Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631
rmone o H e l e i v So ken, c u l h c s u z e nd i s t b e la s t
MM3, 15.1.2018 www.migrosmagazin.ch
Exorzismus in der Schweiz Seite 22
Wie man Kindern Zeit erklärt Seite 73
Verhütung
Viele Frauen sagen Nein zur Pille
Bild: Giorgia Müller
Seite 10
Jaël S. 29 | Überzuckert S. 77 | Ausgewandert S. 80 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch
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MM3, 15.1.2018 5
W Editorial
Auf Teufel komm raus
Wenn Beat Schulthess aus Uster ZH von seinem Berufsalltag erzählt, ist ihm die Aufmerksamkeit des Publikums gewiss. Schulthess arbeitet als Exorzist. Als Dämonenaustreiber.
Vor allem wenn der Offizier der Heilsarmee von seinem bisher langwierigsten Fall erzählt, wähnt man sich eher in einem einschlägigen Hollywoodstreifen als im beschaulichen Zürcher Oberland. Was der Gottesmann zu Protokoll gibt, klingt unglaublich. Seine Klientin habe während der Austreibung schon einmal «ein tonnenschweres Podium aus Eichenholz durch den Raum geworfen», ab und an habe das ganze Haus gezittert und einmal sei sogar «ein richtiger Skorpion durch den Raum gerannt». Wie dem auch sei. Was für die einen böse Geister sind, die es auszutreiben gilt, sind für andere psychische Störungen, die zwingend in die Hände von psychiatrisch und psychologisch geschulten Personen gehören. Eine kontro verse Diskussion, umso mehr als die Nachfrage nach Exorzismen in den letzten Jahren auch in der Schweiz zugenommen hat.
Bilder: Jorma Müller, Stephan Bösch
Mein Kollege Ralf Kaminski hat sich in einer a ufwendigen Recherche des Themas Exorzismus angenommen. Seine grosse Reportage lesen Sie ab Seite 22. Beat Schulthess’ härtesten Fall lesen Sie exklusiv online auf www.migmag.ch/ exorzismus. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre! Franz Ermel, Leiter Redaktionen franz.ermel@migrosmedien.ch
Inhalt Menschen 8 Diese Woche
Schnee von morgen. Die aktuelle Saison begann gut, aber sind die Schweizer Skigebiete zu retten?
10 Ohne Pille – aber wie?
30
Elf Frauen über Alternativen zu hormonellen Verhütungsmitteln
19 Bänz Friedli 21 Migrosmagazin.ch 22 Exorzismus
Beat Schulthess von der Heilsarmee hilft Menschen, die meinen, von Dämonen besessen zu sein
29 Kolumne: Jaël 30 Martin Leuthold
Der Creative Director von Jakob Schläpfer über lebendige Stoffe und warum die Mode keine Kunst, sondern «eine Hure ist»
Migros-Welt 41 Migusto
Feurig: So gelingt ein rassiges Lamm-Gemüsecurry
60 Die ersten Spin-Gewinner 62 Alles fürs Weekend
65 Neues aus Ihrer Region
Aktionen, Reportagen, News
Leben 71 Kolumne: «1,2 oder 3?» 73 Familie
Wie Kinder Zeitgefühl entwickeln
75 Digital Detox 77 Gesundheit: Zucker 79 Stadt, Land, Stutz 80 Kinder: Ausgewandert
Yidir lebt in den Bergen von Algerien
83 Volkszählung im Zoo 85 Glücksgriff
4 Nächte im Allgäu zu gewinnen!
87 Rätsel/Impressum (S. 91) 92 Cumulus 94 Meine Welt Filmregisseur Mike Schaerer
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Menschen MM3
Darauf freuen wir uns Georg Baselitz Die Fondation Beyeler in Riehen zeigt ab Sonntag Werke des zeitgenössischen deutschen Künstlers. Meet your Enemy Das Schauspielhaus Zürich lässt am Wochenende die Filterblase platzen, indem es Andersdenkende aufeinandertreffen lässt.
Unnützes Wissen
Rätsel der Psychologie
Bilder: Arno Burgi/DPA/Keystone, Ben Stansall/AFP Photo, Marco Zanoni
Mein Bild der Woche «Am letzten Sonntag wurde der internationale ‹No trousers
on the tube day› gefeiert. Es handelt sich dabei weder um eine politische Demonstration noch um eine Aktion gegen gesellschaftliche Missstände. Künstler in New York haben den Tag vor 15 Jahren ins Leben gerufen, und der Name sagt alles: Es geht lediglich darum, nur in Unterhosen bekleidet U-Bahn zu fahren. Voilà. Und so standen und sassen am ersten Wochenende dieses jungen Jahres Tausende von Menschen ohne Hosen bei klirrender Kälte in den Untergrundbahnen dieser Welt. Nur nicht hierzulande. Nicht wegen fehlender Unterhosen natürlich, sondern einfach, weil es in der Schweiz keine U-Bahn gibt.»
Hörprobe
Entschuldigung, was hören Sie gerade? Nina Popovic (18), Studentin, Romont FR a) «I Fall Apart» von Post Malone b) «Réseaux» von Niska c) «Gucci Gang» von Lil Pump
Lösung: b) «Ich mag diesen Musikstil sehr. An diesem Song gefällt mir besonders der Refrain.»
Gabriel Vetter (34) ist Satiriker und Träger des Salzburger Stiers. Er tourt mit dem Programm «Hobby – Stand up» und macht ansonsten Vaterschaftsurlaub.
Wer als Kind oft umgezogen ist, glaubt eher daran, übernatürliche Fähigkeiten zu besitzen. Der Psychologin Julia Shaw ist es mit ihrem Team gelungen, jungen Menschen Straf taten einzu reden, die sie nie begangen hatten. Am Ende legten 21 von 30 Probanden Geständnisse ab. Grosse Männer heiraten früher, aber kleine Männer führen längere Beziehungen. Das Phänomen «biologische Uhr» bei Frauen, also das Gefühl, ein Baby zu wollen, kann durch das tatsächliche Ticken einer Uhr verstärkt werden. Quelle: Stern/Neon
8 MM3, 15.1.2018 | MENSCHEN
Gute Schneeverhältnisse und ein schwächerer Franken haben den Skigebieten ein Plus beschert.
Diese Woche
Rettender Schnee für die Skigebiete
Zahlen und Fakten
2492
Seilbahnanlagen gibt es in der Schweiz. Seit Beginn der 90er-Jahre ist ihre Zahl beinahe jedes Jahr leicht gesunken.
Die Schweizer Bergbahnen verbuchen seit Langem wieder einmal einen guten Saisonstart. Trotzdem werden künftig viele weitere Skigebiete verschwinden, glaubt der Alpenforscher Werner Bätzing.
1,5
21,2
Millionen Skitage konnten Schweizer Skigebiete im vergangenen Winter verkaufen. Vor zehn Jahren waren es noch rund 8 Millionen mehr. Quelle: Seilbahnen Schweiz 2016
Text: Andrea Freiermuth
P
ulver gut, Wetter schön, Zahlen super: 35 Prozent mehr Gäste als in der Vorjahresperiode verzeichneten die Schweizer Seilbahnen bisher. Auch gegenüber dem FünfJahres-Durchschnitt steht der aktuelle Winter mit einem Gäste plus von 14 Prozent gut da. Noch vor diesem erfreulichen Saisonstart schrieb Philipp Lütolf, Professor an der Hochschule Luzern, in der Branchenanalyse «Bergbahnen»: «Die Lage der Schweizer Seilbahnbranche hat sich auf tiefem Niveau stabilisiert.»
Hoffnung machten der schwächere Franken sowie die Tatsache, dass die meteorologischen Bedingungen gegenüber den vergangenen zwei, drei Jahren fast nicht mehr schlechter werden könnten. Mit bereits zehn Prozent mehr Skitagen im Mehrjahresschnitt könnten zahlreiche Skigebiete die nötigen Investitionen wieder bewältigen. Geht es endlich wieder aufwärts mit dem Wintertourismus? «Ein guter Winter löst natürlich noch nicht alle Probleme», dämpft Lütolf die Euphorie. Eine Gefahr sieht der Ökonom auch in super-
billigen Saisonkarten, wie sie die Saastaler Bergbahnen letztes Jahr eingeführt haben: «Nach einem Preiskampf zwischen den Skigebieten haben am Ende alle wieder etwa gleich viele Gäste, aber deutlich weniger Einnahmen.» Auch Alpenforscher Werner Bätzing kritisiert diese Dumpingpreise. Im Gegensatz zu Lütolf ist er zudem überzeugt, dass die meteorologischen Bedingungen durchaus noch schlechter werden können – und empfiehlt kleinen Destinationen darum eine Abkehr vom Abfahrtsskifahren.
Bilder: Urs Flueeler/Keystone, U. Ertle, zVg
Millionen Personen können alle Seilbahnen zusammen pro Stunde transportieren. Die Kapazität hat sich in den vergangenen zehn Jahren leicht erhöht.
MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 9
Werner Bätzing
Strassenumfrage
«Es ist absurd, wenn kleinere oder mittlere Skigebiete jetzt noch ausbauen» Endlich hat es wieder mal richtig geschneit. Dürfen wir auch künftig mit so viel Schnee rechnen? Man darf nicht aufs Wetter schauen, wenn man das Klima beurteilt. Das Wetter bezieht sich auf den Augen blick, das Klima auf Zusammenhänge, die über einen längeren Zeitraum wirken. Und die deuten klar in Richtung weniger Schnee für uns. Die Schweizer Seilbahnen haben rund ein Drittel mehr Gäste als im Vorjahr. Das sind doch gute Nachrichten. Natürlich geht es etwas aufwärts. Nicht nur wegen des vielen Schnees, sondern auch wegen des stärkeren Euros und der instabilen Weltlage: Die Unsicherheit macht Ferienziele in Europa wieder etwas attraktiver. Aber das ist ein Tropfen auf den heissen Stein, wenn man bedenkt, wie viele Übernachtungen in den ver gangenen Jahren verloren gingen. Der Verband Seilbahn Schweiz hat 290 Mitglieder mit Pistenbetrieb. Wie viele davon wird es in 10 oder 15 Jahren noch geben? In den vergangenen Jahren sind im Alpenraum rund 60 kleine Skigebiete verschwunden. Auf der anderen Seite sind in gewissen Regionen durch Fusionen riesige Gebiete entstanden. Diese Entwicklung geht weiter: Ich schätze, dass es im ganzen Alpenraum in 15 Jahren nur noch etwa 75 riesige Skigebiete gibt und die meisten kleine ren und mittleren geschlossen haben. Im Val Müstair will man sechs Millionen für einen neuen Lift und Schneekanonen investieren. Es ist absurd, wenn kleinere oder mittlere Skigebiete jetzt noch ver suchen auszubauen. Der Zug ist abge fahren. Nicht nur wegen der Klima erwärmung. Der Wettbewerb ist mör derisch geworden – unter anderem über Preisdumping wie das etwa Saas Fee macht. Meine Empfehlung für solche Gebiete ist, den Bestand zu wahren und allmählich auf andere Winteraktivitäten umzusteigen.
Was heisst das konkret? Städter haben ein grosses Bedürfnis, aus ihren urbanen Zentren hinaus zukommen und Natur- und Kultur landschaften zu erleben. Das Problem im Winter: Die Tage sind kurz, darum sollte man die Kultur am Abend starkmachen und auch auf die Kulinarik setzen. Regionale Produkte haben für Besucher von Bergregionen eine hohe Attraktion. Ein weiterer Ansatz wäre Gesundheitsprävention, etwa in Form von Wellness. Das klingt gut, aber lässt sich damit so viel Umsatz machen wie mit dem Abfahrtsskifahren? Nein, das ist kein Massenmarkt. Aber der Vorteil ist, dass die Investitionen dafür auch nicht so hoch sind. Das heisst, der Betrieb lohnt sich bereits mit kleineren Zahlen. Ein weiterer Vorteil: Die Infrastruktur bleibt bei kleinen Investitionen eher im Besitz der lokalen Bevölkerung – und das Geld fliesst nicht in ausseralpine Re gionen ab, wie das bei vielen grossen Destinationen der Fall ist. Kennen Sie Schweizer Beispiele, wo das gut gelingt? Gsteig und Lauenen im Berner Ober land oder auch die Gemeinden im Goms und im Park Beverin in Grau bünden machen vieles richtig. Sie nutzen die vorhandenen lokalen Ressourcen und gestalten das Ange bot so, dass die Gäste die Alpen er fahren – und nicht ein anonymes austauschbares Freizeitghetto.
Treiben Sie Wintersport?
Werner Bätzing (68) gilt als einer der bedeutendsten Alpenforscher. Sein neustes Buch heisst «Eine Streitschrift zur Zukunft der Alpen. Zwischen Wildnis und Freizeitpark».
Gregory Kalomoiris (23), Student, Athen, Griechenland «Ich fahre Snowboard. Auf dem Brett fühle ich mich eins mit der Bergwelt. Ich liebe dieses Gefühl – es lässt mich alle Alltagssorgen vergessen.»
Patricia Hunziker (21), Verkäuferin, Olten SO «Ich hasse Schnee und Sport. Snowboarden habe ich einmal probiert, liess es dann aber nach einer schlechten Erfahrung auf dem Tellerlift wieder bleiben.»
Sind wir als Hochpreisinsel überhaupt konkurrenzfähig mit unseren Nachbarn? Ja, weil die Schweiz beim Thema Alpen ein extrem starkes Image hat. Da hat die Schweiz einen Vorteil, den sie pflegen sollte. Wie sieht Ihr Winterurlaub aus? Im Winter bleibe ich zu Hause. In den Alpen mag ich vor allem die Abwechs lung zwischen Kultur- und Natur landschaft. Sie kommt im Sommer viel stärker zum Ausdruck. MM
Hans Bühlmann (75), Rentner, Bonstetten ZH «Ich war lange ein passionierter Skifahrer und fuhr sogar Rennen. Jetzt mache ich mehr Ausdauersport. Vielleicht beginne ich noch mit dem Langlaufen.»
10 MM3, 15.1.2018 | MENSCHEN
Mädels, checkt die Alternativen!
o! d i b i L
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Hormonelle Verhütung
Schluss mit der Pille!
Die Pille galt lange als Befreiungsschlag für die Frau. In jüngster Zeit sind hormonelle Verhütungsmittel jedoch vermehrt in die Kritik geraten. Elf Frauen schildern ihre persönlichen Erfahrungen und Wünsche – zum Beispiel mehr Alternativen für die Männer.
1
Mehr Auswahl für Frauen – und Männer?
Text: Dinah Leuenberger Bilder: Giorgia Müller
4
MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 11
Valérie Jost (22), Winterthur
Alice Grosjean (25), Uttwil
«Ich habe die Pille vor allem wegen meiner Akne genommen. Ich war mit 16 in einer Therapie und durfte dabei nicht schwanger werden. Auch nach der Therapie beein flusste die Pille meine Haut positiv. Erst mit etwa 20 hinterfragte ich die Pille mit ihren Nebenwirkun gen. Die einzige positive Alternative schien mir der Kupferball zu sein, den ich mir vor einer Weile habe einsetzen lassen. Die Kosten habe ich mit meinem Partner ge teilt. Klar wäre es toll, wenn es mehr Möglichkeiten für die Männer gäbe. Am Ende wird zwar die Frau schwanger, aber beide tragen die Verantwortung. Heute würde ich mich besser informieren. Einfach so die Pille zu nehmen, finde ich nicht gut.»
«Ich habe zuerst mit dem Kondom verhütet und mit etwa 19 zur Pille gewechselt. Zuerst ging das super, aber ich wurde plötzlich über emotional, musste wegen jeder Kleinigkeit weinen. Zuerst schob ich das auf den Stress. Irgendwann kam dann auch eine verminderte Libido hinzu, und mein damaliger Freund meinte, dass es vielleicht an der Pille liegen könnte. Als ich sie absetzte, ging es mir nach weni gen Wochen viel besser – das fand ich krass. Darum war für mich klar, dass ich die Pille nie mehr nehmen würde. Inzwischen verhüten wir wieder mit Kondom. Mit dieser Lösung bin ich nicht wirklich zu frieden, aber aus Mangel an Alter nativen habe ich mich damit ab gefunden.»
1
O hn ich me Pille sp Körp einen üre er b e s se r
2
Lena H.* (32), Zürich «Trotz Verhütung mit Kondom wurde ich sehr früh schwanger. Nach der schwierigen Entschei dung abzutreiben wurde mir ohne grosse Information die Pille ver schrieben. Ich habe dann etwa acht Jahre lang hormonell verhütet, zu erst mit Pille und danach mit einem hormonellen Verhütungsring. Ich bin sicher, dass die jahrelange Ein nahme von zusätzlichen Hormo nen einen grossen Eingriff in den Körper bedeutet, auch wenn ich selbst keine Nebenwirkungen ver spürt habe. Deshalb verhüte ich
schon länger wieder mit Kondom und mache verschiedene Zyklus beobachtungen, die ich mittels App aufzeichne. Ich kenne meinen Zyklus mittlerweile sehr gut und finde dieses Wissen für die Ver hütung und die Familienplanung extrem wertvoll. Meiner Meinung nach informieren die Ärzte die jun gen Frauen zu wenig genau, trauen ihnen vielleicht auch zu wenig zu und verschreiben sehr schnell die Pille. Das finde ich bedenklich.»
3
* Name geändert
3 Friederike S.* (30), Zürich «Wie viele andere Frauen habe ich die Pille genommen, ohne mein Tun zu hinterfragen. Weil ich sie gut vertrug und reinere Haut bekam, machte ich mir erst nach zehn Jahren Gedanken darüber, was ich da täglich zu mir nahm. Meine Be denken erwähnte ich immer wie der gegenüber dem Gynäkologen, aber er riet mir immer davon ab, mit der Pille aufzuhören. Mit der Begründung, ich sei beruflich zu eingespannt, um schwanger zu werden. Als ob dies sofort passiert wäre, wenn ich statt mit der Pille mit etwas anderem verhütet hätte.
Meine derzeitige Ärztin hat mich dann endlich verstanden und mich richtig beraten. Heute verhüten wir mit Kondom, das ist für meinen Partner in Ordnung. Ich habe zwar etwas stärkere Schmerzen wäh rend der Periode, aber das nehme ich in Kauf. Trotzdem finde ich, dass es mehr Möglichkeiten für Männer braucht. Denn ich glaube, es wäre für einige sicher interessant, wenn es etwas gäbe, wodurch Männer für eine Weile ganz sicher nieman den schwängern können.»
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* Name geändert
Weitere Stimmen zur Pille, Seite 12
12 MM3, 15.1.2018 | MENSCHEN
en r b L e ht e ! s e c Da t lei Pill is ne oh
Verhütung für Männer! Miriam Suter (29), Aarau «Ich began mit 14, die Pille zu neh men. Bis 16 hatte ich keine grösse ren Probleme damit. Dann hatte ich eine Blinddarmoperation, bei der die Ärzte merkten, dass es gar nicht der Blinddarm war, sondern Endometriose. Bei dieser Krank heit kann die Gebärmutterschleim haut auch ausserhalb der Gebär mutterhöhle auftreten. Als Thera pie verschrieb mir der Arzt die Dreimonatsspritze, die ja auch als Verhütungsmittel eingesetzt wird. Ich litt aber unter sehr starken Ne benwirkungen, hatte Depres sionsschübe und ständig Migräne. Nachdem ich mich dann intensiv mit dem Thema Verhütung ausein andergesetzt hatte, wollte ich die Pille definitiv absetzen. Die Wahl des Verhütungsmittels lag immer bei mir, aber mein Partner hat mich stets unterstützt. Weil mir das Kon dom zu unsicher war, habe ich mir kürzlich den Kupferball einsetzen lassen. Die Blutung ist seither et was stärker geworden, dafür spüre ich meinen Körper besser. Trotz dem fände ich es toll, wenn es auch Verhütungsmittel für den Mann gäbe, denn das Thema geht beide etwas an. Aber die Verantwortung ganz abgeben? Ich weiss nicht, ob ich das könnte.»
