Ausgabe Neuenburg-Freiburg, AZA 1953 Sion Responce Zentral
migros.ch/magazin | MM1, 4.1.2021
INTERVIEW
Autorin Marian Donner plädiert für mehr Exzess und weniger Yoga Seite 34
Solarflug
Schweizer Ökopionier will in die Stratosphäre Seite 20
Bargeld ade: Immer weniger Menschen bezahlen cash
Generation Zukunft So denken Jugendliche wie Ronja Fankhauser über Arbeit, Liebe und Politik Seite 12
Bild: Christian Schnur
Seite 10
Nichts vom Tier: Rezepte und Tipps für einen veganen Januar
Seite 28
Adressänderungen bitte der Post melden oder dem regionalen Mitgliederdienst, Tel: 058 574 83 37, an den Nachmittagen von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr, oder per Mail: registre.mnf@gmnefr.migros.ch
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4 | 4.1.2021 | MEINE MIGROS
Mit gutem Gewissen einkaufen In den Online-Shops von Digitec Galaxus finden sich viele nachhaltige Produkte – vom energiesparenden Drucker bis zum Kinderbett aus Schweizer Holz. Dank eines neuen Filters lassen sich solche Artikel gezielt auswählen. Dabei helfen Suchkriterien wie «energieeffiziente Nutzung», «fairer Handel» oder « biologisch».
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Im neuen Jahr dazulernen Mit den Online-Kursen der Klubschule Migros gelingt es besser, die Vorsätze fürs Jahr 2021 auch einzuhalten – etwa weniger Zucker zu essen, endlich die Lieblings-Fremdsprache zu lernen oder mit M editation mehr Ruhe zu finden. Für jedes Ziel gibt es eine passende Veranstaltung. Teilnehmen kann man ganz bequem von daheim aus: klubschule.ch/online
Wie entsorge ich ein zer brochenes Trinkglas ökologisch?
Werfen Sie die Scherben bitte nicht in einen Altglascontainer, sondern in den Hauskehricht. Ein Trinkglas enthält andere Stoffe als eine Trinkflasche. Wenn es trotzdem im Altglas landet, führt das beim Recycling zu Qualitätsproblemen. Haben Sie eine Frage? Kontaktieren Sie uns! M-Infoline, der Kundendienst der Migros, ist erreichbar unter Tel. 0800 84 0848 oder migros.ch/ kundendienst
Zellulose statt Plastik Die Migros bietet Zwiebeln und Knoblauch in einer neuen Verpackung an: Ein Netz aus Zellulose ersetzt das frühere Plastiknetz. Pro Jahr lassen sich so insgesamt 41 Tonnen Kunststoff einsparen.
Beliebter Beutel
Der Veggie Bag aus der Migros hilft, Plastikabfall zu vermeiden und ist erst noch praktisch: In die wieder verwendbaren Beutel kann man Obst und Gemüse aus dem Offenverkauf abfüllen, das Preisschild klebt man anschlies send auf den angenähten Stoff. Der Veggie Bag schluckt zum Beispiel locker 2,5 Kilo Äpfel, und er lässt sich bei 30 Grad in der Maschine waschen. An dieser Stelle bringen wir wöchentlich Beispiele dafür, wie die Migros das Leben der M enschen in der Schweiz einfacher macht.
MEINE MIGROS | 4.1.2021 | 5
50 Jetzt gibt es einen weiteren Grund, den Kult-Ice-Tea der Migros zu lieben: Die Flasche besteht neu zu 50 Prozent aus rezykliertem PET, was der Umwelt nützt.
Das Beste in den Backofen Amelia Brito hat den Namen ihres LieblingsSupermarkts ins Mehl auf dem Küchentisch geschrieben. Denn die Leserin aus A igle VD bäckt am liebsten mit Zutaten aus der Migros. Schicken auch Sie Ihr igros-Bild. Wird das Foto ab M gedruckt, gewinnen Sie einen Einkaufs gutschein im Wert von 50 Franken. Teilnahme: www.migmag.ch/blickfang
Bild: Roger Hofstetter
6 | 4.1.2021 | AUGENBLICK
AUGENBLICK | 4.1.2021 | 7
11:15 Uhr
Im Waschlabor der MigrosTochter Mibelle Group wird selbst hartnäckigsten Flecken der Garaus gemacht. Spezialistinnen wie Caroline Schunk, die im Hintergrund zu sehen ist, entwickeln hier neue Waschmittel. Das Bild ist am 22. Dezember entstanden. Migros-Moment in Frenkendorf BL
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INHALT | 4.1.2021 | 9
Sechs einfache Übungen und drei Hilfsmittel: So leicht geht das Fitness training zu Hause.
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INHALT
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Ein Monat ganz ohne tierische Produkte? Mit unseren Rezepten wird der Januar zum «Veganuary».
Impressum
Adresse Limmatstrasse 152, Postfach 1766, 8031 Zürich Telefon: 0800 84 0848 Kontakt: www.migmag.ch/leser Herausgeber Migros-Genossenschafts-Bund Chefredaktion Franz Ermel (Ltg.), Steve Gaspoz, Rüdi Steiner Auflage/Leserschaft: Beglaubigte Auflage: 1 556 071 Ex. (WEMF 2020) Leserschaft: 2 245 000 (WEMF, MACH Basic 2020-2) Abonnemente: www.migmag.ch/abo Tel.: 058 577 13 00 Ausführliches Impressum unter migrosmagazin.ch/impressum
Bilder: Migusto, Fred Merz/lundi13; Illustration: James Boast/2Agenten
MIGROS-MAGAZIN vormals: Wir Brückenbauer, Wochenblatt des sozialen Kapitals, Organ desMigros-Genossenschafts-Bundes, Migrosmagazin.ch
In seinem Solarflieger will der Neuenburger Raphaël Domjan die Erde 25 Kilometer hinter sich lassen. Mit dem Rekordversuch wirbt er für den Klimaschutz.
10 Bares wird rar Corona beschleunigt den Wechsel zu Digitalgeld 12 Die heutige Jugend Sie nimmts nicht auf die leichte Schulter: Sechs 20-Jährige erklären, was sie umtreibt 20 Rekordflug fürs Klima Raphaël Domjan fliegt im Solar flugzeug in die Stratosphäre 23 Der andere Blick Diese Woche: Sara Satir 24 In Topform kommen Ohne grossen Aufwand zum sinnvollen Training zu Hause 28 Veganer Monat Tipps, Infos und Menüs sorgen für Spass im Januar 34 Absage an die Ich-AG Die holländische Schriftstellerin Marian Donner will mehr über die Stränge schlagen 42 Ihre Region Aktionen, Reportagen, News
50 Stadt, Land, Stutz 51 Rätsel und Spiele 54 Meine Welt «Wilder»-Schauspielerin Sarah Spale zeigt ihr Basel
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10 | 4.1.2021 | ZAHLUNGSMITTEL Sind Geldscheine Virenschleudern?
Bye Bye Bargeld?
Das australische Biosicherheitslabor «Centre for Disease Preparedness» hat nach gewiesen, dass Coronaviren bis zu 28 Tage lang auf Banknoten überleben können. Ob man sich über Bargeld a nstecken kann, ist in der Wissenschaft trotzdem umstritten. Fest steht: Wer bargeldlos bezahlt, ist schneller und v erkürzt die Dauer der Kontakte. Bis zu 80 Franken kann man ohne Pin-Code zahlen, das frühere Limit von 40 Franken wurde wegen Corona angehoben.
Wegen Corona lassen viele Leute die Finger von Münzen und Banknoten; lieber bezahlen sie mit Karte oder Handy. Wird Bargeld bald abgeschafft? Text: Michael West
Warum sind die grossen Banknoten weniger betroffen? «In jeder Krise gibt es Privatleute, die besonders aus Angst vor einem Bankencrash Bargeld horten», sagt Tobias Trütsch, Zahlungsökonom der Universität St. Gallen (HSG). «Auch manche Firmen füllen dann vorsorglich ihre Tresore mit Cash.» Solche Notvorräte werden vor allem in grossen Scheinen angelegt.
Werden alle Banknoten weniger genutzt? Nein, vor allem die 10er-, 20erund 50er-Noten wurden zu Beginn der Coronakrise weniger genutzt. Das lag daran, dass die Menschen in der Schweiz häufiger online einkauften und im L aden öfter bargeldlos bezahlten. Im Sommer, nach dem Ende des L ockdowns, nahm die Nachfrage wieder zu, erreichte aber nicht mehr ganz das frühere Niveau. Quelle: Schweizerische Nationalbank
Wie bezahlen die Migros-Kundinnen und -Kunden? Vor dem Ausbruch der Pandemie wurden etwa 60 Prozent der Einkäufe an der Migros-Kasse bar bezahlt. Im Lockdown bezahlten dann plötzlich 60 Prozent der Kundinnen und Kunden bargeldlos. I nzwischen hat die Gruppe der Barzahler wieder etwas zugenommen, sie sind aber weiterhin in der Minderheit.
ZAHLUNGSMITTEL | 4.1.2021 | 11
Wie lange halten Geldscheine die Strapazen des Alltags aus? Was sind die ältesten Schweizer Geldstücke, mit denen man bezahlen kann? Die 1879 geprägten 10-Räppler sind noch im Umlauf.
Grosse Banknoten halten länger durch. Eine 1000er-Note hat eine Lebenserwartung von über zehn Jahren, weil man sie meist an einem sicheren Ort aufbewahrt und nicht zusammengefaltet ins Portemonnaie stopft. 20er- und 10er-Noten müssen schon nach zwei bis drei Jahren ersetzt werden.
Wie teuer ist es, eine Schweizer Banknote herzustellen? Erstaunlich günstig: Die Entwicklung, der Druck und die verwendeten Materialien kosten pro Geldschein der neuesten Serie im Schnitt nur etwa 40 Rappen.
Ein Kartenlesegerät kann ausfallen, ein Handy einen leeren Akku haben. Banknoten funktionieren immer. Sie machen es leicht, den Überblick über die Ausgaben zu behalten. Viele Leute finden es auch sympathisch, dass Bargeld keine Datenspur hinterlässt. «Darum ist eine Abschaffung des Bargelds in der Schweiz vorläufig undenkbar», versichert Trütsch, «das liesse sich politisch nicht durchsetzen.»
«Geldfälscher gibt es weiterhin», sagt Trütsch. «Sonst müsste die Nationalbank nicht immer w ieder neue Banknotenserien mit noch raffinierteren Sicherheitsmerkmalen auflegen.» In der organisierten Kriminalität gibt es jedoch einen klaren Trend zu bargeldlosen Betrügereien. Das ist für die Kriminellen oft weniger riskant und e inträglicher als ein B ankraub.
Illustration: Getty Images
Bietet Bargeld überhaupt noch Vorteile?
Werden Geldfälscher und Bankräuber allmählich aussterben, weil Bargeld seltener benutzt wird?
12 | 4.1.2021 | LEBEN MIT ZWANZIG
Jugend heute Das Migros-Magazin hat sechs junge Menschen zu einer Diskussionsrunde über ihre Lebenssituation eingeladen. Text: Ralf Kaminski, Lisa Stutz, Anne-Sophie Keller Bilder: Christian Schnur
Arbeitswelt
LEBEB MIT ZWANZIG | 4.1.2021 | 13
Was beschäftigt euch gerade so im Leben? Silvana: Die Politik. Bald kommt die Abstimmung über die Trink wasser-Initiative. Von ihr hängt es ab, ob ich einmal den land wirtschaftlichen Betrieb weiter führen kann, den meine Gross eltern aufgebaut haben. Es macht mir Sorgen, wie es für unsere Familie weiterginge, falls sie angenommen würde. Cloé: Ich bin mit meiner Situa tion gerade sehr zufrieden. Nach einer Findungsphase habe ich kürzlich angefangen, Journalis mus und Organisationskommu nikation zu studieren, und denke, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Das ist ein gutes Gefühl. Nino: Persönlich läuft es gut für mich, ich komme voran mit meinem Studium. Politisch ste hen wir an einem Wendepunkt, an dem es sich entscheidet, wie es mit der Schweiz und der Welt weitergeht. Ronja: Das sehe ich ähnlich. Mich beschäftigen Fragen zu unserem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem stärker als meine persönliche Situation, mit der ich recht zufrieden bin. Gerade im Zusammenhang mit dem Klimawandel frage ich mich, was ich selbst ändern kann, um etwas für die richtige Richtung beizutragen. Ausser dem beschäftigt mich, in wel chen Bereichen ich privilegiert oder diskriminiert bin und wie ich damit besser umgehen kann.
Seid ihr alle unterwegs zu eurem Traumjob? Silvana: Meine landwirtschaft liche Lehre war sicher der rich tige Entscheid. Im Moment bin ich am Ausprobieren, ich bin bei einem Betrieb angestellt, im Winter habe ich eine Saison stelle im Service eines Restau rants. Landwirtschaft ist zwar meine Leidenschaft, aber ich will vorher noch ein bisschen etwas anderes sehen. Braelyn: Ich bin mit meinem Praktikum bei Star TV zufrieden. Die Medienindustrie finde ich spannend, auch weil sie als vierte Gewalt die Menschen so sehr be einflusst und so wenig reguliert ist. Aber noch mehr interessiert mich Marketing, ich möchte mich künftig stärker in diese Richtung begeben. Cloé: Ich bin tatsächlich auf dem Weg zu meinem Traumberuf. Ich möchte Moderatorin und Journalistin werden – und spüre jetzt schon durch erste praktische Einsätze und im Studium, wie gut das zu mir passt. Dabei wuss te ich lange nicht so recht, was ich will. Nach einem Praktikum als Lehrerin habe ich realisiert: bloss nicht! Aber schon bald ging eine neue Tür auf. Ronja: Bei mir ist es komplizier ter: Ich liebe das Schreiben, aber die Chancen sind gering, dass ich damit genug verdienen kann. Ich habe jedoch das Glück, dass ich in einem Kollektiv mit 15 an deren Personen bin und wir alle unsere Einnahmen teilen – des halb bin ich nicht zwingend auf ein stabiles Einkommen angewiesen. Ansonsten muss ich mir irgendeine Lohnarbeit suchen, um nebenher meiner Leidenschaft nachzugehen. Jean-Claude: Ich habe eine Lehre als Pharmatechnologe abge brochen, bin jetzt aber mit der KV-Lehre bei der Migros gut unterwegs, glaube ich. Der kauf männische Bereich ist lehrreich und macht mir Spass, nach der Lehre habe ich viele Möglich keiten, mich in eine bestimmte Richtung zu spezialisieren.
