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Migros magazin 06 2015 d lu

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Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 www.migrosmagazin.ch

SpitzenTänzerinnen Lou Spichtig (links) und Laura FernandezGromova gehören zu den besten Nachwuchsballerinen der Schweiz. Nun lockt der «Prix de Lausanne». I 20

SOCIAL FREEZING I 12

Wieso Frauen ihre Eizellen einfrieren MEINE WELT I 118

Facebook: Ein Stift mit 150 000 Fans EIC AUSGEZ

H N ET

Bild: Dan Cermak

t die Migros is ste ig nachhalt lerin d Detailhän t! der Wel Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 041 - 455 70 38 E-mail: genossenschaftsregister@migrosluzern.ch Anzeige

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DIESE WOCHE 2 |

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EDITORIAL

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor

Das Drama in den Alpen Wir wollen nicht gleich abheben, aber im Stillen freuen wir uns sehr: Die Migros ist von einer unabhän­ gigen Ratingagentur zur nachhaltigsten Detailhändlerin der Welt gewählt worden. Für uns ein Grund, einmal aufzuzeigen, dank welcher Leistungen die Migros diese Auszeichnung verdient hat (Seite 35). Doch die wirklich grossen Schlagzeilen hat in den letzten Tagen nicht die Migros, sondern der Franken gelie­ fert. Vielleicht noch nie hat ein Wirtschaftsereignis in der Schweiz global derart für Schlagzeilen gesorgt wie die Auf­ hebung des Euro­Mindestkurses. Gemessen an den ersten Reaktionen schien es, als stehe die Schweizer Export­ wirtschaft kurz vor dem Kollaps. Schon nach einer Woche mussten die ersten Firmen Kurzarbeit beantragen. Der De­ visen­Trimm­dich dürfte Tausende Arbeitsplätze kosten.

Viel dramatischer sieht es für den Tourismus aus. Er ist von der Währungskrise gleich doppelt betroffen. Er kann nicht auf billige Importe hoffen, die Leistungen sind zum grossen Teil hausgemacht. Er kann die Produktion nur wenig steigern. Und fällt der Euro, ist auch für Schweizer die Verlockung gross, ein Mal in Österreich Ski zu fahren oder am Garda­ statt am Genfersee Ferien zu machen. Oh ja, die Zeiten waren schon besser für die Schweizer Hotels, Bergbahnen, Skigebiete. Trotzdem: Aufgeben gilt nicht. Mit neuen Ideen versuchen viele Tourismusdestinationen, die Gäste bei der Stange zu halten. Unser Tourismus­ experte Reto Wild hat sich in der Branche umgehört und den «Jetzt erst recht»­Willen durchaus gespürt (Seite 8).

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

103 | LEBEN Auf den Spuren des bedrohten Indischen Panzernashorns. 8 | MENSCHEN Mit dem starken Franken haben die Schweizer Tourismusgebiete schwer zu kämpfen.

MIGROS-WOCHE 4 | Aktuelles

MENSCHEN

8 | Tourismuskrise Skisportorte sind gefordert: Wegen des starken Frankens brauchts neue Ideen. 12 | Social Freezing Warum Frauen die Familienplanung auf später verschieben, wie das funktioniert und was es kostet. 17 | Auf ein Wort 20 | Porträt Die Ballerinen Lou Spichtig und Laura Fernandez-Gromova haben ihren Traumberuf gefunden.

26 | Porträt Wie Madeleine Schadegg-Rück ihren Halbbruder fand. 28 | Interview «Dirty Harry» Schmidt über die Schweiz, Christoph Blocher und Schwarzgeld.

AKTUELL 35 | 43 | 45 | 46 |

Nachhaltigkeit: Migros ist Spitze. Swiss Music Award Preisbarometer In der Lehre bei der Bina

SCHAUFENSTER

51 | Ice Tea – ein Kultgetränk wird 30 69 | Monatshit Schneeflockenbrot

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Einfach sprudeln statt schwer schleppen!

Unser Hahnenwasser – frisch gesprudelt U SodaStream gibts in Ihrer Migros

Bilder: Keystone, Zoo Basel, Laif; Illustration: Golden Section Graphics

Doch die Exportindustrie wird auch diesen Hammer überleben. Die Schweiz hat dank eines flexiblen Arbeits­ markts, innovativer Köpfe und Produktivitätsfortschrit­ ten, dank billigen Kapitals und globaler Vernetzung noch aus jedem Wellental herausgefunden. Zudem: Mit der Zeit werden sich auch die billiger importierten Halb­ und Fertigfabrikate positiv auf die Erfolgsrechnung auswirken.


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DIESE WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

INHALT | 3

.ch

28 | MENSCHEN Kennt sich in Sachen Schweiz erstaunlich gut aus: TV-Legende Harald Schmidt im Interview. ■ Tanztalente im Video Sehen Sie die Balletttänzerinnen Laura Fernandez-Gromova und Lou Spichtig im Video. Laura tanzt einen Ausschnitt aus «Le Corsaire», Lou aus «Giselle». Kennen Sie auch eine talentierte Balletttänzerin? Wir sammeln die schönsten Ballettvideos. ■ Dirty Harrys Karriere Die «Harald Schmidt Show»machte ihn berühmt, war aber nicht die erste Station. Verfolgen Sie Schmidts Karriere im Video.

35 | AKTUELL In über 100 sozialen und ökologischen Kriterien belegt die Migros weltweit den ersten Platz.

71 | 72 | 75 | 77 | 79 | 81 |

Anna’s beste Fleischgerichte Edler Winterkabeljau aus Norwegen Pflanzliche Fette von Balance Chocomalt ist wieder da! Süsses für Herz und Magen Kuschelig-pinkiges für kleine Ladys

SAISONKÜCHE

MEINE WELT

118 | Bendrit Bajra Der 19-jährige Lehrling ist Facebook-Star.

82 | Patricia Schmid Das Model kocht Wurzelgemüse-Curry.

RUBRIKEN

IHRE REGION

89 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

LEBEN

96 | Familie 17 Kinder erzählen, was sie einmal werden wollen, wenn sie gross sind. 103 | Zoodoktor: Rettet das Panzernashorn! 105 | Digital: Der Brieföffner hat ausgedient.

95 | Handyverbot an Schulen: Sinnvoll?

7| 106 | 109 | 111 | 116 |

Forum/Leserbriefe Bitte melde dich Leseraktion Rätsel und Spiele/Impressum Cumulus

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Vielfalt statt Langeweile. Deine Zukunft bei der Migros-Gruppe: Lehrstellen in über 40 Berufen. new-talents.ch

■ Ethik von Social Freezing Susanne Brauer, Philosophin und Ethikerin, sagt im VideoInterview, wann Frauen ihre Eizellen einfrieren dürfen. ■ Was der Bauer nicht kennt! Die Nüdeli nur ohne Sauce, vom Brot nur das Weiche: Es gibt Kinder, die sind beim Essen wählerischer als der Suppenkaspar.

■ Lustige Berufswünsche Weshalb wollte Ihr Kind Lokführer oder Managerin werden? Online können Sie es uns verraten. ■ Handyverbot an Schulen? Sollen Handys an Schulen verboten werden? Stimmen Sie ab. ■ Tickets für Tiefenrausch Gewinnen Sie Karten für die Explora-Multimediashow.

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif


MIGROS-WOCHE 4 |

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AKTUELLES

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Zwei ideale Partner

REGION LUZERN

Ausflüge und Vorträge

Forum elle ist der Schweizerische Bund der Migros-Genossenschafterinnen und bietet in verschiedenen Sektionen Ausflüge, Vorträge und Kurse an. Auch in diesem Jahr bietet die Sektion Luzern wieder ein abwechslungsreiches Programm an. In der Vortragsreihe Mosaik referieren Experten über verschiedene Themen aus Gesellschaft, Kultur und Gesundheit. Abwechslungsreich sind auch die Ausflüge und Betriebsbesichtigungen. Daneben finden regelmässig Jass- und Kegelveranstaltungen sowie Wanderungen und Spaziergänge statt. Weitere Infos über die Migros Luzern ab Seite 89

RÜCKRUF

Alnatura/Rapunzel Tahin Sesammus Die Migros ruft alle Chargen des Alnatura/ Rapunzel Tahin Sesammus wegen Salmonellenverdachts zurück. Bereits am 22. Januar 2015 haben die Migros und Alnatura eine Charge des Produkts zurückgerufen. Der Hersteller kann nicht mit Sicherheit ausschliessen, dass weitere Chargen von einer Salmonellenverunreinigung betroffen sind. Deshalb ruft die Migros jetzt alle Gläser Alnatura Tahin Sesammus- (Art. Nr. 1521.921) und der Rapunzel Tahin Sesammus-Produkte (Art. Nr. 1095.001.24200; 1095.002.08500 und 1095.002.90500) zurück. Die Kunden werden gebeten, aus Gesundheitsgründen das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Die Gläser können gegen Rückerstattung des Verkaufspreises von 4.40 Franken in alle Verkaufsstellen der Migros oder in die Alnatura-Läden zurückgebracht werden.

Die zur M-Industrie gehörende Saviva übernimmt die Lüchinger + Schmid Gruppe, ein Schweizer Produktions- und Handelsunternehmen für Eier und Eiprodukte sowie gekühlte Frisch- und Tiefkühlartikel. Saviva ist Dienstleister für die Schweizer Gastronomie mit den Cash+Carry Angehrn-Märkten sowie Scana für die Belieferung. Zu den Kunden von Saviva zählen Restaurants und Take Aways der Migros-Gastronomie sowie viele weitere Restaurants, Heime, Spitäler und Hotels. Die Lüchinger + Schmid Gruppe tritt weiterhin als eigenständiges Unternehmen auf. Es gibt keinen Stellenabbau.

NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Ein starkes Zeichen

Die Migros senkt die Preise aller Produkte der Marken Pantene, Vanish, L’Oréal Studio Line und Hipp um mindestens 10 Prozent.

V

or einer Woche senkte die Migros die Preise sämtlicher Früchte und Gemüse, die sie aus dem Euroraum bezieht. Ab sofort werden auch alle Produkte von Hipp, welche die Migros in Euro bezahlt, um mindestens 10 Prozent günstiger. Hinzu kommen Preissenkungen bei Markenartikeln aus dem Euroraum, welche die Migros bei Schweizer Niederlassungen beziehen muss und in

Schweizer Franken bezahlt. Die Detailhändlerin setzt sich bei den Herstellern von Markenartikeln dafür ein, dass auch sie die Währungsvorteile weitergeben. Obwohl die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, senkt die Migros bereits ab dem 2. Februar 2015 die Preise aller Produkte der Marken Pantene, Vanish und L’Oréal Studio Line um ebenfalls mindestens 10 Prozent.

PREISBAROMETER Ausgewählte Beispiele Preis alt* L’Oréal Studio Line Invisi Fix unsichtbares Gel, 150 ml 5.80 L’Oréal Studio Line Fix & Style Fixier-Schaum ultra stark, 150 ml 5.60 L’Oréal Studio Line FX Micro-Spray, 250 ml 5.80 Pantene Pro-V Volumen Pur Shampoo, 250 ml 4.25 Pantene Pro-V Repair & Care Spülung, 200 ml 4.25 Pantene Pro-V Repair&Care Dry Oil, 100 ml 11.60 Vanish Oxi Action Pink Pulver, 1 kg 15.90 Vanish Oxi Action Weiss Pulver, 1 kg 15.90 Vanish Oxi Action Vorwaschspray, 750 ml 10.90 Hipp Bio Reiswaffeln Heidelbeer, 35 g, ab 8 Monaten 1.70 Hipp Babysanft Feuchttücher, 2 x 56 Stück 6.20 Hipp Bio Frucht-Pause Apfel-Erdbeere-Heidelbeere, 4 x 100 g 3.40 Hipp Baby Sanft Waschgel, 400 ml 7.80 Hipp Fenchel Tee, 200 g 5.90 Hipp Bio Combiotik Folgemilch 3, 600 g 12.40 Hipp Bio Griessbrei Früchte, 190 g 1.80 Hipp Bio Gemüsereis Poulet, 190 g 2.10 * in Franken

Preis neu* 5.10 4.80 5.10 3.80 3.80 10.40 14.20 14.20 9.80 1.50 5.50 2.95 7.00 5.20 11.10 1.60 1.85

in % -12,1 -14,3 –12,1 –10,6 –10,6 –10.3 –10,7 –10,7 –10,1 –11,8 –11,3 –13,2 –10,3 –11,9 –10,5 –11,1 –11,9


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MIGROS-WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

AKTUELLES | 5

FRISCH IN DER MIGROS

Süsse Vertraute

Die Banane begleitet uns von Kinds­ beinen an bis ins hohe Alter durchs Leben. Sie ist angenehm süss und enthält wichtige Nährstoffe, die Herz, Nerven und Muskeln stärken. Zudem wirkt die Exotin im gelben Mantel basisch und verhindert damit eine Übersäuerung des Magens. Als leicht verdauliche Frucht sind ihre Einsatzmöglichkeiten in der Küche fast grenzenlos, denn ob in Cakes oder scharfen Currys – sie passt immer.

.ch

QR-Code scannen und beim Voting für den besten Schweizer Videoclip mitmachen.

Szenen aus zwei der fünf nominierten Musikvideos: «Osama Obama» von Larytta und «Du bisch willkomme» von Effe (v. l.).

Bilder: Youtube, StockFood

Das beste Musikvideo wählen! Das Voting für den Publikumspreis ist jetzt eröffnet: Das Popmusikfestival M4Music des Migros-Kulturprozents, die Solothurner Filmtage und die Fondation Suisa suchen zum vierten Mal gemeinsam den besten Schweizer Videoclip des Jahres. Nominiert für den

«Best Swiss Video Clip» sind Musikvideos der Schweizer Künstler Bonaparte, Larytta, James Gruntz, Audio Dope und Effe. Vergeben werden ein Jury- und ein Publikumspreis in der Höhe von je 5000 Franken. Die Gewinner werden an der Eröffnung von

M4Music, dem wichtigsten Festival der Schweizer Musikszene, am 26. März 2015 in Lausanne bekannt gegeben. www.m4music.ch


Rund 10’000 Produkte, selber hergestellt.

––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Was uns am Herzen liegt, das machen wir selber. Zum Beispiel unser Handy Abwaschmittel, das wir in einem unserer eigenen Schweizer Betriebe herstellen. ––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Mehr auf: www.vonuns-vonhier.ch


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FORUM | 7

MM5: «Eltern wollen von ihren Kindern geliebt werden», Interview mit Michael Winterhoff

«Egoistische Eltern, verzogene Zöglinge»  Endlich hat jemand den Mut, die Wahrheit zu sagen. Wir sind umzingelt von lauten, egoistischen Eltern, die ihre Kinder wie Könige behandeln. Wehe denen, die das Genie ihrer verzogenen Zöglinge nicht anerkennen. Mit aufdringlich lautem Verhalten – sei es in der Nachbarschaft oder in der S-Bahn – bedrängen die Supereltern mit ihren Superkindern ihre Umgebung und sind sich ihres frechen Verhaltens anscheinend überhaupt nicht bewusst. Miriam S. Reed, per E-Mail

 Bravo, endlich ein Mann mit Durchblick. Als Sozialpädagogin stimme ich Herrn Winterhoff ohne Einschränkung zu. Nur der Aussage, dass es in der Schweiz noch nicht so schlimm sei, muss ich vehement widersprechen. Zu Hause findet kaum noch Erziehung statt, dies sollen die Tagesschulen richten. Kein

Wunder, dass in den pädagogischen Berufen ein Burn-out dazugehört. Christine Battaglia, per E-Mail

 Herr Winterhoff hat recht. Eine Lehrperson muss die Kinder führen und sie unterrichten – wenn nötig auch frontal. Das System mit dem Coach, der nur am Rande ein bisschen Anleitungen gibt, funktioniert nicht und zeitigt bei Schulabgängern verheerende Folgen.

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Oskar Meier, per E-Mail

 Etliche Schulen führen, oft ohne Einverständnis der Eltern, «moderne» Schulformen ein, wie «selbstgesteuertes Lernen» oder «altersdurchmischte Klassen». Die für ein Kind wichtige Beziehung zur Lehrperson tritt dabei immer mehr in den Hintergrund. Das ist leider eine überaus fatale Entwicklung.

Profitieren sie von 20 % rabatt auf sonnenschutzprodukte der unten aufgeführten Marken: Angebot gültig vom 2. – 15. 2. 2015.

Hans-Peter Köhli, per E-Mail

WÖCHENTLICHE UMFRAGE

Gehen Sie bei klassischen Grippesymptomen zum Arzt? in %

43

Nein. Das bringt kaum etwas und treibt nur die Gesundheitskosten in die Höhe.

43

Erst wenn die Symptome nach vier bis fünf Tagen nicht nachlassen.

9

Ich habe alle nötigen Medikamente zu Hause und versorge mich selbst.

5

Ja, ich gehe immer sofort zum Arzt.

Stimmen Sie jetzt ab auf Migrosmagazin.ch:

Sollen Handys an Schulen verboten werden?

* Nicht kumulierbar mit anderen Bons, Aktionen, bereits reduzierten Artikeln oder Vergünstigungen. www.amavita.ch www.facebook.com/amavita


MENSCHEN 8 |

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TOURISMUS

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Die Angst vor leeren Betten

Schock für den Tourismus: Mit dem Entscheid der Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, sind Ferien in der Schweiz für Gäste aus dem Euroraum auf einen Schlag um 20 Prozent teurer geworden. Die betroffenen Gebiete versuchen, mit Innovationen zu reagieren. Eine heisse Ovo am Skilift und vergünstigte Tageskarten sollen drohende leere Betten wieder füllen.


MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

TOURISMUS | 9

F

ür Jürg Schmid, den Direktor von Schweiz Tourismus, war der Entscheid der Nationalbank (SNB) «ein Schock», wie er im Interview mit dem Migros-Magazin sagt. Nicht nur beim obersten Tourismuswerber macht sich Ernüchterung breit; der gesamte Schweizer Tourismus wurde auf dem falschen Fuss erwischt. So sagt Pascal Jenny, Kurdirektor von Arosa Tourismus: «Wir haben deutlich weniger Anfragen aus dem Euroraum.» Gieri Spescha, Mitglied der Geschäftsleitung von Graubünden Ferien, ergänzt: «In mehreren Regionen ist es zu vereinzelten Stornierungen gekommen. Das Buchungsvolumen ist da und dort eingeknickt.» Gemäss Matthias Summermatter von Wallis Promotion sieht es in der Westschweiz ähnlich aus: «Seit dem SNB-Entscheid registrieren wir vereinzelte kurzfristige Annullierungen. Sorgen bereitet uns die zweite Winterhälfte, da wir mitten im Buchungsprozess stehen.» Mit einem Kundenanteil von 30 Prozent aus dem Euroraum sei das Wallis stark betroffen.

Der Schweiz droht ein Verlust von 20 Prozent Touristen aus der EU

Das Panorama hat seinen Preis: Skifahrer auf dem Weisshorn bei Arosa mit Blick auf Felsberger und Haldensteiner Calanda.

Bild: Alessandro Della Bella/Keystone

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Allerdings wagt noch kein Touristiker eine Prognose zur laufenden Saison. Jürg Schmid rechnet vor, dass der Schweizer Tourismus 0,5 bis 1 Prozent der Gäste aus dem Euroraum verliert, wenn der Franken nur schon ein Prozent stärker wird. Basierend auf dieser Gleichung muss für diesen Winter im schlimmsten Fall mit einem Kundenrückgang von gegen 20 Prozent aus dem Euroland gerechnet werden. Pascal Jenny verweist auf 1978, als die D-Mark von 1.21 auf 0.78 fiel und Arosa in jenem Winter 25 Prozent aller Logiernächte verlor. Neu ist der kontinuierliche Verlust von Gästen aus dem Euroraum nicht: Die Schweizer Hotellerie hatte im Frühling 1994 die Wintersaison mit gut 3,5 Millionen Logiernächten deutscher Gäste abgeschlossen, 20 Jahre später waren es noch etwas mehr als 2 Millionen – ein Minus von über 40 Prozent. Eine bedenkliche Entwicklung für die viertwichtigste Industrie in unserem Land: Immerhin stehen 165 000 Vollzeitarbeitsstellen und ein Gesamtumsatz von 36 Milliarden Franken, davon gut 16 Milliarden Franken durch ausländische Gäste, auf dem Spiel. «Wir wollen mit Mehrwertangeboten und Specials die Schweizer Gäste halten und Gäste aus dem Euroland nicht verlieren», sagt Gieri Spescha von

So reagieren die Tourismusorte Engadin: Die Tourismusregion Engadin‒ Scuol‒Samnaun lanciert einen Skipass ab 45 Euro und gewährt in den Hotels 10 Prozent Rabatt. Ein Liter Benzin kostet ab 0.98 Euro pro Liter (15 Prozent Rabatt). Für Hotelübernachtungen und Ausgaben vor Ort gilt ein Euro-Fixpreis von 1.10. Arosa Lenzerheide/Saas-Fee: Die beiden Tourismusziele lancieren die Website www.wir-bieten-mehrwert.ch, auf der sie inbegriffene Zusatzleistungen sichtbar machen. Dazu gehören kostenlose Ortsbusse, Integration des ÖV im Skipass, geführte Schneeschuhtouren mit Hoteldirektoren oder eine warme Ovomaltine am Skilift. Portes du Soleil VS/F: Die Bergbahnen Morgins haben am 19. Januar den Preis für eine Tageskarte in Portes du Soleil um 15 Prozent auf 52 Franken gesenkt. Dieser Tarif gilt auf der ganzen Schweizer Seite. Obersaxen GR: Die Bergbahnen Obersaxen verkaufen bis Ende Saison die Tageskarte zum Euro-Fixkurs von 1.20 für 47 Euro. Toggenburg SG: Die Gäste profitieren freitags von einer Ermässigung auf der Tageskarte: 44 statt 57 Franken. Grächen VS: Der Walliser Ort hat den «Grächner-Euro-Mindestkurs» eingeführt. Wer in Euro bar bezahlt, erhält als Gegenwert 1.35 Franken. Gültig ist das Angebot vom 7. 3.–12. 4. 15. An der Aktion beteiligen sich Ferienwohnungen, Hotels, Bergbahnen und Läden. Locarno TI: Das Hotel Belvedere spendiert den Gästen, die im Februar übernachten oder speisen, den Espresso. Und Preise gelten dieselben wie vor 100 Jahren, allerdings mit einer verschobenen Dezimalstelle: 5 Nächte kosten im Superior-Doppelzimmer 1020 Franken (damals 102 Franken). Schweizweit: Tipps für den budgetbewussten, einheimischen Gast unter www.myswitzerland.com/ de-ch/preiswerte-schweiz.html

www.migrosmagazin.ch

LESEN SIE ONLINE Skiferien für Familien und Angebote Weitere schweizweite Aktionen und Schnäppchen im Waadtland unter www. migrosmagazin.ch/reisen/swissmade


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TOURISMUS

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

«Wir werden nicht so schnell so viel besser, wie wir teurer geworden sind» Graubünden Ferien. Diese Mehrwert­ angebote kennt Arosa beispielsweise seit 2012 mit dem Produkt Skischule inklu­ sive. Zusammen mit Saas­Fee hat nun der Ferienort zusätzlich die Website www.wir­bieten­mehrwert.ch lanciert, um die eingeschlossenen Leistungen gebündelt darzustellen. Arosas Kurdirektor Jenny betont, Einzigartigkeit überlebe jede Krise, und zählt auf: «Eine Skitour mit dem Hote­ lier durch Gebiete, die ich als Gast sonst nie erlebe. Eine Mondscheinfahrt mit der Gondel aufs Weisshorn oder ein Arosa Humor­Festival im Zirkuszelt mitten im Skigebiet.» Solche Angebote, so Jenny, müsse man im Schweizer Tou­ rismus ausbauen.

Um an der Preisschraube zu drehen, besteht kaum Spielraum Ein weiteres Beispiel: Das Luxushotel Badrutt’s Palace in St. Moritz offeriert ab zwei Nächten einen Ski­ und Wander­ pass sowie kostenlosen Internetzugang, Erfrischungen an der Bar, Filme, Tages­ zeitungen, das «Palace Wellness» und die Benützung der Eisbahn. Kaum ein Thema ist jedoch, an der Preisschraube zu drehen, wie Gieri Spe­ scha stellvertretend sagt: «Unsere Tarife sind ja keine Fantasiepreise. Reduktionen könnten kurzfristig Leid lindern, lang­ fristig aber Existenzen gefährden.» Laut Matthias Summermatter kämpfe das Wallis schon jetzt mit ungünstigen Rahmenbedingungen, da die Kosten bis zu 30 Prozent höher seien als bei der Konkurrenz im Ausland. Entsprechend begrenzt sei der Spielraum beim Preis. Begrenzt heisst nicht unmöglich: Die Bergbahnen Morgins haben die Tarife für eine Tageskarte um 15 Prozent gesenkt. Wie weitere Tourismusorte auf den Euro­Schock reagierten, zeigt die Über­ sicht auf der vorangegangenen Seite. Text und Interview: Reto E. Wild

Einzigartig: Das Humor-Festival mitten im Skigebiet zieht viele Gäste nach Arosa.

Keine Branche ist vom schwachen Euro so stark betroffen wie der Tourismus. Für Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus, werden die einheimischen Gäste nun noch viel wichtiger. Er will sie mit einer Charmeoffensive gewinnen. Jürg Schmid, was dachten Sie, als Sie hörten, die Nationalbank werde die Untergrenze des Euro aufheben?

Das war ein Schock. Ich habe mir gesagt: Jetzt kommt es für den Tourismus faust­ dick. Er kann den Folgen nicht aus­ weichen. Das ist ein harter Schlag! Wie meinen Sie das?

Der Tourismus unterscheidet sich von Exportbranchen dadurch, dass wir die Arbeitsprozesse nicht in Nachbarländer auslagern können. Wir haben begrenzte Möglichkeiten zur Produktionssteige­ rung durch Automatisierung. Und wir profitieren nicht vom starken Franken durch Einkäufe im Ausland. Wir produ­ zieren lokal. Deshalb ist der Tourismus die Branche, die Wechselkursverände­ rungen mit Abstand am deutlichsten ausgesetzt ist. Selbstverständlich könn­ ten wir jetzt das Lied von Qualität und Innovation anstimmen. Aber wir werden nicht so schnell so viel besser, wie wir teurer geworden sind. Welche Folgen hat nun die Euro-FrankenParität?

Sie dürfen nicht vergessen, dass sich der Euro in den letzten Jahren gleich zwei­ mal stark abschwächte. Zuerst von 1.55 auf 1.20 und jetzt auf 1:1. Wir wissen aus den letzten dreieinhalb Jahren, dass wir 0,5 bis 1 Prozent der Gäste aus dem Euroraum verlieren, wenn der Franken nur schon um ein Prozent stärker wird. In Fernmärkten wie China, Indien und dem Mittleren Osten werden wir weiter­ hin zulegen. Aber mit der neuesten Euroschwäche müssen wir unsere Stra­ tegie ändern: Der Schweizer Markt wird für uns in Zukunft noch entscheidender werden.

Was kann die Schweizer Tourismusbranche machen?

Es bieten sich zwei parallel verlaufende Wege: Senkung der Kosten durch Ver­ besserung der politischen Rahmen­ bedingungen. Gleichzeitig muss sich der Tourismus in weniger währungssensi­ tiven Märkten bewegen. Was wir nicht machen können: die Preise senken. Die Schweizer Hotellerie produzierte in den ländlichen alpinen Regionen schon beim Kurs 1.20 ohne Gewinnmarge. Anders sieht es beim Städtetourismus aus. Der ist profitabel, weil er zu 70 Prozent von Geschäftsreisenden lebt. Und diese rea­ gieren primär auf die Konjunktur und nicht auf Wechselkursveränderungen. Ein Beispiel: Nestlé hält eine Sitzung am Genfersee nicht wegen des teuren oder tiefen Frankens ab, sondern wegen der Geschäftslage. Was heisst «in andere Märkte bewegen»?

Wir arbeiten mit Hochdruck an entspre­ chenden Massnahmen, die in wenigen Wochen spruchreif werden. Wir wollen uns an Märkte halten, wo die Schweiz noch zulegt, also an Asien, an den Mitt­ leren Osten, auch an die USA. Dort ist die Wechselkursproblematik viel weniger gross, weil der Dollar vor dem Rückgang gegenüber dem Franken anstieg, die Konsumentenstimmung so gut wie seit Jahren nicht mehr ist und die Konjunk­ tur zugelegt hat. In diesen Märkten haben wir eine Chance. Entscheidend für das Ausmass der Krise wird jedoch das Verhalten der Schweizer Bevölke­ rung sein. Wir müssen ihr die Schönheit des Landes zeigen und ihr mit einem klaren Appell Gründe geben, Ferien im eigenen Land zu schätzen. Wir müssen einen hammerguten Job machen, sodass


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MENSCHEN

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TOURISMUS | 11

Zermatt mache ich mir weniger Sorgen, weil sich der Ort durch seine Einzig­ artigkeit abhebt. Deshalb muss Zermatt wohl auch mit weniger Auswirkung rechnen. Für welche Orte wird es kritisch?

«Wir müssen den Schweizern die Schön­ heit ihres Landes zeigen.» Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus

Für solche Prognosen ist es zu früh. Klar ist: Wenn der Euro langfristig so schwach bleibt und wir keine politische Lösung finden, um die Kosten zu senken, wird es zu einer Redimensionierung kommen. Andererseits besitzt die Schweiz gewaltige Trümpfe. Eben wur­ den wir in Schanghai zum begehrtesten Reiseland Europas gewählt. Nur will man diese Schönheit nicht um jeden Preis. Wir müssen jetzt ein paar Wochen abwarten und einen kühlen Kopf be­ wahren. Die Lage ist ernst, aber nicht ausweglos. Leiden Fünf­Sterne­Hotels weniger als Drei­Sterne­Häuser?

Das glaube ich nicht. Die Hotellerie ist auf breiter Front betroffen. Klar, die Superreichen beeinflusst das weniger stark. Aber das ist nur ein kleines Segment. Es gibt hingegen zwei Ebenen, die stabiler sind. Einerseits Ferien­ wohnungen, weil das ein preislich konkurrenzfähigeres Produkt ist. An­ dererseits Übernachtungen in Zweit­ wohnungen: Wenn ein Engländer ein Haus in Verbier besitzt, geht er trotz des starken Frankens dorthin. Er mag vielleicht weniger oft Restaurants besuchen, profitiert hingegen davon, dass sich der Wert seiner Immobilie entsprechend erhöht hat.

Bilder: Gian Ehrenzeller/Keystone, René Ruis/Keystone

Welcher Ort hat in Ihren Augen besonders beispielhaft reagiert?

sich Herr und Frau Schweizer sagen: Ja, es ist teurer hier – aber die Schweiz ist wunderschön, und schliesslich verdienen wir ja auch hier unser Geld. Beim Preis gibt es tatsächlich keinen Spiel­ raum?

Ein Hotel kann nicht unter den Ent­ stehungskosten anbieten. Das ist viel­ leicht in einer Notlage bei Aussicht auf rasche Besserung für kurze Zeit möglich. Aber niemand weiss, wie lange das mit dem schwachen Euro weitergeht. Wir haben uns wohl längerfristig auf eine

schwierige Situation einzustellen, dabei die Kosten zu senken und uns klug zu vermarkten. Wir müssen die Schweizer mit Tipps und Inspirationen gewinnen, sie umarmen und mit einer Charme­ offensive die Herzen der Schweizer Bevölkerung gewinnen. In Zermatt beispielsweise kostet ein Tages­ pass 79 Franken. Das müsste doch günstiger gehen.

Zermatt ist auch das weltweit beste Ski­ gebiet. Man kann einen Porsche nicht mit einem VW Golf vergleichen. Um

Sehr kreativ zeigt sich seit Jahren Arosa, in dem die Skischule für Jugendliche bis 17 Jahre kostenfrei ist. Und wer wie die Lenzerheide und Arosa investiert hat, profitiert jetzt davon. 2014 investierte die Hotellerie insgesamt 1,4 Milliarden Franken, die Bergbahnen 300 bis 400 Millionen Franken. Wir haben also kein Produkteproblem, sondern ein Preis­ und damit ein Nachfrageproblem. Wann und wohin gehen Sie diesen Winter in die Skiferien? Wieder nach Lenzerheide?

