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Migros magazin 02 2015 d bl

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Ausgabe Basel, AZA 4002 Basel. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631

NR. 2, 5. JANUAR 2015 www.migrosmagazin.ch

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Spannende Wohnmodelle für Senioren INTERVIEW I 36

Brad Pitt über Familie und das Altern KINDERTURNEN I 76

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DIESE WOCHE 4 |

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INHALT

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EDITORIAL Hans Schneeberger, Chefredaktor

NR. 2, 5. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

20 | MENSCHEN Wie die kleine Meerjungfrau: Alessia (7) und andere kleine Nixen und Neptune lernen bei der Luzernerin Nadia Peter, mit der Monoflosse zu schwimmen.

Gesund oder nurlebendig? Wie wohnen ältere Menschen in Zukunft? Schaffen sie einen Weg aus der drohenden Altersisolation, können sie Gesundheitsaspekte und neue soziale Formen des Zusammenlebens unter einen Hut bringen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich MM-Redaktorin Silja Kornacher in dieser Ausgabe. Bei den Recherchen konnte sie auf einige neue Studien zurückgreifen. Etwa auf das neue Standardwerk «Wohnen im höheren Lebensalter» von François Höpflinger und Joris Van Wezemael.

So oder so – eine der grössten Herausforderungen bleibt auch der Schweiz nicht erspart: In den kommenden Jahren wird die Zahl dementer Menschen dramatisch steigen. 2050 dürften es nach Schätzungen der Alzheimerstiftung über 300 000 sein. Sie werden uns gesellschaftlich, ökonomisch und arbeitsmässig einiges abverlangen. Ob wir ihnen dereinst eine lebenswerte Umgebung bieten werden oder nicht, wird viel über die Schweiz als gesellschaftliches Modell aussagen. Denn wie heisst es doch: Den Entwicklungsstand einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren Armen, Kranken und Alten umgeht (Seite 12).

hans.schneeberger@migrosmedien.ch

MIGROS-WOCHE 7 | Aktuelles

MENSCHEN

12 | Wohnen im höheren Alter Drei Wohngemeinschaften leben das Miteinander der Generationen vor. 19 | Auf ein Wort 20 | Wie die kleine Meerjungfrau Unter Wasser mit «Mermaid» Nadia Peter. 27 | Kolumne: Der Hausmann. 30 | Porträt Madeleine Schadegg-Rück musste lange suchen, bis sie eine Spur ihres polnischen Vaters fand.

36 | Interview Hollywood-Star Brad Pitt über seinen aktuellen Film «Fury», seine Rolle als Familienvater – und Altersweisheit.

AKTUELL

45 | Milchpreissenkung/Preisbarometer

SCHAUFENSTER

46 | Mega Jackpot Der Millionen-Jackpot ist geknackt! Wir gratulieren den Gewinnern. 61 | Mädchen mögens Pink 63 | Kokosfett: Ein Allrounder wird 80 65 | Allerhand Feuriges und Gesundes

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Bilder: Michael Alle, Tanja Demarmels, Marvin Zilm

Studiert man deren Ergebnisse, fällt vor allem eines auf – wie unglaublich gut es uns hierzulande geht. Ein Beispiel: Die Lebenserwartung in der Schweiz ist nicht dramatisch besser als in anderen Ländern. Eine Schweizerin kann heute mit 65 noch auf statistisch 22 Jahre hoffen. in Deutschland sind es 21, in Frankreich gar 24. Nun unterscheidet die Altersforschung aber zwischen normaler Lebenserwartung und «gesunden und behinderungsfreien» Jahren. Und da sieht die Sache schon ganz anders aus. Können Männer in der Schweiz mit 65 noch 14 gesunde Jahre erwarten, sind es in Deutschland gerade mal noch 7, in Italien 8, in Österreich 9 Jahre. Die Gründe: gesundheitliche Betreuung, ein gesünderer Lebenswandel – und das Auslagern gesundheitsschädlicher Industrien ins Ausland.


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DIESE WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015

INHALT | 5

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30 | MENSCHEN Madeleine Schad­ egg­Rück erzählt, wie das Migros­ Magazin ihr den entscheidenden Hinweis bei der Suche nach ihrem polnischen Vater lieferte.

■ ... und danke für den Fisch! «Mamma mia!»-Kolumnistin Bettina Leinenbach fährt zwei Mal jährlich zur Verwandtschaft nach Deutschland: Nach drei Tagen Wiedersehensfreude kippt die Stimmung jeweils. Dann ists Zeit, die Heimreise anzutreten. ■ Schwimmen wie Arielle Sehen Sie im Onlinevideo, wie Nadia Peter ihren Schülern beibringt, wie richtige Meerjungfrauen zu schwimmen.

12 | MENSCHEN Wohnen im höheren Alter: Lisbeth ist Bewohnerin der Demenz­WG Wiitsicht in Trübbach SG.

SAISONKÜCHE

66 | Philippe Reinhardt Mags gerne russisch: Der Schweizer «Stalingrad»-Schauspieler tischt einen Borschtsch (Randensuppe) auf.

IHRE REGION

71 | Neues aus Ihrer Genossenschaft

LEBEN

76 | Kinderturnen Wie motiviert man Kinder zur Freude an der Bewegung? Drei Turnvereine zeigen, wies geht. 83 | Der Zoodoktor: Umas böser Ellbogen.

85 | Digital Puff bei den Versicherungsunterlagen? Der Onlinedienst Knip schafft Ordnung.

MEINE WELT

100 | Musicaldarsteller Jan Messerli Der Berner über seine Hauptrolle in «De Zauberlehrling», zerrissene Hosen und seinen faulen Hund.

RUBRIKEN 9| 87 | 91 | 98 |

Forum/Leserbriefe Bitte melde dich Rätsel und Spiele/Impressum Cumulus

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■ Wunsch oder Albtraum? Können Sie sich vorstellen, im Alter in eine Wohngemeinschaft einzuziehen? Ihre Meinung interessiert uns.

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MIGROS-WOCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015

AKTUELLES | 7

NEWS

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REGION BASEL

Paradies mit Fehler

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König für einen Tag

Seit dem Mittelalter ist es Brauch, am 6. Januar, dem Dreikönigstag, jemanden auszulosen, der für einen Tag König oder Königin ist. Die angenehmste Art, das royale Oberhaupt zu bestimmen, ist der Dreikönigskuchen. Im süssen Hefegebäck wurde traditionell eine Bohne eingebacken. Wer sie erwischte, war König für einen Tag. Die Migros-Bäcker backen heutzutage eine kleine Kunststofffigur in den Teig. Als Krönung gibt es eine goldfarbene Krone – und Kinder freuen sich, wenn sie an diesem Tag von ihren Ämtli befreit werden.

Partnerschaft mit langer Tradition

Seit 50 Jahren findet man die italienische Marke Longobardi in der Migros. Zum Jubiläum wurde jetzt ein neues Produkt lanciert.

Bilder: Daniel Grieser, PD, Peter Doig – Blotter, 1993

D Peter Doig ist ein Weltenbummler, der in Trinidad, London und New York lebt. Seine Werke zeigen Menschen und Architektur in paradiesischen Landschaften. Doch Doigs Traumwelt verbirgt Ecken und Kanten – in all seinen Werken findet man neben Schönheit auch Anzeichen von Einsamkeit und Melancholie. Noch bis zum 22. März sind Ölgemälde, Druckgrafiken und ein monumentales Wandbild des Künstlers in der Fondation Beyeler zu sehen. Weitere Infos und Vergünstigung nächste Woche auf den Regionalseiten. www.fondationbeyeler.ch

as italienische Lebensmittelunternehmen Longobardi beliefert die Migros seit 1965 mit Pelati, Passata und Tomatensaucen. Speziell zum runden Geburtstag wurden nun zusätzlich die Pomodorini, Cherrytomaten in der Dose, ins Migros-Sortiment aufgenommen. Ihren Anfang nahm die Zusammenarbeit allerdings bereits 1930. Longobardi stellte damals noch keine Tomatenkonserven her, sondern versorgte die Migros mit frischem Obst – weil heimische Händler die noch junge Migros boykottierten. Aus der beruflichen Kooperation entstand über die Jahre eine Freundschaft zwischen Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler und den Longobardis, die aufrechterhalten blieb, als sich das Unternehmen ab 1963 auf die Verarbeitung von Tomaten spezialisierte. Mittlerweile rollen bei der Migros jährlich rund 12 Millionen LongobardiDosen über die Kassenbänder.

Sein Vater war ein persönlicher Freund von Gottlieb Duttweiler: Carlo Longobardi, bis heute Patron der Firma Longobardi.


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1. Tag: Schweiz–Istrien. Fahrt nach Umag an der Istrischen Riviera. 2. Tag: Istrische Riviera mit Porec und Rovinj. Die Küste der Adriatischen Halbinsel wird Sie begeistern. Wir bewundern die Baudenkmäler in der Altstadt von Porec. Rovinj ist die «italienischste Stadt Kroatiens». In der auf einem Hügel liegenden malerischen Altstadt reihen sich Kunstgalerien und Boutiquen aneinander. 3. Tag: Bezauberndes Istrien und Motovun. Heute besuchen wir das bezaubernde Hinterland der Adria-Halbinsel Istriens. Wir besichtigen das traumhaft gelegene Groznjan und Motovun, das schönste mittelalterliche Städtchen Istriens. Anschliessend Degustation in einer lokalen Weinkellerei mit kleinem Imbiss. 4. Tag: Fakultativer Ausflug Brioni-Inseln und Pula. Ausflug in die Römerstadt Pula mit ihrem beeindruckenden Amphitheater und zu den Inseln im Nationalpark Brioni. Stadtrundgang in Pula und anschliessend Schiffahrt zur Inselwelt von Brioni. Mit der Inselbahn gewinnen wir Eindrücke der reichen Pflanzen- und Tierwelt des Nationalparks. Ebenfalls sehenswert sind die Ausgrabungen und Überreste aus der römischen und byzantinischen Epoche sowie die Villen des ehemaligen Staatschefs Tito. 5. Tag: Opatija-Riviera. Fahrt nach Opatija. Hier erleben wir das Flair der «Belle Epoque» im Adriatischen Nizza bei einer Stadtführung. Anschliessend fahren wir entlang der Opatija-Riviera in den kleinen Ort Moscenice. Ortsführung durch den hiesigen Bürgermeister, zu der auch ein Besuch im istrischen Museum sowie eine Schnapsprobe in der alten Olivenölmühle gehören. 6. Tag: Istrien–Rückreise in die Schweiz. Abschied von unserem Gastort Umag und Rückfahrt in die Schweiz zu den Einsteigeorten. Beide Reisen: Abfahrtsorte: Auftragspauschale: Weitere Leistungen: **Sofort-Preise:

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Ihr Reiseprogramm

Daten 2015 Königsklasse Sa – Sa

1. Tag: Schweiz-Villach. Fahrt via Innsbruck und Kitzbühel nach Villach. 2. Tag: Villach-Bled-Plitvicer-Seen. Fahrt über Bled, am Fuss der Julischen Alpen und Ljubljana in den Nationalpark Plitice. 3. Tag: Nationalpark Plitvicer-Seen– Makarska-Riviera. Besichtigung des Nationalparks der Plitvicer Seen zu Fuss mit dem Schiff und mit der Parkbahn. Nachmittags Weiterfahrt an die Makarska-Riviera, wo wir drei Nächte wohnen werden. 4. Tag: Makarska-Riviera, Ausflug Dubrovnik. Panoramafahrt entlang der Küstenstrasse nach Dubrovnik, «Die Perle der Adria». Geführte Besichtigung. Gegen Abend Rückfahrt zum Hotel. 5. Tag: Makarska-Riviera, fakultative Panorama-Bootsfahrt. Die Makarska-Riviera ist einer der schönsten Küstenabschnitte der Adria, mit zahllosen vorgelagerten Inseln. Tag zur freien Verfügung oder Teilnahme an einer Panoramafahrt mit dem Schiff bis ins Küstenstädtchen Makarska mit lokaler Reiseleitung. 6. Tag: Makarska-Riviera-Split-Vodice. Das Stadtbild von Split wird vom gewaltigen Palast des römischen Kaisers Diokletian am Meeresufer beherrscht. Altstadtbummel. Ein weiterer Höhepunkt ist das Städtchen Trogir. Anschliessend Fahrt zu den Krka-Wasserfällen. Übernachtung in Vodice. 7. Tag: Vodice-Zadar-Opatija. Weiterfahrt nach Zadar und kleiner Stadtspaziergang durch die ehemalige Hauptstadt Dalmatiens. Anschliessend Panoramafahrt nach Opatija. Abendspaziergang und Übernachtung. 8. Tag: Opatija – Rückreise in die Schweiz.

Frühling 1: 21.03.–28.03. 2: 28.03.–04.04. 3: 04 04.–11.04. 4: 11.04.–18.04. 5: 18.04.–25.04. 6: 25.04.–02 05. 7: 02.05.–0905. 8: 09.05.–16.05. 9: 16.05.–23 05. 10: 23.05.–30.05.

Herbst 11: 05.09.–12.09. 12: 12.09.–19.09. 13: 19.09.–26.09. 14: 26.09.–03.10. 15: 03.10.–10.10. 16: 10.10.–17.10.

Spardaten in Komfortklasse Fr – Fr Frühling 17: 27.03.–03.04. 18: 17.04.–24.04. 19: 01.05.–08.05. 20: 15.05.–22.05. Unsere Leistungen

Herbst 21: 11.09.–18.09. 22: 25.09.–02.10. 23: 09.10.–16.10.

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FORUM

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015

LESERBRIEFE | 9

MM 1: «Die Schweiz will wieder mehr selbst bestimmen», Interview mit Bundesrat Ueli Maurer

«Was Sie machen, finden wir gut» erfolgreiches, gesundes Jahr 2015. Vielleicht noch ein kleiner Satz: Ich kaufe nur Schweizer Produkte.

Anneliese und Bernd Adamski, Online-Kommentar

 Man muss Ueli Maurers Aussagen mit Vorsicht betrachten.

Hans-Rudolf Haslebacher, Online-Kommentar

MM 52: «Kämpft weiter, ich habs heiter», Meine Welt mit Pfarrer Ernst Sieber

«Pfarrer Siebers Meinachtsbotschaft»

Bild: Ruben Wyttenbach

Lässiger Auftritt auf der Kleinen Schanze in Bern: Bundesrat Ueli Maurer beim Interviewtermin mit dem Migros-Magazin.

 Wir leben seit sieben Jahren hier in der Schweiz und stehen voll hinter Ihnen, Herr Maurer. Auch wenn wir den so lang ersehnten Schweizer Pass nicht bekom­ men können, da der für uns zu teuer ist, stehen wir hinter Ihnen. Wir finden das, was Sie machen in der Politik, sehr gut. Sie sind ein sehr guter Politiker. Bitte machen Sie Ihre Vorsätze für 2015 wahr. Lassen Sie sich nicht von anderen bestimmen. Wir lieben unser Land, die Schweiz, und wünschen Ihnen ein

 Vor Weihnachten machen viele Me­ dien das Aussergewöhnliche bewusst. Auch das Migros­Magazin. Mit Pfarrer Ernst Sieber wird einer der Ausser­ gewöhnlichen vorgestellt. Der unkon­ ventionelle reformierte Pfarrer hat zwei­ fellos sehr viel geleistet. Sein Einsatz für viele notleidende Menschen muss mit viel Wertschätzung gewürdigt werden. Nun entzieht es sich meiner Kenntnis, ob in dieser Berichterstattung der Leit­ faden vom Interviewten vorgegeben oder durch die Medien gesetzt wurde. Jedenfalls lese ich dort «mein» Lebens­ motto, «meine» Politik, «meine» Liebste, «mein» Esel, «mein» und nochmals «mein». Wenn ein Pfarrer, auch wenn die Berichterstattung unter dem Titel «Meine Welt»* publiziert ist, vor Weihnachten nur noch von «mein» redet, dann entsteht in mir Weite und inhaltliche Ferne. Es geht viel weniger um die Weihnachtsbotschaft von der Menschwerdung Gottes und den sozia­ len Einsatz für die anderen – was mit diesem Artikel beabsichtigt war?! – als vielmehr nur noch um eine Selbstdar­ stellung. Die Weihnachtsbotschaft wur­ de zur Meinachtsbotschaft. Pfarrer Michael Schoger, 4653 Obergösgen

* Anmerkung der Redaktion: Diese Artikelform entspricht den Vorgaben der Redaktion.

MM 1: «Architekt der guten Laune», Porträt über den Tischbombenkreateur Maurice Regel.

«Selbst bei Tischbomben lernt man nie aus»  Da habe ich jahrelang die Tischfeuer­ werke auf dem Tisch gezündet. Dank Ihres Artikels über den Tischbomben­ architekten weiss ich jetzt, dass das eigentlich Fussbodenfeuerwerke sind. Man lernt nie aus. Kurt Dichel, 8400 Winterthur

MM 1: «Ich bin eine zähe Wurzel», Porträt über die «Bananenfrau» Ursula Brunner.

«Menschen, die sich nicht so wichtig nehmen»  Ich bin immer wieder überrascht, wel­ che interessanten Leute sie ausfindig machen. Gerade wieder in Ihrer neusten Ausgabe: die kämpferische Bananenfrau Ursula Brunner – eine bewundernswerte Person, die sich mit viel Engagement dafür eingesetzt hat, um die Welt ein klein wenig gerechter zu machen. Es ist einfach schön, von Menschen zu lesen, die mit Sinn und Verstand der Welt begegnen, sich selber nicht so wichtig nehmen, aber sich mit Mut und Kraft gegen Ungerechtigkeiten wehren. Liebes Migros­Magazin, bitte mehr davon! Adreg Rentrop, 5430 Wettingen

MM 1: «Eine Idee wird 90», Streifzug durch die Migros-Geschichte.

«Die riesige Auswahl überfordert manchmal»  Ich bin seit 80 Jahren Migros­Kundin und habe viele Entwicklungen,von denen Sie schreiben, miterlebt. Auf dem Land aufgewachsen, habe ich als Kind sogar noch selbst im Migros­Wagen eingekauft. Manchmal träume ich von den guten alten Zeiten, als das Angebot in den Regalen noch überschaubar war. Heute überfordert mich die riesige Auswahl manchmal. Ida Meier, 3000 Bern

Schreiben Sie uns: Wir freuen uns über Briefe und Mails zu Artikeln im Migros-Magazin. Je kürzer Ihr Brief, desto grösser die Chance, dass er veröffentlicht wird. Zuschriften können durch die Redaktion gekürzt werden. Per Post an Redaktion Migros-Magazin, Leserbriefe, Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich, oder per Mail an leserbriefe@migrosmagazin. ch. Und vergessen Sie bitte nicht, Ihre Adresse und Ihre Telefonnummer anzugeben.


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ONLINE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015

MIX | 11

LESER-FOTOS

Winter oder Frühling?

WÖCHENTLICHE UMFRAGE

Im Garten von Migros-Magazin-Leserin Michèle Keller im Tessin blühten vor dem grossen Wintereinbruch schon die ersten Frühlingsblumen. Wie sah es in Ihrem Garten aus, bevor der Schnee kam? Zeigen Sie es uns auf www.migrosmagazin.ch/garten

Wie verhindern Sie, dass Kinder eifersüchtig auf jüngere Geschwister werden und es zu anhaltendem Streit kommt? in %

Alte Früchte, neue Blüten

Frühlings kamelie

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Indem meine älteren Kinder sich regelmässig wünschen dürfen, was wir gemeinsam unternehmen.

24

Kinder müssen sich daran gewöhnen, entthront zu werden. Sonst lernen sie es später im Job.

21 14 Stachliger Strauch

Pfingstrosen im Dezember

Wir schlichten Streit, wenn er auftritt. Beweist man im Alltag Augenmass, spielt sich alles selber ein. Indem ich sie vor der Geburt des Nachzüglers gut auf das neue Geschwister vorbereite.

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Alle Generationen vereint: Malaika Gysi, Hans Suter, Nuno und Raul Ferrara, Eva Polli mit Hund Sumo, Graziella Ferrara (von links).

WOHNEN IM ALTER

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Zusammen weniger allein

Wer, wie, wie viel? Die Pflegeheimstatistik 2012:

1558 Betriebe in der Schweiz

Wir werden immer älter, die Pflegekosten steigen. Wer sorgt für unsere Senioren? Die Denkfabrik Avenir Suisse rät zu generationenübergreifenden Projekten. Drei innovative Wohngemeinschaften zeigen, wie dies geht.

121 373

Langzeitklienten

Text: Silja Kornacher Bilder: Marvin Zilm

F

ür einen Freitagnachmittag ist in der Genossenschaftssiedlung Gies­ serei in Winterthur ZH viel los: Ein Teenager mit Käppi verlegt Kabel, zwei Kinder spielen Fangen im Gemein­ schaftssaal, die Erwachsenen geben der Deko für die abendliche Party den letzten Schliff. Im Innenhof spaziert eine Senio­ rin mit ihrem Hund vorbei und beobach­ tet die Vorbereitungen. «Das ist Eva Polli. Bei ihr habe ich letztens die Fenster geputzt. Bei den Coolen mache ich das auch freiwillig», sagt Graziella Ferrara (39) und grinst. Freiwillig, damit meint sie: Sie rechnet es nicht mit dem Zeit­ konto ab. Die Giesserei ist die grösste selbstver­ waltete Mehrgenerationensiedlung der Schweiz. Hier bestimmt jeder Bewohner an der Mitgliederversammlung über die Hausregeln mit, zudem sind alle ver­ pflichtet, 36 Stunden Gemeinschafts­ arbeiten pro Jahr zu leisten. Die Jungen kümmern sich um die körperlich an­ strengenden Arbeiten wie Spielplatz bauen, die Älteren backen Kuchen für die Mitgliederversammlung oder engagieren sich im Administrativen. Wer beruflich sehr eingespannt ist, kann seine Pflicht­ stunden auch finanziell abgelten. Oder er macht einen Tauschhandel mit einem anderen Bewohner. Coiffeuse Malaika Gysi (39) etwa schneidet den nicht mehr mobilen Bewohnern die Haare und überträgt anderen dafür die eine oder andere ihrer Sollstunden. Im Forum, einer Art «Facebook für Genera­ tionen», erklärt Gysi, tausche man sich online über Themen der Siedlung aus. Dort wird auch die Zeitbank verwaltet.

«Ich schätze das starke Gemeinschaftsgefühl.» Hans Suter (67)

Im Februar 2013 zogen die ersten Bewohner ein, mittlerweile sind in der Giesserei alle 156 Wohnungen von 350 Menschen belegt, zusätzlich gibt es hier eine Kinderkrippe, eine Tagesstätte für Menschen mit Hirnverletzungen, eine Velowerkstatt und ein Restaurant. Nur für die Bewohner zugänglich ist die Pantoffelbar, wo man sich auf einen Kaffee und einen Schwatz trifft. Die Altersstruktur der Giesserei entspricht der demografischen Entwicklung der Schweiz. Nur die über 80­Jährigen und 20–30­Jährigen fehlen. Das liegt höchstwahrscheinlich am Finanziellen: Alle Mieter müssen zehn Prozent des Wohnraumwerts als Eigenkapital mitbringen.

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Gesamtkosten

277,1

Gesamtkosten pro Beherbergungstag

84 216

gesamtes Personal

Wenig Privatsphäre, dafür lebendiger Austausch Viele engagieren sich freiwillig in der Giesserei. So zum Beispiel die Gruppe Plan B, die eine Liste mit Dienstleis­ tungen angefertigt hat. Eva Polli (68) findet das praktisch: «Wenn ich zum Arzt muss, schreibe ich ein Mail an Plan B, und jemand aus der Siedlung fährt mich hin.» Eine Alterswohnung kam für Eva Polli nie infrage: «Ich ziehe lebendiges Wohnen vor.» Dass die Privatsphäre hier manchmal zu kurz kommt, ist nicht jedermanns Sache. Die Balkone der Giesserei gehen zum Beispiel fliessend ineinander über. «Man kommt den Leuten hier näher als in einer normalen Siedlung», sagt Malaika Gysi. Genau das findet Architekt Hans Suter (67) toll. Er hat das Projekt vor acht Jahren initiiert. «Eigentlich bin ich ein Einzelgänger. Mittlerweile schätze ich das starke Gemeinschaftsgefühl.»

