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Migros magazin 03 2017 d vs

Page 1

Ausgabe Wallis, AZA 1920 Martigny

MM3, 16.1.2017 | www.migrosmagazin.ch

Immer online: Wann wirds ungesund? Seite 8

Bestsellerautor Martin Suter im Interview

Fussballprofis privat

Für die Familie gehen die Rodriguez-Brüder durch dick und dünn Seite 10

Bild: Christian Schnur

Seite 20

Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 027 - 720 42 59

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MM3, 16.1.2017 | 5

E Editorial

FacebookInkontinenz Es gibt Begriffe, die krallen sich einem sofort im Gedächtnis fest. So ging es mir, als ich im Interview mit der «Digitaltherapeutin» Anitra Eggler den Ausdruck «FacebookInkontinenz» las (Seite 8). Sie umschreibt damit den zwanghaften Willen, alles auf Facebook zu posten, ständig online zu sein, nie abschalten zu können. Ihre Forderung: Handy abschalten, offline bleiben, Zeit und Ruhe tanken. Wenn das so ist, muss ich mich als hoffnungslos inkontinent bezeichnen. Ich ertappe mich oft dabei, dass ich Gehörtes, Gelesenes oder Gesehenes sofort teilen, sofort weitergeben will. Und offline sein heisst für mich Kribbeln im Bauch und ein zwanghaftes Tasten nach dem Handy. Ja, alles noch da. Doch das Problem reicht weit über den privaten Bereich hinaus. Für den SP-Nationalrat und Gewerkschafter Corrado Pardini stellt die permanente Erreichbarkeit zusammen mit immer neuen, flexibleren Arbeitszeitmodellen eine Gefährdung der Gesundheit der Arbeitnehmer dar. Wer für seinen Chef permanent abrufbar ist, erhöht das Risiko von Burn-out und Stress.

Bild: Gian-Marco Castelberg

Müssen Menschen also vor sich selbst, vor ihrem Arbeitgeber und der Forderung, ständig elektronisch verfügbar zu sein, geschützt werden? Muss auch hier der Gesetzgeber einschreiten, oder schaffen wir den freiwilligen «Entzug»?

Menschen 8 Diese Woche

Brauchen Angestellte ein Recht, offline zu sein? 10 Ein starkes Trio Die Brüder Ricardo, Roberto und Francisco Rodriguez geben alles für die Familie 13 Bänz Friedli

Über absurde Verbote

20

14 Als Kind misshandelt

Ein Dok-Film zeigt Autor Philipp Gurt bei der Aufarbeitung seiner Kindheit in Heimen 19 Leserforum

71 Kolumne 1, 2 oder 3?

20 Interview

Autor Martin Suter über seinen neuesten Roman «Elefant»

Migros-Welt 32 Vitamine, Vitamine

Wie beugt man Infekten vor? Jeder hat seine eigene Methode 39 Weniger Abfall

In Migros-Restaurants und -Take-aways gibts neu Mehrweggeschirr 41 Saisonküche Mozzarella 59 Leichte Kost von Léger 62 Jetzt läufts rund!

65 Neues aus Ihrer Region Aktionen, Reportagen, News

Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch

Leben Wie war das genau mit Jesus? 72 Gesundheit

Wundermittel Zwiebelwickel 76 Brave New Girl

Von offenen Beziehungen und Illusionen der Generation Y 81 Kinder Die 12-jährige Lill spielt bereits

jetzt Baseball wie ein Profi 85 Glücksgriff 87 Rätsel/Impressum 92 Cumulus 94 Meine Welt

Snowboard-Olympiasiegerin Patrizia Kummer betreibt in Goms ein Bed & Breakfast

M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax +41 800 84 0848 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif

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lands. Besichtigung der Ausgrabung in schönster Landschaftskulisse sowie des Museums. Über die Hängebrücke von Rion fahren wir zu unsem Hotel bei Korinth. 6. Tag: Vrahati, Ausflug Argolis Halbinsel. Grossartige Panoramafahrt mit Besichtigung des antiken Alt-Korinth, Nauplia, dem «St. Tropez des Peloponnes», der landschaftlich fast unberührten Argolis-Halbinsel sowie Epidaurus, dem am besten erhaltenen Theater Griechenlands. 7. Tag: Vrahati, fak. Ausflug Athen. Athen ist eine faszinierende Metropole mit breiten Boulevards und einer interessanten Altstadt (Plaka).Wir sehen u.a. die aus der Antike stammende Akropolis sowie das vom Schweizer Architekten Bernard Tschumi errichtete Akropolis-Museum. Zeit für individuelle Entdeckungen. 8. Tag: Vrahati–Peloponnes–Kalamata. Peloponnes-Panoramafahrt.Am «Mittelfinger» der Halbinsel liegt das malerische Hafenstädtchen Gythion. Durch die Naturlandschaften der Halbinsel Mani erreichen wir Kalamata. 9. Tag: Kalamata–Olympia–Patras. Olympia war in der Antike Symbol für Einheit und geistige Grösse des griechischen Volkes. Besuch der archäologischen Stätte. Spätnachmittags Einschiffung in Patras und Übernachtung an Bord. 10. Tag: Auf See–Ankunft Ancona–Pesaro. Auf See. Nachmittags Ankunft in Ancona. Ausschiffung und Fahrt nach Pesaro. 11. Tag: Pesaro–Rückreise in die Schweiz. Mini-Kreuzfahrt Ancona–Igoumenitsa (Hinreise) und Patras–Ancona (Rückreise), je eine Nacht mit modernen Schiffen von Superfast.

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Darauf freuen wir uns Solothurner Filmtage Am 19. Januar heissts Vorhang auf für 179 kurze und lange Schweizer Filme, 23 Langfilmdebüts und 36

Premieren aus allen Landesteilen.

Weltknuddeltag Am 21. Januar wird allen warm ums Herz: Da darf ganz offiziell und international gekuschelt werden.

Unnützes Wissen

Cooles aus dem Norden Jagende Eisbären

«Schweiz am laufenden Band? Wer es erfunden hat, wissen wir schon lange. Eigentlich. Dann kam die Swissness-Gesetzgebung – und alles wurde ein bisschen komplizierter. Doch ich will niemanden mit dem neuen Markenschutzgesetz langweilen. Und erst recht nicht mit den Irrungen und Wirrungen der tagelangen Parlamentsberatungen dazu. Viel schönere Erinnerungen weckt dieses ästhetische Bild in uns: an den prickelnden Geschmack von Alpenzucker und Chrüterchraft. Wie er auf der Zunge zergeht. Wie er uns über Skipisten und auf Loipen begleitet. Und uns auch die strübsten Grippezeiten versüsst. Seit Jahrzehnten schon.» Mein Bild der Woche

Pascale Bruderer Wyss (39) ist

Ständerätin des Kantons Aargau.

tarnen sich, indem sie ihre schwarzen Nasen mit der Pfote verdecken und die Augen zukneifen. In Norwegen gibt es einen Wintersportort namens Geilo. Von den 150 000 skandinavischen Inseln sind lediglich 2000 bewohnt. Sibirien heisst

Entschuldigung, was lesen Sie gerade? Hans-Peter Müller (72), Grossvater aus Bern, mit Nahia (6)

a) «Oh, wie schön ist Panama» von Janosch b) «Der kleine Bär» von Else Holmelund Minarik c) «Bus fahren» von Marianne Dubuc

Antwort: a) Nahia hat das Buch für unterwegs ausgewählt. Ihr gefällt vor allem die gestreifte Ente.

Bilder: Getty Images, Keystone, Marco Zanoni

Leseprobe

«schlafendes Land».

Die tiefste Temperatur, die je auf der Erde gemessen wurde, liegt bei –89,2 Grad Celsius. Ermittelt wurde sie 1983 in der Wostok-Station Ostantarktis. Quelle: Stern/Neon


8 | MM3, 16.1.2017 | MENSCHEN

Sind Sie immer erreichbar? www.migmag.ch/ umfrage

Umfrage-Ergebnis Letzte Woche haben wir gefragt:

Ständige Erreichbarkeit

Brauchen Angestellte eine Mail-Auszeit? In vielen Betrieben beantworten Angestellte die digitale Post auch in ihrer Freizeit – mit negativen Folgen für ihre Gesundheit. Braucht es deshalb in der Schweiz eine Regelung, die die Arbeitnehmer vor der ständigen Erreichbarkeit schützt? Text: Monica Müller

Haben Sie Angst davor, lange Zeit auf Pflege angewiesen zu sein? 41% Ja, das bereitet mir grosse Sorgen. 34% Ja, aber ich werde dafür sorgen, nie zum Pflegefall zu werden. 19% Nein. Das betrifft künftig die meisten Menschen, darum wird die Pflege meist gut sein. 6% Nein, denn ich werde von meiner Familie betreut werden.

Zahlen und Fakten

53

Mal am Tag aktivieren Besitzer im Durchschnitt ihr Handy.

18

94

Prozent der 15- bis 24-jährigen Schweizer nutzen regelmässig ihr Smartphone. Bei der Gesamtbevölkerung sind es zwei Drittel. Quellen: laufende Studie der Universität Bonn, an der sich bisher 300 000 Probanden beteiligt haben, IGEM-Digimonitor 2016

Zwar eine Hand, aber sicher nicht Kopf und Herz beim Kind: Das Smartphone ist Ablenkung und ein Zeitfresser.

Z

um Jahresbeginn hat Frankreich ein «Recht auf Abschalten» eingeführt und im Arbeitsgesetz festgehalten. Nach Feierabend und am Wochenende muss ein Arbeitnehmer nicht erreichbar sein. Corrado Pardini (51), SP-Nationalrat und Gewerkschafter will auch hierzulande eine breite Diskussion über die ständige Erreichbarkeit der Angestellten anregen. In einem offenen Brief stellte er die Forderung auf, dass von 19 bis 7 Uhr Angestellte keinen Zugang zu Geschäftsmails haben dürfen.

Es brauche kein Gesetz, wenn die Arbeitgeber zu branchenspezifischen Lösungen Hand bieten. «Abschalten muss gesellschaftlich akzeptiert sein – die negativen Folgen ständiger Erreichbarkeit sind Burn-out und Stress.» Arbeitgeber haben gegenüber den Angestellten eine Fürsorgepflicht. Nach Ansicht des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) soll der Umgang mit geschäftlichen E-Mails nicht auf Gesetzesstufe geregelt, sondern in den Unternehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart wer-

den. «Viele Arbeitnehmer möchten den Arbeitsplatz frühzeitig verlassen und dann später von zu Hause aus weiterarbeiten, um Beruf und Familienleben besser vereinbaren zu können», sagt Daniella Lützelschwab (49) vom SAV. Es sei auch Aufgabe der Angestellten, einen vernünftigen Umgang mit den neuen Möglichkeiten der digitalen Arbeitswelt zu finden. Die Internetpionierin und heutige «Digitaltherapeutin» Anitra Eggler (43) fordert klare Richtlinien punkto Verfügbarkeit in den Betrieben (siehe Interview). MM

Bild: Jamie Grill/Getty Images

Minuten lassen Benutzer ihr Handy ruhen, dann unterbrechen sie die Tätigkeit, mit der sie gerade beschäftigt sind – und zücken es.


MENSCHEN | MM3, 16.1.2017 | 9

Strassenumfrage

Anitra Eggler

Bilder: Andreas Jakwerth, zVg

«Ständige Erreichbarkeit ist für mich ein Synonym für miserables Zeitmanagement» Braucht es vom Arbeitgeber festgesetzte Offlinezeiten, so, wie sie in Frankreich neu gelten? Leider ja. Eigentlich bin ich eine Freundin der Selbstbestimmung. Aber die Entgrenzung der Arbeit und der Freizeit bekommt den Menschen schlecht. Sind sie permanent auf Stand-by, erschöpfen sie. Darauf könnten sie eigentlich selbst kommen, aber sie gehen es nicht an. Da dieses Verhalten der Gesundheit schadet und die Produktivität verringert, beginnt sich nun auch die Politik einzuschalten. Klare Offlineregeln in Unternehmen helfen Menschen, sich selbst zu schützen.

verschwenden viel Zeit auf sozialen Netzwerken, vergoogeln uns ins Nirwana, beantworten jedes pseudowichtige Mail und jede Nachricht augenblicklich. Das führt zu einem beachtlichen Arbeitszeitverlust. Versuche ich, ständig alles gleichzeitig zu tun, mache ich nichts mehr richtig. Harvard-Ärzte nennen die Dauerablenkung Attention Deficit Trait, Aufmerksamkeitsdefizitmerkmal. Kein Wunder, glauben die Leute, sie müssten abends und am Wochenende nacharbeiten. Ständige Erreichbarkeit ist für mich inzwischen ein Synonym für miserables Zeitmanagement.

Warum schaffen es viele nicht, selbst ein gesundes Mass an Erreichbarkeit zu finden? Zum einen, weil sie fürchten, sie könnten den Job verlieren oder ein anderer könnte sich hochmailen. Zum anderen, weil eingehende Mails und Nachrichten eigentliche Dealer sind. Unser Gehirn wird süchtig nach den Dopamin- und Adrenalinausschüttungen, die einen Aufmerksamkeitsreiz begleiten. Wir gehen diesen Ablenkungen nach, weil wir einfach nicht imstande sind, das abzuschalten. Ploppt eine neue Nachricht auf, müssen wir sofort wissen: Ist sie schön oder schrecklich?

Das Problem sind nicht die fordernden Arbeitgeber, sondern wir? Für viele ist das Handy eine Beschäftigungstherapie. Gehen wir toll essen mit einem lieben Menschen, fotografieren wir das wunderbar präsentierte Gericht, posten es auf Facebook und schielen dann ständig aufs Handy, um die Likes zu sehen. Bleiben die aus, sind wir frustriert. Wir müssen wieder lernen, den Moment zu geniessen, ohne ihn festzuhalten und zu teilen. Und das, was wir denken, erst mal in Ruhe für uns selbst denken und nicht sofort der Welt kundtun.

Die wenigsten E-Mails und Nachrichten sind inhaltlich spektakulär. Häufig sind sie äusserst banal, ja. Die Unternehmensberatung Bain hält die Hälfte der investierten Mailzeit für unnötig. 50 Prozent aller E-Mails sind reine Beschäftigungstherapie: Wegdelegieren von Verantwortung, Weiterreichen von Arbeit, Aktionismus. Am schlimmsten finde ich die CCMails, diese Absicherungsmentalität kostet unglaublich viel Zeit. Mich erinnern diejenigen, die das kultivieren, an die Petzer auf dem Pausenplatz. Die Technologie, die uns schneller und flexibler machen sollte, scheint das Gegenteil zu bewirken. Die digitale Dauerablenkung zerstört unsere Konzentrationsfähigkeit. Wir

Sie waren IT-Unternehmerin, heute sind Sie «Digitaltherapeutin». Wie handhaben Sie das Handy? Früher war ich rund um die Uhr erreichbar, ging mit dem Laptop ins Bett und trug das Handy wie ein Neugeborenes durch die Wohnung. Ich kenne Handyhysterie, E-Mail-Wahnsinn, Sinnlos-Surf-Syndrom und Facebook-Inkontinenz aus erster Hand. Heute checke ich meine Mails konsequent nur noch einmal am Tag. Mein Handy ist meist lautlos eingestellt – lautlos heisst ohne Vibrationsalarm –, und ich habe alle Funktionen deaktiviert, die Auskunft darüber geben, wann ich zuletzt online war oder eine Nachricht gelesen habe. So habe ich viel Lebenszeit gewonnen. MM www.anitra-eggler.com/lebenszeitrechner Damit lässt sich errechnen, wie viel Lebenszeit man mit Handy und Internet verbraucht.

Wann sind Sie offline?

Anja Stijak (13), Schülerin, Zürich:

Anitra Eggler (43)

ist Internet­ pionierin, «Digital­ therapeutin», Referentin und Autorin des Bestsellers «Mail halten!». Sie lebt in Wien.

«In der Schule ist das Handy immer ausgeschaltet – sonst nehmen sie es einem weg. In der Freizeit bin ich meist online: Auf Youtube, Insta oder Spotify. Aber ich game nicht.»

Yves Lauper (34), Architekt, Zürich: «Ich bin selten offline. Ich lese

unterwegs die News und checke meine privaten Mails. Zuhause habe ich mir angewöhnt, das Handy nicht immer griffbereit zu haben.»

Viviane Horn (51), Medizinische Praxisassistentin, Volketswil ZH:

«Ich gehe nur selten mit dem Handy ins Netz, etwa um etwas zu googeln. Es läuft immer so viel – diesem Stress entziehe ich mich bewusst.»


Die RodriguezBrüder im Videoporträt:

10 | MM3, 16.1.2017 | MENSCHEN

www.migmag.ch/ rodriguez

Brüder Rodriguez

Heimspiel für die Familie

Die Profifussballer Roberto, Ricardo und Francisco Rodriguez verbindet mehr als nur die Begeisterung für ihren Sport: Die Familie steht für das Trio aus Zürich Schwamendingen ganz oben auf der Liste – und ein beruflicher Zukunftswunsch. Text: Reto E. Wild

E

ndlich hat es geklappt mit dem Familientreffen: Ricardo Rodriguez (24), Nati-Star und Schlüsselspieler beim VfL Wolfsburg, verbrachte die Feiertage in der Schweiz, um seine ebenfalls kickenden Brüder Roberto (26, FC Zürich) und Francisco (21, unter Vertrag beim VfL Wolfsburg, als Ausleihspieler beim FC Luzern) wiederzusehen. Am 20. Januar beginnt für «Ricci», wie ihn seine Freunde nennen, die Rückrunde der Bundesliga. «Nach allem, was passiert ist, hat die Familie für uns einen noch grösseren Stellenwert», sagt Roberto. Der älteste und zugleich redseligste der Rodriguez-Brüder meint damit den Tod der geliebten Mutter Marcela: Vor gut einem Jahr verlor die Chilenin mit nur 47 Jahren den Kampf gegen den Krebs. Doch José Rodriguez (53), der mit 20 in die Schweiz kam, ist nicht allein. Seit Robertos Wechsel zum FCZ im Juni 2016 sieht er seinen ältesten Sohn jeden zweiten Tag. Wie bedeutend die Eltern für die Brüder sind, beweist auch das Tattoo an Ricardos Hals – im September 2015 hat er sich die Grossbuchstaben J und M stechen lassen.

Bild: Christian Schnur

Das Weihnachtsfest hat die Familie Rodriguez in der Zürcher Wohnung von Roberto und dessen Frau Sara (21) gefeiert – die beiden sind seit dem 23. Dezember verheiratet. Ricardo reiste mit seiner Freundin Nicole (22) an, Francisco mit Isabella (21). Wie ihr grosser Bruder wollen die beiden später einmal heiraten und eine Familie gründen. Es gab chilenische Spezialitäten wie Empanadas und jede Menge Gespräche über Fussball. Ein Glas Wein gönnten sich nur der Vater und Roberto; die Jüngeren trinken bloss Wasser oder Softdrinks. «Ich vertrage keinen Alkohol», sagt Ricardo. Einzig für den süssen Weisswein Moscato d’Asti würde er eine Ausnahme machen. Den Jahreswechsel verbanden die Brüder mit einem Ortswechsel: Gemeinsam mit ihren Partnerinnen feierten sie Silvester in Barcelona. Poulet einkaufen bei der Migros

Die Rodriguez-Brüder sind alles andere als arrogante Fussballstars – keine Spur von Abgehobenheit. «Vielleicht fahren wir ein schönes Auto oder gönnen uns auch mal teure Kleider. Ansonsten geben wir aber nicht viel Geld aus. Ich kaufe oft

Fussballertrio mit Familiensinn: Die Gebrüder Francisco, Ricardo und Roberto Rodriguez (v.l.) verstehen sich prächtig und sprechen einander mit «Bro» an.