Nino: Ich war lange Zeit auf den Lehrerberuf fixiert, merke jetzt aber in meinem Studium, dass ich mit Geschichte und Geo grafie noch viel andere Möglich keiten habe. Derzeit denke ich, es könnte Richtung Humangeo grafie gehen, weil ich mich gerne mit dem Verhältnis zwischen Raum und Mensch beschäftige. Aber mal sehen. Ihr wollt also möglichst einen Job, der euch sinnvoll erscheint und Spass macht? Ronja: Idealerweise schon, aber in meinem Fall werden sich Leidenschaft und Geldverdienen wohl nicht vereinbaren lassen. Silvana: Und es tut auch ganz gut, mal etwas zu machen, das nicht so toll ist. Dann schätzt man es umso mehr, wenn man etwas findet, das einem gefällt. Es wird so vielleicht auch we niger rasch zur Routine.
Braelyn Mitrovic (21)
aus Wil SG macht eine Ausbildung im Bereich Grafik und Social Media. Sie ist trans, single und hat keine besonderen Hobbys.
Erlebt ihr die Arbeitswelt als einladend? Nino: Nicht wirklich. Ich finde es ziemlich schlimm, dass alles immer schneller, effizienter, bes ser werden muss. Stattdessen müsste doch jeder Mensch die Möglichkeit haben, eine Arbeit zu finden, die ihm oder ihr entspricht – und davon sind wir weit entfernt. Wir werden als Gesellschaft zwar immer pro duktiver, doch das wird nicht genutzt, indem wir etwa für alle die Arbeitszeit reduzieren. Braelyn: Ich habe nicht den Ein druck, dass wir in der Schweiz so effizient und produktiv unter wegs sind. Bezüglich Automati sierung, Digitalisierung und Datenschutz sind wir ziemlich rückständig, verglichen mit eini gen asiatischen Ländern. Ronja: Ich finde die Arbeitswelt auch nicht einladend. Vor allem tue ich mich schwer damit, dass über die Lohnhöhe einigen Auf gaben mehr Wert als anderen ge geben wird. Ist denn die Arbeit eines Strassenreinigers wirklich weniger wichtig als die einer Anwältin? So entstehen falsche Hierarchien und Dynamiken. Ist jemand zufrieden mit der Arbeitswelt? Silvana: Ich finde sie recht okay. Klar, irgendetwas findet man
immer, über das man schimpfen kann. Aber die Schweiz bietet doch gute, vielfältige Möglich keiten – man kann praktisch alles machen und verdient grundsätzlich genug, um davon leben zu können. Auch wenn es in einigen Jobs sicher noch mehr sein könnte. Sorgt ihr euch, dass es irgendwann nicht mehr genügend gut bezahlte Jobs geben könnte? Braelyn: Im Vergleich mit Süd korea sind wir doch ziemlich rückständig unterwegs. Dort hat man eine Robotersteuer eingeführt, deren Einnahmen an die Bevölkerung verteilt wer den, die das Geld in ihrer Region für Waren oder Dienstleistun gen ausgibt. Das wäre ein Weg, um Jobs, die durch die Automa tisierung wegfallen, finanziell zu kompensieren. Ich glaube allerdings nicht, dass das in meiner Lebenszeit schon ein so grosses Thema sein wird. Ronja: Aber für viele ist es doch jetzt schon schwierig. Es gibt zu wenig gut bezahlte Jobs. Und Leute, die ausländische Zerti fikate oder gar keine Papiere haben, bekommen kaum einen. Für mich selbst habe ich keine Angst, und hier im Raum muss sich deswegen wohl niemand Sorgen machen. Aber es gibt viele, die weniger privilegiert sind. Nino: Die Ungleichheiten sind einfach enorm – nur schon wie Arbeit definiert wird. Dass viele Frauen sich um Kinder oder Betagte kümmern, wird weder als Arbeit angesehen noch an gemessen bezahlt. Stattdessen wird pausenlos über die Digita lisierung diskutiert. Entschei dend ist doch, wie wir die sozial begleiten, und schon jetzt sind wir darin nicht besonders gut. Silvana: In meiner Branche ist es üblich, lange und hart zu arbei ten, das bin ich gewohnt. Und ja, es gibt bei der Lohnhöhe unfaire Aspekte, aber wer in der Schweiz arbeiten will, der findet Arbeit. Auch wenn das vielleicht nicht immer der Traumjob ist. Viel leicht muss es halt auch mal ein Scheissjob sein, denn auch der muss ja gemacht werden. Das Problem ist doch: Viele finden es heute unter ihrer Würde, gewisse Arbeiten zu übernehmen.
Beziehungen
14 | 4.1.2021 | LEBEN MIT ZWANZIG
Nur zwei von euch sind in einer Beziehung, Cloé und Ronja. Seid ihr anderen freiwillig oder unfreiwillig single? Silvana: Beides ein bisschen. Ich bin ganz froh, dass ich im Moment flexibel bin und auf niemanden schauen muss, weil doch gerade einiges in Bewe gung ist. Ich suche nicht aktiv, aber wenn der Richtige käme, würde ich mich über eine Beziehung freuen. Nino: Bei mir ist es ähnlich. Wenn sich etwas ergibt, ist gut, wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Ich bemühe mich derzeit nicht aktiv. Das hat viel leicht auch damit zu tun, dass es etwas gedauert hat, mir ein zugestehen, dass ich bisexuell bin – diesen Prozess musste ich erst mal durchmachen. Und wenn eine Beziehung, dann sollte es eine sein, die hält. Jean-Claude: Auch ich suche nicht aktiv, es gibt ja noch ein paar andere Dinge im Leben. Aber wenn sich etwas ergeben würde, sollte es auch längerfris tig sein, denn beide investieren viel Zeit und Energie, da sollte eine Beziehung schon länger halten als ein paar Wochen. Braelyn: Ich habe schlicht keine Zeit für eine Beziehung, ich schaffe es schon nicht, alle meine Freundschaften richtig zu pfle gen. Ausserdem war die letzte Beziehung schwierig. Sie hielt zwei Jahre, aber ich geriet in eine emotionale Abhängigkeit
LEBEN MIT ZWANZIG | 4.1.2021 | 15
und wurde zu einem Menschen, den ich kaum wiedererkannte. Es dauerte fast ein Jahr, bis ich mich davon erholt hatte. Ronja, Cloé, ihr seid glücklich verliebt? Cloé: Sehr! Wir kennen uns schon lange, gingen zusammen in die Sek. Und irgendwann ergab es sich dann halt. Ich bin ein Familienmensch und heimat bezogen, Zusammenleben und Gemeinschaft sind mir sehr wichtig. Er ergänzt mich, und das ist ein wunderschönes Gefühl. Ich bin auch überzeugt, dass man spürt, wenn man mit dem rich tigen Menschen zusammen ist. Ronja: Ich führe zwei Beziehun gen, die eine seit vier, die andere seit fünf Jahren, beide Personen sind trans und non-binär. Silvana: Wie alt bist du noch mal? Ronja: 20. Cloé: Und die beiden wissen voneinander? Ronja: Ja. Braelyn: Sind in eurem Kollek tiv alle polyamourös? Ronja: ( lacht) Nein, das hat da mit nichts zu tun. Es im Grunde wie jede andere Beziehung, einfach mit zwei Personen. Und ich habe durch sie viel über mich gelernt und darüber, was ich überhaupt unter einer Beziehung verstehe – für mich kann sie durch grosse emotionale Nähe ebenso entstehen wie durch Sex. Ausserdem finde ich es wichtig, Regeln nicht einfach zu über nehmen, sondern zu hinter fragen. Wir neigen zu oft dazu, Bestehendes hinzunehmen, obwohl man vieles auch ganz anders machen könnte. Braelyn: Ich finde es sehr cool, dass du diese Normen hinter fragst. Viele tun das nicht, obwohl sie sich mit ihnen nicht wohlfühlen. Nino: Richtig, diese normative Vorstellung von Beziehung nervt: heterosexuell, monogam. Ich werde zum Beispiel immer gefragt, ob ich eine Freundin habe. Es könnte doch auch ein Freund sein. Polyamourös, trans, non-binär, verstehen das hier alle? Silvana: Gehört habe ich schon davon, aber ich bin halt auf dem
Land aufgewachsen, dort ist das alles nicht so üblich. Ich kenne persönlich niemanden, der schwul ist, und nur gerade eine Lesbe. Trotzdem finde ich das sehr spannend und auch total cool, dass Ronja das so macht. Wenn das für alle so stimmt, ist das bestens. Für mich würde das allerdings nicht funktionieren. Cloé: Am Ende entscheidet bei jedem das Herz, was es will. Wichtig finde ich, dass wir gegen seitig unsere Sichtweisen und Lebensentwürfe akzeptieren. Ronja: Und es ist wichtig, über diese Dinge zu reden – nur so realisieren die Leute, dass es da noch mehr Möglichkeiten gibt. Nino: Ich finds okay, wenn Leute diese Begriffe nicht verstehen, wenn sie halt noch nie damit konfrontiert wurden. In meinem Juso-Umfeld sind diese Aus drücke völlig selbstverständlich. Denkt ihr, dass andere Gleichaltrige diese Themen ähnlich entspannt sehen wie ihr? Silvana: Ich kenne schon auch Leute, die damit weniger entspannt umgehen würden, da kämen sicherlich ein paar spöt tische oder abschätzige Sprüche. Ihr wollt alle längerfristige Beziehungen. Dabei dachten wir, dass die Generation Tinder sich nur ungern festlegt … Braelyn: Ich kann mit dieser Tinder-Kultur nichts anfangen. Umso mehr als Studien zeigen: Je mehr Sexpartner man hat, desto schwerer fällt es, lang fristige Beziehungen einzugehen. Nino: Tinder ist bei mir schon ab und zu ein Thema, aber manchmal wird es mir zu an strengend. Ich glaube, die Mehr heit der jungen Menschen möchte langfristige Bindungen. Was ist mit Hochzeit, Kindern, Einfamilienhaus, Hund – was wünscht ihr euch so? Jean-Claude: In meinem Um feld ist Heiraten kein grosses Thema. Vieles geht heute prob lemlos auch ohne. Ich sehe das auch so, aber vielleicht ändert sich das noch. Kinder möchte ich aber auf jeden Fall. Cloé: Ich auch – und ich will auch mal heiraten, in der Kirche, das ganze Programm ( lacht).
Ronja Fankhauser (20)
aus Bern schreibt Artikel, Bücher («Tagebuchtage, Tagebuchnächte», Lokwort, 2020) und studiert literarisches Schreiben. Ronja ist queer, non-binär und in einer Be ziehung mit zwei anderen, non-binären Menschen – und engagiert sich für LGBTQAnliegen, Migration und Antikapitalismus.
Eine Hochzeit ist doch etwas Schönes, der nächste Schritt, die Feier der eigenen Partnerschaft. Aber das soll jeder für sich selbst entscheiden. Silvana: Auch ich möchte hei raten, mir bedeutet das etwas, es ist ein Versprechen vor Gott. Und Kinder will ich auch, fünf wären nicht schlecht. Als Kind hatte ich nur eine Schwester und hätte gerne noch ein paar mehr zum Streiten gehabt ( lacht). Braelyn: Ich finde Heiraten cool und möchte das auch irgend wann. Nicht aus religiösen Gründen, das ist mir egal, aber dadurch entsteht, glaube ich, einfach eine stärkere Bindung. Nino: Hochzeit und Kinder möchte ich auch irgendwann, ein Haus nicht unbedingt, das finde ich Platzverschwendung. Lieber eine schöne Altstadt wohnung in Basel. Ronja: Ich werde wohl nie hei raten, weil mich der staatliche Aspekt stört, auch wenn ich es inzwischen eigentlich eine schöne Tradition finde. Und ich könnte mir schon vorstellen, als Alternative ein anderes grosses Fest zu feiern. Das mag jetzt überraschen, aber ich finde Traditionen wichtig – allerdings sollten sie immer wieder mal den neuen Gegebenheiten an gepasst werden. Kinder hätte ich auch ganz gerne. In unserem Kollektiv kümmern sich alle ein wenig mit um die Kinder, auch ich ab und zu, und das gefällt mir schon. Es wären dann aber sicher mehr als nur zwei Eltern. Silvana: Ich bin sicher, das funktioniert gut, wie du das beschreibst. Aber ist diese Kon stellation nicht schwierig, wenn die Kinder dann in der Schule mit anderen zusammenkom men, die ganz klassisch auf gewachsen sind? Machst du dir um so was Gedanken? Ronja: Das beschäftigt mich schon. Im Moment gehen die Kinder aus unserem Kollektiv in eine alternative Schule, wo das noch kein Thema ist. Aber eigentlich wäre es gut, wenn sie sich irgendwann in einer regulären Schule mit all den anderen auseinandersetzen müssten. So würden sie mit Er fahrungen konfrontiert werden, die sie noch nicht kennen.
Erwachsene
16 | 4.1.2021 | LEBEN MIT ZWANZIG
Braelyn: Meine Grosseltern leben in Bosnien und sind eher rechts orientiert. Es ist immer schön, mit ihnen zu reden – aber es gibt oft Streit. Mein Opa etwa geht jagen, ist Imker, macht alles selber und liebt Waffen. Er ist das totale Gegenstück zu mir. Wenn er debattieren will, dann gehe ich darauf ein. Aber nur auf eine Art, auf die wir uns danach immer noch sehen wollen. Und es ist immer sehr unterhaltsam.
