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Migros magazin 05 2016 d lu

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Ausgabe Luzern, AZA 1953 Sion Response Zentral

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MM05, 1.2.2016 | www.migrosmagazin.ch

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6 | MM05, 1.2.2016

Spielplätze Obwohl sie für Kinder gebaut waren, liessen

D Editorial

Spielplätze in puncto Sicherheit früher sehr zu wünschen übrig. Die Zeiten haben sich gottlob geändert.

Mehr Zeit und Freiheit!

Der Samstag war jeweils ganz schlimm. Ich bin als Kind nie wirklich gerne zur Schule gegangen (was man während dieser Zeit alles verpasste im Leben!), aber der Samstag war das schlimmste. Sich am Morgen früh aus den Federn quälen und sich noch für einige unnö­ tige Stunden in die Schule schleppen. Zuhören, wenn draussen das Leben tobte – eine Folter. Wer könnte sich heute noch vorstellen, die Kinder am Samstagmorgen in die Schule zu schicken? Undenkbar. Wie so viele Entwick­ lungen der letzten 50 Jahre hat der schulfreie Samstag das Familienleben dramatisch ver­ ändert und vor allem erleichtert.

17

Tourismus

97

Billig-Airlines, Feriendörfer, Kinderhotels, Wohnmobile: In Sachen Reisen hat sich ein Markt mit massgeschneiderten Familienangeboten etabliert.

Hier ist sie also: Die Liste der 50 Errungenschaften der ver­ gangenen 50 Jahre, die unser Familienleben dramatisch er­ leichtert haben. Und sollten wir Ihrer Meinung nach Wichtiges vergessen haben, schreiben Sie uns! Wir werden die Liste gerne mit Ihren Tipps ergänzen. Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

85 Regenbogenfamilien Die Zahl gleichgeschlechtlicher Paare mit Kindern nimmt zu – wie gehen Hetero-Familien mit dem neuen Phänomen um?

Bilder: Photopress-Archiv/Keystone, Beat Schweizer, Michael Egloff, Marco Zanoni, René Ruis, iStockphoto; Illustrationen: VectorStock

In dieser Sonderausgabe des Migros-Magazins zum Thema Familie haben wir versucht, alle diese Entwicklungen einmal zusammen­ zutragen. All die kleinen (und grossen) Sachen, an die wir uns zum Teil schon lange gewöhnt haben und die uns den Familienalltag doch so viel einfacher, effizienter, entspannter oder glücklicher machen. Darunter fallen wichtige gesellschaftspolitische Weichen, die gestellt wurden, wie die gesetzliche Gleichstellung von Patchworkfamilien oder der Vaterschaftsurlaub, aber auch scheinbar Unscheinbares wie zum Beispiel die Erfindung des Baby­ phons oder des Kindersitzes. Und die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten, hat nicht nur das Familienleben, sondern auch den Schweizer Arbeitsmarkt völlig verändert.


MM05, 1.2.2016 | 7

Teilzeitpapis

Immer mehr Männer wollen sich mehr in der Familie einbringen und würden dafür ihr Jobpensum reduzieren.

10

50 Errungenschaften

Die Familie im Zeichen des Fortschritts 48 Flexible Arbeitszeit

Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, kann vor allem dann gelingen, wenn der Arbeitgeber mitspielt. Die Migros geht mit gutem Beispiel voran.

15 Leihgrosi Für Kinder ohne Oma und Opa sind Patengrosseltern willkommene Gefährten.

36 Neue Wohnformen Die klassische 3-Zimmer-

wohnung als Familienhort hat ausgedient.


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 9

1

Illustration: VectorStock

Teilzeitarbeit Mann will heute auch Vater sein: Neun von zehn Männern würden gern mehr Zeit mit der Familie verbringen. Doch nur einer von zehn setzt seinen Wunsch dann tatsächlich um. Damit sich die Zahlen ändern, braucht es mehr Teilzeitstellen. Was erfreulich ist: Der Druck auf die Unternehmen steigt, sich nicht nur auf dem Papier familienfreundlich zu geben – unter anderem weil sich auch Männerorganisationen für Teilzeitarbeit einsetzen.


10 | MM05, 1.2.2016 | FAMILIE

Teilzeitarbeit

Es bewegt sich etwas bei den Männern Erwerbsmodelle bei Paaren, deren jüngstes Kind sechs Jahre oder jünger ist. 29,5 %

26,7 %

Lukas Bütikofer hat sich einen Traum erfüllt: Er widmet sich voll und ganz

seinen Buben. Für die meisten Männer bleibt bereits eine Pensenreduktion im Brotjob ein frommer Wunsch: Es mangelt nach wie vor an Teilzeitstellen. Text: Andrea Freiermuth

2014

2,9 % 1% 2,2 % 7,4 %

20,7 % 9,6 %

34,9 %

30,5 %

2007 2,4 % 1,3 % 1,6 %

4,1 %

16,9 % 8,3 %

31,8 %

54,9 %

1995

1,6 %

8,1 % 2,5 % 0,8 % 0,4 %

n Partner Vollzeit / Partnerin nicht erwerbstätig n Partner Vollzeit / Partnerin Teilzeit 1–49% n Partner Vollzeit / Partnerin Teilzeit 50–89% n Beide Vollzeit n Beide Teilzeit n Partner nicht oder Teilzeit (1–89%) erwerbstätig / Partnerin Vollzeit n Beide nicht erwerbstätig n Andere Modelle Quelle: BFS - SAKE

T

heoretisch sind Mann und Frau in der Schweiz seit 1981 per Verfassung gleichberechtigt. Praktisch ist die Gleichstellung eine Knacknuss, vor allem in Sachen Familien- und Erwerbsarbeit. Nach wie vor arbeiten 88 Prozent der Männer mit Kindern unter sieben Jahren Vollzeit, während 60 Prozent der Frauen mit Kindern im selben Alter im Beruf zurückstecken und 27 Prozent die Erwebstätigkeit sogar ganz aufgeben. Dass sich etwas tut, merkt man erst, wenn man 20 Jahre zurückschaut: 1995 arbeiteten gerade mal 2,5 Prozent der Paare mit kleinen Kindern Teilzeit, heute sind es bereits mehr als 7 Prozent; bei rund 2 Prozent der Paare arbeitet die Frau Vollzeit, während der Vater vorwiegend zu Hause bleibt. Ein solches Modell leben auch Franziska und Lukas Bütikofer aus Schliern BE. Lange hatte der 29-Jährige nur seine Karriere im Auge. Mit der Geburt des ersten Sohns veränderte sich sein Leben radikal: Heute ist Lukas Bütikofer Vollzeitpapa, während seine Frau für den Lebensunterhalt sorgt. Hausmänner haben Signalwirkung. Gemäss einer Umfrage von Pro Familia möchten 9 von 10 Männern mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Aber es fehlen Vorbilder und Teilzeitjobs. Männer, die ihren Kindern nicht nur gute Nacht sagen wollen, müssen konsequent bleiben – auch wenn der Arbeitgeber bockt und die Karriere den Bach runtergeht.

Bilder: Beat Schweizer

Noch ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für viele Unternehmen ein Feigenblatt. Doch der Druck steigt, sich nicht nur auf dem Papier familienfreundlich zu geben: Heute gibt es auch Männer, die sich einen anderen Job suchen, wenn der Arbeitgeber nicht einlenkt. Es findet ein Umdenken statt

Fündig werden sie etwa auf dem Jobportal Teilzeitkarriere.ch. Dort gibt es auch eine Auflistung der Firmen, die 2015 am meisten Teilzeitstellen ausgeschrieben haben. Auf diesem Ranking haben Manor, der Kanton Bern und Aldi Suisse die Nase vorn, die Migros belegt Platz 12. Insgesamt dominieren der Detailhandel, das Gesundheitswesen und die Verwaltung die Top 100. Aber auch in anderen Branchen findet ein Umdenken statt. Ein Beispiel vom Bau ist

die Berner Varium Bau AG. Die Firma beschäftigt 20 Mitarbeiter, 15 davon arbeiten mit einem reduzierten Pensum. Unter den Teilzeitern ist auch Betriebsleiter Simon Schumacher (33). Er arbeitet zu 60 Prozent, jeweils von Mittwoch bis Freitag. In der ersten Wochenhälfte betreut der gelernte Maurer seine drei Kinder und den Hof, auf dem er mit seiner Familie lebt. Männer, die sich an der Familienarbeit beteiligen wollen, sind längst keine Einzelkämpfer mehr. Männerorganisationen setzen sich auf nationaler Ebene für ihre Anliegen ein. So etwa Männer.ch mit der Kampagne «Der Teilzeitmann» sowie einer geplanten Initiative für einen 20-tägigen Vaterschaftsurlaub, die noch in diesem Jahr lanciert werden soll. MM Weitere Infos: Teilzeitkarriere.ch

Klassische Rollenbilder weichen sich langsam auf Durchschnittlicher Aufwand für Erwerbs-, Haus- und Familienarbeit 1997 bis 2013 (Stunden pro Woche). Frauen n Haus- und Familienarbeit n Erwerbsarbeit

60 50 40

Männer n Haus- und Familienarbeit n Erwerbsarbeit

30 20 10 0 1997

2000

2004

2007

2010

2013

Quelle: BFS - SAKE

Arbeitsmodelle

Mehr als nur ein Teilzeitvater


FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 11

Lukas Bütikofer (29)

«Ich wollte mehr Papizeit» Eigentlich wollte ich so richtig Karriere

machen. Ich bin eidge­ nössisch diplomierter Geschäftsführer. Dass der Mann Geld ver­ dient und die Frau die Familie versorgt, war für mich ein Natur­ gesetz. 2011 stand ich kurz davor, die Geschäftsleitung eines KMU zu übernehmen. Aber dann kam Emil auf die Welt – und meine Ideologie begann zu bröckeln. Vor anderthalb Jahren tauschten meine

«Die ersten Lebens­ jahre sind prägend»: Lukas Bütikofer ist froh, Remo (2) und Emil (4) beim Heran­ wachsen begleiten zu können.

Frau und ich die Rol­ len: Sie übernahm eine Vollzeitstelle, ich redu­ zierte mein Pensum bei einer NGO auf 30 Prozent. Als Lehre­ rin verdient Franziska (28) mehr als ich. Das Geld war aber nicht der einzige Grund für den Rollentausch: Ich wollte mehr Papizeit. Der Einstieg als Hausmann war holprig.

Ich kam nicht aus dem Ferienmodus heraus. Ständig war ich mit den Jungs auf Achse: im Tierpark, am Flug­ hafen, immer Action. Irgendwann waren die Kleiderschränke leer und die Wäsche­ berge riesig. Inzwi­ schen habe ich die Hausarbeit im Griff. Bis heute hatte ich nie das Gefühl, kein

echter Kerl zu sein, weil ich vor allem Hausmann bin: Ich investiere mit einem sehr grossen Return in meine beiden Jungs. Die ersten Lebensjah­ re sind prägend. Diese Zeit so intensiv mit­ erleben und mitgestal­ ten zu können, erfüllt mich voll und ganz.


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 13

2

Zahnspange Als ich in meiner Kindheit erstmals eine

Zahnspange sah, war mein Entsetzen grenzenlos: Aus dem Maul des bemitleidenswerten Kindes guckten zwei metallene Bügel, die in kühnem Schwung zum Hinterkopf führten, wo sie straff zusammengehalten wurden. Ich dachte an einen schlimmen Unfall. Als bei mir eine Zahnkorrektur fällig war, bekam ich glücklicherweise ein Modell, das kaum auffiel, solange ich den Mund hielt. Ich sprach und lachte in der Zeit eher wenig. Heute noch erkennt man Zahnspangen tragende Kinder gern am leichten Lispeln, viele meiden faserige Lebensmittel, einige halten sich beim Lachen die Hand vor den Mund. Doch zu schämen braucht sich keines mehr, denn Spangen sind salonfähig geworden,

Computerspiele

«Spiele als solche machen nicht süchtig» und wer «Brackets» auf die Zähne geklebt bekommt, kann wenigstens die Farbe des Befestigungsgummis wählen. In Asien soll die bunte Mundverkabelung sogar so trendy geworden sein, dass sich Modebe­ wusste mit gefälschten Zahnspangen dem Infektions­, Erstickungs­ und Vergiftungsrisiko aussetzen. Hierzulande muss man nicht auf den Fake zurück­ greifen, die Chancen auf reale Zahnspangen sind intakt. Denn geordnete Beisserchen sind eine Visitenkarte und sollen die Jobchancen verbessern. Deshalb lassen sich auch Erwachsene die Zähne richten. Tom Cruise, Gwen Stefani und Cristiano Ronaldo haben es vorgemacht. Dank ihnen können Eltern auf Augenhöhe mit den Kin­ dern über Zahnkorrekturen reden. Yvette Hettinger

Like-a-bike

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Unsexy Stützräder? Das war einmal

Bilder: Fotolia, PD, René Ruis

Velo fahren bedeutet Freiheit. Kinder, die es beherrschen, vergrössern ihren Radius schlagartig: Zuvor eroberten sie

das Laufgitter, jetzt das Quartier. Einst bedeutete das Erlernen des Velofahrens Schmach und Schmerz: unsexy Stützräder, böse Stürze. Der Spott der anderen war im besten Fall Antrieb, einfach weiterzupedalen: eine Schürfwun­ de mehr für die Emanzipation. Man selber übte als Heranwach­ sender noch auf einem viel zu gros­ sen Rahmen, das Zweirad sollte ja auch noch im nächsten Sommer brauchbar sein … Grossvater schob hinten an, die Schwester winkte vorne aufmunternd zu. Und irgend­ wo dazwischen ging das Gleichge­ wicht verloren. Aber irgendwann zwischen 5 und 6 gelang es auch mir.

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Marc Bodmer (52), Jurist und Game­Experte der Kulturstiftung Pro Hel­ vetia. Marcbodmer.com

Heute gewöhnen sich Kinder viel früher ans Gefühl im Sattel, bereits ab 2 Jahren nämlich. Dank einer Erfindung eines gewissen Karl Drais im Jahr 1817: der Draisine. Wegen Futtermangels und Pferde­ sterben erfand der Deutsche eine Laufmaschine, die Urform des Velos: zwei Räder, ein Sattel und zwei Beine, die das Gefährt an­ treiben. Bestechend einfach, eine Revolution! Das Laufrad setzte sich aber erst nach einem Redesign aus Holz Mitte der 90er­Jahre durch. Seither sind Stütz­ räder nicht mehr nötig, es braucht nur einen Helm, etwas Mut und viel elterli­ ches Vertrauen. Und schon macht die Tochter oder der Sohn auf dem Like­a­bike die

ersten Fahrten in die Unabhängig­ keit. Der Ablösungsprozess, so schmerzlich das für die Eltern sein mag, beginnt schon vor dem Kindergarten. Peter Aeschlimann

Karl Drais sei Dank! Mit dem Like-a-bike erfahren die Kleinen früh ein wenig Freiheit.

Marc Bodmer, wie haben Computerspiele das Freizeitverhalten verändert? Videospiele prägen nicht nur die Freizeit von Kindern und Jugendlichen, sondern auch einer wachsenden Zahl Er­ wachsener – zu Hause, unter­ wegs, irgendwo. So sehr sie Spass machen, so viel Zeit nehmen sie in Anspruch, denn im Vergleich zu Musik und Film verlangen Video­ spiele die ungeteilte Auf­ merksamkeit. Wie hält man das Gamen in einem vernünftigen Mass? Spielen ist wie Sport sehr von der Tagesform abhängig. An manchen Tagen reichen zehn Minuten, und der Spieler ist genervt. Tags darauf kann die Situation völlig anders sein. Bei jüngeren Kindern bietet es sich an, einen Zeitrahmen zu setzen. Entscheidend aber ist, dass der Alltag ausgewo­ gen ist. Wenn vor lauter Ga­ men der Sport oder die Haus­ aufgaben unter die Räder kommen, ist das nicht gut. Wie gross ist das Risiko, spielsüchtig zu werden? Zum Glück sehr klein. Spiele als solche machen nicht süch­ tig. Sie können aber als Krü­ cke eingesetzt werden, wenn das Selbstwertgefühl ange­ schlagen ist oder viel Stress auftritt. Dann kann es vor­ kommen, dass Games genutzt werden, um dem Alltag zu entfliehen. Ralf Kaminski


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Eine wunderbare car-tours Neuheit! Schnaufend bahnt sich die Achensee-Dampf-Zahnradbahn mit grandiosen Panoramablicken ihren Weg nach Seespitz. Die Pinzgauer Lokalbahn bringt uns durch die reizvolle Landschaft mitten hinein in den Nationalpark Hohe Tauern zu den Krimmler Wasserfällen und im nostalgischen Dampfzug der Zillertalbahn mit Musik und einem Schnapserl erobern wir das alpine Städtchen Mayrhofen. Ihr Reiseprogramm: 1. Tag, Mittwoch 15. Juni 2016 - Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus in die Region der Zillertaler Alpen, wo uns der Hotelier mit einem feinen Nachtessen erwartet. 2. Tag, Donnerstag 16. Juni 2016 - Mit der Schmalspurbahn in den Nationalpark Hohe Tauern & Krimmler Wasserfälle Mit der Pinzgauer Lokalbahn, einer der attraktivsten Schmalspurbahnen Österreichs, fahren wir heute morgen durch reizvolle Alpenlandschaften. Die Strecke führt uns von Zell am See entlang der Salzach in den Nationalpark Hohe Tauern bis nach Krimml. Die Krimmler Wasserfälle zählen mit ihrer beeindruckenden Fallhöhe von 380 m zu den bekanntesten Wasserfällen der Welt. und gehören mit ca. 350.000 Besuchern pro Jahr zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Ein Wanderweg führt direkt an dieses atemberaubende Naturschauspiel heran - erleben Sie den erfrischenden Sprühregen und die imposante Kraft des Wassers inmitten der traumhaften Kulisse des Nationalparks Hohe Tauern.

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mittag erwartet uns Rattenberg, die kleinste Stadt Österreichs. Enge Gassen, bunte Fassaden, hohe Türme und eine mittelalterliche Burg vermitteln einen malerischen, gut erhaltenen Eindruck des historischen Städtchens. Rattenberg erlangte vorallem durch die glasveredelnden Betriebe Bekanntheit. Das Mysterium Glas wird Ihnen bei einer fesselnden Vorführung des jahrhundertealten Handwerks näher gebracht. Erleben Sie hautnah die urtümliche Kraft im rotglühenden, dampfenden Strom des flüssigen Glases. Am Abend erwartet Sie im Hotel ein Tiroler Spezialitätenabend als krönender Abschluss der Reise. 5. Tag, Sonntag 19. Juni 2016 - Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir die Heimreise an.

4. Tag, Samstag 18. Juni 2016 – ZillertalerBahn Mit dem nostalgischen Dampfzug der Zillertalbahn fahren wir bei stimmungsvoller Musik und einem guten Schnapserl von Fügen bis nach Mayrhofen. Das alpine Städtchen lädt zu einem Spaziergang ein. Am Nach-

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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 15

Patengrosseltern

Grossmutter in Eigenregie

In Zeiten von Globalisierung, immer grösserer Mobilität und später Elternschaft wachsen viele Kinder ohne Grosseltern auf. Abhilfe schaffen «Patengrosseltern»-Projekte wie das der Caritas Bern. Ein Augenschein. Text: Almut Berger

Bild: Marco Zanoni

D

u, Annette, wo isch dr Pipo?» Rin­ schen (7) zieht sich flink Jacke und Stiefel aus, bevor sie in Richtung Stube verschwindet. «Pipo?», will auch Sonam (4) wissen, die hinter ihrer Schwester in die Wohnung von Annette Casali (66) in Gümligen BE stolpert. Diese schmunzelt: «Der Kater ist für die Meitschi die Attraktion!» Eigentlich steht heute Grittibänzbacken auf dem Plan, jetzt ist aber erst einmal Katerstreicheln angesagt. Und die Begrüssung von Pema (35) und Kunchok Shana (41), den Eltern der beiden Mädchen, die unterdessen ebenfalls eingetroffen sind. Vor anderthalb Jahren hat sich Annette Casali sozusagen selber zur Grossmutter gemacht. Nach ihrer Pensionierung und dem fast zeitgleichen plötzlichen Tod ihres Mannes habe sie nach neuen Aufgaben und einem neuen Lebenssinn gesucht, erzählt die ehemalige Berufsschullehrerin, während sie Backzutaten auf dem Esszimmertisch bereitstellt. «Meine Tochter hat mich in der damals bodenlos erscheinenden Zeit auf die vielseitigen Freiwilligenangebote von Benevol Bern hingewiesen – darunter das Projekt ‹Patengrosseltern› der Caritas Bern.» Kinder ohne Grosseltern ein Stück auf ihrem Lebensweg zu begleiten, die Idee habe sie sofort angesprochen. Schliesslich habe sie selber auch eine tolle Grossmutter gehabt: «Die Beziehung zu einem Grosi, zu einem Grossvati ist für Kinder bereichernd und Gold wert.»

Geben und Nehmen: Patengrossmutter Annette Casali, Sonam (l.) und Rinschen.

Ein Brückenschlag zwischen Generationen und Kulturen

Der Wunsch nach einer älteren Bezugs­ person mit Schweizer Wurzeln war auch der Grund, warum sich die tibetstämmige Familie Shana bei der Caritas Bern meldete. «Unsere Eltern leben in Nordindien respek­ tive sind bereits verstorben», erklärt Kun­ chok Shana. Bei einem ersten unverbind­ lichen «Beschnuppern» im Büro der Caritas seien sich alle sofort sympathisch gewesen. «Es hat einfach gepasst», ergänzt Annette Casali. Seither trifft man sich ein­ bis zweimal im Monat. «Durch Annette lernen Rinschen und Sonam Schweizer Bräuche kennen: Ostereiersuchen, 1. August und Grittibänzbacken», freut sich Pema Shana. Annette Casali wiederum schätzt die stets lebhaften Begegnungen mit ihren «Enkelin­ nen» und das gemeinsame Interesse mit de­ ren Eltern am Buddhismus. «Als der Dalai

Lama letztes Jahr in Basel war, durfte Rin­ schen ihm mit dem tibetischen Kinderchor vorsingen.» Und sie – ganz stolze Grossmut­ ter – sass natürlich im Publikum. «Rinschen, was magst du am liebsten an Annette?» Die Erstklässlerin legt die Stirn in

Falten: «Den Pipo», sagt sie, «und dass sie mit uns Spiele macht». «Spielen?», fragt Sonam hoffnungsvoll. Annette Casali streicht der Kleinen über den Kopf: «Sobald die Grittibänzen im Ofen sind!». MM Informationen: www.caritas-bern.ch


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 17

Spielplätze

6

Was Kids sich wünschen Ein Plausch waren Spielplätze schon immer. Und manchmal abenteurlicher, als einem lieb war. Heute sind sie bunter, sicherer und meist kindergerecht. Text: Yvette Hettinger

K

inder, die 1970 viel Glück hatten, durften sich auf einem der Robinsonspielplätze tummeln, die in jener Zeit gerade in Mode kamen. Alle anderen mussten in Sandkästen wühlen, die oft auch als Katzenklo dienten. Sie hopsten auf «Gigampfis» aus Metall, die schon nach einem Zwei-Minuten-Ritt Füdliweh auslösten, oder plumpsten von der Rutschbahn ungebremst auf Betonboden. 1979 war im Fachmagazin «Wohnen» zu lesen: «Vieler-

orts haben sich Elterngruppen gebildet, die mitreden wollen und auch gewillt sind, Spielplätze zusammen mit Pro Juventute, Gartenämtern und Behörden zu planen, zu bauen und allenfalls auch zu betreuen.» Rutsche, Schaukel und Sandkasten sind auch heute Standardausrüstung – aber drum herum finden sich noch viel mehr, zumeist kunterbunte Spielgeräte. Sand wird gern mit Wasserläufen kombiniert, denn es darf auch gedreckelt werden. Das taten die Kids früher

am Waldrand, im Park oder am Seeufer. Doch die sind nicht mehr so leicht zu erreichen. Deshalb muss heute dort, wo eine neue Siedlung entsteht, auch ein Spielplatz hin. Das verlangen die Baubestimmungen. Und was die Ausstattung betrifft, bezieht man nicht nur die Eltern mit ein, sondern fragt auch gleich die Kinder nach ihren Wünschen. Was dabei herauskommen kann, erklärt Josef Peter von Iris Spielwelten, Neudorf LU. MM

Bilder: Photopress­Archiv/Str/Keystone, Josef Peter

Auf einem modernen, kindergerechten Spielplatz gibt es nur wenige Geräte aus Metall und kaum Betonflächen.

Design, Optik, Lernwert,

Vielfältigkeit und Naturnähe sind heute Schlagwörter, nach denen ein Spielplatz konzipiert wird. Man plant mit Gerätschaften, bevor­ zugt aus Holz, Sand, Kies, Sträuchern, Schattensegeln und modelliertem Gelände. Metall und Beton werden heute seltener eingesetzt.

Der Bodenbelag («Fallschutz») besteht aus

Rundkies, Holzschnitzeln oder Gummibelag. Je nach potenzieller Fall­ höhe genügt nicht einmal mehr Rasen den Sicher­ heitsbestimmungen.

Netze, Hängebrücken und Türmchen laden zum

Klettern ein. Kinder sollen und wollen selber mobil sein und nicht mehr nur geschaukelt werden. Und das ist auch gut so, denn wie heisst es so schön: Bewegung macht klug und zufrieden.

Die Geräte bestehen oft

aus krumm gewachsenem, wetterfestem Robinienholz. Stahl wird dort verbaut, wo Robustheit und Trag­ fähigkeit eine bedeutende Rolle spielen. Dabei wird Stahl gern mit Kunststoff oder Seilen kombiniert und wenn möglich or­ ganisch statt fadengerade geformt.

Kinderwünsche werden berücksichtigt, soweit es möglich ist und Sinn macht. In der Fachsprache ist dann von Mitmach­ oder Partizi­ pationsprojekten die Rede. Was so trocken klingt, bedeutet ganz einfach, dass der neue Spielplatz kinder­ gerecht wird.


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8 9 FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 19

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Allan Guggenbühl (63) ist Jugendpsychologe und Leiter des Instituts für Konfliktmanagement Zürich. Moderne Erziehung

«Kinder brauchen Freiheit, um Fehler machen zu können» Allan Guggenbühl, wie hat sich die Erziehung in den letzten 50 Jahren verändert ? Früher gaben sich die Väter oft erst richtig mit ihren Kin­ dern ab, wenn diese bereits im Teenageralter waren. Heute sind Männer in der Erziehung präsenter. Das hat den Vorteil, dass die Kinder eine Bezugs­ person mehr haben. Zudem lernen sie so sowohl die weib­ liche wie auch die männliche Rolle kennen. Und ganz wich­ tig: Vor 50 Jahren war es noch gang und gäbe, Kinder körper­ lich zu züchtigen.