Poulet oder Lachs bei der Migros. Wir wissen, woher wir kommen», sagt Roberto. Gemeint ist damit das einstige Arbeiterquartier Zürich Schwamendingen: Hier ist das Trio aufgewachsen. «Immer anständig und dem lieben Gott dankbar sein: So sind wir erzogen worden», sagt Mittelfeldspieler und KV-Absolvent Francisco. Ihre Eltern hätten hart gearbeitet – und dabei alles für ihre Buben getan: «Beim FC Schwamendingen hatten wir wohl die teuersten Fussballschuhe, obschon unsere Eltern sich das kaum leisten konnten. Unser Dad vermittelte uns das Gefühl, alles zu haben», so Ricardo. Und Roberto ergänzt: «Was wir haben, verdanken wir unseren Eltern.» Im Alter von nicht einmal 20 Jahren unterschrieb Linksverteidiger


MENSCHEN | MM3, 16.1.2017 | 11

Ricardo einen Viereinhalbjahres­ vertrag beim VfL Wolfsburg. Er nahm seinen aus Galicien stammenden Vater gleich nach Norddeutschland mit und lebte mit ihm während der ersten Zeit zusammen. Seither arbei­ tet der einstige Logistiker nicht mehr. «Jetzt ist er von Beruf Vater und geniesst das Leben, das er verdient», erklärt Ricardo. Der Alltag in Wolfsburg sei klar strukturiert und bestehe aus Trai­ ning, Essen, Schlafen. «Das gehört halt zu meinem Beruf.» Wenn es die Zeit erlaubt, geht er ins Kino. An Freitagen zieht es Ricardo mit dem Auto nach Hamburg oder mit dem ICE nach Berlin. Restaurantbesuche sind eher selten: Der Fisch­ und Gemüseliebhaber kocht gern und

gut – genau wie seine Brüder. Mit ihnen tauscht er sich das Jahr über regelmässig im Gruppenchat auf WhatsApp aus oder per Telefon. Die Gemeinsamkeiten des Rodri­ guez­Trios beschränken sich indes nicht nur auf Fussball und Kochen. Sie alle besitzen je drei Pässe (Schweiz, Chile und Spanien), und in den Ferien zieht es sie an die Sonne und ans Meer: Ricardo etwa mag Spanien, Dubai, die Malediven, Miami und Mexiko. Profikicker mit hohem Marktwert

Vorerst aber steht die sportliche Karriere im Vordergrund. Ricardo, der inzwischen auf einen Marktwert von 25 Millionen Euro kommt, wird immer wieder mit grossen Klubs

wie Paris Saint­Germain oder Inter Mailand in Verbindung gebracht. Doch er winkt ab: «Das sind Gerüchte. Ich bleibe wohl bis Vertragsende im Juni 2017 bei Wolfsburg. Mein Traum wäre es, in Spanien oder Italien zu spielen.» Francisco, ebenfalls noch bis Mitte Jahr bei Wolfsburg unter Vertrag, möchte sich mit guten Matches in Luzern wieder ins Gespräch beim VfL bringen. Roberto strebt mit dem FCZ den Wiederauf­ stieg in die Super League und den Cupsieg an. «Ich habe mit Uli Forte einen Trainer, der voll auf mich setzt und mir vertraut. Das brauche ich.» Und alle drei Brüder träumen davon, irgendwann wieder für denselben Verein zu spielen – wie einst beim FC Schwamendingen. MM


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Zauberhaftes Salzburg im schönen Frühlingskleid Walzerkönig André Rieu mit seinem Orchester Exklusivkonzert mit Mozarts Traummelodien auf der Festung Hohensalzburg Von der Kunst des Bierbrauens in der grössten Erlebnisbrauerei Europas

ssich vom besonderen Charme und der kultturellen Vielfalt der Mozartstadt verzaubern! Nutzen Sie den Nachmittag dazu, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Am Abend erwartet uns ein besonderer Leckerbissen: Hoch über Salzburg geniessen wir auf der Festung Hohensalzburg ein mehrgängiges Gala-Dinner und erleben im Fürstenzimmer ein exklusives Festungskonzert mit Mozarts Traummelodien - ein unvergessliches Konzert-Erlebnis.

und noch viel mehr zu erfahren. Natürlich dürfen wir die verschiedenen Bierspezialitäten auch verkosten! Nach einem frühen Nachtessen im Hotel steht dann der grosse Höhepunkt dieser Reise an: Das Konzert von Andé Rieu mit seinem 50 köpfigen Orchester. Der sympathische Holländer verzaubert mit seinen unvergleichlich fröhlichen Kompositionen Millionen rund um den Globus. Freuen Sie sich auf einen fantastischen Konzertabend in der modernen Salzburgarena!

3. Tag, Samstag 13. Mai 2017 – Stiegl Brauwelt & André Rieu Den heutigen Tag gehen wir gemütlich an – schlafen Sie etwas länger und geniessen Sie ein ausgiebiges Frühstück. Um die Mittagszeit werden wir in der bekannten StieglErlebnisbrauerei zu einer tollen Führung erwartet. Über das älteste Kulturgetränk der Menschheit gibt es viel zu erzählen

4. Tag, Sonntag 14. Mai 2017– Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

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MENSCHEN | MM3, 16.1.2017 | 13

E Bänz Friedli

Achtung, Landesverrat! «Es ist untersagt, zum Lüften die Fenster zu öffnen.» Der Satz will mir nicht aus dem Kopf, wobei ich mir nicht mehr ganz sicher bin, wo ich das Schild gesehen habe. Mir ist, es sei in Villmergen gewesen, im Aargau. Oder sonst in einem Mehrzweckgebäude, einem Kirchgemeindehaus, einer Schul- und Sportanlage irgendwo im Land. Nicht nur absurd, sondern bezeichnend, dieses Verbot, mögen Sie denken – eine Metapher gleichsam für den Kleingeist, die Enge des Landes, fürs Gefangensein, den Mangel an Ausblick, an frischer Luft. Doch wir sind mit solch stupiden Vorschriften nicht allein. Der Tod sei «keinesfalls als dauernde Berufsunfähigkeit anzusehen», teilte etwa das deutsche Bundesfinanzministerium im «Bundessteuerblatt» offiziell mit. Und Mecklenburg-Vorpommern hat ein Landesseilbahngesetz, weil gemäss einer Richtlinie der EU täglich eine Busse von bis zu 791 000 Euro gedroht hätte, wäre es nicht erlassen worden. Nur: Es gibt im ganzen Bundesland keine einzige Seilbahn.

Bänz Friedli (51) muss die Stirn runzeln.

Und dann natürlich die Amis! Im US-Staat Washington ist es unter allen Umständen verboten, mit einer Jungfrau Sex zu haben, Hochzeitsnacht inklusive. In Italien? Besagt ein Warnschild am Lago di Bracciano, es sei absolut verboten, «auf der Wasseroberfläche zu gehen». Wenn das Jesus wüsste! Die Eng-

länder sind auch nicht besser: Briefmarken mit dem Antlitz der Königin verkehrt auf ein Couvert zu kleben – also so, dass Ihro Majestät auf dem Kopf steht –, wird als Landesverrat geahndet. Und weil der Westminster-Palast in London, wo heute das Parlament tagt, einst königliche Residenz war, steht noch immer jedem, der dort verstirbt, ein Staatsbegräbnis zu. Im Prinzip. Allerdings ist es streng verboten, im Westminster-Palast zu sterben. Zuwiderhandelnde – Sie, das ist schon vorgekommen! – werden husch, husch aus dem Gebäude geschafft, bevor die Sterbeurkunde ausgestellt werden darf. Oh ja, sie spinnen, die Engländer. Nur eben: Wir sind nicht besser. Der Kanton Zürich bestrafte einen Hobbyfischer, der einen gefangenen Hecht wieder in den Greifensee und also in die Freiheit entlassen hatte – Verstoss gegen die Tierschutzverordnung. Und ein Haushaltratgeber glänzt mit dem Tipp: «Tränende Augen beim Schneiden von Zwiebeln kann man vermeiden, indem man statt der Zwiebel eine Kohlrabi verwendet.» Da kommen mir zwar die Tränen vor Lachen. Aber ich weiss noch immer nicht, wie besagte Villmergener Anlage gelüftet wird. Ich hoffe bloss, es geschehe irgendwie, auch wenn das Öffnen der Fenster zu diesem Behuf verboten ist. Fragen Sie mich nur nicht, wie! MM Bänz Friedli live: 27. Januar, Grindelwald BE

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Philipp Gurt

Eine Stimme für alle Opfer

Der Bündner Buchautor Philipp Gurt verbrachte zwölf Jahre in Kinderheimen, wo er missbraucht wurde. Für seine Autobiografie «Schattenkind» hat er sich auf Spurensuche begeben – das Schweizer Fernsehen hat ihn dabei begleitet. Text: Reto E. Wild

S

eine fünf Schwestern, die beiden Brüder und auch Freunde hätten ihn mehr­ mals ermuntert, seine schwe­ re Kindheit niederzuschreiben, sagt Philipp Gurt (48). «Schreiben war für mich immer auch eine Über­ lebensstrategie – ein Ventil, aus­ zudrücken, was in meinem Innersten vorgeht.» Er schrieb schon als Jugendlicher Kurzgeschichten. «Schattenkind – wie ich als Kind überlebt habe» erschien Mitte November 2016 und ist aktuell mit rund 12 000 Exemplaren das meist­ verkaufte Sachbuch der Schweiz. Und es provoziert: Gurt erhielt ano­ nyme Drohungen. Er sei eine Schan­ de, man hätte ihn im Heim besser ge­ tötet, stand in einem Brief, den er der Polizei übergeben hat. In seiner Autobiografie thematisiert der heute in Haldenstein GR wohn­ hafte Vater von vier Söhnen und einer Tochter das damalige Unrechtssystem der fürsorgerischen Zwangsmass­ nahmen. «Am Montag, 11. September 1972, war ich vier Jahre, neun Monate und zwei Tage alt, als ich erstmals ins Kinderheim gebracht wurde. Diesen Tag vergesse ich nie. Die erdrückende Stimmung im Innern versuchte ich wegzureden. Ich wollte im Kinderheim St. Josef in Chur, das von Nonnen in schwarzer Ordenstracht geleitet wurde, nicht bleiben.» Die Vormundschaftsbehörde Schanfigg GR entschied sich für die

Bild: Nicola Pitaro

Heimzuweisung sämtlicher Gurt­ Kinder aus dem Bergdorf Maladers bei Chur. Für Philipp, den Zweitjüngs­ ten, war besonders brutal, dass seine Geschwister in anderen Waisen­ häusern untergebracht wurden. Er hatte von einem Tag auf den anderen keine Bezugsperson mehr. Die Behörden begründeten den Entscheid laut Akten damit, dass die Mutter eine «debile, triebhafte, ver­ stimmbare Psychopathin mit pseudo­ logischen, hysterischen Zügen» und der Vater ein «debiler Psychopath» sei, mit «Lese­Schreib­Schwäche, chronischem Alkoholismus». Klein Philipp wurde als «geistig zurück­ geblieben» bezeichnet. Was aber wirklich stimmte: Die Mutter liess alle Kinder im Stich und brannte mit einem anderen Mann durch. Der Vater war tatsächlich Alkoholiker. Gurt schreibt in seinem Buch: «Meine Geschwister und meine Eltern sind nicht schwachsinnig. Wir wurden aber alle mit dieser Dia­ gnose abgestempelt und über Jahre entsprechend behandelt.» Klar, da­ mals hätten sie in ärmlichen Verhält­ nissen gelebt, zehn Personen mussten in vier Betten schlafen. Doch mit Hilfe der ältesten Geschwister hätten sie für sich selbst sorgen können. In der Schweiz wurden bis in die 1980er­Jahre Kinder aus zerrütteten Familien als minderwertig oder sogar schwachsinnig eingestuft. Philipp Gurt sagt heute: «Wir wurden nicht mehr

ernst genommen. Man hat uns in eine Ecke gedrängt. Uns wurde so die Stimme genommen.» Seine Autobio­ grafie sei eine Stimme für alle Opfer. 1972, zum ersten Mal Weihnachten im Heim, wollte Philipp nur noch nach Hause – ein Zuhause, das es für ihn nach dem Behördenentscheid nicht mehr gab. «Viele Institutionen waren völlig überfordert, pädagogisch nicht auf der Höhe.» Die Zustände seien menschenunwürdig gewesen. «Manchmal mussten wir verschim­ meltes Brot essen», erzählt Gurt. Mit sechs Jahren sexuell missbraucht

Für das Kind, das die nächsten zwölf Jahre nur noch in Heimen und in der Zwangspsychiatrie verbringen und den Vater abgesehen von ein, zwei Besuchen nicht mehr sehen sollte, kam es noch schlimmer: Im Alter von sechs Jahren wurde er im Waisenhaus Chur Masans von der Gruppenleiterin missbraucht – ausgerechnet von S. A., die nach dem Eintritt ins Heim sein Halt geworden war. Philipp wurde nach der Tat zum Bettnässer. Laut mehreren Studien leiden schweizweit gut 15 Prozent aller Kin­ der und Jugendlichen unter sexuel­ len Übergriffen – die Dunkelziffer dürfte noch höher sein. Aus Schuld­ gefühlen und Scham wagen viele der Betroffenen ihr ganzes Leben lang nicht, darüber zu sprechen. «Ich hatte wenigstens das Glück, dass es im Heim passiert ist. Zu Hause wäre

1 Alpsommer der

Familie Gurt 1966: Der Mann ist Philipps Vater, die Frau seine Mutter. Philipp kommt erst zweieinhalb Jahre später zur Welt. 2 Das Waisenhaus in

Chur Masans 1972 mit einer Föhnstimmung, die Philipp so liebte.


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«Wer aufhört zu hassen, setzt Energie für sich selbst frei.» Philipp Gurt im Garten hinter seinem Wohnhaus in Haldenstein

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Momente des Lichts: Manchmal durfte Philipp ein paar Tage bei Familien verbringen. Lämmer zu streicheln, tat seinem Herzen gut.

es viel schlimmer gewesen, weil Mutter und Vater die wichtigsten Bezugspersonen sind», sagt Gurt. Er sei täglich mehr als eine Stunde mit dem Beantworten von E-Mails von Betroffenen beschäftigt, die sich nach der Veröffentlichung seines Buchs bei ihm gemeldet haben. Es ist typisch, dass der fünffache Vater selbst im Schatten Licht sieht. Auch in seiner Kindheit fand er Momente des Glücks, etwa in den Sommerferien bei einer Bauernfamilie. Doch spurlos sind die Jahre in den Heimen nicht an ihm vorbeigegangen. Noch heute trifft er sich mit einem Psychiater. Ein- bis dreimal pro Jahr wacht Gurt mitten in der Nacht auf. Im Halbschlaf wandelt er zwischen Kind- und Erwachsensein und hört, wie er als Kind schreit. Dann sitzt er jeweils auf, sein Herz rast, er hat Schweissausbrüche. Erst wenn er gedanklich wieder in die Erwachsenenwelt eintaucht, kann er erneut einschlafen. Viele Heimgefährten leben nicht mehr

Bild: zVg

Wer so etwas erlebt habe, müsse sich auf die schönen Dinge im Leben konzentrieren. «Für mich ist meine Familie das Grösste. Ich freue mich aber auch am Rauschen der Blätter eines Baums.» Als Papi versucht er, auf seine Kinder einzugehen, ihnen Perspektiven und Werte des Lebens zu vermitteln. Er sagt, er habe seine Kinder «fast zu sehr behütet». Er möchte sie vor allem Negativen bewahren. Gegenüber seinen Peinigern hege er keinen Hass. «Klar, man hat mir einen Teil der Kindheit gestohlen. Doch wer aufhört zu hassen, setzt Energie für sich selbst frei.» Er sagt das bestimmt und sachlich. Mit 16 durfte er das Heim verlassen; er versuchte, sich im Leben «in Freiheit» zurechtzufinden. Seine Frau Judith (37) lernte er in einem Kleiderladen kennen. Nicht alle sind so stark wie dieser «Bündner Steinbock», wie sich Gurt selbst bezeichnet: Über 30 Weggefährten aus seiner Jugend leben nicht mehr. Sie kamen nach Heimzuweisungen durch Drogen, Selbstmord oder Aids in jungen Jahren ums Leben. Für den Dok-Film des Schweizer Fernsehens gedachte er der Toten auf einem Friedhof. Die Gefühle übermannten ihn; er konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Glaubt Philipp Gurt nach all dem Leid, das ihm widerfahren ist, noch an Gott? «Selbstverständlich. Wer nicht an Gott glaubt, ist kein Realist.» Doch dann fügt er, ohne Verbitterung, an: «Aber ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt, der die Gebete kleiner Kinder erhört und diese vor Missbrauch schützt.» MM Dok-Film: «Vom Schattenkind zum Erfolgsautor – der schmerzhafte Weg des Philipp Gurt», SRF 1, 19. Januar, 20.05 Uhr, 20. Januar, 11.15 Uhr «Schattenkind», Philipp Gurt, 2016, Literaricum Buchverlag, bei Ex Libris für Fr. 24.70

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Leserforum MM2: Fristenregelung Eine Debatte, die nicht enden will

«Es wird nicht mehr vom Kind, sondern vom ‹Gebärmutterinhalt› gesprochen»

Brisantes Thema: Nicht alle Leserinnen und Leser teilen die Meinung des Aktivisten Pascal Wacker.

Bilder: Vera Hartmann, Dan Cermak

Natürlich ist der Schwangerschaftsabbruch Sache der Frau – sicher nicht von zolibatär lebenden Männern. Zum Män­ neraktivisten: Es ist auch die Sache der Männer, sicher zu ver­ hüten. Mein Partner ist seit Län­ gerem sterilisiert und hat davor sein Sperma einfrieren lassen. Das ist echte Partnerschaft. Tania Hänner, via www.migrosmagazin.ch In Ihrem Artikel steht: «Das Recht auf Abtreibung zählt zu den grossen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts.» Wie können wir dieses Recht ernst­ haft als grosse Errungenschaft bezeichnen, wenn jedes Mal, wenn es in Anspruch genommen wird, ein sich entwickelndes menschliches Leben gewaltsam beendet wird? Die Biologie spricht eine klare Sprache: Mit zwölf Wochen wird kein Zell­ klumpen entfernt, sondern ein Wesen mit allen Organen in­ klusive Herz und Blutkreislauf, mit Armen, Beinen und sogar Fingern. Ich hoffe auf eine

Gesellschaft, die diesen existen­ ziellen Konflikt anerkennt und sich neu die Aufgabe stellt, in Not geratenen Frauen mit einer für alle Beteiligten lebens­ fördernden und damit echten Lösung zur Seite zu stehen. Werner Jenni, 4059 Basel Den finanziell schlecht gestellten Frauen oder Teenie­ girls sollte die sichere Verhü­ tung gratis zur Verfügung ge­ stellt werden. Abtreibung heisst ja, die Frauen hatten keine Ver­ hütungsmöglichkeiten – und den Schwängerern war es zu viel, ein Kondom zu benutzen. Marianne Lang, via www.migrosmagazin.ch Eine Frau entscheidet möglichst immer selbst darüber, ob sie ein Kind haben möchte oder nicht – aber bitte vor der Zeu­ gung! Danach ist es, ganz sach­ lich betrachtet, nichts anderes als die Tötung eines entstehen­ den Menschleins. Viele Mütter, die es nicht übers Herz gebracht haben, das Kindlein in ihrem

Bauch töten zu lassen, sind spä­ ter oft so froh, das nicht getan zu haben. Sie sind an ihrer Lebens­ aufgabe als Mutter gewachsen. Dorothee Ott, 4058 Basel Was bewegt Frau Blöchlinger wohl dazu, vom «Ausstossen und Absaugen der Schwanger­ schaft» zu sprechen? Und nicht vom Ausstossen und Absaugen des Fötus? Oder des Kindes? Christine Schweizer, 3066 Stettlen BE MM2: Interview mit Bernhard Russi «Das Glück fliegt bei jedem

vorbei, man muss es nur packen»

«Ein Schicksal wie tausend andere auch» Was soll die Gefühlsduselei eines Prominenten, noch dazu einer Person, bei der der Grundstein des Erfolgs schon mindestens eine Generation

Als Hebamme, Frau und Mutter finde ich es enorm wichtig, dass frau genau weiss, worüber sie ent­ scheidet. Irreführend ist, wenn plötzlich nicht mehr vom Kind, sondern nur noch vom ‹Gebärmutter­ inhalt› gesprochen wird. Die Verantwortung der Hebammen, Frauenärzte und Fachleute ist es, die Fakten beim Namen zu nennen. Nicht den Ultra­ schallmonitor wegdrehen, damit frau den Herzschlag des Babys nicht sieht. Ich will wissen, worum es wirklich geht. Dann erst will ich entscheiden. Rebecca Sutter, per E-Mail

zurückliegt? Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum diese «Traurig – trotzdem geschafft»­ Berichte über Promis zu Helden­ taten hochstilisiert werden. Bernhard Russis Lebensge­ schichte ist eine wie tausend an­ dere auch. Über die Schicksale von nicht bekannten, einfachen Menschen sollte man schreiben. Fabio Gallinelli, per E-Mail MM2: Kolumne «1,2 oder 3?»