Was habt ihr für eine Beziehung zu euren Eltern? Nino: Ich habe einen italie nischen Migrationshintergrund, und Familie hat einen hohen Stellenwert bei uns. Meine Mut ter hatte anfänglich Mühe damit, als ich dieses Jahr in eine WG zog. Meine Grossmutter versteht nicht, warum ich mit einer Frau zusammenlebe, die nicht meine Partnerin ist (lacht). Ronja: Ich kam mit 15 in ein Internat und war nur noch am Wochenende daheim. Ich denke, meine Eltern und ich konnten viel voneinander lernen, aber es war nicht immer einfach. Sie haben einen Betrieb, in dem sie Fleisch produzieren. Als ich mit zehn verkündete, dass ich jetzt Vegi sei – und später, dass ich eine Freundin habe und dann sogar noch eine zweite Partner schaft … Inzwischen können sie aber gut damit umgehen. Ich habe zwei Geschwister und wer de wohl mal den Hof überneh men – ihn aber ziemlich anders führen. Mein Vater macht alles alleine. Ich würde die Arbeit wohl eher auf ein Kollektiv verteilen. Jean-Claude: Mein Vater lebt in Frankreich. Aber obwohl die Distanz gross ist, habe ich einen guten Draht zu ihm, ebenso zu meiner Mutter. Bei einigen Themen haben wir aber unter schiedliche Ansichten.
etrieb noch nicht viel zu sagen. B Ich hingegen kann als 19-Jährige, frisch aus der Lehre, sagen, wie ich es machen möchte. Jean-Claude: Ich habe in dieser Hinsicht auch Glück; ich werde immer wieder nach meiner Meinung gefragt und dann auch ernst genommen. Ronja: Ich nicht immer, finde ich, auch weil ich als weiblich wahrgenommen werde. Und bei der konservativen Seite meiner Verwandtschaft habe ich das Gefühl, die möchten nicht so viel mit mir zu tun haben.
Wer von euch möchte das Leben eurer Eltern führen? Braelyn: Nein! (allgemeines Gelächter) Cloé: Bei mir geht es schon in diese Richtung. Meine Eltern haben geheiratet, Kinder gekriegt, konnten sich ein beruf liches Standbein aufbauen und müssen sich keine grossen Sorgen machen. Ich glaube, es ist ein Privileg, wenn du ein Dach über dem Kopf hast, ge sund bist und gesunde Kinder hast. Darum sehe ich meine Eltern auch als eine Art Vorbild. Wem geht es ganz anders? Nino: Meine Eltern sind mir zu wenig politisch – ohne dass das ihre Schuld wäre. Aber wenn ich einmal so alt bin wie sie, möchte ich immer noch irgend wie aktiv sein. Ich könnte nicht einfach passiv Teil einer Gesell schaft sein, sondern will zu einer Verbesserung beitragen. Silvana: Bedeutet denn aktiv sein, dass du zum Beispiel Teil einer Juso sein musst? Ich bin jetzt politisch nicht so aktiv wie du, mache mir aber sehr viele Gedanken über Politik. Reicht das nicht? Nino: Man kann politisch aktiv sein oder sich gesellschaftlich engagieren. Zum Beispiel bei einem gemeinnützigen Verein oder indem man Care-Arbeit übernimmt. Aber für sich zu leben und sich abzuschirmen? Das geht für mich gar nicht. Fühlt ihr euch im Arbeitsleben von den Erwachsenen ernst genommen? Silvana: Mein Vater gibt mir viel Arbeit ab, über die ich selb ständig bestimmen kann. Das finde ich nicht selbstverständ lich. Er hatte in meinem Alter im
Nino Russano (20)
aus Basel präsidiert die Juso Basel-Stadt und studiert Geografie und Geschichte. Er ist bisexuell, single, gerne mit Freundinnen und Freunden und in der Natur unterwegs.
Findet ihr, eure Eltern und Grosseltern übergeben euch die Welt in einem akzeptablen Zustand, oder würdet ihr sie lieber gerne zurückgeben und umtauschen? Nino: Ich würde die Welt gerne nochmals für ein Update zurückgeben. Sei es klimatech nisch oder was Themen wie Ras sismus, Sexismus oder Homo phobie anbetrifft. Wir haben so viele Bereiche, bei denen wir einfach noch nirgends sind. Gerade die Generation der Baby boomer hat sich zu lange zu rückgelehnt, und unsere Gene ration muss das nun ausbaden. Immerhin gibt es bei manchen Themen einen Konsens, den es früher nicht gab, zum Beispiel, dass Väter nach der Geburt eines Kindes auch eine Weile zu Hau se bleiben sollten. Silvana: Ich sehe das etwas an ders. Es herrschten für unsere Eltern doch damals ganz andere Umstände. Sie sind zu einer Zeit aufgewachsen, in der der Zweite Weltkrieg noch nicht so lange her war. Es gab einen wirtschaft lichen Aufschwung und viele neue Technologien. Klar ist es schlecht, was alles passiert ist. Aber ich bin überzeugt, dass sie ihr Verhalten dazumal richtig fanden, sie haben es einfach nicht besser gewusst. Ronja: Ich bin schon manchmal hässig. Zwar finde ich, dass es wenig bringt zurückzuschauen, was alles falsch lief – stattdessen sollten wir nach vorne schauen und es besser machen. Aber es gab eben schon Leute, die wuss ten, dass der Klimawandel real ist und dennoch das Gegenteil behaupteten.
«Die Generation der Babyboomer hat sich zu lange zurückgelehnt, und unsere Generation muss das nun ausbaden.» Nino Russano Student
Cloé Maria Salzgeber (19)
aus Nürensdorf ZH studiert Journalismus an der ZHAW, sie ist hetero und in einer Beziehung. Cloé moderiert gerne, treibt viel Sport und verbringt oft Zeit in ihrer Walliser Heimat.
Medien
LEBEN MIT ZWANZIG | 4.1.2021 | 17
Wie viele Stunden pro Tag seid ihr an eurem Smartphone? Nino: Definitiv zu viel! Das hat auch damit zu tun, dass ich oft erreichbar sein muss. Wenn ich schaue, wie viel Zeit ich mit sozialen Medien verschwende, wäre eine Beschränkung wohl schon gut. Ich gehe auch oft aus Gewohnheit drauf, obschon ich viel Sinnvolleres machen könnte. Cloé: Aber Zeit am Handy ist nicht immer einfach verschwendet. Klar, wenn du auf Instagram nur Seich anschaust, schon. Aber ich benutze mein Smartphone oft, um mich zu informieren und zu kommunizieren. Dass wir immer online sind, hat auch Positives. Man muss einfach wissen, wie man richtig damit umgeht. Braelyn: Ich bin sehr aktiv. Aber ich bin durch mein Praktikum gerade beruflich sehr gefordert und benutze mein Handy oft aus Recherchegründen. Einfach hirntot rumsurfen, das kann ich gar nicht. Silvana: Bei mir kommt es extrem darauf an, was ich gerade mache. Beim neuen Betrieb arbeitet eine Kollegin aus dem gleichen Dorf. Wir treffen uns fast jeden Abend, gehen laufen oder jassen. Und dann bin ich jeweils nur zehn Minuten oder eine halbe Stunde am Handy. Aber wenn ich frei habe, sind es auch mal vier Stunden. Ronja, du hast kein Smart phone – warum? Ronja: Weil ich es einfach nicht brauche. Aber ich bin kein Engel, schliesslich habe ich einen Laptop und bin dort regelmässig online. Das Problem ist aber ohnehin nicht, dass wir zu viel
am Handy sind, sondern dass grosse Konzerne unsere Daten herumschaufeln und unsere Interessen ausnutzen, um mit Werbung Geld zu verdienen. Welche sozialen Medien benutzt ihr am häufigsten? Jean-Claude: Instagram und Snapchat. Dort kommuniziere ich auch mit meinen Kollegen. WhatsApp benutze ich, um Nachrichten zu schreiben. Und auf Twitter verfolge ich die neuesten News. Braelyn: Ich benutze alles ausser Facebook. Nino: Bei mir ist es Instagram, auch in einem politischen Kontext. Und es ist wirklich nicht nur verschwendete Zeit. Wenn ich meinen Abstimmungszettel poste, schreiben mir Leute, dass sie sich dadurch bei mir informieren konnten. So habe ich auch etwas damit erreicht. Mittlerweile nehmen viele Junge Informationen aus den sozialen Netzwerken auf. Wer liest denn noch eine «Basler Zeitung» oder einen «Tages-Anzeiger»? Liest jemand von euch noch Zeitungen? Silvana: Ich lese die «Südostschweiz», den «Schweizer Bauer» oder den «Bündner Bauer». Ich finde es schön, wenn am Mittag die ganze Familie am Tisch sitzt und jeder seine Zeitung und einen Kaffee vor sich hat. Das hat etwas Traditionelles, was ich extrem geniesse. Ronja: Wir erhalten heute Nachrichten anders als früher. Ich weiss nicht, ob das schlimm ist, aber dass Joe Biden gewählt wurde, habe ich durch ein Meme erfahren. Online besteht ja auch ein Austausch über Themen. Wir kriegen viele verschiedene Meinungen zu einem Thema mit. Aber das ist vielleicht ähnlich, wie wenn zusammen Zeitung gelesen wird. Was ist das Dümmste, was ihr online schon so gesehen habt? Silvana: Ich habe mein letztes Handy kaputt gemacht, als ich die Kommentare zur Abstimmung über die Wolfs-Initiative gelesen habe. Darüber wurde ich so sauer, dass ich mein Handy an die Wand geschmissen habe.
Lebensgefühl
18 | 4.1.2021 | LEBEN MIT ZWANZIG
Silvana: Ich mache mir viele Gedanken über die Wirtschaft, beispielsweise um Kleinunter nehmen. Dass jetzt Tanzlokale und Ähnliches geschlossen wurden – das sind Existenzen! Und wir können doch nicht alle in die Kurzarbeit schicken. Braelyn: Als der Lockdown kam, fand ich das sogar cool. Ich ging alleine spazieren und dachte mir: Endlich passiert mal etwas. Das ist ein bisschen böse, und ich weiss, dass es vielen dabei anders ging. Seit eurer Geburt gibt es in kurzen Abständen immer wieder grössere Krisen und Katastrophen – gewöhnt man sich da mit der Zeit dran? Oder steigt die Panik? Jean-Claude: Tatsächlich pas siert jedes Jahr etwas, das die Schweiz schockiert: Terror anschläge, Kriege oder die Corona-Pandemie. Wenn so etwas wiederholt passiert, ist es nicht mehr so schlimm wie beim ersten Mal. Aber Corona und der Lockdown waren etwas ganz Neues, da schiebt man schon Panik. Weil es unbekannt ist. Cloé: Ich tue mich schwer mit all diesen negativen News. Natürlich passieren schlimme Dinge auf der Welt. Aber viel leicht verlieren wir auch den Fokus auf die schönen Dinge. Wir haben auch die Chance, vieles zu bewirken! Ronja: In meinem Umfeld wer den viele gute Sachen aufgebaut; es gibt zum Beispiel Migrantin nen, die sich organisieren, um etwas zu erreichen. Cloé: Genau, solche Dinge wer den viel zu wenig thematisiert.
Wie habt ihr das Corona-Jahr 2020 überstanden? Silvana: So weit okay. Vielleicht sollte es mich mehr beunruhi gen, aber es ist jetzt so, und ich ziehe nun halt eine Maske an. Ronja: Mir gehts auch so. Es ist schon etwas Krasses, aber ich spüre es nicht richtig. Es pas sieren ständig irgendwelche Katastrophen – mich schockt echt nicht mehr so viel. Cloé: An mir ging es nicht spurlos vorbei. Ich habe mir viele Gedan ken gemacht, was mit unserer Welt und der Generation unserer Grosseltern passiert. Angst habe ich zwar nicht, aber ich frage mich schon, ob zum Beispiel die Globalisierung vielleicht zu schnell ging. Wir müssen uns darüber Gedanken machen, was vielleicht falsch lief und was wir anders hätten machen können. Wie schwer fallen euch die Einschränkungen? Nino: Nicht sehr. Ich kann on line studieren und bin dadurch in einer sehr privilegierten Situation. Aber ich sorge mich um die Leute in der Pflege und um die Solidarität zwischen den Generationen. Und ich frage mich, ob die Medien es nicht bes ser hätten hinkriegen können, den Leuten begreiflich zu machen, was zu tun ist. Ich nehme derzeit eine starke Abstumpfung wahr, auch bei mir selbst.
Silvana Roffler (19)
aus Klosters GR ist gelernte Landwirtin. Sie ist hetero und single. Ihre Freizeit verbringt sie in der Natur und in den Bergen.
Dann bleibt ihr trotz allem optimistisch für eure Zukunft? Braelyn: Wenn man negative Sachen liest, muss man auch den Bezug zu sich selbst finden und abschätzen, wo man etwas ändern kann. Denn man kann oft etwas bewirken. Wenn Medi en über das Abholzen des Regen walds in Brasilien schreiben, bleibt oft unerwähnt, dass auch Schweizer Firmen die so ent stehenden Felder kaufen, um Sojabohnen anzubauen. Diese Informationen muss man selber finden. Und da könnte man sich
Jean-Claude Warmbrodt (19)
aus Möhlin AG macht eine KV-Lehre bei der Migros in Basel, er ist hetero und single. Jean-Claude ist gerne mit Kollegen unterwegs und spielt Online-Games.
Ronja Fankhauser Autorin und Studentin
Also seid ihr jetzt optimistisch oder nicht? Nino: Bei mir ist es, glaube ich, Zweckoptimismus. Mir bereiten viele Entwicklungen Sorgen, aber ich habe den Glauben, dass sich das zum Positiven wenden lässt. Wenn ich sehe, was die Klimabewegung für eine Dyna mik in die Gesellschaft gebracht hat, gibt mir das Hoffnung. Die soziale Ungleichheit ist nicht unveränderlich. Ausserdem: Wenn ich davon ausgehe, dass eh alles schlechter wird, muss ich ja gar nicht weitermachen. Ronja: Unsere Generation ist schon irgendwie zum Optimis mus gezwungen. Silvana: Besonders was die Kinder angeht. Es kommen immer wieder neue Genera tionen, die neue Ideen haben und etwas verändern wollen – das macht Hoffnung. Ronja: Und ist auch eine grosse Motivation: eine Welt aufzubau en, in der die Menschen Kinder haben möchten. MM
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«Unsere Generation ist schon irgendwie zum Optimismus gezwungen.»
engagieren, zum Beispiel mit einer Initiative oder indem man sein Umfeld aufklärt. Silvana: Da stimme ich dir zu. Sicher machen die grossen Kon zerne viel falsch, aber man muss bei sich anfangen. Dann kauft man eben mal keine Produkte mit Soja aus Brasilien oder Avocados, die ganze Täler ohne Wasser zurücklassen. Statt dessen lieber einheimische Produkte wie Äpfel oder Bir nen – bei uns wachsen schliess lich auch viele gute Sachen. Nino: Nicht alle Menschen haben die Möglichkeit, biologisch nachhaltige Produkte zu kaufen. Die 100 grössten Konzerne sind für 71 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich, da muss man ansetzen. Ich finde es falsch, Leute anzuprangern, weil sie Avocados kaufen. Silvana: Warum nicht? Ich komme aus der Landwirtschaft. Regionale Produkte sind nicht so teuer. Dann muss man viel leicht etwas weniger Geld für Kleider ausgeben. Nino: Sag das einer alleinerzie henden Mutter, die über die Runden kommen muss oder Sozialhilfe bezieht. Irgendwo kommt man an seine Grenzen.
