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Migros magazin 06 2017 d vs

Page 1

Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

MM6, 6.2.2017 | www.migrosmagazin.ch

Das Kind ist mutterfixiert: Was tun? Seite 87

Trump und die Folgen für die Schweiz Seite 6

Hausarztmangel

Kein Ruhestand für Paul Affentranger und Hans Bühlmann

Bild: Sophie Stieger

Seite 8

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59


2 | MM6, 6.2.2017

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Editorial

Teamplayer gesucht

W

Wer ausserhalb der Stadt wohnt und einen Arzt sucht, wird längst nicht mehr in jeder Gemeinde fündig. Der Hausarzt mit eigener Praxis, der die medizinische Grundversorgung sichert und auch noch Hausbesuche macht, ist in der Regel im Rentenalter und sucht dringend einen Nachfolger. Den findet er meist nicht. Deshalb arbeitet er weiter – weil er die Patienten nicht ihrem Schicksal überlassen will (siehe Seite 8). Ist das die Zukunft? Eine Antwort darauf sind Gemeinschafts­ praxen oder regionale Gesundheits- und Versorgungszentren, wie sie vielerorts entstehen. Das sind gute Nachrichten für Allgemeinpraktiker, die nicht 100 Stunden pro Woche zu einem vergleichsweise geringen Lohn arbeiten und nebenbei als Unternehmer eine eigene Praxis führen wollen. Sie müssen nicht mehr Tag und Nacht verfügbar sein und sind, auch was die Anschaffung teurer Geräte oder die wachsenden administrativen Hürden betrifft, im Team besser abgesichert. Patienten von Gruppenpraxen wiederum haben eher die Gewähr, rasch einen Arzttermin zu erhalten. Davon profitieren letztlich alle. Gemäss dem Schweizerischen Ärzteverband (FMH) führen Hausärzte 80 Prozent der Behandlungen allein durch, ohne weitere Konsultationen bei anderen Ärzten. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich auch die Zahl teurer Notfallbehandlungen in den Spitälern verringert. Natürlich ist die Rechnung nicht so einfach, wie überhaupt alles im Gesundheitswesen. Immerhin lassen sich in Gruppenpraxen Kosten und Risiken teilen. Wichtig ist es, jungen Hausärztinnen und -ärzten, die ihren Beruf lieben und daneben noch ein Familienleben führen wollen, eine attraktive Alternative zur Einzelpraxis zu bieten. Das bedingt ein Umdenken: weg vom bewährten Einzelkämpfer, hin zum motivierten Teamplayer. Daniel Sidler, stv. Chefredaktor daniel.sidler@migrosmedien.ch

«Ich fühlte mich als Rabenmutter, wenn ich Fertigbrei kaufte» Anne Berest, Bestsellerautorin

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MM6, 6.2.2017 | 3

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Menschen 6 Diese Woche Welche Folgen haben die Dekrete von US-Präsident Trump für die Schweiz? 8 Hausarztmangel wird akut

Weil es an Nachwuchs fehlt, setzen Ärzte im Rentenalter ihre Praxis fort 17 Bänz Friedli

18 Lauras sagenhafte Reise Die 13-jährige Laura Larissa

Röösli ist Dokufilm-Heldin

24 Neues Glück, neues Buch

Autorin Milena Moser fühlt sich angekommen: an der Seite eines neuen Mannes in den USA 29 Leserforum

49

30 Interview mit Anne Berest

Die französische Autorin hat sich auf die Suche nach der perfekten Frau begeben

77 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen und interessante News aus den Genossenschaften

Leben 83 Kolumne «1, 2 oder 3?»

Wenn der Sohnemann kein HC-Lugano-Fan mehr sein will 84 Gesundheit Vorsorgeuntersuchungen: Was ist sinnvoll, was nicht? 87 Mami bevorzugt? Das hilft, wenn das Kind auf einen Elternteil fixiert ist 89 Brave New Girl 91 Migros-Bank-Ratgeber 93 Kinder

Winterzauber: Raueis

Migros-Welt

98 Auto

41 Star der Woche

101 Glücksgriff

49 Saisonküche Mehligkochende Kartoffeln

103 Rätsel/Impressum 108 Cumulus

65 Arbeitnehmer im Fokus Der Sozialstandard BSCI

110 Meine Welt

Im Rampenlicht: Happy Bread

Bilder: Julien Benhamou, Daniel Winkler, Nina Wright, Claudia Linsi

68 Brot des Monats 71 Valentinstag mit Frey 72 Ellen Amber & John Adams 74 Alles für Sparfüchse

Der Hyundai Ioniq im Test Sonne tanken in Florida

Musikproduzent Jamie Lewis

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Zutaten: 200 g Ristretto-Schokolade, z. B. Sogni di Caffè, 2 frische Eier, 100 g Zucker, 2 dl Rahm Zubereitung: 1. Mit dem Sparschäler von der Schokolade einige feine Späne schneiden und für die Garnitur beiseitestellen. Restliche Schokolade in kleine Stücke brechen. In einer Schüssel über einem lauwarmen Wasserbad vorsichtig schmelzen. 2. Eier trennen. Eigelb und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig rühren. Eiweiss und Rahm separat steif schlagen. Schokolade zur Eigelbmasse rühren. Rahm und Eischnee unter die Masse heben. Masse in Gläser geben und zugedeckt ca. 4 Stunden tiefkühlen. Zum Servieren mit den beiseitegestellten Schokoladenspänen garnieren. Zubereitungszeit 25 Minuten + ca. 4 Stunden tiefkühlen Pro Person 9 g Eiweiss, 41 g Fett, 46 g Kohlenhydrate, 590 kcal

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Menschen MM06

Darauf freuen wir uns Ski-WM Am 6. Februar gehts endlich mit der Heim­WM in

St. Moritz los! Wie viele Medaillen holen die Schweizer Skifahrer? Halbschattenfinsternis Die

nächste partielle Mondfinsternis gibt es in der Nacht vom 10. auf den 11. 2.; der Mond wird vom Halbschatten der Erde bedeckt.

Bilder: Rasmus Hjortshøj – COAST, Marco Zanoni, Ski WM St. Moritz 2017

ist der bekann­ teste Sportrepor­ ter der Nation. Im März erscheint sein Buch über die Geschichte des Fernsehens in der Schweiz: «Hauptsache, es flimmert».

Unnützes Wissen

Allerlei aus aller Welt Die Queen besitzt keinen Pass. Es reicht, wenn sie ihre Identität selbst bestätigt. Der gesetzlich vorgeschriebene Ferienanspruch beträgt in China 10 Tage pro Jahr, in Brasilien sind es 30 Tage. Die Kleine Meerjungfrau,

die berühmte Statue in Kopen­ hagen, wurde bereits zweimal enthauptet. In den USA gibt es 31 Berlins.

Hörprobe

Entschuldigen Sie, was hören Sie gerade? Marc Funk (18), Student, Boll BE a) «Shape of You» von Ed Sheeran b) «Feel» von Mahmut Orhan feat. Sena Sener c) «Toujours Ensemble» von Greis

Antwort: b) Das Lied hilft mir, mich für die Prüfungen zu motivieren.

Bernard «Beni» Thurnheer (67)

Mein Bild der Woche «Es gibt nichts Älteres als eine Zeitung von gestern, hiess es einst. Heute ist das Verfalldatum von Informa­ tionen noch viel kürzer geworden. Darum ist mir dieses Foto aufgefallen, ich habe es kurz nacheinan­ der gleich an drei verschie­ denen Orten gesichtet. Es fällt auf wegen seines orangen Radwegs in einer sonst schwarzweissen Umgebung. Wofür steht das Bild überhaupt? Es zeigt eine Velobrücke in Kopenhagen und soll wohl auf eine vorbildliche Politik in Sachen Verkehr hinwei­ sen. Eine getrennte Fahr­ bahn nur für die Radfahrer! Super, doch für die meisten Städte völlig unrealistisch und nicht finanzierbar. Aber als Vision taugt der orange Radstreifen auf jeden Fall!»

Lesotho, San Marino und der Vatikan sind

die einzigen Staa­ ten, die komplett von einem einzi­ gen Nachbarland umgeben sind. Estland garantiert kostenlosen Inter­ netzugang für alle. Quelle: Stern/Neon


6 | MM6, 6.2.2017 | MENSCHEN

Meiden Sie Reiseländer wegen deren Politik?

www.migmag.ch/ umfrage

Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:

Neue Weltordnung

Donald Trump regiert – so reagiert die Schweiz Kaum im Amt, sorgt der 45. Präsident der USA mit seinen Dekreten weltweit für Unmut und Verwirrung. Auch in der Schweiz zeigen sich Politikerinnen und Politiker besorgt und warnen vor den Folgen der neuen US-Aussenpolitik. Text: Reto E. Wild, Anne-Sophie Keller

Wie sind Sie zu Ihrem Job gekommen? 42% Über Jobportale oder Stelleninserate 33% Ich konnte Bekann­ te/Beziehungen nutzen. 10% Ich wurde vom Unternehmen angefragt. 9% Nach dem Durchsu­ chen von Websites fand ich interessante Firmen. 6% Durch eine Blind­ bewerbung

Zahlen und Fakten

8

Tage dauerte es, bis die Mehrheit der Ame­ rikaner ihren neuen Präsidenten ablehnte. Das ist ein Rekord. George W. Bush brauch­ te dafür 1205 Tage.

3721

Dekrete (Beschlüsse ohne Parlament) erliess Franklin D. Roosevelt in seiner zwölfjährigen Amtszeit. Trump hat bis jetzt 18 Dekrete verfasst, Vorgänger Obama 277.

84 995

Flüchtlinge nahmen die USA 2016 auf. In Deutschland waren es gegen 200 000.

Quellen: focus.de, gallup.com, handelszeitung.ch, mdr.de

Grossdemonstrationen gegen Trumps Dekrete: Nur der Vietnamkrieg mobilisierte in den USA zuletzt so viele Menschen.

N

ie mehr seit dem Vietnamkrieg gingen so viele Menschen auf die Strasse, um gegen die Politik eines US-Präsidenten zu demonstrieren. Donald Trumps umstrittenes Einreisedekret für Bürger aus sieben muslimischen Ländern sorgt international für Schlagzeilen, Verunsicherung und Ängste vor einer weiteren Eskalation. Auch FDP-Nationalrätin Christa Markwalder (41), Präsidentin des Parlamentarischen Vereins Schweiz-USA, kritisierte Trumps Einreisestopp: Es sei «einer

zivilisierten Gesellschaft unwürdig, jemandem trotz gültigen Visums die Einreise zu verwehren, nur weil sie oder er aus einer bestimmten Weltregion stammt». Die Schweiz dürfe nicht schweigen oder kuschen, gerade auch weil sie mit den Genfer Konventionen eine besondere Verantwortung habe. Aussenminister Burkhalter kritisierte das Dekret, weil es gegen die Genfer Konventionen verstosse. Andreas Freimüller (47), Präsident des Vereins Campax, der sich für eine solidarische Schweiz einsetzt, fordert in einer Petition

sogar ein Einreiseverbot für Trump. Rund 8000 Personen haben bisher unterschrieben. Freimüller will noch diese Woche die Petition bei der amerikanischen Botschaft und bei der Bundeskanzlei einreichen. Trump wirbelt Politik und Wirtschaft jetzt schon gehörig durcheinander. «Eines seiner wichtigsten Ziele ist die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus», sagt Oliver Thränert (siehe Interview). «Ob und wie Trump dagegen militärisch vorgehen wird, ist noch nicht abzusehen.» MM


MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 7

Strassenumfrage

Oliver Thränert

«Die traditionellen guten Dienste der Schweiz könnten noch gefragter werden» Donald Trump hat einen Einreise­ stopp für Bürger sieben islamischer Länder verhängt. Der Iran reagierte seinerseits mit einem Einreise­ verbot für Amerikaner. Könnte die Situation eskalieren? Es ist das legitime Recht jedes Lan­ des, die Einreise von Terroristen und anderen Kriminellen zu unterbinden. Das Kernproblem der Trumpschen Politik ist jedoch, dass sie sich radikal von der Tradition der USA als Einwanderungsland abwendet und Bürger bestimmter Länder pau­ schal von der Einreise ausschliesst. Damit spielt Trump denjenigen in die Hände, denen an einer Konfrontation zwischen der islamischen Welt und dem Westen gelegen ist. Wirklich sicherer macht der Stopp das Land nicht. Bei früheren Anschlägen waren die Attentäter ja meist schon im Land. Genau, mögliche islamistische Atten­ täter könnten sich längst in den USA befinden. Zudem werden diejenigen, die unbedingt Anschläge verüben wollen, auch künftig Mittel und Wege finden, in die USA einzureisen.

Bild: Stephanie Keith/Reuters

Der Attentäter von Berlin hat einmal versucht, in die Schweiz einzureisen. Müssen wir uns Sorgen machen? Die Schweiz ist keine Insel der Seligen, auch hier können Terror­ anschläge stattfinden. Einige trauen Trump sogar zu, den Befehl zum Atomschlag zu geben. Könnte er das im Alleingang? Ja, der Präsident ist der Oberbefehls­ haber der US­Streitkräfte und damit auch des Atomwaffenarsenals. Tat­ sächlich kann nur er die Freigabe für den Einsatz dieser Waffen erteilen. Dass er dies aus Zorn tun wird, halte ich trotz allem für extrem unwahr­ scheinlich. Es bleibt zu hoffen, dass der bisher recht impulsiv auftretende Präsident Trump in internationalen Krisen kühlen Kopf behält. Wie sollte sich die Schweiz in dieser neuen Weltordnung verhalten?

Die Schweiz ist als neutraler euro­ päischer Staat von den Problemen, die Trump für die Nato und die EU erzeugt, nicht direkt betroffen. Doch sollten diese Organisationen tatsäch­ lich in die Krise geraten oder sogar scheitern, würde auch das schweize­ rische Umfeld sehr viel unsicherer. Zu Recht macht sich Bern im Rahmen der OSZE für gesamteuro­ päische Lösungen stark und ver­ sucht, eine erneute Teilung des Kontinents in russische und west­ liche Einflusssphären zu vermeiden. Insgesamt sollte die eidgenössische Politik auf Ausgleich bedacht sein. In der Tat könnten die traditionellen guten Dienste der Schweiz in einer eher konfrontativen Welt noch gefragter werden. Wie reagiert die internationale Ge­ meinschaft auf Trumps Entscheide? Bei vielen westlichen Regierungen lösen sie enorme Unsicherheit aus. Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben wir einen ameri­ kanischen Präsidenten, der sein Land nicht mehr als Führungsnation des «freien Westens» sieht, sondern sehr eng definierte nationale amerikani­ sche Interessen in den Vordergrund rückt. Und autoritäre Führer wie Russlands Präsident Putin positiv einzuschätzen scheint. Im Moment dominieren narziss­ tische Machtmenschen die Politik: Trump, Putin, Erdogan. Kann eine starke Frau wie Angela Merkel ihnen beikommen? Sie ist die erfahrenste Regierungs­ chefin in Europa, hat es derzeit jedoch schwer, starke, gleichgesinnte Partner zu finden. Ausserdem stellt sie sich bald wieder zur Wahl, was ihren Spiel­ raum einschränkt. Die europäischen Demokratien sollten Werte wie Frei­ heit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte nun erst recht betonen. Wichtig ist auch, den Globa­ lisierungsverlierern, die zu rechts­ populistischen Parteien tendieren, wieder einen Platz in der Gesellschaft zu verschaffen. MM

Was halten Sie von Präsident Donald Trump?

Oliver Thränert (58) leitet den

Thinktank des Zentrums für Sicherheitsstudien an der ETH Zürich.

Aleandro Valente (19), Flugbegleiter, Weiach ZH: «Wenig. Ein Mann,

der nicht mal seine Haare im Griff hat, wird auch kein Land in den Griff kriegen. Man kann die Sicherheit erhöhen, ohne zu diskriminieren.»

Melike Gaby Deniz (28), Studentin, Rüti ZH: «Er ist ein Witz. Ich bin scho-

ckiert, dass man ihn gewählt hat, und finde das US-Wahlsystem veraltet. Für einen Kontinent voller Migranten ergibt ein Einreiseverbot null Sinn.»

Nicola Stucki (19), Dialoger, Winterthur ZH: «Ich finde gut, dass

er den Mindestlohn erhöhen will. Es gibt viele Menschen in den USA, die wenig verdienen. Aber ob er das realisieren kann und wird, bleibt offen.»


8 | MM6, 6.2.2017 | MENSCHEN

Hausarztmangel

Nachwuchs dringend gesucht Hausärzte wie Paul Affentranger, Hans Bühlmann und René Häusermann könnten längst den Ruhestand geniessen. Doch weil es schwierig ist, junge Nachfolger für Hausarztpraxen zu finden, praktizieren sie weiter. Text: Erika Burri

U

nterschiedlicher könnten ihre Praxen nicht sein und auch ihre Patienten nicht. Bei Paul Affentranger in Flühli, in der hintersten Ecke des Kantons Luzern, wird gerade umge­ baut – für die kommende Generation, die dann hoffentlich antritt und ins Entlebuch zieht. Affentranger nennen hier alle «Päuli». Fast jeder hatte schon einmal mit ihm zu tun, er ist der einzige Arzt im Dorf. René Häusermann praktiziert seit vier Jahrzehnten in der Stadt Zürich, seit 20 Jahren an der Langstrasse im Kreis 4, wo der Alkoholpegel auch tagsüber höher ist als anderswo. Seine Klientel: Quartierbewohner, Tänzerin­ nen, Prostituierte, Drogenabhängige, Migranten. Hier, so der erste Eindruck, dürfte mal wieder renoviert werden. Affentranger wird im kommenden Jahr 70, Häusermann ist bereits 79. Beide sind im Rentenalter. Beide können nicht gehen. Oder: Sie wollen nicht. Denn einfach die Tür schliessen und die Patienten ihrem Schicksal überlassen – das ist nicht der Stil, den ein Hausarzt alter Schule pflegt. «Dinosaurier» des Gesundheitswe­ sens werden sie auch genannt: Ärzte, die sich auf Allgemeinmedizin spezia­ lisiert und Einzelpraxen eröffnet ha­ ben, die selten geschlossen sind. Wer Hilfe braucht, bekommt sie. Hausbesu­

Bilder: Sophie Stieger

che sind selbstverständlich, auch am Wochenende. Sie sind Garanten für eine kostengünstige Medizin. Allerdings ist jeder zehnte Haus­ arzt in der Schweiz älter als 65. Und je abgelegener eine Praxis, desto schwieriger ist es, jemanden zu finden, der Patientenstamm und Betrieb übernimmt. Doch auch zentrumsnahe Praxen haben Mühe, sobald sie wie die von «Dr. Lang­ strasse» etwas aus dem Rahmen fallen. Dass es bei den Allgemeinprakti­ kern an Nachwuchs mangelt, ist längst bekannt. Schon im Jahr 2000 war klar, dass in weniger als zwei Jahrzehnten die Hälfte der damals frei praktizieren­ den Ärztinnen und Ärzte das Renten­ alter erreicht haben wird. Heute sind die Ärzte mit Einzelpraxen im Schnitt 55 Jahre alt. Würden nicht viele über das Rentenalter hinaus arbeiten, wäre die Not noch grösser. Der Arzt ist auch Seelsorger

Paul Affentranger setzt sich auf einen Stuhl im Medikamentenzimmer, das während des Umbaus auch sein Büro ist. Akten liegen auf einem Tablar. «Da liegt die Schreibarbeit, die ich irgendwann auch noch erledigen muss», sagt er. An seinem Tonfall merkt man, dass er anderes lieber tut. Es ist kurz vor Mittag. «Päuli» hat heute schon rund zwanzigmal die

Tür hinter sich geschlossen und den Patienten, die Patientin gebeten, Platz zu nehmen. Sprechstunde. Zuhören, ein Blick in die Akten oder auf die Laborwerte, einordnen, beraten. Untersuchen, manchmal trösten. Der Hausarzt ist eine Instanz, die weit über das Medizinische hinausgeht. Seit Flühli keinen Pfarrer mehr hat, ist er auch derjenige, der vermehrt am Sterbebett betet. Affentranger war der erste Arzt, den es im Dorf gab. Und er ist fest entschlossen, nicht der letzte gewesen zu sein. 1978 meldete er sich auf ein Inserat, in dem stand: «Dorf sucht Arzt». Früher mussten die Men­ schen ins benachbarte Schüpfheim un­ ten im Tal. Der erste Notfall kam 1978 noch während des Umbaus: Zwei Kin­ der hatten Vogelbeeren gegessen. Seither sieht Affentranger bis zu 80 Patienten am Tag. Seit Jahrzehnten kommt um 7 Uhr der erste. Und oft ist der Hausarzt bis Mitternacht auf den Beinen. Im Dunkeln, durch Schnee und Regen fährt er zu abgelegenen Höfen. Im Winter behandelt er ver­ unfallte Wintersportler, näht Wunden und gipst Knochenbrüche. Er macht gynäkologische Untersuchungen und behandelt Kinder. «Das Spektrum der Tätigkeit ist hier grösser als anderswo», sagt Affentranger. Seit ein paar Jahren tritt er allerdings ein wenig zurück.


MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 9

Behandeln in Flühli LU rund 80 Patienten pro Tag: Praxisinhaber Paul Affentranger (70, links) und Hans Bühlmann (66), der mithilft, bis der Betrieb endlich in jüngere Hände übergehen kann.

Teure Notfallmedizin

Hausärzte helfen, Kosten zu sparen Wer wenn immer möglich zuerst zum Allgemein­ mediziner geht, hilft Kosten sparen. 80 Prozent der Fälle können Hausärzte selbstän­ dig erledigen. Bei 20 Prozent braucht es genauere Abklä­ rungen. Doch für viele Pati­ enten ist der medizinische Grundversorger nicht mehr die erste Anlauf­ station: Zwischen 2007 und 2014 haben die ambulanten Notfälle in den Notaufnah­ men der Spitäler um 43 Pro­ zent zugenommen. Weil die Patienten keinen Hausarzt mehr haben oder weil sie beim Hausarzt keinen Ter­ min bekommen haben, heisst es beim Schweizer Ärzteverband (FMH). Rund die Hälfte der Fälle in den Notaufnahmen sind Bagatellen, die das Gesund­ heitssystem viel kosten. Eine Behandlung im Notfall ist bis zu dreimal so teuer wie ein Hausarztbesuch.


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MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 11

René Häusermann möchte seit zehn Jahren aufhören – doch er findet keinen Nachfolger für seine Praxis an der Zürcher Langstrasse.

