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0831 (09/10.2026)

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Ausgabe #77 September/Oktober 2026

DAS KEMPTENER STADTMAGAZIN

EVENTS

Calisthenics

Ganzkörper-Training im Freien

Herbst-Ausflüge

Kastanien, Jagd und Kutschen

Innovativ im Allgäu

Ideen und Kreativität auf der Spur


klinikverbund-allgaeu.de

Drei starke Zentren, ein gemeinsames Ziel: Mit unseren zertifizierten Magen-, Pankreasund Darmzentren bündeln wir höchste Expertise für modernste Krebsmedizin aus einer Hand.

Klinikverbund Allgäu gGmbH Metropol-Klinikum Kempten Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie Robert-Weixler-Str. 50, 87439 Kempten

Chefarzt Dr. Christian Hart Tel. Sekretariat: 0831 530 3001 christian.hart@klinikverbund-allgaeu.de


Anke Roser Chefredakteurin

Ein Heft der großen Sprünge Kaum haben wir uns gemeinsam an das neue Layout des 0831 gewöhnt… wird es der Chefredakteurin langweilig und sie fängt an rumzubasteln. Diesmal sind so viel coole Innovations-, Ausbildungs- und Schulthemen im Heft, dass wir gedacht haben, wir starten damit einfach mal. Und außerdem haben wir so viele tolle Herbst- und Ausflugsthemen, dass die direkt danach kommen sollten… Und schon war es so, dass wir ausprobiert haben, mal alle Rubriken bis auf Kultur und Events in der entgegengesetzten Reihenfolge wie sonst ins Heft zu nehmen. Nun sieht das Inhaltsverzeichnis anders aus, alle müssen sich umgewöhnen – und ich frage mich: Ist das gut? Anders auf jeden Fall. Und irgendwie passt es zu dieser Ausgabe, die mir an vielen Stellen große Sprünge abverlangt hat: Über meinen eigenen Schatten, weil der Kollege, der mir bei der Akquise hilft, ausgefallen ist und ich ganz viel Fragerei selbst übernehmen musste. Über meinen Hang zur Prokrastination, weil ich aufgrund von Urlaubsplänen diesmal deutlich früher mit allem fertig sein musste als sonst. Tatsächlich – wie das Foto oben zeigt – über echte Abgründe beim Bergsteigen, ein guter, aber manchmal nervenaufreibender Ausgleich zum 0831. Und einen Sprung über die alte Reihenfolge hinein in einen neuen Aufbau haben wir eben auch gewagt. Findet ihr, dass man das ab und zu machen sollte? Oder nervt euch das eher? Bin gespannt auf euer Feedback (redaktion@0831-stadtmagazin.de). Viel Spaß mit unseren Themen, von denen ich noch den Artikel übers Jagen sowie die Texte zu Graffiti und Streetart, zur KunstNacht und zu vielen weiteren Kultur-Highlights hervorheben möchte. Frohe Lektüre und einen schönen Herbst, Anke Roser & das ganze 0831-Team

Editorial 3


Ausgabe #77 September/Oktober 2026

0831-Website: bald geil

6

KI & Data Science aus Kempten

8

Rimmel: ab in die Zukunft

10

Wasser sparen mit Innovation

12

Gründerbühne: Ticketverkauf läuft

13

Mit KI den Arbeitsalltag neu denken

14

Abenteuer Staplerschein

16

Wege im Ausbildungs-Dschungel

18

Ausbildung in der Gärtnerei 20 Ausbildung im Möbelhaus

21

Ein Jahr Grundschule am Aybühlweg 22 Initiative für smartphonefreie Klassen 23 Neues beim City Management 24

BILDUNG & BUSINESS 6 - 24 26 Calisthenics: Training für draußen 28 Herbst-Ausflüge und Tipps für Familien 30 Sommerferien als Kleinhirtinnen 32 Alpen im Hintersteiner Tal 33 Seen im Allgäu: großes Ranking 34 Kutschfahrten ins Rohrmoostal 36 Jagen – ein Trend auch bei Frauen

SPORT & FREIZEIT 25 - 38

37 Sport- und Familientag in Kempten 38 Radpilgern: Santiago und Allgäu

40 Parking Day und Podiumsdiskussion 41

Europäische Mobilitätswoche

42 Kleine E-Autos: Champions in der Stadt 43 Neuer ADFC Fahrradklima-Test 44 25 Jahre Bio mit Heimatgefühl 46 Wie aus Restmüll Energie wird

NACHHALTIGKEIT 39 - 50 4 Inhalt

48 Too Good to Go: ein Erfolgsmodell 49 Woher kommt unser Strom? 50 Paten der Nacht und Earth Night


Kinderchirurgische Versorgung verbessert 52 112 – wenn jede Minute zählt 54 Das Vergessen mal vergessen können 56 Wiedereröffnung Café International 58 Bürgerversammlung 2026 in Thingers 59 Reise ins Zentrum der Macht 60 Ort der Demokratie 62 Jobcafé für junge Männer 62

MEHRWERT 51 - 62 64 Graffiti und Streetart in Kempten 66 KunstNacht am 26. September 68 Portrait: Till Hamm / Demokratie-Billboards 70 Innovationen am Theater in Kempten 72 jamuk: Kinderlieder-Duo aus Leidenschaft 74

Eindrücke von den Körperwelten

76 75. Kunstausstellung / Bewegter Donnerstag 78

Highlights in der bigBOX

79 26. Kemptener Tanzherbst 80 CamboMetal meets Rock ’n’ Roll 81

Kultur im Kornhaus & mehr

82 Kunst im Park / Events in Grönenbach 83 Stadtteilfest OstHoch3 84 Alternativer Markt / Klecks.Live / Classix

Fotos unsplash: frederic-christian, mariodominguez, shahin-khalilifar, klaus-andersen, tom-caillarec, tom-caillarec, josh-howard

KUNST & KULTUR 63 - 87

85 Ausstellungs-Empfehlungen 86 Kino-Tipps fürs Colosseum

EVENTS 88 - 95

88 Termine September/Oktober 95 Impressum 96 Podcast-Tipps, 0831-Comic 97 Buchtipps, Kempten ist Vielfalt 98 Kreuzworträtsel, Sudoku

Inhalt 5


Bald geil: die 0831-Website Beim Thema Innovation machen wir vom 0831 direkt selbst mit: Wir verpassen dem Magazin in den nächsten Monaten eine richtig geniale, moderne, potente Website. Und zwar in Zusammenarbeit mit einem Allgäuer Startup, das sich mit einem eigenen Content-ManagementSystem auf leistungsfähige Unternehmenswebsites sowie intuitive Webanwendungen spezialisiert hat: ETYPSNI. In einer vierteiligen Serie werden wir euch das nächste halbe Jahr lang erzählen, wie wir die Seiten konzipieren, umsetzen, live schalten – und am Ende dürft ihr sie bewerten!

FOLGE 1: KONZEPTION Das 0831 ist ein Printmagazin. Seit vielen, vielen Jahren. Und das ist gut so, denn viele Menschen blättern – Digitalisierung hin oder her – wahnsinnig gerne echte Papierseiten um und schmökern regelmäßig in ihrem zwei Monate gültigen Stadtmagazin. Andere haben aber auch auf dem Handy oder Tablet Spaß an den 0831-Inhalten. Und manche Dinge, die nach Redaktionsschluss passieren, sind im nächsten Heft schon veraltet, für die Online-Version des 0831 aber ein idealer Inhalt. In persönlichen und Remote-Treffen sind die ersten Ideen und Festlegungen für die neue 0831-Website entstanden

Deshalb gibt es seit Ende 2025 die Website www.0831-stadtmagazin.de. Die erste Version davon war eine schnell gestrickte, bessere Beta-Version, mit der wir einfach mal testen wollten, wie ein Online-Angebot ankommt, wie gut die Verlinkung mit Instagram funktioniert, wie sich der Eventkalender einbinden lässt und wie gut Banner an welcher Stelle geklickt werden. Diese ersten Erfahrungen haben wir nun gesammelt – und sind bereit für mehr! Eigenständiges, selbstbewusstes Online-Magazin Aus der grafisch schlichten ersten Version, die mit der optischen Coolness des Printmagazins recht wenig zu tun hat, wird ein ebenso cooles, eigenständiges und modernes Online-Magazin. Und zwar dank einer großartigen Kooperation: Die 0831-Verantwortlichen, allen voran Anke Roser und Lara Schicketanz, arbeiten ab sofort mit Mark Kosoris und Elias Albrecht, den Gründern von ETYPSNI, zusammen – einer noch ganz jungen, hoch innovativen WebdesignAgentur aus Immenstadt, die erst 2025 gegründet wurde, aber schon ein hochprofessionelles Produktportfolio am Start hat. Unsere Website-Profis: Mark und Elias von ETYPSNI Auf ihrer Website beschreiben sich Mark und Elias so: „Wir sind kein gewöhnliches Webagentur-Team. Wir sind passionierte Entwickler und Webdesign-Liebhaber aus dem Allgäu, die eine gemeinsame Vision haben: Für unsere Kunden das Beste aus ihrem Webauftritt herauszuholen. Als junges Unternehmen arbeiten wir nicht nach Schema F, sondern mit echtem Herzblut. Wir entwickeln Websites und Webanwendungen,

Unsere neuen Kooperationspartner Mark Kosoris (l.o.) und Elias Albrecht

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„

die messbar performen. Mit unserem Evolu-Ökosystem (CMS & Analytics) und spezialisierten Anwendungen wie Traacko machen wir Unternehmen bereit für das digitale Zeitalter.“

Die neue 0831-Website wird eine Win-Win-Win-Geschichte für ETYPSNI, das Magazin und die Leserschaft. Alle werden maximalen Nutzen und maximalen Spaß damit haben. Anke Roser, Chefredakteurin 0831

“

Da wollen wir also hin mit dem 0831. Und haben uns bereits auf den Weg gemacht. In ersten Treffen haben wir analysiert, was das 0831 online ausmachen soll: Wir behalten die Rubriken aus dem Heft bei, machen den Eventkalender größer und nutzwertiger, binden Elemente wie Podcasts und Insta-Beiträge sinnvoll ein. Wir optimieren die Suchfunktion, bieten Newsletter-Abos an, schaffen noch attraktivere Bannerplätze und Werbemöglichkeiten. Wir gestalten das Ganze optisch super modern, wiedererkennbar und mit dem gleichen Selbstbewusstsein wie das Printheft. Und wir führen für uns und unsere Werbekunden bestmögliche Analysen und Statistiken ein, um immer besser zu werden. Vorzeigeprodukt mit Ambition und Herzblut Die entsprechenden PowerPoint-Konzepte sind gemalt, erste Mockups programmiert. Bis in den Herbst werden immer mehr Seiten und Rubriken entstehen. Wir werden neue Funktionen testen und gemeinsam beraten, wie wir für die 0831-Fans das bestmögliche Angebot aufbauen können. Dabei sind wir vom Magazin eine Art Versuchskaninchen für Mark und Elias, die in diesem Rahmen alles ausprobieren und coden können, was sie für nützlich halten und später weiteren Kunden verkaufen möchten. Wir lernen gemeinsam und schaffen auf diese Weise ein Vorzeigeprodukt, das hoffentlich viele Nachahmer finden wird.

C A F É S & B A R S IN DE R INNE NS TA D T F E IE R A B E ND-DUO S F ÜR 1 2 € DR INK & F INGE R F OOD

| Text: Anke Roser, Fotos/Grafik: ETYPSNI, Lara Schicketanz |

Anregungen und Feedback erwünscht! Wer hat Ideen für die neue 0831-Website? Was sollten wir unbedingt machen? Woran könnten wir uns orientieren? Was war bisher nervig und sollte besser werden? Schreibt uns eure Anregungen (redaktion@0831-stadtmagazin.de), wir freuen uns und berücksichtigen sie gerne!

2 0 . A U G I 1 7. S E P I 1 5 . O K T I 1 9 . N O V I 1 7. D E Z A B 1 7 : 0 0 U H R

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Data Science aus dem Allgäu

Für ein Fahrradgeschäft hat Ehrenmüller.AI einen Voice Bot oder Telefonagenten entwickelt, der automatisiert Kundengespräche führt. So perfekt, dass viele Anrufer die KI-generierte Stimme für eine menschliche halten. Für den Traktorenhersteller Fendt optimierte Ehrenmüller.AI die finale Qualitätskontrolle mithilfe einer KI. Solche und ähnliche Beispiele kann Geschäftsführerin Dr. Julia König zuhauf erzählen. KI-Lösungen made in Kempten haben Konjunktur – und andere Ideen von Julia König auch. Grundsätzlich muss man bei der Künstlichen Intelligenz (KI) zwei Bereiche unterscheiden. Das eine sind große Sprachmodelle wie ChatGPT von OpenAI, LLaMA von Meta oder Gemini von Google. Durch gezielte Fragen in Form von „Prompts“ kann man von Lexikonwissen bis zu Lebensberatung alles bekommen, was man sich nur vorstellen kann, inklusive Fotos, Videos und Musikstücke. Da das Training dieser Modelle große Datenmengen erfordert, findet dieses vor allem dort statt, wo große Rechenzentren bestehen – in den USA, in Frankreich und China.

KI-Portfolio seit 2019

Deutsche Firmen hingegen konzentrieren sich aktuell auf den Einsatz von KI sowie auf die Entwicklung kleinerer, spezialisierter KI-Modelle – von Prognosemodellen über Empfehlungsdienste bis hin zu Bild- und Spracherkennung. Schwerpunkte bilden Datenaufbereitung, KI-Modellentwicklung, Echtzeitsysteme und Monitoring. Dieses Portfolio bietet seit 2019 auch die Firma Ehrenmüller.AI erfolgreich ihren Kunden aus ganz Deutschland an. Mit rund 20 Mitarbeitenden, darunter zahlreiche Data Scientists und Data Engineers, realisiert die Firma unter der Regie ihrer Gründerin Dr. Julia König alle Kundenwünsche, die in Richtung KI-Assistenz, also maßgeschneiderte KI-Lösungen, gehen. Mit „Prompting“ hat das nichts mehr zu tun, sondern mit dem Fitmachen des deutschen Mittelstands für die digitalen Herausforderungen der Zukunft. Eine stattliche Anzahl namhafter Allgäuer Unternehmen setzt diesbezüglich schon auf die Firma Ehrenmüller.AI von Dr. Julia König und ihrem Team.

Lieblingsfach Mathematik

„Mathematik war eines meiner Lieblingsfächer in der Schule. Man musste nichts auswendig lernen. Wenn man einmal begriffen hatte, wie‘s funktioniert, lief es“, sagt die 35-Jährige beim Interview in den Redaktionsräumen des Kemptener Stadtmagazins 0831. Die gebürtige Österreicherin studierte an der TU München sowie der École Polytechnique in Frankreich Mathematik und promovierte an

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der TU Hamburg im Bereich der Graphentheorie. Ins Allgäu kam die Mathematikerin durch ihren Lebenspartner, einen gebürtigen Allgäuer. „Mein Mann, den ich in München kennengelernt habe, hat mir prophezeit, dass jeder emigrierte Allgäuer eines Tages in seine Heimat zurückkehrt. Voilà!“

Allgäuer KI-Stammtisch

Von 2016 an entwickelte Julia König unter anderem für Sixt in München und Bosch in Immenstadt KI-Modelle. In dieser Zeit reifte in ihr die Idee, einen Allgäuer KI-Stammtisch ins Leben zu rufen. Bereits vor der Gründung ihres Unternehmens, der Ehrenmüller GmbH, im Jahr 2019 konnte sie so erfolgreich Allgäuer Unternehmer ansprechen, die interessiert waren, durch KI-gestützte Assistenzsysteme ihre Unternehmensziele besser zu erreichen (der nächste Stammtisch ist am 06. Oktober bei der Max Wild GmbH). Nach zwei Jahren im Gründerzentrum zog Julia König mit ihren sechs Angestellten Ende 2020 in die ersten eigenen Büroräume ins S4 an der Kemptener Stadtmauer. Seither kennt das Wachstum des innovativen KI-Unternehmens nur eine Richtung – nach oben. „80 Prozent unserer Arbeit ist KI-Entwicklung, 20 Prozent sind Beratungen und Schulungen. Unser Schwerpunkt liegt daher auf der Entwicklung praktischer Anwendungen in den jeweiligen Unternehmensbereichen.“

Menschliche KI-Telefonagenten

Julia König erläutert dies an konkreten Beispielen aus der Praxis. Neben dem Voice Bot für die Fahrradkunden erzählt sie von der Qualitätssicherung bei Fendt, wo eine KI die Bilder von fertigen Traktoren mit den Auftragsdaten aus einem Manufacturing Execution System vergleicht. Für QTRADO, einen der größten Pressegroßhändler Deutschlands, der Zeitschriftensortimente beispielsweise für Raststätten und Tankstellen zusammenstellt, schuf Ehrenmüller.AI ein KI-gestütztes


KI kann die korrekte Montage von AutomotiveTeilen überwachen Foto: unsplash lilian-do-khac

Ich bin mal kurz auf dem Amt!

Unser digitales Rathaus ist immer für Sie geöffnet! · Ihre Anliegen online lösen · Bequem von zu Hause System zur Sortimentsoptimierung für Verkaufsstellen. „An Großprojekten wie für QTRADO arbeitet ein Team unserer KI-Entwickler ein bis zwei Jahre, an der Entstehung eines Voice Bots lediglich ein paar Wochen“, so Julia König.

· Einfach und sicher

Mehr Chancen als Risiken

„Natürlich schafft Künstliche Intelligenz Arbeitsplätze – und leider einige auch ab“, erklärt Dr. Julia König, als es im Gespräch um die Risiken der KI geht. „Alle Tätigkeiten, die leicht zu automatisieren sind, sind betroffen. Das ifo-Institut schreibt, dass ein Viertel der Unternehmen mit Stellenabbau durch KI rechnet.“ Davon betroffen sein werden vor allem Bereiche der Verwaltung, ob in privatwirtschaftlicher oder öffentlicher Hand. Aufgaben im Backoffice, Kundenservice, Rechnungswesen, Kundenkontakt und in der Buchhaltung werden vortrainierten KI-Modellen mit Zugang zu den relevanten Daten übertragen. „Im Ergebnis führt das zu mehr Effizienz – und möglicherweise zu mehr Bewerbungen junger Menschen in Handwerksbetrieben. Die Arbeitslosenquote bei Akademikern steigt aktuell, Stellenangebote werden weniger“, so die Mathematikerin König, die in der KI aber vor allem eine riesige Chance sieht. „KI wird das Leben von Menschen in vielen Bereichen verbessern, etwa in der Medizin, Bildung, Arbeit und Forschung. Es ist ein Werkzeug, das den Menschen unterstützt und entlasten kann.“ Auf die Frage, ob sie keine Angst hat, dass irgendwann die Künstliche Intelligenz die Herrschaft über die Menschheit übernehmen wird, antwortet die Mathematikerin und Mutter einer dreijährigen Tochter entspannt: „Nein, notfalls können wir den Stecker ziehen.“ | Text: Jörg Spielberg, Fotos: Ehrenmüller GmbH | Die etwa 20 hochqualifizierten Mitarbeitenden von Ehrenmüller.AI finden für praktisch jede Aufgabenstellung die passende KI-Lösung

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In seinen frühen Zeiten war der Laden neben dem Lyzeum in der Linggstraße

Vergangenheit und Zukunft in einem Logo vereint Seit 1935 gehört das Musikhaus Rimmel zu Kempten. Am 10. Oktober feiert das Traditionsunternehmen Geschichte und Zukunft gleichermaßen und enthüllt im Rahmen eines Aktionstags ein neues Logo und einen überarbeiteten Markenauftritt. Für Geschäftsführer Klaus Ambrosch ist das die sichtbare Fortsetzung einer Entwicklung, die schon lange läuft: Rimmel hat sich als hochwertiges Gitarrenhaus, Ort für feine Konzerte und Community für gelebte Musik etabliert. Wenn Klaus Ambrosch über den anstehenden Relaunch spricht, beginnt er mit dem Thema Geschichte. Denn die gehört für ihn untrennbar zu Rimmel: „Das neue Logo schaut nach vorne, honoriert aber auch unsere Historie“, sagt er. Und die beginnt 1935 in Kempten. Damals eröffnete Karl Rimmel, der eigentlich Schlagzeuge samt Zubehör in einer eigenen Werkstatt baute, sein erstes Ladengeschäft. Um genau zu sein, war es eher eine Mitnutzung: Seine Frau hatte gegenüber vom Zumsteinhaus eine Zigarrenhandlung, und er stellte ein paar seiner Lieblingsinstrumente – Akkordeons und Ziehharmonikas – in deren Schaufenster.

Akkordeon im Schaufenster

„Ich habe mich intensiv mit unserer Unternehmensgeschichte beschäftigt“, berichtet Klaus. „Es gab da so ein paar Kartons und Kisten, quasi ein Mini-Firmenarchiv, und das habe ich gründlich und mit viel Freude durchforstet.“ Einige der alten Bilder, Dokumente

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und Logos sollen künftig an einer „History Wall“ in den aktuellen Verkaufsräumen zu sehen sein. Auf den Fotos lässt sich nachvollziehen, wie aus der Ziehharmonika-Präsentation nach und nach ein Musikgeschäft entstand. Zunächst in der Linggstraße neben dem Lyzeum angesiedelt, zog es in den 1980er-Jahren ein paar Ecken weiter in den damals hoch modernen Illerkauf. Franz Ambrosch kam als Akkordeonstimmer und hat später das Musikgeschäft übernommen


Im aktuellen Ladengeschäft in der Poststraße bestimmt die Gitarre das Sortiment

Weniger Hemden, mehr Flip-Flops Als Klaus Ambrosch 2020 nach dem Tod seines Vaters die alleinige Verantwortung übernahm, begann eine weitere Veränderung. Nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt. „Der Laden ist lässiger geworden. Weniger Hemden, mehr Flip-Flops“, sagt er. Gemeint ist damit weit mehr als Kleidung. Heute versteht sich Rimmel nicht nur als Fachgeschäft, sondern auch als Community. Als Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Musik machen und sich austauschen.

Geschichte über vier Generationen

Das war die Zeit, als Franz Ambrosch den Laden übernahm. Er war als Kriegsflüchtling ins Allgäu gekommen und hatte bei Rimmel Arbeit gefunden als Akkordeonstimmer und -reparateur. Damals noch ohne elektronische Stimmgeräte, dafür mit viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und einem guten Gehör. Da Karl Rimmel keinen Nachfolger innerhalb der Familie hatte, übergab er sein Lebenswerk an Franz und dessen Sohn Manfred. „Mein Vater hat damals seine Leidenschaft für die Gitarre entdeckt“, erzählt Ambrosch. Mit dieser Leidenschaft veränderte sich der Laden. Die Gitarre rückte immer stärker ins Zentrum und wurde zu dem Instrument, mit dem viele Musikerinnen und Musiker das Musikhaus Rimmel bis heute verbinden. Nach dem Tod des Großvaters führte Klaus Ambroschs Vater das Geschäft alleine weiter, baute den Ruf als Gitarrenspezialist konsequent aus und setzte schon damals auf Qualität aus Deutschland statt auf Importe aus den USA oder China. Klaus selbst hatte ursprünglich nicht vor, einmal Geschäftsführer zu werden. „Ich habe eigentlich eher aus Zufall im Laden angefangen“, erinnert er sich. Während seines Zivildienstes suchte er eine Beschäftigung und half im Familienbetrieb aus. Was zunächst nach einem Nebenjob aussah, entwickelte sich schnell weiter. Er kümmerte sich um die erste Homepage, brachte Marketingideen ein und stellte fest, dass die Zusammenarbeit mit seinem Vater erstaunlich gut funktionierte. 2010 folgte ein entscheidender Schritt: Der Umzug vom Rathausplatz in die heutigen Räume in der Poststraße, wo ebenerdig in großen, modernen, aber angenehm unterteilten Räumlichkeiten Platz für jede Menge Instrumente und für das Spielen dieser Instrumente ist. Gleichzeitig wandelte sich das Konzept des Hauses: „Wir sind weggekommen von dem Gedanken, alles anbieten zu müssen und haben einige Sortimentsbereiche gestrichen. Stattdessen wollten wir das, was wir machen, richtig gut machen.“ Das bedeutet: Mehr Gitarren, mehr Qualität, mehr Beratung. Eine Werkstatt, in der Gitarren gerettet und optimiert werden. Und dazu immer mehr Veranstaltungen, Workshops und Begegnungen.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Singer-Songwriter-Frühstück, das jeden ersten Samstag im Monat stattfindet. Musikerinnen und Musiker treffen sich, lernen sich kennen, tauschen Ideen aus und präsentieren ihre Songs auf der offenen Bühne. Dazu kommen Ladenkonzerte, Workshops und neue Formate. Besonders stolz ist Ambrosch auf den in diesem Sommer erstmals angebotenen Gitarrenurlaub auf der Köpfle Alpe. Dort verbindet sich hochwertiger Unterricht mit regionaler Kulinarik, Wellness, Naturerlebnis und Gemeinschaft. Musik wird nicht nur gelernt, sondern gelebt. Genau darum geht es auch beim neuen Markenauftritt.

Logo-Enthüllung und Aktionen am 10.10.

Logos im Wandel der Zeit: 1935, 1980, 1998 und 2010

„Ab dem 10. Oktober machen wir nicht plötzlich alles anders“, betont Ambrosch. „Das Logo zieht einfach mit dem Wandel mit, der längst da ist.“ Es ist etwas weniger klassisch als bisher, etwas mutiger und deutlich näher an dem, was Kunden erleben, wenn sie den Laden betreten. Und – so viel lässt sich schon verraten: Das Logo sieht extrem cool aus, sowohl in Farbe als auch in SchwarzWeiß. „Meine Mitarbeiter sind schon alle ganz heiß drauf, sie wollen alle Shirts und Caps. Da ich persönlich total auf Merch-Artikel stehe, wird es jede Menge davon geben, für die Mitarbeiter, aber auch für unsere Kunden und Fans.“ Neugierige können sich am Aktionstag, dem 10. Oktober, den „neuen“ Rimmel anschauen und Spaß bei der Reveal Party haben. Auch in den Wochen danach wird es spezielle Aktionen, Rabatte und Veranstaltungen geben. Es lohnt sich, auf der neuen Rimmel-Website vorbeizuschauen, um mehr Details zu erfahren: www.rimmel.de | Text: Anke Roser, Fotos: Musik Rimmel |

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Wasser sparen in der Küche In Deutschland fließen pro Person und Tag durchschnittlich etwa 12 bis 13 Liter Trinkwasser in den Küchenabfluss. Hochgerechnet auf rund 85 Millionen Einwohner sind das täglich etwa eine Milliarde Liter Wasser. Ein Teil davon ist zu wertvoll, um im Abfluss zu landen. Im August 2023 macht sich Jonas Böck aus Immenstadt mit einer Idee auf den Weg, dieser Verschwendung entgegenzuwirken. Er gründet ein Start-upUnternehmen und tut sich mit weiteren Unternehmen zusammen, um seine Idee eines Wassersammlers für die Küche Schritt für Schritt in die Realität umzusetzen. SAVWA, abgeleitet von den beiden englischen Wörtern „save water“, geht in die Entwicklungsphase und steht nun kurz vor der Einführung in den Handel. „Sammeln – Aufbewahren – Wiederverwenden“ ist das Konzept, das hinter SAVWA steckt. Es folgen die Erstellung eines Prototyps im September 2024, die Markenentwicklung und eine erste Produkteinführung im Januar 2025. Ab Juni 2025 konnten etwa 60 Wassersammler bei Kickstarter erworben werden. Inzwischen hat SAVWA verschiedene Auszeichnungen erhalten. Jonas Böck ist Ingenieur und weiß, worauf es ankommt. Er hat aber auch konkrete Vorstellungen, die ihm persönlich wichtig sind: Das Produkt soll hauptsächlich in Europa hergestellt werden, aus umweltfreundlichen Materialien sein und sich einfach und praktisch in die Küche integrieren. Nach vielen Labor- und Designtests – sogar das Geräusch des einlaufenden Wassers wurde bewertet – entstand ein Wassersammler aus recyceltem Glas mit einer Höhe von 214 mm, einem Öffnungsdurchmesser von 98 mm und einem Fassungsvermögen von 2,4 Litern. Er passt genau unter gängige Küchenarmaturen und in handelsübliche Küchenspülen. Auf den Filterteller aus Edelstahl mit einem Durchmesser von 220 mm kann Obst oder Gemüse gelegt und gewaschen werden. Das aufgefangene Wasser wird im Behälter aufbewahrt und kann zum Beispiel zum Pflanzengießen wiederverwendet werden. Und der Wassersammler bewirkt noch mehr: Jedes Mal, wenn sich Wasser im SAVWA sammelt, wird sichtbar, wie viel in nur wenigen Sekunden aus dem Wasserhahn fließt. Diese unmittelbare Erfahrung macht den eigenen Wasserverbrauch sichtbar. Er bleibt nicht abstrakt, sondern wird direkt erlebbar. Das kann langfristig dazu beitragen, bewusster mit Wasser umzugehen – etwa den Wasserhahn früher zuzudrehen oder insgesamt Trinkwasser sparsamer zu verwenden. Wie entsteht eine solche Idee, und was braucht es, damit aus einer Idee Wirklichkeit wird? Darüber spricht Jonas Böck im Interview.

3 Fragen an... Jonas Böck,

Gründer und Erfinder von SAVWA

1 Wie bist du auf die Idee gekommen,

einen Wassersammler für den Haushalt zu entwickeln? Die Idee entstand tatsächlich aus einer ganz alltäglichen Situation auf meinem Balkon. Ich hatte es irgendwann einfach satt, meine Pflanzen im Sommer mit wertvollem Trinkwasser zu gießen. Deshalb habe ich angefangen, das Wasser zu sammeln, das beim Warten auf warmes Wasser oder beim Waschen von Obst und Gemüse ohnehin angefallen ist. Dabei habe ich schnell gemerkt: Das funktioniert zwar, aber nur mit irgendwelchen Schüsseln, Eimern oder Gießkannen – es gab kein Produkt, das sich dauerhaft und stilvoll in den Alltag integrieren lässt. Genau daraus entstand die Idee für SAVWA. Ich wollte eine Lösung entwickeln, die nicht nur praktisch ist, sondern auch Freude macht und so selbstverständlich auf der Küchenarbeitsplatte stehen kann wie andere hochwertige Küchenprodukte. Denn ich bin überzeugt: Nachhaltiges Verhalten setzt sich dann durch, wenn es einfach ist und Menschen gerne nutzen.

2 Im Text steht schon einiges über die Entwicklungs-

geschichte von SAVWA. Wie wird es jetzt weitergehen? Nach mehreren Jahren Entwicklung liegt der Fokus nun auf der Markteinführung. Dafür arbeiten wir derzeit intensiv am Aufbau der Serienproduktion. Parallel bereiten wir den Vertrieb vor. Aktuell entsteht ein Netzwerk aus Premium-Küchenfachgeschäften, Design- und Concept Stores sowie ausgewählten Online-Händlern in Europa. Gleichzeitig wird der eigene Onlineshop für den Verkaufsstart vorbereitet. Besonders freuen wir uns darüber, dass SAVWA bereits vor dem Marktstart mehrfach international ausgezeichnet wurde – unter anderem mit dem German Innovation Award Gold. Solche Auszeichnungen schaffen Vertrauen und öffnen Türen für Gespräche mit potenziellen Handelspartnern.

3 Welche Erfahrungen als Inventor, Founder und Start-up-Unternehmer waren für dich bislang am entscheidendsten und welche möchtest du unbedingt mit anderen teilen? Mich begeistert vor allem, zu sehen, wie aus einer Idee ein internationales Produkt werden kann. Auf diesem Weg habe ich gelernt, dass Neugier, Ausdauer und die richtigen Partner entscheidend sind. Mein Rat an andere: Einfach anfangen und den Mut haben, die eigene Idee Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. www.savwa.de

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Die Gewinner und die Jury der letztjährigen Allgäuer Gründerbühne

Die Allgäuer Gründerbühne hat sich in den letzten zwölf Jahren zum größten Gründerwettbewerb im Allgäu entwickelt: 22.000 Euro Preisgeld, 500 Zuschauer und ein starkes, lebendiges Netzwerk zeichnen sie aus. Am 17. November 2026 findet die Veranstaltung zum dreizehnten Mal statt – wieder in der kultBOX in Kempten.

Live-Voting bei der Gründerbühne

Bis zum 31. August lief die Bewerbungsphase, die sich an alle Gründerinnen und Gründer jeglicher Branchen mit Sitz im Allgäu und Gründung nach dem 01.01.2021 gerichtet hat. Die fünf besten Ideen dürfen auf die Bühne: Am 17. November präsentieren die Teams ihre Geschäftsideen beim Live-Event in der kultBOX vor Jury, Investoren, Unternehmen und Publikum. Es geht um 19.000 Euro Preisgeld plus 3.000 Euro für die nachhaltigste Gründungsidee.

regional oder global, und bietet den Final-Teams Sichtbarkeit und Unterstützung für ihre nächsten Schritte. Im letzten Jahr reichte die Bandbreite der Finalisten von einem batteriebetriebenen Traktor und einer App zur Ausbildungsplatzsuche über einen Roboter zur biologischen Unkrautbekämpfung und einen Stromspeicher im Möbeldesign bis hin zu einer patentierten Leichtbau-Bremsscheibe, die schlussendlich zur Nummer eins gekürt wurde.

Tickets für 14 Euro

Große Unterstützung

Der Ticketverkauf der Allgäuer Gründerbühne hat längst begonnen. Sie ist das größte Pitch-Event im Allgäu. Die Spannung steigt mit jeder Präsentation: Welche Idee überzeugt durch Marktreife, Innovationspotenzial und Nachhaltigkeit? Wer trifft den Nerv der Zeit – und wer das Herz des Publikums? Das Publikum kann live mitfiebern, die Präsentationen verfolgen und vor allem mitentscheiden, wer die Preise abräumt. Die Stimmen der Jury und des Publikums zählen dabei zu gleichen Teilen, und die Bewertungen können erfahrungsgemäß durchaus unterschiedlich ausfallen. Die Veranstaltung hat sich über die Jahre zu einem wirkungsvollen Sprungbrett für analoge und digitale Ideen entwickelt, egal ob

Die Gründerbühne ist eine gemeinsame Veranstaltung von Allgäu Digital und der Allgäu GmbH und findet in Partnerschaft mit der Gründungswoche Deutschland statt. Sie wird unterstützt von zahlreichen Sponsoren aus der Region, beispielsweise der Firma Topp Textil, deren Geschäftsführer Stefan Topp sagt: „Für uns ist Unternehmertum mehr als wirtschaftlicher Erfolg – es ist ein aktiver Beitrag zu gesellschaftlichem Wandel und ökologischer Verantwortung. Deshalb engagieren wir uns in der Gründerbühne und unterstützen gezielt Gründerinnen und Gründer unserer Region, die hinterfragen, Verantwortung übernehmen und Veränderungen aktiv gestalten.“ www.allgaeuer_gruenderbuehne_2026.eventbrite.de

Allgäuer Gründerbühne

17.11. 2026 19:00 UHR IN DER KULTBOX

MOVE FORWARD IDEAS Das Event für innovative Gründungsideen

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MEDIENPARTNER

Bildung & Business 13


Mit KI den Arbeitsalltag neu denken Digitalisierung soll den Arbeitsalltag nicht komplizierter machen, sondern einfacher. Genau diesen Ansatz verfolgt die Sozialbau Kempten. Mit dem gezielten Einsatz neuer digitaler Werkzeuge schafft das Unternehmen Strukturen, die Verwaltungsarbeit erleichtern, Wissen besser verfügbar machen und Abläufe wirksamer unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage, wie sich konkrete Aufgaben sinnvoll verbessern lassen.

der Sozialbau, sagt: „Digitalisierung ist für uns dann gut, wenn sie den Menschen den Rücken freihält. Wenn KI dabei hilft, Routinen zu vereinfachen und Informationen schneller verfügbar zu machen, bleibt mehr Zeit für das, was unsere Arbeit wirklich ausmacht: persönliche Gespräche mit unseren Kunden, gute Lösungen und ein verlässliches Miteinander. Wir beschäftigen uns seit rund zwei Jahren aktiv mit KI und das war gut so, um Sorgen und Ängsten im Unternehmen frühzeitig entgegentreten zu können.“

Ein wichtiger Baustein ist die Einführung einer internen KI-Plattform. Diese greift nach Freigabe auf alle gängigen KI-Modelle zu. Sie wird Mitarbeitenden künftig als sicherer digitaler Assistent zur Verfügung stehen und dort unterstützen, wo im Arbeitsalltag viele Informationen verarbeitet, geprüft und aufbereitet werden müssen. Dazu gehört etwa das Strukturieren von Verträgen, Protokollen oder Richtlinien, das Zusammenfassen von Inhalten oder das Vergleichen verschiedener Dokumentversionen. Auch bei E-Mails, Anschreiben und Berichtstexten kann die Plattform helfen, indem sie Formulierungsvorschläge liefert und Texte sprachlich überarbeitet.

Mehr Zeit für Menschen, weniger Prozessaufwand

KI als Assistent im Tagesgeschäft

Die Verantwortung bleibt beim Einsatz des KI-Assistenten klar beim Menschen: Die KI unterstützt, ersetzt aber keine fachliche Prüfung. Der Umgang wurde in einer KI-Richtlinie zum Start des Projekts festgeschrieben. Martin Langenmaier, Geschäftsführer

Für Sozialbau ist KI vor allem ein Werkzeug, um Zeit für die Aufgaben zu gewinnen, auf die es besonders ankommt. Wenn wiederkehrende Arbeitsschritte schneller erledigt werden können, bleibt mehr Raum für persönliche Ansprechpartner, fachliche Entscheidungen und die Bearbeitung komplexer Anliegen. Gleichzeitig verbessert die Digitalisierung die Zusammenarbeit im Unternehmen. Informationen lassen sich leichter auffinden, Dokumente einheitlicher bearbeiten und Ergebnisse transparenter nachvollziehen. „Gerade in einem Unternehmen, in dem kaufmännische, technische und handwerkliche Bereiche eng zusammenarbeiten, ist das ein wichtiger Fortschritt“, so Sozialbau-Geschäftsführer Thomas Heubuch. Von Anfang an werden dabei Datenschutz und Sicherheit mitgedacht: Die Plattform ist als interne Lösung angelegt und berücksichtigt sensible Informationen mit klar geregelten Zugriffs- und Schutzmechanismen.

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Mensch und KI Hand in Hand – Unterstützung im Alltag, die Verantwortung bleibt beim Menschen Foto: KI generiert


Das Team der Sozialbau gestaltet gemeinsam den digitalen Wandel Foto: Sozialbau

KI für Winterdienst oder Schadensklassifizierung Über die aktuelle Plattform hinaus denkt Sozialbau bereits weitere Einsatzfelder mit hohem Alltagsbezug an. Mögliche zusätzliche Einsatzgebiete könnten sein, KI künftig bei der Schadensklassifizierung zu nutzen, um eingehende Meldungen schneller und automatisch je nach Dringlichkeit und Gewerke-Zuordnung einzuplanen und die Bearbeitung in den Bereichen Technische Gebäudebewirtschaftung, Hausmeisterei und Regiebetrieb gezielter zu unterstützen. Ebenso wird der Einsatz einer digitalen Assistenzlösung (KI-Agent) für Fördermittel geprüft, die bei der ersten Einschätzung von Förderfähigkeiten für Projekte sowie bei vorbereitenden Wirtschaftlichkeitsrechnungen unterstützen kann. Auch in der Winterdiensteinsatzplanung der Hausmeisterei liegen konkrete Potenziale: KI könnte dabei helfen, Einsätze vorausschauender zu planen und Ressourcen im Winterdienst besser zu steuern. Allen Überlegungen gemeinsam ist der Anspruch, digitale Lösungen dort einzusetzen, wo sie Prozesse verbessern und Mitarbeitende wirksam entlasten. Dass Sozialbau neue Ideen nicht nur entwickelt, sondern auch erfolgreich in die Praxis überführt, zeigt die Auszeichnung mit dem TOP 100-Siegel. Bereits zum zweiten Mal nach 2018 hat das Unternehmen das TOP 100-Siegel 2024 erhalten und zählt damit zu den Top-Innovatoren des deutschen Mittelstands. Besonders gewürdigt wurde die Stärke in der Kategorie „Außenorientierung / Open Innovation“. Die Auszeichnung unterstreicht, dass Innovation bei Sozialbau eng an konkreten Anforderungen ausgerichtet ist und

im Alltag einen nachvollziehbaren Mehrwert schaffen soll. Peter Mair, Leiter Innovation bei Sozialbau, sagt: „Innovation bedeutet für uns, offen für Neues zu sein und daraus echten Nutzen im Alltag zu schaffen. Wir wollen digitale Möglichkeiten so einsetzen, dass sie unsere Zusammenarbeit stärken, Orientierung geben und Sozialbau fit für die Zukunft machen.“ www.sozialbau.de

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Abenteuer Staplerschein

Gabelstapler fahren zu können, ist nicht nur eine nützliche Qualifikation für viele Lager- und Baustellen-Situationen. Es macht auch richtig viel Spaß. Besonders interessant wird es, wenn man als einzige Frau und mit einem völlig anderen Hintergrund als der Rest des Kurses einen Staplerschein Stufe 1 macht. So interessant, dass es darüber unbedingt diese Reportage hier geben muss. Es ist einer dieser ganz heißen Tage, mindestens 30 Grad im Schatten, alles in mir schreit nach Badesee. Heute ist mein Geburtstag, eigentlich sollte ich frei entscheiden können, was ich tue – aber ich muss/darf/soll ein Geschenk einlösen. Ein Überraschungsgeschenk. Ich werde ins Industriegebiet bei Leubas gefahren und am Anfang der Heisinger Straße ausgeladen. Da stehe ich nun – etwas irritiert, aber auch voller Spannung und Vorfreude – auf dem Parkplatz. Die Gebäudetür ist offen, im unteren Stockwerk ist an diesem Samstag alles leer. Ich schleiche in den ersten Stock, einen langen Gang entlang bis zum Raum am hintersten Ende. Dort sitzen ein paar Menschen. Männer. Auf den Tischen des Seminarraums liegen Blöcke, Stifte, kleine Werbegeschenke. An der Wand ist die Startfolie einer Präsentation zu sehen, es geht um Schulungen, Baufahrzeuge, Gabelstapler.

Ich mache meinen Staplerschein Da fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Ich mache heute meinen Staplerschein. Was für eine verrückte, coole Idee. In den vergangenen zwei Jahren war ich auf dem Macher-Festival der bekannten YouTuber „The Real Life Guys“ (@TheRealLifeGuys). Dort konnte man neben jeder Menge anderer Workshops und Aktionen auch Gabelstapler fahren. Und ich hatte eine irre Freude daran. Paletten aufnehmen, über kleine Hindernisse holpern, Hütchenparcour

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Staplerfahren als Geburtstagsgeschenk – manche Menschen haben richtig viel Freude daran

– immer wieder habe ich mich in die lange Schlange gestellt, um mitmachen zu dürfen. Und heute soll ich das noch einmal bekommen, nur viel ausführlicher! Und anstrengender. Theoretischer. Wir verbringen den ganzen Vormittag mit Hintergrundwissen und Regeln zum Staplerfahren. Wir – das sind neben meiner Wenigkeit der Dozent Benjamin Brugger (www.stapler-brugger.de), der mit viel Geduld, Gelassenheit und Geschick durch den Unterricht führt und acht Männer unterschiedlichen Alters vom Fußballer, der Teilzeit im Lager arbeitet, bis zu Geflüchteten, die eine Weiterbildung bekommen. Die Sprache ist immer wieder eine Herausforderung an diesem Vormittag, denn Regelund Paragrafen-Deutsch ist nicht unbedingt leicht zu verstehen. Wir beschäftigen uns mit Fragen wie: Welche persönliche Schutzausrüstung ist nötig? Was muss ich prüfen, bevor ich mit dem Stapler überhaupt losfahre? Welche Ge- und Verbotszeichen gibt es?