Bilder: Keystone (2)

Wie beurteilt man heute Kinder aus pädagogischer Sicht? Man glaubt heute viel mehr an die Formbarkeit des Kindes. Der Vorteil dieses An­ satzes ist, dass man Kinder mit Problemen unterstützt, etwa bei Traumata oder Lern­ schwierigkeiten. Aber es gibt auch ein Zuviel: Wenn Kinder überbehütet, ständig geführt und kontrolliert werden, be­ hindert das ihre Entwicklung. Sie brauchen Freiheit, um Fehler und eigene Erfahrun­ gen machen zu können. Welche neuen Erkenntnisse gibt es in der Pädagogik? Der Intelligenzbegriff hat sich verändert. Wer einst in der Or­ thographie nicht gut war, galt als dumm. Eine Tragödie für Legastheniker. Heute unter­ scheidet man zwischen akade­ mischer und praktischer In­ telligenz. Andrea Freiermuth

Kinder-Gastronomie

Sexuelle Revolution

Wo die Kleinen Könige sind

Vom ersten Mövenpick-Restaurant 1948 bis zum Erlebnisbauernhof mit Strohhüpfburg: Das Auswärtsessen mit Kindern hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Farm in Seegräben ZH und Jona SG: Die Kleinen toben auf der Strohhüpfburg oder spielen mit den Geissen, die Grossen tummeln sich im Hofladen oder Restaurant. Mövenpick Die Mövenpick-

Restaurants gehörten zu den ersten Lokalen in der Schweiz, die sich mit Sirup, Kindermenüs und gluschtigen Desserts an die jüngsten Gäste richteten. Heute vereinfacht das Internet die Suche mit Gastrotipps und Adressen für Familien: Food4family.ch oder Familienleben.ch.

Migros-Restaurants Die Migros-

Restaurants haben das Auswärtsessen mit Kindern vereinfacht. Inzwischen gibt es das Lilibiggs-Kindermenü mit Essen und Getränk nach Wahl, Geschenk oder Glace für 6.50 Franken. Ein besonderer Tipp: Der Sonntagsbrunch kostet beispielsweise im Migros-Restaurant in Uster ZH für Erwachsene 29 Franken, für Kinder bis 6 ist das Essen gratis.

2 Janis Joplin Pünktlich

zum Sommer der Liebe sang sie «Summertime» (1969) auf Woodstock. 3 The Fifth Dimension

«Hair» wurde zum Relikt der 1960er-Jahre. Und die Hymne «Aquarius» («Let The Sunshine In», 1969) ist unvergessen. 4 Elvis Presley 1968 performte Elvis Presley «A Little Less Conversation» für den Film «Live a Little, Love a Little». Seine Show? Sex pur. 5 The Doors Jim Morri-

sons Zeile «Let it roll, baby» in «Light My Fire» (1967) war der Soundtrack für kurze Nächte.

7 Joan Baez «Love Is Just A Four-Letter Word» (1968) – der Herzschmerz einer Generation. Italiener Der Italiener um die

Kinder unerwünscht In einer Umfrage

neuesten Trend sorgen die Erlebnisbauernhöfe der Jucker

schon der Liedtitel eine klare Ansage.

«Do You Believe In Magic?» fragten The Lovin Spoonful 1965.

Ecke war schon immer kinderfreundlich, weil Bambini für die oft familiengeführten Lokale eine Selbstverständlichkeit sind.

Erlebnisbauernhöfe Für den

1 Grass Roots Mit «Live For Today» (1967) war

6 The Lovin Spoonful

McDonald’s Die Fast-Food-Kette mit

dem gelben M führte mit dem «Happy Meal» ein «Kindermenü à la carte» ein: drei Hauptspeisen stehen zur Auswahl, die mit zwei Beilagen kombiniert werden können. Mit dem Junior Club sollen Mädchen und Buben ab drei Jahren unterhalten werden.

Kommune statt Familie – der Soundtrack der freien Liebe

von «20 Minuten» wünschten sich 44 Prozent der Befragten kinderfreie Restaurants. Vermehrt werben Lokale damit, dass Kinder nicht überall geduldet sind. Das «Weisse Kreuz» in Luzern etwa hat auf einer Etage eine kinderfreie Zone eingerichtet. Reto E. Wild

8 The Who Frontmann

Roger Daltrey sang «My Generation» (1965) – und das Zeitalter der Groupies brach an. 9 Sweetwater war eine

der ersten ethnisch gemischten Bands. Ihr grösster Hit: «Motherless Child» (1969). 10 Jefferson Airplane

«Somebody to Love» (1967), das bekannteste Stück der Band. Anne-Sophie Keller


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 21

10

Neue Familienmodelle

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Stieffamilien heissen heute Patchworkfamilien. Früher gab es sie vor allem, weil

die Mütter bei der Geburt starben. Nur nach dem Tod eines Elternteils war es gesell­ schaftlich legitim, wieder zu heiraten. In­ zwischen sind es vor allem die zahlreichen Scheidungen, die zu Patchworkfamilien führen. 6 Prozent der Familienhaushalte mit Kindern unter 25 Jahren sind Patchwork­ familien, und die Tendenz ist klar steigend.


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22 | MM05, 1.2.2016 | FAMILIE

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Patchworkfamilien

«Zwischen Peter und mir stimmte es»

Ria und Peter lernten sich über ein Inserat kennen. Beide hatten Kinder. Die Familien zogen nach wenigen Monaten zusammen. Eine Patchworkfamilie erzählt. Text: Erika Burri

Ria Eugster (57) ist Lehrerin und Familiencoach, sie berät Patchworkfamilien. Sie hat zwei Töchter: Lea Müller (26), Journalistin, und Nina Müller (24). Peter Eugster (65) ist pensionierter Physiker. Er brachte drei Töchter in die Beziehung: Alexandra Largiadèr-Eugster (39), Oberstufenlehrerin mit vier Kindern, Sibille AeberhardtEugster (30), Personalfachfrau mit zwei Kindern, und Lucie Eugster (34). Am Gespräch nicht teilgenommen haben Nina Müller und Lucie Eugster.

Ria, Sie suchten vor 20 Jahren gezielt nach einem Mann mit Kindern. Peter, auch Sie wollten eine Partnerin mit Kindern. Warum? Ria: Ich wollte einen Partner, der weiss, was es bedeutet, eigene Kinder zu haben. Peter: Mit meiner vorherigen, kinderlosen Freundin hatte ich das Problem, dass sie ausserhalb der Schulferien verreisen wollte. Es war ein Stress, gleichzeitig ein unabhän­ giger Partner und Vater sein zu wollen. Wie haben die Kinder reagiert, als Sie bereits nach wenigen Wochen ankündigten zusammenzuziehen? Alexandra: Als ich Ria kennenlernte, hiess es bereits, sie ziehe ein. Das kam für mich nicht infrage. Ich war schon 20 und hatte

Bild: Stephan Rappo

keine Lust, mich jemandem unterzuordnen, den ich nicht kannte. Ich entschied mich auszuziehen. Sibille: Alexandra hat uns jüngere Schwes­ tern beeinflusst. Auch ich wollte Ria und ihre Kinder Lea und Nina nicht hier haben. Peter: Wir hatten eine spezielle Situation hier im Haus. Alexandra war der weibliche Chef. Sie lebte am längsten bei mir. Als mir das Obergericht das Sorgerecht zusprach, waren auch die jüngeren beiden wieder ins Haus gezogen, wo wir schon als Familie gelebt haben. Ich habe voll gearbeitet. Meine beiden Jüngeren haben unter der Woche allein zu Mittag gegessen. Das war nicht ideal. Ria: Zum Glück habe ich die Abneigung, die mir Peters Töchter zeigten, nicht persönlich genommen. Die kannten mich ja kaum. Zwischen Peter und mir stimmte es, und wir wussten, dass das Leben für beide einfacher wird, wenn wir zusammenwohnen. Lea: Ich merkte nicht, dass mich die anderen nicht mochten. Ich war sieben Jahre alt und habe generell wenige Erinnerungen an diese Zeit. Haben Sie diese verdrängt? Lea: Keine Ahnung, was ein Psychologe in

mich hineininterpretieren würde. Ich weiss nur, dass ich später schwierig war. Wie haben Sie sich dennoch mit Ria und den Kindern angefreundet? Peter: Ria hat das geschickt angestellt. Sibille: Als ich sie das erste Mal sah, fragte ich Ria, ob sie mit mir ein Wettrennen mache. Ich war damals elf. Und ich gewann. Peter: Von da an war Ria bei Sibille akzep­ tiert. Später hatte auch Lucie, meine mitt­ lere Tochter, nichts mehr gegen Ria. Wie ist Ihnen das gelungen, Ria? Ria: Wir redeten ganz viel. Lucie hatte viele Fragen. Peter: Mit Alexandra ging Ria schliesslich eine Wohnung besichtigen, weil ich vorgab, nicht zu können. Alexandra: Während der Besichtigung redete ich mit Ria kein einziges Wort. Ria: Ich fragte Alexandra, ob wir nicht noch einen Kaffee trinken gehen wollten. Wir fuhren also nach Stäfa, und zum ersten Mal sprachen wir richtig miteinander. Alexandra: Das half, Ängste abzubauen. Ich war nach meinem Auszug sehr oft zu Besuch hier. Wir haben heute ein enges


FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 23

Blicken auf herausfordernde Zeiten zurück: Lea Müller, Peter Eugster, Alexandra LagiadèrEugster (stehend, v. l.) und Sibille Aeberhardt- Eugster und Ria Eugster (sitzend, v. l.)

Patchwork

Nicht so ganz nach Plan 1995 sucht Ria Eugster über ein Chiffreinserat einen

Partner mit Kindern, mit dem sie «durch die Natur streifen und die kleinen und grossen Freuden und Sorgen teilen» kann. Zwölf Männer schreiben. Nur für Peter interes­ siert sich Ria. Nach wenigen Wochen ist klar, dass Ria

nach Hombrechtikon ZH ins Haus von Peter zieht. Beide sind geschieden. Ria bleibt daheim, Peter geht ar­ beiten. Ein Jahr später heiraten sie. Patch­ workfamilie, sagen beide, sei nichts, was man im Leben anstrebt, sondern die Folge von gescheiter­ ten Beziehungen. Für beide war allein­

erziehend zu sein keine Option. Die Herausfor­ derung an Patchwork: Es sind viele Menschen involviert. Doppelt so viel Verwandtschaft und Ex­Partner, die einem unter Umstän­ den das Leben schwer machen. Patchworkfamilien haben im Vergleich zu Kernfamilien eine

höhere Wahrschein­ lichkeit, wieder aus­ einander zu gehen. Ria und Peter haben die Kinder nicht in ihre Entscheidung invol­ viert, sondern sie mit der vollendeten Tatsache konfrontiert. «Mann muss sich als Eltern ganz sicher sein, dass man das will», sagt Ria Eugster, die auch Patchwork­ familien berät. Vom «Ausprobieren und Schauen, ob es funk­ tioniert», rät sie ab.


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 25

Verhältnis. Meine Kinder nennen Ria «Oma». Peter: Vor allem für meine Tochter Sibille und Rias Tochter Lea war der Zusammenzug einschneidend. Lea musste die Schule wechseln und war von nun an nicht mehr die Älteste von zwei Schwestern. Und Sibille war nicht mehr die Jüngste von dreien. Sibille: Vorher war ich viel mit Lucie allein, nun war ich mit Menschen zusammen, die nicht zu meiner Familie gehörten. Papi, glaube ich, hat sich gedacht: Jetzt ist Ria da, die kümmert sich um mich. Ria war zwar hier, aber emotional nicht so involviert. Ria: Ich wollte deiner Mutter nicht Konkurrenz machen. Sibille: Später, in der Pubertät, als auch Lucie ausgezogen war, hatte ich das Gefühl, dass ich Rias Familienidylle störe, zu der mein Vater gehörte, ich aber nicht. Ich zog mit 18 im Krach aus. Wie ist Ihr heutiges Verhältnis zu Ria? Sibille: Eng. Meine Kinder tragen dazu bei, dass vieles in unserer Patchworkfamilie selbstverständlicher geworden ist. Sie schweissen zusammen. Lea soll nach dem Zusammenzug schwierig gewesen sein, sagt sie selbst. Wie schwierig? Ria: Bei Festen wie Weihnachten versuchte Lea, die gute Stimmung kaputt zu machen. Ich wusste nicht, weshalb, und schickte sie zum Schulpsychologen. Er meinte, Lea brächte durch ihr Verhalten Solidarität

mit ihrem Vater zum Ausdruck. Sie könne nicht zulassen, dass wir es schön hätten und ihr Vater nicht dazugehörte. Wie lange hat es gedauert, bis Peter für Sie kein Fremder mehr war, Lea? Lea: Wir hatten lange keine Beziehung. Sibille: Papi hat am Abend so gut wie nie mit uns gespielt. War er daheim, hiess es bald: rauf in die Zimmer. Bevor wir mit Ria, Lea und Nina zusammenzogen, war er präsenter. Peter, wollten Sie am Abend Ihre Ruhe haben? Peter: Ein leidiges Thema. Lea: Er hat uns die Mutter weggenommen, umgekehrt ja auch. Ist Peter für Sie so etwas wie ein Vater, Lea? Was empfinden Sie für ihn? Lea: Ich habe ja einen Vater, zu dem ich ein gutes Verhältnis habe. Aber Peter war immer da, wenn wir ihn brauchten. Ria: Ich finde, dass du mit Peter viel lockerer umgehst, seit du nicht mehr hier wohnst. Peter: Wir haben auch schon darüber diskutiert, was unsere Stiefkinder für uns empfinden. Bei Lea hatte ich stark das Gefühl, dass sie genau beobachtet, wie ich mit Ria umgehe. Wenn es Ria gut geht mit mir, dann bin auch ich gut. Sonst eben nicht. Wird auch Ria auf diese Weise beurteilt? Alexandra: Ich wollte ja auch, dass es meinem Vater gut geht. Das will ich heute noch. Ich hätte mit Ria weiter engen

Kontakt, falls die beiden sich trennen würden, was ich allerdings schlimm fände. Ria ist für mich auch ein Vorbild, weil sie und ihr Ex-Mann es geschafft haben, nach der Scheidung bis heute ein freundschaftliches Verhältnis zu pflegen. Sibille: Mich machte es immer ein wenig traurig, dass das meine Eltern nicht so gut konnten wie Ria und ihr Ex-Mann. Ich habe mir lange gewünscht, dass meine Eltern wieder zusammenkommen. Wie ist das Verhältnis unter den Schwestern? Alexandra: Gut. Ich mache in der Öffentlichkeit keinen Unterschied mehr zwischen Schwestern und Stiefschwestern. Lea ist sogar die Patin eines meiner Kinder. Aber die leiblichen Schwestern werden mir immer näher sein. Sibille: Blut verbindet. Lea: Ich kann, ohne mich rechtfertigen zu müssen, behaupten, dass ich eine Lieblingsschwester habe. Das ist meine leibliche. Sibille: Was mich im Nachhinein irritiert, ist, dass Ria und Papi zwar wollten, dass wir uns wie Geschwister verhalten, uns aber nicht streiten liessen wie Geschwister. Immer ging gleich jemand dazwischen. Ria: Ich kann mich nicht daran erinnern. Lea: Das empfand ich ähnlich. Ich verkrampfe mich heute noch, wenn es Konflikte gibt. Wir haben nicht gelernt zu streiten. Ria: Unsere Töchter sind zwar Scheidungskinder. Dennoch sind alle fünf in langjährigen Beziehungen, was mich freut. MM

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4. Tag: Vulkanisches Naturbecken. Nach einer Wanderung durch einen wildromantischen Baumheidewald bleibt Zeit zum Baden im Naturschwimmbecken. 5. Tag: Marktbesuch Funchal. Tag zur freien Verfügung, z.B. für den Besuch des bunten Fisch-, Gemüse- und Früchtemarktes. 6. Tag: Paradiestal. Zum Schluss einer Wanderung durch duftende Eukalyptuswälder geht es mit dem Korbschlitten in rassiger Fahrt hinunter nach Funchal. 7. Tag: Urwüchsiger Norden. Der Aufstieg zum Pico Ruivo ein unvergessliches Erlebnis. Nach einem köstlichen Mittagessen besuchen wir die typischen Strohdachhäuser von Santana. 8. Tag: Rückflug Madeira – Schweiz.

Wanderungen Die Wege entlang der Levadas sind idyllisch aber teilweise schmal. Wanderzeit 2½ bis 3 Stunden. Das ist inbegriffen • Linienflüge inkl. Taxen und Gebühren • Begleitbus auf den Wanderungen • 7 Nächte im Erstklasshotel Pestana Carlton • Halbpension plus 2 typische Mittagessen • Alle Wanderungen, Eintritte, Besichtigungen und Korbschlittenfahrt • IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung Reisedaten Frühling 2016 (jeweils Sa – Sa) 20.02. – 27.02. 1650.– 26.03. – 02.04. 1750.– 27.02. – 05.03. 1680.– 16.04. – 23.04. 2050.– 05.03. – 12.03. 1680.– 30.04. – 07.05. 1850.– 19.03. – 26.03. 1750.– 07.05. – 14.05. 1850.– • Zuschlag Zimmer mit Meersicht p. P. • Zuschlag DZ zur Alleinbenützung Internet-Buchungscode: wamade

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Unsere Leistungen ■

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Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus – Spardatum mit Komfortklasse-Bus Unterkunft in guten Mittel- und Erstklasshotels Mini-Kreuzfahrt Oslo–Kiel (1 Nacht, Innenkabine) Mahlzeiten: – 8 x Halbpension in den Hotels – 2 x Frühstücksbuffet (6. und 8. Tag) – 1 x Schiffspassage mit Frühstück Ausflüge, Besichtigungen, diverse Schiffspassagen sowie Schifffahrt Hurtigruten gemäss Programm, (ausg. fak. Fahrt mit der Bergenbahn, 9. Tag) Deutschsprechende lokale Reiseleitung am 2., 8. und 10. Tag Audio-System auf Rundgängen Erfahrener Reisechauffeur

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1. Tag: Hinflug Zürich–Hamburg–Kiel. Direktflug Zürich–Hamburg mit Swiss. Begrüssung an Bord unseres Twerenbold-Busses und Fahrt nach Kiel. Einschiffung auf die Color Line und Übernachtung an Bord. 2. Tag: Oslo– Gjövik. Ankunft in Oslo und Stadtbesichtigung. Fahrt nach Gjövik am Mjösasee. 3. Tag: Gjövik–Geiranger. Aufenthalt im Olympiaort Lillehammer. Panoramafahrt entlang dem Rondane Nationalpark nach Dombås. Unterwegs sehen wir typische Stabskirchen, durchqueren das Raumatal und erreichen über die faszinierenden Trollstigen den Unesco-Fjord Geiranger. 4. Tag: Geirangerfjord, Grosse Fjord- & Gletscherfahrt. Am Vormittag fak. Geiranger-Schifffahrt. Weiterreise mit toller Aussicht auf den «Fjord der Fjorde» und vorbei am Jostedalsbreen-Nationalpark in die Region des Sognefjords (fak. Schiffahrt muss bei der Buchung reserviert werden). 5. Tag: Hafslo–Bergen. Wir überqueren den Sognefjord. In Vik Besuch der idyllisch gelegenen Hopperstad-Stabkirche. Am Nachmittag Ankunft in Bergen. Besichtigung der alten Hansestadt. 6. Tag: Bergen–Einschiffung. Freier Vormittag. Gegen Mittag Einschiffung auf die moderne Fjord Line. Rest des Tages und Übernachtung an Bord. 7. Tag: Ausschiffung–Hirtshals–Hamburg. Ankunft in Hirtshals. Fahrt durch Jütland und über die dänisch-deutsche Grenze nach Hamburg. 8. Tag: Hamburg–Rückflug nach Zürich. Interessante Besichtigung der Hansestadt Hamburg. Danach Rückflug mit Swiss nach Zürich.

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Unsere Leistungen ■

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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 29

14 Modenamen

Die Auswahl ist bunter geworden

Redaktor Peter Aeschlimann (38)

über ein schulisches Wunder Schulfreier Samstag

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Wie nasses Stroh Früher, liebe Schüler, war es ja so: Da schrillte der fiese Wecker auch am Samstagmorgen – und flog darauf nicht selten in hohem Bogen durchs Kinderzimmer. Es half nichts. Man musste auf, raus aus dem Bett, ab in die Schule. Gerade im Winter war das ziemlich hart. Schlaf­ trunken tastete man sich durchs noch stockfins­ tere Haus zum Badezimmer vor. Unter der Dusche ein Fluch auf die 6­Tage­Woche: «Ja sind wir denn Sklaven! Wann, zum Teufel, schaltet sich die Vormundschaftsbehörde ein?» Der Samstag­ vormittag gehöre den Eltern, hiess es immer. In Ruhe gemeinsam einkaufen gehen könnten sie dann, etwas für sich unternehmen oder einfach mal ausschlafen – eine kleine Pause im Erziehungs­ alltag halt. Doch was war mit den Lehrern? Hatten die keine Partner, kein Schlafmanko, keine Einkäufe zu erledigen? Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, fand man, und zottelte trotzdem los. Woche für Woche, fast bis zur Matura. Selbstredend war das nicht nur für uns Schüler eine Qual – gelitten haben auch die Lehrer. Be­ sonders dann, wenn am Freitagabend, und das war nicht selten der Fall, irgendwo in einer Wald­ hütte oder einem Pfadiheim ein rauschendes Fest gefeiert wurde. Vor einer Stunde hatten wir zum zweiten Mal den Dancefloor feucht aufgenommen und die letzten Bierflaschen entsorgt, jetzt läutete

bereits die Glocke. «Mit einer Fahne in die Schule? Skandal!», fand einer unserer Väter. Doch das war uns egal. Nicht so dem Deutschlehrer, der sich beim Rezitieren des «Urfausts» in der ersten Lek­ tion am Samstagmorgen einmal angewidert von der Partyfraktion im Klassenzimmer abwendete: «Ihr seyd ia heut wie nasses Stroh!» Schlimmer wars nur, das belegten die Noten zwei Wochen später stets ganz deutlich, wenn eine Physik­ prüfung angesetzt war. Etwas besser vielleicht, wenn Singen oder Zeichnen auf dem Stundenplan stand: An Samstagen waren wir definitiv kreativer. Natürlich war das auf Dauer kein Zustand. Auch wenn die Eierbrötli und der Eistee in der Kantine nach einer feuchtfröhlichen Feier jeweils am bes­ ten schmeckten. Und siehe da, irgendwann Ende der Neunziger, geschah das Wunder: Der Samstagmorgen wurde endlich schulfrei. Wir ver­ buchten es als Sieg unseres pubertären Ungehor­ sams. In Wahrheit war die Zeit einfach reif: Die Primarschulen stellten auf den 5­Tage­Rhythmus um, deshalb zog man an den Gymnasien nach.

Und während für die Arbeiterbewegung die flächendeckende Einführung der 5-Tage-Woche in den 60er­Jahren eine sozialpolitische Errungen­ schaft war, hatten wir Oberprimaner rund 40 Jah­ re später nun einfach einen Grund mehr, freitags noch härter zu feiern. MM

Smartphones, Tablets & Co.

Mehr Ferien für die Eltern, iPad sei Dank!

Illustration: Grafilu

13

«Und Wi-Fi gibts auch, ja?» Bleischwer hing die Frage im Raum. Und je mehr Zeit verstrich, desto mehr verdüsterte sich Marcs (12) Gesicht. Martina (9) starrte zu Boden; ein paar Sekunden noch, und das Loch im Parkett hätte gigantische Ausmasse angenommen. An alles hatten wir gedacht. Um dem Planungsfiasko des vergange­ nen Jahres vorzubeugen, buchten wir das Häuschen bereits sechs Monate

vorher online. An nichts sollte es der Patchworkfamilie und den zwei mit­ reisenden Schulfreunden mangeln. Die niedliche Finca in den Pyrenäen bot alles, was das Herz begehrt: einen Grillplatz, Umschwung ohne Ende, einen kleinen Pool. Und gleich um die Ecke: zerfallende Burgen, einen See, ein Museum, in dem dank High­End­ Szenografie Erdbeben simuliert wer­ den können. Aber Wi­Fi? Daran hat­ ten wir nicht gedacht – obwohl iPads

und Smartphones längst zum Fami­ lienalltag gehören. Natürlich gamen die Kinder oft. Aber nicht nur. Marc macht mit dem iPad auch Hausauf­ gaben. Martina liebt YouTube und ist geradezu vernarrt in Dokufilme. Ein Blick in die Onlinebuchung zeigte: Glück gehabt! Es gab Wi-Fi. Ein paar Monate später hatten alle viel Spass an der frischen Luft – und die Eltern, iPad sei Dank!, auch mal ein paar Stunden ganz für sich. Remo Leupin

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2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Leon Luca Levin David Elias Julian Tim Leandro Ben

Lara Emma Laura Anna Sara Lea Leonie Elena Lina

Deutschschweiz 1987 Buben Mädchen 1. Michael Sandra 2. Daniel Nicole 3. Stefan Sabrina 4. Simon Andrea 5. Thomas Stefanie 6. Marco Melanie 7. Andreas Martina 8. Pascal Sarah 9. Christian Daniela 10. Patrick Fabienne Quelle: BfS

Vorsicht bei der Namenswahl

Im Zweifelsfall sollten sich Eltern lieber für Klassiker wie Peter oder Maria entscheiden, als sich mit einem ausge­ fallenen Kindernamen ein Denkmal zu setzen: Menschen mit häufigen Namen wird eher ge­ holfen als anderen. Das funktioniert aber nicht immer. Dank Kevin Costner und «Kevin – Allein zu Haus» führte der Name Kevin 1991 mit 1044 Neugeborenen die Schweizer Top Ten an – leider: Gemäss einer Studie von 2009 asso­ ziieren deutsche Lehrer den Namen mit Leis­ tungsschwäche und Verhaltensauffälligkeit. Denn Modenamen, so nimmt man an, werden mit Vorliebe in sozial tie­ fen Schichten vergeben. Hierzulande gab es dazu keine Untersuchung, aber 2014 nur noch 61 Kevins. Yvette Hettinger


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15 FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 31

KESB

«Wir konnten vielen Menschen helfen» Keine Behörde lieferte in den letzten Jahren so viele negative Schlagzeilen wie die KESB. Dabei kommt die Arbeit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde allen zugute, die in Not sind, sagt Michael Allgäuer.

Bild: Dominique Meienberg

Text: Anne-Sophie Keller

Michael Allgäuer, wie haben Sie das letzte Jahr erlebt? Unsere KESB, die für die ganze Stadt Zürich zuständig ist, hat rund 1100 Massnahmen für Kinder und Erwachsene angeordnet. Wir konnten vielen Menschen helfen und sie in schwierigen Situationen unterstützen. Das freut mich sehr.

mit Finanzen und Administration überfordert sind, oder psychisch kranke Personen schätzen die Unterstützung, die wir ihnen mit Beistandschaften gewähren können. Durch die aktuellen, kritischen öffentlichen Diskus­ sionen ist die Bevölkerung allerdings teilweise verunsichert.

