SRF-Sportreporter Lukas Ninck schätzt Geschichten auf und neben dem Eis.
Lara Stalder, Captain der Nati und des EV Zug, möchte künftig mehr delegieren.
SEITEN 8–9
GEREIFT UND GEERDET
HCD-Goalie Sandro Aeschlimann kann heute mit Ehrgeiz und Druck umgehen.
DIE MENSCHLICHE SEITE
DER TITANEN
LIEBE LESERINNEN UND LESER
Wenn die Titanen des Eishockeysports ab dem 15. Mai an der Weltmeisterschaft in Zürich und Freiburg aufeinandertreffen, wird es auf dem Eis gewaltig rumpeln. Fehler werden sofort bestraft, der Druck ist enorm. Was Fans fasziniert, fordert von den Spielern höchste mentale und körperliche Stärke. Wie gelingt es ihnen, immer wieder neue Kraft zu schöpfen?
Dieser Frage ist unsere Redaktion in der Kampagne «Hope meets Hockey» nachgegangen. In offenen Gesprächen wird schnell klar: Hier stehen keine unantastbaren Helden, sondern Menschen mit Sehnsüchten, Sorgen und Hoffnungen. Darin liegt die Stärke unserer Sonderzeitung: Sie schafft eine besondere Nähe zu den Athletinnen und Athleten.
Mut und mentale Stärke
Inspirierend ist etwa, was NHL-Stars wie Roman Josi oder Janis Moser über ihre Kraftquellen erzählen. Beide investieren gezielt in ihre persönliche Weiterentwicklung und mentale Stärke. Auch andere Geschichten bewegen: Davos-Goalie Sandro Aeschlimann berichtet ehrlich, wie er seine Versagensängste überwand. Fribourg-Verteidiger Max Streule spricht über eine lebensbedrohliche Herzoperation in seiner Jugend. Und Nnamdi, ein junges Talent mit Autismus-Spektrum-Störung, verfolgt trotz aller Herausforderungen unbeirrt seinen Traum vom Profisport – unterstützt von seiner Mutter, die fest an ihn glaubt.
Diese Hope-Ausgabe entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung «Empowering Lives», die auf Mentalcoaching und ganzheitliche Betreuung von Menschen
im Leistungssport spezialisiert ist. Mentalcoach Daniel Hornecker gibt Einblicke in seine Arbeit und zeigt, welche Prinzipien Sportlern helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen.
Hornecker ist auch Teil der Hockey-Kochsendung «Was das Leben auftischt» auf dem YouTube-Kanal von Hope Schweiz. Die Sendung geht unter anderem der Frage nach, was ein einzelner Mensch in einem Kollektiv bewirken kann. Wie ist es zum Beispiel möglich, dass ein Spieler wie Roman Josi ein ganzes Team (siehe die Saison der Nashville Predators) stärken kann? Beste Unterhaltung ist garantiert, wenn Mentalcoach Hornecker, Hockey-Journalist Klaus Zaugg und Basel-Sportchef Kevin Schläpfer und die Raclette-Pfännchen kreuzen.
Fan oder nicht – wir laden herzlich ein, unsere inspirierenden und ermutigenden Geschichten zu entdecken.
FLORIAN WÜTHRICH
Projektleiter und Chefredaktor Hope Hope
MARCEL METTLER
Präsident Empowering Lives zVg.
IMPRESSUM
Impulse, die Leben verändern
HERAUSGEBER
Diese Spezialausgabe zur EishockeyWeltmeisterschaft 2026 wurde durch die Medienorganisation Livenet gemeinsam mit Empowering Lives sowie diversen Partnern realisiert.
Mehr zum Projekt finden Sie unter: hoffnung.ch/hockey
REDAKTION
Florian Wüthrich (fw.)
Marcel Mettler (mm.)
Daniel Hornecker (dh.)
Nora Baumgartner (nb.)
Manuela Herzog (mhe.)
Daniel Gerber (dg.)
Nathalie Bruderer (nab.)
Maksym Tkach (mt.)
LAYOUT Andrina Mosimann
AUFLAGE 130'000
AUSGABE 2026/2
ROMAN JOSI
Name: Roman Josi
Geboren: 1990 in Bern
Familie: Verheiratet, zwei Kinder
Wohnort: Nashville, Tennessee (USA)
DIE INNEREN WERTE UNSERES CAPTAINS
In der NHL führt der Berner Roman Josi die Nashville Predators als Captain aufs Eis. An der Heim-WM wird er das Schweizer Nationalteam anführen. Hope gab er Einblick in das, was ihn im Leben prägte und trägt.
Er ist der zweite Schweizer, der die Schallmauer von 1000-NHL-«Schlachten» durchbrach – alle bei den Nashville Predators. Seit 2019 amtiert Roman Josi als Captain des Klubs, stand mit dem Team 2017 im Stanley-Cup-Finale. Ein Erfolg, der nur wenigen Spielern in ihrer Karriere vergönnt ist. Mehr noch: 2013, 2018 und 2024 durfte sich Josi über WM-Silber freuen; 2013 wurde er zum wichtigsten Spieler der WM (MVP = Most Valuable Player) auserkoren. 2020 erhielt er zudem als «wichtigster Verteidiger der Regular Season in der NHL» die Norris-Trophy. An der Heim-WM 2026 wäre Gold für den Schweizer Meister von 2010 (mit dem SC Bern) ein weiterer prägender Meilenstein ...
Erfolg beginnt mit Freude
Bei all den Zahlen und dem Druck ist Humor für ihn sehr wertvoll. «Mein Spiel lebt von der Freude. Das ist für mich das Wichtigste. Es ist manchmal schwierig, das zu bewahren, weil Eishockey trotz allem ein Business bleibt, in dem das Gewinnen zählt.»
Josi ist überzeugt, dass sich Erfolg aus vielen kleinen Bausteinen zusammensetzt: gemeinsamen Essen, guten Gesprächen, Nähe im Team. «Wenn es nicht läuft, wächst der Druck. Und wenn es läuft, will man immer mehr. Aber wenn man mit Freude spielt, werden die Resultate besser.»
Aus Niederlagen lernen
Auch aus Niederlagen zieht er seine Lehren. Mit den Nashville Predators musste Roman Josi 2017 dem Gegner den Vorrang überlassen. «Der verlorene StanleyCup-Final formte stark. Wenn man im
Finale steht, ist man sich dessen nicht so bewusst, dass man so weit gekommen ist. Das ist nun fast zehn Jahre her, seitdem haben wir das Finale nie mehr erreicht. Es ist extrem schwer, überhaupt so weit zu kommen, und es ist noch schwieriger, dort auch zu gewinnen.» Bereits die Playoffs nach den 82 Qualifikations-Spielen zu erreichen, ist eine Herausforderung. «Manche Spieler erreichen das Finale in ihrer ersten Saison und dann während ihrer ganzen Karriere nie mehr. Der Weg ist lang und hart – das habe ich aus dieser Niederlage mitgenommen.»
Fokus verändert
Roman Josi unternimmt «recht viel», um zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Im Laufe seiner Karriere hat sich sein Fokus diesbezüglich verändert. «Früher drehte sich alles darum, im Hockey besser zu werden. Mit 24 oder 25 Jahren – nach ein paar Jahren in der Liga – überlegt man etwas mehr. Ich begann mit Daniel Hornecker
«Früher drehte sich alles darum, im Hockey besser zu werden.»
(siehe Beiträge S. 27/28) mental zu arbeiten. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich mit mir selbst beschäftigte. Man versucht, sich selbst besser kennenzulernen. Ich ziehe mich gerne zurück und achte darauf, was in mir vorgeht.»
Daniel Hornecker hat ein gutes Gespür dafür, was aktuell benötigt wird. «Was man früher brauchte, war vielleicht anders als das, was man heute benötigt. Als Mensch habe ich mich entwickelt, Daniel hat sich entwickelt. Wir haben Wege gefunden, Neues zu entdecken – das, was gerade benötigt wird.»
Eher ein ruhiger Leader Besonnen, analytisch und stets den Überblick bewahrend: So lässt sich Roman Josis Wesen und Wirken beschreiben, auch in hitzigen Situationen. «Ich persönlich betrachte mich eher als ruhigen Leader; jemand, der versucht, mit gutem Beispiel voranzugehen. Wenn man jung ist, steigt man auf und sieht die älteren Spieler. Es war weniger, was sie sagten, als vielmehr, wie sie sich in der Kabine und im Match verhalten haben.»
Nicht nur die Worte, auch die Taten seien prägend: «Meine Körpersprache ist wichtig
für mich – in guten wie in schwierigen Momenten. Gerade bei jungen Spielern macht die Körpersprache sehr viel aus. Ich hatte in Nashville etliche gute Leader vor mir. Ryan O’Reilly ist eher laut in der Kabine. Wir haben unterschiedliche Stile. Es ist nicht so, dass einer besser oder schlechter wäre. Entscheidend ist, dass ein Leader authentisch bleibt.»
Auf mehreren Schultern verteilt Fünfmal kämpfte die Schweiz bisher in einem Final um WM-Gold … fünfmal wurde den «Eisgenossen» die SilberMedaille umgehängt. Im «ewigen Medaillenspiegel» glänzen die Eisgenossen deshalb auf Rang neun. Bei der Heim-WM träumen sie nun nach zwei Final-Teilnahmen in Folge vom ersten Titel. Die Schweiz will auf helvetischem Eis möglichst weit kommen. Hierzulande weiss Roman Josi, wie man einen Titel holt: 2010 konnte er mit dem SC Bern den «Kübel» erringen. Warum nicht 2026 auch mit der Schweizer Auswahl? Die Last ruht aber nicht einzig auf den Schultern von Captain Roman Josi. «Es braucht immer mehrere Leute. Nico Hischier hat bereits viel Erfahrung, auch Nino Niederreiter ist schon lang dabei, und Kevin Fiala hat einen beeindruckenden Entwicklungsschritt gemacht. Es ist immer ein Team-Effort.» Josi ergänzt: «Es müssen nicht alle gleich sein, jeder soll sich selbst sein. Die eigene Persönlichkeit soll zum Vorschein kommen.»
Der echte Team-Sport
Unser Captain betont die Bedeutung des Teams: «Hockey ist der ultimative Teamsport. Mit einem einzelnen Spieler kann man nichts ausrichten. Es braucht ein ganzes Team, um erfolgreich zu sein. Leader haben zwar eine Wirkung auf das Team, aber ohne Team ist man im Hockey nichts.»
«Hockey ist der ultimative Team-Sport, mit einem einzelnen Spieler kann man im Hockey nichts ausrichten. Es braucht ein ganzes Team, um erfolgreich zu sein. Leader haben zwar eine Wirkung auf das Team aber ohne Team ist man im Hockey nichts.»
Seine persönliche Definition von Erfolg hat sich etwas verändert; heute geht es bei
HIER GEHT'S ZUM VIDEO:
Hope-Chefredaktor Florian Wüthrich traf Roman Josi in New York City zum Interview.
Roman Josi um die Freude. «Wenn man jünger ist, geht es um die Resultate, man will sich beweisen und spielt um einen Vertrag. Heute ist es das grosse ‹Wieso›, also die Frage, weshalb man Hockey spielt. Die Resultate lassen sich häufig nicht kontrollieren. Man spielt in einem Team und in einem Spiel kann viel passieren. Jedes Jahr aufs Neue kann niemand vorhersagen, wer den Stanley Cup gewinnt. Was man jedoch steuern kann, ist die Freude am Spiel.»
«Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre spielen kann.»
Pucks versus Papi-sein
Die biologische Uhr tickt auch bei Roman Josi: Am 1. Juni 2026 feiert der Berner seinen 36. Geburtstag. Noch bis 2028 steht er bei den Predators in Lohn und Brot, doch das Abendrot seiner Karriere steigt am Horizont langsam auf. Denkt er bereits an den Moment, wenn die AktivLaufbahn endet? «Ich denke manchmal schon ein wenig daran. Man weiss noch nicht, wann das sein wird, aber ich werde vermehrt danach gefragt. Wenn der Moment gekommen ist, werde ich es wissen.»
