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Migros magazin 07 2018 d lu

Page 1

Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

Digital Natives S. 24 | Sushi S. 37 | Ausgewandert S. 74

Der neuste Trick der Telefonbetrüger Seite 16

MM7, 12.2.2018 www.migrosmagazin.ch

Reif für den Väterkurs Seite 67

Bild: Franziska Frutiger

Verliebt wie am ersten Tag

Ein Schulschatz für immer: Rezepte für die ewige Liebe Seite 10

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 041 - 455 70 38, E-mail: genossenschaftsregister@migrosluzern.ch


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MM7, 12.2.2018  5

I Editorial

Role, Karins Liebster In der 5. Klasse hat er ihr das erste Mal einen Brief geschrieben. Seine Liebeserklärung kritzelte er mit rotem Kugelschreiber auf weisses Papier. Er schrieb, er wolle sie küssen. «Karin», sagte ich zu meiner besten Freundin während der Sekundar­ schulzeit, «vergiss den! Der flattert von einem Blüemli zum andern.» Tatsächlich wussten wir nie genau, ob nun Carmen, Bärble oder doch Dösle grad mit Role turteln durfte. Er war schon damals ein Charmanter. Wusste sogar die Lehrerin nach seinen Streichen um den Finger zu wickeln. Heute sind Karin und Role seit 30 Jahren zusammen, haben zwei erwachsene Kinder – und nur eine einzige heftige Krise erlebt. Vor einem Jahr habe ich die beiden an einem Klassentreffen in Grosshöchstetten im Emmental zum ersten Mal nach der Schulzeit ­wieder gesehen. Es berührte mich im Herzen, meine Schulfreundin so glück­ lich zu sehen. Damals ­hingegen war ich wenig begeistert, mit­erleben zu m ­ üssen, wie ein Typ mir meine Karin wegzunehmen drohte. Sie sagt: «Du wolltest mich nicht mit anderen ­Freundinnen teilen und schon gar nicht mit einem Gieu.» Und ich habe sie vor dem «bösen, wilden Roland» schützen wollen.

Bilder: Ueli Christoffel, Michael Sieber

Den Brief, den Role ihr in der 5. Klasse ­geschrieben hat, haben wir damals zu­ sammen zerrissen. Ein symbolischer Akt, sozusagen. «Hak ihn ab!», habe ich gesagt. 35 Jahre später bereut Karin, den Brief vernichtet zu haben: «Ich hätte ihn gern nochmals gelesen», sagt sie, und ich ­kriege fast ein wenig ein schlechtes ­Gewissen. Ich spüre, wie Role auch heute noch ihr Ein und Alles ist, ihre grosse Liebe. L ­ esen Sie ihre ­Liebesgeschichte ab Seite 10. Sabine Lüthi, Mitglied der Redaktionsleitung a.i. sabine.luethi@migrosmedien.ch

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Inhalt Menschen 8  Diese Woche

Abstimmen per Handy: Gefährdet E-Voting das Stimmgeheimnis?

24

10  Alte Liebe rostet nicht Drei Paare, die sich seit der Schulzeit kennen und lieben

15  Bänz Friedli 16 Achtung, Spoofing!

59  Neues aus Ihrer Region

Aktionen, Reportagen, News

Kriminelle geben sich am T ­ elefon als Polizisten aus und bringen Senioren um ihr Vermögen

Leben

21  Jaël 22  Leserforum

65  1, 2 oder 3? 67  Familie

24 Interview

Crashkurs für werdende Väter

Harvard-Medienforscherin Sandra Cortesi über ­Jugendliche in der digitalen Welt

72  Gesundheit: Schlüsselbein 73  Stadt, Land, Stutz 74  Nach Miami ausgewandert

Migros-Welt

77  Glücksgriff

34  Klimafreundliche LKWs 37  Migusto

Sushi in der Schale: die Poke Bowl

52  Powerfood für Schneehasen 55  Trockene Haut, ade! 56  Alles zum Tag der Liebe

Ferienaufenthalt in ­ Lenzerheide zu gewinnen

79  Rätsel 83  Impressum 84  Cumulus 86  Meine Welt

Musiker Adrian Kübler

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


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Menschen MM7

Darauf freuen wir uns Vergänglich Die Kunstgalerie «Sollbruch­stelle» zeigt vom 14. bis 25. 2. ­vergängliche Kunst im ­Zürcher Restaurant Westend, das ­anschliessend abgerissen wird. Künstliche Kreativität Ein ­Podium über kreative Roboter findet am 16. 2. in der Schule für Gestaltung in St. Gallen statt.

Unnützes Wissen

Babys Babys übernehmen den landestypischen Tonfall ­ihrer ­Eltern. Ein französisches Baby schreit ­anders als ein deutsches.

«‹Das ist ja noch fast ein Baby! Hat es das wirklich alles selber geschrieben?›, fragte mich meine ältere Tochter mit grossen Augen. Der zum Bild gehörende Zeitungsartikel – wonach die Universität Zürich künftig hochbegabte Jugendliche schon während der Gymnasialzeit für ihre Kurse zulässt – interessierte sie nicht gross. Hingegen wollte sie alles wissen über die ­spannenden Zeichen auf der Wandtafel. Mir wurden dabei die Grenzen meiner spärlichen Physikerinnerungen schmerzhaft bewusst. Dafür tröstete mich ein wunderbares Zitat von Albert Einstein höchstpersönlich: ‹Nicht alles, was man zählen kann, zählt auch – und nicht alles, was zählt, kann man zählen.›» Mein Bild der Woche

Bild: Massimo di Soccio/AdobeStock, Marco Zanoni, iStockphoto

Leseprobe

Entschuldigung, was lesen Sie gerade? Sara von Felten (24), Studentin, Bern

a) «Einführung in die Gruppendynamik» von Oliver König b) «Empirische Sozialforschung» von Günter Endruweit c) «Praxishandbuch Therapeutischer Humor» von Vera M. Robinson

Auflösung: b) «Ich lese das Buch für die Uni. Das geht einfacher, als 500 Folien durchzugehen.»

Pascale Bruderer-­ Wyss (40) ist ­Ständerätin des Kantons Aargau, führt mit ihrer Schwester die «machs! GmbH» und ist zweifache Mutter.

In traditionellen Kulturen werden Babys weltweit im Schnitt erst mit drei Jahren abgestillt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau Zwillinge ­gebärt, ist 1 zu 85. 95 Prozent der ­Babys lutschen ­lieber am ­ rechten Daumen als am linken. Nach Kriegen kommen mehr männliche als weibliche Babys zur Welt.

Erst ab etwa der dritten Lebens­woche können B ­ abys mit Tränen weinen. Quelle: Neon/Stern


8  MM7, 12.2.2018 | MENSCHEN

Wenn es nach dem ­Bundesrat geht, wird ­Abstimmen am Laptop bald Normalität.

67

Prozent der Auslandschweizer, die an einem Urnengang ­teilnehmen, stimmen elektronisch ab.

14

Kantone haben bereits Tests mit E-Voting durchgeführt.

2019

sollen im Kanton Basel-Stadt 50 Prozent der Bevölkerung per E-Voting abstimmen können.

Quellen: Schweizer Bundeskanzlei, Präsidialdepartement Kanton Basel-Stadt

E-Voting

Wie sicher ist Abstimmen per Mausklick? Künftig soll die Stimmabgabe in der Schweiz einfacher werden. Die Bundeskanzlei arbeitet derzeit an einer Gesetzesvorlage für E-Voting. Das missfällt Datenschützer Bruno Baeriswyl, der das Stimmgeheimnis gefährdet sieht. Text: Dinah Leuenberger

D

as E-Voting soll in der Schweiz flächendeckend eingeführt werden, hat der ­Bundesrat im April 2017 entschieden. Dabei sollen nur sichere Systeme genutzt werden. Doch was macht ein System sicher? Der Datenschutzbeauftragte des Kantons ­Zürich, Bruno Baeriswyl, ist skeptisch: «In meinen Augen kommuniziert die Bundeskanzlei nicht transparent. Auch wenn man ein sicheres System hat, ist das Wahl- und Abstimmungs­geheimnis nicht mehr so gewährleistet wie ­bisher.» Denn ein sicheres System

ermögliche es, jeden Schritt zu ­rekonstruieren. Das hiesse aber, die Stimme zum Stimmenden ­zurückführen zu können, was dem Wahlgeheimnis widerspricht. Auch der herkömmliche Urnengang berge ein gewisses Mani-­ pulationsrisiko, allerdings ein ­kon­trollierbares: Weil das System mit Wahlbüros und Wahlkreisen dezentral sei, könne man genau ­diese Elemente untersuchen, sagt Baeriswyl. «Beim E-Voting geht das nicht. Dort wird das ganze ­System korrumpiert. Wenn einer digi­­­­tal manipuliert, kann er nicht

nur eine, sondern Tausende von Stimmen f­ ­älschen.» Für Baeriswyl ist klar: «Im Moment ist die Techno­logie noch nicht reif für ein sicheres E-Voting-System.» Aktuell testet der Kanton ­Basel-­Stadt E-Voting. Dort können seit Juni 2016 neben Ausland­ schweizern auch Menschen mit ­einer ­Behinderung digital abstimmen. Die Erfahrungen seien durchwegs positiv, sagt der Basler Vizestaatsschreiber Marco ­Greiner. Die Stimmbeteiligung habe mit dieser neuen Option ­allerdings nicht ­zugenommen.

Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone, zVg

Zahlen und Fakten


MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  9

Barbara Perriard

Strassenumfrage

«Das Vertrauen der Stimmberechtigten ist unser wichtigstes Gut» Seit 17 Jahren werden Versuche durchgeführt – warum dauert es so lang, bis E-Voting eingeführt wird? Für uns gilt Sicherheit vor Tempo. Zudem sind die Kantone dafür verantwortlich. Man kann es vergleichen mit der brieflichen Stimmabgabe: Der Kanton Basel-Landschaft hat sie als einer der Ersten eingeführt. Danach dauerte es über 20 Jahre, bis sich dieser Stimmkanal landesweit etablierte. Wer hofft am meisten auf die Einführung von E-Voting? Auslandschweizer zum Beispiel oder Menschen mit Behinderung. Generell werden heute viele Lebensbereiche ­digital abgewickelt. Unsere Statistiken zeigen, dass von denjenigen, die elek­ tronisch abstimmen können, mehr als 60 Prozent es auch tatsächlich tun. Der Zürcher Datenschützer kritisiert, dass mit den neuen Systemen die Wahrung des Stimmgeheim­ nisses nicht gewährleistet ist. Das weisen wir ganz klar zurück. Der Bundesrat lässt keine Systeme zu, die das Stimm- und Wahlgeheimnis verletzen. Wir haben technische Verfahren, die einerseits eine Verschlüsselung der Stimmen ermöglichen, a­ ndererseits die eingehenden elektronischen Stimmen mischen, ­sodass nicht mehr feststellbar ist, wer wie gestimmt hat. Die Behörden ­müssen wissen, wer gestimmt hat, um zu prüfen, ob die Person stimm­ berechtigt ist, und sicherzustellen, dass es nicht zu e­ iner doppelten Stimm­ abgabe kommt. Aber es darf nicht fest­ gestellt werden, wer wie gestimmt hat. Kann ich trotzdem prüfen, ob mein Ja ein Ja geblieben ist? Die Stimmabgabe erfolgt mit individuellen Codes. Man kann direkt nach der Stimmabgabe überprüfen, ob die Stimme richtig registriert wurde. Der Datenschützer sagt, diese ­Prüffunktion sei manipulierbar. Sie sagen, dass sei nicht möglich. Diese Kritik ist aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt.

Sind Ihre Tests nicht gut genug? Unsere Verfahren sind auf dem aktu­ellen Stand der Technik. Die Anfor­derungen ans System sind ­gesetzlich festgelegt und sehr hoch. Das Ver­trauen der Stimmberechtigten ist unser wichtigstes Gut. Darum ist ­«Sicherheit vor Tempo» für uns k ­ eine Worthülse. Die Herausforde­rungen sind dynamisch, wir müssen ­laufend Anpassungen machen und mit den Entwicklungen Schritt halten. Wann möchten Sie E-Voting flächendeckend einführen? Da darüber die Kantone entscheiden, kann ich Ihnen keinen genauen ­Zeit­punkt nennen. Im vergangenen Jahr haben sich die Kantone aber nochmals ganz klar für die Einführung von E-Voting a­ usgesprochen. So oder so: Das Volk wird das letzte Wort haben. Wird durch E-Voting die Wahlbeteiligung höher, auch bei den Jungen? Für diese These gibt es keine wissenschaftlich fundierten Belege. In der politikwissenschaftlichen Forschung geht man davon aus, dass es nicht auf den Kanal, sondern auf das Thema ankommt. Wir hoffen aber, dass die Teilnahme stabilisiert werden kann, und nicht abnimmt. Könnte es auch sein, dass E-Voting am Ende doch begraben wird? Wir sehen uns in der Pflicht, eine möglichst einfache Stimmabgabe ­anzubieten. Vote électronique bietet entscheidende Vorteile: zusätzliche Flexibilität und keine ungültigen Stimmen. Es können nur die Personen aufgeschrieben werden, die zur Wahl stehen, man kann nicht mehr kumulieren als erlaubt, und es gibt keine Schreibfehler, die zu Unsicherheiten führen, wie eine Stimme zu zählen ist. E-Voting wird also kommen? Das ist das erklärte Ziel des Bundesrats. Acht Kantone kennen bereits die elektronische Stimmabgabe, das ist praktisch ein Drittel. Mehr ­Kantone werden dazukommen. Ich glaube an dieses Projekt. MM

Würden Sie mit E-Voting abstimmen?

Barbara Perriard (48) ist Leiterin Sektion Politische Rechte bei der Bundeskanzlei.

Daniel Plugshaupt (51), Street­ worker, Luzern «Nein. Ich will nicht, dass meine Angaben gespeichert wer­ den, und denke, das System ist mani­ pulierbar. Man sieht in Italien mit Cin­ que Stelle, was dabei herauskommt.»

Carina Weber (28), Primarlehrerin, Zürich «Sofort. Ich renne nämlich ­immer kurz vor Schluss ins Wahlbüro. E-Voting würde vieles erleichtern. Ich vertraue dem Staat, dass er ein ­sicheres System einführt.»

Fredi Heusser (64), Rettungs­ sanitäter, Winterthur «Das kann ich im Moment nicht sagen. Die Sicher­ heit ist mir sehr wichtig. Aber wenn meine Stimme richtig registriert würde, dann könnte ich mir das vorstellen.»


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10  MM7, 12.2.2018 | MENSCHEN

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Valentinstag

Vom Frühling bis in den Herbst des Lebens Und es gibt sie doch: die grosse Liebe, die ein Leben lang währt. Drei Paare, die seit der Schulzeit zusammen und auch Jahrzehnte später noch glücklich sind, verraten ihr Geheimrezept für die ewige Liebe. Text: Andrea Freiermuth, Monica Müller  Bilder: Franziska Frutiger

B

is man die Liebe fürs Leben gefunden hat, braucht es in der Regel ein paar ­Irrungen und Wirrungen. Manche meinen, die ewige Liebe ­gefunden zu haben, verlieren sie dann aber doch wieder. Und manche dürsten nach ein paar Jahren dann doch nach neuen Abenteuern. Aber es gibt auch Menschen, die sich als Teenager ineinander ­verlieben, als Paar erwachsen ­werden, eine Familie gründen und sogar den Lebensabend gemeinsam in ­Angriff nehmen. Die Liebe zum Schulschatz hat in der Regel einen ­Vorteil: Der Altersunterschied zwischen den Partnern ist nicht allzu gross. Eine US-Studie mit ­Daten von 3000 Personen hat ­gezeigt: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Paar sich scheiden lässt, ­beträgt bei einem Altersunterschied von ­einem Jahr drei Prozent, steigt bei einer Differenz von fünf Jahren ­bereits auf 18 Prozent und liegt bei zehn Jahren sogar bei 39 Prozent. Forscher erklären sich diese Zahlen mit dem Generationenunterschied, der zu stärkeren Differenzen bei ­Interessen und Lebensstilen führt.