57,6%

des gesamten Personals im Pflegebereich tätig Quelle: Bundesamt für Gesundheit, Infografik: Migrosmedien/gm

Einer für alle, alle für einen

Mi

81,2

Durchschnittsalter bei Eintritt

11

August

946,2

durchschnittlicher Aufenthalt in Tagen


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Fast wie zu Hause

E

s ist kurz nach 13 Uhr, die neun Bewohner der Demenz-WG Wiitsicht in Trübbach SG sind gerade aus ihrem Mittagsschlaf erwacht. «Robert, wie hast dus mit dem Tanzen?», fragt Margrit Raimann (53), Leiterin des Hauses. Robert* (84) sitzt auf dem Wohnzimmersofa über eine Zeitschrift gebeugt und sagt: «Gegen das Tanzen habe ich nichts!» Die Leiterin hält ihm die passenden Accessoires hin, innerhalb weniger Sekunden hat Robert seine schwarzen Tanzschuhe montiert. Aus der Stereoanlage ertönt Schwyzerörgeli, sofort beginnt Robert im Takt zu wippen. Lisbeth* (75) kommt dazu, sie hat ihr Bäbi in der Hand. Margrit Raimann begrüsst Lisbeth. «Ja, wen haben wir denn da?» Lisbeth schaut sie irritiert an. «Keine Ahnung!» Ihre grüne Tasche hat Lisbeth fest unter den Arm geklemmt. «Die hat sie immer dabei», kommentiert Margrit Raimann und nimmt liebevoll Lisbeths Hand. Ihr Mann Herbert Raimann (55), der gerade mit zwei Bewohnern das Haus verlässt, um Winterpneus zu montieren, fügt an: «Abends müssen wir einen Kontrollblick in die Tasche werfen, da stecken auch mal Wurstschalen drin.» Lisbeth lächelt wissend, stellt ihre Tasche auf den Sessel und nimmt Roberts Hände. Die beiden wippen zufrieden zur Musik. «Lueg die Wälder a, am schönschte ischs hald dihei», tönt es aus der Anlage. Robert wackelt mit der Hüfte, wiegt den Kopf hin und her. Nach einer Weile dreht Raimann die Musik ab, «sonst tanzen die morgen noch». Den Bewohnern müsse eigentlich bei allem geholfen werden, erklärt Margrit Raimann. Die gelernte Köchin ist erst als 40-Jährige in die Sozialarbeit eingestiegen. Bald merkte sie: Menschen mit Demenz haben in der Schweiz keine Lobby. So gründete sie 2009 im nahen Grabs das Zentrum Wiitsicht mit einer Tagesstätte und einer Fachstelle für Menschen mit Demenz. Seit September 2014 bietet auch eine Pflegewohngruppe Menschen mit Demenz ein Leben wie zu Hause. «Sie fühlen sich oft wie in einem fremden Land, sind hilflos und ängstlich. Wir sind die Fremdenführer.» Hinter dem Wohnheim steht eine Stiftung, das Angebot kostet gleich viel wie ein Pflegeheim, unterscheidet sich aber klar vom gängigen Pflegekonzept: «Menschen mit Demenz würden in einem normalen Pflegeheim völlig untergehen. Sie sind schnell reizüberflutet

Margrit Raimann (vorne) macht mit Bewohnerin Lisbeth einen Spaziergang vor der Demenz-WG. * Namen der Bewohner geändert

und brauchen ein geschütztes Umfeld.» Auf zwei Bewohner kommt eine Pflegerin, die meisten der insgesamt 20 Teilzeitmitarbeiterinnen sind Familienfrauen im mittleren Alter mit einer Pflegeausbildung.

Die Pfleger passen sich den Bewohnern an, nicht umgekehrt Der Nachmittagskaffee wird serviert, dazu gibt es Nussschnecken. Wer nicht dabei sein will, kann auf dem Zimmer bleiben. Die Bewohner sollen ihren Alltag nach ihren Bedürfnissen leben. «Wir passen die Umwelt an sie an», erklärt Gründerin Margrit Raimann. «Magst du Nussschnecken, Christa?» Christa hebt den Kopf. «Das weiss ich nicht.» Margrit Raimann streichelt ihr

über den Rücken. Berührungen sind wichtig für die Bewohner. «Das ist blöd, wenn man nichts mehr weiss, gell.» Das Haus besteht aus drei Wohnungen mit Einzel- und Doppelzimmern. Neben Christa, die mit über 90 Jahren körperlich nicht mehr fit ist, leben in der Demenz-Pflegewohngruppe auch viele jüngere Bewohner: Die Hälfte ist zwischen 58 und 68 Jahre alt. «Und, was machen wir heute Nachmittag?», fragt eine Pflegerin in die Runde. Robert, der Tänzer, weiss es: «Der Plan ist, in die Demenzia zu gehen.» Was die Demenzia ist, weiss niemand. Die Runde schaut sich ratlos an, prustet dann los. Trotz der schwierigen Momente darf in der Wiitsicht auch mal gelacht werden.


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Wir werden älter und brauchen im Alter mehr Pflege – das kostet Was hat die Alterspyramide mit einem bierbäuchigen Mann zu tun? Viel, sagt Jérôme Cosandey von der Denkfabrik Avenir Suisse. Für den Mitherausgeber des Buchs «Generationenungerechtigkeit überwinden» steht die Alterspyramide auf wackligen Beinen. Heute stehen einem über 80-Jährigen

zwölf Erwerbstätige gegenüber. Bis 2050 werden es pro Senior noch vier Aktive sein. Dieses Szenario zeigt deutlich, was auf die Schweiz zukommt: Wir werden immer älter, der Aufwand und die Kosten für den letzten Lebensabschnitt steigen, gleichzeitig schwindet die junge Generation, welche die

ältere trägt. Heute haben Familien weniger Kinder, durch die hohe Scheidungsrate wird es mehr Alleinstehende geben. Zudem sind Familienmitglieder heute mobiler und leben quer über die Schweiz verstreut. Avenir Suisse findet: Die private Solidarität ausserhalb der Familie muss mehr gefördert werden.

Lebenserwartung seit 1600

Demenzentwicklung

Die Schweiz hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Und sie steigt immer weiter.

Die Anzahl Demenzkranker wird sich verdoppeln:

1600

21,2

1800

+

41,5 35,1

250 000

1970

200 000

76,1 70,1

heute

20

40

60

80

■ Personen mit Demenz ■ Prognose

76%

davon sind über 65 Jahre alt.

50 000 104

0

Menschen wurden von der Spitex betreut.

100 000

90,2 86,1

2300

261 408

150 000

84,7 80,5

2060

Alter

300 000

Spitex-Pflegeheime im Jahr 2012

0

100

Quellen: Bundesamt für Statistik, UNO

143 200

2010 2020 2050

Quelle: Schweizerische Alzheimervereinigung

Quelle: Spitex

Klienten waren in einem Pflegeheim.

Alterspflege-Finanzierung: Avenir Suisse schlägt die obligatorische Pflegeversicherung ab 55 Jahren vor. Und die Politik?

Infografik: Migrosmedien/gm

CVP

Die CVP strebt eine frei­ willige Pflegeversicherung an. Diese soll für den Fall des Aufenthalts in einem Pflegeheim ein Taggeld oder eine Rente zur Deckung der Kosten ausrichten, die nicht von der Krankenversicherung vergütet wird. Der Anreiz sollte sein, dass man die Pflegeversicherung steuer­ lich abziehen kann.

SP

Laut Nationalrätin Jacqueline Fehr setzt sich die SP für eine umfassende Strategie ein: «Wer finanziert was? Wie gewinnen wir genügend Fachkräfte? Wie können neue Wohnformen für eine bessere Lebensqualität sorgen? Die Finanzierung hängt wesentlich von den anderen Faktoren ab. Auf mittlere Sicht werden wir wohl nicht um eine richtige Pflegeversicherung herumkommen. Diese muss so gestaltet sein, dass sie vor allem mittlere und untere Einkommen entlastet.»

FDP

FDP-Nationalrat Ignazio Cassis schlägt eine zusätz­ liche Altersklasse bei der Krankenkasse vor. Ab 55 erhielte man somit auf seine Prämie einen Zuschlag für die Altenpflege. FDPKollege Joachim Eder fordert wiederum eine Ausweitung der Säule 3a.

SVP

Das Generalsekretariat äussert sich zum Thema wie folgt: «Die Alterspflege soll nach wie vor in bestehen­ den Vorsorgeinstitutionen geschehen und durch die Solidarität in der Krankenversicherung, die öffentliche Hand und zumutbare Beiträge der Betroffenen finanziert werden.»

Grüne

Nationalrätin Yvonne Gilli könnte sich eine separate Pflegeversicherung für die Langzeitpflege vorstellen. Diese müsste solidarisch über die ganze Bevölkerung getragen und einkommensabhängig ausgestaltet werden. Wird sie über Krankenkassenprämien erhoben, müssten die Rückvergütungen national einheitlich neu gestaltet werden.


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Světluše Heese ist noch selbständig, im Umgang mit dem Smartphone lässt sie sich aber gern von Selma Steinhoff Nachhilfe geben.

Die Generationen-WG

D

as Prinzip ist simpel: Ein älterer Mensch möchte zu Hause wohnen bleiben und hat viel Platz. Der junge Student sucht ein Zimmer und hat ein knappes Budget. Hier hält Pro Senectute Kanton Zürich eine Win-Win-Situation bereit: «Wohnen für Hilfe». Die Miete wird statt mit Geld mit Hilfeleistungen im Alltag beglichen. 19 dieser Partnerschaften gibt es bereits. Als vor drei Jahren der Mann von Sveˇtluše Heese (81) starb, fühlte sie sich einsam. Ihre Enkelin wollte die Grossmutter nicht mehr jammern hören und ermutigte sie, sich bei «Wohnen für Hilfe» anzumelden. Nun hat Sve ˇtluše Heese Wohngspänli und Ersatzenkelin zugleich: Seit einem Jahr lebt Selma Steinhoff (20) aus Luzern in Heeses Fünfzimmerwohnung in Zürich Hottingen. Die beiden haben Regeln wie in einer WG. Beide dürfen Küche und Wohnzimmer benützen. Beim eigenen Zimmer gilt: Ist die Tür angelehnt, darf man jederzeit eintreten. Ist sie zu, ist die Privatsphäre zu wahren. Wenn Selma Steinhoff mal spät nach Hause kommt, gibt sie ihrer Mitbewohnerin Bescheid. «Sonst macht sie sich Sorgen.»

Die beiden treffen sich zu Oper, Nachrichten oder Teetrinken Migrosmagazin.ch

STIMMEN SIE AB Wunsch oder Albtraum? Können Sie sich vorstellen, im Alter in eine Wohngemeinschaft zu ziehen?

Als Informatikstudentin ist Steinhoff für Sveˇtluše Heese die perfekte Hilfe im Alltag. Wenn der Drucker mal Papierstau hat oder der Internetrouter aussteigt, ist die junge Frau da. Kürzlich haben die Wohnpartnerinnen ein Smartphone gekauft, nun üben sie WhatsApp. Die beiden sehen ihre Wohngemeinschaft nicht als Arbeitsverhältnis. Zu ihrem einjährigen Wohnjubiläum zum Beispiel waren sie in der Oper. Treffen sie sich in der Küche, trinken sie spontan eine Tasse Tee zusammen. Oder Selma Steinhoff leistet Sveˇtluše Heese beim abendlichen Nachrichtenschauen Gesellschaft.

Heese kommt aus Tschechien und hatte bis zu ihrer Pensionierung einen Lehrauftrag für Rehabilitation und Erziehung von Sehbehinderten in Dortmund. Aus dem Münsterland kommt auch die Familie von Steinhoff. Wenn Heese in ihrem Zweitwohnsitz Prag ist, hat die Studentin die Wohnung für sich allein. «Das ist zwar ab und zu ganz nett, zu zweit ist es aber doch schöner. Ich freue mich, wenn sie von ihren Reisen zurückkehrt», sagt sie. Sveˇtluše Heese schätzt es, dass jemand die Wohnung hütet. «Selma würde ihre Freiheiten nie missbrauchen.» Die «Wohnen für Hilfe»-Regel, dass pro Quadratmeter Wohnen eine Stunde Hilfe pro Woche anfällt, sehen die beiden nicht so eng. Zehn Minuten PC-Nachhilfe werden nicht aufgeschrieben.

Hauptsächlich im Garten braucht es zwei starke Hände: Vor dem Wintereinbruch pflanzte Selma Steinhoff Blumenzwiebeln und hängte die schweren Doppelfenster ein. Manchmal sieht Sveˇtluše Heese aber etwas spät ein, dass sie Hilfe benötigt. «Gestern auf der Leiter hätte ich schon Unterstützung gebraucht», gibt sie zu. «Sie sollen doch nicht mit der Leiter rumturnen!», schimpft Steinhoff. Dass sie die alte Dame trotz Vertrautheit siezt, deutet auf eine respektvolle Distanz hin. Vermisst Selma Steinhoff das wilde Studentenleben? «Überhaupt nicht. Ich bin im Studium ständig um junge Leute herum. Ich finde es bereichernd, zu Hause mit einer anderen Generation in Kontakt zu kommen. Das ist wie persönlicher Geschichtsunterricht.»


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AUF EIN WORT | 19

FRAU DER WOCHE

Neue ETH-Rektorin

Gedenkmarsch im November 2013 von Sattel SZ zur Schlachtkapelle Morgarten.

SCHWEIZER SUPERGEDENKJAHR

«Unsere Neutralität müsste neu gedacht werden»

Der Politphilosoph Georg Kohler über das Gedenken an historische Ereignisse wie die Schlachten von Morgarten (1315) und Marignano (1515) sowie den Wiener Kongress (1815). Georg Kohler, dieses Jahr gedenkt die Schweiz meh­ rerer bedeutender histori­ scher Ereignisse. Woher kommt das Bedürfnis, sol­ che Jubiläen zu begehen?

Zukunft braucht Herkunft. Mit der Geschichte versichern wir uns unserer eigenen Identität. Sie erzählt uns, wie wir wurden, was wir sind. Das geht aber nicht ohne Interpretation, denn je nach Erzählung entsteht ein Selbstbild.

ignoriert man. Dass es auch Zeiten gab, wo der Bestand der Schweiz an einem seidenen Faden hing, zum Beispiel. Nämlich wann?

Beim Wiener Kongress 1815 war es der russische Zar, der unbedingt Georg Kohler (69) wollte, dass die Schweiz ist emeritierter bestehen bleibt und die Professor für poliwichtigen Alpenpässe in tische Philosophie. einem neutralen Land liegen. Die Franzosen und anderes die Österreicher hätten die Schweiz lieber aufgeteilt. Geschichtsmythen entstehen auch, indem man gewisse Geschichte ist also immer eine Inter­ Dinge nicht erzählt.

Bilder: Keystone (2), EQ Images, zVg

pretation?

Immer. Sie bringt oft zufällige Ereignisse in eine Reihe, die dann als fast schon zwangsläufig wirkende Historie funktioniert und das Wir-Gefühl eines Landes bestimmt. Sie zeigt uns, wer wir sind – oder angeblich sind. Es finden dabei nämlich immer Verkürzungen und Vereinfachungen statt. Eigentlich müsste man von Geschichtsmythen sprechen. Und mit diesen Mythen lässt sich immer auch sehr gut Politik machen. Man erinnert sich an jene Dinge, die in das eigene Bild passen, den Rest

Dann sind die Mythen eigentlich wich­ tiger als die reale Historie.

Absolut. Wenn Wahrheit und Legende nicht zusammenpassen, neigt man eher dazu, an die Legende zu glauben. Deshalb ist Geschichte immer auch eine von Interessen geleitete Erinnerungspolitik. Es heisst ja immer, wir sollten aus der Geschichte lernen. Tun wir das in solchen Gedenkjahren auch wirklich?

Mir scheint, dass sie heute eher dazu dient, sich in der grossen aktuellen Auseinandersetzung zu

positionieren, nämlich der Frage: Wer sind wir in Europa? Sind wir ein neutraler Kleinstaat, umgeben von grossen rivalisierenden Mächten, oder ist diese Idee veraltet? Derzeit haben wir in der Schweiz eine Art Kulturkampf zwischen diesen beiden Haltungen. Und je nach aktueller politischer Position geht man mit solchen historischen Jubiläumsterminen anders um. Ich finde zum Beispiel, die Neutralität müsste neu gedacht werden, denn wir sind heute von Freunden umzingelt.

Seit 1. Januar lenkt eine Frau die Geschicke der ETH Zürich: Die Britin Sarah Springman (57) ist erst die zweite Rektorin in der Geschichte der wichtigsten technischen Hoch­ schule des Landes. Sie forscht und lehrt bereits seit 1997 an der ETH, als Professorin für Geotechnik. Wichtig ist ihr, junge Maturandinnen zu ermuntern, ein technisches Stu­ dium zu wählen, wie sie der «NZZ» sagte. Der Frauenanteil an der Hochschule hat sich in den letzten Jahren auf 30 Prozent erhöht.

MANN DER WOCHE

Ex-Kassenchef

Können wir dennoch etwas von diesen drei historischen Ereignissen lernen?

Eher indirekt. Wir lernen, wie wichtig Geschichte ist. Und es ist sicherlich eine gute Gelegenheit, vor diesem historischen Hintergrund über den heutigen Umgang mit der Neutralität zu diskutieren. Warum erinnert man sich eigentlich immer nur bei «runden» Jubiläen? Die Ereignisse sind 197 Jahre später nicht weniger wichtig als 200 Jahre danach.

Die runde Zahl ist immer nur der äussere Anlass für die Feier. Wenn man es richtig macht, wirken das Gedenken und die Auseinandersetzung auch in den Jahren danach noch positiv weiter. Interview: Ralf Kaminski

Zum Abschied hat Christoffel Brändli (71) noch eine kleine Bombe platzen lassen: Der Ende 2014 abgetretene Präsident des Kranken­ kassenverbands Santésuisse warf den Kantonen in der «Aargauer Zeitung» vor, sie hielten mit Hilfe von Subventionen überholte Spital­ strukturen aufrecht und verhin­ derten den Wettbewerb zwischen den Spitälern. «Spitalschliessungen sind nötig», sagte der frühere SVP­Ständerat. Klare Worte, die zu einigen Diskussionen führen dürften.


MENSCHEN 20 |

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REPORTAGE

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nglücklich verliebt singt Arielle, die Meerjungfrau, im Disney-Film 1989: «Ich möchte fort, bei den Menschen sein, ich möchte sofort dort mit ihnen tanzen.» 25 Jahre später ist es umgekehrt: Die Menschen wollen sich in Nixen verwandeln. Und Arielle ist längst out. Bei den Kindern ist die australische Serie «H2O – Plötzlich Meerjungfrau» angesagt, die sich um drei Teenager dreht, die ein Doppelleben als Meerjungfrauen führen. Im Hallenbad Langnau im Emmental ist es schwülwarm. In den Schwimmbecken herrscht das ganz normale Treiben, ausser dass heute eine Bahn für die «Mermaids» reserviert ist. Eltern sitzen leicht schwitzend und mit gezückter Kamera auf den Bänken am Beckenrand. Das Team von «Suisse Mermaids» rund um die Luzernerin Nadia Peter (35) fährt für das Mermaiding-Schnupperschwimmen grosses Geschütz auf: Lippenstift, Schminkfarben und Glitzer liegen auf dem Tisch am Beckenrand. Daneben farbige Flossenanzüge in allen Farben und Grössen.

Alessia hat auf Youtube studiert, wie man mit der Flosse schwimmt Die Freundinnen Michelle und Jennifer (beide 8) aus Zweisimmen BE sind heute ins Hallenbad gekommen, um einmal so zu schwimmen wie ihre Vorbilder von «H2O». Jennifer hat Meerjungfrauen «uu fescht gärn», erzählt sie, während sie am Schminktisch sitzt und aufgeregt mit den Beinen wippt. Milena (10) aus Studen BE ist mit ihrer Schwester Luana (7) gekommen: «Ich habe schon in der Badi immer geübt, aber ohne Flosse. Als Meerjungfrau sieht man einfach schön aus!» Fertig geschminkt, setzen sich die Kinder an den Beckenrand und bekommen Anziehhilfe für das Flossenkostüm. Sie zwängen beide Füsse in eine Monoflosse aus durchsichtigem Plastik und ziehen darüber einen Bezug aus Badekleidstoff. Sind die Füsse in der Flosse verstaut, rollen sich die angehenden Meerjungfrauen auf roten Turnmatten auf den Bauch. Schon liegen sie da wie Fische auf dem Trockenen. Meerjungfraufan Alessia (7) aus Eschenbach SG kann es kaum erwarten, endlich im Wasser ihre Fähigkeiten zu zeigen: «Ich habe schon mega viele Youtubefilme über die Flossenbewegung geschaut. Ich wollte schon immer eine echte Meerjungfrau sein, halb Fisch, halb Mensch, und wie ein Blitz durch das Wasser schiessen.» Sagts, lässt sich von ihrer Grossmutter ins Wasser hieven und

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Eintauchen in Die Luzernerin Nadia Peter macht Kinderträume wahr: In ihren «Mermaiding»-Kursen dürfen Kinder für einen Tag Meerjungfrauen oder Neptune sein. Doch das Schwimmen mit der Monoflosse will gelernt sein.


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REPORTAGE | 21

Neptuns Welt

Schwimmlehrerin Nadia Peter mit ihrem Sohn Michel. Er ist begeisterter Monoflossenschwimmer.


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

taucht davon. Ihre Grossmutter Ruth Wahl findet es toll, dass für ihre Enkelin endlich ihr Mädchentraum in Erfüllung geht: «Sie ist seit Wochen wie ein Gummiball unterwegs.» Nach ein paar Minuten im Wasser braucht Alessia eine Verschnaufpause: Das Aussteigen ist noch etwas schwierig, da muss sie das «Noni» rausheben. Alessia zittert, strahlt aber über das ganze Gesicht. Eine Schwierigkeit zeigt sich schnell: Um die Schwanzflossenbewegung richtig auszuführen, müssen die Nixen tief tauchen. Schwimmlehrerin Nadia Peter hat sich selbst ins Flossenkostüm gezwängt und schwimmt von Kind zu Kind, erkundigt sich nach dem Befinden, gibt Tipps: Rumpf anspannen, Beine zusammendrücken, am Schluss einen kurzen Druck mit der Flosse geben. Dass Mermaiding anstrengend ist, hat sich bereits herumgesprochen. In den Philippinen zum Beispiel gibt es die erste «Mermaiding-Akademie», in der das Schwimmen mit der Schwanzflosse eher als Work-out gilt.

Ein deutscher Fotograf brachte die Kostüme in die Schweiz Jennifer dreht inzwischen schon gekonnt eine Rolle. Die Mutter fragt: «Braucht ihr eine Pause?» «Neeiiin!», sind sich die Mädchen einig. Sobald die Kinder sich mit der Flosse sicher fühlen, dürfen sie beim Fotografen Michael Alle (40) zum Unterwassershooting. Er ist mit einer Tauchausrüstung vor Ort. Die Schwierigkeit als Model unter Wasser: die Augen aufzumachen und entspannt zu gucken. «Es hilft, schon vor dem Abtauchen auszuatmen», rät der Profi. Nixenexpertin Alessia hat den Dreh bereits raus. «Du hast zu Hause in der Badewanne geübt, oder?», sagt Michael Alle. Dank des deutschen Fotografen gibt es das Mermaiding in der Schweiz: Für ein Shooting in Nadia Peters Schwimmschule brachte er einmal Meerjungfraukostüme mit. Peter, bekennender Arielle-Fan und seit acht Jahren Schwimmlehrerin, wusste sofort: «Das ist es!» Sie reiste an einen Mermaiding-Event in Deutschland und beschloss, das Schnupperschwimmen in der Schweiz anzubieten. Schon beim ersten Mermaiding vor einem Jahr waren 80 Flossenschwimmer dabei. Und Mermaiding ist nicht nur Mädchensache: Sogar erwachsene Männer schwimmen mit. Männer fänden den Trend mehr in sportlicher Hinsicht spannend: «Sie wollen möglichst schnell mit der Flosse schwimmen. Oder sie nutzen Mermai-

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«Ich wollte schon immer eine echte Meerjungfrau sein.» Alessia (7)


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«Das Strahlen der Kinder und Eltern ist der grösste Lohn.» Schwimmlehrerin Nadia Peter

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ding, um das Apnoe-Tauchen, das Freitauchen in einem Atemzug, zu trainieren», erklärt Nadia Peter. Ihr jüngerer Sohn Michel (10), begeisterter Neptun, macht an Monoflossen-Wettkämpfen in Deutschland mit. «Den Beinschlag muss man raus haben. Immer die Beine zusammenpressen ist anstrengend», erklärt Michel vom Beckenrand aus.

