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Migros magazin 04 2017 d lu

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MM4, 23.1.2017 | www.migrosmagazin.ch

Pigmentflecken: Diese Therapien helfen Seite 74

Kung-Fu

Roger Stutz, Meister der legendären Shaolin Seite 18

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Migros-Magazin Nr. 4/2017

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MM4, 23.1.2017 | 5

N Editorial

Reisen – mit Hund?

Nichts gegen den Winter: Ich liebe es, wenn der Schnee alle Geräusche verschluckt und die Welt sich im kalten Sonnenstrahl so wunder­ schön präsentiert wie sonst nur auf Werbefotos. Doch es gibt auch den anderen Winter: Wenn die dreckigen Schneehaufen sich türmen, der lauwarme Wind die Regenschauer heranträgt und alles in Matsch und Pflotsch versinkt.

Dann träumt man sich gern weg. Irgendwohin, wo es warm, trocken und wohlig ist. Wo die Son­ nenuntergänge so farbig sind wie Longdrinks. Wo das Meer sauber, der Strand gepflegt ist und das Essen eine wunderbare Entdeckungsreise. Für Hundebesitzer aber fangen dann die Pro­ bleme erst an. Was tun, wenn man mit dem Hund auf Reisen oder in die Ferien fahren will? Hunde im Flugzeug? Ein Hürdenlauf. Im Zug? Teuer und kompliziert? Hundefreundliche Hotels? So selten wie Schnee an Weihnachten. In unserem 48-seitigen Extra Reisen finden Sie diverse Gele­ genheiten, sich wegzutr äumen, und Tipps, wie auch Rex, Tarzan, Blacky und Co. zufrieden sind.

Bild: Michael Sieber

Praxisbezug statt grauer Theorie: Diesem Leitsatz ist Migros­Bank­Experte Albert Steck in den vergangenen drei Jahren beim Schreiben seiner Geldkolumne stets gefolgt. Er hat uns anschaulich die Mecha­ nismen der Wirtschaft offenbart. Nun wechselt er zur «NZZ am Sonntag». Wir winken und wün­ schen alles Gute. Wer die Geld­ kolumne übernehmen wird, verra­ ten wir in der übernächsten Ausgabe.

Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

Menschen 8 So spricht die Jugend

Derb, aber kreativ: kleines Abc der heutigen Jugendsprache 15 Bänz Friedli 18 Shaolin aus Luzern

Roger Stutz erlernte die Kunst des Kung-Fu bei den Shaolin-Mönchen in China 20 Leserforum 22 Interview Die Historikerin Luise Tremel plädiert für Teilen und Tauschen statt Kaufen und Rauschen

Migros-Welt 33 Star der Woche

Produkte der M-Industrie im Rampenlicht: Blévita Gruyère 37 Migros-Pioniere 41 Saisonküche: Wähen 56 Know-how für Afrika

Technikstudenten aus Namibia lernen in Schweizer Labors

60 Game-Festival Ludicious 63 Vom Frühling träumen 64 So trotzt man den Viren

67 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

92

Leben 73 Kolumne 1, 2 oder 3?

Der kleine Erbsenprinz 74 Gesundheit

Weg mit den Pigmentflecken! 76 Kolumne Brave New Girl

Ein Leben voller Privilegien 77 Migros Bank 80 Kinder

Überlebenskünstler Fuchs

83 Glücksgriff 85 Rätsel/Impressum 90 Cumulus 92 Meine Welt

Springreiter Romain Duguet liebt nicht nur seine Pferde

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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Bilder: Fox Searchlight/Courtesy Everett Collection/Keystone, Shizuo Kambayashi/AP/Keystone, Marco Zanoni

und Träger des Salzburger Stiers. Derzeit ist er mit einem Standup-Programm auf Tournee.

Hörprobe

Entschuldigung, was hören Sie gerade? Stefan Lerch (21), Auszubildender, Bolligen BE

a) «Jamming» von Bob Marley b) «Räuber u Poli» von Lo & Leduc c) «Let It Snow!» von Dean Martin

Ihr Durchmesser betrug rund drei Meter – so schaffte sie es ins «Guinness-Buch der Rekorde». Als sie fertig gebaut war, wog die 37 Meter hohe Schneedame mit roter Mütze rund 6000 Tonnen. Für die Wimpern verwendeten ihre Erbauer 16 Ski. Die Schneefrau schmolz am 30. Juli 2008.

Auflösung a): «Das Lied ist einfach gemütlich.»

Gabriel Vetter (33) ist Satiriker

Zankapfel, Heilsbringer, Freiheitsversprecher, Luftverpester. Und das Jahr 2017 soll uns ja das Jahr des Elektroautos bringen. Heisst es. NAF hin oder her, klar ist: Der Verbrennungsmotor ist irgendwie am Siechen. Ist ja irgendwie auch bizarr, dass wir uns im Jahr 2017 immer noch fortbewegen, indem wir versteinerte Dinosaurier in den Tank werfen. Das Auto auf dem Bild ist auf jeden Fall gerüstet in Sachen fossilfreie Zukunft: Der VW Käfer steht in Japan und ‹läuft› mit Flower Power. Wobei, was heisst hier ‹läuft› – für die einen ist es nur ein Auto, für die anderen ist es das vierrädrigste Gewächshaus der Welt.»

Am 26. Februar 2008 bauten die Einwohner des US-Bundesstaates Bethel den grössten Schneemann – oder besser gesagt: die grösste Schneefrau der Welt.

Quelle: www.bethelmaine.com/ snow-people


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Jugendsprache

Gömmer go eskaliere?

Je krasser, desto besser. Je derber, desto lustiger. Manche Wendungen, die Jugendliche gern benützen, schockieren die Erwachsenen. Das sollen sie auch. Doch die Wortbedeutungen sind meist viel harmloser, als man zunächst vermutet. Eine Frauenfelder Sekundarklasse gibt Nachhilfe in Jugendsprache. Text: Anna Miller

I

ch bin fly. Das heisst, dass ich gerade voll abgehe, also ziemlich involviert bin, es richtig fühle. «Fly sein» wurde in Deutschland vor Kurzem zum «Jugendwort des Jahres» gekürt, von Langenscheidt. Auf Platz zwei landete «bae», die Abkürzung für «before anything else» (vor allem/allen anderen): ein Ausdruck der Zuneigung, beispielsweise für die beste Freundin. Doch kennen Jugendliche aus der Schweiz diese deutschen Ausdrücke und Wörter überhaupt? Wörter, die eine Gruppe von Erwachsenen hinter Jurytischen kürt? Wie spricht die Jugend in der Schweiz? Oder lässt sich die Jugendsprache, die so vielfältig scheint wie die Regionen und Individuen, die mit ihr spielen, gar nicht generalisieren? Besuch bei sechs Jugendlichen der Schulklasse G3B, 3. Sekundarstufe im Schulhaus Reutenen in Frauenfeld TG, ein Dienstag.

Bilder: Paolo Dutto

Eigentlich wäre Turnen, doch das macht der Gruppe ziemlich wenig aus. Zusammen sitzen die vier Buben und zwei Mädchen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren auf einem Sofa in einem Hinterzimmer des Schulzimmers und finden, Lehrer Gerber solle doch mal raus – irgendwie sind diese Gespräche privat. Auf die Frage, welche Wörter sie im Alltag benützen, die wir Alten, also alle ab 20, vielleicht gar nicht mehr verstehen, reden sie alle erst mal durcheinander, fallen sich ins Wort, lachen, machen Sprüche. «Lol», sagt einer, die Abkürzung für «laughing out loud» (laut herauslachen), benützt in der SMS-Kommunikation. «Das ist doch voll alt», sagen die anderen, das benutze schon wieder kein Mensch mehr. Und «fly sein»? Geht so, ist die Antwort, eher weniger. «Wir haben andere Wörter», sagt Alessio. Wörter wie «Lauch», und alle nicken zustimmend. Bedeutung:

Dubel, Idiot. «Spargeltarzan», sagt Giorgio. Dünn, aber kräftig. Dann grinst er verlegen, genau so sieht er selbst aus. Dann beginnt sie, die Flut der Wörter, die für uns Erwachsene immer so schlimm klingen. Derbe Beleidigungen, Worte, die wir uns wohl niemals an den Kopf werfen würden, die rohe Gewalt der Sprache: «Missgeburt», «Opfer», «Bastard». Klingt beleidigend, ist es aber nicht

Die Jugendlichen sagen selbst: Das sind Wörter, die die anderen provozieren. Um sich Gehör zu verschaffen. Um Macht zu demonstrieren – oder Zugehörigkeit. «Klar, diese Wörter waren früher eine krasse Beleidigung», sagt Seraina, aber heute sei das anders: Das seien neutrale Wörter, teilweise sogar lieb gemeinte, anerkennende. «Bastard», früher die Bedeutung für ein


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Fühlen sich «voll sick»: Abbas, Larissa, Seraina, Giorgio, Janik und Alessio aus Frauenfeld

uneheliches Kind, eine Beleidigung, eine Schande, heisst heute bei den Jugendlichen aus Frauenfeld nichts anderes als: Ich bin gerade neidisch auf dich, aber mit ein bisschen Bewunderung. Zum Beispiel, wenn jemand ein Geschenk erhält, das der andere toll findet. Dann sagt dieser zu ihm: «Du Bastard.» Dude – Kollege voll gedige – gemütlich Du bisch dope – Du bist voll krass, du hast es drauf Du bisch voll sick – Steigerung von «dope» Alter – Anrede, im Gespräch, ähnlich wie «Dude» Chill mal – Nimms mal ruhig, reg dich nicht so auf, war nicht so gemeint Die Fluchwörter, die vermeintlichen oder tatsächlichen Demütigungen, sie schweissen

auch zusammen. Sie zeigen, dass sich die Jugendlichen untereinander nichts schenken, provozieren. Aber alles nur deshalb, weil sie sich eigentlich mögen. Und weil sie mithalten wollen, in einer immer schnelleren und lauteren Welt. «Wenn einer immer nur nett spricht oder nur wenig, dann hat er keine Chance», sagen sie alle und nicken. «Wenn einer ‹Missgeburt› zu mir sagt, dann kann ich ihm ja nicht das Gleiche zurücksagen, dann muss ich ein anderes Wort nehmen, das ist kreativer», sagt Giorgio. Wenn also einer fragt: «Bisch en Mongo?», dann antwortet er: «Defür bisch du eine mit Trisomie.» Irgendwie merken sie, dass es mich irritiert, dass Erwachsene diese Sprache generell schlimm finden, es nicht einordnen können. Sie merken es, wenn ihre Mütter zu Hause mit ihnen am Tisch sitzen und Sätze

sagen wie «Red nöd so wüescht», oder mahnen, Respekt zu zeigen. Die Väter dagegen sagen meistens nicht viel, «sie lassen uns reden, wie wir wollen». voll hange blibe – zurückgeblieben,kindisch schlifts? hackets? – gehtsnoch?(Ausdruck davon,dassetwasnicht okayist) Boss – neuesWortfür«Star»(veraltet),AusdruckdesRespektsundderNähe,Kosename Gömmer go pumpe? – Gehen wir ins Fitnessstudio? Gömmer go eskaliere? – Gehen wir an eine Party? tilt – wütend, genervt Du bisch toxic – Du pöbelst jeden an Sie sehen gar nicht derb aus, wie sie da auf dem Sofa sitzen und sich unterhalten, wie sie «Mongo» rufen und «Alte». Ein bisschen


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ist es so, als würden sie den Namen rufen, Peter oder Sofia. Die Worte scheinen ab­ zuperlen: Worthülsen für einen Funken Aufmerksamkeit des Gegenübers, aber so oft verwendet, dass alles irgendwie seinen Reiz verliert. «Chum, lan eus ein Monet lang nüm flueche», schlägt der eine plötzlich vor. «Das hältst du doch keine Sekunde aus», sagt die andere. «Heb doch d’Fresse», entgegnet er, das Experiment ist geschei­ tert, in weniger als zehn Sekunden. Sollten Mädchen anders sprechen als Buben?

Vieles dreht sich um Mädchen, um Buben, ums Verliebtsein. Die Diskussion schweift ab, plötzlich reden sie über Mädchen, die einen «guten Vorbau» haben und Jungs, die zu derb flirten. Sie reden von zu engen Ho­ sen und davon, wie sich ein Mädchen wirk­ lich verhalten sollte, damit es eben ein Mäd­ chen bleibt – und ein Argument ist: weniger fluchen. «Wenn Frauen reden wie ‹Asslacks›, wie Asoziale, dann finde ich das nicht schön», sagt der eine. «Was soll ich denn?», platzt es sofort aus seinem weiblichen Gegenüber heraus, «reden wie ein Bünzli­ schweizer?» «Ja», sagt er dann, «das macht Mädchen viel attraktiver.» Fluchen, ab und zu, das sei schon okay, sagt er dann, aber so sprechen wie ein Junge, so derb, so hässlich, das sei doch irgendwie ohne Stil. Bisch du gay – Bist du schwul?, Beleidigung Einen Dab machen – eine Bewegung machen random – was auch immer Suchthuufe – einer, der immer am Handy hängt Absturz – Drogenkranker; aber auch jemand, der zu viel isst oder schlechte Noten schreibt Beef – Streit Larissa, die schon seit Längerem eher still dasitzt und einfach nur zuhört, pflichtet bei. Ihr kommen gar nicht die grossen, krassen Worte in den Sinn, wenn man sie danach fragt, eher ein verlegenes Achselzucken. Sie sagt, sie fluche wenig, eigentlich gar nicht. «Ich bin auch zwei Jahre älter als er da drüben, vielleicht liegt es daran.» Die Gruppe protestiert. «Ich habe Anstand, das ist mir wichtig», sagt sie. «Wenn eine Frau so spricht wie ein Mann, was soll das?» Sie ist ganz anders als ihre Klassenkame­ radin Seraina, die schnell laut wird, impulsiv spricht und sich nichts gefallen lässt, die austeilt wie die Jungs auf dem Sofa. Und die Gleichen, die vor ein paar Minuten sagten, es sei doch viel schöner, wenn ein Mädchen netter spricht, anständiger, geben jetzt zu: «Wir nehmen sie ernst, weil sie flucht und aneckt. Wenn sie das nicht tun würde, würde sie wohl untergehen.»

Die Sache ist eine komplizierte, eine indivi­ duelle. Es geht um Selbstbehauptung und Abgrenzung, um Gruppenbildung und gleichzeitig um eigene Identität. So finden sich nur wenige Wörter, bei denen alle zu­ stimmen, dass man sie rege benützt, dass sie gerade im Trend sind. Bei vielen Worten, die spontan in die Runde geworfen werden, heisst die Antwort der Gruppe sofort: «Das sagst nur du.» Vielleicht, sagt einer dann, habe das mit den Cliquen zu tun, in denen sie sich aufhalten, der eine ein Gamer, der andere ein Skater. «Unterschiedliche Inter­ essen, andere Sprache», sagt Janik. Die Jungen sind stolz darauf, ihre eigene Sprache zu haben. Sie wollen auch gar nicht, dass Ältere so sprechen wie sie. Das sei so gewollt. «Das Schlimmste ist, wenn alte Leute so sprechen wie Junge», sagen sie, das passe einfach nicht mehr. Man solle im Alter anständiger werden, «mal zurückfahren». Je älter, desto seriöser. Dann sprechen sie über die Lehrstelle, die bald kommt, dass man da nicht einfach sprechen könne wie ein Asozialer. Die Jugendsprache, ein Ventil, das umso stärker greift, je eher man erwach­ sen werden muss? Fick dich, Alter – Lass mich in Ruhe Wetsch en Finger? – anpöbelnd, Anspielung auf sexuelle Praktik Holz – ohne situative Bedeutung Aids – ohne situative Bedeutung, als Provokation benützt Hitler – ohne situative Bedeutung, als Provokation benützt Was gar nicht geht, ist, wenn die Eltern darauf einsteigen, wenn sie versuchen, die Kinder «zu dissen», sagen sie. Oder wenn sie selbst fluchen, mit alten Schweizer Wen­ dungen wie «Himmel, Arsch und Zwirn», oder «Heiliger Strohsack» – oder wenn sie Sätze sagen wie «Wer wars denn, der Heilige Geist?». Oder wenn Lehrer Gerber sagt: «Jetzt chasch verreise» oder «geil». «Die blamieren sich damit», sagt Giorgio, und alle nicken. Komisch sei das, wenn die Erwachsenen versuchen würden, sich etwas zu eigen zu machen, das nur ihnen gehört. Als wäre es eine territoriale Frage, ein bisschen Privatsphäre im Sprachgebrauch. Andere Sprache, aber altbekannte Themen

Sobald es schriftlich wird, in den Chats, in den Nachrichten untereinander, kommt die Bildsprache hinzu, Videos, Fotos, Smileys und Emojis, die Themen sind immer die gleichen: Kiffen, Gamen, Skaten, Liebe, Frauen, Männer, Schule, Beziehungen, stressende Eltern. Es sind die gleichen Themen wie immer schon, vielleicht derber in der Sprache, derber im Bild, aber in der Lesen Sie weiter auf Seite 12

Zur Person

Sprachforscherin und Autorin Esther Galliker (37) ist Dozentin an der Hochschule Luzern. Sie untersuchte im Rahmen des Projekts «Jugendsprache in der Deutschschweiz» das Sprachverhalten von Jugendlichen. Die Resultate sind publiziert in «Bricolage. Ein kommunikatives Genre im Sprachgebrauch Jugendlicher aus der Deutschschweiz», Lang Verlag, 2014.


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Esther Galliker

«Derber Stil ist auch ein Zeichen von Kreativität»

Die Linguistin Esther Galliker erklärt, warum Junge gern auf Minderheiten schiessen, warum sie mit Erwachsenen doch anders sprechen sollten und wann es gefährlich wird. Text: Anna Miller

Die Jugendlichen benützen oft krasse Wörter. Sind sie sich überhaupt bewusst, was sie tun? Die Jugendlichen selbst schätzen das gar nicht so krass ein. Dadurch, dass sie Schimpf­ wörter fast schon inflationär benützen, nutzen sie sich ab. Und sie haben eine andere Funktion als bei uns Erwach­ senen. Welche? Beleidigungen oder neue Wörter werden für die Selbstdarstellung benutzt: Die Jugendlichen profi­ lieren sich damit untereinander. Es ist eine Art Wettkampf. Man versucht, sich gegenseitig zu übertreffen. Derbe Begriffe zu benützen, ist ein typisches Stil­ mittel der jugendlichen Sprache, man provoziert und testet Gren­ zen aus. Auch über die Sprache. Deshalb wird auch auf Minderheiten geschossen oder werden Wörter wie «Hitler» benutzt. Sie sind so stark aufgeladen, dass der Reiz umso grösser ist, damit zu provozieren. Warum stören wir Erwachsene uns so daran? Weil diese Wörter mit unseren Tabus brechen. Mit den Konven­ tionen von Anstand, die wir in unserer Erwachsenenwelt klar geregelt haben. Dabei können die meisten Jugendlichen sehr gut unterscheiden, an wen sie sich wie adressieren. Sie können ihren Stil anpassen. Sie benüt­ zen diese Sprache untereinan­ der. Und zwar nicht, um Minder­

So klingt es, wenn die Frauenfelder Jugendlichen per Smartphone miteinander kommunizieren.

heiten auszugrenzen, sondern selbst Gruppenzugehörigkeit zu markieren und Respekt. Genau das Gegenteil von dem, was wir Erwachsene denken. Wann muss man sich Sorgen machen? Schwierig wird es, wenn Jugend­ liche nicht differenzieren kön­ nen. Wenn sie solche Wendun­ gen bei allen Gesprächspartnern anwenden, etwa bei jüngeren Geschwistern oder den Eltern. Weil dann Respektsgrenzen durchbrochen werden. Oder natürlich, wenn auf Wörter Taten folgen.

Was raten Sie da? Als Mutter erkläre ich meiner Tochter, wie ihre Sprache auf mich wirkt und warum ich nicht möchte, dass sie mich oder ihre Geschwister beschimpft; oder dass sie ihre Freunde oder auch Minderheiten oder Behinderte diskreditiert. Solange sie sich aber in ihrer Gruppe aufhält und dort Dinge ausprobiert, lasse ich sie auch ein Stück weit machen. Ist also alles gar nicht so schlimm? Dieses Stereotyp des Jugend­ lichen, der gar nicht mehr richtig sprechen oder schreiben

kann, hält sich hartnäckig. Stu­ dien aber zeigen: Das stimmt nicht. Nur, weil man die Jugend­ lichen nicht versteht oder ihre Art zu sprechen, missbilligt, heisst das nicht, dass sie nicht anders könnten, wenn sie woll­ ten. Aber sie wollen eben gar nicht verstanden werden. Sie wollen eine eigene Ausdrucks­ weise haben, die ihnen allein ge­ hört. Und solange sie sich an den Gesprächspartner anpassen können, ist das eine Qualität, kein Mangel. Er zeugt von Kompetenz und Kreativität. Man kann nur Grenzen über­ schreiten, die man kennt.


