Skip to main content

Brückenbauer, 18. Mai 2004

Page 1

HOCHADEL: Warum die europäischen Königshäuser so populär sind.

Seite 98

Ausgabe Aare, AZA 3321 Schönbühl-Shoppyland. Psdg DP AG Ent. bez. A 44631.

NR. 21, 18. MAI 2004

www.brueckenbauer.ch

Mädchen

Warum sie sich ein eigenes Pferd wünschen. Seite 4

Frauen

Warum der Weg in die Chefetage so hart ist.

Bild Sandro Diener

Style Der Look zählt: Kleider- und Körperkult sind voll im Trend. Seite 20 Adressänderungen am Postschalter melden oder dem regionalen Mitgliederdienst: p 031 - 858 84 01

GE SU ND HE IT SEX TR A

Seite 11

8 Seiten News und Tipps für ein gesünderes Leben. ab Seite 49


2

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

AUFTAKT

Noch acht Tage!

Neues Layout, neue Inhalte und neuer Name: In einer Woche erscheint das «Migros-Magazin».

L

iebe Leserin, lieber Leser, Sie haben sicher auch schon bemerkt, dass immer mehr Leute topmodisch und herausgeputzt herumflanieren – «gestylt», wie das im modischen Jargon heisst. «Style» nennt man, was viele Leute, vor allem Junge, in den Lounges und Bars zur Schau stellen. Früher sagte man dem Stil, Geschmack oder auch «Kleider machen Leute». Da immer mehr Leute viel Zeit und Geld in ihren Look investieren, gingen wir der Sache mal auf den Grund. Dabei fanden wir Tröstliches: dass sich so oberflächliche Dinge wie schöne Outfits, Kleider- und Körperkult durchaus mit Ernsthaftigkeit und Engagement für andere MenChristian Waefler, schen vereinbaren lässt. stv. Chefredaktor Lesen Sie unser Dossier über die Kultur des Schönen, über Sein und Schein ab Seite 20. Da auch wir vom «Brückenbauer» mit der Zeit gehen, haben wir uns entschlossen, unser Blatt, Ihren «Brückenbauer», auch neu zu «stylen». Wir haben es Ihnen schon in der letzten Ausgabe angekündigt. Mit der rechts abgebildeten Kostprobe möchten wir Sie auf das neue «Migros-Magazin» «gluschtig» machen. In acht Tagen werden Sie das neu gestaltete Heft in Händen halten. Bekannte Zeitungsdesigner von internationalem Format haben ein neues

Ihre Meinung interessiert uns Schreiben Sie uns an: Redaktion «Brückenbauer», Leserbriefe, Postfach 1751, 8031 Zürich, oder mailen Sie uns: bb@migros.ch

Erscheinungsbild entwickelt, das heisst neue Schriften, eine neue Grafik, eine neue, grosszügige Bildsprache. Alles ist zwar zeitgemäss, aber auch traditionell – ganz den Werten der Migros verbunden. Das neue Magazin vereint Design mit Tiefgang, Tradition mit der Pflicht, auch erfolgreiche Produkte permanent weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt steht der Mensch, also Sie, die Kunden, die von der Migros profitieren, von ihrem günstigen Angebot an Waren und Dienstleistungen, den hohen Standards im sozialen, ökologischen und ethischen Bereich. So werden wir von der Redaktion den Dialog mit den Menschen vertiefen, Ihnen Geschichten über Menschen erzählen. Über aussergewöhnliche Schicksale, über Menschen mit ihren Freuden und Sorgen. Unbekannte wie auch bekanntere Personen. Trotz neuem Style und neuem Namen brechen wir aber die Brücken in die Vergangenheit nicht ab und werden Ihnen weiterhin praktische Tipps geben, Ratschläge, die Sie im Alltag anwenden können, News zum Zeitgeist bringen, Geschichten zum Lachen, Geschichten zum Nachdenken. Das «Migros-Magazin» wird vielfältig sein wie die Migros. Kurz: die Migros zum Lesen. Ich möchte Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, für die Treue danken, die Sie dem guten alten «Brückenbauer» entgegengebracht haben, und freue mich, dass Sie den neu gestylten Migros-Titel mit ebenso grossem Interesse lesen werden. In diesem Sinne, auf Wiederlesen in einer Woche!

Alles rund um die Migros Redaktionsadresse

www.migros.ch

M-Infoline

Postfach 1751, 8031 Zürich Tel. 01 - 272 30 30 Fax 01 - 277 35 90 E-Mail: bb@migros.ch

Besuchen Sie die vielfältige Migros-Welt im Internet. Surfen Sie durch eine Fülle an Informationen – von den Angeboten der Woche über Lifestyle-Themen bis zur MigrosPhilosophie.

Für Fragen und Anliegen steht Ihnen das Team der M-Infoline zur Verfügung. Telefon 0848 84 0848* und +41 1 444 72 85 (Ausland) oder E-Mail: m-infoline@migros.ch

www.migros-shop.ch

Alles über das Bonusprogramm für treue Migros-Kundinnen und -Kunden erfahren Sie auf www.M-CUMULUS.ch. Die CUMULUS-Infoline erreichen Sie unter der Telefonnummer 0848 85 0848* oder +41 1 444 88 44 (Ausland). E-Mail: M-CUMULUS@migros.ch

Adressänderungen

www.brueckenbauer.ch

Hat sich Ihre Adresse geändert? Dann melden Sie die neue Anschrift am Postschalter oder beim regionalen Mitglieder-Register – oder klicken Sie auf www.brueckenbauer.ch zum Abo-Dienst.

Hier können Sie jeden Dienstag die neueste Ausgabe des «Brückenbauers» lesen. Suchen Sie einen Artikel aus einer früheren Ausgabe? Im elektronischen Archiv finden Sie ihn. *normale Gesprächstarife

Über 6000 Produkte stehen fürs bequeme Einkaufen rund um die Uhr per Mausklick bereit. Ihre Einkäufe liefern wir an 6 Tagen pro Woche bereits am Tag nach der Bestellung aus, abends von 17.30 bis 20 Uhr und samstags von 7 bis 11 Uhr.

M-CUMULUS


3

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

INHALT

Titelgeschichte

M-Info Informationen aus der Migros-Gemeinschaft

Dreimaliger Genuss

Lilibiggs Nina, Hund Tobi und Hugo stellen diese Woche unter anderem ein Knopfspiel vor. Seite 67

Sport Vom 30. Juli bis 1. August treffen sich in Bad Ragaz zehn europäische Junioren-Fussballteams. Die Migros Ostschweiz unterstützt den Swiss-U-16-Jugendcup. Seite 68

Style

Wer in die Wohnung des Lebenspartners einzieht, muss einiges beachten. Seite 71

Leserreise Globi lädt Familien ins Globi-Hotel nach Disentis GR ein – die Kleinsten wohnen gratis! Seite 75

Sechs Jugendliche lernten dank dem Internet-Wettbewerb ThinkQuest Bosnien kennen. Seite 83

Aromat & Co.

Immer mehr junge Menschen versuchen, sich durch ihren ureigenen Style von der modischen Masse abzuheben. Seite 20–27

Ihr Geld

Interaktiv

Chocolat Frey verwöhnt Sie mit drei neuen Produkten. Seite 29

Familie

25 Knorr-Produkte gibts neu in Ihrer Migros. Seite 31

Weltneuheit Den ersten All-in-One-DamenNassrasierer können Sie in der Migros kaufen. Seite 35

Grillieren ohne Fleisch Quorn offeriert viele vegetarische Spezialitäten. Seite 37

Gesellschaft

Thunfisch in Dosen Thon- und Sardellenprodukte aus Nordspanien. Seite 38

Für den vitalen Frühling

Freizeit

Magnesium- und Calcium-Produkte von Kneipp sind dafür ideal. Seite 41

Die Berner Feuerwehr versucht Jugendliche für ihre Arbeit zu begeistern. Seite 85–89

Diesmal lockt wieder ein MigrosEinkaufsgutschein. Seite 93

Extra Gesundheit 8 Seiten News, Tipps und Infos zu ausgewogener Ernährung und genügend Bewegung. Seite 49–56

Mit Hopi durchs Jahr Kindertraum Viele Mädchen träumen davon, ein eigenes Pferd zu reiten. Seite 4–7

Frauenkarriere

Reisen

BB-Interview

Noch immer ist für Frauen der Weg in die Chefetage beschwerlich. So könnte die Situation verändert werden. Seite 11–16

Trenddestination

Hochadel

Miami, die pulsierendste Stadt in Florida, fasziniert die Touristen mit dem In-Viertel Miami South Beach. Seite 82–85

Wenn Hoheiten heiraten, ist Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert dabei. Ein Interview zur Popularität der Königshäuser. Seite 98–101

Bilder Sutter, Fotostudio Grünert, Sandro Diener, Getty-Images, Bildagentur Baumann, Key-online

Kreuzworträtsel

Das Hopi-Haushaltpapier ist saugfähig und reissfest. Seite 43

Die Ameisen sind los Kämpfen Sie mit Optimum-Produkten dagegen an. Seite 45

Rezept

Holunderblüten-Parfait mit Erdbeer-Coulis Seite 48/57

IHRE REGION

Seite 58–65


4

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

Mädchentraum

REITEN Pferde und Mädchen: Warum junge Reiterinnen vom Reiten so fasziniert sind.

per ist dieser Frage nachgegangen und kommt zum Schluss, dass das Pferd eine Art Muttersymbol ist, das viel Wärme ausstrahlt und eine innige Verbundenheit zulässt. Das, so die Fachfrau, brauchen die Mädchen in der Pubertät ganz besonders. Gleichzeitig biete aber das Pferd auch die Möglichkeit, mal wild zu sein und Grenzen zu erfahren. Pferde können also den Mädchen beim Erwachsen werden helfen.

I

ch finde Pferde einfach schön» sagt Rahel Kanitz aus Uetikon ZH. «Und von Pferden kann man etwas lernen, ihnen aber auch selber etwas beibringen. Das macht riesigen Spass.» Die Sechstklässlerin ist mit ihrer Leidenschaft fürs Reiten in guter Gesellschaft. Gemäss einer Untersuchung des deutschen Marktforschungsinstituts Ipsos ist bei den Mädchen zwischen sieben und 14 Jahren das Reiten die drittbeliebteste Sportart, bei jungen Frauen über 14 sogar die zweitbeliebteste. So verbringen viele ihre Freizeit am liebsten im Stall, lesen nebenbei Pferdebücher und Magazine wie «Wendy». Und natürlich haben die jüngeren unter ihnen mindestens ein Barbiepferd sowie viele Pferdebilder. «Als ich vor vier Jahren mit Reiten anfing, hatte ich das alles auch. Heute ist mir das aber nicht mehr so wichtig», sagt Rahel, die gerade erst das Reiterbrevet bestanden hat.

Pferd als Muttersymbol Was aber fasziniert Mädchen derart an Pferden? Die Berliner Psychotherapeutin Christiane Scha-

Ausritt: Rahel Kanitz auf dem Rücken des Schulpferdes Izfor.

Doch eine heile Welt ist die des Reitens nicht. So kommt es alljährlich zu rund 1000 Pferdesportunfällen bei den unter 16-Jährigen. Gemäss Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) sind die Verletzungen oft schwer und rühren in den meisten Fällen von Stürzen her. Bei Kindern sind es vorwiegend Frakturen und Schädel-Hirn-Verletzungen, bei Erwachsenen Prellungen und Quetschungen am Rücken. Jede fünfte Verletzung erfolgt im Umgang mit dem Pferd und bei der Pflege. Wichtig ist deshalb, dass man auf das Verhalten des Pferdes achtet, damit es nicht zu Tritt- oder Bissverletzungen kommt. Jeder zweite Reitunfall ereignet sich während

▼

Helm obligatorisch


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

FAMILIE

Pferdeliebe: Für Rahel sind Pferde die besten Freunde.

5

Bilder Sandro Diener


▼

6 Ausritten im Freien. Hier bezeichnet die bfu Unerfahrenheit und falsches Verhalten in kritischen Situationen als wesentliche Gründe. Das Unfallrisiko ist es, was viele Eltern zögern lässt, ihre Kinder reiten zu lassen. Das war auch bei Rahel nicht anders. «Ich musste über ein Jahr lang auf meine Mutter einreden, bis sie mir das Reiten erlaubt hat. Sie hatte eben Angst, dass ich mich verletzen könnte.» Inzwischen hat sie schon einige schmerzhafte, aber zum Glück harmlose Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht. «Ich bin schon zwei Mal vom Pferd gefallen, einmal hat es mich gebissen und zweimal ist es mir auf den Fuss gestanden», erzählt sie. Um das Schlimmste zu verhindern, herrscht selbstverständlich Helmtragpflicht in ihrem Reitstall. «Und wir lernen auch, wie wir uns verhalten sollen, um Verletzungen bei Stürzen zu vermeiden», erklärt Rahel.

Pferde reiten und pflegen Neben dem Reitunterricht lernen die Kinder auch einiges über die Pferdepflege. Das Pferd striegeln, die Hufe auskratzen, die Sattlung und Zäumung abnehmen, das gehört ganz selbstverständlich dazu – und wird von den allermeisten Pferdefreundinnen auch gerne gemacht. Ein Hobby fürs Leben? «Bis jetzt hatte ich nur grad nach einem Jahr eine kleine Krise», sagt Rahel. «Aber seit da bin ich immer mit grosser Begeisterung dabei und möchte auch weitermachen.» Ihr grösster Wunsch? «Ein eigenes Pferd. Und mit dem möchte ich dann einen Strand entlangreiten.» Marianne Siegenthaler

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

7

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

FAMILIE

DAS REITERBREVET Das Reiterbrevet ist eine schweizerisch anerkannte Grundausbildung. Der Prüfungsstoff umfasst einen theoretischen (Fragebogen) und einen praktischen Teil und umfasst Themen wie Umgang mit dem Pferd, richtige Haltung und Fütterung, Pferdekrankheiten, Sattlung, Zäumung, Figurenreiten, Sprung über kleine Hindernisse etc. Das Reiterbrevet ist Voraussetzung für die Teilnahme an offiziellen Pferdesport-Turnieren.

DIE REITSCHULE Kurt Blickenstorfer vom Schweizerischen Verband für Berufsreiter und Reitschulbesitzer (SVBR) aus Gampelen BE gibt Tipps: ■ Achten Sie auf die Plaquette mit dem SVBR-Label. Reitställe, die Mitglied sind beim SVRB, werden inspiziert und garantieren so ein gewisses Qualitätsniveau. ■ Fragen Sie den Reitlehrer oder die Reitlehrerin nach seiner/ihrer Qualifikation und nehmen Sie sich die Zeit, deren Umgang mit den Kindern und Pferden zu beobachten. ■ Der Reitlehrer oder die Reitlehrerin sollte auf die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler achten. So muss beispielsweise immer ein Helm getragen werden. Auch wird erst ausgeritten, wenn die Schülerinnen und Schüler die Grundlage dafür an der Longe geübt haben. ■ Die Pferde sollten gut gefüttert und gepflegt sein und gesund wirken. Achten Sie auch darauf, ob die Tiere von den Besitzern und Pferdepflegern gut behandelt werden (keine Schläge, kein Anbrüllen etc.) ■ Der Stall sollte hell und sauber sein, die Boxen haben saubere Einstreu und sind so gross, dass sich das Pferd darin bewegen kann. ■ Zum Stall gehören genügend grosse Koppeln, auf denen sich die Pferde regelmässig aufhalten können. Auf www.aspm-svbr.ch findet man eine Adressliste von diplomierten Reitlehrern und Reitställen. Warm laufen: Rahel Kanitz lässt das Schulpferd Izfor an

der Longe im Kreis herumlaufen.

Bilder Sandro Diener

DIE KOSTEN ■ Gruppenunterricht für Kinder: zwei bis vier Kinder ab etwa zehn Jahren, jedes Kind ein Pferd (Vorbereiten des Pferdes, Pferdepflege, Reit- und Longenunterricht), 60 Min. ca. Fr. 40.–. ■ Einen Reithelm gibt es ab etwa Fr. 150.–, Gummireitstiefel ab etwa Fr. 40.–, Lederreitstiefel ab etwa Fr. 250.–. Die Reitausrüstung kann aber auch günstig in einem Reiter-Secondhandshop gekauft werden. ■ Ein Pferd gibt es bereits ab ca. Fr. 2000.– zu kaufen. Allerdings kostet das Tier auch rund Fr. 500.– bis Fr. 1000.– pro Monat für Stall, Futter, Betreuung, Hufschmied, Tierarzt und so weiter – das ist etwa so viel, wie für ein Auto aufgewendet werden müsste. Körperpflege: Pferd und Reiterin geniessen das Striegeln.

Satteln: Rahel zieht den Sattelgurt fest.

Aufzäumen: Brav lässt sich Izfor das Zaumzeug anlegen.


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

GESELLSCHAFT

11

Rarität: Eine Frau als Chefin ist noch immer eine Seltenheit. Bild Getty-Images

Nehmen Sie Platz, Frau Direktor! N

icht nur beim Walzer lassen sich Männer gern von Damen ihrer Wahl führen. Nur im Chefsesseltanz, da stehen die Frauen oft alleine da – vor allem dann, wenn das Gerangel um Spitzenpositionen auf den Parketten von Schweizer Direktionsetagen stattfindet.

Die Fakten Zwar sei der Frauenanteil im obersten Management hier zu Lande in den letzten 20 Jahren von 3,9 auf 9,5 Prozent gestiegen, rechnet

Rudolf Stämpfli der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, vor: «Aber diese Zahl liegt nach wie vor erheblich unter dem Wert, der auf Grund der Erwerbsquote zu erwarten wäre.»

Der Kampf der Frauen Warum sind Frauen in Führungspositionen untervertreten? Die Fachfrau Sonja A. Buholzer, Inhaberin der Zürcher Wirtschaftsberatung Vestalia Vision, Wirtschaftsreferentin und Autorin diverser Bücher zum Thema Frauen

und Karriere, stellt nüchtern fest: «Laut Statistiken muss eine Frau mehr leisten, nur jede Dritte hat einen Partner, jede Fünfte Kinder, und auch um Lohngleichheit muss sie kämpfen.» Um sich diesen ungleichen Voraussetzungen zu stellen, «braucht eine Frau schon fast intravenöse Lust auf Herausforderung und Wettbewerb», sagt Buholzer.

Die Angst vieler Männer Dazu kommt, dass viele Männer Angst haben, Frauen seien

▼

In den Schweizer Führungsetagen sind Frauen noch immer die Ausnahme. Was ist der Grund dafür? Wie kann die Situation verändert werden?


12

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

GESELLSCHAFT

sehr gute Chancen: «Sie sind die Zukunft – und es sind Gebiete, in denen Frauen sich hervorragend auskennen.»

▼

illoyal. «Frauen tendieren dazu, Probleme sofort zu lösen und Unklarheiten zu beseitigen – statt zu schweigen», sagt Astrid van der Haegen, Präsidentin der «Wirtschaftsfrauen Schweiz». «Und manchmal haben Frauen Mühe, die Spielregeln des Managements mit ihrem Gewissen zu vereinbaren. All das wird von Männern als illoyal ausgelegt.»

Wegweiser nach oben Aber was bleibt Frauen übrig, die sich trotz allem im Angestelltenverhältnis an die Spitze kämpfen wollen? «Frauen, die den Leistungsausweis erbringen und Karriere machen wollen, müssen lernen, strategisch zu denken», sagt Astrid van der Haegen. «Dazu gehört das Bilden von Seilschaften – nach oben und nach unten. Viele Frauen tun das nicht, weil sie Hemmungen haben, Lobbying zu betreiben.» Ganz wichtig ist für die Präsidentin der «Wirtschaftsfrauen Schweiz» auch die Fähigkeit, seine Ambitionen anzumelden. «Frauen warten oft, bis sie für eine Führungsposition angefragt werden. Das ist falsch. Und es muss ihnen auch nicht von überall her Liebe entgegengebracht werden. Hauptsache, sie werden zu Hause geliebt.» Sonja A. Buholzer siehts pragmatisch: «Wisse, was du willst und kannst – und auf gehts! Stärke deine Stärken und suche dir ein Umfeld, in dem man dich fördert und fordert. Nur wer wirklich Lust auf Karriere und Durchhaltewillen hat, wird Erfolg haben.» Und hoffentlich chefmässig Platz nehmen, wenn beim nächsten Sesseltanz der letzte Sitzplatz vergeben wird. Elisabeth Carabelli-Sutter

«Problem» Mutterschaft Aber der eigentliche Killerfaktor für eine Frauenkarriere sei die Mutterschaft, sagt Doris Aebi, Headhunterin bei der Unternehmensberatung Björn Johansson Associates AG in Zürich. «Viele Unternehmen müssten gegenüber Müttern – und auch Vätern –, die Karriere machen wollten, flexiblere Arbeitsmodelle wie Teilzeitpensen anbieten. Bei einem Mann stört sich auch niemand daran, wenn er wegen eines nebenberuflichen Verwaltungsratsmandats im Betrieb fehlt.»