Ein eigenes Schwimmabzeichen und Kindergeburtstagspartys Nadia Peter hat aus Elementen des Kinderschwimmens die drei Meerjungfrauabzeichen entwickelt: Bronze, Silber und Gold. Die schwierigste Disziplin: am Grund auf dem Rücken schwimmen und Synchronschwimmen mit einer Choreografie. In Nadia Peters Abzeichenkursen sind auch viele Buben, die sogenannten Flossenkönige. Einer zum Beispiel ist ein begeisterter Schwimmer und mag Fantasy. «Er will sich einfach als Fabelwesen fühlen», sagt Peter. Die Luzerner Schwimmlehrerin hat mit ihrem Mermaiding noch grosse Pläne: Im April will sie einen nationalen Wettbewerb veranstalten, an dem sich die Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen messen: Tauchen, Schnellschwimmen, aber auch Originalität des Kostüms. Momentan wird ihr Team auch rund achtmal pro Woche für Mermaiding-Geburtstagspartys in teilgemieteten Hallenbädern gebucht. «Es ist der Hammer. Für mich ist es der grösste Lohn, das Strahlen der Kinder und Eltern zu sehen.» Am Schluss des Schnuppernachmittags sind aber auch Meerjungfrauen vor Erschöpfung nicht gefeit: Nach zwei Stunden schneidet die Schwanzflosse ein, die Augen sind vom Chlor gerötet und die kleinen Mädchenkörper zittern vor Kälte. «Die schlafen heute Nacht gut», da sind sich die Eltern sicher. Und träumen von Arielle oder «H2O». Text: Silja Kornacher Bilder: Michael Alle

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MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

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KOLUMNE | 27

DER HAUSMANN

Wenn nichts passiert Bänz Friedli wird von seinen Kindern verhöhnt.

Wo war ich stehen geblieben? Richtig: unten an der Hecke bei den Altglascontainern. Dem Roland begegnete ich dort, und ein Wort ergab das andere. Nach dem Boot erkundigte ich mich, das er und sein Sohn bauen wollten … Doch, doch, das komme, beschied Roland mir, aber die Einwasserung finde frühestens im Frühjahr statt. Zuvor hatte ich vor der Quartier-Migros einen Schwatz mit Giordana gehalten, in der Drogerie an einem eigens vom Personal kreierten Duschgel geschnüffelt und es gleich gekauft, vor der Bäckerei noch die Ruth angetroffen. «Schon wieder Ferien gehabt? Ihr Verwöhnten!» Und erwarten Sie bloss nicht, dass in dieser Kolumne noch etwas passiert. Es wird nichts passieren. Ausser dass ich Anna Luna ermahne, doch bitte noch ihrem Götti Nils fürs Weihnachtsgeschenk zu danken. «Das Couvert ist noch gerade offen, ich habe ihm auch geschrieben – du hättest noch kurz Zeit, ein eigenes Kärtchen dazuzustecken, und ab die Post», ermuntere ich sie. «Aber ich hab ihm doch längst gewhatsappt», erwidert Tochterherz, «das reicht.» Und noch ehe ich protestieren kann, das sei doch nicht dasselbe, mokiert sich Hans im Vati-Ton: «Aber, Anna Luna! Das ist doch nicht dasselbe! Richtig schreiben ist doch viiiiel wertvoller als eine Kurznachricht! Also, die heutige Jugend …» Und als ginge es darum, mich noch ganz der Lächerlichkeit

«Ein Schwatz auf dem Weg zum Briefkasten …» preiszugeben, zeigt nun mein eigenes Handy den Eingang einer Sprachnachricht an – von Götti Nils. Darin bedanken sich seine Buben: «Messi viu maau fü’d Lego u fü’d Büechä …», und das kleine Tondokument ist so drollig, dass wir es mehrmals en famille anhören. Auf dem Weg zum Briefkasten dann kreuze ich Nachbarin Gabriella mit dem riesenbreiten Zwillingskinderwagen. «Die sind jetzt auch schon acht Monate alt?», erkundige ich mich und steige vom Rad. Höchste Zeit, hier mal das Lob des Quartiers anzustimmen! Berner Freunde, die uns in einer grossen, garstigen, anonymen Stadt wähnen, in diesem bösen Zürich draussen, würden staunen: Hier grüsst man sich auf dem Trottoir. Wie im Dorf. Ja, dörflich ist es, unser

Quartier am Rand der Stadt. Nicht hässlich, aber auch nicht besonders hübsch und bestimmt kein Ort, den man als Tourist aufsuchen würde. Aber einer, wo ich alles bekommen kann. Mein Snowboard? Habe ich im Sportladen im Quartier gekauft. Mein Velo? Beim spezialisierten Mech. Im Quartier kann ich die Schuhe flicken, einen neuen Reissverschluss in die Schneehose nähen und meinen Kittel reinigen lassen, sogar Druckerpatronen gibts unten an der Ecke, beim Computerfachmann, einem Einmannbudeli. In der Werkstatt des Quartierzentrums zimmert Hans seine Erfindungen, zuletzt ein Wandgestell für unsere vielen Skateboards. Ablenkung gibts. Und Aufmunterung: «Hats deiner auch so streng im Franz?» – «Ja, waren aber auch brutal viele Ufzgi!» Und schon ist das Leid, geteilt, nur noch ein halbes. Manchmal hole ich nur rasch Eier – und unterhalte mich unterwegs mit fünf, sechs Menschen. Sehen Sie? Nichts Weltbewegendes geschehen, in dieser Kolumne. Aber vielleicht sind es die unscheinbaren Dinge, die die Welt bewegen? Die zufälligen Begegnungen, die kaum merklichen Begebenheiten. Dies, nur dies will ich mir vornehmen fürs eben angebrochene Jahr: noch besser auf die kleinen Dinge zu achten. Bänz Friedli (49) lebt mir seiner Frau und den beiden Kindern in Zürich.

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Rhônetal, ist Avignon seit dem 12. Jh. ein wichtiges Handelszentrum. Besichtigung des Papst-Palastes, eine wahre Zitadelle erbaut auf einem Felsvorsprung und umgeben von einem Festungswall (*). Die Zeit der Päpste hat deutlich ihre Spuren in der Architektur der Stadt Avignon hinterlassen. Nachmittags besteht die Möglichkeit, die Schönheiten der Provence während eines Ausflugs zu erkunden (Fr 35.–). Abends Weiterfahrt Richtung Viviers. 4. Tag: Viviers–La Voulte. Heute bietet sich die Möglichkeit, die Schluchten der Ardèche zu besichtigen (*). Lassen Sie sich nachmittags an Bord von der vorüberziehenden Landschaft verzaubern. Wiedereinschiffung der Ausflugsteilnehmer in La Voulte und anschliessend Weiterfahrt nach Lyon. 5. Tag: Lyon–Trévoux. Vormittags steht eine Stadtbesich-

tigung von Lyon auf dem Programm (*). Am Nachmittag haben Sie die Möglichkeit die Stadt Lyon auf eigene Faust zu entdecken oder am Ausflug Beaujolais und Oingt mit einem Besuch eines Weinkellers mit Weinprobe (Fr 40.–) teilzunehmen. Weiterfahrt am Abend. 6. Tag: Mâcon–(Cluny)–Chalon-sur-Saône. Nach dem Früh-

stück unternehmen Sie einen Ausflug (*) zu den Burgen, Schlössern und Klöstern im Südburgund. Geniessen Sie die vorbeifahrende Landschaft auf der Flussfahrt am Nachmittag Richtung Tournus und Chalon-sur-Saône. 7. Tag: Chalon-sur-Saône–St. Jean de Losne. Nach dem

Frühstück unternehmen Sie eine Fahrt (*) durch das Burgunder Weingebiet bevor Sie Beaune, die beliebteste Stadt des Burgunds erreichen. Geruhsamer Nachmittag an Bord und Flussfahrt auf der lieblich gewundenen Saône bis St. Jean de Losne.

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PORTRÄT

«Das MigrosMagazin hat mir bei der Suche nach meinem Vater sehr geholfen.»

Bekommt bald Besuch von ihrem Halbbruder: Madeleine Schadegg-Rück in ihrem Wohnzimmer in Stäfa ZH.

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NR. 2, 5. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

«Ein Mensch ohne Wurzeln fliegt»

Madeleine Schadegg-Rück ist das uneheliche Kind eines Polen, der im Zweiten Weltkrieg in Winterthur interniert gewesen ist. Eine Anzeige im Migros-Magazin führte sie auf seine Spur. Ihre Suche hat sie in einem rührenden Buch verarbeitet.

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as Buch heisst «Spuren – von einer Vatersuche und Millionen nahtloser Strümpfe». Madeleine Schadegg-Rück, vor 72 Jahren in Zürich geboren, hat es im Eigenverlag herausgegeben. Es ist das Resultat einer lebenslangen Sehnsucht – der nach dem Vater, den sie nie kennenlernen durfte. Da war nur dieser Zettel, den ihr die Mutter in die Hand drückte, als sie mit 19 Jahren von zu Hause auszog, aus der dunklen Wohnung in Zürich, die sie mit ihrer zeitlebens partnerlosen Mutter und ihrer dominanten, geschiedenen Grossmutter teilte. Auf dem Zettel stand in Französisch: Bernard Giberstein, geboren am 26. Mai 1916, ledig, polnischer Jude. Dazu die Namen seiner Eltern und die Information, dass er Agronomie studiert und das Internierungslager in Winterthur am 5. Mai 1942 verlassen hatte. Destination unbekannt. Auch das kleine Foto von dem Mann, der laut ihrer Mutter der Vater ist, hat sie damals zum ersten Mal gesehen. Es zeigt einen attraktiven, freundlich wirkenden jungen Soldaten inmitten einer Gruppe anderer Männer in Uniformen. Madeleine Schadegg-Rück schreibt im Buch darunter: «Polnische Internierte; mein Vater oben links mit Schnauz.» Heute ist das uneheliche Einzelkind selber Mutter und Grossmutter. Sie ist nicht im Besitz eines DNA-Tests, der die

Diese Fotos aus den frühen 40er-Jahren waren alles, was Madeleine SchadeggRück von ihrem Vater besass.

Vaterschaft von Bernard Giberstein zweifelsfrei belegen könnte. Aber ihr Aussehen und das ihres jüngeren Sohns sind starke Indizien. «Absolut keinen», lautet denn auch ihre Antwort auf die Frage, ob es für sie noch einen Hauch von Zweifel an der Identität ihres Vaters gebe. Seit Längerem bemüht sie sich nun, mit der Familie ihres Vaters, die in Paris lebt, in Kontakt zu treten, insbesondere mit den beiden Halbbrüdern.

Aber bis vor Kurzem haben sie jeden Kontakt abgeblockt. «Vielleicht befürchten sie, dass ich mit Geldansprüchen komme, obwohl ich immer wieder geschrieben habe, dass mich das nicht interessiert. Oder es ist wieder ein Ignorierenwollen der Realität. Ich scheine von Lebenslügen umgeben: Die Mutter liess mich meine ganze Kindheit und Jugend im Glauben, der Vater sei verschollen, und jetzt, da ich den Vater und seine Familie gefunden habe, tut diese so, als gebe es die Schweiz im Leben meines Vaters nicht.»

Auch sonst war es keine leichte Kindheit Die 72-Jährige macht nicht den Eindruck einer verbitterten Ausgestossenen, ganz im Gegenteil: Sie wirkt offen, neugierig und unternehmungslustig. Aus ihrer Stube in Stäfa haben sie und ihr Ehemann, mit dem sie seit ihrem 19. Lebensjahr zusammen ist, freie Sicht auf den Zürichsee, bei schönem Wetter würde die Sonne das Wohnzimmer durchfluten. Sie erzählt von ihrer Kindheit: Die ersten Monate getrennt von der Mutter («Sie durfte mich nicht nach Hause nehmen»), keine zwei Jahre später musste sie als Kleinkind ins Sanatorium: Tuberkulose. Zwei Jahre war sie von der Mutter dieses Mal getrennt. Später wird

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Drei-Frauen-Haushalt: Madeleine Schadegg-Rück wuchs mit ihrer Mutter und Grossmutter auf.

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sie, inzwischen wohnen Mutter, Grossmutter und sie in einem DreiGenerationen-Haushalt zusammen, von der Grossmutter mit harter Hand erzogen. Die Mutter arbeitet, um alle drei zu ernähren. Und wenn die Last zu gross ist, sagt sie ihrem Töchterchen auch mal, dass es ohne es einfacher wäre, dass sie hätte heiraten und eine Familie gründen können ohne es, das Mädchen. Das müssen verzweifelte Momente gewesen sein, denn die Tagebucheinträge von Madeleines Mutter zeugen von einer liebenden Frau. In der Schule ist die vife Madeleine nicht gut, es wundert sie nachträglich nicht, sie arbeitete später als Therapeutin mit Erwachsenen, vor allem im Familienbereich: «Wenn es ein Kind

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sehr hart hat im Leben, kann es in der Schule nicht gut die nötige Konzentration aufbringen.» Als Teenager wäre es für Madeleine an der Zeit, zu rebellieren, aber da gerät sie, «stockkatholisch», an einen Priester, der ihre Vatersehnsucht missbraucht. Sie kann sich aus eigener Kraft befreien. Es folgen glückliche Jahre mit ihrem späteren Ehemann. Sie bekommen zwei Söhne und ziehen nach Stäfa. Schadegg-Rück war 36 Jahre alt, als es ihr plötzlich schlecht ging. «Alles war aus den Fugen, von der Gebärmutter über die Schilddrüse bis zum Rücken, Letzterer war am schlimmsten.» In der Kur sagte ihr ein Psychosomatiker, sie müsse ihre Seele anschauen, dann würde sie wieder gesund. Das nahm sich die junge Frau zu Herzen, sie fing eine Therapie an und liess sich schliesslich selber zur Therapeutin ausbilden. Ab da ging es weiter mit der Vatersuche – und aufwärts. Bis zu dem Tag, an dem sie realisierte, dass ihr Vater bereits tot war. Das war ein

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Schock für die Forscherin in eigener Sache – bis dahin hatte sie geglaubt, ihren Vater noch kennenzulernen. Jetzt hatte sie ihn endgültig verpasst. Die pensionierte Gestalttherapeutin neigt nicht zum Weinerlichen, auch die Sprache in ihrer Biografie ist sachlich. Und dennoch können Tränen kullern beim Lesen des Buchs, das für sie ein langer Prozess war. Sie habe es für ihre Kinder und die Enkelin geschrieben, sagt Madeleine Schadegg-Rück, und ein bisschen auch als Vermächtnis, «damit die andern eine Ahnung davon haben, wie das Leben damals war – meines, das meiner Mutter und Grossmutter, das in Zürich. Und das der internierten Polen, wie mein Vater einer war.»

Wer den internierten Polen zu nahe kam, dem drohte Gefängnis Rund 13 000 polnische Soldaten, eine ganze Armee, flüchteten während des Zweiten Weltkriegs von Frankreich her über die Schweizer Grenze und wurden von den Behörden interniert. Alsbald

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erregten einige von ihnen die Gemüter mancher Frauen und in der Folge auch der Schweizer Männer: besorgt und eifersüchtig waren sie. Nach dem zunächst offenen Empfang musste die Zivilbevölkerung ab dem 1. November 1941 auf Distanz gehen. Unter anderem verboten war: den Internierten Geld, Kleider oder rationierte Lebensmittel zu geben, ihnen Fahrkarten zu kaufen, man durfte ihnen auch nichts abkaufen, und überhaupt galt es, den fremden Gästen in keiner Weise zu nahe zu kommen. Sonst drohte Gefängnis. Die Internierten durften zwar studie­ ren, aber sie mussten in den Semester­ ferien auch hart arbeiten, «Polenwege» in der ganzen Schweiz zeugen noch heute davon. Und im Kanton Glarus gibt es den Weiher auf dem Sulzboden ob Näfels – auch Bernard Giberstein hat daran gebaut, ein Foto zeigt ihn bei den Arbeiten. Was später aus diesem Bernard Giberstein wurde, erfuhr Madeleine Schadegg­Rück dank eines Aufrufs im

«Brückenbauer» (heute Migros­Maga­ zin») in der Rubrik «Einer weiss es sicher»: Ein ehemaliger Migros­Ein­ käufer, der Giberstein beruflich kennen­ gelernt hatte und ein Freund von ihm wurde, meldete sich. Die Autorin erfuhr: «Mein Vater war ein berühmter Mann. Er war es, der die Damenstrumpfhose ohne Naht erfand.» Giberstein gründete die Marke Dim, die Strümpfe gingen millionenfach über den Ladentisch. Ihr Vater, das Phantom, ist ein Erfinder und Mann von Welt! Auf der langjährigen Suche nach ihrer Identität ist die Frau, die in einfachsten

«Mein Vater, das Phantom, war ein berühmter Mann, ein Erfinder und Mann von Welt!»

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Verhältnissen aufgewachsen ist und lange eine Daseinsschuld mit sich trug, einen grossen Schritt weitergekommen. Aber noch nicht weit genug. Jetzt will sie ihre beiden Halbgeschwister kennen­ lernen, «und von ihnen mehr über mei­ nen Vater erfahren, um meiner Identität noch näher zu kommen.» Denn ohne Wurzeln, sagt die ewig Suchende, «fliegt der Mensch». Nachdem sie ihren Pariser Verwand­ ten Unterlagen und Fotos zu ihrem Buch geschickt hatte, erhielt sie kurz vor Weihnachten endlich die ersehnte Ant­ wort: Ihr Halbbruder Daniel Giberstein will sie treffen – so rasch wie möglich. Bereits im Januar wird er sie besuchen. «Ich bin sehr glücklich, ein wunder­ bares Weihnachtsgeschenk!» Text: Esther Banz Bild: Tanja Demarmels

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NR. 2, 5. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Heiss begehrtes Selfie-Objekt: Brad Pitt bei der «Fury»Premiere am London Filmfestival im Oktober 2014.

«Ich will den Menschen die Welt näherbringen»

Der frühere Teenieschwarm Brad Pitt ist zu einem Schauspieler mit Substanz geworden. Der sechsfache Vater über seinen neuen Kriegsfilm «Fury», seine Affinität zur deutschen Kultur und das Älterwerden.


MENSCHEN

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

Zwischen Arthouse und Popcorn William Bradley Pitt (51) wurde als ältestes von drei Kindern eines Trans­ portunternehmers und einer Schulpsy­ chologin in eine reli­ giöse Familie hinein­ geboren. Kurz vor Abschluss brach er sein Journalismusstudium in Missouri ab und zog nach Los Angeles, wo er erste Rollen in Seifenopern («Dallas») und Teen­ movies ergatterte. Der Durchbruch ge­ lang ihm 1991 als Gee­ na­Davis­Verführer in «Thelma & Louise». Als Schauspieler pendelt er heute zwischen Arthouse­ Filmen und Popcorn­ Streifen. Sein Unter­ nehmen Plan B zählt zu den wichtigsten Produktionsfirmen Hollywoods. Seit 2005 ist er mit Angelina Jolie zu­ sammen, die beiden haben sechs Kinder und sind seit letztem Sommer verheiratet. Der Architektur­und­ Design­Enthusiast engagierte sich nach Hurrikan «Katrina» intensiv für den nachhaltigen Wiederaufbau der ärmsten Viertel von New Orleans.

Bild: Getty Images

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Zuerst «Inglourious Basterds», nun «Fury», und Ihre Frau Angelina Jolie bringt mit «Unbroken» ebenfalls einen Film über den Zweiten Weltkrieg in die Kinos. Was steckt hinter Ihrer Faszination für diese Epoche?

Der Zweite Weltkrieg ist ein sehr inte­ ressanter Moment in der Geschichte. Man stellt sich die Frage, wie sich ein ganzes Volk derart in eine Ideologie verrennen kann. Aus dem gleichen Grund habe ich den Film «12 Years a Slave» zum Thema Sklaverei gemacht (Pitt war Produzent und gewann in dieser Funktion 2014 den Oscar, Anm. d. Red). Diese Ansammlung von Trauma­ ta, der Horror für die Psyche, den beide Seiten durchmachen – letztlich ver­ anschaulicht es gut die Absurdität der Menschheit. In einem Jahr schlachten wir uns ab, im nächsten trinken wir ein Bier zusammen. In «Fury» spielen Sie einen deutschstäm­ migen amerikanischen Soldaten. Welchen Bezug haben Sie zur deutschen Kultur?

Ich bin ein grosser Kunstfan, und in Deutschland bewegt sich diesbezüg­ lich einiges. Ausserdem habe ich gute Freunde in Deutschland. Und Deutsch ist eine schöne Sprache. Vor allem, wenn man sie in leisen Tönen spricht. Dann ist sie wie Musik. Wie war mein Deutsch im Film? Erstaunlich gut.

Uff, das hat mich schön ins Schwitzen gebracht. Ich habe während der Dreh­ arbeiten von «Fury» den Antikriegs­ roman «Im Westen nichts Neues» von Erich Maria Remarque gelesen, der den Ersten Weltkrieg aus der Perspektive eines deutschen Infanteriesoldaten erzählt. Das ist auch unsere Geschichte: zwei verschiedene Seiten, aber der gleiche Horror. Mir gehts im Film aber weniger um die beiden Seiten als vielmehr um Menschlichkeit im All­ gemeinen. Einer meiner Lieblingsfilme ist «Das Boot». Das klaustrophobische Gefühl im U­Boot ist ähnlich wie bei «Fury» im Panzer. Ich will nicht in die Details gehen, ich sage nur: Die machten einfach alles da drin. Es stinkt, aber mit der Zeit wird der Panzer doch zum Zuhause. Es gab Tage, an denen ich ihn gar nie verlassen habe und mir selbst das Essen reinbringen liess. Wie die Soldaten damals im Krieg haben Sie Ihrer Frau während des Drehs Liebesbriefe geschrieben …

… also, es waren Briefe. Mit Liebe drin, okay (schmunzelt). Briefe sind eine überraschend interessante Form der


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INTERVIEW

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«Hier gehts lang»: Brad Pitt und Gattin Angelina Jolie lotsen ihre gemeinsame Kinderschar durch den Flughafen in Los Angeles.

Kommunikation, die wir leider verloren haben. Aber da Angie und ich uns beide gleichzeitig mit dem Zweiten Weltkrieg befassten – sie im Pazifik, ich in Europa –, schien es angebracht, auf Skype und E-Mail zu verzichten und uns so auszutauschen, wie die Menschen es damals tun mussten. Wir filmen normalerweise nicht zur gleichen Zeit. Und ich hoffe, dass wir das nie mehr machen müssen. Was hat Sie während der Trennung am meisten gestresst?

Angie hatte die Hälfte der Kinder bei sich in Australien und ich die andere Hälfte in Europa. Eine logistische Herausforderung, die ehelichen Besuche zu organisieren. Aber wir hatten auch Spass: Als meine Hälfte zu Besuch in Australien war, verbrachten wir zwei Nächte im Zoo. Man kann da Zelte mieten und die nachtaktiven Tiere beobachten – das war cool.

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Der Horror des Kriegs Es ist April 1945, das Kriegsende naht. Aber nicht für den Panzerkommandanten «Wardaddy» (Brad Pitt) und seine Crew. Sie ist in Unterzahl hinter den Feindeslinien im Einsatz und muss dazu noch einen blutjungen Neuling (Logan Lerman) ins Team einführen. Hauptsächlich aus dessen nicht abgehärteter Perspektive illustriert Regisseur David Ayer in «Fury» den Horror des Kriegs ‒ und was der Kampf ums Überleben mit einem macht. Im Ton eher trist als heroisch, gehört «Fury» zu jenen amerikanischen Kriegs­ filmen, die ihre Männer in Uniform nicht zu übermenschlichen Helden hochstilisieren und daher erst recht nachklingen.

Und nach den beiden Kriegsdramen haben Sie geheiratet. Wie fühlt sich das nun an?

Ich fühle mich eben wie ein verheirateter Mann! Wir haben sechs Kinder und waren eigentlich längst wie verheiratet. Aber die Kinder wollten unbedingt eine Hochzeit. Und so haben wir wirklich einen schönen Tag zusammen gefeiert. Es war tatsächlich mehr als eine Zeremonie. Und ich war überrascht, dass es mir nun doch wie eine Vertiefung unserer Bindung vorkommt.

Der tägliche Kampf ums Überleben: «Wardaddy» Brad Pitt (vorne) mit seiner Panzercrew.

Jetzt haben Sie gerade «By the Sea» ab­ gedreht, unter der Regie Ihrer Frau. Sie beide spielen ein Paar in der Ehekrise. So stellt man sich Flitterwochen wohl nicht gerade vor …

… oh Mann, allerdings. Und Angie war knallhart! (schmunzelt) Nein, im Ernst: Sie hat diese intime, elegante europäische Geschichte geschrieben über ein trauerndes Paar. Ich bin immens stolz auf sie, wie sie die Einstellungen vorbereitet hat. Sie weiss, was sie tut. Und unser ältester Sohn Maddox, der jetzt 13 Jahre alt ist, hat erstmals als Produktionsassistent mitgearbeitet. Möchten Sie auch Regie führen?

Nein, diese Ambitionen habe ich nicht. Ich fungiere lieber als Produzent und helfe, die Teile des Puzzles zusammenzuschieben. Dabei kann ich rechthaberisch sein und meinen eigenwilligen Geschmack vertreten. Grundsätzlich will ich einfach meinen Beitrag zur Kultur leisten. Ich bin in einem recht religiösen Umfeld in den Ozark Mountains in Süd-Missouri aufgewachsen. Mit 24 oder 25 bin ich erstmals mit einem Flugzeug geflogen. In meiner Jugend waren Filme für mich das Tor zur Welt. Und darum gehts mir auch heute noch: den Menschen die Welt näherzubringen. Wie haben Sie sich damals vorgestellt, wie Ihr Leben mit 50 aussehen würde?

