Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny
Vereinsbons sammeln und Schweizer Amateur-Sportvereine unterstĂźtzen. Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 720 44 00 - mitglieder.register@migrosvs.ch
Gemeinsam mit Ihnen gehen Vereinswünsche in Erfüllung.
Ist Ihr Sportverein abei? noch nicht d en. ld Jetzt anme
So einfach geht’s:
1.
Vereinsbons sammeln: Vom 2.2. bis 12.4.2021 erhalten Sie in Ihrer Migros, online auf shop.migros.ch sowie auf sportxx.ch pro Fr. 20.– Einkaufswert einen Vereinsbon.*
2.
Scannen Sie den QR-Code mit Ihrem Smartphone oder geben Sie den Code auf migros.ch/sport manuell ein.
3.
Lieblingssportverein auswählen und Vereinsbons zuteilen. Je mehr Vereinsbons Ihr Sportverein erhält, desto grösser ist sein Anteil am 3-Millionen-Sportfördertopf der Migros.
n boon s n rreei insbsbon e VVeerein V en eb X ing –X e e XXX d n o –X ebe g r C XX ein –XX de XX ! O rtC : ode–XXXX en p e X o n d X n s t: XX anenh! /O gebe X c in e r t sanns.c po ode X–X ezttzscigrso.cehn/s! Oder C XX–XXX J t X e o mr nn J f sig :X t ca .ch/sport fum Jaeuatz igros auf m
Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren Lieblingsportverein mit einer Direktspende auf migros.ch/spende zu unterstützen.
* Maximal 15 Vereinsbons pro Einkauf oder Bestellung, solange Vorrat. Gutscheine und Geschenkkarten sind ausgeschlossen. Weitere Informationen auf migros.ch/sport
Eine Promotion von Migros und SportXX.
migros.ch/magazin | MM5, 1.2.2021
Nicht mehr jung:
Wie fühlt es sich an, alt zu werden?
Seite 36
Gleichstellung
50 Jahre Frauenstimmrecht: Wo stehen wir heute? Seite 12
Bild: Dennis Kunkel Microscopy/Science Photo Library
Ungebetene Gäste Wanzen im Bett, Milben im Teppich – wie wird man die Tierchen wieder los? Seite 18
Ein schneller Zmittag fürs Homeoffice
Seite 23
Qualität, die überzeugt, gewinnt.
D ie M ig r Markenos-
Testsieger Gesundheitstipp Test Nr. 01/2019
sehr gut Gesundheitstipp Test Nr. 01/2020
2
Testsieger saldo Test Nr. 15/2020
4 1
sehr gut saldo Test Nr. 05/2020
Unabhängig getestet. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Einzelne Artikel sind nur in grösseren Filialen erhältlich. Angebote gelten nur vom 2.2. bis 8.2.2021, solange Vorrat.
3
1 2
I am Face regenerierende Nachtcreme, 50 ml, 25%, ab 2 Stück, 3.70 statt 4.90 aha! Soft Feuchttücher Sensitive, Packung, 50 Stück, 2.80
gut K-Tipp Test Nr. 05/2020
sehr gut K-Tipp Test Nr. 15/2020
sehr gut Gesundheitstipp Test Nr. 04/2019
8
9 5
Testsieger
6
Gesundheitstipp Test Nr. 01/2019
7
3 4 5 6
Zoé Aqua Detox regenerierende Nachtcreme, 50 ml, 17.– pH balance Hautpflegeöl, 200 ml, 6.50 Candida Zahnpasta Fresh Gel, 125 ml, 2.75 I am Natural Cosmetics 3in1 Beauty Oil, 100 ml, 9.80
gut saldo Test Nr. 15/2020
7 8 9
aha! Zoé Ultra Sensitive Tagescreme, 50 ml, 12.95 I am men Rasierer Shave System, geeignet für 3- und 5-Klingen-Ersatzklingen, pro Stück, 25%, ab 2 Stück, 3.75 statt 4.95 Cosano Regular, Packung, 10 Stück, 4.95
6 | 1.2.2021 | MEINE MIGROS
Eine App informiert über Warenrückrufe Die neue Web-App RecallSwiss weist auf Produkte hin, die im Schweizer Detailhandel aus dem Verkauf genommen werden. Es geht um mangelhafte Waren, die ein Risiko darstellen. Auf recallswiss.admin.ch/ alert können Nutzerinnen und Nutzer einen Warnservice per SMS oder E-Mail abonnieren. Zudem können sie über diese App des Bundes auch selbst gefährliche Produkte melden.
Weltneuheit im Becher
Bildschöner Ice Tea Eleni Bähler aus Bülach ZH ist eine talentierte Zeichnerin. Diesmal ist ihr der Kult Ice Tea der Migros Modell gestanden. Schicken auch Sie Ihr Migros-Bild. Wird das Foto abgedruckt, gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Teilnahme: www.migmag.ch/ blickfang
Die V-Love-Kichererbsen-Vegurts der Migros schmecken wie Joghurts, sind aber vegan. Die cremige Spezialität gibt es in den Sorten Vanille, Erdbeere und Aprikose. Neu sind die Vegurts in der ganzen Schweiz erhältlich. Hergestellt werden sie vom Migros-Unternehmen Elsa.
Es geht auch ohne Verpackung Reis, Pasta und Hülsenfrüchte in wiederverwendbare Stoffbeutel abfüllen – das ist seit November in der Migros Baden AG, Bern Breitenrain und Rolle VD möglich. Neu gibt es dieses Angebot auch in den Filialen Surseepark Luzern und Zürich Limmatplatz. Bei den Kundinnen und Kunden kommen die Abfüllstationen gut an – sie haben dort insgesamt schon drei Tonnen Lebensmittel in Beutel rieseln lassen.
MEINE MIGROS | 1.2.2021 | 7
Nachhaltig keit für jedes Budget In der neuesten Ausgabe des Podcasts «Chrut und Rüebli» geht es darum, wie nachhaltig das Migros-Sortiment ist: Nicht nur die vielen Bio- und noch zahlreicheren «TerraSuisse»Lebensmittel werden umweltfreundlich produziert. Auch in der Tiefpreis-Produktlinie M-Budget steckt viel Nachhaltigkeit. Unter diesem L abel werden zum Beispiel übergrosse Karotten angeboten, die früher nicht in den Verkauf gekommen wären. Der Podcast erscheint neu zweimal pro Monat: generation-m.ch/podcast
ACH EINFU G TN LEBE
Alles für die besten Freunde
Ob Futter für den Hund, Streu für die Katze oder Heu für das Meerschweinchen – in der Migros gibt es über 300 Produkte für den Tierbedarf. Besitzerinnen und Besitzer von Haustieren können praktischerweise im gleichen Laden für sich selber und auch gleich für die kleinen Lieblinge einkaufen. An dieser Stelle bringen wir wöchentlich Beispiele dafür, wie die Migros das Leben der Menschen in der Schweiz einfacher macht.
Bilder: zVg, Jorma Müller, Thomas Kunz, iStock
HandyShopping boomt Immer mehr Kundinnen und Kunden von Digitec Galaxus tätigen ihre Einkäufe per Smartphone – in zwischen sind es schon 40 Prozent, bei den Frauen sogar schon 51 Prozent. Der erste Lockdown im vergangenen Frühling hat den Trend zum Handy-Shopping nur kurz gebremst.
8 | 1.2.2021 | AUGENBLICK
18:43
Migros-Moment in Neuenburg In der Migros-Filiale im Marin-Centre ist das Sparschweinchen Miggy allgegenwärtig. Kein Wunder: Seit vergangenem September hat die Migros die Preise von über 900 Produkten dauerhaft gesenkt, und im neuen Jahr rollen die Wellen der Preisabschläge weiter. Das Foto stammt vom 19. Januar.
Bild: Matthieu Spohn
AUGENBLICK | 1.2.2021 | 9
Velotour Rotterdam Entdecken Sie die schöne Hafenstadt mit dem Fahrrad.
1695
9 Tage ab Fr.
inkl. An-/Rückreise und Vollpension an Bord Reisedaten 2021
05.06.–13.06., 20.06.–28.06., 05.07.–13.07., 20.07.–28.07., 04.08.–12.08., 19.08.–27.08., 03.09.–11.09., 18.09.–26.09. Preise pro Person Kabinentyp
BUCHEN OHNE SORGE Bis 61/31 Tage vor Abreise stornieren/ BUCHEN verschieben OHNE SORGE
Fr. Katalogpreis
Sofortpreis
Hauptdeck 2-Bett
2260
1695
Mitteldeck 2-Bett, frz. Balkon
3010
2195
3140
2355
Jun. Suite, frz. Balkon Oberdeck 2-Bett, frz. Balkon
Jun. Suite, frz. Balkon
3195
2395
3330
2495
Sofortpreis mit beschränkter Verfügbarkeit
Das Inklusiv-Paket von Excellence
Bis 61/31 Tage vor Abreise stornieren/verschieben
Excellence Countess
mittelthurgau.ch/ sorgenfrei
• Excellence Flussreise mit GenussVollpension an Bord • An-/Rückreise im Komfort-Reisebus
• Mittelthurgau Fluss-Plus: KomfortReisebus während der ganzen Reise • Mittelthurgau-Reiseleitung
• Sorgenfrei-Paket: Corona-Versicherung 60-Tage-Gratis-Storno etc. mittelthurgau.ch/sorgenfrei Zuschläge Restaurant
Flanderns goldene Städte mit der Excellence Countess
Lounge mit Bar
Eine Flussreise in den charmanten Süden der Niederlande, zu den schönsten Orten Belgiens bis nach Flandern. Höchste Zeit die Höhepunkte dieser einzigartig schönen Landschaft und Kultur zu entdecken.
Excellence – kleine Schweizer Grandhotels Die Excellence Countess. Ein strahlend neuer Luxusliner empfängt Sie mit viel Platz für Begegnungen und Rückzug – und mit vorzüglicher Gastlichkeit. Alle 89 Aussenkabinen bieten einen komfortablen Aufenthalt und verfügen über Dusche/WC, individuell regulierbare Klimaanlage/Heizung, Safe, Sat-TV, Haustelefon, Föhn, 220 V. Hauptrestaurant, A-la-carte Restaurant, Lounge mit Bar, kleiner Fitnessraum, Sonnendeck mit Whirlpool.
Tag 1 Schweiz > Nijmegen Busanreise nach Nijmegen. Tag 2 Amsterdam** > (Volendam) Am Morgen Grachtenfahrt durch das lebendige Amsterdam*. Nachmittags fakultativer Ausflug nach Volendam mit Besichtigung der Insel Marken (Fr. 43). Tag 3 Amsterdam > Rotterdam Entdecken Sie am Nachmittag das eindrucksvolle Rotterdam mit Europas grösstem Seehafen auf einer kombinierten Stadt- und Hafenrundfahrt*. Tag 4 Rotterdam Fakultativer Ausflug nach Delft (Fr. 35) mit Besuch einer Porzellanmanufaktur oder Velotour ab Rotterdam (Fr 65). Tag 5 Gent > (Brügge) Am Morgen Ausflug nach Brügge*. Nachmittags besichtigen Sie das charmante Städtchen Gent auf einem Rundgang*.
Buchen & informieren mittelthurgau.ch | 071 626 85 85 Oberfeldstrasse 19, CH-8570 Weinfelden
Tag 6 Antwerpen > Hasselt Stadtrundfahrt/-gang in Antwerpen*. Traditionell gilt Antwerpen als wichtigster Diamantenhandelsplatz der Welt. Abendliche Flussfahrt nach Hasselt. Tag 7 Hasselt > (Brüssel) Ganztagesausflug in die belgische Hauptstadt Brüssel mit Stadtrundfahrt*. Abends Konzert André Rieu in Maastricht (Nur Abreise 05.07.20, Fr. 105). Tag 8 Maastricht > Maasbracht Besichtigen Sie Maastricht*, eine der ältesten Städte der Niederlande. Tag 9 Nijmegen > Schweiz Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket ** Eintrittsgebühr Amsterdam EUR 8.- p.P. wird dem Bordkonto belastet.
• Alleinbenützung Kabine MD/OD • Königsklasse-Luxusbus
• Klimaneutral reisen, myclimate • Ausflugspaket mit 7 Ausflügen
995
255
+1.25%
255
Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 25 • Persönliche Auslagen und Getränke • Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung • Eintritt Gebühr Amsterdam (Euro 8 p.P./Tag)
Wählen Sie Ihren Abreiseort 06:10 Wil p, 06:30 Burgdorf p 06:35 Wiesendangen SBB 07:00 Zürich-Flughafen p 07:00 Aarau SBB, 08:00 Baden-Rütihof p 08:35 Basel SBB 08:50 Arlesheim, c/o Birseck Reisenp Ihre Excellence-Route
Mehr zu dieser Reise & Buchung mittelthurgau.ch
eoarn1
I21_515
2-Bett Kabine Mittel-/Oberdeck
34
INHALT | 1.2.2021 | 11
Der Jö-Faktor ist nicht alles: Was Sie über das Einrichten des Babyzimmers wissen sollten.
Bilder: Migusto, Marco Zanoni, PD
INHALT
23
12 Eine Frage der Macht 50 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz: Wo stehen wir heute? 18 Das Horrorkabinett Wanzen, Flöhe, Milben: Diese Tiere will keiner zu Hause haben 20 1, 2 oder 3?
Es muss nicht immer Sandwich sein: Besser e ssen im Homeoffice dank unserer B litzrezepte
22 Wissensbissen 23 Schneller Zmittag 26 Ganz ohne Tierisches Vegan leben ist ein Lifestyle wie jeder andere, sagt Laura Lombardini von der Veganen Gesellschaft Schweiz 29 Zu schade für die Tonne Ein Jahr Too Good To Go in der Migros: eine Zwischenbilanz 30 Sportvereine im Glück
Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ desMigros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 556 071 Ex. (WEMF 2020) Leserschaft: 2 245 000 (WEMF, MACH Basic 2020-2) Abonnemente: www.migmag.ch/abo Tel.: 058 577 13 00 Ausführliches Impressum unter migrosmagazin.ch/impressum
34 Tipps fürs Babyzimmer
30
Ein neuer Rasenmäher für die Hornusser Huttwil: Mit der Aktion «Support Your Sport» lässt die Migros die Wünsche von Amateurvereinen wahr werden.
36 Wenn das Ende naht Was bedeutet es, alt zu sein? Praktische und philosophische Betrachtungen 42 Der andere Blick Diese Woche: Thomas Meyer 44 Original aus dem Aargau Zahlen und Fakten über die Zahnpasten von Candida 45 Ihre Region Aktionen, Reportagen, News
51 Rätsel und Spiele 54 Migros-Lovestory Heidi und Samuel Christen sind sich sofort sympathisch. Doch bis es klick macht, dauert es ein bisschen
12 | 1.2.2021 | FRAUENSTIMMRECHT
Wir stimmen! Seit 50 Jahren dürfen Frauen in der Schweiz abstimmen und wählen. Warum kam dieses Recht so spät? Das beantwortet uns eine Historikerin. Zudem erzählen vier junge Frauen, welche politischen Themen ihnen besonders am Herzen liegen.
«Bei uns zu Hause lief um 19.30 Uhr
Bilder: Photopress-Archiv/Keystone (2)
Text: Lisa Stutz und Rahel Schmucki Bilder: Mali Lazell
Am 1. März 1969 demonstrierten Tausende in Bern für die Einführung des Frauen stimmrechts.
