Wie Handwerksbetriebe Fachkräfte finden und halten.
Seite 14
Ausprobieren statt zuschauen
Die Initiativen zur Berufsorientierung des lvh.
Seite 18
180 Prozent Steuervorteil
Hyperabschreibung: Jetzt profitieren.
Seite 38
LIVE & KOSTENLOS TEILNEHMEN!
SOFTWARE DEMO PASSEND ZU DEINEM GEWERK
Bequem online via Zoom Praxisnah, verständlich, ohne Schnickschnack! 90 Minuten, die sich lohnen.
In 10 personalisierten Online-Demos zeigen wir live und pro Gewerk, wie branchenspezifische Sofwarefunktionen die Büroarbeit vereinfachen und wie ähnliche Betriebe bereits erfolgreich mit unserer Software arbeiten.
TERMINE - WÄHLE DEN PASSENDEN FÜR DICH
Bauunternehmen Montag 05. Oktober
Tiefbauunternehmen Mittwoch 07. Oktober
Maler, Verputzer und Trockenbau Freitag 09. Oktober
Hydrauliker und Haustechnik
Dienstag 13. Oktober
Elektriker und Gebäudetechnik Donnerstag 15. Oktober
Fliesen- und Bodenleger
Dienstag 20. Oktober
Schmiede, Schlosser und Metallbau Mittwoch 21. Oktober
Zimmerer und Holzbau Freitag 23. Oktober
Spengler, Dachdecker und Isolierer Dienstag 27. Oktober
Garten- und Landschaftsbau Donnerstag 29. Oktober
ANMELDUNG UND INFOS → Scan QR-Code
DAS ERWARTET DICH:
→ Ein kompakter Überblick, was moderne Software heute kann
→ Praxisdemo: Von der Baustellen-Kalkulation bis zur Abrechnung
→ Ideen für mobiles Arbeiten (Apps) auf der Baustelle
→ Austausch mit anderen Betrieben und direkte Fragerunde
Die Vorführungen richten sich an Handwerksbetriebe, ungeachtet der Betriebsgröße.
Liebe Handwerkerinnen, liebe Handwerker,
der Sommer ist für viele Menschen die Zeit der Erholung. Für das Handwerk hingegen ist es oft die intensivste Zeit des Jahres. Auf Baustellen, in Werkstätten und bei Kundinnen und Kunden laufen viele Betriebe auf Hochtouren.
Gleichzeitig geben wir mit Initiativen wie der „KidsAcademy“ Kindern die Möglichkeit, Handwerksberufe hautnah kennenzulernen. Wer selbst mauert, backt, schreinert oder gestaltet, entdeckt oft Fähigkeiten, die im Klassenzimmer verborgen bleiben. Begeisterung entsteht durch eigenes Tun.
Auch international richtet sich der Blick auf die nächste Generation. In wenigen Wochen vertreten junge Südtiroler Fachkräfte unser Land bei den WorldSkills in Shanghai. Die Berufs-Weltmeisterschaften gelten als größte Bühne für berufliche Qualifikation und zeigen eindrucksvoll, welchen Stellenwert handwerkliches Können weltweit hat. Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen dabei stellvertretend für die hohe Ausbildungsqualität in Südtirol.
Doch die Fachkräftesicherung beginnt nicht erst bei Wettbewerben. Mit dem Start des neuen Schuljahres werden die Junghandwerker/innen im lvh gemeinsam mit unseren Funktionärinnen und Funktionären wieder zahlreiche Mittelschulen besuchen, um Schülerinnen und Schülern die vielfältigen Chancen einer handwerklichen Ausbildung näherzubringen.
Diese persönlichen Begegnungen sind oft der erste Schritt zu einer erfolgreichen beruflichen Zukunft.
Der Sommer zeigt, was das Handwerk ausmacht: Leistung, Leidenschaft und Perspektiven. Unsere Aufgabe als Verband ist es, junge Menschen für diesen Weg zu begeistern und ihnen die Möglichkeiten aufzuzeigen, die das Handwerk bietet – heute und in Zukunft.
Euer Präsident
HIER ENTSTEHT ZUKUNFT: KONSORTIEN ALS MOTOR DER ENTWICKLUNG
IMMER FÜR SIE DA!
lvh.apa
Wirtschaftsverband
Handwerk und Dienstleister
www.lvh.it
Impressum
manufakt – Fachzeitschrift für die Südtiroler Wirtschaft
Auflage
10.000 Exemplare für 40.000 Leser/innen
hgb. und Verwaltung
lvh.apa Bildung & Service Gen. mbH
Mitterweg 7
39100 Bozen
Tel. 0471 323 200 manufakt@lvh.it
Jährliche Abo-Gebühr
55 Euro (Inland)
65 Euro (Ausland)
Leitung:
Dr. Ramona Pranter, MBA
Redaktion: Leslie Wiss (lw)
Maria Vittoria Gambetti (mg)
Verantwortliche Werbung/Sponsoring
Themen in Bewegung, Im Blick:
Dr. Margareth M. Bernard (mb)
Lektorat: Julia Ranigler, MBA
Presserechtlich Verantwortlicher:
Dr. Bernhard Christanell, MA
Reg. Tribunal Bozen
Nr. 24 am 11. Mai 1948. ROC 9592
Grafik und Layout: Longo AG
Druck: Athesiadruck GmbH Bozen
FRAUENPOWER: DREI JUNGE SPENGLERINNEN RÄUMEN AB
Inhalt
NEWS
06 80 JAHRE FÜR DAS HANDWERK
Die Associazione Artigiani Trentino feiert ein rundes Jubiläum.
FOKUS
10 RAUM FÜR ZUKUNFT
Wie Gewerbegebiete und Konsortien Wachstum ermöglichen.
BETRIEB
14 DIE NEUE MITARBEITERSUCHE
Wie Handwerksbetriebe heute Mitarbeitende gewinnen.
WEITERBILDUNG
21 LERNEN DURCH TUN
Wie besondere Lernorte junge Menschen stärken.
BRANCHEN & BEZIRKE
22 DER BLICK VON OBEN
Fabian Call zeigt, was Drohnen können.
34 STARK DURCH ZUSAMMENHALT
Ohne Ehrenamt kein Jahrestreffen der Generation Handwerk+.
FRAUEN & JUNGES HANDWERK
36 HANDWERK IN BEWEGUNG
Die Junghandwerker/innen im lvh auf Entdeckungstour in Wien.
WIRTSCHAFT & POLITIK
40 PREISE MIT REALITÄTSSINN
Warum das Richtpreisverzeichnis für die Praxis zählt.
HANDWERK & GESELLSCHAFT
43 SÜDTIROLER WIRTSCHAFTSPREIS
Von 50 bis 223 Jahren: Unternehmen mit beeindruckender Tradition.
THEMEN IN BEWEGUNG
44 LONGEVITY PLANNING
Was Geburtenrückgang und hohe Lebenserwartung bewirken.
IM BLICK
50 TRENDS UND MÄRKTE IDM Südtirol/ProRamus, Sanifonds
07 KLARTEXT Von Walter Pöhl
16 ZUKUNFTSTRENDS und Tipps
20 KURSE
Das Angebot des lvh
41 IM GESPRÄCH MIT... Josef Mair
Bürgermeister Sarntal
AKTUELLES IM ÜBERBLICK: Was bewegt die Welt des Handwerks und der Dienstleister in Südtirol?
Ester Demetz, Martin Haller und Andreas Mair überbrachten Präsident
DIE ASSOCIAZIONE ARTIGIANI TRENTINO FEIERTE KÜRZLICH IHR 80-JÄHRIGES BESTEHEN. EINE DELEGATION DES LVH ÜBERBRACHTE DIE GLÜCKWÜNSCHE AUS SÜDTIROL.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1946 begleitet die Organisation die Trentiner Handwerksbetriebe und hat sich von einer klassischen Interessenvertretung zu einem modernen Dienstleistungs- und Innovationspartner entwickelt.
Zu den Gratulanten zählte auch eine Delegation des lvh unter der Leitung von Präsident Martin Haller. Gemeinsam mit weiteren Vertretern des Südtiroler Handwerks überbrachte er die Glückwünsche an den Präsidenten der Associazione Artigiani Trentino, Andrea De Zordo. „80 Jahre Einsatz für das Handwerk sind ein beeindruckender Meilenstein. Die Associazione Artigiani Trentino ist ein starker Partner für die Betriebe und ein wichtiger Akteur für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Wir gratulieren herzlich zu diesem Jubiläum und freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit“, betonte Haller.
Die Feier bot Gelegenheit, die langjährige Kooperation zwischen den Handwerksverbänden von Südtirol und dem Trentino zu würdigen, sowie den Blick auf gemeinsame Herausforderungen zu richten.
Unser Post des Monats
Imagekampagne der Maßschneider/innen im lvh
So individuell wie du. Genau deshalb Maßarbeit. www.lvh.it/massschneider www.generation-h.net
#Wirsindhandwerk #Handwerksuedtirol #Massschneider Unterstützt von: Autonome Provinz Bozen und Bilaterale Körperschaft für das Handwerk.
www.lvh.it #wirsindhandwerk #handwerksüdtirol
Historische Unternehmen:
Jetzt eintragen!
EIN JAHRHUNDERT BESTÄNDIGKEIT, INNOVATION UND UNTERNEHMERGEIST VERDIENT BESONDERE WÜRDIGUNG.
Die Handelskammer Bozen informiert über die Möglichkeit, sich in das nationale Register der historischen Unternehmen eintragen zu lassen. Ausgezeichnet werden Betriebe, die seit mindestens 100 Jahren ununterbrochen tätig sind und ihr Wissen sowie ihre unternehmerischen Werte über Generationen weitergegeben haben.
Die Eintragung ist kostenlos und richtet sich an Unternehmen aller Rechtsformen und Wirtschaftssektoren, die im Handelsregister eingetragen, aktiv und mit der Zahlung der Jahresgebühr ordnungsgemäß sind.
Unternehmen, die ihr 100-jähriges Bestehen bis Ende 2025 erreicht haben, können sich noch bis 30. September 2026 anmelden.
Informationen und Anmeldung unter: www.unioncamere.gov.it und www.camcom.bz.it.
Klimahouse 2027
PRÄSENTIEREN SIE IHR UNTERNEHMEN AUF DER KLIMAHOUSE 2027.
JETZT ALS AUSSTELLER ANMELDEN!
Die Klimahouse 2027 (27.–30. Jänner) ist eine der wichtigsten Fachmessen für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen. Der lvh sucht interessierte Betriebe, die sich dort präsentieren möchten. Neu ist der gemeinsame Auftritt am „Südtiroler Platz“, wo die über den lvh angemeldeten Aussteller die Vielfalt und Stärke des Südtiroler Handwerks gebündelt zeigen. Der lvh unterstützt bei der Förderabwicklung, bewirbt die Teilnahme über seine Kanäle und steht als Ansprechpartner rund um die Messe zur Verfügung. Teilnahme über: www.lvh.it/klimahouse
Gewerbegebiete sind weit mehr als reine Betriebsflächen. Sie sind die Grundlage dafür, dass Handwerksbetriebe wachsen, investieren und Arbeitsplätze schaffen können. Gerade in Zeiten steigender Anforderungen und knapper Flächen wird es immer wichtiger, die Entwicklung dieser Standorte vorausschauend zu planen.
Gleichzeitig müssen Gemeinden unterschiedliche Interessen berücksichtigen und nachhaltige Lösungen finden. Deshalb braucht es einen konstruktiven Dialog und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der lvh begleitet diesen Prozess aktiv. Durch Bedarfserhebungen, Analysen und die Unterstützung von Konsortien und Gemeinden helfen wir dabei, konkrete Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Projekte voranzubringen. Unsere Erfahrung zeigt: Dort, wo frühzeitig geplant und gemeinsam gehandelt wird, entstehen Lösungen, von denen Betriebe, Gemeinden und die gesamte Wirtschaft profitieren. Die Entwicklung von Gewerbegebieten ist eine Investition in die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes. Als lvh stehen wir dabei auch weiterhin als verlässlicher Partner zur Seite.
Euer Direktor,
„Stillstand“ zeigt die Bedeutung
von Migration
DER FILM „STILLSTAND – EIN TAG OHNE MIGRATION IN SÜDTIROL“ ZEIGT EINDRUCKSVOLL, WIE WICHTIG MENSCHEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND FÜR SÜDTIROL SIND. MIT BERNARD BAU UND DER METZGEREI PFITSCHER SIND AUCH ZWEI LVH-MITGLIEDSBETRIEBE TEIL DES PROJEKTS.
Das Gemeinschaftsprojekt der Genossenschaft Wohnen im Alter, Rai Südtirol, Mediaart Production und zahlreicher Partnerorganisationen zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Migration für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft ist. Auch das Handwerk spielt im Film eine zentrale Rolle. Mit Bernard Bau und der Metzgerei Pfitscher wirken auch zwei lvh-Mitgliedsbetriebe am Film mit. Ihre Beispiele zeigen, wie wichtig Mitarbeitende mit Migrationshintergrund für den Arbeitsalltag und den Erfolg vieler Handwerksbetriebe sind. Der Film macht deutlich, dass viele Betriebe auf qualifizierte Fachkräfte aus dem In- und Ausland angewiesen sind und dass Integration längst ein wichtiger Bestandteil des wirtschaftlichen Alltags in Südtirol ist.
Die Filmpremiere fand Ende Mai im Filmclub Bozen statt. Auch lvh-Präsident Martin Haller war zu Gast.
Im Anschluss wurde das Thema bei einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Partnerorganisationen sowie Landeshauptmann Arno Kompatscher vertieft.
Sommer, Handwerk und gute Gesellschaft
AUCH DIESEN SOMMER VERANSTALTEN DIE LVH-ORTSGRUPPEN ZAHLREICHE EVENTS.
Ob Handwerkerfest, „Feierobendfescht“ oder „Ferragosto-Umzug“: Die Sommermonate bieten zahlreiche Gelegenheiten für Begegnungen, Austausch und Gemeinschaft. In lockerer Atmosphäre werden Kontakte gepflegt, neue Impulse gesammelt und das Miteinander im Südtiroler Handwerk gestärkt.
Denn eines zeigt sich jedes Jahr aufs Neue: Das Handwerk verbindet – weit über den Arbeitsalltag hinaus.
Der Film versteht sich als Impuls für einen breiten gesellschaftlichen Dialog und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie sehr Südtirol von Zusammenarbeit, Vielfalt und gelebter Integration profitiert.
„ICH SETZE MICH JEDEN TAG FÜR DIE HANDWERKSBETRIEBE IM PUSTERTAL EIN.“
Seit fast 30 Jahren ist Martin Steinmair Teil des lvh und begleitet Handwerker/innen mit Fachwissen, Erfahrung und einem offenen Ohr für ihre Anliegen. Als lvh-Vizebüroleiter der Bezirke Unterpustertal/ Gadertal und Oberpustertal stehen für ihn vor allem der persönliche Kontakt und praxisnahe Lösungen im Mittelpunkt.
Sein Ziel? Die Betriebe bestmöglich zu unterstützen und das Handwerk in den Tälern weiter zu stärken.
Die duale Ausbildung bleibt eine tragende Säule des Südtiroler Handwerks. Um das Engagement der Ausbildungsbetriebe zu unterstützen, stellt die Autonome Provinz Bozen auch 2026 wieder eine Prämie für erfolgreich abgeschlossene Lehrlingsausbildungen zur Verfügung.
Die Förderung richtet sich an Lehrbetriebe, in denen Lehrlinge ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Je nach Dauer der im Betrieb absolvierten Lehrzeit sind dabei unterschiedliche Beitragshöhen vorgesehen.
Für Betriebe, in denen die gesamte Lehrzeit absolviert wurde, beträgt die Prämie 2.000 Euro pro Lehrling.
Wurde mindestens die Hälfte der Lehrzeit im Betrieb durchgeführt, beläuft sich die Förderung auf 1.000 Euro pro Lehrling.
Ein Betrieb kann die Prämie auch für mehrere Lehrlinge beantragen. Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss der Lehrabschlussprüfung.
