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Migros-Magazin-07-2013-d-LU

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Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

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Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

Nr. 7 | 11. Februar 2013

www.migrosmagazin.ch

Howdy, Cowgirls!

Mönch statt Manager I 22

Benno Zünd zog das Kloster der Karriere vor FaMIlIenvorlage I 28

Job und Kind: Die Suche nach der Balance

Bild: Christian Schnur

Burn-out I 96

Bei der Therapie gibt es zwei Klassen

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 041 - 455 70 38 E-mail: genossenschaftsregister@migrosluzern.ch

Die Männer haben sie an die Fasnacht geschickt. Corinne rüedi und ihre Line-Dance-Truppe lassen es am Country-Festival im albisgüetli krachen. Stilecht gekleidet natürlich. I 16


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diese Woche 6 |

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inhaLT

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ediToriaL Andrej Abplanalp, Leiter Produktion

«Wo geisch häre?» Ginge es nach meinem Sohn, würde ich höchstens 20 Prozent arbeiten «Wo geisch häre?», fragt mich der Dreijährige morgens regelmässig. «Go schaffe.» — «Aber du bisch doch scho geschter go schaffe.» Recht hat er, und ich versuche dann jeweils, eine kindgerechte Erklärung zu finden, warum ich mehr als einen Tag in die Redaktion gehe.

NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | Migros-Magazin |

36 | MENSCHEN Laut Frank Schirrmacher, Herausgeber und Verleger der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», sind die Umwälzungen in Europa noch lange nicht abgeschlossen.

Zum Glück kommt mir meist sein grösserer Bruder (5) zu Hilfe. «Är geit go schaffe, dass mir a d Chilbi chöi ga.» Der Kleinere überlegt eine Weile und beginnt dann zu strahlen. «Rössli rite?» — «Genau.» — «Und Zuckerwatte?» — «Auf jeden Fall.» — «Karussell au no?» — «Logisch.»

Es ist schön, dass ich die Möglichkeit habe, einen Tag mit meinen Kindern zu verbringen und gleichzeitig Karriere zu machen, denn ich brauche beides: Die Nähe zu meinen Kindern und die berufliche Herausforderung. Den Wunsch, in der Familie und im Beruf präsent zu sein, haben viele Menschen (siehe Seite 28). Am 3. März stimmen wir über den Verfassungsartikel zur Familienpolitik ab. Er soll helfen, die beiden Welten zu vereinen. Es gibt übrigens auch Freitage, an denen ich mir wünsche, fünf Tage pro Woche zu arbeiten. Wenn die Buben wieder mal das Kinderzimmer zerlegen oder sich in bester Mike-Tyson-Manier um ein Lego-Auto prügeln.

andrej.abplanalp@migrosmedien.ch

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/m-infoline; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif

28 | MENSCHEN Monica Heinzer mit Tochter Sarah Joy: Die Pflegedienstleiterin hat ein Kind und macht trotzdem Karriere. Wird der neue Familienartikel, über den wir am 3. März abstimmen, dies noch viel mehr Frauen und Männern ermöglichen?

Bilder: Andreas Eggenberger, Bernd Hartung, Thomas Senf

So geht das von Montag bis Donnerstag. Am Freitagmorgen tönt der Dialog etwa so: «Wo geisch häre?» — «Nienä.» — «Warum?» Und dann erkläre ich ihm, dass ich heute frei habe und den Tag mit ihm und seinem Bruder verbringen werde. Und auch — das ist ganz wichtig — dass ein 80-Prozent-Pensum reicht, um Rössli, Zuckerwatte und Karussell zu bezahlen.


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diese woche

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

inhalt | 7

90 | leben Der Ausblick bei der Schneeschuhtour im Walliser Val d’Hérémence ist grandios. neben den bergen wirkt die gewaltige Staumauer Grande Dixence klein.

Migros-Woche 8 | Aktuelles

generation M

11 | Pangasius in bioqualität Neu gibt es den beliebten Fisch aus einer vorbildlichen Zucht in Vietnam.

Menschen

16 | Porträt So feiern Schweizer Cowgirls und -boys am Country-Festival im Albisgüetli. 22 | Porträt Früher machte Benno Zünd Karriere bei der Swissair. Heute ist er Mönch. 27 | Auf ein Wort 28 | Dossier Vereinbarkeit von Beruf und Familie – was bringt der neue Familienartikel? 35 | Kolumne: Der Hausmann. 36 | Interview Verleger Frank Schirrmacher über die Aushöhlung der Demokratie in Europa.

aktuell

45 | basmati-Reis Der M-Industriebetrieb Riseria lässt in Indien Basmati-Reis biologisch anbauen.

schaufenster

48 | Asiatische Küche Die richtigen Zutaten für thailändische, indische und japanische Spezialitäten. 55 | Markenschokolade in der Migros 56 | Mit bio genussvoll in den Tag 67 | Purer Genuss mit Sélection 69 | Rosen zum Valentinstag 71 | Schmeichler für Haut und nase

saisonküche

72 | Christoph Alispach Der SRF-3-Musikredaktor mag es saftig: saftigen Rock und Pop und Saftplätzli mit Kabis und Rüebli.

ihre region

77 | neues aus Ihrer Genossenschaft

leben

83 | Mix 90 | Outdoor Mit den Schneeschuhen unterwegs bei der höchsten Staumauer der Schweiz. 96 | In Form Beim Burn-out scheiden sich die Geister und Behandlungsmethoden. 99 | Multimedia Eine Box für TV, Internet und Festnetz. 100 | Auto Schneidig: der Kia Cee’d Sportswagon.

Meine Welt

116 | Sandra Graf Die erfolgreiche Rollstuhlsportlerin verrät ihr Motto und ihr Lieblingsgericht.

rubriken 13 | 105 | 107 | 114 |

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Migros-Woche 8 |

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akTUeLLes

neWs

Top Ten der beliebtesten Kurse Die Klubschule Migros hat ihre Bestsellerliste 2012 veröffentlicht. Insgesamt nahmen 410 000 Personen an einem Kurs oder Lehrgang teil. An der Spitze liegen die Deutschkurse. Dies erstaunt nicht: Die Klubschule Migros ist hierzulande die führende Sprachschule und gerade für Zuwanderer Anlaufstelle Nummer eins. Die Lehrer vermitteln nicht bloss Sprachkompetenz, sondern erklären auch die Kultur des Landes und geben Tipps, die im Alltag und im Arbeitsleben nützlich sind. So leisten sie einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, der auch von Arbeitsämtern geschätzt wird. Die Migros ist deren wichtigste Ausbildungspartnerin. Aber auch Spass und Fitness gibts bei den Klubschulen: Platz drei der Hitliste belegt Zumba. Das Fitnesskonzept kombiniert Aerobic mit lateinamerikanischen und internationalen Tänzen.

Frühlings-Wandern in «Bella Italia»

Maremma und Insel Elba Sanfte Hügel, silbrig glitzernde Olivenbäume, Pinien und Zypressen, mittelalterliche Städtchen. Entdecken Sie auf den Wanderreisen im noch wenig bekannten Süden der Toscana auch die Insel Elba, welche ihre Besucher immer wieder mit ihrer unwiderstehlichen Naturschönheit und ihrer bewegten Geschichte verzaubert.

Maremma – Südtoscana

Insel Elba

1. Tag: Schweiz – Castiglione della Pescaia Anreise in modernem Reisebus. 2. Tag: Massa Marittima Besuch des mittelalterlichen Städtchens Massa Marittima. Wanderung über den «Schildkrötenweg». 3. Tag: «Giardino dei Tarocchi» Am Fusse des Monte Capalbio besuchen Sie den berühmten Skulpturenpark von Niki de Saint Phalle. 4. Tag: Naturpark der Maremma Wanderung im Naturpark durch eine wilde und ursprüngliche Landschaft. Der Buschwald gibt immer wieder fantastische Blicke auf die Inseln Elba und Giglio frei. 5. Tag: Küstenwanderung Besuch des Marktes in Grosseto. Wanderung entlang der toscanischen Küste. Abend in Castiglione della Pescaia. 6. Tag: Höhenwanderung Ein interessanter Weg führt zwischen Eichenund Kastanienbäumen zur Burg von Scarlino, die hoch über dem Dörfchen thront. Abstecher zum mondänen Badeort Punta Ala. 7. Tag: Rückfahrt in die Schweiz

1. Tag: Schweiz – Elba Im Twerenbold-Bus nach Piombino und mit der Fähre nach Elba. 2. Tag: Capoliveri Rundwanderung mit wunderbaren Ausblicken über die buchtenreiche Insel. 3. Tag: Rio nell’Elba über einen Grat zu einem idyllisch gelegenen Bergdorf wo ein typisches Mittagessen serviert wird. 4. Tag: Monte Capo Stella Der Rundweg im Naturschutzgebiet zeigt uns die ganze Wildheit und Schönheit Elbas. 5. Tag: Napoleon – Mittelelba Über sanfte Höhenzüge wandern Sie zur ehemaligen Sommerresidenz von Napoleon Bonaparte. 6. Tag: Capo d’Arco Eine eindrückliche Küstenwanderung führt uns von Bucht zu Bucht und ein reizvoller Hafenort lädt zum Cappuccino ein. 7. Tag: Rückfahrt in die Schweiz

1290.– 1390.– 1390.– 1390.– 1390.– 1290.– 1290.–

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Weitere Wanderreisen in Italien nach Apulien, Kalabrien, Sizilien, Sardinien und in die Cinque Terre.

Auch dank der Klubschule populär: Zumba.

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1. Deutsch 2. Englisch 3. Zumba 4. Französisch 5. Kochen 6. Pilates 7. Bodytoning 8. Malen & Zeichnen 9. Spanisch 10. Yoga

Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Unterkunft im Hotel Riva del Sole**** Halbpension plus 1 typische Mahlzeit Eintritt in den Spa-Bereich Wanderungen mit Begleitbus Alle Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen Trinkgelder in Hotel & Restaurants IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung

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110.– 50.–

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Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Fährüberfahrt Piombino – Portoferraio Unterkunft im Hotel Mare*** Halbpension plus 1 typische Mahlzeit Wanderungen mit Begleitbus Alle Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen Trinkgelder in Hotel & Restaurants IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung

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Mifroma übernimmt Bergsenn AG Bilder: K-I-D-S.org, Christian Teubner/GU/Fotolia, iStockphoto

Reisedaten und Preise

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Die zur Migros-Industrie gehörende Mifroma übernimmt rückwirkend per 1. Januar 2013 die Bergsenn AG, welche die grösste Produzentin von Bündner Bergkäsespezialitäten ist. Mit der Übernahme baut die Mifroma ihre Marktposition weiter aus und bestärkt ihre Absicht, den Verkauf von Bündner Bergkäse im In- und Ausland weiter auszubauen und zu fördern. Die Migros-Gruppe ist bereits heute die grösste Abnehmerin der Bergsenn-Produkte. Mit dem Verkauf der Bergsenn AG an die Mifroma sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterführung des Unternehmens geschaffen. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten.

In der Schule statt in der Textilfabrik: Kinder in der Migros-KidsSchool in Tirupur.


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MIGROS-WOCHE

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

akTUeLLes | 9

region LUzern

Lapsus: «Klaut» Mit der Unterstützung des Migros- Kulturprozents und «seetalevents.ch» präsentieren Lapsus am 28. März ihr Programm «Klaut» in der Braui Hochdorf. Die beiden Komiker machen Jagd auf Plagiate und surfen in der virtuellen Cloud, bis sie selber im Regen stehen. Dabei spielen sie raffiniert mit den Mitteln von Multimedia und verblüffen das Publikum. Ein rasantes Spektakel, urkomisch und fadegrad. Gewinnen Sie Tickets für die Vorstellung auf www.migrosluzern.ch. Vorverkauf und Infos: seetalevents.ch, 079 289 30 55 oder starticket.ch. Weitere Informationen zur Migros Luzern ab Seite 77.

Chance auf ein besseres Leben

Jedes Jahr spenden Migros-Lieferanten einen Betrag für die Migros-Kids-School im südindischen Tirupur. Die diesjährige Spende beläuft sich auf stolze 133 500 Franken.

G

ute Nachrichten für die MigrosKids-School in Tirupur in Südindien: Auch dieses Jahr erhält die Schule wieder eine grosszügige Spende. Ganze 133 500 Franken haben verschiedene Migros-Lieferanten zusammengelegt. Schon fast traditionell unterstützen diese alljährlich das gemeinnützige Projekt der Migros — eine Art Weihnachtsgeschenk. Mit dem Geld helfen sie, dass die Schule ihr Bildungsangebot ausbauen und die laufenden Kosten decken kann. Die Schule entstand 1999 als Offensive der Migros gegen Kinder-

arbeit. Heute erhalten dort über 1400 Kinder eine Ausbildung bis zur Matura und damit eine Chance auf ein besseres Leben. Im vergangenen Jahr konnte die Schule auch dank der letztjährigen Spenden das bestehende Gebäude mit weiteren Räumlichkeiten aufstocken und einen Kindergarten dazubauen. Tirupur ist ein wichtiger Produktionsort für Textilien, die auch in der Migros angeboten werden. Mit jedem verkauften T-Shirt, das die Kids-SchoolEtikette trägt, wird das Fortbestehen der Schule sichergestellt.

Frisch in der Migros

Zum Dahinschmelzen

Runter von der Piste, ran ans Raclette. Zu keiner Zeit schmeckt der geschmolzene Käse besser als in den Sportferien. Neu in der Migros gibt es jetzt auch sechs Monate gereiften Höhlengold- Raclettekäse in Scheiben. Ideen für Raclette «einmal anders» unter www.saison.ch


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

GENERATION M

BIO-PANGASIUS | 11

Die Migros verspricht, dass bis 2020 ihr Fischangebot aus nachhaltigen Quellen stammt. In Zusammenarbeit mit

Die Migros setzt sich gegen Überfischung ein

Die Pangasiusfische werden in grosszügigen Teichanlagen im Mekongdelta aufgezogen.

Bestseller mit Flossen

Den beliebten Fisch Pangasius gibts in der Migros ab sofort in Bioqualität. Er stammt aus einer vorbildlichen Zucht in Vietnam.

S

elbst Leute, die sonst keinen Fisch essen, mögen ihn: Der Pangasius hat weisses, festes Fleisch und einen milden Geschmack; weltweit werden damit die verschiedensten Gerichte zubereitet. Die Bandbreite reicht vom einfachen Snack bis zur gehobenen Küche. Den Bestseller unter den Fischen bietet die Migros neu in Bioqualität an: Im Tiefkühlsortiment findet sich BioPangasiusfilet in einer 300Gramm-Packung. Das Produkt stammt aus einer vietnamesischen Fischzucht im Mekongdelta. Es handelt sich weltweit erst um die zweite Bio-Pangasius-Zucht, und die Migros hat mit ihrem Know-how wesentlich zum Aufbau dieses Pionierbetriebs beigetragen. In den Teichanlagen werden die Tiere schonend und umweltgerecht aufgezogen. Wichtig sind zum Beispiel die grosszügigen Platzverhältnisse: Die Besatzdichte von zehn Kilo Fisch pro 1000 Liter Wasser wird nie überschritten. Fischzuchten spielen weltweit eine immer wichtigere Rolle.

Neu im Tiefkühlregal: Die BioPangasiusfilets sind saftig und mild im Geschmack.

«Diese Betriebe können ein Mittel gegen die Überfischung der Meere sein», erklärt Corina Gyssler, die bei der Medienstelle des WWF Schweiz für Konsumthemen zuständig ist. «Die Voraussetzung ist allerdings, dass die Zuchtfische möglichst wenig Futter fressen, das aus Wildfischen hergestellt wurde.»

Zuchtfische bekommen pflanzliches Futter Bei der Bio-Pangasius-Zucht in Vietnam ist genau dies gewährleistet: Der Einsatz von Fischmehl wurde auf ein Minimum reduziert. Stattdessen erhalten die Tiere pflanzliches Futter, das aus ökologischer Landwirtschaft stammt. Die Sedimente, die bei

der Fischzucht anfallen, werden nicht etwa in den Fluss geleitet. Eine benachbarte Obst- und Gemüsefarm verwendet die Ablagerungen als hochwertigen Naturdünger. Grossen Wert legt der Züchter auch auf das möglichst stressfreie Schlachten der Fische. Nach dem Abfischen aus den Teichanlagen kommt ein Spezialboot zum Einsatz, das die Tiere zum Verarbeitungsort befördert. Die Fische bleiben dabei im Wasser des Mekong, das den Schiffsrumpf durchströmt. Selbstverständlich werden die Fische vor der Schlachtung betäubt. In der neuen, erst letztes Jahr errichteten Verarbeitungshalle sind rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. Sie filetieren die 600 bis 700 Gramm schweren Fische. Anschliessend werden die Filets einzeln tiefgefroren, hygienisch verpackt und auf dem Seeweg nach Europa transportiert. Die Bio-Pangasiusfilets sind saftig und zugleich fest im Biss — die Fischspezialität punktet nicht nur bei der Herstellung, sondern auch beim Geschmack. Text: Michael West

Die Migros ist die wichtigste Verkäuferin von Fischen und Meeresfrüchten in der Schweiz. Sie ist als eines der ersten Unternehmen der WWF Seafood Group beigetreten. Bereits vor vier Jahren hat sich die Migros verpflichtet, ihr Angebot schrittweise auf nachhaltigen Fischfang und umweltverträgliche Zuchten umzustellen und stark gefährdete Fischsorten aus dem Sortiment zu streichen. Die Detailhändlerin hat ein breites Sortiment an Fischen und Meeresfrüchten, die den Anforderungen der Meeresschutzorganisation MSC (Marine Stewardship Council) entsprechen und aus nachhaltigem Wildfang stammen. 2012 führte die Migros zudem das neue Label ASC Aquaculture Stewardship Council) für verantwortungsvolle Fischzucht ein. Das Label garantiert zum Beispiel, dass Zuchtbetriebe die regionale Artenvielfalt nicht beeinträchtigen. ASC-Fischprodukte sind als Ergänzung zu Bio-Fischprodukten gedacht, die noch strengeren Anforderungen genügen. Bis 2020 sollen alle Fischprodukte der Migros ein Nachhaltigkeitslabel tragen oder der WWFEinschätzung «empfehlenswert» oder «akzeptabel» entsprechen.

Mit verbindlichen Versprechen und konkreten Projekten engagiert sich die Migros für die Generation von morgen. Sie verpflichtet sich langfristig, die Umwelt zu schützen, den nachhaltigen Konsum zu fördern, gegenüber Gesellschaft und Mitarbeitenden sozial und vorbildlich zu handeln und sich für einen gesunden Lebensstil einzusetzen. Mehr Informationen finden Sie unter: www.generation-m.ch


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FORUM

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

LeserBrieFe | 13

MM 5: «Der Glücksgriff», Porträt von Schauspieler Reto Stalder, der im TV-Krimi «Der Bestatter» den Praktikanten des Bestatters (Mike Müller) spielt.

Erika Bürgisser oder Erwin Bischofberger? ! Erika Bürgisser hat grosse Ähnlichkeit mit Viktor Giacobbo. Musste jedes Mal lachen, wenn sie ihren Auftritt hatte. Wenn sie schon nicht die Mutter von Luc ist, ist sie doch hoffentlich die Mutter von Erwin Bischofberger. Lily Woerlen Online-Kommentar

MM 6: «Macht es wie die Männer!», Interview mit Peter Modler. Der Karrierecoach rät seinen Klientinnen zu mehr Arroganz.

«Um Gottes willen, tut das nicht, Frauen!» ! «Wenn eine Frau sich auf der Teppichetage behaupten will,

muss sie lernen, sich wie ein echter Kerl zu verhalten», sagt Peter Modler. Ich frage mich, ob das einer der Gründe ist, weshalb wir so wenig Frauen in den Chefetagen haben, weil viele Frauen es eben nicht machen möchten wie die Männer. Kampf, Arroganz, Herrschaftsinsignien …? Vielleicht bräuchte die Welt gerade weiblichere Attribute in den Kadern, um Veränderungen zu erreichen. Ich wünschte mir die Gegendarstellung einer Frau, die Erfahrung hat und Karriere gemacht hat, ohne «es gleich gemacht zu haben wie die Kerle». Beatrix Bucher 8302 Kloten

Zugegeben: Erika Bürgisser, die rechte Hand des Bestatters, hat gewisse Ähnlichkeit mit Giacobbos Figur Erwin Bischofberger.

! Um Gottes willen, tut das nicht, Frauen! Modler ist intelligent, analysiert messerscharf und gibt dann die verheerendsten Ratschläge, die ich seit Langem gelesen habe. Wir brauchen nicht noch mehr selbstverliebte Gockel, die wegen des Geldes die Welt ruinieren. Urs Scherler, 3293 Dotzigen

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und E-Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per E-Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.

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is ce Flussre «Excellen » ist da! 3 1 0 2

te Europas. Brügge präsentiert sich heute als unversehrtes Kleinod mit prächtigen Kirchen und Zunfthäusern. Die historische Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Nachmittags Ausflug nach Brüssel (CHF 55.–). Gehen Sie auf Entdeckungsreise: Die Grand Place zeigt Ihre alte Pracht und das Atomium erstrahlt in neuem Glanz. 7. Tag: Antwerpen. Antwerpen hat als Kunststadt ein grosses Renommée. Rubens, van Dyck und Brueghel haben hier gemalt. Mit diversen Museen, Theater und prächtigen Gebäuden hat die Stadt für jeden Geschmack etwas zu bieten. Stadtrundfahrt/-gang (*). Nachmittags geniessen Sie eine traumhafte Flussfahrt und haben Zeit, die vorbeiziehenden Landschaften zu betrachten. 8. Tag: Arnheim–Schweiz. Nach dem Frühstück Ausschiffung in Arnheim. Rückfahrt mit modernem Komfort-Reisebus in die Schweiz zu Ihren Einstiegsorten.

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dem Abendessen erleben Sie bei einer Grachtenfahrt das pulsierende Amsterdam mit seinen unzähligen historischen Gebäuden (*). 4. Tag: Amsterdam–(Kinderdijk)–Dordrecht. Erleben Sie morgens die Blumenauktion von Aalsmeer, wo ca. 19 Mio. Blumen und 2 Mio. Pflanzen pro Tag gehandelt werden (CHF 45.–). Schifffahrt nach Vreeswijk, von wo Sie die Mühlen von Kinderdijk besichtigen (*). Die 19 hintereinander aufgereihten Windmühlen wurden von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen. 5. Tag: Dordrecht–Veere–Middelburg. Ab Veere steht vormittags die Besichtigung von Waterland Neeltje Jans auf dem Programm (*). Die Deltawerke sind das grossartigste Wasserbauprojekt, das in den Niederlanden je verwirklicht worden ist. Waterland Neeltje Jans ist das Besucherzentrum der Sturmflutsperre der östlichen Schelde. Nachmittags Flussfahrt auf den Kanälen nach Middelburg. Entdecken Sie Middelburg auf einem geführten Rundgang (CHF 20.–). Die Hauptstadt von Zeeland nennt man zu Recht eine Denkmalstadt. 6. Tag: Gent–(Brügge)–(Brüssel). Vormittags unternehmen Sie ab Gent einen Ausflug (*) in eine der grossartigsten Kunststäd-

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ONLINE

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

WWW.MigrosMagazin.ch | 15

Diese Woche auf www.migrosmagazin.ch The screensaVers

Während die Serienjunkies zu Hause bleiben, hängen ihre Heldinnen und Helden etwa in «How I Met Your Mother» dauernd in Bars rum. «Screensavers»Autor Reto Meisser geht dieser Arbeitsteilung auf den Grund. Ein Team von Redaktoren kritisiert, lobt und analysiert regelmässig das Neuste aus der Kino- und TV-Serien-Welt. Weil das Leben zu kurz ist für schlechte Filme und Serien!

MaMMa Mia!

Dicke Freunde (von oben links im Uhrzeigersinn): Winnetou und Old Shatterhand, Thelma und Louise, Walter und The Dude aus The Big Lebowsky, Laurel und Hardy alias Dick und Doof.

Bilder: karlmayusa.com, Keystone (1), Cinetext (2)

Gesucht: Beste Freunde

Stan ohne Laurel? Undenkbar. Haben auch Sie einen Freund oder eine Freundin, mit der Sie durch dick und dünn gehen? Dann schicken Sie uns Ihr Bild! Winnetou stünde ohne Old Shatterhand etwas einsam in der Prärie. Dick wäre ohne Doof nur halb so lustig. Filmfreundschaften haben in Hollywood-Filmen eine lange Tradition. Aber wie halten Sie es mit der Freundschaft, liebe Leserin, lieber Leser? Gibt es einen Menschen, mit dem Sie – wie Thelma und Louise im gleichnamigen Film – durch dick und dünn gehen? Schicken Sie uns per Post oder Mail ein Bild von sich und ihrem besten Freund, ihrer treuesten Freundin. Erklären Sie uns in drei Sätzen, warum gerade diese Freundschaft so besonders ist.

Schreiben Sie Vor- und Nachnamen dazu sowie Alter, Wohnort und eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Und bitte, stellen Sie sicher, dass alle Personen auf dem Bild mit einer Publikation des Fotos einverstanden wären. Mehr erfahren Sie demnächst im Migros-Magazin. Einsendungen bitte an folgende Adresse. Per Mail: redaktion@migrosmagazin.ch Per Post: Migros-Magazin, «Schönste Freundschaft», Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich.

Gehören Sie zu den Eltern, die ihren Kindern das Skifahren selbst beibringen? Na dann, viel Spass! Wenn es blöd läuft, artet das Ganze nämlich in richtigen Ferienstress aus. Kolumnistin Bettina Leinenbach, Mutter einer zwei- und einer vierjährigen Tochter, schreibt wöchentlich über Familienalltag und -anliegen.

die schLUMMerMUTTer Untermieter Holgers ostdeutsche Eltern zeigen sich beim Basler Besuch unterschiedlich aktiv, in Sachen Schlafgelegenheit aber alles andere als anspruchsvoll: Die ganze Familie gerät richtig ins Reisefieber. Die Baslerin Sylvia Frey Werlen berichtet jede Woche darüber, was sie zu Hause mit jungen Untermietern erlebt.