Die Folgen Die Konsequenzen dieser Benachteiligungen seien klar, so Aebi. «Immer mehr Frauen um 40, die beruflich etwas erreichen wollen, machen sich selbständig. Hier haben sie die Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren. Und deshalb steigt der Anteil an Frauen markant, die einen eigenen Betrieb führen.» Hierbei entstehe eine neue Wirtschaftsstruktur: Frauen, die Allianzen schliessen, Netzwerke aufbauen und Kooperationen eingehen. Aebi gibt Ein- und Zweifrauenunternehmen vor allem in der Gesundheits- und Wellnessbranche

Erfolgsrezept: Eine Führungsfrau braucht Seilschaften.

Lesen Sie auf Seite 14: Eine dreifache Mutter erzählt, wie sie es an die Konzernspitze schaffte.

Bild Getty-Images

DIE KLUBSCHULE MIGROS SPORNT FRAUEN AN Die Klubschule Migros bietet neu eine staatlich anerkannte Ausbildung im Bereich Führung an. Die «modulare Führungsausbildung» ist die ideale Basis zur Verbesserung der fachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen von (angehenden) Kaderleuten. Die Ausbildung der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildungen (SVF) umfasst die

Lehrgänge «Leadership» und «Management» und führt bei Absolvierung beider Lehrgänge zum eidgenössischen Fachausweis Führungsfachfrau, Führungsfachmann. Der Zertifikatslehrgang «Leadership» richtet sich an engagierte künftige Führungskräfte, die ihre Aufgaben noch besser lösen möchten und bereit sind, sich intensiv mit ihrer Persönlichkeit auseinan-

der zu setzen und ihre Führungsarbeit kritisch zu reflektieren. Der Lehrgang dauert zirka ein Jahr oder 140 Lektionen. Der Zertifikatslehrgang «Management» richtet sich an Interessentinnen und Interessenten, die betriebswirtschaftliches Wissen und Können anstreben, damit sie die Aufgaben im unteren oder mittleren Kader erfolgreich lösen

können. Dieser Lehrgang dauert etwa ein Jahr oder 252 Lektionen. Bundlepreis: Bei Anmeldung für beide Lehrgänge betragen die Ausbildungskosten gesamthaft Fr. 9800.–. In diesem Betrag sind 392 Lektionen und die Lehrmittel inbegriffen. Weitere Informationen: Telefon 0844 373 654 oder www.klubschule.ch


14

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

GESELLSCHAFT

Kinder und Karriere Yvonne Marty aus Zug hat es in die Chefetage eines grossen Konzerns geschafft. Energisch und mit Freude an Herausforderungen.

F

▼

rauen haben im Geschäftsleben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen», sagt Yvonne Marty (40), «die jungen stehen im Verdacht, bald schwanger zu werden, allein Erziehende gelten als unflexibel und verheirateten Müttern traut man wegen der Doppelbelastung nicht viel zu.» Männer hingegen würden allein auf Grund ihres Geschlechts von Vorschusslorbeeren profitieren. Entgegen aller Vorurteile ist Marty als dreifache Mutter Finanzmanagerin bei der Schweizer Tochter des weltweit grössten Sicherheitskonzerns geworden. Allerdings: «Wäre mein Gatte nicht Hausmann, wäre ich heute nicht an dieser Stelle», räumt sie ein. Leicht wars auch so nicht immer. «Zu Beginn in einer neuen Position hatte ich jeweils den Eindruck, mehr leisten zu müssen als

AGGRESSIONSTRAINING FÜR FRAUEN «Böse Mädchen kommen in die Chefetage» – so heisst ein anderthalbtägiges Aggressionstraining ausschliesslich für Frauen. Es wird am 7./8. Juni vom Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon ZH veranstaltet. Das Seminar richtet sich an leitende Mitarbeiterinnen und zukünftige Führungsfrauen, an Management-Trainerinnen und Beraterinnen. Es setzt Ehrlichkeit voraus, ist provokativ und soll Spass machen. Leitfragen sind zum Beispiel: «Wie viel Aggression ist hilfreich und erfolgsfördernd?» Und: «Wo liegt die Grenze zum Mobbing?» Zu den Zielen zählen das «Durchschauen männlicher Macht- und Karriererituale» und die «Förde-

rung der Durchsetzungsfähigkeit durch die Umsetzung aggressiver Energie in kulturelle, wirtschaftliche und soziale Leistung». Die Methode: Es gibt Kurzreferate, etwa «Wie Männer versuchen, Frauen klein zu halten» oder «Die Aggressionsfallen von Führungsfrauen», aber auch ein Konfrontationstraining auf dem «heissen Stuhl» des Managements und eine Team- und Statusanalyse. Ort: Gottlieb Duttweiler Institut, 8803 Rüschlikon ZH Datum: 7./8. Juni 2004 Teilnehmerinnen: maximal 14 Teilnahmegebühr: Fr. 2100.– für anderthalb Tage Mehr Infos: Franziska Glaus Telefon 01 - 724 62 08 E-Mail: franziska.glaus@gdi.ch

Unterstützung: Die dreifache Mutter Yvonne Marty kann ihren Managerjob nur ausüben, weil ihr Mann den Haushalt übernimmt. Bild Francisco Carrascosa

FRAUENNETZWERKE ■ Verband Wirtschaftsfrauen Schweiz, Postfach 250, 4450 Sissach BL, Telefon 061 – 976 20 50, www.wirtschaftsfrauen.ch ■ BPW, Swiss Federation of Business & Professional Women, Seestrasse 38, 8617 Mönchaltorf ZH, Telefon 01 – 948 23 20, www.bpw.ch ■ alliance F, Bund Schweizerischer Frauenorganisationen, Marktgasse 36, 3011 Bern, Telefon 031 - 318 10 60, www.bsf.ch ■ FOKA, Forum Kaufmännischer Berufsfrauen Schweiz, Breitenbühlweg 6/2, 5727 Oberkulm AG, Telefon 062 - 776 30 53, www.foka.ch ■ NEFU Schweiz, Netzwerk der Einfrau-Unternehmerinnen, Bruggächerstrasse 8, 8617 Mönchaltorf ZH, Telefon 01 - 948 25 05, www.nefu.ch ■ frauen.unternehmen, Schweizerischer Unternehmerinnenverband, Chreienweg 9, 8126 Zumikon ZH, Telefon 01 - 991 89 91, www.frauen-unternehmen.ch


16

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

GESELLSCHAFT

Führungsjob: Managerin Marty erklärt Kollegen ein Projekt. Bild Francisco Carrascosa

BÜCHER ZUM THEMA ■ Sonja A. Buholzer, «Überlebensstrategien für Frauen».* Erfolgsstrategien für Karriere, Selbstbewusstsein und Wettbewerbslust, ergänzt mit Überlebensstrategien: Fr. 29.80.

■ Monika Becht, «So nehmen Sie Ihre Karriere selbst in die Hand».* Berufsstrategien für Frauen: Fr. 24.90.

■ Christine Heinze, «Frauen

▼

männliche Kollegen», sagt Marty, «aber das legte sich irgendwann wieder.» Respekt und Vertrauen, so stellte sie rasch fest, verschaffen sich Chefs wie Chefinnen, indem sie ihren Worten Taten folgen lassen und sich für die Sache und fürs Team einsetzen.

Männer kein Hindernis Ins Erwerbsleben stieg Marty einst mit einer kaufmännischen Lehre

ein. Es folgten ein Sprachaufenthalt in Paris, verschiedene Jobs, drei kurze Babypausen, Weiterbildung, Teil- und Vollzeitstellen und die berufsbegleitende Ausbildung zur Betriebsökonomin. Geplant war der Werdegang nicht. «Die Neugier auf Unbekanntes und die Lust auf Herausforderungen brachten mich stets voran», sagt die Managerin. Gefördert wurde sie dabei von Männern und von Frauen.

«Vielleicht», sagt sie, «habe ich mir meine Vorgesetzten auch immer entsprechend ausgesucht.» Was braucht eine Frau sonst noch auf dem Weg nach oben? «Gute Organisation und den Mut, auch mal unbequem zu sein», sagt Marty. Sie findet: «Frauen sollten zu ihren Qualitäten stehen, sich selber bleiben und nicht versuchen, wie ein Mann zu agieren.» Yvette Hettinger

DO’S AND DON’TS FÜR FRAUEN MIT KARRIEREWÜNSCHEN* 1. Ich wähle meine Weiterbildung gezielt aus und plane diese über mehrere Jahre. 2. Ich begebe mich in Netzwerke wie Berufsverbände, Mentoringprojekte usw., um gezielt Beziehungen aufzubauen. 3. Ich fördere gezielt mein Selbstvertrauen und meide Personen, die mich demotivieren. 4. Ich überlege mir, wie ich mein privates Umfeld besser strukturieren kann und stelle diese Forderungen klar meiner Familie gegenüber. 5. Ich lasse mich durch erste Misser folge nicht beirren und vertrete mit Hartnäckigkeit meine Anliegen.

6. Ich vermeide unrealistische Träume und den Glauben an das unveränderbare Schicksal. 7. Ich vermeide unklare Vorstellungen und Wünsche, die mein Gegenüber interpretieren muss. 8. Ich vermeide Einflussnahmen von Personen, die versuchen, meine Ziele zu sabotieren, auch zum Beispiel durch das Fördern von Schuldgefühlen der Familie gegenüber. 9. Ich vermeide ein zu kleines Arbeitspensum. 10. Ich vermeide verbissene Einstellungen und Vorurteile. * Quelle alliance F

auf Erfolgskurs mit Mentoring. So kommen Sie weiter».* Fr. 18.10. ■ Rotraud A. Perner, «Lust Macht Mut».* Ein StrategieHandbuch für Frauen: Fr. 30.10.

■Margret Bürgisser, «Frau und Karriere». Das Buch richtet sich vor allem an Arbeitgeber: Schweizerischer Arbeitgeberverband, Tel. 01 - 421 17 17, Fr. 34.80, inkl. Versandspesen. * Diese Bücher können online bei ExLibris bestellt werden: www.exlibris.ch

SCHREIBEN SIE UNS! Werden Frauen im Berufsleben zu wenig gefördert? Haben sie zu wenig Aufstiegschancen? Schreiben oder mailen Sie uns, und vergessen Sie nicht Ihren Absender und Ihre Telefonnummer. Unsere Adresse: Redaktion «Brückenbauer», Postfach, 8031 Zürich, oder bb@migros.ch


20

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

LIFESTYLE

Schau mich an!

21

Styling ist alles: Kleider- und Körperkult kennen keine Grenzen mehr. Der Style ist wichtiger als das Sein.

D

ie Strasse, ein Laufsteg: Jung und Alt, Arm und Reich, Frau und Mann – alles promeniert modisch herausgeputzt durch die Gassen, oder auf Neudeutsch: perfekt gestylt. Styling ist Pflicht!

Styling statt Uniform Zwar findet man von Köniz bis Kuala Lumpur, von Adelboden bis Adelaide die gleichen Kleider – die Uniformierung auch der zivilen Welt ist im Zuge der Globalisierung möglich geworden. Doch nicht alle beugen sich dem Zwang

zur Uniformierung: Viele, auch Junge, versuchen, sich durch ihren Style von der Masse abzugrenzen. Und das darf etwas kosten. Individualität war schon immer teurer als Konformität. Das Styling umfasst nicht nur die Kleidung, sondern auch den Körper. Es reicht nicht, einen durchschnittlichen Body zu haben. Er muss perfekt geformt, gestylt, gepflegt sein. Wenn dies mit hartem Training und eiserner Essdisziplin nicht gelingt, «helfen» Hormone oder das Skalpell. In den USA ist kosmetische Chirurgie

schon auf den Schulhöfen der Unterstufe ein Thema – und bei uns wohl bald auch.

Und das Engagement? Und wo bleiben bei all dem Schein die Werte? Wer engagiert sich sozial, wenn sich alles nur noch um den Look dreht? Kurz gefragt, wo bleibt die Moral? Diese Frage muss man differenziert beantworten. Während die Modeindustrie die Provokation jenseits aller moralischen Ansprüche sucht, sind die Träger der Mode oft viel weniger oberflächlich als gemeinhin ange-

DER LABEL-FAN

«Das bin ich mir wert» Michael Buechler fährt total auf Designerklamotten für Junge ab. Dafür gibt er auch ganz schön Geld aus.

D

olce & Gabbana sind seine Favoriten – und Versace natürlich: Michael Buechler liebt das Dasein im Design. «Der italienische Style steht mir perfekt», schwärmt der 21-Jährige, der als Barman in Zürich arbeitet. «Ich liebe freche, pfiffige Teile. Sie dürfen ruhig auffällig sein.» Auffallen wollte Michael schon früh. Deshalb begann er auch mit 16 Jahren damit, sich trendy zu kleiden. «Gut auszusehen ist mir wichtig – wie die meisten anderen

jungen Leute will ich mich von der Masse abheben. In Designerklamotten fühle ich mich einfach besser.» Das merkte der typische Metro-Mann, als er begann, nebenbei als Model zu arbeiten. Natürlich ist Michael Buechlers Leidenschaft nicht gerade billig: bis zu 1500 Franken gibt er monatlich für Mode aus. Auch Accessoires, Parfüms und das Abonnement für den Fitnessclub kosten eine Stange Geld. «Aber ich bin mir das wert», sagt Michael und

streicht sich durchs lange Haar. «Ich sorge für mich, halte mich fit – und spare dafür an anderen Dingen: Beispielsweise habe ich kein Auto und lebe noch bei meiner Familie in Rümlang.» Und was halten die Eltern von Michaels kostspieligem Spleen? Protestieren sie lauthals? «Nein», antwortet Michael bestimmt. «Im Gegenteil: Meine Mutter ist froh, dass ich mein Geld für schöne Dinge ausgebe und es nicht in Drogen investiere.» bas

nommen. «Viele Jugendliche können gegensätzliche Werte wie Selbstbezogenheit und Altruismus gleichzeitig in sich vereinen. Engagement hängt nicht vom Style ab», sagt Trendforscher Georges T. Roos im Interview auf Seite 24. Beat A. Stephan ■ Seite 22: Style-Porträts – Kreativ, Klassisch, Business. ■ Seite 24: Die Style-Gesellschaft – Interview mit dem Trend- und Zukunftsforscher Georges T. Roos.

Very stylish: Michael Buechler fühlt sich gut in seinen Designerklamotten. Bild Sandro Diener


22

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

LIFESTYLE

DIE MODE-DESIGNERIN

«Kleider mache ich selbst» Einzigartig sollen ihre Outfits sein. Deshalb kommt bei Aleksandra Wisniewska kein Kleidungsstück ungeschoren davon. Eishockeyklubs in sexy Bikinis und Sommerkleider. Zwar ist sie kein Sportfan, aber: «Diese Trikots haben oft tolle Farben, und mit den aufgedruckten Logos und Nummern kann ich wunderbar spielen.» So wird jedes Modell zum unverwechselbaren Einzelstück. Dass ihre Kollektion von Boutiquen in Zürich und Lausanne ins Sortiment aufgenommen wurde, ist der zweite Erfolg in der Karriere der Designerin. 2002 gewann sie beim Prix Bolero den Publikumspreis – mit edlen Abendroben. Und in diese Richtung soll es langfristig gehen: «Irgendwann möchte ich elegante Mode für ein grosses Pariser Modehaus entwerfen.» R.G.

Bilder Sandro Diener

S

chon mit 14 habe ich alles, was ich gekauft habe, abgeändert», erinnert sich Aleksandra Wisniewska. «So konnte es mir nie passieren, dass an einer Party jemand das Gleiche trug wie ich.» Aus dem Hobby wurde ihr Beruf: Aleksandra liess sich in Paris zur Modedesignerin ausbilden. Seither hängen in ihrem Kleiderschrank fast nur noch Eigenkreationen. «Dabei nähe ich nicht besonders gerne», schmunzelt die 26-jährige Baslerin. «Hoffentlich kann ich mir dereinst eine Schneiderin leisten, dann kann ich mich aufs Entwerfen konzentrieren.» Den Durchbruch soll der Newcomerin eine originelle Idee bringen: Aleksandra verwandelt ausrangierte Trikots von Fussball- und

Informationen unter: www.aleksandra-wisniewska.ch

DIE BUSINESS-WOMAN

DER BRITISCHE KLASSIKER

«Ich bin kein Snob»

«Ich mags elegant»

Dani von Wattenwyl kleidet sich klassisch britisch. Qualität ist für ihn das wichtigste.

Ob im Beruf oder privat: Ein gepflegtes Äusseres ist für Esther van Dongen ein Muss.

B

urberrys gehört zu den bevorzugten Labels des Basler Medienschaffenden, dessen Stil an den des englischen Landadels erinnert. Dani von Wattenwyl liebt das Understatement: «Privat kleide ich mich gern sportlich. Die Krawatte binde ich nur im TV um.» Für Qualität gibt der 31-Jährige gern Geld aus. Allerdings gibt er sich mit Konfektionsware zufrieden «Massanzüge leiste ich mir nicht.» Von Wattenwyl ist weder Snob noch Markenfetischist. Das merkt man daran, dass er beim Fototermin nicht einmal die Marke seiner Schuhe nennen konnte. Es waren übrigens Treter aus dem Hause Melville & Hamilton! bas

F

ür den ersten Eindruck bekommt man keine zweite Chance», weiss Esther van Dongen. Als Kundenberaterin bei einer Sprachschule trägt sie klassische Business-Kleidung, wie Nadelstreifenanzug oder Deuxpièces. Doch auch in ihrer Freizeit legt die 28-Jährige Wert darauf, elegant gekleidet zu sein. Zum perfekten Look gehören für Esther auch das richtige Make-up und die passenden Accessoires. Besonders gerne trägt sie Ringe, Ohrringe und Halsketten aus Silber. Manchmal zieht sie mit Freundinnen los und verbringt einen Tag beim Shopping. Einen ganzen Tag? «Klar! Was man macht, muss man richtig machen!» R.G.


24

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

LIFESTYLE

Hochkultur des Scheins Der Trend- und Zukunftsforscher Georges T. Roos (41) über Schein und Sein, Dasein und Design.

Georges T. Roos: Der klassische Stil ist nicht einfach verschwunden. Er existiert weiter und kann Halt und Sicherheit vermitteln, beispielsweise bei einem Bewerbungsgespräch. Daneben ist aber eine Unzahl vielfältiger Styles mit je eigenen Normen entstanden. Wozu dienen diese vielen verschiedenen Normen?

Sie dienen in der jeweiligen Gruppe als Erkennungs- und Zugehörigkeitszeichen. Sie stehen für ein Lebensgefühl, das man wie ein Schild tragen kann, auf dem steht, wer man sein will. Jugendliche wissen oft genau, welches Teil gerade cool ist. Ist Style für Junge besonders wichtig?

Das Definieren des eigenen Styles hilft Jugendlichen, die eigene Identität zu bilden und zu festigen und in der Masse ihre Unverwechselbarkeit zu betonen. Auffällig ist, dass dies heute vermehrt über Äusserlichkeiten geschieht: Von der Frisur über die Schminke und die Kleider bis hin zum Körperstyling. Wieso wird heute Äusserliches so stark betont?