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LEBEN MIT ZWANZIG | 4.1.2021 | 19
20 | 4.1.2021 | PIONIERGEIST
Gut gerüstet: Raphaël Domjans Raumanzug wiegt 20 Kilo. Ohne geht es nicht, da die SolarStratos keine Druckkabine hat. «Bequem ist er nicht, aber ich bleibe am Leben», scherzt der Solarpionier.
Mit Sonnenkraft in die Stratosphäre
Der Neuenburger Raphaël Domjan will hoch hinaus: Er möchte als Erster mit einem Solarflugzeug auf 25 000 Meter Höhe steigen. Es ist nicht nur die Abenteuerlust, die ihn antreibt, sondern auch sein Engagement für den Klimaschutz. Text: Patricia Brambilla Bilder: Fred Merz / Lundi13
PIONIERGEIST | 4.1.2021 | 21
Die Schweiz, Land der Solarpioniere
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in Hangar in Payerne VD: Unter einer Schutzhülle verbirgt sich ein blütenweisses Flugzeug mit eleganter Stromlinienform, die «SolarStratos». 8,5 Meter ist die Propellermaschine lang, die Spannweite beträgt imposante 24,8 Meter. Der kurze Rumpf lässt die Flügel, die mit Solarpaneelen ausgerüstet sind, noch riesiger wirken. Die ganze Konstruktion macht einen mächtigen und zugleich schwerelosen, fast zerbrechlichen Eindruck. «Das Propellerflugzeug stösst keinerlei CO2 aus», sagt Raphaël Domjan stolz. «Es wird ausschliesslich mit Sonnenenergie betrieben – e ine Ressource, die uns immer zur Verfügung steht und niemals zur Neige geht.» Der 49-jährige Ökopionier hat mit der «SolarStratos» seit 2017 etliche Test flüge unternommen. Diese führten ihn jedoch nicht höher als 2000 Meter. Doch Domjan will höher hinaus, viel höher: Er möchte mit seiner einmotorigen Maschine die Stratosphäre erreichen, wo die Sonneneinstrahlung konstant und die Temperatur mit minus 60 Grad Celsius
nglaublich tief ist. Dort, in 25 000 Metern u Höhe, würde Domjan den atemberaubenden Anblick der Erdkrümmung erleben. Und nebenbei den Rekord von 9200 Metern pulverisieren, den der 62-jährige Abenteurer Bertrand Piccard mit seinem Solarflugzeug «Solar I mpulse» in den Jahren 2015 und 2016 aufgestellt hat. Zwei Pioniere im Einsatz für die Umwelt
Die beiden Männer sind indes keine Konkurrenten: «Betrand hat mich immer unterstützt», betont Domjan. «Wir helfen uns, wo immer wir können.» Die Pioniertaten der beiden Romands lassen sich auch gar nicht vergleichen: Piccard hat mit seinem Solarflugzeug in mehreren Etappen die Welt umrundet, die «SolarStratos» soll dagegen einen Höhenrekord aufstellen. Gemeinsam ist den zwei Piloten jedoch das Engagement für die Umwelt. «Wir beide wollen den Ausstoss von Treibhausgasen begrenzen und das Klima schützen», sagt Domjan. Raphaël Domjan träumte schon immer davon, Astronaut zu werden oder mindes-
Menschen aus unserem Land haben viel dazu beigetragen, die Nutzung der Sonnen energie voranzubringen: 1985: Das erste Rennen für Solarfahrzeuge, die Tour de Sol, findet in der Schweiz statt. 1987: Der Genfer Pierre Scholl bewältigt eine Etappe über 1000 Kilometer des Rennens Paris-Dakar im Solarauto. 2007: Dem Basler Arzt Martin Vosseler gelingt die Über querung des Atlantiks mit dem Solarkatamaran «Sun21». 2008: Louis Palmer, ein Luzer ner Elektriker, unternimmt mit seinem dreirädrigen Solartaxi eine Fahrt um die Welt. 2012: Raphaël Domjan gelingt die erste Weltumrundung mit einem Solarschiff, dem Kata maran «PlanetSolar». 2015 und 2016: Bertrand Piccard umrundet mit seinem Solar flugzeug «SolarImpulse» in mehreren Etappen die Erde.
22 | 4.1.2021 | PIONIERGEIST
Raphaël Domjan im Cockpit der SolarStratos. Aktuell steht das Flugzeug in Payerne VD, der Rekordversuch soll an der Westküste der USA stattfinden.
tens bis an den Rand des Weltraums vorzustossen. Doch zuerst versuchte er sich in ganz anderen Berufen: So war er Skirennfahrer, Mechaniker und sass auch am Steuer einer Ambulanz. Schon als Kind begeisterte er sich für Pioniertaten und waghalsige Abenteuer: «Mein Grossvater erzählte mir die Geschichten des Science- Fiction-Autors Jules Verne und des Meeresforschers und Dokumentarfilmers Jacques- Yves Cousteau. Ich glaube, ich bin eigentlich nie wirklich erwachsen geworden.» Das zeigt sich bei genauem Hinsehen auch im Hangar der «SolarStrators»: Neben einem Flugsimulator und einer Werkbank findet sich hier auch das Modell der Weltraumrakete, mit der die Comic-Helden Tim und Struppi in einem bekannten Band zum Mond flogen. So war Domjan im Herzen schon immer ein Abenteurer. Sein Interesse für Klimaschutz erwachte im Jahr 2004: «Es hat mich schockiert und aufgerüttelt, als ich damals vom kompletten Verschwinden eines Gletschers in Island erfuhr. Zuvor war ich überhaupt kein Öko.» Von nun an interessierte er sich immer mehr für die Nutzung der Sonnenenergie: 2010 unternahm er als Expeditionsleiter eine zweijährige Weltumrundung mit dem «PlanetSolar», einem Katamaran, der ausschliesslich mit Photovoltaik angetrieben wird. «Während einer Nacht auf hoher See,
beim Blick in den unendlichen Sternenhimmel, erwachte in mir plötzlich der Traum eines Rekordflugs mit Solarenergie.» So wurde irgendwo in den Weiten des Pazifiks die Idee der «SolarStratos» geboren. Domjan hat das Vorhaben mit Crowd funding finanziert und setzt es nun Schritt für Schritt mit einem Team aus Spezialisten um. «Wir wollen den Jungen zeigen, was alles möglich ist, dass es nicht nur Probleme gibt, sondern auch Zukunftsvisionen», erklärt Domjan. «Zwar werden Solarflugzeuge Pas sagierjets mit Verbrennungsmotoren nicht einfach ablösen; ein Massentransport wird mit ihnen kaum jemals möglich sein. Doch in den nächsten Jahren werden weitere Technologien auf der Grundlage erneuerbarer Energien entstehen, zum Beispiel wasserstoffbetriebene Flugzeuge.» Auch Corona bremst ihn nicht
Seine Zuversicht lässt sich der Pionier nicht nehmen, obwohl sein Projekt im Moment durch Corona ausgebremst wird. Im Sommer waren Testflüge mit der «SolarStratos» noch möglich, doch dann hat die Pandemie alles viel komplizierter gemacht. Vorbereitungen an der US-Westküste, wo der Rekordversuch stattfinden soll, kamen abrupt zum Erliegen. Ein am Projekt beteiligter Testpilot sitzt in Amerika fest. Doch Domjan trainiert unverdrossen weiter, um in Form zu bleiben und
sein Gewicht zu halten. Denn beim Rekordflug kommt es auf jedes Kilo an – kein unnötiger Ballast soll die «Solarstratos» beschweren. Der Solarpionier nutzt zudem die Zeit, um mit seinem Raumanzug vertraut zu werden. Da das Flugzeug über keine Druckkabine verfügt, ist er auf diesen Anzug angewiesen. Entworfen hat ihn die russische Firma Zvezda, die seinerzeit schon den legendären Kosmonauten Juri G agarin eingekleidet hat. Es braucht einiges Geschick, ihn anzuziehen. Immerhin besteht er aus 20 Kilo Schnürung, Klett- und Reissverschlüssen, Spanngurten und Schläuchen, um in der mörderischen Kälte der Stratosphäre Wärme zu den Armen und Beinen und zum Rücken zu leiten.«Er ist
«Wir wollen zeigen, dass es nicht nur Probleme gibt, sondern auch Zukunftsvisionen.» Raphaël Domjan Solarflugzeug-Pionier
nicht sehr bequem, aber ich bleibe am Leben», meint Raphaël Domjan und lacht. Er bleibt zuversichtlich. Seine Zeit wird kommen. «Ich bin ein Öko-Optimist. Ich will den Menschen Lösungen bieten und sie auch zum Träumen bringen.» MM Mehr Infos: solarstratos.com
KOLUMNE | 4.1.2021 | 23
Hilflos
Sara Satir (41) wünschte sich früh eine Familie. Ihr erster Sohn Cem (15) kam mit einer Behinderung zur Welt – alles wurde a nders als im Traum.
DER ANDERE BLICK «Frau Satir, haben Sie für Ihren Sohn die Hilflosenentschädigung bei der IV beantragt?», fragte mich die Kindergärt nerin des heilpädagogischen Kindergartens, den mein Sohn besuchte. Noch nie zuvor hatte ich von dieser Leistung gehört und ich zuckte bei dem Wort «Hilflosenentschädigung» zu sammen. Wir waren doch nicht hilflos, mein Sohn nicht und wir als Eltern noch weniger. «Das müssen Sie unbedingt beantragen, Frau Satir, das Geld steht Ihnen zu. Damit können Sie einen kleinen Teil Ihres Lohnaus falls und auch einmal etwas Entlastung finan zieren. Sie müssen nicht alles alleine schaffen. Ich zögerte und spürte, dass sich in mir Wider stand aufbaute. Ich wollte kein Geld anneh men, ich falle nicht gerne zur Last. Generell gehört Hilfe annehmen nicht zu meinen Stärken. Unabhängigkeit und Selbständigkeit sind mir liebe Werte. Wir schaffen das schon, war lange meine tiefe Überzeugung. Doch immer häufiger war ich am Ende meiner Kräfte. Die Kindergärtne rin hatte recht, ich brauchte Unterstützung. Also meldete ich mich bei der IV für Hilflosen entschädigung an. Bald kam eine Mitarbeiterin der IV bei uns zu einem Abklärungsbesuch vorbei. Es fühlte sich seltsam an, einer wild fremden Frau einen intimen Einblick in unsere Wohnung zu gewähren. Zwei Stunden lang wollte sie ganz genau wissen, was mein Kind im Vergleich zu Gleichaltrigen nicht konnte. Diese Fragen zu beantworten widerstrebte mir zutiefst, besonders in Anwesenheit meines Sohnes. Im Alltag versuchte ich jeden seiner Entwicklungsschritte positiv zu verstärken.
Ich richtete meine und seine Aufmerksamkeit auf die Dinge, die gut waren, und nun musste ich alle seine Defizite erwähnen. Sie fragte gewissenhaft alle Lebensbereiche Punkt für Punkt ab. Ob mein Sohn selbständig die Toilette besuchen könne? Nein, er trug noch Windeln, und meine Antwort schmerzte mich sehr. Selten ist mir der Unterschied zu Gleichaltrigen so klar geworden wie in diesem Moment. Die Frau selbst war freundlich, sie tat nur ihre Arbeit. Eine Arbeit, die ihr unser System vorgibt. Vielleicht waren ihr die Fragen genau so unangenehm wie mir, vielleicht hätte sie ihn lieber nach seinem Lieblingsspielzeug gefragt. Doch dafür gab es in dem dicken Ordner, der vor ihr lag, keinen Platz. Es ging um die Ab klärung der Hilflosigkeit, und mich machte das Antworten immer hilfloser. Ein Gefühl, das mir vor Augen führte, dass ich durch die Geburt unseres Sohnes abhängig geworden war. Ich war gebunden an die richtige Antwort auf eine Frage, an Kostengutsprachen, an Entscheidun gen von Ämtern und Behörden. Mir in dieser Abhängigkeit eine positive Einstellung zu bewahren, ist für mich auch heute noch eine Herausforderung. Was mir da bei hilft, ist meine Perspektive zu verändern. Diese Besuche und Anträge empfinde ich auch heute noch als schwierig, und sie stimmen mich immer wieder traurig. Dennoch bin ich dankbar, dass ich in einem Land lebe, in dem es eine umfassende Unterstützung für meinen Sohn gibt, die ihn sein ganzes Leben lang absichern wird. Auch dann, wenn wir Eltern ein mal nicht mehr da sind. Dankbarkeit hilft mir, mit der Abhängigkeit umzugehen. MM
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24 | 4.1.2021 | FITNESS
So kommen Sie zu Hause in Topform Springseil, Theraband und Matte: Fürs Fitnessstudio zu Hause braucht es wenig. Unsere Expertin hat sechs passende Alltagsübungen zusammengestellt. Text: Silvia Schütz Übungen: Theresa Schwarz
Theraband für Trizeps Theresa Schwarz Sportwissenschaftlerin, stv. Leiterin Medbase Checkup Center bei Medbase
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Ein Theraband an einer Türklinke befestigen. Halten Sie den Rücken gerade, machen Sie einen Schritt nach vorne. Ziehen Sie das Band gerade nach vorne. Der Rücken ist leicht nach vorne gebeugt, bewegen Sie nur die Arme. Zehnmal, drei Wiederholungen.
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Vermutlich kennen Sie es aus Ihrer Kindheit, heute dient es als perfektes Aufwärmtraining: Seilspringen! Am besten schützen Sie Ihre Füsse dabei mit Turnschuhen. Anfangs hüpfen Sie eine halbe Minute am Stück und verlängern jeden Tag um fünf Sekunden, bis Sie eine Minute schaffen. Zwei Serien à mindestens 30 Sekunden.
