Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
Nr. 09-2015 | 23.02.15 | www.migrosmagazin.ch
Rassig und rar
Sterben Rothaarige aus? Seite 8
Bild: Ornella Cacace
Bundesrat Alain Berset zur AHV-Reform Seite 18 Neu: Rezepte zum Herausnehmen Seite 52 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59
Neues Design – mehr Service!
2 | MM09-2015
51
D Editorial
Neuer Look, alte Stärken Doch, doch, Sie haben richtig gesehen: Das Migros-Magazin sieht diese Woche etwas anders aus, als Sie es sich gewohnt sind. Und das wird so bleiben: Wir haben Ihre Zeitung einem sanften Relaunch unterzogen. Die Textmengen wurden etwas reduziert, die Rubrifizierung vereinfacht, die Bildsprache modernisiert. Alle Migros-Inhalte finden Sie nun gebündelt in einem klar umrissenen Teil in der Mitte der Zeitung, die Rezepte können Sie neu auf einem Blatt herausnehmen.
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Bilder: Christian Schnur, Sava Hlavacek, Claudia Linsi, Michael Sieber, MGB Archiv
Die Qualitäten, die das Migros-Magazin stark gemacht haben, haben wir nicht angetastet. Noch immer stehen Menschen im Zentrum. Deren Lebensentwürfe, Leidenschaften, ihr Engagement auf allen Ebenen. Wir wollen in einer Zeit, in der gerade in der Zeitungsbranche so viel drunter und drüber geht, in der sich Konzepte schneller abnützen als die Wahlversprechen von Politikern, ein verlässlicher Partner unserer Leserschaft sein. Wir wollen informieren, unterhalten und Wissen weitergeben. Nicht belehrend, nicht besserwisserisch, sondern inspirierend, klar und verständlich. Familien-, Gesellschafts- oder Gesundheitsthemen haben weiter ihren Platz. Daneben sind aber neue Inhalte dazugekommen. So ist alle zwei Wochen Beauty ein Thema, beschäftigt sich der Ernährungsexperte unserer Schwesterzeitschrift «Vivai» mit Fragen aus seinem Fachgebiet. Und ein ganzes Ärzteteam der Migros-Tochter Medbase wird Sie in Sachen Gesundheit beraten. Besonders intensiv haben wir uns aber dem Teil der Zeitung gewidmet, der sich mit der Migros befasst. Ihn haben wir generalüberholt und ganz auf Ihre Bedürfnisse angepasst. Mit einer klareren Gewichtung der relevanten Themen, mit einer verbesserten Sortimentsübersicht, mit neuen Rubriken und Inhalten. Lassen Sie sich überraschen! Und ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung zum neuen Migros-Magazin schreiben würden. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch
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MM09-2015 | 3
16
Menschen 6 Diese Woche Wie gefährlich ist es, Arznei im Internet zu kaufen? 8 Rothaarige
Rare Geschöpfe: Menschen mit roten Haaren im Porträt. 15 Bänz Friedli 16 Porträt
Bettina Stucki ist die einzige professionelle Stuntfrau der Schweiz. 18 Interview Bundesrat Alain Berset zur AHV-Reform. 24 Kolumnisten
Wir begrüssen fünf neue Kolumnisten.
Migros-Welt
71 Neues aus Ihrer Region
Leben 80 Reisen
Auf Hundeschlittentour durch Schwedisch Lappland. 87 Migros-Bank-Ratgeber 88 Gesundheit
Ein Expertenteam von Medbase beantwortet Ihre Fragen. 91 Beauty 93 Garten 95 Ernährung Fett muss nicht zwingend fett machen: eine Übersicht. 97 Familie
Wie schützt man Kinder vor brutalen Bildern in den Medien?
40 Für einen faulen Sonntag 43 Pflege für zarte Fasern 45 Frage der Woche 46 Quinoa – Korn aus Peru
98 Kinder
51 Saisonküche
Feine Muschelrezepte.
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Werden Sie Schweizer Gedächtnis-Champion!
34 Werbung
Ihrer Zeit voraus: MigrosWerbung im Lauf der Zeit.
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68 Hirn
63 Kräuterkäse von Heidi 65 Knackige Nussmixe 66 Treibstoff für Skihasen
Carlos berichtet aus seiner neuen Heimat Berlin.
101 Glücksgriff 103 Rätsel/Impressum 108 Cumulus 110 Meine Welt
«Schweiz aktuell»-Moderatorin Katharina Locher.
M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Menschen 09-2015
Darauf freuen wir uns Die «drey scheenschte Dääg»: Diesen Montag um punkt 4 Uhr war es wieder so weit: «Morge straich!». Die Basler Fasnacht dauert noch bis am 26. Februar. Premiere in Bern: Der weltbe kannte Cirque du Soleil gastiert erstmals in Bern – auf der Gros sen Allmend vom 28. 2. bis 29. 3.
Senden Sie uns Ihr Lieblingsbild zum Thema Fliegen!
Migrosmagazin.ch
Mein Bild der Woche «Nun steigt es in die Lüfte: ‹Solar Impulse 2›, ein revolutionäres
Pascale Bruderer Wyss (37) ist seit 2011 Ständerätin
des Kantons Aargau und seit März 2008 Vize präsidentin der SP.
Solarflugzeug – breiter als ein Jumbojet, leichter als ein Auto. In den nächsten Tagen bricht es zur Weltumrundung ganz ohne Treibstoff auf, abwechslungsweise gesteuert von André Borschberg und Initiator Bertrand Piccard. Die Vision eines Einzelnen, in breiter Partnerschaft gereift und von einer grossen Crew in die Tat umgesetzt. Oder in Piccards Worten: ‹Gestern ein Traum, heute Solarflugzeug, morgen ein Botschafter›. In der Tat: Botschafter der Energiewende. Und dafür, dass Grenzen überwunden werden können. In der Höhe genauso wie hier, am Boden, in den Köpfen der Menschen.»
Unnützes Wissen
Tierwelt Ein Chamäleonweibchen errötet, um einem Männ chen zu gefallen.
Hörprobe
Entschuldigung, was hören Sie gerade? Simina Ringsma (26),
Finanzbuchhalterin aus Dietikon ZH: a) Abba b) David Garrett c) Robbie Williams Auflösung: a) «Weil mich die alten Songs von Abba, den Beatles oder den Bee Gees einfach glücklich machen.»
Bilder: Rezo, Keystone/Peter Schneider, Ueli Christoffel, zvg
Bei den Seepferdchen brin
gen die Männchen den Nachwuchs zur Welt.
Die Weibchen des Igelwurms Grüne Bonellia werden mehrere Zentimeter lang, die Männchen nur ein paar Millimeter. Junge Ratten lachen, wenn man sie kitzelt. Quelle: Neon/Stern
6 | MM09-2015 | MENSCHEN
Auch schon Medikamente online bestellt? Stimmen Sie ab: Migrosmagazin.ch
Diese Woche
Vorsicht: Fälschung!
Der Schweizer Zoll hat 2014 über 1000 illegale Arzneimittelsendungen beschlagnahmt. Das schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic schätzt die Dunkelziffer 20 Mal höher ein. Experten warnen: Wer Medikamente im Internet bestellt, riskiert sein Leben. Texte: Reto E. Wild, Monica Müller
Arzneimittelimporte
1225
illegale Arzneimittel importe beschlag nahmte der Schweizer Zoll im letzten Jahr. 2010 waren es noch ins gesamt 1852 Sendungen.
53%
der beschlagnahmten Präparate waren Erektionsförderer, rund doppelt so viel wie noch 2012.
aller beschlagnahmten Medikamente stammten aus Indien.
D
ie Risiken bei der Ein nahme von Medikamen ten, die man selber beschafft und ohne ärztliche Überwachung einnimmt, sind erheblich. Ruth Mosimann, Leiterin der Kontrolle illegaler Arzneimittel bei Swissmedic, sagt: «Es ist wie russisches Roulette: Man weiss nie, ob man ein gutes oder ein gesundheitsgefährdendes Präparat erhält.» Trotzdem wurden 2014 an der Schweizer Grenze mit 1225 Be schlagnahmungen 129 illegale Arz neimittel mehr abgefangen als 2013. Die meisten davon haben Konsu menten im Internet bestellt. Das kündigt jedoch keinen Trend an:
Im Langzeitvergleich sind die Zah len rückläufig. So wurden 2010 noch 1852 illegale Importe ausgewiesen. Ruth Mosimann geht davon aus, dass die internationale Zusammen arbeit der Schweiz mit ausländi schen Behörden Früchte trägt. Aber was heisst illegal? Eine Pri vatperson, wie übrigens auch ein Tourist, darf Arzneimittel in der Grössenordnung eines Monats bedarfs nur für sich selber und nicht für Drittpersonen einführen. Stuft die schweizerische Zulassungs und Aufsichtsbehörde ein Medikament als Betäubungsmittel ein, muss der Sendung zusätzlich ein Rezept eines Schweizer Arztes beiliegen.
Egal, ob man Vitaminpräparate aus den USA oder Nahrungsergänzungs mittel für den Eigengebrauch im portieren möchte: Es stellt sich je des Mal die Frage, ob die Schweizer Behörde – auf Basis der Verordnung über Speziallebensmittel – die Pro dukte nicht doch als Arzneimittel einstuft. Das ist dann der Fall, wenn beispielsweise die vom Hersteller empfohlene Menge die in der Schweiz erlaubte Tagesdosis über schreitet. Bei Potenzmitteln darf ebenfalls maximal der eigene Monatsbedarf importiert werden. Swissmedic warnt generell davor, Arzneimittel aus dem Inter net zu bestellen. MM
Bild: Keystone
45%
MENSCHEN | MM09-2015 | 7
Strassenumfrage
Experteninterview
«Was wir beschlagnahmen, ist nur die Spitze des Eisbergs» Ruth Mosimann, 2014 beschlag nahmte der Schweizer Zoll über 1000 illegale Arzneimittelsendungen. Wie hoch ist die Dunkelziffer? Zusammen mit dem Zoll und aus ländischen Behörden haben wir in einer Aktionswoche besonders inten siv kontrolliert. Aufgrund dieser Er fahrungswerte gehen wir von jährlich 40 000 Arzneimittelsendungen aus, die importiert werden – die Hälfte davon illegal, das heisst mehr als ein persönlicher Monatsbedarf. Fast die Hälfte aller beschlagnahm ten Medikamente stammt aus Indien. Wie erklären Sie sich das? In Europa haben wir ein gut funktio nierendes Kontrollnetzwerk. Wir ar beiten eng mit Zoll, Polizei und Justiz zusammen. So können wir unseren ausländischen Partnern die Absender melden und illegale Lieferungen unterbinden. In Indien versuchen wir ebenfalls immer wieder, den Behörden Absender zu melden, allerdings ohne Resonanz. Wie steht die Schweiz beim Medika mentenkonsum da? Wir sind das erste Land, in dem illegale Bestellungen zurückgehen. 2014 hatten wir 40 000 Online Bestellungen. Vor einigen Jahren lag dieser Wert vermutlich noch bei 100 000. Wir wissen allerdings auch, dass wir nur die Spitze des Eisbergs beschlagnahmen. Der Zoll kann nicht alles lückenlos kontrollieren. Aber es hilft, dass die Schweiz erfolg reich mit dem Ausland zusammen arbeitet und so dubiose Quellen oder Websites von Absendern elimi nieren kann. Die Mehrheit der beschlagnahmten Präparate sind Potenzmittel. Das kommt auch für mich über raschend, denn inzwischen sind in der Schweiz Generika erhältlich, die dazu geführt haben, dass auch die Original präparate preiswerter geworden sind. Vielleicht wollen Männer bewusst die Rezeptpflicht umgehen, weil sie sich schämen, zum Arzt zu gehen. Gibt es auch legitime Gründe, Medi kamente im Internet zu bestellen?
Bestellen Sie Medikamente online?
Nein, in keinem Fall. Falls ein Produkt in der Schweiz nicht erhältlich ist, sollte man dieses über die Arztpraxis oder über eine Apotheke besorgen. Diese haben laut Gesetz das Recht, entsprechende Medikamente zu be stellen. Das ist völlig legal. Tatsache ist, dass die Medikamente in der Schweiz überdurchschnittlich teuer sind. Was raten Sie einem Pa tienten, der wenig Geld hat? In der Schweiz sind wir gut versichert, Arzneimittel werden ja in der Regel von den Krankenkassen vergütet. Medikamente im Internet sind meist billiger, aber angesichts der grossen Risiken, die man auf sich nimmt, lohnt es sich niemals, ein bisschen Geld zu sparen. Denn die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Laut Forschern der Uni Zürich ist jede elfte Medikamentenverschrei bung bei älteren Menschen, die an mehreren Krankheiten leiden, überflüssig. Was unternimmt Swissmedic gegen diesen Missstand? Swissmedic ist für Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit der Medikamente zuständig. Die Verschreibung ist Sache der medizinischen Fachpersonen. Wenn etwa ein Arzt mit überflüssigen Verschreibungen auffällt, müssten die Kantonsärzte einschreiten. Aber werden nicht allgemein zu viele Medikamente geschluckt? Hilft nicht oft einfach ein natürliches Heil mittel? Meine persönliche Meinung ist: Man kann die Natur nicht gegen die Schulmedizin ausspielen. Medikamen te sind jedoch keine beliebigen Kon sumgüter: Jedes Arzneimittel kann unerwünschte Wirkungen haben. Deshalb sollte man beim Medikamen teschlucken zurückhaltend und vorsichtig sein. Wann und wo haben Sie zum letzten Mal Medikamente bezogen? Ich war erkältet und habe mir in einer Apotheke Brausetabletten zum Inhalieren gekauft. *Swissmedic ist die schweizerische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Heilmittel. Weitere Informationen: www.swissmedic.ch
Die ausgebildete Apothekerin Ruth Mosimann (47) ist Leiterin der Kontrolle illegaler Arzneimittel bei Swissmedic*.
Iwan Möri (22), Koch, Seedorf BE:
«Das wäre mir zu riskant. Lieber gehe ich zum Hausarzt, wenn ich krank bin. Da weiss ich genau, was ich bekomme und warum. Bei der Gesundheit sollte man nicht sparen.»
Esther Amberg (41), wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bern:
«Ich shoppe nie online und besorge eigentlich alles, was ich brauche, im Quartier. Ist jemand in der Familie krank, lasse ich mich gern vom Arzt oder Apotheker persönlich beraten.»
Vincenzo Pizzini (65), Typograf, Bern: «Ich informiere mich oft
über Produkte und Preise im Netz, bevor ich etwas im Laden kaufe. Medikamente würde ich nie online kaufen. Da fehlt mir das Vertrauen.»
8 | MM09-2015 | MENSCHEN
Belinda Lenart (28), Make-up-Artistin und «Bachelor»-Gewinnerin aus Bern
«Seit vier Jahren bin ich ein stolzer Ginger, vorher habe ich meine Haare ständig gefärbt und mit allen Farben experimentiert. Nun denke ich: Das, was die Natur für mich vorgesehen hat, passt am besten zu mir.»
Rothaarige
Rare Rotschöpfe
Als Kinder gehänselt, als Erwachsene bewundert – Rothaarige fallen auf. Auch, weil sie so selten sind: Sie machen rund ein Prozent der Weltbevölkerung aus. Text: Silja Kornacher
Bilder: Ornella Cacace
Hair & Make-up: Najat Zinbi
Illustration: Martin Burgdorff
MENSCHEN | MM09-2015 | 9
Echt rothaarig? Dann zeigen Sie sich! Migrosmagazin.ch
Sven Düscher (22), Serviceangestellter und Bürokaufmann aus Solothurn
«Ich finde es cool, rothaarig zu sein, es gibt ja so wenige mit dieser Haarfarbe. Mich stört es nicht, Pumuckl, Ed Sheeran oder Barbarossa genannt zu werden. Ich kann ja nichts dafür.»
10 | MM09-2015 | MENSCHEN
Enrique Isler (30), Koch aus Dübendorf ZH
«Ich bin gern rothaarig, schliesslich bin ich so etwas Spezielles. In Venezuela, wo ich aufgewachsen war, fiel ich besonders auf. Die Leute dort nannten mich ‹brennender Berg›.»
Peter Michels (44), Fotokünstler und Autor aus Wald ZH
«Mit den Jahren habe ich mich mit meiner hellen Haut und der Haarfarbe abgefunden. Heute zelebriere ich sie regelrecht. Seit ich älter bin, bekomme ich viele Komplimente, wildfremde Leute wollen mir durch den Bart fahren. Lustigerweise werde ich oft auf Englisch angesprochen, weil die Leute denken, ich sei Brite.»
Sandra Kennel (34), Fotografin aus Zürich «Als Kind war es sehr schwierig, rothaarig zu sein, man ist schon ein bisschen der Aussenseiter. Heute habe ich mich daran gewöhnt. Komischerweise werde ich fast wöchentlich auf der Strasse angesprochen, ob meine Haare echt sind. Die Frage finde ich ziemlich überflüssig, eigentlich sieht man das ja.»
Daniela Dambach (29), Journalistin aus Bern
«Ich kann nie unentdeckt irgendwo hingehen. Heute finde ich es schön, rothaarig zu sein, früher fand ich es schrecklich. Kinder sind gnadenlos und sagen unnette Sachen: Hexe, Rostkopf ... Alles, was ich mir damals anhören musste, bekomme ich heute doppelt als Kompliment zurück.»
MENSCHEN | MM09-2015 | 11
Prominente Rothaarige Anna Ermakova
I
ch mach mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt», singt Pippi Langstrumpf, der wohl berühm teste Rotschopf aller Zeiten. Das «stärkste Mäd chen der Welt» bestätigt damit eines von vielen Vorurteilen gegenüber Rothaarigen: die Eigensinnig keit. Und auch sonst wird den Rotschöpfen so einiges nachgesagt. Stur sollen sie sein, verrucht, impulsiv, leidenschaftlich im Bett. Sie stammen von den Hexen ab, verwandelten sich früher in Vampire … Die Liste lässt sich beliebig weiterführen. An den Mythen über Rothaarige ist auch die Literatur nicht ganz unschul dig. In vielen grossen Werken kommen Rothaarige in einem ziemlich unschmeichelhaften Kontext vor. So schrieb zum Beispiel J. D. Salinger im Bestseller «Der Fänger im Roggen»: «Leute mit roten Haaren werden schnell wütend.» Der Kriminelle in «Oliver Twist» wird von einem Rothaarigen dargestellt, und auch in «Gullivers Reisen» steht: «Man hat bemerkt, dass die Rothaarigen beider Geschlechter gieriger und boshafter als die Übrigen seien.» Der griechische Philosoph Aristoteles soll gesagt haben: «Die Rot haarigen haben einen schlechten Charakter.» Mag sein, aber führen können sie, wie die Geschichte beweist: Queen Elizabeth I, Napoleon Bonaparte und Winston Churchill waren rothaarig.
Boris Becker
Experteninterview
Die Welt ohne Rothaarige? Torsten Schöneberg, sterben die Rothaarigen wirklich aus?
Damian Lewis
Julianne Moore
Wie entsteht Rothaarigkeit überhaupt?
Bilder: Getty Images (8), Keystone (1)
Rothaarige haben Seelen!
Pumuckl, Feuerkopf, Rosthaufen, Rüebli … Beson ders in der Kindheit werden Rothaarige öfters mal gehänselt. So machte zum Beispiel ein Youtube Video die Runde, in dem ein rothaariger briti scher Teenager sich darüber beklagt, wegen sei ner Haarfarbe diskriminiert zu werden. Er regt sich darüber auf, dass in einer Fernsehshow behauptet wurde, Rothaarige hätten keine Seelen. Das Video mit dem Titel «Ginger do have souls!» ging mit 37 Millionen Klicks um die Welt. Der Londoner Fotograf Thomas Knights brachte sogar ein Buch mit gut aussehenden rothaarigen Männern heraus («Red Hot 100»), das dem Mobbing ein Ende setzen sollte. Er sagt: «Rothaarige Ed Männer haben, im Gegensatz zu rothaarigen Frauen, Sheeran keine Vorbilder in den Medien. Kein Superheld, kein wichtiger Politiker und kein Frauenheld hat in Hollywoodfilmen rote Haare.» Seit Kurzem macht sich wenigstens die Forschung Sorgen um die gebeutelten Rothaarigen. Der Klima wandel lasse sie bis 2100 aussterben, behaupten britische Wissenschaftler. Künftig wird es weniger schönes Wetter geben, damit auch weniger Sonnen licht und Vitamin D. Das sei jedoch zuständig für die roten Pigmente. Alles Quatsch, sagt Torsten Schöne berg, Biochemiker an der Universität Leipzig. «Rothaarige wird es immer geben.» Nur wird das Weitergeben von rotem Haar erschwert durch die rezessive Vererbung: Beide Eltern müssen das mutierte MC1RGen, das für rote Haare zuständig ist, in sich tragen. Das Vorkommen von roten Haaren kann aber auch Generationen über springen, erklärt Schöneberg. Ob sie nun aus sterben oder nicht, fest steht: Die Rothaarigen sind eine Spezies für sich. Oder wussten Sie, Andrea dass rote Haare kaum zu färben sind, dass Rot Sawatzki schöpfe mehr Anästhesiemittel brauchen und empfindlicher auf Kälte und Wärme reagieren? Ganz schön eigensinnig eben. MM
Von einem Aussterben der Rothaarigen kann sicher nicht die Rede sein. Es ist ein rezessiver Phänotyp, das heisst, sobald man eine Gen ausprägung für eine dunklere Pigmentierung hat, verliert sich die rote Haarfarbe. Sie kann aber in zukünftigen Generationen wieder auf treten. Es wird immer Rothaarige geben – ich befürchte eher, dass wir Haare generell ver lieren. Wenn man sich die Evolution des Men schen über die Jahrtausende ansieht, ist unse re Haarpracht immer spärlicher geworden.
Isla Fisher
Die rötliche Farbe und die dazugehörige blassere Haut kommen daher, dass die Hautfarbe der Menschen durch die zwei Farbstoffe Eumelanin, dem BraunSchwarz Pigment, und Phäomelanin, dem rötlichen Pigment, gebildet wird. Fehlt das Eumelanin, ist man rothaarig. Diese Mutation ist sehr selten, deshalb hat auch nur rund ein Prozent der Weltbevölkerung rote Haare. Es gibt ja auch die Theorie, dass der Klima wandel schuld sein soll, dass es immer weniger Rothaarige gibt. Was ist da dran?
Nicht viel, da Rothaarigkeit höchstwahr scheinlich nur ein Verlust einer Pigmen tierung ist. Es wird aber diskutiert, dass in früheren Populationen eine helle Hautfarbe im Norden ein Vorteil war, zum Beispiel bei der VitaminDProduktion.
Barbara Meier
Wo in der Welt ist Rothaarigkeit überhaupt entstanden?
Rothaarige gibt es überall auf der Welt – auch in Afrika – nur sind sie dort sehr selten. Eine dunkle Pigmentierung hat bei hoher Sonnen einstrahlung evolutionäre Vorteile. Wie sieht das in Zukunft aus?
Genetische Mutationen entstehen spontan und werden das auch in Zukunft tun – Rot haarigkeit per se wird also nicht aussterben. Jedoch kann die Häufigkeit je nach demogra fischen und populationsgenetischen Entwick lungen variieren.
Emma Stone
Torsten Schöneberg (48), Professor für mole
kulare Biochemie an der Universität Leipzig, entdeckte mit anderen Forschern, dass schon Neandertaler rote Haare hatten.
12 | MM09-2015 | MENSCHEN
Zahlen und Fakten
Bei Rothaarigen steigt die Wahrscheinlichkeit, Linkshänder zu sein.
