luzern

«Diese Bar hat ein gutes Herz und eine gute Seele»: DJ ZsuZsu Sonderegger Das Madeleine hat eine pikante Vergangenheit. Dort, wo heute getrunken, getanzt und gefeiert wird, wurden früher Sexfilme geschaut. Allerdings lässt sich heute nur noch erahnen, wo einst die Leinwand war und wo die Zuschauer dem frivolen Treiben zuschauten. Den rustikalen Charme eines alten Kinos hat das Madeleine aber durchaus bewahren können. Das Madeleine unterscheidet sich von vielen anderen Bars vor allem auch durch eines: Es wird nicht nur rumgestanden oder gesessen, sondern auf dem Holzfussboden getanzt. Dafür sorgen DJs wie ZsuZsu Sonderegger, besser bekannt als DJ ZsuZsu. «Hier im Madeleine kann ich mich ganz anders austoben», sagt die Zürcherin. Sie kombiniere moderne Musik mit alten Klassikern, in dem sie diese hintereinander auflegt. Zum Beispiel Swing der 50er-Jahre

Gast Oliver Meier fühlt sich in der Bar 58 so wohl wie in den eigenen vier Wänden.

mit Deep House. «Wenn die Gäste richtig dazu abgehen, kann das schon süchtig machen», sagt DJ ZsuZsu, die schon seit 1998 hinter den Plattenspielern steht und einst vor allem Techno auflegte. Ein guter DJ muss laut ZsuZsu aber auch auf die Leute eingehen können, wenn die Stimmung mal nicht so gut ist. «Dann gebe ich etwas weniger Gas, versuche aber dennoch, die Leute aufzumuntern.» Im Madeleine sei das aber fast nie nötig. «Diese Bar hat ein gutes Herz und eine gute Seele», sagt sie. «Das ist für mich entscheidend, ob eine Bar gut ist oder nicht. Die Leute, die darin arbeiten, müssen herzlich sein, auf die Gäste zugehen, sie begrüssen, mit den Stammgästen eine Beziehung aufbauen.» Dann mache ihr die Arbeit besonders Spass. Auch wenn das Partymachen bis morgens um fünf Uhr manchmal sehr anstrengend sei.

Bar 58, Luzern

«Der Teufel weiss, warum ich immer wieder gerne hierherkomme»: Stammgast Oliver Meier Wer die Bar 58 in Luzern betritt, kommt sich vor, als wäre er in einer kleinen Stube gelandet. Eine, bei der jeder Gegenstand seinen Platz und seine eigene Geschichte zu haben scheint: die antiken Sofas, die Jesusstatue in der Ecke, die Lampen mit den roten Schirmchen, die Bilder der Jungfrau Maria an der Wand. Die Bar 58 ist heimelig, warm, gemütlich. Genau deshalb kommt Oliver Meier so gerne hierher. Fast jeden zweiten Abend sitzt der 45-Jährige hier, trinkt einen Mojito, ein Lozärner-Bier oder noch lieber ein Pimms, lässt den Alltag als Hotelmanager zur Ruhe kommen. «Der Teufel weiss, warum ich immer wieder gerne hierherkomme», sagt Meier. Wahrscheinlich sei es die Software, die hier einfach stimmt. Damit meint Meier die Besitzer der Bar 58 – Sandra (50) und Patrick (49) Gozon. «Sie sind mittlerweile meine besten Freunde», sagt Meier.

Mit ihnen teilt er seine Sorgen und Nöte, lacht, macht Spässe. «Manche Stammgäste kommen bis zu sieben Mal pro Woche zu uns. Bei ihnen stellst du nicht einfach das Bier hin und gehst wieder. Es wird schon ein persönlicher Umgang erwartet», sagt Sandra Gozon. «Was wir mit unseren Gästen besprechen, bleibt hier in der Bar. Das schätzen die Leute», sagt Patrick Gozon. Seit acht Jahren hält Meier der Bar 58 die Treue. Im Winter sei er öfter in der Bar anzutreffen als im Sommer, «wenn es draussen kalt und drinnen schön kuschelig ist». Dann nimmt er am Tresen Platz. Am liebsten in der ersten halben Stunde nach der Öffnung, wenn noch nicht viel los ist. Veränderungen habe er als Stammgast nicht so gern, sagt Meier. Hier möchte er Konstanz. «Es ist ja schon so: Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung – aber bitte nicht in der Bar 58.»

Eine Bar ohne Musik hat keine Seele. Zum Glück gibt es DJs wie ZsuZsu Sonderegger.


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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 31

Die Gastgeber Daniel Mumenthaler (l.) und Pascal Kunz setzen auf Stil – und wünschen sich das auch von ihren Gästen.

Hinz & Kunz, Basel

«Apotheker für gutes Trinken»: Pascal Kunz und Daniel Mumenthaler Das Hinz & Kunz ist laut dem Branchenblatt «Barnews» die beste Newcomer-Bar der Schweiz des Jahres 2015. Wo früher Kleider verkauft wurden, werden heute Cocktails gemixt. Pascal Kunz (41) und Daniel Mumenthaler (48) verwandelten ein Kleidergeschäft in der Basler Markthalle zu einer klassischen englischen Bar. «Wir sind eine Cocktail- beziehungsweise Kolonialbar», sagt Mumenthaler. Das Interieur ist von schwerem Holz und dunklem Leder geprägt – und von einem massiven Getränkeschrank, in dem für den Gast gut sichtbar 480 Spirituosenflaschen platziert sind – unter anderem 200 Whiskys, 80 Rums und 50 Gins.

Doch nicht das Interieur ist laut Mumenthaler und Kunz entscheidend, ob Gäste eine Bar aufsuchen und sich dort wohlfühlen, sondern die Menschen, die darin arbeiten. «Du kannst einen Schuppen auch rosa anmalen. Schlussendlich sorgt das Barpersonal dafür, ob die Stimmung gut ist oder nicht», sagt er. Deshalb sei es bei Hinz & Kunz selbstverständlich, dass jeder Gast die volle Aufmerksamkeit bekomme. «Die meisten Leute arbeiten recht hart für ihr Geld. Deshalb möchten wir auch jede Bestellung so schön wie möglich präsentieren», sagt Kunz. «Wir suchen mit jedem der Gäste den Augenkontakt», ergänzt Mumenthaler,

«bei uns muss niemand winken, damit er etwas bestellen kann.» Anstand und Respekt erwarten die beiden Gastgeber aber auch von den Gästen. «Ein No-Go ist, nicht zu grüssen und ungeduldig etwas zu bestellen», sagt Kunz. Laut den beiden Barkeepern verkehrt ein internationales Publikum im Hinz & Kunz. Zwischen Ausländern und Schweizern gebe es schon Unterschiede. «Die Schweizer vergraben sich gern hinter der Getränkekarte. Ausländische Gäste lassen sich von uns beraten», sagt Kunz. Das machen die beiden auch gern. «Eigentlich sind wir Apotheker für gutes Trinken», sagt Mumenthaler. MM

Altes Holz, edle Schnäpse: Die Basler Bar Hinz & Kunz setzt auf Tradition.


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IHRE REISEHÖHEPUNKTE: - Tolle Konzerte mit Hansi Hinterseer, Andy Borg, Francine Jordi, den Amigos, den Zellberg Buam uvm. - Wunderschöner Wolfgangsee mit dem «Weissen Rössl» - Das bekannte Gut Aiderbichl & seine Tiergeschichten

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dem Wolfgangsee ✓ Kaffee und Kuchen im „Weissen Rössl“ in St. Wolfgang ✓ Ausflug Gut Aiderbichl inkl. Führung ✓ Fahrt mit dem „Aiderbichler“ Bummelzug ✓ 2 x Abendeintritte und reservierte Sitzplätze für die Konzerte in Zell am See ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Donnerstag 2. Juni 2016 - Anreise ins schöne Salzburgerland Fahrt ab dem gewählten Einsteigeort via Vorarlberg, Innsbruck, durchs schöne Salzburgerland in die Region von Zell am See! Nach der herzlichen Begrüssung in Ihrem Hotel erwartet uns die Küche mit einem feinen Abendessen. 2. Tag, Freitag 3. Juni 2016 - Salzkammergut, Wolfgangsee, «Weisses Rössl» & Pinzgauer Starabend Der Frühling bringt die schönsten Seiten des Salzkammergutes zum Vorschein. Überall schmiegen sich bezaubernde Orte an die Ufer der zahlreichen Seen und die erhabene Bergwelt verleiht der Region ihren einmaligen alpinen Charakter. Gleich nach dem Frühstück führt uns die Fahrt durch diese traumhafte Landschaft bis nach St. Wolfgang am Wolfgangsee. Hier erwartet uns zuerst eine herrliche Schifffahrt auf dem wohl schönsten See Österreichs– lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie die traumhaften Landschaftsbilder! Später besuchen wir das berühmte Romantik Hotel „Weisses Rössl“ und geniessen direkt am Ufer Kaffee und Kuchen. Am Abend erwarten uns dann in Zell am See die Amigos, die Zellberg Buam und Nadine aus der

Die Zellberg Buam

Schweiz zum stimmungsvollen Auftakt des Salzburger Musikfrühlings. Präsentiert wird der Abend von Andy Borg, der Sie natürlich zusätzlich auch mit einem eigenen Programm verzaubern wird. 3. Tag, Samstag 4. Juni 2016 – Gut Aiderbichl & Salzburger Frühlingsgala Unser heutiger Besuch auf dem wunderschön gelegenen Gut Aiderbichl wird Sie begeistern! Der renommierte Gutshof ist eine einzigartige Begegnungsstätte zwischen Mensch und Tier. Es dient als Zufluchtsort für Tiere, die sich in einer aussichtslosen Situation befanden. Beim geführten Rundgang über den Hof erfahren Sie viel Wissenswertes, berührende Tiergeschichten sowie von der ganzheitlichen Philosophie des Gutshofes! Zum Abschluss besteigen wir den Aiderbichler-Bummelzug und erleben dabei das herrliche Panorama mit dem Wallersee und den Alpen. Am Abend empfangen uns in Zell am See Francine Jordi, Anita & Alexandra Hofmann und Superstar Hansi Hinterseer zum Abschlussabend!

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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 33

S Bänz Friedli

Ein Samstag wars

Schwer auszumachen, woher der Spruch stammt, aber er ist oft zu hören unter ruch­ losen Journalisten. Und von denen kannte ich einige. Einer war sogar mal mein Chef: «Never let the truth kill a good story», pfleg­ te er zwischen zwei Linien Kokain salopp zu sagen, wenn jemand eine Meldung anzwei­ felte. Frei übersetzt: Es muss dich nicht kümmern, dass eine Story nicht stimmt, solange sie eine geile Schlagzeile hergibt … Also liess er Gespenstergeschichten in die Zeitschrift rücken. Wer sollte deren Wahr­ heitsgehalt schon überprüfen? Heute genügt dazu oft ein Klick. Gleichzeitig sorgt das Internet aber dafür, dass sich Falsch­ meldungen in Sekundenbruchteilen ver­ breiten und auch dann nicht mehr zu stop­ pen sind, wenn längst erwiesen wäre, dass sie zu gut sind, um wahr zu sein: Immer wieder wird angeblich eine Beere entdeckt, die binnen Minuten Krebs heilt, immer wieder sichtet jemand Nessie, und Sängerin Rihanna erwartet mindestens Drillinge.

Bänz Friedli (50) erinnert sich vage.

Manche Geschichten freilich sind schlicht zu schlecht, um wahr zu sein. Wie lange hatte ich mir eingebildet, ich hätte das Spiel, in dem mein YB zum letzten Mal die Meisterschaft errang, aus schierem Pflichtbewusstsein verpasst? Jedenfalls lange genug, um es am Ende zu glauben. An dem Donnerstag vor 30 Jah­ ren, an dem die Young Boys auswärts bei

Neuchâtel Xamax eine Runde früher als erwartet Meister geworden seien, an je­ nem Donnerstag hätte ich im Gemeinderat von Wohlen bei Bern gesessen. So habe ich es herumerzählt. Die Fahrt nach Neu­ enburg sei mir versagt gewesen. Statt Tinu Weber, Robert Prytz und Lars Lunde beim Siegen zuzuschauen, hätte ich im Gremi­ um, in das ich Monate zuvor gewählt wor­ den war, über die Besoldung einer Schul­ hausabwartin und den Jubiläumsbeitrag an einen Männerchor debattieren müssen. Unlängst gebe ich meine Version wieder mal in einer Runde zum Besten, und zwar im Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Worauf Sue aufbegehrt: «Falsch!», der 24. Mai 1986 sei ein Samstag gewesen, kein Donnerstag. Und am Samstag habe der Ge­ meinderat bestimmt nicht getagt. «Ich war mit meinem grossen Bruder auf der Mala­ dière», schwärmt Sue. Was aber tat ich an besagtem Samstag? Keine Ahnung mehr. Ich weiss nur, dass es das Falsche war. Nicht amtliche Pflicht hinderte mich also, die historische Stunde live zu erleben, nein, ich verschlampte sie ganz banal. Da klang die unwahre Version doch irgendwie besser … Und was meinen einstigen Chef betrifft: Mit dem Koksen bin ich mir nicht mehr so sicher. Aber wie hiess es so schön? «Never let the truth …» MM

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34 | MM09, 29.2.2016 | MENSCHEN

Jean-Paul Klauser

Am Ende siegte ein Bubentraum

Nach 15 Jahren Karriere bei der Credit Suisse war Jean-Paul Klauser ausgebrannt und frustriert. Er beschloss, sich einen alten Berufswunsch zu erfüllen und wurde LKW-Fahrer. Heute arbeitet der 45-Jährige auch noch als Dozent – und er sprüht vor neuen Ideen. Text: Reto E. Wild

A

ls ihn seine amerikanischen Vorgesetzten aufforderten, 20 Prozent seiner 150 Mitarbeitenden sukzessive zu entlassen und die Arbeitsplätze nach Polen auszulagern, hatte Jean-Paul Klauser (45) genug. Nach 15 Jahren war er bei der Credit Suisse die Karriereleiter bis zum Direktor hochgeklettert, aber diesen Abbau wollte er nicht mitverantworten – er hatte die Nase voll von der Bankenwelt. «Ich fühlte mich müde, ausgebrannt und war frustriert.» Auch seine Wertvorstellungen hätten sich verschoben, erklärt er. Und so beschloss der verheiratete, aber kinderlose Mann im April 2014, einen radikalen Schnitt zu machen: Er verliess die Bank und erfüllte sich einen Berufstraum aus der Kindheit – er wurde LKW-Fahrer. Beethoven und das Brummen eines Sechszylindermotors

Noch während seiner Zeit bei der Credit Suisse hatte er sich – in weiser Vorahnung – zum LKW- und Carfahrer ausbilden lassen, jeweils frühmorgens, vor der Arbeit. Und so begann 2015 sein neues Leben: Als Lastwagenfahrer fuhr er für ein Unternehmen zu Baugruben und Deponien im Kanton Zürich. «Ich war schon immer fasziniert von grossen Fahrzeugen. Und einen 40-Tönner zu bewegen, ist echt eindrücklich.» Der Ex-Bankmanager geniesst die Einsamkeit in der Führerkabine und hört sich

Bild: Gabi Vogt

dazu klassische Musik an. Es gebe nichts Schöneres, als in drei Meter Höhe durch eine Winterlandschaft zu fahren, während die Klänge eines Beethoven-Konzerts mit dem Ton des Sechszylindermotors verschmelzen, schwärmt er. Klauser bereut seinen Entscheid nicht, der Bankenwelt den Rücken gekehrt zu haben. «Ich verdiene ein Vielfaches weniger als vorher, aber ich bin viel glücklicher.» Und wenn er ehemalige Mitarbeitende treffe, die über ihren Arbeitsalltag klagen, sehe er sich in seinem Entscheid bestätigt. Der radikale Kurswechsel sorgte auch sonst für mehr Freiräume, um seine Kreativität und Managerfähigkeiten auszuleben. Im Kanton Uri setzte er sich für die Schwandibahn ein, einer der ältesten Personenseilbahnen im Kanton. Er vermittelte dort zwischen den Grundeigentümern, Bergbauern, der Gemeinde Erstfeld und der Eigentümerin der Seilbahn. Diese fuhr vergangenen Sommer erstmals nach einer mehrjährigen Pause wieder, nachdem eine Genossenschaft gegründet worden war, um den kostenintensiven Unterhalt zu finanzieren. Klauser, der in Luzern aufwuchs und die Innerschweizer Bergwelt auf Ski- und Wandertouren kennen- und lieben gelernt hat, träumt zudem als Projektleiter von einem Wanderhöhenweg im Urner Reusstal und steht deshalb mit der Gemeinde Erstfeld in Kontakt. Schon vor Jahren half er Bergbau-

ern und belegte einen Wildheuerkurs, bei dem er den Umgang mit der Sense erlernte. Im September 2015 hat Klauser zudem ein Mandat an der Pädagogischen Hochschule in Bern angenommen, wo er sich um Personal, Informatik, Finanzen und Betrieb kümmert. Seine Faszination für grosse Fahrzeuge ist aber nicht auf der Strecke geblieben, im Gegenteil: Klauser schloss kürzlich eine Winterdienstausbildung am Flughafen Zürich ab. Nun ist er berechtigt, bei der Schneeräumung auf dem Pistenfeld des Flughafens mitzuarbeiten; er transportiert den Schnee mit dem Lastwagen ab und stand über die Festtage auf Pikett. Die letzten zwei Jahre waren die schönsten im ganzen Berufsleben

«Das ist eine schöne Abwechslung zur Hochschule und lässt mich in eine neue Welt eintauchen», sagt Jean-Paul Klauser. Und er könne sich so Praxis fürs Lastwagenfahren holen. Als freier Mitarbeiter arbeitet er ab und zu als Carchauffeur für Twerenbold Reisen. Seine gleichaltrige Frau Caroline, die als Anwältin ein Projekt in München betreut, hat ihn bei all seinen Unternehmungen immer unterstützt. Klauser betont: «Die letzten zwei Jahre waren die schönsten meines Berufslebens.» Und er hat bereits einen weiteren Plan: Klauser möchte Geschichts- und Kulturreisen in der Schweiz anbieten. Wer dabei den Car steuern soll, weiss er schon. MM


MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 35

Der ehemalige Banker Jean-Paul Klauser liebt es, in drei Meter Hรถhe zu klassischer Musik durch die Landschaft zu kurven.