5 Ich stimme a b!
immer die ‹Tagesschau›. So habe ich schon früh politische Themen mitbekommen. Ich will auf jeden Fall abstimmen gehen, sobald ich kann. Ich finde es schade, dass sich viele junge Leute nicht dafür interessieren. Die Diskussionen um die Ehe für alle habe ich intensiv verfolgt, da in meinem Freundeskreis einige davon betroffen sind. Auch die Gleich berechtigung von Mann und Frau oder die Black-Lives- Matter-Bewegung interessieren mich. Nur die trockenen Themen liegen mir noch nicht so.» Tabea Sandmayr aus Zürich Alter: 17, wird im Juli 18 Job: Lehre als Kauffrau bei der Migros
50
FRAUENSTIMMRECHT | 1.2.2021 | 13
«Meine Eltern
haben beide einen ausländi schen Pass, ich lasse mich gerade einbürgern und werde hoffentlich im Sommer Schweizer Staatsbürgerin sein. Dann kann ich wählen und abstimmen. Mein Stimmrecht werde ich sicher wahrnehmen und mich für Themen wie die Gleichstellung zwischen Mann und Frau und für mehr Mitspracherecht für Auslände rinnen und Ausländer einsetzen. Politisch bin ich nicht aktiv, lese aber viele Beiträge und setze mich auf Social Media für diese Themen ein.» Zamira Timmermans aus Pfungen ZH Alter: 17, wird im Oktober 18 Job: Lehre als Mediamatikerin bei der Migros
Zwei Frauen 1947 vor einer Telefon kabine mit einem Plakat für die Ableh nung des Frauen stimmrechts.
«Ich wohne im Kan
ton Appenzell Ausserrhoden, hier wurde das Frauenstimm recht sogar erst 1989 einge führt. Das ist noch nicht lange her – aber ehrlich gesagt sind auch 50 Jahre keine lange Zeit. Das finde ich schon ein biss chen frech. Ich freue mich auf das Abstimmen und Wählen. Mit Freunden, die bereits voll jährig sind, rede ich oft darüber, wie sie abstimmen. Mir liegen die Themen Klima und Umwelt besonders am Herzen. Auch Bildungsthemen interessieren mich: Nach der Kanti werde ich ein Praktikum an einer Schule machen.» Ladina Gähler aus Wald AR Alter: 17, wird im März 18 Job: Gymnasiastin im letzten Jahr
Der Europavergleich
1906 Finnland 1913 Norwegen 1915 Dänemark, Island 1917 Russland,
Niederlande (passives Wahlrecht), Estland
1918 Deutschland,
Österreich, Vereinigtes Königreich, Polen, Luxemburg
1919 Niederlande (aktives Wahlrecht)
1920 Tschechien 1921 Schweden 1931 Spanien 1944 Frankreich 1945 Bulgarien, Ungarn, Slowenien
1946 Italien 1948 Belgien 1952 Griechenland 1971 Schweiz 1974 Portugal 1984 Liechtenstein
Nachhaltige Ordnung mit rotho!
Hit 37.95
2. 2. – 15. 2. 2021
Duo-Pack
statt 19.90
Rotho Korb Rattanoptik A4 Körbe aus rezykliertem Material, mistletoe white / mistletoe green
Rotho Avanti A3 Deckel aus rezykliertem Material, lime grün / transparent
statt 15.90
14.90 statt 19.90
Rotho Korb Rattanoptik A5 Körbe aus rezykliertem Material, mistletoe white / mistletoe green
Deckel aus rezykliertem Material, mistletoe weiss / transparent, lime grün / transparent
16.95 statt 25.50
Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.
Deckel aus rezykliertem Material, mistletoe grün / transparent, mistletoe weiss / transparent
7.90
statt 9.90
Rotho Korb Rattanoptik A6 Körbe aus rezykliertem Material, mistletoe white / mistletoe green
Hit Rotho Avanti A4 Deckel aus rezykliertem Material, lime grün / transparent
3.95
Rotho Funcenter 3 x 0.15 L Boxen transparent, Clips mistletoe white, lime green, mistletoe green
3er-Pack
33% Rotho Clearbox 18 L
statt 59.90
Rotho Roller 6
20%
3er-Pack
33% statt 29.85
11.90
29.95
Duo-Pack
25%
3er-Pack
19.95
Körbe aus rezykliertem Material, mistletoe green, cappuccino, mistletoe white
Duo-Pack
30% statt 35.90
Rotho Tower Country mit Rattankörben A4
25%
Duo-Pack
24.95
50%
Duo-Pack
25% 14.90
Duo-Pack
Hit Rotho Clearbox 10 L Deckel aus rezykliertem Material, mistletoe weiss / transparent, lime grün / transparent
24.95
Rotho Frontbox klein Transparent
65,7%
FRAUENSTIMMRECHT | 1.2.2021 | 15
der Männer sagten 1971 Ja zum Frauenstimmrecht.
Buchtipps
«Die Frauen haben den Gripen versenkt»
Catherine Bosshart, was haben Sie am 7. Februar 1971 gemacht? Ich war damals in einem Auslandsemester in Deutschland und habe für meine Prüfungen gelernt und natürlich mitgefiebert. Dann hat meine Mutter angerufen, und ich habe gejubelt.
«Gruss aus der Küche – Texte zum Frausein» Herausgegeben von Heidi Kronenberg und Rita Jost, Fr. 21.60 bei exlibris.ch
«50 Jahre Frauenstimmrecht – 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung» Herausgegeben von Isabel Rohner und Irène Schäppi, Fr. 28.– bei exlibris.ch
«50 Jahre Frauenstimmrecht – für Kinder, Jugendliche … Junggebliebene» Suzanne Gaede, Fr. 9.20 bei exlibris.ch
Bilder: zVg
«Auf die Wartebank geschoben – der Kampf um die politische Gleichstellung der Frauen in der Schweiz seit 1900» Werner Seitz, Fr. 31.20 bei exlibris.ch
1971 waren sie bereits 23. Wie haben Sie sich in den Jahren ge fühlt, in denen Sie nicht abstim men durften? Das war frustrierend. Ich bin in einem Haushalt gross geworden, in dem meine Mutter viel Verantwortung übernommen hat und sehr selbständig war. Deshalb war es für uns nicht nachvollziehbar, wieso Frauen sich nicht politisch beteiligen sollten. Wieso kam das Frauenstimm recht in der Schweiz so spät? Es wurde ja schon 1886 gefordert. Weil in der Schweiz die Stimmbürger, also die Mehrheit der Männer, dafür stimmen musste. In unseren Nachbarländern konnte das Parlament ein Stimm-
und Wahlrecht für die Frauen durchdrücken. Wovor hatten die Männer Angst? Es war ganz klar eine Machtfrage. Aber die Diskussionen um das Frauenstimmrecht fanden auch vor dem Hintergrund des Kalten Krieges statt. Viele Männer befürchteten, Frauen könnten sozia listischer eingestellt sein und so die Politik der Schweiz in diese Richtung lenken. Wie gross war der Druck aus dem Ausland? Als die Schweiz in den 60er-Jahren der Europäischen Menschenrechtskonvention beitreten wollte, wurde diese politische Ungleichheit zwischen Männern und Frauen ein Problem. Denn ein Teil dieser Menschenrechts konvention ist das Frauenstimmrecht. Insofern kann man schon sagen, dass der Druck aus dem Ausland eine w ichtige Rolle gespielt hat und die Frauen in der Schweiz zumindest in ihrem Kampf ermutigt hat. Es gab auch Frauen, die dagegen waren. Warum? Viele argumentierten mit der traditionellen Rollenverteilung: Die Frau gehört in die Küche und ins Haus. Einige von ihnen sagten aber auch, dass ein Stimmund Wahlrecht allein sie nicht vor Gewalt zu Hause oder vor Unterdrückung am Arbeitsplatz schützen könne.
«Es war ganz klar eine Machtfrage.» Catherine Bosshart (73) Historikerin
Ein nachvollziehbares Argument? Nein. Mit einem Stimmrecht können Frauen ja auch bei den Gesetzen zu ihrem Schutz mit bestimmen. Was haben sich die Frauen durch dieses Stimmrecht erhofft? Sie wollten im Ehe- und im Erb recht mitbestimmen. In den 60er-Jahren waren Frauen schon unabhängiger als in den Jahrzehnten zuvor. Die Gesetze hatten sich dieser Entwicklung aber noch nicht angepasst. Ehefrauen durften etwa nur mit Erlaubnis ihres Mannes arbeiten oder ein eigenes Bankkonto eröffnen. Sind diese Hoffnungen ein getroffen? Zum Teil. Die Frauenrechte haben sich mit dem Frauenstimmrecht verbessert. Aber es gibt immer noch viel zu tun. Es geht alles viel zu langsam vorwärts. Zum Beispiel? Es gibt immer noch viel weniger Frauen, die in hohen Positionen in der Wirtschaft oder in Ver waltungsräten sitzen. Und von einer Lohngleichheit sind wir leider immer noch weit entfernt. Stimmen Frauen anders ab als Männer? In gewissen Bereichen. Wenn es zum Beispiel um Familienpolitik oder um Einwanderung geht, stehen Frauen viel mehr links und arbeiten auch über die Parteien hinaus zusammen. Auch für den Umweltschutz setzen sie sich mehr ein als die Männer. Gibt es Abstimmungen, die ohne Frauen anders ausgegangen wären? Ja, eine ganze Reihe. In der jüngsten Zeit war das zum Beispiel das Referendum zum Kauf des neuen Kampfjets Gripen im Jahr 2014. Da setzten sich die Frauen mit ihren Stimmen klar durch und haben damit den Gripen versenkt.
20 % günstiger 26. 01. – 08. 02. 2021
Angenehm frischer Geruch
Gnadenlos gegen Corona, pflegesanft zur Haut. H Ä N D E D E S I N F E K T I O N H AT E I N E N N A M E N : Ab 2 Stück
20 % Alle Sterillium Protect & Care® Produkte, z. B. Sterillium Protect & Care®, 100 ml 5.55 statt 6.90 Desinfektionsmittel vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.
1099_Steri_155_AZ_Migros_haende_Aktion_209x141_DE_RZ1_280121 1
28.01.21 15:19
42%
FRAUENSTIMMRECHT | 1.2.2021 | 17
der Nationalratsmitglieder sind heute weiblich. Im Ständerat sind es nur 26,1 Prozent.
Bilder: zVg, Plakatsammlung, Museum für Gestaltung Zürich, ZHdK; Plakate: Wollt Ihr solche Frauen? – Frauenstimmrecht Nein/1920/Otto Baumberger, © 2021, ProLitteris, Zurich; Frauenstimmrecht ja – My Babbe Stimmt jo/1946/ Beatrice Afflerbach
So engagiert sich die Migros für die Frauen
Schon Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler setzte sich für Frauen ein und forderte als Politiker das Frauenstimmrecht. Auch heute noch unterstützt das Migros- Kulturprozent die Frauen, unter anderem mit B eiträgen an diesen Projekten:
Mit diesen Plakaten wurde vor 50 Jahren gegen und für das Frauenstimmrecht geworben.
Ab ins Bundeshaus ist ein Leiterlispiel. Mit einem Augenzwinkern macht das Spiel auf das Jubiläum des Frauenstimmrechts aufmerksam. Es gibt weibliche Spielfiguren, Ereigniskarten, Rutschen und Leiterli. Alle Spielzüge basieren auf historischen Tatsachen. Erhältlich für Fr. 30.– bei galaxus.ch
Die Plattform SheKnows von Alliance F bietet einen Schweizer- Expertinnen-Pool. Das Ziel ist, dass Frauen in der Medienberichterstattung und auf Veranstaltungen repräsentiert sind und ihnen die gleiche Sprechzeit eingeräumt wird wie Männern. www.sheknows.ch
Helvetiarockt ist eine Koordinationsstelle und Vernetzungsplattform für Musikerinnen. Der Verein macht sich für eine Erhöhung des Frauenanteils in der Schweizer Musikbranche stark. www.helvetiarockt.ch
Grossmütter Revolution ist ein Netzwerk für alle Frauen der älteren Generation, egal, ob sie biologische Grossmütter sind oder nicht. Sie verstehen sich als soziale Bewegung, die Themen und Anliegen zum Alter, Frausein und Generationen aufnimmt. www.grossmuetter.ch
«Ich bin in der Juso und
freue mich schon darauf, endlich auch abstimmen und wählen zu dürfen. Hoffentlich habe ich die Chance, noch für unsere 99%-Initiative abzustimmen. Ich finde es immer schade, wenn Leute sagen, ihre Stimme bewirke sowieso nichts. Vor allem möchte ich mich für die Gleichstellung der Menschen, Frauenrechte und für Flüchtlinge einsetzen, und ich könnte mir gut vor stellen, später selber in die Politik zu gehen. Vielleicht irgendwann als Nationalrätin für die SP?» Emily Pfeil aus Rüschlikon ZH Alter: 17, wird im August 18 Job: Lehre zur Fitnesstrainerin
Ich ti s m me a b!
6 18 | 1.2.2021 | GESUNDHEIT
Bettwanzen Wo eine Wanze ist, sind meistens viele. Tagsüber verstecken sie sich unter Matratzen, in Ritzen, Möbeln oder Bilderrahmen. Im Dunkeln krabbeln die bis zu sieben Millimeter grossen, bräunlichen Tierchen heraus und stechen zu. Wanzen können ohne Nahrung monatelang überleben. Abhilfe schafft nur der Einsatz eines professionellen Kammerjägers. Vorbeugen: Bettwanzen sind auf Reisen häufig anzutreffen. Am besten kontrolliert man im Hotel die einschlägigen Verstecke. Getragene Wäsche sollte in einem verschlossenen Plastiksack verstaut werden und Koffer nicht offen stehen lassen! Auch beim Kauf von gebrauchten Möbeln ist ein Kontrollblick in die Ritzen ratsam.
unbeliebte Haustierchen Sie beissen, saugen und stechen, sobald sie uns nahekommen. Wie Zecken, Milben und die ü brigen Promis unter den Parasiten unsere Gesundheit gefährden und was wir gegen sie tun können. Text: Martina Frei
Milben Milben sind überaus artenreich, im Allgemeinen aber eher ungefährlich, was die Übertragung von Krankheitserregern betrifft. Manche von ihnen beissen, andere stechen und können damit starken Juckreiz auslösen. Hausstaubmilben, die gern in Matratzen und Teppichen leben, tun weder das eine noch das andere, jedoch kann ihr Kot allergisches Asthma hervorrufen. Von der Wüstenrennmaus über das Kaninchen bis zum Vogel kann fast jedes Haustier Milben beherbergen. Herbstmilben besiedeln Grashalme und warten dort darauf, abgestreift zu w erden. Auch im Heu oder Stroh kommen Milben vor. Behandeln: Gegen Juckreiz helfen handelsübliche Arzneimittel. Stammen die Verursacher vom Haustier, sollte man den Tierarzt um Rat fragen.
Flöhe Flöhe suchen sich am Körper zuerst eine assende Stelle, um Blut zu saugen. Deshalb p findet man meist mehrere Stiche in unmittelbarer Nachbarschaft. Die kleinen roten, juckenden Knötchen stammen selten vom Menschenfloh, sondern meist von Hunde- oder Katzenflöhen, die sich das falsche Opfer ausgesucht haben. Behandeln: Es gibt Wärme- und Lichtfallen, an denen Flöhe kleben bleiben. Stammen sie vom Haustier, sollte man dieses behandeln. Aber aufgepasst: Permethrin, ein Wirkstoff, der bei Hunden hilft, ist für Katzen hochgiftig!
