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Programm deutsch



Schmuck kaufen mit Herz. Geld anlegen mit Köpfchen.
Für alles, was vor dir liegt.

Sebastian Nordmann
Intendant Lucerne Festival
«Summertime, and the livin’ is easy»: Das gilt auch für unser Festival, das Luzern jeden Sommer knapp fünf Wochen lang zum musikalischen Traumland macht. Doch hinter dem berühmten Song aus George Gershwins Porgy and Bess steckt der Wunsch, in eine bessere Welt zu fliehen und einen eigenbestimmten Weg zu gehen. Die amerikanische Musikgeschichte erzählt davon auf ganz eigene Weise, sie ist reich an Stilrichtungen und Ausdrucksformen verschiedenster Kulturen. Im Unterschied zur europäischen Tradition definiert sie den Begriff «klassische Musik» breiter und schliesst auch Genres wie das Musical und die Filmmusik, Jazz oder Minimal Music ein. 2026 wollen wir dieser Vielfalt unter dem Motto «American Dreams» nachspüren. Sie hören Werke von Gershwin, Leonard Bernstein, Charles Ives, Steve Reich oder Frank Zappa, erleben unseren «artiste étoile» Augustin Hadelich und viele Gäste aus der «Neuen Welt», von der jungen Lyrikerin Amanda Gorman bis zum Met Orchestra.
Leonard Bernstein hat mit seinem Ausspruch «Let’s make music as friends» eine zeitlose Maxime formuliert. In den grossen Orchestern spielen heute Musikerinnen und Musiker aus etlichen Nationen — aus unterschiedlichen Kulturen und Glaubensrichtungen, mit verschiedenen Ansichten. Der Wunsch, miteinander Musik zu machen, verbindet sie aber, schafft Austausch und eröffnet ein neues Verständnis. Amanda Gorman erinnert uns daran: «Wir lenken den Blick nicht auf das, was zwischen uns steht, sondern auf das, was vor uns liegt.» Ein gemeinsames Ziel zu haben ist die Lösung: Wie schön, dass sie diesen Gedanken im Sommer persönlich nach Luzern bringt!
Auch ich verstehe mich als Brückenbauer zwischen den Welten und bin mir sicher, dass bei Lucerne Festival Träume wahr werden.
In Vorfreude auf eine ereignisreiche Saison 2026! Ihr
Der Festspielsommer 2026 ist der erste, den Sebastian Nordmann als Intendant von Lucerne Festival verantwortet. Dass die weltbesten Orchester und die Topstars der Klassik hier zu Gast sind und Musik auf höchstem interpretatorischem Level erklingt, bleibt weiterhin die Prämisse. Aber es gibt auch Neues. Hier ein Überblick.
Neue Konzertformate
Lucerne Festival ist mehr als nur das abendliche Sinfoniekonzert. Bei «Mittendrin» nehmen Sie auf der Bühne zwischen den Musiker*innen Platz und erleben hautnah mit, wie Musik entsteht. «In den Strassen: City Stage» trägt das Festival sechs Tage lang in die ganze Stadt, mit angekündigten Auftritten und überraschenden PopupKonzerten an ganz unterschiedlichen Orten, mit der «Symphonic Jukebox» und einer Marching Band. Neu ist auch die kubanische Nacht, mit der wir das Festival am 13. August gleich doppelt einläuten, open air und im Konzertsaal — bei freiem Eintritt.
Ouvertüre & Klassik für alle: Open Air | 13.08. | S. 36 Mittendrin | 22.08. | S. 49
In den Strassen: City Stage | 25.–30.08. | S. 58
Orchestrating the Moment
Magische Konzertmomente entstehen, wenn man vergisst, dass die Zeit vergeht. Wenn Musik, Raum und Menschen sich gegenseitig finden — und plötzlich dieser eine Augenblick entsteht, der bleibt. Wir geben alles dafür, dass solche Momente möglich werden: in einem der weltbesten Konzertsäle, mit den Legenden der Musik und herausragenden Talenten, mit den Klassikern der Klassik und unerhörten Klängen. Und das vor der atemberaubenden Kulisse aus See und Bergen, historischer Altstadt und dem KKL Luzern als moderner Architekturikone. Das möchten wir mit unserem neuen Claim vermitteln: Orchestrating the Moment.
Erweitertes Angebot für den Nachwuchs
Wir bauen die beliebte Aktion «Luege, Lose, Erläbe» aus: Besuchen Sie ein Konzert oder Rezital Ihrer Wahl im KKLKonzertsaal und nehmen Sie für nur CHF 10 ein Kind oder eine*n Jugendliche*n mit.
«Luege, Lose, Erlaebe» | S. 22
Welcome, Jörg Widmann!
Die Lucerne Festival Academy hat einen neuen Künstlerischen Leiter — und der ist ein faszinierender Allrounder! Jörg Widmann, der Anfang 2026 die Nachfolge des verstorbenen Wolfgang Rihm antrat, ist nicht nur einer der profiliertesten Komponisten der Gegenwart. Er ist auch als Klarinettist und Dirigent weltweit gefragt. In seiner ersten Saison wird er sich sowohl als Virtuose als auch am Pult vorstellen. Und es gibt bei der Lucerne Festival Academy eine wichtige Neuerung: Das von Dieter Ammann und Unsuk Chin geleitete Composer Seminar wird nun ganz auf Orchesterwerke ausgerichtet.
Das AcademyProgramm 2026 | S. 10
Neues PaketAngebot: Die Fankurve
Im Fussballstadion gibt’s die Fankurve. Hier sitzen die treusten Anhänger*innen und feuern ihre Mannschaft mit Fangesängen und originellen Choreos an. Auch das Lucerne Festival Orchestra hat ab sofort seine Fankurve: Bei unserem neuen «Fankurve»Angebot wählen Sie aus den Konzerten unseres Klangkörpers de luxe Ihre vier Highlights aus und erleben sie auf der Orgelempore mit. Sie sind also ganz nah dran an «Ihren» Musiker*innen — und das für insgesamt nur CHF 200!
«Fankurve»Angebot buchen unter lucernefestival.ch/ fankurve
Neues Repertoire
Die «American Dreams» machen’s möglich: Zahlreiche Werke sind 2026 erstmals bei Lucerne Festival zu hören, darunter die Erste Sinfonie von Charles Ives, Samuel Barbers Klavierkonzert oder Aaron Coplands Appalachian Spring. Aber auch Glucks Orfeo ed Euridice, Skrjabins Dritte Sinfonie, Henzes Sinfonia N. 9 und, und, und
Werkliste «American Dreams» | S. 6
Neue Stars
Auf Martha Argerich und Cecilia Bartoli, AnneSophie Mutter und Sir Simon Rattle müssen Sie auch 2026 nicht verzichten. Aber Sie dürfen sich ebenso auf neue, junge Namen freuen und auf Künstler*innen, die erstmals bei Lucerne Festival zu Gast sind. Dazu zählen etwa — man höre und staune — zwei berühmte Amerikanerinnen: die Mezzosopranistin Joyce DiDonato und die Geigerin Hilary Hahn. Seinen Einstand feiert auch das Konzerthausorchester Berlin mitsamt seiner charismatischen Chefin Joana Mallwitz. Der Finne SanttuMatias Rouvali, der das Royal Concertgebouw Orchestra dirigiert, war hier ebenfalls noch nie zu erleben. Gleich drei junge Tastenstars erwarten Sie: der Franzose Alexandre Kantorow, der Koreaner Yunchan Lim und der Japaner Hayato Sumino. Der Cellist Jan Vogler verbindet bei seinem Auftritt mit der amerikanischen Lyrikerin Amanda Gorman Musik und Poesie. Und dann wären da noch Augustin Hadelich und SeongJin Cho, die erstmals gemeinsam im Duo auftreten.
Nicht nur Klassik
Bei Lucerne Festival können Sie die Crème de la Crème der Klassik erleben. Verstärkt bereichern aber auch Künstler*innen aus ganz anderen Stilen und Genres das Programm, öffnen es und setzen eigene Akzente. Am letzten Festivalwochenende etwa die Hamburger Band MEUTE: Mit Techno im satten Brass Sound verwandelt sie das KKL in einen Dancefloor.
MEUTE — Techno Marching Band | 12.09. | S. 89


Amerika träumt . . . So war es vor 250 Jahren, als die Vereinigten Staaten am 4. Juli 1776 ihre Unabhängigkeit erklärten. Und so blieb es, als amerikanische Komponist*innen neue musikalische Welten erschlossen: Jazz und Filmmusik, Folk und Minimal Music traten in den USA ihren Siegeszug an, Komponisten wie Rachmaninow, Strawinsky, Schönberg oder Korngold fanden dort Zuflucht und bereicherten das musikalische Panorama. Unter dem Motto «American Dreams» zeigt Lucerne Festival im Sommer 2026 die verschiedensten Spielarten an musikalischen Träumen auf.
Adams Doctor Atomic Symphony | 29.08.
Adams Short Ride in a Fast Machine | 04.09.
Adams The Chairman Dances | 31.08.
Antheil «Allegro» aus der Serenade Nr. 1 für Streichorchester | 06.09.
Barber Adagio für Brass Ensemble | 19.08.
Barber Auszüge aus Excursions op. 20 | 27.08.
Barber Klavierkonzert op. 38 | 09.09
Barber Mutations from Bach | 09.09.
Barber Violinkonzert op. 14 | 15.08.
Beach Klavierquintett fisMoll op. 67 | 19.08.
Beach Romanze für Violine und Klavier op. 23 | 24.08.

Bernstein Mambo aus West Side Story | 13.08.
Bernstein Suite aus West Side Story | 19.08.
Bernstein Waltz aus dem Divertimento for Orchestra | 06.09.
Buck Concert Variations on «The StarSpangled Banner» op. 23 | 12.09.
Carter Asko Concerto | 30.08. Copland Appalachian Spring (Suite) | 09.09.
Copland HoeDown aus Rodeo | 06.09.
Corigliano Voyage | 06.09.
Dvořák Sinfonie Nr. 9 eMoll op. 95 Aus der Neuen Welt | 04.09.
Eisler Auszüge aus dem Hollywooder Liederbuch | 01.09.
Gershwin Concerto in F | 14.08.
Gershwin Cuban Ouverture | 13. & 14.08.
Gershwin/Wild Embraceable You | 27.08.
Gershwin Lullaby | 06.09.
Gershwin Porgy and Bess | 13.09.
Gershwin Rhapsody in Blue | 20.08.
Gershwin Strike Up the Band | 19.08.
Gordon Trance | 09.11.
Ives Sinfonie Nr. 1 dMoll | 14.08. Ives Variations on «America» | 12.09.
Korngold Violinkonzert DDur op. 35 | 22.08.
Mazzoli Sinfonia (for Orbiting Spheres) | 30.08.
Nelson Endangered Dreams (Uraufführung) | 30.08.
Perkinson Streichquartett Calvary | 10.09.
Previn Violinkonzert Nr. 2 | 25.08.
Price Andante cantabile | 06.09.
Reich Clapping Music | 25.08.
Reich Drumming, Part One | 25.08.
Reich Mallet Quartet | 25. & 30.08
Reich Music for Pieces of Wood | 25.08.
Reich New York Counterpoint | 13. & 14.08.
Riley In C | 07.09. (40min)
Tate Pisachi | 10.09.
Thomas Auszüge aus Abracadabra (Suncatchers) | 30.08.
Waxman CarmenFantasie | 03.09.
Zappa The Yellow Shark | 22.08.
Riccardo Chailly, Chefdirigent
Riccardo Chailly hat seinen Vertrag als Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra bis 2028 verlängert und eröffnet den Sommer der «American Dreams» mit groovenden Werken von Gershwin, Bernstein und Ives. Spätromantische Klanggemälde in Riesenbesetzung gibt es, wenn Klaus Mäkelä Strawinskys Feuervogel und Jakub Hrůša Strauss’ Alpensinfonie dirigieren. Aber das Lucerne Festival Orchestra kann es auch fein und delikat: mit Mozart und AnneSophie Mutter. Ein Orchester für alle Fälle!
Do 13.08. | 19.30
Ouvertüre
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra | Riccardo
Chailly Dirigent | Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra und des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) (Reich)
Gershwin Cuban Overture | Bernstein
Mambo aus West Side Story | Reich New York Counterpoint
Fr 14.08. | 18.30
Lucerne Festival Orchestra 1 — Eröffnung KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra | Riccardo
Chailly Dirigent | Frank Dupree Klavier | Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra und des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) (Reich)
Reich New York Counterpoint | Gershwin Cuban Overture | Concerto in F für Klavier und Orchester | Ives Sinfonie Nr. 1 dMoll
Sa 15.08. | 18.30
Lucerne Festival Orchestra 2
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra | Klaus Mäkelä
Dirigent | Augustin Hadelich Violine
Barber Violinkonzert op. 14 | Strawinsky Der Feuervogel. Märchenballett
Di 18.08. | 19.30
Lucerne Festival Orchestra 3
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra | Riccardo
Chailly Dirigent | Lukas Sternath Klavier Skrjabin Rêverie op. 24 | Rachmaninow
Klavierkonzert Nr. 4 gMoll op 40 | Suite aus der Oper Aleko | Fünf ÉtudesTableaux (orch. von Ottorino Respighi)
Mi 19.08. | 19.30
Lucerne Festival Orchestra 4
KKL Luzern, Konzertsaal
Solist*innen und Brass Ensemble des Lucerne Festival Orchestra
Beach Klavierquintett fisMoll op. 67 |
Gershwin Strike Up the Band | Barber Adagio für Brass Ensemble | Bernstein Suite aus West Side Story
Wir danken unserem Hauptsponsor KühneStiftung herzlich für die grosszügige Unterstützung des Lucerne Festival Orchestra.
Sa 22.08. | 18.30
Lucerne Festival Orchestra 5
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra | Jakub Hrůša Dirigent | Ray Chen Violine
Korngold Violinkonzert DDur op 35 |
Strauss Eine Alpensinfonie op. 64
Di 25.08. | 19.30
Lucerne Festival Orchestra 6
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra | Anne
Sophie Mutter Violine und Musikalische Leitung | Knut Johannessen Cembalo
Mozart Divertimento FDur KV 138 (125c) |
Previn Violinkonzert Nr. 2 | Mozart Violinkonzert BDur KV 207 | Darvishi Likoo für Violine solo | Mozart Violinkonzert
ADur KV 219

Jörg Widmann, Künstlerische Leitung


Neue Klänge, mehr als 120 junge Musiktalente aus aller Welt: Die Lucerne Festival Academy ist ein einzigartiger Campus für Gegenwartsmusik. 2026 hat der Komponist, Klarinettist und Dirigent Jörg Widmann die Künstlerische Leitung übernommen. Mit Wolfgang Rihms Tutuguri bringen die Akademist*innen die Wände des KKL Luzern zum Wackeln. Sie widmen sich aber auch den leisen, zerbrechlichen Klangwelten von composerinresidence Mark Andre, präsentieren aufregende Uraufführungen u. a. von Liza Lim und JalaluKalvert Nelson und spüren amerikanischen (Alb)Träumen von John Adams bis Frank Zappa nach.
Wir danken unserem Hauptsponsor Roche herzlich für die grosszügige Unterstützung der Lucerne Festival Academy.
Do 13.08. | 19.30
Ouvertüre
KKL Luzern, Konzertsaal
Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra und des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
Reich New York Counterpoint
Fr 14.08. | 18.30
Lucerne Festival Orchestra 1 — Eröffnung
KKL Luzern, Konzertsaal
Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra und des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
Reich New York Counterpoint


So 16.08. | 18.30
Lucerne Festival Academy 1
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Jörg Widmann
Dirigent | Michael Engelhardt Sprecher
Rihm Tutuguri. Poème dansé für grosses Orchester, Schlagzeuger*innen, Chor vom Tonband und Sprecher
Mo 17. & Di 18.08. | 10.00
Composer Seminar
KKL Luzern, Clubräume mit Dieter Ammann und Unsuk Chin
Sa 22.08. | 16.00
Lucerne Festival Academy 2
KKL Luzern, Luzerner Saal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Baldur Brönnimann
Dirigent | Miah Persson Sopran
Andre Im Entschwinden für Orchester |
Im Entfalten (Dem Andenken an Pierre Boulez) für Orchester | Im Entsiegeln 1 für Sopran und Orchester (Uraufführung)

Sa 22.08. | 21.00
Lucerne Festival Academy 3
KKL Luzern, Luzerner Saal
Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Teilnehmer*innen des ContemporaryConducting Program Dirigent*innen Zappa The Yellow Shark
So 23.08. | 14.00
Composer Seminar — Abschlusskonzert
KKL Luzern, Luzerner Saal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Teilnehmer*innen des ContemporaryConducting Program Dirigent*innen
Werkschau des Composer Seminars (Uraufführungen)
Sa 29.08. | 18.30
Lucerne Festival Academy 4
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Elim Chan Dirigentin | Jörg Widmann Klarinette | Marco Blaauw Carnyx | SWR Experimentalstudio
Andre über für Klarinette, Orchester und LiveElektronik | Lim Tongue of the Land. Konzert für Orchester mit Carnyx (Uraufführung «Roche Commissions») | Adams Doctor Atomic Symphony
So 30.08. | 16.00
Lucerne Festival Academy 5
KKL Luzern, Luzerner Saal
Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Teilnehmer*innen des ContemporaryConducting Program Dirigent*innen | Doreen Ketchens Klarinette
Thomas Auszüge aus Abracadabra (Suncatchers) for eleven virtuosi | Carter Asko Concerto für Ensemble | Nelson Endangered Dreams für Ensemble (Uraufführung) | Reich Mallet Quartet
Vor 50 Jahren begann AnneSophie Mutters sagenhafte Karriere, als sich die damals 13Jährige bei den Internationalen Musikfestwochen Luzern vorstellte. Zum runden Jubiläum widmen wir ihr einen Programmschwerpunkt. Und wie der glückliche Zufall es will, gibt sie in ihrem 50. Festivaljahr auch noch ihr 50. Konzert!
Mit Mozart und Penderecki wird sie zwei Eckpfeiler ihres Repertoires spielen. Doch sie ist auch bei den 40min zu erleben, steht Intendant
Sebastian Nordmann Rede und Antwort und stellt in der Reihe Debut gleich vier Stipendiat*innen ihrer Stiftung vor.
So 23.08. | 11.00
Im Gespräch: AnneSophie Mutter
St. Charles Hall, Meggen
AnneSophie Mutter trifft
Sebastian Nordmann
Mo 24.08. | 18.20
40min
KKL Luzern, Luzerner Saal
Lucerne Festival Orchestra |
AnneSophie Mutter Violine und Musikalische Leitung
«Mozart, Mutter & More»
Di 25.08. | 19.30
Lucerne Festival Orchestra 6
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra | AnneSophie Mutter Violine und Musikalische Leitung | Knut Johannessen Cembalo
Previn Violinkonzert Nr. 2 |
Mozart Violinkonzert BDur KV 207 |
Darvishi Likoo für Violine solo | Mozart Violinkonzert ADur KV 219
Do 03.09. | 12.15
Debut Elias David Moncado Lukaskirche
Mit Stipendiat*innen der AnneSophie Mutter Stiftung
Fr 04.09. | 19.30 Uhr
Pittsburgh Symphony Orchestra 2
KKL Luzern, Konzertsaal
Pittsburgh Symphony Orchestra | Manfred Honeck Dirigent |
AnneSophie Mutter Violine
Penderecki Violinkonzert Nr. 2
Metamorphosen

Er wurde in Italien als Sohn deutscher Eltern geboren, lebt heute in den USA und ist auf den grossen Bühnen der Welt zuhause: Der Geiger Augustin Hadelich ist ein echter Transatlantiker. Mit glockenreinem Ton, blitzsauberer Intonation und ausgefeilten Interpretationen begeistert er Millionen. Hadelichs Kunst kennt keine Grenzen: Als «artiste étoile» spielt er nicht nur die Violinkonzerte von Beethoven und Barber. Bei einem Rezital tritt er erstmals mit dem Pianisten SeongJin Cho auf. Und dann lädt er auch noch zur Fiddle Night: ein Vergnügen zwischen Folk, Country und Bluegrass.
Sa 15.08. | 18.30
Lucerne Festival Orchestra 2
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra | Klaus
Mäkelä Dirigent | Augustin Hadelich Violine
Barber Violinkonzert op. 14
Mo 24.08. | 19.30
Rezital Augustin Hadelich & SeongJin Cho
KKL Luzern, Konzertsaal
Augustin Hadelich Violine | SeongJin Cho Klavier
Brahms Violinsonate Nr. 1 GDur op. 78 |
Janáček Violinsonate | Beach Romanze für Violine und Klavier op. 23 | Prokofjew Violinsonate Nr. 2 DDur op. 94a
Do 27.08. | 19.30
Berliner Philharmoniker 2
KKL Luzern, Konzertsaal
Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko Dirigent | Augustin Hadelich Violine
Beethoven Violinkonzert DDur op. 61
Sa 05.09. | 22.00
Fiddle Night
KKL Luzern, Luzerner Saal
Augustin Hadelich Violine |
Mark O’Connor Violine, Gitarre und Mandoline | Maggie O’Connor Violine
Das Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.