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Sandra Müller (32), Zürich «Ich bin nicht der Typ, der jeden Tag zuverlässig an die Pille denkt. Darum liess ich mir relativ früh eine Hormonspirale einsetzen. Das war aber so schmerzhaft, dass ich nach dem Herausnehmen wieder die Pille nahm. Dadurch verminderte sich jedoch meine Lust auf Sex, und ich hatte das Gefühl, meinen Körper nicht richtig zu spüren. Eine Weile lang verhüteten wir dann nur mit Kondom, was mein Freund erst mal nicht sehr pri ckelnd fand. Nachdem ich dann auch den Nuvaring ausprobiert, und ihn nicht immer pünktlich eingesetzt hatte, landeten wir wieder beim Kondom. Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt und finden diese Lösung okay. Aber ich habe sicher fast zehn Jahre lang mit mir gerungen und dabei wenig Hilfe von Ärzten erhalten. Viele in meinem Umfeld verhüten mithilfe der Temperaturmethode, aber ich glaube nicht, dass sie für mich das Richtige wäre. Ich brau che eine grössere Sicherheit und möchte den Entscheid, schwanger zu werden, bewusst treffen. Was ich bei Kondomen aber super finde: Beide Partner sind dafür verantwortlich – wir kaufen sie beide, müssen beide gewisse Ab striche machen, das finde ich fair.»
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MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 13
Sue S.* (37), Zürich «Ich habe weder die Pille noch die Hormon- oder Kupfer spirale vertragen: Von sehr starker Migräne bis zu Schmierblutungen und schlimmen Krämpfen hatte ich alle Beschwerden. Darum habe ich es mit dem Temperaturcomputer versucht – woraufhin meine Tochter geboren wurde. Auch das war also nicht die richtige Methode für mich. Weil das Kondom nicht infrage kam – ich reagiere allergisch auf das Mate-
rial –, suchte ich nach Alternativen. Meine Osteopathin zeigte mir dann die aus den Tropen stammende Yamswurzel. Weil es praktisch keine Studien dazu gibt, wird sie von Ärzten nicht empfohlen. Auch meine Gynäkologin empfahl sie mir nicht, obwohl sie meine Vorgeschichte kannte. Ich finde, Ärzte müssten auch über alternative Methoden informieren.»
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Gan z o Horm hne o aber w ne, ie?
* Name geändert
Back to the roots Thi My Lien Nguyen (22), Amriswil TG
7
«Mit 18 hatte ich den ersten Freund und nahm die Pille – weil das alle so machten. Meine Mutter war aber nicht besonders begeistert, und mein Freund auch nicht; er findet eine jahrelange Hormoneinnahme nicht sehr gesund. Aber erst gegen Ende des Studiums, drei Jahre später, habe ich mich mit der Frage auseinandergesetzt, was es eigentlich heisst, die Pille zu nehmen. Dass der Körper dann permanent denkt, er sei schwanger, finde ich beängstigend. Im vergangenen Jahr habe ich die Pille abgesetzt. Seither verhüten wir mit Kondom, zudem messe ich die Temperatur, damit ich besser Bescheid weiss über meinen Körper. Schwanger zu werden, ist natürlich keine Katastrophe, sondern etwas sehr Schönes. Dennoch wünsche ich mir eine Verhütungsmethode, die mir noch mehr Sicherheit gibt, sodass ich mich bewusst für eine Schwangerschaft entscheiden kann. Aber es fallen einfach sehr viele Alter nativen weg, wenn man nicht hormonell verhüten will, das sagt auch meine Ärztin. Wenn ich eine Tochter hätte, die zum ersten Mal verhüten möchte, wäre das sicher schwierig für mich. Einem 14-jährigen Mädchen die Pille zu geben, finde ich echt bedenklich.»
7
Weitere Stimmen zur Pille, Seite 15
8
Verhütung: Die gängigsten Methoden Hormonell Hormonkombinationen (östrogen- und g estagenhaltig): • Pille • Pflaster • Ring
Nichthormonell • Kondom • Kupferspirale • Diaphragma • Portiokappe • Temperaturkalender
Östrogenfreie Methoden (gestagenhaltig): • Pille • Spirale • Stäbchen • Spritze
Weitere Informationen: www.sex-i.ch, in über zehn Sprachen übersetzt
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Traumküsten
Dalmatiens 1. Tag Schweiz – Portoroz Abwechslungsreiche Reise durch das Tessin und Oberitalien nach Portoroz. 2. Tag Portoroz – Brela Sie folgen heute der Küste der Adria und haben immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die der Küste vorgelagerten Inseln Krk, Rab und Pag. Vorbei an Zadar gelangen Sie an die bekannte Makarska-Riviera, wo Sie die nächsten vier Nächte wohnen. 3. Tag Ausflug Dubrovnik Eine Panoramafahrt entlang der einmaligen Küste und vorbei an den malerischen Bacinska-Seen und dem fruchtbaren Flussdelta der Neretva führt Sie nach Dubrovnik, von dem schon George Bernard Shaw vom «Paradies auf Erden» schwärmte. Die malerische Altstadt, die
von gewaltigen Festungsmauern umgeben wird, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nebst einer geführten Besichtigung bleibt Ihnen auch genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu entdecken. Im Verlaufe des Nachmittags kehren Sie dann wieder in Ihr Hotel in Brela zurück. 4. Tag Aufenthalt Makarska Riviera – Bootsausflug zur Insel Brac Geniessen Sie den heutigen Tag in dieser einmaligen Küstenlandschaft. Sie haben die Möglichkeit, an einer Bootsfahrt zur Insel Brac teilzunehmen. 5. Tag Ausflug Trogir – Split (fakultativ) Der heutige Ausflug führt Sie zunächst nach Trogir. Mit einem vollständig erhaltenen mittelalterlichen Alt-
stadtkern können verschiedene Städte in Dalmatien aufwarten, doch kaum einer ist so beeindruckend wie der von Trogir. Nach diesem schönen Aufenthalt fahren Sie nach Split, der nach Zagreb grössten Stadt Kroatiens und zugleich die wirtschaftliche und kulturelle Metropole Dalmatiens. Auf einer geführten Besichtigung lernen Sie die äusserst sehenswerte Altstadt, die sich in und um den ehemaligen Diokletianpalast gebildet hat, näher kennen. Am Nachmittag fahren Sie der Küste entlang wieder Richtung Süden. Vorbei am ehemaligen Seeräubernest Omis, das von den Ruinen der ehemaligen Festung Fortica überragt wird, kehren Sie ins Hotel in Brela zurück. 6. Tag Brela – Plitvicer Seen Sie verlassen heute die Küste und fahren zu den Plitvicer Seen, einem der schönsten Naturschauspiele im Südosten Europas. Auf knapp 8 Kilometern reihen sich nicht weniger als 16 verschieden grosse Seen wie Perlen aneinander. Die Seen leuchten in kräftigem Grün und sind stellenweise glasklar. 7. Tag Plitvicer Seen – Slowenien – Osttirol Über Karlovac und Zagreb erreichen Sie Ljubljana, zwischen dem Flüsschen Ljubljanica und dem Burgberg, mit seinen herrlichen Barockhäusern, den vielen Strassencafés und schicken Läden. Am Nachmittag Weiterfahrt durch den Karawanken-Tunnel nach Österreich. Entlang der Drau erreichen Sie zur letzten Übernachtung das Osttirol. 8. Tag Osttirol – Schweiz Durch das Pustertal und über den Brennerpass führt Sie die Heimreise zurück in die Schweiz.
Reisedaten 2018 21. – 28. April 29. April – 06. Mai 23. – 30. September
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• 7 Übernachtungen in guten
Mittelklassehotels in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC
• Halbpension während der ganzen Reise
• Ganztagesausflug nach
Dubrovnik mit Stadtführung
• Bootsausflug zur Insel Brac, inklusive Mittags-Picknick
• Besichtigung der Plitvicer
Seen, inklusive Eintritt und Bootsfahrt
Auf Wunsch:
• Einzelzimmerzuschlag Fr. 190.– • Ganztagesausflug nach Trogir und Split Fr. 38.–
• Annullationsschutz Fr. 32.– Abfahrtsorte Bern, Basel, Olten, Zürich, Luzern
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MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 15
Tabea von Ow (29), Winterthur «Als Teenie nahm ich die Pille, um eine schönere Haut zu bekommen, ich war damals noch gar nicht sexuell aktiv. Hätte ich eine Tochter, würde ich ihr davon abraten, die Pille zu nehmen. Klar, wenn man in diesem Alter schlechte Haut hat, ist das ein Problem. Ich finde aber, dass man das auch anders lösen könnte. Ich habe früh geheiratet
Carolin W.* (33), Zürich «Mit 13 wurde mir die Pille verschrieben – zuerst nicht als Verhütungsmittel, sondern weil ich starke Regelschmerzen hatte. Mit 19 hatte ich eine Hirnhautentzündung, die eine Thrombose im Gehirn auslöste. In meiner Familie hatte es davor bereits Thrombosen gegeben, das Problem wäre also eigentlich bekannt gewesen. Ein Test zeigte zudem, dass ich das Faktor-V-Leiden habe. Dieser Gendefekt führt zu Gerinnungsstörungen – deswegen hätte ich eigentlich gar nie hormonell verhüten dürfen. Mit einem Test hätte man das alles schnell feststellen können, weil er aber teuer ist, wird er nicht routinemässig durchgeführt. Kein Arzt hat mich über dieses Risiko informiert oder nachgefragt, ob es in meiner Familie Throm bosen gab. Ab diesem Vorfall waren Hormone natürlich tabu für mich. Die Ärzte waren dann rasch am Ende ihres Lateins, weil für sie Hormone immer die erste Wahl waren. Deshalb habe ich schliesslich zum Kondom gewechselt, was auch mein Partner akzeptiert. Aber Verhütungsmittel für den Mann fände ich super, denn es ist faszinierend, wie sehr sich die Männer darauf verlassen, dass die Frau sich darum kümmert.»
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und blieb bei der Pille, weil sie keine starken Nebenwirkungen hatte. Erst nachdem ich mich 2009 von meinem damaligen Ehemann getrennt hatte, setzte ich sie ab. Auch aus Kostengründen. Bereits während der Ehe, als junge Studentin, war die Pille ein eher grosser Posten. Mein damaliger Mann bezahlte sie zwar ab und zu, aber halt nicht
nur s e t Is lich m e u Beq it? ke
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* Name geändert
Das sagt Frauenärztin Noëmi Allemann, Seite 17
immer. Jetzt verhüte ich mit Kon domen, und mein heutiger Partner ist absolut einverstanden damit. Auch ich bin zufrieden mit dieser Lösung. Natürlich wären mehr Alternativen – auch für den Mann – toll, aber die Verantwortung liegt nun mal bei der Frau, und ich glaube nicht, dass ein Mann die allein tragen würde.»
Sprecht über die Risiken!
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Glossar
Rund um den Zyklus Pearl-Index (PI): Wenden 100 Frauen eine Verhütungsmethode 12 Monate lang an, entspricht die Zahl ungewollter Schwangerschaften dem Pearl-Index. Wenden 100 Paare ein Jahr lang Kondome an und treten in dieser Zeit drei Schwangerschaften ein, hat die Methode einen Pearl-Index 3. Östrogen: Weibliches Sexual hormon, das hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet wird. Ist für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut sowie für die Reifung einer Eizelle verantwortlich. Verringert die Talg produktion und vergrössert die Fettdepots. Gewisse Verhütungsmittel sind östrogenfrei. Gestagene: Die Gelbkörperhormone wirken nach dem Eisprung auf die Gebärmutterschleimhaut und ermöglichen die Einnistung. Sie werden während der Schwangerschaft produziert und verhindern in dieser Zeit den Eisprung. Progesteron: Wichtigstes natür liches Gestagen. Ermöglicht die Ein nistung des befruchteten Eis.
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MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 17
Anja Knabenhans (37), Affoltern am Albis
Wenn Männer sich unterbinden lassen: migmag.ch/ vasektomie
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«Von 18 bis 30 habe ich die Pille genommen – ohne grössere Probleme. Irgendwann wollte ich aber doch eine Pause. Wir haben eine Weile mit Kondomen verhü tet, prickelnd war das allerdings nicht. Als wir Kinder wollten, wurde bei mir eine Endometriose fest gestellt. Um die zu behandeln, musste ich hormonelle Wechsel jahrmedikamente einnehmen und mich einer Operation unterziehen.
Dank hormoneller Unterstützung wurde ich schwanger, und nun möchte ich ein zweites Kind. Unterstützend nutze ich das Ava-Armband, weil es mir eine sehr gute Kontrolle des Zyklus ermöglicht und ich dadurch viel über meinen Körper lerne. Für mich steht fest, dass ich nach ei nem zweiten Kind keine Hormone mehr nehme. Früher hat man sie halt diskussionslos geschluckt.»
en Zyklus kenn lernen statt lten stummscha
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Noëmi Allemann
«Die Pille hat noch immer Vorteile» Hat die Pille ein Imageproblem? Nein. Man hat in den vergangenen Jahren in der Presse zwar immer wieder Negatives über sie gelesen, und wir bemerken vor allem bei Frauen über 30 eine gewisse Pillenskepsis, die phasenweise auftritt, etwa wenn Fälle von Komplikationen publik werden. Aber bei jüngeren Frauen bemerken wir wenig Veränderung. Zwischen 2008 und 2016 wurden 14 Prozent weniger Pillenpackungen verkauft. Woran liegt das? Der Verkauf ist vor allem bei den über 30-jährigen Frauen zurückgegangen – auch wegen der Verschiebung des Kinderwunschs: Es gibt weniger Frauen ab 30, die verhüten wollen. Bei den 16- bis 25-Jährigen hingegen hat sich wenig verändert. Jüngeren Frauen wird nach wie vor hauptsächlich die Pille verschrieben. Warum? Weil sie immer noch Vorteile hat: Sie ist günstig und leicht zugänglich. Sie hat positive Nebenwirkungen – es gibt Pillen, die starke Regelschmerzen abschwächen oder gegen Akne wirken. Bei Unter-20-Jährigen sind Pillen mit Östrogen sinnvoll, weil sie sich positiv auf den Knochenaufbau auswirken. Frauen sprechen vom «pill fog», wenn sie die Pille nehmen und den Körper nicht richtig spüren. Sollten junge Frauen ihren Körper nicht erst mal kennenlernen, ehe sie Hormone nehmen? Überspitzt gesagt, hiesse das, dass junge Frauen Schmerzen, Akne, Stim-
mungsschwankungen während der Menstruation und einen unregelmässigen Zyklus in Kauf nehmen müssen, um sich kennenzulernen. Ich glaube, eine Frau kann ihren Körper auch kennenlernen, wenn sie nicht jeden Monat den Eisprung spürt. Ärzte sprechen von «sehr wenigen Nebenwirkungen». Trotzdem geben gerade diese Wirkungen zu reden. Die Frage ist, was darunter zu verstehen ist. Für uns Ärzte sind dies medizinische Nebenwirkungen, vor allem Thrombosen und eventuelle Einflüsse auf das Herz-Kreislauf-System oder Krebsrisiken. Darüber werden die Patientinnen ausführlich aufgeklärt. Für sie sind aber Gewichtszunahmen, Hautveränderungen und psychische Nebenwirkungen oft von grösserer Bedeutung. Das gilt es, beim Verschreiben der Pille abzuwägen, je nach Dringlichkeit der Verhütung. Treten solche Nebenwirkungen auf, muss man die Pille wieder absetzen. Warum ist das erst jetzt ein Thema? Viele Frauen erleben Phasen, in denen es ihnen nicht so gut geht. Sie führen das auf die Pille zurück und setzen sie ab, obwohl der Zustand auch von anderen Faktoren wie Stress beeinflusst sein könnte. Bei der Neuverschreibung der Pille erwähnen die Frauen die psychischen Nebenwirkungen in der Nachkontrolle nur selten. Hat es Auswirkungen, wenn Frauen die Pille langfristig nehmen? Die Pille hat keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Frauen, die die Pille
bis zu zehn Jahre lang genommen haben, werden im vergleichbaren Zeitraum schwanger wie Frauen, die nicht hormonell verhütet haben. Lösen die neuen Verhütungscoaches den Frauenarzt oder die Frauenärztin ab, wenn es um Beratung geht? Aufgrund der Tarmed-Regelung dürfen Ärzte nur noch eine Konsultationszeit von 20 Minuten pro Patientin verrechnen. Das reicht oft nicht aus für Beratung. Das Verhütungscoaching greift dieses Problem auf. Auch kostenlose Beratungsstellen bieten sich in solchen Fällen an. Welche Verhütungsmittel sind neu – zum Beispiel auch für den Mann? Letztes Jahr ist die Hormonspirale Kyleena auf den Markt gekommen. Sie ist kleiner und niedriger dosiert als herkömmliche Spiralen. Zudem sind ein östrogenfreier Vaginalring und ein neues Hormonpflaster in der Entwicklung. Was den Mann betrifft: Anfang Jahrtausend wurde viel in die Forschung investiert. Um 2011 brach man aber fast alle Projekte wieder ab: Erste klinische Studien zeigten Nebenwirkungen wie leichte depressive Verstimmungen und Libidoverlust. Was ja sehr amüsant ist ... Ja, das löste einen Aufschrei aus: Für Männer sei es untragbar, aber bei den Frauen spreche man nicht mal darüber. Männer werden wohl nie solche Nebenwirkungen in Kauf nehmen wie Frauen – sie werden nicht schwanger und tragen somit die körperlichen Konsequenzen nicht. MM
Noëmi Allemann ist Ärztin an der Berner Univer sitätsklinik für Frauenheilkunde.
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MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 19
Bänz Friedli
My Generation
Bild: Vera Hartmann
Wenn ich ehrlich bin, ärgern mich nicht nur Jünglinge, die das Wertvollste gering schätzen, das es in diesem Land gibt: den Gemeinsinn. Jünglinge, denen die Solidarität zwischen den Generationen, Geschlechtern und verschiedenen Gegenden nichts mehr bedeutet. Nein, auch an Senioren kann ich mich schlecht gewöhnen, die meinen, allein ihr Alter berechtige sie, in einer Warte schlange vorzudrängeln. Diese Selbstgerech ten mit dem bösen Blick …
Bänz Friedli (52) möchte alt werden.
Okay, ich war auch mal jung. Sah ich damals ältere Leute, dachte ich zuweilen: So alt will ich nie werden. Vielleicht ein Privileg der Jugend: dass man sich das eigene Altern nicht vorstellen kann. Als kleiner Bub, ich weiss es noch genau, rechnete ich mir aus, wie alt ich im Jahr 2000 sein würde: fünfunddreissig jährig – uralt! «I hope I die before I get old», sang Pete Townshend von The Who in mei nem Geburtsjahr, 1965, im Song «My Genera tion»: Hoffentlich sterbe ich, bevor ich alt werde. Aber: Man wird älter, hat die einen oder anderen Bresten, ärgert sich dann und wann über jüngere Menschen … Und schlei chend ändert sich der Gedanke «So alt will ich nie werden» in «So will ich nie alt wer den». Sprich: Man hat akzeptiert, dass man selber nicht mehr der Jüngste ist, sieht darin gar manchen Vorteil. Und hofft doch, niemals so verbittert und griesgrämig dreinzuschauen wie manch Älterer in der Warteschlange.