Menschen 16 |

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PorTräT

Myrtha (58) und Chris (70) Jacobi Rutz aus Zürich Höngg

«Wir sind ein schönes Paar und richtige Tanzfüdli.» Die Coiffeur-Meisterin und der pensionierte Ingenieur sind Mitglieder im Country Music Club of Switzerland. Seit 21 Jahren besuchen sie zusammen das Festival im Albisgüetli – selbstverständlich passend gestylt und im Partnerlook. Das, sagt Chris, sei erstens chic, zweitens sei er stolz auf seine Frau und wolle, dass alle sehen, dass sie zu ihm gehöre, und drittens hätten auch andere Besucher Freude, wenn man sich schön anziehe.

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NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | Migros-Magazin |

Der Kanadier Steve Waylon mit seiner Band.

Festen wie im Wilden Westen

Ganze 38 Tage dauert das Country-Festival im Zürcher Albisgüetli. Es ist das längste der Welt, und es hat Tradition – seit 29 Jahren. Noch bis am 21. Februar treffen sich Cowboys und -girls aus der ganzen Schweiz zu Livemusik, Linedance und Spareribs. Sich stilgerecht zu kleiden, ist dabei zwar nicht Pflicht, aber irgendwie Ehrensache. Wann sonst hat man hierzulande die Gelegenheit, Boots und Stetson auszuführen. Texte: Ruth Brüderlin, Bilder: Christian Schnur


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Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

MENSCHEN

PorTräT | 17

Von links: Corinne Rüedi (26), Malerin, ist aus Gossau SG, ihre Schwester Sandra (28), Köchin, aus Waldkirch SG, Corine Knecht (28), Tiermedizinische Praxisassistentin, wohnt in Wetzikon ZH. Kathrin Ziegler (28), Medizinische Praxisassistentin, ist ebenfalls aus Gossau SG und Fabienne Hauri (32), Fotografin, aus Herisau AR

«Die Männer haben wir an die Fasnacht geschickt und machen Weiberabend.» Normalerweise sind die Herren ebenfalls mit von der Partie, denn die Truppe hat ein gemeinsames Hobby: Sie sind in einer Amateurtanzgruppe und treffen sich einmal pro Woche zum Linedance. Die fünf Freundinnen sind extra wegen Country-Star Steve Waylon nach Zürich gereist. Denn sie hatten ihn bereits einmal am Country-Festival in Interlaken erlebt und wussten darum: «Er ist ein huere Partymacher!»


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Menschen

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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PorTräT | 19

Susanne (50), Stefanie, Andreas (18) und Wolfgang (56) Räbsamen aus Frauenfeld TG

«Wir sind unsere eigene CountryFamilien-Band.» Der Vater – er ist frühpensioniert – singt, spielt Gitarre und Harmonika, der Sohn – er geht noch zur Schule – spielt Bass- und Westerngitarre. The Dinosaurs nennt sich das Duo, das sich dem Country und Rock verschrieben hat. An jedem Auftritt als Unterstützung dabei sind die Mutter, die als Geriatriepflegerin arbeitet, und meistens auch die Tochter, die bald ihre Ausbildung zur Lehrerin beendet. Als Familie besuchen sie seit fünf Jahren das CountryFestival Albisgüetli. Und als Band hätten sie noch Bedarf an einem Schlagzeuger oder guten Pianisten.

Heinz Pfeiffer (55) aus Dänikon ZH

«Ich bin ein Fan von rassiger Country-Musik.» Er sieht aus wie ein Bär und ist CountryMusic-Fan der ersten Stunde. Der kaufmännische Angestellte besucht mit seiner Frau Brigitte das Country-Festival «seit Anbeginn». Davor seien sie gerne in die «Nashville-Sonne» im Zürcher Kreis vier gegangen. Aber dieses Lokal ist mittlerweile Geschichte.

Sascha Cattaneo (27) aus Freienbach SZ

«Im Herzen bin ich einfach ein Cowboy.» Er sei eine kreative Natur und fühle sich zu Country hingezogen, sagt Sascha Cattaneo. Für den Hi-Fi-Verkäufer ist der Besuch im Albisgüetli eine Premiere. Als er vom Anlass gehört hatte, kaufte er sich schnurstracks eine passende Kopfbedeckung und stieg – nein, nicht auf den nächsten Mustang, sondern – ins Auto und fuhr in Zürichs wilden Süden am Fuss des blauen Üetlibergs.


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am Samstag 23. Februar : Aesch | Affoltern a.A. | Basel, Claramarkt | Bern, Zähringer | Dielsdorf | Horgen-Schinzenhof | Kreuzlingen, Seepark | Langenthal |

Lenzburg | Pfäffikon | Rheinfelden | Rorschach | Schlieren-Zentrum | Seen | Tivoli | Worb | Zürich, Brunaupark | Zürich City

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Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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PorTräT | 21

Fritz (58) und Pili (52) Schiesser aus Oberweningen ZH

Yvonne (58) und René (59) Mörgeli aus Gütighausen ZH

«Wir gehen nur ins Albisgüetli, dem halten wir dafür die Treue.» Sie ist Therapeutin, als richtiges Stadtzürimeitli aufgewachsen und liebt Country seit ihrer Teenagerzeit. Ihr Mann ist Versicherungsbroker und geht seit bald zehn Jahren mit ans Country-Festival – freiwillig. Andere Veranstaltungen besucht das Paar nicht – ausser in den Ferien in den USA. Und sie schätzen es, nach dem Abstecher in die Stadt «zurück in die Ruhe unserer Pampa» gehen zu können. Zu ihren vier Katzen, zwei Dackeln und drei Schafen.

«Ein CountryFestival vor der Haustüre, das ist doch ideal.» Der gute Mix von Leuten, Stimmung und Musik ist es, der den Ingenieur und die kaufmännische Angestellte jedes Jahr ins Albisgüetli lockt, machmal sogar an mehreren Abenden. Das hängt ganz von der Musik ab. «Wir mögen alles, was in Richtung Country-Rock geht», sagt Pili. Ihre schicke Jacke kaufte sie übrigens vor ein paar Jahren direkt an einem der Stände vor Ort. Im normalen Alltag zieht sie das gute Stück allerdings nicht an. Ebenso wenig wir ihr Mann sein Sternenhemd oder den Cowboyhut.

Roland Hofele (46) aus Regensdorf-Watt ZH

«Linedance macht Spass – und nicht nur den Frauen.» Seit fünf Jahren greift der Schreiner jeweils in einer Show-Pause zum Mikrofon und fordert das Publikum im Albisgüetli auf, sich zum spontanen Crash-Kurs in Linedance auf der Tanzfläche zu versammeln. Er selber tanzt seit 1990 und gibt in der Klubschule Migros Oerlikon ZH gut besuchte Kurse in Linedance, von dem es etwa 1400 Varianten geben soll.


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PorTräT

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NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | Migros-Magazin |

Von einem, der auszog, den inneren Frieden zu finden

Einst machte Benno Zünd Karriere bei der Swissair. Kurz vor dem Grounding verliess er die Firma. Heute lebt er als Mönch geerdet und glücklich im Luzerner Kloster Wesemlin.


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Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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«Leute zu entlassen, schlug mir auf die Gesundheit.»

rüher stand ein luxuriöser BMW 535i in Benno Zünds Garage. Als Finanzcontroller der Swissair verdiente er über 120 000 Franken im Jahr und lebte mit seiner Freundin in einer hübschen Wohnung. Aber glücklich war er nicht. Heute haust Bruder Benno (49) alleine in einer 15-Quadratmeter-Zelle im Luzerner Kapuzinerkloster Wesemlin, hat Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam geschworen, und sein Glück und inneren Frieden gefunden. «Als wir zum ersten Mal in der Firmengeschichte Leute entlassen mussten, ging mir das nahe», erinnert sich Bruder Benno an seine Zeit bei der Airline. Er war direkt nach dem Studium an der Hochschule St. Gallen bei der Swissair ins Kader eingestiegen. Dann gings mit seiner Karriere aufwärts, obwohl sich die Fluggesellschaft schon im Sinkflug befand. Der Spar- und Arbeitsdruck stieg. Und Benno Zünd musste Leute entlassen, viele Leute. Er hatte Mühe, sich zu konzentrieren, verlor die Freude und ging nicht mehr gerne zur Arbeit. «Letztlich schlug es mir sogar auf die Gesundheit.»

Benno zünd begann sich existenzielle Fragen zu stellen In seiner Not erlebte er die zufällige Begegnung mit Pater Meinrad Manser vom Kapuzinerkloster Mels als Himmelsgeschenk. «Pater Meinrad hatte die spezielle Gabe zu erkennen, wo der Schuh drückt», sagt Bruder Benno, die Arme auf den Tisch im hohen Klosterbesucherraum gestützt, die Hände gefaltet wie zur Fürbitte, den Blick nach oben gerichtet, als suchte er Hinweise, das Schwierige in Worte zu fassen. Denn Benno Zünd hatte die Orientierung verloren. Seine Krise war existenziell und die Fragen, die sich ihm stellten, grundlegend. Was macht Sinn? Was hat Bestand im Leben über die Quartalsplanung der Firma hinaus? Und wo finde ich Frieden? Sein Weg sollte weg von der Swissair führen, die er kurz vor dem Grounding im Herbst 2001 verliess, um zum Fernsehsender Kephas im österreichischen Dornbirn umzusteigen. Der Sender hat eine christlich-religiöse Ausrichtung, und Benno Zünd war dort «Mädchen für alles»: vom Kameramann über den Buchhalter zum Studioputzer bis hin zum Cutter. Obwohl die Beziehung zu seiner Freundin zu Ende war, kehrte Benno Zünds Freude am Leben langsam zurück. Weg vom einst luxuriösen Umfeld der Airline erschienen ihm Äusserlichkeiten wie Geld und Status je länger, je weniger wichtig. «Der innere Friede wurde mir zum höchsten Gut.» Das Materielle wurde für den ehemaligen Finanzcontroller immer unwichtiger. Und so näherte sich Benno Zünd dem Wesen der Kapuziner, dem einstigen Bettelorden in der NachfolBruder Benno ge von Franz von Assisi, immer mehr beim Bücher­ an. Voll bewusst war ihm das nicht. studium: Der Als ihn ein Pater im Kloster Appeneinstige Swiss­ zell, das er öfters besuchte, fragte, ob air­Controller das nicht ein Weg für ihn sein könnlebt heute te, erschrak er. Doch je länger der als Kapuziner­ 49-Jährige darüber nachdachte, desmönch. Er hat to sympathischer wurde ihm die Idee. sein erstes Ge­ Und so näherte er sich, Schritt für lübde abgelegt. Schritt, dem Klosterleben an. Bis er


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NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | migros-magazin |

«Da fehlt eindeutig etwas − eine Partnerin und Sexualität.»

vor sieben Jahren ganz eintrat und Ehelosigkeit, Gehorsam und Armut gelobte. Wobei sich das Gelübde in der zeitlichen Profess, der «Verlobungsphase» mit dem Mönchsleben, vorerst über drei Jahre erstreckte. Richtig ernst wird es für ihn dann bei der «Vermählung», der ewigen Profess. Diese will Bruder Benno im nächsten Jahr ablegen, so Gott will. «Es gibt immer wieder solche, die kurz vor dem definitiven Eintritt fürs Leben wieder aus dem Kloster austreten. Warum das so ist, bleibt ein Geheimnis», sagt Bruder Benno.

auch bei den mönchen fliegen ab und zu die Fetzen Für sein Theologiestudium vertieft sich Bruder Benno in die Schriften des Ordensgründers Franz von Assisi.

Im Moment studiert Benno Zünd noch an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern. Parallel zum Studienabschluss im Frühling will er auch die ewige Profess feiern—obwohlimKlosternichtnurderHimmelaufErden herrsche. «Auch wir haben Zoff untereinander», sagt Bruder Benno, «Das ist wie in jeder Familie auch. Man zankt sich, ist neidisch, wütend aufeinander oder missgünstig. Aber was uns verbindet, ist der Friede.» Und den hat er im Kloster gefunden. «Es ist ein Ergriffenwerden, ein Geschenk.» Dafür nimmt er gerne in Kauf, dass das Klosterleben nicht nur ein Honigschlecken ist. Bruder Benno ist einer von 175 Kapuzinern in der Schweiz und mit seinen 49 Jahren der fünftjüngste in der Deutschschweiz. Der Älteste ist 98 und braucht, wie viele seiner Mitbrüder, Pflege. Der Orden wird noch stärker schrumpfen, auf rund 50 Brüder, wie die Kapuziner selber schätzen. Allerdings präsentiert sich das Bild weltweit ganz anders. Denn in Asien, Afrika und Südamerika wächst der Orden: Mehr als 11 300 Kapuziner gibt es auf der Welt. Und es werden immer mehr. «Das ermutigt mich», so Bruder Benno.

Keine eigenen Kinder – aber das macht ihn nicht unglücklich

Im Kreuzhof des 1588 erbauten Luzerner Klosters Wesemlin: Bruder Benno tritt in die Fussstapfen vieler Brüder, die vor ihm hier gelebt haben.

Ein eher delikates Kapitel sind dagegen die drei Gelübde. Respektive das eine davon: die Ehelosigkeit, auf die er sich dann definitiv verpflichtet. Wo er doch einst in einer Partnerschaft gelebt hat. «Wir sind keine Holzböcke», sagt er. «Da fehlt schon eindeutig etwas — eine Partnerin und Sexualität.» Auch müsse er sich bewusst sein, nie eigene Kinder herzen zu können. «Aber das heisst nicht, dass ich unglücklich bin. Das Kloster ist eine Entscheidung. Am einen Ort geht eine Türe zu und am anderen wieder eine Türe auf.» Sagts und schliesst sanft die Klosterpforte. Text: Daniela Schwegler Bilder: Jorma Müller


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Menschen

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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aUF ein WorT

Es hat unbedingt noch Platz! Je grösser der Kuchen ist, desto mehr gibt es zu verteilen. Je stärker der heimische Markt, umso wichtiger ist er und um so mehr wird er vom Publikum wahrgenommen und geschätzt.

Marc Sway (33) ist erfolgreicher Schweizer PopRock-Musiker und Juror in der Castingshow «The Voice of Switzerland» des Schweizer Fernsehens.

The Voice oF sWiTzerLand

«Wir von der Jury leiden mit» Juror Marc Sway sieht nicht, wer da singt – er sitzt mit dem Rücken zur Bühne. Anhand des Gesangs muss er sich entscheiden, ob er den Kandidaten in seinem Team haben will. Das künstlerische Niveau ist hoch, und trotzdem schafft es nicht jeder in die nächste Runde. Marc Sway, wie sind Sie mit der Zusammensetzung Ihres Teams zufrieden?

Ich bin sehr happy — und das sage ich nicht, weil ich muss. Man sitzt auf dem Stuhl, und hinter einem beginnt jemand zu singen. Mein einziges Kriterium, ob ich auf den Knopf, den Buzzer, drücke oder nicht, ist: Berührt mich diese Stimme oder nicht? Passiert irgendetwas in mir, wenn ich sie höre? Das ist ein instinktiver Entscheid, wie Gänsehaut bekommen. Das kann man nicht steuern. Wie oft bereuten Sie im Nachhinein, jemanden nicht genommen zu haben?

Bilder: SRF/Ueli Christoffel, Keystone (2)

Mehrmals. Zum Beispiel bei Joelle, der Schwester von Fabien Rohrer. Ihre Stimme polarisiert, gefiel mir gut, bloss hatte ich den Verdacht, dass es gar nicht ihre echte Stimme ist, sondern dass sie jemanden imitiert. Erst als Joelle nachher sprach, hörte ich, dass ihre Stimme tatsächlich so klingt. Aber einer der schwierigsten Momente in der ganzen Sendung ist ohnehin, wenn man grad für jemanden den Buzzer gedrückt hat. Kommt gleich anschliessend noch mal eine super Stimme, hat man eine «Buzzerhemmung», weil man im Hinterkopf weiss, dass man nur zehn Plätze zu vergeben hat. Und was, wenn vielleicht

noch etwas Besseres kommt? Das geht auch meinen Kollegen in der Jury so. Haben Sie die Aufgabe unterschätzt?

Ich habe die ganze Sendung unterschätzt. Vor allem die Tatsache, wie stark die eigenen Emotionen mitspielen. Man ist nicht einfach dort und spielt ein bisschen Jury. Wir leiden mit.

Wer verblüffte Sie am meisten?

«The Singing Postman» Michael André Williams. Weil er genauso aussah, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Ich wusste, das ist jemand, der gelebt hat und mit Gospels aufgewachsen ist. Ich bin glücklich, ist er in meinem Team.

Wollen mehrere Juroren einen Kandidaten in ihrem Team, kann der wählen. Nimmt man es persönlich, wenn er zu jemand anderem geht?

Ja klar! Es gibt Leute, die hätte man gerne im Team, und dann fängt die Sprücheklopferei an, um die anderen Juroren auszustechen. Bei einer wirklich guten Stimme ist man aber einfach froh, ist sie dabei. Das ist das Wichtigste. Hat es in der kleinen Schweizer Showszene überhaupt noch Platz für weitere «Stars», oder weckt man falsche Hoffnungen?

Aber selbst etablierte Künstler haben heute oft Mühe, ihren Lebensunterhalt mit der Musik zu bestreiten.

Es ist eine schwierige Zeit, weil wir praktisch keine Tonträger mehr verkaufen, was mal unser Kerngeschäft war. Bis dato unterstützt uns auch die Politik nicht, was illegale Downloads betrifft. Wir verdienen unser Geld mit Konzerten, denn das kann man nicht kopieren. Ich selber gehe ab April wieder auf Tour. Die Branche ist komplett im Wandel. Um zu überleben, braucht es viel Kreativität und neue Ideen. Man muss sich etwas einfallen lassen und so etwas wie eine eigene Marke werden. Für den Sieger beginnt also die Knochenarbeit erst nach dem Ende der Sendung?

Stefanie Heinzmann und Baschi wurden beide in Castingshows entdeckt und haben es geschafft. Es kommt viel Arbeit auf einen Newcomer zu, aber es ist machbar. Interview: Ruth Brüderlin

FraU der Woche

Mann der Woche

Silberschatz

Wahrsager

Was hatte die Nation gebetet und gehofft – und doch bange geahnt, dass unsere Ski-Asse an der Weltmeisterschaft im österreichischen Schladming nicht plötzlich Spitzenresultate liefern würden. Doch dann kam sie: Lara Gut (22). In einem dramatischen Super-G fuhr die Tessinerin hinter der Slowenin Tina Maze auf den zweiten Platz. Silber für die Schweiz! Damit bewahrte die schöne Lara ihre Landsleute vor einer kollektiven Winter-WM-Depression.

Wenn es um Ehrlichkeit geht, haben Politiker nicht den besten Ruf. Doch es gibt sie, die Volksvertreter, die im Parlament tatsächlich so abstimmen, wie sie es ihren Wählern versprochen haben. Das beweist eine Untersuchung der Gratiszeitung «20 Minuten». Demnach ist der Schwyzer SP-Nationalrat Andy Tschümperlin (51) der ehrlichste Parlamentarier der Schweiz. Bloss bei zwei Abstimmungen wich Tschümperlin leicht ab.


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dossier

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Nr. 7, 11. Februar 2013 | Migros-Magazin |

Staatsaffäre Familie

Mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hapert es in der Schweiz gehörig. Ein Verfassungsartikel soll Abhilfe schaffen und für Kinderbetreuungsplätze sorgen. Genauso hilfreich wären attraktive Arbeitsbedingungen für Eltern.

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u Hause bleiben? Monica Heinzer (43) macht grosse Augen und schüttelt den Kopf. Die Vorstel­ lung, ihren Job aufzugeben und sich aus­ schliesslich ihrem Kind und dem Haus­ halt zu widmen, scheint ihr fremd zu sein. Ein Teilzeitpensum in einem inte­ ressanten Job, das ist schon eher nach ihrem Geschmack. Als ihre Tochter Sarah Joy vor sechs Jahren zur Welt kam, reduzierte die Pflegedienstleiterin ihr Arbeitspensum. Zuvor arbeitete Heinzer 100 Prozent, heute noch 80. So weit nichts Besonderes — ausser, dass Hein­ zer Geschäftsleitungsmitglied war und es auch blieb. Sie ist Vorgesetzte von 250 Mitarbeitern, hat einen Tag pro Woche frei und kann einen halben Tag in Tele­ arbeit leisten, also zu Hause arbeiten oder überall da, wo sie erreichbar ist. Mit ihrem Arrangement hat die Ka­ derfrau, was nur wenige Frauen errei­ chen: Karriere und Kind. Viele schaffen es nicht mal, Beruf und Familie zu vereinbaren, ohne permanent Schuld­ gefühle zu haben. Das hat Konsequen­ zen: Gemäss einer aktuellen Umfrage der deutschen Stiftung für Zukunftsfra­ gen halten nur 36 Prozent der Schweizer ihr Land für familienfreundlich — in Dä­ nemark sind es 90 Prozent. CVP­Natio­ nalrätin Lucrezia Meier­Schatz (siehe auch Interview Seite 32) erklärte kürz­ lich, dass 80 Prozent der jungen Schwei­ zer sich eine Familie wünschten, ein Drittel aber darauf verzichte, weil Beruf und Familie nicht vereinbar seien. Es fehlt an Kinderbetreuungsplätzen und präsenten Vätern, am Geld und an willi­ gen Arbeitgebern. Nun soll sich der Staat des Problems annehmen. Die Initiative des ehemali­ gen CVP­Nationalrats Norbert Hoch­ reutener kommt am 3. März zur Abstim­

mung und sieht vor, dass die Vereinbar­ keit von Familie und Erwerbstätigkeit als Aufgabe des Bundes in der Verfassung verankert wird (siehe Box unten). Ins­ besondere sollen genügend Kinder­ betreuungsplätze bereitgestellt werden.

Familienfreundlichkeit lohnt sich für den arbeitgeber Für Monica Heinzer war aber nicht die Kinderbetreuung die Herausforderung. Sarah Joy wird abwechslungsweise von ihr, ihrem Mann und einer Tagesmutter betreut. Heinzer wollte aber auch wei­

Abstimmung vom 3. März

In Kürze entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Annahme des folgenden Bundesbeschlusses: Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert: Art. 115a Familienpolitik

1. Der bund berücksichtigt bei der erfüllung seiner aufgaben die bedürfnisse der Familie. er kann Massnahmen zum Schutz der Familie unterstützen. 2. bund und Kantone fördern die Vereinbarkeit von Familie und erwerbstätigkeit oder ausbildung. Die Kantone sorgen insbesondere für ein bedarfsgerechtes angebot an familien- und schulergänzenden Tagesstrukturen. 3. reichen die bestrebungen der Kantone oder Dritter nicht aus, so legt der bund Grundsätze über die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und erwerbstätigkeit oder ausbildung fest.

terhin einen anspruchsvollen Beruf ausüben. Möglich machte es ein fami­ lienfreundlicher Arbeitgeber, der Reuss­ park im aargauischen Niederwil. Seit einem knappen Jahr trägt das Pflege­ zentrum das Label «Best Practice», das die Fachstelle UND an familienfreund­ liche Betriebe vergibt. Damit rangiert der Reusspark auf der zweitbesten von fünf möglichen Stufen, was er unter anderem dem betriebseigenen Kinder­ hort verdankt, einem grosszügigen Vaterschaftsurlaub, Aus­ und Weiter­ bildungsangeboten, Bemühungen um


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«Die Haltung gegenüber Familienanliegen muss sich ändern.» Oben: Sarah Joy wird abwechslungsweise von ihrer Mutter Monica Heinzer, ihrem Vater und einer Tagesmutter betreut. Links: Pflegedienstleiterin Monica Heinzer und Direktor Thomas Peterhans setzen sich im Pflegezentrum Reusspark für familienfreundliche Arbeitsbedingungen ein.

Chancengleichheit für Männer und Frauen — und den flexiblen Arbeitszeitmodellen. Dass sie Letztere würde nutzen wollen, wusste Monica Heinzer schon, als sie sich vor neun Jahren um den Job der Pflegedienstleiterin bewarb. «Ich liess mir die Option auf eine spätere Teilzeitarbeit vertraglich zusichern», sagt sie. Dazu brauchte sie das Einverständnis der fünfköpfigen Geschäftsleitung, inklusive jenes des Geschäftsführers Tho-

mas Peterhans (56). Ihn kostete die Entscheidung etwas Mut, wie er zugibt. «Aber», sagt er, «ich wollte Monica im Team haben. Sie ist die Frau, die wir suchten.» Und er wisse, dass man sich dem demografischen Wandel anpassen müsse: «Die Zeiten sind vorbei, in denen Mütter zu Hause bleiben.» Seine Einwilligung in Monica Heinzers Arbeitszeitmodell hat Peterhans denn auch nie bereut. «Sie ist stets erreichbar, sehr flexibel und kommt auch

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mal einen Tag extra zur Arbeit, wenn es nötig ist», sagt er und betont «ich denke und rechne unternehmerisch, das Arrangement muss sich also lohnen.» Tatsächlich tragen die Bemühungen um individuelle Lösungen für Mitarbeiter — sie sind im Reusspark nicht auf die Teppichetage beschränkt — erste Früchte. Familienfreundlichkeit sei bei der Personalrekrutierung ein Riesenvorteil, sagt Peterhans, gerade in seiner Branche. «Es wäre zwar einfacher, Pflegepersonal aus Deutschland einzustellen, aber es macht volkswirtschaftlich gesehen einfach mehr Sinn, das brachliegende Potenzial der Schweiz zu nutzen» — sprich Mütter, die flexibel arbeiten wollen und können. Bereits wird Peterhans von Berufskollegen interessiert auf die attraktiven Arbeitszeitmodelle seines Betriebs angesprochen. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen herrschen auch beim Amt für Geomatik und Vermessung der Stadt Zürich (GeoZ) — wobei man nicht mal eine Familie haben muss, um davon zu

profitieren. So hat Georg Andersson (37) schon von 100 auf 80 Prozent reduziert, bevor er Vater war. «Es ging mir einfach um die Work-Life-Balance», sagt der Geograf, «ich bin nicht der Typ, der sich über die Arbeit definiert, ich will etwas vom Leben haben.» Bei seinen Bewerbungsgesprächen stiess er auf wenig Gehör. Einer der potenziellen Vorgesetzten sagte: «Wissen Sie, ich gehe am Freitag auch manchmal schon um 18 Uhr nach Hause, das ist kein Problem.» Doch Andersson wollte mehr als den Feierabend mit der Familie verbringen. Seit er und seine Partnerin Esther Krähenbühl (39) Eltern sind, ist er jeden Freitag für Sohn Henrik (2) da, und seit Ende Januar auch für Baby Mirta.