Kräftige Beine auf der Übungsmatte Mit Kleingeräten und mit dem eigenen Körpergewicht stärken Sie die äusseren Oberschenkel (Abduktoren). Legen Sie sich seitlich auf die Matte, der Körper bildet eine Linie. Stützen Sie sich mit dem Arm ab. Das oben liegende Bein langsam in die Höhe heben und wieder senken, ohne das untere Bein zu berühren. Das Ziel: Jedes Bein 15-mal heben, zwei Wiederholungen
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Seilspringen zum Aufwärmen
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Die Skilangläuferin
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FITNESS | 4.1.2021 | 25
Gleiche Ausgangshaltung wie oben. Bewegen Sie die Arme im Wechsel vor und zurück bis auf Schulterhöhe. Sie wärmen den Trizeps auf und trainieren ihn auch bereits ein wenig. Zehnmal, drei Wiederholungen.
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Die Plank Challenge
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Diese Übung kräftigt Bauch, Gesäss, Oberschenkel und Schultern. Knien Sie auf die Matte, stützen Sie sich vorne auf den Unterarmen ab, stellen Sie sich nun nur auf die Zehenspitzen. Dazwischen schwebt der Körper wie ein Holzbrett. Vermeiden Sie, ins Hohlkreuz abzusacken. Die Hüfte bleibt oben. Dabei hilft, wenn Sie das Steissbein nach hinten kippen. Starten Sie mit zehn Sekunden, danach halten Sie jeden Tag fünf Sekunden länger durch. Haben Sie zwei Minuten erreicht, können Sie sich zur gewonnen Challenge gratulieren.
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Leichtere Variante: Stehen Sie mit einem Bein 20 Sekunden lang auf der gerollten Matte, bewegen Sie das andere leicht nach hinten. Halten Sie 20 Sekunden die Balance. Steigerung: Führen Sie die Arme dazu nach oben in die Streckung und zurück. Drei Wiederholungen
Noch mehr Übungen für zu Hause Goran Petrovic ist Personal Trainer im Migros Fitnesspark Puls5 und zeigt auf Video einfache Übungen für Fitness zu Hause, fürs Homeoffice und für den Stoffwechsel. Mehr auf migros-impuls.ch/fitness-zuhause
SERVICELEISTUNGEN DER ROTPUNKT APOTHEKEN
ZUM IMPFEN IN DIE APOTHEKE Eine Impfung schützt Sie und Ihre Liebsten und ist in wenigen Minuten erledigt. In vielen Rotpunkt Apotheken können Sie sich schnell, günstig und auch ohne Termin impfen lassen. Seit dem 1. Juli 2020 ist vielerorts zudem die Impfung gegen Keuchhusten, Diphtherie, Starrkrampf und Kinderlähmung in der Apotheke möglich. Informationen zur Impfung gegen Covid-19 finden Sie auf unserer Website unter dem untenstehenden QR-Code. ken Muskelkrämpfen, weshalb Tetanus auch als Starrkrampf bekannt ist. Die Impfung sollte alle 20 Jahre aufgefrischt werden. Ab 65 Jahren ist eine Auffrischung alle 10 Jahre empfehlenswert. Keuchhusten (Pertussis): ist eine äusserst ansteckende Infektionskrankheit, welche via Tröpfchen übertragen wird und die Atemwege befällt. Der zu Beginn leichte Husten verstärkt sich, wobei Komplikationen wie Erbrechen, Lungenentzündungen und Krampfanfälle auftreten können.
Wie funktionieren Impfungen? Eine Impfung wirkt vorbeugend. Durch die Gabe des Impfstoffs (z.B. von der Firma GSK) wird die natürliche Infektion imitiert. Dadurch ist das Immunsystem vorbereitet und kann sich bei einer allfälligen Infektion sofort zur Wehr setzen. Wogegen können Sie sich neu in der Apotheke impfen lassen? Tetanus (Starrkrampf): ist eine lebensgefährliche Krankheit, bei der Bakterien über Hautverletzungen eindringen und das zentrale Nervensystem angreifen. Ist der Körper angegriffen, kommt es zu star-
WETTBEWERB
Sollten Sie ungeimpft sein, empfiehlt das BAG eine einmalige Keuchhustenimpfung im Alter von 25 Jahren. Auffrischungsimpfungen im Abstand von zehn Jahren werden empfohlen, falls Sie in Kontakt mit unter sechs Monate alten Säuglingen und Schwangeren sind. Diphtherie: ist eine Infektion im Hals- und Nasenbereich. Wer sich mit der Diphtherie ansteckt, hat anfänglich die Symptome einer einfachen Angina. Trotz Behandlung verlaufen etwa 10% der Ansteckungen tödlich. Durch die Diphtherieimpfung konnte die Verbreitung der Krankheit jedoch stark reduziert werden. Die Impfung sollte alle 20 Jahre aufgefrischt werden. Ab 65 Jahren ist eine Auffrischung alle 10 Jahre empfehlenswert. Polio (Kinderlähmung): ist eine durch Schmierinfektion übertragene Viruserkrankung. Die Infektion erfolgt oftmals über verunreinigtes Wasser oder wird durch schmutzige Hände über-
Wo können Sie sich impfen lassen? Es gibt kantonale Unterschiede bezüglich Impfungen in Apotheken. Informieren Sie sich unter impfapotheke.ch oder auf unserer Website, wo Sie auch die nächste Rotpunkt Apotheke für Ihre Impfung finden: www.rotpunkt-apotheken.ch
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Warum sollten Sie sich impfen lassen? Mit einer Impfung schützen Sie nicht nur sich, sondern auch die Menschen in Ihrem Umfeld. Sind Sie geimpft, können Sie andere Personen nicht anstecken. Somit schützen Sie indirekt auch Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.
tragen. Die Krankheit äussert sich mit grippeartigen Symptomen, Magen-DarmBeschwerden und im Extremfall schlaffen Lähmungen in Armen und Beinen. Kinderlähmung ist nicht behandelbar, weshalb die Impfung den einzig wirksamen Schutz bietet. Die Impfung sollte im Kindesalter vier Mal verabreicht werden. Nach der Grundimpfung sind grundsätzlich keine regelmässigen Nachimpfungen mehr nötig, ausser wenn Sie eine Risikoregion bereisen.
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Blasenentzündungs-Check: Der Test erlaubt, Bakterien im Urin nachzuweisen, um die richtige Behandlung zu verordnen.
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28 | 4.1.2021 | GENUSS
Bereit für einen fleischlosen Monat Sich im Januar ohne tierische Produkte ernähren? Wer die Herausforderung des Veganuary annimmt, profitiert von unseren veganen Rezepten und den Tipps zum Ersatz von Fleisch oder Milchprodukten. Texte: Claudia Schmidt
Kürbis mit Gemüse-Getreide-Mix Der Butternut-Kürbis überzeugt mit iner Füllung aus Getreide, Gemüse, e Champignons, Cranberries und Orangen als veganes Hauptgericht. Rezept auf migusto.ch
GENUSS | 4.1.2021 | 29
So geht vegane Ernährung
Wie gesund ist vegane Ernährung, und worauf muss ich dabei achten? Die Antworten darauf hat iMpuls:
Linsenspaghetti mit Knusperknoblauch
migros-impuls.ch/veganuary
Mit Federkohl und knusprigem noblauch werden Linsenspaghetti K ein unkomplizierter veganer Genuss. Rezept auf migusto.ch
V-Love Delicious Pieces, 180 g Fr. 4.75 statt 5.95
Vegane Nudelsuppe mit Frühlingszwiebeln Haupgericht für 4 Personen 2 EL Kokosfett 360 g Plant-Based Delicious Pieces, z. B. V-Love 1,5 l vegane Gemüsebouillon 1 Chilischote 250 g Mie Noodles 2 Frühlingszwiebeln ½ Bund Koriander 1 Limette
Kokosfett in einer Pfanne erhitzen. Delicious Pieces darin knusprig braten. Mit Bouillon ablöschen. Chilischote in Ringe schneiden und mit den Nudeln dazugeben. Ca. 5 Minuten köcheln lassen. Frühlingszwiebel fein schneiden. Mit der Suppe an richten. Koriander darüber zupfen. Limette in Schnitze schneiden und dazu servieren. ZUBEREITUNG ca. 25 Minuten Einsteiger/vegan Pro Person ca. 30 g Eiweiss, 9 g Fett, 59 g Kohlenhydrate, 1850 kJ/440 kcal
Bilder: Migusto
Das ist der Veganuary
Die Idee, sich einen Monat vegan – ohne tierische Produkte – zu ernähren, wurde 2014 lanciert. Die Zahl derjenigen, die mitmachen, verdoppelt sich jährlich. In der Schweiz unterstützt die Migros die Vegane Gesellschaft Schweiz bei der Durchführung. Mehr dazu auf vegan.ch
30 | 4.1.2021 | GENUSS
Vegane Empanadas Ergibt ca. 14 Stück 2 Schalotten 2 Knoblauchzehen 1 Peperoncino 300 g veganes Gehacktes, z. B. V-Love Plant- Based Gehacktes 3 EL Olivenöl 1 TL edelsüsser Paprika 200 g Spinat 1 veganer, rechteckig ausgewallter Kuchenteig à 520 g Salz
ZUBEREITUNG ca. 20 Minuten + ca. 25 Minuten backen Einsteiger/vegan Pro Stück ca. 6 g Eiweiss, 13 g Fett, 18 g Kohlenhydrate, 900 kJ/210 kcal
TIPP
Empanadas vor dem Backen mit Wasser bepinseln und mit K ümmel bestreuen. Mit Salat servieren.
Auch Fleisch liebhaber mögen vegane Gerichte. Man sollte bloss zuvor nicht b etonen, dass e twas fehlt.
V-Love Plant-Based Gehacktes, 300 g Fr. 4.75 statt 5.95
Bilder: Migusto
Schalotten, Knoblauch und Peperoncino hacken. Mit dem Plant-Based-Gehackten im Öl ca. 5 Minuten braten. Mit Paprika und Salz abschmecken. Spinat dazugeben und köcheln lassen, bis er zusammenfällt. Kühl stellen. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Aus dem Teig Rondellen à 12 cm Durchmesser ausstechen. Restlichen Teig zusammenfügen, auswallen und weitere Rondellen aus stechen. Auf jede Rondelle ca. 2 EL Füllung geben. Ränder mit etwas Wasser bepinseln. Teig zusammenklappen, die Ränder festdrücken. Dann Empanadas auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. In der Ofenmitte ca. 25 Minuten backen.
GENUSS | 4.1.2021 | 31
TIPP Hacktätschli mit Kartoffel stock? Immer mehr Menschen wollen auf Fleisch v erzichten, ohne liebgewonnene Gewohnheiten auf zugeben. Ein erster Schritt: ein pflanzenbasierter («plant-based») Ersatz, ebenso einfach zuzu bereiten – zum Beispiel mit einem Burger.
TomatenKokos-Dal Dal sind typisch indische Linsengerichte – und häufig vegan. Die Tomaten, Kokosmilch, Koriander und knusprige Kokosflocken verwandeln die roten Linsen erst recht zur Delikatesse.
V-Love Plant-Based Burger, 220 g Fr. 4.75 statt 5.95
Rezept auf migusto.ch
Kartoffelstock mit gerösteten Mandeln Olivenöl, Mandeln und Knoblauch verleihen Kartoffelpüree oder -stampf mediterrane Düfte. Wer braucht da noch Milch und Butter? Rezept auf migusto.ch
TIPP
KürbisRanden-Salat Für eine originelle, kleine Mahlzeit: Mit Chili und Olivenöl marinierte Kürbisstücke werden neben Randen und Orangen im Ofen gebacken. Rezept auf migusto.ch
In vielen Ländern kochte man schon immer vegane Gerichte. Man d enke bloss an viele Gemüsesuppen, vietnamesische Tofugerichte oder den thailändischen Klebreis mit Mango als Dessert.
32 | 4.1.2021 | GENUSS
Raw Cake Hazelnut Chocolate, 130 g Fr. 4.90
Wer das vegane Dessert nicht selbst zubereitet, findet bei der Migros fixfertige Köstlichkeiten im Regal.
Coco Ice-Land Pralinen, 12 × 15 ml Fr. 5. 50
Für 4 Personen 10 g Ingwer 8 dl Haferdrink Barista 4 Beutel veganes Kakaopulver à 15 g 20 g vegane Schokolade 2 Zweige Pfefferminze
Ingwer schälen und fein schneiden. Haferdrink mit Ingwer in der Pfanne etwa 5 Minuten köcheln lassen. Kakaopulver dazugeben und alles mit dem Stab mixer schaumig pürieren. In Gläser füllen und die Schokolade darüber ras peln. Minzeblätter darü berzupfen und servieren. ZUBEREITUNG ca. 15 Minuten Einsteiger/vegan Pro Person ca. 3 g Eiweiss, 7 g Fett, 30 g Kohlenhydrate, 850 kJ/200 kcal
Anstelle von Rahm machen A lternativen auf Soja-Basis auch eine heisse Schoggi Mélange vegan.
Was ersetze ich womit? Bei der Umstellung auf vegane Ernährung kann man den Lieblingsrezepten treu bleiben. Alternativen zu Milchprodukten, Eiern und Honig gibts genug. Rahm kann dank vieler pflanz licher Alternativen weggelassen werden. Diese sind ebenso gut schlagbar. Für Cremedesserts püriert man einfach über Nacht eingeweichte Cashewkerne.
V-Love Soja Cuisine aha!, 500 ml Fr. 2. 20 statt 2.80
Milch gehört auch zu den Produkten, für die es bereits sehr viele Ersatzprodukte gibt: Drinks auf der Basis von Hafer, Mandeln, Reis, Kokos, Cashew kernen oder der Soja-Klassiker prägen die Auswahl. Einige eig nen sich beim Mixen besonders gut zum Aufschäumen.
V-Love Barista Drink, 1 l Fr. 2. 35 statt 2.95
Joghurts und Cremedesserts lassen sich durch Soja-Produkte ersetzen. Weitere Varianten stehen aber auch auf Kokos–, Mandel- oder neu auf Kicher erbsenbasis zur Verfügung.