«Man verpasst viel, weil man so oft unterwegs ist. Ich freue mich sehr darauf, einfach Papi zu sein.»
hält. «Für uns ist es wichtig, für die Kinder präsent zu sein, damit sie mit allem zu uns kommen können, ohne sich für etwas schämen zu müssen. Sie sollen wissen, dass wir für sie da sind. Manchmal wissen wir nicht, was wir gerade tun sollen, aber wir geben unser Bestes.»
Spiritualität als Kraftquelle
Kraft schöpft Roman Josi auch aus Ruhe und Spiritualität. «Ich bin nicht religiös aufgewachsen, meine Frau Ellie hingegen schon. Von Zeit zu Zeit gehen wir zusammen in die Kirche. Ich würde mich nicht als religiös, sondern als spirituell bezeichnen. Ich glaube an Gott. Die Spiritualität ist mir sehr
nicht läuft … das gehört zum Leben. Auch ich gehe manchmal durch solche Phasen. Doch es gibt immer einen Weg und irgendwann kommt man da raus.» Weiter betont er: «Wenn man einen Traum hat und diesen mit Disziplin verfolgt, ist alles möglich. Als Schweizer darf man etwas grösser träumen.» Zum Beispiel von WM-Gold. Wir träumen mit! (dg.)
«Ich würde mich nicht als religiös, sondern als spirituell bezeichnen. Ich glaube an Gott.»
Roman Josi rechnet mit einer «mega Umstellung» und damit, dass ein Auf und Ab folgen werde. Jedoch: «Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre spielen kann.» Nach der Karriere möchte er den Fokus auf die Familie legen, zum Beispiel die Kinder in die Schule fahren. «Man verpasst viel, weil man so oft unterwegs ist. Ich freue mich sehr darauf, einfach Papi zu sein.» Josi erachtet es als wertvoll, dass die Kinder in zwei Kulturen aufwachsen dürfen. Es ist ihm wichtig, ihnen gute Werte weiterzugeben. «Die Kinder beobachten, was Papi und Mami tun; zum Beispiel, dass man die Leute mit Respekt behandelt und wie man sich im Leben ver-
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«An schwierigen Tagen erinnere ich mich bewusst an meine Ziele und daran, wie viel Herzblut und Arbeit bereits in meinem Weg stecken. Gleichzeitig sind es oft die kleinen Dinge, an denen ich Freude finde und die mir neue Kraft geben.»
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16.02.26 21:04
«Wenn ich in schwierigen Situationen stecke, schöpfe ich meine Kraft aus der Gemeinschaft mit meinem Mann, meiner Familie und Freunden. Was mich aber besonders stärkt, ist die Gewissheit, dass Gott mit mir durch diese Zeit durchgeht, mich tröstet und trägt.»
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LARA STALDER
«ICH SUCHE HERAUS FORDERUNGEN ...»
Lara Stalder ist Captain der Nationalmannschaft und des EV Zug. Im Februar holte sie an Olympia die Bronzemedaille und mit dem EVZ im März den Meistertitel. Nun freut sich die Luzernerin auf die Männer-WM.
Bis der Puck eingeworfen wird, dauert es noch rund 20 Minuten. Lara Stalder, Captain der Schweizer Nationalmannschaft und des Eissportvereins Zug (EVZ), zieht sich das Nationalmannschaftstrikot über. «Das macht mich stolz und gibt mir ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit», sagt Stalder. Mit der Schweiz hat sie im Februar an Olympia die Bronzemedaille geholt und mit dem EVZ im März den Schweizer Meistertitel – der erste seit der Wiederbelebung vor drei Jahren. Das klingt jetzt alles schön, doch der Weg zu diesen Erfolgen verlief alles andere als geradlinig.
Im Juniorenalter beim HC Luzern musste sich Lara Stalder gegen Jungs durchsetzen. «Als Kind habe ich das nicht wirklich wahrgenommen. Ich habe den Sport einfach geliebt», erzählt die 32-Jährige und führt weiter aus: «Ich wollte vom Charakter her immer die Beste sein und vorangehen.» Das habe sie stärker gemacht, sagt Stalder und fügt an: «Ich suche Herausforderungen und sehe in jeder eine Chance.»
«Das macht mich stolz und gibt mir ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit.»
Name: Lara Stalder
Geboren: 1994
Wohnort: Luzern
dieren. Vor diesem Abenteuer erlitt sie eine schwere Fussverletzung. «Anfangs stellte sich die Frage, ob ich überhaupt würde gehen können ...» Einmal angekommen, fühlte sie sich alleine und in der englischen Sprache noch nicht sattelfest. «Als ich erstmals einen Schlittschuh aufs Eis gesetzt hatte, war klar: Hier bin ich zuhause.» Zwei Jahre zuvor, im Jahr 2011, hat Lara ihren Vater verloren. «Im Nachhinein gesehen war das eine sehr prägende Zeit», sagt sie.
«Meine Mama ist wie eine beste Freundin für mich.»
Nach vier Jahren in den USA zog Lara nach Schweden, wo sie erlebte, was im Fraueneishockey in Europa alles möglich ist. In dieser Phase erlitt sie erstmals während einer Saison eine Verletzung, liess sich in der Schweiz an der Schulter operieren. In dieser herausfordernden Situation fand sie Halt in ihrer Familie – vor allem bei ihrer Mutter Susanna Stalder. Dieser wurde aus dem Nichts die Stelle gekündigt. «Sie hatte wie ich keinen Alltag mehr. Aber wir hatten uns beide, und das gab mir viel Kraft.» Auch heute pflegen die beiden ein gutes Verhältnis und halten täglich Kontakt. «Meine Mama ist wie eine beste Freundin für mich.»
Hochkonzentriert und auf Erfolgskurs: Lara Stalder.
Luzernerin gleichzeitig. Sie will das Fraueneishockey vorantreiben, sagt: «In den letzten drei Jahren konnte eine Bewegung ausgelöst werden, die ich mir nie erträumt hätte.»
Die Erwartungen von aussen, aber auch an sich selbst sind hoch. Lara hat sich Hilfe geholt bei Mental-Trainern, Sportpsychologen und Kinesiologen – während ihrer gesamten Karriere. «Ich sehe es nicht als Schwäche, sondern als Stärke an, weil ich an mir arbeiten und mich weiterentwickeln will.» Da das Mentale nicht messbar ist, hat ihre Sportpsychologin Lara eine visuelle Aufgabe mit auf den Weg gegeben: eine Vase mit Murmeln. «Jede Murmel steht für etwas, das ich mir mental vorgenommen und erreicht habe. So sehe ich irgendwann Fortschritte.» Als Captain möchte sie lernen, mehr zu delegieren, um nicht alles selbst tragen zu müssen. «Ich will eine Atmosphäre schaffen, in der sich alle wohl, respektiert und wertgeschätzt fühlen.»
Zehn Jahre im Ausland
Eine solche Herausforderung erlebte sie im Alter von 18 Jahren. Damals erhielt sie die Gelegenheit, in den USA an der Universität Minnesota-Duluth zu spielen und zu stu-
Hilfe annehmen bedeutet Stärke Nach insgesamt zehn Jahren im Ausland fing für Stalder ein neues Kapitel beim EV Zug an. Dort spielt und arbeitet die
Die Vorfreude auf die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz ist gross. Das Eröffnungsspiel Schweiz gegen die USA am 15. Mai wird sie live erleben. Es ist zugleich Laras Geburtstag: «Ich hoffe, dass es ein riesiges (Eishockey-)Fest geben wird!» (nb.)
Name: Sandro Aeschlimann
Geboren: 1994
Wohnort: Davos
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Er wäre fast Maurer geworden, doch der sportliche Ehrgeiz war stärker. Seit sieben Jahren «mauert» Sandro Aeschlimann erfolgreich im Tor des HC Davos und der Schweizer Nati. Hope hat das Emmentaler Talent zum Interview getroffen.
Sandro Aeschlimann, 1994 in Zäziwil geboren, ist einer der bemerkenswertesten Spätstarter im Schweizer Eishockey. Nach frühen Jahren bei den Teams aus Brandis und Langnau führte ihn sein Weg im Alter von 16 Jahren nach Österreich, wo er Sport und Schule kombinierte, und später in die USA. Dort sammelte er wertvolle Erfahrungen in Juniorenligen und am
Elmira College. 2016 kehrte er in die Schweiz zurück und fand über die EVZ Academy den Anschluss an die National League. Seit 2019 spielt Sandro Aeschlimann beim HCD und hat sich mit starken Leistungen als einer der zuverlässigsten Goalies der Liga etabliert. 2023/2025 gewann er mit Davos den Spengler Cup, 2025 holte er WM-Silber mit der Schweiz und bei Redaktionsschluss dieser Zeitung kämpfte er im Playoff-Final um den Meistertitel.
Hope: Sandro, wie kamst du zum Eishockey?
Sandro: Mein Vater war Goalie, aber eigentlich bin ich mit Unihockey aufgewachsen. Um das Schlittschuhlaufen zu erlernen, habe ich in Zäziwil ein Jahr lang Eishockey gespielt und bin dann hängengeblieben. Viele sagten mir damals: «Mach eine Lehre, Hockey bringt dich nicht weiter!» Ein solcher Stachel sitzt tief. Ich
musste lernen, mit mir ins Reine zu kommen und die Opferrolle zu verlassen. Heute heisst es, ich sei ein anderer Mensch.
«Ich musste lernen, mit mir ins Reine zu kommen und die Opferrolle zu verlassen.»
Du gingst früh in die Welt hinaus, zuerst Österreich, dann Nordamerika. Wie hat diese Zeit deine Karriere geprägt?
Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, habe gelernt, mit den Händen zu arbeiten. Wie gesagt, fast hätte ich eine Lehre als Maurer begonnen. Dann kam Österreich, wo ich als 16-Jähriger plötzlich auf mich allein gestellt war – fertig mit «Hotel
Mama»! Später in Nordamerika ging’s genau so weiter: für mich selbst schauen, durchbeissen, erwachsen werden … Ohne diese Erfahrungen stünde ich heute nicht da, wo ich stehe.
Wie hast du die ersten Jahre in Davos erlebt und was hat diese Phase für dich persönlich bedeutet?
Ehrlich gesagt hatte ich damals kaum noch Freude am Eishockey, ich habe einfach funktioniert. Dann besann ich mich, weshalb ich diesen Sport überhaupt mache. Aus dem Müssen wurde ein Wollen, und auch mein Vertrauen und schlussendlich das Feuer kehrten zurück. Daniel Hornecker, mein Mentaltrainer, hat mich in diesem Prozess entscheidend unterstützt. 2021 ging es dann aufwärts.
Was geht einem Torhüter durch den Kopf, wenn er in einem wichtigen Spiel das Eis betritt?
Wenn ich in ein volles Stadion einlaufe, weiss ich: Egal was passiert, am nächsten Tag spricht kaum noch jemand darüber. Gibt es Gegentore, kann ich es nicht ändern und lege es ad acta. Mein eigentliches Problem war früher die Zeit davor. Die zwei Stunden bis zum Spiel waren Horror, manchmal schon zu Hause, manchmal sogar Nächte zuvor. Ich hatte Panik vor dem, was passieren könnte.
«Meine
Freude, die
ich
jeden Tag erlebe,
gibt mir Kraft. Ich gehe gerne aufs Eis, komme gerne nach Hause und stehe am Morgen auch motiviert auf.»
Wie hast du gelernt, mit Ehrgeiz und Druck im Sport umzugehen?
