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Migros Magazin 06 2011 d AA Kopie

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SCHWEIZER ENERGIEDEBATTE 30

Wissenschafter Franz Baumgartner will mehr Sonnenkraft im Stromnetz. Ausgabe Aare, AZA 3321 Schönbühl-Shoppyland. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

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40 JAHRE FRAUENSTIMMRECHT 12

Jubeljahr der Frauen

Abstimmen ist für Bettina Nägeli selbstverständlich. Elisabeth Pletscher (unten) musste dafür lange kämpfen.

NANOMANIA 40 Bilder Daniel Winkler, Gerry Nitsch

Nr. 6, 7. Februar 2011

Die bunten Nano-Figuren begeistern die Migros-Kinder. EXOTISCHE FRÜCHTE 72

Kiwi, Litschi und Ananas bringen Farbe in die Küche. Adressänderungen am Postschalter melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 565 84 01. E-Mail: dienstleistungen@gmaare.migros.ch


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DIESE WOCHE

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

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EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor

Eine Frau, mitten im Leben Schade, ich hätte sie gerne kennengelernt: Elisabeth Pletscher, die kämpferische,

hemdsärmelige ig und mit einem messerscharfen Verstand gesegnete Ap Appenzellerin. Die sich zeitlebens für die Rechte de der Frau stark machte. Nein, keine klassische Fe Feministin, aber eine entschlossene, mitten im Le Leben stehende Frau. Die 40 Jahre als Cheflaborantin am Unispital Zürich arbeitete, aber ihre Trogener Wurzeln nie vergass. Geboren 1908, in einer Zeit, als das Frauenstimmrecht noch nicht einmal ein Thema war. Gestorben 2003, als das Mitwirken der Frauen am Kämpferin für die Rechte der politischen Prozess schon völlig normal war und Frau: Elisabeth Pletscher. sie auch in der Landesregierung mittaten. Wie viel die jungen Frauen, die wir zum 40. Jahrestag des Frauenstimmrechts

zu Worte kommen lassen, von Elisabeth Pletscher und anderen Vorkämpferinnen wie Aline Auer (Seite 14) wissen, sei dahingestellt. Sicher ist: Das Recht abzustimmen ist für sie kein Thema mehr. Die Gleichberechtigung auf anderen Ebenen aber durchaus. Faire Löhne, gleiche Berufschancen, geteilte Familienaufgaben, dies sind die Fragen, die Ariane, Christine, Mergime und Co. bewegen. «In der Berufswelt ist die Gleichberechtigung noch nicht angekommen», sagt die 19-jährige Kantonsschülerin Christine Thusz aus Aarau. Nein, der Gang zur Urne ist für die jungen Frauen zu einem selbstverständlichen Recht geworden. So selbstverständlich, dass ihn viele gar nicht mehr unter

Happy Birthday Ken

24

Barbies Ex-Freund Ken feiert heuer den 50. Geburtstag. Und der Mann will seine grosse Liebe zurück. Da kommen Sammlerinnen wie Marianne Eckert ins Schwärmen. Das Inhaltsverzeichnis finden Sie auf Seite 7

Bilder François Wavre/Rezo, RDB

die Füsse nehmen. Aber das wäre wieder eine andere Geschichte …

hans.schneeberger@migrosmagazin.ch

M-Infoline: Tel. 0848 84 0848* oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). m-infoline@migros.ch; www.migros.ch M-CUMULUS: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). m-cumulus@migros.ch; www.m-cumulus.ch Redaktion Migros-Magazin: Postfach 1751, 8031 Zürich, Tel. 044 447 37 37, Fax 044 447 36 01 redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch; * Normaltarif

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DIESE WOCHE

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

MENSCHEN

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BESSER LEBEN

Die Stimme der Frauen

12

Happy Birthday Ken

24

1971 erhielten die Schweizer Frauen endlich das Stimm- und Wahlrecht. Erinnerungen an einen harten Kampf in stürmischen Zeiten.

INTERVIEW

Tauben riechen sich nach Hause 83 Verspielter Mensch 84 Tiere: CSI für Kaninchen 91 Premiere: Die erste KaninchenSpring-EM findet in Wollerau im Kanton Schwyz statt.

Franz Baumgartner

30

Der Energiewissenschafter rät von neuen Atomkraftwerken ab und hofft auf Sonne, Wind und Wasser.

NEUES AUS DER MIGROS

Der Dorffilmer

38

Simon Baumann wohnt seit 30 Jahren in einem kleinen Berner Dorf. Jetzt dreht er einen Film über seine Heimat und will ihr so näher kommen.

Nanomania

40

DAS BESTE

Essen wie auf dem Balkan

TV-Koch Erik Haemmerli zeigt, wie die wunderbaren SarmaKohlwickel gemacht werden.

Bitte mehr von diesem Kaffee! Gut gerüstet in der Alters-WG Süsse Versuchungen Eine Rose für die Liebste Es werde Licht Badezimmer-Invasion

42

45 46 61

Auto: VW Sharan

92

Die sechsköpfige Familie Kalberer testete den Neuen von VW und war begeistert.

RUBRIKEN Migros-Woche Leserbriefe Auf ein Wort Bild der Woche Kolumne: Der Hausmann Glücksgriff Rätsel/Impressum

8 11 20 23 29 99 101

UNSERE WELT Maryli «La Lupa» Herz-Marconi 102

Maryli «La Lupa» Herz-Marconi

102

Die Zürcher Sängerin mit Wurzeln im Tessin fährt gerne Tram, liebt Hüte und kann bei Süssem fast nicht Nein sagen.

63 65 67

Diane Brill

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Fernweh, das man essen kann

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Die Mutter aller It-Girls liebt den Valentinstag und steht auf Kokos– pudding mit Mangocreme.

Kokosnuss, Kiwi oder Litschi bringt eine exotische Note in die Schweizer Küchen.

IHRE REGION Neues aus Ihrer Genossenschaft 77

Bilder Gerry Nitsch, Tina Steinauer

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8 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

Rosen aus Ecuador Die Migros importiert Rosen aus Ecuador per Schiff — der Umwelt zuliebe..

Blumenpflückerin aus Ecuador. Valentinstagklassiker: Rote Rosen.

A

m 14.Februar ist Valentinstag. Zyniker ker behaupten, dass dieeerser bloss auf eine Verten schwörung der Floristen zurückgehe, um das Geschäft anzukurbeln. Frischchverliebte schert das jedoch herzlich wenig: Der Valentinstag gilt als Tag der Liebe, und viele werden ihre Liebsten mit einem Blumenstrauss überraschen. Die Migros sorgt dafür, dass diese Liebeserklärung nicht zum emotionalen Spagat für diejenigen wird, die dabei auch auf die Umwelt achten wollen: Neu gelangt ein Teil der Rosen aus Ecuador mit dem Schiff nach Europa

und nicht wie bis anhin per Flugzeug. Die Umweltbelastung ist trotz längerer Reisezeit bedeutend geringer: So werden die durch den Transport verursachten Treibhausgase um mehr als 90 Prozent reduziert. Heute werden zehn Prozent der Rosen aus Ecuador verschifft; die Migros nimmt hier eine Vorreiterrolle ein und plant, den Schiffstransport weiter auszubau-

en. 85 Prozent aller in der Migros verkauften Rosen tragen übrigens das Max-Havelaar-Label, das für fairen Handel steht. cp Zum Valentinstag: Mehr über die Rosen von Max Havelaar erfahren Sie auf Seite 63. Königin der Nacht Dianne Brill: Die Kochgeschichte auf Seite 68 widmet sich dem Valentinstag.

Preisbarometer

In den letzten Jahren wurden die NiveaSonnenschutzmittel kontinuierlich verbessert und verfügen heute über einen stärkeren Kälteschutz und bessere UV-Filter. Dies schlägt sich nun auch im Preis des Nivea Sun Alpin me Combistick und Creme LF 15 nieder. Das 2-in-1-Produkt — gleichzeitig Sonnenschutzcreme für das Gesicht und Stick für die Lippen — kostete bis anhin 8.95 Franken. Der neue Preis beläuft sich auf 9.80 Franken.

AUS DER REGION MIGROS AARE

Schlemmen wie bei Mutti

Es wird gemunkelt, dass das Wort währschaft in einer geselligen Runde bei herzhaftem Essen und vollen Tellern entstanden ist. Aus «Wer schaffts, diesen Teller leer zu essen?» wurde im Dialekt «Wär schaffts?» und schliesslich «währschaftes Essen». Die währschafte Küche ist aus Rezepten unserer Mütter und Grossmütter bekannt: traditionelle, gutbürgerliche Gerichte in üppigen Portionen. Besonders beliebt sind Zutaten wie Wintergemüse, Sauerkraut, Würste, Speck oder Siedfleisch. All diese Zutaten finden Sie jetzt in den Supermärkten Ihrer Migros Aare.

Bilder Severin Nowacki, Keiko Saile, Max Havelaar-Stiftung, Ron Giling/Lineair

NEWS


MIGROSWOCHE

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Für den Regenwald

Suberg im Fokus

Der 32-jährige Filmemacher Simon Baumann gewann den ersten CH-Dokfilm-Wettbewerb. Sein Preis: Er erhält vom Migros-Kulturprozent Unterstützung von 400 000 Franken für seinen Dokumentarfilm über sein Berner Heimatdorf Suberg. Der Film soll Baumanns Ziel dokumentieren, sich in Suberg zu integrieren. Auf die Dorfbewohner hat er sich bisher nie eingelassen. Nachdem seine Freunde aus der Kinderzeit von Suberg nach Zürich oder nach Berlin gezogen sind, will er die heutigen Bewohner von Suberg endlich kennenlernen. Ob ihm das gelingen wird? Das Migros-Magazin besuchte den Jungfilmer in Suberg. Lesen Sie mehr ab Seite 38.

Die Migros hat zusammen mit dem WWF, Importeuren, und anderen Unternehmen und Verbänden ein Soja-Netzwerk gegründet. Die zwölf Mitglieder haben sich vertraglich verpflichtet, den Anteil der importierten Soja aus nachhaltiger Produktion bis ins Soja ist weltweit ein begehrter Jahr 2014 auf mindes- Rohstoff. tens 90 Prozent zu steigern. Damit sollen der Ur- tion von Soja weltweit auf rund wald und artenreiche Savannen 230 Millionen Tonnen pro Jahr geschützt und die Rechte der anwachsen lassen – doppelt so Landarbeiter garantiert werden. viel wie noch vor 20 Jahren. DaSoja ist ein zentraler Roh- mit geht die Zerstörung von Trostoff zur Herstellung von Futter- penwäldern in Südamerika einmitteln. Für Schweine, Rinder her. Zudem kommt es immer und Geflügel. Der steigende wieder zu Konflikten um LandFleischkonsum hat die Produk- nutzungsrechte. cp

Die Chormitglieder: Heidy Beeler, Daniela Föhn und Liss Heinzer mit dem Bild ihrer nicht anwesenden Kollegin Lea Heinzer (von links).

Ab nach London!

Nimmt sein Heimatdorf unter die Lupe: Regisseur Simon Baumann.

Ende November 2010 rief die Migros dazu auf, beim grössten virtuellen Weihnachtschor der Schweiz mitzumachen. Teilnehmen konnten alle, die Zugang zu einer Webcam hatten. Es galt, den Weihnachtsklassiker «Stille Nacht» aufzunehmen und anschliessend ins Internet hochzuladen. Zu gewinnen gab es Reisegutscheine von Hotelplan für ein Wochenende in London im Wert von 1000 Franken pro Chormitglied. Insgesamt wurden 50 Chöre ausgezeichnet, in der Jury befand sich mit Patric Ricklin ein diplomierter Opernsänger. Die beste Benotung erhielt der Chor «FürFrauenPower».


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LESERBRIEFE

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

MM 5: «Tempo Teufel in St. Moritz», Bericht über das traditionelle Pferderennen White Turf.

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White Turf 2009: Valeria Holinger (links) prescht mit bis zu 50 Kilometer pro Stunde über den gefrorenen St. Moritzersee.

Grüne Pisten

Der Artikel gibt St. Moritzer Cüpli- und Pelzatmosphäre gut wieder. Als Pferderennsport-Fans möchten wir allerdings klarstellen, dass im Oberengadiner Nobelort der Slogan «Sehen und gesehen werden» im Vordergrund steht. Den grösseren Anteil richtiger Pferde- und Sportfreunde findet man auf den Unterländer Rennplätzen, solange die Pisten grün sind. In Bluejeans und bei Bratwurst.

Werner Schmid, 8455 Rüdlingen

MM 5: Leserbrief zum Leserbrief von Paul Zürcher über «Ewigi Liebi».

Viele sehen die Ehe nur als Vertrag

Ich finde es mehr als absurd, über die Liebe zu schreiben, die Liebe sei eine Krankheit. Mit Achtung und Respekt erlebt, kann es fast nichts Schöneres geben als die Liebe. Wahrscheinlich hat Paul Zürcher die Liebe nie ganz erlebt. Vreni Fenz, 3604 Thun

Herr Zürcher tut mir leid. Er glaubt nicht mehr an die grosse Liebe. Kein Wunder, wird doch die Liebe heute mit Egoismus gleichgesetzt. Man fragt sich nur noch: Was bringt mir der Partner? Wenn er meine Bedürfnisse nicht mehr erfüllt, kann er gehen. Und wenn mir jemand anderes besser gefällt, dann kann ich auch gehen. Das ist eben Vertragsdenken. Früher schloss man einen Ehebund. In einem Bund sind die Bundespartner ohne Bedingungen füreinander da. Ein Bund wird auf der Grundlage des gegenseitigen Vertrauens geschlossen. Ein Bund ist ewig und unauflöslich, die Bundespartner haben eine gegenseitige

unbegrenzte Verantwortung füreinander, auch wenn unvorhergesehene Umstände eintreffen. Ich bin jetzt 42 und seit 22 Jahren mit demselben Mann zusammen. Auch wir haben unsere Krisen, dachten auch mal an Scheidung. Doch wir haben einen Sohn. Für ihn wollten wir durchhalten. Kinder wünschen sich nichts mehr, als dass ihre Eltern zusammenbleiben. Heute habe ich wieder Schmetterlinge im Bauch, wenn ich meinen Mann sehe.

werden oft Zielsetzungen für fünf Jahre erstellt. Die Ehe kann jedoch nicht mit einem Fünfjahresplan agieren. Die Basis für eine harmonische Ehe ist Vertrauen und der Wille, füreinander da zu sein, sowohl in guten wie in schlechten Tagen. Seit über 60 Jahren habe ich die gleiche Frau – die ich vor über 55 Jahren geheiratet habe. Wir haben zusammen schöne und schwere Zeiten erlebt. Und im Alter wissen wir, dass sich der gegenseitige Respekt gelohnt hat.

Paul Zürcher hat den Vorschlag gemacht, auf das Eheversprechen auf Lebenszeit zu verzichten und dafür einen Fünfjahresvertrag abzuschliessen. In der Wirtschaft

MM 5: «Wettlauf gegen die Zeit», Artikel zu verschwundenen Personen in der Schweiz.

Erika Eggenberger, 4710 Balsthal

«Heute wird Liebe mit Egoismus gleichgesetzt. Man fragt sich: Was bringt mir der Partner?»

E. Eggenberger, 4710 Balsthal

René Bär, 6330 Cham

Die Erinnerungen sind wieder aufgebrochen

Mit grosser Betroffenheit habe ich Ihren Artikel gelesen. Er reisst mich in einen Strudel der Erinnerungen. Wir haben vor sechs Jahren unseren Sohn am Aletschgletscher verloren. Er ist abgestürzt und in eine Gletscherspalte gefallen. Drei Tage wurde mit Helikoptern gesucht, gefunden wurde er nicht. Er war 26 Jahre alt und unser einziges Kind. Er ist tot, er muss tot sein. Der Verstand

akzeptiert diesen Satz, aber das Herz nie. Eigenartigerweise akzeptiere ich inzwischen sein Gletschergrab. Er soll dort bleiben, wo er seine Ruhe gefunden hat. Heute ist das Schlimmste überwunden. Ja, das Leben geht weiter, aber es hat allen Glanz verloren. Irmi Rüesch

8820 Wädenswil

MM 4: Zitat der Woche von Brenda Mäder.

Auch Sesselkleber werden gewählt

Brenda Mäder enerviert sich über die Sesselkleber im Nationalrat. In ihrer Empörung vergisst sie, dass auch Sesselkleber demokratisch gewählt werden müssen. Die Stimmberechtigten können einen langjährigen Politiker wiederwählen, wenn sie das möchten. Sie können auch eine Person auf dem Wahlzettel streichen, wenn sie das Gefühl haben, dass diese schon zu lange im Amt ist. Wenn sie dafür den Namen einer anderen Person aus der Liste doppelt aufführen, bleibt die Kraft der Partei voll erhalten. Hat Brenda Mäder im StaatskundeUnterricht geschlafen, als das Kumulieren behandelt wurde?

Roger Baer, 8049 Zürich

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Postfach 1751, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.


12 | Mig Migros-Magazin Migros ros gaz 6, 7. Februar Feb r 2011 011

Corinne Reber (19), Aeschlen BE, lernende Büroassistentin «Ich finde die Gleichberechtigung beim Abstimmen nur richtig. Ob Mann oder Frau — das darf keine Rolle spielen. Schliesslich sind wir ja nicht mehr im Mittelalter.»

Anjur Shora (18), Fribourg, lernende Büroassistentin «Ich stimme ab, wenn mich ein Thema besonders interessiert. Frauen sollen ihre Meinung sagen dürfen, auch wenn sie im Haushalt immer noch mehr übernehmen.»

Emily Mäder (26), Bern/USA, Studentin Sprachwissenschaft «Von New York in die Schweiz zu kommen war eine grosse Umstellung. Frauen mit lauter Stimme, die zu dem stehen, was sie denken, werden hier nicht gerne gesehen.»

kämpfte jahrzehntelang für das Frauenstimmrecht. 1990 durfte sie als 82-Jährige an der Landsgemeinde in Trogen AR erstmals abstimmen. 2003 starb Elisabeth Pletscher.

Endlich mündig!

Vor 40 Jahren haben die Schweizer Frauen das Stimmrecht errungen. Wie 40 junge Schweizerinnen von heute das hart erkämpfte Privileg nutzen und wo sie sich heute ungerecht behandelt fühlen.

Magdalena Lergier (23), Bern, Studentin Kommunikations- und Medienwissenschaften «Meine Grossmutter kommt aus Schweden. Für sie war es ein schwerer Einschnitt, hier nicht abstimmen zu dürfen.»

Viviane von Teufenstein (21), Bern, Studentin Jura «Gleiche Ziele erreichen wir nicht nur mit gleichen Rechten. Oft kommt es darauf an, wie man sich gibt, wie selbstbewusst man ist. Das ist Persönlichkeitssache.»

Sara Laila Kojic (21), Schwarzenburg BE, Studentin Soziale Arbeit «Als Frau mit einem serbischen Nachnamen ist die totale Gleichberechtigung zumindest bei mir noch nicht angekommen.»

Ines Hausammann (24), Ermatingen TG, Primarlehrerin «Ich stimme immer ab. Das Recht abzustimmen ist auch eine Pflicht. Gleichberechtigung erreichen wir nie ganz. Schon nur, weil Männer keine Kinder kriegen können.»

Bild Kantonsbibliothek AR

ELISABETH PLETSCHER: Die Grand Old Lady Ausserrhodens


MENSCHEN FRAUENSTIMMRECHT

Simone Plüss (18), Worb BE Schülerin «Ich finde, Gleichberechtigung ist unser Recht, auch wenn ich zum Beispiel nicht immer abstimmen gehe. Ich spüre keine Benachteiligung als Frau.»

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Mergime Maloku (19), Bümpliz BE, Kleinkindererzieherin «Als Muslimin in der Schweiz ist Gleichberechtigung ein wichtiges Thema für mich. Meinen Eltern war Integration wichtig. Ich bin selbstbewusst und nutze meine Rechte.»

Désirée Joyebaren (18), Interlaken BE, lernende Kinderbetreuerin «Abstimmen zu können ist für mich selbstverständlich — auch wenn ich weiss, dass es noch nicht so lange so ist. Jetzt sollte die Gleichberechtigung auch beim Lohn ankommen.»

Olivia Tschanz (21), Solothurn, Studentin Psychologie «Die Emanzipation ist in der westlichen Welt angekommen. Gleichberechtigung nicht ganz, gerade im Berufsleben. Aber auch Männer sind manchmal benachteiligt.»

Ariane Gerber (26), Bern, Studentin Germanistik «Emanzipation ist heute weniger politisch, mehr persönlich, auch wenn diverse Gleichstellungsfragen immer noch aktuell sind: Familienpolitik oder Lohngleichheit.»

Sophia Kuhn (19), Aarau, lernende Buchhändlerin «Abstimmen zu können bedeutet viel. Aber wir müssen für die Lohngleichheit weiterkämpfen oder dafür, dass wir Kind und Karriere besser vereinen können.»

Noemi Issartel (22), Solothurn, Studentin Psychologie «Dieselben Karrierechancen haben wir nicht. Was mich befremdet, ist das Erstaunen mancher Männer, wenn eine Frau in der Forschung Karriere machen will.»

Noelia Berez (20), Bern, Studentin Psychologie «In meinem Alter ist das Wahlrecht selbstverständlich. Fragen zur Lohnungleichheit und die unterschiedliche Unterstützung im Berufsleben interessieren mich.»

Christine Thusz (19), Aarau, Kantonsschülerin «Ich bin froh, dass ich abstimmen kann, gehe jedoch nur, wenn mir ein Thema am Herzen liegt. In der Berufswelt ist die Gleichberechtigung noch nicht angekommen.»

Vanessa Zingg (23), Möhlin AG, Sachbearbeiterin «Alle Menschen sollten gleich behandelt werden. Dass wir jedoch immer noch über Lohngleichheit diskutieren, zeigt, dass wir noch nicht da sind, wo wir sein sollten.»

Nathalie von Rotz (21), Stans NW, Studentin Soziologie und Wirtschaft «Abstimmen? Ich kenne nichts anderes. Für mich ist das selbstverständlich. Doch trotz dieser Gleichberechtigung sind zum Beispiel die Löhne von Männern und Frauen immer noch nicht dieselben. Und zu Hause diskutieren wir darüber, wer wie viel putzt. Da gibt es noch einiges zu bereden.»


14 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

«In meinem Garten lag eine gebrauchte Binde»

Aline Auer kämpfte in Ausserrhoden für das Stimmrecht. Die Juristin über Männer, die halfen, und solche, die feindselig reagierten.

V

or genau 40 Jahren, am 7. Februar 1971, hat die Schweiz als eines der letzten Länder Europas das Frauenstimmrecht eingeführt. In den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden mussten sich die Frauen jedoch fast 20 weitere Jahre gedulden. Aline Auer (61), Vorkämpferin in Appenzell Ausserrhoden, sagt, dass ihr Gerechtigkeitssinn sie damals zu Taten anspornte. Sie wünscht sich, die jungen Frauen wären kämpferischer. Aline Auer, an der Landsgemeinde 1989 sagten die Ausserrhoder Männer endlich Ja zum Frauenstimmrecht. Was fühlten Sie im Moment der Annahme?

Eine riesige Freude. Nach dem Ja fielen wir Frauen uns in die Arme. Damals verfolgte ich die Landsgemeinde von einem Fensterplatz aus. Und als ich die vielen Hände sah, die nach oben gingen, dachte ich nur: Jetzt muss der Landam-

mann Ja sagen, er muss, es reicht! Nach dem Entscheid warfen wenige Männer aus Protest ihren Degen, ihren Stimmrechtsausweis, weg. Dem Ja ging ein jahrelanges Ringen voraus. Sie verteilten Blumen und Kuchen, um die Männer umzustimmen, gründeten die Interessengemeinschaft für politische Gleichberechtigung der Frauen und reichten eine Petition ein, veranstalteten eine alternative Landsgemeinde für Frauen. Trotzdem bissen Sie immer wieder auf Granit. Waren Sie einfach zu brav?

Ja, wir haben uns stets recht moderat verhalten, waren quasi die braven Weiber, die Blumen und Kuchen verteilten. Die alternative Frauen-Landsgemeinde ist mir in bester Erinnerung geblieben. Während die Männer in Hundwil ihre politischen Geschäfte abwickelten, veranstalteten rund

150 Frauen eine Gegenlandsgemeinde in Trogen. Jede Frau, die etwas zu sagen hatte, stand auf einen gewöhnlichen Stuhl, der den Landsgemeindestuhl imitieren sollte. Die Polizei beobachtete unser Tun mit Argwohn und schoss mit übergrossem Objektiv Bilder aus dem Fenster des Polizeigebäudes. Gerne hätte ich diese Fotos angeschaut, bestimmt hätte man jeden Pickel darauf gesehen. Doch es gab auch weniger Erfreuliches: Eines Tages lag in meinem Garten eine gebrauchte Frauenbinde mit einem Zettel, auf den ein anonymer Schreiber geschrieben hatte: Soll das euer Stimmrechtsausweis sein? Anlässlich der Landsgemeinde, an der die Männer nicht einmal der Vorfrage zustimmten, ob sie ihr Einverständnis für eine einmalige Urnenabstimmung über das Frauenstimmrecht gäben, wurde dann das Kuchenbüffet verwüstet. Bei der Behandlung der Petition im Ständerat verteidigte der

Aline Auer (61) ist Juristin, Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und mittlerweile dreifache Grossmutter. Sie hat in ihrem Wohnkanton Appenzell Ausserrhoden aktiv für das Frauenstimmrecht gekämpft.

40 Jahre Frauenstimmrecht — 40 junge Frauen sagen ihre Meinung

Fiona Orner (23), Basel, Studentin Sozial- und Wirtschaftswissenschaften «Starke Frauen sind für mich starke Menschen. Sie beeinflussen ihr Umfeld, wo immer sie sich bewegen.»

Désirée Siess (24), Liestal BL, Schneiderin «Abstimmen zu können, ist für mich Alltag. Die Gleichberechtigungsfrage interessiert mich beim Thema Arbeit, gerade was Lösungen für Alleinerziehende betrifft.»

Saskia Kühner (18), Reinach BL, Lernende KV «Das Recht abzustimmen ist auch das Recht, seine Meinung sagen zu können. Das muss für Männer und Frauen gelten. Wie sonst können wir alte Muster aufbrechen?»