Seine Frau sagt, er mache nun manch­ mal sogar einen Mittagsschlaf. Und schon seit Jahren sucht «Päuli» eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Einfach ist das nicht. Immer we­ niger Allgemeinmediziner wünschen sich das Leben ihrer Vorgängergene­ ration, von denen einige nicht selten 100 Stunden in der Woche arbeiten. Sie wollen geregelte Arbeitszeiten und weniger Verantwortung. Eine gute Pensionskasse, bezahlte Weiterbildun­ gen und Zeit für die Kinder. Vor allem Frauen, über die Hälfte der Medizin­ absolventen ist inzwischen weiblich, wünschen sich Teilzeitstellen. Um einen einzigen «Dinosaurier» zu ersetzen, braucht es künftig min­ destens zwei Ärzte. Bundesrätin Simo­ netta Sommaruga sagte bereits 2006: «Die Einzelpraxis ist tot, es lebe die Gemeinschaftspraxis.» Auch Paul Affentrangers Praxis ist auf dem Weg dorthin. Der Arzt, immer schon ein wenig unkonventionell, hat nicht aufgegeben, bis die Gemeinde eine Lösung gefunden hat. Affentranger hat viele junge Ärz­ tinnen und Ärzte ausgebildet. Immer wieder hatte er die Hoffnung, dass sich wenigstens eine oder einer von ihnen vom «Bergdoktorvirus» anstecken lässt und die Praxis übernimmt. «Doch die Jungen», sagt Affentranger, «trau­ ten es sich oft nicht zu.» Oder es lock­

ten andere Angebote. Bei einer Ärztin wollte der Mann nicht. Um ihn etwas zu entlasten, arbeitet seit Januar Hans Bühlmann (66) zwei Tage pro Woche bei Affentranger. Auch er ist Pensionär; letztes Jahr übergab er seine Hausarztpraxis in Malters LU seinem Sohn. Seit Jahren auf Nachfolgersuche

Es ist Dienstagnachmittag, in René Häusermanns Praxis an der Zürcher Langstrasse ist es für einmal still. Er kümmert sich um die Schreibarbeit, macht Abklärungen, gönnt sich auch mal eine Pause. Sonst gibt es im Warte­ zimmer oft keinen Platz mehr für all diejenigen, die zu ihm wollen. Schon morgens um 8 Uhr kommen Patienten ohne Voranmeldung. Vorher anzu­ rufen, ist meist zwecklos: Das Telefon ist fast immer besetzt. Seit zehn Jahren denkt Häuser­ mann ans Aufhören. So lange schon sucht er einen Nachfolger. Er hat in Ärztezeitungen inseriert, auch in ausländischen. Seine Praxis ist Multi­ kulti, doch am meisten spricht er Portugiesisch. Es hat sich in der portugiesischen Diaspora herum­ gesprochen, dass da einer perfekt ihre Sprache spricht. Bis Häusermann 16 war, lebte er mit seiner Familie im portugiesischen Porto. Sein Vater arbeitete in der Tex­

tilwirtschaft. In die Schweiz zurück­ zukehren, in ein Land, das er so gut wie nicht kannte, war für den Teenager eine Katastrophe. Die Familie zog ins Säuliamt. Fürs Medizinstudium ent­ schieden hatte er sich, weil er sich für Biologie interessierte – und vermut­ lich auch, weil er schon damals wusste, dass er es mit Menschen gut kann. Es sei schon zur Zeit seines Stu­ diums so gewesen, dass diejenigen, die viel Geld verdienen wollten, sich auf andere Disziplinen spezialisierten, sagt Häusermann. Allgemeinmediziner, das waren die Idealisten, die sich nicht davon abschrecken liessen, dass die Professoren etwas despektierlich auf die Grundversorger herabschauten. Heute entscheiden sich nur noch rund 30 Prozent der Medizinabsolventen für die Allgemeine und Innere Medizin. Um den Bestand an Hausärzten aufrechtzuerhalten, müss­ ten es mindestens 40 Prozent sein. Häusermann praktizierte zu einer Zeit in der Stadt Zürich, in der die Drogenszene auf dem Platzspitz Schlagzeilen in ganz Europa machte. Als einer der ersten Ärzte arbeitete er mit Drogenabhängigen. Er sei als Hausarzt auch Sozialarbeiter, manch­ mal Psychologe, sagt er. «Es gibt Leiden, die kann man nicht einfach mit moderner Medizin behandeln.» Häusermann interessiert sich für


Frankreich – der maritime Nordwesten

Normandie–Bretagne–Paris • Busreisen

Komfortable Fauteuils in 3er Bestuhlung Grosszügiger Sitzabstand von 90 cm Kleine Gruppen, max. 30 Personen Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Chartres. Fahrt nach Chartres. Nach Ankunft haben wir Zeit, die gotische Kathedrale von Chartres individuell zu besichtigen. 2. Tag: Chartres–Bayeux–Invasionsküste–Dinan. Wir fahren weiter nach Bayeux. Hauptsehenswürdigkeit des Ortes ist die Kathedrale Notre-Dame. Weiterreise nach Arromanches, wo wir das «Musée du Débarquement» besichtigen. Im Bereich der Invasionsküste, zu der seit den Ereignissen von 1944 unzählige Besucher gepilgert sind, befinden sich, ausser den übrig gebliebenen Kriegseinrichtungen, mehrere Soldatenfriedhöfe, Mahn- und Denkmäler sowie Museen. Gegen Abend erreichen wir das charmante Städtchen Dinan an der Rance. 3. Tag: Dinan, Ausflug Mont-Saint-Michel und Saint-Malo. Fahrt zum sagenumwobenen Mont-Saint-Michel. Von weitem schon erkennt man die Silhouette des Klosterberges mit

der Abtei aus dem 11. Jahrhundert. Am Nachmittag besuchen wir die alte Korsarenstadt Saint-Malo, die von hohen, begehbaren Ringmauern umgeben ist. 4. Tag: Dinan, fak. Ausflug Südbretagne. Fahrt nach Vannes und Zeit zur freien Verfügung für die Besichtigung der Altstadt, deren enge Strassen von Fachwerkhäusern gesäumt sind. Unvergessliche Schifffahrt im Golf von Morbihan, einem Binnenmeer mit zahlreichen Inseln. Unsere Schifffahrt endet in Locmariaquer. Am Nachmittag Fahrt nach Carnac und Fotostop bei den vorgeschichtlichen Megalithen aus dem 3. und 4. Jahrtausend v. Chr. Knapp dreitausend Menhire befinden sich im sogenannten «Alignement de Carnac» (Tagesablauf abhängig von Gezeiten). 5. Tag: Dinan, Dinard und Cap Fréhel. Dinan ist unbestritten eine der schönsten mittelalterlichen Städte der Bretagne. Heute ist Markttag in Dinan. Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Später Fahrt nach Dinard, einem traditionsreichen Badeort an der Mündung der Rance. Danach Panoramafahrt zum 70m hohen Sandsteinfelsen Cap Fréhel. Hier ragen die Felsen der Smaragdküste, wie der nördliche Küstenstreifen der Bretagne bezeichnet wird, besonders weit in den Atlantik hinaus. 6. Tag: Dinan–Paris. Nach dem Frühstück Fahrt zur «Seine-Metropole» Paris. Am Nachmittag lernen wir, unter kundiger Führung, die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten kennen. Danach Gelegenheit für eigene Entdeckungen. 7. Tag: Paris–Schweiz.

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MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 13

Wer die Gesundheitskosten bezahlt Ob in Flühli LU oder Langstrasse in Zürich: Die Perspektiven für Hausärzte, die ihre Praxen an Jüngere abgeben wollen, sind schlecht.

Die Gesundheitsausgaben steigen Jahr für Jahr,

insbesondere auch die Krankenkassenprämien. Generell tragen Private die Hauptlast der Kosten. in Milliarden Franken 70 60 50 40 30 20 10

199 5 199 6 199 7 199 8 199 9 200 0 200 1 200 2 200 3 200 4 200 5 200 6 200 7 200 8 200 9 201 0 201 1 201 2 201 3 201 4

0

Staat, Zahlungen für Leistungen Staat, Zahlungen für soziale Sicherheit (inklusive Prämienverbilligung, bedarfsabhängige Sozialleistungen ab 2008) Unternehmen, Beiträge soziale Sicherheit Privathaushalte, Grundversicherungsprämien (KVG) Privathaushalte, Zusatzversicherungsprämien (VVG) Privathaushalte, Beteiligung KVG, VVG; selbst bezahlte Leistungen Privathaushalte, sonstige Finanzierung

Steigende Kosten bei älteren Frauen Gesundheitskosten nach Altersklassen und Geschlecht (2014) in Milliarden Franken 4,0 3,5

Männer

Frauen

3,0 2,5 2,0 1,5

Was René Häusermann und auch Paul Affentranger ärgert: Die Ver­ sicherungen vertrauen ihrem Urteil und dem ihrer Kollegen immer weniger, decken die Hausärzte dafür mit Bürokratie ein – hier einen wei­ teren Bericht, dort noch weiterfüh­ rende Begründungen. Inzwischen zeigen Untersuchungen, dass ein Fünftel der Arbeitszeit eines Haus­ arztes aus Schreibarbeit besteht. Mit dieser war der portugiesische

1,0 0,5 0

Überalterung bei Hausärzten Immer weniger angehende Mediziner spezialisieren sich als Haus- und Kinderärzte. Grafik: Anzahl der Ärzte nach Alterklassen (2015). 35–45

1510 2408

46–55

2716

56–65 66–75 75 plus

780 102

Quelle: BfS, Ärztevereinigung FMH

Immer mehr Schreibarbeit

Arzt, der Anfang Jahr in René Häusermanns Praxis an der Lang­ strasse angefangen hatte, überfordert. Schweizer haben sich noch kaum auf die vielen Inserate gemeldet, die Häusermann geschaltet hat. Inzwischen ist der Doktor wieder allein mit seiner Praxisassistentin. Der Plan? Noch ein paar Jahre weiter­ machen. Und weitersuchen. Auch wenn sich seine eigene Praxis nicht dazu eignet: Häusermann hält Gruppenpraxen für eine gute Lösung. Mit einer Einschränkung: «Es ist wich­ tig, dass diese eine gewisse Konstanz gewährleisten.» Denn gerade die lang­ jährige Beziehung und das Vertrauens­ verhältnis zwischen Hausarzt und Patient sind es, was für Häusermann eine gute Grundversorgung ausmacht. «Die Medizin hat sich in den letzten

0–5 6–1 0 11– 15 16– 20 21– 2 26– 5 30 31– 3 36– 5 40 41– 4 46– 5 50 51– 5 56– 5 60 61– 6 66– 5 70 71– 7 76– 5 80 81– 8 86– 5 90 91– 95 96+

das «Gesamtsystem Mensch». Deshalb fragt er in den Sprechstunden immer auch nach, wie es den Patientinnen und Patienten zu Hause und bei der Arbeit gehe. Erst nachdem er sich einen Gesamtüberblick verschafft hat, stellt er eine Diagnose.


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MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 15

Jahrzehnten atomisiert. Es gibt immer mehr Spezialgebiete und Subspezialgebiete», sagt er. «Vieles, was früher unmöglich war, ist heute möglich. Doch ist alles, was möglich ist, auch immer sinnvoll?» Häusermann und Affentranger sind über­ zeugt, dass es die Generalisten braucht, die den Überblick über die vielen Therapiemög­ lichkeiten behalten. Die Medizin ist vermehrt mit Patienten mit chronischen Erkrankungen konfrontiert. Diese brauchen Begleitper­ sonen, die sie beraten. Und sogar einmal von etwas abraten. Das sehen auch Gesundheitsökonomen so. Längst haben sie eine «Überversorgung» von medizinischen Dienstleistungen festgestellt (siehe Interview rechts). Dazu zählen etwa Behandlungen, die auf die Lebensqualität eines Patienten keinen Einfluss haben, aber das Gesundheitssystem unnötig belasten. Auch wenn die «Dinosaurier» langsam aussterben, die Hausarztmedizin hat eine wichtige Funktion im Gesundheitssystem. Das ist auch die Meinung des Stimmvolks, das 2014 den Gegenvorschlag des Bundes zur Initiative «Ja zur Hausarztmedizin» annahm. Seither treffen Bund und Kantone Massnahmen, um die Allgemeinmedizin zu stärken. Denn obwohl der Hausarztmangel seit Langem absehbar war, wurde wenig dagegen unternommen, eher das Gegenteil: 1998 wurde der Numerus clausus eingeführt, die Zulassungsbeschränkung fürs Medizin­ studium. Die Folge: Die Schweiz bildet längst nicht mehr genügend Nachwuchs, um die Lücken zu schliessen. So ist es gekommen, dass inzwischen ein Drittel der Spitalärzte aus dem Ausland stammt. Bei den Hausärzten ist es zurzeit jeder Zehnte. Der Bund will nun die Zahl der Absolventen um ein Drittel erhöhen. Ab kommenden Sommer bietet selbst die ETH Zürich neu einen Bachelorstudiengang in Humanmedizin an. Dorfbewohner sind Praxis-Mitbesitzer

In Flühli hat das Dorf 2016 wieder einen Arzt gesucht. Und gefunden. Im Frühsommer wird eine junge Ärztin in Affentrangers bald fertig umgebaute Gemeinschaftspraxis einsteigen. Das Spezielle: Die Praxis gehört einer Genos­ senschaft, der auch Patienten angehören. Es gibt keinen Investor wie bei anderen Ge­ meinschaftspraxen, niemanden, der Gewinn erzielen muss. Die Patienten besitzen sozusa­ gen ihre eigene Praxis. Ein solches Modell gibt es bisher erst in Ebnat­Kappel SG. Die praktizierenden Ärzte mieten die Praxis von der Genossenschaft. So ist gewährleistet, dass die Praxis bleibt, wenn der Arzt geht. Paul Affentranger wird noch eine Zeit lang mit der jungen Ärztin zusammenarbeiten. Und er hofft, dass bald eine weitere Fachper­ son nach Flühli kommt. Wie er vor knapp 40 Jahren. Bereut hat er es nie. MM

Matthias Maurer

«Medizin ist ein Luxusgut»

Weshalb sind die Gesundheits­ kosten in den letzten Jahren der­ massen angestiegen? Dafür gibt es drei Treiber. Der tech­ nologische Fortschritt gehört dazu. Wir können Krankheiten früher erkennen und dank neuer Medika­ mente besser behandeln. Früher war eine Krebsdiagnose oft tödlich, heute kann Krebs behandelt oder gar geheilt werden. Dies kostet aber. Die Demografie ist ein weiterer Kosten­ treiber: Wir leben länger, also ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir krank werden, auch grösser. Zudem leiden ältere Menschen öfter an chroni­ schen Krankheiten, deren Behand­ lung ebenfalls teurer ist. Und der dritte Grund? Hauptgrund, wieso unsere Gesund­ heitskosten in den letzten Jahren so stark angestiegen sind, ist das gestie­ gene Volkseinkommen. Wir können es uns leisten, viel Geld für Gesund­ heit auszugeben, und wir tun dies auch. Medizin ist ein Luxusgut. Alles, was angeboten wird, wird in hohem Masse nachgefragt. Wären wir Schweizerinnen und Schweizer nicht so reich, würden wir für Medizin weniger ausgeben, weil wir unser Geld für Nahrung und andere Grundbedürfnisse bräuchten. Wie werden sich die Kosten in Zukunft entwickeln? Bleibt unser Gesundheitssystem so, wie es ist, werden die Ausgaben weiter steigen. Denn die Alterung der Bevölkerung schreitet fort, die Tech­ nik entwickelt sich immer weiter, und der Schweiz geht es wirtschaft­ lich nach wie vor gut. Wie könnte verhindert werden, dass die Kosten weiter steigen? Die Kosten sind ja nichts anderes als der Preis mal die Menge. Man kann also die Preise senken, was der Bundesrat unter anderem mit der Senkung der Medikamentenpreise bereits in Angriff genommen hat. Auf der Mengenseite gäbe es beispiels­ weise Zulassungsstopps für Ärzte: Solche hat der Bund eine Zeit lang sowohl für Spezialisten als auch für Allgemeinmediziner verhängt. Was die Einschränkung der Menge, also des medizinischen Angebots, betrifft, gäbe es noch Spielraum.

Matthias Maurer (47) ist stellvertretender Leiter des Winterthurer Instituts für Gesundheitsökonomie.

Wo? In anderen Ländern wird definiert, was überhaupt von den Versicherun­ gen bezahlt wird. Bei uns wird mit wenigen Ausnahmen fast alles be­ zahlt. Das schlägt sich in den hohen Prämien nieder. Und hohe Prämien verleiten die Menschen wiederum dazu, viel zu konsumieren, weil man ja etwas haben will für sein Geld. Weniger wäre besser? Wir Gesundheitsökonomen gehen klar davon aus, dass in der Schweiz Gesundheitsdienstleistungen «überkonsumiert» werden, dass mehr Leistungen in Anspruch genommen werden, als wirklich nötig sind. Mehr Information und Sensibilisierung könnten helfen, dass Menschen hierzulande weniger und bewusster Medizin konsumieren und sich auch einmal bewusst gegen eine Behand­ lung entscheiden, die teuer, aber vielleicht nicht sehr wirksam ist. Man könnte sich auch überlegen, ob gene­ rell die Selbstbeteiligung höher sein müsste, damit weniger Leistungen in Anspruch genommen werden. Welches ist die Rolle der Allgemeinmediziner? Hausärzte, HMO­Praxen und andere Gesundheitsnetzwerke kennen die Patienten und deren Krankenge­ schichten. Sie überwachen langjährige Krankheiten und könnten noch mehr einbezogen werden, wenn es zu ent­ scheiden gilt, ob eine Behandlung oder eine Operation notwendig ist. MM


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Europas und wird Sie mit seinen mittelalterlichen Gassen und der mediterranen Herzlichkeit verzaubern. Zurück im Hotel erwartet uns das Nachtessen und ein gemütlicher Musik- und Tanzabend in bester Gesellschaft. 4. Tag – Insel Krk Heute haben Sie entweder die Möglichkeit am Strand und am Pool auszuspannen oder einen Ausflug auf die Insel Krk zu unternehmen (inbegriffen). Die „Goldene Insel“ empfängt uns mit tollen Landschaften, die von kahlem Gebirge bis hin zu fruchtbaren Flusstälern reicht. Freuen Sie sich auf die quirlige Hauptstadt Krk, die aus einer alten Römersiedlung entstand, wie auch auf Punat, das wunderschön umgeben von Olivenhainen und Weingärten liegt. Zum Abschluss verkosten wir feine Weine, lokale Spezialitäten und lassen es uns gut gehen. Nachtessen im Hotel. 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 17

D Bänz Friedli

«The real stuff»

Den Burger meines Lebens ass ich mit J. J. Cale. Ja, wirklich wahr: mit dem grossen J. J. Cale, der die E-Gitarre liebkosen konnte wie kein Zweiter. J. J. Cale, der dank Songs wie «Cocaine», «Magnolia» und «After Midnight» unvergessen ist. Ich traf ihn spätnachts in einer Spelunke namens «The Catalyst». Sein Gesicht war eine Landschaft, tief zerfurcht. Mittendrin, unter buschigen Brauen, stachen die blassblauen Augen hervor, hellwach. Sonst aber sass er gebückt auf dem Holzstuhl, grummelte tief im Gaumen ein paar Worte, die dann wie ein Singen klangen, anschwellend und abfallend: «I’m an old man, you know.» Er sei ein alter Mann. Dabei hatte er seine Lieder kurz zuvor in einer Frische dargeboten, als spielte er sie zum ersten Mal. Und nun hockte er mir gegenüber, im weissen Shirt mit der Aufschrift «Oklahoma», in Jeans und Cowboystiefeln, trank Wasser, bestellte sich einen Western Burger mit Crevetten, Zwiebeln, Pfefferschoten, «you know, the real stuff», und einer Extraportion French Fries. Ich orderte, halb aus Verlegenheit, dasselbe. Und es sollte der feinste Burger werden, den ich je gegessen habe.

Bänz Friedli (51)

hat den weltbesten Burger gegessen.

Das war lange bevor der Hamburger zur Trendspeise wurde. Inzwischen muss man für einen saftigen Burger mit richtig gutem Fleisch nicht mehr um die halbe Welt reisen. Allein in unserer Stadt ist ein Dutzend

Restaurants darauf spezialisiert, es gibt den «Bären»- und den «Kreuz»-Burger, selbst Fünfsternehotels setzen ihn auf ihre Speisekarte. Und jeder behauptet, er serviere den «best burger in town» … Die Welle erstaunt umso mehr, als sie wider den Zeitgeist läuft: Eigentlich ist Rindfleisch verpönt, weil es, krud gesagt, eine schlechte Ökobilanz hat. Die Aufzucht der Rinder verschlingt zu viel Futter, die Tiere brauchen zu viel Platz und furzen erst noch ein Loch in die Ozonschicht. Für Bedenkenträger gibts daher den Öko-, den veganen und den Quinoa-Burger. Aber keiner kommt an das heran, was J. J. Cale «the real stuff» nannte. Jahre nach unserem Treffen war ich wieder an dem Ort. Mit meinen Liebsten diesmal. Seit Wochen hatte ich ihnen in den Ohren gelegen, wir würden dann den weltbesten Burger essen, während der ganzen Reise hatte ich sie gluschtig gemacht. Ich nötigte sie zu einem Fussmarsch durch die halbe Stadt, stets betonend, es lohne sich – und als wir endlich vor «The Catalyst» standen, war das Lokal geschlossen. Vielleicht besser so. J. J. Cale, der Unsterbliche, war zu diesem Zeitpunkt schon tot. Und wer weiss, wie der Western Burger ohne ihn geschmeckt hätte? Wir gingen dann einen Salat essen. Gut fürs Klima. MM Bänz Friedli live: 9. Februar, Schaan FL

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18 | MM6, 6.2.2017 | MENSCHEN

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Änziloch-Sage

Dem Spuk auf der Spur

Laura Larissa Röösli ist die Hauptfigur in Alice Schmids neuem

Dokumentarfilm «Das Mädchen vom Änziloch». Darin versucht die 13-Jährige das Geheimnis der sagenumwobenen Schlucht zu ergründen. Für Laura war es bereits die zweite Filmerfahrung. Text: Yvette Hettinger

Bilder: Daniel Winkler

E

s spukt im Änziloch. Da sind sich die Entlebucher einig. Wer in die 200 Meter tiefe Schlucht im Napfgebiet hinuntersteigt, müsse mit Seltsamem rechnen: Erwachsene etwa kämen mit einem geschwollenen Kopf zurück, Kinder mit Fieber. Pferde würden dort ohne ersicht­ lichen Grund bocken. Selbst gestandene Bauersleute aus der Umgebung machen einen gros­ sen Bogen ums Änziloch. Kaum einer würde freiwillig hingehen. Laura Larissa Röösli (13) hats trotzdem gewagt. Allerdings in Begleitung einer Filmcrew. Denn Laura ist die Protagonistin in Alice Schmids neuem Doku­ mentarfilm «Das Mädchen vom Änziloch», der am 9. Februar ins Kino kommt. Laura steht nicht zum ersten Mal vor der Kamera. Als Fünfjährige wirkte sie schon in Schmids Film «Die Kinder vom Napf» mit. «Sie war die Kleine mit der grossen Klappe», sagt Mutter Marlen Röösli (38) und lacht.


MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 19

Ausflüge zu sagen­ umwobenen Orten

www.migmag.ch/ sagenort

2

1 Das alte Wohnmobil

3

Der neue, sehr persönliche Film zeigt einen Sommer aus Lauras Leben: wie sie ihre Hasen und Ponys pflegt, mit den drei Brü­ dern auf dem Hof mithilft und zusammen mit einem Jungen, der zum Landdienst gekommen ist, das Geheimnis des Änzilochs zu ergründen versucht. Tagelang beobachtet Laura die Schlucht mit einem Feldstecher.

Bild: Gemeinde Romoos

Am liebsten ein normales Leben

Laura hat mit der Zusage zum Film nicht gezögert. «Alice würde nie etwas ins Kino bringen, das für mich peinlich sein könnte», sagt sie. Sie sitzt am grossen runden Tisch in der gemütlichen Küche ihres Elternhauses in Romoos LU. Die Mutter serviert Kaffee, Hunde wuseln herum, Familienmitglie­ der kommen und gehen. Der Blick aus dem Fenster geht über die meterdick verschneiten Hügel und Tannen des Napf­ gebiets. Alles ist weiss, so weit das Auge reicht. Ein anderes Wohn­ haus ist trotz Fernsicht nicht zu

erblicken – Romoos ist mit knapp 700 Einwohnern auf 37 Quadrat­ kilometern dünn besiedelt. Und die Rööslis leben auf 912 Metern, hoch über dem Dorf, eine Stunde Fussmarsch vom Änziloch ent­ fernt. Gspänli trifft Laura nur in der Schule, unten im Tal. «Schule, Aufgaben, Tests», fasst das Mädchen seinen Alltag zusammen. Frühmorgens wird sie von der Mutter ins Dorf chauf­ fiert. Dann gehts mit dem Bus und zu Fuss in die Sek Wolhusen LU. Die Schultage verbringt Laura dort, die Abende und Wochen­ enden am liebsten zu Hause. Näht mit dem Grosi, begleitet den Grossätti bei der Arbeit auf dem Hof, strickt und bäckt mit der Mutter, guckt «Big Bang Theory». Genau so will Laura leben, am liebsten für immer. Die Stadt, Shopping, Kino: sagt ihr alles nichts. An den Solothurner Film­ tagen musste sie vor fast 1000 Leuten Fragen aus dem Publikum beantworten. «Das war aufre­ gend», sagt Laura, «eigentlich hat es Spass gemacht. Aber ich war

ist Lauras Rückzugsort. Es spielt auch im Film eine zentrale Rolle. Und der Feldstecher ist ein wichtiges Requisit. 2 Absturzrisiko: Die Felswand Stächel­ eggflue oberhalb des Änzilochs. 3 Vertrauen und Freundschaft verbinden Alice Schmid (links) und Laura. 4 Kein Tag ohne einen Besuch ihrer geliebten Ponys und der anderen Hoftiere.

froh, als ich wieder von der Bühne herunterkonnte.» Schau­ spielerin ist nicht ihr Berufs­ wunsch. Lieber würde sie Schnei­ derin werden oder Coiffeuse. Geheimnisvolle Schlucht

Inzwischen ist Filmregisseurin Alice Schmid (65) gekommen, hat Laura herzlich umarmt, sich an den Tisch gesetzt. Hier ist Schmid mit ihrem Team im Sommer 2015 oft ein und aus gegangen. «An jedem Drehtag haben wir zuerst hier gefrüh­ stückt», erzählt sie. Schmid kennt Romoos und die Sage ums Änzi­ loch seit ihrer Jugend. Ein Vater soll einst seine ledige, schwan­ gere Tochter in die Schlucht hinuntergestossen haben – seither irren dort angeblich allerlei unstete Geister von Verstorbenen umher. Schmid hat in New York stu­ diert, in Zürich gelebt und Filme in Afrika, Asien und Südamerika gedreht. Doch selbst sie sagt: «Es ist etwas merkwürdig am Änzi­ loch. Ich habe Respekt davor.»