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Kollegen haben keine Kinder. Alle können ihr Arbeitspensum jährlich neu festlegen. Arbeit im Home Office ist ebenfalls möglich, der bezahlte Vaterschaftsurlaub beträgt zwei Wochen. «Mein Pensum und der Familientag sind hier also kein Thema», so Andersson. Mit Blick auf sein erweitertes Umfeld wird ihm aber bewusst: «Ich bin in einer sehr privilegierten Situation.» Er weiss von Bekannten, die nur einen Tag bezahlten Vaterschaftsurlaub haben und von Teilzeitpensen nur träumen können. Auch das GeoZ hat sich einer strengen Prüfung gestellt und dank seiner attraktiven Angebote das Label «Best Practice» der Fachstelle UND erworben. Human-Resource-Verantwortliche Marianne Kern sagt: «Man muss heute einiges bieten, um qualifizierte Leute zu bekommen und zu halten.» Im Gegenzug habe das GeoZ zufriedene, motivierte Mitarbeiter, die wenig krank sind und lange bleiben. Georg Andersson findet gar, dass er in der verkürzten Woche effizienter arbeitet als vorher. Er fügt an:

Teilzeitpensen, home office und Vaterschaftsurlaub – ein Privileg Am Arbeitsplatz ist Andersson in guter Gesellschaft: Im zwölfköpfigen Team, dem er angehört, arbeiten mehrere Männer und Frauen Teilzeit, das kleinste Pensum beträgt 40 Prozent. Nur zwei

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Familienfreundliche Migros Die Migros als der grösste private Arbeitgeber der Schweiz bietet ihren rund 50 000 Mitarbeiterinnen und 30 000 Mitarbeitern fortschrittliche Arbeitsbedingungen an, um ihnen die Vereinbarkeit des Berufs mit dem Familienleben zu erleichtern: ! Schwangerschaftsurlaub und -schutz: Schwangere haben das Recht auf unbezahlten Urlaub während der Schwangerschaft.

! Elternschaftsurlaub: Mütter und Väter haben nach Ablauf des Mutterschaftsurlaubs ein Jahr lang das Recht auf Wiederanstellung an einem freien Arbeitsplatz.

! Mutterschaftsurlaub Mütter haben 16 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub.

! Kinderbetreuung: Einzelne Unternehmen betreiben eine Krippe, andere stellen den Mitarbeitern Beratung und Vermittlung von Betreuungsplätzen oder finanzielle Unterstützung zur Verfügung.

! Vaterschaftsurlaub: Väter können während des ersten Lebensjahres eines Kindes zwei Wochen bezahlten und zusätzlich zwei Wochen unbezahlten Urlaub nehmen.

! Familienzulagen: Einige Unternehmen bezah-

len Familienzulagen, die über die Kinderzulagen des Kantons hinausgehen. ! Teilzeitarbeit: Verschiedene Arbeitszeitsmodelle sind möglich und werden individuell mit dem einzelnen Mitarbeiter vereinbart. ! Neue Familienformen: Patchworkfamilien werden in Bezug auf Vorsorge- und Versicherungsschutz traditionellen Familien gleichgestellt.

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«Dass das Arrangement funktioniert, verdanke ich meinem Chef.» Dabei ist René Müller (58) nicht gerade der, der die Teilzeitarbeit für Männer erfunden hat. «Meine Frau nennt mich ja einen Macho», gesteht er, halb amüsiert, halb verlegen. Natürlich stimme das nicht, fügt er rasch an, aber: «Ich gehöre schon eher der alten Schule an. Vor 30 Jahren herrschten noch andere Zeiten.» Will heissen: Ein Mann arbeitete 100 Prozent, mindestens. Dennoch unterstützt Müller heute die individuellen Arbeitszeitmodelle seiner Mitarbeiter. Dafür muss das Budget jedes Jahr mit den gewünschten Stellenprozenten in Einklang gebracht werden und Aufträge, Projekte, Sitzungen und Ferien wollen sorgfältig geplant sein. Im Gegenzug, so Müller, habe er zufriedene Menschen um sich. Und, wenn er ehrlich sei, verstehe er den Wunsch nach Familienzeit: «Heute wünsche ich mir auch, ich hätte früher mehr Zeit für meine Kinder gehabt.» Im Hinblick auf die Abstimmung vom 3. März sind Andersson

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und Müller skeptisch. «Es ist ein Schritt in die richtige Richtung» sagt Andersson, «aber es genügt nicht, mit Gesetzen zu wedeln.» Für eine kinderfreundliche Gesellschaft brauche es vor allem ein Umdenken — auch in Männerköpfen. Ähnlich sieht es Monica Heinzer. «Die Haltung gegenüber den Anliegen der Familien muss sich ändern», sagt sie und nennt ein Beispiel. «Früher fanden unsere Geschäftsleitungssitzungen jeweils morgens um halb acht statt. Das war mir zeitlich zu knapp, um meine Tochter gut in der Krippe abzugeben.» Die Sitzung ist nun später angesetzt. Dass solches Entgegenkommen nicht

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selbstverständlich ist, weiss Heinzer auch aus dem privaten Umfeld. Ihr Ehemann musste den Job wechseln, um sein Pensum von 100 auf 80 Prozent reduzieren zu können. Während der neue Arbeitgeber gerade die ersten Erfahrungen mit der Sonderlösung macht, gehen Mo-

«Die Wahlfreiheit der Eltern wird gestärkt»

Lucrezia Meier-Schatz (61) ist CVP-Nationalrätin und Geschäftsführerin von Pro Familia Schweiz. Sie erklärt, was mit dem Familienartikel erreicht werden soll. Lucrezia Meier-Schatz, am 3. März stimmen wir über einen Verfassungsartikel ab, der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern soll. Können Sie mir drei Argumente nennen, warum wir ein Ja in die Urne legen sollen?

Erstens wird der Bund mit dem neuen Verfassungsartikel aufgefordert, Massnahmen zum Schutz der Familie als wichtigste Zelle unserer Gesellschaft zu treffen — dafür haben wir bisher keinen Artikel in der Verfassung. Zweitens werden Bund und Kantone verpflichtet, Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Drittens wird der Familienartikel einer Gesellschaft gerecht, in der drei Viertel der Familien zwei Einkommen brauchen. Der Artikel ist so offen formuliert, dass er viel Spielraum für Interpretationen lässt.

Die Verfassung legt immer nur Grundsätze fest. Sie umzusetzen, obliegt den Kantonen und Gemeinden. Wenn diese das nicht schaffen, kann der Bund eingreifen, indem er Gesetze erlässt. Diese brauchen eine Mehrheit im Parlament und sind dem Referendum unterstellt. Der Familienartikel soll für die Anliegen der heutigen Familie sensibilisieren.

Können Sie ein konkretes Szenario entwerfen, was bei einer Annahme des Artikels in Zukunft anders laufen könnte?

Eltern, die arbeiten müssen, brauchen eine adäquate Kinderbetreuung. Dann können sie ihre Erwerbstätigkeit ausbauen und ihr Einkommen selber erwirtschaften. Das führt zu weniger finanziellen Abhängigkeiten von Gemeinden und Kantonen. Der Familienartikel stärkt die Wahlfreiheit der Eltern, denn neu wären Gemeinden, Eltern und Wirtschaft verpflichtet, gemeinsam ein Angebot zu schaffen — seien es Tagesmütter, Mittagstische oder Kindertagesstätte. Die Betreuungsplätze sind im Artikelentwurf erwähnt, von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen ist nicht die Rede.

Angesprochen ist die Vereinbarkeit als Ganzes. Darum steht im Artikel, dass die Vereinbarkeit gemeinsam mit Dritten, also mit Eltern und der Wirtschaft, gefördert werden muss. Wo hat die Wirtschaft Handlungsbedarf?

Unternehmen befinden sich bereits im Wettkampf um qualifizierte Arbeits-

nica Heinzer und Thomas Peterhans im Reusspark schon einen Schritt weiter. Sie arbeiten an einem Massnahmenplan, um Mitarbeitern mit Kindern noch mehr bieten zu können. Vermutlich wird der betriebseigene Hort neu auch Jungen und Mädchen ab Kindergartenalter aufnehmen und sogar ein Ferienprogramm anbieten. Das Ziel aller Bemühungen ist das Toplevel der Fachstelle UND. Und topmotiviertes Personal. Texte: Yvette Hettinger Bilder: Andreas Eggenberger

Lucrezia MeierSchatz fordert verstärkte Massnahmen zum Schutz der Familie.

kräfte. Sie müssen sich zunehmend als familienfreundlich positionieren und neue Arbeitszeitmodelle anbieten, damit Väter und Mütter zu der erforderlichen Familienzeit kommen. Aber dafür sind die Unternehmen auf das Zusammenspiel mit lokalen und kantonalen Behörden angewiesen. Eine Studie von Pro Familia im Kanton St. Gallen zeigt, dass neun von zehn Vätern gerne ihr Arbeitspensum zugunsten der Familie reduzieren würden. Warum tut es doch nur etwa jeder Siebte?

Es fehlt noch an Vorbildern und Vorgesetzten, die das unterstützen. Man kann an einem Chef scheitern, der selber einen anderen Weg gewählt und wenig Verständnis für die Bedürfnisse junger Väter hat. Hier würde der neue Verfassungsartikel auch keine Abhilfe schaffen.

Das muss er auch nicht. Mit dieser Entwicklung müssen wir uns als Gesellschaft auseinandersetzen. Inwiefern profitieren die Kinder, wenn wir die Initiative annehmen?


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«Dass das Teilzeit-Arrangement funktioniert, verdanke ich meinem Chef.» Links: Im Geschäft bekommt Andersson Unterstützung von Chef René Müller. Unten: Georg Andersson und Esther Krähenbühl teilen sich die Betreuung von Sohn Henrik.

Kindern hilft es in ihrer Entwicklung, wenn ihre ausserfamiliäre Betreuung verlässlich und liebevoll ist. Sie entwickeln Sprach- und Sozialkompetenz, wenn sie sich ausserhalb der Familie und unter Gleichaltrigen bewegen. Und sie profitieren, wenn beide Eltern mehr Familienzeit haben. Auch Väter wollen am Familienleben teilhaben. Gegner des Familienartikels sagen, eine Annahme würde uns jährlich bis zu 5,5 Milliarden Franken kosten.

Inzwischen ist die Rede sogar schon von 12 Milliarden! Das zeigt, wie sehr diese Beträge aus der Luft gegriffen sind. Mit dem Grundsatzartikel allein würde noch kein einziger Franken ausgegeben. Ausserdem weiss man aus Kosten-NutzenAnalysen, dass für jeden Franken, der beispielsweise in die Kinderbetreuung investiert wird, zwei Franken in Form von Steuern zurückkommen. Zudem fallen bei erwerbstätigen Eltern Sozialleistungen weg. Ein weiterer Kritikpunkt: Kinder seien Privatsache und nicht Aufgabe des Staates.

Das stimmt, aber nur begrenzt. Wenn wir die Verantwortung für Kinder richtigerweise den Eltern überlassen, müssen wir sicherstellen, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Nur so können sich Eltern frei für das entscheiden, was ihnen für ihr Kind das Beste scheint. Befürchtet wird auch, dass uns bald ein Vaterschaftsurlaub vorgeschrieben werde. Könnte das aufgrund des Artikels passieren?

Selbstverständlich könnte der Artikel zum Nachdenken über einen Vaterschaftsurlaub anregen. Aber auch der bräuchte eine Mehrheit im Parlament, die wir bis heute nicht haben. Interview: Yvette Hettinger


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Verhext, verflixt, verfemt Bänz Friedli liest alte Bücher.

Das Problem an Schneefrauen ist, dass die wohlmodellierten Brüste so schwer zu befestigen sind und meist herunter­ fallen, wir habens ausprobiert. Also werden wir in den Sportferien im Bünd­ nerland eher wieder Schneemänner bauen. Wissend, dass manche dies dis­ kriminierend finden. In amerikanischen Schulbüchern darf der «Snowman» nicht vorkommen. Es müsste ge­ schlechtsneutral «Snowperson» heis­ sen, haben Feministinnen angeführt. In den Unterrichtsmaterialien der USA tauchen auch keine Dinosaurier auf. Das haben religiöse Fundis durchgesetzt, welche die Evolutionslehre negieren. An der Erwähnung eines Geburtstags­ kuchens könnten sich arme Kinder stö­ ren, die nie in den Genuss eines solchen kommen. (Wobei, halt! Das Wort «arm» ist auch schon wieder falsch. Es müsste «subprivilegiert» heissen.) Und Delfine wurden aus den Schulunterlagen gestri­ chen, weil ein Kind im Landesinnern zu ihnen nicht dasselbe Verhältnis haben könne wie eines in, sagen wir mal, Flori­ da. «Regionale Benachteiligung», heisst das dann offiziell; sie könnte die schuli­ sche Leistung beeinträchtigen. Heimatland! Ob ich gegen Hans’ letzte Rechenprüfung protestieren sollte? «Auf der Wiese von Bauer Schmid weiden Schafe und Gänse. Es laufen 152 Beine umher, und es gibt 61 Köpfe. Wie viele Gänse und wie viele Schafe hat es?»

«Wir werden wieder Schneemänner bauen.» Wie hätte er als Stadtkind die Aufgabe lösen sollen? Die schiere Schikane! Der Grundgedanke der Amis ist ja gut: Alle Kinder, egal welcher Hautfarbe und Herkunft, sollen die gleichen Chancen haben, niemand wird herabgesetzt. Nur hat dieses Denken absurde Auswüchse: Ein Klassiker der Literatur, Mark Twains «Die Abenteuer des Tom Sawyer», war in vielen US­Staaten lange Zeit verboten. Weil darin die abschätzigen Wörter «Nigger» und «Injun» vorkamen, Ne­ ger und Rothaut. 2011 erschien das Buch in gesäuberter Neuauflage, 219­mal war darin «Nigger» getilgt. Nur: Das Wort wurde um 1840 in Missouri nun mal benutzt, und davon handelt Twains Werk. Es zu zensurieren, ist heikel. Denn ein Buch erzählt auch von einem Zeit­ geist, ob der uns erfreut oder nicht.

Seit ich unter den ausgemusterten Büchern einer Bibliothek im Baselbiet einen Band ergatterte, lesen Hans und ich gemeinsam die Geschichten von Doktor Dolittle. Ein Glücksgriff! Zwar kommt darin das Wort Neger vor, aber die ver­ altet anmutende Wortwahl gab uns Ge­ legenheit, über die Zeit zu diskutieren, in der sie entstanden: während des Ersten Weltkriegs. Der Autor Hugh Lofting, von der britischen Armee nach Flandern eingezogen, hatte seinen Kindern ver­ sprochen, seine Erlebnisse in Briefen zu schildern. Doch der Krieg war so unbe­ schreiblich grausam, dass er stattdessen seinen barmherzigen Dolittle erfand, den Doktor, der mit den Tieren sprechen kann. Wegen eines einzigen Worts diese wunderbaren Bücher zu verfemen, wäre verfehlt. Lofting war kein Rassist, im Gegenteil: Schon 1924 bekräftigte er in Zeitungsartikeln die Gleichwertigkeit aller Völker und Rassen. Wenn nun, wie unlängst zu verneh­ men war, aus Otfried Preusslers «Die Kleine Hexe» das Wort «Negerlein» gestrichen wird — meinetwegen. Solange die kleine Hexe, diese Heldin meiner Kindheit, noch Hexe sein darf und nicht politisch korrekt in «geschlechts­ neutrales, jedoch im positiven Sinne weiblich konnotiertes, gesellschaftlich wertvolles, pfiffiges Fabelwesen» um­ benannt wird … Bänz Friedli live: 14. 2. Ilanz GR.

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«Ich befürchte, wir erleben gerade eine Revolution»

Geht es nach Frank Schirrmacher, sind die wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen in Europa noch lange nicht abgeschlossen. Der Herausgeber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» über Demokratie, die Zukunft Europas und seine enge Beziehung zur Schweiz.

Frank Schirrmacher, sind die Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz schlechter geworden?

Eindeutig. Und ich habe den Eindruck, das geht stärker von der Schweiz aus als von Deutschland. Weil die starke Zuwanderung von Deutschen aus allen gesellschaftlichen Schichten für böses Blut in der Schweiz sorgt. Das nimmt man auch in Deutschland wahr?

Wenn ich in der Schweiz bin, werde ich regelmässig darauf angesprochen.

abgeblockt worden. Ist das einfach nur Wahlkampf, oder steckt da mehr dahinter?

Die Steuerabgeltung kann derzeit nicht entspannt und rational diskutiert werden, weil sie ein Wahlkampfthema ist. Da die Schweizer nicht mitwählen dürfen, kann man aufs Ganze gehen. So eine harte Linie klingt ja immer gut. Das alles ändert nichts am Problem, aber es erklärt vielleicht diese sonderbare Eskalation.

Sind es denn aus Ihrer Sicht für Deutschland schlechte Verträge?

Da kenne ich keine vergleichbaren Reaktionen. Ich habe selbst wegen des Steuerstreits noch nie erlebt, dass jemand über «die Schweizer» geschimpft hätte. Kritik wird auf die Banken beschränkt.

Das kann ich nicht beurteilen. Aber ich finde es gut, dass Deutsche, die ihr Geld in der Schweiz versteckt haben, jetzt zittern. Dank der Steuer-CDs. Im Zentrum der Debatte sollten eigentlich diese Leute stehen. Die Schweiz dafür verantwortlich zu machen, finde ich zu einseitig.

In der Politik hingegen fallen in letzter Zeit harte Worte gegenüber der Schweiz. Und die Staatsverträge über die Steuerabgeltung und den Luftverkehr sind beide von Deutschland

In einem anderen Interview haben Sie gesagt, dass Sie im Schweizer Politsystem eine gewisse demokratische Vorbildfunktion für Europa sehen. Plädieren Sie für mehr Volksabstim-

Und wie stehen die Deutschen zur Schweiz?

mungen in Deutschland und der EU? Für mehr Bürgerbeteiligung generell?

Wir haben während der Eurokrise erlebt, wie demokratische Prozesse ausser Kraft gesetzt werden. Erinnern Sie sich an die Aufregung, als der frühere griechische Premier Papandreou sein Volk über die Reformpläne abstimmen lassen wollte? Hätte er es doch gemacht! Dann wäre heute alles viel klarer. Hätten die Griechen Nein gesagt, hätten sie sich entschieden, die Eurozone zu verlassen. Hätten sie Ja gesagt, könnten wir sie heute auch ganz anders beim Wort nehmen. Die Angst vor dem Volk und vor Volksentscheiden finde ich leicht beunruhigend. Und es gibt noch eine andere unerfreuliche Tendenz, die aus den USA kommt: Der Staatsbürger wird immer stärker als Konsument gesehen. Politik wird als Konsumartikel präsentiert und beurteilt: Das nutzt mir, das nutzt mir nicht. Die Schweiz macht es besser, und Europa sollte sich das genauer ansehen. Das passiert ja auch.


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Migros-Magazin | Nr. 7, 11. Februar 2013 |

Herausgeber, Autor und Intellektueller Frank Schirrmacher (53) ist seit 1994 einer von fünf Herausgebern der «Frankfurter allgemeinen Zeitung» («FaZ»). er gilt als einer der führenden Intellektuellen Deutschlands und äussert sich regelmässig in eigenen büchern zu gesellschaftlichen Fragen. Sein

Was macht die Schweiz besser?

Bemerkenswert ist, dass ein so unterschiedlich zusammengesetzter Staat es geschafft hat, eine solche Form zur Ermittlung des Volkswillens zu etablieren, ohne dabei in die Hände des Populismus zu fallen. Das Risiko dazu besteht aber durchaus.

Das besteht auch so, wenn Sie sich ansehen, wie stark die Regierenden auf Meinungsumfragen reagieren. Dennoch halte ich Volksabstimmungen für eine gute Idee, speziell für punktuelle Fragen in lokalen Räumen. In der neuen EU werden Länder zu lokalen Räumen, Volksent-

neues buch «ego» erscheint am 18. Februar. Schirrmacher lebt und arbeitet in Frankfurt, er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Frank Schirrmacher: «Ego: Das Spiel des Lebens», Karl Blessing Verlag, 2013; bei Ex Libris: Fr. 22.80.

scheide könnten auf dieser Ebene einen Ausgleich zur Zentralregierung bilden. Wäre die Bewältigung der Eurokrise nicht noch schwieriger bei einer stärkeren demokratischen Beteiligung?

Da bin ich gar nicht so sicher. Wir erleben derzeit eine Abkoppelung zwischen Kapitalismus und Demokratie. Die Bevölkerung hat das Gefühl, sie sei nicht involviert beim Kampf gegen die Krise. Was gefährlich ist. Klar, sollte man mitten in der Krise in Deutschland keine Volksabstimmung über den Euro abhalten. Aber die Mehrheit der Deutschen war durch die gesamte Krise hindurch für

Europa. Von daher weiss ich nicht so recht, woher das Misstrauen gegenüber dem Volk kommt. Viel gefährlicher ist es zu sagen, dass Krisen Ausnahmen von der Demokratie rechtfertigen. Haben wir jetzt das Schlimmste hinter uns, oder sind wir nur im Auge des Sturms?

Mein Eindruck ist, dass wir uns Zeit gekauft haben, jedoch noch überhaupt nichts gelöst ist. Aber das ist alles schwierig zu beurteilen. Für jede These finden Sie fünf Nobelpreisträger, die sie stützen, und fünf, die das Gegenteil behaupten. Wagen Sie eine Prognose, in welche Richtung es gehen wird? Eher zurück in einen losen Verbund von Nationalstaaten oder in Richtung Vereinigte Staaten von Europa?

Unter dem Druck der Krise scheint die EU stärker zusammenzuwachsen,gleichzeitig haben sich aber im Süden starke Aversionen aufgebaut. Wenn das alles politisch nicht zu einer grossen Reform

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«FAZ»-Herausgeber Frank Schirrmacher glaubt, dass die Eurokrise noch nicht gelöst ist – man habe sich lediglich etwas Zeit gekauft.


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«Die soziale Marktwirtschaft fängt an, sich aufzulösen.»

Europa habe viele Stärken, sagt Frank Schirrmacher. Was allerdings fehle, sei eine Vision.

genutzt wird, dann driftet es eher auseinander. Meine These ist, dass sich in den kommenden Jahren europäische Politikerpersönlichkeiten herausbilden — also grosse Politiker, die man in allen Ländern kennt, Leute wie Jacques Delors früher — und dass auf diese Weise Europa stärker zusammenwächst. Sie haben sich in letzter Zeit sehr kritisch zur Finanzindustrie und zum Neoliberalismus geäussert: «Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat», und Nationalökonomie sei eine Religion, die reformbedürftig sei, ein System, «das uns total beherrscht, das wir aber nur partiell verstehen». Das sind ungewöhnliche Töne eines Vertreters der bürgerlichen «FAZ».

Vielleicht liegt das eher an der Vorstellung,diemanvonder«FAZ»hat.Inunse-

rer Zeitung gab es schon immer viele Stimmen, auch marktkritische. Ich sehe das durchaus als eine bürgerliche Position. Sie beklagt, dass die soziale Marktwirtschaft anfängt, sich aufzulösen. Sie wird verdrängt von der aus den USA importierten neoliberalen Marktvorstellung. Ideen wie «The Winner Takes It All», Selbstvermarktung, Ich-AG, gekoppelt mit der Nichtregulierung von Finanzmärkten, sind beunruhigend selbstverständlich geworden. Das sollte uns sehr zu denken geben. Europa könnte dazu eine Alternative darstellen. Unsere Vorstellung von Kapitalismus ist anders: weder links noch rechts, sondern kooperativ. Ich sehe es geradezu als Mission Europas, diese Alternative global zu vertreten und zu verbreiten.

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Europa orientiert sich seit dem Ende des ZweitenWeltkriegs an den USA.Das Land wirkt heute aber zerstritten, blockiert und verunsichert.

Ich war immer pro Amerika und bin es heute noch. Aber die Macht der Eliten und der Konzerne ist beunruhigend gross geworden. Wer hat, dem wird gegeben, das ist fast zum Gesetz geworden. Das System lebt von ganz vielen sich selbst ausbeutenden Menschen, profitieren tun nur die ganz oben. Lange wurde das mit vielen Propagandatricks verschleiert. Eigentlich sollten wir nicht von Globalisierung, sondern von Amerikanisierung sprechen. Amazon zum Beispiel hat heute mehr oder weniger den gesamten europäischen Buchhandel in der Hand. Die Frage ist doch: Wie muss sich Europa aufstellen, welche Ressourcen und Reserven kann es schöpfen, um wieder ein Player zu werden? Und wie lautet die Antwort?

