Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631 Bitte Wohnungswechsel der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: Tel. 058 575 55 44, Mitglieder.reg@migrosbasel.ch
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MM03, 18.1.2016 | www.migrosmagazin.ch
Yoga-Ferien: Rundum entspannt in sieben Tagen. Seite 84
Bild: Beat Schweizer
Bundesrätin Doris Leuthard
Madame Verkehr über die Magie des Gotthards und die zweite Röhre. Seite 26
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D Editorial
2016 – das Gotthardjahr
Der Gotthard hat für viele Schweizer eine fast mythische Bedeutung. Er steht für Schweizer Stärke, ist Symbol jahrhundertelanger Wehrhaftigkeit, die Brücke zwischen Deutsch- und italienischer Schweiz. Und, wie für Bundesrätin Doris Leuthard in unserem Interview in dieser Ausgabe, Gegenstand wehmütiger Erinnerungen an die eigene Jugend.
Auch für mich kreisen viele Emotionen um den Pass. Zum Beispiel die steile Rampe ob Göschenen, auf der ich mich in den Sommerferien der 9. Klasse das erste Mal mit dem Velo abgemüht habe. Dann die Leventina hinunter, irgendwo mal ins Gras gebissen, weil ich eine Kurve falsch berechnet habe. Und dann die grosse Erleichterung: mit schmerzendem Hintern endlich am Lago Maggiore anzukommen, am Endziel pubertärer Schülerträume: Campingplatz Tenero. Mädchen, Sonne, Spass, Tessiner Lebensfreude!
2016 wird uns die «Regio San Gottardo» zwei Mal beschäftigen. Im Juni steht das Jahrhundertereignis an: Der längste Tunnel der Welt, die Neue Alpentransversale (Neat), wird dem Verkehr übergeben. Doch zuerst stimmen wir am 28. Februar darüber ab, ob der Gotthard-Strassentunnel einen Paralleltunnel erhalten soll. Nur so, argumentieren die Befürworter, sei garantiert, dass während der Sanierungsarbeiten nicht jahrelang Stau und Chaos herrsche. Alles Panikmache, sagen die Gegner. Hier würden nur die Vorarbeiten für einen späteren Betrieb auf vier Spuren gelegt.
Der Bundesrat unterstützt den Ausbau. Verkehrsministerin Doris Leuthard legt sich dafür mächtig ins Zeug. Das MigrosMagazin hat ihr kritische Fragen zum Gotthard-Ausbau gestellt, die sie in erster Linie mit Sicherheitsaspekten kontert. Die Argumente sind durchaus stichhaltig. Doch es bleibt das unbestimmte Gefühl, dass ein 15 Kilometer langer Tunnel durch die Alpen nicht auf ewig geschlossen bleibt, wenn er einmal da ist. Was meinen Sie? Schreiben Sie uns! Hans Schneeberger, Chefredaktor hans.schneeberger@migrosmedien.ch
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Menschen 8 Diese Woche
Sprache, Arbeit, Sexualkunde? Was braucht es für die Integra tion von Flüchtlingen? 10 Grossfamilie in der Fabrik Ein Ehepaar und fünf Behin derte leben in einem unge wöhnlichen Familienmodell. 18 Attentat auf Flug SR 330
Ruedi Berlinger, der Sohn des Piloten, erhofft sich von einem neuen Buch endlich Klarheit.
«In der Schweiz machen wir, was wir ankündigen.» Doris Leuthard, Bundesrätin
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77 Neues aus der Region Aktionen, Reportagen, News aus Ihrer Genossenschaft
Leben 83 Alltagsknigge Unhöfliche Anrufe 84 Reisen
21 Bänz Friedli
Yoga und Ferien: Totale Entspannung in der Türkei.
22 Annina Walt
91 Familie
Ihre Rolle im «Tatort» war erst der Anfang: Die 19Jährige erobert die Filmwelt. 24 Leserforum 26 Interview Doris Leuthard über Klima schutz, Gotthard und den Frauenschwund im Bundesrat. 30 Infografik Gotthard Die wichtigsten Fakten zum NordSüdVerkehr.
Migros-Welt 39 Bilanz
Ihr Kind hat angefangen zu rauchen? Tipps für Eltern. 92 Auto
Familie KocherKrähenbühl auf Testfahrt im Mittelklasse kombi Subaru Levorg. 95 Zootierärztin Zahnalarm beim Totenkopf äffchen: Alle vier Eckzähne müssen gezogen werden. 96 Kinder
Rugby ist kein Kinderspiel: Deshalb hoffen Nico und seine Brüder, dass es bald mehr Klubs in der Schweiz gibt. 99 Digital
So lief für die Migros das Geschäftsjahr 2015.
Mit «Frechmax» spielen Jung und Alt gemeinsam in der analogen und digitalen Welt.
41 Zeitreise Einkauf 1956: MigrosVerkaufs
101 Glücksgriff
wagen im Schneegestöber.
Bilder: Daniel Winkler, Lea Meienberg, StockFood, Samuel Trümpy, Paolo Dutto
65 Yogos neu verpackt 66 Léger im neuen Jahr 69 Kultiges Spülmittel 71 Stopp der Erkältung 72 Das hält Sie warm
43 Was für ein Käse!
Die Schweiz hat ihn zwar nicht erfunden, aber mit Spezialitä ten weltberühmt gemacht. 49 Saisonküche Aromawunder Mandarine
Leserrabatt für eine Reise nach Schottland und Irland. 102 Rätsel/Impressum 106 Cumulus 108 Meine Welt Der 12jährige Loïc Sho
Güntensperger spielt im Film «Der letzte Sommer».
M-Infoline: Tel. 0800 84 0848 oder Fax 0041 44 277 20 09 (Ausland). www.migros.ch/kundendienst; www.migros.ch Cumulus: Tel. 0848 85 0848* oder +41 44 444 88 44 (Ausland). cumulus@migros.ch; www.migros.ch/cumulus
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Redaktion Migros-Magazin: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, Tel. 058 577 12 12, Fax 058 577 12 08. redaktion@migrosmagazin.ch; www.migrosmagazin.ch * Normaltarif
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Menschen MM3
Darauf freuen wir uns Martin Suter im Kino: Die Ver filmung seines Drogenromans «Die dunkle Seite des Mondes» startet am 21. Januar. Rumhängen: Am 21. Januar ist
der Tag der Jogginghose. Natür lich könnten Sie ihr zu Ehren jog gen, aber sie eignet sich auch pri ma zum Faulenzen auf dem Sofa.
Unnützes Wissen
Mann, oh Mann! Bei Männern in glücklichen mono gamen Beziehun gen sinkt der Testosterongehalt im Blut.
Mein Bild der Woche «Der Dictionnaire definiert das Wort ‹Loch› erfrischend klar
Gabriel Vetter (32) ist Satiriker
und Gewinner des Salzburger Stiers.
und simpel als ‹eine Stelle, an der nichts mehr ist, aber vorher etwas war›. Hier sehen wir das Loch in seiner schönsten Form: weggegessen, angeknab bert, verbrösmelet. Man kann das dem Loch vorangegangene Brot fast nur noch erahnen und sich ausmalen, wie so ein Januarlochbrot wohl ausschaut. Ist es voller Löcher? Oder war das Loch im Januarlochbrot dermassen gross, dass da gar nie ein Brot war? Und was passiert mit dem Brot im Februar? Dem Betrach ter bleibt vor lauter Fragen nur etwas Brotrinde – und ein Loch im Bauch.»
Leseprobe
Hans Stadt (47), Musiker aus Rorschach SG
a) Den Spielplan der Tonhalle St. Gallen b) Die Noten zum Lied «Eusereine chönnt das au» c) Die Gitarrengriffe für «Thunderstruck» von AC/DC
Antwort b): Weil mich diese alten Schweizer Klassiker interessieren.
Bilder: iStockphoto, Beat Matter, Daniel Ammann
Entschuldigen Sie, was lesen Sie gerade?
Mit 14 schrieb Hillary Clinton einen Brief an die NASA, was man tun müsse, um Astronaut zu werden. Die Ant wort: «Be a man.» Männliche Babys bekommen beim Stillen reichhalti gere Muttermilch als weibliche. Penisverletzun gen, die bei der Masturbation mit Staubsaugern entstehen, werden in der Fachwelt auch als «Morbus Kobold» bezeichnet. Labormäuse
fürchten sich vor Männern deutlich mehr als vor Frauen. Quelle: Neon/Stern
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Wie kann die Integration verbessert werden? Migrosmagazin.ch
Umfrage Letzte Woche fragten wir:
Integration
Fördern und Fordern soll landesweit gelten Wie kann die Schweiz Flüchtlinge und Migranten besser integrieren? Die Frage beschäftigt diese Woche auch das 6. Schweizer Asylsymposium in Bern. Bereits existierende Hilfsmittel sind Integrationsvereinbarungen und Sexualkundeunterricht. Text: Ralf Kaminski
Was halten Sie von Leu ten, die verschwinden? 55% In Extremsituatio nen habe ich Verständ nis dafür. Aber ein Le benszeichen von sich sollte man schon geben. 33% Nichts. Ohne Nach richten abhauen – das geht gegenüber den Nächsten auf keinen Fall. 12% Jede und jeder hat ein Recht darauf – kein Mensch tut das leichtfertig.
Zahlen und Fakten
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Kantone nutzen Inte grationsvereinbarungen für Einwanderer aus NichtEUStaaten.
individuelle Gespräche haben die Bündner Migrationsbehörden 2014 mit Einwanderern geführt, um ihre Situa tion zu evaluieren, am meisten mit Personen aus Balkanländern.
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Integrationsvereinba rungen entstanden dar aus. Dazu 125 Integra tionsempfehlungen für Personen aus der EU. Quellen: Staatssekretariat für Migra tion, Migrationsamt Graubünden
Kurse zur besseren Integration: In Vorgesprächen wird festgelegt, welche Angebote die Migranten besuchen müssen.
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ie sexuellen Übergriffe junger Migranten aus Nordafrika und dem Nahen Osten auf Hun derte von Frauen in der Kölner Silvesternacht dürften mindestens teilweise mit mangelnder Integra tion zu tun haben. Etwa mit einem Frauenbild, von dem sich West europa offiziell schon vor Jahr zehnten verabschiedet hat. Was jedoch braucht es für eine gelungene Integration? Mit dem Thema beschäftigt sich diese Woche das 6. Schweizer Asylsym posium in Bern, welches von der
Schweizerischen Flüchtlingshilfe und dem UnoHochkommissariat für Flüchtlinge organisiert wird. Ein vielversprechendes Hilfs mittel sind Integrationsverein barungen, die in der Schweiz seit 2008 möglich sind. Darin wird aufgrund individueller Gespräche zum Beispiel verbindlich fest gehalten, welche Sprach oder Integrationskurse eine auslän dische Person besuchen soll. Nicht alle Kantone nutzen das Instrument, und nicht alle nutzen es gleich. Zu den Pionieren ge hören die Kantone Aargau, die
beiden Basel, Solothurn und Zürich. Zehn Kantone haben inzwischen Erfahrungen damit gesammelt, und es gibt Bestre bungen, solche Vereinbarungen national verbindlich zu machen. Die Romandie verzichtet bisher auf sie, dafür gibt es etwa im Wallis obligatorischen Sexualkundeunter richt für minderjährige Migranten und in Genf «Sensibilisierungs module», in denen die Rolle der Frau thematisiert wird. Die Basler SPNationalrätin Silvia Schenker fordert solche Kurse nun auch für die Deutschschweiz. MM
Bilder: Picture Alliance/Keystone, zVg
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MENSCHEN | MM03, 18.1.2016 | 9
Strassenumfrage
Silvia Schenker
«So viele aggressive und hasserfüllte Reaktionen habe ich noch nie erlebt» Silvia Schenker, wann ist jemand integriert? Darüber könnte man lange disku tieren. Wichtig ist sicher, dass sich jemand im Alltag verständigen kann, ausserdem muss er oder sie unsere Regeln verstehen und akzeptieren. Sind Integrationsvereinbarungen ein wirksames Mittel dazu? Sie werden von Kanton zu Kanton anders angewendet, einige nutzen sie flächendeckend, andere nur selektiv. Und einige auch gar nicht. Weshalb verzichten so viele darauf? Ich vermute, dass ihnen der Aufwand zu hoch ist. Es braucht Gespräche mit allen, das kostet Zeit und Geld. Wie läuft es in Basel? Hier macht man Integrations vereinbarungen nur mit Personen, die Schwierigkeiten im Integrations prozess haben. Die Vorstufe sind Integrationsempfehlungen. Basel arbeitet seit letztem Herbst nach diesem Konzept. Auch hier gibt es individuelle Gespräche, aber keine verpflichtenden Massnahmen mit Sanktionsandrohung. Was für Sanktionsmöglichkeiten gibt es denn überhaupt? Letztlich kann man mit dem Entzug der Aufenthaltsbewilligung drohen. Das passiert nicht sofort, wenn die Vereinbarungen nicht eingehalten werden, aber das wäre dann die letzte Konsequenz. Mir geht das zu weit. Und wirken die Vereinbarungen? In der Regel ja. Es wurden aber in Basel in den letzten Jahren nur jeweils 50 bis 70 Vereinbarungen abgeschlossen. Meistens sind sie nicht nötig. Die Menschen, die zu uns kommen, wollen sich ja meist integ rieren. Und wichtiger dabei sind kos tenlose Deutschkurse, die es für alle fremdsprachigen Neuzuziehenden gibt; das ist europaweit einzigartig. Sie haben nach den Ereignissen in Köln vorgeschlagen, dass es nach
norwegischem Vorbild Aufklärungskurse für junge Migranten geben soll. Landesweit und obligatorisch? Da bin ich noch unentschlossen. Ich halte solche Kurse für wichtig und nützlich, aber ich möchte mit meinem Vorstoss im Parlament erst mal weitere Details über die Erfah rungen in Norwegen und Dänemark herausfinden. Grundsätzlich halte ich es aber für wichtig, dass es solche Kurse gibt, damit man Männer aus patriarchalischen Kulturen etwa mit tels Integrationsvereinbarung dazu verpflichten kann, sie zu besuchen. Aber auch so ein Kurs wird ja ein von klein auf angelerntes Frauenbild nicht über Nacht beseitigen. Nein, das ist klar. So was braucht Zeit und den Einsatz von uns allen. Wenn wir im Alltag auf Situationen treffen, wo wir helfen oder eingreifen könnten oder Regeln erklären sollten, dann liegt es an jedem von uns, das zu tun. Sei das in der Wasch küche im Keller oder bei unpassen dem Verhalten in der Öffentlichkeit. In Bern wird diese Woche am 6. Asylsymposium über die Integration diskutiert. Was müsste die Schweiz tun, um Integration zu erleichtern und zu verbessern? Eigentlich steht die Schweiz ja vergleichsweise gut da. Um ehrlich zu sein, mache ich mir angesichts der aktuellen Lage ganz andere Sorgen: Es könnte schwieriger werden, nur schon das Bestehende zu halten. Einerseits wird bei Integrationsmass nahmen gern gespart, andererseits habe ich im Lichte der Debatten rund um die Ereignisse in Köln den Ein druck, dass die Stimmung gegenüber Ausländern auch in der Schweiz kippen könnte. Wie meinen Sie das? Ich engagiere mich ja schon sehr lange in der Migrationspolitik, aber so viele aggressive und hasserfüllte Reaktionen wie in den letzten Tagen, nach meinem Vorschlag mit den Kursen, habe ich noch nie erlebt. MM
Wann ist jemand integriert?
Silvia Schenker (62) ist Basler SP-Nationalrätin
und Expertin für Migrationsfragen.
Gerda Reisch (76), pensionierte Werberin aus Zürich: «Wichtig ist,
dass man die Sprache beherrscht und sich ein Umfeld schaffen kann, in dem man sich wohlfühlt. Idealerweise hat man auch eine befriedigende Arbeit.»
Yan Schuppli (24), IT-Spezialist aus Zürich: «Wenn ich im Ausland wäre,
würde ich mich integriert fühlen, wenn ich beim Einkaufen im Laden das Gefühl hätte, gleich behandelt zu werden wie alle anderen.»
Ailin Nanoub (27), Laborantin aus Zürich: «Die Sprache ist sicher
wichtig, am besten spricht man sogar Dialekt. Man sollte sich wohlfühlen, und es hilft, wenn man einen Job hat. Ohne Geld ist es schwierig.»
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Musiker und Künstler – trotz Handicap:
Migrosmagazin.ch
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1 Das Zuhause der
Grossfamilie: die «Fabrik», eine ehemalige Textilfärberei in Ebnat-Kappel. 2 Malt mit Vorliebe lachende Kühe: Martin Baumer im Atelier. 3 «Der Anfang ist am schwersten»: Roland Altherr bei der kreativen Arbeit.
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Die Fabrik
Diese Grossfamilie macht Herzensdinge Ein Ehepaar, fünf geistig Behinderte und zwei Hunde: Die Gemeinschaft in der «Fabrik» in Ebnat-Kappel führt ein Familienleben jenseits gängiger Vorstellungen. Ihr Alltag ist geprägt von Malen und Musizieren – und vom ganz normalen Wahnsinn. Text: Karin Aeschlimann
Bilder: Samuel Trümpy
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4 Viele kleine Punkte ergeben ein grosses Bild: Hansi D旦rig beweist trotz seiner cerebralen Behinderung feinmotorisches Geschick. 5 Hier lebt ein Eisenbahnfan: Blick in Franco Scagnets Zimmer. 6 Ein vertiefter Franco Scagnet: Sein grosses Thema sind Stadtperspektiven. 7 Seit elf Jahren Seite an Seite mit ihren f端nf Sch端tzlingen: Helena und Heinz B端chel.
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Kreatives Schaffen im lichtdurchfluteten Atelier ist ein fester Bestandteil im Tagesablauf von Hansi Dörig (l.), Martin Baumer und ihren Mitbewohnern.
W
enn Besucher vor dem Eingang zur «Fabrik» in EbnatKappel SG stehen, blitzt es. Aber nicht, weil ein Gewitter aufzieht. Auf dem Balkon hat ein Mann mit Bart und Kopftuch sich in Position gebracht, um jeden angekündigten Gast zu fotografieren. Dann huscht er zurück ins Haus. Später wird er dem Besuch stumm einen Schreibblock mit Bleistift entgegenstrecken. «Franco möchte, dass man Name und Geburtsdatum notiert», dolmetscht eine Frau mittleren Alters. Der Block ist dick und gut gefüllt – hier scheint jemand schon seit langer Zeit ein Projekt zu verfolgen. Franco Scagnet lebt in seiner eigenen Welt: Der 47-Jährige ist Autist, kann zudem weder hören noch sprechen. Dass er nicht im Heim lebt und nicht in der geschützten Werkstatt arbeitet, sondern mit vier weiteren geistig behinderten Männern und zwei wuscheligen Hunden Teil einer aussergewöhnlichen Grossfamilie ist, hat er Heinz und Helena Büchel zu verdanken: Seit elf Jahren bewohnt das Ehepaar Büchel mit «seinen Jungs» eine ehemalige Textilfärberei mitten im Toggenburg, direkt an der Thur gelegen und umrahmt von der grandiosen Churfirsten- und Säntismassiv-Kulisse. Künstlerkolonie, Gastrobetrieb, therapeutisches Modell, sozialpädagogische WG: Man könnte das Leben hier ganz unterschiedlich etikettieren. Heinz Büchel (59) beschreibt es
so: «Wir machen einfach Herzensdinge – das, worauf wir Lust haben.» Seine Frau Helena (51), ausgebildete Pädagogin und für das Kaufmännische zuständig, ergänzt: «Und bei dem, was wir tun, nehmen wir die Jungs mit.» Fünf «Buben» mit Handicap – und Potenzial
Die Geburtsstunde des Grossfamilienprojekts reicht über 30 Jahre zurück: 1981 arbeitete Büchel als Koch, Musiker und Sozialpädagoge in einem Heim für behinderte Kinder. Vorgesehen war, diese mit 18 Jahren in ein Heim für Erwachsene zu verlegen. Doch er fand, dass «ein eintöniges Leben mit künstlicher Beschäftigung» vor ihnen liege. Also gründete Büchel mit einigen der Schütz linge eine eigene soziale Einrichtung, damals in einem alten Wohnhaus: «Ich wollte ihnen ein richtiges ‹Dihei› geben.» Es wurde mehr als das. Niemand habe geahnt, welches Potenzial in den «Buben» stecke. Mit der Band «Die Regierung», angeleitet von Heinz Büchel, tourten sie mit improvisiertem Jazz, Ländler und Blues durch die Schweiz und Europa, nahmen mehrere CDs auf und spielten Theater, auch der taube Franco. Heute geht «Die Regierung» zwar nicht mehr auf Tournee, aber sie gibt jeweils ein kleines Livekonzert für die Gäste, die das Ehepaar Büchel in der Fabrik bekocht. Mit einem Event-Gastronomie-Betrieb sorgt das Ehepaar für ein Einkommen zusätzlich zu
den Renten und Ergänzungsleistungen ihrer Schützlinge. Denn vor gut zehn Jahren haben die beiden beschlossen, auf staatliche Subventionen zu verzichten. Die üblichen Auflagen des St. Galler Amts für Soziales gelten für sie aber wie für jedes andere Heim. Die Selbständigkeit barg auch ein Risiko. «Wir hatten keinen gesicherten Lohn mehr», sagt Helena Büchel. «Heute wissen wir: Man arbeitet zwar etwas mehr, aber es lohnt sich. Uns ist ‹vögeliwohl›.» Dass sie die Fabrik vor elf Jahren zu einem fairen Preis kaufen konnten, war einer Mischung aus Engagement und Glück zu verdanken: Der Eigentümer war beeindruckt vom Umbau, den sie – damals noch als Mieter – mit den fünf Jungs und Randständigen aus dem Dorf geschafft hatten; er verzichtete darauf, maximalen Profit aus dem Verkauf herauszuschlagen. Heute halten Teilzeitangestellte die mehrere hundert Quadratmeter grosse ehemalige Fabrik sauber. Auch Fotograf Franco hilft mit: «Er prüft jeweils, ob die Heizkörper funktionieren», erklärt Helena Büchel. Ab und zu blitzt es – Franco fotografiert mit seiner kleinen Digitalkamera Dinge, deren Reiz sich nur ihm erschliesst: ein Tischtuch oder den Holzboden. Jeder hilft im Rahmen seiner Möglichkeiten. Dazu zählen Laubrechen und Schneeschaufeln. Oder Holzstapeln für die Öfen in den Fabrikräumen, die mit den meterhohen Pflanzen und Eisenskulpturen – Werke der Hausherrin – wild und gemütlich
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Wir sind auch eine Band: Als «Regierung» tourte die Truppe um Helena (am Hackbrett) und Heinz Büchel (Bass) jahrelang durch Europa.
zugleich wirken. An den Wänden hängt Kunst. Es sind starke Werke, allesamt von den fünf Bewohnern geschaffen. Künstler, die ihren Stil gefunden haben
«Ursprünglich wollte ich herausfinden, ob die Arbeit mit Farbe und Pinsel helfen könnte, nach den Tourneen herunterzukommen und ruhig zu werden», sagt Heinz Büchel. Auch hier hat sich gezeigt, dass in den fünf Mitbewohnern mehr steckt als gedacht. Malen im Atelier ist Teil ihres Alltags geworden. Die Büchels sorgen für das Material – Tusche, Stifte, Acrylfarbe, Leinwand – und begleiten die Männer in ihrer künstlerischen Entwicklung: Jeder hat über die Jahre einen eigenen Stil entwickelt. Hoch konzentriert, mit Lupe vor dem Gesicht, tupft Hansi Dörig Farbschicht um Farbschicht auf die Leinwand, bis sich Tausende von Punkten zu einer Wiese verbinden. Ab und zu wischt sich der schmale 54-Jährige mit einem roten Taschentuch den Mund ab, um sich dann wieder über sein Werk zu beugen. Im Winterlicht funkelt seine Kappe mit aufgenähten schillernden Plättchen; er trägt sie nur, wenn Besuch kommt. Hansi Dörigs Worte sind für Aussenstehende unverständlich; er hat cerebrale Bewegungsstörungen. Mit seinen grossen Händen jedoch kreiert er Millimeterarbeit. Massimo Schilling (52), seit Geburt wegen Sauerstoffmangels körperlich und geistig
behindert, zeichnet Winziges mit der Tuschfeder: Strichmännchen, Schiffchen, abstrakte Formen bilden Strudel, Gitter und Wellen. «Siehst du das Meer?», fragt er und schaut mit grossen Kinderaugen durch eine Nickelbrille auf sein Werk. Er hat es vorletztes Jahr geschaffen, nachdem sein Lebenstraum in Erfüllung gegangen war: Dank der Spende einer Bekannten konnte er eine Mittelmeerkreuzfahrt machen. Noch heute arbeitet er an dem Fotoalbum, das sein Erlebnis dokumentiert. Denn er hat Zeit – ein kostbares Gut, das in der Fabrik reichlich vorhanden ist. «Ein halbes Jahr habe ich für ein Bild», sagt der geistig behinderte Roland Altherr, der gern genau erklärt, was er tut. Er malt Alltagsszenen, derzeit die Innenansicht eines Spitals. Er zeichnet zuerst auf Papier, schneidet das Motiv aus und überträgt es dann auf die Leinwand. «Der Anfang ist immer am schwersten», sagt der schlaksige 48-Jährige. Und mit einem Blick auf den Notizblock der Besucherin ergänzt er selbstbewusst: «Manche können gut malen. Andere können gut schreiben.» Franco Scagnet konstruiert auf seinen Bildern bunte Städte voller Wolkenkratzer von beeindruckender Tiefenwirkung, belebt von Menschengruppen. Eins seiner Werke hängt sogar im Büro eines Zürcher Regierungsrats, und wie die anderen auch konnte er schon einige externe Ausstellungen bestreiten. Grundsätzlich möchten Heinz und
Helena Büchel die Kunst der Männer aber in der Fabrik zeigen, wo es jede Menge Wände und Licht gibt. Martin Baumers Spezialität sind Alpaufzüge: lachende Kühe mit kreisrunden Eutern. Und auf jedem Bild malt der 54-jährige Mann mit Down-Syndrom einen klar identifizierbaren Stier. «Ein gutes und interessantes Leben»
In der Fabrik und im angrenzenden Wohnhaus ist es genau umgekehrt: Abgesehen von Helena Büchel leben hier nur Männer, weil vor 30 Jahren Mädchen und Jungen in den Heimen noch strikt getrennt wurden. «Wir hatten unsere Dramen mit Verliebtheit und dem Wunsch einzelner Jungs, mit einer Partnerin zusammenzuziehen», sagt Heinz Büchel. Heute sei das kein Thema mehr: «Wir sind alle älter geworden.» Älter, aber nicht ruhiger. Irgendwann, wenn es passt, möchten die Büchels in der Fabrik ein italienisches Restaurant eröffnen und einen Koch anstellen, «damit wir nicht mehr so oft in der Küche stehen müssen und uns stattdessen persönlich um die Gäste kümmern können». Die Jungs sollen, wie immer, «mitgenommen» werden, aber eher im Hintergrund bleiben: «Ich glaube, sie haben so, wie es ist, ein gutes und interessantes Leben», sagt Helena Büchel und wendet sich ihrem Mann zu: «Und jetzt gehen wir eine Runde laufen. Holst du die Hunde?» MM
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Massimo Schilling (52) Instrument: Gitarre Malstil: Aus unzähligen winzigen Motiven geformte Strukturen In der Kindheit war Massimo oft im Spital wegen diverser Beinoperationen. Nie hätte er sich träumen lassen, dass er einst mit seiner Gitarre auf der Bühne stehen und vor Publikum spielen würde. Massimo ist sehr gesellig und kommunikativ. Mit seinem phänomenalen Gedächtnis merkt er sich ganze Sätze, um sie bei Gelegenheit zu zitieren – was für den Urheber der Worte manchmal etwas über raschend ist.