4

Die Dreharbeiten haben ihr das Unbehagen nicht genom­ men: «Als wir für den Film in die Schlucht hinunterstiegen, ist etwas Seltsames passiert.» Laura macht grosse Augen und sagt zuerst nur: «Ui, ja.» Dann erzählt sie: Da unten stehe ein altes Haus mit einer Veranda mit einer Tür. «Ich habe die Tür einfach so geöffnet, aber gleich wieder geschlossen, weil ich mich erschrocken habe.» Ein paar Minuten später ging Laura mit Alice Schmid zurück, um gemeinsam mit ihr den unheimlichen Raum zu erkun­ den. «Da war die Tür zu», sagt Laura, «abgeschlossen.» Alle schweigen einen Moment. Mar­ len Röösli schenkt Kaffee nach. Im Änziloch, da spukt es. MM «Das Mädchen vom Änziloch» wird im März mit dem Innerschweizer Filmpreis 2017 der Albert-KoechlinStiftung ausgezeichnet. Er war an den Solothurner Filmtagen für den Publikumspreis und am weltweit grössten Dokumentarfilmfestival in Amsterdam für drei Preise nominiert.

Mehr unheimliche Orte Seite 21


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Unheimliche Orte

Bilder: Roman Tyulyakov / Andermatt-Urserntal Tourismus, Andreas Sommer (4), Stadt Baden

Teufelskeller, Dreifach-Echo und Steinbraut Das Romooser Änziloch ist nicht der einzige sagenumwobene Ort der Schweiz. Auch über diese Gegenden erzählt man sich unheimliche Geschichten:

Teufel? Tatsächlich kann sich der Besucher bei Nebel und im Dunkeln dort leicht verirren. Immerhin liegt der Tüfels Chäller an einem gut gekennzeichneten Wanderweg.

1

3

Teufelsbrücke, Schöllenenschlucht UR:

Als die Säumer des Mittelalters nach einem Weg über die gefährliche Reuss suchten, kam ihnen ausgerechnet der Teufel zu Hilfe – so die Sage – und baute ihnen eine Brücke. Im Gegenzug forderte er das erste Wesen, das die Brücke überqueren würde. Dass die schlauen Urner einen Geissbock hinübersandten, erzürnte den Teufel so sehr, dass er die Brücke mit einem Felsbrocken zerstören wollte. Doch da kam ein altes Weiblein des Weges und malte ein Kreuz auf den Stein. Der Teufel erschrak, der Felsbrocken verfehlte die Brücke und stürzte in die Tiefe. Heute liegt er als der berühmte Teufelsstein bei Göschenen direkt an der Autobahn.

2

Tüfels Chäller, Baden AG: Eine Landschaft aus Nagelfluh-Türmchen und ein mystisch anmutender Wald lassen ahnen, dass hier ein besonderer Geist haust – etwa der

Cheesereloch, Gantrischgebiet BE: Die kleine Höhle auf der Südseite des Pfyffe-Hügels soll der Eingang zum unterirdischen Reich der Helva sein, der Königin der Feen. Noch nie hat jemand die Fee gesehen – im Gegensatz zu den Zwergen, die einst auch im Cheesereloch gewohnt haben sollen und nun als Holzfiguren den Wanderweg östlich des Horbühlpasses säumen. Wenn man sie schlecht behandelt, verlassen sie den Ort auf Nimmerwiedersehen, sagt man.

4

Denti della Vecchia, Val Colla TI: Eine

alte Frau mit fauligen Zähnen soll die Gegend im Luganeser Hinterland einst beherrscht haben, mit strenger Hand und Wutausbrüchen. Ein Beschützer der Tierwelt schaffte es einst, das alte Weib in die Schranken zu weisen. Nur noch ihre versteinerten Zähne – die Zähne der Alten – erinnern an die einstige Herrscherin.

5

Das Echo vom Lauiberg, Unteriberg SZ:

Das Sihlseeli nahe beim Pragelpass sollte man unbedingt in einer Karfreitagsnacht besuchen, denn alle hundert Jahre materialisiert sich das berühmte Echo vom Lauiberg, erzählt man sich. Aber auch an normalen Tagen hat es das Echo in sich: Es wirft Geräusche gleich dreifach zurück, an vier Busstagenim Jahr gar vierfach. Schuld ist gemäss der Sage ein junger Bursche, der einst das Echo herausforderte, bis es sich ihm in Form eines Elfengesichts zeigte.

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La Fille de Mai, Bourrignon JU: Zwei

seltsam geformte Felstürme erheben sich nördlich der Hochebene von Bourrignon. In der Nacht vom 1. Mai sollen sich die Felsen mit dem zweiten Schlag der Mitternachtsglocken um ihre eigene Achse drehen. Denn sie sind ein versteinertes Paar, das sich einst dort in einer 1.-Mai-Nacht in wildem Tanz um ein Feuer drehte, bis es hineinfiel. Tatsächlich sieht die grössere Felsformation ein wenig wie eine sitzende Frau aus und wird «die Maibraut» genannt. Quellen: www.wandern.ch, www.freizeit.ch, www.animahelvetia.ch, www.gantrisch.ch, www.tell.ch


Wandererlebnisse zu Frühlingspreisen!

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Hans Wiesner Geschäftsleiter Wandern macht frisch, ist erholsam und aktiviert unsere Sinne. Beim Wandern erleben Sie Naturschönheiten hautnah und können dabei interessante Freundschaften schliessen – sogar fürs Leben. Keine andere Reiseart bietet diese ideale Kombination. Im kommenden Jahr bieten wir Ihnen äusserst attraktive Wanderreisen zu noch attraktiveren Preisen! Gewandert wird je nach Reise 2 bis 3 Stunden pro Tag. So bleibt genug Zeit für eigene Interessen oder mal das Erkunden eines Städtchens auf eigene Faust mit netten Reisegefährten. Buchen Sie jetzt und wandern Sie schon bald mit uns in den sonnigen Frühling.

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Cannobio – Lago Maggiore

1. Tag: Schweiz–Cannobio. Bahnreise nach Locarno. Fahrt mit öffentlichem Bus via Brissago nach Cannobio. Erkundungsrundgang. 2. Tag: Cannero–Riviera. Von Cannobio aus wandern wir aussichtsreich nach Cannero, einem ehemaligen Fischerdorf mit hübscher Uferpromenade. 3. Tag: Der «Balkon des Lago Maggiore». Auf dieser interessanten Rundwanderung kommen wir an den ursprünglichen, nördlichen Fraktionen von Cannobio vorbei. Im Kastanienwald geniessen wir typische regionale Spezialitäten. 4. Tag Rückreise. Besuch des lebendigen Sonntagsmarktes. Am Nachmittag Bootsfahrt nach Locarno und Rückreise durch den neuen Gotthard-Basistunnel. Unterkunft Sie wohnen im Hotel Il Portico*** an der Seepromena de von Cannobio. Das Hotel verfügt über einen schönen, ruhigen Garten und eine grosse Terrasse. Wanderungen Wanderungen zwischen 2 und 3½ Stunden auf wenig begangenen idyllischen Wanderwegen. Das ist inbegriffen • Bahnfahrt 1. Klasse nach Locarno und zurück • Busfahrt Locarno–Cannobio • Schifffahrt Cannobio–Locarno • 3 Übernachtungen im Hotel Portico*** • Halbpension + 2 typische Mittagessen • Trinkgelder in Hotel & Restaurants • IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung Wanderung über dem Lago Maggiore

Reisedaten 2017 (jeweils Do – So) 1) 16.03. – 19.03. 4) 22.06. – 25.06. 2) 30.03. – 02.04. 5) 07.09. – 10.09. 4) 08.06. – 11.06. 6) 14.09. – 17.09. Preis pro Person im Doppelzimmer - Zuschlag Einzelzimmer - Zuschlag ohne Halbtax-Abonnement - Reduktion mit GA 2. Klasse

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Fr. 690.–

Vinschgau – Wandern im Südtirol

1. Tag: Hinfahrt Zürich – Naturns. Bahnfahrt 1. Klasse und mit dem Postauto über den Ofenpass nach Glurns. Mit der Vinschgerbahn weiter nach Naturns. 2. Tag: Waalwege und Schloss Juval. Wanderung entlang von Wasserleitungen zum trutzigen Schloss Juval, das heute Reinhold Messner gehört und sein Mountain Museum beherbergt. 3. Tag: Sonnenbergwanderung. Aussichtsreiche Höhenwanderung von Schluderns zur Köpfelplatte. 4. Tag: Besuch von Meran. Besuch von Meran, einst Sitz der Tiroler Fürsten mit Besuch der prunkvollen Gärten von Schloss Trauttmansdorff. 5. Tag: Kapelle und Rückreise. Besuch der romanischen Kapelle des Heiligen Prokulus, wo Fresken zu sehen sind, die noch vor der Zeit von Karl dem Grossen gemalt wurden. Rückfahrt gegen Mittag. Das Städtchen Omis an der Adria-Küste


8 Tage

ab

Fr. 1190.–

Algarve – unberührte Westküste

8 Tage

ab

Fr. 1290.– Dalmatien – die Sonnenküste Kroatiens

1. Tag: Hinflug Zürich–Faro. Transfer zum Hotel.

1. Tag: Zürich–Split. Direktflug mit EDELWEISS

2. Tag: Ursprüngliches Hinterland. Das Dörfchen

2. Tag: Stadtbesichtigung von Split. Am Vormittag Stadt-

Bensafrim ist Ausgangspunkt unserer heutigen Wande-

rundgang und erste Wanderung mit Blick auf die Stadt.

rung. Diese führt uns durch Pinien- und Eukalyptuswäl-

3. Tag: Tagesausflug nach Sibenik. Besichtigung der

der nach Pincho.

mittelalterlichen Stadt mit der Kathedrale des Heiligen

3. Tag: Stadtbesichtigung von Lagos. Heute er-

Jakob. Mittagessen in einer typischen dalmatinischen

kunden wir zu Fuss die Jahrhunderte alte Hafenstadt

Konoba. Nachmittags Wanderung im Nationalpark Krka.

Lagos. Sie war Ausgangshafen der ersten portugiesi-

4. Tag: Insel Brac und Vidova Gora. Mit der Fähre ge-

schen Entdeckungsfahrten. Nachmittag zur freien Ver-

langen Sie auf die Insel Brac und besteigen den Vidova

fügung. 4. Tag: Praia da Luz. Hoch über den Wassern des Atlantiks wandern wir dem Klippenpfad entlang. Dieser führt uns zum Küstendorf Praia da Luz. 5. Tag: Cabo de São Vicente. Auf dem Küstenpfad erstaunen uns die von tosenden Atlantikwellen geformten Felsen. In der Ferne erblicken wir schon bald den Leuchtturm von Cabo de São Vicente. Im Fischerdorf

Gora, den höchsten Punkt der kroatischen Inselwelt. Von dort aus Wanderung zum Kloster Blaca. 5. Tag: Omis. Sie wandern zur Burg Fortica und geniessen den Ausblick auf die Schlucht der Cetina und die Inseln. Mittagessen bei den Radman Mühlen am Fluss. 6. Tag: Tag zur freien Verfügung. Zeit für einen Stadtbummel durch Trogir oder gemütlich am Strand. 7. Tag: Ilyrischer Flussweg. Wanderung entlang des Illyrischen Flussweges, der früher mit Eseln benutzt wurde

Unterkunft Wir logieren im Hotel Lamm*** in Naturns. Komfortable Zimmer mit Bad oder Dusche/WC, Föhn, TV und WLAN. Freie Benützung von Sauna und Hallenbad.

Sagres geniessen wir unser Mittagessen.

Bootsfahrt.

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Wanderungen Leichte Wanderungen zwischen 1,5 und 3,5 Stunden ohne grosse Auf- oder Abstiege.

7. Tag: Von Aljezur zur Praia da Amoreira. Heute

Das Hotel Sveti Kriz (off. Kategorie 4 Sterne) liegt in einem Pinienwald auf der Insel Ciovo, 30m vom Strand und nur

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Algarve mit einer schönen Strandwanderung oder einer

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3 km vom Zentrum von Trogir entfernt. Wellnessbereich und Fitnessraum. Zimmer mit allem Komfort. Wanderungen

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Wir wohnen im Hotel Tivoli**** in Lagos. Es verfügt über

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zu den Ausgrabungen der Villa Rustica aus dem 5. Jh.

bis zur weiten Praia da Amoreira.

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24 | MM6, 6.2.2017 | MENSCHEN

In Kalifornien hat sie ihr Herz verloren: Milena Moser in den Armen von Victor, ihrer neuen Liebe.


MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 25

Im himmelblauen Gartenhaus in San Francisco arbeitet Milena Moser an ihrem nächsten Roman. Milena Moser

Zu Hause angekommen

Vor anderthalb Jahren wanderte Milena Moser in die USA aus. In ihrem neuen Buch erzählt die Schweizer Erfolgsautorin von Liebe und Freiheit zwischen Wüste und Grossstadt. Und wie sie ihr ganz persönliches Paradies gefunden hat. Text: Peter Aeschlimann

D

as Leben, heisst es, schreibe die besten Geschichten. Zum Beispiel diese hier: Auf einem Roadtrip durch den Westen der USA, irgendwo auf einer staubigen Wüstenstrasse, tönt es plötzlich aus Milena Mosers (53) Autoradio: «Wo ist zu Hause, Mama?» Johnny Cashs holpriges Deutsch bringt die Schweizer Schriftstellerin («Die Putzfraueninsel») zum Lachen. Die Frage der Country-Legende aber, die findet sie gut: «Wo ist zu Hause, Mama?» Milena Moser war gerade zum zweiten Mal ausgewandert, hatte sich in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico ein kleines Häuschen gekauft, als sie sich unverhofft in einen neuen Mann verliebte. «Wo ist zu Hause, Milena?», fragt sie sich nun. In der Casita in Santa Fe? Oder doch in den Armen dieses Mannes? Freiheit oder Liebe? «Vielleicht find ich dich, find ich mein Zuhaus, hinter blauen Bergen», singt Johnny Cash in seinem seltsamen Lied weiter. Und Milena Moser weiss jetzt wenigstens, wie ihr nächstes Buch heissen soll: «Hinter diesen blauen Bergen». Eine Woche vor Erscheinen dieses Buchs sitzt Milena Moser im XO Café, einem kleinen Lokal im Noe-Valley-Quartier in San Francisco, und sagt: «Du kannst nicht kontrollieren, wie dein Leben verläuft.» Eine Lektion,

Bilder: David Butow

die sie schon beim Schreiben ihres letzten Buchs («Das Glück sieht immer anders aus») gelernt hat. Sich neu verlieben, lautete der Plan

Nachdem ihre Ehe gescheitert war, machte sie sich im Jahr 2013 auf eine Reise quer durch Nordamerika, um glückliche Paare nach deren Geheimrezepten für die ewige Liebe zu befragen. Am Ende, so der Plan, wollte auch sie sich wieder verlieben. Und genau das tat sie dann auch. Nur war es kein Mann, der ihr Herz eroberte, sondern ein hübsches Adobe-Häuschen in der Künstlerstadt Santa Fe, das zufällig zum Verkauf ausgeschrieben war. «Man muss wach sein und bereit, auf die Welle aufzuspringen, wenn diese unerwartet kommt», sagt Milena Moser. 2015, als auch der jüngere Sohn seine Schulzeit beendet hatte, räumte sie Atelier und Wohnung in Aarau und wanderte in die Vereinigten Staaten aus. Von diesem neuen Lebensabschnitt handelt «Hinter diesen blauen Bergen». Vom Glück, an einem fremden Ort ein neues Leben anzufangen, aber auch von den Schwierigkeiten. Milena Moser lässt den Leser auf 256 Seiten an ihrem Alltag teilhaben – und sie tut das auf ihre gewohnt temporeiche, witzige und

oft schonungslos offene Art. «Ich habe nichts anderes zu geben als mich selbst», heisst es in einem Kapitel. Sie ärgert sich über die bürokratischen Hürden, die sie auf dem Weg zu einem neuen Führerschein bezwingen muss, ohne den in den USA gar nichts läuft. «Ich trage das Paradies in mir»

Und sie freut sich über das Glück der neu gewonnenen Freiheit auf dem Rücken eines Pferdes. Am Ende findet die Autorin eine Antwort auf die zentrale Frage des Buchs, wo denn nun ihre Heimat sei: «Ich muss das Paradies nicht mehr suchen, ich trage es in mir.» Und die Schweiz? Milena Moser nippt an ihrem Kaffee, fährt sich mit der Hand durch die wilden Locken: «Zu anstrengend!» Seit ihrer Kindheit habe sie das Gefühl gehabt, stets den Atem anhalten zu müssen. «Ich überlegte mir ständig: Mache ich es richtig?» Dieses Gefühl habe sie in den USA nicht mehr. Hier könne jeder so leben, wie es ihm gefalle. «Heimat ist da, wo man sich selber sein kann.» Etwa in Victor Mario Zaballas Garten. Milena Mosers Freund wohnt nur zwei Häuserblocks vom XO Café entfernt, in einem dieser viktorianischen Holzhäuser, die das Strassenbild von San Francisco prägen. Um in den Garten zu gelangen, muss man zuerst das


1. Tag Schweiz – Chianciano Terme Anreise über die Apenninen nach Chianciano. 2. Tag Chianciano Terme – Apulien Durch das Tibertal und vorbei an Rom und Neapel erreichen Sie am Abend Apulien. 3.Tag Ausflug Alberobello – Itriatatal – Ostuni Sie besuchen Alberobello, die Hauptstadt der Trullis, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Danach Fahrt durch das Itriatal nach Ostuni, einem malerischen Städtchen mit verwinkelten Gassen. 4. Tag Ausflug Otranto – Santa Maria di Leuca (fakultativ) Über Lecce fahren Sie auf die salentinische Halbinsel, wie der «Absatz» des italienischen «Stiefels» heisst. Bei Santa Maria di Leuca erreichen Sie die Südostspitze Italiens. Danach fahren Sie nach Otranto, der östlichsten Stadt Italiens. Von hier aus kann man bis hinüber nach Albanien blicken. 5. Tag Apulien – Castel del Monte – Gargano Vorbei an Bari gelangen Sie zum Castel del Monte, der «Krone Apuliens». Nach einem Besuch im malerischen Fischerstädtchen Trani fahren Sie auf einer grandiosen Küstenstrasse nach Vieste. 6. Tag Vieste Sie verweilen in Vieste, dessen reizvolle Altstadt malerisch auf einer felsigen Halbinsel liegt, und machen einen Ausflug mit dem Boot entlang der fantastisch schönen Küste mit ihren bizarren Klippen. 7. Tag Vieste – Adria Sie verlassen den Gargano und fahren entlang der Adria und haben immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste und die sie säumenden Ferienorte. 8. Tag Adria – Schweiz Heimreise über Bologna und Mailand.

8 Tage Fr. 925.– 29. April– 06. Mai

Das ist alles dabei... • 8-tägige Fahrt mit mo-

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dernem 4-Sterne-Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage etc. 7 Übernachtungen in sehr guten Mittelklassehotels in Zimmern mit Bad/Dusche/WC Halbpension in den Hotels Ganztägiger Ausflug nach Alberobello, ins Itriatal und nach Ostuni Bootsausflug entlang der Küste zu den Meeresgrotten in Vieste Besichtigung des Castello del Monte

Auf Wunsch: • Einzelzimmerzuschlag

• •

Fr. 210.– Ganztägiger Ausflug nach Otranto und Santa Maria di Leuca Fr. 38.– Annullationsschutz Fr. 28.–

Abfahrtsorte Zürich, Olten, Bern, Basel, Luzern

1. Tag Schweiz – Genua Anreise durch das Aostatal nach Genua. 2. Tag Auf See – Ankunft in Palermo Heute geniessen Sie das Bordleben auf dem Schiff. 3. Tag Ausflug Palermo – Monreale – Selinunte Stadtrundfahrt in Palermo und Besuch in Monreale mit der Kathedrale, die als schönstes Beispiel des arabisch normannischen Stils gilt. 4. Tag Palermo – Agrigento – Giardini Naxos An der Südküste besuchen Sie das grandiose «Tal der Tempel». Sie werden beeindruckt sein von der Schaffenskraft der antiken Völker. 5. Tag Ausflug Aetna und Taormina Am Vormittag fahren Sie zum Aetna, dem grössten noch aktiven Vulkan Europas. Am Nachmittag besuchen Sie Taormina, die «Perle Siziliens», einer der schönsten Orte Italiens, mit wunderschönem Blick auf das Meer und den alles überragenden Aetna. 6. Tag Ausflug Catania und Siracusa (fakultativ) Nach einem Besuch in Catania, der zweitgrössten Stadt Siziliens, fahren Sie nach Siracusa, der Heimatstadt von Archimedes. Man zeigt Ihnen unter anderem das griechische Theater und auch die antiken Steinbrüche mit den Seilergrotten und dem berüchtigten «Ohr des Dionysios». 7. Tag Giardini Naxos – Cefalu – Palermo Vorbei an Messina gelangen Sie an die Nordküste, ins lebhafte Städtchen Milazzo, das noch von den spanischen Mauern umgeben wird. Auf der Weiterfahrt zur Einschiffung in Palermo besuchen Sie noch das malerische Fischerstädchen Cefalu mit seinem prächtigen Dom. 8. Tag Neapel – Toskana Nach der Ausschiffung in Neapel fahren Sie nach Lazium und durch das Tal des Tibers in die Toskana. 9. Tag Toskana – Schweiz Heimreise über Mailand und Chiasso in die Schweiz.

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dernem 4-Sterne-Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage etc. Schiffspassagen Genua – Palermo / Palermo – Neapel mit modernem Linienschiff in Doppelkabinen innen (ohne Mahlzeiten) 6 Übernachtungen in sehr guten Mittelklassehotels Halbpension in den Hotels Ausflug nach Palermo, Monreale und Selinunte Besichtigung des Tals der Tempel in Agrigento Ausflug zum Aetna und nach Taormina

Auf Wunsch: • Einzelzimmerzuschlag

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Fr. 260.– (ausgenommen Fährüberfahrten) Aussenkabine Fr. 75.– Ausflug nach Catania und Siracusa Fr. 38.– Annullationsschutz Fr. 32.–

Abfahrtsorte

Zürich, Olten, Bern, Basel, Luzern


MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 27

Atelier des mexikanischen Künstlers durchqueren, vorbei an unzähligen Musikinstrumenten, an aufgetürmtem Holz, das Victor für eine seiner nächsten monumentalen Installationen benötigt, an einem Schrank, der bis oben mit Spielzeugrobotern gefüllt ist.