Der grosse Sprung der USA ist der Informationstechnologie zu verdanken, die

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Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

wiederum wurde via Verteidigungs­ ministerium jahrzehntelang staatlich subventioniert. Europa hat viele Stärken: Rechtssicherheit, hohe Alphabetisie­ rung, geringe Korruption, ein koopera­ tiver Ansatz. Was es zusätzlich braucht, ist eine Vision, ein grosses europäisches Projekt. Und das muss staatlich massiv unterstützt werden. Leider haben wir nun diesen Bruch in Europa zwischen Nord und Süd. Aber so eine Vision könn­ te genau das sein, was es braucht, um diesen Bruch zu kitten.

te, ohne dass wir es gemerkt hätten, zur aktuellen Situation — und zu absurden Exzessen. Wie etwa, dass man aus den USA heute für Kleinigkeiten 500­seitige Verträge zum Unterschreiben erhält — darin manifestiert sich das gleiche insti­ tutionelle Misstrauen, das früher der So­ wjetunion entgegengebracht wurde.

In Ihrem neuen Buch «Ego» geht es ja auch um diese Themen.

Ich war es nicht, der gesagt hat, die Krise sei die grösste seit dem Crash 1929 oder das ganze System stehe auf dem Spiel. Wirklich beunruhigend finde ich, wie wir jetzt langsam wieder zur Tages­

Richtig. Als der Kommunismus 1989 zu­ sammengebrochen war, dachten wir alle, nun beginne eine schöne neue Welt. Was wir nicht bedacht haben, waren all die Thinktanks, die in den USA während des Kalten Kriegs entstanden waren und nun eine neue Aufgabe suchten. Sie fanden sie an der Wall Street, im Gepäck eine Theo­ rie des Menschen als Egoisten. Das führ­

Sie klangen in Interviews in letzter Zeit ziemlich pessimistisch für die Zukunft, und Kritiker haben Ihnen auch schon populistischen Kulturpessimismus vorgeworfen. Sehen Sie wirklich so schwarz für uns?

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ordnung übergehen, ohne genau zu wis­ sen, was überhaupt passiert ist. Schwarz sehen ist eigentlich eine Untertreibung. Ich befürchte, wir erleben gerade eine Revolution, die wir nicht spüren und deren Ende nicht absehbar ist: Auf der einen Seite haben wir den Amüsier­ betrieb der öffentlichen Erregung, trans­ portiert durch die Medien, auf der ande­ ren die realen Dinge wie den Markt, die Demokratie, die Krise. Und das koppelt sich mehr und mehr voneinander ab. Und was heisst das?

Um es mal hart zu sagen: Wir denken immer, autoritäre Strukturen kämen so zurück, dass wir genau erkennen, aha, da kommt ein Demagoge und nimmt uns unsere Freiheit. Aber so kommen die

«Wer hat, dem wird gegeben, das ist fast zum Gesetz geworden.»

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MeNScheN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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nicht zurück. Die tauchen auf, indem Parlamente plötzlich in entscheidenden Fragen nicht mehr einbezogen werden oder indem ein juristisch immuner Gouverneursrat vitale Beschlüsse über finanzielle Rettungsschirme trifft. Wir müssen da dringend Gegensteuer geben, weil sich sonst das Wesen der Demokratie fundamental verändert. Grosse Veränderungen erlebt derzeit die Zeitungsbranche. Wie geht es der «FAZ»?

Der «FAZ» geht es zwar auch nicht gut, aber als Medienhaus sind wir eine völlige Anomalie. Wir gehören nur uns selbst und sind eine Stiftung mit sehr hohen Reserven. Wir müssen nicht unbedingt Geld verdienen, wollen es aber natürlich schon auch. Die Aufmerksamkeit des Publikums ist zweigeteilt, auf die kurzen Instant-News einerseits und die klugen Hintergründe andererseits — die Leuchttürme sozusagen. Letzteres wird für die Leser, die wir erreichen wollen, immer wichtiger. Das Problem ist, dafür einen Preis zu finden. Derzeit ist geistige Arbeit ein bisschen wie Sklavenarbeit, weil sie nicht oder schlecht bezahlt wird — oder gleich ganz geklaut. Die Frage, was diese Arbeit wert ist, kann nur der Markt beantworten. Aber es scheint doch, dass die Leute bereit sind, für einen Leuchtturm etwas zu bezahlen. Waren Sie wirklich das Mordopfer im Kriminalroman «Der Sturm» von Per Johansson, wie das deutsche Feuilleton es letzten Sommer wochenlang diskutiert hatte?

Ich hab ihn nicht gelesen, aber ich war es wahrscheinlich. Mittlerweile allerdings beträgt die Halbwertszeit von solchen medialen Erregungen nicht mehr als fünf Tage, dann ist es vorbei. Marcel ReichRanicki sagte mir mal am Anfang meiner Karriere: «Wenn Sie richtigen Hass kennenlernen wollen, sind Sie in der Kultur am richtigen Ort.» Ich bin solche Sachen also gewohnt, und der Autor hat sich damit keinen Gefallen getan. Wie wird man vom einfachen Journalisten zum Herausgeber einer der wichtigsten deutschen Zeitungen?

Die Herausgeber wählen gemeinsam einen Nachfolger für jenen, der geht. Ich wurde 1994 Nachfolger von ReichRanicki. Vielleicht lag es daran, dass ich kurz zuvor einen guten journalistischen Instinkt hatte. Damals kippte ja ein osteuropäisches Regime nach dem anderen. Und ich habe frühzeitig die richtigen Storys mit den richtigen Leuten gemacht. Aber ein Stück weit ist es auch einfach eine Lotterie.

«In der Schweiz kann man sich problemlos neu erfinden.» Der Hamburger VerlegerJakob Augstein sagte kürzlich,bei Ihnen fielen Machtwille,Intelligenz, Fantasie und Skrupellosigkeit in ungewöhnlicher Weise zusammen. Was sagen Sie dazu?

Er meint das ja alles nett. Aber wenn er das, was ich tue, schon für skrupellos hält, frage ich mich, wie er zu richtigen Skrupellosigkeiten steht. Ich finde, wir haben bei der «FAZ» viele Skrupel.

Was machen Sie sonst so, wenn Sie sich nicht mit den grossen Fragen des Lebens beschäftigen? Haben Sie Zeit für ein Privatleben?

Aber sicher. Das ist mir sogar sehr wichtig,wichtiger als die «FAZ».Zum Beispiel verbringe ich seit meinem 16. Lebensjahr fast jeden Winter Zeit am schönsten Ort der Welt, in Arosa, beim Skifahren, immer im gleichen Hotel. Ich hoffe nur, dass jetzt durch die neuen Liftanlagen nicht alles kaputt gemacht wird. Ich reise auch gerne und viel für Kultur, gehe schwimmen und segeln.

Dann sind Sie mit der Schweiz ja gut vertraut.

Vor allem mit der Deutschschweiz. Ich liebe Zürich, verbinde damit auch sehr viel. Mit Siegfried Unseld war ich eng befreundet, dem Chef des SuhrkampVerlags,der enge Beziehungen zu Schweizer Autoren unterhielt. Ich bin überhaupt ein grosser Fan der Schweiz. Man hat ja alles dort. Man kann leben wie ein Italie-

ner, leben wie ein Deutscher … Unserem Geschäftsführer, der ja Schweizer ist, sage ich immer: Gib du mir deinen Pass, ich gebe dir dafür meine Rente (lacht). Was würden Sie denn mit dem Pass und ohne Rente machen?

Ach, das würde mir keine Sorgen machen. In der Schweiz kann man sich problemlos nochmals neu erfinden, auch im Alter, eher als in Deutschland. Hier ist alles so gross. Alle sind ein bisschen frustriert. Wir sind eine grosse Umverteilungsgesellschaft. Und ich fürchte, dass sich soziale Konflikte nicht vermeiden lassen. Kleine Staaten können mit gesellschaftlichem Wandel viel besser umgehen. Ich könnte mir vorstellen, dass sich bis in 30 Jahren ein Gebiet wie die Bodenseeregion überlegt, ob sie nicht mit der Schweiz zusammengehen soll. Das wird eine der reichsten Regionen Deutschlands — auch dank der Nähe zur Schweiz. Text: Ralf Kaminski Bilder: Bernd Hartung

www.migrosmagazin.ch

GUte NAchBARN? Steuerstreit, Fluglärm und Einwanderung: Wie tief sind die Gräben zwischen der Schweiz und Deutschland wirklich?

Schirrmacher ist ein «grosser Fan der Schweiz» und kokettiert mit der Idee, für einen Schweizer Pass auf seine Rente zu verzichten.


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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

BASMATI-REIS | 45

La Riseria in Zahlen

1905 gegründet, hat sich La Riseria zur grössten Reismühle der Schweiz entwickelt. 1957 übernahm die Migros die Mühle und gründete die Riseria Taverne SA. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Taverne TI, nördlich von Lugano, und beschäftigt 25 Mitarbeiter. 2012 betrug die Jahresproduktion der Riseria 15 000 Tonnen Reis, der Umsatz 24 Millionen Franken.

Reisanbau ohne künstliche Bewässerung: Die Gegend ist reich an Grundwasser, der Monsun tut sein Übriges.

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Guter Boden für Basmati

Das M-Industrieunternehmen Riseria suchte nach unbelasteten Reisanbaugebieten und wurde im Norden von Indien fündig. Bald kommt die zweite Ernte von biologisch angebautem Basmati-Reis in die Schweiz.

R

eis ist nicht gleich Reis. Basmati mit den langen, lockeren Körnern und dem blumigen Aroma gilt als eine der edelsten Reissorten der Welt. Auch heute noch wird er hauptsächlich von indischen Kleinbauern angebaut, und er ist vor allem für den Export bestimmt. Um die hohen Ertragsziele zu erreichen, setzen Bauern in weiten Teilen der traditionellen Anbaugebiete in Zentralund Südindien immer wieder auch Mittel zur Schädlingsbekämpfung ein, die später im Reis nachweisbar sind. «Wir mussten handeln», erklärt Riseria-Chef Gert Silber (siehe Interview auf Seite 47). Das zur M-Industrie gehörende Unternehmen ist die grösste Reisverarbeiterin der Schweiz. Daniel Feldmann, Riseria-Projektleiter, holt aus: «2010 stand ein Grundsatzentscheid an: Wir wollten neue, unbelastete Anbaugebiete finden, um weiterhin

hochklassigen Basmati-Reis anbieten zu können — ohne dabei zu wissen, ob die Ernte erfolgreich ausfallen würde.» In Nordindien, konkret im Bundesstaat Jammu und Kashmir, wurden die Reisexperten der Riseria schliesslich fündig. Und das Wagnis hat sich gelohnt — nach der ersten Ernte 2011 stand fest: Der Basmati-Reis hat die gewünschte, qualitativ hohe Qualität und ist frei von Pestiziden. Mitte Mai letzten Jahres kam der Basmati unter der Marke «Mister Rice» in die Migros-Filialen. Im November 2012 erfolgte bereits die zweite Ernte, die aktuell für den Transport in die Schweiz verschifft wird.

Die Kleinbauern erhalten einen Mehrpreis für den Basmati Worin aber liegt das Geheimnis des neuen Basmati-Reises? «In Jammu und Kashmir wurde seit jeher Reis angebaut — jedoch kein Basmati. Da der her-

Prüfender Blick: Rund 750 Bauern bauen im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir den Basmati-Reis für die Riseria an.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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BASMAtI-ReIS | 47

«Wir mussten Pionierarbeit leisten» Gert Silber, seit 2012 bezieht die Riseria den Basmati-Reis aus einem neuen Anbaugebiet. Warum?

Gert Silber ist Geschäftsleiter der Riseria.

Kostbares Gut: Der neue Basmati-Reis wird weitgehend von Hand geerntet. Er ist frei von Schädlingsbekämpfungsmitteln und gentechnisch veränderten Organismen.

kömmliche Reis aus dieser Region nie für den Export bestimmt war, kam es in unserem neuen Anbaugebiet auch nie zu einer exzessiven Bewirtschaftung», erklärt Daniel Feldmann. «Die Erde ist unbelastet, auch gentechnisch verändertes Saatgut wurde hier nie eingesetzt.» Ein weiterer ökologischer Pluspunkt: Durch die Nähe zum wasserreichen Himalaya ist genügend Grundwasser vorhanden, hinzu kommt die natürliche Bewässerung durch den Monsun. Die Bodenbeschaffenheit ist ideal, das Wasser versickert nicht, künstliche Bewässerung entfällt. Der Basmati-Reis wird nach biologischen Grundsätzen angebaut, auf den Einsatz von chemischen Mitteln wird verzichtet. «So nehmen wir Rücksicht auf die Ressourcen Land und Wasser — die

Existenzgrundlage der Bauern wird dadurch nachhaltig geschont», erklärt Projektleiter Feldmann. Insgesamt konnten 750 Bauern mit einer totalen Anbaufläche von rund 1 200 Hektaren für das Projekt gewonnen werden. Die Riseria hat sich verpflichtet, ihnen eine bestimmte Anzahl Ernten abzunehmen und allfällige Verluste zu decken. Die Reisbauern erhalten zudem einen Mehrpreis. «Durch die Abnahmegarantie und die höheren Preise kann sich die wirtschaftliche Lage der Kleinbauern in Jammu und Kashmir verbessern», sagt denn auch Christian Schader, Leiter Nachhaltigkeitsanalyse beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL). Texte: Christoph Petermann

In den klassischen Anbaugebieten werden exzessiv Düngemittel und Pestizide eingesetzt, was auch im Reis nachweisbar ist. So macht zum Beispiel Indien momentan Druck auf die EU, die entsprechenden Richtlinien abzuschwächen. Für uns kam und kommt das nicht infrage. Wir mussten handeln. Welches waren die grössten Herausforderungen?

Es galt, neue, unbelastete Anbaugebiete zu finden. Damit aber nicht genug: Die lokalen Bauern bauten das erste Mal solchen Basmati-Reis an. Wie würden die Erträge ausfallen, erfüllten sie unsere hohen Qualitätskriterien? Wir mussten Pionierarbeit leisten, ohne Gewissheit auf eine erfolgreiche Ernte. Haben sich die Risiken gelohnt?

Unbedingt, und wir sind stolz auf das Resultat. Der Basmati-Reis ist frei von Pestiziden und gentechnisch veränderten Organismen. Er wird weitgehend von Hand geerntet, von unserem lokalen Partner bei jedem einzelnen Bauern abgeholt und für den direkten Transport an uns vorbereitet. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichem Basmati-Reis, der normalerweise an lokale, grosse Reismärkte geliefert wird. Hier bestand immer die Gefahr, dass er mit anderen, qualitativ minderwertigen Reissorten vermischt wurde. Indien ist weit weg. Wie stellen Sie sicher, dass der Basmati-Reis die von Ihnen verlangten Qualitätskriterien erfüllt?

Aussaat, Anbau und Ernte des Basmati-Reises werden überwacht. Dazu unterhält unser lokaler Partner ein Büro und Mitarbeiterteams vor Ort. Unabhängig davon besuchen unsere Spezialisten regelmässig das Anbaugebiet. Sie entnehmen dort selber Bodenproben, die dann in der Schweiz untersucht werden.

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Preis alt * Preis neu * in % 14.00 10.50 –25,0 16.50 13.80 –16,4 16.20 13.80 –14,8 17.60 15.50 –11,9 3.00 2.95 –1,7 1.20 0.95 –20,8 3.50 3.15 –10,0 * in Franken


schaUFensTer 48 |

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Auf Kochkurs quer durch Asien

Ade, Winterstarre! Wir reisen einmal durch Asien und kosten regionale Spezialitäten, die dem Gaumen so richtig einheizen. sche Speisen müssen die meistfotografierten der Welt sein. Zweifelsohne gehören sie zu den weltbesten. Auch in Indien und Japan geniesst das Essen einen hohen Stellenwert. Die Vielfalt der drei Küchen spiegelt nicht nur die

Grösse der Länder wider, sondern auch deren religions- und kulturgeschichtliche Eigenheiten. Wir wünschen eine genüssliche Reise. Und wem es dabei zu scharf werden sollte, löscht das Feuer mit Reis oder Mangolassi. Text: Nicole Ochsenbein

rezePT

Kokos-Nudelsuppe mit rotem Curry

Hauptgericht für 4 Personen ZUTATEN

225 g Nestnudeln, Salz, 2 Knoblauchzehen, 10 g Ingwer, 1 EL Wok-Öl, 400 g geschnetzeltes Schweinefleisch, 50 g rote Currypaste, 8 dl Hühnerbouillon, 250 g Gemüsestängeli, 5 dl Kokosmilch, 1 Limette, Sojasauce und Fischsauce zum Servieren Bilder: Vera Studer (Food), Getty Images (5)

L

ieblingsbeschäftigung der Thais ist das Essen. Dauernd wird etwas gegessen oder geknabbert. Die Pausen zwischendurch nutzt man, um Schnappschüsse vom zubereiteten Mahl in sozialen Netzwerken zu posten: Thailändi-

ZUBEREITUNG Nudeln in reichlich Salzwasser circa 5 Minuten kochen. Abgiessen, kalt abspülen und beiseitestellen. Knoblauch und Ingwer fein hacken. Öl erhitzen, Fleisch mit Knoblauch und Ingwer im Wok oder in einer weiten Bratpfanne bei grosser Hitze circa 3 Minuten anbraten. Currypaste beigeben, gut mischen. Bouillon beigeben, aufkochen. Gemüse beigeben, circa 4 Minuten weiterköcheln. Kokosmilch dazugiessen, heiss werden lassen. Nudeln in Schüsseln verteilen, heisse Suppe darübergiessen. Limette in Schnitze schneiden. Suppe mit Limettenschnitzen, Soja- und Fischsauce servieren. Zubereitungszeit: circa 25 Minuten.

NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | Migros-Magazin |


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Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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Japan Im Land der Kirschblüten

aner Zum Frühstück schlürft der Jap . icht lger iona Nat ein , ppe Misosu te pas nen boh Soja auf iert bas Sie (Miso) und Fischsud (Dashi) – das Meer ist in Japan nie fern.

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100 g Shiitake-Pilze, 1 EL Erdnussöl, 100 g Tofu, 2 Frühlingszwiebeln, 4 Beutel Misosuppe (72 g), 6,4 dl Wasser, kochend, 12 gekochte Crevetten, 80 g Mungobohnensprossen, Sojasauce oder Teriyakisauce zum Abschmecken ZUBEREITUNG Pilze putzen und in Streifen schneiden. In Öl anbraten und beiseitestellen. Tofu in kleine Würfel, Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Je 1 Beutel Misosuppe in eine Suppenschüssel geben und mit je 1,6 dl heissem Wasser aufgiessen. Suppe umrühren. Tofu, Frühlingszwiebeln und nach Belieben Pilze, Crevetten und Sprossen beigeben. Mit Sojasauce oder Teriyakisauce abschmecken. Dazu passt Reis. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten.

Sélection Crevetten Tail-on, pro 100 g, Fr. 6.20


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NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | migros-magazin |

Andhra Pradesh hra Im indischen Bundesstaat And t tad pts Hau der Pradesh mit – Hyderabad mag man es scharf ssi gola Man Der arf! sch r seh r, seh löscht das Feuer der diversen . Masalas und Biryanis im Gaumen

rezePT

Mangolassi

Getränk für 4 Personen

ZUTATEN

2 reife Mangos, 5 dl Milch, 180 g griechisches Joghurt, 1 EL Zucker, Zimt oder Kardamom nach Belieben, Pfefferminze zum Garnieren ZUBEREITUNG Mangos schälen, Fruchtfleisch vom Stein schneiden. Fruchtfleisch mit Milch, der Hälfte des Joghurts und Zucker pürieren. Zugedeckt im Kühlschrank circa 2 Stunden kühl stellen. Gut durchrühren, in Gläser abfüllen, restliches Joghurt darauf verteilen. Nach Belieben mit Zimt und/oder Kardamom bestäuben und mit Minze garnieren. Zubereitungszeit: circa 10 Minuten + circa 2 Stunden kühl stellen.


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Indien rezePT

Tandoori-Poulet

Bio Joghurt nature, 180 g, Fr. –.60

Hauptgericht für 4 Personen ZUTATEN

1 ganzes Poulet à ca. 1,2 kg, 120 g TandooriPaste, 10 g Ingwer, 2 Knoblauchzehen, 80 g Bio Joghurt nature, 1 EL Sonnenblumenöl ZUBEREITUNG Poulet vom Rücken her rechts und links entlang der Wirbelsäule aufschneiden und flach drücken. In eine flache Form geben. Poulet mit der Hälfte der Tandoori-Paste einreiben. Mit Frischhaltefolie zugedeckt circa 1 Stunde im Kühlschrank marinieren. Ingwer fein reiben, Knoblauch pressen. Beides mit Joghurt, Öl und restlicher Tandoori-Paste mischen. Poulet damit bestreichen. Weitere circa 2 Stunden marinieren. Backofen auf 200 °C vorheizen. Poulet mit der Hautseite nach oben in einen grossen Bräter mit Rost legen. In der Ofenmitte circa 45 Minuten backen, dabei zweimal wenden. Garprobe: Poulet mit der Fleischgabel anstechen, der austretende Fleischsaft muss klar sein. Zum Tandoori-Poulet Naan und Mangochutney servieren. Zubereitungszeit: circa 20 Minuten + circa 3 Stunden marinieren + circa 45 Minuten backen.

Bio Mango, Burkina Faso/Brasilien, pro Stück Fr. 1.70

Jaipur Mango Chutney, 250 g, Fr. 2.70 statt Fr. 3.40*

Rezepte von

Punjab

Aus dem nordindischen Punjab, der dessen Hauptstadt Chandigarh buCor Le kt hite Schweizer Stararc ühmsier entwarf, stammen die ber dem aus hte eric ri-G doo ten Tan isse Lehmofen. Für indische Verhältn . stig chla ist die Küche relativ fleis

Schneidebrett mit Bambus, 35 x 25 cm, Fr. 9.80

Jaipur Tandoori Paste, 210 g, Fr. 2.60 statt Fr. 3.25* * Aktion 12.–18. 2.: 20% Rabatt auf alle Produkte von Thai Kitchen und Jaipur.

Optigal Poulet ganz, pro kg, Fr. 9.50


GENIESSEN SIE ASIEN. Rezept und Foto: www.saison.ch

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NUDELPFANNE MIT CREVETTEN

Hauptgericht für 4 Personen

Zutaten: 300 g asiatische Nestnudeln, 100 g Lauch, 1 Peperoncino, 1 Limette, 2 EL Erdnussöl, 300 g Crevetten, z. B. Pacific Prawns, tiefgekühlt, vor Gebrauch aufgetaut, 1 dl Austernsauce, 4 Zweige Koriander oder Kerbel

30% 17.90 statt 25.60

Pacific Prawns tiefgekühlt, 800 g

Limetten Brasilien, Netz à 4 Stück Aktueller Tagespreis

Thai Kitchen Nestnudeln 450 g 3.25 statt 4.10

Lauch grün Schweiz, per kg Aktueller Tagespreis

Zubereitung: 1. Nudeln in reichlich kochendem Wasser 4–5 Minuten bissfest kochen. Abgiessen und abtropfen lassen. Lauch in Ringe schneiden. Peperoncino längs halbieren, entkernen und in dünne Streifen schneiden. Die Hälfte der Limette auspressen. Rest in Schnitze schneiden. 2. Öl im Wok oder einer grossen Bratpfanne erhitzen. Lauch und Peperoncino darin anbraten. Crevetten beigeben und kurz mitbraten. Limettensaft und Nudeln dazugeben. Mit Austernsauce abschmecken und Koriander dazuzupfen. Mit Limettenschnitzen servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten Pro Person ca. 50 g Eiweiss, 8 g Fett, 63 g Kohlenhydrate, 2250 kJ/540 kcal


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sChauFensTer

migros-magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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marKensChoKolaDe | 55

Nervennahrung

Zu zweit lernt es sich besser. Ein wenig Süsses zwischendurch gibt Energie und veranschaulicht manchmal auch komplexe Sachverhalte.

B

isweilen hilft einem selbst die beste Fachliteratur nicht weiter, wenn man den Kern einer Aufgabe nicht knacken kann. Das beste Mittel gegen die Denkblockade: eine kurze Pause, um dem Gedankenwirrwarr zu entkommen. Etwas Süsses und ein paar kleine Spielereien ordnen die Gedanken, und dann macht es plötzlich «klick!», und alles ist ganz klar. Wie gut, dass man für die kleine Nervenstärkung zwischendurch nicht mehr

eine grosse Einkaufstour starten muss. M&M’s, Maltesers, Toffifee, Ragusa und Co. gibt es jetzt auch in der Migros — und erst noch im praktischen Vorratspacks. So bleibt mehr Zeit zum Lernen und für kreative Pausen. Text: Claudia Schmidt

Bild: Christian Schnur; Styling: Mirjam Käser

Auf Bewährtes setzen: Schokolade der bekanntesten Marken bietet jetzt auch die Migros an.

Merci Finest Selection, 250 g, Fr. 3.75

M&M’s Peanuts, 250 g, Fr. 3.10

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SCHAUFENSTER 56 |

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BIO

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NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | MIGROS-MAGAZIN |

Genussvoll in den Tag starten

Wer frühstückt, kann sich besser konzentrieren. Und wer dafür Bioprodukte verwendet, setzt sich gleichzeitig für Genuss mit gutem Gewissen ein.