Fragile Klänge am Rande der Stille, oft geräuschhaft gebrochen, aber immer äusserst auratisch: Mark Andre ist ein Klangflüsterer, seine intensiven Hördramen sind tief in seiner religiösen Erfahrung verankert. Neben seinem erstmals vollständig zu erlebenden Orchestertriptychon Im Entschwinden — Im Entfalten — Im Entsiegeln 1 und dem grossen, für Jörg Widmann komponierten Klarinettenkonzert über können Sie wichtige Solo und Kammermusikwerke kennenlernen.
Sa 22.08. | 16.00
Lucerne Festival Academy 2
KKL Luzern, Luzerner Saal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Baldur Brönnimann
Dirigent | Miah Persson Sopran
Andre Im Entschwinden für Orchester | Im Entfalten (Dem Andenken an Pierre Boulez) für Orchester | Im Entsiegeln 1 für Sopran und Orchester (Uraufführung)
Sa 29.08. | 18.30
Lucerne Festival Academy 4
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Elim Chan Dirigentin |
Jörg Widmann Klarinette | SWR Experimentalstudio
Andre über für Klarinette, Orchester und LiveElektronik
So 30.08. | 11.00
Portrait Mark Andre 1
Hochschule Luzern — Musik, Kriens Konzertsaal Salquin
Jörg Widmann Klarinette | Frank Reinecke Kontrabass | SWR Experimentalstudio
Andre selig sind für Klarinette und Elektronik | iv 18 («Sie fürchteten sich nämlich») für Kontrabass
Sa 05.09. | 11.00
Portrait Mark Andre 2 Lukaskirche
Stephan Heuberger Orgel | Frank Reinecke Kontrabass
Andre iv 15. Himmelfahrt für Orgel | iv 19. Pfingsten — Echos für Kontrabass und Orgel




Sie möchten einfach mal Festivalluft schnuppern? Beim neuen Open Air zum Festivalauftakt und bei den beliebten 40min-Konzerten können alle dabei sein — bei freiem Eintritt.
Klassik für alle: Open Air Auftakt für alle: Mit einem grossen Open-Air-Konzert auf dem Europaplatz, direkt vor dem KKL Luzern, läuten wir das Festival ein. Und die Musik passt perfekt zum hoffentlich herrlichen Sommerabend: Kubanische Evergreens treffen auf heftig groovende KlassikerBearbeitungen. Der Eintritt ist frei.
Do 13.08. | 21.00
Klassik für alle: Open Air KKL Luzern, Europaplatz
Havana Lyceum Orchestra | José Antonio Méndez Padrón Dirigent | Sarah Willis Horn
«A Cuban-Classical Night»
Kubanische Musik und originelle Bearbeitungen von Bach, Bizet und Mozart
Klassik für alle: 40min Klassik im Kurzformat, bei freiem Eintritt und ganz casual. Mit Musik und im Gespräch stellen wir Ihnen am frühen Abend ausgewählte Künstler*innen und Werke vor: junge Talente und gefeierte Stars, Klassiker der Klassik und aufregende Hörabenteuer.
Fr 21.08. | 18.20
«Ab in die Berge! Strauss’ Alpensinfonie»
KKL Luzern, Luzerner Saal
Lucerne Festival Orchestra | Jakub Hrůša Dirigent
Mo 24.08. | 18.20
«Mozart, Mutter & More»
KKL Luzern, Luzerner Saal
Lucerne Festival Orchestra | Anne-Sophie Mutter Violine und Musikalische Leitung
Do 03.09. | 18.20
«Lullaby und Square Dance: Gershwin, Copland, Bernstein» KKL Luzern, Luzerner Saal
Festival Strings Lucerne | Daniel Dodds Violine und Musikalische Leitung
Mo 07.09. | 18.20
«Urknall der Minimal Music: Terry Rileys In C»
KKL Luzern, Luzerner Saal
HSLU Ensemble
Wir danken unserem Hauptsponsor Zurich Versicherung herzlich für die grosszügige Unterstützung der «Klassik für alle»-Veranstaltungen.




Die Musik spielt nicht nur im KKL, sondern in ganz Luzern. Mit dem beliebten Public Viewing auf dem Inseli und dem neuen Format «In den Strassen: City Stage» tragen wir Lucerne Festival nach draussen in die Stadt.
Lakeside Symphony
Das Eröffnungskonzert als LiveStream auf der Grossleinwand: Packen Sie den Picknickkorb, klemmen Sie sich eine Decke oder einen Campingstuhl unter den Arm und machen Sie es sich auf dem Luzerner Inseli bequem — mit Blick auf den abendlichen Vierwaldstättersee. Ein stimmungsvolles Erlebnis für Gross und Klein.
Fr 14.08. | 18.30
Lakeside Symphony
Inseli
LiveÜbertragung des Eröffnungskonzerts mit dem Lucerne Festival Orchestra, Riccardo Chailly (Dirigent), Frank Dupree (Klavier) sowie Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra und des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) Werke von Reich, Gershwin und Ives
UBS — Hauptsponsor und Presenting Partner Lakeside Symphony
In den Strassen: City Stage Ganz Luzern wird vom 25. bis 30. August zur Bühne: Mit angekündigten Auftritten und überraschenden PopupKonzerten in Kooperation mit guerillaclassics, mit einem SchlagzeugFeuerwerk, der «Symphonic Jukebox» und vielem mehr bringen wir die Stadt zum Klingen. Lassen Sie sich überraschen!
Di 25.08. | 18.00
In den Strassen: City Stage — Opening Kapellplatz
Schlagzeugensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) «Rhythm ’n’ Loops» Musik von Reich
Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie ab April unter lucernefestival.ch/ indenstrassen.



«Der jüngsten Generation gehört die Zukunft! Wir öffnen das Festival für Kinder und Jugendliche: mit stark vergünstigten Karten, speziellen Schulkonzerten der weltbesten Orchester, vielen Probenbesuchen und Auftritten in Schulhäusern. Das ist mir ein Herzensanliegen.»
Sebastian Nordmann
Luege, Lose, Erläbe: Gemeinsam ins Konzert
Besuchen Sie Lucerne Festival gemeinsam mit Ihren Kindern, Enkel oder Göttikindern: Sie zahlen den regulären Kartenpreis, für Ihre junge Begleitung (bis zum 18. Geburtstag) kostet das Ticket dagegen nur CHF 10! Das Angebot gilt für alle Sinfoniekonzerte und Rezitale im Konzertsaal des KKL Luzern, ist für die Preisgruppen 1 bis 4 gültig und online erhältlich.
Mehr unter lucernefestival.ch/ luegeloseerlaebe
Schulkonzerte mit WeltklasseOrchestern
Die Berliner und die Münchner Philharmoniker begeistern nicht nur mit ihren grossen sinfonischen Konzerten das Publikum am Abend — sie haben auch Programme für Schulklassen im Reisegepäck, die sie vormittags aufführen. Die Konzerte werden moderiert und lassen die Geschichten rund um die Musik lebendig werden.
Do 26.08. Berliner Philharmoniker
Di 01.09. Münchner Philharmoniker
Probenbesuche
Wie klingt eigentlich ein grosses Orchester? Und wie geht es zu bei einer Probe? Ihr dürft dabei sein! In jeder der vier Festivalwochen laden wir Schulklassen ins KKL Luzern ein. Und da erlebt ihr, was dort am Vormittag geschieht: wie die Musikerinnen und Musiker die Werke üben und wie die Aufführung entsteht.
Debuts im Schulhaus
In der DebutReihe von Lucerne Festival stellen sich die Stars von morgen dem grossen Publikum vor. Vier dieser jungen Musik*innen kommen aber auch direkt zu euch in die Schulhäuser und geben dort Kurzkonzerte, erklären ihre Stücke oder zeigen euch, wie ihre Instrumente funktionieren und was auf ihnen möglich ist.
Fr 28.08. Bridget Yee
Mi 02.09. Jonas Müller
Fr 04.09. Elias David Moncado
Fr 11.09. Poiesis Quartet
Ermässigte Tickets
Schüler*innen erhalten am Veranstaltungstag für nicht ausverkaufte Konzerte Karten zum reduzierten Preis von CHF 20 (nach Verfügbarkeit, ausschliesslich online buchbar). Berufsschüler*innen und Studierende (bis inkl. 29 Jahre) übrigens auch.
Mehr unter lucernefestival.ch/ jungeerwachsene


Für Fans des Lucerne Festival Orchestra: Sie wählen aus den sechs Konzerten im Sommer 2026 Ihre vier persönlichen Highlights aus und erleben diese musikalischen Sternstunden auf der Orgelempore — ganz nah dran an den Musiker*innen. Und das für insgesamt nur CHF 200! lucernefestival.ch/fankurve
STIFTUNG
LUCERNE FESTIVAL
Stiftungsrat
Markus Hongler, Präsident *
Dr. Christian Casal, Quästor *
Prof. Dr. Michaela Dickgiesser
Dr. Christoph Franz *
Dr. Patrick Frost
Regula Gerber *
Andrea GmürSchönenberger
Dr. Armin Hartmann
Dr. Christian Keller
Iqbal Khan
Dr. Hariolf Kottmann
Michel M. Liès
Gianfranco Lot
Giovanna Maag
AnneSophie Mutter
Dr. Thomas Schinecker
Anne Schwöbel *
Isabelle Welton *
Beat Züsli
*Ausschuss
Ehrenpräsident
Jürg R. Reinshagen
STIFTUNG LUCERNE FESTIVAL FRIENDS
Stiftungsrat
Markus Hongler, Präsident
Dr. Christian Casal, Quästor
Dr. Franz Egle
Andrea GmürSchönenberger
Elisabeth Oltramare
GESAMTLEITUNG
Sebastian Nordmann, Intendant
Alexandra Lankes
Geschäftsleitung
Sebastian Nordmann
Danièle Gross
Christiane Weber
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Nina Steinhart, Pressesprecherin
Sponsoring & Friends
Marianna Rossi, Leitung
Alexandra Buholzer |
Katja Fleischer | Isabelle Köhler |
Dario Theiler
Christiane Weber, Leitung
Künstlerisches Büro
Lea Greiner | Susanne Stähr, Dramaturgie
Lucerne Festival Contemporary
Jonathan Graf, CoLeitung | Mark Sattler, CoLeitung & Dramaturgie | Alissa Davidson
Redaktion
Susanne Stähr, Leitung
Flavia Gämperle | Lea Greiner | Malte Lohmann
KAUFMÄNNISCHER BEREICH
Danièle Gross, Kaufmännische Leitung
Finanzen, Personal, Nachhaltigkeit & IT
Marcel Kaufmann | Stephanie
MurrayRobertson | Fabian Zemp | Felix Baumann
Kommunikation
NN, Leitung
Sereina Kubli | AnnaBarbara Rothen
Marketing & Digitale Entwicklung
Bettina Jaggi, Leitung
Ralph Wagner | Dimitrij Würsch | Jason Planzer | Sascha Wilczek
Verkauf & Gästeservice
Tina Keller, Leitung
Felix Baumann | Brigitte Keller |
Regina Meyer | Alexandra Schädlich | Francesca Sorrentino | Anna Zihlmann
| KS Royal Concertgebouw Orchestra
Concertgebouw Orchestra | SanttuMatias Rouvali | Víkingur Ólafsson
20.00 | LT Mad King & Medea Opernensemble des Luzerner Theaters | Luzerner Sinfonieorchester | Maria Radzikhovskiy | Marie LambertLe Bihan
|
Lucerne Festival Academy 4 Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Elim Chan | Jörg Widmann | Marco Blaauw | SWR Experimentalstudio
| LS Lucerne Festival Academy 5 Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Teilnehmer*innen des Contemporary Conducting Program |
| JK Gottesdienst zum Kirchweihfest Solist*innen, Chor und Orchester des Collegium Musicum Luzern | Jakob Pilgram | Suzanne Z’Graggen
KKL Luzern
KS Konzertsaal
LS Luzerner Saal A Auditorium
CR Clubräume
E Europaplatz
weitere Veranstaltungsorte
AS Altstadt
HL Hochschule Luzern — Musik, Kriens
I Inseli
JK Jesuitenkirche
LK Lukaskirche
KP Kapellplatz
LT Luzerner Theater
MK Matthäuskirche
SCH St. Charles Hall, Meggen

Beyond Boundaries. Fusing arts and sciences to power the next generation of creative innovation.


Do 13.08.
Ouvertüre
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra
Riccardo Chailly Dirigent
Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra und des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) (Reich)
George Gershwin
Cuban Overture
Riccardo Chailly im Gespräch mit Sebastian Nordmann
Steve Reich
New York Counterpoint Fassung für elf Klarinetten
Leonard Bernstein
Mambo aus West Side Story
Das Konzert endet gegen 20.00 Uhr.
Eintritt frei
Begrenzte Platzanzahl | Gratis-Tickets ab dem 24. März unter lucernefestival.ch
Türen auf: Im Konzertsaal stimmen
Riccardo Chailly und das fabelhafte Lucerne Festival Orchestra
Sie mit Gershwin und Bernstein, Rumba und Mambo auf eine magische Sommernacht ein.


Do 13.08.
Klassik für alle: Open Air 21.00 Uhr
Europaplatz
Havana Lyceum Orchestra
José Antonio Méndez Padrón
Dirigent
Sarah Willis Horn
«A Cuban-Classical Night»
Kubanische Musik und originelle Bearbeitungen von Bach, Bizet und Mozart
Dieses Konzert hat keine Pause und endet gegen 22.00 Uhr.
Eintritt frei — kein Ticket erforderlich
Die gefeierte Hornistin Sarah Willis und ihr Havana Lyceum Orchestra bringen die Gäste auf dem Europaplatz zum Swingen: mit Samba- und Salsa-Rhythmen, kubanischen Traditionals und groovenden Klassik-Bearbeitungen. Lucerne Festival macht einfach Spass!


Hauptsponsor und Presenting Partner Klassik für alle

Erleben Sie das Eröffnungskonzert live auf der Grossleinwand — direkt am Ufer des Vierwaldstättersees, im Hintergrund das grandiose Panorama von Rigi, Bürgenstock & Co. Mit Musik von Gershwin und Ives sorgen Riccardo Chailly und das Lucerne Festival Orchestra für eine stimmungsvolle musikalische Sommernacht. Fr 14.08.
18.30 Uhr | Inseli | Eintritt frei
lucernefestival.ch
Hauptsponsor und Presenting Partner Lakeside Symphony
Go West! Zur Eröffnung des Festivalsommers spüren Riccardo Chailly und das Lucerne Festival Orchestra verschiedenen «American Dreams» nach. Da wäre zunächst George Gershwin, der Klassik und Jazz so genial miteinander verband, dass von E oder UMusik keine Rede mehr sein kann. Zu seiner schmissigen Cuban Overture, die auf RumbaRhythmen tanzt, inspirierte ihn ein Besuch in Havanna. In seinem grossen Concerto in F dagegen, für Chailly «das erste amerikanische Klavierkonzert», geben Charleston und Blues den Ton an. Das Finale bezeichnete Gershwin als «eine rhythmische Orgie»: genau das richtige Stück für einen Grenzgänger wie den 34jährigen Frank Dupree mit seiner überbordenden Energie und ansteckenden Spielfreude. Der zweite Teil des Abends gehört aber Charles Ives, dem Pionier der musikalischen Freiheit, der sich keinen Regeln unterwarf. Seine Erste Sinfonie steht zwar noch in der romantischen Tradition, doch steuert sie mit ihrem ungebrochenen Optimismus zugleich eine uramerikanische Note bei. Vor allem: Ihr munterer Mix aus schwelgerischen Melodien, wilden Ausbrüchen, berührendem Gospelsound und peppigen Marschrhythmen bietet einfach beste Unterhaltung! Fr 14.08.
Lucerne Festival Orchestra 1 —
Eröffnung
18.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra
Riccardo Chailly Dirigent
Frank Dupree Klavier
Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra und des Lucerne
Festival Contemporary Orchestra (LFCO) (Reich)
Steve Reich
New York Counterpoint
Fassung für elf Klarinetten
11 min
Begrüssung
Markus Hongler Stiftungsratspräsident
Sebastian Nordmann Intendant
Grusswort
Guy Parmelin Bundespräsident

George Gershwin
Cuban Overture
10 min
Concerto in F für Klavier und Orchester
35 min
Charles Ives
Sinfonie Nr. 1 dMoll
40 min
CHF 320/270/220/150/80/40
Hauptsponsor und Partner
Lucerne Festival Orchestra

Augustin Hadelich über Barbers Violinkonzert
Für seinen Einstand als «artiste étoile» in diesem Sommer bringt Augustin Hadelich ein Werk aus seiner amerikanischen Wahlheimat mit, das er besonders liebt: das betörend schöne Violinkonzert von Samuel Barber. «Sehr emotional» findet er Barbers Klangsprache und gesteht, dass es einem gerade beim hochexpressiven langsamen Satz schon mal heiss und kalt den Rücken runterlaufen kann. Aber auch der Virtuose Hadelich ist bei diesem Konzert gefordert — vor allem im Finale: «Das ist wie ein Perpetuum mobile — man muss loslassen und gleichzeitig alles kontrollieren.» Vielleicht ist das auch das Erfolgsrezept für den Feuervogel, Igor Strawinskys fulminanten BallettErstling, bei dem das Lucerne Festival Orchestra alle Register seiner Kunst ziehen darf: mit sattem Sound, zündenden Rhythmen, russischarchaischen Klängen und mitreissenden Steigerungskurven. Der Finne Klaus Mäkelä, längst ein Publikumsliebling in Luzern und der ganzen Welt, wird erneut beweisen, warum die besten Orchester um ihn buhlen: Mit ihm zu spielen macht einfach Spass, gestehen viele Musiker*innen ganz freimütig — und das Klangergebnis begeistert durch ungeheure Intensität.
Sa 15.08.
Lucerne Festival Orchestra 2
18.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra
Klaus Mäkelä Dirigent
Augustin Hadelich Violine
Samuel Barber
Violinkonzert op. 14 24 min
Igor Strawinsky
Der Feuervogel. Märchenballett in zwei Bildern 45 min
Konzerteinführung
17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 320/270/220/150/80/40
Hauptsponsor und Partner Lucerne Festival Orchestra
Das erste Konzert der Lucerne Festival Academy unter ihrem neuen Künstlerischen Leiter Jörg Widmann wird laut, wild und masslos. Wer bei Wolfgang Rihms Tutuguri — irregeleitet durch den Untertitel Poème dansé — an eine elegante Ballettmusik à la Debussy denkt, dürfte vor Schreck vom Sitz kippen. Mit wilden Blechbläsereruptionen, unheilvoll pulsierenden Rhythmen, markerschütternden Schreien und einer finalen, gut halbstündigen Trommelkanonade von gleich sechs Schlagzeuger*innen wird Tutuguri das KKL Luzern in seinen Grundfesten erschüttern. Inspiriert zu diesem Höllenlärm wurde Rihm Anfang der 1980er Jahre durch ein Gedicht des französischen Theaterrevolutionärs Antonin Artaud. Der hatte ein halbes Jahrhundert zuvor bei den Tarahumara, einem indigenen Volksstamm in Mexiko, einer PeyoteZeremonie beigewohnt und diese Erfahrung literarisch verarbeitet. Es geht um schwarze Sonnen und verkohlte Erde, nackte Reiter und kopflose Pferde, um archaische Rituale und rauschhafte Halluzinationen. Rihm strebte «Musik im Rohzustand» an: einen «KlangKörper, dessen Zuckung und Umformung Melos, Rhythmus und Farbe wird».

