Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631
NR. 5, 26. JANUAR 2015
www.migrosmagazin.ch
NEUER STUDIENGANG I 16
Sexologie soll die Schweiz entkrampfen THIS-PRIIS I 20
Firmen mit Herz f端r Behinderte FAMILIE I 80
Bild: Gerry Nitsch
So lernen Eltern das Neinsagen
Vorhang auf ...
... f端r Wanda Wylowa. Ihre Wurzeln liegen im Theater. Nun re端ssiert die Schauspielerin auch beim Film. Zu Besuch bei der Tr辰gerin des Schweizer Fernsehfilmpreis 2015. I 102
Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch Anzeige
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DIESE WOCHE 2 |
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INHALT
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor
Reichtum oder Wohlstand? Wie reich sind wir Schweizer? Diese Frage ist in Zeiten schwankender Devisenkurse gar nicht so leicht zu be antworten. Und vielleicht ist sie auch gar nicht so wichtig. Viel zentraler ist: Wie viel Wohlstand für alle haben wir in den letzten Jahrzehnten erarbeitet? Wohlstand hat verschiedenste Komponenten: Gesunde Sozialversiche rungen, ein ausgebautes Gesundheitswesen, gute Schulen, faire Löhne, ja sogar die hohe Arbeitsplatzsicherheit kann man dazurechnen.
Staudämme, Stromleitungen, Kläranlagen: Die Schweiz hat in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts gewaltige Summen für die Infrastruktur ausgegeben. Doch peu à peu kommen viele dieser Anlagen an ihre Altersgrenze. Und müssen erneuert werden. MM Redaktor Reto Wild hat im Vorfeld eines Interviews mit Infrastrukturexperte und Nationalrat Martin Candinas (CVP) die relevantesten Kostenblöcke zusammengetragen. Er kann ein Lied davon singen, wie schwierig es ist, nur einigermassen verlässliche Schätzungen zu erhalten (Seite 8). Aber ganz gleich, ob wir in den nächsten 30 Jahren nun 150 oder 200 Milliarden Franken ausgeben: Die Erhaltung unseres Wohlstands – und nicht unseres Reichtums – wird in den kommenden Jahren ein zentrales Thema der politischen Diskussion sein.
hans.schneeberger@migrosmedien.ch
16 | MENSCHEN Den Indern sollte das Kamasutra erotische Aufklärung bringen. In der Schweiz will Initiantin Esther E. Schütz dies mit dem Studiengang in Sexologie bezwecken.
MIGROS-WOCHE 4 | Aktuelles
MENSCHEN
8 | Infrastruktur Die wichtigsten Zahlen und Fakten sowie das Experteninterview zum Thema Kosten der Schweizer Grundversorgung. 15 | Auf ein Wort 16 | Porträt Esther Elisabeth Schütz macht Sexualität hochschultauglich. 20 | Porträt Welche Unternehmen den diesjährigen This-Priis erhalten plus zwei handicapierte Mitarbeiter im Porträt.
80 | LEBEN «Mami, ich will das auch!» Wie Eltern mit den vielen Forderungen ihrer Kinder umgehen und auch mal Nein sagen können.
25 | Kolumne: Der Hausmann. 26 | Interview Entwicklungsgestörte Kinder, die später unfähig sind, zu arbeiten ‒ so sieht der deutsche Psychologe Michael Winterhoff einen Grossteil der heutigen Jugend.
AKTUELL
33 | Migros-Preispolitik 34 | In der Lehre bei Midor Severin Steinmann wird in Meilen ZH zum Polymechaniker ausgebildet.
SCHAUFENSTER
39 | Fasnachtschüechli Wie die beliebten Gebäcke entstehen.
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Bilder: Interfoto/Keystone, Illumüller, Yanik Bürkli/Südostschweiz, Christian Schnur, iStockphoto
Ein Aspekt unseres Wohlstands aber wird oft unter schätzt: Der gute Zustand unserer Infrastruktur. Wer oft im Ausland ist, weiss es zu schätzen, dass bei uns Ab wässer gereinigt werden und die Luft sauber ist. Dass die Toilette spült, wenn man die Taste drückt und das Licht angeht, wenn man den Schalter betätigt. Dass Züge pünktlich fahren, der Bus nie ausfällt, Strassen geflickt werden und alle Kinder einen Platz in der Schule finden.
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DIESE WOCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
INHALT | 3
.ch
Seit 2005 schreibt Bänz Friedli im Migros-Magazin Woche für Woche die Kolumne «Der Hausmann». Zeit, eine Pause einzulegen und seiner Familie künftig etwas mehr Privacy zu gönnen. In einigen Wochen meldet sich Bänz Friedli zurück – und wird sein Augenmerk künftig etwas mehr auf die Welt ausserhalb des Haushalts richten. Seite 25
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Die lange Reise einer Kaffeebohne Chocolat Frey im Miniformat Bittersüsse Verführungen Gewinnerin des Microsoft SurfTabs Weichspüler mit Kuschelfaktor Balsam für Haut und Füsse
IHRE REGION
71 | Neues aus Ihrer Genossenschaft
LEBEN 77 | 79 | 80 | 82 |
8 | MENSCHEN Martin Candinas findet, dass die Schweiz punkto Infrastruktur international gut dasteht und wir unsere Ansprüche herunterschrauben sollten.
85 | Digital: Mehr Saft für das Handy. 86 | Auto: Hyundai i20 ‒ klein, aber oho.
MEINE WELT
102 | Schauspielerin Wanda Wylowa Die Zürcherin über ihre aktuelle Rolle als Islamwissenschaftlerin, schlechten Schlaf und Schnäppchenjagden.
RUBRIKEN
Erkältung ist nicht gleich Grippe Migros-Bank: Volkssport Steuerabzüge. Familie: Es darf ruhig mal ein Nein sein. In Form: Fett macht nicht zwingend fett, sind sich Experten heute einig.
7 | Forum/Leserbriefe 89 | Bitte melde dich 91 | Glücksgriff 93 | Rätsel und Spiele/Impressum 100 | Cumulus
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MIGROS-WOCHE 4 |
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AKTUELLES
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FRISCH IN DER MIGROS
Ein Hauch von Frühling
Würzig und farbenfroh: Indisches Essen erhält bei der Migros einen neuen Namen.
Zugegeben, der Winter ist noch nicht vorbei. Doch so langsam gelüstet uns nach knackigfrischem Frühlingsgemüse. Solange das noch nicht zu haben ist, freuen wir uns über junge Sprossen, die es ganzjährig gibt. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralien. Mungobohnen und aromatische Zwiebelsprossen zum Beispiel machen sich gut in Salaten, asiatischen Gerichten und als Topping von Suppen und Sandwiches.
Kunden taufen via Migipedia das Indien-Sortiment Die Migros sucht einen neuen Namen für ihr Indien-Sortiment. Dieses heisst momentan Jaipur, benannt nach einer farbenprächtigen, aber hierzulande eher unbekannten indischen Stadt. Der neue Name soll nun auf Anhieb mit Indien und der indischen Küche in Verbindung gebracht werden. Während zwei Wochen im letzten November konnten Migros-Kunden auf der Online-Plattform Migipedia ihre Vorschläge für die Umbenennung deponieren. Über 900 Ideen gingen dazu ein. Daraus hat die Migros nun drei Favoriten ausgewählt und auf Migipedia zur Abstimmung freigegeben. Folgende Namen warten auf die Klicks der Migros-Kunden: Best of India, Let’s cook Indian und Namaste India. Die Abstimmung läuft noch bis zum Sonntag,
1. Februar. Im Herbst 2015 sollen dann die ersten Artikel mit neuem Namen in den Regalen stehen. Das aktuelle Indien-Sortiment der Migros besteht aus verschiedenen indischen Curry-Saucen und Pasten sowie dem typisch indischen Naan-Brot. Abstimmen unter: community.migros.ch
ZAHL DER WOCHE
1,5 Milliarden Die Migros Bank setzte im Geschäftsjahr 2014 ihren Wachstumskurs fort. Der Bestand an Kundengeldern stieg um 1,5 Milliarden Franken auf 32,3 Milliarden. Der Geschäftsertrag erreichte mit 614 Millionen Franken einen neuen Höchstwert.
Noch tragen indische Produkte den Markennamen Jaipur.
REGION BASEL
Magische Welt der Pferde
Wozu reisen 48 Pferde, 4 Esel und 90 Mitarbeitende mit 500 Kilogramm Trockeneis, 130 Tonnen Sand und zwei Schneemaschinen in zwölf LKWs nach Basel? Um mit der Pferdeshow Apassionata das Publikum der Region Basel in eine magische Traumwelt zu versetzen. Eine Welt voller Spannung, Sehnsucht und Schönheit. Die Migros Basel offeriert vergünstigte Tickets und verlost Freikarten – mehr Infos dazu gibt es nächste Woche auf den Regionalseiten der Genossenschaft Migros Basel. www.apassionata.com
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MIGROS-WOCHE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
AKTUELLES | 5
PREISBAROMETER Aktuelle Preisänderungen Mit der Aufhebung der Euro-Untergrenze senkt die Migros per sofort die Preise diverser Produkte. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 33. Ausgewählte Beispiele Preis alt* Bohnen, Beutel 500 g 2.50 Blondorangen, Netz 2 kg 4.20 Cherry Tomaten, Schale 250 g 0.90 Grana Padano, gerieben 250 g 4.90 Beretta Parma Rohschinken, geschnitten per 100 g 7.60 Bresaola Valtellina IGP, geschnitten per 100 g 8.70 Finizza Pizza Prosciutto, 330 g 4.80 Savoiardi Classico Löffelbiscuit, 200 g 2.00 M-Classic Tomatenpüree, Tube 200 g 0.85 Condy Maiskölbchen, 190 g 3.50 Fatto Deo Katzenstreu nicht klumpend, 10 l 5.90 I am Hair Intensiv Colorationen 6.50 * in Franken
RÜCKRUF
Bilder: Istockphoto, Hugofilm
Alnatura Tahin Sesammus Bei einer Qualitätskontrolle hat Alnatura in einem Glas Tahin Sesammus mit Mindesthaltbarkeitsdatum 09.05.2016 Salmonellen nachgewiesen. Aus Sicherheitsgründen rufen Alnatura und die Migros das Produkt Alnatura Tahin Sesammus im Glas (Artikelnummer 1521.921, Verkaufspreis CHF 4.40) zurück. Das Sesammus wurde in der Schweiz in drei Alnatura-Läden und in vier Zürcher Migros-Filialen angeboten. Betroffen sind ausschliesslich die Gläser mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.05.2016 (auf dem Deckelrand aufgedruckt), die seit Ende Mai 2014 im Verkauf sind. Die Kunden werden
gebeten, aus Gesundheitsgründen das betroffene Produkt nicht zu konsumieren. Salmonellen können Auslöser für MagenDarm-Erkrankungen sein. Bei allfälligen Beschwerden nach dem Konsum, wie beispielsweise Übelkeit, Durchfall oder Kopfschmerzen wird geraten, einen Arzt zu konsultieren. Das Produkt kann gegen Rückerstattung des Verkaufspreises oder gegen Ersatz in den Verkaufsstellen der Migros (Glatt-Zentrum Wallisellen, Rüschlikon, Zürich-Limmatplatz, Zumikon) oder in die Alnatura-Läden (Zürich Höngg, Regensdorf, Zug Metalli) zurückgebracht werden.
Preis neu* 2.10 3.60 0.75 4.25 6.80 7.80 4.00 1.70 0.75 3.00 5.00 5.70
in % -16.0 -14.3 -16.7 -13.3 -10.5 -10.3 -16.7 -15.0 -11.8 -14.3 -15.3 -12.3
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FORUM
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
MIX | 7
WÖCHENTLICHE INTERNET-UMFRAGE
Weshalb überschätzen Eltern ihre Kinder? in %
53 34 13
Durch übertriebenen Ehrgeiz oder Wunschdenken - mit dem Ziel, den Nachwuchs zu fördern. Ohne Absicht oder Hintergedanken: Die eigenen Kinder sind einfach immer die schönsten und besten. Eltern überschätzen sich schon selbst und übertragen diese Einstellung an ihre Kinder.
Stimmen Sie jetzt ab auf Migrosmagazin.ch:
Gehen Sie bei klassischen Grippesymptomen zur Abklärung zum Arzt?
MM4: «Der Zuhörer», Porträt über Thomas Bisig
«Zuhören als Schulfach» Ich will ihm zu seinem Mut gratulieren. Er kündigt einen gut bezahlten Job, verzichtet auf «Status», … und geht «seinen Weg». Meditation, Achtsamkeit, Zuhören ohne zu werten… sollte als Schulfach eingeführt werden. Hanspeter Ineinchen, online-Kommentar
Ein wunderbarer Mensch, der Mut, Offenheit, Aufopferung und Wärme in dieser manchmal so «kalten» Welt zeigt. Solche Menschen sollte es mehr auf unserer Erde geben. Danke Ihnen für den tollen Artikel!
MM4: «Leute, die keine Angst haben, leben nicht lange», Interview mit Risikoforscher Ortwin Renn
«Extremismus nistet sich wie ein Virus ein» Mit Interesse habe ich den Beitrag des Risikoforschers Ortwin Renn gelesen und bin genau seiner Meinung: Nicht Ebola oder Migration sollten uns Sorgen machen, sondern der Klimawandel und der ganze politische Extremismus, der sich wie ein Virus in den Köpfen dieser Menschen einnistet.
Tanja Janezic, online-Kommentar
Heinz Zimmerli, per E-Mail
Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin.ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.
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MENSCHEN
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INFRASTRUKTUR
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
Wer soll das bezahlen?
In den nächsten 40 Jahren kommen gigantische Summen für die Erhaltung der Infrastruktur auf die Schweiz zu. Wir haben die wichtigsten Bereiche und Zahlen zusammengefasst und uns mit dem Experten Martin Candinas unterhalten.
W
ir wollen ein gut funktionieren des Strassennetz, einen dichten Fahrplan, sauberes Wasser und Strom sowie das beste Gesundheits system. Das alles verschlingt enorme Summen: Der Finanzbedarf beim Natio nalstrassennetz für den Zeitraum von 2012 bis 2030 beispielsweise beträgt gut 46 Milliarden Franken. Rund ein Drittel davon sind für Neubauten und Kapazitätserweiterungen vorgesehen, heisst es beim Eidgenössischen Depar tement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.
CVPNationalrat Martin Candinas sagt: «Wenn wir den Ausbau wollen, müssen wir dies durch Einsparungen oder eine Steuererhöhung kompensieren.» Das gilt auch für die Bahn, Sozialwerke und Spitäler. Sparen ist jedoch nicht leicht. «Sollen wir den Rotstift bei den Hoch schulen ansetzen, der Entwicklungs hilfe, der Landwirtschaft?», fragt der Politiker aus der Surselva GR (siehe In terview Seite 12). Gleichzeitig fordern andere Parlamentarier, die Schweiz müsse Investitionen vorziehen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Dies als
Reaktion auf den Entscheid der Natio nalbank, den EuroMindestkurs aufzu heben. Doch letztlich ist alles relativ. So kostet das Massnahmenpaket zur Ener giestrategie 2050 rund 39 Milliarden Franken oder jährlich rund 1 Milliarde. «Das ist etwas mehr, als wir in der Schweiz pro Jahr für Schokolade aus geben», sagt Marianne Zünd, Leiterin Abteilung Medien und Politik beim Bun desamt für Energie in Bern. Für hitzige Debatten ist gesorgt. Texte und Interview: Reto E. Wild
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
MENSCHEN
46
Milliarden Franken
betr채gt der Finanzbedarf beim Nationalstrassennetz f체r den Zeitraum von 2012 bis 2030. Bei dem vom Volk angenommenen Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) bel채uft sich der erste Schritt bis 2025 auf 6,4 Milliarden Franken.
Bild: Keystone/Branko de Lang
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MENSCHEN 10 |
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INFRASTRUKTUR
32
Milliarden Franken
kostet uns die Wasserversorgung bis zum Jahr 2030 (im Bild der Stausee Lai da Nalps GR). ETH-Professor Max Maurer geht von 2 Milliarden Franken pro Jahr aus. Gar 2,2 Milliarden Franken verschlingt die Abwasserentsorgung jährlich. 57 Prozent davon sind öffentliche Kosten. Neue Anlagen sind in dieser Zahl nicht einberechnet.
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
MENSCHEN
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INFRASTRUKTUR | 11
Bild: Keystone/Alessandro Della Bella
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MENSCHEN 12 |
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INFRASTRUKTUR
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
26
Milliarden Franken – so gross schätzt Pricewater houseCoopers das Investitions volumen über die nächsten 15 Jahre allein für die Spitalinfrastruktur in der Schweiz ein. Der Investitions bedarf bei Altersheimen ist kantonal geregelt.
«Wir müssen uns fragen, wie viel wir uns wirklich leisten wollen»
Infrastrukturexperte und CVPNationalrat Martin Candinas über das Loch in der Strassenkasse, die Rolle der MitteParteien bei der Finanzierung der Sozialwerke und ob wir unsere hohen Ansprüche nicht herunterschrauben sollten. Martin Candinas, welches sind die dring lichsten Themen in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF)?
Nach der Bahnfinanzierung geht es jetzt um den Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr. Die Wunschliste im Parlament ist lang, die Liste der Finanzierungsmöglichkeiten sehr kurz. Unsere Herausforderung besteht darin, ein Paket zu schnüren, das den Betrieb, den Unterhalt und den Ausbau der Strassen garantiert. Und das muss finanziert werden. Wie geht die KVF vor?
Dazu ein Beispiel: Wenn wir zusätzliche 400 Nationalstrassenkilometer wollen, stehen wir vor dem Problem, dass Autos heute durchschnittlich halb so viel Treibstoff verbrauchen wie vor 15 Jah ren. Aus ökologischer Sicht ist das erfreulich, aber der Erlös aus der Mine ralölsteuer hat dadurch massiv ab genommen. Das ist für die Strassenkasse fatal. Zu einer Erhöhung der Vignette
hat das Stimmvolk Nein gesagt. Bleibt die Möglichkeit, die Mindereinnahmen über die Mehrwertsteuer zu finanzieren – oder auf den Ausbau zu verzichten. Als Volksvertreter einer Randregion bin ich jedoch für gut unterhaltene Strassen, weil die Bahn auf dem Land nicht gleich attraktiv ist wie in den grossen Zentren. Wer zahlt die Kosten beim Strassenausbau?
Bei den Nationalstrassen zahlt der Bund, bei den Kantonstrassen grösstenteils die Kantone und bei den Gemeindestrassen die Gemeinden. Ich sehe das in meiner Gemeinde in der Surselva: Strassen sorgen neben dem Schulsystem für die grössten Ausgaben. Investitionen sind aber auch positiv: Sie schaffen Arbeits plätze in der Region. In den nächsten vier Jahrzehnten kommen gigantische Investionen auf die Schweiz zu, um die Grundversorgung sicherzustellen. Wie soll das finanziert werden?
Es ist schwierig, die verschiedenen Bereiche über einen Leisten zu schlagen. Wir leben mit einem Luxusproblem, weil wir immer mehr wollen und sehr anspruchsvoll sind. Bei der Bahn zum Beispiel wünschen wir viermal stündlich Verbindungen. Vor fünf Monaten war ich in Bulgarien – unser Strassen und Bahnangebot ist im Vergleich ein ab soluter Luxus. Wir müssen lernen, unsere Errungenschaften zu schätzen und uns nicht darüber ärgern, wenn wir mal keinen Sitzplatz im Zug finden. Entweder schrauben wir unsere An sprüche zurück, oder wir sind bereit, mehr zu bezahlen. Ähnlich sieht es bei den Spitälern aus: Wir müssten eigent lich nicht so viele Krankenhäuser haben. Die Spitalvielfalt, die ich vor allem in meinem flächenmässig grössten Kanton befürworte, hat ihren Preis. Im Gesundheitsbereich rechnet Pricewater houseCoopers in den nächsten 15 Jahren mit einem Finanzierungsbedarf von 20 Milliarden
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MENSCHEN
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INFRASTRUKTUR | 13
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Milliarden Franken betragen laut UVEK die Gesamtkosten der Anlagen und des Produktionsbetriebs des schweizerischen Kraftwerksparks von 2010 bis 2050. Jährlich 1 Milliarde Franken kosten diverse Massnahmen zur Energiestrategie 2050.
Franken ‒ allein für die Deutschschweizer Spitäler.
Bilder: Keystone/Gaetan Bally, Keystone/Armin Mathis, Gaetan Bally
Wenn die Zahl stimmt, betragen die zu erwartenden Kosten national rund 26 Milliarden Franken. Die Mehrkosten müssen wir durch höhere Krankenkas senprämien finanzieren. Diese sind ein Spiegelbild der Kosten im Gesundheits wesen. Wäre es beispielsweise nicht sinnvoll, Spitzenmedizin zusammen zulegen? Klar, das kann zur Schliessung von Spitälern führen. Nochmals: Wir müssen uns in allen Bereichen, also auch bei der Strasse, der Schiene und der Energie, die Frage stellen, wie viel wir uns wirklich leisten wollen und können. Beim Bahninfrastrukturfonds wird das Volk zur Kasse gebeten. Der Fahrkostenabzug soll bei der direkten Bundessteuer auf 3000 Fran ken beschränkt werden. Was bezahlen die Einwohner generell bei Investitionen?
Bei der Bahn ist die Rechnung bekannt: Für den Ausbau müssen wir über die Billettpreise 300 Millionen Franken zu sätzlich einnehmen, über die Kantone 200 Millionen und via die Mehrwert steuerPromille weitere 300 Millionen Franken, welche ebenfalls die Konsu menten zahlen. Wenn wir den Ausbau wollen, müssen wir dies durch Einspa rungen oder eine Steuererhöhung kom pensieren. Sparen ist nicht leicht: Sol len wir den Rotstift bei den Hochschu len ansetzen, der Entwicklungshilfe, der Landwirtschaft? Benötigen wir
Sie tauschen sich mit ausländischen Poli tikern aus. Wie steht die Schweiz im inter nationalen Vergleich da?
Martin Candinas findet, dass die Schweiz im internationalen Vergleich hervorragend dasteht.
mehr Geld, braucht es Opfer von allen Seiten. In welchem Bereich ist das Risiko am gröss ten, dass die Ausgaben weit höher als prog nostiziert ausfallen werden?
Die Finanzierung der Sozialwerke hängt von der demografischen Entwicklung ab. Wenn immer weniger Erwerbstätige für mehr Pensionierte aufkommen, ha ben wir ein Finanzloch, das wir durch Leistungskürzungen oder mehr Finanz mittel ausgleichen müssen. Gerade wir MitteParteien sind gefordert. Die Lin ke will keine Rentenkürzungen und mehr Geld fürs System, die Rechte spricht von Kürzungen und sagt, dass die Angestell ten länger arbeiten sollen. Hier eine mehrheitsfähige Lösung zu finden, ist unsere grösste Herausforderung.
Die Schweiz ist hervorragend aufgestellt. Das sollten wir uns im Alltag bewusst werden. Das Bahnnetz, die Strassen, die Abwasseraufbereitung und vor allem das Gesundheitswesen erreichen ein Topniveau. Sonst würden nicht so viele Leute für Behandlungen in die Schweiz fahren. Wir werden überall im Ausland bewundert, wie gut wir als kleines Land funktionieren – mit all den sprachlichen und kulturellen Herausforderungen. Wie finanzieren andere Länder die Investi tionsbedürfnisse des Staates?
Viele Länder sind zentralistischer or ganisiert als die Schweiz. Auf der Hauptachse sind die Infrastrukturen gut. Wenn man diese aber verlässt, wird nur dort investiert, wo der Bedarf am dringendsten ist. In unserem föderalis tischen System sind viele Aufgaben bei den Kantonen angesiedelt. Das ist eine grosse Stärke der Schweiz. Die Schweiz, ein Musterland?
Ja. Ich bin ein stolzer Schweizer. Wir funktionieren gut. Das heisst allerdings nicht, dass es die anderen Länder schlecht machen. Und wir sind nicht so gut, dass wir von unseren Nachbarn iso liert leben könnten. Wenn sich unsere Exportwirtschaft abschwächt, müssten wir bei unseren Infrastrukturen sparen.
Hoffnungsvoller Jungpolitiker Martin Candinas (34) ist seit 2011 CVP-Nationalrat, seit 2012 Mitglied des Parteipräsidiums der CVP Schweiz sowie Mitglied der nationalrätlichen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen KVF. Letzteres entspricht laut Candinas einem Arbeitspensum von jährlich rund 300 Stunden. Der Politiker spricht alle Landessprachen, ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in Rabius bei Disentis GR. Im Februar wird er zum dritten Mal Vater. Als Sozialversicherungsfachmann leitet er den Verkaufsinnendienst bei einer grossen Krankenkasse in Chur.
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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AUF EIN WORT | 15
FRAU DER WOCHE
Stricken für Syrer Nicht alle Steuer erklärungen werden korrekt ausgefüllt. Ein Mal im Leben hat jeder Schweizer die Gelegenheit, das straflos zu korrigieren.
STEUERSÜNDER
«Viele Rentner wollen reinen Tisch machen» Unerwarteter Geldsegen im Kanton St. Gallen: 300 Millionen Franken Schwarzgeld wurde nachversteuert – ein Kantonsrekord. Finanzdirektor Martin Gehrer ist überrascht.
Bilder: Gaëtan Bally/Keystone, Matthias Kempf/20 Minuten, Büchel/Vincent/20 Minuten
Martin Gehrer, noch nie wurde in Ihrem Kanton so viel unterschlagenes Ver mögen von Selbstan zeigern freiwillig nachver steuert wie 2014. Freuen Sie sich?
Ich bin vor allem über rascht, denn diese straf losen Selbstanzeigen sind seit 2010 möglich, und wir sind davon aus gegangen, dass es mit jedem Jahr weniger Geld wird, das nachdeklariert wird.
Der St. Galler Finanzdirektor Martin Gehrer (57) staunt über die Flut von Selbst anzeigen.
Warum deklarieren gerade jetzt so viele Steuersünder ihr Versäumnis?
Die öffentliche Diskussion über den automatischen Informations austausch macht vielen Angst, ebenso die Unsicherheit um das Bankgeheimnis. Schlagzeilen wie die um den ehemaligen FCBayern Präsidenten Uli Hoeness, der we gen Steuerhinterziehung ins Ge fängnis musste, zeigen auch ihre Wirkung. Wer sind die reuigen Sünder?
