Schutzgebühr € 3,00 • m-art-magazin.de • Ausgabe 1.2024 • Dezember, Januar, Februar
Blick auf . Bayern . Baden-Württemberg . Sachsen . Thüringen
© Janina Reinhard, „Alte Mainbrücke“, 90 x 60 cm, Collage. Zu sehen in der Fotogalerie Teresita Seib in Würzburg, 25.2.-24.3.24
Kunsthaus Erfurt The Notion of Silence Galerie im Neuen Augusteum, Leipzig Markus Gläser – Figuren, Bilder, Restaurierungen Kunstmuseum Ravensburg Alexej von Jawlensky. Die Kunst ist eine geistige Sprache Kunstvilla im KunstKulturQuartier, Nürnberg Die Malerfamilie Kertz – Eine Stiftung Galerie Kobeia, München Reflection – Jungmin Park Emil Schumacher Museum, Hagen Wilhelm Wessel – Verwandlung als Prinzip Kunsthalle “Talstrasse”, Halle (Saale) Die Kraft der Melancholie – Alexander Camaro und Seelenverwandte
Inhalt Editorial 3 Prien a. Chiemsee
51
Regensburg 52
Blick auf …
Raubling/Pfraundorf 54
Bad Arolsen
4 Rosenheim 54
Bergisch Gladbach
4 Ruhpolding 55
Bottrop 4 Schwabmünchen 55 Darmstadt Otto Mueller
5
4 Schöngeising
56
Hagen 4 Schwabach 56 Frankfurt am Main
5 Schwandorf 56
Halle (Saale)
5 Schweinfurt
57
Hanau 6 Seeshaupt 58 Heppenheim 6 Selb 58 Neu-Isenburg 6 Traunstein 58 Neunkirchen 7 Tutzing 59 Offenbach am Main
7 Waldkraiburg
59
Paderborn 7 Weiden 60 Detlef Coerdt
14
Potsdam 7 Wolfratshausen 60 Recklinghausen 7 Würzburg 60 Rüsselsheim 7 Würzburg/Randersacker 61 Saarbrücken
7 Salzburg 7 Baden-Württemberg Trier 9 Aalen 62 Völklingen 9 Albstadt 62 Weißenfels 9 Burgrieden-Rot 62 Bad Mergentheim München Anna Maria Huth
26
63
Baden-Baden 63
Galerien
10 Fellbach
63
Institutionen
16 Gundelsheim am Neckar
63
Museen
23 Göppingen 64
Kunsträume
25 Heidenheim 64 Karlsruhe 64
Bayern
Konstanz 64 Aschaffenburg 29 Kornwestheim 65 Augsburg 29 Meßkirch 65 Bamberg 29 Pforzheim 65 Bayreuth 29 Ravensburg 66 Klaus Haslinger
36
Burghausen 29 Reutlingen 66 Bernau 30 Riegel a. K. 66 Bernried 30 Schorndorf Coburg 30 Schwäbisch Gmünd
67
67 Dachau 31 Stuttgart 68 Erlangen 32 Tübingen-Hirschau 68 Freising 33 Ulm 69 Friedberg 33 Villingen-Schwenningen 70 Ursula-Maren Fitz
50
Fürstenfeldbruck
34 Waldenbuch Fürth 34 Wangen im Allgäu Garmisch-Partenkirchen 35
70 70
Germering 35 Sachsen
Gersthofen 35 Bautzen 71 Gessertshausen
36 Chemnitz 71
Gröbenzell 36 Dresden 72 Hauzenberg 36 Herrnhut 72 Fritz Köthe
67
Ingolstadt 37 Leipzig 72 Issing 37 Markkleeberg 73 Kochel am See
38 Zittau 73
Kallmünz 38 Zwickau 73 Kaufbeuren 38 39 Thüringen Landshut 39 Apolda 74 Marktoberdorf 40 Arnstadt 74 Landsberg am Lech
Memmingen 40 Eisenach 74 Miesbach 40 Erfurt 74 Deutsches Fotomuseum 73
Mittenwald 41 Greiz 76 Murnau am Staffelsee 41 Jena 77 42 Schleiz 77 Neu-Ulm 43 Weimar 77 Neumarkt i.d.OPf.
Nürnberg 43 Oberammergau 48 Essay Oberstdorf 48 Rudolf Wachter (1923-2011) Bernhard J. Blume
77
Passau 49 Bildhauer 79 Penzberg 50 Pfarrkirchen 50 Impressum Polling bei Weilheim
( 2 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
51
79
Editorial
22 Jahre M:ART – eine Erfolgsgeschichte Wie sollte es heißen? „M“ wie München und „ART“ für Kunst = M:ART! Im September 2001 veröffentlichte die Künstlerin und Galeristin Gudrun Stachowitz ein Faltblatt mit Ausstellungsterminen kleiner Münchner Galerien. Anfangs nur Insidern bekannt, wurde das Blättchen schnell umfangreicher und mauserte sich über die Jahre zum Ausstellungskatalog. Nach sechs Jahren harter Arbeit und dem stetigen Ausbau des Netzwerks gab Gudrun Stachowitz ihre Tätigkeit als freiberufliche Grafikerin auf und widmete sich fortan ausschließlich M:ART. Der Anzeiger legte stetig zu, neben München kamen sukzessive die Rubriken Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen hinzu und in der Rubrik „Blick auf“ Inserenten aus den übrigen Bundesländern und Österreich. Gudrun Stachowitz’ Weg zur Kunst führte sie über ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf nach München, wo sie an der Akademie der Bildenden Künste ihr Diplom in Malerei bei Professor Gerd Winner ablegte. Mit der Eröffnung der Galerie Stachowitz erfüllte sie sich 2001 schließlich einen lang gehegten Wunsch. Nach 86 M:ART-Ausgaben steht nun ihr Entschluss, ein wenig kürzer zu treten und sich neuen Dingen zu widmen. Mit der vorliegenden Nummer 87 übernimmt ein neues Team die Produktion des Anzeigers: Wolfgang Schmidts und Petra Kohler von der Sensit Communication GmbH. Wir wollen die ErDie erste M:ART-Ausgabe folgsgeschichte von M:ART fortschreiben und nahterschien im September 2001 als 4-seitiges Faltblatt. los darauf aufbauen, was Gudrun Stachowitz in 22 Jahren mit so viel Herzblut aufgebaut hat. Wir freuen uns sehr über ihre Zusage, sich noch ein Weile um die Buchungen und die Akquise für M:ART zu kümmern. Außerdem steht sie uns auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Gemeinsam mit Ihnen und allen Kunstschaffenden und Kunstbegeisterten möchten wir M:ART stabil weiterentwickeln. Wir freuen uns über konstruktive Kritik und Anregungen! Bleiben Sie uns gewogen, genießen Sie die Feiertage und kommen Sie gut ins neue Jahr! Petra Kohler
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Rottal-Inn www.sparkasse-rottal-inn.de
Münchener Secession www.muenchenersecession.de
Stadt Pfarrkirchen · Stadtplatz 2 84347 Pfarrkirchen www.pfarrkirchen.de
www.bezirk-niederbayern.de
M:ART ( 3 )
Blick auf ... Bad Arolsen
Christian Daniel Rauch-Museum
Schlossstr. 30, 34454 Bad Arolsen, Tel. 05691-625734 www.museum-bad-arolsen.de Mi-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr und nach Vereinbarung Die Alte Nationalgalerie in Berlin beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen von Kunst des 19. Jahrhunderts. Sie besitzt umfangreiche Skulpturenbestände, aus denen für das Christian Daniel Rauch-Museum in Bad Arolsen eine reiche Auswahl zusammengestellt wurde. Das Museum präsentiert mit Werken des in Arolsen geborenen Bildhauers Christian Daniel Rauch sowie der Künstlerkollegen der Goethezeit die Entwicklung der deutschen und internationalen Skulptur im 19. Jahrhundert. Kooperation des Museums Bad Arolsen mit der Alten National galerie, Staatliche Museen zu Berlin.
Foto: Museum Bad Arolsen
Bergisch Gladbach
Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8, 51465 Bergisch Gladbach, https://villa-zanders.de Di, Fr 14-18 Uhr, Mi, Sa 10-18 Uhr, Do 14-20 Uhr, So und Feiertage 11-18 Uhr Rolf Rose – MALEN SEHEN, bis 3.3.24
Bottrop
Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Anni-Albers-Platz 1, 46236 Bottrop, www.quadrat-bottrop.de Di-Sa 11-17 Uhr, So und Feiertage 10-17 Uhr Kochen Putzen Sorgen. Care-Arbeit in der Kunst seit 1960, bis 3.3.24 Das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop zeigt in Kooperation mit Wissenschaftlerinnen des Kunstgeschichtlichen Instituts der Ruhr-Universität Bochum eine Gruppenausstellung rund um Care-Arbeit.
Darmstadt
Kunsthalle Darmstadt
Steubenplatz 1, 64293 Darmstadt, Tel. 06151-891184 info@kunsthalle-darmstadt.de, www.kunsthalle-darmstadt.de, Mi–So 11-17 Uhr Animalia – Streifzüge von Los Angeles bis Mumbai, bis 7.1.24 35 Künstlerinnen und Künstler aus den beiden Amerikas, Indien, Pakistan und Europa befassen sich mit unserer widersprüchlichen Beziehung zum Tier.
Hagen
Emil Schumacher Museum
Museumsplatz 1, 58095 Hagen Tel. 02331-2073138, www.esmh.de, Di-So 12-18 Uhr WILHELM WESSEL – VERWANDLUNG ALS PRINZIP, bis 17.3.24 Wilhelm Wessel (1904–1971) machte sich im Nachkriegsdeutschland als Künstler mit einer eigenständigen Position einen Namen. Nachdem er 1952 den Vorsitz des Westdeutschen Künstlerbundes übernahm, wurde Wessel auch als Organisator international bedeutender Ausstellungen zu einer wichtigen Figur für die deutsche Kunst nach 1945. So initiierte er 1954 die erste Ausstellung deutscher Künstler nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Ausland – im Stedelijk Museum in Amsterdam. Ein Jahr später ermöglichte Wessel gemeinsam mit dem Kunsthändler René Drouin die große Ausstellung zeitgenössischer, nichtfigurativer Kunst aus Deutschland in Paris. Wessel stellte dabei zusammen mit jungen, damals ebenfalls noch wenig bekannten Künstlern wie Emil Schumacher, Norbert Kricke oder Karl Otto Götz aus.
Wilhelm Wessel, „Rot II“, 1960, Öl auf Leinwand, 180 x 130 cm, Sammlung Roder Iserlohn, Foto: Emil Schumacher Museum/ Joachim Schwingel.
( 4 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Blick auf ... Frankfurt am Main
Schirn Frankfurt
Römerberg, 60311 Frankfurt am Main, www.schirn.de Di, Fr-So 10-19 Uhr, Mi, Do 10-22 Uhr MARUŠA SAGADIN, bis 14.1.24 JOHN AKOMFRAH, bis 28.1.24 LYONEL FEININGER. Retrospektive, bis 18.2.24
Halle (Saale)
Kunsthalle "Talstrasse"
Kunstverein "Talstrasse" e.V., Talstr. 23, 06120 Halle (Saale), Tel. 0345-5507510 info@kunstverein-talstrasse.de, www.kunsthalle-talstrasse.de Mi-Fr 13-18 Uhr, Sa, So, Feiertage 13-17 Uhr Die Kraft der Melancholie – Alexander Camaro und Seelenverwandte, bis 24.2.24 Melancholie ist ein Gemütszustand angesiedelt irgendwo zwischen Traurigkeit und Träumerei. Der Maler Alexander Camaro wurde immer wieder als großer Melancholiker bezeichnet. Im westlichen Nachkriegsstaat verstand man seine gegenstandsbezogenen Bilder als interessante Ausnahme der Zwischenkriegsmoderne und innerhalb des kulturpolitischen Bewertungsschemas der Sowjetischen Besatzungszone fiel Camaro durch das Raster. Dennoch erwarb das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) 1947 Gemälde von ihm. Durch den Erwerb von Werken von Alexander Camaro, Horst Strempel, Werner Heldt, Curt Lahs und Karl Hofer entstand eine Stimmung innerhalb der Sammlung, die das Kunstschaffen in der Saalestadt maßgeblich beeinflusste. Dieser Stimmung geht die Ausstellung nach, indem sie Werke von Camaro Arbeiten ausgewählter Zeitgenossen gegenüberstellt, wobei weder Kategorien der Formalismus-Debatte, Herkunft oder politische Implikationen entscheidend sind, sondern jenes melancholische Kolorit einer zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit schwebenden Malerei.
Alexander Camaro „Beim Standfotograf“, 1946, Öl auf Hartfaser © Alexander und Renata Camaro Stiftung, VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Foto: Eric Tschernow.
Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle (Saale), Tel. 0345-21259-0 www.kunstmuseum-moritzburg.de Mo, Di, Do-So und Feiertage 10-18 Uhr, Mi geschlossen It’s all about collecting … Expressionismus | Museum | Kolonialismus Die Sammlung Horn zu Gast in Halle (Saale) 17.3.-23.6.24 Die Stiftung Rolf Horn aus Schleswig ist zu Gast im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale). Neben gut 140 Werken von Heckel, Kirchner, Mueller, Nolde, SchmidtRottluff, Pechstein, Jawlensky, Barlach und Kollwitz umfasst sie auch Objekte aus nicht-europäischen Kontexten, wie sie ähnlich die Maler der Brücke inspirierten. In Gegenüberstellung zu zwei historischen Sammlungen aus kolonialen Kontexten aus den eigenen Beständen, die nur noch rudimentär im halleschen Kunstmuseum vorhanden sind und erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden, werden deren Ursprung und Funktion sowie der im Laufe der vergangenen 130 Jahre sich wiederholt verändernde museale Umgang mit diesen Objekten kritisch beleuchtet.
Otto Mueller: „Selbstbildnis mit Modell und Maske“, 1921, Lithografie, 38,5 x 28,9 cm, Stiftung Rolf Horn, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
M:ART ( 5 )
Blick auf ... Hanau
Deutsches Goldschmiedehaus Hanau
Altstädter Markt 6, 63450 Hanau, Tel. 06181-256556 gfg-hanau@t-online.de, www.goldschmiedehaus.com, Di-So 11-17 Uhr Wahre Schätze – die Sammlung des Goldschmiedehauses, bis Ende Februar 24 Vor 50 Jahren begann das Goldschmiedehaus mit dem Aufbau einer eigenen Sammlung zu Schmuck und Gerät nach 1945. Als „personal choice“ präsentiert sich ein Querschnitt durch die kostbare und avantgardistische Sammlung des Museums als Statement für Schmuck und Gerät. Broschen im Dialog zwischen Vergangenheit und Avantgarde, bis 31.3.24 Die umfangreiche Privatsammlung zeigt die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und technischen Raffinessen von Broschen des 19. und 20. Jahrhunderts. Ausgewählte Beispiele treten in Dialog mit Ansteckschmuck von ehemaligen Studierenden der Hochschule Trier, Fachrichtung Edelstein und Schmuck in Idar-Oberstein. Silberschmuck aus Nubien. Ein fast verlorenes Kulturgut, bis 25.2.24 Traditioneller Schmuck kommt in Nubien und der Region in den unterschiedlichsten Formen vor: Es gibt Fingerringe, Armreifen- und -bänder für das Handgelenk und für den Oberarm, Ohr- und Nasenringe, Fußreifen und -ketten wie auch Halsketten, an denen oft Silberscheiben hängen. Die hier in der Ausstellung gezeigten Schmuckstücke wurden meist bei Hochzeiten von der Familie an die Braut weitergegeben.
Otto Klein & Co. 1909-2011. Hanau, D. 1970. Fensteremaille, Brillanten, Rubine. Foto: Uwe Dettmar / Julia Obermaier. Brosche „Blühend / ABLOOM“. 2023. Bergkristall, Achat, Gießharz, Pigment, Edelstahl. Foto: Julia Obermaier
Armreifen. Silber. Foto: Wolfgang Mayer
Heppenheim
Museum Heppenheim
Kurmainzer Amtshof, Amtsgasse 5, 64646 Heppenheim, Tel. 06252-69112 www.heppenheim.de, Mi, Do, Sa, So und Feiertag 14-17 Uhr u.n.V. BLICKFANG TATTOOS – rebellisch, kunstvoll, kultig, bis 2.12.23
Neu-Isenburg
Stadtgalerie im Alten Stadthaus
Schulgasse 1, 63263 Neu-Isenburg, Tel. 06102-747415 https://hugenottenhalle.de/weitere-kulturorte/stadtgalerie/ Mo-Do 7-18 Uhr, Fr 7-13 Uhr, Sa 8:30-12:30 Uhr Walter Zimbrich – Arbeiten aus sechs Jahrzehnten Malerei, Druckgrafik, Collagen, Reliefs, Kunstbücher, bis 24.2.24 Walter Zimbrich, gebürtiger Isenburger, war Mitbegründer der Gruppe „Patio“ und Mitorganisator der legendären Galerie Patio. Gelernt hat Zimbrich in der Malschule von Werner Seippel und später im Atelier von Walter Kroe. Trotz seiner Tätigkeit als Lehrer und Schulleiter, war Kunst für ihn stets mehr als beschauliche Beschäftigung. Sie war Lebensinhalt, kritische Auseinandersetzung, ein Ergebnis von Denkprozessen. Zimbrich arbeitete in Holzschnitt, Holzrelief und Malerei, die er häufig zu Collagen verband. Zu seinem 70. Geburtstag würdigte ihn die Stadt Neu-Isenburg 2003 mit einer großen Einzelausstellung und erinnert nun 20 Jahre später erneut mit einer Retrospektive.
Walter Zimbrich, „Kunst am Hemd“, 1967 © Thomas Bedel
KURZ NOTIERT
Walter Zimbrich, „Zinnoberrhombe XXXIII“, 1996 © Thomas Bedel
Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel besteht als Kultureinrichtung von bundesweiter Bedeutung seit 1992. Als weltweit einzige, ausschließlich kulturellen und wissenschaftlichen Maßstäben verpflichtete Institution befasst es sich mit dem Tod in all seinen Facetten. Der Begriff „Sepulkralkultur“ leitet sich vom lateinischen „sepulcrum“ ab und bedeutet Grab, Grabstätte. Der Begriff umfasst alle Erscheinungsformen, die sich im Zusammenhang mit Sterben, Tod, Bestatten, Trauern und Gedenken entwickelt haben: Bestattungs- und Trauerriten und -bräuche, aber auch künstlerische Sichtweisen auf Sterben und Tod. Sterben, Bestatten, Trauern und Gedenken unterliegen seit zwei Jahrzehnten starken Veränderungen in der Praxis und ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Um diese Prozesse zu erforschen, zu kontextualisieren und zu vermitteln, bietet das Museum besondere Möglichkeiten. Museum für Sepulkralkultur, Weinbergstraße 25-27, 34117 Kassel www.sepulkralmuseum.de ( 6 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Blick auf ... Neunkirchen
Städtische Galerie Neunkirchen
Marienstr. 2, 66538 Neunkirchen, Tel. 06821-202480 www.staedtische-galerie-neunkirchen.de Werner Schorr – Struktur und Raum, Malerei, bis 21.1.24
Offenbach am Main
Haus der Stadtgeschichte
Herrnstr. 61, 63065 Offenbach am Main, Tel. 069-8065-2646 Krieg und Frieden – Kunstpreis der Bernd und Gisela Rosenheim-Stiftung bis 18.1.24
Paderborn
Stadtmuseum Paderborn
Am Abdinghof 11, 33098 Paderborn, Tel. 05251-8811247 stadtmuseum@paderborn.de, www.paderborn.de/stadtmuseum Di-So 10-18 Uhr Jörg Gläscher – wood, waves and energy, bis 21.1.24
Potsdam
Museum Barberini
Alter Markt, Humboldtstr. 5-6, 14467 Potsdam, Tel. 0331-236014-499 besucherservice@museum-barberini.de, www.museum-barberini.de Mo, Mi-So 10-19 Uhr Munch. Lebenslandschaft, bis 1.4.24
Das MINSK Kunsthaus in Potsdam
Max-Planck-Str. 17, 14473 Potsdam, Tel. 0331-236014-699 www.dasminsk.de, Mo, Di-So 10-19 Uhr I’ve seen the wall – Louis Armstrong auf der Tour in der DDR 1965, bis 4.2.24 Ausstellung zur legendären Konzerttournee 1965 durch die DDR.
Recklinghausen
Kunsthalle Recklinghausen
Große-Perdekamp-Str. 25-27, 45657 Recklinghausen, Tel. 02361-50-1935 info@kunst-re.de, www.kunsthalle-recklinghausen.de Nächtlich 18-11 Uhr VideoKunstNächte, bis 31.12.23
Rüsselsheim
Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen
Ludwig-Dörfler-Allee 9, 65428 Rüsselsheim, Tel. 06142-835907 www.opelvillen.de, Di-Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr, So 10-18 Uhr Frida Kahlo. Ihre Fotografien, bis 4.2.24
Saarbrücken
Stadtgalerie Saarbrücken
St. Johanner Markt 24, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681-9051842 stadtgalerie@saarbruecken.de, www.stadtgalerie.saarbruecken.de Di, Do-Fr 12-18 Uhr, Mi 14-20 Uhr, Sa/So 11-18 Uhr Erschöpfung – Hannah Mevis, bis 28.1.24 Begehbare Installation, Skulpturen und Videoarbeiten
Salzburg
FOTOHOF
Inge-Morath-Platz 1-3, A-5020 Salzburg, Tel. 0043-(0)662-849296 fotohof@fotohof.at, www.fotohof.at, Di-Fr 15-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr Open Territory mit Arbeiten von Libor Fojtík, Jana Ilkova, Martin Kollar, Ema Lančaričová, Lucia Nimcová, Ivana Palečková und Daniel Šperl, 1.12.23-27.1.24 „Open Territory“ zeigt sieben dokumentarfotografische Positionen, die sich mit verschiedenen Aspekten des Alltagslebens in Tschechien und der Slowakei befassen. Während die Arbeiten in dieser Gruppenausstellung in erster Linie aus Beobachtungen und Dokumentationen der Welt bestehen, lassen sich ihre Stile, Perspektiven und ihr Kern der künstlerischen Tradition des magischen Realismus zuordnen. Eine Tradition, die in der kommunistischen Tschechoslowakei besonders lebendig war, und weiterhin viele dazu inspiriert, in der Beobachtung des Alltags einen realistischen Ansatz beizubehalten, aber gleichzeitig eine surreale Gegenüberstellung von Objekten und Menschen vorzunehmen, die die Grenze zwischen Realität und der Fantasie verwischen lässt.
Daniel Šperl, „Praha“, 2010, aus der Serie Homo Pragensis
M:ART ( 7 )
Blick auf ... FOTOHOF
Inge-Morath-Platz 1-3, A-5020 Salzburg, Tel. 0043-(0)662-849296 fotohof@fotohof.at, www.fotohof.at, Di-Fr 15-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr Peter Dressler – Lokalaugenschein Ausstellung im FOTOHOF>STUDIO, 1.12.23-27.1.24 Wie wenige andere Persönlichkeiten hat Peter Dressler als Künstler, Akademielehrer, Sammler und kritischer Teilnehmer der Kunstszene die österreichische Fotografie seit den 1970er-Jahren mitbeeinflusst. Dresslers Interesse an der Fotografie war seit jeher (kunst)historisch fundiert. Sein frühes Abgehen vom Einzelbildprinzip, die Entwicklung einer eigenen Bildsprache und im Weiteren assoziativer und narrativer Sequenzen – komplex und witzig gleichermaßen –, das Bestehen auf formalen Definitionen – Bildformat, Ausschnitt, Printqualität, Präsentationsform – stehen für eine souveräne künstlerische Haltung im Umgang mit den Möglichkeiten des Mediums. Die aktuelle Ausstellung reflektiert Dresslers lebenslanges Interesse an unseren osteuropäischen Nachbarländern und ihrer Fotografie. In bisher ungezeigten Werkgruppen folgen wir Dressler nach Prag, Bukarest oder Chisinău und erleben seine Sensibilität für den „spirit of the place“, seinen Humor und Sinn für manchmal absurde Komik.
Peter Dressler, „Selbstportrait, Hotel Ambassador“, Bukarest, 2009
FOTOHOF
Inge-Morath-Platz 1-3, A-5020 Salzburg, Tel. 0043-(0)662-849296 fotohof@fotohof.at, www.fotohof.at, Di-Fr 15-19, Sa 11-15 Uhr Kerstin Flake / Benoît Grimbert, 2.2.-30.3.24 Mit dem Ausstellungsprojekt Kerstin Flake / Benoît Grimbert führt der Fotohof zwei internationale Positionen zusammen, deren geistige Verwandtschaft sich wohl erst auf den zweiten Blick zu erkennen gibt. Die Leipziger Künstlerin Kerstin Flake inszeniert als Regisseurin und Bühnenbildnerin in einer Person bizarre Stücke. Während in ihren Bildserien die Gesetze der Physik nur bedingt zu gelten scheinen, gleichen Benoît Grimberts präzise Fotografien einer nahezu archäologischen Untersuchung urbaner Räume. Verbindet der in Paris lebende Künstler seine Bilder mit den Biografien von Jim Morrison und Charles Manson und lässt so zeitliche Schichtungen durcheinandergeraten, geht es Kerstin Flake, neben dem Spiel mit Erwartungshaltungen, um eine Überlagerung von Vergangenem und Gegenwärtigen, um das Verschwinden und Verschieben von Perspektive und Bedeutung.
Benoît Grimbert, „Newport Beach“, aus der Serie „Horse Latitudes“
Museum der Moderne Salzburg
Mönchsberg 32, A-5020 Salzburg, Tel. 0043-(0)662 842220 info@mdmsalzburg.at, www.museumdermoderne.at, Di–So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr Arch of Hysteria. Zwischen Wahnsinn und Ekstase, bis 14.1.24
Museum Kunst der Verlorenen Generation
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock, A-5020 Salzburg, Tel. 0043-(0)662-276231 museum@verlorene-generation.com, www.verlorene-generation.com Di-Sa 10-17 Uhr, feiertags geschlossen, 24.12.23-1.1.24 geschlossen. Beyond Beckmann – Von der Meisterklasse bis zur Sammlung Böhme, bis 28.9.24 ( 8 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Blick auf ... Trier
Kunsthalle Trier
Aachener Str. 63, 54294 Trier, Tel. 0651-89782 info@kunsthalle-trier.de, www.kunsthalle-trier.de Di-Fr 11-18 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr Art Meets Meat, bis 31.12. 23 Veranstaltungsreihe zu 130 Jahre Schlachthof Trier und 30 Jahre Kunsthalle Trier
Stadtmuseum Simeonstift Trier
Simeonstr. 60, an der Porta Nigra, 54290 Trier, Tel. 0651-718-1459 stadtmuseum@trier.de, www.museum-trier.de, Di-So 10-17 Uhr, Mo geschlossen Tell Me More – Bilder erzählen Geschichten, bis 2.6.24 Sagenhafte Abenteuer, persönliche Erinnerungen oder sensationelle Nachrichten – lange bevor der Großteil der Bevölkerung lesen und schreiben konnte, dienten Bilder zum Erzählen von Geschichten. Anhand von 100 Gemälden von der Antike bis heute nimmt das Stadtmuseum die Bildergeschichten aus der eigenen Sammlung unter die Lupe: mal spannend, lustig, dramatisch, romantisch oder geheimnisvoll. Dabei geht es nicht nur um das, was auf den ersten Blick zu sehen ist, sondern auch um die versteckten Botschaften unter der Oberfläche der Malerei. An wen waren die Bilder gerichtet? Was bezweckten die Künstlerinnen und Künstler damit? Und was erzählen sie uns über die Zeiten, in denen sie entstanden sind? Die Ausstellung schärft in einer bilderreichen Gegenwart den Blick für das genaue Hinschauen – mit vielen interaktiven Elementen für Erwachsene und Kinder. Der Audioguide ist optimiert für Menschen mit Sehbehinderung.
Abbildung: Januarius Zick, Atelierszene, 2. Hälfte 18. Jahrhundert © Stadtmuseum Simeonstift Trier
Völklingen
Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Rathausstr. 75-79, 66333 Völklingen, Tel. 06898-9100-100 mail@voelklinger-huette.org, www.voelklinger-huette.org Mo-So 10-18 Uhr, 24., 25. und 31. Dezember geschlossen DER DEUTSCHE FILM – 1895 bis Heute, bis 18.8.24 Noch nie wurde es bislang unternommen, nun ist es Wirklichkeit: Die historische Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte ist kongenialer Schauplatz einer Gesamtschau des deutschen Films von 1895 bis heute. Großleinwände, Monitore und mehr als 350 Exponate vom Drehbuch über Kameras und Kostüme zu Projektoren und Plakaten laden ein zum Durchwandern einer einzigartigen Filmlandschaft, die mit dem Expressionismus und Kino der Weimarer Republik Weltgeltung erreicht hat und Kultur und Geschichte Deutschlands wie kaum ein anderes Medium spiegelt. DER DEUTSCHE FILM ist eine Ausstellung des Weltkulturerbes Völklinger Hütte und der Deutschen Kinemathek Berlin.
© Oliver Dietze/Weltkulturerbe Völklinger Hütte (Lola Montez, Das Mädchen Rosemarie, Uniform aus des Teufels General)
© Hans-Georg Merkel/Weltkulturerbe Völklinger Hütte (Der blaue Engel, Emil und die Detektive, Die Drei von der Tankstelle)
Weißenfels
Museum Weißenfels
Zeitzer Str. 4, 06667 Weißenfels, Tel. 03443-302552, www.weissenfels.de April–September Di-So 10-17 Uhr, Oktober–März Di-So 10-16 Uhr Christina Simon – Druckgrafik, bis 31.3.24 M:ART ( 9 )
München
Galerien
Galerie Anaïs
Sedanstr. 22, 81667 München, Tel. 089-4801020, info@anais-galerie.de www.anais-galerie.de, Mo-Fr 10-12:30 Uhr und 13:30-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr Armin Saub – Bildwege, Bilder und Zeichnungen, bis 12.1.24 Claus Eisenschink – Bilderfolge, Zeichnungen, Malerei, Objekt Eröffnung: Do 25.1.24, 26.1.-29.2.24
Artespace Gallery
Daiserstr. 9, 81371 München, Tel. 0174-9267146, www.artespace.de COLD & HOT Eröffnung: Fr 8.12.23, 18-22 Uhr Sa 9.12.23, 14-20 Uhr, So 10.12.23, 12-18 Uhr Eine Gruppe von Künstlern zeigt kleinformatige Arbeiten mit dem Thema COLD & HOT, bei dem es nicht nur um die Wahl der Farben geht, sondern auch um die doppelte Bedeutung, die diese beiden Wörter haben, wie z. B. Emotionen und Gefühle, die der Künstler mit einem bestimmten Werk oder mit der Wahl eines bestimmten Themas ausdrücken kann.
Galerie arToxin
Donhärl & Düren GbR, Kirchenstr. 23, 81675 München, Tel. 089-89083665 info@artoxin.de, www.artoxin.de, Mi-Fr 13-19 Uhr, Sa 12-18 Uhr u.n.V. 24.12.23-1.1.24 geschlossen, 2.1.-13.1.24 n. Vereinbarung unter 0174-3222843 URBAN ESCAPES 2016/2023 – Fotografien von Michael Nischke Eröffnung: Fr 1.12.23, 18-21 Uhr, 2.12.23-13.1.24 SEBI TRAMONTANA & HERBERT NAUDERER – Zeichnung Eröffnung: 22.2.24, 18-21 Uhr, 23.2.-23.3.24
Autoren Galerie 1
Pündter Platz 6/IV, 80803 München, Tel. 089-395132 info@autorenglerie1-muenchen.de, Do-Fr 13-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr Angelika Böhm-Silberhorn, „Eintauchen / Auftauchen“ Pleinairmalerei 2017-2023, bis 19.12.23 „Hier wird die Fragilität der menschlichen Existenz dargestellt, das Ausgesetztsein an die vier Elemente, die Risikobereitschaft im Sprung, die Vereinigung mit dem Urelement Wasser und das Wiederauftauchen, das einer Wiedergeburt gleicht.“ (Dr. Hajo Düchting)
Angelika Böhm-Silberhorn, „Sprungturm herbstabendlich“, Öl auf Leinwand, 160 x 110 cm
Galerie Renate Bender
Türkenstr. 11, 80333 München, Tel. 089-30728107, office@galerie-bender.de www.galerie-bender.de, Di-Fr 13-17 Uhr, Sa 12-16 Uhr u.n.V. Nur ein Wimpernschlag … 30 Jahre Rosa M Hessling, bis 13.1.24
Galerie Andreas Binder
Knöbelstr. 27, 80538 München, Tel. 089-21939250 info@andreasbinder.de, www.andreasbinder.de, Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr Giovanni Castell – Enigma, bis Ende Januar 24 ( 10 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Galerien
München
Galerie an der Pinakothek der Moderne – Barbara Ruetz
Gabelsbergerstr. 7, 80333 München, Tel. 089-288077-43 office@galerie-ruetz.de, www.galerie-ruetz.de, Instagram: @galerie_ruetz Mo nach Vereinbarung, Di-Sa 12-18, So 12-18 Uhr (nur Besichtigung) u.n.V. Christopher Corso (Malerei) & Georg Loewit (Skulptur), bis 14.1.24 In großformatigen Ölbildern thematisiert Christopher Corso den gesellschaftlichen Wandel. Als Inspiration für seine Gemälde dienen ihm persönliche Eindrücke aus der Großstadt sowie Bildfragmente aus Werbung und Medien. Dabei versteht er es meisterhaft, die Schnelllebigkeit, Anonymisierung und omnipräsente Reizüberflutung, die den urbanen Kosmos prägen, der Isoliertheit des Einzelnen gegenüberzustellen. Den Rücken zu uns gewandt stehen sie uns gegenüber: die Protagonisten Georg Loewits. Ob beim Einkaufen oder Spazierengehen, im Urlaub oder in einem anderen, ganz alltäglich wirkenden Moment – sie verströmen eine Lebendigkeit und überraschen durch ihre große Präsenz. Durch die besondere Gestaltung ihrer Vorderseiten spielt der Künstler dabei auf humorvolle Weise mit den Seherwar tungen der BetrachterInnen. Xiao Hui Wang (Fotografie) & Terence Carr (Skulptur), 18.1.-3.3.24
Christopher Corso, „Far beyond“, 2023, Öl auf Leinwand, 70 x 80 cm
Georg Loewit, „Giardini“, 2021, Bronze mit schwarzer Patina, 60 x 19 x 9 cm, Auflage von 5
Galerie Filser & Gräf
Galeriestr. 6, 80539 München, Tel. 089-25544477 kontakt@filserundgraef.de, www.filserundgraef.de Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 13-17 Uhr und nach Vereinbarung Alle Informationen zum Ausstellungsprogramm finden Sie auf filserundgraef.de „Metamorphosen“ – Christa Filser, Hirofumi Fujiwara, Teresa Riba bis 12.1.24 Kuratiert von Lillian Berger „Von Gestalten zu künden, die in neue Körper verwandelt wurden, treibt mich der Geist.“ So beginnt Ovid seine berühmten Metamorphosen, die seit der Antike bis heute mit ihren Sagen über den Gestaltwandel von Mensch, Tier und Natur, Kunstschaffende inspiriert. Anhand der Werke von Christa Filser, Hirofumi Fujiwara und Teresa Riba wird versucht, die Deutungsmöglichkeiten von Verwandlungen des menschlichen Wesens zu beleuchten. Seit jeher ist das menschliche Abbild ein wichtiger Bestandteil der künstlerischen Auseinandersetzung. Sie konfrontieren uns eindringlich mit unserer, aber auch mit der Existenz des und der Anderen, sowohl im körperlichen wie auch im geistigen Sinne.