So 16.08.
Lucerne Festival Academy 1
18.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
Jörg Widmann Dirigent
Christoph Sietzen Schlagzeug, Einstudierung Schlagzeuger Teil II
Michael Engelhardt Sprecher
Markus Güdel Licht
Maxime Le Saux Klangregie
Wolfgang Rihm Tutuguri. Poème dansé für grosses Orchester, Schlagzeuger*innen, Chor vom Tonband und Sprecher
Nach dem Gedicht Tutuguri aus dem Hörspiel Pour en finir avec le jugement de dieu von Antonin Artaud 120 min (inkl. Pause)
Konzerteinführung
17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium
Jörg Widmann und Michael Engelhardt im Gespräch mit Mark Sattler
CHF 120/90/60/30
On Tour
Im September 2026 gastiert das Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) mit Tutuguri in Berlin und München.

Unsuk Chin
Seit zehn Jahren gibt es das von Wolfgang Rihm ins Leben gerufene und heute von Dieter Ammann und Unsuk Chin geleitete Composer Seminar der Lucerne Festival Academy. Zum Jubiläum wartet es mit einer Neuerung auf: Ab sofort bewerben sich die Teilnehmer*innen nicht mehr mit Ensemble, sondern mit Orchesterwerken. Denn für die grosse Besetzung zu komponieren, erfordert einiges an Erfahrung. Welcher junge Komponist, welche junge Komponistin aber hat schon Gelegenheit, intensiv mit einem professionellen Orchester zusammenzuarbeiten? Genau das ermöglicht das Composer Seminar: Sechs internationale Nachwuchskomponist*innen diskutieren ihre Werke in Einzelcoachings und zwei öffentlichen Sitzungen, studieren sie anschliessend mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) ein und bringen sie im Abschlusskonzert am 23. August zur Aufführung. So können sie das Komponierte einem Praxistest unterziehen und erhalten wichtige Rückmeldungen nicht nur von den Musiker*innen und Dirigent*innen, sondern auch vom Publikum.
Mo 17. & Di 18.08.
Composer Seminar
jeweils 10.00–13.15 Uhr
KKL Luzern, Clubräume
Teilnehmer*innen des Composer Seminars:
Caio de Azevedo, Alexandre Jamar, Sungtae Paek, Emircan Pehlivan, Miles Walter und Zihan Wu
Dieter Ammann und Unsuk Chin Dozent*innen
Präsentation und Diskussion der neuen Orchesterwerke
für Gäste CHF 50/30 (beide Tage/ein Tag)
Composer Seminar —
Abschlusskonzert
So 23.08. | 14.00 Uhr
KKL Luzern, Luzerner Saal siehe S. 54
Daniel Barenboim
Ein Gipfeltreffen zweier Legenden: Daniel Barenboim und YoYo Ma haben im letzten halben Jahrhundert Musikgeschichte geschrieben. Aber es verbindet sie noch mehr. Beide begreifen die Musik als besten Weg zur Verständigung und engagieren sich für den interkulturellen Dialog. YoYo Ma schlug mit seinem «Silk Road Project» die Brücke von Asien in den Westen und überschreitet auch in seinen jüngsten Projekten beständig die Grenzen zwischen den Genres und Kulturen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Barenboim hält mit seinem 1999 gegründeten WestEastern Divan Orchestra, das sich meistenteils aus israelischen, palästinensischen und arabischen Musiker*innen zusammensetzt, die Vision von gegenseitiger Anerkennung, Gleichheit und Gerechtigkeit lebendig — erst recht in unserer konfliktbeladenen Zeit. Bei ihrem gemeinsamen Konzert in Luzern geht es natürlich auch um Amerika: Antonín Dvořák komponierte sein melodiensattes Cellokonzert in den USA, und einige wollen aus dem elegischen Seitenthema des Kopfsatzes sogar den Gospel Go, Tell It on the Mountain heraushören. Nach der Pause aber reisen wir zurück nach Europa, ins Mutterland der klassischen Musik: Mendelssohns Italienische Sinfonie verströmt Glücksgefühle, versprüht Temperament und feuriges Brio — und steigert sich mit einer Tarantella im Finale bis zur Raserei.

Mo 17.08.
WestEastern Divan Orchestra
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
WestEastern Divan Orchestra
Daniel Barenboim Dirigent
YoYo Ma Violoncello
Antonín Dvořák
Cellokonzert hMoll op. 104
43 min
Felix Mendelssohn
Sinfonie Nr. 4 ADur op. 90
Italienische
30 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 270/220/180/130/70/30
Hauptsponsor

Rachmaninow über den Jazz
Der gefeierte RachmaninowZyklus, den Riccardo Chailly und das Lucerne Festival Orchestra seit 2019 erarbeiten, gelangt an diesem Abend an seinen Ziel und Endpunkt. Chaillys Idee ist dabei, nicht nur die berühmten «Schlachtrösser» wie das Zweite und das Dritte Klavierkonzert oder die Zweite Sinfonie zu bringen, sondern auch Raritäten zu entdecken. Da wäre etwa die frühe Oper Aleko, die Rachmaninow als 19jähriger Student komponierte: Chailly hat daraus eine Suite mit vier sinfonischen Stücken zusammengestellt, die das überragende Talent des jungen Komponisten zeigen. Klangzauber pur bieten auch die fünf ÉtudesTableaux, die Rachmaninow eigentlich für Klavier und seine eigenen Auftritte als Virtuose schuf. Doch als sein italienischer Kollege Ottorino Respighi ihn um Erlaubnis für eine Orchesterfassung bat, stimmte er begeistert zu. Wie offen Rachmaninow neuen Ideen gegenüberstand, beweist nicht zuletzt sein Viertes Klavierkonzert, denn das klingt teilweise richtig jazzig. Der 2001 geborene Österreicher Lukas Sternath, ein vielfach preisgekrönter Meisterschüler von Igor Levit, wird es vortragen. Und so hören wir, passend zum Festivalthema, auch Rachmaninows «American Dream».
Di 18.08.
Lucerne Festival Orchestra 3
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra
Riccardo Chailly Dirigent
Lukas Sternath Klavier
Aleksandr Skrjabin
Rêverie op. 24 5 min
Sergej Rachmaninow
Klavierkonzert Nr. 4 gMoll op. 40
Fassung von 1941 25 min
Vier sinfonische Stücke aus der Oper Aleko 15 min
ÉtudesTableaux op. 33 Nr. 4 sowie op. 39 Nr. 2, 6, 7 und 9
orchestriert von Ottorino Respighi 25 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 320/270/220/150/80/40
Dieses Ensemble ist Kult! Wenn sich die Blechbläser des Lucerne Festival Orchestra rund um den Trompeter Reinhold Friedrich und den Posaunisten Jörgen van Rijen zu einer Brass Band vereinen, dann steigt die Stimmung schnell auf den Siedepunkt. Das gilt erst recht für den Auftritt in diesem Sommer, der ganz dem Motto «American Dreams» folgt. Gleich Gershwins Strike Up the Band sorgt für einen Schub von guter Laune und Swing. Und bei der Suite aus Bernsteins West Side Story gibt es ohnehin kein Halten mehr. Die Greatest Hits aus diesem Evergreen sind natürlich dabei: der Mambo, Somewhere und America, dessen Text erstaunlich aktuell anmutet: «Life can be bright in America / If you can fight in America. / Life is all right in America / If you’re allwhite in America.» Für einen Moment des Innehaltens sorgt indes die berühmteste amerikanische Trauermusik, Barbers Adagio, die zum Gedenken an den im letzten Herbst verstorbenen Tubisten des Ensembles, Thomas Keller, erklingt. Am Anfang aber steht das bezaubernde Klavierquintett von Amy Beach: Elegisch und verträumt ist es, erinnert ein bisschen an Brahms — und geht einfach zu Herzen.

Mi 19.08.
Lucerne Festival Orchestra 4
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra
Brass Ensemble des Lucerne Festival Orchestra
NN Klavier
Amy Beach
Klavierquintett fisMoll op. 67
30 min
George Gershwin
Strike Up the Band arrangiert für Brass Ensemble von Manfred Honetschläger 3 min
Samuel Barber
Adagio aus dem Streichquartett
Nr. 1 hMoll op 11 arrangiert für Brass Ensemble von Steven Verhaert
10 min
Leonard Bernstein
Suite aus West Side Story arrangiert für Brass Ensemble von Eric Crees 23 min
CHF 90/60/30

Attila Csampai über Simon Bürkis DebutCD
Erst elf Jahre alt war der in St. Gallen geborene Pianist Simon Bürki, als er 2011 gleich drei Preise bei der International Competition for Young Pianists in Memory of Vladimir Horowitz gewann. Es sollten nicht die einzigen bleiben: Mittlerweile wurde er mehr als 20mal preisgekrönt und gewann u. a. den FranzLisztWettbewerb in Weimar und die Konkurrenz «Step to Mastery» in St. Petersburg. Bürki widerstand aber der Versuchung einer WunderkindKarriere und setzte seine Studien unbeirrt fort: zunächst in Kijiv und Moskau, dann in den USA bei Sergei Babayan, der auch schon Daniil Trifonov ausgebildet hat. 2023 erschien mit dem Album Reminiscence Bürkis erste CD mit romantischen Miniaturen von Schumann bis Rachmaninow. Der Kritiker Attila Csampai zeigte sich «verzaubert von der ausgehörten Farbenpracht, der technischen Brillanz und der perfekten Anschlagskultur» des jungen Schweizers, dem er «eine auratische Gestaltungskraft» attestierte, vor allem bei Rachmaninows ÉtudesTableaux. Rachmaninow bildet auch den Schwerpunkt in Bürkis Luzerner FestivalDebut: mit drei Liedbearbeitungen und den manuell wie klanglich herausfordernden Dix Préludes op. 23.
Do 20.08.
Debut Simon Bürki OHNE
12.15 Uhr
Lukaskirche
Simon Bürki Klavier
Frédéric Chopin
PolonaiseFantaisie AsDur op 61 13 min
Sergej Rachmaninow
Ausgewählte Lieder:
Flieder op. 21 Nr. 5
bearbeitet für Klavier von Sergej Rachmaninow Vocalise op. 34 Nr. 14
bearbeitet für Klavier von Zoltán Kocsis Hier ist es schön op. 21 Nr. 7 bearbeitet für Klavier von Arcadi Volodos insg. 14 min
Dix Préludes op. 23 36 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 30
Musik & Mittagessen
Geniessen Sie nach dem Konzert ein feines Menü. Mehr unter lucernefestival.ch/lunchkonzerte
George Gershwin über die Rhapsody in Blue
Wie klingt Amerika? Vielleicht wie die Rhapsody in Blue, George Gershwins früher Geniestreich. Man muss nur das erste Klarinettensolo mit seinem langgezogenen Glissando hören, schon sieht man die Freiheitsstatue und Manhattan vor dem inneren Auge, denkt an den Broadway oder an New Yorker Jazzclubs. Der 2001 geborene Alexander Malofeev, ein gebürtiger Russe mit Wohnsitz Berlin, wird diesen «Greatest Hit» mit dem Luzerner Sinfonieorchester aufführen. Und er ist der Richtige dafür! Schon 2024 begeisterte er hier das Publikum, als er unter Riccardo Chailly Rachmaninows berüchtigt schweres Erstes Klavierkonzert mit einer Virtuosität, Souveränität und Poesie zu Gehör brachte, die ihresgleichen sucht. Malofeev ist aber auch ein Schatzgräber und liebt es, unbekanntes Repertoire zutage zu fördern. Zum Beispiel das Zweite Klavierkonzert des 1951 verstorbenen Finnen Selim Palmgren, dessen Musik zum überhaupt ersten Mal beim Festival erklingt. Hochromantisch ist sie — und schlägt damit die Brücke zu Tschaikowskys Fünfter Sinfonie, die Michael Sanderling nach der Pause dirigiert. Bei dieser musikalischen «Seelenbeichte» schmelzen dann die Herzen dahin.
Do 20.08.
Luzerner Sinfonieorchester
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Luzerner Sinfonieorchester
Michael Sanderling Dirigent
Alexander Malofeev Klavier
Selim Palmgren
Klavierkonzert Nr. 2 op 33
Der Fluss 23 min
George Gershwin
Rhapsody in Blue 16 min
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 5 eMoll op. 64
48 min
CHF 170/150/110/90/60/30

Artemis Group / Franke Group
Konzertsponsor

Iván Fischer über Bartóks Mandarin
Mit seinem Wunderbaren Mandarin schuf Béla Bartók eine Musik der Grossstadt. Die Geschichte spielt in einem zwielichtigen Etablissement, wo ein Mädchen Passanten anlockt. Sie kommen dort aber nicht auf ihre Kosten, sondern werden von den Zuhältern ausgeraubt. Bis ein geheimnisvoller Chinese, der Mandarin, in die Falle tappt Die Uraufführung sorgte 1926 im katholischen Köln für einen solchen Skandal, dass der Oberbürgermeister — es war kein Geringerer als der spätere deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer — das Stück verbot. Bartók richtete daraufhin eine Konzertfassung ein, war aber nicht glücklich damit. «Dieses Werk ist eine Pantomime mit Musik, beide Komponenten sollen zusammen zur Aufführung gelangen», liess er in die Partitur drucken. Iván Fischer und das Budapest Festival Orchestra nehmen ihn beim Wort: Mit der Eva Duda Dance Company erwecken sie den Mandarin zu szenischem Leben. Den Abend eröffnet Schuberts abgründige hMollSinfonie, die Unvollendete. Und dann gibt es ein Wiedersehen mit Elisabeth Leonskaja, die Mozart spielt. Im letzten November hat sie ihren 80. Geburtstag gefeiert, aber ihre Interpretationen sind heute ausgefeilter denn je. Fr 21.08.
Budapest Festival Orchestra
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Budapest Festival Orchestra
Eva Duda Dance Company
Iván Fischer Dirigent
Elisabeth Leonskaja Klavier
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 7 hMoll D 759
Die Unvollendete
25 min
Wolfgang Amadé Mozart
Klavierkonzert cMoll KV 491
30 min
Béla Bartók
Der wunderbare Mandarin Sz 73
Pantomime in einem Akt
32 min
CHF 240/200/150/100/60/30
Schon vor dem Konzert ins Konzert: heute 40min! Siehe S. 18
Iván Fischer über «Mittendrin»
Normalerweise sind die Verhältnisse klar: Auf der Bühne sitzt das Orchester, im Saal das Publikum. Dort mischt sich der Klang natürlich am besten, aber dennoch stellt sich die Frage: Wie erlebt eigentlich das Orchester ein Konzert, und was hört der Mann oder die Frau am Pult?
Bei «Mittendrin» erhalten Sie die Antwort: Sie nehmen mitten unter den Musiker*innen Platz, die etwas breiter im Raum verteilt werden als üblich, sodass zusätzliche Stühle für Sie als Gäste bereitstehen. Iván Fischer, ein Spezialist für originelle Ideen, hat dieses verrückte Format am Konzerthaus Berlin erfunden und bringt es nun nach Luzern. Er dirigiert eine Suite aus Sergej Prokofjews zauberhaftem Märchenballett Cinderella, und Sie sehen ihm dabei aus nächster Nähe zu, als wären Sie ein Teil des Orchesters. «Was Sie dann erleben, ist einfach fantastisch», schwärmt Fischer. «Sie nehmen viele neue Details wahr, hören einige Instrumente sehr präsent, andere von weiter weg. Und Sie spüren die Musiker direkt neben Ihnen. Die Klangbalance ist dabei zwar nicht so gut wie im Saal, aber die Intensität ist unvergleichlich! Das werden Sie nie vergessen!»

Sa 22.08.
Mittendrin
11.00 Uhr
KKL Luzern, Luzerner Saal
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer Dirigent und Moderation
Sergej Prokofjew
Suite aus dem Ballett Cinderella op. 87 zusammengestellt von Iván Fischer
Dieses Konzert hat keine Pause und endet gegen 12.00 Uhr.
CHF 50/30
«Mittendrin» mit Iván Fischer

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung
über Mark Andre
Seine «Obsession» seien «kompositorische Zwischenräume», bekennt Mark Andre. «Das sind die Räume, die ganz schnell vergehen, die aber vielleicht die höchste Stufe der Intensität entfalten.» In seinem 2021/22 entstandenen Orchesterstück Im Entschwinden nimmt der diesjährige composerinresidence jenen flüchtigen Moment in den Fokus, in dem der Klang in die Stille mündet: Seine unendlich feine, mit Lufttönen der Bläser, kratzenden Streicherbögen, Heulschläuchen und Donnerblech geräuschhaft gebrochene Musik beobachte «die allerletzten, zerbrechlichsten, zartesten, instabilsten Klangsignaturen». Der Werktitel hat für den tiefgläubigen Andre aber auch eine theologische Dimension, bezieht er sich doch auf den auferstehenden, dem Irdischen entschwindenden Christus. 2025 folgte als Hommage an Pierre Boulez Im Entfalten, «ein ‹inwendiger› Trauermarsch mit Fürbitten von Boulez’ Lieblingsinstrumenten Harfe, Glocken, Klavier, Flöte», so die Frankfurter Allgemeine Zeitung. In Luzern erklingen beide Werke erstmals im Zusammenhang und runden sich mit der Uraufführung des dritten Teils Im Entsiegeln 1 zum Orchesterzyklus im
Lucerne Festival Academy 2 OHNE PAUSE
16.00 Uhr
KKL Luzern, Luzerner Saal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
Baldur Brönnimann Dirigent
Miah Persson Sopran
Mark Andre im
Im Entschwinden für Orchester 14 min
Im Entfalten (Dem Andenken an Pierre Boulez) für Orchester 15 min
Im Entsiegeln 1 für Sopran und Orchester Uraufführung
Auftragswerk von Lucerne Festival 15 min
Einführung mit Musikbeispielen im Konzert:
Mark Andre und Baldur Brönnimann im Gespräch mit Mark Sattler
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 50 (freie Platzwahl)
In ganz grosser Besetzung tritt das Lucerne Festival Orchestra zu diesem Konzert an: Richard Strauss’ farbenprächtige Alpensinfonie sieht allein 64 Streicher vor, vierfach besetzte Holzbläser, acht Hörner auf der Bühne und zwölf dahinter, dazu je vier Trompeten und Posaunen, zwei Basstuben, zwei Harfen, Orgel, Celesta und riesiges Schlagwerk. Aber Strauss holt aus diesem gigantischen Klangkörper die feinsten Nuancen heraus und schildert eine Bergwanderung in 22 Stationen. Jagdhörner schallen, Herdenglocken läuten, der Wasserfall rauscht — und der tschechische Dirigent Jakub Hrůša versteht es wunderbar, dieses üppige Klanggemälde zum Leuchten zu bringen. Strauss war der Erfolgskomponist seiner Zeit, doch mit dem jungen Erich Wolfgang Korngold erwuchs ihm in den 1920er Jahren ein echter Rivale. Was wäre geschehen, hätte Korngold nicht ins Exil nach Amerika gehen müssen, wo er mit seinen Filmmusiken für Furore sorgte?
Erst 1945 kehrte er zum klassischen Repertoire zurück und legte sein schwelgerisches Violinkonzert vor. Der taiwanesischaustralische Geiger Ray Chen wird es vortragen: «Zum Sterben schön», urteilte die Huffington Post über sein Spiel.
Sa 22.08.
Lucerne Festival Orchestra 5
18.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra
Jakub Hrůša Dirigent
Ray Chen Violine
Erich Wolfgang Korngold
Violinkonzert DDur op. 35 27 min
Richard Strauss
Eine Alpensinfonie op. 64
50 min
Konzerteinführung
17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 320/270/220/150/80/40

Lucerne Festival Friends
Patronatskonzert

Tom Waits über The Yellow Shark
Nicht ganz so populär wie der Film Der weisse Hai, aber ähnlich legendär ist der «Gelbe Hai»: das letzte Album von Frank Zappa. 1992, kurz vor seinem viel zu frühen Tod und bereits schwer von seiner Krebserkrankung gezeichnet, tat sich der amerikanische AvantgardeRocker mit den NeueMusikSpezialist*innen des Ensemble Modern zusammen. Für sie schrieb er eine virtuose Orchestersuite, die Neugeschaffenes mit ZappaFavoriten verbindet. Etwa mit Uncle Meat oder mit dem GSpot Tornado : Diese Feier des vaginalen Orgasmus in rasendem Tempo hatte Zappa ursprünglich für das elektronische Synclavier komponiert und live eigentlich für unspielbar gehalten. Mit The Yellow Shark schloss sich ein Kreis, denn bevor er mit seiner Band The Mothers of Invention zum gefeierten RockProvokateur aufstieg, hatte sich Zappa musikalisch eher an Igor Strawinsky und Edgard Varèse orientiert. Später arbeitete er mit Pierre Boulez oder mit Kent Nagano und dem London Symphony Orchestra zusammen. Auch The Yellow Shark reisst lustvoll die Grenze zwischen E und UMusik nieder, mixt experimentelle Klänge mit Jazzphrasen und dem rhythmischen Drive der Rockmusik.
Sa 22.08.
Lucerne Festival Academy 3
21.00 Uhr
KKL Luzern, Luzerner Saal
Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
Teilnehmer*innen des ContemporaryConducting Program
Dirigent*innen
Frank Zappa
The Yellow Shark
75 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 50 (freie Platzwahl)
Kinder, wie die Zeit vergeht! 13 Jahre jung war AnneSophie Mutter, als sie am 23. August 1976 ihr Debut bei Lucerne Festival gab. In der St. Charles Hall in Meggen spielte sie damals — begleitet von ihrem Bruder Christoph am Klavier — Werke von Tartini, Bach, de Falla, Paganini und de Sarasate. Der Einstand geriet ihr so fulminant, dass sie tagelang das Gesprächsthema in der ganzen Stadt war. Die Kunde erreichte auch den grossen Herbert von Karajan. Der bat zum Vorspiel, war ebenfalls hin und weg und lud die junge AnneSophie zu den Berliner Philharmonikern ein. In Luzern begann also ihre Weltkarriere — und Luzern hat sie seither die Treue gehalten: mit 50 Konzerten in 50 Jahren. Ja, seit einiger Zeit ist sie auch noch Mitglied im Stiftungsrat des Festivals. Genau am Tag ihres «goldenen» Jubiläums, obendrein am historischen Schauplatz des Geschehens, lässt AnneSophie Mutter im Gespräch mit Festivalintendant Sebastian Nordmann ein halbes Jahrhundert Revue passieren, in dem sie Musikgeschichte geschrieben hat. Aber es geht um noch mehr: etwa um die Zukunft der Klassik und des Festivals oder um ihr Engagement für den hochbegabten Nachwuchs. Für die musikalische Rahmung sorgt deshalb der Kontrabassist Roman Patkoló, den AnneSophie Mutter einst in ihrer Stiftung förderte.