Wenn der Schatten mit der Seele kämpft

«Wunderschön, dieser Satz» «Kinder sind wie Kamele. Wo immer sie gerade sind, ist ihre Oase, von der sie nicht vertrieben werden wollen.» Für diesen wunderschönen Satz danke ich Ihnen ganz herzlich, Monica Müller. Ich werde mich im Alltag mit unserer Tochter noch oft an ihn erinnern. Johanna Bleiker, per E-Mail


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Martin Suter

«Ich habe den Elefanten in mir gesucht» «Elefant» heisst Martin Suters neuer Roman, der ab Mittwoch erhältlich ist. Er handelt von einem kleinen rosa Elefanten, für den ein Genforscher, ein Obdachloser und eine Tierärztin sich in aberwitzige Machenschaften verstricken. Ein Gespräch über Identität, freundliche Randständige und seine strengste Kritikerin. Text: Monica Müller, Andrea Freiermuth Bilder: Gian-Marco Castelberg


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Martin Suter, Ihre Frau ist Ihre erste Leserin. Wie kritisch ist sie? Zum Glück ist sie sehr kritisch. Für sie ist es ein Stress, sagt sie. Sie hofft immer, dass mein neues Buch gut ist, sie müsste mir nämlich sagen, wenn es das nicht ist. Das ist eine Verantwortung, die schwer auf der Stimmung lastet, die paar Tage, die sie am Lesen ist.

Wie konnten Sie sich in das Wesen des Elefanten hineinversetzen? Ich versetzte mich nicht in meine Figuren. Ich finde die Vorstellung, dass sich jemand in mich versetzt, auch nicht angenehm. Bei Menschen sage ich immer: Ich suche den Verbrecher, den Mörder, den Gemeinen in mir. Wir haben das alle im Ansatz in uns. Jetzt habe ich den Elefanten in mir gesucht.

Gibt es auch gröbere Korrekturen? Bei meinem ersten Roman «Small World» habe ich nach ihrem Feedback richtig viel umgeschrieben. Figuren gestrichen. Erzähl­ stränge rausgenommen. Das war eine grös­ sere Reparatur, nicht der kleine Service.

Ihre Helden sind ein obdachloser Alko­ holiker und eine Tochter aus reichem Haus mit einer unglücklichen Familien­ geschichte – das steckt auch in Ihnen? Ja. Ich glaube, wir alle haben das in uns. Die Frage der Identität ist immer ein Thema in meinen Büchern: Wer bin ich, wer könnte ich auch noch sein?

Haben Sie inzwischen bereits im Kopf, was Ihre Frau sagen könnte, sodass nur der kleine Service nötig wird? Ich habe es schon im Kopf. Aber sie über­ rascht mich immer wieder von Neuem. Und sie hat immer recht – zum Glück. In Ihrem neusten Buch «Elefant» schreiben Sie über einen kleinen rosa Elefanten, der im Dunklen leuchtet. Wie kamen Sie auf das Thema? Ich bin nicht auf das Thema, sondern auf den Elefanten gekommen. Vor zehn Jahren, an einer Alzheimertagung in Tübingen, erwähnte ein Hirnforscher in einem Neben­ satz, dass es gentechnisch möglich wäre, einen winzigen rosa Elefanten zu erzeugen. Diese Vorstellung hat mich nicht mehr los­ gelassen. Ich dachte immer wieder, darüber könnte ich schreiben. Entstanden ist eine Abenteuergeschichte. In der Recherche haben Sie sich mit den Chancen und Risiken der Gentechnik und dem Wesen der Elefanten beschäftigt. Was hat Sie dabei besonders berührt? Die Frage der Würde eines solchen Lebewesens. So ein winziger Elefant fühlt sich wie ein Elefant. In meiner Vorstellung hat er dasselbe Auftreten wie die grossen Elefanten im Zoo oder in der Wildnis, bewegt sich gleich, hat dasselbe Selbstbewusstsein – und trotzdem ist er ein Huscheli.

Haben Sie eine Technik, wie Sie die Charak­ tere wachsen und Form annehmen lassen? Ich habe keine eigentliche Technik. Ich setze mich hin und schreibe. Das inspiriert mich

Zur Person

Vom Werber zum Denker Martin Suter (68) arbeitet seit rund 25 Jahren als Autor. Von 1992 bis Anfang 2004 schrieb der einstige Werber wöchentlich die Kolumne «Business Class» in der «Weltwoche», die auch in Buchform erschienen ist. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 1997 mit «Small World». Inzwischen hat er 13 weitere Romane geschrieben, die in 34 Sprachen übersetzt wurden. Seine Protagonisten werden meist durch eine besondere Begegnung aus der Bahn geworfen und finden sich mitten in einem Abenteuer wieder. Zahlreiche Titel wurden bereits verfilmt. Laut einer Ana­ lyse des Gottlieb­Duttweiler­Instituts gilt Suter als einer der wichtigsten Denker der Schweiz. Der auflagenstärkste Autor des Landes lebte 22 Jahre auf Ibiza und in Guatemala. Vor eineinhalb Jahren ist er mit seiner Frau Margrith Nay und seiner Tochter Ana nach Zürich zurückgekehrt.

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am meisten. Beim Erfinden einer Geschichte und Herausfinden, wie sie weitergeht, führe ich eine Art schriftliches Selbstgespräch. Das bringt etwas System in meine Gedanken. Vieles verwerfe ich wieder. Das ist fast der wichtigste Teil beim Geschichtenschreiben. Leiden Sie auch beim Schreiben? Nein, meistens macht es mir Spass. Ich leide höchstens, wenn ich nicht so weiterkomme, wie ich möchte. Da denke ich: Ich wäre froh, wäre es dann einmal geschafft. Meine Bücher werden nicht besser, je mehr ich leide. Für Ihre Bücher recherchieren Sie viel vorab. Wie ist das Verhältnis Recherche zu Schreiben? Schreiben ist schon der grössere Teil. Die Art Bücher, die ich schreibe, die Art Realis­ mus, die mir gefällt, setzt aber eine genaue Recherche voraus. Trotz meiner Bemühun­ gen erhalte ich immer wieder Briefe von Lesern, die mich korrigieren. Für den «Elefant» sind Sie in ein neues Milieu abgetaucht, in die Obdachlosen­ szene. Wie haben Sie das Vertrauen der Randständigen gewonnen? Das sind ziemlich unvoreingenommene Leute. Es gibt in der Stadt Zürich dieses wunderbare Angebot vom Verein Surprise: Obdachlose oder Leute an oder jenseits der Armutsgrenze führen durch ihr Zürich. Da habe ich teilgenommen. Einer der Ob­ dachlosen hat mir vor der Führung gesagt: Du kommst mir aber nicht in Schale! Sie wussten schon mit 16, dass Sie Schriftsteller werden wollten. Als Ihr erster Roman «Small World» erschienen ist, waren Sie fast 50. Warum hat das so lange gedauert? ( lacht) Das habe ich mich auch schon ge­ fragt. Mit 20 brauchte ich einen Beruf, von dem ich leben kann und der mir erlauben würde, auf eigenen Beinen zu stehen. Da ich nichts gelernt hatte, fiel mir nur eins ein: Schreiben. So stiess ich auf den Beruf des Werbetexters, den ich über viele Umwege ergriffen habe.


Welches Suter-Buch ist Ihr liebstes?

24 | MM3, 16.1.2017 | MENSCHEN

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Haben Sie die Idee zu Ihrem Buch «Small World» lange mit sich herumgetragen? Nein. Mein Vater starb in fortgeschrittenem Alzheimerstadium. Ich hatte nie im Sinn, darüber zu schreiben. Doch dann ging er immer weiter zurück in seine Vergangenheit und erinnerte sich plötzlich an Dinge, die er uns nie erzählt hatte. Wie den Spitznamen, den er als Kleiner hatte. Und er kannte alle Leute auf alten Bildern, mich aber nicht immer. Jahre nach seinem Tod dachte ich: Was wäre, wenn er in der Vergangenheit ein brisantes Geheimnis gefunden hätte? Wie könnte er es erzählen? So entstand die Idee zu «Small World». Ihre neueren Romane sind verglichen mit «Small World» sehr schlank und auf­ geräumt. Empfinden Sie das auch so? Das habe ich auch schon gedacht. Lese ich ältere Manuskripte, empfinde ich die Texte als sehr elaboriert. Das finde ich nicht im­ mer gut. Ich schreibe heute nicht schneller, eher langsamer. Mein Ziel ist die Reduktion. Als Werbetexter und Reporter gefielen mir Wortspielereien. Heute empfinde ich das als nicht sehr erzählerisch. Bei «Small World» war es für die Leser an­ spruchsvoller, der Handlung zu folgen. (lacht) Der Hauptvorwurf der Kritiker lau­ tete damals, das Buch sei anspruchslos. Es waren happige Kritiken: ein typisches Wer­ betexterbuch. Umso mehr freut es mich, dass sich das Buch in den letzten 20 Jahren rehabilitiert hat. Bestsellerautoren werden selten als Literaten gefeiert. Verletzt Sie das? Nein. Ich verstehe das. Es gibt Literatur­ kritiker, die finden, der Autor dürfe nicht auf den Leser schielen. Ich finde das über­ haupt nicht. Ich kommuniziere mit, ich schreibe für den Leser, den Leser Suter. Sie meinen Ihre Frau? Nein, eigentlich schreibe ich für mich – das, was ich gerne lesen würde. Ich bediene schamlos den Leser Martin Suter. Sonst würde ich mich ja langweilen. Im SRF­Literaturclub zu «Montecristo» sagte Kritikerin Christine Lötscher: «Mich hat die hölzerne und rhythmuslose Sprache gestört». Und Elke Heidenreich meinte: «Also, grosse Literatur ist das nicht». Was sagen Sie dazu? Kritiker kritisieren, ich schreibe – und ich würde nicht tauschen wollen. Hat Sie das nicht genervt? Genervt ja, doch schlimm ist das nicht. Ich nehme Kritik aber in der Regel schon ernst. Oft sage ich mir: Oh, da ist was dran, das sollte

ich mir überlegen. Das kenne ich von meinen Jobs in der Werbung und im Journalismus. Da gibt es dieses Mimosenhafte nicht, man arbeitet im Team. Und da heisst es auch mal: «Das ist doof». Texte sind nichts Heiliges.

Martin Suter ist derzeit der aufagenstärkste Autor der Schweiz.

Haben Sie unter Ihren Büchern ein bestimmtes Lieblingsbuch? Derzeit der «Elefant». Das aktuellste ist je­ weils mein Favorit, mein Baby. Aber meine Frau hat ein Lieblingsbuch. Immer wenn sie ein neues Buch von mir gelesen hat, sagt sie: «Es ist gut, aber nicht so gut wie ‹Die dunkle Seite des Mondes›.» Was gefällt Ihrer Frau an diesem Buch so gut? So genau habe ich das noch nie gefragt. Ich erinnere mich aber, dass ich ihr erzählt habe, dass ich an einem Buch arbeite, das über weite Strecken im Wald spielt. Später hat sie mir gestanden, dass sie damals gedacht habe: ganz schön langweilig. Vielleicht ist es die Überraschung, die sie für das Buch eingenommen hat. Sie leben seit eineinhalb Jahren wieder in der Schweiz: Wie fühlt sich das an? Sehr gut. Aber wir waren nicht völlig weg. In den vergangenen Jahren waren wir immer mal wieder in der Schweiz. Schliesslich sind Familie und Verlag hier. Warum sind Sie zurückgekommen? Wir haben 22 Jahre auf dem Land gelebt, jetzt wollen wir wieder mal an einem Ort sein, wo man ins Theater oder in die Oper gehen kann. Darum haben wir uns für Zürich entschieden. Dazu kam, dass unsere Tochter eine gute Schule und ein wenig stabilere Lebensumstände brauchte. Was vermissen Sie von Guatemala? Das Haus und die Leute, die nach dem Haus schauen. Sie haben Kinder, die auf unserem Grundstück geboren und aufgewachsen sind. Wir haben fast wie in einer Grossfamilie gelebt. Das vermissen wir.

Was hat sich in der Schweiz in den letzten 20 Jahren verändert? Dieser Graben. Ich meine nicht den Röstigraben, sondern die politische und gesellschaftliche Gespaltenheit des Landes. Das habe ich nicht so in Erinnerung. Selbst in den 68er­ oder den 80er­Jahren war das nicht so extrem. Auch der Graben zwischen Arm und Reich wächst, das ist aber ein weltweites Problem. Weshalb haben sich diese Gräben so vergrössert? Viel liegt an der Entdeckung des Share­ holder Values. Dass eine Fabrik heute bloss möglichst viel Geld erwirtschaften muss. Das Ziel ist nicht mehr, möglichst viele Leute in Brot und Arbeit zu halten. Das hat die soziale Kälte gefördert.

Im Ausland konnten Sie als Schriftsteller ziemlich anonym leben. In Zürich ist das wohl weniger so. Wie leben Sie damit? Auch meine Fischhändlerin in Ibiza hat eines Tages ein Buch zum Signieren unter dem Tisch hervorgezogen. Einmal hat mich sogar jemand in Myanmar angesprochen und ge­ fragt: «Sind Sie nicht dieser Schriftsteller?»

Wo früher Patrons waren, sind heute Manager am Ruder. Über diese Gattung Mensch schreiben Sie besonders gern. In meinem früheren Beruf habe ich viele Manager kennengelernt. Ich weiss, was sie motiviert und wie sie denken. Das Haupt­ motiv dieser Leute ist die eigene Karriere, das Wohlergehen der Firma ist bloss ein Abfallprodukt.

Ist Ihnen das lästig? Nein, es kommt ja auch nicht ständig vor. Auch in Zürich nicht. Angesprochen werde ich höchstens, wenn gerade ein neues Buch herausgekommen ist.

Haben Sie in Ihrem Freundeskreis noch Leute, die in Banken arbeiten? Ja, ich habe Freunde, die Banker und Ma­ nager sind. Manager waren übrigens meine treuesten Leser, in der «Business Class»­Zeit.


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MENSCHEN | MM3, 16.1.2017 | 25

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Warum haben Sie sich ausgerechnet an dieser Sorte Mensch festgebissen? Wenn ich mehr von der Welt der Medizin oder der Lehre verstehen würde, dann hätte ich wahrscheinlich etwas Ähnliches aus dem Spital oder der Universität geschrieben. Da gibt es die gleichen Intrigen und Egozentriker. Nach «Montecristo» sind Sie in Interviews zum Bankenplatz Schweiz befragt worden. Sie wurden fast als Finanzexperte gehandelt. Ich hoffe, dass ich jetzt nicht zum Experten für Gentechnik werde. Ich suche nicht nach einem Thema oder einer Botschaft, und ich will auch niemandem etwas beibringen. Aber klar: Es ist logisch, dass die Journalisten nicht nur über das Buch schreiben können. Wie fühlt man sich, wenn man plötzlich zum Experten wird? Manchmal ist es peinlich, weil ich ja keiner bin. Ich recherchiere, was ich für meine Geschichte brauche. Als Experte tauge ich nicht. Die «FAZ» hat Sie als nationales Gewissen der Schweiz bezeichnet. Laut einer Analyse des Gottlieb-Duttweiler-Instituts sind Sie unter den Top Ten der Denker hierzulande. Ach ja? Das müssen Sie mir schicken, damit ich es über meinem Schreibtisch aufhängen kann (lacht). Natürlich habe ich das lieber, als wenn man sagt, ich habe eine hölzerne Sprache. Aber eben: Man wird manchmal überschätzt und manchmal unterschätzt. Das ist das Schicksal von uns allen. MM

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Migros-Welt MM03

Zahl der Woche

13 000 000

13 Millionen Mal wurden letztes Jahr die Videos der Migros auf Youtube angesehen. Ein Ranking der «Handelszeitung» zeigt: Auf der Videoplattform ist die Migros das erfolgreichste Schweizer Unternehmen, das nicht global tätig ist.

Ein echter MigrosKlassiker: Mitarbeiterinnen der Midor verpacken in den 50er-Jahren Fasnachtschüechli.

Bild: zVg

Fasnachtschüechli

Sie sind die süssen Vorboten der Fasnachtszeit, die Fasnachts­ chüechli. Seit 1935 verkauft die Migros das hauchdünne Gebäck mit der klassischen Wellenform. An der Rezeptur hat sich seither nichts geändert. Haupt­ zutaten sind Mehl, Puderzucker, Eier, Sonnenblumenöl und ein wenig Kirsch für das Aroma. Der M­ Industriebetrieb Midor in Meilen am Zürichsee stellt täglich 900 000 Fas­ nachtschüechli her. Die Produk­ tion startet im Dezember und geht mit dem Basler Morge­ straich zu Ende.


30 | MM3, 16.1.2017 | MIGROS-WELT

Spendenaktion Dank der Grosszügigkeit der MigrosKundinnen und -Kunden kam bei der

Migros­Weihnachtsspendenaktion auch dieses Jahr eine beeindruckende Summe zu­ sammen. Der Verkauf von Schokoladeherzen brachte einen Erlös von über 2,8 Millionen Franken. Die Migros erhöhte den Spenden­ betrag um eine Million und konnte den Hilfs­ organisationen Caritas, Heks, Pro Juventute, der Winterhilfe und Pro Senectute einen Check über 3,82 Millionen Franken über­ reichen. Herbert Bolliger, Präsident der General­ direktion des Migros­Genossenschafts­Bundes (MGB), freut sich: «Unsere Kunden haben erneut ein starkes Zeichen der Solidarität mit bedürf­ tigen Menschen gezeigt. Dafür möchten wir uns bei allen Spendern herzlich bedanken.» Die Checkübergabe (von links nach rechts): Hugo Fasel, Caritas; Hanspeter Bigler, Heks; Katja Wiesendanger, Pro Juventute; Herbert Bolliger, MGB; Samuel Schmid, Alt­Bundesrat, Winterhilfe; Hansueli Siber, MGB; Werner Schärer, Pro Senectute.

Firmenübername

Preisbarometer

Aktuelle Preisänderungen

M-Industrie kauft Tessiner Fischmanufaktur

Die Migros erhöht die Preise bei verschiedenen Lachsprodukten. Grund dafür sind Produktionsrückstände bei einer gleichzeitig steigenden Nachfrage nach Lachs. Verantwortlich für die Produktionsprobleme sind unter anderem eine Rotalgen­ plage in Chile, Fischläuse in Norwegen und starke Stürme in Irland.