Ich bin ein extrem ehrgeiziger Mensch und wollte immer gewinnen – egal ob Brändi Dog, Jassen oder ein Fantasy-Spiel. Als junger Spieler hat mich dieser Perfektionismus oft fast verrückt gemacht. Niederlagen habe ich viel schwerer verdaut, als ich mich über Siege freuen konnte, und ich habe alles dem Hockey untergeordnet. Mit der Zeit habe ich gelernt, besser abzuschalten. Meine Familie half und hilft mir enorm dabei. Auch die Spaziergänge mit unserem Hund erden mich.
Wie antwortest du auf die zentrale Frage unserer Kampagne «Was macht dich stark im Leben?»
Meine Freude, die ich jeden Tag erlebe, gibt mir Kraft. Ich gehe gerne aufs Eis, komme gerne nach Hause und stehe am Morgen auch motiviert auf. Ebenso Dankbarkeit; ich durfte mein Hobby zum Beruf machen, auch wenn der mentale Teil am Anfang schwierig war. Du weisst nie, wann dein letzter Tag in der Halle kommt. Jede Sekunde zählt. Ich war nie ein Top-Junior und bin einfach nur dankbar, wenn ich sehe, wo ich jetzt stehe nach zehn, zwölf Jahren als Profi.
«Am Schluss ist jeder selbst dafür verantwortlich, am Tag X bereit zu sein.»
Wie viel kann ein einzelner Spieler bewirken, wo liegen die Grenzen deines Einflusses?
Ein Goalie kann viel beitragen, aber er entscheidet keinen Match allein. Wir sind stark auf unsere Vorderleute angewiesen, genauso wie sie auf uns. Manchmal stiehlst du ein Tor, manchmal rutscht dir eines rein. Am Schluss ist jeder selbst dafür verantwortlich, am Tag X bereit zu sein. Das erwarte ich von mir und von jedem anderen im Team. Dieses gegenseitige Vertrauen ist entscheidend. Ob Sieg oder Niederlage: Wenn du 100 Prozent gibst, wird dir nie jemand böse sein.
Welche Einstellung begleitet dich heute durch Training und Wettkampf? Geniesse den Moment! Konkret: «Learn from yesterday, hope for tomorrow, enjoy the moment». Ich weiss, das klingt wie eine Floskel, aber es stimmt. Wenn du etwas erreicht hast, darfst du es nicht einfach abhaken. Du musst die Freude zulassen und leben; auch auf dem Weg dorthin. Mit Spass am Training performst du besser.
Wie hat sich dein Erfolg im Laufe der Jahre verändert?
Als Erfolg bezeichne ich heute die Momente, die bleiben. Die beiden Spengler-Cup-Siege, der Swiss Cup mit Zug, die Silbermedaille mit der Nati … solche Erlebnisse trägst du für immer mit dir. Und trotzdem bleibe ich hungrig. Diese Emotionen sind wie eine positive Sucht. Man arbeitet so hart dafür, dass sich jeder Erfolg doppelt gut anfühlt.
Welche Projekte oder Themen liegen dir neben dem Eishockey besonders am Herzen?
Meine Frau, meine Familie, meine Freunde – und mein Hund!
«Profi
zu sein, ist für mich ein Traum, den ich unbedingt leben wollte.»
Wie blickst du als Nati-Goalie der WM im Mai entgegen?
Wenn ich hier in Davos performe, ist die Nati der Extra Bonus. Ich gehe voller Freude und Leidenschaft, frei von Druck und werde darauf achten, im Hier und Jetzt zu bleiben. Wenn ich mich auf das konzentriere, was ich kontrollieren kann, dann kommen die grossen Ziele von selbst.
Du hast bis 2031 in Davos unterschrieben. Hast du Respekt vor dem Moment, an dem die Profikarriere einmal endet?
Irgendwann wird’s vorbei sein … aber noch lange nicht. Ich mache mir darüber im Moment keine Gedanken. Ich bin schwer für etwas zu motivieren, wenn es keinen triftigen Grund dafür gibt. Profi zu sein, ist für mich ein Traum, den ich unbedingt leben wollte. Auf diesem Weg triffst du so viele Leute, dass sich später immer eine Tür öffnen wird. (fw./mhe.)
Sandro Aeschlimann hofft nach Topleistungen beim HCD auf weitere Einsätze fürs Nationalteam.
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DEIN BESTES ICH
Übernimm Verantwortung – und das Kommando
In Drucksituationen werden viele passiv, weil sie keinen Fehler machen wollen –oder sie werden überaktiv. Warte nicht darauf, dass sich die Situation «gut anfühlt». Entscheide dich bewusst, aktiv zu werden. Übernimm Verantwortung für dich und die Situation. Steuere deinen optimalen Leistungszustand, indem du Fokus und Gedanken lenkst, körperliche Erregung regulierst und Emotionen kontrollierst. Sage dir: «Ich entscheide, was jetzt passiert.»
Glaub an deine Kompetenz
Du hast trainiert, du hast die Fähigkeiten und kennst deine Stärken. Du hast es schon x-mal gemacht. Erinnere dich daran und auch an deine Erfolge. Vertraue darauf, dass dein Körper und dein Spiel funktionieren werden.
Bleib zuversichtlich
Das Gegenteil von Zuversicht sind Zweifel und Angst. Wenn du in entscheidenden Momenten zweifelst, wird es schwierig. Dann trifft die Aussage «Sieger zweifeln nicht – Zweifler siegen nicht» ins Schwarze. Zuversicht bekommst du, wenn du dich fragst: «Was gibt mir Zuversicht?»
Reduziere Komplexität durch Knotenpunkte
Unter Druck kreisen Gedanken, Hektik entsteht – wir handeln anders als sonst. Um handlungsfähig zu bleiben, ist es entscheidend, Komplexität zu reduzieren. Zwei Grundpfeiler hierfür sind: – Hinlenken auf das, was jetzt zu tun ist – Fokussierung auf die eigenen Handlungsmöglichkeiten, auf das, was du direkt beeinflussen kannst
Definiere auf dieser Basis im Voraus Knotenpunkte für dich – klare, einfache Orientierungspunkte. Sie sind entscheidend für dein Spiel und bestimmen über Erfolg oder Misserfolg. Zum Beispiel: erster guter Pass – Zweikämpfe – kommunizieren. Wenn du Druck verspürst, beruhige dich zunächst mit einer Atemübung, etwa die «3–6-Methode»: drei Sekunden durch die Nase einatmen, sechs Sekunden durch Mund und Nase ausatmen. Danach fokussiere dich auf deine Knotenpunkte. So übernimmst du das Kommando, bleibst handlungsfähig und kannst dein volles Potenzial abrufen.
DEIN BESTES ICH UNTER DRUCK
Wenn in hitzigen Situationen ein kühler Kopf gefragt ist, fällt bei Mentalcoach Daniel Hornecker oft ein Name: Chesley Sullenberger (s. Infobox). Die Besonnenheit, Entschlossenheit und Klarheit des ehemaligen US-Piloten bei der Notlandung auf dem Hudson River sind unvergessen. In Anlehnung an dessen meisterhaftes Rettungsmanöver verrät Hornecker wertvolle Tipps.
Stell dir vor: Du stehst zwei Minuten vor Ende des olympischen Viertelfinales gegen Finnland mit einer 2:1 Führung auf dem Eis. Der Druck ist enorm. Der Trainer muss jetzt klar denken, die richtigen Spieler aufs Eis schicken – und die bereits eingesetzten müssen abliefern. Sicher hat das jeder von euch schon erlebt: Wenn es darauf ankommt, fühlt sich plötzlich alles anders an. Hände und Beine werden schwer, die Gedanken laut, Entscheidungen dauern einen Tick zu lang. Genau in diesem Moment passiert es: Du bist blockiert.
Gründe für Blockaden
Unter Druck schaltet unser Körper in einen Alarmzustand: Puls, Atmung und Muskelspannung steigen. Eigentlich sollten wir leistungsfähiger werden, stattdessen verengt sich oft unser Fokus. Wir denken zu viel nach, zweifeln – und verlieren genau das, was wir im Sport brauchen: Klarheit und Handlungssicherheit.
( Box «So zeigst du dein bestes Ich»)
Und genauso wie im eingangs erwähnten olympischen Viertelfinale zeigt sich in den letzten Minuten nicht, wer weniger Druck hat – sondern wer trotz Druck die Nerven behält, sein Bestes gibt oder sogar über sich hinauswächst.
155 LEBEN –WENIGE SEKUNDEN
Am 15. Januar 2009 musste der Airbus A320 des US Airways Flugs 1549 kurz nach dem Start in New York notlanden. Nach einem Vogelschlag waren beide Triebwerke ausgefallen. Captain Chesley «Sully» Sullenberger, heute 75, traf innert Sekunden eine klare Entscheidung. Mit kühlem Kopf, höchster Konzentration und etlichen Jahren Erfahrung führte er eine präzise Wasserlandung auf dem Hudson River durch. Er priorisierte richtig und kommunizierte ruhig. Alle 155 Menschen überlebten.
Greg L / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
Daniel Hornecker in New York.
ELENA EGLOFF UND DOMINIK EGLI
EIN TEAM FÜRS LEBEN
Elena Egloff und Dominik
Egli wagten gemeinsam den Schritt ins Ausland: Für Domis Traum vom Spielen in der schwedischen SHL gab Elena Karriere und Umfeld auf. Gemeinsam fanden sie in Göteborg ihren Rhythmus. Nun planen sie ihre Hochzeit und Rückkehr in die Schweiz.
Ihre Liebesgeschichte begann in der dritten Oberstufe an einem christlichen Unihockeyturnier, gefunkt hat es im Juni 2018. Elena spielte damals Handball beim Sportclub Frauenfeld SCF. In den ersten Jahren führten sie eine Fernbeziehung, zogen 2021 in eine erste gemeinsame Wohnung nach Davos. Seit September 2024 leben die beiden in Göteborg. Um Domi seinen Traum zu ermöglichen, war Elena bereit, ihr Beziehungsnetz aufzugeben. Doch nicht mehr für lange: Am 17. Februar 2025 hat sich das Paar an einem romantischen Ort auf den Schäreninseln vor Göteborg verlobt. In diesem Sommer werden die beiden in der Schweiz heiraten und anschliessend nach Davos zurückziehen.
FRAGEN AN ELENA:
Was war dein erster Gedanke, als Dominik von einem allfälligen Schwedenaufenthalt zu träumen begann? Zunächst war ich nicht begeistert. Warum musste ausgerechnet er den Schritt ins Ausland machen? Dieser Gedanke beinhaltete für mich viele Unsicherheiten.
Wie verlief dein Entscheidungsprozess, bis du ein Ja gefunden hast? Domi hatte mich von Anfang an informiert, dass er ohne meine Zustimmung nicht nach Göteborg gehen würde. Ich wusste, dass es sein Traum war, im Ausland zu spielen. Im Dezember 2023 wurde es dann richtig ernst.
Namen: Elena Egloff & Dominik Egli
Geboren: 1999 und 1998
Wohnort: Göteborg
Da habe ich mir gedacht: Wenn er es jetzt nicht macht, dann macht er es vielleicht nie mehr. Als wir alles entschieden hatten und wussten, dass wir in Südschweden und in einer Grossstadt leben würden, wurde es für mich einfacher. Es gibt sogar einen Direktflug aus der Schweiz. Für Domi war es eine Ehre, die Chance zu bekommen, in einer so starken Liga zu spielen.
Was hat dir die Kraft gegeben, um diesen mutigen Schritt zu wagen?
Ich finde es toll, Teil von Domis Traum sein zu dürfen. Ich liebe Abenteuer. Die Schweiz zu verlassen, sozusagen auszuwandern, war eine wunderbare Erfahrung. Unser Umfeld hat uns bei dieser Entscheidung tatkräftig unterstützt. Wir hatten dann auch tatsächlich sehr viel Besuch.
Was hat es für dich bedeutet, deine Tätigkeit bei einer Bank zugunsten eines Jobs in einem Restaurant in Göteborg aufzugeben?