Junge Paare stehen allerdings vor der Herausforderung, dass ihnen noch viele Entwicklungsschritte ­bevorstehen. Während man in der Jugend wahrscheinlich gern Party gemacht hat, findet der eine als ­Erwachsener plötzlich Gefallen an Sport und B ­ ewegung, während der andere sich mehr für Kunst und Kultur inte­­­­r­essiert. Ist diese Hürde genommen, gründet man unter ­Umständen eine Familie und muss feststellen, dass die Rolle als Vater oder Mutter viele Veränderungen mit sich bringt. Und ziehen die ­Kinder dann aus, gilt es in der Regel, sich als Paar neu zu finden. Was die Liebe dauerhaft macht

Was braucht es, damit eine Beziehung so lange und über derart viele Entwicklungsstufen hinweg funk­ tioniert? «Ein Rezept gibt es nicht», sagt die emeritierte Psychologie-­ professorin Pasqualina Perrig-­ Chiello (65), die selber mit ihrer Jugend­liebe verheiratet ist. «Aber es gibt Schutzfaktoren, darunter ein posi­tiver Kommunikationsstil, gegen­seitige Wertschätzung, ­gemeinsame Interessen sowie eine

gute Portion Humor.» Diese Eigenschaften erleichterten es dem Paar, auch dann im Austausch zu bleiben, wenn es schwierig würde. Die Psychologin hat gemeinsam mit ihrem Team 1100 langjährig ­Verheiratete und 1100 spät Geschiedene während sechs Jahren dreimal zu ­ihren Ressourcen befragt. Aus den Antworten haben sich Schutzund Risikofaktoren für die Dauer und Qualität der Beziehung ergeben: «Gefährlich sind generelles Kriti­ sieren im Stil von ‹immer machst du alles falsch›, nachtragendes ­Verhalten oder gar Verachtung und Des­interesse gegenüber dem ­Denken, Fühlen und Handeln des anderen», warnt Perrig-Chiello. Streiten sei nicht per se schlecht, falls das Ganze nicht zu einem ­Dauerkonflikt aus­arte und ständig ­genörgelt werde: «Orientieren Sie sich an der 1-zu-5-Regel. Wer ein Mal kritisiert, sollte fünf Mal loben beziehungsweise wertschätzen.» MM Buch-Tipp: Pasqualina Perrig-Chiello: «Wenn die Liebe nicht mehr jung ist», Hogrefe 2017, auf Exlibris.ch für Fr. 26.80 TV-Tipp: «Seitentriebe», SRF2, 26. Februar, 20 Uhr


MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  11

Yvonne und Franz Wagner: Sie ist das Sprachrohr, er der r­ uhende Pol. Ehepaar Wagner

Seit 60 Jahren verliebt Zwischen Franz und Yvonne funkte es 1958 im Freifach Italienisch. Die beiden ­waren damals 15 Jahre alt und besuchten dieselbe Klasse an der Bezirksschule ­Waldenburg BL. «Franz war der einzige Bub im Italienisch. Dass sich ein Knabe – und dann noch so ein schöner – für Spra­ chen i­ nteressierte, fand ich toll», erinnert sich Yvonne Wagner (75) und lacht ver­ schmitzt. Franz Wagner (75) sitzt mit einem leichten Lächeln auf den Lippen neben ­seiner Frau und überlässt ihr das Reden. Während der Ausbildung zum Stations­ beamten bei den SBB wechselte Franz ­Wagner seinen Arbeitsort mehrmals. Als Mann in Uniform und Beamter mit ­sicherer Stelle galt er als gute Partie: «Er wohnte ­jeweils bei einer Schlummermutter, und manch eine wollte ihm ihre Tochter ­auf­schwatzen», sagt sie. Und er ergänzt: «Die eine fütterte mich ständig mit ­Erdbeertörtchen. Aber ich wollte einfach nie eine andere als Yvonne.» 1964, im Alter von 21 Jahren, heirateten die beiden: «Wir mussten», sagt Yvonne Wagner. Wobei das Müssen nicht mit einem Zwang verbunden war. Yvonnes Mutter dachte für ihre Zeit sehr fortschrittlich und meinte, eine Schwangerschaft sei noch lange kein Grund zum Heiraten.

Die Tipps von Yvonne und Franz Wagner Sie: «Wenn wir reden mussten, ging ich immer mit ihm wandern. Beim ­Gehen kommt vieles in Fluss.» Er: «Sich gegenseitig Vertrauen schenken und ­Freiräume ­gönnen. Und Respekt s­ owie Achtung fürein­ander haben.»

Sich gegenseitig Freiräume gönnen

Nach den Flitterwochen in Italien zog das junge Paar in den Aargau, weil Franz in Suhr eine Stelle gefunden hatte. «Streit gab es ­natürlich hin und wieder schon, aber eine wirklich grosse Krise nie», so Yvonne ­Wagner. Dabei sei sicher auch Glück im ­Spiel gewesen: «Wir mussten nie grosse Schicksalsschläge wegstecken.» Erwachsenwerden, Familiengründung, Rentenalter: Wie ist es den Wagners ­gelungen, all diese Lebensabschnitte zu­ sammen zu bewältigen? «Wir hatten stets gemein­same Interessen.» Beide wan­ dern und r­ eisen gern und sind generell sehr neugierig auf die Welt. «Aber wenn ich Strand­ferien machen möchte, muss ich das mit meinen Frauen tun», sagt sie, und er fügt an: «Ich gehe dann lieber auf eine Bergtour.» Auch wenn ­gemeinsame Aktivi­ täten schön und wichtig seien, müsse man sich gegenseitig auch ­Freiraum gönnen.


12  MM7, 12.2.2018 | MENSCHEN

Ehepaar Bertaggia

Seit 37 Jahren ein Paar Das erste Armband, das Sandro für seine ­Daniela kaufte, versenkte er im Zugersee. Er hatte genug davon, dass sie ihn zap-­ peln liess. Daniela war Kunstturnerin und hatte mit 15 einfach keine Zeit für einen Freund. Als er dann eine andere Freundin hatte, wurmte das Daniela doch – und sie schlug ein Treffen vor. Bei einem Kafi am Freitag 20. 11. 1981 stellte ihr der «stolze Tschingg» ein Ultimatum. Bis am darauf­ folgenden Sonntag musste sie sich entscheiden. Seither sind die beiden ein Paar. Sandro und Daniela Bertaggia (beide 53) kannten sich von der Sekundarschule L ­ oreto in Zug. Er war einen Monat älter als sie und hatte bereits ein Töffli, als sie sich noch auf dem Velo abstrampeln musste. Ging es den Hang hinauf, zog er sie mit seinem Sachs hoch. Sie schaute sich seine Hockeyspiele an, er ging an ihre Kunstturnwettkämpfe. Sie waren 20 Jahre alt, als er das KV abschloss und sie die Handelsschule. Dann ­begleitete sie ihn nach Freiburg. Dort spielte er 1984 seine erste A-Saison als Profi beim HC Fribourg-Gottéron. Seit 1985 lebt das Paar in Lugano TI, wo Sandro Bertaggia 18 Saisons beim HC Lugano spielte und zur Hockey­legende wurde. «Wir hatten das Glück, zusammen erwachsen zu werden», sagt Sandro Bertaggia. Die Angst, etwas zu verpassen, hatten sie nie. Wer sich liebt, der neckt sich

Immer kam etwas Neues, sie blieben in ­Bewegung: Sie zügelten einige Male, heira­ teten, wurden Eltern von Vanessa (28) und Alessio (24). Daniela Bertaggia empfand es als Privileg, 17 Jahre für ihre Kinder zu ­Hause zu bleiben. Heute arbeitet sie wieder 50 Prozent. Ihr Mann erreichte im Sport ­seine Ziele. Das Privatleben managte sie. Das änderte sich auch nicht, als er sich 2003 aus dem Aktivsport zurückzog. Heute arbeitet er bei der 4sports & Entertainment AG in Zug als Spieleragent und betreut ­Hockeynachwuchstalente. Ist er zu Hause in Lugano, machen sie ­vieles gemeinsam. Sie kochen und backen ­zusammen, machen Sport, gehen shoppen oder pilzlen. Manchmal nervt es sie, dass er ständig am Handy hängt, manchmal findet er, sie sei etwas zu durchstrukturiert. Aber grosse Krisen hatten sie keine, nur Alltagskonflikte. Sind sie zusammen, plaudern und lachen sie viel. So zieht sie ihren Liebsten gern auf, aktuell etwa wegen seines Barts. «Damit lassen sie dich nicht in die USA einreisen», sagt sie und lächelt verschmitzt.

Die Tipps von Daniela und Sandro Bertaggia: Sie: «Eigene Interessen­ haben und einander Sorge ­tragen. Respektvoll sein und sich helfen.» Er: «Probleme ausdiskutieren. Nicht zu egoistisch sein und auch mal das machen, was der andere will.»


MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  13

Die Tipps von Roland und Karin Joss: Sie: «Sich als Individuum nicht verlieren, für den ­Partner ­attraktiv bleiben, schöne ­Erlebnisse teilen und gute ­Gespräche führen.» Er: «Einander Freiräume ­lassen und sich vertrauen. Nicht alles gemeinsam tun und so Neues erleben, das auch die Beziehung ­wiederbelebt.»

Ehepaar Joss

Seit 30 Jahren zusammen

Daniela und Sandro Bertaggia: Er wurde zur Hockeylegende, sie organisierte das ­Privatleben.

Als Karin Roland als Teenie zum ersten Mal sah, machte es «Bäng!». Sie schrieb in ihr ­Tagebuch: «Ich habe meinen Traummann gefunden, mit dem möchte ich alt werden!» Sie besuchten damals dieselbe Sekundarschule in Grosshöchstetten BE. Er war sich noch nicht ganz so sicher, und so hatten sie in den folgenden fünf Jahren ein «Geplänkel». Dann, im August 1987, in der Dorfdisco Studio 2000 in Enggistein BE, war es ­plötzlich beiden klar: «Das ist es!» Da sind sich Karin (47) und Roland Joss (48) einig. Anfangs weckte Karin den Beschützer in Role, er fand sie einfach sehr herzig. 30 Jahre später schätzt er die Vertrautheit und dass er so viel Lebenszeit mit ihr verbringen durfte. Für Karin war Role immer schon «wie ein Teil von mir». Sein Charakter, sein Aussehen, seine Art, einfach «das ganze Päckli» stimmte und stimmt noch ­immer für sie. Bei aller Liebe gab es dennoch Zeiten, als sie sich als Paar hinterfragten. Sie waren jung, fuhren gern Töff und ­hatten keinen Plan – als Karin mit 23 Jahren schwanger wurde. «Wir waren selbst noch Kinder», sagt sie rückblickend. Das Baby und ihre neuen Rollen überrumpelten sie. Karin Joss blieb mit dem kleinen Buben zu

Hause und fühlte sich mit ihren Aufgaben alleingelassen. Roland arbeitete Vollzeit als Elektromonteur und drückte an vier ­Abenden pro Woche die Schulbank. Kam er erschöpft nach Hause, erdrückten ihn ihre Erwartungen. An der Krise gewachsen

Seine Kollegen verbrachten ihre Ferien ­unbeschwert in Ischgl oder auf Segeltörns, und mit 30, als schon das zweite Kind da war, fragte er sich: «War es das?» Als eine Trennung auf Zeit im Raum stand, wurde beiden bewusst: Das wollen sie nicht. Karin Joss erkannte, dass sie nicht länger Heimchen am Herd sein wollte und für ihr Glück selbstverantwortlich war. Sie liess sich zur Ernährungs- und Fitnessberaterin weiterbilden und nahm sich Zeit für sich. Heute sind sie sich einig: Die Krise hat sie als Paar weitergebracht. Ihre Kinder Alain und Lena sind 24 und 21 und fliegen bald aus. Karin und Roland Joss brauchen sich nicht neu zu erfinden, wie viele andere Paare an diesem Punkt im Leben. Denn das haben sie bereits gemacht. Gern verbringen sie Zeit zusammen draussen, ­biken, wandern oder boarden. MM

Roland und Karin Joss: Eine Krise, bei der eine Trennung auf Zeit im Raum stand, hat sie als Paar weitergebracht.


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2. Tag – Wanderung Tenno bis Calvola Unsere erste Wanderung beginnt am malerischen, türkisblauen Lago di Tenno. Von dort geht es ins mittelalterliche Dorf Canale, welches regelmässig zu den schönsten Dörfer Italiens gezählt wird und jeden Besucher verzaubert. Von hier geht es bergauf, durch Buchen-, Pinien- und Nadelwälder, über saftig grüne Wiesen und vorbei an hübschen Häusern. Später werden wir dann mit einem atemberaubenden Panorama über den gesamten nördlichen Gardasee belohnt ehe es wieder gemütlich bergab bis nach Calvola geht. Nachtessen im Hotel. Dauer: ca. 4 h / Strecke ca. 11 km / Höhenunterschied 600m 3. Tag – Wanderung Palaer Alm Die heutige Wanderung startet in der Nähe von Pregasina. Durch herrliche Landschaften wandern wir vorbei an alten Eichenbäumen und seltsam geformten Steinen zur Palaer Alm. Bei einer Rast geniessen wir den beeindruckenden Blick auf Limone und den See. Über einen Steinweg erreichen wir schliesslich wieder Pregasina und steigen über einen Panoramaweg wieder hinab nach Riva, wo noch etwas Zeit

zum Verweilen und einen erfrischenden Drink bleibt! Nachtessen im Hotel. Dauer: ca. 5h / Strecke ca. 9 km / Höhenunterschied: ca. 400m 4. Tag – Wanderung Monte Baldo Heute morgen fahren wir nach Malcesine. Mit der Panoramaseilbahn erreichen wir spielend den 1800 Meter hohen Monte Baldo. Die Fahrt mit der rotierenden Seilbahn ist ein einmaliges Erlebnis mit herrlichen Postkartenblicken auf den azurblauen Gardasee und auf die umliegende Bergwelt – fantastisch! Oben angekommen geniessen wir das atemberaubende Panorama, die frische Luft und die faszinierende Natur bei einer kurzweilige Rundwanderung bevor es mit der Seilbahn wieder ins Tal geht. Der Rest des Tages bleibt zur freien Verfügung, Gelegenheit unseren hübschen Ferienort Limone zu erkunden. Nachtessen im Hotel. Dauer: ca. 2h / Strecke ca. 4 km / Höhenunterschied: 0m 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  15

Bänz Friedli

Immer dieses Edelweiss

Bild: Vera Hartmann

Alpenflair in Südkorea: «Edelweiss» wurde eine Pension in Pyeongchang getauft, unweit davon verheisst ein gelber Wegweiser: «Schweiz 8956 km». Das Edelweiss muss als Symbol des Urschweizerischen herhalten, einmal mehr. Aber habe ich die helvetischste aller Blumen schon mal gesehen? Disteln, ja. Vereinzelte Alpenrosen. Enziane gar. Aber Edelweiss? Zu meinem Bild der Schweiz ­jedenfalls gehört der pelzige Blumenstern nicht. Eher das Hochhaus Prime Tower, das lotterige Stadion Brügglifeld und die Altstadt von Bellinzona. Die Fussballanlage Hardhof zwischen Autobahn und Kläranlage gehört zu meiner Schweiz, der Crestasee, die Betonsiedlung Tscharnergut. Hundert Lieder von Patent Ochsner, Sina und Adi Stern gehören dazu, alte Sketche von Cés Keiser, neue Pointen von Lara Stoll.

Bänz Friedli (52) hat mit der Blume wenig am Hut.

Aber das Edelweiss? Gehört nicht zu meiner Schweiz. Man will es mir nur dauernd weismachen. Auf Guetslipackungen und Sackmessern verspricht es Natürlichkeit und Schweizer Herkunft. Dabei ist nicht einmal sein Name schweizerisch. Er stammt aus dem Zillertal, wo die Pflanze scheints zur Geisteraustreibung verwendet wurde. Besungen wird sie im Erzgebirge und dem Tirol, zu ihren Ehren feiert das Dorf Laruns in den Pyrenäen jeden August ein Fest. Schon deutsche Kaiser vereinnahmten sie, später die Nazis. Edelweiss heisst ein Bier aus dem österreichischen

Kaltenhausen, eine bayerische Polizeihelikopterstaffel und ein Volksmusikpreis, der in Berlin an die Kastelruther Spatzen und das Naabtal Duo verliehen wurde, nie an einen Schweizer. Aber die Schweiz schmückt sich doch von alters her mit dem Edelweiss! Denkt man. Falsch. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als der junge Nationalstaat sich eine Identität erfand, tauchte die Blume auf Trachten auf. Und die «Bauernhemden», mit denen nun alle ihre Verbundenheit zur Scholle bezeugen, von der Volksvertreterin bis zum Rapper, von Christa Rigozzi bis Köbi Kuhn – uralt? Mitnichten. Das Blumenmuster auf hell­ blauem Grund stellte die Weberei Gugelmann im ­bernischen Roggwil erstmals in den ­Seventies her, das erste Bild eines Schwingers im Edelweisshemd stammt von 1978. Weshalb die erflunkerte Idylle? Warum eine Welt beschwören, die es nicht gibt? Gerade wieder hat ein Musiker aus Brienz eine CD «Schnupf, Schnaps + Edelwyss» getauft und singt darauf, wie er von der Alp heim «zu Frou u Chind» kehrt, wo wir doch wissen, dass er geschieden ist und sich soeben auch von seiner Freundin getrennt hat. Sie können sich die Platte bestimmt via Bordsystem anhören, wenn Sie das nächste Mal mit Edelweiss Air an die Wärme fliegen, auf die Seychellen oder so. Ganz schweizerisch. MM

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16  MM7, 12.2.2018 | MENSCHEN

Spoofing

Bei Anruf Betrug

Die Polizei warnt vor einer neuen Abzockmasche: Kriminelle geben sich am Telefon als Polizisten aus und bringen Senioren um ihr Geld. Zwei Betroffene erzählen. Text: Lisa Stutz  Bild: Miriam Kuenzli

E

s ist ein ganz normaler Dienstag-­ morgen im Januar 2018, als das ­Telefon von Gisela Schneider* klingelt. «Schneider», meldet sich die 78-Jährige. «Ich möchte Gisela Schneider sprechen», sagt ein Mann. Auf Hochdeutsch, mit leichtem Akzent. «Das bin ich.» «Sehr gut», sagt der Mann, er sei von der Polizei. Ob bei ihr eingebrochen worden sei? Sie verneint. Vor Jahren einmal, erzählt sie. Stimmt, das stehe auch in seinen Akten, sagt der vermeintliche Polizist. «Er klang sehr professionell», sagt Gisela Schneider später gegenüber den echten ­Polizisten. Sie ist eine vife Person mit gepflegtem ­weissen Haar, sie spricht schnell und klar. «Ich war so blöd», sagt sie immer wieder. Der Mann am Telefon übergibt an «Kollegin Müller». Er sagt, sie sei für den Fall zuständig. Von nun an telefoniert eine Frau mit Gisela Schneider. Die falsche Polizistin informiert sie darüber, dass die Polizei Verbrechern auf der Spur sei. Und sie, Gisela Schneider, könne mithelfen, die Diebe zu überführen. Denn diese hätten sie als nächstes Opfer vorgesehen. Ob sie Bargeld im Haus habe? Wie viel ­Vermögen auf den Konten? Wann sie das letzte Mal Geld abgehoben habe? Bei welcher Bank? «Ich habe alles brav beantwortet», sagt ­Gisela Schneider und senkt den Blick.