Weil ich dort ein Haus habe, gehe ich tatsächlich regelmässig zum Skifahren nach Lenzerheide. Dieses Jahr werde ich aber auch ein paar Tage in Zermatt Winterferien verbringen. Der Winter ist für mich die Schweiz. Wir haben die schönste Bergkulisse der Welt. Meine Loyalität ist grenzenlos.


MENSCHEN 12 |

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SOCIAL FREEZING

GLOSSAR In-vitroFertilisation (IVF) Lateinisch für «Be­ fruchtung im Glas». Gereifte Eizellen wer­ den aus dem Eier­ stock entnommen und sofort mit dem Sperma des Partners zusammengeführt. Die befruchteten Eizellen werden gleich in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt. Präimplantationsdiagnostik (PID) Bei diesem Verfahren werden befruchtete Eizellen genetisch un­ tersucht, bevor sie im Rahmen einer künst­ lichen Befruchtung in die Gebärmutter ein­ gepflanzt werden. Die PID soll sicherstellen, dass zukünftige Kin­ der nicht unter einer genetisch bedingten Krankheit leiden. Noch ist das Verfah­ ren in der Schweiz verboten. Das könnte sich aber ändern: Im Juni wird das Volk voraussichtlich über die PID befinden. Samenspende Sind die Spermien eines Mannes nicht zeugungsfähig, können Spermien eines Spenders zur Befruchtung ver­ wendet werden. Das volljährige Kind hat das Recht, den Namen des Spenders zu erfahren. Eizellenspende Produziert eine Frau keine gesunden Eizellen, so kann sie etwa in Spanien oder in Belgien Eizellen einer Spenderin empfangen. Diese werden mit den Spermien ihres Part­ ners befruchtet.

Reproduktionsmediziner Michael von Wolff zeigt einen Stickstofftank, in dem Eizellen lagern.

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MENSCHEN

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Babywunsch on the rocks

Seit Kurzem können gesunde Frauen ihre unbefruchteten Eizellen einfrieren lassen. Wie Reproduktionsmediziner die biologische Uhr aufhalten wollen und wieso sich Tina Bächtold für das Social Freezing entschlossen hat.

Bild: Helmut Wachter / 13 Photo

Die Ärztin stellt die Kinderfrage, die Patientin kommt unter Druck Eine Frau, die sich für das Verfahren ent­ schieden hat, ist Tina Bächtold (30). Eigentlich heisst die kaufmännische Angestellte anders. Doch sie möchte ihren Namen nicht in der Zeitung lesen. Bächtold erinnert sich genau an den Moment, als das Thema Kinder sie zu belasten begann. Sie war 28 Jahre alt und

GESETZE

Das gilt aktuell in der Schweiz und im Ausland Eingriff

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Samenspende Anonyme Spende Eizellenspende Embryonenspende Leihmutterschaft In-vitro-Fertilisation (IVF) IVF von Krankenkassen bezahlt *

Präimplantationsdiagnostik Fruchtbarkeitsbehandlungen auch für alleinstehende Frauen = erlaubt,

= nicht erlaubt

*Gesetzesänderungen werden derzeit diskutiert

für eine Jahreskontrolle bei der Frauen­ ärztin. Höchste Zeit sei es, die Familien­ planung an die Hand zu nehmen, sagte diese. Und nun war er da, der Druck. Dieses Gefühl: Ich brauche einen Plan, ich muss mich entscheiden. Bächtold fühlte sich aber nicht bereit für Kinder, für die Verantwortung. Viel lieber wollte sie «einfach noch ein biss­ chen leben». Doch sie hatte Freundinnen Mitte 30, die zu lange gewartet hatten mit dem Kinderkriegen und bei denen es dann nicht mehr klappte. Dieses Risiko wollte sie nicht eingehen. Zufällig hatte sie am Fernsehen einen Bericht zum Einfrieren von Eizellen gesehen. «Das ist die Lösung», dachte sie. Sie liess sich beraten, dachte einige Monate darüber nach und entschloss sich dann, es zu tun. Im Zentrum für Reproduktions­ medizin von Peter Fehr (56) in Zürich informieren sich etwa 30 bis 40 Frauen

pro Jahr über Social Freezing. Bloss jede Fünfte will schliesslich wirklich Eizellen im Tiefkühler lagern. Viele seien Ende 30 und bereits zu alt für die Prozedur, denn die Chancen auf Erfolg sinken mit zunehmendem Alter. «Andere schreckt das aufwendige und invasive Verfahren ab», sagt Fehr. Das würde die Frauen erwarten: Während etwa zwei Wochen müssen sie mit Hormonspritzen das Wachstum der Eibläschen anregen, um die Reifung von idealerweise 10 bis 15 Eizellen zu fördern. Vor dem Eisprung entnimmt der Arzt diese mit einer Nadel über die Scheide aus dem Eierstock. Die Eizellen werden im Labor untersucht. Anschliessend friert der Arzt die gesunden Eizellen in einem Behälter mit flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad ein. Entschliesst sich die Frau, die Eizellen zu nutzen, werden diese aufgetaut und mit den Spermien

Quelle: SoZ/Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag

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n der Schweiz lagern Eizellen von un­ gefähr 200 Frauen im Tiefkühler. Ähn­ lich viele Medienberichte wurden in den letzten Monaten zum Thema «Social Freezing» publiziert. Das Interesse am Verfahren ist gross, die Erfahrungen damit sind aber noch relativ bescheiden. 26 Reproduktionszentren gibt es in der Schweiz, eines davon im Inselspital Bern. Bei Michael von Wolff (48), dem Leiter der Reproduktionsmedizin, er­ kundigen sich pro Monat im Schnitt zwei Frauen über Social Freezing, also das vorsorgliche Einfrieren von unbefruch­ teten Eizellen. Eine von ihnen entscheide sich jeweils für die Prozedur. «Wir machen keine Werbung, ich mag das nicht», sagt von Wolff. Er hat vor acht Jahren das Netzwerk «FertiProtekt» gegründet. Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz tauschen sich aus, um Frauen vor einer Chemo­ therapie zu helfen, damit sie danach noch Kinder bekommen können. Von Wolff bewirbt das Verfahren zwar nicht, hat aber Verständnis dafür, dass heute auch gesunde Frauen ihre Eizellen einfrieren lassen. Er habe lange ge­ braucht, um sich eine Meinung über Social Freezing zu bilden. Heute findet er: «Eine Frau soll sich dafür ent­ scheiden können, wenn sie vernünftig beraten und über die Risiken und Chancen informiert worden ist.»


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SOCIAL FREEZING

des Partners zusammengeführt. Eine bis drei befruchtete Eizellen (Embryonen) werden schliesslich in die Gebärmutter eingesetzt.

Die Technik hat das Kinderkriegen von der Partnerschaft entkoppelt Seit mehr als 20 Jahren könne man be­ fruchtete Eizellen einfrieren, erläutert Peter Fehr. Jahrelang versuchte man, auch unbefruchtete Eizellen einzufrie­ ren. Vergebens, denn diese überlebten das Verfahren wegen des hohen Wasser­ gehalts und der Kristallbildung nicht. Mit der neuen Methode des Schock­ gefrierens gelingt dies nun. Seit rund acht Jahren ist die Technik verfügbar, seit gut fünf Jahren wird sie laut Fehr routine­ mässig eingesetzt. Sie habe zu einem Umdenken geführt. «Die Prozedur ist heute von der Partnerschaft entkoppelt, es geht um ein Anlegen von Reserven.» Frauen, die diese Art von Absicherung erwägen, tun dies laut Reproduktions­ medizinern aus ganz unterschiedlichen Gründen. Die meisten, weil sie Single sind und unbedingt Kinder möchten, wenn der Richtige auftaucht. Oder sie haben zwar einen Freund, halten diesen aber nicht für «Papi­Material». Andere wollen die Familienplanung zugunsten der Karriere vertagen. Tina Bächtold passt in keine der Kategorien. Sie ist 30 Jahre alt, hat einen langjährigen Freund und hegt keine Karriereziele. Warum hat sie sich nicht einfach etwas Zeit gelassen und dann versucht, auf natürlichem Weg schwan­ ger zu werden? «Je jünger ich beim Einfrieren der Eizellen bin, desto besser ist deren Qualität. Ich will mir später keine Vorwürfe machen müssen, den Zeitpunkt verpasst zu haben.»

In Spanien darf eine Frau ihre Eizellen lagern, bis sie 50 ist Ihr Partner habe die plötzliche Dring­ lichkeit der Familienplanung nicht nachvollziehen können, erzählt sie. Aber er habe sie beim Unterfangen unter­ stützt. Sie sind auch gemeinsam ins spanische Alicante geflogen, wo ihre Eizellen heute lagern. In der Schweiz dürfen eingefrorene Eizellen derzeit nur maximal fünf Jahre aufbewahrt werden, danach müssen sie zerstört werden. Das war Tina Bächtold zu kurz: «Viel­ leicht bin ich auch mit 35 Jahren noch nicht bereit, Kinder zu kriegen.» Neu soll die Frist in der Schweiz auf zehn Jahre verdoppelt werden. So will es der Bundesrat. Voraussichtlich im Juni wird das Volk im Rahmen der Abstimmung über die Präimplantationsdiagnostik

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sind 40 oder älter.

auch über diese Frist befinden. In Spa­ nien können Frauen ihre Eizellen auf­ bewahren, bis sie 50 Jahre alt sind. Jean­Claude Spira (57) vom Kinder­ wunschzentrum in Basel hat in den vergangenen Jahren die Eizellen von rund 80 Patientinnen schockgefroren. «Immer mehr Frauen interessieren sich für diese Möglichkeit», sagt er. Häufig erlebt der Reproduktionsmediziner, dass Frauen sich erst Ende 30, Anfang 40 mit der Kinderfrage beschäftigen.

26%

Hollywoodstars gaukeln ewige Fruchtbarkeit vor

STUDIE

51%

der behandelten Frauen sind zum Zeitpunkt des Einfrierens zwischen 35 und 39 Jahre alt.

23%

sind jünger als 35 Jahre.

76%

sind Akademikerinnen.

80%

haben keinen Partner.

4%

haben bereits eigene Kinder.

40%

beträgt die theoretische Geburtenchance pro Stimulation bei einer Frau unter 35 Jahren ‒ beim ersten Versuch. Bei zwei Versuchen liegt sie bei 64, bei drei Versuchen bereits bei 78 Prozent.

30%

beträgt die theoretische Geburtenchance bei einer Frau zwischen 35 und 39 Jahren ‒ beim ersten Versuch. Bei zwei Versuchen liegt sie bei 51, bei drei Versuchen bei 66 Prozent.

Die späte Mutterschaft zahlreicher Hol­ lywoodstars sei mit ein Grund, dass sich viele Frauen in einer falschen Sicherheit wiegen. Geena Davis bekam mit 46 und 48 Jahren ein Kind, Susan Sarandon mit 43 und 46, Halle Berry mit 47 Jahren. «Solche Beispiele vermitteln ein falsches Bild», sagt Spira. Die meisten dieser rei­ fen Mütter seien nur dank Eizellenspende schwanger geworden. Denn ab 40 neh­ me die Fruchtbarkeit rapide ab. Spira be­ grüsst es, dass die Debatte um Social Freezing das Bewusstsein dafür schärfe. Hätte Spira eine 35­jährige Tochter ohne Lebenspartner, die sich Kinder wünsch­ te, er würde sie dabei unterstützen, eine Eizellenreserve anzulegen. Die Debatte über Social Freezing an­ gestossen haben die US­Firmen Apple und Facebook. Sie verkündeten im vergangenen Herbst, ihren Mitarbeite­ rinnen das Einfrieren von Eizellen zu

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bezahlen. So möchten sie ihnen ermög­ lichen, die Familienplanung zugunsten der Karriere zu vertagen. Der Reproduktionsmediziner Peter Fehr findet das Angebot der US­Firmen «mutig». Es bedeute eine Chance für Frauen, ihre Ausbildung für sich und die Firma gewinnbringend einzusetzen. Die Einmischung von Firmen in die Fami­ lienplanung sei nicht ganz neu: Bereits eine Generation früher hätten japanische Firmen wie Sony, Sanyo und Hitachi ihren Angestellten nach Bedarf eine In­vitro­Behandlung finanziert. Sie er­ hofften sich, der Nachwuchs werde eines Tages auch für sie arbeiten. Fehrs Kollege Michael von Wolff hingegen spricht von einer «grotesken Geschichte». Entscheide sich eine Frau aus freien Stücken dafür, eine Reserve für mögliche künftige Kinder anzulegen, könne das befreiend sein. Ermuntere die Firma sie jedoch zu diesem Schritt, sei das manipulativ und rückständig. «Die Arbeitgeber könnten ihren Angestellten genauso gut die Pille verschreiben. Die Chance, als 40­Jährige auf natürlichem Weg schwanger zu werden, ist etwa gleich gross wie mit konservierten und aufgetauten Eizellen», sagt von Wolff. Hätte Tina Bächtolds Arbeitgeber angeboten, die Kosten für ihr Eizellen­ Einfrieren zu übernehmen, hätte sie sich das gut überlegt. Und schliesslich ab­ gesagt: Familienplanung und Arbeit sind zwei Lebensbereiche,die sie auseinander halten möchte. Ein solches Angebot lege

So funktionieren Social Freezing und eine spätere künstliche Befruchtung

Eierstock 134 Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bilden die Grundlage der von Michael von Wolff geleiteten Studie zu Social Freezing. Sie wurde Mitte Januar im Deutschen Ärzteblatt publiziert. www.aerzteblatt.de

Hohlnadel

1. Punktion Nach einer Stimulation mit Hormonspritzen wird der Frau mit einer Hohlnadel über die Scheide ein Ei ums andere entnommen.

SOCIA L FR E EZ IN G

2. Einfrieren und Lagern Die Eizellen werden sehr schnell tiefgefroren und bei –196 °C in flüssigem Stickstoff gelagert.


MENSCHEN

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die Vermutung nahe, dass Karriere­ schritte den Frauen vorbehalten bleiben, die es auch nutzen. Bächtolds Eizellenvorsorge hat sie bisher 10 000 Franken gekostet – Reise­ kosten inklusive. «Das ist gut inves­ tiertes Geld. Bin ich eines Tages darauf angewiesen, habe ich lieber ein Kind als einen Haufen Geld», sagt sie. Punktion und Einfrieren kosten etwa 3500 Franken, die Medikamente 1500 Franken, die jährliche Lagerung 350 Franken. 3000 Franken kommen später noch dazu für das Auftauen, Befruchten und Einsetzen der Eizellen. Meist sind mehrere Versuche nötig, sodass sich die Gesamtkosten in etwa auf 15 000 bis 20 000 Franken belaufen. Die Kranken­ kasse übernimmt nichts davon.

Werden wir künftig nur noch zum Spass Sex haben? Der Erfinder der Antibabypille, Carl Djerassi (91) prognostizierte jüngst in der internationalen Presse, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis Social Freezing als eine ganz normale Form der Familien­ planung akzeptiert werde. Er ist über­ zeugt, dass Sex und Reproduktion irgendwann nichts mehr miteinander zu tun haben. Junge Männer würden ihre Spermien, junge Frauen ihre Eizellen einfrieren und sich anschliessend steri­ lisieren lassen. Das Kind der Zukunft soll also im Labor entstehen. In New York und im Silicon Valley, der IT­ und High­Tech­Hochburg zwischen

San Francisco und San Diego, werden bereits sogenannte Egg­Freezing­Partys unter dem Motto «Let’s chill» ver­ anstaltet. Zu Deutsch: «Lasst uns ent­ spannen», wörtlich: «Lasst uns runterkühlen.» Wie bei einer Tupper­ ware­Party treffen sich gleichgesinnte Frauen. Im weitesten Sinn geht es auch hier um Frischhalteboxen. Befruch­ tungsexperten beraten Frauen, wie sie ihre Eizellen im Tiefkühler frisch halten und wie sie dies finanzieren können. Noch sind solche Anlässe in der Schweiz undenkbar. Peter Fehr sieht zwei Gründe für die untergeordnete Rolle, die Social Freezing hierzulande spielt: Es werde dafür nur sehr diskret Werbung betrieben. «Und es entspricht unserer Mentalität, solche Errungenschaften und deren Auswirkung erst einmal aus der Distanz zu betrachten.» Dies werde sich aber rasch ändern: «Spätestens die nächste Generation junger Frauen wird Social Freezing pragmatischer disku­ tieren und konsequenter umsetzen.» Michael von Wolff widerspricht: «Social Freezing wird eine Nischentechnik in der Schweiz bleiben. Die Kosten sind zu hoch, die Erfolgschancen zu gering.» Tina Bächtold hofft, eines Tages ganz stressfrei und natürlich schwanger zu werden. Bis es so weit ist, will sie mit ihrem Partner das Leben geniessen, auch mal Ferien weit weg machen. An ihre 18 tiefgefrorenen Eizellen in Alicante denkt sie selten. «Diese sind bloss meine Ver­ sicherung.» Text: Monica Müller

SOCIAL FREEZING | 15

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GEBURTEN

Kinder aus künstlicher Befruchtung Anteil in % an allen Geburten in Europa (2010) 5,9

5,1

4,4 4,1

4 3,5

.ch

Scannen Sie den QR-Code und erfahren Sie im Videointerview, ob Ethikerin Susanne Brauer Social Freezing für vertretbar hält.

3

Quelle: Europäische Gesellschaft für Reproduktionsmedizin

Infografik: Daniel Röttele; Quellen: Dr. Bruno Imthurn, USZ; Luzerner Kantonsspital; «Der menschliche Körper», neuer Bildatlas der Anatomie

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2,8 2,2 2,2

2,1 1,7

DK SLO IS N B

S FIN E GB CH D

Eizelle und Spermien

Gebärmutter Zweizellstadium

3. Befruchtung Zu einem späteren Zeitpunkt können die Eizellen aufgetaut und mit den Samenzellen des Mannes zusammengebracht werden.

KÜ N ST LIC HE BEF RUC HTUNG

Vierzellstadium

Achtzellstadium

Blastozyste

4. Vorbereitung für den Transfer Eine bis drei ausgesuchte Eizellen werden zur Einpflanzung vorbereitet. Sie beginnen sich zu teilen und sind nach zwei bis fünf Tagen bereit für den Transfer.

Katheder

5. Transfer Die Embryonen werden über einen Katheder in die Gebärmutter gegeben, wo sie sich einnisten können.

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Hocker MERYL

69.90 statt 79.90

mit Bon

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Beistelltisch LAUREN

19.90

mit Bon statt 29.90

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1 Decke EMELIA, 50% Baumwolle, 50% Polyacryl, diverse Farben, 130x170cm, 39.80 2 Aufhängung TENS, Metall, diverse Farben, exkl. Leuchtmittel, Höhe max. 150cm, 24.90 3 Stoffschirm BLING, rot, Ø 40cm, 49.90 Stehleuchtenfuss LIFT, Nickel matt, Höhe 140cm, exkl. Leuchtmittel, 69.90 4 Eimer FLASK, Eisen, weiss, wasserdicht, 2 Grössen, ab 10.90 5 Tulpe INGE, Kunststoff, diverse Ausführungen, Grössen und Farben, ab 4.90 6 Zierkissen COLORES, 100% Baumwolle, diverse Farben, 45x45cm, 12.80 7 Stoffschirm CYLINDER, olive, Höhe 18cm, Ø 22cm, 49.90 Tischleuchtenfuss HIT, Nickel matt, Höhe 25cm, Breite 20cm, 29.90 8 Hocker MERYL, Strick, diverse Farben, Ø 50cm, Höhe 35cm, 79.90 9 Beistelltisch LAUREN, Platte MDF, Beine Gummibaum massiv, diverse Farben, 34x34x47cm, 29.90 0 Salontisch DRUMS, diverse Farben und Grössen, z.B. Stoff Felt, orange, Platte MDF weiss lackiert, Ø 45cm, Höhe 40cm, 269.– q Tischleuchte BLOOM, Metall, diverse Farben, verstellbar, exkl. Leuchtmittel, max. 25W/E14, EEK A++ bis E, Höhe 60cm, 69.90 Die Auswahl und die Verfügbarkeit sind je nach Filiale unterschiedlich. Nur solange Vorrat.

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AUF EIN WORT | 17

FRAU DER WOCHE

Mode-Designerin

Die syrischen Flüchtlinge hausen unter prekären Umständen in Zeltlagern.

BÜRGERKRIEG IN SYRIEN

«Wir brauchen jede Hilfe, die wir bekommen können»

Am WEF ist publik geworden, dass die EU 10 000 syrische Flüchtlinge aufnehmen will und die Schweiz Interesse am Projekt zeigt. Für den Syrer Basel Nasser ist dies der falsche Weg. Basel Nasser, die EU arbeitet daran, 10 000 syrische Kontingentsflüchtlinge aufzunehmen, vielleicht beteiligt sich auch die Schweiz. Was lösen solche Schlagzeilen bei Ihnen aus?

Familien unterstützen, nicht bloss eine Person. Sie leben seit sechs Jahren in Bern und sind mit einer Schweizerin verheiratet. Wie präsent ist der Bürgerkrieg in Syrien in Ihrem Alltag?

Ich bin froh um jeden Syrer, der aufgenom­ Ich bin den ganzen Tag in men wird. Aber die Auswahl der Menschen, Basel Nasser (35) Kontakt mit Syrern, die in Lagern rund um ist Dolmetscher meist über Whatsapp. Zehn Familien in meiner Syrien untergebracht Deutsch-Arabisch sind, ist leider oft frag­ und Betreuer in Heimatstadt Talbiseh würdig. Es sind nicht die einem Durchgangs- unterstütze ich mit je Bedürftigsten, denen zentrum. 100 Dollar im Monat. Einer Familie, die mit erst die Flucht aus Sy­ rien und dann die Einreise in ein ihrem blinden Sohn in den Libanon europäisches Land gelingt. Wer Be­ geflüchtet ist, stehe ich bei den ziehungen oder Geld zum Schmie­ bürokratischen Hürden für die Weiterreise nach Europa bei. ren hat, der kommt weiter.

Bilder: Keystone, Christian Lanz, Hugofilm

Was wäre aus Ihrer Sicht die beste Hilfe für die Flüchtlinge?

Ein anerkannter Flüchtling in der Schweiz kostet 3000 Franken pro Monat. Hilfe vor Ort wäre sinnvol­ ler. Einer meiner Schwestern ist es gelungen, in die Türkei zu flüchten, und ich war gerade dort. Es ist eisig kalt, die Leute leben unter schreck­ lichen Bedingungen. Würde die Schweiz auf türkischem Boden ein Flüchtlingslager betreiben, könnte sie mit demselben Betrag fünf

Sie haben im November 2013 die Flucht von 20 Verwandten aus Syrien über die grüne Grenze in der Türkei in die Schweiz organisiert. Wie geht es ihnen heute?

Sehr gut. Eine Familie hat den Sta­ tus von anerkannten Flüchtlingen zugesprochen bekommen, die vier anderen stecken noch mitten im Asylverfahren. Die Kinder haben sich bereits gut eingelebt, besuchen die Schule, haben Freunde ge­ funden und sprechen fliessend Deutsch. Ihre Eltern können sich

auch schon gut auf Deutsch ver­ ständigen. Sie leben in Bern, und wir sehen uns täglich. Sie versuchen, so vielen wie möglich bei der Flucht aus Syrien zu helfen. Gleichzeitig sagen Sie, man müsste den Leuten vor Ort helfen. Ein Widerspruch?

Raquel Alvarez (29) aus Bern ist der Liebe wegen nach Rio de Janeiro ausgewandert – und startet dort nun durch. Die Schweizer Ex-«Germany’s Next Topmodel»-Kandidatin ist von der brasilianischen «Vogue» als Mode-Designerin geadelt worden. Das Magazin hat ihr Label Wymann zur Must-have-Marke 2015 gekürt. Der Name Wymann – so hiess ihre Mutter ledig – soll ihre Verbundenheit zur Schweiz ausdrücken. In Rio vermisst sie Süssmost und den Bärner Märit.

MANN DER WOCHE

Film-Regisseur

Nein. Denn ich muss mich ja den realen Gegebenheiten anpassen und kann nicht gegen den Strom schwimmen. Ich fände wie gesagt ein Schweizer Lager bei der tür­ kischen Grenze vernünftiger, weil man dort mehr Hilfsbedürftige retten könnte. So lange es dies nicht gibt, möchte ich möglichst viele Syrer anders unterstützen. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Fast die Hälfte der syrischen Bevöl­ kerung ist auf der Flucht, 3 Millio­ nen im Ausland, weitere 6,5 inner­ halb Syriens – die Hälfte davon Kinder. Wir brauchen jede Hilfe, die wir bekommen können. Was erhoffen Sie sich für Syrien?

Ich habe die Hoffnung für Syrien aufgegeben. Heute kämpfen nicht mehr bloss zwei Seiten – Assad und die Rebellen – gegeneinander. Es gibt zahlreiche Gruppierungen, die sich bekriegen. Und allen geht es um Geld. Interview: Monica Müller

Vier Jugendliche hat es in eine Berghütte verschlagen. Sie alle haben eine grosse Wut im Bauch – und die muss raus. Mit «Chrieg» hat Simon Jaquemet (36) aus Zürich seinen ersten Spielfilm realisiert. Am Saarbrücker Filmfestival Max-Ophüls-Preis hat er den Hauptpreis gewonnen, und für den Schweizer Filmpreis 2015 ist «Chrieg» gleich fünf Mal nominiert. Der Regisseur sagt über sein Erstlingswerk: «Der Film ist wie ein Schlag in die Magengrube.»


Lou Spichtig und Laura Fernandez-Gromova gehören zu den besten Nachwuchsballerinen der Schweiz. Diese Woche wollen sie sich am Prix de Lausanne profilieren, einem der international wichtigsten Wettbewerbe für junge Tänzer.

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T r a u m j o b

Laura Fernandez-Gromova (im schwarzen Tenü) und Lou Spichtig haben eine vielversprechende Tanzkarriere vor sich.

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MENSCHEN

B a l l e r i n a

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Jede Woche zertanzen Laura und Lou ein Paar Spitzenschuhe.

«Als Neunjährige beschloss ich, Ballerina zu werden.» Laura Fernandez-Gromova

.ch

Scannen Sie den QR-Code und sehen sie die zwei porträtierten Ballerinen in Action. Und: Senden Sie uns Ausschnitte weiterer Jungtänzerinnen!

L

ou Spichtig (17) und Laura Fer­ nandez­Gromova (17) wollen nur eins: tanzen. Unruhig sitzen sie in ihren Balletttenüs auf einer Bank in der Cafeteria des Toni­Areals, wo die Tanz Akademie Zürich (Taz) beheimatet ist. Ihre Füsse stecken in wuchtigen Über­ schuhen aus Daunen, ihre Haare sind zu einem Dutt hochgestreckt. Sie sind dauernd in Bewegung, dehnen die Beine und strecken die Arme in die Höhe. Die jungen Frauen sind sich gewohnt, von Montag bis Samstag sieben Stunden zu trainieren. Ihr Werktag beginnt im Übungsraum, wo sie sich für den Schul­ start um 9 Uhr aufwärmen. Ihre Unter­ richtsfächer sind Klassischer Tanz, Spitze, Variationen, Pas de deux, Body Conditioning, Zeitgenössischer Tanz, Improvisation. Dazu kommen Anato­ mie, Musiktheorie­ und Geschichte, Tanzgeschichte, Gesellschaft und Kom­ munikation, Ernährungslehre, Englisch.

Schon mit sechs Jahren ging Lou sechs Mal pro Woche ins Ballett Lou Spichtig verdankt es dem Alphabet, dass sie beim Ballett gelandet ist. Sie war ein wildes Kind, kaum müde zu kriegen, und ihre Mutter suchte einen Sport für sie. Sie griff zum Telefonbuch, und bei B

wie Ballett dachte sie: wieso nicht? Ein Volltreffer. Die Vierjährige wollte nicht mehr weg aus dem Übungsraum. War ihr Kurs vorbei, blieb sie sitzen, um den Grossen zuzuschauen. «Mein armes Ma­ mi», sie lacht. Zu Hause räumte sie die Möbel zur Seite, um Platz zum Tanzen zu haben. Schon mit sechs ging sie sechs Mal pro Woche ins Ballett. Heute träumt sie von einem Platz in einer ganz be­ stimmten Kompanie, weil sie abergläu­ bisch ist, will sie nicht darüber reden. Lou Spichtig stammt nicht aus einer künstlerischen Familie. Ihre Mutter ist Primarlehrerin, ihr Vater Flugzeug­ mechaniker. Sie hat auch Reiten auspro­ biert und Eiskunstlauf. «Aber da bin ich ständig hingefallen und habe gefroren.» Ballett, das war Liebe auf den ersten Blick. «Für mich gab es nie eine Alter­ native», sagt sie. Als sie mit zehn Jahren den Fuss verletzte und fast ein Jahr nur zuschauen konnte, fühlte sie sich wie ein Fisch auf dem Trockenen. Auch wenn ihr Fuss wieder mitmacht, sind Schmerzen Alltag. Schwieriger als die körperlichen Beschwerden seien die mentalen Herausforderungen. «Wir streben die Perfektion an. Schauen wir uns im Spiegel an, sehen wir jeden Fehler.» Klappt etwas nicht, ist sie

frustriert. «Immerhin heule ich heute nicht mehr so oft wie früher.» Tanzt Lou Spichtig auf der Bühne, vergisst sie Schweiss, Schmerzen und Tränen. «Da bin ich wie berauscht. Ich schwebe, als wäre ich ausserhalb meines Körpers.» Beim Tanzen gehe es nicht darum, Schrittfolgen nachzuahmen, sondern Emotionen zu zeigen. Für ihre Auftritte ist sie schon mehrfach prämiert worden, auch mit zwei Stipendien vom Migros­Kulturprozent. Auch Laura Fernandez­Gromova war ein quirliges Mädchen. «Als ich sieben Jahre alt war, sagte meine Mutter: ‹Kind, du brauchst ein Hobby.›» Sie probierte Eiskunstlauf, Gymnastik, Klavier und Ballett aus – und entschied sich für Letzteres. Je mehr sie tanzte, desto lieber machte sie es. Als Neunjährige beschloss sie: «Ich will Ballerina werden.» Nach dem Abschluss möchte sie noch nicht direkt auf die Bühne, sondern sich in Ballett weiterbilden. Ihre Mutter, eine Russin, ist hobby­ mässige Akrobatin und Tangotänzerin, ihr Vater, ein Spanier, ein bewegungs­ freudiger Bürolist. «Mein Traum ist auch der Traum meiner Mutter», sagt Fernandez­Gromova. Sie erzählt, wie sie ihr Vorbild, die russische Ballerina Maja


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Die beiden Ballerinen tragen öfters Tutus und Trainingstenüs als Alltagskleider.

Plissezkaja, vor einigen Jahren getroffen hat. «Sie hat auf Fotos jeden Fehler an meinen Posen korrigiert.» Und ihr dann Talent attestiert. Täglich an ihrem Kör­ per zu arbeiten, macht Laura glücklich. «Auch wenn Müdigkeit ein Dauer­ zustand ist.» Die Disziplin, die sie beim Training an den Tag legt, die Perfektion, die sie anstrebt, lässt sie fallen, sobald sie zu Hause ist. In ihrem Zimmer herrscht stets ein Puff, und wenn sie einmal Ferien hat, will sie sich nur ent­ spannen und massieren lassen. Tanzen auf der Bühne fühle sich ein bisschen an wie traumwandeln. «Stress und Schmerz sind weg, ich denke nicht ans Publikum, tanze nur für mich selbst.» Dabei verliert sie jegliches Zeit­ gefühl. Das Adrenalin in ihren Adern spürt sie erst nach dem Auftritt.