Das war nicht immer einfach. Ich hatte eine Assistentinnen-Funktion und war an allen Sitzungen der Bankleitung dabei. Das Marketing durfte ich selbstständig gestalten. Beim Aufwischen im Restaurant kamen mir diese Momente wieder in den Sinn. Aber es hat mich geformt und meine Weiterentwicklung gefördert.
Wie war dein Start in Göteborg? Am Anfang war vieles ungewohnt. Ich als «Social Butterfly» fühlte mich ohne meine Familie und Freundinnen und ohne einen Job doch sehr allein. Aber Domi hat mir geholfen, indem wir mit anderen Mannschaftskollegen und deren Frauen Kontakte aufbauten. So konnte ich mich schnell einleben. Ich suchte dann einen Job, der mir erlaubte, im Sommer mit Domi in die Schweiz zu gehen. Auch dank Beziehungen arbeitete ich schliesslich in einem Bagel Restaurant im Stundenlohn.
«Es ist besonders, dass man eine Welt kennenlernt, die für viele surreal erscheint.»
Was sind die Sonnen- und was die Schattenseiten als Partnerin eines Hockeystars?
Es ist besonders, dass man eine Welt kennenlernt, die für viele surreal erscheint. Man knüpft Freundschaften mit Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern. Mittlerweile reicht unser Netzwerk rund um den Globus. Das Schwierigste ist, sich immer
wieder hinter das Eishockey zu stellen. Eishockey gibt einem zwar viel, aber alles, inklusive der Ferien, muss darum herum geplant werden. Zudem arbeiten Eishockeyspieler oft am Wochenende. Die Kategorie «Spielerfrau» wird oft stigmatisiert. Viele meinen: «Die leben ja nur vom Lohn des Mannes, ohne selbst etwas aufzubauen.» Das entspricht keineswegs der Realität.
Was hat euch bewogen, entgegen dem heutigen Trend kirchlich zu heiraten?
Wir haben eine grossartige Pfarrerin und gleichzeitig verbinden mich viele Erlebnisse mit der Kirche: Konfirmationen, Hochzeiten und Trauerfeiern. Für mich wird mit dieser kirchlichen Heirat ein Traum Wirklichkeit, wenn mein Vater mich zum Traualtar führen wird …
Es hat mit den Kinder- und Jugend-Eishockeycamps angefangen. Egal, wer was konnte oder mitbrachte, egal, ob man gläubig war oder nicht – alle waren willkommen. In den Time-outs mit christlich-ethischen Themen konnte jeder ganz ohne Druck für seinen Lebensweg mitnehmen, was er wollte. Dies hat mich gelehrt, dass man immer selbst und eigenverantwortlich entscheiden darf und kann. Das ist sehr wertvoll für den Sport und fürs Leben. Später wurde mir Dani Hornecker vom Freund zum Mentalcoach, der mich mittlerweile seit 16 Jahren kennt und begleitet. Auch andere Freundschaften haben bis heute Bestand, wofür ich sehr dankbar bin. Diese Menschen waren immer für mich da – ob ich noch mit der Stiftung arbeitete oder nicht. (mm.)
DOMINIK EGLI
Was hat dir vonseiten Elena am meisten Kraft gegeben für deinen Weg in die schwedische Superliga? Es war ihre Entscheidung, mit mir zu gehen! Sie hat an mich geglaubt und war bereit, für diesen Weg auf viele Dinge zu verzichten. Sie hat ihre Karriere dafür zurückgestellt und darin auch eine Chance für sich selbst gesehen. Ohne ihr Ja für unseren Weg nach Schweden wäre ich nicht gegangen.
Wie hat dir die Empowering-LivesStiftung auf deinem Weg zum Eishockeyprofi geholfen?
Dominik Egli, 1998 in Frauenfeld geboren, startete seine Karriere im Nachwuchs beim EHC Frauenfeld und stieg 2016 bei EHC Kloten in den Profibereich ein. Nach Einsätzen für Kloten, Biel-Bienne und einem starken Durchbruch bei den SC Rapperswil-Jona Lakers, wo er 2019/20 die meisten Assists eines Liga-Verteidigers verbuchte, wechselte er 2021 zum HC Davos und gewann dort 2023 den Spengler Cup. Seit 2023 setzt der mobile Verteidiger seine Laufbahn in der schwedischen SHL bei Frölunda HC fort – und freut sich zugleich auf einen besonderen Sommer, wenn er in der Schweiz heiraten und nach Davos zurückkehren wird.
FRAGEN AN DOMI:
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Max Streule, Verteidiger beim HC Fribourg-Gottéron, lernte früh, dass im Leben nichts selbstverständlich ist. Als drittes von fünf Geschwistern ist er seit jeher eingebettet in eine Familie, die ihm Sicherheit gibt. Bereits in jungen Jahren wurde er mit Herausforderungen konfrontiert, die weit über den Sport hinausgingen.
Nach einer medizinischen Routineuntersuchung im Alter von 15 Jahren änderte sich das Leben von Max Streule schlagartig. «Der Arzt schaute uns komisch an und empfahl uns, so schnell wie möglich einen Kardiologen im Zürcher Unispital aufzusuchen.» Die ernste Diagnose: ein angeborener Herzklappenfehler. Bei weiteren Abklärungen wurde zusätzlich eine Vergrösserung der Aorta festgestellt – mit einer erschre-
ckenden Prognose ... «Es würde nicht mehr lange dauern, bis die Aorta platzen und ich an inneren Blutungen sterben könnte», erinnert sich Streule. Auch der Durchmesser der Herz-Vorkammer war zu gross.
«Sie liessen alles stehen, kamen mit dem Wohnwagen mit und unterstützten mich. Das gab mir Mut und Stärke.»
Würde er nach der OP aufwachen?
Die geplante Operation von Max im August 2020 fiel mitten in die Zeit der CoronaPandemie. Seine Familie campierte auf einem nahegelegenen Zeltplatz, denn wegen Covid durfte ihn während seines zehntägigen Klinikaufenthalts in Lausanne nur eine Person pro Tag besuchen. «Ich konnte kein Französisch, ich war jugendlich, hatte gerade die Lehre begonnen, viele neue Lebensabschnitte kamen dazu, und ich hörte, dass ich
HIER GEHT'S ZUM TALK MIT MAX STREULE:
nach der OP vielleicht nicht mehr aufwachen würde ...» Eine Pause von sechs Monaten oder gar das Karriereende standen im Raum. Doch Max Streule überraschte alle: Bereits drei Monate später stand er wieder auf dem Eis – ausgerechnet in Lausanne.
Kraft durch die Familie
In dieser schwierigen Zeit war es vor allem die Familie, die ihm Kraft gab. «Wir sind sieben. Sie liessen alles stehen, kamen mit dem Wohnwagen mit und unterstützten mich. Das gab mir Mut und Stärke.» Dieses Umfeld prägte ihn nachhaltig. «Wenn so viele Leute um einen sind, die einem Mut zusprechen, stärkt das den Glauben daran, dass es gut kommt.» Erst mit 18 oder 19 Jahren begann der Sportler wirklich zu realisieren, was passiert war. «Mein Brustkorb wurde aufgesägt und mit Draht verankert.» Doch damals wollte er nur eines: weitermachen. «Ich kannte nichts anderes, meine Kollegen waren im Hockey.»
Grosse Träume
Mit 22 Jahren – aktuell als Verteidiger bei Fribourg-Gottéron – träumt Max Streule weiterhin von der grossen Bühne. Die NHL ist sein Ziel. «Ich arbeite täglich hart daran.» Falls dies nicht gelingen werde, sei auch eine Karriere in der Schweiz nicht selbstverständlich. Egal, wohin ihn sein Weg führt … eines steht fest: Max Streule hat schon jetzt bewiesen, dass er nicht nur auf dem Eis ein Kämpfer ist. (dg.)
MAX STREULE
JANIS MOSER
«WOMIT HABE ICH DAS VERDIENT?»
Zwischen Biel und Tampa USA liegt eine Luftlinie von rund 7750 Kilometern. So weit ist Verteidiger Janis Moser gereist, um seinen NHL-Traum zu leben. Im Dezember hat er seinen Vertrag bis 2034 verlängert. Für seine Reise auf dem Eis sind somit vorerst die Weichen gestellt. Der Glaube und die Familie sind für ihn ein festes Standbein.
Vor zehn Jahren bei den Elite-Junioren des EHC Biel war die National Hockey League (NHL) für Janis Moser noch kein realistisches Thema. Heute spielt der Verteidiger bereits sein fünftes Jahr in Übersee und ist eine Stammkraft von Tampa Bay Lightning. Im Dezember hat er seinen Vertrag um acht Jahre bis 2034 verlängert – mit einem durchschnittlichen Gehalt von 6,75 Millionen US Dollar.
Locker bleiben
Die Vertragsverlängerung kann einen beflügeln oder auch die Flügel stutzen. «Ich hatte zuerst den Eindruck, ich muss jetzt dies und jenes besser machen», erzählt der Seeländer. Die Erwartungen an sich selbst waren hoch. Dann erkannte er: «Das macht überhaupt keinen Sinn. Ich bin immer noch der gleiche Spieler wie vor einem Monat oder ein paar Tagen.» Mit Fokus auf seine geregelte Zukunft konnte Moser die Situation lockerer nehmen. Zusätzlich bedeutete dies ein Hindernis weniger, um an der HeimWeltmeisterschaft teilzunehmen. «Ich bin gerne dabei, so etwas kommt nicht oft vor in einer Eishockeykarriere.» Der Sportler hat bereits eine Silbermedaille mit der Schweizer Nationalmannschaft gewonnen. Zudem war er 2026 Teil des Olympia-Kaders.
Glaube und Familie schenken Kraft Kontakt zu Familie und Freunden in der Schweiz pflegt Moser regelmässig. «Die Möglichkeit der Videotelefonie macht alles
Name: Janis Moser
Geboren: 2000
Geburtsort: Biel/Bienne
Wohnort: Tampa, Florida
ein Stück einfacher.» Mindestens einmal im Jahr kommt ihn seine Familie besuchen, den Sommer verbringt der 25-Jährige in der Schweiz. «Ich geniesse die einfachen Sachen, wie am Lagerfeuer zu sitzen und Witze zu erzählen.» Die Familie ist eine seiner Kraftquellen im Leben, dazu kommt der Glaube. «Ich glaube an Gott, der einen Plan für mein Leben hat und es gut mit mir meint.» Dies helfe ihm beispielsweise, Fehler im Spiel zu verzeihen.
«Ich glaube an Gott, der einen Plan für mein Leben hat und es gut mit mir meint.»
Es gibt auch Tage, an denen der Hockeystar denkt: «Womit habe ich das verdient?» In seiner Alterskategorie gibt es viele, die genauso hart gekämpft, aber weniger erreicht haben. Unter anderem sei es entscheidend, dass ein Trainer zum richtigen Zeitpunkt auf einen setzt. Diese Frage kann er bis heute nicht beantworten. «Gott weiss es – und das hilft mir sehr.»
NHL-Debüt mit 21 Moser kann sich noch genau daran erinnern, wie er im Kids Corner den EHC Biel anfeuerte und mit 18 Jahren sein Profidebüt gab. In kürzester Zeit entwickelte er sich in Biel zum Stammverteidiger und war stellvertretender Captain. 2021 wurde er mit 21 Jahren in der 2. Runde an 60. Stelle von den Arizona Coyotes gedraftet. Das ist aussergewöhnlich, denn die meisten Spieler im NHL-Draft sind 18 Jahre alt. In Übersee angekommen, fand er sich in einer neuen Welt wieder. «Auf dich allein gestellt, lernst du viel über dich selbst, musst dich etwa um eine Wohnung kümmern und eine neue Sprache lernen.»