Alle möglichen Leute, darunter auffallend viele Rentner. Sie ma chen etwa 60 Prozent der über 500 reuigen Steuersünder aus. Offenbar
wollen viele aufs Alter hin reinen Tisch machen und die ruhigere Le bensphase mit gutem Gewissen geniessen.
dem Kanton und den Gemeinden insgesamt 16 Millionen zusätzliche Steuergelder – etwa doppelt so viel wie erwartet. Damit kann man keine grossen Sprünge machen.
Kommen die 300 Millionen von Ausländern oder von Schweizern?
Wie viel unversteuertes Vermögen vermuten Sie noch bei den St. Gallern?
Das weiss ich nicht. Aber mich hat erstaunt, dass etwa die Hälfte der Selbstanzeiger Ledige sind. Was ist daran ausserge wöhnlich?
Ich hätte gedacht, dass sich vor wiegend Ehepartner gegenseitig dazu motivieren, ihr Gewissen zu erleichtern. Wie setzen sich die 300 Millionen zu sammen? Gibt es einen Hauptsünder?
Es sind viele Beträge zwischen einer halben und einer Million da runter. Der grösste Brocken beträgt 30 Millionen. Und ein erheblicher Teil stammt von bislang unver steuerten Erbschaften. Kann der Kanton St. Gallen nun die Steuern senken oder mehr Strassen bauen?
Nein. Die 300 Millionen generieren
Bunte Mützen, Schals und Babysöckchen stapeln sich zur Zeit bei Corinne Gasser (25) zu Hause in Triengen LU. Aufgeschreckt vom Elend der syrischen Flüchtlinge hat die Wirtschaftsstudentin vor ein paar Wochen dazu aufgerufen, ihr wärmende Strickware für frierende Menschen zu schicken. Ende Januar geht die erste Ladung nach Jordanien. Derweil lernt Gasser extra häkeln, und der Mützenberg wächst parallel zur Fangemeinde ihres FacebookAccounts «StrickWärme».
MANN DER WOCHE
Behinderte am Ball
Für das Jahr 2015 haben wir nur knapp zehn Millionen Franken Ein nahmen aus Selbstanzeigen budge tiert, etwa gleich viel wie für 2014. Was passiert, wenn jemand die Selbstanzeige verpasst und der Steuer hinterziehung überführt wird?
Dann kommt es zu einem Strafver fahren, und eine Selbstanzeige ist ab sofort nicht mehr möglich. Zu den Nachsteuern kommt dann noch eine Strafsteuer. Es wird also viel teurer für den Steuersünder. Bei einer Selbstanzeige zahlt er nur die nicht erhobenen Steuern plus Zinsen. Was macht der Kanton St. Gallen, um Schwarzgelder ausfindig zu machen?
Unser Steueramt bietet jedes Jahr eine Schulung in Sachen Steuern für Treuhänder und Anwälte an – sie ermuntern wohl ihre Klienten, ihre Gelder zu deklarieren. Diese Kurse sind gratis und offensichtlich eine gute Investition. Interview: Yvette Hettinger
Niemand spielt so begeistert Fussball wie geistig Behinderte, findet der Hobbykicker Dimitri Sidler (19) aus Liestal BL. Also organisierte er für seine Maturaarbeit ein Hallenturnier für geistig Handicapierte, das «Dimindoors». Für die Übergabe des Pokals konnte er Alex Frei gewinnen, zum Versteigern Trikots mit den Signaturen der Kickerstars Yann Sommer und Roman Bürki. Der Erlös geht an die Behindertenorganisation «Insieme». Eine durch und durch runde Sache.
MENSCHEN 16 |
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PORTRÄT
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
Esther Elisabeth Schütz’ Ziel: Die Hemmschwelle der Schweizer zu senken, über Sex zu reden.
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MENSCHEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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PORTRÄT | 17
Let’s talk about sex
Sex ist überall, Hemmungen haben wir trotzdem. Esther Elisabeth Schütz will das ändern: In Uster kann man bei ihr neu den Master of Arts in Sexologie machen.
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acktselfies und Pornos auf dem Smartphone, Brüste in der Werbung: Sex ist in unserer Gesellschaft omnipräsent. Über unsere Blinddarmoperation sprechen wir. Doch über Sex wird vornehm geschwiegen. Trotz der sexuellen Revolution in den 60er-Jahren haftet der Sexualität immer noch ein unseriöser Ruf an. Zudem herrscht in Sachen Sex oft grosse Unsicherheit. «Die Schweiz braucht dringend qualifizierte Fachleute in Sexologie», findet Esther Elisabeth Schütz (65). Die klinische Sexologin, Supervisorin und Erwachsenenbildnerin arbeitet seit über 30 Jahren in der Sexologie und kämpft für deren Anerkennung als Hochschuldisziplin. Einen Teilerfolg hat sie bereits errungen: Seit Oktober bietet das von ihr geleitete private Institut für Sexualpädagogik und Sexualtherapie ISP in Uster ZH den ersten Schweizer Weiterbildungsmaster in Sexologie an. Er wird in Kooperation mit der deutschen Hochschule Merseburg angeboten. In drei Jahren schliessen die ersten Studierenden mit dem akademischen Titel «Master of Arts in Sexologie» ab. Esther Elisabeth Schütz’ Vision: In den Schweizer Arztpraxen soll zusätzlich ein Sexologe oder eine Sexologin praktizieren und die Menschen rund um ihre sexuellen Anliegen beraten. Denn: Ärzte behandeln das Thema Sexualität
in ihrem Studium nur am Rande bis gar nicht. Zudem haben sie wenig Zeit. «Die Sexualität kann man nicht in einer Sitzung von zehn Minuten abhandeln», sagt Schütz. Einen Nachholbedarf in der Ärzteausbildung sieht auch Brigitte Leeners, Oberärztin für Reproduktionsmedizin, Gynäkopsychosomatik und Sexualmedizin am Universitätsspital Zürich: «Eine klassische frauenärztliche Ausbildung umfasst zunächst keine sexualmedizinischen Inhalte. Und das, obwohl das weibliche Genital im Leben einer Frau wesentlich häufiger für Sexualität als beispielsweise für Entbindungen eingesetzt wird», sagt sie. Leeners ist Präsidentin der Schweizer Gesellschaft für Sexologie und findet: «Es ist erfreulich, dass dank des neuen Masters für Sexologie die verschiedensten Berufsgruppen die Möglichkeit zu einer fundierten Ausbildung haben.»
Swingerclubs, Darkrooms, Sex-Toys – für jede Vorliebe etwas «Wir leben in einer Gesellschaft der Überangebote. Von allem gibt es immer mehr. Auch die Sexualität ist zu einem Konsumgut geworden», sagt Sexologin Schütz. Sexspielzeuge, Swingerclubs, Darkrooms – für jede Vorliebe gebe es etwas. Das kann auch Unsicherheit auslösen. «Deshalb sollten Fachkräfte die Menschen in ihrer Entscheidungsfähigkeit unterstützen.»
Eine kleine Kulturgeschichte der Sexualität 43 v. Chr.
250 n. Chr.
Um 15. Jhd.
«Ars amatoria» des Dichters Ovid beschreibt zum ersten Mal die Liebeskunst mit praktischen Anleitungen.
Das Kamasutra von Vatsyayana wird zum indi schen Leitfaden der Erotik.
Mit seinen «Anatomischen Zeichnungen» beschreibt Leonardo da Vinci unter anderem Sexualorgane, Koitus und Schwanger schaft. Damit gilt er als Va ter der modernen Anatomie.
«Blick»-Sexberaterin Caroline Fux hält den Master in Sexologie ebenfalls für eine tolle Sache: «Gute Ausbildungen im Bereich Sexualität waren lange Mangelware, besonders in der Schweiz. Dass sich das jetzt ändert, ist sehr begrüssenswert.» Fux bekommt täglich Mails zu Beziehungsfragen, aber auch zu Sexpraktiken. «Sexualität ist eine tolle Sache – wenn es rund läuft. Und sie befriedigt und erfüllt. Leider gilt das nicht für alle Menschen und nicht ständig. Sich bei Schwierigkeiten von einer Fachperson helfen lassen zu können, ist ein Segen und sollte kein Tabu sein», sagt Caroline Fux. Ein Besuch im Master-Unterricht, Themenblock Physiologie. Im hellen Raum einer Backsteinvilla der alten Brauerei Uster sitzen 18 Studentinnen und ein Student im Kreis auf Stühlen und machen sich eifrig Notizen. Esther Elisabeth Schütz zeichnet einen Penis auf das Flipchart. Daneben einen Pfeil zu einer Strichfigur mit Brüsten und Schamhaaren. Keine roten Köpfe, kein Tuscheln. Stattdessen konzentriertes Nicken. «Oft höre ich in meiner Praxis von Männern: ‹Sie, Frau Schütz, ich bin nicht so einer, der den Frauen auf die Brüste schaut.› Sie hoffen, ich sei als Sexologin beruhigt. Doch das bin ich nicht. Ich bin eher etwas beunruhigt, denn der visuelle Reiz ist für Männer
1712 Beginn der Antimastur bationskampagnen: In John Martens «Onania» wird behauptet, exzessive Masturbation verursache Krankheiten wie Pocken oder Tuberkulose. Die Angst vor dem «Masturbations wahn» wird für die nächs ten 150 Jahre zu einem beherrschenden Thema der Sexualwissenschaft.
1839 Erfindung des ersten Kautschuk-Kondoms durch Charles Goodyear.
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wichtig.» Dieses und andere körperliche Phänomene beginnen schon früh. Schütz erklärt, dass Mädchen und Jungen bereits ab drei Monaten beginnen, über Muskelspannung und Bewegung den Erregungsreflex auszulösen. Kleinkinder machen dies unbewusst im Spiel. Die Studienleiterin erinnert ihre Klasse an Spiele wie Gummitwist oder Himmel und Hölle. «Lasst uns das spielen, damit wir verstehen, was abläuft!» Sie beginnt zu hüpfen, die Studierenden machen mit. In der Masterausbildung lehren über 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie bilden unter anderem Fachleute aus der Psychologie, der sozialen Arbeit oder der Pflege zu Sexualberatern aus. In sieben Modulen büffeln die Studierenden sexuelle Gesundheit, sexuelles Lernen und angewandte Sexualberatung. Sie müssen sich während der Ausbildung auch mit ihrer eigenen Sexualität und ihrem Körper auseinandersetzen: Zwischen den Unterrichtsblöcken im 14-Tage-Turnus führen sie Tagebuch undbesuchenselbsteineSexualberatung. «Im Studium lernt man neben der Beratung viel über sich selbst», sagt Studentin Liliana Koller (26) aus St.Gallen. Zum Beispiel, warum viele Frauen Schwierigkeiten haben, zum Orgasmus zu kommen. «Im Sexologieunterricht habe ich gelernt, wie ich meine eigene sexuelle Erregung steuern kann.» Drei Tage später empfängt uns die Studienleiterin Schütz im Büro des Instituts, das sie 1998 mitgegründet hat. Ihr Gang ist leicht schwebend, den Schal hat sie kunstvoll um die Schultern gewickelt, sie trägt eine weisse Bluse und rote Schuhe. Heute widmet sie sich dem Tagesgeschäft. Esther Elisabeth Schütz streicht sich das grau melierte Haar hinter die Ohren. Sie wirkt etwas erschöpft, nippt an einer Tasse Tee. Die Sexologie 1854
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«Die jungen Männer von heute machen mir etwas Sorgen.» Esther E. Schütz
zu professionalisieren sei ein Kraftakt, sagt sie. Neben der Überzeugungsarbeit muss sie viel Administratives erledigen. Berge von Papier hat sie für die Akkreditierung des Studiengangs eingereicht. Auch jetzt muss sie ständig Material nachliefern: Modulinhalte, Lernziele, Praxisnachweise, Studienordnung. Nach jeder Interviewfrage macht sie lange Pausen, denkt nach, notiert sich Stichworte. Ganz in Therapeutenmanier sind nie Wertungen aus ihren Sätzen herauszuhören. Sie spricht im Bündner Dialekt, ursprünglich stammt sie aus Chur. Wieso Sex und nicht Computertechnik, Frau Schütz? «Früher wollte ich mal Architektin oder Floristin werden», erzählt sie. Die Liebe zum Menschen und zur Pädagogik habe sie dazu bewegt, sich für die Sexologie zu engagieren. Als 1968 die freie Liebe ausgerufen wurde, war Schütz 19 Jahre alt. «Make Love, Not War» war das Motto. Prägend war für sie als ehemalige Oberstufenlehrerin auch eine junge Schülerin, die mit 14 bereits den ersten Geschlechtsverkehr hatte. Durch das junge Mädchen wurde Schütz klar, wie wichtig es ist, mit Jugendlichen früh die Sexualität anzusprechen.
In ihrer Beziehung ist sie Frau, nicht Sexologin Sie selbst lebt in einer Partnerschaft und hat keine Kinder. Ihre Arbeit inspiriere sie immer wieder aufs Neue, auch für ihre eigene Beziehung. «Manche denken, dass eine Sexologin auch in der eigenen Sexualität Konzepte im Kopf hat. So ist es nicht. In meiner Beziehung bin ich Frau und kann völlig abschalten.» In ihre Beratung kommen Menschen mit verschiedenen Anliegen. Da ist zum Beispiel die Mutter eines kleinen Mädchens, das sich ständig am Stuhlbein 1905
1906
Paolo Mantegazza schreibt über die «Fisiologia del piacere». Seine Erforschungen der Sexualität bezeichnet der italienische Arzt als «Lehre der Umarmungen». Der Wiener Arzt Siegmund Freud publiziert seine «Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie» über die psychosexuelle Entwicklung im Kindesalter. Er prägt den Begriff «Trieb».
Die Deutsche Helene Stöcker publiziert «Die Liebe und die Frauen». Später gründet sie den Bund für Mutterschutz und kämpft für die «freie Liebe».
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oder an der Bettkante reibt. Die Sexualberaterin rät Eltern, ihre Kinder schon früh beim Entdecken ihres Geschlechts zu begleiten. Ihnen ihr Geschlecht zu erklären und aufzuzeigen, was das Anfassen auslösen kann. Vielen Kindern und Jugendlichen fehle auch heute der positive Zugang zum eigenen Körper. «Manche Probleme im Erwachsenenalter könnten besser bewältigt werden, wenn in der Kindheit ein offener Umgang mit Sexualität gelernt würde.» Momentan kommt auch ein junger Mann zu ihr, der die Lust beim Sex verloren hat. «Die jungen Männer von heute machen mir etwas Sorgen», sagt die Fachfrau. Immer mehr klagten über Unlust und Erektionsstörungen. Ein neues Phänomen, wie Schütz weiss. Die 20- bis 30-jährigen Männer seien stark weiblich sozialisiert worden. Dazu übernähmen sie heute mehr Aufgaben als früher: Sie wollen Karriere machen, die Kinder betreuen, Hausmänner und gute Liebhaber sein. Da kämen manche an ihre Grenzen. «So hat eben jede Generation ihre Themen in der Sexualität. Das macht meine Arbeit spannend», sagt die Expertin. Ist unsere Gesellschaft wirklich so übersexualisiert, wie oft behauptet wird? Nein, findet Schütz. «Eher sexualfreundlich. Früher war Sexualität mit Hemmungen und Scham belegt.» Heute dagegen, so erklärte der koreanische Philosoph Byung-Chul Han kürzlich in einem Interview, leben wir «in einer Pornogesellschaft». Esther Elisabeth Schütz findet diese Aussage gewagt. Einschränkend gibt sie ihm jedoch recht: «In Internetforen und sozialen Medien wie Facebook geben die Leute fast alles von sich preis. Früher hatten wir eine andere Grenze der Intimität. Darum braucht es mehr Experten.»
1919 Der Berliner Arzt Magnus Hirschfeld gründet das Institut für Sexualwissenschaft in Berlin. Der deutsche Arzt gilt als Pionier auf diesem Gebiet und ist Forscher und Aktivist zugleich. Er ist der Mitbegründer der ersten Homosexuellenbewegung. 1933 wird das Institut von den Nazis geplündert und geschlossen. Hirschfeld prägt den Begriff der Transvestiten.
1947
US-Zoologe Alfred C. Kinsey gründet das «Institute for Sex Research». Er führt als Erster statistische Erhebungen zum Sexualverhalten durch. Sein KinseyReport gilt als Auslöser der sexuellen Revolution.
Bilder: Keystone (4), Ullstein Bild (2), Getty Images, BPK, RDB
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Den offenen Diskurs über die sexuelle Gesundheit hält die Sexologin für eine grosse Errungenschaft: «Die Aufklä rung der Jugendlichen ist wesentlich besser als früher.» Doch was die Pro bleme in der Sexualität angeht, wünscht sich Schütz noch mehr Offenheit. «Fragen zur Sexualität sind Persönlich keitsfragen wie alle anderen auch. Da kann man sich doch mal beraten lassen.» IhreVisionistes,dassdieHemmschwelle der Schweizer sinkt. Irgendwann soll es normal werden, dass Paare ihren Freun den anvertrauen, dass sie eine Sexual beratung machen. Obwohl Esther Elisabeth Schütz lang sam ins Pensionsalter kommt, denkt sie zurzeit noch nicht ans Aufhören. Zwar sei die Anerkennung der Sexologie als Disziplin schon ein wenig gestiegen. «Da liegt aber noch ein langer Weg vor uns.» Für die Studienleitung sucht sie allmählich nach einer Nachfolge. The rapeutisch will sie aber bis ins hohe Alter in Teilzeit tätig sein. «Ich freue mich zu erleben, wie sich die Sexologie verändert.» Eines Tages will sie wieder mehr Zeit fürs Lesen haben, für den Ausdruckstanz und das Laufen in der Natur. Als Nächstes will Esther Elisabeth Schütz eine Ausbildung für Körpertherapie machen. Immer wieder Neues dazu lernen. Denn Wissen hilft. Darüber reden sowieso. Text: Silja Kornacher Bilder: Mara Truog, Nathalie Bissig
www.migrosmagazin.ch
LESEN SIE ONLINE Zahlen und Fakten zur Sexualität Warum die Schweizer in Sachen Sex nicht ganz so zufrieden sind. Und: Esther E. Schütz im Video über die sexuelle Revolution.
1949
Ein Meilenstein der Frauenbewegung: Die Schriftstellerin Simone de Beauvoir publiziert ihre soziokulturelle Studie «Le deuxième sexe» und fordert das Ende der Diskriminierung der Frau.
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Wieso studieren Sie Sexologie?
Liliana Koller (26), Sozialarbeiterin aus St. Gallen
Amanda Bofinger (36), Pflegefachfrau aus Zürich
Marc Rufle (35), Sozialpädagoge aus Rheinfelden AG
«Das Studium ist für mich eine Berufung. In meinem Alltag stellen die Jugendlichen viele Fragen zu Sex. Oft werden sie damit alleingelassen. Spezifisches Fachwissen hilft da enorm.»
«Die Sexualität nach Operationen oder bei Krankheiten wie Krebs wird kaum thematisiert. Ich würde gerne als Sexologin in einer Gynäkologiepraxis oder einem Spital arbeiten.»
«Die Sexualarbeit mit Jugendlichen und mit Behinderten braucht mehr Professionalität. Schade, bin ich der einzige Mann im Studiengang. Dabei braucht es mehr Fachmänner zum Thema!»
Jacqueline Kalberer (36), Jugendarbeiterin aus Mollis GL
Therese Bachmann (49), Primarlehrerin, Shiatsu-Therapeutin aus Bern
Teresa Rüfenacht (38), Sonderlehrerin an heilpädagogischer Schule aus Rapperswil SG
«Es ist ein gesellschaftlich hoch aktuelles Thema, professionelles Fachpersonal ist gefragter denn je. Als Sexologin möchte ich an Schulen unterrichten und Sexualberatungen anbieten.» 1960
Die erste Antibabypille kommt in den USA auf den Markt. Eine Revolution für die Sexualität: Erstmals können durch hormonelle Verhütung die Faktoren Geschlechtsverkehr und Empfängnis voneinander getrennt werden.
«Im pädagogischen wie auch im therapeutischen Rahmen ist die Sexualität zwar ein Thema. In den Ausbildungen wird das ausgespart. Dies möchte ich ändern.»
1968
Mit Filmen wie «Das Wunder der Liebe» oder «Deine Frau, das unbekannte Wesen» wird der deutsche Journalist Oswalt Kolle zum Sexaufklärer einer ganzen Generation.
1980
Marta Emmenegger ist die erste Sexberaterin der Schweiz. 15 Jahre lang beantwortet die Journalistin in ihrer «Blick»-Kolumne «Liebe Marta» Leserfragen rund um Beziehung und Sex.
«Viele Jugendliche und Erwachsene sind überfordert mit den vielen medialen Einflüssen. Ich will ihnen Antworten liefern, ihnen helfen, ihr Selbstbild zu finden.» 1987
Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) startet in Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Schweiz die erste Stop-AidsKampagne. Erkennungslogo: rosarotes Präservativ.
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Handicap als Stärke
Claudia Hartmann ist stark sehbehindert, Olcay Dagdelen leidet unter einer Störung der Hirnanhangsdrüse. Beide hätten im Arbeitsmarkt keine Chance. Ausser bei Firmen wie Sawi und Louis Widmer: Die beiden Unternehmen werden für ihre Integration von Handicapierten mit dem diesjährigen Zürcher This-Priis prämiert.
Ausgezeichnete Integration Zum zehnten Mal werden am 27. Januar Unternehmen im Raum Zürich mit dem This-Priis prämiert. Ins Leben gerufen wurde der Preis von der Familie Widmer. Ihr Sohn und Bruder Mathias («This») Widmer ist mit einer cerebralen Lähmung und einer starken Sehbehinderung zur Welt gekommen. Der Preis ist mit 25 000 Franken dotiert und wird durch den gemeinnützigen Verein This-Priis finanziert, der dafür Gelder von Sponsoren sammelt. Insgesamt wurden bislang 24 KMUs mit einem Preis ausgezeichnet. Die Nomination kann von einem Betrieb selber oder von Aussenstehenden erfolgen. www.this-priis.ch
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tapelweise liegen kabelähnliche Teile mit grünen, gelben und pinkfarbenen Plastikhüllen auf der Werkbank von Claudia Hartmann (62). «Das sind Temperaturfühler, die muss ich alle heute noch machen», sagt Hartmann, zieht die Augenbrauen hoch und steckt das erste Bündel in ein Gerät mit kleinen Öffnungen. Sofort erscheint am Bildschirm nebenan ein riesiger grüner Button. Das heisst: Der Fühler funktioniert. Seit drei Jahren ist Hartmann in einem 50-Prozent-Pensum beim Winterthurer Unternehmen Sawi Messund Regeltechnik angestellt, das sich auf die Herstellung von Temperaturfühlern spezialisiert hat. Die Software, die den grünen Okay-Knopf am Bildschirm auch aus zehn Meter Entfernung sichtbar macht, hat die Firma speziell für Hartmann entwickeln lassen. Mit ihrer Sehschwäche könnte sie nicht mit normal grossen Bildschirmanzeigen arbeiten. Für diese und andere Bemühungen hat die Sawi dieses Jahr den This-Priis erhalten (siehe Box links) – eine Auszeichnung für Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderungen einstellen.
Handicapierte schaffen oft ein besonderes Wir-Gefühl Menschen wie Claudia Hartmann. Sie ist ausgebildete Informatikerin, hat das KV und das Konservatorium absolviert, als Buchhalterin und in einer Druckerei gearbeitet, Akkordeonkonzerte gespielt und zuletzt einen Kiosk geführt. Bis vor 14 Jahren die Probleme mit den Augen begonnen haben. Eine angeborene
«Claudia Hartmann trägt massgeblich zur Produktequalität bei.» Marco Inhelder, Teamchef Sawi
Hornhautverkrümmung verschlimmerte sich plötzlich und führte zu regelmässigen Anfällen von Augenmigräne. «Diese Attacken raubten mir unheimlich viel Energie», erklärt Hartmann. Wegen einer ebenfalls angeborenen Immunschwäche wurde Hartmann schliesslich zum Fall für die Invalidenversicherung. Dann entdeckte man auch noch einen Herzklappenfehler. Sie verdiente sich einen Zustupf mit gelegentlichen Akkordeonauftritten und machte ehrenamtlich die Buchhaltung für einen Fair-TradeShop. Dennoch, eine Struktur im Alltagsleben fehlte ihr. «Keinen Boden unter den Füssen, so fühlte es sich an», sagt Hartmann. Mit 59 war sie so weit, trotz grosser finanzieller Einbussen in Frühpension zu gehen. Doch dann wurde ihr der heutige Job beim Winterthurer KMU angeboten. Ihr Leben
heute und damals: «Wie Tag und Nacht», sagt Hartmann und strahlt: «Jetzt stimmts einfach.» Es stimmt auch für ihren Arbeitgeber. «Sie trägt massgeblich zur Qualität unserer Produkte bei», sagt Hartmanns Chef Marco Inhelder (33). Der Leiter der Produktionsabteilung ist jedoch gefordert, denn Claudia Hartmann ist nicht die einzige Handicapierte in seinem Team. Er muss die Arbeitsabläufe an die reduzierten Pensen anpassen und den geforderten Output auch bei Leistungsschwankungen garantieren. Ausserdem wurde für jeden der vier behinderten Mitarbeiter der Arbeitsplatz individuell eingerichtet. Für einen Angestellten, der wegen eines Unfalls eine Hand nur reduziert benützen kann, wurde sogar eine neue Stelle geschaffen, die es so noch nicht gab. Es ist dieses Möglichmachen, das die Jury des This-Priis’ dazu bewogen hat, die Auszeichnung dieses Jahr an die Sawi zu geben. Die Firma profitiere allerdings auch von ihren besonderen Mitarbeitern, sagt Marco Inhelder: «Das ganze Team identifiziert sich überdurchschnittlich stark mit dem Arbeitgeber.» Das beobachtet man auch beim Kosmetikhersteller Louis Widmer SA in Schlieren ZH, dem anderen diesjährigen This-Priis-Gewinner. Betriebsleiter Heinz Bösch: «Kollegen mit Behinderungen einzugliedern ist eine Herausforderung für alle Beteiligten.» Bei seinen Mitarbeitern habe das die Loyalität gesteigert und die Arbeitsmoral verbessert. Die neueste gelungene Integration ist Olcay Dagdelen (24).
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«Mein Leben ist im Vergleich zu damals wie Tag und Nacht. Jetzt stimmts einfach.» Claudia Hartmann
Die sehbehinderte Claudia Hartmann beim Testen von Temperaturfühlern. Die Gerätesoftware wurde extra für sie entwickelt.