So 23.08.
Im Gespräch:
AnneSophie Mutter
11.00 Uhr
St. Charles Hall, Meggen
Zum 50. Luzerner Bühnenjubiläum:
AnneSophie Mutter trifft
Sebastian Nordmann mit Roman Patkoló Kontrabass
Oleksandra Fedosova Klavier
60 min
CHF 20
Anne-Sophie Mutter debutiert in Luzern ( 1976, mit ihrem Bruder Christoph am Klavier )
Viking Konzertsponsor

Was treibt junge Komponist*innen um? Was beschäftigt sie künstlerisch, gesellschaftlich und politisch? Und wie reagieren sie musikalisch darauf? Im Abschlusskonzert des Composer Seminars erfahren Sie es. Es bietet sechs Nachwuchskomponist*innen aus Brasilien und Belgien, China und Südkorea, der Türkei und den USA eine Bühne. Aus über 100 Bewerber*innen wurden sie ausgewählt und haben ihre neuen Orchesterwerke zunächst im Plenum diskutiert, dazu in Einzelcoachings mit Dieter Ammann und Unsuk Chin, die das Composer Seminar leiten. Vor allem aber: Sie konnten sie anschliessend mit den Musiker*innen des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) einstudieren — eine einzigartige Möglichkeit, weil sich so die eigenen Klangvorstellungen hörend überprüfen lassen. Nun stellen sie ihre neuen Werke der Öffentlichkeit vor. Ammann und Chin machen uns im Konzert mit den Komponist*innen bekannt, erläutern die Hintergründe ihrer Musik und geben Hörhinweise.
So 23.08.
Composer Seminar — Abschlusskonzert
14.00 Uhr
KKL Luzern, Luzerner Saal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
Teilnehmer*innen des ContemporaryConducting Program Dirigent*innen
Dieter Ammann und Unsuk Chin Moderation
Werkschau des Composer Seminars: Neue Orchesterwerke von Caio de Azevedo, Alexandre Jamar, Sungtae Paek, Emircan Pehlivan, Miles Walter und Zihan Wu Uraufführungen
Dieter Ammann und Unsuk Chin stellen die Komponist*innen und ihre Werke im Konzert vor.
CHF 50 (freie Platzwahl)
Composer Seminar 17. & 18.08. siehe S. 42
Cecilia Bartoli über Glucks Orfeo ed Euridice
Davon träumt jede Sängerin und jeder Sänger: so schön und herzergreifend zu singen, dass selbst die wilden Tiere friedlich schnurren, die Furien versonnen summen und die Steine zu weinen beginnen. Genau diese Kunst beherrschte Orpheus, der sagenhafte Held, der mit seinem Gesang alle zu betören verstand — sogar die Dämonen in der Unterwelt. Kein Wunder, dass seine Geschichte zu einem der beliebtesten Opernstoffe aufstieg: Schon das älteste erhaltene Musikdrama aus dem Jahr 1600 gründet auf diesem antiken Mythos. Die berühmteste OrpheusOper aber schuf Christoph Willibald Gluck, und da er die Titelrolle für einen Kastraten schrieb, also für eine hohe Stimmlage, wurde sie alsbald auch von Frauen übernommen. Die grosse Cecilia Bartoli liebt diese Partie: «Orfeo versetzt uns mit seiner magischen Stimme in eine andere Welt. Er feiert die Liebe, steigt sogar in die Hölle hinab, um seine geliebte Euridice wiederzufinden. Bei dieser Musik kann man Gott berühren — mit den Ohren und der Seele.» Nicht mit Koloraturen wird Bartoli dabei brillieren, sondern mit himmlischen Kantilenen und zarter Nuancierungskunst. Und wir schweben auf Wolke sieben.

So 23.08.
Orfeo ed Euridice
17.00 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Les Musiciens du Prince — Monaco
Chor der Opéra de MonteCarlo
Gianluca Capuano Dirigent
Cecilia Bartoli Orfeo
Mélissa Petit Euridice und Amore
Christoph Willibald Gluck
Orfeo ed Euridice
Nach der ParmaFassung von 1769 Konzertante Aufführung mit deutschen und englischen Übertiteln
85 min
Diese Aufführung hat keine Pause.
Konzerteinführung
16.00 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 240/200/150/100/60/30

Augustin Hadelich
Für sein Rezital hat sich «artiste étoile» Augustin Hadelich etwas Besonderes vorgenommen. Erstmals wird er gemeinsam mit SeongJin Cho auftreten, Südkoreas Superstar am Klavier: Weltklasse trifft auf Weltklasse. Auch das Programm könnte nicht schöner sein. Die zarte, hochromantische Violinromanze der Amerikanerin Amy Beach ist dabei, dazu die urwüchsige und leidenschaftliche Sonate von Leoš Janáček mit ihren wilden Tanzrhythmen, die jede Taktordnung ausser Kraft setzen. Ganz anders Sergej Prokofjews schwerelose DDurSonate, die mitten im Zweiten Weltkrieg entstand und doch so gar nicht nach Weltuntergang klingt. Am Anfang des Abends aber steht Johannes Brahms: die melodiensatte GDurSonate, die ein berühmtes Liedzitat enthält. Diesen Komponisten habe er neu verstanden, nachdem er sich mit dessen Kammermusik befasst habe, verrät Hadelich. Ohnehin hält er das Musizieren in kleiner Besetzung für die beste Schule — für Auftritte mit Orchester und, umfassender, für den Umgang mit Menschen. Da lerne man, einander zuzuhören, aufeinander zu reagieren, in Dialog zu treten. Eine Lektion fürs Leben.
Mo 24.08.
Rezital Augustin Hadelich & SeongJin Cho
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Augustin Hadelich Violine
SeongJin Cho Klavier
Johannes Brahms
Violinsonate Nr. 1 GDur op. 78 27 min
Leoš Janáček
Violinsonate 19 min
Amy Beach
Romanze für Violine und Klavier op. 23 7 min
Sergej Prokofjew
Violinsonate Nr. 2 DDur op. 94a 24 min
CHF 120/100/80/70/50/30
Schon vor dem Konzert ins Konzert: heute 40min! Siehe S. 18
Yuki Hirano
Sie ist gerade einmal 21 Jahre alt und hat in den letzten Jahren schon international Furore gemacht: Die im japanischen Sapporo geborene Yuki Hirano gewann 2024 die Vienna Classical Violin Competition beim Classical Violin Olympus und ging im Frühjahr 2025 als Siegerin aus dem Internationalen JaschaHeifetzWettbewerb in Vilnius hervor, wo sie zudem etliche Sonderpreise erhielt. Das Geheimnis ihres Erfolgs? «Wenn das Publikum die Musik geniessen kann, bin ich glücklich», erklärt die Studentin von Pavel Vernikov an der Musik und Kunst Privatuniversität in Wien. Das Programm, das sie für ihren Einstand bei Lucerne Festival ausgewählt hat, bietet dafür die besten Voraussetzungen. Da wäre etwa die mitreissende Violinsonate des 1970 in der Ukraine geborenen Alexey Shor. Eigentlich war sie mal ein Violinkonzert, aber gemeinsam mit der Pianistenlegende Mikhail Pletnev hat Shor sie zum Duo umgeformt — und damit einen echten Hit gelandet: volkstümlich, virtuos und schwelgerisch. Hochromantisch wird es bei Szymanowski und Dvořák. Und bei der ebenso anmutigen wie brillanten ValseCaprice, die der Geigenvirtuose Eugène Ysaÿe nach einer Etüde von SaintSaëns arrangierte, gibt es ohnehin kein Halten mehr.

Di 25.08.
Debut Yuki Hirano
12.15 Uhr
Lukaskirche
Yuki Hirano Violine
Chizu Miyamoto Klavier
Alexey Shor/Mikhail Pletnev
Violinsonate hMoll auf Grundlage von Shors Violinkonzert Nr. 4 12 min
Karol Szymanowski
Violinsonate dMoll op. 9 21 min
Antonín Dvořák
Romantische Stücke op. 75 16 min
Camille SaintSaëns/ Eugène Ysaÿe
Caprice d’après l’Étude en forme de Valse op. 52 Nr 6
10 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 30
Musik & Mittagessen
Geniessen Sie nach dem Konzert ein feines Menü. Mehr unter lucernefestival.ch/lunchkonzerte

Die bunten Festivalflaggen flattern, die ebenso farbenfrohen Festivalbänke sind aufgestellt, das Publikum strömt zum KKL Luzern: Man sieht, wenn SommerFestival ist. Und ab sofort hört man es auch. Denn mit unserem neuen Format «In den Strassen: City Stage» bringen wir ganz Luzern zum Klingen. Sechs Tage lang, vom 25. bis 30. August, schwärmen die jungen Musiker*innen der Lucerne Festival Academy und weitere Ensembles aus, um die Musik in die Stadt zu tragen — teils angekündigt, teils als PopupKonzert. Lassen Sie sich überraschen! Zum Auftakt präsentiert ein Schlagzeugquartett perkussive Werke von Steve Reich, darunter sein Kultstück Drumming. Als einer der Masterminds der amerikanischen Minimal Music wiederholt Reich einfache Motive und Rhythmen in Dauerschleife, verschiebt seine Loops aber allmählich gegeneinander. So entsteht — angeregt nicht zuletzt durch die polyrhythmische Trommelmusik, die Reich auf einer Reise durch Ghana kennengelernt hatte — ein magischer, groovender Flow.
Detaillierte Informationen zu «In den Strassen: City Stage» finden Sie ab April 2026 auf unserer Homepage.
Di 25.08.
In den Strassen:
City Stage — Opening 18.00 Uhr Kapellplatz
Schlagzeugensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
«Rhythm ’n’ Loops»
Steve Reich
Mallet Quartet für zwei Marimbas und zwei Vibrafone 15 min
Music for Pieces of Wood für vier Paar gestimmte Claves 13 min
Clapping Music 5 min
Drumming, Part One für vier Paar gestimmte Bongos 20 min
Eintritt frei
Die Jubilarin lässt die Korken knallen: Zum 50. Jahrestag ihres Luzerner Bühneneinstands spielt AnneSophie Mutter gleich drei Violinkonzerte und ein Solostück an einem einzigen Abend! Und dabei übernimmt sie auch noch selbst die Musikalische Leitung des Lucerne Festival Orchestra — alles andere als ein Schonprogramm. Die Werke, die AnneSophie Mutter ausgewählt hat, sind für sie allesamt «Herzensprojekte». Mit einem MozartKonzert stellte sie sich schon als Neunjährige bei ihrem allerersten öffentlichen Auftritt mit Orchester vor, und Mozart widmete sie auch ihre erste Platteneinspielung, die 1978 mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan herauskam. André Previn, der für sie mehr als nur ein künstlerischer Partner war, schrieb für sie zahlreiche neue Werke, darunter auch sein Violinkonzert Nr. 2. Es ist eine von 34 Partituren, die sie bislang zur Uraufführung gebracht hat. Zu den jüngsten Novitäten, die sie aus der Taufe hob, gehört das Solostück Likoo der Iranerin Aftab Darvishi. Es spürt Sehnsüchten nach: den Gefühlen von Frauen, die ihre Liebsten oder ihre Heimat verloren haben oder um ihre Rechte kämpfen müssen. «Es ist mir wichtig, ihnen mit dieser Musik eine Stimme zu geben», bekennt AnneSophie Mutter, die wach an allem teilhat, was sich in der Welt tut.

Di 25.08.
Lucerne Festival Orchestra 6
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Orchestra
AnneSophie Mutter Violine und Musikalische Leitung
Knut Johannessen Cembalo
Zum 50. Luzerner Bühnenjubiläum von AnneSophie Mutter
Wolfgang Amadé Mozart
Divertimento FDur KV 138 (125c) 11 min
André Previn
Violinkonzert Nr. 2 für Violine und Streichorchester mit zwei CembaloZwischenspielen 24 min
Wolfgang Amadé Mozart
Violinkonzert BDur KV 207 20 min
Aftab Darvishi
Likoo für Violine solo
Schweizer Erstaufführung 5 min
Wolfgang Amadé Mozart
Violinkonzert ADur KV 219 30 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 320/270/220/150/80/40
Viking
Konzertsponsor

In diesem Konzert können Sie ein Rätsel lösen. Am 19. Juni 1899 erlebte Edward Elgar mit der Uraufführung seiner Enigma Variations einen beispiellosen Triumph. Das Ereignis wurde als Wiedergeburt der englischen Musik gefeiert, die zwei Jahrhunderte lang, seit dem Tod von Henry Purcell, international keine Rolle mehr gespielt hatte. Nur eine Frage bereitete Kopfzerbrechen: Was war eigentlich das Thema, das Elgar in seinem Meisterwerk variierte? Der Komponist wollte es partout nicht verraten, und so schossen die Spekulationen ins Kraut. Hatte er die britische Nationalhymne zugrunde gelegt? Oder Rule, Britannia! oder das Volkslied Auld Lang Syne ? Bis heute hat niemand das Geheimnis entschlüsselt . . . Tschaikowsky dagegen liess keine Frage offen, wenn es um seine Vierte Sinfonie ging: Er gab ihr ein genaues Programm mit. Im Zentrum steht «das Fatum, die verhängnisvolle Macht, die unser Streben nach Glück verhindert und unsere Seele unentwegt vergiftet». Aber was für eine Musik schrieb er dazu! Ob Tschaikowsky oder Elgar: An diesem Festivalabend liegen sie in den besten Händen. Denn die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko bürgen für einen romantischen Sound, wie er klangsinnlicher nicht sein könnte.
Mi 26.08.
Berliner Philharmoniker 1
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko Dirigent
Edward Elgar
Enigma Variations op. 36 33 min
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 4 fMoll op. 36 43 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 320/270/220/150/80/40
Schulkonzert
10.00 Uhr | KKL Luzern, Konzertsaal
Extrakonzert für Luzerner
Schulklassen mit Musiker*innen der Berliner Philharmoniker, moderiert von Sarah Willis
Anmeldung ab Mai: lucernefestival.ch/ anmeldungschulen
Hauptsponsor
Bridget Yee
Diese Pianistin passt in kein Schema. Bridget Yee wurde 2004 in Malaysia geboren, kam als 11Jährige zum Studium nach London und gewann u. a. die Windsor International Piano Competition. Aber sie brilliert nicht nur auf dem Klavier, sondern hat sich auch als Cellistin und Kontrabassistin ausbilden lassen und bei Orchesterkonzerten unter Jac van Steen und Benjamin Zander musiziert. Das habe ihren Horizont erweitert, findet sie, auch zum Nutzen ihres Tastenspiels. Als Interpretin sucht Bridget Yee unermüdlich nach Inspirationen ausserhalb der Musik: Man müsse sich nur umschauen, lautet die Devise. Ihre Rezitale moderiert sie meist — sehr zum Vergnügen des Publikums. Und dann hat Yee auch noch ein Faible für ungewöhnliche und originelle Programme. Werke von Haydn bis zur Gegenwart hat sie für ihr Debut bei Lucerne Festival ausgewählt. Zwei berühmte Transkriptionen, wie sie verschiedener nicht sein könnten, sind dabei: Wagners Isoldens Liebestod und Gershwins Embraceable You. Mit Samuel Barber ehrt sie einen amerikanischen Klassiker. Und bei Liszts grosser hMollSonate ist sie als Virtuosin wie kluge Gestalterin gleichermassen gefragt. Do 27.08.

Debut Bridget Yee
12.15 Uhr
Lukaskirche
Bridget Yee Klavier
Richard Wagner/Franz Liszt
Isoldens Liebestod aus Tristan und Isolde S 477 8 min
Samuel Barber
Movement I aus Excursions op. 20 3 min
George Gershwin/Earl Wild
Embraceable You aus Seven Virtuoso Etudes on Gershwin Songs for Piano 4 min
Joseph Haydn
Fantasia (Capriccio) CDur
Hob. XVII:4 6 min
Samuel Barber
Movement III aus Excursions op. 20 3 min
Laila Arafah
shadow undulations of a bellflower
Schweizer Erstaufführung 5 min
Franz Liszt
Klaviersonate hMoll S 178 30 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 30
Musik & Mittagessen
Geniessen Sie nach dem Konzert ein feines Menü. Mehr unter lucernefestival.ch/lunchkonzerte

Augustin Hadelich über das Geheimnis seines Violintons
Wenn ein Geiger oder eine Geigerin bei einem Spitzenorchester wie den Berliner Philharmonikern debutiert, ist das keine leichte Aufgabe. Denn neben ihm oder ihr sitzen gut zwei Dutzend geigespielende Orchestermitglieder, die oft auch solistisch aktiv sind und entsprechend kritisch zuhören. Umso erstaunlicher verlief 2021 Augustin Hadelichs Einstand bei den «Berlinern»: Der Wunsch, einmal mit ihm zu musizieren, kam nämlich aus den Reihen der Philharmoniker selbst — was für ein Ritterschlag! Inzwischen ist daraus eine beglückende künstlerische Partnerschaft entstanden, und so ist es auch kein Zufall, dass man nun gemeinsam auf Tour geht, sogar mit dem beliebtesten Violinkonzert überhaupt, dem BeethovenKonzert. Im zweiten Teil aber präsentiert Chefdirigent Kirill Petrenko eine echte Entdeckung. Aleksandr Skrjabins originelle Dritte Sinfonie mit dem schönen Beinamen Le Divin Poème, «das göttliche Gedicht», knüpft an Nietzsche an und kreist um die Schöpferkraft des Menschen, der im letzten der drei Sätze seine Fesseln sprengt und freudig triumphiert. Mit einer riesigen Orchesterbesetzung sorgt Skrjabin dabei für einen wahren Klangrausch.
Do 27.08.
Berliner Philharmoniker 2
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko Dirigent
Augustin Hadelich Violine
Ludwig van Beethoven
Violinkonzert DDur op. 61
44 min
Aleksandr Skrjabin
Sinfonie Nr. 3 cMoll op. 43
Le Divin Poème
48 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 320/270/220/150/80/40
Zuger Kantonalbank Konzertsponsor
SanttuMatias Rouvali
Nur 5,5 Millionen Einwohner hat Finnland, noch ein gutes Drittel weniger als die Schweiz. Aber ständig überrascht das Land die Musikwelt mit neuen hochkarätigen Musiktalenten — Mitteleuropa kann da nur staunen. Auch der Dirigent, mit dem das fabelhafte Amsterdamer Concertgebouw Orchestra in diesem Sommer nach Luzern kommt, ist ein Finne: Der 40jährige SanttuMatias Rouvali, Chef beim Londoner Philharmonia Orchestra, ist gelernter Schlagzeuger mit Spezialfach Marimba, hat einst in einer Band Soul und Funk gespielt und ist eher durch einen Zufall zu seinem heutigen Beruf gekommen. Wenn er am Pult tanzt und die Musik geschmeidig modelliert, dann sieht man seine Herkunft. Ganz abgesehen davon, dass Rouvali mit seinen Händen gleichzeitig zwei verschiedene Taktarten schlagen und mit den Beinen noch einen Gegenrhythmus markieren kann. Das kommt Prokofjews schmissiger Fünfter Sinfonie fraglos zugute: Im Finale feiert sie einen Traum und stimmt ein umwerfendes Lied auf den glücklichen Menschen an. Aber auch Beethovens Fünftes Klavierkonzert, das Rouvali mit Víkingur Ólafsson aufführt, verspricht spannend zu werden: Let’s swing!