Der Antrag muss innerhalb von 90 Tagen nach bestandener Prüfung beim zuständigen Landesamt eingereicht werden.
Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) begleitet seine Mitglieder auch bei dieser Maßnahme.
Die Zentrale Supportstelle für Förderungen und Finanzierungen übernimmt auf Wunsch die gesamte Abwicklung des Beitragsgesuchs. Damit wird sichergestellt, dass Förderungen korrekt, fristgerecht und ohne unnötigen bürokratischen Aufwand beantragt werden.
Gerade für kleinere und mittlere Betriebe stellt diese Unterstützung eine spürbare Entlastung dar und trägt dazu bei, dass Ausbildungsleistungen auch tatsächlich honoriert werden. Wer ausbildet, investiert nicht nur in junge Menschen, sondern auch in Qualität, Innovation und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Informationen und Beratung unter:
Tel.: +39 0471 323 267 – E-Mail: kredit@lvh.it.
Alle aktuellen Förderungen in der manufakt info:
WILLKOMMEN IN DER GENERATION H
> Promax Bau des Oberhauser Maximilian | Baumeister/innen und Maurer/innen | Brixen
> Nordpower GmbH | Elektrotechniker/innen | Bozen
> Graf Engineering des Graf Michael & C. KG | Sportgerätetechniker/innen | Klobenstein/Ritten
> Südtirol Montagen des Lamprecht Walter | Tischler/innen | St. Martin in Passeier
> Zimmerei des Egger Gilbert | Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen | Laurein
> Masstischlerei Martin Telser | Tischler/innen | Mals
> Ludwig Karosserie KG des Werner Ludwig & Co. | Karosserietechniker/innen | Montan
> Karosserie Martin & Jakob GmbH | Karosserietechniker/innen | Bozen
> Jakob‘s Backstube des Vieider Jakob | Bäcker/innen | Ritten
> Top Transfer Shuttle KG des Lechner David | Mietwagenunternehmer/innen | Mals
> Go Electric vGmbH | Elektrotechniker/innen | Kastelbell
> Steinobjekte des Nussbaumer Tobias | Steinmetze/Steinmetzinnen und Steinbildhauer/innen | Sarntal
> Geier Bau des Geier Florian | Tiefbauunternehmer/innen | Terlan
> Südtirolkamin des Puff Felix | Kaminkehrer/innen | Karneid
> Knapp Daniel | Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen | Sand in Taufers
> Lechner Florian | Schmiede/Schmiedinnen und
> Schlosser/innen | Mareit/Ratschings
> Ainhauser Carmen | Kunsthandwerk | Freienfeld
Weil Handwerk nicht nur Beruf, sondern Identität ist. Was ist deine? www.generation.h.net
Konsortien als Chance für KMU
WARUM SÜDTIROLS HANDWERK MEHR BRAUCHT ALS FREIE FLÄCHEN.
Wenn ein Handwerksbetrieb wächst, beginnt oft ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Werkstatt wird zu klein, neue Maschinen finden keinen Platz mehr, zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen Raum. Gleichzeitig steht vielleicht bereits die nächste Generation bereit, den Betrieb weiterzuführen. Doch wohin expandieren, wenn geeignete Flächen fehlen?
Diese Frage beschäftigt heute viele Unternehmerinnen und Unternehmer in Südtirol. Denn während Betriebe wachsen und sich weiterentwickeln wollen, werden verfügbare Gewerbeflächen immer knapper. Was früher oft eine Frage der Finanzierung war, wird zunehmend zu einer Frage des Standorts.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um Grundstücke. Gewerbegebiete sind heute entscheidende Zukunftsräume für Unternehmen, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung. Sie bestimmen mit, ob Betriebe investieren, ob Nachfolgen gelingen und ob junge Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Ideen vor Ort verwirklichen können.
Genau deshalb rückt die Entwicklung von Gewerbegebieten zunehmend in den Mittelpunkt wirtschaftspolitischer Diskussionen.
Der lvh hat begonnen, die Situation in Südtirols Gemeinden systematisch zu analysieren und den tatsächlichen Bedarf der Betriebe zu erheben. Ziel ist es, Gemeinden und Entscheidungsträgern eine fundierte Grundlage für die zukünftige Entwicklung zu liefern – nicht nach dem Prinzip „mehr Fläche um jeden Preis“, sondern nach dem Prinzip „die richtige Fläche am richtigen Ort“.
Wachstum trifft auf knappe Ressourcen
Die wirtschaftliche Entwicklung vieler Gemeinden zeigt eine klare Tendenz: Betriebe wachsen, neue Unternehmen entstehen und bestehende Strukturen entwickeln sich weiter. Gleichzeitig bleiben die verfügbaren Flächen begrenzt. Allein im Sarntal stieg die Zahl der Handwerksunternehmen zwischen 2013 und 2025 von 251 auf 309 Betriebe – ein Wachstum von 23 Prozent. Die wirtschaftliche Dynamik ist vorhanden, die verfügbaren Flächen wachsen jedoch deutlich langsamer. Genau hier entsteht jener Zielkonflikt, mit dem sich viele Gemeinden heute auseinandersetzen müssen.
Hinzu kommt ein grundlegender Wandel in der Raumordnung. Neue Gewerbegebiete entstehen nicht mehr automatisch, sondern müssen langfristig geplant, begründet und professionell begleitet werden. Die Zukunft der Gewerbegebiete entscheidet sich deshalb nicht mehr allein auf dem Reißbrett, sondern im Zusammenspiel von Betrieben, Gemeinden, Verbänden und öffentlichen Institutionen.
Gewerbegebiete als Wirtschaftsökosysteme
Wie erfolgreiche Gewerbegebiete heute funktionieren können, zeigt das Beispiel Innichen.
Für den Unternehmer und lvh-Bezirksobmann des Oberpustertals, Dieter Happacher liegt der Erfolg nicht allein in Infrastruktur und Gebäuden, sondern vor allem im Miteinander der Betriebe.
„Die Stärke eines Gewerbegebiets entsteht dort, wo Unternehmen nicht einfach nebeneinander arbeiten, sondern miteinander. Kurze Wege, persönlicher Austausch und gegenseitige Unterstützung schaffen ein Umfeld, das wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht.“
Die räumliche Nähe fördere Kooperationen, beschleunige Entscheidungen und stärke die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Ebenso wichtig sei die Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Gemeinden und Interessenvertretungen.
„Erfolgreiche Gewerbegebiete entstehen durch Dialog. Wenn alle Beteiligten frühzeitig gemeinsam planen, entstehen Lösungen, die langfristig tragfähig sind.“
Für Happacher sind attraktive Gewerbegebiete deshalb ein entscheidender Standortfaktor für Wachstum, Innovation und Betriebsnachfolgen. Die Erfahrungen aus Innichen zeigen: Erfolgreiche Gewerbegebiete sind heute weit mehr als eine Ansammlung von Betriebsgebäuden – sie sind Wirtschaftsökosysteme.
Während früher häufig einzelne Projekte im Mittelpunkt standen, verfolgt der lvh heute einen umfassenderen Ansatz.
Im Zuge der Gemeindeentwicklungsprogramme erhebt der Verband den konkreten Bedarf der Betriebe, analysiert wirtschaftliche Entwicklungen und begleitet Gemeinden bei strategischen Entscheidungen.
Gleichzeitig unterstützt er Unternehmen dabei, ihre Interessen frühzeitig einzubringen und Zukunftsperspektiven aufzuzeigen.
Dadurch entsteht eine wichtige Brücke zwischen betrieblicher Realität und öffentlicher Planung.
Denn die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur, wo heute Platz vorhanden ist. Viel wichtiger ist die Frage, wo Betriebe morgen wachsen können.
Rosslauf: Gemeinsam statt allein
Ein Beispiel dafür ist das Konsortium Rosslauf in Eppan. Mehrere Unternehmen haben sich dort zusammengeschlossen, um die Entwicklung ihres Gewerbegebiets gemeinsam voranzutreiben – von der Umwidmung über die Infrastruktur bis zur Ansiedlung der Betriebe.
Für Karlheinz Meraner liegt darin der entscheidende Erfolgsfaktor:
„Ein Projekt dieser Größenordnung kann kaum von einzelnen Betrieben allein bewältigt werden. Das Konsortium bündelt Interessen, koordiniert die Abläufe und
sorgt für eine professionelle Umsetzung.“
Ebenso wichtig sei die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Gemeinden und Verwaltung.
„Erst wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, können solche Projekte erfolgreich umgesetzt werden.“
Rosslauf steht damit beispielhaft für eine Entwicklung, die künftig an Bedeutung gewinnen dürfte: Gewerbegebiete werden zunehmend zu Gemeinschaftsprojekten, bei denen Kooperation zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird.
Zeitenwende für Südtirols Gewerbegebiete
Moderne Gewerbegebiete müssen heute weit mehr leisten als nur Flächen bereitzustellen.
Themen wie Infrastruktur, Betriebsnachfolge, Fachkräftegewinnung und nachhaltige Entwicklung rücken zunehmend in den Mittelpunkt. Gleichzeitig gewinnen Gemeindeentwicklungsprogramme als Grundlage für eine langfristige Standortplanung an Bedeutung.
Für Christoph Pöder, Initiator des Konsortiums „Altes Kreuz“ in Deutschnofen, ist vorausschauende Planung daher unverzichtbar.
„Heute müssen Infrastruktur, Förderungen, Genehmigungen und organisatorische Abläufe perfekt aufeinander abgestimmt sein. Das richtige Timing entscheidet oft darüber, ob ein Projekt gelingt oder ins Stocken gerät.“
Auch das Konsortialmodell sieht er als wichtigen Erfolgsfaktor: „Die Projekte werden komplexer und die
Anforderungen steigen. Professionelle Strukturen helfen dabei, die Umsetzung effizient und qualitativ hochwertig zu gestalten.“
Die
Zukunft liegt in der
Zusammenarbeit
Die Analyse des lvh zeigt deutlich: Der Bedarf an Gewerbeflächen ist vorhanden und wird vielerorts weiter steigen. Gleichzeitig werden verfügbare Flächen knapper, Verfahren anspruchsvoller und die Erwartungen an moderne Standorte höher. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob Gewerbegebiete entwickelt werden sollen, sondern wie.
Die Beispiele aus Innichen, Rosslauf und Deutschnofen zeigen, dass die erfolgreichsten Lösungen dort entstehen, wo Betriebe, Gemeinden und Interessenvertretungen
frühzeitig gemeinsam planen. Wo Kooperation wichtiger wird als Einzelinteressen. Und wo Gewerbegebiete nicht als reine Flächenreserve verstanden werden, sondern als strategische Zukunftsstandorte für Unternehmen, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung.
Die Zukunft des Handwerks entscheidet sich nicht erst in den Werkstätten.
Sie entscheidet sich bereits heute auf den Flächen, die Gemeinden ausweisen, Betriebe gemeinsam entwickeln und die nächste Unternehmergeneration eines Tages übernehmen wird.
Warum Konsortien für KMU interessant sind!
Was ist ein Konsortium?
• Ein Zusammenschluss mehrerer Betriebe, die gemeinsam ein Gewerbegebiet entwickeln oder verwalten.
Welche Aufgaben übernimmt ein Konsortium?
• Koordination der Umwidmung
• Vertragsgestaltung und rechtliche Abwicklung
• Organisation der Infrastrukturarbeiten
• Abstimmung mit Gemeinde und Behörden
• Begleitung der Unternehmensansiedlungen
Warum profitieren KMU davon?
• Einzelne Betriebe müssen komplexe Verwaltungsund Entwicklungsaufgaben nicht allein bewältigen. Ressourcen, Know-how und Verantwortung werden gebündelt.
Welche Vorteile entstehen?
• Schnellere Abstimmungs- und Entscheidungswege
• Gemeinsame Interessenvertretung
• Professionelle Projektsteuerung
• Höhere Planungssicherheit
• Kosteneffizienz und Qualitätskontrolle
• Entlastung der einzelnen Betriebe
Für welche Betriebe eignet sich ein Konsortium?
• Betriebe mit Erweiterungsbedarf
• Unternehmensneugründungen
• Betriebsnachfolgen
• Zusammenschlüsse mehrerer Unternehmen
• Projekte mit gemeinsamer Infrastruktur
Wo gibt es erfolgreiche Beispiele?
• Rosslauf Ost und West in Eppan, Gand 4 in Kaltern oder Altes Kreuz in Deutschnofen zeigen, wie Konsortien die Entwicklung neuer Gewerbegebiete erfolgreich koordinieren und begleiten können. INFO
ERFOLGREICHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG: Mit dem richtigen Know-how in Management, Produktion, Verkauf, Marketing und Organisation zum Erfolg.
Mitarbeitersuche: Wie Betriebe Fachkräfte finden
DER WETTBEWERB UM FACHKRÄFTE HAT SICH VERÄNDERT. HEUTE ENTSCHEIDEN SICH BEWERBERINNEN UND BEWERBER BEWUSST FÜR JENE BETRIEBE, DIE PERSPEKTIVEN BIETEN, WERTSCHÄTZUNG LEBEN UND EIN STARKES MITEINANDER PFLEGEN.
Was macht Handwerksbetriebe heute zu attraktiven Arbeitgebern?
Der lvh hat bei drei Mitgliedsbetrieben unterschiedlicher Größe und Branchen nachgefragt: beim Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärunternehmen Kraler GmbH, beim Gerüstbaubetrieb Zerbini Ponteggi und beim Friseursalon MH Style-Point. Die Antworten zeigen: Entscheidend sind nicht Unternehmensgröße oder Branche, sondern Unternehmenskultur, Entwicklungsmöglichkeiten und die Fähigkeit, Menschen für den eigenen Betrieb zu begeistern.
Gewinnen vor dem Suchen Wer heute qualifizierte Mitarbeitende sucht, muss als Arbeitgeber sichtbar und glaubwürdig sein. Die klassische Stellenausschreibung allein reicht längst nicht mehr aus. Immer stärker rückt die Arbeitgebermarke in den Mittelpunkt.
„Die Markenbildung ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Sie ermöglicht es, potenzielle Fachkräfte gezielt anzusprechen und von der eigenen Marke zu überzeugen“, erklärt Harald Kraler. Das äußere Erscheinungsbild eines Unternehmens vermittle Werte, Unternehmenskultur und die Haltung gegenüber den Mitarbeitenden. Entscheidend sei letztlich, dass sich die Beschäftigten mit dem Unternehmen identifizieren können.
Dabei zeigt sich: Eine starke Arbeitgebermarke ist nicht nur großen Unternehmen vorbehalten. Auch kleine Betriebe können mit klaren Werten und einer authentischen Unternehmenskultur punkten.
„Wir überzeugen nicht über die Größe des Betriebs, sondern über die Qualität des Miteinanders“, sagt Maximilian Hochkofler vom Friseursalon MH Style-Point.
„Bei uns erwartet einen ein junges, motiviertes Team, ein familiäres Arbeitsumfeld und echte Wertschätzung.“
Die Erwartungen an einen Arbeitsplatz gehen heute weit über die Bezahlung hinaus. Bewerberinnen und Bewerber achten zunehmend auf Arbeitsklima, Entwicklungsmöglichkeiten und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Diese Entwicklung beobachtet auch Harald Kraler. „Die Wertschätzung der Mitarbeitenden, Flexibilität, ein effektives Stressmanagement und die Förderung der mentalen Gesundheit sind von entscheidender Bedeutung“, betont er. Gerade in handwerklichen Berufen mit hoher Verantwortung und engem Zeitplan würden Themen wie Familienfreundlichkeit, persönliche Freiräume und Weiterbildungsmöglichkeiten immer wichtiger.
Auch bei Zerbini Ponteggi steht die langfristige Entwicklung der Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Das Unternehmen setzt bewusst auf motivierte junge Menschen und begleitet sie auf ihrem beruflichen Weg.