Der Trend zur Körperlichkeit ist sehr stark. Der Körper ist in einer sexualisierten, oder genauer gesagt, pornografisierten Welt das Inszenierungsmedium Nummer eins geworden. Das zeigt sich in Tattoos, Piercings oder in der Intimrasur. Viele Menschen verstehen das Leben als Laufsteg. Sie entwickeln eine exhibitionistische Ader und betonen ihren Sexappeal.

Welches ist der Grund für diese Inszenierung?

Die Inszenierung des eigenen Körpers dient dazu, Aufmerksamkeit zu erwecken. Aufmerksamkeit ist in einer Zeit der permanenten Reizüberflutung das knappste Gut. Der Andrang zu Castings aller Art ist ein Beleg dafür, wie hart der Kampf um den Ruhm geführt wird. Dieser Kampf bedarf der permanenten Selbstinszenierung. Hängt dieser Drang zur Selbstinszenierung auch mit dem Konkurrenzdruck zusammen?

Schon Jugendliche müssen heute damit leben, dass sie sich bereits früh sehr gut verkaufen müssen, wenn sie beispielsweise eine der raren Lehrstellen ergattern wollen. Untersuchungen zeigen, dass der Wettbewerbsgedanke bei Jungen extrem wichtig geworden ist. In amerikanischen Fernsehshows lassen sich «hässliche Entlein» komplett neu designen – auch mit chirurgischen Mitteln. Ein Zeichen für eine dekadente Gesellschaft?

Die Zahl der Schönheitsoperationen hat sich in der Tat vervielfacht. Ob das dekadent ist oder nicht, ist eine Frage des Masses. Wer sich nur noch für sein Äusseres interessiert und ausschliesslich seine Hülle pflegt, merkt eines Tages, dass dies allein nicht ausreichen kann. Denn zu einem kompletten Menschen gehört beides, die Form und der Inhalt. Neben seinem Äusseren sollte man auch die Seele pflegen, sonst verkommt man zur hohlen Hülle. Orten Sie eine Gefahr in der Konzentration auf den perfekten Look, weil dadurch andere Werte wie der Einsatz fürs Gemeinwohl in den Hintergrund treten?

In der Tat verlieren Pflicht- und Akzeptanzwerte in unserer Gesellschaft massiv an Bedeutung und werden durch Selbstentfaltungswerte ersetzt. Jugendliche konzent-

Cool kombiniert: Elemente ganz verschiedener Bereiche zu kombinieren braucht Mut und Stilgefühl.

Bild Sandro Diener

Das heisst, die Jungen schauen nur selbstverliebt für sich selbst?

schung zeigen, dass der Egoismus nicht einfach an die Stelle des Altruismus tritt. Diese kulturpessimistische Annahme tönt zwar logisch, sie stimmt aber so nicht.

Nein, eben nicht. Die aktuellen Resultate der Wertewandelfor-

■ Lesen Sie weiter auf Seite 27.

rieren sich vermehrt auf Dinge, die ihnen nützen und Spass machen.

▼

«Brückenbauer»: Herr Roos, wer einst Stil hatte, entsprach einer gesellschaftlich anerkannten Norm. Wer heute jedoch Style hat, kann auch sehr widerborstig gekleidet sein, siehe Hip-Hopper oder Punks. Was ist da passiert?


27

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

LIFESTYLE

▼

Schliessen sich Selbstverliebtheit und Allgemeinwohl nicht aus?

Eben nicht, zumindest nicht bei den Jugendlichen. Sehr viele schaffen eine Wertesynthese: Sie können scheinbargegensätzlicheWertewie Selbstbezogenheit und Einsatz für die Allgemeinheit in einer Person vereinen. Der gleiche Jugendliche kann viel Zeit und Geld für sein Äusseres aufwenden und gleichwohl Freiwilligenarbeit leisten. Engagement hängt nicht vom Style ab. Sehen Sie auch Gefahren in der narzisstischen Strömung?

Der Wunsch, sich zu stylen, kann Probleme bereiten. Besonders gefährlich scheint mir der Gruppendruck, der viele Jugendliche trifft: Wenn sie sich nicht das coolste Teil anschaffen, gehören sie nicht wirklich dazu. Das kann teuer werden. Studien zur Verschuldung junger Erwachsener zeigen, wohin dies im Extremfall führen kann!

sein, dass eine Marke, die vor zwei Jahrzehnten als verstaubt galt, wie Nabholz oder Lacoste, bei Jungen plötzlich wieder angesagt ist. Da kann sogar ich mir noch Hoffnung machen. Wer weiss, vielleicht wird ja der Stil, der mich in meiner Jugend beeinflusst hat, auch mal wieder in: der Stil der französischen Existenzialisten mit ihren schwarzen Anzügen.

Übernehmen Jugendliche in Sachen Style eine Vorreiterrolle?

Trifft der Trend zum Styling nur die Jugendlichen?

Ja, und oft verblüffen sie mit dem, was sie cool finden. So kann es

Nein, er erfasst die ganze Gesellschaft. Dabei verwischen sich die Grenzen zwischen den Generationen: Mütter kleiden sich im kindischen Girlie-Look, während ihre kleinen Töchter sich provokativ erotisch präsentieren. Im gleichen Masse verwischen sich auch die Grenzen zwischen den Geschlechtern. Die Gleichung, wonach Männer nur reich und erfolgreich, Frauen hingegen bloss schön sein müssen, gilt längst nicht mehr. Heute wird auch von Männern erwartet, dass sie gut aussehen. Und Frauen werden zunehmend auch an ihrem Erfolg gemessen. Interview Beat A. Stephan

WO MODE ENTSTEHT Tonangebend in der Modeszene ist derzeit Italien. Zusammen mit Frankreich, Spanien und dem hippen Brasilien bildet es ein romanisch-lateinisches Imperium des Modischen. In den Modezentren dieser Länder werden Trends aufgenommen und verfeinert, die in Metropolen wie London, Tokio oder New York entstanden sind. Die auf so vielen anderen Gebieten so dominanten Amerikaner bieten in Sachen Haute Couture kaum Haute Cuisine: Den Vereinigten Staaten von Amerika verdanken wir im Wesentlichen simple Modeschöpfungen wie Shirts, Jeans und Pop. Länder wie Deutschland gehören nicht zu den StyleVorreitern. Bei der Entstehung von Modetrends spielen sie so gut wie keine Rolle. bas

Tonangebend: Madonna.

Heute gibt es höchst unterschiedliche Stilikonen: Der Style des Rappers Eminem unterscheidet sich massiv von demjenigen des Flankengottes David Beckham. Und die Vorgaben der Style-Frontrunnerin

Madonna sind kaum vergleichbar mit dem Stil einer Shakira. Zu den globalen Idolen gehörteJackieKennedy. Sie war eine Ikone des klassischen Stils, wie Audrey Hepburn. Millionen von Frauen wollten sein

wie sie. Auch Männer setzten Trends: Der junge Marlon Brando zeigte, dass ein T-Shirt nicht nur ein Unterhemd, sondern sexy sein kann, wenn es mit einer Lederjacke und Jeans kombiniert wird. bas

Bilder Keystone

STILIKONEN: VON BRANDO ZU BECKHAM

Stilikone: David Beckham. ANZEIGE

Noch mehr Budget:

Neuwagen schon ab unschlagbaren Fr. 96.–/Monat*. DAIHATSU eco-top-Leasing: Jetzt profitieren unter www.daihatsu.ch oder 0800 80 70 80.

*Zum Beispiel: Der Daihatsu Cuore eco-top im Wert von Fr. 11’990.–, 24 Monate, 10’000 km/Jahr, 1. grosse Leasingrate 20% vom Nettopreis (inkl. MwSt.), Kaution Fr. 500.–, effektiver Jahreszins 2,94%, exkl. obligatorische Vollkaskoversicherung. Sie kaufen den Cuore doch lieber? Jetzt mit 1000 Franken Cash-Bonus! Angebote gültig bis 30. Juni 2004.


29

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-Info

AKTUELL

Informationen aus der Migros-Gemeinschaft

Dreimaliger Genuss Trendig, raffiniert, zartschmelzend: die neuen, feinen Kreationen von Chocolat Frey. Bilder PD

Geniesser des Süssen werden gleich mit drei neuen Köstlichkeiten von Chocolat Frey verwöhnt.

W

er einmal eine der beliebten Suprême-Tafelschokoladen auf der Zunge hat zergehen lassen, möchte nie mehr darauf verzichten. Die Schokolade für allerhöchste Ansprüche aus allerbesten Zutaten,

mit der schlanken Form und der exklusiven Rezeptur verspricht auch bei der neuen raffinierten Kreation Suprême Passion Pécan & Caramel Schokoladegenuss der Extraklasse. Für alle Liebhaber von MoccaSchokolade gibt es als ideale Ergänzung des erfolgreichen «Les Pralinés»-Sortiments jetzt auch die Variante Mocca. Die zart schmelzende Füllung mit feinem Kaffee-

aroma, umhüllt von aromatischer Milchschokolade, eignet sich in der formschönen Geschenkpackung auch ideal als süsses Mitbringsel. Lust auf einen Schokoriegel der ganz besonderen Art? Blox Pistache ist feinstes Nougat mit herzhaftem Caramel und knackigen Pistachestücken. Ein trendiger, leckerer Riegel für Junge und jung Gebliebene, für zwischendurch und unterwegs. Yvonne Corrao

Bezahlung per Postcard Erstmals seit der Eröffnung des gemeinsamen Online-Supermarkts von Migros und LeShop.ch können die Kundinnen und Kunden ihre Einkäufe wieder bequem per Postcard bezahlen. Murielle Zufferey, Kundendienst-Leiterin des Online-Supermarkts, freut sich: «Das ist eine gute Nachricht für unsere Kundinnen und Kunden! Viele haben uns angerufen, weil sie keine Kreditkarte haben oder aus anderen Gründen lieber per Postcard zahlen. Für uns war von Anfang an klar, dass wir unserer Kundschaft diese Möglichkeit wieder bieten wollten!» Dank Postcard erschliesst sich die gesamte Service-Palette von www.migros-shop.ch nun vielen neuen Kundinnen und Kunden zusätzlich: ■ Komplettes Supermarktsortiment von Feisch und Früchten über Kosmetik und Babyartikel bis zu Bürobedarf und Blumen ■ Kühltransport und Hauslieferung durch Expresspost in über 80 Prozent der Schweiz ■ Lieferung am Tag nach der Bestellung, Montag bis Freitag abends von 17.30 bis 20 Uhr und samstags von 7 bis 11 Uhr ■ Aktionen und M-Budget-Produkte ■ Zuvorkommender Kundendienst und Garantie «Zufrieden oder Geld zurück». www.migros-shop.ch und www.LeShop.ch, Telefon 0848 111 999 (Montag bis Freitag, 8 Uhr bis 22 Uhr, Samstag, 8 Uhr bis 13 Uhr), E-Mail: kunden@leshop.ch

Wir sind für Sie da: M-Infoline ☎ 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-INFO

African Beauty Die beliebten, farbig leuchtenden Gerberas stammen aus Afrika.

Dort wurde die Gerbera der Öffentlichkeit vorgestellt. Von da an war ihr Siegeszug um die Welt nicht mehr aufzuhalten, denn die Gerberas setzen wunderschöne, bunte Farbtupfer in unsere Wohnräume. Diese Woche findet gesamtschweizerisch eine Aktion statt. Sie finden die Topfpflanze in der Blumenabteilung Ihrer Migros. Silvia Frick

D

ie meisten Leute kennen die Gerbera als Schnittblume. Es gibt sie in der Migros aber auch als Topfpflanze. So kommen neben den weissen, gelben, roten, rosa und orangen Blüten auch deren tiefgrünen Blätter schön zur Geltung. Die «Gerbera jamesonii» hat einen langen Weg hinter sich. 1735 wurde sie von einem Holländer in Afrika entdeckt und nach dem Botaniker Traugott Gerber benannt. 1888 brachte der Pflanzenhändler Robert Jameson das erste gepresste Exemplar nach Europa, in die königlichen Kew Gardens in London.

PFLEGETIPPS

Ein Farbtupfer in jeder Wohnung – die Gerbera. Bilder Saison-Küche/ PD/Maja Burkhard

Aromat & Co.

Sparpotenzial

D

Knorr bietet diese in den Variationen «Champignon», «Indian Curry», «Hollandaise», «Schwarzer Pfeffer» und «Sweet & Sour» an – für feine, vollwertige Gerichte und Abwechslung in Ihrem Menüplan.

Die Gerbera ist eine lichthungrige Schönheit, die volle Sonne verträgt. Die Pflanze soll regelmässig gegossen und von April bis September wöchentlich mit Flüssigdünger versorgt werden. Sie liebt während der Wachstumszeit eine Temperatur von 16 bis 25 Grad, im Winter von 12 bis 15 Grad (weniger giessen).

AKTUELL

Knorr-Produkte gibt es ab sofort auch in Ihrer Migros. ie Marke Knorr ist untrennbar mit Schweizer Qualität verbunden, und Produkte wie Suppen im Beutel, die Streuwürze Aromat, die Bouillons und die Bratensauce «s’ Wunder» vereinfachen das Kochen und sind seit Jahrzehnten bekannt. Diese Produkte und viele weitere Artikel von Knorr sind jetzt in den Regalen zu finden. Dadurch erweitert die Migros ihr bereits umfangreiches Sortiment an Suppen, Saucen und Bouillon mit der Traditionsmarke Knorr und führt damit als optimale Abrundung nun auch Flüssigsaucen in ihrem Angebot.

31

Das neu verfügbare Angebot von Knorr umfasst insgesamt 25 Artikel, einzelne Produkte sind nur in grösseren Migros-Filialen erhältlich. Eveline Sievi

Mit dem Kauf der neuen 3KilogrammSparpackung HandymaticClassic-Geschirr-Reiniger können Sie Ihr Haushaltsbudget entlasten, denn der neue Beutel kostet nur Fr. 9.80. Sie sparen rund zehn Prozent gegenüber drei 1-Kilogramm-Beuteln, und dies bei gleich bleibender Leistung. Handymatic-Classic-GeschirrReiniger sorgt für strahlend sauberes Geschirr und schützt dank Glasschutzformel Ihre Gläser gegen Flecken und Verfärbungen. E.S.

Wir sind für Sie da: M-Infoline ☎ 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch


32

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-INFO

Internationaler Preis für neue Mehrwegverpackung Die neuen Mehrweg-Bananen-Trays wurden am 13. Mai 2004 mit dem World-Star-Preis 2003 ausgezeichnet.

D

ie Jury würdigte den guten Produktschutz und die optimalen Präsentationsmöglichkeiten im Laden. Mit dem neuen Bananen-Tray lassen sich jährlich 400 Tonnen Karton einsparen. Damit schonen wir nicht nur die Umwelt, sondern sparen auch Geld.

AKTUELL

Tutti-Frutti Das Kinder-Körperpflege-Sortiment von Milette Kids wartet mit einer weiteren fruchtigen Neuigkeit auf. Tutti-Frutti heisst der Duft des neuen und zweiten Duschgels aus der Kids-Linie. Neben zwei Duschmitteln bietet Milette Kids bereits ein Shampoo, ein

Der von der Firma Georg Utz AG entwickelte Mehrweg-BananenTray ist sehr vielseitig. Der Produkteschutz wird durch grosse Radien – entsprechend der Krümmung der Bananen – und einem Doppelboden erreicht. Es gibt keine Leisten und Kanten, die zu Druckstellen auf den Bananen führen könnten. Die Ausgestaltung des Behälters ist zudem vorteilhaft für den Waschprozess. Der auffallend blau-gelb gestaltete Bananen-Tray erlaubt eine optimale Produktepräsentation im Laden. Mittels einfach steckbaren Frontund Rückenabdeckungen können auf einfachste Weise abgestufte Varianten von Displays erstellt werden. Die unteren Lagen bleiben abgedeckt und dienen als Reservelager. Walter Staub

Der neue Wold-Star-Preis-Sieger ersetzt 400 Tonnen Karton.

Frisch bis in die Abendstunden Feiner Brotduft verheisst in allen Filialen frisches Brot bis Ladenschluss.

Schaumbad sowie Flüssigseife und Reinigungstücher an. «Milette Kids»-Körperpflege-Produkte sind speziell für die milde und pflegende Reinigung der empfindlichen Kinderhaut konzipiert. Sie riechen herrlich nach Melone, Apfel, Erdbeer oder Aprikose und brennen nicht in den Augen. 250ml zu Fr. 3.50 und weitere Infos auf: www.milette.ch E.S.

Bild PD

Brot, frisch und knusprig, auch kurz vor Ladenschluss! Bilder Danilo Pol

S

ogar kurz vor Feierabend können sich die Kundinnen und Kunden darauf verlassen: Im Brotgestell ist bestimmt noch ein knuspriges Brot zu finden. Die Migros garantiert es und hält ein ganzes Räderwerk am Laufen, damit dies möglich ist: ■ Ein grosser Teil des Brotsortiments wird mehrmals täglich gebacken. Das heisst, die Filialen werden mehrmals täglich beliefert, und das Angebot bleibt während des ganzen Tages vielfältig.

■ Spezielle «Fyrabigbrote» werden

■ Immer mehr – vor allem kleine-

auf den Nachmittag gebacken und bereichern das abendliche Brotangebot. Verpackt in einen speziellen Beutel sind diese leicht zu erkennen (siehe Bild). ■ In den Hausbäckereien vieler grösseren Filialen werden vor Ort laufend frische Brote gebacken.

re Filialen – können mit einem eigenen Backofen rasch auf die Kundenbedürfnisse reagieren und laufend Brot backen. Damit ist frisches Brot bis Ladenschluss nicht nur garantiert, sondern bei der Migros eine Selbstverständlichkeit. Martha Brem

Wir sind für Sie da: M-Infoline ☎ 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch


35

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-INFO

Weltneuheit:

Wilkinson Intuition Erster und einziger All-In-One-DamenNassrasierer – Einschäumen und Rasieren in nur einem Schritt. Stolzer Gewinner: Seine Alu-Hexe schmilzt ihr Alu gleich selber ein.

Gebastelt und gewonnen! 130 Alukünstler haben für den Alu-KreativWettbewerb 2004 gebastelt. Jetzt wurden die Gewinner erkoren und geehrt.

A

uf der Hobby-Hotel-Terrasse in Vitznau am Vierwaldstättersee spielte die Musik auf. Ein spannender Augenblick stand bevor. Die Gewinner des AluKreativ-Wettbewerbs 2004, der von der Igora-Genossenschaft für Aluminiumrecycling und dem «Brückenbauer» ausgeschrieben wurde, erhielten ihre Preise.

Vielfältige Kunstwerke Nicht weniger als 13o Personen haben ihre ganze Fantasie in Aludosen, Alutuben und -folien investiert und daraus mit erstaunlichem Geschick Kunstwerke zum Thema «Menschen und Porträts» geschaffen. Sie haben geschnitten, geformt und gestaltet. Entstanden waren grosse und kleine Kunstwerke, vom schwebenden Engel bis zu feinsten Alubroschen. Es waren indianische Pow-Wow-Tänzer und ganze Musikbands, alle aus Alu, zu Besuch. Zu finden war aber auch abstraktere Kunst wie «3 Dimensionen» oder «Maske» und sogar eine Lampe, die als Wohn- und Dekorationsobjekt verwendet werden kann. Eine kritische Jury hatte die Werke auf Kreativität, Aussagekraft, Verarbeitung und natürlich Material (mit Magnet geprüft) beurteilt und die Gewinner auserkoren. Silvia Frick

Wilkinson Sword Intuition Rasiersystem Normal, Gerät mit zwei Klingen, Fr. 13.90 Bilder PD

DAUERAUSSTELLUNG Die Kunstwerke des 7. AluKreativ-Wettbewerbs «Mensch und Porträts» der Igora-Genossenschaft, werden von Mai bis September 2004 an verschiedenen Bahnstationen und Plätzen auf der Rigi ausgestellt. – Und: Ein Ausflug auf die Rigi, auf «die Königin der Berge», lohnt sich immer!