Fr 28.08.
Royal Concertgebouw Orchestra
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Royal Concertgebouw Orchestra
SanttuMatias Rouvali Dirigent Víkingur Ólafsson Klavier
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 5 EsDur op. 73
38 min
Sergej Prokofjew
Sinfonie Nr. 5 BDur op. 100
44 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 320/270/220/150/80/40

Aus Medeas Monolog
Mad King & Medea
20.00 Uhr
Luzerner Theater, Box
Opernensemble des Luzerner Theaters
Luzerner Sinfonieorchester
Maria Radzikhovskiy Dirigentin
Marie LambertLe Bihan Regie und Licht
Ilaria Ariemme Kostüme
PiaRabea Vornholt Dramaturgie
Peter Maxwell Davies
Eight Songs for a Mad King
Musiktheater für Männerstimme und Ensemble
Libretto von Randolph Stow mit Texten von George III. In englischer Sprache
Bushra ElTurk
Medeas Monolog
Libretto von Ariane Koch Uraufführung
Auftragswerk des Luzerner Theaters insg. 90 min (inkl. Pause)
Kooperation des Luzerner Theaters mit Lucerne Festival
Karten über das Luzerner Theater: t +41 (0)41 228 14 14 | kasse@luzernertheater.ch Tickets sind online auf luzernertheater.ch erhältlich.
Weitere Aufführungen
Ist Wahnsinn ein Mittel, um der Realität zu entkommen? Oder — im Gegenteil — ein Instrument, um ihr zu begegnen? Mit seinem Monodram Eight Songs for a Mad King schuf Peter Maxwell Davies 1968 eine raffinierte Charakterstudie des verrückten britischen Königs George III., der ab 1760 regierte, und ging dabei von Originaltexten des Monarchen aus. Betörende Kantilenen stehen in diesem Klassiker des modernen Musiktheaters neben Kakofonien. So entsteht das Bild emotionaler und geistiger Zerrüttung. Es provoziert und offenbart zugleich eine erstaunliche Hellsichtigkeit. Die Uraufführung der Britin Bushra ElTurk setzt dieser historischen Figur eine der widersprüchlichsten mythologischen Frauengestalten entgegen und verleiht Medea eine neue, eigene Stimme. Im Spannungsfeld von Selbstermächtigung und Wahnsinn, Macht und Willkür, Liebe und Hass lässt uns dieser Operndoppelabend eine Welt in Brüchen erleben. Er mag auch Wahrheiten hervorbringen, die uns tief berühren. Fr 28.08.
06. & 18.09. sowie 08., 17., 21., 28. & 29.10. Informationen unter luzernertheater.ch
Mit freundlicher Unterstützung der Arthur Waser Stiftung
Jörg Widmann zu Mark Andres über
Der durchdringende Ruf der Carnyx tönte vermutlich schon vor mehr als 2000 Jahren über den Vierwaldstättersee, als Keltenstämme in der Zentralschweiz siedelten. Liza Lim hat ein Konzert für diese antike, knapp zwei Meter lange Bronzetrompete komponiert und sich gefragt, «wie menschliche und nichtmenschliche Kreativität aus längst vergangenen Zeiten in Körpern, kulturellen Artefakten und der Tiefenzeit von Orten weiterlebt und dabei Samen der Widerstandskraft, aber auch potenzielle Gefahren in sich trägt». Weitaus weniger exotisch ist das zweite Soloinstrument des Abends, die Klarinette. Doch composerinresidence Mark Andre entlockt ihr — angeregt durch ausgiebige Klangexperimente mit Jörg Widmann — eine Vielzahl völlig neuer Sounds. Aus Klappengeräuschen, elektronisch verfremdeten Lufttönen und fragilen Mehrklängen entsteht eine zerbrechliche Musik am Rande des Verstummens. Am Ende führt uns auch dieser Festivalabend nach Amerika: In seiner Oper Doctor Atomic, die er für den Konzertsaal zu einer farbenglühenden Sinfonie kondensiert hat, setzt sich John Adams mit J. Robert Oppenheimer und dem ersten Atombombentest in New Mexico auseinander. Sa 29.08.

Lucerne Festival Academy 4
18.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
Elim Chan Dirigentin
Jörg Widmann Klarinette
Marco Blaauw Carnyx
SWR Experimentalstudio
Mark Andre
über für Klarinette, Orchester und LiveElektronik
37 min
Liza Lim
Tongue of the Land
Konzert für Orchester mit Carnyx Uraufführung «Roche Commissions»
20 min
John Adams
Doctor Atomic Symphony für Orchester
25 min
Konzerteinführung
17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium
Liza Lim und Mark Andre im Gespräch mit Mark Sattler
CHF 120/90/60/30
Hauptsponsor und Partner
Lucerne Festival Academy

Frank Reinecke über iv 18 («Sie fürchteten sich nämlich»)
Wie ein Forscher erkundet composerinresidence Mark Andre die Möglichkeiten eines Instruments. Über mehrere Jahre hat er eng mit dem Bassisten Frank Reinecke zusammengearbeitet. Das Ergebnis: ein knapp dreiviertelstündiges Solo, das dem Kontrabass eine ganze Welt an neuen, ungewöhnlichen Klängen entlockt und die Aufmerksamkeit dabei auf Flüchtiges, Instabiles, Zerbrechliches lenkt. Das geht bis an die Grenze des Hörbaren — etwa wenn die tiefste Saite des Kontrabasses noch tiefer gestimmt wird, bis zum SubkontraE — und will gerade dadurch Transzendentes, Metaphysisches aufscheinen lassen. Für selig sind , eine als Raummusik angelegte musikalische Meditation über die Bergpredigt Jesu, griff Andre auf Klangerfahrungen zurück, die er in ausgiebigen Sessions mit Jörg Widmann machen konnte. «Wir haben auf der Klarinette gemeinsam Klänge entwickelt, die auch ich vorher nicht kannte, weil es sie vorher nicht gab», berichtet Widmann. «Wir haben wie Kinder gestaunt.»
So 30.08.
Portrait Mark Andre 1
11.00 Uhr
Hochschule Luzern — Musik, Kriens/Konzertsaal Salquin
Jörg Widmann Klarinette
Frank Reinecke Kontrabass
SWR Experimentalstudio
Mark Andre selig sind für Klarinette und Elektronik
26 min
iv 18 («Sie fürchteten sich nämlich») für Kontrabass
44 min
Einführung im Konzert: Jörg Widmann und Frank Reinecke im Gespräch mit Mark Sattler
CHF 50 (freie Platzwahl)
Gottesdienst zum Kirchweihfest 17.00 Uhr | Jesuitenkirche
Solist*innen, Chor und Orchester des Collegium Musicum Luzern | Jakob Pilgram Dirigent | Suzanne Z’Graggen Orgel
Mozart Sinfonie EsDur KV 16, 1. und 2. Satz | Messe CDur KV 337 Missa solemnis (Auszüge) | Taylor Ouvertüre GDur
JalaluKalvert Nelson
Make American History Great Again? Endangered Dreams hat der in Biel lebende Afroamerikaner JalaluKalvert Nelson sein neues Ensemblestück betitelt. Er reagiere damit auf «den Kampf um die amerikanische Identität und Geschichte, der momentan stattfindet. Einige Gruppierungen wollen die Geschichte umschreiben und ihre unangenehmen Teile tilgen. Sie versuchen, den ’American Dream’ von seinen Schattenseiten zu reinigen — und verwandeln ihn damit in eine einseitige Lüge.» Wie vielfältig Amerika klingt, zeigt der Rest des Programms: Steve Reich, einer der Erfinder der Minimal Music, verschmilzt in seinem Mallet Quartet je zwei Marimbas und Vibrafone zu einer ekstatisch pulsierenden Rhythmusmaschine. Tief verwurzelt in der musikalischen Moderne Amerikas und Europas ist dagegen die Musik von Elliott Carter. Sein energetisches Asko Concerto greift das barocke ConcertogrossoPrinzip auf und kontrastiert Tuttiabschnitte mit Duo, Trio oder SoloPassagen. Auch Augusta Read Thomas hat Abracadabra (Suncatchers) ausdrücklich «for eleven virtuosi» komponiert: funkensprühende, farbenfrohe Musik, die immer neue Einfälle aus dem Hut zaubert. Und Dr. Doreen Ketchens, die «Clarinet Queen» aus New Orleans, verkörpert den amerikanischen Traum mit Musik aus den Strassen ihrer Heimatstadt, wo sich das Ohr «zu befreien» lernt.

So 30.08.
Lucerne Festival Academy 5
16.00 Uhr
KKL Luzern, Luzerner Saal
Ensemble des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) Teilnehmer*innen des ContemporaryConducting Program Dirigent*innen Doreen Ketchens Klarinette
Augusta Read Thomas Auszüge aus Abracadabra (Suncatchers) for eleven virtuosi 15 min
Elliott Carter
Asko Concerto für Ensemble 12 min
JalaluKalvert Nelson
Endangered Dreams für Ensemble Uraufführung | Auftragswerk von Lucerne Festival 15 min
Steve Reich
Mallet Quartet für zwei Marimbas und zwei Vibrafone 15 min
«Reflecting the Streets of New Orleans»
Musiker*innen des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) entwickeln in Kooperation mit guerillaclassics und Doreen Ketchens eine Performance 12 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 50 (freie Platzwahl)

Yannick NézetSéguin
Seit 15 Jahren ist der charismatische Kanadier Yannick NézetSéguin Stammgast bei Lucerne Festival — und einer der grossen Publikumslieblinge. Mit den Wiener Philharmonikern trat er hier auf, mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, mit dem Philadelphia Orchestra und immer wieder mit dem Lucerne Festival Orchestra: Es waren Sternstunden. Jetzt, im Sommer der «American Dreams», gastiert er erstmals mit seinem Met Orchestra aus New York am Vierwaldstättersee und widmet sich dabei einem seiner Lieblingskomponisten: Gustav Mahler. Die Vierte Sinfonie hat sich NézetSéguin dafür ausgesucht, ein Werk «von einzigartiger Reinheit», wie er glaubt. Aber gerade diese Sinfonie, die eine Reise ins Paradies unternimmt, ist auch abgründig und schwer zu deuten. Als «Reiseführerin» im Finale, die uns die Sehenswürdigkeiten im Garten Eden präsentiert, ist die grosse Joyce DiDonato zu erleben: eine kluge Gestalterin, die ihren wunderschönen Mezzosopran höchst kultiviert zu führen versteht. Sie trägt auch Mahlers RückertLieder vor, mit dem berühmten Ich bin der Welt abhanden gekommen. Wenn sie dieses Lied singe, gesteht DiDonato, fühle sie sich, als würde sie ein anderes Universum betreten.
So 30.08.
The Met Orchestra
18.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
The Met Orchestra
Yannick NézetSéguin Dirigent Joyce DiDonato Mezzosopran
Missy Mazzoli
Sinfonia (for Orbiting Spheres) für Orchester 9 min
Gustav Mahler RückertLieder 20 min
Sinfonie Nr. 4 GDur 60 min
17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Malte Lohmann
CHF 290/240/190/140/70/40
Martha Argerich
Sie ist Jahrgang 1941, er kam 1989 zur Welt: Zwei Generationen liegen zwischen der legendären Pianistin Martha Argerich und dem jungen israelischen Maestro Lahav Shani — aber es ist ein Clash, bei dem die Funken stieben. Als sie 2019 in Tel Aviv erstmals gemeinsam auftraten, übrigens mit Beethovens Zweitem Klavierkonzert, kannte der Applaus keine Grenzen. Seither musizieren die beiden regelmässig zusammen: sie an den Tasten und er am Pult. Oder auch bei Rezitalen für zwei Klaviere oder vierhändig bei Zugaben, denn Shani ist ebenfalls ein Pianist von Rang. «Wenn Klavier und Orchester einander in flotter, federleichter Manier die Pointen zuspielen, erinnert das an den Witz einer klassischen ScrewballComedy mit Katharine Hepburn», urteilte der Wiener Standard über ihren jüngsten gemeinsamen Auftritt mit Beethovens BDurKonzert. Gespannt sein darf man aber auch auf Shanis Deutung von Brahms’ ausgeklügelter Vierter Sinfonie mit den Münchner Philharmonikern, deren Leitung er wenige Tage nach seinem Luzerner Gastspiel antritt. Schon im letzten Sommer war er mit seinem neuen Orchester bei Lucerne Festival zu hören, und man spürte sofort: Hier haben sich die Richtigen gefunden!
Mo 31.08.
Münchner Philharmoniker
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Münchner Philharmoniker
Lahav Shani Dirigent
Martha Argerich Klavier
John Adams
The Chairman Dances Foxtrot für Orchester 12 min
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 2 BDur op. 19 30 min
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 4 eMoll op. 98 45 min
CHF 290/240/190/140/70/40

Argerich
Schulkonzert
Di 01.09. | 9.00 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Moderiertes Extrakonzert für Luzerner Schulklassen mit Musiker*innen der Münchner Philharmoniker Anmeldung ab Mai: lucernefestival.ch/anmeldungschulen
Mit freundlicher Unterstützung der René und Susanne Braginsky Stiftung

Süddeutsche Zeitung
Die Jury war sich einig: Der Musikpreis der deutschen Wirtschaft 2025 geht an den jungen Bariton Jonas Müller! Und so durfte sich der gebürtige Niederbayer, Jahrgang 1999, nicht nur über 15 000 Euro Preisgeld, sondern auch über dieses Debutkonzert bei Lucerne Festival freuen. Müller beeindruckte mit einem intelligenten Programm, das — so die Jurybegründung — «von Authentizität und Ernsthaftigkeit geprägt war». Nach diesem Prinzip verfährt er auch bei seinem Luzerner Rezital. Unter dem Motto «Irgendwo auf der Welt» singt er von Fern und Heimweh, von Liebesträumen und Einsamkeit — mit Liedern von Franz Schubert und Robert Schumann, Gustav Mahler und Hanns Eisler. Von Eisler erklingen dabei sechs Nummern aus dem Hollywooder Liederbuch : als Beitrag zum Sommerthema «American Dreams». Jonas Müller wurde schon vielfach preisgekrönt, auch im Duo mit seiner Klavierpartnerin Anna Gebhardt. Seit Herbst 2025 ist der Schüler von Christian Gerhaher Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt und stellte sich dort als Guglielmo in Mozarts Così fan tutte vor. «Stimmliche Eleganz und eine feine komödiantische Note» attestierte ihm die Frankfurter Allgemeine Zeitung
Di 01.09.
Debut Jonas Müller
12.15 Uhr
Lukaskirche
Jonas Müller Bariton
Anna Gebhardt Klavier
«Irgendwo auf der Welt»
Verheissung: Er fand glücklich das schönre Land
Franz Schubert
Drang in die Ferne D 770 | 4 min
Robert Schumann
Liederkreis op. 24 | 20 min
Realität: Wo bist du, mein geliebtes Land?
Franz Schubert
Der Wanderer D 493 | 6 min
Hanns Eisler
Aus dem Hollywooder Liederbuch : Fünf Elegien | 6 min
An den kleinen Radioapparat | 1 min
Letzte Hoffnung: Nun muss sich alles wenden
Franz Schubert
Frühlingsglaube D 686 | 4 min
Gustav Mahler
Lieder eines fahrenden Gesellen 16 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 30
Musik & Mittagessen
Geniessen Sie nach dem Konzert ein feines Menü. Mehr unter lucernefestival.ch/lunchkonzerte
Die Gen Z kennt ihn als «Cateen», den hippen YouTuber und Katzenfreund mit mehr als 1,5 Millionen Follower*innen. Hinter dem SocialMediaStar, dessen kunstvolle Clips über 200 Millionen Mal aufgerufen wurden, steckt der 1995 geborene japanische Pianist Hayato Sumino. Den kann man sogar live im Konzertsaal erleben, jetzt erstmals auch bei Lucerne Festival. Und staunen, was er am Klavier so alles draufhat. Sumino schreckt nicht einmal vor den grössten virtuosen Anforderungen zurück, etwa vor den Exzessen in Guido Agostis Klaviertranskription von Igor Strawinskys Feuervogel. Wichtiger ist ihm allerdings die Programmidee: Sein Luzerner Debut hat er rund um Frédéric Chopin aufgebaut. Er verschränkt dabei ChopinStücke mit eigenen Kompositionen im Stil der Neoklassik und mit Improvisationen; dazu kommen Werke von Thomas Adès und Camille SaintSaëns, die sich bestens in den «Chopin Orbit» fügen. Die Teenies und Twens stürmen Suminos Konzerte — kein Wunder, dass er gerade den Publikumspreis des «Opus Klassik» erhielt. Aber Sumino ist mehr als ein Medienphänomen: Er hat sich bei JeanMarc Luisada den letzten Schliff geholt und auch am Pariser IRCAM studiert. Di 01.09.
Rezital Hayato Sumino
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Hayato Sumino Klavier
«Chopin Orbit»
Frédéric Chopin
Scherzo Nr. 1 hMoll op. 20
Etüde GesDur op. 10 Nr. 5
Etüde AsDur op 25 Nr 1
Etüde aMoll op. 25 Nr. 11
Klaviersonate Nr. 2 bMoll op. 35
Mazurka aMoll op. 59 Nr. 1
Mazurka AsDur op. 59 Nr. 2
Mazurka fisMoll op. 59 Nr. 3
Hayato Sumino
Lydian Harp
Raindrop Postlude
White Keys
Imaginary Polonaise

Improvisation über das Ostinato aus Frédéric Chopins Berceuse
DesDur op 57
Camille SaintSaëns
Danse macabre op. 40
Thomas Adès
Mazurka op. 27 Nr 2
Igor Strawinsky
Drei Stücke aus der Ballettmusik
Der Feuervogel
für Klavier bearbeitet von Guido Agosti
Konzertende gegen 21.30 Uhr
CHF 130/110/90/70/50/30

Isabelle Faust
«Ich hatte gehofft, mich nicht noch einmal in ein Orchester zu verlieben, aber ich habe es doch getan», seufzt Sir Simon Rattle. Und wer ist die geheimnisvolle Liebe? Das Freiburger Barockorchester! Der SchumannAbend, den Sir Simon und die «Freiburger» in Luzern aufführen, verrät, wie das neue Glück klingt. Das Orchester spielt schlank und durchhörbar, mit schillernden Farben und doch geerdet. Mit der hochromantischen Ouvertüre zu Schumanns einziger Oper Genoveva beginnt das Programm. Isabelle Faust, die über einen so menschlichen, sprechenden Geigenton verfügt und unvergleichlich delikat phrasiert, trägt anschliessend das Violinkonzert vor. Es entstand kurz vor Schumanns psychischem Zusammenbruch und gelangte erst 81 Jahre nach seinem Tod zur Uraufführung. «Das ist Musik, die einfach tief berührt», findet Faust. Ganz sicher gilt dieser Befund auch für die Zweite Sinfonie, die viele für Schumanns beste halten. Ihr überirdisch schöner langsamer Satz hat etwas von einem Dankgebet an sich. Schumann steigert hier unablässig eine beseligende Kantilene und führt sie in höchste Höhen: zehn Minuten für die Ewigkeit.
Mi 02.09.
Freiburger Barockorchester
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Freiburger Barockorchester
Sir Simon Rattle Dirigent
Isabelle Faust Violine
Robert Schumann
Ouvertüre zu Genoveva op. 81 10 min
Violinkonzert dMoll WoO 1
33 min
Sinfonie Nr. 2 CDur op. 61
38 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 240/200/150/100/60/30
AnneSophie Mutter über Elias
David Moncado
Die Nachwuchsförderung liegt AnneSophie Mutter besonders am Herzen. Zu diesem Zweck gründete sie 2008 die AnneSophie Mutter Stiftung und kann heute auf eine stolze Riege prominenter Stipendiat*innen blicken, darunter Vilde Frang, Sergey Khachatryan, Daniel MüllerSchott oder Kian Soltani. Ihre jüngste Entdeckung ist Elias David Moncado, Jahrgang 2000: ein deutschspanischmalaysischer Geiger, der den Grand Prix sowie zehn Sonderpreise beim KarolLipińskiWettbewerb in Polen gewann, 2025 seinen Einstand in der New Yorker Carnegie Hall gab und 2026 seine erste CD bei Warner Classics veröffentlicht. Er wird sich bei diesem Debut mit Maurice Ravels amerikanischinspirierter Violinsonate vorstellen, die einen «Blues» ins Zentrum rückt. Ausserdem wird er auf der Stradivari «Ludwig, exSzigeti» Hochvirtuoses vortragen wie Franz Waxmans fingerbrecherische CarmenFantasie. Doch auch vier weitere MutterSchützlinge sind in diesem ungewöhnlichen DebutKonzert zu erleben, und zwar mit gleich zwei brandneuen Werken, die AnneSophie Mutter aus Anlass ihres 50. Luzerner Bühnenjubiläums für sie in Auftrag gegeben hat und die nun zur Uraufführung gelangen. Denn neue Musik zu ermöglichen ist eine weitere Leidenschaft der grossen Virtuosin. Do 03.09.