Bilder: Getty Images (3), istockphoto (1)

V

iele von uns kennen und Fisch kamen im Laufe der Zeit dazu. das alte Sprichwort «Speise morgens Ein fruchtbarer, gesunwie ein Kaiser, mittags wie der Boden ist Grundlage jedes Biobetriebs. Durch ein König und abends wie Verzicht auf chemischein Bettler», nur halten synthetische Hilfsmittel sich die wenigsten daran. Migros Bio steht für strengste wird sichergestellt, dass Ein gesundes Frühstück Massnahmen beim Rohstoffanbau. Oberste Priorität haBioweizen weniger Rückhilft voller Energie in den ben der schonende Umgang stände enthält. Die DünTag zu starten. Dies gilt mit der Natur, die Naturbelasnicht nur für Erwachsene, gung mit Mist, Gülle oder senheit der Rohstoffe und Produkte sowie das Tierwohl. auch für Kinder ist das Kompost darf keine unerZmorge wichtig. Es steigert laubten Zusätze enthalten. die KonzentrationsfähigDie Gewinnung von orgakeit und beugt Heisshungerattacken vor. nischem Dünger erfolgt möglichst auf Beginnen Sie den Tag mit Vollkorn- dem eigenen Hof. Schweizer Biobauern getreide, Milchprodukten und frischem bearbeiten ihre Höfe gesamtbetrieblich, Obst. Ob Sie nun mit kalter oder warmer also ausschliesslich biologisch. So wird Milch, Früchte oder deren Saft, Tee oder eine Vermischung mit konventionell Kaffee, Vollkornbrot oder Birchermüesli hergestellten Produkten verhindert. In starten, hängt allein von Ihren Vorlieben der Schweiz kontrollieren staatlich ab. Das Biosortiment der Migros umfasst anerkannte, unabhängige Organisatiorund 1000 Produkte. Wählen Sie für nen die Einhaltung aller Richtlinien. Ihr Frühstück Ihre Lieblinge aus und Text: Heidi Bacchilega unterstützen Sie so eine naturnahe Landwirtschaft. Seit 1995 verkauft die Generation M steht für das nachMigros unter dem grünen Label Früchte haltige Engagement der Migros. und Gemüse. Weitere Produkte wie Migros Bio leistet dazu einen wertvollen Beitrag. Milch, Eier, Brot, Backwaren, Fleisch

Bio-Orangen Bioorangenbäume kommen ohne künstliche Düngung und chemische Pestizide aus. Der Biobauer verwendet Mist oder Kompost, und das Unkraut wird mechanisch entfernt. Staatlich anerkannte Organisationen kontrollieren die Bioproduzenten regelmässig.

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M-Classic Hamburger im 12er-Pack tiefgekühlt, 12 x 90 g

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M-Classic Pouletgeschnetzeltes im Duo-Pack tiefgekühlt, 2 x 350 g

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Gesamtes Herren TagwäscheSort iment z.B. Herren Boxer-Shorts

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Diverse Comfortschuhe aus Leder z.B. Damen Comfortslipper, Gr. 36–41

3.30 statt 3.90

Alle Hygo Reinigungsmittel beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.60 günstiger z.B. WC Maximum Power Gel, 750 ml Gültig bis 25.2.

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Satin-Bettwäschegarnitur Tara 100% Baumwolle, diverse Farben, 160/210 + 65/100 cm Gültig bis 25.2.

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Kleiderbügel im 12er-Set

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FRÜCHTE & GEMÜSE

Birnen Kaiser Alexander, Schweiz/ Italien, per kg 2.70 statt 3.90 30% Eisbergsalat, Spanien, pro Stück –.70 statt 1.40 50% Fenchel, Italien, per kg 2.70 Mangos, Peru/Brasilien, pro Stück 1.70 Trauben weiss kernlos, Südafrika, Schale à 500 g 2.10 Anna’s Best Fasnachtssalat, 250 g 3.10 statt 3.90 20% Sélection Tomaten, aus Spanien, Schale à 200 g 2.40 statt 3.50 30% Weisskabis, «Aus der Region.», per kg 2.20 statt 3.10 Knollensellerie, «Aus der Region.», per kg 2.– statt 2.70 Karotten, aus der Schweiz, per kg 1.50 statt 2.10 Zwiebeln, aus der Schweiz, per kg 1.20 statt 1.70 Spargeln grün, aus Mexiko, Bund à 500 g 4.70 statt 5.90 Lauch grün, aus der Schweiz und Belgien, per kg 3.15 statt 3.90 Kiwi, Bio, aus der Schweiz, per kg 4.80 statt 6.50 25%

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FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL

Chämischinken, Bio, Schweiz, per 100 g 3.60 statt 4.55 20% Fleischkäse, TerraSuisse, hauchdünn geschnitten, per 100 g 1.30 statt 1.90 30% Italienischer Salami, Bio, per 100 g 4.20 statt 5.25 20% Rindshackfleisch, Schweiz, per kg 9.60 statt 16.– 40% Optigal Pouletschnitzel, Schweiz, per 100 g 2.60 statt 3.30 20% Sushi Nigiri Classic und Sushi Maki Mix, z.B. Maki Mix, 150 g 7.20 statt 9.– 20% * Cervelas, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, 2 Stück, 200 g 1.40 statt 1.80 Cervelas, Schweizer Fleisch, 2 Stück, 200 g 1.40 statt 1.80 Cervelas, Schweizer Fleisch, 5 Stück, 500 g 3.50 statt 4.40 Bockwürstli, aus der Zentralschweiz, 2 Paar, 260 g 4.70 statt 5.90 Delikatess Fleischkäse, Schweizer Fleisch, Schale, per 100 g 1.20 statt 1.55 Apéro Pastetenteller, Schweizer Fleisch, Schale à 290 g 9.90 statt 12.90 Valentinsplatte, Schweizer Fleisch, Schale, per 100 g 4.95 statt 6.60 Pferdemostbröckli, aus Kanada, Fresh-Schale, per 100 g 5.40 statt 6.70 Siedfleisch mager, Schweizer Fleisch, per 100 g 1.95 statt 2.50 Zitronenschnitzel, aus der Zentralschweiz, per 100 g 2.70 statt 4.10 33% Erhältlich in der Selbstbedienung Schweinsbraten vom Hals, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.65 statt 2.40 30% Kalbsbrät, aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.25 statt 1.60 Erhältlich in der Selbstbedienung 1/2 Ofenpoulet, aus der Schweiz, per 100 g –.80 statt 1.10 Erhältlich in der Selbstbedienung Rindsvoressen, TerraSuisse, Schweizer Fleisch, per 100 g 1.95 statt 2.50

Schweinsnierstück Steak/Plätzli, aus der Zentralschweiz, per 100 g 3.10 statt 4.10 Gelbflossenthunfisch, Wildfang, aus dem Indischen Ozean, per 100 g 4.30 statt 5.40 Erhältlich in Filialen mit Frischfisch-Verkauf

BROT UND MILCHPRODUKTE Valflora Vollmilch UHT, 12 x 1 Liter 12.– statt 15.– 20% Alle Farmer Joghurt, z.B. Farmer Schokolade, 225 g 1.55 statt 1.95 20% Alle Bio Joghurt (ohne Schafmilchjoghurt), z.B. Erdbeer, Bio, 180 g –.60 statt –.75 20% Gruyère mittelreif, Bio, per 100 g 1.70 statt 2.15 20% Mozzarella Alfredo im Duo-Pack, 2 x 150 g 2.30 statt 2.90 20% Butter-Mödeli, Bio, 200 g 3.30 statt 3.70 Innerschweizer Käse, «Aus der Region.», per 100 g 1.15 statt 1.65 30% Zuger Wildspitz, «Aus der Region.», per 100 g 1.65 statt 2.10 Rahmchäsli, Bio, Duopack, 2 x 125 g 4.95 statt 6.20

BLUMEN & PFLANZEN Rosen, Max Havelaar, 50 cm, Bund à 15 Stück 14.80 Tulpen, Bund à 20 Stück 11.50 statt 14.50 Cymbidium-Gesteck, pro Gesteck 12.80 Phalaenopsis, 3 Rispen, im 12-cm-Übertopf, pro Pflanze 24.80 Blumenschale klein, pro Stück 12.50 statt 14.80

WEITERE LEBENSMITTEL Frey Napolitains, assortiert, im 1-kg-Beutel 9.90 statt 19.85 50% Alle Ferrero Pralinen, z.B. Mon Chéri, 168 g 4.70 statt 5.90 20% Alle Frey und M-Classic Tafelschokoladen 100 g (ohne Suprême und Mehrfachpackungen), beim Kauf ab 2 Tafeln, jede –.30 günstiger, z.B. Tourist Tafelschokolade, 100 g 1.50 statt 1.80 Alle Halspastillen im Duo-Pack, z.B. Cassis-Pastillen, 2 x 220 g 8.60 statt 10.80 20% Alle Bio Biscuits, z.B. Dinkel-Gebäck mit Rosinen, Bio, 260 g 2.75 statt 3.45 20% Alle Tradition Biscuits, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. Petit Gâteau Amandes, 150 g 2.90 statt 3.50 Alle M-Classic Kaffees Bohnen und gemahlen, z.B. Kaffee Zaun, gemahlen, 250 g 2.80 statt 3.50 20% Alle Bio Yogi Tees, z.B. Ingwer-Zitrone, Bio, 17 Beutel 4.– statt 5.– 20% Alle Farmer Croc Müesli, z.B. Waldbeeren, 500 g 3.80 statt 4.80 20% Alle Zwieback, z.B. Zwieback Original, 260 g 2.55 statt 3.20 20% Delicious Pommes Duchesse, Risolées, Noisette oder Rösti Kroketten, tiefgekühlt, z.B. Pommes Duchesse, 600 g 3.85 statt 4.85 20% M-Classic Lasagne Bolognese, tiefgekühlt, 600 g 20x 5.50 NEU *,** Pacific Prawns, tiefgekühlt, 800 g 17.90 statt 25.60 30%

M-Classic Pouletgeschnetzeltes im Duo-Pack, tiefgekühlt, 2 x 350 g 6.85 statt 11.45 40% M-Classic Hamburger im 12er-Pack, tiefgekühlt, 12 x 90 g 7.35 statt 14.70 50% 7UP Orange, 1,5 Liter und 6 x 1,5 Liter, z.B. 1,5 Liter 1.95 NEU *,**

20x

Alle Vittel Mineralwasser im 6erund 8er-Pack, z.B. Vittel, 6 x 1,5 Liter 4.– statt 6.– 33% Sponser Proteindrink Vanille oder Schokolade, z.B. Schokolade, 330 ml 3.20 NEU *,**

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Alle Tencha Ice Teas, z.B. Green Tea Honey, 50 cl 1.20 statt 1.50 20% Alle Reis in Schachteln 320 g–1 kg, z.B. Mister Rice Basmati, 1 kg 3.– statt 3.75 20% Original Rösti im 3er-Pack, 3 x 500 g 4.30 statt 6.15 30% Alle Bio Kartoffelpüree Mifloc und Bio Rösti, z.B. Kartoffelpüree Mifloc, Bio, 2 x 95 g 4.15 statt 4.90 15% Alle Bio Teigwaren, Pastasaucen und Tomatenkonserven, z.B. Krausnudeln, Bio, 500 g 1.65 statt 2.10 15% Alle Bio Gewürze, z.B. Herbamare Original, Bio, 250 g 3.65 statt 4.30 15% Griechische Oliven Kalamata, Bio, 150 g 2.25 statt 2.65 15% M-Classic Pastetenfüllungen im 3er-Pack, z.B. Pastetenfüllung Classic, 3 x 500 g 9.70 statt 12.15 20% Gesamtes Thai Kitchen und Jaipur Sortiment, z.B. Thai Kitchen Kokosnussmilch, 250 ml 2.05 statt 2.60 20% Zweifel Chips im Duo-Pack, z.B. Paprika, 2 x 175 g 6.20 Barilla Torcelli Apérogebäck, 250 g 3.50 NEU *,**

20x

Berliner, 6 Stück, 390 g 3.40 statt 5.10 6 für 4 Frischbiscuits Vogelnestli, Haselnussmakronen oder Spitzbuben im Duo-Pack, z.B. Vogelnestli, 2 x 215 g 4.– statt 6.– 33% Alle Schwarzwälder-Patisserieprodukte, gekühlt, z.B. M-Classic Schwarzwäldertorte, 500 g 6.– statt 7.50 20% Alle Bio Frischsäfte, z.B. Orangensaft, Bio, 75 cl 2.80 statt 3.55 20% Cappelletti Frischkäse/Kräuter, Bio, im Duo-Pack, oder Fiori Ricotta/ Spinat, Bio, im 3er-Pack, z.B. Fiori Ricotta/Spinat, Bio, im 3er-Pack, 3 x 200 g 9.80 statt 14.70 33% M-Classic Pizza im Duo-Pack, z.B. Pizza Margherita, 2 x 345 g 6.10 statt 8.20 25%

L’Oréal Skincare (ohne Body und L’Oréal Men Expert Produkte), z.B. Revitalift Tagescreme, 50 ml 16.55 statt 20.70 20% ** Covergirl Mascara LashBlast Volume Very Black 800 sowie Waterproof 825, z.B. LashBlast Volume Very Black 800 8.30 statt 11.90 Alle Axe Apollo Produkte Hair, Duschgel, Deodorant, Eau de Toilette und After Shave, z.B. Apollo Shampoo, 20x 300 ml 5.90 NEU ** Pantene Pro-V und head & shoulders Produkte im Duo-Pack, z.B. head & shoulders classic clean Shampoo, 2 x 300 ml 10.– statt 11.80 15% Gillette Mach 3 Sensitive Rasierer 19.80 NEU **

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Gillette, Oral-B sowie Kukident Produkte in Mehrfachpackungen, z.B. Gillette Classic Rasiergel im Duo-Pack, 2 x 200 ml 6.70 statt 7.90 Nivea Deodorant Stress Protect, z.B. Stress Protect Deo-Spray, 20x 150 ml 4.45 NEU ** Nivea Duschen Frangipani & Oil und Supreme Touch, z.B. Pflegedusche Frangipani & Oil, 20x 250 ml 3.35 NEU ** Always, Alldays und Tampax in Mehrfach- oder Sonderpackungen, z.B. Always Binden Ultra Normal im Megapack, 44 Stück 6.80 statt 8.50 I am natural cosmetics Lindenblüte & Rhabarber, z.B. Duschgel Lindenblüte & Rhabarber, 20x 200 ml 4.50 NEU *,** Nivea Express Care Hand Fluid, 100 ml 4.45 NEU **

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Diverse Comfortschuhe aus Leder, z.B. Damen Comfortslipper, Gr. 36–41 24.90 Nivea Baby Feuchttücher mit Gadget im 3er-Pack, z.B. Sensitive Tücher, 3 x 63 Stück 12.– statt 15.30 Nivea Baby Waschgel oder Shampoo im Duo-Pack, z.B. Extra mildes Shampoo, 2 x 200 ml 6.20 statt 7.30 Nivea Baby Toddies Refill, 3 x 60 Stück 8.60 statt 12.90 3 für 2 Alle Pampers Windeln (ohne Megapack), z.B. Baby-Dry 3, 56 Stück 16.70 statt 24.95 33% ** Mädchen Shirt mit Jeansgilet, 2-teilig, 100% Baumwolle, 20x Gr. 98–128 25.– NEU *,** Alle Hygo Reinigungsmittel, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.60 günstiger, z.B. WC Maximum Power Gel, 750 ml 3.30 statt 3.90 ** Kuhn Rikon Schnellkochtöpfe, z.B. Duromatic, 5 Liter 90.– statt 180.– 50% **

Asia Snackplatte, 640 g 11.90 statt 14.90 20% Alle Schenkeli, z.B. Mini-Schenkeli, 300 g 2.80 statt 3.50 20% Basler Leckerli, 1,5 kg 12.– statt 15.–

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PUNKTE


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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BIO | 65

Bio-Milchprodukte

Bio-Honig

Bio-Hafer und Bio-Weizen

Alle Tiere haben regelmässigen Auslauf ins Freie und erhalten biologisches Futter. Sowohl bei Pflanzen wie Tieren sind Flugtransporte und Gentechnologie strikt verboten.

Damit ein Schweizer Bio-Honig das Biolabel tragen darf, muss die Bienenweide im Umkreis von drei Kilometern im Wesentlichen aus Pflanzen der biologischen Landwirtschaft oder aus Wildpflanzen bestehen.

Vom Saatgut über den Boden bis zur Düngung und Unkrautbekämpfung – der biologische Landbau ist ein geschlossener Kreislauf im Einklang mit der Natur. Neu gibts auch Schweizer Bio-Haferflöckli.

Bio Schweizer Haferflöckli, 400 g, Fr. 1.95*

Bio Gruyère, mittelreif, per 100 g, Fr. 1.70** statt Fr. 2.15

* in grösseren Filialen erhältlich.

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FOOD | 67

GUT & GÜNSTIG

Randen-Kokossuppe für circa Fr. 7.–

Vorspeise für 4 Personen ■ 1 grosse Zwiebel in Würfel schneiden. 1 EL Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebelwürfel beigeben und 5 Minuten dünsten. 1 TL scharfes Currypulver dazurühren. Circa Fr. 0.30 ■ 500 g gedämpfte Randen in Würfel schneiden. 400 g davon zu den Zwiebeln geben. 3 dl Gemüsebouillon und 4 dl Kokosmilch beigeben. Zum Kochen bringen und 5 Minuten köcheln lassen. Circa Fr. 6.10 ■ Suppe pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Restliche Randenwürfel und Suppe auf 4 Teller verteilen. Auf jeden Teller 1 Esslöffel Joghurt nature geben und mit etwas gehackter Petersilie bestreuen. Circa Fr. 0.60

Randen und Kokosmilch ergeben eine feine Suppe. Joghurt setzt einen kühlen Akzent.

Purer Genuss

Fein und natürlich

Buttrig zart

Eier, Milch, Rahm und Zucker – das sind die Zutaten für eine feine Glace. Dazu kommt je nach Sorte noch Vanille, Schokolade oder feinster Kaffee – fertig ist eine Luxusglace, die komplett auf Zusatzstoffe verzichtet. Sélection Pure Chocolate Santo Domingo, Coffee Blue Mountain, Bourbon Vanille, je 450 ml, Fr. 6.90*

Croissants sollten lauwarm sein und einen an den Frühstückstisch locken. Wer keinen Bäcker in der Nähe hat, kann zu den neuen Sélection Croissants pur beurre greifen. Denn wo «pur beurre» draufsteht, ist auch gute Butter drin: 27 Prozent Butter enthalten die französischen Gipfel. Zum Aufbacken und Dahinschmelzen. Sélection Croissant pur beurre, 2 Stück, Frischback gekühlt, 140 g, Fr. 2.90* * In grösseren Filialen erhältlich.

Schicht um Schicht Feine Frucht, feinsäuerliches Joghurt und ein süsses Topping – wer mag, mischt die drei Schichten zusammen. Puristen tragen das Joghurt schichtweise mit dem Löffel ab und geniessen die Frucht ganz zum Schluss. Sélection Joghurt Safran Vanille Heidelbeeren, 150 g, Fr. 1.40* * In grösseren Filialen erhältlich.

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Süss und saftig

Die Passionsfrucht wirkt von aussen unspektakulär, doch ist sie erst einmal aufgeschnitten, verbreitet sie nicht nur einen betörenden Duft, auch ihr Aroma entführt in exotische Gefilde. Ob pur oder ausgepresst als Saft – eine sonnige Delikatesse in der dunklen Jahreszeit. Passionsfrucht, per Stück, aktueller Tagespreis.


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migros-magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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ValenTinsTag | 69

Rote Rosen für die Liebste

Bald ist Valentinstag. Mit einem wunderschönen Strauss Rosen können Sie Ihre Liebe zum Ausdruck bringen. Bei der Wahl der Farbe sollten Sie jedoch ein paar Regeln beachten.

Frauen mögen Blumen. Wenn sie dann noch vom Liebsten kommen, ist die Freude umso grösser.

Bild: Getty Images

S

chon Hildegard Knef sprach im Lied «Für mich soll’s rote Rosen regnen» vielen Frauen aus dem Herzen. Am 14. Februar haben Männer die Gelegenheit, mit Rosen zu zeigen, wie sehr ihr Herz für ihre Angebetete schlägt. Dabei ist wichtig, ein paar Farbregeln zu beachten, damit das gut gemeinte Geschenk auch mit Freude angenommen wird: Mit roten Rosen liegt man richtig, wenn man seine Frau oder Freundin von Herzen liebt. Wer die Liebste um Verzeihung bitten möchte, schenkt gelbe Rosen. Mit orangen Blüten gestehen Sie: Mein Herz schlägt für dich! Weisse stehen für Unschuld, Treue, Neuanfang, rosarote für die junge Liebe. Fürs erste Date sind also rosa Rosen die

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Wohlfühlfaktoren

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nonFooD | 71

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Für den Hals Das Must-have-Accessoire für Mädchen im kommenden Frühling: Der weiche Viskoseschal mit Sternchendruck liegt angenehm auf der Haut – und macht kleine Girls zu grossen Stars. Der Schal ist bei 30 Grad im Schongang waschbar. Mädchen-Schal, one size, offwhite/koralle, Fr. 10.– * Nur in grösseren Migros-Filialen erhältlich.

Für die Nase Männer, die gut riechen, kommen beim anderen Geschlecht einfach besser an. Der neue Duft Apollo von Axe soll sogar unwiderstehlich machen. Je nach Vorliebe gibt es das Deo als Bodyspray oder Antitranspirant. Weitere Apollo-Neuheiten sind Duschgel, Shampoo, Haargel, After Shave und Eau de Toilette. Axe Apollo, z. B. Deo Aerosol, 150 ml, Fr. 5.50

Für Wonne in der Wanne Gönnen Sie sich eine luxuriöse Auszeit in der Badewanne mit dem Duft aus dem Extrakt der Pflanze «Königin der Nacht»! Die Pflegeformel mit Urea und Babassuöl schützt die Haut und bewahrt sie vor dem Austrocknen. Die Badeperlen enthalten natürliche ätherische Öle und sind ohne Paraffin-, Silikon- und Mineralöle hergestellt. Kneipp Badeperlen Königin der Nacht, 80 g, Fr. 2.20

Susanne Kunz (34) moderiert beim Schweizer Fernsehen SRF und ist aktuell mit ihrem zweiten Kabarettprogramm «Elsbeth! – Eine Tischbombe reitet aus» auf Tournee. Susanne Kunz, wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mit 13 Jahren wünschte ich mir ein Mountainbike. Als Babysitterin im Dorf verdiente ich mir dafür mein erstes Geld. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

Mein Fahrrad, meine Hochzeitsschuhe und den Ehering. Wofür geben Sie gerne viel Geld aus?

Für die Produktion meiner Theaterprojekte, aktuell für mein Bühnenprogramm «Elsbeth! — Eine Tischbombe reitet aus» und die Website www.elsbeth.net. Welches waren Ihre teuersten Ferien?

Das war Thailand in der Hochsaison mit der vierköpfigen Familie: Direktflug und exklusives Hotel direkt am Strand. Welche Sportart oder Kultursparte sollte mit mehr Geld unterstützt werden?

Die Frauenförderung in der Kleinkunst und im Film. Wofür würden Sie die letzten 100 Franken ausgeben?

Für die Gemütlichkeit

Wahrscheinlich für Wasser und Brot.

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Essen selber kochen und das, was übrig bleibt, am nächsten Tag zur Arbeit mitnehmen und aufwärmen. Wer neue Kleider haben will, ohne etwas auszugeben, soll mit Freundinnen eine Tauschbörse veranstalten. Interview: Eugen Baumgartner


SAISONKÜCHE 72 |

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CHRISTOPH ALISPACH

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Gelernt ist gelernt. Nicht nur bei Rindssaftplätzli wird Christoph Alispach zum Meister am Herd. Da kommt selbst «Saisonküche»Köchin Lina Projer ins Staunen.

Kochen mit Mister Rock und Pop

Christoph Alispach liebt einfache Gerichte wie Rindssaftplätzli. Viel Saft haben auch seine SRF-3-Sendungen «Rock Special» und «CH Special» oder sein Sound, den er mit dem Schlagzeug macht.

W

enn es um Fragen zur Rockund Popgeschichte geht, ist SRF-3-Musikredaktor Christoph Alispach (61) ein wandelndes Lexikon. Auch beim Kochen hat er seine Hausklassiker im Griff, während er bei neuen Rezepten zum Kochbuch greift oder sich von der «Saisonküche» inspirieren lässt. Und für einmal ist alles ein wenig vermischt. «Da bin ich mal gespannt, ob euer Rezept mit dem meiner Mutter Hanni mithalten kann», begrüsst er «Saisonküche»-Köchin Lina Projer. Um es vorwegzunehmen, die Rindssaftplätzli der «Saisonküche» können mithalten, sind aber irgendwie doch ein Zacken anders, befindet Christoph Alispach nach längerem und konzentriertem Degustieren. Seit der Geburt von DRS 3, dem heutigen SRF 3, ist Christoph Alispach beim Schweizer Radio mit dabei. «Ich war zur rechten Zeit am richtigen Ort», sagt er zu seiner Radiokarriere, die 1978 begann und ihren ersten Höhepunkt fünf Jahre

später fand. «Am 1. November 1983 gingen wir um Mitternacht mit DRS 3 und dem Geschrei eines neu geborenen Kindes auf Sendung. Am Mikrofon war François Mürner, der durch die Nacht moderierte», sagt Alispach.

Von der ersten Stunde an im Hintergrund mit dabei Zum Team gehörten so bekannte Namen wie Jasmin Kienast und Christoph Schwegler, dessen Stimme einem bis heute immer wieder begegnet. Ob nun im Radio oder als sprechendes Telefonbuch 1811. Und Christoph Alispach? Der arbeitete von Beginn an im Hintergrund, entwarf Sendungen und entwickelte sich im Lauf der Jahre zum Rock-und-PopProfessor des Schweizer Radios. Dass neben der Kocherei Schlagzeugspielen seine Passion ist, passt zu einem Mann, der ungern im Vordergrund steht. Als Musikredaktor durfte Christoph Alispach den Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr persönlich kennenlernen

NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | MIGROS-MAGAZIN |


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SAISONKÜCHE

ChrisToPh alisPaCh | 73

Aufgetischt ■ Was haben Sie auf Vorrat? Milch, Ovomaltine, Eier, Käse, Pasta. ■ Wie oft kochen Sie pro Woche? Vier- bis fünfmal die Woche. ■ Kochen ist für Sie … … Entspannung. ■ Was würden Sie nie essen? Zmittag. ■ Mit wem würden Sie gern mal essen gehen? Mit dem amerikanischen Regisseur Quentin Tarantino. ! Zwiebeln, Knoblauch, Kohl, Karotten, Kartoffeln, Speckwürfel und Rindfleisch, viel mehr benötigt der Schweizer Klassiker nicht. ! Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden und im Bräter schichten. ! Stillleben mit Rindssaftplätzli und Bräter.