Bilder: Nina Wright

Ein Refugium im verwunschenen Garten

Ein kreatives Chaos im besten Sinn. Aber keine Umgebung, in der Milena Moser schreiben kann. Um sich bei Victor wohlzufühlen, brauchte sie einen Ort, der nur ihr gehört. Also baute sie sich ein himmelblaues Häuschen in den verwunschenen Garten im Hof, wo sie nun, wann immer sie in San Francisco weilt, an ihren Geschichten feilt. Auf dem Boden liegt ein Meditationskissen, über der Tür hängen tibetische Gebetsflaggen. Auf den Regalen in der kleinen Laube türmen sich derzeit Bücher über die Wüstenstadt Los Alamos, wo Männer in weissen Kitteln in den 1940er-Jahren am Bau der Atombombe tüftelten. Ihr nächster Roman beginnt in dem dortigen experimentellen Bubeninternat, das 1940 den Wissenschaftlern weichen musste. Frühestens im Herbst 2018 werde sie damit fertig sein, sagt Milena Moser. Über den Inhalt könne sie noch nicht viel sagen. «Einen Roman zu schreiben hat etwas Magisches. Ich weiss nie, was auf der nächsten Seite passiert, und lasse mich einfach in die Geschichte fallen.» Als sich Victor fürs Foto in den Garten gesellt, streiten die beiden im Scherz darüber, wer denn nun die bessere Schokolade mache, die Schweizer oder die Mexikaner. «Wir haben sie erfunden!», sagt Victor. «Aber wir hatten die Idee mit der Milch», sagt Milena. Und dann einigt man sich wie immer in dieser delikaten Sache: dass nämlich erst die Verbindung von beidem so richtig glücklich mache. Milena Moser ist zufrieden. In ihrem letzten Buch verarbeitete sie eine Lebenskrise, ihr neues handelt vom Glück. Vom Glück, das sie hinter blauen Bergen gefunden hat. Doch wo befinden sich diese blauen Berge? «Mein Zuhause ist überall und nirgends.» Vielleicht sind es die Gebirgszüge von Santa Fe, die im Abendlicht wie blaue Kartonschablonen wirken. Vielleicht sind es die sanften Hügel von San Francisco, die frühmorgens in den intensivsten Farben erstrahlen. Freiheit oder Liebe: Milena Moser will sich nicht entscheiden. Im letzten Kapitel von «Hinter diesen blauen Bergen» beschreibt sie einen Reitausflug, während dessen plötzlich ein Gewitter aufzieht. Als Kind hatte Milena einen Unfall und getraute sich danach lange Zeit nicht mehr zu reiten. Vor einem Jahr hat sie wieder damit angefangen. «Ich habe keine Angst zu stolpern, hinzufallen, mich aufzuschürfen. Ich weiss, dass ich immer wieder aufstehen und weitergehen kann.» MM «Hinter diesen blauen Bergen», Milena Moser, Verlag Nagel & Kimche 2017, bei Ex Libris für Fr. 23.60

1

2

3

1 Milena Moser suchte eine neue Liebe – und fand ein neues Zuhause in Santa Fe. 2 In der Wüste von New Mexico fühlt sich die Schriftstellerin frei. 3 Die Schweizer Erfolgsautorin auf dem Sofa in ihrer Casita: «Einen Roman zu

schreiben hat etwas Magisches», sagt Milena Moser.


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MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 29

Leserforum MM5: Interview Namensforscherin Simone Berchtold Schiestl: «Heute ist die Namensvielfalt so gross wie noch nie»

«Wir haben bewusst auf Modenamen verzichtet» Da wir der Herkunft nach recht international sind, sollten die Namen unserer Kinder in unseren Mutter­ sprachen und auf Deutsch möglichst gut und ähnlich klingen. Darüber hinaus wollten wir unsere Kinder über die Namen in unserer Kultur und Tradition ver­ wurzelt wissen. Auf Mode­ namen haben wir bewusst verzichtet. Heraus kamen Adrian Gabriel und Elisabeth Antonia. Bisher sind wir und die Kinder damit glücklich.

Linguistin Simone Berchtold Schiestl: «Wohlklingende Namen sind zurzeit besonders beliebt.»

Renata Kux, via www.migrosmagazin.ch

Die Namensfindung für unsere vier Kinder war ein Ringen. Wir beide hatten Namen, die uns gefielen, doch kaum Über­ einstimmungen. Die Vornamen sollten von der Bedeutung her zum Kind passen und nicht nur schön klingen. Darum haben sie – bis auf einen Sohn – ihren Namen erst nach drei oder vier Tagen bekommen. Ausserdem gaben wir allen Kindern zwei Vornamen – damit sie die Auswahl gehabt hätten, falls es ihnen mit dem ersten Namen nicht wohl gewesen wäre. Andrea Prager, via www.migrosmagazin.ch Als unsere Eltern uns Kindern an Weihnachten 1958 eröffne­ ten, dass nochmals ein kleines Geschwister auf dem Weg sei, beschlossen wir, dass es (wenn es ein Mädchen werden sollte) wiederum eine «Liese» geben müsse; denn wir zwei Schwes­ tern heissen Elisabeth und An­ neliese. Also gabs eine Liselotte. Anneliese Cantieni, via www.migrosmagazin.ch Wir haben die Namen anhand der Bedeutung gewählt. Das ist wie eine Proklamation für das Kind. Erika Biegger, via www.migrosmagazin.ch

MM5: Infografik

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«Ein Zeichen für Offenheit und Toleranz setzen»

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Ein grosses Dankeschön für diese informative Darstellung zur bevorstehenden Abstim­ mung vom 12. Februar. Hier ist klar zu erkennen, dass es nicht um die automatische und unkontrollierte Einbürgerung geht, sondern bloss um die ver­ einfachte Einbürgerung. Wir haben es nun in der Hand, ein Zeichen der Toleranz und Offen­ heit gegenüber unseren Mit­ menschen zu setzen, die ja bereits die Schweiz als Heimat sehen. Jede Stimme zählt. Genny Russo, via www.migrosmagazin.ch Schon heute ist der rote Pass sehr leicht zu haben. Ich habe nichts gegen die Einbür­ gerung von integrierten Leuten. Zunehmend werden aber viele leichtfertig zu «Papierli­ schwiizern» gemacht, was viele ja von sich selbst sagen. Urs Dupont, via www.migrosmagazin.ch

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30 | MM6, 6.2.2017 | MENSCHEN

Anne Berest

«Kinder brauchen keine perfekten Mütter» Mit einem Stilratgeber ist die französische Autorin Anne Berest bekannt geworden. Nun hat sie nachgelegt mit dem Roman «Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau»: Die Pariserin über das weibliche Ideal, zu hohe Ansprüche und das Burn-out nach der Geburt ihres Kindes. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Julien Benhamou


MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 31

Nonchalant, sinnlich, humorvoll: Anne Berest spielt gekonnt mit den Rollenbildern.


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Dubrovnik und die dalmatinische Küste

1. Tag, Schweiz - Lovran: Fahrt vom Einsteigeort an Mailand, Venedig und Triest vorbei nach Lovran. Halbpension. 2. Tag, Plitvice: Sie verlassen die Küste und gelangen zu den Plitvicer Seen. Diese wunderschöne Region, in welcher viele KarlMay-Filme gedreht wurden, erklärte man zum Nationalpark. 16 verschieden grosse Seen reihen sich wie Perlen aneinander und das Flüsschen Korana stürzt sich über hohe Kaskaden zu Tal. Halbpension.

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Die atemberaubend schöne dalmatinische Küste war schon immer Kroatiens grösster Trumpf. Sie verfügt über beeindruckende Landschaften und bedeutende Denkmäler. Das wohl eindruckvollste Erbe der bewegten Vergangenheit ist die Städtebaukunst, welche in Dubrovnik besonders gut sichtbar ist. Zu den landschaftlichen Höhepunkten gehören die Krka-Wasserfälle und der im Hinterland liegende Nationalpark mit den Plitvicer Seen, einem Naturwunder Europas.

RESERVATIONEN: 032 391 0 222

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3. Tag, Dubrovnik: Durch Dalmatien führt die Reise weiter bis ans Südende von Kroatien, in die Stadt Dubrovnik. Halbpension. 4. Tag, Dubrovnik: Auf einem geführten Stadtrundgang lernen Sie die Sehenswürdigkeiten der «Perle der Adria» kennen. Diese Stadt ist eines der wichtigsten Denkmäler europäischer Geschichte im Mittelmeerraum. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Nutzen Sie die Zeit für einen Bummel über die «Flaniermeile» Placa oder geniessen Sie von der begehbaren Festungsmauer mit den imposanten Wehrtürmen aus den schönen Überblick über die Stadt. Halbpension. 5. Tag, Trogir - Vodice: Sie folgen der Küste und erreichen via Split das malerische, mittelalterliche Städtchen Trogir. Der vollständig erhaltene Altstadtkern ist reich an kulturhistorischen Schätzen. Weiterfahrt nach Vodice zur Übernachtung. Halbpension.

6. Tag, Krka-Wasserfälle - Zadar: Fahrt zum Nationalpark der KrkaWasserfälle. Ein Schiff bringt Sie zu einem einmaligen Naturschauspiel: Auf einer Strecke von 400 m fallen 12 Wasserfälle über 20 m in die Tiefe. Anschliessend haben Sie von der eindrucksvollen Panoramastrasse aus einen herrlichen Blick auf das Meer und die unzähligen vorgelagerten, kleinen Inseln. Mit Zadar erreichen Sie eine wichtige Touristen-, Handelsund Industriestadt Dalmatiens. Frühstück. 7. Tag, Insel Krk - Portoroz: Sie folgen der Küste bis Kraljevica und gelangen dann über die 1,3 km lange Betonbrücke auf die Insel Krk. Sie lernen dort das besterschlossene kroatische Eiland mit malerischen Städtchen aber auch unberührter Natur kennen. Gegen Abend erreichen Sie Slowenien, die Stadt Portoroz liegt auf der istrischen Halbinsel. Halbpension. 8. Tag, Portoroz - Rückkehr: Heimreise in die Schweiz.

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Die Preise gelten bei Buchung über www.marti.ch und sind gültig bis zum 21.02.2017. Andere Buchungsstellen erheben in der Regel eine Auftragspauschale. Es gelten die allgemeinen Reise- und Vertragsbedingungen der Ernst Marti AG.

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MENSCHEN | MM6, 6.2.2017 | 33

Nein, die Väter meiner Töchter sind beide super. Es lag wirklich an mir. Ich setzte mich zu sehr unter Druck, nahm alles zu ernst.

Anne Berest, ist die perfekte Frau eine Pariserin? Nein, die perfekte Frau existiert nicht. Sie ist ein Hirngespinst.

Mit dem Vater Ihrer zweiten Tochter führen Sie zwar nach wie vor eine Liebesbeziehung, sie leben aber in getrennten Wohnungen. Warum? Um den Fallen des Alltags zu entgehen. Ausserdem muss ich fürs Schreiben allein sein, weil ich viel Ruhe brauche.

Wie wäre sie, wenn sie existieren würde? Sie wäre extrem leistungsfähig, und das auf allen Ebenen gleichzeitig: Sie wäre eine perfekte Liebhaberin, eine perfekte Mutter, eine perfekte Freundin – und natürlich wäre sie auch im Beruf erfolgreich.

Bleibt damit nicht alle Arbeit mit den Kindern an Ihnen hängen? Wir verbringen die Wochenenden zusammen. Dann übernimmt er, damit ich mich ein wenig von der Woche erholen kann.

Was passiert mit Frauen, die versuchen, perfekt zu sein? Das zeige ich in meinem neuen Roman «Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau»: Eine meiner Protagonistinnen bricht wegen eines Burn-outs zusammen. Eine junge Mutter. Eigentlich verarbeiten Sie darin Ihre eigenen Erlebnisse, richtig? Ja, nach der Geburt meiner älteren Tochter hatte ich eine Art Burn-out. Ich war entmutigt, denn ich spürte, dass ich meinen Ansprüchen nicht gerecht werden konnte. Weil das nicht möglich war, fühlte ich mich schuldig und als Versagerin. In welchen Situationen hatten Sie Schuldgefühle? Etwa, wenn ich meinem Baby Fertigbrei kaufte, statt das Püree selber zuzubereiten. Dann fühlte ich mich als Rabenmutter. Weshalb? Hat Ihnen Ihre Mutter ein schlechtes Gewissen gemacht? Nein, überhaupt nicht. Sie war in den 70er-Jahren jung, damals befreiten sich die Frauen von vielen Zwängen. Meine Mutter ist Feministin und Wissenschaftlerin; sie arbeitete immer viel. Ich fühlte mich dadurch aber nicht vernachlässigt, im Gegenteil: Ich genoss viele Freiheiten. Kinder brauchen zum Glück keine perfekten Mütter. Warum haben Sie sich denn derart unter Druck gesetzt? Unsere Generation hat theoretisch alle Möglichkeiten, man muss sie nur ergreifen. Das überfordert, weil man einfach nicht gleichzeitig auf allen Ebenen gut sein kann – geschweige denn perfekt. Wer übt diesen Druck aus, die Männer? Nein, sicher nicht die Männer. Das ist ein Diktat der Frauen an sich selbst. Sind Frauen einander zuweilen die ärgsten Feinde? Ja, das kann vorkommen. Generell sollten die Frauen untereinander weniger kompetitiv sein. Das heisst: mehr Solidarität und Verständnis, weniger Verurteilung und Lügen.

Anne Berest: «Die perfekte Frau ist ein Hirn­ gespinst. Versuchen Sie gar nicht erst, perfekt zu sein. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.»

Weniger Lügen? Das Wort «Lügen» ist übertrieben. Vielleicht sind es eher halbe Wahrheiten, etwa bezüglich des Gebärens. Frauen erzählen sich gern, dass der Tag, an dem sie geboren haben, der schönste Tag in ihrem Leben war. Aber nein: Gebären kann sehr schmerzhaft sein, für manche ist es schlimm. Glaubt man die Ammenmärchen, fragt man sich natürlich: Was ist falsch mit mir, wenn die Geburt meines Kindes so fürchterlich war? Mit ein Grund für das Burn-out der frischgebackenen Mutter in Ihrem Roman ist ein ungeplanter Kaiserschnitt. Wie war das bei Ihnen? Auch ich hatte einen notfallmässigen Kaiserschnitt. Im Vorfeld sagte man mir immer wieder, die Geburt werde ein magischer Moment sein. Nach dem Eingriff hatte ich das Gefühl, versagt zu haben. Wie konnten Sie sich von diesen schlechten Gefühlen befreien? Ich nahm psychologische Hilfe in Anspruch. Ich sprach viel darüber – nicht nur in der Therapie, sondern auch mit den Leuten in meinem Umfeld. Sie haben sich für ein zweites Kind entschieden. Warum? Ja, und ich bin sehr glücklich damit. Man vergisst zum Glück vieles. Und ich finde es inzwischen einfacher, zwei Kinder statt bloss eins zu haben. Ich fühle mich damit wohler. Sie trennten sich schon früh vom Vater Ihrer ersten Tochter. Hat das zu Ihren schlechten Gefühlen beigetragen?

Welches Fazit ziehen Sie im Rückblick auf Ihre Krise? Wir sollten keine Angst davor haben, unsere Schwächen zuzugeben. Denn erst wenn wir über unsere Probleme reden, merken wir, dass es anderen zum Teil ganz ähnlich geht. Was raten Sie Frauen, die Gefahr laufen, an ihren Ansprüchen zu zerbrechen? Versuchen Sie gar nicht erst, perfekt zu sein. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wie konnten Sie sich selbst von diesem Anspruch verabschieden? Indem ich für mich zu dem Schluss gekommen bin, dass Stärken und Schwächen einen Menschen zu dem machen, was er ist. Nach alldem, was Sie nun erzählt haben, erstaunt es schon etwas, dass Sie an dem Style-Guide «How to be Parisian» mitge-

Zur Person

Von der Stilberaterin zur Expertin in Frauenfragen Die französische Romanautorin Anne Berest (37) hat 2014 gemeinsam mit drei weiteren Pariserinnen den Bestseller «How to be Parisian wherever you are» verfasst. Mit viel Ironie verraten die Autorinnen, wie Liebe, Stil und Lässigkeit à la française funktionieren. Der StyleGuide ist in 34 Ländern erschienen. Anne Berest hatte zuvor bereits zwei Romane und eine Biografie über die Schriftstellerin Françoise Sagan veröffentlicht und gilt als eine der interessantesten Personen in der französischen Literaturszene. Berests neuer Roman «Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau» ist kürzlich auf Deutsch erschienen. Darin verarbeitet die Mutter zweier Töchter im Alter von fünf Jahren und zehn Monaten auch eigene Erlebnisse, etwa das Burn-out, das ihr Muttersein auslöste.


Test: Wie viel «Pariserin» steckt in Ihnen?

34 | MM6, 6.2.2017 | MENSCHEN

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schrieben haben. Darin fällt den Pariserinnen alles immer ganz leicht. Die beiden Bücher sind sehr unterschiedlich, obwohl ich sie praktisch gleichzeitig geschrieben habe. «Emilienne» ist Literatur und damit komplex wie ein gediegenes Essen in einem guten Restaurant. «How to be Parisian» ist ein Ratgeber, den man nicht ganz ernst nehmen sollte, und damit eher wie eine Glace, die man auf der Strasse isst. Den Leserinnen hat diese Glace offenbar sehr gut geschmeckt. Wir hätten nie gedacht, dass «How to be Parisian» dermassen Erfolg haben würde. Wir gingen nach dem Lustprinzip vor und schrieben Dinge, die auch den anderen Frauen Lust und Freude bereiten sollten. Folgen Sie Ihren eigenen Ratschlägen? Ich bin Pariserin: Da gibt es nichts, was ich zu befolgen hätte – ich lebe es. Das heisst, Sie sind allzeit bereit – auch wenn Sie bloss kurz zum Bäcker gehen. Genau ( lacht). Nein, im Ernst, hier schliesst sich der Kreis zum Roman, den ich nach einer ersten, etwas düsteren Fassung zu einer Komödie umgeschrieben habe: Man sollte einfach nicht immer alles so ernst nehmen. Humor hilft, schwierige Lebensphasen zu bewältigen. Der Roman zeigt, wie unsinnig es ist, einem Ideal nachzueifern. Im Style-Guide geben Sie den Frauen Tipps, wie sie bei den

Männern am besten ankommen. Das sind zwei unterschiedliche Positionen. Letztere ist nicht wirklich emanzipiert. Nein, das haben Sie falsch verstanden. Was wir in «How to be Parisian» erklären: Die Pariserinnen wollen in erster Linie sich selbst gefallen. Sie möchten die Heldin ihres eigenen Lebens sein. Das ist sehr emanzipiert. Klar, das Buch ist etwas oberflächlich und belanglos. Um nochmals auf die Glace zurückzukommen: Glace essen macht Spass und tut gut, aber zu viel sollte man davon trotzdem nicht futtern. Können Sie unseren Leserinnen ein paar Tipps geben, wie Sie die typische Pariser Nonchalance garantiert erreichen? Ich bin eigentlich schlecht im Erteilen von Ratschlägen. Wir geben im Buch ja auch nicht wirklich Tipps ab, sondern beschreiben einfach, wie die Pariserinnen leben. «How to be Parisian» wurde in Frankreich gar nie publiziert. Warum nicht? Wir haben das Buch für die Ausländerinnen geschrieben. Schliesslich müssen wir den Pariserinnen nicht erklären, wie sie sind. Aber die Frauen in der Provinz hätte das vielleicht schon interessiert. Na ja, seien wir ehrlich: So stark unterscheiden sich die Pariserinnen nun doch wieder nicht von anderen Französinnen. In der Schweiz haben die Pariser und damit auch die Pariserinnen nicht nur einen

guten Ruf. Immer wieder hört man, sie seien arrogant. Das stimmt: Pariserinnen können ganz schön nervig sein und sich zuweilen auch richtig beschissen benehmen. Sie sind eben nicht gehorsam. Sie machen nicht immer das, was man von ihnen erwartet. Aber gerade das hat wohl zum Erfolg des Buchs beigetragen. Das geht über die Stilfrage hinaus, es ist eine Lebenshaltung. «How to be Parisian» wurde vor rund drei Jahren veröffentlicht. Inzwischen hat es mehrere Attentate gegeben. Hat sich das auf die Stimmung in der Stadt ausgewirkt? Ja, Paris hat sich sehr verändert. Wir gehen weniger unbeschwert durchs Leben. Besucht man ein Konzert, muss man sich ausweisen und sich in die Taschen schauen lassen. Die Metro ist oft verspätet, weil man irgendwo ein herrenloses Gepäckstück gefunden hat. Und meine fünfjährige Tochter lernt in der Schule, wie sie sich verstecken muss. Bald wählt Frankreich einen neuen Präsidenten. Wer wird das Rennen machen? Ich bin keine Expertin auf diesem Gebiet und möchte eigentlich lieber nicht über Politik reden. Was ich sagen kann: Ich hoffe sehr, dass die Wahl nicht auf Marine Le Pen fällt. MM «Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau», Knaus-Verlag, 2016, 236 Seiten, Ex Libris, Fr. 22.30 (nur online oder auf Bestellung) «How to be Parisian wherever you are», btb-Verlag, 2014, 268 Seiten, Ex Libris, Fr. 17.20

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Migros-Welt MM06

Zahl der Woche

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5000 Tonnen Kaugummi produziert der M-Industriebetrieb Chocolat Frey jedes Jahr. Das entspricht dem Gewicht von 35 Blauwalen. Chocolat Frey ist der einzige Kaugummihersteller der Schweiz.

Migros-Lehrberufe

Sportliche Expertin Isabelle Pleier (18) absolviert das zweite Lehrjahr als Detailhandelsfachfrau Sportartikel bei der Genossenschaft Migros Ostschweiz. Normalerweise arbeitet sie im SportXX Kalchbühl in Chur. Als Teil ihrer Ausbildung wechselt sie nun für einen Stage ein halbes Jahr in den SportXX Pizolpark in Mels SG.

Bild: Daniel Kellenberger

«Ich liebe es, Sport zu treiben und will auch beruflich damit zu tun haben. Im Winter gehe ich jedes Wochenende auf die Skipiste, treibe aber auch Kampfsport, schwimme und spiele Tennis.»


38 | MM6, 6.2.2017 | MIGROS-WELT

Zu gewinnen: 30 Tickets für Jazzkonzerte in Zürich, Basel und Bern

Nach Verlosung: 100 Schulklassen werden in den Golfsport eingeführt. Wettbewerb

Mit der Schulklasse auf den Golfplatz Noch bis zum 13. März können sich Schülerinnen und Schüler im Alter von 9 bis 13 Jahren für «Let’s Play Golf 2017» anmelden. In einer Verlosung werden 100 Schulklassen aus der Deutschschweiz und der Romandie bestimmt, die einen Ausflug zu einer der acht Golfanlagen der Migros gewinnen. Die Klassen lernen den Golfsport

kennen und tragen am Ende ein kleines Turnier aus. Die beste Klasse pro Golfpark gewinnt einen Tagesausflug an einen spannenden Ort der jeweiligen Region. Mit «Let’s Play Golf» trägt die Migros dazu bei, aus Golf einen Breitensport zu machen. Anmeldung auf: www.golfparks.ch

Die US-Jazzlegende Ron Carter (rechts) und der französische Akkordeonmeister Richard Galliano treten zusammen auf. Jazz

Virtuosen im Doppelpack Youtube

Migros-Spots als Hits Google hat die Hitparade der Werbevideos veröffentlicht, die im letzten Jahr auf Youtube am häufigsten gesehen wurden. Unter den Top Ten finden sich zwei Migros-Spots. Auf Platz drei landete der Spot «Mehr im Sack» über einen Kindergeburtstag, an dem die kleinen Gäste mit M-Budget-Cola anstossen und am Ende Puderzucker durch die Wohnung wirbelt. Auf den

siebten Rang kam der «Von uns. Von hier»-Werbespot für Glace. Darin wundert sich eine deutsche Migros-Mitarbeiterin, was Vanillegeschmack eigentlich mit einem Seehund zu tun hat. Um die Hitparade zu erstellen, wertete Google alle Aufrufe aus der Schweiz aus. Im Ranking sind ausländische und einheimische Marken vertreten.

Welcher Bassist ist auf mehr als 2200 Alben zu hören und hat es so ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft? Es ist der US-Amerikaner Ron Carter. Seine Aufnahmen sind Meilensteine des Jazz. Nun tritt er zusammen mit dem französischen Akkordeonvirtuosen Richard Galliano auf. Die beiden schlagen eine Brücke zwischen den Kontinenten – zwischen dem New Yorker Broadway und den Pariser Musette-Varietes. Die erste Hälfte des Konzertabends bestreitet ein Schweizer Jazz-Duo: Tenorsaxofonist Alex Hendriksen und Rusconi-Bassist

Fabian Gisler. Das Duo tritt im Rahmen der Konzertreihe Migros-Kulturprozent-Jazz auf. Das Migros-Magazin verlost fünfmal je zwei Tickets für die Konzerte am 8. März im Kultur Casino Bern, am 10. März in der Tonhalle Zürich und am 13. März in der Martinskirche in Basel. Teilnahme auf www.migrosmagazin.ch/gluecks griff. Einsendeschluss ist am 12. Februar.


MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 39

Klipp und klar

«Die Anbau­ methode ist etabliert»

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Blickfang

Unterwegs mit Miggy «Das Migros-Schweinchen begleitet mich und meinen Partner Jean-Marc seit einigen Jahren in die Ferien. Miggy scheut keine Mühen und bezwingt mit uns Vulkane, besteigt Berge, schnorchelt im Meer und robt durch Lavatunnels. Die langen Reisezeiten im Flugzeug steht es auch ohne Probleme durch. Auf dem Bild oben posiert es mit uns nach einem dreistündigen Aufstieg am Kraterrand des Piton de la Fournaise, einem 2632 Meter hohen Vulkan auf der Insel La Réunion.»

Bilder: zVg (3); youtube; Daniel Hager

Monika Jakob, Cormérod FR

Hotelplan

Migrolino

Solid trotz Unsicherheit

Neues Ladenkonzept und über 300 Standorte

Die zur Migros gehörende Hotelplan-Gruppe erzielte 2016 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Franken, was einem Minus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Hotelplan Suisse trug zu diesem Ergebnis 598 Millionen Franken oder knapp 42 Prozent bei. Hotelplan-CEO Thomas Stirnimann bilanziert: «Trotz der Terroranschläge hat Hotelplan Suisse mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.» Die Türkei, Ägypten und Tunesien würden rund einen Drittel des Sommergeschäfts repräsentieren, die Nachfrage nach diesen drei Ferienzielen sei um 70 Prozent zurückgegangen. «Die Buchungen für die Sommermonate sind aber insgesamt im zweistelligen Plusbereich. Das stimmt uns für 2017 zuversichtlich.»

Go Future nennt sich das neue Ladenkonzept der Migros-Tochter Migrolino. Im Zürcher Hauptbahnhof hat soeben der erste Shop im neuen Design seine Tür geöffnet. Dank einer verbesserten Warenpräsentation und einfacheren Navigation finden sich die Kunden

Welche Destinationen sind 2017 gefragt? Thomas Stirnimann im Video-Interview auf www.migmag.ch/hotelplan

noch schneller und bequemer im Sortiment zurecht. In den nächsten Monaten werden weitere MigrolinoStandorte auf das neue Ladenkonzept umgestellt. Mit seinen landesweit über 300 Standorten ist Migrolino heute Schweizer Marktführer im Bereich Convenience.

Mirjam Sacchelli

Fachspezialistin für Nachhaltigkeit und Umwelt bei der Migros.

1

Die Migros verzichtet seit Jahresbeginn auf eine Deklaration von Hors­sol­Produkten. Weshalb? Heute gilt diese boden­ unabhängige Anbau­ methode im Gewächs­ haus als etabliert. Die Migros stützt sich mit ihrer Haltung auf den Entscheid des Konsumentenforums und der Branchenver­ bände, die freiwillige Deklaration per Ende 2016 aufzuheben.

2

Gibt es Unterschiede zwischen Hors­sol­ Produkten und Lebensmitteln aus Bodenanbau? Beim Geschmack und der Qualität gibt es kaum Unterschiede. Aber die Bewässerung und Düngung erfolgen im Hors­sol­Anbau in einem geschlossenen Kreislauf, was eine ressourcenschonende Produktion ermöglicht.

3

Welche Alternativen haben Kunden, die auf Hors­sol verzichten möchten? In diesem Fall empfeh­ len wir Bioprodukte. Biolandwirten ist die bodenunabhängige Produktion nicht er­ laubt. Dadurch haben Migros­Kunden wei­ terhin die Wahlfreiheit.


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MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 41

Von uns. Von hier.

Star der Woche

Die Stars der Woche geben sich die Klinke in die Hand. Das Blévita Gruyère berichtete im Migros-Magazin von seiner Grossfamilie beim Migros-Betrieb, und das Aproz Classic erzählte von seiner Reise durch das Gestein der Walliser Alpen. In dieser Woche betritt nun ein Pionier die «Von uns. Von hier.»Bühne: Das vor zwei Jahren lancierte Happy Bread aus dem Hause Jowa ist eine Innovation auf dem Schweizer Brotmarkt. Weshalb, erklärt es auf den folgenden Seiten. Jede Woche steht ein anderes Migros-Produkt im Rampenlicht. Welche Eigenschaften es zum «Star der Woche» machen, teilt das Produkt auf der Website www.vonuns-vonhier.ch/happybread in einem Steckbrief und einem kurzen Interview gleich selbst mit. Zu diesem Porträt gibt es ein Gewinnspiel mit Preisen im Gesamtwert von 150 Franken. Lesen Sie mehr über den Brotpionier der Jowa auf Seite 42. Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch das Happy Bread.


42 | MM6, 6.2.2017 | MIGROS-WELT

Happy Bread

Ein Brot als Innovation

Es wird mit Schweizer Getreide hergestellt und bleibt fünf Tage lang frisch: Vor zwei Jahren wurde das Happy Bread von der Migros-Bäckerei Jowa als Frische-Pionier lanciert. Hier erzählt es seine Erfolgsgeschichte. Text: Thomas Tobler

M

ein Einzug in die Migros-Regale dieses Landes wurde von zahlreichen Medien begleitet. Wahrscheinlich hat selten ein Brot wie ich so viele Journalisten gleichzeitig beschäftigt. Verantwortlich für dieses rege Interesse der Pressevertreter war hauptsächlich meine lange Haltbarkeit von fünf Tagen – ohne Konservierungsmittel! Bei der Lancierung vor zwei Jahren war ich somit eine absolute Neuheit auf dem Schweizer Brotmarkt. In unseren Nachbarländern sind lang haltbare Brote wie ich seit einigen Jahren gefragt, aber hierzulande war meine Herstellerin, der Migros-Betrieb Jowa mit dem Hauptsitz in Volketswil ZH, in der Pionierrolle. Sogenannte Trendscouts der Jowa hatten meine Vorgänger im Ausland entdeckt und die Produktidee in Volketswil vorgestellt. «Unsere Idee war es, ein solches Brot mit langer Haltbarkeit dem Schweizer Geschmack anzupassen», erklärt meine Entwicklerin bei der Jowa, Barbara Bechtiger.

Bild: Paolo Dutto

schen Zutaten Mehl, Wasser, Hefe und Salz. Zudem wird mein Getreide – und auch das meines etwas helleren Happy-Bread-Kollegen – in der Schweiz angebaut. Neben Zeit und Kosten für eine intensive Tüftler- und Versuchsphase bis zur optimalen Rezeptur investierte die Jowa für meine Herstellung zwei Millionen Franken in neue Anlagen und neue Technologien. Ich werde deshalb in einem speziell für mich gebauten Raum unter strengen hygienischen Bedingungen geschnitten und in speziell beschichtete Beutel verpackt, deren Material dichter ist als bei anderen Verpackungen. Die mit einem Clip verschliessbare Hülle schützt mich vor dem Austrocknen. «Diese optimale Kombination aus Rezeptur, Verpackung und neuer Technologie ist ausschlaggebend für die lange Haltbarkeit des Happy Bread», erklärt Bechtiger. Die Anstrengun-

Kombination als Erfolgsrezept

Im nahen Ausland basieren lang haltbare Brote meist auf reinem Sauerteig. Dieser hält das Gebäck zwar länger frisch, sein leicht säuerlicher Geschmack ist erfahrungsgemäss aber bei einigen Schweizern nicht sehr beliebt. «Wir mussten also eine Alternative finden, um das moderne europäische Brot an die Schweizer Essgewohnheiten anzupassen und die längere Haltbarkeit dennoch zu erreichen», erklärt Barbara Bechtiger. Die Zugabe von Konservierungsmitteln schlossen meine Entwickler aus und tasteten sich stattdessen mit vielen Kleinversuchen und laufend veränderten Rezepturen an das passende Endresultat heran. Heute bestehe ich aus den klassi-

Lang und vielfältig ist die Liste der Produkte, die die Migros in ihren eigenen Betrieben herstellen lässt. Welches wird wohl der nächste «Star der Woche»?

gen meines Herstellers Jowa haben sich also gelohnt. Das bestätigt auch die Entwicklerin: «Das Happy Bread war von Anfang an sehr beliebt bei den Migros-Kunden – und ist es bis heute geblieben.» Das Rundum-sorglos-Brot

Wir Brotwaren müssen heute viele verschiedene Bedürfnisse erfüllen. Das eine typische Brot, das allen passt, gibt es nicht mehr. Die Migros-Kunden wünschen sich eine grosse Auswahl verschiedener Brote, auch in verschiedenen Grössen. «Aber generell sind die Brote im Lauf der Jahre etwas kleiner geworden, parallel zur Entwicklung, dass man heute immer mehr Kleinhaushalte hat», ergänzt Barbara Bechtiger. Für die Bedürfnisse dieser Personen wurden ich und mein Kollege hauptsächlich entwickelt. So sind es vor allem Repräsentanten von Klein- und Singlehaushalten, die mich häufig in ihren Einkaufskorb legen. Wobei ich natürlich auch von Familien oder Mitgliedern einer Wohngemeinschaft gekauft werde. Die lange Haltbarkeit und meine bereits vorgeschnittenen Scheiben machen mich halt schon sehr attraktiv für Leute, die keine Grosseinkäufe tätigen und kleinere Portionen bevorzugen. Diesem praktischen Aspekt verdanke ich übrigens auch meinen etwas aussergewöhnlichen Namen. Meine Hersteller bei der Jowa wollten den Konsumenten ein Rundum-sorglos-Brot anbieten, das schmeckt und bequem in der Handhabung ist. Daher finde ich meinen Namen durchaus passend. Und bald, so viel darf ich an dieser Stelle verraten, soll ein neues Happy Bread aus dem Hause Jowa in die Migros-Regale kommen. Ganz so viel Medienrummel wie bei mir damals vor zwei Jahren wird es aber vermutlich nicht mehr geben. MM


MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 43

Mitraten und gewinnen Das Gewinnspiel zum Happy Bread gibt es auf www.vonuns-vonhier.ch/ happybread

Kurz und bĂźndig

2,4

Millionen Happy Bread verkaufte die Migros im ersten Jahr nach der EinfĂźhrung des Brotes.

350

Gramm schwer ist ein Happy Bread und kostet 2.40 Franken.

Absolut happy mit dem Happy Bread ist die Jowa-Produktentwicklerin Barbara Bechtiger.

10

oder 11 Brotscheiben sind in einer HappyBread-Verpackung enthalten.


44 | MM6, 6.2.2017 | MIGROS-WELT

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Auf den Flüssen der Zaren von St. Petersburg nach Moskau Ihr Reiseprogramm Route 1 – St. Petersburg–Moskau Tag 1 Zürich–St. Petersburg. Flug nach St. Petersburg. Transfer zur Alexander Borodin. Tag 2 St. Petersburg. Das «Venedig des Nordens» liegt im Mündungsdelta der Newa auf rund 100 Inseln. Sie entdecken St. Petersburg auf einer Stadtrundfahrt*. Besichtigen Sie im Anschluss die glanzvolle Parkanlage Peterhof (Fr. 58). Tag 3 St. Petersburg. Heute besuchen Sie das Eremitage-Museum*. Erleben Sie ausserdem den Katharinenpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer (fakultativ). Tag 4 Mandrogi. In Mandrogi erwartet Sie das etwas andere Russland – bodenständig und traditionell. Erleben Sie Musik der Region und kosten Sie einen Schaschlikspiess auf dem Land*.

Tag 8 Uglitsch. Ihr Schiff erreicht eine der ältesten und bedeutendsten Orte an der Wolga. Sie besuchen die Erlöserkathedrale und den Kreml von Uglitsch*. Tag 9 Moskau. Willkommen in der russischen Hauptstadt. Stadtrundfahrt*. Abendausflug in die prunkvollen Hallen der Moskauer Metro (fakultativ). Tag 10 Moskau. Heute besuchen Sie das wohl bedeutendste Bau- und Geschichtsdenkmal, den Moskauer Kreml*. Tag 11 Moskau–Zürich. Flughafentransfer und Rückflug nach Zürich. Route 2 – Moskau–St. Petersburg Reise in umgekehrter Richtung. Detailprogramm auf Anfrage *Ausflugspaket inklusive

Tag 5 Kishi. Inmitten des Onegasees liegt die kleine Insel Kishi mit ihrer märchenhaften Holzkirche. Rundgang durch das UNESCO-geschützte Freilicht-Museum*. Tag 6 Gorizy. Ausflug zum 10 km entfernten Kirillow-Belozerskij-Kloster*. Im Jahr 1397 vom Mönch Kirill gegründet, war es lange Zeit ein wichtiges religiöses Machtzentrum.

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Unsere Leistungen

• Flüge mit Swiss Zürich–St. Petersburg und Moskau–Zürich oder v.v. • Transfers gemäss Programm • Flussreise mit Vollpension an Bord • Willkommenscocktail, Kapitänsdinner • Gepäckservice am Hafen • *Inklusiv-Leistungen des Auflugspakets • Vorträge über Land und Leute • Visagebühr Russland • Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung Nicht inbegriffen

• Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Persönliche Auslagen, Getränke, Trinkgeld • Kombinierte Annullations- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Was Sie noch wissen müssen Schweizer Gäste benötigen einen Reisepass, der noch mindesten 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss und ein Visum. Das Visum holen wir gerne für Sie ein.

Tag 7 Jaroslawl. Die alte Kaufmannsstadt gehört zu den bedeutendsten Städten rund um Moskau, dem Goldenen Ring. Stadtrundfahrt*. Die Alexander Borodin***+ wurde 1977 gebaut und 2005 renoviert. Die max. Passagieranzahl liegt bei 224 Gästen und 80 Besatzungsmitgliedern. Das Schiff hat 1 Restaurant, 2 Bars, Souvenir-Shop, Konferenzsaal, Wäscheservice, Lift und Bordarzt. Alle Kabinen liegen aussen und verfügen über zu öffnende Panoramafenster (ausser Kabinen 200 und 201 die über nicht zu öffnende Panoramafenster verfügen). Die Kabinen sind mit individuell regulierbarer Klimaanlage/Heizung, Dusche/WC, Safe, Bordradio und Wandschrank ausgestattet.

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46 | MM6, 6.2.2017 | MIGROS-WELT

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Kontaktieren Sie uns!

Frage der Woche

M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter Tel. 0800 84 0848 oder auf www.migros.ch/ kundendienst

Ist Urdinkelmehl eine glutenfreie Alternative zu Weizenmehl? Nein, Urdinkel ist ebenfalls glutenhaltig. Für Personen, die Gluten meiden müssen oder wollen, sind Dinkelprodukte also keine Alternative. Das gilt nicht nur für Lebensmittel aus Urdinkel, sondern auch für jene aus gewöhnlichem Dinkel.

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr Samstag: 8.30–16.30 Uhr

Unter dem Label aha! sind in der Migros eine Mehlmischung und eine Brotbackmischung ohne Gluten erhältlich. Hinzu kommen viele weitere glutenfreie Produkte. MM

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MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 47

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Glaubt an die Kraft guter Geschichten: Nadine Adler Spiegel leitet die Filmförderung beim Migros-Kulturprozent.

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Serie: Migros-Pioniere

Bild: Paolo Dutto

Schon seit der Zeit des Zweiten Weltkriegs engagiert sich die Migros für den Schweizer Film. Nadine Adler Spiegel (39) spielt in der Schweizer Kinowelt eine wichtige Rolle. Sie leitet beim Migros-Kulturprozent die Filmförderung. Rund 40 Produktionen werden pro Jahr unterstützt. Dazu zählt etwa die Politkomödie «Die göttliche Ordnung», die kürzlich an den Solothurner Filmtagen den begehrten Prix de Soleure gewonnen hat. «Unsere Förderung konzentriert sich besonders auf Nachwuchsfilmemacher und auch auf die Entwicklung kinotauglicher Stoffe», erklärt Nadine Adler Spiegel, «denn ohne solide

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Geschichte kann kein Film funktionieren.» Die Filmförderung hat bei der Migros eine lange Tradition. Schon 1943 beteiligte sich das Unternehmen an der Zürcher Produktionsfirma Praesens-Film. Besonders tatkräftig engagierte sich Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler für das Schweizer Flüchtlingsdrama «Marie-Louise», das 1946 einen Oscar gewann. MM

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Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

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Das Engagement unseres Medienpartners macht dieses Inserat möglich.

Berghilfe-Projekt Nr.2369: Solaranlage bringt Licht auf die Alp

Mit der Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte auf der Alp Gre in Obersaxen im Kanton Graubünden eine kleine Solaranlage installiert werden. Jetzt kommt der Strom auch auf 2154 Meter über Meer aus der Steckdose, und Mirja Kauer und Lorenz Casanova müssen abends nicht mehr mit der Stirnlampe kochen. Eine kleine Veränderung, die eine grosse Erleichterung im strengen Älpleralltag bringt. Mit einer Spende an die Schweizer Berghilfe können auch Sie helfen, die Zukunft der Menschen in den Berggebieten zu sichern. www.berghilfe.ch, Spenden-Postkonto 80-32443-2


MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 49

Saisonküche

Starke Begleiter

Mehligkochende Kartoffeln sind die Basis für Gnocchi, Kartoffelstock und Co. Der trockenen Bezeichnung zum Trotz: Aus den stärkehaltigen Knollen lassen sich sämige Pürees und zartschmelzende Pasta zaubern.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt

Bilder & Styling: Claudia Linsi Rezepte: Annina Ciocco

Drei Klassiker, leicht selbstgemacht

Feine Kartoffelkreation: Mit hausgemachten Gnocchi punktet man bei den Gästen garantiert.


50 | MM6, 6.2.2017 | MIGROS-WELT

Währschafte Beilage

Beilage für Saucengerichte

Sämige Beilage

Kartoffelgratin

Selbstgemachte Gnocchi

Kartoffelstock

Zutaten für 4 Personen 800 g mehligkochende Kartoffeln, z. B. Agria oder Bintje 2 EL Butter 1 Knoblauchzehe 2,5 dl Vollrahm 2 dl Vollmilch Salz, Pfeffer Muskatnuss 40 g Greyerzer

Zutaten für 4 Personen 500 g mehligkochende Kartoffeln, z. B. Agria oder Bintje 1 Eigelb 50 g Weissmehl 25 g Rahmquark 40 g Maisstärke Salz, Pfeffer Muskatnuss

Zutaten für 4 Personen

Zubereitung

1. Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. In Salzwasser ca. 40 Minuten lang weich kochen. Kartoffeln abgiessen, gut abtropfen lassen. Kartoffeln mit dem Kartoffelstamp­ fer zerdrücken oder durch das Passe­vite treiben. Milch und Butter erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist, die Milch jedoch noch nicht kocht. Zu den Kartoffeln giessen. Alles mit einer Kelle zu einem glatten Püree verrühren. Wenn der Kartoffelstock zu fest ist, etwas Milch dazugeben. Kartoffelstock mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Zubereitung

1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Kartoffeln schälen. Die Hälfte der Butter in einer grossen Pfanne schmelzen lassen. Knob­ lauch dazupressen und dünsten. Rahm und Milch dazugeben. Kartoffeln in Scheiben à ca. 2 mm dazuhobeln. Unter gelegentli­ chem Rühren zugedeckt köcheln lassen, bis die Sauce dickflüssig ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mit der restli­ chen Butter eine ofenfeste Form ausreiben. Kartoffelscheiben mit Flüssigkeit hineinge­ ben und Oberfläche glatt streichen. Greyer­ zer reiben und darauf verteilen. In der Ofen­ mitte ca. 40 Minuten lang gratinieren. Tipp

Die Hälfte der Kartoffeln mit Topinambur, Kürbis oder anderen festen Gemüsesorten ersetzen oder das Rezept mit Zwiebel­, Lauch­ oder Speckwürfel ergänzen. Dazu passt kurz gebratenes Fleisch, z. B. Lamm, ein bunter Salat oder gekochtes Saisongemüse. Zubereitungszeit ca. 25 Minuten + ca. 40 Minuten gratinieren

Pro Person ca. 11 g Eiweiss, 30 g Fett, 34 g Kohlenhydrate, 1900 kJ/450 kcal

1. Kartoffeln in der Schale je nach Grösse ca. 40 Minuten lang weich kochen. Abkühlen lassen. Kartoffeln schälen, in Würfel schnei­ den, durch die feine Scheibe des Passe­vites treiben. Eigelb, Mehl, Quark und Maisstärke dazugeben, alles rasch zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. 2. Aus dem Kartoffelteig ca. 6 g schwere ovale Gnocchi formen. Nach Belieben über eine Gabel rollen, sodass die typische Zeichnung der Gnocchi entsteht. Gnocchi in fast siedendem Salzwasser portionen­ weise ziehen lassen, bis sie an der Ober­ fläche schwimmen. Gnocchi herausheben und servieren. Tipp

Gnocchi in Butter braten oder mit geschmol­ zener Butter und Kräutern servieren. Dazu passen auch Gemüse­, Pilz­ oder Fleisch­ ragout sowie unterschiedlichste Saucen, von Pesto bis Sugo, und natürlich auch diverse Käsesorten. Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 40 Minuten weich kochen

+ abkühlen lassen

Pro Person ca. 8 g Eiweiss, 3 g Fett, 36 g Kohlenhydrate, 850 kJ/200 kcal

1 kg

2 dl 50 g

mehligkochende Kartoffeln, z. B. Agria oder Bintje Salz Milch Butter Pfeffer Muskatnuss

Zubereitung

Tipp

200 g der Kartoffeln durch jeweils pürierte Kürbisstücke, Rüebli oder Erbsen ersetzen. Dazu passen Braten samt Sauce, Voressen und Ragout jeglicher Art sowie mit Sauce gekochtes Gemüse. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 40 Minuten weich kochen

Pro Person ca. 7 g Eiweiss, 12 g Fett, 39 g Kohlenhydrate, 1250 kJ/300 kcal


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Festtagsschale Nr. 1, pro Stück, 12.50 statt 19.– 33%

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M-Classic-Gnocchi und -Ravioli in Mehrfachpackungen, z.B. Ravioli al formaggio e pesto im 3er-Pack, 3 x 250 g, 9.60 statt 12.90 25% Cornatur im Duo-Pack, z.B. Quorn Mozzarella-Pesto-Schnitzel, 2 x 240 g, 9.70 statt 13.– 25%

Thomy Flüssigsaucen im Duo-Pack, z.B. Béchamel, 2 x 250 ml, 5.60 statt 7.– 20% Gesamtes Messmer Tee-Sortiment, ab 2 Stück 25%

Near-/Non-Food

PUNKTE

Linsoft Kosmetiktücher Box oval, pro Stück, 3.20 Neu ** Elmex Sensitive Professional Zahnbürste und Schmerzlinderungsstift, 1 Packung, 14.80 Neu ** ASC Crevetten-Schwänze roh, Zucht aus Ecuador, per 100 g, 5.70 Neu ** Galbani Crema per Tiramisù, 300 g, 4.10 Neu **

Blumen und Pflanzen

Bio-Pasta fresca, 300 g, 3.40 Neu ** Anna’s Best Fettuccine, 300 g, 2.90 Neu **

Saucisse Fribourgeois, Schweiz, pro Paar, 3.55 statt 5.10 30% Güggeli nature und gewürzt, Schweiz, per 100 g, z.B. nature, 1.05 statt 1.35 20%

20x

Farmer Soft Choc Tourist, Limited Edition, 192 g, 4.60 Neu **

Anna’s Best Friséesalat, 220 g, 2.40 statt 3.– 20% Lammracks, Import, per 100 g, 4.45 statt 5.60 20%

Neuheiten

Weitere Lebensmittel

Le Cœur de Romandie, Schweiz, 180 g, 3.90 Hit

Chiacchiere Box, 250 g, 2.50 Hit

Selina Katzenfutter in Mehrfachpackungen, Beutel und Schalen, 24 x 100 g, und Catsticks, 5 x 36 g, z.B. Adult Ragout mit Poulet im Beutel, 24 x 100 g, 12.45 statt 15.60 20%

Phalaenopsis 2 Rispen, dekoriert, im Übertopf, erhältlich in diversen Farben, pro Pflanze, z.B. lila, 19.90 Hit Gültig bis 14.2.2017 Festtagsstrauss Nr. 4, pro Stück, 19.90 statt 23.90 15%

Alle Garnier-Gesichts- und -Körperpflege-Produkte sowie -Deos (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Ultra Lift Complete Beauty Tagescreme, 50 ml, 11.20 statt 14.– 20% ** Gesamtes Milette Baby-Pflege und -Waschmittel-Sortiment (ohne Mehrfachpackungen), ab 2 Stück 20% **

Fasnachts-Berliner, 75 g, 1.90 Neu ** Pelican Seehecht ohne Kopf, MSC, tiefgekühlt, 300 g, 3.15 Neu ** Sun Queen Fruit Bars, AprikoseApfel und Pfirsich-Apfel, z.B. Aprikose-Apfel, 160 g, 3.40 Neu ** Alnatura Geröstetes Müesli, Goij-Aronia und Kokos-Kakaonibs, z.B. Goij-Aronia, 350 g, 3.90 Neu ** M-Quick Röhrli, Erdbeere und Schokolade, z.B. Schokolade, 30 g, 1.30 Neu **

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MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 63

Mehr Rezepte auf

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Hintergrund

KartoffelEinmaleins Stärkegehalt

Der Unterschied zwi­ schen festkochenden und mehligkochenden Kartoffeln liegt im Stärkegehalt. Während festkochende Knollen 14 Prozent Stärke enthalten, bringen es mehligkochende auf 16,5 Prozent. Dazwi­ schen liegen die vor­ wiegend festkochenden mit rund 15 Prozent. Besonders sichtbar wird der hohe Stärkegehalt der mehligkochenden Kartoffeln beim Garen: Die Schale der meist grossen Knollen platzt leicht auf, und sie zer­ fallen leicht.