Gewinner und Preise 1. Preis: Heinz Kirchhofer, Büron, erhielt mit «Alu sammeln? keine Hexerei» einen Hotelplan-Reisegutschein von 2000 Franken. 2. Preis: Nelly Frehner, Birchwil, erhielt mit «Bushaltestelle» einen Hotelplan-Reisegutschein von 1300 Franken. 3. Preis: Silvio Meier, Wohlen, erhielt mit «Maske» einen Hotelplan-Reisegutschein von 600 Franken. 4.–15. Preis: eine Digitalkamera im Wert von 400 bis 500 Franken. 16.–25. Preis: Je ein Migros-Einkaufsgutschein von 100 Franken und weitere Anerkennungspreise von Igora.

D

er neue «Wilkinson Sword Intuition»-Nassrasierer bietet der Frau von heute eine unkomplizierte Rasur in nur einem Schritt. Gerät und Klinge bilden eine Einheit. Drei Klingen sind eingebettet in einen festen Hautconditioner, der in Verbindung mit Wasser leicht aufschäumt und die Klingen sanft über die Haut gleiten lässt. Dieser Klingenschwingkopf passt sich den Konturen des weiblichen Körpers optimal an und garantiert Gründlichkeit bei der Rasur. Ein integrierter Hautstraffer und ein Gleitstreifen sorgen für eine zusätzlich komfortable Rasur.

Zudem pflegen Aloe Vera, Vitamin E und Kakaobutter, als sanfte Inhaltsstoffe des Conditioners die Haut während der Rasur. Sie spenden Feuchtigkeit und helfen Hautirritationen zu vermeiden. Und weil nicht jede Haut die gleichen Pflegeansprüche stellt, ist Intuition von Wilkinson für normale bis trockene und für empfindliche Haut erhältlich. Intuition für normale und trockene Haut duftet exotischprickelnd, derjenige für empfindliche Haut ist parfümfrei, und beide Varianten sind selbstverständlich dermatologisch getestet. – Frauen vertrauen auf Intuition! Silvia Frick

Wir sind für Sie da: M-Infoline ☎ 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch


37

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-INFO

Grillieren ohne Fleisch – mit Quorn gelingts bestimmt Im Sommer ist ein Barbecue mit Familie und Freunden angesagt. Quorn offeriert viele köstliche vegetarische Spezialitäten, die sich gut zum Grillieren eignen. Neu mit dabei: die Quorn Grill Ribs. Bereichern Sie Ihr Barbecue mit den neuen Quorn Grill Ribs. Bilder SaisonKüche/PD

S

ei es auf dem Balkon, im Garten oder an einem lauschigen Plätzchen in Waldnähe – ein Barbecue ist immer ein Genuss der ganz besonderen Art. Wenns nicht immer Fleisch sein soll, dann bietet Ihnen Quorn viele delikate vegetarische Alternativen. Neu für die Grillsaison gibt es die würzig marinierten Quorn Grill Ribs. Sie sind eine köstliche vegetarische Überraschung für Ihre Gäste und überzeugen auch «eingefleischte» Grillfans! Probieren Sies: Ab sofort sind die Quorn Grill Ribs in ausgewählten MigrosFilialen erhältlich. Ob mariniert oder nature, am Stück oder am Spiess, auch andere Quorn-Pilzprodukte sind ideal für Ihre nächs-

te Grillparty. Bestellen Sie mit dem unten stehenden Talon die Broschüre «Grillspass mit Quorn».

Darin finden Sie viele leckere Rezepte und witzige Tipps für ein gelungenes Barbecue! EBS

C

Grill-Broschüre

Bitte schicken Sie mir die kostenlose Grill-Broschüre von Quorn. Ich benötige ___ (Anzahl) Exemplare. Interessiert, regelmässig Neuigkeiten rund um Fitness, Wellness und Quorn zu erhalten? Melden Sie sich für den Quorn-Club an, und Sie erhalten das Quorn-Magazin kostenlos. Name, Vorname: Strasse, Nr.: Postleitzahl, Ort: Ich melde mich für den Quorn-Club an. Auf eine Postkarte aufkleben und einsenden an: Kommunikation Quorn, Postfach 2358, 6302 Zug. Oder senden Sie uns eine E-Mail mit dem Vermerk «Grillspass mit Quorn» oder «Quorn-Club» und Angabe Ihrer Adresse an: quorn@quorn.com.

Haben Sie Fragen zu den Quorn-Produkten aus Ihrer Migros? Infos bei M-Infoline 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch

☎

Fit und wohl mit Natascha Badmann Hier finden Sie einige Bewegungsideen, die erst noch Spass machen: ■ Machen Sie abends einen Spaziergang in Ihrer Umgebung und geniessen Sie den Sonnenuntergang. ■ Unternehmen Sie eine Radtour mir Ihrer Familie an einen Ort, den Sie schon lange einmal sehen wollten. ■ Holen Sie das BadmintonSet aus dem Schrank und spielen Sie mit Freunden eine Plauschpartie. Damit Sie sich wohl fühlen, ist neben Bewegung auch eine ausgewogene Ernährung wichtig. Achten Sie auf eine vitaminreiche Ernährung mit viel Gemüse und Früchten. Auch bei Ihrer Ernährung und bei sportlichen Aktivitäten gilt es, neben der Gesundheit den Faktor Vergnügen zu berücksichtigen. Tun Sie, was Ihnen Spass macht, und essen Sie, was Ihnen schmeckt! Für Natascha Badmann, 37, 4fache Gewinnerin des Ironman von Hawaii, ist eine ausgewogene Ernährung die Basis für Wohlbefinden und sportlichen Erfolg. Im «Brückenbauer» publiziert sie regelmässig Fitnesstipps.

AKTION: BESONDERS GÜNSTIG ZUR ERÖFFNUNG DER GRILL-SAISON Das feine Quorn Schnitzel eignet sich ideal zum Grillieren und schmeckt mit würzigen Marinaden besonders fein. Reich an Eiweiss und arm an Fett, sind die QuornSpezialitäten bekömmliche Leckerbissen für alle bewussten Geniesserinnen und Geniesser. Weitere Informationen zu den köstlichen Quorn-Spezialitäten gibts unter www.quorn.ch.

Aktion

noch bis 31. Mai 04

Quorn Schnitzel nature, 100 g,

1.90

statt 2.50


38

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

Frischer Fisch in goldenen Dosen Die Familie Albo in Nordspanien kennt sich aus mit frischen Fischen. Auch mit Konservendosen und der Handarbeit dazwischen.

Vom nordspanischen Santoña aus werden im Kantabrischen Meer der grosse, weisse Thunfisch, der Bonito del Norte, und die kleine Sardelle gefischt. Bilder Ruth Gassmann/ Danilo Pol

A

lbo bezahlt die höchsten Preise», munkeln die Fischbörsenhändler im galizischen Vivero wie auch im kantabrischen Santoña. Doch das seit 1869 tätige, weltweit erfolgreiche Familienunternehmen Albo nimmts gelassen, bezahlt lieber einen höheren Preis für den weissen Thunfisch, für die Sardellen und hat dafür genau die Fischqualität, die es will – nämlich die beste. Denn mit schlechtem Fisch lassen sich keine guten Fischkonserven herstellen. So einfach ist das. Gelten für beide Fische beim Einkauf dieselben Qualitätsmerkmale – frischer Geruch, Glanz und

Festigkeit –, so unterscheiden sich ihre Konservierungsmethoden gewaltig: Der grosse weisse Thunfisch wird in Cillero gekocht und sterilisiert, während die kleine Sardelle in Santoña in Salz eingelegt wird. Dies ist keine willkürliche Entscheidung, wie Maria Albo Bermúdez weiss: «Das feine Fleisch der Sardelle löst sich in der Hitze sofort auf, es lässt sich nur in Salz konservieren.» Leider geht der Bestand an Sardellen zurück, und niemand kennt den genauen Grund. «Überfischung kann es nicht sein, das haben wir unter Kontrolle», weiss Maria Albo. Doch letztes Jahr

konnten nur 30 Prozent der üblichen Menge gefischt werden, was die Preise in die Höhe trieb. Momentan in genügender Zahl vorhanden ist der König der Thunfische, der «Weisse», der sich gerne im Kantabrischen Meer aufhält. Er wird ohne Netz, von Juni bis Oktober mit langer Leine gefischt. Maria Albo ist stolz auf den guten Ruf des Familienunternehmens: «Wir produzieren traditionell und viel in Handarbeit, weil das eine bessere Qualität ergibt. Für Laborkontrollen, Lagerhaltung und Logistik allerdings werden modernste Mittel eingesetzt.» Albo ist auch stolz auf seinen

Kundenservice. So werden die Thondosen für die Schweiz extra mit einer Porzellaninnenbeschichtung versehen, die Dosen enthalten nur Fleisch des weissen Thunfisches, und zwar kein tiefgekühltes, sondern nur frisches. Wenn das keinen Versuch wert ist! Ruth Gassmann Während es sich beim gekochten Thon um eine lang haltbare Konserve handelt, sind die in Salz konservierten Sardellenfilets so genannte Halbkonserven, die innerhalb von acht Monaten verbraucht werden sollten.

Wir sind für Sie da: M-Infoline ☎ 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-INFO

VIEL HANDARBEIT FÜR KLEINE SARDELLENFILETS ■ Die angelieferten Sardellen werden sofort mit grobem Salz besprüht und in einen Behälter gefüllt. Innerhalb der nächsten 24 Stunden verlieren sie viel Wasser. Das Fischfleisch wird dabei hart, bereit zur Weiterverarbeitung. ■ Kopf und innere Organe werden von Hand entfernt, und der Körper wird in Salzwasser gewaschen, denn Salz konserviert nicht nur, es tötet auch Bakterien ab. ■ In grossen Fässern wechselt sich eine Schicht Fisch mit einer Schicht Salz ab, bis mit einer dicken Salzschicht abgeschlossen wird. Durch das Salz und den Druck von 125 Kilogramm Stein verliert der Fisch während rund sechs Monaten Wasser, aber auch Fett. Rot wird

DER BIO-TIPP

Knackig-frischer Mischsalat

dessen Fleisch übrigens in der Hitze des Sommers, die ihn «reifen» lässt. ■ Gewaschen und in warmem Wasser enthäutet, wird ihm in der Zentrifuge das letzte Wasser ausgepresst. Ohne diesen Schritt würden die Sardellenfilets kondensieren und die Dosen bombieren. ■ Die Fische werden nun von Hand aufgeklappt, entgrätet und die Filets in Dosen gefüllt. ■ Auf einem Förderband laufen die Dosen unter Olivenölspendern durch, werden verschlossen, gewaschen und verpackt. In diesem Prozess verlieren die Sardellen rund 75 Prozent ihres ursprünglichen Gewichts.

39 Die Lust auf einen erfrischenden Salat als leichte Mahlzeit oder gesunde Beilage steigt mit der Temperatur. Da bei schönem Wetter aber niemand lange in der Küche stehen und die Zeit mit Salat wa-

Den gewaschenen Sardellen werden die Flossen weggeschnitten.

SO GELANGT DER THON IN DIE DOSE

Nur haut- und grätfreie Brustfilets kommen in die Dosen.

■ Der weisse Thunfisch wird aufgeschnitten, ausgenommen und entblutet, was helleres Fleisch und eine bessere Qualität garantiert. ■ Die beiden Bauchfilets werden entfernt. Sie sind feiner im Geschmack und werden deshalb als Spezialität verkauft. Weniger lang gekocht und weniger gesalzen entfalten sie ihr feines Aroma. Sie werden von Hand in Dosen gefüllt. ■ Der restliche Thunfisch wird nach Grösse sortiert, während rund drei Stunden in 103 Grad heissem Wasser gekocht, dann 24 Stunden an der Luft getrocknet. Dabei verliert er zwar an Gewicht, gewinnt aber an Qualität. ■ Der gekochte Fisch wird ent-

häutet, und alle Gräte werden entfernt, dann wird das Fleisch maschinell in Dosen gestossen. ■ Mit feinem Olivenöl aufgefüllt werden die Dosen verschlossen, gewaschen und anschliessend 45 Minuten bei 112 Grad für eine keimfreie Haltbarkeit sterilisiert, gleichzeitig vermischt sich das Öl in der Hitze besser mit dem Thon. ■ Um den Druck auszugleichen werden die Dosen sofort auf 60/70 Grad abgekühlt. ■ Nun muss der Thon mindestens einen Monat lagern, denn wie für Wein gilt: je älter, desto besser.

THON UND SARDELLEN IN DER KÜCHE

Thunfisch in Olivenöl 48 g, Fr. 2.– 90 g, Fr. 3.15 Sardellen Fr. 2.80 Thunfischfilets Fr. 6.70

schen und rüsten verbringen möchte, findet man in der Migros unter der Marke «Fresh& Quick» ein grosses, abwechslungsreiches Angebot an fixfertigen Salatmischungen. Dazu gehört auch der knackigfrische Bio-Mischsalat aus BioEndivien, Bio-Zuckerhut und Bio-Cicorino rosso. Sämtliche Produkte stammen aus biologischem Anbau, wobei die Einhaltung der strengen BioRichtlinien von unabhängiger Stelle regelmässig kontrolliert wird. Die Herkunft der Salate variiert je nach Saison, verarbeitet werden sie – in garantiert frischer Qualität – in der Schweiz. Beutel auf, Sauce dazu, und die feine, bereits gewaschene und geschnittene, Salatmischung in Bio-Qualität geniessen. YVONNE CORRAO

Der feine, weisse Thon aus der runden Dose schmeckt, einem Gemüseragout beigegeben, fast wie Kalbfleisch. In Tomatensauce passt er zu Spaghetti und püriert mit etwas Rahm und Bouillon wird er zu einer feinen Sauce für helles Fleisch. Nature auf Brot oder im Salat sind die Thunfischfilets eine absolute Delikatesse, als kleine Vorspeise mit mariniertem Gemüse ein Hit. Die Sardellen würzen Pizzen und Pasten, schmecken auf Ei wie gehackt auf Tomaten.

Wir sind für Sie da: M-Infoline ☎ 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch


40 Blendend sehen nur Sie aus!

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-INFO

Polaroid-MarkenSonnenbrillen gibt es jetzt neu in grosser Auswahl auch bei der Migros.

D

ie neue Brillenmode von Polaroid enthüllt ein reizvolles Spiel zwischen modischen Trends, Funktionalität und Qualität. Rapper, Ladys, Sportler, Banker oder Stars – jeder findet in der neuen Polaroid-SonnenbrillenKollektion sein Lieblingsmodell. Ob beim Jogging-Parcours oder Strandleben, im Strassencafé oder Cabrio sitzt die Brille perfekt und verbirgt Gedanken und Blicke hinter schützenden Gläsern. Polaroid-Sonnenbrillen sind Leichtgewichte, die nirgends drücken und auch an heissen Tagen angenehm zu tragen sind. Einfach beeindruckend, was sie alles können: Die Sonnenbrillen sind mit polarisierenden, vollkommen blendungsfreien Gläsern ausgestattet. Diese bieten einen 100-prozentigen Schutz der Augen vor gefährlichen UV-Strahlen (bis 400 nm) und verhindern, dass Schäden an Hornhaut, Linse und Netzhaut entstehen. Irritierendes, reflektierendes Sonnenlicht auf Modemagazinen, tanzende Lichter

So macht das Lesen im Freien Spass: Polarisierende Sonnenbrillen absorbieren das grelle, irritierende Licht. Bilder PD/Dick Vredenbregt

Polaroid-Sonnenbrillen gibt es in vielen modischen Varianten und Materialien in drei Filterstufen zum Preis von Fr. 28.– bis Fr. 75.– in grösseren Migros-Filialen.

auf der Wasseroberfläche von Seen, Flüssen und auf dem Meer werden wirkungsvoll absorbiert. Polaroid-Sonnenbrillen entsprechen in vollem Umfang sämtlichen offiziellen SonnenbrillenNormen weltweit. Dank dem Einsatz für einen wirkungsvollen Sonnenschutz verbindet Polaroid eine langjährige Partnerschaft mit der Krebsliga Schweiz. Helga Wienröder

Trendige Sommerkniestrümpfe Hauchzarte Kniestrümpfe gehören auch in diesem Sommer als Musts zu den Accessoires der modebewussten Frau. Fashion Kniestrümpfe mit Anti-Rutsch-Noppen in der Naturfarbe Oyster one size zu Fr. 6.–. Sommerkniestrümpfe X-static hautfarben und schwarz one size zu Fr. 3.60. Erhältlich in grösseren Migros-Filialen.

M

it dem Sommer steigen die Temperaturen und damit die Lust auf luftige Mode und leichte Strümpfe. Jetzt sind Strumpfhosen und normale Kniestrümpfe oft viel zu warm. Sommerkniestrümpfe feiern ihr Comeback in Sandalen und Sneakers, Ballerinas und Pumps. Bei der Migros finden Damen zwei spezielle Modelle mit besonderen Eigenschaften: Die X-staticSpezialfaser der X-static-Strümpfe wirkt wie eine Klimaanlage. Es handelt sich um eine Schicht Silber, die mit der Oberfläche der Textilfaser verbunden ist und antimik-

robiotisch wirkt. Sie bekämpft geruchsbildende Bakterien, lässt die Wärme durch, wirkt antistatisch und umschmeichelt die Haut. Die Kniestrümpfe Fashion sind mit Anti-Rutsch-Noppen ausgerüstet. «ABS»-Stopper sichern den Halt besonders in offenen Schuhen. Hosenträgerinnen schätzen bei Kniestrümpfen auch die Tatsache, dass man im Gegensatz zu Söckchen den Bund mit dem weichen Abschlussrand nicht sieht, wenn die Beine übereinander geschlagen sind. Angesagt ist Wellness pur! H.W.

Wir sind für Sie da: M-Infoline ☎ 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch


41

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-INFO

Natürliches Magnesium und Calcium

Haben Sie Fragen zu den Kneipp-Produkten der Migros? Infos bei M-Infoline 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch

☎

Das Mineralstoff-Duo für einen vitalen Frühling.

KNEIPP-TIPPS ■ Milchprodukte

und biologisch angebaute Nahrungsmittel führen uns wichtige Vitalstoffe zu. ■ Regelmässige Bewegung aktiviert den Kreislauf und den Stoffwechsel und stärkt die Muskeln.

D

ie Lebensgeister in uns erwachen mit dem Aufblühen der Natur. Die wärmenden Sonnenstrahlen und zartgrünen Blätter vermögen frühlingshafte Beschwingtheit auszulösen. Dabei ist ein regelrechter Kraftakt der Natur im Gange. Um auch unserem Körper neue Kraft und lockere Entspannung zu schenken, müssen wir ihm Gutes tun. Müdigkeit und Konzentrationsschwäche können Folgen von Mangelerscheinungen im Körper sein, hervorgerufen durch eine unausgewogene Ernährung. Wer körperlich und geistig viel leistet, braucht täglich genügend Vitamine, Vitalund Nährstoffe. Ein unersetzliches Tandem für geistige und körperliche Fitness sind darum die Mineralstoffe Calcium und Magnesium. Nebst einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können Kneipp-Magnesium+Calcium-Tabletten und -Brausetabletten helfen, den empfohlenen Tagesbedarf zu decken. Mineralstoffe sind unerlässlich für unseren Stoffwechsel: ■ Magnesium spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel und beim Knochenaufbau und ist für eine normale Muskelfunktion unerlässlich. ■ Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff für den gesunden Knochenbau und starke Zähne.

