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Migros magazin 05 2017 d vs

Page 1

Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

MM5, 30.1.2017 | www.migrosmagazin.ch

Erleichterte Einbürgerung: Darum gehts Seite 16

So gelingt die Jobsuche Seite 6

«Alles nur e Phase»

Bild: Basil Stücheli

Sein Youtube-Hit trifft den Nerv vieler Eltern: Sammy Frey mit Tochter Lena Seite 12

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59


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E Editorial

Ein wenig überfordert

Es gibt Abstimmungen, die reduzieren sich auf ganz einfache Fragen: Abschaffung der Armee? Kauf des Kampfflugzeugs Gripen? Verbot des Baus von Minaretten? Einfache Fragen, schnelle Antworten. Dann gibt es die komplexen Themen, die einem einiges abverlangen. Wie etwa die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Noch nie aber herrschte im Vorfeld eine derartige Verwirrung wie bei der Unternehmenssteuer­ reform (USR) III. Auch ich habe mich damit schwergetan, mich ins Thema hineinzudenken. Wenn die Vorlagen schwierig sind, halten sich viele an die Abstimmungsparolen der Par­ teien, Verbände und Kantone. Doch auch die zeigen im Fall der USR III keinen klaren Trend. Mitte­Links und die Linke sind dagegen, Mitte­ Rechts und Rechts dafür, die Kantone ebenfalls. Eine schwierige Entscheidung. Vielleicht muss ich noch einmal über die Bücher …

Schon klarer ist die Ausgangslage bei der erleichterten Einbürgerung. Hier geht es da­ rum, jungen Menschen der dritten Ausländer­ generation die Einbürgerung zu erleichtern. Ausser der SVP sind fast alle mittleren und grossen Parteien dafür. Das heisst nicht, dass die Sache damit durch ist. Die Schweizerische Volkspartei hat ja schon bewiesen, dass sie einen Entscheid nach ihrem Willen auch allein herbeiführen kann. Wir haben die Abstimmung über die erleichterte Ein­ bürgerung zum Anlass genommen, einige Zahlen zum Thema zu­ sammenzutragen (Seite 16). Sie helfen Ihnen, sich in das Thema einzuarbeiten. Wussten Sie zum Beispiel, dass 2015 knapp 41 000 Menschen in der Schweiz eingebürgert wurden? Apropos Abstimmung: Hun­ derte von Migros­Magazin­ Leserinnen und ­Lesern haben auf Facebook an der Abstim­ mung über das Cover dieser Ausgabe teilgenommen. Ihnen allen danke ich herzlich. Die beiden Vorschläge und das Resultat der Abstimmung finden Sie hier: www.migmag.ch/ fb­abstimmung. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

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«Vornamen sind etwas Urmenschliches. Es gibt keine Kultur, die sie nicht vergibt.» Simone Berchtold Schiestl, Namensforscherin


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8

Menschen

45 Saisonküche

6 Versteckte Jobs Ein Drittel der offenen Stellen wird nicht ausgeschrieben – so kommt man zu den Jobs

60 Zeitreise 61 Frage der Woche 62 Alles für Heimwerker

8 Abschied vom Paradies Nach 15 Jahren auf ihrer riesigen

45

65 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

Ranch in Brasilien zieht Familie Leuzinger nach Zürich

Leben

12 Der Elternversteher Der Vater, Lehrer und Musiker Sammy Frey landet mit seinem Kindersong einen Youtube-Hit

71 Kolumne 1, 2 oder 3?

Prost allerseits

72 Bangkok für Frauen

15 Bänz Friedli

Thailands Hauptstadt tut viel, damit Frauen sich sicher fühlen

16 Infografik

80 Gesundheit

Erleichterte Einbürgerung für Terzos – alles zur Abstimmung 20 Arbeit für Kirgistan Edda Hergarten bildet Skilehrer in Kirgistan aus, eine besondere Form der Entwicklungshilfe 23 Leserforum 24 Mia, Noah und Co.

Namensforscherin Simone Berchtold Schiestl über die Beliebtheit bestimmter Namen

Migros-Welt

Bilder: Nicola Pitaro, Christian Schnur, Lucas Leuzinger, Claudia Linsi

Kabeljau: delikate Rezepte

35 Star der Woche

Im Rampenlicht: Aproz Classic

Balance lässt sich trainieren

83 Brave New Girl 85 Digital

Das sind die Tech-Trends 2017

89 Kinder Makeda (14) berichtet über ihr Leben in Kenia 93 Glücksgriff

Relaxen in Sils Maria 95 Rätsel/Impressum 100 Cumulus 102 Meine Welt

Ariane Ehrats letzter Scoop: die Ski-WM 2017

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Zubereitung: 1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Ananasstrunk wegschneiden. Ananas samt Schale in Schnitze à ca. 1 cm schneiden. Schnitze auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Hälfte des Öls mit Honig mischen. Ananasschnitze mit der Hälfte des Honigöls bestreichen. In der Ofenmitte ca. 20 Minuten backen. Inzwischen Zwiebel hacken. In der Butter andünsten. Reis beigeben und unter Rühren mitdünsten, bis er glasig wird. Bouill on dazugiessen und zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Koriander grob hacken. Für das Korianderöl Limette auspressen. Koriander, Limettensaft und restliches Öl mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ofentemperatur auf 160 °C reduzieren. 2. Filet mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Filet rundum ca. 4 Minuten anbraten. Senf zum restlichen Öl-Honig-Gemisch geben und verrühren. Filet zu den Ananasschnitzen aufs Blech legen. Filet mit der Honig-Senf-Marinade bestreichen. In der Ofenmitte ca. 20 Minuten garen. Filet dabei ab und zu mit der Marinade bestreichen. Filet aus dem Ofen nehmen und ca. 5 Minuten ruhen lassen. Filet in Tranchen schneiden und mit Reis, Ananasschnitzen und Korianderöl servieren. Zubereitungszeit 30 Minuten + ca. 40 Minuten backen Pro Person 27 g Eiweiss, 23 g Fett, 72 g Kohlenhydrate, 600 kcal


Menschen MM05

Darauf freuen wir uns Frauenpower Drei schwarze

Frauen waren massgeblich daran beteiligt, dass die NASA es in den 1960er-Jahren ins All schaffte: «Hidden Figures», ab 2.2. im Kino. Dogdance In Winterthur findet vom 3. bis 5.2. die grösste Schweizer Hundefachmesse «Hund 17» statt, inklusive Hundetanzturnier.

Mein Bild der Woche

Regula Bührer Fecker (38) ist

Mitinhaberin der Werbeagentur Rod Kommunikation und zweifache Mutter.

«Woran erkennt man eine gute Freundin? Sie weiss, wer man ist, was einen beschäftigt und überrascht mit Neuem. Sie ist besser als Google! Meine Freundin Ariana ist so eine Freundin. Sie hat mir von einer Luzerner Künstlerin erzählt. Allein das schon machte mich neugierig. Ursula Stalder sammelt alles, was es an den Küsten der Welt anschwemmt: was Leute unachtsam wegwerfen. Sie ordnet ihre ‹Schätze› nach Materialien, Ländern und Themen. Sie arrangiert neu – und macht Abfall wertvoll. Das regt mich zum Nachdenken an. Toll, Frau Stalder! Und danke meiner Freundin fürs ständige Überraschen.»

Entschuldigen Sie, was hören Sie gerade? Omar Janko (38), in Ausbildung zum Langzeitpfleger, Schönbühl BE

a) das Mixtape eines Freundes b) Freedom Radio Gambia c) einen Podcast über Geschichte

Antwort: b) Die politische Situation in Gambia ist derzeit schwierig. Das Radio informiert mich über den aktuellen Stand.

Bilder: 20th Century Fox / Ursula Stalder / Marco Zanoni

Hörprobe

Unnützes Wissen

Oh, Helvetia! Der Cannabis­ konsum in der Schweiz gilt als einer der höchsten der Welt. Rund 600 000 Kiffer verrauchen jährlich um die 100 Tonnen Haschisch und Marihuana. In der Schweiz ist es illegal, Meer­ schweinchen einzeln zu halten. Man muss mindestens zwei besitzen. James Bonds

Mutter ist Schweizerin.

Die Kräuterbuttermischung Café de Paris stammt nicht aus Paris, sondern ist nach dem Genfer Restaurant Café de Paris benannt. Es gibt nur zwei quadratische Landesflaggen auf der Welt: die der Schweiz und des Vatikans. Quelle: www.watson.ch


6 | MM5, 30.1.2017 | MENSCHEN

Wie haben Sie Ihre Stelle gefunden?

www.migmag.ch/ umfrage

Umfrage Letzte Woche haben wir gefragt:

Arbeitsmarkt

Hier stecken die «versteckten» Jobs Das Jobangebot auf Suchplattformen täuscht: Viele Stellen werden intern oder über informelle Kanäle besetzt. Der Stellenmarkt-Experte Urs Klarer kennt die Hintergründe und sagt, wie man Jobs findet. Text: Ralf Kaminski, Andrea Freiermuth

Was machen Sie in den Ferien mit Ihrem Haustier? 16% Ich plane nur Reisen, auf die ich das Tier gut mitnehmen kann. 66% Ich organisiere jemanden, der täglich nach ihm sieht. 17% Ich bringe es in ein Ferientierheim. 2% Ich fahre nur kurz weg und stelle einen Essvorrat bereit.

Zahlen und Fakten

53%

aller offenen Stellen werden auf den Jobsuchportalen ausgeschrieben.

aller offenen Stellen werden lediglich auf den Firmenwebsites ausgeschrieben.

3,5%

betrug die Arbeitslosen­ quote in der Schweiz Ende Dezember 2016. Das entspricht 159 372 beim RAV ge­ meldeten Arbeitslosen. Anfang 2016 lag die Quote bei 3,6 Prozent. Quellen: Stellenmarkt­Monitor Schweiz, Seco

Wer eine neue Stelle finden möchte, sollte sich nicht nur auf Suchplattformen umsehen, sondern auch auf Firmenwebsites.

E

nde 2016 schlug der Jobvermittler Metapage Alarm: Eine Studie habe ergeben, dass zwei von drei Stellen in der Schweiz nie öffentlich ausgeschrieben würden: «In der Schweiz existiert ein versteckter Stellenmarkt: Es sind deutlich mehr Stellen offen, als es auf Jobplattformen den Anschein hat.» Diese Jobs würden jedoch nur auf den Firmenwebsites publiziert. Die Gründe dafür seien die enormen Kosten, der grosse Aufwand und die bescheidene Sichtbarkeit, wenn man sie auf den

Plattformen ausschreibe. Die Studie listet bekannte Grossfirmen auf, die die meisten ihrer Stellen nur auf der eigenen Website ausschreiben, darunter Novartis (94 %), UBS (88 %) und ABB (84 %). Der Stellenmarkt-Monitor Schweiz an der Universität Zürich kommt zu einem anderen Ergebnis: Laut einer repräsentativen Umfrage in Schweizer Unternehmen werden mindestens 50 Prozent aller offenen Stellen auf Jobportalen ausgeschrieben und bloss knapp 20 Prozent nur auf der Firmenwebsite. Von einem

«versteckten Stellenmarkt» könne man nicht sprechen, da die Stellen auf der Firmensite ja grundsätzlich frei zugänglich seien. Zudem würden auch solche Inserate von diversen Seiten gescannt und über entsprechende Portale quasi zweitpubliziert. Allerdings stellt der Stellenmarkt-Monitor auch fest, dass 19 bis 28 Prozent aller offenen Stellen «intern oder auf informellen Wegen» besetzt werden. MM Weitere Informationen: http://blog.markenjobs.ch www.stellenmarktmonitor.uzh.ch

Bilder: Keystone, zVg (Bildmontage); zVg,

19%


MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 7

Strassenumfrage

Urs Klarer

«Man muss sich klar werden, was man will und was man zu bieten hat»

Eine Studie ist kürzlich zum Schluss gekommen, dass viele offene Stellen in der Schweiz gar nicht offiziell ausgeschrieben werden, und spricht von einem «versteckten Stellenmarkt». Gibt es so was tatsächlich? Nicht wirklich, zumindest nicht in diesem Sinn. Stellenangebote auf einer Unternehmenswebsite sind aus unserer Sicht durchaus eine Form von öffentlicher Ausschrei­ bung. Zwar gibt es Stellen, die ohne Ausschreibung besetzt werden, aber interne oder informelle Besetzungen sind nichts Neues. Die Frage ist, wie sinnvoll es für beide Seiten wäre, eine grosse Ausschreibung durch­ zuführen, wenn es bereits geeignete Kandidaten gibt. Offenbar werden sogar mehr Stellen ausgeschrieben als früher. Ja, insgesamt hat sich die Anzahl nicht ausgeschriebener Jobs ver­ ringert, auch wegen des Internets. Ausserdem sind viele Stellen so anspruchsvoll geworden, dass die Unternehmen in einem weiteren Radius suchen, um geeignete Be­ werber zu finden. Die Suchintensität bei hochspezialisierten Jobs ist in der Regel viel grösser. Aber auch Sie sagen, dass bis zu 28 Prozent aller Stellen intern oder informell besetzt werden. Das ist nicht gerade wenig. Schon, aber meiner Ansicht nach ist das kein Skandal. Für Firmen können interne Besetzungen sinnvoll sein, denn so geht ihnen das Knowhow im Betrieb nicht verloren, das die Mitarbeitenden erworben haben. Auch informelle Besetzungen spielen eine Rolle, in jüngerer Zeit auch über die sozialen Netzwerke. Knapp ein Fünftel aller Stellen wird nur auf den Firmenwebsites ausgeschrieben. Weshalb? Das hat den Effekt, dass vor allem diejenigen die Anzeige sehen, die sich für das Unternehmen und seine Arbeit interessieren oder sowieso damit zu tun haben, etwa Zulieferer

oder Kunden. Je nach Art der Stelle gibt es durchaus Chancen, gute Bewerbungen zu erhalten – und falls nicht, besteht noch immer die Möglichkeit einer weitergehenden Ausschreibung. So kann die Firma zunächst mal Insertionskosten, die Anzahl Dossiers und den Bearbei­ tungsaufwand tief halten. Welches Vorgehen raten Sie einem Stellensuchenden, damit er möglichst alle offenen Stellen findet? Alle zu finden, sollte vielleicht gar nicht das Ziel sein, sondern vor allem passende. Ich bin kein Berater für Stellensuchende. Aber ich denke, man muss sich auch klar werden, was man will und was man zu bieten hat. Reichen die Qualifikationen? Muss man sich vielleicht erst noch weiter­ bilden? Natürlich sollte man auch das persönliche Netzwerk nutzen, da­ durch kommt man unter Umständen zu Informationen, bevor die Stellen öffentlich ausgeschrieben werden. Wie wichtig sind Jobnetzwerke wie Xing und LinkedIn? Wir gehen davon aus, dass es in den sozialen Netzwerken immer noch eher darum geht, gefunden zu wer­ den, als selbst zu suchen. Jobvermitt­ ler bearbeiten auf diesen Plattformen intensiv die Bereiche mit grosser Personalnachfrage, zum Beispiel Pflege oder technische Spezialisten. Was raten Sie Bewerbern, die «zu alt» sind, zu wenig Arbeitserfahrung oder einen Migrationshintergrund haben? Dazu könnten die Beratungsstellen für Stellensuchende sicher mehr sagen. Anhand der Daten des Stellenmarkt­Monitors wissen wir, dass die Anforderungen in fast allen Bereichen gestiegen und zum Teil sehr hoch sind. Auch hier kann also Weiterbildung hilfreich sein. Ich denke, dass es wichtig ist, flexibel zu sein, auch bei den Ansprüchen. Aber selbst dann kann es schwierig werden. Manchmal braucht es auch einfach ein bisschen Glück. MM

Wie haben Sie Ihren aktuellen Job gefunden?

Urs Klarer (49) ist

wissenschaftlicher Mitarbeiter beim StellenmarktMonitor Schweiz am Soziologischen Institut der Universität Zürich.

Michael Schmid (23), Bauarbeiter, Schüpfheim LU «Ich habe im Be-

kanntenkreis erzählt, dass ich etwas Neues suche. Bald darauf hat mich mein heutiger Chef angerufen, der ein Kollege eines Kollegen ist.»

Daniela Ancona (16), Hotelfachfrau, Liestal BL «Ich habe eine

Lehrstelle in der Region Basel gesucht und einfach mal bei vier Hotels angerufen. Schnuppern konnte ich später in zwei Betrieben.»

Beat Pfister (48), Gastromitarbeiter, Basel «Ich erzählte einem frühe-

ren Arbeitskollegen, dass ich mit meinem Job nicht ganz glücklich sei. So habe ich von einer offenen Stelle in seinem Unternehmen erfahren.»


8 | MM5, 30.1.2017 | MENSCHEN

1

1 Marina, Leticia,

Lucas und Emilia Leuzinger (v.l.) in ihrer brasiliani­ schen Heimat 2 Für die Arbeit mit den Zebu­ rindern haben die Leuzingers Cowboys an­ gestellt. 3 Der Privatbesitz der Familie ist 11 000 Hektar gross.

Dok-Film

Die Leuzingers im Jaguarland Die Filmemacher Ruedi Leuthold und Beat Bieri haben die Familie Leuzinger im vergangenen Jahr im Pantanal besucht. In ihrem Dok-Film «Die Leuzingers im Jaguarland – Abschied aus dem brasilianischen Pantanal» berichten sie über den Alltag der Familie im brasilianischen Sumpfland und über ihr Forschungsprogramm, das dem Schutz der Jaguare dienen soll. SRF 1, Donnerstag, 2. Februar, 20.05 Uhr

2 3


MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 9

Familie Leuzinger

Abschied vom Paradies

Nach 15 Jahren auf familieneigenen Ländereien in Brasilien ziehen die Leuzingers nach Zürich. Hier sollen die Kinder in die Schule gehen. Und die Eltern freuen sich auf neue Freiheiten im überschaubaren Land ihrer Vorfahren. Ein Filmteam hat die Familie begleitet. Text: Yvette Hettinger

Bilder: Lucas Leuzinger

E

ndlose Weiden, türkisfarbene Seen, Palmenwälder, blaue Papageien in rosafarbenen Trompetenbäumen: Paradiesisch mutet der Ort an, an dem die schweizstämmige Familie Leuzin­ ger lebt. Ihr Zuhause ist das Pantanal, das Hinterland Brasiliens. Marina Schweizer (45), Lucas Leuzinger (48) und ihre Töchter Leticia (14) und Emilia (12) bewohnen und betreiben dort die Ranch Fazenda Barranco Alto. Das Anwesen liegt direkt am Rio Negro und ist 11 000 Hektar gross – etwa halb so gross wie der Kanton Zug. Das Paradies hat aber Schattenseiten, da­ rum wandert die Familie nun in die Schweiz aus – oder zurück, wie mans nimmt. Denn die Ahnen beider Eheleute stammen aus der Schweiz; die Familie lebt seit Generationen im Pantanal. Auf beiden Seiten ist es quasi Tradition, dass man ein Studium in der Schweiz absolviert. Und so haben sich Marina Schweizer und Lucas Leuzinger in Zürich kennengelernt, wo sie an der ETH Landwirtschaft und er an der Universität Molekularbiologie studierte. Gemeinsam reiste das Paar 2002 zurück ins brasiliani­ sche Sumpfland, um die brachliegenden Ländereien von Marina Schweizers Urgross­ vater zu übernehmen und zu bewirtschaf­

ten. Zum Betrieb gehören eine Zeburinder­ zucht und eine Lodge. Feriengäste reisen aus Brasilien, Europa oder Nordamerika zum Reiten, Wandern, Fischen oder Kanufahren an. Und Forscher aus der ganzen Welt arbei­ ten dort an Projekten, etwa zur Ergründung des Lebens der Jaguare. Die Mädchen füttern Alligatoren

Seit fünf Jahren hat die vierköpfige Familie einen zweiten Wohnsitz in Campo Grande, einer Millionenstadt, sieben Autostunden von der Ranch entfernt. Die Mädchen besu­ chen dort die Oberstufe einer Privatschule, ihre Mutter erledigt in Telearbeit Admini­ stratives für die Ranch, während der Fami­ lienvater auf der Farm nach dem Rechten sieht und Touristen durchs Anwesen führt. Am Wochenende und in den Ferien trifft sich die Familie wieder im Pantanal. Hier verbringt sie ihre Tage zwischen frei leben­ den Jaguaren, Capybaras, Ameisenbären, Wasserschweinen und Alligatoren. «Wenn immer möglich, essen wir alle zusammen in der Lodge», sagt Marina Schweizer. Stets sind Feriengäste mit dabei und einige der 15 bis 25 Angestellten. In der Touristenhochsaison von Juni bis November bleiben am Wochenende jeweils


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MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 11

Bilder aus dem Familienalbum der Leuzingers www.migmag.ch/ leuzinger

Frei lebende Gelbbrustaras und Jaguare (rechts) gehören zum Alltagsleben im Pantanal.

nur wenige Stunden Freizeit für die Familie. Dann reiten die Leuzingers aus oder gehen im Fluss baden, wo sich auch Kaimane und Piranhas tummeln. «Wir haben immer viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder die Natur kennenlernen», sagt Marina Schweizer. Deshalb haben die Mädchen gelernt, eine giftige Schlange von einer ungiftigen zu unterscheiden, und dürfen Piranhas an Alligatoren verfüttern. Die Leuzingers führen ein naturverbunde­ nes, unabhängiges Leben, aber auch eines in der Abgeschiedenheit. «Wenn wir Rinder ver­ kaufen», sagt Lucas Leuzinger, «müssen wir sie zuerst ein paar Tage zu Fuss durch uner­ schlossenes Buschland führen.» Bücher und Schulmaterial müssen importiert oder online bestellt werden. Während der Primarschul­ zeit engagierten die Eltern jeweils für ein paar Monate Lehrerinnen aus der Schweiz. Und nun pendelt ein Teil der Familie über mehrere Hundert Kilometer hinweg. «Wir haben nur wenig Zeit füreinander», sagt Marina Schweizer. Zudem liegt ihnen das soziale Umfeld in Campo Grande nicht. «Da wird viel mit Materiellem geprotzt.» Werte wie Pünktlichkeit seien weniger wichtig. Und statt Verstehen fördere man das blosse Auswendiglernen. «Das ist nicht das, was wir

uns für unsere Kinder wünschen.» Darum kehrt die Familie nun in das Land ihrer Vorfahren zurück und macht die Stadt Zürich zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt. Dort leben Verwandte der Leuzingers. Und dort sollen Emilia und Leticia zur Schule gehen. Die Mädchen, sagt Lucas Leuzinger, freuten sich sehr auf den neuen Lebens­ abschnitt. «Natürlich ist es für zwei so junge Menschlein schwierig einzuschätzen, was das alles für sie bedeutet», räumt der Familienvater ein, «aber sie kennen und lieben die Schweiz als Ferienland.» Aus­ serdem sprechen die Töchter Portugiesisch, Englisch, Deutsch, Schweizerdeutsch und Französisch. Das dürfte helfen. Die Schweiz bietet ganz neue Freiheiten

Leuzinger findet: «Wir haben genügend Abenteuersinn, um keine Angst vor dem zu haben, was auf uns zukommt.» Noch sind die Eltern auf Wohnungs­ und Jobsuche: Lucas Leuzinger als ausgebildeter Konservations­ biologe würde die wissenschaftliche Mitar­ beit bei Naturschutzprojekten interessieren. Seine Frau möchte ihre Kenntnisse aus dem Agrarbereich im Biolandbau einbringen. Bereits geregelt ist die nähere Zukunft der

Fazenda Barranco Alto im Pantanal: Marina Schweizers Schwester ist mit ihren Kindern aus Australien auf die Ranch gezogen und kümmert sich um deren Leitung. Von der brasilianischen Wildnis in die Stadt Zürich – der Kontrast könnte kaum grösser sein. Doch das zentral gelegene Zürich mit den dort wohnhaften Verwandten passe bestens, findet Lucas Leuzinger. In Zukunft könnten die Töchter selbständig mit dem Zug im Land herumreisen – etwas, das in Brasilien undenkbar wäre. «Auf diese neue Freiheit meiner Kinder freue ich mich sehr», sagt der Vater. Er und seine Frau wollen Museen, Ausstellungen und Theater wieder mehr geniessen. «In wenigen Zugstunden ist man in den europäischen Zentren der Kultur, das ist einfach toll.» Den Leuzingers ist jetzt schon klar, dass sie etwas vermissen werden: das warme Klima und die Schönheiten von Natur und Tierwelt. Allerdings wissen sie auch, was ihnen nicht fehlen wird: «Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit haben in Brasilien keinen hohen Stellenwert», sagt Leuzinger, «in der Schweiz schon.» Und darum kann er noch nicht sagen, wann er mit seiner Familie wieder nach Südamerika zurückkehren wird – und ob überhaupt. MM


Video: «Alles nur e Phase»

12 | MM5, 30.1.2017 | MENSCHEN

www.migmag.ch/ samnational

Sammy Frey

Der Elternversteher Lego in der Nase, Handy in der Vase: Im Song «Alles nur e Phase» erkennen viele sich und ihren Elternalltag wieder. Sammy Frey alias «Sam National» feiert mit dem Lied Erfolg auf Youtube und Facebook. Sein grösster Fan aber ist Töchterchen Lena. Text: Laila Schläfli

«Alles nur e Phase»

Ein Video geht durch die Decke Sammy Frey alias «Sam National» ist Musiker und Singer/Songwriter ohne Musiklabel im Hintergrund. Anfang Jahr ist sein Stück «Alles nur e Phase» erschienen, in dem er den harten Alltag des Eltern­ daseins besingt. «Sam National» möchte Eltern damit zeigen, dass sie nicht allein sind, dass es allen gleich ergeht – und auch wieder vorbeigeht. Philip Harrison, Gitarrist der Band «My Name Is George», hat das Lied produziert. Am Schlagzeug sass Matthias Kräutli, Drummer von Sina, Baschi und Adrian Stern. Das Video zum Song hat auf Youtube und Facebook mittlerweile über 400 000 Views; im Radio wurde das Stück bisher noch nicht gespielt. Weitere Infos: www.samnational.ch