Das zur M-Industrie gehörende Gastrounternehmen Mérat & Cie AG

Ausgewählte Produkte

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LED Stripe 5 Meter RGB

45.00

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–11,6

Tonic Water, 50 cl

1.05

1.15

9,5

Tonic Water, 6 x 50 cl

6.00

6.60

10,0

Ginger Ale, 50 cl

1.05

1.15

9,5

Ginger Ale, 6 x 50 cl

6.00

6.60

10,0

Bitter Lemon, 50 cl

1.05

1.15

9,5 10,0

Bitter Lemon, 6 x 50 cl

6.00

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Anna’s Best MSC Canapé Lachs/Thon, 185 g

4.50

4.60

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Anna’s Best Polarbrot mit Lachs, 190 g

5.50

5.70

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5,1

Anna’s Best Laugensandwich mit Lachs, 140 g

4.90

5.00

2,0

* in Franken

übernimmt die Tessiner Fischmanufaktur Tipesca mit allen Mitarbeitern. Das 30­jährige Familien­ unternehmen Tipesca mit Hauptsitz in Monteceneri TI wurde per 1. Januar 2017 als eigenständiges Tochter­ unternehmen in die Mérat integriert. «Unsere Unternehmen pflegen seit Langem eine intensive Zusammenarbeit. Durch diese Übernahme kann ich das Fortbestehen und die Weiterentwicklung unseres Betriebes garan­ tieren», sagt Jaime Diaz, der Unternehmensleiter von Tipesca. Mit der Übernahme baut die Mérat & Cie. AG ihr Angebot im Fischbereich aus und verstärkt die logistische Kompetenz in der Südschweiz.


MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 31

Klipp und klar

«Mehr als eine Million Artikel»

M4Music

Bestes Musikvideo gesucht Musikclips von Bands sind aus der heutigen Alltagskultur nicht mehr wegzudenken. Die Solothurner Filmtage präsentieren Highlights des aktuellen Musikvideoschaffens auf der grossen Leinwand und nominieren fünf Clips für den Award «Best Swiss Video Clip». Zu sehen sind unter anderen Clips von Müslüm, Knackeboul, Aïsha Devi und Puts Marie. Das Programm ist eine Zusammenarbeit mit M4Music, dem Popmusikfestival des Migros-Kulturprozents, und der Fondation Suisa. Wer am 1. April am Festival M4Music den Preis entgegennehmen wird, bestimmen Publikum und Fans im Anschluss an die Nominierung per Online-Voting. «Best Swiss Video Clip» an den Solothurner Filmtagen:

Samstag, 21.1., 17.15 Uhr, Kino Canva Club; Mittwoch, 25.1., 16.45 Uhr, Kino Canva Blue

Florian Teuteberg

ist Chef und Mitbegründer der Digitec Galaxus AG.

1

Was steht den Kunden von Digitec Galaxus in diesem Jahr bevor? Unser Sortiment wird sich mehr als verdoppeln, von 500 000 auf über eine Million Artikel. Die Kunden werden zum Beispiel bei Möbeln, Sportartikeln und Schmuck noch mehr Auswahl haben.

Knackeboul auf der grossen Leinwand: Das Musikvideo des Rappers zu seinem Song «Abundzue» ist an den Solothurner Filmtagen zu sehen.

Blickfang

Leuchtende Augen im Migros-Bus Schicken Sie uns Ihr Migros-

Bild und gewinnen Sie einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken. Wenn auf Ihrem Foto ein Migros-Zusammenhang zu erkennen ist, sind Sie dabei. Hochladen: www.migmag.ch/blickfang

«Wenn ich früher bei meiner Tante in St. Gallen in den Ferien weilte, war der Besuch im Migros-Büsli immer ein Höhepunkt. Meine Augen leuchteten, wenn ich durch den Wagen schlenderte und mir etwas aussuchen durfte. Eine Erinnerung, die ich nie vergessen werde.» Maria Karl, Lutzenberg AR

Werden sich die Lieferzeiten weiter verkürzen? Ja, die Lieferungen werden noch schneller. Heute kommen Elektronikartikel am Tag nach der Bestellung bei den Kunden an. Das soll in Zukunft auch für viele andere Produkte gelten.

2

Sie denken über einen Standort in Berlin nach. Was wollen Sie damit erreichen? Wir schaffen zurzeit Hunderte von neuen Stellen – viele davon in der Software-Entwicklung. Dieser Ausbau geschieht vor allem in Zürich. Zusätzlich erwägen wir, die Software-Entwicklung durch einen Standort in Berlin zu verstärken. Details stehen aber noch keine fest.

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Die Migros ist Hauptaktionärin der Digitec Galaxus AG. Digitec.ch und Galaxus.ch


32 | MM3, 16.1.2017 | MIGROS­WELT

Erkältungen vorbeugen

«Ich lache viel»

Die Grippewelle rollt durch die Schweiz. Jetzt ist eine gute Vitaminversorgung besonders wichtig. Aber wie holt man sich die tägliche Dosis? Das Migros-Magazin hat sich auf der Strasse umgehört und eine Expertin befragt. Text: Leïla Rölli, Andreas Dürrenberger

Bilder: Matthieu Spohn, Christian Schnur

Lia Hoffmeyer (5), Schülerin, Biel BE

«Ich trinke Pfefferminztee, esse Orangen … und lache viel.»

Tipp

Mit Zitrus­ früchten durch den Winter Im Winter lohnt es sich besonders, Zitrusfrüchte zu essen: Sie sind reich an Vitamin C und gut für das Immunsystem. www.migros-impuls.ch

Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.

Véronique Deshayes (67), Pensionärin und Schauspielerin, Biel BE Martin Grambone (27), Ingenieur Elektrotechnik, Biel BE

«Ich esse viel Obst, um Vitamine zu tanken. Dabei kaufe ich nur saisonale Sorten, zurzeit sind das Äpfel, Orangen und auch einige Birnen. Ich jogge regelmässig – zwei- bis dreimal pro Woche, manchmal auch öfter. Das hängt ganz vom Wetter ab.»

«Ich leide an Vitamin-D₃-Mangel und nehme daher Nahrungsergänzungsmittel zu mir. Um so viel natürliches Vitamin D wie möglich zu tanken, gehe ich regelmässig an der Sonne spazieren, führe die Hunde meiner Nachbarn aus, mache Skilanglauf und fahre Tourenski. Ausserdem kaufe ich saisonales Obst. Ein Geheimtipp, um immer fit zu sein: Tun Sie das, was Sie lieben!»


MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 33

Annina Erb ist Leiterin Bereich Ernährung & Gesundheit beim Migros-Genossenschafts-Bund. Annina Erb Mohamed Jalloh (36), Bauarbeiter, Biel BE

«Um meinen Vita­ minhaushalt zu optimieren, esse ich viel Obst. Kiwis, Mandarinen und Orangen – einfach so, ohne sie zu­ zubereiten oder auszupressen.»

«Früchte und Gemüse möglichst frisch verwerten» Annina Erb, wie sorgen Sie für Ihre tägliche Vitamindosis? Beim Essen achte ich primär auf genügend Abwechslung und Ausgewogenheit. Lebenswich­ tige Vitamine und Mineral­ stoffe stecken ja nicht nur in Früchten und Gemüse, son­ dern auch in vielen anderen Lebensmitteln, zum Beispiel in Fisch, Milchprodukten, Nüssen, pflanzlichen Ölen oder Getreide. Winterzeit ist Erkältungszeit – welche Vitamine sind jetzt besonders wichtig? Damit das Immunsystem normal funktionieren kann, sind nicht nur Vitamine, son­ dern die gesamte Versorgung, auch mit Spurenelementen, Eiweiss, Fettsäuren und so weiter, entscheidend. Eine etwas speziellere Rolle nimmt dabei Vitamin C ein. Wissen­ schaftliche Studien haben er­ geben, dass bei einer Erkältung Vitamin C den Schweregrad und die Dauer der Symptome etwas mildern kann. Anders gesagt: Wer gut mit Vitaminen, beson­ ders mit Vitamin C, versorgt ist, hustet und schneuzt sich im Durchschnitt weniger und wird schneller wieder gesund.

Sophie Hamm (45), Erwachsenenbildnerin, Wehr (D)

«Für meine Tochter koche ich Ingwer­Honig­Tees mit Zitrone oder Orange, und wir essen Suppen mit saisonalem Gemüse. Ansonsten bewege ich mich viel: Ich gehe sehr gern im verschneiten Wald spazieren.»

Roh oder gekocht – welche Rolle spielt die Zubereitung? Knackige Salate, rohes Gemüse und frische Früchte oder Bee­ ren enthalten besonders viel Vitamine. Gewisse Inhalts­ stoffe von Gemüse werden aber durch das Erhitzen und Zer­

kleinern noch besser verfügbar. Deshalb dürfen auf dem Teller bissfest gegartes Gemüse, wärmende Gemüsesuppen oder bunte Gemüsegratins ruhig Hauptdarsteller sein, auch wenn bei der Zubereitung der Gehalt an gewissen Vita­ minen etwas abnehmen kann. Worauf muss man bei der Zubereitung achten? Grundsätzlich sollte man bei Früchten und Gemüse darauf achten, die Produkte möglichst frisch zu verwerten. Bei der Zubereitung ist es wichtig, die Produkte nur kurz zu waschen und dann mit möglichst wenig Wasser lediglich bissfest zu garen. Zu langes Garen und lange Warmhaltezeiten führen zu einem Vitaminverlust. Frisch oder tiefgekühlt – wie steht es hier um den Vitamin­ gehalt? Gemüse und Obst, das direkt nach der Ernte zubereitet wird, ist am nährstoffreichsten. Wird es gelagert, verringert sich der Gehalt an Vitaminen, da diese empfindlich gegenüber Wärme, Licht und Sauerstoff sind. Das Tiefgefrieren ist die schonendste Art der Haltbar­ machung und Lagerung von Lebensmitteln. Wenn Sie das tiefgekühlte Gemüse und Obst bei mindestens minus 18 Grad aufewahren und anschliessend schonend zubereiten, ist es fast so vitaminreich wie Frisch­ produkte aus dem Garten. MM


34 | MM3, 16.1.2017 | MIGROS-WELT

Ernährung

Die haben es in sich

Sie liefern zwar keine Energie, sind jedoch an lebensnotwendigen Vorgängen im Körper beteiligt: Vitamine und Mineralstoffe. Da sie unser Körper nicht selber herstellen kann, müssen wir sie über die Nahrung aufnehmen. Das sind die bewährten Lieferanten. Text: Nicole Ochsenbein Bilder: Yves Roth

Vitamin E Wichtig für den Zellschutz. Vitamin E wirkt antioxidativ und schützt so unsere Zellen. Gute Lieferanten: Sonnen­ blumenöl, Weizenkeime, Nüsse und Kerne

Vitamin D Wichtig für den Erhalt von Knochen, Muskelfunktion und Immunsystem. Es ist das einzige Vitamin, das der Körper mittels Sonnenlicht begrenzt selber herstellen kann. Gute Lieferanten: Lachs, Pilze und Eier

Styling: Mirjam Kaeser

Vitamin B12 Wichtig für den Energiestoffwechsel sowie für das Nerven­ und Immunsystem. Gute Lieferanten: Leber, Fleisch, Fisch und Eier

Magnesium Wichtig für die Funktion von Muskeln und Nerven und für den Aufbau und Erhalt der Knochen. Gute Lieferanten: Chiasamen, Leinsamen, Vollkorn­ produkte, Nüsse und Kerne

Folsäure Das Vitamin aus der B­Gruppe ist wichtig für das Immunsystem und die Wachstums­ prozesse im Körper. Frauen mit Kinder­ wunsch und Schwan­ gere sollten besonders auf eine ausreichende Versorgung achten. Gute Lieferanten: Spinat, Broccoli, Linsen, Weizenkeime, Nüsse und Kerne


MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 35

Wissenswertes

Vitaminpräparate: Sinn oder Unsinn?

Vitamin A und Provitamin A

Wichtig für die Augen und den Erhalt der Sehkraft. Auch im Immunsystem spielt das fettlösliche Vitamin eine wichtige Rolle. Gute Lieferanten: Rüebli, Aprikosen und Leber

Eisen

Wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Blut. Gute Lieferanten: rotes Fleisch, Vollkornprodukte, Keime, Samen, Nüsse und Kerne

Vitamin C Wichtig für das Immunsystem und den Zellschutz. Gute Lieferanten: Peperoni, Broccoli, Kiwi und Orange

Kalzium

Den Mineralstoff braucht unser Körper für den Aufbau und den Erhalt von Knochen und Zähnen. Gute Lieferanten: Hartkäsesorten wie Parmesan, Joghurt, Milch, Mandeln und weisse Bohnen

Der Vitamin- und Mineralstoffbedarf soll in erster Linie über eine ausgewogene Ernährung nach den Grundsätzen der Lebensmittelpyramide gedeckt werden. Entsprechende Präparate ersetzen eine gesunde Ernährung nicht. In gewissen Lebenslagen ist es jedoch nicht möglich, den Bedarf über die Nahrung zu decken – etwa in der Schwangerschaft oder bei veganer Ernährung. Dann ergibt es Sinn, die benötigten Stoffe wie Folsäure oder Vitamin B12 zusätzlich über ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Spezialfall Vitamin D Es ist das einzige Vitamin, das der Körper mittels Sonnenlicht selber herstellen kann. Im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung schwach ist, steigt das Risiko für einen Mangel. Da man Kleinkinder selbst im Sommer nur bedingt der Sonne aussetzt, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit, Kindern bis zum dritten Geburtstag Vitamin-D-Präparate zu geben.

Tipp

Mediterran ist Trumpf Ausgewogene Ernährung ist die beste Diät. Wir stellen den mediterranen Teller vor und zeigen, wie Sie einfach gesund essen können. www.migros-impuls.ch

Impuls ist die neue Gesundheitsinitiative der Migros.


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2. Tag, Freitag – Alba & Langhe Heute zeigen wir Ihnen zuerst Alba, die Stadt des weissen Trüffels und der hundert Türme. Später fahren wir durch das berühmteste Weinanbaugebiet der Welt, die Langhe. Wir besichtigen Schloss Barolo und sind zu Gast in einer bekannten Weinkellerei – inkl. Degustation und Imbiss. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Samstag – Turin Heute entdecken wir die königliche Hauptstadt des Piemonts – Turin. Freuen Sie sich auf kilometerlange prächtige Arkadengänge, barocke Palazzi, imposante Königspaläste, wunderschöne Kirchen und unzählige Geschäfte. Nachtessen im Hotel.

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1. Tag, Montag – Anreise & Mailand Fahrt im komfortablen Extrabus nach Mailand. Zeit für eigene Entdeckungstouren und zum Einkaufen. Weiterfahrt an den südöstlichen Gardasee. Nachtessen im Hotel.

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Sirmione-Bardolino ✓ Besuch in Mailand ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung

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2. Tag, Dienstag – Monaco Heute morgen fahren wir nach Monaco. Entdecken Sie dabei die pittoreske Altstadt und tauchen Sie in eine Welt voller Glamour und Lebensgefühl ein. Sie sehen den atemberaubenden Fürstenpalast (Aussenbesichtigung) und wandeln auf den Spuren Grace Kellys. Danach bleibt genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren.

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2. Tag, Dienstag – Nördlicher Gardasee Besuch des hübschen Örtchen Malcesine und der zauberhaften Altstadt Riva del Garda. Später besuchen wir eine Marmorfabrik und verkosten im Hinterland Grappa, Trentiner Käse und Brot. Nachtessen im Hotel. 3. Tag, Mittwoch - Südlicher Gardasee Am Morgen besuchen wir eine Olivenölmühle. Danach geht es weiter auf die Halbinsel Sirmione nach Bardolino. Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Donnerstag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.

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MIGROS­WELT | MM3, 16.1.2017 | 39

Gastronomie

Mehrweg für weniger Abfall Als erste grosse Schweizer Detailhändlerin bietet die Migros in ihren Restaurants und Take-aways Mehrweggeschirr an. Die stabilen Schalen helfen, Abfall zu vermeiden – und sie halten das Essen länger warm. Text: Andreas Dürrenberger

R

und 1,2 Millionen Menschen verpflegen sich jede Woche in den Restaurants und Take-aways der Migros. Ein Drittel der Kunden isst nicht vor Ort, sondern nimmt das Essen mit, etwa ins Büro, in die Schule oder den Park. Gegessen wird aus Plastikgeschirr, das nach Gebrauch im Abfall landet. Das geht auch anders. Ab sofort bietet die Migros eine umweltfreundliche Alternative an: Gegen ein Depot von 5 Franken erhält man sein Essen auf Wunsch in einer Mehrwegschale. «Mit dem neuen Mehrweggeschirr können unsere Kundinnen und Kunden mithelfen, Abfall zu vermeiden», sagt Jasmin Buchs, Projektleiterin Umwelt beim Migros-Genossen-

Bild: Jorma Müller

schafts-Bund. Nach dem Gebrauch gibt man das Mehrweggeschirr in den teilnehmenden Migros-Restaurants und -Take-aways ungewaschen zurück. Die Schalen und Deckel werden gereinigt und kontrolliert und können bis zu 100-mal wiederverwendet werden. Damit machen sie auch den höheren Materialeinsatz wett, der für die Produktion nötig ist. «Die Mehrwegschalen sind dicker und schwerer als Wegwerfgeschirr», sagt Jasmin Buchs. Aber auch wenn man die Produktion und den Abwasch in die Umweltbilanz miteinrechne, sei das Mehrweggeschirr deutlich umweltfreundlicher. «Ein Einweggeschirr wiegt 20 bis 40 Gramm. Bei 100 Menüs spart man mit dem neuen Geschirr also durchschnittlich drei Kilogramm

Kunststoff ein», rechnet Buchs vor. «Ausrangierte Exemplare werden zudem nicht weggeworfen, sondern rezykliert.» Ein weiterer Vorteil: Durch das hochwertigere Material bleibt das Essen länger warm. Übrigens ist das Mehrweggeschirr ein echtes Schweizer Produkt. Das Startup www.recircle.ch aus Bern, das auf Mehrweggeschirr für die Verpflegung unterwegs spezialisiert ist, hat die grünen Schalen zusammen mit der Migros entworfen. Die Produktion übernimmt die Kunststoffspritzerei Stefan Kälin AG in Einsiedeln. Den Strichcode am Boden, der für das Wiegen benötigt wird, bringen Mitarbeitende von Argo im Bündnerland an, einer Stiftung für die Integration von Menschen mit Behinderung. MM

Umweltfreundlicher Behälter: Migros-Mitarbeiter Marco Kunzmann ist begeistert.

Mehrweggeschirr

Gut zu wissen 174 Standorte der Migros-Gastronomie in der ganzen Schweiz bieten das Mehrweggeschirr an. Eine Liste und mehr Infos gibts hier: www.migros.ch/mehrweg Das Depot beträgt 5 Franken und wird

bei der Rückgabe zurückerstattet.

Das Mehrweggeschirr kann ungewaschen retourniert werden. Wer das Geschirr nicht am selben Tag zurückbringt, sollte es ausspülen. Schale und Deckel sind spülmaschinenfest und mikrowellen­ tauglich.