■ Ein kaltes Armbad regt den

Unterstützen Sie Ihren Körper mit den Magnesium + CalciumProdukten von Kneipp. Bilder PD

Auch ist Calcium für die Funktionen der Muskeln und Nerven unabdingbar. Neu ist das Erscheinungsbild dieser Produkte den heutigen Kundenbedürfnissen angepasst worden. An der bewährten und geschätzten Rezeptur wird aber festgehalten und wurde deshalb nichts geändert. Kneipp-Magnesium+Calcium-Tabletten und Kneipp-Ma-

Kneipp Active Magnesium + Calcium Tabletten

zu 150 Tabletten à Fr. 14.50. Sie werden mit Wasser geschluckt oder können zum Beispiel auf Reisen auch als Kautabletten eingenommen werden. Jetzt profitieren: Magnesium-Calcium Tabletten im Duopack Fr. 19.90 statt Fr. 29.–.

gnesium+Calcium-Brausetabletten enthalten gereinigten Dolomit – ein natürliches Gestein aus Norwegen, das diese beiden Mineralstoffe von Natur aus in ausgewogener Dosierung enthält. Wie alle anderen Kneipp-Produkte, sind auch diese frei von Farb- und Konservierungsstoffen und entsprechen höchsten Qualitätsansprüchen. Yvonne Corrao

Kneipp Active Magnesium + Calcium Brausetabletten zu 20 Brausetabletten à

Fr. 7.80. Brausetablette mit Orangenaroma wird in ca. 2 dl Wasser aufgelöst. Durch die zusätzliche Flüssigkeitszufuhr können diese Brausetabletten zugleich einen Beitrag zur Deckung des täglichen Flüssigkeitsbedarfs leisten. (Da aus Gründen der optimalen Verträglichkeit auf Emulgatoren verzichtet wurde, kann sich am Boden des Glases das Calcium absetzen, dieses wird mit dem letzten Schluck aufgerührt und getrunken.)

Geist an und wirkt wie eine Tasse Kaffee der Naturheilkunde. So wirds gemacht: Kaltes Wasser in das Lavabo einlaufen lassen. Zuerst den rechten, dann den linken Arm, mit der Hand zuerst bis zur Mitte des Oberarms eintauchen. Die Arme leicht im Kreis bewegen, zirka fünf bis 30 Sekunden, bis zum spürbaren Kälteschmerz. Das Wasser abstreifen – nicht abtrocknen! Die Arme bewegen, bis sie trocken sind. Das Kribbeln auf der Haut ist ein Zeichen dafür, dass die Haut besser durchblutet wird. Zu beachten: Nie mit kalten Händen ins kalte Wasser! Hände vorher erwärmen.

Im Kneipp-Sortiment finden Sie fünf weitere Nahrungsergänzungsmittel. Diese zeichnen sich durch eine angenehme Einnahme und durch viele natürliche Bestandteile aus. Auch für Kinder sind diese Kneipp-Produkte sehr geeignet. Haben Sie Fragen zu den Kneipp-Produkten und deren Anwendungen? Kneipp Infoline gibt Ihnen gerne Auskunft 00800 56 34 77 46 36.


43

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-INFO

Mit Hopi durchs Jahr Hopi-Haushaltpapier ist ein wahrer Aufsteller: saugfähig, reissfest und saisonal bunt bedruckt.

M

Haben Sie Fragen zu den Hopi-Produkten der Migros?

it Hopi-Haushaltpapier können Sie im Frühling Ostern feiern, in der Hitze des Sommers Muscheln sammeln, im Herbst zusehen, wie Blätter von den Bäumen flattern und ab November in winterlichen Landschaften spazieren gehen. Hopi weiss eben, dass Menschen auch in den nebensächlichen Dingen gerne den Lauf des Jahres spüren. Doch wie kommt die Farbe aufs Papier? Aufgetragen wird sie durch ein Hochdruckverfahren. Dazu wird das Bildmotiv seitenverkehrt auf eine Gummiwalze übertragen, wobei alle bildgebenden Flächen höher liegen. Wenn nun die Farbe auf die Druckwalze kommt, bleiben die tiefer liegenden Stellen weiss. Bei zweifarbigen Motiven braucht es zwei Druckwalzen mit unterschiedlich hochliegenden Flächen, da wird das Papier sozusagen zweimal bedruckt. Eine spezielle Rezeptur der Farbstoffe garantiert, dass sie nicht auf die Lebensmittel übergehen. Um sicherzustellen, dass das Haushaltpapier allen Anforderungen entspricht, durchläuft es umfangreiche Qualitätskontrollen. Wandern Sie mit Hopi durchs Jahr. Sie werden sehen, es macht Spass, denn nicht nur die lustigen Motive, auch die ausgezeichnete Qualität des Papiers wird Sie überzeugen. Ruth Gassmann

Infos bei M-Infoline 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch

☎

RÄTSELN SIE MIT!

Haushalten mit Freude Die lustig bedruckten HopiHaushalttücher bringen Freude in den Alltag.

Unsere Frage: Wie kommt die Farbe auf das Hopi-Haushaltpapier? Durch 1. Handmalerei 2. Hochdruck 3. Siebdruck Es ist nur eine Antwort richtig. Zu gewinnen gibt es drei Migros-Warengutscheine im Wert von je 100 Franken. Und so machen Sie mit: Wählen Sie die Telefonnummer

0901 450 455 (nur aus der Schweiz möglich)

HOPI RECYCLING

Hopi-Haushaltpapier ist saugfähig und reissfest. Bilder Elisabeth Schweizer

Das Hopi Recycling mit dem zweilagigen Sparblatt zum Verkaufspreis von Fr. 2.– ist neu ohne Bedruckung und mit einer neuen Prägung erhältlich.

(ohne Vorwahl) und sprechen Sie die richtige Antwort und Ihre Adresse auf das Band. Ein Anruf kostet Sie 90 Rappen und muss bis spätestens Donnerstag, 20. Mai 2004, 18 Uhr, bei uns eingetroffen sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die richtige Antwort auf das Rätsel vom 13. Mai war acht. Gewinner der Migros-Warengutscheine sind: Regina Guggiari, St. Gallen SG Renate Schwitter, Rufi SG Madeleine Loviat, Vicques JU


45

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

M-INFO

Kampf den kleinen

Haben Sie Fragen zu den Optimum-Ameisenködern der Migros?

KRABBELTIERCHEN

Infos bei M-Infoline 0848 84 0848 oder +41 1 444 72 85 (Ausland) und www.migros.ch

☎

Gerade um diese Jahreszeit werden Ameisen munter. OptimumProdukte aus der Migros bekämpfen Ameisen zuverlässig.

E

ine Ameisenstrasse hat nicht bis in die Küche, Speisekammer oder gar ins Schlafzimmer zu führen, denn dort haben sie nichts zu suchen. – Im Kampf gegen die flinke Invasionsarmee hilft nur die alte «Kriegslist», mit der bereits die alten Griechen Troja erobert hatten, und natürlich ein paar Informationen über die Organisation eines Ameisenstaates. Ein Ameisenvolk legt sein Nest vorwiegend an geschützten Stellen an. Es besitzt eine hoch organisierte Gemeinschaft aus Individuen mit unterschiedlichen Aufgaben. Geflügelte Männchen und eine Königin sorgen für Nachwuchs, Arbeiterinnen erledigen den Innenund Aussendienst. Alle Aufgaben sind klar verteilt und werden von Spezialisten erledigt, die alle dem Ziel zuarbeiten, die Königin zu schützen und bei der Brutaufzucht zu helfen. Eine wirksame Methode gegen Ameisenbefall ist deshalb das Köderverfahren. Der Köder, in der Nähe einer Ameisenspur ausgebracht, wird von den Späherinnen entdeckt. Sie legen eine Duftspur für die Transportarbeiterinnen, die das Ködermaterial portionenweise ins Nest tragen und dort verteilen. Die im Köder enthaltenen Stoffe vergiften die Königin, zerstören die Brut und schädigen die Arbeiterinnen. Kurzum: Der Ameisenköder ist das Trojanische Pferd des Ameisenstaates. Wer dieses Prinzip ausnützt, wird sein Ameisenproblem über kurz oder lang in den Griff bekommen. Silvia Frick

RÄTSELN SIE MIT!

Kampf den Ameisen Ameisenköder von Optimum aus Ihrer Migros helfen zuverlässig gegen unerwünschte Ameisen.

Unsere Frage: Wie funktioniert der OptimumAmeisenköder?

1. Ameise frisst vor Ort und 2. 3.

stirbt Ameise bringt Köder der Königin – Nest stirbt aus Ameisen werden vom Duft betäubt und sterben.

Es ist nur eine Antwort richtig. Zu gewinnen gibt es drei Migros-Warengutscheine im Wert von je 100 Franken. Und so machen Sie mit: Wählen Sie die Telefonnummer

0901 344 355 (nur aus der Schweiz möglich)

Optimum Ameisenköder sind nachhaltig wirksam.

Bilder E. Schweizer

AKTUELL Köder sind nur wirksam wenn man Funktions- und Anwendungshinweise beachtet. So wird der Köder nicht von allen Ameisen aufgesucht und zeigt seine Wirkung nicht sofort. Zudem hängt der Besuch des Köders von Temperatur, Licht und Tageszeit ab. Der Standort des Köders soll deshalb nicht verändert werden, um die Duftspur nicht zu gefährden. Alternative Nahrungsmittel sollen entfernt und keine anderen Mittel gegen Ameisen eingesetzt werden, um den Ablauf im Ameisenbau nicht zu stören. Eine erfolgreiche Ameisenbekämpfung setzt gezielt auf die Tilgung der Nestinsassen und die Zerstörung der Aufzucht.

(ohne Vorwahl) und sprechen Sie die richtige Antwort und Ihre Adresse auf das Band. Ein Anruf kostet Sie 90 Rappen. Ihr Anruf muss bis spätestens Donnerstag, 20. Mai, 18 Uhr, bei uns eingetroffen sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Lösung Rätsel Nr. 20 («Brückenbauer» vom 11. Mai): Sie finden die richtige Antwort auf Seite 43 dieser «Brückenbauer»-Nummer.

NEU IM SORTIMENT:

Optimum Fliegenklatsche, Fr. 1.50

Optimum Mottenaktivperlen*, Fr. 5.50

Optimum Spinnenspray, Fr. 11.50

Optimum Anti-MückenRäucherstäbe, Fr. 7.50

Optimum Fruchtfliegenfalle, Fr. 6.80

* Giftklasse 5S, Warnung auf der Packung beachten!


48

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

REZEPT

57

Holunderblüten-Parfait mit Erdbeer-Coulis Passt zum Frühling und schmeckt einfach wunderbar! Z U TAT E N ERGIBT CA. 5 DL 1

Ei

1 dl

Holunderblüten-Sirup

100 g Mascarpone 1

Esslöffel Zitronensaft

Das Ei in einem engen Becher mit dem Mixer während fünf bis zehn Minuten zu einer dicken Creme aufschlagen. Sirup, Mascarpone und Zitronensaft mit dem Schwingbesen verrühren. Diese Masse unter die Eicreme ziehen. In Eiswürfelbehälter, kleine Portionenformen oder eine einzelne Form füllen. Im Tiefkühler fest werden lassen.

1

Selbst gemachter Sirup in attraktive Flaschen abgefüllt, ist auch ein willkommenes Mitbringsel.

Für das Coulis die Erdbeeren rüsten und vierteln. Mit dem Holunderblütensirup pürieren. Einige schöne Minzeblättchen für die Garnitur beiseite stellen. Rest in feinste Streifchen schneiden und zum Coulis geben.

2

Zum Servieren das Erdbeercoulis auf Teller verteilen. Die Glace aus den Formen lösen und darauf anrichten. Mit Minze garnieren und sofort servieren.

3

Coulis: 250 g Erdbeeren 1

Teelöffel Holunderblüten-Sirup

v

Bund Pfefferminze

Holunderblüten-Sirup

Anstelle von Holunderblütensirup können natürlich auch alle anderen Sirup-Aromen verwendet werden: z.B. Orangensirup – Kiwicoulis, Zitronensirup – Himbeercoulis, Grenadinesirup – Brombeercoulis, Himbeersirup – Mangocoulis.

Pfefferminze

c 1999 v1.1 eps

Ugra/FOGRA MiniTarget

Lic: Wir Br ckenbauer

Als Würzkraut kommt die Minze eher wenig zum Zuge – schon eher geniessen wir sie als Tee oder industriell verarbeitet in Kaugummis, Lutschtabletten oder Zahnpastas. Sie war schon in der Antike als Atemerfrischer bekannt, und auch Räume wurden mit Pfefferminze dekoriert, damit sie frisch dufteten. Die Engländer lieben sie in Form der Mintsauce zum Lamm, und im Orient würzt man damit den Couscous. Fein gehackt schmeckt sie auch zu jungen Karotten oder Kohlrabi. Ganze Blätter mit heissem Wasser übergossen ergeben einen erfrischenden Tee. Pfefferminze gedeiht auch auf dem Balkon, und wenn man sie im Garten zwischen die Rosenstöcke setzt, vertreibt sie da die Blattläuse.

Bilder Fotostudio Grünert, Rezept Barbara Rüfenacht, Text Verena Zbinden

AromaVariationen

Während der schönsten Blütezeit zehn schöne Holunderblütendolden mit kaltem Wasser kurz überbrausen. In eine Glas-, Kunststoff- oder Steingutschüssel geben und mit einem Liter kaltem Wasser übergiessen. Mit einem Netz oder einer Gaze decken und wenn möglich an der Sonne 48 Stunden stehen lassen. Flüssigkeit absieben und mit 1 kg Zucker in eine grosse, weite Pfanne geben. Unter Rühren aufkochen, bis der Zucker sich auflöst. Einmal durchkochen lassen. Pfanne vom Herd ziehen. 20 g Zitronensäure (Drogerie) zum Sirup geben, umrühren. Den Sirup in heiss ausgespülte Flaschen abfüllen, sofort verschliessen und an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahren. Der Sirup hält sich problemlos bis zur nächsten Saison. Einmal angebrochene Flaschen kühl aufbewahren. Zum Servieren im Verhältnis von zirka eins zu fünf mit Wasser oder Mineral verdünnen.

Das marktfrische Kochmagazin der Migros: im Abonnement – 12 Mal jährlich nur 25 Franken. ■ Jetzt bestellen oder Gratis-Probe-Exemplar über: Tel. 0848 877 777 (normaler Gesprächstarif) oder per Fax 056 - 417 53 37 Internet www.saison.ch


NR. 21, 18. MAI 2004

Bild Sandro Diener

Gesundheit Chance

Vitamine

Fitness

Essen

Wellness

Was der TV-Arzt Samuel Stutz für «Mehr Gesundheit» empfiehlt.

Was 5-mal Früchte und Gemüse im Tag im Körper bewirken.

Was die Klubschule Migros Bewegendes anbietet.

Was 46 MigrosRestaurants in der Vegi-Küche bereithalten.

Was Hotelplan tut, damit Ferien «total vital» machen.

Seite 51

Seite 52

Seite 53

Seite 55

Seite 56


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

EXTRA GESUNDHEIT

Tun Sie sich Gutes!

51

Werden Sie fit – mit gesunder Ernährung und etwas Sport. Die Migros und der Fernseharzt Dr. Samuel Stutz helfen Ihnen dabei. R AT S C H L Ä G E U N D U N T E R S T Ü T Z U N G

Die «Gesundheit Sprechstunde» in der Migros

Gesund: Dr. Samuel Stutz präsentiert die Früchte der Migros.

«Brückenbauer»: Herr Doktor Stutz, braucht es wirklich einen neuen Anstoss?

Samuel Stutz: Ja. Sämtliche bisherigen Gesundheitskampagnen – mit Ausnahme der Aids-Kampagne – sind wirkungslos verpufft. Entweder weil die Zielgruppen nicht erreicht wurden oder weil der nachhaltige Effekt fehlte. Wir wollen nun möglichst viele Menschen ermuntern, in einem ersten kleinen Schritt einen Gesundheitsplan vier Wochen lang durchzuziehen. In dieser Zeit steht ihnen ein selbstgewählter Coach zur Seite, ein «Götti» sozusagen. Ist die Aktion nicht einfach ein Trick zur Umsatzsteigerung?

Die Aktion «Mehr Gesundheit!» soll die Kundschaft motivieren, vermehrt gesunde Produkte aus dem Migros-Sortiment zu konsumieren und sich gleichzeitig mehr zu bewegen. Das ist kein Trick, sondern das erklärte Ziel der Kampagne. Lässt sich die Bevölkerung heute überhaupt noch bewegen?

Wir versuchen es mit einem schon fast spielerischen Zugang in ganz kleinen Schritten. Kernstück ist ein Gesundheitspass in 600 000-fa-

cher Auflage – mit Einkaufsgutscheinen für gesunde Produkte und einem attraktiven Wettbewerb. Dank dem Gesundheitspass lernt man als erstes, sich gedanklich mit der eigenen Gesundheit auseinander zu setzen. Damit passiert fast automatisch der zweite Schritt: die Umsetzung in den Alltag. Diese konkrete Tat ist wichtig, mag sie auch noch so bescheiden wirken. Sie löst einen DominoEffekt aus. Was könnte so ein erster Schritt sein?

Gehen Sie zum Beispiel alle Strecken unter zwei Kilometer zu Fuss. Oder meiden Sie konsequent jeden Lift und jede Rolltreppe. Treffen Sie Ihre Freunde zu einem Spaziergang statt zu Kaffee und Kuchen. Trinken Sie vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser. Versuchen Sie, jeden Bissen mindestens zehnmal zu kauen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Glauben Sie im Ernst, dass solche Schritte der Gesundheit etwas bringen?

Daten von grossen Studien aus Finnland und den USA zeigen, dass Lebensstiländerungen selbst bei Risikopatienten mit erhöhtem Blutzucker oder Übergewicht die besten Resultate bringen. Ich freue mich deshalb, dass sich die Nummer eins im Detailhandel klar zum wichtigsten Gut des Menschen, zur Gesundheit, bekennt.

▼

D

ieser Tage lancieren die Migros und der TV-Mediziner Dr. Samuel Stutz in allen Migros-Filialen die Aktion «Mehr Gesundheit!». Der «Brückenbauer» hat Stutz dazu befragt.

Dr. Samuel Stutz wird Sie in folgenden Migros-Filialen zu «Mehr Gesundheit!» auffordern und Ihnen Tipps erteilen: 19. Mai: MMM Marktgasse BE, 10 bis 11 Uhr; sportXX Langenthal BE, 12.30 bis 13.30 Uhr; sportXX Dreispitz BL, 15 bis 16 Uhr. 21. Mai: MMM Paradies BL, 12 bis 13 Uhr; MM Zofingen AG, 15 bis 16 Uhr; MMM Länderpark LU, 18 bis 19 Uhr. 22. Mai: MMM Zürich-Altstetten, 9 bis 10 Uhr; MMM Rapperswil (SOHO) SG, 11.30 bis 12.30 Uhr; MMM Pizolpark SG, 14.30 bis 15.30 Uhr. 26. Mai: sportXX Ebikon LU, 14 bis 15 Uhr; Hofmatt Kriens LU, 18 bis 19 Uhr.

27. Mai: MM Ostermundigen BE, 10 bis 11 Uhr; MMM Marktgasse BE, 13 bis 14 Uhr; MMM City Zürich, 18 bis 19 Uhr. 28. Mai: MMM Uster ZH, 11 bis 12 Uhr; MM Zürich-Limmatplatz, 15 bis 16 Uhr; MMM Herblingen SH, 18 bis 19 Uhr. ■ Kurzberatungen und Tipps bekommen Sie auch vom 18. bis 29. Mai. In «grösseren» MigrosFilialen sind in der er wähnten Zeit professionelle Wellness-Trainer oder Ernährungs-Coaches für Sie da. Von diesen erhalten Sie wer tvolle Tipps und werden beim Ausfüllen Ihres Gesundheitspasses unterstützt. Achten Sie auf die Ankündigungsplakate! Mehr Infos unter: www.ges.ch

DIE AKTIONEN

G E S U N D H E I T S PA S S

In den Bereichen Früchte, Gemüse, Mineralwasser, Brot, Actilife und Slimline sowie in der Sportabteilung gibt es tolle Angebote für Sie. Denn fünf Portionen Früchte oder Gemüse am Tag, zwei Liter Mineralwasser, mehr Vollkorn- und Dinkelprodukte, weniger Fett und mehr Bewegung fördern Ihre Gesundheit.

Der hilfreiche Gesundheitspass mit Empfehlungen und Tests wird in allen Migros-Filialen der Schweiz aufliegen. Darin sind vier Rabattgutscheine, die vom 1. bis 28. Juni gültig sind, enthalten.