„Wer bei uns beginnt, weiß, dass ihn ein klarer Weg für die berufliche Weiterentwicklung erwartet“, erklärt Martina Zerbini. Das Unternehmen verstehe sich als echtes Team, in dem gegenseitige Unterstützung und Vertrauen eine zentrale Rolle spielen. „Wir bieten ein solides Handwerk und ein Umfeld, in dem die Menschen zählen.“
Haltung
schlägt Zeugnis
Ein weiterer gemeinsamer Nenner der drei Betriebe: Fachwissen allein reicht nicht aus. Gesucht werden Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen, ins Team passen und bereit sind, sich weiterzuentwickeln.
„In diesem Beruf kann man die Technik lernen, die richtige Mentalität aber nicht“, bringt es Martina Zerbini auf den Punkt. Für ihr Unternehmen zählen vor allem Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Lernbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein.
Auch Maximilian Hochkofler sieht die Unternehmenskultur als entscheidenden Erfolgsfaktor. „Ein respektvoller, ehrlicher Umgang und ein gutes Miteinander sind für mich die Grundlage, damit sich Mitarbeitende wohlfühlen und langfristig Teil des Teams bleiben.“ Wertschätzung, Entwicklungsmöglichkeiten und die Freude an der täglichen Arbeit seien letztlich jene Faktoren, die Menschen an ein Unternehmen binden. „Ein starkes Team und gemeinsame Leidenschaft machen dabei den Unterschied.“
Eine Aufgabe für alle
Erfolgreiche Mitarbeitersuche beginnt im Betrieb – sie endet dort aber nicht. Damit Handwerksbetriebe auch künftig genügend Fachkräfte finden, braucht es passende Rahmenbedingungen.
Dazu zählen leistbarer Wohnraum, eine gelebte Willkommenskultur und eine stärkere gesellschaftliche Wertschätzung des Handwerks.
„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die allgemeine Akzeptanz gegenüber dem Handwerk früh gefördert wird“, sagt Harald Kraler.
Der lvh engagiert sich deshalb seit Jahren mit Schulbesuchen, Berufsorientierungsprojekten und weiteren Initiativen, um junge Menschen für das Handwerk zu begeistern.
Die Gespräche mit den drei Betrieben zeigen: Erfolgreiche Mitarbeitersuche beginnt nicht mit einer Stellenanzeige, sondern mit einer Unternehmenskultur, in der Menschen gerne arbeiten, sich entwickeln und langfristig bleiben wollen.
Ob großer Technikbetrieb, mittelständisches Bauunternehmen oder kleiner Friseursalon – wer Wertschätzung lebt und Perspektiven schafft, hat die besten Chancen, auch in Zukunft die richtigen Mitarbeitenden zu gewinnen.
ZWEI STARKE NETZWERKE ZIEHEN KÜNFTIG AN EINEM STRANG: DER LVH UND KARRIERE
SÜDTIROL ARBEITEN GEMEINSAM DARAN, HANDWERKSBETRIEBE BEI DER SUCHE NACH FACHKRÄFTEN UND LEHRLINGEN ZU UNTERSTÜTZEN.
Der Fachkräfte- und Lehrlingsmangel stellt viele Handwerksbetriebe vor große Herausforderungen. Um offene Stellen schneller zu besetzen und die Sichtbarkeit des Handwerks als attraktiven Arbeitgeber zu stärken, haben der lvh und die
Jobplattformen „Karriere Südtirol“ sowie „handwerk-jobs.it“ eine neue Kooperation gestartet.
Kern der Zusammenarbeit ist die Verknüpfung der beiden Plattformen: Stellenanzeigen werden automatisch auf beiden Portalen veröffentlicht und erreichen dadurch deutlich mehr potenzielle Bewerberinnen und Bewerber.
Zusätzlich profitieren lvh-Mitgliedsbetriebe von kostenlosen Lehrstellenanzeigen, synchronisierten Arbeitgeberprofilen und besonderen Konditionen für weitere Recruiting-Angebote.
Gerade in Zeiten eines zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Mitarbeitende gewinnen digitale Werkzeuge für die Personalsuche immer mehr an Bedeutung.
INVESTIEREN SIE JETZT IN DIE DIGITALISIERUNG IHRES BETRIEBS UND PROFITIEREN SIE VON ATTRAKTIVEN FÖRDERMÖGLICHKEITEN. MIT DER UNTERSTÜTZUNG DES LANDES LASSEN SICH DIGITALE PROJEKTE EINFACH UND KOSTENGÜNSTIG UMSETZEN.
Die Digitalisierung ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor – gerade für Kleinstbetriebe.
Um diesen Schritt zu erleichtern, unterstützt die Autonome Provinz Bozen auch 2026 gezielt Investitionen in digitale Technologien.
Gefördert werden unter anderem Schulungen und Beratungen, Maßnahmen im Bereich Social Media, der Erwerb und die Optimierung von Software sowie die Erstellung und Weiterentwicklung von Webseiten.
Ziel ist es, Betriebe dabei zu unterstützen, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, Prozesse zu vereinfachen und neue Kunden-
gruppen zu erreichen. Der Förderrahmen ist klar definiert: Die Mindestinvestition beträgt 2.000 Euro, maximal können Investitionen bis zu 15.000 Euro berücksichtigt werden.
Der Beitragssatz liegt bei attraktiven 60 Prozent – ein deutlicher Anreiz, digitale Projekte jetzt umzusetzen.
Der lvh übernimmt für seine Mitgliedsbetriebe gerne die komplette Abwicklung – von der Antragstellung bis zur Auszahlung des Beitrags.
Zentrale Supportstelle für Förderungen und Finanzierungen: Tel.: +39 0471 323 267 - E-Mail: kredit@lvh.it.
STEIGENDE ENERGIEKOSTEN UND NEUE TECHNOLOGIEN VERÄNDERN DIE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR HANDWERKSBETRIEBE. ENERGIEEFFIZIENZ IST DESHALB LÄNGST NICHT MEHR NUR EIN UMWELTTHEMA, SONDERN EIN WICHTIGER WETTBEWERBSFAKTOR.
Wer in moderne Gebäudetechnik, Photovoltaik, Wärmepumpen oder intelligente Energiesysteme investiert, senkt langfristig seine Betriebskosten, erhöht die Unabhängigkeit von Energiepreisschwankungen und stärkt die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Gerade im Handwerk, wo Werkstätten, Maschinen und Fuhrparks oft einen hohen Energiebedarf haben, können bereits kleine Optimierungen spürbare Einsparungen bringen. Zugleich eröffnet die Energiewende vielen Handwerksbetrieben neue Ge-
schäftsfelder. Ob Sanierung, Gebäudetechnik, Elektrotechnik, Holzbau oder Installation – die Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen wächst kontinuierlich. Das Handwerk spielt damit eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung einer nachhaltigen Energiezukunft. Denn ohne das entsprechende Fachpersonal geht nichts. Für Handwerksbetriebe gilt daher mehr denn je: Energieeffizienz ist nicht nur eine Frage der Verantwortung, sondern auch eine Investition in die eigene Wettbewerbsfähigkeit.
Mit Alpin ist DIGITALE TRANSFORMATION einfach SMART. Unsere maßgeschneiderten IT-Lösungen beschleunigen und automatisieren eure Prozesse und machen euer Unternehmen zukunftssicher. streamline your business alpin.it +39 0471 180 84 00 Bozen
WEITERBILDUNG
ERFOLGSFAKTOR BILDUNG: Kontinuierliche Aus- und Weiterbildung sowie die Stärkung des Meistertitels sind das Fundament für hochwertiges Südtiroler Handwerk.
Ihr seid die Zukunft!
WER JUNGE MENSCHEN FÜR DAS HANDWERK BEGEISTERN WILL, MUSS IHNEN DIE
MÖGLICHKEIT GEBEN, ES SELBST ZU ERLEBEN. GENAU DIESEN ANSATZ VERFOLGT DER LVH SEIT JAHREN MIT EINER VIELZAHL VON INITIATIVEN ZUR BERUFSORIENTIERUNG.
Schulbesuche, der Skills Day, die Lehrlingsaktion „Zukunft in deiner Hand“ und „Abenteuer Handwerk“ haben auch im Schuljahr 2025/26 gezeigt, wie wichtig der direkte Kontakt zwischen Jugendlichen und Handwerksbetrieben ist.
Ein wichtiger Baustein sind die Schulbesuche, welche die Junghandwerker/innen im lvh gemeinsam mit dem HGV seit Jahrzehnten in Südtirols Mittelschulen durchführen. Im vergangenen Schuljahr wurden insgesamt 46 Mittelschulen besucht.
Für viele Jugendliche sind diese Begegnungen der erste direkte Kontakt mit dem Handwerk. Sie erhalten Einblicke in Berufsbilder, Ausbildungswege und Karrierechancen und lernen Unternehmerinnen und Unternehmer kennen. Die Initiative wird bereits seit mehr als 27 Jahren erfolgreich umgesetzt.
„Junge Menschen brauchen echte Erfahrungen. Wer Handwerk erlebt, erkennt schnell, dass hier moderne Technologien, Kreativität und hervorragende Zukunftsperspektiven zusammenkommen“, betont lvh-Vizepräsident Hannes Mussak.
Begeisterung durch Erleben
Neben den Schulbesuchen setzte der lvh auch 2025 und 2026 verstärkt auf große Erlebnisformate.
Mit der Lehrlingsaktion „Zukunft in deiner Hand“, die gemeinsam mit dem Land Südtirol und Südtirol 1 umgesetzt wird, wurden Jugendliche direkt über die Chancen einer handwerklichen Ausbildung informiert.
Die Kampagne macht sichtbar, wie vielfältig die Karrieremöglichkeiten im Handwerk sind.
Ein besonderes Aushängeschild ist „Abenteuer Handwerk“. Die Veranstaltungsreihe bringt Kinder und Jugendliche unmittelbar mit den verschiedenen Berufen in Kontakt. An zahlreichen Mitmachstationen können sie selbst sägen, bauen, gestalten oder montieren. Handwerk wird dabei nicht nur erklärt, sondern erlebt.
In dieselbe Richtung zielt auch der Skills Day. Hier stehen das eigene Ausprobieren, das Entdecken von Talenten und die Begegnung mit jungen Handwerkerinnen und Handwerkern im Mittelpunkt. Dadurch entstehen oft jene ersten Berührungspunkte, die später den Ausschlag für eine Lehre im Handwerk geben.
„Berufsorientierung gelingt dann, wenn Jugendliche selbst tätig werden. Genau deshalb setzen wir auf Formate, die das Handwerk erlebbar machen und echte Begegnungen ermöglichen“, sagt Simon Volgger, Vertreter der Junghandwerker/innen im lvh.
Investition in die Zukunft
Die verschiedenen Initiativen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Jugendliche sollen das Handwerk nicht aus Broschüren kennenlernen, sondern durch persönliche Erfahrungen. Schulbesuche, Skills Day, „Zukunft in deiner Hand“ und „Abenteuer Handwerk“ bilden deshalb ein umfassendes Netzwerk der Berufsorientierung, das jungen Menschen Perspektiven aufzeigt und gleichzeitig den Fachkräftenachwuchs für das Südtiroler Handwerk sichert.
Das Fazit des Schuljahres fällt entsprechend positiv aus: Wer junge Menschen für das Handwerk gewinnen will, muss ihnen zeigen, was möglich ist. Genau das ist dem lvh auch 2025/26 gelungen – mit praktischen Erfahrungen, persönlichen Begegnungen und der Begeisterung jener Menschen, die das Handwerk jeden Tag leben.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Funktionärinnen und Funktionären des lvh sowie den Betrieben und ihren Mitarbeitenden. Sie öffnen jungen Menschen die Türen zu ihren Werkstätten und Betrieben, geben ihr Wissen weiter und machen Berufsorientierung erst möglich. Ohne dieses Engagement wären diese Initiativen nicht denkbar. Sie leisten damit einen entscheidenden Beitrag für die Zukunft des Südtiroler Handwerks und für die Fachkräfte von morgen.
BERUFSBILDUNGSZENTRUM BRIXEN „CHRISTIAN JOSEF TSCHUGGMALL“: ZWISCHEN HOLZ, ROBOTIK UND MATURA BEREITET DIE SCHULE JUNGE MENSCHEN AUF EINE ARBEITSWELT VOR, DIE SICH SCHNELLER VERÄNDERT ALS JE ZUVOR.
Handwerk verändert sich. Neue Technologien, digitale Prozesse und steigende Anforderungen prägen immer stärker den Berufsalltag. Das Berufsbildungszentrum Brixen „Christian Josef Tschuggmall“ reagiert darauf mit modernen Ausbildungswegen und praxisnahen Angeboten.
Ein Beispiel dafür sind die neu gestalteten Berufsgrundstufen. Schülerinnen und Schüler erhalten früh Einblicke
in verschiedene Berufsfelder und sammeln durch Praktika zum Schulende erste Erfahrungen in den Betrieben.
Besonders gefragt bleibt die Ausbildung im Bereich Holz. Die Berufsfachschule Holz verzeichnet steigende Schülerzahlen und nimmt eine Sonderstellung ein: Sie ist die einzige handwerklich ausgerichtete Berufsfachschule Italiens, die zur Matura führt.
Auch die Metalltechnik entwickelt sich weiter. Robotik ist mittlerweile Teil der Grundausbildung und vermittelt Kompetenzen, die in modernen Fertigungsbetrieben zunehmend gefragt sind.
„Wir wollen junge Menschen auf die Anforderungen der Betriebe vorbereiten und ihnen gleichzeitig vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen“, betont Direktor Martin Rederlechner.
Ein weiteres Anliegen der Schule ist es, mehr Mädchen für technische und handwerkliche Berufe zu gewinnen. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die personelle Zukunft: Ob die jüngsten Gehaltsanpassungen helfen, dem Lehrermangel entgegenzuwirken, wird sich mit Beginn des neuen Schuljahres zeigen.
Klar ist bereits heute: Die Grenzen zwischen klassischem Handwerk und moderner Technologie verschwimmen zunehmend.
Gefragt sind Fachkräfte, die mit Veränderungen umgehen können und bereit sind, Neues zu lernen.
Wer anpackt, will auch weiterkommen.
Im lvh-Kurskalender finden Sie neue Ideen, Praxiswissen und Anregungen für Ihren Berufsalltag. Jetzt entdecken: www.lvh.it/kurse oder direkt über diesen QR-Code:
Neue Stiftung fördert Lernen jenseits
des Klassenzimmers
Mit der neu gegründeten „Stiftung perspektiven-lernen“ sollen junge Menschen in Südtirol künftig noch stärker von besonderen Lernorten profitieren. Die Stiftung wurde auf Initiative des Bildungslandesrates Philipp Achammer gemeinsam mit dem Verein Horizont angestoßen.
Sie setzt auf bestehende Bildungsinitiativen in Südtirol, die bereits heute erfolgreich mit sogenannten externen Lernorten arbeiten. Gerade diese Orte bieten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, außerhalb der Schule zu lernen – durch praktische Erfahrungen, Naturerlebnisse, kreatives Arbeiten und gemeinsames Tun.
Zu diesen Lernorten zählen unter anderem die Erlebnisschule Langtaufers, der Burger Hof in Prags, die WerkSTOTTschual Aschbach sowie die Draußenschule Ahrntal. Weitere werden dazukommen.
Ein zentrales Ziel der Stiftung ist es, die bestehenden und die neuen Lernorte langfristig zu sichern und finanziell zu unterstützen.
So sind z.B. das Handwerk und die künstlerische Betätigung unverzichtbare Elemente in der Bildungsarbeit. Im kreativen Tun sollen junge Menschen unmittelbar erfahren, dass sie etwas bewirken und schaffen können – ein Erlebnis, das in der heutigen, oft kopflastigen Bildungswelt von unschätzbarem Wert ist. Denn „wer mit den Händen etwas hervorbringt, baut gleichzeitig an sich selbst“, unterstreicht Alex Unteregger, der pädagogische Koordinator am Burger Hof in Prags. Weitere Informationen zur Stifung und wie man sie unterstützen kann gibt es hier: www.perspektiven-lernen.org
Angelika Griessmair
Direktorin „Stiftung perspektiven-lernen“
NICHTS MEHR VERPASSEN
@junghandwerker
Josef Watschinger
Präsident „Stiftung perspektiven-lernen“
Es war meine Bank, die mich bei meiner Unternehmensgründung auf Garfidi brachte. Dafür bin ich so dankbar! Denn ohne Garfidi hätte ich meinen Traum nicht verwirklichen können. Ich habe hier Menschen erlebt, die absolut professionell waren und darüber hinaus auch sehr freundlich. Ich kann es nur jedem empfehlen, der sich selbständig machen möchte.
