81. Jahrgang
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03 2026
I. R.– Poste Italiane SpA | Spedizione in Abbonamento Postale D. L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 no 46) | art.1, comma 1 CNS Bolzano Tassa Pagata – Taxe Percue | mensile, edizione nr° 03
manufakt Die Fachzeitschrift für die Südtiroler Generation Handwerk +
WAS UNS VERBINDET DAS JAHRESTREFFEN DER GENERATION HANDWERK+ IN TRAMIN
Damit das Zuhause bleibt
INHALT
KLARER WUNSCH: MÖGLICHST LANGE IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN LEBEN.
Liebe Leserin, lieber Leser,
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ganz besonders freut es mich, in dieser Ausgabe über den großen Erfolg des heurigen, 63. Jahrestreffens der Generation Handwerk+ zu sprechen. Besonders beeindruckt hat mich, dass so viele Seniorinnen und Senioren aus ganz Südtirol mit dabei waren. Das ist für mich ein starkes Zeichen der Wertschätzung und des Zusammenhalts. Ein besonderer Dank für die Organisation unseres Treffens geht an die lvh-Bezirksgruppe Unterland, das Organisationsteam rund um Bezirksobmann Werner Amegg sowie an die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer. Der Gedanke geht ins nächste Jahr weiter: Die Vorfreude ist bereits da.
03|2026
Johann Zöggeler Landesobmann
Inhalt 03
HIGHLANDS UND HANDWERK Faszination Schottland
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JAHRESTREFFEN IN TRAMIN Gemeinschaft, die bleibt
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DOLCE VITA AN DER ADRIA Die Generation Handwerk+ beim Badeurlaub in Giulianova
Layout: Longo AG Druck: Fliridruck
Viele Wohnungen und Häuser sind nicht auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet. Eine Stufe am Eingang, eine schmale Tür oder eine hohe Badewanne können im Alter schnell zu Hindernissen werden. Mit rechtzeitigen Anpassungen wie bodengleichen Duschen, breiteren Türen oder Treppenliften lässt sich die Selbstständigkeit oft lange erhalten. Dafür braucht es Fachleute, die wissen, worauf es bei barrierefreiem Wohnen ankommt. Dafür braucht es jedoch Fachleute, die wissen, worauf es ankommt. Genau hier setzt der Lehrgang „Fachplaner für Wohnen im Alter“ an, den die Genossenschaft Wohnen im Alter gemeinsam mit dem Amt für Senioren, dem Amt für Menschen mit Behinderung und der Geometerkammer organisiert hat. Im Mittelpunkt standen Fragen, die künftig immer wichtiger werden: Wie kann eine Wohnung an die Bedürfnisse älterer oder beeinträchtigter Menschen angepasst werden? Welche rechtlichen Vorgaben sind zu beachten? Welche Förderungen stehen zur Verfügung? Und wie fühlt sich der Alltag an, wenn Beweglichkeit und Wahrnehmung eingeschränkt sind? Letzteres konnten die Teilnehmer mit einem geriatrischen Testanzug selbst erleben. 18 Geometer haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Damit aus guter Planung auch gute Lösungen werden, braucht es qualifizierte Handwerksbetriebe. Ob Türverbreiterungen, bodengleiche Duschen oder Treppenlifte – altersgerechtes Wohnen ist Teamarbeit. Unterstützung bietet die Plattform www.meinhandwerker.lvh.it. Dort finden Interessierte qualifizierte Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe aus über 60 Berufen – schnell, einfach und nach Bezirken, Gemeinden und Fachbereichen geordnet. Denn gutes Wohnen im Alter beginnt nicht erst dann, wenn Hilfe notwendig wird. Es beginnt dort, wo frühzeitig vorausgedacht wird – damit das Zuhause auch morgen noch ein Zuhause bleibt.