50 theoretische Prüfungsfragen Und wir sprechen über Unfallgefahren. In fast 70 Prozent der Unfälle mit Staplern werden Personen angefahren. Deshalb ist es extrem wichtig, den rückwärtigen Raum zu kontrollieren, nicht auf Die Ausbildungsgruppe hatte drei Stapler mit unterschiedlichen Antrieben und Bedienpulten zur Verfügung


schrägem Untergrund zu wenden und kippende Lasten zu vermeiden. Wir erfahren, was das Kippkantendreieck ist und lernen auszurechnen, welche Zulast wir aufnehmen können und wann es für den Stapler zu viel wird. Denn umfallende Stapler sind die häufigste Todesursache in diesem Business. Teil eins des Staplerscheins ist eine theoretische Prüfung, für die 50 Multiple-Choice-Fragen mit maximal acht Fehlern beantwortet werden müssen. Ich habe angeblich einen Fehler, weise aber darauf hin, dass die Frage semantisch missverständlich gestellt ist, sodass meine Antwort schließlich als korrekt zählt. Teil eins ist also bestanden.

Rückwärtsslalom um Pylonen

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Dann geht es an die Praxis: Auf dem Werksgelände von Keslar am Ostbahnhof sind drei Stapler aufgereiht, wir dürfen uns in Dreiergrüppchen einen aussuchen. Jetzt wird es richtig witzig. Vorwärts im Slalom um die Hütchen, rückwärts, vorwärts immer schneller, eine Palette hochheben, vorsichtig und präzise auf einem IBC-Tank ablassen. Dieses zentimetergenaue Abstellen und Hochheben ist gar nicht so einfach und erfordert eine gewisse Routine im Umgang mit den ganzen Hebelchen und Knöpfen im Stapler. Als ein „Mitschüler“, der mindestens genauso nichtsahnend ist wie ich, mir erklärt, wie ich’s tun soll, habe ich komischerweise ein Problem mit den Ohren. Nach ein paar Übungsversuchen bekomme ich meine Aufgaben blitzsauber hin und darf wieder Slalom fahren. Auch die praktische Prüfung habe ich damit in der Tasche und bin stolze Besitzerin eines „Flurfördermittelscheins“. Um nun tatsächlich in einem Betrieb einen Gabelstapler fahren zu dürfen, bräuchte ich noch weitere Zulassungsvoraussetzungen: Ich müsste mir einen Fahrauftrag organisieren, der dann auch nur im ausstellenden Unternehmen gelten würde. Zudem bräuchte ich eine jährliche Unterweisung, um regelmäßig mit dem Stapler arbeiten zu dürfen. Den Aufwand werde ich mir erstmal nicht machen. Aber wer weiß: Wenn ich ein Leben nach dem 0831 brauche, vielleicht findet man mich dann in einem Hochregallager wieder… | Text und Fotos: Anke Roser |

Die Pylonen auch bei etwas höherem Tempo nicht umzuschubsen oder zu zerquetschen, gelang nicht allen Teilnehmenden

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App bietet Orientierung im Ausbildungs-Dschungel Die Berufswahl fällt vielen Jugendlichen schwer: 30 Prozent wissen nicht, was sie nach der Schule machen wollen. Gleichzeitig wird jede vierte Ausbildung vorzeitig abgebrochen. Genau hier setzt das Kemptener Startup „choosely“ mit einer neuen Berufsorientierungs-App an. Mithilfe eines Matching-Algorithmus finden Jugendliche heraus, welche Ausbildungsberufe zu ihren Interessen und Stärken passen. Gründer Dominik Baum erklärt, wie die App funktioniert.

■ Dominik, was fällt Jugendlichen bei der Berufswahl besonders schwer?

Sie wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen. Bei mehr als 400 dualen und schulischen Ausbildungsrichtungen ist das allerdings kaum verwunderlich.

■ Eure Antwort darauf ist ein Berufsorientierungstest. Damit seid ihr allerdings nicht die Ersten – was macht ihr anders?

Das stimmt. Online finden sich viele solcher Tests – die Ergebnisse sind mal mehr, mal weniger gut. Wir haben uns deshalb von Anfang an Unterstützung aus der Wissenschaft geholt und unseren Test gemeinsam mit der Universität Trier validiert. Trotzdem kommt jeder standardisierte Fragebogen an seine Grenzen. Hier eröffnet KI spannende Möglichkeiten.

■ Inwiefern? Was habt ihr vor?

In der choosely-App geben Allgäuer Azubis in kurzen Videos Einblicke in ihren Berufsalltag

■ Einmal abgesehen vom Orientierungstest ist

eure App wie ein soziales Netzwerk aufgebaut. Warum dieser Schritt?

Anstatt jeder Person exakt die gleichen Fragen zu stellen, wäre es sinnvoller, den Fragenkatalog zu individualisieren – schließlich Zum einen finden sich Schüler:innen so schnell zurecht, weil hat jeder Mensch unterschiedliche Stärken, Interessen und Werte, sie den Aufbau von Insta, TikTok und Co. bereits kennen. Zum die es bei der Berufswahl zu berücksichtigen gilt. Wir wollen anderen zeigen kurze Videos viel besser auf, was ich beispielsim nächsten Schritt eine eigene KI entwickeln, die genau dazu imstande ist.

■ Hast du ein Beispiel? Klar. Ich kann jede Person fragen, ob sie schwindelfrei ist – das macht einen standardisierten Fragebogen aber unnötig lang. Oder ich stelle die Frage nur denjenigen, deren Profil gut zum Spengler-Beruf passt. Davon profitiert auch der Ausbildungsbetrieb: Noch bevor es zum Vorstellungsgespräch kommt, weiß er, ob die Bewerberinnen und Bewerber eine wichtige Voraussetzung für den Beruf erfüllen.

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Die drei choosely-Gründer Marius Lieben, Tobias Stöffel und Dominik Baum (v.l.n.r.)


weise als Mechatroniker:in mache, als in einer Stellenanzeige nur davon zu lesen. Lesen ist bei unserer Zielgruppe sowieso ein heikles Thema (lacht). Deshalb geben in der choosely-App Azubis aus dem Allgäu Einblicke in ihren Berufsalltag und stellen ihren Arbeitgeber vor. Sollten bei den Schüler:innen anschließend noch Fragen offen sein, sind die Azubis niedrigschwellig über einen Chat erreichbar.

■ Wenn ich als Elternteil oder Schüler:in

mehr über euch erfahren will – welche Möglichkeiten habe ich?

Wir bieten ab dem kommenden Schuljahr über die vhs Kempten kostenfreie Infoveranstaltungen für interessierte Eltern sowie Orientierungs-Workshops für Jugendliche an. Darüber hinaus kann man uns an unserem Messestand bei der Allgäuer Karriereschmiede am 24.09.2026 ab 15:30 Uhr im Trend Reischmann in Kempten antreffen. Viele weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten finden sich natürlich auch auf unserer Website choosely.de – nicht nur für Eltern und Jugendliche, sondern auch für Ausbildungsbetriebe und Schulen, die sich über die App und unser Konzept informieren wollen. | Fotos: choosely, Jörg Spielberg |

www.choosely.de

choosely-Events – kostenlos bei der vhs Infoveranstaltung für Eltern Von der Schule ins Berufsleben – wie Sie Ihr Kind bei der Berufswahl u. a. mit der App choosely unterstützen können Termine: ■ Mi, 30.09.2026, 19:30 – 20:30 Uhr, vhs Kempten ■ Mi, 28.10.2026, 19:00 – 20:00 Uhr, online ■ Mi, 18.11.2026, 19:30 – 20:30 Uhr, vhs Kempten Workshop für Jugendliche Gestalte deine Zukunft für die Zeit nach der Schule Termine: ■ Sa, 24.10.2026, 09:30 – 11:30 Uhr, vhs Kempten ■ Mi, 04.11.2026, 10:00 – 10:45 sowie 15:00 – 15:45 Uhr (Schnupperangebote zum 80-jährigen vhs-Jubiläum), vhs Kempten ■ Mi, 25.11.2026, 16:00 – 18:00 Uhr, vhs Kempten Für detaillierte Infos einfach den QRCode scannen. Hierüber kann auch die choosely-App kostenfrei im App und Google Play Store heruntergeladen werden.

MITEINANDER. MIT ENERGIE. Du willst die Energiewende mitgestalten? Du suchst einen Ausbildungsplatz, bei dem Du Dich einbringen und gemeinsam wachsen kannst? Dann bist Du bei Präg genau richtig – bei uns wirst Du Teil eines Teams, das zusammenhält und Dich unterstützt. Starte Deine Ausbildung im September 2027 bei Präg:

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Vielfältige und bunte Ausbildung

Christian Herb und Bettina Leuterer beim Bewässern des JohannisbeerSalbeis im Gewächshaus

Mit dem Start des neuen Schuljahrs gewinnt die Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz wieder an Bedeutung. Wir haben uns ein bisschen umgesehen, z. B. bei der Biogärtnerei Herb in Kempten. Hier kann man Zierpflanzengärtner:in werden. Dabei lernt man die Pflanzen vom Samenkorn bis zur Frucht kennen. Besondere Schwerpunkte sind die vegetative und generative Vermehrung in ihren vielfältigen Formen. Der Familienbetrieb beschäftigt im Schnitt 20 bis 25 Mitarbeitende, darunter etwa vier bis fünf Auszubildende. Die Ausbildung zur/zum Zierpflanzengärtner:in bietet ein solides berufliches Fundament mit vielen Entwicklungschancen – und einen Beruf mit Zukunft. Sie dauert drei Jahre und umfasst die Vermehrung, Kultur und Pflege von Schnittblumen sowie Topf-, Beet- und Balkonpflanzen. Zu den Hauptaufgaben gehören das Stecken von Stecklingen, das Ein- und Umtopfen, Gießen, Düngen sowie das Bepflanzen von Schalen, Gefäßen und Balkonkästen unter Berücksichtigung des Standorts und der Kundenwünsche. Dazu kommen Tätigkeiten in der Kundenberatung, im Verkauf sowie die Vermarktung auf Märkten und Messen. Auch die Digitalisierung ist in den Gärtnereibetrieben längst angekommen. Zum Bewässern verfügt die Gärtnerei Herb über eine automatische Anlage und große „Ebbe-Flut“-Tische. Einzelne Pflanzgefäße werden von Hand gegossen. Einmal in der Woche steht für die angehenden Gärtner:innen außerdem Unterricht an der Staatlichen Berufsschule III in Kempten auf dem Stundenplan. Fest steht: Wer sich für diesen Beruf entscheidet, sollte folgende Skills mitbringen: Freude an Pflanzen, Kraft zum Zupacken und Spaß am Gestalten.

Schnuppern, Praktika & Berufsaussichten In einer Schnupperwoche während der Schulzeit ist ein erstes Kennenlernen möglich. Darüber hinaus gibt es eine Partnerschaft mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie eine Zusammenarbeit mit der FOS/BOS Kempten, Ausbildungsrichtung „ABU“ (Agrar-, Bio- und Umwelttechnologie). So können Studierende sowie Schülerinnen und Schüler Praktika im Betrieb absolvieren. Die beruflichen Aussichten sind aktuell sehr gut. Wegen eines spürbaren Fachkräftemangels und vieler altersbedingter Abgänge

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in den Betrieben suchen Arbeitgebende händeringend nach qualifiziertem Personal. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung besteht die Möglichkeit, sich zur/zum Gärtnermeister:in oder zur/ zum Techniker:in der Fachrichtung Gartenbau weiterzubilden. Bettina Leuterer, Auszubildende im ersten Lehrjahr bei der Biogärtnerei Herb, berichtet: „Für mich war schnell klar, dass ich etwas mit Pflanzen machen will. Und hier habe ich schon immer gerne eingekauft und die vielen verschiedenen Pflanzen bewundert. Darum bin ich sehr glücklich, hier lernen zu dürfen. Ich schätze hier besonders die Vielfalt der Pflanzen und die Vielfalt innerhalb der Sorten. Inzwischen gibt es zum Beispiel 777 Tomatensorten, die hier im Tomatenhaus wachsen und gedeihen. Etwa 100 davon können ab August und im September im Laden bewundert werden. Was ich hier lerne, ist unfassbar umfangreich. Wir pflegen nicht nur, wir gewinnen auch die Samen und fertigen die Saatguttüten an. Und ich liebe die familiäre Atmosphäre. Einige Mitarbeitende haben bei Herb gelernt und sind schon seit zehn bis zwanzig Jahren hier.“ | Text: Heike Stix, Fotos: Heike Stix, unsplash justus-menke |

www.bio-kraeuter.de


Wissen über Möbel und Vertrieb Zukunft nicht dem Zufall überlassen

Die Azubis sind bei DELTA-MÖBEL Teil eines familiären Teams

Nach den Sommerferien richtet sich der Blick wieder verstärkt auf Schule und Ausbildung. Viele Betriebe setzen dabei auf eine frühzeitige Nachwuchsgewinnung, um ihren künftigen Fachkräftebedarf zu sichern. Deshalb geht es auf unseren Schulstart-Seiten auch um Ausbildungsthemen. Hier haben wir uns einen Beruf angeschaut, der eigentlich bekannt ist – Kaufmann/-frau im Einzelhandel. Aber je nach Ausbildungsbetrieb kann er ganz unterschiedliche Facetten haben. Wie sieht der Beruf in einem Möbelhaus aus? „Auch wenn es derselbe Beruf ist, den man beispielsweise in einem Supermarkt oder einem Discounter erlernen kann, geht es bei uns deutlich tiefer in die Materie – denn wir können uns ganz auf Möbel, Küchen und Einrichtungskonzepte fokussieren. Unsere Auszubildenden erwerben eine umfassende Produktkenntnis, die sie für viele verkäuferische Bereiche qualifiziert. Bei uns stehen Fachwissen und Vertrieb im Mittelpunkt – und nicht das Einräumen von Regalen“, erklärt Niklas Vogg von DELTA-MÖBEL.

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Das Familienunternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück: 1962 gegründet, wird es mittlerweile in der dritten Unternehmergeneration geführt. Mit den Standorten Leutkirch im Allgäu und Bubesheim bei Günzburg ist DELTA-MÖBEL fest in der Region verankert. Viele heutige Fachkräfte haben ihre Laufbahn einst als Azubis begonnen. Warum dem Unternehmen die Ausbildung so wichtig ist, erklärt Niklas Vogg so: „Wir wollen unsere Zukunft nicht dem Zufall überlassen. Mit der Ausbildung entwickeln wir qualifizierte und engagierte Fachkräfte, die sich mit DELTA-MÖBEL identifizieren. Gleichzeitig sichern wir wichtiges Wissen im Unternehmen und leisten einen Beitrag zur Fachkräftebildung.“ Zu den zentralen Ausbildungsinhalten gehören vor allem der direkte Kontakt mit Kundinnen und Kunden, die Beratung und der Verkauf. Darüber hinaus lernen die Auszubildenden die Warenwirtschaft kennen und erhalten Einblicke in die Organisation betrieblicher Abläufe. Auszubildender Leon erlebt es so: „Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Man hat viel Kontakt mit Kunden, arbeitet eng im Team zusammen und übernimmt mit der Zeit immer mehr Verantwortung.“ Seine Entscheidung hatte er sich gut überlegt: „Ich habe mich für die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann entschieden, weil ich nicht den ganzen Tag im Büro sitzen wollte. Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und finde es spannend, dass kein Tag wie der andere ist.“ www.delta-moebel.de

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Gesunde Pause ist so lecker: Einmal im Monat gibt es unter anderem selbstgemachtes Birchermüsli

Besonders zufrieden ist Wittko mit dem sogenannten LernclusterKonzept. Die drei auf zwei Stockwerke verteilten Cluster bestehen jeweils aus vier Klassenzimmern, zwei Gruppenräumen und einer offenen Lern- und Arbeitsfläche in der Mitte des Flurs:

Viel geschafft in einem Jahr „Es war wirklich großartig, noch ein Schuljahr in der neuen Grundschule zu erleben. Es gibt so viel Platz und alles ist sehr modern, zum Beispiel die Tafeln. Wir konnten während des Unterrichts verschiedene Räume nutzen – die Lerninseln, einen Gruppenraum und natürlich unser Klassenzimmer. Das war sehr angenehm. Besonders gefallen haben mir die Sportstunden und die Angebote in der OGTS. Im Winter haben wir zum Beispiel aus alten Wasserrohren eine Kugelbahn oben am Weg beim Outdoor-Calisthenics-Park und Bolzplatz gebaut.“ So erinnert sich Theo an sein letztes Schuljahr – das vierte – an der Grundschule am Aybühlweg. Denn im September geht es für ihn an einer neuen Schule weiter. Auch Schulleiter Michael Wittko weiß viel Positives über sein „erstes Schuljahr“ am Aybühlweg zu berichten. Wir trafen ihn noch vor seinem wohlverdienten Sommerurlaub, als bereits die Vorbereitungen für das nächste Schuljahr liefen. Die neue Schule punktet mit ihrer Lage und einer modernen Zweifachturnhalle. Von Anfang an hoffte man auf Kooperationen mit den angrenzenden Vereinen und Einrichtungen. Diese Erwartungen haben sich erfüllt und das Netzwerk wächst stetig weiter. Denn Schule bedeutet nicht nur Unterricht – sie ist auch ein sozialer Ort, der Begegnungen ermöglicht und Verbindungen schafft. Michael Wittko erläutert: „Wir wurden überall mit offenen Armen empfangen. Durch die Zusammenarbeit mit dem TV Kempten konnten wir von Anfang an vielfältige, qualitativ hochwertige, sportliche Aktivitäten anbieten. Das freut vor allem die Kinder der Offenen Ganztagsschule (OGTS, die zum Teil bis 16 Uhr in der Schule sind. Sie können auswählen, ob sie in die Ballspiel-, Sport- und Bewegungsgruppe oder zum Tischtennis gehen möchten. Außerdem haben wir zwei Klettergruppen mit dem DAV. Im nächsten Schuljahr starten wir zusätzlich mit Kinder-Yoga. Und natürlich gibt es auch Musik- und Kunstangebote in Kooperation mit der mit der städtischen Musikschule sowie der Kunstschule Kempten.“

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„Die Spannung war groß, wie das Konzept im Unterricht funktionieren würde. Heute können wir sagen: Die Clusterstruktur passt sehr gut. Auch die technischen Lösungen haben sich bewährt – zum Beispiel die sogenannte ‚Sauerkrautdecke‘, die für eine hervorragende Akustik sorgt. Diese räumlichen Möglichkeiten sind ideal. Immer mehr Lehrerinnen und Lehrer öffnen ihre Klassenzimmer und ermöglichen den Kindern, sich ihren Lernplatz selbst auszusuchen. Wir sagen: Du musst nicht 45 Minuten auf demselben Stuhl sitzen, sondern such dir im Bereich unseres Clusters einen Platz, an dem du gerade gut lernen kannst. Das funktioniert tatsächlich und hat auch mich überrascht. Es hat sich gezeigt, dass eine gute Struktur wichtig ist – aber nicht unbedingt ein fester Sitzplatz. In dieser Schule haben wir den nötigen Raum, eine hervorragende Ausstattung und ein offenes, kreatives Kollegium. Das ist eine ausgezeichnete Grundlage.“

Was wäre eine Schule ohne zusätzliche Unterstützung? Bereits im ersten Schuljahr konnte dank des Engagements vieler Beteiligter einiges umgesetzt werden. Einmal im Monat organisieren der Elternbeirat und engagierte Eltern die „Gesunde Pause“, ein Angebot, das bei den Kindern sehr gut ankommt. Der Schulleiter freut sich über ein durch Spenden finanziertes Projekt: Dank der Unterstützung des Elternbeirats und des Fördervereins kann ab September 2026 eine junge Frau ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Schule absolvieren und überall dort mithelfen, wo Unterstützung gebraucht wird: „Unsere Schule ist in vielerlei Hinsicht gut ausgestattet, es fehlt aber immer wieder Personal, wenn es darum geht, Projekte zu begleiten und zu unterstützen. Das muss nicht immer eine Lehrkraft oder eine Lehrkraft in Ausbildung sein. Manchmal ist es einfach wertvoll, wenn eine zusätzliche erwachsene Person da ist, die verantwortungsvoll mit Kindern umgehen kann.“ Am Ende bleibt ein klares Fazit: Das erste Schuljahr in der neuen Grundschule ist sehr erfolgreich verlaufen. Nun freuen sich alle auf die Fertigstellung des Pausenbereichs im Osten und Nordosten des Schulgeländes. Dort entstehen eine Spielwiese, Sitzgelegenheiten, Grünflächen und schattige Plätze – beste Voraussetzungen für erholsame Pausen. | Text: Heike Stix, Fotos: Grundschule Aybühlweg | Ein Highlight war 2026 die Auszeichnung mit dem Profil „Sport-Grundschule“: Jörg Ammon (li.), Präsident des BLSV, die Bayerische Kultusministerin Anna Stolz und Schulleiter Michael Wittko


Initiative für eine smartphonefreie Kindheit In einem Jahr, wenn das Schuljahr 2027 startet, sollen in Kempten möglichst viele weiterführende Schulen smartphonefreie Klassen anbieten. Das ist das Ziel einer Elterninitiative, die sich vor kurzem im Rahmen der bundesweiten Aktion „Smarter Start: Erst Kindheit. Dann Smartphone“ gegründet und bereits schulübergreifend vernetzt hat – und unterstützt wird von Deutschlands bekanntestem Jugendforscher Simon Schnetzer. Beim ersten Vernetzungstreffen kamen Eltern und Lehrkräfte aus insgesamt 14 Schulen in Kempten und Umland zusammen – darunter neun Grundschulen und fünf weiterführende Schulen, inklusive aller Kemptener Gymnasien. Gemeinsames Ziel: smartphonefreie Klassen durchsetzen und möglichst viele Familien dazu bewegen, ihren Kindern frühestens ab 14 Jahren ein eigenes Smartphone zu geben – damit eine smartphonefreie Kindheit möglich wird und smartphonelose Kinder keine Außenseiter sind.

Wachsende regionale Gruppen

Die Kemptener Gruppe gehört zur bundesweiten Initiative „Smarter Start“ und zur weltweiten Elternbewegung Smartphone Free Childhood. In Kempten und Umland zählt sie bereits rund 80 Mitglieder in fünf Schulgruppen und einer Regionalgruppe – und es werden immer mehr. Auch in Immenstadt ist sie stark verankert. Prominente Unterstützung erhält die Initiative von Simon Schnetzer, Deutschlands renommiertestem Jugendforscher, dessen Kinder Schulen in Kempten und Umland besuchen. Seine Jugendstudien liefern bundesweit beachtete Daten zur Smartphone- und Mediensucht unter Jugendlichen. Er sagt: „60 Prozent der jungen Menschen in Deutschland zeigen suchthaftes Nutzungsverhalten von Smartphones. Ich engagiere mich für Smarter Start, um Medienkompetenz zu fördern und diese Gefahr so lange wie möglich herauszuzögern. Ganz persönlich wünsche ich mir, dass meine Kinder beim Übertritt zur weiterführenden Schule eine smartphonefreie Klasse wählen können.“ Wir haben mit einer der Initiatorinnen der Regionalgruppe Kempten über verschiedene Aspekte des Themas gesprochen.

Smartphones aus der Kindheit verbannen – das ist das Ziel von „Smarter Start“ Foto: unsplash andriyko-podilnyk

3 Fragen an...

Amelie Huber, Smarter Start, Kempten

1 Warum ist frühes Smartphone-

Nutzen gefährlich? Smartphones beeinträchtigen die Hirnentwicklung, weil reale Erfahrungen wie freies Spiel, soziale Interaktion und Motorik verdrängt werden. Sie erzeugen nachweislich dieselben Suchtmechanismen wie Alkohol oder Drogen, verschlechtern Konzentration und Schulleistungen, erhöhen das Risiko für Depressionen und Angststörungen – und setzen Kinder Cybermobbing, Grooming und jugendgefährdenden Inhalten aus, gegen die der Jugendschutz im Internet weitgehend versagt.

2 Warum gilt 14 als ideales Einstiegsalter? Mit 14 sind Jugendliche entwicklungspsychologisch besser gewappnet: Sie haben gefestigte Hobbys und Freundschaften, haben den Schulwechsel bewältigt und sind stabiler in ihrer Identität. Rechtlich markiert das 14. Lebensjahr in Deutschland aufgrund von Strafmündigkeit, Religionsmündigkeit und Jugendschutzgesetz ohnehin eine Schwelle. Allerdings: Die „Smarter Start“-Initiative plädiert dafür, bis 14 zu warten – nicht dafür, dass 14 der ideale Zeitpunkt ist. 14 ist also eher als Mindest-, nicht als Idealalter gedacht. 3 Wie unterscheiden sich Smartphonefreie Klassen vom

Mitmachen & vernetzen Interessierte, die Teil der Elterninitiative „Smarter Start in Kempten“ werden oder sie unterstützen möchten, können sich über die Website informieren und über die Karte der Elterngruppen den lokalen Communitys beitreten: www.smarterstart.org Kontakt für Rückfragen: Amelie Huber, Elterninitiative „Smarter Start in Kempten“ smarterstartkempten@eclipso.de

aktuellen Vorgehen in vielen Schulen, bei dem Handys ja in der Regel im Ranzen bleiben müssen? Und was ist mit Tablets? Das Schulverbot greift nur während der Unterrichtszeit – an der Gesamtnutzung ändert es nichts. Smartphonefreie Klassen gehen weiter: Eltern verpflichten sich, ihrem Kind bis zur 6. oder 7. Klasse auch in der Freizeit kein eigenes Smartphone zu geben. Dadurch wird kein Kind zum Außenseiter. Laptops und Tablets können weiter für den Unterricht genutzt werden – ihr Vorteil: sie haben kein Mobilfunknetz, keine Dauerbenachrichtigungen und sind nicht ständig griffbereit.

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Das City Management bringt ein neues KemptenPuzzle heraus und setzt es direkt bei der City-Shopping-Night am 02. Oktober für eine Challenge ein

Mehr Erlebnis, mehr Begegnung, mehr Kultur Mit einem neuen Jahresprogramm möchte der City-Management Kempten e. V. die Innenstadt als lebendigen Treffpunkt stärken und ihre besonderen Qualitäten sichtbar machen. Kemptens Zentrum soll nicht nur Einkaufsort sein, sondern ein Ort, an dem Menschen gerne verweilen, Neues entdecken und besondere Momente erleben. Der Verein setzt deshalb künftig verstärkt auf drei miteinander verbundene Säulen: Gastronomie & Handel, Erlebnis und Kultur.

Gastronomie & Handel: City lebt von Vielfalt

Im Mittelpunkt stehen die vielen inhabergeführten Geschäfte und gastronomischen Betriebe, die Kemptens Zentrum mit ihrer Individualität, ihrem persönlichen Angebot und ihrer Gastfreundschaft prägen. „Unsere Innenstadt lebt von den Menschen, die hier mit viel Engagement ihre Geschäfte und gastronomischen Betriebe führen. Genau diese Vielfalt möchten wir stärker sichtbar machen und gemeinsam besondere Erlebnisse schaffen“, so City-ManagementMitarbeiterin Miriam Brög. So wurde beispielsweise die neue After-Work-Event-Reihe „Donnerstags. Der Kemptner Feierabend“ ins Leben gerufen, die jeden dritten Donnerstag im Monat stattfindet. Die knapp 20 teilnehmenden Locations kreieren für diesen Abend ein spezielles „Feierabend-Duo“, bestehend aus einem Drink und einem passenden Snack zum einheitlichen Festpreis von 12 Euro. Der Eintritt ist überall frei, die Besucher können Stempel sammeln und Gutscheine gewinnen. Hierdurch sollen die Kemptenerinnen und Kemptener dazu eingeladen werden, durch die Stadt zu flanieren und auch einmal neue Lokale auszuprobieren.

Vor dem Hintergrund, dass nur im Zusammenspiel ein lebendiger Ort entsteht, der mehr ist als die Summe seiner Teile, wurde das neue Kempten-Puzzle „Zusammen. Einzigartig. Kempten.“ entwickelt. Bei der City-Shopping-Night wird es an verschiedenen Stationen unvollständig ausliegen – wer die passenden fehlenden Teile findet, kann attraktive Preise gewinnen. So wird aus dem Einkaufsbummel eine spielerische Entdeckungstour durch die Innenstadt.

Kultur: Kunst sichtbar machen

Eine weitere Säule des neuen Programms ist die stärkere Verbindung von Handel und regionaler Kulturszene. Das City-Management möchte künftig Künstlerinnen und Künstler aus der Region dazu einladen, ihre Arbeiten und ihr Können an ungewöhnlichen Orten mitten in der Stadt zu präsentieren – so z. B. in Geschäften, Schaufenstern, Innenhöfen oder auf öffentlichen Plätzen. Hierfür soll ein Netzwerk regionaler Künstlerinnen und Künstler aufgebaut werden, das perspektivisch für verschiedene Veranstaltungen und Aktionen genutzt werden kann.

Erlebnis: Innenstadt als gemeinsame Bühne

Insbesondere für den Handel haben die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle spannende Weihnachts- und Osteraktionen sowie einen neuen Stadtführer „Lieblingsläden in Kempten“ in Planung. Den Auftakt zur gemeinsamen Bühne bildet jedoch die City-Shopping-Night am Abend des 02. Oktober, bei der die Teilnehmenden dazu eingeladen sind, ihre Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet zu halten und individuelle Programmpunkte anzubieten. Hierbei sollen nicht große, lautstarke Events, Attraktionen und Rabattaktionen im Vordergrund stehen, sondern die Individualität der Läden und die Atmosphäre in der Stadt.

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Ein erster konkreter Anlass ist die City-Shopping-Night im Oktober, weitere Projekte – unter anderem „Kunst im Geschäft“ – sind bereits in Planung. „Wir möchten die Innenstadt zu einem Ort machen, an dem Handel, Kultur und Begegnung selbstverständlich zusammenfinden. Dafür braucht es keine großen Bühnen. Manchmal reicht ein kleines Geschäft, ein Schaufenster, ein Musiker, eine Künstlerin oder eine gute Idee“, so Geschäftsstellen-Mitarbeiterin Carmen Schöll. Weitere Informationen: www.cmkempten.de


SPORT & FREIZEIT

Calisthenics Kleinhirten Kutschfahrten

Foto unsplash: mario-dominguez

Sport & Freizeit 25


Calisthenics: Der Street-Workout-Trend Wer an Krafttraining denkt, hat oft zuerst Hanteln, Fitnessstudios oder große Trainingsgeräte vor Augen. Doch es geht auch anders. Calisthenics heißt der Sport, bei dem das eigene Körpergewicht zum Trainingsgerät wird. Liegestütze, Klimmzüge, Dips oder Kniebeugen bilden die Basis, später folgen anspruchsvollere Übungen wie Handstände oder der spektakuläre Muscle-up. Wir haben zwei Calisthenics-Begeisterte in Kempten begleitet. Der Begriff Calisthenics kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern für „Schönheit“ und „Kraft“ zusammen – und genau darum geht es: um kontrollierte, funktionelle Bewegungen und nicht um möglichst schwere Gewichte. Körpergewichtsübungen wurden schon in der Antike praktiziert und später unter anderem im Militär oder im Turnsport eingesetzt. Als moderne Trendsportart wurde Calisthenics jedoch erst Ende der 1990er- und Anfang der 2000erJahre bekannt. Vor allem durch öffentliche Sportparks, sogenannte Street-Workout-Anlagen, und durch soziale Medien verbreitete sich der Sport weltweit. Heute entstehen in vielen Städten Calisthenics-Parks, an denen sich Anfänger und Profis gleichermaßen treffen.

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Unabhängig und ohne Ausrüstung Calisthenics ist nahezu überall möglich. Wer eine Klimmzugstange oder eine Outdoor-Anlage in der Nähe hat, kann direkt loslegen, viele Übungen funktionieren sogar ganz ohne Hilfsmittel. So ist der Sport kostengünstig und flexibel in den Alltag integrierbar. Anfänger starten mit einfachen Übungen und steigern sich Schritt für Schritt, während Fortgeschrittene an komplexen Bewegungsabläufen und beeindruckenden Kraftübungen arbeiten. Trainiert werden dabei nicht nur Muskeln, sondern auch Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Körperkontrolle – Fähigkeiten, die sich im Alltag ebenso auszahlen wie in anderen Sportarten.

Im CalisthenicsPark Kempten Wir haben Finn und David getroffen und zuallererst mal große Augen gemacht... siehe Foto. Finn betreibt Calisthenics erst seit Anfang 2026 – die Erfolge sind sichtbar. Er ist 17 Jahre alt und möchte die Welt bereisen, sobald er volljährig ist. Zu Calisthenics kam er durch seinen Freund David, der seit etwa zwei Jahren dabei ist. Die beiden teilen eine ähnliche Story: kein Bock mehr auf Schule, mentales Loch und Sinnsuche. David berichtet von düsteren Zeiten, aus denen ihn wie ein Weckruf die Themen Calisthenics, Ernährung und Natur via Social Media gerettet haben. Finn und David trainieDavid (links) und Finn im Calisthenics-Park Kempten


ren bis zu viermal pro Woche draußen und das immer barfuß – für das spirituelle Feeling. Einmal wöchentlich ergänzen sie ihr Training mit einer gezielten Einheit im Fitnessstudio.

wieder Eishockey spielen kann. Anfang 2014 absolvierte ich mein erstes Calisthenics-Training und bin dem Sport bis heute treu geblieben. Meine Rückenschmerzen sind Geschichte.

„Ich bin körperlich viel besser drauf, habe Ziele, denen ich mich nähere. Der Sport gibt mir Struktur und Sinn“, so David. Beide bestätigen, sich geerdet und gereinigt zu fühlen, wenn sie draußen trainieren. Die stetigen Fortschritte und ein schöner Körper, sozusagen als Nebeneffekt, sind starke Motivatoren. Denn so differenziert Finn und David Social Media im Gespräch betrachten, können auch sie sich dem Vergleich mit anderen nicht entziehen. „Looksmaxxing“ betreiben sie in gewisser Weise auch, aber mit natürlichen Mitteln. Proteinshakes oder „Bonesmashing“ (sich die Gesichtsknochen zertrümmern, damit sie konturierter zusammenwachsen!) passen nicht in ihr Konzept, dafür Training, Fleisch, Rohmilch und Eier. „Es fühlt sich gut an, nicht den einfachen Weg für Likes zu gehen, z. B. per Filter oder mit gefakten Videos, sondern etwas Echtes mit realem Ergebnis zu leisten“, sagt Finn.

■ Was fasziniert dich an diesem Sport und

Der Kemptener Felix Städele betreibt in München ein Büro, von dem aus er mit seinem Team von „Flex Calisthenics“ Menschen aus dem gesamten DACHGebiet unterstützt, ihre sportlichen Ziele zu erreichen. Dazu gehört auch ein eigenes Gym. Erst kürzlich hat er sein Calisthenics-Buch „Kraft ohne Grenzen“ herausgebracht. In den sozialen Medien kann man seine beeindruckende Körperbeherrschung bestaunen. Wir haben mit ihm gesprochen.

■ Felix, wie bist du zu Calisthenics gekommen?

Mit 18 Jahren hatte ich starke Rückenprobleme aufgrund einer Beinlängendifferenz. Ich wusste, dass ich eine starke Körpermitte und einen beweglichen Hüftbereich brauche, um meine Leidenschaft Eishockey wieder schmerzfrei zu betreiben. Crossfit, Fitnessstudio und Freeletics brachten nicht den gewünschten Erfolg. Ein Video, in dem ein Sportler seinen Körper horizontal unter einer Stange hielt, war die Initialzündung. Mir war klar: Wenn ich das hinbekomme, dann habe ich eine so gute Körperspannung, dass ich

Flex Calisthenics online

■ Gibt es eine Übung oder einen Trick,

auf den du besonders stolz bist? Ja, der sogenannte Frontlever! Wegen dieses Skills habe ich mit Calisthenics angefangen. Man hängt an einer Klimmzugstange, der Körper ist in der Horizontalen, der Bauch zeigt zur Stange und die Arme sind komplett gestreckt. Diese Haltung ist ein purer Kraftakt und hat dazu geführt, dass ich mit diesem Sport angefangen habe.

■ Welchen Rat gibst du anderen,

wenn sie mit Calisthenics anfangen wollen? Calisthenics-Beginner sollten sich auf die Grundübungen Klimmzüge, Liegestütze und Dips fokussieren, um darin stärker zu werden. Dazu gibt es Vorübungen, um Kraft aufzubauen. Es hilft, auf sich und die eigenen Fortschritte zu schauen und weniger nach links und rechts, denn das führt oft dazu, dass man schlechte Entscheidungen trifft, den Fortschritt bremst und sogar in eine Überlastung trainiert. Bitte keine Übungen „ausprobieren“, für die man noch nicht die notwendige Kraft hat! Wenn ich noch einmal anfangen müsste, dann würde ich mir von Beginn einen Mentor suchen, der mir dabei hilft, die ganzen Fehler von vornherein zu vermeiden. | Text und Fotos: Eva Konzelmann, Fotos: Felix Städele |

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Website: www.flex-calisthenics.com YouTube: https://www.youtube.com/c/FlexCalisthenics Instagram: www.instagram.com/flex.st

gemeinsam mit anderen – warum? Wenn ich einen vollen Terminkalender und ein hohes Stresslevel habe, genieße ich es, alleine zu trainieren. Dennoch finde ich es auch supercool, regelmäßig mit anderen zu trainieren, sich auszutauschen und eine gute Zeit zu haben.

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Der CalisthenicsProfi „Coach Flex“

■ Trainierst du lieber allein oder

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Das gemeinsame Training bedeutet für sie vor allem gegenseitige Motivation und weniger Vergleich oder Wettbewerb. Anfängern empfehlen sie, es langsam anzugehen und nicht sofort zu viel zu erwarten, denn es kann ein wenig dauern, bis sich erste Erfolge zeigen. Vor allem nicht übertreiben, nicht alles knallhart optimieren, sondern einfach tun, was sich gut anfühlt.

was motiviert dich, dranzubleiben? Das Gefühl, etwas zu können, was man vor Wochen, Monaten, Jahren noch nicht konnte. Das Gefühl, das erste Mal sein eigenes Körpergewicht mit purer Muskelkraft nach oben zu ziehen. Das Gefühl, die ersten Sekunden im freien Handstand zu stehen und dabei die absolute Kontrolle über seinen eigenen Körper zu haben, ist unbeschreiblich. Man fühlt sich stark, das Selbstbewusstsein steigt und man will mehr. Der Prozess, sich Ziele zu setzen, die Disziplin aufzubringen, kontinuierlich ins Training zu gehen und für sein Ziel zu arbeiten, wird selbstverständlich. Nicht nur im Training, sondern auch im Alltag, im Beruf und im Privatleben.

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Herbstzauber für Familien in Kempten

Foto: unsplash jerome-prax

Der Herbst lädt dazu ein, die Natur noch einmal in vollen Zügen zu genießen, bevor der Winter Einzug hält. Gerade Familien wissen: Jetzt ist die Zeit der gemütlichen Nachmittage, der warmen Getränke nach einem Spaziergang und der gemeinsamen Erlebnisse draußen. Dabei muss man gar nicht weit fahren. Rund um Kempten warten zahlreiche Ausflugsziele, die Abenteuer, Bewegung und Natur perfekt miteinander verbinden. Der Allgäu FamilyGuide kennt sie alle und wird den 0831-Leserinnen und -Lesern künftig regelmäßig ausgewählte Tipps präsentieren.

Das Freizeitportal Allgäu FamilyGuide (all-familyguide.de) hat sich in den vergangenen Jahren zur größten Informationsplattform für Familien im Allgäu entwickelt. Ob spontane Nachmittagsausflüge oder die Planung des nächsten Wochenendes – der FamilyGuide bietet Inspiration und persönlich getestete Ausflüge für jede Jahreszeit und jedes Wetter. Gerade im Herbst lohnt sich ein Blick in das Portal, denn im Erlebnis-Navigator lassen sich die Ausflüge auch nach „Schlechtwetter“ oder „Natur pur“ filtern.

KastanienHotspots

Der wohl schönste Kastaniensammelplatz Kemptens befindet sich am Illerdamm. Dort warten nicht nur unzählige Kastanien, sondern auch einer der beliebtesten Spielplätze der Stadt sowie ein großer Skatepark. Der Skateplatz bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich auszuprobieren, neue Tricks zu lernen und gemeinsam aktiv zu sein. Gerade für Familien ist der Platz spannend, weil unterschiedliche Altersgruppen auf ihre Kosten kommen. Und wer eine Pause vom Rollen braucht, findet gleich nebenan den Spielplatz am Illerdamm. Eine große Wiese kann als Bolz- und Picknickplatz genutzt werden.

Kaum etwas gehört so sehr zum Herbst wie selbst gebastelte Kastanientiere. Mitten in Kempten liegt einer der schönsten Orte für einen gemütlichen Herbstspaziergang und das Sammeln von Kastanien: der Hofgarten. Sobald Herbstzeit ist Kastanienzeit

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die ersten Blätter fallen, verwandelt sich die historische Parkanlage in ein buntes Farbenmeer. Zwischen den alten Bäumen entdecken Kinder überall glänzende Kastanien, die nur darauf warten, eingesammelt zu werden. Der Hofgarten eignet sich außerdem hervorragend für Familien mit Kinderwägen oder Laufrädern. Viele Familien verbinden den Besuch im Hofgarten mit einem Stadtbummel, dem Besuch der Bibliothek oder einer Einkehr in der Innenstadt. Am Mittwoch und Samstag ist der Kemptener Wochenmarkt direkt ums Eck.


Naturzeit mit Kindern: Allgäu

Durch den wilden Kalbsangsttobel Gerade im Herbst sind Wanderungen mit Kindern besonders schön. Eine Tour, die Naturerlebnis, Abenteuer und eine herrliche Aussicht miteinander verbindet, führt durch den Kalbsangsttobel hinauf zum Mariaberg. Der Kalbsangsttobel ist ein echtes Naturerlebnis für Familien, die gerne abseits großer Wege unterwegs sind und die durchaus das Wandern gewöhnt sind. Der schmale Tobelweg führt durch eine wilde Landschaft mit Wald, Wasser und steilen Hängen, man sollte feste Wanderschuhe tragen. Kleine Kinder müssen an die Hand genommen werden oder in die Trage. Beginn der Wanderung ist der Wanderparkplatz in der Nähe des Wiesenspielplatzes an der Mariaberger Straße. Zwei Wege gibt

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Der Kalbsangsttobel ist ein einziges großes Abenteuer für Familien

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Mitautorin Eva Böglmüller ist Mama von drei Kindern und Lehrerin in Kempten. Sie ist durch ihren Instagram-Account vielen Familien als Expertin für Familienausflüge im Allgäu bekannt, hat für das Buch sämtliche Touren neu recherchiert und zahlreiche neue Ausflugsziele ergänzt. „Mir war besonders wichtig, dass das Buch nicht nur für Urlauber, sondern auch für uns Einheimische geeignet ist. Oft muss man gar nicht weit fahren, um bei uns im Allgäu wunderbare Natur, spannende Abenteuer und unvergessliche Familienmomente zu erleben“, sagt Eva Böglmüller. Der Wanderführer überzeugt vor allem durch seinen hohen Detailgrad. Jede der 55 ausführlich beschriebenen Wander- und Entdeckungstouren enthält Angaben zur Gehzeit, Streckenlänge, zu den zu bewältigenden Höhenmetern sowie eine Altersempfehlung für Kinder. Ergänzt werden die Touren durch übersichtliche Karten, NSPIEL N Höhenprofile und digitale GPS-Tracks zum kostenlosen Download.