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10/01/2018
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Auch Pete Townshend, der Sänger der Who, hat sich schon korrigiert. «I hope I get old before I die», sang er später einmal – hoffentlich werde ich alt, bevor ich sterbe. Immerhin wird er bald 73. «Und doch hoffe ich immer noch, dass ich sterbe, bevor ich ‹alt› werde», sagte er unlängst, «dass ich sterbe, ehe ich mich nicht mehr glücklich, gesund und erfüllt fühle. Aber ich weiss, dass dem nicht so sein wird. Dass ich womöglich krank und schwach werde und in einem Altersheim vor mich hin vegetiere.» Wobei Altersheim ja noch kein Grund zur Traurigkeit ist! «Young at heart» – im Herzen jung –, so hiess der hinreissende Film über ein singendes Altersheim in Massachusetts: Er zeigte, wie Frauen und Männer zwischen 75 und 93 Jahren Songs aus dem Soul-, Punk- und Grunge-Repertoire darboten, von James Brown bis Nirvana. Ich hatte sogar das Glück, diese rockenden Seniorinnen und Senioren mal live zu erleben, Höhepunkt: der Greis, der «I Can’t Get No Satisfaction» sang, zwinkernd, aber voller Hingabe. Und man schlenderte von dem Open-Air-Konzert heim mit dem einen Gedanken: Oh, yeah! So will ich alt werden. MM
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Leserforum
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MM2: Kinder Putziges Herdentierchen
«Meine Meerschweinchen essen keine giftigen Pflanzen»
Ich habe schon seit 15 Jahren Meerschweinchen. Meine Tiere fressen keine giftigen Pflanzen. Wenn ich meine Meerschweinchen im Garten habe in der warmen Jahreszeit, so essen sie nur das, was sie kennen. Die einzigen Früchte, die sie essen, sind Äpfel. Sie bekommen viel Gemüse wie Rüebli, Fenchel, Peperoni, Gurke, Broccoli oder Zucchetti. Zu dem gibt man am Anfang nur ganz wenig von etwas Neuem, weil sie sich daran gewöhnen müssen. Astrid Etter, via www.migrosmagazin.ch
MM2: Kinderfrage Wieso zerstören Menschen die Natur?
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«Sensibilisierung beginnt im Elternhaus»
nicht im nächsten Abfalleimer hätte entsorgen können, sonst gab es eine Ermahnung mit Be gründung, und im Wiederho lungsfall auch mal einen Klapps. Alle Kinder aus der Familie ha ben diese Gepflogenheit weiter gegeben an die Kindeskinder. Jürg Frey, 8428 Teufen ZH
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Meiner Meinung nach funktio nieren Mensch und Natur im Harmoniespiel nur dann, wenn die Sensibilisierung schon im Elternhaus beginnt. Bei uns gab es kein Wegschmeissen von irgendwas in die Natur oder ge nerell auf den Boden, was man
In der Geschichte «Die Grippe im Haus» (Migros-Magazin 2/18) wurde versehentlich ein falsches Porträtbild der Pflegefachfrau Brigitte Streiff vom Schweizerischen Roten Kreuz platziert. Wir bitten um Entschuldigung.
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Exorzismus
Im Kampf gegen Dämonen
Auch in der Schweiz gibt es Menschen, die davon überzeugt sind, dass der Teufel existiert. Und dass seine Dämonen negativen Einfluss auf ihr Leben nehmen. Heilsarmeeoffizier Beat Schulthess betet schon seit 30 Jahren mit Leuten, die glauben, von solchen Wesen besessen zu sein. Und generell registrieren die Kirchen eine erhöhte Nachfrage nach Exorzismen. Text: Ralf Kaminski Bilder: Beat Schweizer
MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 23
Beat Schulthess (2. v. r. ) und sein Team ringen mit dem Dämon in Renate T.
tenden im selben Kreis wie Renate, in einem zweiten Kreis sitzt ein weiteres Grüppchen, das während der ganzen Zeit b etet, christ liche Lieder singt und so Schulthess und Renate in ihrem Kampf u nterstützt. Was für manche völlig irr klingen mag oder wie eine Szene aus einem Horrorfilm, ist für Beat Schulthess (59) nicht nur Rea lität, sondern Alltag. Und er weiss sehr wohl, wie das auf Aussenstehende wirkt. «Viele halten uns für verrückt, aber ich habe D inge e rlebt, die sich nicht anders erklären l assen. Und diese Erfahrungen kann einem niemand nehmen.» Zu oft schon kamen leidende Menschen zu ihm, voller Ängste, Depressionen, abhängig von Alkohol, Pornografie oder Drogen – Men schen, die laut Schulthess a lles versucht ha ben, was die Schulmedizin zu bieten hat, und dennoch nicht von ihren Leiden loskamen. «Und nach dem Befreiungsdienst war bei vielen Hilfesuchenden plötzlich alles anders. Von einem Tag auf den anderen kein Trop fen Alkohol mehr und eine so starke Verän derung im Verhalten und Fühlen, dass ihr Umfeld sie kaum wiedererkannt hat.» Sozialarbeiter des Okkulten
Bild: Armin Pfister
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ie junge Frau windet sich, ihr Kopf zuckt hin und her. «Wir befehlen dir auszufahren, im Namen Jesus von Nazareth!», deklamiert Beat Schulthess mit lauter, kommandierender Stimme. «Jesus Christus ist Sieger! Wir rühmen die Blutskraft Jesu!» Links und rechts halten zwei Mitarbeiterin nen des Heilsarmeeoffiziers die sitzende Frau an den Schultern. Dann verzerrt sich ihr Gesicht, sie bleckt ihre Zähne. Eine ge presste, kehlige Stimme, die so ganz anders klingt als ihre eigene, zischt ein trotziges «Nein!» – «Doch!», widerspricht Schulthess. «Jesus Christus ist Sieger!» Sie windet sich erneut, steht unter höchster Anspannung und sackt dann ein wenig in sich zusammen. Drei Stunden dauert der sogenannte Befreiungsdienst im grossen Gebetssaal der Heilsarmee in Uster ZH. Zehn Heils armisten ringen mit einem Dämon, der sich in Renate T.*, einer 36-jährigen Sozial arbeiterin aus Deutschland, festgesetzt hat und offenbar einfach nicht hinauswill. Schulthess befindet sich mit drei Mitarbei
Schulthess leitet die Heilsarmee im Zürcher Oberland und sieht sich als Sozialarbeiter, als jemand, der Randständigen hilft wie an dere Süchtigen oder Obdachlosen, bloss im okkulten Bereich. Seit fast 30 Jahren be schäftigt er sich mit Menschen, die aus i hrer und seiner Sicht von Dämonen besetzt sind, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Der Heilsarmeeoffizier kommt ursprüng lich aus einer reformierten, jedoch nicht sonderlich religiösen Familie – seine ersten Kontakte mit der übersinnlichen Welt hatte er, als seine Eltern mit ihm zu Pendlern und Heilern gingen. Mit 19 entschied er sich bei einem Evangelisationsanlass für den Glauben, «weil es sich richtig anfühlte». Ein nächtlicher Traum führte ihn zur Heils armee, wo er erst Rekrut, dann Soldat und mit 26 Jahren Offizier wurde. Doch er fühlte sich seltsam kraftlos, hatte das Gefühl, irgendetwas stimme nicht mit ihm – bis ihm jemand sagte, er könnte durch die früheren okkulten Praktiken seiner Familie vorbelastet sein. Ein Lossagegebet führte zu einem grossen Befreiungsgefühl. Die Erfahrung sprach sich herum, und plötzlich k amen Leute aus der okkulten Szene zu ihm, die um Hilfe baten. «Ich habe das nicht gesucht, es ist einfach so passiert.» Ein Jahr lang rang er mit sich, ob er sich auf den Befreiungsdienst spezialisieren solle oder nicht, diskutierte es mit seiner Frau Monika – schliesslich entschieden sie, dieses Angebot gemeinsam aufzubauen. Zu Beginn arbeiteten sie sehr diskret, doch bald wurde die Nachfrage so gross, dass sie schliesslich ein ganzes Team aufbauten.
Georg Otto Schmid (51) ist Leiter der Evangelischen Informationsstelle (Relinfo) in Rüti ZH.
Der kritische Beobachter
«Beat Schulthess geht es primär darum, zu helfen» «Im Schnitt meldet sich einmal pro Woche jemand bei uns, der sich von bösen Geistern belastet fühlt – das ist deutlich häufiger als noch vor fünf Jahren, vor allem auch wegen der Migration. Und gelegentlich beobachten wir, dass jemand sich durch einen Befreiungsdienst oder einen Exorzismus vom dämonischen Einfluss befreit fühlt und dies als grosse Erleichterung erlebt. Andere Betroffene allerdings machen eine eigentliche Tour d’exorcisme von esoterischen Anbietern über pfingstliche Befreiungsdiener und katholische Exorzisten weiter zu Beat Schult- hess, ohne eine nachhaltige Befreiung zu erleben. Bei diesen Menschen scheint sich die Vor stellung von Besessenheit durch die exorzistischen Bemühungen eher zu verstärken als aufzulösen.
Dass Beat Schulthess weitherum als einer der seriösesten An- bieter im Bereich des Befreiungsdiensts gilt, hat auch mit seiner Einbindung in die Heilsarmee zu tun. Zudem unternimmt er einiges, um Risiken zu reduzieren, sind doch bei solchen Befreiungen andernorts auch schon Menschen gestorben. Ihm geht es aus meiner Sicht vor allem um eins: Menschen zu helfen. So nimmt er sich Per sonen an, die zum Teil jahrelange Therapie-Odysseen hinter sich haben, ohne nachhaltige Besserung zu erleben, und versucht, im Rahmen seines Weltbilds für diese Klienten eine Lösung zu finden.»
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MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 25
«Aber wir waren damit in der Heilsarmee Exoten, und unsere Arbeit ist nicht unumstritten. Es brauchte einen Chef, der dafür offen war, um es so a nzubieten, wie wir das heute tun. Und natürlich schreckt es auch einige ab – Gläubige und Spender.» Trotz dieser Widerstände liess sich Schulthess nicht beirren: «Ich empfinde es als Berufung, als Auftrag, ich muss das tun. Und ich freue mich über die Menschen, die dank unserer Arbeit frei werden. Die sich bei uns zum ersten Mal ernst genommen fühlen mit ihrem Leid.» Menschen wie Renate T. – sie ist über zeugt, dass ihr Grossvater sie im Alter von neun Jahren dem Teufel verkauft hat. Dies passierte nach einem Besuch 1989, als sie ihn mit ihrer Mutter und ihrer Zwillings schwester nach langer Zeit zum ersten Mal wieder sah. Beim Abschied bat der Gross vater um ein persönliches Andenken von Renate und wies auf die Kette mit ihrem ers ten Milchzahn, die sie um ihren Hals trug. Renate wollte sie nicht hergeben, aber ihre Mutter tat das schliesslich, damit Ruhe war.
Heilsarmeeoffizier Beat Schulthess blickt auf 30 Jahre Erfahrung im Befreiungsdienst zurück.
Der Dämon stellt ein Ultimatum
«Wenige Wochen später spürte ich, wie et was in mich eindrang, nachts im Bett, durch den Nacken, eine Art dunkler Geist.» Die Stelle habe tagelang wehgetan, wie nach einem Schleuderunfall. Und eine Stimme in ihrem Kopf habe ihr ein Ultimatum gestellt: Ihr Grossvater habe mit ihr und ihrer Seele einen Blutschwur gemacht, ein okkultes Ritual mit dem Körperteil einer Person. Sie habe zwei Wochen Zeit, dem zu wider sprechen. Tue sie das nicht, gelte der Blut schwur – sie gehöre dann den dunklen Mächten, und ihr Grossvater sei von diesen befreit und erhalte zudem Geld. Natürlich habe sie das alles als Neunjährige nicht ver standen, es jedoch ihrer Mutter erzählt. «Die sagte nur, ich solle nicht halluzinieren.» Kurz darauf habe ihr Grossvater eine Million D-Mark im Lotto gewonnen, und
aus der bis dahin lebensfrohen Renate wurde ein zurückgezogenes, ängstliches, jähzorniges Kind. Mutter und Grossmutter wunderten sich, hinterfragten es aber nicht. «Ich hatte zwei Seelen in mir, und meine eigentliche Persönlichkeit wurde unter drückt, ich wurde von jemand Fremdem geführt.» Es gab auch andere Zeichen: Im Konfirmationsunterricht hatte sie Migräne anfälle und kämpfte mit Übelkeit, ihre Schul- und Ausbildungszeit war ein ewiger Kampf mit Misserfolgen, und da waren immer wieder diese Stimmen, die sie dazu brachten, sich anders zu verhalten, als sie es wollte.
Obwohl sie litt, suchte sie sich nur punktuell Unterstützung. «Psychiatrische Hilfe wollte ich nicht, denn ich sah, was sie bei meiner Mutter bewirkte – nichts.» Diese leide bis heute unter Angstzuständen und Depressionen. 2014 fühlte sich Renate überraschend e twas besser, und als sie mit ihrer Schwester darüber sprach, eröffnete diese ihr, sie habe für sie gebetet. Erstmals begann sie, einen religiösen Hintergrund für ihr Problem zu vermuten. An Halloween 2014 sah sie dann im Fern sehen Christa Mirandas Dokumentarfilm «Erlöse uns von dem Bösen», der sich mit Exorzismus befasst und in dem auch Beat
Der Therapeut
Bild: zVg
«Im Modell Besessenheit steckt ein Hilfeappell»
Franz Schlenk (48) ist Fachpsycho loge für Psycho therapie FSP in Olten.
«Menschen haben Erlebnisse und versuchen, sie einzuordnen und sich zu erklären. Dabei ist die Interpretation einer dämonischen Besessenheit letztlich auch nur ein Verstehensmodell, nicht anders als Begriffe wie ‹Depres sion› oder ‹Zwangsgedanken›. Im Modell Besessenheit steckt ein Hilfeappell im Sinne von ‹ich fühle mich einer Kraft hilflos ausgeliefert›. Solches Leiden und das dazugehörende Erleben müs sen ernst genommen werden, auch
wenn sie nicht immer Ausdruck einer psychischen S törung sind. Wir versuchen, das Erleben des Be troffenen zu verstehen und daraus notwendige Veränderungen abzuleiten. Das hat den Vorteil, dass ein Patient sich selbst besser verstehen lernt und lernen kann, sich selbst zu helfen. Aber einige, die zu Exorzisten gehen, haben Psychiatrie- und Therapieerfahrungen hinter sich, die offensichtlich zu wenig
geholfen haben. Manchmal verschlim mern die Befreiungsrituale die Lage. Aus psychologischer Sicht enthalten Besessenheitssymptome eine bedeutsame Botschaft – da einfache religiöse Formeln und Handlungen in den meisten Fällen die der Besessenheit zugrunde liegenden psychologischen Prozesse nicht zu lindern vermögen, kehren diese mit hoher Wahrscheinlich keit zurück. Dies lässt die Betroffenen oft noch mehr verzweifeln.»
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Schulthess und seine Arbeit vorgestellt wurden. «Darauf reagierten die Dämonen in mir ziemlich heftig. Ich begann Worte in einer Sprache zu sprechen, die ich nicht kannte.» Und Renate wusste: Sie musste zu diesem Mann. Im Mai 2015 hatte sie den ersten Termin in Uster, im August war sie befreit, alle Symptome waren verschwunden, ebenso die Stimmen. 39 Dämonen seien in ihr drin gewesen, sagt sie, der erste habe bei ihr damals sozusagen die Tür geöffnet. Für Beat Schulthess war Renates Situa tion ein klarer Fall. Das ist aber nicht immer so, und in der Regel klärt er sorgsam ab, ob jemand, der zu ihm kommt, nicht eher zu einem Psychologen gehen sollte. «Wir neh men unsere Verantwortung wirklich ernst und würden niemals j emanden leichtfertig für dämonisiert erklären», versichert er. Dabei arbeitet er auch mit externen Ärzten und Psychiatern zusammen. «Manchmal kommen Psychiater sogar mit Patienten zu uns, in der Hoffnung, dass wir weiterhelfen können», sagt Schulthess. Und manchmal erlebt er auch Leute, die wütend werden, wenn er zum Schluss kommt, dass ihre Probleme nichts mit Dämonen zu tun haben. «Die möchten, dass ein Guru kommt, ein paar Gebete spricht, und dann ist alles wieder gut. Aber so läuft es nicht.» Einige Leute begleitet er über Mona te oder Jahre, bis sie ganz «frei» sind. Das alles unentgeltlich, egal, wie lange es dauert. Letztlich könne jede Wirkung, jede Mani festation, die man bei Hilfesuchenden sehe, seelisch-emotional sein oder okkult. «Das zu unterscheiden, ist eine grosse Herausforderung. Sonst treibt man Dinge aus, obwohl da gar nichts ist. Das merkt man spätestens dann, wenn sich am Befinden der betroffenen Person nichts ändert.» Auch Schreien, Zucken, ja sogar Erbrechen kann seelisch bedingt sein, betont der Heilsarmee offizier. «Intensive Gespräche sind ganz wich tig. Vieles ist auch Intuition aus jahrelanger Erfahrung. Im christlichen Jargon s pricht
man auch von der Gabe der Erkenntnis. Aber auch ich kann mich irren.» Am Ende sei er lediglich ein Werkzeug Gottes, befreien könn ten nur Gott selbst und Jesus. Workshops zur «geistlichen Kampfführung»
Die Nachfrage nach seiner Dienstleistung ist in den vergangenen Jahren jedenfalls spürbar gestiegen. «Viele Menschen befinden sich in irgendeiner Not und suchen Hilfe. Und wenn es sonst nirgends klappt, kommt man halt auch noch zu uns», sagt Schulthess. «Zudem sind Befreiungsdienste in anderen Kulturen viel verbreiteter, solche Migranten wenden sich natürlich auch an uns.» 20 bis
40 Stunden pro Woche ist er mit Seelsorge und Befreiung in diesem Bereich beschäftigt, sein Team von etwa 40 Leuten leistet rund 8000 Arbeitsstunden pro Jahr. Dazu gehören kostenpflichtige Workshops zur «geistlichen Kampfführung», an denen er sein Wissen an Interessierte weitergibt, zudem etwa 100 Häuserbefreiungen pro Jahr, bei denen Spukerscheinungen ausgetrieben werden. «Vom Kehrichtabfuhrmitarbeiter bis zum Bankdirektor kommen alle zu uns – sämtli che sozialen Schichten, sämtliche Bildungs stufen, ganz Junge ebenso wie ganz Alte.» Darunter auch viele Menschen, die nicht christlich sind, manchmal gar Atheisten.
Der Atheist
Andreas Kyriacou (51) ist Präsident der Freidenker-Ver einigung Schweiz.
«Es gibt weder Gott noch den Teufel und schon gar keine Dämonen, die Menschen besetzen können. Exorzis men sind nicht nur unsinnig, sondern hochproblematisch: Da werden einer seits Menschen mit Psychosen, die psychologische oder medizinische Hilfe brauchen, von Laien unsach gemäss ‹behandelt› und davon abgehalten, sich an Fachpersonen zu wenden, bei denen sie garantiert in besseren Händen wären.
Andererseits wird in den oft geschlos senen Gemeinschaften der Evangeli kalen oder des sehr traditionellen Katholizismus ungern gesehenes Verhalten angeblichen dämonischen Einflüssen zugeschrieben. In evangeli kalen Kreisen wird ja auch die ‹Heilung› von Homosexualität angeboten. So redet man den Betroffenen ein, ihr Verhalten sei schuldhaft, und verun möglicht ihnen, gelassen mit ihrer sexuellen Orientierung umzugehen.
Dass die Nachfrage nach Exorzismen steigt, ist unerfreulich. In den meisten Fällen ist Glaube oder Aberglaube zwar unproblematisch – etwa wenn es jemandem durch den Glauben an Schutzengel besser geht. Aber beim Exorzismus besteht das Risiko, dass Menschen zu Schaden kommen. Je denfalls sollten Organisationen, die ein solch problematisches Weltbild ver treten, nicht vom Staat b eauftragt wer den, zum Beispiel Heime zu führen.»