V-Love Vegurt Mandel Mokka, 150 g Fr. 1. 30 statt 1.65
Eier lassen sich für Gebäck mit eingeweichten Chiasamen ersetzen. Ein Ei entspricht 1 EL Samen und 1 EL Wasser. Als Ei weiss-Ersatz dient Kochwasser von Kichererbsen (Aqua Faba). Butter ersetzt man leicht durch Margarine oder Kokosöl.
V-Love Vegan Bloc, 250 g Fr. 3.15 statt 3.95
Käse galt lange als kaum ersetz bar. Heute gibts vom veganen Brotaufstrich über die «Käse»- Imitat-Scheiben bis zu Alterna tiven fürs Gratinieren für fast alles eine passende Variante.
New Roots Spread Tomate und Basilikum, 140 g Fr. 5.95
Honig ist als Süssungsmittel und als Brotaufstrich beliebt. Je nach Verwendung kann man ihn durch selbstgemachten Löwenzahnsirup ersetzen. Auch Ahorn- und Agavensirup bieten sich an. Mittlerweile gibt es sogar eine Alternative aus Ringelblumen.
Wild Meadow Ringelblume vegan, 225 g Fr. 6.–
Bilder: Migusto
Veganer SchokoladenDrink
TIPP
Noch mehr Schweiz erkunden Das Jungfraujoch, Dach Europas Tagesausflug • 20.03. / 03.04. / 04.04. 24.04. / 15.05.
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Aviatik hautnah am ZRH Tagesausflug • 29.01. / 26.02. / 04.03. 26.03. / 30.04.
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Tropenwunder Frutigen Tagesausflug • 20.02. / 27.03.
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Zu Irma ins Drei-Seen-Land Fr. 145 Tagesausflug • 23.03. / 24.03. / 25.03. / 26.03. Kultur des Appenzellerlandes Tagesausflug • 18.02. / 18.03.
Räucherlachs am Säntis Fr. 175 Tagesausflug • 04.02. / 18.02. / 17.03. / 15.04.
REISEN IN DER SCHWEIZ 2021
Neue Blickwinkel in heimatlichen Gefilden Eine wohlsortierte «Heimat-Auswahl» – Entdeckungen in der Schweiz. Auf diesen Tagestouren und mehrtägigen Winter- und Frühlingsreisen in alle Landesteile können Sie die Schweiz ganz neu kennenlernen. Interessante Persönlichkeiten werden Ihnen begegnen – und bestimmt ist auch eine Region dabei, die Sie noch nicht kennen.
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Zweisimmen > Montreux > Lavaux > Lausanne > Corsier-sur-Vevey
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Historischer Luxus im legendären Belle-Époque-Zug • Kultur am Genfersee – Weinbau, Olympia und Charlie Chaplin • Logieren wie in der Belle-Époque – Grand Hotel Palace in Montreux
Logieren und Dinieren wie Staatsgäste im Grandhotel Bellevue Palace • Im Bundeshaus hinter die Kulissen der Politik blicken • Einstein und Klee - die Genies von Bern entdecken
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Leistungspaket • An-/ Rückreise im Königsklasse-Luxusbus ab Ihrem gewählten Einsteigeort, Kaffee & Gipfeli • 2 Übernachtungen mit Halbpension im 5* Hotel Bellevue Palace • Mittagessen Tag 1, Tag 2 • Ausflüge & Besichtigung gemäss Programm oder eigene Unternehmungen • Mittelthurgau-Reiseleitung
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Buchen & informieren mittelthurgau.ch | 071 626 85 85 Oberfeldstrasse 19, CH-8570 Weinfelden
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Davos > Dischmatal > Schatzalp Winterliche Kutschenfahrt durchs Dischma-Hochtal • Alpine Sterneküche bei Armin Amrein • Die «Zauberberg» Schauplätze im Hotel Schatzalp Reisedatum 2021 Mittwoch, 27.01. / Mittwoch, 18.02. Mittwoch, 10.03 / Mittwoch, 17.03. / Mittwoch, 24.03. Leistungspaket • An-/Rückreise im Königsklasse-Luxusbus ab Ihrem gewähltem Einsteigeort, Kaffee & Gipfeli • Kutschen-/Schlittenfahrt im Dischma • Alpines Mittagsmenü von Armin Amrein • Fahrt mit der Schatzalpbahn • Literarische Führung im Hotel Schatzalp von Lokalhistoriker und Kulturpreisträger Klaus Bergamin • Mittelthurgau-Reiseleitung
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34 | 4.1.2021 | GESELLSCHAFT
«Etwas mehr Exzess würde uns guttun»
Schneller, schöner, gesünder, besser: Vor lauter Selbstoptimierung riskieren wir, unsere M enschlichkeit zu verlieren, warnt Marian Donner. Die niederländische Autorin über unberechtigte Schuldgefühle, problematische Selbsthilfebücher und die Vorteile des Rauschs. Text: Ralf Kaminski Bilder: Valentina Voss
Marian Donner, was haben Sie gegen gesundheitsbewusste Menschen, die ihren Körper stählen oder sich selbst und ihr Leben verbessern möchten? Das ist doch etwas Gutes. Wenn man das ganz für sich allein macht, ist es okay. Nur ist damit eben ein grosses Versprechen verbunden: Wer gesund und sportlich lebt und sich stets redlich bemüht, sich zu verbessern, wird ein längeres, besseres und erfolg reicheres Leben führen. Doch für viele erfüllt sich dieses Ver sprechen nicht: Sie bemühen sich und bemühen sich, aber ihr Leben wird weder b esser noch erfolgreicher. Und sie geben sich dann die Schuld dafür und schämen sich, denn laut dem heutigen Zeitgeist kann man mit harter A rbeit alles erreichen. Und das kann man nicht? Die meisten erfolgreichen Men schen haben hart gearbeitet – aber fast alle hatten eben auch Glück oder waren zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Das jedoch wird ausgeblendet. Stattdessen wird die Vorstellung propagiert, dass jeder a llein seines Glückes Schmied ist, dass alle anderen Faktoren keine Rolle spielen. Doch das tun sie. Wer wenig Geld hat und drei Jobs machen muss, um sich ge
rade so über Wasser zu halten, dem werden auch Fitness, Yoga und Achtsamkeitskurse nicht helfen. Und er wird den Grund für seine Misere am falschen Ort suchen.
Wo überall beeinflusst uns dieses Denken? Bei unserem Aussehen, unserer Gesundheit, der Partnersuche, im Beruf, selbst beim Kampf gegen den Klimawandel ...
Viele fühlen sich also nicht nur schlechter, als sie müssten, sondern auch noch aus den falschen Gründen? Genau. Nicht zuletzt wegen der mantraartig verbreiteten Bot schaften «du bist selbst verant wortlich für dein Schicksal» und «Erfolg ist planbar». Wer keinen hat, hat also nur schlecht geplant. Und fühlt sich schul dig, nicht das Beste aus seinem Leben zu machen. Das alles hat fast schon religiöse Züge, denn Schuld und Scham sind wich tige Elemente beim Glauben. Sie halten einen klein.
Wie das denn? Die Hauptbotschaft ist doch, dass eine Verbesserung des Klimas bei mir selbst beginnt, bei meinem Verhalten als Kon sumentin. Nur wenn ich nicht fliege und keine Plastiktüten verwende und kein Fleisch esse, hat das Klima eine Chance. Schuld und Scham auch hier. Entweder fühlt man sich selbst schuldig oder versucht, anderen ein schlechtes Gewissen zu machen. Was, du fliegst noch? Dabei hilft es kein bisschen, wenn ich ab morgen nicht mehr fliege, weil es eben primär ein strukturelles Problem ist und kein persönliches.
Wer ist denn schuld? Unser neoliberales Wirtschafts system. Darauf gehen diese Leitgedanken zurück. Und es verlangt immer mehr von uns, immer härtere Arbeit, immer roboterhafteres Verhalten. Wir sollen zur allerschönsten, aller beliebtesten, allerschlauesten Version unserer selbst werden, um im Konkurrenzkampf mit den anderen zu bestehen. Damit wir uns, wie ein Produkt, auf dem Markt gut verkaufen können, sei es nun bei Tinder oder LinkedIn.
Aber wenn sich richtig viele an all das halten würden, hätte es doch auch eine Wirkung. Da bin ich mir gar nicht so si cher. Denn den Hauptschaden richten letztlich die Grosskon zerne an, die aus Profitgründen Umwelt und Klima ruinieren. Für den Einzelnen ist es fast un möglich, immer «das Richtige» zu tun, selbst wenn er sich noch so bemüht. Nur schon durch die Nutzung von so etwas Alltäg
GESELLSCHAFT | 4.1.2021 | 35 Raucht während des Interviews drei Zigaretten: Autorin Marian Donner will nicht ständig an sich arbeiten. Allerdings isst sie wenig Fleisch und fliegt nie.
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lichem wie einem Smartphone, ist man mitverantwortlich für die Ausbeutung von Kindersklaven, die die dafür notwendigen Rohstoffe im Kongo aus einer Mine geholt haben. Fast alles, was wir nutzen, wird auf problematische Weise hergestellt. Es ist ein systemisches Problem – und davon wird sehr effektiv abgelenkt mit dieser Idee der Selbstverantwortung.
«Echte Freiheit vom System können sich nur die leisten, die im System reich geworden sind.»
Können wir mit einer Ver haltensänderung nicht auch Grosskonzerne zu einem Wandel zwingen? Bis zu einem gewissen Grad vielleicht. Aber das Perfide ist doch, dass uns von einem destruktiven System eingeredet wird, wir seien das Problem, wir müssten uns ändern. Umso mehr, als viele von uns damit überfordert sind. Nur ein radikaler Lebensstilwandel der Menschheit und ein Umbau unseres Wirtschaftssystems würden tatsächlich etwas bewirken. Ein Anfang wäre aber schon, sich der Schuld und der Scham zu verweigern, wenn die Selbstoptimierung nicht klappt – oder diese gar nicht erst zu versuchen. Das setzt eine Menge Zeit und Energie frei, die man anderweitig nutzen kann. Zum Beispiel? Es gibt einem vielleicht die Musse zu erkennen, wo die eigentlichen Probleme liegen. Man könnte sich dann politisch engagieren, sich einer Aktivistengruppe anschliessen – oder ein Buch schreiben ( lacht). In jedem Fall gibt es einem die Chance, seine Energien nach aussen zu wenden statt sich obsessiv mit den eigenen Unzulänglichkeiten zu beschäftigen. Oder sich im Job ein Burnout einzufangen. Wie wir damit umgehen, ist ohnehin schlimm. Weshalb? Weil das Ziel, sich vom Burnout zu erholen, nicht darin besteht, die dahinter liegenden Ursachen
zu beseitigen. Also die stets steigenden Ansprüche im Job, den harten Konkurrenzkampf, das ewige Hamsterrad. Nein, es geht lediglich darum, wieder fit genug zu werden, um brav weiter als Rädchen im System zu funktionieren. Gesünder essen, mehr Sport treiben, Yoga machen – das tut ohne Zweifel gut und reduziert Stress. Aber es hilft nicht, wenn man anschliessend dort weitermachen muss, wo man vor dem Burnout war. Und viele haben oft gar keine andere Wahl, als genau das zu tun. Denn sie müssen ja Geld verdienen, um sich eine schöne Wohnung leisten und ihre Familie er nähren zu können. Bis zum nächsten Burnout. Aus dem gleichen Grund mögen Sie auch keine Selbst hilfebücher? Richtig. Mal abgesehen davon, dass es darunter unglaublich viel unnützen Schrott hat, tragen sie bestenfalls dazu bei, Schmerz, Wut und Unerträgliches besser zu ertragen, damit die Leute brav weiter das tun, was halt getan werden muss. Sie helfen also nicht dem Leser, sondern der Aufrechthaltung des heutigen zerstörerischen Systems. Denn ihre Botschaft ist: Du bist das Problem, du musst dich verändern, damit dein Leben besser wird. Im Ihrem neuesten Buch plä dieren Sie stattdessen für mehr Rausch und Exzess – das würde helfen? Natürlich nicht pausenlos, aber etwas mehr Exzess würde uns gut tun, als Gegengewicht zum durchgetakteten, verplanten Alltag. Es würde uns mehr Raum geben für Träume, Kreativität, Seltsamkeit, Unberechenbarkeit, Leben im Moment – alles wichtige Bestandteile eines guten, erfüllten Daseins, die sich viele Leute versagen. Aber klar, wer es übertreibt und mit einem Kater aufwacht, hat sofort wie-
der diese Schuldgefühle. Statt sich zu sagen: Okay, dieser Tag ist wohl verloren, aber dafür hatte ich eine richtig, richtig tolle Nacht, in der ich mich frei fühlte – auch wenn ich mich nicht mehr genau an alles erinnern kann ... ( lacht) Sie fürchten, dass wir unsere Menschlichkeit verlieren, wenn wir keinen Kurswechsel vollziehen. Was genau steht auf dem Spiel? Unsere chaotische, irrationale, schattenhafte Seite, unsere emotionale Tiefe. Stattdessen werden wir jenen Robotern immer ähnlicher, von denen viele Leute befürchten, dass sie uns dereinst ablösen werden: saubere, gut geölte Maschinen, die immer funktionieren und brav tun, was man ihnen aufträgt. Aber so sind wir Menschen nicht, wir sind dreckig, unordentlich, widersprüchlich, sterblich. Der französische Philosoph und Schriftsteller Albert Camus sagte mal, der Sinn des menschlichen Lebens bestehe darin, sich mit der Unvermeidbarkeit des Todes auseinanderzusetzen. Heute unternehmen wir alles, um Alter und Tod zu verdrängen oder gar zu besiegen. Man könnte sich dem System verweigern ... Vor 30, 40 Jahren konnte man als Künstlerin, Sänger, Dichterin oder Hippie in unseren Stadtzentren durchaus gut existieren – das ist vorbei. Das Leben in unserem Teil der Welt ist so teuer geworden, dass es ohne eine gewisse Menge Geld nicht geht. Und die bekommt man nur innerhalb des Systems. Echte Freiheit vom System können sich nur die leisten, die im System so reich geworden sind, dass sie machen können, was sie wollen. Aussenseiter hingegen sind immer akut absturzgefährdet. Wer sich Freiheit nicht erkaufen kann, muss sich mit dem System arrangieren.