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Doch Kastanien können noch viel mehr. Sie dienen nicht nur als Bastelmaterial, sondern werden häufig auch als Futter für Wildtiere gesammelt – dabei bitte immer die Hinweise vor Ort beachten. Eine besonders schöne Möglichkeit, seine unzähligen Kastanien loszuwerden, ist der Besuch eines Rehgeheges, beispielsweise am Ortsrand von Lenzfried gegenüber vom Golfplatz. Und wer vom Rehgehege noch ein Stück nach Osten weitergeht, kurz den Golfplatz quert und sich dann auf der asphaltierten schmalen Straße bergauf hält, kommt zu einem kleinen Geheimtipp in Kempten: dem Hochbehälter Lenzfried. Von hier oben eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die Stadt und den Bachtelweiher bis hin zu den Alpen. Gerade an klaren Herbsttagen zeigt sich das Panorama besonders eindrucksvoll – inklusive Infoschild mit den Namen der Berggipfel. Für Kinder wird der Weg dorthin schnell zum Abenteuer, denn auch der Wald rund um den Hochbehälter lädt zum Entdecken ein.

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Ein Besuch am Wildgehege

Wer glaubt, das Allgäu bereits in- und auswendig zu kennen, wird von diesem Wanderführer überrascht sein. Mit der 3., vollständig überarbeiteten und erweiterten Auflage von Naturzeit mit Kindern: Allgäu ist Anfang 2026 ein Familienwanderführer erschienen, der mehr als 50 Wandertouren, über 100 weitere Ausflugstipps sowie Sammlungen der schönsten Badeseen, Berghütten und Erlebniswege der Region enthält.

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Am Wildgehege in Lenzfried lassen sich in aller Ruhe Rehe beobachten

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es durch den Tobel – auf der Nord- und der Südseite der Schlucht. Der Nordteil ist befestigt, der Südteil des Weges abenteuerlich. Und eben diese Naturbelassenheit ist das besonders Reizvolle am Kalbsangsttobel. Der Einstieg auf die Nordseite ist von der Straße aus beschildert. Der auf der Südseite ist von der Straße aus nicht deutlich zu erkennen, sondern muss erst ein bisschen gesucht werden. Hierfür wandert man die Mariaberger Straße bergauf und biegt hinter der ersten Brücke in einen Trampelpfad in den Wald ab. Der Weg hat kein Geländer. Hier gibt es umgestürzte Bäume, unter denen man hindurchklettern muss, und tiefe Matschpfützen können sich nach Regentagen über die Wege ziehen. Oben angekommen, wendet man sich nach Süden Richtung Gipfel des Mariabergs – eines der beliebtesten Ausflugsziele rund um Kempten und zugleich der höchste Berg der Allgäu-Metropole. Etwa zehn Gehminuten unterhalb des Gipfels lädt ein Gasthaus zur Einkehr ein. Wer möchte, kann nun über die Mariaberger Straße zum Auto zurückwandern oder wieder nach oben steigen und über den Kalbsangsttobel zum Ausgangspunkt zurückgelangen. Das sind dann etwa 200 Höhenmeter und sechs Kilometer. | Text und Fotos: Eva Böglmüller |

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Familiärer Ferienjob: Pia (rechts) und Sina mit Alphirte Andi Eberle und seinen drei Jungs auf der Weide

Sommerferien als Kleinhirtinnen Ihre Klassenkameraden und Mitschülerinnen finden es mega und ziemlich krass: Pia (14) aus Bolsterlang und Sina (12) aus Reichenbach liegen nicht am Lago am Strand, schlecken kein Eis auf Mallorca oder surfen am Atlantik, nein, die beiden helfen auf der Oberallgäuer Alpe Schönberg beim „Sömmern“ von 104 Jungrindern. Sie gehören zu rund 150 sogenannten Kleinhirten, die den Alphirten und Sennerinnen im Allgäu zur Hand gehen und sich auf ein Leben abseits der modernen Spaßgesellschaft einlassen. „Kein WLAN, kein TikTok, kein Fernsehen, nix“, grinst Pia. Stattdessen das Geläut der Schellen, Natur hautnah, früh Aufstehen und früh Schlafengehen. „Ich mag das einfach, eine ganz andere Welt als unten im Tal“, sagt die 14-Jährige. Sie ist schon den dritten Sommer hier oben, bei Andi und Theresa Eberle, dem Hirtenpaar, in 1.341 Metern Höhe, einen kleinen Fußmarsch entfernt von Deutschlands höchstem Straßenpass, dem Riedbergpass, der das Allgäu mit Vorarlberg verbindet. Rundherum schier endlose Viehweiden, riesige Tannen und steile Felswände – gleich hinter der Alp steigt ein Wanderpfad hinauf zum Besler, einem beliebten Allgäuer Aussichtsgipfel.

Kleintiere und Schumpen

Pia backt heute Kuchen: Schoko-Kirsch, Käse und Zwetschendatschi. Die Wanderer haben oft Lust auf was Süßes. Sina schneidet Gurken, Käse und Wurst klein, die Brotzeitbrettl sind beliebt. Draußen unter den blauen Schirmen, bei atemberaubendem Panorama weit hinüber übers Illertal bis zu den Sonnenköpfen, warten schon ein paar Gäste. Die Mädchen servieren flott und freundlich, dann geht’s weiter in der Küche, nicht die erste Station ihres Tages in den Bergen. „Nach dem Aufstehen schauen wir nach dem Kleinvieh, den Ziegen, Hasen, Hühnern, versorgen sie, holen Eier aus den Nestern“, erzählt Sina. „Dann checken wir mit Andi, ob unsere Schumpen eventuell medizinisch behandelt werden müssen.“ Heuer grassiert die berüchtigte „Äugler-Krankheit“ auf den Alpen, eine bakterielle Bindehautentzündung vor allem bei jungen Rindern.

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Am späten Nachmittag brechen sie dann auf zum Höhepunkt des Tages: „Mit unserem Hirten machen wir dann den täglichen Rundgang zu den Schumpen“, strahlt Pia. Das ist allerdings keine gemütliche Wanderung, sondern kann schon mal zur stundenlangen Suche über Stock und Stein werden. Denn die Tiere weiden weit verstreut im alpinen Gelände, Klein- und Großhirten klettern steile Hänge hinauf, balancieren über schmale Grate, rufen und locken ihre Schützlinge. Erst wenn sie alle gefunden haben, geht’s zurück ins Haus. „Mir taugt das sehr“, erklärt Pia, die die Mittelschule in Oberstdorf besucht, „da kommt man richtig runter, kann die Weite genießen, freut sich, die Schumpen zu sehen, ist happy, wenn alle gesund sind.“ Sina ist das zweite Mal oben auf der Alpe, sie mag den direkten Kontakt zu Tieren – die Realschülerin möchte später auch mal beruflich mit Tieren zu tun haben. Sie musste nicht lange überlegen, als sie gefragt wurde, ob der Ferienjob als Kleinhirtin etwas für sie wäre. Pia hatte erst Zweifel, als Andi Eberle sie ansprach: „Rinder sind mächtige Viecher, so richtig getraut hab‘ ich mich zuerst nicht. Außerdem: Sechs Wochen fort von zu Hause, in einfachen Verhältnissen leben, als damals Elfjährige, da hatte ich schon ein bisschen Bammel.“ Doch schon nach einer Nacht hier oben stand fest: „Ich mach’s!“

Alle helfen zusammen

„Ohne die beiden würden wir das nicht so gut schaffen, den Sommer hier oben“, sagt Andi Eberle. Der bärtige 38-Jährige ist froh über jede helfende Hand. Theresa (36) nickt: „Es gibt dauernd was zu tun, im Haus, im Stall, auf den Weiden.“ Manchmal ist es schon hilfreich, wenn die beiden jungen Damen den jüngsten Nachwuchs des Paares beschäftigen. Magnus ist erst drei und ein rechter Treibauf. Eberles Ältere, German (5) und Elias (8), helfen schon beim morgendlichen Kontrollgang über die Wiesen, beim Reparieren der Weidezäune und anderen Kleinigkeiten. „Oben am Berg bist du


auf dich allein gestellt, da müssen wir zusammenstehen, anders geht’s nicht“, sagt Andi. Als Alphirte ist er für das Vieh von neun verschiedenen Bauern verantwortlich, von Juni bis Mitte September sind die Tiere bei ihm quasi in der Sommerfrische. Im diesjährigen Hitzesommer sprießte das Gras nicht wie gewohnt, Gott sei dank hatten die Schönberger Älpler immer ausreichend Wasser aus der eigenen Quelle, hoch droben zu Füßen des Beslers. Auch die Stromversorgung klappte gut: „Wir haben PV auf dem Dach, es gab Sonne mehr als genug!“ Apropos Sonne: Die Nächte in den Kammern unterm Blechdach waren heuer „die reinsten Saunagänge, brütend heiß!“ Pia und Sina teilen sich einen Schlafraum, oft sind sie so müde, dass sie früh in die Betten fallen. Das Daddeln auf dem Handy, Fernsehen, TikTok – das entfällt alles da oben in der abendlichen Einsamkeit einer Alpe. Ein bisschen Ratschen mit Theresa und Andi, Vorlesen für German oder Magnus, Kartenspielen – das genügt. „Du lernst das einfache Leben hier oben schätzen, hörst mal eine Glocke klingen oder einen Vogel schreien. Du siehst die Sterne und den Mond und freust dich auf den Sonnenaufgang“, beschreiben Pia und Sina ihre Zeit. Spätestens am 14. September geht’s wieder ins Tal, in ihre Schulen in Sonthofen und Oberstdorf. Dann erzählen sie ihren Freundinnen und Freunden vom Sommer, in dem sie dem Himmel ein bisschen näher waren, wo sie Schumpen das Fell gekrault und zum Frühstück frische Milch und Eier bekommen haben. „Das sind Erlebnisse, die wir unser Leben lang nicht mehr vergessen!“ Andi bestätigt: „Auf der Alp zu sein, das ist wie eine Sucht, diese Freiheit hier oben!“ Und Theresa ergänzt: „Einmal Älpler, immer Älpler.“ | Text und Fotos: Lutz Bäucker |

Der vollelektrische

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Kleinhirten und Viehscheid

Kleinhirten sind in der Regel zwischen neun und 15 Jahren alt. Eine regionale Allgäuer Bank unterstützt jedes Jahr etwa einhundert von ihnen mit einem Taschengeld. Damit soll der Erhalt der Alpwirtschaft gefördert werden. Weitere Informationen gibt’s beim „Alpwirtschaftlichen Verein“ in Immenstadt, Tel.: 08323 4833. Am 19. September morgens ziehen die Tiere von der Alpe Schönberg beim Viehscheid über die Riedbergpassstraße nach Obermaiselstein. Auch Pia und Sina werden den spektakulären Abtrieb begleiten – in ihrem schönsten Dirndl.

Anschaffungspreis**: Leasingsonderzahlung: Laufleistung p. a.: Laufzeit: 36 mtl. Leasingraten à: Gesamtpreis:

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* Ein unverbindliches Leasingbeispiel der BMW Bank GmbH, Lilienthalallee 26, 80939 München. Stand 07/2026. Alle Preise inkl. der gegebenenfalls gesetzlich anfallenden Umsatzsteuer, sofern nicht anders gekennzeichnet. Für Verbraucher gelten ausschließlich die Preise inkl. der gegebenenfalls gesetzlich anfallenden Umsatzsteuer. Nach den Leasingbedingungen besteht die Verpflichtung, für das Fahrzeug eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Angebot gültig bis 30.06.2026. ** Zzgl. Überführungs- und Übergabekosten in Höhe von 950,00 EUR sowie Zulassung. MINI Aceman E: WLTP Energieverbrauch kombiniert: 14,6 kWh/100 km; WLTP CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO2-Klasse: A; WLTP Elektrische Reichweite: 309 km; Spitzenleistung: 135 kW (184 PS). Abbildung zeigt Sonderausstattungen.

Autohaus Fink GmbH & Co. KG MINI Kempten Lindauer Str. 115-117, 87435 Kempten www.mini-fink.de

Die Alpe Schönberg liegt in 1.341 m Höhe zu Füßen des Beslers

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Täglich grüßt das Murmeltier

Bergkäse, den ihr Mann Martin in eigener Herstellung fertigt, und von dem man unbedingt ein Stück mitnehmen sollte. Die Söhne, Helfer und Helferinnen, die uralte Katze, Schweine und Häschen gehören alle mit zur Alpfamilie. Oberhalb liegt die Alpe Langenfeld, von der aus eine fast schon historisch anmutende Seilbahn die Milch zum Käsen herunterbringt. Flächenmäßig ist die Alpe Laufbichl die größte Sennalpe Deutschlands. Noch etwas weiter hinten im Tal lädt die Alpe Plättele (1.350 m) zu einer urigen Rast ein. Mit ihren über 400 Jahren gehört sie zu den ältesten Alpgebäuden im Oberallgäu. Im wunderschönen Garten, umgeben von saftigen Bergwiesen und beeindruckender Alpenkulisse, genießt man hier die Natur in aller Ruhe. Wirtin Maria Karg hat die Bewirtschaftung in dritter Generation von ihren Eltern übernommen und kümmert sich seit 2018 um das Vieh und das Wohl ihrer Gäste. 120 Stück Jungvieh, zwei Schweine, sieben Ziegen, zwei Katzen und sechs Hühner, dazu fünf Kälber, vier Kühe, zwei Pferde und zwei Esel sind auf dem Plättele und seinen Weiden zu Hause.

Per E-Bike in die Hochalpen

Das Hintersteiner Tal gehört zu den schönsten Ecken des Oberallgäus. Wer Natur, Bewegung und eine leckere Einkehr miteinander verbinden möchte, findet mit den Alpen Plättele und Laufbichl zwei lohnende Ausflugsziele im Obertal. Per E-Bike oder Bio-Bike ist allein schon die Anfahrt eine Freude, denn es geht auf einer nahezu autofreien Fahrstraße von Hinterstein Richtung Giebelhaus. Immer wieder eröffnen sich neue, wunderbare Ausblicke in die alpine Landschaft. Der Anstieg verteilt sich bis auf wenige Ausnahmen relativ sanft, nur die sagenumwobene „Eisenbreche“, wo sich weit unten die Ostrach durch eine enge Klamm schiebt, verlangt etwas mehr Einsatz. Bei Rennradfahrern erweckt auch der „Sausteig“ gegen Ende der Strecke Respekt. Alternativ geht es ab Hinterstein mit dem Giebelhaus-Bus bis zum gleichnamigen Berggasthof. Danach führt die Tour immer weiter das Tal hinauf und mitten hinein in die imposante Bergwelt des Naturschutzgebiets Allgäuer Hochalpen. Entspannte Murmeltiere Lässt man ab der Alpe Engeratsgund den Blick nach rechts auf die Wiesenhänge schweifen, entdeckt man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Murmeltiere. Die putzigen Nager haben sich an die Menschen gewöhnt und genießen entspannt die Sonne – nur gelegentlich lassen sie ihren markanten Warnpfiff hören. Mit viel Glück kann man auch einen Adler sehen, denn diese nisten in der Nähe des markanten Giebelgipfels und regeln auf ihre Art die Population der Murmeltiere. Auf der Alpe Laufbichl (1.250 m) wartet eine Einkehr, wie man sie sich wünscht: Wirtin Melanie Rinderle verwöhnt ihre Gäste auf der Terrasse mit selbst gebackenen Kuchen und deftigen Brotzeiten. Weit über das Tal hinaus bekannt ist der prämierte Laufbichler

Buttermilch und Weichkäse Das bedeutet viel Arbeit: Wenn Maria „ihre“ Kühe mit Namen ruft, kommen sie selbstständig zum Melken. Die Milch wird per Zentrifuge getrennt. Mit Joghurt, Quark, Butter, Käse und Buttermilch bewirtet Maria ihre Gäste, die Magermilch geht an die Schweine. „Ganz besonders gut schmecken den Ausflüglern unsere Buttermilch und der Weichkäse. Am beliebtesten ist aber die herzhafte Plättele-Brotzeit für zwei Personen“, so Maria, die als Erzieherin arbeitet, wenn nicht gerade Bergsommer ist. Beide Alpen sind sogenannte Sennalpen, was bedeutet, dass nicht nur Jungvieh dort weidet, sondern Kühe, die täglich gemolken werden. Die Tiere stammen aus verschiedenen Landwirtschaften im Tal und verbringen den Sommer gemeinsam auf den Alpen. Zum Saisonende werden sie wieder ins Tal gebracht, wo sie zurück zu ihren Besitzern gehen. Dann wird die Herde verteilt, also „geschieden“, bekannt als Viehscheid – aber das ist ein ganz eigenes Thema... | Text: Eva Konzelmann, Fotos: Eva Konzelmann, Michael Maurus |

Alpe Plättele

Hintersteiner Tal ■ Parken: kostenlos in Bad Hindelang am Kurhaus oder ■ ■

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gegen Gebühr am Parkplatz Säge auf dem Weg nach Hinterstein oder auf einigen Parkplätzen in Hinterstein Distanzen: Hinterstein bis Giebelhaus knapp 10 km, zur Alpe Laufbichl 12 km und zur Alpe Plättele 13 km Saison: Anfang Juni bis Anfang Oktober


Es ist Hochseeson!

(Spät-)Sommer, Sonne, See – mehr braucht es gar nicht für einen perfekten Badetag. Und Seen hat das Allgäu zum Glück zur Genüge. Unsere Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern zeigt eine Auswahl an Bademöglichkeiten, die einfach Spaß machen. Lasst euch inspirieren, vielleicht findet ihr ja euren ganz speziellen Lieblingssee.

Cambomare (Kempten)

3 km, Parkplatz am Bad

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Perfekt fürs Training, riesige Liegewiese

Herrenwieser Weiher (Ahegg)

8 km, Parkplätze kostenfrei

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FKK secret spot

Öschlesee (Sulzberg), außer Seebad

7 km, Parkplätze kostenfrei

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Alphornbläser musizieren auf dem See

Mitterinselsee (Memhölz)

10 km, Parken und Eintritt günstig

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Liebevoll betrieben von Privat

Niedersonthofener See (Oberdorf)

12 km, Parkplatz kostenpflichtig

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Optimal bei Sonnenuntergang

Großer Alpsee (Immenstadt)

25 km, Parkplatz kostenpflichtig

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Tretboote in Autoform & historisches Segelschiff

Ortwanger Baggersee (Burgberg)

28 km, Parken kostenfrei

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So klar, so frisch

Sonthofener See (Sonthofen)

30 km, Parken kostenfrei

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Finde den Baumstamm im See zum Draufstehen!

Prinzegumpe (Hinterstein)

40 km, Parken kostenpflichtig

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Baden im Paradies

Engeratsgundsee (Hinterstein, 1.876m)

nur zu Fuß erreichbar

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Rundum-Bergerlebnis

Moorbad (Oberjoch)

38 km, Parken kostenpflichtig

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Goldenes, hautfreundliches Moorwasser

Haldensee (Haldensee)

47 km, Parken kostenpflichtig

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Schwanentretboote, beliebt bei Touristen

Grüntensee (Haslach)

24 km, Parken kostenpflichtig

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Kletterwald nebenan, viele Pflanzen im See

Rottachspeicher (Moosbacher Seite)

17 km

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Baden, Segeln, Einkehren, Chillen

Schwarzenberger Weiher (Oy)

20 km

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Klein, aber fein

Bewertung: 5 = volle Punktzahl See | Anreise (Entfernung Kempten) | Chillfaktor (Ruhe, Schatten...) | Snacks (Kiosk, Eis...) Temperatur (wie kalt) | Spaß (Badeinsel, Rutsche...) | Komfort (Dusche, WC...) | Besonderheiten

Schwimmbojen für mehr Sicherheit Wer beim Schwimmen gerne ein paar Meter weiter hinaus möchte, ist mit einer Schwimmboje gut beraten. Die neonfarbenen Begleiter machen Schwimmende für andere Wassersportler besser sichtbar und geben zugleich ein beruhigendes Gefühl – auch denjenigen, die am Ufer zurückbleiben.

Seen-Karte auf Google Maps

Praktisch: Im Trockenteil der Boje lassen sich Handy, Schlüssel, Schlappen oder ein leichtes Kleidungsstück verstauen. Und wer zwischendurch eine Pause braucht, kann sich einfach am integrierten Griff festhalten und im Wasser ausruhen. Bei unerwarteten Problemen wie z. B. einem Krampf gibt das zusätzliche Sicherheit. Auch die Wasserwacht empfiehlt Schwimmbojen: Durch ihre gute Sichtbarkeit werden Schwimmende im Wasser deutlich leichter wahrgenommen und Hilfe erreicht sie im Notfall ohne Verzögerung. | Text und Foto: Eva Konzelmann |

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Die Fahrt ins Rohrmoostal führt auf eine Höhe von über 1.000 Metern

Entschleunigung auf acht Hufen Für alle, die im Allgäu zu Hause sind, ein bekanntes Phänomen: Während der Sommerferien überlässt man manche Ausflugsziele lieber den Urlaubern. Wenn es dann wieder ruhiger wird, schlägt die Stunde der Einheimischen. Berggipfel, Parkplätze, Seeufer und Wege leeren sich und jetzt heißt es, Orte und Aktivitäten zu entdecken, die praktisch vor der Haustür liegen. Zum Beispiel eine Kutschfahrt ins Rohrmoostal. Schon bevor sich die Räder in Bewegung setzen, ziehen die eigentlichen Stars alle Blicke auf sich. Mächtig stehen die Kaltblüter auf dem Hof der Familie Dornach in Tiefenbach bei Oberstdorf. Rund 800 Kilogramm bringt jedes Pferd auf die Waage. Sie werden 20 bis 25 Jahre alt und sind mit etwa elf bis zwölf Jahren im idealen Alter, um im Gespann zu arbeiten: noch jung und fit genug, aber sehr erfahren. Unglaublich gelassen wirken sie und strotzen vor Kraft. Selbst bergauf können sie das Anderthalbfache ihres eigenen Gewichts ziehen.

Präzisionsarbeit und Vertrauen In einer Kutsche finden bis zu neun Gäste Platz. Im Sommer rollt sie auf Rädern, im Winter gleitet sie auf Kufen durchs Tal. Warme Decken gehören im Herbst und Winter immer dazu, denn wer gemütlich sitzt und die Landschaft genießt, friert schnell. Zudem ist es in der Höhe kühl, die Fahrt ins Rohrmoostal führt immerhin auf über 1.000 Meter. Warm kann es dem einen oder anderen werden, wenn der Kutscher einen Teil der Gäste zum Aussteigen auffordert, denn an besonders steilen Stellen erleichtert man den Pferden so die Arbeit. Kutschefahren ist Präzisionsarbeit – und zwar auf beiden Seiten der Leinen. Sind alle Fahrgäste eingestiegen, nimmt Julian Dornach die Zügel auf, bewegt seine Hände kaum sichtbar – und schon setzen sich die Pferde in Bewegung. Kein Kommando, kein lauter Ruf. Eine winzige Bewegung genügt. Wer zusieht, merkt schnell: Zwischen Mensch und Tier braucht es Vertrauen, Erfahrung und jede Menge Feingefühl.

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Meditativ fühlt sich die Fahrt an. Das gleichmäßige Klappern der Hufe und das ruhige Tempo entschleunigen fast automatisch. Für den Kutscher gilt das allerdings nicht. Er darf keinen Moment unaufmerksam sein. Schließlich ist das Gespann auf öffentlichen Straßen unterwegs. Dafür braucht es sogar eine spezielle Fahrberechtigung. Schließlich lenkt man hier keine Maschine, sondern zwei lebendige Tiere mit eigenem Kopf und trägt damit auch die Verantwortung für die Passagiere.

Überraschung schafft Aufmerksamkeit Genau deshalb wird regelmäßig geübt. Pferde lieben Gewohnheiten. Würde man jeden Tag dieselbe Strecke fahren, wüssten sie irgendwann ganz genau, wo es nach Hause geht. Also biegt Julian manchmal bewusst nicht in die Hofeinfahrt ein, sondern fährt einfach weiter. Kleine Überraschungen halten die Tiere aufmerksam und sorgen dafür, dass sie auch in ungewohnten Situationen nicht die Ruhe verlieren. Überhaupt steckt hinter einer Kutschfahrt deutlich mehr Arbeit, als man als Fahrgast mitbekommt. Rund zwei Stunden dauert es, bis die Pferde geputzt und angespannt sind und alles vorbereitet ist. Nach der Tour beginnt die Arbeit praktisch von vorn: Geschirr versorgen, Pferde striegeln, Kutsche reinigen. Und günstig ist das Ganze ohnehin nicht. Allein das Zaumzeug eines Gespanns kostet rund 4.000 Euro. Alle sechs bis sieben Wochen müssen außerdem die Hufeisen erneuert werden. Sie schützen den Huf auf Asphalt vor zu starkem Abrieb. Weil der Huf kontinuierlich nachwächst, werden die alten Eisen entfernt, der Huf ausgeschnitten und anschließend neu beschlagen. Und manchmal geht ein Hufeisen einfach auf der Weide verloren. Ein hübsches Detail sind die kleinen Glöckchen am Zaumzeug. Früher waren sie im Winter unverzichtbar. Schnee schluckt Geräusche, und


Eine Kutschfahrt mit Kaltblütern zeigt, dass es nicht immer nur schnell gehen muss

so kündigte das Gebimmel entgegenkommenden Fuhrwerken frühzeitig ein Gespann an. Heute erinnern die Glocken an diese alte Tradition. Die Geschichte der Familie Dornach und ihrer Pferde in Tiefenbach bei Oberstdorf reicht mindestens drei Generationen zurück. Früher halfen die Tiere auf Feldern, transportierten Waren oder zogen Holz aus dem Wald. Erst als Maschinen diese Arbeiten übernahmen, entwickelte sich daraus das heutige Angebot der Kutschfahrten. Seit September 2025 ist die Familie sogar der einzige Kutschfahrtanbieter in Oberstdorf – nicht zuletzt, weil Pferdehaltung, Wagen, Schlitten und der enorme Zeitaufwand längst kein einfaches Geschäftsmodell mehr sind. Eine Herausforderung bedeutet regelmäßig der Straßenverkehr: Besonders ambitionierte Rad- und Autofahrer haben es oft eilig und zeigen nicht immer Verständnis dafür, dass eine Pferdekutsche nun einmal ihr eigenes Tempo hat. Für Pferde bedeutet hektisches Überholen Stress – Rücksicht wäre hier angebracht und erwünscht. Leider helfen hier auch Scheuklappen nicht, denn die Pferde nehmen dann zwar seitlich die Störung nicht wahr, erschrecken aber dennoch zeitversetzt. Am Ende einer Kutschfahrt ins Rohrmoostal bleibt vor allem der Eindruck der wohltuenden Langsamkeit. Während sich rundum alles immer mehr beschleunigt, erinnert die Kutschfahrt mit den Kaltblütern daran, dass es gar nicht immer nur schnell gehen muss. 0831-Tipp: Wer bisher dachte, Kutschfahrten seien nur etwas für Urlaubsgäste, findet im Herbst gut einen Termin, um sie einmal selbst auszuprobieren. Wenn sich der Sommertrubel gelegt hat, kann man bei einer Fahrt ins Rohrmoostal die eigene Heimat aus einer ganz neuen Perspektive erleben. | Text und Bilder: Eva Konzelmann |

Infokasten: Kutschausfahrten eignen sich für Familien, Firmengruppen, Geburtstags- oder Hochzeitsgesellschaften, Pärchen... E-Mail: info@bergsportja.de Telefon: 08322 9874047 Internet: www.bergsportja.de/online-buchen

Sport & Freizeit 35


Grünes Abitur im Trend bei Frauen Immer mehr Frauen finden Gefallen an der Jagd. Fast 468.000 Jägerinnen und Jäger gibt es in Deutschland. Frauen machen mit elf Prozent zwar noch immer einen kleinen Teil der Community aus, doch der Frauenanteil an Jagdschulen ist in den letzten zehn Jahre auf aktuell 25 Prozent gestiegen. Über den Reiz des Jagens haben wir mit einer Allgäuer Expertin gesprochen. Jagen gilt seit der Steinzeit als typische Tätigkeit von Männern. Die jüngste Geschichtsforschung zeigt allerdings, dass in vielen menschlichen Gemeinschaften auch die Frauen an der Jagd beteiligt waren, und zwar intentional, das heißt, Frauen gingen gezielt auf die Jagd, um Beutetiere für den Nahrungserwerb zu erlegen. Zu einer Männerangelegenheit wurde die Jagd erst, als sie nicht mehr einzig dem Überleben diente, sondern mit Prestige und dem Zurschaustellen von Reichtum und Macht verbunden wurde. Neuerdings verzeichnen die Jagdverbände in Deutschland einen Trend, dass immer mehr Frauen einen Jagdschein, auch „grünes Abitur“ genannt, erwerben wollen. Die Gründe für diesen Anstieg sind vielschichtig – auch wenn eine echte Expertin auf dem Gebiet, Paula Wölfle aus Dietmannsried, ihnen wenig Bedeutung bemisst: „Es sollte völlig normal sein, wir Frauen gehen aus dem gleichen Grunde wie die Männer auf die Jagd, dazu bedarf es keiner Erklärung“, findet die Jagdpächterin von Krugzell, die seit 38 Jahren Jägerin ist.

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Jagd bietet intensive Naturerfahrung, Achtsamkeit und Ruhe

Jagd als intensive Naturerfahrung Mit veränderten gesellschaftlichen Rollenbildern probieren heute mehr Frauen Aktivitäten aus, die früher überwiegend Männern zugeschrieben wurden. Viele Frauen suchen zudem bewusst einen Ausgleich zum Alltag und möchten viel Zeit in der Natur verbringen. Jagd bietet intensive Naturerfahrung, Achtsamkeit und Ruhe – Dinge, die für viele immer wichtiger werden. Auch die Jagdhunde-Ausbildung ist für viele Frauen Motivation, sich mit der Jagd zu beschäftigen. Ein weiterer Faktor ist die gestiegene Sensibilität für Ernährung. Wer Fleisch verzehren möchte, will dies häufig ohne schlechtes Gewissen gegenüber Tieren und mit Blick auf die eigene Gesundheit tun. Selbst zu jagen bedeutet zu wissen, woher das Fleisch kommt und wird oft als nachhaltiger und ethischer empfunden als industrielle Tierhaltung. Zu guter Letzt sind Jagdkurse und Jagdgemeinschaften heute offener und inklusiver geworden, Jägerinnen erfahren mehr Präsenz in Social Media und Medienberichten, wie zuletzt auch in der rbb-Doku „Frauen auf der Pirsch – Die Jagd ist weiblich“ (siehe ARD-Mediathek).


3 Fragen an...

Paula Wölfle aus Dietmannsried, die seit 38 Jahren jagt und Mitglied bei den Kreisjagdverbänden Kempten und Marktoberdorf ist.

1 Wie kamen Sie zum Jagen,

wann haben Sie Ihren Jagdschein gemacht und was muss man dafür wissen? Ich bin in einer typischen Allgäuer Landwirtschaft aufgewachsen. Fauna und Flora zu beobachten und benennen zu können, haben meine Geschwister und ich schon früh gelernt. Die Prüfung habe ich 1989 vollständig abgelegt. Damals gab es die Bereiche Wildhege und Naturschutz, Wildkunde, Jagdpraxis, Jagdhunde, Wildkrankheiten, Waffen, Jagdrecht, Land- und Waldumbau.

2 Was bedeutet Ihnen die intensive Natur-

beobachtung beim Jagen? Und welchen Vorteil hat es, das Fleisch zum Verzehr selbst zu erlegen statt es zu kaufen? Es bedeutet für mich, am Leben in der Natur teilzuhaben und die Abläufe kennenzulernen. Es ist faszinierend, das in der Theorie Erlernte in der Natur bestätigt zu bekommen. Beim Wild habe ich die Lebendschau, ich entnehme es ohne Stress aus der freien Natur und es hat sich nur aus der freien Natur ernährt, ohne Medikamente.

3 Sie nutzen die App „Waldfleisch“ – was hat es damit auf sich? Jeder Jäger kann seine portionierten Stücke mit Gewicht und Preis in die App stellen. Sie funktioniert im Umkreis von etwa 50 Kilometern und es steht auch wirklich nur das drinnen, was vorrätig ist. Das hat ein paar starke Vorteile: Frische und Vertrauen: Man weiß genau, woher das Fleisch kommt. Direkter Kontakt: ohne Zwischenhandel – gut für Jäger und Käufer. Nachhaltigkeit: Regionaler Konsum statt Massenware. Und schließlich Transparenz: Kein Rätselraten bei Preis oder Menge. | Text: Jörg Spielberg, Fotos: Nicolai Dürbaum, Unsplash, Illustrationen: Freepik |

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Sport- und Familientag in der Innenstadt Nach einjähriger Pause kehrt ein beliebtes Familienevent zurück: Am 19. September verwandelt sich die Kemptener Innenstadt beim Sport- und Familientag wieder in eine große Sport-, Spiel- und Erlebnislandschaft. Um 10 Uhr fällt der Startschuss, bis 17 Uhr laufen die Mitmach-Programme. Veranstaltet wird der Sport- und Familientag von der Stadtmarketing Kempten GmbH in Kooperation mit dem Sachgebiet Sport der Stadt Kempten (Allgäu). Regionale Sportvereine präsentieren ihr vielfältiges Angebot und laden die Teilnehmenden dazu ein, neue Sportarten kennenzulernen und selbst aktiv zu werden. Ob Geschicklichkeit an der Boulderscheibe, Treffsicherheit beim American Football oder Handball, erste Schritte in unterschiedlichen Tanzstilen oder eine Runde Fußballdarts – für jeden Geschmack ist etwas geboten. Dabei sind nicht nur die jungen Besucherinnen und Besucher gefragt: Auch Erwachsene können ihr sportliches Talent unter Beweis stellen. Doch nicht nur Sportfans kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche Kemptener Einzelhändler und Organisationen beteiligen sich ebenfalls mit kreativen Aktionen. So können Kinder beispielsweise Blumentöpfe passend zur bevorstehenden KunstNacht Kempten gestalten und bepflanzen, individuelle Blech-Etuis oder Schnellhefter für das neue Schuljahr verzieren oder bei der Lesefeuerwehr in spannende Geschichten eintauchen. Weitere Informationen: www.kempten-tourismus.de/sport-und-familientag

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Fahrrad stemmen – das Ankunftsritual vor der Kathedrale in Santiago

Radpilgern bis Santiago und durchs Allgäu

Jakobsmuschel und Pilgerausweis: Erkennungszeichen für jeden Pilger

bes Dutzend Fahrräder, sogar eins aus Titanium, und führt interessierte Gäste ans Ziel ihrer Sehnsüchte. Paulo findet überwiegend ruhige, sichere Wege. Er kennt die Orte, wo es die beste Fischpfanne und den aromatischsten „Café con leche“ gibt. Und er weiß, was ein echter Pilger braucht: täglich mindestens zwei Stempel im „Credencial del peregrino“, dem Pilgerausweis. Ohne den gibt es am Ende der Fahrt keine Pilgerurkunde im Pilgerbüro in Santiago.

Stempel, überall Stempel Santiago de Compostela ist das Ziel vieler Tausender Pilger aus der ganzen Welt. Klassisch sind sie zu Fuß unterwegs, manchmal auf dem Pferd und immer öfter auf Fahrrädern. So wie vor einigen Wochen eine Pilgergruppe aus Bayern: 30 Frauen und Männer haben sich mit robusten E-Bikes und der markanten Jakobsmuschel an den Packtaschen auf den „Camino Português“ begeben, darunter 0831-Reporter Lutz Bäucker. Hier erfahrt ihr Genaueres – und am Ende auch, wie und wo man im Allgäu pilgern kann. Als Fußpilger muss man sich quälen, um ans Ziel zu kommen. Tage- oder wochenlang auf hartem Untergrund zu laufen, bei jedem Wetter, im nässenden Nebel der Atlantikküste, in der Gluthitze galizischer Landstraßen, gegen den stetigen starken Wind aus Nordnordwest – das ist nicht jedermanns Sache. Als Radler hat man es etwas leichter, aber auch dabei warten Herausforderungen. Der erwähnte Gegenwind ist frustrierend, die Anstiege auch mit elektrischer Unterstützung atemberaubend, die rasenden Abfahrten auf lockerem Untergrund gelegentlich abenteuerlich.

Leuchtend gelbe Muschel

Täglich sind zwischen 50 und 70 Kilometer auf dem Camino zurückzulegen. Schilder mit einer leuchtend gelben Muschel weisen den Weg, den viele Menschen gemeinsam bewältigen. Die meisten Pilger kommen aus Kanada, den USA und Italien, berichtet der Guide Paulo, der im früheren Leben als Erster Offizier auf riesigen Öltankern die Weltmeere befahren hat. Jetzt besitzt er ein hal-

Die Stempel erhält man in Herbergen, Kirchen, Kapellen, auch in Bars und Wirtshäusern. Und manchmal an verborgenen Stellen, zum Beispiel in einem Platanenwald irgendwo hinter Vigo. Paulo stoppt an einem kleinen Wasserfall und führt seine Gruppe an den Campingtisch von Cristiano. Der fertigt für jeden Pilger ein spezielles Pilger-Siegel an, etwa mit Fahrradmotiv. „Ich mach das einen Sommermonat lang,“ erzählt er beim Erhitzen des Lacks, „es macht mich glücklich, den Leuten etwas geben zu können.“ Nördlich von Padrón in Galicien wird es belebter auf dem Kopfsteinpflaster. Hier kommen immer mehr Pilger auf verschiedenen Wegen zusammen, es sind nur noch wenige Kilometer bis Santiago. Und plötzlich tut er sich auf, der riesige Platz „Praza do Obradoiro“ mit der beeindruckenden Kathedrale. Die Radlgruppe ist am Ziel, verschwitzt, sonnenverbrannt, mit dem Staub der Landstraßen auf Rad, Armen und Beinen. Und glücklich!

Radpilgern im Allgäu

Auch im Allgäu kann man ähnliche Erfahrungen machen und mit dem Fahrrad pilgern. Die Hauptroute führt von Kempten über Weitnau nach Scheidegg bis nach Lindau am Bodensee. Sie ist Teil der Jakobswege von Augsburg bzw. München Richtung Frankreich. Überall gibt es günstige Quartiere. Besonders erwähnenswert ist das Pilgerzentrum in Scheidegg, das von der evangelischen Pfarrgemeinde betrieben wird. Pilgervater Werner Schroth (77) bietet dort 18 Betten in vier Räumen an, Übernachtung mit Frühstück gibt’s für 33 Euro. Schroth beobachtet eine deutliche Zunahme von Radpilgern, im Jahr begrüßt er um die 400 Pilger, zwei Drittel davon sind Frauen. „Wer pilgert, lernt loszulassen, viele suchen sich selbst, möchten eine Auszeit vom Alltag“, sagt er. Das Pilgerzentrum ist von Mitte Mai bis Ende Oktober geöffnet und bietet kein WLAN: „Die Leute sollen ja herunterkommen“, meint der Pilgervater, der selbst schon öfter auf den Jakobswegen in Portugal und Nordspanien nach Santiago gelaufen ist. | Text und Fotos: Lutz Bäucker |

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Die gelbe Muschel weist den Weg nach Santiago


NACHHALTIGKEIT

Mobilitätswoche Müllheizkraftwerk Mindesthaltbarkeit

Fotos unsplash: shahin-khalilifar

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Beim Park(ing) Day müssen an bestimmten Stellen die Autos wegbleiben

Park(ing) Day in der Bahnhofstraße Auch dieses Jahr wird es in Kempten wieder einen „Park(ing) Day“ geben, und zwar am 18. September – und dieses Mal nicht wie in der Vergangenheit am Residenzplatz, sondern in der Bahnhofstraße zwischen Bahnhof-Apotheke und Forum. Die Aktion soll konkret für die Verlängerung der Fußgängerzone mit freiem Radverkehr bis zum Forum werben. „Wie schön könnte unsere Stadt sein, wenn nicht überall Autos herumstehen würden! Wir hätten mehr Platz zum Flanieren und Radeln, für Blumen und Bäume, mehr Lebensraum für Groß und Klein“, sagt Gesine Weiß, Sprecherin des Freundeskreises für ein lebenswertes Kempten (FLKE), der den Park(ing) Day maßgeblich organisiert. Dabei handelt es sich um einen internationalen Aktionstag, traditionell durchgeführt in Städten wie San Francisco, Paris, Berlin oder München – und seit 2019 auch in Kempten. Ziel ist es, auf den großen Flächenverbrauch durch Autos aufmerksam zu machen und für die Themen Stadtgrün und nachhaltige Mobilität zu sensibilisieren.

Kleinkunst & Zusammensein, wo sonst Straße ist Am 18. September 2026 von 14 bis 18 Uhr „besetzen“ dieses Jahr verschiedene Gruppen aus den Bereichen Foodsharing, DIY, Musik, Kleinkunst, Akrobatik und mehr die Bahnhofstraße zwischen Bahnhof-Apotheke und Forum Allgäu. Auch ein ADFC-Infostand, ein Fahrrad-Hindernisparcours und eine Pop-up-Bike-Lane werden geboten sein. Wer einmal sehen will, wie es wäre, wenn die Fußgängerzone bis hinauf zum Forum reichen würde, kann das an diesem Tag tun – sicher eine spannende Erfahrung! Am Montag nach dem Aktionstag wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema Stadtentwicklung und Verkehrsberuhigung geben.

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IHK: Alternative Mobilitätsarten berücksichtigen Diese Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum, das sich mit dem Thema Innenstadtentwicklung auseinandersetzen möchte. Wie in vielen anderen Kommunen auch, besteht hier in Kempten Handlungsbedarf – ein Blick auf die vielen Leerstände in der Fußgängerzone zeigt das eindrücklich. In seinem „Rezeptbuch für eine attraktive Innenstadt“, für das er viele tausend Interviews geführt hat, schreibt der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag: „Die Herausforderung: Strukturen haben sich in der Vergangenheit in Gebäuden, Straßen, Plätzen etc. manifestiert, um die zu bestimmten Zeiten vorherrschenden Bedürfnisse zu befriedigen. Beispielsweise breite Zufahrtsstraßen, um die zunehmende Zahl von Pkw gut handhaben zu können, große Ladenlokale in A-Lagen mit Produkten, die heute zunehmend online nachgefragt werden oder Plätze, die nur funktionieren müssen, um wenige große Events abzuhalten, aber für den Rest des Jahres Aufenthaltsqualität vermissen lassen und sich negativ auswirken. Deshalb muss man die Veränderungen in diesen Bereichen zukünftig stärker berücksichtigen: ■ Zunahme des Onlinehandels ■ Lebensmittelgrundversorgung auf der grünen Wiese ■ Klimawandel und zu heiße Innenstädte ■ sich veränderndes Mobilitätsverhalten, bei dem vieles auf die Erreichbarkeit durch Pkw ausgerichtet bleibt, wodurch andere Mobilitätsgruppen häufig zu wenig Beachtung finden.“ Und das Deutsche Institut für Urbanistik schreibt in seinem Policy Paper „Sind also der wegfallende Parkplatz vor dem Geschäft oder die Umgestaltung des Straßenraumes zugunsten von Fußgänger:innen oder Radfahrer:innen tatsächlich eine Bedrohung für den Einzelhandel? Kausale Zusammenhänge zwischen Verkehrsberuhigungs-


Zukunft Innenstadt maßnahmen und einer wirtschaftlichen Schlechterstellung des stationären Einzelhandels sind vor dem Hintergrund der vorliegenden Untersuchungen nicht belegbar. Eine bessere Aufenthaltsqualität und höhere Kundenfrequenzen führen in fast allen untersuchten Studien zu einer Stabilisierung bzw. Steigerung der Umsätze. Die Erklärung ist einfach: Dort, wo sich Menschen gern aufhalten, wo sie sich wohlfühlen, wo sie länger vor einem Geschäft verweilen, nutzt dies am Ende auch dem Einzelhandel. Zu den Fakten gehört aber auch, dass nicht alle Branchen gleichermaßen profitieren. Entscheidend ist, wie die Umgestaltung vorgenommen wird. Unter dem Strich bleibt die Feststellung, dass Verkehrsberuhigungsmaßnahmen die Krise des Einzelhandels nicht kompensieren können, aber durchaus abmildern und keinesfalls verantwortlich für das ,Geschäftesterben‘ sind.“ In Kempten ist beim Thema Innenstadtentwicklung auch noch ein weiterer Aspekt relevant: Was wünschen sich Touristen, wenn sie nach Kempten kommen? Und welche Ansätze ergeben sich daraus für die zukünftige Stadtgestaltung? Auch diese Thematik wird im Rahmen der Podiumsdiskussion am 21. September ausführlich zur Sprache kommen. | Text: Anke Roser, Foto: Gesine Weiß |

Europäische Mobilitätswoche 2026 Die Stadt Kempten macht in diesem Jahr zum zweiten Mal bei der Europäischen Mobilitätswoche mit. Diese findet jedes Jahr vom 16. bis 22.09. statt und bietet Kommunen und ihren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu erfahren und aufzuzeigen, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und ganz einfach praktisch gelebt werden kann.