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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

und mit ihm über Musik, Fish & Chips, kurz, über das Leben plaudern. Ganz anders entwickelte sich für ihn ein Interview mit Mick Jagger, das von Zeitdruck geprägt war. «Bevor ich mich versah und eine speziellere Frage stellen konnte, war die Zeit für unser Gespräch herum. Ich glaube, es waren die kürzesten zehn Minuten in meinem Leben», sagt Alispach. Nach 35 Jahren intensiven Radiomachens freut sich Christoph Alispach auf eine ruhi ruhigere gere Zeit. «Ich werde mein Arbeitspensum etwas runterfahren, mich mehr dem Schlagzeugspielen widmen und mich an neue Kochrezepte wagen.» Für den Augen Augenblick blick sind es aber die vertrauten Düfte von Lorbeer und Zwiebel, die den Musikredaktor in die Küche locken. Und bevor das Gespräch weitergeht, hat Alispach den ersten Bissen Fleisch im Mund, lobt die Köchin, schlemmt weiter und erzählt von seinen liebsten Beizen in Basel. Anzutreffen ist er in der «Albanbrücke», im «Da Francesca» oder im «Stadtkeller», wo es ihm die geschnetzelte Kalbsleber angetan hat.

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CHRISTOPH ALISPACH | 75

Rindssaftplätzli

Einmal am Mikrofon wie John Peel Ob es ihn denn nicht reize, selbst einmal am Mikrofon zu sitzen, will Lina Projer wissen. «Warum nicht einmal so richtig loslegen und das Programm auf den Kopf stellen wie einst der legendäre Moderator im englischen BBC-Radio, John Peel! Bei ihm konnten die Verantwortlichen wie die Zuhörenden nie sicher sein, was sie erwartet. So was könnte mich durchaus reizen, zumindest zu Hause im stillen Kämmerlein», sagts und nimmt sich, noch immer die Köchin lobend, eine zweite Portion Saftplätzli. Wann er denn auf Musik verzichten kann, will Lina Projer zum Abschied wissen. «Im ÖV und beim Einkauf», sagt Chistoph Alispach. Text: Martin Jenni Bilder: Stefan Bohrer

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ZUTATEN

600 g Zwiebeln 1 Knoblauchzehe 200 g Kabis 2 Karotten 1 kleine mehligkochende Kartoffel 60 g Speckwürfeli 1 EL Tomatenpüree 800 g Rindssaftplätzli Salz, Pfeffer 3,3 dl Bier, z. B. Amber-Bier 4 dl Rindsfond oder -bouillon 1 Lorbeerblatt 3 Gewürznelken 2 Zweige Rosmarin

ZUBEREITUNG 1. Zwiebeln in feine Ringe, Knoblauch in Scheiben schneiden. Kabis und Karotten in mundgerechte Stücke schneiden. Kartoffel an der Bircherraffel fein reiben. 2. Speck in einem Bräter knusprig braten. Tomatenpüree dazugeben und kurz mitbraten. Saftplätzli mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, Kabis und geriebener Kartoffel abwechslungsweise in den Bräter schichten. Bier und Fond darübergiessen. Lorbeerblatt, Gewürznelken und Rosmarin dazugeben. Saftplätzli zugedeckt circa 90 Minuten schmoren. 3. Sauce in eine Pfanne abgiessen. Aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Heiss über die Saftplätzli giessen. Dazu Risotto oder Teigwaren servieren. TIPP Saftplätzli mit alkoholfreiem Bier zubereiten.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

MIGROS LUZERN | 77

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2013: Das Glücksjahr im MParc Ebikon Der MParc Ebikon kürt im 2013 die 13 zur Glückszahl. Jeweils am 13. des Monats werden Kunden mit einem speziellen Angebot überrascht.

Im MParc Ebikon schlägts 13: Urs Peter, Centerleiter MParc Ebikon: «Am 13. Februar startet die Sammelaktion mit Treuekarte.»

D

er dreizehnte Tag eines Monats gilt in unserer westlichen Kultur als Unglückstag. Besonders wenn er auf einen Freitag fällt, steht für Abergläubische das Glück auf wackligen Beinen. Der MParc Ebikon kehrt den Spiess im Jahr 2013 um. Kunden sollen jeweils am 13. des Monats beim Einkauf von attraktiven Angeboten profitieren. Urs Peter, Centerleiter MParc Ebikon, erklärt: «Die 13 soll unseren Kundinnen und Kunden beim Einkauf Glück bringen.

Wir überraschen sie monatlich mit besonderen Rabatten und Aktionen sowie kostenlosen Dienstleistungen.»

Sammelaktion belohnt treue Kunden Treue Kundinnen und fleissige Einkäufer werden belohnt: Wer vom 13. Februar bis zum 13.September 13 Mal für mindestens 100 Franken einkauft, der erhält einen einmaligen Einkaufsrabatt von 13 Prozent. Pro 100-Franken-Einkauf gibt

es einen Stempel auf die Treuekarte, die an den Kassen erhältlich ist. Geburtstagskinder, die jeweils am 13. des Monats feiern, erhalten vom MParc Ebikon eine kleine Aufmerksamkeit. Ihnen wird beim Kundendienst ein Geschenk abgegeben. Text und Bild: Antonia Mennel

Über die weiteren 13er-Aktionen wird jeweils vor Ort im MParc Ebikon oder auf www.mparc-ebikon.ch aufmerksam gemacht.


ihre region 78 |

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migros luzern

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Nr. 7, 11. Februar 2013 | migros-magazin |

Nie mehr den Faden verlieren

«Inestäche, umeschla, durezieh und abela» – Einen warmen Pulli stricken oder ein heisses Negligé nähen: In den Kreativ-Kursen der Klubschule Migros Luzern werden aus Ideen Unikate.

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aum ein Hobby verbindet kreative und handwerkliche Elemente schöner miteinander, als das Stricken, Nähen und Filzen. Die Klubschule Migros Luzern bietet dazu die passenden Kurse an. Diese eignen sich sowohl für interessierte Anfänger als auch für passionierte Kreative. Ob eine pfiffige Jacke nähen oder eine Hose fachgerecht abändern: Schöne Dinge selber machen liegt im Trend.

Vom Wunschdesign zum Traummodell Filzen lernen ist ganz einfach. Dementsprechend schnell zeigen sich im Filz-Kurs der Klubschule die ersten Erfolge in Form von fantasievollem Schmuck und Dekorationsgegenständen. Auch im Kurs Nähen lassen die Eigenkrea-

tionen nicht lange auf sich warten. Auf modernen Overlockmaschinen werden aus Schnittmustern Umhängetaschen und aus Manchesterstoffen Latzhosen. Fragen zu Material, Stoffbedarf und Verarbeitungstechniken werden dabei kompetent beantwortet. Und wer das Besondere sucht, wird im DessousWorkshop fündig. Tiefe Einblicke in feine Stoffe und Spitze ermöglichen das Schneidern von überraschenden Ergebnissen. Text: Jacqueline Achermann

Die Kreativ-Kurse finden regelmässig in den Klubschulen Luzern, Zug und Sursee statt. Mehr Infos unter www.klubschule.ch, Stichwort: Kultur & Kreativität.

Informationen Der Lehrgang M-art Mode mit Diploma eCTS bietet eine Weiterbildung in Textilgestaltung und ermöglicht den anschluss an eine gestalterische Fachhochschule. Beratung dazu unter www.klubschule.ch oder Luzern: Tel. 041 418 66 66, Zug


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ihre region

Migros-Magazin | Nr. 7, 11. Februar 2013 |

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Migros luzern | 79

Grüne Vitaminspritzen

Lauch ist ein nährstoffreiches Wintergemüse, das die Migros Luzern unter anderem von regionalen Produzenten, wie zum Beispiel von Dave Bigler aus Inwil, bezieht.

Eine Maschine fährt den Lauch aus dem Boden und reinigt ihn grob. Die Stängel werden anschliessend von Hand in die Gitterboxen eingeordnet. Der Lauch, den wir heute ernten, wurde Ende Juni angepflanzt. Die Winterernte beginnt im Dezember. Kann im Winter jeden Tag geerntet werden?

Dave Bigler baut AdR-Lauch für die Migros Luzern an.

Mit eigenen Händen Neues schaffen: In den KreativKursen der Klubschule Migros Luzern werden neue Grundlagen erlernt und alte Techniken aufgefrischt.

K

ohl, Karotten, Lauch und Co. sind vitaminund mineralstoffreich und können vielseitig in der Küche verwendet werden. Gute Gründe, in der Winterzeit frisches, heimisches Saisongemüse zu servieren, wie auch ein Besuch bei Dave Bigler, «Aus der Region. Für die Region.»-Lauchproduzent aus Inwil zeigt.

Damit der Lauch möglichst frisch in die Läden kommt, ernten wir fortlaufend. Pro Gitterbox werden etwa 100 Kilogramm verkaufsfertiger Lauch eingefahren. Doch sind wir bei der Ernte stark vom Wetter abhängig. Ist der Boden gefroren, können wir keinen Lauch ausfahren. Wir verfolgen das Wetter immer sehr genau. So können wir einschätzen, wann wir wie viel ernten können, um bei längeren Frostzeiten genügend an Lager zu haben. Wie lange kann Lauch gelagert werden?

An einem kühlen, feuchten Ort lässt er sich bis zu vier

Wochen lagern.

Gemüsetasche

Auch im Sommer wird Lauch produziert. Was ist der Unterschied?

Vom 12.–18. Februar in allen Migros Filialen: Wintergemüse wie grüner Lauch, Karotten, Zwiebeln, Weisskabis oder Knollensellerie zum selber abfüllen (4-kg-Sack, Fr. 6.90).

Der Winterlauch wächst langsamer und die Blätter sind im Vergleich zum Sommerlauch richtig dunkelgrün. Der Geschmack ist daher intensiver und schärfer. Unsere Grosseltern wussten um die Nährstoffe von Wintergemüse. Wie essen Sie Lauch am liebsten?

Lauch schmeckt nicht nur warm sondern auch wunderbar in einem Salat. Etwas Kabis und Karotten raffeln, den Lauch fein schneiden und dazugeben. Besonders die grünen Blätter sind sehr aromatisch und vitaminreich, werden aber von vielen Personen nicht verwendet. Interview und Bild: Antonia Mennel

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS LUZERN, 6031 Ebikon, Tel. 041 455 70 38, E-Mail: genossenschaftsregister@migrosluzern.ch

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

Bei Verdacht wird überwacht

Das Bundesgericht hat die heimliche Kontrolle von Angestellten beim privaten Surfen verboten. Ein Freipass für hemmungslose Privatexkursionen ins Internet?

D

Bilder: Getty Images, Reto E. Wild

as Bundesgericht hat entschieden: Arbeitgeber dürfen ihre Angestellten und deren Surfgewohnheiten nicht heimlich ausspionieren. Tut der Arbeitgeber es dennoch, verstösst er gegen das Datenschutzgesetz. Darf man ab sofort also ungehemmt im Büro private Mails schreiben, Ferien im Internet buchen oder die Sportnews lesen? «Definitiv nicht!», sagt Stefan Keller (44), Präsident des Kaufmännischen Verbands Ost in St. Gallen. Das Gerichtsurteil untersage nur die heimliche Überwachung, gebe aber in keiner Weise einen Freipass für private Aktivitäten am Arbeitsplatz. Es gilt nach wie vor der Arbeitsvertrag, in dem sich der Arbeitnehmer zu einer Leistung verpflichtet. Doch wie kann der Chef Abschweifungen in Privates verhindern, wenn er nicht überwachen darf und ja auch die Computer der Angestellten nicht zwischen Privatem und Beruflichem unterscheiden? Ganz sind dem Arbeitgeber die Hände nicht gebunden: Das Überwachungsverbot gilt nämlich nicht mehr, wenn die Kontrolle angekündigt wird. Stefan Keller erklärt einen möglichen Ablauf: «Hat der Arbeitgeber einen Ver-

Der Chef surft mit: Die Überwachung der Angestellten ist erlaubt, wenn sie angekündigt wurde.

dacht, sollte er den Angestellten darauf ansprechen. Nützt das nichts, kann er ihm eine schriftliche Weisung vorlegen, die ihn informiert, dass er fortan kontrolliert wird, auch elektronisch.» Egal, ob der Angestellte damit einverstanden ist: Ab diesem Moment ist die Überwachung erlaubt. Bei weiteren Verstössen hat der Arbeitgeber nun das Recht, eine Kündigung auszusprechen. Fazit: Offenheit, Transparenz und Respekt auf beiden Seiten bleiben auch weiterhin die besten Garanten für ein gutes Arbeitsklima.

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IT’S A WILD WORLD

Menschenleere Traumstrände in Usedom

Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild Jahr für Jahr besuchen mehr Schweizer die Ostseeinsel Usedom. Im Winter aber bleiben die Einheimischen weitgehend unter sich: die beste Zeit für Spaziergänge dem menschenleeren Strand entlang!

Text: Andrea Fischer Schulthess

www.migrosmagazin.ch

STIMMEN SIE AB Wie weit darf Ihr Chef bei der Kontrolle Ihrer Internetaktivitäten gehen? Und was sagt der Bund zur Privatsphäre am Arbeitsplatz?

■ Usedom hat einen 42 Kilometer lan-

gen und 60 Meter breiten Traumsandstrand und die längste Strandpromenade Europas. Lohnenswert ist ein Besuch der kaiserlichen Bäderarchitektur in Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin: Häuser mit Türmchen, Säulen und Loggien, wie etwa die Villa Oppenheim in Heringsdorf, die von den Nazis enteignet wurde und zu DDR-Zeiten StasiChef Erich Mielke als Gästehaus diente. ■ Für den Winter eignet sich das Ostseebad Heringsdorf als Aufenthaltsort, weil es grösser ist als die Nachbarbäder, die dann wie ausgestorben wirken. Drei Adressen: das Restaurant Stellwerk beim Bahnhof (das Essen wird nicht vom Kellner, sondern vom ModelleisenbahnGüterzug serviert) oder das Usedomer Brauhaus am Platz des Friedens (währschafte Küche und vier Sorten Usedomer Inselbier), zum Übernachten das Travel Charme Strandidyll (4½ Sterne, 143 Zimmer, ab 130 Euro pro Zimmer mit Frühstück und Wellnessbereich). ■ Gut zu wissen: Ab 11. Mai bis 5. Oktober 2013 fliegt Helvetic Airways samstags ab Bern und Zürich nach Usedom (Air Berlin ab Zürich via Düsseldorf). Im Winter muss man via Berlin reisen. 2012 zählte Usedom mehr als 1900 Sonnenstunden. Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 1482 Stunden.


Mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnten die Tourismusverantwortliche Sandra Stadelmann und der Wirt Yves Mercier einen neuen Barfussweg im Jura realisieren. Der abwechslungsreiche Parcours belebt nicht nur alle Sinne, sondern stärkt auch den sanften Tourismus, der wichtige Einkünfte in die Randregion bringt. Mit einer Spende an die Schweizer Berghilfe können auch Sie helfen, die Zukunft der Menschen in den Berggebieten zu sichern. www.berghilfe.ch, Spenden-Postkonto 80-32443-2

Das Engagement unseres Medienpartners macht dieses Inserat möglich.

Berghilfe-Projekt Nr.8960: Neuer Barfussweg sorgt für mehr Touristen.


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LeBeN

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 7, 11. Februar 2013 |

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5 FRAGeN

Der Kluge hütet sich im Zuge

Zugreisende sind begehrte Ziele für Trickdiebe: Mindestens 9000 Mal haben diese im letzten Jahr zugeschlagen, wie man dem Sicherheitsrapport der Bundesbahnen entnehmen kann. Dabei gehen sie immer dreister vor. SBB-Sprecher Christian Ginsig gibt Tipps, wie man sich am besten schützt. Christian Ginsig (40) ist Konzernmediensprecher bei den SBB.

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4

Christian Ginsig, in Zügen wurde im letzten Jahr sehr viel mehr gestohlen als früher.

Ja — wie im gesamten öffentlichen Raum. Gestohlen werden meist Wertsachen und Bargeld, aber auch wertvolle Gepäckstücke und teure Mobiltelefone. Fahrgästen, die nach einer anstrengenden Partynacht im Tiefschlaf lagen, wurden gar schon die Hosentaschen aufgeschnitten, um an Handys oder Portemonnaies zu kommen. Oft wird das Gedränge in vollen Zügen, besonders beim Ein- und Aussteigen, genutzt, um Personen anzurempeln: Taschendiebe sind meist in Gruppen organisiert.

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Sind denn die Fahrgäste nachlässiger geworden?

Die Diebesbanden arbeiten mit raffinierten Tricks, und wer seine Handtasche nicht geschlossen hat oder nicht auf sich trägt, riskiert, dass sie nach einem Stolpertrick oder einer Ablenkung schnell weg ist. Taschendiebe kleiden sich übrigens oft ganz normal oder sogar sehr gepflegt, um möglichst nicht aufzufallen. Und Diebstähle können in dicht

Auch die Tätlichkeiten gegen Zugbegleiter und Reisende haben stark zugenommen – ist Zugfahren gefährlich geworden?

besetzten Zügen genauso vorkommen wie in fast leeren Früh- und Spätzügen.

Nein, nicht gefährlicher als jeder Aufenthalt im übrigen öffentlichen Raum. Im Gegenteil, nebst dem Schutz durch die Transportpolizei bieten die SBB auch präventive Sicherheitsmassnahmen: An Bahnhöfen und in Zügen patrouillieren sogenannte Bahnhofpaten oder Sicherheitspersonal, ausserdem sind viele Bahnhöfe und Züge mit Überwachungskameras ausgerüstet. Und: Schulklassen erhalten auf Anmeldung hin Infos zum Thema Sicherheit und Vandalismus.

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5

Taschen, Handys, Portemonnaies: 9000 Diebstähle verzeichneten die SBB 2012 in ihren Zügen. Das sind 1500 mehr als im Vorjahr.

Wie soll man sich nach einem Diebstahl verhalten?

Am besten meldet man sich unverzüglich beim Zugpersonal: Dieses kann sofort eine Durchsage machen, um die anderen Passagiere zu warnen, und bei Bedarf die Transportpolizei zum nächsten Bahnhof beordern. In Regionalzügen ohne Zugpersonal ist zudem die Nummer der Transportpolizei an jeder Scheibe aufgeklebt.

Wie fährt man denn am sichersten Zug?

Wenn man sich alleine nicht sicher fühlt, setzt man sich am besten in die Nähe von Mitreisenden. Ereignet sich ein Vorfall, sind in neuen Regionalzügen auch Alarmknöpfe installiert, dank denen man sofort mit der Einsatzzentrale der SBB-Transportpolizei verbunden ist. Alternativ kann man 0800 117 117 anrufen oder sich an das Zugpersonal wenden. Interview: Claudia Weiss

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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MIGROS-BANK-RATGEBER

«Cash ist Kaiser»

Daten SNB

Daniel Lang, Leiter Produktmanagement bei der Migros Bank

Alle meine Ersparnisse halte ich in Bargeld. Einen Teil möchte ich in Aktien anlegen, habe aber den Einstieg verpasst. Kann ich trotz der gestiegenen Kurse noch immer kaufen?

nur noch 640 Franken — ein Verlust von 36 Prozent. Viele Leute unterschätzen diesen Vermögensschwund, weil er schleichend erfolgt.

Sie befinden sich in guter Gesellschaft: Die Schweizer horten so viel Bargeld wie noch nie. «Cash ist König», das war früher einmal. Heute lautet die Devise der Anleger «Cash ist Kaiser». Seit Ausbruch der Finanzkrise haben die privaten Haushalte ihren Bestand an Bargeld und Spareinlagen um 150 Milliarden (!) Franken erhöht. Mittlerweile summiert sich ihr Cash-Vorrat auf über 600 Milliarden Franken, das ist mehr als das Bruttoinlandprodukt unseres Landes. Somit halten die Haushalte im Schnitt nun 55 Prozent ihres Anlagevermögens in Form von Barem und Sparkonten. Dagegen ist der Anteil der Aktien auf unter 20 Prozent gesunken (siehe Grafik). Auf kurze Frist bietet Cash zwei gewichtige Vorteile: Sicherheit und Flexibilität. Doch längerfristig verliert Bargeld laufend an Wert. Seit dem Jahr 1900 betrug die Inflationsrate in der Schweiz durchschnittlich 2,3 Prozent. Bei einer solchen Teuerung schmilzt die Kaufkraft von 1000 Franken innert 20 Jahren auf

Die rekordtiefen Zinsen erschweren es, auf dem Ersparten einen ansprechenden Ertrag zu erzielen. An Attraktivität gewonnen haben dafür die Aktien, dank einer Dividendenrendite von über drei Prozent. Im letzten Sommer wäre der Zeitpunkt für den Einstieg günstig gewesen. Der damals erschienene Migros-Bank-Ratgeber über Aktien trug den Titel «Totgesagte leben länger». Und tatsächlich, seither hat die Schweizer Börse 20 Prozent zugelegt. Wenn Sie diesen Moment zum Kaufen jedoch verpasst haben? Sie könnten nun weiter zuwarten, in der Hoffnung, dass die Kurse demnächst wieder sinken. Das Problem dabei: Den idealen Moment zum Kaufen kann niemand voraussehen. Deshalb rate ich zu einem anderen Vorgehen, dem gestaffelten Einstieg. Statt alles auf einmal zu kaufen, investieren Sie in regelmässigen Abständen jeweils einen kleineren Betrag. Steigen die Kurse, so profitieren Sie unmittelbar; sinken sie, dann können Sie günstiger dazukaufen. Im nächsten

Nur wenige Anleger haben die günstigen Kurse genutzt

Monokultur bei der Kapitalanlage Bargeld und Spareinlagen Aktien

Anlagefonds Anleihen Strukturierte Produkte 0%

10%

20%

30%

40%

50%

So teilen die Schweizer Haushalte ihr frei verfügbares Anlagevermögen von 1140 Milliarden Franken auf. Darin nicht berücksichtigt sind Vermögen in Immobilien, in Pensionskassen und Versicherungen.

Migros-Bank-Ratgeber in 14 Tagen werde ich diese Strategie genauer vorstellen. Das verblüffende Resultat sei hier schon erwähnt: Über die letzten fünf Jahre schaute mit Schweizer Aktien anstelle eines Verlusts von 5 Prozent ein Gewinn von 18 Prozent heraus — und dies erst noch bei einem geringeren Risiko. Planen Sie, Ihren Cashvorrat zu investieren? Diskutieren Sie mit unter: www.facebook.com/migrosbank

SCHWEIZ IN LISTEN

Die besten «Nati»-Knipser aller Zeiten

Illustration: Anna Haas

Unter den zehn treffsichersten Fussballern der Nationalmannschaft belegen sie die Podestplätze: Alex Frei, Kubilay Türkyilmaz und «Xam» Abegglen. Name 1. Alexander Frei 2. Kubilay Türkyilmaz 3. Max «Xam» Abegglen 4. André Abegglen 5. Jacques Fatton 6. Adrian Knup 7. Josef «Seppe» Hügi 8. Charles Antenen 9. Lauro Amadò 10. Stéphane Chapuisat

Tore 42 34 32 30 29 26 23 22 21 21

Zeitraum 2001–2011 1988–2001 1922–1937 1927–1943 1946–1955 1989–1996 1951–1961 1948–1962 1935–1948 1989–2004

Quelle: «Die Schweiz in Listen – 2000 Antworten auf das Phänomen Schweiz», Hannes Bertschi, Faro im Fona Verlag, 2012; www.fona.ch


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Am Samstag 23.Februar

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | Nr. 7, 11. Februar 2013 |

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NEUES VOM ZOO-DOKTOR

MEIN GARTEN

Jarva übersteht hohes Fieber

Dem Frühling entgegen schreiben Gartenexpertin Haia Müller hat die Hacke gegen den Schreibstift eingetauscht.

Die junge Pfauenziege Jarva im Zoo Basel hat Mühe beim Atmen. Dank frühzeitiger Behandlung kann Zoo-Tierarzt Stefan Hoby Schlimmeres verhindern.

Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (37) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.

Jarva wird geröntgt: Mit dem mobilen Röntgengerät kann Stefan Hoby die Pfauenziege gleich vor dem Stall durchleuchten. Das reduziert den Stress für das Tier.

«

Bilder: Zoo Basel

Ein abendlicher Anruf aus dem Kinderzoo verheisst nichts Gutes: Dem erfahrenen Tierpfleger Max Huber ist aufgefallen, dass die gewöhnlich verspielte junge Pfauenziege Jarva (einjährig) teilnahmslos hinter der Herde in den Stall trottet, das Fell sträubt und keinen Appetit zeigt. Pfauenziegen gehören zu einer von mehreren ursprünglich in der Schweiz gezüchteten Ziegenarten. Ursprünglich im Kanton Graubünden beheimatet, ist diese stattlich gebaute und temperamentvolle Gebirgsziege heute über die ganze Schweiz verbreitet. Ich untersuche die Ziege von Kopf bis Fuss und stelle fest, dass sie mit 41,7 Grad Celsius Körpertemperatur Fieber sowie Mühe beim Atmen hat. Mit dem Stethoskop kann ich im Bereich der Brustwand raue Atemgeräusche hören. Vermutlich handelt es sich um einen Infekt der Atemwege. Um die frühzeitige Benachrichtigung durch den Tierpfleger bin ich sehr froh, so kann ich frühzeitig eine Therapie einleiten. Erfreulicherweise geht es Jarva bereits am nächsten Tag besser, der Appetit kehrt zurück.