D

Bild: Basil Stücheli

iverse Kinderorganisationen wollen ihn als Aushängeschild, den Mann mit der Gelassenheit eines Reggaemusikers: Sammy Frey (39) ist Sekundarlehrer, Vater – und Musiker. Als «Sam National» ist er sich für nichts zu schade; in seinen Videos macht er sich gern zum Affen. Er lässt sich bemalen, bekleben, füttern oder singt politische Ständchen durch eine Gegen­ sprechanlage – Hauptsache, es unterhält und die Botschaft kommt an. In seinem aktuellen Song «Alles nur e Phase» lautet sie: Liebe Eltern, ihr seid nicht allein. Wir alle verraten immer mal wieder unsere Prinzipien, um fünf Minuten Ruhe zu haben, können Alltagstätigkeiten einhän­ dig erledigen oder mit zwölf Kilo an den Bei­ nen Essen zubereiten. Knapp 1000 Online­ kommentare be stätigen: Eltern fühlen sich verstanden. Sogar Freys Vater befin­ det sich unter seinen Anhängern. «Ich bin Musiker, dies ist meine Aus­ drucksform. Ich singe auch viel mit Lena.» Tochter Lena (2½) kennt alle Lieder aus­ wendig, ist sozusagen sein Testpublikum: «Wenn sie abgeht, ist das ein Qualitäts­ merkmal.» Im Auto will Lena nur seine Songs hören und singt immer mit. Nur auf Befehl mag sie es nicht zeigen. Ihr Lieblings­ song? Jeder von Sam National. «She’s my biggest fan, ich bin ja auch ihr Fan», sagt er. Obwohl er ein schlechter Schüler war, landete er – nach der Diplommittelschule, der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene und einem Semester Germa­ nistik – an der Pädagogischen Hochschule, wo er sich zum Sekundarlehrer ausbilden

liess. Dort entstand seine Band «Paul das Pausenbrot»: fünf Lehrer, die ausschliess­ lich Hits covern – aus allen Sparten. Das breite Repertoire macht die Band aus, genauso wie Sammy Frey: Er kommt aus der Hip­Hop­Ecke, hat aber keinen fixen Musikstil. «Text und Stil müssen einfach matchen», sagt er. «Make Swiss music great again»

Das Gitarrespiel brachte Sammy Frey sich autodidaktisch bei. Er wäre «huere gern en geile Gitarrischt», sagt er in breitem Züri­ dialekt. Ein halbes Jahr lang studierte Frey am Guitar Institute of Technology in Holly­ wood, L.A., doch das war nicht das, wonach er suchte. Ihm gehe es «mehr um die Mes­ sage als um das Mega­Gitarrensolo». Englische Wörter fallen immer wieder. Auf seiner Kappe steht: «Make Swiss music great again». Mit Trump habe er nichts am Hut, es sei eine «Message an die Schweizer Musikindustrie»: mehr Platz für Grautöne, weniger Schubladisierung. Politisches reizt ihn, davon gebe es in der Schweizer Musik­ szene zu wenig. Sein Künstlername «Sam National» steht für eine Schweiz als Kollektiv. Er wolle kei­ ne «Happy­Lieder» singen, sondern gesell­ schaftlich relevante Themen ironisch auf­ greifen. Wie beim Eurovision Song Contest: Frey regt sich nicht im stillen Kämmerlein darüber auf, wenn die Schweiz Jahr für Jahr null Punkte kassiert. Stattdessen kompo­ nierte er 2015 «Zero Points for Switzer­ land», eine humorvolle Intervention. Überhaupt scheint den Mann nichts aus der Ruhe zu bringen. Sogar wenn Tochter

Kritikerin und «Testpublikum»: Lena kennt alle Songs von Papa Sammy Frey auswendig.


MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 13

Lena einmal nicht hören will, bleibt er ruhig und meint: «Sie hat halt den gleichen sturen ‹Grind› wie ich.» An seine Grenzen stosse er lediglich in Momenten, in denen er unbedingt etwas haben wolle – «Schlaf zum Beispiel». Wenn Lena aber morgens um drei wach ist, bleibt er gelassen. «Sie kann dann einfach nicht anders.» Er nehme vieles nicht persönlich, auch als Klassenlehrer. Früher war er viel strenger, heute kann er auch mal «fünf gerade sein lassen». Vor allem Kindern gegenüber sei man einfach oft am kürzeren Hebel, meist nachts. Um vier Uhr werde nicht mehr diskutiert, dann schlafe Lena eben im Ehebett, wie im Lied beschrieben. «Bittere Realität», sagt er und lacht. Er nimmt das Leben mit Humor.

Deswegen wohl Jimmy Cliffs «You Can Get It If You Really Want» am Ende des Videos. Locker geht er mit Lena um: Kaum nähert sich ein anderes Kind ihrem Brötchen, rät er Lena, es zu verteidigen, «oder besser: zu teilen». Sein Erziehungsstil sei «wohl­ wollend konsequent». Als Lena ein Schög­ geli erhält, fordert der Papa ein «Danke säge» ein. Sammy Frey hat klare Vorstel­ lungen, auch als Musiker: Das Video ist eine Eigenproduktion, er wollte keine Kom­ promisse eingehen. Seit Jahren ein Paar – mit Unterbrüchen

Freys Frau findet den Rummel um Sam National nicht so toll, deshalb hält sie sich medial im Hintergrund. Die beiden lernten sich in der Pfadi kennen, sind seit 18 Jahren

ein Paar – mit Unterbrüchen. Als Lena zur Welt kam, begann eine neue Ära. Seit der Geburt der Tochter stehen die persönlichen Bedürfnisse und die eigene Selbstverwirklichung nicht mehr an erster Stelle. Es geht jetzt um Lenas Wohl. Zum Beispiel hier und jetzt: Immer wieder vergewissert er sich, ob sie noch zufrieden am Spielen ist. «Es wäre gemütlicher, wei­ terhin hier drinnen zu sitzen. Aber Lena muss raus, sich bewegen.» Sammy Frey geniesst die Zeit mit seiner Tochter. Vor allem an Wochenenden und am Mittwoch, an seinem Papi­Tag. Denn auch wenn das Elterndasein nicht immer einfach ist: Bereits nach einem Tag hat er schon richtig Sehnsucht nach Lena – Phase hin oder her. MM


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3. Tag – Unterwegs in Verona Nach dem Frühstück fahren wir durch schöne Landschaften nach Verona und lernen bei einer interessanten Stadtführung die Stadt von Romeo und Julia kennen. Die weiten Plätze der Altstadt werden von prachtvollen Renaissance-Palästen, romanischen und gotischen Kirchen gesäumt. Eine fantastische Stadt gesegnet mit einer reichen Geschichte. Nach der Stadtführung bleibt Ihnen Zeit für eigene Entdeckungstouren und für Einkäufe. Nachtessen und Live-Musikabend im Hotel. 4. Tag – Freizeit Der heutige Tag steht Ihnen zur eigenen Verfügung. Nutzen Sie die Infrastruktur des Hotels, geniessen Sie einen warmen Frühlingstag auf der schönen Terrasse und bummeln Sie durch das malerische Limone. Nachtessen im Hotel. 5. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

Fr.

395.-

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Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reise a:

21. - 25. April 2017

Reise b:

25. - 29. April 2017

Reise c:

3. - 7. Mai 2017

Reise d:

7. - 11. Mai 2017

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11. -15. Mai 2017

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Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 90.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

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MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 15

W Bänz Friedli

Hautfarbe? Nicht wichtig

«Welche Hautfarbe hat sie?» Meine Frage kam sekundenschnell, ehe ich überlegen konnte, und ich hätte mich gleich dafür ohrfeigen können. Aber rausgerutscht war sie. Unser Sohn, noch nicht dreijährig, hatte mir soeben erzählt, er habe eine neue Freundin gefunden, in der Kinderkrippe. Und um herauszufinden, um welches kleine Mädchen es sich handeln könnte, stellte ich halt die Frage – die so abwegig nicht war, denn die Grosseltern und Eltern all der Kinder an besagter Krippe in der Vorstadt stammten aus Ghana, Nigeria, Chile, Brasilien … – aus allen möglichen Ländern. Viele Kinder hatten eine dunkle Hautfarbe. Dennoch hätte ich mir auf die Zunge beissen können vor Gram, ausgerechnet dies gefragt zu haben: «Welche Hautfarbe hat sie?»

Bänz Friedli (51)

hätte sich auf die Zunge beissen können.

Umso frappanter die Antwort unseres kleinen Hans. Er knabberte an einem Rüebli, legte den Kopf ein wenig schräg, sagte dann: «Ähm … ich weiss es nicht. Weisst du, die mit der lustigen Frisur!» Nun wusste ich: Es war Awurabena, das unglaublich herzige kleine Mädchen, dessen Haare stets, mit Bastelperlen durchsetzt, zu kunstvollen Zöpfchen geflochten waren. Ihre Hautfarbe war schwarz. Aber für meinen Sohn spielte das keine Rolle. Schön wäre es, wüchse eine Generation heran, für die die Hautfarbe keine Rolle mehr spielt, dachte ich mir an jenem Abend. Es war vor 14 Jahren.

Kurz darauf, wir kauften für seinen dritten Geburtstag ein und hatten einige seiner Gspänli zum Bräteln eingeladen, ermahnte er mich im «Lilien-Markt» mit seiner drolligen Kleinkinderstimme, aber resolut: «Muesch de no Gflügelbratwürscht choufe!» Ich musste was?! Geflügelbratwürste kaufen. «Weil, weisst, der Abdurrhaman von der Krippe darf kein Söilifleisch essen und die Ranika keine Kuh. ‹Weisch›, weil denen ihr Liebgott irgendwie ein bisschen anders ist als unserer, aber irgendwie doch derselbe.»

So einfach war das. Wenn das bloss endlich alle begreifen würden: all diejenigen Kirchgänger und Moscheebesucher, die ihren Gott für den einzig wahren halten. Was die kleine Awurabena an dem Geburtstagsfest gegessen hat? Es ist nicht so wichtig.

Was mag aus ihr geworden sein? Und aus all den anderen Mädchen aus der Kinderkrippe «Teddybär»? Sie werden irgendwo im Grossraum Zürich verstreut sein. Ganz normale junge Frauen, hier aufgewachsen. Eine verkauft vielleicht Fleisch in Schwamendingen, eine besucht das Gymnasium in Oerlikon, eine berät Kunden in Stettbach, ich weiss es nicht. Ich weiss nur: Keine von ihnen trägt eine Burka, keine einzige. MM Bänz Friedli live: 4. 2., Jona SG

Ju gendarbeitslosigkeit mu ss verschwinden. Mit verschiedensten Angeboten schaffen wir Perspektiven für Junge, die noch nicht oder nicht mehr in den Arbeitsprozess integriert sind. Danke, dass Sie uns dabei unterstützen. www.sah-schweiz.ch PC-Konto 30-241785-6

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16 | MM5, 30.1.2017 | MENSCHEN

Eidgenössische Abstimmung

Leichter zum roten Pass Am 12. Februar stimmen wir über die erleichterte Einbürgerung von Ausländern der dritten Generation ab. Was bedeutet das genau? Und wie steht die Schweiz im europäischen Vergleich da? Text: Andrea Freiermuth

Infografik: Daniel Röttele

Einbürgerung heute

Vorschlag der Vorlage

Je nach Gemeinde gelten andere Bestimmungen

Diese sechs Bedingungen müssen Terzos erfüllen

Derzeit müssen auch Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation ein ordentliches Einbürgerungsverfahren durchlaufen. Das Verfahren gestaltet sich je nach Wohnort sehr unterschiedlich: Manche Gemeinden führen schriftliche oder mündliche Einbürgerungstests durch, andere lassen die Gemeindeversammlung abstimmen. Die Kosten variieren zwischen 300 und 3000 Franken. Auch die Anforderun­ gen sind unterschiedlich: So verlangt etwa der Kanton Uri zehn Jahre ununterbrochenen Wohnsitz auf Kantonsgebiet, im Kanton Bern sind es nur zwei Jahre.

Erste Generation (Grosseltern)

Zweite Generation (Eltern)

1 Ein Grosselternteil muss in der

2 Ein Elternteil muss den C-Ausweis

Schweiz geboren worden sein oder den B-Ausweis erhalten haben.

besitzen, 10 Jahre in der Schweiz gelebt und 5 Schuljahre hier absolviert haben.

Über die Ehe zum Pass

Wer 2015 den Schweizer Pass erhalten hat

Eine Gesetzesänderung 1991 führte die erleichterte Einbürgerung von Ehegatten ein. Es ist anzunehmen, dass ausländische Ehepartner dieses Datum abwarteten (1), um sich einbürgern zu lassen. Ab 2006 wird die Einbürgerung günstiger, da festgelegt wird, dass der geforderte Betrag die tatsächlichen Verfahrenskosten nicht übersteigen darf (2).

Die Grafik zeigt die total 40 689 Einbürgerungen, unterteilt nach Staatsangehörigkeit.

50 000

Wiedereingebürgerte, Adoptierte und Angeheiratete (bis 1991) erleichtert ordentlich total

40 000 30 000 20 000

1 10 000

1985

1990

1995

2000

2⁄3 aller Einbürgerungen

2

2005

2010

0 2015

1⁄3 aller Einbürgerungen

Eingebürgerte Personen in der Schweiz

Italiener

5436 Personen

Deutsche

5205

Portugiesen

3537

Kosovaren

3121

Franzosen

2563

Türken Serben Spanier Mazedonier Bosnier

1800 1655 1482 1297 1105

mit anderer Staatsangehörigkeit

13 488


MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 17

3 Sie müssen eine Nieder­

lassungsbewilligung (C-Ausweis) besitzen.

4 Sie dürfen

nicht älter als 25 Jahre sein. Umsetzung der Vorlage

Neue Aufgaben für den Bund Die Einbürgerung von Ausländern der dritten Generation wird zur Aufgabe des Bundes. Das verkürzt das Verfahren, enthält jedoch keinen Automatismus. Der Bund kontrolliert, ob die Gesuchsteller die Kriterien erfüllen und ob sie erfolgreich integriert sind, Kantone und Gemeinden haben ein Rekursrecht. Rund 25 000 junge Ausländer erfüllen derzeit die Kriterien. Voraussichtlich werden jährlich 2300 berechtigte Kinder nachrutschen.

5 Sie müssen mindestens

5 Jahre in der Schweiz zur Schule

gegangen sein.

6 Sie müssen

in der Schweiz geboren sein.

Antrag für die Einbürgerung

Dritte Generation (Kind)

Die jungen Ausländerinnen und Ausländer müssen sechs Kriterien erfüllen, damit sie einen

Antrag auf erleichterte Einbürgerung stellen können.

Quellen: Bundesamt für Statistik, European Union Observatory on Democracy, www.admin.ch

Strenge Schweizer Die Schweiz gehört zu den europäischen Ländern mit der restriktivsten Einbürgerungspraxis. Die Karte verrechnet verschiedene Faktoren miteinander: Sprachtests, Verfahrenskosten, Bestim­ mungen für Secondos und Terzos sowie die Aufenthaltsdauer im jeweiligen Land, bevor ein Antrag gestellt werden kann. In Irland etwa können Ausländer bereits nach vier Jahren im Land einen Einbürgerungsantrag stellen. In der Schweiz ist dies erst nach 12 Jahren möglich. Und während in der Schweiz selbst Ausländer in der dritten Generation keinen Zugang zu erleichterten Einbürgerung haben, werden in Portugal Ausländer der dritten Generation bei Geburt auto­ matisch portugiesische Staatsbürger. Diese Unterschiede sind ein Grund für die hohe Ausländerquote der Schweiz. Sie liegt bei rund 25 Prozent.

IS N

FIN EST

Wie leicht es ist, sich einbürgern zu lassen

IRL

Die Skala geht von 0 (= sehr schwierig) bis 1 (= sehr einfach)

Irland: (0.85)

LT

NL GB

BLR

NL

PL

D

B

= 0.22–0.39 = 0.40–0.54 = 0.55–0.69 = 0.70–0.84 = 0.85–0.95

L F

E

UA

CZ

SK

A

CH

SLO HR

Schweiz: 0.27 P

RUS

LV

S

DK

MD

H RO

BIH SRB I

MNE

Portugal: einfachster Zugang (0.95)

RKS MK AL

GR M

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1. Tag Basel Individuelle Anreise. Einschiffung ab 16.00 Uhr. 17.00 Uhr «Leinen los!». 2. Tag Strasbourg Rund-

fahrt/-gang* durch die Altstadt mit pittoresken Fachwerkhäusern, verwinkelten Gassen und dem Liebfrauenmünster. 3. Tag Königswinter Passage der Loreley-Strecke. Ausflug* zum Drachenfels. Fahrt mit der historischen Zahnradbahn. Individuelle Besichtigung von Schloss Drachenburg. 4. Tag Dordrecht–Rotterdam Ausflug* zu den berühmten Windmühlen von Kinderdijk (UNESCO-Weltkulturerbe). Stadtrundfahrt* durch die lebendige Metropole Rotterdam. 5. Tag Amsterdam Ausflug* zum Keukenhof mit seiner weltweit einmaligen Blütenpracht (Abreisedaten 03.04. bis 13.05.). An übrigen Daten kurze Stadtrundfahrt* mit Inseln Marken (26.09. bis 12.10.). Grachtenfahrt+ am Nachmittag. 6. Tag Duisburg–Düsseldorf Ausflug* ab Duisburg zum Zollverein (UNESCO-Welterbestätte), früher Zeche und Kokerei. Wiedereinschiffung in Düsseldorf. 7. Tag Rüdesheim Schifffahrt entlang dem «Romantischen Rhein». Weinprobe* an Bord. Erkundung des pittoresken Weinstädtchen auf eigene Faust. 8. Tag Baden-Baden Busausflug* mit Rundgang durch die elegante Bäder- und Kunststadt. 9. Tag Basel Frühstück, Ausschiffung und ind. Heimreise. Reisedaten 2017 03.04.–11.04.* 700 11.04.–19.04.* 600 19.04.–27.04.* 500 * mit Keukenhof

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Basel–Düsseldorf–Amsterdam (Rabatt Fr. 800.– abgezogen, HD hinten, Vollpension)

1. Tag Basel Individuelle Anreise. Einschiffung ab 16.00 Uhr. Um 17.00 Uhr «Leinen los!». 2. Tag Strasbourg Stadtrund-

fahrt/-gang* durch die Europastadt. Beim Rundgang durch die Altstadt können Sie die pittoresken Fachwerkhäuser, die verwinkelten und verträumten Gassen sowie das gotische Liebfrauenmünster bewundern. Am Mittag Weiterfahrt nach Rüdesheim. 3. Tag Rüdesheim–Koblenz Am Morgen freie Zeit im pittoresken Weinstädtchen Rüdesheim. Nachmittags Schifffahrt entlang dem «Romantischen Rhein»mit der viel besungenen Loreley. Am Abend Rundgang* durch Koblenz, der Stadt am Deutschen Eck. 4. Tag Düsseldorf Stadtrundfahrt/-gang* durch die Messe- und Modemetropole. Am Abend nimmt das Schiff Kurs Richtung Dordrecht. 5. Tag Dordrecht–Rotterdam Ausflug* zu den berühmten Windmühlen von Kinderdijk (UNESCO-Weltkulturerbe). Während der Stadtrundfahrt* zeigt Rotterdam seine vielen Facetten als lebendige Hafen-, Künstler- und Einkaufsstadt und als Architekturmetropole Hollands. 6. Tag Amsterdam Kurze Stadtrundfahrt* durch die niederländische Metropole mit Ausflug zur Insel Marken und Besuch einer Käserei. Während der Grachtenfahrt* am Nachmittag präsentieren sich die Kaufmannshäuser entlang der Kanäle auf ganz besondere Weise. 7. Tag Amsterdam–Basel Ausschiffung nach dem Frühstück und Busrückfahrt nach Basel. Individuelle Heimreise.

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1. Tag Zürich/St. Margrethen–Passau Busfahrt. Einschiffung. 17.30 Uhr «Leinen los!». 2. Tag Wien Fahrt durch die Wachau. Rundfahrt/-gang*. 3. Tag Kalocsa Ausflug* zum Schwäbischen Weindorf Hajós. 4. Tag Belgrad Rundfahrt/-gang* inkl. Festung Kalemegdan. 5. Tag Eisernes Tor/Kataraktenstrecke Fahrt durch den spektakulären Taldurchbruch. 6. Tag Bukarest Rundfahrt/-gang.* 7. Tag Donaudelta Rundfahrt* mit Ausflugsbooten oder

Rundfahrt° Delta intensiv mit kleinen Booten durch das obere Donaudelta. Fahrt auf Donau-Seitenarm Sfântu Gheorghe. 8. Tag Donaudelta Rundfahrt+ mit Ausflugsboot ins obere Donaudelta. 9. Tag Rousse Stadtrundfahrt/-gang* mit Ausflug zu den Felsenkirchen von Ivanovo. 10. Tag Nikopol–Oriachovo–Lom Ausflug nach Pleven* oder nach Sofia.° 11. Tag Donji Milanovac Fahrt durch das «Eiserne Tor». Ausflug* zur Ausgrabungsstätte Lepenski Vir. 12. Tag Novi Sad Besuch der Wehranlage Petrovaradin.+ Stadtrundfahrt/-gang* Novi Sad. 13. Tag Mohacs Ausflug* nach Pécs. 14. Tag Budapest Rundfahrt/-gang.* Freier Nachmittag. 15. Tag Bratislava Ausflug* zur Burg und Altstadtrundgang. 16. Tag Krems Busfahrt* zum Benediktinerstift Melk. 17. Tag Passau–St. Margrethen/Zürich Ausschiffung, Busrückfahrt und individuelle Heimreise.

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20 | MM5, 30.1.2017 | MENSCHEN

Edda Hergarten

Ski-Nachhilfe in Kirgistan

Die Bündnerin Edda Hergarten macht in Kirgistan junge Einheimische fit für den Skilehrerjob. Dort gibt es zwar viele Skigebiete und Touristen, aber kaum professionelle Coaches. Text: Claudia Langenegger

Entwicklungshilfe – mal ganz anders: Edda Hergarten bildet in Kirgistan Skilehrer aus.

Bild: Nicola Pitaro


MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 21

E

igentlich wollte Skilehrerin Edda Hergarten (38) in Kirgistan nur Ferien machen und ihren Bruder besuchen, der in der Hauptstadt Bishkek als Geograf arbeitet. Das war vor zwei Jahren. Heute führt sie im zentral­ asiatischen Binnenstaat ein bemerkens­ wertes Hilfsprojekt durch: Sie bildet Skilehrer aus. Den Anstoss dazu gaben alte Skilehreruniformen, die sich in ihrer Schneesportschule in Bivio GR angesam­ melt hatten. «Ich wusste, dass es in Kirgistan Skigebiete gibt, und dachte mir, warum in den Ferien nicht gleich schauen, ob sich dort jemand über die Uniformen freuen würde», erinnert sich Hergarten. Sie reiste ins kirgisische Gebirge, wo Lifte aus der Sowjetzeit Nadelwälder durch­ schneiden. Hergartens Anfrage kam bei den kirgisischen Sportstudenten und Tou­ rismusorganisationen gut an. «Sie sagten mir aber auch: ‹Wir können nicht Ski fahren. Kannst du es uns beibringen?›» Sie dachte zuerst, das sei ein Witz. Doch in Kirgistan gibt es zwar Skigebiete, die Anlagen gehören jedoch oft Ausländern, und die Wintersporttouristen sind fast ausschliesslich Russen oder Kasachen, die ihre Skilehrer gleich miteinfliegen.