Die Frau baut Druck auf. Das Telefon ­dürfe nicht aufgelegt werden, und Gisela Schneider solle schnurstracks zur Bank gehen und 40 000 Franken abheben. Auch das ganze Bargeld zu Hause solle sie einpacken. Über das Handy läuft der Kontakt weiter. Offizielle Rufnummer beseitigt Zweifel

Gisela Schneider hat keine Zeit zum ­Über­legen. Sie steigt ins Auto und fährt zur Bank. Dort lässt sie sich die geforderten ­ 40 000 Franken auszahlen. Die Polizei hatte es ja so gewollt. «Ich gehöre einer Genera­ tion an, die dazu erzogen wurde, Autori­ täten zu gehorchen: Polizei, Ärzte, Pfarrer – die sagen doch die Wahrheit.» Man sagt ihr, sie solle das Geld zum Bahnhof in Dietikon ZH bringen. Von Gisela Schneiders Zuhause aus eine rund halbstündige Fahrt. Doch eine Stunde lang steckt sie im Stau. Erst da bekommt sie Zweifel. «Da kann doch etwas nicht stimmen, dachte ich plötzlich.» Sie fragt die Frau am Telefon: Woher weiss ich, dass Sie keine Betrügerin sind? Sie solle doch auf die Nummer schauen, lautet die Antwort. Und tatsächlich ist die Nummer auf dem Display die der Polizei, 117. Die Zweifel erlöschen wieder. Die falsche Polizistin wird immer wieder unfreundlich. «Wenn ich mich weigerte, ­etwas zu tun, wurde sie böse und sagte, dass ich die ganze Aktion gefährde.» Was folgt,

ist eine regelrechte Irrfahrt. Von Dietikon wird Gisela Schneider nach Kloten ZH ­diktiert. Anschliessend soll sie bei einer Sporthalle unter einem Auto ihr Bargeld ­deponieren, damit die «Polizei» die ­angeb­lichen Täter auf frischer Tat ertappen kann. Sie legt das Geld von zu Hause unters Auto. Im Eifer des Gefechts vergisst sie ­jedoch, die abgehobenen 40 000 Franken ebenfalls dazulassen. Auf der Rückfahrt überkommt sie ein Heulkrampf. Sie hat Hunger und Durst, ist seit mehreren Stunden ununterbrochen im Telefonkontakt. Ob sie das Geld von der Bank auch dazugelegt habe, fragt die Poli­ zistin. Gisela Schneider verneint und weint.


MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  17

Tipps der Polizei

Misstrauen kann nicht schaden Die Betrüger suchen ­ in verschiedenen Telefon­verzeichnissen gezielt nach älteren Vor­ namen und wählen so ihre ­Opfer aus. Prüfen Sie, ob es für Sie allenfalls Sinn macht, Ihre Telefon­ nummern aus den Ver­ zeichnissen zu löschen. Werden Sie angerufen, geben Sie vor, keinen Akku mehr zu haben, und legen Sie auf. In der Zwischenzeit wählen Sie – am besten mit ­einem anderen Telefon – die Nummer 117 und fragen nach dem ­an­rufenden Polizisten. Gibt es diesen nicht, ­informieren Sie die ­Polizei über den laufen­ den Betrugsversuch.

Gisela Schneider* ­vertraute der ­Rufnummer 117. Doch am anderen Ende war nicht die Polizei.

«Ich solle mich beruhigen, sagte die Frau. Sie dirigierte mich nach Hause, sagte, ich solle das Couvert vor meinem Haus unter einen Container legen. Das tat ich.» Die ­falsche Polizistin sagt ihr zum Abschied, dass man sie in zwei Stunden für eine Zeugen­aussage abholen wird. Die Zeit ­vergeht, doch niemand kommt. «Dann rief ich die ­Polizei an. Man sagte mir, dass ich Opfer von Betrügern geworden sei.» Die rund 55 000 Franken sind verloren. «Diesen Verlust muss ich verkraften», sagt Schneider. Momentan sei sie nicht auf das Geld angewiesen. Ihr grösstes Problem sei, dass sie sich den Vorfall selber nicht ­ver­zeihen könne. «Ich bin wütend, dass

ich so blauäugig war. Aber die Täter haben mich auf böse Art manipuliert.»

Geben Sie am Telefon niemals persönliche ­Daten sowie Pass­wörter bekannt und machen Sie keinerlei Angaben zu Ihren finanziellen Verhältnissen. Nehmen Sie Warn­ hinweise von Bank­ angestellten ernst und erlauben Sie diesen, bei geringsten Zweifeln die Polizei zu verständigen.

«Komisches Gefühl», trotzdem reingefallen

Margrit Tobler* aus Zürich hat eine ähnliche Geschichte zu erzählen. Nur einen Tag nach Gisela Schneider wird die 79-Jährige ­an­gerufen. Es verläuft nach dem gleichen Schema: Sie könne der Polizei helfen, ­Verbrecher zu überführen. «Ich hatte ein komisches ­Gefühl. Aber die Telefonnummer der Polizei überzeugte mich», sagt sie. Auf ­ihrer Bank muss sie 50 000 Franken a­ bholen. Auch sie diktiert man nach Kloten – da sie nicht mehr Auto fährt, steigt sie mit dem ­Bargeld in der Handtasche in den Zug.

Seien Sie misstrauisch, wenn jemand – und sei es auch ein Polizist – Sie dazu bringen will, Geld­ summen bei der Bank abzuheben, zu zahlen, ­jemandem zu übergeben oder irgendwo zu depo­ nieren. Merke: Die Polizei verlangt nie telefonisch nach Bargeld.

* Namen von der ­Redaktion ­geändert

Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wert­ sachen an Ihnen nicht bekannte Personen. ­Deponieren Sie auch keinesfalls ­irgendwo Geld oder Wertsachen.


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MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  19

100 % schweizerisch

Die Betrüger dirigieren sie per Handy zu ­einem Haus, vor dem sie unter einem Briefkasten das Geld deponieren soll. «Ich war sehr verwirrt und fand den Briefkasten nicht auf Anhieb, da wurde die Frau am ­Telefon wütend», sagt Tobler. Schliesslich findet sie den Ort und depo­niert das Geld. Als sie sich auf den Rückweg macht, weiss sie noch nichts von ihrem Glück: Echte ­Po­lizisten haben die Szene ­beobachtet und s­ ehen, wie ein Mann nur w ­ enige ­Minuten später den versteckten U ­ mschlag holt. Sie durchsuchen und verhaften ihn. «Ich bin unendlich froh. Ohne das Geld hätte ich praktisch kein Vermögen mehr.» Pro Tag 100 Spoofing-Fälle

Gisela Schneiders und Margrit Toblers ­Geschichten haben einen Namen: Spoofing (auf Deutsch: Manipulation, Verschleie­­r­ung, Vortäuschung). So nennt sich die ­Betrugsmasche, bei der sich die Täter am ­Telefon als Polizisten ausgeben und die meist betagten Opfer dazu bringen, ihnen grössere Geldsummen auszuhändigen. Allein im Kanton Zürich melden sich pro Tag rund 100 Personen bei der Polizei, um ­einen Spoofing-Fall zu melden. «Bei ­einem Grossteil kommt es nicht zum ­Äussersten», sagt Marco Cortesi, Medien­sprecher der Stadtpolizei Zürich. «Aber wenn nur schon ein paar Versuche klappen, ist es schlimm.» In letzter Zeit seien die ­Fälle «explosions­ artig» a­ ngestiegen. Und die ­Dunkelziffer sei wahrscheinlich hoch. Die Polizei weiss: Hinter den Vorfällen steckt organisierte ­Kriminalität. Es wird vermutet, dass die ­Telefontäter in Deutschland stationiert sind. Sie rufen mit einer technisch ­manipulierten Rufnummer an – wie zum Beispiel 117. «Im Telefonbuch suchen sie gezielt nach ­altmodischen Vor­namen.» Verfolgt man die Anrufe zurück, führen sie über verschiedene Länder – so, dass nicht mehr festzustellen ist, wo genau sie ­ihren U ­ rsprung haben. Die Drahtzieher ­haben Komplizen in der Schweiz, die das Geld an den abgemachten Orten abholen. Seit Kurzem sprechen die falschen ­Po­lizisten am Telefon auch Schweizerdeutsch, zudem rufen sie abends oder nachts an, warnt Cortesi. Ebenfalls neu: Den Opfern wird befohlen, das Geld in einem anderen Kanton abzuliefern. «So erschweren sie uns die Arbeit nochmals, da in jedem Kanton eine andere Polizei zuständig ist.» Mit Dummheit habe das Verhalten der Opfer nichts zu tun. «Die Täter manipulieren die Leute auf ­grausame Weise und ­setzen sie unter ­grossen Druck. Das kann a­ llen passieren.» Gisela Schneider und Margrit Tobler ­haben sich vom ersten Schock erholt und wissen nun: Sollte ihnen so etwas nochmals passieren, rufen sie sofort die Polizei – die echte. MM

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MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  21

Jaël

Impfen – ja oder nein?

Bild: Ruben Wyttenbach

Letzte Woche stand Bueblis erster Arzttermin an. Impfen oder nicht impfen, das ist die Frage. Ich wollte gut vorbereitet sein, las mich in jeder stillfreien Minute durch die Impflektüre, ­ wägte Nebenwirkungen gegen ­entsprechende Krank­heiten ab, um am Ende zu e­ rfahren, dass – falls ich den Kleinen tatsächlich gegen ­einige Krankheiten impfen lassen möchte – Einzel­impfstoffe bei uns gar nicht erhältlich sind. Ach, die liebe Pharmaindustrie …

Sängerin Jaël (38) ist seit Silvester Mutter von Eliah. Sie leben in Bern.

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­ erdende Mama gegen Keuchhusten zu impfen. w Da ich Konzerte in Planung hatte, fragte ich, ob ich Symptome kriegen könnte. Es wurde mir ­versichert: nein. Ich liess die Spritze zu, ­worauf mich nach langer Abwesenheit meine ­altbekannten Kollegen Asthma, Husten und ­Rückenschmerzen besuchten. Meine Leber war überfordert, die Stoffe zu entgiften.

Natürlich wünsche ich Buebli, dass er nach ­meinem Mann kommt, den Impfungen kalt­lassen. Aber was, wenn Eliah meine sensible Kon­ stitution mit zig Allergien und lausigem Immun­ system ­geerbt hat? Seit ich die Alternativmedizin für mich entdeckt habe, geht es mir besser. Impfungen aber stecke ich noch heute schlecht weg.

Der grösste Witz ist, dass mir die Kinderärztin letzte Woche eröffnete, dass es für den Purzel nur dann etwas gebracht hätte, wenn ich diese Keuchhustenimpfung in den letzten Schwangerschaftsmonaten gemacht hätte. Und ich frage mich nun: Wenn mein Körper auf eine Keuch­ hustenimpfung so reagiert, wie soll dann Buebli mit einer Diphtherie-Tetanus-Polio-Keuch­ husten-­Hib-Bombe klarkommen?

Bevor ich schwanger war, erklärte man mir, dass es zum Kindswohl ein Muss sei, sich als

Es gilt wie immer: auf den eigenen Bauch hören und die Konsequenzen tragen. MM

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22  MM7, 12.2.2018 | MENSCHEN Leserforum MM6: Kopftuchdebatte Gläubig, tolerant und emanzipiert

Kopftuch ja oder nein? Eine muslimische Familie hat Stellung bezogen.

Wer provoziert – ob mit Kopftuch, Burka oder grünen Haaren –, muss damit rechnen, dass er aneckt. Sich zu beklagen, wenn die ­Bevölkerung sich daran stört, ist ziemlich dumm. Aber zu ­glauben, die ­Mehrheit ­mache diese Mode nun nach, ist noch dümmer. V. Jaeger,

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Burka und Nikab sind Kleider von Musliminnen, die nicht nur den ganzen Körper umhüllen, sondern auch noch das Gesicht. Die Initiative will aber keine Kleidervorschrift in die Ver­ fassung schreiben, sondern nur die Gesichtsverhüllung verbie­ ten – auch bei Nichtmuslimen. Das dient auch der Sicherheit, denn was nützen Überwachungs­ kameras, wenn Personen nicht anhand des Gesichts identifi­ ziert werden können. Zudem ist die Gesichtsverhüllung kein ­islamisches Gebot sondern lediglich eine kulturelle Gepflo­ genheit einer patriarchalen arabischen Gesellschaft und richtet sich dadurch nicht gegen eine Glaubensgemeinschaft. Ronald Wild, Zollikon

Bild: Daniel Auf der Mauer

«Wer provoziert, muss damit rechnen, dass er aneckt»


MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  23

Leider wird in dieser Sache immer nur von Burka und Scharia gesprochen. Dadurch tritt in den Hintergrund, dass der Kern dieser Debatte ein Kulturprotektionismus ist, der in direkter Linie auf die Schwarzenbach-Initiative zurückgeht. Es geht letztlich darum, das Fremdartige zu schikanieren und zu zeigen, wer der Herr im Haus ist. Mit dem Schlagwort der Isla­mi­sierung will man die Schuld einfach auf die Gegenseite abschieben. Neu ist das nicht, nur die Bezeichnung ändert sich bisweilen. Im frühen 20. Jahrhundert sprach man noch von der Verjudung. Stefan B., via www.migrosmagazin.ch

Bei einem solchen Thema sollte das Migros-Magazin auch Frau Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam zu Wort kommen lassen. Eva Wiesendanger, via www.migrosmagazin.ch MM6: Familie Mein Bub, der Vegetarier

«Soll doch jeder essen, was er will » Hier applaudieren die mili­ tanten Veganer, die jeden dazu bringen wollen, die armen Tiere nicht zu essen. Dann lieber Präparate schlucken, die die fehlenden Nährstoffe liefern. Dass der Mensch vom Kausystem und von

der Verdauung her schon immer ein Allesfresser war, wird ignoriert. Abwechslung zwischen Vegi und Fleisch (bio, vom Bauern) ist der richtige Weg. Aber das kostet halt mehr und macht mehr Mühe beim bewussten Auswählen, als im Supermarkt einfach das abgepackte preiswerte Fleisch zu nehmen. Soll doch bitte jeder essen, was er will. Aber ohne gleich ein Poli­ tikum daraus zu machen. Manja Huber, via www.migrosmagazin.ch Die Empfehlung, eine Ernährungsberatung aufzusuchen und die Blutwerte regelmässig zu kontrollieren, wenn ein Kind kein Fleisch essen will, kann man auch an Fleischessende

weitergeben. In der Regel ernähren sich Vegetarier oder Veganer bewusster und gesünder. Meine Kinder ernähren sich seit ihrer Geburt vor neun und sieben Jahren ovo-lacto-vegetarisch, ich mich seit 25 Jahren – und wir sind alle gesund und munter. Margrit Binggeli-Krebs, Wengi b. Büren, BE

Schicken Sie Ihre Leserbriefe an: Redaktion Migros-Magazin, Limmat­strasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder via E-Mail an: redaktion@migrosmagazin.ch Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und übernimmt keine Verantwortung für Inhalt und Richtigkeit der Aussagen. Über Erscheinen bzw. Nichterscheinen der Leserbriefe wird keine zusätzliche Korrespondenz geführt.

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24  MM7, 12.2.2018 | MENSCHEN

«Heutige Jugendliche sind einfach anders informiert» Sandra Cortesi

Sandra Cortesi erforscht in Harvard, wie sich Jugendliche in der digitalen Welt ­bewegen – nicht aus einer Erwachsenenperspektive, sondern g ­ emeinsam mit den Jungen. Ein Gespräch über Elternängste, das kreative Potenzial von Online­plattformen und Wege, wie Bezahlmedien Teenager an sich binden könnten. Text: Dinah Leuenberger, Ralf Kaminski Bilder: Michael Sieber


MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  25

Stets mit Jugendlichen vernetzt: die Schweizer ­Harvard-Forscherin Sandra Cortesi


26  MM7, 12.2.2018 | MENSCHEN

Sandra Cortesi, der Zugang zur digitalen Welt gilt heute fast als Grundbedürfnis wie ­Nahrung und ein Dach über dem Kopf. Wer ein Handy mit Zugang zur digitalen Welt hat und über die nötigen Kompetenzen ­verfügt, das Internet zu nutzen, kann sich vermutlich ein Leben ohne kaum mehr ­vorstellen. Auch ich hätte Mühe, ohne H ­ andy und Onlinezugang. Gleichzeitig kommt es auch darauf an, wo man aufwächst. Weshalb? In einem kaum digitalisierten Dorf in Südamerika spielt Internet vermutlich eine geringere Rolle. Jedoch kann es auch dort für einen Jugendlichen von grosser Bedeutung sein. Was ist etwa, wenn Sie sich als Transgender identifizieren oder schwul oder ­lesbisch sind und an einem Ort aufwachsen, wo das tabuisiert ist? Dort hätte der digitale Zugang einen enormen Nutzen, weil dadurch ein Austausch mit anderen möglich wird. Worin unterscheidet sich die Mediennutzung von Jugendlichen und ­Erwachsenen am stärksten? Jugendliche nutzen viel mehr Onlineplattformen und tun das meistens deutlich diversifizierter. Der Umgang mit der digitalen Welt hat bei vielen Jugend­lichen auch einen höheren Einfluss auf ihre Identität, weil sie darüber ihre Freundschaften bilden, sich kreativ ausdrücken oder gar eigene Marken um sich herum aufbauen. Erwachsene bewegen sich vielleicht auf ein, zwei Social-Media-­ Kanälen wie Facebook oder LinkedIn, dazu kommen noch die SBB-, eine Wetter- und eine Zeitungs-App, und das wars. Ein Teenager wacht auf und hat schon mal 150 Whatsapp-Nachrichten. Wie bewältigt er diese Flut? Das ist sicher für manche anspruchsvoll. Es hängt jedoch auch von den Plattformen ab, wie aufwendig das ist. In den Gruppenchats von Whatsapp fallen 150 Nachrichten nicht so ins Gewicht, weil man längst nicht auf ­alles reagieren muss. Vieles hat zudem eine geringere Tiefe als eine lange E-Mail und ist schnell beantwortet, oftmals parallel während des Essens oder Busfahrens. Aber können sie sich dabei überhaupt noch auf das konzentrieren, was sonst so um sie herum passiert? Erwachsene haben ein anderes Verständnis davon, was «um einen herum» bedeutet. Sie verstehen darunter vor allem die Offlinewelt und finden, man müsste dort präsent sein. Zum Beispiel stört es sie, wenn die ­Jugendlichen am Esstisch das Handy benutzen, weil das gegen ursprüngliche soziale Normen verstösst. Auch den Jugendlichen ist wichtig, was um sie herum passiert, nur trennen sie nicht zwischen On- und

Also ist es ihnen egal? Ich glaube, es ist niemandem egal. Aber die strikte Konsequenz wäre, sich aus der digi­ talen Welt zurückzuziehen – und das wäre wohl den meisten ein zu hoher Preis und passt auch nicht wirklich ins Jahr 2018. Es fehlt uns momentan an Optionen und Lösungs­ ansätzen. Man kann schon Adblocker nutzen oder einen VPN, aber das ist keine vollstän­ dige Lösung. Die gäbe es nur durch kompletten Rückzug: bye-bye Instagram!

