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Die Fachzeitschrift für die Südtiroler Generation Handwerk+

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Die Fachzeitschrift für die Südtiroler Generation Handwerk+

IDEE ZU EINER NEUEN WOHNFORM: JUNG UND ALT LEBEN ZUSAMMEN UND UNTERSTÜTZEN SICH IM ALLTAG.
wir haben im vergangenen Jahr vieles erreicht.
So erhalten die Bezirke ab heuer 20 Prozent mehr Beiträge. Auch unsere Gruppe ist wieder gewachsen! Dass ist sehr erfreulich, und wir haben dieses Jahr wieder ein volles, buntes Programm auf die Beine gestellt, wie der Frühling eben. Unser Motto für das neue Jahr: „Senioren im Handwerk – Wissen, das bleibt.“ Viele wichtige, interessante Events stehen uns bevor, wie z.B. das Jahrestreffen der Generation Handwerk+ in Tramin am 31. Mai 2026.
Ich wünsche Ihnen ein buntes und fröhliches Treiben.

03 LANDESAUSSCHUSS
Johann Zöggeler
Landesobmann
Das Leben als Programm
04 JAHRESVERSAMMLUNG
Stolz auf Tradition
06 WIR STELLEN VOR
Hanspeter Knollenberger Vizebezirksobmann Wipptal
Das sogenannte „intergenerationelle Wohnen“ gewinnt in Italien und auch in anderen Ländern immer mehr an Bedeutung.
Die Idee dahinter ist einfach: Ältere Menschen haben oft Platz in ihrer Wohnung und wünschen sich Gesellschaft. Junge Menschen – zum Beispiel Studierende – suchen bezahlbaren Wohnraum. Hier setzt das Modell an und bringt beide Seiten zusammen.
Ein gutes Beispiel kommt aus der Stadt Padua. Dort vermittelt die Gemeinde zwischen älteren Menschen und jungen Studierenden.
Die jungen Leute bekommen ein Zimmer zu einer günstigen Miete. Im Gegenzug helfen sie im Alltag –etwa beim Einkaufen, bei kleinen Erledigungen oder einfach durch ihre Anwesenheit und Gespräche.
Wichtig ist: Die jungen Menschen sind keine Pflegekräfte. Es geht nicht um Betreuung, sondern um ein gutes Miteinander und gegenseitige Unterstützung.
Neben Padua gibt es ähnliche Projekte auch in anderen Städten: In Mailand nehmen ältere Menschen Studierende bei sich auf.
In Turin und Trient leben junge und ältere Menschen sogar gemeinsam in größeren Wohnprojekten.
In Bologna gibt es ein modernes Wohnprojekt für junge Menschen, das eng mit sozialen Angeboten für ältere Menschen verbunden ist.
Ähnliche Projekte gibt es auch in Spanien, Frankreich, Schweden und den Niederlanden.
Die Studien zeigen: Ältere Menschen fühlen sich dadurch wohler und weniger einsam.
Auch die Politik hat das Thema erkannt. In Italien soll das gemeinsame Wohnen von Jung und Alt in Zukunft stärker gefördert werden.
Geplant ist unter anderem, leerstehende öffentliche Gebäude für solche Projekte zu nutzen.
Intergenerationelles Wohnen ist mehr als nur eine Wohnform.
Es bringt Menschen zusammen, schafft Gemeinschaft und hilft im Alltag.
EIN VORMITTAG VOLLER BEGEGNUNGEN, GESPRÄCHE UND NEUER IMPULSE:
IM HAUS DES HANDWERKS IN BOZEN KAM DER LANDESAUSSCHUSS DER GENERATION HANDWERK+ ZUSAMMEN. LANDESAUSSCHUSS
Landesobmann Johann Zöggeler eröffnete die Sitzung mit klaren Worten und einem Blick auf das, was diese Gruppe ausmacht: Erfahrung, Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – auch über das eigene Berufsleben hinaus.
Und die Zahlen sprechen für sich: Über 2.200 Mitglieder gehören mittlerweile zur Generation Handwerk+. Eine beeindruckende Entwicklung, die zeigt, wie stark diese Gemeinschaft gewachsen ist – und welche Bedeutung sie im Südtiroler Handwerk inzwischen einnimmt.
Auch lvh-Direktor Walter Pöhl unterstrich in seinen Grußworten die Rolle der Generation Handwerk+: als Stimme der Erfahrung, als Brücke zwischen den Generationen und als wichtiger Teil des Verbandes.
WENN ERFAHRUNG
AUF UNTERSTÜTZUNG TRIFFT
Ein besonderer Programmpunkt war die Vorstellung von Michael Riegler vom Patronat INAPA. Riegler ist eine jener Personen, die im Hintergrund oft Großes leisten.
Als Vertreter des Patronats INAPA, das eng mit dem Handwerk verbunden ist, erklärte er die vielfältigen Leistungen seiner Einrichtung – und machte deutlich, wie wichtig diese Unterstützung für viele Menschen ist.
Das Patronat begleitet Menschen durch alle Lebensphasen: von der ersten Berufstätigkeit bis zur Pension. Es hilft bei Rentenfragen, Sozialleistungen, Familienangelegenheiten oder bürokratischen Herausforderungen – Themen, die oft komplex sind, aber den Alltag direkt betreffen. Mit seiner landesweiten Präsenz ist das Patronat eine verlässliche Anlaufstelle. „Gerade in einer Zeit, in der vieles komplizierter wird, ist es wichtig, jemanden zu haben, der Orientierung gibt“,
erklärte Landesobmann Johann Zöggeler.
Viele der Anwesenden nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen – ein Zeichen dafür, wie groß der Bedarf an Information und persönlicher Beratung ist.
MEHR ALS EINE SITZUNG
Was diesen Landesausschuss besonders machte, war nicht nur das Programm. Es wurde diskutiert, aber auch gelacht, Erfahrungen geteilt, aber auch neue Ideen geboren. Die Generation Handwerk+ zeigt, dass Engagement nicht mit dem Berufsleben endet – sondern oft erst richtig beginnt.
Die Gemeinschaft der Seniorinnen und Senioren im Handwerk verbindet Erfahrung mit Zukunft, Tradition mit neuen Ideen – und zeigt, dass das Handwerk nicht nur von jungen Talenten lebt, sondern auch von jenen, die es über Jahrzehnte geprägt haben.
Der Landesausschuss der Generation Handwerk+ (ganz links lvh-Direktor Walter Pöhl, in der Mitte, mit Schurz, Landesobmann Johann Zöggeler) © lvh.apa