DER WETTBEWERB Sie können Ihre veränderten Lebensgewohnheiten zu mehr Gesundheit von einem «Götti» bestätigen lassen und damit an einem Wettbewerb teilnehmen. Der Teilnahmecoupon ist im Gesundheitspass zu finden. Mit etwas Glück gewinnen Sie den Hauptpreis: Ferien von Hotelplan auf der tunesischen Insel Djerba im Wert von Fr. 4288.–. Oder Wochenenden, Fitnessabos, Klubschuleintritte, Abos und Einzeltickets für M-Fitnessparks.


52

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

EXTRA GESUNDHEIT

Frucht-Salat Vorteil Gesundheit

Gemeinsam mit Gesundheitsförderung Schweiz und dem Bundesamt für Gesundheit hat die Krebsliga Schweiz die Kampagne «5 am Tag» gestartet.

D

as Thema Ernährung ist ein Dauerbrenner: Der Anteil übergewichtiger Menschen in der Schweiz steigt, und der Zusammenhang von Ernährung und Erkrankungen wie etwa Darmkrebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Leiden wird immer deutlicher. Eigentlich wissen wirs (fast) alle: Wir sollten täglich fünf Portionen Früchte und Gemüse essen. Und was tun wir? Laut Statistik «begnügen» wir uns mit 1,7 Portionen Früchten und 1,3 Portionen Gemüse im Tag. Wenn wir gesund

Früchte und Gemüse führen dem menschlichen Körper lebenswichtige Vitamine, Nahrungsfasern und sekundäre Pflanzenstoffe zu. Darüber hinaus ist beides leicht verdaulich, fett- und kalorienarm. Eine Portion Früchte oder Gemüse entspricht 120 Gramm. Diese Menge kann durch einen Apfel, eine Banane, zwei Rüebli, eine Tomate odereinDrittelSalatgurkeabgedeckt werden. Empfohlen sind fünf Portionen am Tag, also gesamthaft 600 Gramm – am besten aufgeteilt in drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Früchte. Ausreden gibts kaum – auch nicht für jene Menschen, die ausser Haus arbeiten und keine Möglichkeit zu einem «richtigen» Mittagoder Abendessen haben: Früchte wie Äpfel oder Gemüse wie Gurken lassen sich leicht als Zwischenverpflegung mitnehmen. Für die

bleiben wollen, sollten wir das ändern. Mit dem neu lancierten Label «5 am Tag» der Krebsliga Schweiz, Gesundheitsförderung Schweiz und dem Bundesamt für Gesundheit sollen Herr und Frau Schweizer ermuntert werden, täglich ausreichend Früchte und Gemüse zu essen. Da die Migros Umsetzungspartnerin der Kampagne ist, wird das neue Label ab Mitte Mai in all ihren Früchte- und Gemüseabteilungen liegen. Es soll so verlockend sein wie einst der Apfel für Eva im Paradies.

rasche Essenszubereitung zu Hause gibt es tiefgefrorene oder so genannte Convenience-Produkte, die bereits gerüstet sind. Wichtig: Neben einer früchteund gemüsereichen Ernährung ist auch der Lebensstil entscheidend für die Gesundheit. So tut sich jeder Gutes, wenn er täglich 30 Minuten Bewegung in seinen Alltag einbaut, auf sein Gewicht achtet, wenig Alkohol trinkt und nicht raucht. ■ Mehr Infos zur Kampagne «5 am Tag» gibts über die Krebsliga Schweiz, Telefon 031 389 91 00, E-Mail: info@5am tag.ch, Internet: www.5amtag.ch ■ Broschüren können bestellt werden über Telefon 0844 85 00 00, E-Mail: shop@swiss cancer.ch oder über Kundendienst, Versand KLS, Postfach 10, 3766 Boltigen.

ANZEIGE

Bild Sandro Diener

Für dieses Wellnessprogramm brauchen Sie kein freies Wochenende.

Vitaminreich: Drei Portionen mit Gemüse wie Tomaten und Peperoni (Bild) und zwei Fruchtportionen schmecken prima – und sind gesund.

Nur in grösseren Filialen erhältlich.

Actilife – Die Produkte für mehr Energie, Vitalität und Wohlbefinden.


53

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

EXTRA GESUNDHEIT

Die Gesundheitsquelle bis «entspannend und harmonisierend». Besonders beliebte Kurse wie zum Beispiel Pilates, Power Yoga, Aerobic und Aqua-Fit werden beinahe in jeder Klubschule mehrmals pro Woche angeboten. Haben Sie Lust, sich mitzubewegen? Sie finden die bewegte Welt unter www.klubschule.ch.

S

Die gesunden Gourmets

ie möchte als Gesundheitsquelle für die Schweizer Bevölkerung da sein. Deshalb bietet die Klubschule Migros mehr als 400 verschiedene Kurse in den Bereichen Tanz, Fitness, Sport und Entspannung an und berät Sie bei der Ernährung.

Die bewegte Welt Egal, ob alt oder jung, topfit oder eher untertrainiert – für jeden und jede findet sich etwas Passendes. Die Auswahl reicht von «sehr anstrengend und schweisstreibend»

Gesunde Ernährung beeinflusst unser ganzes Wesen – innen wie aussen. Möchten Sie endlich wissen, was gesunde Ernährung bei Ihnen persönlich bedeutet? Oder möchten Sie ganz einfach ein paar überflüssige Kilos loswerden? Die Klubschule Migros bietet Ihnen ein persönliches ErnährungsCoaching. Damit analysieren Sie Ihre individuelle Ernährungssituation und lernen, wie Sie Ihr Gewicht positiv beeinflussen beziehungsweise optimieren können.

Beliebt: Power-YogaKurse, wie sie die Klubschule mehrmals pro Woche anbietet.

■ Für den ersten Schritt in ein gesundes Leben genügt ein Anruf auf Telefon 0844 844 900. ■ Kurzberatungen und Tipps bekommen Sie vom 18. bis 29. Mai in grösseren MigrosFilialen. Dort sind auch professionell ausgebildete WellnessTrainer und/oder ErnährungsCoaches für Sie da. Zudem erhalten Sie wertvolle Tipps und werden beim Ausfüllen Ihres Gesundheitspasses unterstützt (siehe auch Seite 51).

▼

Die Klubschule Migros lädt Sie ein, gemeinsam etwas für die Gesundheit zu tun.


55

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

EXTRA GESUNDHEIT

Vegi-Küche für alle

Jeden Tag bieten 46 Migros-Restaurants in der ganzen Schweiz fleischlose Gerichte an. Sie sind nicht nur für Vegetarier ein Genuss.

I

ndonesische Nudeln, gebratener Reis «Cayman Island» oder Provence-Gemüse – aus der ganzen Welt stammen die Rezepte, die 46 Migros-Restaurants in der ganzen Schweiz zu wahren vegetarischen Gourmettempeln machen. An jedem Tag wird ein neues vielfältiges Angebot vorbereitet, zu dem warme Gerichte genauso gehören wie knackige Blatt- und Gemüsesalate. Sowohl bei der Auswahl der Zutaten als auch beim Kochen wird äusserst exakt gearbeitet. Alles ist genau vorgegeben, weil das vegetarische Angebot in den MigrosRestaurants nach den Regeln der Schweizer Vereinigung für Vegetarismus (SVV) zertifiziert ist. Aus diesem Grund wird alles, was nach diesen Bedingungen zubereitet wird, mit dem europäischen Vegetarismus-Label versehen.

Der kleine Unterschied Die Beschriftungen geben Auskunft darüber, um welche Art vegetarischer Gerichte es sich handelt. ■ Vegan heisst, dass keinerlei Zutaten tierischer Herkunft verwendet werden. ■ Lacto-vegetarisch nennt man Gerichte, in denen Milch, Milchbestandteile oder Honig sind. ■ Ovo-vegetarisch ist, was Eier, Eibestandteile oder Honig enthält. ■ Ovo-lacto-vegetarisch steht für die Kombination der beiden letztgenannten Varianten.

Der hohe Nährwert Die Vegi-Gerichte finden jedoch nicht nur bei der ausschliesslich vegetarisch lebenden Bevölkerung grossen Anklang. Immer mehr Menschen reduzieren aus verschiedensten Gründen

Lecker: Die vielfältigen Vegi-Gerichte an der Migros-Theke sprechen nicht nur Vegetarier an. den Fleischkonsum und versuchen ihre Ernährung ausgewogener zu gestalten. Als Teilzeit-Vegetarier geniessen sie dabei das Beste aus beiden Welten.

G R AT I S - F R U C H T ■ In den 46 Restaurants mit Vegi-Angebot erhalten Sie am Dienstag, 18. Mai, und am Dienstag, 25. Mai, zu Ihrem Menü eine feine Frucht geschenkt. Lassen Sie sich verwöhnen! ■ Die vollständige Liste aller zertifizierten Migros-Vegi-Restaurants gibts unter: www.mi gros.ch, Rubrik «Essen + Trinken». ■ Weitere Infos sind unter www.vegetarismus.ch abzurufen.

Überzeugend an der fleischlosen Küche sind neben dem weit gehenden Fehlen tierischer Zutaten auch der hohe Nährwert und die grosse Vielfalt des vegetarischen Angebots. Salate und Gemüse gelten als besonders wertvolle und gesunde Nahrungsmittel, die den Körper mit den nötigen Vitaminen und Nährstoffen versorgen und die Nahrungsfasern für eine bessere Verdauung liefern. Und dank ihres farbenfrohen Auftritts sind sie auch optisch eine attraktive Bereicherung auf jedem Teller.

Die Welt auf dem Tisch Vegetarisch ist mehr als nur Salat und Gemüse. Pasta, Reis oder Weizenprodukte ergänzen in unterschiedlichsten Zubereitungsformen das Angebot, ebenso wie neue Produkte aus Quorn, die dank ihrer breiten Verwendungs-

Bild Dick Vredenbregt

weise zu einem attraktiven Fleischersatz geworden sind. Entscheidend an der vegetarischen Küche ist jedoch, dass sie der Kreativität der Köchinnen und Köche fast keine Grenzen setzt. Dabei lassen sich diese gerne von kulinarischen Genüssen aus der ganzen Welt inspirieren. Indien steht dank seiner langen vegetarischen Tradition ganz stark im Fokus des Interesses. Aber auch China, Thailand oder zunehmend Afrika und die Karibik liefern die nötige Würze, um aus hiesigen Erzeugnissen aussergewöhnliche und abwechslungsreiche VegiGerichte zu komponieren. Eric Langner


56

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

EXTRA GESUNDHEIT

Ferien für die Sinne

Wer wünscht sie sich nicht – einige Tage ganz für sich, voller Entspannung und Genuss? Dieser Traum kann wahr werden.

N

ur wer sich in seinem Körper wirklich wohl fühlt, strahlt gesunde Energie und positive Kraft aus. Das geht im Alltag oft vergessen – weil man irgendwie ja immer funktioniert. Und doch: Täglich fühlt man sich angespannter, abgekämpfter, ausgebrannter. Diese natürlichen Reaktionen auf Hektik, Bewegungsmangel, zu viel oder ungesunde Ernährung und zu wenig frische Luft führen zu Ermüdungserscheinungen. Man fühlt sich schlapp und träumt von Licht und

Leichtigkeit, vom Abschalten und Auftanken fern dem Stress. Aber wie schenkt man seinem Körper am besten die notwendige Erholung? Mit Wellness-Ferien im wörtlichen Sinn. Der Begriff Wellness vereint das «well-being» (Wohlbefinden) und «Fit-ness». Wellness ist eine Lebensphilosophie. Sie fördert durch Bewegung und leichte Küche das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden und bedeutet, sich als ganzem Menschen Gutes zu tun.

Dass Wellness-Ferien nur eine Sache für Frauen sein soll, ist eine alte Mär. Gerade Männer, die diese Art von Urlaub einmal erlebt und genossen haben, erheben regelmässig Anspruch darauf. In Wellness-Hotels finden sich Menschen jeden Alters. Sie alle wollen ihrem Leben nicht nur mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben geben. Und sie alle haben ein gemeinsames Ziel: Kräfte sammeln, um den Ansprüchen des Alltags wieder froh und beschwingt gerecht zu werden.

T O TA L V I TA L ■ Attraktive Wellness-Ferien finden Sie im umfangreichen Angebot des Hotelplan-Katalogs «Total vital». Katalogbestellung unter: www.hotel plan.ch

■ Buchungen und weitere Infos: Jede Hotelplan-Filiale und Ihr Reisebüro helfen Ihnen weiter.

ANZEIGE

Während des hektischen Alltags begleitet Sie Nestlé Wellness in den Momenten der Entspannung, dank seiner Extrakte von Ginseng und Kraüteressenzen wie Malve und Holunderblüte. Leicht kohlensäurehaltig, erfrischt, stimuliert und harmonisiert Nestlé Wellness Ihren Körper und Geist mit prickelndem Trauben- und Mangogeschmack.

Nestlé Wellness gibts in Ihrer Migros


Neues aus der Welt der

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

Zum Selbermachen:

Das andere Reispapier Reispapier, wie man es in Papeterie-Abteilungen findet, kannst du nicht selber herstellen. Aber dekoratives Geschenkpapier mit Reis: Füll eine Hand,voll Reiskörner in ein farbloses, mattes Plastikmäppli und verklebe die offenen Seiten mit durchsichtigem Klebeband. Nimm ein schwarzes Blatt als Hintergrund und geh in einen Kopierladen. Da kannst du für wenig Geld tolle Hüllen für Bücher oder kleine Geschenke zaubern: Schüttle das Mäppli, um die Körner immer wieder neu anzuordnen. Vergrössere die Kopie auf A3. Bewege das Ganze während des Belichtungsvorgangs, um spezielle Effekte zu erzielen. Experimentiere mit der Belichtung und mit farbigem Kopierpapier ... Übrigens: Den Reis kannst du danach immer noch essen.

Knopf-Rätsel Verschiebe die Knöpfe so, dass sowohl in der waagrechten als auch in der senkrechten Linie 4 Knöpfe liegen. Natürlich ohne einen hinzuzufügen!

Lege links oben zwei Knöpfe aufeinander

Lösung:

Knöpfe aus Milchstein Milch besteht aus Wasser, Fett, Zucker, Eiweiss und verschiedenen Salzen. Eines dieser Salze, das Kasein, klebt sehr gut. Vor etwa hundert Jahren gelang es einem Erfinder, daraus einen Werkstoff zu gewinnen. Er nannte ihn Galalith, was so viel heisst wie Milchstein. Daraus wurden Schmuckstücke, Knöpfe, Schalen, Handgriffe und sogar Telefonapparate geformt. Mit den modernen Kunststoffen verschwand das Galalith, bis vor einigen Jahren jemand auf die Idee kam, aus Kasein Uhren herzustellen. Selbstverständlich mit typisch schweizerischem Milch-Kuh-Alpen-Dekor. Was die alten Ägypter mit Kasein gemacht haben und wie man am besten Knöpfe annäht, erfährst du unter www.lilibiggs.ch

Nicht platzen! «Wenn mir meine Banknachbarin während der Schulstunde etwas Lustiges zuflüstert, platze ich fast vor Lachen. Eben, weil ich nicht lachen darf. Jetzt hat mir meine Tante Fedora, die Opernsängerin, einen Profi-Trick verraten: Ich soll einfach an Brot denken. Bin gespannt, ob es wirkt. Probiers doch auch mal aus!»

Ich hab am liebsten ON/OFFKnöpfe!

67


68

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

SPORT

Junge Talente: Die GC-Nachwuchsspieler Clirim Kryeziu, Milos Petrovic und Thomas Stillhart. Bild Paolo Foschini

Junge am Ball JUGENDTURNIER ■ Das Turnier: In Bad Ragaz treffen sich vom 30. Juli bis zum 1. August zehn Junioren-Fussballteams aus ganz Europa zum dritten International Swiss U16 Jugend Cup, darunter auch GC, Basel, und Borussia Dortmund. Die Migros Ostschweiz unterstützt das Turnier als Hauptsponsor. ■ Die Anregung: Dank alt Bundesrat Adolf Ogi, der sich als Sonderberater von Uno-Generalsekretär Kofi Annan um den Sport kümmert, spielt erstmals eine Mannschaft aus dem Kosovo mit. ■ Adolf Ogi: Von offiziellen internationalen Sportanlässen sind die Kosovaren sonst ausgeschlossen, weil sie keinen eigenständigen, anerkannten Staat haben. «Dabei ist es doch gerade der Sport, und insbesondere der Fussball, der Völker verbinden kann», betont Ogi. «Der Sport ist die beste Lebensschule: Wo lernt man sonst, sich in ein Team zu integrieren, Respekt für den Gegner zu empfinden und auch mit Würde zu verlieren?» ■ Online-Infos: www.swissu16. com/indexu16.html

Besuch bei einem GC-Nachwuchsteam, das im Sommer in Bad Ragaz SG unter dem Patronat der Uno auf eine Mannschaft aus dem Kosovo trifft.

T

rainingsplatz Förrlibuck der Grasshoppers in Zürich. Die Fussball-Nachwuchsmannschaft der unter 15-Jährigen hat ihr Training beendet. Mit einem freundschaftlichen Handschlag verabschieden sich die Spieler voneinander. Clirim Kryeziu, Ilir Leskovci, Milos Petrovic und Thomas Stillhart (alle 15 Jahre alt) schlendern gemeinsam vom Spielfeld. Die Familie von Milos stammt aus Serbien, jene von Clirim und Ilir aus dem Kosovo. Dort haben sich noch vor fünf Jahren kosovoalbanische Einheiten und serbische Truppen in einem Bürgerkrieg bekämpft. Die drei Jungs haben den Hass, das Elend und den Tod nicht miterlebt. Sie sind hier geboren, kennen die Gräuel des Krieges nur vom Hörensagen.

Verbindender Sport Nichts liegt Clirim, Ilir und Milos ferner, als sich durch ihre Nationalität auszuzeichnen und nur mit ihresgleichen zu verkehren. Die

Farbe des Passes spielt für sie auf und neben dem Fussballplatz keine Rolle. Seit sechs Jahren sind Ilir und Milos in der gleichen Mannschaft, und aus Kameraden sind Freunde geworden. Das fussballerische Vorbild der Jungs mit den Wurzeln auf dem Balkan ist weder der Kosovare Rama noch der Serbe Stankovic, sondern der kroatische GC-Stürmer Mladen Petric. Thomas, der Schweizer, der für Stéphane Henchoz schwärmt, wird da nicht zum Aussenseiter.

Spielerischer Kampfgeist Ilir und Clirim berichten von ihren Erfahrungen, die sie in den Ferien im Kosovo gemacht haben. Von kaputten Häusern, kaputten Strassen – und von Fussballfeldern voller Steinen und mit tiefen Löchern. Sie freuen sich darauf, im Sommer im sankt-gallischen Bad Ragaz dank dem Sponsoring der Migros Ostschweiz gegen ihre Landsleute antreten zu können (siehe Box links).

«Wir werden ihnen zeigen, wie man Fussball spielt», sagt Clirim grinsend – wohl wissend, dass das kaum nötig sein wird. Aus Erfahrung weiss er, wie fussballverrückt die Menschen im Kosovo sind.