Offline. Sie sind vielleicht am Esstisch we­niger präsent, dafür umso mehr in der digitalen Welt. Ihre Aufmerksamkeit wechselt öfters hin und her. Aber es gibt durchaus Momente, in denen Jugendliche offline sein wollen – auch sie haben ab und zu den Wunsch nach mehr Privatsphäre.

Sie erforschen die Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit ihnen. Warum? Mein heutiger Chef, Urs Gasser, hat 2008 zusammen mit John Palfrey das Buch «Generation Internet» publiziert. Es ist zwar noch heute sehr erfolgreich, aber aus der Erwachsenenperspektive geschrieben. Deshalb ­fragten wir uns, ob man das nicht auch anders angehen könnte. Aus der Erwachsenenperspektive beurteilt man das Verhalten Jugendlicher nicht immer korrekt. Jugendliche ­direkt in die Forschung einzubinden, eröffnet uns eine ganz andere wichtige Sichtweise – und macht ehrlich gesagt auch mehr Spass.

Das scheint aber nicht so. Und doch ist es so. Ihr Konzept ist einfach ein anderes: Bei Erwachsenen geht es um Privatsphäre gegenüber dem Job, der Regierung oder Firmen. Bei Jugendlichen ist es eher Privatsphäre gegenüber Freunden und Eltern. Sie haben viele Strategien, mit wem sie was austauschen und auf welcher Plattform oder was sie auf einem Bild zeigen, damit sie nicht in Schwierigkeiten geraten. Allerdings gibt es durchaus blinde Flecken. Jugendlichen ist oft weniger bewusst, was alles im Hintergrund passiert, etwa, wie Firmen Daten sammeln und nutzen. Dort muss noch viel mehr Aufklärung betrieben werden.

Und wie kamen Sie nach Harvard? Ich studierte in Basel Psychologie, arbeitete aber bereits für Urs Gasser, der damals noch an der Universität St. Gallen lehrte und forschte. Er fand es cool, dass ich besser verstehen wollte, wie man Jugendliche in den Forschungsalltag einbauen kann. Nach dem Studienabschluss folgte ich Gasser nach Harvard und habe dort mit ihm das «Youth and Media»-Projekt entwickelt. Wir inte­ grieren die Jugendlichen in die Ideenfindung, Durchführung, Datenanalyse, den Schreibund Visualisierungsprozess und in die Weiterentwicklung der Forschung. So ist die Chance grösser, dass unsere Forschung Sinn ergibt.

Und ändern sie ihr Verhalten, wenn sie ­davon erfahren? Nicht unbedingt.

Das klingt wohl einfacher, als es war? Am Anfang war es sehr hart. Englisch konnte ich nicht wahnsinnig gut, und auch die extrem langen Arbeitstage waren direkt nach der Uni eine grosse Umstellung. Aber es war und ist sehr erfreulich, wie positiv man meinen Ideen gegenüber eingestellt ist. Niemand fragt sich, ob es wichtig ist, Jugend­liche besser zu verstehen. In Harvard ist man sehr offen für Neues und auch risikofreudiger als in der Schweiz. Eigentlich wollte ich nur acht Monate bleiben, inzwischen sind es acht Jahre.

«Jugendliche wissen oft als Erste in der Familie, wenn auf der Welt etwas Wichtiges passiert ist.»

Zur Person

Expertin für jugendliche Mediennutzung Sandra Cortesi (35) ist Director of Youth and Media am Berkman Klein Center der Harvard Universität. Sie ist in Venezuela geboren, in Kolumbien aufgewachsen und mit elf Jahren in die Schweiz ge­kommen. Heute lebt und arbeitet sie in Cambridge (USA), ist aber wegen ihrer Tätigkeit oft unterwegs: Ein Drittel ihrer Zeit verbringt sie in der Schweiz und ein Drittel auf der ganzen Welt. Weitere Infos: http://youthandmedia.org

Was sind Ihre Forschungsschwerpunkte? Die werden zu einem grossen Teil von den Jugendlichen selbst bestimmt. Wir unter­ suchen zum Beispiel, wie Jugendliche zu Privatsphäre stehen, was der Einfluss von künstlicher Intelligenz auf ihr Leben ist und wie sie mit Cybermobbing umgehen. Bei Letzterem haben wir festgestellt, dass extreme


MENSCHEN | MM7, 12.2.2018  27

Strafmassnahmen nicht immer richtig sind: Ein Kind, das in der Schule oder im Internet ein anderes plagt, kann womöglich zu Hause gemobbt werden und dort das Opfer sein. Es würde so quasi ­doppelt gestraft. Unser wich­ tigstes Projekt behandelt die Informations­ qualität: Wir erforschen, wie Jugendliche mit Information umgehen, wie sie sie finden, bewerten und was sie damit machen. Die klassischen Medien leiden unter ­Publikumsschwund und Überalterung. Gibt es eine Möglichkeit, die Jugendlichen zu erreichen, oder ist das hoffnungslos? Es ist nicht hoffnungslos. Und in Zeiten von Desinformation und Missinformation haben eine «New York Times» oder eine «NZZ» auch wieder einen höheren Stellenwert. Aber man muss sich fragen, welche Inhalte man Jugend­ lichen bietet und wie man sie präsentiert. Wenn immer möglich sollte man sie in den Arbeitsprozess integrieren. Sobald sie mer­ ken, dass die Inhalte für sie relevant sind, hat man eine hohe Chance bei ihnen.

Bezahlzeitungen hoffen, dass auch Jugend­ liche später mal ein Abo kaufen. Dann ist es vermutlich bereits zu spät. Man muss schon jetzt bei den 12-Jährigen an­ setzen, wenn man eine Chance haben will. Es gilt herauszufinden, was für Kinder und Jugendliche der Mehrwert einer Bezahl­ zeitung gegenüber einer Gratiszeitung ist. Finden sie darin Themen für sich, die es sonst nirgends gibt? Wurden diese Themen mit Jugendlichen konzipiert? Nimmt man ihre Meinung gleich ernst wie die der Erwachse­ nen? Es gibt Medien-Apps, die etwas kosten und von Jugendlichen genutzt werden; die Bereitschaft zu zahlen, ist durchaus vorhan­ den, auch wenn es zu Beginn sicher oft die Eltern sind, die das finanzieren. Das Problem ist aber, dass die Inhalte auf vielen Plattfor­ men ähnlich sind. Und wenn sie hier kosten und dort nicht, ist die Konsequenz klar. Kann man Jugendliche überhaupt noch mit seriösen Informationen abholen? Absolut, man muss ihnen einfach verschie­

dene Einstiegsinhalte bieten. Wenn Beyoncé in der Superbowl-Pause ein Konzert gibt und dabei ein politisches Statement macht, ist das nicht nur Politik oder nur Enter­ tainment. Und so könnte man Jugendliche zum Beispiel abholen. Also kann man nicht sagen, Junge sind schlechter informiert, weil sie keine ­Zeitung mehr lesen? Sie sind vielleicht sogar besser informiert als wir früher. Sie sind oft die Ersten in der ­Familie, die wissen, wenn auf der Welt etwas Wichtiges passiert ist. Sie bekommen online sehr schnell mit, was global läuft. Vielleicht ist ihr Wissen noch nicht ganz so vertieft, aber ich habe mit 15 auch nicht ­jeden Tag die «NZZ» meiner Eltern gelesen. Jugendliche sind einfach anders informiert. Ein Erwachsener über 35 hätte Mühe, zehn Hashtags aufzuzählen, die im ver­ gangenen Jahr relevant waren, ein Jugend­ licher eher nicht – selbst wenn es dabei um politische Themen ging.

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Cortesis Medien, Apps und Games

28  MM7, 12.2.2018 | MENSCHEN

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Werden die heutigen Jugendlichen anders erwachsen, weil sie quasi rund um die Uhr online sind? In der Schweiz, wo 100 Prozent der Haus­halte Smartphonezugang haben, trennen sie nicht mehr zwischen Online und Offline, beides ist miteinander verschmolzen, das Digi­tale quasi eine Erweiterung der realen Lebenswelt. ­Natürlich muss von klein auf eine graduelle Annäherung an digi­tale Themen passieren. Wenn ein zwei­jähriges Kind dauernd am Tab­ let spielt, finde ich das nicht ideal. Erwach­sene können Jugendliche unterstützen, indem sie ihnen grundsätzliche Werte beibringen, die gelten auch in der digitalen Welt. Ist es also der falsche Ansatz, Kinder mit Regulierungen möglichst stark schützen zu wollen? Man muss respektieren, wie Eltern mit ­ihren Kindern umgehen wollen. Aber oft ­generiert das Nichtverstehen oder die Angst vor Zeit­ verschwendung eine Abwehrhaltung – und das erschwert es, die realen Risiken zu erken­ nen. Eltern fürchten sich vor Fremden, die dem Kind etwas antun. Was leider durchaus der Fall sein kann. Aber die Zahlen zeigen, dass es in viel geringerem Umfang passiert, als man das intuitiv denken würde. Also plädieren Sie für weniger Angst? Ja. Die Ängste der Eltern können oft nicht bestätigt werden. Und: Risiko bedeutet nicht Schaden. Weil die Medien auch oft nur das Schlechte zeigen, können sich viele nicht vorstellen, welche positiven Möglichkeiten

durch die digitale Welt entstehen. Es wäre schön, man würde am Esstisch nicht nur fragen, wie die Schule war, sondern auch, was online so alles passiert ist. Auch sonst gibt es noch einigen Spielraum für Erwach­­ sene, sich der digitalen Welt anzunähern und sich die Dinge erklären zu lassen. Zum Beispiel, wie man mit Apps die Kreativität erhöhen kann oder die eigene Identität gefördert wird. Sie sind erst 35 und bereits in Harvard. Lässt sich das überhaupt noch steigern? Schwierig. Es bräuchte auch viel, dass ich mei­ ne Arbeit in Harvard aufgeben würde. Es ist einfach ein cooles Umfeld und ein Privileg, dort forschen zu dürfen. Auf der akademi­ schen Ebene arbeite ich zurzeit parallel an der Uni Basel an m ­ einem Doktortitel. Nicht­ akademisch gibt es ­theoretisch viele Möglich­ keiten: Ich könnte in die Politik gehen, in der Privatwirtschaft verstärkt tätig sein oder für eine interna­tionale Organisation arbeiten. Vielleicht auch wieder in der Schweiz? Manchmal könnte ich mir auch v­ orstellen, wieder vermehrt in der Schweiz zu arbeiten. Allerdings sind wir beim Thema Gleichstel­ lung in den USA viel weiter. Gerade im Tech­ nologieumfeld sind die Schweizer Anlässe, an denen ich teilnehme, sehr männerlastig und weiss. Was ich auch kritisch kommen­ tiere und gern helfe zu verändern. ( lacht) Merkt man im Forschungsalltag eine Veränderung mit der neuen US-Regierung?

Ja, auf verschiedenen Stufen. Die Jugend­ lichen werden stark durch das momentane Klima geprägt. Wir arbeiten mit Afroame­ rikanern, Latinos oder Transjugendlichen. Für sie ist der Alltag im Moment schwieriger als auch schon. Aber finanziell hat der Regierungswechsel noch keine Aus­wirkungen, oder? Unser Finanzierungsmodell funktioniert anders. Das Berkman Klein Center wird über­ wiegend von Stiftungen finanziert. Aber wenn wir die grössere Forschungslandschaft anschauen, hat die neue US-Regierung ­sicher grossen Einfluss. In vielen Bereichen werden öffentliche Mittel für die Forschung leider drastisch gekürzt und gleichzeitig die Steuerlast von privaten Unis erhöht. Sie haben einen Partner mit zwei Kindern. Sehen die Sie oft angesichts Ihrer langen Arbeitstage? Bis jetzt hat sich noch niemand beklagt. Aber es geht mir auch eher um Qualität als Quantität. Und ich geniesse es sehr, so viel reisen zu können, denn so sehe ich meine Familie in Südamerika und in der Schweiz. Und die beiden Teenager sind oft Ihre Versuchskaninchen? Mit ihren 300 Whatsapp-Nachrichten am Tag sind sie typisch für ihr Alter und super Anschauungsobjekte. (lacht) Der eine war ge­ rade auf Snapchat dauerpräsent – ein Streak von 780 Tagen. Als der zusammenbrach, herrschte Weltuntergangsstimmung. MM

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Migros-Welt MM7

354 010 Zahl der Woche

Über 354 000 Personen haben im vergangenen Jahr die Klubschule Migros besucht und an insgesamt 54 140 Kursen und Lehrgängen teilgenommen.

Migros-Besitzerin

Eine Familie, die punktet Nina Hunziker (32), Hausfrau und Mutter aus Steffisburg BE, mit Gabriel (5) und Amélie (1)

«Ich bin seit neun Jahren Genossenschafterin. Das Preis-LeistungsVerhältnis bei der Migros stimmt, und ich finde das CumulusProgramm sehr gut.»

Bewegungstag

Bild: René Ruis

Gratis ans Fitnessfest in Luzern Am Samstag, 3. März, laden die Klubschule Migros Luzern und die Gesundheitsinitiative «iMpuls» zum grossen Fitnessfest ein: Von 9.30 Uhr bis 13.45 Uhr gibt es an der Töpfer­ strasse 3 in Luzern, gleich hinter der Migros Schweizerhof, diverse Fitnesskurse zu testen. Die Lektionen dauern jeweils 30 Minuten und sind kostenlos. Also: Turnschuhe, Arbeits­

kollegin, WG-Partner oder Schwiegermutter packen und los gehts! Ob Indoor Bootcamp, Line Dance oder Pilates – der Spass ist garan­ tiert. Und ebenso das gute Gefühl danach. Infos und Programm: www.klubschule.ch/bewegungstag

Mehr von der Migros Luzern ab Seite 59


32  MM7, 12.2.2018 | MIGROS-WELT

«slowUp»

Strassen frei – auch 2018 Im vergangenen Jahr nahmen über 454 000 Personen am «slowUp» teil und genossen die motorfreien Strassen – mit dem Velo, zu Fuss oder mit Inlineskates. Die Erlebnistage in 17 Regionen zogen im Schnitt 26 000 Besucher an. Immer mit ­dabei war die Migros als Haupt­sponsorin. Sie verteilte 150 000 Farmer-Riegel und 70 000 Mini-Einkaufskörbli für die Kinder. 2018 geht es weiter: Der erste Anlass findet am 22. April im Tessin statt. Mehr Infos: www.slowup.ch

Sonderausstellung

Universalgenie und Dutti-Freund Fritz Zwicky Am 14. Februar jährt sich Fritz Zwickys Geburtstag zum 120. Mal. Das Ortsmuseum Mollis GL würdigt dies mit einer Jubiläumsschau, die ­Leben und Werk des Glarner Universalgenies und Astrophysikers beleuchtet. Auch Zwickys Freundschaft und ­Zusammenarbeit mit Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler wird ­thematisiert. 120 Jahre Fritz Zwicky, vom 14. 2. 2018 bis 16. 2. 2019 im Ortsmuseum Mollis; www.fritz-zwicky.ch

M-Industrie

Migros-Verkaufswagen in China Viel Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Verkaufswagen der Migros hat das Modell in der Shopping Mall in Shanghais grösster Einkaufsmeile nicht mehr. Dort warb die Migros vor einigen Tagen für ihre Produkte. Dafür wurde ein Chalet an die Fahrerkabine des Ford-T-Modells montiert, in dem sich interessierte Chinesinnen und Chinesen über die Geschichte der Migros informieren konnten. Am Stand davor wurden Eistees, Schokoladen und Café-Royal-Kapseln zur Degustation offeriert. «Wir waren überrascht von dem grossen Andrang. Den ganzen Tag standen die Menschen Schlange, um die Produkte zu probieren. Da es die Migros-Produkte in China ­momentan nur online zu kaufen gibt, wollten wir potenzielle Kunden vor Ort auf unser Sortiment aufmerksam

machen», sagt Noel Matos, Leiter strategisches Export Marketing bei der M-Industrie. Unter dem Namen «Orange Garten» verkauft die Migros seit Herbst vergangenen Jahres ausgewählte Produkte bei den beiden chinesischen Onlinehändlern Kaola und Tmall.