GESELLSCHAFT | 4.1.2021 | 37
Autorin und Journalistin Marian Donner (46) studierte Psychologie und arbeitete einige Zeit in der Politik und bei NGOs. Heute schreibt die Niederländerin Bücher, Essays und Kolumnen; bis im vergangenen Jahr arbeitete sie auch an der Rezeption eines Escort- Services, um den Lohn noch etwas aufzubessern. Sie lebt mit ihrem Partner und ihrem Sohn in Amsterdam. Buchtipp Marian Donner: «Das kleine Buch der Selbstverwüstung. Warum wir mehr stinken, trinken, bluten, brennen und tanzen sollten», Ullstein 2020, bei exlibris.ch für Fr. 15.90
gen wieder zu, erst recht jetzt durch die Coronakrise.
Auf der anderen Seite hat u nser Wirtschaftssystem in den vergangenen Jahrzehnten Millionen von Menschen aus der Armut geholt, besonders in Asien. Das ist doch auch etwas. Aber Erfindungen und medizi nische Fortschritte haben dazu mindestens ebenso viel beige tragen. Und beides oft dank staatlich finanzierter Forschung. Sicherlich gab es auch dank des Wirtschaftssystems positive Effekte, aber inzwischen ist es zu sehr aus dem Gleichgewicht geraten. An vielen Orten nimmt die Zahl der Armen und Hungri
«Wir müssen wieder zu Bürgern werden, die auf ihre Rechte pochen.»
Viele Menschen, die mit dem aktuellen System unzufrieden sind, wenden sich rechtspopulistischen Parteien zu. Sie sehen die Lösung eher auf der a nderen Seite. Warum gelingt es linken Parteien nicht, diesen Unmut zu nutzen? Rechtspopulisten sind wahnsin nig gut darin, einfache Lösungen für komplexe Probleme vorzu gaukeln. Die Hauptschuld liegt aber bei der Linken selbst, die diese Themen nicht sinnvoll und systematisch bewirtschaftet. Da liegt ein enormes Potenzial brach, was wohl auch daran liegt, dass selbst viele Linke das Wirt schaftssystem nicht mehr grund sätzlich hinterfragen. Was kann der Einzelne tun, um sich dem Zeitgeist zu ent ziehen und etwas zu ändern? Auch ich habe leider kein Patent rezept. Es fängt damit an, zu verstehen, dass man selbst nicht das Problem ist. Allein jedoch kann man vielleicht punktuell Bewusstsein schaffen, aber nicht viel ändern – das schafft man nur mit vielen anderen gemeinsam. Wie das etwa die Klimajugend derzeit versucht. Man braucht eine politische Bewegung, die sich für Reformen einsetzt. Wir dürfen nicht mehr nur Konsu menten sein, sondern müssen
wieder zu Bürgern werden, die auf ihre Rechte pochen. Aber nur schon das System nicht weiter zu füttern, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wie setzen Sie diese Ideen in Ihrem Leben um? Während unseres gut einstündigen Video-Calls haben Sie sich drei Zigaretten angezündet ... ( lacht) Ja, das ist einer der vielen Bereiche, in dem ich auf Selbstop timierung verzichte. Vermutlich hätte ich auch mehr erreichen und mehr Geld verdienen kön nen, wenn ich härter gearbeitet hätte. Aber das will ich gar nicht, weil ich sehr faul bin und es liebe, nichts zu tun – oder meine Zeit mit guten Büchern und Filmen zu verbringen. Ich muss nicht mehr Geld besitzen, als ich brauche. Das Entscheidende jedoch ist: Ich fühle mich weder schuldig, noch schäme ich mich für diese Dinge. Betreiben Sie gar keine Form der Selbstoptimierung? Ich esse wenig Fleisch, vermeide Plastik und fliege nie, weil ich mir Ferien gar nicht leisten kann. Da ich aber nicht gestresst bin, brauche ich die auch nicht. Doch auch wenn ich in diesem Bereich versuche, «das Richtige» zu tun, ist mir bewusst, dass ich damit nicht die Welt rette. Mit meinem Buch sicher auch nicht – aber viel leicht gibt es ein paar nützliche Denkanstösse. MM
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40 | 4.1.2021 | MEINE MIGROS
Erkältung ade Sind die Schleimhäute der Atemwege trocken, können Krankheitserreger ungehindert in den Körper eindringen. Hals- und Rachenspray, Hustensirup und Nasensalbe unterstützen die Regeneration.
Bei Halsschmerzen Der milde, isotonische Halsund Rachenspray b efeuchtet, beruhigt und schützt die Schleimhäute. Er löst den Schleim und unterstützt die Behandlung bei Halsschmerzen und Heiserkeit. Die Anwendung ist für Erwachsene und Kinder ab 2 Jahren geeignet. Sanactiv Hals- und Rachenspray, 30 ml Fr. 7.45 Bei Hustenreiz
Der alkoholfreie Hustensirup mit isländisch Moos, Malvenextrakt und Honig beruhigt die Rachenschleimhaut und lindert den Hustenreiz bei trockenem Hals und Heiserkeit. Sanactiv Hustensirup, 200 ml Fr. 8.90
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Der Nasenspray mit M enthol befreit die Nase und u nterstützt die Behandlung bei Schnupfen und verstopfter Nase. Die Anwendung ist für Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren geeignet. Sanactiv Meerwasser-Nasenspray mit Menthol, 20 ml Fr. 5.60
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Die Pastillen wirken schleimlösend und lindernd bei Erkältungshusten mit Heiserkeit und bei einem Rachenkatarrh. Empfohlene Dosierung für E rwachsene: stündlich 1 Pastille im Mund zergehen lassen, m aximal 8 Pastillen täglich. Sanactiv Bronchialpastillen, 40 Pastillen Fr. 8.95
MEINE MIGROS | 4.1.2021 | 41
Befreit durch den Winter: Geben Sie einige Tropfen der ä therischen Ölmischung ins Wasser und inhalieren Sie. Geeignet für Voll- und Dampfbäder, Sauna, D uftlampen und Luftbefeuchter. Sanactiv Inhalieröl, 10 ml Fr. 4.90
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Schutz für die Schleimhaut Die Pastillen helfen bei Hustenreiz und Heiserkeit. Sie schützen die Schleimhaut in Hals und Rachen. Für Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren geeignet. Empfohlene Dosierung: Je nach Bedarf mehrmals täglich 1–2 Pastillen im Mund zergehen lassen. Sanactiv Isländisch Moos Hustenpastillen, 40 Stück Fr. 4.90
42 | 4.1.2021 | GENUSS
Wissensbissen
Vegane Ernährung sei bereits ab der Schwangerschaft und auch für Kleinkinder problemlos möglich, meint die Zürcher Food-Aktivistin L auren Wildbolz und begründet dies ausführlich in ihrem Kochbuch «Vegan Love». Dazu vermittelt sie Expertenwissen über gesundheitliche Risiken und empfiehlt 80 familientaugliche Rezepte.
Dreikönigskuchen Königin oder König für einen Tag, dieser Brauch reicht zurück bis ins Mittelalter, als man denjenigen zum «Bohnenkönig» ernannte, der eine in einem süssen Gebäck versteckte Bohne fand. In der Schweiz wurde die Tradition Anfang der 1950er-Jahre mit einem luftigen Hefegebäck von einem Volkskundler und dem Bäcker-Konditormeister-Verband wiederbelebt.
Bei exlibris.ch Fr. 23.20
Prozent aller gefassten Neujahrsvorsätze werden schnell über Bord geworfen. Zu diesem Schluss kommen mehrere Studien. Und 40 Prozent aller Menschen ohne Vorsätze sind auch so mit sich zufrieden.
Pfannenhilfe
FOODTREND
Das Mode-Brot Viele behaupten, Leopardenmuster kämen nie aus der Mode. Ob einer von ihnen auf die Idee kam, es für ein Brot zu verwenden? Das «Leopard Bread» taucht jedenfalls immer wieder mal auf. Hergestellt wird es meistens aus Teigsträngen, die je nach Dosierung von Kakaopulver und Milch unterschiedliche Brauntöne aufweisen und miteinander verflochten werden.
Ich vertrage kein Weizenmehl, welche Alternative habe ich beim Panieren? Das Mehl hat beim Panieren eigentlich nur die Funktion, dem Fleisch eine gleichmässig trockene Oberfläche zu verleihen, damit im zweiten Schritt das verquirlte Ei gut am Fleisch haftet. Deshalb eignet sich Mais-, Kichererbsen-
mehl oder auch gemahlener Buchweizen ebenso gut wie Weizenmehl. Da auch das Paniermehl aus Brot – und somit in den meisten Fällen aus Weizenmehl – her gestellt wird, kann man stattdessen zerstossene Cornflakes oder Chips (zum
Beispiel Tortillachips aus Mais) ver wenden. Damit wird Paniertes sogar besonders knusprig. Wichtig bei allen Unverträglichkeiten: Ein Blick auf die Zutatenliste gibt Gewissheit, dass auch wirklich kein Weizenmehl enthalten ist.
Illustration: Felice Bruno; Bilder: Shutterstock, zVg
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4.1.2021 | 43
Blitzschnell geschnittene Ananas
s ro rg ig u M nb urg e eu ib N Fre
MARIN CENTRE
Ananas mühelos in Sekundenschnelle schneiden? Geht ganz einfach schon im Laden: Im Selbstbedienungsbereich der Migros im Marin Centre wählt der Kunde eine ganze Ananas aus, legt sie in eine grosse Maschine (Bild links), drückt dann auf den Startknopf und nach nur 20 Sekunden kommt die in Viertel geschnittene Frucht in einem B echer mit Deckel heraus. Zu finden ist der innovative Automat in der Früchte- und Gemüseabteilung der Filiale. Er ist bisher der einzige dieser Art in der Migros Neuenburg-Freiburg.
BLUMEN
Tulpenpracht im Winter
FASNACHTSCHÜECHLI
Bilder: zVg
Ein knuspriger Genuss Sie sind die absoluten Stars der Fasnachtszeit – und dazu ein wahrer Genuss für alle Feinschmecker. Die runden, knusprigen Fasnachtschüechli werden aus feinem Teig gebacken und sind auch als «Chnü-Blätze» bekannt. Den Namen erhielten sie, weil der Teig früher auf dem Knie auseinandergezogen und glatt gestrichen wurde. Man sagt, der Teig soll so dünn sein, dass man «durch ihn hindurch eine Zeitung lesen kann». Bei der Migros werden die Fasnachtschüechli in den Sorten Mini, Kakao und klassisch angeboten.
Schon beginnt die Tulpensaison. Eine gute Nachricht für alle, die dem winterlichen Ambiente ein wenig Farbe verleihen möchten. Wichtig ist bei Tulpen, die Stiele gerade abzuschneiden und eine passende Vase zu wählen, in die wenig Wasser gefüllt wird: nur etwa fünf Zentimeter hoch. Es muss regelmässig frisches Wasser nachgegossen werden, denn Tulpen haben grossen Durst. Ein Tipp vom Grosi: Sticht man die Tulpen knapp unter der Blüte mit einer Nadel durch, halten sie sich länger gerade.
Die Leckerbissen der Könige 05.01 – 11. 01. 2021
N eu
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4.70
Dreikönigskuchen ohne Rosinen, 420 g
Dreikönigskuchen mit Schokostückchen, 420 g
Solange Vorrat. Bei allen Angeboten sind M-Budget und bereits reduzierte Artikel ausgenommen.
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Galette des rois 650 g
12.–
4.10
Galette des Rois mit Äpfeln, 475 g
Dreikönigskuchen 420 g Genossenchaft Migros Neuenburg-Freiburg
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s ro rg ig u M nb urg e eu ib N Fre
NEUJAHRSBOTSCHAFT
Bild: Pierre-William Henry
Liebe Genossenschafterinnen, liebe Genossenschafter Das neue Jahr steht für einen Neubeginn und hält nach einem ganz ungewöhnlichen Jahr vielversprechende Chancen bereit. 2020 war geprägt von einer weltweiten Pandemie und stellte die Migros Neuenburg-Freiburg vor gesellschaft liche Herausforderungen. Doch die Entwicklung der Impfstoffe zur Bekämpfung von Covid-19 lässt uns voller Zuversicht ins Jahr 2021 blicken. Und unsere Genossenschaft darf sich im neuen Jahr auf neue und erneuerte Läden freuen: die in Aussicht gestellte Übernahme des Avry Centre dank eines schnellen Entscheids des Bundesgerichts, die Fortführung der Sanierungsprojekte im Métropole Centre und die Eröffnung der neuen Migros-Filiale La Charrière in La Chaux-de-Fonds. Im Murten Center sind die letzten Detailarbeiten abgeschlossen, und auch die Filiale La Tour-de-Trême Tivoli konnte ihren Betrieb in vollem Umfang aufnehmen. Man kann also sagen, dass es in Ihrem und unserem Unternehmen trotz der allgemein schwierigen Lage rund läuft. Zu verdanken haben wir dies dem Tag für Tag grossen Einsatz aller Mitarbeitenden der Migros Neuenburg-Frei burg. Dafür ein grosses Dankeschön an alle! Aber mein Dank gebührt selbstverständlich auch Ihnen, denn ohne Ihre Treue wären wir nichts. Auf nationaler Ebene bereitet sich die Migros mit grosser Weitsicht auf die Zukunft vor. Sie setzt sich dafür ein, Ihnen die bestmöglichen Konditionen zu bieten. Das ist aufgrund der vielen Sachzwänge gar nicht so einfach. Hinzu kommen fortlaufende gesellschaftliche und soziale Erwägungen: Was wird aus uns, wenn sich die Umweltbedingungen weiter verschlechtern? Was wären wir ohne gesunde Partner, mit denen wir uns gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft stellen? Dabei denke ich ganz b esonders an die Bauern, denen die Globalisierung genauso zusetzt wie uns der Einkaufstourismus. Die Qualität unserer Lösungen macht den Unterschied. Scheuen wir nicht vor originellen Ideen zurück. Denn so bleibt die Marke Migros auch in Zukunft «ein M besser». Dieses Streben nach herausragender Qualität verdanken wir Gottlieb Duttweiler, seiner Ehefrau und allen, die mit ihm Pionierarbeit geleistet haben. Unsere wichtigste Aufgabe ist es aber, die Werte an unsere Kinder weiterzugeben. Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und glückliches neues Jahr! Im Namen der Verwaltung der Migros Neuenburg-Freiburg Thierry Grosjean, Präsident Auvernier, 1. Januar 2021.