Debut Elias David Moncado
12.15 Uhr
Lukaskirche
Elias David Moncado Violine
David Tobin Violine (Chun)
YeEun Choi Violine (Kim)
Hwayoon Lee Viola
Lionel Martin Violoncello
Lauma Skride Klavier
Maurice Ravel
Violinsonate GDur
17 min
Texu Kim
Jeogori für Violine solo
Uraufführung
10 min
Manuel Ponce
Estrellita für Violine und Klavier bearbeitet von Jascha Heifetz
3 min
Franz Waxman
CarmenFantasie
für Violine und Klavier
10 min
YieEun Chun
Streichquartett Kinderszenen
Uraufführung
15 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 30
Musik & Mittagessen
Geniessen Sie nach dem Konzert ein feines Menü. Mehr unter lucernefestival.ch/lunchkonzerte

Das Fanfare Magazine über Alexandre Kantorow
Um ihn reissen sich gerade alle: um Alexandre Kantorow, den 1997 geborenen Pianisten, der vor sieben Jahren als erster Franzose die Goldmedaille beim Moskauer TschaikowskyWettbewerb gewann und 2023 den hochdotierten Gilmore Artist Award erhielt. Er musizierte schon mit Weltklasseorchestern wie den Berliner und den New Yorker Philharmonikern, spielte 2024 bei der Eröffnung der Pariser Olympischen Spiele Ravels Jeux d’eau im strömenden Regen und bezaubert das Publikum mit seinen poetischen Interpretationen. Den Einstand bei Lucerne Festival gibt Kantorow mit einem seiner Lieblingskomponisten, nämlich mit Johannes Brahms, dessen Erstes Klavierkonzert für elf oder zwölf Finger geschrieben scheint, so herausfordernd ist es. Aber Kantorow fürchtet weder die vollgriffigen Akkorde noch das filigrane Passagenwerk. Das Pittsburgh Symphony Orchestra und Manfred Honeck präsentieren anschliessend einen Meilenstein des russischen Repertoires: Dmitri Schostakowitschs doppelbödige Fünfte Sinfonie. Mit ihr versuchte sich Schostakowitsch, als er von Stalins «Kulturhütern» an den Pranger gestellt wurde, aus der Schusslinie zu nehmen und schrieb ein bombastisches Jubelfinale. Aber die wahre Botschaft steckt zwischen den Zeilen.
Do 03.09.
Pittsburgh Symphony Orchestra 1 19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Pittsburgh Symphony Orchestra
Manfred Honeck Dirigent
Alexandre Kantorow Klavier
Johannes Brahms
Klavierkonzert Nr. 1 dMoll op. 15
50 min
Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 5 dMoll op. 47
50 min
CHF 290/240/190/140/70/40
Nestlé S.A. Konzertsponsor
Schon vor dem Konzert ins Konzert: heute 40min! Siehe S. 18
Krzysztof Penderecki über AnneSophie Mutter
Für diese Geigerin wollten alle etwas schreiben: AnneSophie Mutters Kunst hat die besten Komponist*innen der Gegenwart zu neuen Werken inspiriert. Der Pole Krzysztof Penderecki hat gleich vier Partituren für sie geschaffen. Den Anfang machte 1995 sein grosses Zweites Violinkonzert: Metamorphosen lautet der Titel, und so geht es in den sechs Sätzen um Verwandlung und Umgestaltung — ein Pendeln zwischen verschiedenen Seelenzuständen oder auch zwischen Tradition und Moderne. Interpretatorisch, so räumt Mutter ein, sei dieses Konzert für sie «eine physische und psychische Herausforderung, die ich mit Dankbarkeit annehme». An ihrer Seite steht mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra einer der besten amerikanischen Klangkörper. Unter der Leitung seines Chefs Manfred Honeck widmet es sich im zweiten Teil Antonín Dvořáks beglückender Sinfonie Aus der Neuen Welt, die das Urbild eines musikalischen «American Dream» darstellt. Denn Dvořák sollte den USA mit diesem Werk den Weg ins gelobte Land der klassischen Musik weisen, mit einer originär amerikanischen Klangsprache. Weshalb er auch Spirituals oder Melodien und Tanzrhythmen der indigenen Bevölkerung in seiner «Neunten» anklingen lässt. Fr 04.09.

Pittsburgh Symphony Orchestra 2
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Pittsburgh Symphony Orchestra
Manfred Honeck Dirigent
AnneSophie Mutter Violine
John Adams
Short Ride in a Fast Machine
Fanfare für Orchester
4 min
Krzysztof Penderecki
Violinkonzert Nr. 2
Metamorphosen
39 min
Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 9 eMoll op. 95
Aus der Neuen Welt
45 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 290/240/190/140/70/40
KPMG AG
Konzertsponsor

Jörg Widmann über Mark Andre
Einen ganzen Zyklus von ivStücken hat composerinresidence Mark Andre bereits vorgelegt. Das titelgebende Kürzel steht dabei für «introvertiert», denn es geht um eine Reise ins Innere des Klangs: um eine fragile, reduzierte Musik, die sich an der Grenze des Wahrnehmbaren bewegt, aber eine enorme Intensität entfaltet und eine Tür zu spirituellen Sphären öffnet. So beschäftigt sich das Orgelstück iv 15. Himmelfahrt mit «Prozessen des Verschwindens». Andre assoziiert sie «mit der Situation der Himmelfahrt, der Aufhebung des Körpers oder — in der Musik — des Klangkörpers». Er lässt zum Beispiel während des Spiels den Gebläsemotor abschalten, was den Winddruck abschwächt, und färbt den Klang zusätzlich durch ungewohnte Registrierungen ein. So entstehe «eine eigene Art von Virtuosität, bei der man nicht unbedingt mit Tönen, sondern mit Registrierungen arbeitet», erklärt Organist Stephan Heuberger. Im bislang jüngsten Stück der Werkreihe, dem 2025 uraufgeführten Duo iv 19. Pfingsten — Echos, verlangt Mark Andre die ungewöhnliche Kombination von Orgel und Kontrabass: beides Instrumente mit enormem Tonumfang und doch ganz verschieden im Klang.
Sa 05.09.
Portrait Mark Andre 2 OHNE PAUSE
11.00 Uhr
Lukaskirche
Stephan Heuberger Orgel
Frank Reinecke Kontrabass
Mark Andre
iv 15. Himmelfahrt für Orgel
Schweizer Erstaufführung
21 min
iv 19. Pfingsten — Echos für Kontrabass und Orgel
Schweizer Erstaufführung
40 min
Einführung im Konzert:
Stephan Heuberger und Frank Reinecke im Gespräch mit Mark Sattler
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 50
Tugan Sokhiev
Wiener Philharmoniker 1
18.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Wiener Philharmoniker
Tugan Sokhiev Dirigent
Bei Mozarts gMollSinfonie denken die meisten an die sogenannte «Grosse», die mittlere der legendären letzten drei MozartSinfonien, deren Anfang als HandyKlingelton Karriere gemacht hat. Aber es gibt auch die «Kleine»: ein wildes Jugendwerk des 17Jährigen, das mit ungestümer Ausdruckswut und schroffen dynamischen Kontrasten der Inbegriff einer SturmundDrangMusik ist. Mit dem ossetischen Dirigenten Tugan Sokhiev am Pult werden die Wiener Philharmoniker diesen «anderen» Mozart vorstellen, der so gar nicht nach zartem Rokoko klingt. Danach entfesseln sie mit Gustav Mahlers autobiografisch inspirierter Erster Sinfonie die Stürme des Lebens und der Liebe. Sokhiev schätzt Mahlers Erstling ganz besonders und findet ihn ausgesprochen dramatisch: «Für mich ist Mahler immer ein Theatermann», erklärt er. «Er hatte beim Komponieren bestimmte Bilder vor sich. Wenn man im ersten Satz die Augen schliesst, glaubt man, mitten in der Natur zu sein. Oder der dritte Satz: Der ist ausgesprochen ironisch mit seinem Zug der Tiere, die nicht wissen, ob sie den Tod des Jägers feiern oder betrauern sollen. Und im Finale triumphiert das Leben.» Sa 05.09.
Wolfgang Amadé Mozart
Sinfonie gMoll KV 183 (173dB)
27 min
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 DDur
60 min
Konzerteinführung
17.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 320/270/220/150/80/40

Hauptsponsor

Augustin Hadelich
2024 legte «artiste étoile» Augustin Hadelich mit seinem preisgekrönten Album American Road Trip eine Hommage an seine Wahlheimat vor und widmete sich dabei nicht nur klassischen Klängen, sondern auch Genres wie dem Jazz und dem Ragtime, der Country und der Bluegrass Music. «Als ich vor über 20 Jahren in die USA kam, habe ich mich sofort in das Land verliebt — und in seine Musik, die ebenfalls ein Melting Pot ist», erzählt Hadelich. Wie sehr die musikalische Vielfalt Amerikas für ihn selbst schon zur Muttersprache geworden ist, zeigt er in Luzern mit seiner Fiddle Night. Dazu hat er zwei Grössen aus der FolkSzene eingeladen: Maggie und Mark O’Connor. Schon dreimal hat Mark O’Connor den begehrten Grammy gewonnen, einen davon gemeinsam mit seiner Frau. Siebenmal wurde er von der Country Music Association zum Musiker des Jahres gewählt. Mit KlassikStars zusammenzuarbeiten ist für ihn übrigens keine Premiere — mit Augustin Hadelich aber werden die O’Connors jetzt erstmals auf der Bühne stehen. Und beweisen, was schon Leonard Bernstein wusste: «Es gibt weder ernste noch unterhaltende Musik. Es gibt nur gute und schlechte Musik.»
Sa 05.09.
Fiddle Night OHNE PAUSE
22.00 Uhr
KKL Luzern, Luzerner Saal
Augustin Hadelich Violine
Mark O’Connor Violine, Gitarre und Mandoline
Maggie O’Connor Violine und weitere Mitwirkende
Das Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 50
Antonín Dvořák
Einen zauberhaften Strauss mit den schönsten Melodien und Tänzen aus der Neuen Welt binden die Festival Strings Lucerne und Daniel Dodds zum Sommerthema «American Dreams». Wobei: Den Anfang macht ein Tscheche, Antonín Dvořák nämlich, mit dem vitalen und federleichten Scherzo aus seiner Streicherserenade. Aber das passt gut, denn Dvořák war ja der «Geburtshelfer» der amerikanischen Musik auf ihrer Suche nach sich selbst. Die Afroamerikanerin Florence Price knüpft unmittelbar an seine Klangsprache an: Ihr berührendes Andante cantabile geht einfach zu Herzen. Mit dabei ist auch der «Bad Boy of Music», George Antheil nämlich, mit einem frechen «Allegro» aus seiner Ersten Serenade. Auf die Reise in eine bessere Welt, wo alles Lust und Heiterkeit ist, schickt uns John Coriglianos klangprächtige Voyage; Pate stand Charles Baudelaires berühmtestes Gedicht, L’Invitation au voyage. George Gershwin betört mit einem zarten Wiegenlied, und Leonard Bernstein fordert uns zum Walzer auf. Wie lässt sich all das noch toppen? Mit dem HoeDown aus Aaron Coplands Ballett Rodeo natürlich, einem Square Dance in bester CountryManier.

So 06.09.
Nachmittagskonzert
14.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Festival Strings Lucerne
Daniel Dodds Violine und Musikalische Leitung
KarlHeinz Schütz Flöte
Antonín Dvořák
Scherzo aus der Serenade für Streicher op. 22 6 min
Florence Price Andante cantabile für Streichorchester nach dem Streichquartett Nr. 2 aMoll | 8 min
George Antheil «Allegro» aus der Serenade Nr. 1 für Streichorchester 4 min
John Corigliano Voyage für Flöte und Streichorchester 9 min
George Gershwin
Lullaby Fassung für Streichorchester | 9 min
Leonard Bernstein
Waltz aus dem Divertimento for Orchestra 3 min
Aaron Copland
HoeDown aus Rodeo arrangiert für Streichorchester | 3 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
Die Information zum Ticketverkauf erfolgt zeitnah über die Stadt Luzern.

Hilary Hahn über Dvořáks Violinkonzert
Mit der einen Hand schnippt sie einen Dreiertakt, mit der anderen einen Zweiertakt, und dazu singt sie auch noch die Geigenmelodie: Wenn Amerikas TopGeigerin Hilary Hahn in einem YouTubeVideo Antonín Dvořáks Violinkonzert «in a nutshell» erklärt, dann wird sofort klar, warum sie gerade dieses Werk für ihr langersehntes Luzerner Festivaldebut ausgewählt hat. Übermut und Freude springen einen nur so an: Sie liebt dieses Stück — und der Funke zündet sofort. Hilary Hahn verbindet Leichtigkeit mit Ernsthaftigkeit und Virtuosität mit Poesie. Gerade deshalb ist sie, wie viele meinen, eine Klasse für sich. Genau wie die Wiener Philharmoniker: Was das Paradeorchester aus der Donaumetropole drauf hat an leidenschaftlicher Dramatik, zarten Nuancen und schmelzendem Sound, zeigt es mit der vielleicht besten Ballettmusik, die je komponiert wurde. Sergej Prokofjews Romeo und Julia erzählt Shakespeares «most excellent and lamentable tragedy» mit Verve, Witz und Wucht. Dirigent Tugan Sokhiev hat selbst eine Auswahl der schönsten Nummern zusammengestellt. Und wir lieben und leiden mit, hoffen bis zum letzten Moment — und verdrücken vielleicht auch ein paar Tränen.
So 06.09.
Wiener Philharmoniker 2
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Wiener Philharmoniker
Tugan Sokhiev Dirigent
Hilary Hahn Violine
Antonín Dvořák
Violinkonzert aMoll op. 53 34 min
Sergej Prokofjew
Suite aus dem Ballett Romeo und Julia op. 64 zusammengestellt von Tugan Sokhiev 45 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 320/270/220/150/80/40
Themengottesdienst
10.00 Uhr | Matthäuskirche Ökumenischer Gottesdienst mit Aline Kellenberger und Marco Schmid zum Festivalthema «American Dreams»
Hauptsponsor
Hans Werner Henze über seine Sinfonia N. 9
Eine fast einstündige Neunte Sinfonie mit Chor und grossem Orchester: Wer denkt da nicht an Beethoven? Doch «statt die Freude, den schönen Götterfunken zu besingen», evoziere er in seiner Sinfonia N. 9 eine «Welt des Grauens und der Verfolgung, die weiterhin ihre Schatten wirft», erklärte Hans Werner Henze. Zugrunde liegt Anna Seghers’ antifaschistischer Jahrhundertroman Das siebte Kreuz: Sieben Häftlinge fliehen in NaziDeutschland aus einem Konzentrationslager, nur einer von ihnen kann sich in die Freiheit retten. Eindringlich und mit grossem Einfühlungsvermögen zeichnet Henze die Todesangst der Flüchtenden und die Brutalität der Verfolgung nach: «eine Apotheose des Schrecklichen und Schmerzlichen» und zugleich «Ausdruck der allergrössten Verehrung für die Leute, die Widerstand geleistet haben in der Zeit des nazifaschistischen Terrors». Das Konzerthausorchester Berlin und seine gefeierte Chefdirigentin Joana Mallwitz geben mit Henzes erschütterndem Bekenntniswerk ihren FestivalEinstand. Und weil Joana Mallwitz nicht nur eine begeisternde Dirigentin ist, sondern auch ohrenöffnend über Musik zu sprechen versteht, wird sie zu Beginn des Konzerts selbst in die Sinfonie einführen. Mo 07.09.

räsonanz — Stifterkonzert
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Konzerthausorchester Berlin
Rundfunkchor Berlin
Florian Helgath Choreinstudierung
Joana Mallwitz Dirigentin
Hans Werner Henze
Sinfonia N. 9 für gemischten
Chor und Orchester
Dichtung auf Anna Seghers’ Roman
Das siebte Kreuz von HansUlrich Treichel
55 min
Einführung im Konzert:
Joana Mallwitz im Gespräch mit Sebastian Nordmann
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 120/90/60/30
Schon vor dem Konzert ins Konzert: heute 40min! Siehe S. 18
Ernst von Siemens Musikstiftung
Partner räsonanz — Stifterkonzert

Als bei einer Schulversammlung Harfenunterricht angeboten wurde, schnellte die Hand von Mared PughEvans sofort in die Höhe. Sie sei immer sehr brav gewesen, das liege in ihrer Natur, aber dieser Moment könne als das wohl Durchtriebenste gelten, was sie je gemacht habe, erinnerte sie sich später in einem Interview. Die kleine Mared war damals sechs Jahre alt, ihr Vater Rektor ihrer Primarschule. Und eben dieser Rektor schaute am Rednerpult ziemlich verblüfft aus der Wäsche — vielleicht überschlug er im Kopf kurzerhand das Familienbudget, kostet eine gute Harfe doch locker mehrere 10 000 Pfund. Im Fall von Mared hat sich diese Investition allerdings mehr als gelohnt: Bereits mit elf Jahren bewies sie sich in Konkurrenzen und wurde seither vielfach ausgezeichnet. Die Krönung: 2024 ernannte sie König Charles III. zu «The King’s Harpist» — ein royales Amt, das im Jahr 2000 vom damaligen Prince of Wales nach langer Pause wiederbelebt worden war. Damals ging er an Catrin Finch und damit an genau jene Harfenistin, deren Konzert die kleine Mared einst so gebannt gelauscht und sich danach für die Harfe begeistert hatte. Ein «full circle», wie er schöner nicht sein könnte!
Di 08.09.
Debut Mared PughEvans OHNE PAUSE
12.15 Uhr
Lukaskirche
Mared PughEvans Harfe
Gareth Glyn Erddigan | 3 min
Gabriel Fauré
Impromptu op. 86 für Harfe 8 min
Nino Rota
Sarabanda e Toccata | 8 min
Grace Williams Hiraeth | 3 min
Carlos Salzedo
Ballade für Harfe op. 28 | 10 min
Marcel Grandjany
The Colorado Trail op. 28 | 5 min
Benjamin Britten Suite for Harp op. 83 | 13 min
Marcel Grandjany
Rhapsodie | 8 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 30
Musik & Mittagessen
Geniessen Sie nach dem Konzert ein feines Menü. Mehr unter lucernefestival.ch/lunchkonzerte
Als der 18jährige Yunchan Lim 2022 mit Rachmaninows Drittem Klavierkonzert den VanCliburnWettbewerb gewann, standen der Dirigentin Marin Alsop die Tränen in den Augen. Die Jury war nicht minder bewegt von dem, was sie gerade gehört hatte. Da ging einer ins Rennen, der einfach anders spielte: kraftvoll und zärtlich, reif und elektrisierend zugleich, wie Juror Stephen Hough befand. Sein Kollege JeanEfflam Bavouzet stellte verblüfft fest: «Ich war einfach sprachlos.» Die Karriere des jungen Koreaners zündete danach wie eine Rakete. Und das, obwohl er auf alle Mätzchen verzichtet und ausschliesslich für die Musik lebt, wie ein Priester für Gott. Mit Maurice Ravels zwischen baskischer Folkore und MozartAnklängen pendelndem GDurKlavierkonzert stellt er sich nun bei Lucerne Festival vor: Es dürfte ein Ereignis werden. Die Tschechische Philharmonie wird ihm dabei zur Seite stehen und den Auftritt mit zwei «Greatest Hits» aus ihrer Heimat umrahmen. Chefdirigent Semyon Bychkov eröffnet den Abend mit dem tschechischen Klassiker schlechthin, mit Bedřich Smetanas weltberühmter Moldau. Und nach der Pause gibt es Antonín Dvořáks Siebte Sinfonie, seine wohl heroischste.