Der leicht modifizierte MigrosVerkaufswagen in Shanghai.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Ausgewählte Produkte

Preis alt*

Preis neu*

in %

5.90

4.90

-16,9

Crunchy Clouds Mandeln, 150 g

5.90

4.90

-16,9

Crunchy Clouds gesalzener Mais, 150 g

5.90

4.90

-16,9

Bio Sultaninen, 400 g

3.35

3.20

-4,5

Bio Aprikosen ohne Stein, 200 g

5.30

4.90

-7,5

Bio Haselnusskerne, 200 g

4.60

3.95

-14,1

M-Classic Haselnüsse gemahlen, 200 g

4.20

3.60

-14,3

M-Budget Mascarpone, 630 g

3.85

3.75

-2,6

M-Budget Magerquark, 500 g

1.30

1.20

-7,7

Sun Queen Macadamianüsse, 150 g

4.20

5.00

19,0

Sun Queen Cashewkerne, 200 g

3.95

4.15

5,1

Sun Queen Mandeln, 200 g

3.00

3.25

8,3

Bio Karottensaft, 50 cl

2.10

2.40

14,3

Don Pollo Trutenbrust Midi Schale, 135 g

3.20

3.40

6,3

M-Budget Trutencotto, 200 g

2.60

2.80

7,7

Crunchy Clouds Haselnüsse, 150 g

* in Franken


MIGROS-WELT | MM7, 12.2.2018  33

Welches Fitness­ programm darf es sein? Faszientraining, Bodytoning, Power Yoga oder doch ­lieber der neueste Trend ­namens Breakletics (Bild)? Probieren geht über ­Studieren: Am 3. März laden die Klubschule Migros und die Gesundheitsinitiative Impuls in der ganzen Schweiz zum Bewegungstag ein. Dabei kann man in den Klubschulen zahlreiche Fitnesskurse kostenlos ­testen. Die Schnupperkurse dauern jeweils 30 Minuten. Klubschule

Programm und Anmeldung auf www.klubschule.ch/bewegungstag

Bilder: Fritz-Zwicky-Stiftung Glarus, zVg (1)

Bioblumen

Orchideen mit Gütesiegel Die Fachmärkte «Do it + Garden Migros» haben neu ­bio­logisch angebaute Orchideen im Angebot. Die Blumen in den Farben Gelb, Rosa, Pink und Weiss ­stammen von einem Produzenten in Kudelstaart in den Nie­derlanden. Bei der Zucht werden ausschliesslich ­orga­nische Düngemittel und natürliche Pflanzenschutzmittel v­ erwendet. Die biologische Orchideenzucht ist europaweit einzigartig und wurde von der EU zertifiziert.

Schicken Sie uns Ihr Migros-Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros-Zusammenhang erkennbar ist, sind Sie dabei. Hochladen: www.migmag.ch/blickfang

Blickfang

Wichtel-Fasnacht «Unsere Kinder gingen dieses Jahr als Migros-Wichtel an die Fasnacht. Die Mühe hat sich gelohnt, denn sie gewannen den ersten Preis.» Familien Kocher und Luchsinger, Bergdietikon AG


34  MM7, 12.2.2018 | MIGROS-WELT

Transport

Die Brummis von morgen Gemeinsam mit der Empa entwickelt die Migros ein Konzept, damit ihre Transportfahrzeuge zukünftig möglichst klimafreundlich unterwegs sind. «Move» heisst die innovative Energieplattform. Text: Thomas Tobler  Bilder: Paolo Dutto

B

ei der Eidgenössischen ­Materialprüfungs- und ­Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf ZH steht die Zukunft der Mobilität direkt vor der Tür. Denn hier werden Erdgas, ­Wasserstoff, eine Mischung aus Biogas und Wasserstoff sowie bald auch ­synthetisches, erneuerbares Methan getankt – Treibstoffe, die Benzin und Diesel in den kommenden Jahren ersetzen sollen. «Move» heisst das Konzept, an dem die Empa für einen Individual- und Güterverkehr ohne fossile Energie forscht. Die Migros ist neu Partnerin dieser innovativen Plattform. «Wir wollen im Bereich des nachhaltigen Warentransports Marktführer sein», sagt Andreas Münch, Leiter des Departements Logistik und Informatik beim Migros-Genossenschafts-Bund. «Die Zusammenarbeit mit einem international anerkannten Forschungsinstitut wie der Empa wird uns dabei helfen, innovative und umweltschonende Massnahmen umzusetzen.» Seit Jahren arbeitet die Detail­ händlerin an der Minimierung ihrer CO₂-Emissionen, auch im Transportbereich, etwa durch die ­Verlegung der Warentransporte von der Strasse auf die Schiene. Rund die Hälfte der Migros-Güter werden per Bahn in die regionalen und nationalen Verteil­ zentren transportiert. Für die Filial­ belieferung aber bleiben Lastwagen unverzichtbar. 31 Millionen Kilometer legte die LKW-Flotte der Migros 2016 insgesamt zurück. Dies mit vorwiegend emissionsarmen Fahrzeugen sowie einzelnen Elektro- und Gas-

lastwagen. Die Zusammenarbeit ­zwischen Migros und Empa soll das Engagement für einen umwelt­ freundlichen Güterverkehr auf der Strasse nun weiter vorantreiben. Treibstoffe der Zukunft

Unter der Ägide von Abteilungsleiter Christian Bach forscht man in Dübendorf an diesen CO₂-armen Konzepten, die künftig auch die Migros nutzen will. «Wir schauen dabei nicht auf das einzelne Gefährt, sondern auf die ­ganze Energiekette. Also auch ­darauf, woher der Strom wann kommt.» Das «Move»-Programm zielt darauf ab, ­erneuerbaren Strom – von dem hierzulande in den Frühlingsund Sommermonaten zeitweise mehr ­produziert als verbraucht wird – für die Mobilität nutzbar zu machen. ­Einerseits für Elektroautos, aber auch für die Herstellung der erwähnten Treibstoffe wie Wasserstoff, ­synthetisches Methan oder Diesel. «Welche dieser Technologien sich durchsetzt, ist momentan völlig offen. Da die Mobilität sehr vielseitig ist, braucht es verschiedene CO₂-arme Antriebskonzepte, die nach ihren ­Stärken eingesetzt werden», sagt Bach. Heute besteht die LKW-Flotte der Migros hauptsächlich aus Dieselfahrzeugen. In den kommenden Jahren soll sie allerdings viel differenzierter daherkommen. Denn künftig dürfte die Antriebstechnik eines Lastwagens vermehrt von dessen Verwendungszweck abhängen – immer mit dem Ziel, so klimafreundlich wie möglich unterwegs zu sein. Fährt also ein Transportfahrzeug bloss kurze Dis-

tanzen, ist Elektromobilität die passende Lösung. Für längere Touren ­ergibt ein Gas- oder ein Lastwagen mit erneuerbarem Diesel mehr Sinn. Welche dieser Antriebstechno­ logien wo und wie zum Einsatz kommt, eruiert die Detailhändlerin nun mit einer neuen Flottenstrategie. «Wir erarbeiten die Grundlagen der neuen Technologien, die Migros setzt diese in die Praxis um», sagt ­Brigitte Buchmann, Departementsleiterin Mobilität, Energie und ­Umwelt bei der Empa. Denn: «Wir möchten nicht bloss im stillen ­Kämmerlein forschen, sondern die gewonnenen Erkenntnisse im Alltag anwenden, damit sie einen ­gesellschaftlichen Nutzen bringen.


MIGROS-WELT | MM7, 12.2.2018  35

Rainer Deutschmann ist ­Leiter Direktion Logistik Transport bei der Migros.

Rainer Deutschmann

«Erst simulieren, dann umsetzen» Welchen Zeithorizont hat die Migros, um auf CO₂-arme Fahrzeuge umzurüsten? Ein Bestandteil der Partnerschaft mit der Empa ist ein ­Simulationssystem, in dem die im Migros-Warenverkehr ein­ gesetzten Fahrzeugflotten mit deren Motorenqualität ab­ gebildet und simuliert werden können. Das ist die Basis, um zukunftsorientierte Szenarien von Flotten auch mit schadstoffärmeren Motoren zu bilden und zu entscheiden, wann welche Motorentypen zum Einsatz kommen könnten.

Dafür sind wir auf die Rückmeldungen aus der P ­ rivatwirtschaft angewiesen», so Buchmann weiter. Migros mit Signalwirkung

Die Klimaziele der Schweiz sehen bis 2030 eine Halbierung der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 vor. «Wendet man diese Rechnung auf die Migros-LKWs an, sollte ungefähr die Hälfte ihrer Flotte bis 2030 von erneuerbarer Energie angetrieben werden», sagt Christian Bach. Die ­dafür notwendigen Technologien und Antriebssysteme sind heute vorhanden. Wasserstoff-, Elektro- und Gaslastwagen fahren bereits auf unseren Strassen. Was fehlt, ist die Akzeptanz des Schweizer Markts. «Alle neuen

Antriebskonzepte müssen deshalb ­sozusagen in den Markt gedrückt ­werden», so Bach. Noch immer sind Diesel- und Benzinfahrzeuge günstiger, die Infrastruktur mit Tankstellen ist weltweit entsprechend darauf ­ausgerichtet. Christian Bach: «Wenn nun aber ein Unternehmen wie die Migros sagt, wir setzen auf CO₂-arme Technologien bei unserer Lastwagenflotte, dann kann das eine bedeut­same Signalwirkung haben. Auch für den Individualverkehr.»

Ein Teil von

Die Migros ist mit ­ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

Empa-Forscher Christian Bach und Brigitte Buchmann vor den Zapfsäulen der Zukunft

Welche Herausforderungen warten bei der Umsetzung der neuen Flottenstrategie? Das beginnt mit der Frage, was mit zeitlichen Überkapazi­ täten an erneuerbarem Strom passiert. Weiter gilt es, die möglichen Motorentypen daraufhin zu analysieren, wo welcher Einsatz am sinnvollsten ist. Schliesslich müssen diese Motorentypen – und die Tankstellen – verfügbar und ökonomisch verträglich sein. Wie sieht die Klimastrategie der Migros im Transport­ bereich aus? Wichtig bleibt die Güterver­ lagerung auf die Bahn. Weitere Beiträge festzulegen, ist nun Gegenstand der Partnerschaft mit der Empa. Sie wird uns die Potenziale aufzeigen, wie und wo wir Treibhausgas­ emissionen einsparen können. Damit erstellen wir dann eine realistische neue Planung mit klaren Zielen. MM


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fruchtbarsten Regionen Spaniens. Bei Salobreña, einem Dorf mit weissen Häusern, geniessen wir ein grossartiges Panorama auf die umliegenden fruchtbaren Ebenen und Strände der Costa Tropical, bevor wir nach Granada zurückkehren. 5. Tag: Fakultativer Ausflug Ronda. * Landschaftlich eindrückliche Fahrt nach Ronda, das in atemberaubender Lage, umgeben von Bergen und am Rand einer tiefen Schlucht liegt. Den besten Panoramablick hat man von der Neuen Brücke aus. Die typisch andalusische Stadt Ronda ist weiter wegen ihrer weissgetünchten Häuser und den maurischen Ruinen eine Augenweide. Berühmt ist auch die zweitälteste Stierkampfarena Spaniens. All diese Sehenswürdigkeiten lernen wir auf einem gemütlichen Stadtbummel kennen. 6. Tag: Granada–Málaga – Rückflug nach Zürich. Wir verlassen Granada und fahren zurück zur Küste nach Málaga. Rückflug mit Swiss nach Zürich. * Das Ausflugspaket mit drei Ausflügen ist nur im Voraus buchbar. Sie sparen mind. 10%. Einzelbuchungen der Ausflüge vor Ort möglich. Ihr Hotel Wir wohnen fünf Nächte im modernen, guten Mittelklasshotel Alixares T-U U U+ (off. Kat. ****), das sich an Panoramalage oberhalb des Stadtzentrums und in unmittelbarer Nähe des Parkgeländes der Alhambra befindet. Die 200 Zimmer sind komfortabel eingerichtet und verfügen über Bad oder Dusche/WC, Haartrockner, Klimaanlage, Minibar, Mietsafe. Weitere Einrichtungen: Restaurant, Bar, Lounge, Freiluftschwimmbad (saisonal geöffnet).

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MIGROS-WELT | MM7, 12.2.2018  37

Sushi mal anders Migusto

Rollen war gestern. Heute geben wir klassische Sushi-Zutaten einfach in eine S ­ chüssel und kombinieren sie mit weiteren Ingredienzen zu einer Poke Bowl. Text: Andrea Pistorius, Claudia Schmidt Bilder: Martina Meier Rezept: Andrea Pistorius

Herausnehmen und sammeln!

STEP-BY-STEP ZUR POKE-BOWL IM VIDEO: www.migusto.ch/­ pokebowl

Wie beim Sushi sind roher Fisch und Reis auch bei der Poke Bowl die Hauptzutaten.

Das neue Kochmagazin der Migros Erhältlich in den Filialen für Fr. 3.–, für Clubmitglieder gratis. Jetzt anmelden: www.migusto.ch


38  MM7, 12.2.2018 | MIGROS-WELT Step-by-step

Poke Bowl    1

Reis in ein Sieb geben und kalt abspülen, bis das Wasser klar bleibt. Reis und Wasser in einer Pfanne aufkochen, Hitze reduzieren. Reis zugedeckt ca. 4 Minuten köcheln lassen. Herd ausschalten. Reis 15 Minuten zugedeckt quellen lassen.

5

Gurke längs halbieren und entkernen. Rüebli schälen. Gurke und Rüebli in Stifte schneiden. Frühlingszwiebeln in Ringe ­schneiden.

2

Inzwischen Reisessig erwärmen, Salz und Zucker darin auflösen. Reis in eine weite ­Schüssel geben, Reisessig darüber verteilen. Reis auflockern, dabei Luft zufächeln, damit der Reis schnell abkühlt und mehr Feuchtig­keit verdunstet.

6

Reis in Schüsseln verteilen. Thunfisch, ­Gemüsestifte, Edamame, Frühlingszwiebeln, einige Spinatblätter und Ingwer darauf ­anrichten. Mit wenig der restlichen Sauce ­beträufeln. Mit restlichen Sesamsamen ­bestreuen und servieren. Restliche Sauce in Schälchen dazuservieren.

3

Mirin, Sojasauce und Sesamöl mischen. Thunfisch diagonal zur Faser in Würfel schneiden, mit einem Drittel der Sauce und wenigen Sesamsamen mischen. Zugedeckt im Kühlschrank marinieren.


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TerraSuisse Schweinsplätzli vom Stotzen «Aus der Region.», Zentralschweiz, per 100 g, 2.10 statt 2.70 20% TerraSuisse Rindfleisch zum Sieden «Aus der Region.», Zentralschweiz, per 100 g, 1.50 statt 2.20 30% ASC Pangasiusknusperli, Zucht aus Vietnam, 700 g, 9.60 statt 13.85 30%

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MIGROS-WELT | MM7, 12.2.2018  51

Profi-Tipp

Oder aus der Dose Zutaten für 4 Personen

4

300 g Sushi-Reis 4,5 dl Wasser 4 EL Reisessig 1 TL Salz 25 g Zucker 6 EL Mirin (japanischer Reiswein) 6 EL Sojasauce 2 EL Sesamöl 600 g Thunfisch in ­ Sashimi-Qualität 3 EL geröstete ­ Sesamsamen 500 g tiefgekühlte Eda mame in der Schote ½ Gurke 1 Rüebli 2 Frühlingszwiebeln 50 g junger Spinat 3 EL eingelegter Ingwer

Edamame in Salzwasser ca. 5 Minuten ­kochen. Abgiessen, kalt abschrecken. ­Edamame aus den Schoten lösen und mit ­wenig Salz würzen.

Der Thunfisch sollte ­Sashimi-Qualität haben. Diese Qualitätsstufe bezieht sich auf das gleich­namige Gericht, bei dem ­roher Fisch dünn aufgeschnitten wird. Nur fangfrischer Fisch erfüllt die Anforderungen der ­Sashimi-Qualität.

Andrea Pistorius, Rezeptautorin

Als die japanische Küche auf die hawaiianische traf, wurde die Ahi Poke Bowl geboren. «Poke» heisst so viel wie geschnit­ ten oder gestückelt. Mit «Ahi» ist der ­Gelbflossenthunfisch ge­ meint, der für die bunten Schüs­ seln leicht mariniert und mit ­Gemüse auf Reis serviert wird. Die Poke Bowls eroberten von Hawaii aus zunächst die West­ küste der USA und wurden rasch auch an der Ostküste beliebt. Inzwischen haben sich die ersten Restaurants in der Schweiz auf die Schüsseln spezialisiert. Man kann sie aber auch daheim unkompliziert zubereiten. Sollten Sie einmal keinen frischen Fisch in Sashimi-Qualität zur Hand ­haben: Abgetropfter Thon aus der Dose ist zwar eine weniger edle, aber nicht minder schmackhafte Alternative. Ebenso ­eignen sich vorgekochte Crevetten oder Garnelen. Das Gemüse kann mit Sprossen, Avocado, gedün­steten Kefen oder auch fruchtigen ­Zu­taten wie Mango oder Papaya ­ergänzt werden. MM

Viele weitere kochtipps

ZU ROHEM FISCH

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migusto.ch Gin-Randen-Sashimi: www.migusto.ch/gin-sashimi Dreierlei Sushi (Video): www.migusto.ch/sushi Thunfisch-Sashimi: www.migusto.ch/thunfisch-sashimi


52  MM7, 12.2.2018 | MIGROS-WELT

Farmer

Die geballte Ladung

Bild: alamy

Ob zum Frühstück oder als Imbiss zwischendurch: Die Produkte aus dem Farmer-Sortiment versorgen den Körper mit viel Energie. Getreideriegel, Zmorge­ müesli und feine Joghurts liefern wertvolle Nährstoffe wie Proteine, Vitamine und Ballaststoffe. Das Birchermüesli «Fit» kommt ausserdem ohne die ­Zugabe von Zucker aus. Versorgt mit so einer ­guten Portion an Nährstoffen, entscheidet man jede Schneeballschlacht für sich. MM


MIGROS-WELT | MM7, 12.2.2018  53

Farmer Soft Choc ­Apfel, 290 g Fr. 4.50

Farmer Crunchy ­Honig, 240 g Fr. 4.40

Farmer Bircher Müesli Fit, 700 g Fr. 4.80

Farmer Croc ­Waldbeeren, 500 g Fr. 5.–

Farmer Plus Crunchy Mix, 600 g Fr. 5.70

Farmer Plus ­Cranberry-Protein, 150 g Fr. 4.90

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Farmer-Getreideprodukte liefern Energie für einen aktiven Tag im Schnee.