Thierry Grosjean (64), Präsident der Verwaltung der Migros Neuenburg-Freiburg
«Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.» Altes Sprichwort
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Genossenchaft Migros Neuenburg-Freiburg
4.1.2021 | 47
s ro rg ig u M nb urg e eu ib N Fre
Leandro Mirata, Leiter des MM Romont, mit Giovanna Garghentini Python, Leiterin von Pro Infirmis Freiburg
Grittibänze als Botschafter der Inklusion 75 Jahre Pro Infirmis Freiburg: Zum Jubiläum wurden Anfang Dezember im MM Romont und allen Migros-Filialen
des Kantons Grittibänze mit Behinderung verkauft. Ein Teil der Einnahmen ging an Pro Infirmis. Text: Julie Mégevand Bild: Fabrice Chapuis
D
ieses Jahr erlangte der Kauf eines Teigmanns eine tiefere Bedeutung als sonst. Wie die mit Erdnüssen, Mandarinen und Schokolade gefüllten Chlaus- Säcke dürfen Grittibänze zum Samichlaus ohnehin nicht fehlen. Bei der Kundschaft sind die Teigmänner stets heiss begehrt. Doch am 3., 4. und 5. Dezember wurden in allen Migros-Filialen des Kantons Freiburg Gritti bänze mit Behinderung verkauft. Denn der 3. Dezember ist weltweit der Tag der Menschen mit Behinderung. «Wir freuen uns sehr, dass wir die Migros als
e xklusive Partnerin gewinnen konnten, und blicken auf eine ausgezeichnete Zusammenarbeit zurück», erklärt die kantonale Leiterin Giovanna Garghentini Python begeistert. «Unsere Botschaft heisst Inklusion. Diese Grittibänze schmecken alle gleich fein, auch wenn ihnen ein Bein oder ein Arm fehlt. Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen und sind alle Teil der Gesellschaft.» Hinter jedem Pro-Infirmis-Grittibänz mit Behinderung an Armen oder Beinen versteckte sich die gleiche Botschaft: «Alle sind aus dem gleichen Teig.» Verkauft wurden
sie zum Preis von 2.40 statt den üblichen 1.90 Franken. Die Ak tion war ein voller Erfolg, denn verglichen mit denselben Verkaufstagen 2019 wurden dieses Jahr doppelt so viele Grittibänze verkauft. Am Ende der dreitägigen Aktion hat die Migros Neuenburg-Freiburg zudem den eingenommenen Betrag verdoppelt. Somit durfte sich Pro Infirmis Freiburg über 2257 Franken zur Unterstützung ihrer Projekte freuen. Damit sich im Laden alle wohlfülen
«Wir sind sehr glücklich, dass wir dem Anliegen von Pro Infirmis
Freiburg entsprechen konnten. Dies ist für uns eine Herzensangelegenheit, und wir freuen uns, die Pro Infirmis bei ihren Vor haben zu unterstützen», so JeanMarc Bovay, Direktor der Migros Neuenburg-Freiburg. Und Leandro Mirata, Leiter der Filiale Romont, bringt es in folgenden Worten auf den Punkt: «In unseren Geschäften heissen wir jeden willkommen, und unser Verkaufspersonal steht der Kund schaft immer zur Verfügung, um ihr bei ihren Einkäufen zu helfen. Wir tun alles, damit sich jede und jeder in unseren Geschäften wohl fühlt.» MM
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50 | 4.1.2021 | KOLUMNE
Koch- oder Backtyp? Grösse aufgeht. Backen ist exakter. Weniger abschmecken, mehr abwägen. Kochen und Backen erfordern andere Arbeitsweisen. Natürlich gibt es viele Leute, die beides können. Doch etwas liegt einem immer mehr. Ich persönlich bin eher der Backtyp. In der Küche mag ich genaue Anleitungen. Wenn im Rezept 350 Gramm Mehl steht, dann fülle ich nicht 349 oder 351 Gramm in die Schüssel, sondern genau 350. Die runde Zahl erfüllt mich mit Zufriedenheit. Ich habe dann das Gefühl, etwas richtig gemacht zu haben. Generell bin ich ein kleiner Anleitungs-Junkie. Ich würde nie ein Ikea-Regal aufbauen, ohne jedem Schritt im Prospekt brav zu folgen. Ich lese sogar Beipackzettel von völlig harmlosen Medikamenten, damit ich die Tabletten richtig einnehme. Und Sie? Sind Sie eher der Koch- oder der Backtyp? Keine Angst, natürlich verrate ich Ihrem Chef nichts. MM
Lisa Stutz (27) sucht die Balance zwischen urban und ländlich. Und pickt von beidem das Beste heraus.
Illustration: Rinah Lang
STADT, LAND, STUTZ Eine Freundin hat mir neulich erzählt, dass sie an einem Vorstellungsgespräch gefragt wurde, ob sie eher der Koch- oder der Backtyp sei. Und nein, sie hätte im Job weder das eine noch das andere tun müssen. Man verriet ihr bis zum Schluss nicht, welche der beiden Kategorien denn nun zur ausgeschriebenen KV-Stelle passe. Doch mir ist die Frage geblieben, denn ich glaube, sie zu verstehen. Kochen läuft mehr nach Gefühl – man schmeckt ab, salzt etwas nach, mh, ein bisschen Curry vielleicht noch. Die Rüeblirädli müssen nicht alle exakt gleich breit sein. Nein, das Kochen lebt vom Handgemachten. Man braucht nicht unbedingt ein Rezept. Beim Backen hingegen gibt es ein paar Regeln. Wenn die erfahrene Rezeptautorin angibt, dass es zwei Teelöffel Backpulver sein sollen, dann hält man sich besser daran. Schliesslich will man, dass der Muffin auf die perfekte
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RÄTSEL | 4.1.2021 | 51
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So nehmen Sie teil: Hauptpreis (oranges Lösungswort) Tel.: 0901 000 841 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD1, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD1 STEMPEL Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Zusatzpreis (grünes Wort) Tel.: 0901 000 845 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD5, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD5 WINTER Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/raetsel (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 10.1.2021, 24 Uhr Gewinner Nr. 52 Hauptpreis: Hans Hug, Gunzgen SO; Evelin Preisig, Flawil SG Zusatzpreis: Ruth Langenegger-Oesch, Rüfenacht BE; Lienhard Roser, Aarau Teilnahmebedingungen Gewinnspiele: Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, welche das 18. Altersjahr vollendet haben. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeitenden des Gewinnspielveranstalters sowie Gewinnspielvereine, automatisierte Dienste und weitere professionalisierte/gewerbliche Teilnehmende. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und mit Namen und Wohnort veröffentlicht.
Sudoku 2 × 100 Franken zu gewinnen
Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3×3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Die Lösungszahl ergibt sich aus den orangen Feldern von links nach rechts. So nehmen Sie teil: Tel.: 0901 000 844 (Fr. 1.–/Anruf) SMS: Senden Sie MMD4, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD4 123. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/sudoku (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 10.1.2021, 24 Uhr
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RÄTSEL | 4.1.2021 | 53
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Quiz
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2 × 100 gewinnen Füllen Sie dieFranken zehn Wörter inzu das Rätselgitter ein. Füllen Sie Sie die zehn Wörter das Rätselgitter Tragen diesich zehn Wörter in das Rätselgitter Die Lösung ergibt aus in den Buchstaben inein. den Feldern 1-5.ein. Die ergibt sich aus den Buchstaben den Feldern 1-5. DasLösung Lösungswort ergibt sich ausinden Buchstaben in den Feldern 1 bis 5.
Ermitteln Sie für jede Quizfrage den richtigen Lösungsbuchstaben. Der Reihe nach in die Lösungsfelder eingetragen, ergibt sich das Lösungswort. Wenn man nur auf der Basis von Vermutungen handelt, dann schiesst man ins … L Weisse
S Blaue
H Rote
Eine Fehleinschätzung kann ein … sein. O Trugfinale
A Trugende
E Trugschluss
Wie hoch ist die Anzahl der Mitarbeitenden in der Migros? K ca. 23'000
N ca. 106'000
R ca. 260'000
I
1 1
S Lötschberg
Emmental
T Person
U Stadt
Was ist die «Big Muley»? N Mondgesteinsprobe
E Gebirgskette
Z Wildschweinart
Wann kam es in New York zum Strohhut-Aufstand? S 1959 1
T 1946 2
3
4
6
7
Lösungswort
So nehmen Sie teil:
E
2
1 2 5 4
2 2
3 3
4 4
5 5
Tel.: 0901 000 843 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD3, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD3 HOTEL. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/paroli (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 10.1.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
Bimaru
Tel.: 0901 000 842 (Fr. 1.–/Anruf ) SMS: Senden Sie MMD2, gefolgt vom Lösungswort, Ihrem Namen und Ihrer Adresse an 3113 (Fr. 1.–/SMS). Bsp.: MMD2 ATEMZUG. Hans Muster, Musterweg 22, 8000 Musterdorf Internet: www.migmag.ch/quiz (kostenlos) Teilnahmeschluss: Sonntag, 10.1.2021, 24 Uhr Teilnahmebedingungen: auf der ersten Rätselseite
Bimaru Lösung Nr. 53
Kreuzworträtsel Lösung Nr. 53
Sudoku Lösung Nr. 53
Was
koche ich heute? migusto.ch
E 1
Die Zahl bei jeder Spalte oder Zeile bestimmt, wie viele Felder durch Schiffe besetzt sind. Diese dürfen sich nicht berühren und müssen vollständig von Wasser umgeben sein, sofern sie nicht an Land liegen.
G 1922 5
5 3
So nehmen Sie teil:
Woher hat die Sriracha-Sauce ihren Namen? A Gebirge
4 3
Lösung: Lösung:
In welcher Region liegt Gstaad? D Saanenland
ALLERLE I ANDREHEN ANF L EHEN BENOTUNG BORUSS I A B UME R A N G BOTSUANA CENTUR I E D E Z I MA L E CK OA NN G R SE KE A L E I E DG N LE AI N M UE EI M R ERR I ET OB SENFGLAS N R EE R EG DA R EI EE N T SYNERG I E URKANTON UMG E H U N G
E U R O R E I S T F I N A R Paroli
S E E L A Lösung Nr. 53C H S GREI F
W E L T W E I T
H E R R O N T G O R T E T T E A M Quiz
F E S S E L Lösung Nr. 53 N D NEUJAHR
Sudoku Gewinner Nr. 52
Paroli Gewinner Nr. 52
Quiz Gewinner Nr. 52
Marinette Jütz, Arth SZ; Andrée Schneider-Dedelley, Cheseaux-sur-Lausanne
Trudy Kilchenmann, Rikon im Tösstal ZH; Christa Schwyter, Lachen SZ
Michael Buser, Ormalingen BL; Annamarie Jordi, Münchenbuchsee BE
54 | 4.1.2021 | MEINE WELT
2
3
1
4
«Ich lerne, meine Grenzen zu akzeptieren» Am Dienstag startet die dritte Staffel der Schweizer Krimiserie Wilder auf SRF. Bald steht die Schauspielerin Sarah Spale in der Rolle der Rosa Wilder für die vierte Staffel vor der Kamera. Privat lehrte ein Kreuzbandriss die Baslerin Demut. Text: Manuela Enggist Bilder: Jorma Müller
MEINE WELT | 4.1.2021 | 55
1 Meine Heimat Ich bin in Basel aufge wachsen, lebte aber auch längere Zeit im Ausland. Als ich meinen Mann hier ken nenlernte, blieben wir. Vor allem im Som mer sind wir gern am Rhein, um einen «Rheinschwumm» zu machen. Mittler weile auch schon mit unseren Jungs. 2 Meine Geheimwaffe Daniel Schmidt ist mein Personal Coach und trainiert mich im CrossFit Helvetix für meine Rolle der Rosa Wilder. Er pusht mich physisch und mental zu Höchstleistungen. 3 Mein Kartenspiel In den Ferien set zen mein Mann und ich uns gern in ein
Name Sarah Spale (40) Wohnort Basel Das läuft bei mir «Am 11. Januar begin nen die Dreharbeiten zur vierten Staffel von Wilder. Beim letzten Dreh habe ich mir das Kreuzband gerissen. Das war ein Schock. Es hat mir gezeigt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man am Morgen aufsteht und der Körper funktioniert. Ich lerne, meine Grenzen zu akzeptieren. Für die nächste Staffel werden wir vier Monate vor der Kamera stehen. Das ist eine intensive Zeit. Zwölf-Stunden-Arbeitstage sind da die Regel. Das ist für mich als Mutter von zwei Söhnen nicht immer einfach. Und ich bin jedes Mal naiv genug, zu glauben, dass es beim nächsten Mal leichter wird. Trotzdem kann ich es kaum abwarten, bis wir wieder drehen. Bei einer Serie entwickelt sich der Charakter der Rolle immer weiter und ich freue mich darauf, Rosas Geschichte weiterzuerzählen.»
Bild: Keystone
5
Café, trinken Cappuccino und spielen Scopa. Wir wurden schon mal aus einem Lokal geschmissen, weil wir dem Perso nal damit auf die Nerven gingen. 4 Mein täglicher Begleiter Das Sack messer, das ich immer im Rucksack dabei habe, war ein Geburtstagsgeschenk von meinem Mann. Am häufigsten schneide ich damit Apfelschnitze für meine Söhne. 5 Mein Gefährt Das Fahrrad hat mir vor über 20 Jahren ein Freund geschenkt. Er mochte die Farbe nicht, mir gefiel sie. Man hat mir schon Liebesbriefe an den Lenker geklebt. Wildfremde Menschen gratulier ten mir zu meinem coolen Fahrrad.
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Mein Migros-Lieblingsprodukt Die Garofalo Trofie, die wir mit fein geschnittenem Speck, Salbei und Pecorino zubereiten, sind bei uns in der Familie ein Klassiker.
6 Mein Stil Ich mag Secondhand-Kla motten. Diesen Pulli habe ich im Vintage- Shop Frankie Frankie in Basel gekauft. Er ist extrem kuschelig und wird mich hoffentlich auch in kalten Drehpausen warm halten. MM
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