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7. Tag, Dienstag, 5. Mai 2015 – Erice, Trapani, Segesta Zum Abschluss zeigen wir Ihnen heute den schönen Westen der Insel. Wir beginnen mit dem mittelalterlichen Städtchen Erice. In einer typischen Mandelbäckerei verkosten wir Köstlichkeiten ehe unsere Route weiter nach Trapani mit seiner schönen Klosterkirche führt. Nach einem Bummel durch die Altstadt führen wir Sie zu den Salinen. Auf der Rückfahrt sehen wir die beeindruckende Tempelanlage von Segesta. Um 23.00 legt unser Fährschiff in Palermo Richtung Genua ab. 8. Tag, Mittwoch, 6. Mai 2015 - Tag auf See – Genua Nach einem schönen Tag auf See erreichen wir gegen Abend den Hafen in Genua. Übernachtung in der Region Genua. 9. Tag, Donnerstag, 7. Mai 2015 – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise in Richtung Schweiz an.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
Der gelernte Industriepraktiker kam vor zwei Jahren über eine Vermittlungsstelle zu Louis Widmer. Wegen einer angeborenen Störung produziert Dagdelens Hirnanhangsdrüse zu wenig Hormone, was unter anderem die Anfälligkeit auf Krankheiten und Allergien massiv erhöht. Vor ein paar Jahren musste er sich komplizierten Kieferoperationen unterziehen, die ihn beruflich komplett ausser Gefecht gesetzt haben. Kaum älter als 20, war er bereits Bezüger einer vollen IV-Rente. «Aber ich wollte arbeiten und nicht zu Hause rumsitzen», sagt der junge Mann. Bei Louis Widmer bekam er die Chance, sich zu beweisen – und die nutzte er. Er stieg nach kurzer Zeit vom Verpackungsangestellten zum Maschinenchef auf und trägt heute die organisatorische Verantwortung für ein vierköpfiges Team, das in einer sterilen Halle Cremen und Salben abfüllt. Seit Anfang Januar arbeitet Dagdelen 100 Prozent und bezieht null IV.
Die Integration von Handicapierten kostet Geld Bei Louis Widmer begann das Engagement für Behinderte 2006. Damals erkrankte ein Mitarbeiter an Multipler Sklerose und wurde intern an eine geeignete 50-Prozent-Stelle platziert. Dann suchte die IV eine Stelle für einen Teilinvaliden – Louis Widmer fand eine Beschäftigung für ihn. Seit ein paar Wochen arbeitet ein weiterer handicapierter Mitarbeiter versuchsweise im Betrieb. Auch beim Kosmetikhersteller
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spricht man gerne von der besonderen Motivation der integrierten Mitarbeiter, der positiveren Geisteshaltung im ganzen Team. Doch Tatsache ist: Das Schaffen von geeigneten Arbeitsplätzen kostet Geld. Heinz Bösch sagt, ohne Zahlen zu nennen: «Die Integration von handicapierten Mitarbeitern bedeutet einen finanziellen Mehraufwand.» Auch die Sawi in Winterthur lässt sich das etwas kosten – selbst wenn die Gewinnmarge zuweilen bis an die Schmerzgrenze schrumpft. Vor ein paar Jahren schrammte die Firma sogar haarscharf am Konkurs vorbei und konnte nur gerettet werden, weil die Belegschaft auf einen Teil des Lohnes verzichtete. Doch Firmeninhaber André Schäppi würde nie auf handicapierte Mitarbeiter verzichten wollen. Er ist überzeugt, dass jeder Betrieb passende Arbeit anbieten kann. Er ist bereit, wenn nötig auch eine 100-Prozent-Stelle in mehrere kleine aufzuspalten. Und neben dem 13. auch einen 14. Monatslohn auszuzahlen – wann immer es das Geschäftsergebnis zulässt. Text: Yvette Hettinger Bilder: Paolo Dutto
Vom IV-Bezüger zum Maschinenchef: Olcay Dagdelen (oben) wird von Heinz Bösch, Betriebsleiter bei Louis Widmer, geschätzt und gefördert.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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DER HAUSMANN
Endlich daheim Bänz Friedli hat nicht alles erzählt.
Vielleicht können Sie sich erinnern, ich hab Ihnen hier mal von jenem streunenden Musiker erzählt, Chris Whitley, der einsam und verzweifelt nach hier und dort unterwegs war, ohne je Halt zu finden. Ein Getriebener, der sich mit Drogen immer wieder betäubt, wieder angespornt und schliesslich zugrunde gerichtet hat. Ich habe Ihnen von meiner Begegnung mit ihm erzählt, wie hellwach und zugleich tieftraurig er wirkte, wie er sich nervös eine neue Zigarette ansteckte, derweil zwei, die er eben erst angezündet hatte, noch am Aschenbecher glimmten. Chris Whitley sang traumhaft schöne Lieder und war doch ein so verlorener Mensch, dass ich ihn fragte, wo er denn zu Hause sei, weil er zwischen Texas, Belgien, New York und Dresden hin und her hastete. Für Sekunden hellte sich seine Miene auf, und er sagte: «Home is where my daughter is.» Nur bei seiner Tochter hat er sich je daheim gefühlt. Trixie ihr Name. Sie lebte bei der Mutter in Gent, war aber oft mit ihm auf Tour, besuchte ihn in Brooklyn, tauchte gar in seinen Musik-Clips auf. Und ich wünschte mir, als er gestorben war, ich könnte ihr sagen, wo der Vater sich zu Hause gefühlt habe. Jahre später traf ich sie tatsächlich: Trixie Whitley, selber Musikerin, blutjung und hochbegabt, und als ich es ihr erzählte, sagte sie eine Weile gar nichts mehr, setzte zum Sprechen an: «Oh, wow, this
«Dieses Kräuseln in der Nase …» is so …», verstummte wieder, weinte einfach nur. Und nach Minuten, als sie sich gefasst hatte, sagte sie: «Schmerzhaft, das zu hören. Aber es zeigt, wie stark unsere Verbindung war.» Liebe Leserinnen, liebe Leser, ich habe Ihnen vieles verschwiegen in den letzten Jahren, ich gebe es zu. Wir haben geheiratet – die Kinder waren schon etwas grösser –, wir kraxelten im Yosemite-Nationalpark auf einen Berg, wir fuhren nach Ostia an den Strand und grölten zum offenen Autofenster raus «… wenn ich König von Deutschland wär …», und es waren Augenblicke, die ich für uns behalten wollte. Ich habe Ihnen Tränen und Glücksmomente unterschlagen, weil sie nicht an die Öffentlichkeit gehören, und ich hoffe, Sie sind mir nicht böse. Denn Sie kennen das
Gefühl. Ein Kräuseln in der Nase, die Augenbrauen ziehen sich einem zusammen, ein Schauder läuft durch Nacken und Schultern, erfasst den ganzen Körper, schliesslich werden die Augen wässrig – aus Rührung über die eigenen Kinder. Ich habe es Ihnen nie erzählt, wenn ich dieses Kräuseln verspürte. Wenn Hans mit seinem Akkordeon zu einem Konzert aufspielte; wenn ich das Geschenk auspackte, das die Kinder uns heimlich zu Weihnachten gebastelt hatten; zuletzt am vergangenen Samstag, als Anna Luna in einer Turnhalle irgendwo im Land das erste Turnier in ihrem neuen Sport Lacrosse spielte und ich auf der Zuschauerrampe beim 5:1-Sieg gegen Milano fieberte. Es ist normal, dass Eltern ob ihren Kindern gerührt sind, und man muss das nicht hinausposaunen. Ich danke Ihnen, dass Sie auch all das Verschwiegene mit mir geteilt haben. Sie, liebe Lesende, waren stets Teil dieser Kolumne, all die Tausenden von Rückmeldungen haben mich beglückt. Sehr sogar. Erlauben Sie, dass ich nach 487 «Hausmann»-Kolumnen eine Pause einlege. Eines aber will ich zum Schluss verraten: Daheim ist, wo meine Liebsten sind. Und dies muss ich noch erzählen! Vor einigen Wochen habe ich Trixie Whitley wieder getroffen. Etwas müde, aber strahlend sah sie aus, hochschwanger. Sie wird bald ganz genau wissen, wo sie zu Hause ist.
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
«Eltern wollen von ihren Kindern geliebt werden»
Jugendpsychiater Michael Winterhoff warnt vor einer Generation entwicklungsgestörter Kinder, die nur tun, wozu sie Lust haben. Das Problem ortet er bei den Erwachsenen.
(lacht) Mein Buch «SOS Kinderseele» basiert auf konkreten Erfahrungen, die ich in meiner Praxis mache. Und tat sächlich können Sie die Kinder von heute mit denen von vor 10 oder 20 Jahren nicht mehr vergleichen. Worin unterscheiden sie sich?
Beispiel Schule: 1995 waren Kinder ganz selbstverständlich in der Lage, vier Stunden ruhig auf einem Stuhl zu sitzen. Sie haben ihre Lehrerin anerkannt und ihre Aufträge ausgeführt. Wenn Sie heu te in irgendeine beliebige Grundschule in Deutschland reinlaufen, finden Sie die se Kinder zwar auch noch, aber als Aus nahme. Die Mehrheit liegt unter den Ti schen, läuft rum und macht nicht das, was sie machen soll. Noch schlimmer: Über 50 Prozent unserer Schulabgänger sind offenbar nicht in der Lage zu ar beiten – wie wir von den Unternehmen hören. Den jungen Menschen fehlen vor allem sogenannte Soft Skills: Arbeits haltung, Erkennen von Strukturen und Abläufen, Sinn für Pünktlichkeit. Wenn das Handy klingelt, ist das wichtiger als der Kunde, der vor ihnen steht. 50 Prozent?
Über 50 Prozent. Das fällt bisher noch nicht so auf, weil wir viele Hilfsmass nahmen haben, etwa Vorbereitungs jahre. Deren Wirkung bleibt allerdings begrenzt. Wenn wir eine Gesellschaft werden wollen mit Menschen, die als Erwachsene leben wie Kinder, also nur lustbetont und den Eltern auf der Tasche liegend, dann sind wir auf dem besten Weg. Wenn wir aber Menschen haben wollen, die Verantwortung für sich und andere übernehmen können, dann sollten wir dringend Gegensteuer geben.
Sie führen Ihre Praxis seit 1988. Seit wann stellen Sie diese Entwicklung fest?
Bis Mitte der 90erJahre hatten Kinder den Entwicklungsstand ihres Alters. Ab dann tauchten mehr und mehr auf, deren Auffälligkeiten in einer Entwick lungsstörung gründen. Die Jugend lichen, die heute in meine Praxis kom men, sehen aus wie Teenager, haben aber emotional und sozial den Reifegrad eines 16 Monate alten Kleinkinds. Die glauben, dass sie alles und jeden steuern können und leben rein lustorientiert. Sie stellen sich auf niemand anderen ein, sondern erwarten, dass man sich auf sie einstellt. Das ist schwer vorstellbar.
Es geht um zwischenmenschliches Ver ständnis. Wenn wir hier miteinander reden, dann ist es egal, ob ich Hunger habe oder müde bin, ich führe jetzt dieses Gespräch und stelle mich auf Sie ein. Dass ich das kann, ist meiner emo tionalensozialen Psyche zu verdanken. Bis Mitte der 90erJahre hat sich die bei allen Kindern wie von alleine gebildet. Heute fehlt sie bei 70 Prozent der Kinder im Grundschulbereich. Vor 20 Jahren hat sich also etwas grund legend verändert?
Ja. Wenn Kinder auffällig sind, liegt das immer an den Erwachsenen. Die Eltern, die mit ihren Kindern zu mir kommen, sind engagiert und tun alles für ihren Nachwuchs, sind ihm gegenüber aber gleichzeitig blockiert. Sie verhalten sich nicht wie Erwachsene gegenüber Kin dern, sondern wie wenn die Kinder ein Teil von ihnen wären. Sie lesen ihnen jeden Wunsch von den Augen ab, setzen keine Grenzen, wollen unbedingt von ihren Kindern geliebt werden und vermeiden deshalb jede Art von Kon flikt. Dies führt zu der beobachteten Entwicklungsstörung. Und die lässt sich
«Über 50 Prozent der Schul abgänger sind nicht in der Lage zu arbeiten.»
nicht therapieren. Ziel muss sein, die Kinder nachreifen zu lassen, dazu müssen aber zuerst die Eltern ihr Ver halten ändern. Wieso waren die Eltern früher anders?
Dahinter stecken gesellschaftliche Gründe. Es fehlt den Menschen zuneh mend an Orientierung und einem fun damentalen Sicherheitsgefühl. Mitte der 90erJahre hielten zudem Computer und Internet Einzug in alle Haushalte und veränderten die Welt dramatisch. Die meisten Menschen sind diesem Wechsel von analog auf digital nicht gewachsen. 1990 war ich telefonisch nicht erreichbar, wenn ich nicht in mei nem Büro sass, Rente und Arbeitsplatz waren sicher. Heute ist alles gleichzeitig, die Unsicherheit ist gewachsen, Krisen und Katastrophenmeldungen aus aller Welt prasseln pausenlos auf uns herein. Zudem hören wir seit Jahren von allen Seiten, dass es schlimmer und schlechter wird. Wir Menschen brauchen aber eine Perspektive. Wenn die fehlt, verschwin den Glück und Zufriedenheit. Und was bewirkt das?
Die Psyche befindet sich im ständigen Katastrophenmodus, für viele Menschen ist eine Distanzierung und Beruhigung gar nicht mehr möglich. Kinder brau chen Eltern, die in sich ruhen, denn diese Ruhe überträgt sich auf sie. Heute aber überträgt sich die permanente Anspannung. Ausserdem versuchen die Eltern unbewusst, ihre Defizite über die Psyche des Kindes zu kompensieren: Das Glück des Kindes wird ihr Glück. Es kommt zu einer Verschmelzung zwischen Eltern und Kind, was letztlich die angemessene psychosoziale Ent wicklung der Kleinen verhindert. Vor allem fehlen ihnen Empathie, Gewissen und Konfliktfähigkeit.
Bild: Getty Images
Michael Winterhoff, den Alarmismus über die verzogene Jugend gibt es seit Menschen gedenken. Was ist diesmal anders?
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Immer mehr Kinder und Jugendliche leben rein lustorientiert und erwarten, dass man sich auf sie einstellt, sagt Michael Winterhoff.
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Was müssen die Eltern tun, damit diese Eigenschaften sich entwickeln können?
Die emotionale-soziale Psyche entwickelt sich am Gegenüber. Das beginnt bei der Geburt und entwickelt sich im Idealfall sukzessive weiter. Ein grosser Sprung passiert mit zweieinhalb Jahren, wo die Selbstbildung abgeschlossen sein sollte, das Kind also weiss: Ich bin ein Mensch, du bist ein Mensch. Ab dann erkennt es Vater, Mutter, Erzieher und orientiert sich an den Reaktionen der Erwachsenen, sodass ein Fünfjähriger ganz klar weiss, was richtig und falsch, was gut und schlecht ist. Aber soweit kommen die meisten gar nicht, sagen Sie. Warum?
Es gibt zwei ganz unterschiedliche Reaktionsweisen nach aussen: auf Menschen und auf Gegenstände. Wenn mich eine Person anspricht, entscheide ich, ob und wie ich reagiere. Stosse ich mich an einer Kante, entscheide ich nichts, da reagiere ich reflexartig mit Schmerz. Wenn Eltern in eine Symbiose mit ihrem Kind rutschen, befinden sie sich ihm gegenüber im Gegenstandsmodus. Sie reagieren reflexartig auf das Verhalten des Kindes. Wenn es jammert, ist das wie Armschmerzen. Also bekommt es, was es will, damit Ruhe ist – ohne dass den Eltern diese Mechanismen jedoch bewusst wären. Ihre Aufgabe ist also, dies zunächst mal den Eltern klar zu machen. Sind die denn immer gleich einsichtig?
Nein. Die meisten sind felsenfest davon überzeugt, dass sie mit ihrem Kind kein Problem haben, dass sie alles gut machen. Sie können nicht verstehen, warum es in der Schule den Unterricht stört oder nicht auf den Lehrer hört. Ich muss also immer zuerst mit ihnen herausarbeiten, wo das Problem liegt. Und wie schwierig ist das?
Die Herausforderung liegt darin, den Eltern klarzumachen, wie dieser Mechanismus funktioniert. Aber da habe ich mittlerweile einige Erfahrung. Es sind ja meist Leute, die mitten im Leben stehen, die diese gesellschaftlichen Mechanismen auch selbst wahrnehmen. Wie sieht es in anderen Ländern aus? Etwa in der Schweiz?
In der Schweiz ist die Lage noch nicht so schlimm – man erkennt noch klar, was eine Fehlentwicklung ist und was nicht. In Deutschland hingegen ist die Fehlentwicklung bereits zur Normalität geworden. Grundsätzlich aber findet sich
Kinder psychiater und Autor Michael Winterhoff (60) ist Kinder- und Jugendpsychiater mit einer eigenen Praxis in Bonn. Seit 2008 hat der Deutsche mehrere Bücher verfasst, das jüngste heisst «SOS Kinderseele» und beschäftigt sich mit der Frage, weshalb es so viele Kinder gibt, die sich emotional und sozial nicht richtig entwickeln. Winterhoff ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Michael Winterhoff: «SOS Kinderseele», C. Bertelsmann Verlag, bei Ex Libris für Fr. 21.50
dieses Problem in allen Wohlstandsländern, einfach in unterschiedlicher Ausprägung. Eine Ausnahme ist Frankreich, weil dort die Kinder schon früh ausser Haus betreut werden – in einem System, das stark auf die Beziehung zu den Lehrern setzt.
Deutschland 70 Prozent Schulabgänger haben, die nicht arbeitsfähig sind. Und hier noch eine andere Zahl: 1993 wurden in Deutschland 36 Kilogramm Ritalin verordnet, 2010 1,8 Tonnen. Jedes zweite Kind ist vor der Einschulung schon in irgendeiner Form von Behandlung.
Sie diagnostizieren diese Entwicklung bei rund 50 Prozent der deutschen Jugendlichen, aber was ist mit den anderen? Haben die einfach bessere Eltern?
Was aber kann man tun? Werdende Eltern in Erziehungskurse stecken?
Ja. Das Problem ist aber, dass jetzt auch die Schulsysteme kippen. Das war eigentlich das Hauptmotiv für mein Buch. Kindergarten und Grundschule entwickeln sich immer mehr weg von Beziehungen. In Deutschland nennt man das lernzentrierten Unterricht. Eine fatale Entwicklung, weil sich auch in der Beziehung zum Lehrer die emotionalesoziale Psyche des Kindes entwickelt. Aber hier in den Kindergärten ist heute alles offen und frei, es gibt nur noch Räume: Toberaum, Bastelraum, Café. Die Lehrer sind lediglich Coaches im Hintergrund. Verkauft wird das als hoch wertvoll, aber es ist fatal. So wird die durch die Eltern verursachte Fehlentwicklung bei den Kindern nicht nur nicht korrigiert, sondern sogar noch verstärkt. Aber es gibt ja noch die anderen 50 Prozent, die mit all dem offenbar irgendwie klar kommen.
Noch, aber es wird immer schlimmer. Ich erwarte, dass wir in drei Jahren in
Man muss die Erwachsenen dazu bringen, dass sie die permanente Überforderung in der heutigen Zeit wahrnehmen. Und sich auf das Experiment einlassen, etwas zu tun, das Ruhe in den Alltag bringt. Zum Beispiel Waldspaziergänge. Waldspaziergänge?
Richtig. Man geht alleine los, Handy abgeschaltet, Hund zu Hause, ohne ein bestimmtes Ziel. Beim ersten Mal muss man sich vier bis fünf Stunden Zeit dafür nehmen, nur dann passiert etwas. Die Gedanken beruhigen sich, man ruht wieder in sich und realisiert, wie angespannt man vorher war. Man kann reale Probleme plötzlich mit einer gewissen Distanz anschauen und kommt auf ganz andere Lösungsmöglichkeiten. Und das alles aufgrund eines mehrstündigen Waldspaziergangs?
Das ist der Einstieg. Es braucht vier weitere Spaziergänge von zwei bis drei Stunden, um die Symbiose zum Kind zu lösen. Und wem es um Lebensqualität geht, der baut diese Spaziergänge
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regelmässig in seinen Alltag ein. Man muss etwas für sich tun, um psychisch gesund zu bleiben. Ich gehe alle zwei Wochen ein paar Stunden in den Wald. Es kann aber auch ein anderer Ort der Ruhe sein, eine Kirche. Oder Yoga. Bei den meisten Ihrer Patienten lässt sich die Störung dann beheben?
Entwicklungsstörungen lassen sich nicht therapieren, die verschwinden nur durch eigenes Erleben. Ich berate die El tern, wie sie aus der Beziehungsstörung herauskommen und wie sie sich dann verhalten müssen, damit das Kind das erfährt, was ihm fehlt für die psychische Reifeentwicklung. Das funktioniert auch mit Jugendlichen in relativ kurzer Zeit.
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Also doch Informationsveranstaltungen für werdende Eltern?
Ich würde mir eine Vorschule wünschen mit kleinen Klassen und einer engen Beziehung zu einem Lehrer, der sie an leitet. Das würde automatisch zu jener Nachreife führen, die im Elternhaus nicht stattfindet. Mir scheint aber, wir müssen das alles als gesamtgesellschaft liches Problem anpacken. Mein nächs tes Buch wird sich damit befassen. Ein Beispiel: Der VWKonzern hat vor eini gen Jahren den Mitarbeitern um 18 Uhr ihre Mobiltelefone abgeschaltet, damit sie Feierabend machen und nicht bis tief nachts noch ihre Geschäftsmails beant worten. Sowas müsste es mehr geben, damit uns das digitale Zeitalter nicht überrollt. Es geht mir aber nicht um Panikmache, und ich bin auch kein Pes simist: Wir können die Probleme lösen, wenn wir verstehen, worin sie wurzeln. Wie war das eigentlich für Ihre Kinder, mit einem Kinderpsychiater aufzuwachsen?
Ich habe die beiden Rollen immer klar getrennt. Unsere Kinder sind auch in einer Zeit aufgewachsen, wo es die aktu ellen Probleme noch nicht gab. Es kann höchstens sein, dass andere Eltern ihre Kinder ein bisschen ferngehalten haben, weil sie befürchteten, sie würden bei uns im Haus dann gleich analysiert. (lacht) Interview: Ralf Kaminski Bild: Christoph Papsch
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
PREISPOLITIK | 33
«Das meiste beziehen wir von hier»
Migros-Marketingchef Hansueli Siber erklärt, welche Produkte durch den starken Franken günstiger werden und weshalb die Migros vor allem auf Produkte aus der Schweiz setzt. Hansueli Siber, durch die Aufhebung der Euro-Untergrenze kann die Migros Produkte im Euroraum günstiger einkaufen. Wann spüren die Kunden das im Laden?
Sobald wir unsere Produkte günstiger einkaufen können, geben wir die Vorteile an unsere Kunden weiter. Das ist das Migros-Prinzip. Bei der letzten Frankenstärke 2011 bestätigte uns der Preisüberwacher, dass wir nicht nur die Währungsgewinne weitergegeben, sondern darüber hinaus die Preise gesenkt haben. Konkret: Welche Produkte werden günstiger?
Die meisten Produkte, die heute in den Läden und in unseren Verteilzentralen sind, haben wir vor Wochen oder sogar vor Monaten eingekauft – zum alten Eurokurs. Am schnellsten wird die Veränderung bei Früchten und Gemüse aus dem Euroraum spürbar sein, weil wir diese kurzfristig einkaufen und wöchentlich wechselnde Preise haben. Ab dieser Woche sind die Preise von importierten Früchten und Gemüse um 10 bis 30 Prozent günstiger. Wie erklärt sich diese grosse Bandbreite?
Nebst dem Wechselkurs haben noch andere Faktoren einen Einfluss auf den Preis. Am wichtigsten sind die verfügbaren Mengen: Wenn zu viel Ware auf dem Markt ist, wird sie günstiger, wenn sie knapp ist, werden die Preise höher. Wie viele Produkte beschafft die Migros überhaupt aus dem EU-Raum?
Den mit Abstand grössten Teil der Ware beziehen wir von unseren eigenen Migros-Industriebetrieben in der Schweiz oder direkt von der Schweizer Landwirtschaft. Wenn unsere Industriebetriebe Rohstoffe, die sie im Ausland beschaffen und in der Schweiz verarbeiten, zu günstigeren Konditionen einkaufen können, geben wir selbstverständlich auch diese Vorteile weiter. Der Anteil, den wir in Euro bezahlen, liegt im einstelligen Prozentbereich. Und was ist mit Markenartikeln, die wir aus dem Euroraum beziehen, aber bei Schweizer Importeuren in Schweizer Franken bezahlen müssen? Hier ergeben sich nun ja auch Währungsvorteile.
Das ist richtig, und wir werden uns wie schon in der Vergangenheit bei unseren Lieferanten mit aller Vehemenz dafür einsetzen, dass diese Währungsvorteile an uns weitergegeben werden. Die Partner müssen verstehen, dass wir im Gegensatz zu früheren Verhandlungsrunden weder Verständnis noch Zeit haben und auch nicht bereit sind, Gegenleistungen zu erbringen. Unsere Einkäuferinnen und Einkäufer lassen sich nicht mit fadenscheinigen Argumenten vertrösten. Wir sind nicht auf dem Basar! Welche Argumente bringen die Markenartikel-Multis denn vor?
Sie verweisen beispielsweise auf ihre Niederlassungen, die sie in der Schweiz betreiben. Vor 30 Jahren hatten diese eine gewisse Legitimität, weil der Handel noch nicht so international war. Heute dienen die Niederlassungen in erster Linie dazu, die hohe Kaufkraft der Schweizer abzuschöpfen. Tröstlich ist, dass wir von einem relativ geringen Beschaffungsvolumen sprechen: 80 Prozent des Migros-Sortiments sind Eigenmarken, 75 Prozent unserer Lebensmittel kommen aus der Schweiz. Beides wird von unseren Kunden ganz besonders geschätzt. Das heisst auch, dass der Effekt auf die Preise durch den starken Franken nicht so gross ist. Machen Sie sich keine Sorgen, dass der Einkaufstourismus weiter angeheizt wird?