Farmer Joghurt ­Crunchy Choco, 225 g Fr. 2.–

Farmer Joghurt ­Crunchy Waldbeeren, 225 g Fr. 2.–


54  MM7, 12.2.2018 | MIGROS-WELT

Haben Sie eine Frage?

Frage der Woche

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar ­unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben ­genannte Nummer sind gratis.

Enthält der Sicilia-Zitronensaft im gelben Fläschchen Vitamin C? Zitronensaft im Fläschchen enthält etwa zehn Prozent weniger Vitamin C als frisch gepresster Zitronensaft. Je länger der Saft aufbewahrt wird, desto mehr Vitamin C geht verloren. Nach ­einigen Wochen ist nur noch ein Bruchteil des ­ursprünglich ­enthaltenen Vitamins C enthalten. Der Saft aus dem Fläschchen hat jedoch den Vorteil, dass er praktisch im Gebrauch und relativ lang haltbar ist. Er schmeckt leicht intensiver als frisch gepresster Zitronensaft, da er stärker konzentriert ist und noch etwas Schalenöl enthält. MM

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MIGROS-WELT | MM7, 12.2.2018  55

Hautpflege im Winter

Tschüss, trockene Haut! Die Winterluft trocknet unsere Haut aus. Spezielle Wirkstoffe spenden besonders viel Feuchtigkeit. Darauf setzen die Duschcremes, Öle und Tagescremes der Marken I am Natural Cosmetics, pH balance, Sanactiv und Zoé.

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Urea ist ein feuchtigkeits­ bindener Wirkstoff, der in unserer Haut natürlich ­vorkommt. Ideal gegen trockene Haut. pH balance Duschcreme 250 ml Fr. 3.90

Das natürliche Mandelöl ohne Zusatzstoffe hilft bei trockener, juckender Haut. Es eignet sich auch für die Pflege zarter Babyhaut. Sanactiv Mandelöl 150 ml Fr. 7.20 In grösseren Filialen

Die «aha»!-zerti­fizierte Anti-Aging-­Pflege wirkt mildernd bei sehr empfindlicher Haut und Fältchen. Dermatologisch ­getestet. Zoé Ultra Sensitive Anti-Age Tagespflege 50 ml Fr. 15.90

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Was braucht die Haut im Winter? Das Winterklima stra­ paziert die Haut. Lesen Sie, wie unser grösstes Organ die kalte Jahres­ zeit g­ esund übersteht: www.migros-impuls.ch/haut

iMpuls ist die Gesundheitsini­ tiative der Migros.


56  MM7, 12.2.2018 | MIGROS-WELT

14. Februar

Ein Fest der Liebe

Mit Blumen, Pralinen oder etwas Ausgefallenem: Der Valentinstag lädt uns ein, der oder dem Liebsten Danke zu sagen. Das Brauchtum geht zurück auf den Festtag für die römische Göttin Juno, der Blumen geopfert wurden.

Mit Liebe verpackt Mit ihrem charmanten Design wertet die kleine quadratische Papierbox jedes Geschenk auf. I am Creative Papierboxen Herz 8,9 × 8,9 cm Fr. 5.90

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MIGROS-WELT | MM7, 12.2.2018  57

Botschafter der Liebe Das Prestige-Metallherz von Frey ist immer ein passendes ­Geschenk zum Valentinstag. Frey Pralinés Prestige in der Herzdose, 99 g Fr. 7.80 statt 9.80 Aktion 20% Rabatt vom 12. bis 19. Februar

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MIGROS-WELT | MM7, 12.2.2018  59

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Klubschultipp

Mehr Traffic, mehr Klicks

«Ich mag den leicht süsslichen Duft von Freesien»: Selina Moos beim Binden eines Valentinstagsstrausses

Mehr Wissen

Tag der Blumen

Valentins Gehilfin

Der heilige Valentin wird als Patron der Liebenden verehrt, weil er gegen den Willen des römischen Kaisers Trauungen vollzog.

Der Valentinstag steht für blumige Liebesbotschaften. Dass es nicht immer rote Rosen sein müssen, zeigt ein Besuch in der Blumenabteilung der Migros Schweizerhof in Luzern. Text und Bild: Christoph Riebli

D

er Valentinstag ist für uns ein intensiver Tag», sagt Selina Moos mit Blick auf den bevorstehenden Ansturm. Die 23-jährige Fachleiterin Blumen in der Migros Schweizerhof in Luzern freut sich dennoch auf den 14. Februar: Blumige Liebes­ botschaften seien schliesslich die charmanteste Art, «Ich liebe dich» zu sagen. Beispielsweise mit roten Rosen und weissem Schleierkraut – der absolute Valentinsklassiker und das Sinnbild für Liebe und Romantik schlechthin. Als Alternative gibt es in den Blumenabteilungen der

Migros Luzern eine bunte Vielfalt an Sträussen, die auf Vorbestellung und Kundenwunsch auch indivi­ duell zusammengestellt werden. Frühlingsblumen als Alternative

Der Favorit von Selina Moos sind Frühlingsblumen – auch weil es sie im Gegensatz zu den Rosen nicht ganzjährig zu kaufen gibt. Besonders angetan hat es ihr der «leicht süssliche Duft von Freesien». Eine Duftmarke aus der Region: Die Migros Luzern bezieht die zierlichen Freesien von den Gebrüdern Blaser aus Ruswil.

Auch aus Tulpen, Hyazinthen, Ranunkel, Narzissen oder Margeriten entstehen in der Migros-Blumen­ abteilung mit viel Kreativität und Liebe zum Detail Valentinssträusse. Und wie feiert die Blumenverkäuferin den Valentinstag? «Mir fehlt schlichtweg die Energie dazu», sagt Selina Moos. Und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: «Aber ich hätte natürlich schon Freude an einer Blume von meinem Freund.» Bleibt zu hoffen, dass diese Botschaft stellvertretend am Valentinstag ihre Empfänger findet. MM

Von erfolgreichem Marketing im Internet berichtet Corrado Marinaro beim Lehrgang «Online-Marketing Manager/-in». Der KMU-Inhaber hat die Weiterbildung an der Klubschule Migros abgeschlossen und ist nun sattelfest in Themen wie Such­ maschinenwerbung, Social Media und New­sletter-Marketing. «Die Weiterbildung ist sehr praxisorientiert, zeitlich und finanziell tragbar und schliesst mit einem anerkannten Diplom ab», sagt Marinaro. Zudem habe er in der Klubschule Kontakte mit Berufskollegen und Mar­ketingexperten geknüpft. «Online-Marketing Manager/-in» mit Diploma /IABZertifizierung: 23. Februar bis 31. August; Unterricht jeweils am Freitag in der Klubschule Migros Luzern. Beratung: Tel. 041 418 66 66


60  MM7, 12.2.2018 | MIGROS-WELT

Wohnideen

Micasa bringt den Frühling ins Haus Alles rund ums Wohnen bietet Micasa home in der Mall of Switzerland. Die neuesten Trends heissen Koralle und Mint – es sind die ersten farbenfrohen Frühlingsboten. Text und Bild: Christoph Riebli

W

er mit Freude einrichtet und zu Hause Abwechslung schätzt, fühlt sich bei «Micasa home» in Ebikon wie daheim. Im zweiten Stock der Mall of Switzerland dreht sich auf über 500 Qua­ dratmetern alles «rund ums Thema Schön wohnen», so Fachleiterin Jolanda Christen. Ob Leinenbettwäsche, verspielte Dekora­ tionsaccessoires oder modernes Geschirr – «Micasa home» steht für Qualität zu attrak­ tiven Preisen. Die «Micasa home»-Boutique ist die kleine Schwester des Migros-Möbelhauses Micasa. 2012 eröffnete die Migros Luzern im Mythen-Center Schwyz die erste, bald

darauf im Surseepark die zweite «Micasa home»-Filiale. Inzwischen gibt es schweiz­ weit acht Wohnboutiquen, die Inspirationen für das Gestalten und Dekorieren der eige­ nen vier Wände bieten. Mit Pink-Orange in den Frühling «Mit über 3000 Produkten im Sortiment

gibt es zahlreiche Farben und Formen zu entdecken», erzählt Jolanda Christen. Ge­ fragt seien die Frühlingsfarben Koralle – ein Pink-Orange – und ein frisches Mintgrün, so die 31-Jährige. Mit gezielt gesetzten Farb­ akzenten, etwa mit Zierkissen und -decken, kehrt damit nach den dunklen Wintertagen das Frühlingsgefühl ins Heim zurück.

Punkto saisonale Einrichtungs­ideen steht bei «Micasa home» in Ebikon schon fast der Sommer vor der Tür: Zurzeit laufen die Vorbereitungen für das grosse Sommerthema Garten, das auf einer speziellen Saisonfläche präsentiert wird. «Dazu zählen viele Dekoartikel, aber auch Gartentische, Stühle und Liegen», sagt Jolanda Christen. Denn nebst Duvets, Lampen­schirmen, Bilderrahmen, Küchen­ utensilien, Accessoires fürs Bad oder massgeschneiderten Jalousien sind bei «Micasa home» auch Möbel ein Thema: Das Möbelhaus Micasa bietet eine Auswahl von über 10 000 Artikeln, die man bestellen und in die Filiale liefern lassen kann. MM


MIGROS-WELT | MM7, 12.2.2018  61

Umgeben von Wohnaccessoires in Hülle und Fülle: Jolanda Christen im «Micasa home» in der Mall of Switzerland

«Reinweiss»: Das ist die typische Farbe von Skrei-Fleisch, wie Manuel Machado von der Migros Metalli in Zug erklärt. Skrei

Das Gold der Lofoten Er stammt aus dem hohen Norden und verzaubert die Gaumen von Spitzengastronomen: Skrei-Kabeljau ist eine saisonale Delikatesse, die es in der Migros Luzern nur für kurze Zeit gibt.

W

enn im Januar der Winter auf den nor­ wegischen Lofoten Einzug hält, beginnt für die Fischer das grösste Abenteuer des Jahres: der Skrei-Fang. Skrei steht für die edelste arktische Kabel­ jauart, deren Fang – streng reglemen­ tiert und nachhaltig – für die Lofoten­ bewohner die Haupteinnahmequelle ist. Deshalb gilt der Skrei auch als «Gold der Lofoten». «Sein weisses Fleisch ist delikat, festfleischig und doch zart und aromatisch», sagt Manuel Machado. Für den Fachleiter Fische der Migros Metalli in Zug ist der Fisch aus dem hohen Norden «ein ganz besonderer saisonaler Genuss». Denn die Skrei-Saison ist kurz: Der norwegische Winterkabeljau wird nur von Januar bis April gefangen. 600 Kilometer hin und zurück

Der Grund, weshalb der Skrei in der Spitzengastronomie als Delikatesse gilt, ist jedoch ein anderer: sein festes und fettarmes Fleisch. «Er besteht

praktisch nur aus Muskeln», sagt Machado. Verantwortlich dafür ist das kalte Wasser der Barentssee und die 600 Kilometer weite Reise zu den Lofoten: Der Skrei ist in der eisigen Barentssee zu Hause, im Randmeer des Arktischen Ozeans. Um zu laichen, sucht er im Alter von fünf Jahren wär­ mere Regionen auf. Fündig wird er in den westlich gelegenen Lofoten, wo der Golfstrom auch im Winter eine Temperatur von bis zu sechs Grad Cel­ sius erreicht. Hat der Skrei gelaicht, wandert er wieder zurück. Sein Laich­ verhalten hat ihm so auch den Über­ namen «Der Wanderer» eingebracht. Skrei gibt es an den 19 Fischtheken der Migros Luzern und in der Selbst­ bedienungsabteilung in allen MigrosFilialen (von Donnerstag bis Samstag). Die Delikatesse lässt sich vielseitig zubereiten: dünsten, pochieren, ­backen, braten. Manuel Machado mag ihn am liebsten ge­backen: bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen, etwa 30 Minuten lang, leicht gewürzt mit Frühlingskartoffeln. MM


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2.– statt 2.50 M-Classic Burger «Rock»* (Rind- und Schweinefleisch, leicht pikant mit etwas Schärfe aufgepeppter Klassiker) Schweiz, Stück, 110 g


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lands. Fahrt zur Ausgrabungsstätte von Piazza Armerina und geführte Besichtigung im ehemaligen römischen Landsitz Villa Romana del Casale. Abends Ankunft in Acireale. 6. Tag: Ausflug Ätna und Taormina. Panoramafahrt entlang der Flanken des Ätna, dem grössten aktiven Vulkan Europas. Kurze Fahrt nach Taormina. Das Städtchen liegt hoch über dem Meer und bietet ein einzigartiges Panorama auf den Ätna und die Küstenregion. 7. Tag: Ausflug Siracusa. Fahrt dem Meer entlang nach Siracusa und Besichtigung der Katakomben sowie der Altstadt der Insel Ortygia. 8. Tag: Fak. Ausflug Aeolische Inseln. Fahrt zur Hafenstadt Milazzo und Bootsausflug nach Lipari, der Hauptinsel der Aeolischen Inseln. Anschliessend Besuch der Insel Vulcano mit ihren Vulkanlandschaften. 9. Tag: Acireale–Palermo – Einschiffung. Wir machen Halt im romantischen Fischerstädtchen Cefalù. Abends Einschiffung. 10. Tag: Auf See – Genua–Alessandria. Erholsamer Tag auf See. Abends Ankunft in Genua. Ausschiffung und Fahrt nach Alessandria im Piemont. 11. Tag: Alessandria–Schweiz. Ihre Hotels Auf dieser Reise haben wir für Sie folgende oder gleichwertige Hotels reserviert: Hotel

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61 %

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Monica Müller (43) hat zwei Buben, ­einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

1   Ich zeige den beiden so viele spektakuläre Unfallfilmli auf Youtube, dass sie

meinen banalen Unfall vergessen. 2   Ich profitiere vom beschränkten Wortschatz des Kleinen und behaupte anderen gegenüber: «Wir stellen immer Unfälle mit Spielzeugautos nach.» 3   Ich erzähle jedes Mal erneut, was genau passiert ist, und verarbeite es so.

21 % Für meine Familie und mich kann es nie zu weit weg oder zu exotisch sein.

10 % Sportcamp, Expedition, Städtetrip: Hauptsache, Abenteuer!

8 % 2451 Abstimmende

Eine Umfrage von

Antwort 2: Lange kann ich das nicht mehr machen, also nutze ich es jetzt noch aus. Dem Kleinen ist es wurscht. Solange wir über Unfälle sprechen, hört er aufmerksam zu.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Der Kleine (2) ist fasziniert von Autounfällen. Mit verkniffenem Gesicht sucht er Wimmelbücher nach Autos ab, die sich bald streifen könnten oder bereits ineinander gecrasht sind, und ruft dann begeistert: «Unfall!». Kürzlich habe ich in einem Parkhaus in James-Bond-Manier eine Schranke in ihre Einzelteile zerlegt. Eine unrühmliche Episode, deren Details ich lieber weglasse. Was für mich Albtraummaterial ist, hat den Kleinen und den Grossen (7) nicht traumatisiert, sondern elektrisiert. Noch Wochen später denken sie gern daran zurück. Für den Kleinen ist das, worüber ich lieber nicht spreche, bester Small-Talk-Stoff. «Mami, Auto, bumm, Stängeli kaputt», erzählt er allen strahlend. Und jetzt?

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LEBEN | MM7, 12.2.2018  67

Im Väterkurs kann Michael Roth (links) alle seine Fragen zu Schwangerschaft und Geburt stellen – völlig ungeniert, denn alle Anwesenden sind Männer.

Väterkurse

Nichts ist peinlich

Wie verläuft eine Geburt? Wie kann ich meine Frau unterstützen? Verändert ein Kind das Sexualleben, und wenn ja, wie? Fragen, die werdende Väter beschäftigen – und nicht selten in Verlegenheit bringen, weil sie sich für ihre Unwissenheit genieren. Für sie kann sich der Besuch eines Väterkurses lohnen. Text: Claudia Weiss  Bilder: Sophie Stieger

M

ichael Roth (31) wirkt wie jemand, der alles sorgfältig plant. Er will auch ­genau wissen, was ihn erwartet, am 18. Februar, wenn sein erstes Kind zur Welt kommen soll. Wie er sich als Vater verhalten soll und was er tun kann – vor, während und nach der Geburt – und was er besser sein lässt. D ­ eshalb nimmt er an einem Geburtsvorbereitungsabend für werdende Väter in der Hirslanden-­ Klinik Aarau teil. Er hat ein paar Fragen mitgebracht, die er in diese Runde werfen will.

Die Runde ist klein, fast intim. Ausser Roth haben noch zwei weitere werdende V ­ äter auf den bequemen Sesseln Platz genommen. Weitere Anwesende sind nur die beiden Kurs­leiter Mirko Rauch (37) und ­Simon ­Reimann (36). In der ­Regel sei dieser Kurs mit sechs Teilnehmern ausgebucht, ­jedoch könne sich eine reduzierte Gruppenstärke durchaus als vorteilhaft erweisen, sagt ­Kursleiter Rauch. Denn so ent­stehe eine ­ver­trauliche Atmos­phäre, und die Männer fühlten sich nicht ­exponiert.