Wissenswertes

Tolle Knolle Kartoffeln stehen dank der vielfältigen Verwendungsweisen für kulinarische Abwechslung. Mit rund 45 Kilo Verbrauch pro Kopf und Jahr* ist das Knollengemüse darum auch die beliebteste Beilage in Schweizer Küchen.

Bitte nicht pürieren

Kartoffeln sollte man grundsätzlich nicht pürieren. Denn dadurch werden die kleinen Stärkekügelchen zer­ stört – das Resultat ist eine schleimige Masse. Für ein gutes Püree stampft man Kartoffeln, drückt sie durch eine Kartoffelpresse oder treibt sie durch ein Passiergerät. Schälen überflüssig

Wer Kartoffelstampf aus «Gschwellti» herstellt, kann die Kartoffeln un­ geschält in eine spezielle Kartoffelpressse geben. Die Schale bleibt in der Presse und lässt sich leicht entfernen.

Bild: Getty Images

Der Suppentrick Kartoffeln binden Ge­ müsesuppen perfekt: Einfach eine oder zwei kleine Kartoffeln mit dem Gemüse kochen. Diese Suppen darf man pürieren, weil der Kartoffelanteil gering ist.

Mehligkochende Kartoffelsorten In der Migros werden folgende mehligkochende Sorten – je nach Verfügbarkeit – angeboten: Agria, Bintje, Jelly, Victoria

In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

*Quelle: Schweizer Bauernverband, 2016


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MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 65

Sozialstandard BSCI

Fairness zahlt sich aus Viele Alltagsprodukte kommen aus China. Damit die Fabrikarbeiter fair behandelt werden, ist eine Zusammenarbeit zwischen Händlern wie der Migros und den chinesischen Partnern nötig. Korrekte Löhne und sichere Arbeitsbedingungen lohnen sich für beide Seiten. Text: Andreas Dürrenberger

W

Bilder: Matthias Willi, Daniel Grieser

as beschäftigt die Arbeiter in vielen chinesischen Fabriken am meisten? «Das Essen in der Kantine wird immer diskutiert, da es einen direkten Ein­ fluss auf das tägliche Leben der Arbei­ ter hat», sagt Joyce Chau. Die Nach­ haltigkeitsspezialistin vertritt die Business Social Compliance Initiative (BSCI) in China (siehe Box S. 67). «Aber das ist natürlich nicht die

grösste Sorge», ergänzt sie rasch. «Ein zentrales Thema sind die Löhne», erklärt Chau. Dabei gehe es den Arbeitern gar nicht immer darum, dass sie unterbezahlt wären. Oft gehe es um Fairness. «Ich gebe Ihnen ein Beispiel: In einer Fabrik arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Provinzen Chinas. Nun erhält der Arbeiter, der aus der gleichen Provinz stammt wie der Fabrikchef, mehr Lohn als sein Kol­

lege aus einer anderen Region. Das führt natürlich zu Unzufriedenheit», so Chau weiter. Manchmal bestehe der Verdacht auf Vetternwirtschaft. Oftmals sei der Grund aber das fehlende Führungsfachwissen der Fabrikleitung. Diese kann die unter­ schiedlichen Löhne nicht erklären, weil es gar kein transparentes Entlöhnungsprinzip gibt. Um das zu ändern, braucht man Sozial­ standards wie die BSCI. Diese regeln

Joyce Chau von der BSCI China und Jürg von Niederhäusern, Experte für Sozialstandards beim MigrosGenossenschaftsBund, kümmern sich um faire Arbeitsbedingungen.


MAX

Zug der Genüsse & Arena di Verona

Ein kulinarisches Reiseerlebnis vom Feinsten mit Verdis Oper zum Dessert Treno dei Sapori (Zug der Genüsse): Eine rollende Taverne der Extraklasse! Der Zug ist aus zwei ehemaligen Leichtstahlwagen der SBB aus den 50er Jahren entstanden. Freuen Sie sich auf ein kulinarisches Erlebnis vom Feinsten und die bezaubernde Franciacorta Region.

Reise a) 22. - 25. Juni 2017 (mit Oper Aida) Reise b) 22. - 25. Juni 2017 (mit Oper Nabucco)

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von ca. Euro 120.erte Plätze im Wert sehr gute, nummeri en Ihrer Wahl inbegriff für eine Verdi Oper

Leistungen - Alles schon dabei!

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✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus während der ganzen Reise

dänen Como Unterwegs im mond

von Romeo und Julia Verona, die Stadtt v

Kulinarische Fahrt mit dem Zug der Genüsse durch die herrliche

✓ 3 Übernachtungen im 4-Sterne Hotel in der Region Brescia

Landschaften des Lago d’Iseos

✓ 3 x Frühstück im Hotel

Oper nach Wahl (Aida oder Nabucco) in der Arena di Verona

✓ 2 x Nachtessen im Hotel

✓ Besuch in Como

Ihr tolles Reiseprogramm: Unterwegs im Zug der Genüsse ... ... am Lago d’Iseo

Wunderschönes Como

1. Tag, Donnerstag 22. Juni 2017 – Como & Anreise nach Brescia Fahrt im komfortablen Extrabus in Richtung Süden. Um die Mittagszeit halten wir in Como. Der schöne Hafen voller luxuriöser Jachten sowie die gemütliche Altstadt mit den hübschen Cafés laden zu einem Bummel ein. Danach Weiterfahrt in die Region Brescia, wo wir im Hotel mit dem Nachtessen erwartet werden. 2. Tag, Freitag 23. Juni 2017 – Treno dei Sapori Nach dem Frühstück fahren wir zum nahegelegenen Iseo-See. Hier wartet der legendäre „Treno dei Sapori», der Zug der Genüsse, auf uns! Freuen Sie sich auf eine wunderschöne Panoramafahrt mit dem Iseo-See und dem Francia-cortaGebiet in den Hauptrollen. An Bord werden wir den ganzen Tag mit Häppchen und Getränken kulinarisch verwöhnt. In Pisogne bewundern wir die Kirche Santa Maria della Neve und in Lamosa das altehrwürdige Kloster San Pietro. Gegen Abend erreichen wir wieder Iseo, von wo wir nach etwas Zeit zur freien Verfügung mit dem Bus zurück ins Hotel fahren.

3. Tag, Samstag 24. Juni 2017 – Verona & Oper Der Vormittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Am Mittag fahren wir nach Verona und lernen bei einer interessanten Stadtführung die Stadt von Romeo und Julia kennen. Nutzen Sie danach die Zeit für eigene Entdeckungstouren und für ein feines Nachtessen in einem der vielen Lokale. Gegen 21.00 Uhr erwartet uns dann in der Arena di Verona ein grosser Höhepunkt. Hier, wo früher Gladiatoren um ihr Leben kämpften und wo vor 100 Jahren Verdis Aida uraufgeführt wurde, erwartet Sie eine der grossen Verdi Oper (Aida oder Nabucco) – je nach Ihrer Wahl*. 4. Tag, Sonntag 25. Juni 2017– Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

Bitte beachten: bei Wahl der Oper Nabucco (23.6.2017) besuchen Sie Verona am 2. Tag und die Zugfahrt erfolgt am 3. Tag

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✓ Ganztagesausflug mit dem Zug der Genüsse mit diversen Kostproben, Besichtigungen und Degustationen ✓ Ausführliche Stadtführung in Verona ✓ Eintritt und reservierte Sitzplätze (Kat. Poltroncine Centrale) für die Oper Aida (24.6.2017) oder die Oper Nabucco (23.6.2017) ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reise a) 22. - 25.6.2017 (Aida) Reise b) 22. - 25.6.2017 (Nabucco)

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im 4-Sterne-Hotel Fr. 695.Nicht inbegriffen / zusätzlich wählbar Einzelzimmerzuschlag: Fr. 125.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur oder Zürich.


MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 67

Bessere Arbeitsbedingungen: Eine Näherin beim MigrosLieferanten Running International in China. Mehr Sicherheit: Fabrikmanager lernen, wie sie die Arbeitssicherheit verbessern können (unten).

Bereiche wie den Gesundheits­ schutz der Mitarbeiter, faire Löhne und das Verbot von Kinderarbeit. Die Einhaltung dieser Vorgaben prüfen unabhängige Experten regelmässig vor Ort. Rund 15 000 dieser Audits gab es im vergan­ genen Jahr bei den BSCI­Pro­ duzenten in China. Weiterbildung stärkt Chefs und Mitarbeiter

«Schlimme Missstände wie Kinderarbeit sehen wir in den Fabriken heute praktisch nicht mehr», sagt Jürg von Niederhäu­ sern, Experte für Sozialstandards beim Migros­Genossenschafts­ Bund. «Die Probleme liegen heute meistens im Managementbereich. Dazu gehören etwa die korrekte Arbeitszeiterfassung, Arbeits­ sicherheit, saubere Lohnab­ rechnungen oder die korrekte Bezahlung von Überstunden.» Deshalb setzt die BSCI immer stärker auf Weiterbildung. Dieses sogenannte Capacity Building soll die Fabrikleiter zu besseren

Chefs machen und die Rechte der Mitarbeiter stärken. Joyce Chau: «Wenn die Fabrikleitung das Lohn­ system richtig erklärt, können die Arbeiter es auch nachvollziehen.» Und auch die Arbeiter sollen wis­ sen, wie sie sich bei gefährlichen Arbeiten schützen können und wie ihr Monatslohn und die Sozial­ abgaben genau berechnet werden. Zudem sei es wichtig, dass die Mitarbeiter frei und ohne Druck ihre Sorgen gegenüber dem Management äussern können. Sozialstandards wie BSCI erfordern also ein Umdenken und Investitionen, machen sich aber finanziell bezahlt, wie Studien zeigen: Die Arbeit wird effizienter, die Qualität steigt, und es gibt weniger Produktionsausfälle. Umdenken und investieren müssen aber auch die Käufer in Europa. «Es gibt einen grossen Unterschied zwischen den chinesi­ schen Herstellern und den Käufern aus Europa», erklärt Joyce Chau. «Ihre Managementsysteme sind hochentwickelt, aber eben oft auch

weit davon entfernt, die alltägli­ chen Herausforderungen in den Produktionsländern zu verstehen.» Die Käufer müssten deshalb auch die Perspektive wechseln können und ihren Partnern zuhören, meint Chau. «Es kann beispielsweise vorkommen, dass ein bisher gut bewertetes Unternehmen plötzlich ein schlechtes Auditresultat hat. Der Grund sind nicht schlechtere Arbeitsbedingungen, sondern bei­ spielweise neue Vorschriften oder Gesetze, die die Abgabe von zusätz­ lichen Dokumenten verlangen.» Fehlen diese Papiere, führt das zu einer negativen Bewertung. «Wir Europäer müssen die komplexe Realität vor Ort ver­ stehen lernen», sagt von Nieder­ häusern. «Unsere Erfahrungen der letzten 20 Jahre zeigen, dass wir mit unserem Ansatz eine positive Entwicklung erreichen können.» Das verlange Wissen, finanzielle und personelle Ressourcen und ein langfristiges Engagement. «Denn wir können die Welt nicht von heute auf morgen verändern.» MM

BSCI

Initiative zum Wohl der Arbeitnehmer Die Business Social Compliance Initiative (BSCI) ist ein Sozial­ standard unter dem Dach der Foreign Trade Association (FTA). Der Initiative gehören weltweit über 1900 Unternehmen an, die

jährlich Waren im Wert von 900 Milliarden Euro einkaufen. Mehr als fünf Millionen Mitarbeitende in den Zulieferbetrieben profitieren dank BSCI von besseren Arbeits­ bedingungen. Ent­ standen ist die Initiative 2003. Die Migros ist eines von fünf Gründungsmitgliedern.


68 | MM6, 6.2.2017 | MIGROS-WELT

Brot des Monats

Locker-flockig unter der Kruste Jeden Monat präsentieren die Migros-Hausbäckereien eine saisonale Spezialität. Der aktuelle Hit, das Schneeflockenbrot, ist innen luftig und aussen knusprig. Es schmeckt dezent säuerlich und passt gut zu Konfitüren. Text: Jacqueline Vinzelberg

Das Schneeflockenbrot in TerraSuisse-Qualität ist ein feinporiges, helles Weizenbrot aus Sauerteig und Milch. Es hat ein angenehmes, leicht säuerliches Aroma, schmeckt frisch und überrascht mit feinen Röstnoten. Die dünne Kruste ist knusprig und das Innere ausgesprochen luftig und weich. Zum Schneeflockenbrot passt sowohl Salziges als auch Süsses, vor allem Konfitüre. Ein idealer Geschmackspartner ist Sanddornmark: Der fruchtig-säuerliche und erfrischende Aufstrich mit viel Vitamin C unterstreicht das milde Brotaroma harmonisch. MM www.migros.ch/brot

Servier-Tipp

Butterbrot mit Sanddornmark Brotscheibe mit Butter und Sanddornmark bestreichen. Nach Belieben mit gehackten, gerösteten Haselnüssen bestreuen.


MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 69

Serie So schmeckt das Brot des Monats Aktuell im Februar: Schneeflockenbrot

Marcel Berger (36)

ist Bäcker in der Migros-Filiale im Wynecenter Buchs AG und einer von rund 900 Bäckern, die in den 126 Hausbäckereien täglich mehrmals backen. So ist das Brot bis Ladenschluss frisch und warm erhältlich.

«Mit Herzblut gebacken» Marcel Berger, warum sind Sie Bäcker? Aus Freude an der Arbeit mit all den feinen Zutaten und weil ich kreativ sein kann. Es lässt sich so viel Wunderbares aus Teig herstellen. Welches ist Ihr Lieblingsbrot? Ein feiner Butterzopf. Der darf bei uns zu Hause nicht fehlen. Ohne Butterzopf ist ein Wochenende kein richtiges Wochenende. Was essen Sie gern dazu? Butter, Konfi, Wurst und Käse.

TerraSuisse steht für eine naturnahe, tierfreundliche Landwirtschaft und stützt sich auf die Richtlinien von IP-Suisse.

Bilder: Veronika Studer (Food) / Gaëtan Bally (Porträt) Servier-Tipp: Regula Brodbeck

Welches ist für Sie das wichtigste Qualitätsmerkmal eines Brots? Ein gutes Aroma, das durch lange Teigreifung oder die Verwendung von Sauerteig entsteht. Was macht gutes Brot darüber hinaus aus? Selbstverständlich ist die Qualität der Zutaten von Bedeutung. Wichtig ist aber auch, dass die Bäcker mit Herzblut bei der Sache sind. Das merkt man nämlich auch am Geschmack.

TerraSuisse Schneeflockenbrot, 360 g Fr. 3.20 Erhältlich in allen Migros-Filialen mit Hausbäckerei


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MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 71

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Bild und Styling: Martina Meier

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So süss, zart und facettenreich wie Schokolade wünscht man sich die Liebe. Kein Wunder, zählen Pralinen zu den beliebtesten Geschenken am Valentinstag. Die edel verpackten Adoro-Kugeln passen besonders gut zum Tag der Liebenden. Als ValentinKlassiker längst etabliert sind das Metallherz mit den Prestige-Pralinés und das schmucke Herz mit Giandor-Kugeln.

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Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Adoro-Kugeln und Pralinés von Frey.


72 | MM6, 6.2.2017 | MIGROS-WELT

Ellen Amber und John Adams

Voll tagestauglich Die Pyjamas und Shortys sind zu hundert Prozent aus Baumwolle hergestellt. Ein Teil der Kollektion besteht aus Migros­Bio Cotton, Baumwolle mit eco­Zertifizierung. Beide Labels garantieren eine umwelt­ und sozialverträgliche Baumwollproduktion vom Anbau bis zur Verarbeitung.

Ellen Amber Pyjama, 100% Bio-Baumwolle, Gr. S–XL** Fr. 17.90 statt 29.80*

*Aktion 40 Prozent vom 7. bis 14. Februar

John Adams Pyjama, 100% Bio-Baumwolle, Gr. S–XL** Fr. 23.90 statt 39.80* ** in grösseren Filialen

Bilder: Mirjam Kluka; Styling: Mirjam Käser; Hair Make-Up: Arlette Kobler

Von wegen Pyjamas gehören nur ins Schlafzimmer. Optisch lässt sich die Nachtwäsche von Ellen Amber und John Adams kaum noch von der sogenannten Lounge­ wear, der bequemen Kleidung für zu Hause, unterscheiden. Den Kuschelstyle ergänzen bequeme Slipper und Hausschuhe.


MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 73

Migros-Bio Cotton

Baumwolle mit Mehrwert In der Textilproduktion ist Baumwolle die wichtigste natürliche Faser. Eine nachhaltige Produktionsweise wie bei Migros-Bio Cotton ist nicht überall selbstverständlich.

Ellen Amber Hausschuhe Ballerina, Gr. 36–41** Fr. 19.80

Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau hinterlässt in der Umwelt keine negativen Spuren. Die Felder werden in Mischkulturen bewirtschaftet und mit Hofdünger oder Kompost gedüngt. Das garantiert die langfristige Fruchtbarkeit des Bodens. Um Schädlinge von den Kulturen fernzuhalten, setzen die Bauern unter anderem Lockpflanzen ein. Der Verzicht auf den Einsatz giftiger Substanzen dient somit auch der Gesundheit der Arbeiter.

John Adams Hausschuhe, Gr. 40–45** Fr. 24.80

* 40% auf das gesamte Damen-Tagwäschesortiment (ohne Mey) sowie auf das Damenund Herren-Nachtwäschesortiment vom 7. bis 14. Februar

Die Textilien in MigrosBio-Cotton-Qualität bestehen aus Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau und werden gemäss den Migros-eco-Richtlinien ökologisch und sozialverträglich verarbeitet. Die Herkunft der Textilien ist zudem vom Anbau bis zum fertigen Kleidungsstück lückenlos dokumentiert.

John Adams Shorty, 100% Baumwolle, Gr. S–XL** Fr. 17.90 statt 29.80*

Ellen Amber Shorty, 100% Bio-Baumwolle, Gr. S–XL** Fr. 11.90 statt 19.80*

Das Migros-eco-Label gewährleistet zudem ökologische und sozialverträgliche Standards. So ist beispielsweise beim Färben und Drucken der Gebrauch von Chlorbleiche verboten. Es sind nur ökologisch unbedenkliche Chemikalien zugelassen.


74 | MM6, 6.2.2017 | MIGROS-WELT

Alles für Sparfüchse

Clever gerechnet

Gehacktes und Hörnli sind ein schmackhaftes Gericht und kosten nicht viel. M-Classic Hörnli gross, 500 g Fr. 1.50

Nach dem letzten Feiertag werden die Gürtel wieder enger geschnallt. Jetzt gilt es, überschüssige Pfunde zu verlieren, den Konsum zu drosseln und für den nächsten Event oder die nächste Anschaffung zu sparen. Wer schlau ist, vergleicht Preise, nutzt Sonderangebote und kauft Gross­ packungen oder M­Budget­Produkte, um am Monatsende sein Sparschwein zu füttern. Besonders gewieft sind diejenigen, die langfristige Einsparun­ gen anstreben und in entsprechende Massnahmen investieren, etwa, um den Strom­ oder Wasserverbrauch zu senken.

Ein Utensil, auf das man in der Küche nur ungern verzichtet: M-Budget Sparschäler U-Griff Fr. 1.80

Macht aus Leitungswasser frisch aufgesprudeltes Wasser und erspart das Schleppen schwerer Kisten: Sodastream Play, weiss* Fr. 98.–

Wenig Kalorien, dafür viele Vitamine und ein hoher Nährwert: M-Budget Äpfel, 2,5 kg Aktueller Tagespreis


MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 75

Selbstgemachte Sandwiches schonen das Portemonnaie. Ruchbrot, 500 g Fr. 1.10

Spinat ist kalorienarm, punktet dafür als zuverlässiger Lieferant von Vitaminen, Eiweiss und Mineralien. M-Budget Spinat, gehackt, ungewürzt, tiefgekühlt, 1,2 kg* Fr. 3.25

Bietet Raum für eine ganze Menge Münzen, frisst am liebsten aber Scheine: Sparkässeli Miggy, Keramik, 18 × 15,5 × 14 cm* Fr. 11.80

Bei Bedarf kann der Strahlregler auf volle Leistung umgestellt werden (17 l/min, 3 bar). Wird der Wasserhahn geschlossen, schaltet er automatisch wieder auf Sparbetrieb (5 l/min) um. Neoperl Cascade SLC Ecobooster, verchromt, M22, 5 l/min Fr. 19.90

Aus Kartoffeln lassen sich im Nu günstige Gerichte zaubern: M-Budget Kartoffeln, mehligkochend, 5 kg Aktueller Tagespreis

Wer beim Kochen Resten einplant und einfriert, hat jederzeit ein Fertigmenü zur Hand: Tangan N° 7, Stehbeutel, 0,95 l, 18 × 16,5 cm, 15 Stück* Fr. 2.80

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Bild: GettyImages

Im Do it + Garden


76 | MM6, 6.2.2017 | MIGROS-WELT

V Eintauchen in Exploration du Monde

fremde Welten

Christian Vérot war für Exploration du Monde in Vietnam unterwegs. Sein neuer Film «Vietnam, les princesses et le dragon» lebt von den starken Bildern. Er läuft in verschiedenen Walliser Kinos und zeigt Regionen fernab der Tourismuszentren. Text: Frédérique Rey

Bilder: Christian Vérot

ietnam ist ein Land mit vielen Gesichtern. Im Rahmen von Exploration du Monde kann man das Land jetzt entdecken, ohne sich gleich ins Flugzeug zu setzen. Mit seinem Film «Vietnam, les princesses et le dragon», der in Sitten, Siders, Martinach und Monthey gezeigt wird (Daten siehe Box), präsentiert Filmemacher Christian Vérot das südostasiatische Land von einer unbekannten und authentischen Seite. Zuerst entführt der Film das Publikum in die Regionen des Nordens. In diesen Tälern, die in harter Arbeit landwirtschaftlich erschlossen wurden, ist von der Hektik der Grossstädte wie Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt nichts zu spüren. In den Gebirgsregionen an der Grenze zu China und Laos leben 54 ethnische Minderheiten.


MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 77

Christian Vérots Film zeigt den Alltag ethnischer Minderheiten, wie den der Schwarzen Thai (links) oder der Blumen-Hmong (unten).

Die Schwarzen Thai und die Blumen-Hmong sind nur zwei dieser Bergvölker, die unter prekären Bedingungen leben. Ihre Frauen sind elegante, strahlende «Prinzessinnen». Ihr Silberschmuck und die sorgfältig bestickte Kleidung verweisen auf ihre uralten Traditionen. Im äussersten Norden des Landes, der Fremden lange unzugänglich war, zeigt sich Vietnams ländliche Seite. Vérots Film lässt das Publikum an Szenen teilhaben, die beinahe kleine Zeitreisen sind: Auf einem Bauernmarkt wird ein Schwein zerlegt, ein Wanderzahnarzt stochert in einem offenen Mund, und um ihn herum drängt sich eine Schar Kinder. Mystische Lichtstimmungen

Weiter im Süden: Über der Halong Bucht hängt ein geheimnisvoller, von der Sonne durchdrungener Schleier.