Nach zwei Monaten in der American Hockey League (AHL) gab er am 15. Dezember 2021 sein Debüt in der höchsten Eishockeyliga der Welt für die Arizona Coyotes. Beim Warmup erhielt der Seeländer die obligatorische erste Runde für sich allein auf dem Eis, wie es sich gehört. «Ich war sehr nervös vor dem Debüt.» Zwei Wochen später erzielte Moser in einem Spiel gleich zwei Tore – seine ersten Treffer in der NHL. Wirklich angekommen ist der Verteidiger am Ende der ersten Saison. «Zu Beginn war es schwierig, Erwartungen zu haben, weil
ich keine Ahnung hatte, wie gut die anderen sind und das Eisfeld kleiner ist.»
Roman Josi als Vorbild
Auf die Saison 2024/25 hin wurde Moser nach Florida zu den Tampa Bay Lightning transferiert. Dort wird er erst einmal bleiben und auch die nächsten Jahre auf sein Idol treffen. Das ist Roman Josi, Captain der Nashville Predators. Dieser hat im Januar als zweiter Schweizer nach Nino Niederreiter die Marke von 1000 NHL-Spielen geknackt. «Es ist einfacher, mich mit jemandem aus meiner Region zu vergleichen.» Wenn Josi es schaffe, könne er es auch, dachte sich Moser. «Romans kompletter Spielstil und sein positiver Einfluss auf das Team, auch neben dem Eis, beeindrucken mich sehr.» Die beiden stehen immer wieder in Kontakt, und Moser kann Josi jederzeit um Rat fragen. «Als Spieler definierst du deine Identität, fragst dich: ‹Wofür will ich stehen, was will ich sein?› Da hilft es, ein Vorbild zu haben.»
«Ich bin dankbar für alle Lektionen im Sport, denn sie haben mich im Leben weitergebracht.»
Ein Vorbild zu haben ist einer von weiteren Faktoren, um Profieishockeyspieler zu werden. «Erziehung gehört sicher dazu, wie ich aufgewachsen bin und welche Werte mir auf den Weg gegeben wurden.» Am Mittagstisch der Familie Moser wurde regelmässig gebetet oder auch vor einem Flug. Für sein stabiles Elternhaus ist er sehr dankbar. Des Weiteren nennt der Seeländer die Arbeitseinstellung, Freude am Sport sowie Neugierde und Wissensdurst. «Was kann ich besser machen? Was kann ich aus mir herausholen? In meinem Fall war es das Körperliche.» Irgendwann konnte Moser diese Handbremse lösen. Weiter sei das Mindset wichtig. «Man muss hart arbeiten und kann sich nicht nur auf seinem Talent ausruhen.» Dabei kann ein Mental-Coach oder Psychologe helfen.
Wertvolle Lektionen fürs Leben «Ich bin dankbar für alle Lektionen im Sport, denn sie haben mich im Leben weitergebracht.» Das will er Nachwuchsspielerinnen und -spielern weitergeben. «Auch wenn sie mal ins Leere führen, sind all diese Lektionen wertvoll.» Resilienz ist ein gutes Stichwort: trotz Müdigkeit das Beste zu geben. Diese Charaktereigenschaft brauche es in jedem Team, um erfolgreich zu sein,
bekräftigt Moser. Manchmal laufe es zwar im Team gut, aber weniger bei einem selbst. Beim nächsten Mal sei es genau umgekehrt. «In solchen Fällen ist es sehr wichtig, dass du Resilienz aufbringst, um weiterzugehen.»
Dazu passt das Zitat von Mixed-MartialArts-Kämpfer Conor McGregor, das Moser noch heute begleitet: «When you feel like quitting, think about why you started.» (dt. «Wenn du ans Aufhören denkst, denke daran, warum du überhaupt angefangen hast.») Wenn er sich in den USA allein oder müde fühlt, versucht der Schweizer immer wieder daran zu denken, was ihn ursprünglich motiviert hat. «Eishockey zu spielen, ist der coolste Job der Welt. Der Traum des fünfjährigen Janis ist in Erfüllung gegangen. Ich bin gesegnet, dass ich das machen kann.» (nb./fw.)
HIER GEHT'S ZUM TALK MIT JANIS MOSER IN VOLLER LÄNGE:
Janis Moser hat den «coolsten Job der Welt».
KOCHSHOW HOCKEY HOPE MEETS
«Was das Leben auftischt» ist eine Kochshow von Hope Schweiz. Die Idee der Sendung ist, kulinarischen Genuss mit tiefgründigen Talkrunden zu verbinden. Zur Hockey-WM stellte Moderator Florian Wüthrich eine illustre Eishockeyrunde zusammen. Am Tisch der Staffel 5 sitzen:
– Kevin Schläpfer, der als Spieler, Trainer und heute Sportchef des EHC Basel bereits seit über 40 Jahren im Eishockeygeschäft tätig ist.
– Daniel Hornecker, der als Mentaltrainer Athleten wie Roman Josi, Sandro Aeschlimann und Max Streule begleitet.
– Klaus Zaugg, der als Sportjournalist einen riesigen Einfluss auf das Schweizer Eishockey hat – u. a. durch seine «Eismeister»-Texte auf dem watson.ch-Newsportal.
Diese drei Protagonisten wagten sich aufs Glatteis einer Kochsendung der anderen Art. Hier kommen Fragen nach innerem Antrieb, Verantwortung, Kämpfen, Siegen oder Scheitern zur Sprache – Lebensweisheiten, die nicht nur für Eishockeyfans spannend sind.
KLAUS ZAUGG Sportjournalist
DANIEL HORNECKER
Mentalcoach & Geschäftsführer «Empowering Lives»
«In den Gesprächen mit diesen ‹Super-Kommunikatoren› kamen spannende Geschichten auf den Tisch. Auch wurde mir neu bewusst: Wenn wir unserem Gegenüber aufrichtiges Interesse entgegenbringen, erhalten wir wertvolle, tiefgründige Einsichten, die uns in unserem eigenen Leben weiterbringen.»
«Ich kenne Kevin seit 40 Jahren. Ihn einmal von einer anderen Seite kennenzulernen, war sehr interessant. Es klingt vieles in mir nach, das ich sortieren muss und das mich sicher noch eine Weile beschäftigen wird.»
KEVIN SCHLÄPFER
Sportchef EHC Basel
«Nicht nur über Eishockey, sondern auch Kopf-, Herz- und Glaubensbelange auszutauschen, fand ich berührend. Mich hat auch beeindruckt, was Daniel über Jesus, Gott und die Kraft erzählt hat, die er aus seinem Glauben schöpft.»
Leidenschaftlicher und ehrlicher Austausch der Hope-Hockeyrunde im Raclette-Stübli.
Flo Wüthrich, Klaus Zaugg, Roland Baumann, Daniel Hornecker, Kevin Schläpfer. Gastgeber Roland Baumann im Fokus.
Gfeller
INTERNATIONAL ICE HOCKEY FEDERATION IIHF
POWERPLAY FÜRS FAIRPLAY
Eishockey ist mehr als Tempo und Taktik, es erfordert auch Haltung: Respekt, Fairness und Verantwortung. Diese Werte verankert die Internationale Eishockey-Föderation IIHF mit ihrem Integritätsprogramm. Es setzt auf klare Zuständigkeiten, Ausbildung und Schutz – auch neben dem Eis.
Die Internationale Eishockey-Föderation IIHF sorgt dafür, dass Eishockey überall unter sicheren und fairen Bedingungen gespielt werden kann. Damit dies gelingt, braucht es klare Abläufe, geschulte Fachpersonen und ein gemeinsames Verständnis davon, was verantwortungsvolles Verhalten bedeutet.
Verantwortung der Verbände
Im Rahmen des IIHF-Integritätsprogramms leisten alle nationalen Verbände einen verbindlichen Beitrag. Jeder benennt einen Integritätsbeauftragten als erste Anlaufstelle. Sie unterstützen Untersuchungen, fördern Schulungen und achten darauf, dass Regeln eingehalten werden. So bleibt Integrität im Alltag verankert.
Ausbildung und Prävention
Ein Schwerpunkt liegt auf der Sensibilisierung junger Spieler. An allen U18-Turnieren bietet die IIHF Workshops an, die zeigen, wie Fairplay gelebt wird und welche Verantwortung Spielerinnen, Spieler, Trainer und Offizielle tragen. Die Teilnehmenden lernen, Situationen richtig einzuschätzen und nach den Vorgaben zu handeln.
Schutz im digitalen Raum
Da Risiken vermehrt online entstehen, prüft die IIHF Inhalte auf Social-Media-Kanälen wie X, Instagram, Facebook und TikTok. Dies betrifft die Weltmeisterschaften der Männer, Frauen und Junioren. Auffällige
Inhalte leitet sie bei Bedarf an Behörden weiter. Alle Trainer, die an einer IIHF-Meisterschaft teilnehmen, absolvieren zudem einen Onlinekurs bezüglich Missbrauch und Belästigung. Dieser schärft das Bewusstsein für ihre Rolle und bereitet sie darauf vor, Fehlverhalten früh zu erkennen und konsequent zu handeln.
Sicherheit an Events
Für jede Meisterschaft bestimmt die IIHF eine verantwortliche Person, die während des Turniers für Schutzfragen zuständig ist. Sie ist Bindeglied zwischen der IIHF und dem lokalen Organisationskomitee und betreut zentrale Bereiche wie Anti-Doping, Wettbewerbsmanipulation, Missbrauch und Ethik. Mitarbeitende und Freiwillige absolvieren zusätzlich den Onlinekurs der «Res-
pect Group», der sie befähigt, bei Mobbing oder Diskriminierung einzugreifen.
Kulturwandel
IIHF-Präsident Luc Tardif betont Integrität als Voraussetzung für funktionierendes Eishockey und als Grundlage für dessen Zukunft. Kultur verändert sich nicht sofort, dafür braucht es gemeinsames Engagement. So zeigt sich immer stärker, wie eng Integrität mit Sicherheit, Leistung und Wohlbefinden verbunden ist. Am Ende muss Integrität im Alltag gelebt werden: in Garderoben, Büros, Arenen und online. Durch sein Integritätsprogramm macht der IIHF deutlich, dass die Wahrung von Respekt, Fairness und ethischen Grundsätzen nicht optional ist – sie ist grundlegend für die Zukunft des Eishockeys und für den Weg, den kommende Generationen gehen werden. (mhe.)
LUKAS NINCK
Name: Lukas Ninck
Geboren: 1984
Familie: Verheiratet, 1 Kind
Wohnort: Zürich
ZWISCHEN DISTANZ UND EMPATHIE
Seit 2021 begleitet Lukas Ninck als SRF-Sportreporter die Schweizer Nationalmannschaft, hat viele Hochs und Tiefs miterlebt. Vor der Kamera zu stehen und mit Nervosität umzugehen, forderte ihn am Anfang heraus.
«Siege sind deswegen so schön, weil sich Niederlagen bitter anfühlen», sagt Lukas Ninck, SRF-Sportreporter. Bitter ist auch die Niederlage der Schweizer Nationalmannschaft im Olympia-Viertelfinal gegen Finnland. Bis zur 54. Minute führten die Eisgenossen mit 2:0. Es wäre der allererste Vorstoss ins Olympia-Halbfinal gewesen. Die Finnen glichen innert weniger Minuten aus und gewannen in der Verlängerung. Ninck war hautnah dabei. Er ist für die Interviews vor, während und nach dem Spiel verantwortlich. «In solchen Momenten drücken auch bei mir die Emotionen durch, andernfalls müsste ich den Job wechseln.»
Für ihn sind die Sportler die Stars. Sie schreiben die Geschichten – er darf sie
erzählen. Wie findet der Reporter in solchen Momenten die richtigen Worte? «Es ist eine Kombination aus Vorbereitung und einem empathischen sowie respektvollen Umgang mit dem Athleten», erzählt Ninck und betont, dass er dabei nicht allein sei. «Wir machen uns als Team Gedanken, diskutieren und werten dann gemeinsam aus.» Vorgängig steckt Ninck stundenweise Arbeit hinein, um den richtigen Ton zu finden und mögliche Fragen passend zu formulieren. Solche Momente, in denen so viele Werte beim Sportler durchdrücken und Masken fallen, sind für ihn die grosse Faszination des Sports. Er führt weiter aus: «Mir ist sehr bewusst, wie viel harte Arbeit ein Sportler in den Tag X investiert. Dann braucht er nicht noch jemanden, der kommt und blöde Fragen stellt.»