Ich war nie der Typ mit den grossen Fünfjahresplänen. Ich handelte im-


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

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mer nach meinem Instinkt und habe in­ zwischen grosses Vertrauen in ihn – ich weiss, was sich richtig und nicht richtig anfühlt. Und mir ist ziemlich klar, wie ich leben will, was ich von meinen Kin­ dern und meiner Frau erwarte. Das be­ stimmt letztlich alles. Ich fühle mich jetzt, mit 51, auch nicht anders.

«Wenn ich zwischen Weisheit und Jugend entscheiden müsste, würde ich die Weisheit wählen.»

Sie trauern Ihrer Jugend nicht nach?

Nein, wenn ich zwischen Weisheit und Jugend entscheiden müsste, würde ich immer die Weisheit wählen. Wie sehen Sie ihre jungen «Fury»-Co-Stars Shia LaBeouf oder Logan Lerman im Vergleich mit Ihren Anfängen?

Es braucht seine Zeit, sich als Schau­ spieler zu entwickeln, deshalb tun mir die Jungen heute so leid. Sie werden so schnell verheizt. Aber ich denke, Shia und Logan sind sicher clever genug, dass sie sich da durchkämpfen. Sie haben das von Ihnen nie besonders geschätzte Sex-Symbol-Image als Schauspieler abgelegt und zählen mit Ihrer Produktionsfirma heute zu Hollywoods Elite. Welche Ziele gibt es für Sie noch zu erreichen?

Bilder: Corbis, Keystone, Dukas, 2014 CTMG, Inc.

Einfach besser zu werden – als Filme­ macher, als Vater, als Ehemann. Wir ver­ bringen viel Zeit unseres Lebens damit, das abzuschütteln, was uns zurückhält. Ich mag das am Älterwerden. Und ich habe als Designer noch Ambitionen und Dinge, die ich austüfteln möchte. Angelina Jolie bekam einen Ehrentitel von Königin Elisabeth II. Macht Sie das nun zu einer Art Ehrenritter?

Einen Lieutenant Commander? (lacht) Das war ein netter Tag für unsere Fa­ milie. Die Kinder und ich durften auch schnell rein und der Königin Hallo sagen. Ich habe meine Kids noch nie so still und respektvoll erlebt. Zu sehen, wie sie ihren Knicks machten und Ihre Hoheit sagten, hat mich sehr gefreut. Ihre Kinder gehen nicht zur Schule, sondern werden zu Hause und unterwegs unterrichtet. Funktioniert das gut?

Ich finde schon.Maddox weiss beispiels­ weise mehr über Panzer als ich. Unsere Kinder haben ein gutes Verständnis der Welt. Auf unseren Reisen sehen sie haut­ nah, wie die Menschen an verschiedenen Orten leben und womit sie zu kämpfen haben.

ähnlich: Manchmal lässt man die Kids walten, und manchmal muss man die Bremse anziehen. Man muss abwägen, wann es wichtig ist, dass sie Dampf ab­ lassen können und wann sie zurück in die Reihe geholt werden müssen. Interview: Marlène von Arx

Man stellt sich ja eine Horde von sechs Kindern ziemlich chaotisch vor. Wie geht es bei Ihnen beim Abendessen zu?

Natürlich hatten wir auch schon unsere Dramen, aber ich verpetze meine Familie doch nicht! Normalerweise läufts ja auch rund. Wir reden über unseren Tag. Die Themen reichen von «Warum Men­ schen sterben müssen» und «Was man im Leben erreichen will» bis hin zum letzten Comedyvideo von Jimmy Fallon.

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Im Panzer sind Sie der Chef. Sind Sie auch zu Hause ein guter Anführer?

Ich glaube sagen zu dürfen, dass ich kein schlechter Anführer bin. Im Film war ich der Älteste, also fiel mir schon von daher eine Führungsrolle zu. Als Commander im Panzer ist man auch für die Stim­ mung verantwortlich. Als Vater ist es

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Zubereitung 1. Die THOMY Mayonnaise à la française, das Tomatenpüree und die Creme vermischen. 2. Die Schalotte schälen und fein hacken, wie auch die Essiggurke und die Kapern, alles vermischen. 3. Nach Belieben Salz und Pfeffer hinzufügen.

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Samstag – Freitag Königsklasse

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Mit Nordkap, Lofoten und Vesteralen Städteperlen Oslo und Helsinki Mini-Kreuzfahrten Kiel–Oslo und Helsinki– Travemünde

Entdecken Sie mit uns die vielfältige Wunderwelt Skandinaviens unter der Mitternachtssonne: Die Lofoten, das Nordkap, Lappland, die Finnische Seenplatte sowie die Städteperlen Oslo und Helsinki erwarten uns!

Ihr Reiseprogramm 1. Tag: Schweiz–Hannover. Fahrt via Basel, Frankfurt nach Hannover. 2. Tag: Hannover–Kiel – Einschiffung. Weiterfahrt nach Kiel und Einschiffung auf ein modernes Schiff der Color Line. Nach dem Kabinenbezug geniessen wir den Rest des Tages auf See. Übernachtung an Bord. 3. Tag: Ankunft in Oslo–Gjövik. Nach der Ausschiffung in Oslo werden uns die Sehenswürdigkeiten von Norwegens Haupt-

3045.– 2525.– – 150.–

Daten 2015

Karge Fjordlandschaften auf den Lofoten

Die Höhepunkte Ihrer Reise

Katalog- SofortPreis Preis*

stadt auf einer Führung nähergebracht. Wir sehen u.a. das königliche Schloss, das Rathaus (beide von aussen) und den Vigeland-Park. Unser Tagesziel ist Gjövik. 4. Tag: Gjövik–Lillehammer–Verdal. Wir besuchen die Olympiastadt Lillehammer. Hier wurden 1994 die unvergessenen Olympischen Winterspiele ausgetragen. Weiterfahrt durch das Gudbrandsdalen und via Trondheim nach Verdal. 5. Tag: Verdal–Polarkreis–Bodø. Heute überqueren wir den Polarkreis. Wir geniessen diesen Moment mit einem Stopp am Polarkreis Center. Anschliessend erreichen wir über Fauske die Küstenstadt Bodø. 6. Tag: Bodø–Lofoten. Fährüberfahrt von Bodø nach Moskenes auf den Lofoten. Nachmittags lernen wir die bizarre, landschaftlich eindrückliche Inselkette auf einer Besichtigungstour kennen. 7. Tag: Lofoten–Vesteralen–Sörkjosen. Die karge Schönheit der dem Festland vorgelagerten Lofoten und Vesteralenketten begleitet uns auf unserer heutigen Etappe. Über die neue grossartige Tunnel- und Brückenpassage «Lofast» erreichen wir trockenen Fusses die Vesteralen und das Festland. Weiterfahrt in den hohen Norden nach Sörkjosen. 8. Tag: Sörkjosen–Alta–Nordkap. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit wurde Nordnorwegen von Volksstämmen bewohnt, die zahlreiche Spuren hinterlassen haben. Das Museum in Alta ist von 2000 bis 6000 Jahre alten Steinmetzarbeiten umgeben. Auf einigen sind ganze Geschichten und Zeremonien dargestellt. Entlang der wildzerklüfteten Küste erreichen wir am Abend die 307 Meter hohe Nordkapinsel, die nördlichste Landzunge Europas. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen u.a. die Skulptur «Die Kinder dieser Welt». In der Nordkaphalle befindet sich eine Höhle, die als Amphitheater genutzt wird und durch das Panoramafenster geniessen wir einen Blick auf das Nördliche Eismeer. 9. Tag: Nordkap–Lappland–Saariselkä. Wir verlassen die karge Nordkapinsel. In Karasjok befindet sich der Sitz der norwegischen Samen. Das hiesige Freilichtmuseum eröffnet uns interessante Einblicke in die Kultur und Lebensweise der Samen. Über die norwegisch-finnische Grenze erreichen wir in den Weiten von Finnisch-Lappland den Inarisee, den «Heiligen See der Lappen». Unser Tagesziel ist Saariselkä.

10. Tag: Saariselkä–Oulu. Wieder überqueren wir den Polarkreis und erreichen über Rovaniemi Oulu, die «weisse Stadt des Nordens». 11. Tag: Oulu–Helsinki. Impressionen in Blau und Grün begleiten uns auf der Fahrt durch die mittelfinnische Seenplatte nach Helsinki. 12. Tag: Helsinki – Einschiffung. In Helsinki erwartet uns ein versierter Guide, der uns die Sehenswürdigkeiten der schönen Stadt näher bringt. Wir sehen u.a. das Stadthaus, die Uspenski-Kathedrale, den Senatsplatz, die Universität (Gebäude von aussen) u.v.m. Nachmittag zur freien Verfügung. Am Abend Einschiffung auf ein modernes Fährschiff der Finnlines. Kabinenbezug und Übernachtung an Bord. 13. Tag: Auf See. Ankunft in Travemünde–Hannover. Erholsamer Tag auf See. Ankunft in Travemünde und Fahrt nach Hannover. 14. Tag: Hannover–Schweiz. Rückfahrt via Frankfurt und Karlsruhe zu den Einsteigeorten.

Spardaten Komfortklasse 10: 06.06.–19.06. 11: 12.07.–25.07. So–Sa 12: 19.07.–01.08. So–Sa

1: 13.06.–26.06. 2: 20.06.–03.07. 3: 27.06.–10.07. 4: 04.07.–17.07. 5: 11.07.–24.07. 6: 18.07.–31.07. 7: 25.07.–07.08. 8: 01.08.–14.08. 9: 08.08.–21.08. Unsere Leistungen ■

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- Luxusbus – Spardaten im Komfortklasse-Bus Übernachtungen in Mittel-, guten Mittel- und Erstklasshotels, Basis Doppelzimmer Alle Zimmer mit Bad oder Dusche/WC Mahlzeiten: – 11 x Halbpension in den Hotels (Abendessen und Frühstücksbuffet), davon 1 x Abendessen an Bord von Finnlines (13. Tag) – 2 x Schiffspassage mit Frühstück (2. und 12. Tag) Minikreuzfahrten Kiel–Oslo und Helsinki– Travemünde (je 1 Nacht), Basis Doppelkabine innen, Dusche/WC Alle aufgeführten Ausflüge und Besichtigungen Eintritte: Felszeichnungen in Alta, Nordkaphalle, Samenmuseum Karasjok Stadtrundfahrten Oslo und Helsinki Lokale Fähren- und Brückenpassagen in Norwegen Erfahrener Reisechauffeur

Nicht inbegriffen

Mini-Kreuzfahrt Entspannte Minikreuzfahrten, je eine Nacht Kiel–Oslo mit Color Line und Helsinki–Travemünde mit Finnlines.

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Einzelzimmerzuschlag (Hotels) Kabinenzuschläge (Fähren): – Doppelkabine aussen – Einzelkabine innen Annullationsschutz

525.– 135.– 295.– 30.–

Auftragspauschale Unsere Auftragspauschale von Fr. 20.– pro Person entfällt für Mitglieder im Excellence-Reiseclub oder bei Buchung über www.twerenbold.ch

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Königsklasse Spardaten

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AKTUELL

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015

MILCHPREISSENKUNG | 45

Milch wird günstiger

Ab dem 5. Januar 2015 gilt ein tieferer Richtpreis für Milch. Davon profitieren per sofort die Migros-Kunden.

D

ie Rohstoffpreise für Milch sinken in der Schweiz. Die Branchenorganisation Milch hat den Richtpreis für ein Kilogramm Milch für das erste Quartal 2015 um drei Rappen gesenkt, die Produzenten erhalten einen tieferen Preis. Der Richtpreis beträgt nun 68 Rappen. Ein Hauptgrund ist das Überangebot an Milch in der Schweiz. Die Preissenkung hat aber noch andere Ursachen: In der EU ist die Nachfrage nach Milch zurückgegangen, wobei das russische Einfuhrverbot für Lebensmittel aus dem Westen eine wichtige Rolle spielt. Die Migros hält sich an den Richtpreis und gibt die Einsparungen an ihre Kunden weiter. Die Preissenkung verteilt die Detailhändlerin hauptsächlich auf drei Bereiche: Milch, Butter und Rahm. Konkret werden insgesamt über 100 Produkte günstiger. Die tieferen Preise gelten ab dem 5. Januar 2015.

Aktuelle Preisänderungen: Ausgewählte Beispiele Valflora Vollmilch UHT, 1 l Valflora M-Drink UHT, 1 l Valflora Vollrahm UHT, 500 ml Valflora Halbrahm UHT, 500 ml Valflora Kaffeerahm UHT, 500 ml M-Classic Creme Vanille, 500 g Die Butter Mödeli, 250 g Kochbutter Mödeli, 250 g Yogos Nature, 500 g Léger Joghurt Himbeere, 4 x 125 g

Preis alt* 1.35 1.35 3.35 2.50 1.80 1.65 3.15 3.00 2.35 1.85

Preis neu* 1.30 1.30 3.30 2.45 1.75 1.60 3.10 2.95 2.30 1.80

in % –3,7 –3,7 –1,5 –2,0 –2,8 –3,0 –1,6 –1,7 –2,1 –2,7

* in Franken

Text: Christoph Petermann

PREISBAROMETER Aktuelle Preisänderungen: Die Migros muss die Preise diverser Nussmischungen sowie von Dörrpflaumen erhöhen. Bei den Mandeln und Pistazien liegen die Ursachen in geringen Ernteerträgen durch die Wasserknappheit in Kalifornien. Hinzu kommt die gestiegene Nachfrage nach Mandeln in Asien. Bei den Pflaumen kam es sowohl in Kalifornien wie auch in Frankreich zu Ernteausfällen. Auch hier spielte ausserdem die gestiegene Nachfrage eine Rolle bei den Preisaufschlägen. Bei türkischen Haselnüssen führten Frostschäden zu Ernteausfällen. Ausgewählte Beispiele Party Pistazien, 500 g Sun Queen Rauchmandeln, 170 g Sun Queen Haselnüsse, 170 g Partynussmischung ohne Öl geröstet, 200 g Bio Nussmischung, 170 g M-Classic Mandeln, 200g M-Classic Mandeln gemahlen, 200 g M-Classic Haselnüsse gemahlen, 200 g Bio Studentenfutter, 200 g Sun Queen Soft Fruit Pflaumen, 200 g * in Franken

Preis alt* 6.90 3.50 4.50 3.10 2.80 2.95 2.95 3.10 3.50 2.80

Preis neu* 7.80 3.90 4.70 3.20 2.90 3.20 3.20 3.75 3.65 3.40

in % +13,0 +11,4 +4,4 +3,2 +3,6 +8,5 +8,5 +21.0 +4,3 +21,4


SCHAUFENSTER 46 |

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MEGA JACKPOT

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NR. 2, 5. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Der Millionen-Jackpot ist geknackt

Vom 4. November bis zum 29. Dezember dauerte das grosse Gewinnspiel Mega Jackpot. Im Gewinntopf lag mehr als 1 Million Franken. 37 Teilnehmer haben den Jackpot geknackt. Neun Glückliche konnten sogar den Höchstgewinn von 50 000 Franken entgegennehmen.

Herbert H. aus Wädenswil gewann 19 334.50 Franken.

Denise S. aus Winterthur gewann 46 207.90 Franken.

Sandra S. aus Winterthur gewann 2060 Franken.


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Endivien Lavata Italien, per kg, 25% günstiger

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M-Classic Trutenbrust oder Geflügel-Salami im Duo-Pack z.B. Trutenbrust, hauchdünn geschnitten, Brasilien/Frankreich, 2 x 144 g

Forellenfilet geräuchert im 3er-Pack, Bio Zucht aus Dänemark, 3 x 100 g

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Saftschinken mit Pfeffer Schweiz, in Selbstbedienung, per 100 g

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Ellen Amber Damen Pyjamas und Homewear z.B. Damen Pyjama, gültig bis 19.1.2015

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Diverse Herren Socken in Mehrfachpackungen z.B. Socken im 5er-Pack, gültig bis 19.1.2015

Ellen Amber Lifestyle Damen Top im Duo-Pack und Slip Maxi im 4er-Pack z.B. Slip Maxi im 4er-Pack, gültig bis 19.1.2015

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Diverse Baby und Kinder Wäsche z.B. Slips im 7er-Pack, Gr. 92–122/128, gültig bis 19.1.2015

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FRÜCHTE & GEMÜSE Karotten, Schweiz, Beutel à 1 kg 1.30 statt 2.20 40% Blumenkohl, Italien/Spanien, per kg 2.20 statt 3.70 40% Äpfel Braeburn süss-säuerlich, Schweiz, per kg 2.40 statt 3.50 30% Blutorangen, Italien, Netz à 2 kg 2.90 statt 4.90 40% M-Classic Kopfsalat, 200 g + 40 g gratis, + 20% mehr Inhalt 3.90 Broccoli, Bio, Spanien/Italien, Stück à 400 g 1.90 statt 2.40 20% Endivien Lavata, Italien, per kg 4.30 statt 5.80 25% Rot- und Weisskabis, «Aus der Region.», per kg 1.90 statt 2.60 25%

FISCH, FLEISCH & GEFLÜGEL M-Classic Trutenbrust oder Geflügel-Salami im Duo-Pack, z.B. Trutenbrust, hauchdünn geschnitten, Brasilien/Frankreich, 2 x 144 g 4.90 statt 7.– 30% Rapelli Salametti im 3er-Pack, Schweiz, 3 x 70 g 5.65 statt 8.10 30% Malbuner Landrauchschinken im Duo-Pack, Schweiz, 2 x 130 g 8.85 statt 12.70 30% Optigal Pouletgeschnetzeltes, Schweiz, per 100 g 2.30 statt 3.30 30% Forellenfilet geräuchert im 3er-Pack, Bio, Zucht aus Dänemark, 3 x 100 g 10.60 statt 15.90 33% M-Classic Rindshackfleisch, Schweiz, per kg 9.– statt 18.– 50% Saftschinken mit Pfeffer, Schweiz, in Selbstbedienung, per 100 g 2.55 Schweinsgeschnetzeltes, TerraSuisse, per 100 g 2.15 statt 2.70 20% Speckwürfeli, TerraSuisse, 240 g 4.– statt 5.80 30% Tradition Schweinsbratwurst, Schweiz, per 100 g 1.50 statt 2.20 30%

BROT UND MILCHPRODUKTE Valflora M-Drink UHT, 12 x 1 Liter 10.90 statt 15.60 30% M-Classic Müesli Joghurt, z.B. Classic, 150 g –.65 statt –.85 20% Emmentaler Surchoix, per 100 g 1.50 statt 1.90 20% Frischfondue Moitié-Moitié, 2 x 400 g 13.10 statt 16.40 20% M-Classic Käsekuchenmischung im Duo-Pack, 2 x 250 g 7.10 statt 8.90 20% Gruyère Alpkäse, per 100 g 2.– statt 2.55 20% Schweizer Eier, aus Bodenhaltung, 6 Stück à 63 g+ 2.70 statt 3.40 20%

*Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

BLUMEN & PFLANZEN Tulpen, verschiedene Farben, Bund à 20 Stück 11.50 statt 14.50 20% Dracaena im 17-cm-Topf, verschiedene Sorten, pro Pflanze 13.50 Phalaenopsis, 2er-Set, im 12-cm-Topf, pro Set 19.90 statt 33.80 40%

WEITERE LEBENSMITTEL Frey Branches Classic im 60er-Pack, UTZ, 60 x 27 g 12.45 statt 24.90 50% Alle Frey Tafelschokoladen à 400 g im 3er-Pack, UTZ, z.B. Milch-Nuss, 3 x 400 g 12.45 statt 18.60 33% Alle Bonherba Halsbonbons im Duo-Pack, z.B. Kräuter, zuckerfrei, 2 x 150 g 6.50 statt 8.20 20% M-Classic Magdalenas Citron oder Marmor im 3er-Pack, z.B. Marmor, 3 x 225 g 4.20 statt 6.30 33% Extra Konfitüren Erdbeer oder Aprikose im 3er-Pack, z.B. Erdbeerkonfitüre, 3 x 500 g 5.90 statt 8.85 33% Alle Kellogg’s Adult (Special K, All-Bran, Corn Flakes, Crunchy Nut, Toppas), z.B. Special K, 500 g 3.95 statt 4.95 20% Diverse Farmer Getreidestängel im Duo-Pack, z.B. Choc Apfel, 2 x 290 g 7.20 statt 9.– 20% Lilibiggs Maiswaffeln, Actilife Joghurt-Vollkornreiswaffeln und Schoko-Reiswaffeln im 3er-Pack, z.B. Lilibiggs Maiswaffeln, 3 x 130 g 3.50 statt 5.25 3 für 2 Alle M-Classic Frites oder Denny’s Kartoffelprodukte, tiefgekühlt, z.B. M-Classic Ofen Frites, 500 g 2.05 statt 2.60 20% Pelican Fischstäbchen Hoki im 3er-Pack, MSC, tiefgekühlt, 3 x 450 g 8.80 statt 13.20 33% Alle 7UP 6 x 1,5 Liter und 7UP H2OH! 6 x 1 Liter, z.B. 7UP Regular 5.85 statt 11.70 50% Red Bull Standard im 24er-Pack, 24 x 250 ml 29.70 statt 39.60 25% Alle Aquella im 6er-Pack, 6 x 1,5 Liter, z.B. grün 1.65 statt 3.30 50% Agnesi Passione Tomatensauce mit Basilikum, 280 g 20x 3.50 20x PUNKTE ** Longobardi gehackte Tomaten im 6er-Pack, 6 x 400 g 5.25 statt 6.60 20% Alle M-Classic Teigwaren, beim Kauf ab 2 Produkten, jedes –.50 günstiger, z.B. Hörnli gross, 500 g 1.– statt 1.50 Don Pablo Olivenöl, 2 Liter 13.10 statt 19.60 33%

NEAR-/NON-FOOD Gesamtes Selina KatzenfutterSortiment, z.B. Adult, Geflügel, Schale, 100 g –.35 statt –.70 50% Gesamtes Fatto KatzenstreuSortiment, z.B. Plus, 10 Liter 5.50 statt 6.90 20% Nivea Shampoos im 3er-Pack, Nivea Spülungen im Duo-Pack, 20% Duo-Pack, 33% 3er-Pack, z.B. Volume Sensation Shampoo im 3er-Pack, 3 x 250 ml 7.60 statt 11.40 33% ** Elmex Kariesschutz im 3er-Pack, 3 x 75 ml 9.90 statt 11.85 15% ** Rexona-Deo im Duo-Pack, z.B. Deo Roll-on Cotton, 2 x 50 ml 4.95 statt 5.90 15% ** Linsoft und Kleenex Taschenund Kosmetiktücher in Mehrfachpackungen, z.B. Linsoft Taschentücher, FSC, 56 x 10 Stück 3.95 statt 5.95 33% ** Alle Kneipp Bäder und Tees (ohne Mehrfachpackungen), z.B. Schaumbad Wunschlos Glücklich, 400 ml 5.50 statt 6.90 20% ** Alle Sanactiv Produkte, z.B. Meerwasser-Nasenspray mit Menthol, 20 ml 6.30 statt 7.90 20% **

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Ellen Amber Lifestyle Damen Top im Duo-Pack und Slip Maxi im 4er-Pack, z.B. Slip Maxi im 4er-Pack 11.90 ** Ellen Amber Moments Damen Bustier im Duo-Pack und Slip im 3er-Pack, z.B. Damen Slip im 3er-Pack 12.90 ** Ellen Amber Damen Pyjamas und Homewear, z.B. Damen Pyjama 24.90 ** Damen Socken in Mehrfachpackungen, z.B. Damen Socken im 10er-Pack 17.90 ** Damen Socken im 3er- oder 5er-Pack und Damen Leggings im Duo-Pack, z.B. Damen Sportsocken im 5er-Pack 12.90 ** Diverse Herren Socken in Mehrfachpackungen, z.B. Socken im 5er-Pack 9.90 ** Herren Shorts im 3er-Pack oder 5er-Pack, z.B. im 5er-Pack, schwarz 19.90 ** Hausschuhe und Clogs im Duo-Pack, z.B. Knaben Clogs, Gr. 20–28 19.90 ** Nivea Baby Extra mildes Shampoo im Duo-Pack, 2 x 200 ml 6.20 statt 7.30 15% *, ** Alle Pampers Windeln (ohne Megapack), gilt für 3 Produkte mit identischem Preis, z.B. Baby-Dry 3, 3 x 48 Stück 37.60 statt 56.40 3 für 2 * Diverse Baby und Kinder Wäsche, z.B. Slips im 7er-Pack, Gr. 92–122/128 9.90 ** Diverse Kinder Strumpfwaren, z.B. Sportsocken im 5er-Pack, Gr. 27/30–39/42 9.90 ** Total Waschmittel, z.B. Pulver, 2,475 kg 7.95 statt 15.90 50% Yvette Feinwaschmittel im Duo-Pack, z.B. Care, 2 x 2 Liter 17.80 statt 22.40 20% ** Handymatic Supreme im Duo-Pack, z.B. Power Pearls, 2 x 44 Tabs 13.50 statt 27.– 50% ** Alle Potz Reinigungsmittel im 3er-Pack, z.B. Calc, 3 x 1 Liter 9.80 statt 14.70 3 für 2 ** Twist Haushaltpapier in Mehrfachpackungen, z.B. Classic, 16 Rollen 7.55 statt 12.60 40% ** Cucina & Tavola Prima und Gastro Kochgeschirr-Serien, z.B. Gastro Bratpfanne, Ø 28 cm, aus Edelstahl, auch für Induktion geeignet 19.90 statt 39.80 50% ** Packschnur Recycling im Duo-Pack, 2 x 200 m 5.80 statt 11.60 50% ** Papeteria Kopierpapier im 3er-Pack, A4, weiss, 80 g/m2, FSC, 3 x 500 Blatt 11.85 statt 23.70 50% ** Alle Einkaufstaschen und -trolleys, z.B. Einkaufstrolley, assortiert 27.30 statt 39.– 30% ** Diverse Rucksäcke uni oder bedruckt, z.B. uni, blau 14.80 statt 19.80 25% ** Stirnlampe Cosmo Black Diamond, z.B. blau 29.90 statt 49.90 40%

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WEITERE ANGEBOTE.