Franco Scagnet (47) Instrumente: Gongs, Vibrafon Malstil: perspektivische Stadtansichten Der Benjamin der Truppe kann nicht hören und nicht sprechen und hat als Autist Mühe, mit der Umwelt in Kontakt zu treten. Trotzdem spielt er mit dem Gong in der Band «Die Regierung». Franco hört man, bevor man ihn sieht: Seine Halsketten klimpern leise bei jeder Be wegung. In seinem penibel aufgeräumten Zimmer steht eine Modelleisenbahn. Sobald es schneit, deckt er jeden Baum und jedes Häuschen der Anlage sorgfältig mit weissen Papierhauben ab. Fasziniert beobachtet er dann, wie die Bahn in der Landschaft kreist. Zudem liebt er es, mit Schnee schuhen zu wandern, beson ders im Hof hinter dem Haus.
«Ich war auf einer Kreuzfahrt»: Von diesem Erlebnis zeugt ein Modellschiff in Massimos Zimmer; die Erinnerungsfotos werden immer und immer wie der angeschaut.
Hanspeter «Hansi» Dörig (54) Instrument: Perkussion Malstil: Viele Schichten von bunten Punkten, zu einem einzigen grossen Motiv zusammengefügt. Hansi spricht eher selten, weil man ihn wegen seiner cerebralen Behinderung schlecht versteht. Lieber lässt er Taten sprechen. Hansi ist
Roland Altherr (48) Instrumente: Keyboard, Gesang Malstil: Szenen aus dem Alltag Der Feuerwehrfan schafft es immer wieder, auf Feuerwehr autos mitzufahren. Wenn er etwas will, kann er sehr beharrlich und überzeugend sein. Darum erhält er ab und zu etwas geschenkt, woran er dann diebische Freude hat.
Sein Keyboard ist ihm heilig. Fein säuberlich mit einer Hülle zugedeckt und mit glitzernden Girlanden geschmückt, steht es in seinem Zimmer bereit – nicht nur für Konzerte. «So, jetzt tu ich die Beine in die Höhe»: Der Mittagsschlaf ist ihm heilig. Ansonsten ist Roland eher streng, auch mit sich selbst.
äusserst fleissig; als Einziger hält er nie einen Mittagsschlaf und möchte nach dem Essen gleich wieder loslegen mit Schneeschaufeln oder Gartenarbeit. «Ich bin gern draussen.» Immer wieder zieht er Pflanzen, die später in den Fabrikhallen weiterwachsen.
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Martin Baumer (54) Instrumente: Handorgel, Trompete, Gesang Malstil: Alpaufzüge mit glücklichen Kühen und einem Stier Täglich wandert er mit seinen Walking stöcken durchs Dorf. In EbnatKappel kennt man ihn, und wenn er im Café einkehrt, «bekomme ich manchmal einen Kafi spendiert». Er sitzt gern zu Bekannten an den Tisch und plaudert ein wenig mit ihnen. «Das habe ich mir selber beigebracht»: Seit seiner Kindheit spielt Martin Hand orgel. Später ist die Trompete dazuge kommen. Zudem pflegt er einen arabisch angehauchten Gesang. Im Sommer sieht man Martin mit seiner roten Handorgel auf dem Balkon sitzen und Ländlermusik spielen. Auch abends vor dem Schlafen gehen übt er jeweils noch ein wenig. Dann setzt sich Franco zu ihm aufs Bett und schaut zu.
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Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich. Flug mit KLM via Amsterdam nach Edinburgh. Stadtrundfahrt und Transfer zum Hotel. Übernachtung. Edinburgh Frühstück im Hotel. Der Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Hotelübernachtung. Edinburgh–Inverness Morgens Fahrt nach Inverness zum Hotelschiff. Einschiffung. Willkommensdrink, Abendessen. Inverness–Fort Ausflug nach Cawdor Castle. Fahrt durch den Caledonian Canal, der Loch Ness mit drei Augustus weiteren Seen verbindet. Passage der romantischen Ruine des Urquhart Castle. Fort Augustus– Fahrt über sechs Schleusentreppen durchs Zentrum von Fort Augustus, weiter entlang der Banavie Laggan Avenue. Passage der Schleuse von Laggan und Fahrt über Loch Lochy bis Banavie. Banavie–Craignure Fahrt durch die acht Schleusen der «Neptune’s Staircase» bis nach Craignure auf der Insel Mull. Nachmittags Besuch von Duart Castle, bekannt durch den Film «Entrapment». Craignure–ToberAm Morgen Ausflug auf die Isle of Iona, wo 62 schottische Könige, u.a. Duncan, begramory ben sind. Schifffahrt bis zum bunten Fischerhafen Tobermory auf der Insel Mull. Tobermory–Eigg– Fahrt zur Insel Eigg. Weiterfahrt nach Inverie. Das «Old Forge» ist das abgeschiedenste Inverie Pub Grossbritanniens, da es nur auf dem Wasserweg erreichbar ist. Inverie–Kyle of Fahrt über den Sound of Sleat von Armadale zur Insel Skye, der grössten Insel der Lochalsh Inneren Hebriden. Besuch des Clan Donald Centre. Weiterfahrt nach Kyle of Lochalsh. Ausblick zur Cuillins-Gebirgskette und Besichtigung von Portree. Captains-Dinner. Kyle of Lochalsh– Ausschiffung nach dem Frühstück und Fahrt nach Glasgow. Stadtrundfahrt mit vielen Glasgow Sehenswürdigkeiten und Übernachtung im Hotel. Glasgow–Zürich Frühstück im Hotel und Transfer zum Flughafen. Rückflug via Amsterdam nach Zürich. Individuelle Heimreise.
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Bilder der Absturzstelle und des Denkmals
18 | MM03, 18.1.2016 | MENSCHEN
Migrosmagazin.ch
Terroranschlag
Der quälende Wunsch nach Klarheit
Ruedi Berlinger zieht es immer wieder in den Wald. Dorthin, wo sein Vater starb. Karl Berlinger war Pilot der Swissair-Maschine, die 1970 bei einem Bombenattentat in Würenlingen AG abstürzte. Sein Sohn möchte endlich mehr über die Rolle der Behörden nach dem Terrorakt erfahren. Text: Reto E. Wild
W
enn sich Ruedi Berlinger (53) dem Unterwald bei Würenlingen AG nähert, kommen ihm die Tränen. «Innerlich bin ich fast am Explodieren», sagt er, wirkt dabei aber kontrolliert ruhig. Eigentlich würde er seine tief sitzende Wut am liebsten hinausschreien. Dieses bestimmte Waldstück besucht er regelmässig, meist mit seiner Frau Manuela (53). Dort erinnert ein schlichtes Denkmal mit den Namen aller Toten an die Ereignisse vom 21. Februar 1970. An jenem Samstagnachmittag schlug eine Coronado CV-990 der Swissair auf dem Waldboden auf und hinterliess eine fast 100 Meter lange Schneise. Im Laderaum war eine Bombe explodiert. Den Absturz des Flugs SR 330 von Zürich nach Tel Aviv überlebte keiner der 38 Passagiere und keines der 9 Besatzungsmitglieder. Auch Pilot Karl Berlinger nicht, Ruedis Vater. «Dieser Wald in Würenlingen bringt mich immer wieder in meine Vergangenheit zurück», sagt Berlinger. Seit jenem Wintertag hat er keinen Vater mehr. Er war fast acht Jahre alt, als Polizisten an der Haustür klingelten und seine Mutter darüber informierten, dass ihr Mann nicht mehr zurückkehren würde. Es flossen viele Tränen. Die vier Kinder gingen tagelang nicht in die Schule. Eine psychologische Betreuung gab es damals nicht. Ruedi, seine beiden älteren Schwestern und sein Bruder wuchsen als Halbwaisen auf. Die väterliche Hand habe überall gefehlt. Immerhin kümmerte sich die Swissair finanziell um die Hinterbliebenen. In den
Bild: Gian Marco Castelberg
Medien wurde der Terroranschlag breitgeschlagen. Heute weiss man, dass er gegen einen Flug der israelischen Fluggesellschaft El Al gerichtet war. Weil sich dieser stark verspätet hatte, wurde eine Postsendung auf den Swissair-Flug SR 330 umgeleitet: Darin befand sich die Bombe. Aufgrund von Drohungen wurden die Ermittlungen eingestellt
Zum Anschlag bekannte sich die Volksfront für die Befreiung Palästinas. Ruedi Berlingers Mutter, die 2010 starb, wollte mit ihren Kindern nie mehr über das Unglück reden. Es sei vorbei und zu vergessen. Trotzdem kann der Sohn das Attentat nicht aus seinem Gedächtnis streichen. Er fragt sich noch heute, weshalb zwei Jordanier, die schon bald unter Verdacht standen, nie verhaftet und vor Gericht gestellt worden sind. Ruedi Berlinger vermutet, dass die palästinensische Seite die Schweizer Regierung unter Druck gesetzt hat. In der Einstellungsverfügung heisst es, im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag seien «erpresserische Drohungen gegen die schweizerischen Behörden erfolgt». Bei einem Verzicht auf die Strafverfolgung der Jordanier sollten die Schweiz und die Fluggesellschaft Swissair von weiteren Terroranschlägen verschont bleiben. «Sogar von der Zahlung angeblicher Schutzgelder ist die Rede», schreibt die NZZ 2014. Neue Hoffnung schöpft Berlinger nun mit der Publikation des Buchs von NZZ-Reporter Marcel Gyr, «Schweizer Terrorjahre». Darin wird erwähnt, dass es 1970 geheime Ver-
handlungen zwischen einem einzelnen Bundesrat und der PLO gegeben habe. Diese Verhandlungen könnten eine Erklärung dafür sein, dass die Bundesanwaltschaft die Untersuchungen im Fall Würenlingen im November 2000 definitiv eingestellt hat. «Ich freue mich auf das Buch. Ich weiss nicht genau, was drinsteht, obwohl ich den Reporter mehrmals getroffen und ihm mein gesammeltes Material gezeigt habe. Aber ich denke, das Buch enthält brisante Neuigkeiten.» Berlinger verbindet damit den Wunsch, dass «sich endlich aufklärt, warum es nie zu einem Gerichtsverfahren gekommen ist». Würden die Schuldigen beim Namen genannt, könnte die Gerechtigkeit doch noch siegen, sagt er. Zu Lebzeiten seiner Mutter wäre diese Offensive undenkbar gewesen, weil sie weiteres Nachfragen abgelehnt hätte. Berlingers Glaube in die Schweizer Politik wurde mit dem Swissair-Grounding endgültig erschüttert. Nie hätte er damit gerechnet, dass der Staat «das Aushängeschild für Schweizer Qualität», wie er es nennt, hängen lassen würde. «Als kleiner Bürger hat man gegen die da oben keine Chance», sagt er nüchtern. 52 Kinder haben beim Absturz in Würenlingen einen Elternteil verloren. Ohne die Gewissheit, dass die Verantwortlichen doch noch für ihre Taten büssen müssen, werden die seelischen Wunden von Ruedi Berlinger wohl nie richtig heilen. MM Buch «Schweizer Terrorjahre – Das geheime Abkommen mit der PLO», Marcel Gyr, Verlag NZZ, ab 21. Januar bei Ex Libris erhältlich für 28 Franken.
MENSCHEN | MM03, 18.1.2016 | 19
Bild: Keystone
21. Februar 1970 im Würenlinger Wald. Beim Bombenanschlag auf die SwissairMaschine gab es keine Überlebenden. Ruedi Berlinger besucht die Absturzstelle auch heute noch regelmässig.
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MENSCHEN | MM03, 18.1.2016 | 21
W Bänz Friedli
Wir Jäger und Sammler
«Will last forever», versprach die Werbung, als vor 34 Jahren die Compact Disc lanciert wurde. Doch dass eine CD für immer halten würde, war gelogen. Und es war blanker Unsinn, sie in einem frühen TV-Spot von einem Laswagen überfahren zu lassen zum Zeichen ihrer angeblichen Unzerstörbarkeit. In Wahrheit sind die CDs der ersten Stunde längst zerbröselt. Hitze, Oxidation, Abnützung, was auch immer – die CDs, die wir damals kauften, funktionieren nicht mehr. Wers nicht glaubt, soll mal seine Dire-StraitsScheibe von 1985 einlegen, «Brothers in Arms»! Ach so, in Ihrem Haushalt gibt es gar kein Abspielgerät mehr? Auch nicht im Auto? Einerlei, die Soundqualität der CD war ohnehin mies. Sie! Ich kenne immer mehr Leute, die gar keine CDs mehr besitzen. Freund Thomas bot seinen gesamten Bestand, gut sortiert von AC/DC bis Frank Zappa, unlängst auf Facebook an: «Gratis, müssen aber abgeholt werden.» Die Resonanz war mässig. Fast beschwörend derweil das Mail eines anderen Kumpanen: Er rief seinen Freundeskreis dazu auf, weiterhin Tonträger zu kaufen, nicht zuletzt, damit einer der letzten Plattenhändler der Stadt, den wir alle jahrelang frequentiert hatten, nicht verlumpe.
Bänz Friedli (50) kauft wieder LPs.
Das mit der Plattensammlung war, glaub ich, so ein Männerhobby. Ich jedenfalls kannte nur Männer, die so was taten: Musik
systematisch sammeln. Also von einem bestimmten Künstler jeweils möglichst alles besitzen. Macht in meinem Fall immerhin 43 Alben von Ry Cooder, die zusammen einen halben Laufmeter Regal füllen, ganz zu schweigen von Elvis. Nicht, dass die Musikliebe verblasst wäre! Aber das Sammelfieber schwindet. In letzter Zeit klaube auch ich immer mehr Datenschnipsel aus dem Web. Und wenn ich überhaupt noch Platten kaufe, dann eher wieder good old Vinyl-LPs. Da hat man noch etwas in der Hand und etwas fürs Auge. Eigenartig: Über Jahrzehnte häuft man CDs an, mit gegen 10 000 Discs nimmt das Gestell viel Platz in der Wohnung ein … und dann bleibt es zunehmend unangetastet. Ein Song ist meist rascher am Computer gestreamt als im Regal aufgestöbert. Die Sammlung dient nur mehr der Dekoration (finde ich) – sie verstellt unnötig Platz (findet der Rest der Familie). Als der Bub allerdings letzthin, weil der entsprechende Film ins Kino kam, fragte: «Gell, ‹Straight Outta Compton› muss ich runterladen, das hast du wohl nicht?», ich den rüden Rap-Klassiker von anno dazumal aber mit einem Griff aus dem Gestell zückte, da war ich für Sekundenbruchteile (ich hab es ihm angesehen, auch wenn er nichts gesagt hat) der coolste Vater der Welt. Allein dafür hat sich das Aufbewahren gelohnt. MM Lesung mit Bänz Friedli: 25. 1., Sarnen OW
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22 | MM03, 18.1.2016 | MENSCHEN
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Annina Walt
Spezialistin für knallharte Rollen Ihr Auftritt in einem «Tatort» brachte den Stein ins Rollen, seither zeigt Annina Walts Karrierekurve steil nach oben. In Micha Lewinskys neuem Film «Nichts passiert» spielt sie ihre Lieblingsrolle: die Aussenseiterin und Verzweifelte. Text: Claudia Weiss
M
it hängendem Kopf steht sie da, blass, stumm, ein Bild des Jammers: Tragische Rollen wie in der «Tatort»-Folge «Zwischen zwei Welten» liegen Annina Walt. Die Verzweifelte, die Aussenseiterin, die Ausgetickte – sie spielt sie kraftvoll, überzeugend. Mit angezogenen Knien sitzt sie vor einem Café im Zürcher Niederdorf. Sie wirkt schüchtern. Dann aber lächelt sie, ergreift ihre Schultertasche und springt auf; plötzlich gibt sie sich frisch, viel rosiger und selbstbewusster als in ihren Filmen. Diesen Frühling wird die Zürcherin 20 Jahre alt. Aber mit ihren grossen braunen Augen und dem zartem Gesicht geht sie locker als Neuntklässlerin durch. Sie zieht die Nase kraus: «Ja, ich muss oft meinen Ausweis zeigen.» Dabei hat Annina Walt im vergangenen Sommer die Matur bestanden. Zufrieden schlendert sie durch die Niederdorfgassen. Hier trifft sie jeweils Freunde. Nun plant die Jungschauspielerin ein Zwischenjahr. «Im Frühling werde ich beim Theaterprojekt ‹Antigone› mitspielen, dann mache ich eine grössere Reise, nach Asien
Bild: Paolo Dutto
vielleicht, zwischendurch verdiene ich mit Servieren ein bisschen Geld dazu.» Und danach? «Ich bewerbe mich zurzeit für die Ausbildung an einer Schauspielschule.» Ob in der Schweiz oder in Deutschland – beides würde sie freuen. «Bis vor nicht allzu langer Zeit habe ich nicht einmal zu hoffen gewagt, dass die Schauspielerei überhaupt mein Beruf werden könnte.» Als Kind bereitete es ihr grossen Spass, sich gemeinsam mit ihrem älteren Bruder zu verkleiden; stundenlang konnte sie sich in Rollen vertiefen. Die Eltern nahmen sie früh mit ins Theater, «von ihnen habe ich die Freude daran mitbekommen, und sie unterstützen mich in meinem Berufswunsch». Ein grandioser Auftakt
Mehr will sie nicht verraten über ihre Familie, auch nicht darüber, ob sie einen Freund hat. «Das ist privat», sagt sie mit fester Stimme. Lieber erzählt sie, wie sie früher Oboe spielte und im Chor sang, mit 16 etwas Neues probieren wollte und im Jugendclub des Jungen Schauspielhauses anfing. Ihre erste Rolle war die einer jungen
Frau, die erstmals ins Leben eintaucht. «Eine Rolle mit viel Bewegung.» Und es kam noch mehr Bewegung in ihr Leben. Mitspieler gaben ihr die Adresse einer Castingfirma. Sie schickte ihre Daten für einen Schweizer «Tatort» – dann der Bescheid: «Sie sind drin.» Für Annina Walt noch heute einer der grossartigsten Momente. Und sie legte los: Grandios spielte sie die trauernde Tochter einer ermordeten Frau, leidend, verstört – bis die Figur sich als Muttermörderin entpuppt und in einem intensiven Ausbruch ihre Gefühle herauslässt. Die damals erst 17-Jährige bot grosses Kino. Ebenso glaubhaft verkörperte sie die Schülerin Lara in «Amateur Teens», einem Film über eine Horde Teenager, die sich durch Beziehungsfrust und Pornolust
MENSCHEN | MM03, 18.1.2016 | 23
Newcomerin mit einer Vorliebe für dunkle, gebrochene Figuren: Annina Walt auf der Zürcher Münsterbrücke.
durchwursteln. Der Streifen gewann am Zurich Film Festival den Publikumspreis. Annina Walt mimte die gemobbte Aussen seiterin so echt, dass sie oft gefragt wird, ob sie selber auch schon mal ein Mobbingopfer war. «Nein, gemobbt wurde ich zum Glück nie, ich werde in neuen Gruppen immer gut aufgenommen», antwortet sie und öffnet zielstrebig die Tür zu einer ruhigen Bar. Sie lässt sich auf eine Eckbank sinken und bestellt einen Kaffee. «Ich bin vielleicht nicht gerade die führende Stimmungs kanone, aber eigentlich sehr fröhlich», sagt sie, während sie energisch etwas Zucker in ihren Kaffee rührt. In «Nichts passiert», Micha Lewinskys neuem Film, der im Feb ruar in die Kinos kommt, zeigt sie allerdings nicht viel von dieser Seite: Sie spielt an der
Seite von Max Hubacher («Der Verding bub») und Beat Marti («Fascht e Familie») die Figur der Sarah: eine behütete junge Frau, die nach einem einschneidenden Erlebnis zum Problemfall wird. Keine heitere Rolle. «Brüche faszinieren mich», sagt sie. «Die spiele ich am liebsten.» Sag niemals nie – Hauptsache, spannend
Hat sie eine bestimmte Spielmethode? «Hm. Ich gehe einfach voll in die Rolle und mache mir eigene Bilder.» Was ist mit Hemmungen, etwa in «Amateur Teens», bei der Nacktszene in der Dusche? Annina Walt streicht eine Haarsträhne hinters Ohr. «Klar, das war anfangs seltsam, aber ich gewöhnte mich rasch daran. Es waren auch nur die aller nötigsten Leute dabei, nicht alle vom Team.»
Sehr schnell war ihr grösstes Problem nicht das Nacktsein, sondern die Angst, auf dem rutschigen Boden auszugleiten. Gibt es denn Rollen, die für sie tabu sind? «Wenn ich eine Rolle spannend finde, gibt es keinen Grund, etwas ‹niemals› zu spielen.» Annina Walt mag die Bühne ebenso wie das Filmset. Und wenn sie ihre ganz andere Seite ausspielen will, die laute, extrovertierte, geht sie tanzen. «Dann kann ich voll rauslassen.» Annina Walt schiebt die Kaffeetasse zur Seite, sie muss weiter. Sie hängt sich die Tasche um und schreitet zielstrebig aus der Bar. Vorerst in Richtung Fussgänger zone. Und vielleicht schon bald hinaus in die grosse Schauspielwelt. MM «Nichts passiert» mit Annina Walt: ab 4. Februar in den Kinos.