Statt sich zu konkurrieren, helfen sich die Tänzer gegenseitig Lou Spichtig und Laura Fernandez­ Gromova, die im Sommer die Berufs­ lehre im Bühnentanz abschliessen wer­ den, verbringen auch privat viel Zeit zusammen. Am Samstag treffen sie sich oft mit Klassenkameraden im Wohnheim, in dem die internationalen Studenten leben, und machen sich einen

gemütlichen Abend. Oder sie gehen ins Kino. Insgesamt sind sie 21 Schüler und 33 Schülerinnen im Hauptstudium. 29 von ihnen stammen aus der Schweiz, 25 aus dem Ausland. Der Zusammenhalt sei gut. «Es gibt sonst genug Konkurrenz, wir helfen uns.» Sie geben sich Tipps, wie sie ihre geschundenen Füsse am besten kurieren,oder sie flicken Spitzen­ schuhe. Jede Woche zertanzen sie ein Paar. Kosten: 80 Franken. In der Regel bestehen 10 bis 20 Pro­ zent der Bewerber die Aufnahme­ prüfung ins Grundstudium oder die Audition ins Hauptstudium an der Taz. Nebst Talent und Musikalität sind auch körperliche Voraussetzungen wie die richtige Postur, Beweglichkeit im Hüft­ gelenk und starke Füsse entscheidend. «Der Traumberuf Ballerina, die Faszination am Tanz, hält sich seit Jahren», sagt Liliana Heldner. Sie ist Geschäftsführerin von Danse Suisse, dem Berufsverband der Schweizer Tanz­ schaffenden. Seit es die Berufslehre in Bühnentanz gebe – sie wurde 2009 offiziell anerkannt – seien Eltern eher bereit, zu diesem Weg Ja zu sagen. Nah­ men vor einigen Jahren noch 15 Interes­ senten am Beratungstag teil, waren es 2014 bereits 70. Zürich, Basel und Genf

bieten die Tanzausbildung an, sie ist wie jede andere Berufslehre kostenlos. Der Abschluss sei auch hilfreich, wenn sich Tänzer ab Mitte 30 mit einer Umschu­ lung auseinandersetzen müssten. Bei Steffi Scherzer (57) war das anders. Sie hat noch mit 46 Jahren auf der Bühne der Berliner Staatsoper getanzt. Die gebürtige Deutsche hatte sich zur Primaballerina «hochgetanzt». «Bal­ lett ist eine Berufung, kein Beruf», sagt sie. Von der Bühne Abschied zu nehmen, sei ihr schwergefallen. Heute unterstützt sie als künstlerische Leiterin an der Taz Nachwuchstalente. Sie sei jeweils viel nervöser vor dem Auftritt ihrer Schüler, als sie es vor dem eigenen gewesen sei. Scherzer wird dabei sein, wenn Lou Spichtig und Laura Fernandez­Gromova noch bis 8. Februar am Prix de Lausanne, einem der international bedeutendsten Nachwuchswettbewerbe, teilnehmen. Sie werden dort mit 68 anderen Tänzern aus 18 Ländern um die Aufmerksamkeit von Ballettdirektoren aus der ganzen Welt buhlen. Mit etwas Glück kommen sie so zu einem Platz in einer renom­ mierten Kompanie. Sie können es kaum erwarten, diese Chance zu packen. Texte: Monica Müller Bilder: Dan Cermak

«Auf der Bühne bin ich wie berauscht, ich schwebe.» Lou Spichtig


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MIGROSKULTURPROZENT

So fÜrdert die Migros den Tanz Das Migros-Kulturprozent fÜrdert seit 1969 Schweizer Nachwuchskßnstler mit Talentwettbewerben ‒ so auch in der Sparte Tanz. Die Studienpreise sind mit je 14 400 Franken dotiert. Die freie Schweizer Tanzszene ist sehr vielseitig. Das Migros-Kulturprozent hilft mit, dies zu bewahren und auszubauen, und unterstßtzt Tourneen in der Schweiz. Das Migros-Kulturprozent-Festival Steps, die grÜsste Schweizer Tanzbiennale, bietet seit 2004 Workshops und Vorstellungen fßr Schßler an. Rund 20 000 junge Menschen haben bisher mitgemacht. www.migros-kultur prozent.ch

PORTRÄT

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Sie tanzen um die Welt

FrÊdÊric Gafner und Sarah-Jane Brodbeck sind zu Beginn ihrer Karriere beim Prix de Lausanne ausgezeichnet worden – und haben seither auf vielen grossen Bßhnen dieser Welt getanzt.

F

rÊdÊric Gafner (45) hat bereits im Mutterleib getanzt – seine Eltern waren beide Tänzer. Mit acht Jah­ ren Kurse bei seiner Mutter zu besuchen, war fßr den Genfer die natßrlichste Sache der Welt. Mit 14 nahm er an einem Workshop in New York teil, und da wurde ihm klar, dass auch er sein Leben dem Tanz widmen wollte. Fortan tßftelte er auf Hundespaziergängen an Choreografien und setzte sie im Wohn­ zimmer um. Als er 1987 am Prix de Lau­ sanne ausgezeichnet wurde, hatte er be­ reits ein Engagement am Stuttgarter Ballett. Meine Teilnahme war vor allem Werbung fßr die Schule meiner Mutter.

Tänzer mit unterschiedlichsten Nationalitäten und einer Passion Mit der Stuttgarter Kompanie tourte er um die Welt. Wir waren rund 80 Tän­ zerinnen und Tänzer mit ganz unter­ schiedlichem kulturellen Hintergrund, aber derselben Passion. Wunderbar sei das gewesen. Später arbeitete er mit dem amerikanischen Tänzer und Choreo­ grafen Merce Cunningham zusammen, der fßr seine gewagten Tanzexperimente bekannt war. In New York begann er, auch selbst fßr die Bßhne zu choreogra­ fieren. Heute lebt er in Genf, tanzt noch täglich und sagt: Nicht fßr die Bßhne kreieren zu kÜnnen, wäre eine Tortur fßr mich. Ich fßhle mich dabei so lebendig. Nachwuchstänzern rät FÊdÊric Gafner,

dieses Gefßhl der Freiheit beim Tanz nie aus den Augen zu verlieren – auch wenn die Lehrer sie ständig korrigierten. Fßr Sarah­Jane Brodbeck (28) begann alles mit FrÊdÊric Gafner Schwanensee. Als ihre Mutter ihr ein Video der Auffßhrung zeigte, war die Vierjährige so hingerissen, dass die Videokassette ihr ständiger Begleiter wurde. Wann immer sie durfte, schaute sie sich Schwanensee an. Bald schon ging Brodbeck, die schweizerisch­ australischer Herkunft ist, mit anderen Mädchen ins Ballett. Zehn Jahre nahm sie Stunden in der Ballettschule fßr das Opernhaus Zßrich und wechselte dann an die Tanz Akademie Zßrich. Als 16­Jährige tanzte sie sich am Prix de Lausanne ins Halbfinal und wurde als beste Schweizer Teilnehmerin aus­ gezeichnet. Zum ersten Mal die inter­ nationale Konkurrenz zu sehen, war ein Schock. Da kommt man automatisch unter Druck, erzählt sie. Und doch sei es eine grossartige Erfahrung gewesen, gezielt auf diese Woche hinzuarbeiten und Feedback von anderen Lehr­ personen und Ballettdirektoren zu erhalten. Ihre erste Stelle trat sie am

Zßrcher Ballett an, der grÜssten pro­ fessionellen Bal­ lettkompanie der Schweiz, deren Ensemble aus 50 Tänzerinnen und Tänzern besteht. Nach der Schule, wo man so viel Sarah-Jane Aufmerksamkeit Brodbeck erfahre, plÜtzlich bloss eine von vielen zu sein, habe sie ge­ fordert. Man muss lernen, selbständig an sich zu arbeiten und auch einmal nur Ersatz zu sein. Heute, sieben Jahre später, tanzt Sarah­Jane Brodbeck bereits in der zweiten Saison als Solistin am KÜnig­ lichen Schwedischen Ballett in Stock­ holm. Von 10 bis 17 Uhr ßbt sie täglich, zuerst im allgemeinen Training fßr alle rund 70 Mitglieder der Kompanie, anschliessend bei individuellen Proben. Finden Auffßhrungen statt, trainiert sie nur bis 13.30 Uhr, um 17 Uhr ist sie zurßck im Opernhaus, um sich zu schminken und frisieren zu lassen. Ihre Auftritte geniesst sie jeweils in vollen Zßgen. Solange ihr KÜrper mitmacht, will sie weiter tanzen. Später mÜchte sie vielleicht unterrichten. Es ist be­ stimmt auch erfßllend, das, was ich ge­ lernt habe, weiterzugeben. Ein Leben ohne Tanz kann sie sich nicht vorstellen.

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MENSCHEN 26 |

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PORTRÄT

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Mein kleiner Bruder

Sie suchte ihren Vater und fand ihren Bruder: In Stäfa am Zürichsee haben sich Madeleine Schadegg-Rück und Daniel Giberstein in die Arme geschlossen. «Jetzt habe ich das Gefühl, angekommen zu sein», sagt sie.

Zu Tränen gerührt: Madeleine Schad­ egg­Rück und ihr Halbbruder Daniel Giberstein. Ausschnitt rechts: Bericht des Migros­Magazins vom 5. 1. 2015.

D

aniel Giberstein (63) schrieb am 13. Dezember 2014 ein E-Mail an seine Halbschwester Madeleine Schadegg-Rück (72). «Bonjour Madeleine, ich bin Daniel. Ich habe dein aufwühlendes Schreiben erhalten. Gern würde ich dich sehr bald kennenlernen, ich kann auch in die Schweiz kommen. Dein kleiner Bruder Daniel.» Daniel Giberstein lebt in Paris. Er ist Madeleine Schadegg-Rücks Halbbruder, den sie noch nie zuvor gesehen hat. Er ist einer von zwei Söhnen des erfolgreichen jüdischen Unternehmers Bernard Giberstein, verstorben 1976. Während der Recherchen für ihr Ende Jahr erschienenes Buch «Spuren – von einer Vatersuche und Millionen nahtloser Strümpfe» hatte Madeleine Schadegg-Rück herausgefunden, dass sie Halbgeschwister hat. Das Migros-Magazin berichtete am 5. Januar über ihre Lebensgeschichte.

Madeleine Schadegg-Rück erzählt drei Wochen nach dem Besuch noch sichtlich bewegt: «Am 9. Januar war er da. Zwei Tage verbrachte er bei uns, erzählte und zeigte unzählige Bilder: die Familie in den Ferien, der Vater mit dem französischen Präsidenten Mitterrand und anderen Prominenten, mit Arbeitern in seiner Fabrik … Eine ganze Welt tat sich für mich auf. Und ich musste Daniel immer wieder berühren.» Beide hätten viel geweint, er aber noch mehr, «ich musste ständig neue Taschentücher holen». Daniel Giberstein sagt auf Anfrage des Migros-Magazins: «Es ist sehr bewegend, plötzlich und unerwartet eine Schwester zu haben, nach so vielen Jahren! Es macht mich auch für sie sehr glücklich, weiss ich doch, dass dies der Kampf ihres Lebens war. Ich musste bei unserem Zusammensein auch oft an meinen Vater denken, der nichts von Madeleine wuss-

te, und ich denke, er wäre sehr glücklich, dass wir uns nun getroffen haben.» «Ein Mensch ohne Wurzeln fliegt», hatte Madeleine Schadegg-Rück auf die Frage geantwortet, was sie ihr ganzes bisheriges Leben zur Suchenden gemacht hatte. Von ihrem Vater, einem polnischen Juden, wusste sie ausser Namen und Geburtsdatum nur, dass er ab 1941 für einige Monate in Winterthur interniert war, wo ihre Mutter ihn kennenlernte. Was macht das nun mit ihrer Identität, einem Bruder in die Augen schauen zu können, in die Familiengeschichten eingeweiht zu werden und plötzlich gar Teil von ihr zu sein? «Hier», sagt sie und tippt auf ihren linken Arm, «bin ich gewachsen. Links hatte ich immer eine körperliche Schwäche. Jetzt habe ich das Gefühl, ganz zu sein. Und angekommen. Jetzt ist einfach gut.» Text: Esther Banz

Migrosmagazin.ch

LESEN Das sagt der Bruder So erlebte Daniel Giberstein das Treffen mit seiner Halbschwester: das Interview.


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5. Tag: Tagesausflug auf die mystische Isle of Arran und Besuch der bekannten Whisky Brennerei – Isle of Arran Distillery. 6. Tag: Kurze Stadtrundfahrt durch die Kulturstadt Glasgow. Weiterfahrt nach Edinburgh und Besichtigung. 7. Tag: Vormittag frei. Am frühen Nachmittag Reise zum Dörfchen Dunkled mit seiner berühmten Kathedrale und als krönenden Abschluss Übernachtung in einem Schlosshotel. 8. Tag: Am Morgen Besuch einer authentischen Schaffarm und nachmittags Direktflug nach Zürich mit Helvetic Airways.

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MENSCHEN 28 |

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INTERVIEW

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Offiziell hat sich Harald Schmidt aus der Öffentlichkeit zurückgezogen ...


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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INTERVIEW | 29

«Ich bin ein Schweizer der Herzen»

Der legendäre Night-Talker Harald Schmidt befindet sich quasi im Vorruhestand. Diesen Monat jedoch moderiert er zwei Mal den «Kulturplatz» im Schweizer Fernsehen. Im Interview zeigt sich: Der Deutsche weiss erstaunlich gut Bescheid über unser Land. Harald Schmidt, schön, dass Sie sich Zeit nehmen für uns.

Für die Migros immer.

Eigentlich wollten Sie sich nach dem Ende Ihrer Talkshow bei Sky im März 2014 aus dem Fernsehgeschäft zurückziehen.

Genau.

Und nun beglücken Sie ausgerechnet die Schweiz mit gleich zwei Moderationsauftritten.

Der «Kulturplatz»-Leiter hat angefragt, und da ich ein grosser Schweiz-Fan bin, immer gerne nach Zürich komme und dann häufig auch Schweizer Fernsehen schaue, hat das für mich alles gepasst. Hoffentlich haben Sie Ihr Honorar vertraglich in Schweizer Franken vereinbart ...

(lacht) Klar, und da gabs aktuell ja eine 20-prozentige Gehaltserhöhung. Schön! Können Sie denn schon verraten, was genau uns in den zwei Sendungen erwartet? Es hiess einmal, es würde auch um das Verhältnis Schweiz–Deutschland gehen.

Das ist auch das Einzige, was ich weiss, denn ich sehe die geplanten Beiträge jeweils erst am Tag vor der Sendung. Die Moderation schreibe ich erst dann. Wie steht es denn aus Ihrer Sicht um die Beziehung unserer beiden Länder?

Prima! Wenn es mehr Länder gäbe, die so ein gutes Verhältnis haben, wäre die Welt insgesamt doch friedlicher.

Bild: Daniel Pilar / Laif

Bis vor Kurzem fanden die Schweizer ja noch, es hätte eher etwas zu viele Deutsche hier.

Vielleicht haben die Schweizer da recht. Ich finde auch, es hat zu viele Deutsche in Deutschland. Mit dem neuen Wechselkurs machen wir uns nun Sorgen, die Deutschen könnten sich die Schweiz nicht mehr leisten …

Also an mir liegts nicht, ich komme weiterhin. Und freue mich natürlich, wenns im Restaurant Platz hat und ich nicht mehr reservieren muss. Da Sie ja beide Länder gut kennen: Gibt es etwas, das die Schweizer besser können als die Deutschen ‒ und umgekehrt?

So allgemein kann man das glaube ich nicht sagen. Ohnehin finde ich, dass die Süddeutschen, die Deutschschweizer und die Vorarlberger mentalitätsmässig eigentlich recht ähnlich sind. Deshalb besuche ich die Schweiz vermutlich auch so gern. Es gab ja auch schon mal die Idee, einen entsprechenden Staat zu gründen – wirtschaftlich wäre das sofort eine Grossmacht. Gehen Sie immer noch in Lenk wandern?

Schon eine Weile nicht mehr, neu habe ich Pontresina entdeckt. Im Sommer zum Wandern, im Winter zum Spazieren im Schnee – wenn es welchen hat. Wie vertraut sind Sie mit der Politik und der Gesellschaft in der Schweiz?

So vertraut, wie man das halt als Tourist sein kann. Nicht so sehr, dass ich mich nun politisch gross äussern könnte. Wollen wir ein kleines Experiment wagen? Ich sage Ihnen ein Schweizer Stichwort, und Sie kommentieren es?

Gerne!

Sepp Blatter.

Eine grossartige Persönlichkeit! Ich bin gespannt, ob er sich gegen seine Konkurrenten weiter durchsetzen kann. Ihre Prognose?

Er wird gewinnen (lacht). Schlacht von Morgarten.

Ouu, da habe ich gerade etwas darüber gelesen, weiss allerdings keine Details.

Aber da feiert man aktuell das 700-Jahr-Jubiläum, oder? Sehr gut! Masseneinwanderungsinitiative.

Wurde sehr knapp befürwortet. Und seither, und das finde ich grossartig, geschieht nichts mehr. Ist das so? Nun ja, seither ringt man damit, das Abstimmungsergebnis in Einklang mit den bilateralen Verträgen mit der EU zu bringen.

Genau! Eine schöne Lösung: Man hat abgestimmt, das Resultat akzeptiert, nun geht die Sache ruhig ihren Gang. Christoph Blocher.

Der Chef der grössten oder einzigen Oppositionspartei der Schweiz, ja? Sehr engagiert in den Medien. Stimmt. Wissen Sie noch mehr über ihn?

Nicht direkt ein Linker (lacht). Das ist wohl wahr. Bundesrat.

Vergleichbar mit unserem Kabinett, aber ich glaube auch in seiner Gesamtheit das Staatsoberhaupt der Schweiz. Migros.

Mein Traum seit Kindertagen. Ich habe die Migros erstmals im Pizolpark bei Bad Ragaz erlebt. Da durften mein Bruder und ich immer aussuchen, was wir essen wollten. Meist war es Schüblig und hinterher Schwarzwäldertorte. Dann gehen Sie immer in die Migros einkaufen, wenn Sie hier sind?

Und auch essen. Und da liegt auch immer diese millionenstarke Gratiszeitung auf, für die wir hier gerade das Interview machen. Die ja viel wichtiger ist, als andere sogenannte Leitmedien. Apropos: NZZ-Chefredaktor.

Für mich als Beruf? Oder was? Ach so, der wird gerade gesucht, ja?

TV-Legende Der TV-Night-Talker, Kabarettist und Schauspieler Harald Schmidt (57) ist wohl einer der prominentesten Entertainer Deutschlands. Jahrelang genoss er als «Dirty Harry» Kultstatus mit seiner Late-Night-Show, stand aber auch ganz seriös an deutschen Theatern auf der Bühne. Schmidt wuchs streng katholisch in Süddeutschland auf; heute lebt er in Köln mit seiner Frau und fünf Kindern. Harald Schmidt übernimmt die Mutterschaftsvertretung von Nina Mavis Brunner und moderiert den «Kulturplatz» am 11. und 18. Februar, jeweils um 22.20 Uhr auf SRF 1.


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INTERVIEW

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Geld in irgendwelchen EU-Pleiteländern verschwindet, ist es doch viel besser, sie schmeissen es mit vollen Händen in der Schweiz raus.

... aber so ganz kann «Dirty Harry» den Bühnen und Fernsehstudios doch nicht widerstehen.

Und in Sachen Personenfreizügigkeit? Haben Sie Tipps für die Diskussionen mit der EU?

Ehmm, kompliziertes Thema. Ich selbst habe ja gar keine Zeit für Ausländerfeindlichkeit, weil ich die ganze Zeit im Ausland bin. Gut, Themenwechsel: Nun ist es ja bald ein Jahr her, dass Sie Ihre Late­Night­Show nicht mehr machen. Vermissen Sie es ein bisschen?

Keine Sekunde. Ich fühle mich befreit.

Die Aufmerksamkeit des Publikums fehlt Ihnen nicht nach all den vielen Jahren?

Die ist gar nicht so viel geringer geworden. Die Leute hängen nicht speziell an der letzten Show, sondern sprechen mich auch heute noch auf «Schmidteinander» an – eine Sendung, die es bereits 20 Jahre nicht mehr gibt. Ich merke keinen grossen Unterschied. Und Sie sind ja immer noch in den Medien.

Genau, aber sehr gezielt. Ich habe nichts dagegen, ab und zu irgendwo aufzutreten, aber es sollte in kultivierter Umgebung sein. Am liebsten nur in der Schweiz!

Sie sind wirklich gut informiert! Wäre das denn ein Job für Sie?

Traue ich mir nicht zu, denn das ist ja doch eine der besten Tageszeitungen in Europa. Ich möchte die nicht auf mein Niveau runterziehen. EU.

Ist eine schöne Sache, wenn man sie wie ich auch mal verlassen und in die Schweiz reisen kann. Pegida Schweiz.

Gibt es das? Ja, ganz neu.

Ach!

Die erste Demonstration ist für den 16. Fe­ bruar angesagt.

Da bin ich sogar noch da. Wo, in Zürich?

Der Ort wird kurzfristig bekannt gegeben.

Und die Demonstranten kommen alle zusammen in einem Golf? (lacht) Da sind nun alle sehr gespannt drauf.

Aber Pegida heisst doch «Patriotische

Europäer». Was hat denn die Schweiz mit Europa zu tun? Das müsste doch eigentlich Pchgida heissen. Oder? Das klingt nicht schlecht, fast wie die Nachwuchshoffnung eines Abfahrtsrennens. Letztes Stichwort: Schwarzgeld.

Ja, schön blöd, wer das hat.

Warum lief Ihre Sendung denn nicht mehr? In den USA sind die Late­Night­Talks noch immer erfolgreich, oder?

Das ist so. Aber in Deutschland ist die Zeit dafür einfach vorbei. Das muss man ganz nüchtern eingestehen. Ich habe es ja immerhin 19 Jahre gemacht, kann mich also nicht beklagen. Jetzt kommt halt was anderes. Zum Beispiel?

Nie. Ich war immer ehrlich. Auch weil ich so gerne über die lache, die man erwischt.

Das weiss ich nicht, ich bin ja nicht mehr involviert. Aber es kommt immer etwas anderes.

Sie sind jedenfalls eindrücklich gut auf dem Laufenden über die Schweiz!

Sehen Sie die Talks auch für die USA als Auslaufmodell?

Ganz klar. Was raten Sie denn der Schweiz in der aktuellen Lage? Das Land fühlt sich ein bisschen unwohl angesichts des teuren Frankens und der Differenzen mit der EU …

Welche Ereignisse der letzten Wochen hätten sich für Ihre Sendung geeignet?

Kamen Sie nie in Versuchung?

Ich würde fast sagen, ich bin ein Schweizer der Herzen, oder?

Warum denn?

Die Schweizer Exportindustrie macht sich Sorgen, der Tourismus auch.

Das wird schon. Das pendelt sich ein. Den EU-Ländern ist eh klar: Bevor ihr

Nein, die haben eine ganz andere Tradition. Und sie sind viel grösser und haben eine uferlose Zahl an Stars, die man als Gäste einladen kann.

Ich habe nach dem Attentat in Paris auf Knien gedankt, dass ich keine Sendung mehr machen muss. Mit dem ganzen medialen Wahnsinn, der sich an Ereignissen wie diesen immer abarbeitet, will ich mich gar nicht beschäftigen.

Bild: Daniel Pilar / Laif

MENSCHEN 30 |


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MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

Was halten Sie von der Debatte danach rund um «Was darf Satire?»?

Ich habe sie nur am Rande mitbekommen, sie wurde ja schon x-fach geführt. Für mich war immer klar, was sie darf und was sie nicht darf. Was darf sie denn?

Alles, was das Grundgesetz ermöglicht. Und ich staune, in welchem Mass wir plötzlich ein Volk von Satireliebhabern geworden sind. Das war mir neu, aber man lernt ja immer dazu. Wurden Sie je bedroht wegen irgendwelcher frechen Sprüche?

Nein. Aber ich musste schon Unterlassungserklärungen unterschreiben. Und als ich mal über Kennedy Witze gemacht habe, bekam ich eine Anzeige wegen Volksverhetzung gegen die Amerikaner. So was geht dann seinen juristischen Gang, was die Anwälte freut. Und am Ende passiert nichts. Sie haben fünf Kinder. Machen Sie sich da gewisse Zukunftssorgen? Etwa wegen der «Islamisierung des Abendlandes»?

(lacht) Nein, nein, definitiv nicht.

Auch sonst nicht? Europa wirkt derzeit doch recht verängstigt: Wirtschaftskrise, Flücht­ linge an allen Grenzen, Terrorgefahr, überall Rechtspopulisten. Wie erleben Sie das?

Ich finds eigentlich grossartig in Europa. Wer sich unwohl fühlt: Die Welt ist gross, und es gehen stündlich Flüge überallhin, ich wünsche viel Spass bei der Abreise.

Darf man mit weiteren Schweizer Auftritten rechnen, falls dieser erfolgreich über die Bühne geht?

Wenn es etwas Schönes ist, in schönem Schweizer Setting – jederzeit!

Und was tun Sie sonst so? Offenbar lesen Sie viel?

Ich habe gerade «Unterwerfung» gelesen, den neuen Roman vom Michel Houellebecq, ein fantastisches Buch! Als nächstes kommt der Bericht über die Foltermethoden der CIA dran. Sie scheuen vor dicken Büchern und schweren Themen nicht zurück.

Ich habe ja Zeit. Ich muss nicht abends vor dem Einschlafen lesen, ich fange morgens um halb neun an.

«Nach dem Attentat in Paris habe ich auf Knien gedankt, dass ich keine Sendung mehr machen muss.» Sie haben viel Zeit für persönliche Vergnügen.

Ich bin sozusagen Privatgelehrter. Und sehe gerade auf meinem Monitor, dass der deutsche Aktienindex heute schon wieder um 1 Prozent zugelegt hat. Gut für Ihre Anlagen?

Ich verfolge online ein bisschen, was in der Schweiz los ist. Thematisch kommts dann halt auf die Beiträge an. Gibt es irgendetwas, das Sie als Heraus­ forderung sehen?

Stehen denn noch andere grössere öffent­ liche Projekte an?

Bereiten Sie sich auf Ihre Auftritte beim «Kulturplatz» speziell vor?

Nein, das ist 150 Prozent Vergnügen.

INTERVIEW | 31

Beim «Traumschiff» sind Sie noch dabei?

Ab Mitte Februar bin ich in der Südsee, es geht von Neukaledonien nach Tahiti. Schön!

Ja. Leider nur vier Wochen. Aber da sind drei Arbeitstage inbegriffen. Drei Arbeitstage, das geht ja.

Es könnten sogar vier werden. Die Branche wird härter. Nicht, dass Ihre Leser einen falschen Eindruck bekommen. Vor zehn Jahren haben Sie dem Migros­ Magazin schon mal ein Interview gegeben.

Ja, ich weiss.

Das nächste Mal also 2025 wieder?

Warum nicht?

Allerdings. Aber die Deutschen wollen ja nicht hören, nur acht Prozent haben Aktien. Stattdessen ist man irritiert, wenn die Schweiz ein bisschen auf- oder abwertet. Aber seit dem Entscheid der SNB hat der Deutsche Aktienindex um vier Prozent zugelegt. Das muss man sich mal vorstellen! Kann ich denen ein paar Pralinen schicken? Noch nie hat jemand so viel für die deutschen Sparer getan.

Sie sehen das alles nicht so dramatisch?

Nein, ich mache mir da keine Sorgen. Aber sicherlich ist die Lage für einen Griechen anders als für einen Norweger.

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Nein, nein, nein. Nein. Nichts.

Haben Sie eine Vorstellung, was Sie dann machen werden?

Nein. Da bin ich doch sehr demütig, man weiss ja nie. Man legt den Hörer auf, hat kalten Schweiss auf der Stirn und kippt nach vorne auf die Tischplatte. Dann wäre immerhin das letzte Interview im Migros-Magazin abgedruckt, mehr kann man als Künstler eigentlich nicht erwarten. Über Leute, die zehn Jahre im Voraus planen, amüsiere ich mich sehr. Vor zehn Jahren wurden Sie dasselbe gefragt. Wollen Sie wissen, was Sie gesagt haben?

Mit Sicherheit irgend was, von dem ich mich heute distanziere, oder?

Ich lese es Ihnen vor: «Ich mache Migros­ TV, vom Frühstück bis zum Gutenacht­ kuss. Gesendet wird aus den Filialen und im Sommer aus dem Tessin und Engadin. Höhepunkt ist die Moderation der 1.­August­Feiern mit einem 30­stündigen Umzug und brennenden Schweizer Kreuzen auf der Alp.»

Ja, da bin ich jetzt überrascht, das ist ja nicht sooo weit weg von dem, was ich heute mache (lacht). Es ist immerhin Fernsehen und in der Schweiz! Interview: Ralf Kaminski

.ch

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Reise 1 Route 1: Berlin–Hamburg 11.04.–18.04. Route 2: Hamburg–Berlin 18.04.–25.04. Reise 2 Route 1: Berlin–Prag (Mit Schleusenkonzert) 24.04.–02.05. • 08.05.–16.05. • 22.05.–30.05. Route 2: Prag–Berlin (Mit Konzert in der Kirche Petzow) 02.05.–10.05. • 16.05.–24.05. • 30.05.–07.06. 03.10.–11.10. Reise 3 Route 1: Stralsund–Berlin 10.07.–18.07 • 24.07.–01.08. • 18.09.–26.09. Route 2: Berlin–Stralsund 18.07.–26.07. • 12.09.–20.09. Preise pro Person

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Reise 2: Ihr Reiseprogramm – Berlin–Prag

Reise 3: Ihr Reiseprogramm – Stralsund–Berlin

1. Tag: Schweiz–Jena. Anreise nach Jena mit modernem Komfort-Reisebus. Hotelübernachtung.

1. Tag: Schweiz–Jena. Anreise mit modernem Komfort-Reisebus nach Jena. Hotelübernachtung.

2. Tag: Jena–Berlin. Weiterfahrt nach Berlin. Stadtrundfahrt in Berlin (inbegriffen). Einschiffung und am frühen Abend heisst es «Leinen los».

2. Tag: Jena–Stralsund. Nach dem Frühstück Fahrt nach Stralsund und Einschiffung.

3. Tag: Potsdam. Ausflug nach Potsdam und den Park Sanssouci sowie den Cecilienhof (*). 4. Tag: Dessau–Wittenberg. Unternehmen Sie einen kombinierten Ausflug (*) in den Wörlitzer Landschaftspark mit Wittenberg. 5. Tag: Meissen. Besuch einer Porzellanmanufaktur (*). 6. Tag: Dresden. Lernen Sie auf einer Stadtbesichtigung (*) Dresden kennen. 7. Tag: Sächsische Schweiz. Ausflug (*) ab Bad Schandau durch die Sächsische Schweiz zur Festung Königstein und der Bastei. 8. Tag: Prag. Stadtrundfahrt Prag (*), die goldene Stadt.

3. Tag: Stralsund–Zingst/Darss–Vitte/Hiddensee. Heute erkunden Sie Zingst/Darss. Insel-Rundfahrt mit Besuch des Bernsteinmuseums (*) sowie «Rösslifahrt» (*). 4. Tag: Vitte/Hiddensee–Insel Rügen–Stralsund. Am Vormittag Ausflug «Stubbenkammer», den Nationalpark Jasmund und Besichtigung Binz (*). Stralsund entdecken Sie am Nachmittag auf einem Stadtrundgang (*). 5. Tag: Insel Usedom. Ausflug «Usedom mit den Ostseebädern» (*). Fahrt auf dem Peenestrom. 6. Tag: Stettin–Oderberg. Auf einer Stadtrundfahrt (*) lernen Sie Stettin näher kennen. 7. Tag: Oderberg–Niederfinow–Lehnitz. Am Nachmittag fak. Ausflug in die bekannte Region der Uckermark (Fr. 45.–).

9. Tag: Prag–Schweiz. Nach dem Frühstück Rückreise in die Schweiz.

8. Tag: Berlin–Potsdam. Stadtrundfahrt (*). Am Abend Weiterfahrt nach Potsdam.

Prag–Dresden–Berlin – Route 2

Berlin–Stralsund – Route 2

Reise in umgekehrter Richtung mit leicht geändertem Reiseprogramm. Details auf Anfrage erhältlich.