Handel, Begegnung und Lebensqualität Was braucht eine Innenstadt, damit Menschen gerne dort einkaufen, verweilen und immer wieder zurückkehren? Im Rahmen des Park(ing) Day und der Europäischen Mobilitätswoche findet am 21. September eine Podiumsdiskussion statt mit Levke Sönksen, Projektleiterin am Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin, Christian Campagna, Leiter von Mode Reischmann als Vertreter des Kemptener Einzelhandels und Prof. Robert Keller vom Institut für Nachhaltige und Innovative Tourismusentwicklung (INIT) der Hochschule Kempten. Thema ist das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure bei der Entwicklung einer lebendigen Innenstadt. Wie lassen sich Handel, vielfältige Nutzungen, Aufenthaltsqualität und moderne Verkehrsführung sinnvoll verbinden? Und was erwarten Touristen heute von einer Stadt, die sie als attraktiv und besuchenswert wahrnehmen? Es moderiert Anke Roser, Chefredakteurin des 0831. Wann: Montag, 21.09.2026, 19:00 Uhr, Hochschule Kempten, Fakultät Tourismus, Gebäude A – Denkfabrik Veranstalter: architekturforum allgäu e.V., Freundeskreis für ein lebenswertes Kempten

Unter anderem werden diese Projekte angeboten: ■ 16.09.: Bürgerbefragung: Top oder Flop: Soll die Einbahnstraßenregelung im östlichen Brodkorbweg auf Dauer bestehen bleiben? ■ 17.09.: Wie nutze ich eine Park-App? Learning by Doing ■ 18.09.: Auf die Räder, fertig, los! – Kinder in Aktion und: Park(ing) Day in der Bahnhofstraße (siehe Infos weiter oben) ■ 19.09.: Probefahrt mit Lastenrädern & E-Carsharing erleben und: Sport- und Familientag ■ 21.09.: Buseinstiegstraining mit Rollstuhl, Rollator etc. ■ 22.09.: ADFC-Radtour durch Kempten ■ Ab September 2026: kostenloser Illersteg-Shuttle Das gesamte Programm ist hier zu finden:

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Champions im Stadtverkehr

Dabei bieten gerade die kleinen Stromer große Vorteile, wenn sie vorwiegend als Stadtflitzer eingesetzt werden. Sie sind ideal für diejenigen, die überwiegend in der Stadt oder im Umland fahren, zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können (normale Steckdosen oder AC-Wallboxen sind ausreichend), am Stück selten mehr als 200 bis 300 km fahren und keinen Anhänger zu ziehen haben. Dann spielen die Kleinen ihre großen Vorteile aus – niedriger Anschaffungspreis, geringer Stromverbrauch (ca. 13–16 kWh pro 100 km), günstige Unterhaltskosten, einfacheres Parken in der Stadt und ausreichend Power für Pendelstrecken zwischen 20 und 80 Kilometern.

3 Fragen an...

Tobias Sirch, Geschäftsführer der Autohaus Sirch GmbH

1 Welche Vorteile bieten Elektro-Kleinwagen und für wen sind sie ideal? Kleinwagen werden oft für die täglichen Fahrten zur Arbeit oder als Zweitwagen eingesetzt – solche überwiegend kurzen Strecken sind perfekt für kleine E-Autos. Dieser Einsatzbereich ist auch deshalb ideal, weil die Fahrzeuge tagsüber häufig stehen und in dieser Zeit geladen werden können. Kleine Elektroautos sind in der Stadt und bei Kurzstrecken in der Regel praktischer

Das 0831 hat nachgefragt: Was macht kleine E-Fahrzeuge immer beliebter? In Zeiten, in denen Deutschland pro Woche rund 15.000 Industriearbeitsplätze verliert und die Inflation die Preise nach oben treibt, müssen die Menschen Kosten einsparen. Der Autokauf gehört dazu. Umso mehr verwundert es, dass das Angebot an preisgünstigen Stromern im Kleinwagensegment recht überschaubar daherkommt. Wir haben Details recherchiert. Rund 19,1 Prozent betrug der Anteil von E-Autos bei den Neuzulassungen im Jahr 2025. Insgesamt wurden 545.142 Pkw mit Batterieantrieb verkauft, gegenüber 2024 ist das eine Steigerung von 13,5 Prozent. Das beliebteste Elektrofahrzeug der Deutschen war dabei der VW ID.7. Preislich beginnt der Stromer aus Wolfsburg bei rund 54.000 Euro. Das ist für viele zu viel. Kleinere, günstigere Modelle wären gerade im Stadtverkehr für viele Anwendungsfälle die einfachste Lösung. Doch die Auswahl ist überschaubar. Gerade einmal zehn Fahrzeuge machen den Kleinwagenmarkt mit Batterieantrieb unter sich aus, darunter nur drei deutsche Hersteller – Opel Corsa-e, VW e-up! und BMW i3. Modelltechnisch haben die Franzosen mit Renault und ihrer Untermarke Dacia sowie Citroën mit dem ë-C3 die Nase vorn, wenngleich das beliebteste E-Auto in diesem Segment der Fiat 500e bleibt. Aktuell kommt Renault mit dem R5 E-Tech als Remake seines weltweit beliebten Kleinwagens auf den Markt und seit diesem Frühjahr verkauft Volkswagen eine ID-Variante des Polo – Einstiegspreis bei beiden Modellen rund 25.000 Euro.

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2 Welche Arten der Finanzierung und staatlichen Förderung gibt es? Bei Neuwagen bieten wir derzeit Finanzierungen mit 0,00 Prozent Zinsen an, was zu sehr attraktiven Monatsraten führt. Dabei wird häufig die Finanzierungsvariante mit einer Schlussrate genutzt. Bei E-Autos wird ebenfalls gerne auf Leasing zurückgegriffen, um nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf ein neues E-Auto umzusteigen. Um den Kaufpreis zu reduzieren, gibt es für Privatpersonen mit einem Haushaltseinkommen von unter 80.000 Euro (mit Kindern bis zu 90.000 Euro) eine staatliche Förderung von bis zu 6.000 Euro. 3 Wo können Elektro-Kleinwagen aufgeladen werden, die meist über keinen Schnellladestecker (CCS), sondern über den Typ-2-Stecker für Wechselstrom verfügen? Grundsätzlich ist es möglich, ein E-Auto über jede haushaltsübliche Steckdose zu laden. Wir empfehlen jedoch jedem, eine Wallbox anzuschaffen, da diese separat abgesichert ist und je nach Stromanschluss ein Laden mit bis zu 22 kW ermöglicht. Für Privathaushalte ist die Variante mit 11 kW am weitesten verbreitet. Damit kann beispielsweise ein Kleinwagen innerhalb von etwa vier Stunden wieder vollständig aufgeladen werden. | Text: Jörg Spielberg, Foto: unsplash johncameron, Illustration: Magnific/Freepik |


Vom 01. September bis zum 30. November 2026 können Menschen in ganz Deutschland an einer Online-Befragung zur Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte und Gemeinden teilnehmen. Wie viel wird in deinem Ort fürs Radfahren getan? Was hat sich in den letzten Jahren verbessert? Sind die Radwege in einem guten Zustand? Kurz: Macht Radfahren Spaß oder bedeutet es Stress? Die Ergebnisse für Kempten könnten wieder spannend werden.

Neuer ADFC Fahrradklima-Test

Mit ihrer Teilnahme geben Radfahrerinnen und Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer den Verantwortlichen vor Ort eine direkte Rückmeldung zum aktuellen Stand des Radklimas in ihrer Kommune und liefern damit wertvolle Informationen für Politik und Verwaltung. Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger wird die Gesamtergebnisse im kommenden Frühjahr verkünden. An der alle zwei Jahre stattfindenden Befragung nahmen 2024 bundesweit 215.000 Menschen teil, in Kempten und im Oberallgäu waren es knapp 800.

Sonthofen ist Nummer eins Bei der letzten Umfrage konnte sich Sonthofen als „Radl-Primus“ im Allgäu behaupten. Mit Note 3,2 belegte die erst jüngst wieder als „fahrradfreundliche Kommune“ zertifizierte Alpenstadt sogar Rang eins von 41 bayerischen Kommunen mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern. Mehr als zwei Drittel der Sonthofener stellten fest, dass ihnen das Radfahren in ihrer Stadt richtig Spaß macht. Eine Folge der langjährigen Rad-Politik des vormaligen Bürgermeisters Christian Wilhelm, die auch von seiner Nachfolgerin Martina Neusinger fortgesetzt werden soll.

ten ab. Ein Tenor der Umfrage war, dass Radfahren in Kempten eher stressig sei. Viele Radwege werden als zu schmal wahrgenommen, Falschparken auf Radwegen wird aus Sicht der Teilnehmenden zu selten bestraft und die Kemptener Autofahrer überholen Radler oft zu dicht. | Text und Foto: Lutz Bäucker |

Mitmachen bei der Umfrage Die Abstimmung erfolgt ganz einfach online über www.fkt.adfc.de Zeitraum: 01. September bis 30. November 2026

Bleibt Kempten Schlusslicht? Neben Sonthofen erreichten beim vergangenen ADFC-Fahrradklima-Test (FKT) weitere fünf Oberallgäuer Kommunen das Mindestquorum von 50 Teilnehmern, um in die bundesweite Wertung zu gelangen: Oberstdorf, Oberstaufen, Immenstadt, Waltenhofen und Kempten. Dabei schnitt Kempten mit der Note 4,3 am schlechtes-

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25 Jahre Bio mit Heimatgefühl

wertschätzende Kommunikationskultur, die wir mit entsprechenden Schulungen regelmäßig fördern. Gleichzeitig darf der Spaß nicht zu kurz kommen, wir lachen sehr viel. Denn wenn man acht Stunden am Tag in der Arbeit verbringt, sollte man gerne dort sein. Genau dieses Gefühl habe ich hier. Deshalb sind viele Mitarbeitende schon seit vielen Jahren mit an Bord – und viele Kundinnen und Kunden auch.

■ Was sind die größten Herausforderungen?

Marktleiterin Doris Rogg (re.) im Gespräch mit Anke Roser vom 0831

14 Meter Frischetheke und mehr als 10.000 Produkte von Bio-Pionieren und kleinen regionalen Manufakturen – das ist PurNatur. Seit mittlerweile 25 Jahren bietet der Naturkostladen, der zur Bahnhof-Apotheke gehört, Lebensmittel aller Art, Naturkosmetik, Haushaltsprodukte und sogar Tiernahrung in Bio-Qualität. Das Jubiläum wird am 10. Oktober mit einem Verkostungstag gefeiert. Was die Gäste dabei erwartet, was den Laden und seine Beschäftigten auszeichnet und wie sie selbst zur PurNatur-Familie kam – darüber haben wir mit Marktleiterin Doris Rogg gesprochen.

■ Wie bist du zu PurNatur gekommen? Ich komme ursprünglich aus dem Allgäu, war aber viele Jahre mit meinem Partner in der Welt unterwegs. Wir haben in England, Kanada und Australien gelebt und gearbeitet, bevor wir vor zehn Jahren beschlossen haben, wieder nach Hause zu kommen. Unsere erste Arbeitsstelle war damals bei PurNatur – und hier sind wir noch immer. Mein Lebensgefährte ist inzwischen der Küchenchef. Ich habe ziemlich schnell die Bistroleitung übernommen. Vor fünf Jahren, als die damalige Chefin aus gesundheitlichen Gründen ausschied, wurde mir die Leitung des gesamten Marktes angeboten. Obwohl mein Hintergrund eher in der Gastronomie liegt, bin ich dank eines tollen Teams längst auch im Handelsbereich zuhause. Rückblickend bin ich sehr froh über diesen Weg: Aus einem Job ist für mich ein echtes Zuhause geworden.

■ Was ist das Besondere daran, hier zu arbeiten? Das Besondere sind für mich ganz klar die Menschen. Wir sind hier mit Küche, Backstube, Konditorei und allen Aushilfen rund 70 Personen, die sehr eng zusammenarbeiten. Natürlich gibt es Hierarchien, aber im Alltag begegnen wir uns auf Augenhöhe, egal in welcher Position jemand arbeitet. Ich finde, wir haben eine sehr offene,

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Die größte Herausforderung ist sicher der Preisdruck. Wenn Menschen das Gefühl haben sparen zu müssen, fangen sie in Deutschland nicht beim Auto oder Urlaub an, sondern in den meisten Fällen bei den Lebensmitteln. Als ästhetisch und hochwertig ausgestatteter Bioladen werden wir dabei schnell als teuer wahrgenommen. Und natürlich gibt es bei uns besondere Produkte im Premiumsegment, die richtig hochpreisig sind – aber genauso auch viele Angebote, bei denen wir preislich mit dem Bio-Sortiment klassischer Supermärkte locker mithalten können. Gleichzeitig investieren wir bewusst in gute Mitarbeitende und persönliche Beratung. Bei uns findet man fast immer jemanden, der sich mit einem Thema auskennt oder an die richtige Kollegin weitervermitteln kann. Das ist eine andere Art einzukaufen als im Discounter, die einen Preis, aber auch einen Wert hat.

■ Ihr habt auch eine Eigenmarke mit eingekochten Produkten. Was genau bietet ihr da an?

Die Idee zu PurAllgäu entstand ursprünglich im Bistro. Wir haben uns gefragt, wie sich überschüssige Portionen sinnvoll verwerten lassen, und sind so auf das Einkochen gekommen. Aus dieser Idee ist inzwischen eine eigene Produktlinie geworden. Heute umfasst sie rund 20 Produkte, die speziell dafür hergestellt werden: von Bolognese und Chili con Carne, jeweils auch in vegetarischen Varianten, über verschiedene Suppen bis hin zu Curry oder Putengeschnetzeltem. Dazu kommen unsere hausgemachten Nussmuse, die ganz ohne zusätzliche Öle oder künstliche Aromen auskommen, ergänzt um kreative Sorten mit Himbeere oder weißer Schokolade.

■ Wie viele Lieferanten habt ihr? Und wie kommt ihr an diese Lieferanten?

Neben zwei großen Bio-Großhändlern arbeiten wir mit einer Vielzahl kleiner regionaler Lieferanten zusammen – insgesamt dürften es etwa 80 bis 100 sein. Gerade diese Partnerschaften machen PurNatur aus. Viele Standardprodukte bekommt man in jedem Biomarkt, wir möchten darüber hinaus aber auch besondere Nischen besetzen und Produkte anbieten, die eng mit dem Allgäu verbunden sind. Deshalb beziehen wir beispielsweise Käse von Sennalpen, Wildspezialitäten aus Bad Hindelang oder Schokolade von regionaEinwegverpackungen sollen durch Unverpacktstationen so weit wie möglich vermieden werden


len Manufakturen. Neue Lieferanten finden wir über Empfehlungen von Kundinnen und Kunden, durch direkte Anfragen der Hersteller oder ganz gezielt, wenn wir merken, dass uns in einem Bereich noch etwas fehlt. Diesen regionalen Fokus wollen wir künftig sogar noch weiter ausbauen.

■ Ihr macht auch Weinverkostungen – wie oft und mit welchen Schwerpunkten?

Weinverkostungen gehören schon seit vielen Jahren zu unserem Angebot und finden alle zwei Wochen statt. Jede Veranstaltung steht unter einem eigenen Thema und wird von einem passenden Drei-Gänge-Menü aus unserer Küche begleitet. Dazu werden sechs europäische Weine verkostet, die von einem Sommelier vorgestellt werden. Die Abende sind bewusst locker gehalten: Man erfährt einiges über die Weine, kann aber vor allem einfach genießen. Besonders schön finde ich, dass unsere Köche dabei zeigen können, was kulinarisch alles in ihnen steckt. Das Angebot kommt so gut an, dass viele Termine lange im Voraus ausgebucht sind.

■ Im Rahmen eures Herbstfestes im Oktober feiert ihr das Jubiläum. Was erwartet die Kundinnen und Kunden an diesem Tag?

Unser Herbstfest gibt es jedes Jahr, aber zum Jubiläum wird es natürlich noch etwas größer. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf zahlreiche Verkostungen freuen und viele unserer langjährigen Lieferanten persönlich kennenlernen. Das ist eine schöne Gelegenheit, die Menschen hinter den Produkten zu treffen, Fragen zu

stellen und Neues auszuprobieren. Gerade bei besonderen Spezialitäten merkt man oft erst beim Probieren, was sie auszeichnet. Ein gutes Beispiel ist etwa ein Dattel-Schoko-Aufstrich einer regionalen Manufaktur: Das Glas ist nicht günstig, aber wer ihn einmal probiert hat, versteht sofort, warum. Man kann ihn wie eine Süßigkeit löffeln und hat sehr lange etwas davon. Solche Entdeckungen machen diese Tage für unsere Kundinnen und Kunden immer besonders – und wir lieben sie auch, selbst wenn wir im Bistro dann weniger verkaufen, weil alle vom Probieren schon so satt sind! | Text: Anke Roser, Fotos: Sarah Erhardt, PurNatur |

Nachhaltigkeit bei PurNatur Unter dem Motto „return, reuse, recycle“ wird Einwegverpackung soweit wie möglich vermieden: ■ ■ ■ ■

Unverpacktstation für Nudeln, Getreide und Nüsse Unverpacktstation für Wasch- und Reinigungsmittel To-go-Gerichte in der REBOWL-Mehrwegschale Eigenes Pfandsystem für die Hausmarke PurAllgäu

www.purnatur-kempten.de

25

Jahre

WIR FEIERN JUBILÄUM! ¼ Jahrhundert Bio aus Überzeugung

EIN TAG VOLLER GENUSS & LEBENSFREUDE

Samstag, 10. Oktober

• Vielfältige Verkostungsstände • Weinprobe mit Sommelier Uwe • Jubiläums-Specials im Bistro • Live-Musik, Kinder-Malaktion & Glücksrad 10 % Rabatt auf Verkostungsprodukte

Verkostung & Beratung 10 – 16 Uhr | Mehr Informationen:

PurNatur OHG | Kotterner Str. 78 – 80 | 87435 Kempten | purnatur-kempten.de

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Wie aus Restmüll Energie wird Was passiert eigentlich mit dem Restmüll, wenn die Tonne geleert ist? Er verschwindet nicht einfach – im Müllheizkraftwerk des ZAK wird das, was wir loswerden wollen, zu Energie. Was im Volksmund „Müllverbrennung“ genannt wird, ist viel mehr, nämlich hocheffiziente Energiegewinnung. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, was im ZAK Müllheizkraftwerk in Kempten Tag für Tag passiert – und warum Müll weit mehr ist als nur Abfall.

Beim Rundgang mit Thomas Settele, zuständig für die Führungen im Müllheizkraftwerk, gibt es viel Interessantes zu erfahren, denn er kennt die Anlage seit über drei Jahrzehnten. Der Kraftwerkstandort in Kempten ist seit mehr als 50 Jahren in Betrieb und wird stets auf dem neuesten technischen Stand gehalten. Schlüssel zur langen Haltbarkeit der Komponenten sind die systematische Wartung und das frühzeitige Erkennen möglicher Probleme. Ein immenser Vorteil der Anlage ist, dass man zum Zeitpunkt des Baus großen Wert darauf legte, dass regionale Dienstleister und Lieferanten nur hochwertigste Leistungen und Produkte einbringen. Das Ergebnis: ein robustes und zugleich effizientes Kraftwerk.

jeweils vier Stunden übernimmt. Das Müllheizkraftwerk läuft 24/7, denn jeder Stillstand würde immense Kosten erzeugen. Darum ist neben dem Müllkran auch die Schaltwarte durchgehend besetzt, von wo aus alle Prozesse und Werte überwacht werden. Revisionen, zum Beispiel an den Brennöfen, werden alternierend durchgeführt, und jede Komponente ist doppelt vorhanden, um den Dauerbetrieb aufrechtzuerhalten.

Zwei Ofenlinien mit etwa 1.000 Grad

Ist der Müll im Ofen gelandet, wird er auf dem vier mal sieben Meter großen, schräg abfallenden Rost weiter durchmischt und brennt lichterloh mit bis zu acht Meter hohen Flammen. Die bei der Verbrennung entstehende Wärme erzeugt im Dampfkessel Dampf, der eine Turbine antreibt, welche Strom produziert. Mit dem Restdampf wird über einen Heizkondensator heißes Wasser für die Fernwärmeversorgung erzeugt. Die bei der Verbrennung anfallende Schlacke fällt in ein Wasserbad, wird abgekühlt und danach abtransportiert. Nebenerzeugnisse, die in die Verwertung gebracht werden, sind 31-prozentige Salzsäure, die gesondert aufbereitet wird, sowie Gips.

Kaum noch vorstellbar ist, dass früher der Kemptener Müll auf der Deponie regelmäßig unter Aufsicht der Feuerwehr verbrannt wurde – Asche und Rauch verteilten sich ungehindert. Das sieht heute ganz anders aus. Der Müll wird von Lkw angeliefert und in den Müllbunker gekippt, der bis zu 2.000 Tonnen fasst. Hoch oben, ausgestattet mit diversen Überwachungsmonitoren, sitzt der Kranführer. Sein Job ist äußerst verantwortungs- und anspruchsvoll: Mit einem Greifer, der bis zu drei Tonnen Müll auf einmal heben kann, schichtet und verteilt er das Material so, dass bezüglich Feuchtigkeit und Gewicht eine homogene Mischung entsteht. Zwei Einfülltrichter befüllt er abwechselnd mit Müll, die Ofentemperatur von ca. 1.000 Grad darf dabei möglichst wenig schwanken. Zugleich bewahrt er stets den Gesamtüberblick: Wo bleibt etwas hängen, verstopft ein Schacht, entsteht ein Glutnest, passen die Werte auf den Monitoren? Die Aufgabe des Kranführers erfordert so viel Konzentration, dass seine Schichtablösung schon nach

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Bis zu acht Meter hohe Flammen

Drei Viertel der gesamten Anlage entfallen nicht etwa auf die Müllverbrennung, sondern auf die Reinigung der austretenden Luft. So hat zum Beispiel der Elektrofilter die Größe eines Doppelhauses. Ein Chlorwasserstoffwäscher und ein Schwefeldioxidwäscher komplettieren mit einem Katalysator und einem Gewebefilter zur Staubabscheidung den Prozess. Das ZAK Müllheizkraftwerk ist beispielhaft für seinen äußerst niedrigen Schadstoff-Ausstoß, die Grenzwerte für belastende Stoffe werden weit unterschritten, das heißt, die Luft tritt extrem sauber wieder aus.


3 Fragen an... Christoph Lindermayr,

Geschäftsführer der ZAK Energie GmbH

1 Was sollten die Menschen im Umgang mit

Müll anders machen? Viele trennen ihren Abfall schon sehr gut. In die Restmülltonne und damit in die Verbrennung gehört nur, was sich wirklich nicht mehr wiederverwenden bzw. recyceln lässt. Manchen ist das leider völlig egal. Daher liegt unser Fokus hier auf kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Und immer wieder wichtig: Akkus gehören wegen der hohen Brandgefahr niemals in die Mülltonne! Die Entsorgung erfolgt über den Wertstoffhof oder Fachhandel.

2 Was sagt Ihr Blick in die Zukunft des Müllheizkraftwerks?

Unser Standard ist extrem hoch und die Grenzwertunterschreitung beispielhaft in Zeiten, in denen der Fokus anderswo vermehrt auf Investitionsoptimierung, statt auf Umweltfreundlichkeit liegt. Wir werden unsere Anlage fortwährend instand halten und weiterhin an der Steigerung unserer Energieeffizienz arbeiten, etwa durch die Akquise von zusätzlichen Fernwärme-Abnehmern.

3 Beim ZAK ist das Motto „Gemeinsam was bewirken“. Was bedeutet das für Sie? Bei uns greift alles ineinander: Unsere Mitarbeitenden sorgen dafür, dass die Anlage rund um die Uhr reibungslos läuft, und treiben gleichzeitig den Ausbau des Fernwärmenetzes voran. Nur im Team können wir diese Verantwortung für unsere Region tragen.

Das ZAK Müllheizkraftwerk Verband ■ Der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) ist zuständig für die Abfallentsorgung in den Landkreisen Oberallgäu & Lindau sowie in der Stadt Kempten. ■ Zusätzlich liefern andere Regionen Müll an das Müllheizkraftwerk, z. B. die Landkreise Ravensburg & Ostallgäu. ■ Täglich werden bis zu 800 Tonnen Restmüll angeliefert. Fernwärmenetz ■ Das ZAK Fernwärmenetz ist mittlerweile 54 km lang und versorgt umgerechnet ca. 29.600 Zweipersonenhaushalte. Abnehmer sind u. a. Schulen, das Forum, das Klinikum, das Cambomare und große lokale Firmen. ■ Die Abwärme des Müllheizkraftwerks ersetzt jährlich umgerechnet den Verbrauch von 23.750.000 l Heizöl bzw. 23.750.000 m3 Erdgas. Umweltentlastung ■ Die CO2-Einsparung durch Strom und Wärmeproduktion liegt bei ca. 65.000 t pro Jahr. ■ Dies bedeutet eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes der Stadt Kempten um ca. 13 %. Stromerzeugung ■ Umgerechnet können ca. 20.000 Zweipersonenhaushalte (2.500 kWh/a) mit Strom versorgt werden.

| Text: Eva Konzelmann, Fotos: Isenhoff/Philip Herzhoff |

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Too Good to Go: ein Erfolgsmodell

am Abend nicht verkauft oder auf Frühstücksbuffets liegen geblieben waren, im Hausmüll landeten, obwohl sie noch hervorragend für den Verzehr geeignet waren. Jamie war zu dieser Zeit als Heranwachsender schon Aktivist in einigen NGOs und wollte proaktiv mithelfen, die weltweite Lebensmittelverschwendung einzudämmen. So knüpfte er Kontakte zu Geschäftsinhabern und Hotels, um eine alltagstaugliche Lösung für das Problem zu entwickeln. Die entstand schließlich durch die Entwicklung einer App, die heute weltweit genutzt wird: Too Good To Go.

Einkäufe über „Too Good to Go“ können ganz unterschiedliche Überraschungen enthalten

Annalisa Olivieri betreibt beim Lyzeum ein Café mit Pizza, Panini und Backwaren. Aus voller Überzeugung hat sie sich damit „Too Good To Go“ angeschlossen: „Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern ein fester Bestandteil unseres Alltags. Deshalb sind wir bereits seit dem Tag unserer Eröffnung Partner von Too Good To Go. Für uns ist die App eine wunderbare Möglichkeit, Lebensmittelverschwendung aktiv entgegenzuwirken und gleichzeitig Menschen die Chance zu geben, hochwertige Speisen zu einem günstigen Preis zu genießen.“ Die Resonanz war von Anfang an überwältigend, berichtet Annalisa Olivieri. Die Überraschungstüten sind regelmäßig innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, viele Gäste freuen sich jedes Mal, wenn sie eine ergattern. „Besonders schön ist es zu sehen, dass zahlreiche Kundinnen und Kunden unseren Betrieb zunächst über Too Good To Go kennenlernen und später als reguläre Gäste wiederkommen“, hebt sie einen weiteren Nutzen der App hervor.

Idee aus Dänemark Ursprünglich kommt die App aus Dänemark. Jamie Crummie aus Kopenhagen jobbte als Teenager in Supermärkten und im Gastgewerbe. Aus erster Hand erfuhr er damals, wie viele Lebensmittel, die

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Annalisa Oliveri ist mit ihrem Café vom ersten Tag an dabei

Die App verkauft im Dialog mit Bäckereien, Supermärkten, Hotels, Tankstellen, Restaurants und Cafés überschüssige Lebensmittel an Verbraucher zu einem stark reduzierten Preis. Man öffnet die App, sucht ein Geschäft in seiner Nähe und kauft direkt über die App eine sogenannte „Überraschungstüte“ (Magic Box), die häufig Lebensmittel zu einem um 50 bis 70 Prozent reduzierten Preis enthält. Lara Schicketanz, die beim 0831 für Online und Social Media zuständig ist, schwört darauf: „Unsere ganze Familie nutzt die App, spart sich so Geld und hilft mit, Lebensmittelverschwendung einzudämmen. Dabei bestellen wir uns nicht nur Brot und Semmeln, sondern durchaus auch Döner, Asian Food, Salate oder Gemüse aus dem Supermarkt.“

Regionale Anbieter und große Ketten

Lara Schicketanz schwört auf „Too Good To Go“ und bestellt gern via App

Weltweit haben sich bereits 180.000 Unternehmen dem Warenwirtschaftsmodul zur Digitalisierung des Mindesthaltbarkeitsdaten-Managements angeschlossen. Für die App infrage kommende Lebensmittel können zum Beispiel Backwaren sein, die am Abend bei der entsprechenden Bäckerei abgeholt werden, aber auch andere Lebensmittel, fertige Mahlzeiten und sogar Blumen sind zu haben. Vor Ort wird man aufgefordert, die Reservierung per Swipe persönlich zu bestätigen. Dann können die Lebensmittel direkt entgegen genommen werden. Neben regionalen Anbietern von Lebensmitteln haben sich auch große Ketten wie Backwerk, Aral, Edeka, Nordsee oder der Biomarkt-Verbund bei Too Good To Go registriert. Wie so vieles ist auch dieses System nicht frei von Kritik: Manche sozialen Initiativen, etwa die Tafeln, befürchten durch die App einen Rückgang an Spenden, andere wittern Missbrauch und unterstellen Unternehmen, die Überraschungstüten lediglich mit Mustern zur Eigenwerbung zu befüllen. Doch nicht nur Annalisa Olivieri und Lara Schicketanz sind überzeugt von dem Prinzip – deutschlandweit nutzen es bereits mehr als 10 Millionen Menschen, was ganz sicher jeden Tag Unmengen an Lebensmitteln rettet. | Text und Fotos: Jörg Spielberg |


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Die Wasserkraftwerke des AÜW erzeugen jährlich rund 80 Millionen KWh Strom

Woher kommt unser Strom? Wenn abends das Licht angeht, der Fernseher läuft oder der Wasserkocher heizt, machen sich die wenigsten Gedanken darüber, woher der Strom eigentlich kommt. Dabei steht hinter jeder Kilowattstunde ein komplexes Zusammenspiel aus Stromerzeugung, Stromnetz und Stromverbrauch. Für das Allgäu lautet die spannende Frage: Können wir unseren Strombedarf nachhaltig decken?

Die Antwort lautet: Ja, aber nur, wenn Erzeugung und Verbrauch gemeinsam gedacht werden. Genau hier sieht das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) seine Aufgabe: als Garant eines nachhaltigen Energiemixes für die Region. Ein Blick auf die aktuelle Stromkennzeichnung des AÜW zeigt: Der Strommix im Allgäu ist deutlich grüner als der bundesweite Durchschnitt – der Anteil erneuerbarer Energien liegt bei deutlich über 66 Prozent, während es im Schnitt in Deutschland nur knapp über 60 Prozent sind. Der Anteil fossiler Energieträger liegt niedriger als im Bundesdurchschnitt. Grundlage dafür sind vor allem Wasserkraftwerke, Photovoltaikanlagen, Biomasseanlagen und Windkraft.

Entscheidend sind Faktoren wie Wohnform, elektrische Warmwasserbereitung oder die Nutzung einer Wärmepumpe. Heute übernimmt Strom zunehmend Aufgaben, die früher von Öl, Gas oder Benzin erledigt wurden. Elektroautos ersetzen Verbrennungsmotoren. Wärmepumpen treten an die Stelle von Öl- und Gasheizungen. Photovoltaikanlagen produzieren Strom direkt auf dem eigenen Dach. Batteriespeicher und intelligente Energiemanagementsysteme helfen dabei, diesen Strom möglichst effizient zu nutzen. Aus Sicht von Energieexperten ist genau das die große Transformation der kommenden Jahre: Die Energiewende wird immer stärker zur Stromwende.

Besonders konsequent ist das Ökostrom-Produkt „AllgäuStrom 100%“. Hier stammt die Energie vollständig aus erneuerbaren Erzeugungsanlagen. Zudem fließen Teile der Erlöse in einen Förderfonds zum Ausbau erneuerbarer Energien in der Region. Regionale Erzeugung spielt dabei eine immer wichtigere Rolle. Das AÜW investiert seit Jahren in Wasserkraft, Photovoltaik und Windenergie und treibt Projekte wie Batteriespeicher, intelligent vernetzte Stromnetze und Energiegemeinschaften voran. Ziel ist es, möglichst viel Strom dort zu erzeugen, wo er auch verbraucht wird. Allein die eigenen Wasserkraftwerke des AÜW erzeugen jährlich rund 80 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbarer Energie. Hinzu kommen zahlreiche Partneranlagen in der Region.

Nachhaltige Energie aus der Region

Die Energiezukunft wird elektrisch

In privaten Haushalten entfällt der größte Teil des Stromverbrauchs auf alltägliche Anwendungen. Dazu zählen Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Trockner, Unterhaltungselektronik, Computer sowie Beleuchtung. Auch Standby-Verbräuche spielen weiterhin eine wichtige Rolle. Nach Angaben verschiedener Verbraucherstudien liegt der durchschnittliche Stromverbrauch eines Vierpersonenhaushalts zwischen etwa 2.600 und 4.700 Kilowattstunden pro Jahr.

Strom wird zum zentralen Energieträger des Alltags. Entscheidend ist dabei, dass er immer genau dann verfügbar ist, wenn er gebraucht wird. Hier kommen moderne Batteriespeicher, digitale Netze und intelligente Steuerungssysteme ins Spiel. Das AÜW setzt deshalb neben dem Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen auch auf Speichertechnologien und intelligente Energielösungen. Gleichzeitig können Verbraucher selbst Teil der Energiewende werden: durch Photovoltaik auf dem Dach, eine Wärmepumpe, den Umstieg auf Elektromobilität oder einen regionalen Ökostromtarif. Das Allgäu verfügt über hervorragende Voraussetzungen für eine nachhaltige Energieversorgung. Wasserkraft, Sonne, Biomasse und zunehmend Windkraft bilden gemeinsam einen vielfältigen Energiemix. Die Region kann damit einen immer größeren Teil ihres Energiebedarfs selbst decken. Die entscheidende Frage lautet künftig nicht mehr, ob wir mehr Strom brauchen. Sondern ob wir ihn nachhaltig erzeugen. Im Allgäu gibt es dafür bereits heute viele Antworten. Weitere Informationen: www.auew.de

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Lichtverschmutzung ist ein Problem für Tiere und Menschen gleichermaßen Foto: pixabay_ pexels-city

Paten der Nacht gegen Lichtverschmutzung Michael Piesbergen mag es nachts am liebsten zappenduster, um die Sterne zu sehen, aber auch um Tiere nicht zu irritieren. In seinem Garten in Haldenwang bei Kempten steht ein Schild: „Zum Schutz der vielen Arten brennt nachts kein Licht in diesem Garten!“ Sein Highlight: die Earth Night am 11. September. Paten der Nacht – klingt erstmal geheimnisvoll, nach Mafia oder Vampiren. Entpuppt sich aber schnell als etwas sehr Sympathisches: Piesbergen und seine aktuell etwa 50 Mitstreiterinnen und Mitstreiter in Deutschland und Österreich möchten die nächtliche Lichtverschmutzung in Mitteleuropa verringern. Die zunehmende „Erleuchtung“ von Städten und Gemeinden, immer mehr Lichtwerbung, stärkere Straßenlaternen, Schmuckbeleuchtung in vielen Gärten, abendliche Sportveranstaltungen mit Flutlicht – all das summiert sich zu einem hellen Schein, der für viele Lebewesen die Nacht buchstäblich zum Tage macht, mit negativen Folgen.

Sterne kaum auffindbar

Astronom Manuel Philipp vom Chiemsee hat 2019 die Organisation gegründet. Er hatte zunehmend Mühe, mit seinen Fernrohren die Stars und Sternchen der Nacht zu finden, das von der Erde Richtung Himmel strahlende Kunstlicht der Menschheit trübte das Bild. In vorindustriellen Zeiten waren dunkle Nächte selbstverständlich, nach und nach zündeten die Erdbewohner jedoch immer mehr Lichter an.

sie einige Vorschläge erarbeitet. Kommunen können bei öffentlicher Beleuchtung, sei es im Straßenbild oder zu besonderen Gelegenheiten wie in der Weihnachtszeit, blaues durch gelbes Licht ersetzen. „Farbton Amber, je gelber und wärmer, desto besser“, sagt Piesbergen. „Wir beraten bereits diverse Kommunen mit Erfolg.“ Mit Abschaltungen nach 22 oder 23 Uhr lässt sich ebenso etwas erreichen wie durch Dimmen oder mit Bewegungsmeldern, die das Licht nur bei Bedarf leuchten lassen. Für private und gewerbliche „Beleuchter“ lauten die Empfehlungen der Paten der Nacht: Installiert Leuchtkörper mit geringeren Lumenwerten, lasst sie möglichst nur nach unten strahlen, nicht gen Himmel, montiert sie möglichst niedrig über dem Erdboden. „Es gibt regelrechte Lichtsünder, die hartes, kaltes Licht benutzen, aber auch Lichtfreunde. Die schalten um 22 Uhr alle Quellen aus, installieren in ihrem Garten kein unnötiges Zierlicht und lassen nachts die Rollläden herunter, damit es draußen dunkel bleibt.“ In Kempten dreht beispielsweise der „Hagebaumarkt“ das Licht frühzeitig aus. Besonders am Herzen liegt Piesbergen und den übrigen Paten der Nacht die „Earth Night“ vom 11. auf den 12. September, die sie vor sechs Jahren ins Leben gerufen haben. „Ab Einbruch der Dunkelheit bitte jedes künstliche Außenlicht für die ganze Nacht komplett abschalten oder zumindest reduzieren“, wünscht er sich. „Das wäre ein wichtiges Zeichen gegen die Lichtverschmutzung unserer Nächte.“ | Text und Foto: Lutz Bäucker |

Sehr zum Leidwesen des Wahlallgäuers Piesbergen aus Haldenwang: „Dunkellose Nächte führen bei Menschen zu Schlafstörungen, irritieren 60 Prozent der nachtaktiven Lebewesen, vor allem Insekten, und stören deren Futtersuche und Fortpflanzung. Motten orientieren sich am Mondschein und zeigen deshalb ein völlig gestörtes Verhalten.“ Auch der natürliche Vegetationsrhythmus von Bäumen wird durcheinandergebracht, sie werfen ihre Blätter zu spät ab, weil ihnen eine längere Sonnenscheindauer vorgegaukelt wird. Doch selbst die „Paten der Nacht“ entziehen sich dem Fortschritt nicht und sehen durchaus auch den Aspekt der Sicherheit durch Beleuchtung. Um die allzu große Lichterflut einzudämmen, haben

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Nachtspaziergang am 23. September Anlässlich der Earth Night 2026 lädt die Stadt Kempten am 23.09. um 20 Uhr in Zusammenarbeit mit den Paten der Nacht zu einem geführten Nachtspaziergang durch den Engelhaldepark ein. Dabei wird auch die neue Biosphärenbeleuchtung vorgestellt. Gemeinsam soll die nächtliche Umgebung einmal ganz bewusst wahrgenommen werden. Die etwa eineinhalbstündige Führung findet nur bei guter Witterung statt, Treffpunkt ist der Parkplatz beim Lohmühltobel am Engelhaldepark. Um Anmeldung unter klimaschutz@kempten.de bis 15.09. wird gebeten.


MEHRWERT

Verletzung Vergessen Versammlung

Foto unsplash: klaus-andersen

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Die verantwortlichen Ärztinnen in der Kinderchirurgie und Kinderurologie sind erfahren im Umgang mit den Bedürfnissen von Kindern und ihren Familien

Spezialisierte chirurgische Versorgung für Kinder ausgebaut Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Erkrankungen, Untersuchungen und operative Eingriffe erfordern bei ihnen besondere medizinische Expertise, viel Erfahrung und eine Betreuung, die auf ihre Bedürfnisse und die ihrer Familien abgestimmt ist. Deshalb haben Kinderchirurgie und Kinderurologie am Klinikum Kempten ihr gemeinsames Angebot weiter ausgebaut – durch personelle Verstärkung und neue Perspektiven mit modernen Räumlichkeiten in der Familienklinik. Am Klinikum Kempten arbeiten verschiedene Fachdisziplinen eng zusammen, um Kindern und Jugendlichen eine umfassende chirurgische und kinderurologische Versorgung anzubieten – von häufigen Eingriffen im Kindesalter bis hin zur Behandlung komplexer angeborener Erkrankungen. Mit Dr. Christina Ringmaier hat die Kinderchirurgie am Klinikum Kempten nun personelle Verstärkung erhalten. Die Fachärztin für Kinderchirurgie und -urologie vertritt die Kinderchirurgie künftig gemeinsam mit Dr. Piet Koeppen, Leiter der Sektion Kinderchirurgie und Facharzt für Chirurgie und Kinderchirurgie. Organisatorisch ist die Kinderchirurgie in der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Christian Hart angesiedelt. Die Kinderurologie gehört zur Klinik für Urologie unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Stephan Tschirdewahn und wird von Priv.-Doz. Dr. Ulrike Necknig vertreten. Sie ist Fachärztin für Urologie mit der Zusatzweiterbildung Spezielle Kinder- und Jugendurologie und leitet die Sektion Kinderurologie am Klinikum Kempten. Gemeinsam bilden Kinderchirurgie und Kinderurologie einen wichtigen Baustein der spezialisierten operativen Versorgung von Kindern und Jugendlichen am Klinikum Kempten. Auch wenn beide Bereiche organisatorisch unterschiedlichen Fachabteilungen zugeordnet sind, arbeiten sie in der Versorgung der jungen Patientinnen und Patienten eng zusammen. Hinzu kommt die unmittelbare Kooperation mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin einschließlich des Perinatalzentrums sowie je nach Krankheitsbild

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mit weiteren Fachbereichen wie Unfallchirurgie oder Neurochirurgie. So steht am Klinikum Kempten ein breites kinderchirurgisches und kinderurologisches Behandlungsspektrum zur Verfügung.

Baucherkrankungen & Knochenbrüche

Das Spektrum der Kinderchirurgie reicht von häufigen Krankheitsbildern wie Leisten- und Nabelbrüchen oder Hodenhochstand über die Entfernung von Hautveränderungen und die Behandlung von Halszysten bis hin zu akuten Erkrankungen des Bauchraums, beispielsweise einer Blinddarmentzündung oder einem Darmverschluss. Auch Verbrennungen und Verbrühungen sowie gemeinsam mit der Unfallchirurgie die Nachbehandlung kindlicher Knochenbrüche und Verletzungen gehören zum Angebot. Ein besonderer Bereich ist die chirurgische Versorgung von Frühund Neugeborenen. Hierzu zählen beispielsweise angeborene Fehlbildungen des Darms oder der Bauchwand sowie weitere Erkrankungen, die bereits unmittelbar nach der Geburt eine chirurgische Behandlung erforderlich machen können. Gemeinsam mit der Neurochirurgie werden darüber hinaus unter anderem Meningozelen und ein Hydrozephalus behandelt.

Nieren, Harnwege & Genitalorgane

Die Kinderurologie beschäftigt sich speziell mit Erkrankungen und Fehlbildungen der Nieren, Harnwege und Genitalorgane im Kindesund Jugendalter. Dazu gehören unter anderem angeborene Fehlbildungen, Vorhautverengungen, wiederkehrende Harnwegsinfektionen, Erkrankungen des Hodens sowie Störungen der Blasenfunktion und kindliche Harninkontinenz.