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Frage und der Antwort immer noch gleich. Magst du mich? Warum mag sie dich und nicht mich? Bist du mein Freund? Die Frauen untereinander schicken sich Tonnen von Herzen, von Küssen, von Umarmungen. Sie kommunizieren offen über ihre Gefühle, sprechen untereinander wie Verliebte. Die Jungs fragen, wo man sich treffe und wann, und sagen: «Ich nime no min Futz mit.» Wenn ein Junge ein Mädchen gut findet, ist sie «en Futz», und wenn sie sich kennenlernen «min Futz» – meine Fotze, meine Scheide. Die Jungs lachen wieder, die Mädchen wehren sich: «Das klingt, als sei sie deine Nutte», sagt Seraina. «Ist doch gar nicht böse gemeint», sagt Giorgio, eher ein Kompliment, eigentlich, kommt aber irgendwie nicht so rüber. «Nur Spass», sagen sie alle, und gleichzeitig, «es nutzt sich aber auch ab, mit der Zeit». Wenn ein Mensch nur noch so spreche, wenn kein vernünftiges Gespräch mehr möglich sei, dann sei das doof, finden sie alle. «Mein Ex-Freund hat

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Die Jüngeren sprächen noch krasser, warnen die Sek-Schüler. Das kann ja heiter werden …


MENSCHEN | MM4, 23.1.2017 | 13

mich immer Prinzessin genannt, Schatz, Zuckerschnute», sagt die eine. «Das sag ich doch meiner Freundin nicht!», ruft der andere, «Zuckerschnute, wie peinlich.» Und sie entgegnet: Ja, sie kenne Mädchen, die sagen würden, «du bist ein geiler Schwanz». Abbas schaut komisch, dann sagt er: «Sag doch lieber, ich hätte einen geilen Hoodie an.» gg – Gahts guet, Abkürzung, schriftlich bb – Bye-bye, auf Wiedersehen, Abkürzung, schriftlich fix – ja, Bestätigung für eine Verabredung safe – Bestätigung für eine Verabredung smooth – wenn etwas gelingt, ohne Widerstand funktioniert Dann beklagen sie sich gemeinsam über die Jüngeren, die immer krasser würden. «Ich kenne einen aus dem Kindergarten, der sagt seiner Mutter schon mal ‹Sei mal ruhig, Mann›.» Das finden sie daneben. «Wenn ich das zu meiner Mutter gesagt hätte, hätte sie

mich auf den Balkon gestellt», sagt die eine. «Das hat sich halt so ergeben mit der heutigen Drecksjugend», sagt ein anderer und lacht verlegen, mit all den Videos und den Rappern und den krassen Worten aus dem Internet: «zwar asozial, aber lustig.» Alle sind sich einig: Die Jugend, die Kleinen, das wird immer schlimmer, dagegen sind sie noch heilig. Es ist das gleiche Argument seit über 2000 Jahren, und in der Sekundarschule in Frauenfeld nimmt es 2016 seine Fortsetzung. Es ist schwer einzuschätzen, ob diese Worte verletzen, ob sie den anderen still und heimlich verfolgen. Oder ob es ein bisschen so ist, wie zu sagen: «Hallo, wie gehts?» Die Jugendlichen selbst meinen: Diese Sprache sei ganz natürlich für sie. Sie seien da hineingewachsen, alle machen es ständig, «es ist einfach normal». Um dann ein paar Minuten später im Spass zu sagen: «Wär doch schön, wenn du mir mal ein Kompliment machen würdest.» Wer mag das nicht? MM

Lieblingsworte der Jugendlichen 1. Lümmel – Dubel, Idiot. Seraina Gugelmann (14) 2. Spargeltarzan – einer, der dünn, aber kräftig ist. Giorgio Hitz (16) 3. tilt – angepisst, genervt. Janik Huber (15) 4. Holz – ohne Bedeutung. Alessio Lombardi (15) 5. Shut the fuck up – englisch für «Sei doch ruhig». Abbas Schuppli (16) 6. Lauch – Dubel, Idiot. Larissa Rubio (16)

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1. Tag Samstag, Anreise in die Südtoskana Fahrt mit dem komfortablen Extrabus nach Chianciano Terme – der bekannte Thermalkurort ist der ideale Ausgangspunkt für unsere Reise. Nachtessen im Hotel. 2. Tag Sonntag, Siena und Chianti Heute morgen fahren wir durch schöne Landschaften bis nach Siena. Die mittelalterliche Stadt ist ein Kunstwerk der Gotik. Mit ihrer verwinkelten Altstadt und der engen, von hohen Palästen aus rotbraunen Backstein der Sieneser Tonerde gesäumten Strassen scheint es, als sei die Uhr vor Jahrhunderten stehengeblieben – ein herrlicher Anblick. Am Nachmittag geht´s ins Chianti-Gebiet, welches sich zwischen Siena und Florenz erstreckt und einen der berühmtesten Weine, den Chianti, hervorgebracht hat. Lassen Sie sich verzaubern von einer der grandiosesten Landschaften aus Hügeln, Feldern, unzähligen Weinstöcken und Olivenhainen. Selbstverständlich besuchen

wir auch ein bekanntes Landgut und verkosten Weine, Olivenöl und lokale Produkte wie Salami und Pecorino. Nachtessen im Hotel. 3. Tag Montag – Rom, die ewige Stadt Alle Wege führen nach Rom – auch wir machen uns heute früh auf Richtung Süden und freuen uns auf ein paar unvergessliche Stunden in der ewigen Stadt. Halten Sie Ihren Fotoapparat bereit – während unserer Stadtrundfahrt erleben wir das grösste und schönste Freiluftmuseum der Welt! Rom fasziniert unheimlich und die fantastische Kulisse der 3000 jährigen Geschichte wird auch Sie begeistern. Spanische Treppe, Fontana di Trevi, Kolosseum, Forum Romanum - ein wahres Feuerwerk von Höhepunkten! Nach der Stadtführung bleibt Ihnen etwas Zeit zur freien Verfügung für eigene Entdeckungstouren. Danach Rückfahrt in die Südtoskana und Nachtessen. 4. Tag Dienstag Perugia & Assisi Im schönen Perugia besichtigen wir heute morgen die vielen Sehenswürdigkeiten der

der ganzen Reise

Altstadt, unter anderem die Rocca Baglioni, eine mittelalterliche Festung, die Piazza Vannucci mit dem wunderschönen mittelalterlichen Dom San Lorenzo. Zwischendurch nehmen wir an ein er süssen Schokoladenverkostung teil und fahren mit der Minimetro hoch über der Stadt. Später folgen wir in Assisi auf den Spuren des heiligen Franz von Assisi, dem Schutzpatron Italiens. Freuen Sie sich auf die weltbekannte Basilika San Francesco mit den Fresken von Giotto und später auf einen gemütlichen Bummel durch die herrliche Stadt. Nachtessen im Hotel.

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5. Tag Mittwoch – Heimreise Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck treten wir heute die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM4, 23.1.2017 | 15

U Bänz Friedli

Geklebte Liebe

Bänz Friedli (51)

denkt trotz Schnee an Fussball.

Unübersehbar, das Abziehbildchen in grellem Gelb, auf dem in schwarzer Schnörkelschrift geschrieben steht: «Aus chlyne Goof z erscht Mau i ds Wankdorf ggange …». Es klebt am Laternenpfahl vor unserer Haustür am Rand von Zürich, und zwar in einer Höhe, die für Kinder ausser Reichweite liegt. Wer den Sticker dort oben angebracht hat, ist ohnehin allen in der Nachbarschaft klar – sie wissen um meinen YB-Spleen, und es dürfte keinen Zweiten im Quartier geben, auf den das überhaupt zutrifft: dass er schon als Bub ins damalige Berner Wankdorf-Stadion ging.

Als Goof zum ersten Mal im Wankdorf, stimmt. Und der eine Kleber vor dem Haus ginge ja noch. Aber Siedlung und Quartier sind vollgekleistert mit Bekenntnissen in Gelb-Schwarz, es hat weit mehr YB-Sticker als solche der örtlichen Vereine GC und FCZ. An der Tramhaltestelle, beim öffentlichen Pissoir, auf Plakatflächen, an jedem Strassenschild: «YB forever!», «Irgendeinisch fingt ds Glück eim» und andere Bekundungen mehr, stets in den Farben der Berner Young Boys gehalten. Und jeder weiss: Der Friedli wars, dieser Kindskopf!

1977 wars, ich war in eine Sue verknallt. Deren Vater nahm mich an meinen ersten Fussballmatch mit, YB gegen Servette. Die Young Boys verloren 1:3, aber um mich wars geschehen. Die Sue habe ich dann nicht gekriegt, dafür erwischte mich auf der alten Wankdorf-Tribüne die Liebe fürs Leben. Fortan hatte ich diese kindliche Zuneigung zu einem Fussballklub, die – ist man mal erwachsen – nur noch kindisch und dennoch irgendwie nicht wegzubekommen ist. Man mag sich noch so grämen darüber, dass der Fussball gerade zu Tode kommerzialisiert wird, sich noch so ärgern über ein Business, in dem tätowierte Bubis von zwielichtigen Geldgebern ins Unermessliche gehätschelt werden … Wenn diesem Hoarau ein Goal gelingt, bin ich wieder der Bub von damals.

Das finden Sie bescheuert, nicht? Dieses ewige Markieren, als gälte es, ein Revier abzustecken … Nur Tiere tun so was. Und Männer. Und wissen Sie, was? Auch ich finde es albern, überall Fankleber anzubringen. Aber als Monika vorgestern auf den Sticker am Mast wies und freundlich, aber bestimmt meinte: «Du, Bä-änz, bist du für so was nicht langsam zu alt?» Da mochte ich ihn dann doch nicht verpfeifen, den Jüngling aus der Nachbarstrasse, der in Bern zur Welt kam und den es durch widrige familiäre Umstände nach Zürich verschlagen hat. Er ist nämlich derjenige, der all die Kleber platziert. Doch ich raunte zu Monika nur etwas à la: «Für so was ist man doch nie zu alt» und wünschte ihr noch einen schönen Tag. MM

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18 | MM4, 23.1.2017 | MENSCHEN

Roger Stutz

Der Auserwählte Mit 22 trat Roger Stutz dem legendären Shaolin-Kloster in China bei – eine Ehre, die nur wenigen zuteil wird. Was der Luzerner Kung-Fu-Meister dort unter Strapazen und Entbehrungen gelernt hat, gibt er heute seinen Schülern in der Schweiz weiter. Text: Andreas Bättig

D

ie Verwandlung von Roger Stutz (36) vom schüchternen Jungen zum geachteten Shaolin-Kung-Fu-Meister hört sich an wie eine Geschichte für einen Martial-Arts-Film: Mit 22 Jahren packte der Luzerner seine Sachen und machte sich auf, um bei den Besten der Besten zu trainieren – den Kampfmönchen im 1500 Jahre alten ShaolinKloster in Henan, China. Schon einige Jahre zuvor hatte er sich um einen der begehrten Ausbildungsplätze beworben und tatsächlich eine Einladung erhalten. Doch erst als ihn seine damalige Freundin verliess und ihn der Liebeskummer plagte, fand er den Mut, nach Henan zu gehen. «Auch wenn mir diese Einladung viel bedeutete, hatte ich den Besuch immer hinausgeschoben. Die Herausforderung machte mir Angst», erinnert er sich. Dabei war Stutz keineswegs ein Kung-Fu-Neuling. Er trainierte bereits, seit er sechs Jahre alt war, mit 15 bekam er seinen Schwarzgurt und gab bereits selbst Unterricht. Doch in China war er der Anfänger unter den Anfängern – in der Hierarchie ganz unten. Sieben Tage pro Woche lautete sein Trainingsregime: 5 Uhr aufstehen und meditieren; 6 Uhr 20 Kilometer rennen, danach dehnen, Qigong, Kung-Fu-Training; 12 Uhr bis 14.30 Uhr Mittagspause, danach weiteres Training bis 18 Uhr; Nachtessen und Abendandacht bis 20 Uhr, schliesslich nochmals Training bis 22 Uhr. «Es war sehr hart», sagt Stutz. Zudem haben die anderen ihn spüren

Bild: Dan Cermak

lassen, dass er der Ausländer ist und hier niemand auf ihn gewartet hat. «Ich durfte zum Beispiel erst essen, wenn alle anderen fertig waren. Ich habe zu Beginn abends oft geweint.» Denn nicht nur Training und Umgang waren hart – auch die Lebensumstände der Shaolin-Mönche waren es: «In den Schlafsälen war es so kalt, dass die Zahnpasta zufror. Da haben wir dann halt ein paar Wochen ohne Zahnpasta die Zähne geputzt.» Trotz der Strapazen hielt Stutz durch. «Welch ein Privileg ist es, hier lernen zu können, sagte ich mir immer wieder. Hinter mir warteten Dutzende darauf, meinen Platz einzunehmen.» Und dann plötzlich: Glücksgefühle

So verschob er seine Abreise Mal für Mal. Und nach einigen Wochen im Kloster empfand Stutz tief in sich plötzlich ein Glücksgefühl. «Ich war unbeschwert und fühlte mich einfach wohl.» Denn hier fand er seinen persönlichen Schlüssel zum Glück: Die Kombination von körperlicher Anstrengung und geistiger Reflexion. Heute ist Roger Stutz ShaolinMeister im Schweizer Shaolin Chan Tempel in Obernau bei Luzern, den er im Jahr 2000 gegründet hat. Bei einer Tasse Grüntee erzählt er seine Lebensgeschichte, die er auch in seinem Buch «Die Tugenden des Shaolin Kung Fu» niedergeschrieben hat, das pünktlich zum chinesischen Neujahr am 28. Januar erscheint. «Das Buch soll Leitplanken für ein gesundes und glückliches Leben aus der Philosophie der Shaolin-Kultur

vermitteln», sagt Stutz. Auch wer kein Shaolin-Kung-Fu praktiziert, könne davon profitieren und so zu einem glücklicheren Menschen werden. So gibt der Meister zum Beispiel den Ratschlag: «Versucht, nicht immer zu allem gleich einen Kommentar abzugeben. Probiert zuerst mal, einfach zuzuhören, zuzuschauen und zu beobachten. Oft reden wir, bevor wir erfasst haben, um was es wirklich geht.» Dies führe häufig zu Konflikten. Eine weitere Tugend sei, für sich selbst einen gesunden Mittelweg zu finden, sagt Stutz. Dabei sei es wichtig, sowohl auf einen gesunden Geist als auch auf einen gesunden Körper zu achten. «Also: Sucht die Bewegung, egal, ob es Joggen, Wandern, Fussball oder Kung-Fu ist.» Zum Training des Geistes empfiehlt er Meditation, Qigong oder Yoga. «Wir sind im Alltag in der Regel immer beschäftigt und selten wirklich bei dem, was man gerade tut.» Ausserdem sollte man darauf achten, nicht zu viel zu wollen, aber auch nicht zu wenig zu machen – sich also zu fordern, aber nicht zu überfordern. Oder, mit einer Metapher von Buddha: «Wer die Sitar spielen will, darf die Saiten nicht zu fest spannen, sonst reissen sie. Sie dürfen aber auch nicht zu lasch sein, sonst erzeugen sie keinen Ton.» MM Buch: Roger Stutz: «Die Tugenden des Shaolin Kung Fu», auf www.shaolin-buch.ch für Fr. 30.– Vernissagen: 25. Januar, 19.30 Uhr, Shaolin Chan Tempel, Obernau LU; 9. Februar, 20 Uhr, Selfness Hotel Eiger, Grindelwald BE Infos: www.shaolin-luzern.ch


MENSCHEN | MM4, 23.1.2017 | 19

Sehen Sie den Meister in Action:

www.migmag.ch/ shaolin

Körper und Geist in perfektem Einklang: der Luzerner Shaolin-Meister Roger Stutz

Neujahrsfest

Das Jahr des Hahns Nach chinesischem Kalender wird das neue Jahr diesmal erst am 28. Januar gefeiert. Jedem Jahr ist eines von zwölf Tierzeichen zugeordnet: Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Hahn, Hund und Schwein. 2017 ist das Jahr des Hahns. Wer 1921, 1933, 1945, 1957, 1969, 1981, 1993, 2005 oder 2017 ge­ boren ist, gilt als fleissig, mutig, talentiert und redegewandt. Der Hahn ist glücklich, wenn er von anderen umschwärmt wird, ist robust, loyal und hält Wort, wenn er etwas verspricht. Am 28. Januar findet die chinesische Neujahrsfeier im Shaolin Chan Tempel in Luzern statt. Es gibt einen «Tag der Kampfkünste», organisiert vom Verband The Swiss Kuoshu Federation.


20 | MM4, 23.1.2017 | MENSCHEN

Leserforum MM3: Diese Woche Brauchen Angestellte eine Mail­Auszeit?

«Das persönliche Verhalten hinkt der Technik um Lichtjahre hinterher» Eltern gesucht!

Mit dem Auszug der Kinder fängt für viele Eltern ein ganz neues Leben an. Das Leben mit Kindern ist grossartig und anstrengend

zugleich – vor allem aber neigen Eltern dazu, sich selbst stark zurückzunehmen und auf die Bedürfnisse der Sprösslinge zu fokussieren. Wenn die dann flügge werden und das Hausverlassen, beginnt sozusagen ein neues Leben. Das Migros-Magazin sucht Elternpaare, die sich nach

dem Auszug der Kinder nochmals ganz neu erfunden, ihr gemeinsames Leben quasi richtig umgekrempelt haben: neue Stadt, neue Jobs, neue Leidenschaften – oder vielleicht alte, die endlich wieder ausgelebt werden können? Je wilder, desto besser. Wenn Sie sich nochmals neu erfunden haben

und bereit sind, mit Ihrer Geschichte im Migros­Magazin aufzutreten, melden Sie sich bitte bei ralf.kaminski@ migrosmedien.ch. Die interessantesten Geschichten werden publiziert.

Urs Dupont, via www.migrosmagazin.ch

Nach Feierabend und am Wochenende interessiert mich das Geschäft nicht mehr. Der Arbeitgeber kann mir wichtige Sachen während der ganz normalen Arbeitszeit mitteilen. Das Handy habe ich zwar immer eingeschaltet, wenn ich nicht zu Hause bin, aber ich brauche es nur zum Telefonieren und SMS-Schreiben. Dieses ganze blöde Youtube, Whatsapp und so weiter brauche ich nicht. Zu Hause stelle ich das Handy ab, weil ich dort übers Festnetz telefoniere. Remo Meier, Uster ZH Eine junge Frau aus der zweiten Fernsehgeneration sah in den 1990er-Jahren eine TV-Sendung zum Thema Medienkonsum. Acht Jahre seiner Lebenszeit sitze der Durchschnittszuschauer vor dem Bildschirm, so das Fazit. «Will ich das?», fragte sich die Jugendliche. «Nein», entschied sie, und hörte sofort auf, Konsumentin zu sein. Viel Echt-Lebenszeit hat sie dadurch gewonnen. Heute hat sich der Blick auf

Mini- und Maxibildschirme auf ein Vielfaches ausgeweitet, auch zeitlich. Jeder kann sich nun fragen, ob er dereinst 15, 20 oder mehr Jahre seiner wertvollen Lebenszeit aufs viereckige Display schauend verbringen möchte. Will ich das? Wirklich? Vrena Marti, per E-Mail MM3: Porträt Brüder Rodriguez

Heimspiel für die Familie

«Mit drei Pässen unterwegs – das verstehe ich nicht» Ich freue mich immer wieder über News der RodriguezJungs, speziell zu Ricci. Bei der Ankunft der U17-Weltmeister am Flughafen Kloten durfte ich die inzwischen leider verstorbene Mutter dieser drei tollen Jungs kennenlernen. Seit dann verfolge ich die Karriere von Ricci im Verein und in der Nati. Nun hoffe ich, dass er nach diesem Schicksalsschlag wieder

voll auf Touren kommt. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, dass man mit drei Pässen unterwegs sein muss. Renato Wyss, via www.migrosmagazin.ch MM3: Gesundheit Wickel wirken

Wunder

«Ein Hoch auf alte, natürliche Heilmethoden!» Es ist eine Genugtuung, feststellen zu können, wie im 21. Jahrhundert die alten Naturmethoden wieder zur Anwendung kommen. Unser Sohn (damals drei Jahre alt) litt 1971 an einer Mittelohrentzündung. Meine Frau bereitete einen Zwiebelwickel zu, indem sie die Zwiebel in der Pfanne kurz erwärmte, in ein Tuch schlug und dann auf seine Ohren legte. Die Behandlung war erfolgreich. Fred Kohler, Aarberg BE

Bilder: Getty Images (2), zVg

Neustart nach dem Auszug der Kinder

All diese Kommunikations­ tools, die ihren Ursprung vor über 30 Jahren haben, sind wertvolle technische Errungenschaften. Doch wie bei so vielem hinken das persönliche Verhalten und die gesellschafts­ politische Entwicklung der Technik um Lichtjahre hinterher. Ich persönlich nehme mich fast jeden Tag einmal vom Netz. Mein Umfeld weiss aber, dass ich im Notfall jederzeit tele­ fonisch erreichbar bin.

Ständig online: Es braucht E-Mail-Pausen, sonst wirds ungesund.


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«Schockierende Aussagen» Als ehemalige Kinderkrankenschwester bin ich ob der Aussagen der Frauenärztin Theres Blöchlinger schockiert. Wie kann sie sagen, dass mit der Einnahme zweier Substanzen die «Schwangerschaft aus­ gestossen» wird und dass beim chirurgischen Ein­ griff die «Schwangerschaft abgesaugt» wird? Eine Schwangerschaft ist ein Zustand, sie kann unter­ brochen werden. Was jedoch ausgestossen oder abgesaugt wird, ist der Em­ bryo, also das Kind, dessen Leben damit beendet wird. Margrit Remund, Gümmenen BE

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MM 02/2017

MM2: Fristenregelung


22 | MM4, 23.1.2017 | MENSCHEN

Luise Tremel

«Die Welt wird immer käuflicher» Mit Sorge beobachtet die Historikerin Luise Tremel das Konsumverhalten unserer Gesellschaft. Von den neuen Angeboten der Sharing Economy wie Airbnb oder Uber hält sie wenig. Umso besser findet sie die klassische Form des Teilens. Im Interview erklärt die Wissenschaftlerin die Vorzüge der Sharing Culture und warum sie selbst lieber tauscht statt kauft. Text: Ralf Kaminski

Bilder: Jens Neumann & Edgar Rodtmann


MENSCHEN | MM4, 23.1.2017 | 23

Luise Tremel kauft nur selten neue Dinge und tauscht stattdessen im Freundeskreis.