Fokussiert und werteorientiert Seit 2021 begleitet Lukas Ninck die Schweizer Nationalmannschaft an Testspiele und Grossanlässe. Seinen Geburtstag feiert der 42-Jährige stets während der Weltmeisterschaft. Er beschreibt die Nati als fokussiert, bodenständig und wertetreu. Deren ehemaligen Trainer Patrick Fischer erlebt Ninck stets als sehr «erfrischend». Fischer war zehn Jahre im Dienst und wurde aufgrund grossen Drucks wegen Fälschung eines Covid-Zertifikats Mitte April entlassen. Ein Entscheid, der die Gemüter erhitzte und in zwei Lager spaltete.
Auch Lukas Ninck war gefordert, Fischers Fehltritt vor der Kamera einzuordnen:
Lukas Ninck bei der «10 vor 10»-Liveschaltung vom 15. April 2026, am Tag der Freistellung von Nati-Trainer Patrick Fischer.
MEHR ÜBER LUKAS NINCK:
Der TV-Reporter freut sich auf seinen Beitrag an der Heim-WM. Bereits 2009 erlebte er ein Turnier als Zuschauer hautnah. «Ich sass auf der Tribüne in Bern, als die Schweiz gegen Deutschland in der Hinrunde spielte und gewann», erinnert er sich. Ursprünglich hätte die Weltmeisterschaft bereits 2020 stattfinden sollen, sie fiel jedoch der Corona-Pandemie zum Opfer. Rückblickend sieht er darin auch einen Vorteil, denn die Nationalmannschaft habe seither an Reife gewonnen. «Beeindruckend finde ich, wie sie sich nach Rückschlägen zurückkämpfen – jetzt kommt die Meisterprüfung», hält er fest. Mit Rückschlägen meint er die verletzungsbedingten Ausfälle wichtiger Leistungsträger, etwa von Nico Hischier an der letztjährigen Weltmeisterschaft oder von Kevin Fiala an den Olympischen Spielen. Offenheit, die berührte
Apropos Kevin Fiala: Da kommen Lukas Ninck gleich zwei unvergessliche Situationen in den Sinn. An der Weltmeisterschaft in Riga organisierte man eine grosse Medienkonferenz für den NHL-Star, was eher unüblich ist. Wenig später, beim Turnier in Herning, traf Fiala verspätet ein. In den Medien wurde gerätselt, weshalb er erst später dazustiess. Im ersten Interview sprach Fiala dann offen über
die Fehlgeburt seiner Frau. «Ich habe noch heute Gänsehaut, wenn ich an dieses Interview zurückdenke. In diesem Moment wusste ich nicht, wie ich auf eine solche Offenheit reagieren soll», erzählt Ninck. Es war eines der prägendsten Interviews seiner Laufbahn. «In diesem Moment bist du nicht Journalist, sondern Mensch.»
«In diesem Moment bist du nicht Journalist, sondern Mensch.»
«Kopf-gegen-Bauch-Entscheid»
Seine ersten Schritte als Journalist machte der Berner 2010 bei TeleBärn. Zuvor studierte er Sportwissenschaften an der Universität Bern und arbeitete als Sportlehrer. Sport war immer ein zentraler Bestandteil in seinem Leben. Er wuchs in einer sportlichen Familie in Kirchdorf bei Bern ohne Fernseher auf. Eines Tages kam das Angebot vonTele Bärn. «Es war ein ‹Kopf-gegen-Bauch-Entscheid›. Die Leidenschaft für das Fernsehen und Erzählen von Geschichten war von Anfang an da», sagt Lukas Ninck. Schlussendlich entschied er sich, wofür sein Herz brannte. «Diesen Entscheid habe ich bis heute nicht bereut. Sportlehrer ist ein Traumjob, doch das, was ich heute mache, macht mich sehr glücklich.»
«Die Leidenschaft für das Fernsehen und Erzählen von Geschichten war von Anfang an da.»
Seit Herbst 2018 arbeitet Ninck zu 80 Prozent für SRF Sport. Daneben steht er regelmässig auf Bühnen und gibt Kommunikationstrainings. «Menschen weiterzubrin-
gen und sie dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial zu entfalten, erfüllt mich sehr», sagt er. Diesen Weg musste er sich jedoch erst erarbeiten. Lange Zeit habe er sich selbst nicht als Naturtalent vor der Kamera gesehen. «Ich war am Anfang oft brutal nervös», erinnert sich Ninck. Coaching war für Ninck unter anderem ein Weg, sich selbst besser zu reflektieren. «Ich habe nicht den Eindruck, dass ich bereits die beste Sendung oder die besten Fragen hinter mir habe. Das treibt mich an», sagt er. Heute begleiten ihn vor jedem Einsatz eine gesunde Anspannung und Respekt vor der Aufgabe. «Das Team hilft und gibt einem das Gefühl, nicht allein zu sein.»
«Der
Glaube hilft, dass das Leben sich nicht nur um einen selbst dreht. Es gibt jemanden, der grösser ist.»
Dieses Gefühl trägt ihn auch in seinem familiären Umfeld. Dort findet er Rückhalt und Stärke. Der Reporter ist verheiratet, Vater eines Sohnes und lebt heute in Zürich. «Die Familie macht es überhaupt möglich, dass ich einen Job ausüben kann, bei dem ich sehr viel unterwegs bin», sagt er. Die Leidenschaft für seine Arbeit und sein christlicher Glaube sind für Ninck zentral. «Der Glaube hilft, dass sich das Leben nicht nur um einen selbst dreht. Es gibt jemanden, der grösser ist.»
Mit Blick auf die Zukunft zählt für ihn vor allem der Moment. Aktuell sei er sehr glücklich. Eine langjährige Karriereplanung verfolge er nicht. «Ich hoffe, ich kann weiterhin jeden Tag das machen, was mir Freude bereitet.» (nb.)
HOCKEY-REPORTER MIT EINEM DRAHT NACH OBEN
Auch der Sportreporter Istvan Nagy setzt auf den christlichen Glauben: «Er gibt mir Kraft und Hoffnung», sagt der 58-Jährige aus Rapperswil-Jona. Seit 33 Jahren kommentiert er Eishockey für Radio Central . Nagy präzisiert: «Mit Jesus im Herzen, einer positiven Einstellung und grosser Offenheit gegenüber anderen Menschen möchte ich ein gutes Beispiel sein.» zVg.
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UMFRAGE
STARKE STIMMEN AUS ZWEI STÄDTEN
Was gibt dir Kraft im Leben?
Unsere Umfrage in Freiburg und Zürich lieferte unterschiedliche Antworten: von Glauben über Beziehungen bis zu persönlichen Zielen. Nathalie und Maksym haben sich in den Gastgeberstädten umgehört.
Verschiedene Passanten, darunter Lehrlinge, Studenten, Eltern und Senioren, haben sich offen auf unsere Fragen eingelassen. In Freiburg treffen wir auf Fernand (83, geniesst den Ruhestand). Seine Antwort ist deutlich: «Meine Kraft liegt in der Beziehung zu meinem Schöpfer und in der Gemeinschaft mit anderen Menschen.»
«Wenn wir auf Menschen mit Behinderungen schauen, lehren sie uns, das Leben zu schätzen und sich darüber zu freuen.»
Ksenia
Schutz und Stärke findet Ksenia (40, RehaÄrztin) im Gebet. Sie hält fest: «Menschen mit Behinderungen lehren uns, das Leben zu schätzen und sich darüber zu freuen.»
Maxences (20, HEP-Studentin) Blick wandert in die Vergangenheit zu ihrem scheuen jüngeren Ich, das sie antreibt. Heute will sie erreichen, was früher unmöglich schien. Mitschülerin Solenn (24, HEP-Studentin) schaut hingegen bewusst nach vorn. Wenn ihr etwas schwerfällt, verbindet sie es mit einem Ziel, das sie sich steckt. Sie gibt dem Moment dadurch einen Sinn.
Fazit: In Freiburg finden die Befragten ihre Kraft in sich selbst, aber auch in ihrer Beziehung mit Gott.
Von der Saane an die Limmat Zwei Tage später fragen wir Passanten in Zürich. Für Hinata (22, Student aus Kopenhagen) bedeutet Stärke, neue Freundschaften zu schliessen und die alten zu pflegen. Rajiv (22, UZH-Student) nennt zunächst Alltägliches wie Sport treiben und schlafen. Dann fügt er an: «Ich schöpfe Kraft, indem ich Zeit mit Familie und Freunden verbringe […] und wenn ich anderen Menschen eine Freude bereiten kann.» Yannick (19, Mediamatiker) antwortet im Kontrast dazu, dass ihm ein volles Bankkonto oder ein guter Matcha Kraft für den Tag schenkt.
«Ich würde sehr gern Karriere machen und mich so lange durchkämpfen, bis ich es zu etwas gebracht habe.»
Yannick
Auf seine Zukunft bezogen betont er: «Ich würde sehr gern Karriere machen und mich so lange durchkämpfen, bis ich es zu etwas gebracht habe.»
Autoren: Nathalie Bruderer (Praktikantin Livenet, Redaktion und Soziale Medien) & Maksym Tkach (Mitarbeiter SEA, Medien und Kommunikation)
Fotograf: Rajiv (Befragter aus Zürich)
Bildbearbeitung: Maksym
Antonia (23, Studentin und Athletin) lebt für ihren Sport. Das Training, ihr Team und die gemeinsamen Erfolge fördern ihre eigene Stärke. Besonders in Erinnerung bleibt uns das Gespräch mit einer alleinerziehenden Mutter (42). Ihre Motivation ist klar: Sie möchte ihrem Sohn die Möglichkeiten bieten, die ihr selbst verwehrt blieben.
Fazit: In Zürich hören wir häufig, dass innere Stärke durch gute Beziehungen entsteht und auch persönliche Ziele ein wichtiger Antrieb sind.
Blicken wir auf beide Tage zurück, so erkennen wir, dass die Kraft im Leben der Befragten auf unterschiedlichen Motivationen basiert. Dennoch ähneln sich die Antworten in vielen grundlegenden Werten. Die Umfrage zeigt auf: Kraft entsteht dort, wo Menschen Sinn finden. (nab./mt.)
Name: Benjamin Neukom
Geboren: 1991
Wohnort: Bern
«ICH BIN DANKBAR FÜRS LEBEN!»
Ein Stockschlag kostete ihn 2022 fast sein linkes Auge. Drei Tage nach der endgültigen Diagnose erfuhr Benjamin Neukom, dass er Vater wird. Diese Nachricht «rettete» den Ex-Olten- und Lakers-Stürmer über sein Karriere-Aus hinweg.
Beni, was war deine schönste Zeit im Eishockey?
Die Juniorenzeit – und der erfolgreiche Sprung in die 1. Mannschaft bei meinem Jugendclub, den Rapperswil-Jona Lakers. Auch die Zeit in Langnau war schön, dort entstanden Freundschaften, die noch heute bestehen.
Am 5. November 2022 hast du einen Stock ins Auge bekommen. Welche Gedanken gingen dir durch den Kopf, als du bemerktest, dass dein Augenlicht nach dem Unfall massiv beeinträchtigt war?
Im ersten Moment dachte ich, es sei nicht so schlimm, da ich schon mehrere Augenverletzungen erlitten hatte. Erst durch die Reaktion der Ärzte begriff ich, dass es sich wohl um eine ernsthafte Verletzung handelte. Als mir die Tragweite klar wurde, war ich geschockt, denn ich hatte noch Hoffnung, meine Karriere fortsetzen zu können.