Bilder: zVg
«Da behandeln Laien Menschen, die psychologische oder medizinische Hilfe brauchen»
Beat Schulthess’ härtester Fall:
MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 27
migmag.ch/ exorzismus
Drei Stunden dauert das Ringen, und am nächsten Tag braucht es einen weiteren Anlauf.
wenig anders, abgestimmt auf die Person.» Dennoch: Muss man letztlich nicht daran glauben, damit es funktioniert? Und wer das nicht tut, an den kommt auch kein Dämon heran? «Das hat schon was», räumt Beat Schulthess ein. Doch er hat einiges e rlebt, das sich damit nicht erklären lässt. «Es gibt echte dämonische Belastung. Wer daran tatsächlich glaubt und sich besetzt fühlt, der braucht die entsprechende Hilfe.» Allerdings bleibe auch dann die psychologische, seel sorgerische Nachbearbeitung wichtig. «Man muss dranbleiben, weiter an sich arbeiten.» Exorzismusdrama in Deutschland
Schulthess hat bei seinen Befreiungen auch schon Manifestationen erlebt, die sehr viel weitergingen als bei Renate T. «Da gibt es schmale, kleine Personen, die plötzlich in der Lage sind, schwere Holztische durch den Raum zu werfen, die ich kaum bewegen könnte. Leute, die Sprachen spre chen oder Tierlaute von sich geben, zu denen sie normalerweise nicht in der Lage sind.» Erfahrungen wie diese haben ihn darin bestärkt, dass sein Weltbild real ist. «Ich bin überzeugt, dass es diese beiden Fronten gibt, dass Gott und Teufel miteinander um die Vorherrschaft in den menschlichen Seelen ringen. Dennoch wäre es verfehlt zu glauben, dass hinter jedem Busch zwei Dämonen sitzen. Das ist zum Glück nicht so.» Und doch ist die Befreiung von Dämonen überraschend simpel: Worte, Gebete, mehr braucht es nicht. Als einziger «Gegenstand» kommt Öl zum Einsatz, das den Betroffenen während der Befreiung in den Nacken oder auf den Kopf gerieben wird. «Es symbo lisiert die Kraft des Heiligen Geistes. Wird man damit gesalbt, kann das den Glauben stärken», sagt Schulthess. Anders als die katholische Kirche bei ihren Exorzismen benutzt Schulthess weder Kreuze noch Weihwasser. «Solche Dinge er höhen die Gefahr, dass jemand sich in e twas hineinsteigert, das gar nicht da ist. Wir versu chen, unsere Befreiungsverfahren möglichst simpel zu halten und eher zu deeskalieren, als zu verschärfen. Und jede Befreiung ist ein
Renate T. ist Schulthess für seine Hilfe sehr dankbar – umso mehr, als das Thema in Deutschland stark tabuisiert ist, seit 1976 die Studentin Anneliese Michel infolge von wochenlangen Exorzismusritualen an Unterernährung gestorben ist. Ihre Eltern und zwei Pfarrer wurden 1978 in einem weltweit beachteten Prozess zu Haftstrafen verurteilt. Zu Recht, findet Beat Schulthess. «Diese Exorzisten sind viel zu weit gegan gen, so was ist völlig unverantwortlich.» Die Folge: «Wenn man in Deutschland irgend wem etwas über Dämonen erzählt, wird man gleich für verrückt erklärt», sagt Renate. Genau das war nach ihrer Befreiung im August 2015 das Problem: Zwar wissen ihr Freund, ihre Schwester und ein paar gute Freundinnen Bescheid, aber das Unter stützungssystem für die neue Lebensphase war nicht stark genug. «Viele brauchen nach der Befreiung eine enge Begleitung, um in ein neues Leben zu finden», sagt Schulthess. Doch Renate wohnt zu weit weg, als dass die Heilsarmee Uster helfen könnte. Und schliesslich kamen Ängste wieder zurück – und mit ihnen drei Dämonen. Den letzten dieser drei Dämomen wollten Schulthess und sein Team nun kürzlich in Uster austreiben. Doch nach dem dreistün digen Ringen spürt Renate ihn noch immer. Phasenweise hat er die Kontrolle über ihren Körper und ihre Worte, davon ist sie über zeugt. «Das ist dann so, als stünde ich neben mir», erklärt sie, «und ich versuche dagegen zuhalten.» Es braucht am Tag danach noch mals eine Stunde Kampf, bis sie sicher ist: Jetzt bin ich frei. Beat Schulthess rät, von Angst bestimmte Gedanken künftig sofort zu stoppen und durch biblisch orientierte zu ersetzen – da mit Renate d iesmal auch wirklich frei bleibe. «Gedankenkontrolle ist sehr wichtig, ebenso ein Umfeld, das versteht, hilft und für einen betet.» Renate hofft, in der Nähe ihrer Hei mat eine christliche Gemeinde zu finden, die für dieses Thema ein offenes Ohr hat. Und dass sie nun endlich ihr Leben «frei und selbstbestimmt, mit Gott» führen kann. *Name der Redaktion bekannt
Sandro Vitalini (82) ist Pro-General vikar und Exorzist im Bistum Lugano TI.
Der katholische Exorzist
«Ich bin eher skeptisch bezüglich Besessenheit» «Bei uns melden sich pro Tag ein bis zwei Personen, weil sie glauben, besessen zu sein. In den vergangenen fünf Jahren hat das leicht zugenommen, es sind häufig Frauen und Menschen aus anderen Kulturkreisen wie Afrika oder Südamerika. Eine echte Besessenheit ist aber ausserordentlich selten. In den 14 Jahren, in denen ich als E xorzist tätig bin, waren es vielleicht ein oder zwei Fälle. Ich bin bezüglich Besessenheit generell eher skeptisch. Und auch in solchen Fällen begnüge ich mich mit Gebeten, Segnungen und vielleicht einer Lossprechung, schlicht und ohne grosses Zeremoniell. In der Regel reicht das, und die Menschen fühlen sich danach befreit. Meistens steckt kein böser Geist hinter den Problemen der Betroffenen, sondern sie haben traurige Erlebnisse hinter sich, kämpfen mit Beziehungsproblemen oder Arbeitslosigkeit – und suchen dafür eine Erklärung. Ich weiss, dass andere Kollegen häufiger von einer dämonischen Besessenheit ausgehen als ich, aber letztlich ist das ihre Sache; ich bleibe skeptisch. Überhaupt finde ich es wichtiger, die Leute zu ‹exorzieren›, die mit Menschen, Drogen oder Waffen handeln, die Bomben legen und Kriege auslösen. Ob bei denen Dämonen im Spiel sind, kann ich nicht sagen, aber dort liegen die grossen Probleme, die bekämpft werden sollten.» MM
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MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 29
Jaël
Der Dirigent
Bilder: Ruben Wyttenbach, zVg
Mein kleiner Träumer, Eliah Lorin, ist seit dem 31. Dezember Mittelpunkt meiner Welt. Nach seinem Köpfler in die Geburtswanne acht Minuten nach Mitternacht, wurde er direkt auf meinen Bauch gelegt. Wir hatten Zeit, uns zu beschnuppern, während seine Nabelschnur intakt blieb, damit das Blut aus der Plazenta den Weg in seinen Körper finden konnte. So hatte er eine besonders sanfte Ankunft in der Welt der Schwerkraft und des Selberatmens und fand noch in der Wanne seinen neuen Essort. Erschöpft, aber überglücklich nach diesem intensiven, magischen und lebensverändernden Trip hielt ich Eliah an mich gedrückt, als er um 4 Uhr morgens füdliblutt bei meinem Mann und mir im Wochenbett im Geburtshaus wegnuckte. Er dankt uns für das schöne Willkommenheissen mit einem zufriedenen Gemüt. Ich bin einfach nur begeistert vom Geburtshaus, insbesondere von den wunderbaren Hebammen, die sich so kompetent, fürsorglich, im rechten Mass zurückhaltend und mit viel Geduld und Verständnis um uns drei gekümmert haben.
Sängerin Jaël (38) ist am frühen Silvestermorgen Mutter geworden.
Seit wir wieder daheim sind, ist ganz klar, wer unseren Alltag dirigiert. Mama hat lange Fingernägel fürs Gitarrespielen? Die müssen weg! Schliesslich ist das Lieblingshobby des Dirigenten am Finger nuckeln, und da stört so ein Nagel nun mal. Mama will duschen? Neeee, jetzt hat der Dirigent Hunger und will
Eliah Lorin gibt nun zu Hause bei Jaël den Takt an: Will er essen oder kuscheln, sind die Eltern zur Stelle.
die Brust. Papa will im Büro etwas holen? Denkste! Genau jetzt will der Dirigent mit Papa kuscheln. Apropos: Liebe Schweizer Familienpolitiker, ernsthaft? EIN Tag Vaterschaftsurlaub? Ich bin gesegnet, dass unser Sonnenschein während der Neujahrsferien geboren wurde und mein Mann noch etwas länger freimachen konnte. Ohne ihn wäre ich aufgeschmissen. Mir wurde gesagt, ein Wochenbett bedeute zwei Wochen im Bett, zwei Wochen auf dem Bett, zwei Wochen ums Bett herum. Wie genau das gehen soll, weiss der Geier, wenn man wie die meisten in unserer Gesellschaft kein Dorf hat, das mithilft, den Alltag mit all den zusätzlichen Aufgaben und Herausforderungen um den Sprössling neu zu organisieren. In anderen europäischen Ländern dauert der Elternurlaub bis zu einem Jahr, unterschiedlich aufgeteilt zwischen Papa und Mama. Die Schweiz hinkt hintendrein. Ich finde, es besteht Handlungsbedarf. MM
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Martin Leuthold ist seit 48 Jahren Creative Direktor beim Textilhersteller Jakob Schläpfer. Er kreiert Stoffe für die grössten Modehäuser der Welt. Kurz vor seiner Pensionierung blickt der Designer auf seine Karriere zurück und erklärt, warum Stoffe lebendig sind und die Mode für ihn «eine Hure» ist. Text: Dinah Leuenberger Bilder: Stephan Bösch
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Route 1 St. Petersburg – Moskau
Reduktionen
Tag 1 Zürich > St. Petersburg Flug nach St. Petersburg. Transfer zur Alexander Borodin. Tag 2 St. Petersburg Sie entdecken St. Petersburg auf einer Stadtrundfahrt*. Anschliessend Besichtigung der Parkanlage Peterhof (fakultativ). Tag 3 St. Petersburg Heute besuchen Sie das Eremitage-Museum*. Erleben Sie ausserdem den Katharinenpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer (fakultativ). Tag 4 Mandrogi In Mandrogi erleben Sie das etwas andere Russland – bodenständig und traditionell. Erleben Sie Musik der Region und kosten Sie einen Schaschlikspiess*. Tag 5 Kishi Inmitten des Onegasees liegt die kleine Insel Kishi mit ihrer märchenhaften Holzkirche. Rundgang*. Tag 6 Gorizy Ausflug zum 10 km entfernten Kirillow-Belozerskij-Kloster*. Im Jahr 1397 vom Mönch Kirill gegründet, war es lange Zeit ein wichtiges religiöses Machtzentrum. Tag 7 Jaroslawl Die alte Kaufmannsstadt gehört zu den bedeutendsten Städten rund um Moskau, dem Goldenen Ring. Stadtrundfahrt* in der alten Kaufmannsstadt Jaroslawl.
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Auf den Flüssen der Zaren St. Petersburg – Moskau Tag 8 Uglitsch Ihr Schiff erreicht einen der ältesten und bedeutensten Orte an der Wolga. Sie besuchen die Erlöserkathedrale und den Kreml von Uglitsch*. Tag 9 Moskau Stadtrundfahrt* in der russischen Hauptstadt. Abendausflug in die Moskauer Metro (fakultativ). Tag 10 Moskau Heute besuchen Sie den Moskauer Kreml*. Tag 11 Moskau > Zürich Transfer und Rückflug nach Zürich. Route 2 Moskau – St. Petersburg Reise in umgekehrter Richtung. Detailprogramm auf Anfrage. * Ausflugspaket inklusive
Die Alexander Borodin***+ wurde 1977 gebaut und 2005 renoviert. Die max. Passagieranzahl liegt bei 224 Gästen und 80 Besatzungsmitgliedern. Das Schiff hat 1 Restaurant, 2 Bars, Souvenir-Shop, Konferenzsaal, Wäscheservice, Lift und Bordarzt. Alle Kabinen liegen aussen und verfügen über zu öffnende Panoramafenster (ausser Kabinen 200 und 201 die über nicht zu öffnende Panoramafenster verfügen). Die Kabinen sind mit individuell regulierbarer Klimaanlage/Heizung, Dusche/WC, Safe, Bordradio und Wandschrank ausgestattet.
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• Abreise Weisse Nächte: 01.06., 11.06., 21.06., 01.07., 11.07. 195.– • Alleinbenützung Kabine Hauptdeck 495.– • Alleinbenützung Kabine Ober-/Bootsdeck 1195.– • Flüge in Business Class auf Anfrage Unsere Leistungen • Flüge mit Swiss Zürich–St. Petersburg und Moskau–Zürich oder v.v. • Transfers gemäss Programm • Flussreise mit Vollpension an Bord • Willkommenscocktail, Kapitänsdinner • * Inklusiv-Leistungen des Ausflugspakets • Vorträge über Land und Leute • Visagebühr Russland • Mittelthurgau-Reiseleitung Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage Was Sie noch wissen müssen Schweizer Gäste benötigen einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss und ein Visum. Das Visum holen wir gerne für Sie ein. Internet Buchungscode
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MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 33
Wie schreibt man mit Stoffen Geschichte? Das gelingt nur selten. Zwar entwerfen wir alle drei Monate etwa 200 neue Stoffe, aber daraus entstehen eigentlich nur sehr wenige Schönheiten. Wenn wir einen schönen Stoff produzieren, die Mode daraus ein schönes Kleid anfertigt, und dieses von einer speziellen Person im rich tigen Moment getragen wird, dann kann Geschichte entstehen. Kennen Sie ein Beispiel? Jackie Kennedy. Jeden Tag trug sie ein neues Kleid, vielleicht zwölf davon haben Geschichte geschrieben, wie das blutver spritzte Chanel-Kleid, das sie am Tag des Attentats trug. Auch Michelle Obamas grünes Kleid, das sie bei der Inauguration Ihres Mannes trug, wurde zur Ikone. Solche Kleider schreiben Geschichte, weil man sich auf ewig an diese Momente erinnert. Sie entwickeln alle drei Monate 200 neue Stoffe. Haben Sie nie Angst, keine Ideen mehr zu haben? Doch, die begleitet mich perma nent. Vor jeder Kollektion spüre ich eine gewisse Leere und Angst. Aber die steckt in jedem Men schen. Es ist gut, wenn man von dieser Angst begleitet wird, aber man muss wissen, wie man mit ihr umgehen kann, so verliert man sie auch wieder. Dann näm lich, wenn man mit der Arbeit be ginnt: Der Knopf löst sich, ich weiss, was ich kreieren will. Zu Ihren Kunden zählen die grössten Modehäuser der Welt. Wie kam es dazu? Wir schauen in St. Gallen auf 800 Jahre Textilindustrie zurück. Sie musste etliche Krisen über stehen und erfand sich immer wieder neu. Anfang des 20. Jahr hunderts mit der Stickerei – auch die konnte irgendwann indus triell hergestellt werden, deshalb geriet Jakob Schlaepfer in die Krise. 1963 erwarb die Firma das Paillettenpatent und stellte Pailletten industriell her, wo durch glänzende Stoffe bezahlbar wurden. Das hat es den Coutu riers ermöglicht, Prêt-à-porterLinien zu entwerfen, die günsti ger waren als die Haute Couture.
«Man könnte nicht eine ganze Kollektion aus unseren Stoffen machen, das sähe wahrscheinlich fürchterlich aus.»
Jakob Schlaepfer ist dafür bekannt, mit ausgefallenen Techniken Stoffe zu produzieren. Jedes Kind hat heute Pailletten auf den Turnschuhen, das ist also nicht mehr das, was man aus St. Gallen erwartet. Wir wissen, dass es permanente Innovation braucht. So haben wir mit Swa rovski Steine entwickelt, die man auf Stoffe kleben kann, dann kam die neue Elektronik des Druckens und Fotokopierens. Da haben wir einfach mal Stoffe durchgelassen und Drucker ver schlissen. Wir haben viel mit Inkjet experimentiert und früh an Lasertechnik geglaubt. Heute sind wir intensiv mit 3-D-Druck beschäftigt und haben neue Ma schinen dafür im Bau. 500 Jahre nach der Erfindung der Spitze
Zur Person
Ein Leben in der Textilindustrie Martin Leuthold (64) ist seit 48 Jahren Creative Director bei der Jakob Schlaepfer AG. Er wohnt zusammen mit seinem Partner in Hegi TG. Leuthold stammt aus einer Schreinerfamilie und gelangte zufällig in die Textilindustrie: Weil er gern zeichnete, absolvierte er eine Lehre als Stickereizeichner bei Christian Fischbacher und blieb fortan der textilen Welt treu.
haben wir erstmals einen Spit zenkragen aus Silikon gedruckt. Hat der mehr Wert als einer aus herkömmlicher Spitze? Er ist wahrscheinlich im Moment gleich teuer, weil es eine Innova tion ist und man noch langsam produziert. Dadurch ist es ein Luxusartikel. Aber auch der wird einmal massentauglich sein. Wenn die Mode etwas Tolles dar aus macht, will es die ganze Welt. Was folgt auf den 3-D-Druck? Wir entwickeln immer viele Dinge gleichzeitig. Hologramme und Feuerfolie sind vielverspre chend. Dinge, die für den Alltag entstehen, kann man auch im Textilen einsetzen. Um Ihre Kunden befriedigen zu können, müssen Sie den Modetrends immer einen Schritt voraus sein. Wie funktioniert das? Wir schwimmen auf der Mode welle mit, zum Beispiel auch mit Chanel. Wir sehen, was jetzt für eine Kollektion entsteht, und wis sen, dass es das nächste Mal et was anderes sein muss. Wir ver suchen herauszufinden, wo etwas spannend ist. Dort knüpfen wir an, schauen, ob wir etwas noch interessanter machen können. Oft ist es eine Weiterentwicklung von bestehenden Stoffen. Wie inspirieren Sie sich? Innerhalb der Modewelt. Die Natur wird für mich aber immer
die grösste Inspirationsquelle bleiben, mein riesiger Garten mit Gemüse und Blumen zum Beispiel. Die Natur täuscht uns nie. Sie ist immer richtig und das Mass aller Dinge. Und schliess lich liefern Weltarchive und Sammlungen in Museen Inspi ration. Man sagt ja, die Antike ist unsere Zukunft. Etwas ganz Neues zu erschaffen, ist eigent lich gar nicht mehr möglich. Alles ist lediglich eine Neu interpretation des Bestehenden. Was macht den Unterschied zwischen einer Neuinterpre tation und einer Kopie? Mit einer Kopie versucht man, etwas Bestehendes so genau wie möglich nachzumachen. Daran scheitert man, weil man nicht mehr in demselben Zeitgeist lebt. Eigentlich will man vorwärts schauen. Ein Beispiel dafür ist Karl Lagerfeld: Er ist kein Crea teur, seine eigene Linie finde ich miserabel. Aber wie er Chanel neu interpretiert, ist grossartig. Wer kauft sonst bei Ihnen ein? Die ganze Modewelt. Alle wollen unsere Kollektionen sehen, weil sie exklusiv und teuer sind. Die professionellen Kunden schauen sich die 200 Stoffe in etwa 20 Minuten an. Die Unsicheren brauchen zwei bis drei Stunden. Dann folgt der emotionale Ent scheid, man will etwas haben oder nicht. Erst dann kommt die Hürde: der Preis.
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MENSCHEN | MM3, 15.1.2018 35
Wie viele Stoffe einer Kollek tion kauft ein Label? Oft bleibt es bei einem bis zwei. Das liegt am Budget, aber nicht nur. Unsere Stoffe sind zum Teil dreidimensional und schwierig zu verarbeiten, so viel Handarbeit kann nicht jedes Label investieren. Man könnte auch nicht eine ganze Kollektion aus unseren Stoffen machen, das sähe wahrscheinlich fürchterlich aus. Und wenn zwei grosse Marken denselben Stoff wollen? Bis in die 90er-Jahre war das kein Problem. Da gab es Modewochen, in denen sechs Designer den gleichen Stoff benutzten, aber unterschiedlich verarbeiteten. Heute braucht es Exklusivität, weil die Welt so transparent geworden ist. Da wir viele Stoffe produzieren, können wir die auch gewährleisten. Sobald sich ein Label für einen Stoff entschieden hat, zeigen wir ihn niemandem mehr. Interessant ist, wie sich Marken entscheiden. Wir haben in einer Kollektion vielleicht 20 Stoffe, von denen wir denken, dass sie Chanel gefallen könnten. Aber wenn wir ihnen nur diese 20 zeigen, fragen sie sofort, wo der Rest ist. Sie wollen immer alles sehen. Die Mode ist eben eine Hure. Pardon? Man kann sie nicht sättigen, sie will immer mit Neuem verführt werden. Sie greift nur dort zu, wo etwas interessant ist, und lässt dich fallen, wenn sie dich nicht mehr will. Sobald ein Stoff gemacht, gezeigt, verkauft ist, müssen wir ihn sofort vergessen und mit etwas Neuem beginnen. Fragen Sie die Designer, was sie gern als Nächstes hätten? Manchmal. Karl Lagerfeld sagt dann typischerweise: «Ich will etwas Neues, etwas Schönes.» Wenn die Designer einen kon kreten Wunsch haben, versuchen wir, ihn zu erfüllen, vor allem bei Kunden wie Dior, Louis Vuitton und Chanel. Auch dann müssen wir ihnen aber den fertigen Stoff zeigen, bevor sie ihn kaufen. Ein Modedesigner steht im Rampenlicht, Sie hingegen, arbeiten im Verborgenen. Ich finde das gut und schön so.