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9. Tag: Potsdam–Schweiz. Nach dem Frühstück Rückreise in die Schweiz.

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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

1 Mitarbeitende und Lieferanten

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Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz: «Wir gratulieren der Migros herzlich zu die­ ser wichtigen Aus­ zeichnung. Sie macht deutlich: Die Schweiz ist ein Vorbild, wenn es um Ökologie im Detailhandel geht. Das freut uns und zeigt eindrücklich, wie ambitionierte und transparente Umwelt­ ziele und deren konse­ quente Umsetzung zum Erfolg führen.»

3 Corporate Governance und Wirtschaftsethik

4 Umwelt­ management

Illustration: Jaroslaw Kaschtalinski/Golden Section Graphics; Bilder: WWF Schweiz, Jan Voth

5 Produkte und Dienstleistungen

Weltweit die Nummer eins

Die Migros ist die nachhaltigste Detailhändlerin der Welt. Das zeigt die neuste Untersuchung einer unabhängigen Ratingagentur, die 140 Handelsunternehmen unter die Lupe genommen hat.

Carolina Müller-Möhl, Gründungsmitglied Schweizer Schulpreis: «Gelebte Nachhaltig­ keit heisst auch, in die Bildung unseres Lan­ des zu investieren. Das tut die Migros mit dem Kulturprozent als en­ gagierter Förderpart­ ner des Schweizer Schulpreises. Das schätze ich sehr.»


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M

it der Gesamtnote B+ lässt die Migros die internationale Konkurrenz der Detailhändler weit hinter sich. Auf die Migros folgen im aktuellen Ranking von 2014/15 die britischen Handelsketten Marks & Spencer Group und Tesco jeweils mit der Note C+. Zu diesem Ergebnis kam die Oekom Research AG aus München, eine Ratingagentur für Nachhaltigkeit. «Die Ratings von Oekom Research sind sehr umfassend», sagt MigrosChef Herbert Bolliger. «Es werden über 100 soziale und ökologische Kriterien analysiert. Ich freue mich, dass wir im internationalen Vergleich so gut abschneiden. Das spornt uns an, auch in Zukunft Pionierleistungen zu erbringen.» Aufgrund der grossen Zahl von über 100 Kriterien ist dieses Rating im internationalen Vergleich auch eine sehr anspruchsvolle Erhebung. Die Bedingungen waren schwieriger als bei der letzten Bewertung aus dem Jahr 2010/11, da die Anforderungen gestiegen sind, neue Themen wie Food Waste dazukamen und die Migros-Gruppe gewachsen und inzwischen vielfältiger ist. Sie setzte sich dabei gegen 139 andere Unternehmen durch, darunter neben den bereits erwähnten Marks & Spencer und Tesco auch gegen Riesen wie Carrefour aus Frankreich und Metro aus Deutschland.

In der Analyse wurden sechs Stärken der Migros sehr gelobt Folgende Stärken der Migros sind besonders aufgefallen: Beim Klimaschutz wird eine umfassende Klimaschutzstrategie umgesetzt. Der Verkauf von Produkten mit ökologischem und sozialem Mehrwert wird gezielt gefördert. Mit strengen Richtlinien und einem grossen Labelprogramm setzt sich die Migros für eine nachhaltige Landwirtschaft ein. Produkte werden effizient beschafft und transportiert, die bereits effiziente Logistik wird fortlaufend optimiert. Die Migros bietet exzellente Arbeitsbedingungen und setzt sich für eine ausgewogene Work-Life-Balance ein. Im Bereich der Corporate Governance (Grundsätze der Unternehmensführung) punktet die Detailhändlerin ebenfalls. Der Verhaltenskodex der Migros-Gruppe umfasst elf Regeln und lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wir streben nicht den Profit um jeden Preis an, sondern wollen unsere Ziele mit verantwortungsbewusstem Handeln erreichen.

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Das OekomRating in Kürze Die Oekom Research AG aus München ist eine unabhängige Ratingagentur für Nachhaltigkeit. An der Bewertung von 2014 / 15 haben 140 Handelsunternehmen aus aller Welt teil­ genommen. Über 100 Kriterien waren dafür relevant. Die Migros belegte mit der Note B+ den ersten Platz, vor Marks & Spencer und Tesco aus Gross­ britannien, die beide mit C+ abschnitten. Für die Bewertung stützt sich die Oekom auf ausführliche Analysen, die sie mit­ hilfe von unabhängi­ gen Experten macht. Die Oekom ist ihrer­ seits vom Think Tank «SustainAbility» in Bezug auf ihre Glaub­ würdigkeit und Transparenz bewertet worden. Der Studie «Rate the Raters» zufolge gelten die Ratings der Oekom als streng und deshalb auch als sehr seriös.

Mathieu Fleury, Generalsekretär des Konsumentenbundes der Romandie: «Die Konsumenten allein können keine nachhaltige Entwicklung auslösen, sie sind auf die Hilfe grosser Firmen an­ gewiesen. Darum appelliere ich seit Jahren an die Grossverteiler, einen Teil der Verantwortung zu übernehmen. Die An­ strengungen der Migros gehen in eine gute Richtung. Beim Food Waste und der Haltbarkeit von Elektrogeräten besteht noch Handlungsbedarf.»

1 Mitarbeitende und Lieferanten Die Migros ist nicht nur die grösste private Arbeitgeberin der Schweiz, sie bietet ihren Mitarbeitenden auch vorbildliche Bedingungen. Dies ist im neuen Migros-Landes-Gesamtarbeitsvertrag festgehalten, der seit Anfang dieses Jahres gilt. Über 50 000 Mitarbeitende in 39 Unternehmen der Migros-Gruppe profitieren nun von ausgebauten Leistungen: Der Mutterschaftsurlaub beispielsweise dauert neu 18 statt 16 Wochen bei vollem Lohn. Der bezahlte Vaterschaftsurlaub wurde von zwei auf drei Wochen verlängert. Bemerkenswert ist auch, dass der Vertrag für Berufsleute aus ganz verschiedenen Branchen gilt – zum Beispiel für die Belegschaft der Migros-Filialen, für Mitarbeitende in der M-Industrie und den Logistikzentren, aber auch für Angestellte der Migros Bank. Ungewöhnlich gut sind die Leistungen der Migros-Pensionskasse (MPK): Der Arbeitgeber entrichtet einen doppelt so hohen Beitrag am versicherten Einkommen wie der Arbeitnehmer. Der Anteil des Arbeitgebers ist damit höher als bei vielen anderen Schweizer Pensionskassen.

Beruf und Privatleben sollen im Gleichgewicht sein

www.oekom­ research.com www.sustainabilty. com/projects/ rate­the­raters

NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Bereits 17 Migros-Unternehmen – darunter der M-Industriebetrieb Chocolat Frey – haben das Gütesiegel «Friendly Work Space» der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz erhalten. Um dieses Zertifikat zu bekommen, muss sich ein Arbeitgeber etwa um ergonomische Arbeitsplätze, aber auch um

die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben kümmern. Die Migros engagiert sich nicht nur für die eigenen Mitarbeiter, sie setzt sich auch für die Angestellten ihrer ausländischen Lieferanten ein. Dies gilt besonders für Land- und Fabrikarbeiter in Schwellenländern. Die Migros hat – im Rahmen von Generation M – versprochen, die Arbeitsbedingungen von 75 000 Angestellten von Lieferanten aktiv zu verbessern. Es geht besonders um die Sicherheit am Arbeitsplatz, um faire Löhne, aber auch um das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Bereits vor 15 Jahren hat die Migros die sogenannte Business Social Compliance Initiative (BSCI) mitbegründet, zu der heute weltweit 1400 Firmen gehören. Diese Unternehmen setzen sich entlang von globalen Lieferketten für verbesserte Arbeitsbedingungen ein. Die Detailhändlerin engagiert sich heute verstärkt für Schulungen und Weiterbildungen in Fabriken und landwirtschaftlichen Betrieben. Die Lieferanten in den Schwellenländern sollen erkennen, dass die faire Behandlung von Angestellten allen Vorteile bringt: Wenn die Mitarbeiter korrekt entlöhnt werden, ihre Rechte und ihre Sicherheit garantiert sind, so rechnet sich das auch für die Unternehmer. Denn die Belegschaft ist dann motivierter und leistungsfähiger. Zudem erhalten die Produzenten einen besseren Zugang zu den Märkten des Westens, weil viele Abnehmer in Europa und den USA heute auf soziale Faktoren achten.


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2 Gesellschaft und Produktverantwortung Hier geht es um das Sortiment der Migros, besonders auch darum, dass sie ihren Kunden möglichst gesunde Lebensmittel anbietet. Die Detailhändlerin hat zum Beispiel versprochen, ab 2019 über 150 Produkte mit weniger Zucker, Salz und Fett, aber mehr Nahrungsfasern herzustellen. Über 1400 Migros-Eigenprodukte wurden von Spezialisten analysiert; zur Anwendung kamen dabei Kriterien der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaft. Am Ende beschloss die Migros, bei 150 Artikeln die Rezeptur zu ändern – etwa bei bestimmten Frühstücksflocken oder Fertiggerichten. Dies ist sehr anspruchsvoll, weil sich der Geschmack dieser Lebensmittel nicht verändern soll.

Viele Lebensmittel für Allergiker Zudem hat die Migros versprochen, bis Ende 2016 ihr Sortiment für Allergiker um 30 Prozent zu vergrössern. Die Detailhändlerin führt bereits heute über 80 Produkte, die mit dem «aha!»Gütesiegel gekennzeichnet sind. Diese Artikel wurden von der Zertifizierungsstelle Service Allergie Suisse (SAS) geprüft; sie sind auf die Bedürfnisse bestimmter Allergikergruppen abgestimmt. Besonders Menschen mit Laktose- oder Glutenintoleranz finden in der Migros viele geeignete Lebensmittel – etwa Milchprodukte, Brot, Pasta, Süsswaren, Snacks und Convenienceprodukte. Auch die Migros-Gastronomie bietet Lebensmittel mit «aha!»-Zertifikat an: In den Restaurants gibts zum Beispiel gluten- und laktosefreie Brötchen, Kuchen, Müsli, Salatsaucen sowie ganze Menüs, die für Allergiker geeignet sind. Bilder: Keystone, Sandro Huber, Esther Michel

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3 Corporate Governance und Wirtschaftsethik Die Konsumenten zählen die Migros zu den vertrauenswürdigsten Unternehmen der Schweiz. Dafür gibt es gute Gründe und eine lange Geschichte: Schon Gottlieb Duttweiler legte ein besonderes Augenmerk auf die soziale Verantwortung und auf ethische Werte, die der Gesellschaft und der Umwelt dienen. Wo früher die Thesen des Gründers und die Rechtschaffenheit der Mitarbeitenden genügten, setzt die Entwicklung von Wirtschaft und Technik neue Grenzen: Die zunehmende Komplexität der Geschäftstätigkeit weit über die Landesgrenzen hinaus, laufende Verschärfungen rechtlicher Vorgaben sowie die rigorose Durchsetzung stetig neuer Standards verlangen nach verbindlichen Grundsätzen. Um die Einhaltung der geltenden Regeln, Gesetze und ethischen Vorgaben zu garantieren,

hat die Migros auf der Basis ihrer Grundwerte einen Verhaltenskodex erlassen, der in Form von elf konkreten Handlungsanleitungen das Bekenntnis zur umfassenden Gesetzestreue und Integrität der MigrosGruppe bildet.

Verbindliche Prinzipien für alle Mitarbeitenden Die Ausarbeitung des Verhaltenskodex wurde von der Verwaltung des Migros-Genossenschafts-Bunds (MGB) in Auftrag gegeben und bildet die verbindlichen Grundprinzipien, zu denen sich alle Unternehmen und Mitarbeitenden der Migros-Gruppe verpflichten. Neben der Einführung des Verhaltenskodex als zentralen Bestandteils der Migros-Arbeitskultur hat die Migros eine interne Meldestelle geschaffen, die es Mitarbeitenden ermöglicht, schwerwiegende Missstände zu melden.

Annemarie Huber-Hotz, Präsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes:

«Herzlichen Glückwunsch an die Migros und ihre Verantwortlichen zur jüngsten Auszeichnung für den vorbildlichen Einsatz für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Ein Unternehmen, das den Menschen und die Umwelt in den Mittelpunkt stellt – und nicht nur die Gewinnmaximierung! – nimmt seine gesellschaftliche Verantwortung wahr. Dafür verdient es unsere Anerkennung und unseren Dank.»

Andrea Broggini ist Chef der Verwaltung MGB und Auftraggeber des MigrosVerhaltenskodex.

«Das ist eigentlich der Migros-Code» Andrea Broggini, warum braucht die Migros einen Verhaltenskodex? Wie jedes andere grosse Unternehmen muss auch die Migros die Einhaltung von Regeln und Gesetzen sicherstellen können. Der Verhaltenskodex mit seinen elf zentralen Grundsätzen gehört zum Standard einer verantwortungsvollen Geschäftsführung und ist damit eigentlich der Migros-Code, der den Rahmen für unser Handeln setzt. Ergänzend zum Verhaltenskodex gelten weiterhin auch bestehende Werte und Richtlinien der einzelnen Migros-Unternehmen und natürlich sowieso der gesunde Menschenverstand jedes Einzelnen. Was regelt der Verhaltenskodex? Elf konkrete Verhaltensregeln unterstützen die Mitarbeitenden bei der Einhaltung der wichtigsten rechtlichen und ethischen Regeln. Sie regeln etwa, dass wir nicht bestechen und uns nicht bestechen lassen, dass wir uns zum freien und fairen Wettbewerb bekennen, dass wir innerhalb der MigrosGruppe wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen oder dass wir in unseren Aktivitäten und Entscheidungen das Prinzip der Nachhaltigkeit verfolgen. Was ändert sich mit der Einführung des Verhaltenskodex? Wir waren glücklicherweise nicht zur Einführung gezwungen, denn die Migros hat ihre Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden, den Genossenschaftern, den Kunden und der Gesellschaft seit jeher überdurchschnittlich stark wahrgenommen. Die meisten Inhalte waren auch bereits vorhanden, etwa in den Arbeits- und Personalreglementen oder in der Gruppenstrategie. Hingegen ist es ein logischer Schritt, dieses Verantwortungsbewusstsein mit einem für alle gültigen Verhaltenskodex zu untermauern.


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Seta Thakur, Geschäftsleiterin des Netzwerks für nachhaltiges Wirtschaften (Öbu): «Die Migros wird ihre Versprechen gegenüber der Generation M ein­ lösen, da bin ich mir sicher. Ob Lehr­ lingsprogramm, ethischer Umgang mit Nutztieren oder Reduktion des ökologischen Fussabdrucks – mit seinem ehrlichen Engagement seit Jahrzehnten ist der orange Riese ein Pionier der ganzheitlichen Nach­ haltigkeit. Dazu passt, dass die Migros nun als nachhaltigste Detail­ händlerin ausgezeichnet wurde.»

4 Umweltmanagement Die Schiene ist schon seit Jahrzehnten der von der Migros bevorzugte Weg für den Warentransport. Die Verteilzent­ ren und die eigenen Industriebetriebe haben sogar eigene Bahnanschlüsse. Mehr als 400 Waggons sind täglich für die Migros unterwegs. Diese befördern übers Jahr mehr als eine Million Ton­ nen Ware. Im Bahntransport werden so elf Millionen Kilometer jährlich zu­ rückgelegt. Und die Migros ist damit auch seit Jahren die grösste Kundin von SBB Cargo. Der eigene Fuhrpark von 557 Fahrzeugen fährt für die Be­ lieferung der Filialen jährlich ungefähr 30 Millionen Kilometer auf der Strasse. Die moderne Fahrzeugflotte erfüllt die strengen Abgasnormen Euro 5 und Euro 6. Daneben setzt die Migros auch auf den kombinierten Verkehr von Schiene und Strasse.

Ehrgeizige Ziele beim Energie-, Strom und CO₂-Verbrauch Luftfrachttransporte machen nur einen kleinen Teil der gesamten Einfuhr aus. Waren aus Übersee

werden fast ausschliesslich mit Schif­ fen transportiert. Container werden von den Häfen aus mit der Bahn und teilweise mit dem Rheinschiff in die Schweiz gefahren. Die Migros lässt als einzige Detailhändlerin in Europa Ba­ nanen auf der Schiene transportieren. Die Unternehmen der Migros haben sich ehrgeizige Ziele bezüglich Strom­, Energie­ und CO2­Verbrauch gesetzt und sich zu dieser Strategie auch ver­ pflichtet. Sie investieren nicht nur in umweltfreundliche Warentransporte, sondern auch in umweltfreundliche Filialen und Betriebszentralen. Mit Generation M hat die Migros verspro­ chen, ihren CO2­Ausstoss in den Jah­ ren 2010 bis 2020 um 20 Prozent zu verringern. Diesem Ziel nähert sie sich Schritt für Schritt. Eine Reduktion von 8 Prozent ist schon gelungen. Mit ihrem CO2­Einsparungsziel leistet die Migros einen überdurchschnittlichen Beitrag an den Schweizer Klimaschutz, indem sie doppelt so viele Treibhaus­ gase einspart, wie es sich die Schweiz vorgenommen hat.

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5 Produkte und Dienstleistungen Die Migros engagiert sich seit Jahrzehnten für die Nachhaltigkeit bei ihren Produktionsprozessen und informiert umfassend, damit die Kunden bewusst einkaufen können. Als grösster Eigenmarken­ produzent der Welt verfügt das Unternehmen über eine sehr gute Kontrolle des Sor­ timents und der Lieferket­ ten. Rund 10 000 Produkte stellt die Migros in eigenen Industriebetrieben im In­ land her. Mit sogenannten Labels gekennzeichnete Waren und Dienstleistungen zeigen dem Kunden, dass es sich dabei um ein nachhal­ tiges Produkt handelt. Ins­ gesamt deckt die Migros mit über zehn verschiendenen Nachhaltigkeitslabels alle ihre Sortimentsbereiche ab.

Schweizer Tierschutz auch im Ausland Das sehr beliebte Bio­Label mit über 1000 Produkten baut die Migros stetig aus. Die Marke «tegut» hat einen Bio­Anteil von 25 Prozent, und der Online­Supermarkt LeShop.ch führt mit elf Pro­ zent ebenfalls sehr viele biologische Produkte in sei­ nem Sortiment. Ein weiteres Beispiel für das Bestreben zu nachhaltigem Handeln ist das FSC­Label, mit dem sich die Detailhändlerin für Produkte aus verantwor­ tungsvoller Waldwirtschaft einsetzt. Seit Mitte 2014 werden bei der Migros sämt­ liche nationalen Werbe­ mittel aus Papier und Karton in umweltschonender Re­ cycling­ oder FSC­Qualität hergestellt. Über 10 000 Landwirte produzieren in der Schweiz nach den strengen Richtli­ nien des TerraSuisse­Labels und damit tierfreundlicher, als es der Schweizer Tier­ schutz vorschreibt. Wichtige

Kriterien dieses Migros­ Labels sind zudem die Erhaltung der Artenvielfalt und der umweltschonende Anbau von Getreide, Kartoffeln, Obst und Raps. In der Schweiz sorgen gesetzliche Bestimmungen für eine artgerechte Tier­ haltung. Im Ausland fehlen diese Gesetze oft. Die Migros hat sich 2013 deshalb ent­ schieden, die hohen Schwei­ zer Tierschutzstandards auch bei allen Produkten aus dem Ausland einzuführen. Sie verpflichtet ihre auslän­ dischen Lieferanten deshalb, sich bei der Produktion bis spätestens Ende 2020 an die Schweizer Bestimmungen zu halten. Beim Truten­ und Kaninchenfleisch wur­ den diese Vorgaben bereits erfüllt. Ebenfalls bis Ende 2020 hat die Detailhändlerin das Versprechen abgegeben, nur noch Fische und Meeres­ früchte in ihrem Sortiment zu führen, die entweder einem Label entsprechen oder vom WWF als empfeh­ lenswert oder akzeptabel eingestuft werden. Heute stammen bereits 94 Prozent aller verkauften Fische aus einer nachhaltigen Quelle. MSC heisst das entspre­ chende Label für Fische, die aus dem Wildfang stammen, und ASC oder Bio für Zucht­ fische. Als erste Detailhänd­ lerin der Schweiz bietet die Migros seit Anfang 2014 an den bedienten Theken nur noch Fisch und Meeres­ früchte aus nachhaltigen Quellen an. Zusätzlich zu den Labels müssen alle Unternehmen der Migros­Gruppe bei der Beschaffung von Produkten Mindestanforderungen ein­ halten. Zum Beispiel dürfen keine Eier aus Käfighaltung oder Daunen aus Lebendrupf verkauft werden.


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«Taten statt Worte»

Thomas Beschorner, Professor für Wirtschaftsethik, über die Auszeichnung der Migros. Thomas Beschorner, die Migros ist nun offiziell «nach­ haltigste Detail­ händlerin der Welt». Verdient?

Ja. Die Migros setzt sich an vielen Fronten für die Umwelt und die Gesellschaft ein. Ihr Engagement ist keine Show, sondern authentisch und überprüfbar. Ein gutes Beispiel ist das Nachhaltig­ keitsprogramm Generation M: Es besteht aus konkreten Zielen und Zeitplänen. Wenn die Migros einzelne Ziele verfehlt, so wird das offen kom­ muniziert. Heute setzen viele Unternehmen auf Nachhaltigkeit. Kann sich die Migros hier wirklich noch von der Konkurrenz abheben?

Bilder: PD, Keystone, Universität St. Gallen

Rudolf Strahm, ehemaliger Preisüberwacher und Nationalrat:

«Diese Auszeichnung für die Migros ist verdient. Kein Unternehmen in der Schweiz tut so viel für das Gemeinwohl, und keine Firma bildet so viele Lehrlinge aus wie die Migros. Als ehemaliger Preisüberwacher habe ich erfahren, dass sich die Migros intensiv für Konsumentenanliegen und für erschwingliche Preise einsetzt.»

Sicher, denn sie lässt den Worten auch Taten folgen. Manche Firmen legen Be­ kenntnisse zur Nachhaltigkeit ab, die zwar gut klingen, aber relativ abstrakt bleiben. Die Migros hingegen sucht dauernd nach konkreten Lösungen, um im Alltag nachhaltiger zu werden. Ob umweltfreundliche Transporte, die Umstellung ganzer Sortimente oder die Rücknahme von Plastikflaschen – in der Summe haben alle diese Mass­ nahmen eine grosse Wirkung. Das Wort Nachhaltigkeit lässt sich ganz unterschiedlich auslegen. Wie wird es heute in der Wirtschaft verstanden?

Früher verband sich das Wort oft mit einer Spendenmentalität: Firmen überwiesen Geld an gemeinnützige Or­ ganisationen. Heute versteht man, dass es um die ganze Firmenkultur geht: Wie fair behandelt ein Unternehmen seine Mitarbeiter und Lieferanten? Wie beschafft es seine Rohstoffe, und

wie wickelt es seine Transporte ab? Es reicht nicht, dass eine Firma einen Teil ihrer Gewinne für Nachhaltigkeit aus­ gibt, sie muss die Gewinne auch auf nachhaltige Art erwirtschaften. Wie schnell kann ein Unternehmen auf einen wirklich nachhaltigen Kurs umschwenken?

Wenn es um echte Nachhaltigkeit geht, so ist dies ein sehr aufwendiger Pro­ zess. Der Kulturwandel muss das ge­ samte Unternehmen erfassen – vom Pförtner bis zum CEO. Das lässt sich nicht über Nacht erreichen. Die Migros hat hier einen Vorsprung, denn Nach­ haltigkeit gehört sozusagen zu ihrer DNA. Schon Gründer Gottlieb Dutt­ weiler wollte ein Unternehmen, das gesellschaftliche Verantwortung über­ nimmt. Er hat sich vom Ideal der Nach­ haltigkeit leiten lassen, bevor es dieses Wort in der heutigen Verwendung überhaupt gab. Bleibt die Nachhaltigkeit auch in Zukunft wichtig? In einer neuen Wirtschaftskrise könnten sich Firmen ihr Engagement vielleicht nicht mehr leisten.

Genau das glaubte man auch, als 2008 die weltweite Finanzkrise ausbrach. Doch die Prognosen haben sich damals nicht bewahrheitet: Viele Firmen be­ mühten sich weiter um Nachhaltigkeit, manche verstärkten sogar ihr Engage­ ment. Denn wer nachhaltig ist, hat im Konkurrenzkampf einen Vorteil; er bietet den Kunden einen Mehrwert. So hebt sich ja auch die Migros von den deutschen Discountern ab. Für mich steht fest: Nachhaltigkeit bleibt ein wichtiges Thema; sie ist kein Schön­ wetterphänomen. Interview: Michael West

Thomas Beschorner ist Direktor am Institut für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen.


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6 Ökoeffizienz Die Migros kümmert sich seit vielen Jahren darum, Strom- und Energieverbrauch sowie Treibhausgasemissionen bei Produkten und im Betrieb zu senken. Auch will man die Kunden beim klimafreundlichen Einkaufen unterstützen. Die Migros bietet viele energieeffiziente Elektrogeräte an. In den letzten Jahren wurden weitere Unternehmen der Migros-Gruppe wie Globus, Denner, Migrol, Chocolat Frey, Aproz, die Migros Bank und Hotelplan in dieses Umweltmanagement einbezogen. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien reduziert die Migros ihre Treibhausgasemissionen. Neun Logistikzentren verwenden Wärme aus Holz, Umwelt oder Fernwärme. Die Migros ist zudem eine der grössten Abnehmerinnen von erneuerbarem Strom und beteiligt sich selbst an der Erzeugung von Ökostrom. Auf Dächern von Migros-Gebäuden befinden sich über 30 Fotovoltaikanlagen, die jährlich so viel Strom produzieren, wie es dem Verbrauch von 2500 Einfamilienhäusern entspricht. Die Migros baut nachhaltig. Zum Standard gehören Aspekte wie Energie, Materialökologie, Natur und Landschaft. Filialen

werden mit ökologischen Materialien gebaut, und es wird auf eine naturnahe Umgebungsgestaltung geachtet, indem man beispielsweise Flachdächer begrünt.

Wohlüberlegter Umgang mit Wasser und Abfällen Die Migros-Industrie will die Wassereffizienz jährlich steigern und sorgt für die korrekte Entsorgung von Abwässern. Ausserdem sensibilisiert sie ihre Lieferanten für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Bei der Micarna wird für Kühlanlagen verwendetes Wasser nach einem Klärprozess nochmals verwendet. Der Milchverarbeitungsbetrieb Elsa behandelt Abwässer vor und leitet sie erst dann in die öffentliche Kläranlage. Ausserdem prüft die Migros importierte Frischeprodukte aus trockenen Gebieten, die beim Anbau viel Wasser benötigen, und sie achtet auf die Einhaltung ihrer Richtlinien wie legale Wassernutzung und effizientes Wassermanagement. Die grösste Recyclingplattform wird von der Migros betrieben. Für Abfälle hat sie ein System zur Wiederverwertung entwickelt. Über 74 Prozent der jährlich 236 000 Tonnen Abfall werden

rezykliert. 14 000 Tonnen davon sind Kundenretouren. Die Migros hat das umfassendste System für Kundenretouren. Ausser PETFlaschen, CDs und DVDs werden auch sämtliche Plastikflaschen, wie jene von Waschmitteln oder Shampoos, zurückgenommen. Die Abfallvermeidung geht noch weiter. Beim Transport setzt die Migros auf Mehrweggebinde: 2013 wurden so über 93 000 Tonnen Karton eingespart. Die Migros versucht, so wenig Lebensmittel wie möglich zu verschwenden. 98,6 Prozent der in den Filialen und von der Migros-Gastronomie angebotenen Lebensmittel werden auch als solche verkauft oder abgegeben – zu regulären Preisen, zu reduzierten Preisen oder gratis an gemeinnützige Organisationen wie Tischlein deck dich, Schweizer Tafel oder Partage, die wiederum die Lebensmittel an Bedürftige weitergeben. Nur 1,4 Prozent der von der Migros angebotenen Lebensmittel werden zu Tierfutter oder Biogas verwertet oder kompostiert. In der Kehrichtverbrennungsanlage landen lediglich 0,2 Prozent. Texte: Sabine Müller, Thomas Tobler, Daniel Sidler, Michael West

Sara Stalder, Geschäfts­ leiterin Stiftung für Konsumentenschutz: «Dass die Migros diese inter­ nationale Auszeichnung erhält, ist für sie ein wichtiger Meilenstein. Mit dem Nach­ haltigkeitsprogramm Genera­ tion M zeigt die Migros Mög­ lichkeiten und Grenzen auf. Ich wünsche mir, dass die Migros diese Auszeichnung auch als Ansporn versteht, sich noch mehr für die Nach­ haltigkeit zu engagieren, bestehende Standards zu optimieren und neue, wie die Umweltkennzeichnung auf Produkten, einzuführen.»

«Nachhaltigkeit darf kein abstraktes Konzept bleiben. Vielmehr sollte sie uns bei unseren Kaufentscheiden leiten. Als Konsumenten können wir mitbeeinflussen, welche Welt wir der nächsten Generation hinterlassen. Das Angebot der Detail­ händler und die Transparenz bei der Produkte­ deklaration sind dafür entscheidend. Die Richtung stimmt, aber es ist noch ein weiter Weg.»

Bild: Keystone

Reto Knutti, Professor für Klimaphysik am Institut für Atmosphäre und Klima und Delegierter für Nachhaltigkeit der ETH Zürich:


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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

Ihre Songs beschwören die Weite des Atlantischen Ozeans: die Mitglieder der Band Yokko.

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SWISS MUSIC AWARDS | 43

Fünf Musiker geben Gas Die Nutzer der M-Budget-Website haben entschieden: Sie schicken die junge Band Yokko in den Endspurt um einen Swiss Music Award.

D

as erste Album des Quintetts Yokko heisst «Seven Seas», und ihren Musikstil nennt die Band «Atlantic Wave». Die Gitarrenhymnen auf der CD sind aufwendig produziert, und sie klingen nach grosser weiter Welt. Doch das Album wurde nicht etwa in Übersee aufgenommen, sondern an einem einsamen Ort im Jura. «Der einzige Kontakt zur Aussenwelt war die Frau an der Migros-Kasse, wo wir uns ab und zu mit Kaffee und Milch eindecken mussten», sagte Sänger Adrian (25) in einem Interview. Die fünf Musiker aus den Kantonen Bern, Aargau und Zürich surfen zurzeit auf einer Erfolgswelle: Bei einer Abstimmung unter den Nutzern der M-BudgetWebsite wurden sie für den Swiss Music Award in der Kategorie «Best Live Act» nominiert. Nun aber müssen sie sich in einer zweiten Online-Abstimmung gegen zwei weitere Bands durchsetzen, die ihrerseits von Vertretern der Schweizer

Musikbranche nominiert wurden – das Berner Pop- und Hip-Hop-Duo Lo & Leduc und die Bieler Punkband Puts Marie. Die Gewinner des Endspurts treten am 27. Februar ins Rampenlicht einer der grössten Schweizer Shows: Die Swiss Music Awards werden auch diesmal im Zürcher Hallenstadion verliehen. Letztes Jahr war die Halle ausverkauft, und 6000 Musikfans erlebten das Spektakel live vor Ort. Wie bei den Schweizer Open-Airs im Sommer, die von M-Budget als Sponsor unterstützt werden, sind bei der Show junge M-Budget-Helfer im Einsatz. Sie helfen den Besuchern mit kleinen Dienstleistungen und nehmen ihnen zum Beispiel das Anstehen für Getränke ab. So fühlen sich nicht nur die Musiker auf der Bühne, sondern auch die Zuschauer wie Stars. Text: Michael West Weitere Infos: m-budget.migros.ch/swissmusicawards

Tickets für die AwardShow zu gewinnen Das Migros-Magazin verlost zehn Mal zwei Tickets für die Verleihung der Swiss Music Awards, die am 27. Februar ab 20 Uhr im Zürcher Hallenstadion über die Bühne geht. (Die Gewinner der Verlosung sollten sich für den Anlass festlich kleiden.) Teilnahmeschluss ist am 8. Februar 2015. Teilnahme unter: www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

PREISBAROMETER Aktuelle Preisänderungen Die Migros setzt bei der Brotherstellung seit Jahren auf Schweizer Getreide aus naturfreundlicher Produktion. Sie ist deshalb auf eine quantitativ ausreichende und qualitativ gute Getreideernte angewiesen. Da es in den Sommermonaten 2014 stark regnete, war die Qualität des geernteten Weizens teilweise ungenügend. Die schlechte Ernte führt dazu, dass bei der Mehlherstellung teurere Getreidesorten beigemischt werden müssen. Nur dadurch gelingt es den Müllern, ein Mehl zu produzieren, das die notwendigen Backeigenschaften aufweist. Die gestiegenen Rohstoffpreise bei der Herstellung führen nun zu Preisaufschlägen beim Mehl und dementsprechend auch bei Brotwaren. Ausgewählte Beispiele Terrasuisse Urdinkel-Mehl hell, 1 kg Terrasuisse Weissmehl, 1 kg Terrasuisse Zopfmehl, 1 kg Halbweissbrot, 500 g Ruchbrot, 1 kg Alpenbrot, 380 g

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AKTUELL 46 |

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AUSBILDUNG

Remo Weber bei der Datenerfassung. Im Hintergrund laufen die Eistees 체ber die Rollb채nder.