Elektroingenieur Michael Roth hat mit seiner Frau und werdenden Mutter Tamara (28) ­bereits alle praktischen ­Fragen geklärt. Das Kinderzimmer ist fast fertig eingerichtet, die ­Arbeitsaufteilung gut geplant. Tamara Roth kann als Medi­zinische Praxisassistentin problemlos in Teilzeit arbeiten. ­Er selbst wird sein Arbeitspensum voraussichtlich auf 80 Prozent reduzieren. Sein Wunsch: «Ich möchte u ­ nbedingt mein Kind aufwachsen sehen und auch einen Teil der ­Betreuung übernehmen.»


LEBEN | MM7, 12.2.2018  69

Was mit der Geburt auf seine Frau zu­ kommt und wie er sie dabei begleiten kann, erfahren die beiden demnächst in ­einem speziellen Geburtsvorberei­ tungskurs für Paare. Vom Väterkurs ­erhofft sich Michael Roth Antworten auf die Frage: Was genau erwartet ihn in seiner ­Rolle als als Vater und Ehe­ mann? Kleine Spässchen lockern auf

Nach einer kurzen Vorstellungs­runde ist es Michael Roth, der als Erster los­ legt: «Wie kann ich ­meine Frau unter­ stützen?» Und schickt sogleich Frage Nummer zwei hinterher: «Woran muss man denken, wenn die Geburt bevorsteht?» Der Koffer seiner Frau sei jetzt schon gepackt, versichert er, «aber bestimmt vergisst man trotz­ dem vieles.» Die Kursleiter stimmen zu. «Viele Väter denken nicht daran, dass sie für sich s­ elber am besten auch einen ­kleinen Koffer packen», sagt

­ imon Reimann. Etwas zu essen und S zu trinken, ein frisches Hemd, Dusch­ zeug, vielleicht eine Lektüre: Dies könnten alles nützliche Uten­silien in den mehr oder weniger ­langen Stun­ den der Geburt sein. Damit ist das Eis gebrochen. Einer der beiden anderen Kursteilnehmer möchte genau wissen, wie eine Geburt verläuft, der dritte wünscht Tipps und Kniffs für den Umgang mit seiner hochschwangeren Frau und später mit dem neuen Familienmitglied zu Hause. Es sind all­gemeine, aber auch ganz konkrete Fragen wie: «Was mache ich, wenn mir bei der Geburt vom ­Anblick des Bluts übel wird?» Die Antwort: Traubenzucker e­ ssen oder sich abwenden. Die Runde ist entspannt, hie und da lachen die Männer – durchaus erleich­ tert – auf. Die Kurs­leiter Rauch und Reimann nehmen den Vätern in Spe die Ängste auch mal mit einem Spruch

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wie «Ach, das können Sie getrost der Hebamme über­lassen». Die reine Männerrunde tut ebenfalls ihre ­Wirkung: Unter Gleichgeschlecht­ lichen geniert man sich weniger zu fragen, wie es mit der Sexualität nach der Geburt aussieht oder wie sich die Beziehung verändern kann. Üblicherweise treffen sich in einem solchen Kurs Männer, die zum ersten Mal ­Vater werden. Die meisten sind über 30 Jahre alt, einige auch 50 oder älter. An diesem Abend ist sich die Runde am Ende einig: Es tue gut zu erleben, dass man mit seinen Un­ sicherheiten nicht allein ist. Michael Roth zum Beispiel weiss jetzt, dass er seiner Frau am besten helfen kann, wenn er einfach für sie da ist und sich von möglichen schwangerschaftsbe­ dingten Launen nicht beirren lässt. Er verlässt die Männerrunde erleich­ tert, denn jetzt fühlt er sich vorberei­ tet – auf seine neue Rolle als Papa.

Interview mit den beiden Kursleitern Simon ­Reimann und ­Mirko Rauch: Seite 71


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LEBEN | MM7, 12.2.2018  71

Interview

«Unter Männern können werdende Väter ihre Ängste offen ansprechen» Simon Reimann (36) und Mirko Rauch (37) arbeiten als Intensiv­ pflegeexperten in Führungsposi­ tionen der Hirslanden-Klinik ­Aarau. Seit 2014 geben sie ungefähr fünf Mal pro Jahr einen Väter­ kurs. Sie haben je zwei Kinder im Alter zwischen fünf und neun Jahren. Mirko Rauch, Simon Reimann, wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Kurs für werdende Väter anzubieten? Simon Reimann: Wir wurden von den Hebammen der Klinik ange­ fragt, damit Väter irgendwo ihre männerspezifischen Fragen erör­ tern können. Das passte gut: Wir haben die Ausbildung als Inten­ sivpflege­experten zusammen ab­ solviert, und unsere älteren Söhne ­wären am selben Termin zur Welt gekommen, hätte es nicht mein Sohn zehn Tage vor dem Termin plötzlich eilig gehabt. Mirko Rauch: Da wir sowohl un­ seren Beruf als auch unsere Väter­ rolle voll ausleben, können wir den Kursteilnehmern einen mun­ teren Mix aus fachlichem Wissen und praktischer Erfahrung auf den Weg geben.

haben. Wichtig ist, dass die Män­ ner es wagen, auf ihr Bauchgefühl zu hören. Und was sind die grössten S ­ orgen, von denen werdende Väter geplagt werden? Reimann: Die Gründung einer Familie ist wie eine grosse ­Reise in die Unsicherheit. Das sollen Männer auch mal ehrlich anspre­ chen dürfen. Denn auch wenn es vielen ­ähnlich geht: Sie reden oft nicht ­darüber. Bei uns können sie schwierige oder belastende The­ men offen ansprechen. Also etwa die Angst, als Vater oder Ehemann

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Kurse für engagierte Väter Geburtsvorbe­ reitungskurs für ­werdende Väter: Der Abend an der Hirslanden Klinik A ­ arau bietet theore­tische Grundlagen zu Schwangerschaft und Geburt, soll Sicherheit bringen im Umgang mit den anstehenden Veränderungen und Männern die Gelegenheit geben, sich mit der Vaterrolle auseinanderzusetzen. Vater werden: René Ryser, zweifacher ­Vater aus Zürich, hat den Kurs «Vater werden – das erste Mal» ins Leben gerufen, d ­ amit Väter das nötige Repertoire an Wissen und Fähigkeiten erwerben können, um gut in ihr neues Leben mit Familie zu starten. «Besonders wertvoll am Kurs ist, dass ‹Mann› andere Männer in der gleichen Situa­tion antrifft», verspricht die Website.

Was ist das Wichtigste, das Sie den Männern mitgeben wollen? Rauch: Dass der Rollenwechsel vom locker-­flockigen Mannsein zum Vatersein kein Grund zur Furcht ist. Sämtliche Fragen zu ­diesem Thema, auch rund um ­Sexualität und Beziehung, ­können sie in einer Männer­runde arti­ kulieren. Reimann: Einige nehmen das ­Vaterwerden und Vatersein ­relativ locker, andere packt an­ derthalb Monate vor der Geburt die Panik, wenn sie realisieren, dass es konkret wird. Alle Fragen können Sie wahrscheinlich an diesem einzigen Abend kaum beantworten. Reimann: Nein, schon allein des­ halb nicht, weil es kein Rezept oder Kochbuch gibt fürs Kinder­

zu versagen, an den Rand gedrängt zu werden, nicht zu wissen, was sie tun oder ­lassen sollen. Die am häufigsten gestellte Frage lautet üb­ rigens: Wie kann ich meine Frau unterstützen? Rauch: Wichtig ist uns, dass wir ihnen die grossen Sorgen neh­ men können, sodass sie mit e­ iner positiven Grund­einstellung nach Hause gehen. Ein Paar ist ja quasi ein Tandem, die Väter müssen nicht ­alles s­ elbst machen. Ich sage dann immer, dass letztlich alles gar nicht so kompliziert ist: Ein Kind braucht drei Dinge – Liebe, Liebe und Liebe. MM

Passionierte ­Väter: ­Kursleiter ­Simon Reimann (links) und ­Mirko Rauch

Crashkurs für ­werdende Väter: Ein Kurs, den Firmen ­ihren Mitarbeitern schenken können, ­damit diese planen können, wie sie künf­t ig Job, Familie und Freizeit gut unter einen Hut bringen. Der ­Vatercrashkurs wurde im Rahmen des Nationalen Programms MenCare erarbeitet. Infos: www.migmag.ch/ vaeterkurse


72  MM7, 12.2.2018 | LEBEN

Beim Ritt auf dem Snowboard ist das Sturzrisiko gross – und damit auch die Gefahr, sich das Schlüsselbein zu brechen.

Tipps

Verdacht auf einen Bruch?

Schmerzen behandeln: Bei sehr starken Schmerzen hilft ein entzün­ dungshemmen­ des Schmerzmedi­ kament. Arzt aufsuchen: Ein Röntgenbild wird Aufschluss über den Schwere­ grad der Verlet­ zung geben. Achtung: Wer ­einen Schlüssel­ beinbruch auf die leichte Schulter nimmt und keinen Arzt aufsucht, ­riskiert, dass der Knochen unvoll­ ständig zusam­ menwächst und die Funktions­ fähigkeit des ­Armes einge­ schränkt bleibt. In Zusammenarbeit mit

Gesundheit

Fragiles Schlüsselbein Der flache, dünne Knochen, der den Arm mit dem Körper verbindet, ist anfällig für

Verletzungen. Weil er ungeschützt unter der Haut liegt, sind Brüche keine Seltenheit. Text: Michael Balavoine

V

or allem ältere Personen sind von Knochenbrüchen betrof­ fen, da Dichte und Festigkeit der Knochen mit dem Alter ­abnehmen. Beim Schlüsselbein aber ist es anders. Dieser Knochen, der den ­Brustkasten mit den Armen verbindet, liegt ­direkt unter der Haut und ist auf­ grund ­seines dünnen «Schutzpolsters» (Unterhautfettgewebe) vor Gewalt­ einwirkung relativ ungeschützt. Deswegen ist der Schlüsselbeinbruch vor ­allem bei jungen Menschen verbreitet, die bei ihren Freizeitaktivitäten gern ­Tempo haben und auf dem Bike oder dem ­Snowboard den Nervenkitzel ­geniessen wollen. Wenns bricht, braucht es den Arzt

In Fachkreisen wird dann von einer Klavikula­fraktur gesprochen. Mit drei Prozent aller Brüche gehört die ­Klavikulafraktur zu den häufigsten Frak­turen am menschlichen Körper. Dies geschieht in den meisten Fällen nach einer direkten, starken Einwirkung auf den Knochen.

Wenn nach dem Unfall beim Bewegen des Arms sehr starke Schmerzen ent­ stehen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass das Schlüsselbein gebrochen ist. ­Zudem kann es an der verletzten Stelle zu einer Schwellung, einem Blut­erguss und manchmal sogar zu einer Defor­ mierung kommen. Eine genaue Diag­nose kann j­ edoch nur der Arzt stellen. ­Darum ist es wichtig, bei Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch den Arm möglichst ruhig nach unten zu ­halten und so rasch wie möglich einen Arzt aufzusuchen. Fixieren und warten

In den meisten Fällen kommt eine kon­ servative Therapie mit einem Rucksack­ verband, Fixierungsring oder einer ­Armschlinge zum Einsatz. Die betroffene ­Stelle verheilt dann von selbst. Nur in ­seltenen Fällen, wenn der Knochen ­verschoben oder mehrmals gebrochen ist, kommt es zu einer Operation. Danach ­beträgt die Heildauer in der Regel bei ­Kindern vier und bei Erwachsenen sechs Wochen. MM

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Einfach mal nichts tun Verletzungen sind schlimm, doch bieten sie auch Chancen. Zum Beispiel fürs ­Nichtstun und für Tag­ träume. Was es mit ­Letzterem auf sich hat, erfahren Sie auf www.migros-impuls.ch/ tagträumen

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Ruhigstellen: Der Arm der be­ troffenen Seite sollte wenn mög­ lich nicht mehr ­bewegt werden.


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LEBEN | MM7, 12.2.2018  73

Lisa Stutz

Die Schafe von nebenan

Illustration: Rinah Lang

Denke ich an meine Kindheit, kommt mir hartes Brot in den Sinn. Aber nicht so, wie Sie vielleicht denken. Wir konnten uns immer frisches Brot leisten – und das alte habe ich nur sehr selten selbst gegessen. (Der Standardspruch meines Vaters, wenn wir uns über ein zwei Tage altes Mütschli beklagten: «Brot ist nicht hart. Kein Brot, das ist hart.»)

Lisa Stutz (24) sucht die Balance zwi­schen urban und ländlich. Und pickt von ­beidem das Beste heraus.

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Ganz nach Papis Motto haben wir unser ­altes Brot jeweils in kleine Stücke geschnit­ ten und in eine Schüssel getan. Damit sind mein kleiner Bruder und ich aufgeregt zur Haustür hinausgestürmt. Direkt neben un­ serem Haus lag nämlich eine Schafweide. Und wir liebten es, die Schöfli zu füttern! Im Nachhinein glaube ich, dass wir den Traum von vielen Stadteltern lebten. Wenn diese mühsam ihren Kinderwagen mit dem heulenden Leonard-Sébastien ins Tram

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­ ineinbugsieren, die gestressten Mitstädter h mit den Augen rollen, ein Betrunkener sie an­ pöbelt und ein bisschen nach dem Kinder­ wagen tritt, dann denken die Stadteltern doch: Auf dem Land könnte Leonard-Sébastien jetzt Schafe füttern und strahlen vor Freude. Laut Befragungen sehnen sich 70 Prozent der Schweizer nach einem Leben auf dem Land. Ob berechtigterweise oder nicht – ich kann immerhin eines bestätigen: Schöfli ­machen glücklich. «Määh, määh» machte die Horde, wenn wir uns näherten. Und «määh, määh» machten wir zurück, in der Hoffnung, dass sie uns verstehen. Wir hielten ein Brot­ stück nach dem anderen unter die Mäuler, streichelten über das wollige Fell. Und von den herzigen Lämmchen fange ich jetzt gar nicht erst an – den Stadteltern z­ u­liebe. Sie verpassen sonst vor lauter Tagträumerei die nächste Tramhaltestelle. MM

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74  MM7, 12.2.2018 | LEBEN

Ausgewandert

Von Diessenhofen TG nach Miami Luisa (15) ist Tochter eines Schweizers und einer Mexikanerin. Sie ist in Mexiko geboren, zog mit ihren Eltern als Zweijährige nach Frankreich und als Zehnjährige weiter nach Miami (Florida) in die USA. Ihr Vater stammt aus Schaffhausen. ­Dorthin reist die Familie in den Ferien regel­ mässig. Luisas Vater hat sich in Miami als Start-up-Unternehmer selbständig gemacht. Ihre Mutter ist Modedesignerin und als ­Stilberaterin tätig. Deshalb hat sie auch ein Auge ­darauf, dass Luisa und ihre Schwester ­Farah (16) bei ihren ­Outfits keine krassen Stilbrüche begehen. Ebenso achtet sie darauf, dass die Töchter ihre Muttersprache ­Spanisch pflegen. Luisa und ihre Schwester sprechen Englisch. Spanisch und Französisch. Die Familie lebt im Stadtteil Surf­side, 100 Meter vom Strand entfernt. Als ­Luisa hier neu war, ging sie oft zum Strand. ­Heute hat sie sich so daran gewöhnt, dass sie kaum noch Lust darauf hat.

Luisa lebt in Miami mit ihrer Familie 100 Meter vom Strand entfernt.

Kinder

So lebt Luisa in Miami

In Florida besucht Luisa (15) eine Kunstschule. Sie möchte mal Filmproduzentin werden und dreht jetzt schon mit Freundinnen zusammen schräge Videoclips. Text: Gabriela Bonin Illustration: Olaf Hajek

«Die Kunstschule, die ich besuche, liegt in der Nähe des Kunst- und Designviertels Wynwood. Ich absolviere die Sektion ‹Film› und möchte Filmproduzentin werden. Ab und zu drehe ich mit meinen Freundinnen witzige, schräge Videofilme. Auf diesem Bild haben wir uns für eine Veranstaltung als Comic-Persönlichkeiten verkleidet. Mittags esse ich meist in der Schulmensa. Das Essen ist aber fettig und ungesund.»

«Ich lebe gern in Miami. Oft gehe ich mit meinen Freundinnen asiatisch essen, die – typisch Miami – verschiedenste ethnische Wurzeln haben. Was ich vermisse: In Europa kann man einfach mal zu Fuss irgendwohin. Hier braucht man immer ein Auto oder einen Bus.»

«Als im September 2017 der Wirbel­ sturm ‹Irma› auf Miami zusteuerte, zogen wir für drei Tage zu Freunden in Doral, einem Stadtteil von Miami. Wir hatten Glück, denn unser Haus wurde nicht b ­ eschädigt. Wir hatten aber während einer Woche ­keinen Strom. Zu Abend essen konnten wir bei Kerzenlicht. Aber ohne Klimaanlage ist es in Florida zu stickig und heiss.»  MM


LEBEN | MM7, 12.2.2018  75

Lieder und ­Infos zum Meer: www.migmag.ch/ meer

Levana (9), Beromünster LU

Du stehst am Meer, blickst in die Weite. Dein Inneres wird dabei auch weiter. Ist das Meer unend­ lich? Oder endet es irgendwo und wenn ja: an welcher Stelle? In sol­ chen Momenten spüren wir Sehn­ sucht, vielleicht auch eine gewisse Furcht: Was wäre, wenn ...!? Unser Blick wird durch nichts begrenzt. Unsere Gedanken werden freier. Wo führt das hin? Es führt zu neuen Welten. Denn hinter dem Meer liegt Land. Die Erde ist rund. Das bedeutet: Egal,

über welches Meer du schaust, da­ hinter grenzt es immer an irgend­ welche Landmassen. Nehmen wir das Beispiel Italien: Wenn du dort in der Toskana über das Meer blickst, liegt dahinter die Insel Korsika. Von Rimini aus schaust du Richtung Kroatien, von Süditalien aus nach Griechenland und Afrika. Wir stehen auf der einen Seite der Weltkugel. Unsere Augen können nicht um Kurven sehen. Darum ­sehen wir nicht, was hinter dem Meer liegt. Deshalb glaubten die Menschen früher, die Erde sei eine

Scheibe. Schliesslich merkten sie, dass die Meere als Teil der Erd­ kugel ganz leicht gebogen sind. Wenn ein Schiff weit davonfährt, verschwindet es vor unse­ren Augen hinter dieser Rundung. Gibt es das Schiff dann immer noch? Ja! Aber wenn wir etwas nicht sehen können, denken wir oft, dass es das auch nicht gibt. Mit unserem V ­ erstand lernen wir, solche Beschränkungen infrage zu stellen. Dank der Sehnsucht ­finden wir den Mut dazu. MM

Eine Mutter erklärt die Welt: Journalistin ­Gabriela Bonin (50) beantwortet ­Kinderfragen.