«Die Nachricht, dass ich Vater werde, drei Tage nach der endgültigen Diagnose, war wie eine Rettung für mich.»
Wie hast du dich gefühlt als dir klar wurde, dass deine Hockeykarriere nicht mehr weitergehen wird?
Einerseits hatte ich mich bereits in den Jahren vor dem Unfall mit dem Leben nach dem Hockey befasst und mich auch darauf gefreut. Als es dann so plötzlich kam, fiel es mir schwer, mit der Situation umzugehen.
Meine Freundin war schwanger. Wie sollte es wirtschaftlich weitergehen, ohne materielle Sicherheiten? Das machte mir Angst, obwohl ich dachte, ich sei in der Nachkarrierevorbereitung schon weiter. Die Nachricht, dass ich Vater werde, drei Tage nach der endgültigen Diagnose, war wie eine Rettung für mich.
Hast du dich auch gefragt, weshalb Gott den Unfall zugelassen hat? Ich habe alle möglichen Szenarien durchdacht. Was wäre passiert, wenn ich nicht gewechselt hätte? Auch wenn ich nicht besonders gläubig bin, denke ich, dass es kein Zufall war und Gott letztlich gute Gedanken über meinem Leben hat. Dass ich heute eine Umschulung zum Lehrer mache und eine intakte Familie habe, bestätigt dies.
Hast du dich während deiner Karriere manchmal wie ein Gladiator der heutigen Zeit gefühlt? So nach dem Motto: «Ich spiele nur, um die Leute zu unterhalten?»
Anfangs gar nicht, aber später hielt ich mich für unbesiegbar und die Zuschauer waren mir wichtig. Gegen Schluss wurde
BENJAMIN NEUKOM
mir bewusst, wie sehr ich im Rampenlicht gestanden habe. Mein Körper fühlt sich jedenfalls an wie der eines Gladiatoren. Im Nachhinein würde ich mich in gewissen Situationen anders, sprich ehrlicher, äussern, um gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen, mit der ich konfrontiert war. Beim Karriereende wurde mir klar, wie sehr ich nur eine Nummer war und dass sich niemand mehr für mich interessierte.
«Auch wenn ich nicht besonders gläubig bin, denke ich, dass es kein Zufall war und Gott letztlich gute Gedanken über meinem Leben hat. »
ins Spital am 5.11.2022.
zu treffen. Meine Lebenserfahrung war zu diesem Zeitpunkt noch zu gering, ich lebte primär in der Hockey-Bubble.
«Beim Karriereende wurde mir klar, wie sehr ich nur eine Nummer war und dass sich niemand mehr für mich interessierte.»
BENJAMIN NEUKOM
Der angehende Lehrer Benjamin Neukom lebt mit seiner Partnerin und zwei Töchtern (2 ½ Jahre und 3 Monate) in Bern. Als einstiger Stürmer sammelte er in der National League Erfahrungen bei mehreren Clubs, darunter seinem Jugendteam, den Lakers, später auch in Fribourg und Langnau. Im November 2022 nahm seine Laufbahn eine tragische Wendung: Während eines Spiels für Olten wurde er durch einen Stockschlag am linken Auge schwer verletzt. Mehrere Operationen führten nicht zur vollständigen Genesung, weshalb er nach rund 15 Monaten endgültig zurücktrat.
Was hätte dir aus heutiger Sicht geholfen, dich auf dein Karriereende besser vorzubereiten?
Es war wohl gar nicht möglich, da ich mit 31 noch voll im Hockey steckte und es schwierig war, eine berufliche Wahl
Wie beschreibst du heute mit etwas Abstand deine Zeit im Eishockey?
Als einen Traum, den ich leben durfte, und die beste Lebensschule, die ich mir vorstellen kann. Allerdings hätte ich mir mehr und ehrlichere Kommunikation gewünscht.
Was gab dir die Kraft, nicht aufzugeben?
Sicher meine Familie, die ich während meines Unfalls gründen durfte, und der Wille zu leben. Ich möchte jeden Tag geniessen, sei er schwierig oder schön. Ich bin dankbar fürs Leben!
Was hat dir bei deiner Ausrichtung auf eine neue Lebensperspektive geholfen?
Das hätte ich vor zehn Jahren sicher nie gesagt. Aber die vielen anderen Menschen, die ich beim Hockey kennengelernt habe, haben mich geprägt – und jetzt motiviert mich dies, Kindern nicht nur schulischen Stoff zu vermitteln, sondern ihnen etwas für ihr weiteres Leben mitzugeben. (mm.)
«Ich möchte jeden Tag geniessen, sei er schwierig oder schön. Ich bin dankbar fürs Leben!»
Notfall-Transport
GELIEBT, UM ZU LEISTEN
Im Sport zählt oft nur die Leistung. Doch was, wenn es nicht läuft? Die gute Nachricht: Dein Wert hängt nicht davon ab, was du leistest: Du bist geliebt, bevor du leistest.
Geliebt, um zu leisten? Was für eine provokative Aussage! Ja, genau du bist dann wertvoll, wenn du leistest. Doch was, wenn es dir mal nicht läuft? Wie viel Wert hast du dann noch? Du als Sportler, als Mensch rückst in den Hintergrund und wirst vielfach nur noch über deine Leistung definiert. Ist es nicht faszinierend, dass wir von Gott zuerst geliebt sind, ohne etwas
Wir fördern und begleiten dich, damit du dein volles Potenzial in allen Lebensbereichen ausschöpfen kannst.
geleistet zu haben? Würde ist der Wert, den jeder Mensch als Geschöpf Gottes unabhängig von seiner Leistung besitzt. Wenn wir das erkennen und für uns persönlich annehmen, finden wir zu einer neuen Identität. Aus dieser heraus können wir unsere von Gott geschenkten Talente freier ausspielen: mutig, verantwortungsvoll und ohne uns beweisen zu müssen. Unser Wert und unsere Würde bleiben bestehen.
Ganzheitlich beraten, begleiten, fördern und prägen Durch zahlreiche Begegnungen und langjährige aktive Erfahrung im Leistungs- und Breitensport erlebten wir die Sonnen- und Schattenseiten vieler junger Menschen im Sport. Das Spannungsfeld, dem die Sportler und
Wir zeigen dir über den Sport hinaus Perspektiven (Zukunft & Hoffnung) auf.
deren Familien ausgesetzt sind, führte im Dezember 2013 zur Gründung der gemeinnützigen Stiftung. Unsere Vision ist, Leistungssportler/-innen ganzheitlich zu fördern, zu beraten, zu begleiten und zu prägen – von den ersten Schritten ihrer Karriere bis über das Karriereende hinaus. Wir bieten umfassenden Support, der den Sportler/-innen zeigt, dass jeder Mensch – unabhängig von Herkunft, Stellung, Ausbildung, Fähigkeiten oder erbrachter Leistung – von unschätzbarem Wert ist. Unsere Unterstützung ermöglicht es den Sportler/-innen, ihr volles Potenzial in allen Lebensbereichen zu entfalten.
Unser Angebot lässt sich gut in den 3 P’s zusammenfassen:
Wir unterstützen dich in deiner Persönlichkeitsentwicklung.
SPORTMENTALCOACHINGS
Dont’t Panic – wir bringen dich auch mental in Topform!
Wir unterstützen dich, dein volles mentales Leistungspotenzial zu entfalten.
• Einzel-Coaching
• Team-Coaching
• Coach the Coach
«Dank elives spiele ich jetzt frei auf und konnte mein Level markant steigern!»
Roman Josi
CAMPS
Unsere Campangebote fördern sportliche, soziale und mentale Kompetenzen auf der Basis christlich-ethischer Werte. Im Eishockey entwickeln wir altersgerecht Technik, Taktik, Beweglichkeit, Koordination und mentale Fertigkeiten. Zudem legen wir grossen Wert auf verantwortungsbewusstes Verhalten in Sport, Gesellschaft und persönlichem Leben.
SPORT CHAPLAINCY
MEHR:
Grenzerfahrungen treten im Leben und besonders im Sport meist unerwartet und schmerzhaft auf. Krisen im Privatleben, persönliche Niederlagen im Sport, Unfälle oder gar Todesfälle lösen grundlegende Fragen aus. Die Dimension von Seele und Geist erhält plötzlich einen besonderen Stellenwert. Wir unterstützen Athletinnen und Athleten in allen Leistungsstufen. Die Gespräche führen wir vor Ort oder per Videocall durch.
MEHR:
Daniel Hornecker (Mentalcoach & Geschäftsführer Empowering Lives) mit Sandro Aeschlimann.
«MEIN TRAUM IST DIE NHL!»
Nnamdi kämpft sich mit Autismus, Schulabbrüchen und vielen Hürden Schritt für Schritt durchs Leben. Von seiner alleinerziehenden Mutter Natalie und seinem Mentaltrainer Manuel liebevoll begleitet, verfolgt er konsequent seinen grossen Traum.
Natalie, was macht dich als Mutter von Nnamdi stark?
Für mich ist es wichtig, Menschen an meiner Seite zu haben, die mich unterstützen. Menschen, die mich und meine Kinder verstehen. Ohne ein professionelles Helfernetzwerk und meinen Glauben an Gott würde ich das alles nicht schaffen. Ich habe eine Frau als Mentorin an meiner Seite. Sie gibt mir Inputs und ermutigt mich, dranzubleiben und Gott zu vertrauen. Unsere Familienbegleitung durch eine Fachfrau Autismus ist uns ebenfalls eine grosse Unterstützung.
Was macht Nnamdi stark?
Menschen, die an ihn glauben und ihn brutto annehmen – so wie er ist. Dazu viele, viele Gespräche. Für ihn ist es wichtig, dass er die Wahrheit (seine Wahrnehmung) äussern und so sein darf, wie er ist.
«Die Eishockeyausrüstung bietet Nnamdi Schutz –sportlicher Körperkontakt ist so möglich.»
Was sind die grössten Herausforderungen für Nnamdi im Eishockey, in der Schule, in der Familie?
Eishockey: dass er nicht verstanden wird. Antworten auf Warum-Fragen sind für ihn elementar. Er bräuchte mehr, klare und frühzeitige Kommunikation, um auch selbst zu
HIER GEHT'S ZUM VIDEO MIT NNAMDI UND GOALIE LEONARDO GENONI:
Name: Nnamdi Onwuka
Geboren: 2012
Wohnort: Bezirk Winterthur
NATALIE UND NNAMDI ONWUKA
Nnamdi mit seinem Mentaltrainer Manuel Mettler.
verstehen, was auf dem Trainingsplan steht, wie viele Kids auf dem Eis sein werden oder wenn ein neuer Trainer auf dem Eis steht. Nnamdi muss sich mental auf solche Situationen einstellen. Genauso sollte ein neuer Trainer über die besonderen Bedürfnisse von Nnamdi informiert sein. Es braucht einen Beziehungsaufbau, welcher laufende Kommunikation erfordert.
Die Eishockeyausrüstung bietet Nnamdi Schutz – sportlicher Körperkontakt ist so möglich. Im Off-Icetraining braucht er dafür Zeit, deshalb arbeiten wir mit einem Einzelathletiktrainer. Nach drei Jahren sind nun tolle Fortschritte sichtbar, doch das brauchte Geduld und Förderung.
Schule: Er ist in der zweiten Klasse aus dem System gefallen, unter anderem aufgrund eines Lehrerwechsels, Unterforderung und sozialer Konflikte. Trotz seiner Hochbegabung war Nnamdi während vier Jahren nicht mehr in der Lage, die Schule zu besuchen. Generell gibt es für Kinder mit ASS wenig geeignete Schulplätze. Der Wiedereinstieg erfolgte dann ab Oberstufe durch ein an ihn angepasstes Schulsetting an einer Sportschule.
Familie: Wir haben die Tagesstruktur angepasst und leben einen Alltag, der ausserhalb der Normen liegt. Ich lebe eine andere Familienstruktur und meine eigenen Bedürfnisse gilt es immer wieder zurückzustellen.