Terasa Riba, „Aigua IV“, Bronze Ed. 8, 49 x 14 x 10 cm
Christa Filser, „Aqua-Angelo“, 2023, Zeichnung/Collage, 48 x 33 cm
Hirofumi Fujiwara, „Neutopian“ (into a dream), 2022, Kunststoff, 70 x 24 x 12 cm
GALERIE HEGEMANN
Hackenstr. 5, 80331 München, Tel. 089-76753546 info@galerie-hegemann.de, www.galerie-hegemann.de Di-Fr 11-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr GROSS-ART-IG. Weihnachts- und 12 Jahre-Jubiläumsausstellung Selektive Künstler der Galerie, u.a. Tina Heuter, Michael Pickl, Vitali Safronov, Lola Luk, Marina Sailer, El Bocho, Paul Thierry, bis 27.1.24 M:ART ( 11 )
München
Galerien
Heitsch Gallery
Reichenbachstr. 14, 80469 München, Tel. 089-26949110 info@heitschgalerie.de, www.heitschgallery.com Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 12-18 Uhr Magic Vibes – Kinga Gradowska, Anke Eilergerhard, Antonio Marra, bis 31.12.23
Galerie Michael Heufelder
Gabelsbergerstr. 83, 80333 München, Tel. 089-54320920, mail@galerie-heufelder.de www.galerie-heufelder.de, Mi-Fr 12-20 Uhr, Sa 12-16 Uhr u.n.V. Sabina Sakoh – La fete garlante, bis 20.1.24 Michaela Wühr – Malerei, 25.1.-24.2.24
Galerie Isabella Hund für zeitgenössischen Schmuck
Frauenplatz 13, Eingang Schäfflerstr., 80331 München, Tel. 089-29160717 info@isabella-hund-gallery.de, isabellahundgallery.com Di-Fr 11-14 Uhr und 15-19 Uhr, Sa 11-16/18 Uhr und nach Vereinbarung „CELEBRATE“ 35 Jahre Galerie Isabella Hund, 2.12.23-13.1.24
Galerie Kobeia
Luisenstr. 49, 80333 München, Tel. 089-18921101 info@kobeia.de, www.kobeia.de, Fr 16-19 Uhr, Sa-So u.n.V. „Reflection“ – Jungmin Park Eröffnung: 15.12.23, 18 Uhr, 15.12.23-7.1.24 Mehr Informationen inklusive Öffnungszeiten auf www.kobeia.de In der Ausstellung „Reflection“ zeigt die Künstlerin Jungmin Park ihre Malerei. Ihre Themen sind Wasser, Regen und Wasserspiegelungen. Wasser ist für sie nicht als bestimmendes Element einer Landschaft wichtig, sondern als Form. Wasser ist durchsichtig, aber durch die Wirkung des Lichts entstehen auf seiner Oberfläche oft verschwommene Formen, sodass sich je nach Blickwinkel etwas Neues und oft sehr Abstraktes darstellen kann. Oft versteckt sie Gesichter und Tiere in den Bildern. Die Serie „Wasserspiegelungen“ ist aus Erinnerungen entstanden. Die Orte auf den Bildern sind also keine konkreten Orte, sondern imaginäre Welten in ihrer Erinnerung.
Jungmin Park, „Ausflug III“, 60 x 50 cm, Öl auf Leinwand, 2023
( 12 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Galerien
München
Galerie Wolfgang Jahn
Reichenbachstr. 47-49 Rgb., 80469 München, Tel. 089-297969 www.galeriejahn.com, info@galeriejahn.com, Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr u.n.V. Bernd Zimmer – Blühend. Bilder 2022/23, bis 20.1.24
Galerie Carol Johnssen
Königinstr. 27, 80539 München, Tel. 089-2809923, johnssen@artcarol.de www.artcarol.de, Di-Fr 13-18 Uhr, Sa n. Vereinbarung „Small Sculptures“ – Frank Dornseif, Wasa Marjanov, Georg Thumbach, Josef Wolf, 5.12.23-29.2.24
Kunstraum in der Au
Edlingerstr. 18, 81543 München, Tel. 0172-8229666, info@kunstraum-au.de www.kunstraum-au.de, Do-Sa 16-19 Uhr Annette Blau: Leaf & Light – Malen mit der Kamera Eröffnung: 13.1.24, 18:30 Uhr, 13.1.-15.2.24 Tauchen Sie ein in die Welt der Alvar Aalto Vase, wo Blüten und Blätter in einem Tanz aus Tusche-Tropfen und Wasser spielerisch verschmelzen. Durch die magische Linse der Künstlerin eingefangen und mit extremen Lichtreflexen veredelt, entstehen einzigartige Kunstwerke, die die Grenzen zwischen Fotografie und Malerei verwischen. Erleben Sie die harmonische Verbindung von Fotografie und Raumkunst, wenn diese beeindruckenden Kompositionen auf Stoff übertragen werden. Die Ausstellung präsentiert nicht nur die Schönheit der Natur in ihrer reinsten Form, sondern auch die kreative Fusion von Licht und Farbe, die zu atemberaubenden Kunstwerken führt. Entdecken Sie die Schönheit im Detail und die Kraft der kreativen Imagination. Wir freuen uns darauf, Sie in unserer Galerie willkommen zu heißen!
Galerie Klüser
Georgenstr. 15, 80799 München, Tel. 089-3840810, www.galerieklueser.com Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr Drawing Rooms – Group Exhibition, bis Januar 24
Galerie Scheytt e.K., Schmuck und Kunst
Kaiserstr. 23, 80801 München-Schwabing, www.scheytt-muenchen.de Di-Fr 11-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr In der Adventszeit zusätzlich Mo 11-18 Uhr und Sa 11-18 Uhr geöffnet. Kunst: Abstrakte Malerei von Petra Amtsberg-Hoffmann, bis 13.1.24 „Gern gesehen“ – Malerei, Wolfgang Müller-Jakob, 18.1.-2.3.24 Atmosphärische Schilderungen in abstrahierender Handschrift. Stimmung, Leben, Geheimnis. Schmuck: Reichhaltiges Angebot an Unikaten und Kleinserien von verschiedenen Goldschmiedinnen und Goldschmieden Mitten in Schwabing, nahe der Münchner Freiheit, lohnt stets ein Bummel durch die Galerieräume. Das Angebot an individuellem hochwertig handwerklich gefertigten Schmuck wird ergänzt durch wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Weitere Informationen über die Galerie und zu den jeweils aktuellen Ausstellungen finden Sie auf der Website: www.scheytt-muenchen.de
Wolfgang Müller-Jakob, „Paar“, Acryl auf Leinwand, 20 x 20 cm
Elke Sunder Plaßmann, Armband, Gold 750/-
M:ART ( 13 )
München
Galerien
Galerie Leu
Türkenstr. 30, 80333 München, Tel. 089-29168745 info@galerieleu.de, www.galerieleu.de, Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr Gruppenausstellung: Künstler der Galerie
Galerie Karin Sachs
Augustenstr. 48, 80333 München, Tel. 089-2011250 Galerie.Karin.Sachs@gmx.net, ww.galeriekarinsachs.de Mi-Fr 13-18 Uhr, Sa 13-16 Uhr Michaela Konrad – „System Change Propaganda“, 26.1.-24.2.24
Galerie Rüdiger Schöttle
Amalienstr. 41, Rgb., 80799 München, Tel. 089-333686, info@galerie-schoettle.de www.galerie-ruediger-schoettle.de, Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr Thu Van Tran, 9.12.23-17.2.24
SeelenArt Galerie
Theresienstr. 51, 8033 München, Tel. 089-39292637 oder 0174-1525625 ulrike.ostermayer@kbo.de, www.seelenart-galerie.de Di-Fr 13-18 Uhr, vom 19.12.23-5.1.24 geschlossen Schichtarbeit – Peter Dubina, bis 19.1.24 SeelenART-Salon: 11.1.24, 19 Uhr. Im Gespräch mit Peter Dubina, Musik/Klangkunst von einem Überraschungsgast, Moderation Lisa Hutter Schwahn „Wer bist du?“ ist das Motto der Werkreihe in welcher der Künstler mit Konturen von Köpfen und Figuren – letztendlich durch alle Schichten – dem Menschsein auf den Grund geht.
Peter Dubina
SeelenArt Galerie
Theresienstr. 51, 8033 München, Tel. 089-39292637 oder 0174-1525625 ulrike.ostermayer@kbo.de, www.seelenart-galerie.de, Di-Fr 13-18 Uhr, vom 19.12.23-5.1.24 geschlossen Pavel Gribov und Detlef Coerdt Eröffnung: 30.1.24, 18 Uhr mit Dr. phil. R. Volz. 30.1.-5.4.24 SeelenART-Salon: 14.3.24, 19 Uhr. Künstlergespräch mit Musik/Klangkunst, Moderation Lisa Hutter Schwahn Zu viel ist nicht genug – Die extrem feingliedrigen, dicht gestalteten Ölmalereien Pavel Gribovs lassen den Betrachter in multiple Universen eintauchen, während Detlef Coerdts Kunstwerke an überbordend verzierte und schwarzhumorige Objekte aus ferner Vergangenheit erinnern. Der visuellen Fülle dieser Werke unterliegen Themen, die sehr in die Tiefe der menschlichen Psyche eintreten oder gesellschaftskritisch inspiriert sind.
Pavel Gribov
( 14 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Detlef Coerdt
Galerien
München
Gudrun Spielvogel, Galerie & Edition
Maximilianstr. 45, 80538 München, Tel. 089-21869700, www.spielvogel-galerie.de Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr u.n.V. Kubach & Kropp. Stein – Licht – Klang, Steinskulpturen, ab 9.12.23 Galerie Gudrun Spielvogel: Kunst-Kabinett, Alramstr. 25, 81371 München: Klaus Staudt – Piccolo Palazzo, Objekte und Stelen, bis 31.12.23
Walter Storms Galerie
Schellingstr. 48, 80799 München, Tel. 089-27370162 mail@storms-galerie.de, www.storms-galerie.de, Di-Fr 10-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr Hommage à Günter Fruhtrunk, bis 23.12.23 Beteiligte Künstler:innen: Steven Aalders, Jean-Marc Bustamante, Dadamaino, Ulrich Erben, Beverly Fishman, Günther Förg, Rupprecht Geiger, Raimund Girke, Giorgio Griffa, Gregor Hildebrandt, Gerhard Merz, Gerold Miller, Gary Petersen, Thomas Scheibitz, Sean Scully, Turi Simeti, Helmut Sturm, Günther Uecker Albert Hien, Movimenti Eröffnung: 18.1.24, 18.1.-30.3.24
Galerie Tanit
Reisinger Str. 6 Rgb., 80337 München, Tel. 089-292233 info@galerietanit.com, www.galerietanit.com, Di-Fr 11-18 Uhr URS LÜTHI, bis 22.12.23 Gerhard Merz, 11.1.-17.2.24
Galerie Fenna Wehlau
Amalienstr. 24 und Showroom Amalienstr. 21, 80333 München, Tel. 089-28724485 info@galerie-wehlau.de, www.galerie-wehlau.de Di, Do, Fr 13-18 Uhr, Mi 13-19 Uhr, Sa 13-16 Uhr u.n.V. Light up, Gruppenausstellung Eröffnung: 18.1.24, 19.1.-22.3.24
Galerie Wittenbrink
Türkenstr. 16, 80333 München, Tel. 089-2605580 info@galeriewittenbrink.de, www.galeriewittenbrink.de, Di-Sa 11-18 Uhr Koen Vermeule – Stompin Ground, bis 31.12.23
Studio Gabi Green
Schmuck & Anderes im Westend Gollierstr. 17, 80339 München, gab32lou@gmx.de, Tel. 089-54030254 Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa 11-13 Uhr u.n.V. Dirk Klose – SALE NATURE, Malerei, Schlagmetall, bis 31.1.24 In seinen malerischen Arbeiten verwendet Dirk Klose seit 2008, mit Beginn der anhaltenden Finanz- und gobalen Krise, Goldgrund und seit 2014 Silberaluminium. Die glänzenden Flächen, die für den schönen, aber schnöden, materialistischen Schein stehen, konkurrieren mit Landschaftsausschnitten und Naturfragmenten. Natur versus Kapitalismus, Malerei gegen auftrumpfenden Schimmer: SALE NATURE. Die Landschaftsausschnitte zeigen u. a. gefährdete Naturreservate wie Urwald, aber auch Berglandschaften, z. T. im Kontrast mit Ansichten von Luxushotels für Superreiche („Global nature and luxuary“). Mit den Serien „shattered butterflies“ oder „black earth“ macht Klose auf die Zerstörung der Artenvielfalt und die Bedrohung der verbliebenen Naturreservate aufmerksam, im Sinne des von ihm vertretenen geo-ökologischen Realismus (Manifest „Respect for nature“, in: Dirk Klose – Böse Pracht, München, 2021). www.dirkklose-art.de unter wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_Klose ÜBER DIE WUPPER – Installation von Roland Pollack Eröffnung: Do 7.12.24, ab 16 Uhr, bis 8.12.23-11.1.24 Schmuck: Gabi Green
Dirk Klose, „Shattered butterfly: Großer Schillerfalter“ (dorsal, ventral), Holz, Öl, Acrylsilber, 40 x 40 cm, 2021.
Brosche – Kunststoff, Silber Gabi Green
KURZ NOTIERT
Locus Solus Marienplatz 1, 80331 München, bis 23.1.24 Ein Kunstprojekt der INITIATIVE KUNST MÜNCHEN im Schaufenster 1 in der Donisl Passage, Eingang zur Passage am Marienplatz zwischen Donisl und Café Woerner. Patricia London Ante Paris – Olaf Probst – Michele Bernardi – Barbara Spaett – Afra Dopfer – Milena Dopitová – Pavel Zele©hovsky – Herbert Nauderer – Burkard Blümlein – Michael Hofstetter – Carolina Kreusch – Robert Barta. Den Teilnehmenden Künstler*innen steht jeweils eine Woche lang das Schaufenster 1 in der Donisl Passage zur Verfügung, das uns vom Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München für die Dauer von vier Monaten überlassen wurde. Wir danken außerdem dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Abteilung 1, Kunst im öffentlichen Raum, für finanzielle Unterstützung, M:ART ( 15 )
München
Institutionen
Archiv Geiger
Muttenthalerstr. 26, 81477 München, Tel. 089-72779653 info@archiv-geiger.de, www.archiv-geiger.de Montags, 10-14 Uhr, Morgen Rot, ohne Anmeldung (außer an Feiertagen) Dienstags, 17-20 Uhr, Abend Rot, ohne Anmeldung (außer an Feiertagen) Sa 9.12.23, 11 Uhr, Öffentliche Führung Mi 27.12.23, 15 Uhr, Öffentliche Führung Fr-So 26.-28.1.24, Wochenende rund um Rupprecht Geigers Geburtstag mit Eröffnung der neuen Präsentation und bunten Veranstaltungen für Groß und Klein. Weitere Informationen auf www.archiv-geiger.de Anmeldung zu allen Veranstaltungen über die Online-Buchung der Homepage.
Archiv Geiger, Foto: Oliver Heissner
Archiv Geiger, Pigmentraum, Foto: Naumann
Bayerischer Kunstgewerbeverein
Pacellistr. 6-8, 80333 München, Tel. 089-2901470 info@bayerischer-kunstgewerbeverein.de www.bayerischer-kunstgewerbeverein.de, Mo-Sa 10-18 Uhr Lichtblick – Weihnachtsausstellung Ausgewählte Arbeiten von Mitgliedern des Bayerischen Kunst gewerbevereins bis 13.1.24 Glassjam Heidi Veronika Breit, Olga Golos, Eri Hayashi, Masami Hirohata, Zuzana Kubelkova, Markus Maschmann, Norbert Michno, Anna Riedl, Lotte Schlör Eröffnung: Do 18.1.24, 18 Uhr, 19.1.-17.2.24
Weihnachtsausstellung Mari Ishikawa: Halsschmuck „Borrowed Scenery“, Silber, Aluminium, Kimono-Stoff, Zitronenquarz
Bayerische Staatsbibliothek
Ludwigstr. 16, 80539 München, Tel. 089-28638-2980, www.bsb-ausstellungen.de täglich 8-22 Uhr, an Feiertagen geschlossen, Eintritt frei Max Dudler – Bauen für Bücher, bis 4.2.24 Das Büro Max Dudler und die Bayerische Staatsbibliothek präsentieren im Prachttreppenhaus und Fürstensaal der Bibliothek eine umfangreiche Werkschau, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln dem Schaffen des Architekten Max Dudler im Bereich Bibliotheksbau nähert. Gezeigt werden seine herausragenden Arbeiten wie die Diözesanbibliothek in Münster, das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin, die Stadtbibliothek in Heidenheim und die sich im Bau befindliche Staats- und Stadtbibliothek in Augsburg. Zu sehen sind entsprechende Modelle, Fotografien, Filme, Visualisierungen, Pläne und Wettbewerbsentwürfe in verschiedenen Formaten. Ein wichtiges Augenmerk liegt auf der Vorstellung des Bauprojekts der Staatsund Stadtbibliothek Augsburg, die als eine der zehn regionalen Staatlichen Bibliotheken Bayerns der Bayerischen Staatsbibliothek unmittelbar nachgeordnet ist. #bauenfuerbuecher #bsbmuenchen auf Facebook, Instagram und Youtube
Grimm-Zentrum Berlin
( 16 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
Institutionen
München
Artothek & Bildersaal
Ein Kunstraum der Stadt München, Kunstverleih und Ausstellungsraum Rosental 16, Arkaden, 80331 München, Tel. 089-23269635 www.muenchen.de/artothek, Mi, Fr 14-18 Uhr, Do 14-19:30 Uhr, Sa 9-13 Uhr, Eintritt frei Chaya Nouriani, bis 13.1.24
BlackBox der Alexander Tutsek-Stiftung
Georg-Muche-Str. 4, 80807 München, Tel. 089-55273060, https://atstiftung.de Di-Fr 14-18 Uhr, Do 14-20 Uhr, jeden ersten Samstag im Monat 11-15 Uhr, feiertags geschlossen INDUSTRIAL RHAPSODY, bis 26.1.24 In der aktuellen Ausstellung „Industrial Rhapsody“ in der BlackBox der Alexander Tutsek-Stiftung setzen sich 18 internationale Künstler*innen, darunter Thomas Struth, Cao Fei und auch junge Neuentdeckungen wie Wang Yimo und Jes Fan, mit den Themenbereichen Industrie, Arbeit, Wissenschaft und Forschung auseinander. Dabei nähern sich ihre Fotografien und Skulpturen mit dem Medium Glas auf ganz unterschiedliche Weise dem industriellen Fortschritt als Impulsgeber gesellschaftlicher Entwicklung und erkunden zugleich die kulturellen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen menschlichen Engagements auf unsere Welt. Das Spektrum reicht von sozialkritischer Wahrnehmung bis zur Faszination und dem Staunen über Erfindungen und über die Energien des Menschen, Zukunft zu entwerfen.
Wang Yimo, „Rhapsody on Earth No. 4“, 2021. Archival Inkjet Print, 84,5 x 150 cm © Wang Yimo, courtesy Three Shadows +3 Gallery
Galerie Bezirk Oberbayern
Prinzregentenstr. 14, 80538 München, Tel. 089-2198-39999 www.bezirk-oberbayern.de/Galerie, Mo-Fr 10-19 Uhr, feiertags geschlossen We Are Plants – Werke von Katrin Bittl und Reiner Heidorn, bis 16.2.24 1.12.23, 18 Uhr: Tastführung, 26.1.24, 15-17:30 Uhr: Kreativ-Workshop 6.2.24, 18:30 Uhr: Führung in leicht verständlicher Sprache Eintritt frei, Anmeldung über galerie@bezirk-oberbayern.de Zugang barrierefrei, Ausstellungstext in leichter Sprache und in Braille-Schrift, Ausstellungsvideo in Deutscher Gebärdensprache Pflanzen und Botanik sind der gemeinsame Nenner der Ausstellung von Katrin Bittl und Reiner Heidorn. So verortet die in Dachau lebende Künstlerin Katrin Bittl ihren eigenen Körper in der Pflanzenwelt: „Wenn ich mich selbst als Pflanze betrachte, kann ich mir meinen Platz unter allem, was lebendig ist, zurückerobern. Ich stehe nicht am Rand, an keinem Außen, alles wird eins.“ In ihren Bildern, Performances und Animationen erforscht die Absolventin der Münchner Kunstakademie den eigenen Körper als den einer Frau mit Behinderung. Zum Beispiel in der Arbeit „I am a plant“. Sie zeigt einen Gummibaum auf einer zierlichen Kommode. Zu sehen ist die Künstlerin inmitten von Grün. Die Arbeit ist Teil einer Reihe intimer Selbstporträts, in denen sich Bittl mit gesellschaftlichen Idealbildern und Normvorstellungen auseinandersetzt. Auch in ihrer neuesten Videoarbeit „Harvest“ stellt sie die gesellschaftlichen Zuschreibungen für Menschen mit Behinderung in Frage. Wählt Bittl für ihre hintergründigen Werke gerne die kleine Form – sechs mal acht Zentimeter große Ölbilder, kaum größere Bleistiftzeichnungen – bevorzugt der mit ihr ausstellende Weilheimer Künstler Reiner Heidorn das große Format. Seine energetische, meist monochrome Ölmalerei füllt riesige Leinwände. Sein Markenzeichen ist eine ganz eigene Maltechnik, die er Dissolutio nennt, was Verschwinden bedeutet. Heidorns Malerei ist einerseits inspiriert von Mikroskop-Aufnahmen von Süßwassertropfen, Chlorophyll und Pflanzenzellen. Auf der anderen Seite wirken seine Arbeiten wie große Naturszenerien, obgleich sie keine realen Landschaften zeigen. Seine Bilder haben grundsätzlich keinen Anfang und kein Ende. Und sie stehen für eine Absage an Wirtschaftswachstum und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen.
links: Katrin Bittl, „Me and Tree I“, 2023; Öl auf Holz, 6 x 8 cm (Foto: Katrin Bittl) rechts: Reiner Heidorn, „naturalflow“, 2022, Öl auf Leinwand, 200 x 300 cm (Foto: Reiner Heidorn)
M:ART ( 17 )
München
Institutionen
DG Kunstraum | Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V.
Finkenstr. 4, 80333 München, Tel. 089-282548, info@dg-kunstraum.de www.dg-kunstraum.de, Di-Fr 12-18 Uhr, Feiertage geschlossen, freier Eintritt Anna Heringer. One Planet, One Family, bis 14.12.23
galerieGEDOKmuc
Schleißheimer Str. 61, 80797 München, www.gedok-muc.de, Di-Fr 15-18 Uhr Ausstellung der Bildenden Kunst Veränderungen welcome IV: Julia Bugram, Iris Nölle-Wehn, Pezi Novi, Eileen O’Rourke, Franziska Schrödinger Vernissage: 30.11.23, 19 Uhr, 1.12.-21.12.23 Zusatzöffnungszeiten: Sa 15-18 Uhr anGEDOKt Kooperation zwischen Münchner und Hamburger GEDOK-Künstlerinnen Vernissage: 11.1.24, 12.1.-11.2.24
Galerie Handwerk
Max-Joseph-Str. 4, 80333 München, Tel. 089-5119296 www.hwk-muenchen.de/galerie, Di, Mi, Fr 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Sa 10-13 Uhr Weihnachtsausstellung „Unterwegs im Zauberwald“, 1.12.-30.12.23 40 internationale Künstlerinnen und Künstler haben sich wieder von unserem Thema zu phantasievollen und einzigartigen Arbeiten inspirieren lassen. Im „Zauberwald“ stoßen wir auf riesenhafte Insekten und keramische Baumpilze, fantastische Geschöpfe aus Unterwasserwäldern, expressive Räuchermännchen und viele andere Bewohner. „Der Brand macht die Keramik“ Eröffnung: 11.1.24, 12.1.-10.2.24 Die Eröffnungsausstellung der Galerie Handwerk im neuen Jahr widmet sich thematisch dem Brand in der Keramik und den vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten, die unterschiedliche Brenntechniken mit sich bringen.
Galerie der Künstler*innen
Maximilianstr. 42, 80538 München, Tel. 089-220463 oder -219960-0 www.bbk-muc-obb.de/galerie-der-kuenstler/aktuell Mi, Fr-So 11-18 Uhr, Do 13-20 Uhr, Feiertage geschlossen RELAX / BBK Mitglieder stellen aus 2023 Eröffnung: 7.12.23, 18-22 Uhr, Eintritt frei, 7.12.23-12.1.24 BAYERISCHER KUNSTFÖRDERPREIS / BILDENDE KUNST 2023 Lukas Hoffmann, Jonathan Penca, Gülbin ÜnlÜ, Max Wencelides Eröffnung: 23.1.24, 18-22 Uhr, Eintritt frei, 23.1.-10.3.24
Kunstpavillon – Alter Botanischer Garten am Stachus
Sophienstr. 7 a, 80333 München, Tel. 089-597359, www.kunstpavillon.org 1. November bis 31. März: Di-So 11-17 Uhr Jahresausstellung ver.di Gegenwart, 1.12.-17.12.23 Finissage: 17.12., 16:30 Uhr Ausstellung Verd.i Kulturforum – Förderausstellung ver.di Eröffnung: Do 4.1.24, 18 Uhr, 5.1.-21.1.24 Klasse Pumhösl Eröffnung: Do 1.2.24, 19 Uhr, 2.2.-22.2.24 Finissage: 22.2., 19 Uhr
Galerie im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Alexandrastr. 4, 80538 München, http://www.geodaten.bayern.de Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-14 Uhr Julian Opitz – „Kreaturen und Karikaturen“, bis 26.1.24
Julian Opitz
( 18 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Institutionen
München
Galerie im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Alexandrastr. 4, 80538 München, http://www.geodaten.bayern.de Mo-Do 9-16, Fr 9-14 Uhr Team Schön – „Schönheit ist ein Verbrechen No. 5“, 5.2.-24.5.24
Team Schön
Haus des Deutschen Ostens
Ausstellung
Am Lilienberg 5, 81669 München, Tel. 089-449993-213 poststelle@ hdo.bayern.de, www.hdo.bayern.de, Mo-Fr 10-20 Uhr „Ungehört – die Geschichte der Frauen. Flucht, Vertreibung und Integration“, Teil 2 bis 12.4.24 Unter der Schirmherrschaft von Sylvia Stierstorfer MdL, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene Nach dem II. Weltkrieg mussten Millionen von Haus des Deutschen Ostens Deutschen ihre Heimat im östlichen Europa verlassen. Frauen trugen oft 23. November 2023 bis 12. April 2024 die Hauptlast der Flucht. Montag bis Freitag Vielen fiel es später (werktags) 10 bis 20 Uhr schwer, über das Erlebte zu berichten. Die Ausstellung richtet ihren Blick auf Erfahrungen und Schicksale, Verluste, Erfolge und Leistungen von Frauen während der Flucht, Vertreibung und Integration. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen sechs Zeitzeuginnen aus unterschiedlichen Regionen des östlichen Europa – Flucht, Vertreibung von der Batschka (heute und Integration Serbien) bis Ostpreußen (heute Russland).
Ungehört – die Geschichte der Frauen
Haus des Deutschen Ostens
Am Lilienberg 5 81669 München
www.hdo.bayern.de
Ausstellungsplakat, Volk Agentur + Verlag
Kunstarkaden
Ein Kunstraum der Stadt München, Sparkassenstr. 3, Tel. 089-23323784 Laboratorium zeitgenössischer Kunst, Eintritt frei, Di-Sa 13-19 Uhr arkadenale 2023 – Klassen der Akademie der Bildenden Künste Klasse Bircken / Vogel, 1.12.-9.12.23 Klasse Oehlen – Von hinten durch die Brust ins Auge, 14.12.-22.12.23 Schmuck-Ausstellung – Mari Iwamoto, Zhipeng Wang Eröffnung: 30.1.24, 19 Uhr, 31.1.-9.3.24
Kunstverein München
Galeriestr. 4, 80539 München, Tel. 089-20001133, info@kunstverein-muenchen.de www.kunstverein-muenchen.de, Di-So 12-18, Do 12-21 Uhr Jahresgaben 2023 Eröffnung: Fr 1.12.23, 18 Uhr, 2.12.-10.12.23 Paul Kolling. Nadir, Januar bis April 24 M:ART ( 19 )
München
Institutionen
Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung
Maximilianstr. 53, 80530 München, Infotelefon: 089-21602244 Zutritt mit Onlinetickets: www.versicherungskammer-kulturstiftung.de täglich 9:30-18.45 Uhr, Eintritt frei Abe Frajndlich. Chamäleon, Mitte Dezember 23 bis Ende März 24
Lothringer13 Halle
Ein Kunstraum der Stadt München, Halle für internationale Gegenwartskunst Lothringer Str. 13, 81667 München, Tel. 089-4486961, www.lothringer13.com Di-So 11-19 Uhr, Eintritt frei From Animal to Minimal, 15.12.23-18.2.24 Mit Arbeiten von Judith Adelmann, Rachel Fäth, Sophia Mainka, Hannah Mitterwallner, Jonathan Penca, Maria VMier Kuratiert von Magdalena Wisniowska
Public Art München
Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Abteilung 1 Burgstr. 4, 80331 München, Tel. 089-233-26087 kerstin.moeller@muenchen.de, www.publicartmuenchen.de Silke Wagner: „8. November 1939“ – Georg Elser Denkmal Türkenstr./Ecke Georg-Elser-Platz, 80799 München Die Arbeit „8. November 1939“ von Silke Wagner symbolisiert die Detonation der Bombe des Widerstandskämpfers Georg Elser, mit der er Hitler und das nationalsozialistische Regime stoppen wollte. Sie konzentriert sich auf den Moment, der die Geschichte des 20. Jahrhunderts hätte verändern können. Jeden Abend um 21.20 Uhr, dem Zeitpunkt des missglückten Attentats, leuchten die roten Neon röhren des Kunstwerks auf und lenken die Aufmerksamkeit auf das historische Ereignis. Die kreisförmig angeordneten Elemente bilden den Schriftzug „8. November 1939“ ab und ergeben die abstrakte Darstellung der Explosion. Eine Minute später, um 21.21 Uhr, erlischt das Licht wieder.
Fotos: Presseamt der LH München
Sammlung Café Luitpold im Palmengarten des Cafe Luitpold
Brienner Str. 11, 80333 München, Tel. 089-2425766 cm@luitpoldblock.de, www.luitpoldblock.de Mo-So 10-19 Uhr, Feiertage geschlossen, Eintritt frei Der Münchner Fasching im Werk von Brynolf Wennerberg, bis 14.2.24 Rauschende Faschingsfeste, turbulente Redouten und elegante Bals parés charakterisierten das Münchner Faschingsgeschehen der Prinzregentenzeit. Auch im mondänen Café Luitpold, das bereits kurz nach der Eröffnung im Jahr 1888 zu einem Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in München avanciert war, traf man sich zum Münchner Fasching. In einer Sonderausstellung erinnert die Sammlung Café Luitpold mit Werken des schwedischen Malers Brynolf Wennerberg (1866-1950) an das Faschingsgeschehen und die Künstlerfeste, die sich durch originelle Dekorationen und Kostüme auszeichneten. Die Künstler aus dem Kreis der Satirezeitschrift „Simplicissimus“, zu denen auch Wennerberg gehörte, lieferten dafür aufwendig gestaltete Plakate, Einladungskarten und Postkarten. Brynolf Wennerberg gab in seinen Karnevals- und Zirkusbildern das fröhliche und ausgelassene Faschingstreiben seiner Zeit wieder. Zu seinem besonderen Markenzeichen wurde der von ihm kreierte neue und moderne Frauentyp: selbstbewusst und kess, mit einem Schuss naiv-raffinierter Erotik, immer liebenswürdig lächelnd. Kuratiert von Ute Gladigau und Charlotte Meinardus-Stelzer.