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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 37

Leserforum MM08: Diese Woche Städte wagen den Cannabis-Test

«Alkohol darf auch konsumiert werden. Wo ist der Unterschied?» Und wie sieht es mit Alkohol aus? Trinken, einen Unfall bauen – der Ausweis ist weg. Wenn Al­ kohol verboten wird, dann bin ich vielleicht dafür, dass auch Canna­ bis verboten wird. Zu viel Alkohol ist sehr viel schlimmer, als hie und da zu kiffen. Esther Straub-Bammerlin, via Facebook Immer wieder wird unter dem Vorwand, die Kriminalität zu bekämpfen, ein neues Projekt zur schleichenden Legalisierung von Hasch lanciert. Ich frage mich ernsthaft, wie da dem Volkswillen nachgekommen wird: Mit 67 Prozent der Stimmen wurde vor wenigen Jahren die Hanf­Initiative klar abgelehnt. 2012 stimmte die Vereinigte Bundesversammlung für Ordnungsbussen für Kiffer. Das ganze Unternehmen ist unausgereift, unnötig und eine Ohrfeige für alle, die gegen die Hanf­Initiative votiert haben. Edgard Lienhart, Reinach BL Die vier Cannabis-VersuchsStädte sind sozialistisch regiert, darum wundern mich diese Ver­ suchsreihen (…) eigentlich nicht. Dass Sie Herrn Cattacin eine

Plattform für die Drogenlegali­ sierung bieten, ist mehr als stossend. Das Magazin wird z. B. von unserem Enkel gelesen, dem wir immer wieder sagen, Cannabis nicht mal mit einer Feuerzange anzufassen. Das Migros­Magazin trägt Mit­ verantwortung bezüglich Volks­ gesundheit und sollte die Sucht­ mittelpropaganda verhindern. Romy Jeker, via Migrosmagazin.ch Ich denke, das Kiffen sollte freigegeben werden, auch wenn ich selbst bis dato keinen Gebrauch davon gemacht habe. Alkohol und Nikotin dürfen schliesslich auch konsumiert werden. Wo ist der Unterschied? Wolfgang Frick, via Facebook Das könnte der erste Schritt hin zur Liberalisierung von Cannabiskonsum sein. Was aber ist mit Menschen, die Substanzen wie THC/CBD wegen ihrer Spastik oder gegen Schmerzen brauchen? Die Ent­ kriminalisierung muss auch den Gebrauch von Cannabis­Öl und ­Tinkturen beinhalten. Esther Eggenberger, via Migrosmagazin.ch

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Schritt 2 : Schritt 3 : Schritt 5 :

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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Zürich – Frankfurt/Wien – Peking Flug mit Lufthansa via Frankfurt oder mit Austrian Airlines via Wien nach Peking. 2. Tag: Peking Ankunft in Peking am Morgen. Am Nachmittag besuchen Sie den Sommerpalast, wo die Kaiser die heissen Sommermonate verbrachten. 3. Tag: Peking Heute machen Sie einen Spaziergang auf der Grossen Mauer bei Mutianyu. Zudem sehen Sie die Ming Gräber und das Vogelnest, das Stadion der Olympischen Spiele von 2008. 4. Tag: Peking Sie sehen den Kaiserpalast, auch «Verbotene Stadt» genannt, sowie den Himmelstempel. 5. Tag: Peking – Xian Transfer zum Bahnhof und Fahrt mit dem Schnellzug nach Xian. Nach Ankunft Besuch der Grossen Moschee in der ehemaligen Handelsstadt Xian.

6. Tag: Xian Heutiger Höhepunkt ist die Besichtigung der Terrakotta-Armee. Am Nachmittag sehen Sie die «Grosse Wildganspagode» und die alte Stadtmauer von Xian. 7. Tag: Xian – Guilin Flug nach Guilin. Nach Ankunft Stadtrundfahrt mit Besichtigung des Elefanten-Rüsselbergs. 8. Tag: Guilin Heute machen Sie eine Schifffahrt auf dem Li Fluss und fahren durch die zauberhafte Karstgebirgslandschaft nach Yangshuo, wo Sie etwas Zeit zum Verweilen haben. 9. Tag: Guilin – Chongquing Flug nach Chongquing, wo Sie einen Bummel durch den alten Stadtteil Ciqikou machen und den Eling Park besichtigen. Anschliessend Einschiffung auf Ihr Flussschiff. 10. Tag: Yangtze Der Landausflug am Nachmittag führt Sie zur Shibao Pagode, eine zwölfstöckige hölzerne Pagode, die gegen eine Felswand gebaut wurde. 11. Tag: Yangtze Heute durchfahren Sie die imposante Qutang-Schlucht. Der heutige Bootsausflug führt Sie in die drei kleinen Schluchten. 12. Tag: Yangtze – Yichang – Wuhan Besichtigung des gewaltigen DreiSchluchten-Dammes, des grössten Wasserkraftwerks der Welt. Bevor Sie

Peking

Ihr Schiff verlassen fahren Sie durch die Xiling Schlucht. Fahrt nach Wuhan (bei Gruppen unter 10 Personen fahren Sie mit dem Zug). 13. Tag: Wuhan – Shanghai Stadtrundfahrt in Wuhan mit Besuch des Provinzmuseums. Anschliessend Zugfahrt im modernen Hochgeschwindigkeitszug nach Shanghai. Transfer ins Hotel. 14. Tag: Shanghai Sie besuchen den berühmten Jade Buddha Tempel in der Altstadt, den Yu-Garten sowie das Kunstviertel Tianzifang. 15. Tag: Shanghai – Frankfurt/Wien – Zürich Transfer mit dem Transrapid zum Flughafen. Morgens Flug mit Austrian Airlines nach Wien, Umsteigen und Weiterflug nach Zürich. Abends Flug mit Lufthansa nach Frankfurt. 16. Tag: Frankfurt – Zürich Umsteigen und Weiterflug nach Zürich, Ankunft am Morgen.

und Late check-out am Abreisetag mit Lufthansa P 3 Nächte auf einem 4,5-Sterne Flussschiff in einer Aussenkabine P Täglich Frühstück, 8x Mittagessen und 7x Abendessen P Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm P Beste Betreuung durch unsere erfahrene Vögele Reiseleitung ab/bis Schweiz P Reiseunterlagen inklusive Reiseführer

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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 39

Leserforum MM08: Gefängnis Lenzburg Indira weckt die sanfte Seite der Häftlinge

«So wirkungsvoll könnte Resozialisierung im Gefängnis gestaltet werden!» Rolf Lyssy sorgt sich über Fremdenfeindlichkeit. Ich war in 37 Ländern, arbeitete im Ausland und zähle viele Ausländer zu meinem Freundeskreis. Ich mache mir aber Sorgen um die importierte Gewalt. Warum sitzen in unseren Gefängnissen über 70 Prozent Ausländer bei einem Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung von gut 20 Prozent? Das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, wohl aber mit Sorgen über die hohe Kriminalitätsrate bei den Ausländern. Otto Gerber, Wädenswil ZH

Ein wunderschöner Artikel – so lebendig und wirkungsvoll könnte Resozialisierung im Gefängnis gestaltet werden. Ich bin überzeugt, dass Hunde in vielen Fällen die idealen Seelsorger und Therapeuten für Gefangene wären. Bleibt nur zu hoffen, dass das Lenzburger Beispiel Schule macht und nicht der grassierenden Spar- und Sicherheitshysterie zum Opfer fällt. Hansueli Hauenstein, Pfarrer, Sins AG Zu keiner anderen Tierart hat der Mensch eine so intensive Beziehung wie zum Hund – wie der ansprechende Bericht in der aktuellen Ausgabe des Migros-Magazins veranschaulicht. Ein Hund verbringt im Schnitt mehr Zeit mit Herrchen beziehungsweise Frauchen als mit seinen Artgenossen und gilt nicht ohne Grund als bester Freund des Menschen. Ethnologen, Forscher und Hundeausbilder haben die Vierbeiner schon seit längerer Zeit genauer beobachtet und ihre fantastische Anpassungsfähigkeit an den Menschen erforscht. Léonie Kaiser, Zürich

Die Berner Sennenhündin Indira wird im Gefängnis Lenzburg bei der Therapie eingesetzt. Sie bringt den Insassen Einfühlungsvermögen bei. MM07: Einbürgerung Vanessas

langer Weg zum Schweizer Pass

«Gefährliche Narrenfreiheit» Die Narrenfreiheit der Komödianten ist für die politische Meinungsbildung gefährlicher, als sie vorgibt. Sie zielt auf den Bauch und setzt sich auch dort länger fest, weil sie mit einfachen

Kalauern und Bildern operiert. Wir sind doch alle dankbar für einfach merkbare Bilder in unserer komplexen Welt. Wer will sich schon bei Abstimmungen mühsam mit einer kontroversen Abstimmungsvorlage auseinandersetzen? Da hilft doch ein karikierender Film wie «Die Schweizermacher» oder ein Spruch von Giacobbo/Müller über all die Mühsal hinweg. Alex Schneider, Küttigen AG

Korrigendum

Melonen statt CherryRispentomaten Im MM 07 vom 15.Februar thematisierten wir die Importe der

Migros aus den besetzten Ge­ bieten der Westsahara. Dabei ist uns bei der Schlussredaktion ein Fehler unterlaufen. Richtig muss es heissen: «Die Herkunft der Melonen schreibt die Migros seit 2013 als einzige Detailhändlerin der Schweiz korrekt und trans­ parent mit der Bezeichnung ‹Westsahara› an.» Wir bedauern den Fehler.

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40 | MM09, 29.2.2016 | MENSCHEN

Martin Kilian

«Alles ist möglich, sogar ein Präsident Trump» Die Chancen für eine politische Umwälzung in den USA sind so gross wie seit 60 Jahren nicht mehr, sagt Martin Kilian. Er ist seit 35 Jahren Auslandskorrespondent in Washington und erlebt morgen seinen neunten Super Tuesday, den wichtigsten Vorwahltag im Kampf ums Weisse Haus. Text: Ralf Kaminski Bilder: Stephen Voss


MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 41

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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 43

Martin Kilian, angenommen Donald Trump wird im Novem­ ber Präsident. Wie würde sich das auswirken? (lacht) Das wäre schon eine historische Zäsur. Man könnte dann nur hoffen, dass er sich mit hervorragenden Beratern um­ gibt, denn es fehlt ihm in ver­ schiedenen Bereichen sehr of­ fensichtlich an Erfahrung, etwa in der Aussenpolitik. Er mag ja gut darin sein, Deals abzuschlies­ sen, aber mit der Führungsriege in Peking muss man anders ver­ handeln, als wenn man in New York einen Wolkenkratzer bauen will. Es würde vermutlich alles sehr chaotisch. Er hat zwar gezeigt, dass er lernfähig ist, inzwischen ist er manchmal sogar nett. Aber wenn ich mir Trump im Weissen Haus vorstel­ le, wird mir schon etwas unwohl. Aber könnte er dort überhaupt viel ausrichten? Das Parlament würde ihn zumindest innen­ politisch ausbremsen, so wie es das bei Obama auch getan hat. Das ist richtig. Und das Gleiche gilt auch für manche der Ver­ sprechen, die der demokratische Kandidat Bernie Sanders derzeit macht. Eine Mauer an der mexikanischen Grenze wird es ebenso wenig geben wie eine neue staatliche Krankenver­ sicherung, denn beides müsste vom Parlament gutgeheissen werden. Der Kongress wirkt als Korrektiv für radikale Ideen, so

Zur Person

Journalist und USA-Kenner

Kilian wagt keine Prognose zur Wahl: «Es ist noch fast alles möglich.»

Martin Kilian (65) ist langjäh­ riger USA­Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Medien. 1981–86 schrieb er für die «taz», 1987–92 für den «Spie­ gel», 1993–2003 für die «Welt­ woche» und seit 2004 für den «Tages­Anzeiger».

Kilian ist in Baden­Württemberg geboren und kam 1975 als Dok­ torand in die USA. Seit 2008 hat er ausserdem die amerikani­ sche Staatsbürgerschaft. Er lebt mit seiner Frau Silvia Sanides in Charlottesville (Virginia) und hat zwei erwachsene Töchter.

hat er sich eigentlich immer eher in der Mitte bewegt. Er hat unter anderem die Abtreibungs­ freiheit mehrfach verteidigt und ist gar mit den Clintons gut bekannt. Heute sagt er, er habe sich geändert. Aber wer bei solchen Fragen so locker die Meinung wechselt, kann das rasch auch wieder tun.

ist das System ursprünglich auch entwickelt worden. Es ist deshalb auch äusserst schwer­ fällig – vielleicht nicht so sehr wie in der Schweiz, aber erheb­ lich schwerfälliger als in ande­ ren Demokratien. Es gibt die These, dass Trump sich jetzt nur so rüpelhaft und rechts verhält, um die Vorwah­ len zu gewinnen, danach aber in die Mitte rückt. Durchaus möglich. Der rechte Flügel der Republikaner ist ihm gegenüber auch sehr misstrau­ isch – zu Recht. Schaut man sich Trumps politisches Leben an,

Die hohe Zustimmung für Trump und Sanders deutet auf eine tiefe Unzufriedenheit mit dem politischen System hin. Woran liegt das? Die Gründe sind bei Republi­ kanern und Demokraten andere.

Seit den 80er­Jahren haben die Republikaner mit den Stimmen der Mittelschichten und der Religiösen Wahlen gewonnen, indem sie ihnen versprochen haben, ihre Werte zu verteidi­ gen: für Gott und Waffen, gegen die Homo­Ehe. Nach dem Sieg haben sie dann jeweils den Rei­ chen neue Steuersenkungen verschafft und jene begünstigt, die ohnehin schon privilegiert waren. Nun haben diese Wähler die Nase voll, sie glauben den Versprechen des Establishments nicht mehr. Und sie erkennen ihr Land nicht wieder: Die weis­ se Bevölkerung wird zu einer

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MENSCHEN | MM09, 29.2.2016 | 45

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Minderheit in den USA, Schwule und Lesben können heiraten, die Abtreibung ist immer noch möglich. Deshalb haben es die EstablishmentKandidaten so schwer.

den USA sind höher als bei jeder anderen Wahl in den letzten 60 Jahren. Aber eben: Das System ist extrem träge, und das Establishment hat viele Tricks auf Lager.

Und bei den Demokraten? Unter Bill Clinton in den 90er-Jahren waren sie eine Partei der Mitte. Aber seither sind sie stets weiter nach links gerutscht, unter dem Eindruck der schweren Finanzkrise von 2008, aber auch weil sie sich von Obama mehr erhofft haben. Die Einkommensunterschiede werden immer krasser, eine Familie zu ernähren, wird immer schwieriger.

Zum Beispiel? Die Superdelegierten. Zwar hat Bernie Sanders die demokratischen Vorwahlen in New Hampshire mit über 20 Prozent Vorsprung gewonnen, bekommt aber keinen Wahldelegierten mehr als Hillary Clinton. Wie kann das sein? Ganz einfach: Alle Superdelegierten des Staats haben sich für sie ausgesprochen, das sind Amtsträger, die frei entscheiden können, wen sie unterstützen. Einen Sanders-Sieg kann ich mir nur vorstellen, wenn es ihm gelingt, klare Mehrheiten insbesondere bei den Afroamerikanern zu gewinnen.

Deshalb ist es für Hillary schwierig zu punkten? Die Wähler schauen sich Hillary an und verbinden sie mit all dem, was sie in den letzten Jahrzehnten nicht vorwärtsgebracht hat. Und da kommt nun dieser alte Senator Sanders aus dem ländlichen Vermont und verspricht, alles umzukrempeln und Wall Street an die Leine zu nehmen. Was soll Hillary da sagen? Sie hat über 600 000 Dollar mit Reden verdient, die sie vor Managern von Goldman Sachs gehalten hat. Gibt es Schnittmengen zwischen den Unzufriedenen von links und rechts? Die soziale Ungleichheit und der Freifahrtschein für die Reichen hängen beiden Seiten gleichermassen zum Hals raus. Das Steuersystem hier ist völlig absurd. Jemand, der zehn Millionen Dollar auf der hohen Kante hat, zahlt prozentual oft weniger Steuern als jemand, der im Sekretariat eines Autohändlers arbeitet. Schon in früheren Wahlkämpfen gab es radikale Kandidaten, die aber nie eine Chance hatten. Vielleicht ist es diesmal anders. Das ist jetzt mein neunter Präsidentschaftswahlkampf, und ich habe noch nie etwas Vergleichbares erlebt. Alles ist möglich, und das ist extrem spannend. Die Chancen für eine politische Umwälzung in

Hat nach Jeb Bushs Abgang Marco Rubio eine Chance? Der Senator aus Florida ist ein Liebling des Establishments, und ein Teil der Bush-Wähler wird sicher zu ihm überlaufen. Er hat durchaus seine Qualitäten, und er wäre wahrscheinlich ein ernsthafter Konkurrent für Hillary im Herbst. Aber ich denke, dass der junge und unerfahrene Rubio ein bisschen überschätzt wird. Die Republikaner haben nach der Niederlage gegen Obama 2012 nichts gelernt, ihre Rezepte sind noch dieselben. Können sie so überhaupt noch Wahlen gewinnen? Nicht mehr lange, möglicherweise schon jetzt nicht mehr. Die Republikanische Partei gräbt sich ihr eigenes Grab. Die eigens eingesetzte Kommission machte nach der Niederlage 2012 sehr gute Empfehlungen, wie sich die Partei gegenüber Frauen, Schwulen, Latinos und anderen Minderheiten besser positionieren könnte, aber die werden vollkommen ignoriert. Statt sich zu öffnen, ist die Partei noch minderheitenfeindlicher geworden. Die Republikaner werden sich in den nächsten zehn Jahren entweder neu orientieren müssen

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46 | MM09, 29.2.2016 | MENSCHEN

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Hochspannung vor dem Super Tuesday Am 1. März finden gleichzeitig in 15 Bun­

desstaaten Vorwahlen zur Nominierung der amerikanischen Präsi­ dentschaftskandidaten statt: in Alabama, Alaska (nur Republikaner), American Samoa (nur Demokraten), Arkansas, Colorado, Georgia, Massachusetts, Minnesota, North Dako­ ta (nur Republikaner), Oklahoma, Tennessee, Texas, Vermont, Virginia und Wyoming (nur Republikaner). Wegen dieser geballten Häufung heisst

dieser Wahltag Super Tuesday – oftmals steht danach bereits fest, wer an den Parteitagen im Sommer zum Präsident­ schaftskandidaten gekürt wird. Diesmal jedoch ist das Rennen noch sehr offen. Bei den Repub­

likanern treten an: Do­ nald Trump, Ted Cruz, Marco Rubio, John Ka­ sich und Ben Carson. Bei den Demokraten sind es Hillary Clinton und Bernie Sanders. Während Clinton wei­ terhin gute Chancen für die Nominierung eingeräumt werden, ist es bei den Republika­ nern noch völlig unklar. In nationalen Umfragen führt noch immer

der New Yorker Immo­ bilien­Mogul Donald Trump klar vor dem erzkonservativen texa­ nischen Senator Ted Cruz und dem etwas moderateren Marco Ru­ bio, Senator aus Florida.