Marco Trio, Friseur, Brixen
Mein Sorglos-Partner in Kreditfragen. garfidi.it
BRANCHEN & BEZIRKE
DIE VIELFALT DES HANDWERKS: Neuigkeiten, Trends, die Projekte der lvh-Berufsgemeinschaften und aktuelle Wirtschaftsthemen auf einen Blick.
Die Welt aus einer anderen
Perspektive
TRANSPORTEURINNEN / TRANSPORTEURE:
WAS ALS HOBBY BEGANN, IST HEUTE EIN SÜDTIROLER UNTERNEHMEN, DAS MIT DROHNENTECHNOLOGIE LÖSUNGEN FÜR HANDWERK, EINSATZKRÄFTE UND DIE HERAUSFORDERUNGEN IM ALPINEN RAUM ENTWICKELT.
Manchmal reicht ein Perspektivwechsel, um neue Möglichkeiten zu erkennen.
Für Fabian Call begann alles im Jahr 2017 mit einer Drohne, die er sich aus Interesse gekauft hatte. Die Faszination für den Blick von oben war groß. Noch
größer wurde jedoch die Erkenntnis, welches Potenzial in dieser Technologie steckt.
Aus einem Hobby wurde ein Unternehmen. Heute unterstützt der Kalterer mit seiner Firma Fly Südtirol GmbH Handwerksbetriebe, Feuerwehren, Jagdreviere sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit Schulungen, Beratung und professionellen Drohnenlösungen.
Für Call steht dabei nicht die Technik im Mittelpunkt, sondern ihr Nutzen.
Vom Hobby zum Unternehmen
Der Weg in die Selbstständigkeit verlief ungewöhnlich direkt. Nach der Matura an der Handelsoberschule begann Call zunächst ein Sportstudium. Lange blieb er dort jedoch nicht. Die Nachfrage nach seinen Dienstleistungen wuchs schnell, sodass er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.
„Mich hat von Anfang an nicht nur das Fliegen fasziniert, sondern die Frage, wie Drohnen Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen können“, sagt Call.
Diese Überzeugung prägt das Unternehmen bis heute. Während Drohnen häufig mit Foto- und Videoaufnahmen in Verbindung gebracht werden, verfolgt Fly Südtirol
einen anderen Ansatz: Die Drohne wird als Werkzeug verstanden – eines, das Arbeitsabläufe vereinfacht, Risiken reduziert und neue Möglichkeiten eröffnet.
Wenn die Drohne zum Werkzeug wird
Gerade für Handwerksbetriebe bietet diese Technologie enormes Potenzial. Dachdecker/innen können Dächer, Solaranlagen oder Fassaden innerhalb weniger Minuten inspizieren, ohne Gerüste aufzubauen oder schwer zugängliche Bereiche betreten zu müssen. Holz- und Baubetriebe nutzen Drohnen für Vermessungen, digitale Geländemodelle und die Dokumentation von Baustellen. Für Maler- und Fassadenbetriebe liefern Luftaufnahmen eine präzise Grundlage für Angebote und Sanierungskonzepte.
„Für viele Betriebe geht es darum, Zeit zu sparen, Risiken zu reduzieren und bessere Entscheidungsgrundlagen zu erhalten“, erklärt Call. „Die Drohne ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, das Arbeitsabläufe effizienter macht.“
Besonders in Südtirol eröffnen sich neue Einsatzmöglichkeiten. Steile Hänge, schwer zugängliche Gebäude und anspruchsvolle Geländestrukturen machen viele Arbeiten aufwendig und teilweise gefährlich. Genau hier können Drohnen ihre Stärken ausspielen.
Signifikant zeigt sich der Nutzen dort, wo die Technologie Mensch und Tier unmittelbar hilft. Mithilfe von Wärmebilddrohnen werden Wiesen vor der Mahd abgesucht, um versteckte Rehkitze zu lokalisieren. „Zu sehen, wie jedes Jahr zahlreiche Kitze vor dem Mähtod gerettet werden, bereitet mir besonders viel Freude“, sagt Call. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass die Technologie noch lange nicht ihr volles Potenzial entfaltet hat. „Wir nutzen heute vielleicht fünf Prozent dessen, was Drohnen künftig leisten können.“
Die nächsten 95 Prozent
Was heute bereits möglich ist, sieht Call nur als Anfang einer deutlich größeren Entwicklung.
Die größte Herausforderung sei oft nicht der Mangel an Ideen, sondern die Konzentration auf die richtigen Projekte.
„Wir nutzen heute vielleicht fünf Prozent dessen, was Drohnen künftig leisten können. Ihr Potenzial, Menschen zu helfen und Arbeit zu erleichtern, ist enorm.“
Die spannendsten Einsatzgebiete der Drohne liegen nicht über unseren Köpfen – sondern noch vor uns.
Bauarbeiterkasse der Autonomen Provinz Bozen: Ehrung der Mitglieder „30 Jahre Vertrauen“
BAU:
DIE BAUARBEITERKASSE LUD KÜRZLICH INS H1 EVENTSPACE DER MESSE BOZEN. ANLASS
DAFÜR WAR DIE FEIER „30 JAHRE VERTRAUEN“, BEI WELCHER 200 ARBEITER/INNEN UND 47 UNTERNEHMEN AUSGEZEICHNET WURDEN, DIE SEIT 30 JAHREN MITGLIED SIND.
Der Direktor der Bauarbeiterkasse der Autonomen Provinz Bozen, Raimund Fill, konnte den Landeshauptmannstellvertreter Marco Galateo und die Landesrätin Ulli Mair begrüßen, wobei er unterstrich, dass gerade die Anwesenheit der beiden Landesräte ein Zeichen ist für die Wertschätzung, die die Landesregierung der Bauwirtschaft entgegenbringt.
Der Präsident der Bauarbeiterkasse, Markus Bernard, hob in seiner Ansprache die vielen Leistungen des Bausektors hervor. „30 Jahre Arbeit am Bau – das ist ein hartes Stück Arbeit. Dafür gebührt euch allen Respekt und Anerkennung.“
Die Bauarbeiterkasse der Autonomen Provinz Bozen steht nun schon seit fast sechs Jahrzehnten an der Seite der Arbeiter/innen und Unternehmen des Sektors, vertritt deren Interessen und trägt mit ihren Dienstleistungen zu deren Wohl bei. Derzeit zählt die Bauarbeiterkasse 17.000 eingeschriebene Arbeiter/innen die bei 1.948 Unternehmen (34
Prozent Industrie- und 66 Prozent Handwerksbetriebe) beschäftigt sind. Geführt wird die Bauarbeiterkasse paritätisch von den Arbeitgeberverbänden und den Gewerkschaften im Baugewerbe.
Training für die WorldSkills: Drei Länder, ein Ziel
BAUMEISTER/INNEN UND MAURER/INNEN:
KÜRZLICH TRAFEN SICH JUNGE BAUMEISTER AUS SÜDTIROL, DER SCHWEIZ UND LIECHTENSTEIN AM BERUFSBILDUNGSZENTRUM BRUNECK, UM GEMEINSAM FÜR DIE WORLDSKILLS ZU TRAINIEREN.
Mauern verbinden normalerweise Räume. In diesem Fall verbinden sie sogar Länder. Die Idee dahinter ist so einfach wie wirkungsvoll: Wer bei internationalen Berufswettbewerben bestehen will, braucht mehr als handwerkliches Können. Er braucht Vergleich, Austausch und die Bereitschaft, voneinander zu lernen.
Initiiert wurde das grenzüberschreitende Trainingsprojekt von Ernst Seeber, langjährigem Experten und Berufsschullehrer am BBZ Bruneck. Sein Ansatz: Talente nicht isoliert
vorbereiten, sondern über Grenzen hinweg vernetzen. Denn die Herausforderungen auf der Baustelle sind oft dieselben – unabhängig davon, ob sie in Südtirol, der Schweiz oder Liechtenstein bewältigt werden.
Vier Tage lang wurde gemauert, vermessen, diskutiert und optimiert. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die technische Präzision, die bei den WorldSkills gefragt ist. Ebenso wichtig war der Blick über den eigenen Tellerrand. Wie arbeitet man im Nachbarland? Welche Techniken werden eingesetzt? Wo liegen Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede?
Das Training in Bruneck war der Auftakt einer ganzen Reihe von Vorbereitungseinheiten. Im August folgen weitere Trainingswochen in Gossau in der Schweiz und in Vaduz in Liechtenstein. Bis zu den WorldSkills soll so ein Netzwerk entstehen, das weit über den Wettbewerb hinaus Bestand hat.
IN DER SCHMIEDERALM MIT ANSCHLIESSENDEM PREISWATTEN.
Fachlicher Austausch, geselliges Beisammensein und eine gelebte Tradition: Die diesjährige Jahresversammlung der Dachdecker/innen im lvh führte die Mitglieder in die Schmiederalm. Im Mittelpunkt der Versammlung standen die aktuellen Entwicklungen im Dachdeckerhandwerk.
Was das Treffen besonders auszeichnete, war die spürbare Verbundenheit innerhalb der Berufsgruppe. Der offene Austausch unter Kolleginnen und Kollegen zeigte einmal mehr, wie wichtig persönliche Begegnungen für die Weiterentwicklung des Handwerks sind. Die Stimmung war geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, Kollegialität und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Nach dem offiziellen Teil verlagerte sich
das Geschehen zur Schönrastalm. Dort trafen die Dachdecker/innen gemeinsam mit Sponsoren und Lieferanten zur mittlerweile siebten Ausgabe des traditionellen Preiswattens.
Das beliebte Kartenspiel hat sich längst als fixer Bestandteil des Treffens etabliert und findet mitlerweile alle zwei Jahre statt. Mit viel Ehrgeiz, aber ebenso viel Humor wurden die Karten gemischt und die Siegerinnen und Sieger ermittelt. Im Vordergrund stand jedoch nicht der Wettbewerb, sondern das gemeinsame Erlebnis.
Das Preiswatten bot erneut die ideale Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen, neue Bekanntschaften zu knüpfen und die Zusammenarbeit zwischen Handwerk, Handel und Partnerbetrieben weiter zu stärken.
VEUKO-Kongress setzt Impulse für den Ofenbau
HAFNER/INNEN:
WIE GEWINNT EIN HANDWERK NACHWUCHS IN EINER DIGITALEN WELT? UND WIE BLEIBT EIN TRADITIONSREICHER BERUF SICHTBAR, WENN SICH KOMMUNIKATIONSWEGE UND, TECHNOLOGIEN RASANT VERÄNDERN? DARUM GING ES BEIM VEUKO-KONGRESS 2026.
Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Mitgliedsverbände diskutierten beim VEUKO-Kongress 2026 in Ismaning bei München über die Zukunft des Ofenbaus. Die VEUKO – Vereinigung Europäischer Verbände des Kachelofenbauer-/Hafner-Handwerks – versteht sich dabei als europäische Informations- und Beratungsplattform. Zu ihren Aufgaben zählen der Wissensaustausch im fachlichen und technischen Bereich, die gemeinsame Bearbeitung zukunftsrelevanter Themen sowie die Vertretung der Brancheninteressen auf europäischer Ebene in Brüssel. Im Mittelpunkt des Kongresses standen Themen wie Nachwuchsgewinnung, Öffentlichkeitsarbeit, Digitalisierung und politische Interessenvertretung. Mit Josip Zekic wurde zudem ein neuer VEUKO-Sekretär vorgestellt, der sich künftig auch mit der digitalen Sicherung von Fachwissen und dem Einsatz von KI (Künstlicher Intelligenz) beschäftigen wird. Der Kongress zeigte vor allem eines: Die Zukunft des Ofenbaus liegt in der Verbindung von Tradition, Innovation und grenzüberschreitender Zusammenarbeit.
HOLZBAUMEISTER/INNEN UND ZIMMERER/INNEN: IM RAHMEN EINES TREFFENS ZWISCHEN DER ARCHACADEMY UND DEN VERTRETERN DER HOLZBAUMEISTER/INNEN UND ZIMMERER/INNEN IM LVH WURDE KÜRZLICH BILANZ ÜBER DEN HOLZBAUKONGRESS 2026 GEZOGEN.
ein
An dem Treffen nahmen Georg Fliri, Präsident der Archacademy, Christoph Mittelberger (Archacademy), Richard Nagler, Obmann der Holzbaumeister/ innen und Zimmerer/innen im lvh, sowie Vizeobmann Konrad Blaas teil. Das Fazit fiel durchwegs positiv aus: Die Veranstaltung wurde als wertvolle Plattform für den fachlichen Austausch und die Vernetzung innerhalb der Branche bewertet. „Der Holzbaukongress hat sich als wichtige Fachveranstaltung für die Branche etabliert“, betonte Richard Nagler. Gleichzeitig wurden bereits die Weichen für den Holzbaukongress 2027 gestellt. Der Veranstaltungstermin im Februar wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Inhaltlich wird der nächste Kongress einen Schwerpunkt auf die Themen Brand- und Schallschutz im Holzbau legen. Geplant sind Fachvorträge renommierter Expertinnen und Experten, die aktuelle Entwicklungen, innovative Lösungen und praxisnahe Anwendungen vorstellen. Damit soll der Holzbaukongress auch 2027 wichtige Impulse setzen.
Holz als Zukunftsbaustoff: lvh sieht große Chance
HOLZBAUMEISTER/INNEN UND ZIMMERER/INNEN:
DIE ENTSCHEIDUNG DES SÜDTIROLER LANDTAGS, KÜNFTIG AUCH PRIVATE BAUHERREN STÄRKER ZU FÖRDERN, DIE AUF DIE HOLZBAUWEISE SETZEN, SORGT BEI DER BERUFSGEMEINSCHAFT FÜR OPTIMISMUS.
„Die Ausweitung der Holzbau-Förderung auf private Bauvorhaben ist ein wichtiger Schritt und ein entscheidender Impuls für unsere Betriebe“, betont Richard Nagler, Obmann der Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen im lvh. Holz als Baustoff spiele nicht nur eine zentrale Rolle im Klimaschutz, sondern sichere auch Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Forstwirtschaft bis zum Handwerk. Wichtig ist dabei, dass insbesondere kleinstrukturierte Betriebe zum Zuge kommen und von den Fördermaßnahmen profitieren. Besonders positiv bewertet die Berufsgemeinschaft, dass damit ein Anreiz geschaffen wird, verstärkt auf regionale Ressourcen zurückzugreifen. Die Holzbauweise stehe für energieeffizientes, ressourcenschonendes und modernes Bauen und entspreche zugleich der Bautradition im Alpenraum. „Holz ist ein natürlicher Rohstoff und ein hervorragender Bauträger. Es vereint Stabilität, Nachhaltigkeit und Wohnqualität wie kaum ein anderes Material“, erklärt Nagler. „Die Förderung für private Bauherren wird dazu beitragen, das Bewusstsein für die Vorteile des Holzbaus weiter zu stärken“, so der Obmann.
Der lvh spricht sich zudem dafür aus, begleitend zur Förderung auch Beratungsangebote auszubauen und Innovationen im Holzbau gezielt zu unterstützen. Nur so könne das volle Potenzial dieses zukunftsweisenden Baustoffs ausgeschöpft werden.
ERSTER UND DRITTER PLATZ FÜR SÜDTIROLS ZIMMERERNACHWUCHS!
Beim Niederösterreichischen Lehrlingswettbewerb der Zimmerer sicherte sich Georg Kaser von der Oberrauch GmbH in Vahrn den ersten Platz. Hannes Kral von der Aster GmbH in Jenesien komplettierte das hervorragende Ergebnis mit dem dritten Rang.
Der Sieg von Georg Kaser und der dritte Platz von Hannes Kral sind das Ergebnis intensiver Vorbereitung, großer Motivation und einer hochwertigen Ausbildung in den Betrieben und Berufsschulen. Sie zeigen eindrucksvoll, welches Niveau die Ausbildung im Südtiroler Holzbau erreicht hat.