24 | MM4, 23.1.2017 | MENSCHEN

Luise Tremel, Sharing Economy klingt so schön alternativ. Aber ändert es irgend­ was an Konsum und Kapitalismus? Ja, Unternehmen wie Airbnb und Uber ermöglichen noch einfacheren und noch schnelleren Konsum. So wie man beim Textildiscounter Primark für zwei Euro ein T-Shirt kaufen kann, lässt man sich schnell mal für einen niedrigen Preis von A nach B fahren. Das führt zu einer stark beschleunigten Dienstleistungswirtschaft, die auf Privatpersonen zugreift, die vorher nicht unbedingt Teil des Markts waren. Der Sharing-Aspekt ist gering, man nutzt halt einfach Gegenstände von Privatpersonen. Da werden also Lebensbereiche kommer­ zialisiert, die das bisher nicht waren? Wohnungen zum Beispiel. Das waren früher Räume, in die ein Mieter oder Besitzer gelegentlich Menschen eingeladen hat, die dafür nicht bezahlt haben – sie waren dem Markt entzogen. Heute kann er sich überlegen, ob er die Wohnung ungenutzt leer stehen lassen will, wenn er selbst nicht da ist, oder ob er einen Fremden gegen Bezahlung dort wohnen lassen will. Aber was passiert, wenn eine gute Freundin ihn fragt, ob sie die Wohnung in der Zeit nutzen darf? Muss sie dann bezahlen oder nicht? Oder ein bisschen weniger als der Fremde? Vorher stellten sich solche Fragen gar nicht. Für Reisende wiederum ist gegen Geld etwas verfügbar geworden, das es bisher nicht war. Eine coole Wohnung in Kreuzberg oder Brooklyn zum Beispiel. Ich glaube, das verändert im Kopf was – egal, ob man etwas anzubieten hat oder auf etwas zugreift. Nämlich? Die Welt wird immer käuflicher, die Gesellschaft immer mehr von Konsum geprägt. Dabei schaut jeder immer für sich, für den eigenen Profit, als Nutzerin wie als Anbieter. Dagegen nehmen andere Dinge entsprechend ab – zum Beispiel Interaktionen, die daraus entstehen, wenn man gratis bei Freunden Gastfreundschaft geniesst oder sich als Tramperin von Fremden aus Freundlichkeit mitnehmen lässt. Aber als Konsument ist das doch super. Wir haben mehr Möglichkeiten zu güns­ tigeren Preisen. Natürlich. Das ist ja das Fatale: Es gibt in unserer Zeit viele schädliche Dinge, von denen wir als Einzelne aber ganz klar profitieren. Deshalb ist es so schwierig, davon wegzukommen. Ein eigenes Auto, das vor der Tür jederzeit zur Verfügung steht, ist viel bequemer, als zur Strassenbahn laufen zu müssen, die möglicherweise völlig überfüllt ist. Aber wenn alle ein Auto haben, dann sind die Strassen verstopft, ist die Luft verschmutzt, müssen wir nach Öl

«Mit ihren Kauf­ entscheiden haben die Konsumenten die Macht, die Wirtschaft zu beeinflussen.»

bohren und viele Ressourcen übernutzen. Unsere Art der Mobilität, der Landwirtschaft, der Kleidungsproduktion ist ein Problem, auch wenn sich all das für den einzelnen Konsumenten erst mal fantastisch anfühlt. Auch als Angestellte einiger dieser Sharing­Firmen ist es meist weniger toll. Viele der Dienstleister in diesem Bereich sind ja noch nicht mal angestellt, sondern quasi Einzelunternehmer in der Vermarktung der eigenen Ressourcen. Wohin das führt, sieht man an der Musikindustrie, in der dieser Ansatz des Nutzens statt Besitzens wohl am weitesten fortgeschritten ist. Wie wirkt sich dieser neue Sharing­Markt auf die Wirtschaft aus? Auf dem Arbeitsmarkt verändert sich derzeit sehr viel, nicht nur und nicht hauptsächlich

Zur Person

Gesellschaftlichen Veränderungen auf der Spur Luise Tremel (33) beschäftigt sich bei der deutschen Stiftung «Futurzwei» mit Sharing Economy und Sharing Culture. Sie sammelt dort internationale Geschichten über Menschen, die an einer anderen Welt arbeiten. Zudem forscht die Historikerin am Norbert Elias Center for Transformation Design and Research der Europa-Universität Flensburg zu den Dynamiken langfristiger gesellschaftlicher Veränderung. Luise Tremel ist Deutsche und lebt mit ihrem Partner in Berlin. Weitere Infos: www.futureperfectproject.org «Futurzwei Zukunftsalmanach 2017/18: Geschichten vom guten Umgang mit der Welt», Fischer Verlag 2016, bei Ex Libris für Fr. 18.30 (nur online)

wegen der Sharing Economy. Digitalisierung und Automatisierung werden die Tendenz verstärken, dass geregelte Arbeitsverhältnisse, wie wir sie heute kennen, seltener werden. Weniger gut qualifizierte Menschen werden es in dieser neuen Arbeitswelt immer schwerer haben. Aber wir haben es in der Hand, diese Entwicklungen zu gestalten, einerseits durch die Politik, andererseits aber auch als Konsumentin und Konsument. Wer Airbnb und Uber nutzt, muss sich nicht wundern, wenn das Folgen hat. Genauso wie wir die Wirtschaft beeinflussen, wenn wir uns für Bio- oder Discounter-Lebensmittel entscheiden. Grundsätzlich sind Sie ja ein Fan des Teilens, richtig? Absolut, allerdings in einer anderen Definition als der Sharing Economy à la Airbnb. Es gibt viele interessante Projekte, die aber bisher erst kleinere Kreise gezogen haben. Potenzial sehe ich auch für staatliche Infrastrukturmassnahmen, die für eine Gemeinschaft sinnvoll wären. Es könnte in jeder Strasse kommunal finanzierte Teil-Stuben geben, wo zehn Bohrmaschinen, drei Festbänke, ein Dutzend Rollerblades, ein Ständer mit Kleidung, ein Regal mit Büchern zur Verfügung stehen, dazu vielleicht noch ein Kühlschrank, in den man Lebensmittel stellen kann, die ablaufen, bis man aus den Ferien zurück ist. Gleichzeitig könnte so etwas als Raum dienen, in dem man einander begegnen kann. Das unterscheidet Sharing Culture von Sharing Economy? Genau, Sharing Culture zielt nicht auf Profit. Sie fokussiert auf das Sparen von Ressourcen, ermöglicht auch weniger gut situierten Personen Zugang zu Dingen und ermöglicht Begegnungen. Solches Teilen könnte ein


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MENSCHEN | MM4, 23.1.2017 | 25

Weg sein zu mehr Ökologie, Gerechtigkeit und Gemeinschaft. Eigentlich müssten wir uns mit Blick auf die wachsende Umweltbelastung ohnehin im Konsumbereich einschränken. Sehen Sie dafür irgendwelche Anzeichen? Die gibt es schon. Bei «Futurzwei» sammeln wir die Geschichten von idealistischen oder abenteuerlustigen Menschen, die Wege aus den Krisen der Gegenwart suchen und andere Modelle im Konsum- und Produktionsbereich erproben, etwa faire Löhne oder Kreislaufsysteme in der Herstellung. Zum Beispiel gibt es in den Niederlanden ein Konzept, bei dem man nicht Lampen kauft, sondern Licht als Dienstleistung empfängt, wodurch der Lampenhersteller ein grösseres Interesse hat, höchste Qualität und Langlebigkeit sicherzustellen. Oder es gibt Jeans, die mit lebenslanger Reparaturgarantie verkauft werden und entsprechend mehr kosten. Modelle existieren also, die Frage ist, wie man sie massentauglich macht. So lange aber der Konsum-Mainstream so attraktiv bleibt, wie er heute ist, wird das schwierig sein. Es ist auch nicht so, dass die neuen Konzepte zu teuer wären – die existierenden sind zu billig. In der westlichen Welt schaut man derzeit jedoch nicht hoffnungsvoll nach vorn, sondern klammert sich an das, was man hat. Keine idealen Voraussetzungen für fortschrittliche Veränderungen, oder? Das einzig Gute, das man in den Krisen sehen kann: Was wir bis vor Kurzem in der westlichen Welt als Normalität erlebt haben, hat wenig motiviert, die Dinge verändern zu wollen. Wir nahmen zwar zur Kenntnis, dass nicht alles gut ist auf der Welt, aber unser Leben fühlte sich in Ordnung an. Je stärker die Schwierigkeiten auch bei uns zu spüren sind, desto eher beschäftigen sich die Menschen damit, was man anders machen könnte als bisher. Es wird einfacher, Risiken einzugehen. Die primäre Reaktion auf Krisen ist bisher aber die Ablehnung von Veränderung und Unterstützung von Rechtspopulisten. Krise bedeutet Stress, und oftmals handelt man dann eher aus Angst als wohlüberlegt. Die Stärkung der Rechtspopulisten ist in der Tat beunruhigend. Ich glaube auch nicht, dass eine negative Entwicklung durch den Brexit oder US-Präsident Trump zu einer Läuterung jener Leute führt, die sich für sie entschieden haben. Rationale Überlegungen spielen da keine grosse Rolle. Wir befinden uns im Moment in einer sehr heiklen Situation. Inwiefern? Die Fluchtbewegung nach Europa, die wir in den letzten zwei Jahren erlebt haben, wird nicht nachlassen, denn die politische und wirtschaftliche Lage bleibt in vielen Teilen der Welt instabil. Und je mehr Menschen dank

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26 | MM4, 23.1.2017 | MENSCHEN

Beispiele für Sharing Culture aus aller Welt: www.migmag.ch/ tremel

Internet und Smartphones sehen, wie wir in Europa leben, desto mehr werden sich auf den Weg hierher machen. Das wahrscheinlichste Szenario ist leider die Abschottung der wohlhabenden Gesellschaften, die ihre Pfründe retten wollen. Trumps Mauer zu Mexiko klingt absurd, könnte aber Schule machen. Wenn es keine guten globalen Lösungen gibt, dürfte das die Zukunft sein. Gated Communities, wie man sie von den Reichenquartieren einiger Länder schon kennt, einfach auf globaler Ebene? Ganz genau. In Lateinamerika sieht man, wie Länder aussehen, die sich gegen Gerech­ tigkeit für alle entschieden haben, da leben die Eliten schwer bewacht genau hinter sol­ chen Mauern. Eine politische Auseinander­ setzung mit diesen Fragen findet bei uns allerdings kaum statt. Das Einzige, was mir Hoffnung macht, ist etwas, das die Psycho­ logie Selbstwirksamkeit nennt: Menschen, die andere Wege zu gehen versuchen, mer­ ken, dass da viel mehr Gewinne drinliegen,

als sie erwartet haben. Nicht so sehr öko­ nomische, sondern persönliche und soziale. Entsprechend gross ist die Motivation, mit den Umstellungen weiterzumachen und zu experimentieren. Darin liegt eine Kraft, die uns vielleicht retten kann. Sie beschäftigen sich beruflich intensiv mit Transformationsprozessen und Sharing. Leben Sie das auch selbst im Alltag? Schon, ja. Ich trage wenig neue Kleidung, sondern tausche in einem Kreis von gut einem Dutzend Frauen regelmässig gebrauchte; neu kaufe ich fast nur Schuhe und Unterwäsche. Und wenn ich kaufe, dann Sachen, die lange halten; ich lasse sie auch immer wieder reparieren. Was noch? Ich esse nur Bio, verschenke die Bücher, die ich gelesen habe, und ich fliege nicht, ausser wenn es gar nicht anders geht. Wie schwierig war das, dahin zu kommen? Ich würde nichts in meinem Leben als wirk­ lich schwierig bezeichnen: Ich bin privilegiert

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aufgewachsen, beide Eltern waren Akade­ miker, ich konnte immer alles machen, was ich wollte. Aber: Viele Menschen in meiner Situation finden, ein tolles Leben bestehe darin, viel Geld zu verdienen und es sich individuell schön und bequem zu machen. Eine Herausforderung war deshalb vielleicht der mentale Schritt, das nicht zu wollen, sondern einen anderen Weg zu gehen – einen, den man vielleicht erklären muss. Haben Sie sich auch schon zu Verzicht gezwungen? Ich empfinde nichts von dem, was ich tue, als Verzicht. Im Gegenteil: Wenn ich alle sechs Monate einen Nachmittag mit meiner Kleidertauschrunde verbringe, kann ich mich auf neue Sachen freuen, die noch nicht mal etwas kosten. Ausserdem werde ich das aus meinem Kleiderschrank los, was ich schon lange nicht mehr trage. Das macht nicht nur viel mehr Spass, als zu H&M zu gehen, man bekommt dabei auch deutlich bessere Kleidung. MM


1. Tag Schweiz – Novigrad Über die Gotthardroute führt Sie die Reise ins Tessin und weiter nach Mailand. Entlang der Po-Ebene und vorbei an Venedig und Triest erreichen Sie Istrien, die grösste Halbinsel der nördlichen Adria. 2. Tag Aufenthalt Novigrad Geniessen Sie den Tag und entspannen Sie sich in dieser milden, mediterranen Umgebung beim alten Städtchen Novigrad, das immer noch von der ursprünglichen Stadtmauer umgeben wird. 3. Tag Ausflug Motovun und Opatija Am Vormittag führt Sie die Fahrt ins wahrscheinlich bekannteste und attraktivste istrische mittelalterliche Städtchen Motovun. Nach diesem interessanten Aufenthalt fahren Sie an die Kvarner Bucht, nach Opatija. Dank dem milden Klima während der Wintermonate verbrachten schon die österreichischen Adligen die kalte Jahreszeit in dieser Gegend. Selbst Kaiser Franz Josef liess sich hier eine Villa bauen. Am Nachmittags kehren Sie dann auf einer Panoramafahrt entlang der istrischen Ostküste wieder in Ihr Hotel zurück. 4. Tag Ausflug Pula und Rovinj (fakultativ) Heute fahren Sie zuerst nach Pula, der grössten Stadt Istriens am Südzipfel der Halbinsel. Die Arena in Pula zählt zu den sechs grössten erhaltenen römischen Amphitheatern der Welt. Nach diesem interessanten und abwechslungsreichen Besuch fahren Sie nach Rovinj an der Westküste Istriens. Das Städtchen gehört mit zu den schönsten Orten der gesamten Adria und ist sicher eines der meistbesuchten und meistfotografierten. 5. Tag Istrien – Schweiz Nach dem Frühstück fahren Sie über Venedig und Mailand wieder in die Schweiz zurück.

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• Fakultativer Ganztages•

Ausflug nach Pula und Rovinj Fr. 48.– Annullationsschutz Fr. 24.–

Abfahrtsorte Bern, Olten, Basel, Zürich, Luzern

1. Tag Schweiz – Portoroz Anreise durch Oberitalien nach Portoroz. 2. Tag Portoroz – Brela Sie folgen heute der Adriaküste und haben immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die vorgelagerten Inseln Krk, Rab und Pag. Vorbei an Zadar gelangen Sie an die bekannte Makarska-Riviera. 3. Tag Ausflug Dubrovnik Eine Panoramafahrt entlang der einmaligen Küste und vorbei an den malerischen Bacinska-Seen und dem fruchtbaren Flussdelta der Neretva führt Sie nach Dubrovnik. Die malerische Altstadt, die von gewaltigen Festungsmauern umgeben wird, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Reisedaten 2017 06. – 13. Mai 21. – 28. Mai 16. – 23. September 24. Sept. – 01. Oktober

Das ist alles dabei... • 8-tägige Fahrt mit mo-

•

4. Tag Aufenthalt Makarska Riviera – Bootsausflug zur Insel Brac Geniessen Sie den Tag in dieser einmaligen Küstenlandschaft auf einer Bootsfahrt zur Insel Brac.

•

5. Tag Ausflug Trogir – Split (fakultativ) Zuerst besuchen Sie Trogir mit seinem beeindruckenden mittelalterlichen Altstadtkern. Danach kurze Fahrt nach Split. Auf einer Besichtigung lernen Sie die sehenswerte Altstadt in und um den ehemaligen Diokletianpalast näher kennen.

•

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dernem 4-Sterne-Fernreisecar mit Toilette, Klimaanlage etc. 7 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC Halbpension während der ganzen Reise Ganztagesausflug nach Dubrovnik mit Stadtführung Bootsausflug zur Insel Brac mit Mittagsimbiss Besichtigung der Plitvicer Seen, inklusive Eintritt und Bootsfahrt

6. Tag Brela – Plitvicer Seen Sie verlassen heute die Küste und fahren zu den Plitvicer Seen, einem der schönsten Naturschauspiele im Südosten Europas. Die Seen leuchten in kräftigem Grün und sind stellenweise glasklar.

Auf Wunsch: • Einzelzimmerzuschlag

7. Tag Plitvicer Seen – Slowenien – Osttirol Über Zagreb erreichen Sie Ljubljana, mit seinen herrlichen Barockhäusern, den vielen Strassencafés und schicken Läden. Am Nachmittag Weiterfahrt durch den Karawanken-Tunnel nach Lienz.

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8. Tag Osttirol – Schweiz Durch das Pustertal und über den Brennerpass führt Sie die Heimreise zurück in die Schweiz.

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2.20

2.45


Migros-Welt MM04

Zahl der Woche

100

Am 20. Januar hat die Migros ein Activ-Fitness-Studio in Genf eröffnet. Damit betreibt sie nun insgesamt 100 Fitnessanlagen.

Laborant

Devin Seifert Lernender Laborant Chemie EFZ, 3. Lehrjahr, SQTS Swiss Quality Testing Services, Dietikon

«Pipette und Rundkolben sind wichtige Werkzeuge für mich. Ich verwende sie bei Analysen und Synthesen.» Devin Seiferts Arbeit bei SQTS, dem Labor der Migros, erfordert höchste Präzision. Etwa in der Lebensmittelanalytik, wenn der 18-Jährige die Nährwerttabelle eines Produkts prüft.

Nespresso bei Melectronics

Bild: Daniel Kellenberger

Für jeden die passende Kaffeemaschine Vom 23. Januar bis 11. Februar ist Nespresso zu Besuch bei Melectronics im Einkaufscenter Zugerland. In der «Nespresso Boutique» direkt vor der Melectronics-Filiale können Besucher feinsten Kaffee degustieren, während Kaffeespezialisten von Nespresso professionelle Beratung zu den diversen Nespresso-Kaffeemaschinen anbieten. In diesen Tagen profitiert

die Kundschaft besonders: Wer bei Melectronics eine Nespressomaschine kauft, dem schenkt Nespresso bis zu 150 Kaffeekapseln nach Wahl. Wer schon eine Maschine besitzt, kann in der Boutique Kaffeekapseln kaufen und dabei aus 24 verschiedenen Sorten auswählen. Mehr von der Migros Luzern ab Seite 67


30 | MM4, 23.1.2017 | MIGROS-WELT

Geschäftszahlen 2016

Regionale Produkte sind gefragt Kurz und bündig

27,7 Milliarden Franken Umsatz erzielte die Migros-Gruppe im

27,7

vergangenen Jahr. Das entspricht einem Wachstum von 274 Millionen Franken oder 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Die Minusteuerung, der anhaltende Einkaufstourismus und negative geopolitische Ereig­ nisse, die sich vor allem aufs Reise­ geschäft auswirkten, beeinflussten im vergangenen Jahr wiederum die Entwicklung der Umsätze. So gesehen können wir mit den Umsätzen zufrie­ den sein», zieht Migros­Chef Herbert Bolliger ein positives Resümee. Migros-Kunden füllten ihre Warenkörbe im vergangenen Jahr

besonders oft mit nachhaltigen und regionalen Produkten. Dazu zählen Artikel aus dem Programm «Aus der Region. Für die Region» und dem Alnatura­Sortiment. Die Bio­Marke verdoppelte ihren Umsatz sogar. Ins­ gesamt gaben Kunden 2,854 Milliar­ den Franken für Produkte mit sozia­ lem und ökologischem Mehrwert aus, das sind 6,6 Prozent mehr als 2016.

Milliarden Franken

ist der Gesamtumsatz der Migros­Gruppe 2016.

21,6 Prozent

beträgt das Wachstum des Onlinegeschäfts 2016. Die zehn Genossenschaften erwirtschafteten 2016 einen Netto­ umsatz von insgesamt 15,634 Milliar­

den Franken. Das Kerngeschäft der Migros, der genossenschaftliche Detailhandel, verzeichnet damit ein leichtes Wachstum um 0,1 Prozent. Neben den regionalen Produkten blickt auch der Onlinehandel auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Dort konnte die Migros ihre Position als

Marktführerin weiter ausbauen und verzeichnet einen Gesamtumsatz von 1,946 Milliarden Franken, was einer Zunahme von 21,6 Prozent gleichkommt. Wie stark die Digita­ lisierung das Onlinegeschäft mittler­ weile prägt, zeigt ausserdem der Umstand, dass die Migros­App seit ihrer Lancierung 2014 im vergange­ nen Jahr erstmals über zwei Millionen Nutzer zählte.

6,6 Prozent

beträgt die Steigerung der Nachfrage nach regionalen und nach­ haltigen Produkten gegenüber dem Vorjahr.

Alnatura

Klassik

Grüntee bei Test mit «Sehr gut» bewertet

Bühnen der Welt erobert

Die österreichische Zeitschrift «Konsument» hat 16 Grüntees im Labor

untersuchen lassen. «Grüner Tee Sencha» von Alnatura hat beim Test sehr gut abgeschnitten. Der Biotee ist in der Migros zum Preis von Fr. 1.50 pro Packung erhältlich. Neben dem Geschmack wurde auch geprüft, ob die Tees Schadstoffe wie etwa Pesti­ zidrückstände enthalten.

Chiara Enderle (25) gehört zu den grossen Hoffnungen in der Schweizer Klassikszene. Bei Musiques Suisses ist im Januar eine CD mit der Zürcherin erschienen. Die Violoncellistin hat Stücke des Komponisten Ernest Bloch eingespielt. Die anspruchsvollen Kompo­ sitionen ermöglichten der jungen Musikerin, ihre Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen. Ende Mai wird sie als Solistin im Rahmen der Konzertreihe Migros-KulturprozentClassics auftreten.

Chiara Enderle stammt aus einer Musiker­ familie: Ihr Vater spielt Violine, ihre Mutter Viola. Als Solistin tritt Chiara regelmässig mit berühmten Orchestern wie dem Philharmo­ nia Orchestra aus London oder der National­ philharmonie Warschau auf. Das Migros­ Kulturprozent hat die junge Musikerin mit zwei Studienpreisen da­ bei unterstützt, ihr Talent zu entfalten. www.musiques­ suisses.ch


MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 31

Klipp und klar

«Nicht die Faust im Sack machen»

Philipp Bühler,

Projektleiter Digitale Kommunikation bei der Migros

Anfang der 70er-Jahre wurde Skifahren in der Schweiz populär.