Thomy Mayonnaise, Thomynaise oder Senf mild im Duo-Pack, z.B. Mayonnaise à la française, 2 x 265 g 4.– statt 5.– 20% M-Classic Maiskölbchen, 190 g 1.30 statt 2.60 50% Gesamtes Knorr Sortiment, z.B. Bratensauce, 150 g 3.40 statt 4.30 20% Malbuner Schinken-, Truten- oder Delikatessfleischkäse im 6er-Pack, z.B. Delikatessfleischkäse, 6 x 115 g 5.90 statt 9.– 33% Zweifel Chips 170 g, 280 g oder 300 g, 1.– günstiger, z.B. Paprika, 280 g 4.70 statt 5.70 Finizza Pizza Prosciutto oder Mozzarella im 3er-Pack, tiefgekühlt, z.B. Mozzarella, 3 x 330 g 6.90 statt 13.80 50% Armando de Angelis Pasta im Duo-Pack, z.B. Tortellini Prosciutto 2 x 250 g 9.40 statt 11.80 20% M-Classic Lasagne im 3er-Pack, 3 x 400 g 9.60 statt 13.80 30% Cornatur im Duo-Pack, z.B. Quorn Schnitzel Mozzarella, 2 x 240 g 9.70 statt 13.– 25% Gesamtes Léger Sortiment, z.B. Chips nature, 200 g 20x 3.90 20x PUNKTE M-Classic Meisenknödel im Kübel, 30 Stück 9.50 NEU */** 20x M-Classic Mini-Sandwiches und Weggli, –.40 günstiger, z.B. MiniSandwiches, 300 g 1.90 statt 2.30 M-Classic Cakes und Biskuits, z.B. Vogelnestli, 360 g 3.90 statt 4.90 20% Fasnachtschüechli gross, 216 g 2.30 statt 2.90 20% Alle Torten im Duo-Pack, 1.– günstiger, z.B. Schwarzwälder Torte, 2 x 122 g 4.90 statt 5.90


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015

SCHAUFENSTER MEGA JACKPOT | 59

Über 1 Million Franken wurde im November und Dezember verteilt. Glückwunsch allen Gewinnern! 1. Ramon I., Oberönz, 1037.50 Franken 2. Claudia R., Trogen, 10 819.40 Franken 3. Sarah L., Lajoux, 38 222.40 Franken 4. Trudy S., Zürich, 50 000 Franken 5. Thea W., Gentilino, 17 489.80 Franken 6. Roberto C., Carouge, 4351.30 Franken 7. Anita W., Rickenbach, 50 000 Franken 8. Gilda L., Troistorrents, 2850.20 Franken 9. Claudia T., Pambio, 22 375.10 Franken 10. Jean-Marc R., CransMontana, 5746.80 Franken 11. Alison D., Vevey, 42 412.30 Franken 12. Sandra S., Winterthur, 2060 Franken (siehe Bild) 13. Till E., Zürich, 50 000 Franken 14. Sonia B., Glattpark (Opfikon), 10 128.10 Franken 15. Denise S., Winterthur, 46 207.90 Franken (siehe Bild) 16. Herbert H., Wädenswil, 19 334.50 Franken (siehe Bild) 17. Sabine Z., Aesch, 41 712.30 Franken 18. Danielle M., Chavannes, 50 000 Franken 19. Peter D., Rothrist, 34 874.80 Franken

20.Cinzia G., Rüti, 1455.70 Franken 21. Anton S., Greifensee, 50 000 Franken 22.Marco P., Schneisingen, 8655.80 Franken 23.Ida M., Oberaach, 30 799.40 Franken 24.Beatrice F., St. Gallen, 4788 Franken 25.Gianluca D., Rehetobel, 45 750 Franken 26.Karin B., Winkel, 8697.20 Franken 27. Vladimir K., Epalinges, 50 000 Franken 28.Olivia M., Belmont-sur-Lausanne, 34 395.70 Franken 29.Joseph M., Liestal, 1090.90 Franken 30.Claudia S., Kölliken, 25 542.30 Franken 31. Julia K., Nussbaumen, 50 000 Franken 32.Sandra V., Ostermundigen, 4467.70 Franken 33. Anasthersathia K., Horgen, 50 000 Franken 34. Thomas H., Zürich, 7101.50 Franken 35. Gaby L., Stans, 34 457.80 Franken 36. Patrick E., Dörflingen, 44 575.10 Franken 37. Daniela R., Agarone, 50 000 Franken


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März So 1 8 15 22* 29 April So 5 12 19 26* * Zuschlag CHF 50.– p. P. in der Verlängerungswoche * Keine Verlängerungswoche möglich Rundreise inkl. Halbpension Reise 1215 Verl. Woche Normalpreis Aktionspreis Rundreise Rundreise All Inklusive 499.– 349.– 799.– 599.– 449.– 899.– 699.– 549.– 999.– Zuschlag Einzelzimmer: Rundreise: März 149.– / April 199.– Verlängerungswoche: März 199.– / April 249.– Nicht inbegriffen: Annullierungskosten- und Reisezwischenfallversicherung CHF 39.– pro Person Reservationsgebühr CHF 15.– pro Person

Südtürkei

Kappadokien – das einmalige Freilichtmuseum!

Göreme Konya

Serhatli

Ideales Reisewetter: Da es im Sommer sehr heiss wird, sind die Frühlings monate geradezu ideal für eine Rundreise in Kappadokien. An der türkischen Riviera erwarten Sie bereits sommerliche Temperaturen um 24 Grad.

Antalya Die einzigartige Landschaft Belek Kappadokiens, eingebettet in die Weiten des zentralanaMittelmeer tolischen Hochlandes, bezaubert seine Besucher mit einer märchenhaften Erscheinung! Diese bizarre Landschaft entstand vor ca. drei Millionen Jahren und Wind und Wasser liessen fasziniernde Formationen entstehen. Absolute Tiefpreise dank Direktverkauf Die Gegend ist reich an aussergewöhnlichen Naturwundern, bietet spannende historische KostenlosesRücktrittsrechtinnerhalbvon7 Tagen nach erfolgter Buchung und kulturelle Städte des christlichen Glaubens sowie einzigartige Felsenstädte, deren Höhlen Wir sind Mitglied im Schweizer Reisegaheute noch bewohnt werden. rantiefonds

8 Reisetage inkl. Halbpension 1. Tag / Zürich – Antalya: Abflug von Zürich nach Antalya, wo Sie bereits nach knapp 3½ Stunden landen und von der Reiseleitung empfangen werden. Transfer zum Hotel in Antalya. 2. Tag / Antalya – Konya – Mevlana: Beginn Ihrer Rundreise mit einer Fahrt durch das gewaltige Taurus-Gebirge und abwechslungsreiche Landschaften nach Konya, der ehemaligen Hauptstadt des Seldschuken-Reiches. Hier besuchen Sie das berühmte Mevlana Kloster mit seinem eindrücklichen Museum, wo der Orden der tanzenden Derwische gegründet wurde. Übernachtung in Konya. 3. Tag / Konya –Serhatli – Kappadokien: Am Morgen Besuch von Sultanhani, der besterhaltenen Karawanserei (Herberge aus dem Mittelalter). Anschliessend Fahrt durch bizarre und faszinierende Vulkan- und Tuffkegellandschaft ins Herz Kappadokiens, wo Sie Ihr Hotel für die nächsten 3 Nächte beziehen. Kappadokien, im inneranatolischen Hochland gelegen, ist von allen Seiten von Gebirge umgeben. Dazwischen liegt eine Landschaft von überwältigender Schönheit. Vulkanische Eruptionen, Wind und Wasser verzauberten diese Gegend in atemberaubende Landschaftsbilder mit bizarren Steinformationen. 4. Tag / Kappadokien: Heute bestaunen Sie das weltweit einzigartige „Naturwunder Kappadokien“ mit seinen weiten Mondlandschaften. Kappadokien war das Zentrum des Christentums in der frühchristlichen Zeit. Die damalige Bevölkerung baute Höhlen, Klöster und unterirdische Städte, in denen bis 40’000 Menschen lebten. 5. Tag / Kappadokien – Göreme: Fahrt durch das Göreme-Tal, Besichtigung der mit Fresken geschmückten Höhlenkirche (UNESCO-Kulturdenkmal), des Klosters, der Höhlenwohnungen und Felsenkirchen. Anschliessend Besuch eines Handwerkzentrums mit Einblick in die traditionelle Verarbeitung lokaler Produkte.

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6. Tag / Göreme – Obrukhan: Heute verlassen Sie Kappadokien und fahren zur berühmten Seldschukischen Karawanserei Obrukhan. Weiterfahrt durch das wunderschöne Taurusgebirge nach Antalya, wo Sie die letzten zwei Nächte verbringen. 7. Tag / Antalya: Während einer Stadtbesichtigung sehen Sie heute die Kontraste Antalya‘s u.a. mit Besuch des Hafens, dem bunten Basar sowie des Karpuzkaldran Wasserfalls. 8. Tag / Rückflug oder Verlängerungswoche: Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich oder Transfer zu Ihrem Verlängerungshotel in Belek.

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Hotel Crystal Paraiso Verde *****

www.crystalhotels.com.tr Grosszügig konzipiertes Erstklasshotel in der Ferienregion Belek. Zwischen Hotel und Strand befindet sich eine Süsswasser-Seenlandschaft, die als Nistplatz zahlreicher Vogelarten bekannt ist. Zum Strand ca. 500m, nach Belek ca. 9 km. 2 Lobbybars, Buffetrestaurant, Bars, Geschäfte, Wellness, Hallenbad, grosse Poollandschaft. Gratis: Liegen/ Badetücher am Pool, Tennisplätze und Fitness. 583 komfortable Zimmer mit Bad oder Dusche/WC, Klimaanlage, Fön, Minibar, Sat.-TV und Balkon oder Terrasse.

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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

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NONFOOD | 61

RAPPENSPALTE

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Kleine Mädchen lieben die Kombination von Tieren und der Farbe Pink. In der Migros gibt es jetzt tolle pinke Tiershirts wie dasjenige mit den beiden Giraffen. Die Shirts bestehen aus 100 Prozent Biobaumwolle und sind bei 40 Grad waschbar. Mädchen-Langarmshirt, Gr. 98–128, Fr. 15.– In grösseren Filialen

Mit Ballaststoffen gegen Übergewicht Zum Jahresbeginn möchten viele Menschen abnehmen. Ein grosser Appetit macht es umso schwieriger. Die Kneipp-Appetit-Reduktion ist eine Kautablette, die für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl sorgt. Sie enthält eine ausgewogene Kombination aus löslichen und unlöslichen Ballaststoffen aus vier pflanzlichen Quellen. Eine Gewichtsreduktion gelingt besonders gut, wenn man die Behandlung mit körperlicher Bewegung kombiniert. Kneipp Appetit-Reduktion, 40 Kautabletten, Fr. 13.50 In grösseren Filialen

Mit Sprühstössen gegen Gerüche Zigarettenrauch verbreitet einen unangenehmen Geruch in der Wohnung. Hier schaffen Duftzerstäuber Abhilfe. Der batteriebetriebene Automatic Perfumer gibt in einstellbaren Intervallen automatisch Sprühstösse ab. Der neue Duft Orange Blossom riecht nach fruchtigen Orangen mit Noten von Orangenblüten. Er eignet sich besonders, um Tabakgeruch zu eliminieren, bringt aber auch sonst Frische ins Zuhause. Migros Fresh Automatic Perfumer inklusive Batterien, Fr. 8.90 Orange Blossom, 30 ml, Fr. 4.90

Martin Landolt (46) politisiert seit rund 6 Jahren im Nationalrat. 2012 wurde der gebürtige Glarner zum Parteipräsidenten der BDP gewählt. Wie verdienten Sie Ihr erstes Geld?

Mit Hilfsarbeiten in der Mühle meines Vaters. Die 50-kg-Säcke kamen mir damals ziemlich schwer vor. Was geben Sie auch für viel Geld nicht her?

Mit Bienenkraft gegen Reizungen Wachs und Kittharz, auch Propolis genannt, brauchen Bienen für ihre Wabenvillen. Mischt man diesen Baustoff mit ätherischen Ölen und biologischem Pflanzenöl, entsteht diese Bienensalbe. Sie hilft bei trockenen Händen, Füssen und Lippen, Hautreizungen und Unreinheiten. Sanactiv Bienensalbe, 30 ml, Fr. 8.90

Mein «Abbey Road»-Album der Beatles, bei dem das Cover direkt auf die Platte gedruckt ist. Obwohl, für seeehr viel Geld vielleicht doch. Wofür geben Sie gern viel Geld aus?

In Sportgeschäften kann es für mich gefährlich werden. Nach der Anzahl T-Shirts in meinem Schrank zu urteilen, müsste ich Trainingsweltmeister sein. Welche waren Ihre teuersten Ferien?

Eine fünfwöchige USA-Reise mit meiner Partnerin und meinen Töchtern im letzten Sommer. Es waren meine schönsten.

Haben Sie einen Spartipp für unsere Leser?

Sparen Sie nur, wenn es auch wirklich sein muss. Das Leben will gelebt werden. Wofür gäben Sie die letzten 100 Franken aus?

Für eine gute Flasche Rotwein und eine Schachtel Zigaretten. Für den Rest würde ich noch Musik von den Eagles downloaden. Das wars dann wohl mit einer eventuellen Vorbildfunktion, oder? Was kann man für Geld nicht kaufen?

Das Vertrauen der Familie und der besten Freunde. Mit wem gingen Sie gern auf Shoppingtour?

Mit Dominique Gisin stelle ich mir das lustig vor. Und sie würde sicher auch nicht an den Sportgeschäften vorbeigehen. Interview: Yannick Dolman


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02.05 16.05 30.05 06.06 13.06 20.06 27.06 01.08 08.08 15.08 29.08 799 859 989 1‘149 1‘229 Innen Kat. I1 Aussen Kat. O1 989 1‘059 1‘179 1‘369 1‘479 Balkon Kat. B1 1‘229 1‘319 1‘439 1‘659 1‘769 Balkon Kat. B2 1‘359 1‘439 1‘569 1‘809 1‘919 Balkon Kat. B3 1‘849 1‘929 2‘059 2‘299 2‘409 “Allegrissimo“ (B1 - B2) “Cheers“ (I1 - O2)

13.09 20.09 27.09 04.10 11.10 18.10 25.10

21.06 28.06 06.09 13.09 20.09 27.09 01.11

Innen Kat. I1 679 739 819 Aussen Kat. O1 859 939 1‘009 Balkon Kat. B2 1‘059 1‘139 1‘209 Suite Kat. S2 1‘309 1‘379 1‘459 Suite Kat. S3 1‘799 1‘869 1‘949 “Allegrissimo“ (B2 - S2) “Cheers“ (I1 - O2)

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Costa Fortuna ab/bis Savona

Costa Pacifica ab/bis Savona

10.04 17.04 24.04 01.05 08.05 15.05 Innen Kat. IC Aussen Kat. EC Aussen Kat. EP Balkon Kat. BC Balkon Kat. BP

649 819 919 1‘049 1‘169

749 919 1‘019 1‘149 1‘269

8 Tage Westliches Mittelmeeer

18.09 29.09 10.10 21.10 01.11 12.11

799 1‘009 1‘109 1‘249 1‘379

Innen Kat. IC Aussen Kat. EC Aussen Kat. EP Balkon Kat. BC Balkon Kat. BP

899 1‘149 1‘279 1‘399 1‘619

1‘099 1‘309 1‘459 1‘549 1‘819

1‘199 1‘499 1‘589 1‘699 1‘929

1‘249 1‘439 1‘589 1‘699 2‘179

11 TTage Östliches Mittelmeeer 49.0 687.‘ 1 ab ab 1‘

Norwegian Epic ab/bis Barcelona

03.05 | 10.05 | 17.05 | 24.05 | 31.05 | 07.06 14.06 | 21.06 | 28.06 | 05.07 | 12.07 | 19.07 26.07 | 02.08 | 06.09 | 13.09 | 18.10 | 25.10 1‘049 Tagesaktuelle Preise, Innen ab Balkon 1‘374 variieren stark nach Mini Suite ab 1‘587 Saison! Suite ab 2‘924 Preisbeispiel 25.10

Mo - Fr: 09.00 - 18.00 Uhr

Costa Fascinosa ab/bis Savona

Celebrity Reflection ab/bis Rom

1‘687 2‘719 Tagesaktuelle Preise, 2‘699 variieren stark nach 2‘819 Saison! 5‘128 Preisbeispiel 29.05

044 289 81 81

18.10 01.11 899 1‘169 1‘269 1‘449 1‘549

8 TTage Griechische Inseln & TTürkei

23.ab 9

Splendour of the Seas ab/bis Venedig

29.05 | 19.06 | 10.07 | 31.07 | 21.08 | 11.09 Innen ab Aussen ab Balkon ab Balkon Deluxe ab Sky Suite ab

05.04 19.04 26.04 20.09 27.09 749 499 Innen Kat. IC 759 1‘019 Aussen Kat. EC 859 1‘119 Aussen Kat. EP Balkon Kat. BC 1‘049 1‘299 Balkon Kat. BP 1‘149 1‘399

Costa Mediterranea ab/bi ab/bis Triest 05.09 12.09 19.09 26.09 03.10 10.10 07.11 Innen Kat. IC Aussen Kat. EC Aussen Kat. EP Balkon Kat. BC Balkon Kat. BP

939 1‘149 1‘249 1‘339 1‘469

1‘189 1‘389 1‘489 1‘589 1‘689

1‘339 1‘529 1‘629 1‘739 1‘839

1‘539 1‘789 1‘889 1‘989 2‘119

8 Ta Tage g Westliches Mittelm meer Grösstes Schiff der Welt!

448.ab 1‘

Allure of the Seas ab/bis Barcelona

23.05 | 06.06 | 20.06 | 04.07 | 01.08 | 15.08 | 29.08 | 12.09 | 26.09 | 10.10 | 24.10

24.05 | 31.05 | 14.06 | 21.06 | 28.06 | 06.09 13.09 | 20.09 | 27.09 | 04.10 | 11.10 | 18.10

923 Innen ab Aussen ab 1‘313 Tagesaktuelle Preise, Balkon ab 1‘965 variieren stark nach Balkon Superior ab 2‘108 Saison! 2‘363 Preisbeispiel 29.08 Junior Suite ab (Gültig pro Kabine in Kategorie O2/S2) Bus ab/bis Schweiz 240.-

Innen ab Aussen ab Balkon C. Park ab Balkon Superior ab Junior Suite ab

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Tagesaktuelle Preise, variieren stark nach Saison! Preisbeispiel 18.10

Bordguthaben: 500.- (Kat. S2) Kabine General-Wille-Str. 10,pro 8002 Zürich Bus ab/bisinfo@cruisetour.ch Schweiz 240.-

Inbegriffen: Kreuzfahrt inkl. Vollpension, alle Bordveranstaltungen, Hafentaxen, Nicht inbegriffen: An-/Rückreise mit Bus 240.- CHF p.P. (Costa & MSC) Persönliche Ausgaben an Bord, Trinkgeld und Service Entgelt von 15% auf Dienstleistungen, Landausflüge während der Kreuzfahrt, Annullationskosten Versi., Auftragspauschale CHF 20.- p.P. max. CHF 40.- (entfällt bei Buchung via www.cruisetour.ch) Diese Spezialpreise basieren auf Doppelbelegung, Mehrbettkabinen auf Anfrage.


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

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KOKOSFETT | 63

Der Allrounder ist 80

Kokosfett gehört zu den ältesten Migros-Produkten. Es wird seit 80 Jahren von der Mifa AG in Frenkendorf produziert. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften ist das Kokosfett ein patenter Allrounder für die moderne Küche.

Frittieren Kokosfett bleibt auch bei hohen Temperaturen stabil und eignet sich deshalb besonders gut zum Frittieren oder Ausbacken von Schmalzgebäck wie Berliner, Schenkeli, Krapfen oder Fasnachtschüechli. Es kann unbedenklich mehrfach erhitzt werden.

Sautieren

Sautieren heisst so viel wie kurz braten. Dies geschieht vorzugsweise in der Bratpfanne oder – für asiatische Gerichte – im Wok, ohne Deckel und unter grosser Hitzeeinwirkung. Dafür empfiehlt sich das geschmacksneutrale Kokosfett.

M-Classic Kokosfett, 450 g, Fr. 4.50

Braten

Weil das Kokosfett durch Erhitzen sehr dünnflüssig wird, kann es die Temperatur besser als andere Bratfette auf das Bratgut übertragen. Zudem kann Kokosfett bis 180 °C erhitzt werden, also höher als andere Pflanzenöle. Dadurch wird das Bratgut besonders knusprig und saftig.

Bilder: Alamy/Mauritius Images, Getty Images (4)

Fondue Bourguignonne Da Kokosfett selbst bei Höchsttemperatur weder raucht noch spritzt, ist es ideal für Fondue Bourguignonne.

Tipp vom Profi Mit dem geschmacksneutralen Kokosfett lassen sich Schokolade und Couvertüren für Kuchenglasuren verdünnen. Es erhöht deren Fliessfähigkeit und sorgt für einen schönen Glanz.

Die M-Industrie stellt viele beliebte Migros-Produkte her. Dazu gehört auch das Kokosfett von M-Classic.


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SCHAUFENSTER

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

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FOOD | 65

GUT & GÜNSTIG

Quinoa-Burger Hauptgericht für 4 Personen und ca. Fr. 11.– ■ 175 g Quinoa mit 375 ml Wasser und 1 Prise Salz zum Kochen bringen. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. Herdplatte ausstellen. Quinoa 5 Minuten zugedeckt ausquellen lassen. ■ Quinoa mit 60 g geriebenem Greyerzer, 2 fein geraffelten Rüebli, einer klein gewürfelten Zwiebel, 2 Eiern und 2 EL Weissmehl vermischen. 2 Knoblauchzehen dazupressen. 3⁄4 TL Salz, 1⁄2 TL gemahlenen Kreuzkümmel und 1⁄4 TL gemahlenen Koriander dazugeben und mit den Händen verkneten. Quinoa-Masse in 8 Portionen teilen und zu Burgern formen. ■ 3 EL HOLL-Rapsöl in einer Bratpfanne erhitzen. Burger beidseitig je 5 Minuten braten. 2 Avocados halbieren, Stein entfernen und in Scheiben schneiden. Burger damit belegen. Mit Sesammus servieren.

Orientalisch: Quinoa wird zu Burgern verarbeitet. Dazu serviert man Sesammus und Avocado.