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, Nachhaltigkeit, unser soziales und ökologisches Engagement, Regionalität, unsere Eigenmarken, die wir selber in der Schweiz herstellen: Das sind alles Gründe, weshalb unsere Kunden Tag für Tag der Migros ihr Vertrauen schenken. Wir halten an diesen Werten fest und bauen unsere Anstrengungen laufend aus. Der Umsatz mit dem bereits vor 15 Jahren lancierten «Aus der Region. Für die Region.»-Programm lag im letzten Jahr bei über 870 Millionen Franken; da müssten wir über 24 Jahre lang Haarpflegeprodukte von Markenherstellern verkaufen, um dem Thema eine ähnlich grosse Bedeutung zu geben.
Interview: Daniel Sidler Die aktuellen Preisabschläge auf Seite 5.
Migros-Marketingchef Hansueli Siber: «80 Prozent des Migros-Sortiments sind Eigenmarken.»
Das fordert die Migros für ihre Kunden Für gewisse internationale Markenartikel wie Nivea zahlt die Migros Einstandspreise, die höher sind als die Ladenpreise in Deutschland. Denn die Migros muss diese Produkte zwingend bei den Schweizer Ablegern solcher internationaler Konzerne in Schweizer Franken beschaffen – zu überhöhten Preisen. Betroffen von dieser Kaufkraftabschöpfung sind auch viele KMU, Wirte und Hoteliers, die sich in einem Komitee für faire Importpreise zusammengeschlossen haben. Im Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten unterstützt die Migros gemeinsam mit den KMU einen neuen Anlauf im Parlament, um dieser Praxis einen Riegel zu schieben.
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Severin Steinmann repariert ein Maschinenteil direkt an der Werkbank.
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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Der MaschinenDoktor
Polymechaniker Severin Steinmann repariert und wartet die Produktionsanlagen der Midor AG. Handarbeit ist dabei genauso gefragt wie der Umgang mit computergesteuerten Maschinen.
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as Fasnachtschüechli zählt gemäss «Blick am Abend» zu den zehn Gründen, ein Migros-Kind zu sein: «Besser knuspern geht nicht», heisst es. Solche Meldungen erfüllen die Mitarbeitenden der Midor, des ältesten M-Industrieunternehmens überhaupt, natürlich mit Stolz. Zu ihnen gehört auch Severin Steinmann. Er ist einer der 25 Lernenden, die derzeit in der Midor in Meilen ZH in acht verschiedenen Berufsgattungen ihre Ausbildung machen. Severin hat sich für eine Lehre als Polymechaniker entschieden und steht nun im dritten Lehrjahr. «Ich habe immer gerne an meinem Velo herumgebastelt», erinnert sich der junge Mann. Als in der Sekundarschule der nationale Zukunftstag angekündigt wurde, kam Severin Steinmann etwas unter Druck. Er wusste nicht, welchen beruflichen Weg er einschlagen sollte. Ein Bekannter machte den in Stäfa ZH wohnhaften Schüler auf die Midor aufmerksam. «Was ich dann dort gesehen habe, hat mich gleich fasziniert», sagt Severin heute. «All die Maschinen und Förderbänder, die zum Teil durch mehrere Räume ziehen – einfach toll.» Nach diesem bleibenden Eindruck bewarb er sich nach einer Schnupperlehre bei dem auf die Produktion von Biscuits und Glaces spezialisierten Unternehmen.
Drehen, Fräsen und Bohren will gelernt sein Polymechaniker sind in einem Unternehmen wie der Midor täglich gefordert, sind doch diverse Anlagen Eigenentwicklungen. Im Produktionsalltag zeigt sich oft, was noch verbessert, wo eine Anlage noch optimiert werden kann.
Diese Ideen nach Entwürfen der Ingenieure umzusetzen, dafür sind Severin Steinmann und seine Kollegen zuständig. Das Herz der Anlage, auf der die bekannten Fasnachtschüechli produziert werden, ist eine solche Eigenkonstruktion. Ihre Produktionslinien zeichnen sich durch einige Betriebsgeheimnisse aus, die auf findige Maschinenbau-Ingenieure und innovative Mitarbeiter der Midor zurückgehen. 120 Kilogramm Teig werden alle sieben Minuten frisch gefertigt und hauchdünn ausgewallt. Eine Ausstechwalze stanzt runde Teiglinge aus, die kurz durch das heisse Ölbad schwimmen und anschliessend auf einem Gitterband auskühlen. Manche mögen Fasnachtschüechli am liebsten, wenn sie noch leicht warm sind. Severin, der sich schmunzelnd als «typischer Allesesser» bezeichnet, schätzt die Chüechli sehr: «Aber auch die Chocolat Petit-Beurre und die Blévita zählen zu meinen Favoriten.» Die Fertigung von Ersatzteilen und Werkzeugen gehört zur Grundausbildung des Lernenden. «In den ersten beiden Jahren habe ich Drehen, Fräsen und Bohren gelernt», erinnert sich Sevi, wie er im Betrieb gerufen wird. Neben der eigentlichen Handarbeit gilt es auch, mithilfe von Computern und Grafikprogrammen Maschinen für die Herstellung von Ersatzteilen zu programmieren. «Ich zeichne eine Skizze und ergänze sie mit den geforderten Angaben», sagt der 19-Jährige. Den Hauptteil seiner vierjährigen Ausbildung zum Polymechaniker bringt Severin Steinmann in der BackwarenAbteilung zu, und dort ist gerade Not am
Mann.Eine der vier Produktionsstrecken für die beliebten Fasnachtschüechli ist defekt. «Wenn eine Maschine nicht läuft, geht das schnell ins Geld», sagt der Lernende, nachdem er sich vom Innenleben der Anlage einen Überblick verschafft hat. «Es kann etwas stressig werden, wenn das benötigte Ersatzteil nicht an Lager ist. Aber wir können ja zum Glück einen Grossteil der Teile selber herstellen», erklärt er. Mit der nun defekten Welle geht es in die grossräumige Werkstatt.
Bald startet die Weiterbildung zum Ingenieur Um einen möglichst reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, werden die Anlagen in regelmässigen Abständen gewartet. «Bei den Revisionen kann ich zwei Wochen an einer Maschine arbeiten», sagt der passionierte Sportler, der sich fast täglich im Kraftraum fit hält und im Winter gerne Ski fährt. «Jeder Mechaniker ist für zwei Produktionslinien in unserem Betrieb verantwortlich, und ich unterstütze sie dabei», erklärt Severin Steinmann. Er schätzt die Selbstständigkeit, die solche Revisionsarbeiten mit sich bringen. «Ich kann mir die Zeit für die Arbeiten selber einteilen.» Für den Berufsmittelschüler steht schon heute fest, dass er sich nach dem Lehrabschluss im nächsten Jahr weiterbilden will. «MaschinenbauIngenieur interessiert mich sehr, aber vielleicht gehe ich auch eher in Richtung Umwelt-Ingenieur. Da bin ich mir noch nicht so sicher. Als Polymechaniker hat man viele Optionen.» Text: Marc Bodmer Bilder: Christian Schnur
IN KÜRZE
Biscuits und Eiscreme Die Midor AG gehört seit 1928 zur Migros und ist damit das älteste aller M-Industrieunternehmen. An ihrem Standort in Meilen am Zürichsee werden die bekannten Migros Biscuitsund Eiscreme-Köstlichkeiten hergestellt. Saisonal sind auch die beliebten Fasnachtschüechli im Sortiment. Das Unternehmen beschäftigt 650 Mitarbeitende. Im Ausland sind die Feingebäcke der Midor ebenso gefragt und werden in über 30 Ländern auf fünf Kontinenten verkauft.
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Heinz Lang, Chef Midor AG
«Der einfachste Weg für eine Karriere ist eine überdurchschnittliche Leistung»
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Heinz Lang, was leistet die Midor für den Ausbildungsplatz Schweiz? Die Midor bietet Lehrberufe in acht verschie denen Bereichen an und hat heute insgesamt 25 Lernende im Betrieb. Zudem bauen wir das Angebot an Lehrstellen und Lehrberufen aus. So zum Beispiel mit einem Koch und einem Automatiker. Aus welchen Gründen soll ein Jugend licher bei der Midor eine Berufsausbildung absolvieren? Neben den überaus verlockenden Köstlich keiten bei Glaces und Biscuits sind es natürlich die sehr professionelle Unterstützung durch unsere Ausbildner und die unterstützenden Strukturen und Prozesse im Betrieb. Zum Beispiel erhalten unsere Lernenden mit Pro jektwochen oder internen Ausbildungen neben der fachlichen Ausbildung auch eine Förderung ihrer Sozialkompetenz. Als ältestes Unternehmen der MIndustrie sind wir immer noch ein Vorbild im Lehrlingsbereich und daher wohl auch als Unternehmen selber so jung geblieben. Welche Aufstiegsmöglichkeiten bietet die Midor ihren Lernenden nach der Grundausbildung? Ergänzend zur Ausbildung sind wir natürlich auch immer engagiert, unsere guten Lernenden mit einer Festanstellung und einer Entwicklungsplanung bei uns in der Midor zu halten. So ist schon manch interessante MidorKarriere in Gang gekommen. Der einfachste Weg für eine Karriere ist wie in allen Unternehmen eine überdurchschnittliche Leistung.
1 Frisch gebacken und mit perfektem Aussehen fahren die Fasnachtschüechli Richtung Puderzuckerstreuer. 2 Mit Puderzucker bestreut und halb verpackt gelangen die Gebäcke dann zum letzten Produktionsschritt. 3 Am Ende des Herstellungs prozesses gehts in der typisch bunten Folie die Rutschbahn hinunter. 4 Severin Steinmann macht sich nach getaner Arbeit zufrieden auf den Heimweg.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
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Bekannt im ganzen Land: In der schrillen Verpackung sind die Fasnachtschüechli in den Migros-Filialen nicht zu übersehen.
Süsse Sünden
Mit ihren Fasnachtschüechli ist die Migros Marktleaderin in der Schweiz. Das Kultgebäck, das nicht nur närrischen Naschkatzen so manche süsse Sünde wert ist, gibt es traditionell immer nur bis zum Morgestraich. Text: Anette Wolffram
Bild: Yves Roth
Styling: Marlise Isler
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VON UNS. VON HIER.
SERIE
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Ursprünglich wurden die Chüechli in Pergaminpapier verpackt. Das historische Foto stammt aus den 50er-Jahren.
Von uns. Von hier. Teil 3 Vom Kultabwaschmittel über den Schokoriegel bis zum bekannten Eistee. Diese Woche: Fasnachtschüechli
IN ZAHLEN
1935
waren erstmals Fasnachtschüechli in der Migros erhältlich.
18 000 000
Chüechli wurden 2013 verkauft. Die Menge entspricht einem Gesamtgewicht von 700 Tonnen.
NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
DIE ANEKDOTE (1)
«Wir trugen Masken und rote Nasen» «Während der Arbeit haben wir viel gesungen», erinnert sich die pensionierte MidorMitarbeiterin Martha Bleiker*. «Und in der Pause haben wir auch mal Cervelat und Pizza durch die Produktionsanlage laufen lassen. Das würde heute keiner mehr erlauben. Bei uns arbeiteten viele Italienerinnen, und eine Pizza war noch etwas Besonderes. Weil wir Schweizer Frauen das gar nicht kannten. In der Fasnachtszeit ging es auch lustig zu. Wir trugen Masken, rote Nasen, und überall hingen Ballons und Luftschlangen.» * Martha Bleiker (68) aus Männedorf ZH war 38 Jahre lang in der Chüechliproduktion tätig.
19
80 000
Eier von Hühnern aus Bodenhaltung werden an einem einzigen Produktionstag verarbeitet.
38
Tage beträgt die Haltbarkeit der Fasnachtschüechli.
Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehören auch die Fasnachtschüechli.
D
er alte Brauch des Chüechlibackens in der närrischen Zeit bewog die Migros im Jahr 1935 dazu, den Kunden selbstproduzierte Fasnachtschüechli anzubieten. Die Herstellung erfolgte bei der Produktions AG (heute Midor AG) in Meilen. Damals wie heute sind die beliebten Chüechli als saisonale Spezialität jeweils ab Ende Dezember bis zum Ende der Fasnacht in der Schweiz, also bis zur Basler Fasnacht, erhältlich. Mit dem Morgestraich, der heuer am 23. Februar stattfindet, wird demnach die Produktion wieder eingestellt. Früher wallten Mitarbeiterinnen den Teig per Hand aus und zogen ihn übers Knie, bevor er in einzelnen Pfannen über Gasflammen gebacken wurde. In den Kriegsjahren musste die Herstellung unterbrochen werden, weil wegen der allgemeinen Ölrationierung kein Speiseöl zur Verfügung stand. Als 1946 die Fertigung wiederaufgenommen wurde, liess die Firmenleitung eine Nudelmaschine
zweckentfremden, um den Teig zu verarbeiten. Zehn Jahre später bewilligte die Migros dem Unternehmen einen Kredit für die Konstruktion einer Chüechlimaschine.
Das Herstellungsverfahren ist Betriebsgeheimnis Heute werden an einem Tag rund 900 000 Chüechli hergestellt. Dafür verarbeitet die Midor AG 9 Tonnen Weizenmehl, 4 Tonnen Eier, 8,5 Tonnen Sonnenblumenöl und 3,5 Tonnen Staubzucker sowie Salz, Joghurt und Kirsch in kleineren Mengen. Damit die Form, die Blasenbildung und die Knusprigkeit immer gleich herauskommen, muss der Fabrikationsprozess genau kontrolliert werden. Die Zutaten sind seit Jahrzehnten gleich, während das Verfahren selbst im Zuge der Modernisierung der Produktionsanlagen und der Fortschritte in der Backtechnologie weiterentwickelt wurde. Es ist ein Betriebsgeheimnis.
Bilder: Joseph Khakshouri, Christian Schnur, zvg
Personen arbeiten heutzutage in der Produktion der Chüechli, meist langjährige Mitarbeiter. Als noch von Hand eingepackt wurde, waren es 50.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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DIE ANEKDOTE (2)
«Die Reinigung der Anlage dauert zwei Monate» «Bis 1982 haben wir von Hand eingepackt, dann kam die erste Verpackungsma schine», weiss Ruedi Zeller* zu berichten. «Jeweils nach dem Ende der rund zwei monatigen Produktion wurden alle Maschinen auseinandergenommen, und jedes Einzelteil wurde in einem 80 Grad warmen Laugenbad eingeweicht, um das Öl zu entfernen. Allein die Reinigung aller Teile nimmt zwei Monate in Anspruch. Der Aufbau der gesamten Anlage dauert nochmals einen Monat.» * Ruedi Zeller (61) aus Benken SG arbeitete von 1978 bis zu seiner Pensionierung im Mai 2014 als Unterhaltsmechaniker in der Chüechliproduktion.
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Bild und Styling: Veronika Studer
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten Pro Person ca. 9 g Eiweiss, 23 g Fett, 31 g Kohlenhydrate, 1550 kJ/370 kcal
Rezept
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
SERIE
Kaffeekultur Teil 4
Bild: National Geographic
Die faszinierende Welt des Kaffees vom Anbau in Südamerika bis zur Swiss Coffee Championship. Heute: Von der Plantage zur Migros-Filiale.
Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu gehört auch ein grosser Teil des Kaffeesortiments.
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Eine kleine Bohne erobert die weite Welt Bevor der Kaffee im Regal der Migros landet, hat er viele Schritte zu durchlaufen. Die meisten Bohnen kommen aus Brasilien.
Brasilien ist der grösste Kaffeeproduzent der Welt.
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KAFFEE
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1. ANBAUGEBIETE
Der Kaffeegürtel Das Anbaugebiet des Kaffees umfasst über 70 Länder im sogenannten Kaffeegürtel. Dieser erstreckt sich vom Äquator aus bis zu 25 Breitengrade in nördliche und südliche Richtung. In diesem Gürtel herrscht das notwendige humid-trockene Wechselklima für den Kaffeeanbau. Neben einem nährstoffreichen Boden bedarf es anhaltend hoher Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad, ausreichend Luftfeuchtigkeit und mindestens 1500 mm Niederschlag pro Jahr.
2. ERNTE
Handarbeit Zu jeder Jahreszeit wird irgendwo auf der Welt Arabica oder Robusta geerntet. Dazu gibt es verschiedene Methoden: Beim Stripping werden alle Kirschen – ob unreif, reif oder überreif – in einer Bewegung abgestreift, beim Picking nur die reifen Kirschen abgelesen. Die Picking-Methode bringt die höchste Qualität mit sich, ist aber auch mit dem höchsten Aufwand verbunden, da die Bauern und Erntehelfer die Bäume mehrere Male ablaufen müssen. Grosse Plantagen setzen Maschinen ein, die die Äste kämmen.
Kaffeepflanze
Die immergrüne Coffea wächst als Strauch oder Baum und kann bis 15 Meter hoch werden. Um die Pflückung zu vereinfachen, wird sie auf den Plantagen auf eine Höhe von 2,5 Metern gestutzt. Von der Blüte bis zur Kaffeekirsche dauert es je nach Sorte sechs bis zehn Monate.
3. TRANSPORT
Die Verschiffung Oftmals unterschätzt, aber immens wichtig: Die trockene und gekühlte Verschiffung des Rohkaffees ist ein entscheidender Faktor für die Qualität der Kaffeebohne. Bei unsachgemässer Lagerung kann Schimmel auftreten, der die Qualität signifikant beeinträchtigt. Bevor der Kaffee in Birsfelden in die Silos kommt, werden Proben gezogen und wird vor Ort entschieden, ob der Kaffee die Qualitätsansprüche erfüllt.
NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
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6.– statt 7.50
1.75 statt 2.20
Französischer Nusskäse per 100 g, 20% günstiger
M-Classic Pouletbrust, hauchdünn geschnitten Brasilien, 187 g
11.70 statt 14.70
1.35 statt 1.70
2.90 statt 3.65
Grana Padano gerieben im 3er-Pack 3 x 120 g, 20% günstiger
Anna’s Best Pasta im 3er-Pack 20% günstiger, z.B. Ravioli Tomaten-Mozzarella, 3 x 250 g
Schweinsbraten von der Schulter, TerraSuisse per 100 g, 20% günstiger
3.90 statt 5.60
Optigal Poulet-Minifilet Schweiz, per 100 g, 20% günstiger
RABATT AUF VIELE 40%
3.10 statt 5.20
M-Classic Schweinsfilet Schweiz, per 100 g
40%
7.10 statt 11.85
M-Classic Schweinswürstli Schweiz, 3 x 2 Paar, 600 g
30%
6.90 statt 9.90
Swiss Beef Chips im Duo-Pack 2 x 77 g
ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 27.1. BIS 2.2.2015, SOLANGE VORRAT
33%
9.– statt 13.50
Optigal Pouletflügel Schweiz, z.B. Nature, per kg
11.70 statt 14.70
Anna’s Best Pizza Lunga im 3er-Pack 20% günstiger, z.B. Prosciutto/Mozzarella, 3 x 210 g
5.70 statt 7.20
Anna’s Best Karottensuppe oder Pesto Basilico im Duo-Pack 20% günstiger, z.B. Karottensuppe, 2 x 500 ml
1.65 statt 2.10
Fasnachtschüechli Mini 90 g, 20% günstiger
MIGROS-PRODUKTE. 2.60 statt 3.30
2.05 statt 2.60
M-Classic Joghurt 6 x 180 g 20% günstiger, z.B. Schokolade
50%
3.80 statt 7.60
Anna’s Best Orangensaft 2 Liter
3.90 statt 4.40
Alle Sirup in PET-Flaschen 75 cl oder 1,5 Liter beim Kauf ab 2 Stück, jedes –.50 günstiger, z.B. Himbeer, 1,5 Liter
Alle Crème Fraîche 20% günstiger, z.B. Nature, 200 g
1.80 statt 2.30
Alle M-Classic Kleinbrote abgepackt 20% günstiger, z.B. Mini-Sandwiches, 300 g
2.95 statt 3.70
Alle Favorit Konfitüren 20% günstiger, z.B. Erdbeerkonfitüre, 350 g
6.15 statt 7.70
Alle Kaffees Bohnen oder gemahlen, UTZ 20% günstiger, z.B. Exquisito gemahlen, 500 g
VIELE MIGROS-PRODUKTE IN AKTION.
1.20 statt 1.50
Alle M-Classic Teigwaren 20% günstiger, z.B. Hörnli gross, 500 g
33%
3.80 statt 5.70
Aproz im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter z.B. Classic
50%
10.50 statt 21.05
Frey Napolitains assortiert im 1-kg-Beutel, UTZ
30%
10.20 statt 14.60
M-Classic Chäschüechli im Duo-Pack tiefgekühlt, 2 x 12 Stück, 2 x 840 g
40%
3.60 statt 6.–
M-Classic Chips Nature oder Paprika im XL-Beutel z.B. Paprika, 400 g
30%
8.15 statt 11.70
Frey Tafelschokoladen à 100 g im 6er-Pack, UTZ z.B. Noxana, 6 x 100 g
ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 27.1. BIS 2.2.2015, SOLANGE VORRAT
30%
2.15 statt 3.10
M-Classic Senf, Mayonnaise oder Tartare im Duo-Pack z.B. Mayonnaise, 2 x 265 g
2.80 statt 3.40
Alle Tradition Biscuits beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. Cremisso, 175 g
4.60 statt 5.80
Bärentatzen 760 g, Nuss-Stengeli 1 kg oder Butter-Sablés 560 g 20% günstiger, z.B. Bärentatzen, 760 g
17.45 statt 23.30
Gesamtes Zoé Sortiment 25% günstiger, z.B. Effect Advanced Night Care, 50 ml, gültig bis 9.2.2015
33%
5.90 statt 8.85
50%
Alle Candida Produkte in Mehrfachpackungen z.B. Zahnpasta Fresh Gel im 3er-Pack, 3 x 125 ml, gültig bis 9.2.2015
19.75 statt 39.50
8.95 statt 11.20
Yvette Feinwaschmittel flüssig 20% günstiger, z.B. Black, 2 Liter, gültig bis 9.2.2015
50%
Total Waschmittel in 5-Liter-Flaschen z.B. 1 for all, gültig bis 9.2.2015
24.10 statt 48.20
Total Waschmittel Color oder Classic im XXL-Sparpack 7,5 kg, gültig bis 9.2.2015
DIE MIGROS-INDUSTRIE UND IHRE PRODUKTE. Milch, Milchgetränke, Joghurt, Frischkäse, Saucen, Mayonnaise. Mitarbeitende: 580
Kaffee, Kaffeekapseln, Trockenfrüchte, Gewürze, Nüsse. Mitarbeitende: 330
Ice Tea, Fruchtsäfte, Fertiggerichte, Kartoffelprodukte und Produkte aus Früchten. Mitarbeitende: 860
Frischfleisch, Fisch, Charcuterie, Geflügel. Mitarbeitende: 2800
Brote, Backwaren, Patisserie, Teigwaren. Mitarbeitende: 3280
Raclette Raccard, Gruyère AOP, Appenzeller, Fondue. Mitarbeitende: 260
Mineralwasser, Sirup, Fruchtsäfte. Mitarbeitende: 120
Biscuits, Blévita, Glace, Dessertpulver, Fasnachtschüechli, Apérogebäcke. Mitarbeitende: 630
Pflegeprodukte, Kosmetikwirkstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel, Margarinen und Speisefette. Mitarbeitende: 730
Trockenreis, Risottoreis, Milchreis, Spezialitätenreis. Mitarbeitende: 24
Schokolade, Kaugummi. Mitarbeitende: 900
NOCH MEHR SPARMÖ 10.90 statt 12.90
19.80 statt 25.35
Rosen, Fairtrade verschiedene Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 20 Stück, 15% günstiger
16.90
Phalaenopsis multiflora mit 2 Rispen im 12-cm-Topf, pro Pflanze
6.– statt 7.50
Alle Tulpen verschiedene Farben, 20% günstiger, z.B. M-Classic, Bund à 10 Stück
Pelican Crevetten Tail-on gekocht tiefgekühlt, 750 g, 20% günstiger
1.40 statt 1.80
Weissmehl, TerraSuisse 1 kg, 20% günstiger
1.75 statt 2.20
Gesamtes M-Classic Tierprodukte-Sortiment 20% günstiger, z.B. Meisenknödel, 6 Stück, 540 g
ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 27.1. BIS 2.2.2015, SOLANGE VORRAT
3.10 statt 3.90
Alle M-Classic Teigplätzli tiefgekühlt, 20% günstiger, z.B. Käse-Plätzli, 6 Stück, 360 g
1.10 statt 1.50
Alle Bon Chef Beutel- oder Instantsuppen beim Kauf ab 2 Stück, jedes –.40 günstiger, z.B. Fleischkügeli mit Fideli, 74 g, Beutel
GLICHKEITEN. Eine Million ÜberraschungsPakete für Sie.
50%
Alle Cucina & Tavola Essbesteck-Serien, Küchenmesser und Scheren sowie Victorinox Küchenmesser gültig bis 9.2.2015
40%
6.85 statt 11.45
M-Classic Pouletgeschnetzeltes im Duo-Pack tiefgekühlt, 2 x 350 g
20%
5.40 statt 6.80
Alle Kellogg’s Produkte z.B. Choco Tresor, 600 g
Nur noch bis 9.2.2015
9.30 statt 11.70
M-Classic Champignons oder Mischpilze im 3er-Pack 3 x 200 g, 20% günstiger, z.B. Mischpilze
50%
4.80 statt 9.60
Gesamtes Migros Topline Sortiment z.B. Shaker, 0,5 Liter, gültig bis 9.2.2015
Pro 20 Franken Einkaufswert gibt es bis zum 9.2.2015 an jeder Migros-Supermarkt-Kasse einen Sticker (max. 10 Sticker pro Einkauf, solange Vorrat). Das volle Sammelheft kann bis zum 9.2.2015 in allen Migros-Filialen gegen ein Paket mit Produkten des täglichen Bedarfs im Wert von ca. 20 Franken eingetauscht werden. Angebot nur solange Vorrat. Weitere Infos aufwww.vonuns-vonhier.ch.