REISE NACH SCHOTTLAND
Schottland wie aus dem Bilderbuch GENERATION HANDWERK+ ENTDECKT BURGEN, HIGHLANDS UND DAS GEHEIMNIS DES WHISKYS. Gemeinsam unterwegs sein, Neues entdecken und besondere Momente erleben – genau dafür stehen die Reisen der Generation Handwerk+ des lvh. Diesmal war das Ziel: Schottland, ein Land voller Geschichte, beeindruckender Landschaften und gelebter Traditionen. Bereits die Hauptstadt Edinburgh begeisterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zwischen historischen Gassen und dem berühmten Edinburgh Castle fühlte man sich vielerorts in vergangene Zeiten zurückversetzt. Besonders die Architektur und der jahrhundertealten Bauwerke weckten bei vielen das Interesse – schließlich blickten die Reisenden selbst auf ein Leben voller handwerklicher Erfahrung zurück. Für zahlreiche Staunensmomente sorgte anschließend die Fahrt durch die Highlands. Weite Täler, schroffe Berge und die geheimnisvollen Seen zeigten Schottland von seiner ursprünglichsten Seite. Glen Coe und der berühmte Loch Ness gehörten dabei zu den Höhepunkten der Reise. Auch die geschichtsträchtigen Burgen des Landes hinterließen bleibenden Eindruck. Besonders das malerisch gelegene Eilean Donan Castle faszinierte die Gruppe. Schottland bot viele traumhafte Kulissen für die Reisenden © lvh.apa
manufakt senior
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Gut gelaunt: Die Teilnehmer/innen der Generation Handwerk+ © lvh.apa
Ein weiteres Highlight war die Isle of Skye mit ihren spektakulären Küstenlandschaften und einzigartigen Ausblicken. Natürlich durfte auch die berühmte Whisky-Kultur nicht fehlen. Bei der Begegnung mit dem „Wasser des Lebens“ erfuhren die Reiseteilnehmer Wissenswertes über eine jahrhundertealte Handwerkstradition, die bis heute mit großer Leidenschaft gepflegt wird. Doch mindestens genauso wichtig wie die Sehenswürdigkeiten war das Miteinander. Während der Reise blieb viel Zeit für Gespräche, gemeinsame Erlebnisse und das Wiedersehen mit langjährigen Weggefährten. Beim gemeinsamen Entdecken, Staunen und Genießen entstanden viele schöne Erinnerungen, die noch lange nachwirken werden.
63. JAHRESTREFFEN IN TRAMIN
Ein Tag voller Geschichten GENERATION HANDWERK+: TRAMIN WURDE ZUM TREFFPUNKT DER ERINNERUNGEN. Es gibt Tage, die lange nachwirken. Tage, an denen alte Freundschaften aufleben, Erinnerungen geteilt werden und man spürt, wie viel gemeinsame Geschichte Menschen verbindet. Genau so ein Tag war das 63. Treffen der Generation Handwerk+ in Tramin. Rund 700 Seniorinnen und Senioren aus ganz Südtirol kamen zusammen, um zu feiern, zu erzählen und vor allem eines zu tun: sich wiederzusehen.
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WIEDERSEHEN MIT ALTEN FREUNDEN Schon am Vormittag herrschte auf dem Dorfplatz von Tramin eine ganz besondere Stimmung. Überall wurde gelacht, herzlich begrüßt und angeregt geplaudert. Der Tag begann traditionell mit einem Aperitif vor der Pfarrkirche Tramin, bevor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam die Heilige Messe feierten und anschließend zum Festplatz einzogen. Eröffnet wurde das Jahrestreffen der Generation Handwerk+ von lvh-Bezirksobmann Werner Amegg und lvh-Vizebezirksobfrau Johanna Santa Falser: „Es freut uns sehr, dass so viele
Die Grußworte des Landesobmanns Johann Zöggeler © lvh.apa
Seniorinnen und Senioren der Einladung nach Tramin gefolgt sind“, betonten Santa Falser und Amegg gemeinsam. Landesobmann Johann Zöggeler zeigte sich sichtlich bewegt über den großen Zuspruch: „Diese Begegnungen zeigen, wie stark der Zusammenhalt im Handwerk bis heute ist.“ Bereits seit Jahren steht Zöggeler der mitgliederstärksten Gruppe innerhalb des lvh vor. Gut 2.200 Seniorinnen und Senioren sind Teil der Generation Handwerk+ im lvh.apa. Nach den Grußworten von Landesobmann Johann Zöggeler und lvh-Präsident Martin Haller stand das gemeinsame Mittagessen auf dem Programm. Zwischen Musik, Gesprächen und vielen persönlichen Erinnerungen entstand jene besondere Atmosphäre, die das Treffen der Ge-