Typisch:

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Apulien und Amalfi • Busreisen

Komfortable Fauteuils in 3er Bestuhlung Grosszügiger Sitzabstand von 90 cm Kleine Gruppen, max. 30 Personen Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Chianciano Terme. Hinfahrt via Gotthardtunnel, Tessin, Chiasso, Mailand, Bologna zu unserem Übernachtungsort in Chianciano Terme. 2. Tag: Chianciano Terme–Amalfiküste–Maiori. Fahrt vorbei an Rom zum Golf von Neapel und auf die Halbinsel Sorrent. Am Nachmittag geniessen wir die Fahrt entlang der Amalfiküste, einer der landschaftlich schönsten Küstenstrassen der Welt. 3. Tag: Maiori–Matera–Torre Canne. Wir erreichen die malerisch gelegene Stadt Matera. Matera wird geprägt von der Unterstadt Sassi, deren Behausungen und Kirchen in den Fels geschlagen wurden. Geführte Stadtbesichtigung. 4. Tag: Torre Canne, Ausflug Ostuni– Alberobello–Castellana-Grotten. Besichtigung des mittelalterlichen Städtchens Ostuni und Weiterfahrt ins Gebiet der «Trulli». Besuch der Tropfstein-

höhlen von Castellana. Abendessen in einer typisch apulischen Masseria. 5. Tag: Torre Canne, fak. Ausflug Lecce– Salentinische Halbinsel. Lecce ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und wird wegen ihrer Architektur gern als das «Florenz des Barocks» bezeichnet. Geführter Stadtrundgang. Die Salentinische Halbinsel setzt die landschaftlichen Akzente. 6. Tag: Torre Canne–Castel del Monte–Vieste. Geführte Besichtigung des Stauferschlosses Castel del Monte und Weiterfahrt ins Städtchen Trani. Fahrt entlang der wild zerklüfteten Küste bis nach Vieste. 7. Tag: Vieste, Ausflug Gargano-Rundfahrt. Das Garganomassiv ist eine der hinreissendsten Landschaften Italiens. Der weite Horizont, die tiefen und geheimnisvollen Wälder und die zerklüftete Küste bilden eine einzigartige Kulisse. 8. Tag: Vieste–Fano. Heute nehmen wir den nördlichen Teil der Halbinsel Gargano in Angriff. Fahrt entlang der Küste via Pescara und Ancona bis nach Fano. 9. Tag: Fano–Schweiz. Fahrt via Bologna, Piacenza, Mailand, Tessin zu den Einsteigeorten.

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Unsere Leistungen · Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus – Spardaten mit Komfortklasse-Bus · Unterkunft in Mittel- und guten Mittelklasshotels · 8 x Halbpension, davon 1 x Abendessen in einer Masseria (4. Tag) · Ausflüge, Eintritte, Besichtigungen gem. Programm (ausg. fak. Ausflug 5. Tag) · Deutschsprechende Lokalreiseleitung (4., 6. Tag) · Audio-System auf Rundgängen · Erfahrener Reisechauffeur Ihre Hotels

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MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 41

Saisonküche

Kugeliger Geselle

Zart schmelzend, unaufdringlich und dankbar für aromatische Begleiter – so kann man den Charakter von Mozzarella und seinen Verwandten beschreiben.

Herausnehmen und sammeln!

Text: Claudia Schmidt

Pfiffige Rezepte mit dem weichen Liebling

Italien trifft Asien: Im Salat aus Mango, Mozzarella, Limette, Sojasauce und Erdnüssen ist Multikulti Trumpf.

Bilder & Styling: Christine Benz Rezepte: Regula Brodbeck, Annina Ciocco


42 | MM3, 16.1.2017 | MIGROS-WELT

Pasta für Puristen

Währschafter Seelenwärmer

Asiatische Vorspeise

Linguine mit Mozzarellaperlen und Salbei

Speck-Polenta mit Mozzarelline

Mango-Mozzarella-Salat mit Erdnüssen und Frühlingszwiebeln

Zutaten für 4 Personen 400 g Linguine Salz 5 EL Olivenöl 1 Bund Salbei 2 Knoblauchzehen ½ Zitrone Pfeffer 150 g Mozzarellaperlen, abgetropft 30 g geriebener Pecorino oder Grana Padano Zubereitung

Linguine in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgiessen und mit wenig Olivenöl vermischt warm halten. Inzwischen Salbei­ blätter von den Stielen zupfen, waschen und gut trocken tupfen. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Restliches Olivenöl in einer weiten Bratpfanne erwärmen, Salbei­ blätter und Knoblauch darin leicht knusprig braten. Einige Salbeiblätter beiseitestellen. Linguine in die Pfanne geben. Zitronen­ schale fein dazureiben. Zitrone auspressen, etwas Saft dazumischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In vorgewärmte Teller anrichten, Mozzarellaperlen und die bei­ seitegestellten Salbeiblätter darübergeben. Pecorino dazuservieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

Pro Person ca. 23 g Eiweiss, 24 g Fett, 72 g Kohlenhydrate, 2500kJ/600 kcal

Zutaten für 4 Personen 5g Butter für die Form 100 g Bratspeck 7 dl Wasser Salz 5 dl Milch 200 g feiner Polenta Maisgriess 1 ½ Bund gemischte Kräuter, z. B. Oregano, Salbei und Petersilie 1 Dose Cherrytomaten à 400 g 160 g Mozzarelline, abgetropft Salz, Pfeffer Zubereitung

Backofen auf 220 °C vorheizen. Eine Gratinform ausbuttern. Specktranchen in einer Bratpfanne langsam knusprig braten und auf Haushaltspapier abtropfen lassen, halbieren. Wasser aufkochen, salzen und Milch beigeben. Maisgriess einrieseln las­ sen, aufkochen und unter Rühren 2 Minuten zu einer cremigen Polenta kochen. Leicht abkühlen lassen. Kräuter fein schneiden, mit restlichen Zutaten zur Polenta geben und mischen. Mit Salz und Pfeffer abschme­ cken. In die Gratinform füllen. Gratin in der Ofenmitte ca. 20 Minuten überbacken. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 20 Minuten überbacken

Pro Person ca. 23 g Eiweiss, 22 g Fett, 48 g Kohlenhydrate, 2000 kJ/480 kcal

Zutaten für 4 Personen

½ 1 EL ½ EL 2 EL ½ TL

2 3 300 g 80 g

Limette süsse Sojasauce Sesamöl Rapsöl Cayennepfeffer, granuliert Salz feste Mangos Frühlingszwiebeln Mozzarella (2 Stück, abgetropft) geröstete Erdnüsse

Zubereitung

Limette auspressen. Limettensaft mit Sojasauce, Sesamöl, Rapsöl und Cayenne­ pfeffer verrühren. Mit Salz abschmecken. Mango schälen und in Streifen schneiden. Frühlingszwiebeln in mundgerechte Stücke schneiden. Mozzarellas vierteln und in längliche Stücke schneiden oder zupfen. Alles mit der Sauce vermischen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Salat anrich­ ten und mit den Erdnüssen servieren. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 10 Minuten ziehen lassen

Pro Person ca. 21 g Eiweiss, 32 g Fett, 23 g Kohlenhydrate, 1950 kJ/470 kcal


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MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 55

Mehr Rezepte auf

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Hintergrund

Rund um den Mozzarella Lagerung

Mozzarella ist eine be­ sondere Art von Frisch­ käse und sollte nicht lange gelagert werden. Die Kugeln lassen sich allenfalls in der Molke ein bis zwei Tage aufbe­ wahren. Zum Tiefkühlen eignet sich Mozzarella nicht. Verwendung

Mozzarella ist nicht nur für die berühmte Insa­ lata Caprese geeignet, er ist für viele andere Gerichte unerlässlich. In vielen Gratins über­ nimmt er eine kleine, aber feine Nebenrolle, ebenso auf der Pizza Margherita. Dickere Mozzarellastäbchen lassen sich gut frittieren. Beim Raclette sorgt Mozzarella für Abwechs­ lung zum klassischen Raclettekäse. Herstellung Anders als beim nor­ malen Käse, wird beim Mozzarella die Bruch­ masse – die dickgelegte Milch – abgebrüht, sodass eine elastische Masse entsteht. Diese wird zu langen Fäden ausgezogen. Die Fäden werden zu Kugeln geformt oder auch zu Zöpfen geflochten. Nach dem Abkühlen wird der Käse in Molke oder Salz­ lake eingelegt. Er ist dann nach nur drei Tagen bereit zum Verzehr. Tipp

Bild: StockFood

Ist Mozzarella in Molke eingelegt, muss man diese nach dem Öffnen der Packung nicht weg­ giessen. Sie schmeckt pur erfrischend oder gemixt mit Säften und Smoothies. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch

Wissenswertes

Frühreifer Italiener Während Gruyère, Sbrinz und Co. monate- oder gar jahrelang reifen, entfaltet der Mozzarella bereits nach wenigen Tagen sein ganzes Potenzial. Gerade deshalb ist er so wandlungsfähig. Büffelmozzarella

Scamorza

Der authentische Mozzarella wird aus Büffelmilch hergestellt. Das macht sich in der Konsistenz und im Geschmack angenehm bemerkbar. Der meiste Mozzarella, der produziert wird, besteht jedoch aus Kuhmilch.

Der geräucherte Kuhmilchkäse ist streng genommen kein Mozzarella. Da er aber auf ähnliche Art – auch aus gebrühtem Käsebruch – hergestellt wird, nennt man ihn oft in einem Atemzug mit dem Mozzarella.

Mozzarella Schon die Römer sollen im 1. Jahrhundert nach Christus einen Vorgänger des Mozzarella produziert haben. Damals allerdings aus Schafsmilch. Erst ab dem 16. Jahrhundert verwendete man Büffel­ milch. Kuhmilch ersetzte dann im 20. Jahrhundert die Büffelmilch, um der grossen Nachfrage nach dem Käse entsprechen zu können.

Burrata Mozzarelline Geschmacklich und von der Zusammensetzung her gibt es zwischen Mozzarella und Mozarelline keinen Unterschied. Der einzige ist tatsächlich nur die Grösse. Ihre mundgerechte Form macht Mozzarelline zu einem beliebten Fingerfood.

Diese Spezialität wird immer aus Kuhmilch hergestellt. Die hübschen kleinen Päckchen sind mit Rahm und ungeformter, weicher Mozzarellamasse gefüllt. Aus diesem Grund ist Burrata auch nur kurz haltbar.


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Nordkap mit Postschiff

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Ein wundervoller, reichhaltiger Mix von Stadt und Land mit angenehmen Tagesetappen. Altes Städtchen Helsingør mit dem mächtigen Schloss Kronborg, Schauplatz von Shakespeares „Hamlet“, gefolgt von einer Fährpassage nach Schweden. Entlang der Westküste über Halmstad zur zweitgrössten Stadt des Landes, Göteborg. Felszeichnungen bei Tanum. Küstenland mit verträumten, weissen Dörfern und Inselchen. Håverud, Geniestreich der schwedischen Industriegeschichte. Karlstad am schönen Vänersee. Wasserschloss in Örebro. Schloss Gripsholm am Mälarsee. Stockholm, die auf Inseln gebaute Hauptstadt. Trosa, bekannt aus Inga Lindströms Filmen. Pippi Langstrumpfs Heimat in Vimmerby. Altes Holzstädtchen Eksjö. Zündholzmuseum in Jönköping am Vätternsee. Glasreich Kosta Boda. Bosjö Kloster am Ringsee und als krönender Abschluss Kopenhagen. Preis p. P. inkl. Flug im Doppelzimmer Fr. 2490.Einzelzimmerzuschlag Fr. 445.-

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Der Schwerpunkt der Reise liegt bei der Küstenfahrt von der südlichen Hansestadt Bergen bis in die arktischen Gewässer des Nordkaps. Die neuen Schiffe bleiben, trotz gutem Komfort und vielen Annehmlichkeiten, Arbeitsschiffe. Getreulich laufen sie Hafen um Hafen an und vermitteln dem Beobachter so einen vielfältigen Einblick in das langgezogene Land Norwegen. Die Reise beginnt mit einer Rundfahrt in Oslo und schon am 2. Tag führt die Bergenbahn über das wilde Küstengebirge an die Atlantikküste. Die Reise führt oft durch Sunde, also ruhige Gewässer zwischen Inseln und Festland. Die alte Hauptstadt Trondheim liegt am Weg und die pittoresken Lofoten Inseln. Sie überschreiten den Polarkreis und erreichen das Nordkap, Ziel so vieler Reiseträume. Ganz neue Bilder zeigen sich auf der südwärts Reise. Rückflug ab Trondheim via Kopenhagen. Preis p.P. in Doppelkabine /-zimmer Fr. 5270.Zuschlag Einzelkabine /-zimmer Fr. 2685.Vollpension vom Frühstück am 2. Tag bis zum Frühstück am letzten Tag.

Malmø

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Begleitete Rundreise Västerås Karlstad ab/bis Zürich Flughafen Örebro Fredrikstad Stockholm und Kopenhagen und Nyköping Norrköping die schönsten Landschaften in Trollhättan Linköping Motala Südschweden

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Zwei Königsstädte Oslo

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MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 57

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An einer dunklen Tafel Schokolade hat sich im Kühlschrank ein weisslicher Belag gebildet. Ist dieses Produkt trotzdem noch geniessbar? Dieser weissliche Belag ist unbedenklich – Sie können die Schokolade also weiterhin geniessen. Beim Belag handelt es sich vermutlich um sogenannten Fettreif. Durch starke Temperaturschwankungen bei Transport oder Lagerung kann das Fett des Kakaobutters zwischen zwei Kristallformen wechseln. Die dabei entstehenden grösseren Kristalle gelangen an die Oberfläche der Schokolade und zerstören so den Oberflächenglanz. Dunkle Schokolade ist besonders anfällig für die Bildung von Fettreif. Der Belag hat keinen Einfluss auf den Geschmack und ist wie gesagt auch aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich. MM

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Reisedaten 2017 17. – 25. Juni 15. – 23. Juli 29. Juli – 06. August 1. Tag Schweiz – Hannover Anreise in die bekannte Messestadt Hannover. 2. Tag Hannover – Kopenhagen – Lund Reise nach Puttgarden zur Überfahrt nach Dänemark. Durch Lolland und Falster erreichen wir Kopenhagen. Auf einer Stadtrundfahrt lernen wir die Sehenswürdigkeiten der dänischen Hauptstadt näher kennen. Am Abend erleben wir die spektakuläre Fahrt über die Oeresundbrücke. 3. Tag Lund – Südschweden – Södertälje Wir durchfahren das von unzähligen Seen geschmückte Südschweden. Vielen wird diese idyllische Gegend bekannt vorkommen, spielen doch hier viele der populären Inga Lindström-Filme. Nach Besuchen im beliebten Gränna, im Freilichtmuseum von Gamla Linköping und im malerischen Trosa erreichen wir am Abend Södertälje.

4. Tag Stockholm Nach kurzer Fahrt erreichen wir Stockholm, die grösste Stadt Nordeuropas. Nach einer geführten Stadtrundfahrt bleibt noch viel Zeit, die schwedische Hauptstadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir dann unsere Kabinen auf einem modernen Fährschiff beziehen.

5. Tag Turku – Helsinki Am Morgen legt das Schiff in Turku an. Nach einer kurzweiligen Fahrt durch Südfinnland erreichen wir Helsinki. Auf einer Stadtrundfahrt zeigt man uns die Sehenswürdigkeiten der finnischen Hauptstadt. Danach bleibt auch genügend Zeit für eigenen Entdeckungen. Abends Einschiffung zur Überfahrt nach Schweden. 6. Tag Stockholm – Örebro – Oslo Nach der Ausschiffung Fahrt ins malerische Mariefred, wo auch das berühmte Schloss Gripsholm steht. Durch das Södermanland erreichen wir Örebro mit seinem beeindruckenden Renaissance-Schloss. Am Nachmittag Weiterfahrt entlang dem Vänernsee, dem grössten See Schwedens, und über Karlstad in den Raum Oslo. 7. Tag Oslo Nach dem Frühstück werden wir zur Stadtrundfahrt erwartet. Natürlich darf dabei ein Besuch des HolmenkollenGebiets ebenso wenig fehlen, wie ein Spaziergang durch den berühmten Vigelandspark. Auch für eigene Erkundungen und Besichtigungen ist genügend Zeit. Am Abend beziehen wir die Kabinen auf einem Fährschiff und geniessen dann die Fahrt durch den grandiosen Oslo-Fjord. 8. Tag Frederikshavn – Hannover Am Morgen legt das Schiff in Dänemark an. Wir durchfahren nun die Halbinsel Jütland und Schleswig Holstein, das nördlichste Bundesland Deutschlands und erreichen vorbei an Kiel und Hamburg wiederum Hannover. 9. Tag Hannover – Schweiz Rückreise in die Schweiz.

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MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 59

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Alles ein bisschen leichter Nach den opulenten Menüs an den Festtagen freut man sich wieder auf leichtere Kost. Vom Zmorge bis zum Apéro und Znacht bietet Léger eine passende Alternative zu herkömmlichen Produkten – selbst zu kalorienreichen wie Mascarpone oder Chips. Insgesamt sind es über 80 Artikel, die im Vergleich mindestens 30 Prozent weniger Kalorien, Kohlenhydrate oder Fett enthalten. Dazu zählen Backwaren, Brote, Molkerei-, Fleisch- und Wurstprodukte sowie Salzgebäcke und Desserts.

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Mit dem Proteinbrot zum Zmorge fängt der Tag gut an.

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Donau und Donaudelta mit dem Luxus-Flussschiff Excellence Melodia Ihr Reiseprogramm Donaudelta (10 Tage) – Route 1 Tag 1 Schweiz–Wien. Busanreise nach Wien. Die Excellence Melodia heisst Sie willkommen. Tag 2 Wien. Servus in Wien! Stadtrundfahrt* durch die charmante Donaumetropole mit den bekannten Sehenswürdigkeiten: Prater, das Riesenrad aus dem Filmklassiker «Der dritte Mann» oder der 137 m hohe Steffel, der Südturm des gotischen Stephansdoms. Schwelgen Sie nach Herzenslust in den Zeiten der Donaumonarchie.

Liebe Flussfahrt-Freunde Die Flusslandschaften der Donau kann man immer wieder neu entdecken. Keine Reise ist wie die andere. Die Donauländer auf dem Weg zum faszinierenden Delta am Schwarzen Meer erfinden sich immer neu. Auch das Wetter und die Jahreszeit zeigen den Fluss in stets neuem Licht. Ich freue mich, Ihnen heute zwei besondere Flussreisen anzubieten. Dies zu einem erstaunlichen Preis, denn mit der Excellence Melodia ist ein Flussschiff mit innovativer Twincruiser-Technik Ihre Gastgeberin. Willkommen auf der Donau. Wir, die Schweizer Schiffsreisenmacher der ersten Stunde haben zwei fantastische Routen für Sie kreiert. Flussreisen wo alles stimmt: Qualität, Service und Preis. Herzliche Grüsse, Ihr

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Tag 3 Budapest. Das malerische Budapest ist eine Stadt voller Lebensfreude. Die «Königin der Donau» entstand 1873 aus Buda und Pest. Begegnen Sie Budapests prachtvollen Bauten; Parlamentsgebäude, Kettenbrücke und Fischerbastei auf einer Stadtrundfahrt*. Tag 4 Mohacs–(Pecs). Ausflug nach Pecs am Fuss des Mecsek-Gebirges. Die zahlreichen Baudenkmäler verleihen dem Ort mediterranes Flair. Nach dem Mittag fährt Ihr Schiff weiter donauabwärts Richtung Belgrad. Entspannen Sie sich auf der Fahrt durch Kroatien und Serbien und geniessen Sie die Flusslandschaften. Tag 5 Belgrad. Vormittags Rundfahrt* durch die dynamisch-junge Hauptstadt Serbiens. Belgrad liegt am Zusammenfluss von Save und Donau. Nachmittags Ausflug in die idyllischen Landschaften um Topola und Oplenac (Fr. 35) mit Besichtigung der Kirche des HI. Georgs. Darin werden Sie wunderschöne Mosaikdarstellungen sehen.