Alles über Rothaarige
Rothaarige machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt. Ein Forscher der Harvard-Universität hat herausgefunden, dass Rothaarige oft weniger Antistresshormone produzieren: Das mache sie unkonventioneller und eigensinniger.
Rothaarige haben einen Gendefekt. Die Ursache für rotes Haar liegt in den Genen, genauer dem Erbgutbaustein MC1R. Dessen Mutation vor über 50 000 Jahren sorgte dafür, dass sich bei Rothaarigen anstatt des üblichen Melanins das sogenannte Phäomelanin in Haut, Haar und Augen bildete.
Rund 45 000 Frauen wurden zwischen 1483 und 1784 verbrannt, weil sie wegen ihrer roten Haare für Hexen gehalten wurden.
Die alten Griechen glaubten, Rothaarige verwandelten sich nach ihrem Tod in Vampire.
MENSCHEN | MM09-2015 | 13
Rothaarige haben am wenigsten Haare auf dem Kopf. Blonde Menschen haben im Durchschnitt 150 000 Haare, brünette 110 000, schwarzhaarige 100 000 und rothaarige nur 88 000.
Die meisten Rotschöpfe leben in Schottland. Dort haben 14 Prozent der Bevölkerung rote Haare. Damit leben die meisten Rothaarigen nicht wie vielfach angenommen in Irland.
Der Schriftsteller Mark Twain, selber rothaarig, sagte einmal: «Rothaarige stammen von den Katzen ab, der Rest der Menschen von den Affen.»
Schon zu Neandertalerzeiten gab es Rothaarige. Rothaarige brauchen rund 20 Prozent mehr Narkosemittel als Men-
Rothaarige werden schneller identifiziert. Wer rothaarig ist, sollte sich
lieber nicht für eine kriminelle Karriere entscheiden. Aufgrund ihres mutierten MC1R-Gens können Forensiker sie besonders leicht identifizieren.
Rothaarige Sklaven waren im Alten Rom die wertvollsten. Menschen mit feurig rotem Haar standen damals hoch im Kurs. Ihnen wurde nachgesagt, stark und entschlossen zu sein. Deshalb waren sie teurer als andere Sklaven, und Häftlinge färbten sich sogar die Haare, um ihren Wert zu erhöhen.
schen anderer Haarfarbe. Der Grund dafür ist noch nicht erforscht, man geht jedoch davon aus, dass das mutierte MC1R-Gen die Effektivität von Narkosemitteln senkt.
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MENSCHEN | MM09-2015 | 15
E Bänz Friedli
Die Männer am Bügellift
Erstens fordere ich, dass Bob Dylan endlich den Literaturnobelpreis erhält. Danach wäre Rapper Eminem an der Reihe. Zweitens wünschte ich, das Wahljahr mit all dem Gefasel und den hohlen Versprechungen wäre schon vorüber. Drittens möchte ich es noch erleben, dass YB wieder mal Meister wird. Aber das hatten wir, glaub ich, schon. Viertens schlage ich vor, dass nur noch Leute Hunde halten dürfen, die dazu wirklich imstand sind. Es darf ja auch nicht jeder Lümmel Auto fahren. Eine Eignungsprüfung wäre, fünftens, vielleicht auch für künftige Eltern angemessen. Aber ob andere Väter und Mütter ihrer Aufgabe gewachsen sind, geht mich, sechstens, einen Dreck an, ich weiss.
Bänz Friedli (49) hat noch Fragen.
Siebentes bin ich mir nicht sicher, ob man «siebtens» oder «siebentens» sagt oder ob allenfalls beides richtig ist. Achtens frage ich mich, warum Velofahrer, ich leider eingeschlossen, offenbar das Gefühl haben, sie seien ja schliesslich umweltfreundlich unterwegs, sie müssten sich nicht an Verkehrsregeln halten, und zwar nicht einmal an die elementarsten wie Rotlicht, Einbahnstrasse, Fahrverbot auf dem Fussgängerstreifen. Neuntens möchte ich wissen, warum auf jeder Salbe «Anti Age» steht. Als ob das Altern so schlimm wäre! Als ob sich, wer altert, nicht im Gegenteil freuen dürfte: darauf, zunehmend weise, reif und gelassen zu werden.
Zehntens nimmt mich – seit ich ein Inserat gesehen habe, das eine Fertigpizza zum sagenhaften Preis von 85 Rappen feilhält – wunder, ob nicht allein schon die Herstellung der Kartonschachtel, ginge es mit rechten Dingen zu, mehr als 85 Rappen verschlingen würde. Und ich wüsste gern, ob von allen, die zu solch einem Produkt beigetragen haben, überhaupt noch jemand anständig entlöhnt wurde; welcher Art die Zutaten sind; wie die Billigpizza überhaupt schmeckt. Und was nun unmoralischer ist: sie anzubieten oder sie zu kaufen. Fragen über Fragen. Wenn ein Baselbieter namens Antoine am deutschen Kommerz-TV andere kritisiert, sie könnten nicht singen – ist das nicht ein Widerspruch in sich selbst? Ist eine Überzeugung erst eine, wenn sie öffentlich zur Schau getragen wird wie jüngst all die «Je suis Charlie»-Bekenntnisse? Weshalb sitzen in Schneesportgebieten stets Frauen an der Kasse, wohingegen am Lift ausnahmslos Männer als Bügelhalter stehen? Warum wundern wir uns über die Zunahme an magersüchtigen Teenagern, solange Sendungen wie «Germany’s Next Topmodel» mit ihrem kranken Schönheitsbild ungestraft ausgestrahlt werden dürfen? Und in welchem Jahrhundert lebt eigentlich der Bischof von Chur? Okay, ist ein bisschen viel aufs Mal. Lassen Sie es mich ab nächster Woche eines ums andere behandeln. Sind Sie dabei? Bänz Friedli live: 26. 2. Luzern, «Stadtkeller».
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16 | MM09-2015 | MENSCHEN
Porträt
Beruf: Wildsau
Angefahren werden, sich verhauen lassen, in den Abgrund springen: Was die meisten lieber nicht erleben möchten, ist die Passion von Bettina Stucki, der einzigen Stuntfrau der Schweiz. Text: Monica Müller
B
ettina Stucki (29) sucht das, was alle vermeiden wollen. Sie lässt sich anzünden, überfahren, erwürgen. Für Melanie Winiger sprang sie im Film «Sinestesia» von einem Motorrad, für Mona Petri liess sie sich in «Das Fräuleinwunder» von einer Fähre werfen, für Barbara Terpoorten prallte sie im «Bestatter» gegen ein Auto. Ihre Einsätze sind kurz, brutal und enden oft mit ihrem Tod auf dem Set. Lorbeeren für ihren Mut gibts kaum – sie ist das Double. Warum bloss tut sie sich das an? Bettina Stucki, schwarz-weiss getupfte Bluse, enge Jeans, zusammengebundene Haare, lacht und antwortet in breitem Berndeutsch: «Es isch eifach huerä geil.» Stunts würden sie glücklich machen. Körperlich und mental voll präsent zu sein und sich im entscheidenden Moment bewusst zu überwinden, das fühle sich einfach grossartig an. «Das war wohl schon immer in mir drin.» Schon als Kind war Stucki eine «kleine Wildsau», wie sie sagt. Beim Schaukeln sprang sie jeweils am höchsten Punkt ab. Sie kletterte auf die Spitze der sieben Meter hohen Tanne vor dem Haus und liess sich dann fallen, federte von Ast zu Ast. Beim Skifahren suchte sie die höchste Schanze, beim Judo und Kickboxen den stärksten Gegner. Schon als Mädchen träumte sie davon, Stuntfrau zu werden. Erste Kontakte in Los Angeles
Mit der Sendung «Stunthero» bot sich ihr 2007 bei SRF erstmals die Gelegenheit, in ihrer Wunschbranche zu schnuppern: In der Abenteuershow kämpften je fünf
Frauen und Männer um einen Stuntjob in Hollywood. Bettina Stucki war die einzige Frau, die es bis in die Filmmetropole schaffte. Doch vor dem Final schied sie aus. Trotzdem: «Es war die Zeit meines Lebens, endlich konnte ich mich richtig ausleben.» In der Sendung lernte sie von erfahrenen Stuntmännern kameratauglich zu kämpfen, zu fechten, sich im Auto zu überschlagen und von hohen Gebäuden zu stürzen. Nach dem Aus blieb sie in Los Angeles und nutzte die Kontakte, die sie über die Fernsehshow geknüpft hatte. Sie klopfte auch bei der Vereinigung der Stuntleute an und bat um Tipps. «Versuche dein Glück bei Bob Yerkes», riet man ihr. Die mittlerweile 83-jährige Stuntlegende ist bekannt aus Filmen wie «Back to the Future» oder «Star Wars». Yerkes besitzt ein weitläufiges Gelände, das ein eigentlicher Stunt-Parcours ist. Für Stuntmänner und -frauen mit Ambitionen gilt Yerkes’ Reich als eine der besten Schulen. Einlass gibts nur auf persönliche Einladung des Altmeisters oder von etablierten Stuntleuten. Bettina Stucki wurde ihm empfohlen. Bald schon kochte sie für Yerkes, schuftete im Garten und wurde dafür von ihm unterrichtet. «Er ist ein Lehrer alter Schule», erzählt Stucki, die von ihm Hochseillaufen und Trapez lernte. Klappte etwas nicht, sagte er stets: «Nochmals, nochmals, nochmals!» Bis zum Umfallen. Zwischen Wohnwagen, Trampolinen und Trapezen auf Yerkes’ Gelände lernte sie ihren zukünftigen Mann, Marcel Stucki, einen Schweizer, kennen. Der Stuntkoordinator weilte
Bilder: Michael Sieber
ebenfalls zu Weiterbildungszwecken dort. Über die gemeinsame Leidenschaft sprang auch der Funke füreinander. Tägliches Training ist unerlässlich
Bettina und Marcel Stucki leben in Zollikofen BE und haben zwei Kinder, Morris (2) und Ellen (10 Monate). Elternsein hat nichts an ihrer Leidenschaft für Stunts geändert. Es sei höchstens schwieriger geworden, die Trainingseinheiten unterzubringen. Die 29-Jährige treibt jeden Tag eine Stunde Sport. Sie joggt, tanzt, macht Yoga und Pilates. Immer wieder probiert sie andere Sportarten aus. Neues zu lernen, helfe beim Choreografieren von Stunts und Kampfszenen. Verletzt hat sich Stucki noch nie. Wobei Prellungen und Stauchungen natürlich nicht zählen. Die einzige Stuntfrau der Schweiz war bisher in 15 Kinound Fernsehfilmen zu sehen, pro Jahr wird sie für etwa 10 Stunts gebucht. Sie hat auch Jobs in der Werbung oder wird von Firmen für Sicherheitsfilme oder Teambildungsanlässe engagiert. Daneben arbeitet die gelernte Kauffrau im 50-Prozent-Pensum als Projektmanagerin in einer IT-Firma. Ihr Mann arbeitet Vollzeit im Stuntbusiness. Beim Fotoshooting fürs Migros-Magazin besprechen die beiden Bettina Stuckis Sprung vom Garagendach. Morris wird ins Auto gesetzt, Ellen im Kinderwagen hinters Haus geschoben. Marcel Stucki bereitet die Explosion so vor, dass ihr Haus keinen Schaden nimmt. «Nid z viu, Stucki!», ruft sie ihm zu. Er nickt. «Ready. Drü, zwei, eis. Go!» Es knallt – sie springt. MM
Seltener Job
Stuntszene Schweiz Sie ist überschaubar: In der Schweiz umfasst die Stuntszene bloss rund zehn Personen, die sich alle kennen. Noch ist Bettina Stucki die einzige Frau, sie wünschte sich aber, es wären mehr. «Das würde für mehr Vielfalt und Respekt für den Beruf sorgen.» Eine offizielle Ausbildung zum Stuntman
respektive zur Stuntfrau gibt es nirgends auf der Welt. Die Fachleute haben sich alle an Kursen im In- und Ausland weitergebildet. Bettina und Marcel Stucki bieten mit ihrer Firma «Stucki Action» regelmässig solche Kurse an. Ein Stuntkoordinator
geht mit dem Regisseur das Drehbuch durch und bespricht mit ihm, wo es Stunts braucht und wie diese aussehen sollen. Er sucht die Doubles dafür aus und bereitet die Spezialeffekte vor. Marcel Stucki: «90 Prozent ist Vorbereitung, 10 Prozent der Stunt.»
MENSCHEN | MM09-2015 | 17
Sehen Sie diesen und weitere Stunts im Video! Migrosmagazin.ch
Bettina Stucki st端rzt sich f端r das Migros-Magazin von ihrem Garagendach. F端r die Explosion hat ihr Mann gesorgt.
18 | MM09-2015 | MENSCHEN
Interview
«Sie werden frei entscheiden können, wann Sie in Rente gehen wollen» Bundesrat Alain Berset plant eine Mammutreform der Altersvorsorge. Der Innenminister über die neue Flexibilität des Rentenalters, die älter werdende Gesellschaft und steigende Kosten im Gesundheitswesen. Text: Laurent Nicolet, Steve Gaspoz Bilder: Ruben Wyttenbach
MENSCHEN | MM09-2015 | 19
Schaut trotz anspruchsvoller Reformpl채ne optimistisch in die Zukunft: Bundesrat Alain Berset.
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MENSCHEN | MM09-2015 | 21
Alain Berset, wie definieren Sie das Alter? Das Alter ist eine Lebensphase, die an Bedeu tung weiter zunimmt. Wir können uns glück lich schätzen, dass wir immer länger leben – und dies erst noch unter so guten Bedingun gen wie nie zuvor. Das ist Grund zur Freude, auch wenn diese Entwicklung die Organisa tion der Gesellschaft etwas verändern wird. Sie planen eine Gesamtreform der Alters vorsorge. Weshalb ist das notwendig? Die Entwicklung der Demografie und der Kapitalmärkte gefährden die langfristige Finanzierung der AHV und der beruflichen Vorsorge. Mit einer gemeinsamen Reform der beiden Säulen können wir die Massnahmen aufeinander abstimmen. Die Säulen bleiben jedoch klar getrennt. Mit diesem Vorgehen schaffen wir Transparenz und Sicherheit. Ziel ist, das Rentenniveau zu garantieren. Müsste der Akzent nicht stärker auf der AHV liegen statt auf der zweiten Säule, um die Renten der Ärmsten zu sichern? Genau deshalb schlägt der Bundesrat ja vor, die AHV mit zusätzlichen Mitteln statt mit Leistungskürzungen zu stabilisieren. Mit der Reform «Altersvorsorge 2020» wird die AHV pro Jahr etwa 5 Milliarden Franken mehr zur Verfügung haben, vor allem aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer. Und wie sieht es bei der zweiten Säule aus? Hier ist zentral, dass die Senkung des Um wandlungssatzes so kompensiert wird, dass die Renten nicht sinken. Die Vorgaben der Verfassung lassen eine Rentensenkung nicht zu. Hinzu kommt, dass auch Erwerbstätige mit kleinen Löhnen und Teilzeitjobs besser abgesichert werden sollen. Dafür senken wir die Eintrittsschwelle zur zweiten Säule. Einige vermuten, dass die von Ihnen vor geschlagene Anhebung des Rentenalters für Frauen von 64 auf 65 Jahre ein Trick ist, um später das Rentenalter für alle zu erhöhen … Das ist eine Unterstellung. Lesen Sie den Gesetzestext, es gibt darin keine Hintertüre zu einer Erhöhung über 65 Jahre hinaus. Das entspricht den heutigen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und den Wünschen der Mehrheit der Bevölkerung. Aber wir verwirk lichen endlich die Flexibilität, die seit einem halben Jahrhundert versprochen wird. Sie werden in Zukunft frei entscheiden können, zu welchem Zeitpunkt zwischen 62 und 70 Sie in Rente gehen wollen, allenfalls eine Teilrente beziehen. Wenn Sie über 65 hinaus arbeiten wollen, dann werden Sie das tun können, aber niemand zwingt Sie dazu. Die Flexibilität, von der Sie sprechen, eröffnet zwar Wahlmöglichkeiten, doch sie garantiert nicht die angemessenen Renten, auf die Sie hoffen …
Die Sozialsysteme müssen an die veränderte Gesellschaft angepasst werden, findet Bundesrat Berset.
... Flexibilität wird den persönlichen Bedürf nissen der Menschen gerecht. Die Menschen befinden sich im Zentrum dieser Reform. Der Bundesrat wollte mit der Flexibilisierung keine Einsparungen machen. Die angemesse nen Renten sichern wir mit der Zusatzfinan zierung, nicht mit der Flexibilisierung. Woll ten wir diese Zusatzfinanzierung vermeiden, müssten wir das Rentenalter generell auf über 67 anheben. Genau das will der Bundesrat aber nicht. Das wäre absolut chancenlos. Sollte man statt von Flexibilität nicht eher von der Aufhebung des Rentenalters und einer von den Beitragsjahren abhängigen Rente sprechen? Vor 30 oder 40 Jahren arbeitete in der Regel nur der Mann, die Frau blieb zu Hause. Das Gehalt musste für die ganze Familie reichen. Die heutige Gesellschaft ist deutlich vielfältiger. Und die Aufgabe der Politik ist es nicht, den Menschen vorzu schreiben, wie sie sich zu verhalten haben, sondern die gesellschaftliche Entwicklung zu begleiten. Das ist es, was wir mit der Flexibilität erreichen wollen. Die Leistungen der Altersvorsorge hängen heute schon von den Beitragsjahren ab. Wichtig ist, dass wir
mit dem Referenzrentenalter 65 den Leuten die Sicherheit geben, dass sie dann mit ihrer vollen Rente in Pension gehen können. Für die Gewerkschaften ist Flexibilität nicht die Lösung, da die Unternehmen nicht an älteren Arbeitnehmern interessiert sind. Es ist eine Tatsache, dass es Menschen gibt, die mit 58 oder 60 Jahren arbeitslos sind und grosse Schwierigkeiten haben, einen neuen Job zu finden. Einerseits müssen die Leute die Möglichkeit haben, bis zu ihrer Pensionie rung zu arbeiten – hier sind besonders die Arbeitgeber gefordert. Andererseits wollen wir es Leuten, die lange zu einem tiefen Einkommen gearbeitet haben, ermöglichen, früher in Pension zu gehen, und dies ohne Rentenkürzung. Oder mit einer deutlich kleineren Einbusse als heute. Glauben Sie, dass die Frauen die Erhöhung des Rentenalters auf 65 Jahre akzeptieren werden? Es wird weiterhin möglich sein, mit 64 Jahren in Rente zu gehen. In prekären Situationen sogar zu deutlich besseren Konditionen. Nehmen wir als Beispiel eine junge geschie dene Frau mit einem Monatsgehalt von 3000
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Rentenreform – weshalb? Die Zahlen:
Fakten
Die neue Altersvorsorge
Migrosmagazin.ch
Das Rentenalter der Frauen wird jährlich um zwei Monate von 64 auf 65 Jahre erhöht und damit demjenigen der Männer gleichgestellt.
Franken, die ihr Kind allein grossgezogen hat. Heute geht sie mit 64 Jahren in Rente, bekommt AHV und eine kleine BVG-Rente. Mit der Reform ginge sie immer noch mit 64 Jahren in Rente, hätte dieselbe AHV wie heute, doch ihre Rente aus der zweiten Säule würde sich mehr als verdoppeln!
Das normale Renten alter liegt bei 65. Der Zeitpunkt der Pensio nierung kann zwischen 62 und 70 Jahren frei gewählt werden. Neu sind Teilrenten möglich.
Die Frauen könnten einwenden, dass vor der Gleichstellung des Rentenalters erst einmal die Löhne angeglichen werden sollten. Ich habe grosses Verständnis für den Unmut der Frauen, dass die Lohngleichheit immer noch nicht verwirklicht ist. Der Bundesrat hat dagegen mehrere Massnahmen beschlossen, will aber diese Frage nicht mit der «Altervorsorge 2020» verknüpfen.
Der AHVFinanzie rungsbedarf von jährlich 8,3 Milliarden Franken soll hauptsächlich mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer um maximal 1,5 Prozent gedeckt werden. Künftig sollen nur noch jene Frauen eine Witwenrente erhalten, die beim Tod des Mannes noch Kinder betreuen. Der Satz, der die Höhe der Rente der 2. Säule bestimmt, wird innert vier Jahren von 6,8 auf 6 Prozent gesenkt. Dies wird kompensiert. Zur Person Alain Berset (42) ist seit 2012 Vorsteher des Eid genössischen Departe ments des Innern (EDI). Zuvor sass der Wirt schaftswissenschaftler und frühere Kommuni kationsberater aus Freiburg acht Jahre für die SP im Ständerat. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.
Ein kontroverser Punkt Ihrer Reform ist auch die erhöhte Mehrwertsteuer, welche die AHV stabilisieren soll. Dadurch sinkt für viele die Kaufkraft. Es gibt grundsätzlich drei Wege, um das Finanzproblem der AHV zu lösen: Die ersten beiden Optionen sind eine Erhöhung des Rentenalters auf 68 oder mehr Jahre oder eine Senkung der Renten um einen Viertel. Beide wurden vom Bundesrat als nicht akzeptabel eingeschätzt. Er zog die dritte Option vor, bei der die finanziellen Mittel über die Mehrwertsteuer erhöht werden. So trägt die gesamte Bevölkerung zur Finanzierung der AHV bei – auch die bald zwei Millionen Rentnerinnen und Rentner. Zudem ist es für viele ein guter Deal: Mit der höheren Mehrwertsteuer nehmen wir ihnen weniger weg als mit einem drei Jahre höheren Rentenalter. Wie sieht es beim Gesundheitswesen aus? Ist eine Kostenexplosion unausweichlich? Die Kosten werden weiter steigen. Einerseits wegen der höheren Lebenserwartung, andererseits aufgrund des technischen Fortschritts in der Medizin. Sie könnten natürlich reduziert werden, indem man auf teure, neue Behandlungsmöglichkeiten verzichtet und die Menschen mit der Medizin von 1990 behandelt. Doch wer wäre dazu bereit? Aber klar: Wir schauen nicht einfach zu, sondern ergreifen Massnahmen, um die Kosten im Griff zu haben. Sie möchten auch die Qualität der Behandlung verbessern. Ist das Schweizer System nicht so gut wie bisher angenommen? Die Qualität der Behandlungen ist gut, aber es gibt Verbesserungsmöglichkeiten, besonders bei der Koordination. Damit können wir jene Patienten
besser versorgen, die am meisten auf Behandlungen angewiesen sind. Und gleichzeitig die Kosten dämpfen, weil es weniger Komplikationen gibt. 10 Prozent der Patienten verursachen 80 Prozent der Kosten. Es gibt technische Hilfsmittel wie das elektronische Patientendossier, das die Kommunikation zwischen den Ärzten verbessern soll. Den Kantonen kommt bei der Koordination eine wichtige Rolle zu. Es gibt Randregionen, in denen es nicht einfach ist, einen Allgemeinmediziner zu finden. In anderen Regionen wiederum besteht das Risiko einer medizinischen Überversorgung. Bedeutet eine koordinierte Versorgung nicht das Ende der Patientennähe? Im Gegenteil: Es bedeutet, dass der Patient von den Ärzten behandelt wird, die ihm am besten helfen können. Wichtig ist, dass die Leute Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung haben, die sich relativ nah am Wohnsitz befindet. Dafür müssen auch die Arbeitsbedingungen attraktiver werden, um zu vermeiden, dass es in ländlichen Regionen bald keinen einzigen Allgemeinmediziner mehr gibt. Die Wochenendschichten, die Anrufe zu jeder Tages- und Nachtzeit und die 15-StundenTage sind nicht sehr verlockend. Was sagen Sie den Kantonen, die über die Bildung einer öffentlichen Krankenkasse nachdenken, um Kosten zu reduzieren? Die durchschnittlichen Prämien der Kantone variieren stark. Und auch die Initianten der öffentlichen Kassen sagen, dass das Sparpotenzial durch eine Systemänderung gering wäre. Vor allem eine bessere Behandlung soll dabei helfen. Hier setzen wir mit der koordinierten Versorgung an. Dies vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft. Doch das ist ja auch positiv: Vor 100 Jahren arbeiteten die Menschen ihr ganzes Leben lang, dann starben sie. Es gab keine Altersvorsorge. Ich bin froh, dass wir nicht mehr in dieser Welt leben. Aber viele klagen über die hohen Krankenkassenprämien. Zu Recht? Bei kinderreichen Familien mit mittlerem Einkommen haben wir ein Problem. Zumal bestimmte Kantone begonnen haben, die Prämienverbilligung für sie zu kürzen. Das liegt selbstverständlich in ihrer Kompetenz . Aber es ist auch meine Rolle, darauf hinzuweisen, dass sich die sozialen Konsequenzen solcher Kürzungen sofort bemerkbar machen. MM
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24 | MM09-2015 | MENSCHEN
Was macht ein gutes Bild aus? Was ist ihnen wichtig im Leben? Die Kolumnisten stehen Rede und Antwort.