Mit guter Laune ans Ziel

Typisch mexikanisch Die fixfertige FajitaFüllung mit Pouletfleisch, Mais, roten Bohnen und Peperoni hat bei einer Umfrage auf Migipedia.ch hinter der Döner Büx den zweiten Platz erobert. Der würzige Doseninhalt wird einfach in der Pfanne oder in der Mikrowelle erhitzt und nach Belieben mit Salat und Sauerrahm zum Füllen von Fajitas oder Burritos gereicht. Subito Fajita-Füllung, 420 g, Fr. 5.50 In grösseren Filialen

Positive Stimmung und ein unbeschwertes Gemüt sind eine gute Voraussetzung, um bewusst abzunehmen. Doch was tun, wenn die hochgesteckten Ziele nicht gleich erreicht werden? Das Bio-Bachblüten-Liquid «Alte Essgewohnheiten» hilft auf natürliche Weise gegen Frustgefühle und fördert das Durchhaltevermögen, indem es eine seelische Harmonisierung bewirkt. Edis Ready’s Alte Essgewohnheiten, 50 ml, Fr. 14.80 In grösseren Filialen

Typisch italienisch Piadina, das beliebte italienische Fladenbrot zum Aufbacken, gibt es jetzt noch günstiger. Puristen geniessen es als Sandwich mit Mortadella, Schinken oder Käse. Andere Piadina-Fans bevorzugen die Kombination mit Salat und Dips und füllen die Fladen mit Gemüse, Fleisch oder Käse. Frischback-Piadina ungekühlt, 600 g, Fr. 4.90

Mit Genuss zum Wunschgewicht Figure-Control-Produkte wie die Milchshakes zum Anrühren ersetzen eine bis zwei Mahlzeiten pro Tag und spenden wichtige Nährstoffe wie Eiweiss, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe bei vergleichsweise geringem Kaloriengehalt. Sie tragen so im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zur Gewichtsabnahme bei. Für Abwechslung sorgen diverse Geschmacksrichtungen. So gibt es den Riegel als Banana/Schokoladeund Erdbeer-Joghurt-Variation, während die feinen Milchshakes in den Varianten Vanille und Schokolade erhältlich sind. Figure Control Shake Vanille, 450 g, Fr. 18.50


SAISONKÜCHE 66 |

1

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PHILIPPE REINHARDT

1. Die Basis für den Borschtsch bildet eine kräftige Fleischsuppe. 2. Eine halbierte Zwiebel, die man mit der Schnittfläche nach unten ohne Fett in der Pfanne röstet, sorgt für ein würziges Aroma und eine appetitliche Farbe. 3. Das Suppengemüse dient nur der Zubereitung und wird deshalb als Gebinde verwendet. 4. Den Schaum schöpft man gelegentlich von der Suppen­ oberfläche ab.

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2

NR. 2, 5. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

Monolog der Köchin: Bevor sie den Borschtsch in Angriff nehmen, gibt Anja Steiner Schauspieler Philippe Reinhardt noch eine Kostprobe ihres Wissens um die Kochkunst.

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PHILIPPE REINHARDT | 67

Randen auf Russisch

Seine Rolle im 3-D-Blockbuster «Stalingrad» bescherte Philippe Reinhardt Leinwandruhm in Russland. Beim Kochen mit dem Migros-Magazin hat er sich ebenfalls ein Ruhmesblatt verdient.

S

eht her, ich hab Gipfeli dabei!», verkündet Philippe Reinhardt im Stil eines Triumphators, als man sich vor der Wohnung seines Cousins in Muri AG zum Kochtermin trifft. Seit er nach Berlin gezogen ist, hat der gebürtige Zürcher und Schauspieler in der Schweiz keine eigene Bleibe mehr. Dafür sieht er jetzt seine Verwandten häufiger. So passt es gut, dass heute das russische Nationalgericht Borschtsch auf dem Menüplan steht, denn vom reichhaltigen Eintopf muss traditionell eine ganze Familie satt werden. Die Gipfeli kredenzt Reinhardt aber nur den Gästen, er selbst verzichtet: «Ich muss auf mein Gewicht achten. Deshalb esse ich unter der Woche nur wenig Kohlenhydrate.» Dafür schlage er am Wochenende schon

mal über die Stränge: «Da gönne ich mir gleich mehrere Menüs bekannter Burgerbratereien.» «Saisonküche»-Köchin Anja Steiner hat sich in der geräumigen Küche Gummihandschuhe angelegt, um die Randen zu schälen. Sie verleihen dem Borschtsch nicht nur die schöne rote Farbe, sondern geben dem Eintopf auch die erdige Geschmacksnote. Philippe Reinhardt plaudert derweil gern über sein aktuelles Projekt, den Extended Trailer für eine TV-Serie mit dem Titel «The Bank», die im Sommer produziert wird. Sie handelt von Brüdern, die einen Traum haben: die Fussball-WM in Qatar 2022 zu gewinnen. Dabei geht es auch um die Fifa und ihren skrupellosen Rechtsanwalt,

AUFGETISCHT

Philippe Reinhardt, Schauspieler

4

Der Zürcher Philippe Reinhardt als deutscher Pharmaboss und Bösewicht in der russischen Serie «Survive after 2».

Das Ziel war klar: Schauspieler wollte Philippe Reinhardt (33) schon im Schulalter werden. In Hamburg und München lernte er das Handwerk, erste Erfahrungen sammelte er im Theater sowie in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen. Viel Aufmerksamkeit bekam er durch seine Leistung im russischen 3-D-Blockbuster «Stalingrad». Von sympathischen Schwiegersohn-Rollen blieb er bisher verschont. «Die besten Rollen der Welt sind die Bösewichte. Ich bin damit sehr glücklich.»

Was haben Sie immer auf Vorrat? Parmesan. Wie oft kochen Sie pro Woche? Zehn Mal. Kochen ist für Sie … … eine Leidenschaft, weil ich gern esse. Was würden Sie nie essen? Innereien und Kaviar. Mit wem würden Sie gern essen gehen? Mit Al Pacino und Robert De Niro. Ich würde auch für beide kochen.


Perlen des Nordens

Kopenhagen – Helsinki – Stockholm – Oslo. Das grosse Sommererlebnis. 1. Tag Schweiz – Hannover Fahrt entlang dem Rhein und durch Hessen nach Hannover.

reichen Sie Helsinki. Auf einer geführten Stadtrundfahrt zeigt man Ihnen die Sehenswürdigkeiten der finnischen Hauptstadt. 2. Tag Hannover – KopenDanach haben Sie noch genühagen – Landskrona Durch die Lüneburger Heide und gend Zeit, sich auf eigene Faust vorbei an Hamburg erreichen Sie umzusehen, bevor Sie wiederum Puttgarden. Nach einer einstün- Ihre Kabinen auf einem modernen Fährschiff beziehen und das digen Überfahrt gelangen Sie grandiose Schauspiel beim Ausnach Dänemark. Die Reise führt laufen des Schiffs aus dem Hafen Sie durch Lolland und Falster vom Deck aus verfolgen. nach Kopenhagen. Während einer Stadtrundfahrt lernen Sie die 5. Tag Stockholm – Karlstad Sehenswürdigkeiten der däniAm Morgen läuft das Schiff in schen Hauptstadt näher kennen. Stockholm ein. Sie werden von Am Abend erleben Sie die spek- einem einheimischen Führer zur takuläre Fahrt über die OereStadtrundfahrt durch die grösste sundbrücke nach Landskrona. nordeuropäische Stadt erwartet. 3. Tag Landskrona – Stockholm Neben allen anderen SehensSie durchfahren das von vielen würdigkeiten, werden Sie vor allem natürlich die Gamla stan, Seen geschmückte Südschweden. Über Linköping erreichen die Altstadt, die «Stadt zwischen Sie Stockholm, wo Sie Ihre Kabi- den Brücken» besuchen. Über nen auf einem Fährschiff bezie- die Mittagszeit geniessen Sie hen. Danach geniessen Sie die den freien Aufenthalt, bevor Sie einmaligen Ausblicke auf die un- Ihre Fahrt fortsetzen. Durch das Södermanland führt der Weg zähligen Inseln, die der Küste Richtung Westen an die Ufer vorgelagert sind. des Vänernsees nach Karlstad. 4. Tag Turku – Helsinki Am Morgen legt das Schiff in Turku an. Nach einer kurzweiligen Fahrt durch Südfinnland er-

6. Tag Karlstad – Oslo Nach dem Frühstück setzen Sie Ihre Fahrt Richtung Westen fort

8 Tage Fr. 1’075.–

und erreichen Sie die norwegische Hauptstadt Oslo. Nach einem freien Aufenthalt werden Sie zur Stadtrundfahrt erwartet. Natürlich darf ein Besuch des Holmenkollen-Gebiets ebensowenig fehlen, wie ein Spaziergang durch den berühmten Vigelandspark. Gegen Abend beziehen Sie Ihre Kabinen auf einem Fährschiff und geniessen anschliessend die Fahrt durch den grandiosen Oslo-Fjord.

7. Tag Frederikshavn – Hannover Am Morgen legt Ihr Schiff in Frederikshavn, am nördlichsten Zipfel der dänischen Halbinsel Jütland, an. Sie durchfahren die Halbinsel und erreichen Schleswig Holstein, das nördlichste Bundesland Deutschlands. Nachdem Sie auf einer imposanten Brücke den Nord-Ostsee-Kanal überquert haben gelangen Sie über Hamburg nach Hannover. 8. Tag Hannover – Schweiz Durch das Weserbergland gelangen Sie wieder nach Hessen. Über die Hügelzüge des Taunus und entlang dem Rhein erreichen Sie wieder die Schweiz.

Reisedaten 2015 13. – 20. Juni 08. – 15. August

Das ist alles dabei...

✘

8-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar

✘

3 Übernachtungen auf modernen Fähren in Doppelkabinen innen mit Dusche/ WC, inkl. Skandinavischem Frühstücksbuffet

✘

4 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels, Zimmer mit Bad/Dusche/WC

✘ ✘

Halbpension in den Hotels Geführte Stadtbesichtigungen in Kopenhagen, Helsinki, Stockholm und Oslo

Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 32.– ✘ Aussenkabine Fr. 105.–

Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Basel, Luzern

Nordkap – Lofoten

Die Nordkap-Königstour mit der bizarren Inselwelt der Lofoten. 1. Tag Schweiz – Travemünde Reise über Frankfurt und Hannover nach Travemünde zur Einschiffung auf ein modernes Fährschiff der Finnlines.

Nordkapinsel Mageroya. Am Abend erleben Sie dann einen Höhepunkt der Reise mit dem Besuch auf dem Nordkapfelsen.

13 Tage Fr. 2’295.–

eine brücken- und tunnelreiche Strecke erreichen Sie in Mo I Rana am Ranafjord.

9. Tag Mo I Rana – 6. Tag Nordkap – Bardufoss Trondheim Über Skaidi gelangen Sie nach Durch das Namdalen erreichen 2. Tag Auf See Alta, der grössten Stadt der Finn- Sie Trondheim, das als Wiege Geniessen Sie den Tag auf See mark und entlang der Atlantik- des norwegischen Reiches gilt. während Ihr Schiff die Ostsee küste mit ihren vielen Fjorden Früher wurden hier die norweüberquert. nach Bardufoss. gischen Könige gewählt. 3. Tag Helsinki – Kuopio 10. Tag Trondheim – Hamar Am Morgen läuft Ihr Schiff in Hel- 7. Tag Bardufoss – Hurtigruten-Schifffahrt – Lofoten Über das Dovrefjell Hochplateau sinki ein. Nach einer StadtrundIn Bjerkvik biegen Sie ab auf die gelangen Sie in das sagenumfahrt reisen Sie durch die finniVesteralen, die grosse «Schwes- wobene Gudbrandsdalen und sche Seenplatte nach Kuopio. ter» der Lofoten, und erreichen über die Olympiastadt Lilleham4. Tag Kuopio – Luosto die Insel Hinnoy. Die Inselkette mer nach Hamar. Sie erreichen Oulu, die «Weisse der Lofoten mit ihren vier gros11. Tag Hamar – Oslo Stadt des Nordens». Bei Kemi sen und den unzähligen kleineverlassen Sie die Küste und fah- ren Inseln zieht sich über 150 km Fahrt entlang dem Mjösasee nach Oslo. Nach der Besichtiren nach Rovaniemi, dem Zenvor der Küste dahin. In Stokgung der norwegischen Haupttrum der Provinz Lappland. Damarknes besteigen Sie dann stadt Einschiffung zur Überfahrt nach überqueren Sie den Polareines der berühmten Schiffe kreis und erreichen den finnider Hurtigruten und unterneh- nach Dänemark. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt durch den schen Ferienort Luosto. men eine dreistündige Fahrt über 100 km langen Oslofjord. nach Svolvaer. Diese Strecke 5. Tag Luosto – Nordkap 12. Tag Frederikshavn – durch den Rafsund und zum Über Ivalo und entlang dem Trollfjord gehört zu den schöns- Hannover Inarisee, dem «heiligen See der Reise durch Jütland und Schlesten Strecken der gesamten Lappen» gelangen Sie nach wig-Holstein nach Hannover. Karasjok. Hier besuchen Sie den Hurtigruten. bekannten Sapmi Themenpark. 8. Tag Lofoten – Mo I Rana 13. Tag Hannover – Schweiz Danach fahren Sie an den Por- Von Loedingen bringt Sie die Rückreise über Göttingen und sangenfjord und hinüber auf die Fähre wieder aufs Festland. Über Frankfurt in die Schweiz.

Reisedaten 2015 27. Juni – 09 Juli

Das ist alles dabei...

✘ ✘ ✘ ✘ ✘ ✘ ✘ ✘ ✘

13-tägige Fahrt mit modernem 4-Sterne-Fernreisecar 9 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels, Zimmer mit Bad/Dusche/WC 3 Übernachtungen an Bord in Zweibettkabinen innen Halbpension in den Hotels 3 Frühstücksbuffets, 1 Mittag- und 1 Nachtessen auf den Fährschiffen Eintritt Sapmi-Park Stadtrundfahrt in Helsinki und Oslo Ausflug zum Nordkap Hurtigruten-Schifffahrt von Stokmarknes nach Svolvaer

Nicht inbegriffen: ✘ Annullationsschutz Fr. 38.–

Abfahrtsorte Zürich, Bern, Olten, Luzern, Basel


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SAISONKÜCHE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

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PHILIPPE REINHARDT | 69

gespielt von Reinhardt. Gedreht wurde in englischer Sprache. Kein Problem für den 33-jährigen Zürcher. Seit dem Erfolg des Kinofilms «Stalingrad» erhielt er zahlreiche Angebote für TV-Projekte in Russland. Für sein Engagement in der Serie «Survive after 2», die demnächst startet, hat er mit einer russischen Theaterregisseurin seine Aussprache trainiert. Obwohl er nur wenig sagen muss, spielt er seine Rolle komplett auf Russisch.

«Mutter macht das beste Curry, Vater das beste Risotto» Stört es ihn denn nicht, dass er bisher nie eine Liebhaberrolle bekam, sondern immer eher die schwierigen Charaktere? «Nein, überhaupt nicht. Die Bösewichte sind doch viel interessanter. Und meine Freundin findet es eh viel besser, wenn ich keine Sexszenen spielen muss.» Da kann sich die Köchin ein Grinsen nicht verkneifen. Höchste Zeit, um den Hünen an den Herd zu holen. Reinhardt schöpft den Schaum von der köchelnden Bouillon. «Das sieht immer ein wenig dreckig aus. Aber im Schaum sind Eiweisse, die die Bouillon trüb machen. Aus diesem Grund schöpft man den Schaum ab», sagt Anja Steiner. Reinhardts Küche zu Hause ist für gewöhnlich einfach, aber gut. Über die Kochkunst seiner Eltern schwärmt er: «Mutter macht das beste Curry, Vater das beste Risotto.» Er selbst schwingt den Kochlöffel so gekonnt, dass sogar die Schwiegermutter in spe beeindruckt ist. «Sie liebt meine Pasta mit Thunfischsauce», sagt der Mime mit schelmischer Miene.

Schnell noch ein Foto vom Star am Herd fürs Familienalbum Das gemeinsame Kochen wird zu einem echten Familientreffen: Nicht weniger als neun Angehörige Reinhardts schauen an diesem Vormittag vorbei. Keiner will die Gelegenheit verpassen, wenn der berühmte Verwandte schon mal da ist. Und ihn dann gleich noch schnell beim Kochen fotografieren. Anja Steiner lässt sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Die Tassen werden eine Nummer kleiner gewählt, damit niemand leer ausgeht. Der dreijährigen Tochter des Hausherrn schmeckts besonders. Sie verlangt ein Supplement, das ganze Gesicht isst mit. Da schmelzen alle Herzen dahin. Grosse Gefühle. Wie im Kino. Text: Claudia Schmidt Bilder: Daniel Kellenberger

www.philippe-reinhardt.de

Borschtsch ZUTATEN 1 kleine Zwiebel 120 g Suppengemüse, z. B. Rüebli, Sellerie, Lauch 600 g Siedfleisch 1,5 l Wasser 2 Lorbeerblätter 1 EL Salz 350 g rohe Randen 150 g Rüebli 250 g Kartoffeln 1 Zwiebel 200 g Weisskabis 2 EL HOLL-Rapsöl 2 EL Tomatenpüree 3 EL Weissweinessig Salz, Pfeffer ¼ Bund Dill 4 EL saurer Halbrahm

ZUBEREITUNG 1. Zwiebel halbieren. Mit der Schnittfläche nach unten in einer Bratpfanne ohne Fett rösten. Suppengemüse zusammenbinden. Siedfleisch in Würfel à ca. 2 cm schneiden. Wasser aufkochen. Fleisch, Lorbeer, Salz, geröstete Zwiebel und Suppengemüse dazugeben. Ca. 45 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist. Dabei gelegentlich Schaum und Trübstoffe abschöpfen. Gemüse aus der Suppe nehmen; es wird nicht weiterverwendet. 2. Inzwischen Randen, Rüebli, Kartoffeln in ca. 1 cm grosse Würfel schneiden, Zwiebel und Kabis in feine Streifen. Gemüse im Öl andünsten. Tomatenpüree beigeben. Fleisch samt Flüssigkeit beigeben. Zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen. Mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Dill grob hacken. Suppe anrichten. Mit Rahm und Dill servieren. Dazu passt Baguette.

Hauptgericht für 4 Personen Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten + ca. 70 Minuten köcheln lassen Pro Person ca. 36 g Eiweiss 13 g Fett 25 g Kohlenhydrate 1550 kJ/370 kcal

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IHRE REGION

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015

MIGROS BASEL | 71

Japanisches Trommelgewitter Wenn Meditation auf Kampfkunst trifft und Präzision auf Musikalität, dann ergibt das Tao, die Show, die Tradition und Moderne Japans verbindet. Das elfköpfige Tao-Ensemble bringt Trommeln mit bis zu 1,7 Meter Durchmesser zum Klingen und treibt so den Puls des Publikums in die Höhe. Wadaiko-Musik nennt sich die alte Tradition, die bei Tao mit Elementen des Pop vermischt wird.

BASEL

So entstehen furiose, lebendige Rhythmen. Was? Wann? Wo? «Tao – Die Kunst des Trommelns» Datum: 30. Januar 2015 Zeit: 20 Uhr Ort: Stadtcasino Basel Eintritt: ab 47 Franken Vergünstigung: 10 Franken Rabatt pro Ticket für Genossenschaftsmitglieder an den M-Vorverkaufsstellen.

Tao: eine Kunst, die körperliche Höchstleistung erfordert.

Was? Wann? Wo? Kindercharivari: «D Suechi nach dr magische Larve» Ort: Theater Basel, Kleine Bühne Premiere: Samstag, 31. Januar, 14 Uhr Vorstellungen: 1. Februar, 14.30 Uhr, 7. Februar 14 Uhr und 17 Uhr, 8. Februar 11 Uhr und 14.30 Uhr. Eintritt: Fr. 15.– (mit Familienpass Fr. 12.– solange Vorrat) Vorverkauf: an den Vorverkaufsstellen im Claramarkt, im MParc Dreispitz und an der Billettkasse im Theater Basel www.kindercharivari.ch

Im Kindercharivari stehen die Nachwuchsfasnächtler im Zentrum.

Frau Fasnachts Vertretung

Ab dem 31. Januar zeigt das Kinder-Charivari zum 40-jährigen Bestehen das Stück «D Suechi nach dr magische Larve».

A

llen Fasnachtsbegeisterten dauert es viel zu lange, bis Frau Fasnacht aus ihrem Schlaf erwacht. Dank zahlreicher Vorfasnachtsveranstaltungen lässt sich die Zeit bis zum 23. Februar jedoch leicht überbrücken. Ein besonderes Highlight ist das Kinder-Charivari, an dem seit 40 Jahren Kinder gemeinsam mit Erwachsenen ein Theaterstück rund

um die Fasnacht inszenieren, Guggemusik und Tanzeinlagen inklusive. Im Jubiläumsjahr kann Frau Fasnacht leider nicht an der Basler Fasnacht teilnehmen, denn sie ist neuerdings international gefragt und weilt während der drey scheenschte Dääg im Ausland. Mit einem Inserat sucht sie in der Zeitung nach einer Stellvertreterin, die ihre

Amtsgeschäfte während der Fasnacht wahrnimmt. In der Annahme, es handle sich um einen Ferienjob, meldet sich eine junge Dame auf das Inserat. Sie wird eingestellt, muss jedoch bald erkennen, dass ihr die Stellvertretung mehr abverlangt als gedacht – sie bekommt es mit einer magischen Larve zu tun und mit fiesen Intrigen. Text: Janine Wagner


IHRE REGION 72 |

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MIGROS BASEL

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NR. 2, 5. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

Mit Eifer bei der Sache

Die Migros Basel bietet jedes Jahr rund 50 Ausbildungsplätze im Detailhandel an. Ein Gespräch mit drei jungen Frauen, die durch ihr Engagement während der Lehre auffielen.

D

oris Weber ist 17 Jahre alt und wird im Sommer ihre Ausbildung zur Detailhandels-Fachfrau mit Berufsmatur abschliessen. Da sie bereits früh überdurchschnittliche Leistungen zeigte, durfte sie am Migros-internen Förderprogramm Lernende mit Potenzial teilnehmen. Dort bekommt sie vertiefte Einblicke in Themen wie Warenpräsentation, Konkurrenzanalyse, Preisfindung oder Marketing und kann zwei Monate in einer anderen Filiale Erfahrungen sammeln. Die 20-jährige Jasmin Jeker hat Ausbildung sowie Förderprogramm bereits abgeschlosDoris Weber sen und sammelt nun erste Berufserfahrungen, während Vjosa Smakaj mit 22 Jahren bereits eine Führungsfunktion wahrnimmt.

takt komme und nicht im Büro eingeschlossen bin. Die Lebensmittelbranche ist enorm abwechslungsreich und, wie ich finde, viel spannender als zum Beispiel die Mode-Branche. Jasmin Jeker: Ich bin ein typisches Kind vom Lande, auf einem Bauernhof aufgewachsen und eng mit der Lebensmittelproduktion verbunden. Ich weiss, wie viel Arbeit hinter einer Kiste Äpfel oder einem Körbchen Kirschen steht. Für mich kam daher nie eine andere Ausbildung in Frage.

«Für mich war früh klar, dass ich die Ausbildung in der Migros machen wollte.»

Weshalb habt Ihr euch für eine Ausbildung im Bereich Nahrungs- und Genussmittel entschieden?

Doris Weber: Als waschechtes MigrosKind war für mich irgendwie immer klar, dass ich die Ausbildung zur Detailhandels-Fachfrau in der Migros machen wollte. Vjosa Smakaj: Ich finde die Arbeit im Verkauf toll, weil ich mit Kunden in Kon-

Nun seid Ihr ja besonders engagierte Auszubildende und Mitarbeitende. Wart Ihr schon immer aufgeschlossen und fleissig?

Vjosa Smakaj: Ehrlich gesagt war ich ein unglaublich stilles Mädchen und habe mich in der Schule kaum je eingebracht. Niemals hätte ich mich getraut, auf einen fremden Menschen zuzugehen und mit ihm zu reden. Wenn man mich heute sieht, glaubt man das kaum. Der Verkauf hat mich sehr verändert, im positiven Sinne. Ich bin heute viel, viel offener. Jasmin Jeker: Meine Lehre habe ich in der Filiale in Breitenbach gemacht und da ich selbst aus der Region komme, kannte ich bereits sehr viele Kunden. Ich fand das toll und blühte regelrecht auf. Die

Fachfrauen im Gespräch: (v.l.n.r.) Jasmin Jeker, Migros Ettingen, Doris Weber und Vjosa Smakaj, beide Migros Bubendorf.

Erfahrung von Vjosa kann ich bestätigen, auch mir hat die Lehre sehr gut getan. Doris Weber: Ich arbeite einfach wahnsinnig gerne und bin motiviert, weil ich meine Tätigkeit im Verkauf so mag. Ich kann das schwer beschreiben, denn für mich ist es selbstverständlich, dass ich mich engagiere und stets versuche, mein Bestes zu geben. Habt Ihr einen Tipp für zukünftige Lernende?

Jasmin Jeker: Auch wenn jemand am Anfang schüchtern ist, kann diese Ausbildung genau richtig sein. Man lernt mit Kritik umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und auf Leute zuzugehen.

Adressänderungen: nur noch der Post melden. Die Zeitung wird dann automatisch an die neue Adresse geliefert. Abonnentenservice: MIGROS BASEL, 4002 Basel, Tel. 058 575 55 44.


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IHRE REGION

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Früh übt sich, wer ein Rennfahrer werden will – zum Beispiel am Grand Prix Migros.

Grand Prix für junge Skirennfahrer

Die ideale Gelegenheit für den Nachwuchs sein Können zu zeigen und eine Medaille zu gewinnen.