Wie gestaltet sich die Arbeit mit unterstützungsbedürftigen Menschen? Bei den betroffenen Personen und ihren Angehörigen haben wir im Allgemeinen eine hohe Akzeptanz. Zum Beispiel ältere Menschen, die

Wie gehen Sie mit der Kritik an der KESB um? Nur ein kleiner Teil unserer Arbeit wird in der Öffentlichkeit wahr­ genommen und diskutiert. Diese Diskussionen sind wichtig, können unsere Arbeit aber belasten.

Inwiefern? Weil wir teilweise das Misstrauen unserer Behörde gegenüber spüren. Dies macht es in einigen Fällen schwieriger, zusammen mit den Betroffenen und ihren Ange­ hörigen die richtige Unterstützung zu bestimmen.

Welches sind die grössten Herausforderungen der Zukunft? Akzeptanz, Verständnis und Kooperation sind zentral für eine erfolgreiche Arbeit mit den Betrof­ fenen. Daher müssen wir auf eine allgemeine Stärkung des Vertrau­ ens in die KESB hinarbeiten. MM

Michael Allgäuer (49), Präsident der KESB Zürich.

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Was war Ihre liebste Samstagabendkiste?

FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 33

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Ritalin: chemische Keule gegen Hyperaktivität

Ritalin

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Eine Pille für den Frieden

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In den 60er-Jahren brauchte es nicht viel Überredungskunst, um die Kinder in die Stube zu locken. Familienfernsehen

Modernes Lagerfeuer Einst traf sich die ganze Familie vor der Flimmerkiste. Youtube, Netflix und Co. haben dem gemeinsamen TV-Abend den Garaus gemacht.

Bilder: Kurt Roehrig/Keystone, Science Photo Library/Keystone

Text: Andrea Freiermuth

A

ls das Fernsehen vor rund fünfzig Jahren in die Schweizer Stuben einzog, funktionierte es noch wie ein neuzeitliches Lagerfeuer: Es brachte Jung und Alt in trauter Verbundenheit zusammen – etwa zu «Was bin ich?», jenem heiteren Beruferaten mit Robert Lembke. Klar gab es manchmal Streit um das Programm. Aber die Auswahl war nicht gross, und um den Kanal zu wechseln, musste man noch aufstehen. Und überhaupt: Artete die Diskussion aus, sprach der Vater einfach ein Machtwort. In den 80er-Jahren kamen die Privat-TVSender auf, und manche Haushalte besassen mehr als ein Fernsehgerät. Doch mit grossen Samstagabendkisten gelang es dem Fernsehen nach wie vor, die Generationen auf dem Sofa zu vereinen. Legendär war etwa

Als Leandro Panizzon 1944 gegen seine Frau Rita beim Tennisspiel plötzlich unter die Räder kam, wusste der Ciba-Angestellte: Es wirkt! Das Amphetaminderivat Methylphenidat (MPH), das er als Erster synthetisiert hatte, war leistungssteigernd: die Geburtsstunde des Ritalins. Heute wird MPH als Aufputschmittel, Droge und Medikament verwendet. Studenten kaufen die Pille, die sie durch die Prüfungen bringen soll, auf dem Schwarzmarkt ihrer Uni. Eltern lassen sich das Mittel für ihre hyperaktiven Sprösslinge vom Arzt verschreiben. Und das nicht zu knapp: zwischen 1999 und 2013 stieg der Konsum von Ritalin um sagenhafte 800 Prozent. Für viele Eltern und Kinder bedeutet das Medikament ein paar Stunden Frieden. Kritiker zweifeln, ob es sich bei der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung überhaupt um eine Krankheit handelt. Sie bemängeln, dass die Diagnose gerade bei Kleinkindern zu oft und zu früh gestellt werde. 2013 machte der Arbeitgeber des inzwischen verstorbenen Leandro Panizzon, der heute Novartis heisst, weltweit knapp 600 Millionen Franken Umsatz mit seinem Ritalin. Peter Aeschlimann

«Wetten, dass ..?». Wir Kinder fanden das Gelaber von Thomas Gottschalk zwar ziemlich langweilig, und auch die Prominenten interessierten uns nicht sonderlich. Dafür fieberten wir bei den Wetten umso mehr mit. Erst recht bei der Kinderwette, die ab 2001 das Format der Sendung komplettierte. Der Dinosaurier unter den Quizshows wurde im vergangenen Jahr eingestellt. Überlebt haben günstigere Formate wie «Deutschland sucht den Superstar» oder «Wer wird Millionär?». Die Hochzeit des Familienfernsehens ist aber definitiv vorbei: Kinder und Jugendliche nutzen lieber Youtube, Netflix oder Zattoo. Immer und überall. Aber egal: Ein Ausflug in den Wald und ein echtes Lagerfeuer ist pädagogisch sowieso viel wertvoller – und kann die Kids auch heute noch begeistern. MM


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 35

18

Neue Wohnformen

Illustration: VectorStock

Die Zeiten sind schnelllebig, die Möglichkeiten unbegrenzt. Das hat auch konkrete

Auswirkungen darauf, wie wir wohnen wollen. Heute Wohngemeinschaft, morgen Patchwork-Haushalt. Innovative Architekten arbeiten an der Stadtwohnung der Zukunft. Diese muss flexibel sein und sich ohne viel Aufwand den wechselnden Bedürfnissen seiner Bewohner anpassen können. Das Problem: Der Platz in den Innenstädten wird knapper, erst recht seit das urbane Leben wieder in Mode gekommen ist.


36 | MM05, 1.2.2016 | FAMILIE

Architektur

Wandelbare Wohnungen

Klassische Familienwohnungen werden den Lebenskonzepten der heutigen Generation nicht mehr gerecht. Der Platz in den Innenstädten wird knapper. Im Trend sind Cluster-Wohnungen mit flexiblen Grundrissen, die sich an den sich ständig ändernden Bedürfnissen ihrer Bewohner orientieren. Text: Peter Aeschlimann

kurze Phase im Leben. Die Kunst sei es, einen Grundriss zu finden, der auch dann noch Sinn ergebe, wenn die Kinder älter werden und schliesslich ausziehen. Flexibilität ist das Stichwort. Gesucht ist also eine Wohnung, die man als Single bezieht, für den Paarhaushalt taugt, dem Kinderwunsch nicht im Weg steht und im Alter genügt. Eine WG für Individualisten

Eine Möglichkeit, verschiedene Lebensentwürfe oder -umstände in vier und ein paar Wänden mehr unterzubringen, ist die sogenannte Cluster-Wohnung, quasi eine WG für Individualisten: Jeder Bewohner hat ein Zimmer als persönliches Rückzugsrevier, ausgestattet mit einer kleinen Nasszelle und einer Kochnische. Daneben gibt es ein grosszügig bemessenes Wohnzimmer und eine Küche, die von allen gemeinsam genutzt werden. Cluster, da sind sich Architekten und Soziologen einig, sind die Zukunft der modernen Städte. Sie ermöglichen verdichtetes Bauen ohne Einbussen bei der Wohnqualität. «Dafür braucht es allerdings die Bereitschaft, sich begegnen zu wollen», sagt Vera Gloor, die an der Zürcher Langstrasse mehrere Cluster-Wohnungen realisiert hat.

Besonders geeignet als Basis für Cluster-Projekte ist ausgerechnet eine Gebäudeform, die vor rund hundert Jahren in Verruf geraten ist: der Blockrand. In der Gründerzeit waren diese vier- bis sechsstöckigen Häuser, die direkt an die Strassen grenzten, die Antwort auf die akute Wohnungsnot in den rasant wachsenden Städten. Die Kleinteiligkeit der Wohnungen und die bis auf Bad und Küche undefinierten Räume bieten ambitionierten Architekten wie Vera Gloor praktisch unlimitierte Umbaumöglichkeiten. Aus der klassischen 3-Zimmer-Kleinfamilienwohnung mit Baujahr 1900 wird eine zeitgemässe Loftwohnung, aus zwei oder drei zusammengeschalteten Wohnungen ein Cluster für alleinerziehende Mütter, eine Studentenoder Alters-WG. Wer es sich in den 20er- und 30er-Jahren leisten konnte, kehrte dem Lärm und Dreck in der Stadt den Rücken. Viele träumten von einem Häuschen auf dem Land. Architekten wie Le Corbusier entwarfen freistehende «Wohnmaschinen» mit viel grünem Umschwung an den Stadträndern. So entstanden bis weit in die 90er-Jahre Grundrisse, die heutigen Ansprüchen an das

Moderner Blockrand: Die Genossenschaft Kalkbreite in Zürich zeigt, wie attraktiv Verdichtung sein kann. In die Höhe bauen, mit viel grünem Umschwung: Le Corbusiers «Unité d’Habitation» in Marseille, realisiert im Jahr 1947. Bilder: Michael Egloff, Samuel Zuder/Laif/Keystone

M

armor, Stein und Eisen bricht», sang Drafi Deutscher Mitte der 60er-Jahre, allein die Liebe habe Bestand. Heute wissen wir: Der Mann hatte sich geirrt. In der Schweiz wird fast jede zweite Ehe geschieden. Die Realität ist das Gegenteil von Drafi Deutschers Evergreen. Die Liebe macht sich aus dem Staub, zurück bleibt nicht selten ein halb leeres Haus: Marmor, Stein und Eisen. Eine liberale Gesellschaft, die niemanden mehr ächtet, dessen Vermählung schon vor dem Tod ein Ende findet, ist eine gute Sache, keine Frage. Aber sie macht das Leben auch komplizierter. Nicht zuletzt für Architekten, die seit jeher Antworten finden müssen auf gesellschaftliche Veränderungen. Gefordert sind etwa Wohnungen, die sich mit geringem Aufwand an die flexiblen Bedürfnisse ihrer Nutzer anpassen lassen – getreu dem Motto «Nachhaltigkeit statt Abrissbirne». Eine, die sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigt, ist die Zürcher Architektin Vera Gloor. Sie sagt: «Die typische Familienwohnung ist überholt.» Die Zeit, in der einem der Nachwuchs am Rockzipfel hänge, sei eine verhältnismässig


FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 37

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Ein Tag, zwei Looks – das neue Superduo von COVERGIRL Das neue COVERGIRL Superduo bietet jeder Frau die perfekten Utensilien, um im Handumdrehen den Make-up Trend von 2016 umzusetzen – unwiderstehlich glänzende Lippen und ein voluminöser Augenaufschlag. Und so funktioniert‘s: •

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Ihr Hotel Wir wohnen fünf Nächte im guten Mittelklasshotel Terme Marine Leopoldo ll T-UUU+ (off. Kat.****) in Marina di Grosseto. Alle 150 Zimmer, entweder mit Blick auf das Innenhof-Schwimmbad oder den hoteleigenen Pinienpark, sind stilvoll und modern eingerichtet. Sie verfügen über Dusche und WC, Klimaanlage, Flachbild-Fernseher, Safe, Minibar, Direktwahltelefon und Haartrockner. Das Hotel liegt rund 200 Meter vom Strand entfernt und ist umgeben von einem mediterranen Pinienwald. Weitere Einrichtungen: Restaurant, zwei Bars, zwei Aussenschwimmbäder (saisonal geöffnet), geheiztes Innenschwimmbad mit Whirlpool, Dampfbad, Sauna, Wellness-Anwendungen gegen Gebühr, kostenfreier W-LAN Internetzugang.

Unser Hotel in Marina di Grosseto

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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Marina di Grosseto. Fahrt via Tessin, Mailand, La Spezia in die Maremma, nach Marina di Grosseto. Zimmerbezug im Hotel Terme Marine Leopoldo ll, wo wir während der ganzen Reise wohnen werden. 2. Tag: Massa Marittima und San Galgano. Die Stadt Massa Marittima ist ein Meisterwerk des mittelalterlichen Städtebaus und ein wahres Juwel der Maremma. Sie befindet sich in den Erzhügeln und ist seit den Etruskern ein bedeutendes Zentrum des Bergbaus, mit einem wunderschönen Stadtbild. Informative Stadtführung. Weiterfahrt zum ehemaligen Kloster San Galgano. Nach einem gemeinsamen Mittagessen auf einem Bauernhof besuchen wir die Ruine der Abtei aus dem 13. Jahrhundert, welche durch ihre strategische Position und den Reichtum der Bodenschätze grosse Macht erlangte. Heute ist der 71 Meter lange Sakralbau trotz des eingestürzten Dachs eine der Hauptsehenswürdigkeiten in der Toscana. 3. Tag: Grosseto. Grosseto ist die Hauptstadt der Provinz Maremma. Sie liegt in der fruchtbaren Ebene des Flusses Ombrone. Der alte Stadtkern ist von mächtigen, von den Medici Ende des 16. Jahrhundert errichteten Stadtmauern mit Bastionen umgeben. Hier befinden sich auch die Piazzetta del Campanile und der restaurierte Dom. Interessante Altstadtbesichtigung. Anschliessend haben wir Zeit, um den lebhaften Wochenmarkt von Grosseto zu besuchen und das vielfältige Angebot zu bestaunen. Am Nachmittag Rückfahrt zu unserem Hotel und Zeit zur freien Verfügung. Am Abend kurze Fahrt ins benachbarte Städtchen Castiglione della Pescaia und individuelles Abendessen.

4. Tag: Fak. Ausflug Orbetello und Giardino dei Tarocchi inkl. Mittagessen. Am südlichsten Ende der Maremma befindet et sich die Lagune von Orbetello; ein Naturparadies für viele Zugvogelarten. Das wunderschöne Gebiet wird von der Halbinsel Monte Argentario mit drei Landzungen umschlossen. Die sehenswerte Ortschaft Orbetello mit der bis heute erhaltenen Stadtmauer befindet sich auf der mittleren Landzunge. Geführte Besichtigung. Auf einem historischen Gutshof besuchen wir die Käserei und den Weinkeller und geniessen anschliessend ein feines Mittagessen, bevor wir zum Skulpturenpark «Giardino dei Tarocchi» bei Garavicchio weiterfahren. Die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle schuf in 17-jähriger Arbeit zusammen mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Jean Tinguely den zauberhaften Garten mit riesigen bunten und teils begehbaren Skulpturen (fakultativ, Anmeldung bei der Buchung notwendig). 5. Tag: Tuffsteingebiet Pitigliano und Sovana. Im östlichsten Teil der Toscana befindet sich ein spektakuläres Tuffsteingebiet, das auf die vulkanische Vergangenheit dieser Region zurückgeht. Das Gebiet beherbergt wunderbare Dörfer und bedeutsame etruskische Begräbnisstätten. Die beiden Tuffsteinorte Pitigliano und Sovana gehören zu den schönsten Ortschaften Italiens. Während Sovana im frühen Mittelalter als Bischofsund Fürstensitz von grosser Bedeutung war, ist es heute ein kleiner romantischer Ort mit faszinierender Architektur. Pitigliano, auch kleines Jerusalem genannt, erblühte ab dem 13. Jahrhundert und diente vertriebenen Juden im 15. und 16. Jahrhundert als Zufluchtsort. 6. Tag: Marina di Grosseto–Schweiz. Heimreise via Florenz, Mailand, Tessin zu den Einsteigeorten.

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Reisedaten 2016 (Di – So) 1: 29.03.–03.04. 2: 05.04.–10.04. 3: 12.04.–17.04. 4: 19.04.–24.04. 5: 26.04.–01.05. Unsere Leistungen ■

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Fahrt mit modernem Komfortklasse-Bus Unterkunft im guten Mittelklasshotel Terme Marine Leopoldo ll Mahlzeiten: – 4 x Halbpension – 1 x Frühstücksbuffet (am 3. Tag) – 1 x Mittagessen auf einem Bauernhof (2. Tag) Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm (ausg. fak. Ausflug Orbetello und Giardino dei Tarocchi, 4. Tag) Eintritt: Abtei San Galgano Deutschsprechende lokale Reiseleitung am 2. und 5. Tag Audio-System auf Rundgängen Erfahrener Reisechauffeur

Nicht inbegriffen ■

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115.– Doppelzimmer zur Alleinbenutzung Fakultativer Ausflug Orbetello und Giardino dei Tarocchi inkl. Mittagessen (muss im Voraus reserviert werden) 90.– Annullationsschutz und 29.– Assistanceversicherung Auftragspauschale 20.– (entfällt bei Online-Buchung)

Abfahrtsorte 06:10 Wil p 06:30 Burgdorf p 06:35 Winterthur 06:45 Basel

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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 39

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Das Glück ist eine 3-Zimmer-Wohnung: typische Kleinfamilie in den 60er-Jahren.

Wohnen nicht mehr genügen: zu kleine Räume, zu tiefe Decken, zu starre Nutzungsmöglichkeiten. «Das Klein­ familienbild aus den 60ern ist beengend», sagt Gloor. «Dieses Ideal hat den Bau von Wohnungen gefördert, mit denen man heute nichts mehr anfangen kann.» Dass der Blockrand im 21. Jahrhundert eine Renaissance erlebt – zu beobachten etwa bei der neuen Siedlung Kalkbreite in Zürich –, ist auch auf die wieder­ erwachte Popularität der Städte zurückzuführen. Die Menschen wollen heute am selben Ort wohnen, arbeiten und ausgehen. Um aber mehr Menschen aufnehmen zu können, braucht es in den Zentren Verdichtung. Digitalisierung und Sharing Economy beschleunigen diesen Trend. Für viele befindet sich das Büro heute dort, wo der Laptop und das Smart­ phone stehen. Ein Auto ist dank gut ausgebauter ÖV­Angebote und Dienstleistungen wie Mobility kein Muss mehr für den Städter. Weniger Büro­ und Stra­ ssenflächen bedeuten mehr Platz fürs Wohnen. Ein Wohnen, das heute mehr denn je von Schnelllebigkeit und sich verändernden Lebensumständen geprägt ist. Marmor, Stein und Eisen sind 2016 beständiger als Familienstrukturen. Diesem Umstand muss die moderne Architektur gerecht werden. MM

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40 | MM05, 1.2.2016 | FAMILIE

Volontärin Anne-Sophie Keller (26) über ihr Jahr bei einer Westschweizer Familie und die Entdeckung des Verantwortungsgefühls

19 Au-pair-Einsatz

Zähmung einer Widerspenstigen Im Sommer 2005 überquerte ich als 15-Jährige voller Vorfreude auf die neue Freiheit den Röstigraben, um im schicken Genfer Ort Cologny als «jeune fille au pair» zu arbeiten. Die Kinder der Gastfamilie waren damals fünf, sieben, zehn und zwölf Jahre alt und unglaublich gut erzogen. Und vom internationalen Genf war ich als Thuner Meitschi von Anfang an begeistert: Ich hatte den Lottosechser gezogen! Mittags ass ich zusammen mit den Kindern, ihren Freunden und der Gast­ mutter Marie­Laure, die teilweise von zu Hause aus arbeitete. Meine Arbeit begann meistens am Nachmittag. Ich brachte die

Kinder zur Schule und sorgte mit den Eltern dafür, dass der Freizeitplan, beste­ hend aus Fussball, Ballett, Musikunterricht und Solfège, der Tonlehre, eingehalten wurde. Danach erledigte ich kleinere Haus­ haltsaufgaben und bereitete das Abend­ essen zu – teilweise regelrechte Fest­ schmäuse aus der «Elle Cuisine». Meine Aufgaben empfand ich nie wirklich als Ar­ beit. Ich war keine Angestellte, sondern ein Teil der Familie und ihres Alltags. Diese Regelmässigkeit tat mir, dem damals rotzigen Teenager, wahnsinnig gut.

An vier Tagen pro Woche besuchte ich morgens die Didac-Schule, um mein Fran­ zösisch auf Vordermann zu bringen, weitere Schulfächer zu repetieren und meine Au­pair­Freundinnen zu treffen. Die Aus­ gehzeit begrenzten meine Mutter und die Gastfamilie auf 23 Uhr. Fernab von der müt­ terlichen Autorität konnte ich endlich frei sein. Meine Gasteltern waren jedoch streng genug, um mich meine Freiheiten nicht zu sehr ausreizen zu lassen – der Widerspens­ tigen Zähmung war in vollem Gang.

Ich lernte, Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur für vier Kinder und tägliche Mahlzeiten, sondern auch für mich selbst. In die Romandie zurück­ gezogen hat es mich immer wieder: als Journalistin nach Lausanne oder öfter als Besucherin nach Genf. Die Seepromenade und das internationale Flair begeistern mich jedes Mal. Der Kontakt zur Familie hingegen ist wie bei den meisten Au­pairs irgendwann abgeflacht.

Im vergangenen Jahr, zehn Jahre später, war ich zufälligerweise in der Gegend und entschloss mich zu einem spontanen Besuch. Als der Zweitälteste die Tür öffnete, erkannte er mich erst nicht. Doch bei Ludmilla, dem einzigen Mädchen in der Familie, war der Fall klar: «Maman, c’est la jeune fille!», rief sie. Drinnen sah noch alles gleich aus: Ich kannte jede Ecke des Hauses und jede Narbe der Kinder. Doch nicht nur die Familie steht mir immer noch nahe: Mit zwei meiner Au­pair­Freundin­ nen von damals plane ich derzeit meine nächsten Sommerferien. MM

Illustration: Grafilu

Man kann nicht sagen, dass ich ein einfacher Teenager war. Also beschlossen ich und meine Mutter nach der obligato­ rischen Schulzeit einstimmig, dass uns beiden etwas Distanz wohl guttun würde. Zudem hatte ich es mit der Berufswahl und dem Erwachsenwerden nicht gerade eilig. Schliesslich entschied ich mich, ein Au­pair­Jahr in Genf zu verbringen.


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 41

Pro Juventute Wer hat als

Kind nicht auch Briefmarken von Pro Juventute verkauft und so beim Klingeln von Haustür zu Haustür die Nachbarschaft kennengelernt? Noch immer kommt der Erlös Kindern und Jugendlichen in der Schweiz zugute.

Circus Knie Der vor bald einmal

100 Jahren gegründete Schweizer National-Circus hat die Freizeit von mehreren Familiengenerationen geprägt. Inzwischen sind die berühmten Elefantennummern des Familienbetriebs Geschichte.

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Super-8 Irgendwann im Frühling 1965 – ein

paar Wochen, bevor das fünfte Album der Beatles («Help») erscheint – kommt Bewegung ins Familienalbum. Mit der einfach zu bedienenden Super-8-Kamera können stolze Papis und Mamis endlich die ersten Schritte des Sprösslings festhalten, das Geburtstagsfest, die Ferien am Meer. Das Aufkommen der Camcorder in den 80ern bedeutet das vorläufige Ende der Kultkamera. Die RetroÄsthetik hat aber immer noch viele Anhänger. Im Herbst dieses Jahres will Hersteller Kodak das Format Super-8 mit einer neuen Kamera wiederbeleben.

23 Bilder: Walter Bieri/Keystone, iStockphoto, PD

Frauenhäuser 1977 wurde in Zürich

die erste Notunterkunft eingerichtet. 2012 suchten 2067 Frauen und Kinder Zuflucht in einem Frauenhaus. 2014 sollen 4000 Plätze gefehlt haben. 20 Prozent aller Frauen sind in ihrem Leben von häuslicher Gewalt betroffen. 164 Millionen Franken pro Jahr sind die Folgekosten.


42 | MM05, 1.2.2016 | FAMILIE

Gerechte Frauenlöhne

Wie viel verdienen Sie?

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Soziologin und alt SP-Nationalrätin Ruth-Gaby Vermot (74)

findet es sehr stossend, dass trotz Gesetz Frauen noch immer weniger verdienen als Männer.

Lohndiskriminierung entsteht laut Stu­ dien nicht erst im Verlauf des Erwerbs­ lebens, sondern bereits bei Beginn. Die Jungs steigen lohnmässig höher ein, auch bei gleicher Schulkarriere und Ausbildung. Das ist ganz klare Diskriminierung. Sagen wir es noch deutlicher: Die Frauen werden von ihren Arbeitgebern(­innen) bestohlen, und es gibt kein einziges, weder wirtschaft­ liches noch soziales Argument, um diese Diskriminierung zu rechtfertigen. Lohn­ diskriminierungen sind längst einklagbar. Als Politikerin habe ich die Lohnklage der Kindergärtnerinnen im Kanton Bern begleitet, es war ein jahrelanger, energie­ raubender Prozess, der mehrmals unse­ ren Glauben an einen gerechten Staat erschütterte. Die Klage wurde teilweise anerkannt – ein kleiner Schritt vorwärts!

Schlimm ist, dass wir als Gesellschaft mutwillig unsere eigenen Gesetze verlet­ zen. Zwar führen die Forderungen nach Lohngleichheit oft zu politischen Aktionen und Streiks. Es gibt auch bereits Instrumen­ te, mit denen Lohndiskriminierungen nach­ gewiesen und korrigiert werden können. Mit parlamentarischen Vorstössen sollen Lohndiskriminierungen noch effektiver be­ kämpft werden können. Im November des letzten Jahres wurde die Vernehmlassung zur Revision des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann eröffnet, die Lohndifferenzen sind dabei eine zentra­ le Frage. Gefordert werden noch griffigere Kontrollinstrumente, mit denen Unterneh­ men, ihre Lohnsysteme auf Diskriminie­ rung überprüfen können. Einige leugnen zwar ungerechte Lohndifferenzen weiter­ hin. Andere bemühen sich aber, diese aus­ zuräumen, manche aus sozialer Verantwor­ tung und weil öffentlich wohl niemand mehr

ungerechte Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern gutheissen kann.

Diskriminierung existiert in allen Gesell­ schaften. Wenn wir diese aber wirklich beseitigen wollen, müssen wir noch andere gesellschaftliche Hausaufgaben lösen. Noch immer stecken wir in der Schweiz in einem patriarchalen Strukturgefängnis. Unsere Arbeitswelt ist trotz langsamer Veränderun­ gen noch immer geprägt von typischen Frauen­ und Männerberufen und damit zusammenhängenden ungerechtfertigten Lohnunterschieden. Auch wenn dies ein al­ ter Hut ist: Arbeitszeiten, Karrieremöglich­ keiten im Berufsleben, Zuteilung der Kin­ der­ oder Angehörigenbetreuung und selbstverständlich die Wertschätzung über die beruflichen Tätigkeiten sind noch im­ mer männlich geprägt. Auch wenn sich die Strukturen und damit die Verhaltensweisen langsam verändern, auch wenn es Haus­ männer, Kindergärtner und entschieden mehr männliche Pflegende gibt – die Welt orientiert sich noch immer am Mann – und das ist für uns Frauen ziemlich anstrengend.