oder irrelevant werden. Das Land verändert sich schnell, es wird bunter und diverser. Die Präsidentschaftswahlen werden immer teurer, Ex-Präsident Jimmy Carter hat das Land kürzlich als Oligarchie bezeichnet. Hat das was? Oder ist Geld doch nicht alles? Geld ist nicht alles, aber fast alles. Jimmy Carter hat recht. Die Wahlkämpfe sind wahnsin­ nig lang geworden, es fliessen ungeheure Summen, zum Teil von dunklen Hintermännern. Noch schlimmer finde ich, dass es immer neue Hindernisse zur Ausübung des Wahlrechts gibt. In diversen von Republikanern regierten Bundesstaaten werden Minderheiten mit zusätzlichen Hürden systematisch vom Wäh­ len abgehalten. Ich finde das alles sehr verstörend und einer grossen Demokratie unwürdig. Obama wurde 2008 geradezu als Messias ins Amt gewählt und konnte an den hohen Erwartungen nur scheitern. Welche Bilanz ziehen Sie? Im Grossen und Ganzen eine positive. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir einen so ehrenhaften, aufrichtigen und skandalfreien Präsidenten in absehbarer Zukunft nochmals bekommen werden. Ich bin keineswegs mit allem einver­ standen, was er gemacht hat, er war vielfach zu zögerlich, die Wall Street hat er nach 2008 viel zu freundlich behandelt, da hätten Köpfe rollen sollen. Er hat aber angesichts der republi­ kanischen Totalopposition getan, was möglich war, und er hat es mit Augenmass getan. Ich werde Barack Obama vermissen. Die Republikaner ziehen eine dezidiert negative Bilanz. Ist das wahltaktisches Kalkül, oder glauben sie das wirklich? Sie glauben das wirklich, weil sich aufgrund der starken Polarisierung zwei völlig unter­ schiedliche Informationssys­ teme herausgebildet haben. Wer als republikanischer Wähler tag­ ein, tagaus Fox News schaut, das «Wall Street Journal» liest und die Talk­Radios von Rush Lim­ baugh oder Glenn Beck hört, der

lebt in einem finsteren, beängs­ tigenden Paralleluniversum zur Realität. Die Demokratie und die Lösung von Problemen leiden unter dieser enormen Polarisierung. Das macht mir mehr Sorgen als alles andere. Und eine Lösung ist nicht in Sicht, oder? Doch, ich denke schon. Die de­ mografische Entwicklung wird das früher oder später ent­ spannen. Das Land wird immer bunter und diverser, das wird für mehr Ausgleich und neue Lösungen sorgen. Ich bin da durchaus optimistisch. Bis es so weit ist, kann es vielleicht hart werden und noch ein paar üble Überraschungen geben. Aber im Grunde sind die USA eine Maschine der ewigen Selbstverbesserung. Manchmal dauert es lange, und es gibt Umwege, doch bis jetzt hat das Land den Dreh noch immer gekriegt. Ist die Vormachtstellung der USA dennoch gefährdet? Natürlich. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war eine einmalige Situation: Nach dem Zweiten Weltkrieg überragten die USA den Rest der Welt, doch nicht einmal damals konnte sich die Weltmacht überall durchset­ zen, siehe Vietnam. Jetzt haben es die Vereinigten Staaten mit China sowie der immer selbst­ bewusster und aggressiver agierenden Kreml­Führung zu tun – und ausserdem mit asymmetrischen Gefahren wie dem islamistischen Terror. Washington wird bei internatio­ nalen Konflikten noch mehr auf multilaterale Lösungen setzen müssen – auch wenn das den Konservativen aufstossen wird. Sie sind seit 2008 selbst Amerikaner. Welche Bedeutung hat dies für Sie? Europa liegt mir immer noch am Herzen, aber ich fühle mich schon als Teil dieses Landes, immerhin lebe ich schon über 40 Jahre hier. Auch meine Töchter fühlen sich als Ameri­ kanerinnen, obwohl sie beide Pässe haben. Und das Land hat durchaus auf mich abgefärbt. Ich verstehe zum Beispiel mittler­ weile, warum Leute, die jagen ge­

hen, auf ihr Recht auf Waffenbe­ sitz pochen. Es stört mich nicht, wenn jemand Jagdgewehre hat, problematisch finde ich Revolver oder Schnellfeuerwaffen. Sie dürfen auch wählen. Wen von den Präsidentschaftskandidaten hätten Sie denn persönlich gern? Bei den Republikanern gefällt mir John Kasich am besten, der Gouverneur von Ohio. Er hat die Staatsfinanzen erfolgreich reformiert, die Arbeitslosenrate ist tief, er hat mit Augenmass regiert und immer wieder betont, dass man Verantwortung trägt für jene, die nicht so viel Glück haben wie man selbst. Bei den Demokraten habe ich zwar gewisse Sympathien für Bernie Sanders, kann mir aber nicht vorstellen, dass er einhalten kann, was er verspricht. Also doch Hillary Clinton? Ja, auch wenn ich nur mässig glücklich bin mit ihr. Ich finde es absurd, dass ich jemanden wählen soll, dem ich schon 1988 auf dem politischen Parkett begegnet bin. Damals war sie an der Seite ihres Mannes beim demokratischen Präsident­ schaftskongress in Atlanta. Aber bis zur eigentlichen Wahl können sich meine Präferenzen durchaus noch ändern. Welcher Präsidentschaftskandidat wäre für die Beziehungen zur Schweiz und zu Europa der beste? Am besten würde Europa wohl mit Hillary Clinton oder John Kasich fahren. Beide sind ver­ gleichsweise berechenbar. Bei Hillary stört mich allerdings ihr Hang zu Interventionen. Es war sie, die den zaudernden Obama überredete, den von London und Paris angezettelten Schwach­ sinn in Libyen zu unterstützen. Und wer gewinnt am Ende nun tatsächlich? Das kann jetzt noch niemand voraussagen, das Rennen ist absolut offen. Auch 2008 hätte ich zu diesem Zeitpunkt keine Prognose gewagt, es ist alles zu sehr im Fluss. Im Moment ist noch fast alles möglich, sogar ein Präsident Trump. MM


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MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 51

Rückruf

Mars-Produkte Vom Mars-Rückruf in 55 Ländern ist auch die Migros betroffen und zieht insgesamt 12 Mars-

Produkte aus den Filialen zurück. Kunden können die Produkte, die sie bei der Migros gekauft haben, gegen Rückerstattung des Verkaufspreises in die Filialen zurückbringen. Mars hatte letzte Woche diverse Schokoladenprodukte zurückgerufen, nachdem in einem Artikel ein Kunststoffteilchen gefunden wurde. • Mars, 6er-Packung 270 g, Fr. 2.50 • Snickers, 6er-Packung 300 g, Fr. 2.50 • Mars 10+2, 540 g Fr. 4.15 • Snickers 10+2 600 g, Fr. 4.15 • Mars mini Fr. 3.70 • Snickers mini Fr. 3.70 • Celebrations Fr. 7.80 • Celebrations Fr. 3.80 • Mars 51 g, Fr. 1.30 • Snickers 50 g, Fr. 1.30 • Snickers mini 443 g, Fr. 4.70 • Mars mini 443 g, Fr 4.70

Duell der Brotaufstriche Einmal mehr ist dank der Konsumentenplattform Migipedia.ch ein

neues Migros-Produkt entstanden. Gesucht waren Ideen für einen neuen und pikanten Brotaufstrich aus der Tube. Von über 500 Kundenideen machten drei Favoriten das Rennen: Grillgemüse, Chorizo und Chicken-Curry. In der folgenden Abstimmung, an der mehr als 5000 Migipedia-Mitglieder teilnahmen, wurde der Gewinner gekürt: Grillgemüse aus der Tube (auf dem Brötli links) fand am meisten Zustimmung und wird daher ab Herbst 2016 ins Migros-Sortiment aufgenommen. Mehr Infos unter: Migipedia.ch

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros senkt die Preise bei diversen Knorr-Produkten. Dank erfolgreicher

Verhandlungen mit dem Lieferanten kosten auch verschiedene Pizzen von Casa Giuliana weniger. Günstiger werden zudem die 1,5-Liter-Süssgetränke von M-Budget und Pflegeartikel von I am. Ausgewählte Beispiele

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Knorr Instant Suprême Rüebli, 45 g

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Knorr Suprême Waldpilzsuppe, 84 g

2.90

2.80

–3,4

Knorr Bratbeutel Paprika, 24 g

2.60

2.50

–3,8

Knorr Bratensauce fettarm, 230 g

8.40

7.90

–6,0

Knorr Mix Züri-Geschnetzeltes, 36 g

2.30

2.20

–4,3

Knorr Gemüsebouillon mit Meersalz, 109 g

4.50

4.30

–4,4

Knorr Steinpilzbouillon, 100 g

4.75

4.30

–9,5

Casa Giuliana Pizza Antipasti, tiefgekühlt, 350 g

6.20

5.90

–4,8

M-Budget Orange Light, 6 x 1,5 l

3.55

3.30

–7,0

M-Budget Grapefruit Light, 6 x 1,5 l

3.85

3.60

–6,5

M-Budget Marmorkuchen, 405 g

1.95

1.75

–10,3

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–25,0

I am Hair Creme Wax Dynam!c, 75 ml

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–33,3

I am Dynam!c matt Wax, 75 ml

3.70

2.50

–32,4

* in Franken


52 | MM09, 29.2.2016 | MIGROS-WELT

M-Industrie

Jahreszahlen 2015

Solides Wachstum 681 Millionen Franken

Umsatz erzielte die Migros-Industrie mit dem internationalen Geschäft und legte damit um 8,8 Prozent zu. Besonders erfreulich entwickelte sich das Kaffeekapselgeschäft der Migros-Industrie. Hauptabnehmer ist Deutschland, gefolgt von den USA, von Frankreich und England. Rund 200 Millionen Franken hat die MigrosIndustrie 2015 in den Werkplatz Schweiz investiert. Ausgebaut wurde etwa der JowaStandort in Gränichen AG. Ebenfalls in diese Kategorie fallen die Erweiterungen des Kaffeekapselgeschäfts. Die Migros-Industrie beschäftigte Ende 2015 944 Personen mehr als im Vorjahr und beschäftigt damit total 13 113 Mitarbeitende. Insgesamt wurden 546 neue Arbeitsplätze geschaffen, 456 davon in der Schweiz. Das Geschäft mit der Migros-Gruppe wuchs im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent auf 4,48 Milliarden Franken. Der Grossverbrauchermarkt ausserhalb der MigrosGruppe verzeichnete ein Umsatzwachstum von 10 Prozent und stieg damit auf 1086 Millionen Franken. Die M-Industrie ist die Industriegruppe der Migros. Dazu gehören 21 Unternehmen in der Schweiz und 6 Betriebe im Ausland. Zusammen stellen sie über 20 000 Produkte her – von der Zahnpasta bis zum Käse.

Blick in die Zukunft Für die Industriebetriebe der Migros verlief das vergangene Geschäftsjahr positiv. Optimistisch geht die M-Industrie auch Veränderungen unter dem Stichwort Industrie 4.0 an. Das zeigen drei ausgewählte Projekte. Texte: Thomas Tobler

Illustration: Corina Vögele

1

Rückverfolgbarkeit

Die Welt im Chip

1

Bei Produkten von Delizio weiss der Konsument, woher sie stammen. Eine auf die Verpackung gedruckte Nummer lässt sich online eingeben und verweist auf die entsprechende Plantage. Künftig sollen solche Informationen für eine Vielzahl von Produkten zur Verfügung stehen, sofort auf dem Handy ersichtlich via QR-Code. Auch intern arbeitet die M-Industrie an der lückenlosen Rückverfolgbarkeit der Waren. 10 Millionen Lebensmittelkisten wurden bereits mit Strichcodes und Chips ausgerüstet. Werden die Waren nun innerhalb der Migros verschoben, wird jede Bewegung im System registriert. Der Warenfluss und die Lebensmittelbestände sind so stets in Echtzeit abrufbar. Dadurch sollen Überproduktionen vermieden werden und die Lebensmittel frischer in die Regale der Migros kommen.


MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 53

6,255

Milliarden Franken Umsatz erwirtschaftete die M-Industrie 2015. Das sind 4 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Walter Huber, Chef M-Industrie Industrie 4.0

«Nicht neu erfinden» Walter Huber, was bedeutet Industrie 4.0? Mit dem Begriff wird Bezug auf die vierte industrielle Revolution genommen. Aber eigentlich ist diese Revolution eine Evolution. Es geht also nicht darum, alles neu zu erfinden, sondern die beste­ henden Prozesse schneller, individueller und günstiger zu machen. Und zwar durch eine systematischeVernetzung der bereits existierenden elektronischen Möglichkeiten.

2

3

Personalisierte Produkte

Schoko-Selfies

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Auf der Migros-Konsumentenplattform Migipedia.ch beteiligen sich Kunden schon seit geraumer Zeit an der Entwicklung neuer Produkte. So entscheiden sie zum Beispiel über neue Geschmackssorten oder das Design von Unterhosen. Bei Aproz denkt man darüber nach, Kunden mit einer App Etiketten selber gestalten zu lassen. Chocolat Frey geht schon einen Schritt weiter: Via Internet stellen Kunden ihre Kaugummis und Schokoladenverpackungen mit persönlichen Sujets selber her. In Zukunft sollen allerdings nicht nur Verpackungen mit Selfies, sondern sogar ganze Schokoladentafeln individuell bedruckt werden. In einigen Jahren könnte Chocolat Frey dann flüssige Schokolade in Patronen verpackt an die Haushalte verschicken, wo ein 3-D-Lebensmittel-Drucker daraus die gewünschte Tafel formt.

Digitale Fabrik

iPad-Kontrolle

3

Ordner stehen in Regalen, darin befinden sich Papierbögen mit Tausenden von Zahlen. Es sind Daten von Qualitätskontrollen oder Störungsmeldungen. Für die MigrosIndustrie ist die Auswertung dieser Datenmengen mit viel Arbeit verbunden. Zu viel, finden Chocolat Frey und Jowa. Beide Unternehmen arbeiten an der Digitalisierung ihrer Daten. Das Ziel: die Erfassung aller Produktionsdaten, vom Auftrag bis zur Auslieferung, in einem zentralen System. Künftig steht also ein Anlageführer mit dem iPad am Förderband und speichert die Ergebnisse der Kontrolle in einer Cloud. So lässt die mühelose Vergleichbarkeit sämtlicher Daten Abweichungen sofort erkennen und liefert neue Erkenntnisse über die Effizienz der Abläufe. Chocolat Frey testet aktuell die Einführung des Systems. Die Jowa wird 2017 gar ein neues Werk eröffnen, in dem erstmals alle Daten digital zur Verfügung stehen werden.

Welche Ziele werden mit dieser Evolution verfolgt? Die Industrie 4.0 darf kein Selbstzweck sein. Alles, was unter diesen Arbeitstitel gestellt wird, muss primär dem Kunden einen Nutzen bringen. Sei es in der Individu­ alisierung seiner Bedürfnisse oder in der Geschwindigkeit der Bedürfnisdeckung. Die Er­ höhung des Kundennutzens, aber auch die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit sind für uns treibende Kräfte. Wenn von digitaler Arbeit die Rede ist, fürchtet der Mensch, durch Maschinen ersetzt zu werden. Zu Recht? Die Tätigkeiten unserer Mitarbeitenden in den pro­ duzierenden Abteilungen werden sich in Zukunft weiter verändern – wie in den letzten 200 Jahren auch. Wenn wir die Technologien für diese Evolution umsetzen wollen, dann nur mit dem entspre­ chenden Know­how unserer Mitarbeitenden. Entschei­ dend ist, dass wir uns laufend weiterbilden.


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MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 55

Frage der Woche

Ich verstehe nicht, warum die Migros immer noch Produkte mit Aspartam verkauft. Ist dieser künstliche Süssstoff nicht krebserregend? Aspartam wurde von verschiedenen Expertengremien untersucht und zugelassen – in der Schweiz unter anderem vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Zusatzstoffe – dazu zählt auch Aspartam – gehören zu den am besten untersuchten Substanzen in unserer Nahrung. Sie werden erst bewilligt, wenn strenge toxikologische Prüfungen deren Harmlosigkeit bewiesen haben. So lange die Behörden Aspartam als sicher einschätzen, gibt es auch für die Migros keinen Grund, auf diesen Süssstoff zu verzichten.

Noelle und Flurin fühlen sich wohl im Migros-Einkaufswagen mit Doppelsitz. Einkaufswagen

Zwillinge in Fahrt Alexandra Nussbaumer aus Thalwil ZH arbeitet Teilzeit in der Administration eines IT-Unternehmens und ist vor 19 Monaten gleich doppelt Mutter geworden: Ihre Zwillinge heissen Flurin und Noelle. In einem Blog beschreibt die 33-Jährige ihren Alltag und tauscht sich mit anderen Zwillingseltern aus. Die junge Mutter zeigt sich in ihrem Online-Tagebuch begeistert von den Migros-Einkaufswagen mit doppeltem Kindersitz: «Mit den Zwillingen im Kinderwagen einzukaufen, ist so, als würde man eine Riesenkrake durch den Laden schieben: Links und rechts wird alles

aus den Regalen geholt. Der Migros-Einkaufswagen mit Doppelsitz ist schmaler, die Kinder sitzen höher und schauen Mami an. Das bringt schon viel Ruhe ins Einkaufen.» Die Einkaufswagen der Migros sind so vielfältig wie die Kundschaft: Die XXL-Wagen mit doppeltem Kindersitz werden in Filialen verwendet, in denen Familien gerne einkaufen. In städtischen Supermärkten kommen kleine, wendige «Wägeli» zum Einsatz, die sich für den Kleineinkauf eignen. MM Der Zwillingsblog von Alexandra Nussbaumer: Doublyblessedblog.com

Zu den Vorteilen dieses Stoffes zählt seine enorme Süsskraft, die etwa 200-mal Mal stärker ist als beim Zucker. Aufgrund dieser Süsskraft sind die benötigten Mengen so gering, dass Aspartam als praktisch kalorienfrei gilt. Wird einem Produkt Aspartam zugegeben, ist dies immer auf der Zutatenliste ersichtlich (E 951). Jeder Kunde kann also selber entscheiden, ob er auf Lebensmittel mit diesem Süssstoff verzichten will. MM

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder Migros.ch/ kundendienst

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MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 57

Saisonküche

Wandelbare Wurzel

Zu Brei verarbeitet, sind schon Babys mit ihr vertraut, später wird sie gern roh geknabbert und lässt im Rüeblikuchen die Herzen höher schlagen: die Karotte. Kaum ein Gemüse lässt sich auf derart vielfältige Weise zubereiten. Und sie inspiriert immer wieder aufs Neue. Text: Claudia Schmidt Bilder und Styling: Claudia Linsi Rezepte: Annina Ciocco

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58 | MM09, 29.2.2016 | MIGROS-WELT

Karottensuppe mit Champignons

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Karotten-Quinoa mit Edamame

Budget

Budget

niedrig

gehoben

Budget mittel

Zutaten für 4 Personen 600 g Karotten 1 Zwiebel 4 EL Olivenöl 6 dl Gemüsebouillon 2 dl Orangensaft 180 g Saurer Halbrahm Salz, Pfeffer 2 EL Sesamsamen 1 EL Sesamöl 100 g weisse Champignons 20 g Butter Zubereitung

1. Rüebli schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebel hacken. Beides in der Hälfte des Olivenöls ca. 2 Minuten dünsten. Bouillon und Orangensaft dazugiessen. Zugedeckt ca. 40 Minuten weich kochen. Halbrahm dazugeben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2. Inzwischen Sesam in einer Bratpfanne ohne Fett leicht rösten. Restliches Olivenöl mit Sesamöl und Sesam mischen. Pilze in dünne Scheiben schneiden, in der Butter in einer Bratpfanne kurz braten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Suppe mit Pilzen anrichten. Mit Sesamöl beträufeln. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 40 Minuten kochen

Pro Person ca. 4 g Eiweiss, 22 g Fett, 19 g Kohlenhydrate, 1200 kJ/280 kcal

Zutaten für 4 Personen 400 g Karotten 300 g festkochende Kartoffeln 1 Knoblauchzehe 20 g Mehl 2 Eier Salz, Pfeffer 2 EL HOLL-Rapsöl 4 EL Kürbiskerne ½ Bund glattblättrige Petersilie 1 TL Zitronensaft 4 Prisen Ingwerpulver 180 g Joghurt, nature Zubereitung

1. Karotten und Kartoffeln schälen, an einer Röstiraffel reiben. Knoblauch dazupressen. Mehl daruntermischen. Eier verquirlen, beigeben. Mit 1 TL Salz und ½ TL Pfeffer würzen. Etwas Masse in wenig Öl braten, degustieren und wenn nötig, Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken. Restliches Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Pro Tätschli 2–3 EL Masse in der Pfanne zu dünnen Rondellen à ca. 8 cm Ø ausstreichen. Bei mittlerer Hitze knusprig braten. Wenden und fertig braten, bis sie goldbraun sind. Kurz auf Haushaltspapier abtropfen und sofort servieren. 2. Inzwischen Kürbiskerne ohne Fett in einer Bratpfanne rösten. Mit den Peterli grob hacken. Mit Zitronensaft und Ingwer zum Joghurt geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den Tätschli servieren. Dazu passt Blattsalat. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten

Pro Person ca. 9 g Eiweiss, 12 g Fett, 24 g Kohlenhydrate, 1000 kJ/240 kcal

Zutaten für 4 Personen 300 g Edamame (junge gekochte Soja-

400 g 6 dl 1 300 g 40 g ½ Bund

bohnen in der Schote) Karotten Gemüsebouillon Vanilleschote weisses Quinoa Butter gemischte Kräuter, z. B. Schnittlauch und Minze Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Sojabohnen aus den Hülsen lösen. Rüebli längs halbieren und schräg in dünne Scheiben schneiden. Bouillon aufkochen. Vanilleschote längs halbieren, Mark herauskratzen und beides zur Bouillon beigeben. Quinoa kalt abspülen, dazugeben und mit den Karotten zugedeckt ca. 8 Minuten kochen lassen. Am Ende der Kochzeit Sojabohnen dazugeben. 2. Pfanne vom Herd nehmen, Vanilleschote entfernen und Quinoa zugedeckt ca. 5 Minuten quellen lassen. Butter darunter mischen. Kräuter fein hacken und darunter mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zubereitungszeit 40 Minuten

Pro Person ca. 22 g Eiweiss, 18 g Fett, 55 g Kohlenhydrate, 1950 kJ/470 kcal


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MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 71

Wissenswertes

Bunte Rüebliwelt

Hintergrund

Rund um die Karotte Saison

Da sich Rüebli gut lagern lassen, bekommt man einheimische Sorten meist das ganze Jahr über. Frische Bundrüebli haben vom späten Früh­ jahr bis zum Spätsommer Saison. Lagerung Karotten mögen es kühl und nicht zu trocken. Bei Zimmertemperatur werden sie relativ schnell weich und schrumpelig. Betacarotin

Der Pflanzenfarbstoff, der den orangen Rüben ihre kräftige Farbe ver­ leiht, ist eine Vorstufe von Vitamin A. Reichlich rohe Karotten knabbern reicht aber nicht, um den begehrten Stoff aus dem Gemüse zu lösen. Am besten verwertbar ist das fettlösliche Vita­ min, wenn die Karotten leicht gedünstet mit etwas Fett gegessen werden. Nimmt der Körper mehr von dem Stoff auf, als er ver­ arbeiten kann, wird der Überschuss im Fett­ gewebe unter der Haut eingelagert und führt zu einer Verfärbung der Haut. Diese ist aber ungefährlich. Babys Lieblingsspeise

Bild: iStock

Karottenbrei gehört zu den ersten Mahlzeiten, die ein Baby bekommt. Der Grund ist einfach: Karotten sind für Babys gut verdaulich, können dank der Ballaststoffe Durchfall mindern und sind zudem reich an Mineralien. Der leicht süssliche Geschmack ist willkommen, erinnert er doch an Muttermilch.