Tag 8 Giurgiu–Oltenita. Ganztagesausflug nach Bukarest – in das «Paris des Ostens». Die Stadtrundfahrt führt vorbei an der Patriarchie, dem Parlamentsgebäude und dem Freiheitsdenkmal*. Mittagessen in typischem Restaurant. Tag 9 Tulcea–St. Georgs-Kanal/Donaudelta. Das weitverzweigte Donaudelta mit Wasserarmen, Inseln und Seen ist Heimat von vielen Vogelarten, darunter seltene Pelikane und Seeadler. Fahren Sie mit Ausflugsbooten zu diesem einzigartigen Naturparadies*. Das Donaudelta ist eine Welt für sich. Man kann die zahllosen Wasserarme, die von Seerosenteppichen bedeckten Seen und die einsamen Fischerdörfer nur mit dem Boot erkunden. Am Nachmittag passiert die Excellence Melodia den Stromkilometer Null der Donau. Der St. Georgs-Kanal ist der längste, windungsreichste und einer der schönsten Mündungsarme im Delta. Tag 10 Tulcea–Schweiz. Auf einem Ausflug entdecken Sie noch einmal die Welt des Donaudeltas. Anschliessend Flughafen-Transfer und Flug nach Zürich. Tulcea–Wien – Route 2

Reise in umgekehrter Richtung. Detailprogramm auf Anfrage. * Ausflugspaket

Tag 6 Passage Eisernes Tor. Tag an Bord. Die Excellence Melodia passiert das Eiserne Tor – ein Höhepunkt.

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Tag 7 Vidin. Sie besuchen heute Belogradschik*. Der Ort liegt fernab des Tourismus und Sie lernen viel Interessantes über Land und Leute von früher und heute. Inmitten einzigartiger Landschaft befindet sich die byzantinische Festung aus dem 6. Jh. Nach einer Besichtigung und einem Spaziergang kehren Sie nach Vidin auf Ihr Schiff zurück.

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Tag 1 Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Um 17:30 Uhr legt die Excellence Melodia ab. Tag 2 Melk–Wien. Morgens erreichen Sie Melk. Sie besichtigen das Benediktinerstift* mit seiner schönsten Barockkirche nördlich der Alpen. Entspannen Sie nachmittags an Bord. Abends Ankunft in Wien. Fahrt zum Heurigen (Fr. 35) oder Klassisches Konzert (Fr. 75). Tag 3 Wien. Servus in Wien! Stadtrundfahrt* durch die charmante Donaumetropole mit den bekannten Sehenswürdigkeiten Wiener Prater, das Riesenrad aus dem Filmklassiker «Der dritte Mann» oder der 137 m hohe Steffel. Nachmittags Ausflug ins Burgenland mit Weindegustation und Rundgang in Rust am Neusiedlersee (Fr. 20).

von Kelten, Römern, Deutschen, Magyaren, Juden und Slowaken geprägt wurde. Tag 7 Dürnstein. Dürnstein liegt inmitten von Weinbergen der Wachau. Rundgang* im Städtchen. Die Wachau sonnt sich in einem besonders milden Klima und heisst zu Recht Marillen- und Weinland. Mittags Weiterfahrt Richtung Passau. Tag 8 Passau–Schweiz. Am Morgen erreichen Sie Passau. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. * Ausflugspaket. Das Ausflugspaket kann nur im Voraus gebucht werden. Sie sparen mindestens 20%. Buchung einzelner Ausflüge an Bord möglich.

Donaudelta 10 Tage • Reisen Wien–Tulcea • Alleinbenützung Standard Mittel-/Oberdeck • Alleinbenützung Deluxe Kabinen • Königsklasse-Luxusbus • Ausflugspaket mit 7 Ausflügen Donau 8 Tage • Alleinbenützung Standard Mittel-/Oberdeck • Alleinbenützung Deluxe Kabinen • Königsklasse-Luxusbus • Ausflugspaket mit 6 Ausflügen

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Tag 5 Budapest–Esztergom. Das malerische Budapest erleben Sie vormittags auf einer Rundfahrt*. Sie besichtigen prachtvolle Bauwerke. Am Nachmittag Ausflug zum Donauknie (Fr. 45). Der Bus bringt Sie nach Esztergom zu einem Aussichtspunkt – ein herrlicher Blick auf das Donauknie erwartet Sie wie auch die Basilika von Esztergom.

Nicht inbegriffen • Auftragspauschale pro Person Fr. 20.– (entfällt bei Buchung über www.mittelthurgau.ch) • Persönliche Auslagen, Getränke, Trinkgelder, Ausflüge • Sitzplatz-Reservation Car 1.–3. Reihe • Kombinierte Annullationskosten- und Extrarückreiseversicherung auf Anfrage

Tag 6 Bratislava. Altstadtführung* in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, deren Geschichte und Gegenwart

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Excellence Melodia****+ Auf diesem elegant-luxuriösen Flussschiff erwartet Sie ein erholsames und besonders ruhiges Reisevergnügen dank innovativer Schiffstechnologie. Geräumige Decks, gute Küche im behaglichen Panoramarestaurant, Lounge mit Bar, Vinothek, Cigar-Lounge und der Wellnessbereich mit Whirlpool und Sauna bieten Ihnen alles für Ihr Wohlbefinden. Die grosszügigen Kabinen Standard 12 m² mit Sofabett und Deluxe 15 m² (mit trennbarem Doppelbett ) bieten viel Komfort. Mittelund Oberdeck-Kabinen sind mit französischem Balkon ausgestattet, die Kabinen auf dem Hauptdeck mit nicht zu öffnendem Fenster. Alle Kabinen mit WC/Dusche, Klimaanlage, Föhn, Safe, Stromanschluss 220 V.

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Unsere Leistungen

Tag 4 Budapest. Vormittags Ankunft in der Hauptstadt Ungarns. Ausflug* in die nahe gelegene Apajpuszta auf eine typisch ungarische Czarda. Am Abend Ausflug Budapest by Night (Fr. 40).

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62 | MM3, 16.1.2017 | MIGROS-WELT

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MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 63

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MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 65

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66 | MM3, 16.1.2017 | MIGROS-WELT

Ausbildung

Beförderung auf die Schnelle Die Migros in Naters wird drei Wochen lang von Lernenden geführt. Filialleiterin ist die erst 18-jährige Jenny Antonioli aus Niedergampel. Text und Bilder: Denise Jeitziner

N

atürlich wollen an diesem Nachmittag in der Migros-Filiale in Visp alle Arbeitskollegen von Jenny Antonioli wissen, warum sie denn heute vor der Kamera posiert. «Das ist wegen Naters. Ich gehe dort ein bisschen Chef spielen», sagt sie keck und lacht, ohne eine leichte Verlegenheit ganz verbergen zu können. Die 18-Jährige ist offensichtlich nicht jemand, der die grosse Aufmerksamkeit sucht oder schon immer davon geträumt hat, Chefin einer MigrosFiliale zu sein, ganz im Gegensatz zu anderen Lernenden. Höchstens der Gedanke, ihr Wissen eines Tages an andere weiterzugeben, findet die angehende Floristikexpertin verlockend.

Lernende ersetzen die Belegschaft

Trotzdem ist es Jenny Antonioli, die für die verantwortungsvolle Aufgabe ausgewählt worden ist: Die kommenden drei Wochen leitet die Niedergampjerin die Migros-Filiale in Naters – aber nicht etwa die eingespielte Belegschaft steht ihr dabei zur Seite, sondern einzig die Oberwalliser Migros-Lernenden des 2. und 3. Lehrjahres. Auch Jenny Anto-

niolis beide Stellvertreterinnen sind noch in der Lehre. Sie alle werden den Betrieb bis zum 4. Februar selbständig führen. Der eigentliche Filialleiter und sein Stellvertreter bleiben während des gesamten Projekts im Hintergrund und greifen nur im Notfall ein; die übrigen Mitarbeitenden sind derweil in anderen Migros-Filialen im Einsatz. Entscheiden ist schwierig

Jenny Antonioli wird also alles übernehmen, was an Aufgaben für eine Filialleiterin so anfällt: Das Geschäft morgens auf- und abends wieder zuschliessen, die Kassen bereitstellen, die Bestellungen überwachen oder bei allfälligen Reklamationen nach dem Rechten schauen. «Es wird sicher nicht einfach, den Überblick zu behalten. Aber alle sagen mir, dass sie Vertrauen in mich hätten, das schätze ich sehr.» Beim Gespräch über den unverhofften Einsatz als Filialleiterin wirkt Jenny Antonioli erstaunlich gelassen. So manch gestandene Mitarbeiterin hätte an ihrer Stelle wohl einige schlaflose Nächte hinter sich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die 18-Jährige auf die

Herausforderung «Chefsein» nicht vorbereiten konnte – wie auch? Die meiste Zeit ihrer Lehre verbringt sie im Floristikrayon der Migros in Visp; gelegentlich hilft sie in anderen Rayons aus, bei den Frischwaren, in der Haushaltabteilung oder beim Kundendienst. Für das Lernendenprojekt in Naters, das nach 2015 zum zweiten Mal im Oberwallis durchgeführt wird, kommt ihr das nun zugute. «Es ist sicher sehr hilfreich, wenn man als Chef über alles im Geschäft ungefähr Bescheid weiss. Aber ich werde mich auch auf meine Kolleginnen und Kollegen verlassen, die sich in ihren Stammrayons besser auskennen als ich, und darauf vertrauen, dass sie ihre Aufgaben selbständig und möglichst pflichtbewusst erledigen.» Sie werde versuchen, ihre Kameraden so gut wie möglich zu führen und keine nervende Chefin zu sein. Einzig das Entscheiden, das bereite ihr ein wenig Sorgen. «Ich wäge immer ewig das Pro und Kontra ab und habe am Ende doch Mühe, eine Entscheidung zu fällen. Es wäre super, wenn ich das in den nächsten Wochen verbessern könnte.» MM


MIGROS-WELT | MM3, 16.1.2017 | 67

Frédéric Favre ist Departementsleiter Human Resources bei der Migros Wallis. Drei Fragen an Frédéric Favre

«Wir machen aus Jugendlichen versierte Profis»

2

Frédéric Favre, inwiefern profitieren die Lernenden von diesem Projekt? Wir Erwachsene sind verant­ wortlich für ihre Entwicklung. Die Migros Wallis schafft die Möglichkeit, in einem wohl­ wollenden Kontext zu lernen und mit sehr viel Verantwor­ tung umzugehen. Die drei Wo­ chen erlauben es den Jugend­ lichen, in ihrer Lehre erheb­ lich vorwärtszukommen. Und warum wird ein solches Projekt durchgeführt? Die Ausbildung des Nach­ wuchses ist eine Investition in unser Humankapital. 70 Pro­ zent unserer Filialleiter waren Lernende bei der Migros Wal­ lis. Es ist normal, dass wir aus den Jugendlichen versierte Profis machen. Wenn die Jugendlichen uns am Ende der Lehre verlassen wollen, müssen wir ihnen eine sehr hohe Arbeitsmarktfähigkeit auf den Weg geben. Die Lehre erfolgreich abzuschliessen, ist gut. Danach eine Arbeits­ stelle zu finden, noch besser.

3

1 Eben noch Lernende im Rayon Floristik der

Migros in Visp und ab dem 16. Januar temporäre Filialleiterin in Naters: die 18-jährige Jenny Antonioli

2 In Visp durfte sie in den vergangenen Monaten auch in anderen Rayons aushelfen und sich somit wertvolles Basiswissen aneignen. 1

3 Jenny Antonioli sieht der Herausforderung gespannt, aber auch gelassen entgegen.

Was sind die Vorteile des Lehrbetriebs Migros Wallis? Wir bieten viele Ausbildungs­ wege an, nicht nur im Verkauf, und haben in den Berufsbil­ dungsdienst investiert. Auch unsere Lehrmeister haben wir ausgebildet. Die Jugend­ lichen sind von motivierten, kompetenten Personen um­ geben, die ihnen ihr Know­ how weitergeben können. Das macht die Stärke der Migros Wallis aus. MM


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hat zwei Buben, einen Mann, einen Job, einen Haushalt. Mal wäre sie gern mehr Leitwölfin, mal mehr Gandhi.

In der Kehricht­ verbrennungsanlage werden die Abfallsäcke vor der Verbrennung sortiert. Falsch!

Jesus bringt mich an meine Grenzen. Bei meinem ersten Erklärungs­ versuch war der Grosse knapp vier. «Jesus war ein ganz spezielles Kind. Als er gross wurde, hat er vielen Leuten geholfen und Kranke gesund gemacht.» «Mami, bist du das Jesuskind?», fragte er. Als die Kinder in der Kita einmal vom lieben Gott sprachen, blieb er still. Auf die Frage «Was, glaubst du, hat es im Himmel?» antwortete er: «Satelliten. Sie steuern das Gerät, das uns im Auto den Weg zeigt.» Nun kommt die Frage erneut auf. In einem Bergdorf weiht ein Geistlicher ein Gipfelkreuz ein und widmet es dem «Bruder, der vor 2000 Jahren gestorben ist.» «Ich komme nicht draus», sagt der Grosse. Und jetzt, was tun? 1, 2 oder 3? 1 2 3

«Ich komme auch nicht recht draus», sage ich ganz ehrlich. Beim nächsten Besuch in der Bibliothek werde ich ein Kinderbuch über Religion ausleihen. Ich zitiere Jesus aus der Bibel: «Meine Brüder sind die, welche das Wort Gottes hören und tun» (Lukas 8, 21). «Frag den Mann, der das eben gesagt hat», sage ich. «Er kann es dir erklären.»

Antwort 1: Ich finde, ich schaffe die Jesus­Challenge. Ein paar Bücher – und ich kann kindgerecht vermitteln, wie das jetzt genau ist mit dem Bruder, der vor 2000 Jahren gestorben ist, dem Vater im Himmel, den Eltern im Stall.

Illustration: Lisa Rock, Bild: René Ruis

Monica Müller (42)

Richtig oder falsch?

Abfallsäcke werden so verbrannt, wie sie in die Verbrennungs­ anlage kommen. Stoffe wie Batterien, PET­ und Glasflaschen oder Aludosen, die nicht in den Haushaltskehricht gehören, werden mit verbrannt. Bei dieser nicht fachgerechten Entsorgung gehen wertvolle Ressourcen verloren, die durch Rezyklieren wieder nutzbar würden. So kann ein hoher Anteil der Materialien aus gebrauchten Batterien wiederverwertet werden – sofern diese in den Recyclingpro­ zess gelangen. Dazu gehören wertvolle Metalle wie Zink, Eisen, Nickel und Mangan. Darum gilt:

Im Abfallsack nur den regulären Haushalts­ kehricht entsorgen. Der Abfallkalender oder die Website der Gemeinde geben Auskunft, was in den Abfallsack gehört und was nicht. Mehr Infos: www.abfall.ch

In Zusammenarbeit mit Pusch – Praktischer Umweltschutz www.pusch.ch


72 | MM3, 16.1.2017 | LEBEN

Gesundheit

Wickel wirken Wunder

Schon das Grosi wusste: Wickel sind gut für Körper und Seele. Nicht nur in der Erkältungszeit bringen diese sanften Helfer schnelle Linderung, sie sind auch sonst eine gute Alternative zu Medikamenten. Text: Inge Hess

Bilder: Filipa Peixero

W Tipp

Wie man der Grippe vorbeugt Häufig Hände waschen und

Ansammlungen von Menschen meiden – so kann man im Alltag der Grippe vorbeugen. Hat sie einen erwischt: Ab ins Bett! www.migros­im­ puls.ch

Impuls ist die neue Gesundheitsinitia­ tive der Migros.

enn die 6-jährige Eva erkältet ist, plagt sie oft auch Ohrenweh. Dann setzt ihre Mutter Agata Jakimowicz auf die Heilkraft eines Zwiebelwickels (siehe rechts). «Er wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend», so die 33-Jährige. Einzige Gefahr sei, dass man den Wickel zu heiss auflege. «Vorher unbedingt die Temperatur prüfen.» Den Zwiebelwickel lässt sie 20 Minuten einwirken, einmal täglich, solange die Ohrenschmerzen andauern. Zitronenwickel gegen Halsweh

«Wickel sind geradezu ideal für Kinder und ältere Menschen. Sie reagieren besonders positiv auf liebevolle Zuwendung. Das spielt beim Anlegen von Wickeln eine grosse Rolle und trägt wesentlich zur Genesung bei», sagt Bernadette Bächle-Helde, Pflegepädagogin und Autorin des Buchs «Heilsame Wickel». Ihr Favorit bei einer Erkältung ist der Zitronenwickel. «Er lindert Schluckbeschwerden und Halsschmerzen», so Bächle. Man legt etwa vier ½ cm dicke Zitronenscheiben auf ein Küchenpapier und macht daraus ein langes Päckchen. Dieser Wickel wird vorne von Ohr zu Ohr um den Hals gelegt. Um den Wickel kommt ein Geschirrtuch, dann wird er mit einem Schal fixiert und wirkt bis zu 30 Minuten ein. Bächle: «Verwenden Sie unbedingt Wickeltücher aus Naturmaterialien, Synthetiktücher könnten einen Wärmestau verursachen. Nach Abnahme des Wickels sollte man allgemein mindestens 15 Minuten ruhen.

Erst dann kann sich die Wirkung des Wickels richtig entfalten.» Gschwellti gegen Husten

Gegen Husten hilft eine schleimlösende Kartoffelauflage. Weichgekochte, heisse Kartoffeln in Küchenpapier wickeln, mit Tuch umhüllen, flach drücken und auf die Brust legen. Shirt darüberziehen und drauf lassen, so lange sie warm sind. MM

Im Spital

Von der Schulmedizin akzeptiert Inzwischen zeigen auch Stu­ dien die positiven Effekte von

Wickeln. So reduzierten Kohl­ wickel die Schmerzen von Pa­ tienten mit Kniegelenksarthrose. Ebenfalls gute Erfahrungen wur­ den mit Kümmelölauflagen beim Reizdarmsyndrom gemacht. Auch in Spitälern greift man vermehrt zu den natürlichen

Heilmitteln. Bianca Schaffert, Pflegeexpertin am Spital Lim­ mattal: «Häufige Anwendungs­ gebiete sind warme Heublumen­ wickel bei Rückenbeschwerden, kühlende Quarkkompressen bei Venenentzündungen und bei Wöchnerinnen nach Dammriss gefrorene Kompressen mit Lavendelöl.» Im Universitätsspital Zürich

kommen Wickel zur Symptom­ linderung bei Schwerkranken zum Einsatz.


LEBEN | MM3, 16.1.2017 | 73

Klassiker

Wohltuend für schmerzende Kinder­ ohren: Die kleine Eva geniesst den Zwiebelwickel.

Wadenwickel senkt Fieber «Der Wadenwickel ist

ein Klassiker, bei dem einige Punkte wichtig sind», so Matthias Rostock, Leiter Poliklinik des Universitätsspitals Zürich. «Fühlt sich der Patient sehr krank, sollte man nicht viel selbst behandeln, sondern den Arzt holen. Und wenn jemand Fieber wegen einer Blasenentzündung hat, würde ich auch keine kalten Wickel an den Waden machen.»

So gelingt der Wickel

1 Die Zwiebel wird geschält

und anschliessend in Viertel geschnitten.

3 Mit der Wölbung nach oben

aufs Küchenpapier oder Taschen­ tuch legen.

Man legt den Wickel erst an, wenn das Fie­

2 Die einzelnen Zwiebelschich­ ten werden sorgfältig voneinander

getrennt.

4 Das Ganze zu einem Päckli falten, sodass die Unterseite einlagig bleibt. Päckli platt drücken, damit etwas Zwiebelsaft herausgepresst wird.

ber nicht mehr steigt. «Wenn der Patient nicht mehr fröstelt und die Beine warm sind, dann kommt der Waden­ wickel zum Einsatz», so Matthias Rostock. Dazu erst ein Handtuch unter beide Waden legen, damit das Bett nicht nass wird. Dann zwei Geschirr­ tücher in kühles Wasser

legen, auswringen und um die Waden legen. Anschliessend zwei tro­ ckene Frotteetücher darüberwickeln und den Patienten leicht zu­ decken. Nach etwa zehn Minuten, wenn die Tü­ cher warm geworden sind, Vorgang – je nach Ansprechen der Körper­ temperatur − drei­ bis viermal wiederholen. «Wenn man sich unsi­ cher fühlt, immer auch einen Arzt drauf schau­ en lassen», so Rostock. Buchtipp

5 Wasser heiss werden lassen und das Päckli auf dem um­ gedrehten Deckel erwärmen.

6 Mit der einlagigen Seite aufs

Ohr legen (vorher Temperatur prüfen). Mit Tuch bedecken und Schal fixieren. Rund 20 Minuten einwirken lassen.