24 | MM03, 18.1.2016 | MENSCHEN
Leserforum MM01: Freiwillige Ohne sie läuft nichts im Land
«Abhilfe würde das bedingungslose Grundeinkommen schaffen» Dass es immer schwieriger wird, Leute dazu zu bringen, in einen Verein einzutreten, Verantwortung zu über nehmen, mitzuhelfen, hat auch damit zu tun, dass die Anforderungen in Schule, Lehre, Beruf gestiegen sind. Auch die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist gestie gen, sodass viele zum Pen deln gezwungen sind, was wiederum sehr viel Zeit und Kraft wegfrisst. Abhilfe würde das bedingungslose Grundeinkommen schaffen, davon bin ich überzeugt. Manuela Bregenzer, Rapperswil SG MM01: Freiwillige Ohne sie läuft
nichts im Land
MM53: Jahresrückblick der Redaktion Menschen, die uns
beeindruckt haben
«Vielen Bewohnern «Dazu kann man Freude bereitet» nur gratulieren» Lieber Toni, mit dem Tanz nachmittag im Alterszentrum Brühlgut haben Sie sicher vielen Bewohnern grosse Freude be reitet. Unsere Mutter erzählte: «Es war sehr lustig, und ich wurde mehrmals zum Tanzen geholt.» Bitte beglücken Sie weiterhin viele Menschen mit Ihrem Charme und Können! Christine und Markus Zehnder, via E-Mail
Der Artikel berichtet, wie viele Milliarden Franken durch frei willige Arbeit von Schweizern und Schweizerinnen eingespart werden konnten. Ich lebe seit 58 Jahren in der Schweiz, bin immer noch Österreicher und leiste seit Jahren, wie andere in der Schweiz lebende Ausländer wohl auch, Freiwilligenarbeit. Richtig wäre also, wenn die Rede wäre von Freiwilligenstunden, die in der Schweiz lebende Per sonen geleistet haben. Peter Schreiner, via E-Mail
Dieser persönliche Rückblick ist eine grossartige Idee. Dazu kann man nur gratulieren. Negative Schlagzeilen bekom men wir zur Genüge serviert. Ganz besonders imponiert haben mir die folgenden Namen: Saïda KellerMessahli, die sich für die Emanzipation der Musliminnen einsetzt, André
Johanna Gündel (24) aus OberwilLieli AG: hat 2015 Mut bewiesen.
Schäppi, der Gehandicapte beschäftigt und sich damit abfindet, dass er weniger Ge winn macht, Angela Merkel, die trotz aller Schmähungen dafür einsteht, dass Flüchtende Menschen sind und als solche behandelt werden sollen, Anja Reschke, die mit einzigartiger Zivilcourage dafür einsteht, dass Ausländerhetze nicht toleriert werden darf. Und last, but not least: Johanna Gündel aus meinem Heimatdorf Oberwil Lieli. Seit der SVPHardliner Andreas Glarner in Oberwil «regiert», habe ich mich ge schämt, ein Oberwiler zu sein. Seit der historischen Gemeinde versammlung fühle ich mich besser, auch wenn die Sache noch nicht ausgestanden ist. Willi Koller, Schaffhausen Ich bedanke mich für diesen Artikel. Er hat mir bewusst ge macht, wie sehr wir uns wieder holt von grossmauligen Leuten – von den Medien zelebriert – be eindrucken lassen sollen. Es ist wohltuend, von Menschen lesen zu können, die auf unspektaku läre Weise für uns alle wirklich etwas leisten und bewegen. Jürg Hofmann, Wetzikon ZH
MM53: Menschen Nervtöter
der Landstrasse
«Nagel auf den Kopf getroffen» Besonders mit den «UngernBlinkern» hat Timothy Pfann kuchen den Nagel auf den Kopf getroffen. Wer den Kreisel bei der ersten Ausfahrt verlassen möchte, sollte bereits 20 bis 30 Meter vorher den Blinker stellen. Grünphasen durch zügi ges Passieren von Kreuzungen besser nutzen, beim Linksabbie gen so einspuren, dass Rechts überholen möglich ist, und viele weitere Kleinigkeiten würden den Verkehr verflüssigen, und alle würden dadurch ihr Ziel schneller erreichen. Werner Landau, Grüt ZH Zum «Einfahrt-Trödler» gehört eigentlich auch der «Ausfahrt Trödler», der sich oft nicht bewusst ist, wie sehr er mit dem verfrühten Verlangsamen der Fahrt schon weit vor der Aus fahrt und der dafür bestimm ten Entschleunigungsspur den flüssigen Verkehr behindert. Robert Kehl, Sargans SG
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26 | MM03, 18.1.2016 | MENSCHEN
Ein Leitkegel als Symbol ihrer Stossrichtung, wenn es um den Gotthard geht: F端r Doris Leuthard ist der Sicherheitsaspekt von zentraler Bedeutung.
MENSCHEN | MM03, 18.1.2016 | 27
Doris Leuthard
«Die GotthardGegner spielen mit der Sicherheit» Für Doris Leuthard (52, CVP) gibt es zum Bau eines zweiten Strassentunnels durch den Gotthard keine Alternative. Auch in Sachen Umwelt- und Energiepolitik hält sich die Kompromissbereitschaft der dienstältesten Bundesrätin in Grenzen. Interview: Anne-Sophie Keller, Peter Aeschlimann Bilder: Beat Schweizer
28 | MM03, 18.1.2016 | MENSCHEN
Doris Leuthard, welche Bedeutung hat der Gotthard für Sie ganz persönlich? Als Kind habe ich die Sommer ferien jeweils bei Verwandten im Tessin verbracht. Einen Strassen tunnel gab es damals noch nicht. Mit unserem alten Auto krochen wir die Passstrasse hinauf, es röchelte, zischte, und der Vater musste ständig Kühlwasser nachfüllen. Oben angekommen, war ich stets überwältigt von der Landschaft. Ein spezieller Berg! Im Februar stimmen wir über den Bau einer zweiten Röhre ab. Weshalb bevorzugen Sie diese Variante zur Sanierung des bestehenden Tunnels? Weil wir so die Strassenverbin dung offen halten können und auch für alle künftigen Sanie rungen gewappnet sind. Tech nisch machbar wären auch Verladestationen. Die Strassen verbindung durch den Tunnel würde aber für drei bis vier Jahre gekappt. Für den Bau einer zwei ten Röhre spricht zudem die Sicherheit. In richtungsgetrenn ten Tunnels passieren weniger Unfälle. Frontalkollisionen können verhindert werden. Leitplanken im bestehenden Tunnel würden die Sicherheit ebenfalls verbessern. Nein. Wer heute im Gotthard über die Mitte fährt, wird von sogenannten Rüttelstreifen gewarnt. Mit dem Einbau einer Leitplanke würde der Fahr streifen noch schmäler, was die Unfallgefahr erhöht. Ihr Vorschlag kostet rund eine Milliarde mehr. Er bringt uns aber auch viel mehr! Die Gotthardverbindung bleibt offen, für künftige Sanie rungen ist vorgesorgt und schwere Unfälle können vermie den werden. Sonst müsste je ein Bahntransport für Autos und für Lastwagen erstellt werden. Und trotzdem könnten nur 600 000 Lastwagen pro Jahr den Gott hard auf Schienen queren, der Rest müsste über andere Alpen pässe ausweichen. Nach vier Jahren müsste man zudem die ganze Infrastruktur zurück bauen, weil die betroffenen Regionen keine permanenten
Anlagen wollen. Die Investitionen wären verloren, und in 30 Jahren müssten wir wieder über die gleichen Fragen diskutieren.
«Die Arbeit geht mir nicht aus»: Doris Leuthard ist seit fast zehn Jahren Bundesrätin und das Gegenteil von amtsmüde.
Ein Bericht des Astra kommt zum Schluss, dass die Tunneldecke in besserem Zustand ist als bisher angenommen. Weshalb wartet man nicht zu, bis Erfahrungen mit dem neuen Basistunnel in die Überlegungen einfliessen können? Der Bericht zeigt, dass die Korrosion der Zwischendecke langsamer verläuft als ursprüng lich angenommen. Unseren Fachleuten ist es gelungen, mit einer Schutzschicht den Zerfall zu bremsen. Das ändert nichts daran, dass der Tunnel umfas send saniert und deswegen für längere Zeit vollständig gesperrt werden muss. Die Kritiker ziehen unverantwortliche Schlüsse aus dem Bericht. Wer die Sanierung fallen lassen will, spielt mit der Sicherheit! Mehr Strassen führen zu mehr Verkehr. Weshalb soll das am Gotthard nicht zutreffen? Die Zahlen sind seit Jahren stabil. Wir sprechen von rund sechs Millionen Fahrzeugen im Jahr. Die Verlagerungspolitik greift. Der 2001 eingeführte Tropfenzähler am Gotthard, der für einen Abstand von 150 Metern zwischen zwei Lastwagen sorgt, liesse mehr Verkehr zu. Doch diese Kapazität wird gar nicht ausgeschöpft. Weshalb sollte sich das plötzlich ändern? An Ostern sind Staus vor dem Gotthard die Regel. Die Versuchung, die zusätzlichen Spuren zu öffnen, wird gross sein. Das ist ausgeschlossen. Es gibt zum einen den Alpenschutz artikel in der Verfassung, der das verbietet. Zum anderen die im Gesetz neu verankerte Schran ke, die den Einspurbetrieb vor schreibt. Ich verstehe die Ängste, aber es gibt keinen rationalen Grund, diesem doppelten Schutz zu misstrauen. Noch einmal: Um die Kapazität am Gotthard zu erhöhen, bräuchte es eine Verfassungsänderung, die Zustimmung von Volk und Ständen. Es reicht nicht, mir einen bösen Brief zu schreiben.
Verfassung und Gesetz sind nicht in Stein gemeisselt. Was, wenn die EU plötzlich Druck macht? Es ergibt doch keinen Sinn, bestehende Kapazitäten nicht zu nutzen. Das Argument sticht nicht. Die Verfassung ist zwar veränderbar, und so könnte jemand theore tisch auch fordern, die Kantone abzuschaffen. Es gibt aber keine Garantien für alle Ewigkeit. Jede Generation soll gewisse Fragen für sich beantworten können. Fakt ist: Weder der Bundesrat noch das Parlament oder die Kantone sind für eine Lockerung beim Alpenschutz. Ihr Vorgänger Moritz Leuenberger schiesst in einem Interview scharf gegen Ihre Pläne am Gotthard. Ärgert Sie das? Ich habe mich mehr gewundert als geärgert, wich er doch bei der Kernfrage, wie der Verkehr während der Tunnelsperrung denn sonst bewältigt werden soll, einfach aus. Ohne zweite Röhre müssten im Urnerland und im Tessin riesige Verlade stationen für den Transport der Lastwagen auf die Bahn gebaut
werden, mit grossen Beeinträch tigungen vor Ort. Langjährige Unterstützer der Alpeninitiative wie Gewerkschafter Renzo Ambrosetti oder Clown Dimitri setzen sich darum für eine zweite Röhre ein. Was passiert bei einem Nein? Dann bliebe der Tunnel für drei bis vier Jahre zu und es bräuchte einen Bahnverlad für fünf Mil lionen Autos. Dazu müssten die alten Einrichtungen in Airolo und Göschenen reaktiviert wer den. Die Belastung wäre gross, im Vergleich zu den Lastwagen wäre das aber noch der einfa chere Teil. Für sie müsste man in Erstfeld und Biasca eine neue Verladeinfrastruktur aufbauen. Das benötigte viel Platz und eine Lockerung des Nachtfahr verbots. Die Folgen wären Land verschleiss, steigende Emis sionen und viel Lärm. Deshalb verstehe ich die ablehnende Hal tung der Umweltverbände nicht. Apropos Umwelt: Die Klimakonferenz Ende 2015 gilt als Erfolg. Hat die Schweiz ihre Ziele erreicht?
MENSCHEN | MM03, 18.1.2016 | 29
Nicht vollumfänglich. Wir waren aber auch mit hohen Ambitionen angereist. Unser Hauptziel war ein Vertrag, der nicht nur die Industriestaaten in die Pflicht nimmt. Das haben wir erreicht. Auch die Entwicklungsländer müssen nun Reduktionsziele einreichen. Dass ein kleiner Inselstaat, der vom steigenden Meeresspiegel in seiner Existenz bedroht ist, eine andere Agenda verfolgt als etwa China oder Indien, ist klar. Die Industriestaaten sind an der Situation in China ja nicht ganz unschuldig. Natürlich gibt es eine historische Verantwortung der Industriestaaten. Darum sind wir auch bereit, tiefer in die Tasche zu greifen als andere. Irgendwann ist diese Schuld aber beglichen. Europa ist für 13 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich, die Entwicklungsländer für über 50 Prozent. Indien und China gehören zu den grössten Sündern. Auch die Schweiz hat noch Verbesserungspotenzial – aber auf einem viel tieferen Niveau. Wo zum Beispiel? Beim Verkehr. Unsere Nahrungsmittel legen zu grosse Distanzen zurück. Wenn die Leute häufiger das essen würden, was in der Schweiz produziert wird, wäre das ein Fortschritt. In der Energiepolitik wollen wir weg von Öl, Gas und Kohle und setzen auf Erneuerbare. Die Ziele lauten: Verbrauch reduzieren und mehr Effizienz. In drei Jahren gibt es die erste Zeugnisvergabe, die nationalen Klimaprogramme werden überprüft. Mit welchen Noten rechnen Sie? Die Schweiz wird sich nicht verstecken müssen. Mit 6,3 Tonnen CO2 pro Person und Jahr sind wir schon heute ein tiefer Emittent. In der EU sind es 8,7 Tonnen. Klimaverträglich wäre eine Tonne. Das ist ein ambitiöses Fernziel. Unter der Voraussetzung, dass sich alle auf diesem Level einpendeln.
Bisher fällt die Bilanz eher ernüchternd aus. Gerade ist die Schweiz in einem KlimaRating aus den Top 10 gefallen. Hat der Klimaschutz hierzulande an Stellenwert verloren? Bei dem Rating, das Sie ansprechen, wurde die Finanzierung sehr stark gewichtet. Andere Ranglisten führen wir an. Entscheidend sind im Übrigen nicht Ankündigungen, sondern was wirklich getan wird. In der Schweiz können Sie darauf zählen, dass wir machen, was wir ankündigen. Und zwar relativ schnell und korrekt. Ich werde dem Parlament eine Vorlage unterbreiten, was es bis 2030 anzupacken gilt. Das neue Parlament hat eine bürgerliche Mehrheit. Ihnen stehen harte Zeiten bevor. In Paris warb US-Aussenminister John Kerry für das riesige Potenzial, das in grünen Innovationen steckt. Manchen in der Schweiz ist noch zu wenig bewusst, dass sich da eine riesige Chance bietet. Die Welt verändert sich, ob man das mag oder nicht. Dekarbonisierung und Erneuerbare – diese Entwicklung ist nicht zu stoppen. Wenn wir das verschlafen, gehören wir auf lange Sicht zu den Verlierern. Was unternehmen Sie, damit das nicht eintrifft? Seit 2008 macht sich der Bundesrat für umweltfreundliche Technologien stark. Zurzeit mag der Ölpreis tief sein und kaum Anreize bieten, alternative Energiequellen zu forcieren. Wir wissen aber, dass sich das wieder ändern wird. Unsere Unternehmen haben sich stets dadurch ausgezeichnet, Trends frühzeitig erkannt und auf Innovationen gesetzt zu haben. Paris hat die Stossrichtung aufgezeigt: Das Geld wird umgeschichtet von braun auf grün. Der Wirtschaftsverband Economiesuisse hat bisher wenig Verständnis für diese Stossrichtung gezeigt. Das ist so. Ich verstehe, dass die Wirtschaft unter dem starken Franken leidet. Deshalb können wir aber nicht die nächsten fünf Jahre auf Reformen verzichten.
Pharma- und Uhrenindustrie haben es vorgemacht: Wer Neues wagt, verschafft sich dadurch oft einen Vorsprung. Momentan prägen die Konflikte im Nahen Osten und deren Folgen die Debatte. Hat Klimapolitik überhaupt noch Platz in der politischen Agenda? Wir haben ein Abkommen erreicht – trotz der extrem schwierigen Fragen, die mit den grossen Migrationsströmen, den hohen Arbeitslosenquoten und schlechten Wachstumszahlen in vielen Ländern zusammenhängen. Das ist eine Riesenleistung. Die Einsicht ist da, dass wir so nicht mehr weitermachen können. Die Probleme liegen auf dem Tisch. Jetzt geht es darum, Verantwortung zu übernehmen. Das letzte Wort haben aber die Parlamente – und die setzen oft andere Prioritäten. Deshalb braucht es gute Argumente. Die ganze Welt werden wir nicht in zwei Jahren verändern. Es ist ein Prozess. Zudem gilt es, die Kosten des Nichtstuns vor Augen zu halten. Unseren Enkeln drohen Überschwemmungen und Dürren – und dafür aufkommen wird der Steuerzahler, wenn wir nicht Gegensteuer geben. Sich zurücklehnen ist also keine gute Lösung. Jetzt ist der richtige Moment dafür da, das Blatt zu wenden. Die Initiative «Grüne Wirtschaft» und der Gegenvorschlag sind im Parlament abgestürzt.
Zur Person
Schlagfertige Strahlefrau Die Aargauerin Doris Leuthard (CVP) wurde 2006 in den Bundesrat gewählt, seit 2010 ist sie Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Die 52-Jährige gilt als charmante und schlagfertige Magistratin. Sie ist Trägerin der Arosa Humorschaufel 2012 und fährt als Dienstwagen einen Öko-Flitzer von Tesla.
Welche Hoffnung für Massnahmen bleibt Ihnen? Die Initiative geht zu weit. Aber wir brauchen einen Paradigmenwechsel: mehr Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz. Die vorgeschlagene Änderung des Umweltschutzgesetzes fand nun zwar keine Mehrheit. Das Problem ist aber nicht aus der Welt. Wir müssen einen anderen Ansatz finden. Wie könnte der aussehen? Wir müssen die Gespräche mit den verschiedenen Branchen suchen und sie von den Vorteilen überzeugen, freiwillig auf Ressourceneffizienz zu setzen. Am 9. Dezember wurden Sie mit 215 Stimmen wiedergewählt. Was bedeutet Ihnen dieses Glanzresultat? Ich bin auf jeden Fall zunächst einmal dankbar, dass es so herausgekommen ist. Die Parteien wollten sich am Wahltag nicht wehtun. Das ist gut für den Bundesrat. Wir sind ein Gremium, das gemeinsam die Probleme des Landes angehen muss. Vor vier Jahren gab es noch eine weibliche Mehrheit im Bundesrat, heute sind Sie nur noch zu zweit. Was wird anders? Es ist kein Geheimnis, dass wir Frauen uns gut verstanden haben – obwohl wir unterschiedliche Persönlichkeiten sind und politisch unterschiedlich verankert sind. Es gibt Erfahrungen, die man nur als Frau macht. Das verbindet. Jetzt sind wir halt nur noch zwei Frauen, die dann und wann gemeinsam ein Cüpli trinken gehen. Seit fast zehn Jahren sind Sie Bundesrätin. Was wollen Sie noch erreichen? Die Energiepolitik liegt mir am Herzen, diese möchte ich weiter vorantreiben. Beim Verkehr steht nach der Gotthardabstimmung mit dem Strassenfonds das nächste Grossprojekt auf dem Programm. Weitere Stichworte sind der Service public, die Digitalisierung, die Europafrage. Sie sehen: Die Arbeit geht mir nicht aus. MM
30 | MM03, 18.1.2016 | MENSCHEN
Zahlen und Fakten
Verkehr durch die Alpen Der Gotthard-Strassentunnel ist die wichtigste und am stärksten belastete Strassenverbindung durch die Schweizer Alpen. Noch höher ist die Verkehrsdichte auf den österreichischen Nord-Süd-Routen Brennerpass und Tauerntunnel.
NARDINO · BER 19 N 67 SA
Recherche: Ralf Kaminski Infografik: Daniel Röttele BERNHA ST. RD ER 679 293
4 96 ·1
GRO SS
2 471 752
Gesamtverkehr 2014 (Anzahl Fahrzeuge)
1 Wichtige Alpenpassagen für den Verkehr Die Schweiz hat vier wichtige Alpenpassagen für den moto risierten Privat und Schwer verkehr (siehe auch Karte ganz rechts). Drei dieser Wege führen durch einen Tunnel. Die am stärksten befahrene Strassen verbindung durch die Schweizer Alpen ist der Gotthardtunnel, der demnächst saniert werden muss. Doch auch die franzö sischen und österreichischen Alpen haben einiges an Verkehr zu bewältigen. Am meisten Fahrzeuge rollen im Schnitt täglich über den Brennerpass und durch den Tauerntunnel.
3 Schiene oder Strasse? Die drei Grafiken rechts zeigen die Entwicklung des alpenquerenden Güterverkehrs im inneren Alpen bogen.* Dabei zeigt sich, dass die Schweiz trotz steigender Transport zahlen einen deutlich höheren Anteil des Güterverkehrs auf der Schiene abwickelt als Frankreich und Österreich.
Länge des Tunnels
5,8 km
Personen- und Lastwagen im Jahr 2014
6,6 km
631 890 (93%)
2 298 532 (93%)
47 403 (7%)
Entwicklung des Verkehrs (Anzahl Fahrzeuge)
Unfälle im Tunnel
6 Mio. 5 Mio. 4 Mio. 3 Mio. 2 Mio. 1 Mio. 0
30 25 20 15 10 5 0
173 220 (7%)
2001
2014
2001
2014
2014
2001
2014
keine Unfälle von 2001 bis 2014 2001
Gütertransport in Millionen Tonnen ■ auf der Strasse ■ auf der Schiene 50 50 Schweiz Frankreich 40 40
40
30
30
30
20
20
20
10
10
10
0
1980
* Bereich zwischen FréjusTunnel in Frankreich und Brennerpass in Österreich
1997
2013
0
1980
1997
50
2013
0
Österreich
1980
1997
Quellen: Bundesamt für Strassen (ASTRA 1, 2, 4), ASFINAG (2), UVEK (3), Botschaft des Bundesrates vom 26. Februar 2014 (5)
2013
MENSCHEN | MM03, 18.1.2016 | 31
THARD · 1980 GOT
6 334 241
2 Da rollt was durch die Alpen … Durchschnittliche Anzahl Fahrzeuge pro Tag auf wichtigen Alpenpassagen, Jahr 2012 16,9 km
823 679 (13%)
7
I 1 Brennerpass
Südportal
2 Tauerntunnel 3 Gotthard-Strassentunnel
1800 2014
4
6
2000
2001
4 San-Bernardino-Tunnel
1600
5 Mont-Blanc-Tunnel
1400
6 Fréjus-Tunnel
1200
7 Simplon-Pass
1000
8 Grosser-St.Bernhard-Tunnel
800 600
0
400
10 000 30 000 20 000
200 2001
4 Gründe für den Stau Staustunden auf den Schweizer Nationalstrassen im Jahr 2014. Gesamthaft wurden 21 541 Staustunden gezählt.
2014
0
2
5 8
F
Staustunden beim Gotthard-Strassentunnel
1 3
5 510 562 (87%)
Nordportal
A
CH
02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14
18 395 h: Verkehrsüberlastung
2322 h: Unfälle 674 h: Baustellen 150 h: andere
5 Hier werden Belastung und Stau zunehmen Eine Analyse des Bundesrats prognostiziert für das Jahr 2030 die folgenden Engpässe im Nationalstrassennetz. saisonal/Wochenende Lausanne ein bis sieben Stunden pro Woche Genf täglich ein bis zwei Stunden täglich zwei bis vier Stunden
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EST
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RUS
LV LT
RUS Masurische Seenplatte
PL
CH
Schöne Aussichten in Tallinn
Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Dessau. 2. Tag: Dessau–Danzig. Fahrt durch Nordwestpolen in die alte Hanse stadt Danzig. 3. Tag: Danzig–Marienburg–Masurische Seenplatte. Die Altstadt von Danzig ist geprägt von Cafés, Geschäften, alten Kornspeichern und Lagerhäu sern. Markant ist der älteste hölzerne Kran Euro pas. Geführte Stadtbesichtigung. Weiterfahrt zur Marienburg, eine der schönsten Profanbauten des Mittelalters. Fahrt zur Masurischen Seen platte. 4. Tag: Ausflug Masurische Seenplatte. Grüne Wälder, blaue Seen und unendlich schei nende Weiten – die Masurische Seenplatte ist ein Land von unglaublicher Schönheit. Ganztägi ge Besichtigung mit Schifffahrt, Besichtigung der Wolfsschanze und des heiteren Jesuitenklosters Swieta Lipka. 5. Tag: Masurische Seenplatte–Riga. Fahrt nach Lettland zur alten Hansestadt Riga. 6. Tag: Riga–Tallinn. Die in hellen Farben gehaltenen Kaufmannshäu ser in der Altstadt von Riga sowie die erhaltenen Festungsanlagen zeugen vom ehemaligen Reich tum. Interessante Besichtigung der lettischen Hauptstadt. Am Nachmittag Fahrt entlang der Küstenbucht, über die Grenze nach Estland und via Pärnu zur estnischen Hauptstadt Tallinn. 7. Tag: Tallinn. Tallinn bezaubert durch seine wie gemalt wirken den Häuser. In der fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Altstadt zählt man fast 4500 Baudenkmäler. Geführter Rundgang. 8. Tag: Tallinn–St. Petersburg. Weiterreise nach St. Petersburg. 9. Tag: St. Petersburg, fak. Ausflug Puschkin. Die ehemalige Hauptstadt des zaristischen Russ lands wurde nach ehrgeizigen Plänen von Peter
dem Grossen erbaut. Auf der Stadtführung sehen wir die Admiralität, den Newski Prospekt u.v.m. Am Nachmittag fak. Ausflug nach Puschkin (muss bei Buchung reserviert werden), der luxuri ösen Sommerresidenz von Katharina I. Besichti gung u.a. des berühmten Bernsteinzimmers. Abendessen mit Folkloredarbietung in lokalem Restaurant. 10. Tag: St. Petersburg, St. Peter-und-PaulFestung, fak. Ausflug Peterhof-Gärten. Besuch der St. PeterundPaulFestung, die auf einer kleinen Insel inmitten der Newa liegt. In der St. PeterundPaulKathedrale sind die meisten der ehemaligen russischen Herrscher begraben. Freier Nachmittag oder fak. Ausflug Peterhof mit Besuch der Gartenanlagen. Am Abend fak. Ballet tanlass (ca. € 90., Anmeldung vor Ort) Änderun gen vorbehalten. 11. Tag: St. Petersburg–Helsinki – Einschiffung. Fahrt nach Helsinki. Einschiffung auf ein moder nes Schiff von Finnlines. Übernachtung an Bord. 12. Tag: Auf See–Travemünde – Ausschiffung – Hamburg. Abends Ankunft in Travemünde und Fahrt nach Hamburg. 13. Tag: Hamburg–Schweiz.