DIE JAHRESVERSAMMLUGN DER GENERATION HANDWERK+ IM HAUS DES HANDWERKS WAR GEPRÄGT VON BEGEGNUNGEN, ZUSAMMENHALT UND DER ERKENNTNIS, WIEVIEL GELEBTE ERFAHRUNG IM SÜDTIROLER HANDWERK STECKEN.
Es sind diese Momente, die man nicht planen kann – und die doch alles sagen.
Ein Lächeln beim Wiedersehen. Ein Schulterklopfen unter alten Weggefährten. Gespräche und der Austausch untereinander.
Genau diese besondere Stimmung lag bei der Jahresversammlung der Generation Handwerk+ im Haus des Handwerks in Bozen in der Luft.
Hier traf sich nicht einfach eine Gruppe. Hier traf sich die gelebte Geschichte des Südtiroler Handwerks.
EINE GEMEINSCHAFT MIT HERZ
Unter der Moderation von Landessekretär Angelo Angerami wurde schnell klar: Diese Gemeinschaft ist lebendig.
Landesobmann Johann Zöggeler brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt – und sprach damit vielen aus dem Herzen: „Die Generation Handwerk+ ist längst mehr als ein Zusammenschluss von Seniorinnen und Senioren. Sie ist ein aktiver Teil des Verbandes, der mitdenkt, mitgestaltet und seine Erfahrung einbringt: Stolz auf das, was war – und Neugier auf das, was kommt.“