Aline Nussbaumer (19), Goldau SZ, Studentin Jura «Was Emanzipation und Gleichberechtigung anbelangt, sind wir in der Schweiz ziemlich fortschrittlich. Ich persönlich fühle mich nirgends benachteiligt.»


MENSCHEN FRAUENSTIMMRECHT

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Langer Kampf 1886: Zürcherinnen fordern auf kantonaler Ebene das Wahlrecht. Mit solchen Plakaten versuchten die Gegner die Frauen weiterhin von der Urne fernzuhalten. 1893: Der Arbeiterinnenverband verlangt ein nationales Frauenstimmrecht. 1918: Das Frauenstimmrecht gehört zu den Hauptforderungen der Gewerkschaften beim Generalstreik. 1919: Der Nationalrat überweist zwei Postulate zum Frauenstimmrecht. 1929: Beim Bund werden 249 237 Unterschriften für ein Frauenstimmrecht eingereicht. 1957: Der Bundesrat legt einen Entwurf zur Einführung des Frauenstimmrechts vor.

Helena Reichlin (19), Goldau SZ, Studentin Wirtschaft «Ich finde Gleichberechtigung sehr wichtig. Aber ich finde auch, dass wir die Möglichkeit haben sollen, uns nicht immer aktiv dafür interessieren zu müssen.»

Jasmin Hof (26), Basel, Verkäuferin «Abstimmen zu dürfen hat für mich keine spezielle Bedeutung. Es ist einfach normal. Ich persönlich fühle mich als Frau in keinem Bereich benachteiligt.»

Viola Amacher (18), Basel, lernende Drogistin «Es ist einfach ungerecht, dass Männer und Frauen für die gleiche Arbeit immer noch nicht denselben Lohn erhalten. Dafür würde ich mich engagieren.»

Nicole Buchmann (23), Sarnen OW, Studentin Kunst «Das Frauenstimmrecht ist relativ spät gekommen. Veränderung startet immer in den Köpfen. Jetzt sollten wir uns ungleiche Löhne und Karrierechancen vornehmen.»


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Blumenriviera

Vielseitige Insel Elba

Monaco - Piemont - Genua - Portofino

Siena - Marciana - Inselrundfahrten - Capoliveri

Die ligurische Küste liegt um den REISEDATEN Golf von Genua. Das Gebirge fällt 1. 17. - 21. April hier steil bis zur Küste ab, um2. 01. - 05. Mai schliesst malerische Buchten und 3. 08. - 12. Mai bietet Schutz gegen ungünstige Witterungseinflüsse. Entdecken Sie 4. 15. - 19. Mai das Fürstentum Monaco, das pulsierende Montecarlo und lassen Sie sich vom Charme der stolzen Hafenstadt Genua verzaubern. Auch ein Abstecher ins Piemont steht auf dem Programm. PREISE

Die Insel Elba gilt als kleines Para- REISEDATEN dies im Ligurischen Meer. Trotz ih1. 24. - 29. April rer tausendjährigen Geschichte hat 2. 01. - 06. Mai die Insel vor allem wegen des Auf3. 08. - 13. Mai enthalts von Napoleon grosse Bekanntheit erlangt. Elba hat aber 4. 15. - 20. Mai viel mehr zu bieten.

1. Tag, Schweiz - Alassio: Fahrt vom Einsteigeort via Gotthard nach Alassio. 2. Tag, Ausflug Monaco - Montecarlo: Am Vormittag lernen Sie das schicke Fürstentum Monaco kennen. Vielleicht bummeln Sie gemütlich durch die malerischen Gassen, bevor Sie vor dem Mittag der Wachablösung beiwohnen. Anschliessend besuchen Sie Montecarlo, wo der Prunkbau des legendären Grand Casino nicht zu übersehen ist. 3. Tag, Ausflug Piemont: Durch die sanften Hügelzüge des Hinterlandes gelangen Sie nach Alba, dem Zentrum der weissen Trüffel. Weiterfahrt durch das ertragreiche Weinbaugebiet der besten italienischen Weine wie Barolo und Barbaresco. In einer Kellerei degustieren Sie diese berühmten Tropfen. 4. Tag, Ausflug Genua - Portofino: Dem Golf von Genua folgend, erreichen Sie die gleichnamige Stadt mit dem grössten Handelshafen Italiens. Geführten Stadtrundfahrt. Weiterfahrt nach Rapallo, von wo aus Sie per Schiff die Halbinsel Portofino erreichen. 5. Tag, Alassio - Rückkehr: Heimreise in die Schweiz zu den Einsteigeorten.

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LEISTUNGEN • Reise in luxuriösem 5-Stern Car • 4 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet • 4 Abendessen • Weindegustation • Schifffahrt Rapallo - Portofino • Stadtrundfahrt/-gang in Genua • Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm • Lokale Reiseleitung am 4. Tag -Leistungen (Reise 2) • HOTEL Hotel Lido, Alassio (off. Kat. ***) Gutes Hotel mit Restaurant und Bar. Lage: direkt am Strand.

1. Tag, Schweiz - Montecatini: Fahrt vom Einsteigeort nach Montecatini. 2. Tag, Siena - Marciana: Mit einem einheimischen Führer lernen Sie Siena kennen. Die Piazza del Campo gehört für viele zu den schönsten Plätzen Italiens. Reise nach Piombino, wo Sie die Fähre zur Überfahrt auf die Insel Elba nach Portoferraio erwartet. Weiterfahrt nach Marciana. 3. Tag, Westliche Inselrundfahrt: Der höchste Gipfel der bergigen Insel ist der Monte Capanne. Sie haben die Möglichkeit, mit einer Seilbahn auf 1018 m ü.M. zu schweben. Anschliessend fahren Sie nach Marina di Campo. Auf dem Rückweg zum Hotel besichtigen Sie in San Martino die Villa Napoleone. 4. Tag, Östliche Inselrundfahrt: Fahrt nach Porto Azzurro. Eine unterirdische Rundfahrt mit einem Bergbähnchen durch die kleine Mine vermittelt Ihnen Eindrücke von der Arbeit und dem Leben der Bergarbeiter. Freie Zeit für einen Spaziergang der eleganten Seepromenade entlang, bevor Sie eine Bootsfahrt unternehmen. 5. Tag, Capoliveri - Marina di Pietrasanta: Am Vormittag haben Sie die Möglichkeit, in Capoliveri den Markt zu besuchen. Gegen Mittag verlassen Sie mit der Fähre die Insel Elba und begeben sich wieder aufs italienische Festland. Weiterfahrt nach Marina di Pietrasanta. 6. Tag, Marina di Pietrasanta - Rückkehr: Heimreise in die Schweiz zu den Einsteigeorten.

EINSTEIGEORTE Route A Kallnach*, Biel, Basel, Bern, Zürich *, Olten, Luzern Route B Kallnach*, Basel, Bern, Zürich *, Olten, Luzern

PREISE

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Die Preise gelten bei Buchung über www.marti.ch. Andere Buchungsstellen erheben in der Regel eine Auftragspauschale.

Es gelten die allgemeinen Reise- und Vertragsbedingungen der Ernst Marti AG

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LEISTUNGEN • Reise in luxuriösem 5-Stern Car • 5 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet • 5 Abendessen • Seilbahnfahrt auf den Monte Capanne • Schifffahrt ab Porto Azzurro • Stadtrundfahrt/-gang in Siena • Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm -Leistungen (Reise 1) •

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Ernst Marti AG, 3283 Kallnach • Email: marti@marti.ch

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Doppelzimmer Einzelzimmer CHF Oblig. Annullationskosten-/ SOS-Versicherung CHF Option: Doppelsitz CHF zur Alleinbenützung CHF -Zuschlag

EINSTEIGEORTE Route A Kallnach*, Biel, Basel, Bern, Zürich *, Olten, Luzern Route B Kallnach*, Basel, Bern, Zürich *, Olten, Luzern

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Reservationen: 032 391 0 222

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MENSCHEN FRAUENSTIMMRECHT

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

damalige Ausserrhoder Ständerat Otto Schoch die Kantonsautonomie und bat seine Ratskollegen, nicht auf die Petition einzutreten. Er sagte: «Ihr könnt dem Kanton nicht vorschreiben, was er zu tun hat!» Schoch versprach aber in Bern, sich für eine Lösung im Kanton einzusetzen. Und er hat sein Versprechen eingelöst, war er doch Initiant der Umfrage «Und/Oder». Wie wichtig war die Solidarität der Männer im Allgemeinen?

Enorm wichtig. Alt-Landammann Hans Höhener und Ständerat Otto Schoch waren damals und heute sehr respektiert in Ausserrhoden. Ohne ihre Unterstützung wäre der Weg zum Frauenstimmrecht noch steiniger gewesen. Höhener und seine Familie wurden aber auch bedroht. Vor der letzten Abstimmung bekam er Polizeischutz.

«Die Polizei beobachtete unser Tun mit Argwohn und schoss Bilder.» Erfüllt es Sie eigentlich mit Stolz, Teil dieser Frauenbewegung gewesen zu sein?

Stolz? Nein. Mein Gerechtigkeitssinn sagte mir, dass ich für das Frauenstimmrecht kämpfen muss. Seit 1977 hatte ich jede Landsgemeinde besucht. Aber ich stand immer aussen am Ring. Das wollte ich ändern.

Zeigte Ihre Familie Verständnis?

Ja, schon. Als meine Töchter ins Alter kamen, in dem sie politische Fragen zu interessieren begannen, rutschte ihnen aber einmal die Bemerkung raus: Du mit deinem Frauenstimmrecht. Doch es war für mich schön zu sehen, dass sie später von ihrem Stimm- und Wahlrecht Gebrauch machten. Meine ältere Tochter konnte 1994 an der letzten Landsgemeinde sogar zum ersten Mal abstimmen. Heute noch müssen beide gelegentlich mit meiner Frage rechnen: Habt ihr bereits abgestimmt? Sie haben an der Seite von Elisabeth Pletscher gekämpft, die sich in Ihrem Kanton seit den Fünfzigerjahren unermüdlich für das Frauenstimmrecht eingesetzt hat. Brauchte es eine solche Galionsfigur?

Ich bin sehr dankbar, dass

Melani Ciampi (18), Basel, Maturandin «Das Frauenstimmrecht ist für mich Normalität. Und auch im Alltag ist die Gleichberechtigung angekommen, sieht man einmal von unterschiedlichen Löhnen ab.»

Langer Kampf 1959: In einer nationalen Abstimmung wird das Frauenstimmrecht mit 67 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. 1962—1968: Der Bundesrat will dem Europarat beitreten. Das fehlende Frauenwahlrecht muss als Vorbehalt angebracht werden. Frauenverbände protestieren massiv. Der Bundesrat erarbeitet eine neue Abstimmungsvorlage. 1971: Am 7. Februar sagen die Schweizer Männer mit 66 Prozent Ja zum eidgenössichen Stimm- und Wahlrecht für Frauen.

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40 Jahre Frauenstimmrecht – 40 junge Frauen sagen ihre Meinung

Yolanda Dagosta (26), Riehen BS, Angestellte Tiefbauamt «Ich arbeite mit 50 Männern und zwei Frauen. Von den Kollegen werden wir nie benachteiligt, eher mit Vorzug behandelt — und sonst würde ich mich wehren.»

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Corina Mögling (19), Brislach BL, freies Zwischenjahr «Gleichberechtigung ist für mich etwas, von dem meine Eltern oder die Lehrer erzählen. Für mich hier in der Schweiz ist sie Realität, über die ich nicht gross nachdenke.» Gibts ab 14. Februar 2011 in Ihrer Migros.

Mira Bürki (24), Basel, Gärtnerin «Ich habe den Eindruck, Männer werden bei gleicher Arbeit und Erfahrung bevorzugt. Hat das mit fehlender Gleichberechtigung zu tun? Oder damit, dass Männer oft selbstbewusster auftreten?»

Bettina Nägeli (24), Langenthal BE, Studentin Kultur- und Medienwissenschaften «Wieso sind Männer im Sport immer das grössere Thema? Es scheint, als wären Frauen als Helden noch nicht akzeptiert.»

Elena Kramer (18), Ins BE, lernende Floristin «Im Beruf stellt sich die MännerFrauen-Frage nicht oft. Gleichberechtigung wäre ein Thema, hätte ich einen Freund und würden wir zusammenwohnen.»

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Für das Beste im Mann™


18 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

ich Elisabeth Pletscher kennenlernen durfte. Sie liess sich nie entmutigen, hat uns alle mit ihrer Lebendigkeit angesteckt. Nach jedem Debakel hat sie einfach wieder nach vorne geschaut. Es brauchte eine Person wie sie, unbedingt. Sie hatte Überzeugungskraft und Charme. Ich konnte nie einen Mann umstimmen in seiner Meinung zum Frauenstimmrecht. Ihr gelang das. Die Schweiz gilt zwar allgemein als Wiege der Demokratie, zählt jedoch im europäischen Vergleich zu den Schlusslichtern bei der Einführung des Frauenstimmrechts. Die Schweizer Wirtschaft ist heute nach wie vor ganz in Männerhand. Der Anteil der Frauen in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten beträgt gerade mal sechs Prozent. Liegt es an den Frauen oder an den Männern?

Ich finde es phänomenal, dass die Frauen heute die Mehrheit im Bundesrat stellen. Dass aber in der Wirtschaft Frauen in Führungspositionen stark untervertreten sind, mag möglicherweise daran liegen, dass Frauen andere Lebenspläne verfolgen als Männer. Ich sehe bei jungen Frauen, dass sie zwar ehrgeizig, zielstrebig und fähig sind, dass ihnen neben ihrer Berufstätigkeit aber auch gleichzeitig andere Werte wichtig sind. Persönlich stelle ich ab und zu fest, dass Frauen schneller an ihren Fähigkeiten zweifeln als Männer.

«Ich wünschte mir, junge Frauen wären kämpferischer.» Fragt man einen Mann, ob er eine Gemeinderatskandidatur annehme, antwortet er, nein, sein Zeitmanagement lasse es nicht zu. Und die oft gehörte Antwort der Frauen lautet: Worom i, das chan i doch nöd! Gemäss Lohnstrukturerhebung des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds verdienen Frauen im Durchschnitt 19,3 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Zwei Jahre zuvor hatte diese Differenz noch 18,9 Prozent betragen. Vor allem im Kaderbereich hat sich der Abstand vergrössert. Frustriert Sie das als Frau?

Die Lohnungleichheit ist an sich sehr bedauernswert. Sie hat vermutlich auch einen Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise. Frauen, die auf einen Job angewiesen sind, befürchten, ihn zu verlieren, wenn sie sich zu sehr exponieren. In der Bankbranche ist es ja sowieso verboten, offen über

den Lohn zu reden. Es ist schade, wenn sich Frauen aus der Politik zurückziehen, wenn sie Kinder bekommen. Es wäre gut, wenn sie weitermachen würden, weil dann vermehrt auch die Sicht einer Mutter im Parlament vertreten wäre. Auch bei uns sind heute in der Kantonsregierung wieder weniger Frauen vertreten. Die Frauenzentrale reagiert darauf mit einem Mentorinnenprojekt, um die Frauen zu fördern und zu unterstützen. Prinzipiell frage ich mich aber, wie solche Zahlen errechnet werden, ist es doch in der Praxis oft nicht einfach, bei gleichwertiger Arbeit überhaupt den Vergleich anzustellen. Sie sind Vizepräsidentin des Obergerichts und arbeiten als Juristin für die Stadt St. Gallen. Ist Ihnen nach der Kinderpause der Einstieg ins Berufsleben leichtgefallen?

Der Einstieg ist mir nicht schwergefallen. Als ich Mutter wurde, wollte ich eigentlich weiterarbeiten, aber die Familiensituation liess dies nicht zu. Ich war nicht unglücklich als Hausfrau und beharrte auch nicht auf einer Veränderung. Als mein Mann aber dann eines Tages nach Hause kam und meinte, er hätte jetzt eine jüngere Frau kennengelernt, fragte ich mich schon, ob ich nicht auch ein bisschen blauäugig gewesen bin in all den Jahren, als ich seine Hemden bügelte. Doch ich bin ein positiv denkender Mensch, ich wür-

de mich nie in ein Schneckenhaus verkriechen. Ich habe mich auch sofort wieder wohlgefühlt im Berufsleben. Als Hausfrau hatte ich immer Hemmungen, mir etwas zu leisten. Ich dachte: Du kaufst dir teure Schuhe, und dein Mann, der arme Kerl, arbeitet hart dafür. Heute geniesse ich es, wenn ich mir mit meinem eigenen Geld etwas kaufen kann. Schon Elisabeth Pletscher war der Meinung, dass es Dinge gibt, die Zeit brauchen. Müssen sich Frauen einfach gedulden, bis sie endlich auch in der Arbeitswelt gleichberechtigt sind?

Hoffen und dulden genügen nicht, Frauen müssen die Missstände aktiver angehen. Darum wünschte ich mir manchmal, die jungen Frauen wären kämpferischer. Gleichzeitig darf es auch nicht sein, dass ein Hausmann immer noch als Exot betrachtet wird. Auch die Männer müssen wissen, dass sie nach dem Hausmannengagement den Einstieg in den Beruf wieder finden können. Was würden Sie jungen Frauen mit auf den Weg geben?

Das ist schwierig, denn Ratschläge sind ja auch Schläge. Ich würde ihnen aber grundsätzlich raten, trotz Kindern berufstätig zu bleiben.

Texte Judith Wyder Umfrage Franziska Freiermuth Bilder Nik Hunger (Porträts) und David Zehnder (Umfrage)

40 Jahre Frauenstimmrecht — 40 junge Frauen sagen ihre Meinung

Michelle Bitterli (20), Bümpliz BE, Lehrstellensuchende «Gleichberechtigung und Emanzipation habe ich am eigenen Leib erfahren. Meine Mutter heiratete einen Iraner, der lief auf der Strasse zwei Meter vor uns.»

Lilli Kruth (20), Finnin, Bern, Studentin Englisch und Politik «Finnland war das erste europäische Land mit Frauenstimmrecht. Dinge, die bei uns Alltag sind, werden hier diskutiert: Vaterschaftsurlaube, Kinderbetreuung.»

Melanie Lüers (25), Frutigen BE, Direktionsassistentin «Gerade im Verkauf bewerten Kunden oft männliche Verkäufer als kompetenter und vertrauenswürdiger — nur weil sie Männer sind. Das gibt doch zu denken.»

Katrin Freiburghaus (22), Bern, Studentin Biochemie «Frauenstimmrecht, Gleichberechtigung, wir leben damit. Allerdings gibt es immer noch den einen oder anderen Kommentar, wenn ich erzähle, dass ich Fussball spiele.»


MENSCHEN FRAUENSTIMMRECHT

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Eine Frau geht für das Stimmrecht bis vor Gericht

Erst seit 1990 besitzt Appenzell Innerrhoden das Frauenstimmrecht. Erwirkt hat es Theresia Rohner: Um wählen zu können, musste die Innerrhoderin bis vor Bundesgericht.

Nachdem Theresia Rohner den Innerrhoderinnen das Stimmrecht erkämpft hatte, wurde sie wegen anonymen Drohungen unter Polizeischutz gestellt.

Stefanie Mani (24), Bern, KV-Angestellte «Emanzipation bedeutet, eine starke Frau zu sein. Meine Mutter, war für mich da und half mir, eine eigene Wohnung zu finden. Nicht einfach als Rollstuhlgängerin.»

Carmela Ledezma (19), Hinterkappelen BE, Maturandin «Das Thema Frauenstimmrecht war Unterrichtsstoff an der Schule, und eine Freundin hat gerade ihre Maturaarbeit darüber geschrieben. Es ist etwas Spezielles.»

Am 27. November 1990 fuhr Theresia Rohner (57) im Zug von Appenzell nach Lausanne. Im April hatte die Landsgemeinde das Frauenstimmrecht erneut abgeschmettert, worauf Rohner mit rund 100 Innerrhoderinnen und Innerrhodern beim Bundesgericht zum zweiten Mal eine staatsrechtliche Beschwerde einreichte: «Der erneute negative Entscheid war für mich wie eine Ohrfeige, und ich sagte mir, jetzt ist das Fass übergelaufen!» Das Bundesgericht gab Rohner am Verhandlungstag recht und verordnete ihrem Wohnkanton mit sofortiger Wirkung das Stimm- und Wahlrecht für Frauen auf kantonaler und kommunaler Ebene. «Ich war sehr beeindruckt von diesem Entscheid.» Als sie 1991 zum ersten Mal an der Landsgemeinde abstimmte, hatte sie weiche Knie. «Es war ein sehr emotionaler Moment. Ich wusste nicht, ob alles friedlich ablaufen würde. Doch dem war zum Glück so. Die Wogen hatten sich geglättet.» Rohner hatte nach dem Urteil viele Drohbriefe

und anonyme Telefone erhalten; sie und ihre Familie erhielten darauf Polizeischutz. «Ich hatte eigentlich vor allem um meine Töchter Angst. Die aber beruhigten mich immer und sagten: Mami, mach dir keine Sorgen, wir können uns schon wehren.» Bereits im Vorfeld kamen einige Männer zu ihr und meinten jeweils: «Du bist doch keine Emanze, warum tust du so etwas, du bist doch eine Umgängliche.» In der Tat hatte sie keine Probleme mit den Männern, sondern mit der Rechtslage, die ihr als Frau das Stimm- und Wahlrecht verwehrte. «Ich habe damals etwas fürs Leben gelernt: dass es Situationen gibt, wo man hinstehen und sich wehren muss.»

Carole Odermatt (18), Bern, Schülerin «Gleichberechtigung ist noch lange nicht für jeden normal. Die Familie meines Vaters macht Sprüche à la: Männer sind die besten, Frauen gehören an den Herd. Oje!»

Clara Wyss (18), Bern, Schülerin «Wir können in der Schweiz über Lohnfragen diskutieren, während Frauen in anderen Kulturen mit ganz anderen, grösseren Problemen konfrontiert werden.»

www.migrosmagazin.ch 40 Jahre Frauenstimmrecht: Der lange Weg und die heutige Situation in der Schweizer Politik.


AUF EIN WORT

FRAU DER WOCHE

Frisch geweiht Die Christkatholische Kirche Schweiz wird weiblicher. Am Donnerstag wurde in Bern mit der süddeutschen Theologin Antje Griasch (27) nach 1987 die zweite Diakonin geweiht. Anders als in der Römischkatholischen Kirche steht der Diakonin eine Karriere als Priesterin offen. Geht sie diesen Weg, wäre sie die zweite in der Schweiz. Und sollte sie es bis zum Bischofsrang bringen, wäre sie gar die erste Frau — weltweit!

MANN DER WOCHE

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

TANKERUNGLÜCK AUF DEM RHEIN

«Die Passage gehört zu den anspruchvollsten» Auf dem de Rhein Rhei ist de der Säuretanker Sä «Waldhof» bei Sankt Goarshausen (D) auf Grund gelaufen. Das schränkt den Schiffsverkehr massiv ein. Betroffen sind auch die Schweizerischen Rheinhäfen bei Basel. Gemäss Hafen-Direktor Hans-Peter Hadorn (52) sind hier zurzeit rund 40 Frachter gestrandet. Insgesamt stauen sich 400 Schiffe. Hans-Peter Hadorn, sind Sie bereits auf Kurzarbeit?

Nein, das Hafenmanagement arbeitet normal, zumal der Import seit dem 20. Januar mit Einschränkungen wieder funktioniert. Anders siehts bei der Talfahrt aus, die noch immer ganz blockiert ist. Einige Umschlagsfirmen haben daher ihrem Personal Zwangsferien verordnet. Rein gehts, raus nicht: Werden in Basel demnächst die Liegeplätze knapp?

Auf dem Zenit Vorletzte Woche noch gab sich bei Ernst Wyrsch (49) die WEF-Prominenz die Klinke in die Hand. Nun gibt der Direktor des Davoser Grandhotel Belvédère nach 15 Jahren die Leitung ab. Der bekannte Schweizer Hotelier wird künftig als Dozent für Führung und Motivation an der St. Galler Business School auftreten. Ernst Wyrschs beste Referenz ist er selbst: Unter ihm wurde das Fünfsternehaus zum rentabelsten Ferienhotel der Steigenberger-Gruppe.

Nein, vorausgesetzt, es trifft nicht gerade eine ganze Armada ein (lacht). Zurzeit liegen in unseren insgesamt drei Häfen gut 40 Lastkähne, wobei allein schon der Stadthafen Kleinhüningen Platz für mindestens 80 Schiffe von bis zu 135 Meter Länge bietet. Es ist ja nicht das erste Mal, dass sich bei uns Schiffe stauen. Dazu reicht je nachdem bereits ein starkes Hochwasser.

Wie viele Frachtschiffe werden normalerweise pro Tag ent- respektive beladen?

Pro Tag werden im Schnitt 18 Schiffe gelöscht, mit einer Nutzlast von bis zu 3000 Tonnen. Ein Güterschiff kann die Fracht von 300 Lastwagen transportieren.

12 Prozent aller in die Schweiz eingeführten Waren gelangen über den Rhein ins Land, rund die Hälfte der gelöschten Tonnagen entfällt auf Erdölprodukte. Droht jetzt ein Engpass?

Nein. Zum einen funktioniert der Import wie gesagt wieder. Dann sind die Rheinhäfen aber auch klassische Warenlager: Öl, Dünger, Getreide werden hier zwischengelagert, bevor sie zum Beispiel zu den Grossverteilern gelangen. Diese Lager sind momentan so gut gefüllt, dass wir problemlos einen Monat oder auch mehr aussitzen könnten.

Über die Rheinhäfen wird nicht nur importiert, über den Wasserweg laufen auch rund fünf Prozent des Exports. Was bedeutet die blockierte Talfahrt?

Im Containerbereich exportiert die Schweiz vor allem Halbfertigware und Fertigprodukte, da pressierts nicht so sehr. Für dringende oder verderbliche Güter können wir zum Glück auf die Bahn ausweichen. Für uns als Rhein-Endhafen ist SBB Cargo ja auch sonst ein wichtiger strategischer Partner. Über uns laufen rund zehn Prozent des SBB-Transportvolumens, das waren allein 2010 4,8 Millionen Tonnen oder rund 87 000 Bahnwagen. Aber sperrige Güter aus der Maschinenindustrie, die nicht per Bahn verschickt werden können, müssen nun halt tatsächlich warten. Wer kommt für die finanziellen Folgen der Havarie auf?