DAS GROSSE . N E G Ü N G R E V SPAR 39.90 statt 49.90
Alle Sonnen- und Lesebrillen (inkl. melectronics, ohne SportXX), 20% günstiger, z.B. Polaroid Sonnenbrille, Metall
12.90
Diverse Damen Feinstrumpfartikel in Mehrfachpackungen z.B. Strumpfhosen im 10er-Pack
79.–
Saxoline Reisetrolleys erhältlich in diversen Sujets, z.B. Reisetrolley New York, 2-Rad, 49 cm
12.90
Diverse Herren Socken in Mehrfachpackungen erhältlich in verschiedenen Farben, z.B. Herren Socken im 5er-Pack
6.90
3 für 2
37.60 statt 56.40
Alle Pampers Windeln (ohne Megapack), gilt für 3 Produkte mit identischem Preis, z.B. Baby-Dry 3, 3 x 48 Stück, gültig bis 9.2.2015
4.20 statt 5.70
Diverse Baby und Kinder Strumpfwaren z.B. Baby Rasselsocken, Gr. 10/14 bis 23/26
Gesamtes Secure Hygiene-Sortiment (ohne Servicebeutel), beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.50 günstiger, z.B. Hygieneeinlagen Light Plus, 24 Stück
9.20 statt 11.60
39.90 statt 49.90
Créateur d’Ambiance Duftkerzen im Duo-Pack 20% günstiger, z.B. Macaron Blanc
* Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 27.1. BIS 9.2.2015, SOLANGE VORRAT
Diverse Moltons 20% günstiger, z.B. Kenzo Fixmolton, wasserundurchlässig, 90 x 190 cm
Weissmehl, TerraSuisse, 1 kg 1.40 statt 1.80 20%
WEITERE ANGEBOTE.
Alle M-Classic Teigplätzli, tiefgekühlt, z.B. Käse-Plätzli, 6 Stück, 360 g 3.10 statt 3.90 20%
Alle Crème Fraîche, z.B. Nature, 200 g 2.05 statt 2.60 20%
FRÜCHTE & GEMÜSE Gurken, Spanien, pro Stück –.80 statt 1.20 33% Zucchetti, Spanien/Italien, per kg 4.25 statt 6.10 30% Avocados, Spanien/Chile, pro Stück 1.20 Blutorangen, Italien, Netz à 2 kg 3.20 statt 4.90 33%
M-Classic Joghurt 6 x 180 g, z.B. Schokolade 2.60 statt 3.30 20% Le Gruyère Surchoix, per 100 g 1.60 statt 2.– 20% Grana Padano gerieben im 3er-Pack, 3 x 120 g 6.– statt 7.50 20%
Extra Kiwi, Italien, pro Stück –.55 statt –.80 30%
Philadelphia im Duo-Pack, 2 x 200 g, z.B. Nature 4.15 statt 5.20 20%
Eisbergsalat, Bio, Spanien, pro Stück 1.80 statt 2.70 33%
Französischer Nusskäse, per 100 g 1.75 statt 2.20 20%
Champignons gemischt, «Aus der Region.», per kg 9.60 statt 13.– 25%
Chicorée, Schweiz, Beutel à 500 g 1.95 statt 2.45 20%
FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL M-Classic Schweinsfilet, Schweiz, per 100 g 3.10 statt 5.20 40% M-Classic Schweinswürstli, Schweiz, 3 x 2 Paar, 600 g 7.10 statt 11.85 40%
Swiss Beef Chips im Duo-Pack, 2 x 77 g 6.90 statt 9.90 30% Mini-Schweins-Cordon-bleu Appenzell oder Mexico, z.B. Appenzell, Schweiz, per 100 g 2.75 NEU *,**
20x
Optigal Pouletflügel, Schweiz, z.B. Nature, per kg 9.– statt 13.50 33% Don Pollo Poulet-Nuggets im Duo-Pack, hergestellt in der Schweiz mit Fleisch aus Brasilien, 2 x 500 g 10.60 statt 21.20 50% Schweinsbraten von der Schulter, TerraSuisse, per 100 g 1.35 statt 1.70 20% Optigal Poulet-Minifilet, Schweiz, per 100 g 2.90 statt 3.65 20% Salami Milano, Schweiz, per 100 g 2.50 statt 3.70 30% Wildlachs Sockeye, MSC, Wildfang aus Alaska, 280 g 12.40 statt 20.70 40% *
Alle Tulpen, verschiedene Farben, z.B. M-Classic, Bund à 10 Stück 6.– statt 7.50 20% Phalaenopsis multiflora mit 2 Rispen, im 12-cm-Topf, pro Pflanze 16.90
M&M’s Peanuts, M&M’s Choco oder Maltesers Classic, +10% mehr Inhalt, z.B. Peanuts, 250 g + 25 g gratis 3.10 Frey Napolitains assortiert im 1-kg-Beutel, UTZ 10.50 statt 21.05 50% Frey Minis Milch extra oder Noxana, UTZ, z.B. Milch extra, 4 x 25 g 2.40 NEU *,**
20x
Alle Merci Pralinen oder Toffifee, z.B. Merci Pralinen, 250 g 20x 4.20 20x PUNKTE Frey Tafelschokoladen à 100 g im 6er-Pack, UTZ, z.B. Noxana, 6 x 100 g 8.15 statt 11.70 30% Bärentatzen 760 g, Nuss-Stengeli 1 kg oder Butter-Sablés 560 g, z.B. Bärentatzen, 760 g 4.60 statt 5.80 20% Alle Tradition Biscuits, beim Kauf ab 2 Packungen, jede –.60 günstiger, z.B. Cremisso, 175 g 2.80 statt 3.40 Alle Kaffees Bohnen oder gemahlen, UTZ, z.B. Exquisito gemahlen, 500 g 6.15 statt 7.70 20%
BROT UND MILCHPRODUKTE M-Classic Kürbiskernbrot, 320 g 2.40 NEU *,**
Rosen, Fairtrade, verschiedene Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 20 Stück 10.90 statt 12.90 15%
WEITERE LEBENSMITTEL
M-Classic Pouletbrust, hauchdünn geschnitten, Brasilien, 187 g 3.90 statt 5.60 30%
20x
Alle M-Classic Kleinbrote abgepackt, z.B. Mini-Sandwiches, 300 g 1.80 statt 2.30 20% *Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.
Alle Favorit Konfitüren, z.B. Erdbeerkonfitüre, 350 g 2.95 statt 3.70 20% Alle Kellogg’s Produkte, z.B. Choco Tresor, 600 g 5.40 statt 6.80 20%
Pelican Crevetten Tail-on gekocht, tiefgekühlt, 750 g 19.80 statt 25.35 20% M-Classic Pouletgeschnetzeltes im Duo-Pack, tiefgekühlt, 2 x 350 g 6.85 statt 11.45 40% Aproz im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. Classic 3.80 statt 5.70 33% Alle Sirup in PET-Flaschen 75 cl oder 1,5 Liter, beim Kauf ab 2 Stück, jedes –.50 günstiger, z.B. Himbeer, 1,5 Liter 3.90 statt 4.40 Alle M-Classic Teigwaren, z.B. Hörnli gross, 500 g 1.20 statt 1.50 20% M-Classic Senf, Mayonnaise oder Tartare im Duo-Pack, z.B. Mayonnaise, 2 x 265 g 2.15 statt 3.10 30%
BLUMEN & PFLANZEN
Tomaten Roma, Italien, per kg 3.10 statt 4.20 25%
Für Ihren Einkauf hier ausschneiden.
M-Classic Chäschüechli im Duo-Pack, tiefgekühlt, 2 x 12 Stück, 2 x 840 g 10.20 statt 14.60 30%
Condy Raclette-Kit Gurken, 1210 g 4.30 Condy Knoblauchzehen, z.B. Kräuter, 225 g 2.50 NEU *,**
Alle Bon Chef Beutel- oder Instantsuppen, beim Kauf ab 2 Stück, jedes –.40 günstiger, z.B. Fleischkügeli mit Fideli, 74 g, Beutel 1.10 statt 1.50 M-Classic Champignons oder Mischpilze im 3er-Pack, 3 x 200 g, z.B. Mischpilze 9.30 statt 11.70 20% Masshard Mexican Salat, 250 g 2.90 NEU *,**
20x
Instant Noodles Huhn, 63 g 2.40 NEU *,**
20x
Nissin Soba Curry, 109 g 1.80 NEU *,**
20x
Nongshim Veggie Noodles, 112 g 1.90 NEU *,**
20x
M-Classic Chips Nature oder Paprika im XL-Beutel, z.B. Paprika, 400 g 3.60 statt 6.– 40% Fasnachtschüechli Mini, 90 g 1.65 statt 2.10 20% Anna’s Best Orangensaft, 2 Liter 3.80 statt 7.60 50% Anna’s Best Apfelmus, Bio, 500 g 4.90 NEU *,**
20x
Anna’s Best Pasta im 3er-Pack, z.B. Ravioli Tomaten-Mozzarella, 3 x 250 g 11.70 statt 14.70 20% Anna’s Best Pizza Lunga im 3er-Pack, z.B. Prosciutto/ Mozzarella, 3 x 210 g 11.70 statt 14.70 20% Anna’s Best Karottensuppe oder Pesto Basilico im Duo-Pack, z.B. Karottensuppe, 2 x 500 ml 5.70 statt 7.20 20%
NEAR-/NON-FOOD Gesamtes M-Classic TierprodukteSortiment, z.B. Meisenknödel, 6 Stück, 540 g 1.75 statt 2.20 20%
**Gültig bis 9.2. Genossenschaft Migros Basel
ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 27.1. BIS 2.2.2015, SOLANGE VORRAT
20x
Alle Syoss, Gliss Kur, Taft Haarprodukte im Duo-Pack, z.B. Syoss Volume Lift Shampoo, 2 x 500 ml 9.75 statt 12.20 20% ** Gesamtes Zoé Sortiment, z.B. Effect Advanced Night Care, 50 ml 17.45 statt 23.30 25% ** Gillette Fusion ProGlide (ohne Gillette Fusion ProGlide Styler), z.B. Fusion ProGlide Rasierer mit Flexball Technologie 20x 19.80 NEU *,** Alle Candida Produkte in Mehrfachpackungen, z.B. Zahnpasta Fresh Gel im 3er-Pack, 3 x 125 ml 5.90 statt 8.85 33% ** Gesamtes Secure HygieneSortiment (ohne Servicebeutel), beim Kauf ab 2 Produkten, jedes 1.50 günstiger, z.B. Hygieneeinlagen Light Plus, 24 Stück 4.20 statt 5.70 ** Alle Axanova und Axamine Produkte, z.B. Power Patch, 7 Stück 11.80 statt 14.80 20% ** Diverse Damen Feinstrumpfartikel in Mehrfachpackungen, z.B. Strumpfhosen im 10er-Pack 12.90 ** Diverse Herren Socken in Mehrfachpackungen, erhältlich in verschiedenen Farben, z.B. Herren Socken im 5er-Pack 12.90 ** Alle Pampers Windeln (ohne Megapack), gilt für 3 Produkte mit identischem Preis, z.B. Baby-Dry 3, 3 x 48 Stück 37.60 statt 56.40 3 für 2 ** Diverse Baby und Kinder Strumpfwaren, z.B. Baby Rasselsocken, Gr. 10/14 bis 23/26 6.90 ** Mädchen Jeans, Gr. 98–128 29.– NEU *,**
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Yvette Feinwaschmittel flüssig, z.B. Black, 2 Liter 8.95 statt 11.20 20% ** Total Waschmittel Color oder Classic im XXL-Sparpack, 7,5 kg 24.10 statt 48.20 50% ** Total Waschmittel in 5-LiterFlaschen, z.B. 1 for all 19.75 statt 39.50 50% ** Créateur d’Ambiance Duftkerzen im Duo-Pack, z.B. Macaron Blanc 9.20 statt 11.60 20% ** Gesamtes Migros Topline Sortiment, z.B. Shaker, 0,5 Liter 4.80 statt 9.60 50% ** Alle Cucina & Tavola EssbesteckSerien, Küchenmesser und Scheren sowie Victorinox Küchenmesser 50% ** Saxoline Reisetrolleys, erhältlich in diversen Sujets, z.B. Reisetrolley New York, 2-Rad, 49 cm 79.– ** Alle Sonnen- und Lesebrillen (inkl. melectronics, ohne SportXX), z.B. Polaroid Sonnenbrille, Metall 39.90 statt 49.90 20% ** Diverse Moltons, z.B. Kenzo Fixmolton, wasserundurchlässig, 90 x 190 cm 39.90 statt 49.90 20% **
NEU IN IHRER MIGROS. NEU
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Condy Knoblauchzehen z.B. Kräuter, 225 g
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Instant Noodles Huhn 63 g
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Nissin Soba Curry 109 g
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Anna’s Best Apfelmus, Bio 500 g
Erhältlich in grösseren Migros-Filialen. ANGEBOTE GELTEN NUR VOM 27.1. BIS 9.2.2015, SOLANGE VORRAT
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Frey Minis Milch extra oder Noxana, UTZ z.B. Milch extra, 4 x 25 g
NEU
29.–
Mädchen Jeans Gr. 98–128
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2.40
M-Classic Kürbiskernbrot 320 g
SCHAUFENSTER
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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KAFFEE | 59
EXPERTE
Bruno Feer, Einkäufer Rohkaffee bei Delica
D
ie Delica AG mit Sitz in Birs felden BL ist ein Unternehmen der MIndustrie und gehört zu den grössten und erfolgreichsten Kaffeeröstereien der Schweiz. Delica wurde 1954 gegründet (als Migros Lagerhaus Genossenschaft) und verarbeitet jährlich rund 12 000 Ton nen Rohkaffee.
4. INTERNATIONALER KAFFEEHANDEL
New York oder London
Bruno Feer, wie entstand Ihre besondere Liebe und Begeisterung für den Kaffee genuss?
Aus den Hauptproduzentenländern wird der Kaffee in alle Welt verschifft. Rohkaffeevorräte lagern fast in allen grossen Hafenstädten der Welt. Die zwei wichtigsten Kaffeebörsen befinden sich in New York und London. In New York werden Arabica- und in London Robusta-Kaffees gehandelt. Preisschwankungen gehören im Kaffeehandel zum Alltag und haben, abgesehen von unvermeidbaren Umwelteinflüssen, im Grossen und Ganzen folgende Ursachen: Spekulationen, Zusatzkosten, zum Beispiel wenn der Preis von Rohöl sinkt oder steigt, oder ein höher bewerteter Dollar sorgt für teureren Kaffee.
Ich bin eher zufällig beim Kaffee gelan det. Als es vor fünf Jahren organisatori sche Veränderungen innerhalb der Delica gab, wurde ich zum Einkäufer für Roh kaffee. Mit der neuen Aufgabe kamen die Begeisterung und Leidenschaft zum Kaffee.
5. KAFFEERÖSTEREI
Wie viele Container liefern Ihnen die Schiffe pro Jahr?
Röstung bestimmt den Geschmack
Rund 600. Das macht im Jahr circa 12 000 Tonnen, die Delica einkauft.
Kaffeebohnen müssen geröstet werden, bevor man aus ihnen Kaffee machen kann. Beim Rösten ändert sich die Farbe der grünen Kaffeebohnen. Zuerst werden sie gelb und danach braun. Je länger man sie röstet, desto dunkler werden sie. Bei den stärksten Röstungen werden die Bohnen schwarz. Gleichzeitig verändern sich durch die Wärme auch Geschmack und Geruch der Bohnen. Aromatische Öle werden freigesetzt und bringen den Kaffeegeschmack hervor.
Wird ausschliesslich in Birsfelden geröstet?
Ja. Sei es Bohnen, Mahl oder Kapselkaffee, die gesamte Produktion findet in Birsfelden statt. Besuchen Sie Ihre Lieferanten vor Ort?
Der persönliche Kontakt im Kaffee geschäft ist sehr wichtig. Vieles beruht auf gegenseitigem Vertrauen. Ein Händeschlag, ein Augenkontakt oder ein persönliches Gespräch im Ursprungsland sind oft durch nichts zu ersetzen. Dies schafft die Basis für eine gute Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Lieferkette.
Caruso Oro Bohnen, 500 g, Fr. 9.50
6. VERKAUF
Jedem seinen Kaffee Von Bohnenkaffee über löslichen bis hin zu den beliebten Delizio-Kaffeekapseln – das Kaffeesortiment der Migros bietet für jeden Geschmack, jede Zubereitungsart und jedes Budget das passende Produkt.
Exquisito Bohnen, 500 g, Fr. 7.50
Delizio Crema Lungo, 12 Kapseln, Fr. 5.10
Wie trinken Sie Ihren Kaffee am liebsten, und welches ist Ihr bevorzugtes Anbaugebiet? Illustrationen: Mira Gisler
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Ich trinke meinen Kaffee als Espresso, schwarz, ohne Zucker. Und ich liebe die afrikanischen Kaffees. Diese haben oft einen eigenen Charakter und heben sich von den anderen Kaffees geschmacklich ab. Interview: Heidi Bacchilega
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Blumenriviera Juwel am Ligurischen Meer Die ligurische Küste liegt um den Golf von Genua. Das Gebirge fällt hier steil bis zur Küste ab und umschliesst zahlreiche malerische Buchten. Die Tendabahn ist ein aussergewöhnliches Bauwerk und sie führt über viele Brücken und durch Tunnels durch eine reizvolle Landschaft. Sie entdecken aber auch das Fürstentum Monaco, das pulsierende Montecarlo und werden vom Charme der stolzen Hafenstadt Genua verzaubert. 1. Tag, Schweiz - Alassio: Fahrt vom Einsteigeort nach Alassio. 2. Tag, Ausflug Genua - Portofino: Mit einem einheimischen Führer lernen Sie Genua kennen. Danach Weiterfahrt nach Rapallo, von wo aus Sie per Schiff die Halbinsel Portofino erreichen. Entdecken Sie auf einem Spaziergang die Schönheiten dieser Region. 3. Tag, Ausflug Tendabahn - San Remo: Sie fahren mit der Tendabahn durch eine bezaubernde Landschaft von Ventimiglia bis nach Limone. Zurück an Bord des Cars fahren Sie nach San Remo. Geniessen Sie die freie Zeit für einen Spaziergang durch diesen Ferienort, der bis heute vom Flair der Belle Epoque geprägt wird. 4. Tag, Ausflug Monaco - Montecarlo: Am Vormittag lernen Sie das schicke Fürstentum Monaco kennen. Vielleicht bummeln Sie gemütlich durch die malerischen Gassen und wohnen vor dem Mittag der Wachablösung bei. Anschliessend besuchen Sie Montecarlo mit dem Prunkbau des legendären Grand Casinos. 5. Tag, Alassio - Rückkehr: Heimreise in die Schweiz.
Carcassonne - Camargue Canal du Midi
Dieser Teil Südfrankreichs bietet für jeden Geschmack etwas: der renomB mierte Badeort Cap d’Agde, die imA posant befestigte Stadt Carcassonne, B die faszinierende Fauna und Flora des Schutzgebietes der Camargue PREIS PRO PERSON oder die liebliche Landschaft beim Doppelzimmer CHF 645.- Canal du Midi. Einzelzimmer CHF 710.1. Tag, Schweiz - Cap d’Agde: Fahrt Annullationskosten-/ vom Einsteigeort via Lyon nach SOS-Versicherung CHF 25.- Cap d’Agde. 2. Tag, Ausflug Carcassonne: Wer Option Märchenburgen liebt, wird sich Doppelsitz zur Alleinbenützung CHF 100.- an Carcassonne kaum satt sehen können. Auf einem geführten Stadtrundgang werden Sie die auf einem Hügel gelegene, mittelalterliche Altstadt kennen lernen. 3. Tag, Ausflug Camargue: Über LEISTUNGEN Aigues-Mortes gelangen Sie nach ● Reise in luxuriösem 5-Sterne-Car Les Saintes-Maries-de-la-Mer, dem ● 4 Übernachtungen mit FrühHauptort der Camargue. Weiterstücksbuffet fahrt durch das Naturschutzgebiet ● 4 Abendessen der Camargue. 4. Tag, Ausflug Canal du Midi: Der ● Schifffahrt Rapallo - Portofino Canal du Midi verbindet zusam● Bahnfahrt Ventimiglia - Limone men mit dem Canal latéral à la ● Stadtrundfahrt/-gang in Genua Garonne das Mittelmeer mit dem ● Eintritte und Besichtigungen Atlantik. Erfreuen Sie sich wähgemäss Programm rend einer Schifffahrt von Béziers ● Lokale Reiseleitung am 2. Tag nach Colombiers an den mit Bäumen gesäumten Ufern und der gemütlichen Atmosphäre. Beim HOTEL Passieren der Schleusentreppe von Hotel Lido, Alassio Fonserannes erleben Sie eine tech(off. Kat. ***) Gutes Hotel mit Restaurant und Bar. nische Meisterleistung. Am Nachmittag fahren Sie mit dem Car Lage: in der Altstadt von Alassio, weiter durch die riesigen Weindirekt am Strand. gebiete des Languedoc. SelbstZimmer: alle mit Bad oder Dusche, verständlich wird der Ausflug mit WC, Telefon und TV einer Degustation abgerundet. 5. Tag, Cap d’Agde - Rückkehr: EINSTEIGEORTE Heimreise via Valence - Grenoble Route A in die Schweiz. Kallnach*, Biel, Basel, Bern, Zürich *, Olten, Luzern Route B Kallnach*, Basel, Bern, Zürich *, Olten, Luzern
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REISEDATEN - 5 TAGE 1. 19. - 23. April 2. 03. - 07. Mai 3. 10. - 14. Mai PREIS PRO PERSON Doppelzimmer Einzelzimmer Annullationskosten-/ SOS-Versicherung Option Doppelsitz zur Alleinbenützung
CHF CHF
765.850.-
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100.-
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LEISTUNGEN Reise in luxuriösem 5-Sterne-Car ● 4 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet ● 4 Abendessen ● Schifffahrt auf dem Canal du Midi ● Weindegustation ● Stadtrundgang in Carcassonne ● Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm ●
HOTEL Hotel Capaô, Cap d’Agde (off. Kat. ***) Gutes Hotel mit Restaurants, Bar und Aufenthalts-/TV-Raum. Lage: ca. 50 m vom Strand und 1,5 km vom Ortszentrum entfernt. Zimmer: alle mit Bad oder Dusche, WC, Föhn, Telefon, TV und Minibar. EINSTEIGEORTE Zürich *, Basel, Kallnach*, Olten, Biel, Bern *Parkmöglichkeiten
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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Die neuen Minis haben die ideale Grösse für den kleinen Schoggigluscht zwischendurch.
Kleine Tafelfreuden
Zwei Schokoladenklassiker gibt es jetzt auch im praktischen Miniformat.
Bild: Raphael Zubler; Styling: Katja Rey
M
anchmal ist die Lust auf Scho kolade so gross, dass ein sieben Gramm leichtes Napolitaine sie nicht zu stillen vermag. Hierfür hat sich Chocolat Frey mit den Minis eine neue Packungsgrösse einfallen lassen. Die Tafelschokoladenklassiker Milch extrafein und Noxana sind jetzt auch im 25GrammFormat erhältlich, verpackt in ein wiederverschliess bares Kartonetui, das jeweils vier Minitafeln enthält. Die Portionierung macht das Teilen einfach und bequem, da jedes Täfel chen einzeln verpackt ist. Ein Vorteil auch für den Genuss unterwegs: Will
man die Schoggi in der Handtasche oder im Rucksack transportieren und sich zwischendurch ein Stück davon gönnen, kann nichts verschmutzen. Nur im Format unterscheiden sich die Minis von ihren grossen Schwes tern mit der 100GrammTafel, die Rezeptur ist dieselbe: Milch extrafein punktet mit ihrer besonders cremi gen Textur, Noxana mit knusprigen Haselnusssplittern. DH Die M-Industrie stellt viele Migros-Produkte her. Dazu zählen auch die Schokoladen von Frey.
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Blütenzauber Südtirol
Tolle Ausflüge zum Gardasee, zum Schloss Trauttmansdorff, nach Meran und Brixen. 1. Tag Schweiz – Südtirol Sie verlassen die Schweiz im Rheintal und fahren zum Klostertal, mitten in die Arlbergregion. Nach dem Mittagshalt in Landeck erreichen Sie den Reschenpass. Bei der Ortschaft Graun eröffnet sich Ihnen einer der schönsten und bekanntesten Ausblicke der Alpen: der Reschensee im Vordergrund, überragt vom schneebedeckten Gipfel des Ortlers. Der Weg führt Sie nun hinab ins Vinschgau, mitten durch unendliche Obstplantagen, die vor allem im April und in der ersten Maihälfte ein riesiges Blütenmeer bilden. Vorbei am bekannten Kurort Meran und an der Landeshauptstadt Bozen erreichen Sie gegen Abend ihr Hotel in Vahrn bei Brixen, wo Sie die nächsten drei Tage wohnen werden. 2. Tag Tagesausflug zum Gardasee Heute folgen Sie zuerst der Etsch, dem zweitlängsten Fluss Italiens. Bei Trient zweigen Sie ab und fahren über den Sattel
von Cadine. Ein hübsches Bild bietet sich Ihnen am Lago Toblino, der vom alten Schloss der Bischöfe von Trient geschmückt wird. Nun folgen Sie dem Fluss Sarca, und erreichen bei Riva den Gardasee. Hier in der «Perle des Gardasees» machen Sie den ersten Halt. Danach führt Sie die Panoramafahrt entlang der berühmten Uferstrasse nach Malcesine zum Mittagsaufenthalt. Am Nachmittag fahren Sie weiter entlang des von Olivenhainen gesäumten Gardasees und treffen in Garda ein. Nach einem längeren Aufenthalt in diesem Städtchen, das dem ganzen See seinen Namen gab, kehren Sie durch das Lagertal wieder nach Brixen zurück.
4 Tage Fr. 435.–
Winterkur wohnte. Danach fahren Sie nach Meran. Mit seinen grosszügigen Parkanlagen und Promenadewegen hat die Stadt viel von dem weitläufigen Charme eines Nobelkurortes des 19. Jahrhunderts bewahrt. Am Nachmittag fahren Sie ein Stück auf der Südtiroler Weinstrasse und kehren nach einem letzten Halt im schmucken Städtchen Brixen in Ihr Hotel zurück.
4. Tag Südtirol – Schweiz Heute heisst es Abschied nehmen von dieser einmaligen Gegend. Über den Brennerpass erreichen Sie die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, die Sie bei einem Aufenthalt näher kennenlernen können. Im schönen Stanzertal machen Sie Mittags3. Tag Ausflug Schloss Trautt- halt und kehren dann wieder in mansdorff – Meran – Brixen die Schweiz zurück. Am Morgen fahren Sie zum Schloss Trauttmansdorff. Hier Reisedaten 2015 besuchen Sie die Gärten, die 03. – 06. April Route A 2005 zum «Schönsten Garten Italiens» gekürt wurden. Selbst13. – 16. April Route B verständlich kann auch das 20. – 23. April Route A Schloss besichtigt werden, in 26. – 29. April Route B dem Kaiserin Sissi zweimal zur
Abfahrtsorte Route A: Bern, Olten, Basel, Zürich, Winterthur, St. Gallen Route B: Bern, Olten, Luzern, Zürich, Winterthur, St. Gallen
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Halbpension im Hotel Ganztägiger Ausflug zum Gardasee mit Aufenthalten in Riva, Malcesine und Garda Ausflug zum Schloss Trauttmansdorff (inkl. Eintritt), nach Meran und Brixen
Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 24.– ✘ Einzelzimmerzuschlag Fr. 90.–
Frühling am Gardasee Saison-Eröffnungsfahrt zum Sonderpreis. Ausflug zu den «Perlen des Gardasees».