1: 22.05.–03.06. 2: 29.05.–10.06. 3: 12.06.–24.06. 4: 19.06.–01.07. 5: 26.06.–08.07. 6: 03.07.–15.07. ■
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Abfahrtsorte 06:30 Burgdorf p 08:30 ZürichFlughafen p 06:45 Basel 08:55 Winterthur 07:20 Aarau 09:15 Wil p 08:00 BadenRütihof p Einreisebestimmungen Für diese Reise benötigen Schweizer BürgerInnen einen mind. 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültigen Reisepass sowie ein Visum für Russland. Das Visum wird durch Ihre Buchungs stelle eingeholt. InternetBuchungscode
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Im Zeichen des Ladensterbens «Mer mache dicht» – das Motto der Basler Fasnacht bezieht sich aufs Ladensterben in der Stadt. Erstmals erzählen die Plaketten eine Geschichte in drei Akten. Bei der kupfernen ist der Laden noch geöffnet, doch der Waggis hantiert schon am Rollladen. Bei der silbernen ist das Geschäft noch halb offen und bei der
goldenen dann zu. Die politische Aussage des Mottos regt hoffentlich zum Nachdenken an. Nicht nachdenken sollte, wer an die Fasnacht geht, denn dann ist das Tragen einer Plakette Ehrensache. Mehr auf: www.fasnachts-comite.ch Mehr von der Migros Basel ab Seite 77
Famigros
Kinder und Erwachsene starten durch: Mit der Wildwasserbahn Poseidon brettern sie durch die Gischt. Das Bild ist im Frühling 2014 im EuropaPark entstanden. Damals besuchten 7000 Familien als Gewinner eines Famigros-Wettbewerbs den Park. Nun können Mitglieder des Migros-Familienklubs bei der Verlosung für den nächsten Event mitmachen: Am 12. März wird der Park seine Tore exklusiv für die 25 000 Gewinner öffnen. 1000 Tickets gehen zudem an benachteiligte Familien, die die Pro Juventute auswählt. www.famigros. ch/europa-park
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Tag 2 St. Petersburg. Das «Venedig des Nordens» liegt im Mündungsdelta der Newa auf rund 100 Inseln. 600 Brücken überspannen die Kanäle und Wasserstrassen zwischen den Inseln. Sie entdecken St. Petersburg auf einer Stadtrundfahrt*. Tag 3 St. Petersburg. Heute besuchen Sie das Eremitage-Museum*, das eine der grössten Gemäldesammlungen der Welt beherbergt. Tag 4 St. Petersburg. Sie haben Zeit für eigene Unternehmungen Tag 5 Mandrogi. In Mandrogi erwartet Sie das etwas andere Russland. Erleben Sie es mit traditioneller Musik und kosten Sie einen Schaschlikspiess*.
Tag 10 Moskau. Willkommen in der russischen Hauptstadt. Stadtrundfahrt*. Tag 11 Moskau. Sie besuchen das wohl bedeutendste Bau- und Geschichtsdenkmal, den Moskauer Kreml*. Tag 12 Moskau–Zürich. Flughafen-Transfer und Flug nach Zürich. * Ausflugspaket inklusive
Moskau–St. Petersburg – Route 2 Reise in umgekehrter Richtung. Details auf Anfrage erhältlich
Tag 6 Kishi. Inmitten des Onegasees liegt die kleine Insel Kishi mit ihrer märchenhaften Holzkirche. Rundgang durch das UNESCO-geschützte Freilicht-Museum*. Tag 7 Gorizy. Ausflug zum 10 km entfernten KirillowBelozerskij-Kloster*. Es wurde im Jahr 1397 vom Mönch Kirill gegründet und galt lange Zeit als ein wichtiges religiöses Machtzentrum. Jetzt bestellen: Katalog «Flussreisen 2016»! FLUSSREISEN 2016
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MIGROSWELT | MM03, 18.1.2016 | 37
Auf einer Fläche von 123 Tennisplätzen unterhält der Migros-Verteilbetrieb Neuendorf die grösste Solaranlage des Landes. Energiepreis Die Migros hat vom Bundesamt für Energie den renommierten «Watt d’Or»-
Spezialpreis erhalten. Damit wird die Detailhändlerin für das Nachhaltigkeitsprogramm «Generation M» und ihr jahrelanges Engagement für Klimaschutz und Energieeffizienz ausgezeichnet: Auf den Dächern des Migros-Verteilbetriebs in Neuendorf betreibt sie die grösste Solaranlage der Schweiz. 2006 eröffnete die Migros die erste Minergie-Filiale in der Schweiz. Und vergangenen Herbst hat sie mit einem weiteren Pionierprojekt den schweizweit ersten Plus-Energie-Supermarkt lanciert – eine Filiale, die mehr Strom produziert, als sie verbraucht.
Ausgewählte Beispiele Preisbarometer
Preisänderungen Diverse Alnatura-Produkte werden
in der Migros teurer. Dies aufgrund des Kostenanstiegs bei den verwendeten Rohwaren. So sind etwa die Beschaffungskosten für Bourbonvanille aus Madagaskar oder für kalifornische Mandeln infolge schlechter Ernten und eines verknappten Angebots gestiegen. Etliche andere AlnaturaArtikel sowie weitere Produkte werden in der Migros hingegen günstiger.
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Meridol Flauschzahnseide, 40 m
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M-Budget Feuchtes Toilettenpapier, 96 Stück
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Alnatura Beeren schokoliert, 85 g
3.60
3.70
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Alnatura Ingwer Stäbchen schokoliert, 90 g
3.60
3.70
2,8
Alnatura Mango Kokos Stäbchen, 100 g
3.60
3.70
2,8
Alnatura Riegel Cocos, 40 g
0.90
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5,6
Alnatura Dinkel Knuspertaler, z.B. zartbitter, 100 g
2.60
2.80
7,7
Alnatura Cashewmus, 250 g
6.90
7.20
4,3
Menschen mit Behinderung haben Spass in der Zumba-Lektion, organisiert von Bernaville. Gesundheit
Bewegung für alle Die Stiftung Berna ville aus Schwarzen-
burg motiviert Menschen mit Behinderung zu einem gesunden Lebensstil – etwa mittels Zumba-Lektionen oder Flyer, die in einer leicht verständlichen Sprache Tipps zu gesunder Ernährung vermitteln. Alle Aktionen stehen unter dem Motto «Mach mit und bliib fit».
Alnatura Frühstücksbrei, z.B. Früchte, 500 g
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Das Migros-Kulturprozent hat die Stiftung nun im Rahmen des Projekts «Mein Gleichgewicht» ausgezeichnet. Für ihr Engagement erhält sie den mit 10 000 Franken dotierten Hauptpreis. Das Projekt unterstützt Institutionen, die sich für die Gesundheit von Menschen mit Behinderung einsetzen.
Alnatura Fruchtschnitte Mandel, 75 g
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3.70
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TerraSuisse Silserkranz, 300 g
2.40
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8,3
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Nationale Hörstudie.
PUBLIREPORTAGE
Ihre Meinung ist wichtig!
Die Gesundheit ist ein wertvolles Gut und enorm wichtig für das persönliche Wohlbefinden. Darum setzt sich Amplifon dafür ein, jeder Art von Hörminderung und «Verstehverlust» entgegenzuwirken, und lanciert die Nationale Hörstudie. Machen auch Sie mit und entdecken Sie ein ganz neues Lebensgefühl. Oftmals fällt es schwer, Veränderungen zu akzeptieren – insbesondere dann, wenn sie den eigenen Körper betreffen. Beim Gehör wird dies besonders deutlich. 8 % der Bevölkerung vermuten bei sich eine Hörschwäche, aber nur 3,3 % tragen Hörgeräte. Viele Menschen verdrängen ihr Hörproblem und finden: «Was ich hören möchte, höre ich doch noch.» Aber wie gut man effektiv noch hört, kann nur ein professioneller Hörtest offenlegen. Untersuchungen zeigen: Schon ab dem 20. Lebensjahr beginnt unsere Hörleistung schleichend abzunehmen. Daher empfiehlt es sich, frühzeitig einen Hörtest zu machen. Denn ein unbehandelter Hörverlust ist auf Dauer erschöpfend und führt zu einer «Hör-Entwöhnung». Das Wiedererlernen und -erlangen des Hörvermögens wird so immer schwieriger. Das Leben mit allen Sinnen erfahren. Amplifon fordert darum die ganze Schweiz dazu auf, an der Nationalen Hörstudie teilzunehmen und einen Hörtest zu machen. Denn mit über 65 Jahren Erfahrung in der Hörgeräteakustik wissen wir: Wer gut hört, kann aktiver am Alltagsgeschehen teilnehmen und hat ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Ausserdem belegen Studien, dass sich Menschen mit einem guten Gehör generell sicherer fühlen und sogar besser schlafen. Mit der Nationalen Hörstudie spricht Amplifon nicht nur erfahrene Hörgeräteträger an, sondern auch Personen, die bei sich eine Hörminderung vermuten, aber noch keine Hörgeräte tragen. Im Rahmen der Studie machen die Teilnehmer einen kostenlosen Hörtest und haben die Gelegenheit, die
neuesten Geräte 4 Wochen lang unverbindlich und gratis Probe zu tragen. So können die Probanden hautnah erleben, wie sich ein gutes Gehör auf die Lebensqualität auswirkt und welche faszinierenden Möglichkeiten ihnen die moderne Technik eröffnet. Denn die neuen Geräte sind nicht nur nahezu unsichtbar bei deutlich gesteigerter Leistung, sondern ermöglichen auf Wunsch sogar eine Vernetzung mit dem Smartphone. Kundenbedürfnisse kennen und verstehen. Mit der Nationalen Hörstudie möchte Amplifon gemeinsam mit ihren starken Partnern ReSound, Phonak und Widex herausfinden, wie die Hörgerätetechnologie und die Beratungsleistungen noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt werden können – vom Hörtest bis zur professionellen Anpassung. Darüber hinaus soll die wissenschaftliche Studie zeigen, wie sich das Tragen von Hörgeräten auf das alltägliche Wohlbefinden auswirkt. Nur, wenn Amplifon laufend in ihre Kompetenzen investiert, können die Kundinnen und Kunden optimal mit hochwertigen Hörlösungen betreut werden. Darum werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten, nach den 4 Wochen von ihren Erfahrungen zu berichten und einen Fragebogen auszufüllen. Im Anschluss wird dieser wissenschaftlich und anonym ausgewertet. Die gesammelten Erfah<wm>10CAsNsjY0MDQx0TW2NLQwMQUAWvtWEQ8AAAA=</wm>
<wm>10CFXKIQ7DMBAEwBedtWvvxeccjMKigKjcpCru_1HVsIBhcxzpBbdtP1_7lQQla4MhTx-1SMxAL9GVIFXBZUU0sjvw-CZ1NmD-j4FGTYTVYb5Mj1G-788PsCy7rHIAAAA=</wm>
Jetzt teilnehmen und CHF 50.– in bar erhalten.* rungen unterstützen Amplifon bei der gezielten Weiterentwicklung ihrer Beratungsleistung – und davon profitiert die ganze Schweiz. Möchten Sie an der Nationalen Hörstudie teilnehmen? Dann melden Sie sich jetzt an: • in einem von über 80 Amplifon-Fachgeschäften in Ihrer Nähe • unter www.nationale-hörstudie.ch • unter der Gratisnummer 0800 800 881 • mit unten stehendem Talon Anmeldungen werden bis zum 31.3.2016 berücksichtigt. Als Dankeschön für Ihre Teilnahme erhalten Sie CHF 50.–* in bar.
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PLZ/Ort
Geburtsdatum
Telefon (zwingend)
MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 39
Zum Bio-Sortiment der Migros gehören viele Schweizer Frischeprodukte und neu auch Alnatura-Artikel.
Kino
Filmperlen in Solothurn
Geschäftszahlen 2015
Natur ist gefragt Im vergangenen Jahr hat die Migros eine robuste Umsatzentwicklung erzielt. Bei den Kunden besonders beliebt waren nachhaltig produzierte Artikel. Text: Michael West
W
Bild: Yves Roth
er im vergan genen Jahr in der Migros ein kaufte, legte oft naturnahe und regionale Pro dukte in seinen Warenkorb. Besonders stark war das Um satzplus beim BioSortiment mit 14,8 Prozent. Dieser Erfolg hat eine lange Vorgeschichte. MigrosMarke tingchef Hansueli Siber spricht von einer 20jährigen Entwick lung: Die biologische Landwirt schaft und die Produktion seien heute gut etabliert und markt orientiert. «Wir haben unser Angebot konsequent ausgebaut. Mit dem grossen Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden konnten wir in den vergangenen Jahren im Biomarkt deutlich stärker wachsen als die Kon kurrenz.» Zugleich sei klar, dass nicht alle Konsumenten den Aufpreis für Bioqualität zahlen könnten
Das Migros-Kulturprozent ist an den Solothurner Filmtagen vom 21. bis 28. Januar stark vertreten: Im Programm laufen gleich 15 Filme, die von der Einrichtung gefördert werden. Dazu zählt etwa der Spielfilm «Köpek», der den Lebenswegen von Menschen in Istanbul folgt (Szenenbild oben). Ein weiterer Beitrag ist das Psychodrama «Nichts passiert» von Micha Lewinsky: Es handelt von einem Familienvater, dessen scheinbar heile Welt allmählich zerbricht. Lesen Sie auf Seite 22 das Porträt der jungen Darstellerin Annina Walt, die in diesem Film brilliert.
Games
oder wollten. «Deshalb haben wir mit der gleichen Überzeu gung und Energie auch unsere ökologischen, ethischen und sozialen Mehrwertprogramme als preisliche Alternative aus gebaut.» Dazu zählen etwa die Programme «Aus der Region. Für die Region.», TerraSuisse oder auch Artikel, die besondere Tierwohlstandards erfüllen. Insgesamt haben die Kundinnen und Kunden 2,678 Milliarden Franken ausgegeben für Pro dukte mit ökologischem und sozialem Mehrwert. Migros-Gruppe behauptete sich in einem schwierigen Umfeld
Im vergangenen Jahr war der Schweizer Detailhandel durch die Frankenstärke und den Einkaufstourismus stark herausgefordert. Die Migros Gruppe erzielte in diesem schwierigen Umfeld mit insge samt 27,4 Milliarden Franken
Umsatz ein Wachstum von 0,1 Prozent und konnte erneut Marktanteile gewinnen. Die zehn Genossenschaften erreichten dank leicht höherer Kundenfrequenzen einen Umsatz von 15,6 Milliarden Franken. Die Minusteuerung auf den MigrosSortimenten betrug 1,7 Prozent. Währungs und teuerungsbereinigt entspricht dies im genossenschaftlichen Detailhandel einem Wachstum von 0,7 Prozent. Eine Migros-Erfolgsgeschichte war im Jahr 2015 neben den nachhaltig hergestellten Produkten auch der Onlinehandel: Im ECommerce betrug der Umsatz 1,6 Milliar den Franken. Damit bleibt die Migros nicht nur im Bereich der besonders nachhaltig her gestellten Produkte, sondern auch im Onlinehandel die unangefochtene Schweizer Marktführerin. MM
Eine Chance für Entwickler Vom 21. bis 24. Januar findet in Zürich das Game-Festival Ludicious statt, an dem Entwickler ihre virtuellen Welten zeigen. Das «Match Making Modul» schafft Kontakte zwischen Schweizer Game-Machern und internationalen Investoren. Ermöglicht wird es vom Förderfonds Engagement Migros. Weitere Infos: www.biz.ludicious.ch
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4 Reisetage r inkl. Konzerte ab nu Wer kennt sie nicht die tollen Hits wie„Felicità“,„Sempre, Sempre“, „Ci Sarà“ und„Libertà“ von Al Bano Carrisi oder die weltbekannten Lieder „Ti Amo“ „Gloria“ und„Genti di mare“ von Umberto Tozzi? car-tours bringt die grossen italienischen Musikstars an der schönen Adria zusammen und lässt herrliche Erinnerungen aufleben. Das frühsommerliche Lido di Jesolo und die Lagunenstadt Venedig bieten den idealen Rahmen für diese «Felicità», exklusive Konzertreise! «Gente di Mare»,
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1. Tag, Donnerstag 9. Juni 2016 - Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Lido di Jesolo, wo wir mit dem Nachtessen erwartet werden. 2. Tag, Freitag 10. Juni 2016 – Stadtführung Venedig & Notte italiano I Nach dem Frühstück bringt uns eine herrliche Bootsfahrt direkt ins Herzen der Stadt Venedig. Bei einer tollen Stadtführung erleben wir dann die Höhepunkte der auf 118 kleinen Inseln erbaute und von 100 Kanälen durchzogene Stadt der Superlative. Der Nachmittag steht Ihnen für eigene Entdeckungstouren zur freien
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Sie entlang der Strandpromenade und beobachten Sie das bunte Treiben bei einem feinen Kaffee oder Cappuccino. Am Abend garantiert die italienische Pop Band „Insieme“ für Stimmung bevor Sie ein grossartiges Konzert mit dem erfolgreichen Komponisten und Sänger Al Bano Carrisi erwartet.
3. Tag, Samstag 11. Juni 2016 – Freizeit & Notte italiano II Der heutige Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Geniessen Sie einen herrlichen Frühsommertag - Lido di Jesolo gehört zu den grössten und beliebtesten Badeorten Italiens und wartet mit einem herrlichen Sandstrand Entspannen Sie am schönen Strand, flanieren
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Wie lange ist eigentlich Waschmittel haltbar? Waschmittel ist sehr lange, aber trotzdem nicht unbegrenzt haltbar. Auf die meisten Waschmittel im MigrosSortiment gibt es eine Garantie von 900 Tagen. Weichspüler ist 700 Tage haltbar. Diese Frist kann sich allerdings verkürzen, wenn das Waschmittel unter ungünstigen Bedingungen gelagert wird – wenn es zum Beispiel hohen Temperaturen oder grellem Licht ausgesetzt ist oder die Verpackung nach Gebrauch nicht wieder verschlossen wird. Garstiges Winterwetter im Jahr 1956: Kunden scharen sich im Kanton St. Gallen um einen Migros-Verkaufswagen.
Zeitreise
Einkauf im Schneesturm
Bild: Bildarchiv Migros Genossenschafts-Bund
Die Kunden drängen sich im eisigen Wind um einen Migros-Verkaufswagen. Die aufgespannten Schirme und die Wintermäntel sind schon weiss überzuckert; allmählich scheinen sich die Leute in Schneeskulpturen zu verwandeln. Das Bild ist 1956 im Kanton St. Gallen entstanden. Es erinnert uns an die kalten Winter vergangener Jahrzehnte und an eine ganz andere Art des Einkaufens: Die Menschen standen nicht in geheizten Supermärkten, sondern im Schneegestöber Schlange. Doch widriges Wetter war für die Migros-Kunden und die Fahrer der Verkaufswagen damals nicht das grösste Hindernis. Schlimmer war der Widerstand der Besitzer kleiner Läden. Sie rollten den Lastwagen zum Beispiel Güllenfässer in den Weg und hielten die Leute mit allen Mitteln davon ab, bei Gottlieb Duttweilers Firma einzukaufen. Der Gang zur Migros war damals noch keine Selbstverständlichkeit, er musste teilweise regelrecht erkämpft werden. MM
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Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, erreichbar unter 0800 84 0848 oder www.migros.ch/ kundendienst
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Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Genua – Einschiffung. Hinfahrt via Gotthard, Tessin und Mailand nach Genua. Zeit zur freien Verfügung. Anschliessend Einschiffung und Überfahrt nach Porto Torres. 2. Tag: Ankunft in Porto Torres–Ausflug Neptunsgrotte–Alghero. Am Morgen Ankunft in Porto Torres. Bootsfahrt zum Capo Caccia und Besuch der faszinierenden Tropfsteinhöhlen der Neptunsgrotte, eine der schönsten und grössten Meeresgrotten. Nachmittag zur freien Verfügung, um unseren Ferienort Alghero kennenzulernen. 3. Tag: Alghero, Ausflug Costa Smeralda. Tagesausflug an die berühmte Costa Smeralda. Skurrile Felsen, weisse Strände und ein Hauch von Luxus in den Küstenorten sind bezeichnend für diesen Küstenstrich. Nach einem erlebnisreichen Tag kehren wir zurück nach Alghero. 4. Tag: Alghero, fakultativer Ausflug Bosa– Nuraghe Santu Antine. Ein atemberaubendes Erlebnis ist die Fahrt auf der einsamen, 45 km langen Küstenstrasse von Alghero nach Bosa. Für viele ist Bosa mit dem landschaftsbeherrschenden Castello dei Malaspina die schönste Stadt Sardiniens. Stadtbesichtigung mit anschliessendem typisch sardischen Mittagessen und Weinverkostung. Danach besichtigen wir die bekannte Nuraghe Santu Antine im Hinterland. 5. Tag: Alghero–Bonifacio–Ajaccio. Wir reisen via Sassari, der Küste entlang nach Santa Teresa Gallura. Fährüberfahrt ins 12 Kilometer entfernte Bonifacio auf Korsika. Die stolze Hafenstadt thront hoch über einer 1,5 km langen fjordähnlichen Bucht auf einer schmalen Halbinsel aus weissem Kalk. Weiterfahrt und gegen Abend Ankunft in Ajaccio, der Hauptstadt der Insel.
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205.– Einzelzimmerzuschlag (Hotels) Kabinenzuschläge (Fähre): 25.– – Doppelkabine aussen 75.– – Einzelkabine innen Fakultativer Ausflug Bosa und Nuraghe 79.– Annullationsschutz und Assistance29.– Versicherung Auftragspauschale 20.– (entfällt bei Online-Buchung)
Abfahrtsorte 06:10 Wil p 06:30 Burgdorf p 06:35 Winterthur 06:45 Basel InternetBuchungscode
07:00 Zürich-Flughafen p 07:20 Aarau 08:00 Baden-Rütihof p 08:50 Arth-Goldau (nur Einstieg)
Königsklasse Spardaten
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MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 43
Von uns. Von hier.
Aus Leidenschaft für Käse Die Schweiz hat den Käse zwar nicht erfunden, ihn aber mit ihren Spezialitäten aus eigener Herstellung weltberühmt gemacht. Raclette, Fondue und Co. haben auch in der Heimat eine grosse Fangemeinde. Text: Jacqueline Vinzelberg Styling: Irene De Giacomo
Bilder: Yves Roth, Christian Schnur
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Käse ist ein reines Naturprodukt. Über 450 einheimische Sorten gibt es hierzulande. Aroma, Reife, Fett- und Wassergehalt sind je nach Sorte unterschiedlich. Mehr als 20 Kilo davon werden jährlich pro Kopf in der Schweiz verzehrt. Dabei hat fast jeder seine ganz persönliche Vorliebe, wie, wann oder wo er seinen Käse isst. Haben Sie es schon mal mit einem Outdoor-Raclette versucht? Oder frische Ananas zum Fondue gereicht?
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Welcher Käse heisst wie? Die Auflösung finden Sie auf Seite 47.
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Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch Käse.
44 | MM03, 18.1.2016 | MIGROS-WELT
Melissa Colaiacovo (27), OP-Pflegefachfrau aus Lausanne mit Büsi Ptit-Chou:
«Ich bin eine richtige Käsenärrin, esse schon zum Frühstück einheimischen Käse und koche viel damit. Mein Nudel auflauf mit Gemüse, überbacken mit einer dicken Schicht geriebenen Heidi Gruyères aus der Migros ist der Hit in unserer Wohngemeinschaft.»
MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 45
Julia Weiss (25), Studentin aus Bern:
«Bei meinen Freunden gelte ich quasi als käsesüchtig. Bei mir gibt es keinen Tag ohne Käse, und ich habe immer einen Vorrat im Kühlschrank. Unwiderstehlich finde ich ein Käsebrot, zum Beispiel mit Heidi-Bergkäse in Scheiben und dem Feigensenf von Sélection.»