ERFAHRUNG, DIE ZUKUNFT GESTALTET Während lvh-Direktor Walter Pöhl Einblicke in aktuelle Themen gab – von Bürokratieabbau bis hin zu leistbarem Wohnraum – wurde deutlich, wie wichtig die Stimme dieser Generation ist. Denn wer das Handwerk über Jahrzehnte geprägt hat, weiß, worauf es ankommt. Genau dieses Wissen fließt heute in neue Ideen, Projekte und Entscheidungen ein.
EIN NEUER NAME, EIN KLARES ZEICHEN Im Zuge der Versammlung wurde auch die offizielle Verankerung des neuen Namens bekanntgegeben: Aus den „Althandwerkerinnen und Althandwerkern“ wird die „Generation Handwerk+“. Ein klares Bekenntnis für Bewegung, Weiterentwicklung und ein aktives Mitgestalten.
ORIENTIERUNG IN ALLEN LEBENSLAGEN
Natürlich wurden auch ernstere Themen angesprochen. Die Digitalisierung – für viele eine Herausforderung oder auch Sicherheitsfragen im Alltag – ein wachsendes Anliegen. Vieles wird komplizierter, vieles unübersichtli-


cher. Umso wichtiger ist eine verlässliche Anlaufstelle. Alexander Oberkofler vom ASGB Bozen sprach darüber, wie wichtig es ist, gerade in späteren Lebensphasen gut informiert zu sein –über Rechte, Möglichkeiten und Unterstützung.
Wie stark diese Gemeinschaft ist, zeigte sich auch abseits der offiziellen Programmpunkte.
Johann Zöggeler blickte auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück – und besonders auf ein Herzensprojekt: die Sängergruppe der Generation Handwerk+, die heuer ihr zehnjähriges
Bestehen feiert.
Ein geplanter Festakt, ein Auftritt im Altersheim, ein gemeinsamer Ausflug – all das zeigt: Hier wird Gemeinschaft gelebt.
Auch die Ehrengäste fanden klare Worte der Anerkennung. lvh-Präsident Martin Haller blickte mit Zuversicht in die Zukunft des Handwerks –getragen von Erfahrung und Engagement. Otto von Dellemann, Landesvorsitzender der Generation 60+ der SVP, betonte, wie wichtig es ist, ältere Menschen mitzunehmen und sichtbar zu machen. Und Petra Holzer, die Landesobfrau der Frauen im Handwerk würdigte die Leistung der Gruppe – und ihren Beitrag für den Zusammenhalt im Handwerk.
Zum Abschluss richtete sich der Blick bereits auf die nächsten Ereignisse: Am 31. Mai wird die Generation Handwerk+ zu ihrem „Althandwerkerfest“ in Tramin zusammenkommen – für Austausch, Begegnung und gemeinsame Erlebnisse. Im Juni steht außerdem eine Badereise nach Giulianova an und im September geht es auf Kreuzfahrt in die norwegischen Fjorde. Was bleibt von diesem Tag?
Die Erkenntnis, dass das Handwerk nicht nur von neuen Ideen lebt, sondern von Menschen, die es aufgebaut haben.


HANSPETER KNOLLENBERGER
Vizebezirksobmann Wipptal
Was wünsche Sie sich für die Zukunft?
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die ältere Generation die jüngere Genration selbstständiger arbeiten lässt. Denn die jüngere Generation wird ab und zu von der älteren Generation geblockt. Das ist falsch, man soll die Jungen machen lassen und die Betrieb früher überschreiben.
Warum engagieren Sie sich in der Gruppe der Generation Handwerk+?
Ich war mein ganzes Leben im Außendienst tätig und hatte daher keine Kollegen. Mit meiner Tätigkeit für die Genration Handwerk+ kann ich nun neue Kontakte knüpfen und mich mit gleichgesinnten austauschen. Man trifft sich, tauscht sich aus und diskutiert über die verschiedensten Themen und Probleme. Oft geht es auch darum sich Dinge von der Seele zu reden, das ist eine gute Sache.
ES SIND NICHT NUR BETRIEBE, MASCHINEN ODER AUFTRÄGE, DIE DAS HANDWERK STARK MACHEN. ES SIND MENSCHEN. MENSCHEN, DIE IHRE ERFAHRUNG TEILEN, NEUE IDEEN EINBRINGEN UND GEMEINSAM AN EINER ZUKUNFT BAUEN, DIE MEHR IST ALS NUR ARBEIT.
(v.l.): Petra Holzer, Johannes Zöggeler und Priska Reichhalter © Harald Wisthalter / Alfred Tschager Drei Gruppen, verbunden durch das Handwerk.
Die Generation Handwerk+ steht für das, was bleibt: Wissen, Werte und jahrzehntelange Erfahrung. Denn wer das Handwerk aufgebaut hat, weiß, was es braucht, um es weiterzuentwickeln.
Die Junghandwerker/innen bringen frische Energie ins System. Sie stehen für Aufbruch, für neue Ideen – und für den Mut, Dinge anders zu denken.
Die Frauen im Handwerk zeigen, wie vielfältig und modern das Handwerk heute ist. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Gleichstellung, sondern um Gestaltungskraft, Verantwortung und unternehmerische Perspektiven.
Wenn Erfahrung, Mut und Vielfalt aufeinandertreffen, entsteht genau das, was das Handwerk heute braucht: eine starke, lebendige und zukunftsfähige Gemeinschaft.