Verlockende Zukunft Dort zu leben, das können sich er und Ilir nicht vorstellen. Zu sehr schätzen sie die Sicherheit in der Schweiz, die Tore, denen keine Netze fehlen, und die Perspektive, dereinst Profifussballer zu werden und im blauweissen GC-Trikot in das neue Hardturmstadion einzulaufen. Vorerst müssen sich die vier 15-jährigen Freunde aber noch mit dem Trainingsrasen begnügen, auf den sie balltretend zurückkehren. «Ich glaube nicht, dass wir uns ohne Fussball begegnet wären», hat Thomas zuvor gesagt. Und das hätte sicher nicht nur daran gelegen, dass sie alle aus verschiedenen Ecken des Kantons Zürich stammen. Simon Hehli


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

IHR GELD

71

Endlich Zusammenziehen

Der Wonnemonat Mai ist der beliebteste Heiratsmonat. Müssen frisch Vermählte für die gemeinsame Mietwohnung einen neuen Vertrag unterzeichnen? Illustration Andrea Caprez

I

n zwei Wochen wollen Sabrina (28) und Michael (31) aus Luzern heiraten. Michael gibt nun sein eigenes Domizil auf und zieht zu Sabrina in deren grosszügige 3,5-Zimmer-Mietwohnung. Prompt steht aber der Vermieter auf der Matte und wedelt mit einem neuen Mietvertrag für die gemeinsame Wohnung des angehenden Brautpaars. «Ein frisch gebackenes Ehepaar muss in dieser Situation keinen neuen Mietvertrag unterschreiben», betont Ruedi Spöndlin, Rechtsberater beim Mieterverband. «Der Ehepartner kann ohne weitere Formalitäten einziehen.» Das gilt auch, wenn die Wohnung im Mietvertrag nur für eine Person deklariert ist», erläutert Spöndlin. Flattert die Kündigung ins Haus, weil man keinen neuen Vertrag unterschreiben will, ist sie also an-

fechtbar. Man kann einen neuen Mietvertrag aber durchaus akzeptieren, wenn man mit den Bedingungen zufrieden ist. Wichtig ist, den Vertrag gut durchzulesen: «Enthält er beispielsweise den gleichen Mietzins wie vor zwei Jahren, ist das bereits eine versteckte Mietzinserhöhung, weil inzwischen der Hypozins gesunken ist», sagt Ruedi Spöndlin. In jedem Fall sollte man den Vermieter aber über den soeben geschlossenen Bund fürs Leben informieren, denn: «Auch wenn der Partner den Mietvertrag nicht unterschreibt, erhält er bestimmte Mieterrechte», sagt Spöndlin. «Es bedarf beispielsweise seiner Zustimmung und Unterschrift, um die Wohnung kündigen zu können.» Will der Vermieter die Kündigung verschicken, muss er diese in jedem Fall an beide Ehepartner

richten, und zwar in zwei separaten Kündigungsschreiben. Ansonsten ist die Beendigung des Mietverhältnisses unwirksam. Während auch der neu eingezogene Partner einige Rechte besitzt, liegen die Pflichten des Mietvertrags nur bei demjenigen, der ihn unterschrieben hat. «Den Mietzins

kann der Vermieter also nur bei dieser Person eintreiben», sagt Ruedi Spöndlin. Je nach rechtlicher Interpretation müsse derjenige, der den Mietvertrag nicht unterschrieben hat, seinem Partner gegenüber aber einen «angemessenen Beitrag» am Mietzins leisten. Mike de Roo

ZUSAMMENLEBEN OHNE TRAUSCHEIN Wie verhält es sich, wenn ein Paar unverheiratet, also im so genannten Konkubinat, zusammenlebt? In diesem Fall trägt der Vertragsunterzeichner sämtliche Rechte und Pflichten gegenüber dem Vermieter. Unterschreiben hingegen beide, haben sie praktisch die gleichen Rechte und Pflichten wie ein getrautes Paar.

Dann könnten die Konkubinatspartner die Wohnung wie ein Ehepaar nur gemeinsam kündigen. Ein wesentlicher Unterschied besteht aber darin, dass im Streitfall kein Eheschutzrichter zur Verfügung steht, der schlichten kann. Mehr Infos: www.mieterverband.ch


75

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

LESERREISE

Familienvergnügen pur Globi macht Familien ein Spezialangebot für eine Woche Ferien im Globi-Hotel in Disentis GR – und die Kleinsten wohnen gratis! Die Highlights ■ 2 Clubs (Glöbeli ab 2–4 Jahren), Globi-Club (ab 5 Jahren). ■ Mini-Disco ■ Spieleplausch am Märlitag ■ Radio machen ■ Globi-Olympiade ■ Im Schloss essen und schlafen

Der Ort Traumziel für Kinder: Das Globi-Schloss beim Globi-Hotel Disentiserhof in Disentis.

Disentis liegt auf 1130 Metern im Bündner Oberland, in der Surselva. Das Dorf am Fuss von Oberalppass und Lukmanier, in dem romanisch gesprochen wird, verfügt unter anderem über ein Museum im Benediktinerkloster und hat viele Sport- und Freizeitaktivitäten im Angebot – für Klein und Gross.

Kinderanimation (Sonntag bis Freitag) ■ Infrastruktur des Hotels mit Hallenbad und Saunalandschaft. ■ Parkplatz in Einstellhalle

Das Hotel

Die Zusatzleistungen

Das Hotel Disentiserhof, das einzige Globi-Hotel der Schweiz, ist absolut familienfreundlich. Es hat zwei gemütliche Restaurants, Hallenbad, Sauna und Dampfbad, das Globi-Schloss für Kinder und die Höfli-Bar für Erwachsene. Tennisplätze, Bocciabahn und Billard bieten Sport, Spiel und Spass für alle. Die Appartements: Der Disentiserhof verfügt über grosszügige, rund 55 Quadratmeter grosse 2Zimmer-Appartements. Dazu gehört eine offene Küche, ein WohnEss-Zimmer (mit Diwanbett für die Kinder), ein Schlafzimmer und Toilette/Bad. Die Appartements sind mit TV und Telefon ausgerüstet, haben einen Balkon mit wunderschönerAussichtaufBergeoderTal–und werden an maximal vier Personen vergeben. Die Mindestaufenthaltsdauer beträgt sieben Tage.

Die sieben Abendessen mit 3Gang-Menü respektive Buffet oder die Benützung der Küche sind an Ort zu bezahlen. ■ Erwachsene: Fr. 189.–/Woche ■ 6- bis 15-Jährige: Fr. 105.–/Woche ■ 3- bis 5-Jährige: Fr. 49.–/Woche ■ Küche: Fr. 100.–/Woche

Die Leistung Im Preis inbegriffen ist ■ tägliches Frühstücksbuffet ■ täglicher Zimmerservice ■ Eintritt ins Globi-Schloss mit

Das Angebot Unterkunft in 2-Zimmer-Hotelappartement für maximal 4 Personen. Preise pro Woche inklusive Frühstück: Für die ersten zwei Personen, zwischen 3. Juli und 14. August Fr. 899.– (Katalogpreis Fr. 999.–.) Weitere Kinder unter 12 Jahren gratis, über 12 Jahre Fr. 222.–. Für die ersten zwei Personen, vom 19. Juni bis 3. Juli und vom 14. August bis 25. September Fr. 721.– (Katalogpreis Fr. 777.-–). Weitere Kinder unter 12 Jahren gratis, Kinder über 12 Jahren Fr. 222.–. Drei-Zimmer-Hotelappartement für maximal 5 Personen auf Anfrage.

A N M E L D E TA L O N Anmeldung für eine Ferienwoche im Globi-Hotel Disentiserhof in Disentis GR. Anreise gewünschtes Datum: Aufenthalt

❏ 1 Woche

❏ 2 Wochen

Name/Vorname/Geburtstag bei Kindern unter 12 Jahren 1. 2. 3. 4. Strasse PLZ/Ort Telefon Zusammen mit der Unterkunft reserviere ich folgende Zusatzleistung: ❏ Abendessen (3-Gang-Menü, beschränkte Platzzahl) für alle oben erwähnten Personen zum Wochenpreis von Fr. 189.–/Erwachsener; Fr. 105.–/Kind von 6 bis 15 Jahre; Fr. 49.–/Kind von 3 bis 5 Jahre oder ❏ Küchenbenützung im Appartement Fr. 100.–/Woche Anmeldung nur mit diesem Talon an: Redaktion «Brückenbauer», Globi-Hotel, Postfach 1751, 8031 Zürich. Für weitere Auskünfte: Globi-Hotel Disentiserhof, 7180 Disentis, Telefon 081 - 929 57 00, Fax 081 -929 57 01 oder info@globi-hotel.ch und www.globi-hotel.ch


78

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

79

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

REISEN

Sonne, Strand und Salsa

Sonnenparadies: An der Miami South Beach herrscht das ganze Jahr über Ferienstimmung. Bild Bildagentur Baumann

Bild Key-online

M

iami Beach war in den Zwanzigerjahren Amerikas berühmtester Badeferienort. Es galt – östlich der Schwesterstadt Miami auf 17 mit Brücken verbundenen Inseln gelegen – als «amerikanische Riviera». 1926 fegte ein Hurrikan über die Inseln, zerstörte mehrere Hotels und forderte 400 Tote. Drei Jahre später kam die Wirtschaftskrise, Miami Beach verödete. Mit Präsident Franklin Roosevelts «New Deal» setzte ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. In nur acht Jahren, von 1934 bis 1941, errichtete

ein halbes Dutzend Architekten hunderte von Hotels und Appartmenthäuser, die an Ozeandampfer mit Bullaugen oder Strassenkreuzer mit Haifischflossen erinnern, die Ecken oft abgerundet, die Flachdächer gelegentlich von Bleistifttürmchen überragt. Kunstkritiker sprechen von «Tropical Art» oder «Art déco». Nach Japans Überfall auf Pearl Harbor 1941 und Amerikas Kriegseintritt ging der zweite Ferienboom zu Ende. 1984 begann «Miami Vice» mit Don Johnson als smartem Drogenfahnder Sonny Crockett die Bild-

schirme zu erobern. Die über hundert Folgen, die sich vorzugsweise zwischen den bonbonfarbenen Fassaden des Art-déco-Viertels im südlichen Miami Beach abspielten, machten weltweit Werbung für South Beach. Mode- und Werbefotografen verfielen dem Retrocharme der inzwischen aufwändig renovierten Hotels. Seither leben hier 1500 Models und doppelt so viele Möchtegerns. «Noch nie in der Geschichte hat es eine grössere Konzentration weiblicher Schönheit gegeben als in South Beach», schwärmte eine für ihre grosse

Kompetenz in Sachen Schönheit bekannte Männerzeitschrift.

Wie eine Filmkulisse Miami South Beach, salopp zu SoBe verkürzt, heute: kaum Wolkenkratzer, mehrheitlich zwei- bis dreigeschossige Hotels, Wohnund Geschäftshäuser in den Farben eines tropischen Fruchtsalats. Der Besucher glaubt sich in die Kulissen eines Hollywood-Films der Vierzigerjahre versetzt. Am palmengesäumten Ocean Drive, wo Hotel neben Hotel, Restaurant neben Restaurant steht und alles

▼

Trend: Art-déco-Haus und ein AmiSchlitten aus den Fünfzigerjahren.

Miami South Beach ist Floridas trendigste Touristenattraktion. Nirgendwo sonst in Amerika sieht man so viele hübsche Girls und muskelbepackte Boys.


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

REISEN

Flaniermeile: Am Ocean Drive lässt man sich blicken und wird gesehen.

▼

draussen sitzt, lautet die Devise «Sehen und gesehen werden». Auf dem Trottoir flanieren ranke Girls mit knappen Tops, muskulöse Boys mit nacktem Oberkörper, Touristen und Exzentriker. Wer auf der Schulter einen Leguan spazieren führt, fällt nicht auf. Aussichtsreicher ist es, sich statt eines Gurtes eine Schlange umzubinden, um die Blicke auf sich zu ziehen. In den Lokalen spielen LiveBands Salsa und Latin-Pop, aus den Lautsprechern tönen die neuesten Hits von Jennifer Lopez und Ricky Martin, auf den Bartheken wird lasziv getanzt. Auf der Strasse verkehren schicke Coupés und chromglänzende Harleys, dazwischen keuchen Jogger, kurven Biker und Inline-Skater.

Intaktes Quartierleben Am 18 Kilometer langen Sandstrand, vom Ocean Drive durch Dünen abgetrennt, wird Fuss- und Volleyball gespielt, geschwommen und gesurft. Die Frauen bräunen sich in Tangas oder gar topless – einmalig im prüden Amerika, das noch bis 1945 schwarzen Mitbürgern das Baden am South Beach verboten hatte. Trotz Beautiful People und Touristenrummel ist das Quartierleben intakt geblieben. Man wohnt nicht nur in SoBe, man geht hier auch zur Arbeit und zum Einkauf, abends in ein Freiluftrestaurant oder ins Konzert, sonntags auf den Lebensmittelmarkt in der Lincoln Road. Und das alles, gänzlich unamerikanisch, vorzugsweise zu Fuss. Kurt Ulrich

81

Bild Actionpress/Dukas

Trendquartier: Miami South Beach wird durch Art-décoHäuser geprägt. Bilder Kurt Ulrich, Prisma

BEWOHNBARE KUNSTWERKE Nach dem Zweiten Weltkrieg vergammelten die Hotels und Strände von Miami South Beach. Immobilienhaie liessen reihenweise Art-déco-Gebäude niederreissen, um Platz für Gewinn bringendere Wolkenkratzer zu schaffen. «Das sind bewohnbare Kunstwerke, Meilensteine der modernen Kunst!», wetterte die Publizistin Barbara Baer Capitman (1920 bis 1990), die in den frühen Siebzigerjahren als Erste den Stellenwert des amerikanischen Art déco erkannte und seine Erhaltung zur Lebensaufgabe machte. Sie hielt Vorträge, schrieb Zeitungsartikel und bombardierte die Behörden

mit Petitionen. Die streitbare Publizistin legte sich auch schon mal vor anrückenden Bulldozern auf den Boden, um gegen den Abriss eines Hauses zu demonstrieren, und musste mit Polizeigewalt weggetragen werden. Doch sie schaffte es: 1979 wurde das Art-déco-Viertel wie zuvor das Schlachtfeld von Gettysburg und das Empire State Building unter Denkmalschutz gestellt. Die Begründung: «Mit über 800 historisch bedeutsamen Bauten gibt es hier auf einer Quadratmeile die grösste Konzentration von Hotelarchitektur der Vorkriegszeit.»

TIPPS Anreise: Swiss fliegt täglich nonstop von Zürich nach Miami. Art-déco-Hotels: Die meisten liegen am Ocean Drive, an Collins Avenue und Washington Avenue. Hier bietet Interhome Appartements und Häuser an. Art-déco-Touren: Geführte «Walking Tours», Treffpunkt: Miami Design Preservation League, 1001 Ocean Drive. Informationen: Pela Touristik Service, Postfach 1227, D-63798 Kleinostheim. Fax 0049 69 60 27 57 48.


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

INTERAKTIV

83

Teenies besuchen Bosnien Sechs Jugendliche gewannen beim Internet-Wettbewerb ThinkQuest eine besondere Reise: Dank der Caritas erlebten sie den Wiederaufbau in Bosnien.

Aufgeschlossen: Die jungen Internet-Cracks David, Rahel und Ida auf ihrer Reise durch Bosnien. Bild Caritas

I

n der bosnischen Stadt Mostar liegen die Trümmer einer mächtigen Betonbrücke im Fluss Neretva. Rund zehn Jahre ist es her, seit im Bürgerkrieg eine Explosion das Bauwerk zerriss und in eine bizarre Ruine verwandelte. Noch immer hat man die Brücke nicht neu aufgebaut. ■ Starke Eindrücke: «Ich war erschüttert, wie deutlich die Spuren des Krieges noch immer zu sehen sind», sagt Ida Siegenthaler (15) aus Rapperswil BE. Die Schülerin unternahm kürzlich zusammen mit fünf anderen Schweizer Jugendlichen eine zehntägige Reise durch Bosnien. Ermöglicht wurde ihnen diese Erfahrung durch das Hilfswerk Caritas. ■ Engagierte Teenies: Alle sechs Jugendlichen hatten beim Internet-Wettbewerb ThinkQuest mitgemacht und Websites zu sozialen

Themen gestaltet. Ida und ihre Kollegin Rahel Ruf (16) aus Rapperswil BE beschäftigten sich mit den beruflichen Chancen von Behinderten. Rolf Wenger (16) aus Wattenwil BE kreierte eine Site über Homosexualität. Fabian Kohler (17) aus Oberburg BE, David Kretz (18) aus Hindelbank BE und Philip Gertsch (18) aus Burgdorf BE machten sich Gedanken zur Ethik in der Werbung. ■ Zeichen für einen Neuanfang: Die sechs jungen Internet-Cracks erlebten in Bosnien nicht nur die bleibenden Spuren des Krieges. Die Caritas zeigte den Teenagern auch ihre vielfältigen Hilfsprojekte. «In Sarajewo besuchten wir eine wiederaufgebaute Blindenschule», erzählt Ida. «Die Lehrer dort gestalten in unermüdlicher Arbeit selber Bücher in Blindenschrift für ihre Schüler.»

■ Viel Tatkraft: Überhaupt waren die Schweizer Jugendlichen beeindruckt darüber, wie die Bosnier den schwierigen Alltag in der Krisenregion meistern. So hat Ida auch der Besuch einer von der Caritas unterstützten Primarschule in Bihac sehr imponiert. «Im Klassenzimmer gibts nur einen Holzofen», sagt das Mädchen. «Die Kinder bringen von zu Hause Holz mit, damit sie in einem geheizten Raum lernen können.» Doch am meisten war Ida von der Gastfreundschaft der Bosnier überwältigt. Sie sagt dazu: «Obwohl die Leute oft extrem arm sind, wurden wir dauernd eingeladen und grosszügig bewirtet.» Die Reise nach Bosnien hat Ida in ihrem Berufswunsch bestärkt. Sie möchte später Krankenschwester werden und in einer Krisenregion die Not lindern. Michael West

THINKQUEST ■ ThinkQuest Swiss Web Award ist ein Schweizer Internet-Wettbewerb für Jugendliche im Alter von 11 bis 19 Jahren. ■ Die Teilnehmer gestalten in Teams Websites zu Themen aus Gesellschaft, Wissenschaft oder Kultur. ■ Es winken Preise im Gesamtwert von 50 000 Franken. ■ ThinkQuest wird in der Schweiz vom Migros-Kulturprozent veranstaltet – mit der Hilfe von zahlreichen Partnern. ■ Die Anmeldefrist für den diesjährigen Wettbewerb wurde verlängert: Bis zum 1. Juni können sich die Teams noch einschreiben. ■ Infos: www.thinkquest.ch


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

FREIZEIT

85

Kinder, an die Spritze! Noch ist Eliane ein ganz normales Berner «Meitschi» und Simon ein ganz gewöhnlicher Berner «Giel». Doch bald gehen beide zur Feuerwehr.

K

omm, lass dir helfen, ich zeige dir, wie man den Helm befestigt», sagt Kurt Beutler. Korporal Beutler ist Geräteführer-Stellvertreter bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Bern. Das Mädchen, das noch umständlich versucht, sich den Schutzhelm über den Kopf zu stülpen, ist Eliane Bärtschi (14) aus Aarberg BE.

Berufsziel: Feuerwehrfrau

▼

Die Halbwüchsige hat ganz klare Vorstellungen über ihre Zukunft: «Zunächst mache ich die 8. Schulklasse fertig, dann eine Malerlehre, anschliessend die militärische Rekrutenschule. Und dann möchte ich Feuerwehrfrau werden. Ich habe mich schon erkundigt, ob dies möglich ist.» In Bern ist dies der Fall, wie Hauptmann Christian Frauchiger von der Gebäudeversicherung Bern (GVB), Abteilung Feuerwehr, mitteilt. Auch wenn Eliane die vorgesehene Laufbahn einschlägt: Frauen an Spritze und Leiter werden dann immer noch eine Rarität sein. In den neun Berufsfeuerwehren im Land gibt es lediglich eine Frau in Basel und zwei in Zürich, die sich noch in Ausbildung befinden. Für Eliane würde sich jedenfalls ein lange gehegter Traum erfüllen. Weshalb möchte sie zur Feuerwehr? «Da ist nicht nur graue Theorie, sondern echte Action. Es ist die Vielseitigkeit dieses Jobs, die mich reizt – und das Überraschende: Man weiss nie, was kommt. Es ist auch gut, dass alle bei der Feuerwehr dasselbe machen müssen. Und schliesslich werde ich dann mit grossen Autos herumfahren dürfen», sagt sie. Wie heisst es auf der Homepage der Jugendfeuerwehr Bern: «Action, Teamwork und Fun für engagierte Jugendliche …» «Eliane ist schon lange von allem fasziniert, was sich um die Feuerwehr dreht», bemerkte ihre Mutter Theres Bärtschi. Jetzt hat sich ihre Tochter für einen Feuerwehrkurs für Jugendliche angemeldet. Einen solchen

Einsatzbereit: Eliane (hinten als Maschinistin) und Simon als Feuerwehr-Frontmann.