Kolumnisten
Neue Edelfedern
1. Welches sind Ihre Ziele für 2015? 2. Worauf kann die Schweiz stolz sein? 3. Wann berührt Sie ein Bild? 4. Was gefällt Ihnen beim Schreiben? 5. Was ist Ihnen im Leben wichtig?
Fünf Persönlichkeiten schreiben neu für das Migros-Magazin. Im Turnus teilen Sie uns ihre Gedanken zu einem aktuellen «Bild der Woche» mit. Herzlich willkommen! Aufgezeichnet von: Reto E. Wild
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Die Konkordanz und die direkte Demokratie verpflichten die schweizerische Politik zur Bodenständigkeit – und zum Miteinander statt Gegeneinander. Das sind Errungenschaften, auf die wir stolz sein dürfen. Sie sorgen für Stabilität und verhindern, dass rücksichtslos politisiert oder vom hohen Ross herunter entschieden wird.
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Die Schweiz darf stolz darauf sein, wie organisiert sie ist in ihrem Bestreben nach möglichst viel Demokratie, Menschenrechten und einem guten Lebensstandard für alle. Die Schweiz ist gesellschaftspolitisch spitze! Deshalb begreife ich nicht, wieso man weniger Entwickeltes aus dem Ausland einführen will – wie ein politisches System etwa, das auf Konfrontation beruht (Regierung und Opposition), eine fundamentale freie «Abzocker»Marktwirtschaft oder mehr Vasallentreue gegenüber der Firma als der Heimat.
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Ich erinnere mich besser mit den Ohren als mit den Augen, bin also kein visueller Typ. Aber es gibt Ausnahmen: Bilder, die bei mir hängen bleiben – und genau solche werde ich hier präsentieren.
Schreiben bedeutet für mich eigene Gedankengänge nach aussen sichtbar machen und hoffen, dass diese den Leser seinerseits erfreuen, beflügeln, inspirieren und zum Nachdenken zwingen. Vielleicht hat er in mir zumindest einen Gleichgesinnten gefunden.
Viel Zeit mit meiner Familie verbringen zu dürfen. Und ganz generell mit Menschen, die eine positive Lebenseinstellung haben, die inspirieren und motivieren.
Bei dieser «Frage aller Fragen» habe ich immer noch keine bessere Antwort gefunden als jene des Schriftstellers Nick Hornby: Wichtig sind Jobs, Beziehungen und Haustiere.
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Pascale Bruderer Wyss (37) ist seit 2011
Ständerätin des Kantons Aargau, seit März 2008 Vizepräsidentin der SP Schweiz. Sie wohnt in Nussbaumen AG, ist mit Urs Wyss verheiratet und hat zwei Töchter.
Filmregisseurin und Drehbuchautorin Bettina Oberli (42) wurde durch ihre Kinofilme
«Die Herbstzeitlosen», «Tannöd» und «Lovely Louise» bekannt. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Zürich.
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Mindestens eines meiner aktuellen Filmprojekte fertig schreiben und die Finanzierung organisieren. Mails und Post effizienter beantworten. Stetig das Leben ein bisschen besser verstehen.
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Kann ein Land stolz sein auf jemanden, der zufällig den Schweizer Pass besitzt? Falls ja: auf Jean-Luc Godard, Pipilotti Rist, Sophie Hunger, Félix Vallotton und Jürg Halter.
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Wenn es komplizierte Gegebenheiten auf den Punkt bringt oder eine ganze Geschichte zusammenfasst. In so konzentrierter Kraft kann das nur ein Bild. Beim Schreiben gefällt mir das Gegenteil: Das ausufernde Eintauchen in erfundene Welten und das Kreieren von Figuren, mit denen alles möglich ist.
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Die Beziehung zu Familie und Freunden, Bücher, Kunst, Musik und meine Arbeit. Und dass Herz und Geist offen bleiben.
Bernard «Beni» Thurnheer (65) ist der bekannteste Schweizer Sportreporter und schrieb mit Sendungen wie «Tell-Star» oder «Benissimo» auch als Moderator TV-Geschichte.
Bilder: Keystone, Anita Affentranger, 13 Photo (2), PD
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Im Ständerat beraten wir mit der Altersvorsorge und der Energiestrategie riesige Reformen, ja eigentliche Generationenprojekte. Diese werden mein politisches Jahr 2015 prägen. Ich freue mich darauf und will meinen Beitrag zu mehrheitsfähigen Lösungen leisten, die unser Land weiterbringen.
Da ich bisher ein so schönes Leben genossen habe, möchte ich eben gerade gar nichts radikal ändern. Allerdings gilt: Wer alles so haben möchte wie bis anhin, der muss sich oft verändern. Ich will also weiterhin immer offen bleiben für Neues.
MENSCHEN | MM09-2015 | 25
Kabarettist Gabriel Vetter (31) wurde als 21-Jähriger
1
Champion bei den deutschsprachigen Poetry-SlamMeisterschaften. Er lebt als Autor in Winterthur ZH und Basel.
Ich würde gerne weniger Dinge und die besser machen. Familie, Freundschaften, Firma, Freizeit – frei nach dem smarten Motto: «Reduce to the max».
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«The same procedure as every year»: Nicht einrosten, sich selber immer wieder über den Haufen werfen, um ewiger Anfänger zu bleiben und endlich mal ein vernünftiges Brot backen.
sollte auf das, was man in Zukunft noch vor hat – und weniger darauf, was bereits erreicht ist.
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Ein Bild berührt mich, wenn es die skandalöse Schönheit des Zufalls ganz beiläufig zeigt. Beim Schreiben gefällt mir, dass man genau diese Beiläufigkeit nur mit grosser Mühe hinkriegt.
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Auf das Erreichte, Erschaffene. Zum Beispiel auf unsere Rolle in der Welt, unser Image, unsere Geschichte, unseren Reichtum, unseren Status, unsere Natur. Vieles davon haben Generationen vor uns erarbeitet und erkämpft. Nicht wir! Tragischerweise verführen uns diese Leistungen der Ahnen nun aber dazu, an allem festzuhalten und festzuklammern. Dadurch entsteht wenig Neues, wenig Bewegungsfreiheit und kaum Wagemut – nur Verlustangst. Davon müssen wir uns befreien, gemeinsam neue Ziele definieren und auf gut schweizerische Art darauf hinarbeiten. Nur so kommen wir voran.
Regula Bührer Fecker (36) hat 2007 zusammen mit Partnern Rod Kommunikation gegründet. Sie ist Geschäftsleiterin und zweifache Werberin des Jahres (2010 und 2014) sowie seit 2012 Verwaltungsrätin der SRG SSR.
2 5 2 0 % R a b at t
Die deutsche Liedermacherin Uta Köbernick sagte einst: «Die Angst ist der rote Teppich für den Mut.» Man könnte drum sagen: Der Stolz ist die Rolltreppe zur Einfältigkeit. Ich glaube, dass man als Schweizer vor allem stolz sein
Das Schreiben, das Lesen, das Reden, das Lachen – vor allem das Lachen.
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«The Licence to Cruise»
Migros-Welt 09-2015
Zitat der Woche
«Kunst baut auf Tradition und erfindet sich immer wieder neu.» Migros-Kulturchefin Hedy Graber bei der Eröffnung der Xanti-Schawinsky-Ausstellung am 20. Februar in Zürich.
Senden Sie uns ein Video oder ein Bild von Ihrem Lieblingsprodukt!
Bilder: Salvatore Vinci, Nathalie Bissig
Migrosmagazin.ch
32 | MM09-2015 | MIGROS-WELT
Zahl der Woche
70 500 So viele User sind aktuell auf Migipedia.ch registriert. Auf der Online-Kundenplattform können die Nutzer unter anderem Artikel bewerten und Ideen für neue Produkte einbringen.
Sven Schelker wurde an der Berlinale als Shootingstar 2015 ausgezeichnet. Der 25-jährige Basler eroberte mit dem Film «Der Kreis» die Herzen des Publikums. Der Film thematisiert die Liebesgeschichte zwischen Röbi Rapp und Ernst Ostertag, die im Zürich der 60er-Jahre mit Polizeirepressalien zu kämpfen hatten. Schelker wurde an der Berlinale als einer von zehn Shootingstars aus ganz Europa ausgezeichnet. 2010 und 2011 erhielt Schelker den Studienpreis des Migros-Kulturprozents im Bereich Schauspiel. «Das Kulturprozent hat mir eine Plattform gegeben», sagt Schelker. «Ich konnte Kontakte knüpfen, die meinen weiteren Weg als Schauspieler sehr geprägt haben.» Grosses Talent
Körperpflege
Neue Rezeptur Nanopartikel aus Kunststoff in Kosmetika und Zahnpasta sind nützlich: Die Polyethylen-Kügelchen helfen, eine gute Reinigung zu erzielen, ohne stark zu reizen. Aber die Kügelchen gelangen in die Umwelt und in der Folge auch in Lebensmittel wie Honig, Wasser und Milch. Das M-Industrieunternehmen Mibelle,
das für die Migros auch I-am-Produkte herstellt, hat bereits frühzeitig auf das Problem reagiert und setzt auf natürliche Alternativen. Mibelle hat die Rezepturen laufend umgestellt und setzt dafür Stoffe ein, die beispielsweise auf Bimsstein oder Zellulose basieren. Mittlerweile ist nun auch der letzte Artikel – ein Peelingprodukt von I am – auf die neue Rezeptur umgestellt worden.
Gesundheit
Prämierter Arbeitgeber Lorbeeren für die Mifa: Das M-Industrieunternehmen erhält das Qualitätssiegel Friendly Work Space. Mit dem Label attestiert die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz den ausgezeichneten Betrieben, dass sie sich umfassend für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden einsetzen. Um dieses Zertifikat zu bekommen, muss sich ein Arbeitgeber etwa um ergonomische Arbeitsplätze, aber auch um
die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben kümmern. Mit der zur Mibelle Group gehörenden Mifa haben bereits 18 Migros-Unternehmen das Gütesiegel erhalten. Im Rahmen von Generation M hat sich die Migros ausserdem das Ziel gesetzt, dass alle zehn regionalen Genossenschaften und der Migros-Genossenschafts-Bund mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet werden.
MIGROS-WELT | MM09-2015 | 33
Film zum Projekt anschauen: Energie sparen
Migrosmagazin.ch
Ein kleiner Trick spart Energie In der Migros-Filiale in Bulle FR
läuft seit rund einem Jahr ein schweizweit einmaliges Pilotpro jekt, das den Energieverbrauch von Kühlregalen und Tiefkühl möbeln um stolze 15 Prozent senkt. Bei den Kühlregalen wird nomalerweise mit einer Kühlflüs sigkeit von –8 Grad Celsius die Wunschtemperatur von 0 bis 7 Grad Celsius erreicht. Dank eines kleinen Zusatzelements muss
diese Kühlflüssigkeit jetzt aber nur noch –2 Grad Celsius kalt sein. Dieses Zusatzelement – ein soge nannter Ejektor – ist eine Pumpe, die unverdampfte Kühlflüssigkeit wieder in den Kreislauf zurück führt. Kleiner Aufwand – grosse Wirkung: Dank des Ejektors ist der Stromverbrauch um ganze 15 Prozent gesunken. Das Pilot projekt erhielt Unterstützung vom Bundesamt für Energie.
Luxuriöse Eiweisslieferanten In den Mittelmeerländern und an den Küsten sind Muscheln fester Bestandteil der Alltagsküche. Auch ein Besuch in Migros-Filialen mit Frischfischtheke lohnt sich: Die feinen Muscheln lassen sich leicht zubereiten. Und haben ganz nebenbei nur wenig Kalorien. < 1 g Fett 0 g Zucker 11,1 g Eiweiss 5,9 g Kohlenhydrate
77 kcal pro 100 g
Preisbarometer
Aktuelle Preisänderungen Die Migros gibt Vorteile im Einkauf, die sich wegen des starken Frankens ergeben, an ihre Kunden weiter. Dies führt erneut zu Preisabschlägen bei diversen Artikeln. Zu einer Preiserhöhung kommt es bei gemahlenen MBudgetMandeln und Haselnüssen. Bei den Haselnüssen gab es aufgrund von Frost schäden eine schlechte Ernte, während bei den Mandeln die Ursache die anhal tende Dürre in Kalifornien ist.
Bilder: Keystone, Claudia Linsi
Ausgewählte Beispiele
Preis alt*
Preis neu*
in %
Rio Mare Thon in Olivenöl, 104 g
3.95
3.80
–3,8
Andros Blutorangensaft, 1 l
5.30
4.95
–6,6
Anna’s Best Oliven mit Weichkäse, 150 g
4.90
4.50
–8,2
Armando De Angelis Tortellini mit Rohschinken, 250 g
5.90
5.40
–8,5
La Pizza Pizzette Margherita, 2 x 140 g
5.60
4.90
–12,5
Roquefort Société, 100 g
3.70
3.50
–5,4
Léger Schafskäse, 150 g
3.15
3.00
–4,8
Citterio Salami Stäbchen, 80 g
4.40
4.15
–5,7
MBudget Mandeln gemahlen, 400 g
2.90
3.80
31,0
MBudget Haselnüsse gemahlen, 400 g
3.80
4.80
26,3
*in Franken
Reichlich Vitamin B12 Wichtig für Blutbildung und Zellteilung
Spurenelemente wie Eisen und Fluor Eisen hilft beim Sauer stofftransport im Körper, Fluor härtet die Zähne.
Magnesium und Kalzium Gut für Muskeln, Nerven und Knochen
Rezepte auf Seite 51
34 | MM09-2015 | MIGROS-WELT
Werbung
Ihrer Zeit voraus So ungewöhnlich wie die Migros selber war stets auch ihre Werbung. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Text: Michael West
E
ine Familie spricht am Mittagstisch über die Migros. Der Vater behauptet, er könne gut ohne die Läden mit dem orangen M auskommen. Da passiert in der Wohnung etwas Seltsames: Der Vorratsschrank leert sich, das Jackett des Vaters verschwindet, alle Produkte der Migros lösen sich in Luft auf. Mit dieser Trickaufnahme zeigte der Film «Familie M» die Bedeutung der Migros für einen Schweizer Haushalt. Entstanden ist der abendfüllende Werbestreifen bereits 1948; er lief ein Jahr später mit Erfolg in vielen Schweizer Kinos. Während andere Firmen ihre Produkte mit Inseraten anpriesen, setzte Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler schon damals auf die Kraft bewegter Bilder. Denn auch bei der Werbung war Dutti seiner Zeit voraus. Und er hatte ein gutes Gespür für Talente. So engagierte er den vielseitigen Künstler Jules Glaser (1917 bis 2010), der ab 1951 jahrzehntelang Plakate und Dekorationen für die Migros gestaltete. Seine knallbunten Bilder wirken heute wie surreale Kunst und werden in Museen ausgestellt: Für Milchschokolade warb er mit einer fröhlichen Schoggikuh, für Suppe mit einem Koch, dessen Kopf beim zweiten Hinsehen eine Terrine ist. Migros-Melodie als klingendes Markenzeichen
Die Migros führte den Humor in die lange Zeit biedere Schweizer Werbung ein. Das begann schon
Das sagen Schweizer Werber über die Kampagnen der Migros
in den 50er-Jahren und setzte sich in späteren Jahrzehnten fort. In einem Spot aus den frühen 90ern will ein markiger Cowboy ein Streichholz am Stoff seiner Hose anreissen, die prompt in Flammen aufgeht. Anschliessend wird dem armen Mann auch noch die Zigarette zwischen den Lippen weggeschossen. Es folgt der Spruch: «Jeans kauft man besser in der Migros, Zigaretten übrigens nicht.» Untermalt wurde die Szene schon damals mit der Migros-Melodie, die bis heute praktisch alle Spots der Detailhändlerin begleitet. Dieser Jingle macht die Werbung unverwechselbar. Mehr als nur schöne Bilder und Pointen
Doch die Kampagnen der Migros haben nicht nur Unterhaltungswert, sie sind heute auch eng mit dem sozialen Engagement des Unternehmens verflochten. Beispielhaft ist hier die Werbung, die das Nachhaltigkeitsprogramm Generation M begleitet. Zu sehen sind Kinder, denen die Migros 61 konkrete Zusagen macht – es geht etwa um umweltfreundliche Verpackungen und Transporte, um Stromund Wasserverbrauch. Über den Stand der Versprechen legt die Migros regelmässig Rechenschaft ab; sie kommuniziert auch offen, wenn ein Ziel nicht erreicht wurde. Die Kampagne für Generation M ist ein gutes Beispiel dafür, dass Werbung viel mehr als nur schöner Schein sein kann. MM
Gleich der erste Migros-Werbefilm war ein Kinohit: Im abendfüllenden «Familie M» (1948) spielte Publikumsliebling Emil Hegetschweiler
Hermann Strittmatter, Inhaber und Leiter der Agentur GGK Zürich: «Mit ihrem
frechen und fröhlichen Stil hat die Migros die Schweizer Werbung verändert. Kein Wunder, dass ihre Kampagnen immer wieder imitiert werden.»
mit (oben rechts). Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler tauchte in einer kleinen Nebenrolle auf (unten links).
Regula Bührer Fecker, Partnerin der Agentur Rod: «Die Migros-Werbung
ist im positiven Sinn volkstümlich. Sie erreicht sehr viele Leute, und ihre Botschaften werden auf Anhieb verstanden.»
MIGROS-WELT | MM09-2015 | 35
Sehen Sie die Lieblingsspots der Werber: Migrosmagazin.ch
Bilder: Bildarchiv Migros Genossenschafts-Bund, Marcel Grubenmann/SRG, zVg
Plakate als Kunstwerke: Der begnadete Maler und Designer Jules Glaser gestaltete in den 50er-Jahren die knallbunte Migros-Werbung für Suppen, Konfitüre oder Milchschokolade.
Spitze gegen die Konkurrenz: 1931 lancierte die Migros das Waschmittel «Ohne Hänkel», das günstiger war als die Produkte des Marktführers Henkel. Der Name wurde nach einem Gerichtsurteil mit einem Feigenblatt überklebt.
Seite 37
Jost Wirz, Ehrenpräsident der Wirz Gruppe:
«Vor allem dank der wiederkehrenden Melodie ist die Migros-Werbung unverwechselbar. Diese Melodie ist ein sehr wirksames Markenzeichen.»
Jean Etienne Aebi, ehemaliger Präsident des Art Directors Club Schweiz:
«Die Migros ist heute ein Schweizer Monument wie das Matterhorn. Ihre Werbung hat zu diesem Status beigetragen. Die MigrosKampagnen hatten immer einen hohen Wiedererkennungswert, waren aber auch voller Überraschungen.»
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MIGROS-WELT | MM09-2015 | 37
Marc Engelhard ist Leiter
Marketing-Kommunikation des Migros-Genossenschafts-Bunds. Nachgefragt
«Gute Werbung hat Substanz» Marc Engelhard, was macht gute Werbung aus? Die Zeiten des klassischen «Werbeden kens» sind bei uns vorbei. Früher ging die Werbung von bestehenden Leistungen oder Produkten aus, die dann kommuni ziert wurden. Heute denken wir anders.
Bilder: Katharina Lütscher, Jonas Kuhn, Oscar Alessio/SRF, zVg
Können Sie das erklären? Wir denken nicht nur vom Produkt her, sondern kommen vom Kundenbedürfnis und entwickeln so Initiativen oder Erlebniswelten mit substanziellen Inhalten im Hintergrund. Kunden be sitzen heute derart viele Informationen, dass Kommunikation wie ein Eisberg funktioniert: Unter der Oberfläche braucht es weitaus mehr Fakten als nur Werbung, die sozusagen als Spitze aus dem Wasser ragt. Für mich umfasst gute Werbung den ganzen Eisberg. Macht das die Migros heute schon? Ja, beispielsweise über die Nachhaltig keitsinitiative Generation M mit ihren Versprechen. Hier arbeiten Kommuni kationsexperten, Sortimentsverantwort liche und Fachleute aus der Nachhaltig keit Hand in Hand. Das Resultat sind nicht lustige Filmchen, sondern greif bare Kundenvorteile. Gute Werbung hat schliesslich Substanz. Die Migros wurde ausserdem kürzlich zur weltweit nachhaltigsten Detailhändlerin gekürt. Sind die Zeiten unterhaltsamer MigrosWerbung jetzt vorbei? Sicher nicht. Es gehört schliesslich zu unseren Aufgaben, die Menschen von der
«Idée Migros» zu begeistern. Das ist uns schon früher gelungen, und diese Tradi tion verpflichtet. Heute ist es vielleicht nicht mehr nur ein Werbespot im Fern sehen: Im letzten Sommer publizierten wir etwa ein Buch mit 100 Tipps für den Sommer, letzte Weihnachten gewan nen wir mit unserem Song «Ensemble» innert fünf Wochen gar eine doppelte Platinschallplatte und konnten mit dem gesammelten Geld vier Schweizer Hilfs werke unterstützen. Gute Werbung und eine hohe Werbepräsenz kosten auch viel Geld. Als Genossenschaft schaffen wir mit unseren Überschüssen in erster Linie Mehrwerte für unsere Kunden. Dazu zählen auch tiefere Preise. Deshalb gehen wir sorgfältig mit unseren Werbe ausgaben um und haben in den letzten Jahren viel Geld eingespart. Das attestiert uns nicht zuletzt der Gewinn des Swiss Effie Awards, der jene Kampagnen prämiert, die besonders viel aus jedem eingesetzten Werbefran ken herausholen.
Tierischer Star: Das Huhn Chocolate wurde 2009 dank eines Migros-Werbespots berühmt.
Die aktuelle Kampagne für Generation M weist auf das Engagement der Migros für Gesellschaft und Umwelt hin.
Und die Migros-Werbung der Zukunft? Die Migros war stets eine Vorreiterin: Sie gehörte zu den ersten Unternehmen in der Schweiz, die Imagewerbung machten, später setzte sie mit Cumulus oder der Kundenplattform Migipedia neue Standards. In Zukunft werden wir noch mehr erlebbare Inhalte in den Mittelpunkt stellen, aber das Ziel bleibt gleich: Wir wollen Kundenherzen gewinnen. Interview: Daniel Sidler Seite 39
Peter Lesch, Stratege der Agentur Matter Gretener Lesch: «Der Humor macht die
Migros-Werbung zu etwas Besonderem. Die Pointen sind treffsicher, der Witz sinkt nie auf das Niveau von plumpem Schenkelklopfklamauk.»