Mehr Rezepte unter Saison.ch

Dass die typische Karotte orange ist, verdankt sie den Züchtungen der Holländer. Ihre Sortenvielfalt ist beachtlich. Ursprünglich war das beliebte Wurzelgemüse dunkelrot bis schwarz.

Orange

Die typische Karotte ist orange und geht auf das Konto nieder­ ländischer Züchter, die ihr unbedingt die Farbe des Königshauses von Oranien verleihen wollten. Dafür sorgt ein hoher Anteil des Pflanzenfarbstoffs Betacarotin.

Gelb*

Die als Pfälzerkarotte bekannte gelbe Rübe läuft etwas spitzer zu als das herkömmliche orangefarbene Rüebli. Die konische Pfälzer Rübe ist eine gute Lagerkarotte. Man kann sie zwar auch roh essen, jedoch entfaltet sie gekocht ein wesentlich feineres Aroma.

Violett*

Die älteste Karottensorte ist tiefrot bis violett oder fast schwarz und im Kern orange. Verantwortlich für diese Färbung sind Anthozyane, also Pflan­ zenfarbstoffe. Darüber hinaus enthalten die violetten Karotten mehr Betacarotin als die orangefarbenen Sorten. Im Geschmack sind sie etwas süsslicher.

Weiss*

Die fast weisse Karotte wurde bereits vor vielen hundert Jahren kultiviert. Vorübergehend geriet sie in Vergessenheit, erfreut sich inzwischen jedoch vor allem in bunten Karottenmischungen grosser Beliebtheit. Die Weisse ist sehr mild im Geschmack und somit sehr gut als Breikost für das Baby geeignet.

In Zusammenarbeit mit Saison.ch

* regional, teilweise als Karottenmix erhältlich.


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MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 73

Frey

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Die Zahl spricht für einen hohen Genussfaktor: Rund 64 Millionen Eili gehen pro Jahr über den Ladentisch.

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Freylini-Eili.


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Ihr Reiseprogramm

1. Tag: Schweiz–Aosta–Diano Marina. 2. Tag: Fakultativer Ausflug Genua und Portofino. 3. Tag: Ausflug entlang der Côte d‘Azur und der berühmten Corniches nach Monaco. Besuch des Botanischen Gartens und der Altstadt. 4. Tag: Fahrt zu den bekannstesten Orten der Côte d‘Azur: Nizza und Cannes. 5. Tag: Diano Marina–Schweiz. Pro Person in Fr. 5 Tage inklusive Halbpension Spardaten in Komfortklasse Reise 2–3, 4–5, 7, 9 Reduktion Reise 1, 10–11 Daten 2016 (So – Do) 4: 01.05.–05.05. 1: 20.03.–24.03. 5: 15.05.–19.05. 2: 03.04.–07.04. 3: 17.04.–21.04. 6: 22.05.–26.05.

Katalog-Preis 830.–

525.– – 50.– 7: 18.09.–22.09. 8: 25.09.–29.09. 9: 02.10.–06.10.

Maremma – Toscana ✔ Wohnen am Meer in Marina di Grosseto ✔ Massa Marittima und Grosseto ✔ Fakultativ: Orbetello und Giardino dei Tarocchi

Ihr Reiseprogramm

Sofort-Preis* 745.–

6 Tage ab Fr.

10: 09.10.–13.10. 11: 16.10.–20.10.

695.–

Internet Buchungscode: hmare

1. Tag: Schweiz–Forte dei Marmi. 2. Tag: Eine der schönsten Regionen Italiens erwartet uns heute. Mit der Bahn besuchen wir die malerischen Dörfer der Cinque Terre. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Carrara Marmorbrüche und Sarzana. 4. Tag: Heute erwartet uns die von Wallanlagen umgebende Stadt Lucca mit ihrem Dom und dem schönen «Piazza Anfiteatro». Am Nachmittag erreichen wir Pisa, das weltbekannt für den Schiefen Turm ist. 5. Tag: Forte dei Marmi–Schweiz.

1. Tag: Fahrt via Mailand in die Maremma, nach Marina di Grosseto (5 Übernachtungen). 2. Tag: Stadtbesichtigung von Massa Marittima und der Abtei San Galgano. Mittagessen auf einem Bauernhof. 3. Tag: Besuch von Grosseto mit dem Wochenmarkt. Freier Nachmittag. 4. Tag: Fak. Ausflug Orbetello und Giardino dei Tarocchi inkl. Mittagessen. 5. Tag: Besichtigung des vulkanischen Tuffsteingebietes mit Pitigliano und Sovana. 6. Tag: Marina di Grosseto – Rückfahrt in die Schweiz.

Pro Person in Fr. 5 Tage inklusive Halbpension Reduktion Reise 1 und 7 Daten 2016 (So – Do) 5: 11.09.–15.09. 1: 10.04.–14.04. 6: 25.09.–29.09. 2: 17.04.–21.04. 7: 02.10.–06.10. 3: 01.05.–05.05. 4: 08.05.–12.05.

Pro Person in Fr. 6 Tage gemäss Programm Daten 2016 (Di – So) 4: 19.04.–24.04. 1: 29.03.–03.04. 5: 26.04.–01.05. 2: 05.04.–10.04. 3: 12.04.–17.04.

Katalog-Preis 550.–

Sofort-Preis* 495.– – 20.–

Gültig für alle Reisen Auftragspauschale: Unsere Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person entfällt bei Buchung über www.twerenbold.ch Abfahrtsorte: Wil p, Zürich-Flughafen p, Burgdorf p, Aarau, Winterthur, Baden-Rütihof p, Basel, Arth-Goldau (ausser Côte d’Azur) Reisekomfort: Busreise im modernen Komfortklasse-Bus, bzw. Königsklasse-Bus (Côte d’Azur) Nicht inbegriffen: Einzelzimmerzuschläge, fak. Ausflüge, Annullationsschutz und Assistance-Versicherungen

Katalog-Preis 775.–

Sofort-Preis* 695.–

*SOFORT-PREISE ca. 50 % der Plätze buchbar bis max. 1 Monat vor Abreise. Bei starker Nachfrage: Verkauf zum KATALOG-PREIS.

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MIGROS-WOCHE | MM09, 29.2.2016 | 75

Osterdekoration

Mit Hasen und Eiern

Die Wochen vor Ostern machen Lust, die Wohnung zu dekorieren und den Frühling ins Haus zu holen. Mit Hasen, Narzissen, lustig bemalten Papiertaschen und Eiern lassen sich allerlei Bastelideen ganz leicht umsetzen. Text: Sonja Leissing

Bilder: Martina Meier

Styling: Monika Hansen

Ostern Diese Woche: Basteltipps Heft 10:

Schoggihasen von klein bis gross

Die Osterlaune packt früher oder später alle. Wir starten gleich nach dem Grossputz mit der Dekoration der Wohnung, denn wie jedes Jahr wollen wir uns mit selbst gebastelten Osterhasen und bunt bemalten Eiern auf die Feiertage einstimmen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, Türen, Fenster und Tische für das Fest gebührend zu schmücken und originelle Verpackungen für Schoggihasen und andere Süssigkeiten herzustellen. Wir stellen fest: Nicht nur den Kindern macht Malen, Kleben, Stempeln und Schneiden Spass. Ideen dafür liefern die folgenden Seiten.

Die Bastelanleitung für den Weidenkranz finden Sie auf der folgenden Seite.


76 | MM09, 29.2.2016 | MIGROS-WOCHE

1 2

Leicht gemacht Schmücken Sie den

fertigen Weidenkranz in Hasenform mit Blüten von Narzissen oder Osterglocken, pastellfarbenen Schmetterlingen und Bändern. Hübsch sehen auch die Dekoeier aus, die man mit Basteldraht am Kranz befestigt.

Die Acrylfarben lassen sich wunderbar mischen und trocknen schnell. Wer mag, kann gleich eine ganze Hasenfamilie bemalen oder bekleben und auf dem Fenstersims als Hasenparade aufstellen. Kombiniert mit Schoggieiern und Blumenzwiebeln lässt sich so ohne grossen Aufwand österliches Frühlingsambiente in die Wohnung zaubern.

In grösseren Filialen

1

2

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Das brauchen Sie dafür: 1 Dekoband auf

Holzrolle,diverse Farben

in Box, grün oder gelb

Fr. 4.90 3 Schmetterling auf

Clip, 2er-Set, diverse Farben Fr. 3.90 4 Vogel auf Clip, 2er-Set, diverse Farben Fr. 4.90

1 Eierhalter Küken zum Stellen aus Holz (FSC) inkl. 4 Acrylfarben à 12 ml und Pinsel Fr. 14.80 2 Hasen zum Stellen aus Holz (FSC) inkl. 4 Acrylfarben à 12 ml und Pinsel Fr. 12.80 Die Hasen aus Holz sind ein echter Blickfang.

Naturdeko-Hase zum Hängen Fr. 12.80

Fr. 5.90 2 6er-Set Plastikeier

Das brauchen Sie dafür:


MIGROS-WOCHE | MM09, 29.2.2016 | 77

Stars im Becher

Gute Laune garantiert Selbst Morgenmuffel schmunzeln beim Anblick dieser entzückenden Eierbecher. Nach dem Bemalen mit dem Marker müssen sie circa vier Stunden trocknen, danach wandern sie zum Einbrennen in den Backofen. Nach 30 Minuten ist die Farbe dauerhaft fixiert, und die Eierbecher sind spülmaschinenfest. Eine schöne Idee ist es auch, die Becher einfach nur mit dem Vornamen eines Familien-

mitglieds oder einem amüsanten Spruch zu beschriften. Für gute Laune sorgen sicher auch

die «Funny Eggs» mit ihren lustigen Gesichtern: Eier kochen und mit Eierfarbe nach Wahl färben, trocknen lassen und die Deco-Sticker einfach aufleben. Natürlich kommen die witzigen Faces auch auf ungefärbten Eiern sehr gut zur Geltung.

2 1

3

Das brauchen Sie dafür: 1 4 Eierbecher mit Porzellan-Marker Fr. 9.80 2 Funny Egg Deco-Sticker, 2 Sujets Fr. 2.30 3 Schweizer Eier, Bodenhaltung, garantiert weiss, 9 Stück à 53g+ Fr. 3.60

Tipp Vorgefärbte Eier kaufen und diese nach Lust und Laune mit den FunnyEgg-Deco-Stickern bekleben.


78 | MM09, 29.2.2016 | MIGROS-WOCHE

Das brauchen Sie dafür:

1 Mini Pappboxen Natur, 5 Stück Fr. 6.90 2 Glitter Tape, 15 mm × 5 m, 3 Stück, assortiert, 2 Varianten Fr. 6.90 3 Holzstempel, 8 Stück, inkl. 4-farbiges Stempelkissen Fr. 5.90 4 Fasermaler und Stempel, 12 Stück Fr. 9.80

1 2

4

Aus den Pappboxen im Kleinformat lassen sich lustige Verpackungen für Süsses basteln. Nach Ostern kann man Krimskrams darin verstauen.

3

Die Schachteln lassen sich mit Glitzertapes bekleben, mit Faserstiften bemalen oder mit verschiedenen Stempeln aus dem Set bedrucken.


MIGROS-WOCHE | MM09, 29.2.2016 | 79

Es muss nicht immer das klassische Osternest im Körbchen sein: In originell beklebten und bemalten Papiertaschen versteckt der Osterhase Schoggi ebenso gern.

Das brauchen Sie dafür: 1 Tonpapier Pastell, 25 × 35 cm, 50 Blatt Fr. 7.90 2 Schere, Länge 20,5 cm Fr. 3.90 3 Papiertüten 12 × 5,5 × 15 cm, 10 Stück assortiert Fr. 6.90 4 Sticker ABC Fr. 1.90

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2

Aus bunten Papierbogen Hasenohren ausschneiden und auf die Papiertasche kleben. Mit ABC-Stickern den Namen des Empfängers draufkleben – und schon ist das ganz persönliche Osternestli fertig.


Christa Rigozzi Botschafterin für Excellence Flussreisen

8 Tage ab Fr.

Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau

1095.–

inkl. Vollpension an Bord, Bus An- und Rückreise Reisedaten 2016 St. Jean de Losne–Avignon (Rte. 1): 16.04.–23.04.16 • 30.04.–07.05.16 25.06.–02.07.16 • 09.07.–16.07.16 06.08.–13.08.16 • 17.09.–24.09.16 15.10.–22.10.16 Avignon–St. Jean de Losne (Rte. 2): 23.04.–30.04.16 • 21.05.–28.05.16 02.07.–09.07.16 • 30.07.–06.08.16 13.08.–20.08.16 • 10.09.–17.09.16 24.09.–01.10.16 • 08.10.–15.10.16 Preise pro Person

Fr.

Kabinentyp Katalogpreis Sofortpreis 3-Bett-Kab. Mitteldeck* 1595.– 1095.– 2-Bett-Kab. Hauptdeck 2125.– 1495.– 2-Bett-Kab., frz. Balkon, MD 2660.– 1895.– 2-Bett-Kab., frz. Balkon, OD 2875.– 2055.– Mini Suite, Privatbalkon, OD 3195.– 2295.– * 3-Bett-Kabine wird mit Zusatzbett ausgestattet HD=Hauptdeck

Fr. 900.– Rabatt pro Person

Saône-/Rhône-Flussfahrt vom Burgund in die Camargue

Schweizer Schiff · Bus zum Fluss feinste Küche · Exklusive Landausflüge

Die Reise auf Saône und Rhône ist ein Fest für alle Sinne. Weinberge des Burgund, romantische Täler der Ardèche, Lyon die Gourmetmetropole, Lavendelfelder in der Provence. Bienvenue à Bord!

Zuschläge

Ihr Reiseprogramm – Route 1 Tag 1 Schweiz–St. Jean de Losne. Busanreise nach Dijon. Stadtführung und Weiterfahrt nach St. Jean de Losne. Um 16:30 Uhr legt die Excellence Rhône ab. Tag 2 Chalon-sur-Saône–Mâcon. Bustour durch das Burgunder Weinanbaugebiet bis nach Beaune, Stadtrundgang* mit Besuch des Hotel Dieu, ehemaliges Hospiz. Gemächliche Fahrt auf der Saône nach Mâcon. Tag 3 Mâcon–Lyon. Ausflug* zu den Burgen und Schlössern des Südburgunds. Besichtigung der Abtei Cluny. Hier nahmen bedeutende Klosterreformen des Mittelalters ihren Anfang. Geniessen Sie die Fahrt an Bord nach Lyon – gastronomische Hauptstadt Frankreichs.

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OD=Oberdeck

Tag 4 Lyon. Vormittags Stadtbesichtigung* Lyon. Die ehemalige Hauptstadt Galliens besitzt beeindruckende römische Ruinen, eine Renaissance-Altstadt und ein lebhaftes Zentrum. Nachmittags Zeit für eigene Unternehmungen oder Ausflug ins Beaujolais und nach Oingt mit Besuch eines Weinkellers (Fr. 40).

Tag 5 Tournon. Fahrt mit der Dampfbahn* «Train de l‘Ardèche» durch das wildromantische Doux-Tal vom Schmalspurbahnhof Tournon ins Grün der Ardèche.

Abreise 25.06., 17.09. 75.– Abreise 30.04., 21.05., 10.09. 45.– Ausflugspaket mit 7 Ausflügen 215.– Königsklasse-Luxusbus 255.– Alleinbenützung Kabine Mittel-/Oberdeck 795.– Unsere Leistungen

Tag 6 Avignon–Arles. Die Excellence Rhône legt an – bei der Brücke, die Avignon so berühmt machte. Rundgang* durch die Altstadt mit Besichtigung des Papst-Palastes. Nachmittags Möglichkeit die Schönheiten der Provence zu erkunden (Fr. 35).

• Mittelthurgau Fluss-Plus: Busbegleitung während der ganzen Reise • Excellence Flussreise mit Vollpension an Bord • Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung

Tag 7 Arles–Port St. Louis. Morgens Stadtrundgang* in Arles mit Besuch der römischen Arena. Nachmittags Ausflug* in die Camargue. Besuch der hübschen Stadt Saintes-Maries-de-la-Mer. Flussfahrt von km Null der Rhône nach Avignon.

• Auftragspauschale pro Person (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Persönliche Auslagen, Getränke, Trinkgelder • Sitzplatzreservation Car 1.–3. Reihe • Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage

Tag 8 Avignon–Schweiz. Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. Avignon–St. Jean de Losne – Route 2 Reise in umgekehrter Richtung. Details auf Anfrage erhältlich. * Ausflugspaket

Die Excellence Rhône****+ lässt keine Wünsche offen. Auf dem Mittel- und Oberdeck 16m2 grosse Kabinen mit bis zum Boden reichenden Panoramafenstern zum Öffnen (frz. Balkon), grossflächige Fenster (nicht zu öffnen) in den komfortablen 12 m2 grossen Hauptdeck-Kabinen. Alle Kabinen sind ausgestattet mit Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage, SAT-TV, Minibar, Safe, Telefon. Die eleganten Räumlichkeiten an Bord sorgen dafür, dass Sie sich sehr wohlfühlen werden. Grosszügiges Foyer mit Rezeption, Reiseleiter-Desk, Nichtraucher-Restaurant und Aussichtslounge am Bug mit Bar. Excellence-Flusskreuzfahrten – Auftakt für Flusserlebnisse der Extraklasse! Willkommen an Bord!