Allerdings bleiben die Atemgeräusche auch nach mehreren Behandlungstagen vor allem auf einer Brustseite deutlich verstärkt. Wir entscheiden uns deshalb, die Lunge zu röntgen, um eine ernsthaftere Erkrankung auszuschliessen. Dank unserer neuen mobilen Röntgenausrüstung können wir dies nun vor dem Stall am stehenden Tier erledigen. Damit reduziert sich der Stress für Patientin Jarva auf ein Minimum. Glücklicherweise zeigen die Röntgenbilder keine gravierende Erkrankung der Atemwege, Jarva erholt sich ohne weitere Komplikationen. Trotz ihres jugendlichen Alters hat die Pfauenziege bereits viel erlebt. Ihre Mutter Allegra musste aufgrund von Geburtskomplikationen eingeschläfert werden. Der Zufall wollte es, dass Ziegenmutter Amira fast gleichzeitig ihre beiden Jungtiere verlor. Dank intensiver Betreuung gelang es den Tierpflegern, Jarva der Ammenmutter Amira unterzujubeln. Und nun steht Jarva eine rosige Zukunft offen: Nächstes Jahr soll auch sie erstmals für Nachwuchs sorgen.

»

Zu Weihnachten habe ich ein GartenTagebuch geschenkt bekommen. Für jeden Tag zeigt es eine Doppelseite mit einem wunderschönen Blumen- oder Gartenbild und einem passenden Ratgebertext. Dazu ein paar leere Zeilen für persönliche Notizen. Nun, jetzt im Winter, tue ich mich schwer, passende Einträge zu verfassen. Der Garten liegt brach und sieht, wenn nicht gerade Schnee liegt, trostlos aus. Ein paar Beobachtungen habe ich aber bereits festgehalten. Am Neujahrstag notierte ich, dass in meinem Garten ein Löwenzahn blüht. Drei Tage später zeigten sich an den Magnolienzweigen, die ich von einem Haufen Schnittgut mitlaufen liess und einstellte, drei Blüten.

Ich sammle Beweise für den Beginn des Frühlings Nach mehreren Versuchen ist es mir zum ersten Mal gelungen, die Zweige zum Blühen zu bringen. Weiter hielt ich fest, dass sich am 31.Januar die ersten Schneeglöcklein zeigten. Und zwei Tage später entdeckte ich die ersten weisssilbrigen Kätzchen an einer Weide. Eines der Bilder, das einen Keller voller Töpfe zeigte, erinnerte mich, dass ich meine Agapanthus im Winterquartier wieder mal giessen sollte. Nachdem ich zuerst nicht so recht wusste, was ich mit dem Gartenkalender soll, inspiriert er mich nun zu Naturbeobachtungen. Ich spähe täglich aus, ob sich etwas findet, das sich festzuhalten lohnt. Schliesslich möchte ich künftig vergleichen und einwandfrei belegt behaupten können: Letztes Jahr zeigte sich der Frühling eine Woche früher (oder später?).


leben 90 |

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NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | Migros-Magazin |

Die Schicksalsmauer

Mit Schneeschuhen unterwegs im Walliser Val d’Hérémence, wo die Staumauer Grande Dixence steht. Das gigantische Betonmonument spielt eine wichtige Rolle in Urs Augstburgers Bergromanen «Graatzug» und «Wässerwasser».

E

s ist noch nicht lange her, da wohnten in diesen Ställen Königinnen. Und zwar solche der kampflustigen Art. Die Alp Noveli, zuhinterst im Val d’Hérémence, auf gut 2000 Metern, ist eine typische Walliser Alp: Die Wohnhütte, die Käserei und die Stallungen bilden einen Halbkreis um den Hauptplatz der Alp. Der Schnee auf den Holzdächern funkelt im Sonnenlicht, während unten im Tal noch alles im Schatten liegt. Ruhe herrscht hier. Kein Vergleich wohl zum Glockengeläut von vergange-

nen Sommern, als die Alp mit den berühmten, aus dem Wallis stammenden Eringer Kühen beweidet wurde. Bergführer Raphaël (51) erzählt uns, wie diese Kuhrasse jeweils am ersten Tag auf der Alp die Königin und die Hierarchie in der Herde bestimmt.

die Königin bekommt den besten Platz auf der Weide Eher klein, aber bullig und muskelbepackt stehen sie einander dann gegenüber, wirbeln mit den Vorderbeinen

Staub auf, senken ihre Köpfe mit den kräftigen Hörnern, und dann wird Stirn an Stirn gekämpft. Die stärkste Kuh ist für die Saison die Königin und bekommt den besten Platz auf der Weide. Irgendwie überrascht uns diese Eigenart der Walliser Kühe nicht speziell. So in etwa, stellen wir uns vor, wird man hier auch Dorfkönig oder Gemeindepräsident. Ein fieses Klischee? Das sei uns verziehen — immerhin werden wir von den Wallisern dafür als Üsserschwiizer (Ausserschweizer) bezeichnet.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

Von Pralong, einem kleinen Weiler unten im Tal, sind wir vor knapp eineinhalb Stunden mit unseren Schneeschuhen losgestapft — durch den Wald hinauf in die Sonne. Die Alp Noveli liegt bereits unter uns, die Baumgrenze haben wir auch hinter uns gelassen und laufen nun

im Zickzack einen steilen Hang nach oben. Unser Ziel ist es, so hoch aufzusteigen, dass wir den Seespiegel des Lac de Dix sehen können. In den Büchern des Schweizer Schriftstellers Urs Augstburger heisst dieser «Ploner Stausee» und bildet die Kulisse für

SCHAUPLATZ Viele Schweizer Orte und Regionen haben berühmten Filmen, Büchern oder Musikstücken einen Hintergrund, eine Heimat gegeben. Einige dieser Schauplätze stellt das Migros-Magazin im Lauf dieses Jahres vor. DIESEN MONAT:

Bücher: Graatzug / Wässerwasser Genre: Roman Autor: Urs Augstburger Erscheinungsjahr: 2007 / 2009 Verlag: dtv

eine schauerliche Berg- und Familiensaga, die sich über knapp 100 Jahre bis ins Jahr 2041 zieht. In «Graatzug» beschreibt Augstburger etwa sehr anschaulich die Arbeitsbedingungen beim Bau der Staumauer Grande Dixence und der zuführenden Stollen: «In den Berg fahren sie uns … ins Verderben. Zum Wohl der Allgemeinheit … Keiner wartet, bis die Wasserfontänen den Staub der Sprengungen zähmen … Es ist der Berg, der in uns eindringt, nicht umgekehrt. Der Staub zerfrisst uns. Du kennst sie nicht, diese Luft, Mutter! Dick und zähflüssig ist sie. Wir atmen sie ein und schwitzen sie schwarz wieder aus.»

Wie eine Hundehütte duckt sich das Hotel unter der Mauer Auch wir kommen langsam ins Schwitzen. Knapp 1000 Höhenmeter haben wir zurückgelegt — und jetzt, auf 2600 Metern, blicken wir tatsächlich auf die gefrorene und schneebedeckte Wasser-

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Neben den Bergen wirkt die eigentlich gigantisch grosse Staumauer Grande Dixence erstaunlich klein.


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1. Tag: Schweiz–Hyères. Hinreise via Genf und Valence nach Hyères. 2. Tag: Fak. Genuss-Wanderung Halbinsel Giens.* Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der kleine Hafen La Madrague. Von dort aus wandern wir gemütlich quer über die Halbinsel Giens bis zum gleichnamigen Dorf (Wanderzeit: ca. 3 Std.). Die frühere Insel Giens ist durch zwei jeweils 4 km lange Sandstreifen mit dem Festland verbunden. Nachmittags individueller Besuch des hübschen Städtchen Hyères. 3. Tag: Cassis–Marseille. Fahrt nach Cassis, dem malerischen Fischerhafen, der von der höchsten Steilküste des Landes und den traumhaften Felsenbuchten der Calanques eingerahmt wird. Am Nachmittag erreichen wir Marseille, die älteste Stadt Frankreichs und eine der bedeutendsten Hafenstädte Europas. Stadtrundfahrt vom alten Hafen, wo sich die noblen Yachten an den Stegen drängeln, bis zur Basilika NotreDame de la Garde. 4. Tag: Fak. Genuss-Wanderung Porquerolles.* Bootsfahrt zur kleinen Insel Porquerolles. Sie bezaubert durch ihr türkisblaues Meer, schattige Pinienwälder, steile Felsklippen und herrlichen Sandbuchten. Wir entdecken diese naturgeschützte Insel auf einer Rundwanderung (Wanderzeit: ca. 3 Std.). 5. Tag: Grand Canyon du Verdon. Fahrt entlang des Grand Canyon du Verdon, dem grössten Canyon Europas. Ohne Zweifel gehört er zu den beeindruckendsten Landschaftsszenarien im Süden Frankreichs. Die Schönheit der Schlucht mit ihrer üppigen Vegetation und den umliegenden Bergdörfern, entdecken wir bei unserer Panoramafahrt. 6. Tag: St. Tropez und Port Grimaud. Auf einem ganztägigen Ausflug besichtigen wir das ursprüngliche Fischerdorf St. Tropez. Heute ist der Ort Treffpunkt von Künstlern und Prominenz. Anschliessend treffen wir in Port Grimaud, dem «Klein-Venedig» Südfrankreichs ein. Gemächliche Bootsfahrt durch die Kanäle. 7. Tag: Hyères–Schweiz. Rückfahrt in die Schweiz zu den Einsteigeorten. Gültig bei beiden Reisen * Mindestteilnehmerzahl bei Wanderungen erforderlich! Das Wanderpaket mit zwei Ausflügen ist im Voraus buchbar. Sie sparen min. 10 %. Einzelbuchungen der Wanderungen vor Ort möglich.

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leben

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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outdoor | 93

Hüpfend, manchmal rutschend gehts durch den weichen Schnee. fläche des Lac de Dix mit der Staumauer davor. Die im Jahr 1961 fertiggestellte Talsperre weist eindrückliche Masse auf: Mit ihren 285 Metern ist sie die höchste Gewichtsstaumauer der Welt, an ihrer Sohle ist sie 200 Meter breit, gut sechs Millionen Kubikmeter Beton wurden verbaut. Mit dieser Menge könnte entlang des Äquators eine 1,5 Meter hohe und 15 Zentimeter breite Mauer rund um die Erde gebaut werden. Und trotzdem wirkt der Betonkoloss auf den ersten Blick gar nicht sonderlich beeindruckend. Erst im Vergleich mit dem davor liegenden Hotel Du Barrage erahnt man die Dimension: Wäre die Staumauer ein Wohnblock, so ginge der lange, achtstöckige Hotelbau gerade mal als Hundehütte durch.

Zwischenetappe Alp Noveli, wo früher Eringer Königinnen hausten.

Warum die Staumauer uns gar nicht so gross vorkommt? Weil die Berge rundherum halt trotzdem viel imposanter sind. Unter den Augen einer Herde von Gämsen weiter oben am Berg machen wir uns an den Abstieg. Bergführer Ra-

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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OUTDOOR | 95

Der Stausee wird von 35 Gletschern gespeist.

lichte Wald von vielen Felsbrocken durchsetzt, die jetzt unter der Schneedecke wie überdimensionale Pilze anmuten. Ganz allein sind wir in diesem Märchenwald unterwegs und erreichen bald wieder die Talsohle. Auch hier ist die Mauer der Grande Dixence nicht zu übersehen. Der See, 400 Millionen Kubikmeter gestautes Wasser, wird von 35 Gletschern gespeist.

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Text: Üsé Meyer Bilder: Thomas Senf

Schneeschuhtour im Val d’Hérémence

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Diese Gletscher gibt es in Augstburgers Roman «Wässerwasser» nicht mehr. Im Jahr 2041, nach der Klimaerwärmung, befindet sich die Welt, die er schildert, im Wasserkrieg. Selbst in den Walliser Bergen sinken im Sommer die Temperaturen kaum mehr unter 35 Grad, Klimaflüchtlinge machen die Gegend unsicher, und «wie alle europäischen Demokratien ist auch die Schweiz immer nur eine Naturkatastrophe weit von der Anarchie entfernt». Von den Feuilletons wurde Urs Augstburger auch schon als «Der T.C. Boyle der Alpenliteratur» benannt. Denn der 48-jährige Schweizer versteht es, gründlich recherchierte Fakten raffiniert mit erfundenen Geschichten zu verbinden und thematisiert gerne den Kampf von Zivilisation und Wildnis. Gerade «Wässerwasser» ist wohl auch als Plädoyer zu verstehen — lässt Augstburger doch einen Protagonisten sagen: «Wir wollen den CO2-Ausstoss auf den Stand von 1970 zurückschrauben … In Sachen Klimaschutz führt der Weg vorwärts zurück.» Auch wir lassen unsere Gedanken nun wieder aus des Schriftstellers düsterer Zukunft zurück ins Heute schweifen, geniessen trotzdem die letzte halbe Stunde im Schnee und freuen uns auf die wohlige Wärme des Restaurants in Pralong.

Pic d’Artsinol

So richtig zur Geltung kommt die Grösse der Staumauer durch den Vergleich mit dem achtstöckigen Hotel davor.


leben 96 |

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in forM

Thomas Ihde, als Stiftungsrat von Pro Mente Sana und psychiatrischer Chefarzt wissen Sie bestimmt, weshalb es immer mehr Burn-outKliniken gibt?

Ja, die Kantone haben angefangen, in der psychiatrischen Versorgung immer mehr zu sparen. Ein Effekt davon ist, dass sich die Psychiatrie gewinnorientieren muss und deshalb spezialisierte Angebote wie Burn-out-Stationen aufbaut. Dass man damit erfolgreich sein kann, demonstrierte als Erste die Privatklinik Hohenegg im zürcherischen Meilen.

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NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 | Migros-Magazin |

Thomas Ihde (44) ist Chefarzt psychiatrischer Dienst Interlaken und Stiftungsrat von Pro Mente Sana.

Seither eröffnet eine spezialisierte Station nach der andern, zuletzt in Kilchberg am Zürichsee.

Das stimmt. Es scheint im Trend zu sein, auf diese Klientel zu fokussieren. Privatversicherte sind aber für jedes Spital interessant — in der Psychiatrie sind es die Burn-out-Betroffenen, die beides mitbringen: eine psychische Krankheit und — oft — eine Privatversicherung. Wird «dank» Burn-out ein willkommenes Bedürfnis geschaffen?

Es wird gelenkt.Es gibt ja keine Burn-outKlienten, die nicht leiden. Diese Leute sind psychisch krank. Aber man muss auch sehen, dass sie für die Kliniken finanziell interessant sind und es sich lohnt, sie mittels Wellness, Komplementärmedizin und Hotelambiente zu gewinnen. Privatversicherte mit Burn-out würden nicht einfach in eine Klinik gehen, auch nicht auf eine Privatstation. Es braucht also eine Art Versprechen von «Psychiatrie Light», damit die Betroffenen sich stationär behandeln lassen?

Ja, in den Spitälern ist das ja schon länger so. Wenn Sie wegen eines kardiologischen Problems in ein Privatspital gehen, werden Sie von einer WelcomeManagerin empfangen, die mit Ihnen als Erstes den Menüplan und die Fernsehkanäle durchgeht. Wir reden hier von Privatversicherten. Wie sieht es bei Allgemeinversicherten aus, erhalten da alle Burn-out-Betroffenen die Leistung, die sie brauchen?

Die Unterschiede zwischen Privat- und Allgemeinversicherten sind gross. Ein allgemeinversicherter Arbeiter aus dem Kosovo, der auf dem Bau ein Burn-out entwickelt, wird eine andere Behandlung erhalten. Was für eine?

Wenn es eine akute Hospitalisation ist,

«Ein Burn-out zu haben, gilt als legitim»

Die Zahl der Burn-out-Patienten in der Schweiz nimmt zu. Ebenso die Zahl der spezialisierten Kliniken. Allerdings erhält nicht jeder Betroffene eine angemessene Behandlung.


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leben

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

Die Stimme der psychisch Kranken Pro Mente Sana vertritt in der Schweiz die Interessen psychisch Erkrankter und kämpft für deren Rechte. 1978 von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) mitgegründet, engagiert sich die unabhängige Stiftung seit 36 Jahren unter anderem mit Geldern von Bund, Kanton und Gemeinden gegen Diskriminierung und Stigmatisierung respektive für Chancengleichheit, soziale und berufliche Gleichstellung der Betroffenen. In den letzten Jahren engagierte sich Pro Mente Sana politisch gegen die Einschränkung der freien Arztwahl, und aktuell kämpft die Stiftung zusammen mit anderen Behindertenorganisationen für weniger Härte in der IVG-Revision 6b.

dann wird das auf einer Akutstation sein. Von der ärztlichen und psychologischen Versorgung her finden dort relativ wenig Gespräche statt. Es dauert eher lange, bis die Zusatztherapien anfangen. Und vor allem sind die Therapien nicht auf ihn persönlich zugeschnitten wie auf einer Burn-out-Station. Und der Miteinbezug des Arbeitgebers findet nicht auf dieselbe Art und Weise statt. Wegen des Berufs oder weil er Kosovare ist oder weil er allgemeinversichert ist, oder alles zusammen?

Alles zusammen.

Gibt es weitere Nachteile?

Die Versicherungsklasse gibt quasi vor, wie schnell man Zugang zur spezialisierten Burn-out-Station hat. Meine Erfahrungen: Für einen Privatversicherten erhalte ich morgen oder übermorgen ein Bett. Für einen Allgemeinversicherten muss ich alle zwei Wochen anrufen und dann dauert es am Schluss doch zwei Monate, bis er aufgenommen wird — viel zu spät. Ferner ist beim kosovarischen Patienten die Wahrscheinlichkeit viel

geringer, dass er überhaupt eine Burnout-Diagnose erhält. Viel eher wird die Diagnose «somatoforme Schmerzstörung» lauten. Warum?

Aus Kostengründen. Dann lautet die Diagnose also «unerklärliche körperliche Beschwerden»?

Ja. Und der Patient kommt dadurch auf eine ganz andere Behandlungsschiene — obwohl er ähnliche Symptome hat wie ein Burn-out-Patient. Bei Menschen mit Migrationshintergrund wird nur selten Burn-out diagnostiziert — und wenn, dann nur bei solchen in Kaderpositionen. Das klingt, als wäre Burn-out für den Patienten die vielversprechendere Diagnose.

Das ist sie, nüchtern betrachtet, tatsächlich. Denn für Burn-out-Patienten gibt es viel spezifischere Behandlungen, sowohl im stationären wie im ambulanten Bereich. Und auch hier geht es wieder um Stigmatisierung: ein Burn-out zu haben, gilt heute als legitime Störung. Wer hingegen die Diagnose «Somatoforme Schmerzstörung» erhält, gilt als Simulant. Gibt es entsprechend auch bei den Versicherungsleistungen Unterschiede?

Selbstverständlich. Für die Invalidenversicherung (IV) gilt die Somatoforme Schmerzstörung als überwindbares Leiden. Es heisst, man müsse einfach auf die Zähne beissen, dann könne man auch arbeiten.

Wie wird ein Burn-out, das ja streng genommen keine Diagnose ist, eigentlich genauer definiert?

Man geht von einer chronischen Stresserkrankung aus und diagnostiziert, mangels der Kategorie «Burn-out», etwas im depressiven Bereich, im AngstBereich, oder eine Anpassungsstörung. Früher diagnostizierte man bei den Frauen in der Regel eine Depression oder eine Erschöpfungsdepression. Die Depression war stigmatisiert, aber mit Burn-out musste man sich nicht schämen?

«Burn-out wird bereits zu einem Reizwort.»

Genau. Aber mehr und mehr ist nun auch der Begriff Burn-out stigmatisiert. Haben Sie ein Beispiel?

In einer Gruppentherapie, die ich leite, stellte ein Mann gleich zu Beginn klar: «Ich habe nicht nur ein Burn-out, sondern schon etwas mit Depression.» Das

«Stressbedingte Krankheiten sind eindeutig am Zunehmen.» könnte eine Reaktion darauf sein, dass bald jeder jemanden kennt, der oder die schon ein Burn-out hatte. «Burn-out» wird bereits zu einem Reizwort, die ehemals stigmatisierte Depression hingegen klingt heute medizinischer und ernster. War der Begriff Burn-out also eine Krücke, um die Diagnose Depression gesellschaftsfähig zu machen?

Rückblickend gesehen wohl ja. Interessant ist auch: Obwohl «Burn-out» ein amerikanischer Begriff ist, fand er nie Einzug in die amerikanische Alltagssprache. Ein Grund ist der, dass in den USA die Depression nicht so stigmatisiert war wie bei uns, es brauchte den Begriff Burn-out also gar nicht. Zu Burn-out gibt es wegen der mangelnden offiziellen Definition keine statistischen Angaben. Lässt sich etwas zu stressbedingten Krankheiten sagen?

Sie sind ganz eindeutig am Zunehmen. Also stark?

In allen regionalen psychiatrischen Diensten des Kantons Bern gibt es jährliche Zunahmen im Bereich von 20 Prozent bei den Konsultationen. Wie erklären Sie sich diese Zunahme?

Krankheiten zeigen sich immer dort, wo die Gesellschaft den Schwerpunkt legt. Unsere Welt ist sehr mental geworden, kopflastig. Deshalb ist auch die Psyche mehr gefordert?

Auf jeden Fall. Vor 30 Jahren waren die Leute noch viel mehr auf körperlicher Ebene belastet und gestresst. Heute sind es die ständigen Veränderungen am Arbeitsplatz, das sogenannte Change Management, das nie aufhört. Es gibt viel weniger Jobsicherheit. Die Anforderungen an Flexibilität und Tempo sind enorm. Und das nicht nur im Beruflichen, sondern auch im Privaten. Interview: Esther Banz Bild: Vera Hartmann

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Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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Mängel: Zu Hause können die Programme nur auf einem einzigen TV-Gerät empfangen werden, und das Streamen auf Android-Geräte ist vorerst nicht möglich. Zudem scheint die Box noch unter Kinderkrankheiten zu leiden: Sie stürzt gelegentlich ab. Die Allzweckkiste dient auch als W-Lan-Router und Festnetztelefon-Box. Gegenüber den TV-Angeboten von Swisscom und Sunrise hat Horizon den Nachteil, dass es kein umfassendes Replay-TV gibt. Einzig die Sendungen von SRF, Nickelodeon und MTV-Serien können im Nachhinein abgerufen werden. Replay für eine grössere Anzahl von Sendern gibt es aber via Zattoo-App (kostenpflichtiger Dienst). Texte: Felix Raymann

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leben 100 |

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auto

news skoda octavia geht in die dritte generation

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Nr. 7, 11. Februar 2013 | Migros-Magazin |

Schneidiger Familienkombi

Längst sind koreanische Autos richtig gut, aber günstig statt nur billig. Wie der Kia Cee’d Sportswagon den Alltag meistert, testet Familie Maier aus dem zürcherischen Thalheim.

ab ende März rollt das zweitmeist verkaufte auto der Schweiz in der dritten auflage an: Der neue Skoda Octavia misst nun 4,66 Meter Länge, wirkt rundum edler und ist als fünftürige Limousine mit 105 bis 180 PS und ab 3,8 l/100 km Werksverbrauch zu haben. Im Mai folgt der Kombi, kurz darauf 4x4. Die Preise stehen noch nicht fest. Anzeige

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V

ielleicht ist Familie Maier aus Thalheim an der Thur bereits zu fünft, wenn dieser Artikel erscheint. «Wir erwarten dieser Tage unser drittes Kind», sagt Franziska Maier (42) strahlend und fügt an: «Daher sehen wir uns nach einem geräumigeren Auto um.» Da kommt der Lesertest mit dem neuen Kia Cee’d Sportswagon gerade recht: Der Kompaktkombi wetteifert in der VW-Golf-Liga um Kunden, und das mit Talent. Das bemerkt man beim Cee’d nicht nur an den «sportlichen Linien», die Daniel Maier lobt. «Innen ist alles ansprechend und exzellent verarbeitet: Hier klappert nichts. Es gibt viele Ablagen, prima Sitze und die Bedienung ist simpel. Nur am Lenkrad sind zu viele kleine Tasten», sagt Automobildiagnostiker Daniel Maier (41).

km. Viel Lob ernten der sehr sanfte Automat und das Fahrwerk. «Anderen ist die sportliche Federung vielleicht etwas zu hart. Uns hat sie super gepasst», betont Franziska Maier: «Die Servohilfe der feinen Lenkung ist dreifach verstellbar und die Dynamik prima: Man fühlt sich stets sicher.» Das Fazit von Daniel Maier: «Der Kombi ist sehr alltagsgerecht und trifft die Mitte aus sportlich und familientauglich.» Könnten sich Maiers vorstellen, den Cee’d zu kaufen? «Absolut, da das Preis-Leistungs-Verhältnis toll ist

sportlich und familientauglich – guter Kompromiss «Das Platzangebot ist rundum sehr gut: In den Laderaum passen gar noch Sachen neben den Kinderwagen», meint die kaufmännische Angestellte Franziska Maier. Lukas (8) und Tobias (6) schätzen viel Raum, doch stört sie die hohe Fensterlinie. «Man kann kaum hinausgucken», sagt Tobias. Seine Eltern bemängeln die langen Hintertüren, «die», sagt Franziska Maier, «in Parklücken das Aussteigen erschweren». Leider typisch für die Fahrzeugklasse: Drei Kindersitze passen nicht nebeneinander auf die Rückbank. Keine Kritik gibt es am 128 PS starken 1,6-Liter-Diesel. «Der Durchzug ist gleichmässig gut und die Leistung absolut genügend», resümiert Daniel Maier. Auf ihren fast 500 Testkilometern verbraucht die Familie 6,7 l/100 km — also im Rahmen des üblichen Mehrverbrauchs zur Werksangabe von 5,6 l/100

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Kia Cee’d sportswagon 1.6 CrDi automat Antrieb: r4-Turbodiesel, 1582 cm3, 128 PS, 260 Nm bei 1900/min. 6-Stufen-automatik, Frontantrieb. Fahrleistungen: 0–100 km/h in 12,1 s, Spitze 185 km/h. Abmessungen: L x b x H = 4,51 x 1,78 x 1,48 m, Gewicht 1563 kg, Laderaum 528 bis 1642 l. Verbrauch: 5,6 l/100 km = CO2-ausstoss 149 g/km (Werksangaben). energieeffizienz b. Preis: ab 30 377 Franken (basismodell 1.4 CVVT ab 19 777 Franken).