B Doris Weber: Genau. Wichtig ist, dass das Interesse da ist und Motivation. Wer nie nachfragt und keine Begeisterung zeigt, wird Schwierigkeiten haben. Vjosa Smakaj: Und wer sich Mühe gibt und sich einbringt, der wird von den Vorgesetzten und den Kollegen enorm gefördert und unterstützt. Was sind eure nächsten Ziele?

Jasmin Jeker: Ich will Teamleiterin werden, denn ich trage gern Verantwortung. Darauf kann ich dann Schritt für Schritt aufbauen. Vjosa Smakaj: Mein Lehrmeister war für mich wie ein zweiter Vater. Ein menschliches und fachliches Vorbild. Seither E-Mail: mitglieder.reg@migrosbasel.ch

weiss ich: So wie er, so will auch ich werden. Daran arbeite ich jetzt. Doris Weber: Nach der Ausbildung möchte ich mich zur Fachleiterin Früchte und Gemüse weiterbilden. Das Rayon Früchte und Gemüse benötigt viel Bewirtschaftung und das ist aufregend. Und zum Schluss: Welches ist euer absolutes Migros-Lieblingsprodukt?

Vjosa Smakaj: Meins ist der M-BudgetEnergy-Drink. Jasmin Jeker: Mein Lieblingsprodukt ist der Califora-Schoggi-Drink. Doris Weber: Der Joghurt-Drink mit der Geschmacksrichtung Erdbeere. Text: Janine Wagner

eim bevorstehenden WM-Winter gilt es nicht nur für die Schweizer Spitzenathleten ernst, auch die jungen Skirennfahrerinnen und -fahrer haben die Gelegenheit, ihr Können zu präsentieren. Sie messen sich beispielsweise am Grand Prix Migros, der nationalen Rennserie von Swiss-Ski. Der Startschuss fiel am 4. Januar in Crans Montana VS, wo der Grand Prix Migros zum ersten Mal in seiner 14-jährigen Geschichte auf der WM-Piste von 1987 gastierte. Ab jetzt finden Woche für Woche in allen Ecken der Schweiz weitere Ausscheidungsrennen statt. Die besten Drei pro Kategorie und Rennen qualifizieren sich automatisch für das grosse Saisonfinale vom 27. bis 29. März in Les Crosets VS. Mitmachen können Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren. Für die 6- und 7-Jährigen gibt es auf einer angepassten Strecke ein Minirace ohne Zeitmessung. Weitere Informationen und Anmeldung auf www.gp-migros.ch


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Turnen sich warm: Nick, Pascal, Tim, Lena, ChloĂŠ und Murielle (von links) im Kitu Steffisburg.

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L

aut und farbig geht es zu in der Turnhalle am Kirchbühlweg in Steffisburg BE. Die Sonne scheint schräg durch die Fensterfront. Ein Haufen Kinder spaziert, läuft, rennt und springt in die Halle. Blonde Zöpfe, Pferdeschwänzchen, farbige Tücher im Haar, Fussballershirts. Die Kleinen sind im Kindergartenalter. Einige Eltern stehen noch im Eingangsraum, bald sind sie weg. Denn die nächsten eineinviertel Stunden gehören ganz den Kindern. Beatrice Würsten (49), die sportlich aussehende Frau mit den kurzen Haaren, ruft die Kids zu einem Kreis zusammen. Aus allen Ecken der Halle kommen sie angerannt und sind auf einen Schlag ziemlich ruhig. Die Turnleiterin geht die Namenliste durch. Dann gehts los: Das Kinderturnen (Kitu) beginnt mit einem Lied. Alle singen mit, drehen sich dabei um die eigene Achse, die Arme in die Höhe, Schritte nach links, Schritte nach rechts. Spielerisch geht es mit dem Einturnen weiter. Würsten zeigt vor, die Kinder machens nach, sie hüpfen, heben die Knie abwechslungsweise an, rollen gegen hinten ab, versuchen, die Beine in die Kerze hoch zu strecken, springen wie die Frösche und kriechen wie ein Büsi. Jedes macht mit, so gut es kann. Bei einigen sieht es lustig aus, bei anderen ganz gut. Einige drehen verkehrt, andere wissen nicht immer ganz genau, was zu tun ist. Ein Kind verliert die Schläppli, ein anderes muss das Schwänzchen neu binden.

Die Energie der kleinen Kraftbündel ist schier grenzenlos

Hoch die Beinchen!

Purzelbaum schlagen, Böckli springen, Stafetten laufen: In den sogenannten Kitus lernen Kinder im Vorschulalter spielerisch den Spass an der Bewegung. Zu Besuch bei zwei Turnvereinen.

«Jetzt nehmen wir die Posten hervor», kündigt die Kitu-Leiterin an. «Ja!», rufen die Kinder begeistert und rennen wild drauflos, quer durch die ganze Halle. Ein paar hängen sich kopfüber an die Kletterstangen, andere versuchen, beim Hervornehmen der Geräte zu helfen. Als die grosse dicke Matte da liegt, springt ein Grüppchen sofort drauf, und es werden immer mehr. Sie schreien, purzeln, lachen und machen das, was sie am liebsten tun: sich bewegen. Als Hilfsleiterin ist heute eine Mutter dabei. Romy Ryser stellt zusammen mit Beatrice Würsten in kurzer Zeit die Posten auf: ein Bänkli an die Sprossenwand, Kasten, dicke Matte, ein umgedrehtes Bänkli fürs Balancieren, den Schlauch aus Stoff zum Hindurchkriechen, die Reifen fürs Hüpfen, die Bälle zum Werfen. Mit unerschütterlicher Energie balancieren, kriechen, werfen, springen und hüpfen die kleinen Kraftbündel drauflos.


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Und, können die Kinder in Steffisburg denn alle auch den Purzelbaum? «Nein», schüttelt Beatrice Würsten den Kopf. «Das hat sich mit den Jahren ver­ ändert. Vor allem die Kleinsten haben manchmal Mühe. Doch das baue ich mit ihnen auf, in einem Jahr kriegt man das hin. In dieser Zeit ist es möglich, Defizite aufzuholen», sagt sie und lacht. «Vor allem können sie dabei auch Selbst­ vertrauen gewinnen.» Doch nicht die Leistung steht beim Kitu im Zentrum: «Hauptsache ist, dass ich ihnen Freude und Lust am Turnen mitgeben kann», sagt Würsten. Die Steffisburgerin hat langjährige Er­ fahrung. Seit 18 Jahren leitet sie das Kinderturnen in ihrem Verein. Am Dienstag, Donnerstag und Freitag bietet der TV Steffisburg Kitu für Vorkinder­ und Kindergärtler an. Sie teilt sich die Leitung mit vier anderen Frauen. Die Kinder zum Turnen zu bewegen, ist einfach: «Man kann sie mit sehr wenig und einfachen Dingen begeistern.»

Seit zwei Jahren werden auch Kinder im Vorschulalter gefördert Kinderturnen gibt es in Schweizer Turn­ vereinen schon seit Jahrzehnten. In vielen Gegenden, wo es keine Fussball­ klubs für Piccolos gibt, ist Kitu oft das einzige Sportangebot für Kinder im Vorschulalter. Bis vor wenigen Jahren waren die Turnvereine allein zuständig für den Erhalt dieses Angebots sowie die Ausbildung von Leiterinnen und Leitern. Denn die Sportförderung des Bundes unterstützte zunächst nur Akti­ vitäten für Kinder ab zehn Jahren. Vor knapp zehn Jahren hat Jugend+Sport (J+S) dann das Pilot­ projekt «J+S Kids» ins Leben gerufen. Die bis dahin geltende Altersgrenze wurde auf fünf Jahre heruntergesetzt: Auch Kinder im Vorschulalter respektive Vereine mit entsprechenden Angeboten sollten in ihrem Engagement unterstützt werden. Man schuf neue Rahmenbedin­ gungen, arbeitete vermehrt mit Vereinen und Turnverbänden zusammen und in­ itiierte die Ausweitung der Bewegungs­ förderung auf Kinder der Vorschulstufe. Mit dem neuen Sportförderungsgesetz im Jahr 2012 wurde das Pilotprojekt in das Sportförderungsprogramm J+S überführt: Seither gibt es sowohl J+S­Kindersport als auch J+S­Jugend­ sport, und es werden Angebote für Kinder ab fünf Jahren unterstützt. In einer Zeit, da viele Kinder ihre Freizeit mehr und mehr am Computer und Smartphone verbringen, ein Drittel der Kleinen gar übergewichtig ist, wird

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die Förderung von Sport stets drin­ gender. Spätestens, seit man weiss, wie schlecht die heutigen Kinder Purzel­ bäume schlagen, sind die Erwachsenen alarmiert. Das Kitu in Steffisburg ist schnell vorbei. Jedes Kind ist nun mehrmals auf die grosse Matte gesprungen, hat ver­ sucht, über das Bänklein zu balancieren, hat Bälle an die Wand geworfen und ist durch die Reifen am Boden gehüpft. Nachdem die Geräte versorgt sind, gibts Käferlifangis: ein schnelles, wildes, spielerisches Durcheinander. Zum Abschied ruft Beatrice Würsten die wilde Bande in einen Kreis. Vor der Halle warten schon die Eltern, um die Kleinen in Empfang zu nehmen. Rund 25 000 Kinder besuchen in Schweizer Turnvereinen die Kitu­ Lektionen. Und nicht selten sind sie gut gefüllt oder gar ausgebucht. Wie im Solothurner TV Kaufleute, wo sich das Kitu KidsGym nennt. Jeweils Montag­ abends um halb sechs treffen sich in der Turnhalle Brühl zwei Gruppen mit 25 Kindern zwischen vier und sechs Jah­ ren. Mehr Stunden Kinderturnen kann der TV Kaufleute nicht anbieten: «Die Halle ist besetzt, und es wäre auch sehr schwierig, zusätzliche Leiter zu finden», sagt KidsGym­Leiterin Alexandra Som­ mer (36). War es noch vor wenigen Jah­ ren gang und gäbe, seine Freizeit dem Verein zu widmen, fehlt heute vielen schlicht die Zeit für ein intensives Engagement. Oft helfen deshalb auch Mütter als Hilfsleiterinnen mit: «Wir sind auf alle angewiesen», so Sommer.

Die Kleinen möglichst früh für den Sport begeistern Früher wurden die Kitu­Leiterinnen und ­Leiter vom Verband und den Vereinen individuell ausgebildet. Heute wird das in Zusammenarbeit mit J+S koordiniert. «Die Turnvereine hatten schon immer gute Ausbildungen», sagt Patricia Steinmann (40), Fachleiterin J+S­ Kindersport. Heute sind diese verein­ heitlicht und werden von J+S finanziell unterstützt. «Unser Ziel ist es, mög­ lichst viele Kinder zu erreichen – in den Vereinen und in den Schulen», sagt Steinmann. Ein möglichst vielseitiges und kindergerechtes Angebot zu haben, auch im Vorschulalter, sei wichtig. «Wir wollen die Kleinen früh für den Sport begeistern. Je früher, desto besser», sagt Patricia Steinmann. Zurück zum KidsGym des TV Kauf­ leuten: Hier sind heute Reck, Stafetten­ lauf, ein Sprung vom Reuterbrett und vom Trampolin angesagt. «Dieses

Lieblingsbeschäftigung in Steffisburg: Finn, Murielle, Chloé und Nick (von links) albern an der Kletterstange herum.


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DAS SAGT DIE EXPERTIN

«Das Lachen kommt zuerst» Kleiner Knirps, grosser Sprung: Marco fliegt unter Aufsicht von Leiterin Beatrice Würsten über den Schwedenkasten.

Daniela Renner (35) ist Verantwortliche J+S Kindersport und Turnsport beim Schweizerischen Turnverband. Daniela Renner, wie wichtig ist es, dass Kinder neben der Schule auch Sport treiben?

Sehr wichtig. Im obligatorischen Schul­ sport haben die Kinder pro Woche drei Turnlektionen, im Kindergarten ist es nur eine. Man sagt aber, dass sich ein Kind pro Tag mindestens eine Stunde bewegen sollte. Deshalb sollte man möglichst früh mit sportlicher Betäti­ gung beginnen. So wird das Bewegen zur Gewohnheit, und das Kind kann breite Erfahrungen sammeln. Ist Kinderturnen eine sinnvolle Einrichtung für bewegungsfaule Kinder?

Ja, denn hier kann jedes Kind teilneh­ men. Kitu steht für ein sehr vielfältiges Turnen. Die Kleinen haben von Natur aus einen grossen Bewegungsdrang. Mit einem kindergerechten Angebot wird diese Motivation lange erhalten. Das Kitu zeichnet sich durch das Spiele­ rische aus. Es gibt keine Selektion. Ein sehr wertvoller Aspekt dieses Vereins­ sports. Wie wichtig sind Turnvereine als soziales Netzwerk?

Zum Spagat ists nicht mehr weit: Jelena im «KidsGym» Solothurn.

Das Gesellige spielt in den Turnvereinen eine zentrale Rolle. Im Kitu beobachtet man oft, dass sich Kinder bereits zusammen anmelden. Sie machen mit, wenn die Freundin oder der Freund auch kommt. Müssen Kitu-Leiterinnen und -Leiter speziell geschult werden?

In dieser Ausbildung, bei der die Schweizer Turnverbände und J+S­ Kindersport zusammenspannen, geht es grundsätzlich darum, den Leite­ rinnen und Leitern zu vermiteln, wie man bei den Kindern Freude und Erfolgserlebnisse weckt. Und wie man die Turnlektionen so organisieren kann, damit die Kinder sich möglichst viel bewegen. Das Kitu steht unter dem Motto: Lachen, lernen, leisten. Das Lachen kommt immer zuerst.


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In Solothurn schon kleine Kunstturnstars: Lotta am Reck, Selma im Kopfstand .

Alter ist sehr dankbar», sagt Leiterin Alexandra Sommer. «Die Kleinen machen alles gern und haben an allen Geräten Freude.» Sommer ist schon fast 30 Jahre in diesem Turnverein. Als Siebenjährige hat sie mit Kunstturnen begonnen, mit 14 fing sie an, selber Turnstunden zu leiten.

Spielerisch und dennoch diszipliniert lernen Noch bevor es richtig losgeht, rennen die Kinder aufgeregt herum. Neben Ale­ xandra Sommer sind heute Chrigu und die Hilfsleiterinnen Ute, Rebekka und Chantal am Start, um die kleine Horde zu betreuen. Am lustigsten gehts bei der Stafette zu. Mit einem Hütchen auf dem Kopf müssen die Fünf­ und Sechsjähri­ gen auf die andere Seite der Halle laufen – und wieder zurück. Sie quietschen und kreischen, als sie sich das Hütchen auf den Kopf setzen und einfach mal los­ legen. Nicht allen Dreikäsehochs ist da­ bei klar, was eine Stafette überhaupt ist. Dass man erst loslaufen muss, wenn das Kind aus der eigenen Gruppe zurück ist, und nur das vorderste der Reihe losren­ nen soll, nachdem der Leiter «Los!» ge­

rufen hat. Doch Alexandra Sommer weiss, wie viel die Kleinen in einem Jahr lernen können. «Und das ohne Leis­ tungsdruck!», schwärmt sie. Dieses Jahr scheint ein gutes Jahr zu sein: «Alle Kin­ der konnten den Purzelbaum von Anfang an.» Ihre Erklärung dafür ist eine familienpsychologische: «Die meisten Kinder hier haben ältere Geschwister, denen sie den Purzelbaum abgeguckt haben.» Die erfahrene Leiterin merkt jeweils schnell, welches Kind sich auch in der Freizeit viel bewegt. «Man sieht sofort, wenn jemand ein grosses Tram­ polin zu Hause im Garten hat oder beim Nachbarn häufig drauf herumspringen kann.» Das Schwierigste im KidsGym sei, mit den Kleinen etwas einzuüben und sie dann auch bei der Sache zu halten. Disziplin sei deshalb nötig. Und: «Wir haben jedes Jahr im Winter eine Turn­ show», erzählt Alexandra Sommer lächelnd, «und das ist immer eine ziemliche Sache.» Die eineinhalb Stunden an den Ge­ räten vergehen wie der Blitz, mehr und mehr Erwachsene tauchen auf, warten im Gang neben der Halle, stehen oben

«Alle Kinder konnten den Purzelbaum von Anfang an.»

Alexandra Sommer, Leiterin KidsGym in Solothurn

hinter der Glaswand und schauen zu. Als eine Gruppe Kinder mithilft, die dünnen Matten zu versorgen, sieht es aus, als würde eine Horde Ameisen die orange­blauen Teile quer über den Hallenboden tragen. Denn nicht nur bei der Stafette vergessen sich die Kleinen manchmal – auch beim Versorgen der Geräte wissen sie mit einem Mal nicht mehr, worum es hier eigentlich geht. Egal. Die grossen Geräte sind ihnen eh viel zu schwer, das ist etwas für die Erwachsenen. Hauptsache, die Kids dürfen das tun, was ihnen am meisten Spass macht: herumhüpfen, herum­ springen, quietschen. Texte: Claudia Langenegger Bilder: Marco Zanoni

www.migrosmagazin.ch

LESEN SIE ONLINE Lust auf Bewegung Wie animiert man Kinder daheim aktiver Bewegung? Ein paar spielerische Ansätze.


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Uma in Narkose: Der betroffene Ellbogen wird zum Röntgen positioniert.

Der Ellbogen wird für die neue Behandlungsmethode vorbereitet.

Rätsel um bösen Ellbogen

Löwin Uma hat eine faustgrosse Schwellung am Ellbogen: Dank einer neuen Behandlungsmethode und viel Geduld gelingt den Tierärzten im Basler Zolli die Heilung der Schleimbeutelentzündung.

Bilder: Zoo Basel

Zolli-Tierarzt Stefan Hoby (38) berichtet regelmässig aus dem Zoo Basel.

«

Seit einigen Wochen fällt uns der verdickte rechte Ellbogen von Löwin Uma (12) auf. Die Schwellung reicht während der Beobachtungszeit wechselweise von der Grösse einer Kinderfaust bis zu der einer Kokosnuss. Uma scheint sich nicht daran zu stören: Weder leckt sie sich an der betroffenen Stelle, noch geht sie lahm. Trotzdem entscheide ich mich zu einer Behandlung, denn im Löwenrudel geht man unzimperlich miteinander um. Dies erhöht die Gefahr einer zusätzlichen Verletzung des Ellbogens und somit von Komplikationen. Vor wenigen Jahren mussten wir bereits einen Junglöwen mit den gleichen Symptomen behandeln. Er litt an einer Schleimbeutelentzündung des Ellbogens. Die Behandlung war erfolgreich, mit drei chirurgischen Eingriffen

aber aufwendig und kompliziert. Eine Behandlung mit einem Kompressionsverband oder mittels Ruhigstellen des Ellbogens wie bei Menschen oder Haustieren ist bei wilden Löwen undenkbar. Da der Löwe damals die Operationswunde mit seiner schmirgelpapierrauen Zunge eifrig leckte, war die Heilung erschwert. Schon damals unterstützte uns Tierarztkollege Stefan Grundmann, den ich auch dieses Mal wieder konsultiere. In der Zwischenzeit hat er bei Hunden eine neue Behandlungsmethode mehrfach erfolgreich angewendet. Wir entschliessen uns, diese das erste Mal bei einem Löwen zu testen. Die Narkose dauert nur gerade eine halbe Stunde. Uma ist in Topverfassung. Zuerst fertigen wir ein Röntgenbild des Ellbogens an, entnehmen Blut und

verabreichenAntiallergie-undSchmerzmittel. Wie vermutet handelt es sich um eine sterile Entzündung des EllbogenSchleimbeutels. Knapp 200 Milliliter durchsichtige Flüssigkeit entziehen wir dem Beutel, danach spritzen wir ein Antibiotikum hinein. Das Präparat löst eine Reizung des Gewebes aus, die anschliessend im besten Fall eine Heilung ohne chirurgischen Eingriff ermöglicht. Uma übersteht den Eingriff gut. Nun ist Geduld gefragt. Am nächsten Tag ist der Schleimbeutel wieder prall gefüllt. Doch heute, knapp zwei Wochen nach dem Eingriff, verrät nur noch eine ausrasierte Stelle am rechten Ellbogen unseren Eingriff. Der Schleimbeutel hat sich von allein entleert, beziehungsweise dessen Inhalt wurde vom Körper resorbiert.

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Krankenkasse

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

Hausrat

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Papierkrieg, ade

Der Onlinedienst Knip übernimmt die Verwaltung aller Versicherungen und wird so zur zentralen Ansprechstation. Die Vor- und Nachteile des Gratisangebots.

O

nlineshopping, E-Banking und E-Mail sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber die Versicherungspolicen werden noch immer in einem Ordner abgelegt und die Notrufnummer ins Portemonnaie gesteckt.

Alle Versicherungspolicen auf einem Bildschirm abrufbar

.ch

Scannen Sie den QR-Code und sehen Sie, wie Knip funktioniert. Plus: Die App zum Download.

Wenn es nach dem Onlinedienst Knip geht, soll sich das ändern und die Verwaltung der Versicherungen im digitalen Zeitalter ankommen. Dazu geben die Nutzer an, bei wem sie ihre Krankenkasse, Hausrats- oder Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben und übertragen ihre Stammdaten an Knip. Anschliessend geben sie ihr Einverständnis, dass der Dienst bei den Versicherungsanbietern die Policen einholt. Sobald die Versicherer den Auftrag bearbeitet haben, listet Knip alle Policen auf. Obwohl die Rechnungen nach wie vor von den klassischen Anbietern ver-

schickt werden, gibt es nur noch einen Ansprechpartner – unabhängig davon, wo der Schaden versichert ist oder ob es sich um eine Sportverletzung, einen Haftpflichtschaden oder einen Glasbruch handelt. Für Kunden ist Knip gratis. Der Anbieter nimmt den Versicherungen Verwaltungsarbeiten ab und wird dafür bezahlt. Ausserdem prüft Knip ein Mal jährlich das Portfolio seiner Kunden und informiert diese bei Sparpotenzial sowie Über- oder Unterversicherung. Bei einem Wechsel kassiert Knip Provision. Jedoch bleiben ohne Einverständnis der Kunden alle Verträge unverändert. Und die Sicherheit? Dritten bleibt der Zugang zu Knip durch den Versand eines SMS-Codes beim Login verwehrt. Klar ist aber, dass Kunden einem jungen Dienst vertrauen müssen, der zu ihrem neuen Ansprechpartner in Versicherungsfragen wird und Zugriff auf alle Daten und Policen erhält. Texte: Reto Vogt

APP DER WOCHE

Bild: Plainpicture, PD

Winterwanderland Den Nationalpark in Zernez kennt jeder. Wussten Sie jedoch, dass es hierzulande 19 weitere Pärke gibt, die zum (Winter-)Wandern, Velofahren und Verweilen einladen? Tipps für jede Region bietet die Gratis-App Schweizer Pärke für Android und iPhone. Unterteilt in die Kategorien «Natur und Kultur», «Events» oder «Essen und Schlafen» zeigt das Gratisprogramm, wann wo was angesagt ist. Zu jeder Tour gibts die wichtigsten Infos wie Streckenlänge, Dauer oder das Höhenprofil. Wer ausserdem GPS aktiviert und ausgewählte Sehenswürdigkeiten in den Pärken besucht, sammelt automatisch Punkte und kann ab Mai 2015 tolle Preise gewinnen.

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DIGITAL | 85

NERD’S WORDS

mit Reto Vogt

Kleiner Flitzer Ferngesteuertes Auto? Gar eine Modelleisenbahn? Vergangenheit! Das Kind im modernen Mann spielt heute mit Ollie Sphero. Das ist ein kleiner Roboter, der per Smartphone gesteuert auf zwei Rollen durch die Gegend düst. Die BluetoothVerbindung funktioniert bis zu 25 Metern – grössere Distanzen mag der 129 Franken teure Ollie nicht. Ohne den altehrwürdigen Joystick ist die Steuerung des kleinen Flitzers aber eine Kunst. Das mag einerseits an Ollie selbst liegen, der ein Tempo von 20 Kilometer pro Stunde aufs Parkett legt, andererseits aber auch an der Grobmotorik des Steuermanns. Doch mit etwas Übung verstehen auch Fussgänger und Zugfahrer wie ich, wie sich Links- und Rechtskurven oder 180-Grad-Wendungen vollziehen lassen. Noch etwas kniffliger ist der Trick-Modus, mit dem Mann den Roboter zum Knattern, Blinken und Hüpfen bringt. Weil Ollies Bewegungen aber eher zufällig sind, kommen selten runde Fahrten zustande. Im Gegenteil, Zusammenstösse sind unvermeidlich. Aber das macht nichts: Seine Plastikreifen schützen das Motörchen gegen Stösse und Erschütterungen. Einzig der Akku kann Ollie stoppen – und zwar etwa nach einer Stunde. Und fragen Sie jetzt nicht nach dem Nutzen! Auch ein Besuch in der Oper, ein Fernsehabend oder die Lektüre eines Krimis nützt nichts. Aber es macht Spass, genau wie ein Ride mit Ollie.