Gratis-Buchungstelefon

100% Swiss made

Online buchen

0800 86 26 85 · www.mittelthurgau.ch

Reisebüro Mittelthurgau FlussF und Kreuzfahrten AG · Oberfeldstr. 19 · 8570 Weinfelden · Tel. 071 626 85 85 · info@mittelthurgau.ch

Nicht inbegriffen

Abfahrtsorte 06:10 Wil 06:30/09:00 Burgdorf 06:35 Winterthur-Wiesendangen SBB 07:00 Zürich-Flughafen 07:20 Aarau SBB 08:00 Baden-Rütihof 09:00/06:45 Basel SBB

Internet Buchungscode

www.mittelthurgau.ch erstj2/eravi1

2309

Bis

MD=Mitteldeck

Sofort-Preis – beschränkte Verfügbarkeit Kein Zuschlag Kabine zur Alleinbenützung Hauptdeck


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82 | MM09, 29.2.2016 | MIGROS-WELT

Brot des Monats

Rustikal und ballaststoffreich In den Hausbäckereien der Migros wird das Brot noch auf traditionelle Art gebacken. Und jede Sorte überrascht mit einem eigenen Charakter. So auch das Landhofbrot, das nicht weniger als 24 Stunden ruhen muss, bevor es in den Ofen kommt. Text: Jacqueline Vinzelberg

Damit ein Brot nicht nur appetitlich aussieht, sondern auch besonders gut schmeckt, braucht es beste Zutaten, das passende Rezept und viel Fingerspitzengefühl bei der Herstellung. So benötigen manche Brotteige eine aussergewöhnlich lange Ruhephase, damit sich ihr spezielles Aroma entwickelt – so wie beim Landhofbrot, dem Brot des Monats März. Rund 900 ausgebildete Bäckerinnen und Bäcker backen das Brot direkt in den Migros-Filialen in den Hausbäckereien – genauso wie in einer gewerblichen Bäckerei. Sie verarbeiten die Rohstoffe zum Teig, kneten ihn, lassen ihn ruhen, formen ihn zu Brot und backen das Brot im Ofen. So ist täglich bis Ladenschluss frisches, warmes Brot erhältlich.

Das würzige Frischkäsemousse harmoniert sehr gut mit dem luftigen Landhofbrot.

Frischkäsemousse zu Landhofbrot Vorspeise für 4 Personen Zutaten

¼ 150 g 1 dl

Zitrone Frischkäse, z. B. Ziegenfrischkäse Vollrahm Salz, Pfeffer 2 EL Olivenöl al Limone ½ Bund Thymian

Zubereitung

Zitronenschale fein abreiben. Zitrone auspressen. Frischkäse, Zitronenschale und 1 EL Zitronensaft verrühren. Rahm steif schlagen und unterziehen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mousse zugedeckt mindestens 30 Minuten kühl stellen. Zum Anrichten Nocken abstechen, Öl und Thymianblättchen darübergeben. Dazu passt das Landhofbrot.

Zubereitungszeit ca. 10 Minuten + 30 Minuten kühl stellen

Pro Person ca. 6 g Eiweiss, 20 g Fett, 1 g Kohlenhydrate, 850 kJ/210 kcal


MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 83

Serie Warm und knusprig aus der Hausbäckerei Aktuell im März: Landhofbrot

Der Hausbäcker empfiehlt

«Das Landhofbrot schmeckt köstlich mit einem Brotaufstrich. Ich persönlich mag es mit Olivenpaste.» Remy Kiefer (43), Bäckermeister in der Hausbäckerei der Migros-Filiale im Simplon-Center Glis Herzhaft nussiger Kerngeschmack Das Landhofbrot ist ein aromatisches, luftiges Weizenbrot aus Ruch- und Weissmehl, bestreut mit Leinsamen, Sesam und Roggenschrot. Die Körnervielfalt macht es ballaststoffreich. Durch die speziell lange Ruhezeit des Teigs von 24 Stunden während der traditionellen Herstellung entwickelt es seinen ausgewogenen Brotgeschmack. Durch die Bestreuung erhält es zusätzlich ein herzhaftes, nussiges Aroma.

Bilder: Veronika Studer, Gaëtan Bally

Am besten geniesst man das Landhofbrot frisch. Für die Aufbewahrung empfiehlt sich ein Baumwoll- oder Papiersack.

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch das Brot. Rezept Saison.ch

Landhofbrot, 400g Fr. 3.30

Erhältlich in allen grösseren Migros-Filialen mit Hausbäckerei, ausser im Tessin.


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MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 85

Farm Chips

Knuspern erlaubt Typisch schweizerisch wie das Schwingen sind die Farm Chips, schliesslich stammen sie aus Schweizer Produktion. Rein optisch unterscheiden sie sich von herkömmlichen Pommes Chips durch ihre etwas dicker geschnittenen Scheiben. Dadurch wirken sie wie von Hand gemacht. Geschmacklich sind sie besonders aromatisch, denn die Kartoffeln werden

mitsamt ihrer Schale verarbeitet und die Scheiben in einem speziellen Verfahren frittiert. Ob gesalzen, mit Schweizer Kräu­ tern, Oregano oder Rosmarin verfeinert, bieten die Farm Chips rustikalen Knabber­ spass zu jeder Gelegenheit. Zum Beispiel beim Mitfiebern als Zuschauer eines sportlichen Wettstreits, daheim vor dem Bildschirm oder live auf der Tribüne. Farm Chips Nature, 150 g* Fr. 2.70

Verlosung 30 × 2 Tagestickets für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2016 in Estavayer

Farm Chips Schweizer Kräuter, 150 g* Fr. 2.80

Farm Chips Oregano, 150 g* Fr. 2.90

Bild und Styling: Claudia Linsi; Getty Images

Gewinnspiel

Feuern Sie Ihren Favoriten an!

Faszination Schwingen: Hier bodigt Philipp Leimbacher seinen Kontrahenten Willy Graber am «Eidgenössischen» 2013 in Burgdorf.

Farm Chips ist Bronzesponsor des Eidgenössischen Schwingund Älplerfests, das vom 26. bis 28. August in Estavayer stattfindet. Aus diesem Anlass verlost Farm Chips 30 × 2 Tagestickets (Sitzplätze) im Wert von je Fr. 150.– und 100 Sofortpreise.

So nehmen Sie teil: Auf der Farm-Chips-Packung ist ein Leporello mit einem Code, den man bis zum 22. 5. auf Farmchips.ch eingeben kann. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in der Schweiz.

Farm Chips Rosmarin, 150 g* Fr. 2.80 * in grösseren Filialen

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Farm Chips.


86 | MM09, 29.2.2016 | MIGROS-WELT

Valflora

Unschlagbar vielseitig

* Aktion 20 % auf Valflora Vollrahm UHT im Duo 2 x 500 ml Fr. 5.20 statt 6.50 vom 1. bis 7. 3.

Ob Voll- oder Halbrahm: Valflora rundet als Geschmacksträger währschafte Gerichte ab, verleiht Desserts und Kuchen sowie Saucen und Suppen eine cremige Note und ist ideal zum Backen. Auch der saure Halbrahm und die Crème fraîche nature sind in der kalten und warmen Küche vielseitig einsetzbar. Valflora steht für hochwertige Produkte, die ausnahmslos hierzulande und aus Schweizer Milch hergestellt werden.

Schokoladen-Fudge Zutaten für 1 Form à 14 × 20 cm, ergibt ca. 30 Stück 280 g Zucker

Vollrahm dunkle Schokolade Butter Fleur de sel

Valflora Vollrahm UHT, 500 ml Fr. 3.25* Valflora Vollrahm UHT, 250 ml Fr. 1.65

Zubereitung

1. Zucker und Rahm in einer Pfanne mischen, ca. 10 Minuten stehen lassen. Form mit Backpapier auslegen. 2. Schokolade sehr fein hacken. Zucker-Rahm-Masse unter Rühren aufkochen. Butter beigeben und ca. 8 Minuten unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze weiter köcheln lassen. Die Hälfte der gehackten Schokolade unter Rühren beigeben. Pfanne vom Herd nehmen. Masse ca. 2 Minuten weiterrühren, bis sie sich vom Boden zu lösen beginnt. Masse in die vorbereitete Form giessen, glatt streichen. Restliche Schokolade darüberstreuen, glatt streichen. Wenn die Schokolade fest zu werden beginnt, mit Fleur de sel bestreuen. Auskühlen lassen. Fudge-Masse in Stücke schneiden. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + auskühlen lassen

Edle Liaison: Fudge aus Schoggi und Rahm mit einer Prise Fleur de sel.

Pro Person 0,5 g Eiweiss, 4 g Fett, 11 g Kohlenhydrate, 350 kJ/80 kcal Rezepte Saison.ch

Valflora Halbrahm UHT, 500 ml Fr. 2.45

Valflora Saurer Halbrahm, 180 ml Fr. 1.20

Text: Jacqueline Vinzelberg; Bilder & Styling: Gulia Marthaler; Rezepte: Katrin Klaus

1,5 dl 100 g 40 g ca. ½ TL


MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 87

Mango-Sponge mit Kokosrahm Zutaten für 1 Springform Ø 24 cm, ergibt ca. 12 Stück

Butter und Mehl für die Form 1 grosse Mango 60 g Butter 3 Eier 170 g Zucker 100 g Crème fraîche 130 g Mehl 2 TL Backpulver 1 Prise Salz 2,5 dl Rahm ca. 1 ½ EL Kokosflocken

Zubereitung

1. Form mit Backpapier auslegen. Rand buttern und bemehlen. Mango schälen. Fruchtfleisch vom Kern wegschneiden. Die Hälfte der Mango in Klarsicht­ folie verpacken, für die Garnitur beiseitestellen. Restliches Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Backofen auf 180 °C vorheizen. 2. Butter schmelzen. Eier und Zucker mit dem Handrührgerät über dem Wasserbad ca. 5 Minu­

ten schaumig schlagen. Pfanne vom Herd nehmen und die Masse ca. 8 Minuten kalt schlagen. Crème fraîche und geschmolzene Butter darunterrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen, sorgfältig unterheben. Teig in die Form füllen. Mangowürfel­ chen auf dem Teig verteilen. Den Kuchen in der Ofenmitte ca. 35 Minuten backen. Heraus­ nehmen und ca. 5 Minuten ruhen lassen. Aus der Form nehmen und auf einem Kuchen­ gitter auskühlen lassen.

3. Rahm steif schlagen, auf dem Kuchen verteilen. Beiseite­ gestellte Mangohälfte längs halbieren und quer in Scheiben schneiden. In den Rahm stecken. Alles mit Kokosflocken bestreuen. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + ca. 35 Minuten backen

+ auskühlen lassen

Pro Stück ca. 0,5 g Eiweiss, 4 g Fett, 11 g Kohlenhydrate, 350 kJ/80 kcal

Valflora Crème Fraîche Nature, 200 g Fr. 2.60

Einfach köstlich: geschlagener Rahm als Kuchenhäubchen und Früchtebett.

Die M-Industrie stellt viele beliebte MigrosProdukte her. Dazu gehört auch Valflora.


MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 89

Bio Joghurt Naturel Aprikose, 150 g Fr. –.95

Bio-Joghurt Naturel

Aller guten Dinge … Ein Joghurt hat auf vielen Frühstückstischen einen Stammplatz. Doch wer heute sein Zmorge zusammenstellt, möchte auch genau wissen, was er zu sich nimmt. Beim Bio-Joghurt Naturel muss man keine lange Zutatenliste studieren, denn das cremige Fruchtjoghurt kommt mit nur drei Ingredienzen aus: Joghurt, Frucht und Zucker. Es enthält keine künstlichen Aromen, keine Verdickungsmittel oder Stabili­ satoren und keine Farb­ oder Konser­ vierungsstoffe. Dass alle drei NaturelProdukte dennoch die gewünschte optimale Konsistenz eines klassischen Joghurts haben, beruht auf ihrem speziellen Herstellungsverfahren, bei dem die Schweizer Biomilch verdampft wird.

In grösseren Filialen

Bio Joghurt Naturel Erdbeere, 150 g Fr. –.95 In grösseren Filialen

Bio Joghurt Naturel Himbeere, 150 g Fr. –.95

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Bio-Joghurts Naturel.

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lich willkommen in SÜDTIROL Südlichen Flair im Herzen Südtirols genießen

Das beschauliche Rosendorf Nals im sonnigen Etschtal begeistert jeden Naturliebhaber und aktiven Genießer durch sein mildes Klima und seine mediterrane Vegetation. Nals im Herzen von Südtirol, südlich von der Kurstadt Meran und nur wenige km von der Landeshauptstadt Bozen entfernt, gilt als traumhafte Ausgangslage für abwechslungsreiche Ausflüge. Vorbei an Obstwiesen und Weingärten, prächtigen Burgen, Schlössern, Ansitzen und Buschenschänken erfreuen sich Wanderer an der landschaftlichen Schönheit und klimatischen Besonderheit von Nals. Radbegeisterte nutzen die direkte Anbindung an das Südtiroler Radwegenetz und den unmittelbaren Einstieg in die beliebte Radroute „Via Claudia Augusta“. Geführte Wanderungenim Frühjahr zur Apfelblüte und in den Sommermonaten sowie die Nalser Radwochen im Frühling runden das Angebot ab. Renommierte Weinkellereien, in und um Nals, laden zu genussvollen Verkostungen ein.

Tourismusverein Nals . T +39 0471 678 619 . info@nals.info . www.nals.info

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MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 93

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94 | MM09, 29.2.2016 | MIGROS-WELT

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1

Fromagerie Moléson

Qualität aus Tradition

Die Fromagerie Moléson SA stellt für die Migros eine neue Spezialität mit charakteristischen Aromen her: einen Käse mit dem vielversprechenden Namen Affiné. Text: Mélanie Zuber

S

ein Teig ist wie Butter, er hat eine wunderbare Fülle an Aromen und viel Charakter. Der Affiné ist nicht das Ergebnis einer langen Tradition: Er stellt eine Neuheit dar, die von einem soliden Know-how und einem einzigartigen Erbe in der Käseherstellung zeugt. Hergestellt wird der Affiné in Orsonnens im Kanton Freiburg. Das Rezept für diesen

einzigartigen Käse wurde von der Fromagerie Moléson SA auf eine Anfrage der Migros entwickelt. Die Westschweizer Genossenschaften wollten ihrer Kundschaft eine Spezialität mit einer typischen welschen Identität anbieten. Mehrere Betriebe hatten Rezepte ausgetüftelt und eingereicht, doch dasjenige aus Orsonnens traf den Geschmack der Jury schliesslich am besten.

Was die Qualität der Produkte anbelangt, muss der Betrieb niemandem mehr etwas beweisen: Die Familie Grossrieder blickt auf eine 90-jährige Käsereitradition zurück. Vor 50 Jahren gründete sie die Fromagerie Moléson SA. Das Spektrum der Käsesorten reicht von sehr frisch bis hart; die erfolgreichsten Produkte des Betriebs sind jedoch der Gruyère AOP und der Vacherin Fribour-


MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 95

1 Benoît Michel, Produktionsleiter der Fromagerie Moléson SA, schüt­ tet die Käsekörner in den Järb. 2 Im Reifungskeller kann sich der Affiné sechs Monate lang ent­ wickeln. Käsermeister Jean­Noël Conus überwacht die Reifung.

Neue Sorten

Seit einigen Monaten vertreibt die Migros Wallis schon eine Auswahl an Produkten aus der Käserei in Orsonnens, darunter einige gefüllte Tommes, zum Beispiel mit Bärlauch oder Trüffel, sowie Doppelrahm. Tradition Die Fromagerie Moléson SA

Bilder: zVg

2

geois AOP. Keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass der Produktionsstandort sich mitten im Land dieser Spezialitäten befin­ det. Genauer gesagt, hat die Käserei sich auf Sorten mit langer Reifung spezialisiert. Die 12 bis 22 Monate gereiften Laibe haben ihr unter Kennern einen hervorragenden Ruf eingebracht. Das Geschäftsfeld des Betriebs ist viel­ seitig. Zunächst nur auf kleine Abnehmer spezialisiert, produziert er inzwischen auch für Grossverteiler. Seit mehreren Jahren ist die Fromagerie Moléson SA ein Lieferant der Migros. Neben Käse stellt sie insbeson­ dere pasteurisierte Milch her, Doppelrahm, Joghurts und gefüllten Tomme. Sie pro­ duziert ausserdem Spezialitäten aus Ziegen­ oder Schafmilch.

bauern direkte Verträge abgeschlossen hat. 62 Bauern liefern zweimal täglich ihre Milch nach Orsonnens – bemerkenswerterweise befinden sich alle Milchhöfe in einem Umkreis von nur zehn Kilometern um die Käserei. Die Familie Grossrieder weiss, dass ein erstklassiger Rohstoff eine unumgäng­ liche Voraussetzung für die Herstellung eines guten Produkts ist. Daher verwertet sie nur Milch aus silagefreier Fütterung, sogenannte Heumilch. Diese stammt von Kühen, die im Winter Heu erhalten und nicht Silage, das ist vergärtes Gras. Im Ge­ gensatz zu Heumilch ist Milch aus Silofütte­ rung jedoch bedeutend günstiger. Sie eignet sich gut für die Herstellung von Frisch­ erzeugnissen wie Joghurts und Getränken.

Ein erstklassiger Rohstoff

Zeit für die Geschmacksentwicklung

Die gesamte Milch, die in der Fromagerie verarbeitet wird, stammt direkt von den Produzenten, da die Käserei mit allen Milch­

Nach ihrer Ankunft im Betrieb wird die Milch einer Qualitätskontrolle unterzogen, danach kommt sie in den Käsekessel. Die

ist ein Familienunternehmen. 1965 von Gérard und Pascal Grossrieder gegründet, setzte es eine im Jahr 1926 begonnene Tradition fort. Geleitet wird der 80-köpfige Betrieb heute von Michel Grossrieder. Die nächste Generation steht schon bereit, da drei seiner Kinder und einer seiner Schwiegersöhne für die Käserei arbeiten.

nächste Etappe ist das Vorkäsen. Dabei er­ halten die Käsekörner je nach Käsesorte die gewünschte Grösse. Der Bruch wird dann von der Molke getrennt und in Formen – «Järbe» – gegeben, in denen der weiche Käse einige Stunden lang gepresst wird. Danach folgt ein Salzbad, worin sich die Rinde bildet und die Aromen entfalten. Am Schluss werden die Käselaibe sechs Monate lang im Reifungskeller gelagert, bis sie voll ausgereift sind. Käsermeister Jean­Noël Conus küm­ mert sich mit Sorgfalt um die reifenden Stücke, die regelmässig umgedreht und ein­ gerieben werden müssen. Die vollgereiften Affiné werden geschnit­ ten und vakuumverpackt. Anschliessend wird der Käse an die Migros­Supermärkte geliefert. Er ist exklusiv nur dort erhältlich. Die ersten Exemplare befinden sich jetzt im Sortiment. Viele weitere Affiné­Laibe liegen gegenwärtig noch in den Kellern von Orson­ nens, wo sie in Ruhe reifen und ihre Aromen entwickeln. MM


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MIGROS-WELT | MM09, 29.2.2016 | 97

Alles neu geordnet: In der Kinderabteilung findet man jetzt auch Bücher.