Eine Flusssperre kann es immer geben, das ist sozusagen ein Naturereignis. Und als solches – ähnlich einem Vulkanausbruch

– nur bedingt versicherbar. Der Hafen ist finanziell weniger tangiert: Was jetzt an Gütern nicht umgeschlagen wird, wird halt später verschifft. Bei den Reedereien und bei den Schiffseignern siehts anders aus: Da ist jeder Tag im Hafen ein Verlustgeschäft.

«Für die Reedereien ist jeder Tag im Hafen ein Verlustgeschäft.» Wie kann so ein Unfall in Zeiten von Radar und GPS passieren?

Die Passage beim Loreley-Felsen gehört wegen ihrer S-Form nautisch zu den anspruchsvollsten am Rhein. Zum Zeitpunkt der Havarie lag der Pegel knapp unter Hochwasser. Bei solchen Verhältnissen ist es denkbar, dass gerade eine flüssige Ladung wie Schwefelsäure durch Gewichtsverlagerung seitlich zu schwappen beginnt – bis hin zum Kentern. Die genauen Umstände werden aber erst noch untersucht. Die «Waldhof» kenterte beim Loreley-Felsen, wo der Sage nach eine Nixe die Schiffer mit ihrem Gesang verwirrt. Zufall?

Die Frage liegt natürlich auf der Hand (lacht). Nur so viel: In Basel kollidierte 1984 der 60-Meter-Frachter «Corona» mit einem Brückenpfeiler und sank. Die Durchfahrt war fast drei Wochen blockiert – und das ganz ohne Loreley! Almut Berger

Bilder Harald Tittel/dapd/Keystone, zvg

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Dalmatien–Makarska-Riviera

Ihr Reiseprogramm

Ihr Reiseprogramm

1. Tag: Schweiz–Istrien.Fahrt via Tessin, Mailand, Bergamo, Verona, Padua, Triest, über die italienisch-slowenische und über die kroatische Grenze nach Umag an der Istrischen Riviera. 2. Tag: Bezauberndes Istrien und Motovun. Heute fahren wir ins Hinterland der Adria-Halbinsel Istriens. Bezaubernde Landschaften erwarten uns. Unterwegs besuchen wir das malerische Dorf Buje mit seiner reichen Geschichte, das traumhaft gelegene Groznjan und Motovun, das schönste mittelalterliche Städtchen Istriens. Danach werden wir in einer Weinkellerei zur Degustation eines feinen Tropfens erwartet. Dazu wird ein kleiner Imbiss gereicht. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Brioni-Inseln und Pula. Freier Tag am Meer oder fakultativer Ausflug in die Römerstadt Pula mit ihrem beeindruckenden Amphitheater und zu den Inseln im Nationalpark Brioni. Nach einem Stadtrundgang in Pula erreichen wir mit dem Schiff die Inselwelt von Brioni. Mit der Inselbahn gewinnen wir Eindrücke der reichen Pflanzen- und Tierwelt des Nationalparks. Ebenfalls sehenswert sind die Ausgrabungen und Überreste aus der römischen und byzantinischen Epoche sowie die Villen des ehemaligen Staatschefs Tito. 4. Tag: Istrische Riviera mit Porec und Rovinj. Die Küste der Adriatischen Halbinsel, mit den romantischen Fischer- und Ferienstädtchen, schmalen Gassen, Restaurants und Strassencafés wird Sie begeistern. In der Altstadt von Porec bewundern wir Baudenkmäler römischer, venezianischer, slawischer und österreichischer Baumeister. Die Küste mit ihren zahllosen Buchten ist ein Paradies für Feriengäste aus aller Welt. Rovinj ist die «italienischste Stadt Kroatiens» und bietet gleich zwei beeindruckende Hafenansichten sowie die längste Uferpromenade Istriens. In der auf einem Hügel liegenden malerischen Altstadt reihen sich Kunstgalerien und Boutiquen aneinander. 5. Tag: Istrien–Rückreise in die Schweiz. Abschied von unserem Gastort Umag und Rückfahrt in die Schweiz zu den Einsteigeorten.

Ihr Hotel Wir wohnen vier Nächte in einem guten Mittelklasshotel der renommierten Hotelkette Sol Melia, an bevorzugter Lage, direkt oder in unmittelbarer Nähe des Meeres. Die Zimmer sind modern eingerichtet und mit Bad oder Dusche/WC, Klimaanlage, Satelliten-TV, Telefon und Haartrockner ausgestattet. Die Hotels verfügen ausserdem über ein Restaurant mit Show-Kochen, Bar und Schwimmbad.

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tisum

1. Tag: Schweiz–Kranjska Gora. Fahrt in den Alpensportort Kranjska Gora in Slowenien. 2. Tag: Kranjska Gora–Ljublijana–PlitvicerSeen. Weiterfahrt in die slowenische Hauptstadt Ljublijana. Auf einer geführten Besichtigung sehen wir, nebst der Burg, die St. Nikolas-Kathedrale und den von Robba entworfenen Springbrunnen, der demjenigen auf der Piazza Navona in Rom nachempfunden wurde. Am Nachmittag Weiterfahrt über die slowenischkroatische Grenze in den Nationalpark Plitvice. 3. Tag: Nationalpark Plitvicer-Seen– Makarska-Riviera. Heute besichtigen wir den Nationalpark der Plitvicer-Seen. Sechzehn Seen, alle durch Wasserfälle miteinander verbunden, bilden die reizvolle Naturkulisse. Besichtigung zu Fuss, mit dem Schiff und mit der Parkbahn. Am Nachmittag Weiterfahrt an die Makarska-Riviera, wo wir zwei Nächte wohnen werden. 4. Tag: Makarska-Riviera, fak. Ausflug nach Dubrovnik. Panoramafahrt entlang der Küstenstrasse nach Dubrovnik (ehemals Ragusa), die «Perle der Adria». Interessante Besichtigung und Zeit zur freien Verfügung. Abends Rückkehr zu unserem Hotel in Brela. 5. Tag: Makarska Riviera–Split–KrkaWasserfälle–Biograd. Fantastische Küstenfahrt entlang eines der schönsten Küstenabschnitte der Adria nordwärts nach Split. Geführter Altstadtbummel. Am Nachmittag fahren wir weiter zu den Krka-Wasserfällen. Der typische Karstfluss bildet auf seinem Weg zum Meer zahlreiche Seen, Wasserfälle und Stromschnellen. Übernachtung in Biograd. 6. Tag: Biograd–Zadar–Opatija–Lovran. Weiterfahrt nach Zadar und kleiner Spaziergang durch die Stadt. Anschliessend fahren wir weiter nordwärts, entlang einer der schönsten Panoramastrassen Europas. Über Karlobag und Senj erreichen wir Opatija. Abendspaziergang durch die traditionelle ehemalige K & K-Ferienoase und kurze Weiterfahrt nach Lovran. 7. Tag: Lovran–Rückreise in die Schweiz. ■ ■

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Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

BILD DER WOCHE

| 23

DIE SCHIRMHERRIN UND DIE KATZE

«Was für ein Hundewetter», dachte sich diese Katze im mazedonischen Skopje wohl und sicherte sich den trockensten Platz im Revier. Doch ihr Glück währte nur kurz. Schon bald schnappte sich eine junge Schirmherrin das schützende Dach.

Bild Boris Grdanoski/AP/Keystone, SF/Oskar Al

FRAGE DER WOCHE

Warum wird es in La Brévine jeweils so kalt? Weil das Hochtal von La Brévine auf gut 1000 Meter über Meer relativ dicht abgeschlossen ist, cht kann die Kälte, die sich am Talgrund sammelt, nicht abfliessen. Im Winter bildet sich deshalb ein sogenannter Kaltluftsee, und Temperaturen von 30 Grad minus sind keine Seltenheit. Die tiefsten Werte werden bei klarem Himmel und Windstille gemessen. Der Kälterekord von 41,8 Grad minus de wurde am 12. Januar 1987 registriert. Die Gemeinde im Neuenburger Jura mit 703 Einwohnerinnen und Einwohnern wird im Volksmund auch Sibirien der Schweiz genannt.

ZITAT DER W WOCHE

«Die Deuts Deutschen sind uns so nah — und doch sso fremd. Was gibt es Spann Spannenderes, als diese Exote Exoten kennenzulernen?» Frank Baumann Ba (54) gibt sein TV-Comeback: Ab 3. Juni Ju will der preisgekrönte Fernsehmacher dem SF-Publikum SF die Eigenheiten der Deutschen nähe näherbringen. «Grüezi» sagt er dort zu deut deutschen Prominenten. Baumann ist selber ha ein halber «Exot»: Seine Mutter ist Deutsche.


24 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

30 Zentimeter Mann pur

Er hat Millionen von Mädchen glücklich gemacht. Nun wird Barbies Ex-Freund Ken 50 Jahre alt. Sammlerin Marianne Eckert bleibt dem Traummann aus Plastik bis ins Alter treu.

V

iele schöne Männer werden dieses Jahr 50: George Clooney, Tom Ford, Barack Obama und … Ken, der Ex-Freund von Barbie. 2004 hat er sich von seiner grossen Liebe getrennt. Jetzt will er ihr Herz zurückerobern und um sie kämpfen. Das freut auch Marianne Eckert (53). Die Westschweizerin gründete 1990 den BarbieNostalgic-Fan-Club in Genf und besitzt alle Puppen aus den 60erJahren. «Barbie braucht einen Kavalier und treuen Begleiter an ihrer Seite. Ken ist die ideale Besetzung.» Zudem könnten für eine allfällige Hochzeit neue romantische Kleider kreiert werden, was die Herzen der Fans sicher höher schlagen lasse. Auf etwa 20 Barbies fällt in ihrer Sammlung ein Ken. Im Verkauf kommt auf acht Barbies ein Ken. Marianne Eckert weiss auch, warum: «Die Möglichkeiten für Ken sind viel beschränkter als für Barbie. Wo sie 50 Abendroben besitzt, muss er mit einem einzigen Smoking auskommen.» Gut kommt das männliche Pendant in der Freizeit- und Berufswelt weg. Ob Tennisspieler, Skifahrer, Jäger, Arzt, Astronaut oder Pilot, überall kann Ken garderobetechnisch mithalten. Ihre erste Barbie bekam Marianne Eckert 1964, im Alter von sieben Jahren, geschenkt. Lange hatte sie darauf gewartet, sich vorgestellt, wie sie ihre kleine Freundin anziehen und welche Abenteuer sie mit ihr erleben würde. Denn anders als heute waren die 30-Zentimeter-Pup-

Marianne Eckert besitzt Ken- und Barbiepuppen, hauptsächlich aus den 60er-Jahren. In der Originalverpackung steigt ihr Wert massiv.


MENSCHEN KEN WIRD 50 50 Jahre Ken: Die Mode veränderte das Äussere.

| 25

1972

Die Siebziger

Die Mode verändert sich hin zu einem natürlichen Langhaarschnitt. Ken trägt legere, männliche Kleidung. FlowerPower ist angesagt.

1980

Business-Stil

Ken und Barbie begeistern die Modewelt durch ihre perfekt abgestimmten Outfits. Pink in der Krawatte, Pink im Deux-pièce.

1965

Kurzhaarfrisur

Ken trägt seine blonden Haare kurz geschnitten. Er tanzt lässig in roten Badeshorts zu Musik der Beatles und der Beach Boys.

2004

Und tschüss!

2004 trennen sich Barbie und Ken. Ken verändert sein Styling. Der neue Ken ist sportlich trainiert, modisch und selbstbewusst.

1978

Abba-Ikone

1978 tritt Superstar Ken in einem blauen Overall mit getönter Sonnenbrille auf — als Referenz an die grosse Zeit von Queen und Abba.

2010

Hip und trendy

Ken ist — wie Barbie auch — eine Mode-Ikone und hat in den letzten 50 Jahren immer wieder Modetrends aufgegriffen. So auch 2010.


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MENSCHEN KEN WIRD 50

| 27

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Ken und Barbie unterwegs in den 60er-Jahren: Die Figuren und das Auto sind Teil der Sammlung von Marianne Eckert. Die Anfänge des schönen Paares faszinieren sie am meisten.

Mexiko

pen damals nicht Massenware, sondern «chic und teuer», so die Westschweizerin. «Umgerechnet würde eine solche Barbie heute etwa 100 Franken kosten.» Die ersten Puppen, die 1964 in der Schweiz verkauft wurden, kosteten rund 25 Franken. Heute bekommt man sie für die Hälfte. Marianne Eckerts Sammlung ist wertvoll. Wie wertvoll und gross, will sie nicht sagen. Sie habe zwar in Sammlerkreisen gute Freunde gefunden, aber auch Neid. Glücklich war damals, wer wenigstens eine besass, fast schon eine Prinzessin, wer mehrere sein Eigen nennen konnte. Damit beim Spielen dennoch nicht nur eine Barbie oder ein Ken zur Verfügung stand, schlossen sich die Mädchen zusammen, veranstalteten gemeinsame Nachmittage und liessen da die grossen Modeschauen und Teepartys steigen. Umso schlimmer traf es Marianne Eckert, als das gesamte Hab und Gut ihrer Familie 1966 einem Brand zum Opfer fiel und sie ohne ihre Puppensammlung dastand.

Malediven

Und plötzlich war Marianne Eckert wieder ein Mädchen

Zurück zu ihnen fand sie erst mit 30 Jahren wieder. Nach der Geburt der Tochter. «Ich merkte bald, dass solch hochwertige Puppen nicht mehr hergestellt wur-

den. Zwar gab es Barbie immer noch, mit meiner Barbie von damals aber hatte sie nichts zu tun. Die Kleider, die Puppen, die Accessoires, nichts davon war so aufwendig und sorgfältig gearbeitet wie in meiner Kindheit.» Also begab sich Marianne Eckert auf Spurensuche, schaltete Inserate, nahm Kontakt mit Sammlern auf und fand so nach und nach zurück in die Märchenwelt ihrer Mädchenzeit. Heute besitzt sie Vitrinen voller Haute Couture in Miniatur, reich bestickte Kimonos für die japanische Fraktion, Hochzeitsszenerie an Hochzeitsszenerie.

Neue Generation mit neuen Vorlieben

Ihre beiden Söhne zählten nie zu den Fans. Dafür fand ihre Tochter Gefallen an den Puppen. Ihre Begeisterung gehörte jedoch stets den Barbies und Kens ihrer eigenen Generation. «Mit den Grossmutterbarbies, wie sie die Modelle aus vergangenen Tagen einmal taufte, konnte sie nichts anfangen», sagt Marianne Eckert. Für sie kein Problem. «Jeder Generation ihre Barbies. Jedes Mädchen will diejenigen Puppen, die seine Kindheitszeit prägen.» Für sie werden dies immer die Haute-CouturePreziosen aus den Anfangszeiten der Barbie-Ken-Liebesgeschichte bleiben. Text Karin Hänzi Bilder François Wavre/Rezo

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DER HAUSMANN

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

| 29

Ein stinknormaler Mann Gleichstellung im Lego-Land! Wieder

einmal sind es die Schwedinnen und Schweden, die beklagen, es Bänz Friedli über gebe zu viele Lego- und andere Lego-Männchen Männchen. und zu wenige … ähm, wie sagt man? Lego-Weibchen? Frauen kämen bloss als Hausfrauen, Kinderwagen schiebende Mamis, allenfalls als Bäuerinnen vor, nie als Berufs- und Businessfrauen, wird bemängelt. Bereits drohte «Aftonbladet», Schwedens grösste Zeitung, der Firma mit einer Quote, einer … Weibchenquote. Tatsächlich: In der neusten Serie der «Minifigures» (Lego-Überraschungen im Beutel, die wir, weil sie an der Migros-Kasse neben den Süssigkeiten so neckisch ausliegen, den Kindern manchmal heimbringen) gibt es neben je einem Fischer, Häuptling, Formel-1-Piloten, Baseballspieler, Wikinger und Sumoringer nur gerade zwei eindeutig als weiblich auszumachende Figuren: eine Tennisspielerin und eine Rumbatänzerin; 2 von 16. Wenn wir schon bei den Geschlechtern sind …

Aufsatzthema an der Primarschule Greppen am Vierwaldstättersee: «Hausmann – was ist das?» Mir wurden einige Müsterli zugespielt: «Ein Hausmann ist das gleiche wie eine Putzfrau», schrieb ein Fünftklässler, und ich dachte noch: Das hat was. Doch

der Bub fuhr fort: «Aber ich weiss es nicht so genau, weil ich selbst noch nie einen gesehen habe. Ich kann mir einen Hausmann nicht so recht vorstellen.» Er kann sich einen Hausmann nicht vorstellen! So viel zum Thema Gleichstellung 40 Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts, liebe Leserinnen. Wie bitte? Sind heute auch Leser da, Hausmänner gar? Freut mich. Also auch: … liebe Leser! «Ein Hausmann ist ein Mann, der im Haushalt seiner Frau/Freundin manchmal kocht, putzen

hilft, ab und zu auf die Kinder schaut (falls vorhanden)», schrieb eine Schülerin. Wobei gerade das «ab und zu» in vielen Familien zu reden gibt, wenn sie einen Job hat und sich daheim mehr Entlastung wünschte. Interessant freilich auch die Formulierung «… im Haushalt seiner Frau/Freundin», denn hier wird die Frau implizit als Chefin dargestellt, als Gebieterin über Heim und Herd – selbst wenn sie auswärts arbeitet. Darunter leiden viele Teilzeithausmänner: dass sie zur Hilfskraft degradiert sind. Andere schieben eine Sinnkrise, weil sie sich als Hausmann nicht männlich genug fühlen. Schwierige Sache! Dabei wäre es so simpel: «Ein Hausmann ist etwa dasselbe wie eine Hausfrau»,

schrieb ein Kind. Ein anderes notierte erfrischend: «Ein Hausmann ist im Grunde genommen ein stinknormaler Mann, er macht einfach den Haushalt.» Unser Hans übrigens weiss längst, wie man beim Legölen die Rollenteilung optimiert: «Easy!

Man muss nur die Frisuren tauschen!», erklärte er mir. Bei Bedarf steckt er «weibliche» Frisuren auf Männchenköpfe und macht so aus Polizisten Polizistinnen, aus Piraten -innen, gar eine Harrie aus einem Harry Potter. Und aus Hausfrauen -männer. Hans schafft den Rollentausch spielend. In der Realität haben wir noch viel zu wenige

«Hans schafft den Rollentausch spielend.» weibliche CEOs, zu wenige Physikprofessorinnen, Kranführerinnen – und zu wenige Hausmänner. (Sonst würde ja um den einen im Migros-Blättli nicht solches Aufheben gemacht …) Und nächsten Sonntag wird mir vielleicht angesichts des Abstimmungsresultats der Gedanke kommen, weshalb eigentlich all die Jahre Eines nie in Frage gestellt wurde: das Männerstimmrecht. Bänz Friedli live: 10. 2. Gossau ZH, 16. 2. Ilanz GR.

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30 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

«Schweizer Autos könnten mit Solarstrom fahren» Solarenergie oder weitere Kernkraftwerke? Diese Frage wird die Energiediskussion in den nächsten Jahren beherrschen. Fotovoltaik-Experte Franz Baumgartner hat seine Meinung gemacht.

F

ranz Baumgartner ist Elektroingenieur und Physiker und seit zwei Jahrzehnten Spezialist für Fotovoltaik. An der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften befasst er sich mit Solarenergie und ihrer Anwendung. Er ist überzeugt: Wenn die Schweiz in zwei neue Atomkraftwerke investiert, dann verpasst sie den Anschluss bei den erneuerbaren Energien. Franz Baumgartner, überall wird die Renaissance der Atomenergie verkündet. Warum eigentlich?

Davon ist derzeit vor allem in der Schweiz die Rede. In Europa kann ich sonst davon nichts erkennen. Es wird vor allem in Gas- und Windkraftwerke und in die Fotovoltaik investiert. Weil alte Werke abgeschaltet werden, ist der Anteil der Kernkraft in Europa sogar rückläufig. Wo bitte ist da die Renaissance?

Vielleicht in Asien: In China und Indien werden wieder Atomkraftwerke gebaut, und dort spielt bekanntlich die Musik der Weltwirtschaft.

Die Musik spielt dort, wo es elektrischen Strom gibt. Das rasante chinesische Wirtschaftswachstum ist verbunden mit einem ebenso rasanten Wachstum des Energieverbrauchs. Wenn die Steigerung des Wohlstands das höchste Ziel der Politik ist, geht das nur, wenn man den Ausbau aller Energiearten forciert und alles andere wie Umweltschutz hintenanstellt. Bei uns im Westen wird die Atomenergie inzwischen als

Brückentechnologie bezeichnet. Sie soll den Übergang zu erneuerbaren Energien sicherstellen.

Das sehe ich auch so. Selbst die konservative Regierung in Deutschland, die der Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke zugestimmt hat, spricht von einer Brückentechnologie und nicht von einer Renaissance der Atomkraft. Wir müssen uns bald entscheiden, ob wir in Kernkraft oder erneuerbare Energie investieren wollen. Den gleichen Franken zweimal ausgeben, ist nicht seriös. Heisst das, dass in der Schweiz die Atomkraftwerke möglichst bald abgeschaltet werden sollen?

Nein, das steht nicht zur Diskussion. Anders als in Deutschland geht es in der Schweiz nicht um eine Verlängerung der Laufzeit von bestehenden Atommeilern, sondern um den Bau von neuen. Wäre es tragisch, wenn in der Schweiz zwei neue Atomkraftwerke gebaut würden?

Voraussichtlich 2013 müssen die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über diese Frage abstimmen. Sie müssen sich fragen: Wollen wir uns für die nächsten 50 Jahre, vielleicht sogar bis Ende des Jahrhunderts, auf Kernkraft festlegen? Die Antwort muss gut überlegt sein, denn die Steuerzahler werden für die Kosten aufkommen müssen, wenn es sich wirtschaftlich nicht rechnet.

Kein Problem: Der Energieverbrauch steigt nach wie vor,

die Atomenergie ist eine inzwischen erprobte Technologie. Wo bitte ist das Risiko?

Die Frage der Haftung ist noch nicht geklärt, weder für den Betrieb noch für ein Endlager. Deshalb sind auch die Banken sehr zurückhaltend, wenn es um die Finanzierung von Atomkraftwerken geht, und es wird stillschweigend auf die Endhaftung des Steuerzahlers gesetzt, da sonst die Versicherungsprämien nicht wirtschaftlich wären. Mit anderen Worten: Wer rechnet, lässt die Finger von der Kernkraft?

Wir können nicht gleichzeitig Atomkraft und erneuerbare Energie finanzieren. Macht es da Sinn, in eine so teure Brückentechnologie wie die Kernkraft zu investieren? Die Atomenergie ist viel sicherer geworden. Seit Tschernobyl wurden keine schlimmeren Zwischenfälle mehr bekannt.

Wegen Tschernobyl hat man sehr viel Geld in die Forschung von erneuerbaren Energien gesteckt. In der Schweiz war man in den Neunzigerjahren beispielsweise bei der Erforschung der Fotovoltaik führend. Seither hat man nachgelassen. Zynisch gesagt: Ein zweiter Unfall wie Tschernobyl wäre das Beste, was den Anhängern der erneuerbaren Energie passieren könnte?

Nein, das braucht es gar nicht, die Fakten liegen heute schon auf dem

Tisch. Wir müssen uns jetzt überlegen, wo das grössere Potenzial liegt. Wo werden mehr Arbeitsplätze geschaffen, bei der erneuerbaren oder bei der Atomenergie? Das wollen beispielsweise meine Studenten wissen, wenn sie eine solide Ingenieurausbildung absolvieren. Sie müssen sich entscheiden, ob sie sich auf Atomenergie spezialisieren wollen oder auf Fotovoltaik oder andere erneuerbare Energietechniken bis hin zum intelligenten Stromnetz. Sie wollen wissen: Wo ist die Zukunft? Ist die Kernkraft eine veraltete Technologie?

Die jungen Ingenieure empfinden die Kernkraft nicht als Hightechzukunft. Und in der Schweiz sind in der Fotovoltaik bereits heute etwa gleich viele Menschen beschäftigt wie in der Kernenergie, Tendenz steigend. Auch das werden die Stimmbürger bei der entscheidenden Wahl bedenken müssen: Die Kosten für die erneuerbaren Energien werden weiter fallen. Wo steht dann die Schweiz mit den jetzt neuen Kernkraftwerken im Jahre 2040, wenn sie nicht mehr rentieren sollten, da die Stromkunden im liberalisierten Strommarkt den dann günstigeren Solar- und Windstrom kaufen? Ist dann erneut die finanzielle Hilfe der öffentlichen Hand nötig? Schön, aber wir führen dieses Interview an einem Tag, an dem die Aussentemperaturen unter Null liegen. Da fragt man sich natürlich: Frieren wir ohne Kernenergie im Winter 2040 nicht, wenn die


INTERVIEW FRANZ BAUMGARTNER

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Franz Baumgartner: «Würde man in der Schweiz die rund vier Millionen Autos durch Elektroautos ersetzen, bräuchte man rund 16 Prozent mehr Strom.»

Solarexperte Franz Baumgartner (47) ist Professor für erneuerbare Energien an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Er hat Elektrotechnik an der Technischen Universität in Wien studiert. In den letzten zwanzig Jahren war er in verschiedenen Bereichen der Forschung und Entwicklung im Bereich Fotovoltaik tätig. Unter anderem leitete der Österreicher ein Projekt zur Optimierung eines alltagstauglichen Elektrofahrzeugs. Franz Baumgartner ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.


32 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

Rechnung politisch auf die Dauer nicht aufgehen.

Sonne nicht scheint und der Wind nicht bläst?

Frankreich setzt auf Kernkraft, etwa 70 Prozent des elektrischen Stroms stammt aus dieser Quelle. Wegen des Kälteeinbruchs im Dezember mussten die Franzosen Strom importieren, um ihre Elektroheizungen betreiben zu können. So weit zur Versorgungssicherheit mit Kernenergie. Aber es stimmt: An einem Tag wie diesem muss auch die Schweiz Strom importieren und auch die Solarzellen würden an diesem Tag keinen nennenswerten Beitrag liefern. Welches sind die Konsequenzen?

Das europäische Stromnetz muss ausgebaut, und parallel dazu müssen wirtschaftliche Stromspeichertechnologien entwickelt werden. Heute bläst der Wind an der Nordsee kräftig. Strom könnte genügend produziert werden. Ein kostengünstiger Transport in die Schweiz existiert aber noch nicht. Wir brauchen also die intelligenten Netze, die «smart grids»?