Ein weiterer Schwerpunkt ist die kinderurotherapeutische Sprechstunde. Sie richtet sich beispielsweise an Kinder, die tagsüber oder nachts einnässen, sehr häufigen oder seltenen Harndrang haben, Schmerzen beim Wasserlassen verspüren oder wiederholt an Harnwegsinfektionen erkranken. Die Kinderurotherapie setzt dabei vielfach auf nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten und unterstützt Kinder dabei, ihre natürliche Blasenfunktion und den sicheren Umgang mit dem eigenen Körper zu verbessern.

Spezialsprechstunden in neuen Räumlichkeiten

Eine wichtige Entwicklung steht bereits bevor: Im Zuge des Umbaus der Kinderspezialambulanzen und weiterer Räumlichkeiten der Familienklinik im C-Bau des Klinikums Kempten werden künftig auch Spezialsprechstunden der Kinderchirurgie und Kinderurologie dort angeboten. Damit rücken die beteiligten Fachbereiche auch räumlich noch enger zusammen. Für die jungen Patientinnen und Patienten und ihre Familien bedeutet das vor allem eine noch bessere Abstimmung zwischen Kinderchirurgie, Kinderurologie und Kinder- und Jugendmedizin. Gleichzeitig entstehen moderne, auf die Versorgung von Kindern ausgerichtete Untersuchungs- und Behandlungsräume. Gerade bei komplexeren Krankheitsbildern, bei denen mehrere Fachdisziplinen beteiligt sind, erleichtert die räumliche Nähe den direkten fachlichen Austausch und die gemeinsame Planung von Diagnostik und Therapie. Mit dem Ausbau der Räumlichkeiten und der personellen Verstärkung entwickelt das Klinikum Kempten damit die spezialisierte chirurgische Versorgung von Kindern und Jugendlichen konsequent weiter. Ziel bleibt dabei, Kindern und ihren Familien eine umfassende medizinische Versorgung möglichst wohnortnah anzubieten – fachübergreifend, kindgerecht und mit kurzen Wegen.

Dr. Christina Ringmaier (li.) verstärkt die Kinderchirurgie am Klinikum Kempten und arbeitet eng mit Dr. Ulrike Necknig und Dr. Piet Koeppen zusammen

Klinikverbund Allgäu gGmbH Metropol-Klinikum Kempten | Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie | Klinik für Urologie kinderchirurgie@klinikverbund-allgaeu.de Robert-Weixler-Str. 50 · 87439 Kempten www.klinikverbund-allgaeu.de Termine in der Sprechstunde für Kinderchirurgie, Kinderurologie und alle anderen chirurgischen Fragestellungen bei Kindern:

Aktionen zur Weltstillwoche Immer in der 40. Kalenderwoche wird die Deutsche Weltstillwoche veranstaltet. Das diesjährige Motto „Stillen. Deine Superkraft.“ soll die besondere Fähigkeit des weiblichen Körpers und die Bedeutung des Stillens für Mutter und Kind in den Mittelpunkt rücken. Rund um die Weltstillwoche finden bundesweit gemeinsame Aktionen von Fachverbänden, Beratungsstellen und weiteren Akteuren der Stillförderung statt, wie der Bahnhof-Apotheke, die als „Babyfreundliche Apotheke“ zertifiziert ist. Stillen ist etwas Natürliches – und trotzdem nicht immer selbstverständlich. In den ersten Tagen und Wochen mit Baby tauchen häufig viele neue Fragen auf. Im Rahmen der Weltstillwoche möchten Hebammen, Ärztinnen, Ernährungsberaterinnen und Aromaexpertinnen der Bahnhof-Apotheke und der Hebammenpraxis Erdenlicht daher vor allem eines vermitteln: Mütter/Eltern müssen nicht auf jede Frage sofort eine Antwort haben. Oft reicht es zu wissen, wo sie verlässliche Informationen finden. Anlässlich der Weltstillwoche 2026 laden die Bahnhof-Apotheke und das Erdenlicht zu einer Woche voller Wissen, Austausch und persönlicher Begegnungen ein. Das Programm, das sich das Organisationsteam für die Zeit vom 22. September bis zum 01. Oktober ausgedacht hat, ist vielseitig und bietet beispielsweise Online-Seminare zu den Themen Schwangerschaft und Ernährung oder Aromamischungen und Tees für das Wochenbett. Auch vor Ort in Kempten ist viel geboten. Alle Präsenzveranstaltungen und Beratungsangebote während der Weltstillwoche sind kostenlos. Themen sind unter anderem: Stillberatung und Informationen zur Wochenbettbetreuung oder Babybrei trifft Fingerfood, aber auch ein Elterncafé und eine Führung durch die Bahnhof-Apotheke stehen auf dem Programm. Auch zwischen den Veranstaltungen gibt es einiges zu entdecken, beispielsweise die Foto-Vernissage „Ich still, wo ich will“ im Erdenlicht und ein Informationsstand mit wertvollen Nahrungsmitteln rund um Schwangerschaft und Stillzeit im PurNatur. Details: www.bahnhof-apotheke.de/weltstillwoche

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112 – wenn jede Minute zählt Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Todesursache Nummer eins in Deutschland. Allen voran der sogenannte Herzinfarkt, der die Patienten oft plötzlich betrifft und bei dem jede Minute zählt, um Schlimmeres zu verhindern. Das Stadtmagazin zeichnet die Geschichte eines Mannes nach, der genau das erlebt hat. Er möchte aus persönlichen Gründen anonym bleiben. Sein Erlebnis zeigt, wie wichtig schnelles Handeln ist und wie effektiv unser Gesundheitssystem arbeitet. Klinikum Kempten, kurz vor zwei Uhr nachts. Draußen ist es stockfinster, drinnen schieben mich zwei überaus freundliche Krankenpflegerinnen im Rollbett über endlose, hell erleuchtete Flure. Die Zeit drängt. Mein Herzmuskel steht kurz vor dem Absterben. Myokardinfarkt, irgendein Blutgefäß an meiner Pumpe ist wohl verstopft. Alarmstufe rot! Außer uns dreien ist kein Mensch um diese Zeit unterwegs, wir steuern das sogenannte Katheterlabor an. „Wenn Sie nichts dagegen haben, operieren wir Sie gleich, jetzt, heute Nacht. Ihr Troponin-Wert im Blut steigt immer schneller“, so hatte mich der diensthabende Arzt gegen ein Uhr geweckt. Natürlich habe ich nichts dagegen, ich will ja weiterleben, mit möglichst gesundem Herz. Das typische Engegefühl im Brustraum war brutal genug, das brauche ich nicht nochmal. Eine Situation, wie sie jeden Tag, jede Nacht x-mal passiert in Deutschland. Auch in Kempten. Dort werden im Jahr etwa 350 Patienten mit der Diagnose „akutes Koronarsyndrom“ aufgenommen, also pro Tag oder Nacht ein Mensch in höchster Lebensgefahr.

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„Zwei Drittel von ihnen kommen mit dem Rettungsdienst zu uns, die anderen sprechen persönlich vor“, sagt Dr. Martin Karch, Chefarzt in der Kardiologischen Abteilung des Klinikums. Bis zu sieben Fachärztinnen und Fachärzte für Kardiologie kümmern sich um diese Menschen, bis zu sechs spezielle Schockräume stehen in der Notaufnahme zur Verfügung. Dort hatte mich der Rettungswagen (RTW) des Bayerischen Roten Kreuzes ebenfalls eingeliefert. „Wir nehmen Sie gleich mit, da hilft alles nichts“, hatten sechs freundlich-bestimmte und auf höchstem fachlichem Niveau agierende Helferinnen und Helfer am heimischen Wohnzimmertisch entschieden. Ich hatte aufgrund des für Myokardinfarkte typischen Engegefühls in der Brust sofort die Nummer 112 gewählt. Eine sehr gute Wahl. Unter 112 erreiche ich die „Integrierte Leitstelle“ (ILS) in der Rottachstraße, am Telefon fragt mich eine sehr zielorientierte Frau nach Symptomen und entscheidet innerhalb von Sekunden: „Sie brauchen Hilfe, wir kommen, bleiben Sie bitte ganz ruhig.“ Nicht einmal zehn Minuten vergehen, da stehen zwei rot-weiße RTW vorm Haus und die von einem Notarzt angeführten Helfer haben mich an allerlei Messgeräte angeschlossen, den Blutdruck stabilisiert, Schmerz- und Blutgerinnungsmittel injiziert. Die Leute arbeiten schnell, ohne große Worte, professionell und verströmen trotz der zugespitzten Situation eine beruhigende Gelassenheit. Da ich „orientiert, stabil und ansprechbar“ bin, wird schnell klar: Der Mann muss ins Klinikum, so schnell es der Verkehr auf Kemptens Straßen zulässt…“


„Beim sogenannten Herzinfarkt kommt es auf jede Minute an“, erklärt Dr. Karch im Gespräch mit dem Stadtmagazin. „Wenn nämlich die Blutversorgung des Herzmuskels durch ein verstopftes Gefäß nicht mehr funktioniert, stirbt er irreparabel ab. Das Herz ist dann nicht mehr so leistungsfähig und wird nie mehr richtig arbeiten.“ Das Infarktgebiet vergrößert sich jede Minute mit verschlossenem Gefäß weiter. Gut also, wenn die als Richtwert geltenden zwölf Minuten bis zum Eintreffen eines Rettungswagens eingehalten werden können. In Kempten und Umgebung sind sieben RTW stationiert, drei davon rund um die Uhr einsatzbereit, in Altusried, Durach und Kempten selbst. Wie Christian Nagel vom „Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu“ erklärt, werden die Fahrzeuge von gemeinnützigen Organisationen besetzt und betrieben. Notfallsanitäter und Rettungssanitäter werden von BRK und Johannitern gestellt, die Notärzte teilt die Kassenärztliche Vereinigung Bayern ein. Im Schnitt der vergangenen drei Jahre waren die Kemptener Rettungsteams in 88 Prozent aller Fälle innerhalb der 12-MinutenFrist beim Patienten. Unter Umständen werden Patienten auch mit dem in Durach stationierten Rettungshubschrauber „Christoph 17“ ins Klinikum geflogen. Um das Rettungsnetz noch enger zu spannen, sind weitere RTW-Stellplätze in Dietmannsried, Kraftisried und Obergünzburg eingerichtet worden. Im Rettungsdienstbereich Allgäu stehen aktuell insgesamt 24 Rettungswagen parat. Im Klinikum angekommen, werde ich wieder umfangreich verkabelt, jede Stunde wird mir Blut abgezapft und untersucht. Mit dem bereits erwähnten Troponinwert kann die akute Entwicklung des Herzinfarkts ganz genau überwacht werden. Als der immer schneller ansteigt, muss gehandelt werden. Not-OP zur Geisterstunde. Ich wuchte mich in meinem luftigen Krankenhauskittel auf einen im Katheterlabor stehenden Operationstisch und muss erstmal warten. „Sie kriegen einen Stent eingebaut“, erklärt mir die extra aus ihrer Nachtruhe alarmierte OP-Schwester, die trotz der unchristlichen Arbeitszeit um ein Uhr 30 ziemlich gut gelaunt ist. „Der Doktor kommt gleich, er operiert gerade noch.“ Mit dem Stent wird das verstopfte Blutgefäß geweitet, das Blut kann wieder strömen. Leicht sediert döse ich vor mich hin, bis der

Was tun zur Vorbeugung? Bleibt noch die Frage, was man tun kann, um nicht als Myokardinfarkt-Patient mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht werden zu müssen. „Lassen Sie regelmäßig Ihre Blutfettwerte kontrollieren, fragen Sie auch nach Ihrem Wert für das Lipoprotein(a)“, rät Dr. Martin Karch vom Klinikum Kempten. „Dann machen Sie schon einiges richtig.“ Und wenn man Zeichen wie Engegefühl oder Schmerzen in der Brust, im Rücken- und Schulterbereich bemerkt, sollte man nicht abwarten, sondern sofort die 112 wählen. Bei Frauen sind die Anzeichen übrigens oft weniger eindeutig und äußern sich eher in Form von unerklärlichen Schmerzen im Oberbauch oder Rücken, extremer Kurzatmigkeit, plötzlicher Übelkeit und Erbrechen sowie starker Erschöpfung. Weitere Infos zum Thema: www.herzstiftung.de

Operateur gegen zwei Uhr den abgedunkelten Raum betritt. Er sucht an meinem Handgelenk einen Eingang für den notwendigen Katheter, mit dem er zuerst die Situation an meinem Herz checkt und dann den Stent einführt. Dank lokaler Betäubung fühle ich nicht, was er macht, um mein Leben zu retten. Ich liege flach auf dem Tisch, über mir eine Lampe, sonst alles dunkel, der Arzt arbeitet schnell und hochkonzentriert, wechselt mit der Kollegin nur die notwendigsten Worte. Mal dreht er mich per Fußsteuerung auf links, mal auf rechts, dann meine ich, den haarfeinen Katheterdraht am Herzen zu spüren. Vielleicht ist es auch nur Einbildung, wer weiß das so genau in dieser irrealen, fantastisch anmutenden Situation mitten in der Allgäuer Nacht.

In spätestens zwölf Minuten beim Patienten zu sein – das ist die Vorgabe und der Anspruch an den Rettungsdienst, die in Kempten in stattlichen 88 Prozent der Fälle eingehalten werden kann

Meine Gesundheit liegt in den Händen zweier hochkompetenter Fachleute, die ihren Schlaf opfern, um mich vor großem Schaden zu bewahren. Irgendwann sagt der operierende Arzt: „Schauen Sie, das ist Ihr Problem“ – und dreht seinen Röntgenbildschirm zu mir herum. Weißes Kontrastmittel im Geflecht unzähliger kleiner bis winziger Gefäße ist zu sehen. „Da ist die Engstelle.“ Er zeigt auf einen Pfropfen am vorderen Herzen, gut drei Zentimeter lang, noch sickert das Blut durch ein feines Kanälchen. Nach einer Stunde ist alles vorbei, der Kardiologe verschwindet im Dunkel der Nacht, ich komme nicht mal mehr dazu, mich bei ihm zu bedanken. Ohne ihn und seine Kunst wäre ich nicht mehr der, der ich jetzt wieder sein darf. Meine Dankbarkeit dafür und mein Respekt für die Arbeit von Ärztinnen, Ärzten, Schwestern, Pflegern und Rettungspersonal sind riesig. Der manchmal wohlfeilen Kritik am deutschen Gesundheitssystem kann ich mich nicht anschließen. Ich bin einfach froh, dass es das gibt. Die Kosten für die Krankenkassen mögen manchmal durchaus zu hinterfragen sein. Doch wenn das System einen persönlich rettet, sind sie Makulatur. | Text: Lutz Bäucker, Fotos: Helga Fendt, Klinikum Kempten |

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Das Vergessen mal vergessen können

Die Gesichter sind leer und angestrengt zugleich. Ein älterer Herr, der noch recht sportlich aussieht, versucht ein Glas zum Mund zu führen – und vergisst unterwegs, in welche Richtung er sich bewegen wollte. Eine ebenfalls noch sehr rüstig aussehende Dame antwortet engagiert auf die Fragen der Betreuerinnen – doch es sind nur oberflächliche Floskeln, die immer passen: Im „Kaffee Konfetti“ treffen sich Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

unsplash: astrid-schaffner

Das dreistündige Betreuungsangebot im „Café Konfetti“ ist eine von zahlreichen Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und deren Angehörige, welche die Fachstelle für pflegende Angehörige der Caritas Kempten-Oberallgäu anbietet. Denn eine Demenzerkrankung lässt sich kaum alleine stemmen. Nach der Diagnose – die längst nicht nur sehr alte Menschen trifft – stehen jede Menge Fragen: Therapieoptionen, Krankheitsverlauf, Unterstützungsmöglichkeiten – und das Bedürfnis nach jemandem, der zuhört und Ahnung hat. Auch die Akzeptanz ist wichtig, das Begreifen seitens der Betroffenen, was mit ihnen ist und seitens der Angehörigen, dass Vergesslichkeiten, Forderungen in Dauerschleife, Verwirrtheit und Überforderung keine Absicht sind. Genauso wenig wie das Verdrehen von Tatsachen. Im Umgang mit Betroffenen gibt es einen zentralen Satz: Ein Mensch mit Demenz hat immer recht. Ihn vom Gegenteil zu überzeugen, ist in der Regel aussichtslos und führt lediglich zu Stress auf allen Seiten.

MAKS – eine wirkungsvolle Therapie Die Expertinnen der Caritas haben sich zum Ziel gesetzt, derartigen Stress so weit wie möglich zu minimieren. Für die Erkrankten zielt die Förderung bei Angeboten wie dem „Café Konfetti“ darauf ab, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. „Wir arbeiten nach dem MAKS-Konzept“, erläutert Anja Meisch von der Fachstelle für pflegende Angehörige. „Das ist eine Abkürzung für motorisch, alltagspraktisch, kognitiv und sozial und wird als Gruppentherapie für Menschen mit leichter bis mittelschwerer

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Demenz angewendet. Studien zeigen, dass es sich dabei um die wirkungsvollste Form von nichtmedikamentöser Demenz-Therapie handelt.“ Die Treffen in den Betreuungsgruppen laufen immer nach dem gleichen Schema ab: Die fünf bis acht Teilnehmenden sitzen zusammen mit zwei ehrenamtlichen Betreuerinnen und einer Fachkraft am Tisch oder im Stuhlkreis. Zunächst werden alle mit Namen begrüßt – das ist leichter, als wenn die Betroffenen ihre Namen selbst sagen müssten. Sie sollen keine Anspannung aufbauen, nichts leisten müssen und das Gefühl bekommen, dass sie richtig sind, so wie sie sind. Im Anschluss geht es um den aktuellen Tag: Das Datum wird genannt, der Wochentag, dann gibt es Informationen zu Jahrestagen und historischen Ereignissen. Manchmal triggern solche Informationen Erinnerungen bei jemandem aus der Runde, dann darf erzählt werden. Nach dieser Einleitung folgt der motorische Teil, zunächst in Form eines Begrüßungslieds, bei dem ein Seil Die Gruppentreffen laufen nach dem MAKS-Konzept ab, das motorische und kognitive Fähigkeiten zu erhalten versucht, etwa mit gemeinsamem Mandala-Legen


gehalten und in verschiedene Richtungen bewegt werden muss. Anschließend stehen leichte Gymnastikeinheiten auf dem Programm, oder auch einfach sensorische Übungen wie das Erfühlen von in Säckchen versteckten Gegenständen. Im kognitiven Teil gibt es Rätsel, Sprichwörter oder kleine Rechenaufgaben, in der Alltagspraxis reicht die Bandbreite vom Bauen eines Vogelhauses bis zum Schnippeln von Wurstsalat. Jeder macht nach seinen individuellen Möglichkeiten mit.

Der Akku darf nicht leer werden

In dieser Zeit können die Angehörigen durchatmen und sich um sich selbst kümmern. „Pflegende Angehörige stehen oft nah am Abgrund, sie opfern sich auf, bis ihr Akku leer ist – und dann hat niemand mehr etwas davon“, sagt Anja Meisch. Die Überforderung rechtzeitig zu bemerken und Unterstützung annehmen zu können – dabei möchten die Caritas-Mitarbeiterinnen helfen. Sie habe jedes Mal ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihren Mann länger allein lasse, auch wenn er gar kein Zeitgefühl mehr habe und Sohn und Schwiegertochter da seien, erzählt eine Frau in der Angehörigengruppe, die sich einmal im Monat trifft. Dass das nicht angebracht ist, dass man nicht in jeder Situation die perfekte Pflege bieten muss, dass man auch an sich selbst denken sollte, diese Erkenntnisse kommen – gefördert von den Expertinnen – meistens im direkten Gespräch der Betroffenen untereinander auf. Das soziale Netz schrumpft oft, wenn jemand an Demenz erkrankt, weil Unterhaltungen und Unternehmungen immer weniger möglich sind. Demenz führt dazu, dass alles vergessen wird, bis hin zu einfachsten kognitiven und motorischen Fähigkeiten. Hierbei begleitend zur Seite zu stehen – das überfordert viele Freundschaften. Umso wichtiger ist es, dass dann neue soziale Kontakte wie die aus der Angehörigengruppe an diese Stelle treten. | Text: Anke Roser, Fotos: Anja Meisch, Caritas Kempten |

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Im Café Konfetti treffen sich mehrmals in der Woche Betreuungsgruppen für Demenzkranke

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47 und deren hochwertiger Wiedergabe.

Die Fachstelle für pflegende Angehörige der Caritas Kempten-Oberallgäu begleitet, unterstützt und entlastet pflegende Angehörige unter anderem durch Betreuungsgruppen, Gesprächskreise und Schulungen. Details und Termine:

Mehrwert 57


Wiedereröffnung Café International

Erst Snacken, dann Üben Das Treffen beginnt mit Erfrischungen, Kaffee, Kuchen und kleinen Snacks. Hier ist auch Zeit für persönliche Anliegen. Weiter geht´s dann im großen Saal, wo ein Alltagsthema oder ein grammatisches bzw. sprachliches Phänomen anschaulich vorgestellt und in kleinen Rollenspielen eingeübt wird – etwa ein Einkauf, ein Behördengang oder ein Besuch in der Tourist-Information. So fällt es leichter, Gespräche zu beginnen und wichtige Redewendungen zu festigen. An den Tischen stehen zudem Spiele und verschiedene Materialien zur Verfügung, die das Lernen unterstützen. Zum Abschluss erhalten die Teilnehmenden Arbeitsblätter zum Mitnehmen und Wiederholen. Respektvoller Umgang, demokratische Teilhabe und die Vermittlung des sozialen, kulturellen und demokratischen Alltags in Deutschland stehen im Mittelpunkt. Deshalb werden die Besucherinnen und Besucher regelmäßig nach ihren Wünschen und Anregungen gefragt. Zwei junge Männer aus der Ukraine berichten Ihor und Roman stammen aus einer Stadt in der Ukraine nahe der Grenze, in der fast täglich Bomben

An der Iller. Da gibt es einen Fuß- und Radweg.

Wo kann man in Kempten schön spazieren gehen?

Mit viel Engagement haben die Vorstandsmitglieder Claudia Benz und Gerhard Schneid das „Café International“ im Haus International wiederbelebt. Seit April 2026 findet es jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat ab 16.30 Uhr statt. Das Projekt wird im Jahr 2026 vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. In lockerer Atmosphäre können sich Interessierte in ihrer Muttersprache austauschen und gleichzeitig ihre Deutschkenntnisse erweitern. Es entsteht ein ungezwungener Austausch und Sprache kann ganz selbstverständlich angewendet werden.

fallen. Roman lebt seit vier Monaten in Kempten, nachdem er zuvor fünf Monate in Augsburg verbracht hatte. Derzeit wohnt er in einer Wohngemeinschaft und besucht einen Sprachkurs an einer Kemptener Sprachenschule. Beide schätzen das Café International sehr: „Wir sind sehr gerne hier. Die Atmosphäre ist sehr locker und angenehm. Die Mischung aus Unterhaltung, Spielen und Übungen ist super. Heute haben wir erfahren, wo man in Kempten schön spazieren gehen kann. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen.“ Weitere Begegnungsmöglichkeiten … … sind Sprachcafés in Spanisch und Italienisch, der Kinder Art Club, verschiedene Tanzangebote, das gemeinsame Kochen und Essen mit der Küfa (Küche für Alle) Allgäu sowie der interkulturelle Herbst im Oktober und November. Ein Blick in den Veranstaltungskalender lohnt sich. Geschäftsführerin Marlene Weiß zieht Bilanz „Der Einstieg im Haus International war sehr turbulent und aufregend. Es ist viel zu tun und los, z.B. die Koordinierung und Abwicklung der Raumnutzung, Reinigung und Instandhaltungen im Haus mit tatkräftiger Unterstützung der BSG und Ehrenamtlicher, die Beantragung von Fördermitteln, Anwerbung einer Bundesfreiwilligendienstleistenden und die Organisation von Veranstaltungen. Ohne die Unterstützung durch ehrenamtliche Mitarbeitende und den ehrenamtlichen Vorstand wäre das nicht möglich. Sehr erfreulich ist, dass so viele verschiedene Gruppen und Vereine das Haus nutzen und es beleben Auch die Vernetzung in und um Kempten mit verschiedenen Einrichtungen und Personen funktioniert gut. Das Netzwerk und die Gemeinschaft wachsen und gedeihen.“ | Text, Fotos, Grafik: Heike Stix |

www. hausinternational.de

Rollenspiel im Sprachcafé Deutsch, Café International; im Vordergrund von links nach rechts: Claudia Benz, Roman und Ihor

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Bürgerversammlung 2026 in Thingers Was bewegt Kempten? Welche Projekte stehen an? Und wo gibt es Verbesserungsbedarf? Über diese und weitere Fragen möchte die Stadt Kempten mit ihren Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Oberbürgermeister Christian Schoch lädt deshalb zur Bürgerversammlung 2026 am 14. Oktober um 19 Uhr ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die im Jugendzentrum Thingers (Schwalbenweg 69, 87439 Kempten) stattfindet, stehen aktuelle Entwicklungen und Projekte in Kempten. OB Schoch und Fachleute der Stadtverwaltung informieren über den aktuellen Stand und stehen für Fragen, Anregungen und den gemeinsamen Austausch zur Verfügung.

Auch online dabei sein Wer nicht vor Ort teilnehmen kann, hat wieder die Möglichkeit, die Bürgerversammlung live über Zoom zu verfolgen. Nach einer Anmeldung auf der Bürgerbeteiligungsplattform https://machmit. kempten.de erhalten Interessierte den Zugangslink. Bereits vor der Veranstaltung können dort außerdem Themen, Wünsche und Anregungen eingereicht werden. Diese werden gesammelt und nach Möglichkeit in der Bürgerversammlung behandelt. Sollte eine Beantwortung vor Ort nicht möglich sein, erfolgt sie im Anschluss über machmit.kempten.de

BÜRGER VERSAMMLUNG

Mi, 14. Oktober 2026, 19 Uhr Jugendzentrum Thingers Schwalbenweg 69, 87439 Kempten (Allgäu)

KEMPTEN ZUSAMMEN GESTALTEN

Anregungen vorab?

machmit.kempten.de

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Reise ins Zentrum der Macht

Immer unter Zeitdruck

Richard Wucherer, CSU-Ortsvorsitzender und Gemeinderat in Durach, begleitet die Gruppe. Er kennt sich aus in Berlin, ein Jahr lang war er engster persönlicher Mitarbeiter von Wittmann. Er hat den Stress, die politischen Zwänge und Möglichkeiten, das Strippenziehen, den Alltag zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz hautnah miterlebt. „Es war eine große und besondere Herausforderung für mich, man war immer unter Zeitdruck“, berichtet er. Seine Ausführungen sind informativ, aber natürlich erzählt er nicht alles, was ihm in Berlin widerfahren ist. Wenn man einmal so nah dran war am Puls der Macht, ist Loyalität wohl selbstverständlich.

Infos am Spreeufer: Reichstag, Abgeordnetenhaus, Kanzleramt – der ehemalige Wittmann-Mitarbeiter Richard Wucherer aus Durach (Mitte) zeigt der Allgäuer Besuchergruppe das Machtzentrum der Republik

Sie ist eine von 630 Mitgliedern des Deutschen Bundestags (MdB), gewählt von den Bürgerinnen und Bürgern der Bundesrepublik Deutschland. Mechthilde Wittmann aus Kempten vertritt den Wahlkreis 256 Oberallgäu-Lindau im Zentrum der Macht, in Berlin. Die 58-Jährige sitzt seit 2021 für die CSU im Bundestag. Wie alle Abgeordneten darf sie dreimal im Jahr interessierte Menschen aus ihrem Wahlkreis zu einer politischen Informationsreise in die Bundeshauptstadt einladen – diesmal war auch das „0831“ mit von der Partie. Die Programmgestaltung und die Finanzierung solcher Informationsreisen werden vom Bundespresseamt übernommen. Damit sollen Hintergründe und das Verständnis für die politische Arbeit transparent und verständlich gemacht werden. Die Gruppe des „0831“-Reporters bestand aus 40 Frauen und Männern aus Kempten, Sulzberg, Lauben, Obermaiselstein, Bodolz und Lindau. Landwirte, Handwerker, Unternehmer, Banker, Ärzte, Hausfrauen, Lehrer, auch altersmäßig bunt gemischt – und nicht alle haben die CSU gewählt. Aber alle sind neugierig: Was machen die da in Berlin eigentlich so? Warum ist der Bundestag oft so leer? Wie arbeitet ein Ministerium?

Treffen mit der Volksvertreterin im Bundestag: Allgäuer Gäste fragen, MdB Wittmann (Kempten) antwortet

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Das spürt man beim ersten Höhepunkt dieser Reise, dem persönlichen Gespräch mit Mechthilde Wittmann im Berliner Reichstag. Mit den Worten „Sorry für die Verspätung“ tritt sie, begleitet von zwei Mitarbeitern, in den Raum und nimmt sich Zeit für Fragen. Als gelernte Bankkauffrau, Betriebswirtin und Juristin vertraut ihr die Fraktion auf vielen Gebieten. Ihre oft scharfzüngige Argumentationsweise macht die gebürtige Münchnerin zu einer Rednerin in der „Abteilung Attacke“. „Ich rede lieber abends als frühmorgens“, gibt sie zu, „morgens bin ich noch nicht so kommunikativ.“ Die 40 Allgäuerinnen und Allgäuer grinsen und stellen Fragen zu den Spritpreisen, zum Wohnungsbau, zur AfD und warum der Bundestag oft so leer ist. Nicht alle Antworten stimmen die Fragenden zufrieden, aber Aug in Aug mit einer Volksvertreterin – das hat schon was.

Der leere Plenarsaal Die Sache mit dem leeren Plenarsaal beschäftigt viele aus der Gruppe. „Das sieht im Fernsehen immer so aus, als würden die nichts arbeiten und nur ihre schönen Diäten einstreichen“, sagt Richard Wucherer später und klärt auf: „Die Hauptarbeit wird in den Ausschüssen erledigt, dort wird verhandelt, diskutiert, formuliert. Irgendwelche Ausschüsse tagen immer, jedes Mitglied des Bundestages ist in irgendwelchen Gremien tätig, oft in mehreren. Immer im Plenum präsent zu sein, ist also gar nicht möglich.“ Wittmann selbst ist viel unterwegs, zwischen Abgeordnetenbüro Preisgekrönt: der von Sir Norman Foster entund Reichstag, manchmal worfene Plenarsaal im Reichstagsviele Kilometer am Tag, zu gebäude in Berlin Fuß in unterirdischen Gängen. Die Abgeordneten-Diät in Höhe von 11.833 Euro brutto (plus monatliche steuerfreie Aufwandspauschale von 5.350 Euro) will verdient sein. Dazu gibt’s einen Freifahrschein für Bahnfahrten erster Klasse und kostenlose dienstliche Inlandsflüge. Außerdem können die Abgeordneten in Berlin die Fahrbereitschaft des Bundestags nutzen.


Dichtes Programm Leicht erschöpft und auch beeindruckt geht’s für uns weiter im Programm: Besuch von Außenminister Johann Wadephul im Auswärtigen Amt (AA) am Werderschen Markt. Eine Dame vermittelt nüchterne Einblicke in die deutsche Diplomatie. Als sie nach persönlichen Erlebnissen in ihrer 25-jährigen Tätigkeit im AA gefragt wird, wird’s spannender für die Allgäuer Gäste: „Meine Flucht aus der Botschaft in Belgrad in den 90er-Jahren im Jugoslawienkrieg, Hals über Kopf im Auto, das war nicht einfach.“ Jemand aus der Gruppe hat geschäftlich mit Südafrika zu tun: „Wie viele Mitarbeiter im AA sind zuständig für Südafrika?“ „Einer“, ist die Antwort. Mit dieser Erkenntnis besuchen wir Ausstellungen im „Tränenpalast“ am früheren Eisenbahngrenzübergang Friedrichsstraße, in der Prenzlauer Kulturbrauerei (DDR-Alltag mit Honeckers „Rückwärts nimmer, vorwärts immer!“), posieren für ein Foto am „Checkpoint Charlie“, stehen ergriffen im Innenhof des Bendlerblocks, wo die Nationalsozialisten die Verschwörer des 20. Juli 1944 rund um Stauffenberg ermordeten. Schließlich besuchen wir noch die Reste der Berliner Mauer an der weltbekannten Bernauer Straße, wo 1961 verzweifelte Menschen auf der Flucht in den Tod sprangen. Viele Eindrücke prasseln auf uns nieder, sie zu verarbeiten fällt nicht jedem leicht.

Currywurst muss sein Gott sei Dank gibt’s zwischendrin immer wieder kleine Auszeiten: die mutmaßlich leckerste Berliner Currywurst am Tiergarten gegenüber dem Brandenburger Tor. Ein Sundowner in der RooftopBar überm Bebelplatz – der Preis dort ist genauso atemberaubend wie das Panorama. Und der abendliche Bummel am Spreeufer, wo man wunderbar „Leute kieken“ kann. Sogar der Heimweg ins Hotel beeindruckt: U-Bahnen und Busse fahren pünktlich und sind sehr sauber. Berlin ist eine Reise wert. Immer. | Text und Fotos: Lutz Bäucker, Bildrechte Bild Mechthilde Wittmann: Mechthilde Wittmann |

Wie komme ich mal nach Berlin? Jede/r Bundestagsabgeordnete kann dreimal im Jahr Besuchergruppen aus ihrem/seinem Wahlkreis nach Berlin einladen. Dafür stellt das Bundespresseamt jedes Jahr mehrere Millionen Euro zur Verfügung. Um in den Genuss dieser politischen Bildung zu kommen, kann sich jede/r Interessierte im Büro seines/seiner Abgeordneten melden und bewerben. Das Interesse ist groß, viel Glück!

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Ort der Demokratie

Jobcafé für junge Männer

Mit dem Ort der Demokratie entsteht im Haus International ein neues öffentliches Veranstaltungs- und Dialogformat für die Stadtgesellschaft. Die Initiative wird von „Miteinander Kempten gestalten“ gemeinsam mit dem Haus International umgesetzt und durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

Die Bildung und Beruf GmbH hat am 03. August in Kooperation mit den Städten Kempten und Kaufbeuren ein neues Integrationsprojekt gestartet: EMPACT 2.0. Die Initiative richtet sich gezielt an nicht erwerbstätige junge Männer im Alter von 18 bis 35 Jahren, die bislang schwer Zugang zu Ausbildung oder Beschäftigung finden.

Der Ort der Demokratie soll ein Raum sein, in dem aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen aufgegriffen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar gemacht und demokratische Kultur vor Ort gestärkt werden. Eingeladen sind alle Menschen in Kempten, die sich informieren, mitdenken oder miteinander ins Gespräch kommen möchten – unabhängig davon, ob sie bereits politisch oder zivilgesellschaftlich engagiert sind.

Herzstück des Projekts ist ein offenes und barrierefreies „Jobcafé“, das an zwei festen Tagen pro Woche seine Türen öffnet. Junge Männer – darunter viele mit Migrations- oder Fluchterfahrung sowie unterbrochenen Bildungsbiografien – erhalten hier ohne Termin oder formale Voraussetzungen unkompliziert Unterstützung. „EMPACT 2.0“, das durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert wird, setzt auf ein ganzheitliches Konzept. Neben der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche stehen individuelle Coachings, berufsbezogene Sprachförderung und persönliche Weiterbildung im Vordergrund.

Geplant sind Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops und interaktive Diskussionsformate. Die Veranstaltungen finden einmal im Monat dienstags im Haus International statt. Damit bekommt das Format einen festen und gut erkennbaren Rahmen. Die nächsten Termine stehen bereits fest: Am 22. September steht der Vortrag „Verein(t) Demokratie verteidigen!“ der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus auf dem Programm. Die Veranstaltung richtet den Blick auf den Umgang mit Rechtsextremismus im Alltag, im Verein und im Ehrenamt. Am 13. Oktober findet im Rahmen des Interkulturellen Herbstes die „Ideenwerkstatt Kempten“ statt. Interessierte sind eingeladen, eigene Ideen und Anliegen für das Zusammenleben in Kempten einzubringen und weiterzuentwickeln. Details und Termine: www.ort-der-demokratie.de

Umgesetzt wird EMPACT 2.0 als Kooperationsverbund: Neben der Bildung und Beruf GmbH als koordinierendem Träger sind die Städte Kempten und Kaufbeuren, die Jobcenter Kempten und Kaufbeuren, die Agentur für Arbeit sowie Haus International e.V. beteiligt. Regionale Betriebe und Kammern ermöglichen Praktika, Betriebsbesichtigungen sowie Einblicke in verschiedene Berufsfelder und unterstützen die Vermittlungsaktivitäten. Das Angebot schließt eine Lücke in der regionalen Förderlandschaft: Statistische Daten zeigen, dass in der Region rund 2.300 junge Männer arbeitslos gemeldet sind. Infos: www.bildungundberuf.com/bildung/empact

Im Haus International finden sowohl das Jobcafé als auch die Veranstaltungen zum Ort der Demokratie statt

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KUNST & KULTUR

KunstNacht Kindermusik Kreativität

Foto unsplash: tom-caillarec

Kunst & Kultur 63


Der Reiz der großen Fläche

Graffiti und Streetart sind eigenständige Kunstrichtungen, die viel Geschick, Erfahrung und Talent erfordern. Das klassische Graffiti basiert auf stilisierten Buchstaben und dem eigenen Namen, während Streetart figurative Bilder, Botschaften und vielfältige Techniken nutzt. Aber: Wer großformatige Werke erschaffen möchte, braucht die passenden Gelegenheiten.

Graffiti & Streetart Besonders geeignet sind Außenwände von Gebäuden, Wände in Innenhöfen oder Rückwände von Garagen. Diese können nur im Rahmen von Auftragsarbeiten legal besprüht und bemalt werden. Auch sogenannte „Lost Places“, verlassene Orte, üben eine besondere Anziehungskraft aus. In Kempten gibt es seit 2020 vier legale Spots, sogenannte Legal Walls, die frei gestaltet werden dürfen. Sie befinden sich allesamt in Unterführungen, wo sich riesige Drachen, Blumen, Fantasiefiguren, Gesichter und Botschaften aneinanderreihen. Gefühlvoll, dezent, plakativ – die Motive sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie erschaffen haben. Zu finden sind sie auf einer Karte, in der legale Graffiti-Wände aus aller Welt eingetragen sind. Alle paar Wochen finden Events statt, an denen die „alten“ Werke übersprüht, übermalt und überklebt werden. Dort ist Kunst im Fluss.

Kunst braucht Support

Michael Rost ist Rentner und leidenschaftlicher Streetart-Fotograf. Er dokumentiert die Szene in Kempten und macht sie sichtbar. Seine Ausstellung „Kempten Streetarts“ war 2025 in der Galerie artig zu sehen. Raphael Weber von Pfefferminzfilm und Schaufenster 11 in Kempten versteht sich als Vermittler zwischen Kunstschaffenden und Auftraggebenden. Der Sportwissenschaftler, Foto- und Videograf stellt die Räume in der Memminger Straße 11 einer kreativen Community kostenlos als Treffpunkt zur Verfügung und lädt die Öffentlichkeit für Auseinandersetzung und Dialoge ein. So entstehen Perspektivenwechsel, neue Impulse und mehr gegenseitiges Verständnis. Im Sommer 2026 entstanden innerhalb von sechs Wochen fünf Ausstellungen zu den Themen Graffiti und Streetart: „Graffiti ist ein wichtiger Teil urbaner Kultur – eine Subkultur, die dort entsteht, wo Menschen das Bedürfnis haben, sich auszudrücken, gesehen zu werden oder ihren eigenen Platz in einer Gesellschaft zu finden. Genau deshalb lohnt es sich hinzuschauen, bevor man urteilt. Wir glauben, dass eine lebendige Stadt nicht nur von ihren offiziellen Kulturangeboten lebt, sondern genauso von den Szenen, die im Hintergrund entstehen – dort, wo Menschen ihre Leidenschaft entwickeln, sich gegenseitig inspirieren und Kultur von unten wachsen lassen.“ Graffiti von Goblin One beim Schaufenster 11

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„Explorer“ von Dennis Fauter/ Def-Notes, entstanden im Mai 2026 in der Tilsiter Straße, Kempten; das Wandbild ist eine Auftragsarbeit

Schatten und erst am Schluss die Outlines (Konturen), Highlights sowie Details. Die machen ein Bild noch lebendiger. An meine Skizze halte ich mich nicht immer. Ich lasse mich auch von der Stimmung und der Umgebung vor Ort inspirieren. Wichtig für die Umsetzung sind die verschiedenen Sprühköpfe: Es gibt zahlreiche Varianten für große Flächen, breite Linien oder feine Striche. Graffiti ist für mich mehr als nur Farbe auf einer Wand. Es ist Ausdruck, Freiheit und Leidenschaft – und es begleitet mich schon einen großen Teil meines Lebens. Mit jedem Piece erzähle ich eine Geschichte und versuche, etwas zu schaffen, das Menschen berührt oder zum Nachdenken anregt.“

Def-Notes…

Zwei Künstler der Kemptener Graffiti- und Streetart-Szene geben Einblicke in ihre Kunst und berichten, wohin ihre Reise gehen soll.

Goblin One…

… oder Letterheaad absolvierte einen Teil einer Ausbildung zum Mediengestalter und arbeitet heute als Maler in Kempten. Während seiner Ausbildungszeit lernte er Graffiti-Künstler kennen – seitdem ist er Feuer und Flamme für diese Kunstform. Seine Ideen sammelt er in Skizzenbüchern. Und er liebt Schriftzüge – daher auch sein Künstlername. Graffiti-technisch ist er vor allem in Kempten aktiv, wo er für seine markanten Charaktere und Styles bekannt ist und Workshops anbietet. Bei einem Live-Auftritt im Schaufenster 11 in Kempten im Juli dieses Jahres erklärt er seine Vorgehensweise und einige Aspekte zur Technik: „Zunächst fotografiere ich die Gestaltungsfläche – hier die Rückwand des Hauses. Anschließend fertige ich eine Skizze an und übertrage sie mithilfe eines Zeichenprogramms auf das Foto. So bekomme ich einen guten Eindruck davon, wie das Motiv auf der Fläche wirkt, wie es platziert werden sollte und welche Farben am besten zur Umgebung passen. Vor Ort beginne ich mit den Umrissen. Danach folgen die Flächen, anschließend die Farbübergänge,

Legale Graffiti-Flächen im Stadtgebiet ■ Bahnhof-Unterführung ■ Unterführung Jerg-Rist-Weg ■ Unterführung Lindauer Straße / Heussring ■ Pfeilergraben (Streetart)

… ist Dennis Fauter. Er ist Autodidakt und stammt ursprünglich aus Kempten. Heute lebt er bei Frankfurt und ist mit seinen 27 Jahren bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. In der Schweiz, Portugal und Spanien können seine großformatigen Werke bewundert werden. Kürzlich hat er im Kemptener Wohngebiet Halden ein Auftragsbild auf die Rückwand einer Garage gezaubert. Seine Murals (Wandbilder) verwandeln städtische Flächen in visuelle Erlebnisse, suchen den Dialog mit den Betrachtenden und greifen den Charakter eines Ortes auf. Häufig arbeitet er dabei mit anderen Streetart-Künstler:innen zusammen. Er sagt: „Mein Fokus liegt heute auf großflächigen Wandarbeiten, die ich mit Sprühdose, Farbroller und Pinsel umsetze. So werden meine Visionen lebendig und ich kann Räume nachhaltig prägen. Meine Kunst führte mich bisher in verschiedene Länder und Städte. Mir ist es wichtig, kulturelle Vielfalt, individuelle Geschichten, Emotionen, Eindrücke aus der Natur, Begegnungen mit Menschen und gesell schaftliche Kritik in meine Arbeiten einfließen zu lassen – und zwar auf eine dezente Weise. Dabei verbinden sich Elemente des Realismus und des Surrealismus. Ich verstehe Kunst nicht nur als dekoratives Element, sondern als Medium der Kommunikation. Meine Wandbilder laden die Betrachtenden ein, genauer hinzusehen, neue Perspektiven einzunehmen und Kunst als verbindende Kraft im Alltag zu erleben. Ich wünsche mir, dass meine Reise noch lange nicht zu Ende ist. Ich möchte noch viele neue Orte und Menschen kennenlernen und meine künstlerische Sprache stetig weiterentwickeln.“ | Text: Heike Stix, Fotos: HiX, RiffRaff002 | Dennis Fauter in Action

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KunstNacht Kempten Die Stadt als Garten am 26. September 2026 Es ist wieder soweit, es ist KunstNacht in Kempten! Das diesjährige Thema der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung ist „Die Stadt als Garten“. Die pinke Gießkanne – das diesjährige Symbol – ist bereits an einigen Ecken in der Kemptener Innenstadt zu entdecken. Schon ab 12 Uhr lädt am 26. September das „JungesKunstFest“ – das kostenfreie Mitmachprogramm der KunstNacht Kempten – alle Kinder und Jugendlichen in die Markthalle Kempten ein. Am KunstNacht Abend sprießen von 19 bis 24 Uhr die verschiedensten Kunstwerke in der Kemptener Innenstadt. Einige sind im Rahmen der Kulturförderung mit bis zu 10.000 Euro von der Stadt gefördert. Die Kunst- und Kulturschaffenden laden ein, sich mit kreativen Impulsen begießen zu lassen und zwischen zarten Pflänzchen, üppigen Gewächsen und verwurzelten Wegen inspirierende Kunst zu entdecken.