Felix Poletti (50) Kaminbauer und früherer Skeleton-Olympiateilnehmer aus Wädenswil ZH (rechts mit Freund Sven Peeters):
«Als leidenschaftlicher Sportler und Outdoorfreak bin ich gern in der
Natur. Käse ist für mich Lebenskultur, ich mag ihn ohne Schnickschnack, wie bei einem Raclette mit Freunden unter freiem Himmel.»
Jonas Hunziker (29) Static-Data-Spezialist aus Basel, mit Frau Jessica (30) und Sohn Thierry (3):
«Thierry ist ganz verrückt nach Käsefondue und Raclette. Weil wir es ebenso gern haben, geniessen wir oft einen gemeinsamen Racletteabend. Der Bio-Raccard Tradition gehört dabei zu unseren Favoriten.»
Daniella Simmig (51), Eventmanagerin aus Dübendorf ZH:
«Ich bin ein echter Fonduefan und leidenschaftliche Gastgeberin. Deshalb verwöhne ich Freunde und Bekannte gern mit Fondue wie dem Moitié-Moitié. Dazu gibt es stets frische Ananas und Cocktailtomaten. Diese fruchtige Kombination kommt super an.»
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MEINE-WELT | MM03, 18.1.2016 | 47
Von uns. Von hier.
So kennt sie jeder Käsefan
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Heidi Le Gruyère mittelreif, per 100 g Fr. 2. 20
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Heidi Bündner Bergrahmkäse, per 100 g Fr. 2.45
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Heidi Bergkäse in Scheiben, würzig, 140 g Fr. 4.40
Hier die Auflösung des Käse-PyramidenRätsels von Seite 43. Bei allen Sorten handelt es sich um Produkte der Migros-Eigenindustrie.
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Höhlengold Montagne, per 100 g Fr. 2.90
1
Höhlengold Le Gruyère Hobelrollen, 100 g Fr. 5. 20
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3
Bio Raccard Surchoix, 2 × 4 Scheiben, 300 g Fr. 7.40 In grösseren Filialen
Höhlengold Raclette, 2 x 4 Scheiben, 300 g Fr. 7.95 In grösseren Filialen
4
Raccard assortiert, 350 g Fr. 8.70
6
Raccard Tradition, 10 Scheiben, per 100 g Fr. 1.80* statt 2. 30 * Aktionspreis gültig bis 25. 1. oder solange Vorrat
10
Fondue Moitié-Moitié, 600 g Fr. 12 . 20
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Zimt als Heilmittel?
Geburtsdatum:
ZGDP002
541 Tricks und Tipps aus Grossmutters Schatzkiste
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ie Forscher in der ganzen Welt sind sich einig: Zimt steckt voller gesundheitsfördernder Eigenschaften! Von Amerika bis zum Mittleren Osten, von China bis zum anderen Ende der Welt nutzen Menschen den Zimt zur Behandlung von Diabetes, starkem Überwicht, Arthritis, zur Senkung des Gehaltes an schlechtem Cholesterin im Blut sowie zur Behandlung zahlreicher weiterer Krankheiten. Nach dem schwarzen Pfeffer ist Zimt das meistverwendete Gewürz weltweit. Zimt – ein Alleskönner für die Gesundheit. Wer hätte das gedacht? Entdecken Sie jetzt mehr als 350 Heilmittel und Schönheitsrezepte in dem Buch, das aus der Feder von Emily Thacker stammt, die sich mit ihren Büchern über Naturheilmittel einen Namen gemacht hat. Zimt, der einst noch begehrter war als Gold, wird seit Jahrhunderten in China verwandt, um den Blutzuckerspiegel in Schach zu halten. In einer in Pakistan durchgeführten Studie senkte Zimt den Blutzuckerspiegel bei Patienten mit Altersdiabetes um bis 29%. Schon seit Jahrhunderten wird Zimt genutzt, um arthritisbedingte Schmerzen zu lindern. Eine kürzlich an der Universität von Kopenhagen durchgeführte Studie hat ergeben, dass die kombinierte Gabe von Zimt und Honig nach nur einer Woche für eine deutliche Linderung der Beschwerden von Arthritispatienten sorgte. Was für eine wunderbare Neuigkeit! Eine deutsche Studie belegt, dass Zimt Bakterien vollständig abtöten kann, die für Harnwegsinfektionen verantwortlich sind. Und offensichtlich stoppt er auch die durch Pilze der Gat-
MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 49
Saisonküche
Aromawunder
Schält jemand eine Mandarine, blicken alle unvermittelt auf. Der Duft der Zitrusfrucht gehört zu den verführerischsten Winterdüften. Ihr Aroma und Geschmack ist nicht nur pur ein Genuss, auch in Rezepten lässt sich ihr betörender Duft einfangen.
Herausnehmen und sammeln!
Text: Claudia Schmidt Bilder und Styling: Claudia Linsi Rezepte: Annina Ciocco
Budget mittel Für 4 Personen
Noch mehr Rezepte Geschmacksvielfalt: Der Rahm für die Panna cotta wird mit Mandarinen, Ingwer und Minze aromatisiert.
Die Saisonküche gibt es auch im Jahresabonnement, 12 Ausgaben für nur Fr. 39.– Saison.ch/abo
50 | MM03, 18.1.2016 | MIGROS-WELT
Streuselkuchen mit Clementinen
Ingwer-Panna-cotta mit Mandarinen
Budget gehoben
Clementinensalat mit Vanillesirup Budget niedrig
Für 4 Personen
Für 4 Personen
Budget mittel Für 4 Personen Zutaten für 1 Springform à 18 cm Ø
150 g 125 g 2 125 g 1 TL 100 g 100 g 2 4 EL
Butter und Mehl für die Form Butter, weich Zucker Eier Weissmehl Backpulver gemahlene Mandeln dunkle Schokolade, z. B. Crémant Clementinen flüssiger Akazienhonig
Streusel: 15 g Weissmehl und Zucker 10 g Butter, kalt Zubereitung
1. Für die Streusel Mehl und Zucker mi schen. Butter in Würfeln beigeben. Zu einer bröseligen Masse mischen, kühl stellen. 2. Backofen auf 180 °C vorheizen. Form aus buttern und mit Mehl bestäuben. Butter und Zucker zu einer hellen Masse rühren. Eier nacheinander dazugeben. Mehl und Back pulver darunterrühren. Mandeln beigeben. Schokolade in Würfeln dazumischen. In die Springform geben und glatt streichen. In der oberen Ofenhälfte ca. 30 Minuten backen. Clementinen schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Nach ca. 30 Minuten Backzeit leicht übereinanderlappend auf dem Teig verteilen. Honig darüberträufeln. Nach 5 Minuten Backzeit Streusel darauf verteilen und 10 Minuten fertig backen. Zubereitungszeit ca. 20 Minuten + ca. 45 Minuten backen
Pro Person ca. 6 g Eiweiss, 23 g Fett, 39 g Kohlenhydrate, 1600 kJ/390 kcal
Dessert 3 Blatt Gelatine 40 g Ingwer 5 dl Vollrahm 110 g Zucker 5 Mandarinen 1 EL gehackte Pistazien 2 Zweige Pfefferminze Zubereitung
1. Für die Panna cotta Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Mit Rahm und 80 g Zucker aufkochen. Ca. 10 Minuten köcheln lassen. Ingwer entfer nen. Gelatine ausdrücken und im heissen Rahm auflösen. Flüssigkeit in Gläser füllen und ca. 3 Stunden kühl stellen. 2. Für die Sauce Mandarinen schälen, weisse Schalenreste entfernen und einige Schnitze für die Garnitur beiseitestellen. Rest der Früchte in Stücke schneiden. Mit 30 g Zu cker aufkochen und pürieren. Durch ein Sieb streichen. Auf die Panna cotta verteilen. Mit den beiseitegestellten Mandarinenschnit zen, Pistazien und einigen Pfefferminzblät tern garnieren und servieren. Zubereitungszeit ca. 40 Minuten + ca. 3 Stunden kühl stellen
Pro Person ca. 5 g Eiweiss, 46 g Fett, 44 g Kohlenhydrate, 2550 kJ/610 kcal
Dessert
2 dl Wasser 5 Nelken 2 Sternanise 1 Beutel Vanillezucker à 10 g 1 Vanilleschote 6 Clementinen 2 Zweige Thymian Zubereitung
Wasser mit Nelken, Sternanisen und Vanillezucker aufkochen. Vanilleschote längs halbieren und mitkochen. Clementi nen schälen, weisse Schalenreste entfernen. Clementinen in Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit dem Sirup übergiessen. Thymianblättchen dazuzupfen. Clemen tinen 2 Stunden marinieren. Aus dem Sirup heben und mit etwas Sirup anrichten. Nach Belieben mit Vanilleglace servieren. Rest lichen Sirup zum Aromatisieren und Süssen von Tee verwenden. Zubereitungszeit ca. 15 Minuten + ca. 2 Stunden marinieren
Pro Person ca. 1 g Eiweiss, 0 g Fett, 16 g Kohlenhydrate, 350 kJ/80 kcal
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Raclette Raccard, Gruyère AOP, Appenzeller, Fondue. Mitarbeitende: 243
Mineralwasser, Sirup, Fruchtsäfte. Mitarbeitende: 122
Biscuits, Blévita, Glace, Dessertpulver, Fasnachtschüechli, Apérogebäcke. Mitarbeitende: 623
Pflegeprodukte, Kosmetikwirkstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel, Margarinen und Speisefette. Mitarbeitende: 957
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Trockenreis, Risottoreis, Milchreis, Spezialitätenreis. Mitarbeitende: 24
Schokolade, Kaugummi. Mitarbeitende: 774
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FRÜCHTE & GEMÜSE Fenchel, Italien, per kg 2.20 statt 3.20 30% Orangen Tarocco, Italien, Netz à 2 kg 3.20 statt 4.90 33% Birnen Kaiser Alexander, Schweiz, per kg 2.50 statt 3.80 33% Anna’s Best Monatssalat, 200 g 3.– statt 3.80 20% Nüsslisalat, «Aus der Region.», per 100 g 2.10 statt 2.80 25% Datteltomaten, Italien, Schale à 500 g 2.80 Kartoffeln Raclette, «Aus der Region.», Tragtasche à 2.5 kg 2.80 statt 4.30 33% Litschis, Madagaskar, per kg 6.– statt 8.– 25% Trauben weiss, blau und rosé, Südafrika/Peru, per kg 3.15 statt 4.20 25%
FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL TerraSuisse Hinterschinken im Duo-Pack, per 100 g 1.85 statt 2.65 30% TerraSuisse Saucisson Tradition, per 100 g 1.25 statt 1.80 30% Waadtländer Saucisson, Schweiz, per 100 g 1.55 statt 1.95 20% Bündner Rohschinken hauchdünn geschnitten im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 113 g 6.90 statt 10.35 33% Optigal Pouletgeschnetzeltes im 3er-Pack, Schweiz, 3 x 222 g 15.– statt 22.60 33% Frischfische in Backschale, Lachsfilet, Kalamare oder Kabeljaufilet, z.B. Lachsfilet mit Zitrone und Koriander, Zucht aus Norwegen, 420 g 12.– statt 15.– 20% Malbuner Krustenschinken im Duo-Pack, hergestellt in Liechtenstein mit Fleisch aus der Schweiz, 2 x 106 g 5.20 statt 7.50 30% M-Classic Hackfleisch gemischt im Duo-Pack, Schweiz/Deutschland, 2 x 500 g 12.– statt 18.– 33%
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TerraSuisse Schweins-Cordon-bleu, per 100 g 1.90 statt 3.20 40% Pouletschnitzel paniert, Import, 5 x 130 g 9.70 statt 13.90 30% MSC Wildlachs Sockeye, Wildfang aus Alaska, 280 g 9.60 statt 19.30 50%
BROT UND MILCHPRODUKTE Alle Happy Bread Brote, z.B. hell, 350 g 1.90 statt 2.40 20% Valflora M-Drink UHT im 12erPack, 12 x 1 Liter 12.40 statt 15.60 20% Alle M-Classic Müesli Joghurt, 150 g, z.B. Truffes –.70 statt –.90 20%
Raccard Tradition Block oder Scheiben, per 100 g, z.B. Maxi-Block 1.75 statt 2.20 20% Höhlengold Emmentaler, per 100 g 2.15 statt 2.70 20%
BLUMEN & PFLANZEN Alle Fairtrade Minirosen, erhältlich in diversen Farben, Stiellänge 40 cm, Bund à 20 Stück, z.B. rosa 10.95 statt 12.90 15% M-Classic Tulpen, erhältlich in diversen Farben, Bund à 10 Stück, z.B. gelb 5.85 statt 6.90 15% Azalea Christine, im 12-cm-Topf, pro Pflanze 9.65 statt 12.90 25% M-Classic Strauss Surprise Midi (jeden Tag mit anderen Blumen), pro Strauss 9.90 statt 14.90 33%
WEITERE LEBENSMITTEL Frey Cream Branches Milk, UTZ, 125 g 1.45 statt 2.90 50% Gültig bis 8.2.2016 Frey Schokoladen-Kugeln im 750-g-Beutel, UTZ, Milch extra, Giandor oder assortiert, z.B. Kugeln, assortiert 11.– statt 18.60 40% Frey Tafelschokoladen à 100 g im 4er- oder 10er-Pack, UTZ, erhältlich in diversen Sorten, z.B. Milch extra-fein, im 10er-Pack, 10 x 100 g 14.– statt 20.– 30% M-Classic Kaugummi im 3er-Pack, Strawberry oder Spearmint, z.B. Strawberry, 3 x 80 g 5.60 statt 8.10 30% ChocMidor Konfektwaffeln Classico, Noir oder Diplomat im 3er-Pack, z.B. Classico, 3 x 165 g 5.70 statt 8.55 33% Caruso Oro Kaffee Bohnen oder gemahlen im 3er-Pack, UTZ, z.B. Bohnen, 3 x 500 g 17.80 statt 26.70 33% Alle Delizio Kapseln, Packung à 48 Stück, UTZ, 3.– günstiger, z.B. Lungo Crema 16.80 statt 19.80 Alle Extra Fit & Well Fruchtaufstriche, z.B. Aprikosen, 365 g 1.45 statt 2.10 30% Alle Zwieback, z.B. Original, 260 g 2.55 statt 3.20 20% Alle Migros-Bio-Trockenfrüchte oder -Nüsse, z.B. Mangoschnitze, 100 g 2.85 statt 3.60 20% Alle Feinkristallzucker 1 kg, z.B. Cristal –.80 statt 1.– 20% Happy Hour Schinkengipfeli, tiefgekühlt, 24 Stück 6.20 statt 12.40 50%
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Gesamtes Pancho Villa Sortiment, z.B. Soft Tortillas, 326 g 3.65 statt 4.60 20% Alle Party Nüsse, z.B. Nussmischung geröstet und gesalzen, 200 g 2.– statt 2.50 20% Basler Leckerli 1.5 kg 12.70 statt 15.90 20% Chiacchiere, 250 g 4.20 NEU *,**
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MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 63
Wissenswertes
Hintergrund
Rund um Mandarinen & Co. Winterstars
Saisonauftakt ist im November, wenn die ersten Früchte in Süd europa reifen. Genies sen kann man Manda rinen und Clementinen bis Anfang März.
Mehr Rezepte unter Saison.ch
Schick in Schale Klein, handlich und in Hochglanzverpackung kommen Mandarinen und Clementinen als idealer Snack daher. Doch bei aller Ähnlichkeit unterscheiden sich die Zitrusfrüchte nicht nur in der Anzahl der Kerne.
Reife Früchtchen
Mandarine
Zitrusfrüchte werden nur reif geerntet, weil sie nicht nachreifen. Cle mentinen und Mandari nen können trotz grüner Flecken auf der Schale reif sein. Schuld an der ungleichmässigen Fär bung sind warme Näch te. Nur wenn es nachts kälter wird, leuchten die Früchte orange.
Während die Clementine sich bis zu zwei Monate lagern lässt, bleibt die Mandarine nur ein bis zwei Wochen frisch und beginnt dann, sich von der Schale zu lösen. Die Mandarine enthält viele Kerne. Geschmacklich bringt die Mandarine mehr Spritzigkeit mit, denn sie enthält weniger Zucker und etwas mehr Säure als Clementine oder Satsuma.
Bitte nicht zu kühl Am besten lagert man Mandarinen und Co. kühl, aber nicht im Kühl schrank. Ein kühler Kor ridor oder Vorratsraum ist ideal. Damit Früchte, die von Schimmel befallen werden, andere nicht anstecken, sollte man die kleinen Zitrus früchte so nebeneinan derlegen, dass sie sich nicht berühren.
Bild: Stockfood
Ätherische Öle Wie alle Zitrusfrüchte verfügen Mandarinen und Clementinen über Öldrüsen in der Schale. Kaum jemand kann sich dem Duft entziehen, der beim Schälen freigesetzt wird. Es sind vor allem Monoterpene, die die sen Duft verströmen. In der Aromatherapie wer den diese Duftstoffe so wohl anregend als auch beruhigend verwendet. Manch einer lässt die Mandarinenschale gar auf der Heizung trock nen, damit er recht lange etwas von dem Duft hat. In Zusammenarbeit mit www.saison.ch
Clementine Sie ist eine Kreuzung aus Mandarine und Orange. Ihren Namen bekam die Clementine von Bruder Clément, einem Mönch, der die Clementine als Erster beschrieb. Was die Clementine angenehm von der Mandarine unterscheidet, ist, dass sie praktisch keine Kerne enthält. In der Regel hat die Clementine zudem mehr Schnitze. Die ebenfalls häufig angebotenen Satsumas sind der Clementine recht ähnlich. Satsumas reifen bereits ab November, während Clementinen erst Mitte bis Ende Dezember reif sind.
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MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 65
Yogos
Der Geschmack bleibt gleich Die Yogos-Joghurts wecken Erinnerungen an Griechenlandferien. Jetzt erhalten alle griechischen Rahmjoghurts eine aufgefrischte, neue Verpackung, aber ihr besonders gehalt voller Geschmack ist geblieben. Mit der Sorte Nature lässt sich im Handumdrehen ein authentisches Tzatziki zubereiten, sie eignet sich auch sehr gut zum Verfeinern von Saucen und Suppen. Die Varianten Mandel, Honig und Feige ergänzen das Sortiment und empfehlen sich zum Frühstück oder als süsser Snack.
Yogos Nature, 500 g* Fr. 2.10
Yogos Nature, 180 g Fr. –.90
Yogos Feige, 180 g Fr. –.95
Yogos Mandel, 180 g* Fr. –.95
Bild und Styling: Ruth Küng
* in grösseren Filialen
Fein und rahmig wie schon immer: die neu verpackten Yogos-Joghurts.
Yogos Honig, 180 g Fr. –.95 Die M-Industrie stellt viele MigrosProdukte her. Dazu gehört auch Yogos.
66 | MM03, 18.1.2016 | MIGROS-WELT
Léger
Mit Leichtigkeit ins neue Jahr Wer will sich schon dauernd selber quälen und auf alles verzichten, was gut ist? Auf Chips oder Gipfeli zum Beispiel? Die schmecken auch mit weniger Kalorien, Fett oder Kohlenhydraten. Die Léger-Linie bietet mit über 90 Produkten eine Vielzahl an leichten Lebensmitteln an. Text: Dora Horvath
Bild und Styling: Ruth Küng
French Dressing Beim French Dressing wird ein Teil des Öls durch Wasser ersetzt. Ein Verdickungsmittel sorgt für die sämige Konsistenz.
Léger French Dressing mit Kräutern, 700 ml Fr. 2.80 Magermilch Als Magermilch enthält die Léger-Milch weniger Kalorien als Vollmilch. Der natürliche Kalziumgehalt der Milch bleibt trotz Entrahmung erhalten.
Léger Milch UHT, 1 l Fr. 1.50
Proteinbrot Das Léger-Proteinbrot weist im Vergleich zu herkömmlichen Broten einen zwei- bis dreimal so hohen Eiweissgehalt auf und enthält dafür wesentlich weniger Kohlenhydrate (Stärke). Für die Herstellung werden wertvolle Zutaten wie pflanzliche Eiweissquellen, Kleie, Kerne und Samen verwendet.
Léger Proteinbrot dunkel, 400 g Fr. 3.50
Frischback-Gipfel Die Léger-Frischback-Gipfel werden gleich wie herkömmliche Gipfel hergestellt, allerdings wird für den Teig der Buttergehalt reduziert. Nach dem Backen sind sie luftig und knusprig, aber weniger fettig als normale Gipfeli.
Léger Frischback Gipfel mit Butter, 200 g Fr. 3.50 In grösseren Filialen
MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 67
Fit-onnaise Bei der Herstellung der Fitonnaise wird ein Teil des Öls durch Wasser ersetzt. Dank einer raffinierten Rezeptur bleibt die gewohnte Konsistenz und Textur erhal ten. Mayonnaise dürfen nur Produkte genannt werden, die im Minimum 70 Prozent Öl enthalten.
Léger Fitonnaise, 280 g Fr. 1.75
Chips LégerChips werden wie normale Chips frittiert, danach wird ein Teil des Fetts durch ein spezielles Verfahren entfernt. Die leichten Chips sind herrlich knusprig.
Léger Chips Paprika, 200 g Fr. 3.90
20-fache CumulusPunkte auf alle Léger-Produkte bis 25. Januar
Kuchenteig Der LégerKuchenteig wird wie konventioneller Kuchenteig hergestellt, enthält aber weniger Fett. Der Kuchenteig ist bereits ausgewallt.
Léger Kuchenteig, 270 g Fr. 1.75
Halbfettbutter Bei der Halbfettbutter wird der natürlich vor handene Anteil an Milch protein und Wasser durch die Zugabe von Butter milch und Wasser erhöht. So behält sie trotz weniger Kalorien ihren Geschmack.
Léger Halbfettbutter, 200 g Fr. 3.–
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MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 69
Abwaschmittel
Abwaschen ist auch eine Erfolgsstory Schon unsere Grossmütter spülten ihr Geschirr mit Handy. Ein Klassiker von 1958, der heute noch beliebt ist: Im Schnitt kauft sich jeder zweite Schweizer pro Jahr ein Handy-Spülmittel – das macht rund vier Millionen Flaschen, die jährlich über den Ladentisch gehen. Die Vorzüge von Handy sind seit jeher die gleichen – es wirkt stark gegen Fett, duftet dezent, schont die Hände und ist biologisch problemlos abbaubar.
1958
Ursprünglich war Handy «pour tout» – ein Allzweckputzmittel, damals eines der ersten in flüssiger Form.
Wettbewerb
*Aktion
1961
Alle Handy im Triopack
Handy erhält die neue Flaschenform, die bis heute weitgehend beibehalten wurde.
vom 19. - 30. 1.
1976
Die Flasche wird etwas schlanker. Die Punkte stehen für den Schaum, der tadellose Sauberkeit verspricht.
Gewinnen Sie eine HandyBallon-Fahrt Jedem Trio-Pack ist ein Wettbewerbstalon beigelegt.
Beantworten Sie die Wettbewerbsfrage auf dem Talon, schicken Sie ihn ein, und mit etwas Glück gewinnen Sie eine von drei Fahrten für 2 Personen mit dem Handy-Heissluftballon.
2016
Teilnehmerformulare können mit frankiertem Rückantwortcouvert bezogen werden bei Mifa AG Frenkendorf «HandyBallon-Wettbewerb», Rheinstrasse 99, 4402 Frenkendorf
Handy, 3 × 750 ml Fr. 4.55* statt Fr. 5.40
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So sieht die Flasche seit Jahren unverändert aus und bleibt das beliebteste Abwaschmittel der Schweiz.
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MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 71
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Wann sollte man als Erwachsener zum Arzt gehen? Wenn der Allgemein zustand schlechter statt besser wird, das Fieber sich kaum mehr unter 38 Grad senken lässt oder ein farbiger, gelbgrüner Auswurf beim Husten auftritt. * André Dietschi ist Facharzt für Allgemeine/Innere Medizin und Sportmedizin und leitet das Santémed Gesundheitszentrum Diepoldsau der Medbase Gruppe.
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Excellence Flussreisen 2016 – Schweizer Flussschiffe auf Donau, Rhein und Seine kein anderes Flussreise-Produkt können wir unser Reiseangebot mit den Erwartungen unserer Kunden in Einklang bringen. Und das tun wir. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund unserer Tradition in Sachen Personenbeförderung, die bis ins Jahr 1892 zurückreicht.