Es ist toll, wenn man nicht im Rampenlicht steht. Sind Sie so freier in der Kreation? Ja, sehr. Wir können alle drei Monate eine neue Kollektion für die ganze Welt machen. Ein Designer ist eingeschränkt und muss für sein Label, nach seinem Code entwerfen. Haben denn die Stoffe von Jakob Schlaepfer einen Code? Ja, man muss erkennen können, wofür Jakob Schlaepfer steht: Für Stoffe aus industriellem Handwerk. Es ist nicht reine Handarbeit wie in Indien und nicht rein industriell wie in China, sondern eine Mischung. Man muss in den Stoffen die St. Galler Tradition spüren: 800 Jahre Textilschaffen, das sind Wurzeln und Gene, die wir selbst manchmal gar nicht mehr erkennen, aber sie sind da.
Sie sprechen von Wurzeln und Genen. Sind Stoffe lebendig? Oh ja! Sie sind fliessend, bewegen sich mit dem Körper. Das ist die verführerische Komponente. Gibt es einen Stoff, mit dem Sie nicht arbeiten würden? Nein. Wir haben schon fast alles bearbeitet: Holz, Plastik, Silikon, Seide. Es gibt keine Grenzen. Was würden Sie nie tragen? Stoffe mit Geschmacksstoffen drin. (lacht) Aber man sollte in der Mode nie «nie» sagen. Tragen Sie selbst nur teure Markenkleidung? Nein, aber heute ist jedes Kleidungsstück eine Marke, irgendwie. Einiges lasse i ch anfertigen, Hemden zum Beispiel. Ansonsten bewege ich mich nicht in der Welt, für die ich arbeite. Ich bin in St. Gallen daheim.
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Gefallen Ihnen die Kleider, die aus Ihren Stoffen entstehen? Teils, teils. Das Silikonkleid von Junya Watanabe für Comme des Garçons ist ein Paradebeispiel: Ich finde es toll, aber untragbar. Ist dieses Kleid für Sie Kunst? Ja, und doch ist es Mode. Für mich war Mode nie Kunst. Sie ist kurzlebig, eben modisch. Das ist der Unterschied zur Kunst, die eigenständig sein und sich nicht dem Markt anpassen sollte. Sie sind seit 48 Jahren Kreativ- chef von Jakob Schlaepfer. Kei ne Angst vor der Pensionierung? Nein, ich könnte noch gut weiterarbeiten. Aber es gibt Dinge, die ich nicht mehr gern mache, wie Administration. Die schöne Arbeit, das Kreieren, macht nur zehn Prozent der Zeit aus. Darum ist es gut, endgültig aufzuhören. So kann ich Neues anpacken. MM
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Dieses elegante Schiff bietet stilvolles Ambiente und Platz für 96 Gäste. Die Kabinen (ca. 12 m²) verfügen über ein Doppelbett mit zwei Matratzen oder ein Sofabett sowie ein getrennt stehendes Bett. Die Deluxe Kabinen sind etwas grösser (ca. 16 m²) und verfügen über ein Doppelbett mit zwei Matratzen. Alle Kabinen sind mit Dusche/WC, Föhn, Minibar, Safe, TV, Bordtelefon und individuell regulierbarer Klimaanlage ausgestattet. Sämtliche Kabinen des Oberdecks haben einen französischen Balkon. Im gemütlichen Panorama-Restaurant werden internationale Spezialitäten und deutsche Gerichte zu einer Tischzeit serviert. Zur Bordausstattung gehören Panorama-Salon mit Bar, Réception und Souvenir-Shop. Das Sonnendeck mit Sonnensegel, Liegestühlen, Stühlen und Tischen lädt zum Verweilen ein. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt). 2-Bettkabine Oberdeck (ca. 12 m²) mit franz. Balkon
Saarbrücken–Heidelberg–Stuttgart 24.03.° 600 19.05. 300 14.07. 07.04. 500 02.06. 200 28.07. 21.04.° 300 16.06.° 200 11.08. 05.05. 300 30.06. 300 25.08. ° Günstiger Alleinbenutzungszuschlag
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242 000 Läuferinnen und Läufer haben letztes Jahr an den 25 Volksläufen teilgenommen, die die Migros als Hauptsponsorin unterstützt hat.
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«Ich bin schon als Kind immer in die Migros gegangen. Hier finde ich einfach die besten Produkte. So wie die Fasnachtschüechli. Meine Familie und ich essen sie bis zum Abwinken, wenn sie Saison haben.»
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Wanderung zum Fünfschilling nach Fischingen 1957 wurde Forum elle, die Frauenorganisation der Migros, gegründet. Inzwischen verzeichnet sie schweizweit rund 10 000 Mitglieder, denen sie ein vielfältiges Veranstaltungsangebot zu Themen wie dem «Kampf gegen Machtmissbrauch» oder «vorbildliche, faire Bezahlung und Sozialleistungen» anbietet. Doch auch ein kulturell reiches Angebot und Wanderungen gehören zum Pro-
gramm. Die nächste, acht Kilometer lange Wanderung findet am 25. Januar statt und führt von Binzen nach Fischingen, mit anschliessendem Essen im «Fünfschilling». Treffpunkt: 10.10 Uhr, Schalterhalle Badischer Bahnhof. Anmeldung und weitere Infos bei Brigitte Helbing: brigitte_helbing@yahoo.de Mehr von der Migros Basel ab Seite 65
38 MM3, 15.1.2018 | MIGROS-WELT
M-Industrie
FairtradeFruchtsaft aus Mexiko
Gäste aus Südkorea: zwei Mitglieder der Tanzcompagnie Jeon Misook, die beim Festival Steps auft reten werden
Die Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina) baut ihr Fairtrade- Engagement weiter aus. Der Pink-Grapefruitsaft, den der M-Industrie betrieb verarbeitet, stammt von Kleinbau ern aus Mexiko. Rund 3200 Bauern haben sich auf der Halbinsel Yuca tan zu einer Kooperative zusammengeschlossen. Sie bauen Grapefruits und Orangen an, die die Bina direkt vor Ort einkauft. Nebst dem Pink-Grapefruitsaft der Marke Gold und Anna’s Steps Tanz macht Mut. Vom 12. April bis 5. Mai wird die
Best stammt ab Ende Februar auch der Orangensaft der Marke Sarasay aus Mexiko. Alle Produkte tragen das Fairtrade-Label der Max-Havelaar-Stiftung. Digitec Galaxus
Erfolgreiches Jahr Der Onlinehändler Digitec Galaxus hat 2017 einen Umsatz von 861 Millionen Franken erzielt. Das entspricht einer Steigerung von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls gewachsen ist die Anzahl der Mitarbeiter. 1156 Personen arbeite ten Ende 2017 beim Migros-Tochterunter nehmen, 300 mehr als im Jahr zuvor.
ganze Schweiz zur Bühne: In 31 Städten in allen Landesteilen findet dann das grosse Tanzfestival Steps des Migros-Kultur prozents statt. Zwölf Compagnien aus der ganzen Welt zeigen zeitgenössischen Tanz in allen Facetten. Die Künst lerinnen und Künstler stammen unter anderem aus Kanada, dem Libanon, aus Israel, Burkina Faso, Mali, Südkorea und der Schweiz. Mut ist diesmal das Leitmotiv des Festivals, das 2018 sein 30-jähriges Bestehen feiert. Die künstlerische Leiterin Isabella Spirig meint dazu: «Tanz öffnet Türen, er mutigt dazu, Barrieren zu überwinden, fördert Verständnis und Verständigung.» Zum Festival werden insgesamt 30 000 Zuschauer erwartet. Ab sofort läuft der Vorverkauf. Alle Infos zum Festival auf www.steps.ch Ex Libris
Fokus auf Online Das Geschäft mit Büchern, Musik und Filmen wandelt sich dramatisch. Das spürt auch Ex Libris: Während der Umsatz in den Läden in den letzten drei Jahren um ein Drittel einge brochen ist, sind die Online-Umsätze 2017 um acht Prozent gewachsen. Vor dem Hintergrund der veränderten Konsumgewohnheiten hat sich Ex Libris entschieden, ihre Position als Onlinehändlerin zu stärken und gleichzeitig die Anzahl der Filialen von 57 auf 14 zu reduzie ren. Dabei lässt sich leider nicht vermeiden, dass 114 Mitarbeitende ihre Stelle verlieren. Für die Betroffenen besteht ein Sozialplan, möglichst vielen soll eine Stelle inner- oder aus serhalb der Migros-Gruppe vermittelt werden.
MIGROS-WELT | MM3, 15.1.2018 39
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Bilder: Gunu Kim, PD, zVg (2)
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Farmer's Best Kichererbsen, 500 g
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6,3
M-Classic Apfelmus, 310 g
1.25
1.30
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Bio Apfelmus, 445 g
1.70
1.90
11,8
Bischofszell Apfelmus Jonagold, 300 g
2.50
2.60
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M-Budget Apfelmus, 520 g
0.70
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14,3
Bischofszell Zwetschgenkompott, 300 g
2.80
2.90
3,6
M-Classic Preiselbeeren, 330 g
3.30
3.50
6,1
Alnatura Sojadrink Kalzium, 1 l
1.50
1.60
6,7
Starbucks Caffè Latte, 220 ml
2.10
2.20
4,8
Energy Milk High Protein Vanille, 330 ml
2.70
2.80
3,7
Leerdammer Scheiben Original, 200 g
3.45
3.60
4,3
Caprice des Dieux, 200 g
3.55
3.75
5,6
Mozzarella di Bufala, 200 g
4.45
4.60
3,4
Parmigiano Reggiano gerieben, 120 g
3.25
3.35
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22.50
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Zypern – die sonnenverwöhnte Schatztruhe Auf der Götterinsel Zypern – am Schnittpunkt dreier Kontinente, erzählen beeindruckende Zeugen aus der Antike von einer bewegten Vergangenheit. Ebenso faszinierend ist die Landschaft mit ihren goldenen Stränden, wilden Felsküsten und dem mächtigen, bis 2000m hohen Troodos-Gebirge.
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Zypern – wildromantische Küsten und historische Leckerbissen zypriotischen Teilstaat. Sie schlendern durch die verwinkelten Altstadtgassen der letzten geteilten Hauptstadt der Welt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten u.a. das Arabahmet Viertel, die venezianische Befestigungsanlage, die Selimiye Moschee und der Besuch von zwei alten Karawansereien aus dem 17Jahrhundert erfüllen einen spannenden Ausflugstag. Sie haben die Möglichkeit landestypische Produkte wie Schmuck und Souvenirs einzukaufen. 5. Tag / Kyrenia: Der heutige Ausflug führt Sie zu dem grandiosen mittelalterlichen Gebirgskastell St. Hilarion. An atemberaubender Lage, auf einem steilen Kalkfelsen gelegen, werden Sie hier mit dem wohl schönsten Ausblick Zyperns beschenkt. Anschliessend lassen Sie sich von den majestätischen Ruinen der Abtei Bellapais – ein wahres Meisterwerk gotischer Baukunst – in den Bann ziehen. Dieses Juwel, harmonisch eingebettet in Olivenhainen, bietet ein grandioses Erlebnis für Herz und Augen. Fahrt zum Hafen und Besichtigung der Festung. Am Ende des Tages Einkaufsmöglichkeit für Lederwaren. 6. Tag / Tag zur freien Verfügung: Geniessen Sie einen Tag am Strand oder reservieren Sie weitere
Montag bis Freitag 08h bis 18h
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fakultative Ausflüge bei Ihrem Reiseleiter. Er informiert Sie gerne über weitere Ausflugsziele. 7. Tag / Fakultativer Ausflug Paphos: Geniessen Sie einen freien Tag oder nehmen Sie am fakultativen Ausflug nach Paphos teil. In Paphos – dem Geburtsort der Aphrodite – beeindrucken kulturhistorische Höhepunkte. In römischer Zeit war Paphos die Hauptstadt von Zypern. Aus dieser Zeit stammen die Ruinen der Palastanlagen mit seinen Königsgräbern und wunderbaren Mosaiken – Zeugen des einstigen Reichtums. Der Distrikt von Paphos hat so viele geschichtsträchtige Orte, dass UNESCO den Ort und seine gesamte Umgebung auf die Liste der Weltkulturerben setzte. Freie Zeit am malerischen Hafen. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Kyrenia. Diesen Ausflug können Sie direkt vor Ort bei Ihrem Reiseleiter buchen (79 Euro pro Pers. inkl. Mittagessen mit landestypischen Spezialitäten). Reisepass notwendig. 8. Tag / Rückreise: Transfer zum Flughafen von Nikosia und Rückflug nach Zürich (kurze Zwischenlandung ohne Umsteigen). Änderungen der Reihenfolge der Ausflüge bleiben vorbehalten.
www.net–tours.ch www.net–tours.ch Organisation und Durchführung: net– tours, Glattbrugg
MIGROS-WELT | MM3, 15.1.2018 41
Winterfeuer Migusto
Von wegen langweiliges Wintergemüse: Wir heizen Rüben, Pastinaken, Sellerie, Kohl, Kartoffeln und Kürbis so richtig ein und verarbeiten sie zu einem rassigen Curry. Text: Andrea Pistorius, Claudia Schmidt Bilder: Christine Benz Styling: Vera Guala Rezept: Andrea Pistorius
Herausnehmen und sammeln!
Extra: Video für die Zubereitung eines LammSüsskartoffel-Currys Migusto.ch/lammcurry
Das neue Kochmagazin der Migros Erhältlich in den Filialen für Fr. 3.–, für Clubmitglieder gratis. Jetzt anmelden: www.migusto.ch
Die thailändische Massaman-Currypaste setzt feurige Akzente in der Winterküche.
42 MM3, 15.1.2018 | MIGROS-WELT Step-by-step
Gemüsecurry mit Pouletschenkel 1
Pouletschenkel beim Gelenk halbieren. Ingwer in feine Würfelchen schneiden. Mit dem Poulet mischen und ca. 10 Minuten marinieren. Zwiebeln in grobe Stücke schneiden. Öl erhitzen. Pouletstücke rundum anbraten, herausnehmen und beiseitelegen.
5
Reis in einem Sieb waschen, bis das Wasser klar bleibt. In eine Pfanne geben und so viel Wasser einfüllen, dass dieses ca. 2,5 cm über dem Reis steht. Reis aufkochen, mit einem Deckel verschliessen. Hitze sofort reduzieren. Reis weitere 3 Minuten köcheln lassen. Hitze ausschalten.
2
Currypaste in derselben Pfanne im ver bleibenden Fett kurz rösten. Zwiebeln dazugeben und dünsten. Mit Kokosmilch und Wasser ablöschen.
6
Reis auf der heissen Herdplatte ca. 15 Minuten quellen lassen. Deckel nicht öffnen! Beiseitegelegte Erdnüsse grob hacken. Das Curry mit dem Reis anrichten. Mit Erdnüssen bestreuen und mit Limettenschnitzen servieren.
3
Eine Limette auspressen, die andere in Schnitze schneiden und beiseitelegen. Sauce mit Limettensaft, Zucker und Fischsauce aromatisieren. Lorbeerblätter und Poulet- schenkel dazugeben. Ca. 20 Minuten köcheln lassen.
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3 für 2 Manella im 3er-Pack z.B. Citron, 3 x 500 ml, 6.20 statt 9.30, gültig bis 29.1.2018
3er-Pack
20% Soft Feuchtes Toilettenpapier im 3er-Pack z.B. Comfort Deluxe, 3 x 50 Stück, 4.55 statt 5.70, gültig bis 29.1.2018
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15% Molfina Slipeinlagen im Duo-Pack z.B. Slipeinlagen Bodyform Air, 2 x 46 Stück, 2.80 statt 3.30, gültig bis 29.1.2018
3er-Pack
20% Nivea-Duschen und -Deos in Mehrfachpackungen z.B. Creme Soft, im 3er-Pack, 3 x 250 ml, 5.75 statt 7.20
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Weitere Angebote. Früchte und Gemüse
Alle Bifidus Joghurt, 150 g, z.B. Mango, –.65 statt –.85 20%
Boncampo Bohnen im 3er-Pack, UTZ, 3 x 1 kg, 16.– statt 26.70 40%
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Cristal Feinkristallzucker 1 kg, ab 3 Stück 40%
Damen-, Herren- und KinderWinterwäsche, z.B. Ellen Amber Damen-Shirt, weiss, Gr. M, 10.65 statt 17.80 40%
Evian im 6er-Pack, 6 x 1.5 Liter, 3.95 statt 5.70 30%
Blumen und Pflanzen Knollensellerie «Aus der Region.», per kg, 2.40 statt 3.20 25% Heidelbeeren, Peru/Chile, Schale, 250 g, 4.20 statt 5.60 25% Bio-Orangen Tarocco, Italien, Netz, 1 kg, 3.35 statt 4.20 20%
Fisch, Fleisch und Geflügel
Fairtrade Rosenzauber im Bund, 30 Stück, Stiellänge 40 cm, erhältlich in diversen Farben, z.B. pink-rosaweiss, pro Bund, 13.90 statt 19.90 30%
Alle Agnesi-Teigwaren und -Saucen, ab 2 Stück 30%
Alle Bade-Produkte, z.B. I am Cremebad Milk & Honey, 500 ml, 2.20 statt 2.80 20% **
M-Classic Ravioli-Napoli und -Bolognese in Mehrfachpackung, z.B. Napoli, 6 x 870 g, 12.90 statt 17.40 25%
Alle Syoss- und SchwarzkopfColorationen, z.B. Syoss 3-1 Dunkelbraun, 5.35 statt 6.70 20% **
Alle M-Classic Hülsenfrüchte getrocknet, Getreidekörner und Polenta sowie Bramata, z.B. Dörrbohnen, 100 g, 1.35 statt 1.70 20%
Azalea Christine, pro Pflanze, 9.95 statt 12.90 20%
M-Classic Rindsvoressen, Schweiz, per 100 g, 2.30 statt 2.90 20%
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Potz Calc Machine, 2 x 50 g, 8.90 Neu **
TerraSuisse Quick-Nussschinkli, per 100 g, 1.70 statt 3.40 50%
Yvette Feinwaschmittel im Duo-Pack, z.B. Care, 2 x 2 Liter, 17.80 statt 22.40 20% **
Pelican Pangasiusfilets in Sonderpackung, ASC, tiefgekühlt, Beutel, 1 kg, 6.10 statt 12.20 50%
Alle Crèmeschnitten, z.B. M-Classic, 2 Stück, 220 g, 2.30 statt 2.90 20%
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Weitere Lebensmittel
Brot und Milchprodukte
Exelia Weichspüler im Duo-Pack, z.B. Orchid, 2 x 1.5 Liter, 10.40 statt 13.– 20% **
Frey Napolitains Classics im Beutel, 1 kg, UTZ, assortiert, 11.45 statt 22.90 50%
Cucina & Tavola Rüstmesser im 3er-Pack, 6.90 Hit Gültig bis 4.2.2018 Zugluft-Stopper, pro Stück, 9.80 Hit **
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MIGROS-WELT | MM3, 15.1.2018 55
Profi-Tipp
Ein Curry für alle Fälle 4
Zutaten für 4 Personen 4 Pouletschenkel 2g Ingwer 2 Zwiebeln 3 EL Rapsöl 3 EL Massaman Currypaste 2,5 dl Kokosmilch 0,5 l Wasser 2 Limetten 2 EL Rohzucker 4 EL Fischsauce 2 Lorbeerblätter 300 g festkochende Kartoffeln 500 g Gemüse, z. B. Karotten, Blumen- kohl, Kürbis 4 EL geröstete Erdnüsse Salz 350 g Jasminreis
Kartoffeln und Gemüse in ca. 2 cm grosse Stücke schneiden und zum Geflügel geben. Von den Erdnüssen eine Handvoll beiseite legen, Rest in die Sauce geben. Das Curry weitere 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse und die Kartoffeln gar sind. Mit Salz abschmecken. Bei dieser asiatischen Art des Reiskochens zirkuliert der Wasserdampf in der Pfanne, und es bilden sich zwischen den Reiskörnern kleine Dampflöcher. Damit dieser Garvorgang nicht unterbrochen wird, darf der Deckel nicht angehoben und der Reis auf keinen Fall umgerührt werden.