Diskriminierungen verletzen den Arti­ kel 2 der Menschenrechtskonvention. Im Aktionsplan zur «Gleichstellung von Frau und Mann», der 1995 von einer interdepar­ tementalen Arbeitsgruppe im Rahmen eines Menschenrechtsdiskurses erstellt wurde, heisst es, dass «… namentlich die Lohngleichheit und die Vereinbarkeit von familialen, sozialen und beruflichen Tätig­ keiten» für die Frauen verbessert werden müssen. Davon sind wir noch weit entfernt. Lohndiskriminierungen sind auch wirt­ schaftliche Fallen. Den Frauen fehlen die vorenthaltenen Lohnsummen. Viele sehen sich gezwungen, Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen, denn es ist nicht egal, ob Ende Jahr 3000 Franken weniger auf dem Lohn­ konto liegen. Ausserdem – wohin fliessen die Millionen, die den Frauen entzogen werden? Zu den Aktionären, in Gewinne, in nutzlose Investitionen? Der berühmte «Zahn der Zeit» nagt an den Lohndiskriminierungen – sicher. Aber wer eine redliche, gerechte Gesell­ schaft will, muss nachhelfen, hinstehen, laut werden. Und vergessen Sie nicht, morgen mit Ihren Kollegen(­innen) über ihre Löhne zu diskutieren, Zahlen einzu­ fordern. Das ist unbeliebt, aber dringend notwendig! MM

Illustration: Grafilu

Der noble Grundsatz, dass «Frauen und Männer den gleichen Lohn für gleichwer­ tige Arbeit» erhalten sollen, ist seit Jahr­ zehnten in der Verfassung und im Gleich­ stellungsgesetz verankert. Die Realität ist anders: Noch immer verdienen Frauen durchschnittlich zwischen 6 und 30 Pro­ zent weniger als ihre männlichen Arbeits­ kollegen. Ein Teil der Lohndifferenz kann mit Faktoren wie Ausbildung oder beruf­ liche Position erklärt werden. Rund 40 Prozent der Lohnunterschiede sind jedoch nicht erklärbar und somit diskriminierend. Er ergibt bei einem durchschnittlichen Lohn eine Verlustsumme von rund 280 Franken pro Monat zulasten der Frauen.


Babyhygiene

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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 43

In Winde(l)seile gewickelt Dank des Pioniergeists einer Amerikanerin haben Eltern weniger Wäsche und Babys keinen wunden Popo mehr: Mit der Erfindung der Einwegwindel in den 1950erJahren ist der Familienalltag ein gutes Stück bequemer und trockener geworden. Text: Reto E. Wild

Illustration: Matthias Schütte

Die amerikanische Architektin Marion Donovan wollte sich und allen Müttern die Arbeit des Wickelns erleichtern und für mehr Hygiene sorgen. Bereits 1946 nähte sie aus Duschvorhängen Überhosen, die sie dem Kind über die Stoffwindeln zog. Später machte sie sich daran, eine Wegwerfwindel zu entwickeln, die gut sitzt und dicht sein sollte.

Donovan erfand eine Einwegwindel aus Papier, die keinen Ausschlag verursachte. Dafür bekam sie 1951 ein Patent. Ihre Erfindung bot sie mehreren Firmen an – die aber kein Interesse zeigten. Das grosse Geld machte ein Industrieriese, der Donovans Idee zehn Jahre später aufgriff. Die heutige Variante wiegt rund 50 Gramm und kann das 30- bis 40-Fache ihres Gewichts aufsaugen.

Mit Wegwerfwindeln produzieren Eltern einen Abfallberg von rund einer Tonne pro Kind. Bis die Windeln verrotten, dauert es mindestens 200 Jahre. Die Stoffvariante hingegen verursacht – selbst in einer sparsamen Waschmaschine – einen Wasserverbrauch von über 20 000 Litern pro Kind. Das zeigt eine Studie des britischen Umweltamts.

Ein Kleinkind wird während seiner Windelphase durchschnittlich 4500-mal gewickelt. Die Windelkosten sind laut Stiftung Warentest mit rund 3000 Franken zu veranschlagen. Zumindest in unseren Breitengraden: In China beispielsweise trägt der gesamte Nachwuchs meist Schlitzhose statt Windeln.


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den Plitvicer Seen. Einschiffung, Willkommenscocktail und Abendessen an Bord. Busausflug zum Zrmanja Canyon inkl. Fahrt in Ausflugsbooten und Mittagessen. Rundgang in Zadar. Abendessen an Bord. Zadar–Skradin–Šibenik «Leinen los!» Fahrt entlang der Kornati Inseln. Besuch der Wasserfälle von Krka. In Ausflugsbooten zum «Skradinski Buk». Geführter Rundgang. Weiterfahrt nach Šibenik. Bei einem individuellen Abendessen wird die Vielfalt der kroatischen Küche sichtbar, die auch als «Küche der Regionen» bezeichnet wird. Šibenik–Split–Omiš Stadtrundgang in Šibenik. Nachmittags Stadtrundgang in Split. Weiterfahrt nach Omisˇ. Individuelles Abendessen in einem der vielen Spezialitäten-Restaurants. Omiš–Metkovič Fahrt mit Ausflugsbooten auf dem Cetina-Fluss zu «Radmanove Mlinice». Küsten-/Flussfahrt bis Metkovicˇ. Kapitäns-Dinner mit traditioneller Musikgruppe. Metković–Insel Korčula Busausflug nach Vid mit Museumsbesuch und Bootsfahrt ins Neretva-Delta. Mittagessen. Fahrt zur Insel Korcˇula. Individuelles Abendessen vielleicht mit Speisen der mediterranen italienischen oder französischen Küche. Insel Korčula–Dubrovnik Am Nachmittag Rundgang durch die Altstadt von Dubrovnik. Abschieds-Dinner. Dubrovnik–Schweiz Ausschiffung und Transfer zur Altstadt von Dubrovnik mit individuellem Aufenthalt. Am Nachmittag Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich. Zadar

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grethen nach Passau. Um 18.00 Uhr «Leinen los!». 2. Tag Melk/Wien Ausflug zum Benediktiner-Kloster Stift Melk.* Ausflug+ zum Heurigen oder Prater. 3. Tag Wien Stadtrundfahrt/-gang* durch die Kaiserstadt. Ausflug+ Barockschloss Schönbrunn. 4. Tag Budapest Stadtrundfahrt/-gang* durch die Hauptstadt Ungarns. Ausflug+ «Opernhaus und Markhalle». Lichterrundfahrt+ «Budapest bei Nacht». 5. Tag Budapest–Visegrad Ausflug* ungarische Puszta. Busausflug+ zum «Donauknie» in Esztergom. 6. Tag Bratislava Stadtrundfahrt/-gang* durch die wunderschöne Altstadt. Ausflug+ zum Schloss Hof. 7. Tag Dürnstein Rundgang* mit Weinprobe. 8. Tag Passau–Schweiz Ausschiffung. Busrückfahrt nach St.Margrethen/Zürich. Individuelle Heimreise. * Im Ausflugspaket enthalten, vorab buchbar | + Fak. Ausflüge an Bord buchbar | Programmänderungen vorbehalten | Reederei/Partnerfirma: Scylla AG

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Thomas Friemel Thomas Friemel, weshalb ist WhatsApp bei der Jugend so beliebt? Einerseits wegen der einfachen Registrierung und Vernetzung mit bestehenden Kontakten. Andererseits wegen der grossen Verbreitung. Die App ist zu einem Standard geworden – wer sie nicht nutzt, schneidet sich quasi selbst vom Kommunikationsfluss ab. War das mit SMS nicht mal genauso?

Aber im Unterricht dürfte WhatsApp stets den Reiz erhöhen, zum Smartphone zu greifen, statt aufzupassen, nicht? Der Reiz, sich ablenken zu lassen, ist sicher da. Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigte, dass Messenger­Dienste wie WhatsApp von 94 Prozent der Schweizer Jugendlichen täglich oder mehrmals pro Woche genutzt werden. Fragt man nach der beliebtesten App, kommt WhatsApp auf doppelt so viele Nennungen wie Facebook oder Instagram. Und wie sollten Lehrer damit umgehen, wenn ihr Unterricht dadurch gestört wird?

SMS hatte auch mal eine marktbeherrschende Stellung, war aber in vielen Aspekten eingeschränkt. Es diente primär dem Austausch von kurzen Textnachrichten zwischen zwei Personen. WhatsApp bietet mehr Möglichkeiten: Man kann die Nachrichten an eine ganze Gruppe schicken und Bilder, Ton und Filme hinzufügen. Und ganz wichtig: alles zum Nulltarif.

Wie hat WhatsApp den Familienalltag verändert? WhatsApp wird zwar auch für den Austausch in Familien genutzt, dennoch hat das nicht zu fundamentalen Veränderungen der Kommuni­ kation und des Zusammenlebens geführt. Es ist nicht so, dass am Tisch nicht mehr geredet und nur noch geschrieben wird. Es gibt keine nennenswert neuen Probleme? Die wenigsten Kommunikationsmittel führen zu ganz neuen Problemen. Häufig bekommen altbekannte Probleme einfach ein neues Gesicht oder werden sichtbarer. Inwiefern ist das bei WhatsApp passiert? Vor Kurzem stellten Kollegen von der Uni Mannheim fest, dass jeder fünfte Jugendliche unter Kommunikationsstress leidet. Zentral sei dabei die Angst, vom Kommunikationsfluss der Gruppe ausgeschlossen zu werden. Aber das ist eigentlich nichts Neues: Niemand wird gern von einer Gruppe ausgeschlossen. Neu ist, dass diese Angst mit einem Gerät oder einzelnen Diensten wie WhatsApp in Verbindung gebracht wird. Das macht das Problem sichtbarer.

Lehrer und Schulen haben bereits vor WhatsApp Wege finden müssen, mit der Handynutzung umzugehen. Das Spektrum reicht dabei von «soll den Unterricht nicht stören» bis hin zum Handyverbot auf dem gesamten Schulgelände. Müssen Eltern sich Sorgen machen, deren Kinder pausenlos am Handy hängen und texten? Alles kann irgendwann problematisch werden. Das gilt auch für die Handynutzung und ist keineswegs auf Kinder und Jugendliche beschränkt. Meist läuft sie in Phasen, und wenn eine intensive Nutzung besonders lange dauert, ernsthafte Konsequenzen mit sich bringt und nicht von selbst ein «natürliches» Korrektiv einsetzt, kann es durch­ aus angebracht sein, aktiv darauf Einfluss zu nehmen. Wie am besten? Bevor die Eltern etwas tun, sollten sie selbst gut informiert sein. Angebote findet man im Internet unter dem Stichwort Medienkompetenz zuhauf, bei klassischen Anlaufstellen wie der Pro Juventute, aber auch bei Unternehmen wie Swisscom. Zusätzlich ist wichtig, dass sich die Eltern untereinander austauschen. Da es sich oft um Gruppenphänomene handelt, ist man als Einzelner vielfach machtlos. MM

Hat es den Schulalltag verändert? WhatsApp dürfte auf den Schulalltag einen grösseren Einfluss haben als auf Familien. Die Kettentelefonlisten von früher braucht es nun nicht mehr, um den Ausfall von Stunden zu kommunizieren. Dies und vieles andere wird heute häufig über WhatsApp kommuniziert.

26

Ein WhatsApp­Dialog zwischen Ralf Kaminski und Thomas Friemel (38), Profes­ sor für Kommunikations­ und Medienwissenschaft an der Universität Bremen und Leiter des Instituts für angewandte Kommunikationsforschung (IaKom) in Zürich.


FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 47

27 Sackgeld In den 60er-Jah-

ren freute man sich als Knirps über einTaschengeld von wöchentlich 50 Rappen und kaufte Cola-Fröschli, Kaugummizigaretten oder Tiki-Brausetabletten. Die WHO hat 2010 empfohlen, Kaugummizigaretten zu verbieten.

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Bilder: SBB, Fotolia, iStockphoto, zVg

Monopoly Spätestens, wenn der

Sohn zum zweiten Mal in Mutters Hotel in Zürich Paradeplatz einchecken muss, hängt der Haussegen schief. Kein Brettspiel hat mehr Konfliktpotenzial als das teuflische Monopoly aus den Dreissigern.

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SBB-Familienkarte Rigi, Verkehrshaus, Swiss Miniature: Der Sonntagsausflug gehört zu den schönsten Kindheitserinnerungen. Bereits 1931 führten die SBB Taxvergünstigungen für Familien ein, Kultstatus erlangte aber erst die Familienkarte in den 80ern – dank der witzigen Werbung mit der sonntäglich herausgeputzten, zwölfköpfigen Grossfamilie. Seither reisen Schüler bis 16 in Begleitung eines Erwachsenen für 30 Franken ein Jahr lang im ÖV. Für Kinder bis 6 Jahre ist es seit jeher gratis.

30 Hobbys Eine Work-LifeBalance gab es früher nicht, weil man schlicht kaum Freizeit hatte. Und wenn, dann arbeitete man im Garten oder polierte das Auto auf Hochglanz. Familienaktivitäten bestanden aus Wandern, Velotouren oder Gesellschaftsspielen. Heute können Kinder auch mal eigene Wege gehen.


48 | MM05, 1.2.2016 | FAMILIE

Flexible Arbeitszeitmodelle

Hans-Rudolf Castell, Leiter der Direktion Human Resources Management der Migros-Gruppe Hans-Rudolf Castell

«Familie und Beruf vereinbaren können» Hans-Rudolf Castell, das traditionelle Familienbild hat sich stark verändert, hält die Migros damit Schritt? In den letzten Jahrzehnten hat sich viel getan, vor allem was die Rolle der Frau anbelangt. Heute ist es für viele selbst­ verständlich, dass die Frau zum Familien­ verdienst beiträgt, und das verlangt nach Teilzeitstellen. So bemühen wir uns, flexible Modelle anzubieten, damit Fami­ lie und Beruf vereinbart werden können. Zudem unterstützen wir Lebensformen wie das Konkubinat oder Patchwork­ familien sowie eingetragene, gleich­ geschlechtliche Partnerschaften. Weshalb bietet die Migros attraktive Bedingungen für Eltern? Unser übergeordnetes Ziel ist eine hohe Arbeits­ und Lebenszufriedenheit unserer Mitarbeitenden. Die Familienphase ist eine Herausforderung, und deshalb ist es umso wichtiger, auf die spezifischen Be­ dürfnisse der Mitarbeitenden einzugehen. Gerade der Trend zur Teilzeitarbeit ist allgegenwärtig, nicht nur bei Mitarbeiten­ den mit Betreuungsaufgaben. Unsere Bemühungen sind honoriert worden: Die Rating Agentur Oecom hat die Migros 2015 unter anderem wegen der fort­ schrittlichen Arbeitsbedingungen zur nachhaltigsten Detailhändlerin ernannt. Wo liegen die Herausforderungen in der Familienpolitik der Migros? Wir haben über 50 verschiedene Berufs­ profile, vom Fleischfachmann über die Lastwagenführerin, vom Detailhandels­ fachmann zur Polydesignerin 3D. Für alle Mitarbeitenden gleichermassen attraktive Bedingungen zu schaffen, ist keine leichte Aufgabe. Doch konnten wir im aktuellen Gesamtarbeitsvertrag der Migros gerade die Themen der Familienpolitik noch vorbildlicher ausbauen (siehe rechts). Zudem können unsere Genossenschaften und die angeschlossenen Unternehmen ihren Mitarbeitenden weitergehende Massnahmen anbieten wie zusätzliche Familienzulagen, Beiträge an Betreuungs­ kosten, die Bereitstellung betriebseigener Krippenplätze oder Ähnliches.

31

Mehr Zeit für die Liebsten

Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist oft schwierig. Wenn aber Unternehmen wie die Migros dafür beispielhafte Bedingungen schaffen, gelingt es. Text: Anna-Katharina Ris

Bilder: Christian Schnur

Die Migros ist die grösste private Arbeitgeberin der Schweiz. Dies bedeutet eine besondere Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden. Gerade in der Familienphase sind die Bedürfnisse speziell, um Berufs- und Familienarbeit im Gleichgewicht zu halten. Mit fortschrittlichen Arbeitsbedingungen versucht die Migros, ihren Mitarbeitenden diese Balance zu ermöglichen. Zwei Beispiele aus verschiedenen Landesregionen und Berufen geben einen Einblick in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wo diese besonders gut geklappt hat.

Daniel Färber (37) Berufsbildungsfachmann, Gossau SG (80%) Fast

wäre der gelernte Koch Daniel Färber Filialleiter in der Migros geworden. Aber die Geburt seines ersten Sohnes 2010 hat für ihn alles verändert, und er fasste den Entschluss: «Ich will meine Kinder auch im Alltag erleben.» Da er schon viele Lehrlinge ausgebildet hatte, lag ein Wechsel in die Berufsbildung der Migros nahe. Nach der Einarbeitungszeit konnte er sein Pensum auf 80 Prozent reduzieren. Nach der Geburt seines zweiten Sohnes 2013, hat er nach dem bezahlten Vaterschaftsurlaub von drei Wochen noch zwei unbezahlte drangehängt: «Das gab uns die Möglichkeit, entspannt in die neue Familienphase zu starten. Heute teilen wir uns die Erwerbs- und Familienarbeit. Das schätze ich sehr.»

Sabine Furter (38) Fachleiterin

Migros-Restaurant Zofingen (40%)

«Manchmal vergesse ich beim Arbeiten, dass ich Mama bin. Doch sobald ich ein Kind im Restaurant sehe, muss ich lächeln.» Sabine Furter ist voll konzentriert während der zwei Tage, die sie als Fachleiterin im Migros-Restaurant in Zofingen AG arbeitet. «Ich komme jeweils schnell wieder in die Details rein.» Seit rund fünf Monaten arbeitet sie Teilzeit: ihr Sohn ist ein Jahr alt. Nach den 18 Wochen Mutterschaftsurlaub wurden ihr zusätzlich einige Wochen unbezahlten Urlaubs gewährt. «Das hat mir den Start in die Familienphase enorm erleichtert. Unser Kleiner kam sechs Wochen zu früh zur Welt und brauchte anfangs viel Pflege und Zuwendung», erzählt die Fachleiterin. Mit sieben Monaten hat sie ihren Sohn guten Gewissens ihrer Mutter und Schwiegermutter anvertrauen können und geniesst jetzt den jeweiligen Perspektivenwechsel. Bei den Furters ist im Übrigen auch die Migros Familiensache: Sabine Furters Mutter arbeitet im selben MigrosRestaurant ebenfalls Teilzeit.


1

FAMILIE| MM05, 1.2.2016 | 49

Migros-GAV

Das bietet die Migros ihren Angestellten: 18 Wochen Mutter­

schaftsurlaub bei 100 Prozent Lohn 3 Wochen Vater­

schaftsurlaub und 2 zu­ sätzliche, unbezahlte Wochen möglich

Flexible Lösungen im Rahmen der Möglichkei­ ten, was beispielsweise Pensumreduktion oder Änderungen der Ar­ beitszeiten anbelangt

Nach Möglichkeit Wiederanstellung nach ei­ nem Austritt nach dem Mutterschaftsurlaub in­ nerhalb eines Jahres. 3 Wochen Adoptionsurlaub und 2 zusätz­

liche, unbezahlte Wochen möglich

Gleichstellung neuer Familienformen: Stief­

und Pflegeeltern wer­ den leiblichen Eltern gleichgestellt, eingetra­ gene, gleichgeschlechtli­ che Partnerschaften und Konkubinatspaare haben den gleichen Status wie Ehepartner Diese Bestimmungen sind aus dem landesweit gültigen Gesamtarbeitsvertrag der Migros entnommen. Er gilt für rund 50 000 Mitarbeitende in 40 Unternehmen. Dazu gehören neben den Genossenschaften zum Beispiel auch die Industrie­ betriebe Jowa oder Micarna.


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Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag Donnerstag 26. Mai 2016 – Anreise Fahrt mit dem komfortablen Extrabus nach Wien, wo wir in unserem 4-Sterne Hotel zum Nachtessen erwartet werden 2. Tag Freitag 27. Mai 2016 – Klassisches Wien Bei einer interessanten Stadtführung erleben wir heute morgen die Höhepunkte Wiens. Wir zeigen Ihnen unter anderem die berühmte Ringstrasse mit Oper, Burgtheater und Parlament und das Schloss Belvedere. Selbstverständlich darf auch ein Besuch mit Führung im Schloss Schönbrunn nicht fehlen! Der restliche Nachmittag steht Ihnen für eigene Entdeckungstouren zur freien Verfügung. Am Abend laden wir Sie zu einem zünftigen Heurigen Abend mit Essen, Wein und Musik ein.

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3. Tag Samstag 28. Mai 2016 – Spanische Hofreitschule, Sissi Museum & André Rieu Konzert Nach dem Frühstück besuchen wir die Morgenarbeit mit den edlen Lipizzanerhengsten in der weltberühmten Spanischen Hofreitschule. Auf den Spuren der Pferdenärrin Sisi sehen Sie danach im nahegelegenen SissiMuseum eine ganz besonders gelungene Ausstellung über das Leben der unglücklichen Kaiserin. Nach einem frühen Nachtessen im Hotel folgt der grosse Höhepunkt dieser Reise: das Konzert von André Rieu mit seinem 50-köpfigen Orchester. André Rieu liebt die Heimatstadt seines musikalischen Vorbildes Johann Strauss und klingt in der Walzermetropole noch authentischer als irgendwo sonst! 4. Tag Sonntag 29. Mai 2016 – Die Wachau & Johann Strauss Konzert Heute unternehmen wir einen wunderschönen Tagesausflug in die Wachau – die pure Schönheit dieser Gegend mit Donautal, sanf-

Schloss Schönbrunn in Wien

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Und vieles mehr!

ten Weinbergen und mittelalterlichen Ortschaften wird Sie begeistern. Wir sehen das berühmte Benediktinerkloster Stift Melk und die herrliche Altstadt von Melk. Später unternehmen wir eine romantische Schifffahrt auf der Donau. In Dürnstein werden wir zu einer lustigen Weinerlebnisfahrt durch die Wachauer Weinwelt erwartet. Hoch oben am Loipenberg, inmitten der wunderschönen Kulisse der Wachau, geniessen wir die herrliche Landschaft und ein Glaser’l Wein! Zum Abschluss dieser schönen Reise besuchen wir am Abend ein Johann Strauss Konzert im Wiener Kursalon. Ein Abend voller Wiener Charme & schwungvollen Walzerklängen. 5. Tag Montag 30. Mai 2016 – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

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Migros-Welt MM5

Zahl der Woche

391910

391910 Familien gehören zurzeit zum Migros-Club Famigros. Im letzten Jahr sind 33 847 Familien neu beigetreten.

Zeitreise

Famigros Ski Day

Schneespass für die ganze Familie Ab auf die Piste! An den Famigros Ski Days vom 21. Februar in Sörenberg und vom 6. März auf dem Stoos gibt es jede Menge Spass. Ob beim Plauschrennen mit der Familie oder der Unterhaltung im Sponsoren-Village. Und das für wenig Geld: Die Teilnahmegebühr für eine Familie mit drei bis fünf Personen beträgt

110 Franken, 85 Franken bezahlen Famigros-Mitglieder. Im Preis inbegriffen sind Tageskarten, Mittagessen,Teilnahme am Plauschrennen, eine Medaille für Kinder sowie ein Überraschungsgeschenk. Anmeldung auf Famigros-ski-day.ch. Mehr von der Migros Luzern ab Seite 79

Dieses Bild ist 1945 im «Brückenbauer» erschienen. Zum ersten Mal war von einer «Migros-Familie» die Rede. Der reich gedeckte Tisch war nach den mageren Kriegsjahren das, was sich viele Schweizer erträumten. Migros-Familien gab es später in der Werbung immer wieder. Die Geschlechterrollen waren bald nicht mehr so klar verteilt wie auf dem hier abgedruckten Bild, und es kam Humor ins Spiel. Zuletzt amüsierte in den Jahren 2010 bis 2013 die MigrosFamilie Felix mit zahlreichen Werbespots die Zuschauer. Der «Blick» nannte sie eine «Ausnahmeerscheinung in den biederen Werbeblöcken des Schweizer Fernsehens».


52 | MM05, 1.2.2016 | MIGROS-WELT

Famigros

Power für die Piste

Text: Anette Wolffram Eugster

Bilder: Yves Roth

Ob beim Lernen, Spielen oder beim Skifahren: Kinder verbrauchen viel Energie. Deshalb sind Zwischenmahlzeiten wie Znüni und Zvieri für den Nachwuchs besonders wichtig. Allerdings sollten Eltern im Interesse einer möglichst gesunden Ernährung ein Auge darauf haben, welche Energielieferanten ihre Kids zu sich nehmen. Empfehlenswert sind natürlich immer saisonale Früchte und Gemüse, am besten aus der Region, sowie Getreideund Milchprodukte. Wichtig ist darüber hinaus, dass sie genügend trinken, am besten Mineral-

Rezept

Styling: Mirjam Kaeser

wasser oder ungesüssten Kräuteroder Früchtetee. Was in der Theorie einfach tönt, kann sich in der Praxis manchmal als recht anspruchsvoll erweisen. Famigros gibt Empfehlungen für kindgerechte und ausgewogene Mahlzeiten, die sich einfach und schnell zubereiten lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Birnenjoghurt mit Müeslimischung, einem Frischkäse-Rüebli-Wrap oder einem Heidelbeer-Muffin? Weitere tolle Znünirezepte gibt es auf www.famigros.ch/ znueni.

FrischkäseRüebli-Wraps

4 Vollkorn-Tortillas mit 150 g Kräuterfrischkäse bestreichen. 200 g Rüebli grob reiben. 50 g Chinakohl in feine Streifen schneiden, wenig Petersilie hacken. Alles auf die Tortillas verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen, einrollen.


MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 53

Interview Birnenjoghurt mit Müeslimischung 200 g Birne grob reiben, mit 500 g Joghurt nature mischen. 40 g Nussmischung hacken, mit 40 g Haferflocken, 1 EL Öl und 1 EL flüssigem Honig in einer Bratpfanne kurz rösten. 40 g Dörraprikosen in Würfel schneiden und daruntermischen. Zum Servieren Müesli über das Joghurt streuen.

«Ohne Znüni droht ein Leistungsabfall» Christina Daeniker Roth ist Fachspe­ zialistin für Ernäh­ rung und Gesundheit.

Christina Daeniker Roth, weshalb sind Znüni und Zvieri für Kinder so wichtig? Kinder können oft nicht so viel aufs Mal essen und sind deshalb darauf angewiesen, in kürzeren Abständen zu essen, das heisst, zwischen den Hauptmahlzeiten ein Znüni beziehungsweise Zvieri zu sich zu nehmen. Ohne Znüni droht wäh­ rend eines langen Schul­ morgens ein Leistungs­ abfall. Kinder sind immer in Bewegung und zudem im Wachstum, weshalb sie vergleichsweise mehr Energie als Erwachsene benötigen. Zwischen­ mahlzeiten sollten aber eine Ergänzung und kein Ersatz für Hauptmahl­ zeiten sein.

Heidelbeer-Muffins 200 g Mehl, 200 g Rohzucker, 75 g gemahlene Haselnüsse, 1 ½ TL Backpulver und 1 Prise Salz mischen. 100 g Joghurt nature, 3 Eier und 150 g flüssige Butter unter die Mehlmischung rühren. Ofen auf 180 ºC vorheizen. Muffinform mit 12 Vertiefungen mit Papierförmchen auslegen. Masse einfüllen. 125 g tiefgekühlte Heidelbeeren darauf verteilen. Muffins in der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen.