Frank Baumann, Inhaber der Agentur Wörterseh: «Die
Migros-Werbung ist für mich oft das Sahnehäubchen auf der Schweizer Fernsehunterhaltung.»
Fredy Collioud, CEO der Agentur Publicis: «Die
Migros hat die Schweizer Werbung stark verändert. Sie machte den Humor salonfähig.»
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MIGROS-WELT | MM09-2015 | 39
Bilder: Peter Hebeisen, Maurice Haas, zVg
Starke Bilder: Die Kampagne «Von uns. Von hier.» zeigt, dass die Migros viele ihrer Produkte selber herstellt.
Kampagne mit Herz: Mit dem MigrosWeihnachtslied «Ensemble» sammelte ein Prominentenchor Spenden für Bedürftige in der Schweiz.
David Schärer, Mitinhaber der Agentur Rod Kommunikation:
«Statt auf die Kampagnen der Konkurrenz zu schielen, ist die Migros in der Werbung stets eigene Wege gegangen. Darum konnte sie immer wieder Trends setzen.»
Dominique von Matt, Verwaltungsratspräsident der Agentur Jung von Matt:
«Auch in der Werbung ist die Migros seit Jahrzehnten näher am Konsumenten als alle Mitbewerber: Statt austauschbare Happy-People-Szenen zu zeigen, die den Konsumenten meistens kalt lassen, will die Migros-Werbung auf humorvolle und überraschende Art Emotionen auslösen.»
40 | MM09-2015 | MIGROS-WELT
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MIGROS-WELT | MM09-2015 | 41
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2. Tag, Montag 6. Juli 2015 – Dänisches Seeland Via die sonnige Ostseeinsel Fehlmarn, die Faröbrücke und das wunderbare dänische Seeland erreichen wir am Abend Schweden. Übernachtung in Växjö. 3. Tag, Dienstag 7. Juli 2015 - Stockholm Fahrt nach Stockholm mit tollen Landschaften und Inga Lindström-Romantik. Danach zeigen wir Ihnen die Höhepunkte Stockholms. Am Abend legt unsere moderne Fähre Richtung Finnland ab. Übernachtung an Bord.
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4. Tag, Mittwoch 8. Juli 2015 – Helsinki & finnische Seenplatte Von Turku geht es in die finnische Hauptstadt Helsinki, wo wir zu einer eindrücklichen Stadtführung erwartet werden. Später Fahrt durch die finnische Seenplatte - Traumlandschaften in grün und blau! Übernachtung im Raum Kuopio. 5. Tag, Donnerstag 9. Juli 2015 – Rovaniemi & Lappland Durch die unendlichen Weiten der finnischen Wälder erreichen wir Rovaniemi, Stadt am Polarkreis und Heimat des Weihnachtsmanns. Übernachtung im Raum Levi. 6. Tag, Freitag 10. Juli 2015 - Nordkap Wir erreichen Norwegen und die legendäre Nordkapinsel. Am Abend erleben wir hier den Höhepunkt unserer Reise – wir stehen am Nordkap und
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MIGROS-WELT | MM09-2015 | 43
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MIGROS-WELT | MM09-2015 | 45
Frage der Woche
«Warum nimmt die Migros neben PETFlaschen nicht auch Joghurtbecher und andere Plastikverpackungen zurück?» An der Recyclingwand in MigrosFilialen können neben PET- und Plastikflaschen auch ausgediente Batterien, Leuchtmittel und Elektrogeräte sowie Wasserfilterkartuschen und CDs retourniert werden. Migros-Fachmärkte mit entsprechendem Sortiment nehmen weitere ausgediente Produkte zurück – etwa Gartengeräte, Farben und Lacke. Offene Plastikverpackungen wie Joghurtbecher nimmt die Migros nicht zurück, weil sich in den Filialen Geruchsbelästigungen und hygienische Probleme ergeben könnten. Bestimmte Verpackungen wie Tuben und Nachfüllbeutel bestehen meist aus Verbundmaterialien, das heisst aus verschiedenen Kunststoffen. Diese lassen sich nicht rezyklieren.
Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns!
Bild: Barbara Hess
M-Infoline ist der Kundendienst der Migros und erreichbar unter 0848 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–17.00 Uhr, 8 Rp./Min.* Samstag: 8.30–12.30 Uhr, 4 Rp./Min.* * Bei Anrufen aus Mobilfunknetzen fallen unterschiedliche Gebühren an.
Drei Fragen an
Cornelia Diethelm Was ändert sich für die Migros, nachdem sie zur weltweit nachhaltigsten Detailhändlerin gewählt worden ist? Diese Auszeichnung spornt uns an, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Wir wollen auch in Zukunft Pionierleistungen erbringen. Dazu gehört, dass wir uns neue ehrgeizige Ziele im Rahmen von Generation M setzen und die Nachhaltigkeit in allen Migros-Unternehmen weiter stärken.
Zeitreise
Männer an den Herd Zwei Herren mit Kravatte und weisser Schürze hantieren eifrig mit einem Schwingbesen und anderen Küchenutensilien. Die Szene wurde 1953 aufgenommen. Mit dem Foto warb die Klubschule Migros für ihre damals brandneuen Junggesellen-Kochkurse. Dass die Klubschule Männer zum Kochen brachte, gab damals viel zu reden. Immer wieder in ihrer mittlerweile über 70-jährigen Geschichte war die Klubschule Migros ihrer Zeit voraus. In den 60er-Jahren schulte sie die Reaktionsfähigkeit von Autolenkern mit damals topmodernen Fahrsimulatoren. Und 1984 bot die Klubschule als erste Schweizer Institution Computerkurse an, die sich an eine breite Öffentlichkeit richteten. Die verwendeten PCs waren graue Plastikungetüme mit winzigen Bildschirmen – und doch war dieses Kursangebot eine Pionierleistung. Heute ist die Klubschule die grösste Einrichtung für Weiterbildung in der Schweiz. Jährlich besuchen 400 000 Menschen eine ihrer Veranstaltungen. Darunter natürlich auch Kochkurse für jeden Geschmack. MM
Wie kann die Migros die Auszeichnung längerfristig behalten? Wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern müssen uns jeden Tag fragen: Wo können wir einen relevanten Beitrag zur Lebensqualität des Einzelnen und der nächsten Generationen leisten? Was erwarten die Menschen von der Migros? Nur wenn wir uns ständig weiterentwickeln, können wir die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Dimensionen unserer Geschäftstätigkeit auch künftig in eine gesunde Balance bringen. Wo kann die Migros noch mehr zulegen? Wir können uns zum Beispiel bei den Produktverpackungen verbessern. Hier haben wir uns das Ziel gesetzt, bis Ende 2020 bei über 6000 Tonnen Verpackungsmaterial die Umweltbelastung zu reduzieren, indem wir etwa weniger Material einsetzen. Solche Themen können wir gut beeinflussen, weil viele Produkte in einem Migros-Betrieb in der Schweiz hergestellt werden. Interview: Daniel Sidler Cornelia Diethelm ist Leiterin Direktion Nachhaltigkeit und Issue Management beim Migros-Genossenschafts-Bund.
46 | MM09-2015 | MIGROS-WELT
Quinoa
Ein Korn erobert die Schweizer Esstische F端nf neue Gerichte mit Fairtrade-Quinoa entf端hren nach Peru. Sie beinhalten authentische Toppings und kommen ohne Geschmacksverst辰rker aus. Die hochwertige Rezeptur und die einfache Zubereitung machen sie zum angenehmen Begleiter f端r unterwegs.
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1. Tag Schweiz–Passau Busfahrt von Zürich Sihlquai um 08.15 Uhr und St. Margrethen um 09.45 Uhr nach Passau. Einschiffung. Um 17.00 Uhr «Leinen los!» und Begrüssungs-Cocktail. 2. Tag Melk–Wien Nach dem Frühstück Besuch* des barocken Stift Melk. Schifffahrt durch die Wachau nach Wien. Am Abend lohnt sich ein Spaziergang durch Wien-Nussdorf. 3. Tag Wien Stadtrundfahrt* mit Sehenswürdigkeiten wie Stephansdom und Hofburg. Am Nachmittag Ausflug* nach Schloss Schönbrunn. 4. Tag Budapest Erleben Sie die unvergessliche Einfahrt nach Budapest. Am Nachmittag Stadtrundfahrt* mit imposanten Bauwerken an beiden Donauufern. Abendausflug* «Budapest bei Nacht» mit Musik und Tanz. 5. Tag Budapest–Donauknie Nach dem Frühstück Ausflug* zu einer «Csárda», einem typisch ungarischen Wirtshaus, mit Vorführung landestypischer Reitkunst. Fahrt durch das «Donauknie», auch «ungarische Wachau» genannt. 6. Tag Bratislava Am Morgen Stadtrundgang* mit Fahrt zur imposanten Burg. Sie sehen u.a. den bekannten St. Martins-Dom und die wunderschöne Altstadt. 7. Tag Wachau Der Ausflug* «Schönheiten der Wachau» führt in die alte Kuenringerstadt Dürnstein. Geniessen Sie den Nachmittag an Bord. Kapitäns-Dinner am Abend. 8. Tag Passau Nach dem Frühstück Ausschiffung. Busfahrt nach St.Margrethen, Ankunft ca. 16.15 Uhr. Ankunft in Zürich Sihlquai ca. 17.45 Uhr. Individuelle Heimreise.
1. Tag Schweiz–Passau Busreise ab Zürich und St. Mar-
8 Tage ab Fr. 990.–
* im Ausflugspaket (Fr. 280.–) enthalten, vorab buchbar Programmänderungen vorbehalten
15 Tage ab Fr. 2290.–
• Bequeme Busanreise ab Zürich / St. Margrethen • Spektakulärer Taldurchbruch «Eisernes Tor» • Elegantes und bewährtes Komfortschiff
grethen nach Passau. Um 16.00 Uhr «Leinen los ! ». 2. Tag Wien Schifffahrt durch die Wachau nach Wien. Stadtrundfahrt.* 3. Tag Kalocsa Ausflug* zu einer «Csárda»mit Vorführung traditioneller ungarischer Reitkunst. 4. Tag Belgrad Rundfahrt* durch die «Weisse Stadt». 5. Tag Eisernes Tor/Kataraktenstrecke Fahrt durch den Taldurchbruch der Karpaten und des Balkangebirges. 6. Tag Rousse Rundfahrt* mit «Pantheon der Kämpfer der Wiedergeburt», Dreifaltigkeitskirche, Ethnologischem Museum. 7. Tag Cernavoda/Schwarzes Meer Ab Cernavoda Ganztages-Ausflug ans Schwarze Meer inklusive Mittagessen. 8. Tag Bukarest Ausflug* Bukarest mit Stadtrundfahrt. Rückfahrt zum Schiff in Turnu Magurele. 9. Tag Eisernes Tor Passage Kataraktenstrecke. 10. Tag Novi Sad Stadtrundfahrt/- gang* mit Besuch der europaweit grössten Wehranlage Petrovaradin. 11. Tag Mohács Ausflug* nach Pécs, eine der ältesten und schönsten Städte Ungarns. 12. Tag Budapest Stadtrundfahrt* mit Burgviertel, Matthiaskirche und Fischerbastei. Ausflug* «Budapest bei Nacht». 13. Tag Bratislava Rundfahrt* mit Altstadt, St. Martins-Dom. 14. Tag Melk Ausflug* barockes Stift Melk mit Weinprobe. 15. Tag Passau–Schweiz Ausschiffung. Busfahrt nach St. Margrethen und Zürich. Individuelle Heimreise. * Ausflüge im Stadtrundfahrt - ( Fr. 205.–) und Ausflugspaket ( Fr. 205.–) enthalten, vorab buchbar
Abreisedaten Reise 1 Es het solangs het Rabatt 06.04. 400 11.05. 200 29.06. 200 17.08. 200 19.10. 300 13.04. 400 25.05.* 200 06.07. 200 24.08. 200 27.04. 300 01.06.* 200 03.08.* 200 31.08. 200 04.05.* 200 22.06.* 200 10.08. 200 07.09. 200 Abreisedaten Reise 2 Es het solangs het Rabatt 08.06.* 400 20.07.* 400 14.09. 400 * Oberdeck bereits ausgebucht Preise pro Person (vor Rabattabzug) 1 2 2-Bettkabine Hauptdeck 1390 2690 2-Bettkabine Mitteldeck vorn 1590 3090 2-Bettkabine Mitteldeck mit Panoramafenster 1690 3190 2-Bettkabine Oberdeck mit franz. Balkon 1890 3490 2-Bett Suite Oberdeck mit franz. Balkon 2190 3990 Zuschlag zur Alleinbenutzung auf Anfrage Inkl. Kreuzfahrt, Vollpension, alle Bustransfers, alle Gebühren. Weitere Details im Internet oder Katalog verlangen.
MS Select Explorerbbbb Komfortschiff mit Platz für 172 Gäste. Alle Kabinen (14–15 m2) sind komfortabel und geschmackvoll ausgestattet. Auf HD mit kleinen Fenstern, auf dem MD (im vorderen Teil, eine halbe Etage tiefer) zwei grosse Fenster, im mittleren Teil Panoramafenster. Auf HD/MD sind die Fenster nicht zu öffnen. Kabinen/Suiten auf dem OD verfügen über franz. Balkone. Die Suiten (ca. 25–28 m2) haben zusätzlich Sitzgruppe, CD/DVD-Spieler und Minibar. Bordausstattung: Panorama-Restaurant, Bar, Salon und grosses Sonnendeck. Lift von MD bis OD. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt). Ähnliche Reisen auf der Donau MS Thurgau Ultrabbbbb+ 8 Tage 29.05., 19.06., 10.07., 31.07., 21.08., 11.09., 09.10., 14.11., 21.11. 15 Tage 15.05., 05.06., 26.06., 17.07., 07.08., 28.08., 18.09., 16.10., 30.10.
MS Antonio Belluccibbbbb
8 Tage 13.06., 15.08., 22.08. 15 Tage 30.05., 20.06., 04.07., 18.07., 01.08. Eisernes Tor
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Aussergewöhnliche Reisen zu moderaten Preisen
MIGROS-WELT | MM09-2015 | 49
Die Inka-Stadt Machu Picchu ist das bekannteste Wahrzeichen Perus.
Bilder: Getty Images, VectorStock; Illustration: MM/Gabriela Masciadri
Nicht nur Wollelieferant: Lama als Freund eines peruanischen Mädchens. Peru – Land der Inkas und der Quinoa. Auf Inka-Pfaden zum Machu Picchu wandern, den Titicacasee oder die bunten Märkte erleben: Peru hat viel zu bieten. Mit 41 017 Tonnen Quinoa ist Peru weltweit führend im Export. Speziell an den neuen Quinoa-Mix-Fertiggerichten ist, dass sie vollumfänglich in Peru hergestellt werden und damit mehr Wertschöpfung im Land bleibt. Ausserdem hat die Migros die Quinoa-Kleinbauernkooperative überzeugt, nach den FairtradeRichtlinien zu arbeiten. Dies hat sich bewährt, wie auch Bauer Ángel More sagt: «Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der Aktivitäten, die den Wert unserer Anbaukulturen erhöhen. Seit zwei Jahren bin ich beim Programm mit dabei und überzeugt von Fairtrade.» CS
Das Fairtrade-Gütesiegel steht für fair gehandelte Produkte. Es ermöglicht Kleinbauernfamilien sowie Arbeiterinnen und Arbeitern in Entwicklungs- und Schwellenländern bessere Lebensbedingungen. Weitere Infos: www.migros.ch/maxhavelaar
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MIGROSWELT | MM092015 | 51
Saisonküche
Perlen der Meere
Da kommt Ferienstimmung auf: Muscheln lassen sich leicht und schnell zubereiten. Wir zeigen Rezepte, mit denen Sie Ihre Gäste beeindrucken. Text: Claudia Schmidt
Rezepte: Daniel Tinembart
Bilder: Claudia Linsi
Zeit aufwand 35 Minuten
Herausnehmen und sammeln!
Hauptgericht für 4 Personen
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Einfach, fein, günstig – momentan spricht alles für Miesmuscheln.
Fr. 4.90 im Einzelverkauf oder unter www.saison.ch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.–
52 | MM09-2015 | MIGROS-WELT
Spaghetti alle vongole
Miesmuscheln im Ingwersud Jakobsmuscheln auf Risotto 35 Minuten Hauptgericht
25 Minuten Hauptgericht
45 Minuten Hauptgericht
Zutaten für 4 Personen 1 kg Vongole 1 Schalotte 2 Knoblauchzehen ½ Zitrone 1 Bund gemischte Kräuter, z. B. Petersilie, Oregano, Thymian 1 Peperoncino 500 g Spaghetti Salz 8 EL Olivenöl Pfeffer aus der Mühle Zubereitung
1. Muscheln unter fliessendem Wasser waschen. Beschädigte oder geöffnete Muscheln aussortieren und wegwerfen. Schalotte und Knoblauch hacken. Zitrone auspressen. Kräuterblättchen abzupfen. Peperoncino längs halbieren und entkernen. Peperoncino in Streifen schneiden. Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen. In ein Sieb abgiessen und gut abtropfen lassen.
Zutaten für 4 Personen 1 kg festkochende Kartoffeln 1 dl Olivenöl 1,5 TL Salz 1,5 TL Paprika Pfeffer aus der Mühle 2 kg Miesmuscheln 1 Zwiebel 3 Knoblauchzehen 30 g Ingwer, gerüstet gewogen 3 dl Weisswein ½ Bund Kräuter, z. B. Koriander oder glattblättrige Petersilie Zubereitung
1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Kartoffeln in ca. 2 cm breite Schnitze schneiden und in einer Schüssel mit ¾ des Öls und Gewürzen mischen. Mit Pfeffer abschmecken. Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. In der Ofenmitte ca. 25 Minuten backen.
Zutaten für 4 Personen 300 g Rosenkohl
1 2 EL 2 350 g 2,5 dl 8 dl 450 g 80 g
Salz Schalotte Olivenöl Knoblauchzehen Risottoreis Weisswein Gemüsebouillon Jakobsmuscheln Pfeffer aus der Mühle Bratspecktranchen
Zubereitung
1. Rosenkohl rüsten. In Salzwasser ca. 4 Minuten weich köcheln. Mit kaltem Wasser abschrecken und abgiessen. Rosenkohl je nach Grösse halbieren und in feine Streifen schneiden. Schalotte hacken. Öl in einer wei ten Pfanne heiss werden lassen. Knoblauch dazupressen. Schalotte dazugeben und ca. 2 Minuten dünsten. Reis beigeben, glasig dünsten. Mit Wein ablöschen und diesen zur Hälfte einkochen lassen. Unter gelegentlichem Rühren nach und nach Bouillon beigeben. Garen, bis der Reis sämig ist, aber noch Biss hat. Rosenkohl beigeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
2. Inzwischen wenig Öl in einer Pfanne erhitzen. Schalotte, Knoblauch und Peperoncino dazugeben und andünsten. Muscheln dazugeben, mischen und zugedeckt ca. 5 Minuten dünsten, bis sich die Muscheln öffnen. Nicht geöffnete Muscheln wegwerfen. Spaghetti zu den Muscheln geben und alles mischen. Kräuter mit restlichem Öl pürieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Spaghetti alle vongole mit Kräuteröl und restlichem Zitronensaft beträufeln und servieren.
2. Inzwischen Muscheln unter fliessendem Wasser waschen und eingeklemmte Moos fasern entfernen. Beschädigte oder geöffnete Muscheln aussortieren und wegwerfen. Zwiebel hacken. Knoblauch und Ingwer in Scheiben schneiden. Restliches Öl in einer hohen Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer dazugeben und ca. 2 Minuten dünsten. Muscheln dazugeben und alles mischen. Wein dazugiessen und zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln, bis sich die Muscheln öffnen. Noch geschlossene Muscheln weg werfen. Kräuter hacken und dazugeben. Sud mit Salz und Pfeffer abschmecken. Muscheln und Ofenkartoffeln zusammen servieren.
2. Inzwischen Muscheln mit Haushaltspapier trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Specktranchen in einer Bratpfanne knusprig braten. Auf Haushaltspapier abtropfen lassen. In derselben Pfanne Muscheln auf jeder Seite 1 Minute braten. Muscheln dürfen innen noch etwas glasig sein. Risotto mit Speck und Muscheln anrichten.
Zubereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Pro Person ca. 22 g Eiweiss, 22 g Fett, 21 g Kohlenhydrate, 1550 kJ/380 kcal
Pro Person ca. 18 g Eiweiss, 28 g Fett, 46 g Kohlenhydrate, 2350 kJ/560 kcal
Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 18 g Fett, 78 g Kohlenhydrate, 2250 kJ/600 kcal
MARKTFRISCH
KEN. STARKER FRAN E. BOT STARKE ANGE
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BLUMEN & PFLANZEN
Eisbergsalat, Spanien, per Stück –.80 statt 1.20 33%
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Frischfondue Moitié-Moitié im Duo-Pack, 2 x 400 g 13.10 statt 16.40 20%
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BROT UND MILCHPRODUKTE Tessinerbrot, TerraSuisse, 400 g 2.– statt 2.50 20% Bifidus Drink 8 x 100 g, z.B. Multivitamin 5.20 statt 6.55 20% Alle Excellence Joghurt, z.B. Himbeer, 150 g –.65 statt –.95 30% Tilsiter Surchoix, per 100 g 1.30 statt 1.65 20% *Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.