GESUNDHEIT | 1.2.2021 | 19
Zecken Kaum steigen die Temperaturen über zehn Grad, erklimmen sie wieder Büsche und Grashalme. Die Zecken rund um den Globus können viele Krankheiten übertragen. In der Schweiz sind vor allem die Borreliose und die FSME (Hirn- und Hirnhautentzündung) gefürchtet. Behandeln: Festgebissene Zecken rasch entfernen. Kommt es in den Tagen oder Wochen danach zu einer Hautrötung, Kopf- oder Gelenkschmerzen oder grippeähnlichen Beschwerden, sollte man zum Arzt gehen. Gegen Borreliose helfen Antibiotika. Vorbeugen: Vor dem Querfeldeinspazieren Kleidung, Schuhe und Haut mit einem Anti-Zecken-Spray imprägnieren und sich danach auf Zecken absuchen. Zecken bevorzugen die Leisten, Beine, Achseln, Gürtellinie, Hals, Nacken und bei Kindern auch die Kopfhaut. Wer sich gegen FSME impfen lassen will: Mindestens einen Monat vor Beginn der Zeckensaison daran denken – also jetzt! Denn selbst ein schnelles Impfschema verleih t allerfrühestens nach 21 Tagen einen gewissen Schutz.
Bandwürmer Typische Zeichen sind Bauchschmerzen, Durchfall oder Verdauungsprobleme ähnlich wie beim Reizdarm. Manche Wurmweibchen legen ihre Eier nachts rings um den After ab, das juckt. Andere Würmer entdeckt man zufällig beim Gang aufs WC. Anstecken kann man sich durch die Aufnahme von Wurmeiern mit verschmutzter Nahrung, beim Kontakt mit Tieren oder beim Genuss von rohem Fisch. Behandeln: Je nach Diagnose kommen diverse Wirkstoffe zum Einsatz. Danach unbedingt Bett- und Körperwäsche wechseln.
Kopfläuse «Läuse bekommen nicht die unhygienischen Kinder, sondern diejenigen, die sehr sozial sind und ihre Köpfe zusammenstecken», sagt Sabine Schmid, Leitende Schulärztin Stadt Zürich. Dann krabbeln die Läuse von einem Haarschopf zum nächsten. Überspringen können sie nicht. Sie saugen alle paar Stunden etwas Blut und verursachen dabei kleine rote, juckende Stiche. Die Weibchen legen helle Eier und kleben sie an den Haaren fest. Ohne Kontakt zu einem Menschen überleben Läuse meist nur ein paar Stunden.
Vorbeugen: Wichtig ist sorgfältige Händehygiene vor jedem Essen (inklusive Fingernägel). Hunde und Katzen sollte man regelmässig entwurmen.
In der Apotheke sind Produkte mit verschiedenen Wirkstoffen erhältlich. Vorsicht: Manche sind entzündlich, sodass man die Haare nach der Anwendung keinesfalls heiss föhnen darf! Bettgspänli sollten ebenfalls behandelt werden, Plüschtiere und Bettwäsche dagegen nicht. Mehr dazu auf lausinfo.ch
iMpuls ist die Gesundheits initiative der Migros.
Bild: Science Photo Library
Behandeln: Um Kopfläuse zu finden, kämmt man die nassen Haare und gibt viel Conditioner aufs Haar, der die ungebetenen Gäste lähmt. Anschliessend kämmt man die Haare mit einem speziellen Läusekamm.
Auch grössere Tiere können Krankheiten übertragen Haustiere haben eine wohltuende Wirkung auf die Menschen. Aber auch Katzen, Hunde oder Vögel können Krankheiten übertragen. Weitere Infos und Empfehlungen für Schutzmassnahmen auf migros-impuls.ch/tiere
Polarforscher
1, 2 ODER 3 ? Die Wasserbecken bei uns im Innenhof sind grösstenteils vereist. Natürlich gehören der Grosse (10) und der Kleine (5) zu den Forschern, die die Eisschollen erkunden. Der Kleine ist noch etwas schüchtern und stochert am liebsten mit einem Stecken auf der eisigen Oberfläche herum. Der Grosse hingegen ist seit einigen Saisons mit der Materie vertraut und kennt keine Zurückhaltung. Auf dem Heimweg von der Schule macht er jeweils einen Abstecher aufs immer dünner werdende Eis und watschelt dann tropfnass nach Hause. Weil ich es langsam satthabe, neben einer Wäscherei auch eine Trocknerei zu betreiben, muss der Grosse jetzt auf dem Glatteis Gummistiefel tragen. Die saugen sich immerhin nicht mit Wasser voll. Nun hat er gehört, dass ein Nachbarsjunge seine Gummistiefel nach einem intensiven Tauchgang wegen eines Vakuums nicht mehr ausziehen konnte. Das erklärte Ziel des Grossen: auch so ein Vakuum erleben! – Und jetzt? MM 1 Ich besorge ihm ein Paar Fischerstiefel.
Da kommt kein Wasser rein.
2 Ich unterstütze fast alle Experimente
in der Natur. Soll er doch. So erkältet er sich noch oder wird 3 krank. Schluss damit!
Illustration: Lisa Rock
20 | 1.2.2021 | KOLUMNE
Monica Müller (45) hat zwei B uben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
Antwort 2: Er erlebt das Vakuum. Nur blöd, dass ich nicht zu Hause bin, als er mit eisigen Füssen in den Stiefeln stecken bleibt. Denn das Einverständnis zum Experiment hat der Papi nicht gegeben. Entsprechend kühl ist der Empfang, als ich durch das geflutete Treppenhaus heimkomme. Anzeige
Die HERAG AG, ein Schweizer Familienunternehmen, verhilft ihren Kunden seit bald 40 Jahren zu mehr Unabhängigkeit, Sicherheit und Komfort. Mit perfektem Service.
8707 Uetikon am See T 044 512 48 61
Name
MIG/02
Vorname
Strasse In Zusammenarbeit mit
HERAG AG Treppenlifte Tramstrasse 46 8707 Uetikon am See sales@stannah.ch www.stannah.ch
1470 Estavayer-le-Lac T 021 510 76 56 www.stannah.ch
hier abtrennen
Bleiben Sie mit uns mobil!
Senden Sie mir Ihre Gratisinformationen
6963 Pregassona T 091 210 71 18
PLZ/Ort
Telefon
Coupon ausfüllen und einsenden an: HERAG AG, Tramstrasse 46, 8707 Uetikon am See
Aktionen gültig bis 28.02.2021
UNTER STRESS?
ERKÄLTUNG? GRIPPE?
VITAMIN D MANGEL?
20 %
20 %
ROTPUNKT RABATT
ROTPUNKT RABATT
20 % ROTPUNKT RABATT
BEROCCA Brausetabletten, 45 Stk. Brausetabletten, 60 Stk. Filmtabletten, 100 Stk.
39.05 statt 48.80 45.10 statt 56.40 54.15 statt 67.70
NEOCITRAN
16.50 statt 20.60 13.85 statt 17.30
Beutel, 12 Stk. Filmtabletten, 12 Stk.
VITAMIN D3 WILD Öl, 10 ml
19.20 statt 24.00
Bayer (Schweiz) AG. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.
GSK Consumer Healthcare Schweiz AG. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.
Dr. Wild & Co. AG. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.
RAUCHFREI?
HUSTEN?
SCHNUPFEN?
20 %
20 %
ROTPUNKT RABATT
20 %
ROTPUNKT RABATT
ROTPUNKT RABATT
NICORETTE
(exkl. Kaudepot 30 Stk.)
Kaudepot 2 mg, 105 Stk. Spray, 2 x 150 Dosierungen
z. B.
43.60 statt 54.50 99.60 statt 124.50
SOLMUCALM / SOLMUCOL z. B.
ERKÄLTUNGSHUSTEN SIRUP Solmucol, 180 ml
Solmucalm, 180 ml
11.90 statt 14.90 12.95 statt 16.20
OTRIVIN SCHNUPFEN Menthol, 10 ml Plus, 10 ml
10.25 statt 12.80 10.80 statt 13.50
Janssen-Cilag AG. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.
IBSA SA. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.
GSK Consumer Healthcare Schweiz AG. Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.
BRONCHITIS?
HALSSCHMERZEN?
STRAFFE HAUT?
20 %
20 %
ROTPUNKT RABATT
20 %
ROTPUNKT RABATT
ROTPUNKT RABATT
SIDROGA BRUST- UND HUSTENTEE N
MEBUCAÏNE N
Beutel, 20 Stk.
Lutschtabletten, 30 Stk.
6.30 statt 7.90
Sidroga AG. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.
12.25 statt 15.30
Spirig HealthCare AG. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.
Unsere Standorte: Affoltern a. Albis, Altstätten SG, Arbon, Bad Ragaz, Baden, Basel, Bassersdorf, Bern, Biel, Binningen, Breitenbach, Bülach, Chur, Dielsdorf, Dietikon, Embrach, Emmenbrücke, Flawil, Goldau, Gossau SG, Gossau ZH, Grenchen, Grosshöchstetten, Herisau, Hombrechtikon, Horgen, Ipsach, Kloten, Küsnacht, Lenzburg, Liestal, Lostorf, Maienfeld, Mettmenstetten, Neuhausen, Oberwil, Oensingen, Olten, Pfungen, Rapperswil SG, Regensdorf, Rüti, Schaffhausen, Schlieren, Schwyz, Seon, Spreitenbach, Stans, St. Gallen, St. Margrethen, Stein AG, Stein am Rhein, Sursee, Thalwil, Uitikon Waldegg, Wetzikon, Wil SG, Windisch, Winterthur, Wollerau, Zug, Zürich. Finden Sie die nächste Apotheke unter: www.rotpunkt-apotheken.ch/apotheken
VICHY LIFTACTIV PFLEGE Filler Serum, 30 ml L’Oréal Suisse SA
z. B.
55.10 statt 68.90
22 | 1.2.2021 | GENUSS
Wissensbissen Wer sich vegan ernähren möchte, findet viele Ersatzprodukte. Die österreichische Autorin Katharina Seiser findet: In vielen Ländern gibt es ein t olles Repertoire an Gerichten, die immer schon vegan waren – ohne Ersatz produkte. Die H ighlights hat sie mit interessanten Anekdoten zu einzelnen Gerichten in i hrem Buch «Immer wieder vegan» zusammengestellt. Bei exlibris.ch Fr. 31.90
Pfannenhilfe Für das klassische Müesli oder hippe Porridge sind H aferflocken unverzichtbar. Damit aus Haferkörnern Flocken werden, müssen sie gedämpft, getrocknet und gepresst werden. Im Warentest des Konsumentenmagazins «K-Tipp» (Ausgabe 16/20) wurden die «Bio Vollkornhaferflöckli fein» der Migros mit der Note «sehr gut» bewertet.
Anzeige
Zunächst einmal muss das Verhältnis von Aquafaba (das ist nichts anderes als Kochwasser von Kichererbsen) zum Zucker stimmen: Auf 100 Gramm Aquafaba kommen 200 Gramm Zucker. Eine Prise Salz und ein Spritzer Zitronensaft runden den Geschmack ab und sorgen für Stabilität. Zusätzlich kann man zwei Teelöffel Speisestärke h inzufügen. Wie bei Meringues aus Eiweiss muss die Rührschüssel absolut fettfrei sein. Zudem muss so lange gerührt werden, bis sich der Zucker aufgelöst hat, die Masse glänzt und sich stabile Spitzen bilden, wenn man das Rührgerät aus der Schüssel nimmt.
6000 Kompostwürmer tummeln sich in einem Komposthaufen von 250 Litern mit organischen Abfällen etwa – wenn für genügend Luft und Feuchtigkeit gesorgt ist.
Illustration: Felice Bruno; Bild: PD
Vollkornhaferflocken
Wenn ich Meringues mit dem Eiweissersatz Aquafaba zubereite, werden sie mir zu weich. Wie werden sie fester?
GENUSS | 1.2.2021 | 23
PLANEN
Ein Menüplan für mindestens drei Tage hilft, Zeit und Geld zu sparen.
Poulet-Schawarma
15 M I N .
Hauptgericht für 2 Personen 180 g Pouletgeschnetzeltes Salz, Pfeffer Gewürzmischung «Garam Masala» 3 rote Zwiebeln 1 Zitrone 3 EL Tahini (Sesampaste) 4 Cornichons 1 EL Olivenöl 2 Fladenbrote oder Vollkorntortillas ½ Bund glattblättrige Petersilie Zubereitung 1. Backofen auf 200 °C vor-
Bilder: Migusto
heizen. Poulet mit Salz, Pfeffer und «Garam Masala»-Mix würzen. Zwiebeln halbieren und in feine Scheiben schneiden. Zitrone auspressen. Die Zwiebeln mit etwas Zitronensaft mischen. Tahini mit rest lichem Zitronensaft mischen und mit Salz würzen. Cornichons in Scheiben schneiden. 2. Poulet im Öl rundum scharf anbraten. Zwiebeln dazugeben und Poulet ca. 4 Minuten durchbraten. Fladenbrote oder Tortillas ca. 1 Minute im Ofen rösten. Fladenbrot mit Tahini beträufeln. Poulet, Cornichons und Zwiebeln auf dem Brot anrichten. Petersilie darüberzupfen und Schawarma auf rollen.Mit Sauerrahm füllen.
Schnell und lecker
Im Homeoffice jonglieren, aber gut und abwechslungsreich essen? Ein paar einfache Rezepte und Tipps, damit die Mahlzeit in 5 bis 15 Minuten auf dem Tisch steht. Text: Dinah Leuenberger
24 | 1.2.2021 | GENUSS
15 M I N .
CurryLinsen-Suppe Die vegane, mit Curry gewürzte Linsensuppe ist in nur 5 Minuten zubereitet. Das schnelle Mittagessen benötigt nur wenige Zutaten. Rezept: migusto.ch
5 MIN.
Blitz-Polenta mit Wirz und Gorgonzola Hauptgericht für 4 Personen 8 dl Bouillon 4 dl Milchdrink 250 g feiner Maisgriess, 2 Minuten (Polenta) 200 g Gorgonzola Salz, Pfeffer 300 g Wirz 1 Zwiebel 2 EL Olivenöl Zubereitung
Bouillon mit Milch aufkochen. Maisgriess unter Rühren ein rieseln lassen. Unter stän digem Rühren ca. 4 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd ziehen. Gorgonzola in Stücke schneiden. Die Hälfte unter die Polenta mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zugedeckt ca. 5 Minuten quel len lassen. Wirz und Zwiebel in Streifen schneiden. Zwiebel im Öl dünsten. Wirzstreifen beigeben. Kurz braten, sodass sie noch knackig sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Polenta und dem restlichen Gorgonzola servieren.
PASTASAUCE
Mit Kräuterbutter oder Pesto – beides portionenweise eingefroren – pimpen Sie jede Pasta oder Salatsauce auf.
Pasta soll auf den Tisch, aber keine Zeit mittags?
Dann kochen Sie die Teigwaren am Vorabend vor. In der Mikrowelle oder in einer Pfanne mit geschlossenem Deckel und wenig Wasser sind sie im Nu aufgewärmt.
Schnell und frisch gehts damit: Anna�s Best Fettuccine, 300 g Fr. 2.95
GENUSS | 1.2.2021 | 25
10 M I N . 10 M I N .
Knuspriger Gurken-LachsSalat Hauptgericht für 1 Person 5 Knusperbrötchen 5 Snackgurken ½ Bund Dill 90 g griechisches Joghurt nature ¼ Limette Kräutersalz 70 g Flammlachs
Avocado-Kichererbsen- Salat mit Tofu Der Salat aus Kichererbsen, Avocado und Tofu ist in nur 5 Minuten gemacht: ein schnelles, veganes Mittagessen.