Andrea Pistorius, Rezeptautorin
Die Vielfalt an Currypasten ist enorm: Ob thailändische Varianten für Rotes, Grünes und Gelbes Curry, das im Rezept verwendete Massaman- Curry oder auch diverse indische Currys – sie alle kann man gut auf Vorrat halten. Sie schenken mir die Möglichkeit, auch ganz kurzfristig mit wenigen Zutaten ein schnelles Gericht zu zaubern. Und zwar aus den unterschiedlichsten Zutaten: aus europäischem oder asiatischem Gemüse, mit Tofu oder Fleisch – was der Kühlschrank gerade hergibt. Und wenn ich mir eine einfache Nudelsuppe koche, verleihe ich ihr gern mit einem Teelöffel der bunten Pasten etwas mehr Pfiff. Die im Rezept verwendete Massaman-Currypaste können Sie übrigens ohne Weiteres gegen eine andere austauschen. Ich empfehle aber auf alle Fälle, die Paste vor dem Kochen – wie im Rezept beschrieben – kurz zu rösten, damit sich die Aromen bestmöglich entfalten können. MM
Viele weitere kochtipps ZU CURRYS
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1. Tag, Donnerstag 31. Mai 2018 - Anreise ins Salzburgerland Fahrt ab dem gewählten Einsteigeort via Vorarlberg, Innsbruck, durchs schöne Salzburgerland in die Region von Zell am See! Nach der herzlichen Begrüssung im Hotel erwartet uns die Küche mit einem feinen Abendessen.
die Region von Zell am See und zurück ✓ 3 Übernachtungen in der gewählten Hotelkategorie ✓ 3 x ausgiebiges Frühstücksbuffet
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2. Tag, Freitag 1. Juni 2018 – Salzkammergut, Wolfgangsee & Weisses Rössl Der Frühling bringt die schönsten Seiten des Salzkammergutes zum Vorschein. Überall schmiegen sich bezaubernde Orte an die Ufer der zahlreichen Seen und die erhabene Bergwelt verleiht der Region ihren einmaligen alpinen Charakter. Gleich nach dem Frühstück führt uns die Fahrt durch diese traumhafte Landschaft bis nach St. Wolfgang am Wolfgangsee. Hier erwartet uns zuerst eine herrliche Schifffahrt auf dem wohl schönsten See Österreichs– lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie die traumhaften Landschaftsbilder! Später besuchen wir das berühmte Romantik Hotel „Weisses Rössl“ und geniessen direkt am Ufer Kaffee und Kuchen. Ein schöner Nachmittag in bester Gesellschaft! Am Abend Nachtessen im Hotel.
Salzburg
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Innsbruck
ÖSTERREICH ITALIEN
✓ Herrliche Panorama-Schifffahrt auf dem Wolfgangsee ✓ Kaffee und Kuchen im „Weissen Rössl“ in St. Wolfgang ✓ Ausflug Gut Aiderbichl inkl. Führung ✓ Fahrt mit dem „Aiderbichler“ Bummelzug
3. Tag, Samstag 2. Juni 2018 - Gut Aiderbichl & Salzburger Frühlingsgala Unser heutiger Besuch auf dem wunderschön gelegenen Gut Aiderbichl wird Sie begeistern! Der renommierte Gutshof ist eine einzigartige Begegnungsstätte zwischen Mensch und Tier. Es dient als Zufluchtsort für Tiere, die sich in einer aussichtslosen Situation befanden. Beim geführten Rundgang über den Hof erfahren Sie viel Wissenswertes, berührende Tiergeschichten sowie von der ganzheitlichen Philosophie des Gutshofes! Zum Abschluss besteigen wir den Aiderbichler-Bummelzug und erleben dabei das herrliche Panorama mit dem Wallersee und den Alpen. Am Abend steigt in der geschmückten Festhalle von Zell am See die grosse Salzburger Frühlingsgala mit Hansi Hinterseer, Francine Jordi, den Wildecker Herzbuben sowie Vincent & Fernando. Wir wünschen einen stimmungsvollen Abend in bester Gesellschaft!
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4. Tag, Sonntag 3. Juni 2018 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise Richtung Schweiz an!
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Ich bin schwanger und darf deshalb keine rohen Eier essen. Enthält die Mayonnaise der Migros als Zutat rohe Eier?
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Nein, die in der Migros erhältlichen Mayonnaisen werden nicht mit rohen Eiern hergestellt. Bei der industriellen Produktion von Lebensmitteln wird aus hygienischen Gründen Flüssigei verwendet, eine pasteurisierte Eimasse.
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Rhein-Main-Mosel Sinfonie mit Excellence Queen
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Von der Residenzstadt Würzburg bis zur alten Römerstadt Trier. Sanfte Täler im Herbstgold, Städtchen mit Fachwerkhäusern, liebliche Weinberge und der romantische Rhein mit seinen Burgen und Schlössern. Eine Drei-Flüsse-Reise die verzaubert.
Reduktionen
Route 1 Würzburg–Trier Tag 1 Schweiz > Würzburg Busanreise nach Würzburg. Stadtrundfahrt/-gang. Willkommen an Bord. Tag 2 Würzburg Besichtigung der Festung Marienberg*. Am Mittag legt die Excellence Queen ab. Tag 3 Wertheim > (Miltenberg) Ausflug nach Miltenberg. Stadtrundgang und Weindegustation*.
Tag 6 Traben-Trarbach > Bernkastel In Windungen und Schleifen führt die Mosel ins mittelalterliche Bernkastel. Rundgang mit Weindegustation*. Tag 7 Trier > Schweiz Stadtrundfahrt/-gang. Busrückreise in die Schweiz. Route 2 Trier–Würzburg Reise in umgekehrter Richtung. * Ausflugspaket
Tag 4 Rüdesheim > Koblenz In Rüdesheim Fahrt im Winzerexpress und Besuch von Siegfrieds Musikkabinett*. Nachmittags Flussreise auf der romantischen Rheinstrecke. Tag 5 Koblenz > Cochem Ausflug nach Cochem mit Stadtrundgang und Besichtigung der Reichsburg*.
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60 MM3, 15.1.2018 | MIGROS-WELT Gewinnspiel
Gewinnen auch Sie mit Ihrem Kassenbon Mit etwas Glück können Migros-Kunden noch bis zum 29. Januar mit ihrem Kassenbon Geschenkkarten und Cumulus-Punkte gewinnen. Die ersten Gewinner stehen bereits fest. Ein paar davon teilen ihre Freude gerne mit den Leserinnen und Lesern des Migros-Magazins. Christine Steiner (41)
Gewinn: 10 x Cumulus-Punkte in der Migros Ittigen BE «Nach den Festtagen war ein Einkauf dringend nötig, denn wir sind zu sechst zu Hause. Den Vorteilcoupon werde ich beim nächsten Grosseinkauf einsetzen. Was sicher im Wagen landen wird, sind Fasnachts chüechli und Mais-Erdnussflips. Diese Produkte mö gen wir besonders gern. Ob ich eine Glückssträhne hatte? Als religiöser Mensch bin ich überzeugt, dass mein Glück vom Himmel abhängt. Ich werde täglich beschenkt, sei es mit diesem Coupon oder damit, dass wir ein Dach über dem Kopf haben, unsere Kin der versorgen können und am Morgen aufwachen.»
Mitmachen und gewinnen: migros.ch/win
Aslan Dalipi (46) mit Riona (13) und Miron (14)
Aslan: «Wir hatten Hunger und haben uns nur Bröt chen gekauft, und hatten dann prompt Glück. Riona hat eigentlich gewonnen.» Riona: «Ich gewinne nicht oft. Keiner von uns, ehrlich gesagt. Ich freue mich sehr und erzähle es meinen Klassenkameraden.»
Bilder: zVg
Gewinn: 2 x Cumulus-Punkte in der Migros Wallisellen ZH
MIGROS-WELT | MM3, 15.1.2018 61
Kassenbon scannen und gewinnen Mit etwas Glück können Migros-Kunden noch bis 29. Januar Geschenk karten im Gesamtwert von Fr. 250 000.– und 100 Millionen CumulusPunkte* gewinnen. So erfahren Sie sofort, ob Sie gewonnen haben:
Ay Hakime (42)
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Gewinn: 5 x Cumulus-Punkte in der Migros Steinhausen ZG
Gewinn: 2 x Cumulus-Punkte in der Migros Brügg BE
«Heute habe ich Verschiedenes eingekauft, unter anderem viele Eierbecher. Die sind für meine sportliche Tochter, die viele Eier isst. Für meinen Sohn, der ebenfalls viel Sport treibt, habe ich Socken gekauft. Und mit diesen Einkäufen habe ich heute beim Migros-Glücksrad gewonnen. Ich freue mich sehr.»
«Heute haben wir Geschenke und Dekorationsartikel für nächste Weihnachten eingekauft. Das lohnt sich wirklich. Ich habe mindestens 100 Franken gespart, da vieles heruntergesetzt ist. Wir sind totale Migros- Kinder und kaufen nur in der Migros ein. Umso mehr freuen wir uns, dass wir heute beim Migros-Glücksrad gewonnen haben.»
In Ihrer Migros-Filiale: Scannen Sie direkt nach dem Einkauf den Strichcode auf dem Kassenbon am Gewinnspielautomaten in Ihrer Migros-Filiale ein. Wenn es in Ihrer Filiale keinen Automaten gibt, erfahren Sie auf migros.ch/win, wo Sie den nächsten Automaten in Ihrer Nähe finden. In der App: Starten Sie die MigrosApp und scannen Sie den Strichcode auf dem Kassenbon ein. Auf der Website: Geben Sie auf migros. ch/win den Zahlencode ein, den Sie unterhalb des Strichcodes auf dem Kassenbon sehen. Den Gewinn erhalten Sie in Form einer Migros-Geschenkkarte oder eines CumulusVorteilcoupons direkt in Ihrer Filiale. Gratis teilnahme und Teil nahmebedingungen auf migros.ch/win
* Hochrechnung basiert auf Erfahrungswerten Beat Willimann (57)
Gertrud Scheidegger (72)
Gewinn: 5 x Cumulus-Punkte in der Migros Steinhausen ZG
Gewinn: 5 x Cumulus-Punkte in der Migros Wallisellen ZH
«Den Coupon schenke ich meiner Frau, denn sie kauft normalerweise ein. Da wir Gäste erwarten und sie mit den Vorbereitungen beschäftigt ist, habe ich die letzten Einkäufe erledigt. Ich nehme nie an Glücksspielen teil. Deshalb freut mich mein Gewinn umso mehr.»
«Da ich schon einmal in der Migros meinen ganzen Einkaufsbetrag zurückgewonnen habe, wollte ich mein Glück nochmals versuchen. Es hat sich definitiv gelohnt. Ich bin sicher, dass mich mein dreizehnjähriger Enkel beim nächsten Einkauf begleiten wird.»
62 MM3, 15.1.2018 | MIGROS-WELT Ausgewählt
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MIGROS-WELT | MM3, 15.1.2018 63
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MIGROS-WELT | MM3, 15.1.2018 65
Ihre Region Neues aus der Genossenschaft Migros Basel
Klubschule
Wie ich das Malen wieder lieben lernte Einmal pro Jahr findet in der Klubschule Basel der «1× ausprobieren»-Tag statt. Die ideale Gelegenheit, ein neues Hobby zu entdecken. Text und Bilder: Moritz Weisskopf
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alen kann ich nicht. Das heisst nicht, dass ich es nie gern gemacht hätte. Im Gegenteil. Als Kind liebte ich es, zu kritzeln und zu pinseln – bis ich auf meine Mallehrerin traf. Jedes Bild, das ich eigentlich ziemlich ansprechend fand, wurde mit einer schlechten Note versenkt. Das i-Tüpfelchen war, als ich ausgerechnet beim Thema «Abstraktes Malen» die Bestnote erhielt. Das nahm ich persönlich, und danach hielt ich mich lange von jeglichen Malinstrumenten fern – bis zum Winter 2017, als die Klubschule Basel zum zweiten Mal ihren «1 × ausprobieren»-Tag durchführte. 120 verschiedene kostenlose Crashkurse à je 50 Minuten standen auf dem Programm – unter anderem Acrylmalen. Wie eine Städtereise
Im Kursatelier stehen die Teilnehmer um einen Tisch, der mit Rollern, Tup-
fern und Pinseln in allen Grössen und einem Dutzend verschiedener Farben bestückt ist. «Malen ist ein persön liches Ausdrucksmittel, es gibt kein Richtig und kein Falsch», sagt Kursleiterin Marianne Büttiker und begrüsst die Anwesenden. Nach einer kurzen Einführung in Techniken und Werkzeug lässt sie die Kursteilnehmer in die Welt der Acrylfarben eintauchen und lospinseln, -tupfen, -kreisen und -ziehen. Die Teilnehmer nehmen sich ihre Worte zu Herzen und malen, was und wie es ihnen passt – mal dick aufgetragen, mal fast Aquarell, mal quer durcheinander. Ich will von ihr wissen, ob es besser ist, mit einer Idee ans Werk zu gehen oder einfach mal draufloszumalen. «Das muss jeder selber entscheiden. Es ist wie bei einer Städtereise: Manche brauchen einen Stadtplan, andere laufen einfach mal drauflos, um zu schauen, was ihnen
gefällt», erklärt die Künstlerin in einer ruhigen Art, die mich an den amerikanischen TV-Maler Bob Ross erinnert. Fasziniert und beschwingt verlasse ich das Atelier und mache mich auf zu meinem nächsten Kurs: Isländisch. Auch der weckt eine Faszination – für eine neue Sprache – und hinterlässt kleine Spuren in meinem Wortschatz («ég heiti Moritz Petersson. Hvernig ertu?»), doch der Acryl-Crashkurs hat geschafft, was ich nie für möglich gehalten hätte: Er hat mir meine Freude am Malen zurückgebracht. In diesem Sinn: Tragen Sie sich schon mal den 17. November im Kalender ein, denn dann findet der nächste «1 × ausprobieren»-Tag statt, der nächste Schnupperkurs im Acryl malen bereits am 28. Januar. Aber Achtung: Sie laufen Gefahr, mit dem einen oder anderen neuen Hobby nach Hause zu gehen. MM Infos: www.klubschule.ch
Eintauchen in die Welt der Acrylfarben: Diesen und 120 weitere Crashkurse bietet die Klubschule Basel an.
66 MM3, 15.1.2018 | MIGROS-WELT
Aus der Region
«Lauch geht immer!»
Der Gemüsebauer Marcel Bosshard liefert seit vielen Jahren Lauch an die Migros Basel. Beim Besuch auf seinem Hof zeigt er, wie das beliebteste Wintergemüse in die Migros gelangt. Text und Bilder: Selina Meyer
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raussen ist es bitterkalt. Alle packen sich warm ein oder vermeiden es, rauszugehen. Nur dem Lauch kann die Kälte nichts anhaben. Im Gegenteil: Er mag es am liebsten kalt und nass. «Der Winterlauch hält Temperaturen von bis zu minus zehn Grad problemlos aus», erklärt Marcel Bosshard. Der Gemüsebauer besitzt mehrere Lauchfelder in der Region. Sage und schreibe eine Million Lauchpflanzen liefert er jährlich an die Migros Basel. Im Juli gepflanzt, im Winter geerntet
Ein Meer aus Grün – so sehen Bosshards Lauchfelder aus. Aber nicht mehr lange: Fast jede Woche werden ein paar Lauchpflanzen geerntet. Die Erntemaschine zieht das Gemüse aus dem Boden, danach packen es flinke Hände gleich hinten auf dem Traktor
MIGROS-WELT | MM3, 15.1.2018 67
Mehr Wissen Neben dem Begriff Lauch ist im deutschsprachigen Raum das Wort Porree weit verbreitet.
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1
in Transportkisten. Marcel Bosshard erklärt: «Wir erhalten die Winterlauchsetzlinge aus Holland, pflanzen sie Ende Juli und ernten sie in den Wintermonaten.» Den frisch geernteten Lauch bringen Bosshard und sein Team in eine Lagerhalle. Beim Betreten des Raums steigt einem gleich der starke Lauchgeruch in die Nase. Zwei Mitarbeitende sind gerade dabei, den Lauch zu rüsten; mit wenigen präzisen Schnitten bringen sie die Pflanzen mit ihren Rüstmessern in die richtige Form für den Verkauf. Die Rüstabfälle werden als Dünger auf dem Feld wiederverwendet. Nach dem Rüsten wird der Lauch gewaschen und eingepackt. Dann ist er bereit für den Transport in die Filialen der Migros Basel. Im Schnitt dauert es ein bis drei Tage, bis der Lauch vom Feld in die Läden gelangt.
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Stolz zeigt Bosshard den Verarbeitungsprozess und erklärt: «Lauch ist ein sehr pflegeleichtes Gemüse. Nur wenige Handgriffe, und er ist bereit für den Kochtopf.» Immer ein kulinarischer Klassiker
Doch Lauch zeichnet sich nicht nur durch Pflegeleichtigkeit, sondern auch durch einen hohen Gesundheitswert aus: Das Blatt- und Stängelgemüse enthält Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiss und Kohlenhydrate. Zudem ist Lauch das ganze Jahr über erhältlich. Während der Sommerlauch eher hellere Blätter hat und den Frost nicht so gut verträgt, ist der Winterlauch eher dunkler und liebt die Kälte. Geschmacklich unterscheiden sich die verschiedenen Lauchsorten jedoch kaum. Das Gemüse kann in den verschiedensten Varianten zubereitet werden – je
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nach Jahreszeit. Während die einen den Lauch im Sommer unter einen Salat mischen oder mit einem guten Stück Fisch essen, geniessen andere ihn lieber in einer winterlichen Gemüsesuppe oder in einem Gratin – so auch Marcel Bosshard: «Eins meiner Lieblingsgerichte ist Lauchgratin mit Kartoffeln.» Marcel Bosshards Lieblingsge müse stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und gehört zur Familie der Zwiebelgewächse. Bereits 2100 v. Chr. wurde das Gemüse bei den Menschen häufig gegessen. Den Ägyptern soll das Gemüse angeblich als Stärkungsmittel bei der Erbauung der Pyramiden gedient haben. Ob vor Tausenden von Jahren oder heute, ob im Sommer oder im Winter, ob als Salat oder als Suppe – für Marcel Bosshard steht fest: «Lauch geht immer!» MM
1 Auf insgesamt acht Hektaren baut Marcel Bosshard das ganze Jahr Lauch an. 2 Wenn es das Wetter zulässt, werden die Pflanzen mit einer Erntemaschine geerntet. 3 In der Halle wird das Gemüse gerüstet. 4 Gerüstet, gewaschen und in Kisten gepackt, wird der Lauch in die Filialen geliefert.
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Leben MM3
Famigros
Wie halten Sie es mit Vorsätzen fürs neue Jahr? Vorsätze habe ich jedes Jahr. Bei einigen bleibe ich dran, andere vergesse ich wieder.
44%
1, 2 oder 3?
Monica Müller (43) hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.