WEITERE LEBENSMITTEL Alle Tafelschokoladen der Marke Frey à 100 g, UTZ (ohne Eimalzin, M-Classic, Suprême und Mehrfachpackungen), beim Kauf ab 3 Tafeln, jede –.30 günstiger, z.B. Milch-Nuss 1.40 statt 1.70 ** Alle Frey Bunny Family PET-Osterartikel oder Babuschka-Ei, UTZ, z.B. Bunny Sunny Milch, 55 g 20x 3.30 20x PUNKTE Alle Frey Schokoladen-Eili im 500-g-Beutel, UTZ, z.B. Milch Extra fein 8.55 statt 10.70 20% Alle Midor Biscuits im Beutel (ohne Tradition), z.B. Bärentatzen, 380 g 2.– statt 2.90 30% Chocky Rollen Schokolade oder Milch im 3er-Pack, z.B. Schokolade, 3 x 250 g 6.20 statt 7.80 20% Alle Instant-Kakao- oder Malzgetränke, z.B. Banago, Fairtrade, Beutel, 600 g 6.30 statt 7.90 20% Alle Klostergarten Tees im Beutel, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.40 günstiger, z.B. Albertus, 20 Beutel 2.– statt 2.40 Alle Spezialmehle (ohne Alnatura), z.B. Zopfmehl, TerraSuisse, 20x 1 kg 2.40 20x PUNKTE Alle J. Banks Snacks oder Frühlingsrollen, tiefgekühlt, z.B. Frühlingsrollen Gemüse, 6 Stück 5.10 statt 6.40 20% Buon Gusto Lasagne Bolognese oder Cannelloni Fiorentina im Duo-Pack, tiefgekühlt, z.B. Cannelloni Fiorentina, 2 x 360 g 4.75 statt 6.80 30%
M-Classic Apfelsaft im 10er-Pack, 10 x 1 Liter 6.– statt 12.– 50% San Pellegrino im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter 4.– statt 6.– 33% Alle Garofalo Teigwaren, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.50 günstiger, z.B. Rigatoni, 500 g 2.– statt 2.50 Alle Thomy Mayonnaise, Thomynaise, Senf oder Tartare in der Tube, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. Mayonnaise à la française, 265 g 2.– statt 2.50 Alle LeChef Gewürze, z.B. Pfeffer Bouquet, 56 g 4.40 statt 5.50 20% Alle Knorr Beutelsuppen im 3er-Pack, z.B. Fidelisuppe, 3 x 78 g 4.90 statt 6.30 20% M-Classic Pastetenfüllungen im 3er-Pack, 3 x 500 g oder 3 x 400 g, z.B. Pastetenfüllung, 3 x 500 g 9.70 statt 12.15 20% Alle El Mundo Quinoa Mix Produkte, z.B. MangoChutney, 225 g 3.50 NEU **
Zweifel Chips im XXL-Beutel, Nature, Paprika oder Salt & Vinegar, z.B. Paprika, 380 g 5.95 statt 7.75 20% Alle Torten ungekühlt, z.B. Linzertorte, 400 g 2.70 statt 3.40 20% Osterchüechli im Duo-Pack, 2 x 75 g 2.05 statt 2.60 20% Anna’s Best Family Pasta, 750 g 9.90 Anna’s Best Vegi-Menüs, z.B. Polenta mit Grillgemüse, 20x 380 g 5.90 NEU ** La Pizza im Duo-Pack, z.B. 4 stagioni, 2 x 420 g 11.70 statt 15.60 25% Schweizer Eier, Bodenhaltung, 15 Stück à 53 g+ 4.90 statt 5.90 15%
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MIGROS-WELT | MM09-2015 | 61
Tipps
Rund um die Muschel Saison
Früher hiess es, man könne Muscheln nur in Monaten mit dem Buchstaben «r» geniessen, also von September bis April. Das hatte vor allem den Grund, dass früher schlechtere Lager- und Transportbedingungen herrschten. Zudem führt die Algenblüte in den Sommermonaten zu einer Anlagerung von Algengiften in den Muscheln. Heute sind die Bestimmungen für den Verkauf von Muscheln so streng, dass nur unbedenkliche Ware in den Handel gelangt. In den Sommermonaten sind Muscheln übrigens meist kleiner. Lagerung Muscheln sollten immer möglichst frisch genossen und nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank gelagert werden. Schliesslich handelt es sich um lebende Tiere. Frische Muscheln gibt es in Migros-Filialen mit Frischfischtheke. Gewürze
Bilder: iStockphoto
Frische Kräuter und Gewürze passen ideal zu Muscheln. Mit Ingwer und Koriander gibt man ihnen einen asiatischen Touch, Thymian, Oregano, Rosmarin und Knoblauch machen Muscheln zu einer mediterranen Delikatesse. Zitrone unterstützt das feine Aroma der Meeresfrüchte. In Zusammenarbeit mit
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Küchenlexikon
Vielseitige Muscheln Ihr Terrain ist die bodenständige Küche ebenso wie die Haute Cuisine. Dazu sind Muscheln sowohl gute Teamplayer als auch Einzelakteure.
Merkmale und Tipps
Geeignet für
Miesmuscheln
Miesmuscheln enthalten reichlich Mineralstoffe, viel Eiweiss und wenig Fett. Das macht sie auch für Diäten reizvoll. Geöffnete Muscheln müssen unbedingt aussortiert werden. Leicht geöffnete Muscheln sollten sich durch leichtes Antippen schliessen. Bleiben sie leicht geöffnet, ebenfalls entsorgen. Muscheln, die auch nach dem Kochen geschlossen bleiben, dürfen ebenfalls nicht verzehrt werden.
Vielfach verwendbar, zum Beispiel pur im Sud, in Salaten, Suppen und zu Pasta. Ebenso in Wok-Gerichten oder frittiert (Fritto misto).
Jakobsmuscheln
Die Schale der Jakobsmuschel war lange ein Erkennungsmerkmal von Pilgern auf dem Jakobsweg. Sie zeichnet sich durch eine markante Schale und festes Fleisch aus. Wichtig bei der Zubereitung: Die Jakobsmuschel darf nur kurz gegart werden, sonst wird sie zäh und gummiartig.
Schmeckt hervorragend pur gebraten, mit anderen Edelfischen, grilliert oder auch gratiniert in der Schale.
Venusmuscheln (vongole)
Im Gegensatz zu den Herzmuscheln ist die Schale der Venusmuscheln längs gestreift. Ihr feines Aroma entfaltet sich am besten, wenn sie nur kurz gedämpft werden. So ist diese klassische Zubereitungsmethode auch gleichzeitig die beliebteste.
Das feine bis herzhafte Muschelfleisch kommt in Suppen, pur oder zu Pasta, zum Beispiel Spaghetti alle vongole, am besten zur Geltung.
Herzmuscheln
Die kugeligen Herzmuscheln verfügen meist über eine Schale mit gut erkennbaren Querstreifen und prägnanten Längsrillen.
Das feine Muschelfleisch ist pur eine Delikatesse, macht aber auch in Saucen eine gute Figur.
Schwertmuscheln
Auffallendstes Merkmal der Schwertmuscheln ist ihre extravagante, lang gestreckte Form. Ihr Fleisch ist fester als das anderer Muschelarten.
Schwertmuscheln eignen sich besonders für den Grill. Sie profitieren geschmacklich von etwas Knoblauch und Butter.
Die dickschaligen Austern sind die Königinnen unter den Muscheln. Traditionell wird die geöffnete Auster mitsamt dem Meerwasser geschlürft. Wer mag, kann das Muschelfleisch aber auch mit einer Gabel zum Mund führen.
Pur oder in der Schale gratiniert, kommt das Aroma am besten zur Geltung.
Austern
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Ihr Kreuzfahrtschiff – Costa Mediterranea**** Die majestätische «Costa Mediterranea****» ist verspielt und bunt, elegant und reich ausgestattet mit Kunstwerken. Betörend und berauschend schön – bereits das Atrium mit seinen spektakulären Panoramaaufzügen und den hoch emporragenden, farbenprächtigen Skulpturen wird Sie begeistern. Die imposanten Salons sind im Stil italienischer Adelspaläste des 17. und 18. Jahrhunderts gehalten.
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6:00 Basel SBB; 6:45 Bern Neufeld; 7:15 Zürich-Flughafen p; 8:15 Luzern, Inseli; 8:15 Lausanne, Bhf; 9:15 Martigny, Bhf
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Europa–Indischer Ozean Pharaonen, Griechen, Römer ■ Der Duft des Orients ■ Traumstrände der Seychellen ■
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Unsere Leistungen Die «Costa neoRomantica» ist das Resultat eines innovativen Projektes, das ein Gesamt-Restyling im Winter 2011/12 umfasst. Es ist ein geschmackvoll eingerichtetes Schiff, erlesen und elegant, das es ganz zu entdecken gilt und Sie bereits auf den ersten Blick überraschen wird. Alle Kabinen verfügen über ein eigenes Bad mit Dusche und WC, individuell regulierbare Klimaanlage, g , Satelliten-TV,, Telefon, Minibar, Föhn und Radio. AKTIONEN
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Diego Suarez
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Kreuzfahrt in der gebuchten Kabinenkat. Anreise mit modernem Komfort-Reisebus Flug Mauritius–Dubai–Zürich mit Emirates in Economy Class Vollpension an Bord, Stadt- und Inselrundfahrt Port Louis Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung (ab 25 Gästen)
Abfahrtsorte 6:00 Basel SBB; 6:45 Bern Neufeld; 7:15 Zürich-Flughafen p; 8:15 Luzern, Inseli; 8:15 Lausanne, Bhf; 9:15 Martigny, Bhf
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MIGROS-WELT | MM09-2015 | 63
Heidi-Käse
Der Geschmack der heimischen Berge Dieses volle Aroma, dieser intensive Geschmack – das zeichnet den Heidi-Käse aus. Ein Grund dafür liegt in der Milch. Die Milch aus den Bergen ist überdurchschnittlich gehaltvoll, weil sich die Kühe nicht nur von Gras, sondern auch von den über 300 Blumen- und Kräuterarten auf den Bergweiden ernähren.
Heidi-Produkte werden gemäss der Bergund Alpverordnung produziert. Das heisst, beim Käse stammt die Milch ausschliesslich von Bauernbetrieben in der Bergzone. Ein Teil der Milch wird inmitten der Bündner Berge zu Käse verarbeitet. In den Ferienregionen Savognin und Disentis
produziert die Bergsenn AG Heidi-Käse. Die Bergsenn AG ist eine von mehreren Bergkäsereien, die Heidi-Käse herstellen. Sie gehört seit 2013 zur Mifroma und somit zur Migros-Industrie. Die speziellen Reifungsprozesse in Berghöhlen und Naturfelsen geben den Heidi-Käsen den typischen Geschmack. AB
Bild und Styling: Christine Benz
Ein Fest für Gaumen und Augen: Orange Ringelblumen und blaue Kornblumen zieren die Schnittfläche des aromatischen Blütenkäses.
Heidi Bergkräuterkäse Fr. 2.50 pro 100 g
Heidi Bergkäse in Scheiben 140 g, Fr. 4.40
Heidi Blütenkäse
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MIGROS-WELT | MM09-2015 | 65
Sun Queen Cups
Die Mischung machts Mit den Sun Queen Cups erhält das gute alte Studentenfutter einen neuen Kick. Die Kombination von salzig, fruchtig und süss ist zeitlos gut. Sun Queen überrascht nun mit zwei neuen hippen Mischungen: «Snack up» mit Mango, Pistazien, gerösteten und gesalzenen Mandeln, Weinbeeren und einem Hauch dunkler Schokolade, «Take on» mit gerösteten und gesalzenen Cashewnüssen, Mandeln, Blaubeeren, Kiwi und einem Hauch dunkler Schokolade. Sie sind praktisch für das Snacken unterwegs oder für den gemütlichen Filmabend. DH
Sun Queen snack up Cup 140 g, Fr. 3.60
Die Cups enthalten exotische Trockenfrüchte sowie salzige und mit Schokolade überzogene Nüsse.
Sun Queen take on Cup 140 g, Fr. 3.60
Bild: Lucas Peters; Styling: Mirjam Käser
In grösseren Filialen
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Sun Queen Cups.
66 | MM09-2015 | MIGROS-WELT
Farmer
Treibstoff für Skihasen Ob Müesli, Flakes, Riegel oder Joghurt: Farmer hält Schneesportler bei Laune. Getreide liefert Energie, um auch auf der Piste den richtigen Rank zu finden. Damit man beim Skifahren nicht plötzlich mit hängender Zunge auf der Strecke bleibt, ist eine regelmässige Verpflegung unabdingbar. Die Produkte von Farmer eignen sich ideal zum Mitnehmen. Die beliebten Ballaststofflieferanten versorgen den Körper mit natürlicher Energie. Von Farmer erhältlich sind Riegel, Müesli, Flakes und Joghurts mit vielen verschiedenen Aromen und Zusammensetzungen – für jeden Geschmack etwas. DH
Zum Zmittag
Die knusprigen Flakes sind aus verschiedenen Getreidesorten zusammengesetzt.
Farmer Flakes Schokolade, 500 g Fr. 4.30* statt 5.40 Farmer Flakes Nature, 500 g Fr. 3.65* statt 4.60
Zum Zvieri
Ein extragrosses Joghurt mit knuspriger Einlage schmeckt gut nach dem Skifahren.
Farmer Joghurt Schokolade, 225 g Fr. 1.55* statt 1.95 Farmer Joghurt Waldbeere, 225 g Fr. 1.55* statt 1.95
MIGROS-WELT | MM09-2015 | 67
Farmer Croc Schokolade, 500 g Fr. 3.80* statt 4.80 Farmer Croc Waldbeeren, 500 g Fr. 3.80* statt 4.80
Zum Zmorge
Das ballaststoffreiche Müesli mit wertvollem Getreide kann man mit Joghurt oder Milch zubereiten.
Wettbewerb
Gewinnen Sie Skiferien!
Zum Znüni
Bild: Yves Roth, Getty Images; Styling: Mirjam Käser
Die Farmer-Riegel sind bequem zum Mitnehmen, für den Hunger zwischendurch. In vielen Varianten erhältlich.
Farmer Soft Choc Apfel, 9 Riegel, 290 g Fr. 3.60* statt 4. 50 Farmer Crunchy Honig, 12 Riegel, 240 g Fr. 3. 50* statt 4.40 * 20% Rabatt auf das gesamte Farmer-Sortiment bis zum 2. 3.
Witziges Onlinespiel auf www.migros.ch/ farmer: Füttern Sie den Skifahrer mit Farmer-Produkten, damit dieser so schnell wie möglich den Berg erklimmen kann. Zu gewinnen gibt es vier Mal eine Woche Skiferien für die ganze Familie im Wert von je Fr. 2500.–. Den Ferienort kann man sich selber aussuchen. Mehr Infos auf www.migros.ch/ farmer
68 | MM09-2015 | MIGROS-WELT
Experteninterview
Andreas Monsch, Sie haben die Gedächtnistests in den MigrosFilialen entwickelt. Wie sind Sie vorgegangen? In der Memory Clinic machen wir ja den ganzen Tag solche Tests, wollten hierfür aber etwas Lustigeres finden. Als klar war, dass die Migros mitmacht, lag es nahe, dafür Migros-Produkte zu verwenden. Wir gingen in die Filiale Dreispitz in Basel, um drei Einkaufskörbe mit 15 Gegenständen zusammenzustellen, die möglichst gleich schwierig sind. Bleiben denn einige Produkte einfacher im Kopf als andere? Absolut. Produkte, mit denen man mehr zu tun hat, bleiben auch besser in Erinnerung. Eine Banane zum Beispiel bleibt eher hängen als eine Kokosnuss. Und wenn unter den 15 Produkten welche sind, die man selbst regelmässig einkauft, wird man sich an die auch besser erinnern können. An wie viele der 15 Gegenstände sollte man sich erinnern können, wenn man ein normal gutes Gedächtnis hat? Je mehr Zeit man hat, desto besser. Wir haben nach einigen Experimenten entschieden, dass wir 30 Sekunden geben, um den Einkaufskorb anzuschauen. Wer danach zehn Produkte korrekt nennen kann, kommt in die nächste Runde. 30 Sekunden sind relativ wenig, und ältere Menschen haben da ganz klar einen Nachteil. Das Gedächtnis wird mit zunehmendem Alter zwar nicht unbedingt schlechter, aber die Prozesse werden langsamer. Bei unserem Gedächtnistest bekommen alle ab 65 zwei Punkte Bonus, damit wird ihr Nachteil ausgeglichen. Wieso ist man schneller, wenn man jünger ist? Weil die biologischen Prozesse schneller sind. Genauso wie wir im Alter körperlich langsamer werden, passiert das auch geistig. Das ist völlig normal. Und an wie viele von den 15 Produkten sollte man sich nun erinnern? Was wäre erschreckend wenig, was überraschend viel? Also drei oder weniger wäre schon nicht so toll. Alle 15 wiederum wären sicherlich möglich,
«Alles, was das Gehirn aktiviert, ist gut»
Die Basler Memory Clinic und die Migros suchen Menschen mit Elefantengedächtnis. Neuropsychologe Andreas Monsch über die Testanlage und wie man das Gehirn am besten in Schwung hält. Text: Ralf Kaminski
Bild: Kostas Maros
Der Basler Neuropsychologe Andreas Monsch hat den Migros-Gedächtnistest gemeinsam mit seinem Team entwickelt. Die zwei Gewinner treten später in «Gesundheit heute» auf SRF 1 gegeneinander an (siehe Box rechts). aber erstaunlich viel. Wir denken, dass für viele zehn Stück eine realistische Hürde darstellt. Es muss sich aber auch niemand Sorgen machen, wenn er diese zehn nicht schafft. Wer im Alltag einkauft und mit jenen Produkten wieder nach Hause geht, die er tatsächlich kaufen wollte, bei dem ist in der Regel alles in Ordnung. Wer zehn schafft, bekommt als Nächstes einen Einkaufswagen
mit 30 Produkten vorgesetzt. Wäre es möglich, dass sich jemand an alle 30 erinnert? Das würde mich sehr überraschen. Aber 10 oder mehr sind sicher auch dort zu schaffen. Haben Sie Taktiktipps, wie man sich vielleicht ein bisschen besser erinnern kann? Man sollte sich zum Beispiel eine Geschichte zu den Produkten ausdenken. Etwa: Ich habe
heute Abend Gäste zu Hause und mache aus diesen Produkten den Apéro, daraus den Hauptgang und das Dessert, anschliessend muss ich noch einen Brief schreiben und zum Schluss die Zähne putzen. Wem es gelingt, solche Bezüge herzustellen, der hat deutlich bessere Chancen. Das Gedächtnis kann man trainieren, heisst es immer. Wie macht man das am besten?
MIGROS-WELT | MM09-2015 | 69
Man sollte es vor allem immer tun, in jedem Alter. «Use it or lose it» (Benutze es oder verliere es), wie es immer so schön heisst. Und es geht gar nicht so sehr nur um das Gedächtnis, sondern um Hirnaktivitäten an sich. Es reicht schon, wenn man sich regelmässig mit Freunden trifft und über Gott und die Welt diskutiert oder jemandem einen interessanten Dokumentarfilm nacherzählt, den man gerade ge sehen hat. Alles, was das Gehirn aktiviert, ist gut. Wer sich nur berieseln lässt, zum Beispiel vom Fernsehen, ohne sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, der fordert sein Hirn nicht. Dabei ist es das einzige Organ, das man nicht überbelasten kann. Es kann müde werden, aber es wird nie einen Muskelkater kriegen. Ein spezielles Training ist gar nicht nötig? Nein. Vor allem sollte man sich nicht zwingen, zu Trainings zwecken Kreuzworträtsel oder Sudokus zu lösen, wenn man die nicht ohnehin mag. Man sollte etwas finden, das Spass macht: Was man gern macht, macht man gut. Viele Leute trainieren ihr Hirn auch ganz nebenbei im Beruf. Aus unserem Gespräch hier zum Beispiel ein Interview
zu schreiben, wie Sie das nun tun werden, ist kognitiv enorm anspruchsvoll. Vor allem nach der Pensionierung sollte man zusehen, dass man etwas findet, bei dem das Hirn weiterhin gefordert ist. Das ist genauso wichtig, wie den Körper regel mässig zu bewegen. Wir nutzen nur 10 Prozent unseres geistigen Potenzials, wird gern behauptet. Stimmt das? Nein, das ist Unsinn. Klar kann man das Gehirn unterfordern, und unser Potenzial wäre indi viduell vielleicht grösser, als wir denken. Aber dass wir als Spezies unsere geistigen Möglichkeiten systematisch zu wenig nutzen und plötzlich zu wahnwitzigen Dingen fähig würden, wenn wir daran was änderten, das ist ScienceFiction. MM
Zur Person Der Neuropsychologe Andreas Monsch (56) leitet
die auf Demenzkrankheiten spezialisierte Memory Clinic des Universitären Zentrums für Altersmedizin am Felix-Platter-Spital in Basel. Er lebt mit seiner Frau und zwei Katzen in Therwil BL.
Monsch über «falsche» Er innerungen und Demenz.
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Wettkampf
Wer wird Schweizer Gedächtnis-Champion? Am 18. April um 18.10 Uhr strahlt SRF 1 die Sendung «Gesundheit heute» zum
Thema Faszination Gehirn aus. Mit einem Wettkampf zwischen 2 Kandidaten wird der Gedächtnis-Champion der Schweiz gekürt. Die Aufzeichnung findet bereits am 28. März in Schlieren ZH statt. Wer als Kandidat vor den TV-Kameras stehen möchte, kann an den Vorausscheidungen in einer von drei Migros-Filialen teilnehmen. Am 28. Februar finden in den Migros-Filialen MParc Dreispitz in Basel, Shoppyland Schönbühl bei Bern sowie in der Migros City in Zürich
Gedächtnisspiele statt. Es gilt zuerst, sich innert 30 Sekunden 15 Migros-Produkte in einem Einkaufskorb zu merken. Wer dies schafft, kann sich an eine noch schwierigere Aufgabe wagen: Diese Teilnehmer müssen sich innert einer Minute 30 Produkte in einem Einkaufswagen einprägen. Die zwei besten Teilnehmer nehmen als Kandidaten an der Sendung teil. Die Migros-Kunden auf den Plätzen 3 bis 12 erhalten Einkaufsgutscheine im Wert des Einkaufswageninhalts. Für alle anderen gibts als Trostpreis Schokoladentafeln und Pralinés.
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Iberische Süsse Es braucht noch ein paar Wochen Geduld, bis man
in die ersten Walliser Erdbeeren beissen kann. In Spanien hat die Saison jedoch einen leichten Vorsprung und die kleinen Früchte erröten schon. Bis die Migros Wallis ihre Erdbeeren «Aus der Region. Für die Region.» anbieten kann, sind in den Migros-Filialen Früchte aus dem Süden erhältlich, die feine Aromen haben und sich in einer schönen Farbe präsentieren.
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Grand Prix Migros Für die jungen Skirennfahrerinnen und Skifahrer ist der
Pistenspass noch nicht zu Ende! Seit dem 17. Januar sausen sie im Rahmen der GrandPrix-Migros-Qualifikationsrennen die Hänge des Landes herunter. Die nächste Veranstaltung im Wallis findet am Samstag, 21. März, in Nendaz statt.
Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren begeistern sich für die Rennen beim Grand Prix Migros.
Outlet Bis 7. März führt der Migros-Outlet in Sitten in sei-
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nem Sortiment eine Auswahl an Gold-, Silber und Metallschmuck mit 50% Rabatt auf den Originalpreis. Die Outlet-Filiale befindet sich an der Rue du Manège in den Räumlichkeiten des ehemaligen Migros-Supermarkts.