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LEBEN | MM7, 12.2.2018  77

Verlosung

Mitmachen und gewinnen Glücksgriff

Globi, das Maskottchen der Lenzerheide, hat etwas zu feiern: Pünktlich zum 20-Jahre-Jubiläum entsteht bis zum Sommer ein komplett neuer Globi-Wanderweg.

Das Migros-Magazin und das Hotel Schweizerhof verlosen fünf Übernach­ tungen in einem Alpen­ chic-Zimmer für zwei Erwachsene und maxi­ mal zwei Kinder im Wert von 3000 Franken.

Preisfrage Wie viele Jahre ist Globi schon in Lenzerheide zu Hause?

So machen Sie mit Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse.

Glücksgriff

Bilder: Dolores Rupa, zVg

Zu Globi in die Bündner Berge Die majestätischen Berggipfel ziehen an. Im Tal funkelt der Heid­ see. Hier, im Herzen der Bündner Bergwelt, lockt das Hotel Schweizer­ hof in Lenzerheide mit einem attrak­ tiven Angebot für Singles, Paare und Familien. Zur Auswahl stehen grosszügige Alpenchic-­Zimmer sowie gemütliche N ­ ostalgie- und preisgünstige Budget-Zimmer. Wer Erholung und Entspannung sucht, findet hier den grössten Hotel-­Hamam des Alpenraums. Kulinarisch verwöhnt das Schwei­ zerhof-­Team seine Gäste in drei ­Restaurants mit einem reichhaltigen Angebot natürlicher Produkte, wenn immer möglich aus der Re­ gion. Lenzerheide ist ein Paradies für Freizeitsportler, aber auch für Ruhe­suchende. Das Migros-Magazin und das Hotel Schweizerhof verlosen 5 Übernachtungen im Sommer ­innerhalb der «Globi Pauschale» in

einem Alpenchic-Zimmer für zwei Erwachsene und maximal zwei ­Kinder inklusive der Verwöhn-­ Halbpension, Kinder­betreuung im hauseigenen Kindergarten (ab 2 Jah­ ren), kostenloser Bergbahntickets für die Region Arosa Lenzerheide und eines täglichen Activity-Pro­ gramms. Dazu gibt es Rodeltickets für die ganze Familie, Genuss des Wellness­bads H2Lai, Pedalofahrten auf dem Heidsee und ein spannen­ des Set und Abenteuer von Globi. Schweizer Berge zum Extra-Preis Entdecken Sie die Schweizer Berg­ welt mit den Angeboten von ­Cumulus-Extra. Wählen Sie Ihre Wunschregion und profi­tieren Sie von vergünstigten Bergbahntickets. Zum Beispiel in Arosa Lenzerheide sparen Sie aktuell 15 Franken, denn Sie erhalten die Skitageskarte für 60 statt 75 Franken.  MM Infos: www.schweizerhof-lenzerheide.ch www.migros.ch/cumulus-extra/lenzerheide

Das Migros-Magazin und das Hotel Schweizerhof in Lenzerheide verlosen fünf Übernachtungen im Wert von 3000 Franken.

Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Name und Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt

Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an Migros-­Magazin, «Cumulus-Extra», Postfach, 8099 Zürich Online: Gratis unter www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Einsendeschluss: 18.2.2018 Die Gewinner werden schrift­ lich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-­ Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfach­ teilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Mo­ nate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.

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LEBEN | MM7, 12.2.2018  79

Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken Ihnen 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken.

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So nehmen Sie teil: Hauptpreis (blaues Lösungswort) Tel: 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 SOMMER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Zusatzpreis (grünes Wort) Tel: 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Bsp.: MMD5 WINTER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Chancengleiche WAP -Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.2.2018, 24 Uhr

Auflösung Nr. 6

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GESPANN

Gewinner Nr. 5 Hauptpreis: Evelyn Strunk, Rüti ZH; Silvia Nigg, Balzers FL; Hans Christener, Seuzach ZH; Walter Droll, Möhlin AG; Claude Fitzé, Bennwil BL Zusatzpreis: Heidi Birrer, Baar ZG; Cindy Schiesser, Siebnen SZ; Doris Steffen, Dietlikon ZH; Hanswerner Hostettler, Bönigen b. Interlaken BE; Regula Zehnder, Egg b. Zürich

Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


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LEBEN | MM7, 12.2.2018  81

Gewinnen Sie eine von 6 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Quiz & Paroli

Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort.

3 × 100 Franken zu gewinnen

So nehmen Sie teil:

Tel: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

1. Wie nennt man eine leere Phrase auch noch? S

R Satzsack

Buchstabentasche

O Worthülse

2. Was bedeutet der lateinische Name Valentin? P gesund

E

A zärtlich

sensibel

3. Wie wird der Süden des Fürstentums Liechtenstein genannt? T

L

Oberland

U Ländle

Mittelland

4. Das Maskottchen Soohorang der Olympischen Spiele 2018 ist ein … E

B Eisbär

Puma

I

Tiger

Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.2.2018, 24 Uhr

5. Wer hat den Valentinstag als Gedenktag für einen Märtyrer eingeführt? M Papst Gelasius I.

T

Frank D. Roosevelt

S

Valentino

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

6. Ein berühmtes historisches Liebespaar bildeten Abaelard und … R Julia

I

A Kleopatra

Heloisa

7. Wie nennt man das Wiederauffinden von Tierarten, die als ausgestorben galten? S

E

Lazarus-Effekt

Moses-Effekt

N Noah-Effekt

Auflösung Nr. 6: ZAHNARZT

T

Gewinner Nr. 5:

8. Worauf geht die Bezeichnung Pechvogel zurück? G Bergbau

R Seeräuber

Jagd

Hanspeter Wiedmer, Gelterkinden BL; Helene Schneider, Waldenburg BL; Eveline Bircher, Sarmenstorf AG

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.

BULGAREN ED I NBURG RE E E die I N B Sie EFüllen T E N Tin M I TWörter Ezehn T I SCH R ORätselgitter Edas LEKTE O LDas Kein. OR I NTHE KLösungswort I T Z E aus E G E sich Lergibt den Buchstaben PROZENTE RADE G E Feldern UinN den 1 bis 5:

Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.

Paroli

E 4 1 5 3

Lösungswort: Lösung: 1

2 1

2

3 3

4 4

Auflösung Nr. 6: BIRNE

5 5

2

BULGAREN ED I NBURG E I NBE ERE EM I T T E N T EROT I SCH KOLLEKTE KOR I NTHE LEGEZE I T PROZENTE UNGERADE

Tel: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen undEIhrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, 4 Musterweg 22, 8000 Musterdorf 1 Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/5 wettbewerbe 3

Lösung:

Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.2.2018, 24 Uhr

2 3 4 1 Gewinner Nr. 5: Peter Wyss, Steffisburg BE; Evelyn Meier,

Mönchaltdorf ZH; Fritz Bircher, Samstagern ZH

3 × 100 Franken zu gewinnen

So nehmen Sie teil:

5

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

2


Jean-Paul Parisot, Präsident des Collège Européen du Dos:

Warum ich Ihnen den Wunder-Gürtel

Jean-Paul Parisot erklärt uns, warum der Gürtel Stretch&Go® die meisten Rückenleiden verschwinden lassen kann, die einem das Leben schwer machen

Stretch&Go® anbieten möchte

Bevor ich Ihnen verrate, wie dieser Gürtel das Problem Ihres Rückenleidens an der Wurzel packen wird, möchte ich Ihnen erklären, warum Rückenschmerzen kein unausweichliches Schicksal sind. Rückenschmerzen sind das Resultat eines mechanischen Prozesses. Im Lauf der Jahre senken sich Ihre Wirbel und drücken auf die Bandscheiben, wodurch wiederum die Rückenmarksnerven gereizt werden. Der Schmerz ist nicht mehr und nicht weniger als das Signal, das diese Reizung an Ihr Gehirn sendet. Schmerzmittel können dieses Signal

nur stören bzw. verzögern. Sobald ihre Wirkung nachlässt, setzt das Signal wieder ein – und damit auch der Schmerz. Um dem Schmerz endgültig ein Ende zu bereiten, müssen die Ursachen der Wirbelabsenkung und der Bandscheibenquetschung bekämpft werden.

Wenn Rückenschmerzen als Übel des Jahrhunderts gelten, dann ist das kein Zufall. Wir werden immer älter, Übergewicht ist mittlerweile ein allgemeines Problem, und Arbeitsstress führt zu Haltungsfehlern und Muskelanspannungen, die alles verschlimmern. So steigt die Zahl der Menschen Das Geheimnis der mit Rückenschmerzen unaufhörlich. Die einzig wirksame Wirksamkeit des Gürtels Behandlungsmethode besteht darin, bereits entstandene Schäden zu reparieren, das heisst:

Stretch&Go®

• Dekompression der Wirbel. • Bessere Flüssigkeitsversorgung der Bandscheiben. • Entspannung der Rückenmarksnerven.

Dieser Gürtel kann stundenlang getragen werden und vergrössert den Abstand zwischen den Wirbeln, sodass sich Ihre Bandscheiben regenerieren können. Er setzt eingeklemmten Rückenmarksnerven ein Ende, also Leiden, die man z. B. als „Ischialgie“, „Lumbalgie“ oder „Femoralgie“ bezeichnet.

Zur Erfüllung dieses dreifachen Auftrags muss man die Wirbelsäule strecken; und genau das macht der Gürtel „Stretch&GO“. Anders als langwierige und anstrengende Dehnübungen oder teure Kinesiologie-Sitzungen mit zeitlich begrenzter Wirkung sorgt der

NACHHER Herr Jean M.: „Heute, mit 72 Jahren, habe ich meine Gelenkigkeit und Lebensfreude wiedergefunden.“

Symbolfotos

Gürtel zur Streckung der Wirbelsäule mit integrierter LIFETECH®

VORHER Herr Jean M. zeigt uns, wie er litt, bevor er den Stretch&Go®-Gürtel kennen lernte

VOR DER DRUCKENTLASTUNG

Abgenutzte und gequetschte Bandscheiben drücken auf die Rückenmarksnerven und verursachen Schmerzen und Entzündungen.

Gürtel in unaufgeblasenem Zustand

Gürtel in aufgeblasenem Zustand

Gürtel „Stretch&GO“ allein den ganzen Tag über für eine Druckentlastung der Wirbel. Ihre Bandscheiben werden wieder besser mit Flüssigkeit versorgt, und Ihre Nerven entspannen sich. Der Schmerz wird verschwinden. Natürlich werden Sie von Zeit zu Zeit Ihren Gürtel wieder anlegen müssen, sollte eine Verspannung aufkommen.

NACH DER DRUCKENTLASTUNG

• Vergrösserung des Wirbelabstands und Entlastung der Bandscheiben. • Verbesserte Aufnahme von Nährstoffen und Flüssigkeit. • Optimale Gesundheit der Bandscheiben und Druckentlastung des Nervs. • Keine Schmerzen und Entzündungen mehr. Für Frauen und Männer mit einem Taillenumfang zwischen 60 und 150 cm.

Es hat uns über 7 Jahre Forschung gekostet, um diesen Gürtel zu entwickeln und sein Aufblassystem so zu gestalten, dass die viel gepriesene Druckentlastung dort stattfindet, wo es notwendig ist, ohne Ihre Bewegungsfreiheit einzuschränken. Der Gürtel „Stretch&GO“ wurde ausserdem so konzipiert, dass er unsichtbar unter der Kleidung getragen werden kann.

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JA, ich bestelle gegen Rechnung (zahlbar innert 10 Tagen) plus Fr. 6.90 Versandkostenanteil wie folgt: Anzahl Wie die obigen Abbildungen zeigen, wächst der Gürtel durch das Aufpumpen um 7 cm. Aus obigen Röntgenbildern ist ausserdem ersichtlich, dass diese 7 cm für eine deutliche Druckentlastung der Wirbelsäule sorgen.

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Stretch&Go® Art. Nr. 2192

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LEBEN | MM7, 12.2.2018  83

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Sudoku

So nehmen Sie teil:

Auflösung Nr. 6: 379

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.

Sudoku

Tel: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe

Gewinner Nr. 5:

Nelly Keller, Märstetten TG; Marc Sengstag, Ecublens VD; Dania Richard, Biel BE; Claire Fügli, Wollerau SZ; Mirva Baicoianu, Troinex GE

Teilnahmeschluss: Sonntag, 18.2.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 2 4 1 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 2 3 sein. Verboten: Kreuzungen, 2 3 diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.

3

Auflösung Nr. 6:

1 2 3

2

2

4 2

2 3 3

3 3 1

1 2 2

3 6 3

3

2

2

3

1

Auflösung Nr. 6: 3 4 4

2

3

2

1 1 1 4 2

3 3 2

4

2

3

3 3 3 3 3

3 2 2

2 2

1

2 4 3 3

2

2 3 3 3 3 11010002614

Conceptis Puzzles

11010002615

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des­Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2)

Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund

Leitung Direktion Migros-Medien Lorenz Bruegger Publizistische Leitung Monica Glisenti Leitung Redaktionen Migros-Medien Franz Ermel

Leitung Ressort Gesellschaft & Familie Sabine Lüthi a.i., Daniel Sidler a.i., Reto Vogt a.i. Leitung Ressort Health & Beauty Roberto Zimmermann a.i. Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann Leitung Produktion Remo Leupin

Leitung Business Rolf Hauser Leitung Beratung & Verkauf Thomas Brügger Abonnemente: Sonja Frick abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG


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86  MM7, 12.2.2018 | LEBEN Meine Welt

«Zu Hause habe ich die besten Ideen»

Mit «Hurry Hurry» liefert die Zürcher Band Baba Shrimps den offiziellen SRF-Song für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Frontmann A ­ drian Kübler hat seine Liebe zur Musik in der Pubertät entdeckt. Text: Lisa Stutz Bilder: Jorma Müller 2

Mein Lieblingsprodukt «Dieser Raclettekäse ist der Beste, den es gibt. Er ist mild und cremig. Und überhaupt nicht gummig.»

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LEBEN | MM7, 12.2.2018  87

1 Meine Musik «Bei mir zu Hause in ­Zürich entstehen viele Ideen fürs Songwriting. Die coolsten kommen mir in den Sinn, wenn ich es am wenigsten erwarte.» 2 Meine Bandkollegen «Mit niemandem verbringe ich so viel Zeit wie mit meinen Bandkollegen Luca Burkhalter (28, links) und Moritz Vontobel (30). Wir sind seit Jahren unzertrennlich.»

3

3 Mein Mitbewohner «In meiner ­ Stras­se schloss vor ein paar Monaten ein Be­kleidungsgeschäft. Ich durfte eine der Schaufensterpuppen gratis mit-­ nehmen. Seither lebt mein Mitbewohner

Bilder: Mike Hintermeister, Migros-Genossenschafts-Bund

Name Adrian Kübler (33) Sternzeichen Steinbock Lebenslauf «Ich bin in Wallisellen ZH aufgewachsen. Nach der Schule habe ich das KV gemacht. Im Anschluss habe ich viel ausprobiert: Ich arbeitete auf einem Bauernhof, als Velokurier und in einem Spital. ­Mitte 20 habe ich noch einen Bache-­ lor in Kommunikation gemacht. Seit 2017 kann ich von der Musik leben. Die ­Liebe zu ihr habe ich in der Pubertät entdeckt. Nachdem sich meine erste Freundin von mir getrennt hatte, habe ich angefangen, Lieder zu ­schreiben. Zuerst spielte ich in einer Punkband. 2006 gründeten wir dann Baba Shrimps. Dass unser Song die Olympiamusik von SRF ist, ist eine grosse Ehre. Bald reisen wir nach ­Südkorea, um unseren Song an den Olympischen Spielen aufzuführen.»

bei mir. Er sitzt entweder am Esstisch oder am Klavier. Dass er ein derart stiller ­Zeit­genosse ist, finde ich sehr angenehm.»

5

4 Mein Wintersport «Ich habe ein paar Jahre lang Eishockey im Club gespielt. Wenn ich heute das Eisfeld in Wallisellen besuche, weckt das schöne Jugend­ erinnerungen. Dieser Sport hat mir ­immer Spass gemacht. Irgendwann habe ich dann den Eishockeyschläger gegen meine erste Gitarre ausgetauscht.» 5 Mein Racletteofen «Ich finde Raclette unglaublich praktisch und fein. Ich gönne mir auch allein gern mal eines. Dann habe ich bestimmt drei, vier Pfännli parallel im Ofen.»

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6

6 Mein Berg «Der Üetliberg ist für mich ein Schicksalsberg. Wir treffen uns oft mit der Band und dem Label dort, um wichtige Entscheide zu fällen.» MM


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Valentins-Spiess klein 55 g

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Cymbidium-Gesteck erhältlich in diversen Farben, z.B. weiss, pro Gesteck


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