Einen wichtigen Anteil daran hat auch
Ausbilder Ulrich Kaser, der die Teilnehmer mit großem Engagement auf den Wettbewerb vorbereitet hat. Sein Fachwissen und seine Erfahrung bildeten die Grundlage für die hervorragenden Leistungen der beiden Zimmerer.
Für Richard Nagler, Obmann der Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen im lvh, sind die Ergebnisse ein starkes Signal für die Zukunft: „Unsere jungen Zimmerer sind ein starkes Aushängeschild für das Südtiroler Handwerk. Sie zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in unserem Nachwuchs steckt und welche Leistungen mit Engagement, Ausdauer und Begeisterung für das Handwerk möglich sind.“
WER AN MALER/INNEN UND LACKIERER/INNEN DENKT, DENKT OFT AN FARBE. AN FASSADEN, WOHNRÄUME ODER FRISCH GESTRICHENE WÄNDE. DOCH DAS HANDWERK LEISTET WEIT MEHR: ES GESTALTET LEBENSRÄUME UND PRÄGT GANZE ORTE.
Gemeinsam mit der Südtiroler Kreativagentur Rotwild wird die bestehende Imagekampagne der Berufsgemeinschaft weiterentwickelt und fortgesetzt. Das Ziel: die Vielfalt, Professionalität und qualitativ hochwertige Arbeit der Maler/ innen und Lackierer/innen im lvh sichtbarer zu machen. Die Kampagne setzt deshalb nicht auf klassische Produktwerbung, sondern auf Identität. Sie erzählt von Menschen, und ihrem Können.
Für die Branche ist das mehr als Marketing. Es ist ein Bekenntnis zum eigenen Berufsbild. In einer Zeit, in der viele Tätigkeiten austauschbar erscheinen, wird sichtbar, was handwerkliche Qualität ausmacht: Erfahrung, Präzision und das Gespür für Materialien, Farben und Wirkung.
Die Zusammenarbeit mit Rotwild knüpft an die bisherige Kampagne an und entwickelt deren Botschaften weiter. Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin die Überzeugung, dass
Handwerk nicht nur Arbeit ist, sondern Gestaltung. Und dass die Leistungen der Maler/innen und Lackierer/innen dort sichtbar werden, wo Menschen leben, arbeiten und sich wohlfühlen.
NEUER GESETZENTWURF SETZT WICHTIGE SIGNALE FÜR DIE ZUKUNFT DES BAUENS IN SÜDTIROL. DENN WER STRASSEN BAUT, LEITUNGEN VERLEGT ODER SCHUTZBAUTEN ERRICHTET, BRAUCHT ROHSTOFFE. UMSO WICHTIGER IST EINE VERLÄSSLICHE VERSORGUNG.
Die Tiefbauunternehmer/innen im lvh begrüßen daher den Gesetzentwurf zur Änderung des Landesgesetzes über den Abbau mineralischer Rohstoffe. Positiv bewertet wird insbesondere, dass der territoriale Bedarf an mineralischen Rohstoffen ausdrücklich anerkannt wird.
„Mineralische Rohstoffe sind eine unverzichtbare Grundlage für öffentliche Infrastrukturen, Wohnbau, Straßenbau, Hochwasserschutz, Leitungsbau und die gesamte regionale Bauwirtschaft“, betont Michael Hofer, Obmann der Tiefbauun -
ternehmer/innen im lvh. Ebenfalls positiv sieht die Branche die vorgesehene Möglichkeit zur Erweiterung bestehender Torfstiche. Diese leisten einen wichtigen Beitrag bei der Ablagerung von nicht wiederverwendbarem Aushubmaterial. Zustimmung findet auch der größere Handlungsspielraum, den die Landesregierung künftig bei Fragen der Rohstoffversorgung und Abbauplanung erhalten soll. Für den lvh ist die Stoßrichtung des Gesetzentwurfs daher richtig. „Die vorgeschlagenen Änderungen enthalten wichtige Klarstellungen und erkennen die Bedeutung einer funktionierenden regionalen Rohstoffversorgung an. Entscheidend wird jedoch sein, dass die neuen Bestimmungen in der Praxis effizient, unbürokratisch und wirtschaftlich tragfähig umgesetzt werden“, so Hofer.
Notbeleuchtung: Sicherheit, die funktionieren muss
ELEKTROTECHNIKER/INNEN:
NOTBELEUCHTUNG FÄLLT OFT
ERST DANN AUF, WENN SIE
GEBRAUCHT WIRD.
Notbeleuchtungen sind in vielen Betrieben, Hotels, Garagen, Kondominien und öffentlichen Gebäuden gesetzlich vorgeschrieben und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit. Ihre Wirkung entfalten sie jedoch nur dann, wenn sie fachgerecht geplant, installiert und regelmäßig überprüft werden. Gesetzliche und normative Vorgaben verlangen eine dokumentierte Wartung. Kontrolliert werden unter anderem die Funktionstüchtigkeit, Batterien, Leuchtdauer, Sichtbarkeit und der allgemeine Zustand der Anlagen. Ein Wartungsregister hilft dabei, Prüfungen, festgestellte Mängel und durch-
Notbeleuchtung ist für die Sicherheit unerlässlich
Gerade in älteren Gebäuden oder nach Umbauten zeigt sich häufig Handlungsbedarf: Leuchten sind zwar vorhanden, entsprechen aber nicht mehr den aktuellen Anforderungen oder wurden nicht
ausreichend dokumentiert.
Für die Elektrotechniker/innen im lvh ist deshalb klar: Notbeleuchtung ist keine Formsache. Sie kann im Ernstfall Leben retten – vorausgesetzt, sie wird regelmäßig kontrolliert und fachgerecht gewartet.
Fünf Länder, eine Branche, viele gemeinsame
Herausforderungen
HEIZUNGS-, LÜFTUNGS- UND SANITÄRTECHNIKER/INNEN: WER VERSTEHEN WILL, WIE DIE GEBÄUDETECHNIK VON MORGEN AUSSIEHT, MUSSTE
ANFANG JULI NICHT NACH BRÜSSEL REISEN, SONDERN NACH INNICHEN. ZIEL WAR DER FACHLICHE AUSTAUSCH UND VOR ALLEM DER BLICK ÜBER DIE EIGENEN LANDESGRENZEN.
In Innichen trafen sich Vertreter/innen der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik aus Südtirol, Österreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg zum 5 Ländertreffen. Die Themen ähneln sich überall: Fachkräftemangel, Ausbildung, Energiewende, neue gesetzliche Rahmenbedingungen und die Frage, wie sich Betriebe in einem zunehmend
komplexen Markt behaupten können.
Neben den fachlichen Inhalten bot das Treffen auch Raum für persönliche Begegnungen. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Reinhold-Messner-Hauses mit einer persönlichen Führung durch Reinhold Messner und Diane Schumacher. Der Extrembergsteiger gab dabei nicht nur Einblicke in sein Lebenswerk, sondern sprach auch über Mut, Verantwortung und den Umgang mit Veränderungen – Themen, die auch Unternehmerinnen und Unternehmer täglich begleiten.
Inmitten der Dolomiten wurde deutlich, dass erfolgreiche Zusammenarbeit nicht an Landesgrenzen endet. Das Ländertreffen lebt vom offenen Austausch, von unterschiedlichen Perspektiven und vom gemeinsamen Interesse, die Zukunft des Handwerks aktiv mitzugestalten.
KÄLTE- UND KLIMATECHNIKER/INNEN: FACHWISSEN ERWEITERN, ERFAHRUNGEN TEILEN UND KONTAKTE PFLEGEN: KÜRZLICH WAR EINE DELEGATION DES BEIRATS DER KÄLTE- UND KLIMATECHNIKER/INNEN IM LVH ZU GAST AM BERUFSSCHULZENTRUM LINDAU.
Nachdem die Kolleginnen und Kollegen aus Lindau bereits im vergangenen Herbst Bozen besucht hatten, wurde der fachliche Austausch nun am Bodensee fortgesetzt.
Im Rahmen des jährlichen Lehrertreffs der deutschen Branche standen praxisnahe Fachvorträge, aktuelle Ent-
wicklungen sowie der Austausch über Ausbildungs- und Branchenthemen im Mittelpunkt.
Bei der Besichtigung des Berufsschulzentrums erhielten die Südtiroler Teilnehmenden außerdem spannende Einblicke in die modernen Praxiswerkstätten und die Ausbildungsarbeit vor
Ort.
Neben den fachlichen Inhalten kam auch das Miteinander nicht zu kurz. Gemeinsame Abendveranstaltungen und eine von Burkhard Löhr organisierte Altstadtführung durch Lindau sorgten für einen gelungenen Rahmen und unterstrichen die Bedeutung persönlicher Begegnungen.
Ein besonderer Dank gilt Günter Köhler, Martin Baur und Michael Mayer für die hervorragende Organisation und ihre herzliche Gastfreundschaft.
Das neue Tool unterstützt Handwerksbetriebe des Installationsgewerbes dabei, Zeit zu sparen und Fehler zu vermeiden.
Es geht um die Wurst – und um das was drin steckt
METZGER/INNEN: DARF EINE „TOFU-WURST“ KÜNFTIG NOCH WURST HEISSEN UND EIN „VEGGIE-BURGER“, ALS BURGER BEZEICHNET WERDEN? ÜBER DIESE FRAGE WIRD DERZEIT AUF EU-EBENE HEISS DISKUTIERT.
Im Südtiroler Lebensmittelhandwerk sieht man die aktuelle Diskussion zu Produktbezeichnungen differenziert.
Für Alexander Holzner, Vizeobmann der Metzger/innen im lvh, steht nicht die Produktbezeichnung im Mittelpunkt, sondern die Transparenz für die Konsumenten: „Eine klare Kennzeichnung ‚vegan/vegetarisch‘ auf der Verpackung ist aus meiner Sicht der richtige Weg“, erklärt Holzner. „Sie schützt Verbraucher/innen und lässt gleichzeitig verständliche Produktnamen zu. Entscheidend ist Transparenz auf der Vorderseite, nicht das Verbot bekannter Bezeichnungen“, unterstreicht der Vizeobmann.
Tatsächlich zeigen aktuelle Diskussionen auf europäischer Ebene, dass weniger die Produktnamen selbst als vielmehr eine eindeutige Kennzeichnung im Fokus stehen sollten.
Ob „Veggie-Burger“, „Tofu-Wurst“ oder „Seitan-Schnitzel“ – entscheidend ist, dass man auf den ersten Blick erkennen kann, was im Produkt steckt. Ob neue Verbote tatsächlich mehr Klarheit schaffen – oder lediglich für zusätzlichen bürokratischen Aufwand sorgen, wird sich zeigen.
Mehr Verantwortung für die Betriebe
KFZ- HANDWERK
AUTORIPARAZIONE - -
KFZ-MECHATRONIKER/INNEN: EIN ANHÄNGER ZUR ABNAHME. EIN TRAKTOR ZUR KONTROLLE. UND TROTZDEM FÜHRT DER WEG OFT NOCH ZUERST ZUM AMT STATT DIREKT IN DIE WERKSTATT. GENAU DAS SOLL SICH ÄNDERN.
Organisiert wurde das Treffen auf Initiative der Kfz-Mechatroniker/innen im lvh. Im Mittelpunkt des Austauschs zwischen dem lvh und Landesrat Daniel Alfreider stand eine Frage: Warum werden Leistungen, die Fachbetriebe längst selbst übernehmen könnten, noch immer unnötig zentral verwaltet? Für den lvh ist die Antwort klar: Prüfungen und Abnahmen müssen dorthin, wo das Know-how sitzt – in die
Kfz-Werkstätten. Besonders bei Anhängern drängt der Verband auf Veränderung. Die Abnahme soll künftig – ähnlich wie bereits bei Autos – direkt in den Betrieben erfolgen können. Landesrat Daniel Alfreider unterstützt diesen Ansatz und versucht seit vier Jahren, diese Gesetzesänderung voranzubringen. Ein neuer Anlauf soll nun zumindest auf Ebene der autonomen Provinz erfolgen.
Auch bei Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen besteht Handlungsbedarf. Das entsprechende Landesratsdekret ist bereits verabschiedet, doch die notwendigen Durchführungsbestimmungen fehlen noch.
Ein weiteres Thema war die Ausbildung von Inspektoren für Hauptuntersuchungen. Geplant ist ein eigener Kurs in deutscher Sprache, um Südtiroler Fachkräften den Zugang zu erleichtern. Die Botschaft des Treffens war deutlich: Weniger Bürokratie ist kein politisches Schlagwort, sondern eine betriebliche Notwendigkeit.
ÜBER SIE SPRICHT MAN MEIST NUR, WENN DER VERKEHR STILLSTEHT.
Im Haus des Handwerks in Bozen trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter des Berufsbeirats rund um Obmann Alexander Öhler, um strategische Schwerpunkte für die kommenden Jahre festzulegen. Schnell wurde klar: Die Herausforderungen wachsen – organisatorisch, politisch und gesellschaftlich.
Ein zentrales Thema war die Infrastruktur. Die Betriebe kritisieren vor allem die mangelnde Kommunikation rund um Baustellen und Verkehrsmaßnahmen. Der Berufsbeirat fordert eine engere Zusammenarbeit zwischen Verkehrsmeldezentrale, Politik und Unternehmen.
Auch die großen politischen Baustellen standen im Mittelpunkt: der Brennerkorridor, die Situation rund um Kufstein, Nachtfahrverbote oder die Zukunft des Güterverkehrs auf der Schiene. Geplant sind dazu Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern in Südtirol, Tirol und Trient. Doch
die Klausur drehte sich nicht nur um Verkehrspolitik. Sie zeigte auch, dass der Sektor an seinem eigenen Bild arbeiten will. Denn oft wird die Arbeit im Transportsektor nur dann wahrgenommen, wenn ein Lkw im Stau steht. Die zentrale Rolle der Branche für Versorgung, Wirtschaft und Alltag bleibt dagegen meist unsichtbar. Genau das will der Berufsbeirat in Zukunft ändern.
DREI TAGE LANG PRÄSENTIERTEN 51 AUSSTELLER/INNEN AUS EPPAN, KALTERN UND UMGEBUNG IHRE PRODUKTE, DIENSTLEISTUNGEN UND INNOVATIONEN UND MACHTEN DIE VIELFALT DES HEIMISCHEN UNTERNEHMERTUMS ERLEBBAR.
„Eppan Produktiv“ bot nicht nur Einblicke in die Leistungsfähigkeit heimischer Betriebe, sondern schuf auch Raum für persönliche Begegnungen, Austausch und neue Kontakte. Neben den Ausstellerständen sorgten Verkostungen, Showcookings, ein Kinderprogramm und der Schülervormittag für ein vielfältiges Messeerlebnis. Ein besonderes Highlight bildete die Wahl des schönsten Standes. Die Besucherinnen und Besucher kürten die Tischlerei Kager auf den ersten Platz. Dahinter folgten Walcher Messebau und ANET. OK-Chef Lukas Walcher zog eine äußerst positive Bilanz: „Die große Besucherzahl und die positive Resonanz haben gezeigt, dass Eppan Produktiv Menschen, Betriebe und Ideen erfolg-
reich zusammenbringt.“
Getragen wurde „Eppan Produktiv“ von zahlreichen Partnern und Unterstützern. Dazu zählen die Raiffeisenkasse Überetsch, die Gemeinde Eppan, die Selectra AG, die Autonome Provinz
Bozen, die Karl Pichler AG, die Baustoffe Terzer GmbH, die Gerryland KG, die Ramoser Holz GmbH, die Brillux GmbH & Co. KG, die Varesco GmbH, die iDM Energiesysteme Italia Srl sowie die Seppi M. AG.
DAS 63. TREFFEN DER GENERATION HANDWERK+ IN TRAMIN BRACHTE KÜRZLICH
RUND 700 SENIORINNEN UND SENIOREN AUS DEM GANZEN LAND ZUSAMMEN UND WURDE ZU EINEM ZEICHEN FÜR ZUSAMMENHALT UND GELEBTE GEMEINSCHAFT.