Brynolf Wennerberg, „Simplicissimus“, Karnevals-Nummer, Titelseite 1914 Jg.18
( 20 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Brynolf Wennerberg, „Fasching“, 1935, Tempera/Pappe, Städtische Galerie Rosenheim
Institutionen
München
Rathausgalerie
Ein Kunstraum der Stadt München, Marienplatz 8, 80331 München Tel. 089-23328408, www.muenchen.de/rathausgalerie, Di-So 11-19 Uhr Frank Eydner – Letzte Ausfahrt Europa, 1.12.-13.12.23
Seidlvilla
Nikolaiplatz 1b, 80802 München, Tel. 089-333139, info@seidlvilla.de www.seidlvilla.de, tägl.12-19 Uhr, der Eintritt ist frei Ausstellung: Museums-Menschen und Blaue Balkone Cyanotypien von Alexandra Pikunova und Fotografien von Ulrich Fischer bis 22.12.23 Alexandra Pikunova präsentiert Werke aus der Serie „Der Balkon“, gefertigt in der Cyanotypie-Technik und durch kontrastierende freie Aquarelllinien ergänzt. Die Serie spiegelt die ersten Eindrücke der Künstlerin nach dem Umzug nach München wider. Besonders faszinieren sie dabei die Balkone brutalistischer Gebäude. Pikunova untersucht Balkone sowohl aus der Sicht der architektonischen Typologie als auch ihrer sozialen Rolle. Ursprünglich auf die Balkone Münchens beschränkt, erweiterte sie die Serie um die Balkone des historischen Berliner Hansaviertels und den Balkon des berühmten Hotelturms in Augsburg. Menschen im Museum sind das Thema von Ulrich Fischer. In seinen vorwiegend schwarz/weiß gehaltenen Arbeiten aus den Jahren 2022 und 2023 beobachtet er Museumsgäste im Spannungsfeld von Ausstellungsobjekten und Museumsarchitektur. Die seltene Lichtkonstellation beispielsweise bei „Aphrodite“ in der Glyptothek München tauchen Raum und Objekt in einen anderen Zustand. Es ist die Einladung zu vertieftem Sehen, indem das Museumsobjekt durch Perspektive, Licht und Kontext in einen neuen Zusammenhang gestellt wird.
Alexandra Pikunova
Ulrich Fischer
Seidlvilla
Nikolaiplatz 1b, 80802 München, Tel. 089-333139, info@seidlvilla.de www.seidlvilla.de, tägl.12-19 Uhr, der Eintritt ist frei UNIVERSALFOTOGRAFIE – mit der Lochkamera durch Schwabing Werkschau der Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Seidlvilla Eröffnung: 13.1.24, 18 Uhr, 13.1.-3.2.24 Mit mobilen, selbstgebauten Lochkameras und mit einer großen ebenfalls selbstgebauten Camera Obsucra sowie einer kleinen Küche als Laboraufbau haben Kinder und Jugendliche seit Mai Schwabing untersucht und es dann als Dioramen nachgebaut und abgelichtet. Entwickelt wurden die Fotos in selbst erfundenen Flüssigkeiten wie Potatonol, Weidonol oder Blaubeerolon. In der Werkschau wird eine Auswahl aus dem entstandenen Archiv gezeigt – ganz im Sinne der Suche nach der Frage: Was geschieht, wenn man mit einer Lochkamera die Spuren des Lichts einfängt und festhalten möchte? Welche Bilder entstehen und verändern sie unseren Blick auf die Stadt? Bis zum Ende der Ausstellung lädt der Projektraum in der Kinder- und Jugendkulturwerkstatt an den Freitagen und Samstagen von 14:30 -18:00 Uhr zu weiteren Fotoexperimenten ein. Bitte beachten Sie, dass die Seidlvilla kein ausschließlicher Ausstellungsort ist, sondern vielfältig genutzt wird. Bitte erkundigen Sie sich ggf. vor einem geplanten Besuch, ob die Ausstellung zugänglich ist, Kontakt per Email info@seidlvilla.de oder telefonisch 089-33 31 39. Über kurzfristige Programmänderungen informieren Sie sich bitte auf unserer Homepage www.seidlvilla.de oder unter Telefon 089-333139.
SCHWABING entwickelt Städtisches Atelierhaus am Domagkpark, halle50
Margarete-Schütte-Lihotzky-Str. 30, 80807 München, www.domagkateliers.com „leise“ – Gegenpositionen Ichiru Kikuta und Sandra Zarth, 17.12.-27.12.23
M:ART ( 21 )
München
Institutionen
Üblacker-Häusl
Preysingstr. 58, 81667 München, Mi, Do 17-19 Uhr, Fr, So 10-12 Uhr Iris Nölle-Wehn – „Fremde im Paradies“ Eröffnung: 12.12.23, 19-21 Uhr, 13.12.23-7.1.24 Der Blick auf die zivilisierte Natur, die Spuren menschlicher Eingriffe in Landschaft und Pflanzenwelt, die Merkmale der Auseinandersetzung mit ihr sind Themen der Malerei von Iris Nölle-Wehn. An Kultur- und Nutzlandschaften, Gewächshäusern oder landschaftsarchitektonischen Zusammenhängen untersucht sie das ambivalente Verhältnis des Menschen zur Natur: Gestaltungswille, Begrenzung und Nutzbarmachung auf der einen Seite sowie ästhetische Freude an einer fremdartigen Ursprünglichkeit auf der anderen. Im behutsamen, schichtweisen Aufbauen ihrer Bilder, durch Auf- und Abtragen von Farbe sowie in der Suche nach Transparenz und Licht nähert sich Iris Nölle-Wehn diesem schwebenden Verhältnis.
Iris Nölle-Wehn, „Gewächshaus“, Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm, 2023
Üblacker-Häusl
Preysingstr. 58, 81667 München, Mi, Do 17-19 Uhr, Fr, So 10-12 Uhr Kai Ulrich Liedtke – Magic Minga Eröffnung: 9.1.24, 19-21 Uhr, 10.1.-11.2.24 MAGIC MINGA klingt komplett überzogen – soll doch damit eine gewisse Zwiespältigkeit zum Ausdruck kommen. Als Architekt bietet diese Stadt nicht nur ein Zuhause, sondern auch eine Lebensgrundlage, als Maler eine selbstverständliche Inspirationsquelle. Aber München, ich tu eben auch Gern mit Dir Hadern. Musst ja immer ganz oben stehen, willst permanent geliebt werden. Selbst das Jammern über Dich ist auf höchstem Niveau. 25 Jahre München. Stadtbilder in Öl und Aquarell, in ihrer Alltäglichkeit, ihrer realen Darstellung und traumverlorenen Magie, bieten Raum für Assoziationen, Reflexionen und Erinnerungen.
„Heimweg“, Aquarell, 46 x 61 cm, 2019
„Vorbei“, Öl auf Leinwand, 50 x 50 cm, 2012
Üblacker-Häusl
Preysingstr. 58, 81667 München, Mi, Do 17-19 Uhr, Fr, So 10-12 Uhr Vanessa Luschmann – „Age of Anxiety“ Eröffnung: 13.2.24, 19-21 Uhr, 14.2.-10.3.24 Von der Pandemie zum Krieg in Europa und Nahost, einer Inflation und den immer spürbarer werdenden Auswirkungen des Klimawandels: Angst und Sorge haben sich zum festen Bestandteil des Alltags entwickelt. Dabei sind die potentiellen Bedrohungen für Individuum und Gesellschaft aufgrund des technischen Fortschritts omnipräsent und die Menschen hin- und hergerissen zwischen den durchaus realen Krisen unserer Zeit und dem bewussten Einsatz von Angst als Instrument. In ihrer ersten Solo-Ausstellung setzt die Künstlerin das klassische Medium der Ölmalerei in einen aktuellen Kontext und erschafft hermetische, kontrastreiche Bildkompositionen, die sich mit den Facetten des Phänomens „Angst“ auseinandersetzen.
Vanessa Luschmann, „FOMO“ (Detail), Öl auf Leinwand, 160 x 210 cm
( 22 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Museen
München
Bayerisches Nationalmuseum
Das Schatzhaus an der Eisbachwelle Prinzregentenstr. 3, 80538 München, Tel. 089-21124-01 www.bayerisches-nationalmuseum.de, Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr Straßenmusik. Fahrende Musikanten und ihre Instrumente, bis 7.1.24 Crazy Christmas. Weihnachtskrippe und Zeitgeist, bis 28.1.24 Weihnachtszeit im Bayerischen Nationalmuseum ist Krippenzeit. Die Hauptrolle spielt in diesem Jahr der spektakuläre Bestand an modernen, famos-bunten, teils riesigen, teils winzigen Künstlerkrippen des 20. und 21. Jahrhunderts. Comic trifft auf Kubismus, Pop-Art auf Surrealismus. Ungewohnte Perspektiven und unterhaltsame Gestaltung lassen das Thema Weihnachtskrippe in völlig neuem Licht erscheinen und bieten einen optischen Hochgenuss.
„Pop-Krippe“, Walter Tafelmaier, 1968/69, © Bayerisches National museum, Bastian Krack
Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1, 80538 München, Tel. 089-21127-113 mail@hausderkunst.de www.hausderkunst.de Mo, Mi, Fr, Sa, So 10-20 Uhr, Do 10-22 Uhr, Di geschlossen Archiv Galerie: Archives in Residence. Archiv 451 / Trikont Verlag, bis 18.2.24 Martino Gamper. Sitzung, bis 1.4.24 In anderen Räumen. Environments von Künstlerinnen 1956-1976 / Inside Other Spaces. Environments by Women Artists 1956-1976, bis 10.3.24 WangShui. Toleranzfenster / Window of Tolerance, bis 10.3.24 Meredith Monk. Calling, bis 3.3.24
Jüdisches Museum München
St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München, Tel. 089-233-96096 www.juedisches-museum-muenchen.de, Di-So 10-18 Uhr Stimmen_Orte_Zeiten. Juden in München, Dauerausstellung München Displaced. Der Rest der Geretteten, bis 17.3.24 Tante Olgas Silberleuchter. Eine Münchner Familiengeschichte, bis 17.3.24 Kafkas Schwestern. Eine Installation des Künstlers Sebastian Jung im Foyer des Jüdischen Museums München, ab 18.1.24
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München, Tel. 089-233-22370 www.muenchner-stadtmuseum.de, Di-So 10-18 Uhr, Eintritt frei (K)ein Puppenheim. Alte Rollenspiele und neue Menschenbilder, bis 7.1.24 München Displaced. Heimatlos nach 1945, bis 7.1.24 Nachts. Clubkultur in München, bis 7.1.24 „Nachts. Clubkultur in München“ nimmt die Besucher*innen mit auf einen Streifzug durch die Münchner Nacht. Die Ausstellung beleuchtet die Clubkultur von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart als unverzichtbaren Bestandteil und sozialen Katalysator dieser Stadt und macht sie erlebbar. FORUM 056: Maude Grübel. Jardin d‘essai, bis 7.1.24 Die Serie „Jardin d’essai“ von Maude Grübel entstand zwischen 2009 und 2014 in Algier und Umgebung. Der Titel nimmt Bezug auf den Namen des Botanischen Gartens, der dort 1832 während der französischen Kolonialisierung im Stadtteil Hamma angelegt wurde. Ihre erste Reise in die algerische Hauptstadt unternahm die deutsch-französische Fotografin in Begleitung eines Freundes, der nach Jahren der Abwesenheit in seine Heimat zurückkehrte, sich ihr jedoch nicht länger zugehörig fühlte. Das Gefühl der Entfremdung nimmt Maude Grübel zum Anlass einer fotografischen Annäherung an Algier als unbekanntes Terrain.
Einladungskarte mit Kuvert zu Freddie Mercurys Geburtstagsparty im Hendersons, Müllerstraße, 1985 © Münchner Stadtmuseum
Maude Grübel, ohne Titel, Algier, Algerien, aus der Serie Jardin d’essai, 2014 © Maude Grübel
M:ART ( 23 )
München
Museen
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstr. 8, 80333 München, www.kunsthalle-muc.de täglich 10-20 Uhr MYTHOS SPANIEN. Ignacio Zuloaga (1870–1945), bis 4.2.24
Lenbachhaus
Luisenstr. 33, 80333 München, Tel. 089-233320-00 lenbachhaus@muenchen.de, www.lenbachhaus.de Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Mo geschlossen Der Blaue Reiter, bis 28.1.24 TURNER. Three Horizons, bis 10.3.24 GÜNTER FRUHTRUNK. Die Pariser Jahre (1954–1967), bis 7.4.24 Fragment of an Infinite Discourse. Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus, die Schenkung Jörg Johnen und die KiCo Stiftung, seit Juni 23
Museum Brandhorst
Theresienstr. 35 a, 80333 München, www.museum-brandhorst.de tägl. außer Mo 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr Von Andy Warhol bis Kara Walker. Szenen aus der Sammlung Brandhorst bis 14.7.24 „This Is Me, This Is You. Die Eva Felten Fotosammlung“, bis 7.4.24
Museum Fünf Kontinente
Maximilianstr. 42, 80538 München, Tel. 089-210136-100 www.museum-fuenf-kontinente.de, Di-So 9:30-17:30 Uhr Witches in Exile Fotografien Ann-Christine Woehrl – Installation Senam Okudzeto, bis 5.5.24
Museum Villa Stuck
Prinzregentenstr. 60, 81675 München, Tel. 089-455551-0, www.villastuck.de Di-So 11-18 Uhr. Erster Freitag im Monat Abendöffnung „Friday Late“ mit Führungen und Veranstaltungen bis 22 Uhr, siehe unter www.villastuck.de Anmeldung und Tickets online unter www.villastuck.de Dauerausstellung: Historische Räume mit Altem Atelier und Künstlergarten Sonderausstellung: Kafka: 1924, bis 11.2.24 Anlässlich des 100. Todestages von Franz Kafka (1883-1924) im Juni 2024 verweist das Museum VILLA STUCK in einer groß angelegten Ausstellung mit zeitgenössischen Künstler*innen auf die grenzenlose Aktualität und außerordentliche Wirkmacht des Schriftstellers. Kafkas Werk hat nicht nur Generationen von Literat*innen weltweit geprägt, sondern ist in zahlreiche weitere Bereiche der Kunst eingegangen und Teil des kollektiven Gedächtnisses geworden. In der Ausstellung zu sehen sind Positionen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die sich explizit oder implizit auf Kafka beziehen.
Museum Villa Stuck, Historische Räume Foto: © Jens Weber, München
David Claerbout, „Shadow Piece“, 2005, Filmstill, Courtesy the artist and galleries Rüdiger Schöttle, and Esther Schipper, © VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
Gabelsbergerstr. 35, 80333 München, Tel. 089-28927-630 info@smaek.de, www.smaek.de, Mi-So 10-18 Uhr, Di 10-20 Uhr, Mo geschlossen Sonderausstellung „Operation Finale“, bis 30.4.24 Ein untergetauchter Nazi-Verbrecher, eine geheime Verfolgungsaktion und eine spektakuläre Ergreifung: Die Ausstellung „Operation Finale“ zeigt, wie der israelische Geheimdienst Mossad und der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer 1960 Adolf Eichmann, einen der berüchtigtsten Holocaust-Täter, in Argentinien ausfindig machten, wie seine Entführung nach Israel durchgeführt und ihm schließlich der Prozess gemacht wurde: der erste große Prozess, in dem Opfer des Holocaust vor der Weltöffentlichkeit Zeugnis von den Verbrechen der Nazis ablegten. Die Ausstellung „Operation Finale“ stammt aus den USA und wird von der gemeinnützigen Adolf Rosenberger gGmbH und vom Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst (SMÄK) erstmalig nach Deutschland gebracht.
( 24 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Kunsträume
München
Atelier Wild
Wilbrechtstr. 83, 84177 München-Solln buchbuero-leeb@t-online.de, corina_becker@web.de Eine Ausstellung mit Arbeiten von Anni Rieck (Papierarbeiten), Magdalena Waller (Paintings), Michael Sachsenberg (Landschaften), Basilius Kleinhans (Bronzeplastiken). Vernissage: So 3.12.23, 11 Uhr Ausstellungsdauer: 3.-17.12.23 Öffnungszeiten: Do 17-20 Uhr, Fr-So 15-18 Uhr u.n.V. Finissage: So 17.12.23, 15 Uhr
Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“ / Kunstforum HMP
Temporäre Kunst im öffentlichen Raum der Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“ Hans-Mielich-Platz, 81543 München, Tel. 0175-8008806, www.mehrplatzzumleben.de Seit 2007 betreibt die Bürgerinitiative „Mehr Platz zum Leben“ das Kunstforum HMP, Kunst von Bürger*innen für Bürger*innen. Aktuell „Der Burger“, Plastik von Jakob Wanninger Durch die Bronze möchte der Künstler die Themen Konsum, Überfluss und damit auch die ökologische Verantwortung ansprechen. Aktuell entsteht neue Mosaik-Kunst am Hans-Mielich-Platz. In unserer Zwischennutzung Hebenstreitstr. 2, Ort: weiße Jurte Gemeinsam Chanten, beteiligte Künstlerin Eva Braunreuther Jeden Montag von 19:30-21.45 Uhr, Kontakt: we.are.circling@gmx.de https://mehrplatzzumleben.wordpress.com/aktionen-im-viertel-2 Zur Erinnerung an das stadtteilkulturelle Engagement mit Hannah Oberndorfer
w w w. m e h r p l a t z z u m l e b e n . d e
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Mit freundlicher Unterstützung
Bezirksausschuß 18 Untergiesing/Harlaching
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Die Färberei
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Städt. Sing- und Musikschule
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Haus an der Pistorinistraße
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Kindergarten Kirschbaum e.V.
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Justizausbildungszentrum
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IMMA e.V.
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SPZ Teutoburgerstraße
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Grundschule Agilolfingerplatz
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Besucher*innen beim Selbsthilfetag am Marienplatz
10 Gemeinschaftsplatte Halt 58 11 Mittelschule Cincinnatistraße 12 Frauenkunstwerkstatt e.V. 13 KITA VIlla Verde + Caritas Altenheim St. Franziskus 14 Besucher*innen Hans-Mielich-Platz 15 Comicaze e.V.
pa
paulgrafik@gmx.de ViSdP und Kontakt: Melanie Kieweg, Hans-Mielich-Str.12, 81543 München Tel 089-21088604, mehrplatzzumleben@gmx.de
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ulgra
Aktuell entsteht neue Mosaik-Kunst am Hans-Mielich-Platz
Espace Louis Vuitton
Maximilianstr. 2a, 80539 München, Tel. 089-558938100 info_espace.de@louisvuitton.com, Mo-Fr 12-19 Uhr, Sa 10-19 Uhr, freier Eintritt SARAH MORRIS. AS SLOW AS POSSIBLES, bis 7.1.24 M:ART ( 25 )
München
Kunsträume
Galerie Café Käthe
Gebsattelstr. 34, 81541 München, Tel. 089-12010985, cafekaethe@gmx.de Do-So 10-18 Uhr Anna Maria Huth Farben – Licht, Malerei, bis 23.12.23
„Sommerfrische“, 50 x 70 cm, Öl, 2020
Lobby M1 in der Macherei München
Ecke Berg-am-Laim und Weihenstephaner Str., 81673 München, Tel. 0179-1130025 Munich ART Projects I, info@heike-eiber.de Mo-Fr 8:30-17 Uhr (außer Feiertage) Max Arnheim: Kunst – Teil des Ganzen, bis 4.1.24 Ursprünglich in der Modebranche, hat Max Arnheim Malerei als Autodidakt erlernt. Seine Malerei ist vor allem inspiriert durch Miró, aber auch Paul Klee. An Miró gefalle ihm besonders sein selbstbestimmtes Arbeiten, der Gestaltungswille – ohne Regeln. Leidenschaft und Kreativität zeichnen den Künstler aus. Themen für seine Bilder findet er überall – das Weltgeschehen gibt immer wieder die Möglichkeit aus dem Vollen zu schöpfen und das, was ihn interessiert oder auch bekümmert, in seinen großformatigen Bildern umzusetzen. Seine abstrakten Werke lassen den Betrachtenden Spielraum für Interpretation, nichts wird erklärt – nichts muss erklärt werden. Betrachtende werden in einen Dialog geführt, der das sinnlich Wahrnehmbare anspricht und auf Wirklichkeiten hinweist, die außerhalb seiner Werke bestehen. Die Bilder wirken durch ihre expressiven Farben, eine eigene Formen- und Bildsprache. www.maxarnheim.com
WOKA-FOTO
Metropol Kunstraum
(ehem. Metropol Tankstelle), Georgenstr. 42, 80799 München, Tel 0176-70675153 info@metropolkunstraum.de, www.metropolkunstraum.de Mi 13:30-17:30 Uhr Gotthard Graubner, bis 21.2.24 Werke des deutschen Hauptvertreters der Farbfeldmalerei ( 26 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Kunsträume
München
Mohr-Villa
Situlistr. 75, Hauptgebäude, 80939 München, Freimann (U6) Tel. 089-3243264, www.mohr-villa.de Mo 13-16 Uhr, Do 17-19 Uhr, So 10.12. und 17.12., 14-17 Uhr u.n.V. Szenerien eines Augenblicks, bis 21.1.24 Vernissage: Do 7.12.23, 19 Uhr, mit Jazzigem von Helmut Schink Finissage: So 21.1.24 11-16 Uhr, mit Performance von Sabine Kraemer um 15 Uhr Der Magie des Augenblicks spüren die Künstlerinnen Margarethe Fritz-Herrmann, Adelgund Janik, Frederike Klotz, Mio Kupka, Viola Poschenrieder-Schink und Rosa Quint in dieser Ausstellung nach. In Malerei, Fotografie und Objekten halten sie vergängliche Momente, kurze Begegnungen und Erinnerungsfragmente fest und lassen daraus neue bildnerische Aussagen und Erzählungen entstehen. Dabei nähern sich die Künstlerinnen den Augenblicksszenerien in sehr unterschiedlicher Weise.
SZENERIEN eines AUGENBLICKS
Mohr-Villa
Situlistr. 75, Hauptgebäude, 80939 München, Freimann (U6) Tel. 089-3243264, www.mohr-villa.de Mo 13-16 Uhr, Do 17-19 Uhr, So 10.12. und 17.12., 14-17 Uhr u.n.V. „Hiersein ist schön“ – ein lebensbejahender Titel, der gleichzeitig zeigt, dass wir alle immer im Jetzt verankert sind. Diesen Ansatz verfolgen alle beteiligten Künstlerinnen in ihrer gemeinsamen Ausstellung mit unterschiedlichen Herangehensweisen, Techniken und thematischen Schwerpunktsetzungen. Alle beteiligten Künstlerinnen sind im Großraum Augsburg beheimatet, sind seit etlichen Jahren kunstschaffend tätig und kennen sich über gemeinsame Ausstellungen in unterschiedlichen Formationen bzw. über den BBK.
Orangerie am Englischen Garten
Englischer Garten 1a, 80538 München Welcome Home Maria Vinuesa, Lore Galitz – Bilder, Installationen, Performance 8.-10.12.23, tägl. 14-19 Uhr Vernissage: Do 7.12.23, 18-21 Uhr mit Performance um 18:30 Uhr Finissage: So 10.12., mit Performance um 16 Uhr Erde und Wasser sind Ursprung unserer Existenz, sind unser kostbares Zuhause und unser nährendes Heim. Sie sind kraftvoll wie zerbrechlich, sind kreative Zukunftsvision, verbindender Mythos und Orte der Heilung gleichermaßen. Im Fokus der Bilder von Maria Vinuesa aus ihrer Serie „Tierra madre“ und „Agua madre“, der Erd-Installationen von Lore Galitz und ihrer beider Performance steht die menschliche Existenz, deren Wesen unzertrennlich ist mit der Erde und dem Wasser und dabei in stetigem Wandel begriffen. www.vinuesa.de, www.loregalitz.de
M:ART ( 27 )
München
Kunsträume
Neuhauser Trafo
Nymphenburger Str. 171b, 80634 München, Tram 12 Volkartstr., U1 Rotkreuzplatz Tel. 089-48006-6830, www.mvhs.de/ausstellungen Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa, So 10-17 Uhr, Faschingsferien geschlossen Bjarne Geiges – „LichtSpiel“, Fotografie Eröffnung: Sa 20.1.24, 19-20:30 Uhr, 20.1.-13.3.24 „LichtSpiel“ ist der Titel der Ausstellung mit Fotografien von Bjarne Geiges. Vergnüglich richtet er seinen Blick auf das Spiel von Licht und Schatten, entdeckt dabei die Poesie des Einfachen – Alltäglichen. In das Spiel zwischen Hell und Dunkel mischt sich immer wieder das Spiel des Fotografen, sei es durch surrreale Kompositionen oder durch den Kontext bei der Präsentation. „Es gibt nichts Ernsthafteres, in gewisser Hinsicht Geheimnisvolleres als das Spiel“ (George Steiner). Wahrnehmung und Imagination werden herausgefordert, Unsichtbares kann sichtbar werden. Die Bilder laden zur Muße, zum schmunzelnden und anregenden Schauen ein. Ein Schau-Spiel also – eine Schule des Sehens.
Schwabinger Weihnachtsmarkt
Kunst grenzenlos – KUNST-HAND-WERK von KünstlerInnen aus ganz Deutschland Fr 1.12. bis So 24.12.23, Mo-Fr 12-20:30 Uhr, Sa-So 11-20:30 Uhr www.schwabingerweihnachtsmarkt.de Kunst grenzenlos Auf diesem Weihnachtsmarkt feiert Schwabing seine alte Tradition als einstiges Künstlerviertel. Dabei sind es vor allem die Geschenkideen, die aus dem freien künstlerischen Schaffen heraus entstehen und in Erinnerung bleiben – unsere beste Werbung. Die Grenze zwischen Kunst und Kunsthandwerk wird fließend. Circa 80 Ausstellerinnen und Aussteller bieten ihre – mit Liebe, handwerklichem und künstlerischem Können – kreierten Werke an. Die originelle, gemeinsame Gestaltung des Platzes, kulinarische Köstlichkeiten und das Handwerk formt sich zu einem Gesamtkunstwerk und verbreitet einen besonderen Flair – DER KÜNSTLERISCHE unter Münchens Weihnachtsmärkten.
Fr 1. Dez So 24. Dez 2023
www.schwabingerweihnachtsmarkt.de
KURZ NOTIERT
Die Galerie der Neuen Pinakothek in München ist aus baulichen Gründen für die Öffentlichkeit voraussichtlich bis 2025 geschlossen. Eine Auswahl von Meisterwerken der Kunst des 19. Jahrhunderts wird im Erdgeschoss der Alten Pinakothek (Ostflügel) und in der Sammlung Schack gezeigt. Walter De Maria: Große rote Kugel, 2010 Dauerinstallation im Münchner Kunstareal, Türkentor Türkenstr. 17, 80333 München Di-So, April bis Oktober 11-17 Uhr, November bis März 12-15 Uhr ( 28 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Aschaffenburg
Kirchnerhaus Museum Aschaffenburg
Ludwigstr. 19, 63739 Aschaffenburg, Tel. 06021-5809250 info@kirchnerhaus.de, www.kirchnerhaus.de Di-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr Das Kirchnermuseum Davos zu Gast im Geburtshaus des Künstlers, 17.2.-21.7.24 Werke aus der Sammlung des Davoser Museums – selten präsentierte Graphiken aus Ernst Ludwig Kirchners Brücke–Zeit sowie Gemälde und Aquarelle aus den Schweizer Jahren des Künstlers – widmen sich den Themen „Mensch und Landschaft“. Auch in den Webarbeiten von Luise Gujer nach Entwürfen des Malers, von denen einige erstmals im Kirchnerhaus Museum Aschaffenburg zu sehen sein werden, spiegelt sich diese Thematik wider. In ihrer Farbigkeit und den darin behandelten Motiven stehen die Webarbeiten stellvertretend für Kirchners Lebensraum Davos, wo sie entstanden.
Ernst Ludwig Kirchner, „Stillleben mit Katze und Pfeife“, 1930-1932, Öl auf Leinwand, Kirchner Museum Davos, Schenkung Nachlass Ernst Ludwig Kirchner 1990; Foto: Stephan Bösch
Augsburg
Diözesanmuseum St. Afra
Kornhausgasse 3-5, 86152 Augsburg, Tel. 0821-3166-8833 museum.st.afra@bistum-augsburg.de, www.museum-st-afra.de Di-Sa 10-17 Uhr, So 12-18 Uhr Sonderausstellung: Das Ulrichskreuz. Ereignis + Erinnerung, bis 28.1.24 Ulrichskreuze sind eine Augsburger Spezialität. Die kleinen Wallfahrtsandenken werden seit mindestens vier Jahrhunderten am Grab des heiligen Ulrich ausgegeben. Gläubige schrieben den Kreuzen eine Wirkmacht zu, die sie vor Krankheit und Gefahren des Alltags schützen sollte. Sie halfen bei Unwetter und sogar gegen Rattenplagen. Das Diözesanmuseum präsentiert die weltgrößte Sammlung von über 700 Ulrichs kreuzen in all ihren Facetten. Die atmosphärische, interaktiv aufbereitete Schau ist konsequent von museumspädagogischer Seite heraus gedacht. Sie verknüpft auf spielerische Art unsere Lebenswelt mit den Jubeltagen, Ängsten und Nöten früherer Generationen, von welchen die Kreuzlein berichten. Alle Altersgruppen sind eingeladen, einzutauchen, mitzumachen und die umfangreichen Angebote zu nutzen.
Bamberg
Staatsbibliothek Bamberg
Neue Residenz, Domplatz 8, 96049 Bamberg Tel. 0951-95503-101 www.staatsbibliothek-bamberg.de, Mo-Fr 9-17 Uhr, Sa 9-12 Uhr So und Feiertage sowie 23.12.23-1.1.24 geschl., Eintritt frei farbenfroh und glanzvoll. Buntpapiere aus den Beständen der Staatsbibliothek Bamberg, bis 27.1.24
Bayreuth
Kunstmuseum Bayreuth / Altes Barockrathaus
Maximilianstr. 33, 95444 Bayreuth, info@kunstmuseum-bayreuth.de www.kunstmuseum-bayreuth.de, Di-So 10-17 Uhr Linolschnitt heute!, bis 18.2.24 Das Kunstmuseum Bayreuth zeigt in einer Kooperation mit der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen Linolschnitte der Preisträger aus den letzten 15 Jahren. Sie zeigen wie aktuell der Linolschnitt heute ist.
Burghausen
Liebenweinturm – Künstlergruppe DIE BURG
Burg 18, 84489 Burghausen, Tel. 08677-911134 www.kuenstlergruppe-dieburg.de Mi 18-20, Fr 16-18, Sa 14-18, So 10-12 und 14-18 Uhr Jahresausstellung Künstlergruppe DIE BURG, bis 17.12.23 M:ART ( 29 )
Bayern Bernau
Galerie MarahART
Chiemseestr. 20, 83233 Bernau, Tel. 0172-4864956 kunst@galeriemarah.art, www.galeriemarah.ART Di 14-18 Uhr, Do 10-12 Uhr und 14-18 Uhr, Fr 14-18 Uhr ZWISCHEN DEN JAHREN III, Bilder, Installation, Skulptur, Objekt Monika Stein, Marah Strohmeyer-Haider Matinee: 28.1.24, 11 Uhr Künstlerinnen-Gespräch, 8.2.24, 16 Uhr zum Abschluss Ausstellung: 18.12.23-8.2.24 „Zwischen den Jahren III“ lädt ein zukunftsweisend und zuversichtlich weiter zu gehen – ES IST AN DER ZEIT …
Monika Stein
Marah Strohmeyer-Haider
Bernried
Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1, 82347 Bernried, Tel. 08158-99700 info@buchheimmuseum.de, www.buchheimmuseum.de, Di-So und Feiertage: Apr. bis Okt. 10-18 Uhr, Nov. bis Mär. 10-17 Uhr Leo von König. Liebe, Kunst und Konventionen, 2.12.23-7.4.24 Das Buchheim Museum widmet dem Maler Leo von König (1871-1944) eine große monografische Ausstellung. Leo von König war ein herausragender Vertreter der Berliner Secession und deren langjähriges Vorstandsmitglied. Seit 1943 wohnte er in Tutzing und lernte dort Lothar-Günther Buchheim kennen. Die Freundschaft zur gesamten Familie von König dauerte über viele Jahre. In der Ausstellung werden 48 bislang unbekannte Gemälde zu sehen sein, die 2014 aus dem Nachlass der Eheleute Buchheim ins Museum kamen. Wie die teilweise abgespannten Leinwände in Buchheims Besitz gelangt waren, konnte bisher nicht aufgeklärt werden. Nach Einigung mit den Erben nach Leo und Anna von König befindet sich die Hälfte dieses Konvoluts als Schenkung oder langfristige Leihgabe nach wie vor im Buchheim Museum. Diese Gemälde wurden für die Ausstellung restauriert und wissenschaftlich inventarisiert, um nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden. Ihre Präsentation wird eingewoben in eine umfangreiche Retrospektive mit weiteren Werken des Künstlers aus der Sammlung Buchheim sowie zahlreichen Leihgaben aus privaten Sammlungen und Museen. Neben von Königs hoch geschätzter Porträtkunst spielen dabei auch seine weniger bekannten Landschaften, Tierbilder und mythologischen Motive eine Rolle. Leo von König wird kunsthistorisch als bedeutender Künstler seiner Zeit gewürdigt, aber auch auf der Grundlage aktueller politik- und sozialgeschichtlicher Erkenntnisse betrachtet, denn er erlebte den politischen und gesellschaftlichen Wandel vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis hin zur NS-Herrschaft. Sein Werk spiegelt diese Entwicklung wider. Leo von König, Selbstbildnis mit Staffelei, 1902, Öl auf Leinwand, Museum Georg Schäfer, Schweinfurt.