Seit einem halben Jahrhundert verkauft die Migros Skier. 1968 nahm die Detailhändlerin zuerst Kinderskier ins Sortiment. Bald folgten Kurzskier für Erwachsene. Der Zeitpunkt war kein Zufall: Zu Beginn der 70er-Jahre wurde Freizeit für die Schweizerinnen und Schweizer immer wichtiger. Sie hatten nun die Musse und auch das nötige Geld, um Wintersport zu treiben. Heute zählen die SportXX-Fachmärkte der Migros zu den grössten Anbietern von Markenskiern. Im Angebot sind über 100 Modelle in sämtlichen Segmenten: Kinderski, Allmountain, Performance, Freeski, Langlauf und Touren. Bei SportXX können Skier auch gemietet werden. Wintersport

Mehr Infos: www.sportxx.ch

Blickfang

Bilder: Keystone, Getty Images, Jannette Kneisel, zVg

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«Den Ballonflug gewann ich in einem Wettbewerb und schenkte ihn meinem Sohn zum Geburtstag. Er war es auch, der den unter uns fahrenden Migros-Ballon entdeckte und fotografierte. Geflogen ist er im November von Roggwil BE nach Bettwil AG an einem superschönen, sonnigen Tag.» Susanne Mächler, Urdorf ZH

1

Philipp Bühler, Migipedia hat neu über 100 000 Mitglieder. Wie viele beteiligen sich aktiv an den Diskussionen? Rund 5 Prozent kann man als aktive Community-Mitglieder bezeichnen. Mit dieser Zahl sind wir zufrieden. Sie liegt über dem, was die Theorie zu Community-Management lehrt.

2

Auf Migipedia wird gelobt, aber auch kritisiert. Wie geht man mit Kritik um? Wir nehmen jede Meldung ernst und klären den Sachverhalt ab. Konstruktive Kritik erlaubt es uns, unsere Arbeit zu hinterfragen und nach alternativen Lösungen zu suchen. Es ist uns lieber, wenn Kunden Kritik direkt äussern, als die Faust im Sack zu machen.

3

Wie wird sich die Konsumentenplattform weiterentwickeln? Migipedia-Funktionalitäten werden künftig nicht nur auf Migipedia.ch sondern auch auf anderen MigrosWebsites anzutreffen sein. Zudem spielt die Migros-App eine immer wichtigere Rolle. Auch dort wird Migipedia zu finden sein. www.migipedia.ch


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MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 33

Von uns. Von hier.

Star der Woche Vorhang auf: Jede Woche steht auf der Website www.vonuns-vonhier.ch ein Produkt der Migros-Eigenindustrie im Rampenlicht. Parallel dazu präsentiert sich der aktuelle «Star der Woche» im Migros-Magazin gleich selbst. Text: Thomas Tobler

R

und 10 000 Produkte lässt die Migros in ihren eigenen Industrie­ betrieben herstellen. Die Palette reicht von Esswaren über Spül­ mittel bis zur Zahnpasta – allesamt Produkte mit unterschiedlichen Entstehungs­ geschichten und Charaktereigenschaften. Einige davon haben schon nationale Berühmtheit erlangt, andere stehen am Anfang einer grossen Karriere. Gemessen an ihrer Qualität sind sie alle gleichrangig, und doch kann stets nur eines der «Star der Woche» sein. Dieser wird jeweils im siebentägigen Turnus auf der Website www.vonuns­vonhier.ch

gekürt und darf sich im Migros­Magazin an dieser Stelle selbst vorstellen. Welche Merkmale das Produkt zum Star machen, erzählt es selbst in einem persönlichen Interview und einem kurzen Steckbrief. Die Präsen­ tation ist immer mit einem Gewinnspiel für die Fangemeinde verbunden, bei dem es Preise im Gesamtwert von 150 Franken zu gewinnen gibt. Eröffnet wird die Starparade in dieser Ausgabe vom Blévita Gruyère aus der Gross­ familie der Blévitas. Der Cracker gewährt Einblick in die Familiengeschichte und er­ zählt von seiner etwas speziellen Herkunft. Seite 34

Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch Blévita.


34 | MM4, 23.1.2017 | MIGROS-WELT

Mitraten und gewinnen

Geschichte

Wer hat das Blévita Gruyère erfunden?

Die Grossfamilie «Ich, das Blévita Gruyère,

www.vonuns-vonhier.ch/ blevitagruyere

bin ja eher ein Jungspund. Aber meine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1969. Gern stelle ich euch deshalb meine Familienmitglieder mit ihrem Geburtsdatum vor, die älteren Blévita-Semester mögen es mir verzeihen.»

1969

Blévita 5-Korngebäck

1981

Blévita Sesam

1994

Blévita Leinsamen

2003

Blévita Bio Dinkel

2005

Star der Woche

Ich bin der Publikumsliebling Ich komme aus einer Schweizer Traditionsfamilie und wurde aus über 1100 Mitbewerbern ausgewählt. Mein Name: Blévita Gruyère. Text: Thomas Tobler

Blévita Tomate-Basilikum

2007

Blévita Choco Sesam

2007

Blévita Thymian/Meersalz

2011 Blévita Gruyère

2013

Blévita Sandwich Beeren & Kräuter

2014

Blévita Minis

2015

Blévita Biscuit

E

di Huber kennt mich in und aus­ wendig. Seit 35 Jahren arbeitet er als Backwarenentwickler bei meinem Hersteller, dem Migros­Betrieb Midor in Meilen ZH. Das bedeutet, er entwickelt Rezepturen, stellt Degustationsmuster her, probiert alle erdenklichen Geschmacksvarianten aus und ist damit verantwortlich für die Lancierung vieler meiner Vorfahren. Und selbstverständ­ lich war er mit dabei, als ich vor sechs Jah­ ren das Licht der Migros­Filialen erblickte. Allerdings, die Anfänge meiner Familie kennt auch Edi nur aus den Geschichts­ büchern. Begonnen hat alles im Oktober 1969. Damals wurden wir Blévitas zum ersten Mal hergestellt. Unser Familienoberhaupt ist bis heute ein Korngebäck aus Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Dinkel. Dieses 5­Korngebäck wurde damals wie heute in einem Ofen mit Gasheizung gebacken. Natürlich steckt mittlerweile eine andere Technik dahinter. Wir neueren Blévitas werden mit Dinkelmehl hergestellt, das ist geschmacksneutraler und daher besser kombinierbar mit Kräutern oder – wie bei mir – mit Käse. Und unsere Produktion

Bilder: Paolo Dutto

läuft mittlerweile natürlich vollautomatisch, vom Backen bis zum Verpacken. Einzig die Rohstoffe wie Kräuter werden noch von Hand dazugegeben. Anders ist es bei Edi und seinen Kollegen in der Entwicklungsabteilung. Dort ist immer noch Handarbeit angesagt. Weil zu Degustationszwecken einfach kleinere Mengen benötigt werden. «Ich bin gelernter Confiseur­Konditor, und die Handarbeit gehört seit jungen Jahren zu meiner beruf­ lichen Tätigkeit», sagt Edi Huber. Den Blévita­Teig stellt er jeweils selbst her, «wie ein Konditor, der jeden Morgen in seiner Konditorei steht und die Tageswaren vor­ bereitet». Auch Kräuter oder Creme­ füllungen werden eigenhändig über die Blévita­Muster verteilt. Bloss zu Besuch bei den Blévitas Die Ideen für neue Geschmackskreationen kommen meist aus der Marketingabteilung der Migros. Es gibt natürlich Ausnahmen – zum Beispiel mich, das Blévita Gruyère. Denn ich wurde von der Migros­Gemein­ schaft erfunden. Online auf Migipedia. Die Geschmacksvorgaben der Kunden um­


MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 35

Floreana Mateu und «ihr» Blévita Gruyère.

Interview

«Wir sind ja auch eine Käsenation»

gesetzt hat dann aber Edi Huber. «Ich schätze meine abwechslungsreiche Arbeit sehr. Stets gibt es neue Geschmackskombinationen zu entwickeln und Ideen umzusetzen», sagt Edi Huber auch nach 35 Jahren bei der Midor noch. Bald aber wird er seine Entwickler­ handschuhe an den Nagel hängen, denn Ende Februar geht er in Pension. «Ich werde meine Blévitas und ihre Entwicklung natürlich im Auge behalten und sie regelmässig in der Migros besuchen.» MM

Edi Huber (62): Seit 35 Jahren entwickelt er Blévitas.

Ein Gespräch zwischen dem «Star der Woche» und der Produktverantwortlichen für Blévita, Floreana Mateu, als er 2011 aus rund 1100 Kundenvorschlägen auf der Community-Plattform Migipedia ausgewählt wurde. Floreana, warum hat sich die Migros entschieden, mich von den Kunden wählen zu lassen? Es war nicht so, dass uns die Produkt­ ideen ausgegangen wären. Aber die neue Möglichkeit, zusammen mit den Kunden ein Produkt zu entwickeln, passte und passt auch heute noch sehr gut zur Kundennähe der Migros und somit auch zu Blévita. Nimmt die Migros Einfluss auf das Auswahlprozedere, oder entscheiden nur die Kunden? Es war ein Zusammenspiel zwischen Kunden und Migros. Die Kunden haben an der Online­Abstimmung entschieden, welche Geschmacksrich­ tung entwickelt wird. Zudem sassen auch bei der Degustation der vier Finalisten einige Blévita­Kunden mit

uns am Tisch und haben die verschie­ denen Geschmackssorten beurteilt. Wie fandest du persönlich eigentlich den Vorschlag, ein Blévita mit Gruyère herzustellen? Die Vorstellung, einen Cracker mit Käse zu lancieren, war für mich passend. Wir sind ja auch eine Käse­ nation. Ich finde, unsere Kunden haben sehr gut gewählt, und dein Erfolg gibt ihnen und uns ja recht. Und welches ist aktuell dein Lieblings-Blévita? Sag jetzt bitte nichts Falsches! (lacht) Ich schätze die grosse Auswahl bei Blévita und wechsle die Sorten immer wieder. Aber die Klassiker wie Sesam und Leinsamen bleiben meine Favoriten. MM


36 | MM4, 23.1.2017 | MIGROS-WELT

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Das Blévita Gruyère steht momentan im Rampenlicht. Viele andere Migros-Produkte strahlen diese Woche mit ihm.

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MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 37

1988 Serie: Migros-Pioniere

Seit bald 30 Jahren ermöglicht das Migros-Kulturprozent das wichtigste Tanzfestival der Schweiz. Isabella Spirig hat viel zu tun. Die künstlerische Leiterin des Tanzfestivals «Steps» arbeitet unter Hochdruck am neuen Programm und ist dabei, Formationen und Solotänzer aus der ganzen Welt zu engagieren. Dabei steht die nächste Veranstaltung erst im Frühling 2018 an. Doch «Steps» ist ein Grossereignis, das auf rund 40 Bühnen im ganzen Land stattfindet und schon deshalb akribische Planung erfordert. Es präsentiert die ganze Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes, der bisweilen auch mit multimedialen Experimenten und tanzenden Robotern überrascht. Begleitend werden TanzWorkshops an Schulen in der Deutschschweiz und der Romandie angeboten. Rund 22 000 Kinder und Jugendliche haben bisher daran teilgenommen. Seit 1988 ermöglicht das Migros-Kulturprozent alle zwei Jahre «Steps», das durchschnittlich rund 35 000 Zuschauer anlockt und damit im ganzen Land konkurrenzlos ist. «‹Steps› ist das Tanzereignis der Schweiz», bringt es Isabella Spirig auf den Punkt. MM

Begeistert vom Tanz: Isabella Spirig ist die künstlerische Leiterin des Festivals «Steps».

Ein Teil von

Die Migros ist mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit seit Generationen der Zeit voraus.

Frage der Woche

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Ich finde die Zahnpasta Candida Vital Plus nicht mehr im Verkaufsregal. Wurde sie aus dem Sortiment genommen? Tatsächlich bietet die Migros die Zahnpasta Candida Vital Plus nicht mehr an. Die Nachfrage der Kundinnen und Kunden war zu gering. Als Ersatz wird die Candida Parodin Professional empfohlen. Bezüglich der Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe ist diese Zahnpasta der Candida Vital Plus sehr ähnlich, und sie hat ebenfalls einen tiefen RDA-Wert von nur 25. Das bedeutet, dass der Abrieb sehr gering ist. Die Candida Parodin Professional enthält ausserdem den Wirkstoff Allantoin, der den Heilungsprozess und die Zellerneuerung unterstützt, sowie Bisabolol, das einen beruhigenden und entzündungshemmenden Effekt hat. MM

Haben Sie eine Frage?

Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst

Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag: 8.00–18.00 Uhr Samstag: 8.30–16.30 Uhr Anrufe auf die oben genannte Nummer sind gratis.


Wandererlebnisse zu Frühlingspreisen!

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Cannobio – Lago Maggiore

1. Tag: Schweiz–Cannobio. Bahnreise nach Locarno. Fahrt mit öffentlichem Bus via Brissago nach Cannobio. Erkundungsrundgang. 2. Tag: Cannero–Riviera. Von Cannobio aus wandern wir aussichtsreich nach Cannero, einem ehemaligen Fischerdorf mit hübscher Uferpromenade. 3. Tag: Der «Balkon des Lago Maggiore». Auf dieser interessanten Rundwanderung kommen wir an den ursprünglichen, nördlichen Fraktionen von Cannobio vorbei. Im Kastanienwald geniessen wir typische regionale Spezialitäten. 4. Tag Rückreise. Besuch des lebendigen Sonntagsmarktes. Am Nachmittag Bootsfahrt nach Locarno und Rückreise durch den neuen Gotthard-Basistunnel. Unterkunft Sie wohnen im Hotel Il Portico*** an der Seepromena de von Cannobio. Das Hotel verfügt über einen schönen, ruhigen Garten und eine grosse Terrasse. Wanderungen Wanderungen zwischen 2 und 3½ Stunden auf wenig begangenen idyllischen Wanderwegen. Das ist inbegriffen • Bahnfahrt 1. Klasse nach Locarno und zurück • Busfahrt Locarno–Cannobio • Schifffahrt Cannobio–Locarno • 3 Übernachtungen im Hotel Portico*** • Halbpension + 2 typische Mittagessen • Trinkgelder in Hotel & Restaurants • IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung Wanderung über dem Lago Maggiore

Reisedaten 2017 (jeweils Do – So) 1) 16.03. – 19.03. 6) 04.05. – 07.05. 2) 30.03. – 02.04. 7) 08.06. – 11.06. 3) 06.04. – 09.04. 8) 22.06. – 25.06. 4) 20.04. – 23.04. 9) 07.09. – 10.09. 5) 27.04. – 30.04. 10) 14.09. – 17.09. Preis pro Person im Doppelzimmer - Zuschlag Einzelzimmer - Zuschlag ohne Halbtax-Abonnement - Reduktion mit GA 2. Klasse

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8 Tage

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auf Mallorca

1. Tag: Hinflug Zürich–Palma de Mallorca. 2. Tag: Kurze Wanderung und Museums-Besuch. Eine erste Wanderung führt zum Hafen mit anschliessendem Museumsbesuch. 3. Tag: Küstenwanderung Mondrago. Der stetige Blick auf das türkisblaue Meer begleitet uns auf dem Küstenpfad zum kleinen Fischerhafen Cala Figuera. 4. Tag: Klosterwanderung und Weindegustation. Wanderung zum wunderschön gelegenen Kloster Randa mit herrlicher Aussicht auf die Insel. Anschliessend Besuch eines alten Landgutes, wo wir mallorquinische Weine und Tapas geniessen. 5. Tag: Wanderung in Soller. Heute wandern wir im Landesinneren auf alten Pfaden durch Orangen- und Olivenhaine. An der Algarve


7 Tage

8 Tage

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Algarve – unberührte Westküste

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Idyllische Bucht auf Elba

6. – 7. Tag: Zur freien Verfügung. Geniessen Sie Colonia Sant Jordi auf eigene Faust, erkunden Sie den Markt in Campos oder unternehmen einen Abstecher nach La Palma. 8. Tag: Rückflug Palma de Mallorca–Zürich. Unterkunft Sie wohnen im Universal Hotel Marqués**** in Colonia Sant Jordi an bester Lage direkt am Strand. Restaurant, Bar, Fitnessraumund und Aussenschwimmbad. Komfortable Zimmer mit Balkon oder Terrasse. Wanderungen Leichte Wanderungen zwischen 1,5 und 3 Stunden. Wenige kurze Aufstiege und Abstiege. Das ist inbegriffen • Nonstop-Flüge inkl. Taxen • 7 Nächte im Hotel Marques**** inkl. Halbpension • 4 Wanderungen mit Begleitbus • Eintritte und Besichtigungen • Reiseleitung und Wanderführung Reisedaten 2017 (jeweils So – So) 1) 12.02. – 19.02. 5) 12.03. – 19.03. 6) 19.03. – 26.03. 2) 19.02. – 26.03. 3) 26.02. – 05.03. 7) 26.03. – 02.04. 4) 05.03. – 12.03. 8) 02.04. – 09.04. Preis pro Person im Doppelzimmer Zuschlag Reisen 3 bis 6 Zuschlag Reisen 7 & 8 Zuschlag Zimmer mit Meersicht Zuschlag DZ Zur Alleinbenützung Internet-Buchungscode: wamalx

990.– 100.– 200.– 120.190.-

1. Tag: Hinflug Zürich–Faro. Transfer zum Hotel. 2. Tag: Ursprüngliches Hinterland. Das Dörfchen Bensafrim ist Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung. Diese führt uns durch Pinien- und Eukalyptuswälder nach Pincho. 3. Tag: Stadtbesichtigung von Lagos. Heute erkunden wir zu Fuss die Jahrhunderte alte Hafenstadt Lagos. Sie war Ausgangshafen der ersten portugiesischen Entdeckungsfahrten. Nachmittag zur freien Verfügung. 4. Tag: Praia da Luz. Hoch über den Wassern des Atlantiks wandern wir dem Klippenpfad entlang. Dieser führt uns zum Küstendorf Praia da Luz. 5. Tag: Cabo de São Vicente. Auf dem Küstenpfad erstaunen uns die von tosenden Atlantikwellen geformten Felsen. In der Ferne erblicken wir schon bald den Leuchtturm von Cabo de São Vicente. Im Fischerdorf Sagres geniessen wir unser Mittagessen. 6. Tag: Tag zur freien Verfügung. Entdecken Sie die Algarve mit einer schönen Strandwanderung oder einer Bootsfahrt. 7. Tag: Von Aljezur zur Praia da Amoreira. Heute wandern wir durch ein wild bewachsenes Dünengebiet bis zur weiten Praia da Amoreira. 8. Tag: Rückflug Faro–Zürich. Unterkunft Wir wohnen im Hotel Tivoli**** in Lagos. Es verfügt über Restaurant, Bar, Schwimmbad, Wellnessbereich und komfortable Zimmer. Wanderungen Leichte Wanderungen zwischen 1,5 und 3 Stunden. Wenige kurze Aufstiege und Abstiege. Das ist inbegriffen • Flug Zürich – Faro inkl. Taxen und Gebühren • 7 Nächte im Hotel Tivoli**** inkl. Halbpension • Wanderungen mit Begleitbus • Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen • IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung Reisedaten 2017 (jeweils Do – Do) 1) 06.04. – 13.04. 6) 21.09. – 28.09. 2) 13.04. – 20.04. 7) 28.09. – 05.10. 3) 20.04. – 27.04. 8) 05.10. – 12.10. 4) 27.04. – 04.05. 9) 12.10. – 19.10. 5) 04.05. – 12.05. 10) 19.10. – 26.10. Preis pro Person im Doppelzimmer - Zuschlag Reisen 6 bis 9 - Zuschlag DZ zur Alleinbenützung Internet-Buchungscode: waalgs

1190.– 80.– 180.–

ab

Fr. 965.– Elba – die Perle

im tyrrhenischen Meer

1. Tag: Schweiz–Elba. Anreise im modernen Reisebus. 2. Tag: Wanderung Capoliveri. Rundwanderung mit wunderbaren Ausblicken über die buchtenreiche Insel. 3. Tag: Rio nell’Elba. Wir wandern zu einem idyllisch gelegenen Bergdorf. Nach einem typischen Mittagessen Besuch des Bergarbeiter-Museums. 4. Tag: Monte Capo Stella. Ein Rundweg im Naturschutzgebiet zeigt uns die ganze Wildheit und Schönheit Elbas. Badegelegenheit am Strand von Marina di Campo. 5. Tag: Napoleon. Heute wandern wir durch sanfte, grüne Höhenzüge zur ehemaligen Sommerresidenz von Napoleon Bonaparte. Am Nachmittag besichtigen wir in Portoferraio die Stadtvilla von Napoleon. 6. Tag: Capo d’Arco. Eine eindrückliche Küstenwanderung führt uns in einen reizvollen Hafenort zum Expresso. 7. Tag: Rückfahrt in die Schweiz. Unterkunft Das familiäre Hotel Mare*** liegt direkt am Meer in einer Bucht mit einem malerischen Hafen. Das Hotel hat einen Garten mit Schwimmbad und ist bekannt für seine gute italienische Küche. Wanderungen Wanderungen zwischen 2 und 3,5 Stunden auf teilweise steinigen Küstenpfaden, einige kurze Auf- und Abstiege. Das ist inbegriffen • Fahrt mit modernem Komfort-Reisebus • Fährüberfahrt Piombino – Portoferraio • 6 Nächte im Hotel Mare*** • Halbpension plus 2 Mittagessen + 1 Picknick • Wanderungen mit Begleitbus • Alle Wanderungen, Eintritte und Besichtigungen • IMBACH-Reiseleitung und Wanderführung Reisedaten 2017 (jeweils So – Sa) 23.04. – 29.04. 990.– 03.09. – 09.09. 30.04. – 06.05. 1090.– 10.09. – 16.09. 07.05. – 13.05. 1090.– 17.09. – 23.09. 14.05. – 20.05. 1090.– 24.09. – 30.09. 21.05. – 27.05. 1090.– 01.10. – 07.10. 28.05. – 03.06. 1050.– Preise pro Person im Doppelzimmer - Zuschlag DZ zur Alleinbenützung

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Internet-Buchungsrabatt Zu den Arrangementpreisen verrechnen wir eine Auftragspauschale von 20 Franken/p.P. Diese entfällt bei Buchung auf www.imbach.ch.

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MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 41

Saisonküche

Wähenwunder

Auch weil sie schnell und einfach zubereitet sind, gehören Wähen zu den beliebtesten Familienmahlzeiten und -desserts. Das grösste Plus jedoch ist ihre Vielseitigkeit, denn eine feine Wähe lässt sich mit allen möglichen Zutaten herstellen.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt Bilder & Styling: Claudia Linsi Rezepte: Annina Cioccho

Von süss bis währschaft: drei Wähenrezepte Welche Wähe darfs denn sein? Diese Variante überrascht mit würzigem Roquefort und süssen Preiselbeeren.