Liebe Flussfahrt-Freunde Willkommen bereits im Reisejahr 2016 mit jeder Menge neuer Reiseideen – allesamt gemacht, wie Sie es von uns erwarten. Reisen, wo alles stimmt: Qualität, Service und Preis. 100% Swiss Made – schön und gut. Aber was verbinden wir damit, was haben Sie davon ? Unsere Excellence-Schiffe werden von uns konzipiert, erbaut, gestaltet und in Verkehr gesetzt. Die Massstäbe, die wir dabei anlegen, orientieren sich an den Wünschen unserer Schweizer Reisegäste und deren gehobenen Qualitätsverständnis. Das heisst: Wie
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Ihr Reiseprogramm – Donau – Route 1 Tag 1 Schweiz–Passau. Busanreise nach Passau. Um 17:30 Uhr legt die Excellence Princess ab. Tag 2 Melk–Wien. Morgens erreichen Sie Melk. Sie besichtigen das Benediktinerstift* auf einem steilen Bergrücken hoch über der Donau. Die Stiftskirche gilt als schönste Barockkirche nördlich der Alpen. Flussfahrt entlang der lieblichen Weinberge der Wachau Richtung Wien. Fahrt zum Heurigen (Fr. 35) oder Besuch eines Klassischen Konzerts (Fr. 75). Tag 3 Wien. Servus in Wien! Schwelgen Sie nach Herzenslust in den Zeiten der Donaumonarchie und entdecken Sie Wien auf einer Stadtrundfahrt*. Nachmittags Ausflug ins Burgenland mit Weindegustation und Rundgang in Rust am Neusiedlersee (Fr. 45). Tag 4 Budapest. Vormittags Ankunft in Budapest. Rundfahrt*. Die Donaumetropole entstand 1873 aus Buda und Pest. Ausflug in die nahe gelegene Apajpuszta auf eine typisch ungarische Czarda (Fr. 50). Am Abend eindrucksvolle Fahrt durch das nächtliche Budapest (Fr. 25). Tag 5 Budapest–Esztergom. Am Vormittag Zeit für eigene Unternehmungen. Am Nachmittag Ausflug zum Donauknie*. Per Bus erreichen Sie Esztergom – ein herrlicher Blick auf das Donauknie erwartet Sie. Anschliessend Besuch der Basilika. Tag 6 Bratislava. Altstadtführung* in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Schlendern Sie am Nachmittag gemütlich auf eigene Faust durch die Strassen von Bratislava und erspüren Sie den Charme dieser jungen Stadt. Tag 7 Dürnstein. Dürnstein – die «Perle der Wachau» – liegt inmitten von Weinbergen. Rundgang* mit Besuch des imposanten Stifts. Mittags Weiterfahrt Richtung Passau.
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Ihr Reiseprogramm – Rhein – Route 2
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Tag 1 Schweiz–Strassburg. Busanreise nach Strassburg und Bootsfahrt auf dem Flüsschen Ill. Um 16:30 Uhr legt die Excellence Princess ab.
Tag 1 Schweiz–Paris. Busanreise nach Paris. Tag 2 Paris. Morgens gemütliche Bootsrundfahrt auf der Seine* und am Nachmittag eine Stadtrundfahrt* in Paris. Abends legt die Excellence Royal ab. Tag 3 Les Andelys. Busfahrt nach Lyons la Forêt – eines der schönsten Dörfer in Frankreich. Nach dem kurzen Abstecher bringt Sie der Bus zurück nach Les Andelys. Das romantische Städtchen liegt in einem Flussbogen der Seine*. Tag 4 Caudebec-en-Caux–(Honfleur). Ganztagesausflug*. Das Städtchen Honfleur besitzt den wohl schönsten Hafen der Normandie, Anschliessend Fahrt durch die Normandie und Zwischenhalt in einer Calvados-Brennerei, inkl. Führung und Degustation. Tag 5 Caudebec-en-Caux–(Étretat)–Rouen. Ausflug zur Alabasterküste mit ihren faszinierenden Steilfelsen «Aiguelle» und dem «Felsentor»*. Fakultativer Genuss eines GourmetMittagessen. Der Spitzenkoch David Görne verwöhnt Sie mit einem 6-Gang-Menu (Fr. 160) in seinem Manoir. Tag 6 Rouen. Stadtrundgang in Rouen*. Am Nachmittag fakultativer Ausflug entlang der Seine (Fr. 45). Auf der «Route der Abteien» besuchen Sie die Abtei Jumièges. Tag 7 Vernon–Paris. Sie fahren nach Giverny und besuchen Wohnhaus und Garten des grossen Impressionisten Claude Monet*. Tag 8 Paris–Schweiz. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort.
Tag 2 Mannheim–(Heidelberg)–Mainz–Rüdesheim– Koblenz. Ausflug nach Heidelberg*. Am Nachmittag Weiterfahrt bis Rüdesheim. Fahrt mit dem Winzerexpress und Weindegustation*. Abends geniessen Sie die romantische Rheinstrecke vorbei am sagenumwobenen Loreley-Felsen. Tag 3 Koblenz–Köln–Düsseldorf. Erkunden Sie die Rheinmetropole Köln – Kunst-, Universitäts- und Medienstadt – auf einer Stadtrundfahrt*, kombiniert mit einem Rundgang. Nach dem Mittag Weiterfahrt bis Düsseldorf, wo Sie die Stadt auf einer Rundfahrt* besichtigen. Tag 4 Amsterdam. Gegen Mittag Ankunft in Amsterdam. Nachmittags besichtigen Sie auf einem Ausflug* Zaanse Schans und Edam. Tag 5 Amsterdam. Vormittags Möglichkeit zu einem Ausflug* in den weltberühmten Keukenhof. Nachmittags entdecken Sie auf einer Grachtenfahrt* die farbenfrohe Stadt Amsterdam. Tag 6 Amsterdam–Schweiz. Nach dem Frühstück Busrückreise zu Ihrem Abreiseort. Amsterdam–Strassburg Reise in umgekehrter Richtung. Detailprogramm auf Anfrage.
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MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 77
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Restaurant Seegarten Das À-la-carte-Restaurant im Park im Grünen in Münchenstein öffnet am 21. Januar wieder seine Türen für
die Gäste. Mit Blick auf die spektakuläre Fontäne des St. Alban-Sees inmitten des grössten Naherholungsgebiets der Region lassen sich hier ein paar schöne
Stunden verbringen. Die Speisekarte bietet neben den beliebten Klassikern auch einige saisonale Highlights an. Gepflegte Gastlichkeit in einem schönen Ambiente zeichnet das Restaurant aus. Geöffnet täglich von 11 bis 23 Uhr. Weitere Infos: www.seegarten-restaurant.ch
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Könnten unterschied licher nicht sein: Bob (Dany Demuth) und Helena (Jennifer Rudin).
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Ein modernes Märchen inmitten einer Grossstadt: «Eine Sommernacht», unter der Regie von Sandra Förnbacher, feiert am 8. März am Förnbacher Theater Premiere. Text: Moritz Weisskopf
I
n einer Mittsommernacht treffen Helena und Bob aufeinander. Ihre Gründe, in dieser einen Bar zu sein, könnten kaum unterschiedlicher sein. Helena, eine erfolgreiche Scheidungsanwältin, wird gerade mal wieder von ihrem verheirateten Liebhaber versetzt. Gleichzeitig wartet Bob, ein unauffälliger Kleinkrimineller, auf eine etwas zweifelhafte Verabredung. Sie kommen ins Gespräch und in Trinklaune,
und der feuchtfröhliche Abend endet in einem One Night Stand. Am nächsten Morgen sind sich die beiden aber einig: Das war eine einmalige Sache! Ein rauschendes Wochenende
Doch ein paar persönliche Katastrophen später kommt es zu einem Wiedersehen. Und dieses Mal hat Helena gerade die Hochzeit ihrer Schwester gesprengt, und Bob trägt eine Tüte mit 15 000 Pfund bei sich, die ihm
nicht gehört. Eine gemeinsame Reise in die Nacht beginnt. So unterschiedlich die beiden auch sein mögen, stellen sie sich doch die gleichen existenziellen Fragen: Was habe ich erreicht in meinem Leben? Soll das schon alles gewesen sein? Das Leben scheint plötzlich federleicht. Mit «Eine Sommernacht» (Midsummer Night) hat der schottische Dramatiker David Greig ein modernes Märchen geschrieben, das die Untiefen
des Lebens in der Grossstadt ebenso kennt wie hemmungslose Romantik. Zwei Schauspieler (Dany Demuth und Jennifer Rudin) erzählen und singen die Geschichte von Bob und Helena und ihrem rauschenden Wochenende in Edinburgh. Dabei unterscheiden sich die Erinnerungen der beiden ordentlich. Einig sind sie sich nur in einem: Sie passen wirklich nicht zusammen. MM Weitere Infos: www.foernbacher.ch
78 | MM03, 18.1.2016 | MIGROS-WELT
Mehr Wissen
Eine Siedlung in Winterthur wird aufgrund der Strassennamen (Kirschen-, Pfirsich-, Aprikosen-, Birnenund Apfelweg) als «Birchermüesli-Quartier» bezeichnet.
Gourmessa
Frisch und fruchtig ins neue Jahr Nach den herzhaften Speisen der Festtage wird es Zeit, das neue Jahr gesund in Angriff zu nehmen. Zum Beispiel mit Smoothies, Fruchtportionen oder der Schweizer Traditionsspeise: Birchermüesli. Text und Bilder: Moritz Weisskopf
Die Gourmessa bietet fruchtige und gesunde Alternativen zum Fast Food.
D
as Birchermüesli ist neben dem Fondue die einzige Schweizer Spezialität, die weltweit gegessen wird. Vor über hundert Jahren wurde sie vom Zürcher Arzt Maximilian Bircher-Benner erfunden. Der Gründer des Sanatoriums «Lebendige Kraft» am Zürichberg nannte die Kreation «d Spys» oder «Apfeldiätspeise». Das ursprüngliche Rezept bestand nur aus Äpfeln, Haferflocken, Haselnüssen, Wasser, Zitronensaft und gezuckerter Kondensmilch.
Innerhalb kurzer Zeit wurde das Birchermüesli populär und war ab den 40er-Jahren auf fast jedem Deutschschweizer Tisch zu finden, meist zum Abendessen. Auch in den Küchen von Gefängnissen, Heimen, Klöstern und des Militärs stand es regelmässig auf dem Menüplan. Das Birchermüesli gehörte für die 68er-Bewegung zum alternativen, ökologischen Lebensstil und schaffte es dadurch Ende der 1960er-Jahre zu seinem weltweiten Durchbruch. Heute ist es längst keine
Protestspeise mehr und wird vor allem als Frühstück, Zwischenmahlzeit oder leichtes Mittagessen gegessen. Wichtige Vitamine für kalte Temperaturen
Auch bei der Migros Basel steht die gesunde Traditionsspeise hoch im Kurs. Drei verschiedene Birchermüesli sind in den Gourmessen zu finden. Hergestellt werden diese jeden Morgen frisch in der Zentralküche der Migros Basel in Münchenstein: mit frisch geraspelten Äpfeln,
Haferflocken, Milch und verschiedenen Beeren und ( je nach Rezept) Früchten wie Ananas oder Kirsche. Aber auch Fruchtportionen, Milchreis, frisch gepresste Smoothies und feine Lassies gehören zum fruchtigen Sortiment. Dass diese Produkte nicht nur schön aussehen, sondern auch gesund sind, liegt auf der Hand. Insbesondere in der kalten Jahreszeit, in der die Vitaminzufuhr erschwert wird, sollte darauf auch nicht verzichtet werden. Nichts ist ärger-
MIGROS-WELT | MM03, 18.1.2016 | 79
Haferflocken und Apfelspäne bilden die Basis jedes Birchermüeslis.
Mit Birchermüesli, Früchten, Smoothies, Lassies & Co. ist man mit Vitaminen gut versorgt.
licher als den Start ins neue Jahr mit einer Erkältung aufgrund fehlender Abwehrkräfte im Bett verbringen zu müssen. Nach so viel Käsefondue, Raclette und Fleischfondue über die Festtage ist es zudem sowieso wieder an der Zeit, für etwas kulinarische Abwechslung auf dem Speise plan zu sorgen – erst recht, wenn diese gesund ist. Gesunder Fastfood für hektische Zeiten
Egal, wie erholsam die Festtage waren, der Start ins neue Jahr
ist es selten. Meistens stehen in den ersten paar Wochen bereits wichtige Termine an. Zudem weiss doch jeder, dass nach Weihnachten die Preise purzeln. Der Zeitpunkt für einen günstigen Einkaufsbummel ist also optimal. Das Problem ist nur, dass man mit dieser Idee meis tens nicht allein ist und die Stadt in diesem Zeitraum fast genauso überflutet ist wie kurz vor Weih nachten. Dementsprechend sind solche Unternehmungen nur wenig erholsam. Dann sollten auch noch die gut gemeinten
Weihnachtsgeschenke von Tante Beatrice und Onkel Heinz, ein roter Pulli mit Pudelmotiv und ein Gutschein für das Brief markenmuseum, eingetauscht werden. Dazu kommt, dass die Fasnacht in diesem Jahr sehr früh ansteht und das Kostüm noch nicht fertig ist. Was für ein Stress! Doch durch die vorteilhafte Portionierung sind die fruch tigen Snacks der Gourmessa eine ideale kleine Mahlzeit für Menschen, die in dieser stres sigen Zeit nicht viel Zeit für ein
ausführliches Frühstück oder Mittagessen haben. Weil sie im Gegensatz zu Hamburger, Pom mes frites und Döner wenig Fett und Kalorien haben und trotz dem sehr sättigend sind, werden sie auch gern als gesundes Fastfood bezeichnet. Zudem – seien wir ehrlich – haben wir uns doch vor rund drei Wochen selbst vorgenommen, im Jahr 2016 gesünder zu leben. Zum Glück gibts die Gourmessa, die einem den gesunden, frisch fruchtigen Start ins neue Jahr leicht macht. MM
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Reiseprogramm 1. Tag: Hinflug Zürich–Málaga – Fahrt nach Granada. Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich-Kloten und Direktflug mit Swiss nach Málaga. Begrüssung an Bord unseres Twerenbold-Busses und Fahrt nach Granada. 2. Tag: Granada. Der heutige Tag steht ganz im Zeichen Granadas und seiner berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Die Stadt ist vor allem bekannt für die Alhambra, den berühmten maurischen Palast und die Generalife-Gärten. Nach lebhafter Geschichte, die bis ins 9. Jh. zurückgeht, wurde das Bauwerk 1870 zu einem nationalen Denkmal erklärt. Von unserem Hotel erreichen wir in nur zwei Minuten den Eingang der dominant über der Stadt gelegenen Alhambra mit den schönen Generalife-Gärten. Granada begeistert aber auch dank seiner herrlichen Lage am Fuss der Sierra Nevada. Ebenfalls sehenswert ist der faszinierende Stadtteil Albaicín, den wir am Nachmittag besuchen. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Córdoba. ** Tagesausflug nach Córdoba. Die Stadt ist mit ihren weissgetünchten Häusern und zauberhaften Innenhöfen eine weitere andalusische Perle. Die wechselhafte Geschichte hat auch hier ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehört die herrliche Moschee (Mezquita), die zu beiden Seiten von Hofgärten mit Orangenbäumen flankiert ist. Das prunkvoll geschmückte Innere besticht durch das Rundbogengewölbe und Mosaike. Auf einer geführten Stadtbesichtigung sehen wir ausserdem das jüdische Viertel, ein malerischer Stadtteil, Veranden und Springbrunnen. Danach freie Zeit für individuelle Entdeckungen.
4. Tag: Fakultativer Ausflug Panoramatag Las Alpujarras – Costa Tropical. ** Auf unserem heutigen Panoramaausflug entdeecken wir die landschaftlichen Schönheiten deer Region von Las Alpujarras. Entlang der Hügelkettten sehen wir eine Reihe von malerischen Dörfern und Weilern. Aus dieser Region stammen auch viele kulinarische Köstlichkeiten, wie der berühmte Jamón de Serrano. Unterwegs zur Costa Tropical durchqueren wir eine der fruchtbarsten Regionen Spaniens. Hier herrscht das perfekte Klima für den Anbau von tropischen Früchten wie Zimtäpfel, Papayas, Avocados und Mangos. Bei Salobreña, einem Dorf mit weissen Häusern, geniessen wir ein grossartiges Panorama auf die umliegenden fruchtbaren Ebenen und Strände der Costa Tropical, bevor wir nach Granada zurückkehren. 5. Tag: Fakultativer Ausflug Ronda. ** Landschaftlich eindrückliche Fahrt nach Ronda, das in atemberaubender Lage, umgeben von Bergen und am Rand einer tiefen Schlucht liegt. Den besten Panoramablick hat man von der Neuen Brücke aus. Die typisch andalusische Stadt Ronda ist weiter wegen ihrer weissgetünchten Häuser und den maurischen Ruinen eine Augenweide. Berühmt ist auch die zweitälteste Stierkampfarena Spaniens. All diese Sehenswürdigkeiten lernen wir auf einem gemütlichen Stadtbummel kennen. 6. Tag: Granada–Málaga – Rückflug nach Zürich. Wir verlassen Granada und fahren zurück nach Málaga und Rückflug mit Swiss nach Zürich.
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Familienumfrage Sollen Fotos von Kindern auf Facebook gepostet werden?
Nein, da das Kind nicht selbst entscheiden soll, ob es dies möchte. 52% Ab und zu. Die Fotos dürfen aber nur Freunden zugänglich sein. 47% Ja, ich will mein Familienleben mit meinen Freunden und der Welt teilen. 1%
In Zusammenarbeit mit
Knigge reloaded
Wie reagieren Sie auf Leute, die bloss zum Zeitvertreib anrufen?
Ist es unhöflich, jemanden von unterwegs anzurufen?
Migrosmagazin.ch
Richtig oder falsch? Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeits datums sollte ein Produkt nicht mehr verzehrt werden.
Illustration: Andreas Klammt; Bild: Stefan Sulzer
Falsch!
Philipp Tingler (44) ist Autor
und Philosoph und schreibt hier jede Woche über Phänomene des modernen Benehmens.
«Das kommt drauf an. Nämlich darauf, ob es sich um ein Gespräch mit Anlass handelt, also um eine konkrete Frage oder Pläne oder gar um einen Rückruf. Oder ob der Anrufer bloss Zeit im Taxi oder in der Flughafenlounge überbrücken will, was tendenziell unmanierlich ist, weil es dem Angerufenen eine Lückenfüllerrolle zuweist. Dies ist eigentlich nur geringfügig besser, als jemanden aus Versehen aus der Hand oder Hosen tasche heraus anzurufen. Oder, halt, eigentlich ist es schlimmer. Wenn zum Beispiel der Anruf dann auch noch dauernd durch Anweisungen an den Taxifahrer unterbrochen wird, sollten Sie wie folgt reagieren: ‹Oh, ich höre, du hast zu tun. Lass uns später weitersprechen. Bis dann!› Um den Multitasker oder die Multi taskerin am anderen Ende müssen Sie sich keine Sorgen machen; das nächste Opfer ist nur einen Fingerstrich entfernt.»
Das Mindesthaltbar keitsdatum gibt an, bis wann der Herstel ler die Garantie dafür übernimmt, dass das Produkt einwandfrei ist. Die meisten Lebensmittel können aber auch nach Ablauf dieses Datums noch problemlos verzehrt werden. Grundsätzlich kann man auf seine Sinne vertrauen: Was schlecht riecht, verdorben aussieht oder anders schmeckt, gehört in den Müll. Alles andere ist in der Regel noch geniessbar. Nur bei leicht ver derblichem Essen wie Fleisch ist Vorsicht geboten. Darum gilt:
Besser dem Aussehen und dem eigenen Ge schmacks und Ge ruchssinn vertrauen, als blind dem Haltbar keitsdatum zu folgen.
In Zusammenarbeit mit Pusch – Praktischer Umweltschutz www.pusch.ch
84 | MM03, 18.1.2016 | LEBEN
Reisereportage
Total entspannt in einer Woche
Für Reisende, die Fernweh mit Sinnsuche unter einen Hut bringen möchten, ist ein Yoga-Retreat perfekt. Das Gäste- und Seminarhaus Lykia in Adrasan in der Südtürkei bietet alles für eine Auszeit vom hektischen Alltag. Text: Anne-Sophie Keller
Bilder: Lea Meienberg
LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 85
Entspannung pur? AnneSophie Kellers Yoga-Tagebuch Migrosmagazin.ch
Atemberaubende Natur: Bei der morgendlichen Stillewanderung, die im Dunkeln losgeht, geht es einen schmalen Ziegenpfad der Küste entlang.
N
Innere und äussere Ruhe am Strand des türkischen Küstenorts Adrasan.
ach drei Flugstunden geht das Abenteuer los: In einem Kleinbus rumpeln wir vom Flughafen Antalya direkt Richtung Paradies. Es ist 35 Grad, mit glühenden Gesichtern schauen wir aus dem Fenster. Der Motor surrt; ab und zu knistert ein PET-Wasserfläschchen. Sobald sich das grossstädtische Chaos Antalyas lichtet, erblicken wir das Meer; am Ufer reihen sich Campingplätze an Strandrestaurants. Wir passieren den Touristenort Kemer und fahren weiter dorthin, wo der Massentourismus noch nicht hingefunden hat: nach Adrasan. Wir, das ist eine Ladung gestresster Grossstädter, die unter der türkischen Sonne Entspannung suchen. Die meisten Gäste kommen aus Deutschland, manche aus Österreich und in dieser Woche nur zwei aus der Schweiz: Michel Keller und ich, mit dem ich zwar den Nachnamen, aber nicht die Familie teile. Zwei Stunden später nimmt der vollbepackte Kleinbus das schmale Natursträsschen hoch zum Gäste- und Seminarhaus Lykia. Zwischen den Granatapfelbäumen, die hier so zahlreich wie Apfelbäume in der Ostschweiz wachsen und auch etwa so aussehen, sind 33 Bungalows versteckt. Mittendrin stehen das Haupthaus, ein grosser Pool mit glasklarem Wasser und eine
Terrasse mit Meersicht. Hier kann das ja nicht so schwer sein, «zen» zu werden. Aller Anfang ist schwer
Und dennoch bin ich skeptisch. Vor einigen Jahren habe ich regelmässig Power Yoga gemacht. Seither ist die Bezeichnung «bewegungsresistent» wohl passender für mich. Ganz allein bin ich damit nicht. Michel Keller (42) ist mit seiner Freundin Csilla (42) aus Zürich angereist. Der selbständig erwerbende LKW-Fahrer hat letzten Herbst nach einem Rückenvorfall zum Yoga gefunden. «Das hat mir enorm geholfen. Csilla zeigte mir dann einen Prospekt des ‹Lykia›, und ich war sofort begeistert. Die Ferien mal anders verbringen,
Nina Meissner (40) und Ismail Güngör (34) leiten das Gäste- und Seminarhaus Lykia gemeinsam.
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✓ Fahrt im komfortablen Extrabus ins Salzkammergut und zurück ✓ 3 Übernachtungen im guten Mittelklassehotel
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✓ 3 x Frühstück 2x Abendessen im Hotel ✓ 1 x Bauernbuffet mit Musik ✓ interessante Stadtführung in Salzburg ✓ Ausflug Salzkammergut mit Kaffee- und Kuchen im„Weissen Rössl“ ✓ Besuch und Führung Gut Aiderbichl inkl. Bummelzugfahrt ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung
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✓ Ausflug„Nördlicher Gardasee“ mit Grappa- & Trentiner Käseprobe & Besuch Marmorfabrik ✓ Ausflug „Südlicher Gardasee“ mit Besuch Olivenölmühle und Schifffahrt Sirmione-Bardolino ✓ Besuch in Mailand ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung
Ihr Reiseprogramm:
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1. Tag, Donnerstag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus ins Salzkammergut. Nachtessen im Hotel.
Reisehit 207 5.5. - 8.5.2016
Reisehit 211 a) 16.5.-19.5.2016
2. Tag, Freitag – Salzburg Am Vormittag tolle Stadtführung in Salzburg mit allen Höhepunkten. Nachmittags Zeit zur freien Verfügung für eigene Entdeckungstouren. Nachtessen im Hotel.
im guten Mittelklassehotel
1. Tag, Montag – Mailand & Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Mailand. Zeit für eigene Entdeckungstouren und zum Einkaufen. Weiterfahrt an den südöstlichen Gardasee. Nachtessen im Hotel.
im guten Mittelklassehotel Fr. 365.-
3. Tag, Samstag – Wolfgangsee, Weisses Rössl & Gut Aiderbichl Morgens Fahrt an den schönen Wolfgangsee, wo wir im viel besungenen „Weissen Rössl“ Kaffee und Kuchen geniessen. Nachmittags eindrückliche Führung auf dem berühmtesten Gutshof Europas, dem Gut Aiderbichl. Am Abend erwartet uns zum Abschied im Hotel ein feines Bauernbuffet mit Musik.
Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar:
2. Tag, Dienstag – Nördlicher Gardasee Besuch des hübschen Örtchen Malcesine und der zauberhaften Altstadt von Riva del Garda. Später besuchen wir eine Marmorfabrik und verkosten im Hinterland Grappa, Trentiner Käse und Brot. Nachtessen im Hotel.
4. Tag, Sonntag – Heimfahrt Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an.
Preis pro Person im Doppelzimmer
Fr. 395.-
- Einzelzimmerzuschlag: Fr. 80.- Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur oder Zürich
3. Tag, Mittwoch – Südlicher Gardasee Am Morgen besuchen wir eine Olivenölmühle. Danach geht es weiter auf die Halbinsel Sirmione. Später herrliche Schifffahrt von Sirmione nach Bardolino. Nachtessen im Hotel. 4. Tag, Donnerstag – Heimreise Nach dem Frühstück Heimreise in die Schweiz.