1. Tag Schweiz – Gardasee Ihre Reise führt Sie über die Gotthardroute nach Mailand. Vorbei an Bergamo und Brescia gelangen Sie im Verlaufe des Nachmittags an den südlichsten Punkt des Gardasees nach Peschiera. Das malerische Städtchen bewahrt heute noch umfangreiche Befestigungsanlagen und ausgedehnte Parkanlagen. Nach diesem Aufenthalt fahren Sie entlang der Südküste zu Ihrem Hotel.
2. Tag Gardaseerundfahrt Riva – Garda – Sirmione Heute steht Ihnen ein besonders schöner Tag bevor. Zuerst folgen Sie der Etsch nordwärts bis kurz vor Rovereto, wo Sie das Lagertal verlassen und über den Sattel von Nago fahren. Danach führt die Strasse hinab ins Sarcatal und Sie erreichen Riva. Im alten Hafenstädtchen am Nordende des Sees, das auch den Beinamen «Perle des Gardasees» trägt, machen Sie den ersten Aufenthalt. Danach fahren Sie auf der östlichen
Gardesana, wie die Uferstrasse genannt wird, südwärts. Während Sie auf der einen Seite immer den Bergrücken des Monte Baldo haben, ergeben sich auf der anderen Seite immer wieder schöne Ausblicke auf den von hohen Felsen umgebenen See und auf die malerischen Uferstädtchen. In Garda, das dem ganzen See den Namen gab, machen Sie Mittagshalt. Am Nachmittag erreichen Sie Sirmione. Das Städtchen liegt auf einer Halbinsel, die das südliche Becken des Gardasees in zwei grosse Buchten teilt. Gegen Abend kehren Sie über Desenzano wieder in Ihr Hotel zurück.
3. Tag Ausflug Venedig (fak.) Am Morgen fahren Sie vorbei an Verona, der Stadt von Romeo und Julia und über Padua zum langen Damm, der das Festland mit der Lagunenstadt Venedig verbindet. Auf dem grossen Parkplatz heisst es umsteigen – vom Bus auf ein Boot, das Sie mitten ins Zentrum zum Markusplatz bringt. Die Einzig-
4 Tage ab Fr. 319.–
artigkeit der Inselstadt in der Lagune, die lichtdurchflossene Atmosphäre, die unglaubliche Schönheit der Marmorpaläste und ihrer Spiegelungen im Wasser und der Reichtum des künstlerischen Erbes machen aus Venedig ein einzigartiges Kunstwerk an sich, eine der berühmtesten Stätten der Menschheit. Hier haben Sie den ganzen Tag Zeit, um diese einmalige Stadt zu erkunden. Im Verlaufe des Nachmittags kehren Sie dann wieder ins Hotel zurück.
Abfahrtsorte Bern, Olten, Basel, Zürich, Luzern
Das ist alles dabei...
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4-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage etc.
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3 Übernachtungen in sehr gutem Mittelklassehotel in Portese
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Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC und Farbfernseher etc.
4. Tag Gardasee – Schweiz Über Brescia und Mailand gelangen Sie gegen Mittag nach Lugano, wo Sie den Mittagshalt verbringen. Nachmittags kehren Sie über die Gotthard-Route an die Einsteigeorte zurück.
Reisedaten 2015 16. – 19. März
Fr. 319.–
22. – 25. März
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26. – 29. März
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30. März – 02. April Fr. 329.–
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Halbpension im Hotel Ganztägiger Ausflug um den Gardasee mit Besuchen in Riva, Garda und Sirmione
Nicht inbegriffen:
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Annullationsschutz Fr. 24.–
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Fakultativer GanztagesAusflug nach Venedig mit Bootsfahrt und Führung Fr. 48.–
Einzelzimmerzuschlag Fr. 90.–
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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GUT & GÜNSTIG
Wirz-Hackfleisch-Auflauf Hauptgericht für 4 Personen und ca. Fr. 12.– ■ 750 g Kartoffeln in der Schale ca. 20 Minuten knapp weich kochen. Kartoffeln abgiessen, auskühlen lassen und schälen. In ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. ■ Backofen auf 200 °C vorheizen. 1 Wirz (ca. 650 g) halbieren und Strunk entfernen. Blätter in grobe Stücke schneiden. ■ 1,5 dl Halbrahm mit 1 dl Gemüsebouillon und 1 EL Senf verrühren. 2 EL HOLL-Rapsöl in einer grossen Bratpfanne erhitzen. 350 g Hackfleisch darin braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wirz dazugeben und ca. 3 Minuten mitbraten. Bouillon-Rahm-Mischung dazugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz abschmecken. Kartoffeln in eine Gratinform schichten, Hackfleisch-Wirz-Mischung darauf verteilen. Mit 60 g geriebenem Gruyère bestreuen. In der Ofenmitte ca. 15 Minuten gratinieren.
Kartoffeln, Wirz und Hackfleisch sind Zutaten für ein währschaftes Wintergericht.
Schwarzwäldertorte als Schichtdessert Die Schwarzwäldertorte hat in der Schweiz viele Fans. Jetzt gibt es die Spezialität auch als Dessert im Becher. Schicht für Schicht entfalten sich die klassischen Aromen von feiner Kirschcreme, luftigem Kakaobiskuit und Schlagrahm. Die charakteristischen Schokoraspel runden den Geschmack ab. Schichtdessert Schwarzwälder, 110 g, Fr. 2.35
Zartbitterschokolade, Kakaosplitter und Truffes Wer zum Valentinstag gern etwas Besonderes schenkt, liegt mit den Pralinés der Sélection Tentation Noire in stilvoller Verpackung richtig. Für das spezielle Geschmackserlebnis sorgen ausgewählte Zutaten wie Criollo- und ForasteroKakaobohnen sowie gemahlene Haselnüsse. Eine knusprige, mit Kakaopulver bestreute Schicht aus Zartbitterschokolade umhüllt eine mit Rahm verfeinerte Truffes-Füllung. Sélection Tentation Noire, 155 g, Fr. 13.80
Fasnachtschüechli nach italienischer Art Ursprünglich in Italien zu Hause, sind die kleinformatigen Fasnachtschüechli ausgewandert und bevölkern nun auch die Regale in der Migros. Die mundgerechten Knusperkissen sind etwas dicker und mit weniger Puderzucker bestreut als ihre Schweizer Verwandten. Chiacchiere, 200 g, Fr. 2.80
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Von Prag zur Danziger Bucht Die Masurische Seenplatte Osteuropas Städteperlen Prag, Krakau, Warschau und Danzig Audio-System auf Rundgängen
Unsere Reise führt uns durch Tschechien, nach einem Halt in der Hauptstadt Prag fahren wir weiter nach Polen, von der romantischen Stadt Krakau, ins kosmopolitische Warschau und bis zur Hanse- und Hafenstadt Danzig. Wir entdecken die Naturschönheiten und unendlichen Weiten der Masurischen Seenplatte.
Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Prag. 2. Tag: Prag mit Altstadtbesichtigung, fakultative Moldau-Schifffahrt. Die tschechische Hauptstadt ist die grösste Stadt des Landes. Zum imposanten Stadtbild gehören die Karlsbrücke mit 29 Heiligenstatuen, die Prager Burgstadt, die Altstadt mit den fröhlichen Märkten, wo auch heute noch traditionelle Handwerkskunst dem Besucher Einblicke in vergangene Tage gewährt, sowie verschiedene Kirchen, u.a. die Teynkirche, mit den Klängen der ältesten Orgel Europas. Heute Vormittag unternehmen wir eine Besichtigung der Altstadt.
Nachmittags besteht die Möglichkeit an einer Moldau-Schifffahrt teilzunehmen (fakultativ). 3. Tag: Prag–Krakau. Weiterfahrt nach Krakau, der sehenswertesten Stadt Polens. 4. Tag: Krakau. Am Vormittag Besichtigung der romantischsten Stadt Polens, die ihren Ruf sowohl ihren wunderschönen Bauwerken als auch der ungebrochenen Tradition des Studentenlebens verdankt. Wir sehen u.a. die Altstadt, die Marienkirche sowie die Königsräume in der Wawelburg. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. 5. Tag: Krakau–Warschau. Fahrt nach Auschwitz. Hier liess Hitler 1940 das grösste Konzentrationslager in der Zeit des zweiten Weltkrieges errichten. In Tschenstochau, dem bekanntesten Wallfahrtsort des Landes besichtigen wir die Paulinerkirche mit dem Gnadenbild der Schwarzen Madonna, dem zahlreiche Wundertaten zugeschrieben werden. Abends erreichen wir Warschau. 6. Tag: Warschau. Die Stare Miasto (Altstadt) von Warschau wurde nach dem zweiten Weltkrieg vollständig restauriert. Sie wird dominiert von den beeindruckenden Bauwerken des königlichen Schlosses und der Sankt-Johannes-Kathedrale. Der Marktplatz wird von Restaurants und Strassencafés gesäumt, und in den angrenzenden malerischen Gassen gibt es zahlreiche Geschäfte, die zum Einkaufen einladen. Am Morgen ausführliche Rundfahrt durch die Stadt an der Weichsel. 7. Tag: Warschau–Masurische Seenplatte. Fahrt über Plonsk, Mlawa, Nidzica nach Olsztynek. Hier besichtigen wir das Freilichtmuseum. Wir machen uns mit der Holzbaukunst der Masuren vertraut, sehen Wasser- und Windmühlen, Bauernhäuser, eine Schenke, eine Holzkirche usw. Wir erreichen Olsztyn (Allenstein), Tor zur Masurischen Seenplatte. Tausende von klaren Seen ziehen Naturliebhaber magisch an. Die «Grüne Lunge Polens» ist ein Paradies für Wanderer. Auf rund 1500 km² findet man 3000 grössere und unzählige kleine Seen. 8. Tag: Masurische Seenplatte. Den heutigen Tag widmen wir der Masurischen Seenplatte: grüne Wälder, blaue Seen und Storchennester, ein Land von unglaublicher Schönheit und Faszination. Nach einer erholsamen Schifffahrt Besichtigung der Wolfsschanze in Gierloz (Görlitz). Hier hat Hitler im Frühjahr 1940
5: 6: 7: 8:
01.08.–12.08. 08.08.–19.08. 15.08.–26.08. 22.08.–02.09.
Unsere Leistungen ■
sein Hauptquartier bauen lassen. Anschliessend Besichtigung des Klosters Swieta Lipka (Heilige Linde). Das Jesuitenkloster mit der barocken Wallfahrtskirche aus dem 17. Jh. wirkt in der Landschaft ungewohnt heiter. 9. Tag: Masurische Seenplatte–Danzig. Fahrt via Olsztyn nach Malbork (Marienburg). Die Marienburg zählt zu den schönsten Profanbauten des Mittelalters und ist eine der schönsten und beeindruckendsten Wehranlagen Europas. Seit 1309 war hier die Residenz der Hochmeister des Deutschen Ordens. Danach fahren wir weiter nach Danzig. 10. Tag: Danzig. Im Zentrum der alten Hansestadt befindet sich der Marktplatz mit dem beeindruckenden Rathaus, in dem das historische Museum der Stadt untergebracht ist. Die Uferpromenade wird von Cafés, Geschäften, alten Kornspeichern und Lagerhäusern sowie dem ältesten hölzernen Kran Europas gesäumt. Heute Morgen lassen wir uns vom Charme der über 1000 Jahre alten Stadt während der geführten Stadtbesichtigung bezaubern. Nachmittag zur freien Verfügung. 11. Tag: Danzig–Dessau. Fahrt durch Nordwestpolen nach Dessau. 12. Tag: Dessau–Schweiz. Ihre Hotels Auf dieser Reise haben wir für Sie folgende oder gleichwertige Hotels reserviert: Hotel
Samstag – Mittwoch 1: 04.07.–15.07. 2: 11.07.–22.07. 3: 18.07.–29.07. 4: 25.07.–05.08.
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Dorint Don Giovanni, Prag Novotel, Krakau Mercure, Warschau Mercure, Mragowo Mercure, Danzig NH, Dessau
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Nicht inbegriffen ■
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Einzelzimmerzuschlag Fakultative Moldau-Schifffahrt Annullationsschutz
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Auftragspauschale Unsere Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person entfällt für Mitglieder im Excellence-Reiseclub oder bei Buchung über www.twerenbold.ch Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf 06:45 Basel, 07:20 Aarau 08:00 Baden-Rütihof 08:30 Zürich-Flughafen 08:55 Winterthur 09:15 Wil
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Anwendungen laufen auf dem SurfTab. Ideal für Béatrice Baud-Wernli, denn ihr Hobby sind Gewinnspiele. Dafür muss sie jetzt nicht mehr extra im Arbeitszimmer am Compi sitzen, sondern kann gemütlich schon beim Frühstück surfen. Zum Kochen oder Videoschauen auf dem Sofa nimmt sie dann mit einem Griff die Tastatur ab und hat ein moder-
nes Tablet. «Und wenn wir demnächst in den Urlaub fahren, müssen wir keinen schweren Laptop mitschleppen, denn das SurfTab vereint ja zwei Geräte in einem», sagt die Gewinnerin, während ihre sechs Büsis und Hund Max neugierig sind, was Frauchen da Neues hat. Im Sommer werden sie sie häufiger auch im Garten sehen. Mit dem SurfTab. CS
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Phitsanulok
Ayutthaya Bangkok
Während dieser Reise von Bangkok bis ins Goldene Dreieck Phuket geniessen Sie unvergessliche Eindrücke und erleben hautnah was der faszinierende Norden Thailands zu bieten hat! Unsere erfahrene Reiseleitung wird Ihnen nicht nur über die hochinteressante Geschichte des Landes berichten, sondern Ihnen Land und Leute wirklich näher bringen.
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Rundreise zum Goldenen Dreieck 1. Tag / Zürich – Bangkok: Am Nachmittag Flug von Zürich mit Qatar Airways, via Doha, nach Bangkok. 2. Tag / Ankunft in Bangkok: Ankunft in der pulsierenden Millionenstadt Bangkok am Morgen und Transfer in Ihr Erstklasshotel. Nachmittag zu Ihrer freien Verfügung. 3. Tag / Bangkok – Ayutthaya – Sukhothai: Fahrt durch üppige Tropenlandschaft und Besuch von Ayutthaya mit seinen fantastischen Tempelanlagen – einst über 400 Jahre lang Hauptstadt von Siam, wie Thailand früher hiess. 4. Tag / Sukhothai – Chiang Rai: Heute besichtigen Sie Sukhothai mit ihren prachtvollen Bauten wie z.B. dem Wat Sri Chum mit dem riesigen sitzenden Buddha aus dem 14. Jahrhundert und Besuch des eindrucksvollen historischen Parks der zum Unesco Weltkulturerbe ernannt wurde. 5. Tag / Goldenes Dreieck: Ein weiterer Höhepunkt erwartet Sie mit dem Besuch eines traditionellen Bergstamms sowie anschliessendem Spaziergang durch den farbenprächtigen Markt. Krönung dieses Tages ist die Bootsfahrt auf dem Mekong zum Dreiländereck von Laos, Myanmar und Thailand. 6. Tag / Chiang Mai: Besuch des Elefantencamps, wo Sie die Dickhäuter bei ihrem Bad beobachten können. Spaziergang durch eine Orchideenfarm. Mit dem What Doi Suthep besichtigen Sie anschliessend den imposantesten Tempel des ganzen Landes. Am Abend laden wir Sie zu einem typischen Kantoke Dinner mit traditionellen Folkloredarbietungen ein. 7. Tag / Chiang Mai – Lampang – Phitsanulok: Am Vormittag besuchen Sie das Zentrum für lokales Kunsthandwerk in Chiang Mai. In Lampang bewundern Sie den einzigartigen Emerald Buddha. Am Abend Ankunft in Phitsanoluk. 8. Tag / Phitsanulok – Bangkok: Besichtigung der eindrücklichen Stadt Phitsanulok mit Besuch einer der beeindruckendsten Buddhastatuen des Landes. In Phitsanulok leben heute wie in alten Zeiten viele Menschen am und auf dem Wasser – auf Booten und Flössen. Fahrt zurück in die quirlige Millionenmetropole Bangkok. Übernachtung im Erstklasshotel. 9. Tag / Bangkok – Zürich oder Beginn Badeferien in Rayong oder Phuket: Ein letzter Höhepunkt erwartet Sie heute mit
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der Stadtrundfahrt* in Bangkok inkl. Besuch des prunkvollen Königspalastes (*kann auch am 2. Reisetag stattfinden). Für Gäste mit Badeferienverlängerung in Rayong erfolgt anschliessend der Transfer (ca. 3h) direkt in Ihr Badeferienhotel. Für Gäste mit Verlängerung auf Phuket erfolgt der Transfer zum Flughafen für Ihren Inlandflug nach Phuket. Für Gäste, die heute in die Schweiz zurück fliegen, Transfer zum Flughafen am Abend für den Rückflug mit Qatar Airways, via Doha, nach Zürich. 10. Tag / Zürich: Ankunft gegen Mittag.
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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IHRE REGION
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
MIGROS BASEL | 71
Schneespass für Gross und Klein Ein Schneesporttag für die ganze Familie zum unschlagbaren Preis – die Migros machts gemeinsam mit SwissSki möglich. Am Famigros Ski Day können Familien einen ganzen Tag lang Skifahren, Snowboarden oder Telemarken, an einem Plauschrennen teilnehmen und erst noch kostenlos mittagessen. Dazu gibt es für die kleinen Schneesportler eine Goldmedaille und für jede Familie ein Überra-
BASEL
schungsgeschenk. Der ganze Tag kostet für Famigros- und SwissSki-Mitglieder nur 85 Franken pro Familie. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Anmeldung erforderlich. Kommende Famigros Ski Days: 1. Februar: Diemtigtal, 14. Februar: Lenk, 21. Februar: Flumserberg, 22. Februar: Sörenberg www.famigros-ski-day.ch
Ein Tag im Schnee: Der Famigros Ski Day machts möglich.
Hauptort der Handlung von Thomas Manns «Der Zauberberg»: Die idyllische Bergwelt.
Rückzug in die Schweizer Alpen Das Theater Basel zeigt Thomas Manns «Der Zauberberg» auf der Kleinen Bühne.
Bild: Phil Daub – Fotolia.com
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er junge Ingenieur Hans Castorp reist von Hamburg nach Davos, um seinen lungenkranken Vetter im Sanatorium Berghof zu besuchen. Dorthin hat sich eine exklusive Gesellschaft von gehobenen Bürgern zur Erholung zurückgezogen. In einem Zustand absoluter Pflichtvergessenheit dämmert man dem Ausbruch des ersten Weltkriegs entgegen und gibt sich Diskussionen um Liebe, Krankheit, Politik und Philosophie hin. Aus den ursprünglich drei Wochen, die Castorp bleiben
wollte, werden schlussendlich sieben Jahre. Im Schneesturm, dem Erfrierungstod nahe, hat er die Erkenntnis: «Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.» Ursprünglich als heiteres Gegenstück zu Thomas Manns Geschichte «Der Tod in Venedig» gedacht, entstand mit «Der Zauberberg» einer der grossen Romane der klassischen Moderne. Im Theater Basel wird der Regisseur und Musiker Thom Luz diesen rätselhaften Jahrhun-
dertroman auf der Kleinen Bühne in einen musikalischen Theaterabend übersetzen. Text: Moritz Weisskopf
Spezialangebot Mitglieder der Genossenschaft können für die Vorstellung vom Samstag, 14. Februar, Beginn 20 Uhr, von vergünstigten Tickets, für Fr. 49.– statt Fr. 60.–, profitieren.
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MIGROS BASEL
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
Lust auf Frühling
Kaum sind die letzten Weihnachtssterne verkauft, blühen in der Migros auch schon die Primeli. Die Gärtnerei Jost in Wiedlisbach AG sorgt für die zur Jahreszeit passende Blumendeko.
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Arbeit mit der Natur verlangt Flexibilität Eine Gärtnerei ist abhängig vom Wetter. «Der vergangene Herbst war zum Bei-
Neben Krokussen, Tulpen und Narzissen gehören Primeli zu den ersten Frühlingsboten.
spiel sehr schön und warm, das führte bei den Weihnachtssternen dazu, dass sie beinahe zehn Tage früher blühten als normal», so Martin Jost. «Die Jahreszeiten verschieben sich – das verlangt auch von den Gärtnereien eine Umstellung.» Je nach Saison sorgen zwischen 40 und 85 Mitarbeitende in der Jost AG dafür, dass Stiefmütterchen, Geranien, Lilien und Sonnenblumen genau dann erblühen, wenn die Migros eine Aktion ausschreibt oder dann, wenn eine Schönwetterperiode die Menschen in Scharen in die Gärten und auf ihre Ter-
rassen treibt. Da ist viel Flexibilität gefragt sowie der eine oder andere Abendund Wochenendeinsatz und natürlich ein immenses Fachwissen samt einer Portion Glück. «Wir arbeiten mit dem Wetterbericht, wir rechnen mit Lichtsummen, in der Schädlingsbekämpfung setzen wir Nützlinge ein, zudem bewässern wir die Pflanzen nur mit Regenwasser. Wir arbeiten und handeln umweltbewusst und ressourcenschonend und dennoch: das Wetter ist und bleibt ein Risikofaktor», erklärt Martin Jost. Vor 15 Jahren zum Beispiel zerstörte das
Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS BASEL, 4002 Basel, Tel. 058 575 55 44.
Bild: PhotoSG – Fotolia.com, Janine Wagner
it dem baldigen Ende des garstigen Januars steigert sich die Sehnsucht nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen und dem Erwachen der Natur. Wie herrlich wäre es, wenn man sich bald schon im Garten oder auf dem Balkon vergnügen und ein wenig in der Erde buddeln könnte! In der Gärtnerei Jost in Wiedlisbach hat die Natur überhaupt gar nie geschlafen – dort ist der Frühling seit Wochen in vollem Gange. Gleich nachdem im Dezember die letzten Weihnachtssterne ausgeliefert worden waren, begannen in den Treibhäusern der Gärtnerei die ersten Primeli mit der Produktion ihrer bunten Blüten. Seit über 80 Jahren wächst und gedeiht es bei den Josts. Der Geschäftsleiter Martin Jost führt den Betrieb bereits in dritter Generation. «Mein Grossvater ging noch mit dem Leiterwagen voller Setzlinge und Salat auf den Markt», erzählt er, «ich habe ihm oft in der Gärtnerei geholfen.» Es ist wohl auch dem Grossvater zu verdanken, dass sich Martin Jost später für eine Gärtnerlehre entschieden hat «und meiner Abneigung gegenüber den Mathematikstunden in der Schule», sagt der Unternehmer schmunzelnd. Rechnen hat er trotzdem gelernt, wie sonst könnte er den über 1000 Are grossen Betrieb mit Niederlassungen in Wiedlisbach, Rüfenach AG und Schwadernau BE so erfolgreich führen?
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IHRE REGION
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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Martin Jost sorgt gemeinsam mit Fabienne Nick, stellvertretende Betriebsleiterin und Chefin Spedition, dafür, dass die Primeli zur richtigen Zeit in der richtigen Menge und Farbe an den richtigen Ort geliefert werden.
Sturmtief Lothar ein 3200 Quadratmeter grosses Treibhaus.
Viel Handarbeit trotz modernster Technik Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Längst steht ein neues Treibhaus und reguliert sich dank Computertechnik wie von Geisterhand selber. Heizung, Lüftung, Bewässerung und Beleuchtung werden individuell an die Pflänzchen angepasst. Dennoch bleibt für die Mitarbeitenden genug zu tun. Die Jungpflanzen werden zum Beispiel alle von Hand E-Mail: mitglieder.reg@migrosbasel.ch
eingepflanzt, umgetopft oder verpackt. Dabei legt Martin Jost nur noch selten selber Hand an. «Ich bin heute mehr Unternehmer als Gärtner», berichtet er. Zahlreiche zum Betrieb gehörende Schafe und Obstbäume erzählen jedoch davon, dass er nach wie vor sehr gerne in und mit der Natur arbeitet. Und wie steht es um die Nachfolge? «Wir haben drei Buben daheim, keiner will bislang Gärtner werden», zuckt Martin Jost mit den Schultern. Und fügt hoffnungsfroh an: «Das kann sich ja aber alles noch ändern!» Text: Janine Wagner
Selbe Zeit, anderes Treibhaus: Mitarbeitende setzen rund 40 verschiedene Sorten Geranien.
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
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WILDS WELT
Immer mehr Schweizer entdecken Namibia Im Gegensatz zu einer Erkältung fühlt man sich mit einer Grippe elend krank.
Tourismusprofi und Redaktor Reto E. Wild
Der kleine Unterschied
Die Symptome fühlen sich ähnlich an, doch Erkältung und Grippe sind nicht dasselbe. Die eine ist lästig, die andere kann gefährlich werden.