Highlights an vielen Orten

Am Hildegardplatz macht der Künstler Johannes Kiel mit seiner Installation sichtbar, dass auch eine Stadt wie ein Garten wächst. „Urban Pheromones: die wachsende Infrastruktur“ zeigt digitale Individuen, die sich innerhalb eines Terrains bewegen und über farbige Pheromonspuren kommunizieren. Zwischen Architektur,

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Fotos: KunstNacht Impressionen aus den letzten Jahren

Geschichte und digitaler Simulation entsteht so ein temporäres Ökosystem aus technologischen und biologischen Logiken. Das Künstlerduo Gregor Passens und Torsten Mühlbach erschafft in der AÜW Turbinenhalle einen Raum voller Licht, Klang, Glitzer, Bewegung und Spiegelung. Nicht nur Wachstum, sondern auch Stillstand und Verfall sind Teil eines Gartens. Das Projekt „Five Seasons“, das gemeinsam mit dem Soundkünstler Daniel Dorn realisiert wird, macht diese Veränderungen im Laufe der Jahreszeiten sichtbar. Felix Remter und Jonas Maria Ried verhandeln im Kemptener Stadtpark mit dem Bezug zur Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) – eine sogenannte invasive Art, die gerade im Allgäu ankommt – nicht nur ökologische, sondern auch politische Fragen.


Das Gemeinschaftsprojekt „EDEN – das Paradies gehört uns!“ verwandelt den St.-Mang-Platz, die Erasmuskapelle und die Südhalle der St.-Mang-Kirche in einen Ausstellungsort der Bildenden Künste, inklusive Performances und Klanginterventionen. Der Künstler Guido Weggenmann kuratiert die Ausstellung, an der er selbst und die Künstler:innen Cornelia Brader, Ulla Reiter, Theo Hofmann, Florian Rautenberg, Katharina Pfeifer und Markus Elhardt beteiligt sind. EDEN lädt dazu ein, die Stadt als gemeinsamen Garten zu erleben: vielfältig, offen und lebendig.

Interaktive Karte und kostenloser Transport

Dieses Jahr sind die KunstNacht Orte nicht nur auf den Faltplänen markiert, sondern auch online auf einer interaktiven Karte. Alle genauen Standorte, Infos zu den Künstler:innen und die Programmpunkte mit Uhrzeiten sind mit ein paar Klicks zu finden. Es gibt auch wieder eine barrierearme Route inklusive barrierefreiem PDF auf der Webseite zum Downloaden. Kunst macht hungrig? Am Hildegardplatz gibt es Kässpatzen, Wurst- und Halloumisemmel, und das Allgäuer Brauhaus schenkt aus. Am Rathausplatz wird Pizza gebacken und Onkel Emma bietet Getränke und andere frisch zubereitete Leckereien an. Unsere Empfehlung: Plant die An- und Abreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit Fahrmob. Das KunstNacht Bähnle und der Ringbus verbinden die KunstNacht Orte miteinander, die Nutzung steht allen Besucher:innen kostenfrei zur Verfügung! In einer regelmäßigen Taktung von 20 Minuten werden die Haltestellen angefahren.

KunstNacht kompakt ■ Wann: Samstag, 26. September 2026: ■ ■

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JungesKunstFest: 12:00 – 17:00 Uhr KunstNacht: 19:00 – 24:00 Uhr Preise: Abendkasse: 10 €/5 € (ermäßigt) – Vorverkauf: 8 €/4 € (ermäßigt) Vorverkauf: ab 1. September (Kempten Tourismus, Kunsthalle, Erasmuskapelle, APC, Marstall, KunstNacht Hütte auf dem Wochenmarkt an den Markttagen von 10:00 – 14:00 Uhr) Euch erwarten über 100 Künstler:innen an 70 Orten, von Bildender Kunst über Performance und Installationen bis zu Tanz und Musik ist alles mit dabei. Das KunstNacht Bähnle und der Ringbus verbinden die KunstNacht Orte – kostenfrei! Foodtrucks stehen am Hildegard- und Rathausplatz. Es ist eine barrierearme Route ausgeschrieben und auf dem Faltplan markiert. Publikumspreis: Du hast eine Stimme! Stimm‘ für dein Highlight ab – unter allen Teilnehmer:innen wird ein wertvoller Preis verlost!

Infos zum Programm, interaktive Karte und alle Projekte: kunstnacht-kempten.de sowie auf Facebook (@KunstNachtKempten) und Instagram (@kunstnacht_ kempten), Kontakt: Kulturamt Kempten, Nadja Kuban, Tel.: 0831/ 25 25 1713 oder nadja.kuban@kempten.de

KUNST NACHT KEMPTEN 26.09. 19 UHR

Publikumspreis und Auszeichnungen

Mithilfe einer fachkundigen Jury werden auch dieses Jahr wieder besonders großartige Kunstwerke gekürt und Preise in Höhe von jeweils 2.000 Euro von der Rupert-Gabler-Stiftung und der BSG Allgäu Stiftung verliehen. Zum zweiten Mal gibt es außerdem den Publikumspreis in Höhe von 500 Euro, der immer von unterschiedlichen Förderern der Kultur gestiftet wird. In diesem Jahr ist es die Agentur daHeim Design, die den Preis finanziert. Alle Besucherinnen und Besucher können mit abstimmen. So einfach geht´s: QR-Code scannen, das Lieblingskunstwerk mit KunstNacht Nummer eintippen und mit ein bisschen Glück den APC Designstuhl von Staehlin GmbH gewinnen! Die KunstNacht Kempten ist eine Kooperation des Kulturamtes Kempten (Allgäu) mit regionalen und überregionalen Kunstschaffenden und Kulturakteur:innen, die im zweijährigen Rhythmus stattfindet. Das Kunstevent kooperiert 2026 erstmals mit dem Netzwerk STADTKULTUR Bayern und ist mit der KunstNacht Teil des Projekts „Stadt als Garten. Ein utopisches Sommerfestival“, gefördert vom Kulturfonds Bayern. | Fotos: Kritina Kast, Karl Jena |

KUNSTNACHT-KEMPTEN.DE

DIE STADT ALS GARTEN Kunst & Kultur 67


Till Hamm, 2026. Der Künstler lebt seit zehn Jahren in Kempten, er nimmt zum dritten Mal an der KunstNacht teil

KunstNacht – ZUM wird zum „Wartegarten“ 68 Kunst & Kultur


Die KunstNacht ist ein Höhepunkt des Kulturschaffens in Kempten und erschließt immer wieder neue Orte und öffentliche Räume. Neben dem Stadtpark befindet sich die Umsteigestelle „Zentrum“, die ehemalige ZUM. In der KunstNacht werden Warteraum und Schalterhalle noch einmal lebendig und blühen auf, getreu dem Motto „Die Stadt als Garten“. Wir haben mit Till Hamm, einem der Akteure, gesprochen. Mit seinem künstlerischen Projekt verwandelt er den ehemaligen Warteraum in einen „Wartegarten“, in dem Malerei, Architektur und Natur verschmelzen.

20 großformatige Malereien

Für die KunsNacht gestaltet Till Hamm etwa 20 großformatige Malereien in der Größe 220 cm mal 115 cm. Sie werden im Innenraum in den Fenstern des Warteraums installiert und greifen gestalterische Elemente des Gebäudes auf. So entsteht eine enge Verbindung zwischen dem Ort und den Kunstwerken: Die Grenzen zwischen dem realen Raum und den Bildräumen verschwimmen zunehmend. Eine Serie von Bildern blickt nach außen, eine nach innen. Die Gemälde zeigen Menschen in enger Beziehung zur Natur. Pflanzen, Licht und organische Formen durchdringen den urbanen Raum und schaffen Bildwelten, in denen Stadt und Natur nicht als Gegensätze erscheinen, sondern sich gegenseitig ergänzen. Der Warteraum wird zu einem imaginären Garten – einem Ort, an dem selbst das Warten zu einem Moment der Begegnung und der Wahrnehmung werden kann.

Der Warteraum – ein Ort des Übergangs „Hier treffen Menschen aufeinander. Sie kommen an, warten und brechen wieder auf. Meist wird dieser Raum nur funktional wahrgenommen. „Wartegarten“ lädt dazu ein, den Blick zu verändern und den alltäglichen Transitort für einen Abend neu zu entdecken. Wartegarten versteht den Garten nicht als abgegrenzten Ort, sondern als Einladung, Natur auch dort zu entdecken, wo man sie zunächst nicht erwartet. Der ganze Platz wird belebt sein, innen wie außen, so dass man sich dort lange aufhalten kann“, erläutert Till Hamm. Ergänzt wird die Installation durch die Einbeziehung des ehemaligen Fahrkartenschalters, der an diesem Abend eine neue Funktion erhält. Welche Rolle dieser besondere Ort dabei spielt, erschließt sich den Besucherinnen und Besuchern während der KunstNacht. | Text: Till Hamm, Heike Stix, Foto: Katharina Hamm |

Informationen Till Hamm – Wartegarten Wann: 26. September, ab 19:00 Uhr Wo: Schalterhalle Zentrum (ZUM) Albert-Wehr-Platz 1 Was: Ausstellung und Live-Musik mit DJ Tengood www.kunstnacht-kempten.de

Elf Collagen zur Demokratie werden im September auf Plakatwänden zu sehen sein Foto: Nicola Reiter

Demokratie-Billboards zur KunstNacht Wie blicken junge Menschen auf Demokratie, Freiheit und gesellschaftliches Zusammenleben? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Kunstprojekt „Demokratie Billboards“, das anlässlich der KunstNacht Kempten 2026 entstanden ist. Im September sind ausgewählte Arbeiten drei Wochen lang auf Plakatwänden und Litfaßsäulen im Kemptener Stadtbild zu sehen. Ausgangspunkt des Projekts ist die Leitfrage: „Welche Staatsform hat der Garten Eden?“ Diese Frage stellte die Kemptener Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ im Rahmen einer offenen Ausschreibung zur KunstNacht. Ausgewählt wurde das Projekt „Demokratie Billboards“, das gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse der MOS Allgäu/Fachoberschule für Gestaltung unter künstlerischer Begleitung von Christian Hörl (Lehrer, Künstler) und Nicola Reiter (Grafikdesignerin, Künstlerin) umgesetzt wird. Die Jugendlichen setzten sich in zwei einwöchigen Workshops unter der Leitung von Nicola Reiter mit Fragen wie „Was macht unsere Demokratie aus?“ und „Wie viel ist sie uns wert?“ auseinander. Ausgehend von Bildmaterial, eigenen Gedanken und der Collage als künstlerischem Genre entwickelten sie persönliche, kritische und überraschende Perspektiven auf Demokratie, Freiheit und Zusammenleben. Ergänzend fand ein philosophisch-politischer Workshop mit Silvan Hecht von der Kemptener Koordinierungs- und Fachstelle statt. Entstanden sind rund 30 ausdrucksstarke Collagen. Elf Arbeiten sind im September drei Wochen lang auf Plakatwänden und Litfaßsäulen in Kempten zu sehen. Dort treten die „Demokratie Billboards“ an die Stelle gewohnter Werbung und bringen Gedanken junger Menschen sichtbar in den öffentlichen Raum. Alle Collagen werden außerdem am 26. September im Rahmen der KunstNacht Kempten 2026 in der Kunstfabrik, Eberhardstraße 4, präsentiert.

Kunst & Kultur 69


Innovationen am Theater in Kempten Diese 0831-Ausgabe beschäftigt sich an vielen Stellen mit dem Thema „Innovation“. Denn mutig Neues wagen, was ja in dem Wort steckt, ist in allen Bereichen des Lebens möglich. Das Theater in Kempten (T:K) beweist das mit der kommenden Spielzeit mal wieder eindrucksvoll für den kulturellen Sektor. Wir haben mit der Künstlerischen Direktorin des T:K, Silvia Armbruster, im Gespräch herausgearbeitet, wo das Theater überall innovativ ist.

■ Frau Armbruster, nennen Sie uns bitte das innovativste Element des T:K, das Ihnen spontan einfällt.

Das innovativste Element unseres Theaters ist tatsächlich das Publikum. Als ich 2015 nach Kempten kam, hörte ich oft, die Menschen hier seien eher kulturfern und schwer fürs Theater zu begeistern. Meine Erfahrung ist genau die gegenteilige: Wir haben ein ausgesprochen neugieriges Publikum, das offen für neue Perspektiven, ungewöhnliche Stoffe und unterschiedliche künstlerische Formen ist. Das empfinde ich als großes Privileg. Theater lebt schließlich von der Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen. Gerade dieses Interesse ist in Kempten enorm ausgeprägt. Ich habe sogar den Eindruck, dass die Nachfrage häufig größer ist als das Angebot, das wir machen können. Nach den finanziellen Einschränkungen der vergangenen Spielzeit freut es mich deshalb besonders, dass wir nun wieder ein deutlich vielfältigeres und mutigeres Programm vorstellen können. Den genauen Grad der Innovationsfreude und -bereitschaft unseres Publikums versuchen wir gerade im Rahmen einer Umfrage herauszufinden.

■ Würden Sie diese Umfrage auch als Innovation werten?

Auf jeden Fall. Gemeinsam mit der Hochschule Kempten und dem Institut für Nachhaltige und Innovative Tourismusentwicklung führen wir über ein ganzes Jahr hinweg eine umfassende Zuschauerbefragung durch. Uns interessiert, wer zu uns kommt, aus welchen Regionen unsere Besucher stammen und welche Zielgruppen wir erreichen. Darüber hinaus möchten wir sichtbar machen, welchen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag das Theater für die Stadt Kempten und die Region leistet. Vergleichbare Studien aus Österreich zeigen, dass kulturelle Einrichtungen eine beachtliche Wertschöpfung erzeugen und Investitionen in Kultur vielfach zurückgeben. Ich bin überzeugt, dass das Theater eine große Bereicherung für Kempten ist. Mit der Studie wollen wir dafür konkrete Daten liefern und den Mehrwert von Kultur nicht nur vermuten, sondern belastbar nachweisen.

■ Wie innovativ ist das Programm der neuen Spielzeit, die am 02. Oktober beginnt?

Schon der Auftakt der neuen Spielzeit ist ein mutiges Signal. Wir eröffnen mit „Liebe und

70 Kunst & Kultur Foto: Mark Noormann


Anarchie“ von Lina Wertmüller, einem Stück, für das wir erstmals eine Triggerwarnung auf unserer Homepage aussprechen. Inhaltlich basiert die Geschichte auf einer realen Begebenheit aus dem faschistischen Italien der 1930er Jahre: Ein Attentat auf Mussolini soll vorbereitet werden, und die Kontaktperson des Widerstands arbeitet ausgerechnet in einem römischen Nobelbordell. Aus diesem historischen Stoff entwickelt Wertmüller ein ebenso politisches wie zutiefst menschliches Drama. Im Mittelpunkt steht ein junger, unerfahrener Attentäter, der zwischen seiner politischen Mission und einer unerwarteten Liebesgeschichte hin- und hergerissen wird.

wurde, wirkt heute bedrückend aktuell. Aus der zunehmenden Unzufriedenheit über Wasserknappheit und immer höhere Gebühren entwickelt sich auf der Bühne ein Volksaufstand. Das Wasser wird wieder öffentliches Gut, doch das eigentliche Problem bleibt bestehen. Die Verbindung aus Humor, Gesellschaftskritik und großer Ensemblearbeit macht das Stück besonders. Die Spielzeit 2026/2027 im Theater in Kempten steht unter dem Motto „Wie t:ikst du?“ Fotos: Brigitta Weizenegger

Gerade diese Verbindung von politischer Radikalität und persönlicher Sehnsucht macht das Stück so faszinierend. Hinzu kommt eine gute Portion deftigen Humors und die Musik von Nino Rota, dem legendären Filmkomponisten Federico Fellinis. Neapolitanische Lieder durchziehen die Inszenierung und verleihen ihr eine besondere Sinnlichkeit und Poesie. So entsteht ein Abend, der historische Realität, politische Brisanz, Eros, Komik, Musik und große Gefühle miteinander verbindet. Für mich steht diese Produktion exemplarisch für unsere neue Spielzeit: Wir greifen anspruchsvolle Themen auf, wählen ungewöhnliche Perspektiven, geben der Ernsthaftigkeit und dem Humor gleichermaßen Raum und vertrauen darauf, dass unser Publikum bereit ist, sich heiter auf komplexe und herausfordernde Geschichten einzulassen.

■ Welche weiteren Stücke der neuen Spielzeit würden Sie in die Kategorie „innovativ“ einordnen?

Wir haben in der neuen Spielzeit das Innovativste, was möglich ist: Ein ganz neues Stück. Es heißt „Linda und die Irren“ von Leo Hiemer, ist eine regionale Geschichte und eine Uraufführung im April 2027. Daneben haben wir mit „Generationensalat“ ein außergewöhnliches Recherche- und Beteiligungsprojekt. Die jüngste Mitwirkende ist acht Jahre alt, die älteste 82. Gemeinsam beschäftigen sich 24 Allgäuerinnen und Allgäuer mit den Fragen und Spannungen zwischen den Generationen, entwickeln eigene Texte und Szenen und bringen diese selbst auf die Bühne. Ein weiteres großes Bürgertheaterprojekt ist unser Musical „Ab in die Büsche – Pinkelstadt“. Daran wirken ein Bürgerchor, eine Bürgerband und zahlreiche Bürgersolistinnen und -solisten mit. Insgesamt werden 50 bis 60 Menschen beteiligt sein. Viele stehen seit Jahren regelmäßig auf der Bühne und bringen inzwischen eine beeindruckende Erfahrung mit. Erzählt wird die Geschichte einer Gesellschaft, in der Wasser knapp geworden ist. Private Toiletten werden stillgelegt, stattdessen müssen alle Menschen kostenpflichtige öffentliche Anlagen nutzen. Selbst dort gibt es ein Zwei-Klassen-System mit besseren und schlechteren Toiletten. Wer „ab in die Büsche“ geht, wird streng überwacht und bestraft. Was vor 20 Jahren als satirische Zukunftsvision geschrieben

Informationen zum T:K Das Programm der neuen Spielzeit:

Die Theater-Umfrage ist hier zu finden:

■ Gibt es weitere innovative Elemente,

von denen Sie den Leserinnen und Lesern des Stadtmagazins erzählen möchten?

Ja, wir haben eine interessante strukturelle Innovation am Laufen – die Weiterentwicklung unseres Fördervereins. Er war bislang ein klassischer Verein mit passiven Mitgliedschaften. Jetzt öffnen wir ihn auch für aktive Mitglieder, also für Menschen, die selbst auf der Bühne stehen. Dazu gehören unsere Bürgertheater-Mitwirkenden, künftig aber auch Kinder und Jugendliche aus unseren Spielclubs und Projekten – etwa dem Märchensommer auf der Burghalde. Das ist mir wichtig, weil ein Theater nur dann dauerhaft stark ist, wenn es in der Stadtgesellschaft verankert ist. Eine künstlerische Leitung kommt und geht, aber die Menschen vor Ort bleiben und geben dem Theater seine Identität. Mit dieser neuen Form der Mitgliedschaft schaffen wir Raum für genau diese Verbundenheit. Das ist vielleicht keine spektakuläre Innovation, aber eine sehr nachhaltige. Und ich kenne nur wenige Fördervereine, die diesen Schritt von der Unterstützung zur aktiven Teilhabe gegangen sind. | Text: Anke Roser |

Kunst & Kultur 71


Kinderlieder-Duo aus Leidenschaft jamuk – was bedeutet das? Der Name klingt positiv, bejahend. Er klingt niedlich, nach kleinem Muck oder Pumuckl. Er ist leicht zu schreiben und beinhaltet nur Buchstaben, die in den Namen Maike oder Jürgen vorkommen (Ü-Punkte zählen nicht!). Lustigerweise ist er auch der Name eines persischen 87-SeelenDorfs. Vor allem aber steht er für die selbstgeschriebene, handgemachte Kindermusik von Maike und Jürgen Brunner aus Kempten. Ihr neuester kreativer Schachzug: Im September kommt das erste jamuk-Musikvideo auf den Markt.

Maike und Jürgen Brunner erfinden und präsentieren mit ganz viel Leidenschaft Lieder für Kinder

Wie sie da so sitzen, sich manchmal gegenseitig vor lauter Eifer ins Wort fallen, sich aber auch begeistert und andächtig zuhören, merkt man sofort: Hier hat man es mit zwei Menschen zu tun, die sehr gut harmonieren und sich irre gut ergänzen. Ihre Anekdoten bestätigen den Eindruck: Jürgen, der kreative Geist, schreibt einen Song nach dem anderen und würde die meisten halbfertig in der Schublade verstauben lassen, wenn sich Maike nicht regelmäßig seine Werke schnappen würde. „Maike ist die Lektorin und die Mitkreative in dem Sinne, dass sie meine Ideen konserviert und mir die Bestätigung gibt, daran weiterzuarbeiten“, sagt Jürgen.

Kompositionen für die Nichten

Maike und Jürgen Brunner – das ist das Duo „jamuk“. Anfang 2021 gegründet, hatten die beiden zunächst nur innerfamiliäre Aufträge: Ein Lied zum Geburtstag der Nichte, ein Lied zu Weihnachten. Doch bald wollten die Beschenkten ihre Geschenke zeigen, hören lassen. Und drängten die Schenkenden damit zum nächsten Schritt: dem Weg ins Tonstudio. „Wir hatten beschlossen ein Lied zu produzieren und sind zu unserem Freund Tom Hauser nach

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Hopferau gefahren, der dort die Plattenfirma ,dreamsheltermusic‘ hat. An Weihnachten 2021 war der Song fertig. „Das war das größte Weihnachtsgeschenk, das wir uns selbst machen konnten“, berichtet Maike. „Schon am darauffolgenden Valentinstag haben wir ein Lied über das Verliebtsein veröffentlicht, an Ostern dann ein Osterlied“, erzählt Jürgen. „Und dann kam der Kumpel aus dem Tonstudio mit unserem ersten Auftrag um die Ecke: einem Auftritt beim Sommerfest einer großen Firma in der Region.“ Während Jürgen, der ausgebildeter Schauspieler und praktisch schon immer Gitarrist ist, jahrelang mit Formationen wie der Partyband „Bergluft“ auf Bühnen gestanden hatte, war es für Maike der erste Auftritt – der süchtig gemacht hat nach mehr.

16 Lieder und Geschichten

16 Lieder sind mittlerweile entstanden. Und die Buchungen für Feste und Konzerte haben sich jedes Jahr verdoppelt. Bis Maike, die eigentlich im Büro einer Zimmerei arbeitet und Jürgen, der eigent-


lich in einem Musikgeschäft tätig ist, die Reißleine zogen und beschlossen, dass es für 2026 erstmal eine Obergrenze geben muss. Etwa 25 Konzerte werden es am Ende dieses Jahres gewesen sein – nicht nur im Allgäu, sondern auch in Mainz oder München. „Das Ganze ist auf jeden Fall sehr viel mehr als ein Hobby“, sagt Maike, die Macherin, die sich um Website, Aufkleber und andere MerchProdukte und die Konzertanfragen kümmert. Jürgen seinerseits, der Lieder schreibt, seit der 13 ist, sorgt für Nachschub auf dem Kompositionsfeld – zuletzt ist im Juli der Song „Goodie Goodie Goodbye“ als Abschiedslied für die Grundschullehrerinnen der ältesten Nichte entstanden. Nebenher führt er Buch: Am 16. August hat jamuk auf der Allgäuer Festwoche das 100. Konzert gespielt!

Musikvideo mit Johnny Checker

Rund um dieses Jubiläum erscheint auch der neueste Clou von jamuk: das erste Musikvideo. Gezeichnet und produziert vom selben Grafiker und Freund Sebastian Linke, der auch die Cover der Lieder macht – und dabei stets heimlich kleine Botschaften und Figuren aus anderen Songs unterbringt. „Wir haben einen tanzbaren Remix unseres Traktorfahrer-Lieds ,Johnny Checker‘ gemacht, und dazu ist das Video entstanden. Es wird ab dem 18. September auf unserem YouTube-Kanal zu sehen sein“, sagt Jürgen.

Austropop als aktuelles Projekt

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Der Kemptener Kinderladen

5 Jahre KLOI HOI - Jubiläumswoche 03. bis 06. November 2026 Aktionen, Spiele, Überraschungen Kommt vorbei!

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Neben all ihren Ideen für jamuk fangen Maike und Jürgen gerade an sich auf alte Wurzeln zu besinnen: Jürgen, der eigentlich aus der Steiermark kommt, hat schon lange eine Vorliebe für Austropop, die er in Zukunft wieder stärker ausleben möchte. Und auch hier fängt es schon wieder an wie bei jamuk: Er schreibt, zweifelt, verwirft, zerknüllt. Maike durchforstet Schubladen und Mülleimer, lässt sich Ideen vorspielen und wählt zielsicher aus, was sich lohnt weiterzuverfolgen. Und das ist ganz schön viel. Jürgen denkt gerade darüber nach, mal ein erstes kleines Konzert zusammenzustellen. Vielleicht bei seinem Arbeitgeber, dem Musikhaus Rimmel. Wer weiß? Es lohnt sich, aufmerksam zu bleiben. | Text: Anke Roser, Fotos: jamuk, Maike und Jürgen Brunner |

Weitere Informationen: www.jamuk.de

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Anatomischen Institut der Uni Heidelberg angetreten. Dort habe ich meinen späteren Mann Gunther von Hagens kennengelernt – und seitdem ist meine berufliche Karriere in eine völlig andere Richtung gegangen.“ Zugrunde liegen ein paar sehr persönliche Entscheidungen. Whalley erzählt: „Gunther, der ja aus der DDR stammte und zwei Jahre im Stasi-Haft gesessen hatte, weil er versucht hatte, die Republik zu verlassen, wollte immer nach Amerika auswandern, weil das in seiner Fantasie das Land der Freiheit schlechthin war. Ich wäre jedoch nicht bereit gewesen, mit ihm mitzugehen, und so haben wir den Kuhhandel gemacht, dass er nicht nach Amerika geht und ich nicht in die Chirurgie, sondern mit ihm in der Plastination arbeite. Als dann die Idee mit der Ausstellung aufkam, habe ich die Entwicklung der Themen, Konzepte und Texte übernommen.“

Kempten als ideale Location Die Plastinate zeigen eindrücklich den menschlichen Körper von innen in verschiedenen Positionen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Noch bis zum 11. Oktober ist in der bigBOX Allgäu in Kempten die Ausstellung „Körperwelten und der Zyklus des Lebens“ zu sehen. Im Fokus steht der menschliche Körper vom Embryo bis zum Greisenalter. In der schummerigen Atmosphäre der abgedunkelten BigBOX wird der kontinuierliche Veränderungsprozess des Körpers mithilfe zahlreicher echter menschlicher Exponate anschaulich dargestellt. Wir haben mit der Kuratorin und einem Körperspender über die Ausstellung gesprochen. Wenn man den abgedunkelten Raum betritt, der sich an das mit pinken Körperwelten-Souvenirs gefüllte Foyer der bigBox anschließt, sieht man links an der Seite erstmal einen Strauß weißer Lilien, ein Bild von Dr. Gunther von Hagens und ein Kondolenzbuch. Als die Kemptener Ausstellung „Zyklus des Lebens“ gerade zweieinhalb Wochen gelaufen war, starb ihr Erfinder im Alter von 81 Jahren. „Sein Werk war wissenschaftlich, aufklärerisch und zutiefst humanistisch. Er hat Millionen Menschen dazu gebracht, den eigenen Körper mit anderen Augen zu sehen“, sagt seine Witwe Dr. Angelina Whalley, die Kuratorin der Körperwelten-Ausstellungen. Im Gespräch mit dem 0831 erinnert sie sich an die gemeinsamen Anfänge: „Ich habe Medizin studiert und wollte eigentlich Chirurgin werden, dachte aber, in dieser männerdominierten Welt sei es gut ein bisschen Extraqualifikation mitzubringen. Deshalb wollte ich ein Jahr in die Anatomie gehen und habe meine erste Stelle am

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Mit der Ausstellung in Kempten ist Angelina Whalley extrem glücklich: „Die Ausstellungshalle ist einfach perfekt, sie ist modern und für uns sehr einfach zu bespielen, und auch der Zeitraum hat logistisch wunderbar gepasst. Insgesamt haben wir gute Erfahrungen mit kleineren Städten gemacht, denn da spricht es sich schneller und intensiver herum, dass die Körperwelten da sind, und wir haben ein besseres Alleinstellungsmerkmal. Wenn ich zum Beispiel in London ausstelle, gibt es extrem viel Konkurrenz. Dort sichtbar zu sein als Veranstalter ist viel schwieriger – es spricht also vieles für einen kleineren Markt.“

Körperspender aus der Region Zur Eröffnung der Körperwelten kamen auch einige sogenannte Körperspender aus der Region, also Menschen, die ihren Körper nach dem Tod dem Institut für Plastination in Heidelberg zur Verfügung stellen. Was nicht unbedingt heißt, dass sie als Plastinat in einer Ausstellung enden – genauso gut können sie ein „Anschauungsobjekt“ für Medizinstudierende werden. Definitiv wird ihr Leichnam aber für wissenschaftliche Zwecke eingesetzt. Mittlerweile sind mehr als 22.000 Personen in diesem Spenderprogramm registriert. Einer davon ist Bernhard Stezala aus Wiggensbach. Er sagt: „Ich habe die Körperwelten-Ausstellung vor vielen Jahren in Klagenfurt gesehen, mich danach stark mit der damaligen Diskussion beschäftigt, ob das ästhetisch und moralisch vertretbar ist – und bin zu der Entscheidung gekommen: Das wäre genau das Richtige für mich.


Denn ich möchte nicht irgendwo verscharrt oder verbrannt werden. Ich bin Atheist, glaube an nichts und bin der Meinung, wenn man tot ist, ist man tot – dann ist Schluss. Durch die Körperspende haben wenigstens andere noch etwas davon, dann bin ich nicht so nutzlos. Und meine Frau hat keinen Ärger mit der Beerdigung.“

Kinderführung Dr. Junior In der zweiten Sommerferienwoche gab es in den Körperwelten in enger Kooperation mit dem 0831 eine ganz besondere Aktion: An vier Tagen durften jeweils bis zu zehn Kinder in weißen Kitteln und mit Stethoskopen ausgerüstet an einer speziellen Kinderführung namens „Dr. Junior“ teilnehmen. Eine Medizinstudentin aus Ulm erklärte den neugierigen Acht- bis Zwölfjährigen in gut verständlicher Weise das Funktionieren von Herz, Kreislauf, Verdauung, Sehnen, Bändern, Knochen und vieles mehr – und freute sich über die vielen neugierigen Fragen der kleinen Weißkittel.

Durchführung: Arts & Sciences Exhibitions and Publishing GmbH, Heidelberg

Dieser Ansatz passt gut zur Intention der Körperwelten, denn Angelina Whalley sagt: „Wir haben bewusst keine bestimmte Zielgruppe definiert, denn diese Ausstellung soll alle Altersgruppen ansprechen. Ich finde es wichtig, dass wir über uns selbst Bescheid wissen, weil wir Menschen nur wertschätzen und schützen können, was wir auch kennen. Aber als Laie haben wir nie die Möglichkeit zu erfahren und zu sehen, wie komplex der Körper von innen ist. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, dass wir über unseren Körper

und seine wirklichen Bedürfnisse oft zu wenig nachdenken.“ Whalley hat beobachtet: „Der menschliche Körper funktioniert meist viele Jahre klaglos, und erst wenn sich die ersten Wehwehchen oder FunkBei den Kinderführungen „Dr. Junior“, die das 0831 zusammen mit den Ausstellungsmationseinschränkunchern angeboten hat, bekamen fast 40 Kinder gen einstellen, spürt spezielle Führungen im weißen Arztkittel man, wie kostbar er ist. Diese Ausstellung führt uns die Verletzlichkeit und die Komplexität des Körpers vor Augen und liefert die nötigen Informationen, damit wir unsere Lebensentscheidungen gut treffen können.“ Die Ausstellung „Zyklus des Lebens“ in der bigBOX in Kempten ist noch bis zum 11. Oktober geöffnet, unter der Woche ab 9 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen ab 10 und jeweils bis 18 Uhr. | Text und Fotos: Anke Roser |

Weitere Informationen: www.koerperwelten.de

KEMPTEN Exhibitions and Publishing

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75. Kunstausstellung: Jubiläum mit Sonderschau

Gemeinsam mit der Allgäuer Festwoche feiert die Kunstausstellung in diesem Jahr das 75. Jubiläum. Bis zum 09. Oktober werden im Kemptener Marstall 72 zeitgenössische künstlerische Positionen von insgesamt 61 Allgäuer Kunstschaffenden gezeigt. Anlässlich des 75. Jubiläums gibt es zudem im kleinen Ausstellungsraum des Marstalls in der Sonderschau „75 Jahre – 8 Werke“ ausgewählte Werke von acht Preisträger:innen zu sehen, die die Geschichte des Kunstpreises der Stadt Kempten über sieben Jahrzehnte hinweg eindrucksvoll widerspiegeln.

Preise für Installationen, Gemälde und Fotografie Auch in diesem Jahr wurden wieder vier Preise vergeben. Der Kunstpreis der Stadt Kempten (Allgäu) wurde in diesem Jahr der in Lindau lebenden Künstlerin Ekaterina Dronova für ihr Gemälde „Kein Rauch ohne Feuer“ (Öl auf Leinwand) verliehen. Ihr Werk überzeugte die Jury durch seine hervorragende malerische Qualität im Spannungsfeld zwischen behaglicher Abendstimmung und dystopischen Vorboten. Die Künstlerin Nina Schmidbauer aus Bad Hindelang wurde heuer für ihr Werk „Über den Wolken“ (Wolle, Holz) mit dem ThomasDachser-Gedenkpreis ausgezeichnet. Das Werk stellt eine

76 Kunst & Kultur

Auseinandersetzung mit der Malerei unter Verwendung textiler Mittel dar. Beeindruckt haben die Jury auch die Arbeiten des jungen Künstlers Leon Eichelbaum aus Lautrach: eine zweiteilige Arbeit „Vergessen, vergessen werden“ (Fotografie) & „Tag und Nacht“ (Installation/ Skulptur) wurde mit dem Förderpreis der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung 2026 ausgezeichnet. Eichelbaums Arbeiten thematisieren die Fragilität und Brüchigkeit des Lebens. Der in Island geborene und in Immenstadt im Allgäu lebende Künstler Brynjar Sigurdarson wurde für sein Werk „Zeichnungen in Glas“ von der Jury mit dem Ausstellungsstipendium der Sparkasse Allgäu 2026 gewürdigt. Durch die Technik der Glasgravur überführt der Künstler flüchtige Ideen in einen Zustand der Dauerhaftigkeit und Unveränderlichkeit.


Publikumspreis 2026: Wählt euer Lieblingswerk!

Bewegter Donnerstag: Flächen & Einsamkeit

Alle Ausstellungsbesucher:innen sind dazu eingeladen, unter den ausgestellten Werken ihrem Favoriten eine Stimme zu geben. Der oder die Kunstschaffende mit den meisten Nennungen erhält zum Ende der Ausstellung den Publikumspreis. Dieser wird am Freitag, 09. Oktober 2026 um 17 Uhr an der öffentlichen Finissage verliehen, zu der alle Künstler:innen und Interessierten herzlich eingeladen sind.

Am 17. September um 19 Uhr geht es im ReglerHaus im Rahmen des „Bewegten Donnerstags“ vom Kempten-Museum in einer Podiumsdiskussion um das Thema: Es wird eng – Flächen gemeinsam nutzen. Expert:innen sprechen über neue Konzepte, die Wohnen, Handel und Gewerbe gemeinsam denken.

■ Führungen: Eine Stunde Zeit für die Kunst

Warum nutzt man beispielsweise Schulhöfe außerhalb der Schulzeit nicht als Veranstaltungsorte? Wie kann man Parks und Sportstätten so umrüsten, dass sie auch als Wasserspeicher genutzt werden können? Oder wie können Firmen Parkplätze, Lager- und Versorgungsräume gemeinsam nutzen?

Der einstündige gemeinsame Ausstellungsrundgang gibt Einblicke in das Ausstellungskonzept und die Werke der Allgäuer Kunstschaffenden. Dabei stehen die Werke der Preisträger:innen im Mittelpunkt des Kunst-Rundgangs. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, Neugierde und Lust auf Neues unbedingt mitzubringen. Öffentliche Führungen: So., 30.08.,13.09., 27.09., 04.10.2026 jeweils um 13 Uhr, ohne Anmeldung und kostenfrei Private Führungen: zum Preis von 60 € mit max. 25 Personen buchbar unter museen@kempten.de oder Tel. 0831 2525-7777

■ Kunst-Gespräche

Bei den Kunst-Gesprächen gibt es die Möglichkeit, die diesjährigen Preisträger:innen persönlich kennenzulernen und Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen zu erhalten. Die Gespräche finden kostenfrei in der Ausstellung statt. Termine: Fr., 11.09.2026, um 17 Uhr mit der Künstlerin Nina Schmidbauer; Fr., 18.09.2026, um 17 Uhr: mit der Künstlerin Ekaterina Dronova; Fr., 25.09.2026, um 17 Uhr mit dem Künstler Brynjar Sigurdarson

Unter der Moderation des architekturforums allgäu e.V. diskutieren u. a. Florian Eggert, Leiter des Stadtplanungsamtes Kempten und Ramona Riederer von der Allgäu GmbH über Flächen-Überlagerung, Mehrfachnutzung und weitere Ideen.

Foto: KlausPeter Kappest ©Allgäu GmbH

■ Offene Kunst-Werkstatt für Kinder

Entdeckt bei einem Ausstellungsrundgang mit dem Künstler und Kunstvermittler Joram von Below die Werke der Kunstausstellung. Anschließend entstehen in der Kunst-Werkstatt mit Pflanzenteilen, Steinen, Rinde und Blättern mit der Frottage-Technik fantastische Wesen, Gartenmonster und allerlei wunderliches Getier. Termin: 19.09.2026 ab 10 Uhr, kostenfrei und ohne Anmeldung.

| Fotos: Yohana Papa Onyango, Leon Eichelbaum, Foto Sienz |

Am 01. Oktober um 19 Uhr findet in der KulturWIRtschaft im Rahmen des „Bewegten Donnerstags“ vom KemptenMuseum ein Tischgespräch mit gemeinsamem Essen statt. Thema der Veranstaltung: Gemeinsam ist man weniger allein – Wege aus der Einsamkeit. Einsamkeit ist nicht nur ein unschönes Gefühl, sondern kann sich zum ernstzunehmenden Gesundheitsrisiko entwickeln. Wie kann eine Gesellschaft dabei helfen Menschen ein Gefühl der Zugehörigkeit zu vermitteln? Das soll in diesem Format in Kooperation mit der Wärmestube Kempten und der Diakonie Allgäu e.V. besprochen werden.

75. Kunstausstellung Ausstellungsdauer: 08. August bis 09. Oktober 2026 Ausstellungsort: Marstall Kempten, Landwehrstr. 4, Öffnungszeiten: Di. bis So., jeweils 10:00 – 18:00 Uhr Der Eintritt in die Ausstellung ist frei. Weitere Infos unter: www.marstall-kempten.de

Als Impulsgeberinnen sitzen mit am Tisch: Anke Heinroth, Leitung des Fachbereichs Asyl und Migration bei der Diakonie Allgäu und Jutta Schröppel, Seelsorgerin bei der evangelischen Kirche und im Bezirkskrankenhaus. Infos & Anmeldung: www.kempten-museum.de

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Highlights in der bigBOX The Lazys – Too tough to die Tour 2026 Nach ihrem Durchmarsch im Rockradio mit der Single „Hot Under the Collar“, die Platz 2 der kanadischen Billboard Rock Charts und Platz 4 der deutschen Active Rock Charts erreichte und beeindruckende 31 Wochen in den Top 10 blieb, sind die australischen Rocker The Lazys zurück. Lauter, härter und kompromissloser denn je melden sie sich mit ihrer explosiven neuen Single „Too Tough to Die“ zurück. Supportband: Sweet Electric Termin: 19.09.2026 um 20:00 Uhr in der kultBOX

Schreyner Eine Band aus sieben Musikern, die die besten Rocksongs aus der Zeit der „Monsters Of Rock“ auf der Bühne performen – das ist Schreyner. Von 1994 bis 2015 spielte sich die Formation unter dem Namen „FACE“ zur erfolgreichsten Rock-Coverband Süddeutschlands. Songs von AC/ DC, Accept, Dio, Edguy, Judas Priest, Metallica, Mötley Crüe, Van Halen, Whitesnake u.v.m. werden mit 30-jähriger Live-Erfahrung absolut authentisch und energiegeladen dargeboten. Ein Muss für alle Rock-Liebhaber! Termin: 02.10.2026 um 20:00 Uhr in der kultBOX

ASP – „Mehr denn je“-Tour Die Meister der poetischen Texte und mitreißenden Melodien sind zurück! Seit 25 Jahren sind sie eine feste Größe in der deutschsprachigen Musiklandschaft. Auf der Tour haben die Düsterrocker auf jeden Fall etwas Besonderes zu bieten: Songs von ihrem kommenden Album „HORRORS 2 – Another Collection of Gothic Novellas“. Selbstverständlich werden sie auch viele ihrer unzähligen Hits aus fast drei Jahrzehnten auf die Bühne bringen. Diverse Spielarten des Rock, Pop, Goth, Elektro und Metal fließen dabei barrierefrei ineinander. Supportband: Schöngeist. Termin: 09.10.2026 um 20:00 Uhr in der kultBOX

Die Schlagzeugmafia Eine getrommelte GangsterSatire voller Überraschungen – fünf trommelnde Ganoven präsentieren eine spektakuläre Mischung aus virtuosem Drumming, selbstironischem Slapstick und nonverbalem Storytelling. Schnell wird klar, dass im Mafiabetrieb ganz und gar nicht alles glatt läuft. Bei fünf Schlagzeugern will schließlich jeder den Takt angeben. ‚Backstreet Noise‘ begeistert alle Generationen mit handwerklichem Können, charmanter Schlagfertigkeit und verblüffendem Ideenreichtum. Termin: 11.10.2026 um 19:30 Uhr in der kultBOX

Alte Bekannte – Wise Guys-Nachfolger Unter dem Tourmotto „Mehr! Live“ zeigen die „Wise GuysNachfolger“ erneut, warum sie aus der deutschen Musikszene längst nicht mehr wegzudenkenden sind: musikalisch wie textlich hervorragende Songs und ausgesprochen unterhaltsame Moderationen garantieren etwas, das man in diesen Tagen gar nicht mehr so einfach bekommt: Richtig gute Laune! Teil des Programms sind neben brandneuen Songs auch wieder einige Hits ihrer früheren Alben sowie handverlesene „unkaputtbare“ Lieder ihrer Vorgängerband. Termin: 18.10.2026 um 18:00 Uhr in der kultBOX

Sportfreunde Stiller – „30 Wunderbaren Jahren“-Tour Seit ihrer Gründung 1996 in Germering bei München stehen Peter Brugger, Florian Weber und Rüdiger „Rüde“ Linhof für große Publikumsnähe und eine gehörige Portion Selbstironie. Aus den Anfängen im Proberaum entwickelte sich eine beeindruckende Karriere mit zwei EPs, zehn Alben und unzähligen Konzerten. Mit ihrer Geburtstagstour bedanken sich die drei Musiker nun bei ihrem Publikum und feiern drei Jahrzehnte Bandgeschichte gemeinsam mit ihren Fans. Für Sänger und Gitarrist Peter Brugger bedeutet das 30-jährige Jubiläum vor allem eines: Die Band lebt noch – und mehr denn je. Termin: 29.10.26 um 20:00 Uhr in der bigBOX

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Beim Tanzherbst wirken mehr als fünfzig Tänzerinnen und Tänzer aus über zwanzig Nationen mit

Gänsehautmomente beim 26. Kemptener Tanzherbst

Vom 16. bis 25. Oktober 2026 bietet der 26. Kemptener Tanzherbst faszinierende Einblicke in die beeindruckende Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes. Sieben herausragende Tanzensembles präsentieren im Stadttheater Kempten Tanzkunst auf höchstem Niveau.

internationale Choreografen und Tänzer, die in drei ebenso kurzweiligen wie berührenden Performances die Themen Verbindung und Raum erforschen. Mit der Deutschlandpremiere „Le Kiff“ des französischen Ensembles Les Schinis rückt ein humorvolles und zugleich fesselndes Tanztheaterstück die Suche nach dem Glück in den Mittelpunkt.