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Power-Fitness über Mittag Das schnelle, intensive Training für alle, die ihre Mittagspause aktiv nutzen möchten. Die Klubschule bietet ein abwechslungsreiches Training unter fachkundiger Leitung an, in dem jeder Kraft, Kondition und Gleichgewicht gleichermassen verbessern kann: ein optimales Ganzkörperprogramm. Jede Lek-
tion umfasst die drei Trainingseinheiten Kraft, Balance und Ausdauer. Trainiert wird zu aktueller Musik. Start ist am Freitag, den 6. März, von 12.10-1 3.00 Uhr. Weitere Auskünfte erteilt die Migros Klubschule Brig, Belalpstrasse 1 unter Telefon 027 720 66 50 oder nachlesen auf klubschule.ch
Das Finale wird ebenfalls in unserem Kanton durchgeführt, im attraktiven Skigebiet les Crosets: Der Saisonhöhepunkt findet am Samstag, 28. März, statt. Mehr Informationen: gp-migros.ch
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72 | MM09-2015 | MIGROS-WELT
Heilsame Kräuter
Verbündete im Winter Die Kräutertees aus dem Wallis beruhigen Geist und Seele, wärmen den Körper und regen den Stoffwechsel an. Text: Mélanie Zuber
K
leine Pflanzen, grosse Wirkung! Unsere Grosseltern kannten die Eigenschaften der Pflanzen noch. Sie wussten, welche Blätter oder Wurzeln bei kleinen Bobos halfen. In der heutigen, modernen Zeit ist es aber bequemer, in einer Apotheke Medikamente zu holen, als Heilkräuter auf den Feldern zu pflücken. Auch wenn das Wissen über Heilpflanzen zwar nicht ganz erloschen ist, ist es doch viel seltener geworden. Eigentlich schade. Bei kleinen Leiden kann ein guter Kräutertee nämlich ebenso wirksam sein wie ein pharmazeutisches Produkt. Nicht nur Bio, auch aus dem Wallis
Die Migros Wallis vertreibt in ihren Filialen Kräutertees mit den Gütesiegeln «Aus der Region. Für die Region.» und «Bio». Sie stammen vom Unternehmen Rostal Herbes aromatiques Grand-SaintBernard in Martigny, das mit der Genossenschaft Valplantes zusammenarbeitet, die etwa sechzig Produzenten umfasst. Diese Bergbauern bewirtschaften Felder in 1400 und 1500 Metern Höhe nach den
Grundsätzen des biologischen Landbaus. Hier gedeihen zahlreiche Pflanzen, die im Wallis natürlich wachsen, darunter Eisenkraut, Kamille, Melisse, Salbei, Thymian und Pfefferminze. Die Pflanzen werden gleich nach dem Ernten getrocknet. Je kürzer die Zeit zwischen Ernte und Trocknungsvorgang ist, desto aromatischer sind die Kräuter. Einige Lüftungshallen, in denen die Kräuter getrocknet werden, werden mit Solarenergie betrieben. So wird der ökologische Fussabdruck dieser Tees noch kleiner. Die nächsten Etappen der Produktion sind die Entstaubung, das Zuschneiden und Verpacken in Beutel. Die letzte Etappe, zweifellos die angenehmste, ist der Teegenuss! Damit die Pflanzen ihre positive Wirkung auf den Organismus am besten entfalten können, wird empfohlen, den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen zu lassen. Ebenso sollte man einen Deckel auf das Gefäss legen, um das Verflüchtigen der Wirksoffe zu verzögern. Wer es gerne süss mag, sollte lieber Honig statt Zucker verwenden. MM
Die Kräuter von diesem Thymianfeld in Arbaz werden in der Genossenschaft Valplantes produziert.
Sortiment
Zusätzlich zu den Kräutertees gehören zur Marke Grand-SaintBernard auch Produkte auf Basis von Pflanzen und Gewürzen, insbesondere Gewürzmischungen für Rind, Geflügel, Salate, Pizza und andere Gerichte.
MIGROS-WELT | MM09-2015 | 73
Kräuterkunde
Prophylaxe in der Tasse Hier eine kleine Nachhilfestunde für alle, die sich bei Grossmutters Heilmitteln gern den Durchblick verschaffen möchten. Denn Kräutertees schmecken nicht nur hervorragend und wärmen gleichzeitig den Körper, sie bewirken oft auch kleine Wunder in unserem Organismus. Eisenkraut, Kamille und Melisse haben
beruhigende Wirkung, helfen bei Verdauungs- und Schlafproblemen und Migräne. Salbei hilft bei Hitzewallungen in den Wechseljahren, bei Verstopfung, Erkältungen, Husten und Bronchitis. Salbei kann auch bei Depression und Entzündungen eingesetzt werden. Thymian wird emp-
fohlen wegen seiner beruhigenden, entzündungshemmenden und hustenstillenden Wirkung. Er ist gut für die Verdauung und stärkt die Leber.
Bilder: zVg, Iakov Filimonov | 123rf.com
Pfefferminze
Thymian-Ernte oberhalb von Orsières (links). Die Migros Wallis hat sechs BioKräutertees aus der Region in ihrem Sortiment.
schliesslich ist ein Hausmittel gegen Husten, bei HerzKreislaufstörungen und regt die Verdauung an – und sorgt für frischen Atem!
www.ausderregion.ch
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SPINAS CIVIL VOICES
«Fühlen Sie sich einsam? Die beiden Mittelsätze aus Tschaikowskys Vierter Sinfonie spenden Trost. Probieren Sie’s aus.» Ein Tipp von Elisabeth K., blind
Wir Blinden helfen gerne, wenn wir können. Bitte helfen Sie uns auch. www.szb.ch Spenden: PK 90-1170-7
Das Engagement unseres Medienpartners macht dieses Inserat möglich. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TU2Nje2MAEAXCxqqQ8AAAA=</wm>
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Berghilfe-Projekt Nr.8489: Neue Käserei setzt Erfolgsgeschichte fort.
Mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte die «Cooperativa Caseificio Valposchiavo» eine moderne Käserei bauen. In der alten Produktionsstätte konnte die stetig steigende Nachfrage nach Puschlaver Käsespezialitäten nicht mehr befriedigt werden. Dank der neuen Käserei können die 16 Bauern im Tal weiterhin einen guten Preis für ihre hochwertige Biomilch erzielen. Mit einer Spende an die Schweizer Berghilfe können auch Sie helfen, die Zukunft der Menschen in den Berggebieten zu sichern. www.berghilfe.ch, Spenden-Postkonto 80-32443-2
Leben
09-2015
Familienumfrage
10 Prozent der Mütter in der Schweiz finden, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einfach ist.
In Zusammenarbeit mit
Knigge reloaded
Sind fremde Smartphones tabu?
«Darf man eigentlich auf fremde Smartphones schauen?»
Diskutieren Sie mit: Migrosmagazin.ch
Richtig oder falsch?
Wer Altpapier in den Kehricht wirft, sorgt dafür, dass der Abfall gut brennt.
Illustrationen: Andreas Klammt, Muxxi
Falsch! Kehricht-
Philipp Tingler (44) ist Autor
und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.
«Ich bin neugierig. So werfe ich im Tram gerne mal einen Blick in die Zeitung, die mein Sitznachbar liest. Eine Zeitung ist schliesslich ein öffentliches Medium. Und das Smartphone? Weniger. Doch liegt hier die Verantwortung für Diskretion vor allem beim Smartphonebesitzer. Es gibt Sachen, die nicht in die Öffentlichkeit gehören, und dazu zählen im elektronischen Zeitalter auch alle digitalen Privatheiten. Übertragen Sie einfach die Regeln der analogen Welt: Sie würden ja im Tram auch nicht Ihre Korrespondenz erledigen oder in Fotoalben blättern. Hoffentlich! Apropos Fotoalben: Dass Sie 357 Ferienschnappschüsse auf Ihrem Telefon mit sich herumtragen, bedeutet nicht, dass auch Ihre Mitmenschen sich dafür interessieren. Die zwangsweise Bilderschau bei jeder noch so flüchtigen Bekanntschaft grenzt an Mikroaggression.»
verbrennungsanlagen benötigen weder Papier noch Öl, damit der Kehricht brennt – auch wenn sich diese Behauptung hartnäckig hält. Kehricht besteht zum Grossteil aus Kunststoffverpackungen und erreicht auch ohne Papier oder Öl einen genügend hohen Brennwert. Wenn Altpapier im Kehricht landet, geht dieser Wertstoff jedoch für das Recycling verloren. Darum gilt:
Papier und Abfall trennen!
In Zusammenarbeit mit Pusch – Stiftung praktischer Umweltschutz Schweiz
80 | MM09-2015 | LEBEN
Reisen
Kalte Schnauzen, schnelle Pfoten
Die Polarhunde des Zürcher Ehepaars Schnyder ziehen abenteuerlustige Gäste mit geballter Power durch Schwedisch Lappland bis zur norwegischen Grenze. Auf unvergesslicher Hundeschlittentour im hohen Norden. Text: Esther Banz
Bilder: Sava Hlavacek
Unbändiger Bewegungsdrang: Die Huskys können es kaum erwarten, bis es nach einer Pause endlich weitergeht. Mit ungeübten Schlittenfahrern brennen sie schon mal durch.
LEBEN | MM09-2015 | 81
E
s steht schwarz auf weiss auf der Website des Ferienanbieters «Outdoor-Ticket»: Mitzubringen sei auch eine Skibrille. Und Gäste mit Sehkorrekturen sind angehalten, zusätzlich zur Brille Kontaktlinsen im Gepäck zu haben. Nun ja, denkt sich die aufgeregte Baldreisende: Eine Sonnenbrille mit Sehkorrektur wirds doch auch tun. Sie wird gegen Ende der fünftägigen Hundeschlittentour erfahren, weshalb dem nicht so ist. Doch zuerst geniesst sie nach rund eineinhalbtägiger Zug- und Busfahrt das Ankommen im Gästehaus auf dem weitläufigen Gelände einer Zürcher Familie. Matthias (45) und Barblina (42) Schnyder wanderten vor sechs Jahren mit ihren kleinen Kindern nach Sorsele, 800 Kilometer nördlich von Stockholm gelegen, aus. Er, damals Schulungsleiter einer Outdoor-Fachhandelskette, Polarhundehalter und passionierter Wildnisentdecker, sie, Filialleiterin im Buchhandel und offen für ein langfristiges Abenteuer an der Seite ihres Mannes. Schnyders konnten in der kleinen Ortschaft mit 1500 Einwohnern Haus und Land kaufen. Samischen Boden, denn hier oben befindet man sich in Lappland respektive in Sápmi, wie die Urbevölkerung ihr einst grenzenloses Siedlungsgebiet nennt, das sich rund um den Polarkreis von Norwegen über Schweden und Finnland bis nach Russland erstreckt. Warum hier oben, warum überhaupt auswandern? Es gibt ja auch im Muotatal und im Jura gute Bedingungen für Hundeschlittentouren. Matthias Schnyder: «Ich mag die menschenleere Weite, die es in der Schweiz nicht gibt. Hier kann man tagelang unterwegs sein, ohne einer Person zu begegnen.» In Kanada hatte er bereits Erfahrungen gesammelt, nun wollte er sich selbständig machen. Seine Passion ist die Wildnis. Die hat er hier beinahe unbegrenzt. Waghalsige schlafen unter freiem Himmel Die meisten ihrer bisherigen Kunden sind Schweizer. Hundeschlitten-Einsteiger kommen für kleinere Touren mit Übernachtungen im eigenen Gästehaus, die Waghalsigen begeben sich auf eine zehntägige Fjäll-Expedition mit Übernachtung unter freiem Himmel. Und wer ein bisschen abenteuerlustig ist und auch kulinarisch gern Neues entdeckt, fühlt sich von der Tour «Auf den Spuren der Samen» am meisten angesprochen. Das Motto ist kein leeres Versprechen. Hier ist man mit Samen unterwegs, die ihre Kultur weiterhin leben: dem Ehepaar Ingrid (61) und Per-Nils (78) Pilto. Der nimmermüde und erzählfreudige Same ist im Vindelfjällen-Hochtal aufgewachsen und hat sein ganzes Leben mit Rentieren verbracht. Er kennt jede Erhebung und jedes Bächlein im unverbauten Naturreservat. Und er weiss stets, wo Norden ist. Das kann von grossem Nutzen sein, wenn alles im glei-
Hans Erni -
ein Jahrhundertkünstler Hans Erni gehört zu den wichtigsten Schweizer Künstlern des zwanzigsten Jahrhunderts. Mit seinem grossen Engagement für die Kunst und die guten Werte der Menschheit schuf er über Jahrzehnte ein Œuvre, das seinesgleichen sucht. Einer von Hans Ernis Leitsätzen heisst: „Erfreuen und nützen“ und dementsprechend wirkt er mit seinen Kunstwerken immer wieder in den Alltag hinein und verschönert ihn damit. Mit diesem exklusiven Angebot erwerben Sie Kunstobjekte von zeitloser Schönheit, geschaffen von einem der renommiertesten Künstler der Gegenwart.
Im Kreis der Jahreszeiten - Vierteilige Keramikbildsammlung
Frühling
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Herbst
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Winter Bitte einsenden an: The Bradford Exchange, Ltd. Jöchlerweg 2, 6340 Baar
Sorsele
Arvidsjaur Luleå Skellefteå
Lycksele Umeå
SCHWEDEN
FIN NLA ND
NOR WEG EN
LEBEN | MM09-2015 | 83
1 In der Hütte hat
es keinen Strom. Von links: Lukas, Matthias und Per-Nils studieren bei Kerzenlicht und mit Stirnlampen die bevorstehende Route.
Stockholm
Gut zu wissen
ErlebnisWildnis in Schwedisch Lappland
2 Gut eingepackt,
Fern von Massentourismus bietet das
ausgewanderte Schweizer Ehepaar Matthias und Barblina Schnyder im Winter Hundeschlittentouren und im Sommer Fliegenfischen an. Hundeschlittentouren sind geeignet
3 Das Zürcher Ehe-
paar Matthias und Barblina Schnyder.
2
für naturverbundene, abenteuerfreudige Winter-, Weite- und Hundeliebhaber mit genügend Ferienbudget (eine einwöchige Tour in diesem Rahmen kostet 3000 bis 4000 Franken).
chen Weisston scheint und es einem sturm wird im Kopf. Es tut gut, sich in Schnyders gemütlichem Gäste haus ausserhalb von Sorsele erst mal anzuklimati sieren. Und die Hunde kennenzulernen. Kaum nähert man sich den Zwingern, sind viele aufmerk same Augenpaare auf einen gerichtet. Und zur Fütterungszeit jault und bellt es dem Teufel das Ohr ab. Es gibt noch einen anderen Anlass, der die Hunde dermassen laut werden lässt: Aufbruchstimmung.
Reisezeit: Für Hunde-
Sanft mit Menschen, rau untereinander
schlittentouren Dezember bis April. Anreise: Mit dem
Grafik: Migros-Magazin/Gabriela Masciadri
1
Flugzeug via Stockholm nach Arvidsjaur, Lycksele, Umeå, Luleå oder Skellefteå. Von da entweder mit Bus oder Mietauto bis Sorsele. Ab Sorsele ist alles organisiert. Auskunft: Matthias
und Barblina Schnyder auf www.outdoorticket.com
erträgt man die Kälte problemlos. Aber Achtung: Skibrille obligatorisch!
Montagmorgen. Die Gäste, von Barblina in der Zwischenzeit köstlich verpflegt und von Matthias mit Polarkleidern ausgestattet, freuen sich auf das Abenteuer. Mitarbeiter Lukas, auch er Schweizer, erklärt den Schlitten. Wichtig: Die Hunde bremst man mit der Fussmatte, mittels Kralle bringt man sie richtig zum Halten. Weil sie das nur ungern tun, hängen Anker zu beiden Seiten des Schlittens, die man mit den Füssen fest in den Schnee drückt. Wer nachlässig ist, erfährt, wie schnell ein entfesseltes Hundegespann rennen kann – was der Schreibenden öfter passieren wird. Wir sind eine kleine Gruppe, nur vier Schlitten insgesamt. Das sei normal bei dieser Tour, erklärt Matthias: «Mehrtägige Touren machen wir nur mit maximal vier Teilnehmenden.» Bei sieben bis neun Hunden pro Schlitten sind so um die 30 von den insgesamt 38 Hunden unterwegs.
3
4
4 Ingrids Hausfinken, selber gemacht selbstverständlich.
Nachdem die Hunde zu Hause unter ohrenbe täubendem Gejaule in einen Anhänger verladen worden sind, werden sie nun in Ammarnäs, dem Ausgangspunkt der Tour, wieder ausgeladen und vor die Schlitten gespannt. Ihre Ungeduld ungerührt hinnehmen, geht nicht. Man möchte sie erlösen, schnell. Endlich sind alle 30 Hunde bereit, es kann losgehen. Matthias zuvorderst, Lukas zuhinterst. Doghandler nennt man den Winterjob, den der Umweltstudent aus Klosters GR schon zum zweiten Mal bei Schnyders ausübt, stets ruhig und ausgeglichen. Egal, wie laut die Hunde jaulen und bellen. Oder sich gegenseitig packen. Auch das kommt vor. Es sieht spektakulär aus. Umso erstaun licher, mit welcher Sanftheit sie mit den Menschen kommunizieren, wie zutraulich sie sich streicheln lassen. Es sind Siberian Huskys, Alaskan Huskys, Grönlandhunde und ein Laika. Die Landschaft ist zunächst nicht sehr spekta kulär. Das ändert sich, je höher und näher man zur norwegischen Grenze kommt. Der Winter neigt sich dem Ende zu, es hat länger nicht geschneit, und die Nadelbäume sind kaum mit Schnee bedeckt. Aber am Boden ist alles weiss, und der mächtige und ungestaute Fluss Vindelälven noch fest zugefroren. Still gleiten die schweren Holzschlitten dahin, das einzige Geräusch sind 120 Hundetatzen auf Schnee. Die Vierbeiner ziehen und hecheln. Die Gedanken schweifen ab, ins wohltuende Nichts. Das werden sie in den kommenden Tagen immer wieder tun.
HIER FINDET JEDER DIE GROSSE LIEBE.
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Es ist fast wie Meditation, ohne still sitzen zu müssen. Manchmal kommt Langeweile auf: Doch welch angenehmes, höchst selten gewordenes Empfinden in unserer dauerd reizüberfluteten W-Lan-Welt! Nach einer ersten Nacht in einer einfachen, aber gut ausgerüsteten öffentlichen Holzhütte mit Küche und einer am zweiten Tag immer schöner werdenden Landschaft, die sich nach und nach öffnet, erreicht die Gruppe am zweiten Tag das Teilzeitzuhause von Ingrid und Per-Nils Pilto. Jeden Sommer verbringen sie hier oben mit der Rentierherde. Es ist ein wenig wie auf der Alp in den Schweizer Bergen: Im Frühling gibt es einen Aufzug (hier wochenlang), im Herbst einen Abzug. Rentier, Elch und Schneehuhn auf dem Teller
2
3
1 Teamwork: Ein Gast geht
Ingrid zur Hand und nimmt ein Schneehuhn aus. 2 Authentisch:
Das Schlafzimmer von Per-Nils und Ingrid. 3 Ingrid in der winzigen
Hüttenküche. Hier ist ihr Reich, wo sie den Gästen zeigt, wie und was Samen traditionell kochen.
Die Reisegruppe bleibt zwei Tage auf der Hochebene namens Vindelkroken. Die Hunde erholen sich, Ingrid verwöhnt die Gäste. Sie ist nicht nur eine begnadete Köchin, sondern auch Botschafterin der samischen Ess kultur und Mitaktivistin der samischen SlowFoodBewegung. In den nächsten Tagen tischt sie Rentierfleisch in traditionellen Variationen auf, aber auch Elch, Schneehuhn, lokalen Fisch, Preiselbeeren, Kartoffeln aus Ammarnäs, selbst gebackenes Brot und vieles mehr. Keine Frage zu den Samen, die sie nicht beantworten könnte. Auch Per-Nils erzählt, von seiner nomadischen Kindheit und davon, wie die Moderne auch in ihrem Volk angekommen ist. Wie der Schneetöff die Ski abgelöst und der Lastwagen die lange Wanderung ersetzt hat. Und dass dieser Winter ein schwieriger war für die Rentiere, weil sie zu wenig Nahrung fanden. Am nächsten Tag, dem vierten, hat das Wetter gedreht. Der einst blaue Himmel ist nun ganz weiss, es weht ein starker Wind. Die Fahrt ist anstrengend, Schnee peitscht ins Gesicht, Kontaktlinsen und eine Skibrille wären jetzt optimal. Per-Nils geht kurzfristig verloren, sein Schneetöff will nicht mehr. Der Chef beschliesst, trotz Navigationsgerät umzukehren, als das Wetter immer dramatischer wird und plötzlich Himmel und Erde und alles dazwischen genau gleich weiss ist und einem ganz schwindlig wird ob der Orientierungslosigkeit. Ein Whiteout nenne man das, klärt Lukas auf, der dies nicht zum ersten Mal erlebt. Am nächsten Tag und wieder zu Hause erfahren wir, dass die Behörden eine Sturmwarnung für die Region herausgegeben haben. Und wir mittendrin, unwissend. Aber mit den besten Guides, die man sich wünschen kann. Matthias, der wie seine Hunde problemlos bei minus 20 Grad draussen schlafen kann, Ingrid, die nichts anbrennen lässt, und Per-Nils, der immer weiss, woher der Wind weht. MM
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LEBEN | MM09-2015 | 85
Tolle Bilder zu dieser Hundeschlittentour auf
Schottland
Entdeckungsreise durch das Land von Schottenrock, Dudelsack und Whisky. 1. Tag Schweiz – Reims Abwechslungsreiche Fahrt durch das Elsass in die Champagne. 2. Tag Reims – Birmingham Sie erreichen Calais, von wo Sie eine Fähre hinüber auf die Britischen Inseln bringt. Durch die Grafschaft Kent gelangen Sie vorbei an Windsor, das von seinem Schloss beherrscht wird, nach Brimingham. 3. Tag Birmingham – Lake District – Livingston Vorbei an Liverpool erreichen Sie den Lake District National Park, ein Gebiet von einmaliger landschaftlicher Schönheit. Am Nachmittag erreichen Sie die schottische Grenze und statten der weltberühmten HochzeitsSchmiede von Gretna Green einen Besuch ab, bevor Sie über die Southern Uplands nach Livingston gelangen. 4. Tag Ausflug Edinburgh Am Vormittag zeigt Ihnen eine Führerin die Sehenswürdigkeiten der Schottischen Hauptstadt Edinburgh. Am Nachmittag besuchen Sie Hopetoun House inmitten seines gepflegten Parks am Südufer des Forth.
10 Tage Fr. 1'395.–
7. Tag Inverness – Fort William – Glasgow Sie fahren durch den Kaledonischen Graben, entlang des berühmten Loch Ness und erreichen Fort William am Fusse des Ben Nevis, des höchsten Bergs ganz Grossbritanniens. Danach biegen Sie ab und fahren durch das geschichtsträchtige Glen Coe nochmals mitten durch die einmaligen Highlands. 8. Tag Glasgow – Newcastle An der Ostküste besuchen Sie die mächtigen Ruinen des Tan6. Tag Ausflug Eilean Donan tallon Castle und verbringen dann die Mittagszeit im alten Castle – Inverewe Gardens Städtchen Berwick-upon-Tweed. (fakultativ) Heute besuchen Sie zuerst Eile- Am Nachmittag erreichen Sie Newcastle-upon-Tyne, wo Sie an Donan Castle, eine dieser Ihre Kabinen für die Überfahrt typischen schottischen Burgen und erreichen danach das Loch nach Amsterdam beziehen. 9. Tag Amsterdam – Köln Maree, einen der schönsten Lochs, wie hier in Schottland die Am Vormittag legt Ihr Schiff im Buchten und Seen genannt wer- Hafen von Ijmuiden/Amsterdam den. Sie besuchen die Inverewe an. Nach einem Aufenthalt in dieser malerischen Stadt mit Gardens, wo dank des milden Klimas eine üppige subtropische ihren vielen Grachten, Brücken Pflanzenwelt gedeiht. Nach ei- und Inseln fahren Sie nach Köln. ner atemberaubenden Küsten- 10. Tag Köln – Schweiz fahrt gelangen Sie wieder nach Heimreise entlang der Eifel und dem Mittelrhein in die Schweiz. Inverness zurück.
5. Tag Livingston – Whisky Trail – Inverness Über die berühmte Forth Bridge gelangen Sie nach Perth am River Tay. Durch die malerische Landschaft der Grampian Mountains führt die Reise weiter nach Braemar. Über Balmoral Castle, ein Sommersitz der englischen Königsfamilie, erreichen Sie den Whisky-Trail und besuchen auch eine der bekannten WhiskyBrennereien, bevor Sie in Inverness, mitten in den Schottischen Highlands, eintreffen.
Reisedaten 2015 19. – 28. Juni 03. – 12. Juli 17. – 26. Juli
Das ist alles dabei...