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |


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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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AUSBILDUNG | 47

Vom Metzger zum Teekocher

Der kultige Eistee der Migros wird aus richtigen Teeblättern hergestellt. Für seinen typischen Geschmack ist auch der angehende Lebensmitteltechnologe Remo Weber verantwortlich.

E

s gibt ihn seit über 30 Jahren, den Migros-«Kult Ice Tea» – wie er offiziell heisst. Das Geheimnis seines unverwechselbaren Geschmacks wird in der Bischofszell Nahrungsmittel AG in Bischofszell TG, kurz Bina genannt, gehütet wie der eigene Augapfel. «Was unseren Eistee auszeichnet, ist unter anderem, dass er mit richtigen Teeblättern aufgebrüht wird», sagt Remo Weber. Er ist einer von 50 Lernenden und steht im dritten Lehrjahr als Lebensmitteltechnologe. Es ist nicht die erste Berufsausbildung, die er durchläuft: «Ich habe 2011 meine Ausbildung zum Metzger mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abgeschlossen», sagt der Lehrling. Nach einem halben Jahr kam er zur Überzeugung, dass Fleisch «ganz okay» sei, aber irgendwie hatte er sich mehr vorgestellt. Ein einmonatiger Sprachaufenthalt in den USA brachte Klarheit: Er wollte seinen Horizont erweitern. Der 22-jährige Nati-B-Volleyballspieler ging bei der Bina schnuppern und unterzeichnete noch in der gleichen Woche seinen Lehrvertrag. «Die Bina bietet eine grosse Vielfalt an Herstellungsprozessen und ist sehr innovativ. Zum Beispiel konnten Fans ihre Rezeptvorschläge für den Kulteistee einschicken, und die Gewinnerrezeptur wurde dann auch produziert.»

Der Hauptteil des Tees wird in Indien nachhaltig produziert Obschon Remo Weber seine zweite Lehre hätte abkürzen können, entschied er sich für die volle Ausbildung, denn die Schule hält er für recht anspruchsvoll: «Man wird in Mathematik, Biologie und Physik gefordert.» Dass Remo keine halben Sachen mag, wird auch von seinem Ausbildner Urs Beck (57), der seit 25 Jahren bei der Bina arbeitet, geschätzt:

«Remo ist immer motiviert, pünktlich und meldet sich ab, wenn er wegmuss.» Als Lebensmitteltechnologe ist er verantwortlich für die Qualitätskontrolle beim Wareneingang. Der Hauptteil des Tees stammt aus einer indischen UTZ-zertifizierten Produktion und wird von einem Lieferanten nach den Vorgaben der Migros zusammengestellt. Remo nimmt eine Probe aus einem «big Bag», einer Art gigantischen Beutels,

Während der Produktion des Eistees nimmt Remo Weber regelmässig Proben.

und überprüft diese auf Fremdkörper, Schädlingsbefall oder Rückstände unerwünschter Substanzen. Ist alles in Ordnung, kommen die Pakete ins Lager und von dort später in die Teeaufbereitung. Es gehört mit zu Remos Aufgaben, die korrekte Teemenge zu bestimmen und in einem Behälter abzuwiegen. «Aus dieser Menge werden dann 8500 Liter Tee aufgebrüht.» «Der ‹Kult Ice Tea› Zitrone ist eine ausgewogene Mischung aus Schwarztee, Hagebuttentee und Zitronensaft», sagt Remo Weber. Ein Rauschen, Zischen und leises Dröhnen erfüllt die Halle. Nun

kommt der Aufguss in einen von zwölf Speichertanks. Jeder für sich hat ein Fassungsvermögen von 20 000 Litern. Hier wird der Aufguss mit Zuckersirup, Wasser und Zitronensaftkonzentrat zum fertigen Eistee aufgemischt. Aus diesen Tanks werden dann die verschiedenen Abfülllinien versorgt. 700 000 Liter können so binnen 24 Stunden produziert werden.

75 Prozent der Lernenden bleiben der Bina treu Aufgrund der grossen Beliebtheit wurde die Rezeptur dieses Ice Teas in den letzten Jahren nicht gross angepasst, der typische Geschmack wurde beibehalten. Remo Weber nimmt einen Schluck zur Probe. Der frische Tee mundet ihm. Die Messdaten der Zubereitung speist der Lernende ins Computersystem ein und überträgt sie zusätzlich auf Datenblätter in einem Ordner. Dann wird der Tee bei 95 Grad eine halbe Minute lang pasteurisiert, anschliessend auf 20 Grad abgekühlt und unter sterilen Bedingungen in Kartonverpackungen oder PETFlaschen abgefüllt. Nach der erfolgten Pasteurisation nimmt Remo Weber eine weitere Probe. «So, wie der Eistee sein muss», stellt er zufrieden fest. Im Sommer steht für Remo Weber die Lehrabschlussprüfung an. «An der Prüfung muss man viel selber machen, wie Getränke mischen und Saucen fertigen», weiss er. «Darum kann ich mich in dieser Abteilung gut vorbereiten. Hier muss ich nicht nur eine Anlage betreiben, sondern kann Mischungen selber erstellen, diese kontrollieren und zur Abfüllung freigeben.» Und wenn der Prüfungsstress vorbei ist? «Ich werde der Bina treu bleiben, wie das gut 75 Prozent der Lehrabgänger bei uns tun.» Texte: Marc Bodmer Bilder: Christian Schnur

IN KÜRZE

Chips und Konfitüre Vor 70 Jahren über­ nahm die Migros die Konservenfabrik Tobler & Co. AG, die heutige Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina). Heute produziert die Bina kohlensäurefreie Getränke, Kartoffel­ produkte wie Chips oder Pommes frites, Konfitüren und Fertiggerichte. Das Unternehmen beschäftigt in Bischofszell TG 860 Mitarbeitende und stellt über 1000 Produkte her.


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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

Otmar Hofer, Chef der Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina)

«Viele ehemalige Lernende sind jetzt Teamleiter» Otmar Hofer, was leistet die Bina für den Ausbildungsplatz Schweiz?

Uns ist es wichtig, Jugendlichen mit un­ terschiedlichen Interessen und Talenten eine Ausbildungsmöglichkeit anzubie­ ten. Die Bina bildet momentan 50 Ler­ nende in elf verschiedenen Lehrberufen aus. In den letzten vier Jahren haben wir unser Lehrstellenangebot zudem er­ weitert und von 38 auf 50 Lernende aus­ gebaut. Heute sind über fünf Prozent unserer Belegschaft Lernende. Aus welchen Gründen soll ein Jugendlicher bei der Bina eine Berufsausbildung absolvieren?

Wir sind ein Unternehmen mit kultigen Lebensmitteln, hochmodernen Anlagen und vier verschiedenen Geschäfts­ bereichen. Lernende durchlaufen wäh­ rend ihrer Ausbildung diverse Abtei­ lungen und bekommen so einen Ein­ druck, wie ein Industrieunternehmen funktioniert und aufgebaut ist. Dazu können sie sich immer wieder in neue Prozesse einarbeiten und ihre Fach­ und Sozialkompetenzen ausbauen. Sie werden bei uns von einem motivierten Berufsbildungsteam unterstützt, und es besteht auch ein Austausch mit anderen Unternehmen der Migros­Gruppe. Welche Aufstiegsmöglichkeiten bietet die Bina ihren Lernenden nach der Grundaus­ bildung?

Viele ehemalige Lernende der Bina sind heute als Team­ oder Abteilungsleiter in unserem Unternehmen tätig. Ein ehemaliger Lernender im Bereich Lebensmitteltechnologie arbeitet jetzt zum Beispiel als Fachbetreuer der Lebensmitteltechnologie und leitet eine Abteilung im Getränkebereich. Mit Engagement und der während der Aus­ bildung erarbeiteten Fachkompetenz ist eine Karriere bei uns möglich.

1 1 Die zerriebenen Teeblätter werden vom Lebensmitteltechnologen kontrolliert. 2 Anschliessend werden sie in der richtigen Menge für den Herstellungsprozess vorbereitet. 3 Remo Weber vor den grossen Speichertanks. Darin wird der Eistee vor dem Abfüllen kurz gelagert. 3

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

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Gl端ckwunsch: Auch 30 Jahre nach seiner Markteinf端hrung erfreut sich der Kult-Ice-Tea der Migros gr旦sster Beliebtheit.

Eiskalter Dauerbrenner

Vor 30 Jahren brachte die Migros den ersten Eistee auf den Schweizer Markt. Dies war der Beginn einer Erfolgsstory: Seit seiner Einf端hrung ist der Klassiker der Migros der beliebteste Eistee im Land. Text: Anette Wolffram

Bilder: Yves Roth

Styling: Marlise Isler


SERIE

Von uns. Von hier. Teil 4 Vom Kultabwaschmittel über den Schokoriegel bis zum Eistee. Diese Woche: Kult Ice Tea

IN ZAHLEN

700 000

Liter Kult-Ice-Tea kann die Bischofszell Nahrungsmittel AG heute bei Bedarf innert 24 Stunden herstellen.

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Geschmacksrichtungen sind zurzeit erhältlich: Zitrone, Zero Zitrone, Light Zitrone, Green Tea, Pfirsich, Mango & Ananas, Berry & Rhubarb. Für 2015 sind zwei neue Sorten angekündigt.

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VON UNS. VON HIER.

M

it dem Genuss von durchschnittlich 30 Litern pro Jahr sind die Schweizer unangefochten Europameister im Eisteetrinken. Die Belgier sind auf Platz 2 mit 10 Litern, während ein Deutscher gerade mal 3 Liter schafft. Betrachtet man die Verkaufszahlen allein in der Schweiz, so hat die Migros mit dem Kult-Ice-Tea im Schweizer Markt klar die Nase vorn. Nur schon die Jahresproduktion des Klassikers Ice Tea Zitrone betrug 2013 um die 30 Millionen Liter. Nicht nur im eigenen Land erfreut sich der Kult-IceTea grösster Beliebtheit. Wie ein Blick auf die Exportliste des Herstellers Bischofszell Nahrungsmittel AG zeigt, ist der schmackhafte Durstlöscher sogar in Brasilien, Russland und Japan überaus gefragt. Seinen Erfolg verdankt der Migros-Eistee dem besonderen Herstellungsverfahren. Die Aufgussmethode basiert auf dem Prinzip des herkömmlichen Teeaufbrühens in einer Tasse und wird seit der ersten Stunde beibehalten. Dies gilt auch für die Rezeptur: Damals wie heute verwendet man für die Herstellung des Originals eine Mischung aus erlesenem Schwarztee und Hagenbuttenkräutern. Dazu kommen Zitronensaft, Zucker und Fruktosesirup. Auf Konservierungsmittel jeglicher Art wird verzichtet.

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Länder importieren den Kult-Ice-Tea: Italien, Deutschland, Brasilien, USA, Russland, Kanada, Australien, Österreich, Japan, und – neu ab 2015 – Saudi-Arabien.

133 980

«Gefällt mir»-Angaben verzeichnete die Facebook-Fanpage für den Kult-Ice-Tea am 27. Januar. Und täglich werden es mehr.

Die M-Industrie stellt viele Produkte her. Dazu gehört auch der Kult-Ice-Tea.

NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

EISHOCKEY-GOALIE HILLER IN KANADA

Am liebsten nur den Ice Tea aus der Heimat Die Bischofszell Nahrungsmittel AG sponsert die Schweizer EishockeyNationalmannschaft. Jonas Hiller (32), einer der Goalies im Team, spielt seit Juli vergangenen Jahres bei den Calgary Flames in der National Hockey League in Nordamerika. Wann immer möglich, lässt er sich von Besuchern aus seiner Heimat den Kult-Ice-Tea mitbringen. Seit wann trinken Sie Ice Tea aus der Migros?

Auf den Migros-Eistee gekommen bin ich erst vor etwa sechs Jahren durch meine damalige Freundin und heutige Frau. Ich bin in Urnäsch aufgewachsen. Dort gab es leider keine Migros. Wie viel Ice Tea trinken Sie?

Im Sommer, wenn ich in der Schweiz bin, gönne ich mir etwa einen Liter pro Woche. Während der Saison in Kanada trinke ich weniger; schon deshalb, weil mein Lieblingseistee hier nicht so einfach erhältlich ist. Was machen Sie, wenn Ihnen der Migros-Eistee ausgeht?

2012

wurde beschlossen, für die Zubereitung des Kultgetränks nur noch Schwarz- und Grüntee aus UTZ-zertifizierten Teegärten auf Java zu verwenden.

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Während der Saison nehme ich mehr als genug Zucker über isotonische Getränke zu mir. Da beschränkt sich mein Getränkekonsum zu Hause meist auf Wasser. Was schätzen Sie am Kult-Ice-Tea besonders?

DIE FANPAGE

«Eine lustige Gemeinschaft» Als Facebook 2008 die Fanseiten einführte, hatte Christian Jung (36) ganz spontan eine Idee: Er bastelte für die Social-Media-Plattform eine Fanpage seines Kultgetränks: www.facebook.com/MigrosIceTea. «Neben meinem Computer stand eine Packung Ice Tea», erinnert sich der ehemalige Student der Medienwirtschaft. «Ich hatte einfach Lust, dem Getränk eine Fanpage zu widmen.» Die Community reagierte begeistert. Innerhalb eines Monats hatte die Seite 30 000 Fans. «Auf der Seite trifft sich eine lustige Fangemeinschaft, meist junge Leute», freut sich Christian Jung, der die Betreuung der Fanpage inzwischen der Migros überlässt.

Er schmeckt nach Tee und nicht künstlich. Und er ist nicht so übersüsst wie andere Eistees.

Bilder: Christian Schnur, zvg

SCHAUFENSTER 52 |


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

SCHAUFENSTER

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VON UNS. VON HIER. | 53 Bis zu 700 000 Liter pro Tag: Den Kult-Ice-Tea produziert die Bischofszell Nahrungsmittel AG im Zweischichtbetrieb.


Dieses Jahr hat die Natur uns einen Streich gespielt. Sie befolgt nicht unsere Qualitätsstandards. Ich möchte mich hier direkt an diejenigen wenden, die unsere Qualität kennen und zu schätzen wissen. Die jüngste Produktion von Olivenöl Extra Vergine wurde in Italien durch ungünstige Wetterbedingungen beeinträchtigt. Bedauerlicherweise gibt es sehr wenige gesunde und intakte Oliven, welche die Produktion von Olivenöl Extra Vergine ermöglichen, wie wir von Monini es verstehen und mit den Qualitätsstandards, welche Sie von uns kennen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die beste Qualität aus der Italienischen Ernte für das GranFruttato zu reservieren und unseren Classico und Delicato eine sorgfältige Auswahl an hochwertigen europäischen Ölen zu widmen. Somit garantieren wir Ihnen weiterhin die hohe Qualität, die Sie von uns gewohnt sind.


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Alle Frey Pralinés in Schachteln oder Adoro, UTZ 20% günstiger, z.B. Pralinés Prestige, 250 g, gültig bis 16.2.2015

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DIE MIGROS-INDUSTRIE UND IHRE PRODUKTE. Milch, Milchgetränke, Joghurt, Frischkäse, Saucen, Mayonnaise. Mitarbeitende: 580

Kaffee, Kaffeekapseln, Trockenfrüchte, Gewürze, Nüsse. Mitarbeitende: 330

Ice Tea, Fruchtsäfte, Fertiggerichte, Kartoffelprodukte und Produkte aus Früchten. Mitarbeitende: 860

Frischfleisch, Fisch, Charcuterie, Geflügel. Mitarbeitende: 2800

Brote, Backwaren, Patisserie, Teigwaren. Mitarbeitende: 3280

Raclette Raccard, Gruyère AOP, Appenzeller, Fondue. Mitarbeitende: 260

Mineralwasser, Sirup, Fruchtsäfte. Mitarbeitende: 120

Biscuits, Blévita, Glace, Dessertpulver, Fasnachtschüechli, Apérogebäcke. Mitarbeitende: 630

Pflegeprodukte, Kosmetikwirkstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel, Margarinen und Speisefette. Mitarbeitende: 730

Trockenreis, Risottoreis, Milchreis, Spezialitätenreis. Mitarbeitende: 24

Schokolade, Kaugummi. Mitarbeitende: 900


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Alle Feinkristallzucker 1 kg (ohne Aarberg), 20% günstiger, z.B. Cristal Feinkristallzucker, 1 kg

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Titan und Antares Kochgeschirr-Serien z.B. Titan Bratpfanne Induktion, flach, Ø 28 cm, gültig bis 16.2.2015

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FRÜCHTE & GEMÜSE Anna’s Best Fasnachtssalat, 250 g 3.10 statt 3.90 20% Fenchel, Italien, per kg 2.20 statt 3.30 33% Blondorangen, Spanien, Netz à 3 kg 3.20 statt 5.40 40% Anna’s Best Randen gedämpft, «Aus der Region.», per kg 3.40 statt 4.– Kartoffeln Amandine, aus der Schweiz, Tragtasche à 1,5 kg 3.20 statt 4.80 33% Chinakohl, «Aus der Region.», per kg 2.90 statt 3.90 25% Knoblauch, «Aus der Region.», pro Stück 1.50 statt 2.20 30% Spargeln weiss, aus Peru, Bund à 500 g 3.10 statt 3.90 Peperoni, Bio, aus Spanien, Beutel à 400 g 2.30 statt 3.10 25% Äpfel extra gross, aus der Schweiz, per kg 1.80 statt 2.70 33% Birnen Kaiser Alexander, «Aus der Region.», per kg 2.70 statt 3.60 25% Mango, aus Peru, pro Stück 2.10 statt 2.90 25% Blondorangen, Bio, aus Spanien, per kg 2.30 statt 2.90

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL M-Classic Rindshackfleisch, Schweiz, per kg 10.80 statt 18.– 40% M-Classic Aufschnitt im Duo-Pack, Schweiz, per 100 g 1.20 statt 1.75 30% Kochspeck, TerraSuisse, Schweiz, per 100 g 1.05 statt 1.80 40% Rapelli Rohschinken San Pietro, Schweiz, per 100 g 5.– statt 7.20 30% Optigal Pouletschnitzel, Schweiz, per 100 g 2.70 statt 3.30 15% M-Classic Forellenfilet geräuchert im 3er-Pack, ASC, Zucht aus Dänemark, 3 x 125 g 7.80 statt 11.70 33% * Napf-Goldwäscherwurst, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, 2 Stück, 180 g 4.20 statt 5.30 Trockenfleisch, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, Schale, per 100 g 7.20 statt 9.10 Schweinskoteletts, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.25 statt 1.85 30% Schweinshals Plätzli/Braten, TerraSuisse, «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.30 statt 1.90 30% Echte Rotzungenfilets, Wildfang, aus dem Nordostatlantik, per 100 g 4.90 statt 6.30

BROT UND MILCHPRODUKTE Valflora Halbrahm, 2 x 500 ml 3.90 statt 4.90 20%

Dessert Schwarzwälder, 20x 110 g 2.35 NEU *,** Früchtequarks im 4er-Pack –.40 günstiger, 4 x 125 g, z.B. Himbeere 2.– statt 2.40 Winzerkäse, per 100 g 2.– statt 2.50 20% Le Gruyère gerieben im Duo-Pack, 2 x 120 g 3.65 statt 4.60 20% Caprice des Dieux, 300 g 4.35 statt 5.45 20% Gekühlt streichfähige Butter, Schale à 200 g 3.15 statt 3.95 20% Délice Dessert, z.B. Himbeer, 125 g –.75 statt –.95 20% Bärgröseli-Chäs, «Aus der Region.», per 100 g 1.80 statt 2.30 Küssnachter Käse, «Aus der Region.», per 100 g 1.50 statt 2.20 30% Königskäse, «Aus der Region.», per 100 g 1.90 statt 2.40 Raclette-Käse assortiert, «Aus der Region.», Scheiben, per 100 g 1.85 statt 2.35 Gesamtes Parmino Sortiment, «Aus der Region.», z.B. Parmino gerieben, 120 g 2.20 statt 2.75 20%

BLUMEN & PFLANZEN Tulpen Ton in Ton, verschiedene Farben, Bund à 20 Stück 12.50 statt 15.90 20% Strauss Surprise Midi, pro Bund 9.90 statt 14.90 33% Phalaenopsis grossblumig, pro Stück 29.– statt 39.– 25% Primeli, «Aus der Region.», pro Topf 1.– statt 1.50 33%

WEITERE LEBENSMITTEL Frey Schokoladen-, Risoletto oder Mahony Riegel in Grossoder Mehrfachpackungen, UTZ, z.B. Schokoladenriegel Milch Extra, 12 x 35 g 6.40 statt 9.20 30% Alle Frey Pralinés in Schachteln oder Adoro, UTZ, z.B. Pralinés Prestige, 250 g 12.40 statt 15.50 20% ** Alle Frey Suprême Tafelschokoladen, Kugeln oder Friletti, UTZ, beim Kauf ab 2 Stück, jedes –.50 günstiger, z.B. Tafelschokolade Noir Authentique, 100 g 2.20 statt 2.70 Petit Beurre Chocolat au Lait im 4er-Pack, 4 x 150 g 5.75 statt 9.60 40% Lilibiggs Chocomalt, 1 kg 20x 6.90 NEU *,** Alle Café Royal Kapseln, z.B. Espresso, 10 Kapseln 3.– statt 3.80 20% Alle Cafino oder Noblesse, UTZ, z.B. Noblesse Exquisito Oro, im Beutel, 200 g 7.80 statt 9.80 20% Tea Time Chai Latte, 20x 8 Beutel, 128 g 4.10 NEU *,**

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. **Gültig bis 16.2. Genossenschaft Migros Luzern ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 3.2. BIS 9.2.2015, SOLANGE VORRAT

Schwarzwälder-Patisserieprodukte: Torten, Tortenstücke oder Rouladen, z.B. M-Classic Schwarzwäldertorte, 500 g 20x 7.50 20x PUNKTE Alle Anna’s Best oder Tradition Salatsaucen, z.B. Tradition Française, 450 ml 3.90 statt 4.90 20% M-Classic Gnocchi im Duo-Pack, 2 x 550 g 5.60 statt 7.– 20% Anna’s Best Mah Mee 400 g oder Nasi Goreng 370 g, in neuer Qualität, z.B. Nasi Goreng, 20x 370 g 5.40 NEU *,** Anna’s Best Mah Mee oder Chicken Satay im Duo-Pack, z.B. Chicken Satay, 2 x 370 g 11.60 statt 14.60 20% Cornatur im Duo-Pack, z.B. Falafel, 2 x 180 g 7.80 statt 9.80 20% Alle Knutwiler, «Aus der Region.», z.B. Knutwiler blau, 6 x 1 Liter 3.30 statt 4.50 25% Urdinkelbrot, «Aus der Region.», 450 g 3.– statt 3.80 Fruchtchüechli Apfel und Rhabarber, 2 Stück, 210 g 3.60 statt 4.70 20% Zentralschweizer Eier, «Aus der Region.», Freilandhaltung, 10 Stück à 63 g+ 4.90 statt 5.75

NEAR-/NON-FOOD Asco Nass-Schalen à 12 x 150 g oder Snacks im 5er-Pack, z.B. A’petito Rind, 5 x 50 g 5.80 statt 7.25 20% Alle Essence Ultîme oder Gliss Kur Haarprodukte (ohne Gliss Kur Miniprodukte, Gliss Kur SoforthilfeKuren und Gliss Kur Mehrfachpackungen), beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.50 günstiger, z.B. Essence Ultîme Volume Sprüh-Spülung, 200 ml 5.40 statt 6.90 ** Alle Fructis Haarprodukte in Mehrfachpackungen, z.B. Force Vitale 2in1 Shampoo im 3er-Pack, 3 x 300 ml 9.45 statt 13.50 30% ** I am face, body oder young in Mehrfachpackungen, z.B. Reinigungsmilch im Duo-Pack, 2 x 200 ml 6.20 statt 7.80 20% ** Diverse Handcremen (ohne Mehrfachpackungen), z.B. I am Hand- und Nagelbalsam, 100 ml 2.20 statt 2.80 20% ** I am oder Nivea Handcremen im Duo-Pack, z.B. I am Handund Nagelbalsam, 2 x 100 ml 4.45 statt 5.60 20% ** Molfina im 3er-Pack, z.B. Slipeinlagen Bodyform Air, 3 x 36 Stück 3.15 statt 4.80 33% ** Linsoft Kosmetik- und Taschentücher in Mehrfachpackungen, z.B. Kosmetiktücher-Würfel im 3er-Pack, FSC, 3 x 90 Stück 4.55 statt 5.70 20% ** Knaben Sweatpullover, 20x Gr. 98–128 23.– NEU *,** Handymatic Supreme (ohne Regeneriersalz), z.B. Power Pearls Tabs, 44 Stück 6.75 statt 13.50 50% Handy Abwaschmittel im 3er-Pack, z.B. Classic, 3 x 750 ml 4.55 statt 5.40 15% **

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VON UNS. VON HIER. | 67

DAS REZEPT

Eistee-Mango-Cocktail Für 4 Cocktail-Gläser à ca. 2 dl

Bild: Veronika Studer

ZUTATEN 1 Mango 3 EL Sanbitter 1 Kiwi 4 Herzkirschen aus der Dose 4 Physalis 4 Holzspiessli ca. 16 Eiswürfel 7 dl Kult-Ice-Tea Zitrone

Rezept

ZUBEREITUNG Mango schälen, Fruchtfleisch vom Stein schneiden. 2/3 des Fruchtfleischs mit Sanbitter fein pürieren. Restliches Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Kiwi schälen, in Scheiben schneiden, diese vierteln. Mangowürfel, Kiwischeiben, Herzkirschen und Physalis auf Spiesse stecken. Mangopüree und Eiswürfel in die Gläser verteilen. Eistee sorgfältig über einen Löffelrücken ins Glas giessen. Je mit 1 Fruchtspiess garnieren und sofort servieren.

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten Pro Person ca. 1 g Eiweiss 1 g Fett 30 g Kohlenhydrate 570 kJ/135 kcal

Der alkoholfreie Eistee-MangoCocktail schmeckt genauso frisch und fruchtig, wie er aussieht.


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Mit jeder körperlichen Bewegung beanspruchen wir ein oder mehrere Gelenke. Bei stetiger Überbeanspruchung, Fehlbelastung und mit zunehmendem Alter können Abnutzungserscheinungen auftreten und die Gelenkbeweglichkeit wird eingeschränkt. Insbesondere Sportler und Menschen im fortgeschrittenen Alter sollten daher auf den Erhalt ihrer Gelenkbeweglichkeit achten. Axamine Mobility® Brausetabletten* mit 600 mg Glucosamin und 450 mg Chondroitinsulfat, Vitamin C und E, Zink, Selen, Kupfer und Mangan.

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Glucosamin und Chondroitinsulfat sind wichtige Bestandteile des Bindegewebes, der Bänder und Gelenkknorpel. Eine genügende Versorgung kann dem Erhalt der Gelenkbeweglichkeit dienen. Die ergänzenden Vitalstoffe tragen zu folgendem bei: einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knorpel, Knochen und Haut; Erhaltung normaler Knochen, Haare, Nägel und Haut; Erhaltung von normalem Bindegewebe; einem normalen Energiestoffwechsel und Säure-Basen-Stoffwechsel; die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. www.axanova.ch

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HAUSBÄCKEREIEN | 69

Kreativ und exklusiv

In den Hausbäckereien der Migros gibt es neu jeden Monat ein vor Ort von A bis Z hergestelltes «Brot des Monats». Dem Februar ist das Schneeflockenbrot gewidmet.

M

orgens um 3 Uhr geht in den Hausbäckereien der Migros das Licht an. Ab dann wird in den 125 Backstuben emsig gebacken. Ziel ist es, den Kunden pünktlich auf die Öffnungszeit hin – und dann konti­ nuierlich während des Tages – rund 30 verschiedene Brote und Brötchen ofenfrisch anzubieten. Dafür sind 920 Mitarbeitende im Einsatz. Eine dieser fleissigen Bäckerinnen ist Ramona Moser. Sie hat in der Migros schon ihre Lehre absolviert. «Das Krea­ tive an meinem Beruf gefällt mir sehr», sagt die 26­Jährige und betont: «Auch der direkte Kontakt mit den Kunden bedeutet mir sehr viel.» Es gibt Stamm­ kunden, die uns immer wieder kleine Geschenke vorbeibringen. Als Zeichen ihrer Anerkennung für das grosse und frische Sortiment.»

Zwölf neue Kreationen ergänzen das Standardsortiment

Bild: Marvin Zilm

Um das Sortiment noch vielfältiger zu gestalten, gibt es jetzt das «Brot des Monats». Im Turnus werden pro Jahr zwölf neue Sorten angeboten. Bei deren Kreation wird darauf geachtet, dass das Standardsortiment abwechslungsreich ergänzt wird und die temporären An­ gebote den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden entsprechen. Passend zur Jahreszeit, ist der aktuelle Monatshit das Schneeflockenbrot. Des­ sen besonderes Merkmal erklärt Ramona Moser: «Eine Mehl­Wasser­Mischung, die auf die Teiglinge gestrichen wird, sorgt für eine spezielle Kruste.» Die Rezeptur mit hellem Weizenmehl, Milch und Sauerteig verleiht dem Brot eine angenehm leichte Säure. Den knuspri­ gen Laib gibt es bis zum 28. Februar in den meisten Hausbäckereien. AB

Schneeflockenbrot, 360 g, Fr. 3.20

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Backwaren der Hausbäckereien.

Jowa-Bäckerin Ramona Moser präsentiert das Brot des Monats Februar, das Schneeflockenbrot.


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Von Irlands Hauptstadt Dublin nach Tralee Karstlandschaft Burren und Cliffs of Moher Rundfahrt Ring of Kerry Fakultativ: Ausflug Connemara

Ihr Reiseprogramm ! !