Was macht denn eine gesunde Zwischen­ mahlzeit aus? Als Faustregel gilt: Eine Frucht oder ein Gemüse bildet zusammen mit einem ungesüssten Getränk die Basis. Nach Bedarf kommt noch ein Milch­ oder Getreide­ produkt oder eine Handvoll Nüsse hinzu. Milchprodukte zum Znüni oder Zvieri liefern wertvolles Kalzium und Eiweiss für den Aufbau von Kochen und Muskeln. Wie gross sollte der zeitliche Abstand zwischen Frühstück und Znüni beziehungs­ weise Mittagessen und Zvieri sein?

Zwei bis drei Stunden. Warum ist ein Apfel erlaubt, eine Banane jedoch nicht? Bananen sind zucker­ reich und kleben an den Zähnen, weshalb sie eher kariesfördernd wirken. Das Gleiche gilt für Trockenfrüchte. Was ist besonders gut für die Skipiste? Weil die meisten Kinder in den Skiferien später und reichhaltiger früh­ stücken als im Alltag, halten sie problemlos bis Mittag durch. Wich­ tig ist dann eine Pause über Mittag mit einer ausgewogenen Mahlzeit. Nach dem Nachmittags­ skifahren, wenn die Kleinen wieder zu Hause sind, ist ein Zvieri an­ gesagt. Dann haben sie wieder Energie für neue Taten im Schnee. MM

Gratis dabei sein und profitieren Famigros bietet eine spannende Plattform,

auf der sich Eltern über Familienthemen informieren können. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Essen und Trinken, wobei man zahlreiche Zubereitungstipps findet, die verschiedenen Altersstufen der Kinder angepasst sind. Werden Sie kostenlos Famigros-Mitglied! Jedes neue Mitglied erhält einen 10-fachen Cumulus-Coupon. Anmeldungen auf Famigros.ch/anmelden


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MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 55

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Text: Claudia Schmidt Bilder & Styling: Daniel Aeschlimann Rezepte: Annina Ciocco

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56 | MM05, 1.2.2016 | MIGROS-WELT

Schenkeli

Berliner

Zigerkrapfen Budget mittel

Budget

Budget

gehoben

niedrig Zutaten für 25 Stück 40 g Butter 0,25 dl Milch 1 Ei 125 g Zucker 1 Msp. Salz ½ Zitrone 200 g Mehl 1 TL Backpulver à 2,5 g Öl zum Frittieren Zubereitung

1. Butter schmelzen und abkühlen lassen. Milch, Ei, Zucker und Salz mischen. Zitronenschale fein dazureiben. Butter dazugeben. Mehl und Backpulver mischen und beigeben. Rasch zu einem Teig zusammenfügen. In Klarsichtfolie einpacken und ca. 1 Stunde kühl stellen. 2. Reichlich Frittieröl in einer tiefen, weiten Pfanne oder Fritteuse auf 170 °C erhitzen. Teig kneten und zu Rollen à ca. 2 cm Ø formen. Diese in Stücke à ca. 5,5 cm schnei­ den und an den Enden zuspitzen. Portio­ nenweise ca. 3 Minuten zu goldbraunen Schenkeli frittieren. Auf Haushaltspapier abtropfen lassen. TIPP Schenkeli sind in einer gut verschlos­ senen Dose maximal 3 Tage haltbar. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + ca. 1 Stunde kühl stellen

Pro Stück ca. 1 g Eiweiss, 3 g Fett, 11 g Kohlenhydrate, 300 kJ/70 kcal

Zutaten für 8 Stück 200 g Weissmehl 20 g Hefe 50 g Zucker 1 dl Milch, lauwarm 20 g Butter, weich 1 Prise Salz 2 Eigelb Öl zum Frittieren feinster Backzucker oder Zucker zum Wenden 120 g Himbeergelee Zubereitung

1. Mehl in eine Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde bilden. Hefe und wenig Zucker in der Milch auflösen. In die Mulde giessen. Mit wenig Mehl zu einem Vorteig mischen. Zugedeckt an einem warmen, windgeschütz­ ten Ort ca. 10 Minuten aufgehen lassen. Butter, restlichen Zucker, Salz und Eigelbe zum Mehl geben. Alles 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt an einem warmen, windgeschützten Ort ca. 1 Stunde aufgehen lassen. Teig nochmals kneten und zu Kugeln à ca. 6 cm Ø formen. Diese auf ein mit wenig Öl bepinseltes Backpapier legen und etwas aufgehen lassen. 2. Reichlich Öl in einer tiefen, weiten Pfanne oder Fritteuse auf 160 °C erhitzen. Teig­ kugeln ca. 5 Minuten portionenweise frit­ tieren. Sobald sie auf einer Seite goldbraun sind, wenden und fertig backen. Heraus­ heben, kurz abtropfen lassen und im Zucker wenden. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Gelee in einen Spritzsack mit einer Berliner­ oder Lochtülle geben. Mit der Tülle ein Loch in jeden Berliner stechen und Gebäck mit etwas Gelee füllen. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + ca. 90 Minuten aufgehen lassen

Pro Stück ca. 6 g Eiweiss, 10 g Fett, 36 g Kohlenhydrate, 1050 kJ/250 kcal

Zutaten für 18 Stück 180 g Ricotta oder Ziger 2 Eier 2 Msp. Zimtpulver 2 Prisen Muskatnuss 1 Msp. Ingwer 3 EL Zucker à 10 g Mehl zum Auswallen Öl zum Frittieren Zucker zum Wenden Teig: 300 g Mehl 1 Prise Salz 30 g Butter, kalt 60 g Zucker 1,5 dl Milch Zubereitung

1. Für den Teig Mehl und Salz in eine Schüs­ sel geben. Butter und Zucker dazugeben, zwischen den Händen bröselig reiben. Milch beigeben. Masse zu einem geschmeidigen Teig verkneten. In Klarsichtfolie gewickelt 1 Tag im Kühlschrank ruhen lassen. 2. Am Zubereitungstag für die Füllung Ricotta mit Eiern, Zimt, Muskat, Ingwer und Zucker verrühren. Teig auf wenig Mehl ca. 2 mm dünn auswallen. Mit einem Küchen­ tuch abdecken, ca. 30 Minuten ruhen lassen. Reichlich Öl in einer tiefen, weiten Pfanne oder Fritteuse auf 170 °C erhitzen. Teig­ quadrate à 10–12 cm schneiden. Auf jedes Quadrat 1 EL Füllung à ca. 15 g geben, Rand à ca. 1 cm frei lassen. Ränder mit Wasser bestreichen. Quadrate diagonal zu Dreiecken falten. Ränder gut andrücken. Krapfen portionenweise ca. 4 Minuten goldbraun backen, dabei mindestens einmal wenden. Herausheben und kurz abtropfen lassen. Noch warm im Zucker wenden. Zubereitungszeit ca. 50 Minuten + 1 Tag + 30 Minuten ruhen lassen

Pro Person ca. 4 g Eiweiss, 11 g Fett, 18 g Kohlenhydrate, 810 kJ/190 kcal


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FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL M-Classic Rindshackfleisch, Schweiz, per kg 10.80 statt 18.– 40% M-Classic-Trutenmöckli oder -Trutenbrust hauchdünn geschnitten im Duo-Pack, z.B. Trutenbrust hauchdünn geschnitten, Brasilien/ Frankreich, 2 x 144 g 4.90 statt 7.– 30% Emilia Romagna Prosciutto crudo geschnitten in Jumbo-Schale oder Bresaola della Valtellina, IGP, 109 g, z.B. Emilia Romagna Prosciutto crudo geschnitten in Jumbo-Schale, Italien, per 100 g 4.55 statt 6.50 30% Rapelli Salametti, Schweiz, 3 x 70 g 5.65 statt 8.10 30% Optigal Pouletflügel, Nature oder Paprika, z.B. Nature, Schweiz, per kg 9.– statt 13.50 33% Don Pollo Poulet-Nuggets im Duo-Pack, hergestellt in der Schweiz, Fleisch aus Brasilien, 2 x 500 g 10.60 statt 21.20 50% Gesamtes Sushi-Sortiment, gekühlt, z.B. Maki Mix, Thunfisch, Wildfang aus den Philippinen, Lachs, Zucht aus Norwegen, 150 g 7.– statt 8.90 20% Schweinswürstli «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, 2 Paar, 240 g 3.75 statt 4.70 M-Classic Schweinswürstli, Schweizer Fleisch, 2 Paar, 200 g 2.75 statt 3.95 30% M-Classic Salatwurst, Schweizer Fleisch, Stück à 350 g 3.60 statt 4.60 TerraSuisse Bockwürstli «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, 2 Paar, 260 g 4.25 statt 6.10 30% ** Chlöpfer, Schweizer Fleisch, 6 Stück, 900 g 8.90 statt 13.05 30% Gewürzschinken Anschnitte, Schweizer Fleisch, Schale, per 100 g 1.30 statt 1.90 30%

TerraSuisse Schweinskoteletts vom Hals «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.35 statt 1.95 30% TerraSuisse Schweinsnierstück «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 2.90 statt 3.75 TerraSuisse Schweinskoteletts «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.50 statt 2.15 30% TerraSuisse Rindsjägerschnitzel «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 3.50 statt 4.60 Brasilianischer Feuertopf, Schweizer Fleisch, per 100 g 1.40 statt 2.40 40% TerraSuisse Kalbsbrät «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 1.45 statt 1.90 Erhältlich in der Selbstbedienung Rindfleischvögel, Schweizer Fleisch, per 100 g 2.30 statt 2.60 Poulet-Minifilet, aus der Schweiz, per 100 g 2.90 statt 3.65 Erhältlich in der Selbstbedienung ASC Crevetten Tail-on, Zucht, aus Vietnam, per 100 g 3.95 statt 5.70 30% Erhältlich in der Selbstbedienung TerraSuisse Kalbssteak «Aus der Region.», aus der Zentralschweiz, per 100 g 6.20 statt 8.20 Erhältlich an der Bedienung Echte Rotzungenfilets, Wildfang, aus dem Nordostatlantik, per 100 g 4.45 statt 5.60

BROT UND MILCHPRODUKTE Valflora Halbrahm UHT im DuoPack, 2 x 500 ml 3.90 statt 4.90 20% Appenzeller Surchoix, per 100 g 1.40 statt 1.80 20% Caprice des Dieux, 330 g 4.45 statt 5.60 20% Alle Yogo Drink im 3er-Pack, z.B. Apfel, 3 x 200 ml 2.75 statt 3.45 20% Französischer Nusskäse, per 100 g 1.75 statt 2.20 Alle Quark Nature, z.B. Rahmquark, 150 g –.85 statt 1.10 20% TerraSuisse Vollkorn-Landbrot, 400 g 2.30 statt 2.90

BLUMEN & PFLANZEN Strauss Surprise Maxi, pro Bund 11.90 statt 19.90 40% Azalee Christine, pro Topf 9.90 statt 14.90 33% Primeli «Aus der Region.», pro Topf 1.– statt 1.50 33%

WEITERE LEBENSMITTEL Alle Frey Pralinés in Schachteln oder Adoro Kugeln, UTZ, z.B. Pralinés Prestige, 250 g 12.60 statt 15.80 20% ** Gesamtes Merci oder Toffifee Sortiment, z.B. Merci, 250 g 20x 3.95 20x PUNKTE Alle UTZ Kaffees Bohnen oder gemahlen, z.B. Exquisito gemahlen, 500 g 5.75 statt 7.20 20%

Gesamtes Nescafé Sortiment, z.B. Gold de Luxe, Beutel, 180 g 8.45 statt 10.60 20% Alle Tetley Tees, z.B. English Breakfast, 25 Stück 2.05 statt 2.95 30% Gesamtes Farmer Sortiment, z.B. Croc Müesli Waldbeeren, 500 g 3.80 statt 4.80 20% ** M-Classic Studentenfutter im 3erPack, 3 x 250 g 6.45 statt 8.10 20% Gesamtes Delicious KartoffelSortiment, tiefgekühlt, z.B. Pommes Duchesse, 600 g 3.65 statt 4.60 20% Pelican Crevetten Tail-on gekocht, ASC, tiefgekühlt, 750 g 17.– statt 24.30 30% M-Classic Pouletgeschnetzeltes im Duo-Pack, tiefgekühlt, 2 x 350 g 6.85 statt 11.45 40% Alle Sirupe 75 cl oder 1.5 Liter, ab 2 Stück, jedes –.50 günstiger, z.B. Himbeer, 1.5 Liter 3.75 statt 4.25 Alle M-Classic Reis à 1 kg, ab 2 Stück 20% Alle M-Classic Hülsenfrüchte, getrocknet, z.B. Linsen, 500 g 1.75 statt 2.20 20% Alle Garofalo Teigwaren, ab 2 Stück, jedes –.50 günstiger, z.B. Farfalle, 500 g 2.– statt 2.50 Migros-Bio Aceto Balsamico di Modena, IGP, 500 ml 5.30 20x NEU *,** Thomy Flüssigsaucen im Duo-Pack, z.B. Sauce Hollandaise, 2 x 250 ml 5.60 statt 7.– 20% Thomy Sauce, Pfeffer oder Zürcher Geschnetzeltes, z.B. Pfeffer, 20x 250 ml 3.50 NEU ** Bon Chef Fischfond, 150 g 20x 4.90 NEU *,** Mimare Thon in Olivenöl, mit Chili oder Basilikum, 20x z.B. Chili, 160 g 1.90 NEU *,** M-Classic Pastetenfüllung Kalbfleisch, 415 g 5.40 NEU *,** 20x Gesamtes Thai Kitchen, Jaipur oder Al Fez Sortiment, z.B. Thai Kitchen Kokos-Milch, 250 ml 2.– statt 2.50 20% Pancho Villa Taco Bar Mini-Kit, z.B. Chicken Tinga, 120 g 20x 4.90 NEU ** Zweifel Snacketti im Duo-Pack, z.B. Paprika Shells, 2 x 75 g 2.70 statt 3.90 30% Berliner im 6er-Pack, 6 x 70 g 3.90 statt 5.85 6 für 4 Mini-Patisserie Klassiker, 20x 96 g 4.80 NEU *,** Anna’s Best Granatapfel, 20x 110 g 3.– NEU *,** Anna’s Best Ravioli im 3er-Pack, z.B. Tomaten-Mozzarella, 3 x 250 g 9.80 statt 14.70 33% Asia Snackplatte, 640 g 11.90 statt 14.90 20% La Pizza im Duo-Pack, z.B. Quattro Stagioni, 2 x 420 g 10.30 statt 14.80 30% Alle Rouladen ungekühlt, z.B. Marmor-Roulade, 310 g 2.85 statt 3.60 20% Schwedencake Fasnacht, 350 g 6.20 statt 7.80 Kartoffelsuppe oder KarottenIngwersuppe, z.B. Kartoffelsuppe, 350 ml 3.20 statt 4.30 25%

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MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 65

Fasnachtsgebäck

Hintergrund

Fette Fasnacht Tradition

Am letzten Schlachttag vor der Fastenzeit, am Schmutzigen Donners­ tag, fiel immer jede Menge Fett («Schmotz», Schmutz) an. Und da private Öfen bis ins 20. Jahrhundert Luxus waren, blieb jeweils nichts anderes übrig, als Backwaren – die sättigende Wegzehrung beim närrischen Treiben – im heissen Fett aus­ zubacken.

Mehr Rezepte unter Saison.ch

Historischer Genuss Geht es um Fasnachtsgebäck, hat jede Region ihre eigenen überlieferten Spezialitäten – von der Appenzeller Bacheschnitte bis zum Zigerkrapfen. Ein Querschnitt durch die Schweizer Backtradition.

Basler Fastenwähe**

Mit den klassischen süssen oder währschaften Wähen hat die «Faschtewaie» überhaupt nichts zu tun: Sie ähnelt eher einer mit Kümmel bestreuten Brezel. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fasnachts­ köstlichkeiten gibt es die Fastenwähen bis vor Ostern.

Schenkeli

Neben den Fasnachtschüechli zählen Schenkeli zum typi­ schen, schweizweit beliebten Gebäck der Saison. Meist wird der Teig mit etwas geriebener Zitronenschale und wenig Kirsch verfeinert.

Das richtige Fett

Fasnachtschüechli

... sind das Fasnachtsgebäck schlechthin. Die dünnen Chüechli wurden schon im 15. Jahrhundert gern verzehrt, waren aber vor allem Geistlichen und Reichen vorbehalten. Nach Aschermitt­ woch war allerdings Schluss mit dem Genuss, denn damals wie heute gilt: Isst man eins, kann man kaum aufhören.

Zum Frittieren eignen sich nur hoch erhitzbare Fette. Optimal ist des­ halb Sonnenblumenöl. Auch Bratbutter ist empfehlenswert: Sie sorgt nicht nur für Knusprigkeit, sondern auch für den begehrten Buttergeschmack. Optimal frittiert Die ideale Frittiertem­ peratur liegt zwischen 160 und 180 °C. Gibt man den vegleichsweise kühlen Teig ins Frittieröl, sinkt dessen Temperatur. Deshalb sollte man nicht zu viel Teig auf einmal ins heisse Öl geben. Ist das Öl nicht heiss genug, saugt der Teig zu viel davon auf und wird nicht knusprig. Das fertige Gebäck lässt man am besten auf Küchen­ papier abtropfen.

Illustration: illumueller.ch

Frittieren ohne Fritteuse

Als Alternative zum Frittiergerät eignen sich breite, hohe Pfannen. Wichtig ist, die Tempe­ ratur zu kontrollieren. Das Bratenthermometer leistet hilfreiche Dienste. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Schwyzer Krapfen

Das typische Innerschweizer Fasnachtsgebäck ist mit Birnenmus gefüllt. Gebäck mit Füllung hatte früher einen grossen Vorteil: Da man meist ohne Besteck ass, war die Teighülle besonders praktisch, weil die Hände trotz Füllung weitgehend sauber blieben.

Appenzeller Bacheschnitte**

Zigerkrapfen*

Eine findige Bäckerin hatte die Idee, leicht angetrockneten Lebkuchen wieder genussreif zu machen, indem sie ihn in Bierteig tauchte und ausbuk. Die traditionelle Bacheschnitte mit dem weichen Kern war geboren.

Die mit gesüsstem Zigerkäse gefüllten Krapfen – überlieferte Rezepte reichen ins 18. Jahrhundert zurück – werden zwar ganzjährig, vor allem in der Zentral­ und der Ostschweiz, angeboten. Zur Fas­ nachts­ und auch zur Chilbizeit sind sie aber besonders gefragt.

* regional erhältlich ** nicht in der Migros erhältlich


© 2016 The Coca-Cola Company. Coca-Cola, Coca-Cola zero, Coca-Cola light, the Contour Bottle and the Dynamic Ribbon are registered trademarks of The Coca-Cola Company.

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MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 67

Umfassende Informationen zur winterlichen Zufütterung der Vögel gibt es bei der Vogelwarte Sempach (www.vogelwarte.ch).

M-Classic Vogelfutter

Ein Herz für gefiederte Freunde

Herrschen Schnee und Eis, ist nicht gut Futter picken. Gemäss Tierschutzorganisationen ist die Fütterung von Vögeln im Winter dann sinnvoll, wenn sie massvoll und verantwortungsbewusst durchgeführt wird. Hierzu ein paar Tipps. Text: Nicole Ochsenbein

Wann füttern?

Bei geschlossener Schneedecke oder gefrorenem Boden kann das Füttern den Zug- und Brutvögeln als Überlebenshilfe dienen. Besonders hungrig sind die Vögel am frühen Morgen. Viele kommen auch am späteren Nachmittag nochmals an die Futterstelle, um sich für die Nacht einzudecken. Um diese Tageszeiten sollte also genügend frische Nahrung bereitliegen.

Bild: Alamy

1

Gewusst, wie!

Das Futterhäuschen sollte so ausgestattet sein, dass das Futter nicht nass wird. Meisenknödel darf man auch unter freiem Himmel aufhängen. Der Futterplatz sollte regelmässig gereinigt und zum Schutz vor Katzen mindestens 1,5 Meter über dem Boden platziert werden. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass in der Nähe Bäume oder Sträucher stehen, die bei Gefahr als Zufluchtsort dienen.

2

3

Welches Futter?

Das Futter sollte der natürlichen Nahrung unserer gefiederten Freunde entsprechen, Brot oder gar Essensreste gehören also nicht dazu. Typische Körnerfresser wie Meisen und Finken lieben Sonnenblumenkerne, Hanfsamen und Meisenknödel. Für sie und alle anderen Vogelarten, die den Winter über zu Hause bleiben, findet sich im M-ClassicSortiment garantiert das passende Futterangebot.

M-Classic Freilandmix, 1,2 kg Fr. 2.40

M-Classic Meisenknödel, 6 Stück Fr. 2.20

M-Classic Gourmetmix, 1,2 kg Fr. 2.80

M-Classic Nussstange, 3 Stück Fr. 2.60


68 | MM05, 1.2.2016 | MIGROS-WELT

Asien – Indien

Ein würziges Vergnügen Indische Currys bringen in ihrer Vielfalt die Aromen eines ganzen Subkontinents auf den Tisch. Dank feiner Gewürze, Kräuter und fertiger Saucen aus dem Migros-Sortiment lassen sich indische Gerichte im Handumdrehen daheim zubereiten. Text: Claudia Schmidt

Wer gern asiatisch kocht, kommt um spezielle Küchenutensilien nicht herum. Mit der Ingwerreibe lässt sich ein Stück Ingwerwurzel zuverlässig in ein Püree verwandeln und sorgt dafür, dass keine holzigen Fasern den Genuss trüben. Auch der Mörser darf nicht fehlen, ist er doch das traditionelle Werkzeug, um Gewürze und Kräuter fein zu mahlen und Würzpasten herzustellen.

Ingwerreibe oval Fr. 4.50

Bilder: Giulia Marthaler; Styling: Katja Rey; Rezepte: Lina Projer

Mörser mit Stössel, Stein Fr. 12.80


MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 69

In Indien werden die einzelnen Komponenten einer Mahlzeit gern in Schalen serviert. Schale, div. Sujets, Ø 15,5 cm × H 7,5 cm Fr. 7.90 Ø 20,5 cm × H 8 cm Fr. 12.80

Optigal Pouletgeschnetzeltes, Schweiz, per 100 g Fr. 3.40

Max Havelaar Ananas Aktueller Tagespreis In grösseren Filialen

Bio Max Havelaar Chopstick Kokosmilch, 400 ml Fr. 2.80

Chop Stick Sambal Oelek, 100 g Fr. 1.70

*Aktion 20%

auf Thai Kitchen, Jaipur und Al Fez vom 2. bis 8. 2.

Chicken Tikka Masala Zutaten für 4 Personen 250 g Ananas 400 g Pouletgeschnetzeltes Salz, Pfeffer Öl zum Braten, z. B. Erdnussöl 40 g Cashewkerne 1 Glas Tikka-Masala-Paste à 350 g 2,5 dl Kokosmilch 1 EL Sambal Oelek ¼ Bund Koriander 180 g Joghurt nature 4 Naan-Brote Zubereitung

1. Ananas rüsten und in Würfel à ca. 2 cm schneiden. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. 2 EL Öl im Wok oder einer weiten Bratpfanne erhitzen, Poulet darin in 2 Por­ tionen goldbraun anbraten. Aus der Pfanne heben. Wenig Öl ergänzen, Ananas und Cashewkerne darin rundum ca. 3 Minuten anbraten. Sambal Oelek dazugeben, kurz

mitbraten. Poulet, Tikka­Masala­Paste und Kokosmilch in die Pfanne geben, Sauce bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis sie cremig ist. 2. Inzwischen Koriander grob hacken. Chicken Tikka Masala mit Salz und Sambal Oelek abschmecken und mit Koriander bestreuen. Mit Joghurt und Naan­Brot servieren. Dazu passen Mango­Chutney und Basmati­Reis.

Jaipur Tikka Masala Sauce, 350 g Fr. 3.25* statt 4.10

Jaipur 2 Plain Naans, 260 g Fr. 3.20* statt 4.05

Asia Panang Curry Schale à 360 g Aktueller Tagespreis

Sun Queen Cashewkerne, 200 g Fr. 3.90

Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

Pro Person ca. 39 g Eiweiss, 35 g Fett, 84 g Kohlenhydrate, 3400 kJ/810 kcal Rezept www.saison.ch

In grösseren Filialen


70 | MM05, 1.2.2016 | MIGROS-WELT

Brot des Monats

Schneeflöckli hani gern Die Brotvielfalt in der Migros ist beachtlich. Um ihren Kunden noch mehr Auswahl und Abwechslung zu bieten, überraschen die Hausbäckereien zusätzlich mit monatlich wechselnden Spezialitäten, die das breite Angebot ergänzen. Text: Jacqueline Vinzelberg

Brot ist Geschmackssache. Deshalb bietet die Migros schweizweit rund 200 Brotsorten an. Jede Region, jede Filiale sucht daraus die Lieblinge der Kundschaft und ergänzt sie mit regionalen Spezialitäten. Mit zwölf wechselnden Monatsbroten wie dem Schneeflockenbrot, das aktuell erhältlich ist, wird das vielfältige Sortiment abgerundet. Jedes zweite Brot stammt inzwischen aus einer der 126 Migros-Hausbäckereien. Hier werden die Brote nach alter Bäckertradition in Handarbeit täglich von A bis Z hergestellt. Mit ihrem Angebot erfüllen die Hausbäckereien den Kundenwunsch nach ofenfrischem Brot.

Gemüsetatar Zutaten für 4 Personen 40 g roter Quinoa 250 g Wurzelgemüse, z. B. Rüebli, Petersilienwurzel, wenig Knollensellerie 1 Schalotte 40 g Baumnusskerne 2 EL Zitronensaft 2 EL HOLL-Rapsöl 1 EL flüssiger Honig Salz, Pfeffer 1 EL Nussöl

Zubereitung

Quinoa in 1 dl Wasser 10 Minuten kochen, auskühlen lassen. Gemüse im Cutter fein hacken. Schalotte und Baumnüsse klein schneiden. Mit Gemüse und Quinoa mischen. Zitronensaft, Rapsöl und Honig beigeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Im Kühlschrank ca. 30 Minuten ziehen lassen. Anrichten, Nussöl darüberträufeln. Dazu passt Schneeflockenbrot.

Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 30 Minuten kühl stellen

Pro Person ca. 3 g Eiweiss, 14 g Fett, 14 g Kohlenhydrate, 850 kJ/200 kcal


MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 71

Serie Warm und knusprig aus der Hausbäckerei Aktuell im Februar: Schneeflockenbrot

Der Hausbäcker empfiehlt

Frisches Gemüsetatar und knuspriges Schneeflockenbrot: So schnell ist eine gluschtige Vorspeise parat.

«Das Schneeflockenbrot eignet sich auch vorzüglich zum Käsefondue.» André Gugerli (30), Bäcker in der Hausbäckerei in der Migros-Filiale am Limmatplatz in Zürich

Bilder und Styling: Veronika Studer; Gaëtan Bally; Rezept: Regula Brodbeck

Aussen knusprig, innen luftig Passend zur Jahreszeit präsentieren die MigrosHausbäckereien jetzt ihren aktuellen Monatshit, das Schneeflockenbrot. Es wird nach einer Sauerteigrezeptur mit hellem Weizenmehl und Milch zubereitet. Das verleiht ihm seine angenehm leichte Säure. Der Laib ist knusprig und das Brotinnere luftig. Sein spezielles Aussehen verdankt das Brot übrigens einer Extraportion Handarbeit: «Wir bestreichen die ungebackenen Brote mit einer Mehl-Wasser-Mischung. Das sorgt für die spezielle Kruste im Schneeflockenlook», sagt Hausbäcker André Gugerli. Wie alle anderen Brote aus der Hausbäckerei wird auch die Monatsspezialität laufend frisch gebacken und ist bis Ladenschluss ofenwarm erhältlich.