WAS EINST ALS GESELLIGE FREIZEITIDEE BEGANN, IST HEUTE EIN ECHTES HERZENSPROJEKT:
DIE SÄNGERGRUPPE DER GENERATION HANDWERK+ FEIERT IHR ZEHNJÄHRIGES BESTEHEN –UND ZEIGT, DASS HANDWERK AUCH MIT DER STIMME VERBINDET.
Aus singfreudigen Senioren, die sich einfach zum gemeinsamen Musizieren treffen wollten, ist über die Jahre eine eingeschworene Gemeinschaft entstanden.
Eine Gruppe, die nicht nur bei Veranstaltungen, Messen und Versammlungen auftritt, sondern vor allem eines lebt: den Zusammenhalt.
EINE BÜHNE FÜR
DIE GEMEINSCHAFT

Die Mitglieder kommen aus allen Teilen Südtirols – und bringen ihre ganz persönliche Geschichte mit. Gemeinsam entsteht daraus etwas Besonderes: ein Klang, der weit über die Musik hinausgeht.
Mit dabei sind:
• Walter Haller (Ersatzmitglied, Sterzing)
• Josef Pamer (St. Martin in Passeier)
• Christian Walder (St. Martin in Passeier)
• Rudi Stricker (Meran)
• Konrad Prieth (Chorleiter, St. Leonhard in Passeier)
• Andreas Tscholl (Schenna)
• Peter Mair (Koordinator, Freienfeld)
• Josef Wurzer (Ratschings)
• Andreas Weiss (U. L. Frau im Walde/St. Felix)
• Josef Pichler (Jenesien)
Jeder Einzelne bringt nicht nur seine Stimme ein, sondern auch Lebenserfahrung, Leidenschaft und die Freude am gemeinsamen Tun.
MEHR ALS NUR MUSIK
Das Singen ist dabei längst mehr als ein Hobby. Es ist Begegnung, Erinnerung und gleichzeitig ein Blick nach vorne.
10 Jahre Leidenschaft: Die Singgruppe mit Landesobmann Johann Zöggeler (ganz links) © lvh.apa
Ein Projekt, das zeigt, wie aktiv und lebendig die Generation Handwerk+ ist – und wie stark Gemeinschaft im Handwerk verankert bleibt.
JUBILÄUM MIT HERZ
Zum zehnjährigen Bestehen ist bereits ein besonderes Programm geplant: Ein Festakt im Mai, ein Auftritt in einem Altersheim, ein gemeinsamer Ausflug und geselliges Beisammensein.
Ein Jubiläum, das nicht nur gefeiert wird, sondern gelebt ist – mit genau jener Mischung aus Engagement, Freude und Verbundenheit, die diese Gruppe auszeichnet.
EIN KLANG, DER BLEIBT
Die Sängergruppe der Generation Handwerk+ ist der beste Beweis dafür, dass Leidenschaft keine Altersgrenze kennt. Oder anders gesagt: Wenn Handwerker singen, entsteht mehr als Musik – es entsteht Gemeinschaft, die bleibt.



63. Jahrestreffen der Generation Handwerk+
Alle Seniorinnen und Senioren sind herzlich eingeladen. Anmeldung bis 22. Mai über die lvh-Ortsvertreter/innen.
31.05.2026 | Tramin