Dieses Universum aus Schatten und Licht entstand der Legende nach durch einen Drachen, der mit seinen Krallen einen Felsen zerriss und die Stücke über das Wasser verstreute. Es folgt ein Ausflug in die Kaiserstadt Hué: Gewaltige Mauern umschliessen die purpurne verbotene Stadt. Ganz anders Dalat, eine Stadt mit viel französischem Flair: In den Häusern aus der Kolonialzeit befinden sich heute Restaurants. Ihre Architektur wirkt wie das Echo einer vergangenen Kultur. Neben den mächtigen Hochhäusern erinnern diese Überbleibsel der Kolonialherren an den früheren Hochmut einer Grossmacht. Die wirtschaftliche Liberalisierung hat Vietnam eine ungewöhnlich schnelle Entwicklung ermöglicht. Ein Grossteil der Bevölkerung hat nun eine bessere Zukunft vor sich. MM

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Programminfo

In diesen Kinos wird Vérots Film gezeigt Vietnam, les princesses et le dragon (Vietnam, von Prinzessinnen und Drachen) von Christian Vérot Sitten Kino «Arlequin», 14. Februar, 14.30 und 20.30 Uhr Siders Kino «Du Bourg», 27. Februar, 16 und 20 Uhr

(Achtung, neue Programmzeiten) Martinach Kino «Casino», 6. März, 14.30 und 20.30 Uhr Monthey Kino «Plazza», 7. März, 14.30 und 20.30 Uhr Mehr Infos: www.explorationdumonde.ch


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MIGROS-WELT | MM6, 6.2.2017 | 79

Valentinstag

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Viel Liebe zum Detail Mit Blumen kann man zum Valentinstag auf charmante Art «ich liebe dich» sagen. In den Florissimo-Filialen ist es sogar möglich, persönliche Gegenstände in die blumigen Liebeserklärungen flechten lassen. Text: Mélanie Zuber

E

s gibt unzählige Möglich­ keiten, der oder dem Herz­ allerliebsten seine Zuneigung zu beweisen. Blumen sind aber in der Regel die schönsten Botschafterinnen. Für ein individuelles Blumen­ geschenk fertigen die Mitarbeiterin­ nen der Florissimo­Geschäfte auf

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Mittagessen und Weinverkostung. Danach besichtigen wir die bekannte Nuraghe Santu Antine im Hinterland. 5. Tag: Alghero–Bonifacio–Ajaccio. Fahrt der Küste entlang nach Santa Teresa Gallura. Fährüberfahrt ins 12 Kilometer entfernte Bonifacio auf Korsika. Gegen Abend Ankunft in Ajaccio, der Hauptstadt der Insel. 6. Tag: Ajaccio–Calanche–Calvi. Ajaccio ist die Geburtsstadt von Napoleon Bonaparte. Geführter Stadtrundgang. Danach Fahrt der Küste entlang in eine Märchenwelt aus Stein. Les Calanches, das sind bizarre Felsformationen in einer Landschaft mit Flüssen und grünen Weiden. 7. Tag: Calvi–Balagne–Bastia – Einschiffung. Von Calvi aus hat man eine hervorragende Aussicht auf das Mittelmeer, das Hinterland und die Küste. Geführte Besichtigung. Danach widmen wir uns der Region Balagne, einem fruchtbaren Gebiet zwischen Küste und Bergland. Einschiffung in Bastia. 8. Tag: Ankunft in Toulon-Schweiz. Am frühen Morgen Ankunft in Toulon. Fahrt über Valence, Annecy und Genf zurück zu den Einsteigeorten. Ihre Hotels Auf dieser Reise haben wir für Sie folgende oder gleichwertige Hotels reserviert: Hotel

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hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

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Ich finde, Kinder dürfen beim Fan-Sein ihre Meinung ändern: «Such dir ein anderes Team aus. Am besten das aktuell erfolgreichste.» Ich nehme ihn in die Arme und sage tröstend: «Jeder verliert mal. Jetzt brauchen sie dich erst recht als Fan.» Entscheidungen mit solcher Tragweite sollten nicht im Affekt fallen. Ich rate: «Komm, wir warten mal die nächsten Spiele ab.»

Antwort 2: Fan-Sein ist eine Lebensschule – da muss er durch. Lässt er sein Team jetzt fallen, wird er ein gestohlenes Velo oder ein gebrochenes Herz nie wegstecken können.

Illustrationen: Lisa Rock, Alice Kolb; Bild: René Ruis

Monica Müller (42)

Der Grosse (6) hatte nie eine Wahl. Schon als Baby steckte ihn der Nonno in einen Body des Hockey Club Lugano (HCL). Mit jeder neuen Grösse kam ein weiteres Fan-Outfit dazu. Als er drei Jahre alt war, durfte er erstmals mit zum Match. Sein Team gewann unerwartet – und der Mini-Fan galt fortan als Maskottchen. Einige Male ging das gut, dann geschah das Unvermeidbare: Sein Team verlor haushoch. Die Fanmütze auf dem Kopf und die Fahne in der Hand, stand er tränenüberströmt da. «Ich bin nicht mehr LuganoFan», schluchzte er. Und jetzt, wie weiter? 1, 2 oder 3?

Nach der Sammlung werden Grüngut und Küchenabfälle in Kompost- oder Vergärwerken verarbeitet. Dabei ist es unmöglich, alle Plastiksäcke vollständig zu entfernen. Deshalb bleiben im Kompost oder im Gärgut nicht abbaubare Kunststofffetzen zurück. Dies kann die Qualität von Kompost und Gärgut derart verschlechtern, dass diese wertvollen Stoffe verbrannt werden müssen. Gelangt verschmutzter Kompost trotzdem auf die Felder, reichern sich die Kunststoffe über die Jahre im Boden an. Darum gilt:

Für die Entsorgung von Grüngut und Küchenabfällen eignen sich nur kompostierbare Bioplastiksäcke mit weissem Gitterdruck (zum Beispiel der «Compobag»).

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84 | MM6, 6.2.2017 | LEBEN

Gesundheit

Diese Check-ups sind sinnvoll

Viele lassen sich regelmässig untersuchen, um Krankheiten früh zu erkennen. Doch welche Methoden sind nützlich und welche nicht? Eine Übersicht. Text: Iris Schwarzfischer

E

Tee tut und wirkt gut

•Blutdruck Blutdruckmessungen ab dem 20. Lebensjahr ca. alle 3 bis 5 Jahre

Die Wirkung von Tee reicht

•Blutfett Cholesterinmessungen ab dem 35. Lebensjahr ca. alle 3 bis 5 Jahre, bei Risikofaktoren oder familiärer Belastung auch häufiger

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•Blutzucker Blutzuckerbestimmungen ab dem 45. Lebensjahr ca. alle 3 Jahre, bei Risikofaktoren oder familiärer Belastung auch häufiger •Bauchschlagader Ultraschalluntersuchung ab 50. Lebensjahr ca. alle 5 Jahre

Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.

•Augen Untersuchungen der Augen ab dem 50. Lebensjahr, ca. alle 3 Jahre

Ab 20 sollte der Blutdruck regelmässig kontrolliert werden.

•Gebärmutterhals Screeninguntersuchungen für Gebärmutterhalskrebs: Abstriche (PAP) zwischen dem 20. Lebensjahr bis 65. Lebensjahr, bei sexuell aktiven Frauen •Darmspiegelung Ab dem 50. alle 10 Jahre bis zum 70. Lebensjahr. Bei Risikopatienten mit Darmkrebs in der Familie, Darmpolypen oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Kontrollen alle 5 Jahre

•Schwangerschaft Schwangerschaftsuntersuchungen nach Empfehlung des Gynäkologen. Das Ausstellen eines Mutterpasses ist ratsam •Baby bis Jugendliche Regelmässige Untersuchungen beim Kinderarzt, zunächst entwicklungsbedingt in kürzeren, später dann in grösseren Abständen •Zähne Jährlicher Zahnarztbesuch

MM

Bild: Romulic-Stojcic/Getty Images

Impuls-Tipp

ine Vorsorgeuntersuchung hilft, mögliche Krankheiten schon im Frühstadium zu erkennen und auch präventiv agieren zu können. Grundsätzlich sind diese Voruntersuchungen eine sehr sinnvolle Leistung in der Medizin. So dienen sie unter anderem zur Erkennung von Indikatoren und Krankheiten, die vor allem das Herz und Gefässsystem betreffen. Wertvolle Hinweise liefern Vorsorgeuntersuchungen auch bei der Früherkennung von Krebs, wie Gebärmutterhals-, Brust-, Hautoder Dickdarmkrebs. Weiter finden die verschiedenen Untersuchungen Anwendung bei Augenerkrankungen wie dem grünen Star, der Vorsorge von Entwicklungsstörungen bei Kindern, der Schwangerschafts- und auch der Zahnvorsorge. Nachfolgend die Vorsorgeuntersuchungen, die sich nach heutigem Wissensstand als sinnvoll erwiesen haben:


LEBEN | MM6, 6.2.2017 | 85

Vorsorge

Umstrittene Untersuchungen

Fakten-Check

Fondue oder Raclette? Die klassischen Wintergerichte im Duell

Die Mammografie der weiblichen Brust gehört

zu den eher umstrittenen Untersuchungen. In vielen Studien hat sich kein bestätigter Nutzen gezeigt. Bei einer familiären Häufung von Brustkrebs wird die Mammografie bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr aber als sinnvoll erachtet. Die Bestimmung des PSA

(ein Eiweissstoff aus der Prostata) ist sinnvoll bei Männern ab dem 50. Lebensjahr bei einer familiären Häufung von Prostatakrebs. Ansonsten hat sich der Nutzen der Untersuchung nicht bestätigt.

Ebenso umstritten sind die «Stuhlbriefchen»: Der

Stuhl wird auf Blutbeimischung untersucht und gilt als eher unspezifische Methode mit häufigen falsch-positiven oder falsch-negativen Ergebnissen.

Raclette

Fondue Vorbereitung

Das Raclette hat einen grossen Vorteil: Es gelingt wirklich immer.

Ein schönes, homogen sämiges Fondue hinzubekommen, ist vor allem für Fondue-Neulinge nicht ganz einfach. Doch den Dreh bekommt man schnell raus.

Nährwertangaben Tipps

Planen und abklären Bevor man vorsorgliche Checks machen lässt, be-

rät man sich am besten mit dem Hausarzt und stellt gemeinsam einen personifizierten und auf die eigenen Risikofaktoren zugeschnittenen Vorsorgeplan auf. Nicht alle Vorsorgeunter-

Iris Schwarzfischer, prakti-

sche Ärztin, Leiterin des Santémed/ Medbase Gesundheitszentrums Frauenfeld TG

suchungen werden von der Krankenversicherung oder Zusatzversicherung übernommen. So empfiehlt sich, im Vorfeld mit der Krankenversicherung die Kostenübernahme abzuklären. In Zusammenarbeit mit

• Kalorien: 360 kcal pro 100 g. Mit (gedämpften) Kartoffeln sind es 440 kcal pro 100 g. • Vitamine: A • Mineralien: Kalzium, Phosphor

• Kalorien: 380 kcal pro 100 g für ein Fondue moitié-moitié. Mit Weissbrot kommt man auf 615 kcal pro 100 g. • Vitamine: A • Mineralien: Kalzium, Phosphor

Vorteile

Ist der Käse erst einmal • Wer sein Brot im Caquelon verliert, wird geschmolzen, kann jeder «bestraft». So werden Raclette-Esser auf seinem auch die langweiligsten Teller seinen ganz eigenen Beilagenmix zusammenAbende spassig. • Alle Gäste essen aus stellen: Paprika, Curry, Babymais, Champignons – demselben Caquelon: Das ist Geselligkeit pur. alles ist erlaubt.

Nachteile

• Wenn einer den Käse • Die Mischung aus Käse vom Laib schabt, muss er und Wein kann schwer von Anfang bis Ende der verdaulich sein. Mahlzeit schuften. • Der Verdauung zuliebe • Statt Weisswein besser Kräutertee statt Kirsch Schwarztee trinken. trinken.

Fazit: Das etwas leichtere

Raclette gewinnt aus er-

nährungstechnischer Sicht mit einem minimalen Vorsprung. Beide Gerichte sind jedoch wertvolle Kalziumlieferanten. Kalzium ist ein wichtiger Bestandteil von Knochen und Zähnen und für die Reizübertragung im Nervensystem von grosser Bedeutung. Raclette wie Fondue sollten in Massen genossen werden. Auch sollte auf Wettbewerbe wie «Wie viele Raclette-Portionen kann ich essen?» oder «Wie viele Stücke Brot bekomme ich runter?» verzichtet werden. Sobald sich ein Sättigungsgefühl einstellt, mit dem Essen aufhören um eine desaströse Nacht zu vermeiden. Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung


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LEBEN | MM6, 6.2.2017 | 87

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Tipps

Was tun, wenn ein Elternteil zu kurz kommt?

Buhlen um die Aufmerksamkeit des Kindes: Manchmal fühlt sich ein Elternteil ausgeschlossen.

Extrazeit ein­ planen: Der «vernachlässigte» Elternteil schaut mit dem Kind ein Buch an, liest vor, spielt mit ihm.

Familie

Immer nur Mami Kinder fokussieren manchmal auf einen Elternteil. Das kann schmerzhaft für den anderen sein. Eine bessere Aufgabenteilung kann Wunder wirken. Text: Claudia Langenegger

Bild: Guido Mieth/Getty Images

M

arianne ist verärgert. Lewis (6) hat sich das Knie aufgeschürft und will ein Pflaster und die tröstenden Worte partout von ihr, während ihr Mann Moritz ratlos danebensteht. Auch nachts ruft der Sohn immer nach der Mama – obwohl beide Elternteile halbtags arbeiten und sich regelmässig um ihr Kind kümmern. «Es hängt von der Entwicklung ab, wie sehr Kinder auf jemanden fokussiert sind», erklärt die Step-Elternkurs-Leiterin Liselotte Braun (55). Im Alter von eineinhalb bis zweieinhalb Jahren suchen Kinder oft besonders viel Sicherheit, meist bei einer einzigen Person. Oft trauen sich Väter die Betreuung von Babys nicht zu und leben in der Vorfreude, später mit dem Nachwuchs spielen zu können. Ein

Trugschluss: «Regelmässiger Kontakt zum Kind ist von Anfang an wichtig», sagt die Expertin. Kinder mit einer guten Beziehung zum Vater können sich leichter von der oft starken Bindung zur Mutter lösen. Auch die Mütter müssen bereit sein loszulassen. «Leider denken sie viel zu oft, dass sie nichts mehr wert seien, wenn die Kinder sich auch dem Vater zuwenden.» Machtspiel nicht ausgeschlossen

Für die Fokussierung auf einen Elternteil gibt es unterschiedliche Gründe. «Die Identifikation mit demselben Geschlecht kann eine Rolle spielen», erklärt Liselotte Braun. «Oder das Kind geniesst es, mit dem anderen Elternteil andere Dinge unternehmen zu können.» Es kommt vor, dass der weniger anwesende Elternteil in Be-

schlag genommen wird, sobald er einmal da ist. Das kann sich zu einem Machtspiel ausweiten, in dem das Kind gewinnen will. Und manche Kinder holen sich nachts die Aufmerksamkeit, die sie tagsüber vermissen – auch bei dem Elternteil, der oft verfügbar ist. Anwesend zu sein, heisst nicht automatisch, dass das Kind sich wahrgenommen fühlt. Dass der kleine Lewis sich so auf seine Mutter konzentriert, ärgert nicht nur sie, sondern auch den Vater. Marianne hat mit Lewis darüber gesprochen, dass er den Papi mehr einbeziehen soll. Sie selbst will sich künftig stärker zurücknehmen. Die Eltern sind nun konsequenter in der Betreuung und wechseln sich beispielsweise abends beim Geschichtenerzählen ab. MM Mehr Informationen zu Step-Elternkursen: www.instep-online.ch

Über Gefühle und die Situation reden, statt zu rivalisieren. Sich darüber freuen, dass das Kind so gut mit dem anderen Elternteil klarkommt. Sich absprechen und die Erziehungsaufgaben besser aufteilen; dabei konsequent bleiben. Den Mut haben, Grenzen zu setzen und Bedürfnisse zu äussern. Sich vom Kind nicht manipulieren lassen. Das Kind dazu ermutigen, mit dem anderen Elternteil stärker in Beziehung zu treten – aber keinen Druck ausüben. Loslassen: Mütter sollen dem Vater zutrauen, dass er das Kind optimal betreut.


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«Niemand kann sehen, dass ich ein Hörgerät trage» Verständlichkeit, klarer Sound. Auch dann, wenn es mal lärmig ist in der Umgebung, fällt es mir leicht, Gesprächen zu folgen. Sie können die Geräte von Sonetik also weiterempfehlen? Das kann ich, und das tue ich auch: Ich empfehle die GOhear-Geräte allen meinen Bekannten als gute und preiswerte Hilfe, um wieder besser hören zu können. Und wem würden Sie nun zum herkömmlichen GOhear-Modell raten, wem zur neuen Im-Ohr-Lösung?

Dr. Gian Peider Anderhub ist Arzt, pensioniert und lebt im Engadin. Er fotografiert viel und wandert gerne mit seinen Hunden.

Dr. Anderhub, Sie haben GOhear-in unverbindlich ausprobiert – ein modernes Hörgerät, das im Ohr getragen wird. Wir fragen ganz direkt: Was halten Sie davon? Am Anfang war ich skeptisch, das gebe ich gerne zu. Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, diesen Knopf einfach im Ohr zu «versorgen». Aber dann gewöhnte ich mich sehr rasch an das neue Traggefühl und die Vorteile der ImOhr-Lösung: kein Schlauch mehr hinter dem Ohr, kein Verrutschen oder Abreissen beim Ausziehen der Kleider. Völlige Autonomie! Und auch meine anfängliche Befürchtung, das GOhear-in könnte beim Sport herausfallen, erwies sich als unbegründet. Die Geräte bleiben an Ort und Stelle, selbst bei grössten Belastungen, und das ganz ohne Fremdkörper- oder Druckgefühle im Ohr. Man vergisst praktisch, dass sie da sind. Vor dem Test haben Sie das GOhear getragen, das meistverkaufte Hörgerät der Schweiz und ein Modell, das hinter dem Ohr befestigt wird. Genau. Auch damit war ich zufrieden. Jetzt aber, mit den GOhear-in-Geräten, fühle ich mich noch freier: Niemand kann sehen, dass ich ein Hörgerät trage, aber ich höre alles, was ich hören muss. Ausserdem stelle ich qualitativ eine Verbesserung fest. Im Alltag funktionieren die digitalen Geräte perfekt: gute

Die Hinter-dem-Ohr-Geräte sind günstiger* und für jene geeignet, die noch zweifeln und vom Wert eines Hörgeräts überzeugt werden müssen. Quasi als Übergangslösung. Allen anderen Leuten mit Hörverlust empfehle ich die noch moderneren GO-hear-in-Geräte. Sie sind klein,, elegant, und scheinen mir g , leistungsfähig g heute der Massstab der Dinge zu sein – neben vergleichbaren Modellen der Konkurrenz. Wobei GO-hear-in nicht nur punkto Qualität, sondern eben auch preislich eine super Lösung ist. Originalgrösse 11 x 9 mm *GOhear kostet Fr. 495.–, das neue GOhear-in ist für Fr. 995.– erhältlich.

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Und an über 300 weiteren Standorten in der Schweiz. Die aktuelle Adress-Liste finden Sie im Internet unter www.sonetik.ch. Wenn Sie eine Apotheke/Drogerie in Ihrer Nähe suchen, helfen die Mitarbeiter von Sonetik auch gerne persönlich.

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GUTSCHEIN FÜR 3 BLISTER A10 BATTERIEN IM WERT VON Fr. 26.85 Beim Kauf von einem oder zwei GOhear-in Hörgeräten lösen Sie bitte diesen Coupon in Ihrer Verkaufsstelle ein.

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HÖRVERLUST? WERDEN SIE AKTIV

Geburtsdatum

Meist tritt der Hörverlust schleichend auf: Die Vögel verstummen, die Grillen zirpen nicht mehr, das Radio und Fernsehen wird lauter gestellt, Zischlaute gehen verloren, und wenn sich mehrere Menschen miteinander unterhalten, fällt es schwer, dem Gespräch zu folgen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Oder haben Sie jemanden in Ihrem Umfeld, der Mühe hat, ganz Ohr zu sein? Einen Hörverlust sollte man nicht still hinnehmen, zumal ein Zuwarten nicht nur für die Betroffenen eine Belastung ist, sondern auch für Freunde, Bekannte, Partner, Kinder und Enkelkinder. Ausserdem schwächt Gehörverlust unser Gehirn: Es verlernt, Töne und Geräusche zu verarbeiten. Wer aktiv wird, tut damit sich selbst und der Mitwelt einen Gefallen.

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Seriennummern Hörgerate

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Gutscheincode «MMW 01/17».

Laut Schätzungen ist in der Schweiz jeder Dritte ab 65 «nicht mehr ganz Ohr». Hörgeräte verschaffen Abhilfe und verbessern die Lebensqualität – beispielsweise GOhear-in des Schweizer Herstellers Sonetik. Dr. Gian Peider Anderhub hat das preiswerte Gerät getestet. Im Interview verrät der pensionierte Arzt: «Die ImOhr-Lösung ist sehr bequem und zeigt Wirkung, ohne sichtbar zu sein.»

Testen Sie das neue, günstige und unsichtbare Hörgerät von Sonetik – unverbindlich und in ausgewählten Apotheken und Drogerien in Ihrer Nähe.

Wichtig für Verkaufsstelle: Bitte senden Sie diesen Coupon zusammen mit dem Willkommenspaket an Sonetik. Daten können für Werbezwecke genutzt werden.


LEBEN | MM6, 6.2.2017 | 89

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Noch drei Wochen, dann endet mein geregeltes Leben (*1989–2017). Ich mache mich selbständig und reise im Mai nach Asien. In meinem Kopf herrscht das totale Chaos. Sind Freizügigkeitskonto, 2. Säule und Pensionskasse jetzt doch irgendwie das Gleiche? Bin ich total bünzlig, wenn ich mir mit 27 ein 3.-SäuleKonto einrichte? Was will die Sozialversicherungsanstalt eigentlich alles von mir wissen?

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

übersteht? Soll ich aufblasbares Kopfkissen, Adapter, Holzbesteck, Taschenlampe und Schlafsack nicht jetzt schon in den Rucksack packen? Passen da überhaupt noch Kleider rein, oder soll ich während sechs Wochen einfach die Unterhosen wechseln?

Hinter meinem Abenteuer steckt ein Berg Bürokram. Wann schreibe ich mein Zimmer zur Untermiete aus? Welche Reiseversicherungen schliesse ich ab? Beantrage ich die Visa schon vorher? Reicht das Budget für alle Impfungen und Malariatabletten?

Ich bin derzeit ein wandelndes Fragezeichen zwischen Vorfreude und Nervosität. Und dann stehe ich im Laden und entdecke «Trek & Travel Sea To Summit Eco Friendly Pocket Laundry Wash» – ein Miniböxli mit 50 Miniblättli für 5 Minifränkli, mit denen ich unglaubliche 50 Häufchen Kleider waschen kann. Und ich ticke fast aus vor Freude – was für ein Name, was für ein Produkt!

Beim Packen geht meine Ratlosigkeit weiter: Soll ich endlich in Thermowäsche investieren? Wo kauft man einen günstigen Dry Bag, damit der Laptop den Monsun

Mein 20-jähriges Tussi-Ich hätte wohl nie gedacht, dass das Shoppen von Waschmittel und Wandersachen mich eines Tages mal so euphorisch machen würde. MM

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LEBEN | MM6, 6.2.2017 | 91

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Bei der aktuellen Zinsflaute ist der Fondssparplan eine echte Alternative zum Sparkonto.