Bilder: zVg

40 Prozent der Kirgisen leben in Armut

«Vom Wintersport profitiert die kirgisische Bevölkerung fast gar nicht.» Das nervt Edda Hergarten. «Die Einkünfte fliessen an die reicheren Liftbesitzer oder nach Russland.» Und dies bei einem Winter, der sechs Monate dauert, in einem Land, das zu 94 Prozent aus Gebirge besteht und in dem 40 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze leben. Im Winter ist das Überleben hart. «Der Wintertourismus wäre eine ideale Einnahmequelle für die Bevölkerung», sagt die Projektinitiantin. «Viele Kirgisen gehen nach Russland, um auf dem Bau zu arbeiten. Nur so können sie ihre Familie ernähren.» Hergartens Gesicht ist von der Winter­ sonne braungebrannt, der Blick ist offen, der Tatendrang offensichtlich. Sie spricht schnell und voller Enthusiasmus, die Worte sprudeln beim Erzählen nur so aus ihr heraus. Sie hat den Kopf voller Pläne und keine Angst, etwas anzupacken. Schon als Kind hat sie davon geträumt, irgendwann irgendwo einen sinnvollen sozialen Einsatz zu leisten. «In Kirgistan kann ich etwas für die Leute tun, ihnen etwas Sinnvolles beibrin­ gen. Wissen zu vermitteln, finde ich etwas sehr Schönes.» Und aufs Skifahren sind die Kirgisen ganz wild: «Sie lieben die Schnel­ ligkeit, das Tempo, das Fahren.» Seit Frühling 2014 ist die Primarlehrerin, die im Berner Jura aufgewachsen ist und seit fast 15 Jahren als Skilehrerin arbeitet, achtmal in das Land gereist. Sie hat Ski­

ausrüstungen ins Land gebracht, in Karakol und Osh Probetrainings und Skikurse durchgeführt. Letztmals im November 2016. Mit dabei: sieben weitere Skilehrerinnen und Skilehrer aus Bündner Winter­ sportschulen. Während zweier Wochen brachten sie insgesamt 43 Kirgisinnen und Kirgisen Skifahren, Langlaufen und Snowboarden bei. Ein voller Erfolg: «Die Kirgisen lernen schnell. Sie haben keine Angst, so fasziniert sind sie davon, auf den Brettern den Hang hinunterzusausen.» Voll und ganz privat finanziert

Ohne das Material aus der Schweiz wäre dies alles nicht möglich gewesen. Im vor­ letzten Sommer hat Edda Hergarten die alte Ausrüstung der Skischule Bivio selbst nach Kirgistan geliefert und fuhr dafür sechs Wochen in einem Laster, Jahrgang 1994, ohne Klimaanlage durch die drückende Sommerhitze. «Nie wieder!», sagt sie und lacht. Zwar ist sie es gewohnt, auf Luxus zu verzichten, doch diese Fahrt war selbst ihr zu anstrengend. Die zweite Sammlung – drei Tonnen Wintersportmaterial – wurde vergangenen Dezember nach langer Vorarbeit und inten­ siver Auseinandersetzung mit der Büro­ kratie in Thusis GR von einem kirgisischen Lastwagen abgeholt. Die Kirgisen helfen selbst mit, dass das Projekt gelingt. Es wird voll und ganz privat finanziert. Hergarten und ihr Kernteam kümmern sich in ihrer Freizeit darum, Lohn gibt es keinen. Bünd­ ner Wintersportschulen unterstützen sie mit Personal und Material, und es gibt Geldspenden von Privaten. Kritische Stimmen bleiben nicht aus. «Manche finden, das sei ein Luxusprojekt. Weil Skifahren ja Luxus ist. Aber: Die Infrastruktur ist da, Touristen ebenfalls. Bloss profitierten bisher nur diejenigen davon, die schon genug haben», sagt Hergarten. «Dank unserer Kurse haben Einheimische die Chance, im Winter Geld zu verdienen. Und sie können neue Winter­ sportarten wie etwa Schneeschuhlaufen oder Langlauf aufbauen.» Mittlerweile kennt man die Skischul­ lehrerin aus Bivio in ganz Kirgistan. Auch das kirgisische Fernsehen hat ihr Projekt schon besucht. Was aber nicht nur gut ist. «Ich habe ausgerechnet einem regierungs­ kritischen Sender Auskunft gegeben.» Sie ärgert sich über sich selbst. «Das war nicht sehr geschickt. So was kann jemandem schnell in den falschen Hals geraten.» Noch vier weitere Trainings sollen stattfinden, sagt Hergarten: «Danach sind genug Einheimische so weit, um von uns übernehmen zu können.» MM Infos: www.wintersportprojekt.com

1

2

3

1 Grundausbildung Langlauf in der Sportschule

Karakol auf selbst gespurten Loipen. 2 Edda Hergarten (l.) und Rakhat Omurbekovar beim Fakietraining (rückwärts fahren). 3 Die alten Skiliftanlagen aus Frankreich tuns immer noch: Azta Tabaldiev von EcoTrek Karakol (l.) und Projektmitarbeiterin Diana Abdyrazaevag.


Rundreise von Dublin zum Ring of Kerry

Irland – die grüne Insel • Flug

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Flug mit Swiss Reise mit Twerenbold-Bus (max. 30 Personen) Lokale Reiseleitung ab/bis Dublin Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug Zürich–Dublin. Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich-Kloten und Direktflug mit Swiss nach Dublin. Während einer Stadtführung sehen wir u.a. das General Post Office, die O’Connell Street, den Phoenix Park sowie die St. Patrick’s Kathedrale. 2. Tag: Dublin–Region Galway. Wir fahren Richtung Westen nach Galway. Unterwegs besichtigen wir Clonmacnoise. Das Kloster war in seiner wechselhaften Geschichte immer wieder Ziel von Angriffen. Am Abend erreichen wir die Region Galway. 3. Tag: Region Galway, fakultativer Ausflug Connemara. Heute entdecken wir die wildromantischen Landschaften von Connemara. Charakteristisch sind die von Steinmauern durchzogenen Landschaften und reetgedeckten Hütten. Unterwegs besichtigen wir u.a. die Kylemore Abtei.

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4. Tag: Region Galway–Cliffs of Moher–Tralee. Fahrt durch das Burren Gebiet zu den Cliffs of Moher. Burren heisst «riesiger Stein», was die eindrucksvolle, karge Region treffend beschreibt. Abends Ankunft in Tralee. 5. Tag: Tralee, Ausflug Ring of Kerry. Die Panoramafahrt um den Ring of Kerry ist ein Höhepunkt unserer Reise. Fahrt entlang der Küste und weiter durch den landschaftlich reizvollen Killarney Nationalpark. Wir besuchen eine Schaffarm und die weltweit für ihre Schönheit bekannten Gärten des Muckross House. 6. Tag: Tralee–Dingle Halbinsel–Cork. Die Dingle Halbinsel ist der nördlichste der fünf Finger im Westen Irlands. Die Halbinsel ist nicht nur von farbenprächtiger Schönheit, sondern auch reich an frühchristlichen Hinterlassenschaften. Wir reisen weiter bis in die Region Cork. 7. Tag: Cork–Cashel–Region Dublin. Auf dem Weg Richtung Dublin besichtigen wir den Rock of Cashel. 60 Meter hoch über der Ebene auf einem Kalksteinfelsen erhebt sich eine der kirchen- und kunsthistorisch bedeutsamsten Sehenswürdigkeiten Irlands. Im Anschluss besuchen wir das Ballyowen House. 8. Tag: Dublin–Schweiz. Am Vormittag verlassen wir Dublin. Rückflug nach Zürich und individuelle Heimreise.

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off.Kat.

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MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 23

Leserforum MM4: Jugendsprache Gömmer go eskaliere?

«Es wäre sinnvoller, richtiges Deutsch zu lernen»

Wie stellen sich die Jugendlichen eigentlich die Zukunft vor mit all den Slangs? Gerade in der heutigen Zeit, wo in vielen Schulklassen auch junge Menschen sitzen, die aus anderen Sprachkreisen kommen, wäre es doch sicher sinnvoller, mal richtiges Deutsch zu lernen. Oder etwa nicht?

Daniel Zollinger, via www.migrosmagazin.ch

Sprechen «voll sick»: Abbas, Larissa, Seraina, Giorgio, Janik und Alessio aus Frauenfeld

Die Jungs, die ihre Mitschüle­ rinnen als «F…» bezeichnen, sind die gleichen, die im Strand­ bad nicht wissen, wo sie hin­ schauen sollen, wenn ich mich in ihrer Nähe sonne. Das alles ist pubertäres, frauenfeindliches Gerede von hormongesteuerten Buben. Tania Jecker, via www.migrosmagazin.ch

Bild: Paolo Dutto

Wie kann man eine solche Sprache als kreativ bezeichnen? Für mich ist sie gleichbedeutend mit totaler Verblödung. Passt in unser Zeitalter. Tunja Hofer, per E-Mail Ich bin einigermassen fassungs­ los, wie wenig heute von den Jungen erwartet wird. In diesem Beitrag werden recht deftige, demütigende und auch frauenfeindliche Wortwen­ dungen der Jugend als normal verkauft. Alles wird schöngeredet und verharmlost. Ich bin Vater von vier Kindern und nun also stolz, dass mein Sohn seine Freundin nicht als «Futz» bezeichnet? Warum wissen Teen­ ager nicht mehr, was krass ist und was nicht? Weil keiner mehr da ist, der es ihnen sagt – oder sagen will. Lars Moser, Berg ZH

MM4: Extra Reisen Ferien mit Haustieren

«50 Franken für Napf und Korb, unverschämt» 50 Franken pro Nacht für einen Hund, 35 Franken bei zwei Hunden oder bei fünf Nächten – die Schweizer Hotellerie muss sich nicht wundern, wenn man auf ihre «Gastfreundschaft» verzichtet. 50 Franken für einen Wasser­ napf und ein Hundekörbchen (das sowieso die meisten Hundehalter selbst mit­ nehmen) und etwas mehr staubsaugen, eventuell. Auch die 35 Franken, die weitere Ho­ tels in der Schweiz verlangen, sind immer noch unverschämt. Aber danke für den Hinweis. So kann ich diese Hotels meiden. Robert Krauthammer, Wädenswil ZH

Unter einem hundefreund­ lichen Hotel verstehe ich ein Hotel, in dem ich die Übernach­ tung für meinen Hund bezahlen kann. Für 50 Franken pro

Nacht müsste dem Hund ja ein Luxusbett und ein 4­Gänge­ Menü präsentiert werden. Wie will ein Hotel diesen hohen Preis rechtfertigen? Hans Meister, via www.migrosmagazin.ch Eine lesenswerte Erfahrung zum Thema «Wandern mit Eseln». Und ja, die Langohren haben es verdient, dass wir sorgsam und liebevoll mit ihnen umgehen – haben sie uns doch während Jahrtausenden als Lastenträger gedient. Walter Stehli, via www.migrosmagazin.ch MM3: Diese Woche Brauchen Angestellte eine Mail-Auszeit?

«Wir leben im modernen Sklaventum» Von wegen «fehlendes Time­ management», Abhängigkeit – klar gibt es das auch. Aber wenn Mitarbeiterinnen einen «Abruf»­Arbeitsvertrag haben, dann müssen sie praktisch rund

um die Uhr erreichbar sein, denn: Wer nicht erreichbar ist, ist nicht auf Abruf, hat somit keine Arbeit und am Ende des Monats keinen Lohn. Abschal­ ten und dann von der Luft le­ ben? Leicht und locker kritisiert, aber zu kurz gedacht. Wir sind schon seit Längerem im moder­ nen Sklaventum angekommen. Reto Schaufelberger, via www.migrosmagazin.ch MM2: Fristenregelung

Eine Debatte, die nicht enden will

«Heikle Themen erfordern mehr Sensibilität» Etwas mehr Sorgfalt beim Formulieren besonders heikler Themen wäre auch oder speziell bei Fachpersonen wie der Ärztin Theres Blöchlinger angebracht. Eltern, die ein Kind verlieren, leiden schon genug. Man muss ihnen nicht noch solche Aussagen («Schwangerschaft ausstossen/ absaugen») zumuten. Blanca Achermann, Buochs NW


24 | MM5, 30.1.2017 | MENSCHEN

Simone Berchtold Schiestl

«Heute ist die Namensvielfalt so gross wie noch nie» Warum sind Vornamen wie Mia und Noah in, Brigitte und Rudolf hingegen total out? Es liege vor allem am Klang, sagt die Namensforscherin Simone Berchtold Schiestl. Ein Gespräch über Modetrends, Verbote und Kevins. Text: Ralf Kaminski, Reto E. Wild

Bilder: Christian Schnur


MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 25

Simone Berchtold Schiestl präsentiert die aktuell beliebtesten Vornamen der Nation.


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Traumküste Dalmatiens Höhepunkte Ihrer Reise Makarska, Plitvicer-Seen und Krka-Wasserfälle Städteperlen Dubrovnik, Split, Trogir und Zadar Fak.: Bootsfahrt Makarska-Riviera 1. Tag: Fahrt zu unserem Übernachtungsort Villach (Spardaten Kranjska Gora, Slowenien). 2. Tag: Wir besuchen das Städtchen Bled. Weiterreise über Ljubljana nach Slunj, wo wir zu Abend essen. Danach geht es weiter in den Nationalpark Plitvice und Übernachtung. 3. Tag: Heute besichtigen wir den Nationalpark der Plitvicer-Seen. Nachmittags Weiterfahrt an die Makarska-Riviera, wo wir die nächsten drei Nächte wohnen werden. 4. Tag: Panoramafahrt nach Dubrovnik. Interessante Besichtigung und Zeit zur freien Verfügung. 5. Tag: Tag zur freien Verfügung oder Teilnahme an einer fakultativen Panoramafahrt mit dem Schiff der Küste entlang. 6. Tag: Wir verlassen die Makarska-Riviera und erreichen Split.Altstadtbummel, danach Weiterfahrt nach Trogir. Individuelle Mittagspause. Anschliessend fahren wir zu den Krka-Wasserfällen. Übernachtung in Vodice. 7. Tag: Weiterfahrt nach Zadar und kleiner Spaziergang durch die Stadt. Über Karlobag und Senj erreichen wir Opatija. Abendspaziergang und Abschiedsabendessen im Hotel. 8. Tag: Fahrt via Slowenien und Italien zurück zu den Einsteigeorten. Abfahrtsorte: Burgdorf •, Basel, Pratteln •, Aarau, Baden-Rütihof •, Zürich-Flughafen •, Winterthur, Wil • InternetKönigsklasse Buchungscode Spardaten

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1. Tag: Fahrt via Tessin und Triest nach Umag an der Istrischen Riviera. 2. Tag: Wir bewundern die Baudenkmäler in der Altstadt von Poreč. Danach geht unser Ausflug weiter nach Rovinj, in die «italienischste Stadt» Kroatiens. 3. Tag: Panoramafahrt durch das bezaubernde, ursprüngliche Hinterland Istriens. Wir besichtigen das traumhaft gelegene Grožnjan und Motovun. In einer Weinkellerei degustieren wir einen feinen Tropfen mit kleinem Imbiss. 4. Tag: Freier Tag am Meer oder fak. Ausflug in die Römerstadt Pula mit ihrem beeindruckenden Amphitheater und zu den Inseln im Nationalpark Brijuni. 5. Tag: Fahrt nach Opatija für eine Stadtführung. Anschliessend fahren wir entlang der Opatija-Riviera in den kleinen Ort Moscenice. Ortsführung durch den hiesigen Bürgermeister, zu der auch ein Besuch im Istrischen Museum sowie eine Schnapsprobe in der alten Olivenölmühle gehören. 6. Tag: Rückfahrt via Triest und Tessin zu den Einsteigeorten. Ausflugsablauf Spardaten (Komfortklasse) in umgekehrter Reihenfolge Abfahrtsorte: Wil •, Burgdorf •, Winterthur, Basel, Pratteln •, Zürich-Flughafen •, Aarau, Baden-Rütihof •, Arth-Goldau

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MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 27

Simone Berchtold Schiestl, gehören Sie Gott? (Schmunzelt) Nein, tue ich nicht. Ihr Vorname ist die weibliche Form des hebräischen Namens Simon, der bedeutet «Er hat Gott gehört». Wie kamen Ihre Eltern auf Simone? Ich habe extra nachgefragt: Die Frau des 1982 verstorbenen deutschen Schauspielers Curd Jürgens hiess so, und sie sei attraktiv und sympathisch gewesen, sagte mir meine Mutter. Aber die Statistik zeigt: Simone war in den 1970er-Jahren ein verbreiteter Vorname – auch in der Schweiz. Heute ist er allerdings passé. Sind Sie trotzdem zufrieden damit? Ja, ich habe mir nie einen anderen gewünscht. Vielleicht auch, weil er sich nicht gut verunstalten lässt. Ich hatte auch nie einen richtigen Spitznamen. Ihre Söhne heissen Luis und Moritz. Was steckt da dahinter? In einer Beziehung ist Namensgebung letztlich Verhandlungssache. Meinem Mann gefiel Michael, mir Anton. Auf Luis kamen wir wohl auch deshalb, weil er zu der Zeit beliebt war. Auch wir sind also Modeopfer ( lacht). Bei Moritz hat mich wahrscheinlich der Schauspieler Moritz Bleibtreu inspiriert. Mir hätte auch Franz gefallen, der Name meines Vaters. Aber mein Mann hätte lieber Johannes gehabt. Nun heisst unser Sohn Moritz Franz.

Vornamen in den letzten 100 Jahren Daniel, Peter und Hans bei den Männern sowie Maria, Anna und Ruth bei den Frauen. Wieso gerade diese Namen? Wenn Sie genauer hinschauen, werden Sie feststellen, dass ein paar dieser Namen längst nicht zu allen Zeiten in den letzten 100 Jahren beliebt waren, sondern dass es klare Höhepunkte gab. Hans oder Ruth zum Beispiel waren vor über 50 Jahren populär und hielten sich einige Zeit, deshalb schwingen sie in der Statistik obenauf. Sie sind aber heute bei Neugeborenen kaum mehr verbreitet. Was muss passieren, damit ein Name plötzlich einschlägt? Früher waren dafür kulturelle Strömungen verantwortlich. Namen wie Martin, Simon, Thomas oder Christian waren bis Anfang des Mittelalters im deutschsprachigen Europa fast unbekannt und verbreiteten sich erst im 13. Jahrhundert im Zuge der Christianisierung; gleichzeitig wurden die bis dahin verbreiteten germanischen Namen wie Heinrich, Rudolf oder Berchtold weniger häufig vergeben. Auf sie griff man dann in der Reformation bewusst wieder zurück, um sich gezielt von der Heiligenverehrung abzugrenzen. Ab dem 17. Jahrhundert wurden Namen aus dem

Heute und damals

Weshalb sind biblische Namen wie Maria, David oder auch Simon in unseren modernen, säkularen Gesellschaften noch immer so beliebt? David, aber auch Michael und Martin sind traditionell in der Gesellschaft verwurzelte Namen, die gegenüber Modeströmungen resistent sind. Zudem sind es häufig klassische zweisilbige Namen, die generell bevorzugt werden, weil sie als wohlklingend gelten. Letzteres ist überhaupt heutzutage das wichtigste Auswahlkriterium der Eltern. Die Bedeutung des Namens ist nebensächlich, auch ein allfälliger religiöser Hintergrund. Früher galten andere Regeln: Im nachreformatorischen Zürich etwa hat man dem Kind den Namen des Göttis gegeben, um die Bindung zu stärken, denn im Ernstfall mussten die Paten die Eltern ersetzen.

Die beliebtesten Vornamen der Schweiz

Laut dem Bundesamt für Statistik waren die beliebtesten Schweizer

10.

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

2015

1960

Mia Noah Emma Liam Lara Luca Lena Gabriel Sofia Leon Mila David Anna Matteo Elena Elias Laura Louis Lina Levin

Maria Daniel Monika Thomas Claudia Markus Barbara Peter Brigitte Andreas Karin Martin Christine Christian Ursula Urs Susanne Hans Daniela Beat

französischen und ab dem 18. Jahrhundert aus dem englischen Raum übernommen wie Annette, Charlotte, Betty oder Arthur. Und heute kommen durch die Globalisierung, Reisen und Partnerschaften neue Namen aus aller Welt ins Spiel. Und trotzdem taufen Schweizer Eltern ihre Kinder derzeit am häufigsten Mia oder Noah. Ja, sehr klassisch und biblisch. Mia ist nämlich eine Kurzform von Maria. Aber: Heute ist die Namensvielfalt so gross wie noch nie. Mia und Noah schwingen zwar obenauf, werden jedoch insgesamt sehr viel weniger häufig vergeben als früher Heinrich und Rudolf. Zudem gibt es in der Statistik massenhaft Namen, die pro Geburtsjahr genau ein Mal ausgewählt werden. Dass wir überhaupt Nachnamen haben, liegt unter anderem daran, dass früher zu viele Leute gleich hiessen. Bis ins 12. Jahrhundert haben die Menschen nur mit einem Namen gelebt. Erst als zu viele den gleichen Namen trugen, begann man zwecks besserer Unterscheidung Beinamen zu geben, etwa Heinrich der Schwarze oder Konrad der Müller. Daraus wurden dann später Heinrich Schwarz und Konrad Müller. Und warum sind Mia und Noah heute so beliebt? Primär wegen des Klangs. Zweisilbige Namen sind populär, und bei Mi-a stösst quasi ein Vokal an der Silbengrenze auf einen weiteren Vokal. Das gibt es ansonsten in der deutschen Sprache so gut wie nie. Auf a endend klingt der Name zudem sonorer. Beliebt sind aber auch Namen mit dem Konsonanten L, also Luca, Laura, Leon, Lara, Lena oder Leandro. Bei der Aussprache geht der Luftstrom seitlich von der Zunge weg, sodass die Namen sanft und weich wirken – im Gegensatz etwa zu Namen, die mit K, T oder P beginnen, bei denen der Luftstrom bei der Aussprache kurz blockiert wird und so für eine kleine Explosion und einen härteren Klang sorgt. Möglichst viel Sonorität gilt heutzutage als Wohlklang für unsere Ohren. Lilli oder Noëmi sind hochgradig sonor. Bei Buben kann es auch mal ein Tim, Ben, Jan oder Finn sein. Ist dieser Wohlklang modischen Trends unterworfen? Ja, aber darüber, wie sich diese Trends historisch entwickelt haben, wissen

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28 | MM5, 30.1.2017 | MENSCHEN

wir leider nicht viel. In den 1940er-Jahren war beispielsweise Brigitte sehr beliebt, ein Mädchenname, den wir heute nicht mehr als wohlklingend empfinden. Und wie sich dieses Empfinden in Zukunft weiterentwickelt, ist völlig offen. Gibt es Namentrends, die etwas über die Gesellschaft aussagen? Kurzformen wie Mia, Lili oder Lenny sind von ihrer Form her Kosenamen. Damit wird Nähe und Intimität signalisiert, was durchaus zur aktuellen westlichen Gesellschaft passt, in der das Private in die Öffentlichkeit getragen wird. Man spricht dabei von einer gesellschaftlichen Informalisierung, die sich auch in den Vornamen widerspiegelt. Und vielleicht empfinden Eltern solche Namen als besonders kindergerecht. Doch irgendwann wird die Lili auch mal erwachsen. Wie sie wohl ihren Namen findet, wenn sie 40 ist? Womit wir beim beliebten 90er-JahreTrendnamen Kevin wären, über den gern gespottet wird. Weshalb eigentlich? Es gibt sogar eine Untersuchung der Universität Oldenburg, wonach Lehrer in Deutschland Vorbehalte haben, wenn die Schüler Kevin oder Chantal heissen. Beide Namen werden eher mit einer tieferen sozialen Schicht assoziiert, der man wohl unterschwellig unterstellt, sich eher von Modeströmungen beeinflussen zu lassen.

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Kriegen Kevins auch schlechtere Noten? Das wurde in der Studie untersucht und verneint. Dennoch sind Namen häufig mit Vorurteilen belastet. Wenn jemand zum Beispiel einen slawisch klingenden Namen hat, muss er mit Nachteilen bei der Jobund Wohnungssuche rechnen. Kevin wurde Anfang der 90er-Jahre plötzlich aufgrund von US-Kinofilmen populär. Vorurteile und Spott kamen aber erst Ende der 2000erJahre auf und wurden vor allem in Deutschland über die Medien verbreitet. Dafür sind Vornamen von Diktatoren wie Adolf (Hitler) oder Josef (Stalin) seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs praktisch verschwunden. Generell scheint man seine Kinder nicht mehr so gern nach Politikern zu benennen. Adolf ist im deutschsprachigen Raum sehr stark mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Bei Josef assoziiere ich hingegen eher Maria und Josef als Stalin. Dessen Verschwinden dürfte eher mit den Klangmodetrends zu tun haben. Generell waren Politikernamen nie so beliebt wie die von Monarchen. In Grossbritannien zum Beispiel sind William, Harry und George sehr populär und werden auch heute gern vergeben. Und es war auch der Adel, der aus dem Vergeben von zwei Vornamen eine Mode gemacht hat – schon im


MENSCHEN | MM5, 30.1.2017 | 29

«Die Namen Kevin und Chantal werden eher mit einer tieferen sozialen Schicht assoziiert.»

15. Jahrhundert. In der Schweiz sind zwei Vornamen derzeit so beliebt wie noch nie.

Welchen Einfluss haben Prominente bei der Namensgebung? Tut man seinem Kind einen Gefallen, wenn man es Shakira Huber oder Anakin Müller tauft? Anakin gibt es 46-mal in der Schweiz – vor allem seit der zweiten «Star Wars»-Trilogie zur Jahrtausendwende –, Shakira sogar 50-mal. In ihnen spiegelt sich der Wunsch der Eltern, ihren Kindern besondere Namen zu geben, deren Träger sie begeistern. Wie das Umfeld später darauf reagiert, ist natürlich eine andere Frage. Wahrscheinlich war ein Thomas im 12. oder 13. Jahrhundert auch eher exotisch, als der Name im Deutschen neu war. Ein solcher Name muss nicht automatisch zur Belastung werden. Es gibt auch gesetzliche Schranken. Was zum Beispiel liegt nicht drin? Sie können Ihren Sohn nicht «Tisch» taufen oder Ihre Tochter «Apfel». Auch Zahlen wie «007» oder einzelne Buch­ staben wie «Q» gehen nicht. Aber die Beschränkungen haben sich in den letzten Jahren gelockert. Wenn man aus einer anderen Kultur kommt und dem Zivilstandsbeamten nachweisen kann, dass dieser oder jener Name dort verbreitet ist, liegt einiges drin, das für unsere Ohren vielleicht exotisch klingt. Das wird aber in anderen Ländern liberaler gehandhabt, oder? Im angelsächsischen Raum ist viel mehr möglich. Und in den USA geht meines Wissens sogar praktisch alles. Das haben einige Promis genutzt und ihre Kinder «Saint», «Apple» oder «Brooklyn» getauft. Aber sehr verbreitet sind diese Namen nicht. Dafür gibt es im englischen Sprachraum Vornamen, die Jungen wie Mädchen tragen können, wie etwa Taylor oder Morgan. Ja, auch so was gibt es auf Deutsch nicht, höchstens mal bei einer Koseform. Es gibt aber Studien aus den USA, die besagen, dass wenn ein solcher Unisex-Name vermehrt

von Mädchen getragen wird, er immer weniger an Jungen vergeben wird. 85 000 Menschen in Grossbritannien haben 2015 ihren Namen geändert, doppelt so viele wie 2005. Wäre das in der Schweiz ähnlich, wenn es genauso leicht wäre? Wir sind daran gewöhnt, mit unserem Namen zusammenzuwachsen. Aber wenn man weiss, dass man ihn auch ändern kann, entwickelt sich vielleicht eine ganz andere Beziehung dazu. Ein Hauptgrund dafür, das nicht zu erlauben, ist vermutlich der damit verbundene bürokratische Aufwand, dann stets alle Dokumente ändern zu müssen. In Schweden kann man sogar einfach den Familiennamen ändern. Dort ist das Namenssystem aber auch jünger als bei uns. Was fasziniert Sie an der Linguistik? Es gibt so viele Möglichkeiten, sich mit Aspekten von Sprache zu beschäftigen, es ist einfach ein sehr spannendes Feld. Und Vornamen sind etwas Urmenschliches. Es gibt keine Kultur auf der Erde, die sie nicht vergibt. Um zu verstehen, weshalb sich was wie entwickelt, muss man ausserdem diverse andere Wissenschaftsbereiche anzapfen. Mein Interesse daran begann

mit einem Seminar zur Namensforschung während meiner Studienzeit an der Universität Wien. Angefangen habe ich aber mit Orts- und Flurnamen, dann kamen Nachnamen und erst später Vornamen. Neigen Sie dazu, reflexartig den Namen zu analysieren, wenn Sie neue Leute kennen­ lernen? (Lacht) Im beruflichen Kontext eher als privat. Ab und zu fragen mich die Leute aber schon, was ihr Name bedeutet – und sind dann fast ein wenig enttäuscht, wenn es keine besonders spektakuläre Erklärung gibt. MM

Zur Person

Linguistin und Namensforscherin Simone Berchtold Schiestl (44) arbeitet seit 15 Jahren am Deutschen Seminar der Univer-

sität Zürich und beschäftigt sich unter anderem mit der Namensforschung. Die gebürtige Vorarlbergerin lebt in Ennetbaden AG, ist verheiratet und hat zwei Söhne.