Der Aperitif vor dem Pfarrplatz © lvh.apa
63. JAHRESTREFFEN IN TRAMIN
Der Festzug © lvh.apa
neration Handwerk+ seit Jahrzehnten prägt: bodenständig, herzlich und von gegenseitiger Wertschätzung getragen. lvh-Präsident Martin Haller hob hervor, dass das Handwerk „von Menschen lebt, die Verantwortung übernehmen und Wissen weitergeben“. Besonders wichtig sei es, junge Menschen für handwerkliche Berufe zu begeistern und gleichzeitig die Leistungen der älteren Generation sichtbar zu machen. Auch lvh-Direktor Walter Pöhl unterstrich die besondere Rolle des Zusammenhalts innerhalb des Verbands: „Gute Lösungen entstehen durch Dialog und gegenseitige Unterstützung.“
EHRUNGEN VOLLER LEBENSGESCHICHTE Für besondere Emotionen sorgte am Nachmittag die traditionelle Ehrung der ältesten Handwerkerinnen und Handwerker. Mit großem Applaus wurden Menschen ausgezeichnet, die das Südtiroler Handwerk über Jahrzehnte geprägt haben. Unter ihnen die 99-jährige Malermeisterin Anna Mitterrutener aus Auer, die 93-jährige Schneiderin Julitta Kastl aus Tramin sowie die 87-jährige Kfz-Mechatronikerin Pia Silvestri Girardi aus Auer. Bei den Männern wurden der 97-jährige Ehrenpräsident der Generation Handwerk+ Semanufakt senior
Die lvh-Spitze mit den ältesten geehrten Mitglieder der Generation Handwerk+: Hannes Mussak, Johann Zöggeler, Julitta Kastl, Erich Kammerer, Anna Mitterrutzner, Rudi Grandi, Pia Girardi Silvestri, Martin Haller, Sebastian Brugger, Angelika Wiedmer Perkmann und Walter Pöhl © lvh.apa
bastian Brugger aus Bruneck, der 94-jährige Kfz-Mechatroniker Erich Kammerer aus Lana und der 93-jährige Elektrotechniker Rudi Grandi aus Neumarkt geehrt. Hinter jedem Namen stand eine Lebensgeschichte voller Fleiß, Mut und Leidenschaft für das Handwerk. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem lvh-Vizepräsidentin Angelika Wiedmer Perkmann, lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, Bürgermeister von Tramin Wolfgang Oberhofer, Landtagsabgeordnete Waltraud Deeg, Altlandeshauptmann Luis Durnwalder, Otto von Dellemann, Vorsitzender des Südtiroler Seniorenbundes, Karl Pfitscher, Vorsitzender der Vereinigung 65+ im HGV, sowie dessen Ausschussmitglied Heinrich Klara, außerdem Katia Gringa, Leiterin der Verkehrssektion der Straßenpolizei Bozen, Manfred Libera, Leiter des Einsatzbüros beim Provinzkommando der Finanzpolizei, sowie der Vizepräsident der ANAP, Giampaolo Palazzi. Letzterer unterstrich die enge Verbundenheit der Seniorinnen und Senioren des Handwerks über Landesgrenzen hinweg. Der Tag endete mit vielen Gesprächen, strahlenden Gesichtern und der Gewissheit, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die weit über das Berufsleben hinaus verbindet.
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NEUIGKEITEN AUS DEN BEZIRKEN
Zusammen den Frühling genießen WENN EINER EINE REISE TUT, DANN GIBT ES VIEL ZU ERZÄHLEN. DAS GILT GANZ BESONDERS FÜR DEN DIESJÄHRIGEN FRÜHLINGSAUSFLUG DER GENERATION HANDWERK+ DES BURGGRAFENAMTS. Mit einem voll besetzten Bus und bester Stimmung machten sich rund 50 Seniorinnen und Senioren bereits am frühen Morgen von Meran aus auf den Weg, um gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag zu erleben. Nach einer gemütlichen Marende mit Vinschger Speckbroten und einem Glas Weißwein führte die Reise
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zu den „Giardini dei Ciucio“ in Lavis, den berühmten hängenden Gärten. Anschließend ging es weiter an den idyllischen Canzolino-See in der Valsugana, mit einem gemeinsamen Mittagessen sowie Zeit für geselliges Beisammensein. Den stimmungsvollen Abschluss bildete der Besuch des Santuario della Madonna di Pinè, des bedeutendsten Wallfahrtsortes der Erzdiözese Trient. Am Abend ging es, mit vielen schönen Erinnerungen, zurück nach Meran.