Zubereitung
Brötchen in kleine Stücke brechen. Gurken längs halbieren und in Scheiben schneiden. Dill zum Joghurt zupfen. Den Limettensaft dazupressen, mit Kräutersalz würzen und verrühren. Brötchen, Gurken und Joghurtsauce mischen. Mit Lachs servieren.
Rezept: migusto.ch
ZUM SALAT
Anna�s Best Bio Sugo Pomodoro, 280 ml Fr. 3.30
Bilder: Migusto
5 MIN.
Weisse Bohnen an Tomatensauce Ein veganer Lunch mit fünf Zutaten: SoissonsBohnen werden in Tomatensauce erhitzt, Kräuter dazugeschnitten, alles mit Olivenöl beträufelt und mit Proteinbrot serviert. Rezept: migusto.ch
Die Salatsauce bereitet man am besten gleich für eine ganze Woche zu. So steht der Salat am Mittag im Nu auf dem Tisch.
MEHR SUPPE
Kochen Sie stets grössere Mengen an Suppen vor und frieren Sie d iese ein. Auch Flädli oder blanchiertes Gemüse lässt sich bestens einfrieren – gleich in Portionen.
Weitere Tipps: migros-impuls.ch/lunchbox
26 | 1.2.2021 | VEGAN LEBEN
«Vegane Schinkengipfeli fände ich toll» Im Januar auf tierische Produkte verzichten: Dazu motiviert der Veganuary. Ist nun im Februar der vegane Hype vorbei? Absolut nicht, sagt Laura Lombardini (35), Geschäftsleiterin der Veganen Gesellschaft Schweiz. Vegan zu leben, werde in ein paar Jahren völlig normal sein. Text: Monica Müller Bilder: Roger Hofstetter
Laura Lombardini, was vermissen Sie als Veganerin kulinarisch? Convenience- und Tiefkühl produkte. Ich freue mich auf die vegane Pizza Margherita, die es bei der Migros bald zu kaufen gibt. Vegane Schinkengipfeli fände ich auch toll. Zuerst hatte ich auch Mühe, ohne Käse zu leben. Nach etwas Entwöhnung änderte sich das aber schnell. Inzwischen habe ich mit New Roots eine wunderbare Alternative aus Cashewnüssen gefunden. Statt mit Parmesan würze ich mit Hefeflocken. Trotzdem wünsche ich mir noch weitere Käse-Ersatzprodukte. Warum ausgerechnet Schinken gipfeli? Bevor ich Veganerin geworden bin, habe ich das auch nie verstanden. Aber heute mag ich kreative Küche und Kopien. Früher liebte ich Salami, Schinken, Speck und Käse. An diese Geschmackserlebnisse werde ich mich immer erinnern, damit bin ich aufgewachsen. Das ist ein Wohlfühlding. Mit veganen Schinkengipfeli kann ich meine Werte leben, ohne anderen unnötigen Schaden zuzufügen. Wie sind Sie Veganerin ge worden? Bei einem Yoga-Workshop mit veganem Essen dachte ich noch: Das schmeckt super, aber ich könnte nie so leben. Dann begann ich zu recherchieren und realisierte, wie einfach ich zu
Kalzium, Eisen und Proteinen kommen kann und welchen Beitrag ich damit zur Schonung der Umwelt und der Tiere leiste. Das war vor sechs Jahren. Heute kann ich mir keine andere Lebensweise mehr vorstellen. Was bereitete Ihnen beim Umstellen der Ernährung am meisten Mühe? Erst wollte ich zu Hause vegan essen und auswärts flexibel bleiben. Aber ich merkte rasch, dass mir das nicht entsprach, weil ich immer mitbestimmen wollte, was ich konsumiere. Veganerin zu werden, bedeutete für mich überraschenderweise auch, kreativer zu werden in der Küche. Hatte ich zuvor immer dieselben Gerichte auf meinem Menüplan,
«Ich mag Kopien. Ich bin mit Salami und Käse aufgewachsen. Das ist ein Wohlfühlding.»
wie Spaghetti Carbonara oder Käsepizza, entdeckte ich nun ganz viele Gemüsesorten wie Schwarzwurzel, Topinambur, Federkohl oder rohe Randen und Hülsenfrüchte neu. Sie sind also als Veganerin die bessere Köchin geworden? Das ist tatsächlich so! Ich esse wahnsinnig gern. Gerösteter Blumenkohl mit Tahini-Sauce, selbstgemachte Gnocchi oder Pancakes gelingen mir mittlerweile wunderbar. Anfangs dachte ich, auf viel verzichten zu müssen. Jetzt sehe ich eher, was ich alles dazugewonnen habe. Wie reagierte Ihr Umfeld, als Sie begannen, vegan zu leben? Sehr unterschiedlich. Ausgeflippt ist niemand. Aber meine Mutter war traurig, weil sie dachte, sie könnte mich nicht mehr bekochen. Und mein Vater befürchtete, meine Ernährungsumstellung könnte zu einer Art
VEGAN LEBEN | 1.2.2021 | 27
«Es ist ein Lebensstil wie jeder andere. Wir sind lebensfroh, essen gerne gesund und gerne auch mal Junk.» Kommt dann jemand und hält den Finger auf die wunde Stelle, löst er einen Abwehrreflex aus. Zudem sind im virtuellen Raum die Hemmungen kleiner, sich abzureagieren.
Ihr Verein hat den Veganuary in die Schweiz gebracht: Laura Lombardini von der Veganen Gesellschaft Schweiz
Illustration: iStockphoto; Bild: Roger Hofstetter
Religion werden. Eine Freundin sagte: Mal schauen, wie lange du das durchhältst! Ich war die Erste in meinem Umfeld und eckte auch an. Warum? Ich war ziemlich erschüttert, als ich begriff, was für Auswirkungen der Konsum von tierischen Produkten hat. Ich hatte das Bedürfnis, darüber zu reden und andere nach ihrer Haltung zu fragen. Schnell merkte ich: Viele wollen das nicht. Das habe ich akzeptiert. Heute versuche ich eher, andere zu inspirieren, Alternativen auszuprobieren – wie einen Cappuccino mit Haferstatt Kuhmilch zu trinken. Sind Flexitarier in Ihren Augen Rosinenpicker oder gar Weicheier?
positiv über den veganen Lebensstil. Und es ist ein Lebensstil wie jeder andere: Wir sind lebensfroh, essen gerne gesund und gerne auch mal Junk. Absolut nicht! Ich möchte den Schaden reduzieren, den wir durch unsere Essgewohnheiten der Umwelt, den Tieren und auch uns selbst zufügen. Würde eine breite Masse weniger tierische Produkte konsumieren und Alternativen ausprobieren, wäre schon viel erreicht. Veganer galten lange als spassbefreit. Nun wandelt sich ihr Image. Wie erleben Sie das? Vor zehn Jahren waren Veganer eine Randerscheinung und galten als lustlos, freudlos und farblos. Nun ist das Thema viel präsenter geworden und die Medien berichten mehrheitlich
Und doch provozieren Sie damit viele. Werden Sie häufig angefeindet? Leider immer wieder. Ich war vor einem Jahr in einer Talkrunde bei «Tele-Züri», zusammen mit einem Milchbauern und einer Ernährungsberaterin. Danach hagelte es primitive Kommen tare, auch auf meinen privaten Kanälen. Das tut weh. Wie ordnen Sie das ein? Es handelt sich um ein emotionales Thema. Unser Umgang mit der Natur und Tieren funktioniert, weil wir gewisse Dinge wie Massentierhaltung ausblenden. Niemand will Tiere quälen.
Könnten Sie sich in jemanden verlieben, der Fleisch isst? Das habe ich mich auch schon gefragt. Verlieben wohl schon. Aber ob es auch längerfristig klappen würde? Ich lebe vegan, weil es meinen Werten entspricht. Findet man sich da nicht, stimmt wohl vieles nicht. Der zweite Veganuary ist eben zu Ende gegangen. Welche Bilanz ziehen Sie? Verglichen mit dem ersten Veganuary hatte das Thema sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Alle Detailhändler waren mit von der Partie, manche haben neue vegane Produkte lanciert. Die Kampagne der Migros für ihre V-Love-Produkte beispielsweise hat uns enorm gefreut. Mit Slogans wie «Auch wenn dein Veganuary nur einen Tag dauert: V-love you» schafft die Migros Sympathie für unser Anliegen. Und das zählt. Schliesslich möchten wir, dass möglichst viele dem Thema offen begegnen. Aktuell ernähren sich gerade mal 2,6 Prozent der Schweizer Bevölkerung vegan. Werden die Veganer einst die Welt erobern? Ich bin zuversichtlich, dass der vegane Lebenstil in einigen Jahren so alltäglich sein wird wie der vegetarische. MM
20% günstiger 2.2. – 15.2.2021
ig n , N e ue s D e s l i t ä t a g l e i c he Q u
ab 2 Stück
20% Auf alle Kneipp Produkte ohne Mehrfachpackungen und Tee z.B. Badesalz Erkältungszeit, 600 g, 7.15 statt 8.90 Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen.
MEINE MIGROS | 1.2.2021 | 29
Kein Fall für den Abfall Seit einem Jahr arbeitet die Migros im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung mit Too Good To Go zusammen. Mit den Überraschungspäckli wurden über 600 Tonnen an Treibhausgasen eingespart. Text: Benita Vogel
Überraschungspäckli mit übrig gebliebenen Lebensmitteln wie Frische- und Milchprodukte wurden 2020 über Too Good To Go in der Migros abgeholt.
658
In so vielen Migros-Filialen, -Restaurants und -Take-aways der ganzen Schweiz können mit der App Too Good To Go Überraschungspäckli mit übrig gebliebenen Lebensmitteln reserviert und kurz vor Ladenschluss vor Ort abgeholt werden.
Bild: PD; Illustration: Getty Images
4 625000
Kilos an CO2 konnten 2020 eingespart werden. Das entspricht 620 Flügen von Zürich nach New York, oder 38 Jahre lang am Stück heiss duschen.
250 000
Vier Überraschungspäckli voller einwandfreier Lebensmittel kann man bei der Migros retten: ein gemischtes Päckli mit Backwaren, Milchprodukten, Charcuterie und Salat, ein reines Früchte- und Gemüsepäckli, eins mit übrig gebliebenen Restaurant-Menüs und eins mit Take-away-Produkten.
7
Zur Vermeidung von Food Waste arbeitet die Migros auch mit sozialen Institutionen, etwa Tischlein deck dich und die Schweizer Tafel, zusammen. 2019 haben die Super- und Verbrauchermärkte und die Migros-Industrie sieben Millionen Mahlzeiten mit Früchten, Gemüse, Brot, Teigwaren und Kühlprodukten gespendet.
1 000 000 Über eine Million Menschen haben die App in der Schweiz bereits heruntergeladen.
30 | 1.2.2021 | VEREINSFÖRDERUNG
Das wünschen sich Vereine
Wer bei der Migros einkauft, kann seinen LieblingsAmateur-Sportverein unterstützen. Bereits 2000 Vereine sind bei «Support your Sport» dabei, um sich Wünsche zu erfüllen. Text: Lisa Stutz, Benita Vogel Bilder: Marco Zanoni Illustrationen: Illumueller
Mit einer Wur fmaschine noch häufiger den Korb treffen. Marin Basket Club, Wunsch: Wurfmaschine
Der Schuss in den Korb muss passen. «Wurfübungen sind etwas vom Wichtigsten in unserem Training», sagt Ling Imer, Verwalterin beim Marin Basketball Club im Kanton Neuenburg. Aber leider sei es auch sehr mechanisch, repetitiv und langweilig. Die Basketballerinnen und -baller
wünschen sich deshalb bereits seit Langem eine Basketball-Wurfmaschine. Diese wirft ihnen automatisch Bälle in verschiedenen Positionen zu und zeigt ihnen anschliessend auf einem Bildschirm, wie schnell und genau ihre Schüsse sind. «Man kann die Fortschritte eins zu eins sehen», sagt Ling Imer. Die Maschine
ostet rund 9500 Franken. Die Clubverk walterin ist auf der Suche nach Sponsoren. In Zeiten von Corona sei das nicht einfach. «Wir freuen uns sehr, wenn wir von Migros-Kunden unterstützt werden.» Der Marin Basketball Club existiert seit 30 Jahren und hat elf Mannschaften mit Spielerinnen und Spielern ab fünf Jahren.
VEREINSFÖRDERUNG | 1.2.2021 | 31
Hornusser Huttwil, Wunsch: Neuer Rasenmäher Gut 10 000 Quadratmeter. So
gross ist das Spielfeld, auf dem Reto Scheidegger und seine Teamkameraden ihr Hobby ausüben. «Das Spielfeld muss alle ein bis zwei Wochen ge mäht werden», erklärt der Vereinspräsident. Denn bei zu hohem Gras findet man den Nouss nicht mehr. «Leider ist unser Rasenmäher kaputt gegangen. Es lohnt sich nicht,
Mithilfe eines Aufsitz-Rasenmähers nie mehr lange nach dem Nouss suchen.
ihn zu reparieren.» In der Ver gangenheit hätte man für eine solche Anschaffung wohl einen Sponsor gefunden, «doch den Firmen geht es aufgrund der Pandemie zurzeit nicht rosig». Gerade wurde auch der jähr liche Lotto-Match des Vereins abgesagt, der normalerweise eine wichtige Einnahmequelle für die Hornusser Huttwil ist. «Ein guter Aufsitz-Rasen mäher kostet schon 17 500 Franken», sagt Scheidegger.
Er ist gelernter Landmaschi nenmechaniker. Mit dem Mähen haben sich bis anhin drei Teammitglieder ab gewechselt. Dreieinhalb Stun den dauerte es jeweils, bis das ganze Spielfeld gemäht war. «Mit dem gewünschten Rasen mäher wären wir in einer Stunde durch.» Der Verein zählt 27 aktive Mitglieder. Sie alle hoffen, dass die Saison wie gewohnt im März starten kann – inklusive Rasenmäher.
Drei Millionen für Vereine Die Migros unterstützt mit der Aktion «Support your Sport» Amateur- Sportvereine, um deren Wünsche wahr werden zu lassen. Dafür steht ein Fördertopf von drei Millionen Franken zur Verfügung. Die Aktion beginnt am 2. Februar und läuft bis 12. April. So funktioniert es: Sie wollen Ihren Lieblings-Amateur-Verein unterstützen: Beim Einkauf in jeder Migros-Filiale, bei shop.migros.ch oder bei sportxx.ch erhalten Sie pro 20 Franken Einkaufssumme einen Vereinsbon. Der Bon enthält einen Code, den Sie per Smartphone oder auf migros.ch/sport Ihrem Lieblingsverein zuweisen können. Je mehr Vereinsbons ein Verein erhält, desto grösser wird sein Anteil am Fördertopf. Zusätzlich können Sie Ihren Lieblingsverein mit e iner Direktspende über migros.ch/spende unterstützen. Durch eine Fairness-Klausel sorgt die Migros dafür, dass nur Vereine mit e iner vergleichbaren Grösse miteinander konkurrieren. Dafür werden die teilnehmenden Vereine in drei Kategorien unterteilt: kleine, mittlere und grosse.