Hinter dem Treffen stand ein engagiertes Organisationskomitee sowie zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer, die mit großem Einsatz zum Gelingen beigetragen haben.
Besonders hervorzuheben ist die Un-
terstützung aller lvh-Ortsgruppen des Unterlands, die tatkräftig mitgeholfen haben. lvh-Bezirksobmann Werner Amegg konnte sich dabei auf ein breites Netzwerk an Unterstützenden verlassen. Ihr Engagement sorgte dafür, dass sich
die Gäste den ganzen Tag über wohlfühlten und die besondere Atmosphäre des Treffens genießen konnten.
Der Dank der gesamten Generation Handwerk+ sowie aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer gilt deshalb den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, den unterstützenden Betrieben sowie allen Beteiligten im Hintergrund. Der lvh bedankt sich ausdrücklich für diesen Einsatz.
WIRTSCHAFT IN BRANZOLL AUCH IN ZUKUNFT ERFOLGREICH WACHSEN?
Über diese Frage sprachen Vertreterinnen und Vertreter des lvh kürzlich mit Bürgermeisterin Giorgia Mongillo im Rahmen der Gesprächsreihe „Reden wir drüber!“. Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven für den Wirtschaftsstandort.
Diskutiert wurden unter anderem öffentliche Ausschreibungen sowie das Gemeindeentwicklungsprogramm, das wichtige Weichen für die zukünftige Entwicklung von Betrieben und Gewerbeflächen stellt.
Ein besonderes Anliegen des lvh war es, im Zuge der Gemeindeentwicklung auch ausreichend Flächen und Möglichkeiten für die Ansiedlung und Erweiterung junger Handwerksbetriebe vorzusehen. Gerade für die nächste Generation von Unternehmerinnen und Unternehmern sind geeignete Entwicklungsperspektiven ein entscheidender Standortfaktor. Einigkeit herrschte darüber, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Handwerk die Grundlage für attraktive Rahmenbedingungen und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung bildet. Denn dort, wo Politik und Wirtschaft frühzeitig das Gespräch suchen, entstehen Lösungen mit Mehrwert für Betriebe, Beschäftigte und die gesamte Gemeinde.
Stefan Irsara neuer lvh-Ortsobmann in Abtei
BEZIRK UNTERPUSTERTAL / GADERTAL:
KONTINUITÄT UND NEUE IMPULSE ZUGLEICH: NACH VIELEN JAHREN ENGAGIERTER ARBEIT ÜBERGAB MANFRED VALENTINI DIE FÜHRUNG DER LVH-ORTSGRUPPE ABTEI AN SEINEN NACHFOLGER STEFAN IRSARA.
Bei der lvh-Ortsversammlung in Abtei wurde ein Generationenwechsel an der Spitze der Ortsgruppe vollzogen: Stefan Irsara wurde einstimmig zum neuen Ortsobmann gewählt.
Er folgt auf Manfred Valentini, der bereits 2023 angekündigt hatte, die Obmannschaft zur Halbzeit der Amtsperiode zu übergeben.
Mit der Wahl von Irsara setzt die Ortsgruppe auf Kontinuität und neue Impulse zugleich.
Im Rahmen der Versammlung wurde Valentini für seine jahrzehntelange Mitarbeit im Ortsausschuss und seinen Einsatz als Ortsobmann gedankt. Dem Ausschuss wird er auch weiterhin angehören.
Die Ortsgruppe Abtei blickt damit zuversichtlich in die Zukunft und setzt weiterhin auf eine starke Vertretung der Interessen des Handwerks vor Ort.
DIE GRUPPEN IM LVH: Frauen und Junghandwerker/innen: Ihre Initiativen, Projekte, Unternehmungen und ihr Einsatz für das Handwerk.
Vier Tage, viele Geschichten: Auf Entdeckungsreise durch Wien
JUNGHANDWERKER/INNEN:
BEI IHRER ENTDECKUNGSTOUR DURCH WIEN STANDEN NICHT NUR SEHENSWÜRDIGKEITEN AUF DEM PROGRAMM, SONDERN VOR ALLEM EINBLICKE IN JENE ORTE, AN DENEN HANDWERK, TECHNIK UND STADTENTWICKLUNG SICHTBAR WERDEN.
Bereits die gemeinsame Anreise mit dem Zug machte deutlich, worum es bei der Jugendhandwerkerreise geht: um Austausch, neue Eindrücke und das Knüpfen von Kontakten über Berufs- und Ortsgrenzen hinweg. Wien
Junghandwerker/innen schauten bei
bot dafür die passende Kulisse.
Ein Höhepunkt war die Besichtigung einer U-Bahn-Baustelle. Dort, wo künftig tausende Menschen täglich unterwegs sein werden, erhielten die Teilnehmer/innen einen Blick hinter die Kulissen eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs.
Zwischen Beton, Vermessungstechnik und komplexen Bauabläufen wurde deutlich, wie viele Gewerke ineinandergreifen müssen, damit aus Plänen Realität wird. Handwerk zeigte sich hier nicht als Einzelarbeit, sondern als präzises Zusammenspiel zahlreicher Fachkräfte.
Bei der Führung durch die Wiener Unterwelt erhielten die Junghandwerker/innen spannende Einblicke in die verborgene Geschichte und technische Infrastruktur der Stadt. Weitere Höhepunkte waren die Stadtrundfahrt sowie der Besuch der Zuckerlwerkstatt, wo traditionelles Handwerk hautnah erlebt werden konnte. Neben den Programmpunkten blieb ausreichend Zeit, Wien auf eigene Faust zu entdecken und den Austausch innerhalb der Gruppe zu pflegen. Die Reise verdeutlichte die Vielfalt des Handwerks und zeigte, wie wertvoll gemeinsame Erlebnisse und neue Perspektiven für die persönliche und berufliche Entwicklung sind.
Drei junge Spenglerinnen bestehen die Gesellenprüfung
FRAUEN IM HANDWERK:
ANNA SEYR, LILLI DEMEZ UND MIRIAM PALFRADER HABEN DIE ANSPRUCHSVOLLE
ABSCHLUSSPRÜFUNG ERFOLGREICH BESTANDEN. ANNA SEYR SCHLOSS IHRE
AUSBILDUNG SOGAR MIT AUSZEICHNUNG AB.
Wenn Metall Form annimmt, Präzision auf Kreativität trifft und aus einer Idee ein fertiges Werkstück entsteht, dann zeigt sich, was handwerkliches Können ausmacht. Genau das bewiesen kürzlich die Absolventinnen und Absolventen der Gesellenprüfung für Bau- und Galanteriespengler/innen am Berufsbildungszentrum (BBZ) Brixen „Christian Josef Tschuggmall“.
Bei der feierlichen Übergabe der Gesellenbriefe wurde deutlich: Die Zukunft des Handwerks ist vielfältig – und zunehmend weiblich.
Frauenpower bei der Gesellenprüfung
Besonders erfreulich war in diesem Jahr die starke Präsenz junger Frauen.
Mit Anna Seyr, Lilli Demez und Miriam Palfrader stellten sich gleich drei angehende Spenglerinnen der anspruchsvollen Abschlussprüfung einer vierjährigen Lehrzeit –und alle drei bestanden erfolgreich. Anna Seyr von der Dachservice Seyr GmbH schloss ihre Ausbildung sogar mit Auszeichnung ab.
„Diese Leistungen zeigen eindrucksvoll, dass handwerkliche Berufe längst keine Frage des Geschlechts mehr sind. Junge Frauen bringen Talent, Präzision, Kreativität und Durchhaltevermögen mit – Eigenschaften, die im Handwerk gefragt sind.
Anna, Lilli und Miriam sind starke Vorbilder für viele weitere junge Frauen, die ihren Weg im Handwerk gehen möchten“, betont Petra Holzer, Landesobfrau der Frauen im Handwerk.
Können unter Beweis gestellt
Besondere Bedeutung kam dem Gesellenstück zu: Dieses wurde bereits im Vorfeld von den Prüflingen selbst geplant, gezeichnet und dokumentiert.
Anschließend mussten sie ihre Ausarbeitung der Prüfungskommission präsentieren.
Während der Prüfungswoche wurde das Werkstück schließlich in der Werkstatt gefertigt. Darüber hinaus waren zwei praktische Arbeitsproben zu absolvieren – ein Metalldach sowie ein Flachdach.
Insgesamt traten 13 Schülerinnen und Schüler – zehn junge Männer und drei junge Frauen – zur Gesellenprüfung an. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Alle
Kandidatinnen und Kandidaten bestanden die Prüfung erfolgreich.
Für die Bau- und Galanteriespenglerbranche ist dies ein starkes Signal. Denn qualifizierte Fachkräfte werden dringend gebraucht, gleichzeitig zeigen die drei erfolgreichen Absolventinnen, dass sich immer mehr junge Frauen für technische und handwerkliche Berufe entscheiden. Oder, um es mit den Worten von Petra Holzer zu sagen: „Das Handwerk lebt von Vielfalt. Je mehr unterschiedliche Talente und Perspektiven zusammenkommen, desto stärker wird unsere Branche. Jede junge Frau, die sich für einen Handwerksberuf entscheidet, trägt dazu bei, veraltete Rollenbilder aufzubrechen und neue Möglichkeiten sichtbar zu machen.“
HANDWERK BESTIMMT MIT: Auf lokaler, nationaler und auch internationaler politischer und wirtschaftlicher Ebene hat das Handwerk eine wichtige Stimme.
Hyperabschreibung: Große Chancen für Südtirols Betriebe
BIS ZU 180 PROZENT HÖHERE STEUERLICHE ABSCHREIBUNGEN, INVESTITIONSANREIZE UND STEUERERLEICHTERUNGEN: DIE HYPERABSCHREIBUNG BIETET BETRIEBEN ENORMES POTENZIAL. DER LVH LIEFERT EIN UMFASSENDES GESAMTANGEBOT FÜR MITGLIEDSBETRIEBE!
Wer in den kommenden Jahren in Digitalisierung, moderne Maschinen oder erneuerbare Energien investiert, kann von einer attraktiven steuerlichen Begünstigung profitieren. Die neue Hyperabschreibung im Rahmen des „Piano Transizione 5.0“ ermöglicht Unternehmen je nach Investitionsvolumen einen steuerlichen Vorteil mit steuerlichen Mehrabschreibungen von bis zu 180 Prozent. Gleichzeitig sind die Anforderungen komplex: Technische Gutachten, Rechnungsprüferbestätigungen, Meldungen über das GSE-Portal und zahlreiche Fristen machen die Begünstigung zu einem anspruchsvollen Instrument.
Der lvh hat deshalb ein umfassendes Begleitangebot für seine Mitgliedsbetriebe entwickelt.
Große Chancen – aber kein Selbstläufer
Die Hyperabschreibung gilt für Investitionen zwischen dem 1. Jänner 2026 und dem 30. September 2028. Gefördert werden unter anderem neue Technologien, digitale Anlagen sowie Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie für den Eigenverbrauch.
Doch die Inanspruchnahme der Begünstigung ist an zahlreiche Voraussetzungen geknüpft. Erforderlich sind unter anderem ein beglaubigtes technisches Gutachten, eine Zertifizierung über die tatsächlich getätigten Ausgaben sowie mehrere verpflichtende Meldungen an das GSE. Fehler oder Fristversäumnisse können dazu führen, dass die Begünstigung nicht in Anspruch genommen werden darf.
„Die Hyperabschreibung eröffnet unseren Betrieben enorme Möglichkeiten, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und parallel dazu in Innovation und Nachhaltigkeit zu investieren. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Umsetzung ohne fachliche Begleitung kaum zu bewältigen ist. Genau hier setzt der lvh an“, betont lvh-Direktor Walter Pöhl.
Um den Mitgliedsbetrieben den Zugang zur Förderung zu erleichtern, hat der lvh gemeinsam mit Partnern ein umfassendes Dienstleistungspaket ausgearbeitet.
Dieses reicht von der ersten Einschätzung über die technische und steuerliche Begleitung bis hin zur Unterstützung bei den erforderlichen Meldungen und Nachweisen.
„Viele Unternehmerinnen und Unternehmer möchten investieren, scheuen aber den bürokratischen Aufwand.
Unser Ziel ist es, den Betrieben einen verlässlichen Weg durch die komplexen Verfahren aufzuzeigen und ihnen die Sicherheit zu geben, dass sie die Fördermöglichkeiten bestmöglich nutzen können“, erklärt lvh-Vizepräsidentin Angelika Wiedmer Perkmann.
Betriebe mit großem Informationsbedarf
Wie hoch das Interesse am Thema ist, zeigte auch das Webinar, das der lvh Anfang Juli für seine Mitglieder organisiert hat. Dabei wurden die neuen Bestimmungen, die Voraussetzungen und die praktischen Abläufe der Hyperabschreibung vorgestellt.
Bereits mit der Veröffentlichung am 10. Juni 2026 der Ministerialverordnung vom 7. Mai 2026 wurden die ersten Details zur Umsetzung und zu den Voraussetzungen bekanntgegeben.
Zu den Teilnehmenden gehörte auch Priska Reichhalter, die Landesobfrau der Junghandwerker/innen im lvh: „Viele junge Unternehmerinnen und Unternehmer stehen vor wichtigen Investitionsentscheidungen. Das Webinar hat gezeigt, wie groß das Potenzial der Hyperabschreibung ist, aber auch, wie wichtig eine professionelle Begleitung bei der Umsetzung sein kann. Solche Informationen helfen Betrieben, Chancen frühzeitig zu erkennen und richtig zu nutzen.“
Investitionen als Zukunftsentscheidung
Für den lvh ist die Hyperabschreibung weit mehr als eine steuerliche Begünstigung. Sie ist ein Instrument, um Innovation, Digitalisierung und Energiewende in den Betrieben voranzutreiben.
„Wer heute in moderne Technologien investiert, sichert die Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauchen Betriebe Anreize, um mutige Zukunftsentscheidungen zu treffen. Die Hyperabschreibung kann dabei ein entscheidender Impuls sein“, sagt Walter Pöhl. Mit seinem Gesamtangebot möchte der lvh sicherstellen, dass möglichst viele Mitgliedsbetriebe diese Chance nutzen können – und aus einer komplexen Begünstigung ein konkretes Zukunftsprojekt für den eigenen Betrieb wird.
Beratung für lvh-Mitgliedsbetriebe
Damit die Chancen der Hyperabschreibung optimal genutzt werden können, bietet der lvh seinen Mitgliedsbetrieben umfassende Informationen und individuelle Beratung an.
Von der ersten Einschätzung geplanter Investitionen über die zwingenden Voraussetzungen bis hin zu den notwendigen Meldungen und Nachweisen stehen die Expertinnen und Experten des Verbandes unterstützend zur Seite.
Informationen und Beratung unter:
Tel.: +39 0471 323 231 – E-Mail: hyper@lvh.it
So erhalten Betriebe die notwendige Orientierung, um Investitionen sicher zu planen und die steuerlichen Vorteile der Hyperabschreibung bestmöglich auszuschöpfen.
Richtpreisverzeichnis: Wirtschaft wünscht sich praxisnahe Lösung
SÜDTIROLER RICHTPREISVERZEICHNIS (RPV) WIRD KÜNFTIG WIEDER VOM LAND GE
FÜHRT. HANDWERK GESTALTET WEITER MIT.
Landesrat Christian Bianchi, Vertreter des Amts für Hochbau sowie der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) diskutierten dieses Thema bei einem Treffen in Bozen.
Für den lvh ist klar: Das RPV muss ein verlässliches Instrument für die Praxis bleiben. „Es braucht ein aktuelles Richtpreisverzeichnis, das wirklich funktioniert – nicht nur für öffentliche, sondern auch für private Bauvorhaben“, betonte lvh-Präsident Martin Haller.
Auch lvh-Direktor Walter Pöhl unterstrich die Bedeutung des Verzeichnisses für die Betriebe. Neben den Preisen müssten auch die Texte fachlich korrekt und praxisnah formuliert sein. „Die Qualität des RPV hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert“, erklärte Pöhl. Entscheidend sei nun, dass das in der Wirtschaft aufgebaute Know-how weiterhin eingebunden werde.