Diskutieren Sie mit

Gibts das Kind in Ihnen noch? Ihre Meinung www.migrosmagazin.ch/nerdswords


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MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015

BITTE MELDE DICH | 87

 Ich suche Beatrice FlückigerHuber. Wir haben in den Jahren 1983 bis 1985 im ehemaligen Bezirksspital Breitenbach zusammen gearbeitet und uns dann leider nach einer gewissen Zeit aus den Augen verloren. Ich würde den Kontakt sehr gern wieder erneuern. Wer kann mir Angaben über den Verbleib von Bea Flückiger machen? Vielen Dank! Silvia Muster E-Mail: si-mu@gmx.ch  Gesucht werden: Fridolin Portmann und Franz Voser. Fridolin Portmann, 1962 wohnhaft gewesen in Oberwil AG, und Franz Voser, 1962 wohnhaft gewesen in Wettingen AG, haben beide den Fourier abverdient. Dies in der Uem RS 38, II. Kp. in der Kaserne Bülach, vom 5. Februar bis 2. Juni 1962. Wer mir ihre Adressen verraten kann, soll sich bitte melden bei Peter Gauch Rainstrasse 10 3185 Schmitten E-Mail: pega@rega-sense.ch  Liebe Baselbieterin. Im März 1993 sind wir uns in der Stadt Sucre, Bolivien, begegnet. Ich (ebenfalls Schweizer) war damals knapp 30, du ungefähr 26, sodass du heute vermutlich um die 45 bis 50 sein dürftest. Du hattest mittellanges, blondes Haar. Wenn ich mich richtig erinnere, warst du damals Kindergärtnerin oder eventuell Primarschullehrerin. Dein Aufenthalt in Bolivien und eventuell auch Chile stand im Zusammenhang mit einem Hilfsprojekt zugunsten von Kindern. Wir unternahmen täglich etwas zusammen. Wir vereinbarten, miteinander in Kontakt zu bleiben. Du schriebst mir damals deinen Namen und die Baselländer Anschrift in meine Agenda. Weil ich in Emigration und reisend in Bolivien weilte, konnte ich dir keine Schweizer Kontaktadresse hinterlassen. Wenige Wochen später wurde mein kleiner Tagesrucksack mit der Agenda in La Paz, Bolivien, gestohlen. Der Verlust jener Agenda war eine absolute Katastrophe, weil dadurch zahlreiche internationale Kontakte und Freundschaften für immer verloren gingen. Ich möchte versuchen, den Kontakt mit dir wiederherzustellen, auch wenn es mit so wenig Angaben sehr schwierig ist. Doch ich studiere seit 1993 (d.h. seit 21 Jahren) immer wieder mal an dieser Sache herum und wie ich wenigstens den Kontakt zu dir wiederfinden könnte.

Markus «de Beck» Betschart  Die 80er-Jahre waren die Zeit des Plausch-Rock-’n’-Roll in Zürich. Markus «de Beck» Betschart, einer der allercoolsten Tänzer, war auch ein Bäcker mit eigener Bäckerei in Horgen. Beides beherrschte er vorzüglich und machte es leidenschaftlich und mit viel Herzblut. Leider haben wir uns dann durch diverse Umzüge aus den

Augen verloren. Wir würden uns sehr freuen, wieder mal etwas von dir zu hören. Vielleicht könnten wir wieder mal zusammen in den Ausgang? Wir wüssten gern, was aus dir geworden ist und wo du jetzt bist. Dany und Ursi (Zurflüh), damals wohnhaft in Wädenswil E-Mail: legolas@dww.ch

Wafm RS 101 II. Kp., Worblaufen  Gesucht werden die Rekruten der Wafm RS 101 II. Kp., Worblaufen, 7. 2. 1955 bis 4. 6. 1955. 2015 sind es 60 Jahre her seit der RS. Zeit für ein Treffen.

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5. Tag - Romantisches Burgenland Neusiedlersee Auf der Fahrt nach Wien entdecken wir heute das fantastische Burgenland. Nach der Besichtigung des Weinortes Rust laden wir Sie zu einem typischen Mittagessen mit Musik ein. Bei der anschliessenden Schifffahrt auf dem Neusiedlersee können Sie die Schönheit des Gebietes von See aus bewundern und die abschliessende Pferdekutschenfahrt bringt uns den Nationalpark Seewinkel näher. Abends Weiterfahrt nach Wien und Nachtessen im Hotel. 6. Tag - Tages- und Abend Programm in Wien Heute erleben wir bei einer Stadtführung unter kundiger Leitung die Höhepunkte der Walzerstadt. Selbstverständlich darf neben den vielen Sehenswürdigkeiten auch ein Besuch im Schloss Schönbrunn nicht fehlen! Später geht es weiter zum berühmten Prater mit seinem Riesenrad. Nach der Fahrt und der Besichtigung von Wien aus der Vogelperspektive erwartet uns ein traditioneller Heurigen-Abend in Grinzing mit Essen, Wein und Musik. 7. Tag - Spanische Hofreitschule & J. Strauss Konzert Nach dem Frühstück besuchen wir die Morgenarbeit mit den Lipizzanerhengsten in der weltberühmten Spanischen Hofreitschule. Der Nachmittag steht Ihnen dann zur freien Verfügung – Zeit zum Einkaufen, Staunen und Geniessen. Zum Abschluss dieser schönen Reise ist für den Abend noch etwas ganz besonderes für Sie geplant: Sie besuchen ein Johann Strauss Konzert im Wiener Kursalon. Ein Abend voller Wiener Charme & schwungvollen Walzerklängen.

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BITTE MELDE DICH | 89

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

Damals hatte ich noch keine E-Mail. Jemand gab mir nun den Tipp, es hier in der Rubrik «Bitte melde dich» zu versuchen. Ich habe mich deshalb durchgerungen, es auf diesem Weg zu versuchen. Ich weiss, es ist die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Doch vielleicht erinnert sich jemand an eine Baselbieter Kindergärtnerin, die Anfang 1993 eine Südamerikareise gemacht hat. Ich bin für jeden Tipp dankbar. Esteban W. E-Mail: sumac_orcko1545@hispeed.ch www.migrosmagazin.ch

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grüssung an Bord unseres Twerenbold- Busses und Fahrt nach Granada. 2. Tag: Granada. Der heutige Tag steht ganz im Zeichen Granadas und seiner berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Die Stadt ist vor allem bekannt für die Alhambra, den berühmten maurischen Palast und die Generalife-Gärten. Nach lebhafter Geschichte, die bis ins 9. Jh. zurückgeht, wurde das Bauwerk 1870 zu einem nationalen Denkmal erklärt. Von unserem Hotel erreichen wir in nur zwei Minuten den Eingang der dominant über der Stadt gelegenen Alhambra mit den schönen Generalife-Gärten. Granada begeistert aber auch dank seiner herrlichen Lage am Fuss der Sierra Nevada. Ebenfalls sehenswert ist der faszinierende Stadtteil Albaicín, den wir am Nachmittag besuchen. 3. Tag: Fakultativer Ausflug Córdoba. * Tagesausflug nach Córdoba. Die Stadt ist mit ihren weissgetünchten Häusern und zauberhaften Innenhöfen eine weitere andalusische Perle. Die wechselhafte Geschichte hat auch hier ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehört die herrliche Moschee (Mezquita), die zu beiden Seiten von Hofgärten mit Orangenbäumen flankiert ist. Das prunkvoll geschmückte Innere besticht durch das Rundbogengewölbe und Mosaike. Auf einer geführten Stadtbesichtigung sehen wir ausserdem das jüdische Viertel, ein malerischer Stadtteil, Veranden und Springbrunnen. Danach freie Zeit für individuelle Entdeckungen. 4. Tag: Fakultativer Ausflug Panoramatag Las Alpujarras – Costa Tropical. * Auf unserem heutigen Panoramaausflug entdecken wir die landschaftlichen Schönheiten der

Alhambra in Granada

zwischen dem Südhang der Sierra Nevada und dem Meer gelegenen Region von Las Alpujarras. Überragt von den weissen Gipfeln der Sierra gedeihen hier Kirsch- und Feigenbäume. Entlang der Hügelketten sehen wir eine Reihe von malerischen Dörfern und Weilern. Aus dieser Region stammen auch viele kulinarische Köstlichkeiten, wie der berühmte Jamón de Serrano. Unterwegs zur Costa Tropical durchqueren wir eine der fruchtbarsten Regionen Spaniens. Hier herrscht das perfekte Klima für den Anbau von tropischen Früchten wie Zimtäpfel, Papayas, Avocados und Mangos. Bei Salobreña, einem Dorf mit weissen Häusern, geniessen wir ein grossartiges Panorama auf die umliegenden fruchtbaren Ebenen und Strände der Costa Tropical, bevor wir nach Granada zurückkehren. 5. Tag: Fakultativer Ausflug Ronda. * Landschaftlich eindrückliche Fahrt nach Ronda, das in atemberaubender Lage, umgeben von Bergen und am Rand einer tiefen Schlucht liegt. Den besten Panoramablick hat man von der Neuen Brücke aus. Die typisch andalusische Stadt Ronda ist weiter wegen ihrer weissgetünchten Häuser und den maurischen Ruinen eine Augenweide. Berühmt ist auch die zweitälteste Stierkampfarena Spaniens. All diese Sehenswürdigkeiten lernen wir auf einem gemütlichen Stadtbummel kennen. 6. Tag: Granada–Málaga – Rückflug nach Zürich. Wir verlassen Granada und fahren zurück zur Küste nach Málaga und Rückflug mit Swiss nach Zürich.

Sonntag – Freitag 1: 15.03.–20.03. 2: 22.03.–27.03. 3: 29.03.–03.04. 4: 05.04.–10.04. 5: 12.04.–17.04. 6: 19.04.–24.04. 7: 26.04.–01.05. 8: 03.05.–08.05. 9: 10.05.–15.05. 10: 17.05.–22.05. 11: 24.05.–29.05. Unsere Leistungen ■

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Nicht inbegriffen ■

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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

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UNTERHALTUNG | 93

QUIZ: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die acht Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. 1. Wie nennt man eine Zusammenballung von Hausstaub? R Garnratte

F

Wollmaus

M Filzlaus

So nehmen Sie teil

2. Alle Instrumente einer Musik-Gruppe werden eingestimmt auf den…? O Jammerton

U Kammerton

E

Telefon Wählen Sie die 0901 560 042 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD2 gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD2 VORRUNDE Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Quiz, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel

Karton

3. In welchem Ort existiert keine Radrennbahn? C Bern

D Grenchen

S Zürich

4. Bis wann war der SAC ein reiner Männerbund? A 1881

E

1935

H 1986

5. Mit was befasst sich ein «Ripperologe»? H Rippen

S Jack the Ripper

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Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.1.2015, 24 Uhr Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der MigrosMedien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.

6. Wo, nördlich der Alpen, befindet sich einer der grössten Kastanienwälder? B Murg

A Liestal

V Uznach

7. Wie nennt man eine scheinbare negative Wirkung eines Medikaments? A Nocebo-Effekt

U Placebo-Effekt

E

Dolus-Effekt

8. Wo werden Nabelschnurkabel eingesetzt? S Schiffsbau

T

Medizin

U Raumfahrt

Auflösung Nr. 1: SEMESTER Gewinner Nr. 51: Alfred Gäumann, Wichtrach BE; Bernadette Heller, Willisau LU; Herta Huber, Herrliberg ZH

Lösungswort: 1

2

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5

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7

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PAROLI: GESAMTWERT 300 FRANKEN

Gewinnen Sie eine von 3 Migros-Geschenkkarten im Wert von je 100 Franken! Füllen Sie die zehn Wörter in das Rätselgitter ein. Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.

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So nehmen Sie teil

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Auflösung Nr. 1: PARIS Die Gewinner Nr. 52 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/raetsel

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung. Computergesteuerte Massenteilnahmen sind nicht gewinnberechtigt. Die Mitarbeiter der Migros-Medien sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

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UNTERHALTUNG | 95

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BRÜCKEN

Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen. www.bimaru.ch

Jeder Kreis stellt eine Insel dar. Die Zahl darin gibt an, wie viele Linien (Brücken) dort enden. Brücken sind nur zu horizontal oder vertikal benachbarten Inseln erlaubt. Diese dürfen mit einfachen oder doppelten Brücken verbunden werden. Am Schluss sollen alle Inseln miteinander verbunden sein. Kreuzungen, diagonale Brü2 4 3 3 3 cken und Verbindungen mit mehr als 2 Linien sind nicht erlaubt. 1 3 3 www.raetsel.ch/bruecken

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KINDEREGGE

Rätse lspa ss Hugo zu Nina: «Ich mag keinen Käs e mit Löchern!» Antwortet Nina: «Dann iss doch den Käse und lass die Löcher liegen.» r Lehrer weckt Leo schläft im Unterricht. De stellen, dass das ihn: «Ich kann mir nicht vor en ist!» Darauf der richtige Platz zum Schlaf ssen nur leiser Leo: «Es geht schon. Sie mü sprechen!»

Hugo: «Warum legst du deinen Teddy in den Kühlschrank?» Nina: «Weil ich einen Eisbären haben will!» Entdecke die fantastische Welt der Lilibiggs

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NINA DIE HÖHLENFORSCHERIN Nina hat draussen beim Spielen eine riesige Eishöhle entdeckt. Natürlich muss die gründlich erforscht werden. Leider hat sie vergessen, ihren Weg zu markieren und sich so hoffnungslos verirrt. Kannst du ihr helfen aus der Höhle zu kommen?


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RÄTSEL & SPIELE

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015 |

UNTERHALTUNG | 97

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SUDOKU: GESAMTWERT 500 FRANKEN

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Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts.

So nehmen Sie teil

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Telefon Wählen Sie die 0901 560 044 (Fr. 1.–/Anruf ab Festnetz) SMS Senden Sie MMD4 gefolgt von der Lösungszahl, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an die 920 (Fr. 1.–/SMS). Beispiel: MMD4 234 Hans Mustermann Musterstrasse 22 8000 Musterhausen Postkarte (A-Post) Migros-Magazin, Sudoku, Postfach, 8074 Zürich Internet www.migrosmagazin.ch/raetsel Teilnahmeschluss: Sonntag, 11.1.2015, 24 Uhr

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Die Gewinner Nr. 52 finden Sie unter: www.migrosmagazin.ch/ raetsel

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Herausgeber: Migros-Genossenschafts-Bund Leiter Migros-Medien: Lorenz Bruegger Publizistische Leitung: Monica Glisenti Chefredaktor: Hans Schneeberger Produktion: Andrej Abplanalp (Leitung), Bettina Langenbach (Chefin vom Dienst), Gerda Portner (Produzentin), Heinz Stocker (Korrektor) Ressort Reportagen: Sabine Lüthi (Leitung), Almut Berger, Andrea Freiermuth, Yvette Hettinger, Ralf Kaminski, Silja Kornacher (Volontärin), Monica Müller, Daniel Schifferle (Verantwortlicher Leben), Reto E. Wild

Ressort Migros Aktuell: Daniel Sidler (Leitung), Jean-Sébastien Clément, Andreas Dürrenberger, Béatrice Eigenmann, Anna Meister, Christoph Petermann, Michael West

Lithografie: Reto Mainetti (Leitung), René Feller, Max Sommer

Ressort Shopping & Food: Larisa Matkovic-Kilibarda (Leitung a. i.), Stefan Kummer (Produktionsleiter), Robert Rossmanith (Produktion), Heidi Bacchilega, Dora Horvath, Sonja Leissing, Fatima Nezirevic, Nicole Ochsenbein, Anna-Katharina Ris, Claudia Schmidt, Jacqueline Vinzelberg, Anette Wolffram

Bildredaktion: Olivier Paky (Leitung), Benjamin Krüger, Franziska Ming, Susanne Oberli, Helen van Pernis

Layout: Bruno Boll (Creative Director), Doris Oberneder (Art Director), Werner Gämperli, Nicole Gut, Gabriela Masciadri, Pablo Tys, Tatiana Vergara

Prepress: Liliane Bolliger, Marcel Gerber

Online: Reto Meisser, Reto Vogt

Kommunikation & Medien-Koordination: Eveline Zollinger (Leitung), Larisa Matkovic-Kilibarda, Rea Tschumi

Michael Glarner, Christine Kummer, Janine Meyer, Jasmine Steinmann

Verlag: Rolf Hauser (Leitung), Alexa Julier, Laila Müller-Boonya, Margrit von Holzen verlag@migrosmagazin.ch Tel: 058 577 13 70, Fax: 058 577 13 71

Media-Services: Patrick Rohner (Leitung), Tabea Burri, Aisha Kaufmann, Theresa Wuitz

Sekretariat: Stefanie Zweifel (Leitung), Imelda Catovic Simone, Nicolette Trindler

Anzeigen: Thomas Brügger (Leitung), Gian Berger, Yves Golaz, Andreas Hess, Hans Reusser, Angela Scasascia anzeigen@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 73 Fax: 058 577 13 72

Honorarwesen: Verena Hochstrasser

Innendienst: Nicole Thalmann (Leitung), Verena De Franco,

Lesermarkt: Carina Schmidt (Leitung), Marianne Hermann

Abonnemente: Sonja Frick (Leitung), Sibylle Cecere abo@migrosmagazin.ch Telefon: 058 577 13 00 Fax: 058 577 13 01 Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG


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MEINE WELT 100 |

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JAN MESSERLI

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NR. 2, 5. JANUAR 2015 | MIGROS-MAGAZIN |

«Meine Mutter hat mir den Spitznamen Joghurtmörder gegeben»

Musicaldarsteller und Philosophiestudent: Jan Messerli bringt seine beiden Leidenschaften erfolgreich unter einen Hut. Zurzeit tourt der Berner Joghurtliebhaber mit «De Zauberlehrling» durchs Land – und hofft, dass seine Hose dabei nicht noch einmal reisst. Wieso leben Sie in Blumenstein?

Gute Frage. Eigentlich will ich schon lange nach Bern ziehen – täglich zwei Stunden mit «Poschi» und Zug zwischen Elternhaus und Uni zu pendeln, sind wirklich kein Schleck. Vielleicht klappts ja dieses Jahr endlich. Beruf und Lebenslauf:

Name: Jan Simon Messerli (23) Sternzeichen: Widder Wohnort: Blumenstein BE

Philosophiestudent an der Uni Bern und Musicaldarsteller. 2007 schleppte mich meine Mutter zu «Les Misérables» an die Thunerseespiele mit – eine Offenbarung! So singen wollte ich auch, weshalb ich mich stinkfrech für den Laienchor bewarb. Meinen ersten Auftritt hatte ich 2009 in «Jesus Christ Superstar», es folgten «Gotthelf», «Titanic» und «Der Besuch der alten Dame». Mein erstes Profi-Engagement erhielt ich in «Alperose», eine erste Hauptrolle diesen Sommer in «1476». «De Zauberlehrling» ist meine zweite Hauptrolle. Was ich mag:

Authentizität. Gitarre und Klavier spielen, ich bin Autodidakt. Mani Matter. Und Pünktlichkeit: Ich bin meist zehn Minuten zu früh. Was ich nicht mag:

Moralprediger und Leute, die meinen, sie hätten die Wahrheit mit Löffeln gegessen. Wenn jemand in meiner Gegenwart SMS schreibt. Darauf reagiere ich jeweils richtiggehend allergisch.

MEIN LIEBLINGSORT

«An dieser Stelle steht im Sommer die Bühne der Thunerseespiele. Hier bin ich das erste Mal vor 2700 Menschen aufgetreten. Ich bekomme jedesmal Hühnerhaut, wenn ich hier bin.»

Was ich an mir mag:

Wenn ich Mist gebaut habe, stehe ich auch dazu! Was ich an mir nicht mag:

Dass ich mich manchmal über andere stelle. Wenn ich beispielsweise spät abends im Zug sehe, wie sich Gleichaltrige benehmen, ertappe ich mich oft dabei, wie ich die Augenbrauen hochziehe. Meine Lieblingsmusical:

«Jesus Christ Superstar» – die Musik ist der Hammer. Meine Freundin Catherine mag sie schon nicht mehr hören, so oft läuft sie. Mein Vorbild:

Ich versuche, möglichst von allen zu lernen, mit denen ich auf der Bühne stehe. Mein beruflicher Traum:

Ein Forschungsauftrag an der Uni. Oder ein Job als Gymnasiallehrer. Und dazu die Hauptrolle in «Jesus Christ Superstar». Aber das ist jetzt schon ein bisschen grössenwahnsinnig. Oder?

MEIN LIEBLINGSPRODUKT

«Meine Mutter hat mir den Spitznamen Joghurtmörder gegeben. Weil es kein M-Classic-Mokkajoghurt gibt, das mir nicht früher oder später zum Opfer fällt.»

Mein peinlichster Moment:

An der Vorpremiere von «De Zauberlehrling» ist meine Hose gerissen. Worauf so ein Knirps im Zuschauerraum ganz laut «Ig gseh sis Füdli!» geschrien hat. Text: Almut Berger Bilder: Fabian Unternährer

www.dezauberlehrling.ch

MEINE LEKTÜRE

«Pendeln und Lesen geht für mich zusammen. Zurzeit lese ich ‹Why Law Matters› des israelischen Philosophen Alon Harel. Auch mit dabei ist ‹Eine Theorie der Gerechtigkeit› von John Rawls.»


MEINE WELT

MIGROS-MAGAZIN | NR. 2, 5. JANUAR 2015

JAN MESSERLI | 101

MEIN KLAVIER

«Bei den Thunerseespielen habe ich mich damals mit ‹If I Were a Rich Man› aus ‹Anatevka› beworben. Der Song war der Einzige, den ich auch auf dem Klavier spielen konnte.»

MEINE UNI

«Wenn ich nicht auf der Bühne stehe, trifft man mich meist in der ‹Unitobler› in Bern. Wo heute Philosophie gelehrt wird, wurde einst Toblerone hergestellt ‒ daher der Name.»

Bild: Christian Knecht

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MEINE ROLLE ALS ZAUBERLEHRLING

«Serafin und ich sind uns verblüffend ähnlich: immer in Bewegung, neugierig und oft auch stinkfrech. Und während Serafin immer besser zaubern lernt, lerne ich immer besser Theater spielen. Hoffentlich!»

MEIN BESTER FREUND

MEIN GEGENTEIL

«Seckle, bike, umezwaschple: Ich bin immer in Bewegung. Familienhund Bailey ist das totale Gegenteil: Möglichst nicht bewegen, lautet seine Devise. Gemeinsame Spaziergänge sind daher

«Benjamin Krebs (24) ist der ideale Teetrink- und Gesprächspartner, ich kenne ihn noch aus der Schule. Wir treffen uns regelmässig auf ein Stück Schoggikuchen im ‹Kaffee und Kuchen› am Mühliplatz in Thun.»


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und sieben Übernachtungen all-inclusive. So gefunden am 17.12.2014 für die Reisedaten 02.06.–09.06.2015. Dies ist ein Richtpreis. Preise können variieren.

Sherwood Greenwood Resort ★ ★ ★ ★ · In einem Naturparadies gelegen · Wenige Schritte vom Sand-/Kiesstrand entfernt · Pool mit getrenntem Planschbecken · Spa/Wellnesszentrum

Serenis Side ★ ★ ★ ★ · In der Ferienregion Side-Kumköy gelegen · 500m vom flach abfallenden Sandstrand entfernt · Grosse Poollandschaft mit 5 Wasserrutschen · Hoteleigener Shuttleservice zum Strand inbegriffen

Hotel inklusive Flug

Hotel inklusive Flug

ab CHF 357*

ab CHF 419*

Mallorca Die Baleareninsel bietet einiges mehr als nur Party und überrascht mit ihrer Vielfalt: unberührte Natur, herrliche Strände, romantische Buchten und ruhige Fischerdörfer – lassen Sie sich verzaubern.

Iberostar Playa De Muro ★ ★ ★ ★ · Traumhafte Lage direkt am Strand · Beliebtes Hotel der gehobenen Mittelklasse · Ausgezeichnete Strandlage mit schönem Garten · Spa/Wellnesszentrum

Hesperia Playas De Mallorca ★ ★ ★ · Zentral am schönen Sandstrand von Santa Ponsa · Einkaufsmöglichkeiten in Gehdistanz · Aussenanlage mit gepflegtem Garten und Pool · Hoteleigenes Unterhaltungsprogramm

Hotel inklusive Flug

Hotel inklusive Flug

ab CHF 583*

Nadja Kirchner Travel Agent Unsere Reiseprofis beraten Sie gerne: 044 200 26 26 www.travel.ch

ab CHF 420*

Mallorca Mauritius

CHF 420* ab CHF 1691*

ab

* Preis pro Person in CHF, inklusive Flug ab/bis Zürich

und sieben Übernachtungen mit Halbpension. So gefunden am 17.12.2014 für die Reisedaten 06.05.–13.05.2015. Dies ist ein Richtpreis. Preise können variieren.


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