Sie wollen sich als Verein mit Ihrem Wunsch für «Support your Sport» anmelden? Alle AmateurSportvereine können das bis 12. April 2021 tun. Weitere Infos auf migros.ch/sport
32 | 1.2.2021 | VEREINSFÖRDERUNG
Nachgefragt
«Vereine sind kein Auslaufmodell» Cornelia Hürzeler, wie sehr leiden Vereine u nter Corona? Die Pandemie trifft Vereine mitten ins Mark. Ihr Sinn und Zweck besteht darin, sich mit Gleichgesinnten zu treffen – das fällt nun weg. Die Pan demie nimmt Vereinen ihre Lebensgrundlage. Was ist die grösste Heraus forderung? Einige Vereine sind auch in Geldnöten, wie ein KMU. Sie können nicht funktionieren, haben aber trotzdem Fix kosten. Daneben müssen sie ihren Verein am Laufen halten und den Kontakt mit den Mitgliedern pflegen. Vereinsvorstände arbeiten meist ehrenamtlich, haben daneben einen Job und Familie. Was können Vereine in Schwierigkeiten tun? Die Vereine können sich an ihre kantonalen und nationalen Verbände wenden. Es gibt auch Gemeinden, die ihre lokalen Vereine unterstützen. Wetzikon etwa hat eine digitale Plattform eingerichtet, mit der sich Vereine gegenseitig vernetzen und helfen können. Und auch wir bei «vitamin B» beantworten Fragen und bieten Unterstützung an. Sind Vereine ein Auslauf modell? Überhaupt nicht. Die Pan demie zeigt, wie aktuell und flexibel diese Rechtsform ist. Vereine sind cool und haben ihr verstaubtes Image längst abgelegt.
Von einem amerikanischen Profi das «Batting» lernen. Baseball-Club Wil Devils, Wunsch: Ein amerikanischer Coach
«Die Amerikaner haben Baseball einfach mehr im Blut», sagt Aktuarin Natalie Milsom. Deshalb wünscht sich der Verein einen amerikanischen Coach. Idealerweise lebt dieser bereits in der Schweiz und hat Lust, die Wiler zu trainieren. Doch bis jetzt ist kein Budget dafür vorhanden. «Wie viel wir genau brauchen, wissen wir nicht», so Milsom, deren Sohn und Tochter im Verein
spielen. Sobald man ein Budget habe, sei es einfacher, jemand Geeignetes zu finden. Je nach finanziellen Möglichkeiten gibt der Coach regelmässige Trainings, oder ein- bis zweimalig einen Intensiv-Workshop an einem Samstagmorgen. Vor allem das Schlagen – das «Batting» – müsse geübt werden. Beim Baseball hänge viel von der Technik ab. «Ein ausgebildeter amerikanischer Coach könnte unseren Spielern viel intuitiver Tipps geben», sagt Milsom.
Cornelia Hürzeler, Projektleiterin Soziales beim Migros- Kulturprozent. Sie leitet die Fachstelle vitaminb.ch.
Jetzt profitieren Grippe- und Erkältungssymptome NeoCitran Grippe/ Erkältung*
Plv Erw Btl 12 Stk
20 % att Rab
CHF 16.70
Similasan Trockene Augen*
z. B. 60 × 0.4 ml Monodosen
3.–
Rabatt
30 Lutschtabletten
CHF 13.50
3.–
Rabatt
Schnupfen
Otrivin Schnupfen Plus und Otrivin Natural* z. B. Otrivin Schnupfen Plus Dosierspray 10 ml
10 % att Rab
CHF 13.40
statt CHF 49.90
Mebucaïne N neue Formel
Brausetabletten Orange 45 Tabletten statt CHF 48.90
CHF 46.90
Halsschmerzen
Berocca*
CHF 45.90
statt CHF 20.90
Augenreizungen
Mentale und körperliche Belastung
statt CHF 14.90
15 %tt Raba
statt CHF 15.90
Schmerzen Dolor-X Hot
z. B. Dolor-X Hot Pad Packung à 4 Wärmeumschläge
CHF 25.20
10 % att Rab
statt CHF 28.00
Alle Medbase Apotheken finden Sie unter www.medbase-apotheken.ch * Dies sind zugelassene Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.
Diese Angebote sind gültig in allen Medbase Apotheken bis 28.02.2021. Rabatt nicht kumulierbar. Solange Vorrat. Alle Preise sind in Schweizer Franken ausgewiesen.
34 | 1.2.2021 | EINRICHTEN
UNSER ERSTES
BABY-ZIMMER Was ist absolut notwendig, und was ist einfach nett? Wir zeigen die fünf wichtigsten Möbel und Accessoires und verraten, worauf es speziell zu achten gilt. Dazu stellen wir die besten Apps für frischgebackene Eltern vor. Text: Monica Müller, Philipp Rüegg
Mobile Ein Mobile ist ein schönes Dekorationselement, das dem Baby visuelle Reize bietet und es ablenkt. Über dem Wickeltisch wirkt ein Mobile beruhigend, über dem Kinderbett kann es beim Einschlafen helfen. Bei der Auswahl ist wichtig, dass die Objekte und Formen in der Untersicht gut wirken, schliesslich liegt das «Zielpublikum» darunter. Beim Aufhängen eines Spiegels oder von Bildern sollten Eltern darauf achten, diese auf Kinderhöhe zu montieren.
Teppich
1 Mobile Lukas Fr. 24.95
Wickelkommode Die meisten jungen Eltern unterschätzen, wie viel Zeit sie mit Wickeln verbringen werden. Liegt ihr Baby auf einer angenehmen Höhe, können Mama und Papa die vielen schönen gemeinsamen Momente besser geniessen. Für Babys ist Wickeln nämlich eine sehr sinnliche Sache. Empfehlenswert sind Kommoden mit einem Wickelaufsatz, der nach der Wickelphase abgeschraubt werden kann. Zurück bleibt eine praktische Kommode für Kleider oder Spielsachen. 2 Wickelkommode Lily Fr. 349.–
In den ersten Monaten verbringen Babys die meiste Zeit auf dem Boden. Hier können sie strampeln, sich drehen und irgendwann loskrabbeln. Auf einem weichen Teppich oder einer Krabbeldecke fühlen sie sich besonders wohl. Auch Eltern sitzen oder liegen dort bequemer als auf dem nackten Fussboden. 3 Teppich Iven Fr. 49.95
EINRICHTEN | 1.2.2021 | 35
Famigros verlost eine Micasa-Geschenkkarte im Wert von Fr. 1000.–. Infos zur Verlosung: famigros.ch/ wettbewerbe
Praktische Apps für junge Eltern Rundum überwacht Für besorgte Eltern gibt es als Alternative zu herkömmlichen Geräten die App «Babyphone 3G». Die App wird auf zwei Smartphones oder Tablets installiert. Sie bietet auch Funktionen zum Abhören und für die Videoüberwachung. «Babyphone 3G»: ca. Fr. 5.– www.migmag.ch/babyphone-iOS www.migmag.ch/babyphone-android
WC-Finder Zum Wickeln, später zum Pipimachen: Die WC-Finder-App «Flush» zeigt die nächstgelegene öffentliche Toilette an. «Flush»: gratis, aber mit Werbung www.migmag.ch/flush-iOS www.migmag.ch/flush-android
Stillmöglichkeiten Wichtig sind ruhige Orte zum Stillen. Dafür gibt es « Mamamap», die auch Informationen zur Ausstattung, etwa Platz für Kinderwagen, Lavabo etc., liefert. Mit Bewertungen von anderen Usern.
Bett Für Mai Blum, Einkäuferin für Kindermöbel und -accessoires bei Micasa, ist das Babybett besonders individuell. Übernachtet ein Baby fürs Erste im Familienbett, braucht es noch kein Bettchen. Manche Eltern bevorzugen ein Beistellbett oder einen Stubenwagen, andere möchten ihr Kind schon früh im eigenen Bettchen in den Schlaf wiegen. Sind die B edürfnisse noch nicht ganz klar, lohnt es sich, mit der Anschaffung noch abzuwarten. 4 Babybett Lily Fr. 349.– Alle Produkte sind erhältlich bei micasa.ch
«Mamamap»: gratis www.migmag.ch/mamamap-iOS www.migmag.ch/mamamap-android
Verdunkelungsvorhang Vorhänge sind wieder im Trend. Für ein Kinderzimmer eignen sich Verdunkelungsvorhänge. Sie lassen in den hellen Monaten kein Licht durchschimmern, wenn Schlafenszeit ist. Möchte man Kinder an einen Tag-undNacht-Rhythmus heranführen, kann das helfen. Zudem hübschen Vorhänge ein Zimmer auf und sorgen für Gemütlichkeit. Empfehlenswert sind dezente Uni-Farben, da sie zeitlos sind und Ruhe in bunte Zimmer bringen. 5 Fertigvorhang Elora Fr. 59.95
Gesundheitstipps «MediKid» informiert über Kinderkrankheiten und Symptome. Die App enthält Rezepte für Hausmittel und erklärt, was bei Notfällen zu tun ist. Sie wurde zwar von einem Arzt geschrieben, ersetzt den Arztbesuch aber nicht. «MediKid»: ca. Fr. 2.– www.migmag.ch/medikid-iOS www.migmag.ch/medikid-android
Entwicklungsfortschritte «Sprout Baby» ist eine Begleit-App. Sie enthält Tipps für den Umgang mit Neugeborenen, deren Bedürfnisse und Entwicklungsschritte. Man kann damit auch Still-, Abpump- oder Schlafphasen aufzeichnen. Auch Arzttermine, Wachstumskontrollen oder Impfungen können in der App eingetragen werden. «Sprout Baby»: gratis, mit In-App-Käufen www.migmag.ch/sprout-iOS www.migmag.ch/sprout-android
36 | 1.2.2021 | ALTERN
Warum Jungbleiben auch keine Lösung ist In ihrem neuen Buch diskutieren der Psychoanalytiker P eter Schneider und die Autorin Andrea Schafroth mit leisem Humor über das Altern. Das Migros-Magazin präsentiert Auszüge aus ihren Gesprächen. Illustration: Benjamin Güdel
ALTERN | 1.2.2021 | 37
Über die Begrenztheit des Lebens Andrea Schafroth: Sich mit der Begrenztheit der Zukunft arrangieren zu müssen, liegt nicht in unserer Natur, da mag der Tod noch so natürlich sein. Schon der 15-Jährige, der kein Fussballstar mehr werden kann, oder die Dreissigjährige, die zu alt ist für eine Modelkarriere, haben Mühe damit. Aber was ist, wenn uns die Zukunft buch stäblich zwischen den steifer werdenden Fingern zerrinnt? Das Alter bedroht unsere Existenz – die unserer Eltern, Lebensgefährten, Freunde. Wie sollen wir dem mit Gelassenheit begegnen? Peter Schneider: Was soll ich sagen? Ich bin auch dagegen. Tatsächlich ist nichts so doof wie die Versicherung, dass der Tod doch etwas ganz Natürliches sei. Schafroth: Dann stimmt nicht, was wir unseren Kindern sagen, wenn sie sich vor dem Tod fürchten? Dass dieser unser Leben auch lebenswert macht, dass wir anders fühlen, handeln, denken würden, wenn wir wüssten, dass wir ewig leben könnten. Was halten Sie von der Aussage, dass es den Tod braucht, damit wir Glück empfinden können? Schneider: Das mag nicht unbedingt falsch sein, aber die Aussage wäre für mich glaubwürdiger, wenn wir beide Va rianten ausprobieren könnten. Schafroth: Was alte Menschen tagtäglich leisten, verdient jedenfalls grossen Respekt: Sie sind oft gesundheitlich eingeschränkt – ohne Hoffnung auf Besserung; sie leben ohne Zukunftsträume, denn vor ihnen liegt der Tod. Sie verlieren die Menschen, die ihnen am nächsten stehen. Es ist krass, was man im Alter leisten und ertragen muss, ohne dafür gesellschaft liche Anerkennung zu erhalten.
Über den Umgang mit dem Älterwerden Schneider: Für das Altern gibt es ein Zuwachs- und ein Verlustmodell. Kinder beschreiben ihr Älterwerden meistens nach dem Zuwachsmodell: Sie können zu einem gewissen Zeitpunkt etwas, was sie vorher noch nicht konnten. Der Übergang zum Verlustmodell des Alterns kann zuweilen sehr früh beginnen: mit dem Bedauern, dass man dieses oder jenes verpasst hat. Später kommt dann die Klage über die Abnahme des Gedächtnisses oder der körperlichen Kräfte dazu. Aber zugleich wird man möglicherweise auch zufriedener und erfahrener. Schafroth: Die Ü-Partys enden mit vierzig, ab fünfzig schlittern wir in die Plus-Generation. Wobei wir uns dieser Alterska tegorie frühestens mit sechzig zugehörig fühlen. Überhaupt fühlen wir uns von Altersangeboten erst angesprochen, wenn die Zielgruppen dafür jünger dargestellt werden, als wir es sind: Alterswohnungen werden für Menschen ab sechzig angepriesen, aber vor achtzig interessiert sich kaum jemand dafür. Schneider: Das grosse Alterswunder besteht darin, dass niemand sich so alt fühlt, wie er ist, weil ihm die durchschnittlichen Gleichaltrigen so viel älter erscheinen. Wir beurteilen als Sechzigjährige Achtzigjährige aus der Perspektive eines Vierzigjährigen, als den wir uns oft immer noch fühlen. Und Letz teres nicht einmal zu Unrecht, denn die geistige Alterung hält
durchaus nicht mit der Alterung in Jahren Schritt. Wir sind heute als Sechzigjährige keineswegs so altmodisch, wie es Sechzigjährige in den Fünfzigerjahren waren. Schafroth: Irgendwann wird es aber doch still um die Alten. Punktuell Beachtung finden allenfalls die glücklichen Einzelfälle: Man staunt über den Achtzigjährigen, der noch um die Welt reist, oder über die Neunzigjährige, die allein für sich sorgen kann. Alle anderen verschwinden von der Bildfläche. Endgültig alt sind wir spätestens, wenn wir marktwirtschaftlich nicht mehr relevant sind.
«Wir sind heute als 60-Jährige nicht so alt- modisch wie 60-Jährige in den 50er- Jahren.» Peter Schneider Psychoanalytiker
Über die schwindende Gesundheit Schafroth: In der Ersten Welt wird Gesundheit als eine Art Grundrecht aufgefasst: Man hat sie, oder man stellt sie schnell wieder her. Natürlich gibt es auch bei uns Menschen, die unheilbar krank werden oder chronische Leiden haben – das erschüttert uns auch und macht uns Angst. Aber in der allge meinen Wahrnehmung sind das die tragischen Ausnahmen. Die Grenzen dieser Auffassung werden den meisten erst langsam bewusst, wenn sie älter werden: nicht vollständig gesund zu sein, wird zum Normalfall. Schneider: Die meisten alten Menschen, die ich kenne, haben sich mit ihren Einschränkungen einerseits abgefunden, andererseits möchten sie so viele wie möglich davon wieder loswerden. Solange die «objektiven» Gesundheitswerte einigermassen okay sind, ist man «gesund» beziehungsweise versucht man, mit weniger Rauchen, Trinken, Fett und Zucker wieder in den Normalbereich zu kommen; mit den eher subjektiven Beschwerden, den steiferen Gelenken und
Gespräche übers Älterwerden Altersheime, Todesanzeigen, Kosten: In ihrem neuen Buch lassen Andrea Schafroth und Peter Schneider kaum ein Thema rund ums Altern aus – und sprechen dabei auch aus eigener Erfahrung. Andrea Schafroth und Peter Schneider: «Jungbleiben ist auch keine Lösung», Zytglogge Verlag 2020, bei exlibris.ch für Fr. 26.40
38 | 1.2.2021 | ALTERN
Andrea Schafroth Autorin
den schmerzenden Muskeln findet man sich irgendwie ab. Schafroth: Gesundheit ist auf einmal nicht mehr etwas, das man hat, sondern etwas, das man sich erhalten muss. Irgend wann stellt man dann fest, dass Gesundheit vor allem etwas ist, das man verliert. Wir nennen es Altersbeschwerden, aber im Grunde ist es ein Sterben in Raten. Und wir halten das aus, obwohl wir wissen: Es wird nie mehr wirklich besser, aber sicher noch schlimmer. Schneider: Es ist eine gnädige Täuschung der Natur, die uns dieses Sterben in Raten aushal ten lässt. Es geht ja meist nicht steil und schnell bergab, sondern langsam. Es gibt hin und wieder auch Besserungen. Es ist nicht so, dass wir Monat für Monat ein Stück unseres Körpers verlieren.