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch das Brot. Rezept www.saison.ch

Schneeflockenbrot, 360 g Fr. 3.80 Erhältlich in allen grösseren Migros-Filialen mit Hausbäckerei, ausser im Tessin


MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 73

Total

Garant für saubere Wäsche Was ist das Erfolgsgeheimnis von Total? «Die Marke hält, was sie verspricht», sagt Jolanda Staudt von der Mibelle Group, die das Waschmittel in seinen verschiedenen Formaten herstellt. * Aktion 50 % auf Total-Waschmittel in der 5-Liter-Flasche und in der 7,5-KiloSonderpackung Bis 8. 2., solange Vorrat

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salwaschmittel enthält Jolanda Staudt, was kein Bleichmittel. ist der Unterschied Colorwaschmittel entzwischen Pulver und halten einen FarbüberFlüssigwaschmittel? tragungsschutz, der Im Gegensatz zu flüsüberschüssige Farbsigem Waschmittel partikel bindet und so enthält Vollwaschmiteine Verfärbung telpulver Bleichmittel. anderer Textilien verDadurch können hartnäckige Flecken wie Jolanda Staudt ist hindert. Weil es aber kein Bleichmittel entzum Beispiel Rotwein- Leiterin Konsu­ oder Teeflecken entmentenservice bei hält, kann weisse und fernt werden. Zudem der Mibelle Group. helle Wäsche mit der Zeit vergrauen. Auch hat Bleichmittel eine werden farbige Flecken allenfalls antibakterielle Wirkung. nur ungenügend entfernt. Eignet sich UniversalwaschWelchen Einfluss hat der mittel für alle Textilien? Universalwaschmittel beinhalten Härtegrad bzw. Kalkanteil des Wassers auf die Dosierung in der Regel optische Aufheller, und das Waschergebnis? fluoreszierende Substanzen, Neben dem Grad der Verschmutdie Textilien weisser und bunte zung ist die lokale Wasserhärte Wäsche farbintensiver erscheinen lassen. Weil Vollwaschmittel- von Bedeutung. Diese erfährt man bei der Gemeinde, beim pulver zudem Bleichmittel zuständigen Wasserversorger enthalten, sollten nur helle und oder im Internet*. Bezüglich der farbechte Textilien damit gewaschen werden. Flüssiges Univer- Dosiermenge hält man sich ent-

Richtig dosieren

Nicht zu viel und nicht zu wenig weder an den lokalen Härtegrad und die entsprechende Angabe auf der Dosiertabelle. Oder man verwendet einen Wasserenthärter und dosiert das Waschmittel entsprechend den Dosierempfehlungen für weiches Wasser. Total ist seit 80 Jahren auf dem Markt und heute das meistgekaufte Waschmittel in der Schweiz. Wie lässt sich dieser Erfolg erklären? Das Geheimnis ist: Die Marke hält, was sie verspricht. Ihre Produkte überzeugen im täglichen Gebrauch mit optimalem Ergebnis bei minimalem Aufwand. Dies liegt sicher auch an dem umfassenden Sortiment, das auf die unterschiedlichen Ansprüche ausgerichtet ist. Damit das so bleibt, werden die Produkte von Total auf Basis neuester Forschungsergebnisse kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. MM * www.wasserqualität.ch

Eine zu hohe Dosierung belastet die Umwelt und das Portemonnaie unnötig. Zudem kann es zu Rückständen auf der Wäsche kommen. Eine Unterdosierung führt fast immer zu einem ungenügenden Wasch­ ergebnis. Es können Fettablagerungen (ran­ zige Wäsche) oder sogenannte Fettläuse entstehen. Es besteht das Risiko von Kalk­ ablagerungen auf der Wäsche und die Gefahr, dass die Wäsche ver­ graut und rau wird.

Die M­Industrie stellt viele Migros­Produkte her. Dazu gehören auch die Wasch­ mittel von Total.


Frühling in Istrien

Frühling im charmanten Istrien. Malerische Landschaften und romantische Städtchen. 1. Tag Schweiz – Novigrad Über die Gotthardroute führt Sie die Reise ins Tessin und weiter nach Mailand. Sie passieren Bergamo und Brescia und fahren entlang der Po-Ebene, vorbei am Südufer des Gardasees, nach Verona. Über Padua erreichen Sie bei Venedig die Küste der Adria. Vorbei an Triest, einem der bedeutendsten Häfen Italiens, und durch ein kurzes Stück Slowenien erreichen Sie Istrien, die grösste Halbinsel der nördlichen Adria, wo Sie in Novigrad die nächsten Tage verbringen werden.

3. Tag Ausflug Motovun und Opatija

Am Vormittag führt Sie die Fahrt ins Innere der Halbinsel. Im nördlichen Teil von Istrien liegt das wahrscheinlich bekannteste und attraktivste istrische mittelalterliche Städtchen Motovun. Der Motovuner Wald, der sich entlang des Flusstals der Mirna erstreckt, ist bekannt für das Vorkommen der Trüffel, dem unterirdischen Pilz, dem aphrodisische Eigenschaften nachgesagt werden. Nach diesem interessanten Aufenthalt fahren Sie an die Kvarner Bucht, nach Opatija. Dank dem milden 2. Tag Aufenthalt Novigrad Klima während der WintermonaGeniessen Sie den heutigen Tag te verbrachten schon die österund entspannen Sie sich in die- reichischen Adligen die kalte ser milden, mediterranen UmJahreszeit in dieser milden Gegebung. Das alte Städtchen gend. Selbst Kaiser Franz Josef Novigrad, das immer noch von liess sich hier eine Villa bauen. der ursprünglichen Stadtmauer Noch heute säumen Luxushotels umge- ben wird, liegt liegt ge und von Parks und Gärten umrade mal einen 10-minütigen gebene Villen die Küste. Im VerSpaziergang von Ihrem Hotel laufe des Nachmittags kehren entfernt. Sie dann auf einer Panorama-

5 Tage ab Fr. 299.–

fahrt entlang der istrischen Ostküste wieder in Ihr Hotel zurück.

4. Tag Ausflug Pula und Rovinj (fakultativ) Heute fahren Sie zuerst nach Pula, der grössten Stadt Istriens am Südzipfel der Halbinsel. Die Arena in Pula zählt zu den sechs grössten erhaltenen römischen Amphitheatern der Welt. Heute können hier 5000 Zuschauer Freilichtkonzerte und im Sommer das Opernfestival geniessen. Nach diesem interessanten und abwechslungsreichen Besuch fahren Sie nach Rovinj an der Westküste Istriens. Das Städtchen gehört mit zu den schönsten Orten der gesamten Adria und ist sicher eines der meist fotografierten.

5. Tag Istrien – Schweiz Nach dem Frühstück fahren Sie über Venedig und Verona nach Mailand und kehren über die Gotthardroute wieder in die Schweiz zurück.

Reisedaten 2016 02. – 06. März 08. – 12. März 14. – 18. März 20. – 24. März 24. – 28. März 30.03. – 03. April 04. – 08. April 11. – 15. April 17. – 21. April

Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr.

299.– 299.– 319.– 319.– 329.– 329.– 339.– 339.– 339.–

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5-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar 4 Übernachtungen in gutem Mittelklassehotel Halbpension im Hotel Ausflug nach Motovun und Opatija

Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 24.– ✘ EZ-Zuschlag Fr. 90.– ✘ Fakultativer GanztagesAusflug nach Pula und Rovinj Fr. 48.–

Abfahrtsorte Bern, Olten, Basel, Zürich, Luzern

Traumküsten Dalmatiens Atemberaubende Küstenlandschaften. Mittelalterliche Städtchen und malerische Seen.

1. Tag Schweiz – Portoroz Abwechslungsreiche Reise durch Oberitalien nach Portoroz. 2. Tag Portoroz – Brela Sie folgen heute der Küste der Adria und haben immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die der Küste vorgelagerten Inseln Krk, Rab und Pag. Vorbei an Zadar gelangen Sie an die bekannte Makarska-Riviera, wo Sie die nächsten vier Nächte wohnen. 3. Tag Ausflug Dubrovnik Eine Panoramafahrt entlang der einmaligen Küste und vorbei an den malerischen Bacinska-Seen und dem fruchtbaren Flussdelta der Neretva führt Sie nach Dubrovnik, von dem schon George Bernard Shaw vom «Paradies auf Erden» schwärmte. Die malerische Altstadt, die von gewaltigen Festungsmauern umgeben wird, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nebst einer geführten Besichtigung bleibt Ihnen auch genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu entdecken. Im Verlaufe des Nachmittags kehren Sie dann wieder in Ihr Hotel in Brela zurück.

4. Tag Aufenthalt Makarska Riviera – Bootsausflug zur Insel Brac Geniessen Sie den heutigen Tag in dieser einmaligen Küstenlandschaft. Sie haben die Möglichkeit, an einer Bootsfahrt zur Insel Brac teilzunehmen. 5. Tag Ausflug Trogir – Split (fakultativ) Der heutige Ausflug führt Sie zunächst nach Trogir. Mit einem vollständig erhaltenen mittelalterlichen Altstadtkern können verschiedene Städte in Dalmatien aufwarten, doch kaum einer ist so beeindruckend wie der von Trogir. Nach diesem schönen Aufenthalt fahren Sie nach Split, der nach Zagreb grössten Stadt Kroatiens und zugleich die wirtschaftliche und kulturelle Metropole Dalmatiens. Auf einer geführten Besichtigung lernen Sie die äusserst sehenswerte Altstadt, die sich in und um den ehemaligen Diokletianpalast gebildet hat, näher kennen. Am Nachmittag fahren Sie der Küste entlang wieder Richtung Süden. Vorbei am ehemaligen Seeräubernest Omis, das

8 Tage ab Fr. 875.–

von den Ruinen der ehemaligen Festung Fortica überragt wird, kehren Sie ins Hotel in Brela zurück.

6. Tag Brela – Plitvicer Seen Sie verlassen heute die Küste und fahren zu den Plitvicer Seen, einem der schönsten Naturschauspiele im Südosten Europas. Auf knapp 8 Kilometern reihen sich nicht weniger als 16 verschieden grosse Seen wie Perlen aneinander. Die Seen leuchten in kräftigem Grün und sind stellenweise glasklar. 7. Tag Plitvicer Seen – Slowenien – Osttirol Über Karlovac und Zagreb erreichen Sie Ljubljana, zwischen dem Flüsschen Ljubljanica und dem Burgberg, mit seinen herrlichen Barockhäusern, den vielen Strassencafés und schicken Läden. Am Nachmittag Weiterfahrt durch den KarawankenTunnel nach Österreich. Entlang der Drau erreichen Sie zur letzten Übernachtung das Osttirol. 8. Tag Osttirol – Schweiz Durch das Pustertal und über den Brennerpass führt Sie die Heimreise zurück in die Schweiz.

Reisedaten 2016 24.04. – 01. Mai 07. – 14. Mai 15. – 22. Mai 21. – 28. Mai 18. – 25. Sept. 25.09. – 02. Okt. 02. – 09. Oktober 09. – 16. Oktober

Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. Fr.

875.– 895.– 895.– 895.– 915.– 895.– 875.– 875.–

Das ist alles dabei...

✘ ✘ ✘ ✘ ✘

8-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar 7 Übernachtungen mit Halbpension in guten Mittelklassehotels Ausflug nach Dubrovnik Bootsausflug zur Insel Brac Besichtigung der Plitvicer Seen, inklusive Bootsfahrt

Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 32.– ✘ EZ-Zuschlag Fr. 190.– ✘ Ganztagesausflug Trogir und Split Fr. 38.–

Abfahrtsorte Bern, Basel, Olten, Zürich, Luzern


MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 75

Zoé

Neue Kraft für die Haut ab 50

Bild: Yves Roth; Styling: Karin Aregger

Mit zunehmendem Alter verliert die Haut an Spannkraft. Die Produktion von Kollagen und Elastin – Eiweisse, die das Hautbild straff halten – lässt nach. Diesen Zeichen der Hautalterung wirkt die Revital-Pflegelinie von Zoé entgegen. Deren Produkte wurden speziell für die Bedürfnisse der reifen und trockenen Haut von Frauen ab 50 entwickelt. Die hochwertigen Cremen sind mit dem Krokus-Extrakt «DermCom» angereichert, das die Kollagenund Elastinsynthese fördert und die Haut zarter und straffer macht.

Die straffende Creme für die Augenpartie bewirkt auch einen strahlenden Blick.

Ginseng-Extrakt und ein Vitaminkomplex reinigen sanft und spenden Feuchtigkeit. Zoé Revital Reinigungsmilch, 200 ml Fr. 5.90* statt 7.90

Die regenerierende Nachtcreme sorgt für eine intensive Erholung der reifen Haut während des Schlafs.

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Die Tagescreme enthält den Liftonin-Komplex, einen neuartigen Wirkstoff, der die Haut glatter macht. Zoé Revital Straffende Tagescreme SPF 15, 50 ml Fr. 10.05* statt 13.40

Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch die Hautpflegelinie Zoé Revital.


76 | MM05, 1.2.2016 | MIGROS-WELT

Stapfen durch verschneite Wälder: MSR Revo Ascent 25, Schneeschuh Fr. 269.– In ausgewählten SportXX-Filialen oder auf www.sportxx.ch

Kurzferien

Ein Tag im Schnee

Schützt Gesicht und Lippen: Sun Look Sun Cream & Lipstick, SF30 Fr. 7.20

Die Sonne scheint, und die Landschaft ist frisch verschneit? Dann nichts wie raus und einen Tag im Schnee geniessen! Ob es eine Schneewanderung, ein Tag auf der Skipiste oder eine Schlittenpartie wird, spielt keine Rolle. Hauptsache, man ist draussen. Oder man gönnt sich gut gewärmt lieber einen Nachmittag auf Balkonien. Dann helfen Decken, Fell und eine Tasse heisser Schokolade. Das macht einen einzigen Tag zu einem Kurzurlaub.

Funktional und warm: Extend, Damen-Skijacke, div. Grössen Fr. 169.– Im SportXX

Sicherer Tritt für kleine Schnee-Abenteurer: Wasserabweisender Knabenstiefel, Grössen 20–27 Fr. 49.80

Bild: plainpicture

Eine heisse Schoggi, bitte! Banago im Beutel, 600 g Fr. 7.90


MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 77

Macht jede Kuppe sichtbar: Obscure Super, Schneesportbrille Fr. 39.90 Im SportXX

Damit lässt es sich lange auf dem Balkon aushalten: Daisy, Schaffell, weiss Fr. 99.– In der Micasa

Wärmequelle für die Füsse: Thermopad Sohlenwärmer, div. Grössen Fr. 4.30 Im SportXX

Für den Hungerast auf der Piste: Blévita mit Gruyère AOP, 228 g Fr. 3.60

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Kalbsbraten mit Senf einreiben und Salz und Pfeffer würzen. Topinambur schälen und in grobe Stücke schneiden. Kalbsbraten, Kalbsfüessli und TopinamburStücke in einen Bräter legen. Milch dazu giessen, Deckel darauf legen und ca. 1 ½ Stunden bei 180 Grad im Ofen (Ober- und Unterhitze) garen. Braten herausnehmen.Verbleibende Flüssigkeit gut mixen und durch ein Sieb streichen. Mit Salz und Pfeffer nachwürzen und einen Becher Sauerrahm dazugeben. Braten tranchieren und mit der Sauce übergiessen.

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MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 79

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Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Luzern

Klubschultipp

Leidenschaftlicher Samstag

Lieber herumtollen als sich beim Shoppen mit Mami und Papi langweilen. Kinderfreundlich

Wo Kinder Spass haben In den Einkaufscentern und den Migros-Restaurants der Migros Luzern werden mithilfe einer professionellen Kinderbetreuung die Besuche für die Kleinen zum Erlebnis. Text: Antonia Reinhard

M

ami stöbert in der Buchhandlung, Papi probiert eine Skijacke im Sportgeschäft aus; da kann es den Kindern schon mal langweilig werden. Damit die Eltern in Ruhe einkaufen können und die Kinder ihren Spass haben, bieten die Einkaufscenter Surseepark, Länderpark Stans und Zugerland Steinhausen eine professionelle Kinderbetreuung. Ein kompetentes Team von Betreuerinnen verschafft den Kindern eine erlebnisreiche Zeit. Für die kleinen

Gäste im Alter von drei bis sieben Jahren gibts im Kinderparadies ein vielseitiges, pädagogisch wertvolles Spielangebot: basteln, malen, sich verkleiden, was das Herz begehrt. Wichtig: Beim ersten Mal muss zur Registrierung ein Ausweis des Kindes mitgebracht werden. Lilibiggs-Menü und lustige Geburtstagspartys

Auch die Migros-Restaurants sind für die Bedürfnisse der Kinder bestens ausgerüstet: Vom frisch zubereiteten Büffet können die

Kinder ihr eigenes Lilibiggs-Menü zusammenstellen. Dazu gibt es kostenlos ein Lilibiggs-Getränk sowie eine Spielzeugüberraschung. Die grösseren Restaurants bieten eine Spielecke zum Toben an, und für die Kleinsten stehen in jedem Restaurant Hochstühle zur Verfügung. Auch für Geburtstagspartys sind die Migros-Restaurants bestens eingerichtet. So können hier selber Pizzas gebacken werden. Natürlich gibt es auch Kuchen, Erinnerungsfotos und einen Wettbewerb. MM

Sich in Gedanken ver­ lieren, die Zeit vorbei­ ziehen lassen. Einfach wieder einmal ab­ schalten und etwas Sinnvolles tun. Das ist «Samedi Passion» – die neue Kursreihe der Klubschule Migros Luzern. An verschiedenen Sams­ tagen im Monat laden spannende Angebote dazu ein, sich einer Leidenschaft hinzu­ geben. Einer Passion, die vielleicht schon immer in uns ge­ schlummert und nur darauf gewartet hat, entdeckt zu werden. Schmuck aus altem Silberbesteck her­

stellen zum Beispiel oder ein farbenfrohes Ostergesteck kreieren. Aber auch Koch­ und Musikkur­ se werden angeboten. Die Kreativkurse dau­ ern nicht länger als 1 Tag und erfordern keine handwerklichen Vorkenntnisse. Mehr Infos auf: Klubschule.ch, Suchbegriff: samedi passion


80 | MM05, 1.2.2016 | MIGROS-WELT

Familienbetrieb

«Wir stehen nie allein da»

Drei Generationen arbeiten auf dem Hof der Familie Boog in Hünenberg. Die «Aus der Region. Für die Region.»-Produzenten erzählen, was es bedeutet, als Familie zusammenzuarbeiten. Öffnungszeiten

Schmutziger Donnerstag Donnerstag, 4. Februar bis 18.30 Uhr Luzern Bruchstrasse, Luzern Schönbühl, Luzern Schweizerhof, Luzern Waldstätter, Surseepark bis 19 Uhr Zug Metalli Geschlossen Stans MigrosPartner, Weggis Migros-Partner (Nachmittag) Bitte beachten Sie die Plakatierung in Ihrer Migros-Filiale oder unsere Homepage Migrosluzern.ch.

Text: Antonia Reinhard Bild: Laura Roth

Erdbeeren und Himbeeren lieferte die Familie Boog erstmals vor 22 Jahren an die Migros Luzern. Mittlerweile sind es nicht nur Beeren, sondern auch Nüssli­ salat, Karotten oder Topinambur, die für die Migros Luzern unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» (AdR) im zugerischen Hünenberg produziert werden. Vater Edgar Boog übernahm den Betrieb ursprünglich von seinem Vater Wendelin, der immer noch mithilft. Nun sind Edgars Söhne Jonas und Kilian an der Reihe. Ein Prozess, der über mehrere Jahre läuft, wie Edgar Boog erklärt.

den Beerenanbau verantwortlich und Kilian für das Gemüse. Edgar für die Infrastruktur und die Logistik und ich mache die Administration für die Mitarbeitenden, den Verkauf und die Buchhaltung.

Fällt es Ihnen, Bernadette und Edgar, schwer, den Betrieb langsam den Söhnen abzutreten? Die Übergabe ist ein laufender Prozess. Zurzeit arbeiten wir in einer Generatio­ nengemeinschaft. Für uns als Eltern ist es besonders schön zu sehen, dass unsere Philosophie mit dem Anbau und dem Verkauf von Früchten und Gemüse weitergeführt, aber auch weiterent­ wickelt wird.

Jonas, wollten Sie schon immer Früchte- und Gemüsebauer werden? Bei den Schnupperlehren machte mir schliesslich Obstbauer am meisten Spass. Natürlich übertrug sich die Begeisterung unserer Eltern auch auf mich. Ich machte jedes meiner drei Lehrjahre auf einem anderen Betrieb. So erhielt ich viele Einblicke und konnte Erfahrungen nach Hause bringen.

Bernadette, sind denn die Aufgaben klar verteilt? Wir unterstützen uns gegenseitig, grundsätzlich kann jeder jede Arbeit ausführen. Doch gerade im Sommer braucht es bei der Beerenernte eine gute Organisation: Jonas ist dann für

Tritt man sich manchmal auch gegenseitig auf die Füsse? Ja, wir treten uns schon mal auf die Zehen. Wir kennen einander und wissen so, wo wer seine Stärken oder Schwä­ chen hat. Wenn man sich versteht, hat man ein riesiges Potenzial. Das Schöne ist ja: Wir stehen nie allein da.

Kilian, Sie haben im Januar den Hof von der AdR-Produzentin Franziska Müller in Udligenswil übernommen. Ich freue mich auf die Herausforderung und darauf, viel Neues zu lernen. Sicher arbeite ich noch eng mit der Familie zusammen, denn es ergeben sich Syner­ gien, die beide Betriebe stärken. MM


MIGROS-WELT | MM05, 1.2.2016 | 81

Orangen filetieren für den Zitrusfrüchtesalat. Da kann sogar Papi noch etwas lernen. Kochspass mit den Lilibiggs

Zaubern mit dem Kochlöffel Kochen mit Kindern ist ein Fest für die Sinne

und ein tolles Erlebnis für Gross und Klein. Text und Bild: Jacqueline Achermann

M

Die Familie Boog vor der eigenen Haustür. Von unten nach oben: Kilian, Bernadette, Jonas und Vater Edgar.

ami, es ist mega fein!», hört man es aus der Küche rufen. Fünf Er­ wachsene und ihre Kinder zwischen sechs und zehn Jahren haben sich in der Klubschule Luzern getroffen, um ge­ meinsam den Kochlöffel zu schwingen. Nach einem kinder­ freundlichen Apéro, eini­ gen Erläuterungen zur Ernährungspyramide und dem beliebten Schoggitest werden die Kleinen mit Schürzen und Kochmützen ausge­ stattet. «Wir sehen aus wie richtige Köche!», stellt ein Mädchen be­ geistert fest. Nun heisst es: Nüsslisalat waschen, Gemüse schnippeln und Orangen filetieren. Kurs­ leiterin Marlies erklärt, wie es geht. Die Kinder schauen aufmerksam zu und greifen danach selber zum Messer. Gekonnt schneiden sie die Zutaten für die

Gemüsebolognese und halten dabei die Finger wie eine Tigerpfote parallel zur Messerkante, so wie es Marlies gezeigt hat. Auch Mami und Papi helfen mit und beobachten sichtlich stolz, wie die kleinen Köche die grossen Töpfe zum Dampfen bringen. Es riecht gut, und eben­ so scheint es auch zu schmecken. Die Teller sind ratzfatz leer, die Bäuche voll. Und aufs Neue bestätigt sich die alte Weisheit: selbst gemacht schmeckt es einfach am besten. MM Kochspass mit den Lilibiggs: Mittwoch-Kurse: 24. Februar und 6. April, jeweils 13.30 bis 16.30 Uhr Samstag-Kurse: 23. April und 21. Mai, jeweils 10.30 bis 13.30 Uhr Anmeldung: Tel. 041 418 66 66 oder Klubschule.ch, Suchwort: Lilibiggs


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 85

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Anerkennung von homosexuellen Paaren Regenbogen familien, also gleich­ geschlechtliche Paare mit Kindern,

sind ein relativ neues Phänomen. Was bis vor Kurzem noch undenkbar war, wird nun aber nach und nach Alltag und begegnet auch Heterofamilien – auf dem Spielplatz im Quartier, am Elternabend in der Schule, in den Fragen der eigenen Kinder. Das Migros-Magazin hat mit betroffenen Familien über ihre Erfahrungen gesprochen.


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Regenbogenfamilien

Ich habe zwei Mütter – na und?