Landesrat Bianchi ergänzte: „Geplant ist eine eigene Arbeitsgruppe zur Aktualisierung des Verzeichnisses, die von der öffentlichen Hand koordiniert wird. Gleichzeitig sollen Wirtschaft und Fachverbände weiterhin aktiv eingebunden bleiben.“
Treffen
Auch organisatorisch ist ein Neustart vorgesehen: Künftig soll eine professionelle Struktur mit Projektverantwortlichen, Facharbeitsgruppen und klar definierten Zuständigkeiten aufgebaut werden. Zudem sollen Preisanalysen verbessert und sektorspezifische Abschläge genauer überwacht werden. Langfristig steht sogar eine mögliche BIM-Integration im Raum. Für den lvh bleibt dabei ein Grundprinzip zentral: Ausschreibungen müssen auf realistischen Einheitspreisen basieren. Pauschale Abschläge sieht der Verband kritisch.
Wie der Pensplan die Zusatzvorsorge stärkt
EINE ZUSÄTZLICHE ALTERSVORSORGE SCHAFFT FINANZIELLE SICHERHEIT FÜR SPÄTER. WENIGER BEKANNT IST, DASS REGION UND LAND DEN AUFBAU EINER ZUSATZRENTE MIT VERSCHIEDENEN FÖRDERMASSNAHMEN AKTIV UNTERSTÜTZEN.
Die Pensplan Centrum AG bietet zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen:
• Unterstützung der Beitragszahlung in einer wirtschaftlichen Notlage.
• Beitrag zur Deckung der Verwaltungsund Buchhaltungskosten der Rentenfonds, die nicht Partner von Pensplan Centrum sind.
• Unterstützung bei unterlassener Beitragszahlung von Seiten des Arbeitgebers.
• NEU! Beitrag zur Einschreibung von Neugeborenen in die Zusatzvorsorge.
Was der Pensplan speziell in Südtirol bietet:
• Unterstützung der gesetzlichen Rente oder der Zusatzrente über die Betreuungs- und Erziehungszeiten.
• Beitrag zum Aufbau einer Zusatzrente für Hausfrauen.
• Beitrag für die Zusatzvorsorge der Künstler/innen.
• Beitrag zur Unterstützung der Pflichtrente und der Zusatzrente zur Abdeckung des Zeitraums für die Pflege bedürftiger Familienangehöriger.
Weitere Informationen über die einzelnen Unterstützungsmaßnahmen gibt es über diesen QR-Code:
VORSCHRIFTEN FÜR DEN EINSATZ VON FAHRTENSCHREIBERN.
Was auf den ersten Blick nach einem Thema für Speditionen klingt, betrifft inzwischen auch zahlreiche Handwerksbetriebe und Kleinunternehmen in Südtirol.
Betroffen sind nun auch Fahrzeuge über 2,5 Tonnen, die grenzüberschreitend Güter transportieren oder Kabotagefahrten durchführen.
Die neuen EU-Regeln bringen zusätzliche Pflichten mit sich – von der Nutzung intelligenter Fahrtenschreiber bis zur Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten. Gleichzeitig gelten für bestimmte Werkverkehrsfahrten auch Ausnahmen.
Das Thema beschäftigt viele Betriebe, wie ein Webinar des lvh mit über 100 Teilnehmenden zeigte. Dabei informierten Expertinnen und Experten des lvh, der Handelskammer Bozen und der Ortspolizei Schlanders über die wichtigsten Neuerungen und deren praktische Umsetzung.
„Die neuen Vorschriften betreffen zahlreiche Handwerksbetriebe und Kleinunternehmen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit den Anforderungen auseinanderzusetzen und notwendige Anpassungen rechtzeitig vorzunehmen“, betonen die lvh-Vizepräsidenten Angelika Wiedmer Perkmann und Hannes Mussak. „Das große Interesse an unserem Webinar hat gezeigt, dass bei den Betrieben ein hoher Informationsbedarf besteht.“
Der lvh wird seine Mitglieder weiterhin mit Informationen und Hilfestellungen zur Umsetzung der neuen Regelungen unterstützen.
Im Gespräch mit...
Josef Mair
Bürgermeister Sarntal
Warum muss die Planung von Gewerbegebieten heute schon an die Betriebe von morgen denken?
Weil Raumplanung immer langfristig wirkt. Mit der Ausweisung von Gewerbegebieten werden Entscheidungen getroffen, die die Entwicklung eines Gebietes für die nächsten 10 bis 15 Jahre prägen. Deshalb reicht es nicht aus, nur den heutigen Bedarf zu berücksichtigen – vielmehr müssen auch die Anforderungen der Betriebe von morgen mitgedacht werden.
Gerade im Sarntal, das stark vom Handwerk und von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt ist, verändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen laufend.
02
Welche Chancen eröffnet das neue Raumordnungsgesetz?
Das neue Raumordnungsgesetz ermöglicht es den Gemeinden, ihre Entwicklung langfristiger und strategischer zu planen.
Gerade für ländliche Gebiete wie das Sarntal ist dies eine große Chance. Anstatt nur auf aktuelle Bedürfnisse zu reagieren, können bereits heute die Voraussetzungen für die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten 10 bis 15 Jahre geschaffen werden.
03
Was ist Ihr wichtigstes Ziel für die Entwicklung des Gewerbegebiets Sarntal?
Mir ist es wichtig, auch Kleinbetrieben die Möglichkeit zu geben Ihre eigene Betriebshalle zu errichten und Jungunternehmern eine Zukunft zu ermöglichen.
1956 legte Schuhmachermeister Hermann Spechtenhauser gemeinsam mit seiner Frau Paula den Grundstein für den Betrieb. Ein wichtiger Meilenstein war der Neubau des Geschäftsgebäudes im Jahr 1979. Mit den Söhnen Erhard und Dietmar trat die zweite Generation in das Unternehmen ein.
Nach seiner Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher übernahm Dietmar gemeinsam mit seiner Frau Verena die Führung des Betriebs und modernisierte ihn kontinuierlich. Seit 2013 arbeitet mit Sohn Florin bereits die dritte Generation im Familienunternehmen mit.
Die Geschichte des Betriebs zeigt, wie sich handwerkliche Qualität, Innovationsbereitschaft und familiärer Zusammenhalt über Generationen hinweg erfolgreich verbinden lassen. Das 70-jährige Jubiläum wurde deshalb auch, gemeinsam mit Kundinnen und Kunden, Freunden und Wegbegleitern, gebührend gefeiert.
Simon und Dietmar Spechtenhauser
Südtiroler Wirtschaftspreis 2026
IM EHRENSAAL DES MERKANTILGEBÄUDES WURDEN AUCH ACHT MITGLIEDSBETRIEBE DES LVH MIT MEHR ALS 50-JÄHRIGEM BESTEHEN GEEHRT.
Zu den lvh-Mitgliedsbetrieben mit besonders langer Tradition zählen unter anderem die Dorfschmiede des Moser Simon aus dem Sarntal, die auf beeindruckende 223 Jahre Geschichte zurückblicken kann, sowie die Jacob KG der Jacob Doris & Co mit 116 Jahren Firmenhistorie. Foto Kofler des Kofler Artur wurde für sein 71-jähriges Bestehen geehrt, Egger Robert & Co. KG für
70 Jahre, die Tischlerei Unterholzner Andreas für 65 Jahre, die Winkler GmbH für 59 Jahre, Munerati SAS di Munerati Maurizio & C. für 57 Jahre sowie die Karosserie Kaserer Priska KG für 50 Jahre. Der lvh gratuliert allen Betrieben recht herzlich!
GROSSE THEMEN: Nicht nur das Rentensystem muss reformiert werden, um die Kosten älter werdender Generationen zu stämmen. Gefragt ist auch eine Zusatzvorsorge.
Wir leben länger –
bleiben wir unabhängig
DIE DEMOGRAFISCHE ENTWICKLUNG VERLANGT EINEN NEUEN WIRTSCHAFTLICHEN BLICKWINKEL. DIE STEIGENDE LEBENSERWARTUNG BRINGT WENIGER ARBEITSKRÄFTE SOWIE HÖHERE AUSGABEN FÜR PENSIONEN UND GESUNDHEIT. WO IST DIE CHANCE?
Wir leben länger. Das ist eine der großen Errungenschaften unserer Zeit – und zugleich eine der großen organisatorischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen.
Der Begriff „Longevity Planning“ Wer heute arbeitet, ein Unternehmen führt, Mitarbeitende beschäftigt oder einen Familienbetrieb weiterentwickelt, denkt nicht nur an die nächsten Monate. Kluge Köpfe überlegen, wie das eigene Leben, der Betrieb und die Ersparnisse über viele Jahrzehnte hinweg gesichert werden können. Genau hier setzt der Begriff „Longevity Planning“ an: Es geht um die bewusste Vorbereitung auf ein längeres Leben.
Nicht auf später verschieben
Für Handwerkerinnen und Handwerker in Südtirol ist dieses Thema besonders relevant. Viele Betriebe sind familiengeführt, viele Unternehmer/-innen arbeiten über Jahrzehnte mit hohem persönlichen Einsatz, und oft fließt ein großer Teil der erwirtschafteten Ressourcen in den Betrieb. Die eigene Altersvorsorge wird dabei manchmal auf später verschoben. Doch „später“ kommt schneller, als man denkt.
Wer im Alter finanziell unabhängig bleiben möchte, muss frühzeitig Entscheidungen treffen.
Babyboomer – ein Problem?
In Italien bildet die gesetzliche Rente über das INPS/NISF weiterhin die wichtigste Säule der Altersabsicherung. Sie ist und bleibt ein zentraler Bestandteil des sozialen Zusammenhalts. Gleichzeitig steht das öffentliche Rentensystem unter Druck. Die Bevölkerung wird älter, die Lebenserwartung steigt, und das Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und Pensionistinnen und Pensionisten verändert sich. Immer weniger aktive Beitragszahler/-innen müssen langfristig für immer mehr Rentenbeziehende mitfinanzieren. Das heißt nicht, dass das System morgen zusammenbricht. Es heißt aber, dass jede zusätzliche private und betriebliche Vorsorge wichtiger wird.
Rentenfonds und Zusatzvorsorge
Rentenfonds und Zusatzvorsorge sind kein Luxusprodukt, sondern ein Instrument der Zukunftssicherung. Sie ergänzen die gesetzliche Rente und helfen dabei, den Lebensstandard im Alter besser abzusichern. Wer während des Erwerbslebens regelmäßig Beiträge
in einen Rentenfonds einzahlt, baut Schritt für Schritt ein zusätzliches Kapital auf. Dieses Kapital kann später als Zusatzrente oder unter bestimmten Voraussetzungen auch teilweise als Kapitalleistung genutzt werden. Gerade für Menschen mit schwankenden Einkommen, für Selbstständige, Unternehmer/-innen und Beschäftigte in kleinen und mittleren Betrieben kann diese zweite Säule entscheidend sein.
Der Faktor Zeit – oft unterschätzt
Der wichtigste Vorteil liegt im Faktor Zeit. Wer früh beginnt, muss nicht sofort große Beträge einzahlen. Kleine, regelmäßige Beiträge können über viele Jahre eine spürbare Wirkung entfalten. Der Zinseszinseffekt arbeitet nicht spektakulär, aber konsequent. Ein Beitrag, der mit 25, 30 oder 35 Jahren begonnen wird, hat deutlich mehr Zeit zu wachsen als eine Einzahlung kurz vor der
„Longevity Planning“: bewusste Vorbereitung auf ein längeres Leben
Raiffeisen Offener Pensionsfonds: für die Zukunft vorsorgen
Wer auch morgen finanziell unabhängig bleiben möchte, sollte schon heute an die Zeit nach dem Berufsleben denken. Denn die gesetzliche Rente allein wird künftig nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Eine private Zusatzvorsorge schafft hier frühzeitig die nötige Grundlage – besonders für junge Menschen, die gerade ins Berufsleben starten.
„Das Durchschnittsalter der Eingeschriebenen bei Raiffeisen Offener Pensionsfonds liegt bei 34 Jahren“, bestätigt Gerhard Unterkircher, Leiter der Abteilung Raiffeisen Pensionsfonds in der Raiffeisen Landesbank. Diese Zahlt zeigt, dass sich immer mehr Südtirolerinnen und Südtiroler bereits in jungen Jahren aktiv mit ihrer finanziellen Absicherung im Alter beschäftigen.
Auch im Jahr 2025 verzeichnete der Raiffeisen Offener Pensionsfonds ein starkes Wachstum. Mit rund 10.000 neuen Mitgliedern und insgesamt 67.000 Eingeschriebenen in Südtirol (Stand 31.12.2025) sowie einem verwalteten Vermögen von über 1,4 Milliarden Euro zählt er zu den größten offenen Pensionsfonds Italiens. „Wir sind mit dieser außergewöhnlich guten Entwicklung sehr zufrieden. Trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds erzielten insbesondere die Investitionslinien mit Aktienanteil im vergangenen Jahr eine solide Rendite“, erklärt Unterkircher.
Weitere Informationen auf www.raiffeisenpensionsfonds.it
Der Raiffeisen Pensionsfonds überzeugt nicht nur langfristig, sondern bietet bereits heute zahlreiche Vorteile:
• kontinuierlicher Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge;
• steuerliche Absetzbarkeit der Einzahlungen;
• Wahl zwischen vier Investitionslinien entsprechend dem persönlichen Risikoprofil;
• zusätzliche Beiträge des Arbeitgebers nutzen;
• Möglichkeit von Auszahlungen vor der Pensionierung;
• Einschreibung von zu Lasten lebenden Familienmitgliedern;
• freie Wahl des Erben für das angesparte Kapital.
Werbemitteilung betreffend Zusatzrentenformen – vor dem Beitritt lesen Sie bitte den Teil I „Schlüsselinformationen für das Mitglied“ und den Anhang „Information zur Nachhaltigkeit“ des Informationsblattes.
Pensionierung. Longevity Planning heißt daher auch: nicht warten, bis die Rente kurz bevorsteht, sondern Altersvorsorge als normalen Teil der Lebens- und Betriebsplanung betrachten.
Was Unternehmen tun können
In Südtirol und im Trentino gibt es mit der Pensplan Centrum AG einen wichtigen lokalen Bezugspunkt für die Zusatzvorsorge. Pensplan ist das regionale Projekt der Autonomen Region Trentino-Südtirol zur Förderung der Zusatzvorsorge. Es vereint verschiedene
Akteure, darunter die Region, die beiden Autonomen Provinzen Bozen und Trient, Pensplan Centrum AG, mehrere regionale Zusatzrentenfonds sowie ein Netz von Partnern und Infopoints – auch bei den Büros des lvh. Für Selbstständige und Unternehmen ist diese lokale Struktur besonders wertvoll, weil sie Information und Unterstützung in einem Bereich bietet, der für viele Menschen zunächst komplex wirkt.
Positionen in den regionalen Zusatzrentenfonds
Quelle: Pensplan Centrum AG / Stand Ende 2025
Laborfonds für das Handwerk
DIE SOZIALPARTNER HABEN EIN LANDESABKOMMEN ZUR ZUSATZVORSORGE UNTERZEICHNET. DABEI SPIELT DER LABORFONDS ALS FÜHRENDER ZUSATZRENTENFONDS FÜR ALLE BESCHÄFTIGTEN IM SÜDTIROLER HANDWERK EINE ZENTRALE ROLLE.