42 | MM4, 23.1.2017 | MIGROS-WELT

Währschaft

Süss und salzig

Süss

Sauerkrautwähe mit Mostbröckli

Roquefort-PreiselbeerWähe

Birnentörtchen mit Schokolade

Für 2 Bleche à 20 x 10 cm Ergibt ca. 16 Stück 250 g Sauerkraut 80 g Mostbröckli

Für 1 Kuchenblech, ergibt ca. 12 Stück 1 rechteckig ausgewallter Kuchenteig à ca. 520 g 100 g Paniermehl 1 Zwiebel 150 g Lauch Salz, Pfeffer 100 g Roquefort 250 g Rahmquark 500 g Magerquark 4 EL Zucker ½ TL Zimt 2 Prisen Nelkenpulver 200 g Preiselbeeren aus dem Glas 10 g Sprossen, z. B. Randensprossen

Ergibt 4 Stück à ca. 10 cm Ø 80 g Weissmehl 10 g Kakaopulver 20 g gemahlene geschälte Mandeln 40 g Zucker

Salz, Pfeffer rechteckig ausgewallter Blätterteig à 320 g 1 dl Halbrahm 1 Ei 100 g geriebener Emmentaler 2 Prisen Muskatnuss 1 Msp. edelsüsser Paprika

1

Zubereitung

1. Backofen auf 200 °C vorheizen. Sauer­ kraut abspülen, abtropfen lassen und gut ausdrücken. Mostbröckli in mundgerechte Streifen schneiden. Mit dem Sauerkraut mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 2. Kuchenteig samt Papier längs halbieren und Bleche damit belegen. Teig mit der Gabel einstechen. Teigrand allenfalls ein­ falten. Sauerkraut auf dem Teigboden verteilen. Rahm, Ei und Käse mischen. Mit Muskatnuss, Paprika, Salz und Pfeffer würzen. Über das Sauerkraut giessen. In der Ofenmitte ca. 30 Minuten backen.

Zubereitung

1. Backofen auf 220 °C vorheizen. Kuchen­ teig samt Papier ins Blech legen. Teigrand falls nötig einfalten und andrücken. Teig­ boden mit der Gabel mehrmals einstechen. Paniermehl darauf verteilen. Zwiebel vier­ teln und in feine Streifen schneiden. Lauch in feine Ringe schneiden. Beides mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Portionenweise einzelne Stellen des Teigbodens damit belegen, sodass circa die Hälfte der Fläche bedeckt ist. Roquefort in kleine Stücke brechen und darauf verteilen.

2 Prisen 60 g 2 EL 2 EL 200 g 80 g 10 g 2 2 1 EL 1 EL

Salz Doppelrahm Wasser Birnendicksaft Butter, weich Puderzucker Kakaopulver Eigelb Birnen, z. B. Gute Luise Zitronensaft Schokoladenspäne

Zubereitung

1. Mehl, Kakao, Mandeln, Zucker und Salz mischen. Rahm langsam beigeben. Wasser beigeben, rasch zu einem Teig verkneten. Falls nötig, wenig Wasser dazukneten. Teig vierteln, zu Kugeln formen. Auf Backpapier ca. 5 mm dick zu Rondellen auswallen. Förmchen damit auslegen, im Kühlschrank kurz ruhen lassen.

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 30 Minuten backen

2. Rahm­ und Magerquark mischen. Zucker, Zimt und Nelkenpulver darunter­ mischen. Auf die freien Stellen im Teig­ boden geben. Preiselbeeren auf dem Quark verteilen. In der unteren Ofenhälfte ca. 25 Minuten backen. Etwas abkühlen las­ sen. Sprossen auf den Roquefort geben. Warm oder kalt servieren.

2. Ofen auf 200 °C vorheizen. Backerbsen in Tartelettes geben. Ca. 20 Minuten blind backen. Erbsen entfernen, Tartelettes aus den Formen nehmen, abkühlen lassen. Mit 1 EL Birnendicksaft ausstreichen. Auskühlen lassen. Butter mit dem Mixer ca. 3 Minuten schaumig schlagen. Puderzucker, Kakao, Eigelbe unter­ mischen. In die Tartelettes geben. Birnen schä­ len, vierteln, entkernen, in Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln. In die Tartelettes legen. Restlichen Birnendicksaft darüberträu­ feln, mit Schokoladenspänen servieren.

Pro Stück ca. 5 g Eiweiss, 12 g Fett, 6 g Kohlenhydrate, 650 kJ/150 kcal

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten + ca. 25 Minuten backen

Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + ca. 20 Minuten backen

Pro Stück im Durchschnitt ca. 10 g Eiweiss, 12 g Fett, 38 g Kohlenhydrate, 1250 kJ/300 kcal

Pro Stück ca. 7 g Eiweiss, 56 g Fett, 56 g Kohlenhydrate, 3100 kJ/750 kcal

Tipp

Diese Wähe kann auch in einem gängigen Kuchenblech gemacht werden, ohne dass sich dadurch die Backzeit stark verändert.


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MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 55

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Hintergrund

Rund um die Wähe Blindbacken

Damit der Wähenboden schön knusprig bleibt, kann man Kuchenteig mit einer Füllung aus Hülsenfrüchten vorbacken. Letztere entfernt man dann vor dem richtigen Füllen des Wähenbodens. Das Blindbacken verhindert, dass der Teig zu stark aufgeht. Backofentemperatur

Vorheizen oder nicht? Diese Frage stellt sich oft und wird aus Gründen der Energieeffizienz immer häufiger mit Nein beantwortet. Beim Blätterteig sollte man den Ofen aber stets auf 200 Grad vorheizen. Nur die hohe Temperatur garantiert, dass die Butter schnell schmilzt und den Teig luftig-leicht aufgehen lässt. Gibt man den Blätterteig in den kalten Ofen, schmilzt die Butter zu langsam, und der Teig geht gar nicht auf.

Mehr Rezepte auf

Wissenswertes

Der Teig machts Ob frisch selbst zubereitet oder fixfertig ausgewallt, ob Kuchen- oder Blätterteig: Allein die Art des Teigs bestimmt die Konsistenz der Wähe. Geschmacklich fallen die Unterschiede kaum ins Gewicht, herrlich buttrig sind beide. Kuchenteig Dieser knusprige Universalteig eignet sich ebenfalls für süsse und salzige Wähen. Er wird häufig in einer salzigen, ungesüssten Variante und in einer süssen zubereitet. Für die währschafte Wähe sollte allerdings kein süsser Kuchenteig verwendet werden. Ganz klassisch werden für einen Kuchenteig Mehl und Butter im Verhältnis 2:1 verwendet. In manchen Rezepten wird statt Butter Schweineschmalz empfohlen.

Knuspriger Boden

Saftige Früchte sind Feinde knuspriger Wähenböden. Ein Schutz gegen das Durchweichen ist zum einen das Blindbacken (siehe oben), zum andern verhindert eine feine Schicht Paniermehl oder gemahlene Nüsse, dass der Fruchtsaft den Teig aufweicht.

Bild: StockFood

Blätterteig-Tipp Reste vom Blätterteig kann man nicht wie normalen Kuchenteig zusammenkneten und neu auswallen. Aber man kann kleine Stücke mit Sesam bestreuen und backen. Das ergibt dann ein feines ApéroKnabbergebäck. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Blätterteig Das Geheimnis eines luftig-knusprigen Blätterteigs ist das sorgsam eingearbeitete Fett – oft Butter. Teig und Butter wechseln sich ab und werden immer wieder dünn ausgewallt. Beim Backen schmilzt die kalte Butter und hinterlässt nicht nur viel Geschmack, sondern auch viele luftige Zwischenräume. Blätterteig ist perfekt für währschafte und süsse Wähen.


56 | MM4, 23.1.2017 | MIGROS-WELT

Porträt

Schweizer Know-how für Namibia

Seit einem Pilotversuch vor fünf Jahren absolvieren junge Namibier regelmässig ein Praktikum bei den zur Migros gehörenden Swiss Quality Testing Services. Das erworbene Wissen setzen die Nachwuchskräfte erfolgreich in ihrer Heimat ein. Texte und Bild: Reto E. Wild

U

nglaublich, welchen Einfluss ein Praktikum in der Schweiz haben kann: Zum Treffen an der Namibia University of Science and Technology im Westen der Hauptstadt Windhoek kommen Saara Shatumbu (25), Daniella Mouton (22), Liopa Haidula (21) und Nicco Matengu (27), die hier studiert haben, teilweise 20 Minuten zu früh. Sie haben sich in Schale geworfen. Die vier Namibier verständigen sich untereinander auf Englisch, weil sie alle verschiedene Muttersprachen haben. Liopa erklärt dem aus der Schweiz angereisten Reporter: «In der Schweiz habe ich gelernt, pünktlich zu sein.» Die junge Frau absolvierte nach dem Studium an der Universität von Windhoek im Herbst 2016 ein dreimonatiges Praktikum bei den Swiss Quality Testing Services (SQTS) im westschweizerischen Courtepin. Für die lange Reise nach Europa stieg Liopa zum ersten Mal in ein Flugzeug. Der in Dietikon ZH und Courtepin FR ansässige Labordienstleister gehört zum Migros-GenossenschaftsBund und testet nicht nur Lebens-

mittel, sondern auch Kleider, Gartengeräte und Spielsachen auf ihre Bestandteile und Inhaltsstoffe. Kulturschock Schweiz

Die Umstellung von ihrer wüstenähnlichen Heimat auf die grüne Schweiz fiel Liopa anfangs schwer. Inzwischen schwärmt sie von ihren Klettertouren im Wallis. Aber: «Als ich unterwegs war, habe ich wie hier in Namibia die Menschen gegrüsst, doch die Passanten reagierten nicht.» Saara spricht sogar von einem Kulturschock, den sie nach Ankunft in der Schweiz, ihrer ersten Auslandserfahrung, erlebte. Sie ist seit dem 1. Dezember 2016 beim Namibia Institute of Pathology angestellt. Wie für Liopa, war das Praktikum in Courtepin eine Premiere. «Ich habe gelernt, mich am Arbeitsplatz zu integrieren, und die praktische Arbeit sehr geschätzt. An der Uni konnte ich das kaum, weil wir zu wenig Testgeräte haben.» Liopa erklärt, die Schweizer Erfahrung habe ihr die Augen für die Arbeitswelt geöffnet. Sie werde sich dieses Jahr, nach einer weiteren Ausbildung in einem

An der University of Science and Technology in Windhoek: Saara, Nicco, Liopa und Daniella (v. l.)

Labor, nach einem Arbeitsplatz in Windhoek umsehen. Daniella Mouton bildete sich schon 2015 bei den SQTS weiter. Auch für sie war es die erste Flugreise. «Der Aufenthalt war für mich eine unschätzbare Erfahrung und gab mir Selbstvertrauen im Umgang mit Menschen», erzählt sie. Die junge Frau schliesst dieses Jahr mit einem Master in Mikrobiologie ab und möchte sich anschliessend auf Chemie spezialisieren. Die motivierten namibischen Studenten kommen auf Vermittlung der Schweizer Organisation B360 Education Partnerships zu den SQTS. Seit gut fünf Jahren verhilft B360 jungen, talentierten Menschen aus dem südlichen Afrika zu Praktikumsstellen bei Schweizer Unternehmen. «Alle 35 Praktikanten haben ihre Studien zu Hause abgeschlossen und arbeiten in ihren Heimatländern oder absolvieren


MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 57

Peggy Schuhmann

«Die Absolventen sollen ihr Wissen in Afrika anwenden» Weshalb engagieren sich die Swiss Quality Testing Services (SQTS) für junge Afrikaner? Die Studenten sind hoch­ motiviert und wissens­ hungrig; bereits die Erfah­ rung mit unserem ersten Studenten Nicco Matengu war beeindruckend. Alle wollen ihr Wissen in ih­ rem Land anwenden und einen Beitrag zu grösserer Lebensmittelsicherheit leisten. Am Ende jedes Praktikums führen sie uns durch die Laboratorien in Courtepin und erklären, was dort passiert. Es ist er­ staunlich, was die Studie­ renden nach so kurzer Zeit an theoretischem Wissen mitbringen und wie schnell sie es adaptieren. Die Studierenden sind auch eine Horizonterwei­ terung für unsere Mitar­ beitenden. Sie lernen eine andere Kultur kennen.

ein weitergehendes Studium», sagt Direktorin Sabina Ann Balmer. Die Nachwuchskräfte erweitern in der Schweiz ihr Fachwissen und lernen, Theorie in die Praxis umzusetzen.

Bild: zVg

Ein Vorreiter

Mann der ersten Stunde, als das Prak­ tikum noch ein Pilotprojekt war, ist Nicco. Er studierte in Namibia Umwelt­ und Gesundheitswissenschaften, setzte sich im Vorstellungsgespräch gegen die anderen Bewerber durch und durfte im Herbst 2011 zum Praktikum in die Schweiz. Seit 2016 arbeitet er für das namibische Gesundheitsministe­ rium. Er ist der Erste, der sich in einer eigens geschaffenen Funktion um die Lebensmittelsicherheit im südlichen Afrika kümmert. «In diesem Bereich gibt es wenig Möglichkeiten, Erfahrun­ gen für die Praxis zu sammeln. Ent­ sprechend profitiere ich von meiner

Zeit bei den SQTS», sagt er. Dort habe er zum Beispiel eine Wurst nach ihren Fleischbestandteilen untersucht und geprüft, ob die Resultate mit den Anga­ ben auf der Packung übereinstimmten. Namibia müsse bei der Lebensmit­ telsicherheit expandieren, die Kapa­ zität der Laboratorien ausweiten und verstärkt die Hygiene in den Restau­ rants kontrollieren. Doch das ist in einem Land, das 20­mal so gross ist wie die Schweiz, nicht einfach. In Namibia mit seinen nur 2,3 Millionen Einwoh­ nern fehlt es an Fachkräften, aber auch an entsprechenden Jobs. Schätzungen zufolge ist jeder zweite Namibier im erwerbsfähigen Alter arbeitslos. «Wir benötigen Manpower und Arbeitskräfte mit Erfahrung», sagt Nicco. Stolz ergänzt Saara: «Unsere Generation ist Namibias Zukunft.» MM Lesen Sie auch unsere Reportage über Namibia im beiliegenden Reise-Extra.

Besteht nicht die Gefahr, dass sich die Namibier in Europa nach einer Beschäftigung umsehen und der Schwarze Kontinent so Know-how verliert? Es ist die grundsätzliche Idee, dass die zukünftigen Absolventen ihr Wissen in Afrika anwenden sollen. Die Erfahrung aus den letzten fünf Jahren zeigt uns, dass dies der Fall ist. Alle unsere ehemaligen Praktikanten, die ihr Studium abgeschlossen haben, haben in Namibia eine gute Stelle gefunden oder verfolgen ein weiter­ gehendes Studium. Warum eignen sich die SQTS für das Programm? Weil wir in den Labora­ torien in Courtepin die Möglichkeit haben, die Theorie in Praxis umzu­ setzen. Die Studierenden lernen, wie man die mikrobiologischen, mole­

Peggy Schuhmann (45) ist Leiterin Swiss Quality Testing Services (SQTS) in Dietikon ZH.

kularbiologischen und chemischen Methoden anwendet. Neben der Routinetätigkeit sieht man im mikrobiologi­ schen Labor auch optisch sehr gut, wie die Keime wachsen und aussehen. Komplementiert wird das Ganze dadurch, dass wir die Studierenden auch mal auf eine Hygieneinspektion in einem Betrieb mitnehmen können. Dort sehen sie, wie Hygienekonzepte in der Realität umgesetzt werden. Was bringt dieses Engagement den SQTS? Es ist eine klassische Win­win­Situation. Die Studierenden nehmen die Praxis mit in ihr Land und können diese dort an­ wenden. Lebensmittel­ sicherheit liegt uns schon berufsbedingt am Herzen, egal in welchem Land. Wir profitieren vom inter­ kulturellen Austausch und können gerade in den Sommermonaten, in denen im Labor ferien­ bedingte Absenzen vor­ kommen, die Studieren­ den gut einsetzen. Wir wissen sehr genau, wel­ chen Weg die Studieren­ den letztlich gehen. Das bestätigt uns, dass sich unser Engagement lohnt.


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Flussgenuss vom Reisebüro Mittelthurgau

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Tag 5 Budapest–Esztergom. Am Vormittag Zeit für eigene Unternehmungen. Am Nachmittag Ausflug zum Donauknie*. Per Bus erreichen Sie Esztergom – ein herrlicher Blick auf das Donauknie erwartet Sie. Anschliessend Besuch der Basilika. Tag 6 Bratislava. Altstadtführung* in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Schlendern Sie am Nachmittag gemütlich auf eigene Faust durch die Strassen von Bratislava und erspüren Sie den Charme dieser jungen Stadt. Tag 7 Dürnstein. Dürnstein – die «Perle der Wachau» – liegt inmitten von Weinbergen. Rundgang* mit Besuch des imposanten Stifts. Mittags Weiterfahrt Richtung Passau.

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Tag 8 Passau–Schweiz. Am Morgen erreichen Sie Passau. Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket

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Reisedaten 2017 Excellence Princess – Donau (Route 1) 25.06.–02.07. • 02.07.–09.07. • 16.07.–23.07. • 23.07.–30.07. 30.07.–06.08. • 06.08.–13.08. • 13.08.–20.08. • 03.09.–10.09. 01.10.–08.10. • 08.10.–15.10. Excellence Queen / Excellence Princess* – Rhein (Route 2) Basel–Amsterdam 29.03.–05.04.* • 01.04.–08.04. • 15.04.–22.04. Amsterdam–Basel 05.04.–12.04.* • 08.04.–15.04. Excellence Royal – Seine (Route 3) 02.04.–09.04. • 09.04.–16.04. • 16.04.–23.04. • 23.04.–30.04. 30.04.–07.05. • 07.05.–14.05. • 14.05.–21.05. • 21.05.–28.05. 28.05.–04.06. • 04.06.–11.06. • 18.06.–25.06. • 25.06.–02.07. 02.07.–09.07. • 09.07.–16.07. • 23.07.–30.07. • 30.07.–06.08. 06.08.–13.08. • 13.08.–20.08. • 27.08.–03.09. • 10.09.–17.09. 17.09.–24.09. • 24.09.–01.10. • 01.10.–08.10. Preise pro Person

Swiss made Ihr Reiseprogramm – Rhein – Route 2

Ihr Reiseprogramm – Seine – Route 3

Tag 1 Schweiz–Basel. Busanreise nach Basel. Um 16 Uhr legt die Excellence Queen ab.

Tag 1 Schweiz–Paris. Busanreise nach Paris. Tag 2 Paris. Morgens gemütliche Bootsrundfahrt auf der Seine* und am Nachmittag Stadtrundfahrt* in Paris. Abends legt die Excellence Royal ab. Tag 3 Les Andelys. Ausflug* nach Lyons La Forêt – eines der schönsten Dörfer in Frankreich. Nach dem kurzen Abstecher bringt Sie der Bus zurück nach Les Andelys. Das romantische Städtchen liegt in einem Flussbogen der Seine. Tag 4 Caudebec-en-Caux–(Honfleur). Ganztagesausflug* nach Honfleur. Das Städtchen besitzt den wohl schönsten Hafen der Normandie. Anschliessend Fahrt durch die Normandie und Zwischenhalt in einer Calvados-Brennerei, inkl. Führung und Degustation. Tag 5 Caudebec-en-Caux–(Étretat)–Rouen. Ausflug zur Alabasterküste mit ihren faszinierenden Steilfelsen «Aiguelle» und dem «Felsentor». Fakultativer Genuss eines GourmetMittagessens. Der Spitzenkoch David Görne verwöhnt Sie mit einem 6-Gang-Menu (Fr. 160) in seinem Manoir. Tag 6 Rouen. Stadtrundgang* in Rouen. Am Nachmittag fakultativer Ausflug entlang der Seine (Fr. 45). Auf der «Route der Abteien» besuchen Sie die Abtei Jumièges. Tag 7 Vernon–Paris. Sie fahren nach Giverny und besuchen das Wohnhaus und den Garten des grossen Impressionisten Claude Monet*. Tag 8 Paris–Schweiz. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort.

Tag 2 Strassburg–(Elsass). Am Vormittag Bootsfahrt auf dem Flüsschen Ill*. Nachmittags fakultativer Ausflug ins Elsass mit gemütlicher «Züglifahrt» in Obernai (Fr. 25). Tag 3 Mannheim–(Heidelberg)–Rüdesheim. Ausflug nach Heidelberg*. Transfer nach Mainz und Weiterreise nach Rüdesheim. Fakultative Fahrt mit dem Winzerexpress und Besuch von Sigfried’s Musikkabinett (Fr. 25). Tag 4 Rüdesheim–Koblenz–Andernach. Schlösser, Burgen und der Loreleyfelsen – nirgends ist der Rhein malerischer. Stadtrundgang in Koblenz mit Besuch der Festung Ehrenbreitstein*. Tag 5 Andernach–Köln. Vormittags Flussreise auf dem Rhein. Stadtrundgang in der Rheinmetropole Köln inklusive Besuch eines Brauhauses und Degustation des typischen Kölsch*. Tag 6 Duisburg–Wesel. Ausflug zum Weltkulturerbe Essener Zeche Zollverein*. Rundgang durch die einstmals grösste und leistungsstärkste Steinkohlezeche der Welt. Gemütliche Flussreise in Richtung Amsterdam. Tag 7 Amsterdam. Ausflug in den Keukenhof* zur grössten Freiland-Blumenschau der Welt. Am Nachmittag Grachtenfahrt* im farbenfrohen Amsterdam. Tag 8 Amsterdam–Schweiz. Nach dem Frühstück, Busrückreise in die Schweiz zu Ihrem Abreiseort. Amsterdam–Basel Reise in umgekehrter Richtung. Detailprogramm auf Anfrage. * Ausflugspaket

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Die Excellence Flotte ist wie gemacht, für den vollendeten Reisegenuss auf den schönsten Wasserwegen Europas. Excellence-Schiffe fahren nicht nur unter Schweizer Flagge, sie tragen alle Merkmale eines überzeugenden Schweizer Reiseprodukts. Mit höchstem Reisekomfort und herzlicher Gastfreundschaft. Stilvoll und doch leger. Mit Sinn fürs Detail und Sinn für Qualität. Die Kabinen auf Mittel- und Oberdeck mit französischem Balkon, die Fenster auf dem Hauptdeck sind nicht zu öffnen. Alle Kabinen sind ausgestattet mit Dusche/WC, Föhn, Klimaanlage, TV, Minibar, Safe. Lift von Mittelzu Oberdeck. Grosszügiges Foyer, Panoramalounge, Nichtraucher-Restaurant, grosses Sonnendeck.