Familie Gmür und Familie Max sind seit Jahren eng befreundet, und die Kinder spielen regelmässig zusammen. Vor zwei Jahren fiel Frederik erstmals auf, dass sein «Gschpänli» Julian zwei Mamis statt Vater und Mutter hat. Inzwischen findet er das ganz normal – zur Freude seiner Eltern. Texte: Ralf Kaminski

F

rederik (9) überlegt kurz: «Am An­ fang fand ich es schon komisch, wie es sein kann, dass zwei Frauen Kin­ der haben. Aber ich habe dann meine Eltern gefragt: Die eine Frau muss vorher einfach mit einem Mann zusammen gewe­ sen sein.» Heute findet er es nicht mehr selt­ sam, dass sein Spielgefährte Julian (6) und dessen jüngerer Bruder Adrian (2) zwei Mamis haben. «Ich fand ziemlich rasch, dass das genauso gut gehen kann.» Auch mit ande­ ren Kollegen im Quartier hat er schon darü­ ber geredet: «Die einen waren mega erstaunt, die anderen wussten, dass es das gibt.» Tatsächlich gibt es auch in der Schweiz immer mehr gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern, sogenannte Regenbogenfamilien. Es kann also vorkommen, dass zwei Mütter oder zwei Väter auf dem Spielplatz ihr Kind beaufsichtigen oder am Elternabend in der Schule auftauchen. Und wenn die anderen Kinder dann Fragen stellen, müssen ihre Eltern sich etwas einfallen lassen. Für Elena Siegfried Gmür (41) und ihren Mann Christian (42) war das kein grosses Problem. 2008 haben der Arzt und die Tier­ ärztin das Paar Patricia (47) und Ivonne Max (40) kennengelernt. Damals standen alle am Helpdesk der Fluggesellschaft Iberia in Madrid und mussten ihren Weiterflug nach La Palma umbuchen, weil sie verspätet an­ gekommen waren. «Sie standen vor uns und sprachen nur leidlich Spanisch. Ich konnte es ein bisschen besser, so kamen wir ins Ge­ spräch», erzählt Christian Gmür. Obwohl es im Umfeld des Ehepaars Schwule und Les­ ben gab, war die Begegnung mit dem Frau­ enpaar etwas Besonderes. «Wir haben uns sehr schnell sehr gut verstanden, uns dann auch auf La Palma mehrmals getroffen und bald sehr persönliche Gespräche geführt»,

Bilder: René Ruis

erinnert sich seine Frau. Aus der Ferien­ bekanntschaft wurde eine enge Freund­ schaft. Und als die beiden Frauen beschlossen, mit der Hilfe eines befreundeten Heteromanns ein Kind zu bekommen, freute es die Gmürs, dass es so rasch und problemlos klappte. Und wie selbst­ verständlich die wachsende Kinderschar miteinander spielte. Patricia und Ivonne Max haben in ihrem Umfeld überhaupt nur positive Erfahrungen gemacht: «Für die Bürokratie ist es nicht immer ganz leicht mit uns, aber wir werden überall sehr freundlich behandelt.» Elena und Christian Gmür hingegen hören in ihrem Umfeld auch kritische Töne: «Es gibt schon vereinzelte Stimmen, die das ziemlich abartig finden – oder sagen, Kinder bräuchten einen männlichen und weibli­ chen Elternteil.» Sie erleben jedoch hautnah mit, wie Julian und Adrian aufwachsen, und haben diesbezüglich keinerlei Bedenken. «Die zwei kennen ihren biologischen Vater ja und haben auch sonst einige Männer im näheren Umfeld.» Bezeichnend ist auch, dass die beiden Buben wie alle anderen «Vater, Mutter, Kind» spielen, wie Ivonne Max erzählt, und nicht etwa «Mutter, Mutter, Kind» – die klassischen Rollenbilder sitzen also tief. Ringen um rechtliche Gleichstellung

Diskutieren die Gmürs mit ihren skeptischen Freunden darüber? «Das nicht», sagt Elena Siegfried Gmür, «wir lassen das Thema dann eher ruhen. Man muss ja niemanden bekeh­ ren, und oft ist es eine ideologische Frage. Aber es befremdet mich, wenn Leute damit Probleme haben.» Jedes gleichgeschlechtli­ che Paar mache sich, wenn es sich ein Kind wünsche, garantiert viel mehr Gedanken als

das durchschnittliche Heteropaar. Für die Hebamme Ivonne Max war es stets klar, dass sie Kinder wollte; ihre Frau, eine Sozial­ arbeiterin, musste erst überzeugt werden. Aber heute, mit zwei Kindern, sind sie sehr glücklich mit ihrer Entscheidung. Sie gehören auch zu den wenigen gleich­ geschlechtlichen Paaren in der Schweiz, bei denen beide Seiten offiziell Eltern sind. Rechtlich ist es nämlich so, dass Adoptionen bei eingetragenen Partnerschaften verboten sind. Immerhin die Stiefkindadoption, also die Anerkennung des gemeinsamen Kindes durch den nichtbiologischen Elternteil, wird inzwischen politisch ernsthaft diskutiert. Da sie in Deutschland bereits möglich ist und die beiden Frauen ihren Lebensmittelpunkt in Frankfurt am Main hatten, ist Patricia dort zu einem vollwertigen Elternteil gewor­ den. Was die Schweizer Behörden nach eini­ gem Hin und Her ebenfalls anerkannt haben. Dass die Schweiz sich so schwertut mit Regenbogenfamilien, können die Gmürs nicht nachvollziehen: «Man sollte aufhören zu diskutieren und sie einfach gleichstellen, fertig.» Und wenn ihre Kinder fragen, geben sie ihnen eine «altersgerechte» Antwort. «Wir sind beide Mediziner, das fällt uns nicht schwer», erklärt Christian Gmür. Tochter Emilia (6) hat bereits damit an­ gefangen, nur der Jüngsten, Camille (4), ist bei der befreundeten Familie noch nichts aufgefallen. «Ich empfinde unsere Freund­ schaft als echte Bereicherung – für uns, vor allem aber für unsere Kinder», sagt Elena Siegfried Gmür. «Sie lernen so ganz auto­ matisch, wie divers die Welt ist und dass es gilt, offen und respektvoll mit allen Men­ schen umzugehen.» MM Weitere Infos: Regenbogenfamilien.ch


FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 87

«Eine echte Bereicherung»: Das Ehepaar Gmür (l. und r. aussen) und das gleichgeschlechtliche Paar Max geniessen das offene, vorurteilsfreie Miteinander – auch unter ihren Kindern.


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 89

Voll und ganz integriert: Marcel Hodel (l.) und Craig Duncan mit Sohn Tristan (M.) in der Kinderkrippe.

Regenbogenfamilien

Daddy und Papa machen es vor Der kleine Tristan fühlt sich in der Kinderkrippe pudelwohl. Und seinen beiden Vätern geht es genauso – die anderen Eltern haben die Regenbogenfamilie sofort akzeptiert.

I

n Neuseeland sind sie fast so etwas wie Berühmtheiten: Craig Duncan (39) und Marcel Hodel (45) waren das erste Schwulenpaar, das dort ein Kind adop­ tierte, kurz nach der Legalisierung von Ehen und Adoptionen für Homosexuelle 2013. Und weil sie Tristan (2) im Ausland ganz offiziell adoptiert haben, ist ihre Vaterschaft auch hier in der Schweiz behördlich aner­ kannt – obwohl Schwulen und Lesben in eingetragener Partnerschaft die Adoption eigentlich noch immer verwehrt wird. Genauso problemlos war es, für Tristan eine Kinderkrippe zu finden. «Wir erhielten eine kleine Führung und hatten sofort ein gutes Gefühl», sagt Marcel Hodel. Keine Spur von Vorbehalten gegenüber schwulen Vätern. Die gab es auch nicht, wie Colette Jourdan (43), die Leiterin der Kinderkrippe Güxi in Richterswil ZH, versichert. Und dies, obwohl sie zuvor noch nie eine Regenbogen­ familie in der Kinderkrippe hatte. «Ich finde diese Offenheit wichtig und bin auch so aufgewachsen», sagt Colette Jourdan. Dass

die Eltern der anderen Krippenkinder irritiert sein könnten, habe ihren Entscheid nicht beeinflusst. Zu Recht. «Beim ersten Elterntreffen wa­ ren wir schon etwas nervös», sagt der gebür­ tige Neuseeländer Craig Duncan in exzellen­ tem Hochdeutsch. «Als wir uns vorstellten, erwarteten wir betretenes Schweigen. Aber das war überhaupt nicht so – wir sind sehr freundlich aufgenommen worden.» Keine einzige negative Reaktion

Auch Colette Jourdan hat nie irgendwelche kritischen Reaktionen seitens der knapp 50 Elternpaare vernommen. «Ich habe mich extra noch bei meinen Mitarbeiterinnen umgehört, aber auch ihnen ist nie etwas Negatives zu Ohren gekommen. Und das freut mich wirklich sehr. Ich hoffe, dass unsere positiven Erfahrungen für andere als Vorbild dienen.» Die Kinder selbst sind ohnehin noch zu klein, um merkwürdig zu finden, dass ihr Gschpänli Tristan «Daddy und Papa» sagt

und nicht «Mami und Papi». Einzig ein älteres Mädchen habe einmal gefragt, wie das denn gehe – sich dann aber damit zufriedengegeben, dass es das eben auch gebe, erzählt Jourdan. Produktmanager Marcel Hodel und Anwalt Craig Duncan haben schon früh in ihrer Beziehung über Kinder gesprochen. «Aber lange schien das völlig unmöglich», sagt Duncan. Als die Chance sich dann ergab, ergriffen sie sie. Tristans Mutter ist eine Neuseeländerin, die mit ihrem Mann bereits drei Kinder hatte und das vierte zur Adop­ tion freigab, um damit einem Schwulenpaar die Vaterschaft zu ermöglichen. Die beiden Familien sind heute eng befreundet. Duncan und Hodel denken aber schon weiter: «Eigentlich hätten wir gern noch ein zweites Kind, etwa gleich alt wie Tristan. aber rechtlich bleibt es halt relativ kom­ pliziert.» Trotzdem sind sie optimistisch, dass sie auch diesmal einen Weg finden werden. Eine passende Kinderkrippe hätten sie ja bereits. MM


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Familienforscher François Höpflinger (67) rät zur Förderung familienexterner Betreuung – nur so bleibe der Staat für junge Leute attraktiv.

Familienergänzende Kinderbetreuung

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Kinderkrippen, Horte, Kitas (Kinder­ tagesstätten) gehören auch in der Schweiz häufiger zum Familienalltag, wenn auch gegenwärtig nicht flächendeckend. Zeitund teilweise politisch sehr umstritten, wird bei genauer Betrachtung immer klarer: Formen einer familienergänzenden Kinderbetreuung untergraben das Familienleben nicht, sondern unterstützen Familien in vielen Fällen wesentlich. Die Behauptung, der Familienalltag habe sich aufgrund familienexterner Angebote verschlechtert, findet keine Unterstützung. Die Vorstellung, dass es früher – als sich Mütter vollamtlich um Familie, Kinder (und Ehemann) kümmerten – mit der Familie besser stand, erweist sich als Mythos. Das gemeinsame Essen am Mittagstisch von früher war nicht immer idyllisch. Alle neueren Studien zeigen, dass Familienbeziehungen gerade auch durch den Ausbau familienergänzender Angebote besser und nicht schlechter wurden. Selbst heutige Teenager sind im Gegensatz zu früher mit ihren Eltern grossmehrheitlich zufrieden. Ob Säuglinge und Kleinkinder von Krip­ pen und Horten profitieren oder nicht, wurde immer wieder untersucht. Die internationalen Forschungsergebnisse zeigen kaum klare negative Auswirkungen. Entscheidend ist allerdings die Qualität der familienexternen Betreuung. Nicht zu grosse Gruppen, betreut von motivierten

Personen, sind vorteilhaft. Wichtig ist zudem eine gute Zusammenarbeit von Eltern und Betreuungspersonen; ein Punkt, der auch für Schulfragen gilt.

stressig. Es ist kein Zufall, dass in den letzten Jahren die Zahl der von einer Scheidung der Eltern betroffenen minderjährigen Kinder gesunken ist.

Vor allem Einzelkinder profitieren von sozialen Kontakten mit anderen Kindern. Das Risiko, als isoliertes oder altkluges Einzelkind aufzuwachsen, fällt weg. Kinder aus Migrationsfamilien werden durch eine vorschulische Betreuung besser in unsere Gepflogenheiten und Sprache integriert, was indirekt auch die soziale Integration der Eltern stärkt. Der einzige negative Aspekt von Krippen und Horten bei Kleinkindern ist, dass nicht nur soziale Kompetenzen, sondern auch Krankheitskeime ausgetauscht werden können.

Gleichzeitig hat ein Ausbau von Horten, Krippen oder Kitas dazu beigetragen, dass Kinderlosigkeit – zeitweise bei beruflich gut ausgebildeten Frauen sehr häufig – seltener geworden ist. Städte mit familienfreundlichen Angeboten erleben sogar einen kleinen Babyboom. Europäische Vergleiche illustrieren, dass die Regionen mit familienfreundlichen Angeboten ein höheres Geburtenniveau aufweisen als Regionen, die Kinderbetreuung und -erziehung als rein private Aufgabe der Eltern definieren.

Krippen, Horte und Tagesschulen erlau­ ben es mehr jungen Frauen, Ausbildung, Beruf und Kinder besser zu vereinbaren. Dies hat zur Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit beigetragen. Beruflich-familiale Unvereinbarkeiten wurden verringert, was sich positiv auf die psychische Gesundheit erwerbstätiger Mütter auswirkt. Wenn dank familienergänzender Kinderbetreuung mehr gut ausgebildete Mütter erwerbstätig verbleiben, erhöht dies nicht allein den volkswirtschaftlichen Reichtum, sondern oft auch die Ehe- und Familienqualität: Familien, in denen beide Eltern erwerbstätig sind, können wirtschaftliche Krisen besser bewältigen, und dank Krippen oder Horten ist der Alltag weniger

In komplexen und individualistisch ori­ entierten Leistungsgesellschaften gilt zunehmend ein zentrales Prinzip: Familien und namentlich Familien mit Kleinkindern können ihre Stärken nur ausspielen, wenn sie durch sozialpolitische Strukturen und professionelle Angebote unterstützt werden, etwa durch Kleinkinderbetreuung oder professionelle Angebote bei Erkrankungen. Gemeinden, Städte oder Unternehmen, die familienexterne Kinderbetreuung unterstützen oder anbieten, werden in einer Zeit eines sich anbahnenden Fachkräftemangels einen Wettbewerbsvorteil aufweisen. Gemeinden oder Unternehmen, die nichts anbieten, werden für moderne junge Frauen und Männer immer unattraktiver. MM

Illustration: Grafilu

Weniger Stress im Familienalltag


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das Flüsschen Korana stürzt sich über hohe Kaskaden zu Tal. Halbpension. 3. Tag, Dubrovnik: Durch Dalmatien führt die Reise weiter bis ans Südende von Kroatien, in die Stadt Dubrovnik. Halbpension. 4. Tag, Dubrovnik: Auf einem geführten Stadtrundgang lernen Sie die Sehenswürdigkeiten der «Perle der Adria» kennen. Diese Stadt ist eines der wichtigsten Denkmäler europäischer Geschichte im Mittelmeerraum. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Nutzen Sie die Zeit für einen Bummel über die «Flaniermeile» Placa oder geniessen Sie von der begehbaren Festungsmauer mit den imposanten Wehrtürmen aus den schönen Überblick über die Stadt. Halbpension. 5. Tag, Trogir - Vodice: Sie folgen der Küste und erreichen via Split das malerische, mittelalterliche Städtchen Trogir. Der vollständig erhaltene Altstadtkern ist reich an kulturhistorischen Schätzen. Weiterfahrt nach Vodice zur Übernachtung. Halbpension.

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34 FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 93

Rollenbilder

Mann leistete sich eine Hausfrau

Sie solle sich hübsch machen, einen Mann finden und eine tüchtige Hausfrau sein: Das rieten Frauenzeitschriften jungen Frauen in den Nachkriegsjahren. Das hat sich zum Glück geändert. Text: Yvette Hettinger

Z

ugegeben: In Frauen­ magazinen gehts noch heute ums Aussehen, um Kerle und um die Frage: «Was koche ich heute?» Immerhin macht sich die Frau des 21. Jahrhunderts nicht nur für einen Mann hübsch. Für den Haushalt ist sie nicht allein zu­ ständig, und gehts um das «Ver­ wöhnen», denkt sie eher ans Schlafzimmer als an die Küche. Vor allem aber sind inzwi­ schen ein paar wichtige The­ men hinzugekommen, bedingt durch das relativ neue weibli­ che Betätigungsfeld Beruf. Dass frau heute auch über Kinder­ krippen, Lohngleichheit oder Karrierechancen diskutiert, ist eine beachtliche Entwick­ lung: Vor exakt 40 Jahren brauchte eine verheiratete Schweizerin noch die Erlaubnis ihres Mannes, um ausser Haus und gegen Entgelt zu arbeiten. Geburtshelferin der berufs­ freien Frau war das Wirt­ schaftswunder der 50er­Jahre: Da genügte plötzlich ein Ein­ kommen, um die Familie zu er­ nähren. Mann leistete sich eine Hausfrau. Sie durfte putzen, ko­ chen, zu den Kindern schauen. Und ihrem Gatten zuhören. MM

Gutes Aussehen, die richtige Partie und der perfekte Haushalt seien Lebensaufgaben der Frau: Das suggerierten Magazine und Werbung vor 50 Jahren. Hie und da widmeten sie sich auch dem Problem Junggesellin.

Zweifelhaftes Sittenbild

Wenn der Feierabend ihm gehört 1955 soll die britische Zeitschrift

«Housekeeping Monthly» ihren Leserinnen die nebenstehenden Tipps für den Feierabend des Gatten gegeben haben. Der modernen Frau mag beim Lesen das Lachen im Hals stecken bleiben. Zu ihrer Beruhigung sei gesagt: Man weiss nicht, ob dieser Artikel wirklich jemals erschienen ist. Allerdings: Genauso könnte es gewesen sein.

Halten Sie das Abendessen

bereit. Machen Sie sich schick. Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause, sodass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Seien Sie fröhlich, machen Sie sich interessant für ihn! Räumen Sie auf. Machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus, kurz bevor Ihr Mann kommt.

Während der kälteren Monate sollten Sie für ihn ein Kaminfeuer zum Entspannen vorbereiten. Machen Sie die Kinder schick. Die Kinder sind ihre «kleinen Schätze», und so möchte er sie auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm. Seien Sie glücklich, ihn zu sehen. Begrüssen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm,

wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten. Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Seine Gesprächsthemen sind wichtiger als Ihre. Lesen Sie die vollständige Liste auf Migmag.ch/sittenbilder


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über einer 120 m hohen Schlucht. Von Weinbergen umgeben, thront Motovun weithin sichtbar auf einem steilen Hügel über dem Tal der Mirna. Mit seinen alten Stadttoren, Palazzi und Kirchen, ist dieses mittelalterliche Städtchen einer der reizvollsten Orte des Hinterlandes. Auch heute erfreuen wir uns wieder lokalen Köstlichkeiten bei einem feinen Mittagessen mit Wein. 4. Tag, Mittwoch 11. Mai 2016 – Limfjord, Pula & Musikabend im Hotel Wir beginnen den Tag mit einer fantastischen Schifffahrt durch den Limfjord, der fast 12 km in die unberührte wilde Karstlandschaft reicht. Lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie die spektakulären Naturbilder. Später besuchen wir in der Römerstadt Pula das berühmte Amphitheater. Am Abend erwartet uns im Hotel ein typischer Musikabend – natürlich darf auch das Tanzbein geschwungen werden. 5. Tag, Donnerstag 12. Mai 2016 - Insel Krk Heute entdecken wir die goldene Insel Krk. Zu ihren Besonderheiten gehören vor allem die abwechslungsreiche Landschaft, die von kahlem Gebirge bis hin zu fruchtbaren Flusstälern reicht. Auf unserem Ausflug zeigen wir Ihnen die quirlige Hauptstadt Krk, die aus einer al-

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FAMILIEN | MM05, 1.2.2016 | 95

Familienplanung

35

Der Pillenboom

Die Antibabypille gilt als eine der gesellschaftlich prägendsten Erfin­ dungen des letzten Jahrhunderts. Zugelassen wurde sie 1960 in den USA; weitere Verhütungsmittel wie die Spirale folgten alsbald. Heute ver­ hüten 65 Prozent der Frauen in der Schweiz mit der Pille. Ganz sicher ist nach wie vor aber nur die Sterilisation des Mannes, wie diese Grafik zeigt. Der sogenannte Pearl­Index gibt an, wie viele von hundert sexuell aktiven Frauen trotz der Anwendung einer Verhütungsmethode innerhalb eines Jahres schwanger werden.

Sterilisation der Frau 2,8

Antibabypille 0,5

Dreimonatsspritze 0,5

0,0

Sterilisation des Mannes

Zeitwahl mit Basaltemperaturmessung 3,0

Diaphragma mit Spermizid 4,0 Kondom 4,0

Spirale 2,0

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Coitus interruptus 20,0


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 97

Trips für Alleinerziehende

Schweizer Reiseveranstal­ ter bieten vermehrt auch Arrangements für Allein­ erziehende mit Kindern an. Die Familienmarke Hotel­ plan offeriert derzeit 538 Hotels und Reiseziele von Ägypten bis Zypern. Die Angebote locken etwa mit Direktflügen ohne beschwerliches Umsteigen oder Kinderprogrammen, die den Elternteil entlasten.

Billigflüge Vor gut zwei Jahr­

zehnten startete Ryanair, später folgten Easyjet und Air Berlin: Die Billigflug­ gesellschaften locken mit Tiefstpreisen und machen das Fliegen erschwinglich, auch für Familien mit schmalem Budget. Mittler­ weile haben etablierte Airlines wie Air France, Swiss und British Airways das Geschäftsmodell teilweise kopiert.

Kinderhotels Mit der Fusion

österreichischer Familien­ hotels wurde 1988 die Basis für eine Reihe von Kinder­ hotels gelegt. Heute stehen 48 Betriebe in Österreich, Deutschland oder Südtirol zur Auswahl, Betreuung in­ klusive. Auch in der Schweiz gibt es Kids Hotels, zum Beispiel das «Swiss Holiday Park» in Morschach SZ oder das Märchenhotel in Braun­ wald GL.

36

Wohnwagen Erste «touris­

tische Reisewagen» gab es bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Gross­ britannien. So richtig popu­ lär wurden die Fahrzeug­ anhänger aber in den 1950er­Jahren: Damals reisten Familien in Massen in Richtung Süden, wo sie mit ihren Vehikeln ganze Areale bevölkerten: die Campingplätze. Eine neue Ferienart war geboren.

Familientourismus

Auszeit mit Anhang Ob Billig-Airlines, Feriendörfer oder Kinderhotels: In Sachen Reisen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein Markt etabliert, der Familien mit massgeschneiderten Angeboten «abholt». Acht Beispiele. Text: Reto E. Wild

Das World Wide Web hat die Ferienplanung revolutioniert: Im digitalen Reisebüro sind Buchungen rund um die Uhr möglich; Vergleichsportale wie Tripadvisor bieten nützliche (wenn auch manipulier­ bare!) Entscheidungshilfen. Ein Familientool, das insbe­ sondere auch die jüngste Generation der Digital Natives in die virtuelle Ent­ deckungsreise einbezieht.

Illustrationen: illumueller.ch

Internet

Wohnmobil Der kompakte

Wohnraum auf vier Rädern beschert ein völlig neues Reisegefühl, mehr Unab­ hängigkeit und finanziellen Spielraum – ohne dass man auf einen gewissen Komfort verzichten müsste. Angesichts der zurzeit tiefen Erdölpreise dürfte der Benzinverbrauch der mehrere Tonnen schweren Kolosse eher in den Hin­ tergrund treten.

Feriendörfer Geht es um

Familienferien, ist die Schweizer Reisekasse (Reka) nach eigenen Angaben die Schweizer Nummer 1 – mit mehr als 3000 Ferienunterkünften, Kinderbetreuung teilweise inbegriffen. Zum festen Angebot gehört rund ein Dutzend Familiendörfer in der Schweiz und in der Toskana. Das neueste steht in Blatten VS.

Klubferien Seit den 1950er­

Jahren bietet das Konzept Club Med All­inclusive­ Ferien für gehobene Ansprüche: mit Animation, Sportangebot, Abend­ shows, Kinderbetreuung und Buffets mehrmals täglich. Die Veranstalter Aldiana und Robinson Club haben das Konzept adap­ tiert – allerdings mit gerin­ gerem Erfolg in der Schweiz als etwa in Deutschland.


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 99

Dating-Apps

Eine Wischbewegung mit Folgen Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie verzweifelt suchst du einen Partner? Bei 11 oder noch mehr darfst du ohne schlechtes Gewissen die Dating-App Tinder auf dein Smartphone laden ... Mit dieser landläufigen Antwort bin ich nicht einverstanden! In meinem Fall genügte nämlich eine glatte 3.

37 Reto Vogt (31), Ressortleiter Online,

verrät, wie sich Apps auf seinen Familien­ stand ausgewirkt haben.

Das Prinzip ist bestechend gut. Die Partnersuche via Tinder funktioniert wie in einer Bar – nur dass man gemütlich im Bett oder in der Badewanne liegen kann und sich nicht betrinken muss. Theoretisch. Praktisch ist das natürlich möglich, und aus eigener Erfahrung machts auch mehr Spass, wenn man leicht einen sitzen hat.

So weit, so gut. Wer am Eingang der Tinder-Bar sein Facebook-Passwort deponiert, kann von Hocker zu Hocker spazieren und jeder Frau ( je nach Orientierung gerne auch jedem Mann) über die Wange streicheln. Nach links heisst: Du gefällst mir nicht. Eine Wischbewegung nach rechts bedeutet das Gegenteil. Reagiert das Gegenüber mit der gleichen Geste, ist das Gespräch eröffnet.

Illustration: Grafilu

Das sei oberflächlich, sagen Sie? Mag sein. Aber über den virtuellen Köpfen schweben immerhin gemeinsame Interessen und die Distanz zwischen den Wohnorten. Diese Infos – Tinder bezieht sie von Facebook – gaben bei mir letztlich den Ausschlag, nach rechts zu wischen. Meine heutige Ehefrau Claudia wohnte zu diesem Zeitpunkt schliesslich nur zwei Kilometer von mir entfernt und interessierte sich ebenfalls für Fussball und gerstenhaltige Kaltgetränke. Mein virtuelles Gegenüber sah das offenbar ähnlich und wischte ebenfalls nach rechts: ein sogenannter Match. Die rote Klammer am Wandkalender umrandete den 15. Februar 2014. Samstag – aber kein gewöhnlicher: ein Bundesliga-Samstag! Tage wie diese verbrachte ich normalerweise nicht zu Hause, sondern im Stadion (oder auf dem Weg

dahin). An jenem Tag verzichtete ich aber ausnahmsweise auf den obligaten Kurztrip nach München, weil ich dringend Wäsche waschen musste. Das hatte ich gefühlte zehn Wochen lang nicht getan. Während die Trommel also ihre Runden drehte, unterhielt ich mich mit FCWinterthur- und Irish-Pub-Fan Claudia. Worüber wir im Detail schrieben, weiss ich nicht mehr. Aber wir verabredeten uns zum Besuch des Spiels gegen den FC Biel auf der Schützenwiese am nächsten Tag. Und obwohl sich im Nachhinein herausstellte, dass sie sich zunächst über ihre übereilte Zusage geärgert hatte, hielten wir beide Wort. Als ich nach einem nebensächlichen 2:2 nach Hause kam, löschte ich Tinder – was sollte ich nach einem solchen Abend noch damit? Einmal abgesehen davon, dass wir im April zusammengezogen sind, nutzen wir die Wochenenden zum Reisen. Im Herbst führte uns ein Ausflug nach Paris. Ein originelleres Geschenk ist mir zu ihrem 30. Geburtstag leider nicht eingefallen. Und zu allem Elend verplapperte ich mich eine Woche vor Abreise auch noch! Claudia kannte also im Voraus sowohl die Destination als auch meine Absicht, dort um ihre Hand anzuhalten. Immerhin ersparte uns das in unserer Nervosität dann übelstes Romantikgedöns, und wir konnten die Sache mit einem «Jää, weimer itz das mache?», einem «He, dänk!» und einer Stange Kronenbourg beschliessen. Zwei, drei Biere und eine Weinflasche später einigten wir uns ausserdem darauf, künftig auf die Verhütung zu verzichten. «Bis es einschlägt, vergehen sowieso Monate», sagte ich, um die Idee zu rechtfertigen. Ich. Lag. So. Falsch: Ein Jahr später waren die Zwillinge Bastian und Felix da. Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie froh bist du, dass es Tinder gibt? Obwohl die App am doppelten Glück (vermutlich) unschuldig ist: 11. Mindestens. MM


100 | MM05, 1.2.2016 | FAMILIE

Internet

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Die vernetzte Revolution Das Internet stellt den Familienalltag seit einigen Jahren auf den Kopf. Wie viel Digitalität im Familienalltag ist gut? Sieben Fragen, sieben Antworten. Text: Reto Vogt Illustrationen: illumüller.ch

3. Wer braucht schon ab der 1. Klasse ein Smartphone?

1. Mein Kind hustet ständig – ist das normal? Gegenfrage: Möchten Sie nicht lieber einen Arzt konsultieren? Eine Google-Suche nach Symptomen ist zwar schnell gestartet, aber die Resultate beruhigen selten. Im Gegenteil! Wer lange genug forscht, findet immer etwas Besorgniserregendes. Besser geeignet sind Foren wie Swissmom.ch, wo sich Mütter gegenseitig helfen und Ratschläge erteilen. Aber wenn Ihr Kind blau anläuft, nützt auch das Internet nichts mehr. Dann hilft nur noch ein Mediziner – wie früher halt.