«Heilsame Wickel und Aufla­ gen» von Bernadette Bäch­ le­Helde und Ursel Bühring. Die Autorinnen liefern eine Schritt­für­Schritt­Anleitung für Wickel und zeigen, bei welchen Beschwerden wel­ cher Wickel angewendet wird und was man beachten sollte. Erhältlich auf www.exlibris.ch für Fr. 18.30


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Anne-Sophie Keller (27) glaubt

an Popkultur und den Sinn eines unvernünftigen Lebenswandels.

Doch dem ist nicht so. Diverse Studien zeigen, dass die Generation Y im Grunde total «bünzlig» ist. Angesichts der (zu) vielen Möglichkeiten sehnt sie sich nach Heirat und Ehe, Einfamilienhaus, Kindersegen und festen Strukturen. Von der Hippiebewegung von anno dazumal ist sie ideologisch meilenweit entfernt.

Die offene Beziehung ist bei genauerer Betrachtung nicht mehr und nicht weniger als Egoismus und die Angst, sich auf eine andere Person einzulassen. Es könnte ja schiefgehen; es könnte ja jemand Besseres kommen. Schlechte Voraussetzungen. Es erstaunt darum auch nicht, dass die meisten dieser polygamen Konstrukte früher oder später in Tränen, gebrochenen Herzen und enttäuschten Erwartungen enden. Doch was dann? Wie räumen wir dieses emotionale Chaos wieder auf? Die Lösung ist so hart wie einfach: Es braucht einen «reality check». Es braucht die Erkenntnis, dass «anything goes» eine Illusion war, dass man im Leben nicht alles haben kann und dass ein bisschen Verbindlichkeit manchmal notwendig ist. Weil der Hauptgewinn noch nie mit dem Mindesteinsatz kam. MM

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mit Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor, der Gedächtniskirche, dem Reichstag oder der Siegessäule. Schifffahrt über Havel und Wannsee nach Potsdam. Rundfahrt* durch die Residenzstadt und Spaziergang durch den Park von Sanssouci. 3. Tag Potsdam Schifffahrt über Templiner See, Schwielowsee, Grosser Zernsee, Göttinsee, Trebelsee und Plauer See und weiter auf dem Elbe-Havel-Kanal. 4. Tag Wolfsburg Ankunft in Wolfsburg. Es stehen Ihnen zwei Ausflüge zur Auswahl: Führung* durch die Autostadt mit ihrer Park- und Seenlandschaft. Alternativer Busausflug° in die Welfenstadt Braunschweig. Weiterfahrt. 5. Tag Hannover Rundfahrt* durch die Hauptstadt Niedersachsens. Besuch der barocken Herrenhäuser Gärten. 6. Tag Münster Ankunft in Münster. Rundfahrt* mit Rundgang durch die schönsten Winkel der Stadt. Weiterfahrt. 7. Tag Düsseldorf Abwechslungsreicher Rundgang* durch die Altstadt, auch «längste Theke der Welt genannt», und zur bekannten Königsallee «Kö». 8. Tag Köln Rundgang* durch die Altstadt mit den kleinen Gassen und dem weltberühmten Dom. Freier Nachmittag. Weiterfahrt gegen Abend. 9. Tag Mainz Beeindruckende Passage des «Romantischen Mittelrheins» mit der vielbesungenen Loreley. Rundgang* durch die Altstadt von Mainz mit ihren barocken Prachtbauten und Adelspalästen. 10. Tag Speyer Kelten, Römer, Salier-Kaiser und andere Herrscher prägten das Bild der 2000-jährigen Stadt Speyer, die Sie bei einem individuellen Spaziergang erkunden können. Lassen Sie am Nachmittag an Bord ihre Seele baumeln. 11. Tag Strasbourg Stadtbesichtigung mit Rundfahrt/-gang.* Münsterplatz, Gerberviertel «La Petite-France» mit Fachwerkhäusern oder das moderne Europaviertel zeigen die verschiedenen Aspekte der elsässischen Metropole. Weiterfahrt Richtung Basel. 12. Tag Basel Morgens Ankunft in der Stadt am Rheinknie. Ausschiffung, individuelle Heimreise.

Basel–Berlin

Gleiche Reise in umgekehrter Reihenfolge mit kleinen Anpassungen. MS Johannes Brahmsbbbk

Dieses speziell für die Wasserstrassen des Nordens und Ostens gebaute Schiff passiert dank geringer Breite und absenkbarem Fahrstand selbst schmale Schleusen und niedrige Brücken. Das Hotelschiff bietet 80 Passagieren bequem Platz. Sämtliche 40 Kabinen sind mit Dusche/WC, Föhn, Bordtelefon, TV, Kühlschrank, Safe und einer individuell regulierbaren Klimaanlage ausgestattet. Die Betten lassen sich auf Wunsch getrennt stellen. Die Panoramafenster sind nicht zu öffnen. Im Restaurant werden die Passagiere mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. Unterhaltung und Abwechslung finden Sie in der Lounge mit Bar. Vom teilweise überdachten Sonnendeck aus können die Gäste die vorüberziehenden Landschaften geniessen. WLAN gegen Gebühr. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt). Reisedaten 2017 Es het solangs het Rabatt Berlin–Basel Basel–Berlin 24.08.–04.09.* 400 04.09.–15.09. 400

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• Potsdamer Havel mit Havelseen • Berlin mit unzähligen Sehenswürdigkeiten • Dom- und Medienstadt Köln Unsere Leistungen • Kreuzfahrt mit Vollpension an Bord • Bahnfahrt 2. Klasse ab/bis CH-Wohnort, Basis ½-Tax-Abo, inkl. ICE Zuschlag und Platzreservation • Transfer Bahnhof Berlin Spandau–Schiff oder v.v. • Alle Schleusen- und Hafengebühren • Thurgau Travel Bordreiseleitung • Zugbegleitung An-/Rückreise Nicht inbegriffen: Versicherungen, Ausflüge, Getränke, Trinkgelder (Empfehlung € 5–7 p.P./Tag), Treibstoffzuschläge vorbehalten, Auftragspauschale Fr. 35.– pro Auftrag (entfällt bei Buchung über www.thurgautravel.ch) Preise pro Person in Fr. (vor Rabattabzug) 2-Bettkabine Hauptdeck hinten 2390 2-Bettkabine Hauptdeck 2490 2-Bettkabine Oberdeck 2890 Zuschlag Alleinbenutzung Hauptdeck 690 Zuschlag 2. Klasse ohne ½-Tax-Abo/GA 50 Zuschlag 1. Klasse mit ½-Tax-Abo/GA 85 Zuschlag 1. Klasse ohne ½-Tax-Abo/GA 150 Zuschlag Flug auf Anfrage Ausflugspaket (9 Ausflüge) 235 Annullations- /Extrarückreiseversicherung 73 Weitere Reisen mit MS Johannes Brahmsbbbk NEU Stralsund–Hiddensee–Rügen–Usedom– Stettin–Berlin 6 Tage ab Fr. 990.– (Rabatt Fr. 200.– abgezogen, HD hinten, VP) Reisedatum 2017 Es het solangs het Rabatt 19.08.–24.08. 200 NEU Berlin–Hannover–Bremen–Groningen–Amsterdam 11 Tage ab Fr. 1890.– (Rabatt Fr. 400.– abgezogen, HD hinten, VP) Reisedatum 2017 Es het solangs het Rabatt 15.09.–25.09. 400


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Compiègne–Paris

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Die unter Schweizer Flagge fahrende MS Swiss Ruby erfreut sich dank ihres luxuriösen Interieurs grosser Beliebtheit. Die 44 Aussenkabinen bieten Platz für 88 Gäste. Alle Kabinen haben eine Grösse von ca. 11,5 m² und sind mit zwei Betten, Dusche/WC, TV, Radio, Minibar, Safe, Föhn und individuell regulierbarer Klimaanlage ausgestattet. Auf dem Oberdeck haben die Kabinen französische Balkone, auf dem Hauptdeck sind die Fenster nicht zu öffnen. Auf dem Hauptdeck lassen sich die Betten auf Wunsch etwas auseinander stellen. Das Schiff verfügt über teilweise überdachtes Sonnendeck, einladenden Salon mit Tanzfläche und Panorama-Bar, eine kleine Bordboutique und grosszügiges Restaurant. Gratis WLAN nach Verfügbarkeit. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt).

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LEBEN | MM3, 16.1.2017 | 81

Mein Name ist Lill, und ich bin 12 Jahre alt.

Ich spiele nicht nur gern Baseball – auch andere Ballspiele wie Basketball gefallen mir. Zudem gehe ich in die Seepfadi und mache oft mit Freunden ab. Manchmal lese ich auch gern. Im Moment mag ich die Bücher aus der «Top Secret»­Reihe. Kochen mag ich eigent­ lich auch, aber danach ist die Küche meist nicht mehr zu gebrauchen.

Kinder

«Der kleine Ball ist schwer zu treffen»

Auf einer Reise in die USA hat Lill vor gerade mal zwei Jahren Baseball für sich entdeckt. Inzwischen hat das Supertalent mit seiner Juniorenmannschaft bereits den Schweizer-Meister-Titel geholt. Text: Andrea Fischer Bilder: Gabi Vogt «Mein Vater hat schon immer Baseball gespielt und sich Spiele angeschaut. Vor rund zwei Jahren reisten wir in die USA. Dort habe ich ihn an einen Match begleitet, und der Virus hat mich gepackt. Als wir zurückkamen, fing ich ebenfalls an, Baseball zu spielen. Bis heute kenne ich nicht alle Regeln. Doch das macht nichts; es sind sehr viele, und man lernt sie nach und nach.

Mein Klub

Ein Händchen fürs Fangen und Werfen Baseball ist ein spannender und nicht ganz

einfacher Sport. Du brauchst eine Begabung darin, den kleinen Ball zu fangen, zu werfen (catch und throw) und mit einem Baseball­ schläger umzugehen. Unter swiss­baseball.ch findest du einen Klub in deiner Nähe. Ich bin Mitglied der Zürich Challengers.

Eigentlich ist Baseball eine Art Mattenlauf, einfach mit einem kleinen Ball. Und der ist schwer zu treffen. Am Anfang ist es mir nicht gelungen, aber dann wurde ich immer besser, und in­ zwischen habe ich die Angst vor dem Ball verloren. Zur Grundausrüstung gehören Schläger, Ball, Handschuh und Schlaghelm.

Ich spiele in einer gemischten Mann­ schaft und war bis vor Kurzem das ein­ zige Mädchen. Natürlich gibt es immer mal wieder Sprüche von den Jungs. Aber mir ist das egal, sie sind nicht böse gemeint. Was mich besonders freut: Diesen Sommer wurde ich mit unserem U12-Team Schweizer Meister. Und ich habe im Finale das letzte Out gemacht. (Nach drei Outs verliert die gegnerische Mannschaft das Schlagrecht, Anm. d. Red.)»

Das ist ein Baseball­ und Softballklub für Kinder und Erwachsene. Bei uns spielen mehrere Teams in verschiedenen Ligen. Die Challengers wurden auch schon mehrmals Schweizer Meister im Baseball. Wer bei uns spielen will, muss drei Mal für ein Probetraining kommen. Mehr Infos zum Klub: www.challengers.ch


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Moher. Mit Wetterglück sehen wir die Aran Inseln und die Connemara-Berge. 8. Tag: County Clare–Dingle–County Kerry. Ausflug auf die Dingle Halbinsel, im Südwesten Irlands, mit ihren farbenfrohen Dörfern und der grossartigen Landschaft. 9. Tag: County Kerry, Ring of Kerry (fak.). Die Panoramafahrt Ring of Kerry entlang der Küsten und durch den Killarney Nationalpark ist ein Höhepunkt unserer Reise (fakultativ, Durchführung mit lokalem Bus). Siamsa Tire Theater (fak.): Darbietung des National Folk Theatre of Ireland (fak., Vorausbuchung notwendig). 10. Tag: County Kerry–Kilkenny–Dublin. Fahrt ins mittelalterliche Kilkenny. Wir besuchen das direkt am Fluss erbaute Kilkenny Castle mit Garten. 11. Tag: Dublin und fak. Guiness Storehouse. Stadtrundfahrt in Dublin. Fakultativ: Besuch der original Guiness-Fabrik inkl. eine frische Pint Guiness und PubLunch. 12. Tag: Dublin–Holyhead – Einschiffung. Schiffspassage nach Holyhead und Busfahrt nach Hull. Abends Einschiffung in Hull und Übernachtung an Bord. 13. Tag: Rotterdam–Schweiz. Ausschiffung in Rotterdam und Rückfahrt in die Schweiz.

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Unsere Leistungen · Fahrt mit Königsklasse-Luxusbus · Unterkunft in Mittel- und guten Mittelklasshotels · Mini-Kreuzfahrt gem. Programm, Doppel-Innenkabine (Betten übereinander) · Tages-Schiffspassagen gemäss Programm · Mahlzeiten: – 9 x Halbpension in den Hotels – 1 x Frühstücksbuffet (11. Tag) – 2 x Schiffspassage mit Frühstück · Ausflüge, Eintritte, Besichtigungen gem. Programm (ausg. fak. Ausflüge) · Deutschsprechende Lokalreiseleitung in Irland · Audio-System auf Rundgängen · Erfahrener Reisechauffeur Ihre Hotels

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Dublin - Hauptstadt der Republik Irland

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Florian (8), Kaltbrunn SG

Mein Geld kommt meistens aus dem Bancomaten. Meine Bank bewahrt es dort für mich auf. Deine Eltern holen es wohl auch von einer Bank. Damit es auf die Bank kommt, müssen es die meisten Leute erst einmal ver­ dienen. Wir leisten Arbeit, und dafür bekommen wir Geld. Es gibt Bargeld in Form von Banknoten oder Münzen. Es gibt aber auch sogenanntes Buchgeld. Das kann man nicht anfassen. Stelle es dir als Zahlen vor, die es nur in den «Büchern» oder Computern der

Banken gibt. Davon gibt es weltweit zehn Mal mehr als vom Bargeld.

bloss einen Kaugummi. Sonst werden wir nicht satt.

Und ständig «machen» die Banken neues Geld – obschon sein Wert nicht wirklich gesichert ist. Wie erstaunlich ist es doch, dass die meisten Leute diesem System vertrauen. Beim Geld ist das Ver­ trauen entscheidend. Wir müssen uns auf den Wert unseres Geldes verlassen können. Steht auf der Note «20 Franken», vertrauen wir darauf, dass wir dafür ein ganzes Mittagessen bekommen und nicht

An meinem Kühlschrank klebt eine veraltete Note. Sie hat den Aufdruck «200 Milliarden», aber sie ist nichts mehr wert. Sie er­ innert mich daran, dass Geld seinen Wert verlieren kann. Da frage ich mich: Was gibt es, das auf Dauer ganz sicher an Wert gewinnt? Gut gelebte Stunden, zum Beispiel. MM

Eine Mutter erklärt die Welt:

Journalistin Gabriela Bonin (49) beantwortet Kinderfragen.

*Hast du auch eine Frage zu einem aktuellen Thema? Dann sende eine E-Mail an: kinderfragen@migrosmedien.ch

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Rätse lspa ss Hugo zu Nina: «Ich mag keinen Käs e mit Löchern!» Antwortet Nina: «Dann iss doch den Käse und lass die Löcher liegen.» r Lehrer weckt Leo schläft im Unterricht. De stellen, dass das ihn: «Ich kann mir nicht vor en ist!» Darauf laf der richtige Platz zum Sch n nur leiser sse Leo: «Es geht schon. Sie mü sprechen!» Hugo: «Warum legst du deinen Teddy in den Kühlschrank?» Nina: «Weil ich einen Eisbären haben will!» Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

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Hugo hat sich ein kleines Spiel einfallen lassen. Er hat im nebenstehenden Buchstabensalat diverse Begriffe rund um das Badezimmer versteckt. Findest du alle zehn Wörter? Sie können waagrecht (von links nach rechts) und senkrecht (von oben nach unten) versteckt sein. Kreise sie ein.

B S A O A U

L

N Q E

Q P

Z W A S S

A

I

M A

I

P M S O Ä A

T

E

V

E

I

S

A G U C

F

E

F

E

A D U S

R W B P

J

D

C H

E

X

E

R H D W M W V

B

L

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Z

Ä H N

E

P U

T

Z

Z

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L

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E Q N

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R A S

Y W

A D Ä A G H A

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Mo. 30.10.17 Di. 31.10.17 Mi. 01.11.17 Do. 02.11.17 Fr. 03.11.17

Mo. 09.10.17 Di. 10.10.17 Fr. 13.10.17 Sa. 14.10.17 So. 22.10.17 Mi. 25.10.17 Do. 26.10.17 Mo. 30.10.17 Di. 31.10.17

Nachtfahrt nach Venedig. Ankunft, Einschiffen, Katakolon, Griechenland Kreta, Griechenland Eilat, Israel Akaba/Petra, Jordanien Port Viktoria, Seychellen Port Louis, Mauritius La Possession, La Reunion Durban, Südafrika, grosse Stadtrundfahrt, Rückflug mit Emirates Ankunft am Mittag in Zürich

*nicht erwähnte Tage sind Seetag

Ihr komfortables und modernes Schiff verfügt über 3 Restaurants, diverse Bars, 2 Swimmingpools, 2 Jacuzzis, grosser Wellness- und SpaBereich, Fitnesscenter, Joggingpfad, Theater, Kasino, Internet-Bereich, Diskothek und Einkaufsgalerie. Die 980 Kabinen verfügen über Dusche/ WC, Fön, Safe, Klimaanlage, TV/Radio, und Minibar. Die MSC Sinfonia wurde 2005 in Dienst gestellt und 2015 umfassend renoviert.

Stadtrundfahrt Durban Ithala Reservat Tag in Swaziland Krüger Nationalpark Fahrt entlang der Panoramaroute Sa. 04.11.17 Pretoria und Johannesburg, Rückflug So. 05.11.17 Am Mittag Ankunft in Zürich Mindestteilnehmer 15 Personen Preis im Doppelzimmer CHF 895.– pro Person

Einfaches Reisen Schweizer Bürger benötigen einen Reisepass, der mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum gültig sein muss. So viel ist inbegriffen: • Busanreise SchweizGenua, Erlebnis-Kreuzfahrt • deutschsprachige Bordhostess • Vollpension an Bord, bis zu 6 Mahlzeiten täglich • Linienflug mit Emirates • Verlängerung Krüger Nationalpark mit erfahrener deutschsprachiger Reiseleitung. Nicht inbegriffen: • Getränke und persönliche Auslagen • Landausflüge • oblig. Serviceentgelt (€ 10,-p.P./Tag, wird an Bord belastet) Annullationskostenversicherung • Reservationsgebühr Fr. 15.- pro Person.

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LEBEN | MM3, 16.1.2017 | 85

Leserangebot Fr. 100.– Rabatt auf die Schneeschuhe «Denali Ascent» von MSR

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Bestellen und profitieren Dank einfacher Riemenbindung lassen sich die Schneeschuhe fast an jedem Schuh sicher befestigen.

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Pure Schneewanderlust Sie lieben es, Winterlandschaften abseits der Pisten zu erkunden? Als Leserin und Leser des Migros-Magazins profitieren Sie beim Kauf der Schneeschuhe «Denali Ascent» auf Galaxus.ch von 100 Franken Rabatt.