Bilder: Plainpicture, Reto E. Wild
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ie immer zu Jahresbeginn ziehen Heerscharen von Patienten in die Praxen der Hausärzte. Das Grippe-Virus hat weite Teile unseres Landes im Griff. «Doch viele Patienten mit der selbst gestellten Diagnose Grippe haben nur eine einfache Erkältung», sagt der Zürcher Hausarzt Thomas Walser (62). Zwar sind beides Viruserkrankungen, aber im Gegensatz zu einer harmlosen Erkältung endet die Grippe jedes Jahr für einige Menschen tödlich. Erkennen kann man eine Grippe an ihrem pompösen Auftritt: «Plötzlich wie angeworfen 39 Grad Fieber und heftige Kopf- und Gliederschmerzen sind typische Grippesymptome, die bei einer Erkältung mehrheitlich fehlen», weiss Thomas Walser. Zusätzlich fühle man sich mit einer Grippe richtig krank, sodass man kaum mehr aus dem Haus möchte. Praktisch bei der Grippe: «Es gibt so gut wie keine symptomfreie Ansteckungszeit.» Ansteckend ist man also nur so lange, wie man auch Symptome hat und sich krank fühlt. Ganz anders bei der Erkältung, die sich drei bis vier Mal jährlich meist still
und heimlich in das Leben der Menschen einschleicht. Bei Kindern im Vorschulalter sind selbst zehn Pfnüsel pro Jahr keine Seltenheit. «Aber», beruhigt Thomas Walser, «gefährlich ist ein Schnupfen für gewöhnlich nicht. Höchstens lästig.» Viele pflichtbewusste Arbeitnehmer marschieren deshalb auch hustend und schniefend ins Büro. Das ist schlecht, verteilen sie doch so den Virus unter Arbeitskollegen oder Mitreisenden in Bahn, Bus oder Tram. «Erkältete sind ansteckend, so lange die Nase läuft», sagt Walser. Das dauere ungefähr eine Woche. Wer unbedingt arbeiten muss, sollte anderen möglichst nicht zu nahe kommen, Händeschütteln vermeiden und in den Ellenbogen statt in die Hand husten. Text: Thomas Vogel www.migrosmagazin.ch
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Letztes Jahr reisten gut 12 000 Schweizer nach Namibia. Das sind 15 Prozent mehr als 2013. Sie blieben im Schnitt 19 Tage. Empfehlung: mindestens 3 Wochen. Die besten Adressen im Land: ■ Abendessen im Restaurant Gathemann in der Hauptstadt Windhoek. Chef ist der Freiburger Urs P. Gamma, der auf lokale Produkte wie Spargeln oder Springbock setzt. ■ Namibia ist Heimat der grössten wildlebenden Gepardenpopulation. Zu sehen im Naturreservat Okonjima. Übernachten: Okonjima Lodge. ■ Übernachtung in der Mushara Outpost Lodge, zehn Kilometer vom Etosha-Nationalpark entfernt.
■ Das landschaftlich reizvolle Damara-
land im Nordwesten Namibias entdecken und in der von Holländern geführten Huab Lodge übernachten. ■ Die bis zu 400 Meter hohen Sanddünen von Sossusvlei (Bild) befinden sich in der Namib-Wüste und zählen seit 2013 zum Unesco-Weltkulturerbe. ■ Fish River Canyon im Süden besuchen und in der Cañon Lodge übernachten. Die Schlucht ist nach dem Grand Canyon die zweitgrösste der Welt. ■ Gut zu wissen: Obwohl die Flugreise via Johannesburg oder Kapstadt rund 14 Stunden dauert, beträgt die Zeitdifferenz nur eine Stunde. Das Land ist 20 Mal grösser als die Schweiz und hat jetzt Sommer. Bilder und mehr Tipps auf migrosmagazin.ch/wildswelt
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LEBEN
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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MIGROS-BANK-RATGEBER
Steuerabzüge für 10 Milliarden Ich bin auf der Suche nach Tipps für meine Steuererklärung. Vor allem möchte ich wissen, wie ich die Steuerabzüge richtig nutze. Haben Sie dazu eine gute Übersicht?
Januar
Zunahme 90 % 80 % 70 % 60 % 50 % 40 % 30 % 20 % 28 Mrd. Fr. 10 % 0 1990
Daten: EFD
Albert Steck, Markt- und Produktanalyse Migros Bank
Wohl die meisten von uns haben latent das Gefühl, dass ihre Steuerrechnung zu hoch ausfällt. Was auf den ersten Blick durchaus einleuchtet: 1990 bezahlten Herr und Frau Schweizer 28 Milliarden Franken an Einkommenssteuern. Inzwi schen sind es rund 50 Milliarden. Dieser Anstieg wirkt enorm. Er muss allerdings relativiert werden, denn in dieser Zeit hat auch der Wohlstand in unserem Land stark zugenommen. In der Grafik sehen Sie, dass das Bruttoinlandprodukt seit 1990 ebenfalls um ansehnliche 75 Pro zent gewachsen ist. Was die Grafik ausserdem zeigt: Im Vergleich zu den gesamten Steuereinnahmen der öffent lichen Hand sind die Einkommens steuern der Privatpersonen klar unter durchschnittlich gestiegen. Denn das gesamte Steuervolumen hat sich prak tisch verdoppelt und erreicht mittler weile 130 Milliarden Franken. Die Gegenüberstellung verdeutlicht, dass sich der Fiskus stärker als früher auf andere Einnahmequellen stützt, ins besondere die Mehrwertsteuer und die Besteuerung von Firmen. Dass dem gegenüber die Einkommenssteuern für Private einen rückläufigen Anteil an den Staatseinnahmen aufweisen, hat zwei Gründe. Da ist erstens der verschärfte Steuerwettbewerb unter den Kantonen.
Einkommenssteuern von 50 Milliarden 50 Mrd. Fr. — Gesamte Steuereinnahmen (angeglichen) — Einkommenssteuern — BIP (angeglichen)
1995
2000
2005
2010
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Seit 1990 sind die Einkommenssteuern der Privatpersonen von 28 auf 50 Milliarden Franken gestiegen. Das liegt zwar leicht über dem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP). Die gesamten Steuereinnahmen des Staates allerdings haben noch stärker zugenommen.
Und zweitens hat die Bedeutung der Steuerabzüge stark zugenommen.
Das Steuersystem wird dauernd komplizierter Das Optimieren dieser Abzüge hat sich immer mehr zum «Volkssport» ent wickelt. Allein bei der direkten Bundes steuer summieren sich die gewährten Vergünstigungen auf gegen 10 Milliar den Franken pro Jahr. Selbst die Steuer verwaltung verfügt nur über grobe Schätzungen zu diesem Betrag. An gesichts der vielen Arten von Abzügen, die zudem ständig ändern, haben viele Steuerzahler den Durchblick verloren. Wer weiss beispielsweise, dass eine frei willige berufliche Zweitausbildung ab
nächstem Jahr abzugsberechtigt wird? Um Ihnen das Ausfüllen der Steuer erklärung zu erleichtern, finden Sie auf dem Blog der Migros Bank eine Liste mit 50 nützlichen Tipps. Dabei haben wir die Steuerabzüge in fünf Kategorien ein geteilt: Arbeit, Vorsorge, Wohneigen tum, Geldanlage und Familie. Als Beispiel zum letztgenannten Bereich: Im Kanton Bern hat sich der Kinderabzug in den letzten zehn Jahren nahezu ver doppelt. Der Fiskus hat also durchaus seine generösen Seiten. Nur sollte man diese eben kennen. Jetzt auf blog.migrosbank.ch: 50 nützliche Tipps für Ihre Steuern. Und: Wie beurteilen Sie unser Steuersystem?
AUFWÄRMTIPP Ideen aus dem Buch «365 Alltage mit Kindern».
Bild: Lee Jakob
Planschen gegen den Winterfrust ■ Material: Trinkhalme, Becher, Trichter, Sieb, Badeschaum, Körpercreme ■ Und so gehts: An einem frostigen Wintertag gibts kaum etwas Gemütlicheres, als in ein warmes Bad zu steigen. Wenn in der Badewanne dann noch Becher, Trichter, Siebe und Plastiktiere schwimmen, wollen Kinder in der nächsten Stunde wahrscheinlich nichts anderes mehr machen als planschen. Schauen
Sie den Experimenten der kleinen Entdecker zu, und geniessen Sie, wie sie Erfahrungen im Umgang mit Wasser sammeln. Nach dem Bad trocknen ein Badetuch und der warme Föhn den Körper. Eine feine Körpercreme pflegt die von Wind und Wetter beanspruchte Haut. Sabine Mandel: «365 Alltage mit Kindern», Werd Verlag, bei www.exlibris.ch für Fr. 32.–
Zubehör für den Badespass: Plastiktiere, Trichter, Siebe sowie alles, was beliebt.
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FAMILIE
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
Alle habens, nur ich nicht!
Kinder wollen oft das, was die andern haben. Wie Eltern auf diese Wünsche reagieren können ‒ und wie sie lernen, auch mal Nein zu sagen.
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nsere Tochter Davina hat vermutlich schon 50 Handtaschen», lässt sich Cervelat-Promi und Selfmade-Millionär Robert Geiss (50) in der Zeitschrift «Closer» zitieren. «Wir versuchen zwar, den Kindern ein Verhältnis zu Geld beizubringen, nur eben nicht sehr erfolgreich.» Die Beschenkte ist zehn Jahre alt, kann sich aber dank unzähliger Schuhe, Taschen und anderer Accessoires kleiden wie eine Grosse. Immerhin ist die Frage der eigenen Tochter, wieso sie keine 50 Handtaschen habe, für die meisten Eltern relativ einfach zu beantworten: «Weil wir im Gegensatz zu der Familie Geiss keine Multimillionäre sind.» Schwieriger wird es, wenn die Kleine ein iPhone will, weil alle Klassengspänli bereits eins haben. Mit der Aussage «Alle habens, nur ich nicht!» werden Eltern immer wieder konfrontiert. Wie reagiert man darauf? «Bleiben Sie erst einmal gelassen», rät Robert Schmuki (51), Direktor der Pro Juventute und selber Vater von zwei bald erwachsenen Söhnen. Schmukis Tipp Nummer Eins dazu: «Fragen Sie Ihr Kind, wer denn all die anderen seien. Fragen Sie nach Namen.» Oftmals sei das Argument dann vom Tisch, weil der Gefragte keine Gspänli nennen kann. «Fallen tatsächlich konkrete Namen, können Sie deren Eltern fragen, was sie zur Anschaffung bewogen hat. Vielleicht gibt es ja gute Gründe dafür.» Eine Alternative ist auch, einen Kompromiss zu finden. Etwa, indem der Nachwuchs das
iPhone von Mami oder Papi zu bestimmten Zeiten nutzen darf. «Und wenn man als Eltern schlicht gegen eine solche Anschaffung ist», so Schmuki, «sollte man das dem Kind auch sagen und erklären, warum man dagegen ist.» So nimmt man seine Sprösslinge ernst und setzt ihnen gleichzeitig Grenzen. Dies brauche Zeit, und gerade darum ist der wichtigste Rat an Eltern: «Setzen Sie sich mit Ihrem Kind auseinander. Finden Sie heraus, wozu es das Gewünschte benötigt.»
Zeit ist das Wichtigste, was man dem Nachwuchs schenken kann Sieht man sich genauer an, warum Eltern ihren Nachwuchs verwöhnen und in welchen Bereichen sie dies tun, so zeigt sich: Verwöhnung ist eher Mangel als Überfluss. «Es ist im Prinzip eine Form der Vernachlässigung», so Schmuki. Kinder wollen, dass Eltern sie anleiten, fordern und fördern, kritisch hinterfragen oder auch loben. Für Schmuki ist deshalb die Zeit, die Mutter und Vater ihren Nachkommen schenken, indem sie sich mit ihnen befassen, das Wichtigste in der Erziehung. Und unter «Zeit haben» versteht der ehemalige Stadtplaner und langjährige Jugendarbeiter nicht die Zeit, in der man die Kleinen permanent unterhält und vom Kino über den Golfkurs und das Ballett bis zum Reitunterricht schleppt. «Die gemeinsame Familienzeit sollte man bewusst verbringen, zum Beispiel bei einem Gesellschaftsspiel wie <Eile mit Weile>.» Ob ein Kind das iPhone, den Tabletcomputer oder das Luxusmountainbike
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mit neun oder zwölf Jahren bekommt, ist dabei nicht so relevant. «Wichtig ist», so Robert Schmuki, «wie es das Gadget einsetzt und ob es dafür Regeln gibt.» Wenn der Computer in Begleitung der Eltern zum Einsatz kommt, gebe es im Prinzip nichts dagegen einzuwenden.
Das kleine 1 x 1 des Neinsagens ■ Den Liebes
entzug, der auf ein Nein folgt, müssen Sie aushalten. Keine Angst: Kinder sind nicht nachtragend. ■ Nein bleibt Nein. ■ Ein Nein muss man klar begründen. ■ Nie Ja sagen, nur damit man Ruhe hat. ■ Wenn Sie Ja sagen, können Sie auch von den Kindern etwas fordern. So lernen sie, dass alle auch geben müssen, damit die Gemeinschaft funktioniert. ■ Verwöhnen Sie Kinder ruhig mal. Dies soll aber die Ausnahme sein, zum Beispiel am Geburtstag, in den Ferien oder zu einem besonderen Ereignis.
Etwas anderes ist es, wenn die Kleine ihr Spielzeug selbst kauft Das Gleiche gilt für Computerspiele, die es heute bereits für Fünfjährige gibt. Werden diese gemeinsam in der Familie gespielt, ist auch dies sinnvolle Zeit, die man den Kindern schenkt. Und man setzt sich gleichzeitig mit den Bedürfnissen und Wünschen der Sprösslinge auseinander. Deshalb sollten Eltern auch nicht partout Nein sagen, wenn sich der Nachwuchs Spielwaren selber kaufen möchte. Schmuki ist der Ansicht, dass ein Spielzeug eine ganz andere Bedeutung bekommt, wenn das Kind es selber kaufen kann und darauf sparen muss. «Die Gebrauchsregeln müssen dennoch die Eltern festlegen», sagt der Fachmann. Text: Thomas Vogel Illustrationen: Illumüller
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Alles nur eine fette Lüge?
Herz-Kreislauferkrankungen, Übergewicht – jahrzehntelang wurde Fett in Lebensmitteln als Übeltäter an den Pranger gestellt. Heute zeigt sich: Es ist nicht alles schlecht, was Fett ist.
Butter enthält 80 Prozent Milchfett. Mit Mass genossen aber kein Problem.
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ett möchte niemand sein. Darum ist Fett meist auch das Erste, was aus dem Menüplan fällt, wenn es darum geht, ein paar Pfunde zu verlieren. Fett macht fett – das war lange auch die Sichtweise von Ernährungswissenschaftlern. Die Sichtweise stellte sich als fette Lüge heraus. Prof. Dr. Michael Ristow, Professor für Energiestoffwechsel an der ETH Zürich, weiss: «Seit den 70er-Jahren ist der Fettverzehr in den USA stetig gesunken, aber die Fettleibigkeit in der Bevölkerung nahm stark zu.» Nach seinen Forschungen sind es die Kohlenhydrate, die vom Körper als Fett gespeichert werden. «Das Fett wird zwar auch irgendwann zu Körperfett, aber vorzugsweise wird es verbrannt. Die Kohlenhydrate – und da besonders der Zucker – sind hauptverantwortlich für eine Gewichtszunahme.» Paradoxerweise wird gerade bei vielen fettreduzierten Diätprodukten Zucker zugefügt, um den geschmacklichen Mangel auszugleichen. Für eine verbesserte Konsistenz der leichten Produkte kommen oft stärkehaltige Bindemittel hinzu. Sowohl Zucker als auch die Bindemittel sind vor allem eines: Kohlenhydrate. Die eingesparten Fett-Kalorien kommen mit den Kohlenhydraten praktisch durch die Hintertür wieder in den Körper. Dabei hat Fett einen gewichtigen Vorteil: Eine ausgewogene Mahlzeit mit Fett sättigt stärker als ein Gericht mit hauptsächlich Kohlenhydraten.
Bilder: Getty Images (2), Giulia Marthaler/ETH Zürich
Ein Bierbauch kann bei Männern zu Erkrankungen führen Eines sicher: Unser Körper enthält Fett und braucht Fett. «Wir benötigen nicht viel Fett, und da vor allem die ungesättigten Fettsäuren, weil wir die nicht selbst herstellen können. Besonders wichtig sind die Omega-3-Fettsäuren zum Beispiel für die Gehirnfunktionen und für einen möglichen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen», erklärt der Mediziner. Die Membranen, die unsere Körperzellen umgeben, enthalten Fett, und ein nicht unwesentlicher Teil unseres Gehirns besteht ebenfalls aus Fett. Aber wie steht es mit jenen Problemzonen an Beinen, Bauch und Po, die Übergewicht so sichtbar machen? Der Energiestoffwechselexperte kann zumindest für das Fett an Beinen und Po beruhigen: «Das ist nicht schädlich.» Anders sieht es da schon mit dem berüchtigten Bierbauch aus: «Männer haben da einen biologischen Nachteil, weil sie Fett in der
«Fett an Beinen und Po ist nicht schädlich.» Michael Ristow ist Internist und Professor für Energiestoff wechsel an der ETH Zürich.
Bauchhöhle speichern. Dieses intraabdominale Fett scheint Substanzen abzugeben, die ins Blut übergehen und dort in bestimmten Organen Probleme bereiten. Das kann unter anderem zu Herzgefässerkrankungen führen.» Frauen hingegen lagern Fett eher unter der Haut ab, wo es nicht stört und wo es auch keine schädlichen Substanzen produziert. Gleichermassen kann aber eine Fettleber zum Problem werden – und das nicht nur bei Alkoholikern. Auch ein ständiges «Zuviel» an Kohlenhydraten kann zur Fettleber führen. Aber was tun, um rank und schlank zu werden beziehungsweise zu bleiben? Auf Ernährungsformen mit reichlich Eiweiss und Fett und nur wenig Kohlenhydraten setzen, wie es beispielsweise die Atkins-Diät oder – recht modern – die Steinzeit-Ernährung («Paleo-Diät») vorschlagen? «Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung ohne Nahrungsmittelergänzung und mit wenig Fleisch. Statt beispielsweise Produkte mit Omega-3-Fettsäuren zu nehmen, ist es sinnvoller, mit Lebensmitteln zu kochen, die diese Fettsäuren enthalten.» Ähnlich wie es besser ist, eine Orange zu essen, als nur den Saft zu trinken oder gar Vitamintabletten zu schlucken.
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FÜR DIE KÜCHE
Fette und Öle richtig verwenden 1. Kein Öl sollte so stark erhitzt werden, dass es raucht. Denn dabei entstehen Stoffe, die als krebserregend gelten. 2. Öle mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Lein-, Baumnuss-, Sonnenblumenund Distelöl eignen sich besonders für kalte Zubereitungen in Dressings und
«Böses» Fett entsteht häufig erst in der Küche Dass Kategorien wie «Gut» und «Böse» nicht greifen, um dem Thema Fett gerecht zu werden, sieht man am Thema Speisefette. Lange wurde Butter verteufelt, Schweineschmalz war oft ein Tabu, dafür wurden Pflanzenöle hochgelobt, die reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind – wie beispielsweise den Omega-3-Fettsäuren. Das stimmt auch. Problematisch wird es erst, wenn man die Öle daheim nicht sachgemäss verwendet und sie stark erhitzt. «Dann entstehen aus den ungesättigten Fettsäuren Transfettsäuren. Im Grunde missgebildete Fettsäuren, die Arteriosklerose begünstigen können. Wer also meint, sich gesund zu ernähren und mit guten Ölen zu braten, sitzt einem Trugschluss auf », sagt Ristow. Es ist somit nicht ganz so einfach – weder mit dem Abnehmen noch mit den Fetten. Sicher scheint indes einzig eines: Pfunde purzeln nur, wenn man konsequent die Kalorienzufuhr reduziert und sich ausreichend bewegt. Denn für ein gesundes Körpergewicht müssen sich Ein- und Ausgaben ungefähr die Waage halten. Ob mit oder ohne Fett. Text: Claudia Schmidt
Mayonnaisen oder zum Abrunden von Gerichten. Zum Braten oder gar Frittieren sind sie ungeeignet. 3. Kokosfett und tierische Fette hingegen sind ideal zum Braten und Frittieren. 4. Margarine enthält oft gehärtete Fette. Diese haben mehr schädliche Transfettsäuren als ungehärtete Fette. Deshalb ist herkömmliche Margarine nicht zum Braten geeignet.
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Rundgang durch die sehenswerte Altstadt (*). Die Hauptstadt der östlichen Normandie ist ein wahres Freilichtmuseum gotischer Kunst. 7. Tag: Rouen–Les Andelys. Fahrt nach Les Andelys, das an einer der landschaftlich herrlichsten Lagen des Seine-Tals liegt. Nach dem Mittagessen bietet sich Ihnen die Möglichkeit, die Stadt auf einem Rundgang (*) zu entdecken. Les Andelys, wird von seiner Schlossruine Gaillard überragt, die hoch oben über der Seine von Richard Löwenherz erbaut wurde. 8. Tag: Paris–Schweiz. Nach dem Frühstück Ausschiffung und Rückfahrt mit modernem Komfort-Reisebus zu Ihren Einstiegsorten.
4. Tag: Duclair. Geniessen Sie am Morgen die Fahrt entlang einer zauberhaften Landschaft. Nach dem Mittagessen Ausflug (*) nach Étretat – das vielbesuchte Seebad.
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5. Tag: Honfleur. Heute erreichen Sie Honfleur, die malerische Stadt an der Côte Grace. Stadtrundgang durch das historische Viertel in Honfleur (*). Nachmittags findet ein Ausflug nach Caen statt (Fr. 45.–). Kurze Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt der Region Basse-Normandie. Anschliessend besuchen Sie das Mémorial-Museum, das sich mit der Geschichte des 20. Jh. befasst.
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6. Tag: Rouen. In Rouen erwartet Sie ein geführter Das moderne Schiff der französischen Reederei CroisiEurope, die MS Seine Princess***+, bietet Ihnen eine ungezwungene Atmosphäre. Erleben Sie an Bord den französischen Charme und lassen Sie auf dem Sonnendeck die idyllische Landschaft vorbeiziehen. Das Schiff verfügt neben dem Sonnendeck über zwei Passagierdecks, wo sich die Kabinen, das Nichtraucher-Restaurant, ein grosszügiger Salon und die Rezeption befinden. Alle Kabinen liegen aussen, sind funktionell eingerichtet und verfügen über zwei Betten, Bordradio, TV, Klimaanlage, Safe, Föhn sowie Dusche/WC. Willkommen an Bord!
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Neuheit 2015
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MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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NERD’S WORDS Strom aus dem Automaten soll den leeren Handyakkus neues Leben einhauchen.
mit Reto Vogt
Batteriehaltung
120 Sekunden bis zum vollen Akku, Ersatzbatterien aus dem SelectaAutomaten: Entwickler wollen die Handy-Lebensdauer verbessern.
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.ch
Scannen Sie den QR-Code und lesen Sie, wie Sie die Akkulaufzeit Ihres Handys verlängern können.
lles verändert sich, nur eines bleibt immer gleich: Der Akku eines modernen Handys ist spätestens nach einem Tag leer. Forscher tüfteln deshalb an verschiedenen Lö sungen, wie dieses Problem ohne Leis tungseinbussen behoben werden kann. Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung beim hierzulande un bekannten Hersteller Blu. In dessen Smartphone Studio Energy, das in Ame rika Ende Monat erscheint, steckt eine fast drei Mal so leistungsfähige Batterie wie im iPhone 6, ohne jedoch unhand licher zu wirken. Selbst wenn nur die Hälfte der versprochenen Laufzeit von vier Tagen erreicht wird, ist das ein grosser Fortschritt. Demgegenüber steht eine Idee der israelischen Firma StoreDot. Einzig mit
der veränderten Struktur innerhalb eines herkömmlichen Handyakkus soll dieser in nur 120 Sekunden vollständig aufgeladen werden können. Einen anderen Weg geht der chine sische Designer Tsung ChihHsien mit seinen MiniPowerBatterien, die aus sehen wie Schokoladetäfelchen. Sobald die Handybatterie schlapp macht, holt man sich einen Ersatzakku aus dem SelectaAutomaten und spendiert sei nem Smartphone damit zwei, vier oder sechs Stunden Saft. Nach Gebrauch lässt sich die Batterie recyclen und ihre Papphülle biologisch abbauen. Weder das Schnellladekonzept noch der Ökoakku sind jedoch marktreif. Kurzfristig dürfte sich höchstens der Superakku auch bei bekannten Herstel lern wiederfinden. Texte: Reto Vogt
Illustration: Supertotto/2Agenten
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2-Sterne-Web Wir schreiben das Jahr 2015. Die Schweiz steht im «State of the Internet»-Bericht des Internetdienstleisters Akamai hervorragend da. Nirgends in Europa gibts eine so hohe Internetgeschwindigkeit wie hierzulande. Nur Südkorea, Hongkong und Japan surfen schneller. Ausserdem ist das Durchschnittstempo verglichen mit dem Vorjahr um starke 25 Prozent gestiegen. Ist dank dieser vielversprechenden Entwicklung also alles in Butter? Mitnichten. Was in vielen Ländern dieser Welt kein Problem ist, bringt die Schweiz nicht fertig: Flächendeckendes W-Lan fehlt zwischen Genf und St. Gallen nicht nur in vielen Städten, Zügen und Museen, sondern auch in zahlreichen Hotels. So sieht sich der Verband Hotellerie Suisse heuer erstmals genötigt, seinen Sternehotels eine «Internetpflicht» vorzuschreiben, wenn diese ihre Klassifikation behalten wollen. Es ist unverständlich, dass viele Hotels im Tourismusland Schweiz zu diesem Schritt «gezwungen» werden müssen und das Selbstverständliche nicht von sich aus anbieten. Dabei gibts kaum eine günstigere Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben, als mit der Ansage: «Kostenloser Internetzugang für alle Gäste!» Die Einrichtung kostet lediglich ein paar 100 Franken. Weil die Richtlinien des Verbands aber viel zu moderat formuliert sind, dürfen Hoteliers die Rechnung an die Kunden weiterreichen. Wer das tut, hat nicht verstanden, dass Gratisinternet in einem Hotelzimmer heute zum Standard gehört wie Bett, Dusche und Frotteetuch.
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STECKBRIEF Hyunday i20
Antrieb: R4-Benziner, 1.3 75 und 84 PS, 1.4 100 PS, R4-Turbodiesel 1.1 75 und 1.4 90 PS; Frontantrieb, 5-, 6-Gang-Schaltung, 4-StufenAutomat. Verbrauch: 3,2 bis 5,5 l/100 km = 84 bis 155 g/km CO2-Ausstoss (Normwerte); Energieeffizienz A bis F. Gewicht: ab 1040 kg, Laderaum 326 bis 1042 l. Preis: ab 13 240 Franken. Beim Händler ab Anfang März.
HYUNDAI i20 COUPÉ
Der nächste Schritt Noch steht der neue Hyundai i20 gar nicht bei den Händlern, da kündigen die emsigen Koreaner bereits eine attraktive Coupévariante des Kleinwagens an. Der im Verlauf dieses Jahres erhältliche Dreitürer unterscheidet sich optisch deutlich vom Fünftürer, wirkt noch sportlicher und dynamischer und will so in erster Linie ein jüngeres Publikum ansprechen. Dazu passen auch die nur für das Coupé erhältlichen, grösseren 17-Zoll-Felgen sowie die zusätzliche, auffällige Lackierung «Tangerine Orange». Mit 336 Liter Kofferraumvolumen beweist aber auch das Coupé durchaus seine praktischen Seiten.
RATGEBER
Stop bei Waldwegen!
Auch ohne Verbotstafel: Waldwege sind für Autos in der Regel tabu.