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Die Gruppe am Canzolino See © Monika Thaler
Ein Tag voller Genuss und Tradition EINEN ABWECHSLUNGSREICHEN FRÜHLINGSTAG ERLEBTEN DIE MITGLIEDER DER GENERATION HANDWERK+ AUS DEN BEZIRKEN BRIXEN UND KLAUSEN BEI IHREM AUSFLUG INS SARNTAL. Gleich am Vormittag erwartete die Gruppe ein besonderes Erlebnis: die Führung durch das historische Rohrerhaus, einen der ältesten Höfe des Sarntals, der seit über 700 Jahren von der bäuerlichen Kultur und Lebensweise der Region erzählt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Bräuhaus in Sarnthein ging es zum Stofner Hof. Hier nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, regionale Spezialitäten kennenzulernen und zu verkosten. Besonders die herzliche Atmosphäre und die interessanten Einblicke in die Sarner Traditionen machten den Ausflug zu einem gelungenen Erlebnis. Mit vielen schönen Eindrücken trat die Gruppe schließlich die Heimreise an – ein weiterer Tag, der zeigte, wie wertvoll gemeinsame Erlebnisse sind.
Die Teilnehmenden bei der Besichtigung des Rohrer-Bauernhauses © lvh.apa
NEUIGKEITEN AUS DEN BZEIRKEN
Gemeinsam schmeckt‘s am besten MANCHE AUSFLÜGE LEBEN VON IHREM PROGRAMM. ANDERE VON DEN MENSCHEN, DIE DABEI SIND. BEIM JÜNGSTEN TREFFEN DER GENERATION HANDWERK+ DES BEZIRKS BOZEN LAND KAM BEIDES ZUSAMMEN.
In bester Gesellschafft: Die Gruppe beim Fischessen © Otto Kager
Auf Einladung von Bezirksobmann Otto Kager trafen sich 32 Seniorinnen und Senioren in Schalders bei Vahrn zu einem besonderen Genussmoment. Im Gasthof Mesner wurde ein Fischessen serviert, das bei den Teilnehmenden keine Wünsche offenließ. Mit viel Geschmack, guter Küche und gemütlichem Ambiente bot der Tag beste Voraussetzungen für einige unbeschwerte Stunden. Doch wie so oft stand nicht nur das Essen im Mittelpunkt. Viel wichtiger waren die Gespräche, und die gemeinsame Zeit in geselliger Runde. Unter den Gästen befand sich auch das Ehepaar Haller, die Eltern von lvh-Präsident Martin Haller, was die familiäre Atmosphäre zusätzlich unterstrich. Am Ende waren sich alle einig: Dieser gelungene Tag schreit nach Wiederholung.
Sonne, Meer und beste Gesellschaft DIE BADEREISE DER GENERATION HANDWERK+ NACH GIULIANOVA IN DEN ABRUZZEN WAR EIN VOLLER ERFOLG. 29 TEILNEHMERINNEN UND TEILNEHMER AUS GANZ SÜDTIROL VERBRACHTEN ZEHN ERHOLSAME TAGE AN DER ADRIAKÜSTE. Die Reise führte in das SeaPark Resort & Spa in Giulianova, nur wenige Schritte vom Meer entfernt. Bei fast durchgehendem Kaiserwetter – nur ein einziger Regentag trübte die Bilanz – genossen die Reisenden den feinen Sandstrand, das kristallklare Meer und die entspannte Atmosphäre. Besonders gelobt wurden die ruhige Lage des Hotels, das ausgezeichnete Essen sowie die herzliche Gastfreundschaft des gesamten Personals. Zu den Höhepunkten zählten der Besuch der weltberühmten Wallfahrtsbasilika von Loreto sowie ein Fischessen in Marotta direkt am Meer. Auch die Gemeinschaft kam nicht zu kurz: Es wurde viel gelacht, erzählt und gemeinsam genossen. Oder, wie mehrere Teilnehmende meinten: Diese Reise schreit nach Wiederholung! manufakt senior
Die Reisenden vor der bekannten Basilika von Loreto © lvh.apa
7 03|2026
Gemeinschaft, Reisen und Engagement DABEI SEIN UND MITGLIED WERDEN! WWW.LVH.IT