Der Kemptener Tanzherbst ist weit mehr als ein beeindruckendes Feuerwerk der Bewegung – er ist eine lebendige Plattform für kulturellen Austausch, gesellschaftliche Integration und nachhaltiges Engagement. Mit mehr als fünfzig Tänzerinnen und Tänzern aus über zwanzig Nationen schafft das Festival einen inspirierenden Raum, in dem Vielfalt gefeiert, Begegnungen ermöglicht und gegenseitiges Verständnis gefördert werden.

Verbindung von klassischem & zeitgenössischem Tanz

Großformatige Ensemblechoreografien

Den glanzvollen Abschluss gestalten die Gauthier Dance JUNIORS mit ihrem technisch wie künstlerisch anspruchsvollen Programm „Radical Classical“. Sie beweisen eindrucksvoll, dass die Verbindung von klassischem und zeitgenössischem Tanz radikal, überraschend und voller Lebendigkeit sein kann.

Den Auftakt des Tanzherbstes bildet die Delattre Dance Company aus Mainz mit einer spektakulären Gala-Performance. Mit technischer Brillanz spannt sie den Bogen von intimen Duetten und kraftvollen Soli bis hin zu großformatigen Ensemblechoreografien. Nicht minder beeindruckend verspricht der Performanceabend „The Beach Day Variance“ zu werden – ein packendes internationales Tanz-Musik-Projekt von Ralf Jaroschinski. Zur Musik des mehrfach ausgezeichneten japanischen Komponisten Tetsuya Hori hinterfragen zwei Tänzer:innen und drei Musiker:innen (Flügel und Cello) auf virtuose Weise die vielschichtigen Facetten des Menschseins. Der Dreifachabend „El hilo de los sueños“, „Chimera“ und „Verklärungen“ vereint junge

Ergänzt wird das Festival durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Workshops, zwei regionalen Performanceabenden, dem Allgäu-Schwaben.BATTLE, dem TanzImKino-Abend und einer feurigen Milonga. Tickets für die Tanz-Performances sind online und über die Erlebnis-Buchhandlung didactus im Vorverkauf erhältlich. Infos, Webshop & Anmeldung: tanzherbst-kempten.de

Kunst & Kultur 79


CamboMetal meets Rock ‘n‘ Roll

Dust&Bones, das ist dreckiger Rock’n‘Roll mit zwei energetischen Leadsängern Foto: Dust&Bones

Am 03. Oktober ab 20 Uhr heizen beim CamboMetal Vol. IX in Kempten in der KulturWIRtschaft „Two Weeks Far“ mit ihrem treibenden Melodic Hardcore richtig ein. Weiter geht‘s mit „AlleHackbar“ aus Besenfeld im Schwarzwald, die mit ihrem Heavy Rock ’n’ Roll die nächste Stufe zünden. „Dust&Bones“ aus Backnang im Ländle lassen es zum Finale richtig krachen. Two Weeks Far: Sie spielen Songs über das echte Leben, über Liebe, Zweifel, Hass, Schmerz und den unerschütterlichen Glauben an sich selbst. Die fünfigköpfige Melodic Hardcore Band aus dem südlichen Oberallgäu kombiniert catchy Riffs, Breakdowns und Singalongs in ihren Songs. Emotionen werden durch Abwechslung im Gesang mit Clean Vocals und Shouting gezeigt. Live überzeugt die Band durch eine starke Bühnenpräsenz und Energie, die den Funken zum Mitmachen überspringen lässt. AlleHackbar: Die Band ist live ein ganz besonderes Erlebnis vollbepackt mit Energie, die auf der Bühne freigesetzt wird. Das Publikum wird dermaßen zum Abgehen und Mitsingen animiert, dass wirklich jede Crowd singend den Platz verlässt. Im März 2026 erschien ihr wohl stärkstes Album “Inhale The Truth“ mit 14 fein geschliffenen Songs, hard, ehrlich, purer Heavy Rock ’n’ Roll. Der Sound ähnelt Motörhead, aber eben im Stil von AlleHackbar. Dust&Bones: Mit ihrem High Energy Dirt Rock, einem Mix aus Hardrock, Rock ’n’ Roll und ein wenig Punk, bringen sie jedes Publikum zum Kochen. Die leidenschaftliche Liveband transportiert funkensprühend den wilden Spirit harter Rockmusik der frühen 80er in die Neuzeit. Die Einflüsse von DUST&BONES reichen dabei von Bands wie den Ramones und Turbonegro, Rose Tattoo und Danko Jones bis hin zu Black Sabbath und Motörhead. Verbunden wird das Ganze mit den fetten treibenden Sounds der aktuellen harten Musikszene und einer dicken Portion Humor und Energie.

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Politisches Kabarett mit Simone Solga Scharf, elegant und unverschämt fröhlich: Simone Solga macht Kabarett für ein Publikum, das klare Sätze liebt und schlechte Ausreden absolut nicht durchgehen lässt. Am Samstag, 19. September, ist sie um 20 Uhr im Kornhaus in Kempten mit ihrem Programm „Sie kennen mich“ zu hören. „Inkompetenz, Größenwahn, Doppelmoral: In der deutschen Politik ist für jeden Geschmack etwas dabei“, findet Solga. „Eine große Denkerin hat mal gesagt: Wir schaffen das. Was daraus geworden ist: die schaffen uns.“ Für ihr neues Programm steigt Simone Solga extra aus ihrem legendären YouTube-Bettchen auf und beglückt das Publikum mit der gewohnten und geliebten Schonungslosigkeit.

Dreiviertelblut: Prost Ewigkeit

„Prost Ewigkeit“ ist der Titel des neuen Live-Programms und fünften Studioalbums von Dreiviertelblut, mit dem sie am Donnerstag, 29. Oktober, um 20 Uhr im Kornhaus Kempten auftreten. Mit den neuen Songs bieten die bayerischen Klangpoeten einen musikalischen Begleiter für aufgewühlte Seelen in aufwühlenden Zeiten.

Wie verständnisvolle Weggefährten nehmen die Lieder von „Prost Ewigkeit“ ihre Hörer mit auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Menschseins. Sie drehen sich um die ewige Suche, um Liebe, Schmerz, Glück, Verlust, Weisheit und Dummheit – und münden in eine Reise zum Mond. Von mitreißenden Roadmovie-Nummern bis zu zarten Balladen findet sich im neuen Programm die ganze Bandbreite von Dreiviertelblut.

Liza Kos praktiziert Intrigation

Liza Kos präsentiert am Samstag, 31. Oktober, ihr neues Solo-Programm „Intrigation“ im Kemptener Kornhaus. Ab 20 Uhr heißt es: Russischer Döner mit Kartoffelsalat. Denn bei Liza Kos geht es musikalisch, pointiert und vielseitig um Integration, Multikulti und vieles, was damit zusammenhängt.

Liza Kos spricht, singt, spielt Gitarre, mehrere Rollen und mit Klischees. Als Teenager zog sie mit ihren Eltern nach Deutschland und versuchte sich zu integrieren – doch was ist überhaupt Deutsch? Liza lernte

Kultur im hohen Süden Türkisch und Deutsch und fühlte sich wie eine Multikulti-WG, in der eine Russin, eine Türkin und eine Deutsche zusammenleben, die sich nicht nur streiten, sondern auch bereichern. Davon handelt ihr Bühnenprogramm.

Im Fluss mit Urban Priol

Man kann nicht zwei Mal in den gleichen Fluss steigen, sagt Heraklit, alles Sein ist Werden. Man denkt an den Berliner Großflughafen und merkt: Der alte Grieche hatte recht. Einem Fluss im ständigen Wandel gleich ist auch Urban Priols neues Programm, das er am Donnerstag, 05. November, ab 20 Uhr im Kornhaus zum Besten gibt. Mit Argusaugen verfolgt der Kabarettist den steten Strom des politischen Geschehens, auch wenn die großkoalitionäre deutsche Politik der letzten Jahre eher an einen Stausee erinnert als an ein fließendes Gewässer. Priol ist immer am Puls der Zeit, spontan und tagesaktuell spottet er oft schneller als sein Schatten denken kann. Er grollt, donnert, blitzt und lässt so vieles in einem hellen, heiteren Licht erstrahlen.

Herbert Pixner Projekt

Er wird als Jimi Hendrix der Volksmusik bezeichnet oder als Frank Zappa der Alpen. Man vergleicht ihn mit Piazzolla und Paganini und doch hat der gebürtige Südtiroler Musiker Herbert Pixner über die Jahre einen völlig unverwechselbaren Musikstil kreiert. Am Freitag, 13. November, spielt er um 20 Uhr in der bigBOX Allgäu in Kempten. Pixner ist Multiinstrumentalist, Komponist, Produzent und Namensgeber des Herbert Pixner Projekts. Zusammen mit seinen Bühnenpartnern Manuel Randi (Gitarren), Werner Unterlercher (Bass) und nun in einer neuen personellen Besetzung mit Alessandro Trebo (Klavier und Keyboards) und Elisabeth Jamnik (Harfe) zählt das Projekt seit über zwanzig Jahren zu den erfolgreichsten Vertretern neuer und progressiver Volksmusik. Karten im Hotel „Drei König“ in Immenstadt, Tel.: 08323 8628 oder www.immenstaedter-sommer.de

Kunst & Kultur 81


Kunst im Park 2026

Kunst im Park ist ein barrierefreier Kunsthandwerkermarkt für die ganze Familie

Fußtheater mit Anne Klinge Am Freitag, 18. September, dürfen sowohl Kinder als auch Erwachsene in die spannende Welt des Fußtheaters im Haus des Gastes in Bad Grönenbach eintauchen. Die Kindervorstellung um 16:00 Uhr zeigt „Der gestiefelte Kater“, die Erwachsenenvorstellung um 20:00 Uhr „Fußmord und andere Liebesdramen“.

Am Sonntag, 20. September, laden von 10 bis 17 Uhr der Verein für Körperbehinderte Allgäu und das Allgäu ART Hotel zu „Kunst im Park“ nach Kempten ein. Auf dem barrierefreien Campus an der Immenstädter Straße 27 erwartet die Besucherinnen und Besucher ein bunter Kunsthandwerkermarkt für die ganze Familie – mit Kreativität, Begegnung und gelebter Inklusion. Zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller präsentieren liebevoll gefertigte Keramik, Holz- und Papierkunst, Schmuck, Filz- und Stoffarbeiten, Accessoires, Babyartikel und besondere Geschenkideen. Dazu gibt es Mitmachangebote, kulinarische Köstlichkeiten und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Ein Phänomen – CASH-N-GO Am Samstag, 26. September, spielen CASH-N-GO um 20:00 Uhr im Postsaal das Finale der Bad Grönenbacher Sommerfrische. Bei wenigen anderen A-cappella-Ensemble werden Zuhörer so leicht zu treuen Anhängern. Ob Rockund Pop-Songs, Balladen, Schlager oder Jazz – CASH-NGO verwandelt jedes Genre in ein besonderes Erlebnis.

Schwungvoll eröffnet wird „Kunst im Park“ mit den mitreißenden Samba- und Percussionklängen von Caipiranha. Im weiteren Tagesverlauf sorgen Livemusik der Kemptener Band VETO, die Senioren-Kapelle Altusried, kostenloses Kinderschminken sowie Geschichtenerzählerin Anika Hoffmann mit „Prinzessin Drossel“ für beste Unterhaltung. Eine kleine Tombola zugunsten des Vereins für Körperbehinderte Allgäu und ein interaktiver Infostand des Beirats für Menschen mit Behinderung rund um Vielfalt, Inklusion und demokratische Werte ergänzen das Programm. „Kunst im Park“ steht für gelebte Inklusion: Das gesamte Veranstaltungsgelände ist barrierefrei. Ruhe- und Snoezelräume, barrierefreie Toiletten und ein Wickelraum stehen zur Verfügung. Veranstaltungssteckbrief ■ Termin: Sonntag, 20. September 2026, 10–17 Uhr ■ Ort: Campus des Vereins für Körperbehinderte Allgäu, Immenstädter Straße 27 / Allgäu ART Hotel, Kempten ■ Eintritt: frei ■ Parken: Kostenlose Parkplätze auf dem Telekom-/Berufsschulparkplatz, Zufahrt über Bahnhofstraße 35 oder Alpenstraße

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Wunschkonzert mit Notenlos Am Freitag, 23. Oktober, um 20:00 Uhr gibt es im Haus des Gastes in Bad Grönenbach ein Wunschkonzert, das jedes Mal komplett anders klingt – ganz nach Lust, Laune und Kreativität des Publikums.


Gemeinsam Erfolge in Kempten-Ost feiern Lebensraum mitgestalten – das ist nicht nur eine Idee oder Überschrift, sondern zieht sich seit nunmehr sieben Jahren durch sämtliche Projekte, die den Kemptener Osten lebenswerter gestalten. Das Stadtteilfest „OstHoch3 – mitgestalten, fördern, feiern“ am 27. September rund um den Kirchplatz und die Ullrichstraße bringt auf den Punkt, worum es geht: die sichtbare und gemeinsame Entwicklung von Kempten-Ost hin zu einem lebendigen, vielfältigen Stadtteil.

OstHoch3 27. September 2026 rund um den Kirchplatz und die Ullrichstraße

Alle Infos zum Fest auf unserer Website

Jede Veränderung braucht Zeit: So auch die angepasste Verkehrsführung zur Einbahnstraße im Brodkorbweg zwischen Ostbahnhof und Rheinlandstraße, eine Maßnahme zugunsten der größeren Sicherheit und besseren Übersichtlichkeit. Die im Quartier neu gestalteten Begegnungsorte wie das Arkadencafé am Schumacherring 65, das Lädele auf dem Bühl, die Calisthenics-Anlage im APC, der Pumptrack und das Beachvolleyballfeld im Engelhaldepark finden nach wie vor großen Andrang. Die hohe Beteiligung der betroffenen und engagierten Menschen steht bei sämtlichen Projekten im Vordergrund. Im Archäologischen Park Cambodunum gibt es beim Stadtteilfest „OstHoch3“ kostenlose Führungen, HinkelsteinWeitwurf und römischen Weitsprung, Foto: Allgäu GmbH, Gregor Lengler

100 Menschen gestalten das Fest All das wird gefeiert mit dem Stadtteilfest „OstHoch3“. Etwa 100 Menschen gestalten dafür das Quartierszentrum rund um die Kirche St. Ulrich und entlang der Ullrichstraße zu einem lebendigen Ort mit vielfältigem Programm. Ob Musik, Tanz, kulinarische Angebote, Informationsstände oder Mitmachaktionen wie Yoga, Jonglieren und Basteln – hier ist für jede und jeden etwas dabei. Für die passende Stimmung während des Fests sorgen Künstlerinnen und Künstler aus Kempten und der nahen Umgebung von 11:30 bis 17:30 Uhr mit ihrem Bühnenprogramm, das von Irish Folk bis zu Rock, Pop und Oldies reicht.

www.kemptenost.de

Kunst & Kultur 83


Anders einkaufen und Neues entdecken Wenn in Altusried am 03. und 04. Oktober wieder der alternative Markt seine Stände öffnet, wird der neu gestaltete Ortskern zum Treffpunkt für alle, die bewusst einkaufen, regionale Produkte schätzen und Lust auf besondere Entdeckungen haben. Statt Massenware stehen hier handgemachte Produkte, nachhaltige Ideen und persönliche Begegnungen im Mittelpunkt. Zwischen den Marktständen gibt es vieles zu entdecken: Kreatives aus der Region, Kunsthandwerk, kulinarische Spezialitäten und Produkte, die mit Liebe zum Detail gefertigt werden. Gerade das macht den Markt zu einem besonderen Erlebnis im Allgäu. Wer hier unterwegs ist, kann Neues ausprobieren, regionale Anbieter kennenlernen und vielleicht das ein oder andere Lieblingsstück mit nach Hause nehmen.

Gleichzeitig zeigt die Veranstaltung, wie vielfältig nachhaltiger Konsum sein kann: persönlich, regional, abseits des Gewöhnlichen – und an den kulinarischen Ständen auch unendlich lecker! Der alternative Markt in Altusried bringt Menschen zusammen und schafft Raum für Ideen. Ein Ausflug, der sich für alle lohnt, die das Besondere suchen. www.alternativermarkt.org

Sonne, Mond und Sterne Simon Popp spielt zusammen mit Matthieu Bordenave „100 Jahre Coltrane – Interstellar Space“

Klecks.Live im Herbst Die Reihe Klecks.Live des Kemptener Klecks.e.V. macht im September Pause. Mit „100 Jahre Coltrane – Interstellar Space“ steht am 08. Oktober mit Simon Popp (dr) und Matthieu Bordenave (ts) eine intime Neuinterpretation von Coltranes letztem Vermächtnis auf dem Programm. Das Duo „Poeji“ mit Enji (voc) und Simon Popp (dr) bezaubert am 05. November mit expressivem Gesang und berauschendem Drumming. Die Konzerte finden jeweils um 20 Uhr in der KulturWIRtschaft in der Allgäuhalle in Kempten statt.

Vom 19. bis 27. September 2026 nimmt im Rahmen des Kemptener Musikfestivals „Classix“ das Motto „Sonne, Mond und Sterne“ die Musik als klingendes Universum in den Blick. Als riesigen Raum aus Schwingungen, Klängen und Stille, wo zwischen Sonnenaufgang, Zenit und Mondlicht Klänge zu Sternbildern werden. Statt Raketenlärm gibt es leuchtende Klassiker, unentdeckte Sternschnuppen und genug musikalische Schwerkraft, um für einen Abend (oder mehr) in eine andere Umlaufbahn zu kommen. Der Boardingpass zwischen Sonnenfinsternis und Sternenstaub: ein Konzertticket. Weitere Informationen: www.classix-kempten.de

Karten: klecks.dein-ticket.shop

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CHAARTS chamber artists spielen beim Classix-Festival Foto: Andreas Fleck


Ausstellungs-Highlights Kempten Kunsthalle Pennavaria & Lanzinger – The Light Falls the Same Way Every Day – Kunsthalle Kempten

Auf steinernen 15 mal 15 Metern entfaltet sich eine multidirektional erfahrbare Raumkomposition aus Licht, Sound und Karton. 13. Juni – 27. September 2026

Marstall – großer Ausstellungssaal 75. Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche

Ausgewählte Werke der Malerei, Bildhauerei, Grafik, Installation, Fotografie und Videokunst von Kunstschaffenden aus dem Allgäu 11. Juli – 11. Oktober 2026

bigBox Allgäu Körperwelten & Der Zyklus des Lebens

Gezeigt werden echte menschliche Plastinate, die den Körper im Wandel der Zeit von der Zeugung bis ins hohe Alter beleuchten. 08. August – 09. Oktober 2026

artig – Galerie Kunstreich Untergrund Dachboden Kollektiv: HALTUNG 11. September – 26. September 2026

Winfried Becker, Wolfgang Mennel: ZEIT ZEIGEN 02. Oktober – 01. November 2026

Stadtstadel Lounge Art Ellinor Euler – Have you seen her

Die Künstlerin arbeitet mit verschiedensten Materialien, gestaltet mit Papier und erstellt Draht-Objekte größeren Maßstabs. 25. September – 17. Dezember 2026

Kempten-Museum/Zumsteinhaus UNTOLD – Queere Geschichten aus dem Allgäu

Die Ausstellung lädt die Besuchenden ein, in das Leben queerer Menschen im Allgäu einzutauchen. 25. April – 31. Januar 2027

Altstadthaus Foto- und Videofreunde Kempten

Bilder zu Themen wie Bewegung, Kapellen, Spiegelungen, Menschen und Natur 14. September – 16. November 2026

Isny Städtische Galerie im Schloss Isny NO NAME DESIGN

Schloss Isny Die wunderbare Reise des Nils Holgerssons

Originalbilder des Künstlers Friedrich Hechelmann, die 2013 für die Neuauflage des Kinderbuchklassikers entstanden 20.März — 15.November 2026

Bad Grönenbach Haus des Gastes KunstZeit - Sommerfrische

Objektkunst und Malerei mit Gisela Hölzle und Ruth Pfalzer, Monica Sichetti und Otmar Wucher 10. Juli — 25. September 2026

Oberstdorf Galerie Oberstdorf 10 Jahre Galerie Oberstdorf – Wo Kunst und Mensch sich begegnen

Jubiläumsausstellung mit Magdalena Nothaft – Galeristin und bildende Künstlerin, Lucie Albrecht – Malerei, Installation und Designund Gregor Doc Davids – international gefragter Glaskünstler; Jubiläumswochenende am 19. und 20. September mit Kunst, Musik, Mode und Überraschungen 19. September – 04. Oktober 2026

Sonthofen StadtHausGalerie Viel Kunst. Wenig Kohle.

Sieben Künstlerinnen der GEDOK München machen in ihren Werken darauf aufmerksam, wie viel Aufwand die Entstehung eines Kunstwerkes bedeutet. 18. Juli – 17. Oktober 2026

„Blick:punkt Allgäu – Nah dran.“

Ausstellung mit Werken von Kunstschaffenden der Region, die sich mit dem Thema „Nähe“ auseinandersetzen 23. Oktober 2026 – 18. Januar 2027

Wiggensbach WIZ – Wiggensbacher Informationszentrum Brunhilde Mutter - Aquarelle und Acryl

Farbenfrohe Aquarelle, Plein-Air-Gemälde, großformatige Leinwandbilder im Mixed-Media Stil 18. Juli – 09. August 2026

Ausstellung mit dem Blick auf die unauffälligen Dinge des Alltags 28. Juni – 09. November 2026

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Kino-Highlights im Colosseum Eiserne Wildnis – Heart of the Beast Filmstart: 24.09.2026 Nach einem verheerenden Flugzeugabsturz strandet der ehemalige Special-Forces-Offizier James Belmont (Brad Pitt) gemeinsam mit seinem Militärhund Odin (Uber) in der abgeschiedenen Wildnis Alaskas. Von der Außenwelt abgeschnitten, sind die beiden ganz aufeinander angewiesen, um den extremen Bedingungen zu trotzen. Eisige Temperaturen, unwegsames Gelände und der tägliche Kampf um Nahrung und Schutz stellen sie immer wieder vor neue Herausforderungen. Während die Hoffnung auf Rettung schwindet, werden Ausdauer, Einfallsreichtum und der enge Zusammenhalt zwischen Mensch und Tier auf eine harte Probe gestellt. Um zu überleben, muss sich James den Gefahren der Wildnis ebenso entschlossen stellen wie den körperlichen und mentalen Belastungen, die der Überlebenskampf mit sich bringt. Laufzeit: 101 Minuten.

Same Sun – mit dem Fahrrad durch Afrika Filmstart: 03.09.2026 Die Reise-Dokumentation „Same Sun“ erzählt Wiebke Lühmanns Reise von Freiburg bis zum Kap der Guten Hoffnung – ehrlich, roh und nah an den inneren wie äußeren Herausforderungen einer 430-tägigen Fahrradreise durch 22 Länder. Am 03. Oktober 2023 steigt Wiebke Lühmann in Freiburg im Breisgau auf ihr bepacktes Fahrrad und fährt los. 20.000 Kilometer liegen vor ihr und die Frage: Was passiert, wenn man alles Vertraute hinter sich lässt? Am 05. Dezember 2024 steht sie am Kap der Guten Hoffnung. Dazwischen liegt eine Zeit voller Begegnungen, Weite, Zweifel und echter Veränderung. Laufzeit: 90 Minuten.

Das gewisse Etwas Filmstart: 03.09.2026 Der neue Film von Regisseur Marc Rothemund erzählt eine amüsante Verwechslungskomödie: Alex und sein Vater Karlo sind nach einem Überfall auf der Flucht vor der Polizei. Unterwegs stoßen sie auf eine Gruppe Jugendlicher mit Beeinträchtigungen und auf deren Betreuer, die sich auf dem Weg in ein Sommerferienlager befinden. Um unentdeckt zu bleiben, gibt Alex vor, selbst ebenfalls behindert zu sein, während Karlo die Rolle seines Betreuers übernimmt. Ein scheinbar perfekter Plan. Doch wie lange gelingt es ihnen, die Reisegruppe zu täuschen? Laufzeit: 91 Minuten.

That´s Why The Lady is a Champ Filmstart: 03.09.2026 Christy Martin (Sydney Sweeney) wächst in einer Kleinstadt in West Virginia auf und hätte sich ein Leben außerhalb ihrer Heimat kaum vorstellen können. Ihr Talent für den Kampfsport eröffnet ihr jedoch eine neue Perspektive und ebnet den Weg in den Profiboxsport. Unter der Anleitung ihres Trainers Jim (Ben Foster), der auch ihr Ehemann wird, arbeitet sie sich mit Ehrgeiz an die Spitze. Während ihre Karriere immer erfolgreicher verläuft, nehmen die privaten Herausforderungen zu und Christy muss sich den schwierigsten Kämpfen ihres Lebens außerhalb des Boxrings stellen. Laufzeit: 135 Minuten.

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The Uprising Für die Freiheit

LifeHack Filmstart: 10.09.2026

Filmstart: 10.09.2026

Ronan Corrigans Desktop-Thriller dreht sich um eine Gruppe findiger Teenager, die von ihren Schlafzimmern aus jede Menge digitalen Unfug treiben. Sie lassen Internetbetrüger z. B. von deren eigener Medizin kosten und sind ständig auf der Suche nach Sicherheitslücken in eigentlich geheimen Systemen. Dadurch landen sie auch im virtuellen Tresor eines Techmilliardärs, der um mehrere Millionen Bitcoins erleichtert werden soll, was gehörig schiefgeht. Laufzeit: 97 Minuten.

Emil und die Detektive Filmstart: 24.09.2026

England im 14. Jahrhundert wird von den Folgen einer verheerenden Pestwelle, hoher Steuerlast und wachsender sozialer Ungleichheit geprägt. Während sich die Unzufriedenheit über die Herrschaft des jungen Königs Richard II. im ganzen Land ausbreitet, schließt sich der einfache Bauer Ploughman einer Gruppe von Rebellen an. Angeführt werden die Aufständischen von Wat Tyler und dem Prediger John Ball, die zum Widerstand gegen die Krone aufrufen. Laufzeit: 141 Minuten.

Corpus Delicti Filmstart: 01.10.2026

Für Emil beginnen die Sommerferien mit einer Zugfahrt nach Berlin, wo er seine Großmutter besuchen will. Noch unterwegs wird ihm jedoch das Geld von dem Betrüger Max Grundeis gestohlen. Anstatt den Dieb entkommen zu lassen, nimmt Emil sofort die Verfolgung auf. In Berlin erhält er Unterstützung von einer Gruppe junger Detektive. Gemeinsam setzen sie alles daran, Emil sein gestohlenes Geld zurückzubringen. Zeitgemäße Neuverfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Erich Kästner. Laufzeit: 111 Minuten.

In einer nahen Zukunft verspricht die sogenannte „Methode“ eine Gesellschaft, in der Gesundheit und Sicherheit über allem stehen. Für die Wissenschaftlerin Mia Holl gerät dieses scheinbar perfekte System jedoch ins Wanken, als ihr Bruder Moritz wegen Mordes angeklagt wird. Obwohl die Beweislage eindeutig erscheint, glaubt Mia fest an seine Unschuld und beginnt, den Fall auf eigene Faust zu hinterfragen. Dabei stellt sie die Grundsätze der „Methode“ infrage und gerät selbst ins Visier des Regimes. Laufzeit: 104 Minuten.

Kontra K bei Channel Aid Live in Concert LIVE Übertragung Konzert am 02.10.2026, Karten-Vorverkauf im Colosseum in Kempten Channel Aid Live in Concert (kurz CALIC) ist weit mehr als ein Konzert. Es ist ein musikalisches Erlebnis, geschaffen für Menschen, die besondere Momente nicht nur sehen, sondern fühlen wollen. Seit 2018 verbindet Channel Aid nationale und internationale Musikstars, außergewöhnliche Orchesterproduktionen und ikonische Locations zu Shows, die genau ein einziges Mal stattfinden. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr geht das Format im Deutschen SchauSpielHaus Hamburg für den guten Zweck in die nächste Runde. Am 02. Oktober 2026 begeistert einer der aktuell erfolgreichsten deut-

schen Musiker auf der Channel Aid Bühne. KONTRA K wird gemeinsam mit dem 65-köpfigen Lufthansa Orchester unter der Leitung von Kristjan Järvi seine einzigen zwei Deutschland-Shows im Jahr 2026 spielen. Kontra K, Channel Aid, Steven Lloyd-Gonzalez, Lufthansa Orchester Regie: Pasquale Rödel Produktion: FABS Projects, TVN, SchauSpielHaus Hamburg Cast:

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Eventkalender September – Oktober 2026 In Kooperation mit:

Fest/Festival Buchenberger Fest

Di 01 Sep

Tradition Alpenglühen - Tour mit Alphornblasen

Geführte Rundtour mit Alphornblasen Tourist, Nesselwang, 18:00

Mi 02 Sep

Konzert Matthias Reim auf der Freilichtbühne Altusried

Konzert mit musikalischem Rückblick auf 35 Jahre Karriere Freilichtbühne, Altusried, 19:30

Kunst/Lesung Blinddate-Lesung

Lesung eines nominierten Romans KQA, Kempten, 20:00

Engagement Sprechtag Schwubis

Psychosoziale Beratung für queere Männer Beratungszentrum Pflege und Demenz, Kempten, 10:00

Walk & Talk für Frauen

Spaziergang mit Gesprächen und Begegnungen Fiume Bar, Kempten, 18:30

Do 03 Sep

Kunst/Lesung Kurtänze

Tanzen zu Evergreens, Schlagern und Hits Kurhaus-Kulturschmiede Bad Wurzach, 19:30

88 Eventkalender

Bildung Kinderstadtführung Entdeckung von Geschichten und Geheimnissen Tourist Information Kempten, Kempten, 15:00

Fr 04 Sep

Kulinarik Offener Weinkeller Weinverkostung mit biologischen Weinen Rapunzel Welt, Legau, 18:30

Familie Ritterabenteuer auf der Burgruine Sulzberg

Mittelalterliche Spiele und Herausforderungen Burgruine Sulzberg, 14:00

Sa 05 Sep

Konzert Melissa Naschenweng auf der Freilichtbühne Altusried

Lederhosenrock trifft Pop-Appeal und Harmonika Freilichtbühne, Altusried, 19:30

Nachtleben TanzLauter am Turm - Day & Night

Open-Air-Session und Clubnacht mit Musik, Kunst und Food Cafe am Fünfknopfturm, Kaufbeuren, 12:00

Klassik-Rocknacht

Rock, Dance-Sounds und Klassiker aus verschiedenen Jahrzehnten Club GOIN, Obergünzburg, 20:30

Blasmusik und Frühschoppen Buchenberg (Kranzegg), 20:00

Beeren- & Kräuterfest Markt mit regionalen Spezialitäten und Workshops Gemüsehalde Memmingen, 09:00

Oldtimertreffen

Historische Fahrzeuge und Technikgeschichte Festhalle, Leutkirch, 10:00

Schnitthahnenrennen & Dorffest Wettkampf und Livemusik mit Dämmerschoppen Hauptstraße, Ittelsburg, 17:00

Markt Lateinamerikanisches Food & Music Festival

Lateinamerikanische Spezialitäten und Musik Hildegardplatz, Kempten, 12:00

Bildung Kinder -Workshop

Herstellung von Bienenwachstüchern als Alternative zu Frischhaltefolie KemptenMuseum, 10:00

Kulinarik MarktWIRtschaft

Flohmarkt mit kulinarischem Angebot KQA, Kempten, 11:00

Bayerischer Abend

Live-Musik und bayerische Küche Restaurant Illerhöhe, Kempten, 17:00

Gesundheit Kneipp und Aromatherapie

Praktischer Gesundheitsvortrag mit Übungen Kißlegg/ Bärenweiler, Altes Spitalhaus, 12:30

So 06 Sep

Konzert Frühschoppenkonzerte

Blasmusik und Chorgesang im Grünen Musikpavillon beim Kurhaus Bad Wurzach, 10:30

Spider Murphy Gang auf der Freilichtbühne Altusried

Unplugged-Konzert mit akustischer Musik Freilichtbühne, Altusried, 19:00

Fest/Festival Buchenberger Fest Blasmusik, Festzelt und Bergmesse Buchenberg (Kranzegg), ganztägig

Hochgratberglauf Berglauf im alpinen Gelände Hochgratbahn, Steibis, 10:30

Markt Lateinamerikanisches Food & Music Festival

Streetfood & Musik aus Lateinamerika Hildegardplatz, Kempten, 11:00

Familie Der Regenbogenfisch

Marionettenstück über Freundschaft Puppentheater Kaufbeuren, 16:00

Di 08 Sep

Familie HipHop Graffiti Week

HipHop-Kultur: Sprayen, Breakdance, Jugendhaus, Memmingen, ganztägig

talentCAMPus Urban Arts

Graffiti, Breakdance und Rap-Workshop JUZE Altusried, ganztägig

Gesundheit Periodenaufklärung bei pro familia Kempten Workshop zur Menstruation und Pubertät pro familia Kempten, 10:00

Tradition Alpenglühen - Tour mit Alphornblasen Geführte Rundtour mit Alphornblasen Tourist Info, Nesselwang, 18:00

Mi 09 Sep

Familie HipHop Graffiti Week

HipHop-Kultur: Sprayen, Breakdance Jugendhaus, Memmingen, ganztägig

talentCAMPus Urban Arts

Workshop zu Graffiti, Breakdance und Rap JUZE Altusried, ganztägig

Do 10 Sep

Konzert VOXXCLUB

Volks-Pop-Konzert mit Live-Musik Allgäu Skyline Park, Bad Wörishofen, 18:00

Retrosonix beim Kurhaus Bad Wurzach

Rock- und Bluesklassiker neu interpretiert Musikpavillon beim Kurhaus Bad Wurzach, 18:00

Familie HipHop Graffiti Week

HipHop-Kultur: Sprayen, Breakdance Jugendhaus, Memmingen, ganztägig

talentCAMPus Urban Arts

Workshop zu Graffiti, Breakdance und Rap JUZE Altusried, ganztägig

Karriere, Kids & Kerzenschein

Beruf, Familie und Partnerschaft im Balanceakt Sonthofen, 09:30

Fr 11 Sep

Konzert Die Happy

Konzertereignis mit neuem Material und alternativen RockKlängen Kaminwerk, Memmingen, 19:00

Nachtleben Moto Moto Minirave

Elektronische Musik mit DJ-/Producer-Duo KQA, Kempten, ganztägig

HARDLINE mit NAMARA & DROPIXX Harte elektronische Sounds und lange Clubnacht Club Douala, Ravensburg, 22:00

Theater Kathi Wolf Kabarett Kabarett mit politi-


scher Satire & Musik Podium, Kaufbeuren, 20:00

Kathi Wolf mit „Psycho Royal“ Kabarett mit politischen und gesellschaftlichen Themen Podium - Galerie und Kleinkunstbühne, Kaufbeuren, 20:00

Fest/Festival Viehscheid

Festliche Rückkehr der Alpenherden ins Tal Scheidplatz Oberstaufen, ganztägig

Kunst/Lesung Kunst-Gespräch

Gespräch mit Künstlerin Marstall Kempten, Kempten, 17:00

Markt Allgäu Markt bei der Gärtnerei Frank Markt mit regionalen Produkten und Essen Gärtnerei Frank, Fischen im Allgäu, 12:00

Engagement Führung durch die Rapunzel Welt

Rundgang durch Gebäude, Garten und Produktverkostung Rapunzel Welt, Legau, 15:00

Familie HipHop Graffiti Week

Hip-Hop-Kultur: Sprayen, Breakdance Jugendhaus, Memmingen, ganztägig

talentCAMPus Urban Arts

Workshop zu Graffiti, Breakdance und Rap JUZE Altusried, ganztägig

Spiritualität Heilsalbe Kräuterworkshop

Kräuter kennenlernen, Salbe und Tinktur herstellen Rapunzel Welt, Legau, 14:00

Sa 12 Sep

Konzert FLOATIST bei Ebenrieder Folk, Soul und Indie in konzentriertem LiveFormat Ebenrieder, Stötten, 19:00

Nachtleben Künstlerpark Herbstfestival

Elektronische Musik unter freiem Himmel und indoors Parktheater, Kempten, 16:00

Helter Skelter Hautnah Obergünzburg

Klassischer Rock aus verschiedenen Jahrzehnten Club GOIN, Obergünzburg, 20:00

Fest/Festival Almabtrieb

Traditionelle Viehzug mit geschmückten Herden Tannheimer Tal, Reutte, 13:00

Almabtrieb

Festlicher Rückkehr der Kühe von den Almen ins Tal Jungholz, 15:30

Neugablonz feiert auf dem Bürgerplatz Musik, regionale Spezialitäten und Streetfood Neuer Markt, Neugablonz, 16:00

Kunst/Lesung Oldtimertreffen

Historische Fahrzeuge, Präsentationen und Angebote Rapunzel Welt, Legau, 08:00

Markt Tattoo Convention

Internationale Tattoo-Artists zeigen verschiedene Stilrichtungen Festhalle, Leutkirch, ganztägig

Allgäu Markt bei der Gärtnerei Frank Markt mit regionalen Produkten und Essen Gärtnerei Frank, Fischen im Allgäu, 12:00

CAMBOMETAL

Concerts estd. 2018

VOL. IX

Mädels

Sa 03.10.26

Sa. 12. Sept. 15-19 Uhr

Einlass 19:00 h

Flohmarkt

Beginn 20:00 h

Markthalle am Königsplatz

KEMPTEN

vvk: 27 € ak: 30 €

Tel. 0 83 23 96 74 14

www.fetzer-veranstaltungen.de

Kulinarik Memminger Weinfest

Wein und Schmankerl mit Musik Innenstadt, Isny, ganztägig

Familie Hoffest auf dem Wohlfühlhof Zeh

Kennenzulernung mit Tieren und Menschen auf dem Hof Wohlfühlhof Zeh, Waltenhofen, 11:00

Spiritualität End of Summer

Yoga & Charity Event mit Bewegung und sozialem Engagement Haus Oberallgäu, Sonthofen, ganztägig

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Kulturwirtschaft in der Allgäuhalle kotterner Strasse 54, 87435 kempten

CBD

NaturGlück

Tradition Viehscheid

Traditionelle Zuordnung von Tieren nach Alpsommer Nordic Zentrum Oberstdorf, 09:00

So 13 Sep

Konzert Frühschoppenkonzerte Blasmusik und Chorgesang im Grünen Musikpavillon beim Kurhaus Bad Wurzach, 10:30

Fest/Festival Bergfest Winneberg Gottesdienst und geselliges Beisammensein Winneberg, Altusried, 10:30

Almabtrieb

Kühe kehren von Almen zurück ins Tal Nesselwängle, Austria, 13:00

Eventkalender 89


Markt Tattoo Convention

Treffen von internationalen Tattoo-Artists mit verschiedenen Stilrichtungen Festhalle, Leutkirch, ganztägig

Herbstmarkt

Regionale Produkte und Handwerk Bio-Schaukäserei Wiggensbach, 11:00

Kulinarik Ernteplausch

Gemeinsames Ernten, Kochen und Essen von Bio-Gemüse Gärtnerei Bayrhof, Kempten, 11:00

Familie Pippi Langstrumpf Figurentheater nach Astrid Lindgren für Kinder ab 2 Jahren Stadthalle Memmingen, 11:00

Mo 14 Sep

Markt Herbstmarkt und Krämermarkt

Vielfältiges Angebot an Spezialitäten Promenadestraße, Sonthofen, 08:00

Do 17 Sep

Konzert Schwäbisches Jugendsinfonieorchester

Konzert mit festlicher Serenade für Holzund Blechbläser Kaisersaal der Benediktinerabtei Ottobeuren, 19:00

90 Eventkalender

Fest/Festival Frank’s Afterwork Getränke, Snacks und Musik beim Feierabend Gärtnerei Frank, Fischen im Allgäu, 17:00

Engagement Neueröffnung von VINTY‘S Secondhand-Mode für Damen und Herren VINTY‘S Kempten, Kempten, 11:00

Bildung Es wird eng – Podiumsdiskussion Podiumsdiskussion zur nachhaltigen Flächennutzung Reglerhaus, Kempten, 19:00

Kulinarik DONNERSTAGS Der Kemptner FeierAbend

Gastronomie-Abend mit Drinks und Snacks Kemptener Innenstadt, 17:00

Fr 18 Sep

Konzert The Devon Allman Blues Summit Blues-Konzert mit internationalen Künstlern Club Vaudeville, Lindau, 20:00

Nachtleben Kemptencity Project + Kalsarikännit

Alternative Rock trifft Deathpunk KQA, Kempten20:30

10´s - Best of 2010 Hits der 2010er: Pop, Dance, Hip-Hop Parktheater, Kempten, 22:00

Theater Kinderfußtheater mit Anne Klinge Fußtheater mit Figuren aus Bewegungen Haus des Gastes, Bad Grönenbach, 16:00

Fußtheater mit Anne Klinge

Theater mit Körper und Figur Haus des Gastes, Bad Grönenbach, 20:00

Fest/Festival Karaoke

Sing-Abend mit selbst gewählten Songs Eno Bar, Durach, 18:00

Kunst/Lesung Kunst-Gespräch

Gespräch mit Künstlerin Ekaterina Dronova Marstall Kempten, Kempten, 17:00

Kulinarik Genussführung

Verkostung von Lebensmitteln mit Hintergrundinformationen Rapunzel Welt, Legau, 14:00

Ayurveda-Kochkurs und Dinner Ayurvedische Ernährungslehre und Kochpraxis Rapunzel Welt, Legau, 16:00

Sa 19 Sep

Konzert Duo Ingolf Turban u Tomoko Swallisch Klassische Musik mit Violine und Klavier Kaisersaal der Benediktinerabtei Ottobeuren, 18:30

Rock Olymp

Konzertabend mit regionalen Bands und verschiedenen Stilrichtungen Kaminwerk, Memmingen, 19:00

Universum bei CLASSIX Kempten

Klassik, Jazz und Weltmusik Theater in Kempten, 19:00

END OF SUMMER -

DJ CHRISBO

Theater Claudia Pichler mit „Kopfnuss und Konterbier“

Kunst/Lesung Kunst-Werkstatt

Sommer-AbschiedsParty mit Clubnacht Parktheater, Kempten, 22:00

Kabarett mit scharfem Blick und trockenem Humor Podium, Kaufbeuren, 20:00

Simone Solga

Kabarett mit scharfem Blick auf Politik und Gesellschaft Kornhaus, Kempten, 20:00

Fest/Festival Buchinger Viehmarkt

Blasmusik, Brauchtum und Viehhandel Festplatz, Buching, ganztägig

Partynacht mit DJ-Musik und Bio-Drinks Rapunzel Welt, Legau, 21:00

Kunstausstellung mit Workshop Marstall Kempten, Kempten, 10:00

Sport Sport- & Familientag

Vielfältige Sport- und Bewegungsangebote Innenstadt, Isny, ganztägig

Bildung Kulinarische Stadtführung Historische Einblicke mit kulinarischen Proben St Mang Platz, Kempten, 18:00

Almabtrieb

Kulinarik Ayurveda-Kochkurs und Brunch

Laras Herzensfest

Bayerische Abende

Musik aus den 70er-90er Jahren Club GOIN, Obergünzburg, 19:30

BBQ, Musik und Familienprogramm für einen guten Zweck Wangen im Allgäu, Primisweiler, 11:00

WIR tanzen

Rookie Dookie

Wein mit allen Sinnen

The Lazys

Konzert mit modern Rock ‚n‘ Roll bigBOX ALLGÄU, Kempten, 20:00

Nachtleben 40 Plus Minus Party

Tanznacht mit Beat, Electro-Clash, Indie und New Wave KQA, Kempten20:00

Rückkehr der Kühe von den Almen ins Tal Schattwald, Österreich, ganztägig

Konzert mit regionalen Nachwuchsbands Kaminwerk, Memmingen, 19:00

Ayurvedische Ernährung und Kochpraxis Rapunzel Welt, Legau, 09:00

Bayerische Küche und Live-Musik Restaurant Illerhöhe, Kempten, 17:00

Wein-Verkostung mit Wahrnehmungsübungen Rapunzel Welt, Legau, 18:30


Familie Jugendflohmarkt am KemptenMuseum

Kauf- und Tauschmarkt für Jugendliche Kempten, 10:00

Altusrieder Flohmarkt auf dem neuen Marktplatz Trödel, Kinderprogramm und kulinarische Angebote Rathausplatz, Kempten, 11:00

Pippi Langstrumpf Figurentheater nach Astrid Lindgren Forum, Mindelheim, 16:00

So 20 Sep

Konzert Frühschoppenkonzerte

Konzerte mit Blasmusik und Chorgesang Musikpavillon beim Kurhaus Bad Wurzach, 10:30

Basilikakonzert Anton Bruckner

Sinfonisches Werk von Anton Bruckner Basilika, Ottobeuren, 15:00

No Romantic Way Out

Punk- und HardcoreKonzert mit vier Bands Kulturfabrik Mindelheim, 16:00

Orgelherbst

Konzertreihe mit Kirchenmusik und historischer Atmosphäre Kirche St Georg, Isny, 17:00

Sonnenaufgang bei CLASSIX Kempten Konzert mit Sopranstimme durch Jahrhunderte Musikgeschichte Theater in Kempten, 17:00

Vivaldiana

Klassische Meisterwerke und virtuose Arrangements Festhalle, Leutkirch, 19:30

Fest/Festival Buchinger Viehmarkt

Blasmusik, Brauchtum und Viehhandel Festplatz, Buching, ganztägig

Familie Tag der offenen Tür Einblicke in die Arbeit und Begegnungen mit Tieren Tierheim, Kempten, ganztägig

Kunst im Park

Kunsthandwerkermarkt mit Livemusik und Kinderprogramm Körperbehinderte Allgäu gGmbH, Kempten, 10:00

Mo 21 Sep

Fest/Festival Buchinger Viehmarkt

Blasmusik, Brauchtum und Viehhandel Festplatz, Buching, ganztägig

Almabtrieb

Rückkehr der Kühe von den Almen ins Tal Tannheim, Österreich, ganztägig

Bildung Buseinstiegstraining

Praktisches Training für sicheres Ein- und Aussteigen Altstadthaus, Kempten, 14:00

Di 22 Sep

Bildung Vortrag: Verein(t) Demokratie verteidigen!