Über die Kosten des Alters Schneider: Manche sehen Alt werden als Attacke auf die Solidargemeinschaft der Ver sicherten – so wie Rauchen oder ungesunde Ernährung. Und legen damit ein interessantes Zeugnis dafür ab, wie man Solidarität umdeuten kann: als Kampf gegen die Schwächeren, die auch leben wollen und damit Kosten verursachen.
Schafroth: Die Schweiz müsse sich der Kosten-Nutzen-Rech nung in der Altersmedizin stel len, teasert ein «Tagesschau»Beitrag. Politiker fordern Altersobergrenzen für gewisse Operationen. Ein Gesundheits ökonom möchte Behandlungen aus der Grundversicherung streichen, bei denen das Kosten- Nutzen-Verhältnis ungünstig ist. Ein «qualitätsbereinigtes Lebensjahr» – so nennt man in Fachkreisen ein zusätzliches Jahr mit guter Lebens qualität – dürfe nicht mehr als 150 000 Franken kosten. Schneider: Vielleicht werden wie bei der IV irgendwann eben falls Gutachterinnen und Gut achter über Behandlungen von alten Menschen entscheiden; vielleicht ist das aber auch nur eine paranoide Befürchtung. Ich weiss nur, dass man im hohen Alter nicht gerade in einer star ken Position ist, um für seine Interessen einzutreten. Schafroth: Einerseits malen wir den Teufel an die Wand, wie uns die Überalterung volkswirt schaftlich in den Ruin treibe, andererseits sind die Alten eine Goldgrube: Immobilienfirmen spezialisieren sich aufs Alters wohnen mit Pflegedienstleistun gen, auch die Reisebranche lebt zu einem guten Teil von Pensio nierten. Als verlässlicher Wachs tumsmarkt kurbelt das Alter unsere Wirtschaft an. Schneider: Gleichzeitig schürt man die Wut auf die Pensionier ten, die ihr Geld zu früh verpras sen und dann Ergänzungsleis tungen beantragen, also dem Staat zur Last fallen. Die Alten sollen konsumieren, aber nicht aufhören zu sparen. Wir sollten auch von dieser dummen Be hauptung wegkommen, die Jungen würden bestraft, wenn sie die Altersvorsorge finanzie ren müssen – als ob die Jungen nicht auch älter würden.
Über Altersheime Schafroth: Wenn ich meine Grossmutter oder später meine Schwiegermutter im Altersheim besuchte, hatte ich jeweils das Gefühl, in eine Zwischenwelt geraten zu sein. Ich kam mir vor wie in einem Warteraum, in dem die Leute auf ihren Termin mit dem Tod warten. Der Alltag war strukturiert wie in einer Kita – mit dem Unterschied, dass die Bewohnerinnen nicht an diesem Alltag teilnahmen, sondern ihn über sich ergehen liessen. Schneider: Darum graut es auch den meisten Menschen zu Recht vor dem Altersheim. Wie immer man es gestaltet, es bleibt eine Aufbewahrungsanstalt für die Noch-nicht-Toten, die ab und zu von den Lebenden besucht werden. Schafroth: Dabei geben sich viele Altersheime betont lebens bejahende Namen wie Abendrot, Lebensgarten oder Sonnenplatz. Ich frage mich, ob die Verant wortlichen tatsächlich glauben, dass solche Namen positive Gefühle wecken. Mich beelenden sie jedenfalls stärker als prag matische Bezeichnungen wie Alterszentrum Trotte.
Schneider: Man spürt die Absicht und ist verstimmt. Ich möchte aber auch in kein «Zentrum». Zentrales Altern kann nur ein Graus sein. Schafroth: Und wollen die meisten alten Leute tatsächlich malen, Kinderclowns sehen oder einem Landfrauenchor zuhören? Können sie nur noch das? Oder finden sie sich man gels Alternativen einfach mit den Angeboten ab, die ihnen in Altersheimen serviert wer den, weil Fachpersonen sie als altersgerecht einstufen? Schneider: Was so furchtbar ist: Alle reden zwar von Individuali sierung, aber letztlich behandelt man die Alten trotzdem als eine homogene Masse. Ähnlich er geht es den Kindern: Sie wollen Hüpfburgen, Fussballspielen und Clowns. Ich wollte das als Kind nicht. Darum war ich ein seltsames Kind. Schafroth: Wer weiss, vielleicht reden wir uns nur ein, dass wir
Bild: zVg
«Gesundheit ist plötzlich etwas, das man verliert, quasi ein Sterben in Raten.»
ALTERN | 1.2.2021 | 39
Über die Annäherung ans Ende Schneider: Mit zunehmendem Alter rücken allfällige Vorteile in den Hintergrund angesichts der Nachteile. Wenn Schmerzen ein Dauerzustand werden, wenn
Peter Schneider
Schafroth: Auf Ratgeberseiten wird suggeriert, wer seinen Tod nicht regle, sei asozial, weil er die Angehörigen in einer schwie rigen Zeit zusätzlich belaste. Mir kommt es eher vor, als müsste man den Nachkommen helfen, unseren Tod so effizient wie möglich abzuwickeln.
Über den idealen Tod Über die Vorbereitung aufs eigene Ableben Schafroth: Ziemlich schräg finde ich folgende Empfehlung eines Ratgebers: «Für die Vor bereitung von Todesanzeige und Trauerfeier kann es hilfreich sein, wenn Sie bereits selbst einen Lebenslauf oder eine Lebensgeschichte verfassen mit den Stationen, die Ihnen wichtig sind.» Nichts gegen Tagebücher oder Menschen, die gern ihr Leben aufschreiben. Aber die Vorstellung, einen Lebenslauf im Hinblick auf meine Beer digung zu schreiben, finde ich absurd. Oder haben Sie so was in der Schublade? Schneider: Ich würde schon zu Lebzeiten vor Peinlichkeit im Grab versinken und mich anschliessend dort umdrehen. Schafroth: Zu guter Letzt, heisst es im Ratgeber, müssten wir sicherstellen, dass alle Vor kehrungen, die wir getroffen haben, nicht vergessen gehen, wenn es – ohne uns – an deren Umsetzung geht. Wichtige Dokumente seien zum Beispiel am besten beim Bezirksgericht aufgehoben. Für alles Weitere wird ein sorgfältig beschrifteter Ordner empfohlen, der immer griffbereit ist. Schneider: Ich bin ja jetzt schon mit meinem Papierkram hoff nungslos überfordert. Was aber überhaupt nicht heisst, dass ich es Unfug finde, seinen Erben das Erben leichter zu machen.
Schafroth: Theoretisch wäre der ideale Tod freiwillig und schmerzfrei, nach «einem lan gen und erfüllten Leben» – eine beliebte Floskel in Todesanzei gen. Wir fürchten uns davor, krank zu sein, zu leiden, erst ab geschoben und dann im Alters heim «aktiviert» zu werden. Viele möchten am liebsten ein fach tot umfallen oder zu Hause im eigenen Bett friedlich ein schlafen. Ich teile die mit einem mühseligen leidvollen Sterben verbundenen Ängste, aber der überraschende Tod ist mir auch nicht geheuer. Schneider: Ich fürchte, ich finde Sterben auch in allen möglichen Formen beunruhigend. Ich habe
Bild: zVg
so was nie möchten, weil wir uns heute in dieser Vorstellung nicht gefallen. Es ist gewiss lustiger, am Frauenstamm im Altersheim teilzunehmen, als jahrelang still und einsam vor sich hin zudümpeln. Viele in meinem Umfeld sagen zum Beispiel, dass sie später in eine Alters-WG mit Freunden oder in ein Gene rationenhaus ziehen möchten. Schneider: Entscheidend scheint mir, dass die Alters planer sich auf die Diversität der Wünsche alter Menschen einstellen. Alles andere ist Bevormundung. Es sollte nicht nur ein Modell, sondern viele von Alterswohnen geben.
man vom Arzt gelobt wird, dass man tapfer ist und das alles sehr, sehr gut macht, dann weiss man, nun ist man in dem Stadium angelangt, wo einem die ganze gewonnene Klugheit nichts mehr nützt. Schafroth: Plötzlich stellt man fest, wie absurd die Vorstellung des Vorwärtskommens ist, die unser Leben und unseren Alltag prägt. Angesichts der Tatsache, dass das Leben zum Tod führt, merkt man, wie viel Energie man in Pläne gesteckt hat, die im Grunde gar keine Relevanz haben. Spielt es angesichts der Pensionierung eine Rolle, ob ich eine Karrierestufe mehr oder weniger genommen habe? Schneider: Ich empfinde es in zwischen als befreiend, wie sich der Gedanke des Vorwärtskom mens relativiert; aber es wäre traurig, alles immer schon auf den Tod zu beziehen. Das wäre, als würde man beim Essen nur noch an den Stuhlgang denken. Schafroth: Helfen Ruhm und Ehre, wenn man den Tod vor sich hat? Schneider: Der Gedanke, dass sich jemand an einen erinnert, dass etwas von einem bleibt, erleichtert einem zumindest die Vorstellung der eigenen Sterblichkeit. Schafroth: Die Vorstellung, dass die anonyme Masse der Mensch heit in 500 Jahren noch von mir redet, finde ich eher gruselig; das hat ja dann auch herzlich wenig mit mir zu tun. Sie den ken, man muss etwas erreicht haben, um glücklich zu sterben? Ich behaupte, um am Ende glücklich zu sein, muss man sich von dieser Vorstellung lö sen. Ich glaube nicht, dass man beim Sterben an den Nobelpreis, den Schönheitstitel oder die gewonnene Schlacht denkt – stattdessen sind die Menschen wichtig, die einem nahestehen oder gestanden sind.
«Altersplaner sollten die Diversität der Wünsche beachten.»
Andrea Schafroth (53) hat lange Zeit als Journalistin gearbeitet und ist seit 2010 Mitinhaberin einer Kommunikationsagentur für Quartierentwicklung. Sie lebt mit ihrem Partner in Zürich und hat drei Kinder.
De r v e gane Ge nuss für deine Stimme
Eine Wohltat für Hals und Stimme in Aktion. 2.2. – 15.2.2021 SWISS
MADE
20% 4.70 statt 5.90
20% Grether’s Pastilles Blackcurrant ohne Zucker 60 g-Dose
5.80 statt 7.30
20% Grether’s Pastilles Blackcurrant ohne Zucker 100 g-Beutel
3.95 statt 4.95
SwissHerbs® Grether’s Pastilles Clear Voice, Blackcurrant, ohne Zucker, vegan 45 g-Beutel
Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind bereits reduzierte Artikel ausgenommen. 52739_DG_Grethers_Pastilles_Aktion_KW5-2021_209x141_D.indd 1
07.01.21 14:58
Gezielte Linderung bei Halsschmerzen 2020_316
ZWEIFACH WIRKUNG Schmerzlindernd Antiseptisch Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage.
Aktuell in Ihrer Amavita Apotheke. Gültig bis am 14.02.2021.
* Dies ist ein Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage und lassen Sie sich von einer Fachperson beraten.
Spirig HealthCare AG
ALTERN | 1.2.2021 | 41
Über das, was im Alter besser wird Schafroth: Ich malte mir aus, im Alter werde alles einfacher, weil man dann dermassen lebens erfahren und weise wäre, dass einen die Garstigkeiten des Lebens nicht mehr umhauen. Inzwischen habe ich festgestellt, dass die Zeit der absoluten Leichtigkeit nie kommen wird. Manches wird zwar tatsächlich leichter. Aber jedes Mal, wenn ich glaube, durchatmen zu können, kommen zwei neue Herausforderungen Schneider: Ich stelle beides an mir fest: die gewachsene Gelas senheit, aber auch eine wach sende Genervtheit über Dinge, bei denen ich eben denke: Ich bin zu alt für so einen Scheiss. Schafroth: Freud und Leid ver schieben sich, und das hat auch seine angenehmen Seiten:
Andrea Schafroth
rüher beschäftigte es mich, was F beruflich noch aus mir werden könnte oder sollte. Nun löst sich meine berufliche Zukunft lang sam in Luft auf, was ich nicht als bedrohlich, sondern eher als Erleichterung empfinde. Ich mag meine Arbeit, aber der Druck, was weiss ich zu werden oder zu erreichen, ist weg. Schneider: Ich bin ja noch näher am Berufsende als Sie, und ich sehe dem auch mit Erleich terung entgegen. Schafroth: Auch in meiner Beziehung zu meinem Mann bin ich entspannter. Das, was uns verbindet, ist wichtiger und prä senter geworden als das, was uns trennt. Allerdings entwickeln sich nicht alle Beziehungen so. Möglicherweise zeigt sich im Alter auch einfach deutlicher, ob die Beziehung funktioniert oder nicht, weil man mehr Zeit miteinander verbringt.
Über den Sinn des Lebens Schneider: Es gibt keinen, darum kann man sich so wundervoll darüber den Kopf zerbrechen – oder an der Sinnlosigkeit ver zweifeln. Was es aber schon gibt, ist die Bedeutung, die mein Leben für andere hat und die das Leben anderer für mich hat. Man muss den Sinn des Lebens also weder suchen noch finden, sondern nur anerkennen, dass wir in einem sozialen Sinn geflecht eingebunden sind. Schafroth: Für mich ist der Sinn des Lebens das Leben an sich; dass ich es so gut wie möglich lebe, soweit ich das beeinflussen kann. Mir ist bewusst, dass ich bis jetzt viel Glück hatte, dass die Mehrheit weniger privilegiert ist und dass für viele Menschen darum ganz andere Dinge im Leben relevant sind. MM
Bild: Dominique Meienberg
keinen Respekt vor dem Sterben, sondern Angst. Schafroth: Ein verbreitetes Thema ist auch der richtige Zeitpunkt. Man möchte natür lich nicht jung sterben, aber auch nicht so alt werden, dass man Aktivierungsfachleute braucht und sich über Senioren nachmittage mit Kasperli theater freuen muss. Schneider: Es ist vielleicht wie mit dem Ausfüllen der Steuer erklärung – das Sterben kommt immer ungelegen, muss aber irgendwann sein. Schafroth: Mein Vater hat mich immer in Aufruhr gebracht mit seiner Aussage, er wolle keines falls älter als siebzig werden. Als es dann so weit war, lebte er ein fach weiter, wurde immer ge brechlicher und stiller und erlitt vieles von dem, was er unbedingt hatte vermeiden wollen. Ich bin froh darüber, dass er diese weiteren elf Jahre gelebt hat, und ich glaube, er war es auch – in dem beschränkten Masse, wie man froh sein kann, wenn man erlebt, wie einem das Leben nach und nach entgleitet.