Coburg
Kunstsammlungen der Veste Coburg
Veste Coburg, 96450 Coburg, Tel. 09561-8790, www.kunstsammlungen-coburg.de Di-So 13-16 Uhr, 1. Januar bis 22. März 24: Di-Fr 13-16 Uhr, Sa, So 11-16 Uhr Keramiken von Wilhelm und Elly Kuch, bis 14.1.24, im Studio „Zur Fröligkeit componirt – Der Coburger Hofkapellmeister Melchior Franck“ 23.2.-6.10.24, Im Studio ( 30 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Dachau
Galerie/Atelier Gabriele Steinlechner
Am Sandberg 6, 85221 Dachau, Tel. 0151-15235124 gabriele-steinlechner@web.de, www.steinlechner-artdesign.de Instagram: steinlechner-artdesign Bilder von Ulrike Stern-Sträter und Gabriele Steinlechner So 10.12. und 17.12.23, 15-18 Uhr ansonsten nach telefonischer Vereinbarung
© Ulrike Stern-Sträter
© Gabriele Steinlechner
Bezirksmuseum Dachau
Augsburger Str. 3, 85221 Dachau, Tel. 08131-5675-0 info@dachauer-galerien-museen.de, www.dachauer-galerien-museen.de Di-Fr 11-17 Uhr, Sa, So und Feiertag 13-17 Uhr Das Brot, Wert und Symbolkraft eines Lebensmittels, bis 28.1.24 Ausgehend von der Herstellung und wirtschaftlichen Bedeutung des Brots beschäftigt sich die Ausstellung mit der religiösen und symbolischen Bedeutung des Backwerks. Bayerische Krippenkunst – Theodor Gämmerler und seine Zeit, bis 28.4.24 Das Bezirksmuseum Dachau würdigt das Werk des „bayerischen Krippenpapstes“ Theodor Gämmerler (1889–1973), der in der Krippenszene seiner Zeit einen herausragenden Platz einnahm. Neben der „Dachauer Heimatkrippe“ zeigt es Teil-Inszenierungen aus umfangreichen Jahreskrippen, Figuren, Kulissen und Ausstattungsteile und beleuchtet den Einfluss des Künstlers auf die Krippen seiner Zeit.
Gemäldegalerie Dachau
Konrad-Adenauer-Str. 3, 85221 Dachau, Tel. 08131-5675-0 info@dachauer-galerien-museen.de, www.dachauer-galerien-museen.de Di-Fr 11-17 Uhr, Sa, So, Feiertag 13-17 Uhr Tervuren. Eine belgische Künstlerkolonie, bis 10.3.24 In dem unweit von Brüssel gelegenen Städtchen Tervuren, dessen „Zonienwald“ viele malerische Motive bot, entstand um 1850 die bedeutendste belgische Künstlerkolonie. Während die erste Malergeneration deutlich von Barbizon beeinflusst war, wird in den Bildern der zweiten Generation ab 1880 der Übergang vom Realismus zum „belgischen Impressionismus“ sichtbar.
Edouard Huberti (1818–1880), „Ein Weg im Wald“, Öl/Lw, Freunde der Schule von Tervuren
Alphonse Asselbergs (1839–1916), „Die Schäferin“, Öl/Lw, Freunde der Schule von Tervuren
Neue Galerie Dachau
Konrad-Adenauer-Str. 20, 85221 Dachau, Tel. 08131-5675-0 info@dachauer-galerien-museen.de, www.dachauer-galerien-museen.de Di-So, Feiertag 13-17 Uhr Mensch – Tier – Maschine. Linolschnitte von Stephanie Marx und Skulpturen von Christian Rösner, bis 17.3.24 Christian Rösner, der seit seiner Kindheit schnitzt, reflektiert in seinen vieldeutigen Skulpturen das hierarchische Machtverhältnis zwischen Mensch und Tier, das er gerne einmal umkehrt. Stephanie Marx brachte ihre Faszination für Technik dazu Maschinen „Leben ein zuhauchen“. Ihre Linolschnitte zeigen durch Tiere belebte skurrile Maschinenwesen, in denen Gegensätzliches eine ungewöhnliche Bindung eingeht. Stephanie Marx, „Cäsurion“, 2016, Linolschnitt
M:ART ( 31 )
Bayern Erlangen
Atelier Kaufmann
Burgbergstr. 57, 91054 Erlangen, Tel. 09131-209190 atelier-kaufmann@t-online.de, www.atelier-kaufmann.com Mi 15-19 Uhr, Fr 15-19 Uhr u.n.V. Jürgen Lietzmann: Collagen, bis 26.1.24 Kraftvolle Farben, verwirrende Räume, beinahe Traumbilder – so begegnen uns Jürgen Lietzmanns Bilder auf den ersten Blick. Seine Collagen konfrontieren uns mit einer Fülle variierender Versatzstücke aus unserer Lebenswirklichkeit. Vertraute, wiedererkannte Räume erweisen sich als Wahrnehmungsfallen, die uns in fremde, surreale Welten entführen. Überraschende Verknüpfungen heterogener Versatzstücke verdichten sich zu hintergründigen, ironischen Zeitkommentaren, die sich durch ihre Vielschichtigkeit einer einfachen Übersetzung entziehen und eher zu einem Vexierspiel werden. Durch sorgsam inszenierte Irritationen lässt uns der Künstler innehalten, lässt uns die Dinge aus der Nähe betrachten, liebgewordene Selbstverständlichkeiten hinterfragen und nach neuen Deutungen suchen. Wir lernen damit, uns unsere Welt stets aufs Neue zu erschließen und neue Möglichkeiten auszuloten, wie wir sie verstehen und gestalten können.
„Mit spitzer Feder“
Kunstpalais
Kulturamt der Stadt Erlangen, Marktplatz 1, 91054 Erlangen Tel. 09131-862735 und 862533, info@kunstpalais.de, www.kunstpalais.de Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-20 Uhr High Five. Die Sammlung in Bewegung, bis 5.5.24 Ad Minoliti. fables of abstraction and fungi, bis 4.2.24 Lewis Hammond Eröffnung: 23.2.24, 19 Uhr, 24.2.-5.5.24 Knallige Farben, geometrische Formen und Plüsch – seit dem 28. Oktober verwandelt Ad Minoliti (*1980, Argentinien) das Kunstpalais in ein unterirdisches Reich voller Pilze, Wurzeln und Waldwesen. Mit einer ortsspezifischen Installation aus Gemälden, Skulpturen und Wandmalerei entführt Minoliti die Besucher*innen in ein alternatives Universum der geometrischen Abstraktion, in dem stereotype Vorstellungen, Klassismus und eingefahrene Sehgewohnheiten infrage gestellt werden. Wie die Pilzgeflechte im Wald gestaltet Minoliti im Kunstpalais einen integrativen und partizipativen Raum, der die Verbundenheit aller Lebewesen anerkennt. Dies wird ergänzt durch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, in dem auch Minolitis Workshop-Reihe „Feminist School of Painting“ in Deutschland Debüt feiert.
Ad Minoliti, „Bird, 2023“, courtesy Peres Projects
KURZ NOTIERT
Ad Minoliti, „Beetle“, 2023, courtesy Peres Projects
Bayerisch-Tschechische Landesausstellung 2023/2024 „Barock! Bayern und Böhmen“ Für die gemeinsame Bayerisch-Tschechische Landesausstellung 2023/24 zeichnen das Haus der Bayerischen Geschichte und das Nationalmuseum Prag ein opulentes Bild jener Epoche. Die Ausstellung wurde von Mai bis Oktober 2023 im Donausaal des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg gezeigt und ab 8. Dezember 2023 bis 8. Mai 2024 wird sie im Nationalmuseum im Herzen Prags präsentiert. www.hdbg.de ( 32 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Freising
galerie 13
Fritz Dettenhofer, Dr.-Karl-Schuster-Str. 15, 85354 Freising Tel. 08161-147813, galerie-13@t-online.de, www.galerie13.net Di-Fr 14-18:30 Uhr, Do 14-20:30 Uhr, Sa 10-13 Uhr u.n.V. Petra Moßhammer – Bam!, bis 23.12.23
galerie 13
Fritz Dettenhofer, Dr.-Karl-Schuster-Str. 15, 85354 Freising Tel. 08161-147813, galerie-13@t-online.de, www.galerie13.net Di-Fr 14-18:30 Uhr, Do 14-20:30 Uhr, Sa 10-13 Uhr u.n.V. Beate Oehmann – Entlang der Linie Eröffnung: 13.1.24, 16 Uhr, 16.1.-2.3.24 Die Einführung spricht Katja Sebald. Zusätzliche Onlinepräsentation. Textiles Schwarz, Seide oder Leinen, ist besonders empfindlich gegenüber den Materialeigenschaften der gestickten Linien. Dies betrifft besonders die fast ausschließlich linear aufgefassten dunklen Tücher, Oehmanns Arbeiten der letzten Jahre. Delfin und Füllhorn stehen seit der Antike für Glück und Wohlergehen. Deren ornamentale Zeichenhaftigkeit erfährt eine leise Beunruhigung durch die Ergänzung: „Schwein gehabt“.
„Ohne Titel (Glückssymbole)“, Stickerei/Baumwolle, 235 x 146 cm, 2021
Friedberg
Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg
Schlossstr. 21, 86316 Friedberg, Tel. 0821-6002-681 www.museum-friedberg.de, Di-So und Feiertage 10-17 Uhr Geschlossen: 24./25.12., 31.12.23, 1.1.24, 13.2.24 ZWISCHEN BAIERN UND SCHWABEN. DAS LECHTAL IM FRÜHEN MITTELALTER 16.12.23-17.3.24 Das frühe Mittelalter gehört zu den spannendsten Kapiteln in der bayerischen Geschichte. Erstmals werden in einer umfassenden Zusammenschau archäologische Funde des 5. bis 8. Jh. aus dem Lechtal präsentiert. Dabei erweist sich diese alte Kulturlandschaft als überaus reiche Quelle archäologischer Kostbarkeiten: exzellent gearbeiteter Goldschmuck, Gürtelschnallen aus Walrosselfenbein oder wertvolles bronzenes Tafelgeschirr dokumentieren neben dem hohen Rang der Handwerkskunst auch weitreichende Beziehungen in ferne Regionen. Das Lechtal gehörte damals zum neu eingerichteten baierischen Herzogtum mit Augsburg als Hauptort und Bischofssitz. Erst Ende des 8. Jh. wurde der Lech zur Grenze zwischen Baiern und Schwaben. Es erscheint ein reich bebilderter Katalog. Informationen zum Rahmenprogramm, Führungen und Symposium am 3.2.24 unter: 0821-6002–681 oder museum@friedberg.de
Frühmittelalterliche Nachprägung einer Goldmünze (Detail), Archäologisches Museum Gablingen, Foto: Norbert Liesz
Beigaben eines frühmittelalterlichen Frauengrabes aus Schwabmünchen, Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Stadtarchäologie, Foto: Yvonne Mühleis
M:ART ( 33 )
Bayern Fürstenfeldbruck
Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 6, 82256 Fürstenfeldbruck, Infotelefon 08141-611313 museum@fuerstenfeldbruck.de, www.museumffb.de Di-Sa 13-17 Uhr, So und Feiertag 11-17 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung Goldene 20er? Die Weimarer Republik in der Provinz, bis 9.6.24 Nach verlorenem Weltkrieg, Revolutionen und Spanischer Grippe erschütterten Hyperinflation und „Hitlerputsch“ die junge Republik in ihren Grundfesten. Der überstandenen Krise folgten wirtschaftlicher Aufschwung und eine unvergleichliche kulturelle Blüte. Die Emanzipation der Frauen, die Entstehung einer konsumorientierten Dienstleistungsgesellschaft und vollkommen neue Ausdrucksformen in Kunst und Literatur prägten die 1920er Jahre. Am Ende standen Börsencrash, politische Lagerbildung und schließlich die „Machtüberlassung“ an die Nationalsozialisten. Wie gestaltete sich die kurze Phase der Weimarer Republik in der Provinz? Wie reagierte eine kleinstädtische Bevölkerung im Schatten der „Hauptstadt der Bewegung“ auf die große Politik?: „Babylon Bruck“ oder verschlafene Provinz?
Lily Koebner-Linke (1891-1980), „Kriegsgewinnler“, 1917 Sparkasse Fürstenfeldbruck
Einladung zum FaschingsFest, 2.2.1929 Archiv des Kunst-Vereins Fürstenfeldbruck/KesterHaeusler-Stiftung
Fürth
Ludwig Erhard Zentrum (LEZ)
Ludwig-Erhard-Str. 6, 90762 Fürth, Tel. 0911-6218080 www.ludwig-erhard-zentrum.de, Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr „Henry – World Influencer No. 1. Die Geschichte der Familie Kissinger aus Fürth“ Bis Mitte 24 Anlässlich des 100. Geburtstags von Henry Kissinger zeichnet die Ausstellung auf rund 120 Quadratmetern den Weg der Familie Kissinger seit Beginn des 20. Jahrhunderts nach. Sie spannt den Bogen von der glücklichen Kindheit der beiden Brüder Henry und Walter in Fürth, über den bitteren Verlust der Heimat im Nationalsozialismus und den Neuanfang in den USA bis hin zu den bemerkenswerten Karrieren der beiden Männer in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sowie der Rückkehr in ihre Heimatstadt. Alltagsgegenstände aus der Familie, Tondokumente, Fotografien, Urkunden erzählen eine fesselnde Geschichte und laden dazu ein, den Menschen, Politiker und Weltdeuter Henry Kissinger von ganz neuen Seiten kennenzulernen und ihn im Zusammenspiel mit seiner engsten Familie zu erleben.
Blick in die Ausstellung © Stiftung Ludwig-Erhard-Haus
KURZ NOTIERT
Museum Schloss Ratibor Im ehemaligen Jagdschloss des Markgrafen von Brandenburg-Ansbach erwartet Sie ein Rundgang durch die Wohn- und Repräsentationsräume der früheren Besitzer, der Industriellenfamilie von Stieber, aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. In zwölf Räumen im zweiten Geschoss werden Zeugnisse zur Geschichte und Kultur der Stadt und des Landkreises Roth in einer Dauerausstellung gezeigt. Hauptstr. 1, 91154 Roth, www.schloss-ratibor.de ( 34 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern kunst galerie fürth
Königsplatz 1, 90762 Fürth, Tel. 0911-974-1690 www.fuerth.de/kunstgaleriefuerth, Mi-Sa 13-18 Uhr, So und Feiertag 11-17 Uhr Kristina Schuldt – Best before date, bis 17.12.23 In ihren oft großformatigen, kraftvollen Bildern zeigt die Leipziger Malerin Kristina Schuldt eine Welt, die durchdrungen ist von Ambivalenzen und Gegensätzen.
Garmisch-Partenkirchen
Museum Aschenbrenner
Loisachstr. 44, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 08821-7303105 mail@museum-aschenbrenner.de, www. museum-aschenbrenner.de Di-So und Feiertage 11-17 Uhr Dauerausstellung: Porzellane, Puppen und Krippen
Museum Werdenfels
Ludwigstr. 47, 82467 Garmisch-Partenkirchen, www.museum-werdenfels.de Di-So 10-17 Uhr „Geh doch zu Momo“ – Michael Ende und sein Märchenroman, bis 7.2.24 Michael Ende ist ein Sohn des Marktes Garmisch-Partenkirchen, 2023 wird sein erfolgreichstes Buch „Momo“ 50 Jahre alt. Der wunderschöne Märchenroman ist mehr als ein Kinderbuch, er ist aktuell, er geht unter die Haut, er ist in vielen Bereichen Realität geworden. Es geht in dieser Ausstellung aber nicht nur um „Momo“ und die vielfältigen und spannenden Facetten des Romans, sondern gleichermaßen um Michael Endes Biographie und das Gesamtwerk. Die Ausstellung will sein Leben und Werk mit Texten, Exponaten, Filmen und einer überraschenden Kunstinstallation zeigen, nahe bringen und dafür begeistern.
Michael Ende, 1986 Foto: Nomi Baumgartl
Michael Ende, Tuschzeichnung Amphitheater © Nachlass Michael Ende
Germering
Galerie Frey
Otto-Wagner-Str. 14, 82110 Germering, info@galerie-frey.de, www.galerie-frey.de Di, Do 15-18 Uhr, jeden 1. Samstag im Monat 11-14 Uhr u.n.V. Sonderausstellung mit den KünsterInnen: Ilse Bormann, Jutta Duschl, Petra Hedwig, Rolf Keipl, Yvonne Klug, Andrea Kreipe, Renate Poller, Paul Raas, Gabriele Rodler. Renate Wegenkittl, bis 24.2.24 Eine Verkaufsausstellung mit umfassendem Einblick in die Werkschau von zehn Künstlern der Galerie Frey KUNST am Samstag: 2.12.23 / 9.12.23 / 16.12.23 jeweils 11-14 Uhr Finissage: 24.2.24, 11 Uhr
Gersthofen
Ballonmuseum Gersthofen
Bahnhofstr. 12, 86368 Gersthofen, Tel. 0821 2491-506 ballonmuseum@gersthofen.de, www.ballonmuseum-gersthofen.de Di, Mi, Fr 13-17 Uhr, Do 10-18 Uhr, Sa/So und Feiertage: 10–17 Uhr Farbenprächtige Ballone am Himmel wecken Emotionen. Denn wer möchte nicht einmal den Traum vom Fliegen verwirklichen? Im Ballonmuseum Gersthofen, dem ersten Ballonmuseum weltweit und einzigem in Deutschland, erfahren kleine und große Besucher, wie der Mensch an den Himmel kam. Der Besucher erlebt eine spannende Reise durch die Geschichte und Technik der Ballonfahrt, erfährt von Pionierleistungen und spektakulären Rekorden – lebendig präsentiert anhand von Originalen, Videostationen und begehbaren Modellen. Wer es wagt, kann sogar in einen freischwebenden Ballonkorb steigen. Audioguide in drei Sprachen für Erwachsene, eigener Audioguide für Kinder. Kinderführungen mit Experimenten im museumseigenen Labor.
Fotos: Frauke Wichmann
M:ART ( 35 )
Bayern Gessertshausen
Museum Oberschönenfeld
86459 Gessertshausen, Tel. 08238-3001-0 mos@bezirk-schwaben.de, www.mos.bezirk-schwaben.de Di–So und Feiertage 10–17 Uhr Die Kunst des Sammelns – 20 Jahre Schwäbische Galerie Bis 14.1.24 (Schwäbische Galerie) Anlässlich ihres Jubiläums zeigt die Schwäbische Galerie eine repräsentative Auswahl der umfangreichen Kunstsammlung des Museums. 24 Fragen zu Weihnachten Bis 28.1.24 (Volkskundemuseum) 24 Fragen rund um Bräuche, Familientraditionen und Geschichten zur Weihnachtszeit: Von „Wer bringt die Geschenke?“ bis „Weihnachtsgans oder Würstchen mit Kartoffelsalat?“ Keramik trifft Wüstenlandschaft. Hartmut Pfeuffer und Jochen Rüth 28.1.-7.4.24 (Schwäbische Galerie) Keramikarbeiten von Jochen Rüth und fast fotorealistisch gemalte Wüstenlandschaften von Hartmut Pfeuffer gehen einen spannenden Dialog ein.
24 Fragen. Foto: Uta-Felicitas Werner
Die Schwäbische Galerie. Foto: Roland Seichter
Gröbenzell
Galerie im Bürgerhaus
Rathausstr. 1, 82194 Gröbenzell Di und Do 16-19 Uhr, Fr 10-12 Uhr und 16-18 Uhr Sa 15-18 Uhr, So 11-13 Uhr und 15-18 Uhr Klaus Haslinger – „HakArt“ Eröffnung: Fr 26.1.24, 19:30 Uhr, 27.1.-11.2.24 In der Einzelausstellung „HakArt“ zeigt der Künstler Klaus Haslinger neue Gemälde und Skulpturen. In seinen abstrakten Werken verwendet Hak eine eigene Bildsprache, die durch die symbolischen Inhalte von Farben und auf das jeweilige Thema eingehende Formen ihren Ausdruck findet. Spontane oder sich entwickelnde aktuelle Themen sind die Basis für eine vielfältige Ausführung der Werke. Die angewandten Techniken richten sich nach den Inhalten der Bilder und Plastiken und fordern den Betrachter zu neuen Interpretationen heraus.
ww Klaus Haslinger, „Das Segment“
Hauzenberg
Kunstprojekte Sigrun C. M. Leyerseder
Grubweg 3, 94051 Hauzenberg, Tel. 08586-979805 Besuch nach Vereinbarung kind of blue, verlängert bis 24, Grubweg 3, 94051 Hauzenberg Manuel Rumpf, Malerei, bis 31.1.24, zu den Praxiszeiten Praxis Dr. Omar Adjan – dr. Jakob Göttl – Dr. Karlheinz Göttl, Spitalhofstr. 94, 94032 Passau ( 36 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Ingolstadt
BBK Oberbayern Nord und Ingolstadt
Oberer Graben 55, 85049 Ingolstadt, Tel. 0841-9312754 info@bbk-ingolstadt.de, www.bbk-ingolstadt.de, Do-So 11-18 Uhr Kunststücke – Christine Fuchs, 13.1.-4.2.24 DruckKunst 2024, 24.2.-17.3.24
Museum für Konkrete Kunst
Tränktorstr. 6-8, 85049 Ingolstadt, www.mkk-ingolstadt.de, Di-So 10-17 Uhr Martin Creed – I don’t know what art is, bis 3.3.24 Martin Creed (*1968, Wakefield/GB) zählt zu den erfolgreichsten Kunstschaffenden unserer Zeit. Seine Werke sind in den bedeutendsten Museumssammlungen der Welt vertreten. 2001 wurde ihm in der Tate Britain der Turner-Prize verliehen, der renommierteste Kunstpreis Großbritanniens. Mit der kommenden Ausstellung ist es dem MKK gelungen, ihn seit Langem wieder mit einer großen Museumspräsentation in Deutschland zu würdigen. Martin Creed, der mit seinen Arbeiten immer auch auf die architektonischen Gegebenheiten reagiert, verwirklicht im Museumsgebäude eine ungeahnte immersive Ausstellung. Die Arbeiten des Briten sind spielerisch bis ernst. Teils wirken sie konzeptuell und der Minimal Art nahestehend, dann überraschen sie wieder, weil sie sich nicht in ein Korsett zwängen lassen. Der Künstler unterwirft sich keiner klaren Richtung. Er bleibt stets fragend, und mit seinen Arbeiten lotet er Räume, Ideen und Materialien aus.
Martin Creed
21. 10. 23 — 3. 3. 24
I don’t know what art is Martin Creed · Work No. 218 · A sheet of paper crumpled into a ball · 1999 © Martin Creed. All Rights Reserved, DACS 2023
Portrait of Martin Creed, Photo: Hugo Glendinning, © Martin Creed. All Rights Reserved, VG BildKunst, Bonn 2023
Marieluise-Fleißer-Haus
Kupferstr. 18, 85049 Ingolstadt, Tel. 0841-305-1885 oder -1832 fleisserhaus@ingolstadt.de, Di-Fr 9-12 Uhr, Sa und So 10-16 Uhr, Mo geschlossen Marieluise Fleißer: Schlaglichter und Schlagschatten, bis 9.6.24 Schlaglichter und Schlagschatten fallen beginnend mit der Erstveröffentlichung einer Fleißer-Erzählung 1923 auf fünf weitere in Dekaden aufeinanderfolgende Jahre des Fleißerschen Mikro- und Makrokosmos. Höhen und Tiefen im Leben und Arbeiten, Ereignisse in der Heimatstadt sowie weltweite Akzente in Literatur und Film, dazu bahnbrechende technische Errungenschaften beeinflussten Marieluise Fleißer als Kind ihrer Zeit.
Issing
Galerie Josephski-Neukum
Wessobrunner Str. 5, 86946 Issing, Tel. 08194-999075, galerie-jn@t-online.de www.galerie-josephski-neukum.de, Sa, So, 14-18 Uhr Karl Bohrmann – Zeichnungen und Collagen, bis 17.12.23, 6.1.-28.1.24 „Bevor ich eine Zeichnung beginne, spüre ich sie, ich sehe sie weniger, ich spüre den Raum und die Stelle, darin die Figur sich befindet. Auch während des Zeichnens sehe ich kaum, ich spüre es mehr. An welcher Stelle im Raum des Papier blattes sich etwas befindet, ist so aufregend, ebenso wo nichts ist. ...“ Aus Notizen 1972-1986.
Karl Bohrmann, „Dampfer und Rote Figur“, 1995
M:ART ( 37 )
Bayern Kochel am See
Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10, 82431 Kochel am See, www.franz-marc-museum.de Di-So, Feiertage, April bis Oktober 10-18 Uhr, November bis März 10-17 Uhr Norbert Kricke. Versuch über die Schwerelosigkeit, bis 10.3.24
Kallmünz
KUNSTRAUM Atelier Wigg
Bertholzhofener Schlösschen, Ludwig Bäuml, Vilsgasse 24, 93183 Kallmünz Tel. 0170-2853115, info@kunstraum-atelier-wigg.de, kunstraum-atelier-wigg.de „Der Fund“ – Geschichte einer Entdeckung Eröffnung: So 10.12.23, 14 Uhr 10.12.23-28.1.24, 14-17 Uhr und nach Vereinbarung Dezember 23: 14.-17., 21.-23., 27.-31. Januar 24 jeweils Sa/So: 6./7., 13./14., 20./21., 27./28. Kallmünz. Die rund 1000 Jahre alte Geschichte der Markgemeinde Kallmünz muss nach dieser Entdeckung zwar nicht neu umgeschrieben werden, aber es kommen einige Details hinzu. Im Marktteil „Innerer Markt“ am Fuße des Burgberges wurden verschiedene handgeschmiedete Objekte und Relikte aus längst vergangenen Zeiten gefunden. Anhand der gefundenen Frag mente und Objekte entfaltet sich eine spannende Geschichte. Zur Ausstellung erscheint ein Buch.
Kaufbeuren
Kunsthaus Kaufbeuren
Spitaltor 2, 87600 Kaufbeuren, Tel. 08341-8644 mail@kunsthaus-kaufbeuren.de, www.kunsthaus-kaufbeuren.de Di-So und feiertags 10-17 Uhr, Mo geschlossen UNREAL – Jenseits der Realität, Sven Drühl und René Wirths, 15.12.23-14.4.24 Die Ausstellung vereinigt zwei malerische Positionen, die beide vermeintlich auf der Idee des Realismus basieren. Sven Drühl, 1968 in Nassau geboren, malt scheinbar realistische Landschaftsgemälde; René Wirths, 1967 in Waldbröl geboren, malt – so zunächst die Anmutung – alltägliche Gegenstände in fotorealistischer Manier. Bei genauerer Betrachtung stellt sich dies jedoch schnell als Fehlinterpretation heraus. In den teils bis ins Monumentale gesteigerten Motiven von Wirths geht es vielmehr um eine abstrahierende Übersetzung des Seh-Eindrucks und Sven Drühls Landschaften basieren auf virtuellen, am Computer generierten Motiven aus dem Kontext der Gaming-Industrie.
Sven Drühl, „S.D.N.N. III“, 2017, Lack auf Leinwand, Privatsammlung, Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2023
René Wirths, „Bulb“, 2020, Öl auf Leinwand, Galerie Michael Haas, Berlin
Mediadaten
www.m-art-magazin.de/mediadaten ( 38 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Landsberg am Lech
Zedergalerie
Galerieverein Landsberg am Lech e.V., Zederpassage Hauptplatz 155, 86899 Landsberg am Lech, Tel. 08191-989787 info@galerieverein.de, www.galerieverein.de Mi 11-14 Uhr, Fr 14-17 Uhr, Sa 12-15 Uhr u.n.V. Die Ausstellung kann auch an jedem Tag (außer So) bis 21 Uhr beim Besuch der Zederpassage durch die Glasfassade der Galerieräume besichtigt werden. „SCHÖNER SCHEIN“ – Elisabeth Mehrl, bis 6.1.24 Die Bildmotive von Elisabeth Mehrl sind überdimensional große Schmuckstücke. Die in einem aufwändigen Malprozess gefertigten Schmuckobjekte – häufig Perlenketten – erscheinen verlockend präsent und verheißen eine eigene Welt von Schönheit und Reichtum, von Verführung und Begehren. Konsequent inszeniert Mehrl in ihrer Malerei gerade das Moment des auratischen Aufgeladenseins, indem sie ihre Bildgegenstände jedes konkreten Kontextes entkleidet und sie ohne alles erzählerische Beiwerk präsentiert. Dabei geht es Elisabeth Mehrl nicht um Koketterie mit dem schönen Schein. Vielmehr inszeniert sie eindringliche Stimmungslagen, evoziert ein breites Spektrum von Empfindungen, die jeder vermeintlichen Eindeutigkeit überlegen sind. Mehrls – auf den ersten Blick eindeutige, gegenständliche – Malerei ist vielschichtig und reflektierend. Ihre Bilder tendieren zu einer Autonomie, die stets die Zeitlosigkeit des Schönen für den Moment der Betrachtung erleben lassen.
Landshut
Kunstverein Landshut e.V.
Galerie: Herrngasse 375, 84028 Landshut, www.kunstverein-landshut.de Do-So 14-17 Uhr 53. Jahresausstellung der Mitglieder in der Großen Rathausgalerie, bis 10.12.23 Alle Abbildungen sind von TeilnehmerInnen der Jahresausstellung der Mitglieder. Jörg Bachinger, Leo Schötz – Skulptur, Malerei Eröffnung: 12.1.24. 19:30 Uhr, 13.1.- 4.2.24
Renato Rill, „Planet Balance“, 2022, kinetisches Objekt aus Libellen von Wasserwaagen
Lisa Endriß, „Die alltäglichen akrobatischen Übungen“, 2023, Acryl /Öl auf Leinwand, 120cm x 100cm
Heiliggeistkirche Landshut
Heilig-Geist-Gasse 394, 84028 Landshut, Tel. 0871-9223890 www.heiliggeistkirche-landshut.de, Di-So 10-17 Uhr, Eintritt frei Danner-Preis. Ausgezeichnetes Kunsthandwerk, bis 7.1.24 KURZ NOTIERT
Die Dauerausstellung im Herkomer Museum würdigt Hubert von Herkomer (1849-1914) als vielseitig begabten Künstler, der sich mit Leichtigkeit zwischen Malerei, Theater und Film bewegte: „A Man of Many Parts“ / „Ein Mann mit vielen Talenten“. Höhepunkt des Ausstellungsrundgangs ist der Besuch des Mutterturms, Herkomers Sommerresidenz. Das Denkmal des Historismus inmitten des romantischen Landschaftsparks bietet dem Besucher die einmalige Verbindung von Kunst und Natur. Ein Ausflugsziel für Touristen und alle, die im Herkomer Café mit Außenterrasse den Blick auf den Lech genießen wollen. Herkomer Museum, Von-Kühlmann-Str. 2, 86899 Landsberg am Lech www.herkomer.de Mai bis Oktober: Di-So 13-18 Uhr, November bis April: Sa, So 12-17 Uhr M:ART ( 39 )
Bayern Marktoberdorf
Künstlerhaus Marktoberdorf
Museum für zeitgenössische Kunst Kemptener Str. 5, 87616 Marktoberdorf Tel. 08342-918337, www.kuenstlerhaus-marktoberdorf.de Di-Fr 15-18 Uhr, Sa/So 14-18 Uhr 45. Ostallgäuer Kunstausstellung 2023, bis 7.1.24 Die jährlich stattfindende Kunstausstellung der Stadt Marktoberdorf genießt nicht nur regional einen besonderen Stellenwert und hohes Ansehen. Künstlerinnen und Künstler aus Bayerisch Schwaben erhalten die Möglichkeit, sich einem größeren Publikum in einem musealen Rahmen vorzustellen. Eine besondere Rolle spielt die Auseinandersetzung mit der einzigartigen Architektur des Künstlerhauses. Im Zusammenspiel mit dem Gebäude entfaltet Kunst eine sehr individuelle, ortsspezifische, manchmal überraschende Intensität und bildet ganz neue, ungewohnte Spannungsfelder. Für diese namhafte und bedeutende Auswahl an zeitgenössischer bildender Kunst wurden auch in diesem Jahr von einer hochkarätig besetzten Jury drei Kunstpreise ausgelobt: Der Johann-Georg-Fischer-Kunstpreis der Stadt Marktoberdorf (3.000 Euro), der Sonderpreis der Franz Schmid Stiftung (2.500 Euro) sowie der Familie Paul Breitkopf-Preis (2.000 Euro).