Vortrag zu rechtsextremen Positionen und demokratischer Handlungsfähigkeit Haus International, Kempten, 19:00

Mi 23 Sep

Konzert Zenit bei CLASSIX Kempten

Trompetenkonzert mit Klassik und Jazz Theater in Kempten, 19:00

Bildung Das Wichtigste zu Demenz und Alzheimer

Orientierung und Wissen für den Alltag Bahnhof-Apotheke, Kempten, 19:00

Familie Zirkus Charles Knie Zirkusshow mit Wasserwelten und Artistik Allgäuhalle, Kempten, ganztägig

Do 24 Sep

Konzert 1001 Nacht bei CLASSIX Kempten

Konzert mit Werken von Mozart und Rimski-Korsakow Theater in Kempten, 19:00

Nachtleben Karaoke Party

Karneval der Tiere bei CLASSIX Kempten

Musikalische Tierwelt im Weltraum Theater in Kempten, 08:30

Fr 25 Sep

Konzert Moonlight bei CLASSIX Kempten

Klarinette und Kammermusik zu Mondlicht, Liebe und Nacht Theater in Kempten, 19:00

Harakiri For The Sky Lindau

Post Black Metal mit atmosphärischen Elementen Club Vaudeville, Lindau, 20:00

Nachtleben HYPT w/VAL

Offene KaraokeSession mit freier Songauswahl KQA, Kempten19:00

Clubnacht mit Baile Funk, Latin und Hip-Hop Parktheater, Kempten, 22:00

Kunst/Lesung Kurtänze

Kunst/Lesung Kunst-Gespräch

Tanzen zu Evergreens, Schlagern und Hits Kurhaus-Kulturschmiede Bad Wurzach, 19:30

Sport Nebelhorn Trophy EiskunstlaufWettbewerb Eissportzentrum Oberstdorf, ganztägig

Bildung Pedelec-Training am Verkehrsübungsplatz Kempten

Sicherheitstraining für Pedelec-Fahrer ab 60 Jahren Verkehrsübungsgelände, Kempten, 14:00

Familie Zirkus Charles Knie Zirkusshow mit Wasserwelten und Artistik Allgäuhalle, Kempten, ganztägig

Künstlergespräch zu Kunst, Design und Handwerk Marstall Kempten, Kempten, 17:00

„Metropolis“

Filmscreening eines Klassikers zur Stadt der Zukunft Kunsthalle Kempten, Kempten, 19:30

Markt Herbstbasar Görisried

Secondhand-Markt mit Kleidung, Spielsachen und Büchern Mehrzweckhalle Görisried, ganztägig

Sport Nebelhorn Trophy EiskunstlaufWettbewerb Eissportzentrum Oberstdorf, ganztägig

Familie Zirkus Charles Knie Zirkusshow mit Wasserwelten und Artistik Allgäuhalle, Kempten, ganztägig

Sa 26 Sep

Konzert Wundertüte Gipsy Night bei der Kulturnacht Kempten

Klassische Kammermusik mit Tänzen und Folklore Theater in Kempten, ganztägig

CASH-N-GO

A-cappella-Gesang mit sechs Stimmen Postsaal, Bad Grönenbach, 20:00

Nachtleben Orange Vibes und Psy-Trance

Konzert mit elektronischen und akustischen Elementen Club GOIN, Obergünzburg, ganztägig

Klassik-Rocknacht

Dance-Sounds und Klassiker aus vielen Jahrzehnten Club GOIN, Obergünzburg, 20:30

Noche Latina

Lateinamerikanische Musik und Tanz Kaminwerk, Memmingen, 22:00

Theater Zweifellos zu dritt

Improtheater-Abend mit spontanen Ideen Kaminwerk, Memmingen, 20:00

Stefan Waghubinger

Kabarett-Abend mit Geschichten und Pointen Podium - Galerie und Kleinkunstbühne, Kaufbeuren, 20:00

Kunst/Lesung Ukulele-Kurs für Anfänger Grundlagen des Ukulelenspiels Rapunzel Welt, Legau, 09:30

Vom Blatt zur Stadt PapiermodellbauWorkshop Kunsthalle Kempten, Kempten, 10:00

KunstNacht Kempten

Kunst, Performance und Musik in der Stadt Innenstadt, Isny, 19:00

Markt Herbstbasar Görisried

Secondhand-Markt mit Kleidung, Spielsachen und Büchern Mehrzweckhalle Görisried, ganztägig

Dorfflohmarkt Friesenhofen

Flohmarkt mit Verkaufsständen und Mitmachangeboten Friesenhofen, Leutkirch OT Friesenhofen, 09:00

Sport Nebelhorn Trophy EiskunstlaufWettbewerb Eissportzentrum Oberstdorf, ganztägig

Grüntenstafette

Staffellauf mit 6 Disziplinen Segelflugplatz Agathazell, Burgberg, ganztägig

Kulinarik Reise

Kaffee von Anbau bis Verkostung Rapunzel Welt, Legau, 10:00, 14:30

Familie Zirkus Charles Knie Zirkusshow mit Wasserwelten und Artistik Allgäuhalle, Kempten, ganztägig

Vollmondfahrt am Hochgrat

Fahrt auf 1700 Meter Höhe bei Vollmond Hochgratbahn, Steibis, 09:00

Eventkalender 91


30 Jahre Sontheim Industrie Elektronik GmbH Firmenjubiläum mit Einblicken in Elektronik-Systemlösungen Sontheim Industrie Elektronik GmbH, Kempten, 10:00

Pippi Langstrumpf Bilderbuchtheater über Piraten, Schatz und Abenteuer Kolpinghaus, Kempten, 16:00

So 27 Sep

Konzert Frühschoppenkonzerte

Blasmusik, Chorgesang und Konzerte im Grünen Musikpavillon beim Kurhaus Bad Wurzach, 10:30

Sonnenuntergang mit Chopin und Gershwin

Klavierkonzert mit Werken von Chopin, Gershwin und Haydn Theater in Kempten, 17:00

Münchener Freiheit Konzert mit Pop-Klassikern und aktuellen Songs Club Vaudeville, Lindau, 20:00

Kunst/Lesung Älplerletze am Füssener Jöchle

Bergmesse mit Alphornklängen und Schellenverlosung Füssener Jöchle, Grän, 11:00

Markt 20 Ottobeurer Regionalmarkt

Regionale Produkte und Handwerk, Rahmenprogramm mit Musik und Unterhaltung Ottobeuren, Parkplatz Bannwald, 10:00

Familie Zirkus Charles Knie Zirkusshow mit Wasserwelten und Artistik

92 Eventkalender

Allgäuhalle, Kempten, ganztägig

OstHoch3 rund um St Ulrich

Stadtteilfest mit Mitmachaktionen, Musik und Führungen Pfarrsaal St Ulrich, Kempten, 11:30

Engagement Gemeinsam ist man weniger allein

Tischgespräch über Einsamkeit und soziale Isolation Kulturquartier Allgäuhalle, Kempten, 19:00

02 Okt Mo 28 Sep Fr Konzert

Familie Zirkus Charles Knie Zirkusshow mit Wasserwelten und Artistik Allgäuhalle, Kempten, ganztägig

Di 29 Sep

Nachtleben Quartiers-Kopf Kartel-Abend

Kartenspiele und Brotzeit KQA, Kempten18:00

Mi 30 Sep

Nachtleben 21 KQA-Quizabend Quiz mit Überraschungsmotto und Wissensfragen KQA, Kempten19:30

Bildung Gut versorgt von Anfang an

Mikronährstoffe in Schwangerschaft und Stillzeit Bahnhof-Apotheke, Kempten, 14:00

Entzündungshemmende Ernährung

Wie wir uns gensund essen können Bahnhof-Apotheke, Kempten, 19:00

Familie Yakari - Freunde fürs Leben

Familienmusical über Freundschaft und Naturverbundenheit MODEON, Marktoberdorf, 16:30

Do 01 Okt

Markt Michaelimarkt

Krämermarkt mit Angeboten von Händlern Innenstadt Bad Wurzach, 08:00

Rami Hattab

Deutschpop mit direkter Ansprache Kaminwerk, Memmingen, 19:00

KÄRBHOLZ-Tour

Konzert mit direkter Energie und konzentrierter Setlist Club Vaudeville, Lindau, 20:00

SCHREYNER

Hardrock und melodischer Metal mit Klassikern der 80er-2000er kultBOX, Kempten, 20:00

Nachtleben Brutal Verschimmelt & Die Üblichen

Punkrock-Konzert mit Kultband und Support KQA, Kempten20:30

ZEITREISE

Musik durch die Jahrzehnte Parktheater, Kempten, 22:00

Theater WELLness-Festival Lesung und Konzert Ziegel, Erkheim, 18:30

Kunst/Lesung Sonntagsführung

Führung durch Dauerausstellung zur Hutmode und Hutmacherkunst Hutmuseum Lindenberg, 15:00

Bildung Kulinarische Stadtführung

Historische Einblicke mit kulinarischen Proben St Mang Platz, Kempten, 18:00

Sa 03 Okt

Konzert Festkonzert

Musik für Blechbläser St Lorenz Basilika, Kempten, 17:00

Heldmaschine

Konzert mit kraftvollen Songs und intensiver Bühnenpräsenz Club Vaudeville, Lindau, 20:00

nachTspielzeit mit DJ Bavaria

Rock, Alternative und Metal Musik Kaminwerk, Memmingen, 21:00

Nachtleben Neo-Blues Night

Blues mit Rock, Folk und GrungeEinflüssen Club GOIN, Obergünzburg, 19:00

CamboMetal Vol IX

Konzert mit drei Bands und harter Rock- und Metalszene KQA, Kempten, 20:00

Markt Kunstmarkt auf dem Hildegardplatz Handgefertigte Unikate und kreative Arbeiten Hildegardplatz, Kempten, 10:00

Alternativer Markt

Regionale, ökologische Produkte und Handwerk Rathausplatz, Kempten, 10:00

Kulinarik Herbstgold

Kulinarischer Abend mit saisonalen Spezialitäten und Livemusik Hotel Sommer, Füssen, 17:00

Familie Rittertage auf Schloss Waldburg

Mittelalterliches Erlebnis mit Rittern, Drachen und Gauklern Schloss, Immenstadt, 10:00

So 04 Okt

Konzert 25 Isnyer Orgelherbst

Konzert mit Gesang, Violine und Orgel Kirche St Georg, Isny, 17:00

Subway To Sally

Folk-Rock und Metal mit Dudelsack und Geige Kaminwerk, Memmingen, 18:00

Markt Alternativer Markt

Regionale, ökologische Produkte und Handwerk Rathausplatz, Kempten, 09:00

Kunstmarkt auf dem Hildegardplatz Handgefertigte Unikate und kreative Arbeiten von Kunsthandwerkern Hildegardplatz, Kempten, 10:00

Familie Rittertage auf Schloss Waldburg

Mittelalterliche Erlebniswelt mit Rittern, Drachen und Gauklern Schloss, Immenstadt, 10:00

Mo 05 Okt

Sport HIKE THE VALLEY

Wanderfestival mit geführten Touren und gemeinsamen Bergerlebnissen Walsertrail, Kleinwalsertal, ganztägig

Di 06 Okt

Konzert NOTENLOS - Das Wunschkonzert der Extraklasse Wunschkonzert mit improvisierten Liedern DER SALON, Kempten, 19:30

Sport HIKE THE VALLEY Wandern ohne Zeitdruck, geführte Touren und Bergerlebnisse

Walsertrail, Kleinwalsertal, ganztägig

Engagement Vortrag: Rechte Parteien

Vortrag über Programme und Auswirkungen rechter Parteien Haus International, Kempten, 19:00

Bildung Julia Ruhs beim S-Forum Zukunft

Vortrag zur Debattenkultur und Medienlandschaft Kornhaus, Kempten, 19:00

Mi 07 Okt

Sport HIKE THE VALLEY

Wanderfestival mit geführten Touren und gemeinsamen Bergerlebnissen Walsertrail, Kleinwalsertal, ganztägig

Familie Kinderkonzert mit Nina

Musik für Kinder über Gefühle und Alltagserlebnisse Künstlerhaus, Kempten, 15:30

Do 08 Okt

Konzert Open Mic-Night

Offenes Musizieren für Solokünstler und Bands Altstadthaus, Kempten, 15:00

Duo Bordenave & Popp

Jazzabend mit Tenorsaxofon und Schlagzeug Kulturquartier Allgäuhalle, Kempten, 20:00

Theater Die WendeJacken

Improvisationstheater mit literarischen Vorlagen DER SALON, Kempten, 20:00


Kunst/Lesung Kurtänze

Tanzen zu Evergreens, Schlagern und Hits Kurhaus-Kulturschmiede Bad Wurzach, 19:30

Sport HIKE THE VALLEY

Wandern ohne Zeitdruck auf drei Strecken Walsertrail, Kleinwalsertal, ganztägig

Bildung Skandinavien – Vortrag von Armin Hofmann Bildervortrag über den hohen Norden Europas Aula Grundschule am Aybühlweg, Kempten, 19:00

Kulinarik Krimidinner

Interaktives Theater mit Dinner und Ermittlungsspiel St Raphael Kempten, Kempten, 19:00

Fr 09 Okt

Konzert FLIPSIDE

Rockkonzert mit Gitarre, Schlagzeug und Bass Postsaal, Bad Grönenbach, 20:00

Vanessa Mai

Konzerterlebnis mit Pop, Schlager und eigenem LiveKonzept Club Vaudeville, Lindau, 20:00

ASP

Konzert mit neuen Songs und Klassikern kultBOX, Kempten, 20:00

Nachtleben Dakka Skanks

Reggae, Ska, Dub und Punk KQA, Kempten20:30

BARRIO LATINO

Lateinamerikanische Club-Sounds Parktheater, Kempten, 22:00

Theater Simon Pearce

Stand-up-Comedy mit Geschichten aus dem Alltag Podium, Kaufbeuren, 14:30

Rockballaden bei Kerzenschein Rockballaden im Kerzenschein Haus Oberallgäu, Sonthofen, 19:00

Cartoon-Kabarett „Der Schein türkt“ Kabarett mit gesellschaftskritischer Comedy

Haus International, Kempten, 19:30

Kunst/Lesung Mauflimmern die Kurzfilmnacht

Kurzfilme verschiedener Formen und Genres Kaminwerk, Memmingen, 21:30

Markt Gallusmarkt Sonthofen

Traditioneller Marktbummel mit regionalen Spezialitäten und Warenangebot Promenadestraße, Sonthofen, 08:00

Sport HIKE THE VALLEY

Geführte Wanderungen und gemeinsame Bergerlebnisse Walsertrail, Kleinwalsertal, ganztägig

Sa 10 Okt

Konzert Ukulelefest

Musizieren, Workshops und Konzert Passionsspielhaus Waal, 10:00

KÄHL live

Musikalische Vielfalt im Allgäuer Dialekt Alps Hostel, Pfronten, 20:00

15 Jahre 5er Blech Konzert mit Blasmusik und moderner Bühnenshow Kaminwerk, Memmingen, 20:00

Nachtleben 40 PlusMinus

Musik aus verschiedenen Jahrzehnten und Partymusik Club GOIN, Obergünzburg, 19:30

Sport HIKE THE VALLEY

Wanderfestival mit geführten Touren und gemeinsamen Bergerlebnissen Walsertrail, Kleinwalsertal, ganztägig

Engagement Repaircafe

Reparieren von Alltagsgegenständen SCHUBladen, Sonthofen, 15:00

Theater Die Leiden des jungen Werther

Bildung Logo-Enthüllung

Theaterabend mit Klassiker der Literatur Festhalle, Leutkirch, 19:00

Präsentation des neuen Markenauftritts Musikhaus Rimmel, Kempten, ganztägig

Stefan Leonhardsberger

Führung durch die Rapunzel Welt

Kabarett mit trockenem Witz und Situationskomik Altbau, Irsee, 20:00

Markt

Mädels

Flohmarkt

Sa. 10. Okt. 15-19 Uhr

Markthalle am Königsplatz

KEMPTEN Tel. 0 83 23 96 74 14

www.fetzer-veranstaltungen.de

Mädelsflohmarkt

Flohmarkt für Kleidung, Accessoires und mehr Marktanger, Sonthofen, 11:00

Führung durch Bio-Unternehmen mit Architektur und Geschichte Rapunzel Welt, Legau, 10:00

Familie Modelleisenbahntage

Modelleisenbahnen verschiedener Spurgrößen und Modellbau ehem Küchen Mayer, Kempten, 10:00

Traumhäuser aus Ton

Kinder gestalten ihre eigenen Häuser Kempten-Museum, 10:00

So 11 Okt

Konzert Chorkonzert

Chöre präsentieren Pop und Musical Kultiviert, Wildpoldsried, 18:00

Oberschwäbische Dorfmusikanten Bad Wurzach Blasmusik mit eigenen Kompositionen und Gesang Kurhaus-Kulturschmiede Bad Wurzach, 19:00

Die Schlagzeugmafia Schlagzeugkunst mit Comedy und Gangster-Satire kultBOX, Kempten, 19:30

Tarja

Symphonic MetalKonzert mit Sopranstimme Club Vaudeville, Lindau, 20:00

Nachtleben GASTROPARTY Meet & Greet mit Clubnacht und Musikmix Parktheater, Kempten, 22:00

Kur- und Gästeinformation Bad Grönenbach www.bad-groenenbach.de

Fr, 18. September Fußtheater mit Anne Klinge

Sa, 26. September 20 Uhr | Postsaal A-cappella-Hochgenuss mit CASH-N-GO

Fr, 23. Oktober 20 Uhr | Haus des Gastes Das Wunschkonzert mit Notenlos

Sa, 14. November 20 Uhr | Haus des Gastes Junges Improtheater Eingang Ausgang

16 Uhr für Kinder 20 Uhr für Erwachsene

Rock- und Pop-Songs, Balladen, Schlager, Jazz

Zwei Typen, zwei Keyboards, zwei Stimmen

Theater ohne Text und Skript

Haus des Gastes (Kursaal)

Eventkalender 93


Kunst/Lesung BrucknerFestkonzert

Messe und Te Deum von Bruckner St Lorenz Basilika, Kempten, 16:00

Romeo und Julia

Tragische Liebesgeschichte zweier verfeindeter Familien Theater in Kempten, 19:00

Familie Modelleisenbahntage

Modellbahnanlagen verschiedener Spurgrößen ehem Küchen Mayer, Kempten, 10:00

Di 13 Okt

Bildung Ideenwerkstatt

Gemeinsame Entwicklung von Ideen für die Stadt Haus International, Kempten, 19:00

Mi 14 Okt

Familie Bürgerversammlung

Austausch über Stadtleben und Entwicklung Jugendzentrum Thingers, Kempten, 19:00

Do 15 Okt

Kulinarik DONNERSTAGS Der Kemptner FeierAbend

Getränke und Snacks in verschiedenen Lokalen Kemptener Innenstadt, 17:00

Familie Tabaluga und Lilli

Familienmusical mit bekannten Liedern von Peter Maffay Kurhaus – Kurtheater, Bad Wörishofen, 16:30

94 Eventkalender

Fr 16 Okt

Konzert Lansdowne + Joe Hermes & Trackside

Hardrock und Alternative Metal mit melodisch geprägtem Sound Kaminwerk, Memmingen, 19:30

Coldheart – Rock Classics Live-Konzert mit Classic RockKlassikern Club Vaudeville, Lindau, 20:00

Theater Der Troubadour Oper von Giuseppe Verdi

Oper über Liebe, Eifersucht und Rache MODEON, Marktoberdorf, 19:00

Fest/Festival Jochpass Memorial Historische Rennwagen und Motorräder im Einsatz Kurhaus, Scheidegg, ganztägig

Kulinarik Sekt Versuchung Verkostung handwerklich erzeugter Sekte Brauerei Härle, Leutkirch, 18:00

Familie Burgenwanderung bei Eisenberg und Hohenfreyberg

Geführte Wanderung zu mittelalterlichen Burgruinen Tourist, Nesselwang, 11:00

Sa 17 Okt

Konzert Das Ich, Solitary Experiments, Royce Elektronische Musik und dunkle Ästhetik Club Vaudeville, Lindau, 18:00

Heaven’s Gate Herbst Rock

Klassischer Powerrock mit Live-Musik Club GOIN, Obergünzburg, 19:00

Nachtleben 2000er Party

DJ-Set mit Hits der 2000er Kaminwerk, Memmingen, 21:30

WE LOVE OLDSCHOOL

Hip-Hop und R&B der 90er und 2000er Parktheater, Kempten, 22:00

Bildung Wickel, Wärme, Wohltat

Auflagen und Aromamischungen Bahnhof-Apotheke, Kempten, 9:30

Theater Marcus Jeroch

Experimentelle Sprachkunst mit Klang und Rhythmus Bocksaal, Leutkirch, 19:30

Tanz-Gala beim Tanzherbst

Zeitgenössischer Tanz mit Ensemblechoreografien Theater in Kempten, 20:00

Nachtland

Komödie über Moral und familiäre Konflikte Stadthalle Wangen im Allgäu, 20:00

Fest/Festival Jochpass Memorial

Sport Rottachseelauf

Laufveranstaltung mit Hauptlauf und Schülerläufen Ortsmitte, Durach, ganztägig

Familie Mia

Schauspiel über eine junge Romni und ihre Erzählungen Theater in Kempten, 19:00

Spiritualität Me-Time Journaling

Schreiben, Achtsamkeit und Bewegung Das Weitblick Allgäu, Marktoberdorf, 10:00

So 18 Okt

Konzert Alte Bekannte

A-cappella-Konzert mit neuen und bekannten Liedern kultBOX, Kempten, 18:00

Tyketto + CoreLeoni

Doppelkonzert mit Hard-Rock-Bands Club Vaudeville, Lindau, 18:30

Fest/Festival Jochpass Memorial Historische Rennwagen und Motorräder auf kurvenreicher Strecke Kurhaus, Scheidegg, ganztägig

Familie JungerTanzSchwaben beim Tanzherbst

Historische Rennwagen und Motorräder im Einsatz Kurhaus, Scheidegg, ganztägig

Tanzperformances zum Thema Integration und Klima Theater in Kempten, 17:00

Markt Meins-WirdDeins-Basar

Schauspiel über eine junge Romni und ihre Erzählungen Theater in Kempten, 19:00

Second-Hand-Mode für Jugendliche und Erwachsene Panoramarena Wiggensbach, 17:00

Mia

Mo 19 Okt

Markt Herbstmarkt

Regionale Anbieter bieten Obst, Gemüse, Handwerkskunst und Kulinarik Bad Grönenbach, 08:00

Di 20 Okt

Theater The Beach Day Variance beim Tanzherbst Kempten

Tanzperformance zu Gefühlen und Beziehungen am Strand Theater in Kempten, 20:00

Mi 21 Okt

Konzert Serenata Italiana BigBox Kempten

Italienische Rock-, Pop- und Volksmusik bigBOX ALLGÄU, Kempten, 20:00

Theater Chimera beim Tanzherbst

Tanzabend über Illusion und Wahrnehmung Theater in Kempten, 20:00

El Hilo De Los Sueños beim Tanzherbst

Tanzstück über Verbindung und Gemeinschaft Theater in Kempten, 20:00

Nachtleben GAUMENDISCO

Kulinarisches Partyformat mit Flying Dinner und LiveCooking Parktheater, Kempten, 19:00

Theater Le Kiff beim Tanzherbst

Tanzperformance zur körperlichen Form von Lust Theater in Kempten, 20:00

Kunst/Lesung Kurtänze

Tanzen zu Evergreens, Schlagern und Hits Kurhaus-Kulturschmiede Bad Wurzach, 19:30

Familie Mia

Schauspiel über eine junge Romni und ihre Erzählungen Theater in Kempten, 19:00

Fr 23 Okt

Konzert Viva La Vida

Tribute-Band spielt Coldplay-Klassiker Kaminwerk, Memmingen, 19:00

Notenlos

Musikalische Improvisation mit Keyboards Haus des Gastes, Bad Grönenbach, 20:00

Verklärungen beim Tanzherbst

Il Civetto

Do 22 Okt

Piazzolla

Tanzperformance zu Nähe und Empathie Theater in Kempten, 20:00

Konzert Die kleine Egerländer Besetzung

Unplugged-Konzert mit traditioneller Blasmusik und modernen Einflüssen Kornhaus, Kempten, 20:00

Indie-Pop-Konzert mit globalen Einflüssen Club Vaudeville, Lindau, 20:00 Tango, Musette und Klezmer verbinden sich musikalisch Podium, Kaufbeuren, 20:00

Duo Klezmotions

Tango, Musette und Klezmer Podium - Galerie und Kleinkunstbühne, Kaufbeuren, 20:00


Theater Paul Panzer

Satire und Comedy über die moderne Welt bigBOX ALLGÄU, Kempten, 20:00

TanzSzene Schwaben beim Tanzherbst

Zeitgenössische Tanzkunst und neue Choreografien Theater in Kempten, 20:00

Bildung Die homöophatische Reiseapotheke

Häufige Krankheitsbilder differenziert betrachten Bahnhof-Apotheke, Kempten, 13:00

Cambodunum Obscurum

Sonderführung zu Mythen, Magie und verborgenen Seiten des römischen Lebens Archäologischer Park Cambodunum, Kempten, 17:30

Familie Mia

Schauspiel über eine junge Romni und ihre Geschichten Theater in Kempten, 19:00

Sa 24 Okt

Konzert BuffZack – Jazz & Brass-Konzert

Brass-Sounds meets Jazz-Virtuosität Altbau, Irsee, 20:00

Nachtleben Sam Snitchy

Dark Wave, Industrial und psychedelische Klänge KQA, Kempten20:00

MAMA LOVES DISCO

Tanzparty für Mamas mit Clubatmosphäre Parktheater, Kempten, 20:00

80er-90er Party

Kaminwerk, Memmingen, 21:00

Loisach Marci

Alphorn und elektronische Beats fusionieren Künstlerhaus, Kempten, 21:00

2000er - SMASH HITS Musik der 2000er Parktheater, Kempten, 23:00

Theater Radical Classical beim Tanzherbst

Klassische Musik trifft zeitgenössischen Tanz Theater in Kempten, 20:00

26 Kemptener Tanzherbst

Zeitgenössischer Tanz trifft klassische Musik Stadttheater, Kempten, 20:00

Bildung Wechseljahre

Selbsthilfe mit Naturheilkunde Bahnhof-Apotheke, Kempten, 10:00

Cambodunum Obscurum

Sonderführung zu Mythen, Magie und verborgenen Seiten des römischen Lebens Archäologischer Park Cambodunum, Kempten, 17:30

Familie Mia

Schauspiel über eine junge Romni und ihre Erzählungen Theater in Kempten, 19:00

So 25 Okt

Konzert Rhapsody

Konzert mit Klassik und Jazz Kurhaus Fiskina, Fischen, 14:00

Di 27 Okt

Familie Halloween for Kids auf Schloss Waldburg

Gruselthemen, Ritterspiele, Führungen und Rätsel Schloss, Immenstadt, 10:00

Mi 28 Okt

Nachtleben 22 KQA-Quizabend Quiz mit Überraschungsmotto für Einzel- und Gruppenteilnehmer KQA, Kempten19:30

Do 29 Okt

Konzert Truck Stop

Deutschsprachige Countrymusik mit klassischen Elementen Kaminwerk, Memmingen, 19:00

Wohnzimmer Konzert

Folk-Rock trifft Offpop-Rap DER SALON, Kempten, 19:00

KrashKarma

Metal-Duo mit kompaktem Sound Club Vaudeville, Lindau, 20:00

Dreiviertelblut

Konzert mit bayerischer Klangpoesie und neuen Songs Kornhaus, Kempten, 20:00

Sportfreunde Stiller Konzert mit bekannten Songs und neuem Material bigBOX ALLGÄU, Kempten, 20:00

Nachtleben Karaoke Party

Theater FAUST Eine Tragödie

IMPRESSUM

Kunst/Lesung Schwanengesang

ist eine Publikation der

Tragödie über Wissen, Glück und Verantwortung MODEON, Marktoberdorf, 20:00

Tragikomödie über familiäre Bindungen und Erwartungen Theater in Kempten, 20:00

Fr 30 Okt

Konzert Jazzrausch Bigband

Jazz und elektronische Musik live Kaminwerk, Memmingen, 19:00

Dubioza Kolektiv

Balkan-Beats treffen auf Ska, Reggae und Punk Club Vaudeville, Lindau, 20:00

Theater All Hallows Eve: Führung auf der Burghalde Kempten Theaterführung mit Geschichte, Sagen und Mythen Burghalde, Kempten, 18:30

Robert Griess

Satirische Reise durch Zeitgeschichte Podium, Kaufbeuren, 20:00

Die goldene Rampensau Kaufbeuren Politisches Kabarett mit satirischem Blick auf Karriere und Kulturbetrieb Podium - Galerie und Kleinkunstbühne, Kaufbeuren, 20:00

ANKER-Worte UG (haftungsbeschränkt) Lessingstraße 41 Redaktionsbüro: Ankergässele 6 87435 Kempten Tel: 0831 52 73 12 01 redaktion@0831-stadtmagazinde

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT: Anke Roser REDAKTION: Anke Roser, Jörg Spielberg, Heike Stix, Eva Konzelmann, Lutz Bäucker ANZEIGENBERATUNG: Gerrit Böhm LAYOUT/GRAFIK: Sabine Rockstroh, Lara Schicketanz, Heike Stix EVENTKALENDER: Heike Stössel, Taty Zagoricnik, Birgit Feldmeier AUFLAGE: 12000 Exemplare DRUCK: Athesia Druck GmbH Bozen ANZEIGENPREISE: Es gelten unsere Mediadaten vom 15092025 (anzufordern unter mediaberatung @0831-stadtmagazinde) COPYRIGHT: Für alle Beiträge und für die von uns gestalteten Anzeigen ist der Nachdruck, auch auszugsweise, untersagt VERTEILUNG: Im gesamten Stadtgebiet von Kemptenund in der näheren Umgebung Gerichtsstand ist Kempten/Allgäu

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Produziert nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens, Athesia Druck GmbH, UW 1492

Offene Karaoke mit verschiedenen Musikrichtungen KQA, Kempten19:00

PEFC-zertifiziert Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, Recycling und kontrollierten Quellen PEFC/18-31-166

www.pefc.org

Musik von Dr Alban bis AC/DC

Eventkalender 95


Podcast-Tipps Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite: klare Luft, raschelndes Laub und goldene Landschaften laden dazu ein, mehr Zeit draußen zu verbringen. Ob bei einer Wanderung, im Wald oder am Lagerfeuer, die passende Podcast-Begleitung macht das Naturerlebnis noch intensiver. Unsere Redaktion hat vier Lieblingspodcasts für alle zusammengestellt, die auch in der kühleren Jahreszeit gerne unterwegs sind.

Immer sehenswert!

STADTGESPRÄCH

Der Video-Podcast auf Hauptsache raus! www.0831-stadtmagazin.de Wandern, Trekking, Radfahren, Camping oder Ausrüstung: Hier geht es um Kempten und um Menschen, denen die Stadt am „Hauptsache raus“ widmet sich der ganzen Bandbreite des Outdoor-Lebens. Moderatorinnen und Moderatoren sprechen Herzen liegt. mit erfahrenen Abenteurern, Bergsportlern und Experten über Touren, Naturerlebnisse und praktische Tipps für unterwegs. Die Themen reichen von Weitwanderwegen und Trekking-Abenteuern bis zu Ausrüstungstests und spannenden Geschichten aus der Wildnis. Zeltgespräche Gemütlich wie ein Abend im Zelt und zugleich randvoll mit Outdoor-Wissen: In „Zeltgespräche“ sprechen Robert Klink und Sebastian Bräuer über Trekking, Camping, Vanlife, Mikroabenteuer und Ultraleichtwandern. Dabei stehen nicht spektakuläre Expeditionen im Vordergrund, sondern die Frage, wie sich Naturerlebnisse auch in einen ganz normalen Alltag integrieren lassen. Persönliche Erfahrungen, Tourenberichte und praktische Tipps machen den Podcast besonders nahbar und inspirierend. Peter und der Wald Was geschieht eigentlich im Wald, wenn die Blätter fallen und sich die Natur auf den Winter vorbereitet? In „Peter und der Wald“ spricht Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben mit Wissenschaftlern, Naturfreunden und weiteren Gästen über die faszinierenden Zusammenhänge im Ökosystem Wald. Artenvielfalt, Klimaschutz, Tierwelt und das oft verborgene Leben der Bäume stehen im Mittelpunkt. Ein Hörgenuss für alle, die den Herbstwald mit offenen Augen und Ohren entdecken möchten. Pilzpodcast Der Herbst ist Pilzzeit und damit die perfekte Saison für diesen außergewöhnlichen Podcast. Im „Pilzpodcast“ dreht sich alles um die faszinierende Welt der Pilze, ihre Rolle im Ökosystem und spannende Entdeckungen am Wegesrand. Die Gastgeber vermitteln fundiertes Wissen verständlich und unterhaltsam und zeigen, wie eng Pilze, Bäume und Wald miteinander verbunden sind. Ein idealer Begleiter für Herbstspaziergänge und alle, die die Natur mit offenen Augen erkunden möchten.

Comic-Kunst von Daniel Peter

96 Podcast-Tipps


0831 Buchtipps Der Herbst ist der Frühling des Winters. Henri de Toulouse-Lautrec Der Sommer ist spätestens mit der Festwoche so allmählich vorbei. Die schönste Zeit draußen steht dann aber schon vor der Tür. Wenn die Tage langsam etwas kühler werden, lädt der Herbst mit bunten Blättern, frischer Luft und kleinen Abenteuern dazu ein, die Natur ganz neu zu entdecken. Christoph Schöll aus der Erlebnis-Buchhandlung hat Bücher für alle Altersgruppen zusammengestellt, die Lust machen, im Herbst rauszugehen, zu staunen und die goldene Jahreszeit mit allen Sinnen zu erleben. Diese und viele weitere Titel findet ihr in der ErlebnisBuchhandlung in der Gerberstraße. . Kleine Auszeiten in Bayern Mareike Busch, Wilfried u. Lisa Bahnmüller, Rainer D. Kröll ISBN 978-3734334115 Warum weit wegfahren, wenn das Gute so nah liegt? „Kleine Auszeiten in Bayern“ zeigt idyllische Stell- und Campingplätze, von denen aus sich Bayern wunderbar zu Fuß oder mit dem Rad entdecken lässt. Perfekt für kleine Herbstabenteuer mit dem Wohnmobil – raus aus dem Alltag, rein in die Natur, vielleicht schon am nächsten Wochenende.

Echte Camper kann nichts erschüttern DuMont Buchverlag ISBN 978-3832169473 Camping ist Freiheit, Abenteuer und manchmal auch ein ziemlich großes Durcheinander. Das Buch nimmt die kleinen und großen Pannen des Campinglebens mit viel Humor aufs Korn und zeigt, dass man über manches Missgeschick am besten gemeinsam lacht.

50 Outdoor-Experimente Barbara Wernsing, Annika Frank ISBN 978-3649644293 Rausgehen, ausprobieren und staunen: Diese Box steckt voller kleiner Abenteuer für neugierige Naturforscherinnen und Naturforscher ab etwa acht Jahren. 50 Outdoor-Experimente laden dazu ein, die Natur mit einfachen Experimenten und cleveren Survival-Tipps ganz neu zu entdecken. Welche Geheimnisse wohl direkt vor der eigenen Haustür warten?

Camper, Zelt & Ferienzeit (Wimmelbuch) Anne Grobe ISBN 978-3737373722 Mit diesem kunterbunten Wimmelbuch wird schon die Reise selbst zum Abenteuer! Dieses stabile Pappbilderbuch lädt kleine Entdecker ab zwei Jahren zum Suchen, Staunen und gemeinsamen Erzählen ein. Ein perfekter Begleiter für die nächste Familienreise.

Kempten ist Vielfalt Wir haben Schüler:innen der Sprachenschule Lingua Viva gefragt, was sie dazu veranlasst hat, ihre alte Heimat zu verlassen und in Kempten im Allgäu ein neues Kapitel aufzuschlagen. Herausgekommen sind dabei kurze Statements über Schicksalsschläge, Dankbarkeit und das Ankommen in einem fremden Land. Mein Name ist Ahmed Tarek Gamal, ich komme aus Ägypten und bin ausgebildeter Architekt. Meine große Leidenschaft ist jedoch nicht nur die Architektur, sondern auch die Kunst. Ich zeichne und male bereits seit über 30 Jahren, die Kunst begleitet mich also schon seit meiner Kindheit. Im Jahr 2021 bin ich nach Deutschland gekommen. In Kempten habe ich zunächst einen B1-Deutschkurs bei BILDUNG & BERUF besucht. Danach habe ich etwa eineinhalb Jahre als Bauleiter in München gearbeitet. Um meine Deutschkenntnisse weiter zu verbessern, habe ich anschließend ebenfalls bei Bildung & Beruf den B2-Kurs gemacht. Aktuell besuche ich dort ein Coaching, weil ich mich ständig weiterentwickeln und neue Wege ausprobieren möchte. Mein großer Traum ist es, meine beiden Leidenschaften Architektur und Kunst miteinander zu verbinden. Ich möchte traditionelle Ideen mit modernen Formen kombinieren und daraus etwas Modernes, Elegantes und Einzigartiges schaffen. Für mich ist Kunst nicht einfach nur ein Hobby. Jedes Bild erzählt eine Geschichte, und vielleicht beginnt meine nächste Geschichte gerade hier in Deutschland.

SPRACHEN. BILDUNG. BERUF.

Deutschkurse A1 - C1 Deutschprüfungen Karriere-Coaching Weiterbildungen Buchtipps, Vielfalt 97


Raum für Rätsel dt. Maler, Grafiker (Emil)

Öl-, Faserpflanze

persönl. Fürwort (dritte Person)

kleines Schub-, Zugfahrzeug

sehr frisch, knusprig

spöttischer Zeitungsartikel

zähflüssiges Kohleprodukt

das Meer betreffend

14

10 blassroter Farbton

2

griechische Friedensgöttin

tourist. Hotelanlage (engl.)

Anstecknadel, Schmuckspange

Gesellschaftsanzug (Kzw.)

Oper von Verdi

semit. StammesKlettereidechse angehöriger

7

unsportlich, regelwidrig

Verkehrsstockung niederl. Maler (Frans)

Hinterhältigkeit, Boshaftigkeit

tätig; wirksam

steiler Abfall einer Küste

geräumiges Auto, Transporter (engl.)

Wirtschaftsblockade

offener Güterwagen

1

Stadt u. Provinz in Norditalien

ein Rauschgift

Notwendigkeit, Erfordernis

Anrufung Gottes

Beweisstück; Quittung

6

Schiffseigner

Abschnitt eines Films

15 altrömisches Gewand

8

getrocknete Weinbeere

Kanton der Schweiz

Baustoff; Verbandmaterial

12

kostspielig

9

Futterbehälter

Lebenshauch

Backmasse

Kindertagesstätte

3 4

Auslieferung, Verzicht

Liebenswürdigkeit; Anmut

feuchter Wiesengrund

USBürger (ugs.)

13

dt. Mittelgebirge (Schwäbische ...)

Nachtvogel ein Apostel

Grundstoffteilchen

5

Aufsässiger, Verschwörer

11 Staat in Südamerika

Vorfahr

Begeisterung, Schwung das Unsterbliche

Regierungsform

Gurkenkraut

Strick

eine Zahl

Rüge, Tadel

innige Zuneigung

türkische Währungseinheit

Gebühr; Schätzwert

nicht mehr jung englische Schulstadt Strafstoß Gedichtbeim Fußball zeile (ugs.)

Steigerung von gut

längliche Einfräsung

jetzt

Flugkörper

Raum für Rätsel presented by Room of Secrets - Das Escpe Game im Allgäu, www.room-of-secrets.com

Sammlung von Schriftstücken

ONLINE ESCAPE GAME

GEWI

SPIEL NN

Room of Secrets Gewinnspiel! Erhalte die Chance auf die Room of Secrets Home Edition – das Online Escape Game. Sende das Lösungswort an 0831@room-of-secrets.com, und Ende des Monats werden unter allen Einsendungen drei Gewinner gezogen und per Mail benachrichtigt.

Lösungswort: 1

98 Rätsel

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