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Kabinentyp Katalogpreis Excellence Princess – Donau 2-Bett-Kab. Hauptdeck 1995.– 2-Bett Kab. frz. Balkon Mitteldeck 2650.– 2-Bett Kab. frz. Balkon Oberdeck 2950.–

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Excellence Queen/Princess – Rhein 2-Bett-Kab. Hauptdeck 1995.– 2-Bett-Kab. frz. Balkon Mitteldeck 2495.– 2-Bett-Kab. frz. Balkon Oberdeck 2745.–

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60 | MM4, 23.1.2017 | MIGROS-WELT

Die Macher des kleinen Game-Studios EverdreamSoft kooperieren mit dem englischen TV-Sender Channel 4.

Computergames

Verspielte Typen Vom 26. bis 28. Januar findet in Zürich die Game-Messe Ludicious statt. Bei diesem Anlass treffen Schweizer Spielentwickler mit Glück auf zukünftige Partner wie den britischen Fernsehsender Channel 4. Text: Pierre Léderrey, Michael West

B

eim Stichwort Computergames denken viele zuerst an Spiele aus den USA und Japan, etwa an die zu den «Star Wars»Filmen oder an das virtuelle Gangsterepos «GTA». Doch auch die Schweiz ist inzwischen ein fruchtbarer Boden für gute Spiele. 50 einheimische Titel schaffen es mittlerweile jedes Jahr auf den Markt. Diese Woche treffen sich die kreativen Köpfe der Schweizer Game-

Branche in Zürich zur Messe Ludicious (siehe auch Spalte). Hier können Schweizer Studios mit Glück Investoren aus dem Ausland für ihre Projekte interessieren. Den Machern des Genfer Game-Studios EverdreamSoft ist dies bereits gelungen. Sie haben als Partner den grossen britischen Fernsehsender Channel 4 gewonnen, der mit seiner Tochterfirma Games 4 auch Spiele produziert. Die Engländer

Bilder: Olivier Vogelsang

beteiligten sich an der Entwicklung eines Smartphone-Games namens «Spells of Genesis», das im Lauf dieses Jahres weltweit lanciert werden soll. Die Partnerschaft zwischen der kleinen Genfer Firma und dem grossen Fernsehsender kam schon letztes Jahr während der Messe Ludicious zustande. Hilfreich war dabei das sogenannte Matchmaking-Modul, das vom Förderfonds Engagement Migros veranstaltet wird.

Das bedeutet, dass Schweizer Entwickler ihre Ideen Vertretern von grossen ausländischen Firmen präsentieren können, damit diese in sie investieren und international vertreiben. Die Engländer liessen sich für «Spells of Genesis» begeistern: In diesem SmartphoneGame geht es darum, virtuelle Spielkarten mit magischen Kräften zu tauschen. Wer das stärkste Blatt hat, kann seine Feinde am besten bekämpfen.


MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 61

Ludicious

Treffen der Game-Macher An der Game-Messe Ludicious treffen sich vom Donnerstag bis am Samstag dieser Woche rund 600 Vertreter der internationalen Computer- und Videogame-Branche. Das Programm umfasst interaktive Ausstellungen, Workshops und Vorträge.

Die Firma Apelab erschafft dreidimensionale Spielwelten, die sich mit Virtual-Reality-Brillen erkunden lassen.

Das Spiel ist reizvoll, weil es spontane Entscheidungen, aber auch langfristige Strategien zulässt. Erste Bilder aus dem Game zeigen in Dämmerung gehüllte Tempel mit geheimnisvoll leuchtenden Schriftzeichen. Crowdsourcing in Bitcoin

Originell ist aber nicht nur das Game selber, sondern auch seine Vorgeschichte. Die Entwickler von EverdreamSoft sicherten einen Teil der Finanzierung bereits im Sommer 2015 mit einer Crowdsourcing-Kampagne. Sie operierten dabei mit der Internetwährung Bitcoin. Ein Betrag von rund 300 000 Franken kam auf diese Weise zusammen. Eine Gemeinschaft von etwa 300 Gamern ist bereits dabei, eine weitgehend ausgereifte Version von «Spells of Genesis» zu testen. Nach dem offiziellen Start des Spiels wird sich diese Gruppe sicher vervielfachen. Wer «Spells of Genesis» spielt, fühlt sich nicht nur wie ein magischer Kartenspieler,

sondern auch wie ein Unternehmer. Er kann ein virtuelles Vermögen aufbauen und damit Spielkarten oder auch Dienstleistungen kaufen. Wer viel Zeit investiert, kann sein Kapital stark vermehren. Der Gamer nimmt sich in dieser Spielwelt nicht nur als Konsument, sondern auch als Mitinhaber wahr. Das Matchmaking-Modul, das EverdreamSoft bei der Entwicklung von «Spells of Genesis» half, nützte auch einer anderen Genfer Firma: Das Unternehmen Apelab konnte den TelekomRiesen Orange France für ein ambitioniertes Projekt gewinnen. Dank der Kooperation konnte das Game «Break a Leg» entwickelt und in Frankreich bereits lanciert werden. Dieses Spiel entführt in die Welt der klassischen Zauberkünstler und Illusionisten. Das ganze Design erinnert an eine schillernde Varietédarbietung aus der Zeit der Jahrhundertwende. Sogar der legendäre Entfesselungskünstler Houdini

taucht in der Spielhandlung auf. Mit der Zeit bemerkt der Spieler allerdings, dass er es nicht nur mit harmlosen Tricks, sondern einer magischen Urmacht zu tun bekommt. Mit Virtual Reality mittendrin

Das Faszinierendste an «Break a Leg» ist jedoch, dass mithilfe einer Virtual-Reality-Brille gespielt wird. So taucht der Gamer viel tiefer in die magische Geschichte ein. Denn die Handlung findet nicht bloss auf einem Fernseh- oder Computerbildschirm, sondern direkt vor den Augen des Spielers statt. Wenn der Gamer den Kopf dreht, zeigen sich ihm schlagartig neue Perspektiven, es ist, als bewege er sich in einem realen Raum. Und mit seinen Händen kann er virtuelle Gegenstände anfassen und bewegen. Virtual Reality ist eine neue Dimension, in die gegenwärtig viele grosse Game- und Filmstudios vorstossen möchten. Die Macher von Apelab sind schon in dieser Welt angekommen. MM

Im Businessteil der Veranstaltung findet das Match-Making-Modul des Förderfonds Engagement Migros statt: Zehn junge Schweizer GameStudios erhalten diesmal Gelegenheit, ihre Projekte internationalen Vertretern der GameBranche zu präsentieren. So finden auch sie möglicherweise einen starken Partner – wie dies den Genfer Firmen EverdreamSoft und Apelab gelungen ist. Der Förderfonds Engagement Migros ergänzt seit 2012 die

Arbeit des MigrosKulturprozents: Der Fonds unterstützt unterschiedlichste Projekte mit Pioniergeist. Er engagiert sich besonders in den Bereichen Ernährung und Produktion, Kreation und Markt, Museen und Publikum sowie Mobilität. Der Fonds wird von den Unternehmen der Migros-Gruppe mit jährlich rund 10 Millionen Franken ermöglicht. www.engagement-migros.ch www.ludicious.ch


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6. Tag: Trondheim–Hurtigruten–Molde. Hurtigrutenschifffahrt, entlang der «schönsten Seereise der Welt», vorbei an Inseln und Fjorden nach Molde. (Reise 6: Hurtigruten-Fahrt bis Alesund) 7. Tag: Molde–Geiranger–Skei. Fjord-Panoramafahrt zu den Serpentinen der Trollstigen. Höhepunkt ist der Geirangerfjord (Unesco-Weltnaturerbe). Entlang dem Jostedalsbreen-Nationalpark fahren wir nach Skei. 8. Tag: Skei–Bergen. Bei Lavik überqueren wir den Sognefjord, den tiefsten Fjord der Welt. Stadtrundgang in der Hansestadt Bergen. 9. Tag: Bergen–fak. Bergenbahn–Oslo. Fak. Bergenbahn-Fahrt nach Geilo. Weiterreise mit dem Bus bis zum Holmenkollen, oberhalb von Oslo. (Bahnfahrt: Vorausbuchung notwendig. Alternativ Fahrt mit dem Bus.) 10. Tag: Oslo – Einschiffung. Stadtbesichtigung Oslo. Danach Einschiffung und Ausfahrt durch die Schärenlandschaft. Übernachtung an Bord. 11. Tag: Ankunft Kiel–Fulda. Ausschiffung in Kiel. Tagesziel ist die Bischofsstadt Fulda. 12. Tag: Fulda – Rückfahrt in die Schweiz. Faszination Hurtigruten Genussvolle ganztägige Küsten- und Fjordfahrt an Bord der Hurtigruten, auf der Strecke Trondheim–Molde (Abreise 15.07. bis Alesund statt Molde). Mini-Kreuzfahrt Genussvolle Mini-Kreuzfahrt Oslo–Kiel (eine Nacht) an Bord der Color Fantasy oder Color Magic, den neusten und grössten Kreuzfahrtschiffen mit Autodeck. Ein Erlebnis ersten Ranges, das Ihnen alles an Komfort und Genuss bietet.

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6: 7: 8: 9: 10:

15.07.–26.07. 22.07.–02.08. 29.07.–09.08. 05.08.–16.08. 12.08.–23.08.

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MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 63

Cucina & Tavola

Frühlingsträume

Bild: Martina Meier; Styling: Monika Hansen

Manchmal mag man einfach nicht mehr warten: Zwar dauert es noch mehrere Wochen bis zum Frühlingsanfang, aber die Lust, den Winter zu ver­ treiben, ist jetzt schon spürbar. Die pastellfarbenen Produkte von Cucina & Tavola zaubern ein frühlings­ haftes Ambiente ins Haus. Wie das zarte Rosen­ Hortensien­Sträusslein, das in einer Glasvase gut zur Geltung kommt. Ganz zu schweigen vom Kaffee­ service mit Blumendekor im Retrostil und der rosa Tischdecke mit Spitzenoptik: bitte Platz nehmen und unbeschwert die Frühlingsstimmung geniessen.

Hit Cucina & Tavola Tischdecke Rosen, 140 × 180 cm* Fr. 9.80

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Hit Cucina & Tavola Küchentücher Rosen, 4er-Set* Fr. 9.80

* Alle Frühlingsprodukte von Cucina & Tavola sind bis 11. Februar in grösseren Filialen erhältlich.


64 | MM4, 23.1.2017 | MIGROS-WELT

Fit durch den Winter

Keine Chance den Viren! Erkältungen sind lästig: Der Hals kratzt, die Stimme versagt, die Nase tropft. Mit geeigneten Massnahmen lassen sich erste Anzeichen eines Infekts aber durchaus in den Griff bekommen. Um das angeschlagene Immunsystem wieder auf Trab zu bringen, helfen unter anderem Schlaf, regelmässiges Inhalieren, eine vitaminreiche Ernährung und wohltuende Getränke, zum Beispiel Ingwertee mit Zitrone und Honig. Wer sich zudem viel an der frischen Luft bewegt, wird schneller wieder durchatmen können und besser geschützt sein, wenn die Viren zur nächsten Attacke blasen.

Eine Nasendusche mit Salzwasser reinigt und befeuchtet die Schleimhäute. Sanactiv Nasenspül-Jet, 125 ml* Aktion 20% Fr. 10.30 statt 12.90 bis 30. Januar

Schon die griechischen Ärzte im Altertum nutzten Holunder als Heilkraut gegen Erkältungen: Grether’s Pastilles, Elderflower ohne Zucker, 60 g* Fr. 5.90

* in grösseren Filialen

Wer erkältet ist und nicht auf warme Füsse achtet, darf sich nicht beklagen: Hausschuhe, Gr. 40–45* Fr. 24.80

Bei Fieber sind feuchtkalte Wadenwickel ein bewährtes Hausmittel: Küchentücher Karo/Stripe, 2 Stück Fr. 9.80


MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 65

Etwas Honig, Ingwer und den Saft einer Zitrone mit heissem Wasser aufgiessen – schon ist der wärmende Tee fertig. Blütenhonig, 500 g Fr. 6.90

Ingwer findet besonders in der kalten Jahreszeit als würzige Zutat und Hausmittel Verwendung. Ingwer, per 100 g Aktueller Tagespreis

Bild: Getty Images

Die tägliche Konsumation eines Glases Orangensaft unterstützt die Versorgung mit Vitamin C. Anna’s Best Orangensaft, 75 cl Fr. 3.–

Sanft zur Nase und praktisch für unterwegs: Linsoft Classic Taschentücher, 4-lagig, 30 × 10 Stück Fr. 2.95

Zur unterstützenden Behandlung bei Halsweh und Heiserkeit: Sanactiv Hals- und Rachenspray, 30 ml Aktion 20% Fr. 6.30 statt 7.90 bis 30. Januar


Gültig vom Montag, 23. bis Samstag, 28. Januar 2017

Cordon bleuFestival

Geniessen Sie diese Woche täglich eine andere Cordon bleu-Variation. Genossenschaft Migros Luzern

Mit Produkten aus der Region. Für die Region.

Lauch-MarroniPappardelle

Zubereitung: Zwiebel, Lauch und Marroni kleinschneiden. In der Pfanne Zwiebeln und Marroni mit Butter gut anbraten, den Lauch dazugeben. Mit dem Weisswein ablöschen, Sauren Halbrahm beifügen und etwas einkochen lassen. Mit Zitronenschale, Salz und Pfeffer würzen. Pasta al dente kochen und mit der Sauce mischen.

Jeden Sonntag 18.55 Uhr

mit stündlicher Wiederholung

Alle Rezepte und alle Sendungen: www.jeannettekocht.ch

Migros-Einkaufsliste: Zutaten für 4 Personen • 1 Pack Bio UrDinkel Pappardelle • 1 Zwiebel • 1 – 2 Lauchstangen • 1 Becher Saurer Halbrahm • 1 Pack Marroni, gekocht • 1 dl Weisswein • 1 Zitrone • Bratbutter • Salz, Pfeffer

Ein M regionaler.


MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 67

Produkt der Woche

Urdinkel-Pasta aus der Region Die Pasta Röthlin AG aus Kerns beliefert die Migros Luzern mit feinen regionalen Teigwaren, unter anderem mit «Bio UrDinkel Papardelle». Der Urdinkel stammt aus der Zentralschweiz und enthält wertvolle Eiweisse und gesunde Fettsäuren, die den Körper bei Leistung und Regenerierung unterstützen. Urdinkel sättigt langanhaltend. Die «Bio UrDinkel Papardelle» sind in allen grösseren Filialen der Migros Luzern erhältlich. Ein Rezept für Lauch-Marroni-Pappardelle findet sich auf www.jeannettekocht.ch

Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Luzern

Klubschultipp

Mein eigene Webseite WordPress-Kurse:

Sandra Lötscher präsentiert das Fasnachtssortiment in der Migros-Filiale Mythen Center Schwyz.

Fasnacht

Gut verkleidet an die Fasnacht Ob einzelne Accessoires oder ganze Kostüme: Die grösseren Supermarkt-Filialen der Migros Luzern führen ein grosses Sortiment an Fasnachtsartikeln. Text und Bild: Laura Roth

A

n vielen Orten in der Zentral­ schweiz hat die Vorfas­ nacht begonnen. Die ein­ gefleischten Fasnächtler haben bereits Stunden in ihre Verkleidung investiert. Höchste Zeit also für diejenigen, die noch kein Kostüm im Schrank haben. Alle grösseren Filia­ len der Migros Luzern bieten ein grosses Sorti­

ment an Fasnachtsarti­ keln für Babys, Klein­ kinder, Jugendliche oder Erwachsene an: von Ganzkörperkostümen, verschiedenen Hüten über Schminke, Perü­ cken, farbige Haar­ sprays bis hin zu Mas­ ken, Schwertern und noch vielen weiteren Accessoires. «Letztes Jahr waren vor allem die tierischen Ganzkörperkostüme für

Babys und Kleinkinder der Renner. Ich bin gespannt, was es diese Saison für Fasnachts­ trends geben wird», sagt Sandra Lötscher, Be­ reichsleiterin in der Migros­Filiale Mythen­ Center Schwyz. Wer auf der Suche nach Konfetti oder Produkten wie Haar­ spray und Schminke ist, wird auch in allen klei­ nen Filialen der Migros Luzern fündig. MM

Info

In diesen Filialen wird man fündig Folgende Filialen führen ein grosses Fasnachtssortiment: MM Dorfmärt Wolhusen MM Hofmatt Kriens MM Ladengasse Ebikon MM Metalli Zug MM Rigimärt Küssnacht MM Sarnen-Center MM Schönbühl Luzern MM Schweizerhof Luzern MM Seetal-Center Hochdorf MM Sonnenplatz Emmenbrücke MM Urnertor Bürglen MM Wohncenter Emmen MMM Länderpark Stans MMM Mythen Center Schwyz MMM Surseepark MMM Zugerland Steinhausen

Sie möchten Ihre selbstgenähten Accessoires im Internet vertreiben? Haben vor, einen Blog zu starten? – Gestalten Sie Ihre eigene Webseite mit WordPress oder eröffnen Sie einen attraktiven Online-Shop. Wie das geht, erfahren Sie in spezifischen Workshops der Klubschule Migros Luzern. Sie erhalten Anleitungen und Tipps, wie eine professionelle Webseite installiert, Produkte erfasst sowie Zahlungs- und Versandmethoden eingerichtet werden. Web-Kurse: Die eigene Webseite mit WordPress erstellen, Start: 6. Februar E-Commerce: Erfolgreicher Online-Shop, Start: 29. März Online-Shop mit WordPress erstellen, Start: 9. Mai Anmeldung: www.klubschule.ch oder 041 418 66 66


68 | MM4, 23.1.2017 | MIGROS-WELT

1

Der Bäcker wiegt die benötigten Zutaten nach vorgegebener Rezeptur ab, und danach werden sie von der Knetmaschine gemischt. Sobald die Teigtemperatur zwischen 24 und 26 Grad Celsius liegt, ist der Teig bereit für die Weiterverarbeitung.

Fasnachtsgebäck

Berliner, von Hand gemacht

Berliner gehören zu den beliebtesten Süssgebäcken – nicht nur während der Fasnachtszeit. Christian Horat, Chefbäcker der Jowa-Hausbäckerei Migros Metalli, zeigt, wie das Süssgebäck entsteht.

2

Chefbäcker Christian Horat zerteilt denTeig in exakt 1,45 Kilogramm schwere Stücke: Diese Menge ergibt 30 Berliner. Er wallt den Teig wie einen runden Pizzateig aus und legt ihn auf eine Platte. Diese wird wiederum in eine Maschine gesetzt, die den Teig automatisch in 30 kleine, runde Kugeln zerteilt.

3

Text und Bild: Laura Roth

W

öchentlich werden in der Jowa-Hausbäckerei der Migros Metalli mehrere 100 Berliner produziert. Das Süssgebäck ist vor allem vor und während der Fasnachtszeit äusserst beliebt: Dabei steigt die Backmenge pro Tag erheblich. Christian Horat, Chefbäcker der Jowa-Hausbäckerei Migros Metalli,

erklärt: «Früher war der Berliner ein reines Chilbi- und Fasnachtsprodukt und wurde daher nur saisonal verkauft. Er wurde jedoch immer beliebter und ist nun seit ungefähr 30 Jahren das ganze Jahr erhältlich.» Mit seinem Team bereitet Christian Horat die Berliner jeweils von Grund auf selber zu. Wie das geht, zeigt er in der Bildstrecke. MM

Die 30 Teigkugeln werden auf ein Blech gelegt. In einem Gärraum lagern die Berliner rund 45 bis 50 Minuten bei 78 Prozent Luftfeuchtigkeit und 32 Grad Celsius.


MIGROS-WELT | MM4, 23.1.2017 | 69

Arielle Feurich unterrichtet leidenschaftlich gerne Französisch an der Klubschule Luzern.

4

Mein Abenteuer

5

Die Berliner liegen für insgesamt sechs Minuten in 150 Grad heissem Öl in der Fritteuse. Nach der Hälfte der Zeit werden sie gewendet, sodass sie auf beiden Seiten gleichmässig braun werden. Dann werden die Berliner abgetropft und auf ein Blech gelegt.

6

7

Der Bäcker füllt jeden Berliner mit 24 Gramm Vierfruchtmarmelade. Zum Schluss bestreut er die fertigen Berliner mit Puderzucker.