Restrukturierung

Neu organisierte Rayons

Der Non-Food-Bereich des Migros-Supermarkts im Métropole in Sitten ist neu eingerichtet worden: Spielwaren, Bücher, Basteln und Heimwerken kommen jetzt optimal zur Geltung. Text: Mélanie Zuber

Bild: zVg

A

nfang des Jahres wurden kleine Umgestaltungen in der Migros Métropole in Sitten vorgenommen, um die Warenpräsentation zu optimieren und das Sortiment den aktuellen Bedürfnissen und Wünschen der Kundschaft bestmöglich anzupassen. Das Obergeschoss, in dem sich der NonFood-Bereich befindet, hat einige Veränderungen hinter sich. Hier gibt es nun ein Rayon rund ums Basteln und kleinere Heimwerkerarbeiten. Das Sortiment umfasst beispielsweise Farben, Werkzeuge, einige Maschinen, Kleinteile und Autozubehör. Ein paar Schritte weiter präsentiert ein grosser Bereich eine Auswahl an Campingmaterial. Im Mittelpunkt stehen hier Grills,

Gartenmöbel, Sonnenschirme und Dekorationsartikel. Das Sortiment richtet sich an die Besuchenden des Campingplatzes «Les Îles», aber nicht nur: Wer seinen Garten oder Balkon für die sonnigen Tage einrichten möchte, wird hier ebenfalls fündig. Neuorganisation in vielen Bereichen

Die Neugestaltungen sind auch für Familien besonders attraktiv, da das ganze Sortiment für Babys und Kinder an einem Ort zusammengelegt wurde. Kleider, Hygieneartikel, «Häfi» und Spielwaren befinden sich jetzt im gleichen Bereich, der ausserdem noch über ein grosses Angebot an Büchern für Kinder und Erwachsene verfügt. Damit diese Anpassungen überhaupt möglich waren, musste

das Bekleidungsangebot für Erwachsene verkleinert und die Sportartikelabteilung aufgehoben werden. Mit dem grossen SportXX-Geschäft im Einkaufszentrum Forum des Alpes in Conthey war die Sportabteilung im Métropole ohnehin überflüssig geworden. Im Erdgeschoss ist schon im vergangenen November ein kleiner Umbau der Fleischabteilung zugunsten von breiteren Gängen durchgeführt worden, sodass man nun seine Einkäufe zügig erledigen kann. Schlussendlich wurde auch die MelectronicsFiliale im Einkaufszentrum neu organisiert: Das Büchersortiment wurde in den Supermarkt verlegt und die Warenpräsentation optimiert. MM


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Blütenzauber Südtirol

Tolle Ausflüge zum Gardasee, zum Schloss Trauttmansdorff, nach Meran und Brixen. 1. Tag Schweiz – Südtirol Sie verlassen die Schweiz im Rheintal und fahren zum Klostertal, mitten in die Arlbergregion. Nach dem Mittagshalt in Landeck erreichen Sie den Reschenpass. Bei der Ortschaft Graun eröffnet sich Ihnen einer der schönsten und bekanntesten Ausblicke der Alpen: der Reschensee im Vordergrund, überragt vom schneebedeckten Gipfel des Ortlers. Der Weg führt Sie nun hinab ins Vinschgau, mitten durch unendliche Obstplantagen, die vor allem im April und in der ersten Maihälfte ein riesiges Blütenmeer bilden. Vorbei am bekannten Kurort Meran und an der Landeshauptstadt Bozen erreichen Sie gegen Abend ihr Hotel in Vahrn bei Brixen, wo Sie die nächsten drei Tage wohnen werden. 2. Tag Tagesausflug zum Gardasee Heute folgen Sie zuerst der Etsch, dem zweitlängsten Fluss Italiens. Bei Trient zweigen Sie ab und fahren über den Sattel

von Cadine. Ein hübsches Bild bietet sich Ihnen am Lago Toblino, der vom alten Schloss der Bischöfe von Trient geschmückt wird. Nun folgen Sie dem Fluss Sarca, und erreichen bei Riva den Gardasee. Hier in der «Perle des Gardasees» machen Sie den ersten Halt. Danach führt Sie die Panoramafahrt entlang der berühmten Uferstrasse nach Malcesine zum Mittagsaufenthalt. Am Nachmittag fahren Sie weiter entlang des von Olivenhainen gesäumten Gardasees und treffen in Garda ein. Nach einem längeren Aufenthalt in diesem Städtchen, das dem ganzen See seinen Namen gab, kehren Sie durch das Lagertal wieder nach Brixen zurück.

4 Tage Fr. 435.–

Winterkur wohnte. Danach fahren Sie nach Meran. Mit seinen grosszügigen Parkanlagen und Promenadewegen hat die Stadt viel von dem weitläufigen Charme eines Nobelkurortes des 19. Jahrhunderts bewahrt. Am Nachmittag fahren Sie ein Stück auf der Südtiroler Weinstrasse und kehren nach einem letzten Halt im schmucken Städtchen Brixen in Ihr Hotel zurück.

4. Tag Südtirol – Schweiz Heute heisst es Abschied nehmen von dieser einmaligen Gegend. Über den Brennerpass erreichen Sie die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, die Sie bei einem Aufenthalt näher kennenlernen können. Im schönen Stanzertal machen Sie Mittags3. Tag Ausflug Schloss Trautt- halt und kehren dann wieder in mansdorff – Meran – Brixen die Schweiz zurück. Am Morgen fahren Sie zum Schloss Trauttmansdorff. Hier Reisedaten 2016 besuchen Sie die Gärten, die 25. – 28. März Route A 2005 zum «Schönsten Garten Italiens» gekürt wurden. Selbst07. – 10. April Route B verständlich kann auch das 17. – 20. April Route A Schloss besichtigt werden, in 01. – 04. Mai Route B dem Kaiserin Sissi zweimal zur

Abfahrtsorte Route A: Bern, Olten, Basel, Zürich, Winterthur, St. Gallen Route B: Bern, Olten, Luzern, Zürich, Winterthur, St. Gallen

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Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 24.– ✘ Einzelzimmerzuschlag Fr. 90.–

Frühling in Istrien

Frühling im charmanten Istrien. Malerische Landschaften und romantische Städtchen. 1. Tag Schweiz – Novigrad Über die Gotthardroute führt Sie die Reise ins Tessin und weiter nach Mailand. Sie passieren Bergamo und Brescia und fahren entlang der Po-Ebene, vorbei am Südufer des Gardasees, nach Verona. Über Padua erreichen Sie bei Venedig die Küste der Adria. Vorbei an Triest, einem der bedeutendsten Häfen Italiens, und durch ein kurzes Stück Slowenien erreichen Sie Istrien, die grösste Halbinsel der nördlichen Adria, wo Sie in Novigrad die nächsten Tage verbringen werden.

3. Tag Ausflug Motovun und Opatija

Am Vormittag führt Sie die Fahrt ins Innere der Halbinsel. Im nördlichen Teil von Istrien liegt das wahrscheinlich bekannteste und attraktivste istrische mittelalterliche Städtchen Motovun. Der Motovuner Wald, der sich entlang des Flusstals der Mirna erstreckt, ist bekannt für das Vorkommen der Trüffel, dem unterirdischen Pilz, dem aphrodisische Eigenschaften nachgesagt werden. Nach diesem interessanten Aufenthalt fahren Sie an die Kvarner Bucht, nach Opatija. Dank dem milden 2. Tag Aufenthalt Novigrad Klima während der WintermonaGeniessen Sie den heutigen Tag te verbrachten schon die österund entspannen Sie sich in die- reichischen Adligen die kalte ser milden, mediterranen UmJahreszeit in dieser milden Gegebung. Das alte Städtchen gend. Selbst Kaiser Franz Josef Novigrad, das immer noch von liess sich hier eine Villa bauen. der ursprünglichen Stadtmauer Noch heute säumen Luxushotels umge- ben wird, liegt liegt ge und von Parks und Gärten umrade mal einen 10-minütigen gebene Villen die Küste. Im VerSpaziergang von Ihrem Hotel laufe des Nachmittags kehren entfernt. Sie dann auf einer Panorama-

5 Tage ab Fr. 299.–

fahrt entlang der istrischen Ostküste wieder in Ihr Hotel zurück.

4. Tag Ausflug Pula und Rovinj (fakultativ) Heute fahren Sie zuerst nach Pula, der grössten Stadt Istriens am Südzipfel der Halbinsel. Die Arena in Pula zählt zu den sechs grössten erhaltenen römischen Amphitheatern der Welt. Heute können hier 5000 Zuschauer Freilichtkonzerte und im Sommer das Opernfestival geniessen. Nach diesem interessanten und abwechslungsreichen Besuch fahren Sie nach Rovinj an der Westküste Istriens. Das Städtchen gehört mit zu den schönsten Orten der gesamten Adria und ist sicher eines der meist fotografierten.

5. Tag Istrien – Schweiz Nach dem Frühstück fahren Sie über Venedig und Verona nach Mailand und kehren über die Gotthardroute wieder in die Schweiz zurück.

Reisedaten 2016 02. – 06. März 08. – 12. März 14. – 18. März 20. – 24. März 24. – 28. März 30.03. – 03. April 04. – 08. April 11. – 15. April 17. – 21. April

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Knigge reloaded

Wie halten Sie es mit Feiern im Büro? Machen Sie mit oder nicht?

Muss man sich an Büropartys und Bürogeschenken beteiligen?

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Ab ins Bett!

Die deutsche Spra­ che ist präzise: Es heisst nicht «Tage­ bett», sondern «Wo­ chenbett». Damit ist ein Zeitfenster von sechs Wochen ge­ meint, das sich nach der Geburt öffnet. Unsere Vorfahren waren überzeugt, dass die Entbundene und das Bündel so lange gemeinsam ins Bett gehörten.

Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer

Was uns freigeis­ tigeren Europäe­ rinnen schräg vorkommt. Das ist nix für uns, dieses Relaxen auf Befehl. Eher Bevormun­ dung, Grounding. Nein, wir stehen Stunden nach der Entbindung auf unseren eigenen Beinen, mögen die noch so wackelig sein. Als wir das Wo­ chenbett abschaff­ ten, gaben wir etwas Wertvolles auf.

Philipp Tingler (44) ist Autor

und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.

«Sie kennen das. Egal ob Hipster-Start-up, Universitätsinstitut oder Spenglerwerkstatt: Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich als eine Art Familie. Mit Ritualen. Zum Beispiel dem Geburtstagskuchen. Manche Bürogemeinschaften gehen sogar noch weiter und feiern jeden Meilenstein im Leben ihrer Mitglieder: Hochzeiten, Babys, Scheidungen. In etwas grösseren Büros führt das zu einer ziemlich dichten Folge von Feierlichkeiten. Wer sich ausschliesst, also nicht persönlich auftaucht und/oder sich pekuniär beteiligt, riskiert, als distanziert oder gar unhöflich zu erscheinen. Falls Sie jedoch das Gefühl haben, nicht jeden zweiten Tag Cupcakes essen zu wollen, schlagen Sie doch beim nächsten Mal einfach vor, dass man monatlich sämtliche Feierlichkeiten zu einem grossen Zusammensein konsolidiere. Konsolidierung liegt schliesslich im Geist der Zeit.»

Eigentlich sollten wir innehalten, uns mit dem veränder­ ten Körper vertraut machen, den leeren Bauch, der Grosses geleistet hat, um­ armen. Uns verwöh­ nen lassen. Die Er­ schöpfung liesse sich so leichter aushal­ ten. Also, liebe Jung­ mütter, ab ins Bett! Bettina Leinenbach (39) ist

Journalistin und zweifache Mutter.


102 | MM09, 29.2.2016 | LEBEN

Familie

«Du hast nichts zu melden!» R afael explodiert: «Ich lasse mir von dir gar nichts sagen!» Der Ausbruch des 16-Jährigen gilt dem neuen Partner seiner Mutter. Angefangen hat alles damit, dass Rafael eine Auseinandersetzung mit der Mutter austrug, weil sie ihm ein Ausgehverbot ab 21 Uhr auferlegte. Und dann mischte sich auch noch ihr neuer Lebenspartner Simon ein und ergriff Partei für ihren Standpunkt ... Doch Simon Tschurr (55) stellt klar: «Die Streitereien, in denen mir dieser Satz an den Kopf geworfen worden ist, kann ich an einer Hand abzählen. Das ist hier im Haus nicht der dominierende Umgang. Und Auseinandersetzungen gehören sowieso zum Alltag, sogar in herkömmlichen Familien», sagt er. Ein Klima der Offenheit

Simon Tschurr ist seit fünf Jahren mit Barbara Bamberger liiert. Sie ist Mutter von sechs Kindern im Alter zwischen 14 und 29 Jahren, hinzu kommen zwei Hunde und drei Katzen. «Es braucht Mut, sich als neuer Partner der Herausforderung einer Grossfamilie wie unserer zu stellen», meint die 49-Jährige, die als Kindergärtnerin arbeitet. «Bei uns ist es laut, jeder hat irgendein Bedürfnis. Nach Hause kommen und sagen: Jetzt will ich erst einmal eine Stunde lang meine Ruhe, das geht in unserer Familie nicht.» Die Grundhaltung in dieser Familie erleichterte Simon Tschurr den Zugang zu den Kindern: Die Bambergers sind

offene Leute, die andere Menschen spannend finden. So hat Barbara Bamberger etwa auch schon Pflegekinder bei sich aufgenommen und Tageskinder betreut. Ihre älteren Söhne bringen Freundinnen mit nach Hause und sind es gewohnt, dass ihre Mutter sie respektiert. Für Barbara Bamberger stand deshalb stets ausser Frage, dass die Kinder ihr das gleiche Recht zugestehen würden. Sohn Lukas bestätigt: «Ich habe mir für meine Mutter immer gewünscht, dass sie jemanden findet, mit dem sie auch die angenehmen Seiten des Lebens geniessen kann.» Die erste Begegnung mit den Kindern seiner Partnerin hat Simon Tschurr in sehr positiver Erinnerung: Marco (29), Lukas (26), Jonas (23), Timon (21), Rafael (16) und Julia (14) gaben ihm das Gefühl, willkommen zu sein. Alltagsknatsch gab es erst später. Zunächst kamen Spannungen auf, weil man noch nicht wusste, wer der neue Partner war und wohin die Beziehung führen würde. Und auch Schwierigkeiten in der Schule gaben manchmal Anlass zu Streitereien. Den Dialog mittragen

Doch Simon Tschurr ging behutsam auf die Kinder zu, brachte seine eigene Position schrittweise ein. Denn in erster Linie versteht er sich als Verbündeter ihrer Mutter. «Ich bin mir bewusst, dass ich nicht die angestammte Vaterrolle innehabe. Gleichwohl trage ich Verantwortung, also rede ich auch ein Wörtchen mit», sagt er. Geht es


PatchworkFamilie: So klappts mit den Kindern Migmag.ch/ schweig

Wenn die Mutter oder der Vater eine neue Beziehung eingeht, reagieren die Kinder nicht selten ablehnend und respektlos: Konflikte sind programmiert – aber nicht unlösbar. Text: Ernst Weber

Illustrationen: Daniel Stolle

um Alltagssituationen, um schulische Belange oder Regeln, trägt das Paar die Verantwortung gemeinsam. So erkundigt sich Simon Tschurr etwa, wie es mit den Hausaufgaben stehe. Um den Dialog mitzutragen, nimmt er an Schulgesprächen teil. Andererseits ist ihm klar: Er ist zwar Teil der Familie, aber die Mutter hat bei Entscheidungen immer das letzte Wort, auch wenn es seiner Meinung widerspricht. «Mit diesem Dilemma kann ich umgehen», sagt er. Diskutieren, bevor es eskaliert

Von der Patchworksituation wa­ ren vor allem die drei jüngeren Kinder betroffen, weil sie mehr Zeit zu Hause verbrachten als ihre älteren Geschwister. Timon etwa war gut 16, als der neue Lebenspartner der Mutter auf den Plan trat. Was die Eltern taten, kümmerte ihn nicht; ihm war wichtig, dass sie ihn in Ruhe liessen. Timon erinnert sich an Konflikte, wie sie unter Brüdern eben entstehen und wie sie mit der Mutter sowieso üblich sind. «Ich war eigentlich immer zufrieden», sagt er rückblickend. Und Julia, die Jüngste, die da­ mals neun Jahre alt war, meint lakonisch: «Es war einfach neu.» Zur Bambergerschen Fami­ lienkultur gehört auch, dass alle gern miteinander reden. Also tauschten sich bald alle mit Simon aus, führten mit ihm angeregte Gespräche über die verschiedensten Themen und kreuzten die Klingen in harten Diskussionen, bei denen unterschiedliche Standpunkte aufeinandertrafen. Lukas, der Zweitälteste, erachtet solche

Dispute als nötig, um zu erken­ nen, wer wo steht. «Dass wir un­ terschiedliche Meinungen aus­ diskutieren, bevor es zum Eklat kommt, ist eine Stärke unserer Familie», sagt der 26­Jährige. Barbara Bamberger erträgt Streit ohnehin nur schlecht, und auch ihren Partner beschreibt sie als sehr ruhigen Menschen, der nur selten einmal laut wird. Ein nie endender Prozess

Meinungsverschiedenheiten mit den Kindern löst das Paar, indem es sich zurückzieht, um die Dinge zu ordnen. Erst wenn die Positionen geklärt sind, gehen sie wieder auf die Kinder zu. «Der neue Partner bietet dann auch weniger Angriffs­ fläche, weil er als Teil des Gan­ zen erscheint», meint Barbara Bamberger. Ihr ist es wichtig, dass ihr Partner Position be­ zieht. Wie alle Menschen ist auch sie nicht immer gleich gut disponiert – zu wissen, dass jemand neben ihr steht, mit­ denkt und ihre Entscheidungen mitträgt, gibt ihr ein gutes Gefühl. Ist die Situation einmal verfahren, wird Familienrat gehalten, um das anliegende Problem auszudiskutieren. Wenn Simon Tschurr heute ein akzeptiertes Mitglied der Familie ist und hier eben doch etwas zu sagen hat, dann erklärt sich das aus seiner Geistesge­ genwart: «Das Zusammenleben in unserer Familie entwickelt sich stetig. Es ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist.» MM Das sagt die Expertin zum Thema: Seite 105

LEBEN | MM09, 29.2.2016 | 103


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LEBEN | MM09, 29.2.2016 | 105

Katja Wichser

«Viele Paare schlagen ein zu hohes Tempo ein» Katja Wichser, weshalb lehnen Kinder den neuen Partner der Mutter oder des Vaters oft ab? Die Kinder sind emotional immer noch auf Mami und Papi programmiert, auch wenn die Eltern nicht mehr zusammen­ leben. Die Stieffamilie entspricht nicht ihrem Familienideal. Wenn die Mutter eine neue Beziehung eingeht, befürch­ tet das Kind, ihre volle Aufmerksamkeit zu verlieren. Zudem stirbt damit die Wahrscheinlichkeit, dass der Vater wieder zurückkehrt. Beides löst Ableh­ nung gegenüber dem neuen Partner aus. Man darf nicht erwarten, dass er automatisch zum Familiensystem gehört. Das braucht Zeit. Wie kann der neue Partner diesen Knoten lösen? Wichtig ist, dass er neugierig auf das Kind zugeht, Ausdauer und Geduld hat. Viele Paare schlagen ein zu hohes Tempo ein. Die Paarbeziehung sollte schon gefestigt sein, bevor der neue Partner den Zugang zum Kind sucht. Dazu braucht es gemeinsame Erlebnis­ se, auch ausserhalb des Hauses, eine gemeinsame Geschichte. Erst mit der Zeit spielen sich Rituale ein und kristal­ lisiert sich die Rolle des neuen Partners heraus. Er muss also hintenanstehen? Er muss akzeptieren, dass er nicht überall dabei sein kann. Wenn die Mutter ohne ihn etwas mit den Kindern unternimmt, soll er nicht grollen, son­ dern Verständnis dafür aufbringen. Enttäuschungen für sich zu behalten, Emotionen zu kontrollieren, ist nicht einfach und erfordert umsichtiges Denken. Dabei sind alle Beteiligten aufgefordert, die gesamte Familienkon­ stellation im Auge zu behalten: Weder der leibliche Vater noch der neue Mann sollte eine Abwertung erfahren. Denn dies würde beim Kind unweigerlich zu einem Loyalitätskonflikt führen. In Erziehungsfragen darf der neue Partner aber mitreden, oder? Grundsätzlich sollte nicht die Erzie­ hung, sondern der Beziehungsaufbau im Vordergrund stehen. Erzieherische Einflussnahme setzt eine stabile Bezie­ hung voraus, die auf gemeinsamen Erfahrungen beruht. Sind sie nicht vorhanden, ist es verständlich, wenn der neue Mann den Satz «Du bist nicht mein Vater, du hast mir nichts zu sa­