Der Grosse (7) ist kein grosser Läufer. Wenn er Eishockey spielt, kann er stundenlang übers Eis fegen, hinfallen, wieder aufstehen und dem Puck nachjagen. Fällt der Puck weg, ist oft auch die Motivation hin. Einmal konnte ich ihn überzeugen, mich auf den Vita-Parcours zu begleiten. Er turnte alles halbherzig ab. Dann fand er: «Noch einmal muss ich das nicht machen.» Und doch habe ich mich dazu hinreissen lassen, uns für einen Lauf durch die Innenstadt anzumelden. Einmal sind wir die 1,5 Kilometer als Training gerannt – und es war ein Kampf. Nun gut. Kurz vor dem Startschuss packt den Grossen dann doch noch der Ehrgeiz. Er sprintet los und sieht sich schon auf dem Podest. Bei jedem der vielen Torbogen vermutet er die Ziellinie und gibt Gas. Dann sacken Motivation und Energie ab. Dennoch schaffen wir es bis ins Ziel. Als 394ste – von 552. Der Grosse bricht in Tränen aus und sagt: «Mit Papi wäre ich schneller gewesen!» Und jetzt?
24% Dieses Getue zum Jahreswechsel geht mir auf die Nerven. Ich mache weiter wie immer.
19% Neujahrsvorsätze sind für mich heilig. Was ich mir vornehme, setze ich auch um.
13%
1 Nächstes Jahr darf er mit Papi an den Start. Ich schaue zu und esse eine Bratwurst. 2 Das lasse ich nicht auf mir sitzen. Ich sage: «Ohne mich hättest du das Ziel nie
erreicht.» 3 Ich versuche, ihn mit dem olympischen Gedanken vertraut zu machen.
3661 Abstimmende
Eine Umfrage von
Antwort 1: Ich gebe die Rolle des Tempomachers gern ab. Nächstes Jahr dürfen der Grosse und sein Papi gern zeigen, dass sie schneller sind. Ich bin gespannt. Ich jogge ohnehin am liebsten allein.
Illustration: Lisa Rock; Bild: René Ruis
Laufend im Stress
Ich halte die Vorsätze sowieso nicht ein. Daher lasse ich es gleich bleiben.
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LEBEN | MM3, 15.1.2018 73
Tipps
Das können Eltern tun • Babys lassen sich an Zeitabläufe gewöhnen, indem Eltern sie mit regelmässigen Ritua len und Nachtruhe zeiten vertraut machen. • Schon vor dem Kinder garten können Eltern ihren Kindern die Zeit erklären, indem sie vertraute Beispiele als Vergleich brauchen: «Eine halbe Stunde, also so lange, wie deine Kindersendung dauert.»
Für kleine Entdecker ist Zeit etwas Ungreifbares. Ein paar Tricks helfen i hnen, ein Gefühl für Stunden und Minuten zu entwickeln. Zeit erklären
Wann ist 18 Uhr? Weil Kinder noch kein Zeitgefühl haben, sind sie oft unpünktlich daheim. Doch Eltern können ihnen einfache Orientierungshilfen geben. Text: Claudia Weiss
Bild: Getty Images
E
ntnervt schaut die Mut ter auf die Uhr. Zehn nach sechs. Joya (8) sollte seit zehn Minuten zu Hause sein. Fünf Minuten später kommt sie zur Tür herein, und ihre Mutter stellt sie zur Rede. «Wir haben so schön gespielt», entschuldigt sich die Zweitkläss lerin. Die Mutter zögert. Soll sie Joya bestrafen, weil sie eine Abmachung zum dritten Mal innert kurzer Zeit nicht eingehal ten hat? Oder soll sie einen Weg suchen, wie ihre Tochter künftig die Zeit besser im Griff hat? Ihre Unsicherheit ist berech tigt: Kinder können die Zeit erst ab einem gewissen Entwick lungsstand kontrollieren. Markus Kübler, Leiter Abteilung Forschung und Entwicklung an der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen, hat das Zeitver ständnis von Kindern erforscht. «Zeit ist ein hochkomplexes Konstrukt», sagt er. Die Zeit im Griff zu haben, bedeute, Zeit
nicht nur lesen, sondern auch planen zu können. Entwicklungsmässig wissen Kinder durchschnittlich ab neun Jahren, was 18 Uhr bedeutet. «Einige Kinder können das schon im Kindergarten, andere haben noch mit 13 Jahren Mühe.» Doch haben sie das erst einmal ver standen, müssen sie auch noch begreifen, wie sie mit der Zeit umzugehen haben. Kübler nennt das Selbststeuerung. «Erwach sene wissen, wie viel Zeit sie einberechnen müssen, um sich bereit zu machen und zum Bus zu gehen. Kinder müssen dieses Gefühl erst entwickeln. Sie müssen l ernen, dass nicht der Chauffeur schuld ist, wenn sie den Bus verpassen.» Eltern können ihren Kindern dabei helfen, indem sie ihnen erklären, was sie alles einrechnen müssen. «So können Kinder den schwierigen Schritt lernen, wie sie ihren inneren Ablauf mit einem Messgerät, der Uhr,
abgleichen und daraus ein verlässliches Zeitgefühl auf bauen», so Pädagoge Kübler. Selbstvergessenheit fällt weg
Letztlich heisst das zwar, dass die Kinder in ein fremdes Schema gepresst werden und ihnen damit ein Stück kindliche Selbstvergessenheit genommen wird. «Aber sie müssen sich ja an die Gesellschaft angewöh nen», sagt Kübler. Ausserdem könne man ihnen ohne weiteres erklären, dass man Angst hat, wenn sie zu spät kommen. «In der Regel wollen Kinder es den Eltern recht machen und geben sich dann mehr Mühe.» Joyas Mutter hat eine Lösung gefunden: Ihre Tochter darf bis 18 Uhr bei der Freundin spielen. Um diese Zeit schlägt nebenan die Kirchturmuhr. So ist sie spätestens um viertel nach sechs zu Hause. Seither muss sich die Mutter nicht mehr sorgen, und Joya hat keinen Zeitstress. MM
• Ab Kindergarten- und Schulzeit können Eltern äussere Vorkomm nisse als Zeitvergleich hinzuziehen. Auf dem Land etwa «wenn der Bauer die Kühe in den Stall treibt», in der Stadt «wenn alle Leute aus dem Bürohaus kom men». Oder sie können mit dem Kind gemein sam herausfinden, welche Anhaltspunkte ihm helfen. • Muss ein Kind morgens das Haus selbständig verlassen, kann viel leicht ein Gspänli im Vorbeigehen klin geln, oder eine Nach barin schaut rasch her ein und schickt es los. • Ungefähr ab der dritten oder vierten Klasse bewährt sich bei e inigen Kindern eine Armbanduhr oder ein Handy mit Weckerfunktion. • Das Ziel ist Selbstän digkeit, und diese sol len Kinder mit T raining erwerben und nicht mit Druck. «Eltern sollten nicht vergessen, zu entspannen», fasst Pädagoge Markus Küb ler zusammen: «Wir verlangen viel von un seren Kindern in einer durchgetakteten Welt.»
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Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Hannover. 2. Tag: Hannover–Grosser Belt–Kopenhagen. Fahrt über den Grossen Belt nach Kopenhagen. 3. Tag: Kopenhagen–Øresund–Fredrikstad. Stadtrundfahrt Kopenhagen. Weiterfahrt nach Fredrikstad. 4. Tag: Fredrikstad–Lillehammer–Vinstra. Reise entlang dem Mjosasee zur Olympiastadt Lillehammer. Abends Ankunft auf dem Vinstrafjell.
5. Tag: Vinstra–Trondheim. Panoramafahrt nach Trondheim und Stadtbesichtigung. 6. Tag: Trondheim–Hurtigruten–Molde. Hurtigrutenschifffahrt vorbei an Inseln und Fjorden nach Molde. (Abreise 14.07.: Fahrt bis Alesund) 7. Tag: Molde–Geiranger–Førde. Panoramafahrt mit dem Geirangerfjord als Höhepunkt. Entlang vom Jostedalsbreen-Nationalpark nach Førde. 8. Tag: Førde–Bergen. Fahrt entlang des Sognefjords nach Bergen. Stadtrundgang. 9. Tag: Bergen–Oslo. Entlang des Hardangerfjords und durch die Hardangervidda erreichen wir unser Hotel auf dem Holmenkollen über Oslo. 10. Tag: Oslo – Einschiffung. Stadtbesichtigung Oslo. Danach Einschiffung und Ausfahrt durch die Schärenlandschaft. Übernachtung an Bord. 11. Tag: Ankunft Kiel–Fulda. 12. Tag: Fulda – Rückfahrt in die Schweiz.
Reisedaten 2018 (Sa – Mi) 1: 09.06.–20.06. 2: 16.06.–27.06. 3: 23.06.–04.07. 4: 30.06.–11.07. 5: 14.07.–25.07.
6: 7: 8: 9:
21.07.–01.08. 28.07.–08.08. 04.08.–15.08. 11.08.–22.08.
Unsere Leistungen
Ihre Hotels
· Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus – Spardatum mit Komfortklasse-Bus · Unterkunft in guten Mittel- und Erstklasshotels · Mini-Kreuzfahrt Oslo–Kiel (1 Nacht, Innenkabine) · Mahlzeiten: – 8 x Halbpension in den Hotels – 2 x Frühstücksbuffet (6. und 8. Tag) – 1 x Schiffspassage mit Frühstück · Ausflüge, Besichtigungen, diverse Schiffspassagen sowie Schifffahrt Hurtigruten gemäss Programm · Deutschsprechende Lokalreiseleitung (Teilbesichtigungen 2., 8., 10. Tag)
Auf dieser Reise haben wir für Sie folgende oder gleichwertige Hotels reserviert:
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12 Tage gemäss Programm 2660 2395 Einzelzimmerzuschlag 425 Spardatum in Komfortklasse Reise 6 1975 Reduktion Reise 8 und 9 – 150 Nicht inbegriffen Kabinenzuschläge: – Doppelkabine aussen 35 – Einzelkabine innen 130 Annullationsschutz und Assistance-Versicherung 39 Abfahrtsorte 06:10 Wil p 06:30 Burgdorf p 06:35 Winterthur 07:00 Zürich-Flughafen p
07:00 Aarau 08:00 Baden-Rütihof p 08:35 Basel 08:50 Pratteln p Königsklasse Spardatum
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LEBEN | MM3, 15.1.2018 75
Digital
Digitale Entgiftung
App-Tipps
Quality Time
Ein Tag ohne Smartphone? Für viele unvorstellbar. Das Gegenmittel gegen die Handysucht heisst «Digital Detox». Doch nicht alle brauchen das wirklich. Text: Philipp Rüegg
Diese App hilft, den Handy-Konsum zu überwachen. Sie zeichnet auf, wie oft das Display entsperrt wurde, wie lange Apps verwendet werden und wie oft das Handy ins gesamt benutzt wurde. Mithilfe des Protokolls können konkrete Ziele gesetzt werden, um den Konsum zu verringern. Kostenlos für Android erhältlich. www.qualitytimeapp.com
Forest
Manche Menschen schaffen es nicht mehr, für ein paar Stunden das Handy wegzulegen oder den TV abzuschalten.
Bild: Nicolas McComber/Getty Images
W
ir berühren unser Smartphone laut einer Studie über 2500mal täglich. Surfen, spielen, liken: Für viele gibts kaum einen Moment, an dem sie nicht in irgendeinen Bildschirm starren. Hier soll der digitale Detox Abhilfe schaffen – digitale Entgiftung also. Weil viele Betroffene es nicht schaffen, das Handy wegzulegen oder den TV abzuschalten, gibt es sogar eigene Detox-Camps. Abgeschottet von der Zivilisation und vom WLAN-Netz, nehmen Teilnehmer eine Auszeit von Handy und Co. Sie meditieren oder reden zur Abwechslung mal wieder von Angesicht zu Angesicht mit einander. Auch in der Schweiz gab es schon Pilotversuche. Nicht nötig, schadet aber auch nicht
Sind solche Radikalmassnahmen notwendig? In einer Studie der Zürcher Fachhochschule ZHAW
mit Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren wiesen über 80 Prozent der Probanden keinerlei Suchtverhalten auf. Bei zehn Prozent gebe es jedoch erste Anzeichen und bei acht Prozent könne man gar von einer Verhaltenssucht sprechen, so Studienleiter Daniel Süss. «Die meisten Jugendlichen und auch die Erwachsenen brauchen kein Detox. Einer Minderheit würde es allerdings guttun.» Suchtanzeichen sind: Die Gedanken schweifen ab. Man denkt ständig ans Surfen, empfindet das Offlinesein als unangenehm, vernachlässigt Dinge – es kommt zu Leistungseinbussen und Schlafmangel. Oft werden Onlineaktivitäten vor Nahestehenden verborgen. «Die meisten von uns haben ständig ihr Smartphone dabei. Wir sind immer online, und dank Flatrates gibts keine Einschränkungen mehr. Darum braucht man eine bewusste Abgrenzung», sagt Süss. Vielen fällt
das schwer. Fear of Missing out beschreibt die Angst, etwas zu verpassen, sei es einen Beitrag oder einen Kommentar. Wie ein kalter Entzug
«Ein gezielter Verzicht aufs Smartphone kann helfen, solche Muster zu unterbrechen und sein Verhalten im Alltag zu überdenken», erklärt Süss. Der Entzug kann sich auch physisch bemerkbar machen. Das Hochfahren eines Computers kann bei den Betroffenen zu einer Dopaminausschüttung führen. Dieses Belohnungsgefühl wird man anfangs vermissen. Deshalb sollte man zum Ausgleich etwas unternehmen. Das Ziel eines Detox-Camps ist, nicht in die alten Verhaltensmuster zurückzufallen. Es geht jedoch nicht darum, ohne Handy zu leben. Man sollte Prioritäten setzen und entscheiden, was wichtig ist. Das gilt für alle, nicht nur für Menschen mit einem Suchtverhalten. MM
Hier wird spielerisch dabei geholfen, sich mehr auf die Arbeit, aufs Lernen oder auf die gemeinsame Zeit mit Freunden zu konzen trieren. In der App wird ein Samen gepflanzt, und solange die App geöffnet ist, wächst daraus ein Baum heran. Wechselt man auf Facebook oder will ein Spiel spielen, verkümmert der Baum. Kostenlos verfügbar für Android und iOS. www.forestapp.cc/en
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LEBEN | MM3, 15.1.2018 77
«Einfacher» Zucker wie in Süsswaren ist problematisch für den Körper.
Tipps
Sparsamer Umgang und Bewegung • Die Fünf-Prozent-Marke Zucker sollte nicht mehr als fünf Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen: 25 Gramm oder 6 Kaffeelöffel. • Freien Zucker meiden Nehmen Sie stattdessen kom plexe Kohlenhydrate (Voll kornbrot, Getreide, Gemüse, Obst) zu sich, sie sind sätti gend und machen nicht dick. • Vorsicht Glukosesirup Softdrinks, die meisten Süssig keiten und sogar Pizzas ent halten mit Fruktose angerei cherten Glukosesirup. Er hat eine grössere Süsskraft und ist ein wichtiger Faktor für Fettleibigkeit. • Bewegung nötig Körperliche Bewegung gleicht eine stark zuckerhaltige Ernäh rung teilweise aus.
Gesundheit
Überzuckert Lange Zeit wurden die Auswirkungen von Zucker auf die Gesundheit unterschätzt. Zu Unrecht, denn es ist inzwischen erwiesen, dass er für die Diabetesund Fettleibigkeit-Epidemien mitverantwortlich ist. Text: Rainer Schregel
Bilder: iStockphoto, zVg
G
anz gleich ob Würfel-, Kristallzucker, Zuckerzusatz oder versteckter Zucker – er ist ein Geschmacksträger. Er versüsst, hebt die Laune und ist eine wichtige Energiequelle. Grundsätzlich unterscheidet man «natürlichen Zucker» von «freiem Zucker». Der erstgenannte ist natürlicherweise in Nahrungsmitteln wie Obst oder Hülsenfrüchten enthalten. Dieser Zucker ist wichtig, er setzt sich aus komplexen Molekülen zusammen, die langsamer verdaut werden, und es werden im Blut nicht so hohe Konzen trationen erreicht. Im Gegensatz zum natür lichen Zucker, der lebensnot-
wendig ist, ist der freie Zucker, der eine einfache Struktur besitzt, problematisch. Er ist in süssen Getränken, Süssigkeiten und in vielen Fertiggerichten enthalten und wird sehr schnell verdaut. Selbst Senf oder Ketchup wird Zucker zugesetzt! Der überschüssige Zucker speichert sich als Fettgewebe ins besondere im Bauch und erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Zucker wird in der Leber als Fett gespeichert und beeinträchtigt ihre Funk tionsfähigkeit. Zucker, der in Fett umgewandelt wird, spielt auch bei Diabetes eine Rolle, denn dieses Fett bewirkt, dass das Hormon Insulin, das den Blutzuckerspiegel
reguliert, weniger oder gar nicht mehr wirksam ist. Ein Suchtmittel
Und das ist nicht alles. Zucker verstopft nicht nur die Arterien und greift die Leber an, er erzeugt auch eine mentale und körperliche Abhängigkeit. Das belegen Untersuchungen und Studien. Dies kommt daher, dass ein energiereiches Nahrungsmittel – und Zucker ist reine Energie – das Belohnungssystem stimuliert, wodurch ein Kontrollverlust verursacht wird, der dazu führt, dass man noch grössere Mengen davon kon sumiert und es zu einem regelrechten Problem wird, den Konsum einzuschränken. MM
Med. pract. Rainer Schregel, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, Leiter Gesund heitszentrum Medbase Wattwil In Zusammenarbeit mit
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Zucker schlecken verboten Bei ihr herrscht zuckerfreie Zone. Dominique Bachmann versucht, mög lichst ohne Zucker zu leben. Warum das so ist, erklärt sie im Interview auf www.migros-impuls.ch
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I
LEBEN | MM3, 15.1.2018 79
Lisa Stutz
Illustration: Rinah Lang
Lust auf Kaffee Ich verzog keine Miene. Obwohl es ganz fürchterlich schmeckte. Gerade hatte ich zum ersten Mal Kaffee probiert. Mein Grosi liess mich das Gipfeli darin tunken. Im Migros-Restaurant unseres Dorfes war das. Pfui Teufel! Als Kind hat man ja von verschiedenen «Erwachsenendingen» romantische Vorstellungen. Ins Büro gehen? Cool! Bis nach Mitternacht aufbleiben? Wow! Bei der Autofahrt vorne am Steuer sitzen? OMG!
und Milch, dann lässt du eins von beidem weg, dann vielleicht noch das andere.
So war das auch mit dem Kaffee. Der muss ja schmecken wie ein wundervolles Zaubergetränk, dachte ich. Die Realität war eklig.
Deine Liebe zum Kaffee verändert sich nochmals schlagartig, wenn du in die Stadt kommst. Auf einmal muss der Kafi im Papp becher sein, bestenfalls zum Outfit passen. Du bist bereit, für einen Iced Caffè Americano acht Franken auszugeben. Und am Ende des Monats weiss sogar deine Bank, wie viel Koffein du wieder konsumiert hast. Der Kaffee als Statussymbol. Das hättest du nicht gedacht, damals im Migros-Restaurant. MM
Die Beziehung zu Kaffee verändert sich im Lauf des Lebens: Zuerst findest du ihn fürchterlich – dann brauchst du ihn. Spätestens mit deinem ersten Job wird der Gang zur Kaffeemaschine Routine, wenn nicht über lebenswichtig. Zuerst mit ganz viel Zucker
Lisa Stutz (24), sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.
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Und plötzlich hast du ihn gern. «Chunsch uf es Kafi?», whatsappst du deiner besten Freundin. Sie kommt vorbei und ihr «käfeled». Und wenn ihr nicht so stylish wärt und nicht über so unreifes Zeug reden würdet, dann könnte man meinen, ihr seid die Ü60-PilatesWalking-Frauen aus der Nachbarschaft.