Vincent Göhlich, „ERWA.ONE“, Erwachen Foto: Vincent Göhlich
Henriette Macalik, „Linienführung I“ Foto: Henriette Macalik
Memmingen
MEWO Kunsthalle
Bahnhofstr. 1, 87700 Memmingen, Tel. 08331-850-771 info@mewo-kunsthalle.de, mewo-kunsthalle.de Di-So und an Feiertagen 11-17 Uhr Montag (außer an Feiertagen), Heiligabend und Silvester geschlossen FERNWEH – Exotismus und kulturelle Annäherung, bis 4.2.24 mit Sonia Boyce, Jérôme Chazeix, Ming Lu und Carlos Monroy feat. Patrick Schmid. Traditionen des „Exotischen“ und die Begeisterung für das „Fremde“. Der historischen Raumgestaltung stellt die Ausstellung Werke zeitgenössischer Künstler*innen gegenüber, die das Thema aus unterschiedlichen geopolitischen und postkolonialen Perspektiven bearbeiten. Amadeus Certa: Dreams of Lore, bis 25.2.24 Malereien und Zeichnungen zeigen Figuratives und Abstraktes, fantastische Wesen und ausdrucksstarke Charaktere.
Miesbach
Kunstgalerie im Kulturzentrum Waitzinger Keller Miesbach
Schlierseer Str. 16, 83714 Miesbach, Tel. 08025-7000-0 info@waitzinger-keller.de, www.waitzinger-keller.de Mo-Fr 9-13 Uhr, Do 14-16 Uhr und bei Veranstaltungen, Eintritt frei Thomas Griesbeck und Chrissi Obwexer: „Auf den zweiten Blick“, 19.1.-9.2.24 Mit der Magie und der Kraft der Fotografie von JACKSCORNER werden in dem Projekt Menschen mit körperlicher Behinderung ins Rampenlicht gerückt. Über 1 ½ Jahre Vorbereitung haben Projektleiterin Chrissi Obwexer und Fotograf & Projektleiter Thomas Griesbeck alias „Jack“ für diese Ausstellung benötigt. Das Ziel von „Auf den zweiten Blick“ ist, die verborgenen Facetten von Menschen mit körperlichen Einschränkungen auf beeindruckende und noch nie gesehene Weise zu fotografieren. Die Bilder inspirieren, sie bewegen und sie regen zum Nachdenken an. Das Projekt ist ein Aufruf zur Offenheit, regt zum Umdenken an, soll den Fokus auf die Fülle an Schönheit und Potential richten, die sich hinter dem äußeren Erscheinungsbild verbirgt.
Thomas Griesbeck
( 40 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Kunstgalerie im Kulturzentrum Waitzinger Keller Miesbach
Schlierseer Str. 16, 83714 Miesbach, Tel. 08025-7000-0 info@waitzinger-keller.de, www.waitzinger-keller.de Mo-Fr 9-13 Uhr, Do 14-16 Uhr und bei Veranstaltungen, Eintritt frei Manfred Lehner: „Venedig – Gesichter einer Stadt“, 22.2.-31.3.24 Wenn auch tausende Touristen täglich Richtung Markusplatz strömen, begegnet man zwei Seitenstraßen daneben immer noch der beschaulichen Ruhe der Venezianer und der ganz besonderen Atmosphäre ihrer Stadt. Man muss nur Herz und Augen öffnen ... und Zeit mitbringen, um einzutauchen in das ganz normale Leben. Ein Friseur wartet auf Kundschaft, ein Junge füttert im ehemaligen Ghetto die Tauben, ein Liebespaar küsst sich im abgelegenen Park, und die einfache Bar für den täglichen Espresso gibt es auch noch. Manfred Lehner fängt mit der Kamera in subtilen Bildern, schwarz-weiß und in Farbe, nicht nur das Portrait der Stadt ein, sondern auch ihre Seele. Das, was sie ausmacht! Venedig – die Serenissima ganz nah am Leben.
Manfred Lehner
Mittenwald
Geigenbaumuseum Mittenwald
Ballenhausgasse 3, 82481 Mittenwald, Tel. 08823-2511 www.geigenbaumuseum-mittenwald.de Di-So 10-17 Uhr (Hauptsaison), 11-16 Uhr (Nebensaison), Mo geschlossen Ein Himmel voller Geigen. Die Geige zwischen Kunst und Kitsch. 14.12.23-28.4.24 Die Geige zwischen Kunst und Kitsch – Meißner Porzellan neben einem geigenden Pumuckl! Aus der kuriosen Vielfalt der über 1.500 Objekte umfassenden Privatsammlung von Ursula Billig-Klafke, einer leidenschaftlichen Sammlerin und passionierten Geigerin, gehe die „Liebe zur Form der Geige“ hervor. Der große Wiedererkennungswert der Geigenform erkläre die Faszination für das ästhetisch anmutende Streichinstrument und verweist damit auf die erfolgreiche Kommerzialisierung zwischen Kunst und Kitsch. Die meist industriell gefertigte Massenware steht somit in einem spannungsreichen Verhältnis zu den kunsthandwerklich hochwertig gefertigten historischen Unikaten der Dauerausstellung. Ein begehbarer „Himmel voller Geigen“ macht den Besuch der Sonderausstellung zu einem einzigartigen Erlebnis.
Salz- und Pfefferstreuer in Geigenform
Collage aus Tüchern mit Geigen
Murnau am Staffelsee
Münter-Haus
Kottmüllerallee 6, 82418 Murnau am Staffelsee www.muenter-stiftung.de, täglich außer montags 14-17 Uhr Zu Gast bei Gabriele Münter. 32 Gemälde und Fotografien spiegeln die große Bandbreite der Kreativität Münters wider.
Die aktuelle Ausgabe digital lesen kostenlos als E-Paper mit direkten Links zu Ihren Websites: www.m-art-magazin.de M:ART ( 41 )
Bayern Schloßmuseum Murnau
Schloßhof 2-5, 82418 Murnau am Staffelsee, Tel. 08841-476-207 schlossmuseum@murnau.de, www.schlossmuseum-murnau.de Di-So 10-17 Uhr, Mo geschlossen, an Feiertagen geöffnet Verkürzte Öffnungszeiten im Dezember: 13-17 Uhr 24.12. und 31.12. geschlossen DER BLAUE REITER – EINE HOMMAGE Die KK-Stiftung Murnau im Schloßmuseum Murnau Mit bislang knapp 100 Sonderausstellungen und zahlreichen Forschungsprojekten – vor allem zur Klassischen Moderne und zu Gabriele Münter – hat sich das Museum in den vergangenen drei Jahrzehnten einen internationalen Ruf erarbeitet. Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum 2023 durfte sich das Museum nun über eine großzügige Dauerleihgabe der Blaue-Reiter-Kunstsammlung der KK-Stiftung Murnau freuen. Diese Werke von höchster Qualität aus dem Kreis der Künstler um Gabriele Münter und Wassily Kandinsky werden nun in Murnau, der Wiege des Blauen Reiters und der Wahlheimat von Gabriele Münter, auf Dauer einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach den Neupräsentationen der Abteilungen „Gabriele Münter – Expressionismus“; „Malerei des 19. Jahrhunderts“ und „James Loeb. Sammler und Mäzen“ wird ab dem 16. Dezember 2023 auch die Neukonzeption der Abteilung Ortsgeschichte auf zwei Etagen zu sehen sein.
Alexej von Jawlensky, „Violetter Turban“, 1911, Öl auf Karton, Foto: Nikolaus Steglich, Starnberg, Dauerleihgabe der KK-Stiftung Murnau im Schloßmuseum Murnau
Neumarkt i.d.OPf.
Museum Lothar Fischer
Weiherstr. 7a, 92318 Neumarkt i.d.OPf., Tel. 09181-510348 www.museum-lothar-fischer.de Mi-Fr 14-17 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr ERNST BARLACH Rätselwesen Mensch. Das Ernst Barlach Haus zu Gast, bis 28.1.24 Anlass der Ausstellung ist, das Werk und die Wirkung des bekannten Bildhauers im Nachgang zu seinem 150. Geburtstag in den Fokus der Betrachtung zu rücken und gleichzeitig das Hamburger Stiftermuseum vorzustellen. Im Mittelpunkt der Schau steht Barlachs berühmter „Fries der Lauschenden“ von 1930-1935, der mit Lothar Fischers „Enigma-Variationen“ von 1996/1997 in einen spannungsreichen Dialog tritt. Beide Figurenreihen orientieren sich in der Darstellung an der menschlichen Gestalt. Bereichert wird die retrospektiv angelegte Werkschau nicht nur durch thematisch mit dem Fries verwandten Zeichnungen und Plastiken, sondern auch durch ausgewählte Bronze-Unikate. Auch sie zeigen die lebenslange Beschäftigung des großen expressionistischen Bildhauers mit dem Menschenbild und dem Menschsein: mit dem „Rätselwesen Mensch“. HANS PLATSCHEK Höllenstürze, Hahnenkämpfe, nette Abende, 11.2.-9.6.24 Die umfassende Retrospektive präsentiert einen neuen Blick auf das vielschichtige Werk des Malers und scharfzüngigen Kunstkritikers Hans Platschek (1923-2000). Bekannt geworden ist der 1953 aus dem Exil in Uruguay zurückgekehrte MalerAutor mit seinen informellen Werken und der gleichzeitigen Kritik an der inflationären Ausbreitung von Informel und Tachismus. Gemeinsam mit seiner Partnerin, der Schriftstellerin Gisela Elsner, zieht er 1963 nach Rom und 1964 weiter nach London. Dort entwickelt er parallel zu Elsner und ihren Texten einen „satirischen Realismus“ in der Malerei. Seit Anfang der 1970er Jahre in Hamburg schaltet sich Platschek zudem mit Büchern, Artikeln und Radiobeiträgen treffsicher in die virulenten Diskurse zwischen Kunstgeschehen, Markt und Medien ein. In der Ausstellung werden Platscheks Werke im Kontext von Arbeiten seiner Malerfreunde wie Asger Jorn, Henri Michaux, KRH Sonderborg oder den Mitgliedern der Gruppe SPUR gezeigt.
Ernst Barlach „Fries der Lauschenden“, 1930-1935 Foto: Andreas Weiss
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Hans Platschek „Über die moderne Kunst“, 1980 Foto: Thomas Dashuber
Bayern Neu-Ulm
Edwin Scharff Museum Neu-Ulm
Kunstmuseum und Kindermuseum Neu-Ulm Petrusplatz 4, 89231 Neu-Ulm, www.edwinscharffmuseum.de Di, Mi 13-17 Uhr, Do, Fr 13-18 Uhr, Sa, So 10-18 Uhr Vom Wesen der Natur. Zwei Jahrhunderte empfundener Kunst. Die Sammlung Andreas Gerritzen, bis 1.4.24 Spektakulär unspektakulär: die Malerinnen und Maler, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts mit Landschaftsmalerei beschäftigen, studieren die Natur unter freiem Himmel – und so wie sie ist: nicht dramatisch überhöht, sondern atmo sphärisch, flüchtig und voll Schönheit im Unscheinbaren. Einen Eindruck der stimmungsvollen Landschaften zeigt das Edwin Scharff Museum ab 28. Oktober mit einer repräsentativen Auswahl aus der Sammlung Andreas Gerritzen. Der Sammlungsschwerpunkt wird ergänzt von plastischen Werken bedeutender Bildhauer des 20. Jahrhunderts und Einzelpositionen der Gegenwartskunst. Die Natur behauptet sich dabei als Gegenüber, deren komplexe Wesenheit jeder Künstler, jede Künstlerin auf je eigene Weise stets aufs Neue durchdringen, ergründen, deuten und veranschaulichen muss.
Peder Mørk Mønsted, „Frühling am Bachlauf bei Saeby“, 1900, Öl auf Leinwand Sammlung Andreas Gerritzen, Foto: Helge Mundt, Hamburg.
Nürnberg
Artothek Nürnberg im KunstKulturQuartier
Kunstverleih und Ausstellungsraum Königstr. 93, 90403 Nürnberg, Tel. 0911-209200 www.artothek-online.de Mi 11-13 Uhr und 16-19 Uhr, Do, Fr 13-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr, Eintritt frei Wechselnde Ausstellung der 950 Arbeiten umfassenden Sammlung
Institut für moderne Kunst im Atelier- und Galeriehaus Defet
Gustav-Adolf-Str. 33, 90439 Nürnberg, www.moderne-kunst.org, Sa, So 14-18 Uhr „Einhörner im Schrank – Fundstücke aus dem Universum der Queerkultur“ bis 28.1.24 Im Rahmen der Ausstellung erscheint die Publikation: „Einhorn, Leder Sternenstaub. Blicke in das Universum der Queerkultur“. (starfruit publications, ca. 400 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Hardcover; 14 x 21 cm, ISBN 978-3-922895-58-9)
Galeriehaus Nord
Wurzelbauerstr. 29, 90409 Nürnberg, Tel. 0911-553387 info@galeriehaus-nuernberg-nord.de, www.galeriehaus-nuernberg-nord.de Di-Mi 13-16 Uhr, Do-Fr 11-13 Uhr, So 11-16 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung. An Feiertagen geschlossen. „Mingzhe E – Malerei der Gegenwart“ Eröffnung: Fr 26.1.24, 19 Uhr, 26.1.-3.3.24
M:ART ( 43 )
Bayern Galeriehaus Nord
Wurzelbauerstr. 29, 90409 Nürnberg, Tel. 0911-553387 info@galeriehaus-nuernberg-nord.de, www.galeriehaus-nuernberg-nord.de Di-Mi 13-16 Uhr, Do-Fr 11-13 Uhr, So 11-16 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung. An Feiertagen geschlossen. WINTERSALON 2023 des Galeriehaus e.V., bis 3.12.23 Café im Rückgebäude, Eintritt frei Der Wintersalon 2023 öffnet seine Türen. Über 25 Künstlerinnen und Künstler zeigen aktuelle Werke und laden zum Betrachten und Diskutieren ein. Malerei, Zeichnung, Fotografie und Skulptur werden in vorwiegend kleineren – und gut erschwinglichen – Formaten präsentiert. Die teilnehmenden Künstler*innen sind: Georg Baier, Irmingard Beirle, Anita Blagoi, Steve Braun, Christine Falkenburger, Barbara Geier-Häckh, Hasso von Henninges, Kevin Herrmann, Julia Hofer, Ulrike Hofmann-Schüll, Bettina Jaenicke, Anneliese Kraft, Irene Kress-Schmidt, Markus Krug, Lisa Metz, Anja Molendijk, Benjamin Moravec, Sabine Neubauer, Gabriele Olesch, Mathias Otto, Friedrich Popp, Joseph Raimond, Wicky Reindl, Diethard Riedel, Michael G. Schüll, Heidi Sommerkorn, Klemens Wuttke
Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg, Tel. 0911-1331-0 info@gnm.de, www.gnm.de, Di und Do-So 10-18 Uhr, Mi 10-20:30 Uhr Meisterwerke aus Glas, bis 17.3.24 Eine Welt ohne Glas? Für uns heute nur schwer vorstellbar. Makellos transparent, farbintensiv leuchtend oder irisierend in allen Regenbogenfarben schillernd – das alles kann Glas sein. Das fragile Material übt seit Jahrtausenden eine ganz besondere Faszination auf Menschen aus. Die Sonderausstellung „Meisterwerke aus Glas“ zeigt mit rund 100 Exponaten die große Vielfalt von Glas und seiner Gestaltungsmöglichkeiten. Die Auswahl reicht von der Antike bis in die Gegenwart, alle ausgestellten Objekte stammen aus der Sammlung des Germanischen Nationalmuseums. Neben repräsentativen Trinkgefäßen und Karaffen mit aufwändigem Dekor sind auch schlichte Gebrauchsgegenstände zu sehen, die auf die Allgegenwart und Alltagstauglichkeit des Glases verweisen.
Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg, Tel. 0911-1331-0 info@gnm.de, www.gnm.de, Di und Do-So 10-18 Uhr, Mi 10-20:30 Uhr Highlights: Das Mittelalter, bis 10.12.23 Die Quadratur der Farbe – Mode von Akris und Kunst von Reinhard Voigt bis 21.1.24 Der Stein der Weisen, bis 30.6.24 BEHAIM-GLOBUS im GNM ist jetzt UNESCO-WELTERBE
M:ART-Abo 4 Ausgaben für 16,80 Euro bequem nach Hause mail@m-art-magazin.de
( 44 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Kunsthalle Nürnberg im KunstKulturQuartier
Lorenzer Str. 32, 90402 Nürnberg, Tel. 0911-231-2853 kunsthalle@stadt.nuernberg.de, www.kunsthalle.nuernberg.de Di, Do-So 11-18 Uhr, Mi 11-20 Uhr
Kunsthaus im KunstKulturQuartier
Königstr. 93, 90402 Nürnberg, Tel. 0911-231-14678 kunsthaus@stadt.nuernberg.de, www.kunstkulturquartier.de/kunsthaus Di, Do-So 11-18 Uhr, Mi 11-20 Uhr, Mo sowie 24., 25., 31.12.23 und 1.1.24 geschlossen Who’s Afraid Of Stardust? Positionen queerer Gegenwartskunst, bis 11.2.24 Die internationale Gruppenausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Kunsthauses und der Kunsthalle Nürnberg. Die Ausstellung präsentiert Werke von 30 Künstler*innen, die queeres Leben in seiner Vielschichtigkeit thematisieren und damit einen substanziellen Beitrag zur aktuellen Debatte über Diversität leisten. So heterogen die Identitäten, Lebensmodelle und Ausdrucksweisen in der queeren Community sind, so variantenreich sind auch die künstlerischen Kommentare in den Gemälden, Zeichnungen, Fotografien, Videoarbeiten, Skulpturen, Performances, Raum- wie Lichtinstallationen. Sie kreisen um Leben und Begehren jenseits der Heteronormativität, spielen mit Geschlechterrollen und -grenzen und fordern uns zu einer Überprüfung unserer Vorstellungen von Geschlecht und Identität auf.
MARTIN PFEIFLE, „die heftige variante des lockerseins“, 2023, Mixed Media, Möbelobjekte © Martin Pfeifle & VG Bild-Kunst, Bonn 2023 KATHERINE BRADFORD, „Sudden Embrace“, 2022 Acryl auf Leinwand, Privatsammlung Zürich Foto: Annette Kradisch
HARRY HACHMEISTER, „Hard Softies“, 2018-2023: Glasierte Keramiken „New York“, 2018, Farbfotografie, gerahmt „Unter Stiefmütterchen“, 2021, Acryl und Tusche auf Leinwand, Courtesy Ebensperger Berlin; © Harry Hachmeister & VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Foto: Lukas Pürmayr
Künstlerhaus im KunstKulturquartier
Glasbau, Deck 1, Königstr. 93, 90402 Nürnberg, Tel. 0911-231-7340 Filmhaus@stadt.nuernberg.de. www.kunstkulturquartier.de/filmhaus Mo-Do 18-21 Uhr, Fr-So 15-20 Uhr AGNES VARDA – DINKELSBÜHL 1961 Eröffnung: 18.1.24, 17:30 Uhr, 19.1.-18.2.24 Die Regisseurin der Nouvelle Vague und Fotografin Agnes Varda begab sich 1961 nach Dinkelsbühl, um im Auftrag des französischen Magazins Réalités eine Foto serie zu erstellen, wie die vielen Flüchtlinge das Stadtbild von Dinkelsbühl nach den Kriegsjahren verändert haben. Herausgekommen sind bezaubernde Fotografien, die die Stadt und Ihre Bewohner so eindrucksvoll zeigen, dass sie an die Werke des großen Fotografen August Sander erinnern. Allerdings zeigt Varda, anders als Sander, die Menschen in Bewegung. Nichts ist still, alles im Bild regt sich. Die Ausstellung wird im Rahmen von HEIMAT! DAS FILMFESTIVAL gezeigt, das vom Bezirk Mittelfranken in Kooperation mit dem Filmhaus Nürnberg veranstaltet wird.
Agnes Varda, Dinkelsbühl 1961, Foto: Bernd Brundert
MODULGALERIE – Kunst im Fach
U-Bahn-Passage Lorenzkirche, Nürnberg 90402 kontakt@modulgalerie.de, www.modulgalerie.de, Sa/So 14-18 Uhr Himmel und Hölle, bis 18.2.24 Alicja Pakosz, Gloria Sogl, Maria Trunk, Michał Zawada
Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg Luitpoldstraße 5, 90402 Nürnberg, Tel. 0911-2402069 info@nmn.de, www.nmn.de, Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr Dagmar Buhr – Lui, bis 11.2.24 Dagmar Buhr arbeitet mit Text wie andere mit Stein. Ihr Material besteht aus Wörtern und Worten. Ob gefunden oder erfunden, immer wirken ihre Texte wie gemeißelt. Pure Pleasure, Reinhard Voigt, bis 17.3.24 Die meist großformatige Gemälde sind aus gleichmäßigen Rastern aufgebaut. Grace Weaver, bis 16.6.24 Sinnbilder einer jungen, modernen Welt
M:ART ( 45 )
Bayern Kunstvilla im KunstKulturQuartier
Blumenstr. 17, 90402 Nürnberg, Tel. 0911-231-14015 kunstvilla@stadt.nuernberg.de, www.kunstvilla.org Di, Do-So 11-18 Uhr, Mi 11-20 Uhr, Mo geschlossen, Eintritt frei Die Malerfamilie Kertz – Eine Stiftung, ab 9.12.23 Mit der von Prof. Dr. Peter Kertz in Erinnerung an seine Vorfahren eingerichteten Stiftung Kertz erhielt die Kunstvilla eine umfangreiche Sammlung an Gemälden und Grafiken von drei Künstlerpersönlichkeiten aus zwei Generationen: der Brüder Adolf Kertz (1880 – 1918) und Max Kertz (1882 – 1949) sowie von dessen Sohn Heinrich Kertz (1904 – 1950), außerdem Werke u. a. von Julius Graumann (1878 – 1944). Damit bilden die Werke der Malerfamilie Kertz und ihres Freundeskreises einen Schwerpunkt im Sammlungsbestand der Kunstvilla. Die nun neu eingerichtete Präsentation in dem bereits seit 2014 als Kertz Kabinett bezeichneten Ausstellungsraum zeigt einen Querschnitt der Stiftung Kertz, darunter erstmals der Öffentlichkeit vorgestellte Werke.
Adolf Kertz, Selbstbildnis, undatiert, Sammlung Kunstvilla, © Kunstvilla/Stadt Nürnberg, Foto: Annette Kradisch
Kunstvilla im KunstKulturQuartier
Blumenstr. 17, 90402 Nürnberg, Tel. 0911-231-14015 kunstvilla@stadt.nuernberg.de, www.kunstvilla.org Di, Do-So 11-18 Uhr, Mi 11-20 Uhr, Mo geschlossen, Eintritt frei Für Kunst und Freundschaft – Das Borgo Ensemble, bis 5.5.24 „Für Kunst und Freundschaft“ lautet das Motto des Künstler*innenkollektivs Borgo Ensemble. Im Jahr 2009 ursprünglich als Musikgruppe von dem Objekt- und Performancekünstler Reiner Bergmann begründet, entwickelte sich in den Folgejahren eine der umtriebigsten Künstler*innengruppen Nürnbergs. Grundlage für das kreative Zusammenwirken des Borgo Ensembles ist ein erweiterter Kunstbegriff, der neben Malerei, Zeichnung, Skulptur und Installation auch Musik, Performance, philosophische Vorträge und das legendäre Cinema borgese – eine Kurzfilmreihe – umfasst. Die Ausstellung stellt die Hauptprotagonist*innen vor. Mit Werken u.a. von Reiner Bergmann, Michael Grebner, Max Hanisch, Lisa Haselbek, Sejin Kim, Cris Koch, Gerlinde Pistner, Philipp Selig, Andrea Sohler und Reiner Zitta.
Das Borgo Ensemble, 2023, © Kunstvilla/Stadt Nürnberg, Foto: Annette Kradisch
( 46 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Museen der Stadt Nürnberg
Hirschelgasse 9-11, 90403 Nürnberg, Tel. 0911-231-5421 museen@stadt.nuernberg.de, museen.nuernberg.de
Albrecht-Dürer-Haus
Albrecht-Dürer-Str. 39, 90403 Nürnberg, Tel. 0911-231-2568 albrecht-duerer-haus.de, Di-Fr 10-17 Uhr, Sa und So 10-18 Uhr Original Dürer! Engel und Dämonen Präsentation von Originalgrafiken Albrecht Dürers, bis 17.3.24 Die Reihe „Original Dürer!“ wird mit sieben originalen Druckgrafiken Albrecht Dürers fortgesetzt, die Engel oder Dämonen zeigen. Dürers göttliche und teuflische Flügelwesen leben zwischen Himmel und Hölle und sind eigentlich für das menschliche Auge unsichtbar. Meist bevölkern sie christliche Bilder, sind allerdings auch in mythologischen und profanen Darstellungen anzutreffen. Während höherrangige Engel in Gestalt von Erwachsenen auftreten, gibt Dürer kleine Putten oft tollpatschig und unbeteiligt wieder. Die Gegenspieler der himmlischen Boten sind die Dämonen – von der teuflischen Macht des Bösen geleitet, können die Gehilfen Satans in vielerlei Rollen auftreten. Oft werden sie als Monster oder furchterregende Mischwesen verbildlicht.
© Museen der Stadt Nürnberg, Grafische Sammlung, Sammlung Karl Diehl
Spielzeugmuseum
Karlstr. 13-15, 90403 Nürnberg, Tel. 0911-231-3164, spielzeugmuseum-nuernberg.de Di-Fr 10-17 Uhr, Sa und So 10-18 Uhr Spielzeug und Rassismus Perspektiven, die unter die Haut gehen, verlängert bis 30.4.24 Spielzeug der Türkei Sunay Akıns Schätze, bis 28.4.24 Erstmals zeigt das Spielzeugmuseum Nürnberg einzigartige türkische SpielzeugSchätze. Gesammelt und erforscht hat sie der bekannte Istanbuler Schriftsteller, Kulturwissenschaftler und Journalist Sunay Akın. Sein erster Besuch des Spielzeugmuseums Nürnberg im Jahr 1989 hatte ihn dazu inspiriert, selbst traditionelles türkisches Kinderspielzeug zu sammeln. Aus den mittlerweile drei in der Türkei von Akın gegründeten Spielzeugmuseen kommen über 140 Objekte für ein ganzes Jahr nach Nürnberg. Nur wenige davon entstammen industrieller Herstellung, die meisten sind selbstgemachte Unikate – handgeschnitzt, gesägt, geschraubt, gehämmert, aus Lehm geformt, gebrannt, aus Stoff genäht, aus Draht gebogen, aus Metall gedrückt. 16 von Sunay Akın verfasste Spielzeug-Geschichten ergänzen die Präsentation.
© Spielzeugmuseum Nürnberg
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Bayernstr. 110, 90478 Nürnberg, Tel. 0911-231-7538 dokuzentrum-nuernberg.de, täglich 10-18 Uhr Nürnberg – Ort der Reichsparteitage Inszenierung, Erlebnis und Gewalt, bis 2025 Interimsausstellung während des Umbaus im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände M:ART ( 47 )
Bayern Haus des Spiels
Egidienplatz 23 (Pellerhaus), 90403 Nürnberg, Tel. 0911-231-15257 www.hausdesspiels.de Gender*in Games Geschlechterbilder in analogen und digitalen Spielen des 21. Jahrhunderts, Ausstellung im Foyer, verlängert bis 26.5.24, Fr und Sa 14-17 Uhr, So 14-18 Uhr
Naturhistorisches Museum
Norishalle , Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg , Tel. 0 911-227970 info@nhg-nuernberg.de, www.nhg-museum.de Di-Do 10-17 Uhr, Fr 10-21 Uhr, Sa 13-17 Uhr, So und Feiertage 10-17 Uhr Aqua – Leben und Luxus in der Antike, bis 5.5.2024
Oberammergau
Oberammergau Museum
Dorfstr. 8, 82487 Oberammergau, Tel. 08822-32440 www.oberammergaumuseum.de, Di-So 10-17 Uhr Eine außergewöhnliche Ausstellung im Oberammergau Museum: Hokuriku – Neue japanische Lackkunst, bis 4.2.24 Seit 500 Jahren wird in Oberammergau geschnitzt und die Sammlung des Museums zeigt Holzskulpturen seit dem 17. Jahrhundert bis heute. Die vom Museum für Lackkunst in Münster kuratierte Ausstellung knüpft inhaltlich daran an. Dem Schaffen eines oberbayerischen Dorfes wird moderne Lackkunst einer japanischen Region gegenübergestellt, in der ein Kunsthandwerk, das mit den Werkstoffen Holz und Farbe/Lack arbeitet, ebenfalls zutiefst in der Tradition verwurzelt ist. Es werden ausgewählte Objekte von acht Lackkünstlerinnen und Lackkünstlern aus Hokuriku päsentiert, einer am Japanischen Meer gelegenen Region der Hauptinsel Honshū, welche als eine der wichtigsten Lackzentren Japans gilt, da sie ideale klimatische Bedingungen und das Vorkommen natürlicher Materialien für die Herstellung von Lackarbeiten bietet. Hokuriku blickt auf eine lange Geschichte der Lackkunst zurück, wie zahlreiche archäologische Funde von Lackobjekten aus der Jōmon-Zeit (etwa 14.000–300 v. Chr.) belegen. Die Beziehung zum Lack ist hier im kulturellen Gedächtnis der Bevölkerung tief verankert.
Fujino Seiichiro, „Flower No. 93“ Holz, Metall, Lack, 26 x 37 x 12 cm, 2023
Murata Yoshihiko, „Natural Breeze“, Ahorn, Lack 13 x 39 x 12 cm, 14,5 x 24,5 x 10 cm, 2021
Oberstdorf
Galerie Oberstdorf im Trettachhäusle
Neben der Nebelhornbahn, Oststr. 39, 87561 Oberstdorf, Tel. 0171-8544222 www.galerie-oberstdorf.de, instagram: galerieoberstdorf Do-So 15-21 Uhr, jeden Sa 16 Uhr Führung, geschlossen: 23., 24. und 31.12.23 DIE FARBEN VOM SCHNEE – Winterlandschaft in facettenreicher Jahreszeit Ausstellung LEONHARD ECKERTSPERGER (1899-1971) Schaffensperiode Oberstdorf: 1945-1971 Eröffnung: 15.12.23, 19 Uhr Einführung: Franz Bisle – ehemaliger Oberstdorfer Skispringer Dauer: 16.12.23-27.1.24 Finissage: 27.1.24, 19 Uhr mit Martina Noichl, Harfe Vor 70 Jahren, am 31. Dezember 1953, startete die 2. Internationale Vier-Schanzen-Tournee erstmals in Oberstdorf, mit den Stationen Garmisch, Innsbruck, Bischofshofen in seither unveränderter Reihenfolge. Bester Anlass, in einer Ausstellung mit Winterlandschaften und all ihren FARBEN VOM SCHNEE auch respektvolle, erlebnis- und motivtreue Portraits der Skispringer Heini Klopfer, Toni Brutscher, Sepp Weiler, Rudi Gehring, Tauno Luiro und Helmut Recknagel vor dem Hintergrund der Schattenberg- und der Skiflugschanze zu präsentieren.
An der Halde
KURZ NOTIERT
Skiflugschanze Oberstdorf
In Oberschleißheim zeigt das Deutsche Museum ca. 70 Flugzeuge und Hubschrauber sowie zahlreiche Hängegleiter, Flugmotoren und Flugsimulatoren. Flugwerft Schleißheim, Effnerstr. 18, 85764 Oberschleißheim www.deutsches-museum.de, tägl. 9-17 Uhr ( 48 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Galerie Oberstdorf im Trettachhäusle
Neben der Nebelhornbahn, Oststr. 39, 87561 Oberstdorf, Tel. 0171-8544222 www.galerie-oberstdorf.de, instagram: galerieoberstdorf, täglich 13-17 Uhr www.peterloew-art.de Peter Loew – Fugenbilder, 2.2.-18.2.24 Johann Sebastian Bachs Kompositionen „Die Kunst der Fuge“ sind die Basis für diese Periode in Peter Loews Schaffen. Die Fuge lässt keine Zufälligkeiten zu. Element wird an Element gefügt. Der Bildaufbau chromatisch – von hell zu dunkel. In dieser Ausstellung erfahren Sie mehr über die „Kunst der Fuge“ und über die Ganzheit der bildnerischen Musik.
Fuge rot-violett-gelb, 1996
Galerie Oberstdorf im Trettachhäusle
Neben der Nebelhornbahn, Oststr. 39, 87561 Oberstdorf, Tel. 0171-8544222 www.galerie-oberstdorf.de, instagram: galerieoberstdorf Täglich 13-17 Uhr „Die unsichtbaren Städte und mehr…“ Ausstellung des Künstlerteams Roswitha Müller-Krüger/Werner Rutz (Erkrath/Düsseldorf) Eröffnung: 24.2.24, 16 Uhr (mit einer kleinen Lesung), 24.2.-11.3.24 „Die unsichtbaren Städte“ ist der Titel eines faszinierenden Buches von Italo Calvino, einem besonders in Italien, aber auch weltweit bekannten Autors, der im vergangenen Jahr 2023 seinen 100-jährigen Geburtstag begangen hätte. Das Künstlerteam Roswitha Müller-Krüger und Werner Rutz hat sich seit dem Jahr 2017 mit den Texten des Buches (55 fiktive Stadtbeschreibungen des Reisenden Marco Polo) intensiv auseinandergesetzt und sich zum Ziel gesetzt, diese künstlerisch zu interpretieren und in eine variantenreiche Bildsprache umzusetzen. Die verwendeten bildnerischen Mittel reichen von detaillierten Bleistift- und Buntstiftzeichnungen bis hin zu Acryl, Collage und Drucktechniken. Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Werke aus dem vielfältigen Arbeitsbereich des Künstlerduos. Zur Einführung in das Buch wird es anlässlich der Vernissage eine Lesung ausgewählter Textstellen geben.