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Migros-Welt MM05

Zahl der Woche

206 000

Seit dem Start der Website www.migros-impuls.ch am 28. Dezember haben schon 206 000 Personen diese neue Gesundheitsplattform genutzt.

Migros-Lehrberufe

Schneller Rüster Jakov Vukadin (18) absolviert das zweite Lehrjahr als Koch EFZ beim MigrosGenossenschafts-Bund in Zürich. Im Personalrestaurant Guggi am Zürcher Limmatplatz hilft er jeden Mittag, für bis zu 1200 Gäste zu kochen.

Bild: Daniel Kellenberger

«Mit diesem Gemüsemesser schneide ich blitzschnell Tomaten oder Gurken in Scheiben. Das Messer hat mir mein Team nach dem ersten Lehrjahr geschenkt.»


32 | MM5, 30.1.2017 | MIGROS-WELT

Sehbehinderung

Den Weg im Laden finden Wie erleben blinde oder sehbehinderte Kunden die Migros? Können sie sich in den Filialen orientieren, und finden sie die gewünschten Produkte? Um solche Fragen ging es in einer Umfrage des Schweizerischen Zentralvereins für das Blindenwesen, die von der Migros unterstützt wurde. Insgesamt nahmen 605 Personen aus der Deutschschweiz und der Romandie an dieser Erhebung teil.

Blinde und sehbehinderte Kunden sollen sich in den Migros-Filialen möglichst gut orientieren können.

Die Mehrheit der Befragten äusserte sich grundsätzlich positiv zur Hilfsbereitschaft des Migros-Personals und

zum Ablauf des Zahlungsprozesses in den Filialen. Auch mit dem Zugang zum Online-Supermarkt LeShop.ch ist die Mehrheit der Befragten zufrieden. Probleme bereiten sehbehinderten Kundinnen und Kunden allerdings Grösse und Kontrast der Beschriftungen an den Regalen und auf Produkten. Zudem ist es für sie schwierig, Produkte wiederzufinden, wenn sie im Laden umplatziert werden. Die Migros prüft nun, wie sich die Orientierung im Laden optimieren lässt.

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen Die Migros erhöht unter anderem die Preise bei Olivenölen und Zuckerartikeln. Niederschläge gefolgt von Trockenheit sorgten im letzten Jahr für eine geringere Zuckerernte, was sich auf die Preise auswirkt. In Italien wurde ein Teil der Olivenernte erneut von der Olivenfruchtfliege zerstört, in Spanien sorgte anhaltende Trockenheit im Sommer 2016 für geringere Erntemengen als erwartet. Ausgewählte Produkte

Preis alt*

Preis neu*

in %

Kino

M-Sélection Olivenöl Extra, 250 ml

10.40

11.80

13,5

Ein Leben ohne Angst

Bio Italienisches Olivenöl, 500 ml

8.90

9.80

10,1

12.50

12.80

2,4

Gelvite Gelierzucker, 1 kg

2.30

2.50

8,7

Cristal Würfelzucker, 1 kg

1.70

1.85

8,8

Cristal Glückszucker, 500 g

1.40

1.50

7,1

Bio Feinkristallzucker, 1 kg

2.10

2.30

9,5

Aarberg Gelierzucker, 500 g

2.25

2.45

8,9

Reiner Puderzucker, 500 g

1.50

1.60

6,6

Puderzucker Streuer, 250 g

1.60

1.70

6,2

2.95

3.10

5,1

17.70

18.60

5,1

Monini Classico Olio Extra Vergine, 1 l

Bio Orangensaft, 1 l Bio Orangensaft, 6 x 1 l * in Franken

Mirjam von Arx ist die Gewinnerin des CHDokfilm-Wettbewerbs,

der vom Migros-Kulturprozent ermöglicht wird. Die Zürcher Filmemacherin (im Bild) kann nun eine Dokumentation über die Macht der Angst drehen. Sie spricht dafür mit unterschiedlichsten Menschen – von der Extremsportlerin bis zum Philosophen. Stets geht es um die Frage, ob ein Leben ohne Angst eine wünschenswerte Utopie

oder eher ein Albtraum wäre. Von Arx erhält aus den Mitteln des Förderfonds Engagement Migros 400 000 Franken für die Realisierung des Films. Hinzu kommen 80 000 Franken von der SRG SSR. Den nächsten CH-DokfilmWettbewerb lanciert das Migros-Kulturprozent zum Thema «Orientierung».


MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 33

Klipp und klar

«Vorteile überwiegen»

Jürg Maurer ist

Leiter Agrarpolitik beim MigrosGenossenschafts-Bund.

Die Migros gehört weltweit zu den sechs vorbildlichsten Unternehmen, wenn es um das Tierwohl geht. Das zeigt die Studie Business Benchmark on Animal Welfare, die von internationalen Tierschutzorganisationen durchgeführt worden ist. Diese haben 99 führende Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich unter die Lupe genommen. Die Jury lobt die Migros für ihre klaren Richtlinien im Bereich des Tierwohls. Besonders hervorgehoben hat sie das Engagement der Migros im Rahmen des Generation-M-Versprechens, tierische Produkte aus dem Ausland entsprechend der Schweizer Tierschutzgesetzgebung zu produzieren. Tierwohl

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Verpackung

Was halten Sie von der Kritik der Lebens­ mittelindustrie an der Swissness­Regelung? Die Swissness-Anforderungen umzusetzen, ist zwar aufwendig. Doch die Vorteile überwiegen: Die neue Regelung stärkt die Glaubwürdigkeit der Marke Schweiz, was Gold wert ist.

44 Tonnen Material eingespart

Bilder: SZB/Damian Imhof, Nik Hunger

Der Migros-Betrieb Micarna passt 84 Geflügel-Verpackungen an. Die gelben Schalen (siehe Bild) kommen neu mit 15 Prozent weniger Verpackungsmaterial aus. Eine Optimierung, mit der das M-Industrieunternehmen jährlich insgesamt 44 Tonnen Verpackungsmaterial einspart. Die Produktsicherheit bleibt trotz dieser Anpassung gewährleistet.

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Seit 1. Januar gelten klare Regeln für die Auslobung von Produkten mit dem Schweizerkreuz. Was hält die Migros davon? Die Migros hat sich für die «SwissnessRegelung» eingesetzt. Denn diese bietet den Konsumenten Gewähr, dass in einem Schweizer Produkt auch «Schweiz» drinsteckt. Gleichzeitig lässt sich die jetzige Regelung von den Herstellern praktisch umsetzen.

Blickfang

Down Under mit der Migros «Auch ohne Schweizerkreuz wurden wir in Australien als Schweizer erkannt – wegen unserer Migros-Tasche.» Peter Zehnder, Oberrüti AG

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Zeichnet die Migros künftig mehr Produkte mit dem Schweizer­ kreuz aus? Das ist offen. Wir werden nicht alle Möglichkeiten des Gesetzes ausnutzen, sondern Vernunft walten lassen. Im Zweifelsfall verzichten wir lieber auf das Schweizerkreuz auf der Verpackung, wenn es aus Kundensicht wenig relevant ist.


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MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 35

Von uns. Von hier.

Star der Woche

Jede Woche steht ein anderes Migros-Produkt im Rampenlicht. Welche Eigenschaften es zum «Star der Woche» machen, darf das Produkt dort in einem Online-Steckbrief und einem kurzen Interview gleich selbst mitteilen. Und es lädt jede Woche zu einem Gewinnspiel mit Preisen im Gesamtwert von 150 Franken ein. Mehr Infos: www.vonuns-vonhier.ch/aprozclassic Regelmässig erhalten einzelne Stars auch einen Auftritt im Migros-Magazin. In dieser Ausgabe präsentiert sich das Aproz-Classic-Mineralwasser und führt seine Fangemeinde an den Ort seiner Herkunft: in die Walliser Berge. Lesen Sie «Ich bin das Natürliche» auf Seite 36 Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch Aproz.


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M

an kennt und schätzt mich als Aproz Classic in der ganzen Schweiz. Obwohl bei meiner Taufe 1947 noch nichts auf eine derartig steile Karriere hindeutete, konnte ich nach und nach die nationale Mineral­ wasserszene erobern und mich als das natür­ liche Mineralwasser etablieren, das heute in zig Haushalten zu den wichtigsten Grund­ nahrungsmitteln zählt. Meine Geschichte beginnt lange vor der Gründung von Aproz und lange vor Beginn der Menschheit. Vor Millionen von Jahren entstand ich im Herzen der Walliser Alpen auf mehr als 2000 Meter Höhe aus Regen­ tropfen und geschmolzenem Schnee. Auf meinem Weg durch alle möglichen Gesteins­ schichten werde ich gefiltert, gereinigt und auf natürliche Weise mit wertvollen Mineral­ salzen und Spurenelementen angereichert. Entdeckt und in Flaschen abgefüllt

Ziel der langen Reise durch das Gestein der Walliser Alpen war früher die Rhone, heute sind es die Zapfanlagen der Firma Aproz.

Aproz Classic

«Ich bin das Natürliche»

Millionen von Jahren alt und trotzdem ewig jung: Vor ein paar Jahrzehnten wurde Aproz Classic als natürlicher Durstlöscher entdeckt. Die Erfolgsgeschichte des Mineral­ wassers ist eng mit der des Unternehmens Aproz verknüpft. Text: Estelle Dorsaz

Bilder: Marvin Zilm

Jahrhundertelang floss ich frei durchs Tal und hinein in die damals noch ungezähmte Rhone. 1947 schöpfte mich ein Mitarbeiter des kantonalen Labors, um mich zu ana­ lysieren. Er fand heraus, dass ich ausser­ gewöhnlich rein bin und viel Kalzium und Magnesium enthalte. Noch im selben Jahr zapften zwei visio­ näre Oberwalliser meine Quelle an. Und sie lancierten zwei Versionen: das Cristal­ Wasser ohne Kohlensäure und das Aproz Nature mit Kohlensäure. In den ersten Jahren war meine Produktion recht beschei­ den – genau wie mein Ruf. Als die dama­ ligen Besitzer in finanzielle Schwierigkeiten kamen, verkauften sie das Unternehmen. 1958 übernahm die Migros die Aktien­ mehrheit des Unternehmens und setzte mich voll in Szene. Die Firma entwickelte sich weiter und wirtschaftete immer profes­ sioneller. 1987 machte ich Bekanntschaft mit Jean­Marc Richard, dem zukünftigen Brunnenmeister, der für das Unternehmen schnell unentbehrlich wurde. Richard hat alle Vorgänge im Griff

Worin besteht die Arbeit eines Brunnen­ meisters? «Ich kümmere mich um die für die Produktion notwendige Wasser­ qualität und ­quantität», erklärt Richard. Von der Quelle über das Wasserreservoir bis hin zum Abfüllen in Flaschen: Richard verwaltet meine Beschaffung, plant die Produktion und sorgt dafür, dass meine Qualität immer auf Topniveau ist. Er ist so etwas wie mein Schutzengel. Richard managt die Aproz­Quellen nun schon so viele Jahre, dass er ein echter Experte auf dem Gebiet ist. Er hat alle Vor­ gänge im Griff und kennt jede der im Lauf der Zeit neu entdeckten Quellen. Für das Anzapfen einer Quelle braucht es viel Know­


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how und Geduld. «Ganz genau», bestätigt mein Schutzengel. «Die Quelle muss ana­ lysiert und geprüft werden, ob sie nutzbar ist. Es folgen Gespräche mit der Gemeinde und den Landbesitzern.» Zehn gut geschützte Aproz-Quellen

Richard erläutert die Grundvoraussetzung: «Die Wasserqualität muss Jahre lang stabil sein. Dafür gibt es strenge Kriterien bezüglich Spurenelementen, Temperatur und Durch­ laufmenge. Die Quellen werden registriert und kontrolliert. Dann werden Schutzzonen eingerichtet und homologiert. Bevor ein Wasser als Mineralwasser vertrieben werden kann, braucht es dann noch die Bestätigung des Kantonschemikers.» Heute unterhält

die Firma Aproz zehn verschiedene Quellen, alle in der Region Aproz. Aufgrund des indi­ viduellen Mineralgehalts hat jedes Quell­ wasser seinen ganz eigenen Geschmack. Jean­Marc Richard bürgt für dessen Quali­ tät: «Dank ihrer aussergewöhnlichen Lage ist das Risiko unliebsamer Überraschungen sehr gering; alle Quellen sind sehr gut vor Einflüssen von aussen geschützt.» In meinen frühen Jahren wurde ich in Glasflaschen vertrieben, bevor Anfang der 90er­Jahre der Trend zu PET einsetzte. Mein Hersteller investierte als Erster auf dem Schweizer Markt in Flaschenabfüllanlagen für dieses neue Material, und in nur we­ nigen Jahren verdoppelte sich das Volumen. Bald verliessen die letzten Glasflaschen

Klar und rein muss es sein: Aproz-Brunnenmeister Jean-Marc Richard ist unter anderem für die Qualitätskontrolle zuständig.

die Produktionsanlagen. 1987 gab es nur noch ein einziges Aproz­Wasser, von dem pro Jahr 65 Millionen Liter vertrieben wur­ den. Heute hat sich der Umsatz verdreifacht, und meine Familie ist stark angewachsen. Ich habe viele Cousins wie Aquella, M­Budget und Valais, das jüngste Mitglied. Für Jean­ Marc Richard fliesst zwar viel Wasser den Fluss hinunter und in die Flaschen hinein, doch sein Motto lautet gestern wie heute: «Ich arbeite mit diesem Rohstoff für die Kunden. Es liegt mir am Herzen, ihnen ein absolut reines und mikrobiologisch sauberes Produkt zu bieten.» Dem habe ich angesichts meiner jahrzehntelangen Erfahrung als Durststiller der Extraklasse nichts mehr hinzuzufügen. MM

Mitraten und gewinnen Das Bilderrätsel zum Aproz Classic gibt es auf www.vonuns-vonhier.ch/ aprozclassic

Lang und vielfältig ist die Liste der Produkte, die die Migros in ihren eigenen Betrieben herstellen lässt. Welches wird wohl der nächste «Star der Woche»?


38 | MM5, 30.1.2017 | MIGROS-WELT

Von uns. Von hier.

Stars, hergestellt in der Schweiz

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Aproz, das natürliche Mineralwasser, steht diese Woche im Rampenlicht. Viele andere Migros-Produkte strahlen mit ihm.

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1. Tag Schweiz – Südtirol Über den Arlberg und vorbei an Landeck erreichen Sie den Reschenpass. Bei der Ortschaft Graun eröffnet sich Ihnen einer der schönsten und bekanntesten Ausblicke der Alpen: der Reschensee, überragt vom schneebedeckten Gipfel des Ortlers. Der Weg führt Sie nun hinab ins Vinschgau, mitten durch unendliche Obstplantagen, die vor allem im April ein riesiges Blütenmeer bilden, nach Brixen. 2. Tag Tagesausflug zum Gardasee Entlang der Etsch und vorbei an Trient gelangen Sie ins Sarcatal. Vorbei am malerischen Lago Toblino erreichen Sie Riva, die «Perle des Gardasees». Nach einem Aufenthalt führt Sie die Panoramafahrt entlang der berühmten Uferstrasse nach Malcesine. Am Nachmittag fahren Sie weiter entlang des von Olivenhainen gesäumten Gardasees ins lebhafte Städtchen Garda. Nach einem schönen Aufenthalt kehren Sie wieder ins Hotel zurück. 3. Tag Ausflug Schloss Trauttmansdorff – Meran – Brixen Am Morgen besuchen Sie die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die 2005 zum «Schönsten Garten Italiens» gekürt wurden. Auch das Schloss kann besichtigt werden, in dem Kaiserin Sissi zur Winterkur wohnte. Danach fahren Sie nach Meran, mit seinen grosszügigen Parkanlagen und Promenadewegen. Am Nachmittag fahren Sie zur Südtiroler Weinstrasse und kehren nach einem letzten Halt im schmucken Städtchen Brixen in Ihr Hotel zurück. 4. Tag Südtirol – Schweiz Heute heisst es Abschied nehmen von dieser einmaligen Gegend. Nach einem Besuch in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruckt kehren Sie über die Arlbergroute wieder in die Schweiz zurück.

4 Tage Fr. 435.–

09. – 12. April 14. – 17. April 19. – 22. April 25. – 28. April

Route Route Route Route

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Das ist alles dabei... • 4-tägige Fahrt mit mo-

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dernem 4-Sterne-Fernreisecar 3 Übernachtungen im Hotel Löwenhof Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC, Farb-TV etc. Halbpension mit Frühstücksbuffet im Hotel Ausflug zum Gardasee mit Aufenthalten in Riva, Malcesine und Garda Ausflug zum Schloss Trauttmansdorff (inkl. Eintritt), nach Meran und nach Brixen

Auf Wunsch: • Einzelzimmerzuschlag Fr. 90.–

• Annullationsschutz Fr. 24.–

Abfahrtsorte

Route A: Bern, Olten, Basel, Zürich, Winterthur, St. Gallen Route B: Bern, Olten, Luzern, Zürich, Winterthur, St. Gallen

1. Tag Schweiz – Köln Fahrt entlang dem romantischen Rhein zwischen Bingen und Koblenz nach Köln. 2. Tag Köln – Friesland – Abschlussdeich Am Vormittag fahren Sie nach Friesland und besuchen Giethoorn, ein malerisches Dorf. Als Verkehrsmittel werden kleine Schiffe benutzt, die dem Dorf den liebevollen Namen «Venedig des Nordens» einbrachten. Nachmittags fahren Sie zum Abschlussdeich, einem Meisterwerk der Ingenieurskunst. Er trennt das heutige Ijsselmeer von der Nordsee ab. Sie befahren nun den Abschlussdeich und erreichen am Abend Egmond aan Zee. 3. Tag Ausflug Amsterdam – Volendam Heute Morgen fahren Sie nach Amsterdam. In den 160 Grachten liegen über 2400 Wohnboote und die 1281 Brücken zwischen den 90 Inseln gewähren viele malerische Ausblicke. Auf einer interessanten Grachtenrundfahrt lernen Sie die grösste Stadt der Niederlande noch etwas näher kennen. Auf dem Rückweg ins Hotel besuchen Sie das alte Fischerstädtchen Volendam an der Zuidersee, das in den Niederlanden seiner Trachten wegen berühmt ist. 4. Tag Egmond aan Zee – Keukenhof – Rotterdam – Brüssel Am Vormittag besuchen Sie den Keukenhof, die grösste Freiland-Blumenschau der Welt. In jedem Jahr blühen dort 700 verschiedene Arten von Tulpen. Von grosser Schönheit ist auch der Park mit seinen Teichen, grachtenähnlichen Wasserläufen und alten Bäumen. Danach fahren Sie nach Rotterdam. Auf einer Bootsrundfahrt durch den grössten Hafen der Welt werden Ihnen die riesigen Dimensionen dieser Anlagen gezeigt. Gegen Abend erreichen Sie dann die belgische Hauptstadt Brüssel. 5. Tag Brüssel – Schweiz Die Heimreise führt Sie über Luxembourg und durch das Elsass wieder in die Schweiz zurück.

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Schaffhauserstrasse 44 • 8152 Glattbrugg • www.bossartreisen.ch

5 Tage Fr. 675.–

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Das ist alles dabei... • 5-tägige Fahrt mit mo-

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dernem 4-Sterne-Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage etc. 1 Übernachtung in gutem Mittelklassehotel bei Köln inkl. Halbpension 2 Übernachtungen in gutem Mittelklassehotel in Egmond aan Zee, inklusive Halbpension 1 Übernachtung in gutem Mittelklassehotel im Zentrum von Brüssel, inklusive Frühstück Alle Zimmer mit Bad oder mit Dusche/WC, Farb-TV etc. Hafenrundfahrt in Rotterdam Besuch des Keukenhofs Grachtenrundfahrt in Amsterdam

Auf Wunsch: • Einzelzimmerzuschlag

•

Fr. 190.– Annullationsschutz Fr. 26 .–

Abfahrtsorte

Zürich, Bern, Olten, Basel, Luzern


MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 41

M-Classic

Punkt, Punkt, Komma, Strich ... M-Classic Toast Toast & Sandwich, 250 g Fr. 1.10

Tattoos für Kinder Bis Mitte Februar haben die abgebildeten Toastpackungen jeweils eines von fünf lustigen Tattoo-Sujets als Aufkleber.

Bild: Christine Benz; Styling: Vera Guala

Die Toastgesichter sorgen bei kleinen Essern für gute Laune. ... fertig ist das Angesicht. Die witzigen Toastgesichter sind bei Kindern höchst willkommen. Überhaupt lassen sich mit den M-Classic-Toasts viele herzhafte und süsse Snacks zubereiten, die auch bei den kleinen Essern gut ankommen: vom Schinken-Käse-Toast bis zu Fotzelschnitten oder süssen Aufläufen. Gut zu wissen: Basis für die Sorten «Toast & Sandwich» und «Soleil» ist Mehl in TerraSuisse-Qualität.

M-Classic Toast & Sandwich, 620 g Fr. 2.30

M-Classic Toast Soleil, 250 g Fr. 1.40

M-Classic Toast Soleil, 500 g Fr. 2.40

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Toasts von M-Classic.


Grosse Indonesien – Rundreise

Sumatra – Java – Sulawesi – Bali: Einmalige Reise an magische Orte

ge 21 Reiseta – . 5 9 9 3 . r F b a Das ist alles inbegriffen

eilnehme Max. 19 T

r

Borobudur Tempel

4-Insel-Kombination Indonesien – eine Fülle von abwechslungsreichen Erlebnissen erwarten Sie. Auf dieser Reise lernen Sie vier Inseln Indonesiens kennen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. 1. Tag: Zürich – Singapur Flug am Mittag mit Singapore Airlines ab Zürich nonstop nach Singapur. 2. Tag: Singapur – Medan (Sumatra) Umsteigen und Weiterflug mit Silk Air nach Medan. Nach Ankunft kurze Stadtbesichtigung. 3. Tag: Medan – Bukit Lawang – Medan Fahrt nach Bukit Lawang, Wanderung (ca. 3 Std.) durch den Regenwald. 4. Tag: Medan – Berastagi Auf der Fahrt nach Berastagi kommen Sie an eindrücklicher Natur vorbei. 5. Tag: Berastagi – Insel Samosir Heute sehen Sie den Sipisopiso Wasserfall. Weiterfahrt zum Toba-See, dem grössten See Sumatras. Mit dem Boot erreichen Sie die Insel Samosir. 6. Tag: Toba-See Entdecken Sie die Insel Samosir und den Toba-See. Sie sehen traditionelle Häuser der Batak Toba Völker. Weiterfahrt mit dem Boot nach Tomok, wo sich das Grab von König Sidabutar befindet.