«Die Haltung ‹Finde eine Lösung!› und sein Glaube an Nnamdi haben dessen Entwicklung enorm gefördert.»
Was bedeutet die Begleitung von Nnamdi durch Manuel Mettler von der Empowering-Lives-Stiftung für dich als Nnamdis Mutter? Er ist für uns von unschätzbarem Wert. Manuel schränkt Nnamdi nicht ein; er hat ihn fast ein Jahr lang ausschliesslich auf der Handlungsebene begleitet, bis Nnamdi zu sprechen begann. Er hat ihn nie aufgegeben, sondern ihn von Anfang an als vollwertige Person gesehen und seine alternativen Lösungswege akzeptiert. Die Haltung «Finde eine Lösung!» und sein Glaube an Nnamdi haben dessen Entwicklung enorm gefördert. Auf einmal konnte Nnamdi aufblühen. Manuel ist für ihn eine Art zusätzlicher Coach: Eishockeythemen – Statistiken und vieles mehr – bespricht Nnamdi mit Manuel.
Wie hilft dir dein Glaube an Gott bei der Bewältigung deiner Herausforderungen?
Ich erlebe, wie Gott mir inmitten meines herausfordernden Alltags als alleinerziehende Mutter im Kleinen wie im Grossen zur Seite steht. Ohne meinen Glauben hätte ich schon lange aufgegeben. Auch ich persönlich durfte nach einem traumatischen Erlebnis innere Heilung erfahren. Gott hat immer wieder Wunder getan, die Kraft gaben, um weiterzugehen. Er ist treu und hat einen Plan. Kleine Schritte sind angesagt – und Vertrauen, etwa wenn sich eine Türe schliesst … Eine andere wird sich öffnen. Das haben wir immer wieder erlebt.
Was gibt dir Hoffnung für Nnamdis Zukunft und welche Rolle spielt Eishockey dabei?
Eishockey ist Nnamdis Leben. Dieser Sport gibt ihm Kraft und Perspektive, deshalb bauen wir seinen Alltag rund ums Eishockey auf: Mentalcoaching, Einzelathletik, Goalieoff-Icetraining. Sein Traum ist die NHL. Dass er so gross träumt, ist für seine Entwicklung sehr wichtig, denn ein Ziel im Leben zu haben, ist von grosser Bedeutung. Ich sehe, was Nnamdi kann und welches Potenzial in ihm steckt. Ich glaube, dass Gott einen Plan mit Nnamdi verfolgt und auch ein Platz im Eishockey, z. B. als Goalietrainer möglich ist. Es gilt, nicht aufzugeben. Der nächste Schritt ist aufregend: Dank grosszügiger Spenden darf Nnamdi im Mai an ein AAA-Turnier nach Nashville fliegen.
FRAGEN AN NNAMDI:
Nnamdi, inwiefern hilft dir Manuels Coaching im Eishockey?
In Camps erklärt er mir kurz, wie das Training abläuft, und hilft mir generell, in diesem Sport besser zu werden. Manuel ist einfach ehrlich, das schätze ich sehr. Und es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn er meine Einschätzungen bestätigt. Das gibt mir Sicherheit. Anfangs war es für mich schwierig, mich aufs Mentalcoaching einzulassen, doch nach einer Weile fühlte ich mich bei Manuel sicher und freue mich immer, wenn ich mit ihm Zeit verbringen darf.
Wie stärkt dich Manuels Coaching in der Schule?
Seine Begleitung gibt mir erst das Gefühl, sicher genug zu sein, um das Schulhaus zu betreten – und all die Eindrücke und Situationen auszuhalten, die auf mich zukommen. Er hat grosse Geduld mit mir und wartet einfach, bis ich bereit bin für den nächsten Schritt.
Nnamdi gibt die Hoffnung nicht auf, dass er für die kommende Saison einen Klub findet, der ihn ins Kader der U16 Top/Elite aufnimmt. (mm.)
MEHR ALS EINE DIAGNOSE
Kinder mit ASS – AutismusSpektrum-Störung – erleben die Welt meist intensiver und schneller überwältigend. Vieles, was anderen leichtfällt, kostet sie enorme Kraft: Z. B. haben Kinder mit ASS oft Angst vor Erwartungen und Anforderungen. Gleichzeitig tragen sie besondere Stärken in sich: Klarheit, Ehrlichkeit, Sensibilität. Was sie am meisten brauchen, ist ein Umfeld, das sie sieht, versteht und ihnen Zeit schenkt, einfach sich selbst zu sein.
Nnamdi beim EHC Visp. zVg.
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WETTBEWERB
WETTBEWERBSFRAGE
WIE HEISST DER MODUS IM EISHOCKEY, BEI DEM EIN SPIEL IN DER VERLÄNGERUNG SOFORT ENTSCHIEDEN IST, WENN EIN TOR FÄLLT?
Auf diese Weise ist die Schweiz an den Olympischen Spielen in Milano Cortina im Viertelfinale an Finnland gescheitert. Ein Tipp: Das Lösungswort heisst nicht Shorthander.
MITMACHEN & GEWINNEN
Sende uns die richtige Antwort via Teilnahmeformular online auf www.hope-schweiz.ch/hockeywettbewerb und gewinne attraktive Preise!
Teilnahmeschluss: 31. August 2026
PREISE
1. PREIS
Übernachtung für zwei Personen im Hotel Paladina (Pura TI) Wert: CHF 600.– | hotel-paladina-tessin.ch
2. PREIS
Erlebnis-Besuch bei Livenet (Abendessen und Hockey-Spiel für 2 Personen) Wert: CHF 300.– | livenet.ch
3. PREIS
Köstlichkeiten aus der Nudelwerkstatt (Gontenschwil) Wert: CHF 100.– | nudelwerkstatt.ch
GIBT ES EINEN
EISHOCKEY-GOTT?
Es gibt einen Mentalcoach, der 24/7 für dich da sein möchte. Gott, dein «Creator» und Förderer, glaubt an dich –und er hält eine grossartige Zukunft für dich bereit.
Du bist einmalig – mit einer DNA, die niemand sonst auf dieser Welt besitzt. Gott hat dich mit einzigartigen Eigenschaften geschaffen. So wie jede Hockeyanerin und jeder Hockeyaner einen anderen Laufstil, andere Puckhandlingskills und andere Schusstechniken hat, so kennt und glaubt Gott als dein Schöpfer an dich.
Als ehemaliger Leichtathletik- und Eishockeytrainer und langjähriger Leiter einer christlich-sozialen Institution durfte ich meine Leidenschaft, Menschen zu fördern, über viele Jahre hinweg ausleben. Dabei erlebte ich immer wieder, wie sie durch den Einsatz ihrer gottgeschenkten Fähigkeiten Grenzen in ihrem Leben erweiterten und Ziele erreichten, von denen sie kaum zu träumen gewagt hatten … Genau so, wie es der Nati in den letzten Jahren gelungen ist; jetzt fehlt nur noch der WM-Titel!
Gott, dein Mentalcoach, versteht dich und deine Emotionen
Sport, insbesondere Eishockey, ist voller Emotionen. Hier wird die Faszination, wie Gott uns geschaffen hat, besonders schön sichtbar! Ja, Emotionen sind Teil unserer Gottesähnlichkeit. Die Bibel beschreibt immer wieder, wie sehr Jesus während seiner Zeit auf dieser Erde innerlich
bewegt wurde! Freude, Zorn, Trauer, Ärger, Jubel, Freuden- und Enttäuschungstränen –alles, was «Icehockey – the coolest game on earth» – auch beinhaltet. Gott freut sich über jeden Erfolg in deinem Leben und leidet mit dir mit in deinen Misserfolgen. Gott möchte dir auch beim Aushalten von Spannungsfeldern in deinem Leben helfen.
Aus Liebe zu dir trug Gott die Folgen deiner Fouls im Leben Doch was, wenn du scheiterst? Was ist mit deinen Fehlern? Was ist mit deinen (seelischen) Verletzungen? Gottes Antwort auf dein Scheitern lautet: «Ich habe meinen Sohn geschickt, um für dein Versagen den Preis zu bezahlen.» Jesus hat sozusagen deine Spieldauerdisziplinarstrafe für dich abgesessen. Deshalb kann der «Sudden Death»*, der jeden Menschen einmal ereilen wird, nicht das Ende, sondern der Anfang eines noch besseren Lebens sein. Gott wartet auf dein Shakehand mit ihm als ersten Schritt zur Versöhnung. Denn er hat die Eishockeyaner, die Fans, die Coaches, die Betreuer, die Stars, die Verletzten, die Gescheiterten (sprich alle Menschen) so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben (die Bibel, Johannes-
Evangelium, Kapitel 3, Vers 16). Gottes Perspektive für dich geht also über den «Sudden Death»* hinaus.
Das heisst für mich: Ich glaube, dass Gott mich erschaffen hat. Ich erlebe, wie Jesus mich in herausfordernden Lebenssituationen coachend begleitet und mir meine Fehler vergibt. (mm.)
Was glaubst Du?
Vielleicht kannst du beim Mitsingen der Nationalhymne an dieser WM diese Frage für dich persönlich beantworten:
NATIONALHYMNE
«Trittst im Morgenrot daher, Seh’ich dich im Strahlenmeer, Dich, du Hocherhabener, Herrlicher! Wenn der Alpenfirn sich rötet, Betet, freie Schweizer, betet! Eure fromme Seele ahnt Eure fromme Seele ahnt Gott im hehren Vaterland, Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.»
MÖCHTEST DU MEHR ERFAHREN UND JESUS KENNENLERNEN?
Dann lass dich durch die Erlebnisberichte von verschiedenen Eishockeyspielern inspirieren und bestelle dir via QR-Code eine Hockeybibel.
STATEMENTS ÜBER DEN GLAUBEN
GOTT IM EISHOCKEY
WILLY RIEDI, 28, ZSC-Stürmer über die Bibel, im Interview mit dem TagesAnzeiger
«Ich finde es interessant, wie viel Weisheit in diesem alten Buch steckt. Da stehen viele Dinge, die dir helfen können, wenn du sie in deinem Leben anwendest. Ob mit oder ohne Glaube an Gott. »
ANDRES AMBÜHL, 42, Hockeylegende HC Davos, auf reformiert.info
«Religion ist für mich Tradition, Kultur, sie bedeutet auch ein Stück Heimat. Ich selbst bin kein fleissiger Kirchgänger, aber wir haben kirchlich geheiratet und unsere Töchter sind getauft.»
ALS TEENAGERBUB IN EINER BERNER GASTFAMILIE
In seiner Jugendzeit lebte der gebürtige Ostschweizer Rodwin Dionicio bei der Familie Stettler in Uettligen BE. Stettlers pflegen - motiviert durch ihren christlichen Glauben – eine Kultur der Gastfreundschaft. So haben sie bei mehreren Gelegenheiten Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen bei sich aufgenommen. Rodwin landete im Alter von 15 Jahren bei ihnen, als er beim SCB-Nachwuchs einsteigen konnte. Der Mann im Haus, Martin Stettler, war selbst ein erfolgreicher Eishockeyspieler bei Langnau und Bern (u.a. Schweizermeister mit dem SC Bern 2009/2010). Bei Rodwin habe er schon früh das Potenzial zum Profi gesehen, so Stettler.
Die ganze Geschichte über Rodwin Dionicios Karriere und seine Zeit bei der Gastfamilie Stettler in Uettligen gibt's online auf hoffnung.ch.
RODWIN DIONICIO, 22, Verteidiger EHC Biel, im Gespräch mit Hope Schweiz
«Ich hatte schon als Junior den Bibelvers Josua 1,9 auf meinen Eishockeystock geschrieben. Dort steht: ‘Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der Herr, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst.’ Das prägt mich immer wieder vor wichtigen Spielen. Auch meine Mutter weist mich jeweils darauf hin, dass ich auf Gott vertrauen soll.»