Die Sozialpartner des Handwerks in Südtirol – lvh.apa, CNA-SHV Alto Adige-Südtirol – sowie der Gewerkschaften – ASGB, CGIL/AGB, SGB-CISL und UIL-SGK –haben ein Landesabkommen zur Zusatzvorsorge unterzeichnet und dabei den Laborfonds als führenden Zusatzrentenfonds für Beschäftigte des Südtiroler Handwerks festgelegt. Das Abkommen erfolgt im Zusammenhang mit der neuen
nationalen Regelung zur automatischen Teilnahme an der Zusatzrente, die am 1. Juli 2026 in Kraft getreten ist. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im privaten Sektor werden bei einer Neueinstellung automatisch jener Zusatzvorsorgeform zugeführt, die in den geltenden Abkommen oder Kollektivverträgen vorgesehen ist, sofern sie keine andere ausdrückliche Entscheidung treffen. Für das Südtiroler Handwerk schaffen die Vertragsparteien damit Klarheit: Der Laborfonds wird als maßgebliche kollektive Zusatzrentenvorsorge festgelegt. Der territorial verankerte Fonds wurde in der Region Trentino-Südtirol gegründet und ersetzt als regionale Lösung die nationalen Vertragsfonds. Die individuelle Entscheidungsfreiheit bleibt bestehen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können weiterhin dem Laborfonds beitreten, einen anderen Zusatzrentenfonds wählen oder ihre Abfertigung (TFR) gemäß den geltenden Bestimmungen im Unternehmen belassen.
Altersvorsorge konkret
Gerade für Südtiroler Betriebe kann eine solche Beratung einen praktischen Nutzen haben. Altersvorsorge ist kein abstraktes Finanzthema, sondern betrifft konkrete Entscheidungen im Arbeitsleben: Was passiert mit der Abfertigung? Welche Zusatzvorsorge passt zur beruflichen Situation? Wie kann ein Betrieb seine Mitarbeitenden beim Aufbau einer Zusatzrente unterstützen? Welche Rolle spielt der Arbeitgeberbeitrag? Welche Möglichkeiten haben Selbstständige? Und wie kann man die eigene Vorsorgestrategie an unterschiedliche Lebensphasen anpassen? Wer diese Fragen rechtzeitig klärt, schafft mehr Sicherheit –nicht erst im Alter, sondern bereits während des aktiven Berufslebens.
Viele Produkte der Vorsorgeplanung
Neben Rentenfonds spielen auch private Versicherungen eine wichtige Rolle in der Vorsorgeplanung.
Gehen Sie in die Zukunft.
Auf dem sicheren Weg.
Ein Pensionsfonds ist nicht nur eine Geldanlage, sondern sicherer Fahrschein in die Zukunft. Mit den Experten von Potenza Versicherungen planen Sie schon heute für ein entspanntes Morgen.
Dazu gehören etwa Lebensversicherungen, Risikoversicherungen, Pflegeabsicherungen, Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätslösungen sowie individuelle Rentenprodukte. Auch Piani Individuali Pensionistici, kurz PIP, gehören in Italien zur Welt der Zusatzvorsorge und werden von Versicherungsunternehmen angeboten.
Besser länger leben
Ein langes Leben ist ein Geschenk. Damit es auch finanziell tragfähig bleibt, braucht es Planung. Rentenfonds und ergänzende private Versicherungen sichern ein zusätzliches Einkommen im Alter, stärken die Eigenverantwortung, schützen Familien und Betriebe, unterstützen Unternehmen bei der Mitarbeiterbindung und entlasten langfristig das öffentliche Rentensystem. Wer heute für morgen sorgt, schafft nicht nur private Sicherheit, sondern übernimmt Verantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft.
assicurazioni dal 1970
DR. JOHANNA VAJA, PRÄSIDENTIN DER PENSPLAN CENTRUM AG
Wie möchte ich im Alter leben?
DURCH EINE ZUSÄTZILCHE ABSICHERUNG
FÜR DEN LEBENSABEND GELINGT DER GENERATIONSÜBERGREIFENDE PAKT AM BESTEN.
Die Reform Fornero hat das öffentliche Rentensystem stärker an Beiträge, Lebenserwartung und längere Erwerbsbiografien gekoppelt. Was bedeutet das konkret für junge Selbstständige und Handwerksbetriebe in Südtirol, wenn sie heute an ihre Zukunft denken?
Das bedeutet, dass auch die Pflichtrente für Selbstständige nicht mehr ausreichen wird, deshalb müssen auch sie rechtzeitig daran denken, sich eine Zusatzvorsorge als zweites Standbein für den Lebensabend aufzubauen. So können sie im Alter den gewohnten Lebensstandard beibehalten, wobei auch immer die höhere Lebenserwartung zu berücksichtigen ist.
Viele Menschen wissen zwar, dass die öffentliche Pension künftig niedriger ausfallen kann, schieben das Thema Zusatzvorsorge aber trotzdem auf. Was ist aus Ihrer Sicht der größte Denkfehler?
Der größte Fehler ist, dass man zu sehr an heute und zu wenig an morgen denkt. „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ ist hier ein guter Wegweiser. Wer heute beginnt, auch nur kleine Beiträge einzuzahlen, kann später auf ein solides zweites Rentenkapital zurückgreifen.
Gerade im Handwerk gibt es viele Selbstständige, Familienbetriebe und mitarbeitende Familienmitglieder, deren Arbeitsbiografien nicht immer linear verlaufen. Welche Rolle können Zusatzrentenfonds spielen, um diese Menschen im Alter besser abzusichern?
Die Zusatzvorsorge bietet die Möglichkeit, die Renten insbesondere jener Personen, deren Erwerbsbiografie nicht linear verlaufen ist, zu ergänzen. Die Region sieht außerdem bestimmte Unterstützungsmaßnahmen vor, wenn über einen Zeitraum nicht in den Zusatzrentenfonds eingezahlt werden kann, z. B. bei wirtschaftlichen Notlagen. Hinzu kommt die Flexibilität der Rentenfonds: Man kann selbst bestimmen, wie viel und wie oft man einzahlen möchte, und die Beitragszahlung sogar unterbrechen, wenn einmal nicht genug Geld da ist.
Wenn wir heute über eine längere Lebenserwartung sprechen, geht es nicht nur um mehr Jahre, sondern um die Qualität dieser Jahre. Wie kann Zusatzvorsorge dazu beitragen, dass Menschen im Alter nicht nur länger leben, sondern auch selbstbestimmter leben können?
Durch die Zusatzvorsorge verfügen Rentner über eine bessere Altersabsicherung. Die Zusatzrente hilft, den gewohnten Lebensstandard beizubehalten und das Risiko einer Altersarmut zu verringern.
Wenn Sie jungen Menschen nur eine Botschaft zur Altersvorsorge mitgeben könnten: Welche wäre das?
Die Botschaft, die ich jungen Menschen mit auf den Weg geben möchte, ist folgende: Wir werden immer älter und müssen deshalb schon heute daran denken, wie wir im Alter mit unserem Geld auskommen können. Deshalb lege ich euch ans Herz: Kümmert euch rechtzeitig um eure Zusatzvorsorge, damit ihr die Pflichtrente, die mit der Zeit immer niedriger wird, später gut ergänzen könnt. Beginnt früh auch nur mit kleinen, aber regelmäßigen Beiträgen. Der Zinseszinseffekt arbeitet für euch!
Das Projekt Pensplan wurde bereits 1997 gegründet. War die Region Trentino-Südtirol mit diesem Modell rückblickend seiner Zeit voraus?
Das Projekt Pensplan ist auf nationaler Ebene einzigartig. Man war sich frühzeitig darüber im Klaren, wie wichtig es auch angesichts des demografischen Wandels und der Rentenreformen ist, eine Vorsorge- und Sparkultur in der Region zu fördern und weiterzuentwickeln.
Zum Ende des Jahres 2025 hatten wir circa 375.000 Positionen in den regionalen Zusatzrentenfonds. Dies sind etwa 60 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in der Region Trentino-Südtirol. Auf dem Staatsgebiet sind knapp 40 Prozent in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben; dies bedeutet, dass wir auch heute noch unserer Zeit voraus sind.
Dennoch verfolgen wir weiter unser Ziel, wirklich alle Bürgerinnen und Bürger unserer Region zu überzeugen, rechtzeitig für ihr Alter vorzusorgen.
Beginne jetzt eine solide Zusatzrente aufzubauen. Je früher du anfängst, desto besser kannst du deinen Lebensstandard im Alter absichern und genießen. Wir unterstützen dich, langfristig finanziell vorzusorgen.
Partner von www.raiffeisen.it
Werbemitteilung betreffend Zusatzrentenformenvor dem Beitritt lesen Sie den Teil I “Schlüsselinformationen für das Mitglied” und den Anhang “Information zur Nachhaltigkeit” im Informationsblatt.
IM BLICK
TRENDS: Marktneuheiten, Produktvorstellungen, Betriebsporträts, Public Relation, Werbung
KONTAKT
IDM-HOLZ / PRO RAMUS michael.stauder@ idm-suedtirol.com www.idm-suedtirol.com
Holz ist eine regionale, natürliche und nachwachsende Ressource, die vielfältig eingesetzt werden kann: Das ist die wichtigste Botschaft einer Installation vor dem Stadttheater Bozen, mit der IDM Südtirol und ProRamus, die Gemeinschaftsinitiative Südtiroler Organisationen der Forst- und Holzwirtschaft, auf den Rohstoff Holz aufmerksam machen wollen.
„Vom Baum zum Produkt“ heißt die plakative Sensibilisierung für dieses klimaschonende Material. Ein Zirbenstamm wurde dabei mittels moderner
IDM-HOLZ, PRO RAMUS: EINE HOLZINSTALLATION FÜR KLIMA, WALD UND WERTSCHÖPFUNG.
Frästechniken mit Darstellungen versehen, die die vielen Verarbeitungsprozesse von Holz entlang der gesamten Wertschöpfungskette veranschaulichen. Südtirol liegt im Holzbau allerdings im Vergleich zum restlichen deutschsprachigen Raum spürbar zurück. Während die Holzbauquote dort je nach Land bereits bei 20 bis 30 Prozent liegt, beträgt sie in Südtirol derzeit lediglich etwa zehn Prozent. „Es gibt hier also viel Potenzial“, sagt IDM-CEO Erwin Hinteregger und setzt sich für mehr Sichtbarkeit von Holzbau und Holzverarbeitung ein.
Nachhaltigkeit als Motor für Unternehmen
CONFARTIGIANATO, ROM: BEI EINER TAGUNG DES ITALIENISCHEN DACHVERBANDES CONFARTIGIANATO, DIE VOR KURZEM IN ROM STATTGEFUNDEN HAT, STANDEN GRÜNE TRANSFORMATION, WETTBEWERBSFÄHIGKEIT UND STARKE REGIONEN IM MITTELPUNKT.
Nachhaltigkeit als Inklusion, Gerechtigkeit, Innovation und wirtschaftlicher Motor: Diese Botschaft stand im Mittelpunkt der vierten Ausgabe des Forums von Confartigianato „Inclusive sustainability“, das am 25. und 26. Juni in Rom stattfand. Confartigianato-Präsident Marco Granelli betonte, dass Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam gedacht werden müssen. Die grüne und digitale Transformation dürfe für Kleinst- und Kleinunternehmen nicht zu einer untragbaren Belastung werden. Vielmehr müsse sie sich zu einer Chance entwickeln, die Betriebe stärkt, Prozesse verbessert und neue Perspektiven für Produkte und Dienstleistungen eröffnet.
Nachhaltigkeit ist dann wirksam, wenn sie aus den Regionen entsteht, Menschen einbindet und Teil des unternehmerischen Handelns wird.
Für das Handwerk bedeutet das, Kompetenzen zu bewahren, Innovation zuzulassen, ohne die eigene Identität zu verlieren, und aktiv zu einer ausgewogeneren und langfristigen Entwicklung beizutragen.
MAGGIORI INFORMAZIONI
Via Marie Curie 17, Bolzano 39100
T. 0471 1964240 info@sani-fonds.it www.sani-fonds.it
Artigianato 2026.
MAGGIORI INFORMAZIONI
Via Marie Curie 17, Bolzano 39100
T. 0471 1964240 info@sani-fonds.it www.sani-fonds.it
Physiotherapie: Rückerstattung zeitlich begrenzt
DER SÜDTIROLER SANITÄTSFONDS – SEKTOR HANDWERK ERSTATTET UNTER BESTIMMTEN
VORAUS SETZUNGEN KOSTEN FÜR PHYSIOTHERAPIE UND AMBULATORISCHE REHABILITATION.
DIE LEISTUNG GILT FÜR BEHANDLUNGEN IM ZEITRAUM VON 1. JÄNNER BIS 30. JUNI 2026.
Der Südtiroler Sanitätsfonds, Sektor Handwerk, sieht für das Jahr 2026 eine zeitlich begrenzte Leistung im Bereich Physiotherapie und ambulatorische Rehabilitation vor.
Für Handwerker und Handwerkerinnen
Erstattet werden Kosten für Behandlungen, die im Zeitraum vom 1. Jänner bis 30. Juni 2026 aufgrund von Erkrankungen entstanden sind, die in der Leistungsordnung für den Sektor Handwerk für das Jahr 2026 nicht vorgesehen sind. Die Leistung richtet sich an die im Sektor Handwerk eingeschriebenen Leistungsberechtigten.
Voraussetzung ist, dass die Deckung der leistungsberechtigten Person zum Zeitpunkt der Behandlung und der entsprechenden steuerlichen Dokumentation aktiv ist.
Art der zugelassenen Therapien
Zu den Physiotherapie- und Rehabilitationsleistungen, die zwischen 1. Jänner und 30. Juni 2026 durchgeführt wurden, zählen manuelle Therapie, therapeutische Übungen, physikalische Therapien mit Geräten sowie Techniken der neuromuskulären Fazilitation. Nicht rückerstattet werden hingegen beispielsweise Akupunktur, Pressotherapie, Shiatsu, Taping sowie Leistungen, die in Fitnessstudios, Sportvereinen, Kosmetikstudios, Hotels, Wellnesszentren oder von nicht zugelassenen Fachpersonen erbracht werden.
ZEITLICH BESCHRÄNKTE LEISTUNG 2026
PHYSIOTHERAPIE UND AMBULATORISCHE REHABILITATION
Die Behandlungen müssen von befähigten Physiotherapeuten durchgeführt werden, die im nationalen Berufsverzeichnis eingetragen sind. Zudem ist eine fachärztliche Verschreibung erforderlich, die das Krankheitsbild und die Anzahl der Sitzungen enthält und vor Beginn der Behandlungen ausgestellt wurde. Behandlungen, die später als sechs Monate nach der ärztlichen Verschreibung begonnen wurden, werden nicht erstattet. Der Sanitätsfonds erstattet 50 Prozent der Kosten bis zu einem Höchstbetrag von 300 Euro pro leistungsberechtigter Person. Insgesamt stehen für diese zeitlich begrenzte Leistung 90.000 Euro zur Verfügung.
Einreichezeitraum von 1. Juli bis 30. September 2026
Die Anträge werden in chronologischer Reihenfolge berücksichtigt und können von 1. Juli 2026 bis 30. September 2026 eingereicht werden.
Der Antrag kann über die App oder mittels Formular für die Rückerstattung von Gesundheitskosten eingereicht werden. Beizulegen sind Rechnungen oder Quittungen mit Zahlungsnachweis, die fachärztliche Verschreibung mit Diagnose, der Nachweis der Qualifikation der Physiotherapeuten sowie die Anzahl und die Daten der durchgeführten Behandlungen. Alle Leistungen finden Sie auch unter: www.sani-fonds.it/ handwerk.
Für Leistungen, die vom 1. Januar bis 30. Juni 2026 aufgrund von Erkrankungen anfallen, die in der Leistungsordnung für den Sektor Handwerk 2026 nicht vorgesehen sind.
WEITERE INFORMATIONEN
Marie-Curie-Straße 17, Bozen 39100
T. 0471 1964240 info@sani-fonds.it www.sani-fonds.it
50%
ERSTATTUNG DER KOSTEN (bis max. 300,00 Euro)
Master-Lehrgang Management und Unternehmensführung
Ihr Nutzen
› Berufsbegleitende Ausbildung in zwei Semestern
› Praxisorientiert, theoretisch fundiert und international
› Spezifisch auf die Bedürfnisse und den Kontext der Südtiroler KMU angepasst
› Erwerb des Hochschuldiploms „Diploma of Advanced Studies“, 900 Stunden, 30 ECTS
› Upgrade-Möglichkeit zum „Master of Business Administration (MBA)“