G

litzernder Schnee, der sanft unter den Füssen knirscht, die Sonne im Gesicht, den Wind im Nacken und eine bezaubernde, unberührte Landschaft rings­ herum: Wer schon einmal eine Schneewanderung unternommen hat, weiss das intensive Natur­ erlebnis mit Entspannungsgaran­ tie zu schätzen. Wobei die Wahl des richtigen Schuhwerks eine wichtige Rolle spielt – erst recht, wenn die Tour durch die Bergwelt führt: Es kommt auf Trittsicher­ heit und Bequemlichkeit an. Die «Denali Ascent» von MSR sind hochwertige Schneeschuhe

aus Kunststoff, die sich für jede Art von Geläuf eignen – auch wenn sie speziell für das Klettern ent­ wickelt wurden. Sie verfügen über stählerne Bodenhaftungsleisten mit Zähnen sowie über Televator­ Steighilfen. Ihr modulares Design ermöglicht ein unkompliziertes Anbringen von Tragflächen­ verlängerungen beim Wandern. Sicherer Halt in steilem Gelände

Dank einfacher Riemenbindung lassen sich die «Denali Ascent» leicht einstellen und passen auf fast jeden Schuh. Das gilt sogar für Snowboardboots. So haben auch Einsteiger keine Probleme mit

dem Handling. Steigzacken aus Stahl sorgen für einen sicheren Halt auf festem Schnee sowie in steilem Gelände. Um anspruchs­ volle Hänge, die sich nicht in Serpentinen bewältigen lassen, gefahrlos begehen zu können, sind sie mit ausklappbaren Steig­ hilfen ausgestattet. Eine praktische Ausrüstung, die auch für Snowboarder interes­ sant ist: Zunächst erklimmen sie – mit ihrem Sportgerät auf dem Rücken – den noch unberührten Hang mit Schneeschuhen. An­ schliessend können sie mit dem Freeride­Board durch den Pulver­ schnee hinabsausen. MM

Leserinnen und Leser des Migros-Magazins profitieren auf www. galaxus.ch/schneeschuh von Fr. 100.– Rabatt auf die Schneeschuhe «Denali Ascent» von MSR und bezahlen Fr. 149.– statt 249.–. So profitieren Sie:

Geben Sie beim Bestellprozess unter «Zahlung» den Gutscheincode «SCHNEESCHUH» ein. Der Rabatt von Fr. 100.– wird direkt abgezogen. Die Vorteile des Schneeschuhs:

• einfache Riemenbindung, die auf fast jeden Schuh passt • ausklappbare Steighilfe für steile Direktanstiege • geeignet für Einsteiger und Fortgeschrittene Das Leserangebot ist gültig vom 16. bis 29. 1.2017

(nur solange Vorrat). Weitere Infos und Bestellung: www.galaxus.ch/schneeschuh


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Ihr Reiseprogramm

kristallklarem Wasser und Sonnenschein das ganze Jahr hindurch.

26.11. Schweiz - Venedig. Anreise per Bus. Einschiffung und Abfahrt um 17.00.

16.12. St. Thomas (Charlotte Amalie) 09.00 - 20.00. Paradiesische Wärme, weisse Strände, türkisblaues Wasser und ein wahres Einkaufsparadies. Dies erwartet Sie auf der Karibikinsel St. Thomas.

26.11.2017 - 21.12.2017

27.11. Bari (Italien) 14.00 - 20.00. 28.11. Korfu (Griechenland) 08.00 - 13.00. Die „grüne Insel“ im Ionischen Meer lädt zum Verweilen ein. Eine herrliche Aussicht hat man in der Stadt vom höchsten Punkt der Alten Festung von Korfu oder im Landesinneren vom Pantokrator, dem höchsten Berg der Insel. Korfu

29.11. Messina (Italien) 08.00 - 13.00. Von Messina aus hat man die Gelegenheit, Europas höchsten und berühmtesten Vulkan, den Ätna, zu sehen und die Silvestri-Krater zu besteigen.

09.00 - 16.00. Marseille bleibt seinen eigenen Traditionen und Kulturen treu. Das zeigt sich vor allem in der Lebensart der Menschen und in den vielen Museen, Theatern und Opernhäusern. 4.12. Malaga (Spanien) 08.00 - 18.00. In Malaga erwarten Sie nicht „nur“ ein mediterranes Klima und schöne Sandstrände, die spanische Stadt hat durchaus mehr zu bieten. 6.12. Lanzarote (Spanien) 09.00 - 20.00. Das ursprüngliche Fischerstädtchen Arrecife bietet maritimes Flair, verwinkelte Gassen und eine lebhafte Innenstadt in Einem. Die schwarzen Sandstrände aus Lavagestein sind das Wahrzeichen der Insel. Antigua

7.12. Teneriffa (Spanien) 08.00 - 17.00. Erkunden Sie die landschaftliche Schönheit der Insel, unter anderem die schroffen Felsen an der Küste. 8.12. - 13.12. Überquerung des Atlantiks. 14.12. Guadeloupe (Pointe-à-Pitre) 08.00 - 23.00.

1.12. Savona (Italien) 08.00 - 17.00. 2.12. Marseille (Frankreich)

Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

20.12. Fort Lauderdale / Miami (USA) 06.00. Ausschiffung und Transfer zum Flughafen inklusive Stadtrundfahrt. Rückflug mit Swiss nach Zürich.

l

Eigene Schweizer Reiseleitung*

21.12. Ankunft in Zürich.

l

Busfahrt Schweiz - Venedig

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Krreuzfahrt mit Vollpension

l

4 Nächte an Bord 24

l

Gala-Dinner

l

Stadtrundfahrt in Miami

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Flug mit Swiss Miami - Zürich in Economy Class

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Alle Transfers

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Flug-/Hafentaxen

(Seetage nicht erwähnt)

Inbegriffene Leistungen

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Attraktives Nachprogramm

3 Tage Miami

20.12. Fort Lauderdale / Miami (USA) 06.00. Ausschiffung und Transfer in Ihr Hotel inklusive Stadtrundfahrt. Übernachtung.

30.11. Civitavecchia / Rom (Italien) 08.00 - 18.00. Es gibt kaum eine Stadt, die so viel an Geschichte, wunderschönen Ruinen und kaiserlichen Tempeln zu bieten hat. Malaga

17.12. San Juan (Puerto Rico) 07.00 - 15.00.

15.12. Antigua (St. John‘s) 09.00 - 18.00. Ein tropisches Paradies! Diese Insel präsentiert sich mit 365 wunderschönen, von Palmen gesäumten Stränden,

044 289 81 81

Ideales Reisedatum

21.12. Miami (USA). Tag zur freien Verfügung. Optionaler Ausflug in die Everglades (fakultativ CHF 59.pro Person). Übernachtung.

26.11.2017 - 21.12.2017

22.12. Miami (USA). Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Swiss nach Zürich.

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23.12. Ankunft in Zürich.

Ihr Schiff: Costa Deliziosa

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Baujahr 2010 • Deutschsprachige Bordhostess • 294 Meter lang / 32 Meter breit • 16 Decks • 1‘130 Kabinen • 13 Bars • 4 Restaurants • 3 Swimmingpools • 4 Whirlpools • Wellness- & Spa-Bereich • Casino • Theater

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General-Wille-Str. 10, 8002 Zürich info@cruisetour.ch

*Eigene Schweizer Reiseleitung ab 40 Teilnehmer | 1Kabinen teilweise mit Sichteinschränkung | Nicht inbegriffen: Persönliche Ausgaben, Serviceentgelt auf Dienstleistungen an Bord, Trinkgelder an Bord (ca. 10 Euro pro Person / Nacht), Visumgebühr für USA (ESTA), Annullationskostenversicherung, fakultative Landausflüge während der Kreuzfahrt, Auftragspauschale CHF 20.- pro Person (maximal CHF 40.- pro Dossier)


LEBEN | MM3, 16.1.2017 | 87

Kreuzworträtsel

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken …

Gesamtwert 750 Franken!

… oder eine von 5 MigrosGeschenkkarten im Wert von je 50 Franken für das grün eingefärbte Feld! Tel. Wählen Sie die 0901 560 065 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD5, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS) Chancengleiche WAP-Teilnahme ohne Zusatzkosten http://m.vpch.ch/MMD12315 (gratis übers Handynetz) Teilnahmeschluss: Sonntag, 22.1.2017, 24 Uhr

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HERAG AG Treppenlifte Tramstrasse 46 8707 Uetikon am See info@herag.ch www.herag.ch 044 920 05 04

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 041 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD1, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD1 SOMMER. Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Kreuzworträtsel, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 22.1.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

Auflösung Nr. 2: HAUTFARBE

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CH-9620 Lichtensteig Tel. 071 987 66 80

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Gewinner Nr. 1: Markus Berthoud, Wetzikon ZH; Kurt Künzli, Bern; Margaretha Rottaris, Burgdorf BE; Maja Ehmann, Felben TG; Charlotte Bratschi, Allschwil BL Gewinner «Zusatz» Nr. 1: Erika Blatter, Brütten ZH; Gaby Freimann, Erlinsbach SO; Arnold Bähler, Pieterlen BE; Rolf Junker, Flawil SG; Sandra Niederhauser, Liestal


Verbrauchte Batterien müssen der Verkaufsstelle zurückgebracht werden.

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LEBEN | MM3, 16.1.2017 | 89

Quiz

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Welches Tier steht für den Kauf von grossen Mengen an Nahrungsmitteln? T

Maus

M Hamster

L

Otter

2. Wo steht die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)? O Genf

A Basel

U Zürich

3. Wie werden Lebensmittel «sous vide» gegart? H mit Rauch

L

im offenen Feuer

E

im Vakuum

So nehmen Sie teil

4. Wie wird eine Periode in der US-Geschichte von 1917 bis 1920 bezeichnet? T

Rote Rotte

R Rote Augen

Tel. Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD2, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 TASTSINN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 22.1.2017, 24 Uhr

D Rote Angst

5. Wie nennt man in einem Film einen Begleiter der Hauptrolle? C Sidekick

L

Shadow

I

Neighbourhood

S

Briefe

6. Was bekommt man beim «Postcrossing» zugestellt? H Postkarten

A Pakete

7. Welcher Schauspieler war Olympiateilnehmer im italienischen Schwimmteam? U Marcello Mastroianni

E

Bud Spencer

L

Roberto Benigni

8. Bei welcher Temperatur beginnt Wasser auf dem Mount Everest zu kochen? Z

ca. 45 °

N ca. 70°

G ca. 130°

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Auflösung Nr. 2: ANEKDOTE

Gewinner Nr. 1: Rudolf Braun, Dübendorf ZH; Emil Kaufmann, Mitlödi GL; Renate Gehrt, Therwil BL

Lösungswort: 1

2

3

4

5

6

7

8

Paroli

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5. 2

I

4 1 5

Auflösung Nr. 2: MEISE Gewinner Nr. 1: Georg Marti, Solothurn; Nathalie Treier, Röthenbach BE; Silvia Ziltener, Henggart ZH

3

BRUNE I ER DERR I ERE E MM E N T A L ERTRAGEN I NST I NKT KANAR I ER L I ME R I C K MI N I ATUR SAUC I ERE S I AME S E N

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 22.1.2017, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Lösungswort: 1

2

3

4

5


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LEBEN | MM3, 16.1.2017 | 91

Sudoku

Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts. Auflösung Nr. 2: 267

1 7 6 2 5

2

4

3

5

9

1

4

9 4 1 3 2

7

2 6

9

8

1

3

9

7

7

5 6

6 7

8 5 2 9 6 1 4 7 3

7 4 1 5 2 3 9 8 6

6 9 3 8 7 4 5 2 1

1 2 5 3 4 6 7 9 8

9 6 4 7 8 5 1 3 2

3 7 8 2 1 9 6 4 5

2 8 9 6 5 7 3 1 4

5 1 7 4 3 2 8 6 9

4 3 6 1 9 8 2 5 7

So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 22.1.2017, 24 Uhr

Gewinner Nr. 1: Josef Beeler, Schwyz; Margrit Wenk, Kollbrunn ZH; Samuel Zäch, Solothurn; Kurt Schlegel, Nidau BE; Klara Staub, Edlibach ZG

Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite

Bimaru

Brücken

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Brücken dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am 3 2 3 2 3 Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden 1 1 3 3 sein. Verboten: Kreuzun2 1 3 gen, diagonale Brücken und mehr als zwei Linien.

0 5 1 0 1 4

3

Auflösung Nr. 2:

0 2 3 4 0

1

1

1

5

1

4

2

1

4

2

3 3 3

2

3 3

4 3 3

1

1 2 4

2 2

4

3

4 1 3

1

2 3

Auflösung Nr. 2: 3 3 3 1

3

3 1

1

5 2

1

2

4

3

2

3

4

4

3

2

2 3

2 1 3 4

3 2 1 1

3 3 3

Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 557 900 Ex. (WEMF 2016) Leserschaft: 2 335 000 (WEMF, MACH Basic 2016-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger

Publizistische Leitung: Monica Glisenti

Ressort Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor), Chefredaktor: Sandra Jermann (Leiterin ProjektHans Schneeberger management), Heidi Bacchilega, Produktion/Ressort Leben: Jean-Sébastien Clément, Remo Leupin (Leitung), Dora Horvath, Andreas Dürrenberger, Robert Rossmanith (Chef von Dienst), Sonja, Leissing, Anna Meister, Sabine Müller (Produzentin), Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Gerda Portner (Produzentin), Anna-Katharina Ris, Ursula Trümpy (Produzentin), Claudia Schmidt, Thomas Tobler, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Jacqueline Vinzelberg, Leben), Karin Keller-Jabbie (Korrektorin), Michael West, Anette Wolffram Heinz Stocker (Korrektor) Bildredaktion: Ressort Menschen: Olivier Paky (Leitung), Sabine Lüthi (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Susanne Oberli, Helen van Pernis Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller Layout: (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Doris Oberneder (Creative Director), Online: Laetitia Buntschu Signer (Art Director), Reto Vogt (Leitung), Almut Berger, Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys Reto Meisser

Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Honorarwesen: Verena Hochstrasser Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Werbemarkt: Thomas Brügger (Leitung) Anzeigen: Gian Berger, Simon Djoni, Yves Golaz, Andreas Hess anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 80 Fax: 058 577 13 72 Innendienst: Tom Ballaman (Leitung), Dominique Brunner, Michael Glarner, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung), Marianne Hermann, Stefania Nicolini Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Laetitia Dürst, Aisha Kaufmann Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01

Druck: DZB Druckzentrum Bern AG


PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN. KARL MAY FREILICHTSPIELE

ALVARO SOLER

«Winnetou 1» – das Freilichtspektakel als Schweizer Premiere im Herzen der Zentralschweiz.

Alvaro Soler stürmte mit seiner Single «Sofia» und mit seinem Album «Eterno Agosto» weltweit die Charts. Im März tritt er im Komplex 457 auf.

Datum: 15.7. bis 13.8.2017 Ort: Engelberg Preis: Fr. 68.– bis Fr. 76.– (statt Fr. 85.– bis Fr. 95.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

Datum: 13.3.2017 Ort: Zürich Preis: Fr. 44.– (statt Fr. 55.–) Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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ENNIO MORRICONE

DIE ABBA-STORY ALS MUSICAL

Er komponierte die Musik von über 500 Filmen. Jetzt kommt der Meister ins Hallenstadion. Datum: 5.3.2017 Ort: Zürich Preis: Fr. 60.– bis Fr. 132.– (statt Fr. 75.– bis Fr. 165.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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Das Musical über die Erfolgsgeschichte von ABBA geht 2017 auf grosse Jubiläumstournee. Datum: 23.3. bis 2.4.2017 Ort: diverse Preis: Fr. 56.– bis Fr. 136.– (statt Fr. 70.– bis Fr. 170.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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VULCAIN JAZZ CLASSICS Kaya Yanar tourt nochmals mit «Der Reiz der Schweiz» durchs Land.

Jazz vom Feinsten mit Ron Carter am Bass und Richard Galliano am Akkordeon.

Datum: 26.1. bis 25.3.2017 Ort: diverse Preis: Fr. 44.– bis Fr. 68.– (statt Fr. 55.– bis Fr. 85.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

Datum: 8. bis 13.3.2017 Ort: Bern, Zürich, Genf, Basel Preis: Fr. 24.– bis Fr. 84.– (statt Fr. 30.– bis Fr. 105.–), je nach Ort und Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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APASSIONATA

REBELL COMEDY Ein Feuerwerk der Emotionen und Reitkunst auf höchstem Niveau in der St. Jakobshalle.

Cinema OF Dreams

Datum: 25. und 26.3.2017 Ort: Basel Preis: Fr. 44.– bis Fr. 96.– (statt Fr. 55.– bis Fr. 120.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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«Wir setzen euch lachmatt» lautet der Schlachtruf der Rebellen, mit dem sie alle Bühnen erobern. Datum: 7. bis 10.2.2017 Ort: Wil SG, Bern, Zürich, Basel Preis: Fr. 41.50 (statt Fr. 52.–) Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch

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94 | MM3, 16.1.2017 | LEBEN

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Meine Welt

«Ich kann schlechten Kaffee nicht ausstehen» Die Snowboarderin Patrizia Kummer reist Anfang März als Favoritin an die WM in der Sierra Nevada. Ihre Trainingspausen verbringt die Walliser Olympiasiegerin am liebsten im Goms, wo sie gemeinsam mit ihren Eltern ein Bed & Breakfast betreibt. Ihr Steckenpferd: richtig guten Kaffee zubereiten. Text: Laila Schläfli Bilder: Jorma Müller


LEBEN | MM3, 16.1.2017 | 95

1 Mein Arbeitsort «Vor einem halben

Jahr habe ich gemeinsam mit meinen Eltern das Bed & Breakfast Café Hänge­ brigga in Mühlebach VS eröffnet. Wenn ich nicht trainiere oder an der Master­ arbeit schreibe, arbeite ich hier. Weil ich schlechten Kaffee nicht ausstehen kann, habe ich die Bohnen selbst getestet.» 2 Mein Zuhause «Unsere Stube ist mein Lieblingsraum im Elternhaus. Hier entstehen kreative Ideen – etwa die für das B & B.»

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3 Mein Ding «Ich koche gern und pro­ biere immer wieder etwas Neues aus.

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Name Patrizia Kummer (29) Sternzeichen Waage Lebenslauf «Aufgewachsen bin ich in Mühlebach im Goms VS,

wo ich nun vorübergend wieder lebe. Als Kind war ich passionierte Ski­ fahrerin – bis mein Vater das Snow­ boarden als Familienprojekt initiierte. Mit 15 fuhr ich mein erstes Weltcup­ rennen. Von 2012 bis 2014 war ich drei Mal Gesamtweltcupsiegerin. 2014 gewann ich als erste Snow­ boarderin überhaupt alle drei Welt­ cup­Glaskugeln: für den Parallel­ Slalom, den Parallel­Riesenslalom und für den Gesamtweltcup. Und an den Olympischen Spielen in Sotschi holte ich 2014 Gold im Riesenslalom. Nebenbei studiere ich seit 2009 Psychologie. Ich hatte das Bedürfnis, etwas für den Kopf zu machen. Und dann ist da noch die Arbeit im B & B.»

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Aber ich halte mich dabei nicht an Koch­ bücher, sondern ans Prinzip: Was habe ich? Was kann ich daraus machen?» 4 Meine Sucht «Alles, was mit Schnee zu tun hat: Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhlaufen.»

Bild: Miha Matavz

Mein Lieblingsprodukt

«Da ich glutenintolerant und allergisch auf Eier bin, sind die Smoothies von Anna’s Best ein guter Snack für zwischendurch.»

5 Mein Weg «Mein erster und mein grösster Erfolg sind mir besonders wichtig. Ersteren feierte ich an einem Schulrennen, wo ich als Elfjährige zwei Mal nacheinander gewonnen und so den Pokal gekriegt habe. Mein bisheriges Highlight: Olympiagold in Sotschi 2014. Mental war beides eine starke Leistung.» 6 Meine Familie «Meine Eltern haben mich von Anfang an unterstützt. Schön, dass ich mit ihnen das ‹Hängebrigga› realisieren konnte. Ein Café war schon immer mein Traum – ohne sie könnte ich das zurzeit niemals verwirklichen.»


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