Rosi Krüger, „Zora“, A4
Ersilia, Zobeide, „Knäuel“, 50 x 70 cm, Bleistift, Buntstift
Passau
Galerie Wildner
Kleine Klingergasse 8, 94032 Passau, Tel. 0851-36519, info@galerie-wildner.de www.galerie-wildner.de, Di-Fr 10-17:30 Uhr, Sa 10-12:30 Uhr Ständige Ausstellung mit Werken von: Alfred Kubin, Heinz Theuerjahr, Marc Chagall, Arnulf Rainer, Künstlern der Donau-Wald-Gruppe
Galerie Eva Priller
Kleine Messergasse 1/Höllgasse, 94032 Passau, Termine: Tel. 0160-2146026 virtuell und outdoor (Fensterschau), www.roterwolfimnebel.wordpress.com/ Eva Priller – „Roter Wolf im schwarzen Loch“, Dezember 23 bis Januar 24 Georg A. Thuringer – „Neue Bilder“, Februar bis März 24
Museum Moderner Kunst Wörlen
Bräugasse 17, 94032 Passau, www.mmk-passau.de, Di-So 10-18 Uhr Schätze entdecken. Werke aus der Sammlung, Dauerausstellung Jiří Tichý, bis 21.1.24 stART: Theresa Hartmann. Aufschlucken, bis 11.2.24 Monika Fioreschy Eröffnung: 2.2.24, 19 Uhr, 3.2.-14.4.24 M:ART ( 49 )
Bayern Kulturmodell / Künstlerhaus der Stadt Passau
Bräugasse 9, 94032 Passau, Tel. 0851-37934034 kulturmodell@passau.de, www.kulturmodell.passau.de, Mi-So 14-17 Uhr POINT OF VIEW – 4 Konzepte Zeitgenössische Kunst aus Glas Anja Listl, Ursula-Maren Fitz, Alexandra Geyermann, Hermann Ritterswürden bis 10.12.23 Die Ausstellung zeigt vier Künstler, die sich mit Leidenschaft und Können dem Werkstoff Glas verschrieben haben. Die Blickwinkel und Standpunkte der Kunstschaffenden zeigen sich prägnant in der Vielfalt der künstlerischen Umsetzung. So sehen wir bei der Glasdesignerin Anja Listl vielfach gestische Malerei, die ihre filigranen Schalenobjekte oder Bilder lebendig und unverwechselbar machen. Die meist massiven Objekte von der bildenden Künstlerin Ursula-Maren Fitz werden entweder mit Glasmachern in der Glashütte frei am Ofen geformt oder im Atelier in verlorene Formen geschmolzen. Die Gravurmeisterin Alexandra Geyermann lässt z.B. längst aus dem Blickfeld verschwundene Künstlerinnen in ihren wun derbaren Gravuren wieder präsent werden. Hermann Ritterswürden, staatl. gepr. Glasgestalter, lässt sich von klassischer Musik und Literatur zu seinen Installationen inspirieren, die vielfach an die mittelalterlichen Totentänze erinnern. Der Besucher wird mitgenommen in die Sichtweisen und Vielfalt der zeitgenössischen Glaskunst und Glaswelt.
Anja Listl, „VEREINT 1“, 50 x 50 cm
Ursula-Maren Fitz, „GEERDET III“, 28 x 22 x 16 cm
Penzberg
Museum Penzberg – Sammlung Campendonk
Am Museum 1 (ehemalige Karlstr. 61), 82377 Penzberg, Tel. 08856-813480 museum@penzberg.de, www.museum-penzberg.de, Di-So 10-17 Uhr MAGIC + COOL – Malerei der Jahrtausendwende, 18.11.23-25.2.24 „Magic + Cool“ gibt einen hochkarätigen Überblick über die Malerei der Jahrtausendwende mit bedeutenden künstlerischen Positionen aus Europa und Amerika. Nahezu 100 Werke von mehr als 25 international bekannten Künstlerinnen und Künstlern wie Philip Guston, Jonathan Meese, Albert Oehlen, Günther Förg, Daniel Richter und Sylvie Fleury verwandeln das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk in einen Playground der „Nullerjahre“. Die Kunstwerke zeigen ein vielschichtiges Menschenbild, geben spielerische und satirische Kommentare, wo Konsumdenken und Anything Goes oszillieren in einer Zeit, als der Weltuntergang nahe zu sein scheint – zumindest in der neuen digitalen Welt.
André Butzer, Ohne Titel, 2019, Privatsammlung © André Butzer 2023 Foto: André Butzer Archive
Pfarrkirchen
Hans-Reiffenstuel-Haus
St.-Rémy-Platz 1, 84347 Pfarrkirchen, www.pfarrkirchen.de Do-So, Feiertag 15-18 Uhr, 24. und 31.12.23 geschlossen, Eintritt frei Higschaud – Max Wagner, Philipp H. Steiner, Plastik, Malerei, Zeichnung 2.12.23-7.1.24 Siehe Anzeige Seite 3 ( 50 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Polling bei Weilheim
Kunst im Regenbogenstadl – Dream House Polling
Georg-Rückert-Str. 1, 82398 Polling, Tel. 0881-417718 mail@regenbogenstadl.de, www.regenbogenstadl.de Sa 15-17 Uhr Kunst im Regenbogenstadl präsentiert mit dem Dream House Polling seit über 20 Jahren ein besonderes Kunstwerk aus Klang, Licht und Raum der beiden amerikanischen Künstler La Monte Young und Marian Zazeela. In den Wintermonaten erklingt von November bis April „The Magic Opening Chord“ immer samstags von 15 bis 17 Uhr. Durch das Zusammenspiel aus Klang, Licht und Raum können sich die Besucher selbst im Kunstwerk erleben. Die Künstler empfehlen das Kunstwerk immer wieder aufzusuchen, da sich im vertieften Erleben dieses komplexe Kunstwerk aus Klang und Licht mehr und mehr erschließt. Mit den Kunstwerken, die in dem Museum DAS MAXIMUM – KunstGegenwart – in Traunreut (Chiemgau) präsentiert werden, gehört das Dream House zu einem der herausragenden Kunstwerke des 20./21. Jahrhunderts. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.regenbogenstadl.de
Prien a. Chiemsee
Galerie im Alten Rathaus
Alte Rathausstr. 22, 83209 Prien a. Chiemsee Tel. 08051-92928, www.galerie-prien.de, Do 17-19 Uhr, Fr-So 14-17 Uhr Künstlerlandschaft Chiemsee ‘23 Mit Studioausstellung Masanne Westermann-Rosen Bis 28.1.24 Seit Jahrzehnten ist die Ausstellung „Künstlerlandschaft Chiemsee“ eine feste Größe im kulturellen Programm der Marktgemeinde Prien am Chiemsee. Alljährlich zeigen dabei über 60 Künstlerinnen und Künstler ihre kreative Bandbreite. In der Studioausstellung wird heuer der 2022 verstorbenen bekannten Künstlerin Masanne Westermann-Rosen gedacht, die sich seit 1995 an dieser jährlichen Ausstellung beteiligte. Sie spielte in der aufblühenden Kunstszene der 70er und 80er Jahre eine wichtige Rolle und war gern gesehener Gast bei den Gruppenausstellungen im Haus der Kunst in München, beim AK68 in Wasserburg, beim Kunstverein Bad Aibling sowie Traunstein und mit Einzelausstellungen in Rosenheim und Prien. In ihrem malerischen Werk finden sich die Entwicklungsstränge der zeitgenössischen Nachkriegskunst wieder, vom Expressionismus über die gegenstandslose Farbmalerei und das Informell. Mit leuchtenden Farben stellte sie nicht nur die Natur dar, sondern schuf Landschaften des Herzens und des Gefühls.
Masanne Westermann-Rosen, ohne Titel, um 1990 © Anna Frydman
M:ART ( 51 )
Bayern heimatMuseum Prien (mit Hist. Galerie der Chiemseemaler)
Valdagno-Platz 2 (am Marktplatz), 83209 Prien a. Chiemsee Tel. 08051-92710, 08051-60614 (Verwaltung) kunstsammlung@prien.de, www.prien.de 4 Adventswochenenden Fr-So 13-18 Uhr, ab 26.12. tägl. 13-17 Uhr 24., 25. u. 31.12. geschlossen, 1.1. und 6.1. geöffnet So 28.1., 11.2., 25.2., 10.3., 13-17 Uhr. Ab 22.3.24 Di-So 13-17 Uhr „Der Maler der Chiemgauer Landschaft“ Paul Paulus (1915 – 2013), Landschaften und Stillleben, 1.12.23-14.1.24 Mit dem Begriff „Chiemseemaler“ untrennbar verbunden ist der Name des vor zehn Jahren verstorbenen Priener Künstlers Paul Paulus. Die Marktgemeinde Prien besitzt zahlreiche Arbeiten aus dem Nachlass des begabten Autodidakten und erinnert nun an den im Chiemgau unvergessenen Künstler, der sich mit seinen Landschaften zahlreiche Freunde, Verehrer und Nachahmer schuf. Dem Münchner Publikum ist er vor allem durch seine Ausstellungsbeteiligung bei der „Königlich Privilegierten Künstlergenossenschaft München“, die sich insbesondere der traditionellen Kunst verpflichtet sah, bekannt. Verkaufsausstellung: „Alles auf Papier“ German Klenner (1909-1981), Blumenbilder und Landschaften Der 1909 geborene German Klenner stammte aus Karlsdorf in Mähren. In Olmütz besuchte er die Handelsakademie, bevor er in Prag an der Kunstakademie Malerei studierte. Während des Kriegs verlor er beide Hände, was ihn jedoch nicht von seiner Leidenschaft fürs künstlerische Gestalten abhielt. 1946 kam er nach Prien, wo er als Kunstmaler tätig wurde. Aus dem künstlerischen Nachlass sind nun eine ganze Reihe von Arbeiten zu erwerben.
Paul Paulus (1915-2013), „Da Summa is umma“, Öl auf Leinwand, um 1975, Kunstsammlung Markt Prien, heimatMuseum
Regensburg
Galerie Erdel artspace & Schaulager
Fischmarkt 3 & Am Schallern 4, 93047 Regensburg. Tel. 0941-702194 www.erdel.de, Do und Fr 11-17 Uhr, Sa 11-15 Uhr und nach Vereinbarung RENATE CHRISTIN – Farben Europas, bis 23.12.23 im artspace Erdel, Fischmarkt 3 Die Arbeit für ein gemeinsames Europa in Frieden zieht sich wie ein roter Faden durch das künstlerische Werk Renate Christins. Seit ihrem Projekt LEBENSFLUSSDONAU widmet sie sich dem friedlichen Miteinander – nicht nur in Europa. Ihre poetische Farbsprache zeigt uns ein vielfältiges Bild Europas mit all seinen individuellen Eigenheiten im harmonischen Zusammenklang und macht die Idee des Miteinander sinnlich erfahrbar. Mehr als 70 Einzelausstellungen in allen Ländern Europas trugen diese Idee in die Welt. In zahlreichen Kursen und in ihrer Lehrtätigkeit in Deutschland und im europäischen Ausland vermittelte sie die Grundlagen ihrer Arbeit. Renate Christin malt, zeichnet, fotografiert, videografiert, beschreibt all das, was jeder einzelne von uns als gemeinsames Erbe in seinem Kopf und seinem Herzen trägt: Die Archetypen unseres Menschseins und unserer Kultur.
Renate Christin „Lebens-Fluss-Donau“, Acryl auf Leinwand, 120 x 120 cm, 2003
( 52 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Galerie Erdel artspace & Schaulager
Fischmarkt 3 & Am Schallern 4, 93047 Regensburg. Tel. 0941-702194 www.erdel.de, Do und Fr 11-17 Uhr, Sa 11-15 Uhr und nach Vereinbarung Heiner Riepl: Die intime Welt der Farbigkeit, bis 8.12.23 Wolfgang Domröse: Fabelhafte Welt, 13.12.23-3.2.24 Schaulager Erdel, Am Schallern 4
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Str. 5, 93049 Regensburg, Tel. 0941-29714-0 www.kunstforum.net, Di-So 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr We love Picasso bis 7.1.24 Die Ausstellung „We love Picasso“ widmet sich der Rezeptionsgeschichte von Picassos Werk. Der Vorreiter wechselnder Stilrichtungen steht hier als Impuls geber und Vorbild für die jeweilige zeitgenössische Kunstszene in Ostmitteleuropa im Mittelpunkt. Die umfangreiche Zusammenschau präsentiert Werke ausgewähl ter deutscher, polnischer und tschechischer Künstlerinnen und Künstler, die Picassos Motive und seinen Stil aufgegriffen und weitergeführt haben. Zu sehen sind Werke aus den eigenen Beständen des KOG sowie Leihgaben aus Privatsammlungen und Museen in Deutschland, Polen und Tschechien.
Erika Streit, „Frau mit Spiegel und Narzissen“, nach 1945 (?) Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg © Erika Streit-Stiftung, Kilchberg ZH, Schweiz Foto: Uwe Moosburger, www.altrostudio.de
KUNST- UND GEWERBEVEREIN REGENSBURG e.V.
Ludwigstr. 6, 93047 Regensburg, Tel. 0941-58160 www.kunst-und-gewerbeverein.de, Di-So 12-18 Uhr 3 x Junge Kunst: Lena Schabus, Lina Schobel, Madeleine Schollerer, 2.12.-30.12.23 Bildcomposing, Malerei und Bildhauerei. Drei Kunstrichtungen, drei unterschiedliche Temperamente, drei vielfach ausgezeichnete Künstlerinnen. Gemeinsam geben sie einen spannungsreichen Einblick in die Entwicklung ihres Werks.
KUNST- UND GEWERBEVEREIN REGENSBURG e.V.
Ludwigstr. 6, 93047 Regensburg, Tel. 0941-58160 www.kunst-und-gewerbeverein.de, Di-So 12-18 Uhr Teuflische Jahre: Das Satiremagazin PARDON Eröffnung: 19.1.24, 19 Uhr, 20.1.-17.3.24 Die Ausstellung, in der zahlreiche Originalzeichnungen und Fotografien zu sehen sind, zeichnet den Werdegang des legendären Blattes nach. Die Zeitschrift, die sich für journalistische Größen wie Günter Wallraff, Alice Schwarzer oder den späteren „Stern“-Reporter Gerhard Kromschröder zum Karrieresprungbrett entwickeln sollte, richtete sich gegen die verstaubten Verhältnisse, die Prüderie und bürgerliche Doppelmoral der Zeit. Anhand von Dokumenten wie Gerichtsakten thematisiert die Ausstellung auch die Reaktionen, die in der jungen Bundesrepublik auf die Kritik der Zeitschrift erfolgten: Verbotsanträge, Zensurversuche, Verkaufsbeschränkungen und Prozesse. Die glänzend informierende Ausstellung kuratierten Gerhard Kromschröder und Till Kaposty-Bliss. Sie wurde erstmals 2022 im Caricatura – Museum für Komische Kunst Frankfurt gezeigt und wird exklusiv für den süddeutschen Raum mit leicht veränderten Schwerpunkten zur Verfügung gestellt.
Ausstellungsansicht
M:ART ( 53 )
Bayern Städtische Galerie im Leeren Beutel
Bertoldstr. 9, 93047 Regensburg, Tel. 0941-507-2448 www.regensburg.de/museen, Di-So und Feiertage 10-16 Uhr geschlossen: 24./25./31.12., 1.1. Darktaxa Project – The Regensburg Constellation, bis 4.2.24 Das 2016 in Regensburg gegründete „Internationale Festival Fotografischer Bilder“ nimmt die Bedeutung von Fotografie für unsere Gesellschaft in den Fokus. Für die dritte Festival-Ausgabe ab November 2023 hat die internationale Künstlergruppe „darktaxa-project“ unter dem Titel „The Regensburg Constellation“ eine Ausstellung erarbeitet, die sich mit der Gegenwart von fotografischen, fotobasierten und fotogenetischen Verfahren beschäftigt. Abgerundet wird das Festival durch Partnerausstellungen, Sonderveranstaltungen und eine Filmreihe. Detaillierte Informationen zum Festival und zum Gesamtprogramm finden sich auf der Website des Festivals: www.festival-fotografischer-bilder.de.
Björn Siebert, „Post-It (Remake)“, 2021, Foto: Björn Siebert
Raubling/Pfraundorf
Porsche Zentrum Inntal
Breiteicher Str. 28, 83064 Raubling/Pfraundorf Tel. 08035-9036-0, info@porsche-inntal.de, www.porsche-inntal.de Mo-Fr 8-18 Uhr, Sa 9-12 Uhr Robert Dufter – „colour_dynamic” Eröffnung: Do, 25.1.24, 18:30 Uhr, der Künstler ist anwesend. Einführung: Wolfgang von Wasielewski Ausstellung: 26.1.-29.2.24 Künstlergespräch: Di, 6.2.24, 10 Uhr und nach Vereinbarung Aus seinen emotionalen Erlebnissen generiert Robert Dufter laufend neue Farbbeziehungen. Umgesetzt werden die Bilder mit Acryl oder Tinte in konstruierten geometrischen Bildfiguren in Rastersystemen. Durch die gezielte Farb- und Formen-Aktivität der Bilder von Robert Dufter entsteht eine Interaktion zur Dynamik der Porsche Automobile. Dem Besucher bietet sich ein Erlebnisraum aus Kunst, Design und Technik. www.robert-dufter.de, www.instagram.com/robertdufter
„23_02_01_Farb_Tektonik“ 100 x 80 cm, Acryl auf Leinwand
„23_02_22_Farb_Tektonik“ 90 x 60 cm, Acryl auf Leinwand
Rosenheim
Lokschuppen
Rathausstr. 24, 83022 Rosenheim, Tel. 08031-365-9036 lokschuppen@vkr-rosenheim.de, www.lokschuppen.de Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa, So und Feiertage 10-18 Uhr Vulkane, bis 10.12.23 Von Island bis Neuseeland, vom Mittelatlantischen Rücken bis nach Südamerika: Forscher*innen berichten über neueste Erkenntnisse. Über das Leben jener 10% der Weltbevölkerung, die in direkter Nachbarschaft mit den Gefahren leben. Heldinnen & Helden, ab 8.3.24 Legendär. Populär. Selbstlos. Vom Heldenmythos bis zur modernen Alltagsheldin ( 54 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Städtische Galerie Rosenheim
Max-Bram-Platz 2, 83022 Rosenheim, Tel. 08031-365-1447 galerie@rosenheim.de, galerie.rosenheim.de Instagram staedtische.galerie.rosenheim, facebook.com/StadtischeGalerieRosenheim Di-So 13-17 Uhr, 6.1., 13.2. 13-17 Uhr Montags und sonstige Feiertage geschlossen Sehnsuchtsblaue Ferne! Der Münchner Landschaftsmaler August Seidel (1820-1904) und Weggefährten 10.12.23-12.5.24 Die Ausstellung „Sehnsuchtsblaue Ferne!“ lädt zu einer Zeitreise ins 19. Jahrhundert – zurück in die ländlichen Lebenswelten des Münchner Umlands über Garmisch und Inntal bis nach Italien. Die Schau gibt einen umfassenden Einblick in die Landschaftsmalerei August Seidels, dessen Schaffensprozess von der Skizze, über Vorstudien bis hin zum großformatigen Ölgemälde. Begleitend werden ausgewählte Arbeiten namhafter Weggefährten wie Adolf Lier, Christian Morgenstern, Carl Spitzweg, Eduard Schleich d. Ältere oder Albert Zimmermann präsentiert. Tauchen Sie ein ins 19. Jahrhundert und dessen romantischer, realistischer und intimer Landschaftsmalerei, die mit satten Farben, lichtgeführten Perspektiven und idyllischen Panoramen bezaubert.
August Seidel (1820-1904), „Ernteszene bei Brannenburg“, Öl auf Papier, Privatbesitz, Foto © Martin Weiand
Friedrich Voltz (1817-1886), „Getreidefeld“, Öl auf Leinwand, Städtische Galerie Rosenheim. Foto © Martin Weiand
Ruhpolding
Galerie Kaysser
Andrea Kaysser, Hauptstr. 28, 83324 Ruhpolding Tel. 08663-3559798, mobil 0170-4204108 Andrea.Kaysser@Galerie-Kaysser.de, www.Galerie-Kaysser.de Mi-Fr 10-12 Uhr und 15-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr und 15-17 Uhr, So 11-13 Uhr und 15-17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung Mira von Wasielewski Wolfgang von Wasielewski „Idylle und Abstraktion“, Gemälde, Linolschnitte und Zeichnungen bis 14.1.24
Mira von Wasielewski, „Lesezeit mit Maus“
Wolfgang von Wasielewski, „Roter Segler“
Schwabmünchen
Museum & Galerie der Stadt Schwabmünchen
Holzheystr. 12 , 86830 Schwabmünchen, Tel. 08232-950260 www.kultur-schwabmuenchen.de Mi 14-19 Uhr, Sa/So 10-17 Uhr, Feiertage14-17 Uhr WeltSpielZeug und Notspielzeug, bis 7.1.24 Spielzeug von Kindern aus Afrika, Asien und Lateinamerika.
KURZ NOTIERT
Die Staatsgalerie in der Benediktinerabtei Ottobeuren ist wieder geöffnet: Seit April kann man diese attraktive Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erneut besichtigen. Dann öffnet das neu konzipierte Klostermuseum seine Türen, in dessen Rundgang die Staatsgalerie integriert ist. Die Ottobeurer Galerie ist mit 37 Exponaten eine der kleinsten Filialen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Die Besucher:innen treffen auf herausragende Gemälde des späten Mittelalters aus dem Allgäu und aus Schwaben sowie auf eine reizvolle Auswahl von Werken des europäischen Barock. Glanzstück ist die um 1450 entstandene „Ottobeurer Marientafel“ mit ihren kleinteiligen Darstellungen. Palmsonntag bis Allerheiligen tägl. 10-12 Uhr und 14-17 Uhr. In der übrigen Zeit des Jahres eingeschränkte Öffnungszeiten. www.pinakothek.de/staatsgalerien M:ART ( 55 )
Bayern Schöngeising
Bauernhofmuseum Jexhof
82296 Schöngeising, Tel. 08153-93250, www.jexhof.de Di-Sa 13-17 Uhr, So und Feiertage 11-18 Uhr „Udos Welt. Leben im subtropischen Alpenvorland vor 12 Mio. Jahren“. Bis 4.2.24 2016: Udo Lindenberg wird 70. Und: Knochen eines Menschenaffens der PrimatenGattung Danuvius werden in Pforzen bei Kaufbeuren gefunden. Der sensationelle Fund bekommt den Namen des Rocksängers. Der Fund wirft viele spannende Fragen auf: Auf welcher Entwicklungsstufe der Menschheitsgeschichte steht Udo? Was macht die Epoche des Miozäns, in welcher er lebte, aus? Die Ausstellung versucht, Erd- und Menschheitsgeschichte auf unsere Region zu projizieren. Einen sehr aktuellen Bezug hat das Ausstellungsthema zum Klimawandel, ist doch die CO2-Konzentration heute fast so hoch wie im Miozän. Mit Nachbildungen damals lebender Tiere, Repliken von Primaten-Schädeln zum Anfassen, Fossilienfunden und Gesteinsproben wird ein plastisches Bild einer vergangenen Zeit gezeichnet.
So könnte Udo ausgesehen haben. Zeichnung: Ruth Strähhuber
Bauernhofmuseum Jexhof
82296 Schöngeising, Tel. 08153-93250, www.jexhof.de Di-Sa 13-17 Uhr, So und Feiertage 11-18 Uhr Vom Landgericht zum Landkreis Fürstenfeldbruck 1823-2023, bis 4.2.24
Schwabach
Städtische Galerie Schwabach
Königsplatz 29a, 91126 Schwabach kontakt@kuenstlerbund-schwabach.de, www.kuenstlerbund-schwabach.de Do-Fr 11-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr, So 13-16 Uhr, Eintritt frei Rosalinde Weber-Hohengrund bis 31.12.23 Hinter den Beobachtungen der farbigen Sinneswelt liegen auch tief verborgene Farbklänge der Seelenwelt. Diese sichtbar zu machen, eine Brücke zu bauen zwischen Geist und Stoff – das sieht Rosalinde Weber-Hohengrund als Aufgabe ihrer Malerei. Schwab_acht_ung – Harald Kienle Eröffnung: Fr 12.1.24, 19 Uhr, 13.1.-18.2.24 Sound, Skizzen und Notationen aus Holz. Der Bildhauer Harald Kienle erschafft eine Holz_Klang_Installation im Raum. (S)catched moments – Myongae Kyong Eröffnung: Fr 23.2.24, 19 Uhr, 24.2.-31.3.24 Aus „sketch“ und „catched“ wird scatched: Eingefangene Momente – Gedanken skizzen – als Grundlage der Arbeiten werden in Textilcollagen umgesetzt.
Rosalinde WeberHohengrund, „Nazrin Rashidova und Dirigent Kowalenko“
Harald Kienle
Myongae Kyong
Schwandorf Kebbel-Villa | Oberpfälzer Künstlerhaus Fronberger Str. 31, 92421 Schwandorf, Tel. 09431-9716 opf.kuenstlerhaus@schwandorf.de, www.kebbelvilla.de Di-Do 13-17 Uhr, So 11:30-17 Uhr u.n.V., Eintritt frei Hell Gette – Welcome to Hell, bis 10.12.23 Future Landscape Paintings Ausstellung von Absolvent*innen der Klasse von Nicole Wermers an der Akademie der Bildenden Künste München, bis 10.12.23 ( 56 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Stadtmuseum Schwandorf
Rathausstr. 1, 92421 Schwandorf, Tel. 09431-41553 stadtmuseum@schwandorf.de, www.schwandorf.de Mi, Fr, So 14-17 Uhr, Do 12-18 Uhr u.n.V. Puppenstuben, Kaufläden & Mehr: Ein-Blick in Privatsammlung und Museumsdepot 10.12.23-17.3.24 Historisches Spielzeug ist seit langer Zeit bei vielen kulturgeschichtlich interessierten Antiquitäten-Sammlerinnen und Sammlern ein großes Thema. Die in dieser Sonderschau präsentierten besonderen Exponate, welche eine wunderschöne Abbildung der realen einstigen Lebens- und Kaufwelten in Miniatur zeigen, stammen daher aus hochwertigen Privatsammlungen. Ebenso werden in den Depots der Museen viele Schätze aufbewahrt, deren Ausstellung sich mehr als lohnt. Sonderausstellungen sind daher immer wieder eine gute Gelegenheit, Einblicke in Privatsammlungen, aber auch in Museumsdepots zu gewähren. Die aufwendige Detailverliebtheit im Modestil der jeweiligen Zeit ist es bei „Puppenstuben, Kaufläden & Mehr“, welche Sammler, Museumsfachleute und jeden Ausstellungsbesucher gleichermaßen fasziniert.
Kaufläden aus der Zeit um 1900 bis 1920, rechts mit französischer Beschriftung
Schweinfurt
Kunsthalle Schweinfurt
Rüfferstr. 4, 97421 Schweinfurt, Tel. 09721-51-4721 info@kunsthalle-schweinfurt.de, www.kunsthalle-schweinfurt.de Di-So 10-17 Uhr, Do bis 21 Uhr, jeder 1. Donnerstag im Monat freier Eintritt Inge Gutbrod – take a bath in my light-soaked bodies, vol.1, bis 21.1.24 Mit dem Werkstoff Wachs hat sich Inge Gutbrod ein Material gesucht, das in der bildenden Kunst selten ist. Seine Ausdrucksmöglichkeiten lotet sie in den Bereichen Form, Farbe und Licht experimentell und zugleich sinnlich aus und spürt der Lichtdurchlässigkeit von Wachs in fortwährend neuen Werkreihen nach. Unter dem Titel „take a bath in my light-soaked bodies, vol.1“ zeigt die international tätige und vielfach ausgezeichnete Künstlerin einen Querschnitt ihres umfangreichen Schaffens. Speziell für die große Ausstellungshalle der Kunsthalle Schweinfurt entwickelte sie neue Rauminstallationen, die erstmalig gezeigt werden. Inge Gutbrod (*1963 in Nürnberg) studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und war Meisterschülerin bei Prof. Werner Knaupp. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet sie in Fürth.
Inge Gutbrod, „Im Licht baden – Schweinfurter Raum“, 2023 Atelieransicht, Wachsfliesen in Leuchtkästen, 14-teilig, Spiegelwand, Stahlsockel, Foto: Annette Kradisch © VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Museum Georg Schäfer
Brückenstr. 20, 97421 Schweinfurt, Tel. 09721-51-4820 mgs@schweinfurt.de, www.museumgeorgschaefer.de Di 10-20 Uhr, Mi-So 10-17 Uhr, Mo geschlossen (außer an Feiertagen) Esthetic Places – Idyllen in Franken, Thüringen und Sachsen, bis 25.2.24 von Traugott Faber, Johann Adam Klein und Karl August Lebschée
KURZ NOTIERT
Museum Schloss Ratibor Im ehemaligen Jagdschloss des Markgrafen von Brandenburg-Ansbach erwartet Sie ein Rundgang durch die Wohn- und Repräsentationsräume der früheren Besitzer, der Industriellenfamilie von Stieber, aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Zeugnisse zur Geschichte und Kultur der Stadt und des Landkreises Roth. Hauptstr. 1, 91154 Roth, Tel. 09171-848532, www.schloss-ratibor.de M:ART ( 57 )
Bayern Seeshaupt
Seeresidenz Alte Post
Alter Postplatz 1, 82402 Seeshaupt, Tel. 08801-9140 kultrur@seeresidenz-alte-post.de, www.seeresidenz-alte-post.de, tägl. 8-22 Uhr Klaus Fessmann – KlangFarben-FarbenKlänge, bis 17.2.24 Vom Klang der Bilder zu den Farben der Musik. Klänge sehen, Bilder hören, Musik riechen. Diese Themen hat Klaus Fessmann, emeritierter Professor, Pianist, Komponist, Autor und Maler zeit seines Lebens erforscht.
Klaus Fessmann, „Eruption I“, 2020, 100 x 100 cm, Tusche auf Himalaya-Papier
Selb
Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan
Werner-Schürer-Platz 1, 95100 Selb, www.porzellanikon.org Di-So, Feiertage 10-17 Uhr „Klo & Co. Sanitärkeramik vom Plumpsklo bis zur Hightech-Toilette“ Verlängert bis 7.4.24 Die Toilette ist heute ein so selbstverständlicher Teil unseres Lebens, dass wir sie gar nicht bewusst wahrnehmen. Dabei gehört das Bad inklusive eigener Toilette mit Wasserspülung erst seit ungefähr 70 Jahren zur Grundausstattung deutscher Wohnungen. Diese Sonderschau verfolgt die Geschichte der Toilette von der Antike bis in die Gegenwart. Mit witzigen Anekdoten, skurrilen Geschichten aus der Alltagskultur und überraschenden Erklärungen von Redewendungen beleuchten wir auf eine unterhaltsame Art ein Thema, über das wir sonst nur hinter vorgehaltener Hand reden.
BOK + Gärtner GmbH
Traunstein
Städtische Galerie im Kulturforum Klosterkirche
Ludwigstr. 12, 83278 Traunstein, Tel. 0861-164319 galerie@stadt-traunstein.de Mi-Fr 11-17 Uhr, Sa-So 13-18 Uhr, vom 21.12. bis zum 31.12.23 geschlossen Tom Hegen – Salz, bis 7.1.24 Luftbildfotografie ( 58 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Tutzing
Akademie für Politische Bildung
Buchensee 1, 82327 Tutzing, Tel. 08158-256-0, www.apb-tutzing.de, Mo-Fr 8-17 Uhr CHANGES: Malerei, Zeichnung, Fotografie, visuelle und konzeptionelle Arbeiten. GEDOK Künstlerinnen in der Akademie für Politische Bildung, Tutzing, bis Mai 24 Adidal Abou-Chamat, Silke Bachmann, Stella Bach, die 4 Grazien, Krisztina DoszaFarkas, Ruth Effer, Sabine Groschup, Renate Gehrcke, Ludowika Huber, Monika Humm, Lisa Hutter Schwahn, Claude Jones, Eva Kolmar, Carmen Kordas, Kirsten Kleie, Inge Kurtz, Patricia Lincke, Ina Loitzl, Hertha Miessner, Iris Nölle-Wehn, Ulrike Prusseit, Nina Radelfahr, Penelope Richardson, Martina Salzberg, Katharina Schellenberger, Susanna Schwarz, Julia Smirnova, Ursula Steglich-Schaupp, Cosima Strähhuber. Kuratorinnen: Inge Kurtz, Penelope Richardson
Ina Loitzl, „Paradoxon“, Collage auf LW lackiert, 70 x 50 cm, 2012
Martina Salzberg, „Saturi-riz“, Siebdruck auf Jeans auf LW gesteppt, 150 x 110 cm, 2023
Waldkraiburg
Städtische Galerie Waldkraiburg
Braunauer Str. 10, 84478 Waldkraiburg, Tel. 08638-95 93 08 galerie@kultur-waldkraiburg.de, www.galerie-waldkraiburg.de, Do- So 14-17 Uhr Nicola Staeglich – Farbe, schwebend Eröffnung: So. 4.2.24, 15:00 Uhr Dauer der Ausstellung: 4.2.-10.3.24 Nicola Staeglichs Aufmerksamkeit gilt der Farbe als Materie ebenso wie der Farbe als Lichterscheinung. Breite Pinselbahnen verdichten sich in Stäglichs Bildern zu geschlossenen sowie transparenten oder halb-transparenten Farbflächen, definieren Oberfläche und Raum. Die von ihr gewählten Trägermaterialien, flache Plexiglaskästen oder durchscheinende Folien, die neben und übereinander gehängt sind, reflektieren das vorhandene Licht. So entsteht zwischen gemalter Oberfläche und Grund ein leuchtender Raum im Raum, der die Farbe zum Schweben bringt. Öffnungszeiten: Do-So 14-17 Uhr, an Feiertagen geschlossen. Führungen für Schulklassen auf Anfrage!