Reisehit 211 b) 26.9.-29.9.2016
Preis pro Person im Doppelzimmer
Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: - Einzelzimmerzuschlag: Fr. 90.- Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bellinzona, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur oder Zürich
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LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 87 1
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Informationen
Eine Woche Auszeit in Adrasan Anreise: Mit Sun Express, Air Berlin oder Edelweiss Air reisen Sie nach Antalya. An- und Abreisetag ist jeweils am Sonntag. Mit einem Gratistransfer gehts in rund zwei Stunden zum 90 Kilometer entfernten «Lykia» in der Nähe des Küstenorts von Adrasan. Der Anbieter Delsolar Reisen in Zürich hat unter dem Motto «Inspiration – Reisen der Achtsamkeit» eine Auswahl an Yogareisen im Programm und ist die Schweizer Vertretung des Gästehauses Lykia.
1 Glasklares Was
ser im Pool und Blick auf die um liegenden Berge.
2 Die Yogastunden
sorgen für einen energievollen Start in den Tag.
3 Der Zürcher
Michel Keller (42) ist mit Freundin angereist. 4 Das Essen: vege
tarisch, mediterran 4 und schön leicht.
Preise und Angebote:
Eine Woche «Aktive Auszeit» im Bungalow mit Privatterrasse kostet 870 Franken inklusive vegetarischer Vollpension, ohne Flug. Der Ausflug nach Olympos und die stille Wanderung sind im Paket enthalten. Die Reise eignet sich für Personen jeden Alters, auf spezielle Beschwerden oder Bedürfnisse nehmen die Yogalehrerinnen Rücksicht. Die Stunden sind in zwei Klassen unterteilt und werden dem Leistungsniveau der Teilnehmenden angepasst. Alternative Yogadestinationen: Beliebt
in Europa sind Apulien (I), Aquitanien (F), die griechischen Inseln, Andalusien (E) oder die Algarve (P). Wer etwas weiter reisen will, ist im indischen Goa, auf Bali (RI) oder auf Hawaii (USA) bestens aufgehoben. Auch Marokko gilt als beliebte Yogadestination.
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ein neues Land entdecken und Ausflüge machen schien mir interessant.» Mir scheint vor allem die Vorstellung von zwei Stunden Yoga pro Tag «interessant». Denn die finden noch vor dem Frühstück statt. Inwiefern mich das frühe Aufstehen entspannen soll, ist mir schleierhaft. Glücklicherweise sind die Yogastunden diese Woche in zwei Klassen unterteilt. Anfänger und solche, die es etwas gemächlicher mögen, besuchen das Yoga Soft von Nina. Wer es etwas dynamischer mag, ist bei Jana gut aufgehoben. In ihrem Kurs wechseln sich Entspannungs- mit Dehnungssequenzen ab. Bei keinem der Kurse muss man besonders flexibel oder gelenkig sein. «Es geht um Achtsamkeit. Jeder kann Yoga praktizieren», sagt Nina. Positive Auswirkungen gibt es viele: Yoga hilft bei Rückenbeschwerden, stärkt die Muskeln, sorgt für einen ruhigen Schlaf, kurbelt die Verdauung an und verbessert die Konzentration. So esoterisch, wie ich mir das vorgestellt habe, ist das also gar nicht. Auf die abendlichen
Meditationsstunden bin ich gespannt. Bei der Tanzmeditation stehe ich zuerst etwas ratlos im Raum, während meine Co-Yogis mit geschlossenen Augen tranceartig ihren Bewegungen nachgehen. Nach einer halben Stunde steige auch ich ein. Wasser und Feuer
Die Woche im «Lykia» heisst nicht umsonst «aktive Auszeit». Während der sieben Tage können zahlreiche Ausflüge separat gebucht werden. Besonders beliebt ist der in die antike Stadt Olympos. Ein Besuch in Adrasan empfiehlt sich ebenso: Die Bevölkerung ist aufgeschlossen, gastfreundlich und unabhängig vom ausländischen Tourismus – am Türkei
✈ Antalya
Kemer Olympus Cirali 10 km
Adrasan
Strand trifft man hauptsächlich einheimische Touristen. Die Region hat sich seit Langem dem Naturschutz verschrieben. Lilien, Oleander, Orangen, Maulbeeren, Granatäpfel und Feigen verströmen ihren lieblichen Duft, je nach Saison. Während der zwei Bootstouren, die wöchentlich stattfinden, geht es die Küste entlang hinaus ins Blaue. Beim ersten Zwischenstopp schwimmt man mit Führer Ilhan in eine Höhle hinein, die am hinteren Ende stockdunkel ist. An einem anderen Stopp können sich die Besucher mit einem mineralhaltigen Schlamm einreiben und danach mit seidiger Haut wieder ins Boot klettern. Zwischendurch serviert der Kapitän Fisch, direkt aus dem Meer. Mitte der Woche melde ich mich für die Stillewanderung an, bei der es im Dunkeln losgeht. Auf einem schmalen Ziegenpfad marschiert unsere Gruppe an würzig duftenden Sträuchern und steilen Klippen vorbei dem Gipfel entgegen – ich tschumple gähnend hinterher. Der Sonnenaufgang macht jedoch alles wett. So langsam
Griechenland
Einmalige Fahrt durch die schönsten Gegenden des klassischen Griechenlands. 1. Tag Schweiz – Riccione Fahrt durch die Po-Ebene an die beliebte Küste der Adria.
führt die Weiterreise über Nafpaktos in die Umgebung von Korinth.
2. Tag Riccione – Gradara – Ancona Nach einem Besuch im hoch über der Adriaküste gelegenen Städtchen Gradara Fahrt zur Einschiffung nach Ancona.
5. Tag Kanal von Korinth und Loutraki Gemütlicher Tag mit kurzem Ausflug zum Kanal von Korinth, einem Meisterwerk der Technik, und zum bekannten Ferienort Loutraki.
3. Tag Igoumenitsa – KataraPass – Meteora-Klöster Am Morgen erreicht Ihr Schiff die Nordküste Griechenlands. Sie fahren über Ioannina nach Kalambaka. Schon von weitem erblicken Sie die bizarren Felsformationen auf denen die weltberühmten Meteora-Klöster wie Schwalbennester thronen. Auf einer kleinen Rundfahrt werden Sie eines dieser geheimnisvollen Klöster besuchen. 4. Tag Kalambaka – Delphi – Korinth Durch die Thessalische Ebene und über Lamia erreichen Sie Delphi, einen der bedeutendsten Orte des klassischen Griechenlands. Sie lernen viel über die Bedeutung des Orakels bei den alten Griechen. Danach
6. Tag Ausflug Athen Ganztägiger Ausflug nach Athen. Während der Stadtrundfahrt besuchen Sie die interessantesten und bedeutendsten Sehenswürdigkeiten wie die Akropolis, das Wahrzeichen der Stadt, den Präsidentenpalast, sowie das alte Olympiastadion. Die Mittagszeit verbringen Sie in der Plaka, der Altstadt Athens mit ihren vielen gemütlichen Restaurants.
10 Tage Fr. 1’095.–
ten Hafenstädtchen. Sie besuchen darauf das Theater von Epidauros, das berühmt ist durch seine vorzügliche Erhaltung und seine aussergewöhnlich gute Akustik. Danach Rückfahrt ins Hotel auf einer grandiosen Panoramastrasse.
Reisedaten 2016 07. – 16. Mai 15. – 24. September
Das ist alles dabei...
✘
10-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar Schiffspassagen Ancona – Igoumenitsa / Patras – Ancona in Doppelkabinen innen (ohne Mahlzeiten) 7 Übernachtungen mit Halbpension in guten Mittelklassehotels Deutschsprachige Reiseleitung in Griechenland Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm
8. Tag Korinth – Olympia – Patras Am Morgen fahren Sie durch Arkadien, ein gebirgiges Hochland im Zentrum der Halbinsel Peloponnes, und gelangen so in das antike Olympia, ein grosses panhellenisches Heiligtum, der Ursprung der Olympischen Spiele. Über Pyrgos erreichen Sie am Nachmittag Patras.
✘
9. Tag Auf See – Ancona – Riccione Heute bleibt Ihnen der fast ganze Tag um die Annehmlichkeiten des Bordlebens zu geniessen, während Ihr Schiff Kurs auf Ancona nimmt. Nach der Ausschiffung kurze Fahrt zur Übernachtung in Riccione.
Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 34.– ✘ EZ-Zuschlag Fr. 180.– (ausgenommen Fähre) ✘ Aussenkabine Fr. 80.– ✘ Argolisrundfahrt Fr. 48.–
7. Tag Argolisrundfahrt (fakultativ) Heute besuchen Sie die Argolis, eine der bedeutensten Kulturlandschaften Griechenlands. Nach einem Aufenthalt in Myke- 10. Tag Riccione – Schweiz Fahrt durch die Po-Ebene und ne fahren Sie über Argos nach Nafplion, einem der malerischs- über Mailand in die Schweiz.
✘
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Abfahrtsorte Bern, Olten, Zürich, Luzern, Basel
Sizilien
Beeindruckende Zeugen der Antike und grandiose Natur im «Land, wo die Zitronen blühen». 1. Tag Schweiz – Genua Über den Grossen St. Bernhard führt die Reise ins Aostatal und nach Genua zur Einschiffung. 2. Tag Auf See – Ankunft in Palermo Heute geniessen Sie das Bordleben auf Ihrem Schiff und erreichen gegen Abend Palermo. 3. Tag Ausflug Palermo – Monreale – Selinunte Auf einer Stadtrundfahrt sehen Sie die Sehenswürdigkeiten der sizilianischen Hauptstadt Palermo. Sie ist berühmt wegen ihres Reichtums an Kunstwerken und historischen Baudenkmälern aus allen Zeitepochen. Danach gelangen Sie zum hoch gelegenen Monreale, wo Sie die Kathedrale bewundern, die als schönstes Beispiel des arabisch normannischen Stils gilt. Danach fahren Sie nach Selinunte, das mit den Überresten der acht griechischen Tempeln zu den bedeutendsten antiken Stätten Siziliens zählt. 4. Tag Palermo – Agrigento – Giardini Naxos Nach dem Frühstück fahren Sie ins Landesinnere. Sie erreichen
nun die Südküste der Insel und besuchen das grandiose «Tal der Tempel». Sie werden beeindruckt sein von der Schaffenskraft der antiken Völker. Über Caltanissetta und vorbei an Enna erreichen Sie gegen Abend Giardini Naxos.
9 Tage Fr. 1’095.–
des. Man zeigt Ihnen unter anderem das griechische Theater und auch die antiken Steinbrüche mit den Seilergrotten und dem berüchtigten «Ohr des Dionysios».
7. Tag Giardini Naxos – Cefalu – Palermo Vorbei an Messina, wo die meis5. Tag Ausflug Aetna und ten Besucher und Güter Sizilien Taormina Im Verlaufe des Vormittags steht über die berühmte Meerenge ein Naturerlebnis ersten Ranges erreichen, gelangen Sie an die Nordküste, ins lebhafte Städtauf dem Programm: Sie fahren zum Aetna, dem grössten noch chen Milazzo, das noch von den spanischen Mauern umgeben aktiven Vulkan Europas. In Serpentinen hinauf bis auf ca. 1900 wird. Auf der Weiterfahrt zur Einschiffung in Palermo besuMeter. Am Nachmittag fahren chen Sie noch das malerische Sie nach Taormina, der «Perle Cefalu mit seinem prächtigen Siziliens», einem der schönsten Orte Italiens. Wunderschön auf Dom. einer Felsterrasse gelegen, ge8. Tag Neapel – Toskana niessen Sie die einmalige AusNach der Ausschiffung in Neasicht auf das Meer und den alles pel fahren Sie vorbei am hoch überragenden Aetna. über der Ebene thronenden Montecassino nach Lazium. 6. Tag Ausflug Catania und Durch das Tal des Tibers gelanSiracusa (fakultativ) gen Sie in die Toskana. Heute machen Sie zuerst einen Kurzbesuch in Catania, der 9. Tag Toskana – Schweiz zweitgrössten Stadt Siziliens. Entlang der Versiliaküste und Danach fahren Sie über die durch die Po-Ebene kehren Sie Piana di Catania, nach Siracusa, wieder über die Gotthard-Route in die Schweiz zurück. der Heimatstadt von Archime-
Reisedaten 2016 06. – 14. Mai 09. – 17. September
Das ist alles dabei...
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9-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar Schiffspassagen Genua – Palermo / Palermo – Neapel in Doppelkabinen innen (ohne Mahlzeiten) 6 Übernachtungen in sehr guten Mittelklassehotels in Zimmern mit Bad/WC Halbpension in den Hotels Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm
Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 32.– ✘ EZ-Zuschlag Fr. 260.– (ohne Fährüberfahrten) ✘ Aussenkabine Fr. 75.– ✘ Ausflug nach Catania und Siracusa Fr. 38.–
Abfahrtsorte Zürich, Olten, Bern, Basel, Luzern
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LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 89
SÜDTÜRKEI Weitläufige Sandstrände, abenteuerliche Poollandschaften und super Hotels lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen! Geniessen Sie von Frühling bis Spätherbst das mediterrane Klima der Südtürkei in vollen Zügen.
die antike Stätte Olympos ist im Paket inbegriffen. 2 Vorstellungs
runde: Zu Beginn der Woche stellt das «Lykia»Team den Ort, die Mitarbeiter und die Angebote vor.
DieangenehmenWassertemperaturen locken Strand- und Wassersportler aller Disziplinen in die südliche Küstenregion. Mehr Informationen: www.migros-ferien.ch/r-21 TÜRKEI
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simpel eingerich tet, bieten aber allen Komfort, den 1 man sich wünscht. 2
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ANTALYA SIDE ÄGÄIS
BIS 3. FEBRUAR 2016 AUF DAS GESAMTE T: MIGROS FERIEN-SORTIMEN
5x PUNKTE
UNSERE EMPFEHLUNG freunde ich mich mit dem Konzept der Aktivferien an. Am nächsten Tag fahre ich mit einer Gruppe nach Çıralı. Am Rand des Dorfs führt ein steiler Weg hoch zu den ewi gen Feuern der Chimära. Seit Jahrtausenden brennen dort auf den Hügeln Gase, die aus Felsrissen austreten. Über lieferungen zufolge sollen die Flammen in der Antike See fahrern bei der Orientierung geholfen haben. In Zweierrei hen und mit je einer Taschen lampe ausgestattet, stolpern wir in der Dunkelheit hinunter zum Meer. Schweissgebadet springen wir im Sternenlicht in die schwarzen Fluten, bevor wir den Tag im Restaurant Ikiz bei gutem Essen und einer Runde Raki beenden. Die Menschen im «Lykia» Verantwortlich für die gelun gene Kombination aus türki scher Gastfreundschaft und deutscher Organisation ist das Betreiberpaar Nina Meissner (40) und Ismail Güngör (34). Güngör, dessen Mutter aus Adrasan stammt, hat einige Jahre in München gelebt und
spricht Deutsch. 2007 eröffnete er das «Lykia» – damals noch als einziger Anbieter von Yogaferien in der Umgebung. «Die Lage hier bietet so viel mehr als Badeurlaub. Ich habe schon einige Jahre Yoga gemacht. Schliesslich wurde das auch der Schwerpunkt des Gäste- und Seminarhauses», sagt er. Heute bieten in der Gegend auch andere Betreiber Yogaferien an. Indische Selbst erfahrung in der Türkei? Es scheint zu funktionieren. Nina Meissner reiste 2010 als Gast nach Adrasan und verlieb te sich nicht nur in den Ort, sondern auch in Ismail. Im Februar 2011 kündigte sie ihren Job und zog aus dem Ruhr gebiet unter die Sonne von Adrasan. Seither leitet das Paar das «Lykia». Im Haus küm mern sich 15 türkische und 2 deutsche Mitarbeiter elf Mona te im Jahr um die Gäste. Das Essen ist reichhaltig, auf Wunsch glutenfrei und vegeta risch. Erst am letzten Abend kommt ein Stück Fleisch auf den Grill. Morgens gibt es vega ne Pancakes, würzige Gemüse Omelettes oder süssen Milch
reis aus Ziegenmilch. In Erin nerung bleiben die Yogastun den, in denen man enorm mit sich selber konfrontiert wird. Das Fazit nach einer Woche
Beim einen oder anderen Gast kommen noch während der Stunden Emotionen hoch – auch bei mir. Natürlich liegt das an der schönen Umgebung. Natürlich liegt das auch an den Gesprächen mit anderen Reisenden. Natürlich liegt das auch an der Pause von der Aussenwelt – WiFi sucht man in den Bungalows vergeblich. Doch ich glaube mittlerweile an die Wirkung von Yoga. Meinem Landsmann Michel gehts ähn lich: «Nach einer Woche sehe ich vieles gelassener und mit anderen Augen. Und ich bin offener geworden. Yoga ist kei neswegs bloss ein Frauending. Mann muss das einfach auspro bieren.» Der Philosoph Ralph Waldo Emerson sagte einst: «Nicht in die Ferne, sondern in die Tiefe sollst du reisen.» Sie wollen beides? Dann ab in die Yogaferien. MM Die Reise wurde unterstützt von Delsolar. Mehr Infos: Inspiration-reisen.ch
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Der Termin im Kinderwunschzentrum war kurz vor Heiligabend. Nach Voruntersuchungen warteten Susanne und ihr Mann auf eine Diagnose. Und, noch wichtiger, auf einen Plan, um endlich Eltern werden zu können.
In der Falle: Rauchen wird rasch zum hartnäckigen Begleiter.
Familie
Schluss mit der Pafferei! Jugendliche rauchen wieder mehr. Einer der Gründe für den Anstieg sind neue Rauchmoden wie das Paffen von Shishas oder E-Zigaretten. Was Eltern tun können. Text: Andrea Fischer Schulthess
D
ie Zahl der jungen Raucher ist erstmals seit vielen Jahren wieder gestiegen, stellt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) fest. Die Zunahme ist markant: Bei den 15- bis 17-Jährigen kletterte der Anteil der Rauchenden zwischen 2012 und 2014 um zwei Prozent auf 20,7 Prozent, bei den 15- bis 25-Jährigen im selben Zeitraum von 30 auf 31,6 Prozent.
Bild: Fotolia
Neue Formen sind beliebt
Einer der Gründe für den Anstieg sind neue Formen des Rauchens, die bei Jugendlichen beliebt sind, wie etwa die Shishas (Wasserpfeifen) und ihre elektronische Variante, die E-Shishas, und die E-Zigaretten mit Aromen und ohne Nikotin. Diese und auch positive Bilder in Medien und Werbung geben dem Rauchen wieder Auftrieb. Doch Olivier Favre (50), Psychologe beim Amt für Gesundheit des Kantons Zug, vermutet hinter den alarmierenden Zahlen
Tipps für Eltern
Bei Rückfällen nicht aufgeben Reden Sie mit Ihren Kindern schon früh über
den Umgang mit Tabak und Drogen. Falls Sie selbst rauchen oder geraucht haben: Erklären Sie ihnen, wie schwierig und frustrierend ein Rauchstopp ist. Strafen, Verbote, Angstmache bringen nichts. Suchen Sie gemeinsam mit dem Jugendlichen einen Weg, um aufzuhören. Dem einen mag eine App helfen, dem anderen eine kleine Belohnung für jeden geschafften Schritt. Auch bei Rückfällen nicht aufgeben. Gute Infos und Angebote (darunter auch Apps) speziell für Jugendliche gibt es auf Feel-ok.ch.
einen kurzfristigen Ausreisser nach oben, aber keine längerfristige Entwicklung. Solche Schwankungen seien normal. «Grundsätzlich geht das Rauchen weiterhin zurück», sagt Favre. «Rauchen verträgt sich nicht mit den angesagten Tugenden wie Jugendlichkeit, Leistungsfähigkeit und Gesundheit.» Eltern haben Einfluss
Generelle Aussagen sind laut Favre ohnehin schwierig. Oft seien es eher einzelne Jahrgänge oder Klassenzüge, die eine bestimmte Kultur pflegten, wie Trinken oder Rauchen, erklärt er. Das liege daran, dass in diesem Alter das gleichaltrige Umfeld sehr wichtig ist. Haben Eltern da überhaupt noch einen Einfluss? Oder sind ihre Ermahnungen eher Anreiz, mit Rauchen anzufangen? Olivier Favre, der auch Rauchstoppkurse für Jugendliche und Erwachsene leitet, ist überzeugt, dass sie sehr wohl etwas tun können (siehe Tipps). MM
Der Arzt las Laborwerte vor, sprach von Hormonen und Follikeln. Er klang bekümmert. «Was heisst das konkret?», wollte meine Freundin wissen. Sie griff nach der eiskalten Hand ihres Mannes. «Vereinfacht gesagt, Sie sind in den Wechseljahren. Es tut mir sehr leid.» Es gibt Momente, in denen man alles hört, aber dennoch nichts versteht, in denen eine gewaltige Welle über einem zusammenbricht. Susannes Mann kam als Erster wieder an die Oberfläche: «Wie ist das möglich? Sie ist erst 35.» Das komme manchmal vor, sagte der Arzt. Es sei nicht klar, warum. Eine Laune der Natur. Die Welle brach wieder über meine Freunde herein. Seither versuchen die beiden unter Wasser zu atmen. Doch die Sehnsucht nach einem eigenen Kind bleibt.
Bettina Leinenbach (39)
ist Journalistin und zweifache Mutter.
92 | MM03, 18.1.2016 | LEBEN
Auto
Zurück in die Zukunft Mit dem Levorg besinnt sich Subaru auf die Vergangenheit, um in die Zukunft zu fahren. Ob der Mittelklassekombi überzeugt, testet Familie Kocher-Krähenbühl aus Bannwil BE. Text: Timothy Pfannkuchen
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Die Elektronik «Beeindruckt haben mich die Assistenzsysteme. Allein schon der Totwinkelwarner ist genial – und auch das moderne, leicht bedienbare Multimediasystem überzeugt uns.» Tatjana Kocher
Bilder: Thomas Wüthrich
us Fehlern wird man klug: Der letzte Subaru Legacy kam schlechter an als der vorletzte. Zwar wurde das Mehr an Platz gelobt; aber das Mehr an Länge und das Weniger an Styling missfiel vielen Kunden. Also wagt der Nachfolger Levorg einen Schritt zurück: hübscher, mit 4,69 Metern kurz wie der vorletzte, aber geräumig wie der letzte Legacy. Für Familie Kocher-Krähenbühl aus Bannwil BE nicht der einzige Grund, ihn zu testen. «Toll, was aus den ‹Bauernautos› geworden ist, seit ich auf Subaru meine Mechanikerlehre gemacht habe», sagt Berufschauffeur Peter Krähenbühl (45) erstaunt. Und Andrea Kocher (41) ergänzt: «Die Grösse ist genau richtig. Dank Rückfahrkamera kann man leicht rangieren, nur fehlen mir trotz guter Rundumsicht die optionalen Parksensoren vorne. Dafür macht er Spass – sicher, sportlich und dennoch komfortabel.» Zum Platzangebot urteilt Lee-Ann Kocher (16): «Hinten hat man genug Beinfreiheit; zu dritt wird es allerdings fast zu intim.» Schwester Tatjana (19) sagt schmunzelnd: «Dafür ist das Multimediasystem toll, auch wenn Papi gern noch mehr Bums beim Sound hätte.» «Die Normverbrauchswerte sind wie stets illusorisch», kommt Peter Krähenbühl auf den Antrieb des Levorg zu sprechen, den es nur als 170-PS-Turbo mit Automat und Allrad gibt: «Achteinhalb Liter im Test sind dafür hart an der Grenze, aber er ist eben nicht gerade leicht. Dafür läuft er flott, und der an sich stufenlose Automat mit sechs wählbaren ‹Gängen› schaltet fein.» Käme der Subaru also für die Familie, die sonst im 2001er Mitsubishi Galant und 1991er Honda Civic unterwegs ist, infrage? «Aber ganz sicher!», betont Andrea Kocher: «Nicht nur, weil wir sonst ‹Oldtimer› fahren. Frecher Auftritt, genug Platz, fairer Preis – das passt!» MM
159 g/km CO2
Das Cockpit «Die Armaturen sind solide verarbeitet und schön übersichtlich. Zwar wirken manche der Anzeigen etwas futuristisch verspielt, aber wir haben problemlos alles gefunden.» Andrea Kocher
LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 93
Das Design «Dynamisch und frech! Mit dem Styling verjüngt der Sportkombi das SubaruImage, zieht viele Blicke auf sich – und ist trotzdem alltagstauglich und wirklich empfehlenswert!» Peter Krähenbühl
Testeten den neuen Subaru Levorg in und um Bannwil BE gut 350 Kilometer weit: Andrea Kocher (vorne), Peter Krähenbühl (hinten), Tatjana (links) und Lee-Ann Kocher.