Di 08.09.
Tschechische Philharmonie
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Tschechische Philharmonie
Semyon Bychkov Dirigent Yunchan Lim Klavier
Bedřich Smetana
Die Moldau 13 min
Maurice Ravel
Klavierkonzert GDur 23 min
Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 7 dMoll op. 70 38 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 240/200/150/100/60/30

Yuja Wang
Seit 25 Jahren begeistert Yuja Wang mit ihrer stupenden Virtuosität die Musikwelt, doch Routine hat sich bei ihr nie eingeschlichen. Immer ist sie auf der Suche nach Neuem, will Unbekanntes entdecken, sich neu erfinden. Das FestivalMotto «American Dreams» stiess bei ihr sofort auf Widerhall. Deshalb hat sie Samuel Barbers Klavierkonzert in ihr Repertoire aufgenommen: ein Werk, das bei Prokofjew und Rachmaninow anknüpft, aber auch Einflüsse von Bartók und vom Jazz bietet. Das Ergebnis geriet so beeindruckend, dass Barber dafür 1963 den PulitzerPreis erhielt. Richtig vergnüglich geht es zu, wenn Yuja Wang im zweiten Teil die Jazz Suite des Ukrainers Alexander Tsfasman spielt und dabei selbst auch die Musikalische Leitung übernimmt. Sie hat ein echtes «Feeling» für den Jazz und wurde nicht zufällig 2024 mit dem Grammy für ihr Album The American Project ausgezeichnet. Am Pult stand dabei ihr langjähriger Freund Teddy Abrams. In Luzern dirigiert er den ersten Teil des Konzerts: mit Aaron Coplands herzerfrischendem Appalachian Spring zum Auftakt, der Anklänge an Folk Songs, Hymnen, Square Dance und Fiddle Music bietet. America at its best!
Mi 09.09.
Mahler Chamber Orchestra
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Mahler Chamber Orchestra
Yuja Wang Klavier und Musikalische Leitung (Tsfasman)
Teddy Abrams Dirigent (erste Konzerthälfte)
Aaron Copland
Appalachian Spring Suite für Orchester 25 min
Samuel Barber
Klavierkonzert op. 38 27 min
Paul Dukas
Fanfare pour précéder «La Péri» 2 min
Samuel Barber
Mutations from Bach für Blechbläser und Pauken 6 min
Alexander Tsfasman
Jazz Suite für Klavier und Orchester 16 min
Konzerteinführung
18.30 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 200/170/130/90/60/30
Emil Frey AG
Konzertsponsor und Car Partner
Etwas Neues schaffen, etwas entstehen lassen, das bisher noch nicht existierte: Das bedeutet das altgriechische Verb «poiein». Ein passender Name, fand Sarah Ying Ma, als sie 2022 mit ihren Kommiliton*innen Max Ball, Jasper de Boor und Drew Dansby vom Oberlin Conservatory in Ohio ein Streichquartett gründete. Und die vier gaben gleich richtig Gas: Nach nur einem Jahr spielte sich das Poiesis Quartet, das sich kollektiv als queer identifiziert, prompt auf den ersten Platz bei der Fischoff National Chamber Music Competition. Fun Fact: Die finale Probenarbeit war von besonderer Dringlichkeit beflügelt, hatte man sich doch versehentlich zunächst anhand der Repertoirekriterien des Vorjahres vorbereitet. Weitere Auszeichnungen folgten, zuletzt der Erste Preis beim renommierten StreichquartettWettbewerb in Banff, mit dem auch das Debut bei Lucerne Festival verbunden ist. Der «American Dream» dieses amerikanischen Quartetts? Komponist*innen eine Bühne zu geben, die nicht zum klassischen Kanon gehören. Diese programmatische Freiheit schöpfen sie nun auch in Luzern voll aus: mit sechs Stücken von Jerod Impichchaachaaha’ Tate, der zur indigenen Minderheit der Chickasaw Nation in den USA gehört, und einem Quartett des schwarzen Komponisten ColeridgeTaylor Perkinson, der in seiner Musik Klassik, Jazz und Pop verschmilzt.

Do 10.09.
Debut Poiesis Quartet
12.15 Uhr
Lukaskirche
Poiesis Quartet:
Sarah Ying Ma Violine
Max Ball Violine
Jasper de Boor Viola
Drew Dansby Violoncello
Jerod Impichchaachaaha’ Tate Pisachi. Six Epitomes for String Quartet 12 min
ColeridgeTaylor Perkinson
Streichquartett Calvary 16 min
Maurice Ravel
Streichquartett FDur 30 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 30
Musik & Mittagessen
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Kent Nagano über «The Wagner Cycles»
Vergessen Sie alles, was Sie über Wagner zu wissen glaubten! Kent Nagano, das Dresdner Festspielorchester und Concerto Köln setzen mit ihrer Aufführung der NibelungenTetralogie neue Standards. Denn erstmals erklingt das Mammutprojekt in historisch informierter Aufführung. Ganz wie zu Wagners Lebzeiten spielen die Streicher auf Darmsaiten; die Blasinstrumente sind den zeitgenössischen Vorbildern nachgebaut, die Stimmung des Orchesters ist tiefer, und die Texte werden auch schon mal deklamiert und nicht nur traditionell «gesungen». Endlich versteht man alles — und manchmal erinnert es fast an Liedgesang. Mit einem internationalen Forschungsteam hat Nagano verblüffende Erkenntnisse zutage gefördert. Das Ergebnis ist frappierend. «Leicht und luftig» klinge dieser Wagner, stellte Jan Brachmann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fest; insbesondere die Bläser verblüfften «mit einer schärferen Zeichnung in den Individualfarben: Das knarzt, rülpst und grunzt mit einer ungezogenen Körperlichkeit.» Mit der Götterdämmerung rundet sich der Ring in diesem Sommer. Und wir haben noch einmal die Chance, Wagners Musik so zu erleben, wie er sie wohl selbst gehört hat.
Do 10.09.
Götterdämmerung
17.00 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Dresdner Festspielorchester
Concerto Köln
Dresdner Festspielchor der RichardWagnerAkademie
Kent Nagano Dirigent
Young Woo Kim Siegfried
Johannes Kammler Gunther
Daniel Schmutzhard Alberich
Patrick Zielke Hagen
Åsa Jäger Brünnhilde
Sophia Brommer Gutrune
Olivia Vermeulen Waltraute
Jasmin Etminan Erste Norn
Marie Luise Dressen Zweite Norn
Valentina Farcas Dritte Norn
Ania Vegry Woglinde
Ida Aldrian Wellgunde
Eva Vogel Flosshilde
Richard Wagner
Götterdämmerung
Dritter Tag des Bühnenfestspiels
Der Ring des Nibelungen
Konzertante Aufführung mit deutschen und englischen Übertiteln
Ende gegen 22.30 Uhr (inkl. zwei Pausen)
«The Wagner Cycles» in Zusammenarbeit mit den Dresdner Musikfestspielen
Konzerteinführung
16.00 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Susanne Stähr
CHF 240/200/150/100/60/30
Wir danken Regula Gerber für die Ermöglichung dieses Konzerts
Amanda Gorman in The Hill We Climb
Die Welt hielt den Atem an, als 2021 die damals 22jährige Lyrikerin Amanda Gorman im kanariengelben Mantel bei der Amtseinführung von USPräsident Joe Biden ihr Gedicht The Hill We Climb vortrug. Wie eine Mischung aus Performance und Predigt wirkte ihr Auftritt: Gorman entwarf ihren eigenen «American Dream» und weckte den Wunsch, die verwundete in eine wunderbare Welt zu verwandeln. Damit traf sie den Nerv der Zeit, griff sie doch die aktuellen Sorgen und Ängste auf, um zugleich Hoffnung zu spenden. Zum 11. September 2026, dem 25. Jahrestag der verheerenden Terroranschläge auf das New Yorker World Trade Center und das Pentagon in Washington, wird Amanda Gorman bei Lucerne Festival zu Gast sein. Gemeinsam mit dem Cellisten Jan Vogler gestaltet sie einen poetischmusikalischen Abend. Gormans visionäre Verse treffen dabei auf Johann Sebastian Bachs unvergleichliche Suiten für Violoncello solo: ein Brückenschlag über 300 Jahre. Sie rezitiert zwischen den Sätzen, spricht manchmal aber auch direkt auf die Musik. So entsteht ein Dialog, der — wie Vogler betont — den Glauben an die Menschlichkeit stärkt und viele überraschende Einsichten bereithält.

Fr 11.09.
Amanda Gorman & Jan Vogler OHNE PAUSE
19.30 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Amanda Gorman Poesie und Rezitation
Jan Vogler Violoncello
«An Evening of Poetry and Bach»
Amanda Gorman
An Ode We Owe Fugue
New Day’s Lyric
What We Carry
The Hill We Climb
verschränkt mit:
Johann Sebastian Bach
Cellosuite Nr. 1 GDur BWV 1007
Cellosuite Nr. 5 cMoll BWV 1011
Cellosuite Nr. 3 CDur BWV 1009
Dieses Konzert hat keine Pause und endet gegen 21.00 Uhr.
CHF 120/90/60/30

Mit der amerikanischen Nationalhymne, dem StarSpangled Banner, eröffnet Thomas Ospital sein Orgelrezital. Aber was der Komponist Dudley Buck damit anstellt, verschlägt einem den Atem — Patriotismus oder Militärparade sind da ganz fern. Und das ist nicht die einzige ironische Brechung. Dass ausgerechnet der Franzose Ospital, der 1990 in Bayonne zur Welt kam und seit 2015 Titularorganist von SaintEustache in Paris ist, zur «Voice of America» wird, lässt schmunzeln. Ebenso die Beobachtung, dass America, eine frühere, inoffizielle Nationalhymne der USA, die Charles Ives variiert, ausgerechnet auf der Melodie von God Save the King gründet. Aber Ospital belässt es nicht bei witzigen Pointen. Er spielt auch eine schillernde Transkription von Sergej Rachmaninows Tondichtung Die Toteninsel Und er bringt die SymphoniePassion des französischen Orgelmeisters Marcel Dupré zu Gehör: Der liess sich dazu von der grössten Orgel der Welt inspirieren, der Wanamaker Grand Court Organ in Philadelphia. Fetziger «Rausschmeisser» am Ende ist das Stück Live Wire von Iain Farrington: Das klingt, als würde es von einer Jazzband musiziert. Sa 12.09.
Rezital Thomas Ospital OHNE PAUSE
17.00 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Thomas Ospital Orgel
Dudley Buck
Concert Variations on «The StarSpangled Banner» op 23 8 min
Sergej Rachmaninow
Die Toteninsel op. 29
transkribiert für Orgel von Louis Robilliard 22 min
Charles Ives
Variations on «America» 8 min
Marcel Dupré
SymphoniePassion op 23 35 min
Iain Farrington
Live Wire 6 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 120/90/60/30
Eine Techno Marching Band? Was ist denn das? Ganz einfach: Das ist spektakulär! Ausschliesslich auf akustischen Instrumenten, also rein analog, spielt MEUTE hypnotisch treibenden Techno und House — mit sattem BrassSound und drängenden Beats. Die elf Musiker mit den knallroten Jacken covern gefeierte Clubhits, spielen eigene Songs und sorgen mit Trommeln und Trompeten, Saxofon und Sousafon, Posaune und Marimba für eine energiegeladene Bühnenshow. Was 2015 als Experiment auf den Strassen des Hamburger Szenestadtteils St. Pauli begann, entwickelte sich schnell zu einem international gefeierten Phänomen: mit mehreren viralen Hits, weltweiten Tourneen, bislang vier Alben und Auftritten in der Serie Babylon Berlin. Kurz vor Festivalschluss kommt MEUTE erstmals nach Luzern und verwandelt das KKL in einen Dancefloor: Die Bässe wummern, die goldenen Knöpfe und Kordeln der Spielmannsuniformen glitzern im Strobolicht — und alle, wirklich alle, tanzen mit.
Sa 12.09.
Meute
21.00 Uhr
KKL Luzern, Luzerner Saal
MEUTE — Techno Marching Band «Jubel — 10 Years»
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 90 (Stehplätze)


The Guardian über Trance
Rausch durch Repetition: Das ist das Rezept der Minimal Music. Sie wiederholt einfache Melodiemuster wieder und wieder, variiert sie dabei nur leicht — und avancierte zu einem der wichtigsten amerikanischen Beiträge zur Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Michael Gordon, zusammen mit Julia Wolfe und David Lang einer der Mitbegründer des legendären New Yorker Kollektivs Bang on a Can, knüpft an MinimalPioniere wie Steve Reich oder Philip Glass an. Seine Musik ist aber auch unüberhörbar vom Rock inspiriert. So beginnt Trance mit einem markanten Riff des EBasses. Saxofone, Synthesizer und EGitarre sorgen für einen rauen, überaus kraftvollen Ensemblesound. Gordon lässt in diesem 1995 entstandenen Stück kurze Motive aufeinanderprallen und entwickelt aus komplexen, sich ständig verschiebenden Rhythmen einen heftig pulsierenden 50MinutenRausch: kantige, groovende Musik, die auf einen ekstatischen Höhepunkt zusteuert und durch Samples von buddhistischen und gregorianischen Gesängen erweitert wird.
So 13.09.
Trance
11.00 Uhr
Hochschule Luzern — Musik, Kriens/Blackbox Kosmos
Ensemble Helix/Studio für zeitgenössische Musik der Hochschule Luzern — Musik
Gregory Charette Dirigent
Michael Gordon
Trance
52 min
Dieses Konzert hat keine Pause.
CHF 50
Ob Summertime, It Ain’t Necessarily So oder I Got Plenty o’ Nuttin’: In Porgy and Bess reiht George Gershwin Hit an Hit. Was leicht vergessen lässt, dass er keinesfalls ein glitzerndes BroadwayMusical komponierte, sondern eine wegweisende ernste Oper — die allerdings weniger nach Wagner oder Verdi klingt als vielmehr nach Spiritual und Jazz. Es geht um Arbeitslosigkeit und Armut, Drogen und Mord. Und um die unglückliche Liebesgeschichte zwischen dem gehbehinderten Bettler Porgy und der flattrigen Bess. Vor allem aber: Diese Oper spielt unter Afroamerikaner*innen — erstmals in der Geschichte des Musiktheaters. Das war mutig in den 1930er Jahren, zu Hochzeiten der Rassendiskriminierung. Genau wie Gershwins Vorgabe, Porgy and Bess sei ausschliesslich von schwarzen Sänger*innen aufzuführen. Bei Lucerne Festival können Sie die berühmteste und erfolgreichste Oper Amerikas mit dem Ensemble der Cape Town Opera erleben, Südafrikas einziger Musiktheatertruppe. Und auch das gefeierte Chineke! Orchestra, das nach seinen begeisternden Auftritten in den Sommern 2022 und 2024 an den Vierwaldstättersee zurückkehrt, setzt sich mehrheitlich aus People of Color zusammen.

So 13.09.
Porgy and Bess
16.00 Uhr
KKL Luzern, Konzertsaal
Chineke! Orchestra
Vokalensemble
der Cape Town Opera
Kwamé Ryan Dirigent
Siyabulela Ntlale Porgy
Nonhlanhla Yende Bess
Lukhanyo Moyake Sportin’ Life
Conroy Scott Crown
Brittany Smith Clara
Siphamandla Moyake Serena
Lungelwa Mdekazi Maria
Magdalene Minnaar Regie
Shaun Oelf und Grant van Ster
Choreografie
Maritha Visagie Kostüme
The Gershwins’ Porgy and Bess von George Gershwin, DuBose und Dorothy Heyward und Ira Gershwin
Oper in drei Akten
Halbszenische Aufführung mit deutschen Übertiteln
165 min (reine Spieldauer, ohne Pause)
Konzerteinführung
15.00 Uhr | KKL Luzern, Auditorium mit Malte Lohmann
190/150/120/90/60/30
Mit freundlicher Unterstützung eines musikbegeisterten Ehepaars aus Luzern
Gemeinsam die Musik feiern: Wir danken allen von Herzen, die Lucerne Festival durch ihr grosszügiges Engagement ermöglichen.
Förderstiftungen
Arthur Waser Stiftung
Bernard van Leer Stiftung Luzern
Birgit HolzherrStiftung
Dätwyler Stiftung
Ernst Göhner Stiftung
Ernst von Siemens Musikstiftung
FritzGerberStiftung für begabte junge Menschen
Hilti Foundation
René und Susanne Braginsky Stiftung
Stiftung Melinda Esterházy de Galantha
StrebiStiftung Luzern
ThyllStiftung
Eine weitere Stiftung
Corporate Partners
Dätwyler Holding AG
Helvetia Baloise Holding AG
Luzerner Kantonalbank AG
Die Mobiliar
Reichmuth & Co Privatbankiers
Kooperationspartner
Halsfeger
KKL Luzern — Veranstaltungspartner
Luzern Tourismus
Mandarin Oriental Palace, Luzern —
Hotel Partner
Max Chocolatier AG — Chocolate Partner
MetaDesign — Partner in Communication myclimate
NZZ — Medienpartner
Radio SRF 2 Kultur — Medienpartner
Ringier AG — Medienpartner
Vitra — Furniture Partner
Subventionsgeber
Kanton Luzern
Stadt Luzern
Lucerne Festival ist Mitglied von
Mobility Partner
Konzertsponsoren
Artemis Group / Franke Group
Emil Frey AG
KPMG AG
Nestlé S. A.
Viking
Zuger Kantonalbank
Sponsoren
B. Braun Medical AG
Glencore International AG
Schindler Aufzüge AG
Swiss Life
Swiss Re
Mäzeninnen und Mäzene
Dr. HansDieter Cleven
Regula Gerber
Familie Goer
Berthold Herrmann und Mariann GraweGerber
Familie Schwöbel
Monique und Dr. Thomas
StaehelinBonnard
Ein musikbegeistertes Ehepaar aus Luzern
Ein besonderer Dank gebührt auch den Lucerne Festival Friends sowie all jenen Unterstützerinnen und Unterstützern, die nicht namentlich genannt werden möchten.
Hauptsponsoren

Viereinhalb Wochen voller Musik! Ob Soloauftritt oder Sinfoniekonzert, Oper oder Künstlergespräch: Mehr als 100 Veranstaltungen erwarten Sie im Luzerner Festivalsommer 2026, darunter auch zahlreiche Gratisangebote wie unser neues OpenAirKonzert zum FestivalAuftakt. Ohne die grosszügige Unterstützung unserer Sponsoren, Partner, Mäzene und der Lucerne Festival Friends wäre all das nicht möglich.
Klassik für alle: Erstmals läutet ein Open Air auf dem Europaplatz den Luzerner Musiksommer ein, bei freiem Eintritt. Und in den moderierten 40minKonzerten können Sie wichtige Künstler*innen und Werke kennenlernen.
gefördert von Zurich Versicherung
Lakeside Symphony: Wir übertragen das Eröffnungskonzert live auf der Grossleinwand, direkt am Seeufer — und alle können dabei sein. Ein Erlebnis für Gross und Klein!
gefördert von UBS

Ganz auf Gegenwart eingestellt: In der Lucerne Festival Academy treffen jeden Sommer rund 100 internationale Talente zusammen — Instrumentalist*innen, Dirigent*innen und Komponist*innen.
Gemeinsam widmen sie sich der zeitgenössischen Musik und bescheren dem Publikum aufregende Hörerlebnisse.
gefördert von Roche und Familie Schwöbel
Weltklasse made by Lucerne Festival: Das Lucerne Festival Orchestra ist ein einzigartiger Klangkörper de luxe, der nur während der Festivalwochen zusammenkommt. Seine Konzerte haben Kultstatus und setzen Massstäbe.
gefördert von der Kühne-Stiftung


Orchester mitKULTSTATUS
Nirgends ist die musikalische Promidichte höher: Die Stars der Klassikszene, dazu die weltbesten Orchester von den Berliner bis zu den Wiener Philharmonikern sorgen bei Lucerne Festival für begeisternde Musikerlebnisse.
gefördert von unseren Konzertsponsoren: Artemis Group / Franke Group, Emil Frey AG, KPMG AG, Nestlé S.A., Viking, Zuger Kantonalbank
Sie möchten eine Orchesterprobe miterleben? Oder nach dem Konzert den Künstler*innen persönlich begegnen? Dann sind Sie richtig bei den Lucerne Festival Friends. Denn als Friend unterstützen Sie nicht nur ein einzigartiges Festival, Sie geniessen auch viele Vorteile.