✘ ✘ ✘ ✘ ✘
10-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar 8 Übernachtungen mit Halbpension in guten Mittelklasshotels Fährüberfahrt Newcastle – Amsterdam in Doppelkabinen innen mit Frühstück Fährüberfahrt Calais–Dover Stadtbesichtigung in Edinburgh und Besuch einer Whisky-Brennerei
Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 34.– ✘ EZ-Zuschlag Fr. 390.– ✘ Aussenkabine Fr. 50.– ✘ Ganztägiger Ausflug am 6. Tag inkl. Eintritte Fr. 48.–
Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Luzern, Basel
Perlen des Nordens
Kopenhagen – Helsinki – Stockholm – Oslo. Das grosse Sommererlebnis. 1. Tag Schweiz – Hannover Fahrt entlang dem Rhein und durch Hessen nach Hannover. 2. Tag Hannover – Kopenhagen – Landskrona Durch die Lüneburger Heide und vorbei an Hamburg erreichen Sie Puttgarden. Nach einer einstündigen Überfahrt gelangen Sie nach Dänemark. Die Reise führt Sie durch Lolland und Falster nach Kopenhagen. Während einer Stadtrundfahrt lernen Sie die Sehenswürdigkeiten der dänischen Hauptstadt näher kennen. Am Abend erleben Sie die spektakuläre Fahrt über die Oeresundbrücke nach Landskrona. 3. Tag Landskrona – Stockholm Sie durchfahren das von vielen Seen geschmückte Südschweden. Über Linköping erreichen Sie Stockholm, wo Sie Ihre Kabinen auf einem Fährschiff beziehen. Danach geniessen Sie die einmaligen Ausblicke auf die unzähligen Inseln, die der Küste vorgelagert sind. 4. Tag Turku – Helsinki Am Morgen legt das Schiff in Turku an. Nach einer kurzweiligen Fahrt durch Südfinnland er-
reichen Sie Helsinki. Auf einer geführten Stadtrundfahrt zeigt man Ihnen die Sehenswürdigkeiten der finnischen Hauptstadt. Danach haben Sie noch genügend Zeit, sich auf eigene Faust umzusehen, bevor Sie wiederum Ihre Kabinen auf einem modernen Fährschiff beziehen und das grandiose Schauspiel beim Auslaufen des Schiffs aus dem Hafen vom Deck aus verfolgen.
5. Tag Stockholm – Karlstad Am Morgen läuft das Schiff in Stockholm ein. Sie werden von einem einheimischen Führer zur Stadtrundfahrt durch die grösste nordeuropäische Stadt erwartet. Neben allen anderen Sehenswürdigkeiten, werden Sie vor allem natürlich die Gamla stan, die Altstadt, die «Stadt zwischen den Brücken» besuchen. Über die Mittagszeit geniessen Sie den freien Aufenthalt, bevor Sie Ihre Fahrt fortsetzen. Durch das Södermanland führt der Weg Richtung Westen an die Ufer des Vänernsees nach Karlstad. 6. Tag Karlstad – Oslo Nach dem Frühstück setzen Sie Ihre Fahrt Richtung Westen fort
8 Tage Fr. 1’075.–
und erreichen Sie die norwegische Hauptstadt Oslo. Nach einem freien Aufenthalt werden Sie zur Stadtrundfahrt erwartet. Natürlich darf ein Besuch des Holmenkollen-Gebiets ebensowenig fehlen, wie ein Spaziergang durch den berühmten Vigelandspark. Gegen Abend beziehen Sie Ihre Kabinen auf einem Fährschiff und geniessen anschliessend die Fahrt durch den grandiosen Oslo-Fjord.
7. Tag Frederikshavn – Hannover Am Morgen legt Ihr Schiff in Frederikshavn, am nördlichsten Zipfel der dänischen Halbinsel Jütland, an. Sie durchfahren die Halbinsel und erreichen Schleswig Holstein, das nördlichste Bundesland Deutschlands. Nachdem Sie auf einer imposanten Brücke den Nord-Ostsee-Kanal überquert haben gelangen Sie über Hamburg nach Hannover. 8. Tag Hannover – Schweiz Durch das Weserbergland gelangen Sie wieder nach Hessen. Über die Hügelzüge des Taunus und entlang dem Rhein erreichen Sie wieder die Schweiz.
Reisedaten 2015 13. – 20. Juni 08. – 15. August
Das ist alles dabei...
✘
8-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar
✘
3 Übernachtungen auf modernen Fähren in Doppelkabinen innen mit Dusche/ WC, inkl. Skandinavischem Frühstücksbuffet
✘
4 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels, Zimmer mit Bad/Dusche/WC
✘ ✘
Halbpension in den Hotels Geführte Stadtbesichtigungen in Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Oslo
Nicht inbegriffen:
✘ ✘
Annullationsschutz Fr. 32.– Aussenkabine Fr. 105.–
Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Basel, Luzern
LEBEN | MM09-2015 | 87
Migros-Bank-Ratgeber
Die Schweizer Wirtschaft steht vor schwierigen Zeiten. Muss ich als Hausbesitzer nun ebenfalls Verluste befürchten? Diese Gefahr ist gering. Den rekordtiefen Zinsen sei Dank. Dadurch sparen Sie als Eigentümer so viel Geld, dass Sie selbst einen massiven Einbruch der Immobilienpreise unbeschadet überstehen könnten. Wohlgemerkt: Ein solches Szenario erwarten wir nicht. Doch rechnen wir den Crashtest einmal durch. Als Ausgangspunkt dient uns die nebenstehende Grafik. Daraus sehen Sie, dass sich ab 2008 zunächst nur die Libor-Hypothek stark vergünstigt hat. Allerdings bietet diese Hypothek dem Immobilienbesitzer weniger Sicherheit. So abrupt, wie der Zinssatz damals sank, könnte er irgendwann auch wieder steigen. Ganz anders bei der zehnjährigen Festhypothek, bei der man seine Ausgaben auf eine lange Frist fix kalkulieren kann. Diese war bisher allerdings deutlich teurer als die Libor-Hypothek. Daher verzichteten viele Hausbesitzer auf die Budgetsicherheit. Doch nun hat sich das radikal geändert: Heute ist auch die langfristige Finanzierung enorm günstig. Die Einsparung erreicht rasch eine sechsstellige Summe. Albert Steck ist verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.
Nehmen wir an, Sie besitzen ein Haus im Wert von einer Million Franken und die Hypothek beträgt 800 000 Franken. Im Jahr 2008 hätte Sie eine zehnjährige Festhypothek über die gesamte Laufzeit 360 000 Franken ge-
Noch nie waren Hypotheken so günstig 4,5% 4,0%
Zehnjährige Festhypothek
3,5% 3,0% 2,5% 2,0%
Libor-Hypothek
1,5% 1,0% 0,5% 0 2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
Nach der Finanzkrise wurde zunächst nur die Libor-Hypothek deutlich billiger. Nun ist auch der Zins der zehnjährigen Festhypothek auf einem historischen Tiefststand. kostet (pro Monat 3000 Franken). Der damalige Zinssatz von 4,5 Prozent entspricht übrigens ziemlich genau dem historischen Durchschnittszins. Aktuell kostet die gleiche zehnjährige Festhypothek noch rund ein Drittel davon, nämlich 120 000 Franken. Damit sparen Sie im Vergleich zum historischen Durchschnitt als Hauseigentümer stolze 240 000 Franken. Das bedeutet: Die tieferen Zinskosten reichen aus, um einen Wertverlust Ihrer Immobilie von 24 Prozent nach zehn Jahren zu kompensieren. Im Beispiel könnte der Wert Ihres Hauses folglich von einer Million auf 760 000 Franken sinken, und
Ihre finanzielle Situation wäre immer noch gleich wie im Jahr 2008. Ein beruhigendes Polster. Eindrücklich auch, um wie viel die Zinsausgaben aller privaten Wohneigentümer zusammen gesunken sind: 10 Milliarden Franken pro Jahr. Mein Tipp, wenn in nächster Zeit eine neue Diskussion zu den Immobilienpreisen aufflammt: Sichern Sie Ihr Budget über eine langfristige Finanzierung ab, und legen Sie das eingesparte Geld auf die Seite. Dank dem Reservepolster können Sie sich danach getrost zurücklehnen. MM Gewinnspiel und 50 nützliche Tipps für Ihre Steuern auf blog.migrosbank.ch
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Kalbsragout mit Pilzen, Kartoffelstock und Mischgemüse + Rivella 5dl PET
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88 | MM09-2015 | LEBEN
Gesundheit
Diese Profis beraten Sie! Von Kopf bis Fuss und Herz bis Bauch brauchts Profis. Deshalb hat das MigrosMagazin die medizinischen Experten von Medbase an Bord geholt. Ein Kernteam von Spezialisten dieses schweizweit tätigen medizinischen Kompetenzzentrums wird ab jetzt den Leserinnen und Lesern zur Verfügung stehen. Die Ärzte und Therapeuten der verschiedenen Fachgebiete werden ausgewählte Fragen beantworten, Fälle aus ihrer Praxisrealität schildern und mit dem einen oder anderen Tipp oder Ratschlag weiterhelfen, sich Gutes zu tun. Mögliche Therapieansätze bei den grossen Volkskrankheiten Bluthochdruck, Arthrose, Diabetes sind ebenso Themen wie schädliche Tendenzen in der Schuhmode oder wirksame Vorbeugung der Frühjahrsmüdigkeit. Bei den Experten von Medbase kommt alles, was Menschen und ihre Körper bewegt, auf den Tisch – ganz so, wie sie es sich aus ihrer Praxis gewohnt sind. MM Stefan Abt
Dipl. Physiotherapeut FH, Sportphysiotherapeut
Haben Sie eine Frage?
Konrad Birrer
Chirurgie FMH, Sportmedizin SGSM
Christoph Dehnert
Kardiologie FMH, Allg. Innere Medizin FMH
In Zusammenarbeit mit
Patrik Noack
Allg. Innere Medizin FMH, Sportmedizin SGSM
Rubén Oliver
Allg. Innere Medizin FMH, Manualmedizin
Aki Pekkala
Osteopath D.O.
Theresa Schwarz
Sportwissenschaftlerin
Bilder: Nik Hunger
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LEBEN | MM09-2015 | 89
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Franz Lauener
Chiropraktorin SCG/ECU, Sportchiropraktik FICS
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LEBEN | MM092015 | 91
Beauty
Geschützt sonnenbaden Sonne und Schnee – herrlich! Aber Achtung: Im Winter ist die Gefahr, sich einen Sonnenbrand zu holen, sehr hoch. So schützen Sie sich optimal. Text: Martina Bortolani
Den Winter von seinen schönsten Seiten geniessen: Aber bitte nur mit dem richtigen Sonnenschutz.
E
s ist ein radikaler Wert: Über 80 Prozent der sichtbaren Hautalterungsprozesse sind auf einen ungenügenden Schutz vor UV-Strahlung zurückzuführen. Es ist das Sonnenlicht, das uns rascher und im wahrsten Sinn des Wortes alt aussehen lässt. Im Winter ist die Gefahr, sich einen Sonnenbrand zu holen, wesentlich grösser. Die Hautärzte wissen, dass sie sogar noch grösser ist als während der Sommermonate. Die Haut braucht darum jetzt eine Extraportion Schutz. Und eine sorgfältige Pflege, mit der man am besten schon zwei Wochen vor den Skiferien beginnt. Mit diesen Tipps kommen Sie – und Ihre Haut – sicher durch die Winterzeit. MM
Bild: Getty Images
In Zusammenarbeit mit
1.
Bestimmen Sie einen fixen Tag pro Woche für eine Pflegemaske. Abends nach Abschminken und Reinigen der Haut dünn auftragen und über Nacht einwirken lassen. Visagistin Andrea Kipfer, die schon Models wie Karlie Kloss schminkte, bestätigt: «Eine Feuchtigkeitsmaske über Nacht einwirken zu lassen, macht die Haut praller.»
2.
Sie haben es schon oft gehört? Wir wiederholen es aber gern nochmals: Nur regelmässiges Eincremen hält den Sonnenschutz aufrecht.
3.
Die Gesichtshaut ist besonders sensibel. Ein solider Schutz beginnt schon bei der Tagespflege. Im Winter den Lichtschutzfaktor bei allen Produkten getrost erhöhen. Für Gesicht und Dekolleté gibt es Sonnenschutzprodukte mit Pluspunkten – von mattierenden Effekten bis zur Anti-Aging-Wirkung.
4.
Kinder brauchen beim Sonnen-
schutz besondere Beachtung. Produkte für Kinder sind nicht nur sehr sicher, sie bereiten den Kleinen dank lustiger Packungen auch Spass.
5.
Das Produkt sollte Ihrem Hauttyp entsprechen, aber vieles geht auch durch die Nase. Suchen und experimentieren Sie so lange, bis Sie Ihren persönlichen Favoriten gefunden haben.
6.
Auch im Winter sollten Sie Ihre zarten Lippen nicht vergessen. Lippenschutzprodukte sind heute nicht mehr weiss. Sie sehen also nicht aus wie frisch vom JamesBond-Dreh in den 80er-Jahren. Die Sun-Look-active-Linie gibt es für die Skipiste in handlichen Grössen.
7.
Die Hände brauchen ebenfalls viel Aufmerksamkeit. Verwöhnen Sie sie in der kalten Jahreszeit ein Mal pro Monat mit einer Maske speziell für Hände. Dazu gibts süsse Handschuhe, damit alles gut einzieht.
Speziell für den Winter: Sun Look active Sun Cream + Lipstick für Lippen, Gesicht und Körper mit Faktor 50 oder 30.
Glossar
Was sind freie Radikale? Freie Radikale sind in stabile Sauerstoffmo leküle. Man kann sich das wie beim Computerspiel Pac-Man vorstellen: Sie greifen die Zellen im Körper an, schwächen sie oder können sie sogar ganz zerstören. Freie Radikale entstehen durch körpereigene Vorgänge, können aber auch durch äussere Umstände angeregt werden (Alkohol- oder Nikotinkonsum, Sonneneinstrahlung). Die schlechte Nachricht: Aufgrund dieser Zellschäden altern wir unter anderem. Die gute: Es gibt Antioxi dantien, die den Schaden zu minimieren versuchen. Diese Radikalenfänger können ebenfalls extern zugeführt werden, etwa mit Früchten, Gemüse und Nüssen.
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Ihr Reiseprogramm
1. Tag: Schweiz–Genua – Einschiffung. Hinfahrt via Gotthard, Tessin, Milano nach Genua und Einschiffung auf ein Fährschiff der Grandi Navi Veloci. 2. Tag: Auf See – Palermo– Campofelice di Roccella. Am späten Nachmittag Ankunft in Palermo und kurze Fahrt zu unserem erstklassigen Hotel in Campofelice di Roccella, direkt am Meer. 3. Tag: Palermo und Monreale. Den heutigen Tag widmen wir der lebhaften Inselhauptstadt mit ihren vielen Kunstschät-
zen sowie Monreale mit seinem berßhmten Dom. Das mittelalterliche Stadtbild von Palermo ist durch unzählige Kirchen und reich geschmßckte Paläste geprägt. Der Dom von Monreale, eines der wichtigsten Bauwerke der Insel, wird Sie mit seinem kunstvollen Kreuzgang und riesigen Mosaiken beeindrucken. 4. Tag: Fakultativer Ausflug Westsizilien. Fahrt nach Segesta und Besichtigung der Ausgrabungsstätte, die zu den besterhaltenen der Welt gehÜrt. Danach fahren wir weiter nach Marsala. Bekannt ist die Stadt vor allem durch ihren aromatischen Sßsswein. Bei einer Kellereibesichtigung haben wir die MÜglichkeit, diesen kÜstlichen Wein zu degustieren. Ausserdem besuchen wir Erice, das sich an einer unvergleichlich schÜnen Lage befindet und noch von einer Stadtmauer umgeben ist. Im Gewirr der stillen Gassen ist viel von der alten Bausubstanz erhalten. 5. Tag: Piazza Armerina und Enna. Am Morgen Besichtigung der Ausgrabungsstätte von Piazza Armerina. Prunkstßck dieses ehemaligen rÜmischen Landsitzes Villa Romana del Casale sind die prächtigen, mehr als 3000m² bedeckenden Bodenmosaike. Danach kurze Fahrt nach Aidone, wo wir ein reichhaltiges, typisch sizilianisches Mittagessen geniessen. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Ätna. Auf der Rßckfahrt machen wir einen Abstecher nach Enna, einer ehemaligen Festungsstadt im Herzen Siziliens, die sich ihre attraktive Altstadt bewahrt hat. 6. Tag: Taormina und Ätna. Wir besuchen Taormina, das an prachtvoller Lage auf einer Terrasse hoch ßber dem Meer liegt und vom mächtigen Bergkegel des Ätna ßberragt wird. Eine besondere Sehenswßrdigkeit ist das griechische Theater aus dem 3. Jh. vor Christus. Weiterfahrt entlang den Flanken des Ätna. Der Ätna ist der grÜsste noch tätige Vulkan Europas und mit 3340 m ß.M. der hÜchste Berg Sizi-
liens. Die beeindruckenden Lavalandschaften offenbaren ein Bild bizarrer SchĂśnheit. 7. Tag: Campofelice di Roccella–CefalÚ– Palermo – Einschiffung. Fahrt ins kleine Fischerstädtchen CefalĂš. Die Hafenstadt auf einem schmalen Landstreifen zwischen dem Meer und den zerklĂźfteten Klippen ist wegen ihres Doms aus dem 12. Jh. bekannt. Geniessen Sie die freie Zeit. Zwischen Hafen und Strand kann man durch die engen Gässchen eines bezaubernden mittelalterlichen Viertels schlendern, das an die arabische Zeit erinnert. Am späten Nachmittag geht es weiter in die Hauptstadt Palermo. Einschiffung auf die Fähre Richtung Genua. 8. Tag: Auf See – Ankunft in Genua– Alessandria. Erholsamer Tag auf See. Abends Ankunft in Genua. Ausschiffung und Fahrt zu unserem letzten Ăœbernachtungsort im Piemont. 9. Tag: Alessandria–Schweiz. RĂźckfahrt durch Piemont und Tessin in die Schweiz zu den Einsteigeorten.
Unsere Leistungen â–
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Wir wohnen fßnf Nächte im erstklassigen Fiesta Hotel Garden Beach T-U U U U (off. Kat.****) in Campofelice di Roccella, unweit von Palermo direkt am Meer. Die 275 komfortablen Zimmer sind alle mit Bad oder Dusche/ WC, Haartrockner, Direktwahltelefon, Sat.TV, Klimaanlage und Minibar ausgestattet. Weitere Einrichtungen: 2 Restaurants, Bars, Freiluftschwimmbad. Gegen Gebßhr: Wellness-Center, Sauna und Tennisplätze. Hin- und Rßckreise: Schiffspassagen Genua–Palermo–Genua (je 1 Nacht) mit Fährschiff der Grandi Navi Veloci. Zwischenßbernachtung im guten Mittelklasshotel in Alessandria auf der Rßckreise.
Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus Unterkunft in guten Mittel- und Erstklasshotels, Basis Doppelzimmer Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC Mahlzeiten: – 6 x Halbpension in den Hotels (Abendessen und FrĂźhstĂźcksbuffet) – 1 x Typisch sizilianisches Mittagessen am 5. Tag – 2 x FährĂźberfahrten ohne Mahlzeiten Schiffspassagen Genua-Palermo-Genua mit 2 Ăœbernachtungen, Basis-Unterkunft in Doppelkabine innen mit Dusche/WC Alle aufgefĂźhrten AusflĂźge und Besichtigungen (ausg. fak. Ausflug Westsizilien am 4. Tag) GefĂźhrte Besichtigungen in Palermo, Monreale und Piazza Armerina Eintritte fĂźr Monreale und Piazza Armerina Erfahrener Reisechauffeur
Nicht inbegriffen â–
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Ihre Hotels
Herbst 3: 11.09.–19.09. 4: 18.09.–26.09. 5: 25.09.–03.10. 6: 02.10.–10.10. 7: 09.10.–17.10.
Einzelzimmerzuschlag (Hotels) Kabinenzuschläge (Fähre) – Doppelkabine aussen – Einzelkabine innen Fakultativer Ausflug Westsizilien Annullationsschutz
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Auftragspauschale Unsere Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person entfällt fßr Mitglieder im Excellence-Reiseclub oder bei Buchung ßber www.twerenbold.ch Abfahrtsorte 06:15 Wil p 06:30 Burgdorf p 06:40 Winterthur 06:45 Basel 07:00 Zßrich-Flughafen p 07:20 Aarau 08:00 Baden-Rßtihof p 08:50 Arth-Goldau InternetBuchungscode
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LEBEN | MM09-2015 | 93
Garten
Auf die Plätze, fertig … Ab in den Gartenblog!
… und ab in die Gummistiefel! Mag der Winter sein letztes Wort auch noch nicht gesprochen haben: Nutzen Sie frost- und schneefreie Tage, um Ihren Garten frühlingsfit zu machen. Ist die Erde etwas abgetrocknet, kann im Gemüsebeet der Boden bereits mit dem Sauzahn durchgezogen, grössere Steine herausgeklaubt und die letztjährige Gründüngung flach eingearbeitet werden. Als erstes Doping eignet sich reifer Kompost: Vier bis sechs Liter pro Quadratmeter für Starkzehrer wie Kartoffeln und Kohlgewächse, zwei bis drei Liter für Mittelzehrer wie Rüebli und Zwiebeln sowie ein bis zwei Liter für Schwachzehrer wie Erbsli, Bohnen und Kräuter. Im Herbst gepflanzte Stauden frieren bei Frost gern hoch – ein
Bild: Fotolia
Migrosmagazin.ch/ garten
Festdrücken des «gelupften» Wurzelballens verhindert ihr Austrocknen. Alte Triebe und Blütenstände werden nun bodennah abgeschnitten. Das Schnittgut bitte vorerst liegen lassen, in den Halmen überwintern zahllose Nützlinge. Fetthenne, Sonnenhut und Astern mit einem scharfen Spaten teilen und versetzen. Der Schnitt von Sträuchern und Bäumen sollte spätestens bis Ende Monat erfolgen, dann beginnt die Brutzeit von Amsel und Co. Bei Frostschäden an Kirschlorbeer und Stechpalme ruhig bis ins gesunde Holz schneiden. Und wer im Herbst vergessen hatte, Blumenzwiebeln zu stecken, kann dies jetzt noch nachholen: Osterglocken sehen nämlich auch nach Ostern nett aus. Text: Almut Berger
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LEBEN | MM09-2015 | 95
So is(s)t die Jugend
Die Dünne vor mir an der Kasse
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Früher galten Nüsse als pure Dickmacher. Heute empfehlen Ärzte, täglich eine Handvoll der Eiweissspender zu essen. Ernährung
Warum das richtige Fett nicht fett macht Lange hatte Fett einen schlechten Ruf. Nun weiss man: Bestimmte Fette können sich positiv auf Gesundheit und Figur auswirken. Text: David Fäh
F
Hier schreiben die Vivai-Experten über Ernährungsfragen. Dieses Mal der Ernährungswissenschaftler David Fäh.