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1. Tag: Schweizâ&#x20AC;&#x201C;Lens. Fahrt via Selestat, und Reims nach Lens. 2. Tag: Lensâ&#x20AC;&#x201C;Birmingham. Am Morgen erreichen wir die KanalkĂźste bei Calais. FährĂźberfahrt nach Grossbritannien. Die Weiterreise fĂźhrt uns quer durch England, Ăźber London und Northampton nach Birmingham. 3. Tag: Birminghamâ&#x20AC;&#x201C;Holyheadâ&#x20AC;&#x201C;Dublin. Wir verlassen Birmingham und erreichen bei Holyhead das Meer. Am Nachmittag Ăźberqueren wir im modernen Fährschiff die Irische See. Ankunft in Dublin am frĂźhen Abend. 4. Tag: Dublinâ&#x20AC;&#x201C;Galway. Stadtrundfahrt in Dublin. Wir sehen u.a. das General Post Office, die Oâ&#x20AC;&#x2122;Connell Street, das

Custom House am Liffeyfluss, Phoenix Park sowie die berĂźhmten farbigen TĂźren der irischen Hauptstadt. Interessant ist die Besichtigung der St. Patrickâ&#x20AC;&#x2122;s Kathedrale mit ihrem prachtvollen Kirchenschiff und den reich verzierten Fenstern. Anschliessend verlassen wir Dublin und fahren Richtung Westen nach Galway. Unterwegs besichtigen wir das geschichtsträchtige Kloster Clonmacnoise. Abends Ankunft in Galway. 5. Tag: Galway, fak. Ausflug Connemara. Im wildromantischen Connemara sprechen die Einwohner immer noch Gälisch. Charakteristisch sind die von Steinmauern durchzogenen Landschaften und reetgedeckten HĂźtten. Unterwegs besichtigen wir u.a. die Kylemore Abtei, das einzige noch bestehende Benediktinerinnen-Kloster Irlands. 6. Tag: Galwayâ&#x20AC;&#x201C;Cliffs of Moherâ&#x20AC;&#x201C;Tralee. Fahrt durch die eindrucksvollen, kargen Landschaften das Burren Gebiets zu den Cliffs of Moher. Burgruinen sowie prähistorische Stätten prägen die Landschaft. Wir halten bei den Cliffs of Moher. Die majestätischen Klippen steigen vom Atlantik 215 m auf und erstrecken sich Ăźber eine Länge von mehr als 7 km. Mit WetterglĂźck sehen wir die Aran Inseln und die Connemara-Berge. Ă&#x153;ber Limerick und Adare, mit seinen reetgedeckten Häusern wohl das schĂśnste Dorf Irlands, erreichen wir abends Tralee. 7. Tag: Tralee, Ausflug Ring of Kerry. Die Panoramafahrt um den Ring of Kerry fĂźhrt uns zum kleinen Ferienort Killorglin, entlang der KĂźste, durch Waterville und Sneem und weiter durch den reizvollen Killarney Nationalpark. Dieser ist mit seinen Bergen, Seen, FlĂźssen und Farnwäldern ein Paradies fĂźr Wanderer und Naturliebhaber. Bei Killarney besuchen wir Muckross House, ein typisches Herrenhaus, in dem KĂśnigin Victoria von England zwei Nächte verbrachte.

Donnerstag â&#x20AC;&#x201C; Sonntag 1: 04.06.â&#x20AC;&#x201C;14.06. 2: 18.06.â&#x20AC;&#x201C;28.06. 3: 02.07.â&#x20AC;&#x201C;12.07. Unsere Leistungen â&#x2013;

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8. Tag: Traleeâ&#x20AC;&#x201C;Midletonâ&#x20AC;&#x201C;Wexford. Fahrt durch die Grafschaft Cork zur Besichtigung des Blarney Castle, einer Festung aus dem 15. Jh. In Midleton werden wir zu einer WhiskeyDegustation empfangen. Tagesziel ist Wexford. 9. Tag: Wexfordâ&#x20AC;&#x201C;Rosslareâ&#x20AC;&#x201C;Fishguardâ&#x20AC;&#x201C; Reading. Ab Rosslare Ăźberqueren wir die Irische See mit einem modernen Fährschiff. Ankunft im Hafen von Fishguard und Weiterfahrt durch SĂźdwales, Cardiff, Bristol nach Reading, westlich von London. 10. Tag: Readingâ&#x20AC;&#x201C;Doverâ&#x20AC;&#x201C;Calaisâ&#x20AC;&#x201C;Reims. Ab Dover Ă&#x153;berquerung des Ă&#x201E;rmelkanals. Auf der Passage geniessen wir letzte Ausblicke auf die weissen Klippen. In Frankreich Weiterreise zu unserem Ă&#x153;bernachtungsort Reims. 11. Tag: Reimsâ&#x20AC;&#x201C;Schweiz. Nach dem FrĂźhstĂźck RĂźckfahrt via Metz, Strassburg und Ăźber den GrenzĂźbergang Basel zu den Einsteigeorten in der Schweiz.

4: 06.08.â&#x20AC;&#x201C;16.08. 5: 13.08.â&#x20AC;&#x201C;23.08.

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- Luxusbus â&#x20AC;&#x201C; Spardatum im Komfortklasse-Bus Unterkunft in guten Mittel- und Erstklasshotels, Basis Doppelzimmer Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC 10 x Halbpension (Abendessen und FrĂźhstĂźcksbuffet) Tagespassagen mit renommierten Fährgesellschaften: Doverâ&#x20AC;&#x201C;Calaisâ&#x20AC;&#x201C;Dover (Ă&#x201E;rmelkanal) sowie Holyheadâ&#x20AC;&#x201C;Dublin und Rosslareâ&#x20AC;&#x201C;Fishguard (Irische See) Alle aufgefĂźhrten AusflĂźge (ausg. fak. Ausflug Connemara am 5. Tag) Besichtigungen und Eintritte: St. Patrickâ&#x20AC;&#x2122;s Kathedrale Dublin, Kloster Clonmacnoise, Mukross House, Blarney Castle, JamesonDistillerie GefĂźhrte Stadtbesichtigungen in Dublin Lokale, Deutsch sprechende Reiseleitung in Irland vom 4.â&#x20AC;&#x201C;8. Tag (5. Tag fak.) Erfahrener Reisechauffeur

Nicht inbegriffen â&#x2013;

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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ANNA’S BEST | 71

Anna

s

Tipp Wer das s schar klein Chicken f mag, die m en rote Satay würzt schn an in fe n Chilis mit Erd eidet. A ine Rin choten, n Ung üsse s uch ge ge e in ei salzen chmeck röstet Bra ner bes e Erdnü en dazu e : rund tpfanne chichte sse t u m e o leich röst hne F n t Fa en, b ett is rbe anne sie hme n.

Kulinarische Asien-Reise mit Schweizer Huhn: Anna’s Best setzt ganz auf Swissness.

Exotisch schweizerisch

Anna’s Best kocht Menüs mit Schweizer Fleisch – ob Curry oder Gehacktes mit Hörnli.

Bild und Styling: Claudia Linsi

V

on Fernweh geplagt? Ein Chicken-Satay-Curry mit cremiger Erdnusssauce oder ein indonesisches Mah Mee schicken zumindest unseren Gaumen auf einen kulinarischen Kurztrip. Authentisch im eigentlichen Sinn sind die asiatischen Gerichte von Anna’s Best jedoch nicht ganz, und das ist auch gut so: Denn das Poulet stammt aus der Schweiz. Ob Poulet, Schwein oder Rind: Anna’s Best stellt neu alle fleischhaltigen Menüs ausschliesslich mit Schweizer Fleisch her. Immer darauf bedacht, frische und ökologisch sinnvolle Zutaten zu verwenden. NO

Anna’s Best Chicken Satay with vegetable rice, 370 g, Fr. 7.30

Anna’s Best Mah Mee with chicken, 400 g, Fr. 5.40

Anna’s Best Zürcher Geschnetzeltes mit Nudeln, 390 g, Fr. 7.60

Anna’s Best Gehacktes mit Hörnli, 400 g, Fr. 5.40


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FISCH

Delikatesse aus dem Nordmeer Das Fischangebot der Frisch足 theken in der Migros stammt aus nachhaltigen Quellen. Der edle norwegische Winterkabeljau, der sogenannte Skrei, ist auch dabei.

Charakteristisch f端r das Fleisch des Skreis ist seine reinweisse Farbe.

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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FISCH | 73

7 Fakten zum Skrei 1

Wanderfreudig

Der Winterkabeljau, der auf Nor­ wegisch Skrei (Wanderer) heisst, ist ein Meeresfisch, der in Teilen des Nordatlantiks und des Nord­ polarmeers beheimatet ist. Von dort machen sich alljährlich die geschlechtsreifen, fünf bis sieben Jahre alten Fische in Schwärmen auf den bis zu 1000 Kilometer weiten Weg Richtung Süden, um vor den Lofoten, einer Inselgruppe vor der norwegischen Küste, im milderen Klima des Golfstroms abzulaichen. 2

Skrei mit Pastinakenpüree und Petersilienöl Hauptgericht für 4 Personen

Rezept

3

ZUBEREITUNG 1. Pastinaken und Kartoffeln in kleine Stücke schneiden. In Salzwasser ca. 30 Minuten weich kochen. Abgiessen und abtropfen lassen. Inzwischen Knoblauch in feine Scheiben schneiden und beiseitestellen. Petersilie fein hacken. 3/4 der Petersilie mit dem Öl mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2. Backofen auf 80 °C vorheizen. Skrei mit Salz und Pfeffer würzen. In der Hälfte der Butter auf der gehäuteten, dunkleren Seite 3–4 Minuten braten. Wenden und 1 Minute braten. Auf ein Blech geben und im Ofen ca. 4 Minuten ziehen lassen. Knoblauch bei mittlerer Hitze in der restlichen Butter knusprig braten. Knoblauch herausnehmen und beiseite­ stellen. Pastinaken und Kartoffeln in derselben Butter kurz dünsten. Pfanne vom Herd nehmen. Sauerrahm beigeben und alles mit einem Schwingbesen zu einem Püree rühren. Restliche Petersilie beigeben und mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Püree auf Teller verteilen, mit Knoblauch bestreuen. Fisch darauf anrichten und mit Petersilienöl beträufeln. Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten + ca. 30 Minuten weich kochen Pro Person ca. 32 g Eiweiss, 21 g Fett, 19 g Kohlenhydrate, 1650 kJ/400 kcal

Begehrt

Wegen seines feinen Geschmacks gilt der Skrei als Edelspeisefisch und wird von Feinschmeckern, Sterne­ und Hobbyköchen als Delikatesse begehrt. Er kann auf vielfältige Weise zubereitet werden. Ob deftig, süsslich, asiatisch oder mediterran: Das Skreifleisch passt ausgezeichnet zu vielen Geschmacksrichtungen.

Privilegiert

5

Geschützt

Seit 2005 ist der Skrei als Handels­ marke registriert und geschützt. Nur Betriebe, die bezüglich Fang, Auswahl, Lagerung und Transport strengste Auflagen erfüllen, erhalten vom Norwegian Seafood Export Council die Erlaubnis, ihren Winterkabeljau als Skrei zu vertreiben. 6

Befristet

An den Frischtheken der Migros wird der Edelfisch nur von Februar bis Ende März als Filet verkauft. 7

Zertifiziert

Der in der Migros angebotene Skrei ist gemäss den MSC­ Richtlinien zertifiziert und stammt somit aus einer garantiert nachhaltigen Fischerei. JV

Generation M steht für das nachhaltige Engagement der Migros. Das Fischlabel MSC leistet einen wichtigen Beitrag.

Ein Beitrag zum Schutz der Meere Fisch mit gutem Gewissen geniessen: Achten Sie auf Labels wie MSC. Bilder: Claudia Linsi

ZUTATEN 900 g Pastinaken 300 g mehligkochende Kartoffeln Salz 2 Knoblauchzehen 1 Bund Petersilie 4 EL Olivenöl Pfeffer 8 Skreifilets à ca. 75 g (Winterkabeljau) 3 EL Butter 3 EL Saurer Halbrahm

Hochwertig

Bei seiner Ankunft in den Laich­ gewässern hat der Skrei – aus kulinarischer Sicht – seine höchste Qualität erreicht. Denn auf der Reise entwickelt der Fisch ein fettarmes, muskelreiches Fleisch, das nach der Zubereitung beson­ ders fest und zart ist und sich beim Aufschneiden leicht auffächert.

4

Die Fangsaison für den Skrei dauert nur von Januar bis April. Die Fang­ mengen und ­methoden sind reglementiert und werden von den norwegischen Behörden kon­ trolliert. Der Skrei wird noch heute mit traditionellen Geräten wie Angeln, Langleinen und kleineren Netzen von kleinen Kuttern aus gefangen, um das hochwertige Fleisch zu schonen. Damit das so bleibt, darf er nur von ausgewähl­ ten Fischereien gefangen und exportiert werden.

MSC (Marine Stewardship Council) steht für eine zertifizierte, nachhaltige Fischerei. Die Fische und Meeres­ früchte stammen immer aus Wildfang. MSC leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Ressourcen – der Fische und ihrer Umwelt – in den Weltmeeren.


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Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Samstag – Anreise ins Trentino Gemütliche Fahrt im komfortablen Extrabus ins Val di Sole im Herzen des Trentino. Im Hotel werden wir bereits mit einem feinen Nachtessen erwartet!

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2. Tag, Sonntag – Mit der Schmalspurbahn nach Trient Das Trentino ist landschaftlich einzigartig und erstrahlt im bunten Herbstkleid von seiner allerschönsten Seite. Nirgendwo in Europa findet sich eine perfektere landschaftliche Symbiose aus fantastischer Bergwelt und mediterranem Flair. Gleich nach dem Frühstück fahren wir mit der bekannten Schmalspurbahn von Male nach Trient. Lehnen Sie zurück und geniessen Sie die wunderschöne Fahrt durch die herrlichen Dörfer und Täler der Brenta Dolomiten. Später zeigen wir Ihnen bei einer tollen Stadtführung, warum Trient zu den schönsten Alpenstädten gehört. Nach etwas Zeit zur freien Verfügung geht es mit dem Bus zurück ins Hotel, wo uns ein feines Trentiner Nachtessen bei Kerzenschein und Musik erwartet. 3. Tag, Montag – kulinarische Perlen des Trentinos Unser erstes Etappenziel ist heute das zauberhafte Nontal, wo wir eine typische Trentiner Käserei besichtigen. Hier wird der bekannte und vielfach ausgezeichnete Trentin Grana produziert. Neben einer sachkundigen Führung werden wir den Käse natürlich auch gleich probieren dürfen. Danach unternehmen wir einen kurzen Spaziergang durch einen wunderschönen Park zum Wallfahrtsort San Romedio, bekannt durch seine besonders sehenswerte Kirche. Am Nachmittag besuchen wir eine typische Trentiner Weinkellerei, wo wir wiederum viel Wissenswertes erfahren und uns von der Qualität der Erzeugnisse überzeugen werden. Nachtessen im Hotel.

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4. Tag, Dienstag – Fahrt mit dem legendären Bernina Express & Heimreise Nach dem Frühstück fahren wir nach Tirano. Hier erwartet uns der abschliessende Höhepunkt unserer tollen Reise: die Fahrt mit dem legendären Bernina Express nach St. Moritz. Freuen Sie sich auf die höchste und schönste Bahnstrecke der Welt! Die Strecke beeindruckt jeden Reisenden mit unzähligen Brücken und Tunnels, diversen Kehrschleifen und schwindelerregend hohen Viadukten. Von Ihrem komfortablen Panoramawagen aus geniessen Sie einen fantastischen Ausblick auf ursprüngliche Gebirgsgipfel, mächtige Gletscher und malerische Landschaften! Von St. Moritz aus treten wir mit dem Bus die Heimreise an.

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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LILIBIGGS | 77

Willkommen zurück im Regal Auf vielfachen Kundenwunsch hat die Migros reagiert: Das Chocomalt von Lilibiggs in der Originalrezeptur ist wieder da.

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ilibiggs Chocomalt Crunchy konnte seinen Vorgänger, das Chocomalt in der ursprünglichen Rezeptur, nur vorübergehend aus dem Verkaufsregal verdrängen. Die Freunde des Malzgetränks, ob Gross oder Klein, haben ihren Favoriten so sehr vermisst, dass sie die Rezeptur­ änderung nicht ohne Kommentar hinnehmen wollten. Prompt schlug die Migros den Salto rückwärts und bietet jetzt wieder das Original an. Chocomalt ist ein Getränkepulver auf der Basis von hochwertigem Gerstenmalzextrakt, das in die Milch ein­ gerührt wird. Es schmeckt nach Schoggi und Kakao und erfreut sich deshalb bei Kindern grosser Beliebtheit. AB

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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FOOD | 79

GUT & GÜNSTIG

Randensalat Vorspeise oder Beilage für 4 Personen und ca. Fr. 5.50 ■ Backofen auf 200 °C vorheizen. 700 g Randen in grobe Schnitze schneiden. Mit 3 EL Olivenöl in eine Schüssel geben. ■ 1 Orange auspressen. Die Hälfte des Safts zu den Randen geben. Randen mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut mischen und in eine grosse flache Auflaufform geben. Mit Alufolie abdecken. In der Ofenmitte ca. 40 Minuten bissfest backen. ■ Restlichen Orangensaft und 1 TL Meerrettichcreme mit 200 g Crème fraîche mischen. ■ Randen auf eine flache Servierplatte geben. Dressing über die Randen träufeln, aber nicht vermischen. TIPP Dazu passt knuspriges Brot. Fein auch als Beilage zu Kurzgebratenem.

Randen, Meerrettich und Crème fraîche für einen aromatischen Salat, der sich auch als Beilage eignet.

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Mandel und Himbeere Zum Ehrentag der Liebenden gibt es die bekannten Mandeltörtchen jetzt mit einer fruchtigen Himbeerfüllung und einem romantischen Rosendekor in Rot, Rosa und Gelb. Passend für ein Tête-à-tête gleich im Doppelpack. Die Mandeltörtchen lassen sich zum Valentinstag auch gut an liebe Freunde und Freundinnen verschenken. Mandelchübeli Himbeer, 2 Stück, 126 g, Fr. 3.80

Schnell und einfach Kuchen backen Mit dem ausgewallten Frischteig in Bioqualität gelingt der nächste Kuchen ganz bestimmt. Er wird einfach ausgerollt und mit den gewünschten Zutaten belegt. Der Kuchenteig ist für süsse und salzige Rezepte geeignet. Gekühlt ist er einige Tage auf Vorrat zu halten. Bio Kuchenteig, ausgewallt, 270 g, Fr. 1.90


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Dubrovnik und die dalmatinische Küste Die atemberaubend schöne dalmatinische Küste war schon immer Kroatiens grösster Trumpf. Sie verfügt über beeindruckende Landschaften und bedeutende Denkmäler. In dieser Region treffen die mitteleuropäischen und mediterranen Kulturkreise aufeinander und verschmelzen zu einer eigenständigen Kultur. Das wohl eindruckvollste Erbe der bewegten Vergangenheit ist die Städtebaukunst, welche in Dubrovnik besonders gut sichtbar ist. Zu den landschaftlichen Höhepunkten gehören die Krka-Wasserfälle und der im Hinterland liegende Nationalpark mit den Plitvicer Seen, einem Naturwunder Europas. 1. Tag, Schweiz - Lovran: Fahrt vom Einsteigeort an Mailand, Venedig und Triest vorbei nach Lovran. Halbpension. 2. Tag, Plitvice: Sie verlassen die Küste und gelangen zu den Plitvicer Seen. Diese wunderschöne Region erklärte man zum Nationalpark. 16 verschieden grosse Seen reihen sich wie Perlen aneinander. Halbpension.

6. Tag, Krka-Wasserfälle - Zadar: Fahrt zum Nationalpark der KrkaWasserfälle. Ein Schiff bringt Sie zu einem einmaligen Naturschauspiel: Auf einer Strecke von 400 m fallen 12 Wasserfälle über 20 m in die Tiefe. Anschliessend haben Sie von der eindrucksvollen Panoramastrasse aus einen herrlichen Blick auf das Meer und die unzähligen vorgelagerten, kleinen Inseln. Mit Zadar erreichen Sie eine wichtige Touristen-, Handels- und Industriestadt Dalmatiens. Frühstück. 7.Tag, Insel Krk - Portoroz: Sie folgen der Küste bis Kraljevica und gelangen dann über die 1,3 km lange Betonbrücke auf die Insel Krk. Sie lernen dort das besterschlossene kroatische Eiland mit malerischen Städtchen aber auch unberührter Natur kennen. Gegen Abend erreichen Sie Slowenien, die Stadt Portoroz liegt auf der istrischen Halbinsel. Halbpension. 8. Tag, Portoroz - Rückkehr: Heimreise in die Schweiz zu den Einsteigeorten. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TU2N7SwNAUAdjvIGw8AAAA=</wm>

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© Nikolai Sorokin - Fotolia

3. Tag, Dubrovnik: Durch Dalmatien führt die Reise weiter bis ans Südende von Kroatien, in die Stadt Dubrovnik. Halbpension. 4. Tag, Dubrovnik: Auf einem geführten Stadtrundgang lernen Sie die Sehenswürdigkeiten der «Perle der Adria» kennen. Diese Stadt ist eines der wichtigsten Denkmäler europäischer Geschichte im Mittelmeerraum. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Nutzen Sie die Zeit für einen Bummel über die «Flaniermeile» Placa oder geniessen Sie von der begehbaren Festungsmauer mit den imposanten Wehrtürmen aus den schönen Überblick über die Stadt. Halbpension. 5. Tag, Trogir - Vodice: Sie folgen der Küste und erreichen via Split das malerische, mittelalterliche Städtchen Trogir. Der vollständig erhaltene Altstadtkern ist reich an kulturhistorischen Schätzen. Weiterfahrt nach Vodice zur Übernachtung. Halbpension.

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NONFOOD | 81

RAPPENSPALTE

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2010 war er Mister Schweiz, jetzt ist er Musiker und Sänger: Der Luzerner Jan Oliver (27) hat sich nach seinem Wahlsieg ganz der Musik verschrieben. Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld?

Im Kampf gegen die Schnecken in Mutters Garten. Pro Schnecke erhielt ich satte 20 Rappen. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

Mein erstes Klavier, auf dem ich spielen gelernt habe. Wofür geben Sie gern viel Geld aus?

Für Essen und Reisen. Da ist mir fast nichts zu teuer. Was ausser Geld ist in Ihrem Portemonnaie?

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Neben unzähligen Quittungen entdecke ich auch immer wieder Visitenkarten, die nicht mir gehören. Haben Sie einen Spartipp für unsere Leser?

Ich habe einen Spasstipp: Sparen ist langweilig. Niemand wird sein Geld in die ewigen Jagdgründe mitnehmen können, also raus damit! Wofür gäben Sie die letzten 100 Franken aus?

Für ein saftiges 800-g-Rindsentrecôte mit der teuersten Kräuterbutter aller Zeiten. Welche Sportart oder Kultursparte sollte mit mehr Geld unterstützt werden?

Die freie Kunstszene. Die Förderung von talentierten Freidenkern ist ein Muss für unsere Gesellschaft. Was kann man für Geld nicht kaufen?

Alles, was langfristig glücklich macht. Mit wem gingen Sie gern auf Shoppingtour?

Mit dem Dalai Lama. Er würde zwar nicht viel shoppen, wäre aber umso geduldiger beim Warten. Interview: Yannick Dolman


SAISONKÜCHE 82 |

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PATRICIA SCHMID

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Scharfe Versuchung Patricia Schmid mag die saisonale, naturnahe Küche. Ein Curry mit speziellen Zutaten wie Wurzelgemüse ist ganz nach dem Geschmack des Topmodels.

S

ie ist nicht zu übersehen, wie sie da in Zuoz am Bahnhof steht: Langbeinig und schlank, das Haar hochgebunden, erwartet uns Patricia Schmid an ihrem Schweizer Wohnort im Oberengadin. «Schön, dass ihr da seid», begrüsst sie uns freudig, und schon geht es in ihrem kleinen Fiat auf kurven­ reicher Strecke den Berg hinauf. Wenn sie sich nicht gerade in Paris aufhält, wo sie momentan ihren Lebensmittel­ punkt hat, bewohnt das Topmodel mit Freund Gian Tumasch Appenzeller eine Ferienwohnung in Zuoz. Während in St.Moritz der Bär steppt, geht man das Leben hier, rund 20 Kilo­ meter entfernt,ruhiger an. «In Zuoz kann ich entspannen, und auf den Skipisten bin ich werktags fast allein unterwegs», schwärmt die 1,77 Meter grosse Frau,

die vor zehn Jahren mit ihrem Marken­ zeichen, dem Bubikopf, Kampagnen für Shiseido, Versace und Adidas machte und mehrfach die «Vogue»­Titelseite zierte.

Fertigprodukte und Essen aus der Dose sind tabu In ihrer Wohnung wartet bereits ein liebevoll gedeckter Tisch auf uns. Die Gastgeberin hat einen Marmorkuchen gebacken. Und ein Brot nach einem jahr­ hundertealten solothurnischen Rezept, von dem «Saisonküche»­Köchin Anja Steiner später behaupten wird, es sei das beste Brot, das sie je gegessen habe. Für den Kochtermin mit dem Migros­ Magazin hat sich Patricia Schmid ein Curry gewünscht. Und da sie Vegeta­ rierin ist, soll es möglichst viel Gemüse enthalten. In der Küche ist es eng,

AUFGETISCHT

Patricia Schmid, Model Der Sieg beim internationalen Wettbewerb Elite Model Look 2004 war für Patricia Schmid (30) aus Rothrist AG der Startschuss für eine höchst erfolgreiche Karriere als Model. 2010 verabschiedete sie sich vom Laufsteg, um die Lee-Strasberg-Schauspielschule in New York zu besuchen und eine Ausbildung zur Reiki-Heilerin zu absolvieren. 2012 feierte sie ihr Comeback als Model. Seit vier Monaten ist Patricia Schmid mit dem bekannten Engadiner Künstler Gian Tumasch Appenzeller (29) liiert.

Was haben Sie immer auf Vorrat? Brot, Salat, Butter, Eier.

Der Bubikopf verhalf Patricia Schmid zum Durchbruch als Model.

Wie oft kochen Sie pro Woche? In Zuoz koche ich zwei Mal täglich. In Paris immer nur am Abend.

Bild: Signe Vilstrup

Kochen ist für Sie … … Meditation. Was würden Sie nie essen? Fertigprodukte und Lebensmittel aus der Dose. Mit wem würden Sie gern essen gehen? Mit Leonardo da Vinci. Er war seiner Zeit weit voraus, das finde ich inspirierend.

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

SAISONKÜCHE PATRICIA SCHMID | 83 Vom Balkon aus geniessen Patricia Schmid und «Saisonküche»-Köchin Anja Steiner das Curry, mit Blick auf den Piz Mezzaun.

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1. Für das Curry braucht es neben dem Wurzelgemüse Limettensaft, Ingwer, Kokosmilch sowie Massaman-Currypaste. 2. Rüebli und Petersilienwurzeln werden in Stäbchen geschnitten. 3. Legt man die Schwarzwurzeln in Milch ein, werden sie weniger schnell braun. 4. Die Cashewkerne röstet man in der Pfanne ohne Öl.

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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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PATRICIA SCHMID | 85

deshalb schneidet Anja Steiner das Wurzelgemüse, das den Grundstock für das Curry bildet, allein. Patricia Schmid isst seit ihrer Kindheit saisonale und frische Produkte. «Meine Mutter hat immer alles frisch zubereitet. So eine gesunde Ernährung geht in Fleisch und Blut über. Bei mir kommt bis heute kein Fertigprodukt oder etwas aus der Dose auf den Tisch», sagt die leidenschaftliche Hobbyköchin.

«Die Modelauszeit war eine Art Selbstrettung» Als die gebürtige Aargauerin mit 15 einen Covergirl-Wettbewerb gewann, konnte sie nicht ahnen, dass dieser Schritt ihr Leben verändern würde. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die auch mit ihrer unkonventionellen Kurzhaarfrisur zu tun hatten, entdeckte man in Paris ihr Talent und buchte sie gleich mehrfach für die «Vogue». Damit war ihre Karriere lanciert. Doch das ständige Herumreisen und die Einsamkeit in Hotelzimmern schlugen ihr aufs Gemüt. Die Entscheidung, sich mit 22 eine Auszeit zu nehmen, bezeichnet Patricia Schmid heute als eine Art Selbstrettung. Denn in der Folge war sie keineswegs untätig. Der Besuch einer Schauspielschule in New York, das Entwerfen von Schmuck und die Beschäftigung mit spirituellen Dingen gaben der jungen Frau, die sich «mehr Tiefgang im Leben» wünschte, neue Energie. 2012 kehrte sie ins Modelbusiness zurück. «Es ist schnell verdientes Geld», gibt Patricia Schmid offen zu. «Und nebenbei kann ich mich Themen widmen, die mir am Herzen liegen.» Zum Beispiel einer Ausbildung zum Gesundheitscoach, die sie momentan absolviert. Später will sie Naturheilärztin werden. Patricia Schmid lebt sehr naturverbunden und kann auf Luxus gut verzichten. «Geld führt nicht zwangsläufig zu mehr Zufriedenheit», sagt die bodenständige Tochter eines Polizisten, die auch davon träumt, auf einem Bauernhof mit vier Kindern und vielen Tieren zu leben. Inzwischen duftet es in der Küche geradezu verführerisch. «Könntest du bitte mal abschmecken?», fragt Anja Steiner, da sie sich nicht sicher ist, ob das Curry noch etwas Schärfe verträgt. Das Model kostet, schenkt der Köchin ein verklärtes Lächeln und winkt ab: «Scharf genug.» Ein Zitat, das auch von Patricia Schmids Auftraggebern stammen könnte. Text: Anette Wolffram Eugster Bilder: Nicola Pitaro

Wurzelgemüse-Curry ZUTATEN 2 Zwiebeln 2 cm Ingwer 250 g Rüebli 250 g Petersilienwurzeln 3 EL Milch 2 dl Wasser 200 g Schwarzwurzeln 400 g kleine festkochende Kartoffeln 2 Limetten 3 EL HOLL-Rapsöl 3 EL MassamanThai-Currypaste 0,75 dl Kokosmilch 2 dl Bouillon Salz, Pfeffer 100 g Cashewkerne 8 Mini-Naan-Brote ½ Bund Koriander

ZUBEREITUNG 1. Zwiebeln in feine Schnitze, Ingwer in dünne Scheiben schneiden. Rüebli und Petersilienwurzeln quer halbieren, Hälften längs in Stäbchen schneiden. Milch und Wasser in eine Schüssel geben. Schwarzwurzeln waschen, schälen und sofort ins Milchwasser legen, damit die Wurzeln sich nicht verfärben. Schwarzwurzeln ebenfalls in Stäbchen schneiden und zurück ins Wasser geben. Kartoffeln vierteln. Limetten auspressen. 2. Backofen auf 180 oC vorheizen. In einer grossen Pfanne Öl erhitzen. Zwiebeln und Ingwer andünsten. Currypaste beigeben. Kurz mitdünsten. Mit Kokosmilch und Bouillon ablöschen. Kartoffeln beigeben und 5 Minuten köcheln lassen. Gemüse beigeben und weitere ca. 15 Minuten auf kleiner Stufe bissfest köcheln lassen. Curry mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Cashewkerne in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett rösten, kurz auskühlen lassen, grob hacken. Naan nach Packungsanleitung im Ofen zubereiten. Cashewkerne über das Curry streuen. Koriander darüberzupfen. Wurzelgemüse-Curry mit Naan servieren.

Hauptgericht für 4 Personen Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten + ca. 20 Minuten köcheln lassen Pro Person ca. 19 g Eiweiss 28 g Fett 87 g Kohlenhydrate 2800 kJ/680 kcal

TIPPS Nach Belieben mit Pouletbrustwürfeln ergänzen. Für ein schärferes Gericht Menge der Currypaste erhöhen.

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Die grosse Rundreise durch Südost-Europa.

Rumänien Bulgarien Auf der Suche nach Dracula in Transsilvanien. Vom Schwarzen Meer zur Adria.

14 Tage Fr. 1’755.– 1. Tag Schweiz – Wels Fahrt über Innsbruck und entlang des Salzkammerguts nach Wels. 2. Tag Wels – Budapest Reise über Wien nach Budapest, einer der schönsten Städte Europas. 3. Tag Budapest – Cluj Sie fahren in die weiten Ebenen der Puszta, überqueren die Theiss, den grössten Nebenfluss der Donau, und gelangen nach Cluj. 4. Tag Cluj – Brasov – Predeal Sie befinden sich in Siebenbürgen oder auf rumänisch Transsilvanien und besuchen Sighisoara. Hier steht das Geburtshaus von Dracula. Danach besuchen Sie Brasov, das vor 700 Jahren von Sachsen gegründet wurde. 5. Tag Predeal – Bukarest – Tulcea Über Sinaia fahren Sie in die weiten Ebenen der Walachei nach Bukarest. Nach einer Besichtigung Weiterreise an den Rand des Donaudeltas. 6. Tag Schiffsausflug ins Donaudelta Ausflug durch das Biosphärenreservat des Donaudeltas, dem grössten grenzüberschreitenden Naturschutzgebiet Europas. Mit seinen über 5000 Tier- und Pflanzenarten zählt es auch zum UNESCO-Weltnaturerbe. 7. Tag Tulcea – Varna – Sonnenstrand Über Constanta, dem wichtigsten Hafen des Landes führt Sie die Reise nach Bulgarien und vorbei an Varna erreichen Sie Sonnenstrand.