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Aber sind Aktien etwas für Klein­ anleger? Sicher! Wer regelmässig und langfristig in Aktien investiert, muss eigentlich nur zwei Aspekte beachten: die Kosten und die Diver­ sifikation. Eine gute Diversifikation ist gegeben, wenn Ihr Vermögen auf viele Wertpapiere verteilt ist, sodass negative Ausreisser sich ausbalancieren lassen. Zudem gilt es, die Kosten

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im Auge zu behalten, da diese den Anlageerfolg schmälern. Mit einem Fondssparplan haben Sie die Möglichkeit, zu fairen Kosten in eine diversifizierte Anlagelösung zu investieren. Um den oft zitierten richtigen Einstiegszeitpunkt müssen Sie sich nicht sorgen, denn die periodischen Einzahlungen bewirken eine «zeitliche Diversifikation» der Investitionen. Auch wenn regelmässige und langfristige Einzahlungen die Erfolgschancen erhöhen, besteht dazu keine Verpflichtung. Sie können

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Kapitaleinzahlungen Sparkonto (verzinst) Schweizer Aktienmarkt (SPI)

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Bei einer monatlichen Einzahlung von 100 Franken und der jährlichen Rendite von 6,6 Prozent, die der Schweizer Aktienmarkt (SPI) während der vergangenen 20 Jahre im Schnitt erzielte, hätte man 41 500 Franken ansparen können. Nebenbei: Eingezahlt wurden in dieser Zeit nur 24 000 Franken. Die Differenz wäre Ihr Anlageerfolg gewesen. Vergleichsweise bescheiden präsentiert sich der Stand des Sparkontos mit 28 000 Franken.

So haben sich monatliche Einzahlungen von 100 Franken entwickelt, wenn sie in den vergangenen 20 Jahren auf ein Sparkonto oder in den Schweizer Aktienmarkt geflossen sind.

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Doch es gibt attraktive Alternativen zum Kontosparen. Wer kontinuierlich in einen Aktienfonds-Sparplan investiert, darf sich langfristig Hoffnung auf ein ansehnliches Vermögen machen – und dies bei bescheidenen periodischen Einzahlungen.

Vermögensaufbau: Sparkonto vs. Aktien

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Als Sparer werden Sie mir bestäti­ gen, dass es angesichts des gegenwärtigen Zinsniveaus nicht viel bringt, Geld auf dem Konto anzulegen. Denn wenn es keine Zinsen gibt, fehlen auch die Erträge für den Vermögensaufbau.

Höhe und Periodizität der Einzahlungen jederzeit anpassen oder die Zahlungen auch mal aussetzen. Daher der Tipp, liebe Eltern, Gotten und Göttis: Der Fondssparplan ist eine echte Alternative zum Sparkonto. Prüfen Sie ihn! Sie tun den Kindern damit einen Gefallen. Mit richtig investierten 100 Franken pro Monat bestehen gute Chancen, dass am Ende ein schöner Batzen für die Jungmannschaft herausschaut. MM Weiterführende Informationen: blog.migrosbank.ch


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LEBEN | MM6, 6.2.2017 | 93

Kinder

Zauber aus dem Nebel In den Wintermonaten ist die Landschaft nach einer nebelverhangenen Nacht manchmal mit einem weissen Kristallmantel bedeckt. Dieses Phänomen nennt man Raueis. Text: Tania Araman

Illustration: Jan Kruse

kleine Wassertropfen («unterkühlter Regen») Raueis

Nebel

Wind

Eis überzieht die Winterlandschaft An manchen Wintermorgen, wenn eine dünne Eisschicht Boden und Bäume bedeckt und eine märchen­ hafte Landschaft entstehen lässt, fühlt man sich fast wie im Film «Die Eiskönigin». Doch wie kommt es dazu? Zur Entstehung von Raueis braucht es Nebel. Dieser besteht aus vielen winzigen, in der Luft schwebenden Wassertröpfchen, die manchmal auch bei Tempe­ raturen unter 0 Grad Celsius flüssig bleiben, obwohl sie gefrieren müssten. Die­ ses Phänomen nennt man «unterkühlten Regen». Der Wind trägt dann diese unterkühlten Tropfen fort.

Treffen sie auf ihrem Weg auf einen Gegenstand wie einen Baum, einen Weg­ weiser und so weiter, gefrie­ ren sie sofort: Es entstehen Eisablagerungen, das soge­ nannte Raueis. Dieses ist noch einige Stunden, nach­ dem sich der Nebel gelichtet hat, zu sehen.

Traumhaft schön: mit Raueis bekleideter Baum

Raueis wird oft mit Reif verwechselt, der manchmal morgens auf den Windschutzscheiben von Autos zu sehen ist. Reif ist in gewisser Hinsicht das winterliche Pendant zum Tau. Mit dem Unterschied, dass der in der Luft enthaltene Wasserdampf direkt vom gasförmigen in den festen Aggregatzustand übergeht, ohne sich, wie normalerweise üblich, erst zu verflüssigen. Damit Reif entsteht, muss es jedoch nicht unbedingt neblig sein.


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Man kann das nicht in allen Ländern tun, aber in vielen, so auch in der Schweiz. Für viele Leute, die sich ausbürgern lassen, ist das ein schmerzhafter Schritt. Meist tun das Doppelbürger, also Leute mit zwei Staatsangehörigkeiten. Sie lassen sich zum Beispiel von einem ihrer Staaten ausbürgern, weil sie sonst steuerliche Nachteile erfah­ ren oder weil ihre Staaten Doppel­ bürgerschaften nicht zulassen. Dadurch werden Leute gezwungen, sich für nur eine Staatszugehörig­ keit zu entscheiden.

Das müssen sie gut abwägen, denn eine Ausbürgerung bringt Nachteile: Man wird dadurch im eigenen Land ein Ausländer, darf politisch nicht mehr mitbestim­ men, wird bei der Arbeit benach­ teiligt und muss den Pass abgeben. Gewisse Pässe gibt man nicht gern her: Mit dem Schweizer Pass etwa kann man fast überall problemlos herumreisen. Ohne ihn wirds enger. Die Schweiz erlaubt Doppelbürgerschaften. Das zeigt, wie welt­ offen und fair sie ist, denn eine

Staatsangehörigkeit hat nicht nur mit Rechten und Pflichten zu tun, sie macht auch, dass man «dazugehört», fast wie in einer grossen Familie. Daher die Begriffe wie «Vaterland» oder «Väterchen Staat». Stell dir vor, du müsstest dich zwischen dem Familienkreis deines Vaters oder dem deiner Mutter entscheiden: Würde dir so eine Entscheidung nicht auch schwerfallen? MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt:

Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

Nina findet Städtereisen im Winter besonders schön, weil die grossen, lauten Städte dann immer ein wenig ruhiger sind. Unten abgebildet siehst du Städte, die Nina noch bereisen möchte. Weisst du, welche es sind?

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98 | MM6, 6.2.2017 | LEBEN

Auto

«Ein ideales Alltagsauto» Den Hyundai Ioniq gibt es nur mit Alternativantrieb, etwa mit Hybrid. Wie schlägt sich der Newcomer im Alltag? Familie Leutwiler aus Menziken AG ist auf Probefahrt gegangen. Text: Timothy Pfannkuchen

Das Cockpit «Der Ioniq entspricht dem Digitalzeitalter. Und die Assistenzsysteme – etwa Radar­ tempomat – fördern die Sicherheit. Dabei ist alles verständlich, übersichtlich und übrigens sauber, fast edel verarbeitet.» Katharina Leutwiler

Bilder: Holger Salach

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it Blick auf die Zukunft bietet Hyundai den neuen Ioniq ausschliesslich mit Alternativ­ antrieb an: ab Mitte Jahr auch als Plug­in­Hybrid und bereits jetzt als Vollstromer namens Electric sowie als (vor allem auf den Toyota Prius zielenden) Hybrid. Den hat Familie Leutwiler aus Men­ ziken AG für das Migros­Magazin getestet. «Die Umwelt liegt uns am Herzen», er­ läutert der Technische Kaufmann Manfred Leutwiler (51), «deshalb haben wir zum Bei­ spiel eine Fotovoltaikanlage. Ein Tesla liegt nicht drin, aber der Ioniq könnte passen.» In der Testwoche schliesst die Familie, sonst in Opel Astra und Peugeot 5008 unterwegs, schnell Freundschaft mit dem Fünftürer. «Die zweigeteilte Heckscheibe behindert die Sicht etwas», stellt Katharina Leutwiler (51) fest, «dafür ist die Lenkradheizung super.» Tochter Simea (16) betont: «Hinten haben wir nicht enorm, aber ausreichend Platz, und das kabellose Laden des Smartphones ist toll.» Marisa (13) begeistert, dass es auch hinten eine Sitzheizung gibt. Überzeugt vom perfekten Spiel der Motoren

Auf 1000 Kilometern beträgt der Verbrauch des 4,47 Meter langen Ioniq nur gut 5 Liter. «Und das trotz flotter Fahrt», so Manfred Leutwiler: «Die Durchzugskraft und das perfekte Spiel der Motoren machen Spass, dank Doppelkupplungsautomat bleibt er leise.» Gattin Katharina fügt an: «Der elektri­ sche Modus erfordert Übung, weil sich sonst der Benziner zuschaltet. Mit der Zeit klappt das aber immer besser. Er ist betont komfor­ tabel und trotzdem sportlich.» Die Lehrerin resümiert: «Ein feines, ideales Alltagsauto.» Könnte der ab weniger als 30 000 Franken (fünf Jahre Garantie inbegriffen) angebotene Hybrid in die Garage einziehen? «Sicher», so Manfred Leutwiler, «wir gehen sogar noch weiter: Möglich, dass wir ein Auto durch den Ioniq Electric ersetzen werden.» MM

79 g / km CO2

Grenzwert 2017: 118 g/km

Der Antrieb «Dem Hybrid per Display bei der Arbeit zuzuschauen, finde ich spannend – und aus drei Antriebsvarianten wählen zu können, ist ein super Konzept und zukunftweisend: für jeden Käufer das passende Fahrzeug.» Manfred Leutwiler


LEBEN | MM6, 6.2.2017 | 99

Das Design «Wo immer wir mit dem Ioniq ankommen, werden wir bestaunt und befragt. Vielleicht auch, weil er sehr ansprechend aussieht. Das Styling ist futuristisch, aber trotzdem elegant – und auffällig windschnittig.» Marisa Leutwiler

Familie Leutwiler aus Menziken AG war während einer Woche rund 1000 Kilometer weit im Hyundai Ioniq Hybrid auf Testfahrt. Von links: Katharina (51), Marisa (13), Manfred (51) und Simea (16)

Die Auto-Testfamilie

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Peugeot 3008 BlueHDi 180 GT

Steckbrief

Hyundai Ioniq Hybrid Antrieb: Benzin-Elektro-Hybrid

(1.6-R4 + E-Motor), 104 kW/141 PS, 265 Nm, 6-Gang-DKG-Automat, Frontantrieb Gewicht: 1552 kg Fahrwerte: 0–100 km/h in 10,8 s, Spitze 185 km/h Umwelt: Normverbrauch 3,4 l/100 km = 79 g/km CO2, Energie A Preis: ab 29 490 Franken

Der Laderaum «Unter der Heckklappe gibt es 550 bis 1505 Liter Gepäckraum. Im Alltag reicht das – knapp wird es, wenn wir etwa zu viert in der Migros einkaufen. Für Ferien müssten meine Eltern eine Dachbox kaufen.» Simea Leutwiler

Antrieb: 2.0-R4-Turbodiesel, 133 kW/180 PS, 6-Gang-Automat, Frontantrieb Umwelt: Normverbrauch 4,8 l/100 km = 124 g/km CO2, Energie B Preis: ab 48 050 Franken (Basis: PureTech 130, 130 PS, ab 27350 Franken)


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Das Migros-Magazin und Hotelplan verlosen 1 x Ferien in St. Pete/ Clearwater im Wert von 3000 Franken: 4 Nächte im 4-SterneHotel Sheraton Sand Key Resort (Standard, ohne Mahlzeiten), inkl. Flug ab Zürich nach Tampa für eine Person.* *einlösbar bis 1.4.2017. Reisezeitraum: 1.6. bis 30.9.2017. Ohne Transfer, Mietwagen, Resort Fee, Parkplatz, Trinkgelder, Versicherung etc.

Glücksgriff

Wärme tanken im Sonnenstaat Die schönsten Strände der USA, attraktive Ausflüge und jede Menge Sonne: Das Migros-Magazin verlost Ferien in Florida im Wert von 3000 Franken.

Beantworten Sie folgende Frage:

In welchem Bundesstaat der Vereinigten Staaten liegt Clearwater Beach? Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, dem

Lösungswort, Namen und Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt Per Postkarte:

D

ie grösste Attraktion der Region St. Pete/ Clearwater liegt direkt am Wasser – und mit etwas Glück, liebe Leserin, lieber Leser, liegen Sie bald darauf: Über 55 Kilometer lange Strände mit schneeweissem Sand laden zu unvergleichlichen Badeferien ein. Dank der übersichtlichen Grösse der zauberhaften Halbinsel im amerikanischen Bundesstaat Florida kann man mit dem Auto in kürzester Zeit sehenswerte Orte wie Tarpon Springs, Dunedin, Treasure Island, St. Pete Beach, Clearwater Beach und St. Peters­ burg erkunden.

Zu den Hauptattraktionen von Tarpon Springs gehören die Sponge Docks am Anclote River. Nach der Entdeckung der Natur­ schwämme vor mehr als 100 Jahren wurde Tarpon Springs zur Schwammhauptstadt der USA. Zahlreiche griechische Schwamm­ taucher haben sich dieses Fischer­ dörfchen zur neuen Heimat gemacht und ihre Traditionen nach Florida mitgebracht. Vier Nächte inklusive Direktflug

St. Petersburg wiederum gilt als Kulturhauptstadt Floridas – auch wegen des futuristisch gebauten Dalí­Museums, das nur eines von

rund 100 Museen und Galerien ist. Clearwater Beach dagegen lebt von seinem Traumstrand, dem wohl schönsten in ganz Florida: Flach abfallend, feiner weisser Sand, dazu kristallklares Wasser – daraus sind Bade­ träume gemacht. Das Migros­Magazin verlost einmal Ferien in der Region St. Pete/Clearwater im Wert von 3000 Franken. Inbegriffen sind vier Nächte im Viersterne­ hotel sowie ein Direktflug ab Zürich für eine Person. Versuchen Sie Ihr Glück, es lohnt sich. MM Weitere Informationen: www.hotelplan.ch/clearwater-usa.destination

Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit der Lösung und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Clearwater Beach», Postfach, 8099 Zürich. Online:

www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 12.2.2017. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


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MSC Splendida ★★★★

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Innen IB Innen IF Aussen OB Balkon BB* Balkon BF Balkon BA

724 799 1‘062 1‘212 1‘249 1‘674

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8 Tage ab/bis Venedig

28.05 04.06 11.06 18.06 25.06

03.06 17.06 24.06 01.07 08.07 15.07 22.07 19.08 26.08 02.09 09.09 16.09 23.09

MSC Orchestra ★★★★

MSC Sinfonia ★★★★

Innen IB Aussen OB* Balkon BB Balkon BF Balkon BA Suite SA

712 1‘012 1‘199 1‘237 1‘661 1‘886

787 1‘087 1‘274 1‘312 1‘736 1‘961

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13.05 27.05 24.06 02.09

15.04 29.04 06.05 13.05 20.05 27.05 03.06

8 Tage ab/bis Kiel

Innen IB Aussen OB Balkon BB* Balkon BF Balkon BA

942 1‘204 1‘317 1‘354 1‘704

14 Tage ab/bis Havanna

10.06 17.06 24.06 26.08 02.09 09.09 16.09

MSC Fantasia ★★★★

1‘017 1‘167 1‘317 1‘279 1‘467 1‘617 1‘392 1‘617 1‘767 1‘429 1‘654 1‘804 1‘779 2‘041 2‘191

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MSC Opera Innen IB Aussen OB* Balkon BB Balkon BF Balkon BA Suite SA

★★★★

2‘047 2‘257 2‘632 2‘707 3‘306 3‘903

2‘147 2‘247 2‘357 2‘457 2‘732 2‘832 2‘807 2‘907 3‘406 3‘506 4‘003 4‘106

2‘347 2‘557 2‘932 3‘007 3‘606 4‘206

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MSC Orchestra

Innen IB 662 699 774 812 887 Innen IB 599 674 612 Innen IF 737 774 849 887 962 Aussen OB* 862 937 912 Aussen OB* 797 872 947 984 1059 Balkon BB 1‘049 1‘124 1‘099 Balkon BF 1‘097 1‘172 1‘247 1‘284 1‘359 Balkon BF 1‘087 1‘162 1‘137 Suite SF 1‘337 1‘412 1‘487 1‘524 1‘599 Balkon BA 1‘361 1‘436 1‘561 Suite SA 1‘596 1‘671 1‘746 1‘784 1‘859 Suite SA 1‘586 1‘661 1‘786 Bus ab/bis Schweiz 210.Bus ab/bis Schweiz 210.-

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*Bordguthaben gültig pro Kabine | Mehrbettkabinen auf Anfrage | Alle Preise gültig bei Doppelbelegung | Inbegriffen: Kreuzfahrt mit Vollpension, Hafentaxen. Nicht inbegriffen: Persönliche Ausgaben an Bord, Serviceentgelt auf Dienstleistungen, Trinkgelder, Landausflüge während der Kreuzfahrt, Annullationskostenversicherung, Auftragspauschale CHF 20.- p.P. max. CHF 40.- (entfällt bei Buchung via www.cruisetour.ch)


LEBEN | MM6, 6.2.2017 | 103

Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …

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… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.2.2017, 24 Uhr

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So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.2.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 5: BACKSTEIN

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Gewinner Nr. 4: Verena Schneider, Biembach im Emmental BE; Hanspeter Herrmann-Graf, Uetendorf BE; Margrit Fridrich, Nidau BE; Ruedi Schneider, Solothurn ; Clara Knubel, Meggen LU Gewinner «Zusatz» Nr. 4: Verena Hebeisen, Schneisingen AG; Rudolf Keller, Winterthur ZH; Mario De Boni, Aesch ZH; Johanna Bloch, Döttingen AG; Adamo Ursprung, Brig VS


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LEBEN | MM6, 6.2.2017 | 105

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was muss man schmieden, solange es noch heiss ist? Z

Eisen

F

Bronze

I

Aluminium

2. Was ist ein Satansbraten? E

Fleischgericht

N Sektenmitglied

W frecher Kerl

3. Welcher dieser Kantonshauptorte liegt am höchsten über Meer? I

St. Gallen

T

Bern

S

Zürich

E

LC Brühl

So nehmen Sie teil

4. Wer ist der erfolgreichste Frauen-Handballverein der Schweiz? O TV Zofingen

N Spono Eagles

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.2.2017, 24 Uhr

5. Woher stammt der Original-Camembert? R Provence

B Normandie

H Burgund

6. In welchem Staat gibt es eine Kommission für das Bruttonationalglück? A Bhutan

E

Tibet

I

Österreich

7. Wie heissen Aktien von Unternehmen mit besonders hohem Wert? S

Green Hits

C Blue Chips

N Red Stars

8. Wie hiess das Fährgeld für die Überfahrt in das Totenreich des Hades? L

Severus

K Obolus

T

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Drachme

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 4: Tamaris Zürcher, Worblaufen BE; Severin Stolz, St. Gallen; Hans-Joachim Driebusch, Davos Dorf GR

Auflösung Nr. 5: DRESSING

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 2 5 3

E 1

Auflösung Nr. 5: MENUE Gewinner Nr. 4: Elisabeth Häfeli, Windisch AG; Regula Bolliger, Frauenfeld; Martha Flury, Bazenheid SG

4

ABLE I TEN BR EM I S CH DEXTROSE ESELGRAU JUL I ENNE L I NGER I E P R I AME L N REGENTAG THEATRAL ZOOLOGEN

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.2.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

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LEBEN | MM6, 6.2.2017 | 107

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 5: 719

1

7

6 9 2 8 3 6 1 8 1 6 9 2 5 4 4 9 7 9 5 6 1 5 8 3 6 4

1 8 5 3 2 4 7 9 6

9 4 6 8 7 1 3 2 5

2 3 7 6 9 5 1 8 4

3 7 4 1 8 2 6 5 9

5 1 8 9 4 6 2 3 7

6 9 2 7 5 3 8 4 1

7 2 3 4 1 9 5 6 8

4 5 1 2 6 8 9 7 3

8 6 9 5 3 7 4 1 2

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 12.2.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 4: Louis Maillard, Siviriez FR; Putzla Aeppli, Klosters GR; Jürg Schnyder, Konolfingen BE; Iris Allenbach, Rottenschwil AG; Jean-Pierre Bovet, Forel (Lavaux) VD

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 3 1 miteinander verbunden 3 5 2 sein. Verboten: Kreuzun2 gen, diagonale Brücken 3 1 und mehr als zwei Linien.

1 3 2 0 3 0

Auflösung Nr. 5:

5

4

3 5 3 0 1

2

3

2

1

3

2

3

0

3

3 2

2 1

3

2 1 2

1

3 4

1 3

2

1

3 4 2

1 2

3 1

Auflösung Nr. 5: 2 3 3 1

2 3 3 1 2

3

2 4 3 2

1

6 6 2

3

2

2

2

1

3

1 3

4

2 2 3

2 3

2

3 1

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Chefredaktor: Sandra Jermann (Leiterin ProjektHans Schneeberger management), Heidi Bacchilega, Produktion/Ressort Leben: Jean-Sébastien Clément, Remo Leupin (Leitung), Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sonja, Leissing, Anna Meister, Sabine Müller (Produzentin), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Gerda Portner (Produzentin), Anna-Katharina Ris, Ursula Trümpy (Produzentin), Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Jacqueline Vinzelberg, Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Michael West, Anette Wolffram Heinz Stocker (Korrektor) Bildredaktion: Ressort Menschen: Olivier Paky (Leitung), Sabine Lüthi (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Susanne Oberli, Helen van Pernis Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller Layout: (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Doris Oberneder (Creative Director), Online: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Stefania Nicolini Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

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Meine Welt

«Ich habe über 50 000 Schallplatten»

Das Herz von Jamie Lewis schlägt für House-Musik, seine Lieblingsfarbe ist Violett, und seine grosse Liebe hat er am Telefon kennengelernt. Für seine Arbeit am Prince-Album «HitNRun» ist der Winterthurer Musikproduzent für den Grammy nominiert. Text: Laila Schläfli Bilder: Basil Stücheli


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1 Mein Ding «Musik produzieren und DJing ist mein Ding. Das Gute an House:

Er ist zeitlos und kann funkig oder jazzig sein. Der Telefonhörer ist ein selbstgebastelter DJ-Kopfhörer zum Auflegen.» 2 Mein Zuhause «Seit zehn Jahren wohnen wir in diesem Glaskubus in Winterthur. In einem Haus mit so vielen Fenstern zu wohnen, war schon immer mein Traum.»

3 Meine Familie «Meine Frau, Manuela de Pasquale (47), habe ich vor über 25 Jahren kennengelernt: Sie war Exportmanagerin in Milano und spielte

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Name Cem Berter aka Jamie Lewis (48) Sternzeichen Jungfrau Lebenslauf «Meine Mutter ist Grie-

chin, mein Vater war türkischer Profifussballer. Ich bin in Winterthur aufgewachsen. Im dritten Lehrjahr als Maschinenmonteur steckte ich mein Erspartes in einen eigenen Plattenladen. 1984 war mein erster Clubaufritt als DJ, 1992 erschien meine erste Produktion. 1996 gründete ich mein Label Purple Music. Der Name ist angelehnt an den Song ‹Purple Rain› von Prince. 15 Jahre später kam sein Management auf uns zu – für mich kein Zufall, ich glaube an ‹Destiny›. Zuerst kümmerten wir uns um den Vertrieb von Prince’ Musik, von 2013 bis 2015 mischten Ben Mühlethaler und ich einige Songs des Albums ‹HitNRun› ab. Dafür sind wir für den Grammy nominiert, der am 12. Februar verliehen wird.» 6

mir die Musikneuheiten für meinen Plattenladen am Telefon vor. Seit neun Jahren sind wir die Eltern von Noemi. Enzo Aguilera ist mein bester Freund – einer der raren Freunde, die im Notfall alles für einen stehen und liegen lassen.» 4 Mein Armband «Mein Vater trug diese Kette jahrelang. Vor über 30 Jahren

schenkte er sie mir – mit meinem Namen drauf. Er war Zeit seines Lebens stolz auf mich und sammelte alle Zeitungsberichte über mich.»

Bild: purplemusic.ch

Mein Lieblingsprodukt

«Mirador. Es ist sehr vielseitig einsetzbar: für Pasta, Salate oder als Marinade. Ich verschicke es sogar ins Ausland an die Familie.»

5 Meine Vinylsammlung «Ich habe über 50 000 LPs. Die höre ich immer

wieder durch – zur Inspiration.»

6 Mein Lieblingsort «Meine Frau und

ich wollten jeden Tag joggen, machten es aber in den vergangenen zehn Jahren nie. Ab und zu gehe ich spazieren – bis zum Bänkli am Waldrand in der Nähe.»


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