«Im Alter zeigt sich, ob eine Beziehung funktioniert oder nicht.»
Peter Schneider (63) ist Psychoanalytiker, Kolumnist, Autor zahlreicher Bücher und lehrt an der Universität Zürich. Er ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.
42 | 1.2.2021 | KOLUMNE
Das JudenHandbuch
DER ANDERE BLICK Ich höre immer wieder von nichtjüdischen Menschen, dass sie nicht wüssten, wie sie mit jüdischen Menschen umgehen sollten. Die einen finden, «man darf ja nichts sagen», andere können vor lauter Hilflosigkeit nicht mal das Wort «Jude» in den Mund nehmen. Hier einige Tipps.
1. Wie formuliert man am besten, dass jemand jüdisch ist? Das Wort «Jude» ist zugegebenermassen nicht ganz unbelastet. Es stand sogar mal auf einem sternförmigen Stück Filz, das Juden zu tragen hatten. Überhaupt löst der Holocaust – zu Recht – noch immer so viel Entsetzen aus, dass die Kom-
munikation grotesk gehemmt ist, «Sie sind ja, äh, also, Sie haben ja eine jüüüdische Herkunft …». Jüdisch zu sein ist keine Krankheit. Sie brauchen nicht sprachlich darum herumzutanzen. Je unaufgeregter Sie damit umgehen, desto besser. Bleiben sie einfach ganz cool. 2. Darf ich Fragen zum Judentum stellen? Fragen Sie ruhig. Allerdings ist «das Judentum» eine ziemlich vielseitige Angelegenheit, und wenn Sie etwas Spezifisches über das orthodoxe Judentum wissen möchten, informieren Sie sich besser im Internet als bei jemandem, der zwar jüdisch ist, aber nicht fromm. Oder könnten Sie die zwölf Jünger beim Namen nennen?
Anzeige
% 33
Unlimitierte Anrufe Unlimitierte SMS 2 statt 1 GB Daten/Mt.*
Rabatt
Das MINI Abo jetzt 1 Jahr mit doppelten Daten für nur 12.50 statt 19.– pro Monat.* Nur für kurze Zeit erhältlich bei:
melectronics.ch & m-budget-mobile.ch *12.50 statt 19.– pro Monat während 1 Jahr bei Neuabschluss eines M-Budget Mobile MINI Abos vom 2.2. bis 1.3.2021. Nach Ablauf des Jahres beträgt der monatliche Abopreis 19.–. Unlimitierte Anrufe/SMS gelten im Inland und für den normalen Eigengebrauch, Business-, Kurz- und Spezialnummern sind kostenpflichtig. Monatlich 2 GB anstatt 1 GB für das Abo MINI im Inland, gültig für insgesamt 12 Mal ab Aktivierung. Das monatliche Datenvolumen ist im Inland gültig. Exkl. 40.– Aktivierungsgebühr. Keine Mindestvertragsdauer.
KOLUMNE | 1.2.2021 | 43
3. Darf ich fragen, ob die Klischees über die Juden wahr sind? Stimmt es, dass ihr beim Sex ein Laken mit einem Loch benutzt? Stimmt es, dass ihr alle gut seid im Handeln? Stimmt es, dass jeder von euch 100 Gramm Gold besitzt? Die Antwort ist dreimal nein, und es wäre nett, wenn Sie den Auskünften, die Sie von Juden über Juden erhalten, Glauben schenken. Passiert allerdings leider selten. Der Grund ist klar: Niemand will hören, dass er einem dummen Lügen märchen aufgesessen ist. Fragen Sie also nur, wenn Sie die Antwort aushalten. 4. Darf ich Israel kritisieren? Natürlich, aber bitte bei der israelischen Botschaft. Oder
beschwere ich mich bei Ihnen über meine Mutter, bloss, weil Sie auch eine sind? 5. Darf ich Witze über Geld, Geiz etc. machen? Bitte nicht. Finden wir nicht lustig. Ist diskriminierend und verletzend. Wir selber hingegen dürfen. Dann ist es sogar sehr lustig. Seltsame Logik? Stimmt. Trotzdem wahr. 6. Darf ich fragen, ob Sie beziehungsweise Ihr Sohn beschnitten sind? Na ja, es ist ein bisschen selt sam, fremde Leute nach deren Pimmel zu befragen, aber wieso nicht? Vielleicht erzählen Sie uns dafür auch ein bisschen was über Ihre Genitalien. Ist Ihnen zu intim? Sehen Sie. MM
Thomas Meyer (46) Als Jude gehört der Schriftsteller Thomas Meyer zu den 0,2 Prozent der Bevölkerung, zu denen die übrigen 99,8 Prozent manchmal ein etwas merkwürdiges Verhältnis haben.
Anzeige
Gesteppte Tragetasche
Für Online-Bestellung: Referenz-Nr.: 64691
www.bradford.ch fb.com/BradfordExchangeSchweiz
90-Tage-Rücknahme-Garantie EXKLUSIV-BESTELLSCHEIN
Mit Katzenmotiven von Jürgen Scholz Mit goldfarbenem Herzamulett
✃
Süsse Kätzchen
Reservierungsschluss: 15. März 2021
Referenz-Nr.: 64691 / 01-24465-001
r Ja, ich bestelle die Tragetasche „Süsse Kätzchen“
Bitte gewünschte Zahlungsart ankreuzen Ich wünsche r eine Gesamtrechnung
r Monatsraten
Mit einem Reissverschluss Vorname/Name
Mit zwei grossen Aussenfächern
Grösse: 44,5 x 34,3 cm (B x H), ohne Trageriemen
Preis: Fr. 119.90 2 Raten à Fr. 59.95 (+ Fr. 11.90 Versand und Service)
01-24465-001 Bitte einsenden an: The Bradford Exchange, Ltd. • Jöchlerweg 2 • 6340 Baar Tel. 041 768 58 58 • Fax 041 768 59 90 • e-mail: kundendienst@bradford.ch
Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen
Strasse/Nummer PLZ/Ort E-mail Unterschrift
Telefon
Datenschutz: Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.bradford.ch/datenschutz. Wir werden Ihnen keine Angebote von The Bradford Exchange per E-Mail,Telefon oder SMS-Nachricht zukommen lassen. Sie können Ihre Kontaktpräferenzen jederzeit ändern, indem Sie uns unter nebenstehender Adresse bzw. Telefonnummer kontaktieren. Bitte teilen Sie uns per Telefon, E-Mail oder schriftlich mit, falls Sie keine brieflichen Angebote erhalten möchten.
44 | 1.2.2021 | MEINE MIGROS
Was Sie schon immer über Candida wissen wollten
R DA 5 0 RDA ist die Abkürzung für Relative Dentin Abrasion. Mit dem RDA-Wert wird der Peelingeffekt (Abrasivität) auf den Zahn gemessen. Candida Fresh Gel hat einen RDA-Wert von 50, also eine mittlere Abrasivität, und ist daher für die tägliche Zahnreinigung geeignet.
SO L A N G E R EI C H T EI N E T U B E Eine Tube enthält 125 Milliliter Candida Fresh Gel. Das reicht für rund 120 Mal Zähneputzen. Oder für zwei Monate – bei zwei Anwendungen täglich, je nachdem wie viel Zahnpasta pro Anwendung verwendet wird.
SEH R GU T, SEH R GÜ N S T I G
Candida-Zahnpasta wird von der Migros-Tochter Mibelle Group im aargauischen Buchs produziert. Von der Sorte Fresh Gel rund eine Million Tuben im Verlauf eines Jahres.
G ROSSFA M I L I E Ü B ER 70 Candida-Zahnpasta gibt es bereits seit über 70 Jahren in der Migros.
Neben der Fresh Gel umfasst die CandidaFamilie über 20 weitere Zahnpasten sowie andere Produkte zur Zahnpflege, darunter Zahnbürsten und Mundspülungen sowie Zahnseide.
DA S I S T D R I N 17 Inhaltsstoffe mit ziemlich technischen Namen stecken in jeder Tube Candida Fresh Gel. Klingt nach viel, aber jeder einzelne erfüllt eine ganz bestimmte Funktion. Natriumfluorophosphat (Sodium Monofluorophosphate) etwa ist ein Wirkstoff zur Kariesprophylaxe. Oder Dicalciumphosphat, das als Kalziumquelle zur Unterstützung der Remineralisation der Zähne dient.
N O M EN E S T O M EN Der Name Candida kommt aus dem Lateinischen und bedeutet weiss, strahlend, glänzend.
Bild: Yves Roth; Styling: Mirjam Käser
EI N A A RG AU ER O R I G I N A L
14 verschiedene Zahnpasten testete das Konsumentenmagazin «K-Tipp» im September 2020. Drei Produkte bestanden mit «sehr gut», darunter auch die Candida Fresh Gel, die mit Fr. 2.75 pro Tube erst noch die preisgünstigste war.
1.2.2021 | 45
M
lis al
s ro ig
W
Sparen und Food-Waste vermeiden Seit Ende 2020 bietet die Migros Wallis über die App «Too Good To Go» in allen Filialen und Restaurants Lebensmittel zu reduzierten Preisen an. Die sichert man sich ganz einfach. Text: Fabien Lafarge Bilder: Gabriel Zwicky
Mit «Too Good To Go» erhalten Registrierte Angebote von 28 Supermärkten und sieben Restaurants der Migros Wallis (Bild aus der Testphase Anfang 2020).
T
oo Good To Go» heisst auf Deutsch «Zu gut zum Wegwerfen». Die in Dänemark lancierte Initiative hat das Ziel, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren. Die Idee ist simpel: Menschen zur richtigen Zeit am rich tigen Ort miteinander in Kontakt bringen, um Essen zu günstigen Preisen weiterzu verkaufen, damit es nicht weggeworfen wird. Mit diesem Prinzip hat die App Europa schnell erobert, seit etwas über zwei Jahren ist sie auch in der Schweiz verfügbar. Teilnehmen können alle Geschäfte aus dem Lebensmittelbereich: Restaurants, Lebensmittelläden, Bäckereien, Metzgereien und natürlich Supermärkte. 28 Supermärkte und sieben Restaurants der Migros Wallis nutzen inzwischen die App aktiv. Die Aus sicht, zur nachhaltigen Nutzung der Lebens mittel beizutragen, hat die Migros nach Pilot
projekten – eines im Januar 2020 im Wallis – überzeugt. Es funktioniert ganz einfach: Der Supermarkt oder das Restaurant registriert sich auf der Plattform. Die Filialleiter können zu Verkaufsschluss aus nicht verkauften Wa ren Überraschungspakete zusammenstellen. Es besteht jedoch kein Zwang, täglich (gleich) viele Wundertüten anzubieten. Alles hängt davon ab, welche Produkte im Regal bleiben. Die passende «Wundertüte» wählen
Und die Nutzerinnen und Nutzer? Sie laden einfach die App herunter und können sich im Laufe des Tages diverse Angebote ansehen. Wenn sie sich für eine Tüte entschieden ha ben, h olen sie das bezahlte Essen vor Ort ab. Neben «Too Good To Go» engagieren sich auch die Migros-Genossenschaften seit vie len Jahren, Food-Waste entgegenzuwirken. Dazu werden die entsprechenden Produkte
gegen Ende des Verkaufsdatums in verschie denen Rabattstufen verkauft oder günstig an Mitarbeitende abgegeben. Zudem verwenden die Restaurants nicht verkaufte Früchte und Gemüse. Und schliesslich werden pro Jahr rund 50 Tonnen Lebensmittel an diverse Partner weitergegeben, darunter soziale Institutionen wie Tables du Rhône/Rottu Tisch, Sierre partage, Les Caisses Vertes oder la Maison Terre des Hommes Valais. Die Migros-Gruppe ist stolz darauf, dass schweizweit 98,56 Prozent ihrer Lebens mittel verkauft oder weiterverteilt werden. Der Rest wird folgendermassen verwertet: 1,11 Prozent werden in Biogas umgewandelt, 0,23 Prozent als Tierfutter und 0,07 Prozent als Kompost verwendet. Lediglich 0,03 Pro zent aller bei der Migros zum Verkauf angebotenen Lebensmittel landen so in der Verbrennungsanlage. MM
R I W FFEN O D N I S An
te g gebo
ü l t ig
vo
.0 2 . m 02
F ebr u
ar 2
o la n 0 21 s
ge Vo
Rabatt
r r at .
50% RACLETTE KÄSE
11.50
statt 23.– kg
HIT
HIT
SPAGHETTI LA MOLISANA
SHARSID REIS BASMATI
5.90 3 kg
Extra Long Rice - 5 kg
8.95
HIT
VOLLWASCHMITTEL
OMO
7 kg - 100 Wäschen
19.90 Sion
Eyholz
NOTRE ADRESSE:
ADRESSE:
Route du Manège 2 1950 Sion « En face des casernes » Horaires d’ouverture : Lundi – Vendredi 9h – 18h30 Samedi 8h – 17h
Alte Kantonsstrasse 7 3930 Eyholz Öffnungszeiten : Montag – Freitag 9 bis 18.30 Uhr Samstag 9 bis 17 Uhr Nur gültig auf alle Artikel mit einer 50% Preisetikette. (Fotos nicht verbindlich)
1.2.2021 | 47
M
lis al
s ro ig
W Sihamdi ist überzeugt: Wer diese Crêpes probiert hat, bleibt dabei. Die Mischungen werden sorgfältig eingetütet. Jonathan Sihamdi bei der Zubereitung der Caramelcreme: Er setzt auf gesalzene Butter aus Vollrahm mit 35 Prozent Milchfett.
Diese Woche in Aktion Vom 2. bei 8. Februar gibt es 20-fache Cumulus-Punkte für das Sortiment von «La Crêpière».
Einmal wenden, bitte Den 2. Februar oder Mariä Lichtmess nennt man in französischsprachigen Gebieten «La chandeleur». Zur Feier gibts selbstgemachte Crêpes in allen Varianten. Und mit den bei der Migros erhältlichen Produkten von «La Crêpière» gelingt das allen auf Anhieb. Text: Fabien Lafarge
Bilder: zVg
C
rêpes gehören für viele zu den Lieblingsgerichten. Manche sind der süssen Variante mit Zucker oder Schokolade verfallen, andere mögen sie eher herzhaft mit Schinken und Käse. Besonders schmackhaft sind sie natürlich, wenn sie selbstgemacht sind. Aber wie bereitet man den Teig zu, muss man ihn aufgehen lassen? Am sichersten gelingts, wenn man sich einfach auf die Produkte von «La Crêpière» verlässt, die man bei der Migros Wallis findet. Hinter der Marke «La Crêpière» steht das Unternehmen der Familie Sihamdi aus der Bretagne. Sie kam in den Siebzigerjahren nach Verbier, um dort ein Restaurant zu eröffnen. Im Gepäck die traditionellen Familienrezepte, mit denen sie die Gunst der Walliser Bevölkerung erobern wollte.