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8. Tag Ausflug Nessebar Ausflug ins nahe gelegene Nessebar. Die ganze Stadt steht unter Denkmalschutz und bietet eine herrliche, altertümliche Atmosphäre.

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9. Tag Sonnenstrand – Sofia Sie fahren nach Kazanlak im «Rosental», und erreichen nach einem Besuch im einzigartigen Städtchen Koprivschtiza die Hauptstadt Sofia.

Deutschsprachige Reiseleitung während dem Aufenthalt in Rumänien / Bulgarien

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10. Tag Sofia Stadtbesichtigung von Sofia, einer der ältesten Städten Europas.

Ganztägiger Ausflug durch das Donaudelta inklusive Schifffahrt und Mittagessen

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Besichtigungen und Eintritte gemäss Programm

11. Tag Sofia – Rila Kloster – Thessaloniki Weiterreise zum Rila-Kloster, seit eh und je das grösste Touristenobjekt in Bulgarien. Am Nachmittag reisen Sie weiter nach Thessaloniki. 12. Tag Thessaloniki – Igoumenitsa Fahrt vorbei an den berühmten Meteor-Klöstern nach Igoumenitsa. 13. Tag Auf See – Ancona – Riccione Geruhsamer Tag auf See. Am Nachmittag Ankunft in Ancona. 14. Tag Riccione – Schweiz Heimreise über Bologna und Mailand in die Schweiz.

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Annullationsschutz Fr. 34.– Einzelzimmerzuschlag Fr. 350.– (ausgenommen Fährüberfahrten) Zuschlag Aussenkabine Fr. 30.–

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Vom Toastbrot die Rinde abschneiden. In den Cutter geben und mahlen. Kräuter, zimmerwarme Butter, Knoblauchzehen und Saft einer Zitrone dazu geben. Wieder mixen. Koteletts salzen, pfeffern und im heissen Rapsöl auf beiden Seiten kurz anbraten.

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MIGROS LUZERN | 89

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Spiel und Spass mit der ganzen Familie gibt es an den Famigros Ski Days.

Familienspass im Schnee Bild: Sandra Blaser Photography

An den neuen Famigros Ski Days in Sörenberg und auf dem Stoos gibt es für wenig Geld Wintervergnügen pur.

F

amigros, der Familienclub der Migros, und Swiss Ski bieten Familien einen abwechslungsreichen Tag im Schnee mit vielen Überraschungen. Am Plauschrennen erwartet Gross und Klein ein einfacher Riesenslalom. Sobald das erste Familienmitglied die Startlinie überquert, beginnt die Zeit zu laufen und stoppt, sobald das letzte Mitglied der Familie die Ziellinie passiert hat. An der Siegerehrung gibt es attraktive Preise, alle Kinder erhalten als Erin-

nerung eine Medaille. Mit Spielen im Famigros-Ski-Day-Village neben der Piste geht der Spass für Kinder und Eltern dann in die zweite Runde.

Famigros Ski Day: Viel Wintervergnügen für wenig Geld Die Teilnahmegebühr pro Familie beträgt 110 Franken, 85 Franken für Famigrosund Swiss-Ski-Mitglieder. Im Preis enthalten sind Tageskarten, Mittagessen, Plauschrennen, Erinnerungsmedaille,

ein Überraschungsgeschenk und vieles mehr. Pro Familie können drei bis fünf Personen am Famigros Ski Day teilnehmen. Davon hat mindestens ein Kind Jahrgang 2001 oder ist jünger und maximal zwei Erwachsene können mit dabei sein. Text: Claudius Bachmann

Sponsoring by Famigros Ski Days, Sörenberg: So, 22.2, Stoos: So, 1.3.2015, www.famigros-ski-day.ch


IHRE REGION 90 |

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MIGROS LUZERN

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Ausgezeichnete Sprachkompetenz Eine neue Sprache zu lernen lohnt sich immer, sowohl beruflich als auch privat. Gerade international tätige Unternehmen bevorzugen Mitarbeitende, die mehr als eine Sprache beherrschen und ihre Fremdsprachenkenntnisse belegen können. Mit einer Erfolgsquote von über 90 Prozent bereitet die Klubschule Migros Luzern ihre Kandidaten auf interna­ tionale Sprachdiplome vor. Seit Jahren arbeitet sie eng mit den verantwortlichen Diplominstitutionen zusammen

Internationale Sprachdiplome: An der Klubschule Migros Luzern schaffen neun von zehn Sprachschü­ lern die entspre­ chende Prüfung.

und bietet entsprechende Vorbereitungskurse an. Die hohe Erfolgsquote ist insbesondere dem obligatorischen Einstufungstest zu verdanken, der dafür sorgt, dass die Niveaus innerhalb der Klassen nicht auseinanderklaffen. «Die Teilnehmenden sollen sich in den Klassen wohl fühlen. Für ein Spässchen zwischendurch ist immer Platz. Gerade während trockenen Grammatikübungen sorgt die freundschaftliche Atmosphäre für eine willkommene

Mit einem Rap lernt es sich leichter

Manuel Hosang ist stellvertretender Filialleiter in der Migros Zugerland. Im Video zur Schulung über Freundlichkeit rappt er die Grundsätze gleich selber.

D

ie Freundlichkeit der Mitarbeitenden der Migros Luzern ist eine Stärke der Detailhändlerin. Damit das auch so bleibt, werden die Mitarbeitenden regelmässig entsprechend geschult. Warum Manuel Hosang diese Grundsätze als Rap in einem Videoclip performt, erzählt er im Interview. Manuel Hosang, neben Ihrem bürgerlichen Namen sind Sie auch bekannt als Frisk. Was hat es damit auf sich?

In der Schweizer Rap-Szene kennt man mich eher unter dem Namen Frisk. Seit rund zehn Jahren rappe und produziere ich unter diesem Künstlernamen Musik. In der Rap-Szene klingt Frisk halt schon cooler als Manuel Hosang (lacht).

aber auf jeden Fall vereinbar mit meiner Arbeit als stellvertretender Filialleiter.

Mit vielen Auftritten und Aufnahmen ist dies sicher ein intensives Hobby. Wie schaffen Sie das neben Ihrer Arbeit in der Migros Luzern?

Für eine Mitarbeiterschulung standen Sie zur Abwechslung mal in Ihrer Berufskleidung vor der Kamera.

Dieses Hobby benötigt tatsächlich viel Zeit. Es bringt aber auch Abwechslung, unvergessliche Momente und viel Energie für den Arbeitsalltag. Die Musik ist

Rappt im Video zur Mitarbeitendenschulung über Freundlichkeit am Arbeitsplatz: Manuel

Dies war ein ganz spezielles und auch ungewohntes Erlebnis. Bisher habe ich die zwei Welten getrennt; viele Mitarbeitende konnten kaum glauben, dass

ich in meiner Freizeit rappe und Musik produziere. Jetzt wurden die Arbeitsund Rap-Welt zusammengeführt. Aber ich bin sehr stolz, die Migros Luzern in diesem Song vertreten zu dürfen. Das Video wurde in einer Mitarbeitendenschulung verwendet. Worum geht es dabei?

Es geht um die Freundlichkeit, die wir in der Migros Luzern täglich unseren Kun-


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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

Auflockerung und gibt den Sprachenbüfflern den nötigen Motivationsschub», sagt Katja Mosele, Leiterin Sprachen. «Wenn der Klassengeist stimmt, stimmt auch der Lernerfolg», ist sie sich sicher.

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MIGROS LUZERN | 91

Forum elle verspricht ein vielseitiges Programm Vorträge, Ausflüge und Kurse: Die Frauen vom Forum elle der Sektion Luzern haben ein aktives Jahr mit interessanten Veranstaltungen vor sich.

Eintrittstests können gratis auf www.klubschule.ch oder kostenpflichtig in der Klubschule absolviert werden.

S

eit 1957 besteht das Forum elle, der Schweizerische Bund der Migros-Genossenschafterinnen. Der politisch und konfessionell neutrale Verein ist in 16 regionale Sektionen unterteilt. Die Sektion Luzern zählt heute knapp 1100 Mitglieder und heisst neue Interessentinnen herzlich willkommen. Das Jahresprogramm 2015 verspricht wieder spannende Abwechslung. In der Vortragsreihe Mosaik referieren Experten über verschiedene Themen. Im Februar beginnt Barbara Callisaya, die Leiterin der Patientenstelle Zentralschweiz, die Reihe mit einem Vortrag zum Thema «Patientenverfügung». Im März geht es um Wildkräuter und im April um Vogelstimmen und Musik. Daneben wird der gegenseitige Austausch monatlich bei gemütlichen Jass- und Kegelveranstaltungen oder bei Wanderungen und Spaziergängen gepflegt. Heidi Kirchhofer, die Präsidentin, über das Veranstaltungsprogramm 2015: «Wir achten auf eine abwechslungsreiche Programmgestaltung, um die Interessen von Alt und Jung gleichermassen abzudecken. Deshalb finden die Anlässe oft an Abenden oder Samstagen statt, damit Familienfrauen und berufstätige Frauen daran teilnehmen können.» Text: Eva D’Andrea

Hosang alias Frisk mit «Herzlich Willkommen.»

Der Bund der Migros-Genossenschafterinnen besteht seit 1957.

Halbjahresprogramm Sektion Luzern  Weitere Informationen auf: www.forum-elle.ch/sektionen/luzern

den entgegenbringen. Wir heissen sie «Herzlich Willkommen». Ein Thema, das im Detailhandel dazugehört wie die frischen Produkte. Der Kunde soll sich bei uns jederzeit wohl fühlen.

 23. Februar: Vortragsreihe Mosaik: Patientenverfügung / neues Erwachsenenschutzgesetz  9. März: Vortragsreihe Mosaik: Wildkräuter  20. April: Vortragsreihe Mosaik: Vogelstimmen und Musik  März: Generalversammlung

Das Video «Herzlich Willkommen» von Manuel Hosang alias Frisk ist auf www.migrosluzern.ch zu sehen.

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS LUZERN, 6031 Ebikon, Tel. 041 455 70 38, E-Mail: genossenschaftsregister@migrosluzern.ch

Interview und Bild: Marisa Michlig

Neue Mitglieder gesucht! Interessierte Frauen können sich bei Heidi Kirchhofer, Präsidentin Sektion Luzern, melden: heidi.kirchhofer@forum-elle.ch.


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29.11 Korfu (Griechenland) 08.00 – 13.00. Die „grüne Insel“ im Ionischen Meer lädt zum Verweilen ein. Eine herrliche Aussicht hat man in der Stadt vom höchsten Punkt der Alten Festung von Korfu oder im Landesinneren vom Pantokrator, dem höchsten Berg der Insel.

lebhafte Innenstadt in Einem. Die schwarzen Sandstrände aus Lavagestein sind das Wahrzeichen der Insel.

30.11 La Valletta (Malta) 08.00 – 13.00. Ein unvergleichliches Kulturprogramm bietet sich Ihnen in der Festungsstadt; historische Schauplätze, Nischen und Brunnen, all dies erwartet Sie in der zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörenden barocken Stadt.

8.12 Teneriffa (Spanien) 08.00 – 17.00. Vor der Küste Afrikas erwartet Sie die spanische Kultur in Ihrer reinsten Form auf der grössten der Kanarischen Inseln. Das Wahrzeichen der Insel ist der Teide-Vulkan, welcher das ganze Jahr hindurch von Schnee überzogen ist.

1.12 Neapel (Italien) 08.00 – 13.00. Hier lebt die Italianità! Eine lebhafte, reizvolle süditalienische Hafenstadt am Fusse des Vesuvs.

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22.12 Badeaufenthalt Miami Beach oder Ausflug in die Everglades. Das imposante Sumpfgebiet ist Heimat der Alligatoren. (Fakultativ Fr. 69.- pro Person) Übernachtung im Hotel.

2.12 Savona (Italien) 08.00 – 17.00 3.-4.12 Erholung auf See 5.12 Casablanca (Marokko) 08.00 – 23.00. Besuchen Sie die moderne arabische Grossstadt am Mittelmeer. Geprägt vom französischen Kolonialismus und bekannt für seine palmengesäumte Küstenstrasse oder die typischen Märkte an denen gehandelt und gefeilscht wird. 6.12 Erholung auf See 7.12 Lanzarote (Spanien) 08.00 – 18.00. Das ursprüngliche Fischerstädtchen Arrecife bietet maritimes Flair, verwinkelte Gassen und eine Lanzarote

16.12 Erholung auf See 17.12 Catalina Island (Dominikanische Republik) 07.00 – 17.00. Lange weisse Strände von Palmen und türkisblauem Wasser umgeben und im Landesinnern eine üppige Vegetation, dies alles erwartet Sie auf der kleinen Privatinsel, welche neben einer anderen Reederei exklusiv den Costa Gästen zur Verfügung steht.

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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

MIX | 95

WILDS WELT

Ski fahren und schlemmen in Alta Badia

Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild Handys müssen nicht tabu sein: Schüler sollen vielmehr lernen, verantwortungsbewusst damit umzugehen.

Sinnlose Verbote

Für Medienpädagogen sind Handyverbote an Schulen antiquiert. Entsprechend rücken auch immer mehr Schulen davon ab.

Bilder: Fotolia, Reto E. Wild

I

n vielen Schulhäusern gilt ein Mobiltelefonverbot – im Unterricht und auf dem Pausenplatz. Doch während die einen Schulen noch darüber nachdenken, schaffen es andere bereits wieder ab. «Und das ist gut so», sagt der Medienpädagoge und Sozialinformatiker Roland Wittwer (41) aus Weinfelden TG, selber Vater von zwei Kindern. Als fragwürdig bezeichnet er das Beispiel seiner 13-jährigen Tochter: «Sie musste sich für die Schule extra einen Taschenrechner kaufen, weil sie den im Smartphone integrierten Rechner nicht benützen darf.» Wittwer sieht vielmehr ein riesiges Potenzial für Schulen, während des Unterrichts Smartphones oder Tablets einzusetzen. Immerhin haben gemäss Umfragen acht von zehn Jugendlichen im Alter von 12 bis 13 Jahren ein eigenes Mobiltelefon. Bei älteren sind es noch mehr. «Notfalls können auch zwei oder drei Schüler an einem Gerät arbeiten.» Derselben Ansicht ist auch die Jugendorganisation Pro Juventute. «Die Kinder sollen lernen, mit ihrem Mobiltelefon verantwortungsbewusst umzugehen. Dazu gehören auch Medien-

kurse», erklärt Pro-Juventute-Medienexperte Laurent Sédano (38). Zur Medienkompetenz gehört aber auch, medienfreie Zeiten zu haben und mit diesen umgehen zu können. Darum machen für Pro Juventute punktuelle Nutzungsverbote, zum Beispiel während der Schulstunden, durchaus Sinn. «Wichtig ist», so Sédano, «dass die Regeln gut durchdacht und den Jugendlichen verständlich kommuniziert werden.» Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) lehnt ein generelles Handyverbot ebenfalls ab. «Wenn die Geräte aber stören, muss die Schule reagieren – notfalls auch mit einem Verbot», erklärt Franziska Peterhans (56), LCH-Zentralsekretärin. Text: Thomas Vogel

www.migrosmagazin.ch

STIMMEN SIE ONLINE AB Was meinen Sie als Eltern? Welche Regeln sollen für den Gebrauch von Mobiltelefonen an Schulen gelten?

Der Ski-Weltcuport Alta Badia im Südtirol lanciert «Skifahren mit Genuss»: In 14 Skihütten werden im Winter Südtiroler Weine und Gourmetgerichte serviert – kreiert von Michelin-Sterneköchen. Ab dem 15. März steht auf den Pisten eine Woche lang die traditionelle ladinische Küche auf dem Programm, am 29. März folgt der Event «Wine Skisafari». ■ Aktivitäten: Der Skipass «Dolomiti Superski» führt zu einem Skigebiet mit 130 Kilometern Pisten, Cortina und Val Gardena mit den Dolomiten als Kulisse inklusive. Alternativen:

Spaziergänge, Schneeschuhwanderungen, Schlitteln, Pferdeschlittenfahrten, 26 Kilometer Langlaufloipen oder auch Kochkurse. ■ Die besten Adressen: Lagació Hotel Mountain Residence (in San Cassiano, 4 Sterne, 24 Suiten mit viel Holz, Spa, Zimmer ab 200 Euro inklusive Frühstücksbuffet), Mittagessen auf der Terrasse des Hotels Armentarola, deftiges Abendessen für 29 Euro im Runch Hof (in Badia/Abtei, alter Bauernhof, Tel. +39 0471 839 796, unbedingt reservieren!). ■ Gut zu wissen: Alta Badia besteht aus sechs Dörfern wie San Cassiano (1537 m) oder La Villa. Die Zuganreise ab Zürich via Brenner und Bruneck dauert sieben Stunden. Neue Site: www.alta badia.org Weitere Informationen und Bilder: www.migrosmagazin.ch/wildswelt


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FAMILIE

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«Ich will Tierarzt werden für kleine Tiere im Tierspital. Ich denke, ich gehe erst mal in die Sek und nach der zweiten oder der dritten gehe ich ins Gymi. Ich weiss, dass ich dafür viel schaffen muss, aber ich könnte mir nichts anderes vorstellen.» Flynn (11) aus Zürich

«Mir gefällt die Natur, und ich helfe gern. Darum möchte ich vielleicht Tierärztin werden oder Naturheilpraktikerin. Vielleicht werde ich aber auch Modedesignerin, weil ich gern bastle und zeichne und schöne Kleider mag. Aber da bin ich mir noch nicht sicher. Ich weiss einfach, dass ich auf jeden Fall in der Schule gut aufpassen muss, wenn ich später einen dieser Berufe machen möchte.»

Lara (11) aus Amriswil TG

«Ich finde Kinder herzig und will ihnen helfen, wieder gesund zu werden. Deshalb möchte ich Kinderkrankenschwester werden. Meine Mutter war früher auch Krankenschwester. Ich habe sogar meine Puppen gepflegt. Darum möchte ich eben auch lieber Krankenschwester werden als Ärztin, weil mir das Pflegen so gut gefällt. Ich weiss, dass ich für meinen Wunschberuf fleissig lernen muss, damit ich ins Gymi kann.»

Olivia (9) aus Zürich

«Ich möchte Räuber fangen» Polizistin, Spiderman oder doch lieber Fussballprofi: Welche Berufswünsche haben Kinder heute? Wir haben 17 kleine und grössere Dreikäsehochs gefragt, was sie einmal werden wollen, wenn sie erwachsen sind. Texte und Interview: Andrea Fischer Schulthess


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

«Seit drei Jahren trainiere ich beim FC Amriswil und bin auch sonst immer draussen am Fussballspielen. Ich bin ein grosser Italienund Juventus-Fan. Drum möchte ich Fussballprofi werden. Wenn das nicht klappt, könnte ich auch Zahnarzt werden, meine Mutter ist Prophylaxe-Assistentin. Ich gehe oft zu ihr in die Praxis und sehe, wie sie arbeitet.»

Francesco (7) aus Amriswil TG

LEBEN

Quentin (11) aus Basel

FAMILIE | 97

«Ich will Spiderman werden. Wenn das nicht geht, dann werde ich Feuerwehrmann.» Gian Andrea (3) aus Chur GR

«Ich zeichne und male sehr gern und spiele auch sehr gern Fussball. Es ist mein Hobby. Deshalb möchte ich Profifussballer werden. Ich könnte mir aber auch vorstellen, Architekt oder Grafiker zu werden. Ich weiss: Das alles braucht viel Arbeit und Training. Ich würde darum gern ans Gymnasium gehen und danach Kunst oder Sport studieren.»

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FAMILIE

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«Eigentlich wollte ich Zootierpfleger werden für Tiere, mit denen man gut umgehen kann. Also eher nicht für Krokodile, sondern zum Beispiel für Zebras oder Okapis. Doch weil ich eine angeborene Gelenkskrankheit habe, kann ich keine so schwere Arbeit machen und könnte mich im Notfall auch nicht gegen ein Tier wehren. Darum hatte meine Mutter die gute Idee, dass ich ja auch als Zoologe mit Tieren zu tun haben kann. Ich bin sehr geduldig und neugierig, und das ist wichtig, um Tiere zu beobachten. Da ich gut bin in der Schule, denke ich, dass ich das hinkriegen werde.» Zino (11) aus Zürich «Ich möchte in Richtung Kunst gehen, weil ich das gern mache. Ich werde jetzt dann mal als Polygraf schnuppern. Und wenn es mir gefällt, möchte ich eine Lehre machen. Anschliessend würde ich gern an die Kunstgewerbeschule und zum Beispiel Grafik oder Fotografie studieren.»

Merlin (14) aus Luzern

«Früher wollte ich mal Pilot werden, aber dann fand ich das nicht mehr so cool. Als Pilot ist man ja viel weg. Und wenn man dann eine Familie hat, ist das blöd. Darum möchte ich jetzt Wissenschaftler werden. Entweder möchte ich den Klimawandel – und wie man das Problem lösen könnte – erforschen, oder etwas mit Tieren machen. In der Schule haben wir gerade das Murmeltier durchgenommen, das hat mir gefallen. Ich habe sehr gern Tiere. Damit ich das alles machen kann, werde ich ins Gymnasium gehen müssen. Und dafür werde ich trainieren.»

«Meine Schwester Luisa möchte Tänzerin werden. Das will ich auch. Und Polizistin. Mir gefallen die Polizistenkleider, und ich möchte gern Räuber fangen. Wie ich das alles werden kann, weiss ich jetzt noch nicht. Ich tanze und turne einfach viel zusammen mit meiner Schwester.»

Julian (11) aus Disentis GR

Julia (4) aus Bern


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DAS SAGEN DIE EXPERTINNEN

«Eltern sollten ihren Kindern Mut machen» Elisabeth Rothen und Giuliana Lamberti, was wollen Kinder heute werden? Rothen: Das ist sehr stark abhängig von

«Ich war drei Jahre lang in einer Theatergruppe, und wahrscheinlich möchte ich Schauspielerin werden. Aber es ist schwierig, da einen Job zu bekommen. Darum habe ich das jetzt mal aufgehört, um mich auf die Gymiprüfung vorzubereiten, denn ich will zuerst einen anderen Beruf lernen. Was, weiss ich noch nicht genau. Aber auf keinen Fall Verkäuferin, das finde ich langweilig. Vielleicht werde ich Forscherin. Früher wollte ich auch mal Tierärztin werden, aber dann habe ich gemerkt, dass ich nicht operieren könnte.»

Marina (11) aus Zürich

deren Alter. Vor allem kleinere Kinder wollen mit Tieren oder Kindern arbeiten oder etwas Kreatives tun. Diese Wün­ sche spiegeln ihre Entwicklungsphase: Das Spielerische ist für sie noch sehr wichtig. Mit der Zeit verändert sich das. Ab der 2. Sek lernen sie in der Vorbe­ reitung auf die Arbeitswelt die Berufe kennen und entscheiden sich dann für ihre erste Ausbildung. Meistens wählen sie vertraute Berufe, die sie schon aus ihrem persönlichen Umfeld kennen. Elisabeth Rothen (59, oben), Berufs- und Studienberaterin, Laufbahnzentrum Zürich; Giuliana Lamberti (52), Stellenleiterin Job Shop Info Shop, Zürich

Kaum jemand bleibt heutzutage ein Leben lang im gelernten Erstberuf. Rothen: Wechsel erfolgen erst im Verlauf

des weiteren Berufslebens und durch Weiterbildung. Es braucht Zeit, bis die innere Reife für solche individuellen Entscheide da ist. Darum ist es gut, dass es heutzutage kaum mehr Berufe gibt, die Sackgassen sind. Man kann sich immer weiterentwickeln. Sind Berufe wirklich nach wie vor traditionell nach Geschlechtern getrennt? Rothen: Obschon alle Berufe grundsätz­

«Ich möchte Moderator werden oder sonst etwas auf der Bühne machen. Ich präsentiere einfach gern Dinge vor Leuten und gebe meine Meinung zu bestimmten Themen ab. Zum Beispiel zum Sport. Ich möchte darum zuerst Journalist werden oder die Schauspielschule machen. Zudem sagt mein Vater, dass jeder im Leben mal im Service gearbeitet haben sollte, weil man da sehr viel Wichtiges mitbekommt.»

Jools (12) aus Zürich

lich von Frauen und Männern gelernt werden können, ist die Geschlechter­ trennung in der Tat weiterhin aus­ geprägt. Das hat mit dem Alter zu tun: Wenn die Jugendlichen mit 14 oder 15 Jahren ihre erste Berufsentscheidung fällen müssen, stecken sie meist mitten in der Identitätsfindung. In dieser Lebensphase wagen die meisten keine grossen Experimente und wählen eher geschlechtstypische Berufe. Es wird noch viel Zeit brauchen, bis sich da etwas ändert. Obschon verschiedene Berufsgruppen ganz spezifisch Mäd­ chen ansprechen (in der Informatik beispielsweise), verändert sich ihr Anteil nur wenig. Aber auch für Buben ist es in von Frauen dominierten Bereichen wie Kinderkrippen nicht immer einfach. Lamberti: Die Wahl der Grundbildung ist darum meist nicht sehr ausgefallen und oft sehr geschlechtertypisch. Zahnarzt­ gehilfen sind zum Beispiel praktisch immer weiblich. Was sollen Eltern ihren Kindern raten? Rothen: Der Einfluss des familiären Um­

felds auf die Ausbildung ist sehr gross. Noch immer sind es vor allem Akademi­ kerkinder, die man an den Gymnasien antrifft. Am Wichtigsten scheint mir, dass Eltern gut informiert sind und ihre Kinder ermutigen, sich Berufe anzuse­ hen und Schnupperlehren zu machen. Und gleichzeitig sollen sie Geduld haben mit den Jugendlichen. Und sich nicht verrückt machen lassen von der ver­ ständlichen Angst, das Kind fände seinen Platz nicht. Manche Kinder brauchen dafür einfach etwas länger. Es gibt also keinen Grund zur Panik, auch nicht für Eltern unentschlossener Kinder? Rothen: Wenn man die Statistiken an­

sieht, wird klar: Entgegen allen Behaup­ tungen gibt es auch noch im frühen Sommer offene Lehrstellen und andere Möglichkeiten – ein 10. Schuljahr etwa. Und von beinahe überall in der Berufs­ welt kommt man heutzutage fast be­ liebig weit die Karriereleiter hinauf, wenn man es wirklich will. Welches sind im Moment die beliebtesten Berufe bei den Kids? Rothen: Am Anfang des Berufswahl­

prozesses (in der 8. Klasse) sind sie erstaunlich ähnlich wie eh und je: kaufmännische Berufe, Polizist, Anwalt, Regisseurin oder Schauspieler, Mode­ ratorin, Tierberufe, Kinderberufe, künstlerische, kreative Berufe wie Gra­ fikerin, Gametester, Designer, Logistiker und Coiffeuse. Wie wichtig ist Geld? Lamberti: Im Gegensatz zu früher habe

ich mir angewöhnt, Jugendliche in Ge­ sprächen über ihre Berufswünsche direkt darauf anzusprechen, ob sie sich auch über den Lohn nach der Lehre informiert haben. Ich finde mittlerweile, dass auch finanzielle Überlegungen in ihre Ent­ scheidungen hineinfliessen sollten. www.migrosmagazin.ch

MACHEN SIE MIT Ich werde Pilot, weil … Welches war der speziellste Berufswunsch Ihres Kindes? Ausserdem: Wir verraten lustige Begründungen für Karriereträume.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

«Ich möchte gern Tänzerin und Akrobatin werden. Zum Beispiel beim Zirkus Monti, den kenne ich sehr gut. Ich habe mir aber noch nicht überlegt, wie ich das machen könnte. Ich gehe ins Akrobatik und übe einfach viel Spagat und Kopfstand.» Luisa (7) aus Bern

«Dinge entwerfen, das möchte ich gern: Villen, Häuser oder grosse Luxuswohnwagen. Oder fahrende Luxussaunas für Events. Dann könnte man zuerst einen Wagen bauen und, wenns läuft, immer mehr davon. Entwerfen könnte ich das alles mit Legos oder am Computer. Dafür müsste ich früher oder später ans Gymi, am ehesten nach der Sek. Ich könnte mir aber auch vorstellen, Hockeyspieler zu werden, weil ich das so gern mache.»

Serafin (11) aus Zürich

«Ich bin sehr gern kreativ und gestalterisch tätig, daher möchte ich Designer werden. Auch Anwalt gefällt mir, weil ich gern und viel rede. Und weil mir Gerechtigkeit und Menschenrechte am Herzen liegen. Aber auch Architekt, Arzt oder Biochemiker wären was. Den Beruf des Arztes, also des Radiologen, und den des Biochemikers habe ich am Zukunftstag kennengelernt. Aber vermutlich werde ich ans Gymi gehen und danach an der Uni Jura studieren.»

Marlon (13) aus Basel

«Ich finde es schwierig, weil ich so vieles werden will. Aber ich glaube, am meisten möchte ich Zoowärter werden bei den Affen, weil die so witzig sind. Ich weiss, dass viele dort arbeiten wollen, aber darum melde ich mich einfach schon ganz früh an. Wenn es trotzdem nicht geht, möchte ich etwas mit Kunst machen, weil ich gern zeichne. Leonardo da Vinci ist ein Vorbild von mir.» Tate (6) aus Zürich

«Am liebsten würde ich Lehrerin werden und nebenbei Taekwondo unterrichten. Ein bis drei Mal in der Woche bin ich im Dojang (Trainingsraum) und trainiere dort. Ich war auch schon an internationalen Turnieren. Drei Mal habe ich eine Medaille und ein Mal sogar einen Pokal mit nach Hause gebracht. Wenn es mit dem Gymi nicht klappt, würde ich gern in der Betreuung arbeiten oder sonst was mit Kindern zusammen unternehmen. Ich würde dann in der Sek schauen, was ich mal lernen möchte. Ich freue mich auf diese Zeit. Ich habe das Gefühl, ich würde schon etwas Spannendes finden – egal, welchen Job ich mal wählen werde.»