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80 MM3, 15.1.2018 | LEBEN
Ausgewandert
Von Genf nach Algerien Yidir (8), seine Brüder Nadir (14) und Daris (12) sowie die kleine Schwester Dihya (2) leben mit ihren Eltern und ihrem Schweizer Grossvater in Algerien in der bergigen Kabylei. Diese Gegend wird auch «die Schweiz von Alge rien» genannt. Sie ist die Heimat der freiheits liebenden Berber stämme. Die Familie wohnt ausserhalb des Dorfs T azmalt auf einem Bauernhof. In den um liegenden Häusern l eben weitere Verwandte. Yidirs Mutter stammt aus dem Kanton Schwyz. Sie arbeitet von Algerien aus als Übersetzerin und Texterin. Sein Schweizer Vater ist algerischstämmig und wuchs in Genf auf. Von dort wanderte die Familie vor sechs Jahren nach Algerien aus. Der Vater besitzt in der Kabylei eine Autovermietung und ein Stück Land, auf dem die Familie nun lebt. Dort züchtet er Schafe, Jagd- und Schäferhunde. Zudem kultiviert er die Olivenhaine seiner Familie.
Yidir lebt in Algerien mit seiner Familie auf einem Bauernhof.
Kinder
«Ich bin oft dabei, wenn Lämmer zur Welt kommen»
Boxen, fischen, auf Bäume klettern: Der achtjährige Yidir lebt in Algerien ein abwechslungsreiches Leben. Sogar schlitteln kann er in den Hügeln Nordafrikas. Text: Gabriela Bonin Illustration: Olaf Hajek
«Im Winter können wir auf unseren Hügeln schlitteln. Im Sommer fahren viele Algerier ans Meer. Aber wir gehen lieber an ruhige O rte. Zum Bespiel an den einsamen Stausee im Djudjura-Gebirge. Das liegt hinter unseren Olivenhainen. Der Stausee ist toll. Dort kann ich mit meinem Vater fi schen. Er ist Jäger. Darum hat er eine Waffe. Die nimmt er zur Sicherheit mit. In den Bergen gab es mal eine Gruppe böser Männer.»
«Ich besuche die 3. Klasse unserer Dorfschule. Ich boxe jeden Tag. Mit meinen Freunden streune ich gern durch die Landschaft. Oder ich spiele mit meinen Geschwistern und den Hunden. Schon oft habe ich erlebt, wie Welpen oder Lämmer auf die Welt kommen.»
«Ich esse gern algerische Merguez- Würstchen, aber wenn Besucher aus der Schweiz kommen, freut es uns total, wenn sie Wienerli und Cervelats mitbringen. Mein Schweizer Grossmami hat mir mal ein Säckli mit Cherrytomaten samen von Farmmania der Migros geschickt. Ich habe sie gesät. Die Pflänzlein habe ich gehegt, bis sie zwei Meter gross waren.» MM
LEBEN | MM3, 15.1.2018 81
Zoé (8), Engelberg OW
Wir Menschen müssen weder jagen noch nagen. Zwei Zahnsätze würden für uns eigentlich reichen. Bloss hat unser Bauplan nicht vorgesehen, dass wir so viel Zucker an unsere Zähne heranlassen wie nie zuvor in der Menschheitsge schichte: Schleckzeugs, Softdrinks
Rätse lspas s NINA, DIE HÖHLENFORSCHERIN Nina hat draussen beim Spielen eine riesige Eishöhle entdeckt. Natürlich muss diese gründlich erforscht werden. Leider hat sie vergessen, ihren Weg zu markieren und sich so hoffnungslos verirrt. Kannst du sie aus der Höhle führen?
und Co. greifen unser Gebiss an. Auch werden wir in den wohl habenden Ländern viel älter als unsere Vorfahren. Menschliche Zähne müssen heute also massive Zuckerangriffe und eine längere Lebensdauer überstehen als früher. Heute wären ersetzbare Wegwerfzähne vielleicht klüger. Die Natur wird noch ein ziemliches Weilchen benötigen, bis sie sich den neuen Anforderungen anpasst – wenn überhaupt. Daher trägst du besser Sorge und greifst öfter mal zur Zahnbürste. MM
Eine Mutter erklärt die Welt: Journalistin Gabriela Bonin (50) beantwortet Kinderfragen.
KNACK ST DU DEN CODE ?
Hugo hat acht Wörter, die sich um den Jahreswechsel drehen, in einem nach Buchstabensalat versteckt. Die Begriffe können horizontal (von links rechts), vertikal (von oben nach unten) oder rückwärts stehen und sich dir Hugo hatihe. Fülle schon angestrichen. ersten Den eiden. Zahlenre überschn auch eineBegriff t sich teck m Feld vers jede In ohl sow ihe enre Zahl die leeren Felder so aus, dass die es uch Vers : Tipp eht. aufg ikal vert horizontal als auch ! ieren ipliz mult mit addieren, subtrahieren oder
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Anders ist das bei den Haien und Krokodilen: Ihnen wachsen stän dig neue Zähne nach. Sie benötigen im Lauf ihres Lebens Tausende von Zähnen, weil sie sich ihre Beute mit voller Kraft schnappen. Dabei
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LEBEN | MM3, 15.1.2018 83
Schwer zu erfassen: Flamingos sind stets in Bewegung, deshalb setzt man bei der Zählung auf einen ruhigen Moment.
Informationen
Zootierärztin
Volkszählung im Zoo Wie viele Tiere leben eigentlich im Walter Zoo? Einmal im Jahr wird genau gezählt. Das klingt einfach, ist bei einigen Arten aber eine richtige Knacknuss. Text: Karin Federer Bilder: Walter Zoo
W Karin Federer (31) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.
as in Ge schäften und Lager häusern passiert, ist auch bei uns angesagt: Inventar. Während einer Woche zählen wir alle Tiere. Natürlich wissen wir schon ungefähr, wie viele es sind – Zugänge, Abgänge, Geburten und Todesfälle werden laufend registriert, und unsere Tierpfleger schreiben täglich Rapporte. Seit der Eröffnung des Savannenhauses im vergan genen Sommer rechnen wir mit mit knapp 700 bei uns lebenden Tieren. Nun müssen genaue Zahlen her – auch für eine Online-Datenbank, in der alle Zoos in Europa die Anzahl ihrer Tiere sowie deren Geschlecht, Alter und Krankengeschich ten erfassen. Das erleichtert
den Austausch der Tiere zwischen den Zoos und die Koordination der Zucht. Von einfach bis unmöglich
Bei den Tigern ist das Zählen ja noch einfach: Dass wir zwei Exemplare haben, wis sen wir – und zur Gewissheit reicht ein einziger Blick. Dagegen hatten die Berber- Streifengrasmäuse seit ih rem Einzug im Sommer schon drei Mal Junge! Hier lohnt sich das Nachzählen, auch weil wir bei dieser Gelegenheit fehlende Daten ergänzen können. Zum Beispiel das Geschlecht, das sich bei manchen Tieren nicht gleich nach der Geburt oder dem Schlüpfen bestim men lässt und fürs Erste als «unbekannt» eingetragen wird. Eine besondere Her ausforderung ist das Zählen der Flamingos: Das sind vie
le Tiere, und sie sind prak tisch immer in Bewegung. Der Pfleger muss einen Mo ment erwischen, in dem sie einigermassen ruhig stehen. Bei Wellensittichen funktio niert das nicht: Die vielen Tiere im Schwarm können wir schlicht nicht zählen. Hier wissen wir nur, wie v iele Sittiche wir erhalten haben, wie viele gestorben und wie viele geschlüpft sind. Bei Insekten funktioniert nicht einmal das – wir regis trieren bloss einen Grund bestand. Auch die Europäi schen und Afrikanischen Sumpfschildkröten zählen wir nicht: Wir lassen sie während der Winterstarre auf dem Grund des Teichs in Ruhe und zählen sie erst im Frühling. Wir stören keine Tiere, nur weil wir Menschen genaue Zahlen wollen. MM
Tierkontrolle muss sein Das schweizerische Tierschutzgesetz respektive dieTierschutzverordnung verlangt, dass auch bei bewilligungspflichtiger privater Wildtierhaltung, Futtertierund Heimtierzucht eine Tierbestandskontrolle durchgeführt wird. Sie muss Auskunft geben über Zuwachs (Geburtoder Herkunftsdaten, Anzahl) und Abgang (Datum, Name und Adresse des Abnehmers, Todesursache, Art der Tötung, Anzahl). Bei vielen Tierarten, insbesondere bei Hausund Heimtieren, empfehlen sich auch Angaben zur Krankengeschichte und zum Verhalten. Denn sie können die Früherkennung von Krankheiten vereinfachen und dem Tierarzt wertvolle Infos liefern.
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LEBEN | MM3, 15.1.2018 85
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Mitmachen und gewinnen Gediegen entspannen, Sport treiben, Frische tanken: Das Hotel Allgäu Sonne in Oberstaufen bietet für alle etwas.
Das Migros-Magazin und das Hotel Allgäu Sonne verlosen zwei Gutscheine für • vier Übernachtungen im Landhaus Appartement • ¾ Genusspension • eine Alpenkräuter- Packung in der Softpackliege für je zwei Personen im Gesamtwert von rund 3000 Franken. An- und Abreise auf eigene Kosten.
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Powerkick im Allgäu Die «Allgäu Sonne», das einzige 5-Sterne-Hotel am sonnigen Südhang von Oberstaufen, lockt nicht nur mit vielfältigen Sport-, Wellness-, Wander- und weiteren Gästeange boten. Im Winter darf sich auch die durch trockene H eizungsluft gestresste Haut freuen: auf einen Kick, der in nur drei Tagen Jugendlichkeit und Frische verleiht. «Soft Aging Power-Days» heisst das neue Programm, das sich optimal mit luxuriösen Winterferien verbinden lässt. Nicht nur vor wichtigen Terminen, sondern auch als ganz privater Beautyluxus eignen sich diese Powertage für die Schönheit. Und das Beste daran: Soft Aging steht hier für eine sanfte Hautverjüngungs methode, die ohne Spritzen und Eingriffe auskommt. Dazu b ieten das vielfältige Sportprogramm des
Hauses und die e inzigartige Fitnesswelt mit Bergpanorama s owie die Wasser- und Wellnesswelten alles, was das Herz begehrt. Zauberhafte Abende Die blaue Stunde ist dann der ideale Zeitpunkt, um bei einem Glas Champagner in der Panoramahalle unter glitzernden Kristalllüstern oder am knisternden Kaminfeuer die spezielle Berg atmosphäre zu g eniessen. Alternativ bietet sich dafür auch der bekannte Oberstaufener Hotspot, das «Stiessbergstüble» in der «Allgäu Sonne», an. Hier werden nicht nur die beliebten Cocktailmixkurse geboten, sondern es gibt auch t äglich Tanz zu Livemusik. MM Mehr Infos: www.allgaeu-sonne.de
• Per Telefon: Wählen Sie 0901 560 039 (1 Fr. / Anruf) und nennen Sie die Lösung, Ihren Namen und Ihre Adresse. • Per SMS: Senden Sie eine SMS mit dem Text GEWINNEN, der Lösung, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die Nummer 920 (1 Fr. / SMS). Beispiel: GEWINNEN, Lösung, Beat Beispiel, Beispielstrasse 1, 9999 Exempelstadt • Per Postkarte: Senden Sie eine Postkarte (A-Post) mit Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an Migros-Magazin, «Hotel Allgäu Sonne», Postfach, 8099 Zürich • Online: www.migrosmagazin.ch/ gluecksgriff Einsendeschluss: 21. 1. 2018 Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Es erfolgt keine Barauszahlung, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Mitarbeitenden der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Mehrfachteilnahmen sind nicht erlaubt und werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Preise, die nicht bis spätestens drei Monate nach Ziehung durch den Gewinner bezogen w erden, verfallen ersatzlos.
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So nehmen Sie teil: Hauptpreis (blaues Lösungswort): Tel: 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD1 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 SOMMER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet www.migrosmagazin.ch/wettbewerbe Postkarte: (A-Post): Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Zusatzpreis (grünes Wort): Tel: 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Bsp.: MMD5 WINTER. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Chancengleiche WAP -Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.1.2018, 24 Uhr
Auflösung Nr. 2:
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KLASSIK
Gewinner Nr. 1: Hauptpreis: Hans-Rudolf Stahel, Rämismühle ZH; Annemarie Fiori, Konolfingen BE; Helena Birchmeier, Mels SG; Monika Wagner, Dussnang TG; Silvia Kohler, Krattigen BE Zusatzpreis: Erika Widmer, Erlinsbach SO; Dominik Reichmuth, Horw LU; Marie-Louise Haab, Liebefeld BE; Paul Segrada, Riehen BS; Liny Gmür, Rufi SG
Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
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Quiz & Paroli
Quiz Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort.
3 × 100 Franken zu gewinnen
So nehmen Sie teil:
Tel: 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 TASTSINN. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe
1. Wer einen Nachteil hinnehmen muss, muss … lassen. B Flügel
A Federn
H Krallen
2. Kein Kleidungsstück für den Kopf ist …? E
T
die Fellmütze
I
die Polkappe
der Panamahut
3. An welchem See liegt das Schloss Oberhofen? U Brienzersee
D Vierwaldstättersee
H Thunersee
4. Welches Tier ist das Maskottchen des Eishockeyclubs Servette-Genf? L
N Tiger
Adler
A Bär
Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.1.2018, 24 Uhr
5. Welcher Institution wurde 2014 der International Opera Awards zugesprochen? S
B KKL Luzern
Theater Basel
E
Oper Zürich
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
6. Wo steht angeblich die älteste Esche Europas? T
R Dulliken SO
Peist GR
U Brig VS
7. Wie wird die US-Generation der um 1990 Geborenen etwas abwertend genannt? Z
I
Sissies
Understanders
E
Snowflakes
Auflösung Nr. 2: ZAUBERER
T
Nebenfrauen
Gewinner Nr. 1: Silvia Bürgi, Mettmenstetten ZH; Alexandra Scherrer, Gutenswil ZH; Hermann Kuster, Münchenstein BL
8. Was bezeichnet «Moly» in der antiken Mythologie? N Zauberpflanze
G Waffengattung
Lösungswort: 1
2
3
4
5
6
7
8
Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.
AKON I T I N AUFTR I TT NE A H die C K F Sie EFüllen C H E Rin U T SWörter Kzehn I FEST A NRätselgitter Mdas I TAET A RDas Rein. E EST ERN SLösungswort EL I B aus E N S sich Sergibt den Buchstaben SW I S S A I R HOER B E Feldern ZinU den 1 bis 5:
Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Die Lösung ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1-5.
Paroli
5 2 1 3 4
Lösungswort: Lösung: 1
2 1
2
3 3
4 4
Auflösung Nr. 2: LEHRE
5 5
T
AKON I T I N AUFTR I TT ECKFAHNE KUTSCHER MA N I F E S T RAR I TAET SE EST ERN SENS I BEL SW I S S A I R ZUBEHOER
Tel: 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer 5 Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 OSTEN. Hans Muster, 2 Musterweg 22, 8000 Musterdorf 1 Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich 3 Internet www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe T 4
Lösung:
Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.1.2018, 24 Uhr
2 3 1 Gewinner Nr. 1: Hansruedi Kindler-Kohler, Kaltacker BE;4 Anja Fricker, Stein am Rhein SH; Irmgard Binder, Buchs ZH
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So nehmen Sie teil:
5
Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
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So nehmen Sie teil
Auflösung Nr. 2: 193
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 × 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den blauen Feldern von links nach rechts.
Sudoku
Gewinner Nr. 1:
Cornelia Greter, Schenkon LU; Ernst Niklaus, Erlach BE; Tobias Schwarz, Pfäffikon SZ; Monique Griessen, Le Brassus VD; Grety Baumgartner, Belp BE
Tel: 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Postkarte (A-Post): Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/ wettbewerbe Teilnahmeschluss: Sonntag, 21.1.2018, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Brücken
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 2 3 3 Schluss sollen alle Inseln 2 miteinander verbunden 3 1 2 sein. Verboten: Kreuzungen, 1 1 3 diagonale Brücken und 3 mehr als zwei Linien.
3
Auflösung Nr. 2:
2 3 2
4
1
2 2
4 3
2
4 1 3
2 1 3
8 5 3
1
2
3
2
3
1
2
2
Auflösung Nr. 2: 1
3
3
2
2
1
4
3
2
4 3
1 1
3
3 2
3 2
1 3 3 2 4
3
2
1
3
2 3
1 2 4
3 1
1 2 3 3
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Conceptis Puzzles
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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ desMigros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 554 258 Ex. (WEMF 2017) Leserschaft: 2 373 000 (WEMF, MACH Basic 2017-2)
Adresse Redaktion und Business Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund
Leitung Direktion Migros-Medien Lorenz Bruegger Publizistische Leitung Monica Glisenti Leitung Redaktionen Migros-Medien Franz Ermel
Leitung Ressort Gesellschaft & Familie Sabine Lüthi a.i., Daniel Sidler a.i., Reto Vogt a.i. Leitung Ressort Health & Beauty Roberto Zimmermann a.i. Leitung Ressort Food Roberto Zimmermann Leitung Produktion Remo Leupin
Leitung Business Rolf Hauser Leitung Beratung & Verkauf Thomas Brügger Abonnemente: Sonja Frick abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01
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94 MM3, 15.1.2018 | LEBEN
2 4
5
1
Meine Welt
«Ich mag feinfühlige Stoffe, und starke Gefühle» In zwei Wochen kommt Michael Schaerers neuster Film «Di chli Häx» ins Kino. Sohn Liam und Tochter Sophie standen dem 42-jährigen Regisseur während der Arbeit beratend zur Seite und sind vom Endprodukt begeistert. Text: Andrea Freiermuth Bilder: Jorma Müller
LEBEN | MM3, 15.1.2018 95
1 Mein Kino «Im Kino ‹Freier Film› in Aarau hat meine filmische Sozialisierung als Gymnasiast begonnen. Als Teil der Programmgruppe durfte ich unzählige Filme visionieren. Bald träumte ich davon, selber Kino zu machen. Ich mag feinfühlige Stoffe, die mit subtilen Mitteln starke Gefühle erzeugen.» 2 Meine Familie Meine Frau Carole (41) und meine beiden Kinder Liam (12) und Sophie (9) sind meine wertvollsten Kritiker. Nach dem Rohschnitt von ‹Di chli Häx› haben sie mir wertvolle Tipps gegeben – und das Endprodukt finden sie zum Glück super.»
3
Verlosung 25 x 4 Tickets für die Premiere am 27. 1. im Rahmen des Film festivals Solothurn 6
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Name Michael «Mike» Schaerer (42) Sternzeichen Fische Lebenslauf «Ich bin in Aarau aufge wachsen und habe nach der Matur die School of Visual Arts in New York absolviert. Im Anschluss daran arbei tete ich rund zehn Jahre als Filmeditor. Meinen ersten eigenen Kinofilm durfte ich 2010 mit ‹Stationspiraten› machen. Es folgten unter anderem ein ‹Tatort› und ‹Lina›. Mit ‹Di chli Häx› kommt in zwei Wochen mein neuster Film ins Kino. Mit acht Millionen Fran ken ist sie der grösste Film, den ich bisher realisieren konnte. Alle lieben und kennen die Geschichte von Otfried Preussler. Das hat mich unter Druck gesetzt, aber auch zu Höchst leistungen motiviert. Auf dem Dreh (Bild links) sieht man mich mit der Hauptdarstellerin Karoline Herfurth (33), die eine wundervolle Hexe ist.» 3 Mein Souvenir «Das ist das Hexen buch aus dem Film. Die Produktionsfirma hat es mir nach dem Dreh geschenkt. Es symbolisiert für mich alles, was uns bei diesem Projekt gelungen ist: Es ist so reichhaltig, liebevoll und verspielt.»
Bild: Walter Wehner/Studiocanal GmbH
4 Mein Oscar «Für meine Abschluss arbeit an der Filmschule habe ich den Student Academy Award gewonnen. Er hat mir gezeigt, dass ich meinen Träu men folgen und an mich glauben darf.» 5 Mein Sehnsuchtsort «New York. Die Stadt hat eine unglaubliche Macher energie. Diese Kraft wirkt beflügelnd und hat mir unglaublich viel Mut gemacht.» Mein Lieblingsprodukt «Wir mögen selbstgebacke nes Brot und knusprigen Pizzateig. Das Urdinkelmehl eignet sich super dafür.»
6 Mein Zuhause «Unser Haus in Aarau ist rund 90 Jahre alt. Das Wohnzimmer befindet sich im Anbau. Dank der vielen Fenster ist es sehr hell, und man fühlt sich nahe an der Aussenwelt.» MM
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