Katja Wichser (32), Fach­ psychologin für Psycho­ therapie FSP, ist Erziehungs­ beraterin beim Kinder­ und Jugend­ hilfezentrum Bülach ZH.

gen» zu hören bekommt. Wer will sich schon von fremden Leuten massregeln lassen? Die primären Erzieher sind nach wie vor die Eltern. Gibt es etwas, das sich der neue Partner nicht bieten lassen sollte? Handgreiflichkeit darf nicht toleriert werden. Da braucht es klare Regeln. Wortgefechte hingegen sind unver­ meidbar. Sind verletzte Gefühle vor­ handen, ist es normal, wenn manchmal unschöne Worte fallen. Die harmo­ nische Familie ist ein Wunschtraum. Weshalb? Die Familie ist ja gerade der Schauplatz, wo man streiten kann und sich wieder miteinander arrangieren muss. Bei Stieffamilien ist der Anspruch auf ständige Harmonie oft viel präsenter. Aber es führt kein Weg daran vorbei, auch immer wieder unangenehme Themen anzusprechen. Dabei ist es wichtig, dass sich die Erwachsenen be­ züglich der Regeln einig sind. Kommu­ nizieren sollte sie allerdings die Mutter respektive der Vater. Er oder sie zeigt die Grenzen auf und setzt diese durch. Kommt es vor, dass die Situation für alle unerträglich wird? Das gibt es vor allem bei Schnellschuss­ beziehungen, also bei Paaren, die über­ eilt zusammenziehen. Wenn sie dann merken, dass es schwierig wird, trennen sie sich ebenso schnell wieder, wie sie sich gefunden haben. Das bedeutet auch für das Kind einen weiteren Bezie­ hungsabbruch – eine negative Erfah­ rung, die auch lange Zeit nach dem Auszug des neuen Partners bestehen bleibt. Wir raten daher, die neue Fami­ lienkonstellation langsam aufzubauen, weil dann die Chance auf eine nach­ haltige, gute Beziehung zwischen den Beteiligten grösser ist. MM


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LEBEN | MM09, 29.2.2016 | 107

Tolino vs. Kindle: Der Vergleichstest im Video Migmag.ch/ ereader

Digital

Wie echt, nur anders Sorgen nur gedruckte Bücher für echtes Lesegefühl? Diese Glaubensfrage ist nicht so leicht zu beantworten, aber die E-Reader von Kindle und Tolino versuchen es. Was die Geräte voneinander und einem echten Schmöker unterscheidet. Text: Reto Vogt

S

tatt nach frisch bedruck­ tem Papier riecht es beim Auspacken nach Plastik. Die ungefähr DIN­A5 grossen, fingerdicken Kindle Paperwhite und Tolino Vision 3 HD sind kleine, matt­ schwarze Computer. Mit einem richtigen Buch aus Papier und Deckel haben diese E-Reader wenig gemein – genauso weit entfernt sind sie aber auch von Tablets wie zum Beispiel dem Apple iPad. Und das ist gut so. Weil Kindle und Tolino mit der so­ genannten E­Ink­Technik aus­ gerüstet sind, sind ihre Bild­ schirme nur schwarz­weiss. Entsprechend ungeeignet sind sie, wenn es um das Darstellen von Webseiten, Fotos oder gar Videos geht. Ihre Stärke spielen die Geräte bei reinem Text aus.

reto.vogt@ migrosmedien.ch

Ratgeber

Kein Sound «Unter Windows 10 höre ich keinen Sound mehr. Woran kann das liegen?» Norbert Derksen

P

Prüfen Sie zuerst, ob der Treiber des Audio­ geräts aktuell ist. Dazu klicken Sie aufs Win­ dows­Logo und tippen «Geräte­Manager» ins Suchfeld. Drücken Sie Enter und klicken Sie bei «Audio­, Video­ und Gamecontroller» doppelt auf die Sound­ karte. Im Folgefenster klicken Sie im Reiter «Treiber» auf «Treiber aktualisieren».

Zuerst mühsam, dann angenehm

Beide E­Reader erfordern eine WLAN­Verbindung und eine kostenlose Registrierung beim jeweiligen Buchhändler – unter Angabe einer Kreditkarten­ nummer. Das ist nötig, um Bücher aus den Onlineshops herunterzuladen. Der Kindle ist mit dem amerikanischen Kon­ zern Amazon verheiratet, Tolino gehört zu Orell Füssli. Immerhin besteht bei Letzterem die Mög­ lichkeit, weitere Buchhändler wie zum Beispiel eBook.de oder Weltbild zu integrieren – das ist beim Kindle nicht möglich. Abgesehen von der einge­ schränkten Wahlfreiheit beim künftigen Bücherkauf ist die grösste Schwäche der Geräte schon nach wenigen Sekunden zu erkennen: Sie reagieren bei der Eingabe von Text und beim Navigieren durch die Menüs relativ träge. Sobald die Geräte eingerichtet sind, fällt das nur

Ihre Frage? E-Mail genügt!

Dank genügend Speicherplatz über 2000 Bücher in der Jackentasche mittragen: Die E-Reader von Kindle und Tolino machen es möglich.

noch beim Stöbern im Buch­ laden auf. Zum Beispiel wenn gezielt nach einem Titel oder Autor gesucht oder durch das Lieblingsgenre gescrollt wird. Beide Anbieter stellen nach eigenen Angaben einen Katalog von je einer Million Bücher be­ reit, die sich preislich auf Augen­ höhe bewegen: Die Top 3 der aktuellen Belletristik­Hitparade ist beim Kindle kumuliert nur Fr. 2.10 teurer. Trotzdem sparen Leseratten bei diesem Anbieter Geld, weil sich für 11 Franken

pro Monat 10 Bücher gleich­ zeitig ausleihen lassen. Wer sich dafür entscheidet, darf die Bü­ cher aber nur behalten, solange die Gebühr überwiesen wird. Doch auch Käufe können nicht einfach so an den Nachbarn weitergegeben werden wie gedruckte Bücher. Darin zu le­ sen ist aber genauso angenehm – und das ist das wichtigste. MM Kindle Paperwhite 2015 und Tolino Vision 3HD kosten je 159 Franken und sind zum Beispiel bei Digitec und Meletronics erhältlich.

Ansonsten klicken Sie unten rechts aufs Laut­ sprechersymbol und wählen «Wiedergabe­ geräte». Ist kein Ein­ trag zu sehen, klicken Sie mit rechts in den Weissraum und zeigen deaktivierte Geräte an. Ansonsten markieren Sie den Eintrag und definieren diesen als Standard. Klicken Sie ihn jetzt mit rechts an und öffnen die «Eigen­ schaften». Im Reiter «Erweiterungen» set­ zen Sie das Häkchen bei «Alle Erweiterun­ gen deaktivieren» und starten den PC neu.

Reto Vogt (30),

Onlineredaktor Migros-Magazin @revogt


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LEBEN | MM09, 29.2.2016 | 109

Ernährung

So is(s)t die Jugend

Essen gegen den Blues

W

In einem Stimmungstief suchen viele Trost im Essen und Trinken. Denn mit der Nahrung füttern wir auch unser Belohnungszentrum im Gehirn. Das kann ins Gewicht fallen – wenn die emotional gesteuerte Lust nach Süssem überhandnimmt. Text: David Fäh

H

in und wieder passiert das jedem: Die Stimmung sackt in den Keller. Instinktiv handeln wir. Der eine geht joggen oder radeln, andere rauchen oder geben sich dem Glücks- oder Liebesspiel hin. Eine weitere Methode, unser Gehirn aus dem Tief zu holen, ist, zu essen oder zu trinken. Der Drang, die Gemütslage auf diese Weise zu verbessern, ist stark. Die Verknüpfung von Essen und Emotion haben wir von unseren Urahnen geerbt: Die Nahrung war Lohn für die beschwerliche Suche nach ein paar Beeren oder die riskante Jagd nach Tieren. Heute, in einer Zeit des Nahrungsüberflusses, ergibt dieser Zusammenhang wenig Sinn. Und im Gegensatz zu früher sind Anstrengung und Stress nicht mehr mit körperlicher Bewegung verbunden: Geschlemmt wird sitzend im Büro oder liegend vor dem Fernseher. Da ist es sinnvoller, nach kalorienarmen oder gar -freien Stimmungshebern Ausschau zu halten. Zumal das, was uns besonders reizt, oft auch besonders viele Kalorien hat, sei es süss oder fettig. Allerdings: Wer sich vom Apfel den gleichen Effekt erhofft wie von der Lieblingsschoggi, wird meist enttäuscht. Mit der geliebten Schokolade verbinden wir auch Kindheitserinnerungen, die sich im Gehirn eingebrannt haben. Wäre das nicht so, hätte ein Zuckerwürfel die genau gleiche Wirkung. Der Treibstoff Glukose, der im Gehirn ein Gefühl der Zufriedenheit vermittelt, kann es also allein nicht sein – es ist die Mischung aus Süsse und gewohnten Geschmacksnoten, die uns emotionale Linderung verschafft. Das bedeutet: Im Stimmungstief ist nur das Original das Wahre.

Bild: Getty Images

«Wie war das Anatomiepraktikum?», fragt mich mein Bruder Simon, Sänitätssoldat auf Wochenendurlaub von der Rekrutenschule, während er seine Gabel mit Reis belädt. Gute Frage. Der Gesichtsausdruck meiner Schwester Anna und der meines Vaters sagen mir, dass ich mit diesem Thema bis nach dem Essen warten sollte. In meinem Freundeskreis hingegen rutscht die Unterhaltung beim Mittagessen häufig in die Untiefen wenig massentauglicher Themen ab. Blut, seltsame Krankheiten, die Teilungszeit von Salmonellen – statt Ekelbekundungen fallen provokante schwarzhumorige Bemerkungen. Im Knigge-Kurs hätte man uns längst rausgeworfen.

Hier schreiben die VivaiExperten über Ernährungsfragen. Diesmal der Ernährungswissenschaftler David Fäh.

Eine Frage der gesunden Dosis

Entscheidend ist – wie meist beim Essen – das richtige Mass. Wer aufs Gewicht achten sollte, geniesst besser seltener oder weniger, dafür umso intensiver und ohne Gewissensbisse. Die Schoggi, die Erdbeerglace oder die Vanillecreme langsam im Mund schmelzen zu lassen und sich ganz bewusst auf Aroma und Konsistenz zu konzentrieren, lässt ein neues Geschmackserlebnis entstehen. Zwar ist der Apfel als Ersatz für die Schokolade meist nutzlos, es gibt aber wirksame Alternativen. So kann neben den kalorienreichen Süssigkeiten auch die Schärfe eines Tees aus frisch geschnittenem Ingwer happy machen. Und das ganz ohne Kalorien. MM

Nichts für Zartbesaitete

Ob das am Alter liegt? Wohl kaum. Dieselbe Art von Tischgesprächen ist mir schon im Spitalpraktikum unter dem Pflegepersonal aufgefallen. Meine These: Wer Medizin studieren oder im Gesundheitswesen arbeiten will, sollte auch eine Prise Abgebrühtheit mitbringen. Sonst vergeht noch der Appetit an diesem schönen Beruf.

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Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros

Sarah Diener (19) studiert Medizin in Bern.


110 | MM09, 29.2.2016 | LEBEN

Zootierärztin

Ganz schön was los mit diesen Zappelphilipps Seit Neustem leben drei Frettchen im Walter Zoo. Die verspielten Tiere sorgen für einigen Wirbel – bereits der obligate Gesundheitscheck war eine Herausforderung. Text: Karin Federer

Bilder: Walter Zoo

F Karin Federer (29) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.

rettchen sind die domestizierte Form des Iltis. Vor zirka 2000 Jahren wurden sie gezähmt und für die Kaninchenjagd und die Bekämpfung von Mäusen und Ratten eingesetzt. Die überwiegend fleischfressenden Frettchen haben nach wie vor viele Charaktereigen­ schaften des Iltis: Sie sind neugierig, verspielt und sehr sozial. Deshalb haben wir auch gleich drei junge Tiere bei uns aufgenommen. Auf Herz und Zähne geprüft

Wenn neue Tiere zu uns kommen, stellen wir sie zuerst unter Quaran­ täne. Es ist uns wichtig, dass keine durch Viren, Bakterien oder Para­ siten verursachten Krankheiten in den Betrieb eingeschleppt werden.

Wir führen deshalb immer einen Gesundheitscheck durch. Dieser Check ist heute geplant, die Tierpflegerin bringt die Geschwister zu mir in die Veterinärstation. Ich untersuche bei allen Fell, Augen, Nase und Ohren. Ich höre mit dem Stethos­ kop das Herz und die Lungen ab und messe die Temperatur. Bei den Frett­ chen richte ich auch ein spezielles Augenmerk auf die Zähne und Lymph­ knoten. Denn sie haben oft überzäh­ lige Schneidezähne – und Tumore. Zum Glück ist bei unseren drei Neuankömmlingen alles in Ordnung. Doch eine grosse Herausforderung steht den Beteiligten noch bevor: Zum Gesundheitscheck beim Eintritt gehört nämlich auch das Wiegen. Doch Frettchen können eben

kaum stillhalten, rennen immer hin und her und sind schwer auf die Waage zu bringen. Geduld ist gefragt. Aber schliesslich haben wir auch dies endlich geschafft. Frettchen auf Vortragsreise

Jetzt noch entwurmen, und dann sind die Frettchen bereit für ihr neues Heim. Das ist ein Zimmer mit 20 Quadratmeter Fläche und einer grossen Aussenanlage. Wenn es wärmer wird, werden sie sich sicher gern draussen aufhalten. Apropos «draussen»: In Zukunft dürfen unsere Frettchen mitkommen, wenn wir im Zoo Tiervorträge halten und Tierbegegnungen veranstalten. Aber zuerst sollen sie sich jetzt richtig bei uns einleben. MM

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LEBEN | MM09, 29.2.2016 | 111

Tipps

Der Gesundheitscheck erfordert Geduld, denn Frettchen können kaum stillhalten.

Frettchen halten Die lebhaften und verspielten Frettchen sind schwierig zu halten. Deshalb muss die Anschaffung gut überlegt sein. Wer sie halten möchte, braucht einen Sachkundenachweis und eine Haltebewilligung des kantonalen Veterinäramts. Frettchen haben einen starken Eigengeruch. Die bewegungsfreu­ digen Tiere brauchen viel Auslauf und Beschäftigung. Ein grosszügiges «Frettchenzimmer» mit Aussenanlage ist ideal. Frettchen werden nie ganz stubenrein. Tierarztkosten durch Impfungen, Entwurmungen, Chippen, Gesundheitschecks dürfen nicht unterschätzt werden. Ein Frettchen sollte regelmässig vom Tierarzt untersucht werden.

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112 | MM09, 29.2.2016 | LEBEN

Ich heisse Seraina und bin 10 Jahre alt. Singen ist meine grosse Leidenschaft. Weil es gute Laune macht und man neue Freundschaften schliesst, weil wir viele verschiedene Lieder singen und manchmal Tanzschritte einstudieren. Weil wir Auftritte haben und man stolz auf sich sein kann, wenn eine Aufführung geklappt hat. Und weil man anderen Menschen damit eine Freude machen kann und man selbstbewusster wird.

Kinder

«Es ist cool, im Chor mitzumachen»

Mit Karaoke ist Seraina auf den Geschmack gekommen. Jetzt singt sie nicht nur zu Hause mit Freundinnen, sondern auch in einem Chor. Sie liebt alles daran, von den Proben bis zu den Lagern. Text: Andrea Fischer-Schulthess

Mein Hobby

Singen Wenn du gern singst, schau doch einmal bei einem Chor rein. Bei den meisten darf man bei den Proben zuhören und mitsingen. Du kannst singen lernen, auch wenn du nicht aussergewöhnlich musikalisch bist. Beim Verein Schweizer Kinder- und Jungendförderung und bei der Schweizer Chorvereinigung bekommst du noch mehr Infos.

Bild: Gabi Vogt

Ich singe und tanze sehr gern. Zu Weihnachten habe ich mal ein KaraokeSet bekommen, mit dem singen meine Freundinnen und ich viel. Wir studieren damit auch Tänze ein. Seit eineinhalb Jahren singe ich zusätzlich auch in einem Kinderchor, das macht mir riesig Spass. Wir machen dort auch Improvisations- und Bewegungsspiele sowie Stimm- und Gehörbildung.

Skjf.ch, Usc-scv.ch

Mein Chor Ich bin Mitglied im Chor der Musikschule MuriGümligen. Wir Kinder und Jugendlichen üben Lieder und Kompositionen aus allen Stilrichtungen ein und führen diese an Aufritten und Konzerten auf. Es gibt auch ein Musiklager, ich freue mich schon darauf! Villamettlen.ch

In unserem Chor gibt es zwei Altersgruppen. Wir proben ein Mal wöchentlich. Stehen Auftritte an, arbeiten wir auch mehrmals pro Woche an den Choreografien und Liedern. Bis alles perfekt ist, wird immer fleissig geübt. Mit einer CD und einem Textbüchlein probt jeder von uns auch daheim weiter.

Wir singen alles Mögliche: englische und deutsche Lieder, auch moderne Sachen wie zum Beispiel «All about the bass» von Meghan Trainor. Es ist cool, im Chor mitzumachen! Wir haben viele Auftritte bei verschiedenen Veranstaltungen – wie zum Beispiel an Sommerfesten. Auf die Veranstaltungen wird öffentlich hingewiesen, und jeder kann kommen. Das alles gefällt mir sehr. Aber vor den Aufführungen bin ich schon immer etwas nervös. MM


LEBEN | MM09, 29.2.2016 | 113

Fragen und gewinnen! Schreibt uns. Für jede publizierte Frage gibt es einen 20-FrankenGutschein.* Joshua (8) aus Menzingen ZG

Wenn du Geld im Hosensack vergisst und es im Wäschekorb landet, dann reklamiert deine Mutter. Sie sage dann, schreibst du: «Geld­ waschen ist verboten.» Sie macht Scherze! Sie denkt dabei nicht an deine Münzen, sondern an Geld von Verbrechern. Denn wenn sich jemand Geld auf verbotene Art be­ schafft, nennt man es «schmutzig» (oder Schwarzgeld). Man kann es nicht ausgeben, sonst fliegt das Verbrechen auf. Wenn ein Bank­ räuber zum Beispiel mit einer

geklauten Million ein Haus kaufen will, könnte man merken, dass er der Räuber ist, weil er plötzlich so viel Geld hat. Also tut er so, als hät­ te er es auf ehrliche Weise verdient. Dazu kann er zum Beispiel ein Restaurant eröffnen. Er mischt in die Restaurantkasse sein Schmutz­ geld hinein, möglichst unauffällig. Wenn er die Kasse leert, wirkt das Geld darin sauber: Es scheint so, als sei es im Restaurant verdient worden. Diese Umwandlung nennt

man «Geldwaschen». Das ist tat­ sächlich verboten. Wenn bei dir aber mal ein Batzen in der Waschmaschine landet, ist das nicht weiter schlimm. Beim Waschen kann höchstens mal eine Banknote kaputtgehen, aber die kannst du bei der Nationalbank gratis gegen eine nigelnagelneue Note eintauschen. MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine Mail an Kinderfragen@migrosmedien.ch

Gabriela Bonin (48) beantwortet

Kinderfragen zu aktuellen Themen.

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Hugo verbringt oft halbe Nächte damit, im Bett heimlich zu lesen. Nina konnte ihn bisher nicht dabei ertappen, da jedes Mal das Licht aus war, wenn sie in Hugos Zimmer kam. Doch dann hatte sie eines Abends eine Idee. Sie betrat das dunkle Zimmer und überführte Hugo. Wie hat sie das gemacht?

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Hotel Poiano

Hotel La Perla

Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Gardasee. Fahrt via Gotthard, Mailand, Bergamo an den Gardasee. 2. Tag: Südliche Gardasee-Rundfahrt. Den heutigen Tagesausflug widmen wir dem einzigartigen Lago di Garda. Fahrt nach Torri del Bénaco und romantische Schifffahrt nach Maderno. Geschützt in einer schmalen Bucht besuchen wir das elegante, lebendige Städtchen Salò. Unsere Fahrt führt uns weiter zu der 3,5 km in den See vorspringenden Halbinsel Sirmione mit der gleichnamigen, malerischen Ortschaft. Entlang der Uferpromenade fahren wir nach Garda, wo stilvolle venezianische Paläste, eine herrliche Uferpromenade und ein verwinkelter Altstadtkern ein äusserst stimmungsvolles Gesamtbild ergeben. 3. Tag: Riva del Garda−Brenta Dolomiten− Trient. Unsere Reise führt uns heute zuerst entlang dem Gardasee über Malcesine nach Riva del Garda am Nordende des Gardasees. Das historische Zentrum und der malerische Hafen verleihen dem Städtchen eine mediterrane Atmosphäre. Zeit zur freien Verfügung. Danach geniessen wir eine Panoramafahrt zu den Brenta Dolomiten und gelangen nach Molveno, einem Sommerkurort von internationalem Ruf, der am Ufer des gleichnamigen Sees liegt. Am Nachmittag erreichen wir Trient, wo die italienische auf die mitteleuropäische Kultur trifft. Bei einer geführten Besichtigung entdecken wir die Vielseitigkeit der Stadt. Anschliessend Rückfahrt ins Hotel. 4. Tag: Verona und Valpolicella. Heute fahren wir nach Verona, der Stadt von Romeo und Julia. Wir erleben das bunte Treiben auf der Piazza Bra direkt im Schatten der weltberühmten Arena, welche alljährlich Schauplatz eines der grössten Opernfestivals

der Welt ist. Auf einer geführten Stadtbesichtigung lernen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besser kennen. Am Nachmittag fahren wir durch das Weinanbaugebiet des Valpolicella, welches sich von Verona bis zum östlichen Ufer des Gardasees erstreckt. Besichtigung einer Weinkellerei und Degustation der Weine aus der Region. Gegen Abend Rückfahrt zum Hotel. 5. Tag: Fakultativer Ausflug Venedig. Die Stadt der Gondeln, Kanäle und Brücken erwartet uns heute. Auf einem geführten Rundgang sehen wir die Markuskirche, den Dogenpalast, die Seufzerbrücke und den Canale Grande. Die «Hauptstrasse» der Lagunenstadt wird von Palästen und Kirchen aus verschiedenen Jahrhunderten gesäumt. Hier finden wir auch die bekannteste der 400 Brücken Venedigs, die Rialto-Brücke aus dem 16. Jh., ein Wahrzeichen der Stadt. Abends Rückkehr zum Hotel. 6. Tag: Gardasee–Schweiz. Fahrt via Meran, Reschenpass in die Schweiz. Hinweis

6 Tage inkl. Halbpension 995.– Spardaten in Komfortklasse Reise 1–2, 8, 11 Reduktion Reise 10 und 12

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Reisedaten 2016 (So – Fr) Frühling 1: 03.04.–08.04. 2: 17.04.–22.04. 3: 01.05.–06.05. 4: 08.05.–13.05. 5: 15.05.–20.05.

Herbst 6: 11.09.–16.09. 7: 18.09.–23.09. 8: 18.09.–23.09. 9: 25.09.–30.09. 10: 02.10.–07.10. 11: 02.10.–07.10. 12: 09.10.–14.10.

Unsere Leistungen ■

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Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus – Spardaten mit Komfortklasse-Bus Unterkunft im guten Mittelklasshotel Poiano Resort (Königsklasse) bzw. Mittelklasshotel La Perla (Komfortklasse) 5 x Halbpension Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm (ausg. fakultativer Ausflug Venedig, 5. Tag) Audio-System auf Rundgängen Erfahrener Reisechauffeur

Nicht inbegriffen ■

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Königsklasse: – Doppelzimmer zur Alleinbenutzung 130.– 45.– – Doppelzimmer mit Seesicht – Doppelzimmer zur Alleinbenutzung 220.– mit Seesicht Komfortklasse: 110.– – Einzelzimmerzuschlag 65.– Fakultativer Ausflug Venedig Annullationsschutz und Assistance29.– Versicherung Auftragspauschale (entfällt bei Online20.– Buchung)

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und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse.

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Brilliert in der Rolle der Anne Frank: Lea van Ackeren spielt das jüdische Mädchen, das sich unter extremen Bedingungen seine Hoffnungen und Träume bewahrt.

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Leben im Untergrund Das «Tagebuch der Anne Frank» kommt am 3. März ins Kino. Das Migros-Magazin, Universal Pictures und der Anne Frank Fonds verlosen Tickets für Schulklassen und Bücher.

D

ie jüdische Familie Frank flüchtet vor den Nazis nach Amster­ dam und versucht, dort ein ganz normales Leben zu führen. Doch als die Deutschen in den Niederlanden einmar­ schieren, sind die Eltern Otto und Anna sowie ihre beiden Töchter Anne und Margot auch hier in Lebensgefahr. Sie ver­ stecken sich sich auf engstem Raum in einem Hinterhaus und führen fortan ein Leben im Untergrund. Nur ein Radio

und einige Helfer sichern den Kontakt zur Aussenwelt. Bald kommen weitere Flüchtlinge hinzu, die sich ebenfalls vor dem Terrorregime der Besatzer ver­ bergen. Am Ende drängen sich acht Menschen im Hinterhaus. Zur Bedrohung durch die Nazis kommen nächtliche Bomben­ angriffe der Alliierten hinzu. Die halbwüchsige Anne Frank führt im Untergrund ein Tage­ buch, das nach dem Krieg als bewegendes Zeitdokument veröffentlicht wird. Jetzt ist

dieser Text auf einfühlsame und packende Art verfilmt worden. In der Titelrolle brilliert Lea van Ackeren: Sie zeigt, wie Anne unter furchtbaren Bedingungen aufwächst und dennoch ihre Hoffnungen, Träume und Sehnsüchte nicht aufgibt. Der Film ist das Gegenteil von trockenem Geschichtsunter­ richt, denn das Publikum leidet mit und fühlt sich selber in das enge Versteck versetzt. MM Weitere Informationen: Annefrank.ch; Facebook.com/tagebuch

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Rolf Ackle, Oberzeihen AG; Renata Chotas, Viganello TI; Demian Bölsterli, Feldbach ZH; Rolf Von Euw, Rudolfstetten AG; Paula Gratzer, Buchs SG


Die Geschichte der Frauen und ihr Weg in die Mitte der Gesellschaft

Weitere Themen

Globale Geschäfte Wie die Schweiz zur Drehscheibe des Welthandels wurde

Wiege des Terrors Die Geschichte Saudiarabiens und ihre fatalen Folgen für die islamische Welt

Staat und Migration Ein historischer Blick auf die gegenwärtigen Flüchtlingsströme

In Zürich lanciert der Radikale Johann Jakob Leuthy 1833 die Zeitschrift «Das Recht der Weiber» und macht darin mit drei einfachen Fragen alles klar: «Hat der Mensch das Recht frei zu seyn? Sind die Weiber auch Menschen? Haben sie daher ein gleiches Recht frei zu seyn? Wer nur die ersten Anfangsgründe des Denkens aufgefasst hat, wird sicher den richtigen Schluss folgern.»

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LEBEN | MM09, 29.2.2016 | 119

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Betrügt man jemanden, führt man ihn hinters …? T

Haus

E

Licht

L

Gebäude

2. Wie nennt man jemanden, der im Hintergrund eine Aktion plant? A Stahlträger

I

Bleigiesser

D Drahtzieher

3. Seit wann leben die gelben Film-Figuren Minions auf der Erde? N Mittelalter

E

Urzeit

S

Antike

So nehmen Sie teil

4. Wie bezeichnet man zusammenfassend die Länder des östlichen Mittelmeeres? T

Leviten

D Levirat

L

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 6.3.2016, 24 Uhr

Levante

5. Wann wurde in der Schweiz der letzte menschliche Tollwutfall registriert? H 1977

A 1987

W 2000

6. Nach welchem Kontinent ist ein Mond des Jupiters benannt? U Ozeanien

O Europa

S

Asien

7. Wie lange braucht das Licht von der Sonne zur Erde? L

499 Sekunden

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3666 Sekunden

R 8777 Sekunden

8. Wie nennt man eine Horrorgeschichte, die im Internet verbreitet wird? E

Shrekstory

M Copypaste

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Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Creepypasta

Lösungswort: 1

2

3

Gewinner Nr. 6: 4

5

6

7

8

Gabi Felber, Stans; Jacqueline Etter-Keller, Schaffhausen; Judith Codella, Bellach SO

Auflösung Nr. 8: FRITEUSE

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 4 2

E Auflösung Nr. 8: SAMBA Gewinner Nr. 7:

Denise Höglin, Bettingen BS; Ruth Häsler, Bern; Paul Dietrich, St. Gallen

5 3

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1 9 3 6

2 9 5 3 2 7 6

Auflösung Nr. 8: 571

9 2 5 3 5 6 8 8 5 7 4 8 1 2 4 5 9 3 4

2 6 9 3 1 7 4 8 5

5 7 3 2 8 4 6 9 1

8 1 4 6 5 9 7 3 2

1 2 7 5 9 6 8 4 3

6 3 8 7 4 2 5 1 9

9 4 5 1 3 8 2 7 6

3 8 6 4 2 1 9 5 7

4 5 2 9 7 3 1 6 8

7 9 1 8 6 5 3 2 4

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Gewinner Nr. 7:

Irene Wittlin, Reinach BL; Heidi Honegger, Schiers GR; Elisabeth Moor, Zürich; Teilnahmebedingungen: Jakob Sigrist, Zeiningen AG; André Thibaud, Chavannes-près-Renens VD Auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 3 3 2 3 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 3 3 2 3 sein. Verboten: Kreuzun2 1 3 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.

3 1 0 3 1 2

Auflösung Nr. 8:

4

4 3

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Auflösung Nr. 8: 1

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Reto Meisser

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Heidi Bacchilega, Jean-Sébastien Clément, Dora Horvath, Sonja, Leissing, Anna Meister, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Jacqueline Vinzelberg, Michael West, Anette Wolffram

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Verlag: Layout: Doris Oberneder (Creative Director), Rolf Hauser (Leitung), Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Werner Gämperli, Nicole Gut, Tel.: 058 577 13 70, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


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Ein Guthaben auf dem Konto bringt zurzeit einen bescheidenen Zinsertrag. Machen Sie Ihr Sparschwein glücklich und investieren Sie jetzt in Mi-Fonds – die Anlagefonds der Migros Bank. Mit Mi-Fonds haben Sie höhere Ertragschancen als bei einem Sparkonto. Sie investieren breit diversifiziert und senken damit das Kursschwankungsrisiko. Die Fonds-Palette bietet für jedes Risikobedürfnis das Passende. Nutzen Sie die Erfahrung der Migros Bank-Spezialisten und investieren Sie langfristig mit Erfolg. Für eine gute Performance sorgen übrigens auch die günstigen Konditionen der Migros Bank.

Aktionsdauer: bis 31. März 2016 Preis: z.B. Ortlieb Back-Roller Plus QL2.1 (Paar) für Fr. 161.10 (statt Fr. 179.–) Profitieren: Weisen Sie einfach an der Kasse Ihre Cumulus-Karte vor und Sie erhalten 10% CumulusVorteil, solange der Vorrat reicht. Hinweis: nicht kumulierbar mit anderen Aktionen. Weitere Informationen: www.m-way.ch/cumulus

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Aktionsdauer: bis 31. März 2016 Profitieren: Für Ihre Investition von mindestens 5000 Franken in Mi-Fonds erhalten Sie 5000 CumulusPunkte geschenkt. Hinweis: Voraussetzung ist ein Wertschriftendepot bei der Migros Bank. Weitere Informationen: www.migrosbank.ch/fonds

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Aktionsdauer: 29. Februar bis 13. März 2016 Preis: Fr. 10.45 (statt Fr. 14.90) Profitieren: Sie erhalten beim Kauf des Taschenbuchs «Bis zum letzten Tag» von Nicholas Sparks 30% CumulusVorteil, wenn Sie in einer Ex Libris-Filiale die CumulusKarte und den Vorteilcoupon vorweisen oder bei der Bestellung im Online-Shop www.exlibris.ch bzw. in der App den Vorteilcode SPARKS16 eingeben. Hinweis: Nur zusammen mit der Cumulus-Karte einlösbar. Pro Person ist nur ein Vorteilcoupon gültig. Nicht kumulierbar. Weitere Informationen: www.exlibris.ch

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Das neue Taschenbuch von Sparks zum Vorzugspreis Gültig: 29. Februar bis 13. März 2016 Mindesteinkauf: Das Taschenbuch «Bis zum letzten Tag» von Nicholas Sparks. Profitieren: Sie erhalten 30% Cumulus-Vorteil, wenn Sie in einer Ex Libris-Filiale diesen Vorteilcoupon und Ihre Cumulus-Karte vorweisen bzw. bei der Onlinebestellung oder in der App den Vorteilcode SPARKS16 und die Cumulus-Nummer eingeben. Hinweis: Nur zusammen mit der Cumulus-Karte einlösbar. Pro Person ist nur ein Vorteilcoupon gültig. Nicht kumulierbar.

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DIESE UND WEITERE EVENTS GIBT’S IM CUMULUS-TICKETSHOP Profitieren: Tickets erhalten Sie unter www.cumulusticketshop.ch (solange der Vorrat reicht). Bitte geben Sie bei der Bestellung Ihre Cumulus-Nummer ein. Hinweis: Laden Sie Ihre Tickets direkt auf Ihre CumulusKarte. So entfällt die Servicegebühr und Sie profitieren vom günstigsten Ticket überhaupt. Pro Cumulus-Karte steht eine begrenzte Anzahl Tickets zur Verfügung. Mehrfachbestellungen werden ohne Rücksprache storniert. Informationen und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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Meine Welt

«Meine ‹Grosi› habe ich gegen Antiquitäten getauscht»

Der Titel seiner Biografie, «MacheWasiWill», ist Programm: Musiker-Urgestein und Gitarrenliebhaber Toni Vescoli macht heute noch, wofür sein Herz schlägt, nämlich Rock – als Solokünstler und immer wieder mit der legendären Band Les Sauterelles. Text: Yvette Hettinger Bilder: Paolo Dutto

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LEBEN | MM09, 29.2.2016 | 125

Toni Vescoli singt exklusiv fürs MigrosMagazin: Migmag.ch/ vescoli

1 Mein Instrument «Das war meine erste Gitarre; sie hat Jahrgang 1948.

Noch älter ist ‹Grosi›, eine National Steel von 1928. Sie kommt regelmässig zum Einsatz. Ich habe sie vor vielen Jahren mit Marc von Peter, Sue & Marc gegen Antiquitäten getauscht.»

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2 Meine Idole «Ich durfte viele Musikstars persönlich kennenlernen. Für die Rolling Stones waren wir 1974 letzte Vorgruppe im Hallenstadion Zürich – das Publikum flippte schon bei uns aus. Die Karte an die ‹Swiss Beatles›, wie Les Sauterelles auch genannt wurden, kam von den echten Beatles.» Name: Toni Vescoli (73) Sternzeichen: Krebs, Aszendent

Waage, Mond in der Jungfrau: «Eine sehr gefühlsbetonte Kombination.» Wohnort: Wald ZH Lebenslauf: Ich wurde am 18. Juli 1942 in Zürich geboren, wuchs in Küsnacht ZH auf und verbrachte ein paar Jahre in Peru. Als 16-Jähriger habe ich mir das Gitarrespielen beigebracht. Ich machte eine Lehre als Hochbauzeichner, arbeitete aber nur kurz auf dem Beruf. 1962 gründete ich Les Sauterelles. Nach aufregenden Jahren mit der Band wollte ich sie 1970 begraben. Es stellte sich aber heraus, dass ich sie nur eingefroren hatte. 1993 habe ich sie wieder «aufgetaut» – auch dieses Jahr treten wir wieder auf. Und im März bin ich mit Fiedlerin Amanda Shaw auf Tournee. Konzerttermine: Vescoli.ch

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Mein Lieblingsprodukt

Bild: Karl-Heinz Hug/SI/RDB

«Die CornaturProdukte sind super. Meine Frau ernährt sich vegetarisch, und ich will auch nicht viel Fleisch essen. Das CornaturGeschnetzelte eignet sich hervorragend für asiatische Currys.»

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3 Mein Haustier «Bullterrier Linda kam als Baby zu uns, inzwischen ist sie 13 Jahre alt. Als wir nach Wald zogen, mussten wir seitenweise Formulare ausfüllen für die Bewilligung dieses ‹Kampfhunds›.» 4 Mein Fluchtort «Wir sind gerade

aus Teneriffa zurückgekehrt. Nach Möglichkeit verbringen wir etwa drei Monate pro Jahr auf der Kanarischen Insel.» 5 Mein Ruthli «Als ich mit Les Saute-

relles auftrat, war sie regelmässig an den Konzerten. Seit 1965 sind wir zusammen. Mein Ruthli bedeutet mir alles: Sie ist meine Geliebte, Vertraute und beste Freundin. Sie stärkt mir den Rücken.» 6 Meine Biografie «Sie heisst ‹MacheWasiWill›. Seit Herbst 2014 präsentiere ich sie in gleichnamigen Soloprogrammen mit Songs, Geschichten und Bildern aus 55 Jahren Musikgeschichte.»


–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Gratinierte Rindsplätzli mit Dörrtomaten Hauptgericht für 4 Personen

–––––––––––––––––––––––––––––––––––– Zutaten: 50 g Paniermehl, 4 EL Butter, weich, 50 g entsteinte schwarze Oliven, 20 g abgetropfte Kapern, 8 Rindsplätzli, Salz, Pfeffer, Öl zum Braten, 8 in Öl eingelegte Dörrtomaten

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Zubereitung: 1. Paniermehl und Butter mischen. Oliven in dünne Ringe schneiden und mit den Kapern zum Paniermehl mischen. Plätzli mit Salz und Pfeffer würzen. 2. Backofen auf 80 °C vorheizen. Plätzli in wenig Öl bei starker Hitze beidseitig kurz anbraten. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit je 1 Dörrtomate belegen. Paniermehlmasse darauf geben. In der Ofenmitte ca. 10 Minuten ziehen lassen. Ofengrill einschalten. Plätzli kurz gratinieren, bis das Paniermehl goldbraun ist. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 12 Minuten gratinieren Pro Person ca. 38 g Eiweiss, 26 g Fett, 11 g Kohlenhydrate, 1800 kJ/430 kcal

Rezept und Foto: saison.ch

So wird Ostern zum Genussfest.


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DIE HASEN-FREUNDE. y

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Lotty – eine pfiffige Dame. Wenn sie in der Nähe ist, sollten sich alle gut festhalten. Die temperamentvolle Spasskanone hat jede Menge wilder Ideen im Kopf.

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Ricky – ein frecher Kerl. Wo auch immer er auftaucht, sind Spass und Durcheinander garantiert. Augen auf, er plant bestimmt schon den nächsten Streich.

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Willy – ein gutmütiger Kumpel. Der süsse Tollpatsch bringt mit seinen drolligen Spässen jeden zum Lachen. Er versteckt sich sicher ganz in der Nähe.

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