Nicola Staeglich, „blue violet“, 2022. Foto: Roman März
Stadtmuseum Waldkraiburg
Braunauer Str. 10, 84478 Waldkraiburg, Tel.: 08638-95 93 08, www.museum-waldkraiburg.de, Do- So 14-17 Uhr Irmgard Seidl – Leben in Farben, bis 21.1.24 Do.–So. von 14–17 Uhr, 22.12. bis 3.1. sowie am 6.1. geschlossen. Sonderöffnung für Gruppen und Schulklassen nach Absprache. Eintritt frei! M:ART ( 59 )
Bayern Weiden
Internationales Keramikmuseum
Zweigmuseum der Neuen Sammlung – The Design Museum München Luitpoldstr. 25, 92637 Weiden, Tel. 0961-814242, www.ikmweiden.de Di-So und Feiertage 11-17 Uhr, Mo geschlossen 26.12.-30.12.23, eintrittsfreie Tage zum Jahreswechsel. Dank Die Keramischen e.V. Sonderausstellungen und Präsentationen: „Sammlung Seltmann – Porzellan aus China“. Über 100 erlesene Kostbarkeiten der Qing- Dynastie (1644-1912), verlängert bis Ende 24 „Keramik aus dem antiken Sudan, Becher mit Fragmenten“, ein Gastobjekt aus dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München, bis 13.4.24 Ständige Ausstellungen: Antike Meisterwerke griechischer Vasenkunst Antikensammlungen/Glyptothek München Keramik des Vorderen Orients und des Mittelmeerraumes Archäologische Staatssammlung – Museum für Vor- und Frühgeschichte München
Roy Hessing, Keramik aus dem antiken Sudan, Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München
Renate Kühling, Geometrischer Becher, Athen, 800-750 v. Chr., Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München
Wolfratshausen
Galerie Kunstturm am Schwankl-Eck
Obermarkt 33, 82515 Wolfratshausen, orga@kunstturm-wolfratshausen.de www.kunstturmwolfratshausen.de, Do-So 14-18 Uhr IT TAKES TWO TO TANGO Heinz Stoewer (www.heinzstoewer.de) und Ursula-Maren Fitz (www.fitzarte.de) Eröffnung: Do 22.2.24, 19 Uhr, 23.2.-23.3.24 In dieser Ausstellung bitten die Bilder von Heinz Stoewer die Objekte von UrsulaMaren Fitz zum Tango. Eine spannende Ausstellung, in der die Arbeiten kommunizieren, sich aktiv unterstützen und eine positive Spannung in den Raum zaubern. Und wie beim Tango geht es um achtsames Miteinander und sensiblen Austausch der Positionen. Ein wertiger und sehenswerter Tanz.
Würzburg
BBK-Galerie
Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg, Tel. 0931-3292166 kuenstlerhaus@bbk-unterfranken.de, www.bbk-unterfranken.de Fr-Sa 15-18 Uhr, So 11-18 Uhr BlackOut + Zeichnen zur Zeit, bis 17.12.23 Debütanten-Ausstellung, Daniele Dell‘Eva Totalausfall, Stromausfall, Filmriss, Aussetzer, Energiekrise, Dunkelheit, Chaos...
Fotogalerie Teresita Seib
Neubaustr. 22, 97070 Würzburg, Tel 0931-32094703 info@teresitaseib-fotogalerie.de, www.teresitaseib-fotogalerie.de Di-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-16 Uhr und nach Vereinbarung 75 Jahre FOTOCLUB WÜRZBURG Vernissage: 25.2.24 15-19 Uhr, 25.2.-24.3.24 Der Fotoclub Würzburg präsentiert anlässlich seines 75. Jubiläums eine besondere Ausstellung, ein Querschnitt des Schaffens verschiedener Clubmitglieder. Der fcw ist einer der aktivsten Fotoclubs in der Region. Er hat über 70 Mitglieder, engagierte Fotografen u. a. aus den Bereichen Landschaftsund Streetfotografie, Portrait-, Aktfotografie oder Natur- und Tierfotografie. Die Ausstellung zeigt die Highlights der letzten Jahre, darunter viele prämierte Werke.
Janina Reinhard
( 60 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Bayern Museum am Dom
Kiliansplatz 1, 97070 Würzburg, Tel. 0931-38665600, www. museum-am-dom.de Di-So 12-17 Uhr (und Feiertage), Mo geschlossen leaving paradise – Marco Wagner, bis 25.2.24
Museum im Kulturspeicher
Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg, Tel. 0931-322250 museum.kulturspeicher@stadt.wuerzburg.de, kulturspeicher.de Di 13-18 Uhr, Mi 11-18 Uhr, Do 11-19 Uhr, Fr-So 11-18 Uhr, Mo geschlossen HEXEN! Über Körper, Wissen und Macht, bis 14.1.24 Seit dem 15. Jahrhundert bis heute wurden anhand dieses Themas auch in der Kunst verschiedenste Bilder von Weiblichkeit geprägt: die hässliche Alte ebenso wie die junge, verführerische Femme fatale. Die Hexe war und ist ein faszinierendes Motiv in Werken seit Albrecht Dürer und Hans Baldung Grien.
Spitäle an der Alten Mainbrücke
Zeller Str. 1, 97082 Würzburg, Tel. 0931-44119, www.spitaele.de Täglich außer Mo 11-18 Uhr, Eintritt frei Eiszeit …!? Winterausstellung der VKU Eröffnung: 1.12.23, 19 Uhr, 2.12.-30.12.23 Malerei, Grafik, Fotografie, Objekt …. Künstlerinnen und Künstler der VKU zeigen ihre aktuellen Arbeiten Jubiläumsausstellung zum 50. Internationalen Filmwochenende Würzburg Eröffnung: 13.1.24, 19 Uhr, 13.1.-28.1.24 Eine umfassende Ausstellung zur Geschichte und Entwicklung des Filmwochenendes, mit verschiedenen Events und Rahmenprogramm. Alle Informationen unter www.filmwochenende.de Verwerfungen – Dietmar Modes Eröffnung: 2.2.24, 19 Uhr, 3.2.-25.2.24 Die Arbeiten dieser Ausstellung, Zeichnungen, Gemälde, Fotografie und Objektkunst, thematisieren in vielfältiger Weise Verwerfungen, Unstimmigkeit und Verunsicherung, Verschiebungen oder (Um-)Brüche.
Filminitiative Würzburg
Dietmar Modes
Würzburg/Randersacker
Atelier & Galerie Andi Schmitt
Maingasse 16A, 97236 Randersacker, www.andischmitt.de Besichtigung nach Vereinbarung: Tel. 0179-6891805 Malerei von Andi Schmitt Spessartmanufaktur, Marktplatz 7, 97828 Marktheidenfeld Mi-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr, www.spessartmanufaktur.de „Freischwimmer“ – Malerei von Christine Hahn und Andi Schmitt, bis Januar 24
Andi Schmitt, Dämmerung
M:ART ( 61 )
Baden-Württemberg Aalen
Galerie im Rathaus Aalen
Marktplatz 30, 73430 Aalen, www.aalen-kultur.de Mo-Mi 8:30-17 Uhr, Do 8:30-18 Uhr, Fr 8:30-12 Uhr, 14-17 Uhr, Sa 10-13 Uhr Sonntag und Feiertage 14-17 Uhr Petra Göhringer Machleid – verwachsen, 1.12.23-4.2.24 Gegensätzlicher können Werkstoffe nicht sein: Beton und Wachs. Petra Göhringer Machleid schätzt das Wechselspiel zwischen diesen Materialien. Milchige, partielle Durchlässigkeit des Lichtes kontrastiert gegenüber grauer Betonkompaktheit, Festigkeit gegenüber Weichheit. Das Wachs scheint verwachsen mit dem Beton. Doch während sich die Materialien von flüssig zu fest wandeln, tendieren sie dazu sich möglichst rasch wieder zu trennen. Im Erstarrungsprozess durchdringen sich die Materialien, treten als helle und dunkle Schichtungen hervor. Die glatten und rissigen Flächen zeigen sich als abstrakte Formlandschaften, lassen an Lebens spuren denken. Ergänzend dazu erlauben die Werkzeichnungen mit Kohle, Beton und Wachs einen anderen Blick auf das subtile Spiel zwischen den Materialien.
Albstadt
KUNSTMUSEUM ALBSTADT
Kirchengraben 11, 72458 Albstadt (Stadtteil Ebingen), Tel. 07431-160-1491 kunstmuseum@albstadt.de, www.kunstmuseumalbstadt.de Di-Sa 14-17 Uhr, So, Feiertage 11-17 Uhr Sex & Gewalt. Tödliches Begehren in der Kunst, bis 25.2.24 Wolfgang Flad – Ping Pong Skulptur und Wandarbeiten im Dialog mit der Sammlung, bis 21.1.24 Eine Reise um die Welt. Familienausstellung im jungen kunstraum, bis 29.9.24
Burgrieden-Rot
Museum Villa Rot
Schlossweg 2, 88483 Burgrieden-Rot, Tel. 07392-8335 info@villa-rot.de, www.villa-rot.de, Do-Sa 14-17 Uhr, So, Feiertage 11-17 Uhr Der gläserne Blick, bis 11.2.24 Till Augustin / Bettina Bürkle / Steffen Diemer / Peter Dreher / Peter Holl / Markus Lüpertz / Cristina Ohlmer / Ursula Palla / Johannes Pfeiffer / Jorge Sánchez Di Bello / Sabine Schäfer & Rosemarie Vollmer Das Wort Glas hat mehrere Bedeutungen. Damit gemeint sein können der Gegenstand, also z.B. das Trinkglas, oder der Werkstoff. Sein Einsatzbereich ist groß. Nicht nur in der Architektur, im Design, im Kunstgewerbe und vor allem bei Gebrauchsmaterialien in vielen Bereichen des menschlichen Lebens ist Glas unersetzlich. Und es ist ein Material, das uns sehr vertraut ist, denn wir haben täglich damit zu tun. Die Ausstellung „Der gläserne Blick“ greift die Bedeutungsvielfalt dieses Stoffes auf, zeigt Werke von zwölf Künstlerinnen und Künstlern. Ihre Arbeiten verwenden Glas als bildnerischen Werkstoff, zeigen es in Verbindung mit anderen Materialien oder beschäftigen sich auf ganz unterschiedliche Art mit Gegenständen aus Glas. So werden Glasflächen z.B. Träger akustischer Signale, der Spiegel zur Reflexionsfläche einer unterbrochenen und damit unvollständigen Sicht. Ein Aspekt findet ebenso Beachtung, nämlich seine markante Eigenschaft spektakulär zu zerbrechen. Ausgehend von der Faszination dieses Werkstoffs, seiner Substanz, Transparenz, optischen Leichtigkeit, Fragilität und Reflexion machen die Exponate Phänomene der Wahrnehmung sichtbar. Die physikalischen, optischen und mechanischen Eigenschaften von Glas bilden einen Themenbereich, einen zweiten markieren die Konnotationen auf inhaltlicher Ebene wie seine Härte, Schärfe, Klarheit, seine Vergänglichkeit und seine Bedeutung als Erkenntnismaterial, das tief blicken lässt, verbunden mit Aspekten der Utopie. Die Ausstellung bietet einen reizvollen, höchst ästhetischen Blick auf die Dinge. Angesprochen werden aber zugleich das Wissen um die Fragwürdigkeit von Erscheinungen und ein differenziertes Erlebnis von Außen- und Innenwelt. Es ist eine Mischung aus Schaulust und Unbehagen – „der gläserne Blick“ eben.
Peter Holl, „Junge im Regen“, 2010, © Peter Holl, VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Ursula Palla, „Karamellzimmer 1“, 2018/2022, © Bündner Kunstmuseum Chur und Ursula Palla
( 62 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Baden-Württemberg Bad Mergentheim
Residenzschloss Mergentheim
Schloss 16, 97980 Bad Mergentheim, Tel. 07931-12306-0 info@schloss-mergentheim.de, www.schloss-mergentheim.de 1. April bis 31. Oktober: Mi, Do, Fr, Sa, So, Feiertag 10:30-17 Uhr 1. November bis 31. März: Mi, Do, Fr, Sa 14-17 Uhr, So, Feiertag 10:30-17 Uhr Sonderausstellung. „Sterntaler. Märchenhafte Welten erleben“, bis 14.1.24
Baden-Baden
Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8B, 76530 Baden-Baden office@museum-frieder-burda.de, museum-frieder-burda.de, Di-So 10-18 Uhr NICOLAS PARTY. WHEN TOMORROW COMES, bis 18.2.24
Fellbach
Galerie der Stadt Fellbach
Marktplatz 4, 70734 Fellbach, Tel. 0711-5851-364 www.fellbach.de, Di-So 14-18 Uhr Bäume haben lange Gedanken – Der Bildhauer Edvardas Racevicius, 25.1.-7.4.24 Der litauische Holzbildhauer Edvardas Racevicius arbeitet mit frischen, naturbelassenen Stämmen und Ästen, wie sie zum Beispiel bei Baumpflegearbeiten anfallen. Astgabelungen, Verwachsungen, ungewöhnliche Wuchsformen sind Ausgangspunkt seiner Arbeit, wobei er das Spannungsfeld zwischen naturbelassenem Holz und gestalteter Form auslotet. Racevicius,1974 in Klaipeda, Litauen, geboren, besuchte das Kunstgymnasium Eduardo Balsio in Klaipeda, Litauen. Prägende Erfahrungen sammelte er bei dem litauischen Bildhauer Vilius Orvydas, einem Künstler, der den Repressionen der religionsfeindlichen sozialistischen Staatsdoktrin mit einer tief verwurzelten Spiritualität begegnete. Nach dessen Tod im Jahr 1992 begann Racevicius ein Studium der katholischen Theologie auf dem Priesterseminar Telšiai, in Litauen, das er später an der Pädagogischen Universität in Vilnius abschloss.
Gundelsheim am Neckar
Siebenbürgisches Museum
Schloss Horneck 1, 74831 Gundelsheim am Neckar, Tel. 06269-90621 www.siebenbuergisches-museum.de, Di-So, Feiertag 11-17 Uhr Eine Tracht Heimat! Trachten – Vielfalt – Gemeinschaft. Aquarelle von Juliana Fabritius-Dancu, bis 7.4.24 Die farbenfrohen und detaillierten Aquarelle der Illustratorin und Volkskundlerin Juliana Fabritius-Dancu (1930-1986) spiegeln die Vielfalt der siebenbürgischsächsischen Ortstrachten wider. Sie sind aber gleichsam auch historische Zeitdokumente unschätzbaren Werts, da sie die im Schwinden begriffene, siebenbürgischsächsische Trachtenlandschaft Mitte der 1970er Jahre im Bild festhalten und bis heute vermitteln. Im vielfältigen, multiethnischen Kulturraum Siebenbürgen kam der Tracht herausragende Bedeutung im Sinne einer ethno-kulturellen Differenzierung zu. Die siebenbürgische Trachtenlandschaft zeigt sich daher als sensibler Indikator des kulturellen Mit- und Nebeneinanders.
Juliana Fabritius-Dancu: Deutsch-Weißkirch. „Blau geschleierte junge Frau am ersten Tag nach der Hochzeit“. Aquarell, o. J., Siebenbürgisches Museum Gundelsheim Foto: © Siebenbürgisches Museum, Julia Koch
M:ART ( 63 )
Baden-Württemberg Göppingen
Kunsthalle Göppingen
Marstallstr. 55, 73033 Göppingen, www.kunsthalle-goeppingen.de Di-Fr 13-19 Uhr, Sa, So und Feiertage 11-19 Uhr Ausstellung Schloss Filseck, Galerie im Ostflügel, Mi-So und Feiertage 13-17 Uhr Daniel Biskup – Zeitenwende, bis 14.1.24 Daniel Biskup zählt zu den renommiertesten zeitgenössischen Fotografen Deutschlands. Er ist Fotojournalist und Dokumentarfotograf.
Heidenheim
KUNSTMUSEUM HEIDENHEIM
Picasso Plakate- und Druckgrafiksammlung Marienstr. 4, 89518 Heidenheim, Tel. 07321-3274810 kunstmuseum@heidenheim.de, www.kunstmuseum-heidenheim.de Di, Do-So u. Feiertag 11-17 Uhr, Mi 13-19 Uhr echt jetzt, bis 3.3.24 Das Trompe-l‘oeils feiert derzeit ein Comeback. Am Beispiel von rund 70 Werken beleuchtet die Ausstellung „echt jetzt“ das Phänomen illusionistischer Kunst in der Gegenwart. Hierbei trifft das Publikum auf täuschend echte Imitationen von Gegenständen, Materialien oder Strukturen, welche die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen lassen. Die Schau zeigt, welche Themen Kunstschaffende mit Hilfe illusionistischer Mittel behandeln und wie sie sich zu digitalen Tendenzen der Gegenwart verhält. Benjamin Moravec – Die Ränder der Fiktion, bis 3.3.24
Stefan Bircheneder, „Duschkabinen“, 2023 © Stefan Bircheneder
Karlsruhe
Städtische Galerie Karlsruhe
Lorenzstr. 27, 76135 Karlsruhe, Tel. 0721-133-4401/-4444 www.staedtische-galerie.de, Mi-Fr 10-18 Uhr, Sa, So 11-18 Uhr So viel Anfang! Künstlerinnen der Moderne und ihr Werk nach 1945, bis18.2.24 Die Ausstellung widmet sich 15 Künstlerinnen der Moderne und ihrem späten, nach 1945 entstandenen Werk. Dazu gehören beispielsweise Ella Bergmann-Michel, Hannah Höch, Ida Kerkovius und Jeanne Mammen. Mit experimentellen Collagen, abstrahierenden Gemälden und zeitkritischen Zeichnungen trugen sie vor 1933 zum Erfolg einer international vernetzten Avantgarde bei. Im NSSystem verfemt und teils außer Landes getrieben, konnten sie nach dem Zweiten Weltkrieg an ihre Anfangserfolge nur noch bedingt anknüpfen. Während ihr Frühwerk vielfach berühmt und in die Kunstgeschichte eingeschrieben ist, blieben ihre späteren Arbeiten lange Zeit unbeachtet.
Jeanne Mammen, „Palma Kunkel (Chinesische Mauer)“, um 1967/69 Jeanne-Mammen-Stiftung im Stadtmuseum Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Reproduktion: Mathias Schormann
Konstanz
Städtische Wessenberg-Galerie
Wessenbergstraße 43, 78462 Konstanz, Tel. 07531-900-2921 My Ullmann 1905-1995. Bilder, Bühne Kunst am Bau, bis 7.1.24 Werke der Mitbegründerin des Kinetismus ( 64 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Baden-Württemberg Kornwestheim
Museum im Kleihues-Bau
Stuttgarter Str. 93, 70806 Kornwestheim, Tel. 07154-202-7401 museen@kornwestheim.de, www.museen-kornwestheim.de Fr-So 11-18 Uhr, Führungen für Gruppen nach Absprache Matthias Garff. Wolkenkuckucksheim, bis 18.2.24 Überlebensgroße Tiere tummeln sich auf dem Boden, und die Insektenkästen an der Wand bestechen mit ihrer Vielfalt und Exotik. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die Insekten jedoch als Konstrukte aus Bonbonpapier und Draht, und die großen Vögel tragen Gummistiefel. Matthias Garff zeigt die tierische Vielfalt, aber auch deren Verletzlichkeit, indem er aus dem Müll der modernen Wegwerfgesellschaft märchenhafte Tierwesen erschafft. Die fabelhaften Abenteuer von Lurchi und Mecki, bis 8.9.24 Die Salamander Schuhfabrik und die Zeitschrift HÖRZU haben Kinder und deren Eltern raffiniert mit süßen Tiermaskottchen an die Marke gebunden. Die beiden Werbeikonen Lurchi, der schuhetragende Salamander, und Mecki, der abenteuerliche Igel, waren allseits bekannt. Folgen Sie Lurchi und Mecki durch fabelhafte Welten und erleben Sie ihre Abenteuer in dieser kulturhistorischen Ausstellung mit zahlreichen Mitmach-Stationen.
„Lurchi und Mecki“, Illustration von Virginia Romo
Matthias Garff, „Kiebitz“, 2022, Schlittschuh, Bauhelm, Thermoskanne, Kartoffelhacke, 100 x 65 x 25 cm. Foto: Natalia Luzenko aka Eulberg
Meßkirch
Kreisgalerie Schloss Meßkirch
Kirchstr. 7, 88605 Meßkirch, www.schloss-messkirch.de, Fr-So, Feiertag 14-17 Uhr Kreis-Bilder. Kunstschaffende blicken auf den Landkreis Sigmaringen, bis 17.3.24
Pforzheim
Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
Jahnstr. 42, 75173 Pforzheim, Tel. 07231-392126, schmuckmuseum@pforzheim.de www.schmuckmuseum.de, Di-So, Feiertage 10-17 Uhr Auf Abwegen Gefäß, Gerät und Schmuck am Rande der Vernunft, bis 11.2.24 Kuratiert von Ellen Maurer Zilioli Wo hört der Nutzen auf, und wo beginnt das Spiel jenseits der Funktion? Es ist längst nichts Neues mehr, dass einige Vertreterinnen und Vertreter der zeitgenössischen Silber- und Goldschmiedekunst den klassischen Kanon ihrer eigenen Disziplin, ihrer historischen Wurzeln und Traditionen hinterfragen. Da entstehen wilde Dinge, die gold- und silberschmiedische Tabus verletzen, die von Ungehorsam, von Regelverletzung zeugen. Da geraten goldene Regeln ins Wanken, ästhetische Normen werden diskutiert oder persifliert. Das Gerät, der Schmuck, das Objekt verwandeln sich in Paraphrasen ihrer jeweiligen Materie. Gesellschaftliche, kulturelle, politische Kritik begleiten diese Tendenzen. Die Schau zeigt Schmuck, Gerät und Objekte von 29 Künstlern, die übliche Sichtweisen in Frage stellen.
„STASH“, Silber, Stahl, Zinn David Clarke, 2020, Courtesy Galerie Zink, Waldkirchen & David Clarke © VG Bild-Kunst, Bonn 2023
M:ART ( 65 )
Baden-Württemberg Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
Jahnstr. 42, 75173 Pforzheim, Tel. 07231-392126, schmuckmuseum@pforzheim.de www.schmuckmuseum.de, Di-So, Feiertage 10-17 Uhr Gabi Dziuba & Friends, 25.2.-9.6.24
Ravensburg
Kunstmuseum Ravensburg
Burgstr. 9, 88212 Ravensburg, Tel. 0751-82-810 www.kunstmuseum-ravensburg.de Di 14-18, Mi-So 11-18 Uhr, Do 11-19 Uhr, montags geschlossen, außer feiertags Alexej von Jawlensky. Die Kunst ist eine geistige Sprache, bis 3.3.24 Die Ausstellung widmet sich dem bedeutenden Expressionisten Alexej von Jawlensky (1864–1941 RU). U. a. beeinflusst durch die Kunst wichtiger Wegbereiter der Moderne sowie der Fauvisten wirkt der Künstler an der Münchner Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“ mit und löst sich früh von einer naturalistischen Malerei. Jawlensky interessiert sich nicht für ein „reales Abbild“ der Außenwelt, vielmehr spürt er dem »Wesen der Dinge« und einem inneren Ausdruck nach. In langjährigen Werkserien arbeitet er an Bildthemen, deren Ausdruck er durch Vereinfachung der Formen sowie Intensivierung der Farbe steigert. Die Ausstellung beleuchtet Jawlenskys unermüdliche Beschäftigung mit der Autonomie der Farbe und seine zunehmende Anknüpfung an spirituelle und religiöse Bildkonzepte.
Alexej von Jawlensky, „Prinzessin mit weißer Blume“, 1913, Horst und Gabriele Siedle Kunststiftung, Furtwangen, Foto: Bernhard Strauss
Alexej von Jawlensky, „Meditation (Die Urgewalt)“, 1936, Öl auf Leinwand auf Malkarton, 51 x 57 cm, Kunsthalle Emden – Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van de Loo
Reutlingen
Kunstmuseum Reutlingen | Spendhaus
Spendhausstr. 4, 72764 Reutlingen, Tel. 07121-3032322 kunstmuseum@reutlingen.de, www.kunstmuseum-reutlingen.de Mi, Sa, So, Feiertag 11-18 Uhr, Do, Fr 14-20 Uhr, Do Eintritt frei Dunkle wilde Rosen. Pflanzen und Landschaften in der Kunst Wilhelm Laages (1868–1930), bis 4.2.24 Wolfgang Folmer: an sich. Retrospektive, bis 3.3.24 Wolfgang Folmer (*1960) arbeitet in den Medien Zeichnung, Druckgraphik, Foto grafie, Video, Malerei, Performance und an Projekten im öffentlichen Raum. Mit dieser medialen und stilistischen Vielfalt hat der Künstler über Jahrzehnte eine originäre Position in der Gegenwartskunst herausgebildet, die darauf wartet, von einem breiteren Publikum entdeckt zu werden. Folmer greift eine große Bandbreite an Themen auf und kombiniert Wirklichkeitsebenen: von der Auseinandersetzung mit Krieg, von menschlichen Ausnahmesituationen über die Bewältigung von bedrückendem Katholizismus und sexuellen Tabus hin zu biographischer Selbstbeobachtung und dokumentarischen Untersuchungen der Entfremdung von der Natur. Die als Retrospektive angelegte Ausstellung erstreckt sich über zwei Standorte des Kunstmuseums Reutlingen.
Wolfgang Folmer, o.T., 2018. Vektorgrafik, 60 x 80 cm. © Wolfgang Folmer
Wolfgang Folmer, o.T., 2003. Bleistift und Farbstift auf Transparentpapier, 30 x 42 cm. © Wolfgang Folmer
Riegel a. K.
Kunsthalle Messmer
Grossherzog-Leopold-Platz 1, 79359 Riegel a.K., info@kunsthallemessmer.de, www.kunsthallemessmer.de, Di-So, feiertags 10-17 Uhr Marc Chagall. Geträumte Welten, bis 25.2.24 ( 66 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Baden-Württemberg Schorndorf
Q Galerie für Kunst Schorndorf
Karlstr. 19, 73614 Schorndorf, Tel. 07181-4823799, www.q-galerie.de Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa/So und Feiertage 11-18 Uhr Jan-Hendrik Pelz und SUPER VIVAZ – „ZEITGLEICH“ Vernissage: Mo 11.12.23, 20 Uhr, 12.12.23-28.1.24 Für „An Inner Place“ porträtierte Jan-Hendrik Pelz Menschen, die durch Krieg oder Terror zur Flucht gezwungen wurden. Die einzelnen Ölgemälde sind zu lebensgroßen Bild-Objekten zusammengefügt, eröffnen dadurch den Schritt von der Fläche in den Raum und kommen so, mit den Mitteln der Malerei, zu einer umfassenderen Ansicht der dargestellten Personen. Das Thema Mobilität beschäftigte das Künstlerduo SUPER VIVAZ schon in ihren ersten gemeinsamen Arbeiten. SUPER VIVAZ leben und arbeiten in Stuttgart. Bei ihren Skulpturen und raumgreifenden Installationen bedienen sie sich einer vielfältigen Materialpalette, wobei Keramik oft ein zentrales Element darstellt.
Arbeit von Super Vivaz © Super Vivaz
Arbeit von Jan-Hendrik Pelz © Ivana Skvorcevik
Schwäbisch Gmünd
Museum und Galerie im Prediger
Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd, Tel. 07171-603-4130, -4127 museum@schwaebisch-gmuend.de, www.museum-galerie-fabrik.de Di, Mi, Fr 14-17 Uhr, Do 14-19, Sa, So 11-17 Uhr Querschnitt 2023. Jahresausstellung des Gmünder Kunstvereins 16.12.23-21.1.24 (Galerie im Prediger) Druckstarkes von A(ntes) bis Z(ippel). Grafik-Highlights der 60er- und 70er-Jahre bis 12.5.24 (Museum im Prediger) Mondlandung und Woodstock, Vietnamkrieg und Studentenrevolte, Ölpreisschock und Wirtschaftskrise: Die 60er- und 70er-Jahre waren von Auf- und Umbruch geprägt, brachten eine Popularisierung wie auch eine Politisierung der Kultur. Die Lust an einem neuen Lebensgefühl und die politischen Spannungen der Epoche spiegeln sich auch in der Kunst. Die Ausstellung nimmt diese spannende Zeit in den Blick und zeigt dazu 50 druckgrafische Arbeiten. Sie stammen von namhaften und renommierten Künstlerpersönlichkeiten, darunter Horst Antes, Willi Baumeister, Joseph Beuys, Günter Fruhtrunk, Otto Herbert Hajek, Heinz Mack, Georg Karl Pfahler, Lothar Quinte, Klaus Staeck, Günther Uecker, Ben Willikens, Wolf Vostell und Eva Zippel.
Abb.: Fritz Köthe, „Rowenta“, 1972, Offset-Lithographie, 60 x 50,4 cm (Blatt), 34,9 x 30,3 cm (Bild). Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart.
M:ART ( 67 )
Baden-Württemberg Stuttgart
Galerie Bovistra
Ludwigstr. 66, 70176 Stuttgart, Tel. 0171-5263321 info@bovistra.com, www.bovistra.com Fr 14:30-18:30 Uhr u.n.V. Frank Lorenz – ONE ARTIST SHOW – Der Berliner Maler in Stuttgart 9.12.23-26.1.24
Galerie Bovistra
Ludwigstr. 66, 70176 Stuttgart, Tel. 0171-5263321 info@bovistra.com, www.bovistra.com Fr 14:30-18:30 Uhr u.n.V. „ONE DAY | LISSABON“ – Ralf Wehrle und Uwe Frank Vernissage: Sa 3.2.24, 19 Uhr, 3.2.-12.4.24 Mit „One Day Lissabon“ nehmen die beiden Fotografen die Betrachter mit auf Entdeckungstour in die beeindruckende Hauptstadt Portugals. Die Stadt des Lichts, wie sie auch genannt wird, liegt am Atlantik in der Meeresbucht des Rio Tejo. Lissabon steht weltweit wie keine andere Stadt für die Seefahrt. Von hier aus starteten die Großen Seemänner ihre Entdeckungsreisen. Die malerische Altstadt, in der die historischen Straßenbahnen aus den 1930er Jahren durch unglaublich schmale und steile Gassen fahren, liegt zu Füssen der maurischen Burg Castelo de Sao Jorge. „One Day“ gehört zu einer Serie der Fotografen, in der sie eine Stadt an einem Tag und einer Nacht, aus ihrer ganz persönlichen und nicht touristischen Sicht, fotografisch festhalten und die Bilder teils übermalt und technisch verändert, künstlerisch darstellen.
Linden-Museum Stuttgart
Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, Tel. 0711-2022-3 info@lindenmuseum.de, www.lindenmuseum.de, Di-So 10-17 Uhr, Mi 10-20 Uhr Stuttgart – Afghanistan Verbinden – Erzählen – Begegnen, 27.1.-28.7.24
Kunstmuseum Stuttgart
Kleiner Schlossplatz 13, 70173 Stuttgart, Tel. 0711-216-19600 info@kunstmuseum-stuttgart.de, kunstmuseum-stuttgart.de Di-So 10-17 Uhr, Fr 10-20 Uhr, Mo geschlossen Frischzelle_30: Simone Eisele, bis 22.9.24 Brauchtümer und Rituale: Objekte aus Textilien, Holz und Hartschaumstoff Otto Herbert Hajek, bis 6.10.24 Plastiken, Gemälde und Grafiken aus dem Bestand der O. H. Hajek-Kunststiftung
Tübingen-Hirschau
Atelier & Galerie Beylich
Hakenweg 42, 72070 Tübingen-Hirschau, www.galeriebeylich.de Beiträge auf der Internetseite der KünstlerGilde: www.kuenstlergilde.eu Besichtigung nach vorheriger Absprache per E-Mail: eru.beylich@t-online.de Udo Beylich – Malerei
Udo Beylich, „Koan-Allia-Jacta-Sunt“, 2022, 100 x 100 cm
( 68 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Baden-Württemberg Ulm
Virtuelle Ausstellung auf Facebook
Veranstalter: H. F. Schweitzer, Berufsfachschule für bildende Kunst München Starnberg, Tel. 0177-7501459 BILDER GEGEN GEWALT Eröffnung: 10.12.23, 13-18 Uhr und 11.12.23 nach tel. Vereinbarung, Eintritt frei Anlässlich des Tags der Menschenrechte (10.12.) zeigt der Initiator Hubert Franz Schweitzer von der Berufsfachschule und die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) die 24. Ausstellung „Bilder gegen Gewalt“. Er ist selbst Überlebender von Gewalt. Als 20-Jähriger und damals Neu-Ulmer hatte er die Sowjetische Intervention 1968 in Prag erlebt und einen Bauchschuss erlitten. Die Ausstellung zeigt eine knappe, auf das Wesentliche konzentrierte Bildsprache und mit einem schonungslosen Realismus vorgetragene Anklage gegen den Missbrauch politischer Gewalt und Unterdrückung. Gezeigt werden Arbeiten von Kunstschülern und Künstlern.