Tatsächlich hatte die Familie so viel E rfolg mit ihren Crêpes, dass sie vor ein paar Jahren beschloss, ihre Rezepte zu vermarkten. Weshalb sollten denn nur ihre Gäste von den Köstlichkeiten profitieren? Das Ergebnis: drei verschiedene Crêpe-Mischungen. Sie enthalten weder Konservierungsmittel noch Geschmacksverstärker und sind im Hand umdrehen zubereitet. Man gibt einfach etwas Wasser hinzu und vermischt alles kräftig mit einem Schneebesen. Für Süsses, Herzhaftes und das Waffeleisen
Die Mischung «Crêpes de froment», also Weizencrêpes, besteht aus Weissmehl und wird traditionell für süsse Crêpes verwendet. Die Mischung «Galette de sarrasin», sprich: Buchweizencrêpes, ist für herzhafte Crêpes
gedacht. Und mit der dritten Mischung kann man Waffeln in einem Waffeleisen oder Pfannkuchen in der Pfanne zubereiten. Daneben bietet «La Crêpière» auch eine Caramelcreme mit gesalzener Butter oder die gleiche Creme mit Haselnuss an. Beide sind bei der Migros Wallis erhältlich. Sie sind nicht nur fein auf Crêpes, sondern können auch auf Brot, mit einem Apfel- oder Birnenkuchen oder einem Joghurt genossen werden. Am 2. Februar, dem Tag der Crêpes, kann man Crêpes also traditionell, aber so leicht wie noch nie zubereiten: Teig in die Pfanne, etwas warten und ihn mit einer geschickten Handbewegung durch die Luft sausen lassen und wenden. Klappt es, soll das Jahr übrigens von Wohlstand geprägt sein. Und wenn nicht, hat man wenigstens gut gegessen. MM
Gegen die Kälte sind manche Mittel köstlich.
33% 2.60 statt 3.90
2.– statt 2.55
Schweiz, Beutel 2,5 kg
3.– 4.20
20%
Kartoffeln für Raclette
Champignons im Essig, «Aus der Region.» 130 g
Raclette du Valais «Aus der Region.», AOP
Ober-, Unter- oder Zentralwallis, 1/1, 1/2 oder 1/4 Laib, per 100 g
Cornichons extrafein Condy 400 g
4.40
Gewürz für Raclette Grand-Saint-Bernard Bio 50 g
4.40
Gewürz für Fondue Grand-Saint-Bernard Bio 25 g
Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen. Angebote gelten nur vom 2.2. bis 8.2.2021, solange Vorrat.
Genossenschaft Migros Wallis
20% 11.60 statt 14.50
Fondue Moitié-Moitié
Schweiz, 400 g
20% 32.– statt 40.–
Fondue création Wyssmüller Duo-Pack Schweiz, 2 x 600 g
20% 20.70 statt 25.90
Fondue Moitié-Moitié
Vacherin Fribourgeois und Le Gruyère, 2 x 600 g
15% 3.40
Fondue Brot 300 g
18.60 statt 21.90
Fondue création tomate Wyssmüller Schweiz, 400 g
„Ich schätze meine abwechslungsreiche Arbeit beim Sozialdienst sehr, denn hier bin ich am Puls der Gesellschaft tätig. Ausserdem gefällt es mir gut, dass wir eng vernetzt mit verschiedensten Organisationen zusammenarbeiten, um Menschen in ihren schwierigen Situationen unterstützen zu können.“
Käthi Hauser, Sachbearbeiterin Empfang, Sozialdienst Visp
Unsere Leidenschaft. Für ein besseres Leben. Das Sozialmedizinische Zentrum Oberwallis ist der starke und zuverlässige Partner im ambulanten Oberwalliser Gesundheits- und Sozialwesen. Über 300 Mitarbeitende unterstützen Menschen
täglich in herausfordernden Lebensabschnitten unmittelbar in ihrem gewohnten Umfeld mit dem Ziel, ihnen ein möglichst selbstbestimmtes und selbstständiges Leben zu ermöglichen.
Sozialmedizinisches Zentrum Oberwallis – Nordstrasse 30 – 3900 Brig T. 027 927 30 00 – info@smzo.ch – www.smzo.ch Hauser_Inserat_Migros_Magazin_2021.indd 1
21.01.2021 14:21:12
RÄTSEL | 1.2.2021 | 51
Migros-Geschenkkarten zu gewinnen! Lösen Sie das Kreuzworträtsel und gewinnen Sie eine von 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken. Für die grüne Zusatzlösung winken 2 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken.
HSTE ÖC
Z
U
-
FR
IT
DEN
KUN
HE
Grösste Auswahl – bester Service
H
SCHWEIZER TREPPENLIFT-PIONIER
IE DE
N
Rigert AG 6403 Küssnacht a/R T 041 854 20 10 www.rigert.ch
03_RIGERT_Inserat_MM_41x61_Zeitung.indd 28.04.20 1 14:21
So nehmen Sie teil: Hauptpreis (oranges Lösungswort) Tel.: 0901 000 841 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 STEMPEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 000 845 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD5 WINTER Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.2.2021, 24 Uhr Gewinner Nr. 3 Hauptpreis: Arnold Kausch, Oberwil BL; Hugo Schenker, Olten SO Zusatzpreis: Zeljko Toromanovic, Niederuzwil SG; Jean Charles-Mangeon, Laufenburg AG Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, welche das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Sudoku 2 × 100 Franken zu gewinnen
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 844 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/sudoku (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.2.2021, 24 Uhr
PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN.
BEI MIGROL MEHRFACH PROFITIEREN
Die ganze Welt von Cumulus finden Sie unter www.migros.ch/cumulus Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die Cumulus-Infoline: 0848 85 0848
5 RP.
/L
VORTEIL
Ob beim Tanken oder Heizen: Bei Migrol sind Sie in jedem Fall richtig. Die EnergieDienstleisterin betreibt rund 310 Tankstellen und über 70 Car Wash Anlagen in der ganzen Schweiz, beliefert zahlreiche Schweizer Haushalte mit Heizöl oder Pellets und sorgt mit Tankrevisionen für Sicherheit.
Angebot 1: 5 Rp./L günstiger tanken Vom 1. bis 14. Februar erhalten Sie an allen Migrol Tankstellen (Shop / Automaten) 5 Rappen Vorteil pro Liter auf den aktuellen Treibstoffpreis (exkl. Gas). Das Angebot ist nur gültig, wenn Sie Ihre persönliche Cumulus-Karte vor dem Zahlvorgang an der Kasse vorweisen oder beim Tankstellen-Automaten einscannen (auch beim Zahlen mit der Migrol Private Card). Nicht mit anderen Vergünstigungen kumulierbar. Angebot 2: Heizöl und Pellets Bis zum 14. Februar 2021 erhalten Privatkunden pro Neubestellung bis 9000 l bzw. kg 1000 Bonuspunkte pro Bestellung extra gutgeschrieben (zusätzlich zu den üblichen 100 Cumulus-Punkten pro 1000 l bzw. kg).* Angebot 3: Tankrevision Bei Neubestellung bis 14. Februar 2021 und Ausführung bis 31. März 2021 werden Privatkunden pro Tankrevisionsauftrag Fr. 50.– (nicht kumulierbar) und 1000 Bonuspunkte gutgeschrieben (zusätzlich zu den üblichen CumulusPunkten).* * Bestellen Sie mit Ihrer Cumulus-Nummer unter www.migrol.ch bzw. www.migrol-tankrevision.ch oder telefonisch unter 0844 000 000 (normaler Gesprächstarif).
ELEGANTES E-MOUNTAINBIKE FÜR ALLROUNDER! Ghost Hybride HTX 27+ (in Blau oder Weiss erhältlich). Mit elegant integriertem Yamaha PW ST Motor. Geeignet für Allrounder, die hügelige Touren auf Kies- und Waldwegen planen. Das perfekte Einsteiger-Hardtail Modell.
600.VORTEIL
Produkt: Ghost Hybride HTX 27+ (in Blau oder Weiss erhältlich) Aktionsdauer: gültig vom 1. bis 15. Februar 2021 Preis: Fr. 2190.– statt Fr. 2790.– Profitieren: Weisen Sie an der Kasse Ihre Cumulus-Karte vor oder geben Sie beim Check-Out im Webshop auf www.m-way.ch den Aktionscode «mwayghosthybride2021» ein und schon erhalten Sie den Cumulus-Vorteil von Fr. 600.– auf das ausgewählte Ghost Modell. Weitere Informationen: www.m-way.ch/cumulus
RÄTSEL | 1.2.2021 | 53
Gewinnen Sie eine von 4 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 4×
Quiz
Paroli
2 × 100 Franken zu gewinnen
2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Kein echter Verwandter ist … L der Grossneffe
B der Trinkbruder
T die Grosstante
Welche Zahlen stehen für eine Nachrichtensendung? E 9 vor 12
I
A 10 vor 10
20 nach 8
Wo liegt der Lauerzersee? T Bern
H Schwyz
R St. Gallen
Wer wurde im gleichen Jahr wie Julia Roberts geboren? N Pamela Anderson S Heidi Klum
E 6
I
12
Wo befindet sich der «Schnüerliweg»? S Tödi
O Churfirsten
L Glärnisch
1
2
T Barry Balzli 3
4
5
7
Lösungswort
So nehmen Sie teil:
1 1
5 4
2 2
3 3
4 4
5 5
So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 843 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/paroli (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.2.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
Bimaru Lösung Nr. 4
Sudoku Lösung Nr. 4
migusto.ch
I N F I B A L G H M I S T S Paroli Lösung Nr. 4
RIESE
Was
koche ich heute?
T 2
Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/quiz (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.2.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
Kreuzworträtsel Lösung Nr. 4
E 1
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
N Gery Buhler 6
3 3
2 5
Bimaru
Wie hiess einer der Begründer des legendären Pen-&Paper-Rollenspiels «Dungeons & Dragons»? F Gary Gygax
4 1
Lösung: Lösung:
D Martina Hingis
Wie viele Mannschaften spielten von 1970 bis 1990 in der Eishockey-Oberliga der DDR? H 2
ALLERLE I EUL ENART ANF L EHEN GESAENGE BORUSS I A G L A T TWA L BOTSUANA GUTTURAL D E Z I MA L E AU GA TN K L SE KT A L E I R EG BN G LE A R A ET M RU T E TRAPAK SENFGLAS ETREU UNG T E ENAGER VERAL TET URKANTON WE L T RANG
S E E B E B E N
A L G E R I E R
S K I R L O H N E I L F R O H E T E T T E V Quiz A Lösung Nr. 4 N Z PINGUIN
Sudoku Gewinner Nr. 3
Paroli Gewinner Nr. 3
Quiz Gewinner Nr. 3
Patrick Ackermann, Tafers FR; Catherine Moreau, La Chaux-de-Fonds NE
Dora Ritz, Spiez BE; Thomas Ochsenbein, St. Gallen
Max Leuenberger-Studer, Birsfelden BL; Anton Borer, Breitenbach SO
54 | 1.2.2021 | MILOVE
«Wir passen zusammen wie Moped und Blumenvase»
uch Haben a e im b ie L Sie Ihre ersum iv n U Migros Mailen Sie n? gefunde hichte an sc e G e Ihr . mgb.ch aufruf@ n uns e Wir freu darauf!
Heidi und Samuel Christen könnten fast nicht unterschiedlicher sein, doch die Arbeit in einer Berner Migros-Filiale hat sie zusammengebracht. Nur wurde das Heidi viel schneller klar.
E
tgasse – lange Mark sag e l te ilia F er er
s beginnt mit einem Hände druck. Die 19-jährige Heidi Leiser hat am 16. April 1986 ihren ersten Arbeitstag im Hobbyzentrum der Migros Markt gasse in Bern. Die Sportartikelver käuferin wird herumgeführt und reicht dem 28-jährigen Samuel Christen aus der Blumenabteilung die Hand. Sie erinnert sich: «Ich war nervös. Alles war neu. Aber Samuel war mir gleich sympathisch.» Samstags gehen einige Kollegen nach Feierabend zusammen auf
ts durch die Blume. nich idi He
Samuels Arbeitspla tz i nd
Text: Manuela Enggist
Sie über ihn «Im Sternzeichen bin ich Jungfrau, mein Mann Widder. In einem Horoskop habe ich gelesen, wir passen zusammen wie ein Moped und eine Blumenvase. Unsere starken Gegensätze harmonieren. Ich bin froh, dass mein Mann so kreativ ist, auch organisatorisch alles im Griff hat.»
ein Bier. Immer mit dabei: Heidi und Samuel. «Wir haben uns jedesMal gut unterhalten, sassen oft nahe beieinander», sagt die Bernerin. Die Zuneigung bleibt auch den Kollegen nicht verborgen. Und so sitzen die beiden eines Abends kurz vor Weihnachten allein am Stammtisch, wie Samuel be richtet: «Alle hatten auf einmal etwas anderes vor.» Beide sind leidenschaftliche Skifahrer, sie verabreden sich für einen Tag auf
den Pisten in Saanenmöser BE. Dieser 28. Dezember wird beiden als «ausserordentlich herrlich» in Erinnerung bleiben. Zwar verbringen sie stets mehr Zeit gemeinsam, doch Samuel bleibt unsicher. «Ich hatte mir ge schworen, dass ich keine Partnerin aus dem gleichen Unternehmen haben werde.» Die Wochen und Monate vergehen, und die Treffen flauen nicht ab. Heidi sagt: «Ich war mir wohl zuerst sicher, dass ich Samuel gern hatte. Doch ich
Heidi (53) und Samuel Christen (62) leben mit Tochter Céline (21) in Seedorf BE. Samuel arbeitet mittlerweile in der Hausdruckerei der Migros-Genossen schaft Aare, Heidi im Gartencenter Obi in Schönbühl BE. Noch immer ist Skifahren das gemeinsame Hobby der Christens.
Anzeige
MILOVE | 1.2.2021 | 55
Frau Follador Mit 152 Männern im Knast
Er über sie «Meine Frau ist im Gegensatz zu mir technisch und praktisch begabt. Sie repariert zu Hause alles Mög liche, wechselt Autoreifen, verlegt Laminatböden. Das schätze ich sehr. Wir ergänzen uns sehr gut.»
Jetzt Newsletter abonnieren und immer montags die Highlights aus dem Migros-Magazin online lesen www.migmag.ch/newsletter
g!
chti i r r e b a aus
Bilder: zVg
R
führerscheinfrei, sicher und komfortabel, auch bis 30 km/h Prospekte / kostenlose Probefahrt überall in der Lukas Jenni GmbH • Im Gstein • CH-8424 Embrach Tel. 044 876 04 07 • www.lukas-jenni.ch
--&--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Bitte kostenlosen Prospekt schicken an:
Name/Vorname: Strasse: PLZ/Ort: Telefon:
MM
spürte auch, dass er mich mochte.» Schliesslich wird dann ebenfalls dem Gärtner klar, dass er mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Heidi hegt – trotz des gleichen Arbeitsortes: «Sie ist eine toughe Frau. Sie hat gewusst, was sie wollte. Das hat mich sehr angezogen.» Im September 1987 verbringen sie auf Sizilien die ersten gemeinsamen Campingferien. Sechs Jahre später folgt die Hochzeit und nochmals sechs Jahre später kommt Tochter Céline zur Welt. MM
Elektromobil PONI
. T R E I T N A R A G S I TIEFPRE . T H C I N E L U H C S HUNDE 1.10 Katzenmilch
0.25 Katzenfutter 1.80 Katzen-Snack
Zwischen dem 5. Januar 2021 und dem 7. Januar 2021 haben wir zusammen mit einem unabhängigen Marktforschungsinstitut die Preise von M-Budget mit vergleichbaren Produkten bei Coop, Aldi, Lidl und Denner verglichen. Das Ergebnis: Die 500 M-Budget Produkte sind nirgends gßnstiger. Weitere Informationen zum Preisvergleich und mehr finden Sie auf m-budget.ch.