Es ist eine dieser alten Streitfragen: Darf man Waldwege befahren oder nicht? Entgegen verbreiteter Meinung hängt dies nicht vom Belag ab (asphaltiert/unbefestigt): Waldstrassen sind für Motorfahrzeuge grundsätzlich verboten – auch ohne Fahrverbotstafel! Ausgenommen sind Forstund Landwirtschaftsfahrzeuge sowie Anstösser. Problematisch bleiben die schwammigen Regelungen und die Tatsache, dass Gemeindepläne die
Waldwege definieren, da die Signalisation im Ermessen der Gemeinde liegt. In der Regel als erlaubt annehmen darf man offensichtlich für den Verkehr gedachte Wege (die zum Beispiel zu einer Gemeinde führen). Spätestens, wenn der Weg nur direkt in den Wald führt oder einen Grünstreifen in der Mitte hat, sollte man von einem Verbot ausgehen. Im Zweifel gilt: Lieber nicht, denn Unwissenheit schützt nie vor einer Busse.
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Der flotte Herausforderer
Bewegung im boomenden Kleinwagensegment: Die Bestseller VW Polo und Opel Corsa wurden neu lanciert – im März zieht Hyundai mit dem i20 nach.
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Dynamisch: Der Hyundai i20 wirkt dank seiner breiten, flachen Karosserie flott und sportlich.
as dem kleinen Hyundai i10 stands nicht nur hinten sehr grosszügig, bereits gelang, soll sich nun mit sondern setzt auch vorne in seiner Klasse dem etwas grösseren i20 wie neue Massstäbe. Dennoch bleibt mit derholen: Die Koreaner möchten damit 326 bis 1042 Liter ein üppig bemessener Kleinwagenvergleichstests gegen die Kofferraum übrig, der beispielsweise arrivierte europäische Konkurrenz jenen des VW Polo (280 bis 952 Liter) gewinnen. Allerdings treffen sie mit dem übertrifft. Was die gute Innenraumver ab 1.März erhältlichen neuen i20 auf arbeitung vermuten lässt, bewahrheitet deutlich stärkere Konkurrenz als beim sich beim Fahren. Die ausgezeichnete i10. Weil der i20 in Europa gestylt und Fahrzeugdämmung sorgt selbst bei entwickelt wurde und im modernen höheren Tempi für niedriges Geräusch Werk in der Türkei gebaut wird, präsen niveau. Die Fahrwerksabstimmung wirkt tiert sich der kleine Fünftürer für ausgewogen komfortabel, die Lenkung unseren Geschmack flott. Seine im Ver setzt Befehle direkt und präzise um. Gar keine Kritik? Doch. Für die Ben gleich zum Vorgänger etwas breitere und längere, aber flachere Karosserie sitzt auf zinmotoren wünschten wir uns bei aller einem neuen Chassis. Dank sportlicher Sparsamkeit doch etwas mehr Tempera Proportionen hebt sich ment. Aber im Laufe der europäische Korea dieses Jahres folgt ja ner wohltuend von den noch ein neuer, dreh eher nüchternen Kon momentstärkerer Drei trahenten VW Polo oder zylinderturbo mit 120 Opel Corsa ab. PS. Spätestens dann Für einmal geht die erhält man ab rund 13 000 Franken einen hübsche Form aber erwachsenen Kleinen, nicht auf Kosten der praktischen Vorzüge. der keinen Vergleich zu Im Gegenteil: Das Überzeugendes Cockpit: scheuen braucht. Raumangebot des i20 Intuitive Bedienung, prima Texte: Raoul Schwinnen, Timothy Pfannkuchen ist dank längeren Rad Ergonomie und viel Platz.
Einfach, aber schmackhaft
Doppelschlag: Der Celerio ersetzt in der SuzukiPalette den Alto und den Splash.
Wozu Haute Cuisine, wenn auch Währschaftes schmeckt? Mit viel Platz für wenig Geld punktet der Suzuki Celerio. Dieser in Thailand gebaute Japaner buhlt im Gegensatz zu anderen Kleinstwagen weniger mit Lifestyle als mit praxisbetonter Einrichtung. Eher rustikal wirkt das Cockpit, dafür punktet der 3,60-Meter-Zwerg mit ungewohnt viel Platz hinten und im Laderaum. Eher betulich, dafür sparsam ist der Dreizylin der (68 PS). Die «Eco+»-Variante soll laut Norm 3,6 l/100 km verbrauchen (84 g/km CO2-Ausstoss; Energieeffizienz A). Optional gibt es einen Automaten. Start ist im März ab 10 990 Franken.
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Zur Vervollständigung der Klassenliste zwecks Klassenzusammenkunft suche ich folgende Mitschülerinnen: Margrit Meier-Bischof, Rita Egger Wildermuth, Rita Schweizer-Jola, Brigitte Reifler. Wir haben zusammen in den Jahren 1959–1962 die 4.–6. Klasse bei Lehrer L. Rothenberger im Schulhaus Wildenstein, Rorschacherberg SG, besucht. Wer kann mir Angaben über die Adressen der Gesuchten machen? Vielen Dank! Martin Benz Bruggmühlestrasse 6 9403 Goldach E-Mail: benz49@gmx.ch
Meldet euch zum grossen Treffen! Gesucht werden für die Organisation eines Klassentreffens (beginnend hinten links bis vorne): Silvia Graf, Patrizia Voisard, Patrick Wanner, Karin Hägler, Priska Sprecher, Karin Meyer, Daniel Müller und Christian Jehle. Bei den Damen ist es jeweils der
ledige Familienname. Wir waren von 1983–1987 zusammen in der Klasse 1–4b im Schulhaus Niederholz in Riehen BS. Bitte meldet Euch – oder wer die Gesuchten kennt – bei: Thomas Jauslin E-Mail: tomjauslin@hispeed.ch
Gesucht wird: Hilde, Nachname vergessen, Thun BE, ca. 1968/1969. Du hast an der Tannenhofstrasse 8 im Thuner Quartier Dürrenast im 1. Stock gewohnt, ich in einen Mansardenzimmer, neben einem spanischen oder italienischen Ehepaar, welches das andere Mansardenzimmer bewohnte. Du hast in der Migros Dürrenast gearbeitet, und ich absolvierte in Thun eine Maurerzusatzlehre. Ich würde dich gerne wiedersehen, um über die vergangenen Zeiten zu quatschen. Wer kann mir weitere Angaben machen? Heinz Würsten E-Mail: niesen47@gmx.ch Gesucht werden: Rekruten Geb. Inf. RS. IV Kp Sanitätszug, Bellinzona TI, 5.2.–1.6.1968. Ich suche ca. 25 Kollegen von damals. Einige Namen habe ich noch im Kopf: Rekrut Lerchmüller, Paradowski, Tschanz. Peter Meister E-Mail: pwmeister@bluewin.ch Gesucht wird: Rita Spirig, Rheintal, ca. 1979. Ich habe im Jahre 1979 mit Rita Spirig (evtl. Spichtig) in Orselina TI im Hotel Stella zusammengearbeitet und würde sie gerne wiedersehen. Würde mich sehr freuen, von ihr oder über sie zu hören. Heidy Rütimann E-Mail: heidy.ruetimann@bluewin.ch www.migrosmagazin.ch
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Berufsschule St. Gallen/ElektroKlasse E8b (Henry Stacher) von 1965–1969. Werner Bräker-Lanker E-Mail: family.braeker@bluewin.ch
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1. Tag, Montag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus in die Region von Montecatini Terme, im Herz der Toskana, wo wir zum Nachtessen erwartet werden.
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2. Tag, Dienstag – Pisa & Olivenöl Heute zeigen wir Ihnen die Höhepunkte von Pisa. Dazu gehört natürlich auch der weltbekannte schiefe Turm. Nach etwas Zeit zur freien Verfügung geht es aufs Land, wo wir feinstes Olivenöl und toskanische Weine degustieren. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Mittwoch – Florenz Nach dem Frühstück Fahrt durch schöne Landschaften nach Florenz – die toskanische Hauptstadt gehört zu den schönsten Städten Italiens und wird Sie begeistern. Am späten Nachmittag Rückfahrt ins Hotel und Nachtessen. 4. Tag, Donnerstag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.
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✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus nach Lido di Jesolo und zurück ✓ 2 Übernachtungen im Mittelklasshotel ✓ 2 x Frühstücksbuffet im Hotel ✓ 2 x Abendessen im Hotel ✓ Tagesausflug nach Venedig inkl. interessanter Stadtführung und wunderschöne Bootsfahrt durch die venezianische Lagune (P. Sabioni-Markuplatz/Markusplatz-P. Sabioni) ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung
Ihr Reiseprogramm:
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Reisehit 203 b) 18.5.-21.5.2015 Reisehit 203 c) 1.6.-4.6.2015 Reisehit 203 d) 15.-18.6.2015 Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: - Buchungsgebühr Fr. 10.- pro Person - Einzelzimmerzuschlag: Fr. 90.- pro Person Sie wählen Ihren Buseinsteigeort Aarau, Basel, Bern, Luzern, Olten, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Wil SG, Winterthur oder Zürich
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GLÜCKSGRIFF
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
MUSICAL-TICKETS | 91
Mitmachen und gewinnen
Es lebe der König!
Das Migros-Magazin und Act Entertainment verlosen 32 Tickets für das Musical «Moonwalker – A Tribute to the King of Pop». Einer der besten MichaelJacksonImitatoren der Welt spielt im Musical den King of Pop: Sascha Pazdera.
D
ie Welt stand am 25. Juni 2009 einen Moment still, als bekannt wurde, dass Michael Joseph Jack son gestorben ist. Der «King of Pop», berühmt für Hits wie «Beat It», «Billie Jean» oder «Black Or White», ist von uns gegangen. Doch in den Herzen sei ner Fans lebt Michael Jackson weiter. Weltweit zollen ihm noch heute unzäh lige Menschen Tribut, sei es gesanglich oder tänzerisch. Ein solcher Tribut ist das Musical «Moonwalker – A Tribute to the King of Pop». Da werden Jacksons grösste Hits noch einmal zelebriert. Diese ein drückliche Show kommt im März nach Bern, Sursee und Zürich. Sascha Pazde ra, einer der besten JacksonImitatoren der Welt, spielt die Hauptrolle. So authentisch, dass man glauben könnte, der König sei von den Toten auferstan
den. Begleitet wird «Michael» bei der Show von einer Liveband, Akrobaten und Profitänzern. Doch nicht nur Gesang und Tanz werden bei den Aufführungen für Stim mung sorgen: Eine Lichtshow, eine Videoleinwand und originalgetreue Kostüme tragen dazu bei, dass sich die Zuschauer fühlen, als wären sie an einem MichaelJacksonKonzert. Wer gerne in Erinnerungen schwelgt oder nie die Chance hatte, Michael Jackson live zu sehen, sollte sich diese Gelegen heit nicht nehmen lassen und das Musi cal besuchen. Der König ist tot – es lebe der König! Reguläre Tickets gibt es auf www.actnews.ch und an allen Vorverkaufsstellen von Ticketcorner. TicketcornerHotline 0900 800 800 (Fr. 1.19/ Minute, Festnetztarif)
Das Migros-Magazin und Act Entertainment verlosen unter allen Leserinnen und Lesern 32 Tickets für das Musical «Moonwalker – A Tribute to the King of Pop». Pro Vorstellung werden 4 x 2 Tickets (1. Kategorie) im Wert von je Fr. 95.– verlost. Bitte geben Sie bei der Teilnahme den gewünschten Ort an. 5. 3. 2015, 20 Uhr, Bern, Theater Na tional; 6. 3. 2015, 20 Uhr, Bern, Theater National; 7. 3. 2015, 20 Uhr, Sursee, Stadthalle; 8. 3. 2015, 19 Uhr, Zürich, Theater Spirgarten Wettbewerbsfrage: Wie heisst der «King of Pop» mit bürgerlichem Namen? Teilnahme per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf ab Festnetz) und nennen Sie Ihre Lösung, den gewünschten Spielort, Ihren Namen und Ihre Adresse. Per SMS: Senden Sie ein SMS mit dem Text GEWINNEN, dem Lösungswort, dem gewünschten Spielort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr./ SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösungswort, gewünschter Spielort, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt Online: Gratis auf www.migrosmagazin.ch/gluecksgriff Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrem Lösungswort, dem gewünschten Spielort und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Moonwalker», Postfach, 8099 Zürich Einsendeschluss: Sonntag, 1. 2. 2015. Die Gewinner werden schriftlich benach richtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Tickets müssen an den jeweiligen Daten (Ticketaufdruck) eingelöst werden.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015
UNTERHALTUNG | 93
KREUZWORTRÄTSEL: GESAMTWERT 750 FRANKEN
ZUSÄTZLICH: Eine von 5Migros-Geschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das blau eingefärbte Feld!
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken!
Telefon Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD5 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.2.2015, 24 Uhr
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Telefon Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
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Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.2.2015, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Auflösung Nr. 4: HANDELSRECHT
Die Gewinner Nr. 3 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/raetsel
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Herbst 6: 11.09.–17.09. 7: 18.09.–24.09. 8: 25.09.–01.10. 9: 02.10.–08.10. 10: 09.10.–15.10.
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Mit Direktflug erreichen wir bequem unsere Ferienregion Süddalmatien und Montenegro. Sie entdecken die schönsten Seiten der Adriaküste und ihr ursprüngliches Hinterland. Es erwarten uns landschaftliche, kulturelle und städtebauliche Höhepunkte. Geniessen Sie die Höhepunkte Montenegros, die Unesco-Perle Dubrovnik und seine Riviera in Kombination mit Mostar. Zusammen mit atemberaubenden Landschaftsbildern wird Ihnen die Reise in unvergesslicher Erinnerung bleiben.
Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug Zürich–Dubrovnik, Fahrt nach Kotor und Budva. Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich-Kloten und Flug mit Croatia Airlines nach Dubrovnik. Nach der Ankunft Fahrt nach Montenegro zu der Bucht von Kotor. Der einzige Fjord des Mittelmeeres gehört seit 1979
zum Unesco Weltkultur- und Naturerbe. Die ebenfalls als Weltkulturerbe geschützte im venezianischen Stil erbaute Stadt mit ihrem farbenfrohen Markt, ihren verwinkelten Gassen, kleinen Plätzen und historischen Gebäuden lädt Besucher zum Flanieren ein. Individuelle Mittagspause und Besichtigung des Marinemuseums. Anschliessend Fahrt zu unserem Hotel in Budva. 2. Tag: Budva, Ausflug Cetinje und Nationalpark Lovcen. Geführte Besichtigung durch die alte Hauptstadt Cetinje mit dem ehemaligen königlichen Palast und einem Kloster, dessen grösster Schatz die «Madonna von Philarmos». Weiterfahrt zum Lovcen Nationalpark. Über Serpentinen erreichen wir die Höhe des wildromantischen Lovcen-Gebirge. Am späteren Nachmittag Altstadtspaziergang durch Budva, welches 1979 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört und im venezianischen Stil rekonstruiert wurde. 3. Tag: Budva, Panoramafahrt «Das Hinterland Montenegros». Heute entdecken wir das Hinterland Montenegros mit seinen wunderschönen grünen Bergen, Flüssen und Canyons. Via der Hauptstadt Podgorica erreichen wir den atemberaubenden Canyon des Flusses Moraca und besichtigen das im 13. Jahrhundert erbaute Kloster Moraca. Wir setzen unsere Reise fort über die malerischen Berge und gelangen zum Fluss Tara, auch bekannt als «Träne Europas», dessen Canyon der zweittiefste der Welt ist. Weiterfahrt zum Nationalpark Durmitor. 4. Tag: Budva–Dubrovnik–Slano. Rückfahrt nach Kroatien. Heute besichtigen wir Dubrovnik, «die Perle der Adria». Dubrovnik entwickelte sich im Mittelalter zu einem unabhängigen Stadtstaat und war bis zum Ende des 17. Jh. eines der grossen Handelsund Seefahrtszentren an der Mittelmeerküste. Die Unesco erklärte die von mittelalterlichen Wällen umgebene Altstadt zum Weltkulturerbe. Abends Weiterfahrt zu unserem Hotel. 5. Tag: Slano, fak. Ausflug Halbinsel Peljesac und Korčula. Die Halbinsel Peljesac ist reich an schwarzen Kiefernwäldern und mediterranen Pflanzen, Olivenhainen und Weinbergen. Degustation
der lokalen Weine. Von Orebic – Stadt der Seefahrer und Weingärtner setzen wir mit der Fähre über nach Korčula mit seiner schmucken venezianischen Kulisse. Geführte Besichtigung durch die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten. 6. Tag: Slano, Ausflug Mostar. Die historische Stadt Mostar liegt im Tal des Flusses Neretva. Hier befindet sich die berühmte Brücke Stari Most, die seit jeher als Brücke zwischen Okzident und Orient und als Wahrzeichen Mostars gilt. Auf einer interessanten Stadtführung lassen wir uns verzaubern von der orientalischen Atmosphäre der Altstadt und besichtigen die Moschee und ein türkisches Haus. Individueller Aufenthalt. 7. Tag: Slano–Dubrovnik – Rückflug nach Zürich. Am Vormittag Fahrt zum Flughafen in Dubrovnik und Rückflug nach Zürich. InternetBuchungscode
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Ihre Hotels Wir wohnen drei Nächte im guten Mittelklasshotel Queen of Montenegro T-● ● ● + (off. Kat. ****) leicht erhöht in einer malerischen Landschaft, mit einem schönen Ausblick über die Bucht von Becici. Die 236 Zimmer sind mit Bad oder Dusche/WC, Haartrockner, Klimaanlage, Minibar, Safe, TV und Telefon ausgestattet.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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UNTERHALTUNG | 95
QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Welche Geschütze werden für den Skisport eingesetzt? K Schneekanonen
T
Schneepistolen
D Eispanzer
So nehmen Sie teil
2. Welche Farbe haben die Arbeitskittel des Personals in einem Operationssaal?
5. Wo, in der Schweiz, befindet sich der Homöopathiegarten mit rund 120 Pflanzen?
Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
D Aarau
Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.2.2015, 24 Uhr
O schwarz
E
gelb
A grün
3. Wie nennt sich bei Tieren eine weisse oder hellere Streifen-Zeichnung? E
Blösse
K Blässe
B Blesse
A Bokert
O Adebar
4. Wie heisst der Biber in der Fabel? I
Isegrim
N Vevey
R Zug
Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
6. Welche dieser Personen ist nicht dem legendären «Rat Pack» zuzuordnen? E
Jon Cryer
T
Frank Sinatra
A Dean Martin
7. Wofür erhielt 1868 die Britin Henrietta Vansittart ein Patent? N Färbemittel
E
Nähmaschine
T
Schiffsschraube
Kurzschriftsystem
Z
Bankenwesen
8. Wo kommen «Tironische Noten» vor? L
Arien
T
Auflösung Nr. 3: TASTSINN Gewinner Nr. 2: Reto Bodmer, Freienbach ZH; Kurt Märki, Huttwil BE; Berta Furrer, Volketswil ZH
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
2 4 1 3
E 5
AMU S I S C H ANPASSER B EWE I N E N F I GUR I NE JUL I ENNE MO K I E R E N REBSORTE REEDERE I SK I ANZUG STAEDTER
So nehmen Sie teil
Telefon Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD3 gefolgt vom Lösungscode, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 AHESR Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 1.2.2015, 24 Uhr
1
2
3
4
5
Auflösung Nr. 4: SHAKE Gewinner Nr. 3: Margrit Graber, Bern; Peter Hirschi, Rüschegg Heubach BE; Margrit Eberhart, Amriswil TG
Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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UNTERHALTUNG | 97
BIMARU
BRÜCKEN
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü2 4 5 2 3 cken und Verbindungen mit mehr 2 3 2 als 2 Linien sind nicht erlaubt. www.raetsel.ch/bruecken
4 1 1
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Auflösung Nr. 3:
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KINDEREGGE
R ätse lspas s
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WAS GEHÖRT NICHT AUF DEN TISCH? Hugo hat sich einen Spass erlaubt und den Tisch heute ganz besonders gedeckt. Auch mit Dingen, die man zum Essen garantiert nicht braucht. Kreuze die Sachen an, die nicht auf den Esstisch gehören.
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RÄTSEL & SPIELE
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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UNTERHALTUNG | 99
SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN
Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! 4
3
8
6 2 1 3 4 5
7 4 6
2
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5
9
7 5 2 9 1 3
1 7 9 3
9
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.
2
Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel
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7
Auflösung Nr. 4: 873 2 5 4 6 8 7 3 1 9
3 6 9 2 4 1 8 5 7
7 8 1 5 3 9 2 6 4
5 2 8 3 7 6 9 4 1
6 9 7 4 1 2 5 3 8
1 4 3 8 9 5 6 7 2
8 1 5 9 6 4 7 2 3
4 3 2 7 5 8 1 9 6
Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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IMPRESSUM MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 569 115 Ex. (WEMF 2014) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2014-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch
Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild
Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Sabine Müller, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West
Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer
Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara
Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber
Online: Reto Meisser, Reto Vogt
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi
Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann
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MEINE WELT 102 |
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WANDA WYLOWA
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NR. 5, 26. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |
«Wenn mir alles zu viel wird, gehe ich in die Sauna»
Wanda Wylowa hat für ihre schauspielerische Leistung im Film «Der Hamster» den Schweizer Fernsehfilmpreis 2015 als beste Nebendarstellerin erhalten. Die Stadtzürcherin steht aber auch auf der Bühne: Am 27. Januar ist Premiere des Theaterstücks «Ost. Küste. Horror.» in der Roten Fabrik in Zürich. Darin spielt sie eine Islamwissenschaftlerin.
Wieso leben Sie in Zürich?
Weil ich es liebe, in einer Stadt zu wohnen, in der ich an jeder Ecke etwas erlebt habe und jeden Tag wieder an etwas anderes an einer anderen Ecke erinnert werde. Emigrieren zu müssen, halte ich für eines der härtesten Schicksale. Wo würden Sie gerne leben?
Name: Wanda Wylowa (38) Sternzeichen: Wassermann Wohnort: Zürich
In einer Strasse mit grossen Parks und all meinen Freunden, in einem Haus mit zu vielen Zimmern und riesigen Ateliers. Beruf und Lebenslauf:
Schauspielerin, Mundartcoach und Sprecherin. Steiner-Schule, Gymi und Theaterhochschule. Schon meine Eltern haben sich im Theater Neumarkt kennengelernt und dort ihr Hochzeitsfest gefeiert. Ich habe im Schauspielhaus gearbeitet – zuerst in der Kantine, danach als Regiehospitantin und dann als Schauspielerin auf der Bühne. Seit 1999, also seit der Gründung, bin ich Mitglied der Theatergruppe 400asa, die immer wieder vom Migros-Kulturprozent unterstützt wird. Ich habe regelmässig Auftritte in Schweizer Filmproduktionen wie «Mein Name ist Eugen», «Tatort» oder «Der Bestatter». Dieses Jahr wird der Fantasy-Film «Der Polder» in die Kinos kommen. Ich spiele eine Game-Designerin.
Was ich an mir nicht mag:
Meinen schlechten Schlaf und die daraus folgende Überreiztheit. Mein Tick:
Über meinen schlechten Schlaf reden und auf Sonderangebote hereinfallen. Meine schlechteste Eigenschaft:
Zu viel zu klagen, zu viel zu reden, zu viel zu denken. Meine Lieblingsmusik:
«Final Countdown», von meinem Sohn Vadim (7) auf dem Klavier gespielt, sowie DJ Ismael, mein älterer Sohn (14). Mein bester Entscheid:
Mir ein Bild von Andrea Muheim zu schenken. Mein schlimmster Moment:
Die Trennungen von den Vätern meiner Buben. Text: Reto E. Wild Bilder: Gerry Nitsch
«Mein Freund Nikolai Bosshardt (30) ist der Schönste, Gescheiteste und der Beste. Und ebenfalls Schauspieler. Wir haben uns in der Theatergruppe 400asa kennengelernt.»
Drehen, drehen, drehen. Und weiterhin meine Buben und mich allein durchbringen können, finanziell komplett unabhängig sein und trotzdem Kunst machen. Was ich mag:
«Für die CD des Films ‹Mary&Johnny› habe ich das Abspannlied geschrieben und gesungen. Ich singe fürs Leben gerne.»
Gut schlafen, ein Glas kaltes Hahnenwasser, schmusen und inspirierende Gedanken. Was ich nicht mag:
Dass wir Menschen so viel Angst haben. Meine beste Eigenschaft:
Puh, das ist doch für jeden, dem ich begegne, was anderes. Was ich an mir mag:
Dass ich blitzschnell denken kann.
«Wenn mir alles zu viel wird, gehe ich gerne in die Sauna. Am liebsten mag ich die in unserem Ferienhaus in Aedelswil AR. Meine Mutter Monika ist Appenzellerin.»
MEIN LIEBSTER
Mein Ziel :
MEIN DING
MEIN FLUCHTORT
MEIN ARBEITSORT
«Seit drei Wochen probe ich täglich im Theater der Roten Fabrik. Im Stück ‹Ost. Küste. Horror.› spiele ich eine Islamwissenschaftlerin und erzähle gruselige Geschichten.»
MEINE WELT
MIGROS-MAGAZIN | NR. 5, 26. JANUAR 2015 |
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WANDA WYLOWA | 103
MEIN LIEBLINGSPRODUKT
«Meine Kinder mögen Börek. Das ist zwar Fastfood, aber gesund und speziell. Die PeperoniWürzpaste Ajvar, die ich im Migros-Partner Voi Grünau kaufe, enthält keine Zusatzstoffe und schmeckt wie aus einem Dorf auf dem Balkan.»
MEIN BILD
«Dieses Ölbild von Andrea Muheim habe ich im Dezember 2011 gekauft. Es zeigt die Neugasse im Kreis 5, wo ich aufgewachsen bin.»
Bild: SRF/Marcus Gyger
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MEINE ARBEIT
«Im Film ‹Der Hamster› spiele ich die Polizistin Tina, die von ihrem Mann verlassen wird. Den Film gibt es an den Solothurner Filmtagen zu sehen, oder am 1. März auf SRF 1 um 20 Uhr.»
MEIN ZUHAUSE
«Ich lebe seit sieben Jahren in der Siedlung Grünau am Rande von Zürich. Man fühlt sich hier wie auf einer Insel, auf der sich alle kennen. Zum Baden habe ich die Werdinsel in der Nähe, und auch Schule, Hort und die Migros sind um die Ecke. Mein Bruder Ilja (39) arbeitet in der Grünau als Sozialpädagoge.»
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