Bild: StockFood
In Zusammenarbeit mit
Das Nachhaltigkeitsmagazin der Migros.
ett macht fett. Noch bis vor wenigen Jahren waren viele Experten davon überzeugt. Übereifrige Gesundheits apostel warnten gar vor dem Verzehr von Avocados, den einzigen Früchten, die viel Fett enthalten. Der Wind hat sich gedreht. Heute empfiehlt mancher Arzt seinen Pati enten, täglich eine Handvoll Nüsse zu essen. Zum Sinneswandel beigetragen haben auch neue Studien, die den Nutzen einer so genannten mediterranen Ernährung für die Gesundheit überzeugend belegen konnten. Darin spielen nicht nur Früchte und Gemüse eine wichtige Rolle – auch Fettiges wie Nüsse, Kerne, Samen sowie Olivenöl Extra Vergine sind zentrale Elemente. Allerdings glänzt Fett nicht uneingeschränkt. Vorteile von Fett
•Fettes bleibt länger im Magen und hilft so, satt zu bleiben. •Fett bewirkt, dass Zucker aus der Nahrung langsamer ins Blut geht. Das bremst den Insulinanstieg, der Körper wird weniger in den Speichermodus versetzt. •Viele fettreiche Produkte wie Käse oder Nüsse sind auch reich an Eiweiss. Diese gleichen mögliche Dickmachereigen schaften von Fett teilweise aus. •Wer gesunde, also ungesättigte, Fette (z. B. aus Olivenöl) als Ersatz für Kohlen hydrate isst, verbessert seine Blutfettwerte.
•Fett hilft der Aufnahme fettlöslicher Vita mine (A, D, E, K). Olivenöl veredelt das Rüebli, weil es der Verdauung hilft, die wert vollen RüebliInhaltsstoffe aufzunehmen. •Gewisse pflanzliche Öle wie Olivenöl enthalten Stoffe, die sättigen und den Blut zucker positiv beeinflussen. Solche Öle kurbeln die Wärmeproduktion des Körpers an, wodurch ein Teil der enthaltenen Kalo rien «verheizt» wird. Nachteile von Fett
•Minderwertige Fette, die oft in verarbei teten Produkten wie Frittiertem und Paniertem zu finden sind, können der Figur und der Gesundheit schaden. •In Fetten sind die Kalorien viel dichter ge packt als in Eiweissen und Kohlenhydraten. •Fettreiche Lebensmittel sind oft wasserarm. Wasser sättigt aber «gratis», also ohne dass Kalorien dabei sind. •Fette sind Geschmacksträger und machen oft Lust auf mehr. •Fette sind oft nicht sichtbar. Sie verstecken sich gern in Esswaren, in denen man sie nicht erwarten würde. •Unser Körper kann Fette einfach speichern, weil ihre Form der unserer Fettpolster ähnlich ist. Fett macht also schlank und hält gesund? Differenziert betrachtet: jein! MM
Während ich in der Schlange vor der Kasse eine junge, sehr dünne Frau beobachte, muss ich an Marilyn Monroe denken. Sie wog 53,5 Kilogramm bei einer Grösse von 1,66 Metern. Absolut normal. Heute würde die Monroe wohl kaum als Model arbeiten können. Die XXSJeans und der extragrosse Pulli schlottern am Körper der Frau vor mir. Sie legt gerade ein fettarmes Naturjoghurt aufs Band. Am liebsten würde ich ihr mein Sandwich schenken.
Ich habe längst akzeptiert, dass es zwecklos ist, sich mit den an geblich so perfekten Frauen auf Werbepla katen zu vergleichen. Aber es macht mich wütend, wie verant wortungslos manche Medien und Stars mit dem Thema umgehen. «Nichts schmeckt so gut, wie sich Dünnsein anfühlt», sagte etwa das Model Kate Moss. Liebe Frau Moss, wis sen Sie, was Sie Ihren vielen, meist sehr jungen Bewunderern damit sagen? Essen Sie doch besser mal was für Ihr Gehirn anstatt nichts für Ihre Figur!
Sarah Botta (19)
hat gerade die Matura gemacht und absolviert nun ein Praktikum am Spital Bern.
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Mamma mia
W HelikopterKinder
Gewalt ist in den Medien allgegenwärtig. Die Kinder ganz davor abzuschirmen, ist unmöglich.
Familie
Brutale News Mord, Folter, Missbrauch: Kein Stoff für Kids! Dennoch werden sie in den Medien zunehmend mit Bildern konfrontiert, die Gewalt zeigen. Wie Eltern ihre Kinder davor schützen können. Text: Gabriela Bonin
Bild: Getty Images
M
ami, tut es weh, wenn man geköpft wird? Du, Papi, ist Missbrauch so was wie eine Miss-Wahl? Stellen Kinder ihren Eltern solche Fragen, sind sie womöglich mit Themen konfrontiert worden, die sie verstören: mit dramatischen News aus der Presse, verwirrenden Bildern aus dem Computer oder Smartphone. Also Kiste abschalten, Zeitungen verstecken, Tablets offline stellen: Ist das die Lösung? Nicht ganz. Wohl gilt es, Kleinkinder vor Schwerverdaulichem fernzuhalten. Mit zunehmendem Alter sollen Kinder aber lernen, damit umzugehen: «Medien sind Teil unseres Lebens. Eltern sollen ihren Kindern helfen, sich Schritt für Schritt in der Medienwelt zurechtzufinden», sagt Medienpsychologe Gregor Waller von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Eltern sollten aufhorchen, wenn ihr Sprössling alarmiert wirkt: «Ein Kind fragt meistens die Eltern, wenn es etwas nicht versteht oder davon Angst bekommt», sagt Waller, «dann ist es wichtig, dass Sie sich Zeit nehmen und die Fragen beantworten.»
Am besten, man erklärt dem Kind undramatisch und altersgerecht die Sachlage. Gemeinsam, geborgen bei Mami oder Papi, kann es verstörende Eindrücke bewältigen. So sehr das Kind gewisse Vorstellungen fürchtet, so sehr fühlt es sich auch davon angezogen: «Uns Menschen fasziniert alles, was ausserhalb der Normalität ist», erklärt Waller. «Wir fokussieren auf ausgesprochen Schönes oder Hässliches, auf sehr Böses oder sehr Gutes.» Doch das Hässliche und Böse verkauft sich in den Medien besser. Diesem Ungleichgewicht kann man Gegensteuer geben. Etwa mit Märchen oder bei grösseren Kindern mit griechischen Sagen: Kinder finden in Märchen ihre archaischen Ängste wieder. Sie gruseln sich vor schauerlichen Prototypen. Zugleich verstehen sie unbewusst, warum und wie sich der Held entwickelt. Zum Schluss dürfen sie aufatmen, weil das Böse in der Regel aufgelöst wird – im Gegensatz zu den Schauerstorys in den Nachrichten. MM Gabriela Bonin, Autorin dieses Beitrags, beantwortet in der Rubrik «Mami, was ist eigentlich …?» (Seite 99) jede Woche die Fragen ihrer drei Töchter (14, 9, 6). Sie lebt mit ihrer Familie in Beromünster LU.
Tipps
So schützen Sie Ihre Kinder Halten Sie Kinder im Vorschulalter vor Katastrophenmeldungen möglichst fern:
Eltern sollen TV-Nachrichten grundsätzlich erst schauen, wenn die Kinder im Bett sind.
Befolgen Sie die Faustregel für
digitalen Medienkonsum, das «3-6-9-12»-Prinzip: Kein Bildschirm unter 3 Jahren, keine eigene Spielkonsole vor 6, kein Internet vor 9 und kein unbeaufsichtigtes Internet vor 12.
Wir Mamis werden andauernd in Schubladen einsortiert. Wenn wir unsere Babys in den Chinesischkurs schicken, sind wir Tigermütter. Schmieren wir den Kleinen Nutella aufs Brot, sind wir Rabenmütter. Die neueste Kategorie: «Helikopter-Eltern». Das sind Leute, die dauernd um ihre Kinder schwirren und stets einen Defibrillator im Handtäschchen haben.
Obwohl ich die Rega cool finde, bin ich keine Heli-Mama. Meine Töchter sind aber eindeutig HelikopterKinder. Sie kreisen den ganzen Tag um mich. Sobald ich mich hinsetze, bereitet Eva die Landung auf mir vor. Strecke ich mich auf der Couch aus, kommt Ida angeflogen. Manchmal balgen sie sich um mich wie Hunde um einen Knochen. Wieso gibt es keinen Ratgeber «Helikopter-Kinder – warum Mamis nie Zeit für sich haben»? Gerade ist ein weiteres Buch erschienen: «Mokassin-Kinder». Vielleicht findet sich dort eine Anleitung, wie man die Kids an den Marterpfahl binden kann, um endlich in Ruhe die «Gala» lesen zu können.
Holen Sie sich Unterstützung!
Zum Beispiel auf: www.jugendund medien.ch, www.elternet.ch oder www.safer surfing.ch
Bettina Leinenbach (38) ist
Journalistin und zweifache Mutter.
98 | MM09-2015 | LEBEN
Kinder
«Die Berliner nennen ihre Brötchen Schrippen»
Wenn Mami oder Papi einen neuen Job in einem anderen Land erhalten, muss die ganze Familie umziehen. Carlos-David Starck (8) ist dieses Jahr von Rümlang nach Kleinmachnow bei Berlin ausgewandert. Er zeigt euch seine neue Heimat.
Ausgewandert
Von Rümlang bei Zürich nach Kleinmachnow D
1 2
«Seit Mitte September wohnen mein kleiner Bruder Keanu (5), meine Mama, mein Papa und ich in Kleinmachnow bei Berlin. Mein Vater wurde Oberarzt am Deutschen Herzzentrum in Berlin. Am Anfang hatte ich ein wenig Angst. Berlin ist eine riesige Stadt, und die Sprache ist anders. Die sagen hier zum Beispiel ‹jut›, wenn sie ‹gut› meinen. Aber jetzt finde ich es mega cool. Es gibt viel zu entdecken, und in der Schule wurde ich auch gut aufgenommen. Nur meine Freunde, Schoggi und die Berge vermisse ich.»
liebt es, in Berlin mit der S-Bahn zu fahren.
«Meine Lieblingsbeschäftigung ist, die Stadt zu entdecken. Besonders gerne bin ich mit der S- und der U-Bahn unterwegs. Auch mit den Doppeldeckerbussen herumzufahren, gefällt mir. Besonders cool ist es am Potsdamer Platz. Dort gibt es das Sony-Center und darin ein riesiges Legoland (1). Hier könnte ich stundenlang herumlaufen und die Lego-Figuren anschauen.»
«Am Alexanderplatz hole ich mir immer eine Currywurst (2). Mhhh, so fein! Ab und zu kaufe ich auch ein Brötchen. Die Berliner nennen die Schrippen. Das habe ich zuerst nicht verstanden. Am Alexanderplatz steht auch der Fernsehturm. Der dreht sich langsam, und man hat eine tolle Aussicht über die ganze Stadt.»
«Die East Side Gallery (3) ist mega. Hier war Berlin früher geteilt. Bis 1989 war Deutschland in ein Ost- und ein Westdeutschland getrennt. Und auch Berlin hatte einen Ost- und einen Westteil. Die wurden durch eine Mauer voneinander getrennt. Auf die Mauer sind heute die coolsten Bilder gemalt.»
Illustration: Olaf Hajek
Carlos-David Starck
3
LEBEN | MM09-2015 | 99
Elena, 14
Der IS ist eine Terrororganisation, die vor allem in den arabischen und muslimischen Gesellschaften grosses Leid anrichtet. Das tut sie so grausam wie nur möglich, damit das Fern sehen und viele Zeitungen darüber berichten und wir alle Angst be kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der IS dich hierzulande angreift, ist jedoch gering. Aber dein freies Denken ist in Gefahr, weil uns diese Terrororga nisation geschickt manipuliert. Sie verwendet die Bezeichnung «IS», also
«Islamischer Staat». So verbindet sie in unseren Köpfen den Islam mit dem Terror. Mit ihrem «IS»Lockruf verspricht die Organisation gewissen wütenden, verzweifelten Muslims die Lösung ihrer Probleme. Sie mani puliert ihre Jugend mit geschickten Internetkampagnen und fordert junge Hitzköpfe auf, für eine Sache zu kämpfen, die gerecht klingt, aber nicht gerecht ist. Denn: Welcher Gott oder Prophet könnte es gutheissen, dass in seinem Namen Unschuldige geköpft und Frauen und Mädchen versklavt werden?
R ätse lspass
Weltweit lehnen fast alle Muslims den IS ab. Sie fürchten dessen Terror. Sie leiden, weil ihr Glaube einen schlechten Ruf bekommt. Die Muslims haben wegen des IS weit mehr zu verlieren als du. Pass auf, dass du vor lauter Angstmache nicht alle Muslims in einen Topf wirfst: Terroristen sind brutale, politische Fundis. Normale Muslims aber sind Menschen wie du und ich – rede mit ihnen. Was sind ihre, was sind deine Ängste und Träume? Miteinander zu reden ist die intelligente Alternative zu Gewalt. MM
Gabriela Bonin (47) beantwortet
die Fragen ihrer Töchter (14, 9, 6).
WAS HAT PLATZ? Drei Figuren stehen vor einem Bett aus Würfeln. Nur eine Figur findet darin Platz. Welche das ist, erkennst du an ihrer Form. Weisst du, welche Figur reinpasst?
GEHEIMNISVOLL
Hugo verbringt oft halbe Nächte damit, im Bett heimlich zu lesen. Nina konnte ihn bisher nicht dabei ertappen, da jedes Mal das Licht aus war, wenn sie in Hugos Zimmer kam. Doch dann hatte sie eines Abends eine Idee. Sie betrat das dunkle Zimmer und überführte Hugo. Wie hat sie das gemacht?
Lösung: Sie fasste die Glühbirne der Leselampe an. Da sie heiss war, wusste Nina, dass Hugo heimlich gelesen hatte.
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wir die feinen Erzeugnisse auch verkosten. Zum Abschluss des Tages überraschen wir Sie noch mit einem Besuch in einer Marmorfabrik. Hier wird der edle Stein seit Generationen zu schönen Kunstwerken verarbeitet. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Mittwoch – Südlicher Gardasee mit Sirmione, Schifffahrt & Bardolino Den heutigen Tag starten wir in einer Olivenölmühle, wo Sie natürlich auch Gelegenheit haben, das flüssige Gold des Gardasees zu probieren. Danach geht es weiter auf die zauberhafte Halbinsel Sirmione. Zeit für eigene Entdeckungstouren. Später laden wir Sie zu einer herrlichen Schifffahrt, die uns zurück ans Ostufer des Sees bringt, wo wir das alte Fischerdorf Bardolino erkunden. Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Donnerstag – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.
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LEBEN | MM09-2015 | 101
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S
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Passende FondueAtmosphäre: Heisser Käse inmitten von Schnee und Eis.
eit 15 Jahren verwandelt sich die Engstligenalp oberhalb von Adelboden in eine Iglulandschaft. Seit acht Jahren gehört auch das geräumige Fondue-Iglu zu dieser Schneewelt: Jeweils im Dezember entstehen innerhalb von zwei Wochen acht miteinander verbundene Schneehäuser. In 800 Stunden Handarbeit werden dafür 800 Tonnen Schnee verbaut. Die Iglus sind bis zu 7 Meter hoch und haben einen Durchmesser von 6 bis 12 Metern. Sie sind mit Eis skulpturen und Wandverzierun gen geschmückt, 200 Personen finden in den Räumen Platz. Im grössten Iglurestaurant Europas geniessen die Gäste den
Wettbewerb
geschmolzenen Käse einer eigens für die Engstligenalp produzierten Fonduemischung aus Adelboden. Zum Fondue gibt es eine passende Auswahl an Spitzenweinen. Eislaufen im Iglu auf rund 150 Quadratmetern
Die imposante Rundbausiedlung aus Schnee hat allerdings nicht nur kulinarisch etwas zu bieten. Um den Appetit anzuregen, empfiehlt sich ein Besuch im Eisbahniglu. Dieses besteht aus vier verbundenen Schneekuppeln und bietet auf 150 Quadratmetern genügend Raum für ein ausgebiges Schlittschuhvergnügen. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, sollte die Engstli-
genalp am 14. und 15. März 2015 besuchen: Während des «IgluFestivals» verwandelt sich die Hochebene bereits zum vierten Mal in eine Arena für alle Iglubauer – ob mit oder ohne Vorkenntnisse. Ausgerüstet mit Schaufeln und Schneesägen, kreieren Iglufans an den beiden Festivaltagen ein spektakuläres Schneedorf in der Landschaft oberhalb von Adelboden. Der Wettbewerb des Migros-Magazins ist die Eintrittskarte zu dieser Winterwelt. Mit etwas Glück tauchen die Gewinner schon bald im Fondue-Iglu ihre Brotwürfel ins Caquelon. MM Mehr Infos: www.fondue-iglu.ch
Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt Online: Gratis auf www.migrosmagazin. ch/gluecksgriff Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Adelboden», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Sonntag 1.3.2015. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.
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LEBEN | MM09-2015 | 103
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LEBEN | MM09-2015 | 105
Quiz
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Aus welchem Werk stammt «die Gretchenfrage»? Z
Finger
S Hand
N Faust
O Gegner
I
Künstler
E
Haslital
2. Wen treffen Fechter am liebsten? E
Politiker
3. Wie heisst eine Region zwischen Thun und Bern? N Emmental
R Gürbetal
So nehmen Sie teil
4. Wie viel Prozent der Schweizer Erwachsenen sind gemäss BAG übergewichtig? W ca. 41%
A ca. 69%
A Irland
Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.3.2015, 24 Uhr
L
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
N ca. 86%
5. Welcher Sportler ist der Stadtpräsident von Kiew? O Serhij Bubka
D Oleksandr Kratov
E
Vitali Klitschko
6. Mit welchem Betrag ist der bedeutende Literaturpreis Prix Goncourt dotiert? G 10 Euro
B 10 000 Euro
L
100 000 Euro
7. Wo kommt das Phänomen der Feenkreise vor? U Schweden
E
Namibia
8. Mit wem traf sich Ronald Reagan 1985 in Genf? N Gorbatschow
R Deng Xiaoping
Honecker
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
Gewinner Nr. 6: Alwin Blöchlinger, Abtwil SG; Sofia Nosal, Winterthur ZH; Felix Schärer-Lüthi, Oberwil BL
Auflösung Nr. 7: LEHRERIN
Paroli
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 4 2
E
3
Auflösung Nr. 8: ALTER Gewinner Nr. 7: Vreni Meyer, Homberg BE; Marianne Hunziker, Diepoldsau SG; Mercedes Wyder, Worben BE
5
E I NARM I G ERTE I LEN HOT E L I E R MO T OR O E L R E I S E WE G R OH S E I F E S E E F AHR T S E N I OR I N STRE I TEN WA L R O S S E 1
2
3
4
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.3.2015, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
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LEBEN | MM09-2015 | 107
Sudoku
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.
2 3
4 7
5 4 9 7
2 9 2 5 9
2 3
6
7
8
6
1
6 2
3 1
Auflösung Nr. 8: 874 7 9 8 1 4 6 5 2 3
4 8
3 6 4 5 9 2 8 7 1
2 5 1 8 7 3 4 9 6
1 8 3 2 5 9 7 6 4
5 7 2 6 3 4 9 1 8
9 4 6 7 1 8 3 5 2
6 3 7 9 8 1 2 4 5
8 1 9 4 2 5 6 3 7
4 2 5 3 6 7 1 8 9
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.3.2015, 24 Uhr
Gewinner Nr. 7: Rosemarie Albrici, Trimmis GR; Heidi Häfeli, Köniz BE; Claire Zermatten, Sion; Bernadette Favre, Echallens VD; Remy Odermatt, Au ZH
7 9
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 3 2 4 3 3 miteinander verbunden 1 2 sein. Verboten: Kreuzun4 3 3 2 2 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.
2 0 1 1 1 1
Auflösung Nr. 8:
3
2 6
5
3 3 3
0
5
0
3
0
2
5
0
3
2
1 3 1
3 3 2
3 2
3 3
4 4 4
1 2 3
4 1 2
3 6 3
3 2
Auflösung Nr. 8: 2
3
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3
3
1
1
5
2 1
2
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2 1 3 4
4
3 3 3
1
3
2
1 1 3 2 3
3 4 4 2
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros -Welt: Ressort M-Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West
Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, AnnaKatharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Online: Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Sekretariat: Innendienst: Nicole Thalmann Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, (Leitung), Verena De Franco, Michael Nicolette Trindler Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Honorarwesen: Verena Hochstrasser
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71
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110 | MM09-2015 | LEBEN
Meine Welt
«Ich verlange mir ein hohes Tempo ab»
Katharina Locher ist seit Dezember die neue «Schweiz aktuell»-Moderatorin. Vor der Kamera ist sie noch immer aufgeregt. Zum Glück gibt es da ihren beruhigenden Buddha.
Mein Lieblingsort «Klassisch für eine Bernerin, liebe ich die Aare. Im Sommer komme ich hierher, um zu schwimmen, im Winter spaziere ich einfach gern dem Wasser entlang.»
Bild: SRF/Gian Vaitl
Text: Silja Kornacher Bilder: Annette Boutellier
LEBEN | MM09-2015 | 111
1 Mein ganzer Stolz «Mein Gottechind
Emilia (4) und ich sind beste Freundin nen. Ich verbringe viel Zeit mit ihr und hüte sie oft. Sie ist eine richtige Malerin und macht mir immer so schöne Zeich nungen.» 2 Mein Untersatz «Wenn ich nicht mit
dem Zug an meinen Arbeitsort Zürich fahre, bin ich wann immer möglich mit dem Velo unterwegs.»
3 Mein Arbeitsplatz «Beim Moderieren 1
bin ich immer noch aufgeregt, gleich zeitig fühlt es sich schon wie daheim an.»
2
3
Name: Katharina Locher (28) Sternzeichen: Stier Wohnort: Bern Beruf und Lebenslauf: Ich bin in
Bern aufgewachsen. Als Gymnasias tin schrieb ich für die Quartierzeitung «Länggassblatt», nach der Matur ging ich zu Radio Rabe, dann zu Radio Emme und Energy Bern. Ich absol vierte beim SRF die trimediale Aus bildung und bin seit zwei Jahren bei «Schweiz aktuell» fest angestellt. Seit Dezember bin ich auch im Moderationsteam. Mein Ziel: Ich will versuchen, gelas sener mit meinem Perfektionismus umzugehen. Ich verlange mir immer ein hohes Tempo ab und mache meistens mehrere Sachen gleich zeitig – meine Mutter ermahnt mich stets, ich solle mich bremsen. Das gilt oft auch für mein Sprechtempo. 4
5
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4 Mein Rückzugsort «Meine Eltern
haben ein Ferienhaus am Neuenburger see. Im Sommer bin ich jedes zweite Wochenende dort. Sobald ich da bin, schaue ich nicht mehr auf die Uhr. »
7
5 Mein Instrument «Als Zehnjährige nahm ich meine erste Cellostunde. Das Instrument lag lange brach, nun fange ich mit einem Orchesterprojekt wieder an. Früher habe ich mir sogar überlegt, Cello zu studieren. Aber mir fehlt der Fleiss.» 6 Mein Glücksbringer «Der Buddha soll mich an mehr Gelassenheit erinnern. Ich habe ihn von einer Arbeitskollegin zu meiner ersten Sendung bekommen. Er ist immer in meiner Tasche.» 7 Mein Lieblingsprodukt «Ich liebe den Geschmack von Ingwer, er hat für mich etwas Sinnliches. Im Winter ist er zudem meine Halswehprophylaxe.»
oekom Rating 2015: Die Migros ist die nachhaltigste Detailhändlerin der Welt.
Wir versprechen Jay, bis 2020 die hohen Schweizer Tierwohl-Standards auch bei all unseren Produkten aus dem Ausland einzuführen. Die Migros kümmert sich schon heute um einen artgerechten Umgang mit ihren Tieren – und sorgt mit Partnern wie dem Schweizer Tierschutz STS bis 2020 sogar im Ausland für die Einhaltung der strengen Schweizer Richtlinien. Mit diesem und zahlreichen weiteren verbindlichen Versprechen engagieren wir uns für die Generation von morgen.
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