Ein besonderer Dank gebührt allen Friends, die uns mäzenatisch unterstützen:
Regula Gerber | Berthold Herrmann und Mariann GraweGerber | Familie Schwöbel | Monique und Dr. Thomas StaehelinBonnard | Ein musikbegeistertes Ehepaar aus Luzern
sowie unseren «Gold Friends»:
E. I. Ascher Esq. Trust | Dr Christian Casal und Katja Biella Casal | Marianne Dätwyler | Rita HäckiHofer | Dr. Otto und Michaela Happel | André und Rosalie Hoffmann | Dr. Klaus Jenny | Dr. Heinz und Sylvia E. Kirsten | The Kovner Foundation | Makiko und Makoto Nakao | Dr. Dolf und Maria Stockhausen | Projekt Villa Serdang | Margrit WullschlegerSchmidlin
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Karten erhalten Sie vom 13. August bis zum 13. September 2026 täglich von 14.00 Uhr bis zum abendlichen Konzertbeginn am Lucerne FestivalTicketschalter beim Haupteingang des KKL Luzern (Seeseite)
Bei Vormittags, Mittags und LateNightVeranstaltungen im KKL Luzern sowie bei Veranstaltungen an einer Aussenspielstätte können Sie Ihre Karten (nach Verfügbarkeit) ab einer Stunde vor Konzertbeginn auch direkt vor Ort kaufen.
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«Luege | Lose | Erläbe — gemeinsam ins Konzert»
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Besuchen Sie Lucerne Festival gemeinsam mit Ihren Kindern, Enkel oder Göttikindern: Sie zahlen den regulären Kartenpreis, für Ihre junge Begleitung (bis zum 18. Geburtstag) kostet das Ticket dagegen nur CHF 10! Das Angebot gilt für alle Sinfoniekonzerte und Rezitale im Konzertsaal des KKL Luzern, ist für die Preisgruppen 1 bis 4 gültig und online erhältlich.
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Im Konzertsaal des KKL Luzern stehen Rollstuhlplätze mit guter Sicht auf die Bühne zu Spezialkonditionen zur Verfügung. Auch an den Aussenspielstätten sind Rollstuhlplätze verfügbar. Wir können nicht gewährleisten, dass einer Begleitperson ein Platz in der gleichen Preiskategorie bzw. in der Nähe des Rollstuhlplatzes zugewiesen wird. Rollstuhlplätze können nicht online gekauft werden. Bitte wenden Sie sich für die Buchung eines Rollstuhlplatzes telefonisch unter +41 (0)41 226 44 00 an unseren Kartenverkauf oder ab dem 13. August 2026 an den Lucerne FestivalTicketschalter beim Haupteingang des KKL Luzern (Seeseite) Unsere Mitarbeiter*innen vom Gästeservice beraten Sie gerne bei Ihrer Kartenbestellung.
Wenn Sie am Veranstaltungsort Hilfe benötigen, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen: Unsere Mitarbeiter*innen vor Ort stehen Ihnen bei Fragen und Problemen jederzeit zur Verfügung.
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Türöffnung
Die Türöffnung bei Veranstaltungen im Konzertsaal des KKL Luzern erfolgt 30 Minuten vor Konzertbeginn. Bei Veranstaltungen im Luzerner Saal des KKL oder an den Aussenspielstätten findet die Türöffnung ggf. erst kurz vor Vorstellungsbeginn statt. Mit Rücksicht auf die Musiker*innen und das Publikum werden verspätete Besucher*innen erst während der Pause oder
nach Anweisungen des Saalpersonals eingelassen. Bei einzelnen Konzerten ist es möglich, dass es keinen Späteinlass und keine Pause gibt. Wird ein Konzert durch Zuspätkommen verpasst, kann der Kaufpreis nicht erstattet werden.
Bild und Tonaufnahmen
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Konzertprogramme
Ihre Konzertprogramme können Sie nicht nur vor Ort (mit Kreditkarte oder Twint), sondern auch bereits sieben Tage vor der jeweiligen Veranstaltung online als PDF unter lucernefestival.ch erwerben.
Garderobe
Im KKL Luzern ist die Nutzung der Garderobe kostenlos. Handtaschen bis zu einer Grösse von 42 × 29,7 cm (A3) dürfen mit in den Saal genommen werden. Alle grösseren Taschen und Gepäckstücke sowie andere sperrige Gegenstände müssen für einen Betrag von CHF 5 pro Stück abgegeben werden. Mäntel und Jacken dürfen aus Sicherheitsgründen ebenfalls nicht mit in den Saal genommen werden und sind kostenfrei an der Garderobe abzugeben.
Anreise mit dem öffentlichen Verkehr — mit 50% Rabatt Mit Ihrer Konzertkarte erhalten Sie 50% Ermässigung auf Ihre Hin und Rückfahrt nach Luzern in der 1. oder 2. Klasse (die Konzertkarte ist bei einer Kontrolle vorzuweisen). Das ermässigte ÖVBillett muss vor dem Reiseantritt an einem Schweizer Bahnschalter, beim SBB Contact Center unter 0848 44 66 88 (CHF 0.08/Min. vom Schweizer Festnetz) oder online auf sbb.ch/lucernefestival bezogen werden.
Anreise mit dem Auto
Das KKL Luzern befindet sich direkt neben dem Bahnhof Luzern. Aufgrund der Verkehrs und Parkplatzsituation während der Festivalzeiten empfehlen wir Ihnen deshalb, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Festivalbesucher*innen, die mit dem Auto anreisen, raten wir, die Parkleitsysteme zu beachten und für den Transfer von den Parkhäusern zum KKL Luzern den Bus zu benutzen. Die Parkhäuser sind im nebenstehenden Lageplan verzeichnet; weitere Informationen erhalten Sie unter parkingluzern.ch.
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An diversen Bahnhöfen ausserhalb der Stadt Luzern besteht ein Park & RideAngebot für die Anreise per Bahn nach Luzern. Weil sie über genügend Parkplätze verfügen, sind folgende Bahnhöfe besonders geeignet: Sursee, Rotkreuz, Zug, Wolhusen, ArthGoldau und Sarnen.
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Allgemeine Informationen
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Unterkunft
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KKL KKL Luzern, Europaplatz 1, Luzern
E Europaplatz
HL Hochschule Luzern — Musik, Arsenalstrasse 28, Kriens (Bus Nr. 14 ab Bahnhof)
I Inseli, Inseliquai, Luzern
JK Jesuitenkirche, Bahnhofstrasse 11a, Luzern
LK Lukaskirche, Morgartenstrasse 16, Luzern
LT Luzerner Theater, Theaterstrasse 2, Luzern
KP Kapellplatz
MK Matthäuskirche, Seehofstrasse 4, Luzern
SCH St. Charles Hall, Benzeholzstrasse 41, Meggen (ab Bahnhof Luzern: Bus Nr. 24 bis «Meggen, Kapelle» oder S3 bzw. VoralpenExpress bis «Meggen, Zentrum»)
Dreilindenstr.
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Seebrücke
Schwanenplatz
Baselstr.
Zentralstr. Hirschma str. Morgartenstr.
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Obergrundstr. Obergrundstr.
Hotels klassiert nach HotellerieSuisse (H)/GastroSuisse (G)
êêêêê (Superior)
Mandarin Oriental Palace H 041 588 18 88 molznreservations@mohg.com
Renaissance Lucerne Hotel G 041 226 87 87 info@renaissancelucerne.com
The Hotel Lucerne, Autograph Collection G 041 226 86 86 info@thehotel.ch
Bürgenstock Hotels, Bürgenstock H 041 612 60 00 information@ burgenstockresort.com
Park Hotel, Vitznau H 041 399 60 60 info@parkhotelvitznau.ch
The Chedi Andermatt, Andermatt H 041 888 74 88 info@chediandermatt.com
Villa Honegg, Bürgenstock H 041 618 32 00 info@villahonegg.ch
êêêêê
Grand Hotel National H 041 419 09 09 info@grandhotelnational.com
Schweizerhof H 041 410 04 10 info@schweizerhofluzern.ch
êêêê (Superior)
Art Deco Hotel Montana H 041 419 00 00 info@hotelmontana.ch
Château Gütsch H 041 289 14 14 info@chateauguetsch.ch
Hotel Astoria G 041 226 88 88 info@astorialuzern.ch
Hermitage H 041 375 81 81 welcome@hermitage.ch
Sonnmatt Luzern H 041 375 32 32 info@sonnmatt.ch
Radisson Blu Hotel Luzern H 041 369 90 00 info.lucerne@radissonblu.com
êêêê
Ameron Hotel Flora H 041 227 66 66 flora@ameronhotels.com
Cascada Boutique Hotel H 041 226 80 88 info@cascada.ch
Continental Park H 041 228 90 50 hotel@continental.ch
Des Balances H 041 418 28 28 info@balances.ch
Grand Hotel Europe H 041 370 00 11 info@europeluzern.ch
Hofgarten H 041 410 88 88 hotel@hofgarten.ch
Luzernerhof H 041 418 47 47 hotel@luzernerhof.ch
Monopol H 041 226 43 43 mail@monopolluzern.ch
Wilden Mann H 041 210 16 66 mail@wildenmann.ch
Hotel PilatusKulm H 041 329 12 12 hotels@pilatus.ch
Hotel Sempachersee,
Nottwil H 041 939 23 23 info@hotelsempachersee.ch
Parkhotel, Zug H/G 041 727 48 48 welcome@parkhotel.ch SchlossHotel, Merlischachen H 041 854 54 54 info@swisschalet.ch
Seehotel Sternen, Horw H 041 348 24 82 info@seehotelsternen.ch
êêê (Superior)
Waldstätterhof H 041 227 12 71 info@hotelwaldstaetterhof.ch
Jugendstilhotel
Paxmontana G 041 666 24 00 info@paxmontana.ch
Seerausch Hotel, Beckenried H/G 041 501 01 31 info@seerausch.ch
Rebstock H 041 417 18 19 hotel@rebstockluzern.ch
Zugertor, Zug H 041 729 38 38 info@zugertor.ch
êêê
Alpina Luzern H 041 210 00 77 info@alpinaluzern.ch
Altstadt Hotel Krone H 041 419 44 00 info@kroneluzern.ch
Ambassador H 041 418 81 00 hotel@ambassador.ch
Anker H 041 220 88 00 anker@remimag.ch
Boutique Hotel KARL H 041 410 24 74 info@hotelkarl.ch
Boutique Hotel
Weisses Kreuz H 041 418 82 20 info@weisseskreuzluzern.ch
Central Luzern H 041 210 50 60 info@hotelcentralluzern.com
De la Paix H 041 418 80 00 info@delapaix.ch
Des Alpes H 041 417 20 60 info@desalpesluzern.ch
Drei Könige H 041 248 04 80 hotel@dreikoenige.ch
ibis Luzern Kriens H 041 349 49 49 H2982@accor.com
ibis Styles Luzern City H 041 418 48 48 H8549@accor.com
Royal H 041 419 46 46 info@hotelroyalluzern.ch
The Lubo H 041 552 04 14 Info@thelubo.ch
Thorenberg G 041 250 52 00 info@thorenberg.ch
Arcade, Sins H 041 789 78 78 info@hotelarcade.ch
Balm, Meggen H 041 377 11 35 info@balm.ch
Bellevue, Pilatus Kulm H 041 329 12 12 hotels@pilatus.ch
Holiday Inn Express, LuzernKriens H 041 545 69 00 info@hiexluzern.ch
Holiday Inn Express
LuzernNeuenkirch H 041 288 28 28 info@expressluzern.com
Lux, Emmenbrücke H 041 289 40 50 office@hotellux.ch
Taverne 1879, Bürgenstock H 041 612 60 00 information@ burgenstockresort.com
Chärnsmatt, Rothenburg H 041 280 34 34 info@chaernsmatt.ch
ê (Superior)
Ibis Budget Luzern City H 041 367 80 00 H6782@accor.com
Swiss Lodge
BnB Haus im Löchli H 041 250 90 73 bnb_loechli@bluewin.ch
Hammer, Eigenthal H 041 497 52 05 info@hotelhammer.ch
Jugendherberge Luzern H 041 420 88 00 luzern@youthhostel.ch
Pickwick H 041 410 59 27 welcome@hotelpickwick.ch
The Bed + Breakfast H 041 310 15 14 info@theBandB.ch
Sonnenberg, Kriens H 041 320 66 44 info@sonnenberg.ch
Gasthaus Kreuz, Meggen H 041 377 11 14 info@kreuzmeggen.ch
SwissChalet Lodge, Merlischachen H 041 854 54 54 info@swisschalet.ch
Hotels nicht klassiert nach HotellerieSuisse/GastroSuisse
Alpha 041 240 42 80 info@hotelalpha.ch
Altstadt Hotel Le Stelle 078 859 27 17 info@lestelle.ch
Altstadt Hotel Magic 041 417 12 20 mail@magichotel.ch
Anstatthotel Business
Apartments 058 510 95 10 mail@anstatthotel.ch
Appartements Hofquartier 041 410 43 47 info@appartementsluzern.ch
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B & B Bettstatt Neustadt 041 210 43 09 info@bettstatt.ch
HITrental AG 041 311 29 29 info@hitrental.com
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Apartments Braui 058 510 95 10 mail@anstatthotel.ch
Richemont 041 375 85 80 gastronomie@richemont.swiss
RomeroHaus 041 249 39 29 romerohaus@igarbeit.ch
Tourist Information Luzern
Zentralstrasse 5, im Bahnhof | CH–6002 Luzern
+41 (0)41 227 17 27 luzern@luzern.com | luzern.com




Verlängern Sie Ihren Konzertabend mit einem Aperitivo oder einem 3-Gang-Menü in der Bellini Locanda Ticinese. Geniessen Sie Ihr Menü in aller Ruhe und kehren Sie nach dem Konzert für ein köstliches Dessert zurück – Bestellungen sind bis 23 Uhr möglich. Machen Sie Ihren Abend unvergesslich und gönnen Sie sich eine Übernachtung in unseren stilvollen Zimmern, nur zwei Gehminuten vom KKL entfernt.




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Mit demselben hohen Anspruch an Qualität, Präzision und Kreativität, der das Lucerne Festival prägt, realisieren wir Drucklösungen, die Eindruck hinterlassen. Ob elegante Programme, stilvolle Einladungen oder kunstvolle Publikationen –wir setzen Ihre Ideen gekonnt um. Für Projekte, die von Erfolg gekrönt sind wie ein gelungenes Konzert: stimmig, einzigartig und professionell umgesetzt.
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Berliner Philharmoniker | Budapest Festival Orchestra | Chineke! Orchestra | Concerto Köln | Dresdner Festspielorchester | Festival Strings Lucerne |
Freiburger Barockorchester | Havana Lyceum Orchestra | Konzerthausorchester Berlin |
Les Musiciens du Prince — Monaco | Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) | Lucerne Festival Orchestra | Luzerner Sinfonieorchester |
Mahler Chamber Orchestra | Münchner Philharmoniker | Pittsburgh Symphony Orchestra | Royal Concertgebouw Orchestra | The Met Orchestra | Tschechische Philharmonie | West-Eastern Divan Orchestra | Wiener Philharmoniker
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Bereits Wochen, bevor Lucerne Festival Summer beginnt, laufen im KKL Luzern die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dann erstrahlt das Haus in seinem schönsten Glanz. Als Hauptspielstätte des Festivals ist es Dreh und Angelpunkt des vielfältigen Programms und bietet seinen Gästen ein Erlebnis für alle Sinne.
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Debut Poiesis Quartet Streichquartett
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Die Festival-City Luzern begeistert rund ums Jahr: Klassik, Blues, Rock, Comics und packende Sportevents.
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7. – 15. März 2026 www.fumetto.ch
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27. – 29. März 2026 www.lucernefestival.ch
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8. – 17. Mai 2026 www.lucernefestival.ch
Lucerne Regatta
26. – 28. Juni 2026 www.lucerneregatta.com
Spitzen Leichtathletik Luzern Juli 2026 www.spitzenleichtathletik.ch
Luzern Live
16. – 25. Juli 2026 www.luzern-live.ch
Lucerne Festival Summer
13. August – 13. September 2026 www.lucernefestival.ch
World Band Festival Luzern
19. – 27. September 2026 www.worldbandfestival.ch
SwissCityMarathon – Lucerne 23. – 25. Oktober 2026 www.swisscitymarathon.ch
Lucerne Blues Festival 7. – 15. November 2026 www.bluesfestival.ch
Lucerne Festival Foward –Echoes of Schumann 20. – 22. November 2026 www.lucernefestival.ch

Cover unten: Bruno Augsburger – S. 1, 41, 49 und 66: Marco Borggreve – S. 6: commons. wikimedia.org/KIbearbeitet – S. 9, 10, 47, 54, 60, 72, 86, 90, 97 Mitte und 99 oben: Priska Ketterer/Lucerne Festival – S. 11: Florian Ganslmeier – S. 13 und 59: Andreas Ortner –S. 15, 36, 39 und 58: Manuela Jans/Lucerne Festival – S. 17: Astrid Ackermann – S. 19, 22 und 42: Andreas Becker/Lucerne Festival – S. 21: Rahel Meydam – Cover oben, S. 40, 45, 96, 97 oben und unten, 98 und 104: Patrick Hürlimann/Lucerne Festival – S. 43: Jason Bell –S. 44 und 84: Julia Wesely – S. 46: Anya Todich – S. 48: Judit Horvath – S. 50: Deutsche Bischofskonferenz – S. 51: Decca Records – S. 52: Tom Hanley/Alamy – S. 53: Georg Anderhub/Lucerne Festival – S. 55: Monika Rittershaus – S. 56: Stephan Rabold – S. 57: Ayane Shindo – S. 61: Miki Wecel – S. 62 und 78: Suxiao Yang – S. 63 und 80: Chris Lee –S. 64: Ben McDonnell – S. 65 und 81: Simon Pauly – S. 67: Simone Haug – S. 68: Evan Zimmerman – S. 69: Adriano Heitman – S. 70: Jakob Schad – S. 71: Johanna Berghorn/Sony Music color – S. 73: Zuzanna Specjal – S. 74: Sasha Gusov – S. 75: Todd Rosenberg – S. 76: Martin Siegmund – S. 77: Patrice Min – S. 79 und 99 unten: Peter Fischli/Lucerne Festival –S. 82: Cat Arwel Photography – S. 83: James Hole – S. 85: Eden Davis – S. 87: Kelia Anne –S. 88: Marie Rolland – S. 89: Steffi Retti – S. 91: Oscar O’Ryan – S. 117: KKL Luzern
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Texte und Redaktion Susanne Stähr und Malte Lohmann, Mitarbeit: Lea Greiner
Lektorat Antje Reineke
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Satz und Realisation Flavia Gämperle
Inserate Dimitrij Würsch
Druck Engelberger Druck AG, Stans
Dieses Programm wurde im Januar 2026 publiziert. Änderungen vorbehalten.
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