«Mami, Mami, Mami! Meine Klassengschpänli haben alle ein Handy! Ich will auch eins!» Kinder lügen manchmal. Der Verein Zischtig.ch, der sich für Medienbildung und Prävention für Kinder und Jugendliche einsetzt, hat erhoben, dass in der 5. Klasse erst knapp die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler ein eigenes Handy hat. Wenn Ihr Kind dazugehören soll, braucht es eine «Fahrprüfung». Sie setzen es ja auch nicht einfach auf ein Töffli und lassen es losfahren. Einigen Sie sich deshalb auf die Verkehrsregeln und zeigen Sie mögliche Gefahren. Und übrigens: Ein PrepaidVertrag reicht bis Ende der 9. Klasse locker.

Sprachen oder Tastaturschreiben installieren.» Aber wichtig sei, dass der Einbezug des Internets immer begleitend geschehe und Eltern ihr Kind damit nicht alleinlassen.

6. Ist man gegen Pädophile im Internet machtlos? Egal, ob Ihr Kind auf der Strasse oder im Internet einem Pädophilen begegnet: Sie müssen es vor ihm schützen. Das Nimmkeine-Süssigkeiten-von-Fremden ist zu einem Nicht-jeder-ist-wofür-er-sich-ausgibt geworden. Aber abgesehen davon, hat sich mit dem Internet nichts verändert. Gegen die Gefahren hilft nur ein aufklärendes Gespräch. Verbote sind nicht zielführend.

7. Was würde mein Baby zu Fotos von sich auf Facebook sagen? 4. Was macht Sohnemann so lange am PC?

2. Wann legt Papi endlich sein Handy weg? Nicht nur Kinder sind häufige Handynutzer, sondern auch Eltern. Das kann problematisch sein, wenn sie dadurch ihre Betreuungs- oder Aufsichtspflichten vernachlässigen. «Besonders gefährlich ist das Benützen des Telefons, etwa während der Aufsicht von badenden Kindern», sagt Eveline Männel Fretz, Elternberaterin bei Pro Juventute. Sie empfiehlt, «dass für alle Familienmitglieder medienfreie Zeiten abgemacht werden; Eltern sollten dabei vorangehen und sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein».

Fragen Sie ihn! Nur wer sich ernsthaft dafür interessiert, was der Nachwuchs am Computer – und am Handy – macht, erhält eine ehrliche Auskunft. Es ist übrigens keine Schande, etwas nicht zu verstehen. Lassen Sie es sich erklären. Und denken Sie ja nicht daran, Überwachungssoftware einzusetzen, nur weil es sie jetzt gibt. Vertrauen ist auch heute noch besser als Kontrolle.

5. Kann ich meine Tochter beim Lernen unterstützen? Philippe Wampfler ist Lehrer und Experte für Neue Medien. Er findet es super, wenn Sie Ihrer Tochter helfen. «Dabei kann das Internet eine grosse Hilfe sein – etwa wenn Eltern mit ihren Kindern Dokumentarfilme auf Youtube ansehen oder Lernapps für

Nehmen Sie Ihr Babyalbum aus dem Regal. Gehen Sie damit in eine Bibliothek und lassen Sie es von einer Angestellten katalogisieren. Können Sie mit dem Wissen, dass es nun jeder herausnehmen, kopieren, herumzeigen kann, ruhigen Gewissens nach Hause gehen? Wenn das nicht deutlich genug war: Fragen Sie Ihr Kind. Wenn es nicht einverstanden ist oder nicht antworten kann, posten Sie kein Bild. MM


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 101

Babyphone Ständige Kontrollen am

Kinderbett sind längst Vergangenheit: Seit über drei Jahrzehnten gehört das Babyphone zur Grundausstattung von Familien mit Babys und Kleinkindern. Die neusten Modelle funktionieren wie ein Smartphone – mit Kamera und Vibrationsalarm.

40 Frühförderung Heute versucht

41

man, bereits Babys optimal zu fördern. Bemerkenswert: Laut einer Studie des Departements für Erziehungswissenschaften der Universität Freiburg aus dem Jahr 2013 erzielen nicht etwa die professionellen Fördermassnahmen die grösste Wirkung, sondern vielmehr ältere Geschwister und ein hohes Bildungsniveau der Mutter.

Babybrei Rüebli rüsten, Kartoffeln schälen,

Bilder: , iStockphoto (3), zVg (2)

kochen, pürieren – das frisst Zeit. Das Baby hat aber jetzt Hunger. Und da es mit seinen sechs Monaten nicht anders kann, schreit es sein Bedürfnis in die Welt hinaus. «Ein Hoch auf den Fertigbrei», denkt sich Papi in solchen Momenten und greift – mit nur ganz wenig schlechtem Gewissen – zum Gläschen aus dem Kühlschrank.

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Kindersitz für das Velo ist eine geniale

Erfindung: Ruckzuck ist der Zwerg auf dem Gepäckträger platziert – und ab geht die Post! Keine Quengelei im Fond, keine lästige Parkplatzsuche in der Innenstadt, kein schlechtes Gewissen gegenüber der Umwelt. Dafür viel frische Luft für den Nachwuchs und etwas Fitness für die Eltern.

43

Pixi-Bücher gibt es schon seit 1954. Seither regen die lustigen Texte und Zeichnungen die Fantasie an – in kürzester Form, einem (kinder)handlichen Format (10 × 10 cm) und einer ungeahnten Vielfalt.


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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 103

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Buggy

In die Welt hinaus

Illustration: Grafilu

Emil hantiert umständlich an einem Kinderwagen – einem mit grossen Speichenrädern und schwarzem Sonnenverdeck. Wer kennt den Sketch nicht? Er ist noch immer umwerfend lustig, wir besuchten letzthin eine Vorstellung. Schon als Zwölfjähriger hatte ich ihn im KnieZelt gesehen, der Mann ist Teil meiner Biografie. Und ich weiss: So geht es vielen. Emil ist so überlebensgross, dass man sich fast die Augen reibt, ihn vor sich zu haben. Grandios, wie er die alten Nummern bringt: die «Buureregle», das Kirchlein von Wassen, den Vereinsvorstand, dessen Mitglieder er alle mimt. Beste Komik, zeitlos gut.

Was freilich auffällt: wie rasant sich die Welt verändert hat. Es gibt keine Telegramme mehr – «O wie Oktern» –, und Emils monströser Kinderwagen ist heillos veraltet. Heute hat man ja den Buggy. Kaum kann ein Kind halbwegs sitzen, wird es in den Buggy bugsiert. Und wie der uns zupasskam, als die Kinder klein waren! Riesige Warteschlangen konnten wir an der Expo.02 umgehen, weil unser Zweijähriger im Buggy sass und wir stets an allen Wartenden vorbeigewinkt wurden.

Genauso in Paris, wo sich die Menschenschlaufe vor dem Museum «Jeu de Paume» über den Platz kringelte, das Warten hätte Stunden gedauert. Uns aber geleitete ein freundlicher Bediensteter an der Schar vorbei zu einem Spezialeingang.

Im Buggy, fällt auf, sieht das Kind in die Welt hinaus, weg von den Eltern. Vor fünfzig Jahren hat ihn der Engländer Owen Maclaren erfunden. Bald ging er in Serie und wurde hundertfach kopiert: faltbar, leicht und dank beweglicher Vorderräder wendig, frühes Symbol einer Zeit, in der sich Eltern von kleinen Kindern in keiner Weise einschränken lassen wollten. Der Buggy erlaubt, im Zug unterwegs zu sein, im Flugzeug gar. Maclaren, sein Erfinder, war schliesslich Flugzeugkonstrukteur. Wie machten unsere Eltern das bloss, vor dem Buggy? Vermutlich so wie Emil: umständlich. Als wir neulich en famille in einer Schlange standen, meinte meine Frau: «Hätten wir doch einen Buggy dabei!» Ich weiss allerdings nicht, ob unser Fünfzehnjähriger darin noch Platz fände. MM

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FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 105

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Neue Perspektiven im Alter Heutige Senioren sind besser integriert als frühere Generationen: Fühlte sich 1979 jeder vierte über 80-Jährige einsam und isoliert, stellte die Einsamkeit 2011 bei dieser Altersgruppe nur noch für jeden Fünften ein Problem dar. Zu verdanken ist dies alternativen Wohnmodellen, dem guten Gesundheitssystem und den modernen Kommunikationsmitteln.


106 | MM05, 1.2.2016 | FAMILIE

Autonomie im Alter

Senioren nutzen neue Freiheiten

Das Älterwerden ist vielfältiger geworden. Davon profitiert auch die 83-jährige Nelly Wolf. Wie die Mehrheit der Senioren möchte sie so lange wie möglich zu Hause wohnen. Dabei helfen ihr auch moderne Kommunikationsmittel. Text: Andrea Freiermuth

Alter in Zahlen

90%

der über 65-Jährigen leben zu Hause.

447 000 Senioren leben mit Unterstützung in ihrer Wohnung.

137 000 Betagte leben in Altersund Pflegeheimen.

7,2

Milliarden Franken wurden 2012 für die Betreuung und Pflege aufgewendet.

8700

Franken durchschnittlich kostet der Aufenthalt pro Monat in einem Altersheim. Quellen: BfS, Pro Senectute

Bilder: Jorma Müller

E

inen geruhsamen Lebensabend auf der Bank vor dem Haus geniessen. Der Sohn oder die Tochter wohnt mit der Familie gleich nebenan. Das Grosi hilft da und dort, fühlt sich nützlich und hat Freude an den Enkeln … So sah frü­ her das Alter aus. Oder zumindest die Ideal­ vorstellung davon. Denn in der Realität gab es in Grossfamilien oft Probleme. Heute haben Senioren die Wahl zwischen zahlreichen Wohnmodellen. Es gibt Senio­ renresidenzen, Alterswohnungen, Wohn­ gemeinschaften, Betagtenheime oder einfach die lieb gewonnene Singlewohnung. Heute wird man anders alt als früher

Beim Stichwort Single machen Kulturpessi­ misten gern auf die Einsamkeit im Alter aufmerksam. Sie hat aber in den vergange­ nen Jahren nicht zu­, sondern eher abgenommen: Fühlte sich 1979 jeder vierte über 80­Jährige einsam und isoliert, stellte die Einsamkeit 2011 bei dieser Altersgruppe nur noch für jeden Fünften ein Problem dar. Altersforscher François Höpflinger (67) hat eine Erklärung für diese Entwicklung: «Heutige Senioren pflegen mehr Freund­ schaften ausserhalb der Familie. Sie nutzen moderne Kommunikationsmittel und profitieren von einem gut ausgebauten ÖV­Netz.» Zudem seien sie tendenziell fitter und wohlhabender als noch die Generation davor, wodurch sich ihnen mehr Möglichkeiten böten. Auch wenn es heute viele verschiedene Wohnmodelle für Senioren gibt, möchte die Mehrheit so lange wie möglich in einer ganz

normalen Wohnung oder in ihrem Haus bleiben: 90 Prozent der über 65­Jährigen lebt in traditionellen Paar­ und Single­ haushalten. Selbst im Alter von 85 plus leben noch zwei Drittel im angestammten Heim. Möglich ist dies unter anderem dank des Einsatzes von Familienangehörigen oder Spitex­Organisationen: Rund eine halbe Million Senioren ist gemäss einer Studie der Universität St. Gallen zu Hause auf Hilfe angewiesen, knapp die Hälfte davon wird von der Spitex betreut. Gemeinschaftliche Wohnprojekte im Alter wie etwa Wohn­ oder Hausgemein­ schaften finden viel mediale Beachtung und stossen bei Fachleuten auf Sympathie. Die für den «Age Report 2013» befragten Per­ sonen beurteilen wohngemeinschaftliches Altern jedoch mehrheitlich negativ: Nur 17 Prozent bejahen eine solches Wohnmodell, immerhin 6 Prozent mehr als noch vor einer Dekade. In die Realität umgesetzt wird diese Wohnform jedoch nach wie vor von einer kleinen Minderheit – wahrschein­ lich auch, weil derzeit nur wenig Wohnraum vorhanden ist, der sich für gemeinschaftli­ ches Wohnen im Alter eignet. Fest steht: Das Altwerden ist in den vergangenen Jahren flexibler geworden. Und diese Tendenz wird sich dank des technologischen Fortschritts weiter verstärken. In Zukunft werden Hochbetagte vielleicht einen Avatar zur Party schicken und sich via elektronisches Alter Ego mit den Gästen unterhalten. Und wer ins Pfle­ geheim muss, nimmt über einen Bildschirm weiterhin am Leben der Liebsten teil. MM

Dank Tablet mit der Familie verbunden: Nelly Wolf unterhält sich regelmässig via Bildschirm mit ihrer Tochter.


FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 107

Nelly Wolf (83)

«Ich nutze Facetime, um mit den Enkeln zu plaudern» «Das Altersheim ist für mich erst eine

Option, wenn es nicht mehr anders geht. Noch bin ich selbstän­ dig. Auch habe ich grosse Freude an mei­ nem Gemüsegarten und meinen Hühnern. Die Arbeiten im und ums Haus halten mich fit. Langweilig ist mir nie: Es gibt immer etwas zu tun. Als mein Mann im vergangenen Jahr starb, machten sich

meine Kinder Sorgen. Sie wollten eine Ka­ mera in meinem Haus installieren, um via Internet überprüfen zu können, ob alles in Ordnung sei. Sie mein­ ten, eine alte Frau wie ich könnte stürzen und dann einfach liegen bleiben. Aber ich möchte nicht über­ wacht werden. Auch wollten sie mir so ein Armband unterjubeln, mit dem man ein SOS auslösen kann. Aber da hätte ich Angst, dass ich aus Versehen Alarm schlagen würde. Meine älteste Enkelin hatte dann die Idee mit dem iPad.

Eine wunderbare Erfindung. Inzwischen habe ich das Gerät gut im Griff. Ich nutze Facetime, um mit meinen Kindern und Enkeln zu plaudern – vor allem meine Tochter in Zürich und meinen Sohn in Australien sehe ich so viel öfter. Inzwischen kann ich auch E­Mails schreiben, und die «Tagesschau» schaue ich auch nur noch auf dem Tablet.


108 | MM05, 1.2.2016 | FAMILIE

Budgetberatung

47

Alle Kosten im Griff? Migros-Magazin-Kolumnistin Bettina Leinenbach (39) steht mit

dem Spannbetttuch auf Kriegsfuss. Verflixtes Fixleintuch

Der Haken am Laken

46 «Fester!», rufe ich Herrn Leinenbach zu, «nur noch einen Zentimeter!». Er beisst die Zähne zusammen, sein Kopf ist ganz rot. Ich will schon die Faust in den Himmel reissen, doch dann lässt er los. Die Matratze schnappt wie ein Katapult zurück und landet donnernd auf dem Lattenrost. Und das Fixleintuch, dieses verdammte Ding, fliegt in hohem Bogen durch die Luft, schnurrt wieder auf Handtuchgrösse zusammen und bleibt auf der Bettmitte liegen. Es grinst uns an, das hinterhältige Etwas, ich schwöre es. 1977 erfand ein Portugiese namens Màrio Marques das Spannbetttuch und wurde sehr reich damit. Warum, ist mir schleier­ haft. Grundsätzlich ist die Idee gut, ein Laken mit einem Gummizug auszustatten. Einfach über die Matratze stülpen und das lästige Einschlagen, das unsere Mütter und Grossmütter so perfekt beherrschten, fällt weg. Das klappt bei Kinderbetten und meinetwegen auch noch bei Matratzen im Format 90 mal 200. Sobald aber die Liege­ fläche grösser wird, fangen die Probleme an.

Dieser Strategiewechsel macht das Bezie­ hen nicht einfacher. Seit wir aber diese dickere Matratze angeschafft haben, geht es nur noch zu zweit. Wenn die Matratze endlich eingepackt ist, sind alle Beteiligten fix und fertig. Deswegen heisst es übrigens Fixleintuch. Genau deswegen. MM

1) wohnsitzabhängig 2) Grundversicherung; Kinder mit Unfall; individuelle Prämienverbilligung nicht berücksichtigt, ein allfälliger Anspruch entlastet das Budget. 3) Nahrungsmittel und Getränke für Jugendliche ab 12 Jahren um 50 bis 100 Franken erhöhen. Nicht inbegriffen sind Kosten für Gäste, Tabakwaren und alkoholische Getränke. Nebenkosten = Körperpflege, Medikamente, Wasch- und Putzmittel, Entsorgungskosten, Porti, tägliche Kleinigkeiten, Coiffeur Kinder

W

ie kann das Einkommen so eingeteilt werden, dass kein Engpass entsteht und kein Mitglied der Familie zu kurz kommt? Die Frage beschäftigt jeden privaten Haushalt heute wie früher. Konkrete Lösungsvorschläge bietet der Verein Budget­ beratung Schweiz.

Das Angebot besteht seit 1963 und basiert auf einer Initiative von Sozialarbeitern aus verschiedenen Kanto­ nen. Während die Budget­ richtlinien und ­beispiele bis 2008 noch per Post be­ stellt und bezahlt werden mussten, stehen diese heute auf der Webseite des Ver­ eins gratis zur Verfügung. Zum Service gehören unter

anderem auch ein Online­ Rechner sowie eine App. Gegenwärtig sind unter dem Dach der Budgetbera­ tung Schweiz insgesamt 34 Beratungsstellen aktiv. Die Trägerschaft teilen sich Frauenorganisationen sowie diverse kirchliche, staatliche und private Non­Profit­ Organisationen. Budgetberatung.ch

Illustration: Grafilu

Ich weiss, dass der Hausmann hier jahre­ lang geklagt hat, er könne Fixleintücher nicht schön zusammenfalten. Geschenkt, Bänz, geschenkt! Viel problematischer ist, dass die Mistdinger ab 140 mal 200 nicht mehr passen. Kauft man die Überzieher nämlich mit dem Mass der Matratze, bilden sich bereits nach zwei Stunden Schlaf Dünenlandschaften. Daher greife ich schon seit Jahren konsequent zur nächstkleineren Grösse, damit später alles stramm sitzt.


48

FAMILIE | MM05, 1.2.2016 | 109

Convenience Food Die Jungen

lieben Burger, Pizza und Kebab. Laut Gastrosuisse nutzen die 15- bis 29-Jährigen die Take-Away-Gastronomie mit Abstand am stärksten. Eine Herausforderung für die gesunde Ernährung am heimischen Familientisch!

49 Vaterschaftsurlaub In den letzten

Bilder: © Mattel Inc. All Rights Reserved, Gallery Stock

50 Jahren hat sich nichts geändert: Die Geburt eines Kindes ist im Jahr 2016 immer noch gleichbedeutend mit einem Wohnungswechsel und wird mit nur einem Tag Urlaub abgegolten. Einzelne Betriebe sind freiwillig etwas grosszügiger.

Barbie Die berühmteste Puppe der Welt ist seit Jahrzehnten in Kinderzimmern rund um den Globus zu Hause. Seit ihrer Geburt im Jahr 1959 hat die Kultfigur einige gesellschaftliche und modische Trends durchgemacht. Dabei sorgte die Blondine nicht selten für handfeste Skandale. Mehr dazu finden Sie online unter Migrosmagazin.ch.

50


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MM05, 1.2.2016 | 111

Wettbewerb

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Trainieren mit Gewinn Das Migros-Magazin und Always Discreet verlosen 50 x 2 Einzeleintritte in einen Migros-Fitnesspark Ihrer Wahl.

B

lasenschwäche ist nach wie vor ein Tabuthema, das betroffene Frauen als peinlich empfinden. Viele versuchen, diese Schwäche zu verheimlichen. Dabei kommt sie gar nicht so selten vor. In Westeuropa ist jede dritte Frau zumindest gelegentlich davon betroffen. Ein Grund dafür kann eine geschwächte Beckenboden­ muskulatur sein, wie sie infolge von Schwangerschaften oder von Hormonmangel während der Wechseljahre häufig auftritt. Es gibt heute viele Möglichkei­ ten, den Alltag mit Blasenschwä­ che einfacher zu gestalten. Eine davon ist gezieltes Beckenboden­ training. Eine starke Beckenboden­

muskulatur hilft, die Blase besser zu kontrollieren. Besonders gut lässt sich der Beckenboden durch bestimmte Yogaübungen stärken. Durch gezielte Übungen den Beckenboden trainieren

Diana Schmid unterrichtet seit über zehn Jahren Yoga in Einzel­ und Gruppenlektionen, unter an­ derem auch in den Migros­Fitness­ parks. Für die Kursleiterin ist Yoga das ideale Beckenbodentrai­ ning: «Es fördert den bewussten Umgang mit dem Körper. Im Yoga lernt man, wie man die Musku­ latur des Beckenbodens bewusst anspannt.» Diana Schmid emp­ fiehlt betroffenen Schülerinnen, sich zunächst intensiv und bewusst

auf diesen Teil ihres Körpers zu konzentrieren und dann gezielt zu trainieren. Nicht jede ist in der Lage sich ihre Blasenschwäche förmlich «abzutrainieren». Zumal es dafür auch andere Gründe als eine schwache Beckenbodenmuskula­ tur geben kann. Eine Reihe von Spezialprodukten schafft hier zu­ verlässig Abhilfe. Always Discreet bietet Einlagen in unterschiedli­ chen Ausführungen an, die auf die individuellen Bedürfnisse der Frauen zugeschnitten sind. Die dünnen und sehr saugfähigen Pro­ dukte garantieren zuverlässigen Schutz und Komfort. MM Alwaysdiscreet.ch Fitnesspark.ch

Wettbewerbsfrage: Welches Training hilft gegen Blasenschwäche? So machen Sie mit: Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf) und nennen Sie Ihre Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort und Ihrer Adresse an MigrosMagazin, «Always», Postfach, 8099 Zürich Online: gratis auf Migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 7.2. 2016 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen werden, verfallen ersatzlos.


112 | MM05, 1.2.2016

Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!

Gesamtwert 750 Franken!

oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.2.2016, 24 Uhr

BLEIBEN SIE MOBIL! MIT UNS.

HERAG AG Treppenlifte Tramstrasse 46 8707 Uetikon am See info@herag.ch www.herag.ch 044 920 05 04

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.2.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 4: DRAHTESEL Gewinner Nr. 3: Elsa Baltensperger, Treppenlifte

CH-9620 Lichtensteig Tel. 071 987 66 80

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Höri ZH; Margrit Abplanalp-Schild, Brienzwiler BE; Laura Wegmüller, Ebikon LU; Silvia Schäfler, Gossau SG; Christine Fuhrer, Thun BE; Verena Koller, Brunnen SZ; Hedwig Krähenbühl, Huttwil BE; Ruth Schöni, Egerkingen SO; Barbara Ingold, Zürich; Rosmarie Leupi, Wikon LU

Gewinner «Zusatz» Nr. 3:

Ruth Stüssi, Hätzingen GL; Myrta Blättler, Magden AG; Dora Naumann, Zunzgen BL; Elisabeth Moor, Vordemwald AG; Jasmin Bolli, Kleinandelfingen ZH


MM05, 1.2.2016 | 113

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Was muss man manchmal für eine Veränderung abschneiden? A alte Zöpfe

B lange Fingernägel

C graue Haare

2. Wie kann man eine Liebhaberei auch bezeichnen? O Pauschenpferd

I

Flusspferd

S

Steckenpferd

T

Thurgau

3. Wo liegt das Tannzapfenland? D Luzern

M Aargau

So nehmen Sie teil

4. Aus welchem Land stammt der amtierende Rugby-Union-Weltmeister? A Australien

E

Neuseeland

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.2.2016, 24 Uhr

P Wales

5. Wo spielt man vor allem «Ghost Notes»? U Harfe

R Schlagzeug

S

Bratsche

6. Was steht im Zentrum bei der Romantrilogie «Die Tribute von Panem»? O Hungerspiele

A Kreuzzüge

T

Mondbesiedlung

7. Wie nennt man den Mahlgrad bei Weizen zwischen Griess und Mehl? I

Dunst

L

Dust

E

Daft

8. In welchem Film wurde erstmals ein Countdown inszeniert? Z

Mission to Mars

D Frau im Mond

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

R Cargo

Lösungswort: 1

2

3

Gewinner Nr. 2: 4

5

6

7

8

Pia Michel, Melchtal OW; Daniela Elbert Kossen, Aeugst am Albis ZH; Susanne Renn, Niederscherli BE

Auflösung Nr. 4: SACHBUCH

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 3 5

E

2 4

Auflösung Nr. 4: STIER Gewinner Nr. 3:

Norbert Brack, Winterthur ZH; René Hinnen, Möhlin AG; Franz Casanova, Chur

1

AEOL I SCH BE FUGN I S D R AMA T I K ME GA F ON E ME L I S S E N R OMA N I S T RONDEAUS RUEGENER SE ESTADT TRAEUFEN

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.2.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

5


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MM05, 1.2.2016 | 115

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

3

6

1 9

7

9

4 6 1

5

3

7 9 1 5

2 7

3 7

3

4 8 9 5 1 7 3 2 6

1

5 8

6 3 1 2 9 4 7 5 8

5 2 7 8 6 3 4 9 1

9 1 4 3 5 2 6 8 7

7 5 3 9 8 6 1 4 2

8 6 2 7 4 1 5 3 9

2 4 5 6 7 8 9 1 3

1 7 8 4 3 9 2 6 5

3 9 6 1 2 5 8 7 4

So nehmen Sie teil

9

6 5

Auflösung Nr. 4: 584

Gewinner Nr. 3:

4

Hansruedi Häni, Wabern BE; Amandine Kaeser, Courtemautruy JU; Josef Kulicka, Bern; Sandra Westphal, Beringen SH; Rosmarie Cariati, Villmergen AG

7

Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 7.2.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

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Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 3 5 3 1 miteinander verbunden 1 2 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 1 5 2 und mehr als zwei Linien.

3 2 1 1 1 1

3

Auflösung Nr. 4:

5

3

1 3

2

2 5

0

5

0

3

0

1

2

2

2

3 2 1

1 2 1

4 3 3

3 1

2 1 2

3

4 3 2

1 4

2 1

3

4 2

Auflösung Nr. 4: 3 4

4 1

1

2 3

2

2

3

3

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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Online: Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Reto Meisser

Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor) Ressort M-Aktuell: Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung a. i.), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen Layout: Doris Oberneder (Creative Director), verlag@migrosmagazin.ch Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71 Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: Ringier Print Adligenswil AG


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