Bild Malu Barben


87

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

FREIZEIT

▼

haben die GVB und der Kantonalbernische Feuerwehrverband ausgeschrieben. Kursleiter Frauchiger zum «Brückenbauer»: «Wir rechneten mit 60 Anmeldungen. Aber es kamen 170. Deshalb sind jetzt statt nur einem zwei Kurse geplant, in Büren und in Spiez.» Eliane wird den Kurs in Büren besuchen. Was aber sagen ihre Schulkolleginnen zu ihren Ambitionen? «Es lässt sie unbeeindruckt», antwortet das Mädchen prompt.

Simon: «Total angefressen»

NICHT NUR FEUER Der Begriff «Feuerwehr» ist nicht mehr ganz zeitgemäss. Denn längst müssen sich die Schutz-und-Rettungs-Männer mit zahlreichen anderen Aufgaben herumschlagen. Dies zeigt die Einsatzstatistik aus dem Jahr 2002 der Berufsfeuerwehr der Stadt Bern. Bei 2326 Einsätzen (6,3 pro Tag) musste sie ausrücken wegen: ■ Automatischen Brandalarmen ohne Brand 27,5 % ■ Insekten 18,5 % ■ Brand 15,0 % ■ Wasser, Elementar 8,5 % ■ Türen/Fenstern 6,0 % ■ Rettungen 4,5 % ■ Öl-Chemie-Unfällen 4,5 % ■ Fzg. verschieben 3,0 % ■ Falschmeldungen 0,6 % ■ Diversem 11,9 %

▼

Helmanprobe: Korporal Beutler passt Eliane den Kopfschutz an.

Auch der 15-jährige Simon Hugi gehört zu jenen 170, die den Jugend-Feuerwehrkurs im Sommer – vom 5. bis 10. Juli – in Büren

besuchen werden. Doch Berufsfeuerwehrler wie Eliane möchte er nicht werden. Seine «Karriereplanung» sieht so aus: Das letzte Schuljahr beenden, die landwirtschaftliche Schule besuchen und später den elterlichen Hof übernehmen. Sein Motiv für die frühzeitige Brandbekämpfungs-Ausbildung: «Ich bin von der Feuerwehr total angefressen.» Simon ist auch vorbelastet: Sein Vater ist aktiver Feuerwehrmann. Die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren werden unter der Anleitung von Instruktoren die gleiche Ausbildung in allen Feuerwehraufgaben durchmachen wie «richtige» Feuerwehrleute. Sie werden lernen, wie man eine Motorspritze bedient oder ein Tanklöschfahrzeug. Sie werden im Schlauch- und Leiterdienst unterwiesen, ausserdem im Ölwehrdienst. Da kommt noch etwas auf sie zu: «Die Ausbildung ist anstrengend für Kopf und Körper. Am zweiten Tag sind sie dann müde», weiss Christian Frauchiger.

TBWA\PARIS

ANZEIGE

ALLES NEU MACHT DER MAI – ABER DIE GÜNSTIGEN IBISPREISE BLEIBEN. CHF

89.-

SIE WOLLEN NIE MEHR WOANDERS ÜBERNACHTEN

ibis Bern Expo WOCHENENDE

CHF

89.-

*Preise pro Nacht für 1 oder 2 Personen

*

Wochenende CHF 85.– (2. Pers. + CHF 30.–) CHF 89.– (2. Pers. + CHF 30.–) CHF 89.– ibis Rothrist Olten CHF 99.– ibis Winterthur City CHF 86.– ibis Zug Baar CHF 88.– ibis Zürich Messe-Airport CHF 86.– ibis Zürich Adliswil CHF 119.– CHF 99.– ibis Zürich City-West CHF 109.– CHF 99.– ibis Chur ibis Luzern Kriens

1.1. – 31.12. 31.5. – 16.9. 17.9. – 30.5. 1.1. – 31.12. 1.1. – 31.12. 1.1. – 31.12. 1.1. – 31.12. 1.5. – 30.9. 1.10. – 30.4. 1.3. – 31.10. 1.11. – 29.2.

Reservieren in 19 Ländern Europas: www.ibishotel.com und www.accorhotels.com

Mutprobe: An der Stange gehts schneller runter.

Bilder Malu Barben

*


Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

FREIZEIT

89

▼

Nachwuchsprobleme

Der Grund, weshalb überhaupt im Kanton Bern erstmals ein solcher Lehrgang durchgeführt wird, ist der Nachwuchsmangel in den Feuerwehren der meisten der 400 Berner Gemeinden. Im «Ernstfall», etwa bei einem Brand, werden die Halbwüchsigen aber vorerst auch nach ihrer Grundausbildung nicht eingesetzt. Für die GVB gibt der Kurs aber Hoffnung, dass vielerorts die Engpässe bei der Rekrutierung neuer Kräfte behoben werden können. «Das Ziel ist, möglichst viele Jugendfeuerwehrler später in die Ortsfeuerwehren zu übernehmen», sagt Christian Frauchiger.

Wie die Grossen Der «Brückenbauer» hat die beiden zukünftigen Feuerwehrleute Eliane und Simon bei der Berufsfeuerwehr Bern in die noch zu grosse Ausrüstung ihrer grossen Vorbilder gesteckt. Damit posierte Simon mit der so genannten Schnellangriffspistole am Tanklöschfahrzeug. Eliane betätigte sich als Maschinistin. Sie wagte sich sogar an die Stange, die von der ersten Etage in die Garage führt, womit die Feuerwehrleute möglichst rasch ihr Fahrzeug erreichen, damit sie nicht den Umweg über die Treppe nehmen müssen. Als Simon einen Blick in den «Abgrund» warf, wurde es ihm doch etwas mulmig Er verzichtete auf die Abkürzung und nahm dann doch lieber die Treppe. Carl Bieler Mehr Infos: www.jugendfeuerwehrbern.ch www.gvb.ch www.vkf.ch www.swissfire.ch

Schnellangriff: Jugendfeuerwehrler Simon Hugi möchte schon bald Brände löschen.

Bild Malu Barben


93

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

KREUZWORTRÄTSEL

Hauptstadt von SaudiArabien

damit misst man Wassertiefen

▲

▲

▲

▲

▲ ▲

4

▲ ▲

3 ▲

unbestimmter Artikel

▲ ▲

▲

▲

2

es hängt am Baum

ein Hüne aus dem Märchen

▲

▲

Gram, Kummer

hügelartige Sandablagerung

mit der Hand

▲

Anastacias zweite CD hiess «Freak of. . . . . .»

einerlei, nebensächlich

wächst auf Wiesen

▲

▲

▲

▲

▲

Einen Migros-Einkaufsgutschein im Wert von Fr. 500.– gewinnt Carmen Rüttimann, 6026 Rain LU.

1

▲

Rätsel Nr. 19

▲

▲

Lösungswort: KREIS

▲

▲

Getränk

LÖSUNGSWORT:

Lösung Rätsel Nr. 20

1

▲

K B F L E A G O

E L A E N R Z B E E N S A A N R D V A E L N E

Art und Weise des Verhaltens

Ausruf der Geringschätzung

Weltraum

Kind der Tochter

▲

A M A T E U R

flüchtiger Entwurf

5

▲

Strom in Sibirien

Bild Sony

Handlung

Konjunktion

unentschiedenes Spiel

von Bäumen gesäumter Weg

▲

Anastacia besiegte diese Krebsart Begründer der Psychoanalyse (Sigmund)

Abschnitt, Auszug

▲

Anastacia

▲

M P R I E L M I E E S B

starker, instinktiver Drang

▲

(ohne Vorwahl) und sprechen Sie das Lösungswort und Ihre Adresse auf das Band. Der Anruf kostet Sie 1 Franken. ■ Mit Postkarte (A-Post): Brückenbauer-Verlag, Kreuzworträtsel, Postfach, 8957 Spreitenbach ■ Übers Internet: www.brueckenbauer.ch/ kreuzwort.htm ■ Ihr Lösungswort muss bis spätestens Montag, 24. Mai, 18 Uhr, bei uns eingetroffen sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

▲

▲

Wählen Sie 0901 56 06 56

trinken wir vor dem Essen

▲

Einheit der physikalischen Leistung

■ Mit dem Telefon:

Erdklumpen

Wohngemein europäAutoschaft, kurz isches kennzeichen

▲

liebevoll für Grossmutter

Mitmachen!

A B E A T N K A

elektrisch geladenes Teilchen

▲ Ti.. = Schrulle

Ein Migros-Einkaufsgutschein im Wert von 500 Franken.

G A B B E N D

Personalpronomen

▲

weibliche Ziege

Der Preis

O S T L U D E E N T

Doppelvokal

europäische Insel

In diesem Kreuzworträtsel stecken drei Fragen zur Sängerin Anastacia. Wenn Sie alle Fragen richtig beantworten, finden Sie auch das Lösungswort (Buchstaben in den eingekreisten Feldern) und können einen tollen Preis der Migros gewinnen.

S T E N A A G R C H R T R H D E A G E U L K S T O T T E E P A L R I N

▲

▲

Anastacia

Rempeln im von hoher Eishockey Qualität

▲

an ihren dort wurde Enden sitzen Anastacia Räder geboren

RÄTSELN SIE MIT!

2

3

4

5

IMPRESSUM WIR BRÜCKENBAUER Wochenblatt des sozialen Kapitals. Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes. Redaktionsadresse: Postfach 1751, 8031 Zürich, p 01 - 272 30 30, Fax 01 - 277 35 90 Adresse Internet: www.brueckenbauer.ch E-Mail: bb@migros.ch Beglaubigte Auflage: 1'549’788 Exemplare Publizistische Leitung: Monica Glisenti Geschäftsleiter Limmatdruck AG: Jean-Pierre Pfister Leiter Redaktionen/Verlag: Marius Hagger Direktionsassistentin: Françoise Lanz

■ REDAKTION: Marius Hagger (M.H.): Chefredaktor Christian Waefler (C.W.): Stv. Chefredaktor Erika Bedick-Strub (EBS): Leiterin M-Info Paul Peinado: Leiter Layout/Produktion ■ VERLAG (p 01 - 277 36 11): Limmatdruck AG Geschäftsbereich Verlag: Jrene Shirazi, Leitung Geschäftsbereich Anzeigen: Bernt Maulaz, Leitung p 01 - 272 03 00, Fax 01 - 277 35 82 Limmatplatz 6, 8031 Zürich


98

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

BB-INTERVIEW

Hochadel im

HEIRATSFIEBER Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert über die anhaltende Popularität der europäischen Königshäuser. «Brückenbauer»: Herr SeelmannEggebert, Millionen schauen zu, wenn am Wochenende Spaniens Kronprinz Felipe und Letizia Ortiz vor den Traualtar treten. Was macht das Ereignis so attraktiv?

Rolf Seelmann-Eggebert: Die spanische Monarchie ist eine besondere Attraktion, da sie weit gehend skandalfrei geblieben ist. Ein weiterer Grund ist das sehr gute Aussehen des Kronprinzen Felipe. Nicht umsonst galt er als «beliebtester Junggeselle Europas». Wann immer er an der Seite einer schönen Frau gesehen wurde, schossen die Spekulationen ins Kraut. Der spanische Thronfolger heiratet eine Bürgerliche. Letztes Wochenende hat Kronprinz Frederik von Dänemark die Australierin Mary Donaldson geheiratet. Sind Ehen unter Adligen aus der Mode?

Der Trend zu Vermählungen zwischen Adligen und Bürgerlichen ist nicht neu. Schon der schwedische König hat «bürgerlich» geheiratet. Ebenso der damalige Kronprinz – und heutige König – von Norwegen. Das hängt vor allem mit der veränderten Erziehung in den

Traumpaar: Spaniens Prinz Felipe und die smarte Journalistin Letizia Ortiz. Bild Keystone

kommen. Man sollte die Herkunft der Braut aber nicht überbewerten. Hochzeiten sind grundsätzlich ein fröhliches Ereignis. Jeder hält inne, wenn er einem Hochzeitstross begegnet. Und eine Vermählung in Begleitung von Adligen und Staatschefs ist natürlich noch weitaus eindrücklicher. Könige, Prinzen und Fürsten erreichen Beliebtheitsgrade, von denen Politiker nicht zu träumen wagen. Weshalb?

Häusern zusammen. Adlige Kinder werden heute in normale Kindergärten und Schulen geschickt. Während der höheren Ausbildung an Universitäten und Militärschulen sind die Adligen immer mit Bürgerlichen zusammen. Die Wahrscheinlichkeit, durch Zufall auf ein adliges Gegenüber zu treffen, ist sehr klein. Die Prinzen des 21. Jahrhunderts können nicht warten, bis ihnen eine Prinzessin über den Weg läuft. Stört sich das Hofzeremoniell nicht an dieser Entwicklung?

Nein. Es wird schon lange nicht mehr strikt gehandhabt. Königshäuser müssen mit der Zeit gehen. Sie können nicht davon ausgehen, die alten Zöpfe der Vergangenheit zu bewahren und trotzdem als interessant wahrgenommen zu werden. Und mit den Formen haben sich die Inhalte verändert. Zum Glück, sonst wäre das Schicksal der Königshäuser besiegelt. Vor allem Frauen sind begeistert, wenn beim Hochadel die Hochzeitsglocken läuten. Weil heute theoretisch jede Frau Königin werden kann?

Jedes Mädchen wächst mit Märchen auf, in denen Prinzen vor-

In der Tat: Ich kenne kein Königshaus in Europa, das nicht wenigstens von 70 Prozent der Bevölkerung akzeptiert wird. Jede Generation findet in den Monarchien eine Bezugsperson. Genau das macht Erbmonarchien so stark. In Grossbritannien war die Begeisterung für das Königshaus relativ gering – bis Prinz Charles’ Söhne Harry und William eine Rolle zu spielen begannen. Historisch gesehen sind Monarchien aber ein Auslaufmodell. Die Zukunft gehört der Demokratie.

Sie werden doch nicht auf die Idee kommen, Spanien zur Diktatur zu erklären, nur weil es einen König hat? König Juan Carlos hat die Demokratie 1981, als Putschisten das Parlament stürmten, sogar gerettet! Die Sache ist die: Deutschland wie die Schweiz kennen das Amt des Bundespräsidenten. Präsidenten kommen und gehen – die Königinnen, Könige und Fürsten der zehn europäischen Länder bleiben. Da sich die Menschen nach Kontinuität sehnen, sind sie viel bessere Identifikationsfiguren als Politiker. Ausserdem mögen wir es, uns wenigstens medial mit Glanz zu bereichern.

▼

I

m Wonnemonat Mai sind nicht nur Normalsterbliche im Hochzeitsfieber. Auch bei den Blaublütern ist einiges los: ■ Am 24. April trat der niederländische Prinz Johan Friso mit Mabel Wisse Smit vor den Traualtar. ■ Am 14. Mai hat Kronprinz Frederik von Dänemark seine Verlobte, die australische Juristin Mary Donaldson, geheiratet. ■ Dieses Wochenende geben sich Spaniens Thronfolger Felipe und die Journalistin Letizia Ortiz das Ja-Wort. 30 Staatschefs und 40 Königsfamilien werden bei der Prinzenhochzeit in Spanien dabei sein. Und mit ihnen, auf den Strassen und vor dem Bildschirm, verfolgen Millionen von Begeisterten die erste königliche Hoheit in Madrid seit fast 100 Jahren. Die Trauung vom 22. Mai gilt als das grösste gesellschaftliche Ereignis in Europa seit der Hochzeit von Prinz Charles mit Diana Spencer vor 23 Jahren. Im Interview mit dem «Brückenbauer» erklärt der renommierte Adelsexperte und Buchautor Rolf Seelmann-Eggebert, warum Hochzeiten von Blaublütern so sehr faszinieren und Monarchien allen Unkenrufen zum Trotz eine Zukunft haben.

99

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004


101

Brückenbauer 21, 18. Mai 2004

▼

BB-INTERVIEW

Umstrittene Verbindung: Die bürgerliche Mette-Marit und Kronprinz Haakon Magnus von Norwegen.

Und wenn der Lack abblättert?

Die Königshäuser wissen, dass ihre Zeit abläuft, wenn sie nicht das leisten, was die Bevölkerung von ihnen erwartet. Ihr Schicksal hängt von der eigenen Leistungsfähigkeit ab. Früher wurden Monarchien durch Revolutionen abgelöst, heute genügt eine einfache Parlamentsmehrheit.

Bild Sipa/Dukas

Sehr wahrscheinlich ist ein solches Szenario in Europa nicht.

Das Monarchie-Modell entwickelt sich in Europa ständig weiter, darum überlebt es. Das Problem ist die Balance: Die Königshäuser müssen sich weiterentwickeln, dürfen der Gesellschaft mit ihren Anschauungen von Adel aber nicht vorauseilen. Die Heirat zwischen dem norwegischen Kronprinzen Haakon Magnus und der allein erziehenden Mutter Mette-Marit zum Beispiel ging vielen zu weit. Glauben Sie, dass die Thronfolger Europas ihren künftigen Aufgaben gewachsen sind?

Ich kenne keine Menschen, die besser auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet worden sind! Frederik in Dänemark, Felipe in Spanien, Haakon in Norwegen – alle verfügen über exzellente Schul- und Universitätsausbildungen und militärische Laufbahnen. Und sie haben gute Beziehungsnetze. Ihre Frauen hingegen haben kaum Zeit, sich auf ihre Rolle als Prinzessin vorzubereiten.

Spätestens seit dem Fall Diana sind sich die Königshäuser bewusst, wie schwer es ist, in den goldenen Käfig zu schlüpfen. Das wissen

SCHREIBEN SIE UNS

auch die bürgerlich heiratenden Kronprinzen. Darum werden sie sich vermehrt ihren Frauen anpassen. Mary Donaldson und Letizia Ortiz werden nicht im Palast eingeschlossen. Haben Sie eigentlich einen «Lieblingsmonarchen»?

Ich finde alle Königshäuser spannend. Ich bewundere aber den dänischen und den spanischen Kronprinzen. Beide haben sich mit ihrem Wunsch durchgesetzt, eine Bürgerliche zu heiraten. Wären Sie selber gerne adlig?

Braucht Europa noch Königsund Fürstenhäuser? Schreiben oder mailen Sie uns und vergessen Sie Ihren Absender und Ihre Telefonnummer nicht. Unsere Adresse: Redaktion «Brückenbauer», Postfach, 8031 Zürich oder bb@migros.ch

Ich bin zwar fasziniert von Monarchien, selber aber ein glühender Republikaner. Dann würden Sie sich in der Schweiz bestimmt wohl fühlen.

Vielleicht. Die Schweiz gilt als Musterdemokratie. Hinzu kommt ein starkes

Misstrauen gegenüber Obrigkeiten. Trotzdem geniessen Blaublüter hier grosse Sympathien. Wie erklären Sie sich das?

Wie in Deutschland spielt auch in der Schweiz die Vergangenheit im Bewusstsein der Leute keine grosse Rolle. Viele Menschen wissen zum Beispiel nicht, dass

Bayern einen König hatte. Aber man geniesst es, den grauen Alltag hinter sich zu lassen, indem man sich mit dem Hochadel befasst. Und das Beste daran: Die Königshäuser sind keine Luftschlösser à la Hollywood, sondern das wirkliche Leben. Interview Reto Knobel

ZUR PERSON Rolf Seelmann-Eggebert, 67, gilt als bester Adelskenner im deutschsprachigen Raum. Der gebürtige Berliner studierte Soziologie, Völkerrecht und Ethnologie. Er arbeitete für den Norddeutschen Rundfunk (NDR/ARD) als Reporter, Auslands- und Chefkorrespondent sowie als Programmdirektor Fernsehen. In den Achtzigerjahren produzierte er die elfteilige TV-Serie «Königshäu-

ser». Für seine Reihe «Royalty – ein Jahr im englischen Königshaus» bekam er die «Goldene Kamera». Auch dank seiner Bücher «Majesty» (2002), «Europas Königskinder» (1999) und «Europas Königshäuser» (1997). Heute arbeitet Seelmann-Eggebert als Autor und Moderator für die Hamburger Produktionsfirma Seelmannfilm und ehrenamtlich für das Kinderhilfswerk Unicef.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Brückenbauer, 18. Mai 2004 by Migros-Genossenschafts-Bund - Issuu