Plakat der Berufsfachschule für bildende Kunst, 2001
H. F. Schweitzer, o.T., Fotografie
kunsthalle weishaupt
Hans-und-Sophie-Scholl-Platz 1, 89073 Ulm, Tel. 0731-161-4360 www.kunsthalle-weishaupt.de Di-So 11-17 Uhr, 1.-15.12.23 geschlossen Dynamic. Bewegung in der Sammlung, 16.12.23-25.2.24 Mit Werken von Jürgen Klauke, Brigitte Kowanz, Robert Longo, Heinz Mack, Jean Tinguely u.a. Wellenmuster, Spiegelflächen, Lichtgeflimmer oder tanzende Körper! Die kunsthalle weishaupt zeigt in dieser Werkschau künstlerische Positionen aus der Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt, die Bewegung auf vielfältige Weise für uns sichtbar machen. Vom dynamischen Pinselstrich bis hin zu mechanisch bewegten Reliefs – statt Stillstand erfahren die Besucher*innen Impulse, Schwingungen und Lebendigkeit. Die Ausstellung präsentiert auf der zweiten Kunsthallenetage exemplarisch das weite Feld der bewegten Kunst und lädt dazu ein, das Dynamische im Kunstwerk zu entdecken.
Robert Longo, „Untitled (The Face)“, 2002, Kohle auf Papier, 168 x 275 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2023
Kunstverein Ulm e.V.
Kramgasse 4, 89073 Ulm, Tel. 0731–66258 info@kunstverein-ulm.de, Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr Gesichtspunkte – Carla Hohmeister, bis 3.12.23
Museum Ulm
Marktplatz 9, 89073 Ulm, Tel. 0731-161-4330 info.museum@ulm.de, www.museumulm.de Kunststoff − Zauberstoff: Freiheit und Grenzen der Gestaltung, bis 7.1.24 Wegen Umbauarbeiten ist das Museum Ulm bis in den Herbst 2025 geschlossen. Die Ausstellungen finden in der benachbarten kunsthalle weishaupt statt.
M:ART ( 69 )
Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen
Galerie Bovistra
Voltastr. 4, 78050 Villingen-Schwenningen, Tel. 0171-5263321 info@bovistra.com, www.bovistra.com, Do 18-20:30 Uhr u.n.V. „Abenteuer: FARBE“ zum 70. Geburtstag des Stuttgarter Malers Hannes Steinert. Vernissage: Sa 20.1.24, 19 Uhr, 20.1.-21.3.24 Eine faszinierende Reise in die Welt der Sinne. Ein einfacher Pinselstrich oder ein Tupfer Farbe auf Leinwand kann eine ganze Geschichte erzählen. In der Farbenwelt von Hannes Steinert gibt es keine Grenzen, nur endlose Möglichkeiten für völlig unterschiedliche Abenteuer und kreative Entfaltung.
Waldenbuch
Museum Ritter
Marli Hoppe-Ritter-Stiftung zur Förderung der Kunst Alfred-Ritter-Str. 27, 71111 Waldenbuch, Tel. 07157-53511-0 besucherservice@museum-ritter.de, www.museum-ritter.de Di-So und Feiertage 11-18 Uhr, 26.12. und 1.1., 14-18 Uhr, 24./25./31.12. geschlossen Rozbeh Asmani. All Our Colours, bis 7.4.24 Rozbeh Asmani setzt sich künstlerisch mit der Ästhetik der Marktwirtschaft ausein ander. Die Soloschau präsentiert prominent seine Werkgruppe „Colourmarks“, die das Ergebnis einer Recherche zu Farbmarken ist, die beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet sind. Zu sehen sind große, farbig plakatierte Billboards sowie kleinere Fotoarbeiten. Made of Paper, bis 7.4.24 Die Ausstellung vereint ein breites Spektrum an Arbeiten, bei denen Papier das Material der künstlerischen Gestaltung ist. Papier ist ein ebenso vielseitiger wie geduldiger Werkstoff. Oft ist es fragil und verletzlich, in Form von Pappe hingegen stabil und steif. Neben zahlreichen Arbeiten aus der Sammlung Marli Hopper-Ritter sind ausgewählte Leihgaben zu sehen.
Rozbeh Asmani, „Colourmarks Billboards“, Schwan-Stabilo Schwanhäuser GmbH & Co. KG / Aquatherm GmbH / Lidl Stiftung & Co. KG, 2022/23 © VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Foto: Rozbeh Asmani
Esther Stocker, „Ohne Titel“, 2015 © Künstlerin, Foto: Meinrad Hofer
Wangen im Allgäu
Städtische Galerie In der Badstube
Lange Gasse 9, 88239 Wangen im Allgäu, Tel. 07522-74247 kulturamt@wangen.de, www.wangen.de Di-Fr 14-17 Uhr, Sa 11-17 Uhr, So und Feiertage 14-17 Uhr, 24.12. und 31.12. geschlossen Auf Augenhöhe – Kathrin Landa, Wolfgang von Websky Porträtmalerei, bis 21.1.24 Im Herbst 1993 öffnete die Städtische Galerie In der Badstube erstmals ihre Pforten mit einer Ausstellung zum Thema „Baden Gehen“. Nach einer Reihe von Einzelausstellungen verschiedener Malerinnen und Maler mit Bezug zu Wangen kam es im Herbst 1995 zu einer Gedächtnisausstellung mit Gemälden zum 100. Geburtstag von Wolfgang von Websky (1895 Berlin – 1992 Wangen im Allgäu) – einem Maler des Expressiven Realismus. Insbesondere seine Porträts gelten als herausragende Bildwerke. In der Ausstellung anlässlich 30 Jahre Städtische Galerie In der Badstube wird seine Porträtmalerei derjenigen von Kathrin Landa (1980 in Tettnang, lebt in Berlin) begegnen. Die in Ravensburg aufgewachsene Künstlerin hat unter anderem in Leipzig Malerei studiert und gilt als Vertreterin der Neuen Leipziger Schule. Die Ausstellung beleuchtet beider künstlerischen Herangehensweisen und hinterfragt, wie sich ihre Menschenbilder zueinander verhalten und wie sie zu den Besuchenden sprechen.
( 70 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Sachsen Bautzen
Museum Bautzen – Muzej Budyšin
Kornmarkt 1, 02625 Bautzen, Tel. 03591-534933 museum@bautzen.de, www.museum-bautzen.de Di-So 10-17 Uhr (1.4.-30.9.), 10-18 Uhr (1.10.-31.3.) Sonderausstellung: Bautzen fasziniert – Stadtansichten von 1900 bis heute, bis 7.1.24 In der Sonderausstellung werden in Zeichnungen, Drucken, Gemälden und Computergrafiken einerseits topographisch stimmige, stadtgeschichtlich besonders aussagestarke Darstellungen der Stadt und andererseits freier komponierte Impressionen gezeigt. Fotografien ergänzen die vielfältigen Einblicke in die Stadt Bautzen. Die facettenreiche Ausstellung entwirft ein umfangreiches Bild der Stadt und des städtischen Kunstschaffens von 1900 bis heute. Kabinettausstellung: Himmel und Horizont – Visionen und Perspektiven. Grafiken alter Meister im Original und im 3D-Stereoblick, 9.12.23-7.4.24 Im Mittelpunkt der Ausstellungen stehen Grafiken des 15. bis 17. Jahrhunderts aus der Sammlung des Hans von Gersdorff zu Weicha, die durch einfache Experimente in ganz neuem Licht erscheinen. Es verbindet sich die pure Lust an den Originalen mit den Theorien der Perspektive, anamorphotischen Spielereien und faszinierenden Ausblicken in die Welt der Stereoskopie.
Eingefallenes Haus am Fleischmarkt, Erhard Gassan 1990, Foto: Holger Hinz © Museum Bautzen
Grafiken der Renaissance in 3D © Museum Bautzen
Chemnitz
Wasserschloß Klaffenbach
Wasserschloßweg 6, 09123 Chemnitz, Tel. 0371-26635-0 wasserschloss@c3-chemnitz.de, www.wasserschloss-klaffenbach.de Di-So, Feiertage 11-17 Uhr, 24.12.23 geschlossen Träume bauen, bis 28.1.24 Historische Bau-Spiel-Kästen aus der Sammlung Joachim Kleindienst Seit Jahrzehnten sammelt der Chemnitzer Joachim Kleindienst Baukästen aus Holz, Stein und Metall. Seine Sammlung erzählt Geschichten – von Kindern und ihren Träumen, vom Entdecken der Welt. Darüber hinaus gewährt sie auch spannende Einblicke in die Welt der Spielzeugherstellung und insbesondere in die Herstellung von Baukästen im Erzgebirge. Ab dem 18. November präsentiert der Chemnitzer Sammler eine Auswahl seiner Sammlung in einer exklusiven und vielseitigen Ausstellung im Wasserschloß Klaffenbach. Freuen Sie sich auf eine kleine Fantasiewelt, die über Generationen Großes bewirkt und immer wieder kleine und große Menschen zum Träumen angeregt hat.
Bau-Spiel-Kästen aus der Sammlung Joachim Kleindienst
Weise Galerie und Kunsthandel
Rosenhof 4, 09111 Chemnitz, Tel. 0371-694444, info@galerie-weise.de www.galerie-weise.de, Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr Das Konzept der 1990 als erste nach der Wiedervereinigung in Chemnitz gegründeten privaten Galerie ist es, Werke von jungen Künstlerinnen und Künstlern in den Dialog mit Werken von Meistern des 20. Jahrhunderts zu setzen. Ausstellungshinweise unter: www.galerie-weise.de M:ART ( 71 )
Sachsen Dresden
Museum für Völkerkunde Dresden – Japanisches Palais
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Palaisplatz 11, 01097 Dresden Tel. 0351-8144-841, voelkerkunde.dresden@skd.museum www.skd.museum Di-So 10-18 Uhr Sonderausstellung: Café Belarus II: Kassandra Komplex, seit 8.9.23 Dauerausstellung: Dialog unter Gästen – Das Damaskuszimmer in Dresden lädt ein!
Galerie am Damm
Körnerplatz 10, 01326 Dresden, Tel. 0351-2679218 www.galerie-am-damm.de, Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-14 Uhr Termine siehe Homepage
Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1, 01069 Dresden, Tel. 0351-4846400, www.dhmd.de, Di-So 10-18 Uhr Abenteuer Mensch, Dauerausstellung Von Genen und Menschen. Wer wir sind und werden könnten, seit 11.2.23 Let’s Talk About Mountains. Filmische Ansichten von Nordkorea, bis 26.5.24 In Kooperation mit dem Alpinen Museum der Schweiz, Bern
Stadtmuseum Dresden
Wilsdruffer Str. 2, 01067 Dresden, Tel. 0351-4887302 www.stadtmuseum-dresden.de, Di -So und Feiertage, 10-18 Uhr RASTER DER GEWALT im Rahmen der Werkstattausstellung MENSCHENanSCHAUEN – Von Blicken zu Taten, bis 7.7.24
Herrnhut
Völkerkundemuseum Herrnhut
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Goethestr. 1, 02747 Herrnhut Tel. 0351-4914-4261, voelkerkunde.herrnhut@skd.museum, www.skd.museum Die Ausstellungen sind wegen der Neukonzeption momentan geschlossen. Sonderausstellung ab 8.12.23 Das Projekt wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Leipzig
Galerie im Neuen Augusteum
Augustusplatz 10, 04109 Leipzig, kustodie@uni-leipzig.de, Tel. 0341-97-30170 www.kustodie.uni-leipzig.de, Di–Fr 11-14:30 Uhr und 15-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr Markus Gläser – Figuren, Bilder, Restaurierungen, bis 10.2.24 (Weihnachtspause 17.12.23-2.1.24) Der Künstler Markus Gläser ist seit über drei Jahrzehnten als freier Bildhauer und Restaurator in Leipzig tätig. Die Ausstellung gibt einen Überblick über sein vielseitiges Schaffen; dabei ist Gläsers Werk eng mit der Universität Leipzig verbunden: Er restaurierte, konservierte und ergänzte zahlreiche historische Kunstwerke, wie Grabplatten und Gedächtnismale aus der Universitätskirche, die Attikafigurengruppe der Universitätsbibliothek, den Figurenfries am Kroch-Hochhaus oder das Schinkeltor. Ebenfalls entstanden für die Universität auch Porträts bedeutender Wissenschaftler. Für Auftragsarbeiten und eigene Plastiken entstanden Zeichnungen, Bilder und Grafiken als erste Sichtbarmachung einer Gestaltungsidee. Markus Gläsers freie Arbeiten sind durch einen feinsinnigen Humor gekennzeichnet, sie spielen mit Redensarten, analysieren hintergründig die Tücken des Alltags, erzählen skurrile Geschichten oder fangen flüchtige Momente ein.
Markus Gläser, Frauenfigur „Beginn eines Brunnens“, Gips, 1993/95
GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig Tel. 0341-9731-900, mvl-grassimuseum@skd.museum www.grassimuseum.de, www.skd.museum, Di-So 10-18 Uhr Ausgestopft und Ausgestellt. Versuch einer Begegnung mit Jüdischen Museen bis 14.1.24 Emmy Rubensohn. Netzwerkerin und Musikförderin – von Leipzig bis New York bis 14.1.24 REINVENTING GRASSI.SKD – RE:OPENING Nr. 04: 30.11.23 Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Initiative für ethnologische Sammlungen der Kulturstiftung des Bundes ( 72 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Sachsen Kunstkraftwerk Leipzig GmbH
Saalfelder Str. 8b, 04179 Leipzig, Tel. 0341-52950895 info@kunstkraftwerk-leipzig.com, www.kunstkraftwerk-leipzig.com Do-So und Feiertage 10-18 Uhr Tropical Halo-Halo, bis 7.1.24 Interdisziplinäres, philippinisches Kollektiv Das Wunderland von Alice, bis 21.1.24 Eine multimediale Hommage an Lewis Carroll. Der Allzeit-Klassiker als digitales Kunstwerk.
Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstr. 38, 04229 Leipzig, Tel. 0341-231620, www.druckkunst-museum.de Mo-Fr 10-17 Uhr, So 11-17 Uhr, Sonderregelungen an Feiertagen Let’s print in Leipzig – LAB, verlängert bis 14.1.24 Rot, Grün, Blau – Colour Stories, 3.2.-9.6.24
Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstr. 10, 04109 Leipzig, Tel. 0341-216990 mdbk@leipzig.de, www.mdbk.de, Mi-Fr 14-18 Uhr gastgeben. greater form x MdbK, bis 8.12.23 Evelyn Richter. Ein Fotografinnenleben, bis 17.3.24
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Str. 6, 04109 Leipzig, Tel. 0341-22200 www.hdg.de/zeitgeschichtliches-forum, Di-Fr 9-18 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr Funafuti – Der Traum von Freiheit, bis 25.2.24 Arbeiten von Sabine Jaehnke
Markkleeberg
Deutsches Fotomuseum
Raschwitzer Str. 11, 04416 Markkleeberg, Tel. 034-6515711 www.fotomuseum.eu, täglich außer Mo 13-18 Uhr Heimat 1890 – Städte, Landschaften und Menschen, bis 31.3.24 Die Ausstellung ist ein Spaziergang durch das Land unserer Vorfahren. Gezeigt werden historische Fotografien aus der Sammlung des Deutschen Fotomuseums, entstanden zu Beginn der Wilhelminischen Epoche und zum Ende der BismarckÄra zwischen 1888 und 1890. Zu sehen sind Städte, Landschaften und Menschen abseits der großen Metropolen in romantischer Biedermeierlichkeit und noch nicht erfasst vom tosenden Aufzug der heraufziehenden Moderne. Die Fotografien sind letzte Zeugnisse der Lebensverhältnisse einer Epoche, bevor die Industrialisierung auch auf dem Lande Einzug hielt. Sie schildern eine kleinstädtische und ländliche Idylle, blenden aber gleichzeitig die Härte des damaligen Arbeitsalltags nicht aus.
Heimkehr von der Kirche, Thüringen, 1891
Holzsammlerin im Lauchagrund, Friedrichroda, 1891
Zittau
Städtische Museen Zittau
Klosterstr. 3, 02763 Zittau, www.museum-zittau.de, Di-So 10-17 Uhr Zittau 33. Machtergreifung in der südlichen Oberlausitz, bis 24.3.24 Es brennt. Feuer und Feuerabwehr in Zittau. Anlässlich 160 Jahre Freiwillige Feuerwehr Zittau, bis 24.3.24
Galerie Kunstlade
Oberlausitzer Kunstverein e. V. Lindenstr. 15, 02763 Zittau, Tel. 03583-700720 www.oberlausitzer-kunstverein.de, Di-Fr 13-17 Uhr, So 15-17 Uhr Žaneta Elisová – „Träume“, Malerei, Aquarell, Mischtechnik, bis 17.12.23
Zwickau
Kunstsammlung Zwickau Max-Pechstein-Museum
Lessingstr. 1, 08058 Zwickau, Tel. 0375-834510 www.kunstsammlungen-zwickau.de, Di-So und Feiertag 11:30-17 Uhr In den Booten. Doris Ziegler, bis 14.1.24 Das Boot als existentielles Symbol für einen permanenten Übergang mit ungewissem Ziel. M:ART ( 73 )
Thüringen Apolda
Kunsthaus Apolda Avantgarde
Bahnhofstr. 42, 99510 Apolda, Tel. 03644-515364, www.kunsthausapolda.de Di-So 10-17 Uhr REMBRANDT – Meisterwerke der Radierkunst, 14.1.-28.4.24 Das Kunsthaus Apolda Avantgarde präsentiert mit ca. 75 Radierungen die eindrucksvolle Ausstellung „Rembrandt – Meisterwerke der Radierkunst“ aus den Beständen des Kupferstichkabinetts der Akademie der bildenden Künste Wien. Rembrandt Harmensz van Rijn (1606 - 1669) ist einer der bekanntesten Künstler weltweit. Durch einen lockeren Zeichenstil, ein reich abgestuftes Spiel des Helldunkels, die Verwendung eines tiefen, samtigen Schwarzes erzielte er bisher unvorstellbare malerische Effekte. Sein grafisches Werk zeichnet sich durch einen unerhört freien Umgang mit der Kunst der Radierung sowie durch seine Themenvielfalt aus. Die kleingliedrige, intime Struktur des Kunsthauses Apolda bietet hervorragende Möglichkeiten, in die unterschiedlichen Themenwelten dieses Künstlergenies einzutauchen und sorgt für einen Kunstgenuss in angenehmer Atmosphäre.
Rembrandt Harmensz van Rijn, „Selbstportrait mit federgeschmücktem Samtbarett“, Radierung, 1638, Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
Arnstadt
Schlossmuseum Arnstadt
Neues Palais, Schloßplatz 1, 99310 Arnstadt, Di-So 10-17 Uhr Wald: Lebensraum, Ressource, Inspiration, bis 7.1.24
Eisenach
KUNSTPavillon
Wartburgallee 47, 99817 Eisenach, Tel. 03691-724366, www.kunstpavillon.eu Mi-So 11-17 Uhr u.n.V. Wasserzeichen – Faszination des Wassers, bis 27.2.23
Erfurt
Angermuseum Erfurt
Anger 18, 99084 Erfurt, Tel. 0361-6551651 www.angermuseum.de, Di-So, Feiertage 10-18 Uhr Vilnius Vibes. Kunst aus der baltischen Kapitale, bis 14.1.24 Die litauische Hauptstadt Vilnius ist seit 1972 Partnerstadt von Erfurt. Vilnius, die bevölkerungsreichste Stadt Litauens, trug 2009 den Titel Kulturhauptstadt Europas. Im Jahr 2023 begeht Vilnius feierlich das 700. Jubiläum ihrer urkundlichen Ersterwähnung. Mit Unterstützung der Botschaft der Republik Litauen in Deutschland und des Litauischen Kulturinstituts traf das Team des Angermuseums vor Ort Künstler:innen, besuchte Galerien, Ateliers und Museen. Diese Begegnungen machten deutlich, dass in Vilnius eine besondere Stimmung des Aufbruchs herrscht, ein Optimismus in Bezug auf die Entwicklung der internationalen Kontakte in Wirtschaft, Politik und Kultur. Die Werke von 15 Künstlerinnen und Künstler übertragen nun einige der vitalen Schwingungen, wir nennen sie die „Vilnius Vibes“, nach Erfurt.
Severija Incirauskaite, „Spring Is In The Air“, 2022, © Severija Incirauskaite
( 74 ) M:ART Ausstellungsanzeiger 1/2024
Thüringen Galerie + Projektraum | Kunsthaus Erfurt
Michaelisstr. 34, 99084 Erfurt, Tel. 0361-5402437 info@kunsthaus-erfurt.de, www.kunsthaus-erfurt.de, Di-Fr 12-18 Uhr u.n.V. The Notion of Silence, bis 31.1.24 Nevin Aladağ, Lena Marie Emrich, Ossian Fraser, Lena von Goedeke, Jan Jelinek, Jeewi Lee, Mischa Leinkauf, Nik Nowak, Christina Wunderlich kuratiert von Lydia Korndörfer Die Ausstellung „The Notion of Silence“ spürt der Idee von Stille nach, einem gedanklichen Konstrukt, das in seiner Vollkommenheit niemals existieren kann und für den Menschen unerträglich wäre. Im Gewand des Innehaltens, Zu-Sich-Findens, der Reflexion und Naturverbundenheit erfährt die Stille gegenwärtig dennoch eine immer größere Romantisierung. Noise-Cancelling-Kopfhörer, Meditation und Yoga, Landflucht sowie Reisen an die entlegensten Orte der Erde gehören zu den Mitteln und Methoden, die in frenetischen Zeiten dieses rare Gut versprechen. Jürgen Grewe – Strange Days Eröffnung: 23.2.24, 20 Uhr, 23.2.-12.4.24 Jürgen Grewes in unwirkliches Licht getauchten Stillleben verströmen ein gewisses Gefühl von Artifizialität, das – bei aller Schönheit – die Betrachter auf Distanz hält und ebenso im Zweifel lässt. Diese unterkühlte Stimmung macht den besonderen Reiz von Grewes Kunst aus. Sie knüpft nicht einfach an die kunsthistorischen Zitate Kubismus oder kapitalistischer Realismus an, sondern aktualisiert die Referenzen, indem sie die Bilder in der Gegenwart verankert, die von einer schwer auf den Punkt zu bringenden Entfremdung im Spätkapitalismus kündet.
Ossian Fraser, „Untitled (Cabinet de Toilette)“, 2019, Fotografie, C-Print, 52 x 65 cm, © The Artist
Jürgen Grewe, „At the Party“, 2019, Wachs auf Holz, 190 x 130 cm, © The Artist
Kunsthalle Erfurt
im Haus zum Roten Ochsen, Fischmarkt 7, 99084 Erfurt, Tel. 0361-655-5660 www.kunstmuseen.erfurt.de, Di-So, Feiertage 11-18 Uhr, Do 11-22 Uhr René Burri: In Deutschland, bis 11.2.24 Der Schweizer Fotograf René Burri (*1933, Zürich, † 2014, Zürich) war einer der großen Bildjournalisten des 20. Jahrhunderts. Von 1955 bis Ende der 1980er Jahre war der Fotograf, Filmemacher und Maler Mitglied der renommierten Fotoagentur MAGNUM und im Auftrag namhafter internationaler Zeitschriften in der ganzen Welt unterwegs. Im Zentrum der Ausstellung steht sein bekanntester und vielleicht wichtigster Zyklus: „Die Deutschen“. Kuratiert wird sie vom Schweizer Kurator, Fotografen und Publizisten Daniel Blochwitz (*1973, Ilmenau). 1957 begann Burri die Nachbarn zu fotografieren. Vierzig Jahre lang begleitete er dann die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland. 1962 erschien die erste Fassung seines Buches „Die Deutschen“ mit Texten von Hans Magnus Enzensberger – ein Meilenstein der Fotopublizistik.
René Burri: „Munich, West Germany“, 1962, aus der Serie „Die Deutschen“, © René Burri / Magnum Photos. Fondation René Burri courtesy Photo Elysée
Kunsthalle Erfurt
im Haus zum Roten Ochsen, Fischmarkt 7, 99084 Erfurt, Tel. 0361-655-5660 www.kunstmuseen.erfurt.de, Di-So, Feiertage 11-18 Uhr, Do 11-22 Uhr Wer sind wir? Zu wem gehören wir? Nationale Identität versus Globalisierung? bis 11.2.24 M:ART ( 75 )
Thüringen Schlossmuseum Molsdorf
Schloßplatz 6, 99094 Erfurt, Tel. 036202-90505 www.kunstmuseen.erfurt.de, Di-So, Feiertage 10-18 Uhr Gestrandete Arche. Ulf Rickmann, bis 5.5.24 Die Natur in ihrer scheinbaren Realität geben Rickmann Inspiration in der künstlerischen Auseinandersetzung in Malerei und Grafik. Die ins Bild gebrachten Darstellungen von scheinbar existierenden Kleinstlebewesen wie z.B. Insekten, im Schwarm oder einzeln, geben dem Bild einen rätselhaften wie mystischen Ausdruck. Oft auch ins Skurrile gesteigert, findet Rickmanns Kunst Anerkennung auf nationalen wie internationalen Ausstellungen. Eine Kooperation mit der Galerie Thoms (Mühlhausen).
Ulf Rickmann, „Metamorphose IX“, 2020, © Ulf Rickmann
Galerie Waidspeicher
im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken, Michaelisstr. 10, 99084 Erfurt Tel. 0361-6551610, www.galerie-waidspeicher.de Di-So, Feiertage 11-18 Uhr Constanze Victoria Thieleke. Wie sieht dein Herz aus? Malerei, Zeichnung, Objekt, bis 4.2.24
Greiz
Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung mit SATIRICUM
Sommerpalais, Fürstlich Greizer Park, 07973 Greiz, Tel. 03661-70580 info@sommerpalais-greiz.de, www.sommerpalais-greiz.de Oktober bis März 10-16 Uhr, April bis September 10-17 Uhr, montags geschlossen am 24., 25. und 31.12. sowie Neujahr geschlossen Barbara Henniger. Werke aus sechs Jahrzehnten, bis 10.3.24 In der Beletage des Sommerpalais wird die „Grand Dame“ der ostdeutschen Cartoon-Kunst – Barbara Henniger – vorgestellt. Etwa hundert Blätter aus allen Schaffensphasen geben einen Überblick über das Werk der bekannten Zeichnerin. Als Autodidaktin hatte sie zunächst in Dresden Zeitungstexte illustriert, dann die eine oder andere Humorzeichnung untergebracht. Der berufliche Wechsel des Ehemannes nach Berlin zwang die junge Mutter, das Zeichnen zu intensivieren. Erste Veröffentlichungen im „Eulenspiegel“ wiesen den Weg, den die Künstlerin dann beharrlich weiter verfolgte - bis heute, auch wenn die 1938 Geborene mittlerweile etwas kürzer tritt. Zeit für das SATIRICUM, einen Rückblick auf fast sechs Jahrzehnte Henniger zu wagen. Kabinettausstellung: Satirische Weihnachten – mit NEL, bis 7.1.24 Zum dritten Mal präsentiert das SATRICUM eine Advents- bzw. Weihnachtsausstellung, die sich speziell mit den Festtagen und den damit verbundenen Bräuchen befasst – natürlich aus der humorvollen Sicht eines namhaften Karikaturisten. Eingeladen wurde dieses Mal der Erfurter Zeichner NEL. Die kleine Präsentation kann helfen, etwas Abstand zu gewinnen oder schon mal ein schönes Ausflugsziel für den Besuch an den Festtagen zu erkunden. Eines ist jedenfalls sicher: Diese „andere“ Einstimmung auf das Fest ist mit Schmunzeln verbunden.
Barbara Henniger, „Bücher“
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Nel, „Backwahnsekte“
Thüringen Jena
Kunstsammlung Jena
Städtische Museen Jena, Markt 7, 07743 Jena, Tel. 03641-4-8250 kunstsammlung@jena.de, www.kunstsammlung-jena.de, Di-So 10-17 Uhr Multiples – Sammlung Opitz-Hoffmann, 16.12.23-17.3.24 Multiples, zu Deutsch Auflagenobjekte, sind beispielhaft für den Anspruch von Künstlerinnen und Künstlern in der Nachkriegszeit, sich mit neuen Ideen gegen die etablierten Formen der Kunst zu wenden. Das Motto „Kunst für alle!“ wurde zum Schlüsselgedanken für die neue Ausdrucksform. Viele der nationalen und internationalen Positionen in der Sammlung Opitz-Hoffmann entwickelten sich aus diesem Nährboden. Das Ausstellungsprojekt der Kunstsammlung Jena vereint Multiples von über 30 Künstlerinnen und Künstlern. Dabei bestechen die Arbeiten nicht nur mit ihren zeit- und gesellschaftskritischen Ideenhintergründen, vor allem wissen sie mit Witz, Originalität und ästhetischer Raffinesse zu unterhalten.
Bernhard Johannes Blume, „Heilsgebilde (Gott)“, 1990, Multiple, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024
Schleiz
Museum Schloß Burgk
Burgk 17, 07907 Schleiz, Tel. 03663-400119 museum@schloss-burgk.de, www.schloss-burgk.de November bis März: Di-So 11-16 Uhr Heike Stephan – Ein Künstlerleben zwischen Provinz und Prominenz 2.12.23-18.2.24 Heike Stephan widmet sich in ihrem Schaffen u.a. sozialen und zwischenmenschlichen Themen, sie wagt sich auch an die deutsche Geschichte, verknüpft diese mit aktuellen (gesellschafts-)politischen Fragestellungen und kann dafür auch aus ihrer eigenen bewegten Biografie schöpfen. Heike Stephan, 1953 in Thüringen geboren, studierte von 1975 - 1979 Kunstgeschichte und Germanistik an der Pädagogischen Hochschule Erfurt. Seit 1980 arbeitet sie als freischaffende Bildende Künstlerin, zunächst in Berlin, seit 2000 in Löhma/Saale-Orla-Kreis. Ihre Arbeiten sind vielseitig, ausdrucksstark und von hoher handwerklicher Qualität.
Weimar
Galerie Profil Weimar
Geleitstr. 11, 99423 Weimar, Tel. 03643-499801, www.galerie-profil .de Mi-Fr 12-18, Sa 10-16 Uhr u.n.V. Madeleine Heublein „Aufziehendes Wetter“, Malerei Zeichnung Grafik, bis 27.1.24 Künstler der Galerie, Malerei Grafik Skulptur, 1.2.-29.2.24 M:ART ( 77 )
* *** ***** ******* ********* * *********** *** ***** Das M:ART-Team ******* ********* wünscht Ihnen *********** * eine ruhige und besinnliche *** Weihnachtszeit ***** Das M:ART-Team ******* und einen guten Rutsch wünscht Ihnen ins Jahr ********* 2024. eine ruhige und besinnliche *********** Weihnachtszeit Das M:ART-Team und einen guten Rutsch ins Jahr wünscht Ihnen 2024. eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit
und einen guten Rutsch ins Jahr 2024.
Essay
Rudolf Wachter (1923-2011) Bildhauer Es müssen ja keine Bilder sein, sie dürfen Objekte bleiben. Überregionale, deswegen geben sie keinen Blick ins Freie. Das ist gut so. Wir brauchen keinen Ausblick ins Freie, wir sind sowieso Gefangene im Material und des Urteils, ja wir sind im Fokus und nirgendwo sonst. Wir sind im Zentrum der Gefangenschaft verfangen und Rudolf Wachter auch. Das ist seine Größe, das Panorama der Gefangenen ist der Stern von Bethlehem. Insofern sind seine Objekte der Stern von Bethlehem. Ein leises Winseln durchzieht den in Gewahrsam genommenen Stern, die Engel stürmen ins Paradies. Unterdessen plagen sich Leerstellen ab mit den Fußabdrücken der zurückgebliebenen englischen Heerscharen, die jedoch, nicht auf den Kopf gefallen, die Sträflinge verzaubern und ihnen einen Strick um den Hals legen, nicht um sie zu hängen, sondern als Auszeichnung, die nur mit einer Kettensäge zu bewältigen ist. Diese Auszeichnung läuft neben Rudolf Wachter einher, als sei er der Bittstürmer an der Pforte des Paradieses. Und das ist er auch. Ein Bittstürmer mit der Kettensäge um den Hals. Die Objekte laufen ihm nach in der Haltung des glücklichen Ausgangs. Daher sind die Bilder, die gehauenen, für das Glück bestimmt durch den Strick an der Kette. Die Kettensäge gibt die Gefangenen frei, sie setzt die Seiten, die entmaterialisierten Flächen, die durchgestellten Stellen in das ausgesägte Auge, das sich nicht schließt und auch nicht öffnet. Ein Wachter ist ein Wachter, wunderbar entkantet oder entdreht, das spielt keine Rolle, die furchtbaren Zweifel eines Gefangenen haben den Urzustand verlassen können, die Baumstämme in der Wucht ihrer Anhänglichkeit wurden dem Luftraum entrissen, die Gefangenen ruhen allseitig auf den aus Holz gemachten Thronen aus. Mit jeglichen Fasern des Glücks bemächtigen sie sich ihres Triumphs, er hat das Aussehen eines erlösten Schädels vor seinem eigenen, erstaunten Wald, dort geht er, der Rudolf Wachter, die Gefahr, die er liebt, vorausahnend, überwältigt ihn die Treue. Aus diesem Grunde sind wir Entlassene. Gila Stolzenfuß
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