Vulkanlandschaften 7. Tag: Insel Samosir – Medan – Jakarta – Yogyakarta (Java) Mit Boot und Bus Rückfahrt zum Flughafen Medan. Flug nach Jakarta, Umsteigen und Weiterflug nach Yogyakarta. 8. Tag: Yogyakarta Heute besichtigen Sie die beeindruckenden Highlights von Yogyakarta, den Prambanan Tempel und den weltberühmten Borobudur Tempel. 9. Tag: Yogyakarta – Tosari Sie verlassen Yogyakarta mit dem Zug und fahren nach Mojokerto. Weiterfahrt mit dem Bus ins schöne Hochland in Richtung Tosari. 10. Tag: Tosari – Surabaya – Makassar (Sulawesi) Geniessen Sie den herrlichen Sonnenaufgang am Mount Bromo. Wenn der Vulkan ruhig ist, können Sie zum Kraterrand des Vulkans laufen. Fahrt zum Flughafen von Surabaya und Flug nach Makassar. 11. Tag: Makassar – Toraja Fahrt entlang der Küste und Berglandschaften in die Hochebene Toraja. 12. Tag: Toraja Heute erkunden Sie die Region von Toraja. Sie sehen Felsgräber und die typischen «Tongkonan» Häuser. 13. Tag: Toraja Fahrt nach Batutumonga, geniessen

Unbekanntes Sulawesi Sie die Aussicht über die umliegenden Täler. Weiterfahrt nach Sa‘dan, ein Ort der für die Weberei bekannt ist. 14. Tag: Toraja – Makassar – Denpasar (Bali) – Ubud Fahrt nach Makassar zum Flughafen. Am Abend Flug nach Denpasar. Fahrt nach Ubud. 15. Tag: Ubud Heute besuchen Sie das Handwerkszentrum Kemenuh und die heiligen Quellen von Tampak Siring, auch bekannt als Jungbrunnen. Geniessen Sie die Sicht vom Kraterrand auf den Mount Batur und den Kratersee. 16. Tag: Ubud Unterwegs besichtigen Sie den Ulun Danu Tempel, welcher im idyllisch gelegenen Bratan See liegt. 17. Tag: Ubud – Sanur Transfer nach Sanur, Zeit zur freien Verfügung. Entspannen Sie sich am Strand Ihres Hotels. 18. – 19. Tag: Sanur Erholen Sie sich in Sanur und erkunden Sie den belebten Süden Balis. 20. Tag: Sanur – Denpasar – Singapur Transfer zum Flughafen in Denpasar. Flug nach Singapur. 21. Tag: Singapur – Zürich Umsteigen und Weiterflug nach Zürich mit Ankunft am Morgen.

P Linienflüge mit Singapore Airlines und Silk Air in Economy-Klasse P Alle Flugnebenkosten P 4 Inlandflüge P Rundreise im klimatisierten Reisebus P 18 Nächte in guten Mittelklasshotels und einem einfachen Hotel in Tosari, Samosir und Toraja P Täglich Frühstück, 12x Mittag- und 3x Abendessen P Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm Beste Betreuung durch unsere P erfahrene Vögele Reiseleitung ab/bis Schweiz P Zusätzlich Betreuung durch Deutsch sprechende Reiseleitung vor Ort P Reiseunterlagen inklusive Reiseführer UNSERE TOP-PREISE Pro Person im Doppelzimmer in Fr.

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MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 43

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Cremigen Genuss versprechen die neuen, mit Rahmjoghurt verfeinerten Quarksorten Himbeere, Stracciatella und – für kurze Zeit – die Special Edition Brombeere. Die Sorten Himbeere und Brombeere werden mit vollreifen Früchten hergestellt, was ihnen ein natürliches Aroma verleiht. Stracciatella dagegen punktet mit Schokostückchen und einer feinen Vanillenote. Alle drei Sorten überraschen mit einer angenehmen Süsse. Sie enthalten weder Stabilisatoren noch sonstige künstliche Zusatzstoffe.

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Die drei neuen Quarksorten sind jede für sich fast schon ein kleines Dessert.


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MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 45

Saisonküche

Delikates Nordlicht Der Kabeljau zählt zu den beliebtesten Speisefischen. In den Wintermonaten gibt es ihn zudem als Skrei, der im Europäischen Nordmeer über Monate von der Barentssee bis zu den Lofoten wandert. Er wird als Delikatesse gehandelt. Text: Claudia Schmidt

Bilder & Styling: Claudia Linsi Rezepte: Annina Ciocco

Herausnehmen und sammeln!

Überraschende Rezepte mit Kabeljau

Die mediterran inspirierte Linsen-Gemüsesuppe verspricht mit Kabeljau lukullischen Hochgenuss.


46 | MM5, 30.1.2017 | MIGROS-WELT

Vom Winter inspiriert

Mediterranes Hauptgericht

Asiatisch inspiriert

Überbackener Kabeljau mit Rüebli

Linsen-Gemüsesuppe mit Kabeljau und Kapernpesto

Kabeljau auf Spinat mit Shiitake und Wasabibutter

Hauptgericht für 4 Personen

Hauptgericht für 4 Personen

Hauptgericht für 4 Personen

Zutaten 70 g 50 g 2 EL 2 EL

Zutaten 150 g 150 g 80 g 1 2 EL 1 EL 1l 80 g 400 g 20 g 20 g 6 EL ½ Bund

Zutaten 100 g Butter, weich ½ TL Zitronensaft 1 EL Wasabi

½ Bund

1 Msp. 8 Stück 20 g 1 dl

Rüebli Nussmischung Paniermehl Olivenöl Majoran Salz, Pfeffer Kardamom Kabeljau-Rückenfilets à ca. 80 g Rahmkäse Apfelsaft

Zubereitung

1. Rüebli schälen und in dünne Streifen raffeln. Nüsse grob hacken und mit dem Paniermehl und dem Öl mischen. Die Hälfte des Majorans grob hacken und dazumischen. Mit Salz, Pfeffer und Kardamom abschmecken. 2. Backofen auf 180 °C vorheizen. Kabeljau rundum mit Salz und Pfeffer würzen. In eine Gratinform geben und mit der Rüeblimasse belegen. Käse fein darüberreiben. Mit Apfelsaft umgiessen. In der oberen Backofenhälfte ca. 15 Minuten gratinieren. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 15 Minuten backen

Pro Person ca. 34 g Eiweiss, 14 g Fett, 9 g Kohlenhydrate, 1250 kJ/290 kcal

Sellerie Rüebli Lauch Zwiebel Öl zum Braten Tomatenpüree Gemüsebouillon grüne Linsen Kabeljau-Rückenfilet geschälte Mandeln Kapern Olivenöl glattblättrige Petersilie Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Sellerie und Rüebli in kleine Würfel schneiden. Lauch in dünne Streifen schneiden. Zwiebel vierteln und in dünne Streifen schneiden. Alles Gemüse im Öl anbraten. Tomatenpüree dazumischen. Mit Bouillon ablöschen. Linsen beigeben und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kabeljau rundum leicht salzen. In mundgerechte Stücke schneiden und zur Suppe geben. Kurz ziehen lassen, bis der Fisch gar ist. 2. Inzwischen Mandeln und Kapern hacken. Zum Olivenöl geben. Petersilie fein hacken und dazumischen. Mit Pfeffer abschmecken und mit der Suppe servieren. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Pro Person ca. 26 g Eiweiss, 21 g Fett, 17 g Kohlenhydrate, 1500 kJ/360 kcal

500 g 2 EL 2 600 g ½ TL ¼ TL 50 g 2 EL

Salz Winterspinat Öl zum Braten Knoblauchzehen Kabeljau-Rückenfiets Gewürzmischung für Fisch Pfeffer Shiitake Sojasauce

Zubereitung

1. Butter ca. 3 Minuten schaumig schlagen. Zitronensaft und Wasabi beigeben. Mit Salz abschmecken. In Backpapier zu einer Rolle formen. Spinat waschen und tropfnass in der Hälfte des Öls dünsten. Knoblauch dazupressen und mit Salz abschmecken. 2. Inzwischen Kabeljau mit Gewürzmischung und Pfeffer rundum würzen. Im restlichen Öl rundum anbraten und zugedeckt ziehen lassen. Shiitake in Scheiben schneiden. In derselben Bratpfanne kurz braten und mit Sojasauce ablöschen. Mit dem Kabeljau auf dem Spinat anrichten. Mit Wasabibutter servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

Pro Person ca. 31 g Eiweiss, 27 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 1600 kJ/380 kcal


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MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 59

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Hintergrund

Rund um den Kabeljau Kabeljau, Dorsch und Skrei

Der Skrei ist ein ark­ tischer Winterkabeljau aus Norwegen, der als Speisefisch bei uns nur von Januar bis April erhältlich ist. Der Skrei schwimmt von der Barentssee mehrere hundert Kilometer bis zu den milderen Küsten­ gewässern der Lofoten. Der herkömmliche Kabeljau wird auch als Dorsch bezeichnet. Das gilt sowohl für Jung­ fische als auch für kleine Fische aus der Ostsee.

Magermodel Mit weniger als einem Prozent Fett bringt es der Kabeljau gerade mal auf 90 Kalorien und ist deshalb ein echter Hit der leichten Küche. Sein Kollege, der Skrei, ist aufgrund seiner langen Wanderung durch die arktische Barentssee nach Norwegen sogar noch um ein Drittel magerer.

Lagerung

Frischer Fisch ist leicht verderblich und sollte innert eines Tages ver­ zehrt werden. Für die kurze Aufbewahrung im Kühlschrank empfiehlt sich eine Abdeckung. Wer den Fisch einfriert, sollte ihn nur wenige Monate im Tiefkühler aufbewahren. Bei bereits gefroren gekauftem Fisch gilt das Haltbar­ keitsdatum auf der Packung. Da dieser Fisch schockgefroren wird, hält er sich länger als ein selbst eingefrorenes Exemplar. Zubereitung

Bild: StockFood

Kabeljau lässt sich auf viele Arten zubereiten. Kurz gebraten mit Kräutern, Kapern oder Zitronenöl angerichtet, entfaltet er seinen Ge­ schmack besonders gut und eignet sich für die leichte Küche. Auch in Folie im Ofen gegart, gedünstet oder pochiert wird eine kalorienarme Mahlzeit daraus. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Charakteristisch für den Kabeljau ist der Bartfaden. Der Skrei ist im Vergleich mit dem normalen Kabeljau schmaler gebaut und hat einen kleineren Kopf. So ist er besonders an das Schwimmen längerer Strecken angepasst.


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60 | MM5, 30.1.2017 | MIGROS-WELT

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Alles im Griff Das Bild aus dem Jahr 1931 zeigt einen perfekt durchdachten Logistikbetrieb. Es handelt sich um das erste Verteilzentrum der Migros, das Firmengründer Gottlieb Duttweiler damals in einer ehemaligen Seiden­ färberei an der Zürcher Limmatstrasse eröffnen liess. Im Gebäude wurden Abfüllanlagen für verschiedene Reissorten installiert. Auch eine Kaffeerösterei und eine Produktionsanlage für Joghurt gingen hier in Betrieb. Geleise sicherten den Anschluss ans Bahnnetz, und an einer Verladerampe füllten Mitarbeiter die Verkaufs­ lastwagen mit Produkten.

Dutti nannte das Zentrum eine «Verteilungsmaschine» und liess sich dabei vom Architekten Le Corbusier inspirieren, der ein streng funktionales Haus als «Wohnmaschine» bezeichnet hatte. Die perfekte Organisation war für den Migros­Gründer ein Mittel zum Zweck: Die schnelle Verteilung der Waren sparte Zeit und Geld und machte die Produkte letztlich günstiger. MM


MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 61

Frage der Woche

Warum enthält UHT-Rahm den Zusatzstoff E407? Dieser Zusatzstoff sorgt dafür, dass der UHT-Rahm trotz der langen Haltbarkeit schlagfähig bleibt. E407 oder Carrageen ist ein pflanzliches Verdickungsmittel, das aus Rotalgen gewonnen wird. Aus gesundheitlicher Sicht ist Carrageen unbedenklich. Es wird als Ballaststoff vom Körper gar nicht aufgenommen. Rahm ohne Verdickungsmittel findet sich bei den pasteurisierten Molkereiprodukten mit kürzerer Haltbarkeit. MM

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Alles für Heimwerker

Achtung, Baustelle! Wenn ambitionierte Heimwerker Hand anlegen, bleibt kein Stein auf dem anderen. Ob schleifen, bohren, trennen, sägen oder schrauben: Mit dem passenden Werkzeug wird der Traum vom schöneren Wohnen wahr. Maschinen und Utensilien aller Art sowie Anregungen rund ums Bauen und Renovieren gibt es im Do it + Garden Migros. Und immer ist es ratsam, bei der Arbeit die Schutzempfehlungen zu beachten. Das gilt vor allem beim Umgang mit schwerem Werkzeug – und erst recht für Menschen mit den berühmten zwei linken Händen ...

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MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 63

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64 | MM5, 30.1.2017 | MIGROS-WELT

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Zu Hause neue Welten entdecken

Wer reisen will, muss keinen langen Weg auf sich nehmen. Mit ihren Sprachklassen und exotischen Kochkursen bietet die Klubschule Migros Unternehmungslustigen die Möglichkeit, schnell und unkompliziert in neue Welten einzutauchen. Text: Mélanie Zuber

ihre Kenntnisse dank Konversationskursen à jour. Neugierige versuchen sich an einer exotischen Sprache – und wer seinen Lebenslauf attraktiver machen will, bereitet sich auf eine Prüfung für ein international anerkanntes Diplom vor. Wer es pressant hat, kann sich für einen Semi-Intensivkurs anmelden. Und wer sich so effizient wie möglich auf die eigenen spezifischen Bedürfnisse konzentrieren will, wählt am besten einen Privatkurs. Welche Sprache und welche Kursform auch immer: Angehende Polyglotter können sich auf einen Lehrer verlassen, der seine Muttersprache und die Kunst, sie anderen beizubringen, perfekt beherrscht. Zahlreiche kulinarische Destinationen

Auch auf kulinarischem Weg kann man in fremde Welten eintauchen – indem man ein fremdländisches Gericht geniesst. Eine feine Bruschetta zum Beispiel weckt im Nu mediterrane Gefühle. Die Klubschule bietet zahlreiche kulinarische Destinationen an. Warum nicht eine Reise nach Asien? Zum Beispiel nach China,

Bilder: Kost

E

ine Reise ist ein schönes Abenteuer, das uns aus dem Alltag entführt. Aus familiären, beruflichen oder finanziellen Gründen können wir leider nicht so oft verreisen, wie wir das möchten. Doch es ist auf anderen Wegen möglich, jeden Tag ein bisschen Exotik ins Leben zu bringen. Dazu reichen zum Beispiel ein spannender Dokumentarfilm über ein fernes Land, mitreissende Musik aus einer anderen Kultur, das Schmökern in einem Reiseführer – oder ein Kurs der Klubschule Migros. Das Erlernen einer neuen Sprache ist der Schlüssel zu einer anderen Kultur, und beim Vokabeln büffeln wird erst noch das Gehirn trainiert. Die Klubschule Migros bietet verschiedene Sprachkurse an: Deutsch, Schweizerdeutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Japanisch, Arabisch, Russisch und Chinesisch. Die Lernformen sind so vielfältig wie die Sprachen. So ist es möglich, den Schwerpunkt gezielt auf die eigenen Erwartungen zu setzen. Anfänger lernen Grammatikgrundlagen, und Fortgeschrittene halten


MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 65

Wer eine neue Sprache lernt, öffnet Türen zu einer neuen Welt.

Lust auf Asien? Zumindest kulinarisch geht das ganz schnell – in einem WokKochkurs der Klubschule Migros.

Japan, Korea, Vietnam, Thailand, Indien oder Indonesien? In den Kochkursen der Klubschule Migros können die Teilnehmenden alles über die Zubereitung von Sushi lernen, kochen feine Wokgerichte, bereiten Grillspezialitäten vor oder entdecken vegetarische Gerichte. Aber auch Reisen in weniger weit entfernte Kulturen sind möglich: So bietet die Klubschule auch Kurse für portugiesische, spanische und italienische Küche an. Die Unterrichtenden stammen allesamt aus derjenigen Region, deren kulinarische Raffinessen sie vermitteln. Ihre Rezepte sind authentisch: Die zubereiteten Gerichte unterscheiden sich manchmal erheblich von den Speisen, die im Restaurant serviert werden und an die schweizerischen Ess­ gewohnheiten angepasst sind. Die Kurse finden jeweils abends statt und dauern drei Stunden. Die Teilnehmenden bereiten die Speisen zu und geniessen danach gemeinsam das Essen in einer freundschaftlichen Atmosphäre. MM Weitrere Infos: www.klubschule.ch; Klubschule Brig, Tel. 027 720 66 50


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MIGROS-WELT | MM5, 30.1.2017 | 67

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Feine Kräuter aus dem Wallis Wie lässt sich aus einem Gericht ein kulinarisches Gedicht zaubern? Zum Beispiel mit Kräutern. Das Walliser Unternehmen Rostal, das für seine Gewürzmischungen und Kräutertees aus biologischem Anbau bekannt ist, bietet seit Kurzem auch Streudosen mit getrocknetem Salbei, Thymian und Estragon an. Eine oder zwei Prisen reichen schon, um dem Gericht ein raffiniertes Aroma zu verleihen. Die getrockneten Kräuter sind in den grossen Supermärkten des Kantons erhältlich.

Saisonal

Farbtupfer im Schnee

Bilder: Anastasy Yarmolovich, kerdkanno | 123rf.com

Ab Februar öffnen die ersten Tulpen ihre Blüten. Die Migros bietet eine grosse Auswahl an Tulpensorten in vielen verschie­ denen Farben an. Blumenfans können sich auch auf andere Zwiebelpflanzen wie Narzissen oder Osterglocken freuen.


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Exklusivreise vom 10. - 21. Juli 2017 Nordkap - einmal im Leben muss man den atemberaubenden Blick über die unendlichenWeiten und das tiefblaue Meer im Schein der Mitternachtssonne erlebt haben. Auf dieser wohl konkurrenzlosen car-tours.ch Reise erwarten Sie herrliche Tagesetappen durch aufregende Traumlandschaften - freuen Sie sich auf unermessliche Weiten, gletscherbedeckte Berge, Wälder und imposante Hochebenen, malerische Fischerdörfer sowie schmucke Städte!

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Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag – Mo, 10.7.2017 - Anreise Hannover Fahrt im komfortablen Extrabus nach Hannover. 2. Tag – Di, 11.7.2017 - Dänisches Seeland Via die sonnige Ostseeinsel Fehlmarn, die Faröbrücke und das wunderbare dänische Seeland erreichen wir am Abend Schweden. Übernachtung in Växjö.

3. Tag - Mi, 12.7.2017 - Stockholm Fahrt nach Stockholm mit tollen Landschaften und Inga Lindström-Romantik. Danach zeigen wir Ihnen die Höhepunkte Stockholms. Am Abend legt unsere moderne Fähre Richtung Finnland ab. Übernachtung an Bord. 4. Tag – Do, 13.7.2017 - Helsinki & finnische Seenplatte Von Turku geht es in die finnische Hauptstadt Helsinki, wo wir zu einer eindrücklichen Stadtführung erwartet werden. Später Fahrt durch die finnische Seenplatte - Traumlandschaften in grün und blau! Übernachtung im Raum Kuopio.

5. Tag – Fr, 14.7.2017 - Rovaniemi & Lappland Durch die unendlichen Weiten der finnischen Wälder erreichen wir Rovaniemi, Stadt am Polarkreis und Heimat des Weihnachtsmanns. Übernachtung im Raum Levi.

9. Tag – Di, 18.7.2017 - Hohe Küste & Falun Das UNESCO Weltkulturerbe „Hohe Küste“ mit den fantastischen Granitklippen und die Kupferbergwerkstadt Falun begeistern uns heute. Übernachtung im Raum Falun.

6. Tag – Sa, 15.7.2017 - Nordkap Wir erreichen Norwegen und die legendäre Nordkapinsel. Am Abend erleben wir hier den Höhepunkt unserer Reise – wir stehen am Nordkap und geniessen den Ausblick aufs ewige Eismeer bei nächtlicher Mitternachtssonne!

10. Tag – Mi, 19.7.2017 - Dalarna & Vätternsee Durch die Provinz Dalarna erreichen wir am Nachmittag den wunderschönen Vätternsee mit seinem klaren Wasser. Übernachtung in Skövde.

7. Tag – So, 16.7.2017 - Nordkap - Finnisch Lappland Die Samenstadt Alta mit den berühmten Felszeichnungen und der Nordlicht Kathedrale säumt heute unseren Weg durch Norwegen, und Finnisch Lappland. Übernachtung im Raum Ylläsjärvi.

11. Tag – Do, 20.7.2017 - Kopenhagen Nach letzten Eindrücken vom Bilderbuchland Schweden fahren wir via Kopenhagen zurück nach Hannover.

8. Tag - Mo, 17.7.2017 - Umea Nach der erneuten Überquerung des Polarkreises heisst unser heutiges Etappenziel Umea, die Stadt der Birken.

12. Tag – Fr, 21.7.2017 - Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

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Beim Einschmelzen wird das nach Farben getrennt gesammelte Altglas wieder zusammengeführt. Falsch:

hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

1 2 3

Ich bin stolz auf den Kleinen – er wird eines Tages ein aufmerksamer Gastgeber sein. Was bedeuten da schon ein paar Scherben! Ich warne die Gäste und bitte sie, das Glas immer in Griffnähe zu behalten und sich innerlich auf sofortiges Zuprosten einzustellen. Tischmanieren müssen sein: zuprosten ja, Tisch besteigen nein.

Antwort 1: Ich stosse gerne an und freue mich über die Leidenschaft, mit der der Kleine zur Sache geht. Vielleicht legt sie sich ja bald, wenn er sie so richtig ausleben kann.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

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Der Kleine mags gesellig. Je turbulenter es zugeht, desto glücklicher ist er. Über die Festtage hat er sich angewöhnt, jedem mit der Trinkflasche zuzuprosten. Er hält sie nicht einfach hoch, es muss klirren. Und zwar so laut wie möglich. Alle finden das sehr char­ mant und reagieren euphorisch. Mit dem Resultat, dass der Kleine aufmerksam jeden weiteren Schluck am Tisch abwartet – und erneut anstossen will. Reagiert sein Gegenüber nicht augenblicklich, steigt er auf den Tisch und stellt das Prosit sicher. Dabei klirren nicht nur die Gläser. Und jetzt, wie weiter? 1, 2 oder 3?

Die farbliche Trennung ist für die Verwertung von Altglas besonders wichtig, damit es während des Recyc­ lingprozesses nicht zu ungewollten Farbstichen kommt. Deshalb bleiben die Farben auch nach dem Einschmelzen getrennt. Insbeson­ dere Braun­ und Weissglas tolerieren keinerlei Fremdfarben. Bei grünem Glas ist die Situation weniger heikel, deshalb gehören rotes und blaues Glas sowie unklare Farbtöne ins Grünglas. Darum gilt:

Es ist wichtig, Altglas nach Farben getrennt zu entsorgen. Wer bezüglich der Farbe unsicher ist, wirft das Altglas am besten in den Grünglas­ Container.

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72 | MM5, 30.1.2017 | LEBEN

1 Muay Thai: Thai-

Kickboxen ist auch ein Frauensport. Europäerinnen reisen eigens zum Training nach Bangkok. 2 Durch Palmenhaine unterwegs zur Kokosnussfarm

1

Reisen

Die Stadt des Lächelns

Bangkok zählt zu den angenehmsten Metropolen der Welt. Die Menschen sind offen und freundlich. Und als Frau kann man die thailändische Hauptstadt sehr gut allein besuchen. Hier gibt es Taxis und Busse, die nur Frauen zugänglich sind, Hotels mit exklusiven Frauenetagen und Thaiboxkurse nur für Frauen. Text und Bilder: Jacqueline Vinzelberg

Z

ack, ein Schlag mit der rechten Faust. Dann ein Haken mit der Linken und ein Hieb mit dem Ellenbogen, bevor ich ihm mein gestrecktes Bein in die Lende ramme. Der junge Mann, dem ich das antue, lächelt anerkennend und sagt: «Aahh – very good!» Gestern wusste ich noch nicht, dass mit «Muay Thai» Thaiboxen gemeint ist. Noch weniger hatte ich eine Vorstellung davon, wie viel Spass diese schweisstreibende Prügelei mit Händen und Füssen machen würde. Zusammen mit acht anderen Schwei­ zer Frauen bekomme ich im Fighting Spirit Gym, einer Boxschule an der Silom Road in Bangkok, meine erste Lektion im hiesigen Volkssport, aus dem sich in der westlichen Welt das Kickboxen entwickelt hat. Dankbar für die kleinen Pausen zwi­ schendurch, suchen wir immer wieder die Nähe eines Ventilators – es sind feucht­ heisse 38 Grad – und beobachten, wie eine zarte Thailänderin und eine kräftig gebaute

Engländerin ambitioniert auf die herum­ hängenden Boxsäcke eindreschen. Nach weniger als einer Stunde ist unsere Kondition aufgebraucht. Erschöpft und glücklich über die neue Erfahrung in Sachen Selbstverteidigung, entspannen wir uns im Anschluss bei einer Thai­Massage. Und fühlen uns pudelwohl. Zum Berufsstart in eine unbekannte Stadt

Zum Abendessen besuchen wir das «Above Eleven» im 33. Stock an der Sukhumvit Soi 11. In der Welthauptstadt der Rooftop­ restaurants ist es eines von unzähligen Lokalen auf einem der Hochhausdächer, die ein kulinarisches und optisches Erlebnis gleichzeitig bieten. Hier treffen wir Aline Tschäppät. Seit sieben Jahren lebt die 32­Jäh­ rige aus Münchenbuchsee BE in der Zehn­ Millionen­Metropole. Eigentlich wollte sie nach dem Abschluss der Hotelfachschule in Luzern nach Hongkong oder Schanghai.

Mobil mit schaukelndem Ladentisch: Händlerin auf dem schwimmenden Markt Damnoen Saduak


LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 73

Tipps

Welthauptstadt der Rooftopbars

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Anreise: Thai Airways und Swiss fliegen täglich nonstop von Zürich nach Bangkok. Reisezeit: November

bis März sind mit Temperaturen um 30 Grad ideal. Dazwischen ist in Bangkok Regenzeit mit fast täglichen Niederschlägen. Hotel: Jede Etage des

jungen, gut gelegenen Designhotels SO Sofitel überrascht mit einem anderen Thema. Eine Etage ist ganz für Frauen reserviert. Es hat eine schöne Poolbar mit Aussicht. Der Park gegenüber ist ideal zum Joggen. www.sofitel.com/ bangkok Restaurant & Bar:

Der «Vertigo Grill» mit seiner Moonbar hat den Ruf, die beste Aussicht der City zu haben. Die Karte ist vorzüglich und der Küchenchef ein Schweizer. www.banyantree.com Aktivitäten:

• Thaiboxen: www. muaythaicampsthailand.com • Kochschule: www. bangkokthaicooking. com • Velotouren: www. bangkokbiking.com Reiseinformationen:

Thailändisches Fremdenverkehrsamt, Bern, Tel. 031 300 30 88; www. tourismusthailand.ch


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Tag 2 Warnemünde/Deutschland. Das ehemalige Fischerdorf ist heute ein exklusives Seebad. Aufenthalt von 7:30 bis 22 Uhr.

*Landgang nur bei Ausflugsteilnahme oder mit russischem Einzelvisum möglich (nur auf Anfrage erhältlich).

Tag 3 An Bord. Tag 4 Tallinn/Estland. Tallinn ist eine typische Hansestadt mit wuchtigen Stadtmauern, einer alten Zitadelle und hübschen mittelalterlichen Häusern. 9–16:30 Uhr. Tag 5–6 St. Petersburg/Russland*. Entdecken Sie das imposante «Venedig des Nordens», am Mündungsdelta der Newa. 7–19 Uhr am Folgetag. Tag 7 Helsinki/Finnland. Die «weisse Stadt am Meer» erstreckt sich über mehrere Inseln. 7–16 Uhr. Jetzt bestellen: Katalog «Kreuzfahrten 2017 2018»! 2017–2018»! N KREUZFAHRTE 2017-2018

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Tag 8 Stockholm/Schweden. Stockholm liegt an der Ostsee und ist von einem Labyrinth aus Inseln und Buchten umgeben. 8–16 Uhr.

Norwegian Getaway****. An Bord der Norwegian Getaway erwartet Sie die Freiheit und Flexibilität von Freestyle Cruising, d.h. eine unglaubliche Vielfalt an Kabinenkategorien, Restaurants und Freizeitaktivitäten. Vom aktiven Sportprogramm bis zum entspannten Relaxen am Pool und vom erholsamen Wellness-Paket bis zum glitzernden Showprogramm. An Bord befinden sich mehrere Pools und Whirlpools sowie ein Spa- und Fitnesscenter. Alle Kabinen haben ein eigenes Bad mit Dusche und WC, individuell regulierbarer Klimaanlage, TV, Safe, Telefon, Minibar und Föhn. Willkommen an Bord.

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LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 75

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1 Für den Job ging Aline Tschäppät nach Bangkok und hat den Schritt ins Unbekannte bisher nicht bereut. 2 Frisch vom Markt: Zutaten für authen­ tische Thaigerichte 3 Kochlehrerin Koong präsentiert Tipps und Tricks aus ihrer Küche.

Doch als ihr ein Job in Bangkok angeboten wurde, griff sie ohne zu zögern zu, obwohl sie noch nie zuvor in der Stadt war. «Ich dachte mir, ich kann es ja mal ver­ suchen. Wenn es nicht stimmt, bin ich we­ nigstens schon mal in Asien, und von dort aus wird es einfacher sein, etwas anderes zu finden», erzählt die aufgestellte junge Frau. Offenbar hat es bestens geklappt, denn sie arbeitet seither erfolgreich für eine Hotel­ managementgruppe und ist unter anderem für die Überwachung von Hotelneubauten in ganz Asien verantwortlich. «Bangkok hat mich von Anfang an positiv überrascht», schwärmt sie, «es funktioniert alles hier auf seine eigene, besondere Weise. Die Stadt ist sehr international, die Menschen sind unglaublich freundlich und sehr offen. Man lernt sich schnell kennen und freundet sich an. Ich hatte nie das Gefühl, ein Aussenseiter zu sein oder als Frau nicht akzeptiert zu werden.» Dann lacht sie und sagt: «Aber die Leute hier können einfach nicht pünktlich sein.» Auch nach sieben Jahren noch tauchten ihre Freunde, darun­ ter Thailänder, Franzosen und Brasilianer, oft erst eine halbe Stunde später auf als ab­ gemacht. Daran müsse man sich erst gewöh­ nen, wenn man aus der Schweiz komme. Ob sie manchmal Angst habe in dieser Mega­

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city, fragen wir. «Nein, die hatte ich noch nie, auch keine Probleme oder je ein negatives Erlebnis. Ich finde, Bangkok ist eine sichere Stadt. Obwohl alle paar Jahre etwas Schockierendes passiert, wie das Bomben­ attentat vorletztes Jahr. Aber ich habe den Eindruck, die Stadt erhole sich schnell von solchen Zwischenfällen.» Wie sich allerdings der Tod von König Bhumibol Adulyadej im letzten Oktober auf die politische Stabilität des Landes auswirken wird, bleibt vorerst abzuwarten. Dieses Ereig­ nis versetzte nicht nur seinen Untertanen, sondern auch dem Tourismus einen Schock. Alles, was Frauen wollen

Ungeachtet dessen arbeitet Kobkarn Wat­ tanavrangkul, die Ministerin für Tourismus und Sport, weiter an ihrer Mission, ihr Land zu einer bevorzugten Destination für Frauen zu machen. Die attraktive 56­Jährige ist eine von drei Frauen im 21­köpfigen thailändi­ schen Kabinett. Thailand sei ein sicheres Reiseland für Frauen jeden Alters, erzählt sie uns bei einer persönlichen Audienz. Es gibt Taxis und Busse nur für Frauen und ganze Reisearrangements, die speziell für Frauen massgeschneidert sind. Die beinhalten nicht nur Shoppingtouren und Kochkurse, son­ dern auch Meditation, Wellness oder Thai­

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boxen. Wer nach so einem Programm für Körper und Geist wieder heimkehrt, fühlt sich gut und sieht besser aus, davon ist die charmante Politikerin überzeugt. Frau Garnele lehrt uns das Kochen

Am nächsten Morgen sind wir auf dem Markt verabredet. Hier sollen frische Zutaten für unseren Kochkurs eingekauft werden. Jeder bekommt ein Körbchen und obendrein eine fachmännische Einführung in die thailän­ dische Kräuter­ und Gewürzkunde. Koong heisst unsere quirlige Kochlehrerin, was übersetzt Garnele heisst. Mit dem Tuk­Tuk bringen wir unsere duftenden Einkäufe so­ dann zur Kochschule in einem traditionellen Haus im Silomviertel. Dort weichen wir Tamarinde ein, lernen Kokosnussmilch her­ zustellen und schnippeln geduldig Unmen­ gen Gemüse und Kräuter. «Vergesst nicht, es mit viel Liebe zu tun», ermahnt uns Koong immer wieder. «Wenn es am Schluss nicht schmeckt, ist keine Liebe drin.» Sie kichert und presst gekonnt eine Limettenhälfte mit einem Messer aus. Früher wurde das Kochen von der Mutter an die Tochter weitergegeben, erzählt sie uns. Wer nicht kochen konnte, wurde von nieman­ dem gemocht. Heute bliebe vielen kaum noch Zeit zum Kochen, deshalb gäbe es so viele


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Unsere Empfehlung

Garküchen. Weit über die Hälfte der Thailän­ derinnen sind berufstätig. Seit 1995 ist die Gleichberechtigung im Gesetz verankert. «Thaifood ist Fast Food», so Koong. Die Vorbereitungen dauern lange, aber das eigentliche Kochen ist Minutensache. Nach kurzem und heftigem Brutzeln auf höchster Flamme ist zuerst unser Tom Yam Gung und später unser Red Curry fertig. Ganz wichtig ist laut Koong vor dem Servieren – dekorie­ ren! «Damit es teuer aussieht», zwinkert sie uns zu und verteilt eine Orchideenblüte auf jeden Teller. Es schmeckt vorzüglich. Ob das an den Zutaten oder der grossen Portion Liebe liegt, mit der wir heute gekocht haben, lässt sich schwer beurteilen. Balance halten zwischen Ruhe und Action

Gelassenheit, die Kunst, den Geist zu be­ ruhigen und die Aufmerksamkeit auf den Moment zu richten, üben wir am Nachmit­ tag unter fachkundiger Anleitung von Phra Maha Nonq. Er ist einer der Mönche im Tempel Wat Yannawa, einer Oase der Stille im Stadtteil Bang Rak. Weiss gewandet sitzen wir um ihn und lauschen den Anwei­ sungen, um gedanklich zur Ruhe zu kom­ men. Das klappt besser als gedacht, und nach der zweistündigen Vipassana Medita­ tion fühlen wir uns entspannt und erfrischt.

Am nächsten Tag brechen wir im Morgengrau­ en auf und fahren mit dem Minibus Richtung Südwesten. Zwei Stunden später gondeln wir mit traditionellen Langbooten durch Kanäle über den schwimmenden Markt Damnoen Saduak. Danach heisst es umsteigen – aufs Velo. Durch schattige Palmenhaine und kleine Dörfer führt unsere Tour. Unser Guide Ai, eigentlich Shutima, führt uns zu einer Kokos­ nussplantage, wo wir die Früchte frisch vom Baum verkosten. «Ich bin ein Tomboy», also ein Mädchen, das sich wie ein Junge kleidet, erklärt uns währenddessen Ai. Die aufge­ schlossene, sympathische 22­Jährige mit den raspelkurzen Haaren löst damit das Rätsel um ihr Geschlecht. Sie spricht mehrere Sprachen fliessend und erzählt uns, dass sie auch Velo­ touren direkt in Bangkok begleitet. Als wir am frühen Abend aus der ländlichen Idylle dort­ hin zurückkehren, geniessen wir im Vertigo Grill und seiner Moonbar den Sonnenunter­ gang und eine spektakuläre Aussicht: Bei einem köstlichen Menü unter freiem Himmel verabschieden wir uns dort, rund 60 Stock­ werke über dem Boden, von der Stadt – dank­ bar für den spannenden Austausch mit einhei­ mischen Frauen, der weit über gemeinsames Kochen und Thaiboxen hinausging. MM Die Reise wurde unterstützt von Thai Airways und dem thailändischen Fremdenverkehrsamt.

Outrigger Laguna Phuket Beach Resort HHHHi 1 Woche ab CHF 1791.– inkl. Frühstück, z.B. am 19.3.17 Hotel und Flug ab Zürich www.hotelplan.ch/h-15871

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Drei wunderschöne Exklusivreisen rund um die Roter Doppelpfeil „Churchill“: Wo er einst auftauchte, war ihm die Bewunderung gewiss: dem legendären Roten Doppelpfeil „Churchill“. Dies ist auch heute noch so. 1939 als Unikat zur Landesausstellung als Prestigeobjekt und Beispiel Schweizer Wertearbeit erbaut, reisten mit ihm Gekrönte und Staatsoberhäupter durch unser Land – darunter auch Sir Winston Churchill, der mit dem Doppelpfeil 1946 die Schweiz bereiste. Heute ist der „Churchill“ das älteste fahrtüchtige Streckentriebfahrzeug der SBB. Der «Churchill» ist klimatisiert

Mit dem Roten Doppelpfeil „Churchill“ ins Tessin Ihre Reisehöhepunkte: - Einmalige Sonderfahrt mit dem legendären Paradezug „Roter Doppelpfeil Churchill“

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und bietet mit 27 Vierer-Tischen und einem Dreier-Tisch Platz für 110 Gäste und eine Reiseleitung.

Leistungen - Alles schon dabei! ✓ Fahrt mit dem Roten Pfeil„Churchill“ Zürich-Lugano (Reise A) oder Lugano-Zürich (Reise B) ✓ Kaffee & Gipfeli & Mittagessen (Reise A) oder Kaffee & Kuchen und Nachtessen (Reise B) während der Fahrt ✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus vom gewählten Einsteigeort nach Lugano (Reise B) oder von Lugano zum gewählten Aussteigeort (Reise A)

- Gemütliche Mittagsrunde auf dem Monte Brè

✓ 3 Übernachtungen im 4-Sterne Hotel de la Paix, Lugano

- Unterwegs im Swiss Miniatur in Melide

✓ 3 x Frühstück & 3 x Nachtessen im Hotel

- Lugano und das Rundfahrtszüglein „Roter Pfeil“

✓ 1 x 2 Gang-Mittagessen auf dem Monte Brè

- Herrliche Schifffahrt auf dem Lago di Lugano

✓ 1 x Flammkuchen und ein Getränk während der Schifffahrt

Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reise a) 9. -12. Juli 2017 Reise b) 6. - 9. Juli 2017 Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Sonntag 9. Juli 2017 – Fahrt mit dem Roten Doppelpfeil Der exklusiv für unsere Gruppe angemietete Rote Doppelpfeil „Churchill“ steht am Zürcher Hauptbahnhof bereit. Nach der herzlichen Begrüssung an Bord beginnt um 08.15 Uhr die einmalige Fahrt mit dem legendären Paradezug der SBB über eine der schönsten Bahnstrecken der Schweiz. Vorbei am Zugersee, der Postkartenlandschaft des Vierwaldstättersees und über die historische Gotthardstrecke mit ihren vielen Kehrtunnels und atemberaubenden Ausblicken erreichen wir schon bald das Tessin, wo uns im Zug das Mittagessen serviert wird. Das einmalige Erlebnis endet nach 5 Stunden am Bahnhof in Lugano. Hier wartet unser Bus und bringt uns ins nahegelegene Erstklasshotel De La Paix, unserem Zuhause für die nächsten 3 Nächte. Der restliche Nachmittag bleibt Ihnen zur freien Verfügung. Nachtessen im Hotel.

2. Tag, Montag 10. Juli 2017 – Stadtführung, Roter Pfeil & Monte Brè Nach dem Frühstück starten wir den Tag mit einem Stadtrundgang. Nach interessanten Anekdoten rund um die grösste Tessiner Stadt erwartet uns das Rundfahrtszüglein “La freccia rossa”, was passend „Roter Pfeil“ heisst. Die Tour endet an der Talstation des Monte Brè, dem sonnigsten Aussichtsberg der Schweiz. Mit der Standseilbahn geht es stetig in die Höhe – oben angekommen, erwartet uns eine grossartige Aussicht. Diese herrliche Szenerie geniessen wir bei einem gemütlichen Mittagessen auf der schönen Gartenterrasse des Berg-Restaurants. Nach dem Essen bleiben Sie nach Lust und Laune sitzen oder unternehmen einen Verdauungsspaziergang ins malerische Dorf Brè. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Dienstag 11. Juli 2017 – Swiss Miniatur & Schifffahrt Nach dem Frühstück geht es nach Melide zum bekannten Swissminiatur. Ein 3‘560 m langes Modelleisenbahnnetz mit 18 Zügen fährt durch den Park, sowie über Brücken und in Bahnhöfe und lässt nicht nur die Herzen der Kinder höher schlagen. Am Hafen von Melide besteigen wir dann unser gechartertes Schiff, welches uns für eine exklusive Rundfahrt auf dem Lago di Lugano erwartet. Geniessen Sie einen schönen Nachmittag in bester Gesellschaft auf einem der schönsten Seen unseres Landes. Für eine kleine Zwischenmahlzeit (leckere Flammkuchen) und ein Getränk ist gesorgt. Un-

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Einzigartige Bus- & Bahnreisekombinationen mit Schweizer Reiseleitung

sere Rundfahrt endet ganz in der Nähe unseres Hotels. Nachtessen im Hotel.

✓ Interessante Stadtführung in Lugano & Fahrt mit dem Rundfahrtszüglein„Roter Pfeil“

4. Tag, Mittwoch 12. Juli 2017 – Heimreise Heute endet unsere schöne Exklusivreise. Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken mit dem Bus die Heimreise zu Ihrem gewählten Aussteigeort an.

✓ Fahrt mit der Standseilbahn Lugano-Monte Brè-Lugano

Reise B (6.7.-9.7.2017) wird in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt. Die Hinreise am 6.7.2017 nach Lugano erfolgt mit dem Bus ab dem gewählten Einsteigeort und die Rückfahrt erfolgt mit dem Roten Doppelpfeil „Churchill“ von Lugano nach Zürich.

✓ Eintritt Swiss Miniature Melide ✓ Schifffahrt auf dem Lago di Lugano Melide-MorcoteFigino-Stretto di Lavena-Lugano Paradiso (Dauer ca. 3.5 h) inkl. Open Bar ✓ Ein Diplom Extrafahrt Roter Doppelpfeil„Churchill“ für jeden Teilnehmer ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Unser Sonderpreis für Sie: Preis pro Person im Doppelzimmer

im 4-Sterne Hotel de la Paix, Lugano Fr. 995.Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 180.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person

Ihr tolles Ersklasshotel

Sie wählen Ihren Einsteigeort (Reise B) oder Aussteigeort (Reise A): Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur oder Zürich

Hotel de la Paix ****, Lugano

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Lago Maggiore & Glacier-Gornergrat-Centovalli Gotthard Panorama Express Ihre Reisehöhepunkte:

Ihre Reisehöhepunkte:

- Fahrt mit dem legendären Glacier Express von Chur nach Brig

- Fahrt mit dem neuen Gotthard-Panorama Express über die alte Gotthardstrecke

- Die Gornergratbahn – die grossartigste Bergbahn der Welt

- Die weltbekannten Gärten der Villa Taranto

- Mit der Centovallibahn durch hundert Täler

- Die Brisago Insel und der Zauberpark

- Zu Gast beim besten Winzer der Schweiz & Raclette Plausch in bester Gesellschaft

- Ascona, Locarno & das wildromantische Verzascatal

- Der malerische Ortasee & Spitzenweine am Lago Maggiore

- Romantische Dampfschifffahrt auf dem Vierwaldstättersee

Wählen Sie Ihr Reisedatum:

Leistungen - Alles schon dabei!

Reise a) 21. - 24. Mai 2017 Reise b) 18. - 21. Juni 2017 Reise c) 17. -20. September 2017

✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus während der ganzen Reise ✓ 2 x Übernachtungen im guten Mittelklassehotel in Brig ✓ 1 x Übernachtung im guten Mittelklassehotel am Lago Maggiore

Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Sonntag – Glacier Express & Raclette Abend Fahrt im komfortablen Extrabus nach Chur und dann mit dem legendären Glacier Express durch die Rheinschlucht, den Oberalppass & das Goms bis nach Brig. Abends Weindegustation & Raclette-Plausch (à discretion) in Salgesch. 2. Tag, Montag – Zermatt & die legendäre Gornergratbahn Fahrt mit dem Bus bis nach Täsch und dann mit dem Pendelzug nach Zermatt, von wo aus die weltbekannte Gornergratbahn uns bis auf den 3089 Meter hohen Gornergrat bringt – Blick auf 29 Viertausender und das Matterhorn. Später Freizeit in Zermatt & Rückfahrt ins Hotel. 3. Tag, Dienstag – Idyllischer Ortasee & Isola San Giulio & Weindegustation Busfahrt via Simplon und Domodossola an den malerischen Ortasee. Stadtspaziergang und herrliche Schifffahrt zur Insel San Giulio. Später Weindegustation in der Nähe des Lago Maggiores. Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Mittwoch – Centovalli-Bahn & Heimfahrt Fantastische Panoramafahrt mit der Centovalli-Bahn durch die „hundert Täler“ bis nach Locarno, von wo aus wir die Heimreise antreten.

Glacier Express

✓ 3 x Frühstück & 2 Nachtessen im Hotel ✓ 1 x Raclette Plausch à Diskretion in Salgesch ✓ Weinkellereibesichtigung und Degustation (Adrian Mathier – 2 x Winzer des Jahres) ✓ Glacier-Express (Panoramawagen) von Chur nach Brig, 2. Klasse ✓ Pendelbahn: Täsch-Zermatt-Täsch ✓ Gornergratbahn: Zermatt-Gornergrat-Zermatt ✓ Schifffahrt auf dem Ortasee ✓ Weinprobe mit Imbiss Lago Maggiore ✓ Centovalli-Bahn Domodossola – Locarno ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Unser Sonderpreis für Sie: Preis pro Person im Doppelzimmer

in guten Mittelklassehotels Fr. 975.Zuschläge / Abzüge: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 165.Abzug Halbtax Abonnement: Fr. 105.Abzug General-Abonnement: Fr. 155.Aufpreis 1. Klasse Glacier Express (auf Wunsch): Fr. 40.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person

Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reise a) 11. - 14. Mai 2017 Reise b) 8. - 11. Juni 2017 Reise c) 21. - 24. September 2017

Leistungen - Alles schon dabei! ✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus während der ganzen Reise ✓ 3 Übernachtungen im guten Mittelklassehotel in der Region Locarno ✓ 3Ihre x Frühstück & 2 Nachtessen im Hotel Reisedaten:

Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Donnerstag– Ascona & Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Ascona. Freizeit zum Entspannen & Geniessen. Später Nachtessen im Hotel. 2. Tag, Freitag - Locarno & Verzascatal Nach dem Frühstück interessante Stadtführung in Locarno. Am Nachmittag Ausflug ins wildromantische Verzascatal – zum Abschluss werden wir in einem rustikalen Lokal mit einer Tessiner Platte mit Salami, Speck, Schinken und Käse aus der Region verwöhnt. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Samstag - Villa Taranto & die Brissago Insel Am Morgen Besuch der weltbekannten Gärten der Villa Taranto. Später Schifffahrt zur Isola die Brissago und Besuch des botanischen Gartens. Am Abend geniessen wir feines Risotto in einem typischen Lokal. 4. Tag, Sonntag – Gotthard Panorama Express, Vierwaldstättersee und Heimreise Fahrt mit dem Bus nach Bellinzona, wo uns der neue Gotthard Panorama Express erwartet. Freuen Sie sich auf eine der schönsten und begeisternden Bahnstrecken der Schweiz - die alte Gotthardstrecke! In Flüelen steigen wir aufs Dampfschiff um und fahren bis nach Luzern, von wo aus wir die Heimreise antreten. Foto © SBB CFF FFS

✓ 1x Risotto-Essen einem typischen Lokal Reisehit 211 a)in15.5.-18.5.2017 ✓ Ganztagesausflug Locarno & Verzascatal Reisehit 211 b) 25.9.-28.9.2017 ✓ 1 x Tessiner Platte in einem rustikalen Lokal im Verzascatal ✓ Eintritt & Führung Gärten der Villa Taranto ✓ Schifffahrt Brissago - Isola di Brissago und Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: retour - Einzelzimmerzuschlag: 90.-di Brissago Zauberpark auf derFr. Isola ✓ Eintritt - Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person

✓ Fahrt mit dem Gotthard Panorama Express von Bellinzona nach Flüelen

Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bellinzona, Bern, Luzern, ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, der ganzen Reiseoder Zürich Winterthur

✓ Dampfschifffahrt von Flüelen nach Luzern

Unser Sonderpreis für Sie: Preis pro Person im Doppelzimmer

im guten Mittelklassehotel Fr. 695.Zuschläge / Abzüge: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 120.Abzug Halbtax Abonnement: Fr. 69.Abzug General-Abonnement: Fr. 105.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur oder Zürich.

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80 | MM5, 30.1.2017 | LEBEN

Gesundheit

Balance lässt sich trainieren Text: Thomas Vogel

F

ür Kinder gehören Stürze zur Entwicklung. Sie verursachen zwar Tränen und erfordern auch mal ein Pflästerli, aber die wenigsten Hinfaller haben gesundheitliche Folgen. Für ältere Menschen hingegen enden sie oft tragisch – und vielfach führen sie auf direktem Weg ins Pflegeheim.

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Tatsächlich ist das Alter der grösste Risikofaktor: Kraft und Koordination lassen nach, Schwerhörigkeit und vor allem Sehschwäche erschweren die Orientierung. Zudem beeinträchtigen einige Medikamente, insbesondere Schmerz- und Beruhigungsmittel, den Gleichgewichtssinn. Das unterstreicht auch die Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik (BfS): Bis zum Alter von 74 fallen alle Altersklassen etwa gleich oft hin. Im Schnitt stürzt einer von acht Menschen einmal jährlich und einer von 13 mehrmals jährlich. Ab 75 jedoch verändern sich diese Zahlen dramatisch: Bei den Über-75-Jährigen fällt bereits jeder sechste hin, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer: Jede siebte Frau stürzt mehrmals jährlich, während bei den Männern jeder zehnte mehrere Male pro Jahr ungewollten Bodenkontakt hat. Stürze mit schlimmen Folgen

Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.

Die Folgen sind oft gravierend: Tausende von Knochenbrüchen, vor allem an Hüften, Handgelenken, Becken und Wirbelsäule. Im Jahr 2014 wurden in den

Verspieltheit im Alter zahlt sich aus: «Himmel und Hölle» eignet sich gut, um die Balance zu üben.

Schweizer Spitälern allein wegen des gefürchteten Schenkelhalsbruchs 5923 Patienten im Alter von 70 und älter behandelt, wie Erwin Wüest vom Informationsdienst Gesundheit beim BfS sagt. Schenkelhalsbrüche zählen zu den am häufigsten vorkommenden Ursachen bei frühzeitiger Invalidität und Pflegebedürftigkeit. Nicht selten führen die Stürze auch zum Tod: «1378 Menschen im Alter von 70 Jahren und älter starben 2014 nach einem Sturz», so Erwin Wüest. Meist sterben sie jedoch nicht direkt an den Folgen des Sturzes, sondern an den Komplikationen danach. Bewegung hilft vorbeugen

Etliche dieser Unfälle könnten verhindert werden. Viel Bewegung fördert nämlich nicht nur Herz-Kreislauf und Muskulatur, sondern auch die Koordination und das Gleichgewicht. «Eine gute Balance hilft, Verletzungen auf allen Altersstufen zu verhindern», betont Pia Fankhauser (53), Vizepräsidentin von Physioswiss, dem Schweizer Physiotherapie-Verband. Denn Balance ist vor allem ein gutes Zusammenspiel von Gleichge-

wichtssinn, Augen und diversen Muskeln, getragen von Kraft und Koordination. Zu den Gründen für die zahlreich vorkommenden Brüche zählt die Osteoporose, die nachlassende Knochenqualität: Knochen werden poröser, und schon ein kleiner Stoss kann reichen, um einen Bruch zu verursachen. Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass Training bei älteren Menschen eine positive Wirkung auf die Knochenqualität und vor allem auf die Anzahl Stürze hat. Eine Studie der Universität Zürich besagt: «Das Fördern von Bewegung ist per se Unfallprävention. Mehr Bewegung hilft älteren Menschen, unabhängig zu bleiben, und reduziert das Sturzund Knochenbruchrisiko.» Training fürs Alter beginnt bereits in der Kindheit. «Kinder, die Koordination geübt haben, sind im Alter wesentlich fitter», sagt Pia Fankhauser. Es liegt also im Interesse aller, dass Kinder vielfältige Bewegungsangebote zur Verfügung haben. «Viele Kinder können heute nicht einmal mehr auf einem Bein stehen.» Wenn die Fähigkeiten erhalten bleiben sollen, könne

Bilder: Carl Smith/Getty Images, zVg

Bei älteren Menschen steigt die Sturzgefahr. Das liegt am Nachlassen der Kraft und des Gleichgewichts. Doch gerade Letzteres kann durch einfache Übungen stabilisiert werden.


LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 81

Pia Fankhauser

«Ein effektives Training ist nicht schwierig» Warum ist die Balance so wichtig? Beim Gehen stehen wir immer nur kurz auf einem Fuss, eben­ so beim Treppensteigen. Das erfordert Gleichgewicht. Das Gleiche gilt, wenn wir anhal­ ten, losgehen, uns drehen, nach links und rechts sehen, um Hindernisse herumlaufen. Das sind Alltagsaktivitäten, die ohne eine gute Balance nicht möglich wären. Wie beugt man am besten gegen Stürze vor? Die beste Sturzprophylaxe ist Übung. Kraft, Koordination und Gleichgewicht müssen im Rahmen der jeweiligen Mög­ lichkeiten immer wieder trai­ niert werden. Alles getreu dem Motto: Wer rastet, der rostet.

man nicht früh genug mit dem Training beginnen. Ein Airbag für die Knochen

Doch was heisst trainieren kon­ kret? Zu Beginn reichen ent­ spannte Spaziergänge auf ebenem Untergrund. Wer sich sicher fühlt, kann sich in un­ ruhigeres Gelände wagen – mit dem passenden Schuhwerk und, bei Bedarf, mit einem Stock. Aber auch gezielte tägliche Übungen fördern die Balance. Ein weiteres sehr sinnvolles Hilfsmittel sind Hüftprotekto­

Wie schwierig und intensiv ist ein effektives Sturz­ prophylaxe­Training? Ein effektives Training ist nicht schwierig und lässt sich individuell an den eigenen Trainingszustand anpassen und in den Alltag integrieren. Die Site www.sichergehen.ch zeigt das anschaulich.

ren, eine Art Airbag für Kno­ chen: Sie lassen sich wie her­ kömmliche Unterwäsche tragen, ihre wirkungsvollen Polster befinden sich genau auf der Höhe der Hüfte. Bei einem Sturz wird die Kraft abgefedert und verteilt – Verletzungen werden reduziert. Allerdings sei die Ak­ zeptanz nicht besonders gross, räumt Fankhauser ein. Schliess­ lich sollten die Protektoren auch nachts getragen werden, weil ältere Menschen dann oft aufstehen. «Aber wer tut das schon?» MM

Weshalb stürzen trainierte Menschen weniger schwer als untrainierte? Wir stolpern und stürzen grundsätzlich in allen Alters­ stufen. Was jedoch unter­ schiedlich ausfällt, ist die Fähigkeit, sich schnell auf­

Übungen für jeden Tag

zufangen respektive abzustüt­ zen. Dazu braucht es neben einer guten Reaktion auch Kraft. Deshalb sind die Ver­ letzungen bei trainierten Men­ schen weniger gravierend als bei solchen, die ungebremst auf den Boden stürzen. Was kann älteren Menschen neben dem Training helfen, entweder weniger oder zu­ mindest weniger gefährlich zu fallen? Die erste Massnahme lautet: Brille überprüfen. Multifokal­ brillen sind nicht für draussen geeignet, da man damit im Alter zum Beispiel eine Treppe nur schlecht sehen kann. Eine weitere Massnahme besteht darin, auf gute Ernährung zu achten, ausreichend Flüssig­ keit zu sich zu nehmen und Medikamente regelmässig einer generellen Überprüfung zu unterziehen. MM

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mobil und kann sich die Selbständigkeit bis ins hohe Alter bewahren. Pro Senectute hat zusammen mit anderen Organisationen ein Booklet mit Tipps für ein tägliches Balancetraining herausgegeben. Neben allgemeinen Infos rund um das Thema Fitness finden sich darin einfache Übungen, die hel-

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Apulien, Kalabrien und Sizilien

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Grosse Süditalien-Rundreise • Flug

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Flug mit Swiss Reise mit Twerenbold-Bus (max. 30 Personen) Historische Schätze und zauberhafte Küsten Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug Zürich–Bari – Fahrt Bari– Alberobello–Savelletri. Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich-Kloten und Direktflug mit Swiss nach Bari (bzw. Brindisi bei Reise 1). Geführte Besichtigung von Alberobello, der Stadt der «1000 Trulli». Apulisches Abendessen in einer Masseria. 2. Tag: Savelletri, fak. Ausflug Lecce und Salentinische Halbinsel*. Lecce wird wegen seiner Architektur gern als das «Florenz des Barocks» bezeichnet. Geführter Altstadtrundgang. Die Salentinische Halbinsel setzt die landschaftlichen Akzente des Tages. 3. Tag: Savelletri–Matera–Tropea. Das Stadtbild von Matera wird geprägt von prächtigen Plätzen, breit angelegten Strassen und der Unterstadt Sassi.

4. Tag: Tropea, Capo Vaticano und Pizzo. Wir erleben eine der schönsten Küsten Italiens und besuchen das Küstenstädtchen Pizzo mit seinem berühmten Tartufo-Eis. 5. Tag: Tropea, fak. Ausflug Kalabrien*. Panoramafahrt durch die kalabrische Bergwelt nach Gerace und nach Locri, eines der attraktivsten Orte in Kalabrien. 6. Tag: Tropea–Acireale. Wir fahren entlang der Küste und erreichen nach einer kurzen Fährüberfahrt die Götterinsel Sizilien. 7. Tag: Acireale, fak. Ausflug Ätna und Taormina*. Der Ätna ist der grösste aktive Vulkan Europas. Panoramafahrt durch die bizarre Lavalandschaft und Aufenthalt in Taormina. 8. Tag: Acireale–Siracusa – Rückflug nach Zürich. Die schöne Altstadt und die beeindruckenden Ausgrabungen aus der griechischen und römischen Antike machen Siracusa zu einem der sehenswertesten Reisezielen auf Sizilien. Am Abend Rückflug mit Edelweiss nach Zürich. *Das Ausflugspaket mit drei Ausflügen ist nur im Voraus buchbar. Sie sparen mind. 10%. Einzelbuchungen der Ausflüge vor Ort möglich.

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LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 83

Brave New Girl

Warum syt dir so truurig?

A

Am dritten Januarmontag erlebte ich die Stadt Zürich tiefblau. In den Bussen starrten schwarz gekleidete Menschen ins Leere, als wären sie zu einer Beerdigung gefahren. In den hippen Büros klebten die Schreibtischsoldaten zombiemässig an ihrem Bildschirm, als wäre er ein Beatmungsgerät.

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

Einsame Rentner im Café klauben für den Kafi ein paar Franken aus der Tasche und werden dabei von ungeduldigen Leuten angestarrt, als würde ein verpasstes Tram den Weltuntergang bedeuten. Auf den Schulhöfen werfen kopfhörerverkabelte Teenies mit gelangweiltem Gesichtsausdruck ihren Zigi-Stummel ins Gras. In meinem Freundeskreis stehen drei Kolleginnen kurz vor dem Burn-out; der Rest kippt sich fast jeden Abend Wein

hinter die Binde, als wäre es das Normalste auf der Welt … Vielleicht lags ja am sogenannten Blue Monday: Laut einer US-Ferienfirma ist das der deprimierendste Tag im Jahr. Grundlage der Bewertung sind Kriterien wie das Wetter, der Schuldenstand, die vergangene Zeit seit Weihnachten, das Motivationslevel und die vergangene Zeit, seit wir mit unseren Neujahrsvorsätzen (mal wieder) gescheitert sind. Oder ist das etwa unsere Realität: allein sein in einer überbevölkerten Welt? Eingekapselt in Zeiten der totalen Vernetzung? Dauergestresst und krank trotz Superfood, Yogastunden und superergonomischen Bürostühlen? Dass in einem Land, in dem wir alles haben, keiner wirklich glücklich scheint, macht mich ratlos. MM

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Gardasee Venedig - Verona Das milde Klima des Gardasees gestattet das Gedeihen einer üppigen, mediterranen Vegetation. Lassen Sie sich von der wunderbaren, farbenprächtigen Naturlandschaft und den Gegensätzen von hohen Bergen, klarem Wasser und schmucken Dörfern verzaubern. 1. Tag, Schweiz - Sirmione: Fahrt vom Einsteigeort via Innsbruck Brennerpass - Bozen - Trento nach Sirmione am Gardasee. 2. Tag, Sirmione, Ausflug Riva Schifffahrt: Sirmione übt eine Faszination aus, die am Gardasee einmalig ist. Spazieren Sie durch das Scaliger Kastell hinein in die Altstadt mit ihren malerischen Gassen und beobachten Sie in einem der zahlreichen Restaurants das bunte Treiben. Später fahren Sie via Malcesine nach Riva. Das charmante Städtchen ist von mächtigen Bergen umgeben und Sie spüren eine angenehme Mischung aus italienischer Leichtigkeit und Tiroler Bodenständigkeit. Sie fahren eine Strecke mit dem Schiff südwärts und anschliessend mit dem Car zurück nach Sirmione. 3. Tag, Ausflug Venedig: Märchenhaft schön, zwischen Himmel und Wasser, so empfängt Venedig seine Besucher. Nach der Vaporettofahrt legen Sie am Markusplatz an und unternehmen einen geführten Stadtrundgang. Rückreise am späteren Nachmittag. 4. Tag, Ausflug Verona: Die Stadt Verona zählt mit ihren zahlreichen Kunstschätzen und -denkmälern zu den schönsten und interessantesten Städten Oberitaliens. Nach einem geführten Stadtrundgang bleibt Ihnen genügend freie Zeit, um durch die Gassen der schönen Altstadt zu flanieren. Besuchen Sie den berühmten Balkon von «Romeo und Julia» oder das gut erhaltene Amphitheater, wo jeden Sommer Opernfestspiele aufgeführt werden. 5. Tag, Sirmione - Rückkehr: Heimreise über Mailand in die Schweiz.

Blumenriviera Juwel am Ligurischen Meer

REISEDATEN - 5 TAGE 1. 09. - 13. April 2. 17. - 21. April 3. 23. - 27. April 4. 30. April - 04. Mai

B A B A

PREIS PRO PERSON Doppelzimmer Einzelzimmer Annullationskosten-/ SOS-Versicherung

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645.740.-

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26.-

Option: Doppelsitz zur Alleinbenützung

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100.-

«Wo sich Berge und Meer berühren» besser kann man die ligurische Küste wohl kaum beschreiben. Das Gebirge fällt steil bis zur Küste ab und umschliesst zahlreiche malerische Buchten. Entdecken Sie diese reizvolle Landschaft, aber auch pulsierende Orte wie das Fürstentum Monaco mit Montecarlo oder lassen Sie sich vom Charme der stolzen Hafenstadt Genua verzaubern! 1. Tag, Schweiz - Alassio: Fahrt vom Einsteigeort via Tessin und Mailand nach Alassio. 2. Tag, Ausflug Genua - Portofino: Dem Golf von Genua folgend, erreichen Sie die gleichnamige Stadt mit dem grössten Handelshafen Italiens. Auf einer geführten Stadtrundfahrt lernen Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen. Weiterfahrt nach Rapallo, von wo aus Sie per Schiff die Halbinsel Portofino erreichen. Entdecken Sie auf einem Spaziergang die Schönheiten dieser Region. 3. Tag, Ausflug Botanischer Garten Hanbury - Dolceacqua: Sie folgen der Küste und erreichen Capo Mortola, wo Sie den Botanischen Garten Hanbury besuchen. Geniessen Sie einen Spaziergang durch die verschiedenen Bereiche mit Pflanzen aus der ganzen Welt. Später fahren Sie ins Landesinnere und erreichen Dolceacqua, eines der hübschesten und typischsten Städtchen der westlichen Riviera. 4. Tag, Ausflug Monaco: Sie besuchen das mondäne Fürstentum Monaco. Mit einem unterirdischen Lift erreichen Sie vom Felsen-Parkplatz aus das Zentrum. Während eines geführten Spazierganges sehen Sie Teile der Altstadt, das fürstliche Schloss und die Kathedrale. Anschliessend haben Sie freie Zeit für eigene Erkundungen. Das legendäre Grand Casino, der Jachthafen, das Ozeanografische Museum oder der Botanische Garten sind nur einige der unzähligen Sehenswürdigkeiten. 5. Tag, Alassio - Rückkehr: Heimreise in die Schweiz. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TUBUsaGABeOYsMPAAAA</wm>

LEISTUNGEN ● Reise in luxuriösem 5-Sterne-Car ● 4 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet ● 4 Abendessen ● Schifffahrt auf dem Gardasee ● Stadtrundgang in Venedig und Verona ● Besichtigungen gemäss Programm

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HOTEL Hotel du Parc, Colombare di Sirmione (off. Kat. ****) Gutes Hotel mit Restaurant, Bar und Schwimmbad. Lage: am Hafen von Colombare, ca. 500 Meter vom Ortszentrum. EINSTEIGEORTE Route A: Kallnach*, Biel, Bern, Olten, Basel, Zürich * Route B: Kallnach*, Bern, Olten, Basel, Zürich *, St. Gallen *Parkmöglichkeiten

RESERVATIONEN: 032 391 0 222 Ernst Marti AG, 3283 Kallnach, marti@marti.ch

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Doppelsitz zur Alleinbenützung

Die Preise gelten bei Buchung über www.marti.ch und sind gültig bis zum 14.02.2017. Andere Buchungsstellen erheben in der Regel eine Auftragspauschale. Es gelten die allgemeinen Reise- und Vertragsbedingungen der Ernst Marti AG.

REISEDATEN - 5 TAGE 1. 17. - 21. April 2. 23. - 27. April 3. 07. - 11. Mai PREIS PRO PERSON Doppelzimmer Einzelzimmer Annullationskosten-/ SOS-Versicherung Option: Doppelsitz zur Alleinbenützung

B A B CHF CHF

645.700.-

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LEISTUNGEN ● Reise in luxuriösem 5-Sterne-Car ● 4 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet ● 4 Abendessen ● Schifffahrt Rapallo - Portofino ● Stadtrundfahrt/-gang in Genua und Monaco ● Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm ● Lokale Reiseleitung am 2. Tag HOTEL Hotel Lido, Alassio (off. Kat. ***) Gutes Hotel mit Restaurant und Bar. Lage: in der Altstadt von Alassio, direkt am Strand. EINSTEIGEORTE Route A: Kallnach*, Biel, Basel, Bern, Zürich *, Olten, Luzern Route B: Kallnach*, Basel, Bern, Zürich *, Olten, Luzern *Parkmöglichkeiten

Genua

Frankreich

Dolceacqua

Monaco

Alassio

Portofino

Ligurisches Meer

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LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 85

Digital

Das sind die Tech-Trends 2017 Welche verrückten Neuerungen hält wohl dieses Jahr für uns bereit? Ein kleiner Überblick zeigt, was so alles kommen könnte. Text: Philipp Rüegg

Illustrationen: supertotto / 2Agenten

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as Rad der Technik dreht sich jedes Jahr schneller. Was einmal utopisch klang, ist wenig später plötzlich marktreif. Auch dieses Jahr dürften wieder zahlreiche neue Entwicklungen unser Alltagsleben verändern. Auf die folgenden fünf Neuerungen darf man gespannt sein.

Virtual Reality HTC, das Facebook-Unternehmen Oculus und Sony haben 2016 als Erste ihre Virtual-Reality-Brillen auf den Markt gebracht. Damit tauchen Computer- und Konsolenspieler in virtuelle Spielwelten ein. Da die HTC Vive und die Oculus Rift ziemlich teuer sind, setzen viele Hersteller auf die Smartphonelösung. Dabei kommt eine günstige VR-Brille zum Einsatz, die als Display und Recheneinheit ein Smartphone benutzt. Googles Daydream ist bereits mit verschiedenen Modellen kompatibel und ermöglicht den preiswerten Einstieg in Virtual Reality.

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Bots

Bots sind computergesteuerte Programme und nichts Neues. Die Art, wie sie eingesetzt werden, hat sich hingegen deutlich weiterentwickelt. Bots sind inzwischen so ausgereift, dass sie in Kundendienstchats oder bei Telefonaten verwendet werden können, oft ohne dass es der Kunde bemerkt. Bots könnten in Zukunft wesentlich komplexere Aufgaben übernehmen und für Firmen ganze Verkaufsabläufe managen, vom Einkauf bis zur Promotion.

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2 Project Tango

Hat nichts mit Tanzen zu tun, sondern beschreibt ein ambitioniertes Google-Projekt, das auf Augmented Reality (AR) per Smartphone setzt. Anders als bei Virtual Reality wird in AR die Umgebung durch ein spezielles Kamerasystem aufgezeichnet und mit virtuellen Elementen erweitert. Das kann für Spiele benutzt werden, um Museen interaktiv zu erleben oder um herauszufinden, wie das neue Sofa in der heimischen Stube aussieht.

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Kabellose, biometrische Kopfhörer

Das iPhone 7 war zwar nicht das erste Smartphone ohne Kopfhörerbuchse, Apple hat aber den Stein ins Rollen gebracht. 2017 dürften wir von kabellosen Kopfhörern überschwemmt werden. Viele davon werden mit biometrischen Sensoren ausgestattet sein, um unsere Gesundheitsdaten auszulesen.

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Synthetische Nahrung

Beim Streben nach einer effizienteren und umweltfreundlicheren Ernährungskultur zeichnen sich zwei Entwicklungen ab: Nahrung basierend auf pflanzlichem Protein sowie vollkommen synthetische Nahrung. Die Technik ist mittlerweile so ausgereift, dass Eier, Fleisch oder Milch bereits 2017 statt vom Bauernhof aus dem Labor stammen könnten. MM

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App-Tipp

Too Good To go Diese App, die in Dänemark ihren Anfang gefunden hat, mittlerweile aber auch in der Schweiz über 200 Partner hat, setzt sich gegen Lebensmittelverschwendung in der Gastro­ nomie ein. Über die App kann man kurz vor Ladenschluss übriggebliebenes Essen in diversen Restaurants, Cafés und Bäckereien bestellen. Für wenig Geld kriegt man so nicht nur einen feinen Znacht, sondern tut auch etwas für die Umwelt. http://toogoodtogo.ch

Hier schreiben die Experten von Digitec über alles, was die digitale Welt bewegt.


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Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau

JAHRE

SW

IS S M A D

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Excellence Flussreisen – Donau, Ijsselmeer und Rhône Nicht zuletzt vor dem Hintergrund unserer Tradition in Sachen Personenbeförderung, die bis ins Jahr 1892 zurückreicht. Heute lege ich Ihnen drei einzigartige Routen zu herrlichen Naturlandschaften, aussergewöhnlichen Städten und Orten ans Herz. Noch mehr Flussreise-Ideen und alles über die Excellence-Schiffe finden Sie in unserem neuen Flussreisenkatalog 2017.

Liebe Flussreisen-Freunde Willkommen im Reisejahr 2017 mit jeder Menge neuer Reiseideen – allesamt gemacht, wie Sie es von uns erwarten. Flussreisen, wo alles stimmt: Qualität, Service und Preis. Excellence – Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau. Für unsere Excellence-Schiffe legen wir gehobene Qualitätsmassstäbe an, die sich an den Wünschen und Bedürfnissen unserer Schweizer Reisegäste orientieren.

Ich wünsche Ihnen «Flussgenuss durch Qualität» an Bord von Excellence, Ihr

Stephan Frei Geschäftsleiter

Ihr Reiseprogramm – Donau – Route 1 Tag 1 Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Um 17:30 Uhr legt die Excellence Melodia ab. Tag 2 Melk–Wien. Sie besichtigen das Benediktinerstift* mit seiner schönsten Barockkirche nördlich der Alpen. Entspannen Sie nachmittags an Bord beim Ausblick auf die lieblichen Weinberge der Wachau. Abends Ankunft in Wien. Fahrt zum Heurigen (Fr. 35) oder Klassisches Konzert (Fr. 75). Tag 3 Wien. Servus in Wien! Stadtrundfahrt* durch die charmante Donaumetropole. Nachmittags Ausflug ins Burgenland mit Weindegustation und Rundgang in Rust am Neusiedlersee (Fr. 45). Tag 4 Budapest. Budapest ist eine der schönsten Städte Europas und entstand 1873 aus Buda und Pest. Nachmittags Ausflug* in die nahe gelegene Apajpuszta auf eine typisch ungarische Czarda. Am Abend Ausflug Budapest by Night (Fr. 20). Tag 5 Budapest–Esztergom. Rundfahrt* in Budapest. Am Nachmittag Ausflug zum Donauknie (Fr. 40). Busfahrt nach Esztergom. Von hier haben Sie einen herrlichen Blick auf das Donauknie. Besuch der Basilika von Esztergom. Tag 6 Bratislava. Altstadtführung* in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Tag 7 Dürnstein. Dürnstein, die «Perle der Wachau», liegt inmitten von Weinbergen. Rundgang* im Städtchen. Mittags Weiterfahrt Richtung Passau. Tag 8 Passau–Schweiz. Am Morgen erreichen Sie Passau. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket

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Ijsselmeer 7 Tage ab Fr.

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Rhône 8 Tage ab

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inkl. An-/Rückreise und Vollpension an Bord Reisedaten 2017

Excellence Melodia – Donau (Route 1) 06.05.–13.05. • 13.05.–20.05. • 03.06.–10.06. • 24.06.–01.07. 01.07.–08.07. • 09.09.–16.09. • 16.09.–23.09. • 23.09.–30.09. 30.09.–07.10. Excellence Allegra – Ijsselmeer (Route 2) 03.06.–09.06. • 17.06–23.06 • 01.07.–07.07. • 15.07.–21.07. 29.07.–04.08. Excellence Rhône – Rhône & Saône (Route 3) St. Jean de Losne–Avignon 22.04.–29.04. • 08.07.–15.07. • 22.07.–29.07. • 19.08.–26.08. 02.09.–09.09. • 16.09.–23.09. • 30.09.–07.10. • 14.10.–21.10. Avignon–St. Jean de Losne 29.04.–06.05. • 13.05.–20.05. • 27.05.–03.06. • 17.06.–24.06. 01.07.–08.07. • 15.07.–22.07. • 12.08.–19.08. • 26.08.–02.09. 09.09.–16.09. • 23.09.–30.09. • 07.10.–14.10. Preise pro Person

Swiss made Ihr Reiseprogramm – Ijsselmeer – Route 2

Ihr Reiseprogramm – Rhône & Saône – Route 3

Tag 1 Schweiz–Arnheim. Busanreise nach Arnheim. Um 20 Uhr legt die Excellence Allegra ab.

Tag 1 Schweiz–St. Jean de Losne. Busanreise nach Dijon. Indiv. Mittagessen und Weiterfahrt nach St. Jean de Losne. Um 16:30 Uhr legt die Excellence Rhône ab.

Tag 2 Rotterdam–Amsterdam. Am Morgen kombinierte Stadt- und Hafenrundfahrt* Rotterdam. Nachmittags gemütliche Flussfahrt in Richtung Amsterdam. Alternativ fakultativer Ausflug nach Den Haag (Fr. 40). Abends erreicht die Excellence Allegra Amsterdam. Tag 3 Amsterdam–Hoorn. Vormittags Grachtenfahrt* oder Zeit für eigene Unternehmungen in Amsterdam. Am Nachmittag erreicht die Excellence Allegra das Ijsselmeer – willkommen in einer beeindruckenden Naturlandschaft. Stadtrundgang Hoorn*. Tag 4 Hoorn–(Insel Texel)–Harlingen. Die Excellence Allegra erreicht am Vormittag Den Helder am nördlichen Zipfel Nordhollands. Ausflug zur Insel Texel* inkl. Mittagessen und mit Besichtigung einer Schutzstation für Seehunde. Am Abend setzt die Excellence Allegra die Reise über das Ijsselmeer nach Harlingen fort. Tag 5 Harlingen–Kampen. Am Morgen Ausflug in die Provinz Friesland*. Stadtbesichtigung in Franeker mit Besuch des alt-ehrwürdigen Königlichen Eise-Eisinga-Planetarium aus dem 18. Jahrhundert. Abends Flussfahrt über das Ijsselmeer bis Kampen am Ijsseldelta. Tag 6 Kampen–Nijmegen. Morgens Ausflug zum Königlichen Palast Het Loo*. Tag 7 Nijmegen–Schweiz. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket

Tag 2 Chalon-sur-Saône–Mâcon. Bustour durch das Burgunder Weinanbaugebiet bis nach Beaune, Stadtrundgang* mit Besuch des Hotel Dieu, ehemaliges Hospiz. Gemächliche Fahrt auf der Saône nach Mâcon. Tag 3 Mâcon–Lyon. Ausflug* zu den Burgen und Schlössern des Südburgunds. Besichtigung der Abtei Cluny. Geniessen Sie die Fahrt an Bord nach Lyon. Tag 4 Lyon. Vormittags Stadtbesichtigung* Lyon. Nachmittags Zeit für eigene Unternehmungen oder Ausflug nach Pérouges, Stadtführung mit Degustation in der Ostellerie (Fr. 40). Tag 5 Tournon. Fahrt mit der Dampfbahn* «Train de l‘Ardèche» durch das wildromantische Doux-Tal vom Schmalspurbahnhof Tournon ins Grün der Ardèche. Tag 6 Avignon–Arles. Rundgang* durch die Altstadt Avignons mit Besichtigung des Papst-Palastes. Nachmittags Möglichkeit die Schönheiten der Provence zu erkunden (Fr. 35). Tag 7 Arles–Port St. Louis. Morgens Stadtrundgang* in Arles mit Besuch der römischen Arena. Nachmittags Ausflug* in die Camargue. Besuch der hübschen Stadt Saintes-Maries-de-la-Mer. Tag 8 Avignon–Schweiz. Busrückreise zu Ihrem Abreiseort Avignon–St. Jean de Losne Reise in umgekehrter Richtung. Detailprogramm auf Anfrage. * Ausflugspaket

Die Excellence Flotte ist wie gemacht für den vollendeten Reisegenuss auf den schönsten Wasserwegen Europas. Sie tragen alle Merkmale eines überzeugenden Schweizer Reiseprodukts. Mit höchstem Reisekomfort und herzlicher Gastfreundschaft. Stilvoll und doch leger. Mit Sinn fürs Detail und Sinn für Qualität. An Bord. Grosszügiges Foyer, Panoramalounge, Nichtraucher-Restaurant, grosses Sonnendeck. Lift vom Mittel- zum Oberdeck (nur Excellence Rhône). Die Kabinen. Auf Mittel- und Oberdeck mit französischem Balkon, Fenster auf dem Hauptdeck sind nicht zu öffnen, mit Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage, TV, Safe. Willkommen an Bord!

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Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG Oberfeldstr. 19 · 8570 Weinfelden Tel. 071 626 85 85 · info@mittelthurgau.ch

Kabinentyp Katalogpreis Excellence Melodia – Donau Standard Doppel Hauptdeck 1905.– Deluxe 2-Bett Hauptdeck 2045.– Standard Doppel, frz. Balkon, MD 2145.– Deluxe 2-Bett, frz. Balkon, MD 2345.– Standard Doppel, frz. Balkon, OD 2445.– Deluxe 2-Bett, frz. Balkon, OD 2645.–

Sofortpreis 1355.– 1495.– 1595.– 1795.– 1895.– 2095.–

Excellence Allegra – Ijsselmeer Standard Doppel, Hauptdeck 1595.– 1195.– Deluxe 2-Bett, Hauptdeck 1795.– 1395.– Standard Doppel, frz. Balkon, MD 1855.– 1455.– Deluxe 2-Bett, frz. Balkon, MD 2095.– 1695.– Standard Doppel, frz. Balkon, OD 2055.– 1655.– Deluxe 2-Bett, frz. Balkon, OD 2295.– 1895.– Excellence Rhône – Rhône & Saône 2-Bett-Kab. Hauptdeck 2225.– 1595.– 2-Bett-Kab. frz. Balkon Mitteldeck 2660.– 1995.– 2-Bett-Kab. frz. Balkon Oberdeck 2875.– 2155.– Kein Zuschlag für Alleinreisende Kabinen Hauptdeck bei den Reisen auf der Rhône! Zuschläge Rhône: Abreise 13.05., 09.09. Rhône: Abreise 27.05., 17.06., 16.09. Ausflugspaket Ijsselmeer mit 6 Ausflügen Ausflugspaket Donau mit 6 Ausflügen Ausflugspaket Rhône mit 7 Ausflügen Kabinen zur Alleinbenützung Unsere Leistungen

45.– 75.– 208.– 180.– 236.– auf Anfrage

• An-/Rückreise im Komfort-Reisebus • Excellence Flussreise mit Vollpension an Bord • Erfahrene Mittelthurgau-Reiseleitung Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Persönliche Auslagen, Getränke, Trinkgelder, Ausflüge • Reiseversicherung auf Anfrage • Sitzplatz-Reservation Car 1.–3. Reihe Abfahrtsorte (für alle Reisen) Wil p, Winterthur-Wiesendangen SBB, Pratteln Aquabasilea p, Burgdorf p, Zürich-Flughafen Reisebusterminal p, Aarau SBB, Baden-Rütihof p, Basel SBB (Zeiten auf Anfrage erhältlich)

Internet Buchungscode www.mittelthurgau.ch

Donau: empas1 Ijsselmeer: eaarn2 Rhône: erstj2/eravi1

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LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 89

Auslandschweizerin

Von Nairobi nach Zürich – und zurück Makeda (14) reist jedes

Kinder

«Ich will mit meiner Musik Menschen glücklich machen»

Die 14-jährige Makeda spielt Gitarre, Bassgitarre und Schlagzeug. An Kenia mag sie den entspannten Lebensstil und die Natur mit Stränden und Wildtierreservaten. Text: Gabriela Bonin Illustration: Olaf Hajek

Ich lebe in Nyari, etwa eine halbe Fahrstunde vom Stadtzentrum von Nairobi entfernt. Es gefällt mir hier: Das Leben und die Leute sind sehr entspannt. Ich bin auch gern mit meinen Cousinen oder mit meinen grossen Brüdern zusammen. Manchmal machen wir mit der Familie Ausflüge nach Mombasa an den Strand oder in einen der vielen Nationalparks, wo man Löwen und andere Wildtiere beobachten kann.

Ich absolviere das 9. Schuljahr der internationalen Braeburn-Schule in Nairobi. Mit dem Schulbus brauche ich dorthin etwa 25 Minuten. Das Mittagessen nehme ich meist mit. Ich mag Ugali, einen Getreidebrei aus Mais, den man zusammen mit Gemüse und Fleisch isst.

Ich liebe Musik. Darum nehme ich Lektionen für Bassgitarre und Schlagzeug. Gitarre habe ich mir mittels Onlinelektionen selbst beigebracht. Ich spiele in der Mädchenband The Zone. Wir covern gern Popstücke, zu denen man gut tanzen kann, etwa «Cold Water» von Justin Bieber. Wenn ich erwachsen bin, möchte ich andere mit meiner Musik glücklich machen.

Jahr für einige Wochen in die Schweiz, um hier ihre Grossmutter und ihre Tante zu besuchen und an den Ferienlagern der Stiftung für junge Auslandschweizer teilzunehmen. Das bereite ihr viel Spass, sagt sie. Ihr Vater ist Schweizer und in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Ihr Papa ist vor 25 Jahren von Zürich nach Afrika ausgewandert

und seit 21 Jahren mit Makedas Mutter, einer Kenianerin, verheiratet. Makeda hat zwei grössere Brüder: Anam (21) und Joni (19). Sie spricht fliessend Deutsch, Schweizerdeutsch und Englisch. Ausserdem versteht sie fast alles auf Suaheli, der in Ostafrika am weitesten verbreiteten Lokalsprache.

Makeda (14) lebt in Afrika. Ihr Vater war

früher in Zürich zu Hause.


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Auf der Götterinsel Zypern – am Schnittpunkt dreier Kontinente, erzählen beeindruckende Zeugen aus der Antike von einer bewegten Vergangenheit. Ebenso faszinierend ist die Landschaft mit ihren goldenen Stränden, wilden Felsküsten und dem mächtigen, bis 2000m hohen Troodos-Gebirge.

8 Reisetage – erstklassige Hotels, Halbpension und Ausflüge inkl.! 1. Tag / Zürich – Nikosia – Kyrenia (Nordzypern): Flug von Zürich nach Nikosia (kurze Zwischenlandung). Hier werden Sie von Ihrer Deutsch sprechenden Reiseleitung bereits erwartet für Ihren Transfer nach Kyrenia – ein reizvoller Küstenort an Zyperns Nordküste. Der malerische Hafen, die faszinierende Altstadt und goldene Sandstrände in Reichweite machen Kyrenia zu einem idealen Ausgangspunkt für Entdeckungen auf der Aphroditen-Insel Zypern. 2. Tag / Kyrenia: Ein erster Höhepunkt erwartet Sie mit dem Besuch des grandiosen, mittelalterlichen Gebirgskastell St. Hilarion. An atemberaubender Lage, auf einem steilen Kalkfelsen gelegen, werden Sie hier mit dem wohl schönsten Ausblick Zyperns beschenkt. Anschliessend lassen Sie sich von den majestätischen Ruinen der Abtei Bellapais – ein wahres Meisterwerk gotischer Baukunst – in den Bann ziehen. Greifen Schriftsteller zur Feder, um über Bellapais zu schreiben, überschlagen sich die Superlative. Und tastächlich bietet dieses Juwel, harmonisch eingebettet in Olivenhainen, ein grandioses Erlebnis für Herz und Augen. Zurück in Kyrenia besuchen Sie das Schiffwrack Museum am Hafen, indem die ältesten Schiffwracks der Welt – samt Fracht, zu bewundern sind. 3. Tag / Karpasia-Halbinsel: Fahrt entlang der Küste zur Karpasia-Halbinsel – vorbei an menschenleeren, glasklaren Badebuchten und Bauernhöfe, die idyllisch zwischen Wein-, Getreide- und Tabakfeldern schlummern. Durch das dichtbewaldete Besparmak Gebirge gelangen Sie hoch hinauf zu den gewaltigen Festungsmauern Kantaras. Ein atemberaubender Ausblick eröffnet sich hier auf die Nord- und Südküste der Halbin-

Bellapais – ein Meisterwerk gotischer Archtitektur

sel. Sie unternehmen eine kleine Wanderung und besuchen den bedeutendsten christlichen Wallfahrtsort Zyperns: das Kloster Agios Andreas. 4. Tag / Famagusta: Heute werden Ihnen so einige spannende „Steine in den Weg gelegt“. Erst mit dem Besuch des Barnabas Klosters mit der Grabkapelle des Apostels Barnabas und anschliessend mit der Altstadt von Famagusta, dessen Reichtum im Mittelalter legendär war. Um Famagustas Altstadt liegt noch immer der 3½km lange, doppelte Mauerring, den die venezianischen Herrscher im 16. Jh. vergeblich zum Schutz vor den Türken errichten liessen. Weitere historische Besonderheiten Famagustas sind die Ruinen des Franziskaner-Klosters, die Krönungskathedrale sowie die Überreste der Villen und Paläste reicher Kaufleute und Adliger. Unterwegs haben Sie die Möglichkeit landestypische Souvenirs zu kaufen. 5. Tag / Fakultativer Ausflug Paphos (Südzypern): Der heutige fak. Ausflug (€ 79.–, vor Ort buchbar) führt Sie in den Süden der Insel. In Paphos beeindrucken kulturhistorische Höhepunkte. Um 1400 v. Chr. gegründet, gilt Paphos als Geburtsort der

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Aphrodite. In römischer Zeit war Paphos die Hauptstadt von Zypern. Aus dieser Zeit stammen die Ruinen der Palastanlagen mit seinen Königsgräbern und wunderbaren Mosaiken – Zeugen des einstigen Reichtums. Der Distrikt von Paphos hat so viele geschichtsträchtige Orte, dass UNESCO den Ort und seine gesamte Umgebung auf die Liste der Weltkulturerben setzte. Nach den Besichtigungen geniessen Sie freie Zeit am malerischen Hafen. 6. Tag / Ausflug nach Nikosia: Ganztagesausflug nach Nikosia. Dabei schlendern Sie durch die verwinkelten Altstadtgassen der letzten geteilten Hauptstadt der Welt. Zahlreiche Sehenswürdkigkeiten u.a. die venezianische Befestigungsanlagen, die Selimiye Moschee und der Besuch von zwei alten Karawansereien aus dem 17Jh. erfüllen einen spannenden Ausflugstag. 7. Tag / Kyrenia: Tag zu Ihrer freien Verfügung. Geniessen Sie einen entspannten Tag in Kyrenia oder unternehmen Sie weitere fak. Ausflüge. 8.Tag / Kyrenia – Nikosia – Zürich: Transfer zum Flughafen von Nikosia und Rückflug nach Zürich (kurze Zwischenlandung).

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LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 91

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Wenn es wehtun würde, dann wäre die Natur grausam, denn alle Vögel verlieren regelmässig Federn. Ihr Gefieder nutzt sich ab. Darum erneuert es sich alle ein bis zwei Jahre. Diesen Wechsel des Federkleids nennt man Mausern. Es ist ein natürlicher Vorgang und tut den Vögeln nicht weh, weil die Federn sich beim Mausern von alleine aus der Haut lösen. Die Natur ist nicht grausam, gewisse Menschen sind es aber: Es gibt Tierfabriken, in denen sie

lebendigen Vögeln die Federn und Daunen ausrupfen. Daunen sind kleine, zarte Flaumfedern. Weil das Rupfen nicht während der natür­ lichen Mauser passiert, sind die Federn noch fest mit der Haut verbunden. Wir können die betrof­ fenen Gänse und Enten nicht fra­ gen, wie schmerzhaft das ist. Aber stell dir vor, man würde dir büschel­ weise alle Haare ausreissen. Nein, danke! Dagegen kann man etwas tun: zum Beispiel auf den Kauf von Daunendecken verzichten, de­ ren Daunen bei lebendigen Vögeln

Wenn du verlorene Federn aufliest, dann erfreue dich einfach an diesem Geschenk der Natur. Sie erinnern an den grossen Mensch­ heitstraum vom Fliegen. Wäre es nicht fantastisch, wenn wir uns ab und zu auch mal ein Federkleid anziehen und abheben könnten? *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

Eine Mutter erklärt die Welt:

Die Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

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LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 93

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Das Hotel Schweizerhof liegt ruhig und zentral im Engadiner Dorf Sils Maria. Die Zimmer sind grosszügig konzipiert. Warme Farbtöne bestimmen das Interieur, die Materialien dafür stammen aus der Region. Entspannung bietet der Wellnessbereich mit Solbad.

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ingebettet zwischen dem Silser- und dem Silvaplanersee auf 1803 Meter über Meer liegt Sils Maria. Die idyllische Lage des Dorfs am Eingang zum Val Fex – so der romanische Name für das Fextal – und das wohltuende Klima zogen schon im 19. Jahrhundert so manch prominenten Gast an. Literat Hermann Hesse kam immer wieder gern, und Philosoph Friedrich Nietzsche verbrachte sogar mehrere Sommer im Engadiner Dorf. Doch nicht nur im Sommer und nicht nur für Dichter und Denker

hat das autofreie Fextal so einiges zu bieten. Aufgrund der Höhenlage ist Schneemangel im Winter so gut wie kein Thema. Wanderwege und bis zu 350 Kilometer präparierte Skipisten garantieren Spass und Erholung im Engadin. Und wer es romantisch mag, gönnt sich einen Ausflug mit dem Pferdeschlitten – vorzugsweise zu zweit ... Hotelskipass zum Spezialpreis

Für Wintersportfans hat das Hotel Schweizerhof ein spezielles Angebot: Ab zwei Übernachtungen erhalten Gäste den Hotelskipass

für die Dauer ihres Aufenthalts für 35 Franken pro Person und Tag. Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Oberengadin ist eingeschlossen. Nach einem aktiven Tag in der Natur empfiehlt sich für die Entspannung ein Besuch des Wellnessbereichs mit Solbad, bevor die Küche des «Schweizerhofs» mit einer Auswahl feiner Gerichte zu Tisch bittet. Gekocht wird stets mit frischen Zutaten und ausgewählten Produkten aus der Region. MM www.hotel-schweizerhof-sils.ch

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Ketchikan

9.5. Zürich – Anchorage. Fluganreise via London / Seattle. Transffer in Ihr Hotel und Übernachtung. 10.5. Anchorage – Mc Kinley. Busfahrt entlang des spektakulären George eorge Parks Highway nach Mc Kinley. Der Mount McKinley ist der höchste Berg Nordamerikas. Er befindet sich auf dem Gebiet des Nationalparks und ragt 6‘193 Meter über dem Meeresspiegel in die Höhe. Bären, Adler, Elche und eine total wildromantische Flora und Fauna erwarten Sie auf Ihrer Reise durch diesen atemberaubenden Nationalpark. Vergessen Sie weder Fotoapparat noch Feldstecher! Übernachtung in der Mc Kinley Princess Wilderness Lodge. 11.5. Mc Kinley – Talkeetna – Denali. Erleben Sie die atemberaubende Naturlandschaft Alaskas auf Ihrer Reise zwischen den zwei Princess Lodges und tauchen Sie immer tiefer in die Wildnis ein. Fahrt mit dem Bus nach Talkeetna mit anschliessender Panoramazugfahrt nach Denali.

auf die Star Princess und Abfahrt um 20.30. 14.5. Kreuzen am Hubbard-Gletscher / Alaska (USA). 15.00 – 20.00. Eine beeindruckende Kulisse bietet sich Ihnen am Hubbard-Gletscher. Schneebedeckte Berge ragen steil aus dem tiefblauen Wasser auf und bilden einen sagenhaften Farbkontrast. 15.5. Kreuzen im Glacier Bay Nationalpark / Alaska (USA) 09.15 – 19.30. Der spektakuläre Nationalpark Glacier Bay begeistert mit riesigen Fjorden und einer traumhaften Natur. Seit 1925 ist er zudem als Naturschutzgebiet deklariert.

Inbegriffene Leistungen Totempfählen besuchen, die einzigen originalen Zeugnisse einer längst vergangenen Kultur.

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12.5. Denali. Tag zur freien Verfügung im Denali Nationalpark. Einzigartige Möglichkeit, um Weisskopfseeadler, Bären, Elche und unzählige weitere Tiere in Ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten. Unternehmen Sie einen der zusätzlich buchbaren, fakultativen Ausflügen. Übernachtung in der Denali Princess Wilderness Lodge. 13.5. Denali – Whittier. Busfahrt zum Hafen von Whittier. Einschiffung

Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

17.5. Juneau / Alaska (USA) 06.30 – 16.00. Wir empfehlen einen Ausflug zum berühmten Mendenhall-Gletscher. Tierbeobachtungen eignen sich hier besonders, mit etwas Glück sehen Sie Wale, Seelöwen, Adler und Hirsche.

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16.5. Skagway / Alaska (USA) 07.00 – 20.30. Skagway ist ein malerisches, kleines Dörfchen und der nördlichste Hafen an der Inside Passage. Als ehemaliger Drehund Angelpunkt des Goldrausches begeistert Skagway auch Naturliebhaber mit einem breiten Angebot an Touren durch die Berge und Täler mit atemberaubenden Ausblicken und unvergesslichen Tierbeobachtungen.

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20.5. Vancouver 07.30. Transfer zum Flughafen inklusive Stadtrundfahrt. Nicht nur dank ihrer Lage zwischen Meer und Bergen gilt Vancouver als eine der schönsten Städte Kanadas. Auch die zahlreichen Parks, Strände, Gärten, Museen und Kunstgalerien und die grosse ethnische Vielfalt machen die Stadt zu einem einzigartigen Ort, der für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Anschliessend Rückflug nach Zürich. 21.5. Ankunft in Zürich.

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LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 95

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LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 97

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was wird gerne an Chilbis verkauft? R Brustsalat

D Magenbrot

W Bauchsuppe

2. Wie lautet eine andere Bezeichnung für die Stadt Rapperswil? I

Narzissenstadt

O Tulpenstadt

R Rosenstadt

3. Wie nennt sich ein Anwalt, der auf unlautere Methoden zurückgreift? T

Bogenjurist

L

Kreisnotar

E

Winkeladvokat

So nehmen Sie teil

4. Was stellt eine Putzmacherin her? S

Hüte

B Bürsten

H Ron

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.2.2017, 24 Uhr

E

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

D Pelze

5. Welches ist das einwohnerstärkste Land Südamerikas? U Peru

E

Argentinien

S

Brasilien

6. Auf welchem Berg steht eine vom Architekten Mario Botta entworfene Kapelle? I

Monte Tamaro

C Monte Lema

R Pilone

7. Wie heisst der älteste Sohn von Harry Potter? N James

T

Severus

8. Was versteht ein Mediziner unter dem Begriff «Tussis»? L

Gehirn

G Husten

Rückgrat

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Gewinner Nr. 3: Roman Kaderli, Wittinsburg BL; Terezia Csetreki, Lenzburg AG; Philippe Hänni, Suhr AG

Auflösung Nr. 4: BUMERANG

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 1 5 4

N Auflösung Nr. 4: ACKER Gewinner Nr. 3: Fides Jordan, Naters VS; Kurt Schlegel, Nidau BE; Isabelle Frey, Niedergösgen SO

2 3

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Lösungswort: 1

2

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Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

1 5

4

7 4 1

7 7 6

6

3

2 1 6

2

4

2 3 7 3 8 5 1

9

5

8 9

6 7

4 2

Auflösung Nr. 4: 453 5 3 9 8 4 2 7 1 6

4 6 8 1 3 7 9 2 5

2 7 1 6 9 5 3 4 8

7 8 4 2 6 9 1 5 3

6 1 5 7 8 3 2 9 4

9 2 3 5 1 4 6 8 7

8 9 6 4 7 1 5 3 2

3 4 2 9 5 6 8 7 1

1 5 7 3 2 8 4 6 9

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 5.2.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 3: Marcella Werro, Barberêche FR; Bernadette Bucher, Richenthal LU; Ingrid Grünig, Marin-Epagnier NE; Rita Lüthi, Bettlach SO; Virginie Caboussat, Gland VD

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 3 2 1 miteinander verbunden 2 4 2 2 2 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 3 und mehr als zwei Linien.

1 5 1 3 0 1

3

Auflösung Nr. 4:

4

3

1 4 0 2

1

0

2

4

2

3

0

6

0

1

3 1 2

4 3 2

1

6 6 2

3

3

1 3 2

2 2

3 2

3

Auflösung Nr. 4: 3

3 1

3 2

2 1

4

3

3

2

4

4 3

4 2

3

3

1 2

1 4

3 1 3 6 3

2 5 1 2 3

2 1 1 2 1

1 3 2 4 2

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Chefredaktor: Sandra Jermann (Leiterin ProjektHans Schneeberger management), Heidi Bacchilega, Produktion/Ressort Leben: Jean-Sébastien Clément, Remo Leupin (Leitung), Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sonja, Leissing, Anna Meister, Sabine Müller (Produzentin), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Gerda Portner (Produzentin), Anna-Katharina Ris, Ursula Trümpy (Produzentin), Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Jacqueline Vinzelberg, Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Michael West, Anette Wolffram Heinz Stocker (Korrektor) Bildredaktion: Ressort Menschen: Olivier Paky (Leitung), Sabine Lüthi (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Susanne Oberli, Helen van Pernis Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller Layout: (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Doris Oberneder (Creative Director), Online: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

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102 | MM5, 30.1.2017 | LEBEN

2

1

Mein Lieblingsprodukt «Glace esse ich auch im Winter. Da es im Engadin keine Migros gibt, kann ich das Eis am Stängel nur im Unterland kaufen – und muss es immer gleich essen.»

Meine Welt

«Tempobolzen hat mich nie interessiert»

Noch spielt WM-Maskottchen Moritz die Hauptrolle im Leben der ehemaligen Skirennfahrerin Ariane Ehrat. Nach ihrem Rücktritt als Tourismusdirektorin der Region Engadin St. Moritz will sie sich aber wieder mehr ihrem Lebenspartner Hansheiri widmen. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Thomas Hablützel


LEBEN | MM5, 30.1.2017 | 103

1 Meine Passion «Natürlich Skifahren. Nur Tempobolzen hat mich aber nie interessiert. Ich mag das Beschleunigen aus der Kurve, das Feilen an der Technik und die Suche nach der perfekten Linie.» 2 Mein Stolz «Die neue iLounge in

St. Moritz Dorf, die das Infozentrum ersetzt. Hier stellen wir den Gästen neben Information und Beratung auch Tablets zum freien Gebrauch zur Verfügung.» 3 Meine Medaille «An der Ski-WM 1985 in Bormio (I) gewann ich Silber. Die Auszeichnung ist eine Erinnerung an eine unglaublich spannende Zeit.»

3

Name Ariane Ehrat (55) Sternzeichen Wassermann Lebenslauf «Ich bin in Schaffhausen aufgewachsen und holte mit 23 Jahren Silber an der Ski-WM in Bormio.

Der Sport hat mich in die Kommunikation geführt. Denn im Ziel erzählte ich allen Journalisten das Gleiche, aber alle schrieben etwas anderes. Also fragte ich mich: ‹Wie sag ichs, damit der Inhalt stimmt?› Nach diversen Stationen in der PR bin ich seit 2008 Geschäftsleiterin der Tourismusorganisation Engadin St. Moritz. Die WM ist der Höhepunkt. Ende April trete ich zurück. Ich freue mich darauf, wieder mehr Zeit mit Hansheiri (55) verbringen zu können: Mit ihm teile ich seit 25 Jahren das Leben, aber nicht immer den Wohnsitz. Als ich mich vor neun Jahren fürs Engadin entschied, blieb er in Flims GR.»

4 5

6

4 Mein Weg «Mit 18 habe ich das Gymnasium abgebrochen und meinen Eltern versprochen: ‹Ich werde so gut fahren, dass ich meine Ausbildung später selber bezahlen kann.› Das ist mir gelungen.» 5 Mein Sonnenschein «Moritz ist das Maskottchen der WM 2017. Besonders

die Kinder haben ihre Freude an ihm, auch, weil es ihn in Gross und als kleines Plüschtier gibt.»

Bild: Giorgio Keller/Keystone

7

6 Mein Lieblingsbuch «Es ist unglaublich,

mit welchem Mut und Geschick unsere Vorfahren den Touristen den Winter schmackhaft gemacht haben. Deshalb finde ich dieses Buch über 150 Jahre Wintertourismus sehr inspirierend.» 7 Mein Stein «Der Rosenquarz ist ein Geschenk meiner Mutter. Er ist auf jeder Reise mit dabei. Ich glaube, dass er für ein gutes Ambiente sorgt.»


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