Eline Pia (11) aus Winterthur ZH

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FAMILIE | 101

So findet Ihr Kind den richtigen Beruf ■ Reden Sie mit Ih­

rem Nachwuchs über seine Zukunfts­ träume. Nehmen Sie ihn ernst. In jedem Alter. ■ Begleiten Sie die Kinder auf diesem Weg mit all seinen Abzweigungen, aber üben Sie keinen Druck aus. ■ Informieren Sie sich und besuchen Sie mit Ihrem Kind Infoveran­ staltungen, damit es das Bildungs­ system und seine Möglichkeiten kennenlernt. ■ Ermutigen Sie Ihr Kind zum Schnuppern. ■ Seien und bleiben Sie zuversichtlich. ■ Lassen Sie sich nicht von Ihrem eigenen Ehrgeiz leiten, sondern von dem Ihres Kindes. ■ Bringen Sie Ihrem Kind bei, durchzuhalten und Unannehmlich­ keiten auch mal aus­ zuhalten. Bis zu einem gewissen Mass gehören diese zum Leben ‒ und zu jedem noch so tollen Beruf. Infos zum Thema: www.berufsberatung.ch www. info-shop.ch www.berufskunde.com


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Piemont – Wandern durch Weinberge

1. Tag: Hinfahrt Schweiz–Piemont. Busfahrt im modernen Komfort-Reisebus via Gotthard nach Cuneo. Welcome-Apéro und Abendessen. 2. Tag: Alba und die Langhe. Bei unserer Wanderung auf dem «Barolo-Wanderweg» sehen wir zahlreiche Burgen und Schlösser die hoch über den Weinbergen thronen. Wir geniessen eine Weinprobe auf einem typischen Weingut. Am nördlichen Rand dieser bezaubernden Landschaft liegt Alba, die Stadt der weissen Trüffel. Besichtigung des historischen Zentrums mit Rathaus und Bummel durch die malerische Altstadt zur Piazza, wo man einen Espresso geniessen sollte. 3. Tag: Täler der Seealpen. Die Seealpen trennen das Piemont von Ligurien und damit dem Mittelmeer. Um die Provinzhauptstadt Cuneo befindet sich eine

Das Städtchen Langhe mitten in Rebbergen

Reihe wildromantischer, ursprünglicher Alpentäler. Im Valle Pesio führt unser Pfad entlang des Flusses Pesio mitten durch einen grünen Naturpark. 4. Tag: Saluzzo und Manta. Zu Füssen des alles überragenden Monviso, wo sich die Quelle des Pos befindet, liegt Saluzzo, ein historisches Städtchen mit seiner malerischen Altstadt. Im wehrhaften Castello di Manta, befindet sich das grosse Fresko einer der schönsten Darstellungen des Jungbrunnens. 5. Tag: Rückfahrt in die Schweiz. Unterkunft Das Hotel Lovera Palace (off. Kategorie 4 Sterne) liegt im Herzen der Altstadt Cuneos. Alle Zimmer sind mit Bad oder Dusche/WC, Telefon, Minibar und SAT-TV ausgestattet. Wanderungen Leichte Wanderungen zwischen 2 und 3,5 Stunden. Es sind keine extremen Steigungen zu überwinden. Die Wege sind bequem und gefahrlos begehbar. Das ist inbegriffen • Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus • 4 Nächte im Hotel Lovera Palace**** in Cuneo • Halbpension plus Weinprobe • Alle aufgeführten Wanderungen, Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen • Erfahrener Reisechauffeur • Lokale, deutsch sprechende Reiseleitung und Wanderführung Reisedaten 2015 (jeweils Di – Sa) 1) 14.04. – 18.04. 5) 15.09. – 19.09. 2) 21.04. – 25.04. 6) 22.09. – 26.09. 3) 28.04. – 02.05. 7) 06.10. – 10.10. 4) 05.05. – 09.05. 8) 20.10. – 24.10. Abfahrt: Zürich Sihlquai 09.00h, Luzern 10.00h Preis pro Person im Doppelzimmer Zuschlag Reisen 3 bis 5 Zuschlag Reisen 6 bis 8 Zuschlag DZ zur Alleinbenützung

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Fr. 1190.–

Algarve – unberührte Westküste

1. Tag: Hinflug Zürich–Faro. Nonstop-Flug mit Air Berlin nach Faro. Transfer zum Hotel in Lagos. 2. Tag: Praia da Luz. Hoch über der Brandung des Atlantiks wandern wir dem Klippenpfad entlang. Dieser führt uns bis zum Küstendorf Praia da Luz. 3. Tag: Stadtbesichtigung von Lagos. Heute erkunden wir zu Fuss die alte Hafenstadt Lagos. Sie war Ausgangspunkt der ersten portugiesischen Entdecker. Nachmittag zur freien Verfügung. 4. Tag: Mato nacional – Carrapateira. Das noch ursprüngliche Dörfchen Barão de São João ist Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung durch durch Portugals einzigen Nationalwald. 5. Tag: Tag zur freien Verfügung. Entdecken Sie die Algarve mit einer Boots- oder Bahnfahrt oder auf einer ausgedehnten Strandwanderung. 6. Tag: Cabo de São Vicente. Auf dem Küstenpfad begleiten uns die vom Meer geformten Felsformationen. Schon bald erblicken wir unser heutiges Ziel: den Leuchtturm von Cabo de São Vicente. Im Fischerdorf geniessen wir ein herrliches Mittagessen. 7. Tag: Von Aljezur zur Praia da Amoreira. Wir wandern durch eine Heidelandschaft. Durch eine Dünenlandschaft kommen wir zur Praia da Amoreira. 8. Tag: Rückflug Faro – Zürich. Unterkunft Wir wohnen im gut gelegenen Hotel Tivoli**** in Lagos. Es verfügt über Restaurant, Bar, Schwimmbad, Wellnessbereich und komfortable Zimmer. Wanderungen Leichte Wanderungen zwischen 1,5 und 3 Stunden. Wenige kurze Aufstiege und Abstiege. Das ist inbegriffen • Flug inkl. Taxen und Gebühren • 7 Nächte im Hotel Tivoli**** inkl. Halbpension • Wanderungen mit Begleitbus • Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen • IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung Reisedaten 2015 1) 09.04. – 16.04. 2) 16.04. – 23.04. 3) 23.04. – 30.04.

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Preis pro Person im Doppelzimmer - Zuschlag Reisen 3 und 4 - Zuschlag Reisen 5 und 6 - Zuschlag DZ zur Alleinbenützung

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Internet-Buchungscode: waalgs Internet-Buchungsrabatt Zu den Arrangementpreisen verrechnen wir eine Auftragspauschale von 20 Franken pro Person. Diese entfällt, wenn Sie Ihre Reise online auf www.imbach.ch buchen.

Typische Felsformation an der Algarve

Wandern weltweit Buchen Sie jetzt: 041 418 00 00 oder auf www.imbach.ch Imbach Reisen AG Zürichstrasse 5 | 6000 Luzern 6 | info@imbach.ch


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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MIX

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Kaziranga Nationalpark in Indien: Stefan Hoby und weitere Exkursionsteilnehmer beobachten in der Morgendämmerung ein Indisches Panzernashorn.

In freier Wildbahn

Stefan Hoby informiert sich in Indien über ein vom Basler Zoo unterstütztes Projekt zum Schutz von Panzernashörnern.

Bilder: Zoo Basel

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Jeder Zolli-Besucher zahlt an der Kasse neben dem Eintritt einen kleinen Betrag an Naturschutzprojekte. Dieses Geld fliesst aktuell in neun grössere und kleinere Projekte, die den Schutz von Arten und deren Lebensräumen zum Ziel haben; Arten, die auch im Zolli zu sehen sind. Eines der Schwerpunktprojekte ist der Schutz indischer Panzernashörner durch die International Rhino Foundation. Ich packe die Gelegenheit beim Schopf, das Projekt der Rhino Foundation während meiner Ferien vor Ort kennenzulernen. Wir besuchen mehrere Nationalparks im indischen Bundesstaat Assam, wo der Grossteil der schätzungsweise 3300 indischen Panzernashörner vorkommt. Das Programm ist dicht gedrängt: In wenigen Tagen besichtigen wir drei durch schlechte Strassen getrennte Schutzgebiete und nehmen an einem Treffen lokaler Entscheidungsträger von staatlichen und privaten Naturschutzorganisationen teil. Die Lage ist ernst. Aufgrund der gesteigerten Nachfrage nach dem Horn

des Nashorns nimmt der Druck auf die Dickhäuter zu. Der Aufwand, sie zu schützen, wird grösser. Zudem kämpfen die Naturschutzgebiete in Assam, wie vielerorts in Indien, mit wachsenden Bevölkerungzahlen. Besonders interessant ist der Besuch eines Schutzgebietes, dem ein mit grossem Aufwand betriebenes Wiederansiedlungsprojekt für Nashörner bevorsteht. Entlang des BrahmaputraFlusses, der mehrere Nationalparks verbindet, soll deren Vernetzung wieder gewährleistet werden. Wir stossen auf eine hoch motivierte und bestens geschulte Park-Crew. Ich freue mich, dass die meisten Vorkehrungen getroffen sind, damit eine Wiederansiedlung gelingen kann. Das Highlight in Sachen Tierbeobachtung ist der Besuch des weltberühmten Kaziranga Nationalparks. Dort können wir unzählige Nashörner und andere Wildtiere beobachten, unvergessliche Momente. Der Austausch mit indischen Wildtierarztkollegen ist ebenfalls sehr spannend für mich. Der Zolli verbindet!

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Vermittelten faszinierende Einblicke in den Basler Zoo: die Tierärzte Stefan Hoby (links) und Christian Wenker.

ZOO-DOKTOR

Bye Bye Stefan Hoby und Christian Wenker Mit diesem Beitrag verabschieden sich die Zootierärzte Stefan Hoby (39) und Christian Wenker (46) von den Leserinnen und Lesern des Migros-Magazins. In mehr als 70 spannenden Geschichten berichteten sie in den vergangenen beiden Jahren über die medizinische Versorgung von Löwen, Elefanten, Nashörnern, Affen oder Haien im Basler Zolli. Das Migros-Magazin bedankt sich herzlich bei Stefan Hoby und Christian Wenker für die immer wieder überraschenden Einblicke in die Welt der Zootiere. Demnächst schreibt an dieser Stelle Zoo-Tierärztin Karin Federer (29) regelmässig über ihre Arbeit mit den Tieren im Walter Zoo in Gossau SG.


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LEBEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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DIGITAL | 105

NERD’S WORDS

mit Reto Vogt

Tschüss, Brieföffner

Sämtliche Post soll künftig nur noch im elektronischen Briefkasten landen. Wie das funktioniert und was bis dahin noch passieren muss.

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Scannen Sie den QR-Code und sehen Sie online, wie der elektronische Briefkasten der Post aussieht.

er Postmann hat ausgeklingelt. Stattdessen sollen «echte» Briefe in Zukunft durch digitale Post ersetzt werden. Bis es so weit ist, dürften indes noch viele Jahre vergehen. Den Anfang hat die Schweizerische Post mit ihrem Dienst «E-Post-Office» aber schon mal gemacht. Interessierte Kunden können sich auf www.epostoffice.ch kostenlos registrieren und auswählen, ob sie Rechnungen, Offerten oder Informationen wie bisher auf Papier erhalten oder in elektronischer Form abrufen möchten. Bis jetzt klappt das allerdings nur, wenn der Absender PostFinance heisst. «Mit anderen Firmen sind wir in Verhandlungen», sagt ein Post-Sprecher zum Migros-Magazin. Richtig interessant wird der Dienst also erst, wenn

Behörden, Krankenkassen oder Versicherungen mit an Bord sind. Die Post wird keine Couverts öffnen, um den Empfängern die Briefe in digitaler Form zukommen zu lassen. Damit sie ihren Zustellauftrag wahrnehmen kann, müssen die Absender ihre Dokumente über einen sicheren, elektronischen Kanal anliefern. Aktuell steckt E-Post-Office noch in den Kinderschuhen, soll aber laufend ausgebaut werden. So sind bereits heute Funktionen wie die Beantwortung oder Archivierung eingegangener Sendungen möglich. In einem nächsten Schritt soll laut Angaben der Post die Bezahlung von Rechnungen per Mausklick hinzukommen, wie sie regelmässige E-Banking-Nutzer schon längst kennen. Texte: Reto Vogt

Illustration: Supertotto/2Agenten

APP DER WOCHE

Verkehrshölle Endlos. Das ist das Adjektiv, das die kostenlose App Crossy Roads für Android und iPhones am besten beschreibt. Beim ebenso simplen wie süchtig machenden Spielprinzip muss man eine Figur ‒ zu Beginn ein weisses Huhn ‒ durch Antippen des Bildschirms sicher über Strassen, Bahngleise und Flüsse führen. Wer ertrinkt, vom Zug erfasst oder überfahren wird, verliert. Je länger man hingegen allen Gefahren ausweicht, desto mehr Punkte gibts. Damit lassen sich neue Spielfiguren wie Hunde, Katzen, Frösche oder Baseballspieler dazukaufen. So bleiben Abwechslung und damit auch endloser Spielspass gewährleistet.

Gierige Klicks Gratis! Das Wort ist ein Hingucker, hat Signalwirkung und setzt bei Herrn und Frau Facebook-Nutzer offensichtlich die Denkfähigkeit ausser Kraft. Nicht anders ist es zu erklären, dass in zahlreichen Timelines immer wieder folgendes Posting auftaucht: «Gewinne einen kostenlosen € 500 H&M-Gutschein». Um das Geld einstreichen zu können, müsse man einzig den Beitrag teilen. Der Gedanke an den schnellen Zaster wischt bei vielen die nötige Portion Skepsis weg und lässt den Finger zucken. Wer das tut, wird informiert, dass nur noch 360 Scheine übrig sind. «Schnell reagieren», heisst es ‒ das baut Druck auf. Zudem sollen sich Nutzer beim Teilen des Beitrags bei H&M bedanken und eintippen, wofür sie den Gutschein verwenden wollen. Stichwort «Emotionen transportieren», um mehr Menschen in die Falle zu locken. Spätestens jetzt sollten alle Alarmglocken schrillen. Doch das passiert selten. User werden folglich auf eine Seite geleitet, wo sie ihre Postadresse angeben und die Geschäftsbedingungen akzeptieren müssen, um den Gewinn einsacken zu können. Und klappts? Leider nein. Wer mitmacht, gibt seine persönlichen Daten Betrügern weiter und erhält dafür: nichts, nada, niente. Deshalb gilt: nachdenken statt klicken.

Diskutieren Sie mit

Sind Sie auch mal auf Tricks reingefallen? www.migrosmagazin.ch/nerdswords


BITTE MELDE DICH 106 |  Gesuchtwird:Klasse von L.Grüninger, Schulhaus Altweg, ZürichAlbisrieden, 1975 bis 1978. Kennst du auch noch die Namen der Churfirsten auswendig? Dann warst du bestimmt in unserer Klasse. Wir würden gerne ein Treffen organisieren. Aber trotz Internet und Facebook haben wir erst wenige Kontakte gefunden. Zum Glück gibt es noch das MigrosMagazin! Bitte melde dich so schnell wie möglich. Wir würden uns sehr freuen. Tobi, Maja und Kat E-Mail: kat.wild.faerber@gmail.com

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Ein grosses Jubiläum steht bevor  Gesucht werden: Jürg Suter, Paul Widrig u.a., ganze Schweiz, 1966. Alle fünf Jahre sehen wir uns am RS-Treffen der Kav. RS 1966. Mit Jürg Suter, Paul Widrig, Hans Banz, Hansruedi Caseli, Georg Hess und

 Gesucht wird: Christian Rohner, Basel, 1969/1970. Christian wohnte in Basel (Bruderholzquartier), dürfte in etwa Jahrgang 1950 haben, machte eine Lehre in einem bekannten Basler Sportartikelgeschäft, fuhr einen rassigen Töff und, und, und. Ich freue mich auf ein Lebenszeichen. Werner Aeschbacher E-Mail: olbia55@hispeed.ch Anzeige

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Franz Vilgertshofer haben wir leider den Kontakt verloren. Bitte meldet euch bei mir – es steht uns ein grosses Jubiläum bevor! Hugo Rossel E-Mail: h_rossel@swissonline.ch


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BITTE MELDE DICH

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

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 Gesucht wird: Walburga Heule (lediger Name), 1959–1962. Sie wohnte in Widnau SG und ging von 1959 bis 1962 mit mir ins Institut St. Elisabeth in die Schule. In dieser Zeit wohnte sie bei Familie Liechtensteiger in Buchs SG. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand etwas über sie wüsste. Maya Oberholzer E-Mail: nima46@bluewin.ch

Meldet euch zum Klassentreffen!  Gesucht werden: Kathrin Schu­ biger, Vera Lauper, Ruth Meier, Basel, 1972–1975. Zufällig haben sich vier von uns nach langer Zeit wiedergefunden. Wir haben beschlossen, nach 40 Jahren eine Klassenzusammenkunft zu organisieren. Ausser Kathrin Schubiger, Vera Lauper

und Ruth Meier (ledige Namen) haben wir alle Mitglieder des Lehrjahrs der Biologielaboranten Roche gefunden. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand Näheres über den Verbleib dieser drei Frauen mitteilen könnte. Urs Kämpfer E-Mail: lup.kaempfer@bluewin.ch

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LESERAKTION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

SCHNEESCHUHWANDERN IN WENGEN | 109

Buchen und profitieren Das Migros-Magazin und Baumeler Reisen bieten den Leserinnen und Lesern zwei Schneeschuh-Wandertage im Berner Oberland mit einer Übernachtung im Hotel Victoria-Lauberhorn in Wengen an. Der Preis pro Person im Doppelzimmer beträgt 270 Franken.

Schöne Aussichten: Schneeschuhlaufen durch die Wengener Berglandschaft macht Spass.

Spuren im Schnee

Ab nach Wengen: Das Migros-Magazin und Baumeler Reisen bieten den Leserinnen und Lesern zwei Tage Schneeschuhwandern zum Sondertarif an.

W

interzeit ist Schneesportzeit – auch in Wengen im Berner Oberland. Die weisse Pracht glitzert unter dem blauen Himmel, vor dem Bergpanorama mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Gross und Klein holen Ski, Schlitten oder Snowboards her­ vor und stürmen die Gipfel. Doch nicht jeder Schneefan wünscht sich Action. Wer nicht den ganzen Tag über die Pisten brettern möchte, kann stattdessen an einer geführten Schneeschuhtour teilnehmen. Mit speziellen Schuhen wandert man durch verschneite Wälder, Bergtäler und Winterlandschaften rund um Wengen. Am Abend erholen sich die Wan­ derer im zentral gelegenen Mittel­ klassehotel Victoria­Lauberhorn mit grossem Wellnessbereich. Der Besuch

des Solbads hilft, die Füsse wieder auf­ zuwärmen. Danach gönnt man sich ein feines Abendessen in einem der beiden hoteleigenen Restaurants und geniesst zum Abschluss vielleicht noch einen Drink an der Cocktailbar. Das Migros­Magazin und Baumeler Reisen bieten geführte Schnee­ schuhwanderungen im Berner Ober­ land zum Sonderpreis an. Das Angebot umfasst jeweils zwei Tage im März, die Wanderungen dauern zwischen zwei und vier Stunden. Es werden keine grossen Höhenunterschiede über­ wunden, Kondition und Trittsicher­ heit sind jedoch wichtig. Technische Vorkenntnisse müssen die Interes­ sierten keine mitbringen, da sich die Lauftechnik mit den Schneeschuhen leicht lernen lässt. Also, worauf warten Sie? Ab nach Wengen!

Im Preis inbegriffen: Eine Nacht im Hotel Victoria-Lauberhorn in Wengen inklusive Halbpension, Trinkgelder im Hotel, zwei Schneeschuhwanderungen, LVS-Ausrüstung, Baumeler-Reiseleitung/ Wanderführung. Zuschläge: 25 Franken für Einzelzimmer, 20 Franken für die obligatorische Annullierungskostenversicherung. Reisedaten: 8. bis 9. 3. 15 9. bis 10. 3. 15 10. bis 11. 3. 15 11. bis 12. 3. 15 12. bis 13. 3. 15 13. bis 14. 3. 15

Sonntag bis Montag Montag bis Dienstag Dienstag bis Mittwoch Mittwoch bis Donnerstag Donnerstag bis Freitag Freitag bis Samstag

Buchungsadresse: Baumeler Reisen AG Telefon 041 418 65 65 Fax 041 418 65 96 E-Mail: info@baumeler.ch Hinweis: Bitte erwähnen Sie bei der Buchung das Stichwort «Migros-Magazin».


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN

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UNTERHALTUNG | 111

ZUSÄTZLICH: Eine von 5Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das blau eingefärbte Feld!

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.2.2015, 24 Uhr

Treppenlifte

CH-9620 Lichtensteig Tel. 071 987 66 80

www.hoegglift.ch

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.2.2015, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

BLEIBEN SIE MOBIL! MIT UNS.

HERAG AG Treppenlifte Tramstrasse 46 8707 Uetikon am See info@herag.ch www.herag.ch 044 920 05 04

Auflösung Nr. 5: EISENBAHN Gewinner Nr. 4: Mina Gfeller, Interlaken BE; Rosa Bätschmann, Ehrendingen AG; Helene Gautschi, Kriens LU; Else Stern, Vinelz BE; Sonja Kuster, Schmerikon SG; Erich Hammelmann, Winterthur ZH; Romy Glauser, Hinwil ZH; Silvia Reutegger, Buchs SG; Lotti Bär, Lotzwil BE Ulrich Wehrli, Küttigen AG Gewinner «Zusatz» Nr. 4: Heidi Leemann, Wetzikon ZH; Daniela Waber, Hagenbuch ZH; Walter Reuteler, Seewen SZ; Jeannette Graf, Uster ZH; Paul Gunziger, Vaduz FL


RÄTSEL & SPIELE 112 |

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UNTERHALTUNG

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was wird als Küchengewürz verwendet? I

Ingwarum

D Ingwer

A Ingwo

So nehmen Sie teil

2. Welches Werkzeug ist auch ein Nebenfluss der Saane?

5. Welche Farbe ist beim Symbol des Google Chrome-Browsers nicht vorhanden?

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 VORRUNDE Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

B schwarz

Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.2.2015, 24 Uhr

R Sense

N Sichel

E

Hammer

3. … kann nur mit der Luftseilbahn erreicht werden. T

Sonogno

E

Bettmeralp

G Mitlödi

4. Einer C-Dur ist welches Vorzeichen vorangestellt? E

Þ

U #

H keines

R blau

M rot

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

6. Wo kommt die «D -Schicht» vor? N Wolkenbildung

E

Atmosphäre

U Erdmantel

7. Wofür gilt das sogenannte «Ashley-Buch» als Standard- und Referenzwerk? A Fotografie

C Knotenkunde

N Orientalistik

8. Welcher Kobold wohnt angeblich in jeder finnischen Sauna? N Turku

H Tonttu

T

Raisio

Auflösung Nr. 5: KABARETT Gewinner Nr. 3: Marie-Theres Camenzind, Küssnacht SZ; Sophie Koch, Pratteln BL; Franz Gassmann-Wyss, Zell LU

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

3 1 5

N

2 4

FORL EUL E GLUTNEST KALTLUFT KOPFNOT E MI TAUTOR RENNAUTO T A R N N AME TRAGLAST UNTUGEND VERLEGEN

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 MOTEL Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.2.2015, 24 Uhr

1

2

3

4

5

Auflösung Nr. 5: KANTE Gewinner Nr. 4: Anna Eicher, Ricken SG; Martine Hunziker, Rombach AG; Sandra Schmid, Weiningen ZH

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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UNTERHALTUNG | 113

BIMARU

BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü3 6 5 3 2 cken und Verbindungen mit mehr als 2 Linien sind nicht erlaubt. 1 www.raetsel.ch/bruecken

2 1 2 2 0 2

Auflösung Nr. 5:

2

1

3

2

4

7

6

2

5 1 3 5

2

2

1

2

0

2

0

4

2

2

2 3

2 3

3 3

3

3 2 1

3 2 4

4 2

3 3 3 2

5 3 3

Auflösung Nr. 5: 2 3 6

1

4

3 2

1 2 2 3

5 1 3

2

2

5

1

3 3 4

2

3

3 3

3 5 2 2

3 2 2 3 2

2 5 3 2

KINDEREGGE

VERSCHNE ITE BERUFE

R ätse lspas s

Nina hat einige Schneemänner gebaut. Welcher Schneemann hat welchen Beruf?

EIN TAG IM SCHNEE Nina, Hugo und Tobi wollen ab auf die Piste. Was benötigen sie dafür? Kreuze an!

Lösung: Ski, Skibrille, Helm, Schlitten

Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

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Das macht Spass! Bau doch auch mal einen Schneemann.

www.lilibiggs.ch

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Auflösung: Feuerwehrmann, Gärtner, Koch, Kaminfeger

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 |

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UNTERHALTUNG | 115

SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 2

1 6 8

8 7

5

9

5

9 1 6 7

4

6 3

7

9 3

9 6 7 3

2 4 8

Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

So nehmen Sie teil

Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 8.2.2015, 24 Uhr

5

Auflösung Nr. 5: 976 4 9 5 7 3 6 2 1 8

7 6 8 2 1 5 9 4 3

1 2 3 8 4 9 7 6 5

5 1 9 4 7 2 3 8 6

8 3 7 6 5 1 4 2 9

2 4 6 9 8 3 5 7 1

3 7 2 5 6 8 1 9 4

6 5 4 1 9 7 8 3 2

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

9 8 1 3 2 4 6 5 7

Gewinner Nr. 4: Marianne Jud, Maseltrangen SG; Laetitia Naefen, Granges VS; Albert Girard, Glovelier JU; Christian Joss, Winterthur ZH; Hanspeter Eberhard, Ftan GR

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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch

Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild

Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara

Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Online: Reto Meisser, Reto Vogt

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi

Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,

Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann

Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Druck: Ringier Print Adligenswil AG


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MEINE WELT 118 |

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BENDRIT BAJRA

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NR. 6, 2. FEBRUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

«Mein BMW ist wie meine Frau»

Der Detailhändlerlehrling Bendrit Bajra hat auf Facebook über 150 000 Fans. Sein Ding: Er dreht Videos, in denen er Schweizer und Ausländer parodiert. Am Samstag tritt der Autofreak im Vorprogramm von Skandalrapper Bushido erstmals als Komiker auf.

Wo würdest du gern leben?

Vielleicht in Dubai. Ich war zwar noch nie da, aber ich habe Fotos gesehen und glaube, es würde mir dort gefallen. Oder in der Türkei: Ich mag die Leute dort. Beruf und Lebenslauf:

Name: Bendrit Bajra (19) Sternzeichen: Steinbock Wohnort: Zürich

Ich bin im 3. Lehrjahr als Detailhändler für Autoteile. Vor einem Jahr begann ich auf Facebook Videoclips über den Alltag von Jugendlichen hochzuladen. Nach ersten Erfolgen spezialisierte ich mich auf das Thema «Ausländer-Schweizer». Mittlerweile habe ich über 150 000 Follower: Viele Junge, aber auch bis über 60-Jährige, haben mich abonniert. Am kommenden Samstag trete ich erstmals als Stand-up-Comedian auf: am Swiss Nightlife Award, als Vorprogramm der Rapper Bushido und Shindy. Mein Ziel:

Zuerst die Lehrabschlussprüfung bestehen und dann mein Hobby zum Beruf machen. Was ich mag:

Essen.

Was ich nicht mag:

Frauenfeindlichkeit, das nervt mich brutal. Was ich an mir mag:

Meine Bodenständigkeit. Mein Tick:

MEIN LIEBLINGSPRODUKT

«Der Ice­Tea Lemon, der ‹Jugo­Ice­Tea›! Der ist legendär bei den Balkanesen: Er ist günstig und gut. Mit dem neuen Schraubdeckel ist er noch besser: Vorher schwappte beim Öffnen immer ein bisschen was raus.»

Ich habe das Handy oft in der Hand – auch in der Schule oder bei der Arbeit. Das fiel auch schon negativ auf.

erinnere mich noch an seine ersten Alben, die ich gehört habe – und nun stehe ich mit ihm auf der Bühne. Mein schlechtester Entscheid:

Das iPhone 6+ zu kaufen: Es ist einfach zu gross, um es in einer Hand zu halten, und auch zum Filmen total unpraktisch. Mein dümmster Streich:

Das war bei einer Schulwanderung: Der Lehrer sagte, wir sollten vorauslaufen, wir träfen uns beim Brunnen. Mein Cousin und ich – das hätte übrigens nie passieren dürfen, dass wir in derselben Klasse sind – nahmen eine Abkürzung durch den Wald. Plötzlich sahen wir den Rega-Helikopter über uns kreisen. Wir erschraken und dachten, es wäre was passiert. Als wir beim Brunnen warteten – wohlgemerkt: Wir waren eine halbe Stunde zu früh –, rannte uns der Lehrer entgegen. Er kochte vor Wut. «Die Rega hat nach euch gesucht!», schrie er. Da er uns auf dem Weg nicht mehr gesehen hatte, ging er vom Schlimmsten aus …

«Kaya Yanar mit seiner Sendung ‹Was guckst du?›. Der Typ ist brutal mit seinem Humor, den schaute ich von klein auf immer. Es wäre cool, wenn ich ganz nach ihm käme.»

Als mein Auto abgeschleppt wurde: Ich hatte es im Parkverbot abgestellt. Meine schweizerischste Eigenschaft:

Ich bin kein Raser, beim Autofahren bin ich typisch schweizerisch. Meine kosovarischste Eigenschaft:

Das Autowaschen: etwa drei, vier Mal pro Woche.

Was ich an der kosovarischen Mentalität schätze:

Den Zusammenhalt in der Familie.

Was ich an der schweizerischen Mentalität schätze:

Meine Lieblingsmusik:

Mein Land:

Von klein auf höre ich Hip-Hop und werde es immer tun. Meine Helden sind: Bushido, 50 Cent, Snoop Dogg und Noizy – ein albanischer Rapper. In welcher Sprache gerappt wird, ist zweitrangig. Für mich kommt es darauf an, wies klingt. Der Auftritt mit Bushido ist ein mega Traum, der in Erfüllung geht: Ich

MEIN VORBILD

Mein schlimmster Moment:

Mein Lieblingsessen:

Als Bendrit: Cevapcici. Als Yannick (meine Schweizer Kunstfigur): Züri Geschnetzeltes.

Bild: Nadine Dilly

Wieso lebst du in Zürich?

Ich bin hier in Schwamendingen geboren und aufgewachsen.

Anstand, das merke ich beim Kundenkontakt: Ich hatte noch nie mit unanständigen Schweizern zu tun. Beide Länder gehören zu mir: der Kosovo und die Schweiz. Nach drei Wochen Albanien habe ich wirklich Heimweh. Aber an beiden Orten bin ich ein Ausländer. Mein Tabu:

Über Religion mache ich keine Witze.

Text: Laila Schläfli Bilder: Jorma Müller

MEINE SAMMLUNG

«Ich bin ein Abo­ wechsler oder Ver­ tragsverlängerer: Ich habe einfach so einen Tick mit Handys: Die al­ ten behalte ich, um sie meinem Vater zu schenken oder meinen Ver­ wandten in den Kosovo zu schi­ cken. Da sieht man übrigens wieder den – für Albaner typischen – Familienzu­


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MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 6, 2. FEBRUAR 2015

BENDRIT BAJRA | 119

MEINE KULTUREN

MEINE SUCHT

«Ich bin in beiden Kulturen auf­ gewachsen: der kosovarischen und der schweizerischen. Im Kosovo habe ich keine Sorgen, und die Schweiz liebe ich: Hier schätze ich das Bildungssystem, das ist vermutlich das beste weltweit. Wenn du hier nichts erreichst, bist du selber schuld.»

«Wenn ich fahre, fühle ich mich total gut, bin ich total glücklich. Es ist auch gut zum Beruhigen – obwohl: Um mich wütend zu ma­ chen, braucht es viel. Ich würde nie einfach nur im Quartier eine Runde drehen: Kurzstrecken sind das Schlimmste für den Motor. Mein BMW ist wie meine Frau.»

MEIN DING

«Das allererste Video zeigt mich frühmorgens beim Gamen, wäh­ rend ich von meinem Vater auf Albanisch beschimpft werde. Es war einfach eine lustige Situation, und ich dachte, ich stelle es öffentlich auf Facebook, um anderen eine Freude zu machen. Ich war brutal überrascht, als es über Nacht 800 Likes hatte. So fing das Ganze an. Später wünschten sich viele etwas zum Thema ‹Ausländer­Schweizer›. Anfangs hatte ich mega Angst. Ich dachte, die Schweizer verfluchen mich für diese Videos.»

MEIN LIEBLINGSRESTAURANT

«In den Binzgarten beim Bahnhof Oerlikon gehe ich etwa zwei Mal pro Woche, um Shisha zu rauchen. Alle meine Kollegen hängen hier. Wir teilen uns aber keine Wasserpfeife: Jeder raucht eine für sich. Mein Lieblingstabak ist Traube­Minze.»

MEIN LIEBLINGSORT

MEINE ELTERN

«Anfangs hatten meine Eltern das mit den Videos nicht mitgekriegt. Irgendwann merkten sie, dass Fremde auf der Strasse mich erken­ nen. Mittlerweile schauen auch sie meine Film­ chen an. Ihnen gefallen die Klischees nicht, die ich zeige: Albanerväter, die ihre Kinder schla­ gen. Denn mein Vater hat das nie gemacht.»

«In der Garage bei meinem Auto! Ich habe es von meinem Vater geschenkt bekommen. Oft gehe ich runter und schaue nach ihm: zum Kontrollieren, ob alles in Ordnung ist, oder zum Putzen – oder einfach zum Kuscheln. Autos sind meine grösste Leidenschaft. Schon als Kind wollte ich in jedem Auto Probe sitzen. Für mich war klar, dass ich einen Beruf in diesem Bereich erlernen werde.»


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