Die Auto-Testfamilie
Eine Woche gratis testen! Testen Sie den neuen SsangYong Tivoli. Bis 24. Januar auf Migrosmagazin.ch bewerben und den Kompakt-SUV vom 8. bis 15. Februar fahren. Bedingung: Sie sind mindestens zu dritt und erscheinen später im
Migros-Magazin. Wir wählen die Familie aus. Steckbrief SsangYong Tivoli
Steckbrief
Subaru Levorg 1.6DIT AWD Antrieb: 1.6-R4-Turbobenziner, 170 PS, 250 Nm bei 1800–4800/min, stufenloser Automat, Allrad. Fahrwerte: 0–100 km/h in 8,9 s, Spitze 210 km/h. Gewicht: 1636 kg. Umwelt: Normverbrauch 6,9 l/100 km = 159 g/km CO2 , Energie F. Listenpreis: ab 27 900 Franken.
Der Laderaum «Mit 522 bis 1446 Liter Volumen ist der Laderaum nicht überdurchschnittlich, aber bietet im Alltag genügend Platz. Mit Hundebox oder für Ferienfahrten wird es aber knapp.» Lee-Ann Kocher
e-XDi160 2WD Antrieb: 1.6-R4-Turbodiesel, 115 PS, 6-Gang, Frontantrieb. Umwelt: Normverbrauch 4,2 l/ 100 km = 109 g/km CO2, Energie A. Listenpreis: ab Fr. 18 900 (Basis: e-XGi160, 128 PS/2WD, ab Fr. 16 900).
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LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 95
Alle vier Eckzähne sind verletzt: Das 15-jährige Totenkopfäffchen hat wahrscheinlich grosse Schmerzen.
Zootierärztin
Rauferei mit Folgen Ein Totenkopfäffchen hat sich beim Raufen an den Eckzähnen verletzt und muss operiert werden. Ein für mich nicht alltäglicher Eingriff steht an, bei dem ich etwas lernen kann. Text: Karin Federer
Bilder: Walter Zoo
I Karin Federer (29) ist Tierärztin und berichtet regelmässig aus dem Walter Zoo in Gossau SG.
n der Natur leben männliche Totenkopfäffchen, die sich keiner Gruppe anschliessen können, in sogenannten Junggesellen- oder Bachelorgruppen. Auch im Walter Zoo beherbergen wir eine solche Männergruppe, deren Mitglieder je nach Bedarf durch das Zuchtbuch an andere Zoos weitervermittelt werden. So leisten wir auch hier unseren Beitrag zur Arterhaltung. Die Zähne müssen raus
Dass es in dieser Gruppe gelegentlich zu Raufereien mit Folgen kommen kann, ist ganz normal. Das musste auch der Gruppenälteste vor Kurzem schmerzhaft erfahren. Das 15-jährige Äffchen hat sich nämlich an den Eckzähnen verletzt. In diesem Fall sind alle vier Zähne
betroffen, das Tier hat vermutlich Schmerzen. Nur ein Röntgenbild kann das Ausmass der Verletzung zeigen. Der Befund ist leider schlimmer als angenommen: Bei allen vier Eckzähnen ist bereits eine Infektion an der Wurzel zu erkennen. Die Zähne müssen raus. Allerdings ist das bei einem 900 Gramm schweren Äffchen nicht so einfach, zumal die Eckzähne tief im Kieferknochen verankert sind. So fahre ich mit dem Patienten in eine Spezialistenklinik nach Herisau AR, wo ein erfahrener Chirurg mich bei dem Eingriff unterstützen kann. Dort ziehe ich unter fachlicher Anleitung und dem geeigneten Instrumentarium die Zähne. Als Tierärztin lernt man nie aus, das ist das Spannende an diesem Beruf. In Zu-
kunft werde ich solche Eingriffe hoffentlich in unserer eigenen Veterinärstation durchführen können. Die Natur besorgt den Rest
Unser Stammesältester erholt sich nun in einer abgetrennten Anlage vom Eingriff und bekommt täglich Weichfutter in Müesliform, bis er wieder 100-prozentig fit ist. Die Operation an vier vereiterten Zahnwurzeln hat grosse Wunden hinterlassen. Aber diese verheilen zum Glück sehr rasch. Denn die Natur zeigt hier deutlich ihre ausserordentlichen Fähigkeiten zur Regeneration. Ich staune immer wieder: Nach fünf Tagen ist kaum mehr etwas zu sehen. Bald gehts zurück zu den Kollegen in die Junggesellengruppe. MM
Tipps
Wenn Männchen unter sich sind Nicht bei allen Tier arten ist es möglich,
reine Männchen gruppen zu halten.
Kommen in der Natur reine Männchengruppen
vor, ist eine solche Hal tung aber oft auch in Zoos oder in der Heim tierhaltung möglich. Genug Platz und gute
Beobachtung der Tiere ist in jedem Fall sehr wichtig. Dennoch kön nen Konflikte nicht im mer verhindert werden. Bei vielen Tierarten
kann eine Kastration das Konfliktpotenzial mindern.
96 | MM03, 18.1.2016 | LEBEN
Ich heisse Nico und bin 12 Jahre alt. Zuerst haben wir diskutiert, wer von unserer Familie dieses Interview geben darf, denn auch meine Brüder Lino (10) und Remo (5) spielen Rugby. Da gibt es natürlich immer ein bisschen Konkurrenz, doch das ist normal unter Brüdern. Aber ich bin der Älteste und habe als Erster Rugby gespielt, also darf ich hier erzählen.
Kinder
Das Ei muss hinter die Linie
Rugby ist in der Schweiz noch immer eine Randsportart. Nico hofft, dass sich das ändert, dann gäbe es mehr Clubs, gegen die sein Verein antreten könnte. Text: Andrea Fischer-Schulthess
Mein Hobby
Der Sport Wenn du ein Team player und nicht allzu wehleidig bist, könnte dir Rugby gefallen. Es gibt für jeden die passende Position. Übrigens gibt es nicht mehr Verletzungen als im Fussball, eher weniger. Frag den Schweizerischen Rugby Verband nach einem Club in deiner Gegend.
Bilder: Gabi Vogt
Angefangen hat alles mit einem Vortrag in der 2. Klasse. Da hat ein Freund von mir über Rugby erzählt. Das hat mich interessiert. Also habe ich es mal ausprobiert, und es hat mir sofort gefallen. Schon bald hat mein kleiner Bruder auch damit angefangen und dann mein Vater. Seit Kurzem ist sogar der Jüngste der Familie dabei. Ich weiss noch, dass ich beim ersten Spiel
Suisserugby.com
Mein Club In der Schweiz gibt es noch wenige Clubs. Ich bin beim Rugby Club Würenlos. Der Turn lehrer Urs Hoessly hat ihn gegründet und Rugby auch in der Schule eingeführt. Jetzt kommen die Spieler aus der ganzen Region. Rugbywuerenlos.ch (hier gibt es viele Links zu guten Videos, auf denen man mehr über den Sport und die Regeln erfährt)
nicht viel mehr wusste, als dass der eiförmige Ball hin ter die gegnerische Linie muss, aber das war egal. Den Rest habe ich nach und nach gelernt. Viele meinen ja, Rugby sei ein besonders brutaler Sport. Das stimmt nicht. Es ist viel weniger erlaubt als im Ame rican Football, wo die Spie ler besser geschützt sind.
Bei uns sind nur ein weicher Helm und ein Zahnschutz Pflicht, andere Schoner sind freiwillig. Mit dem Rugby Club nehmen wir auch an Turnieren teil, und manchmal unter nehmen wir anstelle des Trainings etwas zusammen: Wir feiern einen Chlaushöck und gehen einmal im Jahr gemeinsam an der Limmat bräteln und schwimmen. An heissen Tagen verlegen wir das Training auch mal ins Schwimmbad. Das finde ich super. MM
LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 97
Fragen und gewinnen! Schreibt uns. Für jede publizierte Frage gibt es einen 20-FrankenGutschein. Lenia (8)
Unter Metropole versteht man eine «wichtige» Stadt. Die kann gross sein, muss sie aber nicht. Entscheidend ist, dass sie für ein bestimmtes Thema bedeutsam ist. So werden Paris und Mailand Modemetropolen genannt, weil dort besonders viele Leute Kleider entwerfen. Es gibt auch Wirtschafts-, Kunst-, Shopping- und Schwulenmetropolen. Mir kommt ein alter Kinofilm in den Sinn: Er heisst «Metropolis»,
wurde vor 90 Jahren gedreht und ist ein Science-Fiction-Film, spielt also in der Zukunft. Er handelt von einer Stadt mit vielen Maschinen und herzlosen Menschen. Zum Glück sind unsere Städte nicht so geworden. Es gibt aber immer mehr sogenannte Megacitys. Die haben 10, 20 oder sogar 30 Millionen Einwohner, so wie Mumbai oder Tokio. Dort gibt es kaum Platz für Bäume, Wiesen, Bäche. Wo da die Kinder an der
R ätsels pas s
frischen Luft spielen können, weiss ich nicht. Kindermetropolen gibt es übrigens nur als Spiel: In Berlin zum Beispiel konnten im letzten Sommer Tausende von Kindern in der Spielstadt «FEZitty» so tun, als ob die Welt ihnen gehörte. Solche Freiräume wünschte ich den Kindern in jeder Metropole. MM
Gabriela Bonin (48) beantwortet
Kinderfragen.
Diese Frage hat Lenia (8) aus Wil SG gestellt. Hast du auch eine Frage? Dann sende eine Mail an Kinderfragen@migrosmedien.ch.
WAS PASST NICHT IN DIE REIHE? C B
A
A C
NINA, DIE HÖHLENFORSCHERIN
B
Nina hat draussen beim Spielen eine riesige Eishöhle entdeckt. Natürlich muss diese gründlich erforscht werden. Leider hat sie vergessen, ihren Weg zu markieren und sich so hoffnungslos verirrt. Kannst du sie aus der Höhle führen?
A
B
C
C
A B
Lösung: 1=C, 2=B, 3=C, 4=B
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Lösung:
Dr. Beat Richner, Children’s Hospitals Kantha Bopha Siem Reap Angkor, Phnom Penh, 8. Januar 2016
2015 ein verlorenes Jahr? 2015 ein Jahr zum Vergessen? Der US-Investor Warren Buffet soll es so zu seiner Performance 2015 gesagt haben. Für Tausende von Familien, für Tausende von Kindern in Kambodscha, war es kein verlorenes Jahr. Tausende von Kindern haben das Leben wieder gewonnen, Tausende wurden vor Leiden und lebenslänglicher Invalidität bewahrt, dank Ihrer Hilfe. Facts and Figures 2015 in den Kinderspitälern Kantha Bopha in Kambodscha: 756 006 kranke Kinder wurden in den Polikliniken ambulant behandelt. 137 270 schwer kranke Kinder mussten hospitalisiert werden. 80% unter ihnen hätten ohne diese Hospitalisation keine Chance gehabt. <wm>10CAsNsjY0MDQx0TW2NLIwMAEAJqGIEA8AAAA=</wm>
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Es erfolgten 21 474 chirurgische Operationen (davon 444 Herzoperationen). 254 804 Kinder wurden gegen die Japanische Hirnentzündung (JEV) geimpft. In unserer Gebärklinik erfolgten 21 900 Geburten. Tausende von Geburten wären schief gelaufen, erfolgten sie ausserhalb, für Mutter und Kind. Diese Leistungen waren nur möglich dank Ihren Spenden, für die wir herzlich danken. Ohne Ihre Hilfe wäre für Abertausende von Kindern und Familien in Kambodscha 2015 ein verlorenes Jahr mit verlorenem Leben gewesen. Nur mit Ihrer Hilfe können die Kantha Bopha Spitäler auch 2016 diese Leistungen weiterhin erbringen. Jeder Franken hilft heilen, retten und vorbeugen. Ganz herzlichen Dank! Dr. Beat Richner, Gründer und Leiter der Kantha Bopha Spitäler seit 1992, PC 80-60699-1, IBAN-Nr. CH98 0900 0000 8006 0699 1 www.beat-richner.ch, www.facebook.com/dr.beat.richner
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LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 99
Ihre Frage? E-Mail genügt!
Die besten Handy-Games für Kinder und Jugendliche
Frechmax: Das Generationen spiel funktioniert online wie offline.
reto.vogt@ migrosmedien.ch
Migrosmagazin.ch
Ratgeber
Mehr Platz im Speicher Auf meiner Festplatte sind noch 185 MB Spei cherplatz frei. Wie ge winne ich neue Kapazität? Barbara Azzoni
Digital
Eine App schlägt Brücken Das neue Spiel Frechmax vereint Jung und Alt – vor dem Bildschirm und in der Natur. Für Abwechslung sorgen Rechen- und Wissensfragen sowie körperliche Aktivitäten. Text: Reto Vogt
K
Illustration: supertotto/2Agenten
inder und Jugendliche verbringen zu viel Zeit am Handy. Dieser oft gehörte Vorwurf ist so alt wie falsch. Schliesslich vermittelt der altersgerechte Umgang mit Computern, Smartphones und Tablets auch wichtige Kompeten zen – je nachdem sind die Kinder den Erwachsenen in Sachen Bedienung sogar einen Schritt voraus und können ihr Wissen an sie weitergeben. Hier setzt das Spiel Frechmax an. In der Praxis funktioniert das so: Höchstens zwei Erwachsene und drei Kinder setzen sich zusam men vors iPad oder iPhone – andere Plattformen wie Android oder Windows unterstützen das Spiel nicht – und starten die App: Frechmax zeigt einen Bauernhof mit sieben tierischen Bewohnern, und immer wenn einer von ihnen angetippt wird, beginnt eine neue Aufgabe. Leider besteht diese oft nur darin, ein Puzzle zu lösen –
mehr Abwechslung wäre wün schenswert. Die App an sich funktioniert aber einwandfrei und lässt sich intuitiv steuern. So kommt Bewegung rein
Schon nach kurzer Zeit schickt die App alle Mitspieler raus ins Freie – am Handy oder Tablet geht es erst weiter, wenn die Spieler ein sogenanntes Aktivspiel absolviert haben. Dafür müssen sie die mit gelieferten Matten und Spielsäck chen in einer bestimmten Forma tion auslegen, um sie, etwa in einer Art Parcours, abzulaufen. Bei der Vorbereitung der ein zelnen Aufgaben hilft die Spiel anleitung. Es bedarf zwar eines vergleichsweise hohen Leseauf wands, aber immerhin sind alle notwendigen Schritte verständlich erklärt. Leider gilt das nur für vier Aktivspiele. Wer Alternativen wünscht, muss eigene austüfteln. Der Fantasie sind aber praktisch keine Grenzen gesetzt. Es fehlt
lediglich die Möglichkeit, eigene Ideen mit anderen Spielern zu teilen. Die Option etwa, Spiel situationen abzufotografieren und diese via App zur Verfügung zu stellen, hätte genügt. Für Variation im Spiel sorgen Aufgabenkarten mit Rechen und Wissensfragen. Daneben soll das Spiel aber auch anregen, sich im Freien zu bewegen, und es soll die Kommunikation zwischen Alt und Jung fördern. «Spielen ist für Grosseltern und Enkel die beste Art, einander näherzukommen», sagt der Kinderarzt und Buchautor Remo Largo (72). Frechmax baut also mehrere Brücken: zwischen analoger und digitaler Welt, zwischen den Generationen, zwischen körper licher und mentaler Aktivität. Schade nur, dass manchmal die überraschenden Elemente feh len – besonders bei der App. MM Das Generationenspiel ist auf Frechmax.com für 94 Franken erhältlich.
Am meisten Kapazi tät beanspruchen Programme. Öffnen Sie die Systemsteue rung, wählen Sie «Pro gramme» und sortie ren Sie diese per Klick auf die Spalte «Grösse» gemäss Ihrem Bedarf. Markieren Sie, was Sie nicht brauchen, und deinstallieren Sie es per Mausklick. Die Datenträger bereinigung finden Sie in der Systemsteu erung unter «Verwal tung». Sie berechnet, was zudem gelöscht werden kann. Beden kenlos entfernen kön nen Sie zum Beispiel sämtliche Offline und die temporären Datei en. Oft ist es aber effi zienter, direkt den Button «Systemdaten bereinigen» anzuwäh len: So kann man nicht mehr benötigte Up dates entfernen und meist viel Kapazität freischaufeln.
Reto Vogt (30),
Onlineredaktor Migros-Magazin @revogt
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LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 101
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Auf den Spuren der Kelten Romantische Landschaften, majestätische Schlösser, mystische Steinkreise: Schottland und Irland sind eine Reise wert. Leserinnen und Leser des Migros-Magazins profitieren von 100 Franken Rabatt.
für Migros-MagazinLeser
S
chottland und Irland blicken auf eine lange Geschichte zurück, die die beiden Länder nachhaltig geprägt hat. Wohin man auch reist, überall stösst man auf Zeugnisse früherer Zeiten: Hunderte von Schloss-, Burg-, Kirchen- und Klosterruinen – mal besser, mal schlechter erhalten – finden sich eingebettet in eine wildromantische Landschaft. Unzählige Herrenhäuser laden zu einer Besichtigung ein; manche davon dienen heute als Erstklasshotels. Steinkreise, Ganggräber und Dolmen sind eindrückliche Hinterlassenschaften der archaischen Keltenzeit. Auch die Natur hat viel zu bieten: Schroffe Klippen, traumhafte Strände, wilde Hochmoore – in Schottland und Irland kommen Reisende immer auf ihre Kosten. Traditionen hautnah erlebt
Die Bewohner beider Inselstaaten pflegen die alten Traditionen und lassen auch Besucherinnen und Besucher daran teilhaben. Ein grosser Teil des Lebens spielt sich in den Pubs ab – hier wird zu Livemusik gesungen, gefeiert und politisiert. Jahrhundertealte Sportveranstaltungen wie die urigen Highland Games in Schottland und die Hurlingspiele in Irland sind heute noch allgegenwärtig. Vor allem aber wird in beiden Ländern Gastfreundschaft grossgeschrieben. Hier fühlt man sich sofort willkommen! MM
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102 | MM03, 18.1.2016 | LEBEN
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LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 103
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LEBEN | MM03, 18.1.2016 | 105
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Gewinnen Sie eine von 5 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3x3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den gelben Feldern von links nach rechts.
5 6
6
Auflösung Nr. 2: 489
9 4
2 4 9 3 5 1 8 6 7
2 1 4 1 5 5 9 3 2 3 4 1 5 8 7 1 6 4 7 5 5 1 2 8 8 4 3
8 7 6 2 9 4 5 1 3
7 2 3 4 6 5 9 8 1
3 5 1 6 7 8 4 9 2
1 8 5 9 3 2 7 4 6
6 9 4 1 8 7 2 3 5
9 1 2 7 4 3 6 5 8
5 6 7 8 1 9 3 2 4
4 3 8 5 2 6 1 7 9
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD4, gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 123 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.1.2016, 24 Uhr
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R
4 1
Auflösung Nr. 2: BIERE
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A L L E S AMT BORUSS I A ERTRAGEN F R A N C I UM I MM I N E N T I SABE L LA KURANT I N P I AN I NOS S I RCOL I N TONSTUF E
So nehmen Sie teil Tel. Wählen Sie die 0901 560 043 (Fr. 1.–/Anruf) SMS Senden Sie MMD3, gefolgt von dem Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD3 OSTEN Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Paroli, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 24.1.2016, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: Auf der ersten Rätselseite
Lösungswort: 1
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Impressum MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer Wochenblatt des sozialen Kapitals Organ des MigrosGenossenschafts-Bundes www.migrosmagazin.ch Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 567 892 Ex. (WEMF 2015) Leserschaft: 2 375 000 (WEMF, MACH Basic 2015-2) Adresse Redaktion und Verlag: Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 058 577 12 12 Fax: 058 577 12 08 redaktion@migrosmagazin.ch Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger
Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion/Ressort Leben: Remo Leupin (Leitung), Robert Rossmanith (Chef vom Dienst), Sabine Müller (Produzentin), Gerda Portner (Produzentin), Ursula Trümpy (Produzentin), Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Menschen: Sabine Lüthi (Leitung), Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Anne-Sophie Keller (Volontärin), Monica Müller, Reto E. Wild Migros-Welt: Daniel Sidler (Leitung / stv. Chefredaktor)
Ressort M-Aktuell: Jean-Sébastien Clément, Anna Meister, Christoph Petermann, Thomas Tobler, Michael West Ressort Shopping & Food: Eveline Zollinger (Leitung a. i.), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram
Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), Manuela Seelhofer, Max Sommer
Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Böttcher, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis
Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Rea Tschumi
Layout: Doris Oberneder (Creative Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara Prepress: Liliane Bolliger, Ruedi Bolliger
Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Online: Scasascia Almut Berger, Reto Meisser, Reto Vogt anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Sekretariat: Fax: 058 577 13 72 Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler Innendienst: Nicole Thalmann Honorarwesen: Verena Hochstrasser
Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Nathalie Deutsch, Laila Müller Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71
(Leitung), Verena De Franco, Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann Lesermarkt: Nicole Thalmann (Leitung a. i.), Marianne Hermann, Nadine Voss Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz
Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Tel.: 058 577 13 00, Fax: 058 577 13 01
Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG
PUNKTEN. SPAREN. ERLEBEN. BLIGG – INSTINKT TOUR 2016 Bligg schwingt auf seinem 10. Album «Instinkt» wieder durch den StilDschungel. Es gibt aber auch Neues: sanfte Streicher, ernsthaftere Töne, Dubstep-Elemente und programmierte Sounds. Verpassen Sie auf keinen Fall seine Jubiläumstour.
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Die wundervoll teuflische Addams-Familie erwacht als Musical zu neuem Leben. Datum: 17. bis 21.2.2016 Ort: Zürich Preis: Fr. 39.20 bis Fr. 63.20 (statt Fr. 49.– bis Fr. 79.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch
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Der Musical-Welterfolg von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice kommt ins Theater 11. Datum: 30.3. bis 3.4.2016 Ort: Zürich Preis: Fr. 30.– bis Fr. 86.– (statt Fr. 38.– bis Fr. 108.–), je nach Kategorie Infos und Buchung: www.cumulus-ticketshop.ch
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Meine Welt
«Schauspieler sein ist schon cool»
Pianist, Fussballer, Darsteller: Loïc Sho Güntensperger (12) hat viele Talente. Zu reden gibt der Youngster zurzeit wegen seiner Schauspielkunst im Film «Der grosse Sommer», der am 28. Januar in die Kinos kommt. Er spielt an der Seite von Mathias Gnädinger.
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Bild: Grischa Schmitz/Paterson-Entertainment AG
Text: Laila Schläfli Bilder: Daniel Winkler
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1 Mein Meer «In Japan gibt es ein Meer, in der Schweiz leider nicht, dafür viele Seen. Darum mag ich den Zürichsee hier bei Rapperswil, wo ich wohne. Auf gewachsen bin ich in der Westschweiz, mit Blick auf den Genfersee.» 2 Mein Instrument «Klavier spiele ich
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seit Anfang der Primarschule. Mir gefiel das Instrument wegen der Tasten. Ich liebe das SchwarzWeisse, das ich auch oft zeichnete. Das Spielen macht mir langsam richtig Spass. Mindestens alle drei Tage übe ich. BeethovenLieder mag ich am meisten, zurzeit übe ich die Sonatina No. 6 in FDur.» Name: Loïc Sho Güntensperger (12) Sternzeichen: Skorpion Biografie und Lebenslauf: Meine
Mutter ist Japanerin, mein Vater Schweizer. Vor zwei Jahren hörte meine Mutter per Zufall von dem Casting, für das ein schmaler Halb japaner gesucht wird, zwischen acht und zwölf Jahre alt. Ich war sofort interessiert. Bis dahin besuchte ich in meiner Freizeit einen Theaterkurs. Die zweite Castingrunde war mit Mathias Gnädinger (†) zusammen. Ich hatte Angst vor ihm, weil er so laut redete. Im Herbst 2014 drehten wir sechs Wochen in Japan und zwei in der Schweiz. Von der Schule bekam ich einen Wochenplan, doch die Drehtage waren lang, und ich hatte wenig Zeit für Hausaufgaben. Für die Rolle musste ich mir die Haare wach sen lassen. Das gefiel mir weniger.»
Mein Lieblingsprodukt
«Alle haben lieber Vanille, ich liebe Schoggi. Zuerst beisse ich fünfmal vorsichtig oben rein, um zu schauen, wie kalt sie ist.» 4
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3 Meine Freude «Ich wollte schon immer
einen Hund, aber es dauerte ein bisschen, bis mein Vater Ja sagte. Im Dezember war es endlich so weit: Jetzt gibt es einen Familienhund! Im Februar kommt Xeno, unser Cockerspaniel, zu uns. Bis dahin bleibt er bei seiner Mutter, weil er erst Ende November zur Welt gekommen ist. Ich denke nur noch an ihn.»
4 Meine Sammlung «Ultraman ist eine Art japanischer Superman: Er kann flie gen, kämpfen und macht Superangriffe. Früher sammelte ich diese Figuren und spielte damit. Heute habe ich einfach noch Freude an meiner Sammlung.» 5 Mein Sport «Seit letztem Jahr trainiere ich beim FC RapperswilJona, bei den
DJunioren. In der Mannschaft spiele ich zentral oder rechts im Mittelfeld. Früher ging ich ins Geräteturnen, doch Teamsport gefällt mir besser.»
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