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

und sieben Jahre Garantie dabei sind», fügt Franziska Maier an. «Nur würden wir dann wohl eine einfachere Variante als die von uns gefahrene Topausstattung

Style für 34 377 Franken nehmen, also 4000 Franken sparen: Viele StyleKomfortfeatures wie etwa Rückfahrkamera oder auch das schlüssellose Tür-

und Startsystem sind zwar nett, aber im Alltag können wir gut darauf verzichten.» Text: Timothy Pfannkuchen Bilder: Mirko Ries

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Eine neue Bescheidenheit wäre wichtig

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Im Jahr 2015 sollen die Neuwagen in der Schweiz im Schnitt nur 149 g/km noch 130 g/km CO2 ausstossen. Geht man von einer kontinuierlichen Senkung des letzten er136 mittelten Werts (2011: 155 g/km) 130 aus, bedeutet das für 2013 einen Richtwert von 142 g/km. Der Testwagen liegt mit 149 g/km nur knapp darüber.

90 80 2010 2011 2012 2013 2014 2015

Weitere Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch

Die Kia-Cee’d-Testfamilie Maier wünscht sich am Ende weniger Komfort. Erstaunlich. Viele Features sind zwar nett, aber im Alltag überflüssig. Hier spricht die Familie ein Phänomen an, das raschere Umweltfortschritte verhindert: Mit viel Aufwand werden durch Innovationen Effizienzvorteile erzielt, aber dann durch zusätzlichen Luxus teils wieder Kurt Egli, zunichte gemacht: Auch übertriebener Umweltberater Komfort macht die Autos schwerer und somit durstiger als nötig; alle wollen die Umwelt schützen, doch kaum jemand mag auf Gadgets verzichten. Das Beispiel der Testfamilie darf also ruhig Schule machen.

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AUTO | 101

Einkaufstour: Mit dem Kia Cee’d Sportswagon posten Daniel und Franziska Maier schon mal Windeln für das Geschwisterchen von Tobias (links) und Lukas, das bald zur Welt kommt.


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leseraktion

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

italienreise | 105

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Schönes Norditalien

Die reise mit Zug, Bus und schiff führt zu kulturschätzen und traumhaften orten.

Norditalien mit öffentlichen Verkehrsmitteln entdecken: Etwa die Insel Monte Isola im Lago d’Iseo oder prähistorische Felszeichnungen im Tal Valcamonica.

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uf dieser Kultur- und Wanderreise erleben die Teilnehmer gleich dreifach Weltkulturerbe: Den Bernina-Express auf der Fahrt nach Tirano, prähistorische Felszeichnungen im Tal Valcamonica und die historische Stadt Brescia. Ausgangspunkt für die Tagesausflüge der viertägigen Reise, die ausschliesslich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestritten wird, ist das Mittelklasshotel Ambra direkt am Ufer des Lago d’Iseo. Die dort gelegene Insel Monte Isola ist die grösste Insel in einem Binnengewässer in Europa. Nur wenige kennen das hinter der Alpenstadt Tirano liegende Valcamonica, wo man in einem Freilichtmuseum prähistorische Felszeichnungen besichtigen kann. Die einst stillgelegte Lokalbahn im Tal wurde vor zwei Jahren mit modernen Triebwagenkompositionen unter dem Namen Trenord wiederbelebt.

reiseprogramm 1.Tag: Anreise mit Bahnfahrt 1. Klasse vom Wohnort nach Chur und mit dem

Bernina-Express direkt nach Tirano, wo im Hotel Bernina das Mittagessen serviert wird. Weiterreise mit Bus und Lokalbahn nach Iseo. Abendessen im Hotel. 2.Tag: Mit dem Kursschiff zur Insel Monte Isola. Aussichtsreicher Aufstieg auf den höchsten Punkt der Insel. Inselrundfahrt und Badegelegenheit. In einer Trattoria werden fangfrische Fischspezialitäten serviert. Wanderzeit circa drei Stunden, 400 Höhenmeter. 3.Tag: Besuch des experimentellen Museums der Frühgeschichte und Exkursion zu den Felszeichnungen im Valcamonica, die 1979 zum ersten Weltkulturerbe Italiens erklärt wurden. Gemütliches Mittagessen mit einheimischer Küche. Besichtigung der romanischen Kirche San Siro und Rückfahrt nach Iseo. Wanderzeit circa drei Stunden. 4.Tag: In Brescia kultureller Spaziergang und Führung durch die Klosteranlage Santa Giulia. Typisches Mittagessen auf dem Domplatz und Rückfahrt via Milano in die Schweiz.

Das Migros-Magazin und Imbach Reisen bieten diese Reise in die kaum bekannte Region Norditaliens für nur 695 Franken an. Zum Programm gehören aussergewöhnliche Bahn- und Schifffahrten, kulturelle Besichtigungen, typische Mahlzeiten und zwei Panoramawanderungen. Die Reisedaten: Do.–So. 30.5. bis 2.6. Do.–So. 6.6. bis 9.6. Do.–So. 13.6. bis 16.6. So.–Mi. 30.6. bis 3.7. Do.–So. 5.9. bis 8.9. Do.–So. 12.9. bis 15.9. Das alles ist inbegriffen: ! Bahnfahrt 1. Klasse ab Wohnort (Basis Halbtaxabonnement) ! Panoramafahrt mit dem BerninaExpress von Chur nach Tirano ! Sämtliche Bahn-, Bus- und Schifffahrten gemäss Reiseprogramm ! 3 Übernachtungen im Hotel Ambra*** direkt am Lago d’Iseo ! Halbpension plus 2 Mahlzeiten inklusive Getränke in typischen Restaurants ! Sämtliche Eintritte, Besichtigungen und Führungen gemäss Reiseprogramm ! Trinkgelder in Hotel und Restaurants ! Imbach Reise- und Wanderleitung Preis pro Person im Doppelzimmer: 695 Franken Zuschläge: Zimmer mit Seesicht (DZ), Fr. 30.– Einzelzimmer, Fr. 50.– DZ zur Alleinbenützung, Fr. 80.– Annullierungskostenversicherung, Fr. 25.– Buchung & Information Imbach Reisen AG Tel. 041 418 00 00 info@imbach.ch www.imbach.ch Stichwort: «Migros-Magazin»


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Reisedatum 2013

1. Tag: Schweiz–Amsterdam. Anreise nach Amsterdam mit modernem Komfort-Reisebus. Einschiffung auf die «Excellence Royal». 2. Tag: Amsterdam. Vormittags besteht die Möglichkeit zu einem Ausflug nach Zaanse Schans sowie Edam (*). Entdecken Sie nachmittags auf einer Grachtenfahrt die farbenfrohe Stadt Amsterdam mit ihren unzähligen historischen Gebäuden (*). 3. Tag: Nijmegen–Köln. Am Vormittag fak. Rundgang durch Nijmegen – die ältestete Stadt der Niederlande (Fr. 20.–). Sie geniessen die Fahrt nach Köln an Bord Ihres komfortablen Hotelschiffes. 4. Tag: Köln–Koblenz. Besichtigen Sie die Rheinmetropole Köln mit dem weltberühmten Dom (*). Weiterfahrt nach Koblenz. 5. Tag: Koblenz-Rüdesheim. Rundgang (*) durch die im 9. Jhd. v. Chr. erbaute Stadt. Mittags Fahrt durch die romantische Rheinstrecke bis nach Rüdesheim vorbei am sagenumwobenen Loreley-Felsen. Fahrt mit dem Winzerexpress durch Rüdesheim (*). 6. Tag: Worms–(Heidelberg)–Speyer. Möglichkeit zu einem Ausflug nach Heidelberg eine der schönsten Städte Deutschlands (*). 7. Tag: Strassburg–Schweiz. Ausschiffung nach dem Frühstück. Bootsfahrt auf dem Flüsschen Ill (inbegriffen). Anschliessend Rückreise in die Schweiz.

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Unsere Leistungen ■

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Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord, Gebühren, Hafentaxen Willkommenscocktail, Kapitänsdinner Bootsfahrt auf der Ill Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung

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Auftragspauschale pro Person Fr. 20.–, bei Buchung über www.mittelthurgau.ch Reduktion von Fr. 20.– pro Person Persönliche Auslagen und Getränke Trinkgelder, Ausflüge Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Sitzplatz-Reservation Car 1.–3. Reihe

Abfahrtsorte 05:15 Wil !, 05:40 Winterthur, Rosenberg 06:00 Zürich-Flughafen !,06:30 Burgdorf !, 07:00 Baden-Rütihof !,08:00 Basel SBB Internet eyams1 Buchungscode

Gratis-Buchungstelefon:

0800 86 26 85

Ihr Reiseprogramm

Reisedaten 2013

1. Tag: Schweiz–Passau. Anreise nach Passau mit modernem Komfort-Reisebus. Einschiffung auf Ihr Flussschiff «MS Excellence Royal». 2. Tag: Wien. Wien steckt voller Charme. Schwelgen Sie nach Herzenslust in den Zeiten der Donaumonarchie und entdecken Sie Wien auf einer Stadtrundfahrt (*). Nach dem Abendessen Fahrt zum Heurigen (CHF 35.–) oder Besuch eines klassischen Konzerts (CHF 75.–). 3. Tag: Bratislava. Entdecken Sie die im Jahre 907 erstmals erwähnte Stadt mit ihrer interessanten, von vielen Kulturen geprägten Altstadt während einer Führung (*). 4. Tag: Budapest–Linz. Nach dem Frühstück Ausschiffung. Entdecken Sie die Hauptstadt Ungarns auf einer Stadtrundfahrt (*). Das malerische Budapest, auch «Königin der Donau» genannt, ist eine Stadt der Lebensfreude. Am Mittag Weiterfahrt nach Linz. Hotelübernachtung. 5. Tag: Linz–Schweiz. Rückreise mit modernem Komfort-Reisebus in die Schweiz.

14.07.–18.07.

(*) Ausflüge des Ausflugspaket. Alle mit (*) aufgeführten Ausflüge sind im Ausflugspaket inbegriffen. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mind. 10%.

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895.– 995.– 1255.– 1395.–

Kein Zuschlag für Alleinreisende Hauptdeck Zuschläge Ausflugspaket mit 3 Ausflügen Ausflug Heurigen (oder Konzert) Klassisches Konzert Königsklasse-Luxusbus

112.– 35.– 75.– 150.–

Unsere Leistungen ■

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Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord, Gebühren, Hafentaxen Übernachtung in 4-Sterne Hotel Linz mit Halbpension Erfahrene Mittelthurgau Reiseleitung

Nicht inbegriffen

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Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf !, 06:45 Basel SBB, 07:20 Aarau SBB, 08.00 Baden-Rütihof !, 08.30 Zürich-Flughafen !, 08.50 Winterthur- Rosenberg, 09.15 Wil ! Internet eypas4 Buchungscode 1559

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rätsel & spiele

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

UnTerhaLTUng | 107

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Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.2.2013, 24 Uhr

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Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz)

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So nehmen Sie teil

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rätsel & spiele

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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UnterhaltUng | 109

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie werden Kündigungsschreiben bezeichnet? L

Gelber Zettel

N Blauer Brief

B Grünes Blatt

So nehmen Sie teil

2. Welches Land hat keinen Anteil am Mount Everest? E

Nepal

A China

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O Pakistan

3. Welches Tier macht einen «sozialen Winterschlaf»? T

Murmeltier

D Braunbär

A Igel

4. In wie viele Härtestufen wird das Wasser in der Schweiz eingeteilt? N drei

E

sechs

R acht

5. Die Verdünnungsstufen für homöopathische Arzneien heissen …? D Schichten

H Placebos

B Potenzen

Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.2.2013, 24 Uhr

6. Welcher dieser Politiker erhielt 1953 den Literaturnobelpreis? E

Charles de Gaulle

O Winston Churchill

R Franklin D. Roosevelt

S Schottland

O Niederlanden

7. Wo liegt die Ortschaft Ee? I

Frankreich

8. Zu welchem Aufstand kam es 1614 in Frankfurt? E

Sauerrahm

K Fettmilch

Auflösung Nr. 6: ESOTERIK

S Butter

Gewinner Nr. 5: Anna Marschall, Biel BE; Dora Naumann, Zunzgen BL; Nicholas Gurini, Schangnau BE

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

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8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

T

5 4 2

1 3

ATTERSEE CHARTRES ET I KETTE FR I TTATE GEBLAESE MO N T E B R E QU I EKSER RE LAT I ON R I ETBERG SEERE I SE

1

2

3

4

So nehmen Sie teil

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Auflösung Nr. 6: RIEGE Gewinner Nr. 5: August Fischer, Thalwil ZH; Franz Studer, Vinelz BE; Elisabeth Anliker, Huttwil BE

Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.2.2013, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.


i t s gün

ÜBER 4 MILLIONEN EINKÄUFE BEWEISEN, DASS DIE MIGROS GÜNSTIGER IST ALS COOP. Vom 15. bis 21. Januar haben wir zusammen mit dem unabhängigen Institut LP Marktforschung den grössten Preisvergleich im Schweizer Detailhandel mit über 5000 Artikeln wiederholt: Dabei wurden rund 4 Millionen effektiv getätigte Einkäufe mit Coop verglichen. Das Ergebnis: In der Migros kauft man 10,6 % günstiger ein. Somit ist belegt, was unsere Kunden schon immer wussten: IN DER MIGROS GIBT’S IMMER MEHR FÜRS GELD.

MGB www.migros.ch W

r e üb % 1 0 ger


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rätsel & spiele

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

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BIMARU

BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü2 4 2 5 cken und Verbindungen mit mehr 2 als 2 Linien sind nicht erlaubt. 2 3 1 www.raetsel.ch/bruecken

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AUF DIE PISTE, FERTIG, LOS!

KINDEREGGE

RÄTSELSPASS

SCHNEEMANN-QUIZ

Findest du heraus, was die Symbole bedeuten? Setze die richtigen Buchstaben unten ein, und du errätst das Lösungswort! Lösungswort: 1

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D Empfohlene Abfahrt S Wald- und Wildschutzzone L Vorsicht Jagdgebiet

H Ski abstellen verboten P Helikopter-Landeplatz N Vorsicht Kreuzung

O Fahrverbot B Vorsicht Nebel U Restaurant

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W 1.-Hilfe-Posten T Apotheke G Rote Piste

B Vorsicht Pistenfahrzeug K Unpräparierte Piste A Abschleppdienst

M Slalom fahren O Vorsicht Engpass D Schneebar

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E Anlauf nehmen zum Absprung A Schaukeln verboten K Sessellift für zwei Personen

R Pisten-Absperrung L Hindernisse auf der Piste S Vorsicht Skirennen

F Blumen pflücken verboten Z Pisten-Abzweigung D Vorsicht Schneeoder Eisglätte

Nina, Hugo und Tobi haben ein paar Schneemänner gebaut. Findest du heraus, welcher Schneemann welchen Beruf hat? Die richtigen Buchstaben ergeben ein Lösungswort.

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1. K Skilehrer S Rennfahrer N Schweisser

2. E Gärtner U Apotheker Ä Koch

3. L Buchhalter B Kellner I Buschauffeur

4. R Clown T Zauberer O Tigerdompteur

5. F Metzger U Elektriker E Holzfäller

Lösungswort: 2

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KOMM IN DEN LILIBIGGS- CLUB

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Für dich gibts Prämien, Spiele, Rätsel, das Club-Magazin und tolle Veranstaltungen. Kostenlos anmelden unter:

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Lösung: SNOWBOARD

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Lösung: KÄLTE

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rätsel & spiele

Migros-Magazin | Nr. 7, 11. Februar 2013 |

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SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 7

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Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

3 So nehmen Sie teil 7 8

Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

Auflösung Nr. 6: 795 7 4 8 6 3 1 2 5 9

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Teilnahmeschluss: Sonntag, 17.2.2013, 24 Uhr Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt.

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Gewinner Nr. 5: Gertrude Musy, Neuenburg NE; Eliane Feuz, Belp BE; Eleonora Eisenbart, St. Margrethen SG; Christine Tschan, Sissach BL; Beat Hermann, Flums-Hochwiese SG

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Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Publizistische Leitung: Monica Glisenti Leiter Migros-Medien: Lorenz bruegger Kommunikation & Medien-Koordination: eveline Schmid (Leitung), rea Tschumi

Beglaubigte Auflage: 1 556 546 exemplare (WeMF 2012) Leser: 2 384 000 (WeMF, MaCH basic 2012-2)

Chefredaktor: Hans Schneeberger (HS)

Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12

Produktion: andrej abplanalp (aa, Leitung), Philipp Jordan (pj, Chef vom Dienst), Gerda Portner (GP, Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor)

Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (sbl, Leitung), almut berger (aLb), ruth brüderlin (brü), Nathalie bursac´ (nb, Volontärin), Yvette Hettinger (YH), ralf Kaminski (rK), Daniel Schifferle (dse, verantw. Leben), reto e. Wild (rw) Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (si, Leitung), Jean-Sébastien Clément (jsc), béatrice eigenmann (be), andreas Dürrenberger (DÜ), Christoph Petermann (cp), anna Meister (aPM), Michael West (M.W.) Ressort Shopping & Food: eveline Schmid (eS, Leitung), Frank Dittersdorf (FD), Heidi bacchilega (Hb), Dora Horvath (DH), Sonja Leissing (SL), Fatima Nezirevic, Nicole

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Ochsenbein (NO), Claudia Schmidt (CS), Jacqueline Vinzelberg (JV), anette Wolffram (a.W.)

New Media: Sarah ettlinger (Leitung), reto Meisser, Nicole Demarmels, Pascal Ochsenbein

Layout: Daniel eggspühler (art Director), Marlyse Flückiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Petra Hennek, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara

Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Nadja Thoma

Lithografie: rené Feller, reto Mainetti Prepress: Peter bleichenbacher, Marcel Gerber, Felicitas Hering Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Geschäftsbereich Verlag: rolf Hauser (Leitung), alexa Julier, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71 Anzeigen: Thomas brügger (Leitung), Yves Golaz, Hans reusser, Gian berger, Kurt Schmid anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco, Christine Kummer, Janine Meyer, Danielle Schneider, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann Media-Services: Patrick rohner (Leitung), Tabea burri, Katrin Kappelmüller Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Herausgeber: Migros-Genossenschafts-bund Druck: büchler Grafino aG, bern, Tamedia aG, Zürich, ringier Print adligenswil aG


PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN.

DAS ZELT BIETET JEDEM ETWAS

Seit über zehn Jahren tourt «Das Zelt» durch die Schweiz. Dieses Jahr mit Stars wie Marco Rima oder Simon Enzler. Tour 2013: Folgende Shows finden das ganze Jahr über in verschiedenen Orten statt: – Gershwin Piano Quartet – s’Dschungelbuech – Marco Rima – Simon Enzler – Comedy Club 13 – Rock Circus II – Rock Circus 4 Kids – Cavewoman Spielort: Nyon, Lenk, Brig, Lachen, Zürich, Biel, Burgdorf, Basel, St. Gallen, Lenzerheide, Sursee, Interlaken, Bern, Winterthur, Aarau, Solothurn, Horgen Preis: Fr. 20.– bis Fr. 77.45 statt Fr. 25.– bis Fr. 96.80 je nach Vorstellung und Kategorie. Weitere Informationen: www.daszelt.ch Buchung: www.migros.ch/cumulus-ticketshop

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THE TEN TENORS

ROCK THE BALLET

Begeben Sie sich auf eine Reise ins Herz des authentischen Irlands. Die jungen Künstler aus Galway, Dublin und Belfast feiern in einem zweistündigen Spektakel den ungestümen (Stepp-)Tanz, die rasenden Melodien und die herzzerreissende Melancholie der Balladen.

Im Frühjahr 2013 kommen «The Ten Tenors» mit ihrem neusten Werk «Double Platinum» in die Schweiz. Die zehn Ausnahmetalente überzeugen nicht nur mit ihrer Stimmgewalt, sie beherrschen auch den Spagat zwischen Rock, Pop und klassischer Musik.

«Rock the Ballet» stellt das Ballett im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf. Im April kommt die Truppe aus New York mit ihrer neuen Show in die Maag Halle in Zürich. Freuen Sie sich auf neue Choreografien und aussergewöhnliche Videoprojektionen zu den besten Rock- und Popsongs.

Termin: 1. März 2013, Bern / 14. April 2013, Basel Preis: Bern: Fr. 54.40 statt Fr. 68.– / Basel: Fr. 55.20 statt Fr. 69.– / Fr. 46.40 statt Fr. 58.– Buchung: www.migros.ch/ cumulus-ticketshop

Termin: 28. März 2013, Zürich Preis: Fr. 70.– statt Fr. 88.– / Fr. 62.– statt Fr. 78.– / Fr. 54.– statt Fr. 68.– / Fr. 38.– statt Fr. 48.– Buchung: www.migros.ch/ cumulus-ticketshop

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Termin: 2. bis 14. April 2013, Zürich Preis: Fr. 80.20 statt Fr. 106.90 / Fr. 72.10 statt Fr. 96.10 / Fr. 55.90 statt Fr. 74.50 Buchung: www.migros.ch/ cumulus-ticketshop

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Meine WeLT 116 |

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sandra graF

Mein zUhaUse

«Ich fühle mich in diesem Zweifamilienhaus, das mein Mann gebaut hat, sehr wohl. Für mich als rollstuhl­ fahrerin ist es optimal eingerichtet. In der zweiten Wohnung leben meine Schwiegereltern. So konnte ich trotz Kindern optimal trainieren.»

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Meine saMMLUng

«Ich habe nur die Medaillen ausgestellt, die mir etwas wert sind. Dazu gehören WM­ und Olympiamedaillen. Die restlichen Pokale sind im abstellraum gebunkert.»

Nr. 7, 11. Februar 2013 | Migros-Magazin |

Mein ding

«Dieser rennrollstuhl, eine einzelanfertigung für den Wettkampf. er kostete rund 6000 Franken. ansonsten ist der rollstuhl mein Fortbewegungs­ mittel. Dabei ist es wichtig, dass ich bequem sitze, weil ich viele Stunden darin verbringe.»

«Regelmässiges Training im Rennrollstuhl ist Therapie für Geist und Körper»

Sandra Graf gewann an den Paralympics in London 2012 erstmals eine Goldmedaille im HandbikeZeitfahren. Im März fliegt die Appenzellerin nach Dubai, wo internationale Bahnwettkämpfe anstehen.

Name: Sandra Graf (43) Sternzeichen: Schütze Wohnort: Gais ar

Wieso leben Sie in Gais? Ich bin hier aufgewachsen. Mein Mann Martin ist aus Teufen. Nach meinem Unfall haben wir einen Bauplatz für unser Haus gesucht und einen idealen Standort gefunden. Es ist schön, im Appenzellerland zu leben. Wo würden Sie gerne leben? In Gais. Hier gefällt es mir. Beruf und Lebenslauf: Ich bin Profisportlerin beim GoodwillMicarna-Team und Hausfrau. 1991

Meine FaMiLie «es ist ein Traum, mit Melanie (18) und Mara (15) zwei gesunde Kinder zu haben, die sich normal entwickeln. auch mit meinem Mann Martin (52) habe ich ein riesen­ glück. er unterstützt mich in allen belan­ gen.»

stürzte ich beim Geräteturnen von den Ringen mit dem Rücken auf den Boden und brach dabei die Wirbelsäule zwischen dem elften und zwölften Brustwirbel. Es zeigte sich, dass regelmässiges Training im Rennrollstuhl Therapie für Geist und Körper ist. 1995 fuhr ich meinen ersten internationalen Marathon in Mailand. Im Jahr 2000 nahm ich in Sydney erstmals an den Paralympics teil. Danach vertrat ich die Schweiz 2004 in Athen, 2008 in Peking und 2012 in

London. Nach Marathon-Bronze in Peking gewann ich in London erstmals Gold im Einzelzeitfahren mit dem Handbike sowie erneut Marathon-Bronze. Mein Ziel: Gesund zu bleiben und im Alter möglichst lange selbständig sein. Das geht vor allem über den Sport. Mein Lebensmotto: Sport ist die beste Lebensschule. Das sagten schon meine Eltern. Mein Vorbild: Der Rollstuhlsportler Heinz Frei. Er ist eine grosse Persönlichkeit und schafft es immer wieder, Topleistungen abzurufen. Was ich mag: Gesellschaft mit der Familie, mit ihr Ski zu fahren und in der Natur zu sein. Was ich nicht mag: Wenn sich unsere beiden Töchter streiten. Mein Lieblingsessen: Hackbraten mit Kartoffelstock. Mein bester Entscheid: Das Leben mit meinem Mann zu teilen. Text: Reto E. Wild Bilder: Tobias Siebrecht


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meine Welt

Migros-Magazin | NR. 7, 11. FEBRUAR 2013 |

sandra graf | 117

Meine lektüre

«In der ‹Appenzeller Zeitung› finde ich die Informationen aus der Region, um mich auf dem neusten Stand zu halten. Ich lese die Zeitung täglich.»

Mein lieblingsort

«Für mich ist Langlaufen in der Region Gais ein sehr schöner Ausgleich. Ich mag Schnee. Im Langlaufschlitten kann ich das Training richtig geniessen.»

Mein lieblingsProdukt

«Eine Sportlerin braucht Kohlenhydrate. Deshalb konsumieren wir relativ viel Spaghetti. Die ganze Familie mag Pasta an meiner selbst gemachten Tomatensauce.»

Mein lieblingsrestaurant

«Das Restaurant Anker in Teufen wurde vor elf Monaten nach einer Renovation wieder eröffnet. Die Besitzerin ist eine Kollegin von uns. Hier isst man sehr gut und ohne Massenabfertigung. Die Atmosphäre ist ruhig, persönlich und gediegen.»


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