«Die ganze Welt in meinem Klassenzimmer» Arielle Feurich unterrichtet Französisch an der Klubschule Migros,

und bringt dadurch die Welt ein Stück näher zusammen. Text: Arielle Feurich

Bild: Jacqueline Achermann

M

enschen aus al­ len Bereichen des Lebens treffen in der Klubschule aufeinander. Da sitzt eine Polizistin ne­ ben einem Banker, der wiederum mit einem Stel­ lensuchenden über Gram­ matikregeln brütet. Hier tummelt sich quasi das ganze Spektrum der Be­ völkerung. Das gefällt mir als Kursleiterin und Fachberaterin Französisch an der Klubschule Migros Luzern besonders. Jeder ist willkom­ men. Beim Theater, wo ich als Kostümbildnerin arbeitete, ticken die Uhren anders. Es ist eine Welt für sich. Eine spannende zwar, doch die wahren Geschichten des Lebens ereignen sich oft in un­ scheinbaren Räumen wie hier im Zimmer Nummer 113, wo ich unterrichte. Sprache der Sehnsucht

Als ich vor 23 Jahren von Paris nach Luzern gezogen

bin, hatte ich das Bedürf­ nis, mich stärker mit mei­ ner Muttersprache aus­ einanderzusetzen. Also begann ich ein Studium in angewandter Linguistik und entschied mich, Fran­ zösischlehrerin zu werden. Dass mir der Beruf zusagt, erkannte ich im Kurs Ein­ stieg in den Sprachunter­ richt der Klubschule Lu­ zern. Später schloss ich das SVEB 1 und alle weiteren Module bis zum Eidge­ nössischen Fachausweis Ausbilder/in ab. Jede Lektion ist spannend

Den Berufswechsel habe ich nie bereut: Jede Lek­ tion ist ein Abenteuer. Man braucht Einfühlungs­ vermögen, Humor und Kreativität, damit sich die Teilnehmer wohlfühlen und in entspannter Atmo­ sphäre lernen können. Eine Sprache zu unter­ richten, heisst auch, je­ manden auf fremdem Terrain zu begleiten. Du tauchst in andere Kultu­

ren ein, entdeckst aber auch neue Seiten an dir. Das macht mich an mei­ ner Arbeit so glücklich: den Menschen etwas zu vermitteln, das ihnen Spass macht und die Welt ein kleines Stück näher zusammenbringt. MM Weitere Abenteuer: www.klubschule.ch/abenteuer

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Ihr Reiseprogramm

Ihr Reiseprogramm

1. Tag: Schweiz–Genua – Einschiffung. Geführte Panorama-Stadtrundfahrt in Genua. 2. Tag: Ankunft in Palermo–Santa Flavia. Fahrt zu unserem Hotel am Meer. 3. Tag: Ausflug Monreale und Palermo. Monreale ist vor allem durch seine Kathedrale bekannt. Anschliessend Führung durch das historische Zentrum Palermos. 4. Tag: S. Flavia–Segesta–Selinunte–Agrigento. Fahrt nach Segesta und Selinunte. 5. Tag: Agrigento–P. Armerina–Roccalumera. Geführte Besichtigung im «Tal der Tempel». Später Fahrt zur Ausgrabungsstätte von Piazza Armerina und geführte Besichtigung der Villa Romana del Casale. 6. Tag: Ausflug Ätna und Taormina. Panoramafahrt entlang der Flanken des Ätna, anschliessend kurze Fahrt nach Taormina. Das Städtchen bietet ein einzigartiges Panorama auf den Ätna und die Küstenregion. 7. Tag: Ausflug Siracusa. Beeindruckende Bauwerke und Ausgrabungen aus der griechischen und römischen Antike erwarten uns. 8. Tag: Fakultativer Ausflug Aeolische Inseln. Fahrt zur Hafenstadt Milazzo und Ausflug mit dem Boot zur Insel Lipari. Anschliessend Besuch der Nachbarinsel Vulcano mit ihren Vulkanlandschaften. 9. Tag: Roccalumera–Cefalù–Palermo – Einschiffung. Pause in Cefalù und Fährfahrt. 10. Tag: Auf See – Genua–Alessandria. Erholsamer Tag auf See. 11. Tag: Alessandria–Schweiz.

1. Tag: Hinflug Zürich–Catania, Fahrt nach Campofelice di Roccella. Am Abend Direktflug nach Catania. Empfang durch unseren Reisechauffeur und Transfer zu unserem Ferienort Campofelice di Roccella. 2. Tag: Palermo und Monreale. Den heutigen Tag widmen wir der lebhaften Inselhauptstadt mit ihren vielen Kunstschätzen und ihrem mittelalterlichen Stadtbild sowie Monreale mit seinem berühmten Dom. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Westsizilien.* Fahrt nach Segesta und Besichtigung der Ausgrabungsstätte. Danach geht es weiter nach Marsala. Bei einer Kellereibesichtigung degustieren wir den aromatischen Süsswein. Ausserdem besuchen wir Erice, das sich an einer schönen Lage befindet und noch von einer Stadtmauer umgeben ist. 4. Tag: Piazza Armerina und Enna. Am Morgen Besichtigung der Ausgrabungsstätte von Piazza Armerina. Prunkstück dieses ehemaligen römischen Landsitzes Villa Romana del Casale sind die prächtigen Bodenmosaike. Danach typisch sizilianisches Mittagessen und anschliessend Abstecher nach Enna, eine ehemalige Festungsstadt. 5. Tag: Fakultativer Ausflug Ätna und Taormina.* Heute steht der Vulkan Ätna auf unserem Programm. Im Anschluss besuchen wir Taormina. 6. Tag: Freier Tag am Meer. Heute geniessen wir einen erholsamen Tag am Meer. 7. Tag: Fakultativer Ausflug Castelbuono und Cefalù.* Heute ist Markttag in Castelbuono, welches wir am Morgen erreichen. Später Fahrt ins kleine Fischerstädtchen Cefalù. 8. Tag: Fahrt Campofelice di Roccella–Catania, Rückflug Catania–Zürich. Am Morgen Fahrt nach Catania und geführte Stadtbesichtigung. Rückflug nach Zürich.

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· Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus, Spardatum mit Komfortklasse-Bus · Unterkunft in guten Mittel- und Erstklasshotels · Schiffspassagen Genua-Palermo-Genua (2 Nächte, Innenkabine) · Mahlzeiten: 7 x Halbpension, 1 x Frühstück (6. Tag), Schiffspassagen ohne Mahlzeiten · Ausflüge, Eintritte, Besichtigungen gem. Programm (ausg. fak. Ausflug 8. Tag) · Audio-System auf Rundgängen ∙ Erfahrener Reisechauffeur

· Flug mit Edelweiss Air in Economy-Klasse ∙ Alle Flugnebenkosten (Wert Fr. 91) · Fahrt mit Komfortklasse-Bus ab/bis Catania · Unterkunft im guten Mittelklasshotel Fiesta Garden · Mahlzeiten: 1 x Mittagessen im lokalen Restaurant (4. Tag), 7 x Halbpension · Eintritte und Besichtigungen Monreale, Palermo, Villa Romana und Catania · Audio-System auf Rundgängen ∙ Erfahrener Reisechauffeur ab/bis Catania

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hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

Der Kleine (1) weiss, was er will. Alles Wichtige hat er bisher selbst entschieden. Er kam sechs Wochen zu früh zur Welt, wollte plötzlich nicht mehr gestillt werden und lehnte auch seinen geliebten Nuggi eines Tages einfach ab. Punkt 18.30 Uhr hat er Hunger und versucht jeweils in seinen Hochstuhl zu klettern, egal, ob das Essen schon auf dem Tisch steht oder nicht. Leider sind an diesem Abend erst die Erbsli fertig, der Sugo köchelt, die Penne sind noch nicht al dente. Ich setze ihn in seinen Stuhl, gebe ihm eine Handvoll Erbsli zum Analysie­ ren und Degustieren und koche weiter. «Ui», sagt er plötzlich. Ui, denke ich. Alle Erbsli liegen am Boden. Und jetzt, wie weiter? 1, 2 oder 3? 1 2 3

Ich wette mit dem Grossen, wie viele Erbsli am Boden liegen. Wir sammeln und zählen sie – wer besser geschätzt hat, kriegt ein Guetsli zum Dessert. Der Kleine putzt für sein Leben gern. Sein erstes Wort am Morgen ist «putzä!» Ich gebe ihm Besen und Schaufel und hoffe, er packe das. Wir lassen die Erbsli am Boden liegen und essen die Pasta. Ein paar farbige Tupfer mehr auf dem hellen Holzboden sind doch schön.

Antwort 1: Der Grosse (6) ist sehr schnell, wenn er motiviert zur Sache geht. 49 Erbsli lesen wir auf. Er war näher dran mit seiner Schätzung und freut sich auf seine Belohnung. Auch der Kleine freut sich – auf neue Wurfgeschosse. Ui!

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Monica Müller (42)

Richtig oder falsch?

Richtig! Eine Auswertung der Schweizerischen Agen­ tur für Energieeffizienz zeigt: Neue Geräte verbrauchen heute rund 30 Prozent weni­ ger Strom als noch vor zehn Jahren. Am stärks­ ten entwickelten sich Tumbler, Kühlschränke und Gefriergeräte. Geschirrspüler, Back­ öfen und Waschma­ schinen verbesserten sich ebenfalls, allerdings weniger deutlich. Auch energieeffiziente Geräte verbrauchen Energie. Eine gute Energiebilanz kann dazu verleiten, solche Geräte häufiger zu benutzen als weniger effiziente: So spart man keine Energie oder verbraucht sogar noch mehr als zuvor. Deshalb gilt: Benutzen Sie auch energieeffiziente Ge­ räte nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Zum Beispiel ist es sinnvoller, die Wäsche zum Trock­ nen aufzuhängen, statt sie zu tumblern – selbst wenn Sie einen Tumbler der Energieeffizienz­ klasse A+++ besitzen.

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74 | MM4, 23.1.2017 | LEBEN

Eine Laserbehandlung kann das Hautbild verbessern.

Tipps

Im Freien immer Sonnenschutz • Achten Sie auf einen ausreichenden Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfak­ tor – nicht nur in den Ferien, sondern auch bei alltäglichen Tätig­ keiten im Freien. • Lassen Sie aussergewöhnliche Hautveränderungen von einer medizinischen Fach­ person kontrollieren. • Meiden Sie Hormon­ präparate sowie par­ fümierte Cremes und Parfüms, insbesondere unter Sonnenexposition. • Wenden Sie vermehrt Vitamin A, C oder E und Coenzym­Q10­ haltige Nahrungsmittel und Cremes an.

Gesundheit

Seltsame Flecken auf der Haut Die meisten Formen von Pigmentflecken sind kein Gesundheitsrisiko, viele Betroffene empfinden sie jedoch als störend. Vor einer Behandlung muss sichergestellt werden, dass es sich nicht um eine bösartige Hautkrankheit handelt.

für Dermatologie und Venerologie, Santémed Gesund­ heitszentrum Kreuzlingen TG; www.vbderma.com In Zusammenarbeit mit

Text: Vassiliki Bekou

P

igmentflecken (Lentigo) sind unterschiedlich grosse, oft mehrere, gut­ artige, gelb­braune bis braun­schwarze Flecken der Haut oder der Schleimhaut. Sie entstehen durch sogenannte Melanozyten, die in der Oberhaut (Epidermis) vermehrt auftreten. Es gibt ver­ schiedene Arten von Pigment­ flecken, dazu gehören auch Mut­

termale und Sommersprossen. Pigmentflecken können angeboren sein oder im Alter auftreten. Die sogenannten Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) sind harmlos und entstehen oft durch jahrelange Sonnenexposition. Eine weitere Art von Pigment­ flecken ist das Melasma. Dieses kann – insbesondere während einer Schwangerschaft – durch

weibliche Geschlechtshormone (Östrogen und Gestagen) und die Sonne ausgelöst werden. Es zeigen sich dunkle, meist symmetrische, unregelmässige Flecken an exponierten Stellen des Gesichts. Vorsicht bei Hautveränderungen

Aussergewöhnliche Hautverän­ derungen sollten durch eine medi­

Bilder: iStockphoto, Fotolia

Dr. med. Vassiliki Bekou, Fachärztin


LEBEN | MM4, 23.1.2017 | 75

Schneeschuhwandern ist auch ein Wochenendvergnügen und hält fit.

News aus der Welt der Medizin

Weekend-Sport reicht

Flecken verblassen lassen

Medizinisch gesehen, erfordern die meisten Formen von Pig­ mentflecken keine Behandlung, da sie harmlos sind. Möchte man die Flecken optisch kaschieren, können verschiedene therapeu­ tische Massnahmen erfolgreich

sein. Eine wichtige Rolle spielt dabei, in welcher Hautschicht sich das Pigment befindet. Je oberflächlicher es liegt, desto grösser ist die Chance, auf eine Therapieform anzusprechen. Bleichende Cremes, die Hydrochinon, Vitamin­A­Säure, Fruchtsäuren, Kojicsäure oder Mulberry enthalten, dürfen regelmässig angewendet werden. Des Weiteren können chemi­ sche Peelings oder Laserbehand­ lungen das Hautbild optimieren. Meist ist bereits nach der ersten Sitzung eine Verbesserung sicht­ bar, gelegentlich begleitet von einer diskreten Rötung oder Schuppung. Die Rötung ver­ schwindet meist innerhalb von rund 48 Stunden. Wenn eine Schuppung auftritt, dann oft­ mals zwischen dem dritten und fünften Tag. Diese Effekte kön­ nen problemlos mit Make­up kaschiert werden. Der Behand­ lungserfolg zeigt sich in der Regel nach der zweiten oder dritten Sitzung. MM

Quelle: «JAMA Internal Medicine» 2017

Bei Entzündungen des Mittelohrs

bekommen Kleinkinder oft zehn Tage lang ein Antibiotikum. Ginge es nicht kürzer?, wollten US-Kinderärzte wissen. Nein, lautet das Ergebnis ihrer Studie an Kindern im Alter von sechs bis 23 Monaten. Verkürzt sich die Behandlung auf fünf Tage, half das Antibiotikum vier von sechs Kindern. Dauerte die Behandlung zehn Tage, profitierten fünf von sechs Kindern. Quelle: «The New England Journal of Medicine», 2016; 375:2446-56

Beim Benützen eines Nasensprays Zusammengetragen von Martina Frei

zinische Fachperson beurteilt werden. Die Untersuchung ist wichtig, da Altersflecken mit Frühformen eines Melanoms (schwarzer Hautkrebs) ver­ wechselt werden können. Die sogenannte Lentigo maligna sollte von Pigment­ flecken differenziert werden. Der Dermatologe stellt die Diagnose mittels einer Dermatoskopie. Für weitere Differentialdiagnosen, beispiels­ weise um weitere Arten von Pigmentflecken, Viruswarzen, Lichtschäden und Frühformen von hellem Hautkrebs (aktini­ sche Keratosen) zu erkennen, kann eine Gewebeentnahme (Biopsie) durchgeführt werden.

Wieder nur am Wochenende Zeit gehabt, um Sport zu treiben? Auch das verhilft zu längerem Leben. Wer sich wochenends ein- bis zweimal sportlich betätigt, hat ein rund 30 Prozent niedrigeres Sterberisiko – verglichen mit Menschen, die gar keinen Sport machen. Insbesondere das Risiko für tödliche Herzinfarkte und Schlaganfälle sinkt. Dafür genügen 150 Minuten mittlere Aktivität oder 75 Minuten intensives Training am Wochenende.

hängt die verabreichte Dosis stark von der Körperhaltung ab: In liegender Position erhält der Patient bis zu 14-mal mehr, als wenn er aufrecht sitzt. Um Schwankungen zu vermeiden, sollte die Sitzposition immer zwischen 45 und 90 Grad betragen. Quelle: «Anesthesia & Analgesia», 2016

Impuls-Tipp

Mit Licht gegen den Winterblues Im Winter fallen

viele Menschen in ein seelisches Loch. Licht hilft. Worauf Sie bei einer Lichttherapie achten sollten. Mehr Informationen: www.migros-impuls.ch

Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.


76 | MM4, 23.1.2017 | LEBEN

Brave New Girl

Ich und meine Privilegien

E

Ein Leserbrief von letzter Woche hat mich nachdenklich gemacht. In einem überaus klugen Mail bat mich ein Leser im Hinblick auf meine journalistische Arbeit darum, mir meiner Privilegien bewusst zu sein. Voilà:

Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

Ich habe Lehrereltern. Das heisst: Ich bin in einem Zuhause voller Bücher aufgewachsen, hatte Unterstützung bei den Aufgaben, konnte vom Wissen meines Altphilologen-Vaters profitieren. Ich bin gross, weiss und habe dunkelblonde Haare. Das heisst: Ich entspreche dem gängigen Schönheitsideal, finde passendes Make-up für meine Hautfarbe, wurde noch nie von der Polizei kontrolliert.

Ich bin gesund. Das heisst: Das Kino meiner Wahl muss nicht rollstuhlgängig sein, ich muss nicht an irgendwelche Medikamente denken, ich werde von der Gesellschaft nicht ausgeschlossen. Ich bin heterosexuell.

Das heisst: Ich werde auf der Strasse nicht angegriffen, musste kein Outing durchstehen, habe bei der Partnersuche eine grosse Auswahl. Ich bin Journalistin. Das heisst: Ich habe einen Job, ein Dach über dem Kopf, Zugang zu Informationen, kann Beiträge in meine Altersvorsorge einzahlen. Ich bin Schweizerin. Das heisst: Ich komme schnell durch Flughafenkontrollen, würde bei Notfällen im Ausland von einer Botschaft gerettet werden, muss keine Existenzängste haben. Ich bin extrovertiert. Das heisst: Ich kann für meine Anliegen einstehen, knüpfe schnell Kontakte, kann mich verteidigen. Bis auf die Tatsache, dass ich kein Mann bin, habe ich als Mensch auf dieser Welt jeden Lottosechser gezogen. Keines dieser Privilegien habe ich irgendwie «verdient». Und das darf man nie vergessen. MM

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LEBEN | MM4, 23.1.2017 | 77

Migros-Bank-Ratgeber

In seiner Abschiedskolumne plädiert Albert Steck für eine Ökonomie mit mehr Herz. Ganz im Geiste von «Dutti». Die Ökonomie hat einen schlechten Ruf. Elementare Modelle haben in der Finanzkrise versagt. Insbesondere das Ideal des effizienten Marktes. Die Ökonomen gelten überdies als abgehoben und weltfremd. Sie argumentieren oft mit abstrakten Theorien, die kein Normalbürger je begreifen kann.

Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler kämpfte für ein «soziales Kapital».

Deshalb bin ich der Meinung, die Ökonomen müssten sich viel stärker um die alltäglichen Probleme der Leute kümmern. Und sie sollten ihre Gedanken so formulieren, dass sie für jedermann verständlich sind. Von diesen beiden Prinzipien habe ich mich bei meiner Kolumne im MigrosMagazin leiten lassen: Praxisbezug statt graue Theorie. Klar nachvollziehbare Argumente anstelle von pseudowissenschaftlichem Kauderwelsch.

Albert Steck ist

verantwortlich für Markt- und Produktanalyse bei der Migros Bank.

Zwei Persönlichkeiten haben mir als Inspirationsquellen gedient. Zum einen Gottlieb Duttweiler, der Gründer der Migros. Er war ein grosser Verfechter des «sozialen Kapitals». Sein Leitsatz lautete: «Der Wille zum Dienen soll der Schlüssel zum Verdienen sein.» Dieses Credo ist gerade heute aufgrund der massiven wirtschaftlichen Umbrüche wieder von besonderer Aktualität. So schrieb «Dutti» bereits vor 60 Jahren: «Man kommt auch dort auf die Rechnung, wo das Herz regiert, wo der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht allein die kaltschnäuzige Rechnung mit dem Franken.»

Die zweite prägende Person ist Friedrich August von Hayek, der 1974 den Nobelpreis für Ökonomie erhielt. Er hatte stets davor gewarnt, die Ökonomie als eine exakte Wissenschaft, wie zum Beispiel die Physik, zu behandeln. Denn das Verhalten der Menschen lässt sich nicht vorausberechnen. Hayek mahnte die Ökonomen zur Bescheidenheit: «Die eigentliche Aufgabe der Ökonomie besteht darin, dem Menschen vor Augen zu führen, wie wenig er über das weiss, was er meint planen zu können.» Ein übertriebener Machbarkeitsglaube ist heute aber immer öfter zu beobachten,

beispielsweise in der Geldpolitik oder bei der Forderung, das Bargeld abzuschaffen. «Herz» und «Bescheidenheit»: Diese Grundsätze versuchte ich beim Verfassen meiner Beiträge zu befolgen. Nicht immer ist das gleich gut geglückt. Umso mehr habe ich mich über die vielen hundert Zuschriften und Kommentare auf blog.migrosbank.ch von Ihnen gefreut, die mir stets wertvolle Rückmeldungen und Inputs geliefert haben. Für Ihr Interesse, liebe Leserinnen und Leser, möchte ich Ihnen deshalb herzlich danken. MM

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Mit Volldampf durchs Garten- und Schlossparadies!

Bahnromantik in England & Wales

Exklusiv-Reise vom 21. - 28. Juni 2017 Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Mittwoch 21. Juni 2017 – Anreise nach Hoek van Holland – Einschiffung Frühmorgendliche Fahrt im komfortablen Extrabus zum Hafen von Hoek van Holland, wo wir am Abend unsere Nachtfähre mit Kurs Richtung England besteigen. Übernachtung und Nachtessen an Bord.

3. Tag, Freitag 23. Juni 2017 - Cotswolds – Severn Valley Railway – Chester Heute fahren wir durch die Cotswolds, welche oft als das Herz Englands bezeichnet wird. Lassen Sie sich von den sanften Hügelketten und den malerischen Ortschaften mit honigfarbenen Häusern verzaubern. Vorbei an Gloucester und Worcester gelangen wir nach Kidderminster. Hier erwartet uns die Severn Valley Railway für eine herrlich nostalgische Panoramafahrt nach Bridgnorth. Dort wartet unser Bus und bringt uns in die mittelalterliche Stadt Chester.

2. Tag, Donnerstag 22. Juni 2017 – Cambridge – Oxford – Swindon Am frühen Morgen erreichen wir die englische Küste und gehen in Harwich von Bord. 4. Tag, Samstag 24. Juni 2017 - Bodnant Wir starten unsere Reise in England mit dem Gardens & Caernafon Castle Besuch von Cambridge. Die Zwillingsschwes- Heute passieren wir die Grenze und führen unter von Cambridge, die ebenfalls weltbe- sere Reise in Wales fort. Mit Bodnant Gardens, rühmte Stadt Oxford, besuchen wir etwas starten wir den Tag mit einem absoluten Höspäter. Die Universität ist die älteste Groß- hepunkt – die Gärten gehören zweifelsohne britanniens und wir begeben uns auf eine zu den eindruckvollsten in Grossbritannien. Zeitreise auf den Spuren von Ministern, Dich- Später sind wir zu Gast auf Caernafon Castle, tern und vielen anderen Persönlichkeiten, die eine der besterhaltenen mittelalterlichen BurStockholm hier studiert haben. Übernachtung im Raum gen Europas. Hier wurde 1969 der englische Thronfolger Prince Charles zum Prince of Wales Swindon. gekürt. Für die nächsten zwei Tage ist unser Hotel in Nordwales der ideale Ausgangspunkt.