Wir brauchen vor allem leistungsfähige Netze, zum Beispiel von der Nordseeküste zu uns. Doch wenn Netze nur gebaut werden, um aus dem Osten billigen Strom aus Atom- oder gar Kohlekraftwerken zu beziehen, dann wird diese

Welche Rechnung geht auf?

Wir müssen nicht nur die Netze, sondern auch unsere Speicherkraftwerke in den Bergen ausbauen, die sind aktuell das wichtigste Juwel unserer Stromversorgung. Das wollen auch die Vertreter der Kernenergie.

«Die Speicherkraftwerke in den Bergen sind aktuell das Juwel der Schweizer Stromversorgung.»

Man kann die Speicherseen nicht fünf Mal vollpumpen. Es wird sich daher die politische Frage stellen, wer die Speicherseen zu welchem Zeitpunkt nutzen kann.

Die erneuerbare Energie sei, so jammern Ökonomen, unwirtschaftlich und müsse massiv subventioniert werden. Stimmt das, oder sind die erneuerbaren Energien heute schon technisch auf einem Level, die hohe Subventionen gar nicht mehr nötig machen?

Wir können derzeit mit der bestehenden Solarzellentechnologie auf dem Dach Strom zu Kosten produzieren, die nicht mehr weit von dem entfernt sind, was wir üblicherweise bezahlen. In Deutschland, dem grössten Solarstrommarkt der Welt, liegen mit Beginn 2011 die Kosten für Fotovoltaikstrom bei etwa 27 Cent pro

Kilowattstunde. Der durchschnittliche Endkunde zahlt heute rund 22 Cent für den Haushaltsstrom. Und ich kenne niemanden, der behauptet, der Strompreis würde in den nächsten 30 Jahren, der typischen Laufzeit der Solarstromanlage, sinken. Nebenbei sind in der Fotovoltaik in Deutschland 57 000 Jobs geschaffen worden, wobei etwa ein Drittel des Umsatzes im gesamten Elektroinstallationsgewerbe die Fotovoltaik ausmachte. Dies wäre auch eine Chance für die Schweizer Elektrizitätswerke, die Elektroinstallationen ausführen. Wie sieht es mengenmässig aus? Kann man den Atomstrom in der Schweiz in absehbarer Zeit durch erneuerbare Energie ersetzen?

In Österreich ist die Nutzung der Kernenergie durch ein Verfassungsgesetz verboten. Österreich lebt, so weit ich es als Österreicher beurteilen kann, nicht in der Steinzeit.

Aber Österreich importiert Strom, auch Atomstrom.

Österreich kommt auf einen Anteil des Atomstroms am gesamten Kuchen von ungefähr 14 Prozent. In der Schweiz sind es rund 40 Prozent.

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INTERVIEW FRANZ BAUMGARTNER

Gegenwart und Zukunft des Atomstroms Bestehende und geplante Atomkraftwerke in der Schweiz

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Leistung: 1220 Megawatt In Betrieb seit: 1984 Abschaltung ab 2040

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Zürich

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Leistung: 380 Megawatt In Betrieb seit: 1971 Abschaltung ab 2020 Geplant: AKW bis 1600 MW

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Gösgen

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Leistung: 372 Megawatt (MW) In Betrieb seit: 1971 Abschaltung ab 2020 Geplant: AKW bis 1600 MW

Leistung: 1020 Megawatt (MW) In Betrieb seit: 1979 Abschaltung ab 2040 Geplant: AKW bis 1600 MW

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Auch erneuerbare Energie stösst auf Widerstand. Es wird auch gegen Windräder protestiert, und Solarzellen und Stromnetze sind nicht besonders ästhetisch.

Ich kenne keine Energieform, die weniger stört, als die Solarenergie. Wenn Sie in der Schweiz die rund vier Millionen Autos durch Elektroautos ersetzen würden, bräuchten Sie etwa 16 Prozent mehr Strom. Diese Kapazität könnten Sie leicht auf den Dächern der bestehenden Häuser integrieren. Sie müssten keine Wiesen verunstalten. Das heisst: Wir könnten den gesamten Strassenverkehr auf Solarautos umstellen und wären dann nicht mehr abhängig von den Ölscheichs. Das ist doch eine schöne Nachricht und eine spannende Aufgabe für die nächsten Jahrzehnte. Mit einem Solarmodul kommen sie über 1000 km pro Jahr. Der Bundesrat setzt auf Cleantech, auf umweltschonende Technologie. Wie geht das mit Atomenergie zusammen?

2012 wird der Bundesrat über die Baugesuche neuer Atomkraftwerke entscheiden. Beobachter rechnen mit einem Ja zu zwei neuen Kraftwerken. Daran würden sich die drei grossen Stromkonzerne

BKW, Axpo und Alpiq beteiligen. Stimmt danach auch das Parlament zu, gilt ein Referendum als sicher. Gegen Ende 2013 dürfte es zur Volksabstimmung kommen.

Das Volkswirtschaftsdepartment hat im Herbst 2010 eine Studie veröffentlicht, die zum Schluss kommt, dass die Schweiz erstens auf dem Gebiet der Cleantech im internationalen Vergleich systematisch Terrain

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INTERVIEW FRANZ BAUMGARTNER

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

Was heisst Handlungsbedarf?

Schauen Sie nach Schanghai. Dort werden die Experten für Fotovoltaik angelockt und mit öffentlichen Forschungsbeiträgen gefördert. Es gibt heute einen internationalen Wettbewerb um diese Hightechfirmen. Die Schweiz kann natürlich sagen: Wir können uns getrost zurücklehnen. Lassen wir doch die anderen subventionieren. Wir glauben an die reine Marktwirtschaft. Das Ergebnis wird sein: Die Hochschulen, die Forschungszentren und das Know-how werden weit weg sein, wahrscheinlich in Asien, und damit auch ein Teil unserer hochqualifizierten, leistungswilligen, jungen Generation. Wir sind nicht allein, auch die Finnen denken anscheinend so und bauen bereits zwei neue Atomkraftwerke.

Warum sollten die Schweizer nicht ähnlich denken wie die meisten Staaten in Europa? Die haben sich mehr oder weniger von der Atomenergie verabschiedet und investieren vor allem in erneuerbare Energien. Ende 2013 werden die Würfel fallen, und die Schweizerinnen und Schweizer müssen sich dann bewusst sein: Wenn sie sich für den Neubau von Atomkraftwerken aussprechen, werden die Energieversorger für lange Zeit kein Interesse mehr haben, in erneuerbare Energien zu investieren. Interivew Philipp Löpfe Bilder Gerry Nitsch

Stromproduktion Schweiz 2008 Neue erneuerbare Energien steuern erst 2 Prozent zur Stromproduktion bei. Der Bundesrat will diesen Anteil bis 2035 auf 7 bis 10 Prozent aufstocken. Dafür belegt die Schweiz bei der Wasserkraft mit 54 Prozent einen Spitzenplatz in Europa.

Sonne Abwasser

Windenergie

3% 1%

9% Kernenergie

41 %

Neue erneuerbare Energie

2%

Biomasse

13 %

Speicherwasserkraft netto

28 %

Bild Keystone, Quelle Bundesamt für Energie

verloren hat und dass deshalb, zweitens, Handlungsbedarf auch in Form von Investitionen besteht.

Abfall Laufwasserkraft

26 %

Konv. thermische

74 %

3%

Dreijähriger Energie-Marathon In den nächsten drei Jahren wird die Schweiz über ihre Energiezukunft entscheiden. Es zeichnet sich eine aufwendige Politdebatte ab: Die Energiekonzerne setzen auf Kernenergie und möchten gleich drei neue Atomkraftwerke bauen. Diese Pläne stossen auf den Widerstand der Umweltverbände und Atomkraftgegner. Sie sind überzeugt, dass der künftige Strombedarf aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden kann.

bürgerinnen und Stimmbürger darüber befinden, ob das in die Jahre gekommene Kernkraftwerk Mühleberg durch ein neues ersetzt werden soll oder nicht. Es handelt sich dabei um eine konsultative Abstimmung. Trotzdem wird sie Folgen haben: Bei einem Nein der Berner Stimmbürger dürften die Tage des Kernkraftwerks Mühleberg gezählt sein. Voraussichtlich 2025 wird der alte Kernreaktor abgeschaltet.

Der Startschuss zu diesem Atom-Marathon fällt am 13. Februar 2011 im Kanton Bern. Dann werden die Stimm-

Allgemein wird mit höchstens zwei neuen Kernkraftwerken gerechnet. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat

(Ensi), die Aufsichtsbehörde des Bundes, hat neben Mühleberg auch Beznau und Gösgen als Standorte bewilligt. 2012 wird der Bundesrat darüber befinden, ob gebaut werden darf. Doch höchstwahrscheinlich wird die letzte Entscheidung beim Stimmvolk liegen. Bei einem bundesrätlichen Ja zu zwei neuen Kernkraftwerken gilt ein Referendum als sicher. Die Volksabstimmung würde wohl gegen Ende 2013 stattfinden. Bei einem Ja zu zwei neuen Atomkraftwerken würden diese 2025 ihren Betrieb aufnehmen und mindestens 50 Jahre am Netz bleiben.

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38 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

Auf der Suche nach Heimat

Über 30 Jahre hat Regisseur Simon Baumann in Suberg gewohnt, ohne heimisch zu werden. Jetzt will er endlich dazugehören und dreht einen Film über das Berner Dorf.

M

it Stativ und Kamera unter dem Arm geht Simon Baumann eine schnurgerade Quartierstrasse entlang. Er ist auf der Suche nach Motiven für den Film, den er über das Dorf Suberg im Berner Seeland drehen will. Der Himmel gleicht an diesem frostigen Wintertag einer Stahlplatte. Bis auf die heiseren Rufe einer Krähe ist es völlig still. Kein anderer Mensch ist auf der Strasse in Sicht, die Einfamilienhäuser verbergen sich hinter sauber geschnittenen Hecken. Der Titel des geplanten Films lautet «Zum Bei-

spiel Suberg». Denn Baumann findet, dass sein Dorf typisch für viele kleine Ortschaften im Schweizer Mittelland ist: «Die Leute übernachten hier bloss. Von einer dörflichen Gemeinschaft ist wenig zu spüren.» Sich selber nimmt der 32-Jährige von dieser Kritik nicht aus, im Gegenteil. «Fast mein ganzes Leben habe ich in Suberg verbracht, und doch wollte ich hier nie wirklich dazugehören.» Als Bub zog sich Baumann mit seinem Bruder gern in den Wald zurück, um dort Hütten zu bauen.

Mit 14 Jahren gründete der spätere Filmemacher mit Kollegen eine Band mit dem grandiosen Namen God. «Wir spielten psychedelischen Rock im Keller meines Elternhauses, bis wir alle aus Mangel an Sonnenlicht ganz bleich waren.» Später studierte Baumann Medienkunst an der Hochschule der Künste in Bern und realisierte schliesslich mit Ko-Regisseur Andreas Pfiffner ein Projekt, das seine Leidenschaft für Musik und Film verband: Der Dokumentarfilm «Hope Music» (2007) begleitete die Bieler Nachwuchsband Pega-

sus zwei Jahre auf dem steinigen Weg zum Erfolg, zeigte die Höhenflüge und emotionalen Abstürze der Jungmusiker.

Das Dorf als weisser Fleck auf der Landkarte

Für sein Dorf interessierte sich Baumann in all den Jahren nur sehr wenig. Dass er dennoch in Suberg blieb, hatte vor allem praktische Gründe. Stets fand er hier günstigen Wohnraum. Die Ortschaft selber blieb allerdings ein weisser Fleck auf seiner emotionalen Landkarte.


NEUES AUS DER MIGROS

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MIGROS-ZEITREISE

Betörender Kaffeeduft Gezielte Förderung für Dokfilme Beim ersten «CH-DokfilmWettbewerb» des MigrosKulturprozents konnten Filmemacher Konzepte zum Thema «Lebenswelten — miteinander leben» einreichen. Simon Baumann überzeugte die Jury mit seiner Idee für einen Film über Suberg. Finanziert wird der Film vom Migros-Kulturprozent, die Premiere ist für 2012 geplant. Das Thema für 2011 lautet «Freiheit — eine Herausforderung». Alle weiteren Infos dazu unter www.migroskulturprozent.ch

Filmemacher Simon Baumann über sein Heimatdorf Suberg BE: «Die Leute übernachten hier bloss. Von einer dörflichen Gemeinschaft ist wenig zu spüren.»

Doch das soll sich nun ändern. Während der Dreharbeiten für «Zum Beispiel Suberg» will Baumann dem kleinen Männerchor der Ortschaft beitreten. Der Regisseur wird sich auch nicht scheuen, wildfremde Leute im Dorf einfach anzusprechen. Er wird alles unternehmen, um die Einwohner von Suberg endlich kennenzulernen. Sein Film wird zeigen, wie dieses soziale Experiment ausgeht. Die Dreharbeiten sollen bald beginnen, die Finanzierung des Kinoprojekts ist gesichert. Denn mit seiner Idee hat Simon Baumann

den «CH-Dokfilm-Wettbewerb» des Migros-Kulturprozents gewonnen (siehe Box). Die Idee für sein Filmprojekt hatte Baumann, als er alte Fotos seines verstorbenen Grossvaters betrachtete. Die Bilder zeigen einen Mann, der von Jahrzehnten harter Arbeit gezeichnet ist, der aber auch eine tiefe Zufriedenheit auszustrahlen scheint. «Ich glaube, dass die Verankerung im Dorf ihn glücklich machte», meint Baumann. Ein Leben lang hatte der Grossvater als Pächter in Suberg einen Bauernhof bewirtschaftet, daneben leitete er die lokale Milchsammelstelle, war Mitglied der Feuerwehr und der Musikgesellschaft. 1974 starb der Grossvater 54-jährig. Er erlag am Steuer seines Traktors einem Schlaganfall. «Das ganze Dorf trug Schwarz», erzählt Baumann. Er weiss, dass er selber nie so untrennbar mit dem Dorf verbunden sein wird. Doch wenn er seine Dreharbeiten beendet hat, wird man den Regisseur hier zweifellos kennen. Text Michael West Bild Severin Nowack

E

ine Kundin mit modischer Frisur steht 1963 in einer Migros-Filiale und mahlt geröstete Kaffeebohnen mit einer chromblinkenden Maschine. Wer diese elektrischen Mühlen noch erlebt hat, erinnert sich an den betörenden Duft, der sie stets wie eine unsichtbare Wolke umgab. Der Beginn der Sechzigerjahre markierte in der MigrosGeschichte einen Wendepunkt: Erstmals liess die Detailhändlerin 50 000 Säcke Rohkaffee rösten, abpacken und an die Genossenschaften verteilen. Das entspricht einem Gewicht von 3000 Tonnen. Damit wurde die Migros zur grössten Verteilerin von geröstetem Kaffee in der Schweiz. Migros-Kaffee

war so begehrt, dass sich die verkaufte Menge in nur fünf Jahren verdoppelte: 1965 lag sie schon bei 6000 Tonnen. Heute verarbeitet die Delica AG, ein Unternehmen der M-Industrie, jährlich 14 000 Tonnen Rohkaffee. Die Delica ist im Schweizer Detailhandel Marktführerin beim abgepackten Bohnenkaffee und beim Kapselkaffee. Die von der Delica entwickelte Delizio-Kapselkaffeemaschine verbraucht dank ausgeklügelter Elektronik wenig Strom. Im Vergleich zur hier abgebildeten Kaffeemühle ist die Maschine zwar winzig, doch ihre schlanke Form hat ihr den internationalen Designpreis Red Dot Award eingebracht. M.W.


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NEUES AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

Sammelbox für Nanos Ein Muss für jeden Nano-Fan ist die Nanomania-Mulitibox. Sie dient gleichzeitig als Spielfeld und Sammelbox, in der alle 48 Nanos plus die drei Joker auf einem SchaumstoffInlay Platz finden. Auf der Oberfläche der Box ist ein Racetrack eingestanzt, auf dem Rennen ausgetragen werden können. Ab 8. Februar ist die NanomaniaMultibox in den Migros-Filialen für Bild Jorma Müller, Styling Anita Oeschger

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Migros-Magazin-Wettbewerb

Wer baut die coolste Nanobahn?

Die selbst gebaute Nanobahn von Aileen und Loris sorgt für Spannung und gute Laune. Jetzt sucht das Migros-Magazin die kreativsten Nanobahn-Erbauer. Seid kreativ, macht mit!

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chtung, Grimas kommt», ruft Aileen (9) ihrem Freund Loris (9) zu und schubst den kleinen grünen Nano mit den scharfen Zähnen die selbst gebaute Nanobahn herunter. Das eifrige Monster purzelt rasant die Bahn entlang, überschlägt sich und landet schliesslich im Ziel – in diesem Fall im M-Budget-Becher mit

der Nummer 3. «Super, jetzt hast du drei Punkte», ruft Loris begeistert. Es herrscht nanomässige Purzelstimmung im Kinderzimmer von Aileen. Am Wochenende haben die zwei Drittklässler mit ihren Vätern die lustige Nanobahn gebaut und haben nun sichtlich Spass an ihrem Bauwerk. «Wir finden es megamässig, dass man mit

den Nanos so toll spielen kann», sind sich beide einig. Haben Ihre Kinder auch Lust, eine Nanobahn zu bauen? Unter www.migrosmagazin.ch können Sie bis zum 20. Februar Fotos von Ihren Kindern mit ihrer Bahn zeigen und in ein paar Sätzen erklären, wie sie die Bahn gebaut haben und was ihnen besonders

gut daran gefällt. Der eigenen Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt. Im Migros-Magazin vom 28. Februar werden wir die schönsten Nanobahnen vorstellen. Vielleicht ist dann die coole Nanobahn Ihres Kindes mit dabei. Weitere Spielideen: www.nanomania.ch Anette Wolffram Eugster


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So. 22.05. - Mi. 25.05. So. 29.05. - Mi. 01.06. Do. 02.06. - So. 05.06. So. 28.08. - Mi. 31.08.** So. 04.09. - Mi. 07.09. So. 11.09. - Mi. 14.09. So. 18.09. - Mi. 21.09.

Inbegriffen • Fahrt im 5-Stern-Bus • HP (Nachtessen/Frühstücksbuffet) • Schifffahrt entlang der Cinque Terre • Rundgang Riomaggiore • Bahnfahrt nach Monterosso Preise pro Person 4 Tage HP * Spartermine EZ - Zuschlag Fak. Ausflug Portofino

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1. Tag: Schweiz - Chianciano Reise via Gotthard nach Chianciano Terme. 2. Tag: Rom - Sorrent Geführte Stadtrundfahrt mit Petersdom, Spanische Treppe und Kolosseum. 3. Tag: Fak. Ausflug Capri Tagesausflug auf die weltberühmte Insel Capri. Orangen- und Zitronenhaine und türkisblaues Meer erwarten Sie. 4. Tag: Amalfiküste Der wohl schönste Küstenstreifen Italiens und die Städtchen Positano, Amalfi , Ravello werden Sie Begeistern. 5. Tag: Fak. Pompeji und Vesuv Geführter Besuch der in der Antike beim grossen Vesuvausbruch verschütteten Stadt. Spaziergang zum Krater des Vesuvs. 6. Tag. Sorrent – Pesaro Sie geniessen den Aufenthalt in Sulmona, mitten in den Abruzzen. 7. Tag: Pesaro - Schweiz Heimreise via Mailand in die Schweiz.

St. Gallen, Sursee, Windisch

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Inbegriffen • Fahrt im 5-Stern-Bus • HP (Nachtessen, Frühstück) • Führungen Matera und Vieste Fr. 1165.– Fr. 1060.– Fr. 260.– Fr. 65.– Fr. 55.–

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Eine einmalige Pallette von Highlights erwartet Sie: Südtoscana - Rom - Amalfiküste - Capri – und Pompeji, die alte römische, vom Vesuv verschüttete Stadt.

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Reisedaten 2011 So. 03.04. - Sa. 09.04.* So. 11.09. - Sa. 17.09. Mo. 18.04. - So. 24.04. So. 02.10. - Sa. 08.10. So. 08.05. - Sa. 14.05. So. 23.10. - Sa. 29.10.* So. 29.05. - Sa. 04.06.

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So. 01.05. - Sa. 07.05. So. 15.05. - Sa. 21.05. So. 29.05. - Sa. 04.06. So. 04.09. - Sa. 10.09.

Inbegriffen • Fahrt im 5-Stern-Bus • HP (Nachtessen/Frühstücksbuffet) • Ausflug Rom/Amalfiküste • Besuch Bauernhof mit Mozzarella Herstellung Preise pro Person 7 Tage HP * Spartermine EZ - Zuschlag Fak. Ausflug Capri Fak. Ausflug Pompeji

Fr. 1145.– Fr. 1040.Fr. 225.Fr. 95.Fr. 75.-


42 | Migros-Magazin 6, 7. Februarr 2011 011

EINE REISE UM DIE WELT

Die Tuba am Wickel

Voo n Asien geht es zurück auf den Balkan mit seiner Von vö völkerverbindenden ölk Musik und Küche. Starkoch und Tubabläser Tuu b Erik Haemmerle hat ein klassisch-feines Rezept Rezz ausgesucht. Und wer nicht selber kochen mag, m a g hält sich an die Fertigprodukte der Migros.

Einfach und gut: Nicht nur der Tubabläser liebt Sarma-Kabiswickel, sondern das ganze Land.

D

as Balkangebirge in Südosteuropa hat der Balkanhalbinsel ihren Namen gegeben. Balkan ist aber auch ein Nationalpark in Bulgarien und ein Bergmassiv in Turkmenistan. Mit Balkan Brass wird die Blehmuzik, die spezielle östliche Blechmusik bezeichnet. Die balkanische Küche im eigentlichen Sinn gibt es wie die Schweizer Küche nicht, sondern ist der Oberbegriff für verschiedene Landesküchen. Einige Spezialitäten, die Appetit auf mehr machen, hat die Migros in ihre Regale geholt. Wer grosse

Lust und viel Zeit hat, selber zu kochen, hält sich an das Rezept von Erik Haemmerli, das sein kroatischer Mitarbeiter ihm anvertraut hat. Und der hat es von seiner Grossmutter. Wenn das kein Argument ist, die SarmaKabiswickel selbst auszuprobieren! Übrigens: Zur balkanischen Küche gehören die bulgarische, die rumänische, die Regionalküchen des ehemaligen Jugoslawiens, die albanische, die griechische und die türkische. Kulinarische Vielfalt ist also garantiert. Martin Jenni

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DAS BESTE AUS DER MIGROS

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Sarma-Kabiswickel lassen sich gut vorbereiten. Das Ganze braucht Zeit, aber das Ergebnis überzeugt Auge und Gaumen.

Sarma-Kabiswickel

Hauptgericht für 4 Personen 1 grosser Weisskabis, Salz, 200 g Reis, 2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, ½ Bund Majoran, 600 g Rindshackfleisch, 4 EL Olivenöl, Pfeffer, 1 Msp. gemahlener Koriander, 1 dl Rotwein, 2 EL Rosinen, 1 EL Pinienkerne, Butter für die Form, 2 dl Rindsbouillon, 4 Kapija-Peperoni, 1 dl Gemüsebouillon, Cayennepfeffer

Bilder Daniel Aeschlimann, Styling Franziska Müller

1 Vom Kabis 12 Blätter ablösen. Restlichen Kabis für einen Salat verwenden. Kabisblätter in Salzwasser 1 Minute blanchieren. In kaltem Wasser abschrecken, abtropfen. Reis in Salzwasser knapp gar kochen, abschütten und mit kaltem Wasser abschrecken. Beiseitestellen. 2 Backofen auf 180 °C vorheizen. 1½ Zwiebeln, Knoblauch, Majoranblättchen hacken. Fleisch, gehackte Zwiebeln und Knoblauch in der Hälfte des Öls 3—4 Minuten bei grosser Hitze anbraten. Mit Salz, Pfeffer, Koriander, Majoran abschmecken. Mit Rotwein ablöschen. Alles einige Minuten köcheln lassen. Fleisch, Reis, Rosinen und Pinienkerne mischen. Füllung auf die Kabisblätter verteilen und darin einwickeln. Kabiswickel mit der Öffnung nach unten in eine ofenfeste, bebutterte Form legen. Mit Rindsbouillon umgiessen. Kabiswickel im Ofen 30—40 Minuten garen. 3 Inzwischen Peperoni halbieren, entkernen und in Stücke schneiden. Restliche Zwiebel hacken. Beides im restlichen Öl andünsten. Mit Gemüsebouillon ablöschen. Zugedeckt ca. 10 Minuten weich dünsten. Gemüse pürieren. Peperonisauce mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Kabiswickel mit Peperonisauce servieren.

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DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

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Süsser Boxenstopp

Grande Caffè bringt italienische Momente ins Leben. Von peppigen Kaffeemischungen bis zum cremigen Dessert ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Bild Patrick Mettraux, Styling Kim Dang

Waschtag unter Männern: Der Sohn darf Papas Stolz polieren, und der Vater geniesst sein Dessert.

D

ie Kaffeekultur gehört zum italienischen Lebensgefühl. Grande Caffè bietet diesen Genuss auch für unterwegs an. Cappuccino, Macchiato, Cremoso und Espresso sind fixfertige Milchgetränke aus Schweizer Milch und feinem Kaffee-Extrakt. Cremoso ist die mildeste, Espresso die kräftigste Sorte im Quartett. Für alle, die von Kaffee nie genug bekommen, wurde Grande Caffè Dessert kreiert. Hier wird die Milchcreme von einem luftigen Häubchen aus Milchschaum

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gekrönt. Grande Caffè Dessert gibt es als Cappuccino und Macchiato. Apropos Cappuccino: Eigentlich ist er ein österreichischer Kulturimport nach Italien.

Soldaten wollten dort nicht auf ihren Kapuziner verzichten. Mit der Zeit wurde aus Schlagobers Milch, aus dem K ein C und aus dem Kapuziner ein Cappuccino. DH

Das Fahrzeug wurde uns freundlicherweise von der Touring Garage AG in Oberweningen ZH zur Verfügung gestellt (www.oldtimers.ch).


46 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

GEMEINSAM KOCHEN MIT REGIONALEN PRODUKTEN

Senioren lieben Gutes von ganz nah

Die Wohngemeinschaft Eichhorn in Romanshorn kocht und isst zusammen — am liebsten Produkte aus der Region.

E

ine Jugendstil-Villa von 1910, direkt am Bodensee, in einem parkähnlichen Garten. Dass hier kulinarische Geniesser leben, sieht man sofort: Gleich neben der Einfahrt befindet sich ein grosses Gemüsebeet, unter dem Schnee lugt Federkohl hervor. «Das sollten Sie im Sommer sehen», sagt Kurt Riederer. «Da wächst alles: Salat, Fenchel, Kohlrabi, Kartoffeln, Zwiebeln.» Nichts schmecke so gut, wie das, was in der eigenen Erde gedeihe, findet der 74-Jährige, ein passionierter Hobbykoch. Auch das Mittagsmenü steht ganz unter dem Motto «frisch und regional»: Lachsforelle im Gemüsemantel, Nüsslisalat und als Dessert Thurgauer Süssmostcreme – natürlich aus Äpfeln vom eigenen Baum. Mitbewohnerin Ursula Malär (64) rührt bereits die Eier dafür im Topf, während Josefine Neumann (68) das Gemüse rüstet. «Dass wir gemeinsam kochen, ist eher selten», erklärt Erstere, «eigentlich wechseln wir uns ab.» – «Wobei ich lieber abwasche»,

sagt Josefine Neumann. Vor 14 Jahren gründete Kurt Riederer mit der kürzlich verstorbenen Bettina Scott die Alters-WG Eichhorn. Nachdem die Kinder von Frau Scott aus dem Haus waren, fühlte sie sich in der Villa mit dem Unterhalt der 14 Zimmer und des Gartens überfordert. «Auch fanden wir das Alleinleben schlicht nicht attraktiv», erzählt Kurt Riederer. Selber kochen, putzen, gärtnern, gemeinsam essen und aktiv sein – diese Idee setzten sie mit Gleichgesinnten in die Tat um. Statt an Spekulanten verkaufte Bettina Scott die Villa an die Stiftung Edith Maryon zur Förderung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten. So beträgt die Miete für zwei Zimmer nur 1100 Franken im Monat inklusive. Und die WG hat freie Plätze: «Wir wünschen uns noch zwei Mitbewohner, die mit anpacken, Interesse an Kultur und guter Küche haben.» Anfragen auf www.wgeichhorn.ch Text Silke Bender Bild Jorma Müller

Im TV: «SF bi de Lüt», Freitag, 11. Februar, 20.05 Uhr, SF 1

In der neuen achtteiligen Staffel unter dem Titel «Die Alten kommen!» beobachtet das «SF bi de Lüt»-Team eine Seniorentruppe in Herisau AR dabei, wie diese eine temperamentvolle Revue-Show auf die Beine stellt — singend, musizierend und tanzend.


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FLEISCH, FISCH & GEFLÜGEL Optigal Poulet-Saftbraten, Schweiz, per 100 g 1.90 statt 2.30 Optigal Poulet-Oberschenkel, Schweiz, per kg 11.70 statt 14.– M-Classic Trutenbrustwürfel, 800 g 11.50 statt 19.20 40% Kalbsplätzli, TerraSuisse, Schweizer Fleisch, per 100 g 5.90 statt 7.40 20% Kalbsgeschnetzeltes, TerraSuisse, Schweizer Fleisch, per 100 g 3.85 statt 4.85 20% Entrecôte, TerraSuisse, Schweizer Fleisch, per 100 g 4.30 statt 6.15 30% Schweinshalssteaks, mariniert, per 100 g 1.30 statt 1.90 30% Kochspeck geräuchert, TerraSuisse, 1/2 Seite, Schweizer Fleisch, per kg 10.80 statt 18.– 40% Cervelas, Duo, 2 x 200 g 2.90 statt 3.70 20% Rapelli Salami Classico, 145 g 4.70 statt 6.75 30% Bresaola della Valtellina I.G.P., 100 g 6.20 statt 8.90 30% M-Classic Toastauflage im Duo-Pack, 2 x 183 g 4.90 statt 8.20 40% Valentinsteller, geschnitten, per 100 g 5.50 Kabeljaurückenfilet, MSC, per 100 g 2.90 statt 4.20 30% M-Classic Forellenfilet, geräucht, 125 g 3.10 statt 3.95 20%

BROT & MILCHPRODUKTE Frischback-Semmeli, gekühlt, 800 g 4.20 statt 5.60 Raccard Tradition, Block, per 100 g 20% Luzerner Rahmkäse, per 100 g 1.45 statt 1.85 Heidi Berg Gruyère, per 100 g 1.70 statt 2.15 Käse in Bedienung: Berner Alpkäse, Aus der Region, per 100 g 2.10 statt 2.65 Käse in Bedienung: Solothurner 1/2-fett, Aus der Region, per 100 g 2.20 statt 2.80 Vollmilch UHT, 10 x 1 Liter 9.90 statt 12.50 20% Alle Yogos im 4er-Pack, 4 x 180 g 20% Alle Griesscremen und -köpfli –.25 günstiger

BLUMEN & PFLANZEN Tulpen, Bund à 10 Stück 20% Rosen 50 cm, Max Havelaar, Bund à 15 Stück 14.90 Primeli im Übertopf, Aus der Region, pro Pflanze 3.90

WEITERE LEBENSMITTEL Picknickeier Arc-en-ciel, Bodenhaltung, Schweiz, 6 x 50 g+ 2.80 statt 3.55 M-Classic Frischpizza Margherita oder del Padrone im 4er-Pack 40% Ravioli Pomodoro Aglio, Bio, im Duo-Pack, 2 x 500 g 10.90 statt 15.60 30% Cornatur im Duo-Pack 30% Berliner, Beutel à 6 Stück/390 g 3.40 statt 5.10 6 für 4 Bienenstich, 300 g 4.30 statt 5.40 Alle Rouladen ungekühlt 20% Alle Preussen (ohne Mini-Preussen) 20% Ferrero Rocher, Raffaello und Mon Chéri, z. B. Ferrero Mon Chéri, 16 Stück 5.30 statt 6.65 20% Frey Risoletto Classic, Blanco oder Noir, Packung à 10 x 42 g 7.– statt 10.– 30% Alle Suprême-Tafelschokoladen und -Schokoladekugeln 20% Alle ChocMidor Biscuits und Konfektwaffeln, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger Sugar Puffs oder Paddy im Duo-Pack 20% Alle Trockenfrüchte, Nüsse und Mischungen 20x Cumulus-Punkte Alle Party Nüsse 20%

Alle Oliven in Beuteln, Gläsern und Dosen 20% Alle Instantkaffees im Beutel 20% Alle Rivella in Packungen à 6 x 1,5 Liter 10.80 statt 13.50 Alle Agnesi Teigwaren, 250 g–500 g, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.30 günstiger Gesamtes Vite Fait Sortiment, tiefgekühlt 20% Alle Rösti im Alubeutel, 250 g–750 g 20% Don Pablo Olivenöl, 50 cl und 1 Liter 40% M-Classic oder Forestière Pastetenfüllung im 4er-Pack 40% Gesamtes Albo und Rio Mare Fisch-Konservensortiment 20%

NEAR-/NON-FOOD Gesamtes Selina Katzennahrungs-Sortiment 20% Küchenmaschine KM196 Kenwood 199.– statt 299.– Gültig bis 21.2. Alle Küchenmesser Cucina & Tavola und Victorinox 50% Gültig bis 21.2. Alle Cucina & Tavola Besteckserien 50% Gültig bis 21.2. Hygo WC-Produkte im Duo-Pack 1.20 günstiger Alle Handy und Manella Abwaschmittel, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.60 günstiger Gültig bis 21.2. Total XXL Sparpack 7,5 kg, Classic oder Color 24.10 statt 48.20 50% Damen-, Herren-, Kinder- und Baby-Freizeithosen ab 9.90 Gültig bis 21.2. Alle speziell gekennzeichneten Damen Strumpfhosen/ Leggings und Kniesocken 30% Gültig bis 27.2. Alle Sonnen- und Lesebrillen 20% Gültig bis 21.2.

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Aus Garten und nahen Feldern direkt auf den Tisch: Ursula Malär, Kurt Riederer und Josefine Neumann (v. l. n. r.) beim Zubereiten von «Forelle im Gemüsemantel».

Was als Vision in der Migros Luzern begann, hat sich heute schweizweit durchgesetzt. Rund 8000 Produkte in der Migros tragen heute das Label mit den blauen Bergen und der gelben Sonne. Allein in der Genossenschaft Migros Ostschweiz gibt es 1800 lokale Produkte und mehr als 3000 Produzenten. Zur Migros Ostschweiz gehört auch der Thurgau, der vor allem als Apfel- und Erdbeerkanton gilt, aus Graubünden und dem Appenzell kommen mehr als 20 regionale Käsespezialitäten. «Aus der Region. Für die Region.» ist das Versprechen der Migros, lokale Produzenten zu bevorzugen. Denn das, was vor der eigenen Haustür wächst und produziert wird, schmeckt nicht nur besser und frischer, sondern macht auch ökologisch und wirtschaftlich Sinn. Lange Transportwege entfallen, Klein- und Mittelbetriebe, Arbeitsplätze und die lokalen Traditionen werden erhalten.

Neugierig? Dann schauen Sie sich doch den Trailer unter www.migros.ch/ ausderregion an.


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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Tournon. Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus nach Tournon und Einschiffung auf Ihr luxuriöses Hotelschiff «MS Excellence Rhône». 2. Tag: Châteauneuf-du-Pape. Ausflug Châteauneuf-du-Pape und Orange (*). Châteauneufdu-Pape ist ein weltberühmtes Weinbaugebiet des südlichen Rhône-Tals. Orange ist bekannt für eine Reihe römischer Bauwerke. Nachmittags Flussfahrt rhôneabwärts Richtung Arles. 3. Tag: Arles–(Camargue)–Port St. Louis. Ausflug in die Camargue (*). Die Camargue ist eine einzigartige Landschaft aus Wiesen, Lagunen, Sümpfen und Salinen aber auch der Vögel, Flamingos, Pferde und Stiere. Besuch von Aigues-Mortes am südwestlichen Rand der Camargue. Nachmittags Weiterfahrt bis Port St. Louis bis km Null der Rhône. 4. Tag: Port St. Louis–(Aix-en-Provence)– Avignon. Morgens Ausflug nach Aix-en-Provence (*). Die Stadt der Brunnen und der Künste liegt inmitten der Provence. Nachmittags Möglichkeit zu einem fak. Ausflug nach Avignon (CHF 35. –). 5. Tag: Tournon–Schweiz. Nach dem Frühstück Ankunft in Tournon und Ausschiffung. Rückreise mit modernem Komfort-Reisebus in die Schweiz zu Ihren Einstiegsorten. (*) Ausflüge des Ausflugspakets

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Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung

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Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– Treibstoffzuschlag pro Person Fr. 25.– Persönliche Auslagen und Getränke Trinkgelder, Ausflüge Annullationskostenversicherung auf Anfrage Sitzplatz-Reservation Car 1.–3. Reihe

Abfahrtsorte 06:15 Wil , 06:40 Winterthur, Rosenberg 06:45 Basel SBB, 07:00 Zürich-Flughafen , 07:20 Aarau SBB, 08:00 Baden-Rütihof , 09:00 Burgdorf , 11:45 Genf-Flughafen

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Grachten, Keukenhof, Loreley und Köln Romantische Rheinstrecke

Ihr Reiseprogramm

3-Bett-Kabine Mitteldeck1 890.–* 2-Bett-Kabine Hauptdeck hinten 990.– 2-Bett-Kabine Hauptdeck 1090.– 2-Bett-Kabine. frz. Balkon, Mitteldeck 1290.– 2-Bett-Kabine, frz. Balkon, Oberdeck 1490.– Kabine zur Alleinbenützung, Hauptdeck 1290.–

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5 Tage inkl. Bord Vollpension an und nA s Bu ie w so Rückreise

1. Tag: Schweiz–Amsterdam. Anreise nach Amsterdam mit modernem Komfort-Reisebus. Einschiffung auf die «Excllence Royal». 2. Tag: Amsterdam. Vormittags besteht die Möglichkeit zu einem Ausflug in den weltberühmten Keukenhof (*). Der 28ha grosse Park bietet die grösste Freiland-Blumenschau der Welt. Entdecken Sie nachmittags auf einer Grachtenfahrt die farbenfrohe Stadt Amsterdam (*). 3. Tag: Köln. Sie geniessen die Fahrt nach Köln an Bord Ihres komfortablen Hotelschiffes. Besichtigen Sie nachmittags die Rheinmetropole (*). 4. Tag: Köln–Rüdesheim. Sie erleben die Fahrt durch die romantische Rheinstrecke. Nach Ankunft in Rüdesheim. Am späten Nachmittag besuchen Sie Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett (*). 5. Tag: Rüdesheim–(Heidelberg)–Speyer. Ab Mannheim bietet sich die Möglichkeit zu einem Ausflug nach Heidelberg (*). 6. Tag: Speyer-Strassburg. Bootsfahrt auf dem Flüsschen Ill durch Strassburg (*). Die elsässische Hauptstadt mit ihren Fachwerkhäusern ist ausserordentlich reizvoll und bekannt für sein Münster «Notre Dame. 7. Tag: Basel. Ausschiffung nach dem Frühstück und anschliessend Rückreise. Ihre

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Reisedatum 2011 20.03.–26.03. Preise pro Person Kabinentyp

Fr. Einführungspreise 3-Bett-Kab. 16m2 Mitteldeck 1090.–* 2-Bett-Kab. 13m2 Hauptdeck hinten 1390.– 2-Bett-Kab. 13m2 Hauptdeck 1490.– 2-Bett-Kab. 16m2 mit frz. Balkon Mitteldeck 1690.– 2-Bett-Kab. 16m2 mit frz. Balkon Oberdeck 1890.– Kabine zur Alleinbenützung, Hauptdeck 1890.– 1

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Ausflugspaket mit 6 Ausflügen Königsklasse-Luxusbus Unsere Leistungen

189.– 155.–

Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus Schifffahrt in der gebuchten Kabine Vollpension an Bord Gebühren, Hafentaxen Willkommenscocktail, Kapitänsdinner Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung Nicht inbegriffen

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Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person, bei Buchung über www.mittelthurgau.ch Reduktion Fr. 20.– pro Person Treibstoffzuschlag pro Person Fr. 35.– Persönliche Auslagen und Getränke Trinkgelder, Ausflüge Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Abfahrtsorte ■

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Die prächtigen Flussschiffe «MS Excellence Royal****+» und «MS Excellence Rhône****+» zählen zu den luxuriösesten Flussschiffen Europas und fahren unter Schweizer Flagge! Die Kabinen auf Mittel- und Oberdeck, gefertigt aus edelsten Materialien, sind 16m2 gross mit französischem Balkon. Komfortable Kabinen auf dem Hauptdeck mit grossflächigen Fenstern (nicht zu öffnen). Alle Kabinen sind ausgestattet mit Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage, SAT-TV, Minibar, Safe, Telefon. Lift von Mittel- zu Oberdeck, Sonnendeck. Grosszügiges Foyer, Nichtraucher-Restaurant, Panoramalounge. Gastlichkeit, gesellige Unterhaltung und eine vortreffliche Küche! Willkommen an Bord

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Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG Oberfeldstrasse 19, 8570 Weinfelden Tel. 071 626 85 85, Fax 071 626 85 95 Verlangen Sie unseren Katalog 2011: www.mittelthurgau.ch, info@mittelthurgau.ch Flusserlebnis der Extraklasse «Excellence-Flusskreuzfahrten»

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Suchen Sie nach einer kleinen Aufmerksamkeit für eine nette Kollegin? Die farbenfrohen und mit edlen Zutaten bestreuten Schokoladenrondellen zählen zur hohen Confiseriekunst. Man kann sie wunderbar mit Freunden teilen oder auch zur Dekoration von Speisen und Desserts verwenden. Die neun unterschiedlich gestalteten Plättchen verführen aber auch jeden Schoggiliebhaber zum Naschen zwischendurch. Frey Les Peintures, 162 g, Fr. 14.50 NEU

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Nachtessen für 4 Personen

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Geniess es!

Feinschmecker kommen nicht ohne den italienischen Frischkäse aus. Mascarpone ist beispielsweise eine bekannte Zutat für das Tiramisu. Löffelweise zugegeben verleiht der Mascarpone — neu in Bioqualität — einen frischen, rahmigen Geschmack in kalten und warmen Saucen, in Desserts oder als schmackhafte Zutat für die Pizza. Bio Mascarpone, 200 g, Fr. 2.60

Tipp: Servieren Sie dazu frisches, dunkles Brot.

Probier es!

Das feine Mürbegebäck ohne Zuckerzusatz enthält nur Süssungsmittel und ist deshalb auch für Diabetiker geeignet. 15 Gramm (ca. 3 Biskuits) enthalten 10 Gramm verwertbare Kohlenhydrate. Fiorini Mürbegebäck ohne Zuckerzusatz, 270 g, Fr. 3.30

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Versuch es!

➔ Die Suppe mit dem Stabmixer pürieren. Eventuell noch mit etwas Flüssigkeit verdünnen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und mit 2,5 dl Halbrahm verfeinern. Zirka Fr. 2.20 ➔ Mit fein geschnittenem Schnittlauch dekorieren. Zirka Fr. 1.—

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Nach einer anstrengenden Sportstunde muss man wieder Energie tanken. Der Riegel Mandel & Cranberry von Farmer Soft ist ein idealer Begleiter bei allen sportlichen Betätigungen. Der im Riegel enthaltene Frucht-, Traubenund Malzzucker versorgt den Körper schneller wieder mit Energie. Die Mandeln und Cranberrys sorgen für einen kernig-fruchtigen Genuss. Farmer Soft Mandel & Cranberry, 6 Riegel, Fr. 4.40

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Die besondere Art, ich liebe Dich zu sagen.

Ein Baci ist ein Kuss aus einer Haselnuss, umhüllt von feinster Gianduja-Creme und einem Hauch dunkler Schokolade. Ein Baci ist aber noch viel mehr: Es ist Überbringer zärtlicher Liebesbotschaften und eine der schönsten Arten, Liebe zu schenken. Baci Herz,129g

Baci gibts in Ihrer Migros


DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin Migros Mig ros-Ma ros -Magaz -Ma gaz 6, 7. Februar Februa Feb ruarr 2011 rua 2011

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Rote Rosen sagen mehr als tausend Worte: «Ich liebe dich von ganzem Herzen.»

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Sags ihr mit Rosen

Valentinstag ist der Tag der Liebe. Verwöhnen Sie Ihren Schatz mit Rosen von der Migros. So unterstützen Sie den fairen Handel.

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ildegard Knef spricht mit ihrem Lied «Für mich solls rote Rosen regnen» vielen Frauen aus dem Herzen. Drum: keine Angst vor Pathos, liebe Männer. Schenkt eurer Liebsten zum Valentinstag Rosen, damit setzt ihr klare Signale, auch ohne Worte! Verbale Liebeserklärungen sind ja bekanntlich nicht jedermanns Sache. An dieser Stelle eine kurze

Einführung in die Rosensprache: Rote Rosen sind Ausdruck für tief empfundene Liebesgefühle. Wer frisch verliebt ist, wählt rosa Rosen. Sie drücken die zarten Gefühle der Bewunderung aus. Gibts einen Anlass, der Geliebten etwas zu verzeihen, bieten sich gelbe Rosen an. Weisse Rosen stehen für Reinheit, ewige oder platonische Liebe. Und orange sagen: «Ich bin

Feuer und Flamme für dich!» Überbringen Sie Ihre Botschaft mit Rosen von der Migros. So unterstützen Sie gleichzeitig den fairen Handel. 85 Prozent aller in der Migros verkauften Rosen tragen das MaxHavelaar-Label. Die Stiftung unterstützt die Arbeiter auf den Rosenfarmen in Südamerika und Afrika (siehe Kasten). Tina Gut

Ma Max Havelaar setzt sich we weltweit für fairen Handel un und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbauern und Arbeitgeberinnen in benachteiligten Regionen ein. Sie profitieren von geregelter Arbeitszeit, sozialer Vorsorge, Schutzkleidung und Mitspracherecht. Die Produzenten erhalten für ihre Produkte einen Mindestpreis und eine Fair-Trade-Prämie. Diese wird in Projekte für die Gemeinschaft investiert, wie Schulen, die Wasserversorgung oder für eine Weiterbildung der Arbeiter.


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DAS BESTE AUS DER MIGROS

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

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Die Glühbirne hat ausgedient. Die LED-Leuchten sind die energiesparende Alternative.

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ir wissen es alle: Die traditionelle Glühbirne wird bis 2012 nach und nach vom Markt genommen. Ein Lampenwechsel steht an. Nun stellt sich die Frage, womit die Glühlampe ersetzt werden soll. Momentan bleiben zwei Möglichkeiten: Sparlampen oder LEDLeuchten. Während Sparlampen wegen des Quecksilbergehalts etwas an Beliebtheit verloren

haben, kommen die LED-Lampen immer mehr zum Einsatz. Und die Angebote haben sich in den letzten Monaten rasant vergrössert. Ihr Vorteil: Sie verbrauchen massiv weniger Strom, sind wartungsarm und langlebig: Die mittlere Lebensdauer beträgt zehn bis 25 Jahre. Da nimmt man auch die etwas höheren Anschaffungskosten in Kauf und fährt auf Dauer trotzdem günstiger.

Tipp: Rüsten Sie jedes Jahr eine komplette Leuchte mit energieeffizienten Leuchtmitteln um. So wird das Budget nicht arg strapaziert. Oder Sie kaufen sich direkt eine neue Leuchte, in der die LED-Lampen fix eingebaut sind. Haben Sie noch Fragen? Dann wenden Sie sich am besten an Ihren Fachmann in der Micasa oder unter www.micasa.ch HB

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«Morgenstund hat Gold im Mund» gilt leider nicht für alle. Einige brauchen Zeit und eine Dusche, damit sie bereit sind für den Tag. Das neue Duschgel Lemon & Oil von I am tut sein Bestes dazu. Es hinterlässt ein Gefühl von angenehm gepflegter, weicher Haut und spendet eine Extraportion Feuchtigkeit. Wer kann da noch schlechte Laune haben? I am Shower Lemon & Oil Frische Dusche, 250 ml, Fr. 2.60*

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RAPPENSPALTE

Hitsch Leu (51), Hoteldirektor des legendären Hotels Eden in Arosa GR, startet diesen Winter zum letzten Mal durch, bevor Ende April sein Partyhotel abgerissen wird. Hitsch Leu, wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Meine Kindheit spielte sich im Hotel ab, und ich durfte schon als Halbwüchsiger im Service und bei Banketten mithelfen. Wofür geben Sie nur ungern Geld aus?

Ich hasse es, Kleider zu kaufen, wegen der engen Umkleidekabinen. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

Meine schöne Wohnung in Arosa mit atemberaubendem Panoramablick. Was gibt es kostenlos in Ihrer Stadt?

Den Arosa-Bus, der immer kostenlos fährt, und viele, viele Sonnenstunden.

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Noch bis Ende April im Hotel Eden an der Bar, im Eden Kitchen Club oder in der Tschuggenhütte, vor dem Nachtschlitteln. Und wo garantiert nicht?

An langweiligen Hotelbars. Sind Sie gerne prominent?

Die meisten Arosa-Stammgäste kennen mich. Aber als prominent bezeichne ich mich noch lange nicht.

Eugen Baumgartner


68 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

Nachgefragt bei

Dianne Brill

Valentinskuss mit Kokosnuss

Als Königin der Nacht prägte sie in den 80er- und 90er-Jahren die New Yorker Partyszene. Heute bringt sie Zürich dazu, Valentinstag zu feiern: Dianne Brill. Ihr Rezept ist so süss wie raffiniert — und vegan.

W

ie wird man eigentlich It-Girl? Eines dieser Mädchen, über die plötzlich alle Welt berichtet? Was genau ist das gewisse Etwas, was diese Girls haben? Kochen Sie doch mal mit Dianne Brill, der Godmother der It-Girls, und Sie werden es verstehen. Kaum öffnet sie die Tür ihres Hauses hoch über dem Zürichsee, ist es, als würde die Sonne aufgehen. Das Interieur ist strahlend weiss, ihre platinblonde Bienenkorbfrisur umrahmt ihr Gesicht wie ein Heiligenschein. «Come in, Daaarling», flötet sie mit einer überschwenglichen Herzlichkeit, die ganz natürlich herüberkommt. Das ist ihr erstes Geheimnis. «All die Rosen für mich, Honey?», fragt sie «Saisonküche»-Köchin Andrea Pistorius, die den Eimer mit MaxHavelaar-Rosen hereinträgt. Innert weniger Minuten schafft es Dianne, die Atmosphäre unter allen Anwesenden auf Kuscheltemperatur zu erwärmen. Ein Fixstern, der aus sich selbst heraus strahlt und andere zum Leuchten bringt. Das ist das zweite Geheimnis. Und der Rest? Gut gelaunt, witzig, schlagfertig und extrem feminin – kein Wunder, dass dieses Mädchen aus Wisconsin mit ihrer frischen Art

damals im New York der 80er-Jahre Stadtneurotiker wie den Künstler Andy Warhol verzauberte. Im legendären «Studio 54» avancierte die gelernte Visagistin zu dem Partygirl schlechthin. Als «Königin der Nacht» machte sie Karriere, wurde Model für Thierry Mugler, Vivienne Westwood und Jean-Paul Gaultier. Nach ihren Kurven wurden Schaufensterpuppen gebaut, die noch immer in den Edelkaufhäusern dieser Welt stehen. Heute hat sie ihren Glamour und ihren Lifestyle auf eine Kosmetiklinie konzentriert. «Dianne Brill Cosmetics» gibt es mitterweile in über 300 Geschäften weltweit zu kaufen. Und sie lebt in

Zürich mit ihrem Mann und ihren drei Kindern, die meiste Zeit zumindest.

Warum die Liebe einen Feiertag braucht

Die Einladung, mit uns zu kochen, nahm sie prompt an. Erst recht, als sie hörte, dass es um den 14. Februar geht. «Ich bin seit fast 23 Jahren mit einem Deutschen verheiratet. Wissen Sie, dass ich ihn noch heute zart, aber bestimmt an diesen wunderbaren Tag erinnern muss?», sagt sie und lacht. «Der Valentinstag ist bei uns in Amerika ein grosses Ding, fast so wichtig wie Weihnachten. Wenn nach diesem Artikel nur ein

Kochen mit der «Saisonküch «Saisonküche» he» Dianne Brill (rechts) ist von Andrea Pistorius’ Dessert-Kreation begeistert: «Es ist gut, wenn die Leute sehen, wie sexy Vegi-Food sein kann. Das hat nichts mit dem faden KörnerHippie-Quatsch zu tun.»

e immer auf ➔ Was haben Si Vorrat? Tofu, Kaffee. Pekannüsse, Chili, Sie pro ➔ Wie oft kochen Woche? käufe erledige Täglich! Und die Ein op. ich online bei LeSh Sie … ➔ Kochen ist für d Freude, wenn un Familienpflicht — ell man ein ich sehe, wie schn zaubern kann. hin n se gutes Vegi-Es e nie im Leben ➔ Was würden Si essen? r. Fleisch, Fisch, Eie n Sie gern de ür w em w ➔ Mit mal essen gehen? mit meinen Gern noch einmal nden Andy verstorbenen Freu ring in Ha Warhol und Keith r. he frü New York, wie


SAISONKÜCHE

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VEGANES STILLLEBEN: Wer auf

Milchprodukte und Gelatine verzichtet, greift zu SojaSchlagcreme, Kokosmilch und Agar-Agar. KUNSTGRIFF: Die Schoggiherzen mit einer heissen Gabel punktuell anschmelzen und dann die Zuckerperlen fixieren.

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ZEICHEN DER LIEBE.


SAISONKÜCHE

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

paar Schweizer Männer mehr an ihre Liebste denken, wäre ich entzückt. Es tut der Liebe gut, wenn man sie an einem Tag im Jahr so richtig feiert.» Ihre Bedingung für unsere Kochverabredung: Sie will kein Fleisch, kein Fisch und keine Eier kochen. «Ich bin Vegetarierin, seit ich 19 Jahre alt bin», erklärt sie, während sie die Mango in feine Würfel schneidet. «Einfach weil ich nicht mehr töten lassen wollte, um zu essen. Aber ich verurteile niemanden, der Fleisch isst. Ich bin keine Missionarin.»

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Veganer Kokospudding mit Mangocrème Dessert für vier 11-cl-Gläser Zubereitung ca. 20 Minuten + fest werden lassen Pro Person ca. 1 g Eiweiss, 11 g Fett, 22 g Kohlenhydrate, 800 kJ/200 kcal

Vegetarisches Essen ist mehr als Hippie-Körnerbrei

Damals, erinnert sie sich, war es noch schwer, in New York gute, vegetarische Restaurants zu finden. Heute sei dort der Vegi-Lifestyle so in, dass die Menüs sich gegenseitig mit schmackhaften Extravaganzen überbieten. Gerade kommt sie von einem Familienbesuch in Florida zurück. «Da herrscht noch Vegi-Wüste», sagt sie und greift sich an die Hüften. «Schauen Sie, das kommt von in Butter geschwenkten, frittierten Pilzen mit fettigen Dips – das muss weg.» Dreht sich zum Fotografen und meint: «Versuche mich bitte im guten Winkel zu treffen. Ich will nicht porky ¬ pummelig ¬ aussehen, schliesslich ist VegiFood sexy.» Auch in Zürich vermisst sie die Vielfalt im Vegi-Angebot der Restaurants. «Am besten finde ich das Tiffins», überlegt sie. «Im Tibits ist es okay, aber irgendwie ist dort alles auf Fenchel fixiert.» So oft wie in New York geht sie nicht mehr auswärts essen: «Hier treffen wir uns eher privat. Und meine Gäste konnte ich bisher immer damit überzeugen: Pasta, Pekannüsse, Kokosmilch, Sweet Chili Sauce, Zwiebeln, Knoblauch und ein Hauch Balsamico. Scharf, süss, salzig und knackig – ein perfektes Geschmackserlebnis.» Und wie wird Dianne Brill den Valentinstag verbringen? «Vermutlich Wellness mit Partnermassage im Dolder. Es sei denn, mein Mann sollte sich diesmal etwas ausgedacht haben.»

Text Silke Bender Bilder Jorma Müller

ZUTATEN

1 Mango ½ EL Agar-Agar 2 EL Feinkristallzucker 1 dl Soja-Schlagcrème 1 Beutel BourbonVanillezucker Zur Garnitur: 4 dunkle Schokoherzen Zuckerperlen Pfefferminze

Kokospudding 2 dl Kokosmilch 1 TL Bourbon-Vanillezucker 1 EL Feinkristallzucker ½ EL Agar-Agar 1,5 EL Cointreau

ZUBEREITUNG

1. Für den Pudding alle Zutaten ausser Cointreau unter Rühren mit dem Schwingbesen aufkochen. 1 Minute bei kleiner Hitze weiterköcheln. Pfanne vom Herd ziehen, Cointreau dazugiessen, und alles etwas abkühlen lassen. Die Gläser auf einer Seite auf eine Unterlage stellen, sodass sie schräg stehen. Den Pudding in die Gläser giessen und auskühlen lassen, bis er fest ist und die schräge Form behält. 2. Mango schälen, Fruchtfleisch vom Kern schneiden und fein würfeln. Die Hälfte des Fruchtfleisches fein pürieren. Püree mit Agar-Agar und der Hälfte des Zuckers aufkochen. 2 Minuten unter ständigem Rühren köcheln. Die Hälfte des Pürees mit den beiseitegestellten Fruchtstücken mischen. Restliches Püree etwas abkühlen lassen 3. Schlagcrème mit restlichem Zucker und Vanillezucker steif schlagen. Portionenweise vorsichtig mit dem restlichen Püree mischen und in einen Dressiersack mit Sterntülle füllen. Mangostückchen auf die Puddings verteilen, Mangorahm daraufspritzen. 4. Für die Garnitur eine Gabel in heissem Wasser erhitzen und abtrocknen. Noch heiss auf das Schokoherz halten und dieses an einem Punkt etwas anschmelzen. Sofort eine Zuckerperle aufdrücken und Schokolade erkalten lassen. Desserts mit Pfefferminze und Schokoherz garnieren. Tipp Statt Kokosmilch und Soja-Schlagcrème kann Rahm verwendet werden.

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72 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

KLEINE KÜCHENKUNDE

Königlicher Cocktail

Exotische Früchte bringen den Duft ferner Länder in unsere Küche. Dass sie wertvolle Vitaminspender sind, weiss Food-Redaktorin Sonja Leissing.

Eine Powerfrucht der Extraklasse

Nicht ohne Grund. Denn haben Sie gewusst, dass die Kokosnuss die einzige Frucht ist, bei der praktisch alles verwendet werden kann? Unter der steinharten Schale liegt das weisse, süssliche Fruchtfleisch. Es schmeckt, roh genossen oder zu Flocken gerieben, einfach herrlich. Das Kokoswasser gilt in heissen Ländern als der Durstlöscher schlechthin. Hierfür wird der jungen grünen Frucht mit einem scharfen Messer ein Deckel abgeschlagen, um an das erfrischende Getränk zu gelangen. Die aus dem Kokosfleisch hergestellte Kokosmilch lässt sich für Currygerichte, Suppen und Desserts verwenden. Übrigens: Das Kokosöl oder Fett eignet sich ausgezeichnet zum Backen oder

Braten von Fleisch. Frisches Kokosfleisch enthält zirka 3,5 Prozent hochwertiges Fett und Eiweiss sowie viel Fruchtzucker.

Vitaminbomben aus der Ferne

Doch auch andere exotische Früchte sind wahre Kraftwerke für unsere Gesundheit und bringen Abwechslung in unsere Küche. Beispielsweise die königliche Ananas. Nana, wie sie die Amazonasbewohner nennen, heisst übrigens «köstliche Frucht». Sie passt lauwarm oder kurz gebraten bestens zu Fleisch, in Currys, zu Süssspeisen, zu Konfitüre und Chutney verarbeitet und natürlich in einen Fruchtsalat. Wer nach einem üppigen Nachtessen mit einer frischen Scheibe Ananas abschliesst, kann Blähungen und Völlegefühl verhindern. Auch die kleine Litschi hat einiges zu bieten. Sie wird in China als Liebesfrucht bezeichnet. Unter der rauen Schale befindet sich das perlmuttschimmernde, saftige Fleisch. Litschis sind, roh genossen, ein Gedicht. Sie verfeinern ebenso Saucen zu Fisch und Fleisch oder dienen als Beilage zu Geflügelgerichten. Sie gehören selbstverständlich genauso in einen exotischen Fruchtsalat wie Kiwis. Kiwis zählen zu den Spitzenreitern unter den Vitamin-CSpendern. Bereits eine Frucht deckt den Tagesbedarf. Noch eine Anmerkung zur Kokosnuss. Bitte legen Sie sich während der Ferien nicht unter eine Kokospalme. Denn von Kokosnüssen werden mehr Menschen erschlagen als von Krokodilen oder Haien gefressen!

Bild Fotolia (4), iStockphoto (1)

S

ie sind weit gereist, all die Exoten wie Ananas, Litschi, Kokosnuss und Kiwi. Und sie bringen den Duft ferner Länder und damit Ferienstimmung in unsere Küche. Zudem fördern sie mit ganz verschiedenen Inhaltsstoffen unsere Gesundheit. Unter blauem Himmel an weissen Sandstränden stehen die bis zu 30 Meter hohen Kokospalmen. Die gesunde Nuss – die zwar gar keine Nuss ist, sondern, streng genommen, eine Steinfrucht – wurde sogar von Harry Belafonte besungen: «Coconut has a lot of iron, and makes you strong like a lion.» So wird die Kokosnuss in ihren Heimatländern als Baum des Lebens oder Himmelsbaum bezeichnet. Ihre Früchte sind oft Lebensgrundlage für die Bewohner.

Kokosnuss

In der Küche: Asiatische und indische Gerichte (Kokosmilch), Torten, Currys, Reisgerichte, Gebäck und Saucen (Kokosflocken). Öffnen: Schlagen Sie mit einem Hammer und einem Schraubenzieher in die drei dunklen Flecken (Augen der Nuss) Löcher, Kokoswasser abgiessen, mit dem Hammer die Nuss zerschlagen und geniessen.

Litschi

In der Küche: Der Geschmack von Litschis ähnelt einer Sauerkirsche mit einem feinen Beigeschmack von Muskat. Die Früchte schmecken als Dessert, Sorbet, Glace, in Bowlen oder Cocktails. Öffnen: Sie können Litischis wie ein gekochtes Ei schälen oder die Schale am Ende der Frucht öffnen und sich das Fruchtfleisch in den Mund schieben. Den Kern aber bitte nicht schlucken.


SAISONKÜCHE

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Ananas

In der Küche: Mit ihr lassen sich feine Konfitüren, Chutneys, Salate und Saucen auf den Tisch zaubern. Sie verführen den Gaumen — ob roh, gebraten, mit Käse überbacken oder als Beilage zu Currys. Öffnen: Schneiden Sie von der Ananas Blätter und Stilansatz weg. Dann mit einem scharfen Messer schälen. Anschliessend mit diagonalen Kerbschnitten die «Augen» entfernen. In Viertel schneiden, die holzige Mitte entfernen, nochmals teilen und servieren.

Kiwi

In der Küche: Eine Kiwi deckt bereits den Tagesbedarf an Vitamin C. Sie passen ins Frühstücksmüesli, als Fruchtsauce oder zu einem Parfait verarbeitet. Öffnen: Kiwis halbieren und mit einem Löffel auslöffeln. Oder Sie schneiden den Strunk- und den Stilansatz weg und schälen die Kiwi entweder mit einem scharfen Messer, noch besser mit dem Sparschäler.


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Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

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Start in die Laufsaison

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InterMezzo Die Schweiz und ihre Probleme: Kürzlich prüfte ein Konsumentenmagazin aufwendig nach, wie viele Tomatenschalenanteile noch in einer Büchse Pelati zu finden sind. Und vor wenigen Tagen äusserte sich ein Genossenschafter missmutig darüber — zuerst wollte er ausschliesslich den Chef der Migros Aare sprechen —, dass auf der Frontseite des MigrosMagazins seine Adresse unten rechts und seitenverkehrt aufgedruckt wird (aus technischen Gründen, wie auch bei der Konkurrenz zu sehen ist). Nein, liebe Lesende: Das war kein Anruf des versteckten Telefons eines Lokalradios.

Am Kerzerslauf können Laufbegeisterte am 19. März in die neue Saison starten.

D

er Kerzerslauf am 19. März ist der erste grössere Schweizer Lauf des Jahres und gleichzeitig einer der idyllischsten. Rund 7500 Läuferinnen, Läufer, Walkerinnen und Walker werden die 5 oder 15 Kilometer ¬ die Jüngsten 0,3 oder 1,4 Kilometer ¬ lange Strecke in herrlicher Natur unter die Füsse nehmen. Mit der Initiative «I’M fit» motiviert die Migros Schülerinnen und Schüler, sich regelmässig zu bewegen und ausgewogen zu er-

nähren. Dank dieses Engagements erhalten 33 Schulklassen die Möglichkeit, kostenlose Startnummern für den Kerzerslauf zu ergattern. Anmeldung unter www. kerzerslauf.ch/imfit

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bruar an folgende Adresse: Migros Aare, K+K, Kerzerslauf, Industriestrasse 20, 3321 Schönbühl. Die glücklichen Gewinner werden bis zum 16. Februar benachrichtigt. Viel Glück! jm

Alle Informationen sind auf www.kerzerslauf.ch zu finden.

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78 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

ThiK: Theater im Kornhaus Baden Der Theatertreffpunkt für alle Generationen im Gewölbekeller an der Limmat.

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Charlotte Wittmer im Bränte-Look.

Vorstellungshinweis

Bränte. Ein Musikmilchtheater von und mit Charlotte Wittmer Premiere/Uraufführung im ThiK: Mittwoch, 23. Februar Weitere Vorstellungen; 25.–27. Februar Vorverkauf: Info Baden, Bahnhofplatz 1, Tel. 056 200 84 84 und www.thik.ch

Regie: Martha Zürcher Licht: Edith Szabo; Ausstattung: Bernadette Meier; musikalische Mitarbeit: Ben Jeger; Produktion: Charlotte Wittmer, ThiK Baden, Theater Tuchlaube Aarau Die Molkerei ist zu. Schon lange. Nun stehen sie da, die überflüssig gewordenen Milchkannen. Doch dank Lottes experimentellem Milchlabor erklingen sie plötzlich aufs Schönste, werden zur gehörnten Kuhherde, zum linksgedrehten Jodelchörli oder gar zur vollfetten Familie, samt Rösli, der ledigen Tante, und ihrem Verehrer Mascarpone. Dabei entlockt Lotte ihnen Zu-muh-tungen, von denen die Bränten bis heute selber noch nichts wussten. Mit Unterstützung des Migros-Kulturprozents.

Bild: Brigitt Lattmann, Simon Egli

as ThiK ist losophiert und nachgedacht das kleine Theater mit mit Gästen wie den grossen Quaz.B. Elisabeth litätsansprüchen Bronfen, Franz in Baden. Der Hohler, Ursula Gewölbekeller Pia Jauch u.a. befindet sich im Die Theater500-jährigen Altbar ist ein geeigstadthaus an der neter Ort, um Limmat. sich bei einem 1953 wird der Glas Wein oder Keller entrümTee über das Lepelt und für das ben im AllgeKantonsjubiläum meinen und das herausgeputzt. Theater im SpeEine grosse Theziellen auszuatergeschichte Willkommen im stimmungsvoltauschen. Die beginnt und wird len Gewölbekeller des ThiK. ThiK-Leute um bis heute weiterdas Leiterduo Anita Rösch und geschrieben. Das legendäre Cabaret Rüeblisaft feier- Simon Egli sind auch gerne Gastte manche Premiere auf der klei- geber und bringen die Künstler nen Bühne, um anschliessend mit dem Publikum in Kontakt. durch die grosse weite Welt zu tin- Einzelfiguren, Stammgäste, Famigeln. Ein nächster Schritt folgte lien ¬ alle sind herzlich willkom1968. Die Claque, das erste ständi- men. ge Ensembletheater im Aargau, wird gegründet und bereichert Spezielles Angebot für und prägt mit ihrer kreativen Un- Kinder und Familien ruhe die Schweizer Theaterszene. Für Kinder und Familien besteht ein spezielles Angebot. RegelmäsProfessionell geführter sig werden Stücke für verschiedeTheaterbetrieb ne Altersstufen gezeigt. ZusamSeit über 20 Jahren ist das ThiK men mit dem Kino Orient und der ein professionell geführter Thea- Theatergemeinde Baden bietet terbetrieb, der ein vielfältiges Pro- das ThiK eine Familienkarte an, gramm für alle Generationen an- damit auch in einem schmaleren bietet. Einerseits werden Produk- Budget ein Theaterbesuch Platz tionen mit anderen Theaterhäu- findet. sern und Kulturschaffenden Aber nicht alle Kinder lernen erarbeitet und zur Premiere ge- die Kultur durch die Familie kenbracht (siehe Box rechts), und an- nen. Durch einen Theaterbesuch dererseits werden Gastspiele pro- mit der Schulklasse erhalten alle grammiert. Das ThiK will ein Ort die gleiche Chance. Das ThiK ardes Dialogs und der Auseinander- beitet gerne mit Schulen zusamsetzung sein. Vor 10 Jahren wurde men und bietet Vorstellungen die Gesprächsreihe PhiloThiK ge- während der Schulzeit an. Weitere gründet. Alle zwei Monate wird Informationen: www.thik.ch über ein ausgewähltes Thema phikp


IHRE REGION MIGROS AARE

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Genuss auf der leichten Linie

Frisch zubereitete Speisen aus saisonalen Produkten geniessen und dabei auf eine ausgewogene Ernährung achten? Das geht ganz leicht! Die Migros-Restaurants und Takeaways zählen für Ernährungsbewusste die Kalorien.

W

as gehört auf einen ausgewogenen Speiseplan? Wo verstecken sich Zucker, Fett und Kalorien? Welche Zutaten sind bekömmlich und gut für die Linie? Wer sich gesund ernähren will, muss sich mit Lebensmitteln und Nährwerten auseinandersetzen. Die Migros-Restaurants und Take-aways sind der Meinung, dass der leichte Genuss schon bei der Menüwahl beginnen soll. Sie machen es ihrer Kundschaft ganz leicht. Da muss niemand Kalorien zählen, sondern einfach nur auf das grüne Délifit-Logo achten. Délifit ist die leichte Linie für mehr Wohlbefinden. Sie kennzeichnet die ausgewogenen Speisen und Snacks, die speziell für bewusste Esser konzipiert worden sind. Die Délifit-Gerichte überzeugen mit besonderen Geschmacksnuancen und kreativen Kombinationen. Die frischen Zutaten verleihen allen Spezialitäten eine natürliche Bekömmlichkeit, mit der man sich rundum wohlfühlt. Wer besonders auf die Nährwerte achtet, findet sämtliche Angaben direkt am Verkaufspunkt der Délifit-Produkte oder im Internet unter www.migros-aare.ch/ delifit

Fruchtiger Start in den Tag, feine Pausenverpflegung

Einen guten Morgen versprechen die fruchtigen Smoothies im Glas oder im praktischen Becher für unterwegs. Sie werden täglich aus saisonalen Früchten und Beeren in verschiedenen Variationen kombiniert. Für die schmackhafte Pausenverpflegung eignen sich die Knuspermüesli mit Vanillequark oder Joghurt perfekt. Mit höchstens 350 Kalorien sind die Müeslikreationen auch ein Leckerbissen für das gute Gewissen. Die ausgewogenen Mittagsmenüs, bestehend aus zartem Fleisch, knackigen Beilagen und leichten

Die frischen Délifit-Sandwiches tragen zur ausgewogenen Ernährung bei.

Saucen, werden nach strengen Grundsätzen zubereitet. Die Zutaten sind nach der Ernährungspyramide der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE zusammengestellt und werden mit maximal 25 Gramm Fett in Form von hochwertigem Raps- und Olivenöl gebraten. Das fertige Gericht enthält höchstens 600 Kalorien und ist trotzdem sättigend. Neben den Délifit-Sandwiches gibt es jetzt die beliebten Hot Sandwiches, die an der Verkaufs-

stelle erwärmt werden und so besondere Leckerbissen sind. Alle Sandwiches werden aus hochwertigem Vollkornbrot zubereitet und sind reich an Nahrungsfasern. Ein knackiger Salat in der praktischen Schale mit leichter Délifit-Sauce rundet die gesunde Mahlzeit ab.

Kleine Sünden für zwischendurch

Gemüsestängeli mit Kräuterquark stillen den kleinen Hunger auf

knackiges Gemüse. Für süsse Gelüste und den Appetit auf ein Dessert stehen Birchermüesli, feiner Milchreis mit gesunden Früchten oder als Zwischenverpflegung einfach eine Portion frisch geschnittener Saisonfrüchte zur Auswahl. Die Teams der Migros-Restaurants und Take-aways der Genossenschaft Migros Aare wünschen ihren Kundinnen und Kunden en Guete mit Délifit! MA


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BESSER LEBEN MIX

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

| 83 83

BABYCLUB

Singen macht Kinder stark

TIERE

Wenn Kinder singen, fördern sie damit Geist und Körper. «Yu, yuuuu», singt die zweijährige Elena, sobald sie das Wort Geburtstag hört. Singen beruhigt, macht glücklich — und fördert die Entwicklung von Kleinkindern in allen körperlichen und geistigen Bereichen, wie eine deutsche Studie mit 500 Kindergartenkindern zeigt. 88 Prozent der häufig singenden Kinder waren regelschulfähig, von den selten singenden waren es nur 44 Prozent. Fazit: Holen Sie die Gitarre vom Estrich und singen Sie mit den Kindern! Das passende Liederrepertoire präsentiert sich unter www. migrosbabyclub.ch/Kinderlieder Alles über Schwangerschaft und das Leben mit Kleinkindern unter www. migrosbabyclub.ch

Den richtigen Riecher

Nur dank ihres rechten Nasenlochs finden Brieftauben so leicht nach Hause.

D

as Geheimnis des einzigartigen Orientierungssinns von Brieftauben ist gelüftet: Die Vögel finden den Weg mit der Nase. Dabei spielt das rechte Nasenloch die zentrale Rolle, wie ein Team italienischer und deutscher Ornithologen herausgefunden hat. Im Rahmen ihrer For-

schungsarbeit verstopften die Wissenschafter einem Teil der Tiere das rechte Nasenloch. Das Resulat: Die Vögel mit verstopfter Nase wählten längere Routen und machten mehrere Stopps, um aus den Düften des Windes Anhaltspunkte für ihre Position und die weitere Route zu finden. – Seit der

ONLINE-UMFRAGE: PSYCHOLOGIE

Bilder Prisma, Vario, iStockphoto

Locker durch die Prüfung Da Das beste Rezept gegen Prüfungsängste? Aufschreiben statt verdrängen. Di Dies empfehlen amerikanische Forscher der Universität von Chicago. De Der Hintergrund: Versagensängste beanspruchen viel Platz im Arbeitsge gedächtnis. Und weil Letzteres ausschlaggebend ist für die intellektuelle Le Leistungsfähigkeit des Gehirns, schwindet die Zugriffsmöglichkeit auf un unser Wissen, was im Extremfall bis zum totalen Blackout führt. Indem ma die Ängste niederschreibt, entrümpelt man das Arbeitsgedächtnis man — und schafft damit mehr Kapazität für die Prüfungsaufgaben. Wer seine Ängste vor dem Test aufschreibt, entlastet das Hirn.

Neue Frage auf www.migrosmagazin.ch

Wie beugen Sie Prüfungsangst vor? ➔ Ich lerne viel. ➔ Ich bitte Gott, mir beizustehen. ➔ Ich meditiere. ➔ Ich habe nie Angst.

Antike transportieren Brieftauben Nachrichten über grosse Distanzen. Wie sie den Weg finden, war lange unklar. Bisher gingen Ornithologen davon aus, dass sich Tauben am Stand von Sonne und Sternen sowie am Magnetfeld der Erde orientieren. Daniel Schifferle Quelle: www.wissenschaft.de

Frage von letzter Woche

Welche versöhnliche Geste würden Sie sich am ehesten gefallen lassen?

So haben unsere Leser geantwortet.

20 %

An der Hand gehalten werden.

42 %

Am Arm berührt werden.

38 %

Einen Kuss bekommen.


84 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

DAS BIN ICH

Kinder stellen sich vor

Spielen ist Trumpf

Selbst im Digitalzeitalter haben Computerspiele keinen Stich gegen eine nervenaufreibende Runde des guten alten Monopoly. Und auch der gemütliche Jass in der Beiz hat nichts an Reiz verloren.

S

Möchtest auch du diesen Fragebogen ausfüllen? Du findest ihn unter: www.migrosmagazin.ch Dort kannst du auch alle anderen eingeschickten Fragebögen anschauen.

TIPP DER WOCHE

Von Angsthase bis Rotzlöffel

«Schimpfologie», so heisst das neue Buch für kleine und grosse Klugscheisser und solche, die es werden wollen. Christoph Mett gibt Tipps zum Umgang mit den bösen, nervtötenden oder trotteligen Wesen, die hinter den Schimpfwörtern stecken. Angehende Schimpfologen ab acht Jahren finden im Anhang Postkarten zum Selbergestalten und eine Favoritenliste. Bestellen unter: www.exlibris.ch

pielkonsolen,Computerspiele und Videogames auf dem Handy bedeuten noch lange nicht das Aus für die klassischen Familienspiele. «Elektronische und klassische Spiele haben sogar voneinander profitiert», sagt Sandro Küng, Pressesprecher des Schweizer Spielwarenverbandes. Das bestätigt auch Monika Zbinden von der Ludothek Düdingen FR. Gesellschaftsspiele gehören immer noch zu den Favoriten bei den Kindern. Im Vergleich mit anderen relativ teuren, Freizeitaktivitäten wie Skifahren und Sommersportaktivitäten ist ein Spielnachmittag in der Familie viel günstiger – und mindestens ebenso unterhaltsam. «Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt», schrieb Friedrich Schiller. Der Dichter wusste: Beim Spielen werden Emotionen frei. Charakterzüge, die man im Berufsalltag vielleicht unterdrückt, kommen spontan zum Vorschein. Anna von Ditfurth vom Marie Meierhofer Institut für das Kind in Zürich (siehe Interview auf Seite 88) erklärt, Spielen bedeutet für das Kind nicht nur, die Umwelt mit allen Sinnen zu erkunden. Kinder können dabei auch Kontakt herstellen sowie Vorhaben und eigene Gefühle teilen lernen.

Das stärkt das Selbstvertrauen und die Sozialkompetenz. Spielen ist Lernen und auch eine wichtige Voraussetzung für den Spracherwerb, sagt Ditfurth.

Sommers in der Berghütte, im Winter in der Stadtbeiz

Aber nicht nur bei Kindern stehen Spiele hoch im Kurs. Ida Schultheiss (70) und Betty Baeriswyl (70) kennen sich schon seit der Schulzeit und jassen seit bald 50 Jahren. Maria Raemy (85) und Elly Alpstäg (89) ergänzen die fröhliche Jassrunde im Café des Arcades in Fribourg. «Wir sind alle vier verwitwet und wollen uns lieber beim Jassen treffen, als allein in der Stube zu hocken. Drei bis vier Mal pro Woche spielen wir, oft bis spät in die Nacht. Beim Spielen vergisst man die Alltagssörgeli, das tut einfach gut», sagen die Frauen und lachen. Und Mogeln ist bei ihnen kein Thema. «In unserem Alter gehört sich das nicht», sagen die Frauen unisono. Ida zählt im Schnelltempo die Punkte: «Jassen ist gut für den Kopf, man muss den Überblick haben, wir sind eben angefressene Jassfrauen. Übung macht den Meister.» Im Sommer wird im Bergrestaurant gespielt, im Winter in der Lieblingsbeiz in der Stadt oder zu Hause.


BESSER LEBEN FAMILIE

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Grossmut bewiesen: Elly (links) gratuliert Jassgegnerin Betty f端r einen grandiosen ersten Stich. Ida packt derweil ihr Dreiblatt wieder ein.


86 |

BESSER LEBEN FAMILIE

Für Jassneulinge tönt es abenteuerlich: «Achtung Kreuz, das gibt ein Hühnerscheichli, nachher kommt das Slalomspiel, vielleicht noch ein Doppelzähler, Schnelljass.» «Früher haben vor allem Männer gejasst, doch die ehemalige Männerdomäne ist heutzutage längst auch bei Frauen Trumpf», sagt Betty. Und Elly meint: «Im Jassen bin ich nicht so stark, ich liebe es vor allem, mit meinen Grosskindern Memory und Scrabble zu spielen. Sie helfen mir immer, wenn ich wieder einmal die Spielregeln vergessen habe.» Nicht vergessen hat Maria Raemy ihre Reisen nach England und Teneriffa. Die haben sie und ihre Jasskolleginnen nämlich aus dem Jasskässeli bezahlt. Spiel und Mensch gehören zusammen. Und das seit Jahrtausenden. Etliche Spiele kommen nie aus der Mode. Mühle kannte man

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

zum Beispiel schon vor 4000 Jahren in Irland und in Ägypten. Das populäre Brettspiel Go wurde 500 nach Christus in China gespielt, und Mikado vertrieb bereits den Römern die Langeweile. Das Schachspiel haben übrigens die Inder vor rund 1500 Jahren erfunden.

Beim Spiel spüren Jegers: Wir gehören zusammen

Nationalsport: Jassen ist Taktik, Glück und ein gutes Gedächtnis.

Bei Katharina Jeger und Thomas Weibel aus Fribourg gehört Spielen zu einem gelungenen Wochenende. «Beim Spielen spüren wir ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das schliesst aber nicht aus, dass wir untereinander wetteifern, denn schliesslich will jeder gewinnen», betont Katharina. Sogar auf den Ferienreisen mit der Bahn wird gespielt. Thomas hat immer Jasskarten in der Tasche und auch nach dem Picknick auf einer Wanderung gibts oft

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Unbekannte Landschaften in Italien

Massa Marittima – eine mittelalterlich geprägte Stadt ■ Skulpturenpark «Giardino dei Tarocchi»

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Maremma ■

1. Tag: Hinfahrt Schweiz–Castiglione della Pescaia. 2. Tag: Massa Marittima. Heute besuchen wir die Stadt Massa Marittima. Nachmittags wandern wir durch Wälder, Felder und Weinreben. Wanderzeit ca. 3 Stunden. 3. Tag: Von Ansedonia nach Capalbio / «Giardino dei Tarocchi». Wir wandern zu den Resten des etruskischen Hafens von Cosa. Nachmittags Fahrt zum berühmten Skulpturenpark von Niki de Saint Phalle. Wanderzeit ca. 2 Stunden. 4. Tag: Naturpark der Maremma. Im Naturpark Maremma schweift unser Blick über eine einzigartige, wilde Landschaft. Wanderzeit ca. 4 Stunden. 5. Tag: Wanderung auf typischem Weg der toskanischen Küste. Besuch des Marktes in Grosseto. Anschliessend Wanderung entlang der toskanischen Küste. Wanderzeit ca. 3 Stunden. 6. Tag: Höhenwanderung von Gavorrano nach Scarlino. Interessante Wanderung zwischen Eichen- und Kastanienbäumen zur Burg von Scarlino. Wanderzeit ca. 3 ½ Stunden. 7. Tag: Rückfahrt in die Schweiz. Programmänderungen vorbehalten!

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Kalabrien

Tyrrhenische und ionische Küstengebiete Wandern im Aspromonte Nationalpark ■ Wilde Bergwelt mit Mittelmeervegetation ■

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8 Tage gemäss Programm

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88 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

MOGELN

DAS SAGT DIE EXPERTIN Anna von Ditfurth (51), systemisch-integrative Therapeutin, Marie Meierhofer Institut in Zürich.

«Spielen heisst auch experimentieren» Anna von Ditfurth, wie wichtig ist Spielen für Kinder? Spielen ist für die umfassende Entwicklung jedes Kindes zentral. Spielen motiviert durch angeborene Fähigkeiten wie das Erkunden wollen und Beziehungen eingehen. Es bedeutet auch wahrnehmen, hantieren, bewegen, experimentieren. Spielend entdecken die Kinder unsere materielle und soziale Welt — von sich aus. Ist Spielen Zeitvertreib? Spielen ist nicht Zeitvertreib, sondern Gewinn von Erfahrung über Abläufe, Beziehungen und Physik. Es ist Lernen und zum Beispiel eine wichtige Voraussetzung für den Spracherwerb. Um Erfahrungen spielerisch zu sammeln, brauchen Kinder andere Kinder und vertraute, verlässliche Bezugspersonen, die echtes Interesse am Tun und der Befindlichkeit der Kinder selbst haben. Welche Fähigkeiten werden spielend gefördert? Im Spiel lernen Kinder, sich zu vertiefen, und entwickeln in der Bewegung ein Gefühl für ihren Körper. Sie lernen ihre Befindlichkeiten kennen, sich selber zu beruhigen oder eine plötzliche Not beim Gegenüber zu erkennen und es zu trösten. Diese Fähigkeiten erleichtern es ihnen, in der Schule zurechtzukommen, und unterstützen die Entwicklung der Selbständigkeit. Darf man beim Spielen mogeln? Mogeln beim Spiel setzt voraus, dass man gemeinsame Regeln kennt und sich an diese halten

kann. Diese Fähigkeit entwickelt sich jedoch erst langsam, ab dem vierten Lebensjahr. Manchen Kindern widerstrebt es, zu verlieren oder auch zu gewinnen. Sie mögen Regeln, aber keine Verliererspiele. Wer mogelt und es weiss, übt, eigene Ziele zu verfolgen — und muss sich Konflikten stellen, wenn die Mitspieler ärgerlich werden. Auch das ist eine wichtige Erfahrung. Sollen die Eltern ihre Kinder gewinnen lassen? Kinder brauchen die Erfahrung, etwas zu bewirken, was ihnen wichtig ist, zum Beispiel auch zu gewinnen. Realität ist aber, dass dies nicht immer möglich ist, weil das Kind müde ist, gerade wenig Glück hat oder noch nicht so geschickt ist, wie die anderen. Hier braucht es einfühlsame Erwachsene, die je nach Situation ausgleichen, das heisst gewinnen lassen oder auch mal helfen, Enttäuschungen auszuhalten. Soll man elektronische Spiele von Kindern fernhalten und nur Holzklötze und Brettspiele zulassen? Elektronische Spiele müssen, wie alle anderen Regelspiele auch, sorgfältig und altersgemäss ausgewählt werden. Sie ersetzen nicht bewährte Spielsachen, sondern ergänzen sie. Elektronische Spiele sind unproblematisch, solange Kinder sich mit anderen Kindern und vielseitig beschäftigen können.

Interview Elisabeth Schwab-Salzmann

«Bschiisse ist mir zu kompliziert»

Zu Hause bei Jegers: Das Spielen gehört einfach zu einem gelungenen Wochenende.

Karin Züger-Boschung (42), Heilpädagogin, Mutter von Elias und Ian: Spielen liegt bei uns in den Genen. Grosi ist schon ihr Leben lang eine begeisterte Spielerin. Im Winter sind Brettspiele und Jassen Trumpf, im Sommer gehts raus ins Freie. Bschiisse ist kein Thema für uns.

Ian (13): Ich bin Lego-Fan und programmiere gern meinen Lego-Mindstorm. Wenn ich vom Tüfteln genug habe, mache ich gern ein Brettspiel mit der Familie. Bschiisse habe ich gar nicht gern. Wenn jemand plötzlich noch ein paar gute Karten im Ärmel hat, merkt man das doch.

ein kleines Spielchen. Spontan werden auch Nachbarskinder und Freunde zum Wochenendspiel eingeladen. Brettspiele kommen auf den Esstisch und nach wenigen Minuten wird verhandelt, gelacht und wild durch-

einandergeredet. Der Berufs- und Schulalltag ist weit weg. Thomas Weibel, der selber Multimediaspiele entwickelt, liebt es, klassische Spiele für den Computer umzusetzen, sagt aber: «Mit Abstand das attraktivste Spiel ist für mich


BESSER LEBEN FAMILIE

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BEWUSSTE ERNÄHRUNG

Thomas Weibel, Multimediaspielentwickler und Journalist (48): Spielen heisst, miteinander Zeit verbringen, Spass haben; es entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Als die Kinder klein waren, haben wir sie ab und zu gewinnen lassen, jetzt natürlich nicht mehr. Bschiisse liegt nicht drin. Jeder hat mal eine Pechsträhne und verliert mehrmals hintereinander, dann kommt das Glück zurück. Katharina Jeger, Mediatorin (45): Gewinnen gibt ein Glücksgefühl, verlieren macht frustriert. Doch Verlieren lernen gehört zum Reifeprozess jedes Kindes. Mogeln ist bei uns kein Thema, denn so macht Spielen kein Spass.

Elias (11): Ich spiele so gern, im Moment ist Agricola mein Hit, da muss man höllisch aufpassen, wie man investiert. Also bschiisse, das ist mir zu kompliziert.

das Jassen. Es ist sehr komplex und hat vollständige Regeln. Das Spiel genügt sich selber. Es ist eine Kombination aus eigener gedanklicher Leistung und dem Zufall, der ist immer mit dabei.» Mit seiner Partnerin Katharina Jeger

Nicolas, Nachbar von Edmée (14): Bschiisse macht mich hässig, und es kommt sowieso ans Licht, da kann man es eh sein lassen. Ich kann ganz gut verlieren, aber eine Revanche muss sein. Mit Kollegen spielen ist viel lustiger, als allein vor dem Compi oder Fernseher zu hocken.

spielt er auch gern Strategiespiele online. Das «World of Warcraft» zum Beispiel spielen sie bewusst nur alle zwei Wochen, denn da liege Suchtpotenzial drin. Text Elisabeth Schwab-Salzmann Bilder Tina Steinauer

Edmée (15), Tochter von Katharina Jeger: Ich hätte ein schlechtes Gewissen beim Mogeln und könnte den Sieg nicht geniessen. Auch wenn ich sechs Mal hintereinander verliere, ich gebe nie auf. Mein Bruder nervt das viel mehr, ihn muss ich dann motivieren weiterzumachen.

Für meine Gäste kreiere ich täglich gute und ausgewogene Mahlzeiten. Das Pilzprodukt Quorn eignet sich ideal dafür. In unserem Restaurant verwöhnen wir unsere Gäste mit einem kleinen, stets wechselnden Angebot von aufeinander abgestimmten Gerichten. Dazu verwende ich gerne frische Produkte – wenn möglich direkt vom Bauernhof. Wir achten auf ein Gleichgewicht zwischen Fleisch- und Fischspeisen und haben immer auch eine Auswahl an fleischlosen Menü im Ange-

bot. Eine ausgewogene Mahlzeit besteht aus Kohlenhydraten, Ballaststoffen und Eiweiss. Das Pilzprodukt Quorn zählt zu den Eiweisslieferanten und enthält zusätzlich auch viele Nahrungsfasern (Ballaststoffe). Ideal also für eine bewusste und abwechslungsreiche Ernährung, die erst noch hervorragend schmeckt. Nicht selten findet man auf meiner Tageskarte ausgefallene Kreationen. Mit den Spezialitäten von Quorn gelingt eine Vielzahl schmackhafter und fantasievoller Gerichte. Sie können gebacken, gebraten, gedünstet oder grilliert werden. Ein wahrer Genuss. Überzeugen Sie sich selbst. Die Quorn-Produkte sind im Cornatur-Kühlregal in allen grösseren Migros-Filialen erhältlich. Tolle Quorn-Rezepte: www.quorn.ch

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BESSER LEBEN TIERE

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

Z

wergkaninchen Nicolai wächst über sich hinaus in dieser Disziplin. Einem Springpferd gleich hoppelt er über die Hindernisbahn und nimmt eine Hürde nach der anderen. Weil es so schön war, dreht er am Ende des Parcours gleich um und macht sich auf den Weg zurück. Seine 23-jährige Besitzerin Katharina Wermuth, Leiterin von Kanin Hop Schweiz, freut sich über den Enthusiasmus ihres Langohrs: «Doch an einem Wettkampf würde er disqualifiziert, denn gehoppelt wird nur in eine Richtung.» Vor gut dreissig Jahren kamen schwedische Kaninchenzüchter auf die Idee, ihre Tiere intensiver zu beschäftigen. Denn Tiere in Gefangenschaft leiden an Langeweile. Sie trainierten ihre Kaninchen nach den Regeln des Springreitens. Heute werden bei Wettkämpfen in der Eliteklasse Hindernisse bis zu 50 Zentimeter Höhe überwunden, Weitsprünge von maximal 70 Zentimeter Länge und einen Wassergraben gilt es zu meistern.

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Springkonkurrenzli

Dass Kaninchen hoppeln, ist nichts Neues. Dass sie dies auch wettkampfmässig tun, dagegen schon. Kanin Hop nennt sich der Sport, eine Springkonkurrenz für Häschen.

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Kaninchen zu trainieren erfordert viel Geduld

Der neue Sport zieht vor allem Junge an. Katharina Wermuth: «Als ich mit Kanin Hop vor drei Jahren begann, war ich mit meinen 23 Jahren wohl die Älteste.» Den meisten Kaninchen kann man das Springen beibringen: «Anders als bei Hund und Pferd lässt sich aber ein Kaninchen zu nichts zwingen. Und das ist auch gut so.» Denn wie beim Pferdeund Hundesport besteht die Gefahr, dass der Ehrgeiz des Besitzers über dem Wohlergehen des Tieres steht. Um aus seinem Kaninchen einen Sportler zu machen, braucht es laut Katharina Wermuth Geduld und Respekt vor dem Charakter des Tiers. «Kaninchen sind von Natur aus ängstlich und springen bei Gefahr nicht über Hindernisse, sondern gehen in Deckung.» Daher sollten die Chüngel ein gutes Nervenkostüm haben und einen gewissen Bewegungsdrang, um an Kanin Hop Freude zu haben. Als Erstes gilt es, dem Kaninchen Brustgeschirr und Leine anzugewöhnen, denn ausbüxen darf

Nichts für Angsthasen: Nur Chüngel mit starken Nerven springen freiwillig über Hindernisse.

es nicht. Dann übt man an den Hindernissen. Karin Wermuth: «Manche begreifen es schnell. Bei anderen muss man etwas nachhelfen, indem man sie einem Profi nachspringen lässt, oder das Tier ein paar Mal über das Hindernis hebt.» Eine anschliessende Belohnung lässt das Kaninchenherz höher schlagen. «Das Wichtigste bleibt jedoch, dass das Kaninchen den Spass am Springen hat und auch behält», sagt Katharina Wermuth.

Dagmar Steinemann

Machen Sie an der EM mit!

Die erste Kanin-Hop-Europameisterschaft findet am 29. und 30. Oktober 2011 in Wollerau SZ statt. Gestartet wird in vier Kategorien: Leicht, Mittelschwer, Schwer und Elite. Die Klassierung erfolgt nach einem Punktesystem. Wer motiviert ist, daran teilzunehmen, hat noch Zeit, sich vorzubereiten. Die Chancen stehen gut, dass geeignete Chüngel den Sport bis Oktober erlernen. Starten dürfen nicht nur Rassetiere, sondern alle Langohren, die den vorgängigen Gesundheitscheck bestehen. Im Frühling ist ein Anfängerkurs vorgesehen, über den demnächst informiert wird. Mehr Infos: www.kaninhopschweiz.ch


92 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

NEWS

Mitsubishi auch als Hybrid Mitsubishi will in den kommenden Jahren seine Palette an umweltfreundlichen Autos erweitern. Ein Drei-Jahres-Plan sieht für das Geschäftsjahr 2013/14 die Einführung von Steckdosenhybriden (Plug-inHybriden) vor. Bis 2015 wollen die Japaner damit total acht neue Elektroautos der neuesten Generation sowie Hybridmodelle auf den Markt bringen. Den Anfang machte das E-Mobil iMiEV.

Chinesisches Roulette Bisher rollten in Peking täglich 2000 (!) neue Fahrzeuge auf die verstopften Strassen der 22-Millionen-Stadt. Um den kompletten Verkehrskollaps zu vermeiden, hat die Stadtregierung beschlossen, die Neuzulassungen für 2011 von 800 000 auf 240 000 zu reduzieren. Ab sofort gibt es neue Nummernschilder im Losverfahren — «chinesisches Roulette» quasi für potenzielle Autobesitzer.

Jubiläumsaktion von Suzuki Genau vor 30 Jahren startete Suzuki mit dem Import japanischer Kompaktwagen in die Schweiz — und ist heute so erfolgreich wie nie zuvor. Damit auch der Kunde etwas zu feiern hat, gibt es ab Februar fünf Jubiläumssondermodelle Barry Edition (Alto, Splash, SX4, Jimny, Grand Vitara) mit Zusatzausstattung und bis zu 6350 Franken Mehrwert.

Suzuki Grand Vitara: Eines von fünf Jubiläumsmodellen.

DIE AUTO-TESTFAMILIE

Mit der Familienkiste

Ist der neue VW Sharan ein gutes Fahrzeug für eine sportliche Grossfamilie? hat es ausprobiert und ist damit in die Berge gefahren. Mit Skiausrüstungen

D

a wir auf dem Land wohnen und viel auf Achse sind, ist das Auto für uns unverzichtbar», erklärt David Kalberer. Der 40-jährige Sportlehrer lebt mit seiner Frau Yvonne (35) und den vier Kindern Andri (9), Lea (8), Mia (4) und Flurin (3) in der Nähe des Walensees im 350-Seelen-Dorf Tscherlach. Zurzeit fahren die Kalberers einen Chrysler Town & Country. Doch der mittlerweile neunjährige US-Van soll 2011 durch ein neues, umweltfreundlicheres Fahrzeug ersetzt werden. Und dazu hat der Familienrat einen klaren Anforderungskatalog aufgestellt: «Unser neues Auto muss geräumig sein», sagt David, «da wir oft mit der ganzen Familie unterwegs sind.» Die MigrosMagazin-Testfamilie Kalberer ist Pferdebesitzerin, weshalb das Auto auch imstande sein soll, den Pferdeanhänger zu ziehen. «Und zu guter Letzt», ergänzt Yvonne, «muss unser Auto sparsam sein und möglichst Energieeffizienzklasse A.» Die Kalberers sind sich bewusst, dass ihre Ansprüche hoch sind. «Wir haben bis jetzt noch kein für uns finanzierbares Auto gefunden, das all unsere Wünsche erfüllt», meint Yvonne Kalberer lachend.

Platz für Sack und Pack einer sechsköpfigen Familie

Umso gespannter war die Familie auf den einwöchigen Lesertest mit dem neuen VW Sharan. «Seine Optik gefällt mir», urteilt Vater Kalberer. «Das Auto wirkt trotz der Abmessungen nicht mehr ganz so riesig wie der Vorgänger. Die hinteren Schiebetüren sind praktisch, eine klare Verbesserung.» Die erste Bewährungsprobe hat der Sharan beim gemeinsamen Skiausflug zu bestehen. Yvonne ist beeindruckt: «Obwohl wir die

Kinderleicht: Auch die kleine Mia kann die praktischen Schiebetüren bedienen.

STECKBRIEF

VW Sharan 2.0 TDI BlueMotion Technology DSG Trendline

Motor/Antrieb: Vierzylinder-Turbodiesel, 1968 cm³, 140 PS. Automatisiertes 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Frontantrieb. Fahrleistungen: 0—100 km/h in 10,9 s, Spitze 191 km/h. Abmessungen: L x B x H = 4,85 x 1,90 x 1,72 m, Kofferraum 300 bis 2297 l, Gewicht 1853 kg. Verbrauch: 5,7 l/100 km (Werksangabe). CO2-Ausstoss (Werksangabe) 149 g/km. Energieeffizienz A. Preis: 7-Sitzer ab 52 820 Franken.

ganze Winterausrüstung dabei hatten, Skier, Snowboards, Schlitten, Schuhe, Helme und mehr, fand alles Platz.» Angetan zeigt sich David vom 2,0-Liter-Turbodieselmotor und dem automatisierten 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe: «Leistung und Durchzugsvermögen sind herrlich. Selbst bei Bergfahrten ist das Überholen kein Problem. Und der Durst liegt dabei mit von uns ermittelten 8,3 Liter auf 100 Kilometer zwar klar über der Werks-

angabe. Unter Berücksichtigung unserer vielen Bergfahrten und der winterlichen Verhältnisse dünkt mich dies aber in Ordnung.» Und wie gefällt der Sharan den Kids? Der 9-jährige Andri findet die Sitzverschiebe- und Umklappmöglichkeiten cool. Die ein Jahr jüngere Lea freut sich über den klappbaren Tisch zum Malen, reklamiert aber, dass er rutschfest sein sollte. Und der Jüngste thront wie ein König auf der hintersten Sitzreihe und fühlt


BESSER LEBEN AUTO

| 93

EXPERTE

auf die Skipiste

Kurt Egli, Umweltberater

Mehr ist oft weniger

Unsere sechsköpfige Testfamilie Kalberer aus Walenstadt-Tscherlach SG für vier Kinder und zwei Erwachsene.

Testfamilie Kalberer wünscht sich vom Auto viel Platz, aber auch Umweltverträglichkeit. Daher ist ihr Entscheid lobenswert, den fast zehnjährigen und nicht mehr den neuesten Abgasnormen entsprechenden Familienvan durch ein technisch ausgereifteres Fahrzeug zu ersetzen. Der VW Sharan 2.0 TDI BlueMotion liegt mit 149 g/km CO2 zwar leicht über dem Richtwert (siehe Grafik). Unter Berücksichtigung seiner Grösse ist dies aber dennoch ein Spitzenwert. Selbst, wenn man die sechsköpfige Familie auf zwei Kleinwagen aufteilen würde, wäre der CO2-Ausstoss höher.

CO2-RICHTWERTE Familie Kalberer startklar zum Skiausflug: Mia, Lea, Yvonne, David (hinten, von links), Flurin und Andri (vorne, von links).

180 170 160 150

175 161 147

140 130

149 g/km 134

120

sich offenbar auch im Kofferraum pudelwohl. Es macht ganz den Anschein, als hätten die Kalberers mit dem Sharan ihr künftiges Auto gefunden.

Wer den Preis als zu hoch hält, schaut bei Seat vorbei

Vielseitig: Lea freut sich aufs Malen auf dem Klapptisch.

David und Yvonne sind sich jedenfalls einig: «Der VW Sharan erfüllt – vor allem wenn er dann im Sommer noch mit 4x4 kommt – fast alle unsere Ansprüche. Einzig der Preis verursacht uns noch etwas Kopfschmerzen.» Aber vielleicht hilft ja ein Besuch beim SeatHändler weiter. Dieser führt den technisch verwandten, aber etwas günstigeren Seat Alhambra im Angebot. Text Raoul Schwinnen Bilder Oliver Lang

120

110 100 90

2008 2009

2010

2011

2012

VW Sharan 2.0 TDI Bis 2012 sollen Neuwagen in der EU im Schnitt nur noch 120 g/km CO2 ausstossen. Geht man von einer kontinuierlichen Senkung der CO2-Emissionen aus, bedeutet dies für das Jahr 2011 einen Richtwert von 134 g/km. Unser Testwagen liegt mit 149 g/km trotz seiner Grösse nur wenig darüber. Weitere Informationen zu unserem Bewertungssystem finden Sie unter www.migros-magazin.ch


Königsklasse: in kleinen Reisegruppen mehr Komfort geniessen

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Daten 2011 Naturerlebnis Fjorde

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Panormafahrt Trolligsten ■ Geirangerfjord und Sognefjord Hauptstadt Oslo und Hansestadt Bergen ■ Mini Kreuzfahrt Kiel–Oslo

Auf dieser Reise begrüssen wir Sie zu einem Naturerlebnis der besonderen Art. Erleben Sie mit uns die Berge, Gletscher, Flüsse und Wasserfälle «Fjordnorwegens». Natur im Überfluss, berühmte Orte wie die quirlige Nordlandmetropole Oslo, die Olympiastadt Lillehammer sowie die einladende Hansestadt Bergen gehören ebenso zu dieser Reise, wie die bequemen Schiffspassagen Kiel–Oslo (Hinreise) und Larvik–Hirtshals (Rückreise).

Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Hannover. Fahrt via Basel, vorbei an Karlsruhe, Frankfurt nach Hannover. 2. Tag: Hannover–Kiel – Einschiffung. Weiterfahrt nach Kiel, wo wir auf ein modernes Schiff der Color Line einschiffen. Kabinenbezug und Übernachtung an Bord.

Stranda

Geirangerfjord

Panoramafahrt Trollstigen–Stranda

Nordfjord Sognefjord

Vik

Lillehammer Hamar

N

Bergen

Oslo Telemark

Larvik

S Skagerak

NORDSEE

Jü tla nd

Hirtshals Ålborg

DK

Kopenhagen

Flensburg Kiel Hamburg D CH Hannover

3. Tag: Oslo–Hamar. Morgens Ausschiffung in Oslo. Anschliessend Besichtigung der norwegischen Hauptstadt. Weiterfahrt nach Hamar am Mjösasee, der für seine Schaufelraddampfer bekannt ist. 4. Tag: Hamar–Lillehammer–Panoramafahrt Trollstigen–Stranda. Fahrt nach Lillehammer, wo 1994 die unvergessenen Winterspiele ausgetragen wurden. Unsere heutige Panoramafahrt führt uns via Vinstra, entlang dem landschaftlich reizvollen Rodane Nationalpark nach Dombas. Entlang dem Raumatal erreichen wir die berühmten Trollstigen. Auf der Serpentinenfahrt geniessen wir grossartige Ausblicke. Von Liabygda erreichen wir mit der Fähre unseren Übernachtungsort Stranda. 5. Tag: Grosse Fjorde- und Gletscherfahrt, Stranda–Geirangerfjord–Sognefjord. Fahrt nach Hellesylt. Hier erwartet uns ein weiterer Höhepunkt: die Schifffahrt auf dem Geirangerfjord nach Geiranger. Auf der Weiterfahrt geniessen wir einen phantastischen Ausblick auf den Geirangerfjord. Entlang dem Nordfjord und dem Jostedalsbreen-Nationalpark erreichen wir die Region des Sognefjord. 6. Tag: Sognefjord–Hopperstad Stabkirche– Bergen. Wir erreichen den Sognefjord, den längsten und tiefsten Fjord Norwegens. Überfahrt von Hella nach Vik und Besuch der idyllisch gelegenen Hopperstad-Stabkirche bei Vik. Danach Fahrt über Voss in die Hansestadt Bergen, wo wir übernachten werden. 7. Tag: Bergen–Rauland. Am Vormittag Stadtbesichtigung der Hafenund Hansestadt Bergen. Gegen Mittag verlassen wir Bergen und erreichen den tief ins Land eingeschnittenen Hardangerfjord. Schiffspassage von Kvanndal nach Utne und Fahrt entlang dem Storfjord nach Odda. Tagesziel ist Rauland in der Telemark, im Herzen des südlichen Norwegen. 8. Tag: Rauland–Larvik–Ålborg. Fahrt durch die Naturlandschaften der Telemark, nach der auch der berühmte Telemarkkanal benannt wurde. Dieser verbindet die Schärenküste am Skagerrak mit der Region der Hardangervidda und verläuft zwischen den Orten Skien und Dalen. Über Ulefoss, wo wir

zahlreiche Schleusen des berühmten Telemark-Kanals sehen, erreichen wir am Nachmittag Larvik. Einschiffung auf eine moderne Schnellfähre von Color Line, mit der wir noch am selben Abend unseren Übernachtungsort Ålborg in Dänemark erreichen. 9. Tag: Ålborg–Hannover. Heute durchqueren wir Jütland und passieren bei Flensburg die dänisch-deutsche Grenze. Weiterfahrt via Hamburg nach Hannover. 10. Tag: Hannover–Schweiz. Rückfahrt über Frankfurt, Karlsruhe und den Grenzübergang Basel zu den Einsteigeorten.

Ihre Hotels

Nächte

Park Inn, Hannover 2 Scandic, Hamar 1 Stranda 1 Eikum, Hafslo 1 Scandic Bergen Airport 1 Rauland Högfjellshotell 1 Park Hotel, Ålborg 1

T-Kat.

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-Luxusbus – Spardaten in Komfort-Fernreisebus Unterkunft in guten Mittel- und Erstklasshotels, Basis Doppelzimmer Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC Mahlzeiten: – 8 x Halbpension in den Hotels (Abendessen und Frühstücksbuffet), davon 1 x Abendessen auf TagesSchiffspassage Larvik-Hirtshals (8. Tag) – 1 x Frühstücksbuffet (Schiffspassage) Schiffspassage Kiel–Oslo (1 Nacht), Basis Doppelkabine innen, Dusche/WC Tages-Schiffspassage Larvik–Hirtshals Fähr- und Schiffspassagen in Norwegen gemäss Programm Alle aufgeführten Ausflüge und Besichtigungen Stadtbesichtigungen in Oslo und Bergen Erfahrener Reisechauffeur

Nicht inbegriffen ■

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Mini-Kreuzfahrt ■

Auf der Hinreise Kiel–Oslo (eine Nacht) mit modernem Schiff der Color Line. Zusätzlich Tagespassage Larvik–Hirtshals mit Color Line (8. Tag).

5: 07.07.–16.07. 6: 21.07.–30.07. 7: 04.08.–13.08. 8: 11.08.–20.08.

Unsere Leistungen

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Auf dieser Reise haben wir für Sie folgende oder gleichwertige Hotels reserviert: Hotel

Donnerstag–Samstag 1: 02.06.–11.06. 2: 09.06.–18.06. 3: 16.06.–25.06. 4: 23.06.–02.07.

Einzelzimmerzuschlag (Hotels) Kabinenzuschläge (Fähre): – Doppelkabine aussen – Einzelkabine innen Annullationsschutz

340.– 35.– 105.– 25.–

Auftragspauschale Unsere Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person entfällt für Mitglieder im Excellence-Reiseclub oder bei Buchung über www.twerenbold.ch Abfahrtsorte 06:15 Wil , 06:30 Burgdorf , 06:40 Winterthur, 07:00 Zürich-Flughafen , 07:20 Aarau, 08:00 Baden-Rütihof , 09:00 Basel

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BITTE MELDE DICH

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

➔ Ich suche Meier oder Mueller. Sie wohnte in Zürich im Lochergut. Wir gingen von 1978 bis 1979 in dieselbe Klasse im Haushaltsjahr in Zürich, oberhalb des Escher-Wyss-Platzes und in der Nähe des Hauptbahnhofs. Ich war auch bei dir zu Hause. Du wohntest in einem Hochhaus. Ich würde mich sehr freuen, etwas von dir zu hören. Mein lediger Name war Jacqueline Tappi. Jacqueline Zimmermann-Tappi Grundackerweg 57, 8965 Berikon Telefon 078 935 29 16, jacqueline. zimmermann@windowslive.com

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Familie nach Chur gezügelt, wo deine Mutter eine Stelle als Kioskfrau bekam. Ich schrieb dir an die Adresse, die du mir damals gegeben hattest. Doch die Briefe kamen zurück mit dem Vermerk, dass die Adresse unbekannt ist. Ich würde mich sehr freuen über einen raschen Bescheid. Maria Balduzzi-De Marco Reismühlestrasse 5, 8409 Winterthur, Telefon 052 242 91 56 balduzzimarisa@bluewin.ch

➔ Wo ist Rita? Wer erinnert sich an sie? Sie wurde 1934 geboren, lebte in St-Imier, Péry und in Neuchâtel-La Coudre. Frieda möchte ihr gerne Briefe aus ihrer Jugendzeit übergeben.

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➔ Ich suche Irene Buchschacher. Sie wohnte mit ihrem Vater in Liestal BL und kam zu uns, um Aufgaben zu machen. Auch war sie einmal mit uns in den Ferien. Ich würd mich freuen, etwas von ihr zu hören.

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Schottland

Entdeckungsreise durch das Land von Schottenrock, Dudelsack und Whisky.

10 Tage Fr. 1'295.–

1. Tag Schweiz – Reims 5. Tag Livingston – Whisky Abwechslungsreiche Fahrt durch Trail – Inverness das Elsass in die Champagne. Über die berühmte Forth Bridge gelangen Sie nach Perth am 2. Tag Reims – Birmingham Sie erreichen Calais, von wo Sie River Tay. Durch die malerische eine Fähre hinüber auf die Briti- Landschaft der Grampian Mountains führt die Reise weiter nach schen Inseln bringt. Durch die Braemar. Über Balmoral Castle, Grafschaft Kent gelangen Sie vorbei an Windsor, das von sei- ein Sommersitz der englischen Königsfamilie, erreichen Sie den nem Schloss beherrscht wird, Whisky-Trail und besuchen auch nach Brimingham. eine der bekannten Whisky3. Tag Birmingham – Lake Brennereien, bevor Sie in InverDistrict – Livingston ness, mitten in den Schottischen Vorbei an Liverpool erreichen Highlands, eintreffen. Sie den Lake District National Park, ein Gebiet von einmaliger landschaftlicher Schönheit. Am Nachmittag erreichen Sie die schottische Grenze und statten der weltberühmten HochzeitsSchmiede von Gretna Green einen Besuch ab, bevor Sie über die Southern Uplands nach Livingston gelangen.

4. Tag Ausflug Edinburgh Am Vormittag zeigt Ihnen eine Führerin die Sehenswürdigkeiten der Schottischen Hauptstadt Edinburgh. Am Nachmittag besuchen Sie Hopetoun House inmitten seines gepflegten Parks am Südufer des Forth.

7. Tag Inverness – Loch Ness – Glasgow Sie fahren durch den Kaledonischen Graben und erreichen nach einem Halt beim berühmten Loch Ness Fort William am Fusse des Ben Nevis, des höchsten Bergs ganz Grossbritanniens. Danach biegen Sie ab und fahren durch das geschichtsträchtige Glen Coe nochmals mitten durch die Highlands. 8. Tag Glasgow – York – Leicester Heute nehmen Sie Abschied 6. Tag Ausflug Eilean Donan von Schottland und fahren nach York, dessen Münster, die grösCastle – Inverewe Gardens ste und zweifelsfrei schönste (fakultativ) Heute besuchen Sie zuerst Eile- mittelalterliche Kirche Englands ist. Am Abend treffen Sie in an Donan Castle, eine dieser Leicester am River Soar ein. typischen schottischen Burgen und erreichen danach das Loch 9. Tag Leicester – Reims Nach dem Frühstück führt Sie Maree, einen der schönsten Lochs, wie hier in Schottland die der Weg erneut vorbei an LonBuchten und Seen genannt wer- don nach Dover, von wo Sie den. Sie besuchen die Inverewe wieder auf das Festland übersetzen. Über Arras erreichen Gardens, wo dank des milden Klimas eine üppige subtropische Sie am Abend wieder Reims. Pflanzenwelt gedeiht. Nach einer 10. Tag Reims – Schweiz atemberaubenden Küstenfahrt Rückfahrt über Nancy und durch gelangen Sie wieder nach Inver- die Hügelzüge der Vogesen in ness zurück. die Schweiz.

Reisedaten 2011 30. Juni – 09. Juli 14. – 23. Juli

Das ist alles dabei...

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10-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar 9 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC Halbpension Alle Fährüberfahrten Stadtbesichtigung in Edinburgh und York Whisky-Brennerei-Besuch

Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 32.– ✘ Einzelzimmerzuschlag Fr. 390.– ✘ Ausflug zu den Inverewe Gardens und zum Eilean Donan Castle Fr. 48.–

Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Luzern, Basel

Irland

Die grüne Insel. Geheimnisvolle Kultur und malerische Landschaften. 1. Tag Schweiz – Reims Abwechslungsreiche Fahrt durch das Elsass in die Champagne. 2. Tag Reims – Birmingham Sie erreichen Calais, von wo Sie eine Fähre hinüber auf die Britischen Inseln bringt. Durch die malerische Landschaft der Grafschaft Kent reisen Sie nach Norden. Vorbei an Windsor, das von seinem Schloss beherrscht wird, erreichen Sie Birmingham. 3. Tag Birmingham – Irland Vorbei an Chester und entlang der walisischen Nordküste erreichen Sie Holyhead, von wo Sie ein modernes Fährschiff nach Irland bringt. 4. Tag Dublin – Galway Prachtvolle Fassaden im viktorianischen und gregorianischen Stil, grosszügige Strassen und weitläufige Parkanlagen prägen das Stadtbild von Dublin. Sie lernen die irische Hauptstadt auf einer Stadtrundfahrt kennen. Auf Ihrer Weiterfahrt in den Westen erreichen Sie danach den Shannon River, die Lebensader Irlands. Nach dem Besuch der Klostersiedlung von Clonmacnoise erreichen Sie Galway.

5. Tag Ausflug Connemara (fakultativ) Die ursprüngliche Landschaft der Halbinsel Connemara zieht viele Besucher in ihren Bann. Bergketten, Täler, die dunkle Seen umschliessen, eine Küste, an der sich Fels- und Sandstrände abwechseln, all dies macht die Landschaft Connemaras zu einer der ersten Sehenswürdigkeiten des Landes. Aus dieser Gegend kommen auch die Bodhrans, die typischen Musikinstrumente. 6. Tag Galway – Killarney Über Lisdoonvarna führt Sie der Weg zu den Cliffs of Moher. Von den Steilfelsen, die bis zu 200 Meter senkrecht in den Atlantik abfallen, hat man an schönen Tagen eine atemberaubende Aussicht auf den Atlantik. Nach dem Besuch in Bunratty, wo man die Lebensweise der Iren vor hundert Jahren erleben kann, erreichen Sie Killarney. 7. Tag Ausflug Ring of Kerry Auf der Halbinsel Iveragh verläuft die Küstenstrasse des Ring of Kerry. Schon die englische Königin Victoria war begeistert von der einzigartigen Landschaft

11 Tage Fr. 1'495.–

und den traumhaften Ausblicken. Auch Charly Chaplin war ein Fan dieser Gegend und verbrachte hier oft seinen Urlaub.

8. Tag Killarney – Wexford Über Cork, der drittgrössten Stadt Irlands gelangen Sie zum Blarney Castle. Hier befindet sich der sagenumwobene Blarney Stone. Dem, der ihn küsst, soll die Gabe der Beredsamkeit verliehen werden. Entlang der Südküste erreichen Sie Wexford. 9. Tag Wexford – Reading Sie geniessen die letzten Blicke auf Irland, während Ihr Schiff aus dem Hafen von Rosslare ausläuft und Kurs auf Wales nimmt. In Fishguard angekommen folgen Sie der walisischen Südküste und gelangen über Cardiff und Bristol zur letzten Zwischenübernachtung in England. 10. Tag Reading – Reims Vorbei an London gelangen Sie wieder nach Dover, zur Überfahrt aufs europäische Festland und weiter nach Nordfrankreich. 11. Tag Reims – Schweiz Rückfahrt über Nancy und die Vogesen in die Schweiz.

Reisedaten 2011 14. – 24. Juni 05. – 15. Juli 09. – 19. August

Das ist alles dabei...

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11-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar

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10 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels

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Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC

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Alle Fährüberfahrten Halbpension Alle Besichtigungen gemäss Programm

Nicht inbegriffen:

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Ganztagesausflug Connemara und Eintritt Kylemore Abbey Fr. 48.–

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Annullationsschutz Fr. 32.– EZ-Zuschlag Fr. 440.–

Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Luzern, Basel


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GLÜCKSGRIFF

Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

Raus aus dem Alltag und entspannen: Impressionen aus Bad Ba d Zurzach. Zurz Zu rzac rz ach. ac h.

Gewinnen Sie zwei Übernachtungen im Kurort Bad Zurzach für zwei Personen — Wellnessprogramm inbegriffen.

B

düsen, Fliessbad, Quellsprudlern, Wasserfall und Nackenbrausen bilden die weitläufige Badelandschaft. Das Thermalbad Zurzach ist eines der grössten Thermalbäder der Schweiz. Ein angenehmer, leichter Duft schwebt in den Räumen des direkt angeschlossenen SPA-Medical-Wellness-Centers, welches das Angebot mit einem vielfältigen Programm in den Bereichen Body Therapy, Beauty und Wellness, Fitness und einer modernen

Anrufen und profitieren Das Migros-Magazin und der Kurort Bad Zurzach verlosen in den Bäderhotels (Park-Hotel**** und Hotel zur Therme****) je zwei Übernachtungen für zwei Personen inkl. Frühstück, 4-Gang-Dinner, Eintritt ins Thermalbad und in das SPA Medical Wellness Center inkl. Aroma Massage. Zudem gibt es zwei Beautytage sowie 25 Kombi-Eintritte (Thermalbadeintritt und Saunalandschaft). Teilnahme per Telefon: Rufen Sie 0901 591 912 (1 Franken pro Anruf aus dem Festnetz) an und nennen Sie Ihren Namen und Ihre Adresse.

Erholung pur

ad Zurzach ist eines der beliebtesten Naherholungsund Wohlfühlrefugien der Schweiz. Bestens ausgebaute Nordic-Walking-Pfade, Velorouten und Wanderwege lassen Sportlerherzen höher schlagen. Hauptanziehungspunkt ist jedoch zweifellos die berühmte Quelle, aus der das warme, wohltuende Wasser direkt in das Thermalbad gepumpt wird. Vier grosse Aussenbecken mit verschiedenen Wasserattraktionen wie Massage-

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Saunalandschaft komplettiert. Sowohl das Hotel zur Therme als auch das Park-Hotel (beide vier Sterne) verfügen über einen direkten Zugang zum Thermalbad. So kann man unproblematisch im Bademantel vom Zimmer direkt in den Wellnessbereich flanieren. Vor allem die familiäre Atmosphäre und die Gastfreundschaft in diesen Hotels zieht immer wieder viele Gäste nach Bad Zurzach.

Infos: www.badzurzach.info und www.thermalbad.ch

Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GLÜCK und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Franken pro SMS). Beispiel: GLÜCK Beat Beispiel, Musterstrasse 1, 9999 Exempelstadt Per Internet: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff MIt Postkarte: MigrosMagazin, «Zurzach», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Sonntag, 13. Februar 2011


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Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

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So machen Sie mit Mit Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8099 Zürich Per Internet: www.migrosmagazin.ch/raetsel Per SMS: Senden Sie MMD und das Lösungswort an die Nummer 919 (Fr. 1.—/SMS) Per Telefon: Wählen Sie 0901 333 102 (Fr. 1.— pro Anruf, Festnetztarif, ohne Vorwahl) und sprechen Sie das Lösungswort und Ihre Adresse aufs Band. Termin: Ihr Lösungswort muss bis spätestens Sonntag, 13. Februar 2011, 18 Uhr, bei uns eingetroffen sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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1 Migros-Geschenkkarte à Fr. 100.— erhalten Rolf Gebhard, 5600 Lenzburg; Christa Ryser, 4564 Obergerlafingen; Christa Beeler, 6072 Sachseln; Werner Hilber, 9523 Züberwangen; Maria Rüttimann, 8532 Warth.

IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Beglaubigte Auflage: 1 554 932 Exemplare (WEMF Oktober 2010) Leser: 2 315 000 (WEMF, MACH Basic 2010-2) Adresse Redaktion und Verlag: Postfach 1751, 8031 Zürich Telefon: 044 447 37 37 Fax: 044 447 36 01 redaktion@migrosmagazin.ch

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Geschäftsleiter Limmatdruck AG: Jean-Pierre Pfister Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Projekte und Events: Eveline Schmid (Leitung), Denise Eyholzer Chefredaktor: Hans Schneeberger (HS) Stellvertreterin des Chefredaktors: Barbara Siegrist (BS) Stv. Chefredaktorin: Jacqueline Jane Bartels (jjb) Chef vom Dienst: Philipp Jordan (pj) Produzent: Andrej Abplanalp (AA)

Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (sbl, Leitung), Almut Berger (ALB), Mathias Haehl (hae), Yvette Hettinger (YH), Ralf Kaminski (RK), Daniel Schifferle (dse, verantw. Besser Leben), Cinzia Venafro (CV, Volontärin), Reto E. Wild (rw), Ruth Brüderlin (brü) Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (si, Leitung), Béatrice Eigenmann (be), Andreas Dürrenberger (DÜ), Florianne Munier (FM), Christoph Petermann (cp), Daniel Sägesser (ds), Michael West (M.W.) Ressort Shopping & Food: Jacqueline Jane Bartels (jjb, Leitung), Gerda Portner (GP, stv. Leitung), Heidi Bacchilega (HB), Silke Bender (SB), Anna Bürgin

(AB), Tina Gut (TG), Dora Horvath (DH), Sonja Leissing (SL), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein (NO), Anna-Katharina Ris (AKR), Anette Wolffram (A.W.) Layout: Daniel Eggspühler (Leitung), Marlyse Flückiger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Bruno Hildbrand, Gabriela Masciadri, Tatiana Vergara Lithografie: René Feller, Martin Frank, Reto Mainetti Prepress: Peter Bleichenbacher, Marcel Gerber, Felicitas Hering Bildredaktion: Tobias Gysi (Leitung), Cornelia Beutler, Ueli Christoffel, Anton J. Erni, Franziska Ming, Susanne Oberli, Olivier Paky Korrektorat: Heinz Stocker

Online: Reto Meisser Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Doris Fischer. Honorarwesen: Nadja Eppenberger Geschäftsbereich Verlag: Bernt Maulaz (Leitung), Nadia Falce verlag@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 37 70 Fax: 044 447 37 34 Lesermarkt: Alexander Oeschger (Leitung), Maya Bächtold, Simone Saner Anzeigen: Stephan Gartenmann (Leitung), Thomas Brügger, Nicole Costa, Yves Golaz, Hans Reusser, Kurt Schmid Innendienst: Nicole Thalmann

(Leitung), Verena De Franco, Christine Kummer, Janine Meyer, Danielle Schneider, Jasmine Steinmann Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Eliane Rosenast anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 37 50 Fax: 044 447 37 47 Abonnemente: Sonja Frick (Leitung) abo@migrosmagazin.ch Telefon: 044 447 36 00 Fax: 044 447 36 24 Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Druck: Büchler Grafino AG, Bern DZO Druck Oetwil a.S. AG Tamedia AG, Zürich

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102 | Migros-Magazin 6, 7. Februar 2011

La Lupa

La Lupa gibt dem Begriff schillernd eine ganz eigene Bedeutung. Wenn die Sängerin und Performerin mit den auffälligen Hüten nicht gerade die Strassen und Trams Zürichs zu ihrer Bühne macht, ist sie in ihrem Lieblingsrestaurant anzutreffen, der «Bodega Española». Oder sie steht in ihrer Küche und zaubert für sich und ihren Liebsten ein feines Fischmenü. Name: La Lupa, bürgerlich Maryli Herz-Marconi (63). Den Kosenamen «La Lupa – die Wölfin» trage ich seit der Teenagerzeit. Nessun idea, wer damit begonnen hat. Wohnort: 8006 Zürich Wieso leben Sie hier? Wegen der Schule musste ich bereits als Teenager von Comologno im Onsernonetal nach Bellinzona zügeln. Mit 20 bin ich dann in Zürich gelandet. Aber noch heute verbringe ich regelmässig den Sommer «a casa» in Comologno. Wo würden Sie gerne leben? Zurigo e Comologno – beides ist bellissimo! Beruf und Lebenslauf: Gesungen habe ich schon als Kind: zu Hause, in der Schule, mit Freunden. Öffentlich aufgetreten bin ich erstmals mit 30 Jahren – nach dem KV und einigen Jahren in einem Büro. Meine Philosophie: Um die zu erklären, bräuchte ich Stunden! Was ich mag: Das Leben und zu leben. Yoga. Alle fünf Sinne, aber auch das Geistige. Was ich an mir mag: Meine Ironie – ich kann sehr ironisch sein, aber nie sarkastisch – und meine Offenheit. Was ich an mir nicht mag: Meinen Fatalismus, vor allem wenn er zur Bremse wird. Mein Lieblingsessen: Alles Süsse, purtroppo, vor allem Maron-Glace! Mein bester Entscheid: Als Tessinerin über den Gotthard zu gehen. Text Almut Berger

Bilder Gerry Nitsch

Ende Februar erscheint die Biografie «La Lupa — Die Stimme der Wöflin» von Sil Schmid (Limmatverlag).

MEIN LIEBLINGSORT

«Die Mauer unterhalb des Lindenhofs. Ich spaziere häufig der Limmat entlang, und sie erinnert mich jedesmal an die typischen Steinmauern des Onsernonetals.»

MEIN MOBILER UNTERSATZ «Das Tram. Die Linien 7 und 15 halten direkt vor meiner Gartentür, sind sozusagen meine persönlichen Haustaxis. Tramfahren ist entspannend: Ich liebe es, wenn die Welt draussen vor dem Fenster vorbeizieht.»

MEINE AKTUELLE LEKTÜRE «‹Robinson und Julia› von Isolde Schaad. Ich bin eine Langsamleserin, lege ein Buch gern auch mal zur Seite, um nachzudenken. Daher lese ich meist auch mehrere Bücher parallel: Romane, Philosophisches, Gedichte.»

MEIN ZUHAUSE «Unsere Vierzimmerwohnung. Wir leben hier seit 33 Jahren als glückliche Mieter. Ich erinnere mich noch genau an den Besichtigungstermin: Ich hatte extra ein Jäckli angezogen, um möglichst seriös zu wirken.»


MEINE WELT

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MEINE SAMMLUNG

«Die Kelche aus Muranoglas. Wobei ich Sammlungen eigentlich hasse. Die Gläser sind daher täglich in Gebrauch, ab und zu geht auch mal eins kaputt. Ein Vorwand, immer mal wieder in meine Lieblingsstadt Venedig zu reisen.»

MEINE WURZELN

«Das Bild wurde 1880 in Comologno aufgenommen. Rechts ist der Bruder meiner Urgrossmutter mütterlicherseits zu sehen, links ein weiterer Verwandter und in der Mitte der Liebhaber meiner Urgrossmutter väterlicherseits. Und wie das in den Bergdörfern damals so war, sind alle irgendwie miteinander verwandt — ‹la famiglia› eben.»

MEIN MIGROS-PRODUKT

MEIN MARKENZEICHEN

«Meine rund 150 Hüte. Ich trage seit meinem dreissigsten Geburtstag nahezu immer einen Hut, selbst bei uns in der Wohnung. Die meisten stammen von der Zürcher Modistin Sonja Rieser: Unterdessen sind wir gute Freundinnen.»

MEIN LIEBSTER UND MEIN LIEBLINGSRESTAURANT «Mein Mann Markus ist mein ‹Lupo›. Wir haben uns im Alter von zwanzig bei der Arbeit in einer Zürcher Privatbank kennengelernt. Damals galt noch das Konkubinatsverbot. Nachdem uns ein Nachbar verpfiffen und die Polizei morgens um 6 Uhr bei uns Sturm geklingelt hatte, heirateten wir 1970. In der ‹Bodega Española› verkehren Lupo und ich schon ein Leben lang: Das spanische Restaurant im Niederdorf ist, glaube ich, die einzige Beiz Zürichs, die geblieben ist, wie sie schon immer war.»

«Der Lachs von Sélection. Ich bin eine Geniesserin, Kochen und Essen ist für mich ein doppeltes Vergnügen.»


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