Typisches Landhaus in den Cotswolds

Traumgärten von Bodnant

5. Tag, Sonntag 25. Juni 2017 – Ffestiniog Railway – Conwy Am heutigen Tage wartet die Ffestiniog Railway, die älteste aktive Schmalspurbahn und Eisenbahngesellschaft der Welt, auf Sie. Von der Hafenstadt Porthmadog fahren wir mit dem historischen Dampfzug durch das Ffestiniog-Tal nach Blaenau Ffestiniog, ein altes Bergarbeiterdorf am Fusse des Snowdon. Anschliessend erleben wir im Ort Conwy Mittelalter pur: die Altstadt mit Burg und intakter Stadtmauer sind ein einzigartiges Ensemble und wurden von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. 6. Tag, Montag 26. Juni 2017 – Liverpool, die Beatles & East Lancahsire Railway Auf den Spuren der Beatles zeigen wir Ihnen heute bei einer tollen Stadtführung Liverpool (Eintritt Beatles Museum inbegriffen). Aber auch die Docklands dieser ehemals stolzen Hafen- und Handelsstadt haben sich, wie auch in Hamburg, zu einer eleganten Speicherstadt mit jeder Menge Luxus verwandelt. Am Nachmittag wartet eine weitere romantische Zugfahrt auf uns. Von Heywood fahren Sie mit der

Wunderschönes Caernafon Castle

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East Lancashire Railway durch das wunderschöne Irwell Valley mit seinen grünen Hügeln und pittoresken Dörfern nach Rawtenstall. Übernachtung in Leeds. 7. Tag, Dienstag 27. Juni 2017 – York – Harwich Das wunderschöne York, eine der beeindruckendsten Städte Grossbritanniens, empfängt uns heute mit seiner vollen Pracht. Freuen Sie sich auf bezaubernde Fachwerkhäuser, gepflasterte enge Gassen, mächtige Wallmauern und reich verzierten Stadttore! Freuen Sie sich auf eine schöne Führung und lassen Sie sich einfach durch die Gassen der Altstadt treiben und besichtigen Sie das Minster in York! Nach einer individuellen Mittagspause reisen wir zurück nach Harwich, wo uns das Fährschiff für die Überfahrt erwartet. 8. Tag, Mittwoch 28. Juni 2017 - Heimreise Am Morgen erreichen wir Hoek van Holland, von wo aus wir die Heimreise antreten.

Universitätsstadt Cambridge


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Ihre Bahnerlebnisse: •

✓ Zugfahrt mit der «Ffestiniog Railway»

Severn Valley Railway: Die Severn Valley Railway (Gebaut 1858-1862) gehört zu den beliebtesten Museumsbahnen Englands.

Mit einer Strecke von 26km ist sie die sechstlängste Normalspurbahn Grossbritanniens. Die schöne Strecke führt entlang des Flusses Severn, der sich wunderschön in die Landschaft einbettet. Strecke: Kidderminster - Bridgnorth •

(Porthmadog Harbour - Blaenau Ffestiniog) ✓ Zugfahrt mit der «East Lancashire Railway» (Heywood – Rawtenstall)

Ffestiniog Railway: Gegründet 1832, ist sie die älteste aktive Schmalspurbahn und älteste noch existierende private Eisen-

✓ Besuch in Cambridge, Oxford & Conwy

bahngesellschaft der Welt. Die Bahn entstand zwischen 1832 und 1836 um Schiefer aus den Steinbrüchen bei Blaenau Ffestiniog

✓ Eintrittsgelder Bodnant Gardens & Caernafon

nach Porthmadog zu transportieren. Sie ist in sämtlichen Rankings walisischer Sehenswürdigkeiten an der Spitze anzutreffen. Kein Wunder - die Fahrt mit der Ffestiniog Railway gehört zum Spektakulärsten und Schönsten, was Sie in England auf Schienen erleben können. Für die ca. 21.7 km Fahrt wird ca. eine Stunde benötigt. Strecke: Porthmadog - Blaenau Ffestiniog

Castle ✓ Stadtführung in Liverpool ✓ Eintritt Beatles Museum in Liverpool

•

East Lancashire Railway: Die Eisenbahn wurde im Jahr 1846 eröffnet und verband Bury mit Rawtenstall in Lancashire. Sie transportierte bis in die 1980ziger Jahre hinein sowohl Menschen als auch Frachtgut, bis die Strecke schliesslich stillgelegt wurde. Dank des Einsatzes der East Lancashire Preservation Society wurde die Eisenbahnlinie vor einem traurigen Schicksal auf dem Schrottplatz bewahrt und konnte zur alten Pracht auferstehen. Freuen Sie sich auf eine ca. 19km lange Fahrt durch das herrliche Irwell Valley.

✓ Geführte Stadtbesichtigung in York ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

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•

Die malerischen Landschaften der Cotswolds

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Die Traumgärten von Bodnant und zu Gast auf Caernafon Castle

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Mittelalter pur – die imposanten Burg von Conwy

•

Auf den Spuren der Beatles in Liverpool

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Unterwegs in York zum Abschluss

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Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag (Rundreise): Fr. 280.Einzelkabinenzuschlag (Fähre): Fr. 95.Aussenkabine für Fährüberfahrten: Fr. 80.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur oder Zürich.

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80 | MM4, 23.1.2017 | LEBEN

Kinder

Pfiffikus im roten Pelz In den Märchen ist der Fuchs ein schlaues und listiges Tier, dem man nicht über den Weg trauen sollte. Vor allem aber ist der Verwandte des Hundes ein bewundernswerter Überlebenskünstler. Text: Andrea Fischer

Illustration: bunterhund.ch

Früher zeigten sich die Füchse eher selten. Heute sieht man sie sogar in den Stadtzentren, wo sie reichlich Nahrung finden.

Wissenswertes

Feinde des Fuchses Krankheiten: Früher starben viele Füchse an Tollwut, einer gefährlichen, meist töd­ lichen Krankheit. In der Schweiz gibt es sie aber seit 1999 nicht mehr. Mensch

Vor allem wegen des Pelzes macht der Mensch Jagd auf Füchse – aber auch, damit sie sich nicht zu stark vermehren. Uhu

Uhus erwischen manch­ mal einen Jungfuchs. Adler Die Greifvögel schnap­ pen sich sogar aus­ gewachsene Füchse. Autos

Viele Füchse werden überfahren.

So anders als der Mensch ist der Fuchs gar nicht. Er ist ein Allesfres­

ser, gilt als klug und anpassungsfähig: Er kann fast überall leben. Er wohnt mit seiner Familie oder mit einer Fa­ miliengruppe in einem gemütlichen Bau – mal mit mehreren Ausgängen, mal bloss in einem einfachen Ver­ steck unter einem Baumstrunk. Der Fuchs ist mit dem Hund verwandt.

Zwischen Dezember und Februar paaren sich die Fähen (Weibchen) und Rüden (Männchen), im Frühling kommen dann die Füchslein zur Welt. Schon im darauffolgenden Winter gründen diese ihre eigene Familie. Heute wagt sich der Fuchs sogar bis in die Städte. Hier findet er immer genug zu fressen, zum Beispiel in Gärten, in Abfallsäcken oder Parks.

Füchse sind nicht nur Allesfresser, sondern auch Raubtiere. Die kleinen Füchslein fangen meist mit Käfern oder Würmern an, später fressen sie gern Mäuse oder auch mal ein Huhn oder ein Meerschweinchen aus einem Stall. Füchse sind zwar sehr schöne Tiere. Aber wie bei allen Wildtieren gilt: Füttern und Berühren verboten. MM


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Auch wenn es in der Schweiz keine Fürsten mehr gibt, so stammen doch wichtige Fürstenhäuser aus der Schweiz: Die Habsburger und die Savoyer lebten hier bis ins 14. Jahrhundert, bevor sie grosse Reiche eroberten. Generell aber interessierten sich die Adeligen nicht gross für die Schweiz, weil sie nur am Rand der einflussreichen Machtgebiete lag. Bis ins vorletzte Jahrhundert war die Schweiz sehr arm, hatte nur wenig zu bieten und war höchstens strategisch von Bedeutung als eine wichtige Ver­

Aus diesen Gründen konnten einige Städte ihren eigenen Einfluss stärken und sich in Herr­ schaftsgebiete aufteilen. Das waren vor allem Zürich und Bern, aber auch Luzern und Schwyz. Es wirkte sich auch günstig aus, dass Frank­ reich und das Deutsche Reich sich meist nicht mit den Eidgenossen anlegen wollten – sie hatten sie nämlich lieber als Kämpfer auf ihrer Seite, und zwar als Söldner.

Das heisst, dass sie ihnen einen Lohn zahlten, damit sie im Dienst der fremden Macht in den Krieg zogen. Schweizer Söldner waren im Ausland begehrt, weil sie sehr zähe Kämpfer waren. Heute ist unser Land für Käse und Schoko­ lade, Uhren und Banken bekannt, also für Genuss, Technik und Ge­ schäftssinn. Das Töten in fremdem Auftrag ist hierzulande zu Recht längst verboten. MM *Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

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So nehmen Sie teil: Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr./Anruf)

und nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse.

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Der Spa-Bereich mit Pool, Saunen und Massage-Angeboten sowie helle, elegante Zimmer dienen der Erholung. Glücksgriff

Alltagsstress ade! Schöne Aussichten und Erholung pur: Das Migros-Magazin und das «MentalSpa-Hotel Fritsch am Berg» verlosen einen siebentägigen Aufenthalt am Bodensee.

Bilder: zVg

A

llein der Blick über die Bodenseeregion ist ein besonderes Erlebnis. Spielt das Wetter mit, bestimmen in der Ferne die Alpen das malerische Panorama, das man im «MentalSpa-Hotel Fritsch am Berg» sowohl vom Restaurant als auch von der Terrasse oder den Zimmern aus bewundern kann. Doch mit der schönen Aussicht ist es längst nicht getan. Denn das Hotel im österreichischen Lochau hat noch mehr für die seelische und körperliche Erholung zu bieten. Da wären die überraschende Fusion aus österreichischer und mediter-

raner Küche, die das Restaurant zu einem echten Geheimtipp macht, oder das sogenannte Reich der Sinne: ein Spa mit wohlduften­ den Saunen und Dampfbädern, einem Pool mit Blick ins Grüne und einem vielseitigen Angebot an Massagen mit warmen Steinen, warmen Muscheln und vielem mehr. Stress- und Burn-Out-Prophylaxe

Als diplomierte Expertin für BurnOut-Prävention und Stressprophylaxe bietet Spa-Leiterin Diana Sicher-Fritsch verschiedene Beratungen an, um sich besser gegen

die Folgen von Alltagsbelastungen wappnen zu können. Dazu zählen auch ein Kommunikationstraining sowie kompetente Nachhilfe im persönlichen Zeitmanagement. Das Migros-Magazin und das «Fritsch am Berg» verlosen einen siebentägigen Aufenthalt im Hotel. In der Junior-Suite geniessen Sie und Ihre Begleitperson die Vorzüge der sogenannten Fritsch-PremiumPension und erhalten zudem einen 300-Euro-Gutschein für die vielfältigen Spa-Anwendungen. Wie Sie an der Verlosung teilnehmen, entnehmen Sie der Box rechts. MM www.fritschamberg.at

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H Hänsel und Gretel

S

Rotkäppchen

2. Wie nennt man eine Beweisführung, in der das zu Beweisende schon vorhanden ist? U Zirkelschluss

E

Kreisende

O Winkellogik

3. In wie vielen Schweizer Kantonen ist die Migros vertreten? L

15

N 19

M allen

E

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mythische Figur

T

Flab

S

Mailand

So nehmen Sie teil

4. Was ist der Antiatlas? A Nachschlagwerk

Gebirge

N Bittermandeln

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Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 3: MAEDCHEN

Gewinner Nr. 2: Elisabeth Peter, Gossau ZH; Hans Wyrsch, Flüelen UR; Robert Hämmerli, Galgenen SZ

5. Wie heisst das neuste Album der Elektropop-Pioniere «Yello»? R Toy

N Zebra

6. Welches ist die grösste Stadt in der «Metropolregion Tessin»? D Bellinzona

A Como

7. Der Komet «Tschuri» riecht nach faulen Eiern, Katzenurin und …? U Ingwer

I

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8. Wie nennt man im Rheinland «Gschwellti»? E

Goldbuben

G Quellmänner

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

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Auflösung Nr. 3: IMKER Gewinner Nr. 2: Ruth Bischoff, Villnachern AG; Walter Lüdi, Utzigen BE; Edeltraut Gaus, Schaffhausen

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Lösungswort: 1

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ALLES IST BESSER

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11.– 12. Februar: Gössis winterliche Musig-Stobete in Reutte in Tirol Unterwegs mit Marco Gössi inkl. ZF im ****Hotel Ammerwald mit Hallenbad, abends Tiroler Bauernbuffet, Gössis «Musig-Stobete» mit dem Schwyzerörgeliquartett «Tossenklänge» und «Duett Sandra & Corinne Renggli», Überraschung am 2. Tag 17.– 19. Februar: Gössis Überraschungsfahrt mit Kobi Feierabend inkl. Mittagessen bei der Hin- und Rückfahrt inkl. Wein, Bier und Mineral, Halbpension im ****Hotel inkl. Wein, Bier und Mineral beim Nachtessen

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18.– 19. Februar: Musikanten-WOK-Meisterschaft in Innsbruck mit Stefan Roos inkl. ZF im ****Alphotel Innsbruck, Überraschung am 1. Tag, 4-Gang-Nachtessen, musikalische Unterhaltung mit Stefan Roos, Swen Tangl und Michelle Kissling am Abend, Besuch 2. Österreichische WOK-Meisterschaft mit Live-Auftritten von: Marc Pircher, Nockalm Quintett, Grubertaler, Pfundskerle, Stefan Roos, uvm. Fr. 279.– 24. Februar – 5. März: Wintertraum in Lappland mit Rentiersafari First Class Reise inkl. Kaffee an Bord kostenlos, Fährüberfahrten inkl. HP, HP in ****Hotels, Eintritt Aussichtsturm Puijo und Schneeschloss Kemi, Ausflug Rentiersafari inkl. Schlittenfahrt, Zugfahrt Rovaniemi – Helsinki inkl. 2-Bett-Abteil, Stadtführung Helsinki Fr. 1990.– 8.– 11. März und 16.–19. März: Grosse Eröffnungs- und Schnupperreise im Gössi First Class Luxuscar Cinque Terre mit Pisa und Lucca First Class Reise inkl. Kaffee an Bord kostenlos, HP im ****Hotel direkt am Meer, Ganztagesführung und Bahnfahrt Cinque Terre, Bootsfahrt Monterosso – NUR Fr. 549.– Portovenere – La Spezia, Stadtführung Pisa und Lucca, Weinprobe mit Imbiss statt Fr. 699.– 12.– 16. März: Dem Azorenhoch auf der Spur – Ponta Delgada in Portugal Ihre Gössi-Reisebegleitung Philipp Schwitter Flugreise inkl. Transfers Luzern – Flughafen Zürich – Luzern im modernen Gössi-Car, Flug: Zürich – Lissabon – Ponta Delgada und retour mit TAP, HP im ****The Lince Azores Great Hotel in Ponta Delgada mit Pool, Ganztagesführung Furnas und Teeplantage inkl. Teeprobe, Ganztagesführung Sete Cidades und Ananasplantage, Halbtagesführung Wal- und Delfinbeobachtung Fr. 1490.–

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LEBEN | MM4, 23.1.2017 | 89

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.

6

1

8 1

7 8 6

2 7

3

2

Auflösung Nr. 3: 834

9 2 7 3

5 3

6

1 5

8 7

4 9 3 6 8 7

1 2 5 9 4 6 7 3 8

7 3 9 1 8 2 5 6 4

6 8 4 7 3 5 1 2 9

4 7 3 8 6 9 2 1 5

2 6 8 3 5 1 4 9 7

5 9 1 4 2 7 3 8 6

3 4 7 2 9 8 6 5 1

9 5 2 6 1 4 8 7 3

8 1 6 5 7 3 9 4 2

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 29.1.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 2: Gabrielle Pasche, Genf; Rose-Marie Besson, Verbier VS; Ilona Capper, Andelfingen ZH; Albert Studer, Olten SO; Doris Häfeli, Uettligen BE

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln 2 4 3 2 miteinander verbunden 3 3 1 2 1 sein. Verboten: Kreuzungen, diagonale Brücken 3 1 1 und mehr als zwei Linien.

1 4 1 0 4 3

Auflösung Nr. 3:

3

1 4 0 2 0

4

3

1

0

1

4

3

2

2

2

1

2

4

4 3

4 2

3

3

2

1 4

3 6 3

5 1 2

3

1 2 1

3 2 4

2

Auflösung Nr. 3: 2

1

3

2

3 3 3

3

2

3 3

3 4 3 3

3 2 1 2 4

1 1 2 2

2 1

3

3

3

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4 1 3

1

2 3

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Chefredaktor: Sandra Jermann (Leiterin ProjektHans Schneeberger management), Heidi Bacchilega, Produktion/Ressort Leben: Jean-Sébastien Clément, Remo Leupin (Leitung), Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sonja, Leissing, Anna Meister, Sabine Müller (Produzentin), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Gerda Portner (Produzentin), Anna-Katharina Ris, Ursula Trümpy (Produzentin), Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Jacqueline Vinzelberg, Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Michael West, Anette Wolffram Heinz Stocker (Korrektor) Bildredaktion: Ressort Menschen: Olivier Paky (Leitung), Sabine Lüthi (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Susanne Oberli, Helen van Pernis Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller Layout: (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Doris Oberneder (Creative Director), Online: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser

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92 | MM4, 23.1.2017 | LEBEN

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Meine Welt

«Zwei Pferdefans haben sich gefunden»

Der Olympia-Reiter Romain Duguet liebt Pferde, seine Familie – und das Käsesortiment der Migros. Am kommenden Wochenende kämpft der gebürtige Franzose am Weltcupturnier CSI Zürich um die Siegerprämie von einer Million Franken. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Michael Sieber


LEBEN | MM4, 23.1.2017 | 93

1 Meine Hoffnung «Calder (8) hat kürzlich 15 Runden am Stück ohne einen Fehler absolviert. Derzeit springt er 1,40 Meter hoch; rund 20 Zentimeter fehlen noch für die Weltcup-Höhe.» 2 Meine Liebste «Ich habe meine Frau Christiana (42) vor zwölf Jahren in Jürg Notz’ Stall kennengelernt, wo sie ihre Pferde eingestellt hatte und ich als Bereiter tätig war. So haben sich zwei Pferdefans gefunden.» 3 Meine Erfolge «Meine bisherigen Höhepunkte waren die Olympia-Teilnahme 2016 sowie 2015 die Bronzemedaille an

3

Name Romain Duguet (36) Sternzeichen Waage Lebenslauf «Ich bin in Reims nörd-

lich von Paris aufgewachsen. Auf die Pferde bin ich über meine ältere Schwester gekommen, die den Sport in unsere Familie brachte. Mit 10 gewann ich die Bronzemedaille an den französischen Meisterschaften, mit 14 wurde ich in die französische Equipe der Ponyreiter aufgenommen, und mit 18 folgte der erste internationale Sieg. 2003 kam ich in die Schweiz, wo ich in Max Hauris Stall arbeitete. Zwei Jahre später lernte ich meine heutige Frau Christiana kennen. Anders als viele Spitzenreiter reite ich unsere eigenen Pferde. Die grössten Erfolge feierte ich mit Quorida de Treho (13, Bild). Ihr habe ich es zu verdanken, dass ich nun auf Platz 5 des Weltcup-Rankings stehe.» 5

6

der EM in Aachen und meine Siege beim Grand Prix der Schweiz in St. Gallen und beim Grand Prix Hermès in Paris.» 4 Mein Ausgleich «Zum Golfen bin ich

über meine Frau gekommen. Manchmal tut es gut, für ein paar Stunden weg vom Hof zu sein und den Kopf zu leeren.»

7

5 Meine Prinzessinnen «Unsere Töchter Chloé (10) und Louise (6) haben den Pferdevirus geerbt. Chloé hat mit ihrem Pony schon Springprüfungen absolviert.» 6 Mein Lieblingsprodukt «Ganz klar

Bild: Dirk Caremans

Käse – schliesslich bin ich gebürtiger Franzose. Im Sortiment der Migros findet man echte Leckerbissen.»

7 Mein treuester Begleiter «Früher kam Louis stets mit zu den Concours. Heute, mit 14, ist er ein alter Herr und sitzt am liebsten auf meinen Füssen.»


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Kürbisterrine mit Pesto

Vorspeise für 6 Personen Für 1 Terrinen- oder Cakeform à 1.2 l

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Zutaten: 800 g Kürbiswürfel, 3 dl Wasser, 1 Töpfchen Gemüsebouillon, 60 g Kartoffelstockflocken, 6 Eier, 1 dl Olivenöl, Salz, 2 EL Kürbiskerne, 1 Bund gemischte Kräuter, z. B. Salbei, Rosmarin und Thymian, 1 Knoblauchzehe

30%

Gesamtes Mifloc Sortiment z.B. Kartoffelstock, 4 x 95 g, 3.15 statt 4.55

Zubereitung: 1. Kürbis mit Wasser und Bouillon ca. 10 Minuten weich kochen. In der Bouillon pürieren. Kartoffelflocken darüberstreuen. Alles zu einer glatten Masse rühren. Abkühlen lassen. Eier verquirlen. Mit 2 EL Olivenöl zur Kürbismasse geben. Mit Salz abschmecken. Backofen auf 150 °C vorheizen. Form mit Alufolie auslegen, mit Öl ausstreichen. Kürbismasse einfüllen. In eine grössere Form stellen, mit Wasser umgiessen. Terrine im Ofen 50–60 Minuten pochieren. Nadelprobe machen: Nadel in die Masse stecken, es soll nichts daran kleben bleiben. Terrine herausheben, ca. 10 Minuten ruhen lassen. 2. Kürbiskerne leicht rösten. Mit Kräutern und Knoblauch im Cutter mahlen. Mit restlichem Öl mischen. Mit Salz würzen. Terrine stürzen, in dicke Tranchen schneiden und mit Pesto servieren. Zubereitungszeit 30 Minuten + 50–60 Minuten pochieren Pro Person 11 g Eiweiss, 26 g Fett, 14 g Kohlenhydrate, 330 kcal

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Migros magazin 04 2017 d lu by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu