Montag 11.05. bis Samstag 16.05. 50 Events an 5 Tagen in und um Kempten: Vorträge, Exkursionen, Workshops, Filme, uvm.
ZUKUNFTSFEST
am Donnerstag 14.05.
Feiern mit einem bunten Kulturprogramm: Infostände, kulinarische Köstlichkeiten, Gaukelei, Musik, Kunst und ein buntes Mitmachprogramm für Kinder …
www.festival-der-zukuenfte.de
Anke Roser Chefredakteurin
Ein Jahr mit dem „0831“
Ein Jahr lang mache ich das jetzt schon… Krass! Das letzte Jazzfrühling-Heft mit dem Saxofon spielenden Häschen auf dem Titel war mein Einstieg. Dieses Jahr ist die Titelseite etwas wilder ausgefallen, und trotzdem finden Musik und Frühling ihren Platz. Gefällt sie euch? Gebt uns gerne Feedback.
Ein Jahr „0831“, das bedeutet für mich: Ein Jahr…
■ Themen suchen, die möglichst viele Kemptenerinnen und Kemptener interessant, bereichernd, überraschend, spannend, erfreuend und nützlich finden;
■ … nachts mehrfach aufwachen, weil der Kopf voller Ideen, Artikel und Listen ist;
■ … ständig Neues wagen, von der Änderung des Papiers und dem Relaunch der grafischen Gestaltung über die Kooperation mit Planet Allgäu (siehe Seite 90) und den Launch einer neuen und schon wieder in Überarbeitung befindlichen Website (www.0831-stadtmagazin.de) bis hin zu diversen Medienpartnerschaften und neuen Formaten wie der großen Podiumsdiskussion im Kornhaus zur OB-Wahl;
■ … viele neue Menschen kennenlernen, Fragen stellen dürfen, Zusammenhänge verstehen und erklären, Netzwerke knüpfen und Leute zusammenbringen;
■ Pläne haben, die sich noch nicht verwirklichen ließen, weil auch meine Tage nur 24 Stunden haben und das 0831 ein Projekt mit unendlich viel Herzblut, aber einer sehr kleinen, überschaubaren Crew ist – der ich an dieser Stelle aus voller Seele danken möchte, allen voran der großartigen 0831-Grafikerin Sabine Rockstroh; ■ … glücklich sein mit dem, was ich tue.
Was wünscht ihr euch für Jahr Nummer zwei? Was sollen wir verstärken, vermeiden, verändern? Die Rubrik „Sport & Freizeit“ haben wir massiv ausgebaut. Was soll unser nächstes Projekt sein? Danke für euer Feedback!
Und nun viel Spaß mit den Themen dieser Ausgabe. Sie reichen vom Jazzfrühling, den Körperwelten und dem Festival der Zukünfte über Interviews mit Kemptens neuem Oberbürgermeister Christian Schoch und der neuen Geschäftsführerin unserer DAVSektion bis hin zu einem dicken Ausbildungs-Special in der Rubrik „Bildung & Business“. Genießt die Lektüre, das Blättern und Stöbern!
Eure Anke Roser
Ausgabe #75
Mai/Juni 2026
Interview mit Christian Schoch 20
Jüngste Bürgermeisterin Bayerns 22
Plötzlich Rathausschef in Durach 23
OP-Team des Klinikums in Guinea 24
Borderline bei Männern 26
Bericht zur Kriminalität in Kempten 28
MEHRWERT
19 - 28
NACHHALTIG-
KEIT 29 - 38
Alpaka-Höfe im Allgäu 40
Bundesliga-Schiri über die Fußball-WM 42
Schlechtwetter-Tipps, Teil 2 43
Fahrrad-Events in der Region 44
Sennalpe Weinberg-Eck am Grünten 45
Interview mit Kletterin Carolin Heberle 46
Deutsche Meisterschaft Paraclimbing 47
Neue DAV-Geschäftsführerin im Gespräch 48
JAZZ-
FRÜHLING 6 - 18
6 Einstimmung auf das Festival
7 Programm mit allen Konzerten
8 Allgäu-Gymnasium und Jazz
9 Sämtliche Events im Detail
18 JazzNacht am 01. Mai
30 Festival der Zukünfte ab 09. Mai
32 Flohmärkte und ihre Veranstalter
34 Hautgesundheit und Sonnenschutz
36 40-jähriges Jubiläum bei Primavera
37 Wärmepumpen als Technologie der Stunde
38 Plädoyer für zukunftsgerichteten Energiemix
&
39 - 48
BILDUNG
&
BUSINESS
49 - 64
Körperwelten in Kempten 66
Chor-Event „Kempten Together“ 69
Programm der Kornhaus-Kultur 70
Plakat für die 75. Allgäuer Festwoche 71
Danii – ein Leben für die Kunst 72
Trachtentrends 2026 72
Untold – Queere Geschichten aus dem Allgäu 74
Tag der Musik in Kempten am 09. Mai 75
Konzerte auf der Freilichtbühne Altusried 76
15 Jahre Erlebnisbuchhandlung „didactus“ 77
Highlights in der bigBOX 78
Reportage: Konzerterlebnis in der Loge 79
Theaterfestival Isny / AÜW kultSLAM / 50 Jahre Willofs 80
Aktionswoche „Mein Körper. Mein Recht.“ 82
Überblick StadtHausGalerie Sonthofen 84
Kunstausstellungen in Kempten und Umgebung 85
Film-Highlights im Colosseum Kempten 86
50 Ausbildungs-Special: Tipps und Fakten
51 Neue App zur Berufsorientierung
52 Azubis und Tag der offenen Tür bei Geiger
54 Stadt Kempten als Arbeitgeber
55 Zweiradmechatroniker bei Wildrad
56 Der ZAK als Ausbildungsbetrieb
58 Sozialbau: Auszeichnung und Lehrstellen
60 Angebote der Arbeitsagentur für Azubis
61 Sommergespräch der Wirtschaftsjunioren
61 Soloplan City Restaurant heißt jetzt Illerhöhe
62 Ein Jahr Dorfladen Wengen
63 Portrait der Allgäu-Brennerei in Sulzberg
64 Ausflug der Montessori-Schulredaktion
KUNST &
KULTUR
65 - 87
EVENTS
88 - 95
88 Kooperation 0831 & Planet Allgäu
88 Termine für Mai und Juni
96 Podcast-Tipps, 0831-Comic
97 Buchtipps, Kempten ist Vielfalt
98 Kreuzworträtsel, Sudoku
41. Kemptener Jazzfrühling
Vom 25. April bis zum 03. Mai 2026 wird Kempten erneut zum pulsierenden Zentrum des Jazz. Bereits zum 41. Mal übernimmt das Genre die Hauptrolle in der Allgäu-Metropole und verleiht der Stadt für neun Tage einen ganz eigenen Sound. Der Kemptener Jazzfrühling gehört längst zu den renommiertesten Jazzfestivals Deutschlands und zieht Musikerinnen und Musiker aus aller Welt an. Internationale Größen treffen hier auf aufstrebende Talente, erfahrene Jazzfans auf neugierige Entdecker. Getragen wird dieses außergewöhnliche Programm vom kontinuierlichen, ehrenamtlichen Engagement des Arbeitskreises Jazzfrühling des Kemptener Kleinkunstvereins Klecks e. V., der uns mit den schönsten Bildern vom letzten Jahr auf die neue Festival-Ausgabe einschwört.
Das Programm
18:00 Wofür brauchen wir Menschen Jazz? KulturWIRtschaft
20:00 The Blues Brothers Band Parktheater
12:00 Babel and the Goodmen Rathausplatz
12:00 A Pair of Blues Schalander
12:00 Toriyo Sport Reischmann
12:00 Leonie Leuchtenmüller –Pop up Jazz Trio Mode Reischmann
15:15 Big Band des AllgäuGymnasiums Rathausplatz
20:00 SWR-Bigband feat. Ida Sand & Thorsten Wollmann Stadttheater
20:00 Allotria Jazzband Zum Stift
11:30 Down Home Percolators Zum Stift
20:00 Katrin Avison & Tizian Jost KulturWIRtschaft
20:00 Munich Composers Collective feat. Andreas Unterreiner TheaterOben
20:00 Engelbert Wrobel präsentiert: Swingin' Ladies plus 2 Zum Stift
11:30 Engelbert Wrobel präsentiert: Swingin' Ladies plus 2 Zum Stift
20:00 Abi Wallenstein & Henry Heggen feat. Ludwig Seuss Zum Stift
20:00 Jazzfrühling Wettbewerb TheaterOben
11:30 Abi Wallenstein & Henry Heggen feat. Ludwig Seuss Zum Stift
20:00 Improbono Galerie Kunstreich
11:30 San2 Unplugged Zum Stift
19:30 Ausfahrt Piepmatz
20:00 Andromeda Mega Express Orchestra TheaterOben
20:00 Grass Root Ties Zum Stift
21:00 Ziggy Zeitgeist Künstlerhaus
21:00 SiEA KulturWIRtschaft
11:00 Tumi Jazzumi und Kai der Hai KulturWIRtschaft
18:00 Jazzfrühling im Schönen Saal Sing- und Musikschule
19:00 Ökumenischer Jazzgottesdienst Basilika St. Lorenz
19:30 Roshko Adlersaal Großholzleute
20:00 Die Leute schauen schon! KulturWIRtschaft
20:00 Down Home Percolators Zum Stift
20:00 Eva Moreno Trio KulturWIRtschaft
20:00 Shake Stew TheaterOben
20:00 San2 Unplugged Zum Stift
11:30 The Bakery Brothers Zum Stift
20:00 Martin Schmitt Zum Stift
20:00 Marius Neset Stadttheater
21:00 Sorvina Künstlerhaus
11:00 Blues Trouble BSG Oberösch
Jazz von Anfang an
Wenn beim Kemptener Jazzfrühling die ganze Stadt zur Bühne wird, ist das längst nicht nur eine Sache der großen Namen. Auch der musikalische Nachwuchs mischt kräftig mit: Die Bigband des Allgäu-Gymnasiums spielt in diesem Jahr bei der Eröffnung des Festivals am Samstag, 25. April um 15 Uhr auf dem Rathausplatz – und bringt ordentlich Groove mit.
Leiter der AG Bigband ist Musiklehrer Wilfried Hanslmeier. Im Gespräch gibt er Einblicke in die Hintergründe zur Schulbandkonzeption.
Wie besonders ist dieser Auftritt für Ihre Bigband?
Es ist für uns als Schulbigband nicht selbstverständlich und eine besondere Ehre, bei der Eröffnung des Jazzfrühlings mitspielen zu dürfen. Entsprechend groß ist die Vorfreude – und ein bisschen Adrenalin gehört natürlich auch dazu.
Beschreiben Sie die Band doch kurz…
Die Bigband selbst ist eine typische Schulbigband, ein eingeschworener Haufen: Rund 30 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen spielen zusammen – von Saxofon über Trompete, Posaune bis zur Rhythmusgruppe. Geprobt wird wöchentlich im regulären Wahlfachunterricht jeden Freitagnachmittag. Das Repertoire reicht von Swing über Latin bis Funk und Rock. Auch erste Schritte in der Improvisation gehören dazu.
Was macht den Reiz einer Schulbigband aus?
Die Mischung. Unterschiedliche Altersstufen, verschiedene Erfahrungslevel – und alle ziehen an einem Strang. Die Erfahreneren geben ihr Wissen weiter, die weniger Erfahrenen wachsen rein. So bleibt die Bandarbeit nachhaltig lebendig. Dass das funktioniert, zeigen auch die Erfolge: Beim Wettbewerb „Jugend jazzt“ gab es zuletzt einen zweiten Landespreis.
Multimedia-AG macht die Jazzfrühling-Videos
Doch die Zusammenarbeit mit dem Jazzfrühling geht weit über die Bühne hinaus. Seit fast zehn Jahren kooperiert das Allgäu-Gymnasium mit dem Veranstalter Klecks – unter anderem mit der Multimedia AG. Auch dazu wurde Wilfried Hanslmeier befragt.
Was genau machen die Schülerinnen und Schüler dort?
Sie filmen unter Anleitung Konzerte. Inzwischen sind das einige. Seit 2018 dokumentiert die AG viele der Auftritte beim Jazzfrühling – von internationalen Größen bis hin zu Newcomer-Bands. Für die jungen Bands ist das wertvolles Material und für unsere Schüler ein sehr gutes Training. Über die Jahre ist so ein beeindruckendes Videoarchiv entstanden: mehrere hundert Konzerte, festgehalten von Jugendlichen ab der 7. Klasse. Sie lernen Kameraführung, Tonaufnahme und Schnitt im Unterricht – und sammeln dann echte Praxiserfahrung bei Veranstaltungen wie der Jazznacht oder dem Jazzfrühling-Wettbewerb.
Was nehmen Jugendliche daraus mit?
Unglaublich viel. Einige unserer Kameraleute sind selbst Musiker. Wenn sie so nah an der Bühne arbeiten, bekommen sie einen ganz neuen Blick auf Musik. Und sie erleben die ganze Vielfalt des Jazz. Ganz nebenbei wachsen viele auch in die Kulturszene hinein – und bleiben dem Klecks über die Schulzeit hinaus verbunden.
Zurück zur Bigband: Neben dem Jazzfrühling organisiert sie regelmäßig eigene Nachwuchskonzerte und Bigband-Treffen in Kempten, u.a. auch in Kooperation mit den anderen Schulen und der Singund Musikschule. Die intakte regionale Musikschullandschaft ist ein sehr wichtiger Baustein für nachhaltige Nachwuchsarbeit. Wer zum Auftakt des Jazzfrühlings über den Rathausplatz schlendert, sollte also ruhig stehen bleiben. Es lohnt sich. Denn hier spielt die Zukunft des Jazz – und sie klingt schon verdammt gut.
| Text: Eva Konzelmann, Foto: AG Multimedia |
Ergebnisse der Multimedia-AG vom letzten Jazzfrühling:
Tickets kaufen:
Hinweis: Manche Konzerte werden nicht vom Klecks e.V. organisiert, sondern von „Mitveranstaltern“.
Deren Tickets sind direkt beim Veranstalter erhältlich.
The Blues Brothers Band
Freitag, 24. April, 20:00, Parktheater Schwarze Hüte, weiße Hemden und Sonnenbrillen – so kehren Jake und Elwood Blues auf die Bühne im Parktheater zurück.
Stilecht, voller Energie und begleitet von einer herausragenden Band. Inspiriert von den „echten“ Blues Brothers und ihrem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1980, beschloss eine Gruppe von 13 Kemptener Musikern im Jahr 2009, die Magie dieser Kultband wieder aufleben zu lassen. Als Pre-Opener des 41. Kemptener Jazzfrühlings werden sie das Parktheater in eine pulsierende Blues-Party verwandeln. Wer danach noch Energie hat, kann bis in die frühen Morgenstunden weiterfeiern. Ganz im Sinne des Mottos: Diese Musik muss Spaß machen und Spaß bringen!
Besetzung: Simon Mederer, Jonathan Ettensberger, Leonie Leuchtenmüller (voc), Andreas Schütz (keys), Maximilian Hirning (b), Magnus Dauer (dr), Samuel Wootton (perc), Thomas Flaig (git), Niki Durst (git), Benni Bucksch (sax), Sebastian Lotz (tp), Julius Braun (tp), Markus Radigk (trb)
Babel and the Goodmen
Samstag, 25. April, 12:00, Rathausplatz Wer im Allgäu Bigband-Sound erleben will, kommt an Babel and the Goodmen nicht
Alle Konzerte im Überblick
10 Tage, über 50 Konzerte: Wir haben sie alle für euch zusammengestellt. Mit dieser Übersicht verpasst ihr nichts und habt eine gute Orientierung durch den Musik-Dschungel, zu dem sich Kempten Ende April, Anfang Mai verwandeln wird. By the way: Wir verlosen Karten für mehrere Konzerte – ihr müsst aber schnell sein und euch bis zum 26. April melden.
vorbei. Seit nun bereits 39 Jahren bringt die Band um Martin Babel Spaß und Spielfreude auf die Bühne. Beim Jazzfrühling machen die Goodmen den Rathausplatz zum Musik-Schmelztiegel: Swing, Blues, Rock ‘n‘ Roll, Filmmusik, „Gassenhauer“, Latin, Funk, Techno stehen auf dem Programm. Modernes und Traditionelles, Standards und eigene Arrangements, mit oder ohne Gesang – und immer groovy-jazzy-funky zum Mitschnippen, Mitsingen und auch Mittanzen. – www.home.allgaeu.org/mbabel Besetzung: Martin Babel (lead), sax: Ben Beucker, Wolfgang Buchenberg, Tobias Buhl, Ruth Lohneisen, Frank Reininghaus, Zoltan Wagner, Dieter Wildburger; trp: Thomas Frasch, Johannes Guggenmos, Stefan Höß, Sebastian Barth, Hermann Schmitz, Marcus Schwegler; tb: Julia Albrecht, Siegfried Bertele, Manfred Briechle, Christoph Harsch, Frank Horeth, Pierre-Jean Robin, Abinet Schmidt; p: Christian Röck; git: Dirk Horeth; b: Christoph Heinz, Martin Kröner; dr: Rainer Oberbauer, Bernhard Renz; voc: Sibylle Kinzer
Toriyo
Samstag, 25. April, 12:00, Sport Reischmann Drei Menschen, eine elektrische Orgel, E-Gitarre und Schlagzeug. Mehr Equipment brauchen die drei Musiker:innen nicht, um ihr Publikum in den Bann zu ziehen. Sie entfalten große musikalische Kraft und pulsierende Improvisation. Mit jazzigen Klängen, funky Grooves, etwas Hip-Hop und jeder Menge Soul ist das Trio ein klangvoller Open-Air-Auftakt fürs Festival.
Besetzung: Masako Sakai (org), Niklas Rehle (git), Simon Kerler (dr)
A Pair of Blues
Samstag, 25. April, 12:00, Schalander
Das Duo adaptiert nicht nur Rhythm and Blues und Boogie-Woogie früherer Zeiten. Es verquickt den Sound mit einer Portion Swing, etwas Rock ‘n‘ Roll, Funk und Crossover-Ausflügen und einem großen Anteil eigener Ideen. Zum Repertoire gehören neben Eigenkompositionen auch Interpretationen von Titeln berühmter Musiker wie Ray Charles, B.B. King, Eric Clapton und Fats Domino.
Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen bilden eine über dreißigköpfige Schul-Bigband. Die Formation bewegt sich musikalisch rund um das Spektrum, das einer Bigband Spaß macht. Von Blues bis zu Mainstream-Swing und Westcoast-Jazz, von Latin bis Funk sowie Rock und Fusion – die Band zielt auf ein jazzorientiertes, weites Repertoire. Genau dafür kommen die Bigband-begeisterten Schülerinnen und Schüler jeden Freitagnachmittag zusam-
men. Neben der Reproduktion beliebter Bigband-Stücke erarbeiten sie sich nebenbei auch den Einstieg in die Jazzimprovisation. Das Ensemble lebt von einer sehr weiten Altersspanne und umfasst Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 13. Klasse.
Besetzung: Schul-Bigband des Allgäu-Gymnasiums
SWR Bigband feat. Ida Sand & Thorsten Wollmann
Samstag, 25. April, 20:00, Stadttheater Kempten
Das Auftaktkonzert des Jazzfrühling Kempten 2026 vereint die SWR Big Band mit dem Komponisten und Jazztrompeter Thorsten Wollmann sowie der schwedischen Soulsängerin Ida Sand. Das Programm verbindet Jazz und Soul und nutzt die klangliche Vielfalt der Bigband zu einem intensiven Konzerterlebnis im Stadttheater. In der ersten Hälfte stehen Kompositionen von
Thorsten Wollmann im Mittelpunkt, die sich an der Tradition von Count Basie und Duke Ellington orientieren und zugleich moderne Akzente setzen. Wollmann gilt als international erfahrener und profilierter Vertreter des zeitgenössischen Jazz. Das zweite Set gestaltet Ida Sand, eine der bekanntesten Blue-Eyed-Soul-Sängerinnen Skandinaviens. Seit ihrer Entdeckung durch Nils Landgren hat sie sich als Sängerin und Pianistin etabliert und mehrere Alben veröffentlicht. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und der SWR Bigband entsteht ein stimmungsvoller Festivalauftakt, der Jazz und Soul überzeugend zusammenführt.
Besetzung: Ida Sand (voc), Thorsten Wollmann (tp), Nemanja Jovanovic (tp, lead), Antoine Colin (tp, Co-Lead), Karl Farrent, Martin Auer, Rudi Reindl (tp), Marc Godfroid (trb, lead), Jürgen Neudert, Ian Cumming (trb), Georg Maus (b-trb), Klaus Graf (as, lead), Ulrich Wangenheim (as), Andi Maile (ts), Max Treutner (ts), Christoph Beck (bs), Guido Jöris (dr), Decebal Badila (b), Frank Kuruc (git), Volker Engelberth (p)
Allotria Jazzband
Samstag, 25. April, 20:00, Stift
Die international renommierte Allotria Jazzband aus München ist seit vielen Jahren eine der profiliertesten Gruppen der deutschen Jazzszene und hat sich dem klassischen Jazz verschrieben. Mit ihrer Vier-Bläser-Frontline und einem Staff versierter Solisten präsentiert sich die siebenköpfige Band im Kleid einer „Small Big Band“. Anlässlich des 50. Todestages von Duke Ellington im Jahr 2024 widmete sich die Formation einem neuen Programm –Titel „Tribute to Duke Ellington“. Die Allotria spielt eine Auswahl der bekanntesten Jazzkompositionen des „Duke“ und seiner Mitstreiter wie „Caravan“,„Take the A-Train“ oder „Things Ain’t As They Used To Be”. www.allotriajazzband.de
Besetzung: Rainer Sander (cl, sax), Colin Dawson (trp, voc), Andrey Lobanov (trp), Markus Krämer (trb), Thilo Wagner (p), Peter Cischeck (b), Gregor Beck (dr)
Komfortrauschen
Samstag, 25. April, 21:00, Künstlerhaus
„Komfortrauschen“ ist eine Live-TechnoBand, die aussieht und klingt wie keine andere. Seit 2014 rekonstruieren Laurenz Karsten, Phillip Oertel und Tim Sarhan auf ihre innovative Art und Weise Techno live. Mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und einer Vielzahl von Effektgeräten erzeugen sie den knallharten unverfrorenen Sound eines Raves à la Prodigy mit der maschinellen Präzision eines DJ-Sets von Richie Hawtin. Eine Punkband gefangen in einem DrumComputer. „Komfortrauschen“, schöne Melodien und verträumte Akkorde? Fehlanzeige! Die kreischenden Acid-Gitarrenlinien stellen eine 303 in den Schatten, monotone Basslinien führen tief in die Dunkelheit, die viszeralen Drum-Breaks und fetten Drops lassen dich im Moment verlieren. www.komfortrauschen.net
Besetzung: Laurenz Karsten (git), Philip Oertel (b), Tim Sarhan (dr)
Leonie Leuchtenmüller –Pop up Jazz Trio
Samstag, 25. April, 12:00, Mode Reischmann
Zusammen mit dem Bassisten Frank Thumbach und dem Gitarristen und Sänger Joep Berkenbosch adaptiert die Kemptener Sängerin Leonie Leuchtenmüller beliebte Jazz-Standards und macht sie sich zu eigen. Gleichzeitig durchbricht die Band das Plakative, Erwartbare bekannter Popsongs und entwirft ein handgemachtes, vielschichtiges akustisches Klangbild. Mal umhüllt vom warmen Kontrabass, mal von den vielschichtigen Tönen der Gitarre, entführen Leonie, Frank und Joep in die abwechslungsreiche und leichtfüßige Welt des Jazz. www.leonie-leuchtenmüller.de
Abends auf der Bühne – und am nächsten Vormittag gleich nochmal. Das ist die Regel beim Musikerfrühstück in der Gaststätte „Zum Stift“. Nach ihren großen Konzerten treffen sich folgende Bands in entspannter Runde zu einem musikalischen Start in den neuen Tag und machen nochmal klar, was man am Abend zuvor verpasst hat:
• Allotria Jazzband – Tribute to Duke Ellington (26. April)
Anlässlich des 50sten Todestages Duke Ellingtons in 2024 widmete sich die Formation einem neuen Programm – „Tribute to Duke Ellington“.
• Down Home Percolators (27. April) Musik, die mindestens so vital ist wie die Standards von Muddy, B.B. oder Hooker: Die Percolators sorgen für Stimmung.
• Engelbert Wrobel präsentiert: Swingin‘ Ladies plus 2 (28. April) Das international besetzte Quartett „Swingin‘ Ladies plus 2“ präsentiert sich mit zwei Meistern, die vierhändig am Flügel brillieren.
• Abi Wallenstein & Henry Heggen feat. Ludwig Seuss (29. April)
Heuer erweitern Abi und Henry ihr Duo zum Trio und bringen erneut Ludwig Seuss mit. Auch er ist kein Unbekannter in Kempten.
• San2 Unplugged – The Groundlift Stories (30. April)
Beeindruckende Soli und eine unvergleichliche Stimme machen die Konzerte von San2 zu einem großen Erlebnis.
• Grass Root Ties (01. Mai)
Die Band besticht mit großem Instrumentarium (u.a. Western-Gitarre, Mandoline, Fiddle, irische Bouzouki) und mehrstimmigem Gesang.
• The Bakery Brothers (02. Mai) Dass die Bakerys nun auch als Duo die Bühnen betreten, ist auf die unendliche Bandbreite der Amerikana-Musik zurückzuführen.
Jazzabend in der Singund Musikschule Kempten
Sonntag, 26. April, 18:00, Sing- und Musikschule
Zwei Bigbands und drei Jazz-Ensembles spielen mal swingend, mal funky. Alles dabei – jung, frech und frisch dargeboten. Die Gruppen loten in ihrer Vielfalt verschiedene Stilarten des Jazz aus. Verbindend sind stets Rhythmus, Groove und Begeisterung, dazu zahlreiche Soli und Improvisationen. Vier der Ensembles entstammen der BandArbeit der Musikschule. Aufgepasst, es gibt durchaus professionelle Klänge zu hören beim Tuesday Night Orchestra ebenso wie bei Dreamwave, My name is Nobody und den Five Frequencies. Die Jazzbrauerei braut mit Student:innen und mit manchem Mitarbeiter der Hochschule. Bigband-Groove pur! – www.musikschule-kempten.de
Ökumenischer Jazzgottesdienst
Sonntag, 26. April, 19:00, Basilika St. Lorenz
Sybille Kinzer, Hans Augart und Johannes Stöffel sind ein eingespieltes Team. Sie verleihen dem ökumenischen Gottesdienst in der stimmungsvollen Atmosphäre der Basilika St. Lorenz den musikalischen Rahmen. Ray Charles, ein musikalisches Genie, gilt als „Father of Soul“. Sein Leben und seine Musik ziehen sich beim Jazzgottesdienst als roter Faden durch Repertoire und Predigt.
Besetzung: Sibylle Kinzer (voc), Hans Augart (cor), Johannes Stöffel (git)
Roshko
Sonntag, 26. April, 19:30, Historischer Adlersaal, Großholzleute (bei Isny)
Mit soulvoller Stimme und einem unverwechselbaren Mix aus Jazz, Pop und Soul erschafft Roshko eine eigene musikalische Welt. Ihre Lieder erzählen von Sehnsucht, Aufbruch und Begegnung und verbinden Gefühl mit Präzision, Groove mit Leichtigkeit. Begleitet von einer erstklassigen Band entfaltet sie ihre Musik live auf eindrucksvolle Weise. Mal sanft, mal kraftvoll, mal nachdenklich, mal mitreißend. www.instagram.com/roshkos_musik/ Besetzung: Roshko (voc), tba
Die Leute schauen schon!
Sonntag, 26.April, 20:00, KulturWIRtschaft in der Allgäuhalle
Hätte man ihr nicht Zarah Leander zum Einschlafen vorgesungen, hätte sie nicht in der Grundschule schon Nina Hagen gehört, würde nicht das überdimensionale Marlene-Dietrich-Plakat über ihrem Klavier hängen, sie wäre wohl ein anderer Mensch, eine andere Künstlerin geworden. Wenn Antonia Dering diese alten und neuen deutschen Schlager singt, klingt es immer natürlich – so, als würde sie mit der ihr eigenen Offenheit neben einem am Bartresen stehen. Und wird sie in den Liedern doch mal dramatisch, schmalzig und schmonzettig, dann stets bewusst. In ihrem Programm „Die Leute schauen schon!“ begleitet sie sich – auf den Spuren ihrer emanzipierten, schillernden Vorbilder – selbst am Kontrabass und erfreut sich zugleich am Spiel mit ihrem Kollegen Giangiacomo Rosso an der Gypsy-Gitarre. – www.antonia-dering.com/ die-leute-schauen-schon
Klaus „Mojo“ Kilian gilt seit vielen Jahren als einer der führenden traditionellen Bluesmundharmonikaspieler und bringt über 40 Jahre Erfahrung aus unzähligen Livegigs und Plattenaufnahme-Sessions mit. Bernd Simon, ein alter Hase der deutschen Bluesszene, machte sich bereits in den 80er-Jahren mit seiner Band „Blues Abroad“ einen Namen. Beide spielen seit 30 Jahren in der „Matchbox Bluesband“, mit der sie sechs hochgelobte CDs eingespielt haben, mehrere erfolgreiche Projekte des Südwestfunks realisierten und landauf, landab das Bluespublikum mit Spielfreude, Kompetenz und Originalität begeistern. www.matchbox-bluesband.de
Besetzung: Klaus „Mojo“ Kilian (voc, harp, git), Bernd Simon (voc, git)
Engelbert Wrobel präsentiert: Swingin‘ Ladies plus 2 Montag, 27. April, 20:00, Stift
Die international besetzte Formation präsentiert sich als einzigartige Quartett-Besetzung mit der Amerikanerin Stephanie Trick und ihrem italienischen Ehemann Paolo Alderighi, die vierhändig am Flügel brillieren. Außerdem am Start: die Bassistin und Sängerin Nicki Parrott, über die das Magazin „Cabaret Szene“ im Jahr 2013 schrieb: „Nicki kann jeden dazu bringen, Jazz zu lieben“. Engelbert Wrobel – er prägte den Kemptener Jazzfrühling über viele Jahre – ist einer der führenden europäischen Swing-Klarinettisten/-Saxofonisten. Mit ihrer Freude am gemeinsamen Musizieren besticht die Band und begeistert mit einer unterhaltsamen Reise durch die verschiedensten Bereiche des traditionellen Jazz. www.engelbertwrobel.de
FEMALE INSTINCTS – ein besonderes und spannendes Jazzprogramm, das aus dem Herzen spricht: Stimmen verschiedener Lyrikerinnen wie Dorothy Parker, Hannah Arendt, Rose Ausländer oder Else LaskerSchüler verwandeln sich in den farbenreichen Vertonungen von Katrin Avison und Tizian Jost in wunderbare Songs, die sich mal kraftvoll, mal zart dem Kosmos des Assoziativen nähern. www.katrin-avison.de, www.tizian-jost.de
Besetzung: Katrin Avison (voc), Tizian Jost (p)
Munich Composers Collecti-
ve feat. Andreas Unterreiner Montag, 27. April, 20:00, TheaterOben im Stadttheater
Die Idee des Fokus-Allgäu-Konzerts ist, einem mit dem Allgäu verbundenen Musiker eine besondere Bühne zu bieten, auf der er oder sie musikalische Lebensrealität vorstellen kann. 2026 ist das Andreas Unterreiner. Das Munich Composers Collective (MCC) vereint Studierende und Alumni des Jazzinstituts und der Klassikabteilung der Musikhochschule München. Das Ensemble spielt ausschließlich Stücke von Bandmitgliedern, in denen sich Elemente von Jazz, Klassik, Independent Rock und zeitgenössischer Musik vereinen. Dass die Band gespickt ist mit weiteren Größen der jungen deutschen Szene (u. a. Rebecca Trescher) verspricht ein intensives Konzerterlebnis. www.munichcomposerscollective.com
Besetzung: Andreas Unterreiner (tp), Gregor Hübner (vl), Felix Key Weber (vl), Barbara Grahor (br), Felix Thiedemann (cello), Angela Avetysian (tp), Jakob Grimm (pos), Jutta Keeß (tub), Mark Pusker (asax), Moritz Stahl (tsax), Valentin Preißler (tsax), Rebecca Trescher (bcl), Josef Reßle (p), Felix Renner (b), Anna Emmersberger (e-b), Leonhard Kuhn (git), Vincent Crusius (dr)
JazzfrühlingWettbewerb
Dienstag, 28. April, 20:00, TheaterOben
Vier Bands, vier Sounds, vier Gewinner der Herzen – und eine/einer, die/ der den Preis abräumt: Der Jazzfrühling-Wettbewerb Kempten ist fürs Publikum die Gelegenheit schlechthin, verschiedene Stilrichtungen in einem Konzert kompakt zu „erhören“.
• mawass Trio eigene Stücke; Isabella Stricker (voc), Maria Pixner (sax), Eva Maria Brugger (p)
• Solaire moderner
Fusion-Jazz; Anton Kleespies (keys), Noah Scheufler (b), Paul Suttner (dr)
Abi Wallenstein & Henry Heggen feat. Ludwig Seuss
Dienstag, 28. April, 20:00, Stift
Was wäre der Kemptener Jazzfrühling ohne die Blues-Urgesteine Abi Wallenstein und Henry Heggen? Es ist ein Faszinosum, wie die beiden spätestens nach der zweiten Nummer das Publikum immer wieder in ihren Bann ziehen und alle begeistert mitklatschen! Abi Wallenstein, der „Vater der Hamburger Bluesszene“ und der in Florida aufgewachsene Henry Heggen sind gefragte Bluesspieler. Egal, ob in einer überfüllten Kneipe oder im großen Konzertsaal: Dieses Duo bietet Blues in seiner ganzen Bandbreite. Dieses Jahr erweitern Abi und Henry ihr Duo zum Trio und bringen Ludwig Seuss mit. Auch er ist kein Unbekannter in Kempten. Beliebt ist er einerseits als Teil der Spider Murphy Gang, andererseits brillierte er schon mehrfach in unterschiedlichen
Formationen beim Kemptener Jazzfrühling. – www.abiwallenstein.de
Abi Wallenstein (voc, git), Henry Heggen (voc, harp), Ludwig Seuss (voc, p, acc)
Improbono
Mittwoch, 29. April, 20:00, artig e.V. Galerie Kunstreich
Was entsteht, wenn aus dem Bauch rausMusik gemacht wird? Heimat-Jazz!? Drei Allgäuer Musiker.innen improvisieren auf ihren Instrumenten und wagen unerwartete Experimente. Wer sind die drei? Achim Rinderle machte sich als Solist mit der Zen-Klarinette einen Namen. Benno Wechs lebt seine Leidenschaft auf der Steirischen Harmonika und dem Kontrabass aus. Anja Heinz ist Harfenistin und Sängerin und sagt von sich selbst „Musik ist meine Sprache“. www.bennowechs.de
Liebe ist international, bunt und vielsprachig. Eva Moreno besingt sie unter anderem in Spanisch, Französisch, Englisch und Deutsch... stets mit Hingabe und großem Können, was jedem einzelnen Song eine mitreißende Intensität verleiht. Mit Jörg Seidel und Joschi Schneeberger hat sie zwei etablierte und renommierte Musiker an der Seite. Seidel gehört zu den erfahrensten und erfolgreichsten Vertretern des swingenden Jazz. Er arbeitete 16 Jahre mit Bill Ramsey und tourt seit 2017 mit dem Schauspieler Ron Williams. Joschi Schneeberger wurde 2025 für seine Verdienste um den Jazz und ums Wienerlied mit dem Österreichischen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Seidel und Schneeberger schaffen den perfekten musikalischen Boden, auf dem sich Eva Moreno vollends entfalten kann. – www.eva-moreno.com
Mittwoch, 29. April, 20:00, Stift San2 – Albumveröffentlichungen, Radiound Fernsehauftritte, Live-Shows mit Jamie Cullum und der britischen TV-Legende Jools Holland, eine begeisterte Presse und mehr als 500 Konzerte. Auf all das kann San2 in seiner international erfolgreichen Karriere zurückblicken. 2024 kam er nicht nur mit einem neuen Studioalbum zurück, sondern auch mit einem akustischen Live-&-Unplugged-Programm und hat zwei echte Könner dabei. Sebastian Schwarzenberger spielt in der vordersten Reihe Süddeutscher Bluesgitarristen. Mit San2
teilt der sympathische Sideman seit Jahren die Bühne. Eigens für diesen Abend lädt San2 eine Größe an der Hammond-Orgel ein – Hansi Enzensperger. Bekannt durch „Organ Explosion“ und sein Projekt „Hattori Hanzi“, gesellt er sich mit Leidenschaft und Experimentierfreude zu dem eingespielten Bluesduo. – www.san2.de
Ob im Club, im Wiener Konzerthaus oder der Elbphilharmonie – „Shake Stew“ entfalten mit ihrer hypnotischen Mischung aus treibenden Rhythmen und tranceartigen Klanggebilden eine unnachahmliche Energie. Der ORF widmete der Band 2024 eine Dokumentation mit dem Titel „Shake Stew – Jazz für alle!“ 2026 markiert das 10-jährige Jubiläum der Band und feiert das mit einem musikalischen Spektakel – dem Dreieralbum TEN ONE TWO. Auch personell schlägt die Formation im Jubiläumsjahr ein neues Kapitel auf: Mit Yvonne Moriel stößt eine der spannendsten Newcomerinnen der Szene dazu und bringt eine frische Klangfarbe mit. – www.shakestew.com
Besetzung: Lukas Kranzelbinder (b, Guembri, Bandleader), Yvonne Moriel (as), Mario Rom (tp), Johannes Schleiermacher (ts, fl), Oliver Potratz (b), Nikolaus Dolp (dr, perc), Herbert Pirker (dr, perc)
Ausfahrt
Donnerstag, 30. April, 19:30, Piepmatz
Ausfahrt verbindet die rohe Energie des Grunge mit der Offenheit und Risikobereitschaft des Modern Jazz. Christina Zurhausen übersetzt Erfahrungen aus dem post-industriellen Ruhrgebiet in prägnante Songs, die zwischen Druck und Zerbrechlichkeit,
Struktur und Freiheit oszillieren. Ausfahrt ist ein eingespieltes Trio mit Yaroslav Likhachev am Saxophon, dessen expressive Linien den Sound schärfen, Ramon Keck am Schlagzeug mit großer dynamischer Bandbreite, und Christina Zurhausen an der Gitarre. Sie prägt das Ensemble mit markanter Handschrift, kompositorischer Klarheit und klanglicher Offenheit. www.christinazurhausen.com
Besetzung: Christina Zurhausen (git, comp), Yaroslav Likhachev (sax), Ramon Keck (dr)
Grass Root Ties
Donnerstag, 30. April, 20:00, Stift
Die Formation „Grass Root Ties“ spielt seit Jahrzehnten auf den Bühnen Europas. Sie zelebriert unterschiedliche Stile wie Bluegrass, akustische Country-Music sowie Blues und Swing. Mit großem Instrumentarium und mitreißendem mehrstimmigen Gesang bestechen die vier Vollblutmusiker bei ihren Konzerten. Western- und Resonator-Gitarren, Mandoline, Fiddle, irische Bouzouki und Kontrabass beherrschen sie mit raffinierter Technik. Auch ohne Schlagzeug lassen das perkussive Spiel und ein runder, kraftvoller Rhythmus keine Wünsche offen. www.grassrootties.com
Besetzung: Paul Stowe (git, harm, voc), Trevor Morriss (mand, git, bouzouki, voc), Georg Bähr (vl, mand, voc), Thomas Kärner (b, mand, voc)
SiEA
Donnerstag, 30. April, 21:00, KulturWIRtschaft
Leicht und verspielt klingen die neuen Songs der sieben MusikerInnen von „SiEA“, die das Jazzfrühling-Publikum in unterschiedlichen Konstellationen bereits begeisterten. Mit ihren Singles „Squirrels“ und „Effortlessly“ tänzeln sie zwischen Synth-
Pop und Soul kraftvoll dahin. In farbenreicher Dreistimmigkeit singt die Band von der Schönheit jahrelanger Freundschaft, vom Verlust geliebter Menschen wie auch vom Kampf gegen innere Monster. Die Texte der Frauen-Power-Band aus München haben immer Tiefe. Politische Statements und Gesellschaftskritik werden dabei durch die Kraft von Posaune, Saxophon und E-Gitarre unterstrichen. Wenn sich das Publikum dann allzu friedlich im Avantgarde-Pop wiegt, feuert die Band punkig anmutende Kollektivsoli über die wendige Band-Basis aus Drums, E-Bass und Synthesizern. www.SiEA-music.com
Old friends – new edition. Unter diesem Motto ist auch diese Band zu subsumieren. Geleitet und organisiert von Daniel Glatzel, schöpft die Formation aus vielfältigen Einflüssen: Jazz, Minimal Music, Rock, brasilianische Musik. AMEO war 2021 der erste Preisträger des Deutschen Jazzpreises für große Ensembles. 2024 war AMEO nominiert für „Ensemble des Jahres“ und den Preis für „Live Act des Jahres“ gewann die Band 2025. Die elfköpfige Formation, die inzwischen über 220 Konzerte in 20 Ländern auf vier Kontinenten gab, will musikalische Grenzen überwinden und erweitern. Jazz, Avantgarde, Independent und Electronica sind die Zutaten ihrer Musik. www.andromedameo.com
Besetzung: Daniel Glatzel (cl, ts, a-git, comp), Laure Mourot (fl), Oliver Roth (fl), Vincent Bababoutilabo (fl), Johannes Böhmer (tp), Andrej Ugoljew (tb), Anna Viechtl (harp), Taiko Saito (vib, perc), Kalle Zeier (elg), Matthias Pichler (db), Marius Wankel (dr)
Ziggy Zeitgeist
Donnerstag, 30. April, 21:00, Künstlerhaus
Ziggy Zeitgeist ist dort zu Hause, wo Improvisation auf mitreißende Tanzmusik trifft. Ob mit seinem aktuellen Projekt „ZFE*X“ oder als Schlagzeuger des renommierten Nu-Soul- und Future-Jazz-Kollektiv 30/70. Ziggys Musik hat längst internationale Wellen geschlagen und wird u.a. von Größen wie Gilles Peterson, Byron the Aquarius und Alexander Nut gefeiert. Mit ZFE*X zeigt Ziggy Zeitgeist Tanzmusik in ihrer menschlichsten Form. Ein Live-Erlebnis, das die Energie eines DJ-Sets mit der Spontaneität einer Band verbindet. Tief verwurzelt in der
Clubkultur und inspiriert von psychedelischen Erfahrungen, entsteht mit ZFE*X ein eigener Klangkosmos, in dem Synthesizer auf Flöten treffen und ein Jazz-Schlagzeug auf die Energie des Broken Beat.
Besetzung: Ziggy Zeitgeist (dr), Constantin Diedrichs (b), Lewis Moody (keys)
Tumi Jazzumi & Kai der Hai
Freitag, 01. Mai, 11:00, KulturWIRtschaft
Die Kemptener Sängerin und Komponistin Leonie Leuchtenmüller will Jazz auch für Kinder zugänglich und erlebbar zu machen. Deshalb lädt sie mit ihrem interaktiven Jazzprogramm Kinder ein, in die bunte Welt von „Tumi Jazzumi“, einem Alien-Mädchen vom Planeten Musikana, einzutauchen. Anhand der Geschichte von Tumi & Kai dem Hai erfahren die Kinder spielerisch, was Jazz so besonders macht und wie wichtig Werte wie Freundschaft, Respekt und Selbstliebe sind. Mit Liedern wie „Der Hai von Ipanema“, „Scher dich weg Jack“ oder „Respekt“ kleidet Leonie Jazz-Standards in neue, kindgerechte Gewänder. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht, Altersempfehlung: 4 bis 11 Jahre. www.leonie-leuchtenmüller.de
Besetzung: Leonie Leuchtenmüller (voc), Frank Thumbach (kb), Andreas Schütz (p), Leon Graf (dr), Daniel Noske (tp, flh)
Leonie Leuchtenmüller –Kinderkonzert & Pop-up Jazz Freitag, 01. Mai, 14:00 Kinderstation, 14:45 vor dem Klinikum Kempten
Leonie Leuchtenmüller ist besonders für ihre Eigenkompositionen zwischen Pop und Soul bekannt. Ganz nebenbei hegt sie seit jeher auch eine heimliche Leidenschaft für den Jazz – insbesondere für den Swing. Mit
dem Bassisten Frank Thumbach erweckt sie bekannte Standards zu neuem Leben. Für die Kids auf der Kinderstation werden bei vertrauten Jazzlieblingen auch schnell mal etwaige Sprach- und Mitsing-Barrieren durch eine deutsche Neuinterpretation weggewischt. – www.leonie-leuchtenmueller.de Besetzung: Frank Thumbach (b), Leonie Leuchtenmüller (voc)
The Bakery Brothers
Samstag, 02. Mai, 11:30, Zum Stift
„The Bakery Brothers“ stellen ihr musikalisches Schaffen ganz in den Dienst amerikanischer Musik. Sie sind mit der RetroRock-&-Roll-Band „Midge‘s Pocket“ als auch mit der Bluegrass Combo „Johnny & the Yooahoos“ zu hören. Dass die Bakerys nun auch als Duo die Bühnen betreten, ist auf die unendliche Bandbreite der AmerikanaMusik zurückzuführen. Neben ihren eigenen Songs lassen sie auch Werke aus Folk, Bluegrass, Old-Time und Country erklingen. Ob Folk-Neuling oder Acoustic-Kenner –hier ist für alle was dabei!
1969 – das Gründungsjahr des Musikerkollektivs Embryo, klingt wie aus einer anderen Zeit. Auf fast magische Art gelingt es den heutigen Mitgliedern, den Geist der damaligen Zeit in gegenwärtigen Klängen hörbar zu machen. Im Zentrum steht die Tochter des Embryo-Gründers, Marja Burchard, die mit großer Selbstverständlichkeit zwischen ihren Instrumenten wechselt. Wie Marja ihre Stimme einsetzt, hat beinahe etwas Schamanisches, ohne den Erdenkontakt
zu verlieren. Was sie spielt und singt, ist großes Handwerk und große Kunst. Dazu tragen ihre Mitmusiker einen wesentlichen Teil bei. Das grenzenlose Kollektiv verschmilzt Krautrock, Jazz und Weltmusik zu einem hypnotischen, globalen Sound. Kaum eine Band eignet sich besser für ein OpenAir-Konzert auf 1000 m Höhe! www.embryo.de
Besetzung: Marja Burchard (vib, keyb, voc, tb, Santur), Johannes Schleiermacher (sax, synth, fl), Maasl Maier (b, fl), Jakob Thun (dr)
Marius Neset – CABARET
Samstag, 02. Mai, 20:00, Stadttheater
Musik, Tanz, schräge Späße, viel Glitzer und jede Menge Überraschungen. Das Album „Cabaret“ des norwegischen Saxofonisten und Komponisten Marius Neset nimmt die Zuhörer:innen mit in eine Welt atemberaubend breit gefächerter musikalischer Vorstellungskraft. Auch wenn Neset nach vielbeachteten orchestralen Werken wieder zur kleinen Besetzung zurückkehrt, meint man stets, mehr als nur einer Handvoll Musikern zuzuhören. Die Verbindung aus herausragenden Musikern und Nesets nie versiegendem Strom kompositorischer Ideen war die perfekte Basis für eine denkwürdige Zeit im Studio. Herausgekommen ist mit „Cabaret“ das nach Aussage des Künstlers konzeptionellste Album, das er je gemacht hat. Ein aufwendiger Prozess voller Entscheidungen mit beeindruckendem Resultat. Nesets dichte, komplexe, dynamische Musik ist eine Achterbahnfahrt aus enorm kontrastreichen Songs. Viele Einflüsse klingen an, unter anderem Joe Zawinuls melodische und strukturelle Eigenarten und Spuren des koboldhaften Humors von Nesets früherem Mentor Django Bates. www.mariusneset.info
Besetzung: Marius Neset (sax), Elliot Galvin (p, keys), Henrik Linder (b), Anton Eger (dr, perc)
Martin Schmitt –Schmitt happens
Samstag, 02. Mai, 20:00, Stift
Frei nach Goethes Motto „der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Tasten sehen“, kommt in diesem wortgewaltigen Programm das Klavierspiel nicht zu kurz. Denn das kann Martin Schmitt wie kaum ein anderer. Zeitgeistige und detaillierte Blicke auf Beziehungen unterschiedlichster Art, die Reise nach innen, Psychotricks, Stimmungsschwankungen, unglaubliche Lebensläufe, zahllose Dialekte. All das und noch viel mehr in einer Show zusammenzubringen, gelingt dem Bühnenjunkie wie kaum einem Zweiten. Schmitt ist aktueller Deutscher Kabarettmeister und Gewinner des Fränkischen Kabarettpreises und bringt sein fünftes Klavierkabarett-Programm mit. – www.martinschmitt.de
Besetzung: Martin Schmitt (p, voc)
Sorvina
Samstag, 02. Mai, 21:00, Künstlerhaus
Sorvina, geboren in New York, lebt in Berlin, ist eine Künstlerin, deren Musik so dynamisch ist wie ihre Lebensgeschichte. Aufgewachsen in einem (relativ) ruhigen Vorort von New York, fand Sorvina ihre Stimme zunächst in der Welt der Folk-Singer-Songwriter (an der Grenze zur Country-Musik), wo ihre Melodien und tragikomischen Texte lebendige Bilder ihrer inneren Welt malten. Im Laufe ihrer persönlichen und künstlerischen Reise wurde Sorvina bald so mutig, sich einen ihrer verborgensten Träume einzugestehen und Rapperin zu werden. Heute ist Sorvina fest in der pulsierenden Hip-Hop-Landschaft verwurzelt und hat ihre natürliche Vorliebe für Rhythmus und Reime angenommen. Sie verbindet ihre tiefen Wurzeln als Geschichtenerzählerin mit den ansteckenden Beats und der lyrischen Komplexität ihres neuen Genres. www.sorvina.org
Besetzung: Sorvina Carr (voc), Charlotte Colace (back-voc), Jakob Hegner (dr), Karl Kindermann (b), Elias O. Graversen (keys)
Blues Trouble
Sonntag, 03. Mai, 11:00, BSG Allgäu
Matthias Heiligensetzer und Thomas Kühling sind seit zig Jahren und in wechselnden Besetzungen gern gesehene Gäste beim Kemptener Jazzfrühling. Längst Tradition ist das Konzert der beiden bei der BSG Allgäu im Oberösch. Rock ’n’ Roll à la Elvis Presley, Jerry Lee Lewis und Fats Domino hat das Duo im Repertoire. Auch klassische Blues-Interpreten wie Meade Lux Lewis und Willie Dixon wie auch pfiffige Arrangements zeitgenössischer Interpreten zeichnen die weit über die Grenzen Kemptens hinaus bekannte Formation aus. www.blues-trouble.de
Besetzung: Matthias Heiligensetzer (p), Thomas Kühling (voc, git)
JazzNacht
01. Mai
3HOKB
20:00, artig e.V. Galerie Kunstreich
Die drei Musiker spielen ohne Kontrabass und nutzen innovative Technologien. Pielsticker greift zum tief klingenden Moog und Zlattinger oktaviert seine Geige, um tiefe Frequenzen zu bedienen. Spannende akustische, elektronische und elektroakustische Klangwelten entstehen.
Besetzung: Marius Lamm (dr, efx), Paul Zlattinger (vl, efx), Alexander Pielsticker (keys, moog, synth)
AnnaLu & Shavez
20:00, AÜW
Wenn sie die Bühne betreten, spürt man sofort ihre Offenheit und ansteckende Freude. Das Duo verbindet seine lateinamerikanischen Wurzeln mit europäischer Vielfalt und erschafft mit zweistimmigem, mehrsprachigem Gesang reichhaltige Klangwelten, die Menschen jeden Alters mitreißen.
Fabius Mey steht im Mittelpunkt des Quartetts. Sein Spiel zeichnet sich durch kraftvollen, zugleich lyrischen Ton, große stilistische Bandbreite und ausgeprägte improvisatorische Tiefe aus. Als Komponist verbindet er offene, modale Strukturen mit klaren melodischen Ideen und konzeptionellem Anspruch.
Besetzung: Fabius Mey (pos), Nikolas Sieß (dr), Russell Snyder (kb), Bertram Liebmann (p),
Jeff Aug – INTERIM
20:00 Uhr, Musikhaus Rimmel
Manch einem dürfte Jeff Aug als Gitarrist der Dark-Wave-Legende Anne Clark bekannt sein. Er war 2025 mit der Grande Dame der elektronischen Musik auf deren ausverkaufter Europatournee unterwegs. Auch als Solokünstler hat sich der in Immenstadt lebende US-Amerikaner einen Namen gemacht. Besetzung: Jeff Aug (git)
Einmal bezahlen – grenzenlos genießen: Die jazzNacht bietet ab 20:00 Uhr eine musikalische Abenteuerreise durch elf Kemptener Locations. Die Bands und ihre Musik könnten nicht unterschiedlicher sein, so dass Abwechslung und neue Erkenntnisse vorprogrammiert sind. Wer danach noch nicht genug hat, ist ab 24:00 Uhr zur Session im Künstlerhaus eingeladen.
NAÉ
20:00, Der Salon
Ihr Fundament ruht auf zwei starken Säulen: der Liebe zur poetischen Popmusik und zu traditionellen Einflüssen aus Lateinamerika. Gesang und Percussion bilden das Herz der Songs. NAÉ besingt mit eindrucksvollen Metaphern die Verletzlichkeit und Kraft der Natur, Konflikte und Verbundenheit.
In ihrer Musik verbindet Natasha ihre Lebenserfahrungen, die sie in verschiedenen Ländern und Kulturen geprägt haben. Melancholie und Zuversicht vermischen sich zu einem modernen Trio-Sound. Dabei gibt es viel Raum für Improvisation und spontanes Zusammenspiel.
Besetzung: Natasha Zaychenko (b), Lion Wegmann (p), Jonas Sorgenfrei (dr)
Woodbeez – Pony Love Tour
20:00 bis 23:00, Künstlerhaus
Lust auf eine Zeitreise mit Rückfahrtschein ins Hier und Jetzt? Woodbeez entführt ins Los Angeles der frühen 1980er-Jahre, als Künstler wie die Pages, Michael McDonald und die Doobie Brothers mit entspannten Grooves, außergewöhnlichen Harmonien und smoothen Melodien den Sound prägten. Besetzung: Ritchie Staringer (keys), Rafiandi Giri (voc), Tobi Reckfort (dr), Jacco Herhaus (b), Johann Horst (git), Emilie Sandin (back-voc), Esther Odefey (back-voc)
Solaire
20:00, Salzwasser
Solaire ist ein Newcomer-Trio, das 2025 gegründet wurde und modernen FusionJazz spielt. Anton Kleespies trat bei den Jazz Open Stuttgart auf. Paul Suttner war mehrfach Gast in der BR-Abendschau. Noah Scheufler spielte u.a. beim Canaletto-Festival und bei Gospel-Produktionen in Dresden.
Besetzung: Paul Suttner (dr), Noah Scheufler (b), Anton Kleespies (keys)
Tadej’s News
20:00, Haus International
Der Trompeter, Komponist und Bandleader Tadej Drnovšek stellte im Oktober 2025 mit „Forgiveness“ sein erstes Album vor, ein persönliches, reifes und emotionales Werk, in dem er den Weg der Selbstreflexion, Vergebung und Verbindung zwischen Kunst und mentaler Gesundheit erforscht.
Dass die Bakerys nun auch als Duo die Bühnen betreten, ist auf die unendliche Bandbreite der Amerikana-Musik zurückzuführen. Neben ihren eigenen Songs lassen sie auch Werke aus Folk, Bluegrass, Old-Time und Country erklingen. Ob Folk-Neuling oder Acoustic-Kenner – hier ist für alle was dabei!
2026 startet „Pho Queue“ mit einem dritten Album und gibt seinem Munich-Disco-Sound und seiner Live-Show ein Update. SynthBoogie, Caribbean-Style-Gitarrenriffs und Badass-Vocals gehören zum Grundrezept, immer verfeinert mit Spritzern von Electronic Music und einer Prise Future Soul.
Besetzung: Adriano Prestel (voc), Ferdinand Kirner (git), Felix Kirner (synth), Chris Stöger (dr), Ludwig Klöckner (b)
Yamirah’s Solar Explorers
20:00, KulturWIRtschaft
Yamirah’s Solar Explorers ist ein noch junges Trio und veröffentlichte Ende Januar 2026 sein Debütalbum Andromeda Galaxy. Yamirah hat sich auf filmische Jazz-PopKompositionen spezialisiert. Mit ihrem Label „Fat Banshee Records“ leistet sie Pionierarbeit in der Indie-Szene.
Spätestens am 07. Mai verändert sich das Leben von Christian Schoch (Freie Wähler) grundlegend. Ab dann ist er der neue Oberbürgermeister der Stadt Kempten. Beim Interview in den 0831-Redaktionsräumen hat er uns verraten, was ihm dabei besonders wichtig sein wird.
■ „Frischer Wind für Kempten“ – das war ja dein Motto. Was genau verstehst du darunter?
Für mich heißt frischer Wind vor allem, schneller zu Entscheidungen zu kommen. Ich sehe die Rolle des Oberbürgermeisters durchaus als eine treibende. Das ist in einer Demokratie natürlich immer eine Gratwanderung – niemand will gern getrieben werden. Aber ich glaube es braucht mehr Bewegung, mehr Transparenz, ein bisschen mehr Tempo.
■ Ging es dir in der Vergangenheit zu langsam? Ja, oft schon. Und nicht immer lagen die Gründe in Krisenfolgen. Die Erschließung des Baugebiets Halde Nord bis zum Verkauf brauchte beispielsweise etwa acht Jahre. Die Grundschule Heiligkreuz oder auch die Standortentscheidung für die Dreifachsporthalle, der Wohnmobilstellplatz am Illerdamm – das alles sind Beispiele, bei denen klare Ansagen und ein zügigeres Vorgehen Kosten geringer gehalten hätten.
■ Du bist politischer Quereinsteiger und bringst wenig Erfahrung mit. Wie bereitest du dich jetzt konkret vor? Hast du Berater, besuchst du Seminare?
Schon im Wahlkampf habe ich mich eng mit der Fraktion ausgetauscht, damit ich inhaltlich nicht bei null starte. Ich habe zugehört, mir Themen erklären lassen und mir einen Überblick verschafft, was aktuell und im laufenden Jahr wichtig ist. Auch mit der Verwaltung bin ich im intensiven Austausch – nicht nur terminlich, sondern inhaltlich. Aus allen Referaten gibt es Status-quo-Berichte: Woran wird gearbeitet, wo drückt der Schuh, wo braucht es Entscheidungen. Das ist sehr konkret. Im Laufe der Amtszeit werde ich merken, wo ich Nachholbedarf habe – ob rhetorisch oder fachlich, etwa im Baurecht. Dann werde ich gezielt nachsteuern.
■ Wie wirst du die komplizierte Zusammenarbeit im Stadtrat organisieren?
Ich kenne fast alle Stadträtinnen und Stadträte inzwischen persönlich – bis auf vier von der AfD. Mein Eindruck ist: Bei den meisten steht die Sache im Vordergrund, nicht die Partei. Ich bin deshalb guten Mutes, dass Parteigrenzen nicht dominieren werden und man konstruktiv zusammenarbeiten kann. Gerade CSU und Freie Wähler sollten Verantwortung übernehmen. Wenn 20 von 44 Mandate auf zwei inhaltlich nahestehende Gruppen entfallen, können sich diese nicht dauerhaft gegenseitig blockieren oder in die Opposition drängen. Das hielte ich für ein Missverständnis von Demokratie.
Der neue Oberbürgermeister von Kempten, Christian Schoch, im Gespräch mit 0831-Chefin Anke Roser
■ Viele Menschen in Kempten treibt die Leerstandsthematik um – aktuell sieht die Fußgängerzone an vielen Stellen traurig aus. Doch es scheint kein Gesamtkonzept für mehr Attraktivität zu geben. Das ist in der Tat ein Problem. Das Schwierige sind die Eigentumsverhältnisse. Da habe ich selbst noch keinen vollständigen Überblick. Dabei geht es nicht nur um die Galeria, sondern generell um die Frage: Wo können wir allein entscheiden – und wo brauchen wir private Eigentümer von Gebäuden oder Grundstücken? Eine Riesenchance ergibt sich gerade mit dem Sparkassenquartier und der Auflösung der ZUM. Das ist unser Gestaltungsbereich, und in diesem Zusammenhang können wir grundsätzlich über die Königstraße nachdenken: Sie ist breit und bietet Spielraum. Denkbar wäre, sie stärker für Bus, Rad und Fußverkehr zu öffnen und sichere, breite Radwege zu schaffen – von der Residenz bis zum Forum oder sogar bis zum Bahnhof. Dann ließe sich auch der Donau-Iller-Radweg auf diese Achse legen und brächte mehr Touristen ins Zentrum.
■ Was wäre deine Idealvorstellung für den Galeria-Kaufhof-Komplex?
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich mir ein Atriumgebäude vorstellen. Mit einer Öffnung von der Residenzseite her, nicht unbedingt über die gesamte Höhe, aber so, dass Licht und Grün nach innen kommen. Unten wäre Gewerbe: Orte zum Reingehen und Verweilen, vielleicht Gastronomie – und gerne etwas,
das Jugendliche attraktiv finden. Diesen Gedanken möchte ich den Eigentümern vermitteln: Wenn ihr einen Teil davon umsetzt, profitiert ihr selbst davon, das ist ein Geben und Nehmen. Als Stadt vertreten wir ja die Gesellschaft und können beraten: Was wird hier angenommen, was wünschen sich die Menschen?
■ Hast du weitere Ideen für eine attraktive Innenstadt? Beschattung und Grün sind mir besonders wichtig. Ich mag den Sommer sehr, aber Orte wie der Hildegardplatz oder der St.-MangPlatz brauchen dringend mehr Schatten – ich bin gespannt, wie die neuen Maßnahmen an letzterem wirken werden. Gemeinsam mit City Management und Stadtmarketing möchte ich schauen, wie wir mehr Grün in die Stadt bringen können – und direkt mit dem Hildegardplatz anfangen.
■ Welches Verkehrskonzept hast du für den inneren Bereich von Kempten? Als sehr alte Stadt haben wir enge Räume und Nutzungskonflikte. Die Salzstraße ist dafür ein gutes Beispiel. Dort Rad, Auto und Fußverkehr gegeneinander auszuspielen, halte ich nicht für zielführend. Da kann es fürs Fahrrad andere Wege geben – Stichwort Königstraße. Als Regionalzentrum sind wir darauf angewiesen, dass Menschen aus dem Umland in die Stadt kommen. Deshalb müssen wir Autoverkehr akzeptieren und zugleich klug steuern. Langfristig stelle ich mir ein System aus Parkhäusern und großen Parkflächen rund um die Fußgängerzone vor, von denen aus es zu Fuß oder mit dem Rad weitergeht. Das ist eine Vision für viele Jahre, vielleicht Jahrzehnte. Aber irgendwo muss man anfangen.
■ Und was ist mit dem öffentlichen Nahverkehr?
Je attraktiver er ist, desto mehr Leute nutzen ihn... Absolut. Allerdings ist der ÖPNV schon heute ein Zuschussgeschäft. Die Frage ist, wie viel wir als Gesellschaft bereit sind zu investieren, um ein gutes Angebot sicherzustellen und zu hoffen, dass sich das Verhalten irgendwann ändert.
■ Du hast zwei kleine Kinder.
Was willst du für Familien in Kempten tun?
Verlässliche und alltagstaugliche Rahmenbedingungen schaffen. Mit dem kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung müssen wir Verfügbarkeit und Flexibilität in der Kinderbetreuung verbessern. Viele Eltern sagen mir, dass sie keine Betreuung bis 16 oder 17 Uhr brauchen, sondern verlässliche Angebote bis 13 oder 14 Uhr – zu bezahlbaren Kosten und mit einem soliden Qualitätsstandard. Diese Nachfrage wird bislang zu wenig berücksichtigt, auch wegen starrer Buchungsmodelle. Das möchte ich gemeinsam mit den Trägern neu bewerten. Priorität haben für mich berufstätige Eltern, besonders Alleinerziehende. Gleichzeitig brauchen wir bei unseren Schulen einen konsequenten Weg zwischen High-EndAnsprüchen und baulicher Verwahrlosung. Das gilt für Heiligkreuz ebenso wie für die Lindenbergschule, die aus meiner Sicht zu lange wegen mangelnder Lobby nach hinten geschoben wurde.
| Interviewführung und Text: Anke Roser und Lutz Bäucker, Foto: Helga Fendt |
Zwei Nächte habe sie gebraucht für ihre Entscheidung, sagt Philine Blees. „Zwei Nächte lang habe ich nicht geschlafen, doch dann war die Sache klar!“ Nämlich, dass sie für das Amt der Bürgermeisterin von Obermaiselstein kandidiert, das sie am 08. März eindrucksvoll erobert hat.
Bayerns jüngste Rathaus-Chefin
Die Entscheidung zu kandidieren fiel vor gut einem Jahr – man hatte sie angerufen und gefragt, ob sie sich das vorstellen könne: Mit damals 26 Jahren ins Rennen zu gehen gegen neun weitere Mitbewerber. „Ich konnte es mir tatsächlich vorstellen,“ lacht Philine Blees. Sie lacht viel und gern, vor allem seit dem Tag der bayerischen Kommunalwahl. An diesem Tag wurde sie mit 89 Prozent der Stimmen (bei 68 Prozent Wahlbeteiligung) zur neuen Bürgermeisterin des bekannten Oberallgäuer Urlaubsortes Obermaiselstein gewählt.
Ansteckender Optimismus
„Der Wahnsinn!“, entfährt es der jungen Frau noch heute. Mit 27 Jahren ist sie die jüngste Bürgermeisterin Bayerns. Und darf nun ab Mai das 1.000-Einwohner-Dorf zu Füßen der Hörnerkette regieren. „Lieber gestalten“, korrigiert Blees und meint: „Bürgermeisterin zu sein, das ist einer der vielfältigsten und spannendsten Jobs überhaupt – was man da alles machen kann!“ Ihr Optimismus ist ansteckend, ihre Art reißt mit. Zwölf Gemeinderäte stehen ihr jetzt zur Seite (hofft sie), der Haushalt des Tourismusortes beträgt sieben Millionen Euro, pro Jahr werden rund eine Viertelmillion Übernachtungen in Obermaiselstein gezählt. „Ich möchte den naturnahen Tourismus stabilisieren, wir leben davon“, sagt Philine Blees, die auch stellvertretende Vorsitzende
kostenfreies
des Allgäuer Bergbauernmuseums in Diepolz ist. Mit politischer Arbeit hat sie schon früh begonnen. Die gebürtige Immenstädterin ist in der Jungen Union aktiv, sechs Jahre lang hat sie als Wirtschaftsreferentin im Stadtrat ihre Heimatstadt mitgestaltet. Dabei kamen ihr das BWL-Studium in München und die Erfahrungen im elterlichen Einzelhandelsgeschäft zugute. In den vergangenen Wochen hat sich Blees in speziellen Vorbereitungskursen des Bayerischen Gemeindetags mit ihrer Aufgabe vertraut gemacht. Neugewählten Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern wird dort die Möglichkeit geboten, sich zu Beginn der Amtsperiode in jeweils dreitägigen Seminaren über grundlegende rechtliche, organisatorische und personelle Fragen zu informieren.
Tour durch die Gemeinde Behandelt werden u.a. Themen wie Zeitmanagement und Öffentlichkeitsarbeit, im Schwerpunkt aber Rechtsfragen zur Gemeinderatssitzung, zum Personalrecht, zum Baurecht und zu den Kommunalfinanzen. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Vernetzung mit anderen neugewählten Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und zur Diskussion mit einer in der Amtsführung erfahrenen Person. Blees nutzt die Zeit bis zur Amtseinführung Anfang Mai zur Tour durch die Gemeinde: „Ich stelle mich möglichst überall vor, rede mit den Leuten und nehme schon mal alles auf, was sie bewegt.“ Das schreibt sie dann fein säuberlich in ihr dickes Notizbuch: „Ich bin sehr ordentlich und genau!“ Bald zieht sie um, vom heimatlichen Knottenried nach Obermaiselstein. Falls noch etwas Freizeit bleibt („wird eng“, sagt sie), geht sie vielleicht mal zum Segeln auf dem Alpsee. „Und dann geht’s los!“ – sechs Jahre lang, als jüngste Bürgermeisterin Bayerns. | Text und Foto: Lutz Bäucker |
Mittagstisch im
Allgäu ART Hotel
Unsere wöchentlich wechselnden Hauptgerichte werden täglich frisch für Sie zubereitet. Dazu passend: ein frischer Salat oder eine wärmende Suppe – ganz nach Ihrem Wunsch. Und zum Abschluss? Ein kleines, feines Dessert, das Ihren Tag versüßt.
Seinen neuen Arbeitsplatz kennt er schon ganz gut.: Patrick Böck aus Durach dient der Gemeinde vor den Toren Kemptens bereits seit mehr als zwei Jahren als Leiter des Ordnungsamts.
Ein Amt, mit dem viele Bürger oft zu tun haben. Ein prima Ort, um als Verwaltungsangestellter mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten. Und vielleicht auch ein Grund dafür, warum der 37-Jährige nun plötzlich Bürgermeister von Durach ist – und damit Nachfolger von Gerhard Hock, der zwölf Jahre lang Chef im schicken Rathaus an der Bahnlinie zwischen Kempten und Pfronten gewesen ist.
64,1 Prozent haben Bock auf Böck Die Wahl des parteilosen Böck am 08. März zählt zu den großen Überraschungen im Oberallgäu, die Mitbewerber von CSU und SPD schienen die besseren Karten zu haben. Doch sie sind keine Duracher, im Gegensatz zu Patrick Böck. „Wir leben seit acht Jahren hier“, erzählt der Vater dreier Kinder, „ich bin bei der Duracher Feuerwehr aktiv, kenne viele Bürger. Und ich möchte den Leuten helfen!“ Satte 64,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler hatten offenbar „Bock auf Böck“, wie es in einem extra komponierten Wahlkampfsong der ihn unterstützenden Freien Wähler heißt. „Ich kann es kaum fassen!“, so Böcks Reaktion auf dieses Ergebnis, das von kaum jemandem erwartet worden war.
„Er hört zu, ist uneitel und führt die Menschen zusammen“, so charakterisiert nicht nur das Werbelied den Mann, auch seine Nachbarn sprechen ähnlich über ihn. „Ich möchte, dass Durach lebenswert bleibt“, sagt Böck. Das Rüstzeug für seine künftige Aufgabe als Gestalter der 7.000-Einwohner-Gemeinde und Leiter der Verwaltung bekam er nach eigenen Aussagen bei der Bundeswehr, als Selbstständiger in der freien Wirtschaft und eben als Leiter des Ordnungsamts.
Bürgermeister, der vor Ort ist Als neuer Gemeindechef will er sein Augenmerk auf den Ausbau des Kindergartens richten und dafür sorgen, dass in Durach bezahlbare Wohnungen gebaut werden. „Ich habe kandidiert, weil ich Verantwortung für die Zukunft unserer Gemeinde übernehmen möchte. Dafür braucht es einen Bürgermeister, der vor Ort ist, zuhört, Entscheidungen trifft und den Blick nach vorne richtet.“ So ist Patrick Böck angetreten. Und daran werden ihn seine Duracher in den kommenden sechs Jahren messen, den Mann, der plötzlich Bürgermeister ist. | Text und Foto: Lutz Bäucker |
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Medizinischer Hilfseinsatz in Guinea
Seit mehr als 30 Jahren setzt sich der Verein „Mango – medizinische Hilfseinsätze in Guinea e.V.“ für bessere medizinische Versorgung in abgelegenen Regionen Guineas ein. Auch 2026 war wieder ein ehrenamtliches Team mit Kemptener Helferinnen und Helfern im Einsatz – diesmal in Dogomet, wo viele Menschen kaum Zugang zu ärztlicher Hilfe haben.
Ein 13-köpfiges Team aus Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften reiste dafür nach Guinea. Alle arbeiteten freiwillig, möglich und bezahlbar wurde der Einsatz ausschließlich durch Spendengelder. Doch trotz guter Planung lief nicht alles reibungslos: Logistische Probleme und verspätete Materiallieferungen erschwerten die Arbeit deutlich. Trotzdem gelang es dem Team, die Versorgung sicherzustellen – ein klares Zeichen dafür, wie wichtig solche Einsätze sind. Ein zweites Team hätte noch mehr Hilfe ermöglicht, scheiterte aber an den Kosten. Rund 30.000 Euro kostet ein Einsatz – komplett über Spenden finanziert.
Monatelange Vorbereitung
Eine zentrale Rolle spielte das OP-Team: Hannah Lutz, Heike Tischer und Andreas Schulze, OP-Leitung am Klinikum Kempten im Klinikverbund Allgäu. Die drei waren nicht nur vor Ort im Einsatz, sondern auch intensiv in die Vorbereitung eingebunden. Denn gerade unter einfachen Bedingungen sorgen strukturierte Abläufe im OP dafür, dass sicher gearbeitet werden kann. Die Vorbereitung begann Monate im Voraus. Vor Ort wurde die Infrastruktur verbessert: Ein neuer 10-kW-Generator sichert nun die Stromversorgung, die Elek-
Ein 13-köpfiges Team aus Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften reiste im Januar nach Dogoment in Guinea, um medizinische Unterstützung zu leisten
trik wurde überarbeitet und medizinisches Gerät repariert. Auch die Wasserversorgung wurde durch einen Hochbehälter verbessert, zusätzlich entstand ein Sanitärbereich für Patientinnen und Patienten. Dinge, die selbstverständlich wirken, sind hier entscheidend.
Am 31. Januar 2026 startete die Reise über Brüssel nach Conakry. Nach einer Übernachtung ging es weiter ins Landesinnere. Wegen starken Verkehrs kam das Team erst spät abends in Koolo-Hinde an. Dort hatte Gastgeber Djenabou Barry bereits Unterkünfte, Verpflegung und Helfer organisiert. Die ersten Tage standen im Zeichen
Heike Tischer (l.) und Hannah Lutz (r.) haben viele Operationen vorbereitet und durchgeführt
des Aufbaus: reinigen, sterilisieren, sortieren und erste Untersuchungen durchführen. Ein flexibler OP-Plan entstand, der täglich angepasst wurde.
Eine große Herausforderung war ein verspäteter Container mit medizinischem Material, der erst nach dem Einsatz in Conakry ankam. Ursachen waren überlastete Häfen und lange Zollverfahren. Das Team musste improvisieren, auf vorhandenes Material zurückgreifen und fehlende Dinge im Fluggepäck mitbringen. Hier zeigte sich die Bedeutung des OP-Teams, das trotz allem für funktionierende Abläufe und Sterilität sorgte. Unterstützung kam auch von Dr. Alpha Diallo, der vor Ort Material organisierte.
117 Operationen in 13 Tagen
Trotz dieser Schwierigkeiten war der Einsatz sehr erfolgreich: In 13 OP-Tagen wurden 117 Operationen durchgeführt, darunter Schilddrüsen-OPs, Hernien, Tumorentfernungen, Eingriffe an der Ohrspeicheldrüse und sogar Schädeloperationen. Auch plastische Eingriffe, Kaiserschnitte und Hämorrhoidenbehandlungen gehörten dazu. Komplikationen waren selten und konnten gut behandelt werden.
OP-Leitung
Parallel wurden in einer gynäkologischen Sprechstunde ebenfalls 117 Patientinnen betreut – mit Diagnosen von unerfülltem Kinderwunsch über Folgen von Genitalbeschneidung bis hin zu Tumorerkrankungen und Geburtskomplikationen. Der Alltag war intensiv: morgens Visite, dann Operationen in zwei Sälen gleichzeitig, parallel Sprechstunden. Nachmittags wurde geplant, abends fanden Besprechungen statt. Das OP-Team koordinierte dabei die Abläufe und sorgte für Struktur.
Unterstützt wurde das Team von vielen lokalen Helferinnen und Helfern, etwa in Pflege, Küche und Organisation. Auch die Zusammenarbeit mit lokalen Ärzten war entscheidend, besonders mit
Klinikverbund Allgäu gGmbH
Metropol-Klinikum Kempten
Zentral OP
Robert-Weixler-Str. 50 87439 Kempten
Dr. Alpha Barry. Nach 13 Tagen wurde das OP-Zentrum gereinigt, Materialien wurden inventarisiert und alles für den nächsten Einsatz vorbereitet. Die Rückreise begann am 19. Februar. In Mamou gab es noch Gespräche über zukünftige Kooperationen.
Am Ende bleibt klar: Der Bedarf an medizinischer Hilfe ist weiterhin enorm. Viele Menschen reisen lange Strecken, um behandelt zu werden. Solange das Gesundheitssystem diese Versorgung nicht leisten kann, bleiben solche Einsätze unverzichtbar. Ein ganz entscheidender Teil dieses Einsatzes war die Arbeit des OP-Teams aus dem Klinikverbund Allgäu. Durch ihren Einsatz, ihre Erfahrung und ihr Engagement konnten viele Operationen überhaupt erst durchgeführt werden – damit wurde das Leben zahlreicher Menschen konkret verbessert. Und genau darum geht es am Ende.
47 Jahre
hifi-bauernhof
1979 - 2026 4 7
Bereichsleitung Andreas Schulze andreas.schulze@klinikverbund-allgaeu.de und deren hochwertiger Wiedergabe.
Andreas Schulze in Guinea
Mutig, ausdauernd kämpft er …
…
für Anerkennung,
Wahrnehmung und geeignete Therapien
Mac Aaron Kessler lebt seit 1998 im Allgäu und seit 2010 dauerhaft in Kempten. In seinem Leben geht es auf und ab, hin und her: mal glücklich, mal am Boden zerstört und erstarrt, mal erleichtert und hoffnungsvoll, dann wieder suizidgefährdet, mal ernst genommen, mal ignoriert und abgewiesen – er hat schon alles erlebt. Als hochsensibler Mann mit verschiedenen psychischen Störungen will er aufmerksam machen auf bestehende Hindernisse, aber auch auf Lösungsmöglichkeiten. Vor allem will er Männer ermutigen, sich zu öffnen, über ihre Gefühle und Störungen zu reden sowie nicht aufzugeben, Menschen und Therapien zu suchen, die wirklich helfen.
Jetzt ist Mac Kessler 48 Jahre alt. Seit 30 Jahren lebt er mit der Diagnose „Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS)“. Nach mehreren Therapien ist er immer noch oder wieder in einem kritischen Zustand. Wie kommt es, dass man einfach nicht dauerhaft einigermaßen stabil bleibt? Liegt es an der Störung an sich, an falschen Therapieansätzen, an einem selbst? Alles nicht einfach. Im Laufe des Gesprächs mit Mac wird eines ganz deutlich: Kategorisieren, Schubladendenken, starres Bestimmen nach Symptomen ist hier nicht angebracht, nicht lösungsorientiert und sogar fatal.
Hindernisse
Verharmlosung
Mit 18 Jahren wurde bei Mac BPS festgestellt. Zu dieser Zeit war er körperlich noch fit, hat eine Ausbildung als Bäcker absolviert und nach der ersten Therapie weitergearbeitet, weiter „funktioniert“. Auch, weil er damals noch gar nicht richtig wusste, was es bedeutet, mit dieser Störung zu leben und weil anno 1998 in Deutschland noch keine speziell entwickelte Therapie existierte und kein Nachsorgeangebot bestand. Das funktioniert eine Weile, einige Jahre, vielleicht Jahrzehnte.
Aber ohne die richtige Therapie verfällt man immer wieder in die gleichen Verhaltens- und Reaktionsmuster. Das ist mit viel Leid, Wut und Chaos verbunden. Ohne Bewusstsein für das, was in den Momenten der unverhältnismäßigen, impulsgesteuerten Reaktionen vor sich geht, lassen sich diese Ausbrüche auch nicht mildern und kontrollieren. Und ohne Bewusstsein für sich selbst als Person und die Ursachen genauso wenig. Man fällt immer wieder in die gleichen Fallen. Bei Borderlinern sieht das so aus: Von himmelhochjauchzenden Höhen in tiefe schwarze Löcher, in denen man dann erstarrt und sich völlig fremd fühlt.
Verdrängung
Besonders als Mann neigt man zum Verdrängen und Funktionieren. Für viele ist das wie eingebrannt, sei es durch Prägung, Gene, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Druck oder Erfahrungslernen. Und über Gefühle redet „Mann“ sowieso nicht gern. Mit Verdrängung gepaart ist oft ablenkendes Verhalten und der Griff nach Ventilen. Alkohol und Drogen gehören auch dazu. Und im gleichen Zuge fängt man an, Rollen zu spielen, zu täuschen, weil man ja weiter funktionieren muss, will oder soll. Irgendwann platzt die Bombe, vor allem dann, wenn der Körper ebenfalls streikt. So war es auch bei Mac. Ein Bandenscheibenvorfall im letzten Herbst ließ ihn wieder böse zurückfallen.
Kategorisierung
Bei Männern äußert sich diese Störung so, bei Frauen meistens so und so. Aber ist das wirklich immer so? Auch darauf will Mac aufmerksam machen. Zu oft wurde er schon in der Notaufnahme des BKH abgewiesen, weil seine Symptome nicht zur Problematik passen würden, oder für „nicht therapierbar“ erklärt. Aber was steckt eigentlich hinter einem bestimmten Verhalten, hinter Worten und Taten, wenn sich Störungen mischen? Wenn zum Katastrophieren und Dramatisieren noch eine Angst vor Menschen, Geräuschen und anderen äußeren Reizen dazu kommt? Wenn tief in einem hochsensiblen, immer funktionieren wollendem Mann, der gerne viel redet, ein schlimmes Trauma schlummert? Ist das immer so eindeutig einer bestimmten Störung zuordenbar?
Wie? Der soll selbstmordgefährdet sein und dabei sitzt er hier und kann lachen? Dieser Mann, Mac, ist so. Er hat gelernt, Rollen zu spielen, zu lachen, auch wenn es ihm nicht zum Lachen ist. Und darum passt Mac auch bezüglich der Borderline-Symptomatik nicht genau in die Männerschublade. Oft reagiert er eher „frauentypisch“: Dazu gehören Selbstverletzung, viel Reden – auch über Gefühle –und gewaltlose Wutausbrüche. Zum Glück gibt es Fachkliniken, die sich auch intensiv mit männlichen Borderline-Paienten befassen, wie zum Beispiel in Mannheim und Hamburg.
Finanzierung & Nachsorge
Nachdem Mac vor zwei Jahren in einer Hamburger Klinik an einer speziellen Borderline-Therapie für Suchtkranke teilnehmen konnte, ging es ihm viel besser. Die Therapie nennt sich „Dialektisch Behavoriale Therapie Sucht“ – kurz DBT-S. Zum ersten Mal fühlte er sich verstanden und wahrgenommen. Doch nach einigen Wochen zuhause in Kempten kam wieder das Gefühl der Verlassenheit und Hilflosigkeit auf. Es fehlte an professioneller Nachsorge. In einer Großstadt gibt es zwar mehr Angebote, mehr Gruppen unter fachlicher Betreuung – aber als Mensch mit einer Sozialphobie und einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sowie als Mensch mit beschränkten finanziellen Mitteln nutzt auch das nicht viel. Das Problem liegt unter anderem in der Anerkennung einer psychischen Erkrankung als Behinderung oder einer Pflegestufe, was dann wiederum finanzielle und soziale Hilfeleistungen zur Folge hätte, beispielsweise in Form von Fahrkostenerstattungen, ehrenamtlichen Begleitern oder eines PTBS-Hundes.
Lösungen, (Aus-)Wege
Angebote suchen, finden, ausschöpfen Oft haben psychisch Kranke wenige bis gar keine vertrauten Personen in ihrem Umfeld. Doch das ist sehr wichtig, um „ins Tun zu kommen“. Die obige Anführung der Problematiken zeigt deutlich, wie wichtig Recherche und Informationen sind. Welche Möglichkeiten gibt es in meiner Stadt? Welche Anlaufstellen, Gruppen, Therapeuten, die zu mir passen? Welche Therapiemöglichkeiten und Programme? Gemeinsam mit seiner einzigen Freundin Arabelle Gleich macht Mac sich stetig auf die Suche nach Lösungsansätzen.
Auch hier will er Mut machen, nicht aufzugeben und auch kreativ mit der Problematik umzugehen. Es sei enorm wichtig, sich „kleine Oasen“ für die persönlichen Bedürfnisse selbst zusammenzustellen und aktiv zu bleiben. So versucht Mac Aaron Kessler sich im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser zu halten. Da ihn jedoch viele Demütigungen und Kränkungen aus seiner von Gewalt und Missbrauch geprägten Kindheit und Jugend immer noch quälen, will er noch einmal die Kraft für einen Klinikaufenthalt aufbringen. Langfristige Besserung erhofft er sich nun von einer Therapie im Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.
Mit dem Zeichnen hat Mac Aaron Kessler einen Weg gefunden, seinen Gedanken, Gefühlen und Stimmungen Ausdruck zu verleihen
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Mac Aaron Kessler
11 Was sind für dich zusammengefasst die größten Herausforderung auf dem Weg zu einem lebenswerten Leben?
Mein Geschlecht, die „typisierte“ BorderlinePersönlichkeitsstörung, die Diagnostik nach vorhandenen Schemata und die Suche nach wertschätzenden, individuellen Therapien. Es gibt einfach nicht genügend fachliche Einrichtungen, die wirklich eine personalisierte „Lotsenfunktion“ übernehmen. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Nachsorge und Weiterbehandlung in kleinen Städten. Aber ich kann es mir schlichtweg nicht leisten, in einer Großstadt wie München, Stuttgart, Frankfurt oder Hamburg zu leben. Ich bin sehr froh, dass es immer mehr psychiatrische Fachkliniken gibt, die die Borderline-Störung bei Männern wahrnehmen und von der starren Zuordnung der Symptome abkommen. Denn diese erweist sich als sehr hinderlich für die Betroffenen. Bislang gibt es viel mehr Frauen mit der Diagnose BPS: 80 % Frauen, 20 % Männer. Tatsache ist, dass viele Männer nicht in der Klinik, sondern im Gefängnis landen.
22 Wie arrangierst du dich im Moment mit deinen Störungen?
Wie bewältigst du den Alltag?
Zusammen mit meiner Vertrauensperson Arabelle Gleich versuche ich, mir eine Woche mit festen Terminen, sogenannten Ankerpunkten, aufzubauen. Das gibt meinem Leben einen gewissen Halt und Rhythmus. In Kempten habe ich beispielsweise seit 2025 Kontakt zu einem Kleinanbieter von Ambulant Betreutem Wohnen (ABW). Die persönliche und familiäre Atmosphäre dort hat mir sehr geholfen, mein Misstrauen zu überwinden. Mehrmals im Monat kommt ein sozialpädagogischer Mitarbeiter vorbei und begleitet mich bei einem Spaziergang. Denn auch Rausgehen ist ein Problem. Eine weitere Wohltat sind die Gestalttherapie in einer ergotherapeutischen Praxis und die beratenden Gespräche bei einem DiplomPsychologen. Trotz meiner Sozialphobie habe ich einen großen Drang zu reden, mich auszutauschen und aufzuklären. Deswegen richte ich mich seit einiger Zeit immer wieder an Zeitungen, auch an große wie die Süddeutsche, um vor allem betroffene Männer anzusprechen und mitzuteilen: „Hey, du bist nicht allein. Und es gibt ganz verschiedene Ausprägungen deiner psychischen Störung. Du bist es wert, gesehen, gehört und ernst genommen zu werden, genau so, wie du bist.“
3 3 Wie soll es in Zukunft weitergehen?
Nach meinem Klinikaufenthalt möchte ich versuchen, in Richtung Beratung und Coaching umzuschulen, um andere Betroffene zu unterstützen, weiter Aufklärungsarbeit zu leisten und quasi als „Lotse“ zu arbeiten. Mein Erfahrungs- und Informationsschatz ist inzwischen sehr groß. Den möchte ich nicht begraben, sondern Gutes damit tun. | Text: Heike Stix, Fotos und Zeichnungen: Mac Aaron Kessler |
Buch-Tipps:
• Interaktives Skilltraining für Borderline Patienten, Martin Bohus (ZI Mannheim) und Martina Wolf-Arehult
• Traumabedingte Dissoziation, Anna-Lena Graß
• Stärker als Borderline: Wie du mit DBT dein Gefühlschaos kontrollieren kannst, Debbie Corso
Die Zahl der Einbruchdiebstähle ist gestiegen, nur gut ein Viertel davon lässt sich aufklären
Höchste Aufklärungsquote in Bayern
Wichtig zur Interpretation des Sicherheitsberichts ist die sogenannte Häufigkeitszahl. Sie errechnet sich aus der Zahl der bekannt gewordenen Fälle pro 100.000 Einwohner und ermöglicht es, die durch Kriminalität verursachte Gefährdung auszudrücken. Im Zuständigkeitsbereich des PP Schwaben Süd/West beläuft sich diese Zahl für 2025 auf 3,6. Zum Vergleich: in Berlin liegt sie bei ziemlich genau 14, in München bei 5,3 und in Frankfurt bei 14,6.
Mehr Einbrüche und Autodiebstähle
Daraus lässt sich schließen, dass es sich im Zuständigkeitsbereich des PP Schwaben Süd/West recht sicher leben lässt. Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner sagt: „Der Schutzbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West gehört zu den sichersten Regionen Deutschlands. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind rund um die Uhr im Einsatz und setzen sich als Garant für die Sicherheit der Bürger ein.“
Trotzdem gibt es Kriminalitätsfelder, in denen es auch im Zuständigkeitsbereich Schwaben Süd/West zur Zunahme von Straftaten kam. So stieg die Zahl der Delikte bei (Online-)Vermögens- und Fälschungsdelikten, bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, bei Raubdelikten und Wohnungseinbruchdiebstählen. Bei Letzteren wurden 191 Fälle gezählt, das macht 19 Fälle je 100.000 Einwohner. Mit 26,7 Prozent Aufklärungsquote wird nur rund ein Viertel aller Fälle gelöst. Mit 705.000 Euro Beuteschaden liegen Wohnungseinbrüche jedoch signifikant hinter den Schäden von mehr als 2,1 Mio. Euro bei Callcenter-Betrugsfällen und 2 Mio. Euro bei Vermögens- und Fälschungsdelikten im Internet.
Übrigens: Wer in der Nähe der Bundesautobahnen A 7, A8 oder A96 lebt, ist stärker von Einbruchskriminalität bedroht. Beratung für das Thema Schutz und Sicherheit gibt es bei der PI Kempten oder im Fachhandel für Sicherungstechnik. Signifikant stieg im Jahr 2025 zudem der Diebstahl von Kraftfahrzeugen (+20 Prozent), zu denen auch E-Scooter als zulassungsbedürftige Elekrokleinstfahrzeuge gehören.
Jedes Jahr im Frühjahr stellt das Polizeipräsidium (PP) Schwaben Süd/West in Kempten seine polizeiliche Kriminalstatistik vor – und wie in den vergangenen Jahren war auch diesmal das Fazit positiv. Mit 73,5 Prozent Aufklärungsquote belegt das PP Schwaben Süd/West den ersten Platz im bayernweiten Vergleich. Insgesamt wurden 22.079 Tatverdächtigte ermittelt, davon waren ziemlich exakt drei Viertel männlich. Die Zahl der Straftaten fiel 2025 um 3,4 Prozent auf 36.777 Fälle.
Subjektives Sicherheitsgefühl
„Die Polizeiliche Kriminalstatistik stellt die objektive Sicherheitslage dar. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschn hingegen wird stark durch persönliche Erfahrungen, die Medienberichterstattung und lokale Wahrnehmungsfaktoren geprägt. Beide Perspektiven weisen deutliche Unterschiede auf“, erklärt Polizeipräsidentin Strößner. Ihre Beschreibung trifft insbesondere auf Messerangriffe zu. Aufgrund aufsehenerregender Übergriffe ist das Tatmittel Messer in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung geraten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 147 Messerangriffe erfasst, von denen sich 62 im öffentlichen Raum ereigneten. Die Aufklärungsquote liegt bei 95 Prozent, die Täter sind in 85 Prozent der Fälle Männer.
Rückblick auf Festwoche und Stadtfest
Auf dem Festwochengelände kam es zu insgesamt 45 polizeilichen Einsätzen. Unter anderem wurden die Einsatzkräfte zu Körperverletzungs-, Beleidigungs- und Diebstahlsdelikten hinzugerufen. Letztlich registrierte die Polizei dabei rund 30 Straftaten. Sie verzeichnete am Ende trotz vergleichbarer Besucherzahlen weniger polizeiliche Einsätze und Straftaten als in den Jahren zuvor. Beim Stadtfest Kempten, das mit seinen 46.000 Besuchern recht friedlich verlief, fielen der PI Kempten durch Verkehrskontrollen viele Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss auf. Insgesamt konnten bei zehn Personen Einschränkungen durch vorangegangen Konsum von Alkohol, Cannabis und auch illegalen Betäubungsmitteln erkannt werden. Auffallend war, dass neun der Fahrzeugführer auf E-Scootern unterwegs waren. Dazu die PI Kempten: „Besorgniserregend ist die Entwicklung der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen – insbesondere wegen der damit verbundenen Folgen. Aufgrund dieser negativen Tendenzen werden wir unsere Verkehrssicherheitsarbeit in diesen Bereichen weiter intensivieren.“ | Text: Jörg Spielberg, Fotos: pixabay, PP Schwaben Süd/West |
NACHHALTIGKEIT
Foto unsplash: anna-keibalo
Gemeinsam Zukunft gestalten
Wie wollen wir in Zukunft leben, wirtschaften und unsere Gesellschaft gestalten? Das „Festival der Zukünfte“ (09. bis 16. Mai) stellt diese Fragen in unserer Region und lädt dazu ein, Antworten nicht nur zu hören, sondern gemeinsam zu entwickeln. Mit einem Symposium, einem Zukunftsfest und zahlreichen Aktionstagen entsteht ein lebendiger Raum für Austausch, Inspiration und konkretes Handeln.
Am Anfang steht das Symposium am 09. und 10. Mai, welches als ein Herzstück des Festivals visionäre Impulse mit praktischen Perspektiven verbindet. Hochkarätige Referent:innen diskutieren zentrale Zukunftsfragen: Wie kann die Zukunft einer gesunden Landwirtschaft und einer krisenresilienten Wirtschaft aussehen, die zudem dem Gemeinwohl dient? Welche Formen von Demokratie brauchen wir morgen? Wie können wir ökologische und soziale Herausforderungen gemeinsam meistern? Welche Auswege finden wir aus sozialer Ungerechtigkeit und was braucht eine friedliche Gesellschaft? Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu den hochkarätigen Referentinnen und Referenten zu ermöglichen, findet das Festival auf der Basis solidarischer Eintrittspreise statt (Eintrittspreis nach Selbsteinschätzung).
Neue Formen der (Land-) Wirtschaft und Demokratie
Neben dem alternativen Nobelpreisträger Helmy Abouleish und Dr. Anita Idel, die zu regenerativer Landwirtschaft referieren, ist Christian Felber, Begründer der Gemeinwohl-Ökonomie, mit seinem Vortrag „Von der Gemeinwohlökonomie zur souveränen Demokratie“ einer der renommierten Impulsgeber.
Solidarität und soziale Gerechtigkeit
Von Thomas Hanns Vortrag über Genossenschaften als Modelle für kooperatives Wirtschaften spannt sich der Bogen am Samstag hin zu drängenden Fragen der sozialen Gerechtigkeit, welche von der einflussreichen Soziologin und Bestsellerautorin Emilia Roig hoch spannend diskutiert werden.
Weibliche Kraft –Muttertag mal anders
Heide Göttner-Abendroth, weltweit führende Expertin der Matriarchatsforschung und die Filmemacherinnen Uscha Madeisky und Dagmar Margotsdotter geben am Sonntag Einblicke in matriarchale Kulturen rund um den Globus und machen sichtbar, wie dort soziale Balance, Friedfertigkeit und echte Gleichwertigkeit praktisch verwirklicht werden.
Das Symposium ist erst der Anfang!
Noch nie haben sich so viele Akteure aus ehrenamtlichen Initiativen, Wirtschaft und Öffentlichkeit zusammengetan, um gemeinsam zu zeigen: Es geht auch anders! Besonders deutlich wird das während der Aktionstage, die von Montag bis Samstag, 11. bis 16. Mai, auf das Symposium folgen. Dabei werden regionale Initiativen, Unternehmen wie die Backstube Zwei Schwestern oder der Zweckverband Abfallwirtschaft Kempten (ZAK), Kulturvereine, Schulklassen, Naturschutzorganisationen sowie Regionalgruppen unter anderem von Greenpeace, Omas For Future, Health For Future, Fridays For Future, Gemeinwohl Ökonomie Regionalgruppe Allgäu etc. ihre Arbeit und Projekte vorstellen. Sie wollen damit Begeisterung wecken und zum Unterstützen anregen. Die Aktionstage zeigen die Vielfalt lokalen Engagements: Infoveranstaltungen, Vorträge, Workshops, Exkursionen, offene Werkstätten und Diskussionsrunden in Kempten und Umgebung laden zum Mitmachen ein.
Zukunftsfest – Feiern, Staunen, Vernetzen
Am Donnerstag, 14. Mai, steht ein weiteres Highlight auf dem Programm: das Zukunftsfest. Es findet im Außenbereich der Allgäuhalle statt, wo sich Zukunft ganz unmittelbar erleben und feiern lässt: mit kreativen Info- und Aktionsständen, Musik, Theater, Performance, Handwerk, Bio-Kulinarik und regionaler Kultur für alle Generationen auf dem Markt der Möglichkeiten. Das Festival der Zukünfte macht Mut, neue Wege zu denken – und sie gemeinsam zu gehen.
PS: Es werden noch Helfer für die Festivaltage gesucht!
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Christian Felber, Begründer der Gemeinwohl-Ökonomie
11 Für die Neulinge unter uns: Was verstehst du unter „Gemeinwohl-Ökonomie“?
Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist ein Wirtschaftsmodell, das wirtschaftliches Handeln konsequent am Gemeinwohl ausrichtet. Produktion, Dienstleistungen, Handel und Finanzierung sollen nicht primär Gewinninteressen dienen, sondern dem Wohl aller Menschen, Tiere und Pflanzen sowie künftiger Generationen. Geld und Kapital gelten dabei als notwendige Mittel, nicht als Ziel. Da es bislang kein umfassendes Gemeinwohl-Produkt zur Messung des gesamtwirtschaftlichen Erfolgs gibt, misst die praktische Gemeinwohl-Bilanz der GWÖ, die bereits von rund 1.500 Unternehmen erstellt wird, die Werte Menschenwürde, Gerechtigkeit, Solidarität, Nachhaltigkeit und Demokratie. Je stärker Unternehmen diese Werte leben, desto mehr Vorteile sollen sie im Wirtschaftssystem erhalten.
22 Ein weiteres Schlagwort aus der Ankündigung deines Vortrags ist „Souveräne Demokratie“ als „Zwillingsschwester“ der Gemeinwohl-Ökonomie. Was ist das Besondere an dieser Art von Demokratie? Der Begriff „Souveräne Demokratie“ ist eigentlich doppelt gemoppelt, denn Demokratie bedeutet bereits Volksherrschaft. Sie ist jedoch noch nicht voll ausgereift. In Deutschland legt zwar das Grundgesetz fest, dass alle Macht vom Volk ausgeht, doch auf Bundesebene fehlt bis heute eine konkrete Regelung für Volksabstimmungen. Direkte Demokratie existiert nur auf kommunaler und Landesebene – anders als etwa in der Schweiz. Für eine lebendige Demokratie braucht es daher verschiedene Instrumente: Volksabstimmungen für klar umrissene Fragen, Bürger:innenräte für komplexe Themen und Konvente für größere gesellschaftliche Reformen. Die demokratischen Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft.
3 3 Wie könnte es gelingen, dass Alternativen zu den aktuellen Wirtschafts- und Politikkonzepten Chancen auf Umsetzung erlangen? Alternativen zu bestehenden Wirtschafts- und Politikkonzepten haben bessere Umsetzungschancen, wenn das Initiativrecht bei der Bevölkerung liegt. Eine souveräne Demokratie ermöglicht nicht nur politische Veränderungen, sondern auch Weiterentwicklungen des Systems selbst, etwa durch verfassungsrechtlich verankerte Bürger:innenräte und verbindliche Volksabstimmungen. Voraussetzung dafür sind politische Bildung von klein auf, inklusive neuer Entscheidungsverfahren, sowie Medien als öffentliches Gut: unabhängig, entpolarisierend und ohne übermäßige Machtkonzentration. Eine weitere Lehre aus der Pandemie ist die Bedeutung eines respektvollen, gewaltfreien Diskurses.
Das ganze Programm: www.festival-der-zukuenfte.de
Gegenständen ein zweites Leben schenken
Gerade bei den Mädelsflohmärkten hört man häufig: „Bevor ich es wegwerfe, freut sich vielleicht jemand anderes darüber.“ Flohmärkte sind aber nicht nur nachhaltig, sie haben auch eine soziale Komponente. So wie andere am Wochenende auf den Fußballplatz gehen, treffen sich viele eben auf dem Flohmarkt. Es gibt Schnäppchenjäger, Sammler und Menschen, die einfach gerne stöbern. Die Hemmschwelle ist niedrig: Man kann kommen, wann man will, wie man will, ohne große Hürden. Genau das schätzen viele.
Second Hand ist Trend. Merkst du das bei euren Events?
Natürlich gibt es Schwankungen, aber insgesamt läuft es gut. Besonders die Mädelsflohmärkte, die wir vor vielen Jahren ins Programm aufgenommen haben, sind fest etabliert. Von Anfang an haben sie gut funktioniert, heute sind es rund 30 derartige Veranstaltungen im Jahr – sie haben eine richtig große Fangemeinde.
Wie groß ist euer Wirkungsbereich?
Ganz grob reicht unser Radius von Rosenheim über Kempten bis Ulm und Freiburg, also der ganze süddeutsche Raum. Neben Kempten ist Rosenheim ein besonders schöner Standort, grundsätzlich gibt es immer wieder neue Locations und neue Möglichkeiten, etwas zu machen. Neben klassischen Flohmärkten und Mädelsflohmärkten planen wir aktuell weitere Veranstaltungsformate.
Und wie läuft das ab, wenn jemand etwas verkaufen möchte?
Beim Blümlesmarkt auf dem Kemptener Rathausplatz gibt es Blüh- und Nutzpflanzen
Vintage und Second Hand sind im Trend – und zwar in allen möglichen Bereichen, wie unsere Flohmarkt-Übersicht zeigt. Im Allgäu ist Eberhard Fetzer mit seinem Immenstädter Unternehmen Pionier der Flohmarkt-Bewegung –und ein spannender Gesprächspartner.
Seit wann beschäftigst du dich mit Flohmärkten? Im Grunde schon seit rund 40 Jahren. Die Idee entstand damals aus dem Gedanken heraus, Nachhaltigkeit, Markt und Veranstaltung miteinander zu verbinden. Angefangen hat alles im Rahmen der Landjugend. Wir waren damals vielleicht 17 Jahre alt und haben unseren ersten Markt in Immenstadt organisiert. Dass daraus einmal so etwas Langfristiges wird, hätte damals wohl niemand gedacht.
Wie hat sich eure Idee im Laufe der Zeit entwickelt? Das Konzept hat sich ziemlich schnell etabliert. Viele Menschen möchten Dinge verkaufen, die sie selbst nicht mehr brauchen, die aber zu schade zum Wegwerfen sind. Der Gedanke, Gegenständen ein zweites Leben zu schenken, spielt dabei eine große Rolle.
Grundsätzlich vermieten wir Flächen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer bringen ihre Stände selbst mit, oft einfache Klapptische. In Ausnahmefällen, etwa in Hallen, können wir ein begrenztes Tischkontingent anbieten, aber das ist nicht die Regel. Das kommunizieren wir auch klar vorab. Das Prinzip der Flächenvermietung ist bewusst einfach gehalten, weil es individuell, unkompliziert und für alle gut umsetzbar ist.
AllgäuhallenFlohmärkte
Der zweite große Flohmarkt-Veranstalter im Allgäu neben Eberhard Fetzer ist die Firma Tokra-Veranstaltungen in Oy-Mittelberg. Dahinter stecken Martina und Jürgen Kraus, die für die bekannten Flohmärkte an und in der Allgäuhalle in Kempten verantwortlich sind. Jürgen Kraus erzählt: „Als vor 27 Jahren die Währung auf den Euro umgestellt wurde, haben wir angefangen mit den Flohmärkten. Im Zuge dieser Umstellung hatten ja viele Menschen das Gefühl, dass alles teurer wird und man sparen sollte.“ Heute beobachtet Jürgen Kraus bei seinen Flohmärkten in Kempten und Kaufbeuren Ähnliches: „Die Altersarmut wird größer, viele Menschen sind auf Flohmärkte angewiesen. Das ist ein Stück weit Fluch und Segen – vor allem aber helfen unsere Veranstaltungen und erfreuen viele Menschen.“
Übersicht über die nächsten Flohmärkte
■ 25. April – Camping-Flohmarkt im Erwin Hymer Museum: Von 08:00 bis 14:00 Uhr bietet der Flohmarkt die Chance, Ausrüstung zu tauschen, Zubehör weiterzugeben und nach lange Gesuchtem zu kramen.
■ 26. April – American Football Fan Day im Illerstadion Kempten: Von 09:00 bis 18:00 Uhr lädt ein Flohmarkt beim Fan Day zum Stöbern ein.
■ 02. Mai – Flohmarkt in der Allgäuhalle Kempten: Von 08:00 bis 15:30 Uhr verwandelt sich die traditionsreiche Allgäuhalle in einen dichten Marktraum, in dem sich Besucherströme, Gespräche und Begutachtungen überlagern.
■ 09. Mai – Klamotten-Flohmarkt im Arche-Hof Birk in Weitnau: Von 14:00 bis 16:00 Uhr bietet dieser Frauenflohmarkt unter dem Motto „Grad z‘schad“ Kleidung und außerdem einen Kreativworkshop.
■ 15. Mai – Afterwork-Klamottenflohmarkt in der Rapunzel Welt in Legau: Von 17:00 bis 22:00 Uhr kann man neue Lieblingsstücke suchen oder einfach einen schönen Abend mit Freund:innen verbringen und einen entspannten Mix aus Flohmarkt, Musik und guten Vibes genießen.
■ 16. Mai – Mädelsflohmarkt im Eisstadion Kempten: Von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr präsentieren rund 150 Ausstellerinnen ein vielfältiges Angebot an Kleidung, Schuhen, Schmuck und Selbstgemachtem, wobei neben der Entdeckerfreude vor allem der Austausch und das Verbinden von Mode-Begeisterten im Vordergrund stehen.
■ 16. Mai – Inselflohmarkt in der Kulturfabrik Mindelheim: Von 11:00 bis 18:00 Uhr entfaltet sich zwischen alten Schallplatten, ausgelesenen Büchern und kleinen Fundstücken ein Ort, an dem Dinge eine zweite Geschichte beginnen.
■ 21. Mai – Blümlesmarkt rund um den Brunnen am Rathausplatz in Kempten: Von 12:00 bis 15:00 Uhr lädt die HOI! Psychosoziale Hilfsgemeinschaft e.V. gemeinsam mit der KJF Soziale Angebote Allgäu dazu ein, eine vielfältige Auswahl an liebevoll vorgezogenen Pflanzen für das Gartenjahr 2026 gegen Spende oder Tausch mitzunehmen und dabei ins Gespräch zu kommen.
■ 25. Mai – Pfingstmarkt & Flohmarkt in Bad Grönenbach: Von 08:00 bis 17:00 Uhr lockt der traditionelle Markt in den historischen Ortskern – ein Festtag mit Handwerkskunst, regionalen Spezialitäten, Schnäppchen und nostalgischen Fundstücken.
■ 06. Juni – Flohmarkt in der Allgäuhalle Kempten: Von 08:00 bis 15:30 Uhr gibt es wieder ein großes Angebot, das von Vintage-Möbeln über Schallplatten, Bücher und Kleidung bis hin zu echten Kuriositäten reicht.
■ 13. Juni – Mädelsflohmarkt im Eisstadion Kempten:
Auch bei dieser Ausgabe des beliebten Flohmarkts kommen Modeverrückte, Fashion Fans und Designerinnen auf ihre Kosten, genauso wie neugierige Schnäppchenliebhaberinnen und interessierte Besucherinnen, die einfach einen aufregenden Tag mit Freundinnen verbringen wollen.
www.0831-stadtmagazin.de/eventkalender
Events
in der Rapunzel Welt
Afterwork-Klamottenflohmarkt in der Rapunzel Welt (12 € pro Standfläche) Fr, 15.05. | 17:00 - 22:00 Uhr | Eintritt frei
Internationaler Tag der Biodiversität Fr, 22.05. | 10:00 - 16:00 Uhr
Sommer im Glas: Das Weinfest in der Rapunzel Welt Sa, 27.06. | 16:00 - 22:00 Uhr
Rapunzel Welt Rapunzelstraße 2 | 87764 Legau
Weitere Infos, Veranstaltungen und Tickets
Kein Event mehr verpassen: @rapunzel_welt www.rapunzelwelt.de/newsletter
Wir machen Bio aus Liebe seit 1974.
Schutz vor lichtbedingten
Zellschäden
Das Allgäu ist ein Eldorado für Naturliebhaber. Nicht nur, was Freizeitaktivitäten betrifft. Die Natur schützen und gleichzeitig sinnvoll nutzen, was sie uns bietet – damit sind Unternehmen wie Primavera, Rapunzel oder die Bahnhof-Apotheke groß geworden. Ebenfalls in diese Riege gehört die Dr. Hauck R&D GmbH mit Sitz in Kempten. Das Forschungsinstitut erforscht, entwickelt und produziert Naturkosmetika und Naturarznei. Im Interview haben wir mit Institutsleiter Dr. David Hauck darüber gesprochen, wie Naturstoffe die Haut schützen, was man beim Gang in die Sonne beachten sollte – und welche Ziele seine neue Kooperation mit der Bahnhof-Apotheke verfolgt.
Herr Dr. Hauck, erzählen Sie uns bitte das Wichtigste über sich und Ihr Institut.
Ich bin noch keine 40 Jahre in dem Geschäft, wie die anderen genannten Unternehmen, aber ebenfalls ein Bio-Pionier, und zwar im Bereich der Premium-Naturkosmetik. Lange Zeit galt Naturkosmetik als ethisch sinnvoll, aber wenig wirksam – wir konnten das Gegenteil beweisen. Meine Ausbildung ist medizinisch wissenschaftlich geprägt, mit Schwerpunkten in Arzneimittelchemie und experimenteller Dermatologie. Nach Stationen in der pharmazeutischen Forschung haben meine Frau und ich vor elf Jahren hier im Allgäu unser eigenes Forschungsinstitut gegründet, das sich ausschließlich mit Naturstoffen beschäftigt –für Arznei, Kosmetik und Nahrungsmittel. In diesem Bereich sind wir weltweit mit an der Spitze.
Birkenrinde enthält Betulin, damit schützt sich der Baum vor Wind und Sonne
Mit welchen Naturstoffen arbeiten Sie vorwiegend? Und wie kooperieren Sie dabei mit der Bahnhof-Apotheke? Ein ganz wichtiger Stoff für uns ist Betulin aus der Birkenrinde. Die Birke ist ein Pionierbaum, der extremen Wetter- und Sonnenbedingungen standhält. Das weiße Betulin wirkt dabei wie ein natürlicher Schutzmantel – und genau diese Eigenschaft machen wir uns für die Haut zunutze. Gemeinsam mit der Bahnhof-Apotheke verfolgen wir aktuell zwei Projekte: Zum einen eine dermatologische Pflegelinie für sensible Haut, etwa bei Neurodermitis oder Allergien. Zum anderen ein begleitendes Pflegekonzept für Menschen in der Krebsbehandlung. Dieses Projekt liegt uns besonders am Herzen.
Ist die Wirkung von Betulin neu oder bereits bekannt?
Man kann Betulin quasi überall kaufen – aber nicht in einer bioverfügbaren Variante. Der Stoff lässt sich nur schwer so aufbereiten, dass ihn die Haut tatsächlich aufnehmen kann. Diese Variante zu extrahieren, das ist richtige „Rocket Science“ und ein Alleinstellungsmerkmal unseres Instituts.
Wie lange hat diese Entwicklung gedauert und woher stammen die Rohstoffe?
Wir haben rund fünf Jahre intensive Forschungsarbeit in das Thema gesteckt. Die Birkenrinde beziehen wir aus Skandinavien, wo Birken nachhaltig für die Möbelindustrie angebaut werden. Die Rinde fällt dort als Nebenprodukt an, wird sonst kaum genutzt und enthält bis zu 20 % des benötigten Extrakts. So entsteht durch echtes Upcycling ein hochwertiger Wirkstoff für die Naturkosmetik.
Der Sommer steht vor der Tür – gibt es einen Naturstoff, der die Haut beim Aufenthalt in der Sonne unterstützen kann?
Auf jeden Fall, und zwar Astaxanthin. Während Betulin regenerativ wirkt, ist Astaxanthin präventiv. Es handelt sich um ein
Dr. David Hauck und seine Frau Bettina haben vor elf Jahren in Kempten ein Forschungsinstitut für Naturstoffe gegründet
starkes Antioxidans aus einer Süßwasseralge, das freie Radikale neutralisiert, entzündungshemmend wirkt und vor lichtbedingten Zellschäden schützt. Besonders ist, dass Astaxanthin innerlich wie äußerlich angewendet werden kann und sich in der Haut anreichert. Bei frühzeitiger Einnahme lässt sich ein Schutzdepot aufbauen – etwa für Menschen mit hoher Sonnenempfindlichkeit oder mit Sonnenallergie.
Ersetzt dieser Ansatz den klassischen Sonnenschutz? Nein, Astaxanthin ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung. Klassische Sonnenschutzprodukte schützen hauptsächlich vor UVB-Strahlen, die nur etwa 10 Prozent der Sonnenstrahlung ausmachen. Gegen die übrigen 90 Prozent besteht kein Schutz. So entstehen trotz ausbleibendem Sonnenbrand weiterhin Lichtschäden wie Pigmentflecken, Falten, Kollagenrückgang oder im schlimmsten Fall Hautkrebs. Zudem können chemische Filter schlecht abbaubar, hormonell wirksam und umweltschädlich sein. Wir arbeiten an einem Produkt, das Sonnenschutz mit Astaxanthin kombiniert und diese Nebenwirkungen vermeidet – aber da sind wir noch nicht am Ziel, weshalb wir aktuell empfehlen, beide Produkte nacheinander aufzutragen.
Sonnenschutz für die Haut
Die wichtigsten Tipps:
• Intelligent mit der Sonne umgehen: Die stärkste Strahlung herrscht von 11 bis 15 Uhr – in dieser Zeit Sonne möglichst meiden.
• Textilien nutzen: Kleidung ist der effektivste Sonnenschutz. Ein dünnes Baumwollhemd schützt fast so gut wie spezielle UV Shirts.
• Eigenschutzzeit kennen: Jeder Hauttyp hat eine individuelle Eigenschutzzeit. Der Sonnenschutzfaktor verlängert diese um den entsprechenden Faktor.
• Sonnenschutz richtig anwenden: Großzügig eincremen (meist wird deutlich zu wenig verwendet) und regelmäßig nachcremen.
• Nach dem Baden nachcremen: 20 Minuten im Wasser halbieren den Schutz.
• Duftstofffreie Produkte bevorzugen: Duftstoffe erhöhen das Risiko für Hautreizungen und Irritationen in der Sonne.
• Antioxidantien ergänzend einsetzen: Stoffe wie Astaxanthin unterstützen die Haut dabei, freie Radikale abzufangen.
• Frühzeitig vorsorgen: Wer zu Sonnenallergien neigt oder empfindliche Haut hat, kann mehrere Wochen vor der Sonnensaison gezielt vorbeugen.
• Bunt essen: Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Obst und Gemüse stärkt das antioxidative Schutzsystem der Haut.
• Augen nicht vergessen: Sonnenbrillen schützen die Netzhaut, die selbst keinen Eigenschutz besitzt – auf UV Schutz achten, nicht auf den Preis.
Insektenzeit
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Blicken dankbar zurück und vertrauensvoll in die Zukunft: Die PRIMAVERA Gründer und Eigentümer Kurt L. Nübling und Ute Leube
PRIMAVERA feiert 40 Jahre
Seit 1986 steht PRIMAVERA für naturreine Bio-Pflanzenkraft, gelebte Nachhaltigkeit und die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur. Eine Gruppe von Freunden und Gleichgesinnten um Ute Leube und Kurt L. Nübling, interessiert an alternativen Lebensweisen und ätherischen Ölen, verbunden in der tiefen Liebe zur Natur: Das waren die Anfänge, aus denen der Wegbereiter der Aromatherapie PRIMAVERA entstand.
„Voller Dankbarkeit blicken wir auf 40 Jahre PRIMAVERA zurück, eine Zeit voller Duft, Licht und Lebensfreude, die unsere Herzen berührt und bewegt hat“, sagen die beiden Firmengründer und -inhaber Ute Leube und Kurt L. Nübling. „Getragen vom kraftvoll gewachsenen Fundament unserer langjährigen Firmengeschichte blicken wir gemeinsam vertrauensvoll nach vorne. Mit Zuversicht und Offenheit gestalten wir die nächsten Kapitel – inspiriert von allem, was war und den schönen Dingen, die noch kommen werden.“
Die römische Frühlingsgöttin mit dem Blüten-Füllhorn ziert das Firmenlogo als Siegel für naturreine Bio-Qualität. Das Sortiment umfasst heute rund 430 Produkte aus naturreiner Aromatherapie und zertifizierter Naturkosmetik. In 23 Ländern sind PRIMAVERA-Produkte erhältlich. Mit purer Pflanzenkraft Heilsames in die Welt zu bringen, gehört seit Anbeginn zum Markenkern des Allgäuer Bio-Pioniers. Eine Vielzahl von Auszeichnungen bestätigt das jahrzehntelange nachhaltige Engagement. 300 Mitarbeitende haben bei PRIMAVERA einen besonderen Arbeitsplatz mit respektvollem Miteinander gefunden.
Im Naturparadies wird Biodiversität erlebbar
Der nach Feng Shui- und baubiologischen Aspekten von Kurt L. Nübling konzipierte Firmensitz, an dem auch der PRIMAVERA Duftund Naturkosmetikshop angesiedelt ist, befindet sich seit 2010 in Oy-Mittelberg. Die Adresse „Naturparadies 1“ macht ihrem Namen alle Ehre, denn nachhaltiges Wirtschaften wird hier sichtbar: Auf fünf Hektar Fläche sind 110.000 duftende Pflanzen zu erleben, auch Heil- und Aromakräuter und selten gewordene Insekten. 2025 wurden ca. 55.000 Besucher am Standort gezählt. Mit einem Feuerwerk an Farben und dem herzöffnenden Jubiläumsduft namens „Von Herzen“ feiert der Allgäuer Bio-Pionier die Vielfalt. So ist die Jubiläumskollektion auch eine Hommage an die 13 Bio-Anbaupartnerschaften weltweit, von denen das Unternehmen seine wertvollen Rohstoffe bezieht.
| Fotos: PRIMAVERA LIFE |
Der Firmensitz in Oy-Mittelberg – ein Ort, an dem Biodiversität sichtbar ist
FOLGE 1
In einer neuen Serie setzt sich das „0831“ in den nächsten Ausgaben mit verschiedenen Facetten des Themas Energie im Allgäu auseinander. Solarparks, Balkonkraftwerke, Wasser- und Windkraft sind nur einige der Themen, um die es gehen wird. Den Start macht aus aktuellem Anlass das Thema Wärmepumpe, denn bei den aktuellen Energiepreisen und -krisen im fossilen Bereich möchten viele Menschen weg von Öl und Gas.
Laut Experten ist in den meisten Fällen die Wärmepumpe die beste Lösung – nicht nur für gut gedämmte Neubauten. Studien und Feldtests zeigen: Auch in Bestandsgebäuden können Wärmepumpen effizient betrieben werden. Meist reichen bereits kleinere Maßnahmen wie die Dämmung der obersten Geschossdecke oder der Austausch einzelner Fenster aus, um eine Wärmepumpe wirtschaftlich zu betreiben. Zahlreiche ältere Häuser lassen sich so mit maximalen Vorlauftemperaturen von unter 55 Grad Celsius beheizen, was als Grenze gilt, ab der Wärmepumpen besonders effizient arbeiten.
Ebenfalls wichtig: Entgegen einem Vorurteil sind Wärmepumpen nicht auf Fußboden- oder Wandheizungen angewiesen. Auch konventionelle Heizkörper können genutzt werden. Zudem schaffen es moderne Anlagen, Gebäude selbst bei zweistelligen Minusgraden zuverlässig zu beheizen – auch dann, wenn diese nur unzureichend gedämmt sind. Allerdings steigt natürlich bei sehr niedrigen Temperaturen – die immer seltener werden – der Stromverbrauch an. Wärmepumpen sind wahre Effizienzwunder. Sie nutzen die Um-
Wahre Effizienzwunder
gebungswärme und erzeugen dank ausgefeilter Technik aus einer Kilowattstunde (kWh) Strom etwa drei bis fünf kWh Wärme. Für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche und einem jährlichen Wärmebedarf von 12.000 kWh – vergleichbar mit 1.200 Litern Heizöl – werden so nur 2.500 bis 4.000 kWh Strom benötigt. www.eza-allgaeu.de/bau-energieberatung/waermepumpe
Präg bietet Ökotarif für Wärmepumpen
Wärmepumpen sind wichtig für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung. Um den Betrieb dieser modernen Heizsysteme noch nachhaltiger zu gestalten, bietet Präg einen speziellen Wärmestromtarif an, der vollständig aus Wasserkraft gewonnen wird. Dieser Ökotarif richtet sich gezielt an Haushalte und Unternehmen, die Wert auf eine klimafreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung legen. Wärmestrom ist ein eigens für den Betrieb von Wärmepumpen entwickelter Stromtarif. Er ermöglicht es, Heizsysteme zu attraktiven Konditionen mit erneuerbarer Energie zu betreiben.
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Energiemix der Zukunft
Der aktuelle Irankrieg macht es uns wieder deutlich: Unsere Energieversorgung – ja, unser gesamter Lebensstil – beruht auf dem Einsatz fossiler Energien, ist nicht nachhaltig und macht uns vor allen Dingen sehr anfällig für Erpressungen, sei es durch den Iran, Russland oder auch die USA. Ja, mehr noch: Dadurch finanzieren wir auch Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Mit erneuerbaren Energien hingegen generieren wir Wertschöpfung vor Ort und verbessern unsere Sicherheit.
Die Zielsetzung sollte damit klar sein – und sie spiegelt sich auch in den politischen Beschlüssen der Stadt Kempten und diverser Allgäuer Landkreise wider. So hat die Stadt Kempten beispielsweise mit ihrem Klimaplan 2035 beschlossen, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden. Auch wenn dieses Ziel angesichts des aktuellen Standes nur sehr schwer erreichbar erscheint, so zeigt der Klimaplan doch recht deutlich auf, wo wir heute stehen, und wie unsere Energieversorgung in Zukunft ausschauen kann.
Heute basiert die Energieversorgung in Kempten überwiegend auf fossilen Energiequellen. Auf der Stromseite haben wir zwar bereits gute Fortschritte machen können und in Zukunft soll sich die Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energien stützen. Strom macht allerdings heute nur einen Anteil von rund 20 bis 25 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus. Der größere Teil sind Erdgas und Heizöl für Wärmeversorgung und Industrie sowie Treibstoffe für die Mobilität. Diese sollen schrittweise durch Stromanwendungen ersetzt und somit auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Der Stromverbrauch wird damit deutlich steigen, von heute rund 380.000 Megawattstunden pro Jahr auf rund 630.000 Megawattstunden pro Jahr. Dieser Trend zu strombasierten Systemen ist auch der größte Wandel, der bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen wird. In Zukunft werden wir auf Elektromobilität umsteigen und die meisten Häuser werden durch Wärmepumpe, einen Anschluss an ein Wärmenetz oder eine Holzheizung versorgt werden, immer mehr Häuser werden eine Solarstromanlage auf dem Dach haben.
Bei PV-Freiflächenanlagen liegen in der Region die größten Potenziale für die Steigerung regenerativer Energiegewinnung
Photovoltaik auf Dächern soll sich verdreifachen
Doch woher kommt der Strom? Aktuell bezieht die Stadt Kempten pro Jahr rund 220.000 Megawattstunden von außerhalb, dies soll in Zukunft auf 75.000 Megawattstunden pro Jahr reduziert werden. Heute erzeugen in Kempten Solarstromanlagen (Fachbegriff Photovoltaik, abgekürzt PV) auf Dächern in Summe 51.000 Megawattstunden pro Jahr, in Zukunft sollen es 150.000 Megawattstunden pro Jahr werden. Solarstrom-Freiflächenanlagen in Kempten bringen derzeit 5.000 Megawattstunden pro Jahr – in der Zukunft soll dies eine wesentliche Säule der Stromerzeugung sein mit rund 300.000 Megawattstunden pro Jahr. Wasserkraft und das Müllheizkraftwerk liefern auch mit je rund 50.000 Megawattstunden wichtige Anteile, die in Zukunft in der gleichen Größenordnung bleiben sollen. Windenergie spielt im Stadtgebiet, weil es hier keine Standorte für Anlagen gibt, keine Rolle – für das Allgäu ist diese Technologie aber umso wichtiger, weil sie zusammen mit der Freiflächen-Photovoltaik aktuell die günstigste Form der Stromerzeugung ist und häufig dann der Strom von Windenergieanlagen kommt, wenn keine Sonne scheint.
Als Fazit kann man festhalten, dass bereits heute ein klares Bild existiert, wie die Energiewende in Kempten und im Allgäu umgesetzt werden kann. Wir sind bereits auf dem Weg, müssen aber in einigen Bereichen unsere Anstrengungen noch etwas verstärken, um von den Chancen, einer wirtschaftlichen, klimafreundlichen, nachhaltigen und unabhängigen Energieversorgung zu profitieren. | Ein Gastbeitrag von Martin Sambale, Geschäftsführer des eza! Energie- und Umweltzentrum Allgäu |
SPORT & FREIZEIT
Alpakas Radrennen Paraklettern
Foto unsplash: rob-dean
Von Wolle bis Wellness: Alpakas im Allgäu entdecken
Alpakas haben in den letzten Jahren im Oberallgäu einen kleinen Hype ausgelöst: Sie gelten als entschleunigende „Therapeuten auf vier Beinen“, liefern hochwertige Wolle und locken Familien genauso an wie gestresste Berufstätige oder Senioren.
Zuallererst sind es wohl die sanfte, neugierige Ausstrahlung und das überaus nette und für uns exotische Aussehen, was allein schon schmunzeln lässt: Ein angedeutetes Grinsen, ein leichter Unterbiss, kugelrunde Augen mit langen Wimpern und dazu die lustigsten Frisuren! Typisch sind außerdem ihre kleinen Laute, die ein wenig nachdenklich klingen. Kein Wunder, dass man sie am liebsten gleich umarmen möchte. Leider ist das aber der falsche Ansatz, denn Alpakas sind typische Fluchttiere und damit zuerst einmal vorsichtig und zurückhaltend, bevor sie mehr Bezug zu Menschen entwickeln.
Alpakaaktivitäten im Allgäu Am besten bekannt sind Alpakawanderungen. Die beruhigende Ausstrahlung der Tiere trägt zur Entschleunigung bei und die Fokussierung auf das gemeinsame Gehen bewirkt eine bewusstere Wahrnehmung der Natur. Sowohl Familien als auch Firmengruppen oder Schulklassen buchen gerne solche Wanderungen als kleine Auszeit. Alpakas eignen sich außerdem sehr gut für die tiergestützte Therapie und Förderung. So können z. B. Personen mit Einschränkungen durch das Führen Selbstwirksamkeit erleben, Integrationsklassen wachsen zusammen und beruflich belastete Personen reduzieren ihr Stresslevel. Die Teilnehmenden erfahren Ausgleich, Öffnung und lernen das Zulassen.
Weitere Angebote sind Themenwanderungen für Paare, Freunde oder Kinder, Sonnenauf- oder -untergangstouren und Hofführungen mit Tierbegegnung und dem Verkauf von Produkten aus Alpakawolle. Das Allgäu hält ein breites Angebot bereit – siehe Aufstellung.
Alpakahaltung – wie war das doch gleich mit den Lamas? Alpakas und Lamas werden oft verwechselt, es gibt aber deutliche Unterschiede: Lamas sind größer und kräftiger, Alpakas ergo kleiner und zierlicher. Lamas wurden traditionell als Lasttiere eingesetzt, Alpakas dagegen hauptsächlich wegen ihrer wertvollen Wolle gezüchtet. Spucken können sie aber beide! Alpakas sind Herdentiere, mindestens zwei bis drei sind Pflicht. Sie brauchen genügend Weidefläche, einen Unterstand, der regelmäßig gesäubert wird, tierärztliche Versorgung, Hufpflege und eine jährliche Schur Seriöse Halter stehen im Austausch und bilden sich zu Themen wie Gesundheit, Zucht, Fütterung etc. laufend fort. Alpakas auf einem Hof zu besuchen ist für Laien sicher die bessere Wahl, denn ein solches Tier stellt man sich nicht eben schnell in den Garten.
Alpakawolle – Gewinnung und Verarbeitung
Alpakas stammen von Vikunyas ab und gehören zu den Kamelen. In ihrer Herkunftsregion, den südamerikanischen Anden, wurden sie vor allem wegen ihrer feinen Wolle gezüchtet. Sie ist weich, wärmend, thermoregulierend und enthält kaum Lanolin, weshalb sie auch von Menschen mit empfindlicher Haut gut vertragen wird. Alpakawolle zählt zu den edelsten Naturfasern, aus der vielerlei Produkte gefertigt werden: Mützen, Handschuhe, Socken, Filzprodukte, Pullover, Decken, Sitzkissen und Einlegesohlen, außerdem Rohwolle oder Strickgarn. Alpakas würden ohne Schur komplett „zuwachsen“, weshalb sie regelmäßig und vor allem fachkundig geschoren werden müssen: Nur Fasern, die länger als fünf Zentimeter sind, können sinnvoll zu wertvollem Filz weiterverarbeitet werden.
Die Familie Greif und ihre „Allgäuer Wollmanufaktur“:
Bei Claudia und Markus Greif in Sulzberg gibt es viel Platz auf der Weide und im lichtdurchfluteten Stall für ihre rund 20 Alpakas in unterschiedlichen Farben. Sie halten die Tiere, bieten Wanderungen an, verarbeiten die Wolle und stellen verschiedene Produkte daraus her, die im eigenen Hofladen verkauft werden. Wir haben ihnen ein paar Fragen gestellt.
Markus, wie seid ihr aufs Alpaka gekommen?
Meine Schwester und ihr Mann halten im Oberallgäu bei Sonthofen Alpakas. Irgendwann platzte die Alpakazucht aus allen Nähten und gleichzeitig überlegten wir hier in Sulzberg, wie wir unseren Hof mit Milchwirtschaft in die Zukunft führen könnten. So kam eins zum anderen, die Kühe gingen, die Alpakas zogen ein. Es war ein harter Abschied und zugleich ein spannender Neuanfang.
Wie ergänzt ihr euch?
Anna Katharina hat eine Ausbildung in tiergestützter Förderung und kann Alpakawanderungen mit sehr unterschiedlichen Zielsetzungen leiten – vom Schüler bis zum gestressten Manager findet jeder, was er braucht. Mein Schwager ist Maschinenschlosser, er betreut unseren kleinen Maschinenpark und hat uns sogar schon selbst eine Maschine gebaut, mit der wir Naturkautschuk auf die Unterseite unserer Einlegesohlen aufbringen. Meine Frau Claudia und ich haben den Stall und die Wollverarbeitung hier in Sulzberg.
Alpakahöfe im Allgäu
■ Allgäu Alpaka, Pfronten
Familienbetrieb mit Huacaya-Alpakas, Wanderungen, Yoga und Hofladen allgaeu-alpaka.de
■ Alpacas vom Pappelhof, Isny im Allgäu Kleinere Alpaka-Farm mit Führungen in idyllischer Umgebung alpacas-vom-pappelhof.de
■ Alpakaleben GmbH, Aitrach Barrierefrei zugänglicher Alpaka-Hof mit Wanderungen und Fütterung alpakaleben.de
■ Alpakaliesl, Bad Grönenbach Ruhige Alpaka-Begegnungen in wunderschöner Umgebung alpakaliesl.de
■ Alpaka-Oberstdorf Farm im Oberallgäu, Ausgangspunkt für Spaziergänge in alpiner Landschaft alpaka-oberstdorf.de
■ Alpakas am Wald, Kaufbeuren Kombination aus Alpaka- und Lama-Wanderungen mit Naturerlebnissen alpakas-am-wald.de
Maschinen – was darf man sich darunter vorstellen?
Unser kleiner Maschinenpark stammt aus Italien von der Firma Ramella, gegründet 1947. Die Maschinen sind hauptsächlich mechanisch, gut einzustellen und zu warten und vor allem sehr robust! Mit ihnen verarbeiten wir die Rohwolle zu einem dünnen Vlies, aus dem im nächsten Schritt Filz hergestellt wird, woraus dann die Endprodukte entstehen. Wir haben auch Waschmaschinen, denn zuerst muss die Wolle ja gewaschen und getrocknet werden. Inzwischen hat es sich schon herumgesprochen und wir verarbeiten auch fremde Schaf- und Alpakawolle.
Was unterscheidet eure Produkte von „normaler“ Kaufhausware? Regionalität wird hier groß geschrieben, denn die Tiere leben hier, hier werden sie geschoren, hier verarbeiten wir die Wolle auf unseren eigenen Maschinen und verkaufen die Produkte daraus im angeschlossenen Hofladen. Zum Glück wissen das heutzutage immer mehr Kunden zu schätzen.
Dein Blick in die Zukunft: Was wünschst du dir für deinen Hof und deine Tiere?
Wir setzen nicht auf schnellen Zugewinn, sondern auf gesundes Wachstum. Die Erfahrungen, die wir sammeln, nutzen wir sinnvoll für stetige Verbesserungen. Ganz besonders freuen wir uns über gesunde Tiere und über das Interesse der Menschen an echter Handarbeit und hochwertigen Naturprodukten.
■ Alpakas am Weilbächle, Pfaffenhausen Alpaka-Erlebnisse, Spaziergänge, Yoga-Angebote, Wollwarenverkauf alpakas2019@gmx.de
■ Alpen Alpakas, Lechbruck am See Geführte Wanderungen durch die idyllische Landschaft rund um den Lechsee alpenalpakas.de
■ Eselhof Allinger, Untrasried Kombination aus Esel- und Alpaka-Erlebnisbetrieb, Kutschfahrten eselhof-eschers.com
■ Günztal Alpakas, Erkheim Familienbetrieb mit Alpakas auf der Günztal-Weide günztal-alpakas.de
■ Heslerhof, Isny im Allgäu Traditioneller Bauernhof mit Alpaka-begleiteter Wanderung im Argental heslerhof.de
„Der Druck ist immer da!“
Er gehört zur Elite der deutschen Fußball-Schiedsrichter, pfeift seit 15 Jahren in der ersten Bundesliga und stammt aus dem Allgäu: Robert Hartmann, 46 Jahre alt und Mitglied des SV Krugzell, nördlich von Kempten. Wir haben uns mit ihm über die Fußball-WM, den Videobeweis und die Fitness als Schiri ausgetauscht.
Praktisch jedes Wochenende steht Hartmann im Mittelpunkt eines Spiels, seine Pfiffe, seine Entscheidungen werden bejubelt, verdammt und haarklein analysiert. „Am besten läuft es für mich, wenn ich unauffällig bin“, sagt er und stellt fest: „Ich kann sagen, einige herausfordernde Fußballspiele gut über die Bühne gebracht zu haben!“ Anlässlich der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika hat Hartmann mit dem „0831“ über Spiele unter dem Brennglas der Welt, über die Arbeit im Videokeller und darüber gesprochen, wie er mit dem permanenten Druck von Spielern, Trainern und Fans umgeht.
Hartmann selbst wird in den USA, Mexiko und Kanada nicht pfeifen, das bleibt wenigen, vom Weltfußballverband FIFA ausgewählten Schiedsrichtern vorbehalten. „Das ist eine absolute Auszeichnung“, findet der Allgäuer, „dafür muss man sich durch jahrelange Top-Leistungen qualifizieren.“ In den extrem unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zwischen Rocky Mountains, Wüsten und Karibik sieht er eine gewaltige Herausforderung für alle, die beim bislang größten WM-Turnier der Geschichte auf dem Platz stehen.
Training wie ein Leistungssportler
„Hoffentlich dürfen meine deutschen Kollegen vor Ort mehr als zwei, drei Begegnungen pfeifen“, sagt er. „Die WM ist für einen Schiedsrichter etwas ganz Besonderes, das absolute Highlight jeder Karriere!“ Auch deshalb, weil man mit vielen Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu tun hat. Um in der Riesenschüssel des Aztekenstadions von Mexiko bei über 40 Grad bestehen zu können oder vor fanatischen Fans in Toronto einen kühlen Kopf zu bewahren, müssen körperliche und mentale Fitness stimmen, weiß der erfahrene Referee vom SV Krugzell. Er selbst lebt und trainiert wie ein Leistungssportler. Wochentags sind mehrere Trainingseinheiten obligatorisch, Ausdauer, Sprints, Muskelaktivierung und -mobilisation, Dehnungen, Massagen, das volle Programm. Meistens im Fitnessstudio, gern aber auch im Wald. „Schiedsrichter ist ein Fulltime-Job, der auch verlangt, mental absolut auf der Höhe zu sein“, betont Robert Hartmann. Seinen Beruf als Banker hat er auf Eis gelegt, er hat keine Zeit dafür, die gute Dotierung durch den DFB macht´s möglich.
Augenhöhe mit den Stars: Bundesligaschiedsrichter
Stichwort „mental“: „Das wird immer wichtiger für uns Schiedsrichter“, beobachtet Hartmann. Denn sie müssen in Sekundenbruchteilen schwierigste Entscheidungen treffen, mit höchst erregten Protagonisten umgehen und dabei immer die richtige Körpersprache zeigen. Hartmann geht diese permanent auftretenden Situationen wieder und wieder in Gedanken durch, prüft seine emotionale Kontrolle, zieht auch regelmäßig Sportpsychologen und Experten des DFB zu Rate. „Sich gedanklich vorzubereiten, ist essentiell.“ Im Fall des Falles heißt der erste Schritt: „Die beiden Verursacher identifizieren und vom Rest der Mannschaften trennen.“ Da schießt der Puls in den tiefroten Bereich, „entspannt ist da niemand mehr.“
Videobeweis als große Hilfe
Regelmäßig sitzt Robert Hartmann auch im sogenannten „Video-Keller“ in Köln, dort, wo strittige Situationen und Entscheidungen während eines Spiels auf mehreren Bildschirmen in möglichst kurzer Zeit analysiert werden müssen. Der vieldiskutierte Videobeweis ist für Hartmann „absolut positiv, das Netz und der doppelte Boden für uns Schiedsrichter. Das Risiko von falschen Entscheidungen wird deutlich verringert, es hilft uns definitiv weiter.“ Zugegebenermaßen litten Emotionen und Stimmungen im Stadion unter manchmal zeitraubender Entscheidungsfindung, so Hartmann, „aber für uns geht Sicherheit immer vor Schnelligkeit.“ Um seine Arbeit zu optimieren, bespricht er sich sofort nach dem Schlusspfiff mit dem anwesenden Schiri-Beobachter des DFB und schaut sich sein Spiel nochmal in voller Länge an – aber immer ohne Spielkommentar, um jede Beeinflussung zu vermeiden. „Mit nunmehr 46 Jahren bin ich auf der Zielgerade meiner Laufbahn angekommen“, sinniert Robert Hartmann, „mal sehen, wie lange ich noch pfeifen werde. Ich fühle mich fit, in den Beinen und im Kopf!“
| Text: Lutz Bäucker, Foto Bernd Feil |
Auf
Robert Hartmann (SV Krugzell) mit Torjäger Harry Kane (FC Bayern München)
Das Allgäu ist grün und manchmal ein bisschen anfällig für nasses Wetter. Um auch an Regentagen schöne Dinge unternehmen zu können, haben wir für euch in Folge 2 wieder ein paar inspirierende Tipps zusammengetragen.
Serie: SchlechtwetterTipps im Allgäu Teil 2
Actionpainting und kreative Workshops
Beim Actionpainting geht es nicht um Perfektion, sondern um den Moment, um intuitives Gestalten, Ausprobieren und das Loslassen fester Vorstellungen. Mit Techniken wie Werfen, Tropfen oder Spritzen entstehen ganz eigene Werke. Daraus entwickelt sich ein persönliches Kunststück, das ihr am Ende mitnehmen könnt – als bleibende Erinnerung an ein außergewöhnliches Erlebnis. Das art.flow Atelier schafft einen offenen Rahmen für Ausdruck und gemeinsames Erleben. Ob als kreative Auszeit vom Alltag, besondere Freizeitaktivität oder gemeinsamer Moment mit Familie und Freunden, hier steht das Erleben im Vordergrund. Die Workshops richten sich an Paare, Familien, Gruppen und Einzelpersonen gleichermaßen. www.artflow-atelier.de
Keramik selbst bemalen in Leutkirch
Kreativ werden, zur Ruhe kommen und am Ende etwas Eigenes in den Händen halten – darum geht es beim Keramikbemalen in Leutkirch. Das Konzept, das man aus Städten wie Berlin, Frankfurt am Main oder Wien kennt, hat längst auch im Allgäu seinen festen Platz gefunden. Der Ablauf ist unkompliziert: Ein Termin wird vorab reserviert. Vor Ort beginnt alles mit der Auswahl des passenden Rohlings. Die Bandbreite ist groß – von klassischen Tassen und Tellern bis hin zu dekorativen Stücken. Anschließend geht es ans Gestalten. Farben, Pinsel und verschiedene Werkzeuge stehen bereit, ebenso wie Vorlagen, Schablonen oder Stempel für alle, die sich inspirieren lassen
möchten. So entstehen Stück für Stück individuelle Keramiken – ganz unabhängig davon, ob erste Erfahrungen gesammelt werden oder schon Routine vorhanden ist. Kinder und Erwachsene finden hier gleichermaßen einen Zugang. Nach dem Bemalen übernehmen die letzten Schritte das Team vor Ort: Die Stücke werden glasiert und gebrannt. Nach wenigen Tagen können sie abgeholt werden – alltagstauglich und spülmaschinenfest. www.paintyourstyle.eu/so-gehts-leutkirch/
Freilichtmuseum
Illerbeuren
Wenn das Wetter nicht mitspielt, bietet das Bauernhofmuseum trotzdem einen abwechslungsreichen Tag. Zwischen historischen Gebäuden, Ausstellungen und begehbaren Häusern taucht ihr in das „alte Schwaben“ ein – anschaulich, ruhig und mit vielen Möglichkeiten zum Entdecken. Viele Bereiche sind überdacht oder lassen sich auch bei wechselhaftem Wetter gut erkunden. Dazu kommen Einblicke in das frühere Leben auf dem Land: original eingerichtete Stuben, Werkstätten und traditionelle Bauweisen machen Geschichte greifbar. Gerade für Familien und Gruppen lohnt sich der Besuch. Zahlreiche Mitmachangebote und offene Führungen laden ein, selbst aktiv zu werden – vom Handwerk bis zu kreativen Einheiten, besonders in den Ferien. Das Gelände ist weitläufig und gut zugänglich, es gibt Rastmöglichkeiten sowie familienfreundliche Infrastruktur. Wer mag, verbindet den Besuch mit einer Pause im Grünen, sobald sich das Wetter wieder zeigt. www.schwaebisches-freilichtmuseum.de
KOMM DOCH AUF EINE TASSE
Welches Radrennen darf es sein?
Das Allgäu ist eine der beliebtesten Regionen Deutschlands – auch zum Radfahren, egal ob Rennen oder Freizeit
Das Allgäu gehört zu den Top-Radregionen Deutschlands, und das aus gutem Grund. Abwechslungsreiche Routen, spannende Sehenswürdigkeiten und ein gut ausgebautes Radwegenetz machen das Radeln in der Gegend reizvoll – ganz zu schweigen vom traumhaften Bergpanorama, das Naturliebhaber und Bewegungsfans fast überall begleitet. Ein echtes Highlight ist die Radrunde Allgäu, ein 475 Kilometer langer Radfernweg mit dem Illerradweg als Längsachse, der in neun Varianten befahrbar ist.
In den vergangenen Jahren sind zudem zahlreiche RadsportEvents hinzugekommen, die Radfans aus ganz Deutschland anziehen. Von Mai bis September ist eigentlich immer was los. Wir haben die Events der nächsten Wochen für euch in einer Übersicht zusammengepackt.
Allgäu
Gravel Ride
09.05.2026
Startschuss ist in Isny. Von dort aus führen drei unterschiedliche Routen durch die Allgäuer Berg- und Seenlandschaft – über kleine Nebenstraßen, Gravelroads und einfache Trails. Egal ob solo oder in der Gruppe, jung oder alt, Gelegenheitsradler oder ambitionierter (Hobby-)Profi: Diese Touren holen wirklich alle ab.
Allgäu Rad Marathon by designOn
16.05.2026
Das zweite große Rad-Event in Isny, der Allgäu Rad Marathon by designOn, richtet sich ganz gezielt an Rennradfans. Drei Distanzen stehen zur Auswahl: 80 Kilometer für Neulinge, 120 Kilometer auf der Mitteldistanz, 200 Kilometer für alle, die Marathonluft schnuppern wollen. Der Isnyer Marktplatz verwandelt sich an dem Tag in eine quirlige Radsportarena: Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr kommen beim designOn Allgäu Radmarathon powered by QOSY Bauprojekte heuer mehr als 1.500 Radsportlerinnen und
-sportler im Herzen der Stadt zusammen. Außerdem gibt es ein Rahmenprogramm mit Videowand, Bewirtung, zahlreichen Ausstellern sowie dem Mountain-Bike-Kids-Cup.
Rad Race
One Twenty
12.-14.06.2026
Wenn Sonthofen zum Bike Festival wird, herrscht Ausnahmezustand. Über 3.000 Teilnehmende aus vielen Nationen machen RAD RACE ONE TWENTY zu einem der größten Rennrad-Events Deutschlands. Gefahren wird in Teams – bei Rennen ebenso wie bei gemeinsamen Ausfahrten. Das Event hat sich längst als echtes Aushängeschild des Allgäuer Breitensports etabliert und gehört mittlerweile zu den Top fünf Rennradveranstaltungen bundesweit.
Pfrontener MTB Marathon & Klapprad WM
13.06.2026
Drei Strecken, drei Schwierigkeitsgrade – und ein klares Ziel: hinauf bis zur Bergstation des Breitenbergs auf 1.670 Metern. Zur Wahl stehen Kurzstrecke (26 km, 840 Höhenmeter), Marathon (51 km, 1.900 Höhenmeter) oder Extrem: (76 km, 2.600 Höhenmeter) – und seit letztem Jahr außerdem eine Gravelbike-Wertung auf der Kurzstrecke mit separater Frauen- und Männerwertung.
Außerdem mit dabei: die legendäre Klapprad WM. Zugelassen sind ausschließlich Klappräder aus den 70er und 80er Jahren – ohne Klickpedale, ohne modifizierte Übersetzungen, ohne Motor. Der Weg zur Hochalphütte wird damit zur echten Mutprobe. Belohnt wird nicht nur Durchhaltevermögen, sondern auch jedes Jahr das originellste Rad Trikot Gesamtpaket.
ABK Allgäuer Radltour
21.06.2026
Eine echte Institution im bayerischen Breitensport: Die ABK Allgäuer Radltour, organisiert von der Aktienbrauerei Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu, zählt zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Bayern. Genussradelnde wie auch ambitionierte Sportfahrer entdecken dabei die schönsten Ecken des Ostallgäus. Zur Auswahl stehen zwei Strecken: 42 Kilometer für alle, die entspannt unterwegs sein möchten oder 87 Kilometer für ambitionierte Rennradlerinnen und Rennradler. Gestartet wird in Pfronten.
Rad Marathon
Tannheimer Tal
05.07.2026
Einer der bekanntesten Radmarathons der Region: Beim RAD MARATHON Tannheimer Tal gehen rund 1.800 ambitionierte Rennradlerinnen und Rennradler an den Start – aktuell sind praktisch alle Startplätze ausgebucht. Zur Auswahl stehen Distanzen über 214 km und 3.500 hm sowie kürzere Strecken über 129, 96 oder 56 Kilometer. In einer begleitenden Rennradwoche vor dem Event bereiten die Ex-Profis Marcel Wüst und Gerrit Glomser die Teilnehmenden gezielt auf die Strecken vor – vor allem auf die Langdistanz.
Allgäu Rundfahrt
RSC Kempten
26.07.2026
Der RSC Kempten bietet gleich neun unterschiedliche Strecken, von 20 bis 165 Kilometern, und deckt damit wirklich alle Zielgruppen ab: Einsteiger, Familien, Profis, Rennrad, Gravel und MTB Fans. Alle Touren sind so ausgeschildert, dass man ganz ohne Navi oder Kartenmaterial auskommt – einfach aufsteigen und losfahren.
ab Mai geöffnet
Sennalpe Weinberg Eck
Unsere gemütliche Sennalpe lädt dich ein zu Sonne, Genuss und echter Allgäuer Tradition.
Schnell erreichbar, direkt oberhalb von Burgberg im Allgäu, sind wir dein perfektes Ziel für kleine Genusswanderungen, Fahrradtouren oder einen entspannten Abendausklang.
Öffnungszeiten:
Mai bis Oktober
Mo – Fr: 14:00 - 20:00 Uhr
Sa & So: 11:00 - 20:00 Uhr
Im Juli & August bis 21:00 Uhr
Bei geeigneter Witterung geöffnet, wir haben nur Terrassen-Sitzplätze. Wir freuen uns auf dich!
Aktuelle Infos & unsere Speisekar te findest du unter: w w w.sennalpe -weinberg -eck.de
Ruhe und wunderbare Aussicht
Direkt oberhalb von Burgberg im Allgäu, am sonnigen Hang des Weinbergs, liegt ein Ort, der wie gemacht ist für eine genussvolle Auszeit: die Sennalpe Weinberg Eck. Je nach gewähltem Weg ist sie in 15 bis 45 Minuten vom Tal aus erreichbar – ideal für eine spontane Wanderung, eine Biketour oder einen entspannten Feierabend mit Aussicht. Auf der Sennalpe trifft Allgäuer Tradition auf eine ungezwungene Atmosphäre. Auf der Sonnenterrasse öffnet sich der Blick auf die Oberstdorfer und Kleinwalsertaler Berge, während regionale Spezialitäten serviert werden. Besonders gefragt sind die herzhaften Brotzeiten mit hausgemachtem Käse, frischem Brot und Produkten aus der Region – ehrlich, bodenständig und mit viel Sorgfalt zubereitet.
Die familiär geführte Sennalpe steht für gelebte Gastfreundschaft. Statt schneller Einkehr geht es hier ums Ankommen, ums Durchatmen und darum, sich Zeit zu nehmen. Und wer im Hochsommer kommt, kann den Aufenthalt sogar noch ein wenig verlängern: Im Juli und August bleibt die Terrasse eine Stunde länger geöffnet, bis 21:00 Uhr – perfekt, um den Tag bei einem kühlen Getränk und mit Blick auf die untergehende Sonne ausklingen zu lassen.
„Ich mache etwas Beklopptes und trainiere für die Paralympics“
Was ist dein Ziel für L.A. 2028?
Ins Finale zu kommen. Das wäre richtig cool. Noch ist unklar, wie der Wettkampf überhaupt aufgebaut sein wird. Klar ist aber, dass es hart werden wird, dieses Ziel zu erreichen. Theoretisch bin ich im World Ranking derzeit auf Platz vier – aber das ist für den paralympischen Wettkampf pure Theorie, da kann jede einzelne Sportlerin über sich hinauswachsen. Neben meinem persönlichen Traum – der Finalteilnahme – gibt es ein gemeinsames Ziel der Parakletter-Community: eine richtig gute Show machen.
Was bedeutete es für dich und die gesamte Parakletterszene, dass der Sport jetzt paralympisch ist?
Eine Parasportart darf sich erst um die Paralympics bewerben, wenn die „normale Variante“ schon zweimal Teil der Olympischen Spiele war. Klettern war in Tokio und Paris dabei, so dass L.A. 2028 die erste Chance fürs Paraklettern war. Allerdings nicht als gesetzter Programmsport, sondern als sogenannter Additional Sport „auf Probe“. Beworben hatten sich die Surfer und die Kletterer – und wir waren mächtig überrascht, dass Paraklettern sich durchgesetzt hat. Kehrseite der Medaille: Es wurden nur die Wettkampfklassen mit gut sichtbaren Handicaps ausgewählt, denn die verkaufen sich besser. Das birgt die Gefahr, die Paraclimbing-Community in zwei Gruppen zu spalten.
Seit bekannt wurde, dass Paraklettern in den Wettkampf-Katalog der paralympischen Sommerspiele in Los Angeles 2028 aufgenommen ist, erlebt die Sportart verstärkte Aufmerksamkeit. Die Kemptenerin Carolin Heberle, die gute Chancen hat in L.A. mit von der Partie zu sein, hofft, dass das auch für die Deutsche Meisterschaft am 02. Mai in Kempten gilt. Im Interview hat sie dem 0831 ihre Klettergeschichte erzählt.
Was zeichnet die Parakletterszene aus? Wir sind eine Familie. Es gibt wenig Neid und viel Support. Wir unterstützen uns mit Tipps, inspirieren uns mit kreativen Lösungen oder tragen uns auch mal gegenseitig den Rucksack, wenn wieder jemand Rückenschmerzen wegen der Dysbalancen hat, die unsere Behinderung mit sich bringt. Ich sehe die anderen Frauen in meiner Wettkampfklasse nicht als Konkurrentinnen, sondern einfach als „meine Mädels“. Sie sind die Frauen auf der Welt, die mir am ähnlichsten sind.
Hast du Vorbilder?
Ich bewundere die fünffache Weltmeisterin Solenne Piret aus Frankreich. Sie klettert wie vom anderen Stern, für mich unerreichbar. Ihr Stil ist technisch perfekt und
wunderschön, sie ist eine Ballerina an der Wand. Und sie hat den perfekten Unterarm, halblang, sichelförmig – damit kommt sie in Griffe, von denen ich nur träumen kann.
Was sind deine ganz individuellen Herausforderungen?
Zunächst mal der sehr kurze Unterarm. Meine Wettkampfklasse reicht von „kein vollständiges Handgelenk vorhanden“ bis zu „vollständiger Ellenbogen noch vorhanden“. Ich besitze 5,5 cm Unterarm – das ist eigentlich nur ein Ellbogen. Viele mit einem längeren Arm können den Fuß zum Arm stellen. Vielleicht schaffe ich das mit viel Mobility-Training irgendwann auch, aber es ist ungleich schwerer. Zweites Extra: Mir rollt es meine Haut über den Knochen weg, was bedeutet, dass es in der Ellenbeuge eigentlich nur ein paar Millimeter Fläche gibt, auf der ich tatsächlich Halt habe. Ich versuche das mit einer Art „Armschuh“ zu kompensieren. Und als dritten Jackpot habe ich eine chronische Erkrankung in Form einer hochfrequenten Migräne gezogen.
Du bist Teil des deutschen Paralympics-Teams, hast 2024 Bronze bei den Europameisterschaften gewonnen, willst in L.A. ins Finale. Welche Bedeutung hat das Klettern in deinem Leben?
Im Hinblick auf L.A. habe ich mich selbst gefragt: Wie weit geht meine Ambition? Ich habe überlegt, ob ich drei Jahre lang meine Freizeit vernachlässigen und bei 33 Grad nicht am Badesee, sondern in der Kletterhalle sein will. Schließlich habe ich beschlossen, dass es keinen großen Unterschied macht, ob ich 20 Mal mehr oder weniger am See war, sehr wohl aber, ob ich 20 Mal mehr Trainieren gegangen bin. So eine Chance kommt nicht wieder, deshalb mache ich jetzt ein paar Jahre lang etwas Beklopptes und trainiere für die Paralympics.
Wie bist du zum Paraklettern gekommen?
Mein Sport war das Joggen, bis mich ein Ex-Freund 2018 mit zum Bouldern genommen hat. Richtig intensiv betrieben habe ich den Sport dann zusammen mit einer Freundin in Corona-Zeiten als Alternative zum geschlossenen Fitnessstudio. Irgendwann hat mir mein Instagram-Algorithmus das Profil einer einarmigen Kletterin aus Großbritannien vorgeschlagen, das ich fasziniert durchforstet habe. Der nächste Vorschlag war eine Einhändige in München, die Kontakt mit mir aufnahm. Sie hat mich 2022 vom Bouldern zum Klettern gebracht, indem sie mich zu einer ersten Wettkampfteil -
Programm Deutsche Meisterschaft
Para 2026
Samstag, 02. Mai im DAV-Kletterzentrum Swoboda Alpin, Aybühlweg 69, 87439 Kempten
10:00 Start Qualifikation 1 alle Klassen
13:00 Start Qualifikation 2 alle Klassen
18:00 Finale alle Klassen im Anschluss: Siegerehrung
Eintritt frei!
nahme überredet hat – wofür ich erstmal lernen musste, wie man einarmig sichert.
Was wünschst du dir für die Deutsche Meisterschaft am 02. Mai?
In meiner Wettkampfklasse waren wir letztes Jahr nur zwei Starterinnen, Corinna Wimmer und ich. Cori klettert und bouldert schon seit mehr als 15 Jahren, weshalb es mich erstaunt, dass ich einigermaßen mithalten kann. Mein Vorteil ist im Überhang, da habe ich irgendwie mehr Power. Letztes Jahr hat Cori gewonnen, dieses Jahr habe ich den Heimvorteil. Wäre schon cool, wenn ich den nutzen könnte…
Deutschlands Kletterelite im Swoboda Alpin
Deutsche Meisterschaft in Kempten! Wenn das kein Ansporn ist, sich mal eine Sportart anzuschauen, die man sonst vielleicht nicht so auf dem Radar hat… Am 02. Mai besteht diese Chance fürs Paraklettern im DAV-Kletterzentrum Swoboda Alpin. Vorbeischauen lohnt sich – auch, weil mit Carolin Heberle eine Lokalmatadorin aus Kempten echte Siegchancen hat.
Bei der offenen Deutschen Meisterschaft Para 2026 werden nicht nur die besten nationalen Starterinnen und Starter erwartet, sondern auch die stärksten Kletternden aus den angrenzenden Nationen. Denn der Wettkampf ist für die kontinentale Szene eine gute Möglichkeit zum Leistungsvergleich vor den ersten offiziellen Weltcups der Saison.
Bei den Deutschen Meisterschaften im Paraklettern hat Carolin Heberle gute Siegchancen, Foto: Pavlo Vekla
Damit ein deutscher Meistertitel vergeben werden kann, müssen in einer Klasse mindestens zwei deutsche Athlet:innen starten. Um die Leistungen der Kletternden mit Beeinträchtigung so fair und objektiv wie möglich zu vergleichen, gibt es verschiedene Startklassen, die Art und Grad der Einschränkung definieren (B = Sehbehinderung, AL = Beinamputation, AU = Armamputation, RP = neurologische Beeinträchtigung).
Alle Routen werden mit Toprope-Sicherung geklettert. Insgesamt gibt‘s vier Qualifikationsrouten und drei Finalrouten. Pro Klasse werden zwei davon im Flash-Format geklettert – das bedeutet, dass die Kletternden die Route vorab kennen. Die besten von ihnen ziehen ins Finale ein, das im Onsight-Modus ausgetragen wird – also mit einer nur sechsminütigen gemeinsamen Besichtigung. Die Wertung erfolgt nach Höhe: Wer am weitesten nach oben klettert, gewinnt. | Text: Anke Roser, Foto: Slobodan Miskovic |
„Nicht stehenbleiben, sondern gemeinsam weitergehen“
Seit wenigen Wochen ist sie Geschäftsführerin des größten Kemptener Vereins, der DAV-Sektion Allgäu Kempten: Corinna Braun. Ein Gespräch über Bergliebe, Neugier, Chancen – und die Bedeutung von Team und Respekt.
Worauf freust du dich am meisten in deiner neuen Aufgabe? Vor allem auf die Vielfältigkeit. Ich habe das Gefühl, dass ich diesen Aufgabenbereich noch gar nicht komplett überblicke – und genau dieses abwechslungsreiche Spektrum reizt mich. Außerdem ist mir Weiterentwicklung wichtig: nicht stehen bleiben, sondern gemeinsam mit dem Team schauen, wo wir hinwollen und wie wir uns sinnvoll weiterentwickeln können.
Du bist noch nicht lange in der Sektion. Wie verlief dein Weg hierher?
Ich bin seit 2012 in Kempten, seit Juli 2025 hier beim DAV. Mein Lebenslauf ist recht bunt. Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur operationstechnischen Assistentin gemacht und im OP gearbeitet. Danach bin ich in den Tourismus gewechselt, war mehrere Jahre saisonal im europäischen Ausland tätig. Mit 27 kam dann der Entschluss zum Studium. Ich bin gebürtige Berlinerin, komme aus einer bergliebenden Familie und wollte bewusst nah an den Bergen leben. So bin ich für Tourismusmanagement nach Kempten gekommen.
Und parallel warst du weiterhin outdoormäßig unterwegs… Ja, ich habe während des Studiums viel gearbeitet, unter anderem wieder im OP, mich dann aber selbstständig gemacht – als Bergwanderführerin, Mountainbike-Fahrtechniktrainerin und Trainerin für Teamevents, denn ich habe eine Menge Weiterbildungen im Bereich Teambuilding und Team-Kommunikation gemacht. Generell gehe ich mit offenen Augen durchs Leben, versuche die Chancen zu nutzen, die es mir bietet und habe keine Angst vor Veränderungen.
Wann kam der Schritt zum DAV in Kempten?
Nach dem Master in Arbeits- und Organisationspsychologie. Als die Leitung des Geschäftsbereichs Theke & Gastronomie ausgeschrieben war, dachte ich sofort: Das passt. Als dann Ende vergangenen Jahres die Geschäftsführungsstelle frei wurde, habe ich lange überlegt. Ich war in meiner aktuellen Position sehr zufrieden – aber solche Möglichkeiten kommen nicht oft. Also habe ich meinen Hut in den Ring geworfen und zum Glück rasch eine Zusage bekommen.
Was sind deine zentralen Projekte in den nächsten Jahren?
Ein großes Thema wird der geplante Anbau – je nachdem, was durch den Bauausschuss geht, wird das ein Riesenprojekt. Gleichzeitig befinden wir uns nach einem extrem starken Wachstum in einer Phase der Konsolidierung. Als mein Vorgänger Michael Turobin-Ort hier angefangen hat, gab es vier Festangestellte, jetzt sind es mehr als 20. Die Mitgliederzahl hat sich auf gut 27.000 verdoppelt. Nun geht es darum, innezuhalten und bewusst zu gestalten: Wie entwickeln wir uns weiter? Das dritte große Thema ist
die Digitalisierung, etwa bei den Mitgliedsausweisen, dem Check-in in die Kletterhalle oder den Bestellprozessen im Restaurant Biwak. Hier müssen wir schauen, was geht und zu uns passt.
Wirst du neue Schwerpunkte setzen?
Zuerst möchte ich verstehen, was da ist. In enger Abstimmung mit Team, Trainern und Mitgliedern. Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung geben wichtige Hinweise. Gestaltungsmöglichkeiten gibt es viele – bei Kursen, Touren, Veranstaltungen oder auch in der Gastronomie. Entscheidend ist, das Gesamtbild im Blick zu behalten. Für die einzelnen Geschäftsbereiche habe ich starke Kolleginnen und Kollegen, die ihre Themen verantworten.
Welche großen Herausforderungen siehst du für den DAV insgesamt?
Besucherlenkung und Nachhaltigkeit. Der Schutz der Berge, der Erhalt der Wege, ein gutes Miteinander der Sportarten, zum Beispiel beim Wandern und Mountainbiken. Themen wie Trailsharing funktionieren andernorts schon gut, auch ein Ausbau des Mountainbike-Trailnetzes könnte – in Richtung Zukunft und Schneemangel gedacht – nicht schaden. Wichtig ist an erster Stelle aber immer der gegenseitige Respekt. Dazu kommt die Frage, wie Menschen umweltfreundlich in die Berge kommen. Das sind große Aufgaben –aber auch welche, die zeigen, wie wichtig die Arbeit des DAV ist. | Text: Anke Roser, Foto: Matthias Keller |
Corinna Braun hat zum 01. April die Geschäftsführung der DAV-Sektion Allgäu-Kempten, übernommen – links auf dem Bild ihr Vorgänger Michael Turobin-Ort, der nach mehr als 12 Jahren im Amt im Sommer als Geschäftsführer zur DAV-Sektion Schwaben wechselt
BILDUNG & BUSINESS
Ausbildungs-Special Allgäu-Brennerei Schulausflug
Foto unsplash: alex-herrera
Jetzt geht’s in die heiße Bewerbungsphase
Im September startet das neue Ausbildungsjahr. Wer dann ins Berufsleben starten will, sollte jetzt aktiv werden. Denn es läuft die heiße Phase der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. „Wer rechtzeitig mit der Lehrstellensuche startet, hat beste Chancen, seinen Traumjob zu finden“, sagt Dr. Christian Fischer, Leiter der Abteilung Ausbildung bei der IHK Schwaben.
Für junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz heißt das: frühzeitig informieren, Unternehmen kontaktieren und rechtzeitig bewerben. Ein Praktikum ist oft der Türöffner, um nach dem Abschluss direkt als Azubi in einem Unternehmen zu starten, rät IHK-Experte Christian Fischer. Zudem sollten sich junge Menschen nicht nur auf einen Traumberuf fokussieren, sondern verschiedene Optionen prüfen. „Während wir in den vergangenen Jahren einen deutlichen Stellenüberhang hatten und Absolventen oft auch kurzfristig noch einen Ausbildungsplatz bekamen, ist heute unter Umständen mehr Aufwand nötig.“
Damit möglichst viele junge Menschen den Weg in den passenden Job finden, unterstützt die IHK Schwaben mit zahlreichen Angeboten, etwa mit dem Job-Portal „DerAusbildungsatlas.de“, auf dem Unternehmen ihr Ausbildungsangebot präsentieren und Interessierte gezielt nach offenen Stellen in der Region suchen können. Auch für individuelle Beratungen stehen die IHK-Experten zur Verfügung. Schwabenweit absolvieren derzeit mehr als 20.000 junge Men-
schen eine Ausbildung in einem IHK-Beruf. Die bayerisch-schwäbischen Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen haben im Ausbildungsjahr 2025 rund 8.500 neue Auszubildende eingestellt. „Wir gehen davon aus, dass es in diesem Jahr zu einem leichten Rückgang bei der Zahl neuer Ausbildungsverträge kommen wird“, prognostiziert IHK-Experte Fischer. Neben dem zuletzt spürbaren Bewerbermangel ist die konjunkturelle Flaute, unter der viele Betriebe nun schon im dritten Jahr leiden, einer der Hauptgründe.
Fischer appelliert an die jungen Menschen, sich möglichst früh mit der Berufswahl zu befassen und die zahlreichen Informationsangebote – von der Berufsinfomesse über den Online-Check bis hin zur persönlichen Beratung – zu nutzen. „Die duale Ausbildung bietet jungen Menschen gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten beste Perspektiven“, sagt Fischer. „Denn hier werden Fachkräfte in der Praxis für die Praxis ausgebildet. Das schätzen die Unternehmen.“
Angebote der IHK Schwaben
Hotline Berufsorientierung: 0821 3162-100
Hier gibt es Ausbildungs-Informationen für verschiedene Zielgruppen:
Die choosely-Gründer Marius Lieben, Dominik Baum und Tobias Stöffel standen letztes Jahr im Finale der Allgäuer Gründerbühne (v.l.n.r.).
Was will ich nach der Schule machen? Eine Frage, die viele junge Menschen beschäftigt. Bei über 300 dualen Ausbildungsberufen in Deutschland ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Hier setzt die neue Berufsorientierungs-App choosely an. Herzstück ist ein Matching-Algorithmus, der die Interessen und Stärken der Schülerinnen und Schüler mit geeigneten Ausbildungsrichtungen abgleicht und so eine erste Orientierung bietet.
Eine weitere Besonderheit: Die App funktioniert wie ein soziales Netzwerk. Jugendliche entdecken Ausbildungsberufe über kurze Videos, folgen Azubis aus der Region und können über einen Chat Fragen stellen. So werden authentische Einblicke in verschiedenste Karrierewege ermöglicht. Wer einen passenden Beruf gefunden hat, kann sich direkt über die Plattform für ein Praktikum oder eine Ausbildung bewerben.
Testphase voller Erfolg
Entwickelt wurde choosely vom gleichnamigen Kemp tener Startup, das Ende letzten Jahres im Finale der Allgäuer Gründerbühne stand (das 0831 berichtete). Zu diesem Zeitpunkt existierte die App nur in den Köpfen der drei Gründer Dominik Baum, Tobias Stöffel und Marius Lieben.
Inzwischen ist das Startup deutlich weiter: Während eines fünfwöchigen Beta-Tests wurde die BerufsorientierungsApp intensiv von 500 Jugendlichen, fünf Kemptener Schulen und über 30 Ausbildungsbetrieben aus der Region genutzt. „Wir als Mittelschule haben uns entschlossen, die App in den Klassen 8 und 9 zu testen, da wir einerseits auf dieses Format gespannt waren und uns andererseits erhoffen, den ein oder anderen Schüler auf diese sehr niederschwellige Weise in ein Praktikum oder in eine Ausbildung zu bringen. Wir begleiten unsere Schülerinnen und Schüler sowieso sehr eng in der Berufsorientierung und möchten keine Chance ungenutzt lassen, um das zu tun“, erzählt Martina Breitfeld, Konrektorin an der Wittelsbacher Schule.
Neue App für die Berufswahl
Mit choosely geht in Kempten eine App an den Start, die Jugendliche und Ausbildungsbetriebe aus der Region zusammenbringt –digital und nur dann, wenn es wirklich passt.
BILDUNGEN
Auf Seiten der Ausbildungsbetriebe hat unter anderem die BSGAllgäu aus Kempten an der Beta teilgenommen und wird die App über die Testphase hinaus nutzen. „choosely bietet eine moderne und unkomplizierte Möglichkeit, Schüler frühzeitig mit Ausbildungsund Praktikumsangeboten zu verbinden und erleichtert so die Nachwuchsgewinnung deutlich. Für die BSG-Allgäu eine ideale Ergänzung zu den bestehenden klassischen Recruitingmaßnahmen für unsere Ausbildungsberufe“, sagt Ausbildungsleiterin Lena Hofbauer.
App bereits in den Stores
Auch wenn der offizielle App-Launch in Kempten erst am 04.05.2026 erfolgt, kann choosely bereits jetzt kostenlos im App- und Google Play-Store heruntergeladen und für den Karrierestart genutzt werden. Pünktlich zum Marktstart hat das Kemptener Startup außerdem als eines von nur zehn geförderten Unternehmen in Bayern die begehrte Start?Zuschuss!-Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie erhalten. Durch die Förderung kann das Gründerteam bis zu 36.000 Euro in die Weiterentwicklung der App investieren.
| Fotos: Allgäu GmbH, Isenhoff |
Über choosely können sich Jugendliche mit Azubis und Unternehmen aus der Region vernetzen
Hier geht‘s zur App!
Die neue Berufsorientierungs-App aus Kempten kann kostenlos im App- und Google PlayStore heruntergeladen werden.
Geiger Gruppe
Die Zukunft selbst in die Hand nehmen
Du willst sehen, was du geschafft hast? Etwas bauen, bewegen und am Ende des Tages stolz sagen können: Das habe ich gemacht? Dann könnte der Einstieg bei der Geiger Gruppe genau das Richtige für dich sein – ob mit einer Ausbildung, einem dualen Studium oder dem Direkteinstieg ins Berufsleben.
Als familiengeführtes Unternehmen in vierter Generation bietet die Geiger Gruppe jede Menge Möglichkeiten, um durchzustarten: praxisnah, abwechslungsreich und mit echten Perspektiven für die Zukunft. Ob auf der Baustelle, im technischen Bereich oder in der Verwaltung: Entscheidend sind Motivation, Teamgeist und vor allem die Lust aufs Anpacken.
Besonders im gewerblichen Bereich wird es richtig spannend. Auszubildende sind von Anfang an mittendrin statt nur dabei. Sie arbeiten auf modernen Baustellen, bedienen Maschinen, lernen Werkstoffe kennen und erleben hautnah, wie Bauen, Sanieren und Recycling zusammenspielen. Dabei geht es nicht nur ums Handwerk, sondern auch darum, Zusammenhänge zu verstehen – etwa, wie nachhaltiges Bauen funktioniert und wie wertvolle Rohstoffe im Kreislauf gehalten werden.
Azubi-Mobil als Anerkennung
Natürlich läuft das nicht allein: Erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder begleiten die Auszubildenden während ihrer gesamten Ausbildungszeit – fachlich, persönlich und immer auf Augenhöhe. Ergänzt wird das Ganze durch Azubi-Trainings, gemeinsame Azubitage und zusätzliche Lernangebote, die Theorie und Praxis sinnvoll verbinden.
Bei Geiger sind Auszubildende von Anfang an mittendrin statt nur dabei Foto: Geiger Gruppe
Mobil sein, Neues erleben und über sich hinauswachsen – auch dafür steht die Ausbildung bei Geiger. Mit dem Azubi-Mobil erhalten Auszubildende bei besonderem Engagement sowie überzeugenden schulischen und betrieblichen Leistungen die Möglichkeit, für acht Wochen ein Auto zu nutzen, inklusive Übernahme der Fahrtkosten durch das Unternehmen. Ob für den Weg zur Arbeit, zur Berufsschule oder am Wochenende: Das Azubi-Mobil steht in diesem Zeitraum flexibel zur Verfügung.
Auslandsaufenthalt
an Geiger-Standorten
Ein Highlight ist auch der Auslandsaufenthalt, den Auszubildende und dual Studierende auf Wunsch absolvieren können. Für mehrere Wochen arbeiten sie an einem der Geiger-Standorte im europäischen Ausland, sammeln internationale Berufserfahrung, lernen neue Arbeitsweisen kennen und wachsen persönlich über sich hinaus. Neue Menschen, neue Perspektiven und jede Menge Eindrücke machen diese Zeit zu etwas, das viele ein Leben lang begleitet.
Und wie geht es nach dem Einstieg bei Geiger weiter? Im besten Fall gemeinsam. Viele, die ihre Laufbahn bei Geiger mit einer Ausbildung, einem dualen Studium oder über den Direkteinstieg beginnen, bleiben im Unternehmen, entwickeln sich fachlich und persönlich weiter und übernehmen Schritt für Schritt Verantwortung. Mit vielfältigen Weiterbildungsangeboten und echten Aufstiegsmöglichkeiten bietet Geiger nicht nur einen guten Start, sondern ein solides Fundament für den weiteren beruflichen Weg. Fazit: Ausbildung bei der Geiger Gruppe bedeutet, Teil eines starken Teams zu sein, etwas zu bewegen und jeden Tag dazuzulernen.
Authentische Einblicke bei Geiger vor Ort
Geiger erleben heißt: entdecken, ins Gespräch kommen und hinter die Kulissen blicken. Der Tag der offenen Tür am 26. Juni am Kreislaufstandort Memmingen bietet die Möglichkeit, die Geiger Gruppe näher kennenzulernen. Unter dem Motto „Geiger erleben“ lädt die Geiger Gruppe alle Interessierten ein, das Unternehmen aus nächster Nähe zu entdecken – offen, persönlich und zum Anfassen.
Im Mittelpunkt steht das Erleben: Besucherinnen und Besucher können den Standort im Rahmen von geführten Rundgängen entdecken – über das Gelände, durch die Aufbereitungsbereiche und zur Mineralikwaschanlage, in der mineralische Baustoffe aufbereitet und wiederverwertet werden. Dabei wird sichtbar, wie vielfältig die Arbeit bei Geiger ist und wie aus Bauabfällen neue, nutzbare Rohstoffe entstehen.
Ergänzt werden die Führungen durch verschiedene Aktionen und Vorführungen: Wer möchte, kann selbst beim Pflastern aktiv werden, große Maschinen wie den Holzbrecher aus nächster Nähe erleben oder sich erklären lassen, wie moderne Aufbereitungs- und Recyclingtechnik funktioniert. Technik, Handwerk und Umweltkompetenz greifen hier ineinander – verständlich erklärt und praxisnah gezeigt.
Der Tag der offenen Tür richtet sich an alle Interessierten, die die Geiger Gruppe als Arbeitgeber kennenlernen möchten, sowie an Familien. Im Mittelpunkt stehen dabei die unterschiedlichen Karrieremöglichkeiten von der Ausbildung über das duale Studium bis hin zum Direkteinstieg. Ausbilderinnen und Ausbilder, Fachreferentinnen und Fachreferenten sowie aktuelle Auszubildende stehen für persönliche Gespräche bereit und geben Einblicke in den Arbeitsalltag, Ausbildungs- und Studienangebote sowie Einstiegsmöglichkeiten bei Geiger.
So wird auch die Kreislaufstrategie der Geiger Gruppe greifbar: Vom Rückbau über die Aufbereitung bis zur Wiederverwendung wird gezeigt, wie nachhaltiges Wirtschaften in der Praxis umgesetzt wird – nicht abstrakt, sondern konkret vor Ort. Die Geiger Gruppe freut sich auf viele Gäste und einen lebendigen Nachmittag am Kreislaufstandort Memmingen. www.geigergruppe.de/karriere
Tag der offenen Tür
Freitag, 26. Juni, 14:00 bis 18:00 Uhr
Kreislaufstandort Memmingen
Fuchsäcker 1, 87700 Memmingen Eintritt frei | für Verpflegung ist gesorgt
erleben
Der Tag für Familien, Ausbildung, Studium & Direkteinstieg
Ort: Kreislaufstandort Memmingen
Fuchsäcker 1, 87700 Memmingen
Datum: 26.06.2026
Uhrzeit: 14 bis 18 Uhr
www.geigergruppe.de
Spannende Einblicke in die Welt von Geiger
Führungen am Kreislaufstandort
Ausbildung und Berufe live erleben
Essen & Getränke
Karriere im öffentlichen Dienst
Als einer der größten Arbeitgeber in der Region bietet die Stadt Kempten sichere und vielseitige Ausbildungswege im öffentlichen Dienst, z.B. in den Bereichen Medien- und Informationsdienste, Veranstaltungstechnik oder technische Systemplanung. Der klassische Ausbildungsberuf innerhalb der Stadtverwaltung ist jedoch die Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten in der Fachrichtung Kommunalverwaltung.
Machen, wachsen, besser werden. So fühlt sich Ausbildung an. In einem von rund 180 Berufen wirst du nicht irgendwas, sondern in irgendwas richtig gut. Jetzt Ausbildungsplatz sichern!
Weitere Infos gibt’s beim Team Berufsorientierung: 0821 3162-100 berufsorientierung@schwaben.ihk.de
Die dreijährige Ausbildung vermittelt einen umfassenden Einblick in die Arbeit einer modernen Kommune. Auszubildende durchlaufen verschiedene Ämter und Fachbereiche, bearbeiten Anträge, bereiten Entscheidungen vor und lernen rechtliche, organisatorische und serviceorientierte Aufgaben kennen. Ergänzt wird die praktische Ausbildung durch Blockunterricht an der Berufsschule Kempten sowie an der Bayerischen Verwaltungsschule in Lauingen und Grainau.
Die Stadt Kempten bietet ihren Auszubildenden zahlreiche Vorteile, darunter flexible Gleitzeit, wöchentliche Lernnachmittage während der Arbeitszeit, gemeinsame Aktivitäten (wie auf dem Foto oben) und moderne Arbeitsmittel wie eine persönliche Laptopausstattung. Zusätzliche Angebote wie Betriebssport, Vergünstigungen, WellPass und gemeinsame Aktivitäten runden die Ausbildung ab. Persönliche Ansprechpartner:innen sowie eine Jugend- und Auszubildendenvertretung sorgen für eine verlässliche Begleitung während der gesamten Ausbildungszeit.
Philip Nieberle, der im zweiten Ausbildungsjahr ist, gerade die Zwischenprüfung absolviert hat und derzeit im Jobcenter arbeitet, sagt über seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Kempten : „Besonders gut gefällt mir die große Abwechslung und die Vielfalt der Aufgaben in den verschiedenen Bereichen, die man während der drei Jahre durchläuft. Ich habe bereits gelernt, verschiedenste Anträge zu bearbeiten, Gesetze in der Praxis anzuwenden und dabei stets die Bürgerfreundlichkeit im Blick zu behalten.“
www.kempten.de/karriere
Job mit Antrieb
Der Beruf des Zweiradmechatronikers (m/w/d) steht heute für weit mehr als klassische Werkstattarbeit. Er verbindet handwerkliches Können mit einem hohen Anspruch an Präzision und technisches Verständnis. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Fahrräder –vom ultraleichten Rennrad über vielseitige Gravel-Bikes bis hin zu modernen E-Mountainbikes –, deren Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen, um ihre volle Leistung zu entfalten.
Die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker (m/w/d), wie man sie beispielsweise bei Wildrad in Wildpoldsried und Waltenhofen absolvieren kann, vermittelt genau diese Fähigkeiten. Sie führt Schritt für Schritt in die Welt komplexer Schalt- und Bremssysteme, sensibler Materialien wie Carbon sowie moderner Antriebstechnologien ein. Dabei geht es nicht nur um das Montieren und Reparieren, sondern vor allem um das Verstehen: Wie greifen einzelne Komponenten ineinander? Wie lässt sich die Performance eines Bikes durch präzise Einstellungen optimieren? Und wie können Fehler systematisch erkannt und behoben werden?
Zweiradmechatroniker: Berufsbild mit hoher Relevanz
Wildrad
Wir bringen dich und dein Bike in Bestform.
Unsere Serviceleistungen auf einen Blick
Der Arbeitsalltag ist geprägt von Abwechslung und hohem Qualitätsanspruch. Jedes Fahrrad bringt eigene Anforderungen mit sich, jede Einstellung verlangt Sorgfalt und Erfahrung. Die Ergebnisse sind unmittelbar sicht- und spürbar – ein exakt eingestelltes Rad unterscheidet sich deutlich von einem, das nur „funktioniert “. Mit der wachsenden Bedeutung hochwertiger Fahrräder in Alltag und Freizeit gewinnt auch das Berufsbild weiter an Relevanz. Nachhaltige Mobilität, technische Innovationen und ein gestiegenes Qualitätsbewusstsein sorgen dafür, dass qualifizierte Fachkräfte langfristig gefragt sind.
Das Unternehmen Wildrad hat sich mit seiner Expertise für individuelle Fahrräder, Werkstattservice und Zubehör seit mittlerweile 30 Jahren im Allgäu etabliert. Ein Praktikum bei dem Team aus etwa 60 Mitarbeitenden bietet die Möglichkeit, den Beruf des Zweiradmechatronikers (mwd) aus nächster Nähe kennenzulernen. Es eröffnet einen realistischen Einblick in die Abläufe, die Anforderungen und die Faszination eines Handwerks, das Tradition und moderne Technik auf besondere Weise verbindet. Der Einstieg ist unkompliziert – und oft der erste Schritt in ein Berufsfeld, das Perspektive, Entwicklungsmöglichkeiten und echte Begeisterung für Technik vereint. Ob dies auch eine Ausbildung für Mädels ist? Wildrad sagt: Klar, herzlich gerne!
www.wildrad.eu
Reparatur & Wartung – große und kleine Services für jedes Bike und alle Marken
Sofort-Service – schnelle Hilfe bei akuten Problemen
Beratung & Leasing – persönlich, fair und flexibel für deine Bedürfnisse
Custom Bikes – individuelle Aufbauten und Anpassungen nach deinen Wünschen
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Wildrad
Ausbildung mit Nachhaltigkeitsgarantie
Der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) ist sehr aktiv als Ausbildungsbetrieb in der Region. Junge Menschen können hier gleich drei verschiedene Berufe lernen: Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (m/w/d), Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d) und Kaufmann für Büromanagement (m/w/d). Das Motto für die Arbeit beim ZAK lautet: „Gemeinsam was bewirken“ – ein Slogan mit vielen Facetten.
Ausbildung hat beim ZAK einen hohen Stellenwert. Als regionaler Arbeitgeber bietet der Zweckverband jungen Menschen einen fundierten Einstieg ins Berufsleben – praxisnah, abwechslungsreich und mit klarer Perspektive. Die Auszubildenden sind von Beginn an Teil der Teams, lernen moderne Technik und Prozesse kennen und erleben, wie sinnvoll und vielseitig Arbeiten in der Abfall- und Kreislaufwirtschaft sein kann.
Der ZAK steht für eine moderne, umweltbewusste und zukunftsorientierte Abfallwirtschaft im Allgäu – mit dem Ziel, Abfälle zu vermeiden, sie zu verwerten, sicher zu entsorgen oder aus ihnen Energie zu gewinnen. Rund 460 Mitarbeitende sind beim ZAK in unterschiedlichen Bereichen tätig – an den Wertstoffhöfen, in den ZAK Kaufhäusern, im Servicecenter, in Verwaltung und Organisation sowie im technischen Betrieb der Anlagen, etwa im Müllheizkraftwerk, in der Vergärungsanlage oder in der Energieerzeugung. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Ausbildung wider.
Neben einer modernen Arbeitsumgebung und sicheren Perspektiven bietet der ZAK attraktive Rahmenbedingungen. Dazu zählen zusätzliche Benefits wie eine betriebliche Krankenversicherung sowie Angebote zur Gesundheitsförderung, etwa ein hauseigenes Fitnessstudio mit kostenfreien Trainingsangeboten für Yoga oder Fitness. So verbindet der ZAK fachliche Qualifikation mit einem starken Fokus auf Gesundheit, Teamgeist und nachhaltiges Arbeiten.
Auszubildende beim ZAK kommen in viele verschiedene Bereiche und können ungewöhnlich vielfältige Erfahrungen sammeln
ZAK-Kempten SUA
3
Fragen an...
3 Fragen an...
Jasmina Vogl, die derzeit beim ZAK in Kempten ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement im ersten Lehrjahr macht.
11 Warum hast du dich für die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement beim ZAK entschieden?
In der Schule hat mich das Fach Wirtschaft und Recht schon immer interessiert. Ich habe auch verschiedene Praktika gemacht und dabei gemerkt, dass mir der Bereich am besten gefällt. Beim ZAK fand ich zusätzlich das Themengebiet spannend, weil „Abfall“ etwas ist, das uns alle im Alltag betrifft. Abfallwirtschaft ist abwechslungsreicher, als man denkt. Das erlebe ich auch in meiner Ausbildung, weil ich bereits in meinem ersten Lehrjahr verschiedene Bereiche beim ZAK kennenlernen durfte – zum Beispiel das Müllheizkraftwerk und den Einkauf, wo ich unter anderem Lieferscheine entgegengenommen habe, außerdem das Servicecenter in der Verwaltung, die Finanzabteilung und aktuell die Personalabteilung.
22 Was gefällt dir an deiner Ausbildung beim ZAK besonders? Mir gefällt besonders, dass man hier unterstützt wird und nicht einfach ins kalte Wasser geworfen wird. Wenn man Fragen hat, bekommt man immer Hilfe, und man wird auch eingebunden. Die Ausbildung beim ZAK ist spannend, interessant und sehr vielseitig. Außerdem ist das Arbeitsklima hier gut, und genau das ist mir auch sehr wichtig.
3 3 Was bedeutet für dich der Satz „Gemeinsam was bewirken“? Für mich bedeutet das, dass jede und jeder seinen Teil dazu beiträgt. Alle haben ihre Aufgabenfelder und zusammen sorgt man dafür, dass am Ende alles funktioniert – zum Beispiel, dass die Abläufe passen oder, dass aus Abfällen Energie, also Wärme entsteht. | Text: Anke Roser, Bilder: Isenhoff / Philip Herzhoff, ZAK |
Starte jetzt deine Ausbildung beim ZAK:
/ Kaufmann für Büromanagement (m/w/d)
/ Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d)
/ Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (m/w/d)
Hier findest du mehr Infos zu unseren Ausbildungsplätzen.
www.zak-kempten.de
Sozialbau ist bester Arbeitgeber Deutschlands
Die Sozialbau Kempten GmbH ist als „Arbeitgeber des Jahres 2026“ von TOP JOB in der Größenklasse 101–250 Mitarbeitende ausgezeichnet worden – und damit als bester Arbeitgeber Deutschlands! „Das ist das stärkste Kompliment, das man einem Arbeitgeber machen kann“, lobte der Schirmherr und ehemalige Vizekanzler Sigmar Gabriel die Sozialbau.
Bereits 2016 und 2020 wurde das Unternehmen für seine herausragenden Arbeitgeberqualitäten mit dem TOP JOB-Arbeitgebersiegel prämiert. Nun erntet die Sozialbau die Früchte ihres seit über zehn Jahren laufenden Veränderungsprozesses und wurde als „Arbeitgeber des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Als kommunales Wohnungsunternehmen der Stadt Kempten gestaltet die Sozialbau das Leben, Wohnen und Arbeiten mit einer starken sozialen und verantwortungsbewussten Komponente. Seit ihrer Gründung 1956 wurden zusammen mit den Tochtergesellschaften rund 8.500 Wohnungen und Eigenheime errichtet. Heute leben und arbeiten über 17.000 Menschen in den aktuell 7.707 verwalteten Wohn- und Gewerbeeinheiten auf rund 588.000 m² Fläche.
Was steckt hinter der Befragung?
Die TOP JOB-Befragung basiert auf einer wissenschaftlich begleiteten Mitarbeiterumfrage. Alle Mitarbeitenden der Sozialbau konnten anonym ihre Meinung zu Arbeitsbedingungen, Unternehmenskultur, Führung, Zusammenarbeit und persönlichen Entwicklungs-möglichkeiten äußern. Begleitet wurde die Befragung vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen, gemeinsam mit dem Zentrum für Arbeitgeberattraktivität (zeag GmbH). Den Unterschied zu anderen Arbeitgebersiegeln macht Sozialbau-Geschäftsführer Martin Langenmaier deutlich: „Bei TOP JOB werden neben der Mitarbeiterbefragung verstärkt weitere Faktoren in die Analyse einbezogen: Wirtschaftlichkeit, Strategie und Management, Digitalisierungsstand, ein nachweisbarer Klimapfad sowie die Unternehmenskultur. Dadurch ergibt sich ein sehr umfassendes Bild des Unternehmens.“
Die Beteiligung an der Mitarbeiterbefragung lag mit 99 Prozent auf einem außergewöhnlich hohen Niveau und zeigt die starke Verbundenheit der Mitarbeitenden mit der Sozialbau. Besonders in den Bereichen Mitarbeitendenbindung und Talentmanagement erhielt das Unternehmen herausragendes Feedback. Die Beschäftigten schätzen vor allem die individuellen Entwicklungsperspektiven, professionellen Weiterbildungsangebote sowie die gezielte Förderung jeder und jedes Einzelnen – die Sozialbau setzt bewusst auf ein kontinuierliches Talentmanagement.
Über das begehrte „TOP JOB“-Siegel „Arbeitgeber des Jahres 2026“ freut sich das gesamte Sozialbau-Team
„Bester
unter den Besten“
Zur neuesten Auszeichnung sagt Geschäftsführer Langenmaier: „Dass wir das TOP JOB-Siegel bereits zum dritten Mal erhalten und nun als ‚Bester unter den Besten‘ ausgezeichnet wurden, ist alles andere als selbstverständlich. Es zeigt, dass wir uns kontinuierlich weiterentwickeln und aktiv auf neue Anforderungen reagieren.“ Und Geschäftsführer Thomas Heubuch ergänzt: „Das TOP JOB-Arbeitgebersiegel 2026 belegt, dass wir Qualität nachhaltig sichern. Für unsere Mitarbeitenden bedeutet das Verlässlichkeit und Perspektiven, für unsere Mieterinnen und Mieter die Gewissheit, dass ein starkes Team hinter der Sozialbau steht.“
Eine wichtige Basis dieses Erfolgs ist der Strategieprozess „Sozialbau 2035“. Dessen Ziel ist es, wirtschaftliche Stabilität, soziale Verantwortung und innovative Entwicklungen eng miteinander zu verzahnen. Themen wie Digitalisierung, nachhaltige Energiekonzepte und moderne Arbeitswelten werden dabei systematisch weiterentwickelt.
Die Auszeichnung als „Arbeitgeber des Jahres 2026“ bestätigt diesen Weg eindrucksvoll. Gleichzeitig versteht die Sozialbau sie als Ansporn, den eingeschlagenen Kurs konsequent fortzusetzen – und lädt engagierte Talente ein, diesen Weg aktiv mitzugestalten.
Sozialbau als Ausbilder
Das Thema Ausbildung ist der Sozialbau besonders wichtig. Mit rund 130 Mitarbeitenden und 10 Auszubildenden zählt sie zu den größten Ausbildungsbetrieben im Bereich der Immobilienwirtschaft in Schwaben. Die Sozialbau bietet die Möglichkeit, in zwei Berufsfeldern eine fundierte Ausbildung zu absolvieren: als Immobilienkauffrau bzw. -mann oder als Fachinformatiker/in für Systemintegration.
Angehende Immobilienkaufleute erhalten während der dreijährigen Ausbildung Einblick in sämtliche Fachbereiche des Unternehmens – darunter Mieterservice, Gewerbevermietung, Wohnungseigentumsverwaltung, Neubau, Rechnungswesen und technisches Gebäudemanagement. Dabei stehen Themen wie die Vermietung und Verwaltung von Wohnraum, die Betreuung von Eigentümergemeinschaften sowie kaufmännische und technische Abläufe im Fokus. Die schulische Ausbildung erfolgt im Block-
Weitere Informationen und Bewerbung:
unterricht an der Berufsschule in München. Pia Pfattischer sagt dazu: „Ich wollte nie einen klassischen Büroberuf, sondern habe eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit intensivem Kontakt zu Menschen gesucht. Genau das finde ich bei Sozialbau. Die Ausbildung zur Immobilienkauffrau passt genau zu meinen Vorstellungen.“
In der IT-Abteilung übernehmen Auszubildende zum/zur Fachinformatiker/in für Systemintegration Verantwortung für die hausinterne IT-Infrastruktur. Die Ausbildung umfasst u.a. die Einrichtung und Wartung von Hardware und Software, die Betreuung des technischen Supports sowie die Mitarbeit an Projekten zur Systemoptimierung. Die theoretische Ausbildung findet an der Berufsschule in Kempten statt. Azubi Patrick Schreier freut sich, bei Sozialbau gut aufgehoben zu sein: „Das Team ist freundlich und unterstützend. Die offene Atmosphäre und der kollegiale Umgang machen die Ausbildung zu einem starken Start in meine berufliche Zukunft.“
Immobilienkauffrau/-kaufmann* Fachinformatiker/in* für Systemintegration
*(M/W/D)
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Unter dem Leitmotiv „Innovation und Forschung – was braucht es, damit Zukunft vor Ort entsteht?“ laden die Wirtschaftsjunioren Kempten-Oberallgäu am 18. Juni zum Sommergespräch ins Kornhaus Kempten ein. Der Abend setzt bewusst auf Substanz statt Show: Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus Forschung, Wissen und guten Ideen konkrete Wirkung entsteht – für Unternehmen, den Mittelstand und die Region Allgäu.
Als Hauptrednerin kommt mit Prof. Dr. Katharina Hölzle eine extrem profilierte Stimme für Innovationsmanagement nach Kempten. Die Professorin an der Universität Stuttgart leitet das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement sowie das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Als Technologiebeauftragte der baden-württembergischen Wirtschaftsministerin kennt sie die Herausforderungen von Transformation aus Theorie und Praxis. In ihrem Vortrag zeigt sie auf, welche Strukturen Innovation möglich machen – und wie Forschung den Weg aus dem Elfenbeinturm in den Unternehmensalltag findet. Ein Grußwort der Vizepräsidentin der Hochschule Kempten ergänzt die Perspektive aus dem regionalen Forschungs- und Transferumfeld. Die Gäste des Sommergespräch 2026 erwartet ein inhaltlich starker Wirtschaftsabend für Menschen, die Zukunft vor Ort aktiv mitgestalten wollen.
Soloplan City Restaurant heißt jetzt „Illerhöhe“
Frischer Wind im Soloplan City Resort am Berliner Platz: Das hauseigene Hotelrestaurant präsentiert sich ab sofort unter dem neuen Namen „Illerhöhe – Moderne Alpenküche“. Mit neuem Markenauftritt, Logo und Speisekonzept unterstreicht das Restaurant seine regionale Verwurzelung und setzt zugleich auf eine zeitgemäße Interpretation der Allgäuer Küche.
Die Illerhöhe steht für hochwertige, frisch zubereitete Speisen aus regionalen Zutaten. Sämtliche Lieferanten stammen aus dem Allgäu und werden transparent in der Speisekarte sowie auf der Webseite genannt. Die Küche verbindet alpenländische Tradition mit modernen Akzenten und zeigt, wie Heimatküche heute genussvoll und hochwertig auf den Teller gebracht werden kann.
Der beliebte Mittagstisch bleibt weiterhin bestehen und wird täglich von 12 bis 14 Uhr angeboten – ideal für Gäste, die auch in der Mittagspause Wert auf Genuss und Qualität legen. Das Restaurant verfügt über rund 130 Sitzplätze, eine Sonnenterrasse sowie einen separaten Nebenraum für bis zu 30 Personen. Für Veranstaltungen wie Tagungen, Firmenfeiern oder private Anlässe – von Geburtstagen über Taufen bis hin zu Hochzeiten – kann auf Wunsch auch der gesamte Restaurantbereich mit einer Kapazität von bis zu 150 Personen genutzt werden. Die „Illerhöhe“ ist täglich geöffnet, nur sonntags bleibt sie geschlossen.
Innovation und Forschungwas braucht es, damit Zukunft vor Ort entsteht?
mit Prof. Dr. Katharina Hölzle
18.06.2026
18:30 Uhr Kornhaus Kempten
Eintritt: Frei
Bitte melden Sie sich an unter: www.wj-kempten.de Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine lebhafte Diskussion.
Erleben Sie frisch zubereitete, hochwertige Speisen – alpenländisch inspiriert und modern interpretiert. Entdecken Sie unsere neue Speisekarte ab Montag, 20.04.2026.
REGIONALE ZUTATEN
ECHTES KOCHHANDWERK
Scannen Sie den QR-Code für mehr Informationen:
Der Dorfladen sieht innen und außen schick aus und hat sich zu einem echten Treffpunkt entwickelt
„Wenn der Leberkäs nicht wär‘, könnte ich länger schlafen!“
Kathrin Socher hat den Dorfladen in Wengen wiederbelebt und zum Treffpunkt des Dorfes gemacht. Gerade hat sie das einjährige Bestehen gefeiert – mit einer ordentlichen Party.
Es ist stockdunkel, morgens um viertel vor sechs im Pfarrdorf Wengen, eine gute Viertelstunde westlich von Kempten. Kathrin Socher schließt ihren Laden in der Lindauer Straße auf, knipst das Licht an und schiebt einen Laib Leberkäs in den Backofen. „Der braucht 70 Minuten, bis er fertig ist,“ erklärt sie und wischt sich den Schlaf aus den Augen. Und es sind noch genau 70 Minuten, bis die ersten Kunden im Laden stehen… und eine Leberkässemmel bestellen. Auch wenn sie dafür früh raus muss – solchen Wünschen kommt Kathrin Socher gerne nach, sie orientiert sich an den Bedürfnissen und Vorschlägen ihrer Kundschaft.
Gegen das Ladensterben
Seit einem Jahr betreibt die 43-Jährige den Laden im 450-Einwohner-Dorf zwischen Kempten und Isny. Ihre Vorgängerin hatte ihn altershalber aufgegeben, Wengen drohte ein weiteres Beispiel für das bundesweite Sterben der kleinen Dorfläden zu werden. Fatal v. a. für ältere Menschen: Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten sind rund zehn Kilometer entfernt, die Busverbindungen sind mehr als unbefriedigend, ohne Auto geht nichts. Seit Kathrin den Laden schmeißt, kommen die Senioren und andere weniger mobile Wegener zuhauf: „Für die ist das wie ein Ausflug, den sie zu Fuß machen können, sie treffen sich bei mir, trinken Kaffee, ratschen und wissen dann, was los ist bei uns im Dorf“, freut sie sich.
Auch die Jüngeren haben den Laden als neuen Treffpunkt entdeckt: Socher bietet Weißwurstfrühstück, Weinverkostungen oder Sundowner an. „Im Sommer läuft das wahnsinnig gut, die Leut hocken gemütlich bei mir vorm Laden, manche holen sich ihr Feierabendbier und bleiben hängen, jeder quatscht mit jedem, einfach herrlich!“ Für den Sommer plant sie, einen Pavillon aufzustellen, dann ist das neue Wegener Dorfleben nicht mehr so wetterabhängig wie bisher. Socher ist offensichtlich glücklich: „Ich bekomme eine Megaresonanz, das ganze Dorf macht mit!“
Modern und hochwertig
Das war nicht unbedingt zu erwarten, als die gelernte Industriekauffrau den Laden übernahm. Doch die zweifache Mutter wollte es wissen, beschloss Frische und Stil ins Dorf zu bringen. Die Einrichtung im angesagten Oliv, außen klar gebrandet, eine ganze Wand für ausgesuchte Weine, dazu höchste Qualität bei Gewürzen, täglich frische Wurst- und Backwaren – der neue Laden strahlt Moderne aus. Zum Thema Preise sagt Socher: „Die Mär vom überteuerten Dorfladen ist von gestern! Ich orientiere mich am Preisniveau der nächstgelegenen Supermärkte in Weitnau oder Isny.“ Reich wird sie damit nicht, aber im ersten Jahr schreibt sie eine schwarze Null, das ist mehr als bei anderen ähnlichen Projekten.
Donnerstags hat der Dorfladen geschlossen, da ist Socher im Homeoffice: „Das muss sein, sonst schafft man das nicht“, sagt sie. Mehrere Frauen aus dem Dorf helfen ihr, viele weitere stehen auf der Warteliste. Nach Jahren in den USA und Australien und bei renommierten Allgäuer Unternehmen ist Kathrin Socher offensichtlich angekommen, im kleinen Pfarrdorf zwischen Sonneck und Adelegg. Am 11. April hat sie das mit hunderten Gästen in der Dorfhalle Wengen gefeiert. Die Gruppe „Swingbugs“ und DJane Bettina sorgten dafür, dass die Stimmung schnell aufs höchste Niveau stieg. Und Gastgeberin Kathrin im weißen Glitzer-Jackett kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus: „Auf ins zweite Jahr unseres Dorfladens!“ | Text und Fotos: Lutz Bäucker |
Traditionelle Brennkunst und modernste Technik
Ein Abend vor zehn Jahren, das Elternbeiratstreffen in der Pizzeria ist beendet, der harte Kern braucht noch einen Absacker. Wo geht man hin? Na, zu der Allgäuerin, die diese unglaublich fruchtigen Schnäpse im Regal hat… So geschehen in meinem damaligen Stuttgarter Exil, viele Male, mit unterschiedlichen Folgen. Fazit: Die Destillate aus der Allgäu-Brennerei haben sich weit über das Allgäu hinaus einen Namen gemacht.
Geschichten wie diese gibt es vermutlich viele. Und die mehr als 50 verschiedenen Sorten an Schnäpsen und Likören, die in dem Familienbetrieb in Sulzberg hergestellt werden, sind sicherlich eine der beliebtesten Geschenkideen aus dem Allgäu. Das 1914 gegründete Unternehmen ist bereits in vierter Generation im Familienbesitz und vereint traditionelle Brennkunst mit modernster Technik.
„Wir sind extrem kritisch und qualitätsbewusst beim Auslesen des Obstes“, sagt Geschäftsführer Stephan Günther. „Das garantiert letztendlich den herrlichen Duft, die typisch fruchtige Note und den milden Abgang unserer Edelobstbrände.“ In kupfernen Brennkesseln wird das eingemaischte Obst über fünf einzelne Böden aromaschonend und langsam destilliert. Dieser mehrfache Brennvorgang sorgt dafür, dass nur die milden und feinen Fruchtaromen in das Destillat übergehen. Sobald die frisch destillierten Tropfen die kupfernen Brennblasen verlassen, gelangen sie in die Abfüllung, Etikettierung und Verpackung – in der Allgäu-Brennerei wird alles selbst gemacht, bei den beliebten Miniaturfläschchen
sogar von Hand. Liebevoll geht’s auch im Verkaufsladen auf dem Werksgelände zu. Er bietet nicht nur das volle Sortiment der 50 Sorten zum Probieren, sondern auch Deko, Mitbringsel, Wurst, Käse, Pralinen und vieles mehr. Barbara Günther, die das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mann führt, unterstützt bei der Entscheidungsfindung: „Gerade für den Frühling habe ich einen besonderen Tipp: den JohannisRosmarin-Likör, mit dem sich ein köstlicher Spritz zubereiten lässt.“
Entdeckungstour durch die Schnapsbrennerei
Bei Führungen durch den Familienbetrieb erfahren Interessierte theoretisch und praktisch, wie aus Früchten edle Tropfen werden, dürfen sich in der Produktionshalle umsehen und die einzelnen Schritte der Schnapsherstellung erleben. Und selbstverständlich kommt auch die Verkostung nicht zu kurz. Ich glaube eine solche Führung sollte ich mit meinen Freunden aus dem Stuttgarter Ex-Elternbeirat einfach mal machen. Dann wird allen noch klarer, warum die Allgäuer Edelbrände zu später Stunde immer so besonders gut geschmeckt haben.
| Text: Anke Roser, Fotos: Allgäu-Brennerei |
Spannender Ausflug ins Redaktionssbüro
Am 25. März ging es mit allen Mitgliedern der Schülerzeitung „Montour“ der Montessori-Schule Kempten zum Stadtmagazin „0831“ ins Ankergässle 6. Denn wir wollten schon immer einmal ein echtes Redaktionsbüro besuchen, um zu wissen, wie es dort aussieht und wie dort gearbeitet wird.
Die Chefredakteurin Anke Roser zeigte uns alles ganz genau und wir konnten sehr viele Fragen stellen. Anke machte am Carl-von Linde-Gymnasium ihr Abitur und besuchte im Anschluss die Deutsche Journalistenschule in München. Sie sammelte viel Berufserfahrung unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung und in große Unternehmen wie dem Maschinenbauer Trumpf. Vor zwei Jahren ist Anke mit ihrer Kommunikationsagentur ANKER-Worte auf das Magazin aufmerksam geworden und seit einem Jahr die Inhaberin. Dort arbeitet sie nun mit einem kleinen Team zusammen.
Gemeinsam mit Chefredakteurin Anke Roser haben wir uns auch die mehr als 70 früheren Ausgaben des „0831“ angeschaut
Das „0831“, das übrigens nach der Telefonvorwahl von Kempten benannt ist, hieß früher „LIVE IN “ und war ein reines Veranstaltungsmagazin. Christian Geduld war der Besitzer und führte dieses mehr als 20 Jahre lang. Während der Corona-Pandemie bekam die Redaktion aufgrund der fehlenden Veranstaltungen Schwierigkeiten. Doch sie gab nicht auf, hat das Eventheft in ein Stadtmagazin umbenannt und weitergemacht.
Die Ausgaben des „0831“ werden in Kempten sowie im Umkreis von etwa 15 km verteilt und erscheinen alle zwei Monate. Es werden 12.000 Exemplare gedruckt. Das Magazin finanziert sich ausschließlich durch Werbeanzeigen und ist kostenlos. Die Redaktion berichtet über Veranstaltungen, Persönlichkeiten und möchte einfach „besondere Menschen und Geschichten finden“, die es im Allgäu gibt.
Das Titelblatt wird passend zu anstehenden Events oder Ereignissen von Sabine Rockstroh gestaltet. So war zum Beispiel das Titelbild der letzten Ausgabe mit Ostereiern versehen, die farblich und symbolisch Parteien widerspiegelten, die einen OB-Kandidaten zur Wahl in Kempten stellten.
Was wir für die Schülerzeitung gelernt haben:
■ Man braucht einen Redaktionsschluss, einen Anzeigenschluss und einen Drucktermin
■ Sehr große Auflagen werden in Großdruckereien mit Zeitungsdruckmaschinen hergestellt – das brauchen wir aber noch nicht!
■ In der Redaktionskonferenz wählt man gemeinsam Themen aus und braucht dann eine gute Planung, wann was von wem fertig sein muss
■ Aus den Themen können Interviews oder Berichte oder Reportagen werden
■ Wenn man viele Artikel hat, macht es Sinn, sie in Rubriken zu ordnen
■ Zum Geldverdienen muss man das Heft verkaufen oder Anzeigen oder beides!
| Text und Fotos: Redaktion der Schülerzeitung Montour |
KUNST & KULTUR
Körperwelten Queer
Protesttag
Foto unsplash: tsd-studio 65 Kunst & Kultur
„Körperwelten“ kommen nach Kempten!
Als wir im engsten Kreis des 0831-Teams ein Brainstorming über die aktuelle Titelseite gemacht haben, waren die Reaktionen mehr als spannend: Geht gar nicht! Da erschrecken sich sensible Menschen zu Tode! Keiner wird das Heft mitnehmen wollen! Das gibt einen Shitstorm! … Das meinten die einen. Die andere Fraktion hörte sich so an: Das ist ein perfekter Hingucker! So sehen Menschen nun mal aus! Die Kombi von Musik, Frühling und Plastiniertem ist irre gut, das hat sonst keiner! Das ist ein Gesamtkunstwerk und wird den Leuten gefallen!
Welcher Meinung ihr euch auch immer anschließen wollt – klar ist: Die Körperwelten polarisieren. Und faszinieren. Und kommen bald nach Kempten. Dann kann sich jede und jeder ein eigenes Bild davon machen, wie eindrucksvoll, inspirierend, verblüffend, vielleicht aber auch abstoßend und irritierend diese große Ausstellung auf unterschiedliche Menschen wirken kann. Das ist hoch individuell und darf es auch sein. Man muss die Plastinate nicht mögen. Man darf sie aber auch total toll finden!
Die Version der Körperwelten, die ab dem 10. Juli in Kempten im Foyer und großen Saal der bigBOX zu sehen sein wird, nennt sich „Zyklus des Lebens“. Im Fokus der Ausstellung steht der menschliche Körper im Kreislauf von Entstehen und Vergehen. Der kontinuierliche Veränderungsprozess des Körpers wird anhand einer Vielzahl echter menschlicher Exponate anschaulich dargestellt. Die einzelnen Stationen – von der Zeugung bis ins hohe Alter – laden dazu ein, sich intensiv mit dem eigenen Körper und Lebensstil zu beschäftigen.
Körper als Spiegel der Lebensführung
„Mit dieser Ausstellung möchte ich verdeutlichen, dass unser Körper der Spiegel unserer eigenen Lebensführung ist. Denn alles, was wir tun oder auch nicht tun – ob wir körperlich aktiv sind, wie wir uns ernähren, ob wir ein gesundes familiäres oder soziales Umfeld haben – wirkt auf ihn zurück, im Positiven wie im Negativen. Das hat auch wesentliche Auswirkungen darauf, wie sich unser
Öffnungszeiten: von 10. Juli bis 11. Oktober 2026 Mo–Fr: 9–18 Uhr, Sa, So & Feiertage: 10–18 Uhr (letzter Einlass jeweils um 17 Uhr)
Tickets: Online unter www.koerperwelten.de, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und ab Ausstellungsstart auch an der Tageskasse
Schulklassen:
E-Mail an schule@koerperwelten.de
Gruppen: E-Mail an kempten@koerperwelten.de
Weitere Infos: www.koerperwelten.de, www.bigboxallgaeu.de
Alterungsprozess gestaltet. Wir altern im Grunde beständig, sobald wir auf die Welt kommen. Wie sich dieser Entwicklungsprozess vollzieht, ist ganz wesentlich davon abhängig, wie wir mit unserem Körper umgehen. Dafür möchte ich die Menschen sensibilisieren“, sagt Dr. Angelina Whalley, Ärztin und Kuratorin der Ausstellung.
Vorrangiges Ziel der Körperwelten-Macher ist die gesundheitliche Aufklärung und Prävention. Die faszinierenden anatomischen Präparate, darunter viele Ganzkörper-Plastinate erläutern leicht verständlich einzelne Organfunktionen sowie häufige Erkrankungen. Es wird erklärt, was jede und jeder Einzelne tun kann, um die eigene Gesundheit und eine hohe Lebensqualität möglichst lange zu bewahren. Der Besuch der Körperwelten ist interessant für alle, die in den Bereichen Vorsorge und Gesundheit tätig sind. Und natürlich mindestens genauso spannend und erkenntnisreich für alle, die einfach neugierig sind und sich selbst „von innen“ besser kennenlernen möchten.
Plastinate aus Körperspende-Programm
Die Ausstellung „Körperwelten“ von Dr. Gunther von Hagens und Dr. Angelina Whalley hat das Zeug dazu, den Blick auf uns selbst und unsere Lebensweise nachhaltig zu verändern. Mehr als 58 Millionen Menschen rund um den Globus haben sich bereits auf diese Selbstentdeckungsreise durch den menschlichen Körper begeben. Dass dies auf so eindrückliche Weise möglich ist, ist der Plastination zu verdanken, die Dr. Gunther von Hagens im Jahre 1977 erfand und mit der die Anatomie auch Menschen außerhalb einer klinischen und universitären Umgebung zugänglich gemacht wurde. Die in der Ausstellung gezeigten Plastinate stammen aus dem Körperspende-Programm des Instituts für Plastination in Heidelberg, in dem mittlerweile mehr als 22.000 Personen registriert sind.
Faktencheck für Wissensdurstige:
■ Die Plastination wurde 1977 von Dr. Gunther von Hagens an der Universität Heidelberg erfunden und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.
■ Die Plastination ermöglicht es, den Verfall des toten Körpers zu stoppen und feste, geruchlose und dauerhaft haltbare anatomische Präparate für die wissenschaftliche und medizinische Ausbildung herzustellen.
■ Die Herstellung eines menschlichen Ganzkörper-Plastinats benötigt etwa 1.500 Arbeitsstunden.
■ Das weltgrößte Plastinat ist ein ausgewachsener Elefant mit einer Größe von 6,00 x 3,50 Metern.
■ Die Ausstellungen basieren auf einem etablierten KörperspendeProgramm mit über 22.000 Spendern, die wünschen, dass ihr Körper nach dem Tod in den Körperwelten gezeigt werden darf.
■ Die Medizinerin Dr. Angelina Whalley ist die Kuratorin und seit den Anfängen verantwortlich für Konzeption und Gestaltung der Ausstellungen, deren erste 1995 in Japan stattfand.
■ Die „Körperwelten“ waren seitdem weltweit in 42 Ländern und über 170 Städten in Europa, Amerika, Asien, Ozeanien und Südafrika ausgestellt und wurden von mehr als 58 Millionen Menschen gesehen, 14 Millionen davon in Deutschland.
■ Derzeit sind rund zehn Körperwelten-Ausstellungen in Europa und Amerika zu sehen, darunter dauerhafte Ausstellungen in Berlin und Heidelberg.
Antworten auf Fragen, die man sich im Vorfeld
eines KörperweltenBesuchs stellen könnte:
Wie lange kann man in der Ausstellung bleiben?
Für einen Besuch ohne lange Wartezeit gibt es in Kempten Zeitfenstertickets, die den Zugang innerhalb des gebuchten Zeitfensters ermöglichen. Die Aufenthaltsdauer in der Ausstellung ist innerhalb der Öffnungszeiten unbegrenzt. Es empfiehlt sich, etwa zwei Stunden für den Besuch einzuplanen. Die Dauer hängt davon ab, wie lange die Präparate betrachtet und ob alle verfügbaren Informationen gelesen werden. Durch eine Audioführung verlängert sich erfahrungsgemäß die in der Ausstellung verbrachte Zeit.
Ist die Ausstellung für Kinder geeignet?
Es gibt keine Altersbeschränkung für den Ausstellungsbesuch für Kinder und Jugendliche in Begleitung von Erziehungsberechtigten. Eltern und Lehrer sollten selbst entscheiden, ob die ihrer Obhut unterstellten Kinder und Jugendlichen ausreichend vorbereitet sind, um die Körperwelten
Welche Materialien gibt es für Lehrkräfte und Eltern?
Informationsmaterial zur Vor- und Nachbereitung des Schulklassenbesuchs steht Lehrerinnen und Lehrern zum Download auf der Körperwelten-Webseite unter Wissenswertes/Lehrer & Eltern zur Verfügung. Auch Eltern können das Material zur Vorbereitung Ihres Familienbesuchs nutzen. Darüber hinaus haben Lehrkräfte die Möglichkeit, die Ausstellung vorab kostenlos zu besichtigen, um sich selbst ein Bild zu machen.
Warum werden die Plastinate in aktiven Posen gezeigt?
Die Posen der Plastinate sind sorgfältig konzipiert und überdacht worden und verfolgen didaktische Zwecke. Jede dargestellte Pose demonstriert unterschiedliche anatomische Merkmale und Ausprägungen. So dienen die athletischen Posen beispielsweise der Darstellung des Muskelsystems beim Sport. Die Posen ermöglichen es den Besuchern, das Plastinat besser in Bezug zum eigenen Körper zu bringen.
Was ist Plastination?
Die Plastination wurde 1977 von Dr. Gunther von Hagens erfunden. Es ist eine Konservierungsmethode, die es ermöglicht, den Verfall des toten Körpers zu stoppen und langfristig haltbare anatomische Präparate für die wissenschaftliche und medizinische Ausbildung herzustellen. Im Plastinationsprozess werden einem Präparat sämtliche Körperflüssigkeiten und löslichen Fette entzogen. Als Nächstes erfolgt die vakuum-forcierte Imprägnierung, bei der die Körperflüssigkeiten durch reaktive Harze und Elastomere ersetzt werden, dann folgt die Aushärtung mit Licht, Wärme oder bestimmten Gasen. So entstehen feste, geruchlose und dauerhaft haltbare Präparate.
Die Musikerinnen und Musiker freuen sich schon darauf, gemeinsam mit 600 Kindern in der bigBOX zu musizieren
Am 20. Juni wird es für das Publikum in der bigBOX Gänsehautfeeling geben, wenn in der großen Veranstaltungshalle aus den Kehlen von 600 Grundschülern:innen aller zehn Kemptener Grundschulen bekannte Lieder erklingen. Schon seit Monaten üben die Dritt- und Viertklässler die Stücke für ihr großes Kinder-Chor-Spektakel „Kempten Together – Musik verbindet“.
Initiiert haben dieses musikalische Vorhaben die Stadtkapelle Kempten unter der Leitung ihres neuen Kapellmeisters Matthias Haslach, die drei Chorleiterinnen der Sing- und Musikschule sowie die Musiklehrerinnen der zehn städtischen Grundschulen der Stadt Kempten. Unterstützt werden die Kinder in ihrem Gesang von den Solisten Gertrud Hiemer-Haslach und Oliver Kammel. Zu den Musikern der Stadtkapelle gesellen sich noch die Nachwuchsmusiker:innen des Bläservororchesters und des Jugendblasorchesters der Musikschule.
Fiebern auf den großen Tag
Kempten Together –Musik verbindet
Zurzeit singen die Kinder noch getrennt von der Stadtkapelle zweimal in der Woche ihre Lieder – dabei probt die eine Hälfte die hohen Stimmen, die andere Hälfte die tiefen. Erst einen Tag vor den beiden großen Konzerten am 20. Juni um 16 und 19 Uhr treffen die Kinder in der bigBOX zur Generalprobe auf die Musikkapelle. Tags darauf werden dann Stücke aus den Filmen „König der Löwen“, „Die Eiskönigin“, „Pocahontas“ sowie aus dem Musical „Mozart!“ vor großem Publikum zu hören sein. In diesem Rahmen darf natürlich auch Grönemeyers „Kinder an die Macht“ nicht fehlen! Im Vorfeld hat sich das „0831“ unter den Akteuren umgehört und Stimmen zum großen Kinder-Chor-Spektakel gesammelt.
■ Ulrike Kempf, Fachleiterin Musik der Stadt Kempten
„Das wird ein Gänsehautmoment, wenn so viele Kinder auf der Bühne stehen und singen. Für die Kinder wird es sicher eine Herausforderung, gleich zwei Konzerte von jeweils 80 Minuten Länge zu spielen. Aber jedes Kind freut sich eine Stimme dieses großen Chores zu sein, der allen Sicherheit gibt.“
■ Samuel Danner, seit fünf Jahren leidenschaftlicher Querflötist
„Als Mitglied im Jugendblasorchester darf ich Teil dieses tollen Events sein. Es ist bewundernswert und sehr angenehm, wie unser Dirigent Matthias Haslach die Begeisterung für dieses Projekt auf uns überträgt. Zuhause übe ich immer nur meine eigene Stimme, in der Probe fügt sich dann alles zu einem großen Klangbild zusammen. Das macht mir viel Freude.“
„Vorbild war das Projekt 6K UNITED. Da waren etwa 6.000 Kinder in der Münchner Olympiahalle mit dabei. Ich möchte etwas Ähnliches in kleinerer Größenordnung in der bigBox machen. Ziel ist es, eine musikalische Gemeinschaft vor Ort zu schaffen und möglichst viele Kinder auf die Bühne zu bringen, die singen und sich zur Musik bewegen.“
■ Vanessa Roßkopf, Choreografin
„Ich finde es schön, dass die Kinder nicht nur singen, sondern sich auch zur Musik bewegen. Die passenden Bewegungen habe ich als Videos aufbereitet, mit denen die Schülerinnen und Schüler eigenständig üben können. Bei einer so großen Veranstaltung mit rund 600 Kindern ist es besonders wichtig, dass der Spaß und das Gemeinschaftsgefühl erhalten bleiben. Gleichzeitig ist es beeindruckend zu sehen, wie viel Engagement und Arbeit die Lehrkräfte der einzelnen Schulen in dieses Projekt investieren.“
■ Oliver Kammel, Sänger
„Es macht mir große Freude, Musik zu machen und zu singen. Und wenn man diese Freude dann mit anderen Sängerinnen, Sängern und Orchester-Mitgliedern teilen kann, macht es umso mehr Spaß. Zudem finde ich es sehr schön und auch sehr wichtig, Kindern die Freude am Singen weiterzugeben und ihnen die Möglichkeit zu geben, dieses Hobby auszuüben.“
Notenfreies, Improvisiertes, und Gefühlvolles im Kornhaus
Die Veranstaltungsreihe Kornhaus Kultur, die schon 2025 im Vorfeld der Allgäuer Festwoche das Publikum begeisterte, findet 2026 ihre Fortsetzung. Von Mitte Juni bis Ende Juli bietet das Kornhaus erneut verschiedenen Genres der Allgäuer Kultur eine historische Bühne: bekannte Stimmen und Ensembles, Humoriges, Traditionelles und Experimentelles – diesmal entspannt verteilt über mehrere Wochen.
Den Auftakt macht am 14. Juni die große Jubiläumsshow zur 75. Allgäuer Festwoche. Dafür wird die Altusrieder Sängerin Gertrud Hiemer-Haslach mit ihrer Band erstmals gemeinsam mit dem bekannten Kemptener Musiker Martin Babel sowie dem Duo „Two in Tune”, bestehend aus Sibylle Kinzer und Dirk Horeth zu hören sein. Die Künstler nehmen ihr Publikum mit auf eine Zeitreise von 1949, dem Entstehungsjahr der Allgäuer Festwoche, bis heute.
die von Fernweh und Freiheitsliebe erzählt. Der Mundartsänger und Musiker Alfons Hasenknopf bietet viel „LebensGfui“, Groove, Spaß und einen Schuss Lebensweisheit.
„Notenfrei und stromlos“ ist seit genau 30 Jahren das Motto von Blechragu . Die sechs Musikanten aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu begeistern mit einer musikalischen Revue quer durch verschiedene Genres. Mit Georg Ried , bekannt durch den Bayerischen Rundfunk, und Kabarettist Wolfgang Krebs in seinen Paraderollen sind die Musikanten erstmals in Kempten am 01. Juli mit ihrer Jubiläumsshow „Blecherlich“ live zu erleben.
Wer noch nie gesehen hat, wie aus der Kombination von spontanen Publikumsvorschlägen, drei hoch flexiblen Schauspielern, einem sagenhaften Pianisten und einer unberechenbaren KI kreatives Theater wird, sollte sich die „KI Impro Show “ nicht entgehen lassen. Fans der
Jubiläumsshow zur 75 Allgäuer Festwoche
Gertrud Hiemer-Haslach trifft Martin Babel & Two in Tune
Sonntag, 14.06.2026
Beginn 19 00 Uhr
KI IMPRO SHOW Festwochen-Spezial
Sebastian Strehler, Murat Parlak, Cornelius
W M Oettle, Christoph Bangerter
Sonntag, 12.07.2026
Beginn 19 00 Uhr
Gemeinschaftskonzert der Musikvereine St Mang & Dietmannsried
Freitag, 31 07 2026 Beginn 19 30 Uhr
Jubilä mit Georg Ried & Kabarettist Wolfgang Krebs
Mittwoch, 01.07.2026 Beginn 19 00 Uhr
er Memminger Zeitung erhältlich Tickethotline 0831/206-5555)
Weitere Infos und die Besetzungen f inden Sie unter www kornhaus-kempten de
cher, bend
Tobias Schwarz Gewallig Tom Hauser
Wirtschaftsmesse Kulturtage Heimatfest
8. - 16.08.2026 www.festwoche.com
Die Allgäuer Festwoche im Herzen Kemptens findet dieses Jahr zum 75. Mal statt. Der Kempten Messe- und Veranstaltungs-Betrieb ist aktuell auf der Zielgeraden, was die Ausarbeitung des Programms für die Jubiläumsveranstaltung angeht. Die Band sind ausgewählt, spezielle Aktionen ersonnen, neue Partner und Ideen integriert – es wird also spannend. Was ebenfalls schon feststeht, ist das Plakatmotiv, das dieses Jahr von dem Kemptener Illustrator Jan Balaz stammt.
Privatpersonen, Kunstschaffende, Agenturen sowie Grafikerinnen und Grafiker haben insgesamt 48 Entwürfe zum diesjährigen Plakatwettbewerb eingereicht. Die meisten von ihnen stammen aus Kempten und dem Allgäu, aber auch einige Einreichungen aus anderen Ecken Deutschlands sowie aus Italien waren dabei. Dass sich die Motive mit dem Jubiläum beschäftigen sollten, lag auf der Hand. Eine Jury hat alle Einreichungen gesichtet und eine Vorauswahl getroffen.
Die drei Finalisten wurden dem so genannten Werkausschuss der Festwochenplanung vorgestellt. Die Entscheidung für das Jubiläums-
Festwochenplakat, das mit einem Preisgeld von 2.000 Euro belohnt wird, fiel nach intensiver Diskussion auf den Entwurf ohne Titel von Jan Balaz. Mit seinem Gewinnermotiv möchte der Illustrator die Traditionen, Innovationen und lebendigen Impulse ehren, mit denen die Festwoche das Leben der Stadt und ihrer Einwohnerinnen und Einwohner prägt und bereichert. Wir haben ein bisschen genauer nachgefragt.
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Jan Balaz, Gewinner des Festwochen-Plakatwettbewerbs:
11 Warum haben Sie sich entschlossen, beim Wettbewerb mitzumachen?
Die Auswahl eines Motivs durch eine Jury ist immer schwierig. Nicht immer gewinnt dabei der Entwurf, der nach gestalterischen Kriterien am besten ist. Meine Frau ist eine waschechte Kemptenerin. Sie hat mich „ermuntert”, ebenfalls einen Vorschlag einzureichen. Ich wollte einfach meine Vorstellung von einem Plakat für die Festwoche einbringen. Allerdings rechnete ich nicht damit, dass mein Entwurf ausgewählt würde, denn der Stil ist weit entfernt von den Siegermotiven der vergangenen Jahre.
22 Welche Bedeutung hat die Festwoche für Sie?
Die Festwoche ist ein kurzes, lebendiges Innehalten im Stadtalltag. Sie bringt Menschen zusammen, zeigt Heimat als etwas Leichtes und schafft Raum für Begegnung. Genau diese Mischung aus Tradition, Musik und Ausgelassenheit soll das Plakat sichtbar machen – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Bewegung und einem Augenzwinkern.
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Was waren die zentralen Gedanken beim Gestalten des Plakats und welche Technik kam zum Einsatz?
Drei zentrale Gedanken bestimmten die Gestaltung. Erstens: Bayerische Kultur ist lebendig, vielfältig und zeitgemäß. Deshalb sind einige Elemente des Motivs bewusst naturalistisch, andere stilisiert und weitere in einer Mischung aus naturalistischen und stilisierten Anteilen gehalten. Zweitens: Ein Plakat braucht Ankerpunkte für schnelles Verstehen. Der naturalistisch gezeichnete Bierkrug, die Bratwurst und das Lebkuchenherz erfüllen diese Funktion – sie ordnen das Motiv sofort dem Kontext eines Festes zu. Drittens: Die abstrakten Formen stehen für Musik, Licht und gute Laune. Fließende, ineinander verschlungene Ornamente symbolisieren Lebendigkeit und gemeinschaftliche Verbundenheit. Das Bild ist komplett am PC entstanden. Dabei kamen die Programme Photoshop und Affinity sowie mein gutes altes Grafik-Tablet zum Einsatz. Da sich die einzelnen Elemente auf unterschiedlichen Ebenen befinden, lässt sich das Motiv leicht an die verschiedenen vorgegebenen Formate anpassen.
Ein Leben für die Kunst
Daniela Riß aus Waltenhofen bei Kempten begrüßt mich in ihrem Atelier. Im dritten Stock unterm Dach hat sie alles, was sie braucht: Küchenzeile, einen großen Esstisch – zugleich Zeichentisch – Schlafecke, Badezimmer, Balkon und Atelier mit freiem Blick auf den Grünten. Die 50-Jährige hat sich über die Jahre ein Leben aufgebaut, mit dem sie sichtlich zufrieden ist. Ihre grundlegend optimistische Art hilft ihr sehr, die Ups and Downs im Leben zu meistern. Sie ist Künstlerin durch und durch.
Dabei ist sie nicht auf eine einzige künstlerische Tätigkeit spezialisiert. Vielseitigkeit ist ihre Basis, um als selbstständige Künstlerin finanziell unabhängig zu sein. Malen, Zeichnen, Lehren – ihre Standbeine sind Auftragsarbeiten, Lehrtätigkeiten an Schulen und an der VHS Kempten, Workshops in der Kunstakademie Allgäu in Betzigau und der Verkauf ihrer eigenen Kunstwerke und Prints. Zudem beherrscht sie als eine der wenigen im Allgäu die sogenannte „Lüftlmalerei“ – das Erstellen von Wandbildern auf Fassaden. Danii, so ihr Künstlername, verfügt über eine große Bandbreite an Mal- und Zeichentechniken. Sie ist vieles in einem: Dekorations- und Fassadenmalerin, freie Malerin und Zeichnerin, Illustratorin und Dozentin. Und sie hat eine Vorliebe für die figürliche, realistische Malerei, die viel Übung erfordert.
„Talent ist das eine, aber Üben, Ausprobieren und Dranbleiben das Wichtigste, wenn man beruflich mit künstlerischen Tätigkeiten Erfolg haben will.“
Momentaufnahmen von Menschen, Kühe und Dekorationsmuster sind ihre Lieblingsmotive. Die dargestellten Szenen sind mal ernst, mal lustig, mal voller Kritik und Humor zugleich oder einfach nur schön. Man kann Danii nicht in eine Schublade stecken. Jeder ist so wie er ist und soll authentisch bleiben, das ist ihr ganz wichtig. Mit ihren Aktivitäten in verschiedenen Kunstvereinen in Kempten und im BBK Schwaben/Allgäu will sie für mehr Toleranz und Offenheit in der Kunst werben. Und für mehr Zusammenarbeit. Vor allem junge Leute müssten aktiviert werden, sich zu engagieren und bestärkt werden, sich mehr in der Öffentlichkeit zu zeigen.
„Mit meinem Engagement möchte ich die Netzwerkarbeit zwischen Kunstschaffenden, der Stadt und Privatleuten in Kempten vorantreiben, um für Kunst wieder mehr reale, günstige oder kostenfreie Ausstellungs- und Begegnungsorte zu schaffen. Im Moment spielt sich sehr viel in den sozialen Medien, also im virtuellen Raum ab.“
Vorhandene Beispiele in Kempten sind der Freudenbergtunnel, die Vorräume der Residenz, die Sparkasse, das Klinikum und das „Schaufenster 11“. Wer Glück hat, kann in Cafés, Gaststätten oder
Selbstportrait, veröffentlicht in dem Buch „Göttinen“ von Freddie Haase, 2024 Bilder, Zeichnungen: Daniela Riß
in Laden- und Geschäftsräumen ausstellen. Galerien, die Kunstschaffende fördern, sind in Kempten eher rar. Erwähnt seien an dieser Stelle die Galerie Kunstreich, die Kunstgalerie Stadtstadel und die Galerie Scharbach.
Nachdem Danii 2020 beim artig Kunstpreis den Publikumspreis gewann, ging es aufwärts mit der künstlerischen Karriere. 2025 stellte sie zusammen mit dem bekannten Illustrator Wolfgang Steinmeyer in der Galerie Kunstreich aus und im gleichen Jahr war sie zusammen mit den Mitgliedern des freien Kunstvereins Kempten im Hofgartensaal und als „Neue“ bei der Gruppenausstellung des Berufsverbandes Bildender Künstler Allgäu/Schwaben-Süd e.V. vertreten. Diese steht im Mai 2026 wieder an.
Bei der 74. Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche war sie ebenfalls vertreten, und zwar mit ihrem Gemälde „Badetag“. Auch dieses Jahr will sie sich wieder bewerben und zum Mitmachen aufrufen. | Text: Heike Stix |
75. Kunstausstellung...
... im Rahmen der Allgäuer Festwoche vom 08. August bis 09. Oktober 2026 –jetzt bewerben: Abgabe der Werke im Kemptener Marstall vom 17. April bis zum 16. Juni, Teilnahmebedingungen: siehe Flyer unter www.kempten.de/40909.html
www.artbydanii.de
Daniela Riß:
Daniela Riß, Badetag, 2024, Öl auf Leinwand
Trachtentrends 2026: zu Besuch bei Almwelt
Vor 25 Jahren noch undenkbar, jetzt voll im Trend: Trachtenlook quer durch alle Generationen. Diese Entwicklung bestärkte das Geschäftsführerteam von Almwelt/Wirkes, eine neue Filiale zu eröffnen. Wo früher Exxpozed war, ist seit Ende März ein Store, Outlet und Lager von Almwelt. Gleich an der Autobahnausfahrt Dietmannsried geht´s ins Gewerbegebiet. Die Lage ist praktisch und Parkplätze sind gleich vor dem Haus. Der Laden bietet ein neues Einkaufserlebnis im Allgäu, das Tradition und Moderne vereint. Im Gespräch mit dem Geschäftsführer Max Feichtmeyer erfahren wir Details über die Trachtentrends im Frühjahr und Sommer 2026 und noch einiges mehr rund ums Thema Tracht, Dirndl und alpine Mode.
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Max Feichtmeyer, verantwortlich für den Einkauf der Damenkollektion. Seine Schaffenszeit verbringt er nicht nur im Büro und auf Messen, sondern auch im Laden selbst, direkt im Verkauf. Bereits Mitte März hat Almwelt eine neue Filiale in Immenstadt eröffnet und damit ein weiteres Gebäude vor dem Leerstand gerettet: Zwölf Jahre lang war die ehemalige Schlecker-Ladenfläche unbenutzt geblieben. Das Sortiment in Immenstadt ist breit aufgestellt, um sowohl Hotellerie und Personal von Festen als auch Privatleute anzusprechen.
11 Woher nehmen Sie den Mut, innerhalb von so kurzer Zeit zwei Filialen zu eröffnen?
Ich gehe mal zurück ins Jahr 1998. Schauplatz Oktoberfest: Fast keiner der Besuchenden hatte damals Tracht an, das gleiche Bild hier in Kempten auf der Allgäuer Festwoche. Etwa ab den Jahren 2007, 2008 ein ganz anders Szenario. Plötzlich waren Dirndl und Lederhose im Trend. Der Trachtenlook ist regelrecht explodiert und keiner weiß genau, warum. Dieses Phänomen geht quer durch alle Altersklassen. Und wir schwimmen immer noch auf dieser Welle. Deswegen haben wir guten Mutes und aus Überzeugung am 27. März die 26. Almweltfiliale in Dietmannsried eröffnet. Tracht und alpine Mode sind hier in und werden es auch noch länger bleiben.
22 Was ist an der Arbeit mit Trachtenmode besonders für Sie? Achtsames und bewusstes Auswählen bestimmen das Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden. Sie legen Wert auf Qualität und da macht das Beraten und Verkaufen natürlich viel mehr Spaß. Außerdem faszinieren mich die wertvollen Designs und Stoffe, die Muster und deren Kombinationen. Ein Dirndl an sich ist einfach ein besonderes Kleidungsstück für besondere Anlässe. Insgesamt ist die Entwicklung der Trachtenmode sehr spannend. Die Designer können sich austoben, weil der Trend anhält, und inzwischen gibt es neben den traditionellen Dirndln auch viele moderne mit leichten, angenehmen Sommerstoffen. Das Altersspektrum der Kundschaft ist breit gefächert und reicht von jungen Konsumenten ab etwa zwölf Jahren bis hin zu Senioren. Das liebe ich auch sehr. Und
das Produkt ist äußerst variantenreich: Je nachdem, wie man ein Dirndl kombiniert, hat es eine andere Ausstrahlung. Deshalb bieten wir auch immer die entsprechenden Accessoires an. Taschen, Schmuck, Schuhe – bei Almwelt kann man den Look komplett machen, wie man so schön sagt. Ich habe eine Riesenfreude an der Trachtenmode und an der alpinen Mode im Allgemeinen.
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Was sind die Trends in diesem Sommer?
Pastellfarben, also sanftes Rosa, Hellblau, Salbei und, ganz neu, sanfte Gelbtöne in verschiedenen Farbvariationen (siehe Foto) sind die Newcomer des Jahres. Weiterhin gefragt sind hellbraune, sandfarbene Stoffe. Mal sehen, wie die Dirndl mit Flügelärmeln und gemusterten Schürzenbändern ankommen. Die Flügelärmel gibt es bei uns teilweise zum Abnehmen. Auch im Trend: glatte, glänzende Stoffe – vor allem bei den Schürzen – ohne oder mit wenig Muster. Das bringt Ruhe und Eleganz in den gesamten Look. Außerdem gefragt: transparente, leichte Blusen mit dezenten Tupfen und Sommerdirndl, die man auch ohne Bluse tragen kann.
Eines steht fest: Das Ambiente der neuen Almwelt und der Mix aus Gastrobereich, Verkaufsflächen und Ruheinseln kommen gut an. Das bestätigen in einer Blitzumfrage Kundeninnen und Kunden verschiedenen Alters. | Text und Fotos: Heike Stix |
Wie bunt ist unsere Heimat wirklich?
Queere Geschichten aus dem Allgäu – UNTOLD
Die Sonderausstellung UNTOLD wird am 25. April eröffnet und lädt Interessierte bis zum 31. Januar 2027 ein, im KemptenMuseum Teil eines besonderen Erlebnisses zu werden. Interaktiv, bunt und lebendig zeigt sie, wie vielfältig, vielschichtig und individuell die menschliche Natur ist. Die Ausstellung widmet sich zum einen historischen Meilensteinen der queeren Bewegung sowie Lebenswegen queerer Allgäuer:innen aus den letzten hundert Jahren, recherchiert von der Historikerin Michaela Eigmüller. Zum anderen stehen sechs persönliche Geschichten queerer Persönlichkeiten, die aktuell im Allgäu leben, im Mittelpunkt. Wir haben mit einigen der Ausstellungsverantwortlichen gesprochen, und zwar mit Carolin Keim, Kulturwissenschaftlerin und Partizipationsexpertin, Michael Grünwald, stellvertretender Leiter der Kemptener Museen und Fabian Sonnenberg, Mediendesigner im Studio Erika.
Zum Begriff „queer“ gibt es verschiedene Definitionen. Wie würdet ihr „queer“ erklären?
Michael Grünwald: Die Ausstellung „Untold“ nimmt die Besucher:innen mit auf eine Reise in das Leben queerer Menschen im Allgäu – also von Menschen, die schwul, lesbisch, bi oder transsexuell lieben, sich als inter- oder transgeschlechtlich identifizieren oder sich bewusst keiner Schublade zuordnen. In der Ausstellung verstehen wir „queer“ als Sammelbegriff für nicht heteronormative Personen. Das gilt sowohl für die sexuelle Orientierung als auch für die Geschlechtsidentität.
Fabian Sonnenberg: Wenn man die Frage umdreht und beispielsweise fragt: „Was bedeutet Heterosexualität für Sie persönlich?“, merken viele, wie schwer es ist, darauf eine bewusste Antwort zu geben. Für viele ist das einfach die Norm, über die man nicht nachdenken muss. Für mich zeigt das, warum der Begriff „queer“ überhaupt wichtig ist: Er macht sichtbar, dass es mehr gibt als diese vermeintliche Norm. Während Heterosexualität oft als selbstverständlich gilt, beschreibt „queer“ genau die Vielfalt, die sonst unsichtbar bleibt. Wie sind Idee und Konzept zur Ausstellung entstanden?
Michael Grünwald: „Untold“ beschäftigt sich mit dem queeren Leben im ländlichen Raum. Wir wollen zeigen, dass queeres Leben nicht nur in Großstädten stattfindet, sondern überall – eben auch in Kempten und Umgebung. Daher sind die Herzstücke der
Kim ist eine der sechs queeren Persönlichkeiten, die im Mittelpunkt der Ausstellung stehen
Ausstellung sechs queere Personen, die speziell von ihren Erfahrungen berichten. Diese Geschichten werden in die erreichten Meilensteine der queeren Bewegung weltweit und im Allgäu eingebettet: Wir stellen Vereine und Initiativen vor, Daten und Fakten und auch die Geschichte queerer Kneipen und Clubs. Die Ausstellung blickt auf die Probleme der Protagonist:innen, berichtet von Einsamkeit, Anderssein und Hoffnung. Mit ihrer Offenheit wollen sie jungen Allgäuer:innen Mut machen und zeigen, dass queeres Leben auch abseits der Großstädte existiert.
Carolin Keim:
Besonders ist auch die Entstehungsgeschichte der Ausstellung: Wie die meisten Ausstellungen, die das Kempten-Museum im Bürgerinnen- und Bürgerraum zeigt, ist auch „Untold“ partizipativ, also durch die Zusammenarbeit mit Bürger:innen entstanden. Die Idee für „Untold“ wurde durch die Drag Queen Vicky Voyage, die aus Kempten stammt, ans Museum herangetragen.
Ein ganzes Jahr lang habe ich zusammen mit einer neunköpfigen Gruppe queerer Menschen aus dem Allgäu die Ausstellung entwickelt. Diese voll motivierte und interessierte Gruppe hat das Inhaltskonzept erarbeitet, alle Ausstellungstexte geschrieben, die Interviews mit den sechs porträtierten Menschen geführt und geschnitten und vieles mehr. „Untold“ ist also keine Ausstellung über queere Menschen, sondern ein Gemeinschaftswerk von Menschen, die genau wissen, wovon sie erzählen.
Wie ist die Präsentation der Ausstellung, mit welchen Medien wird gearbeitet?
Fabian Sonnenberg – verantwortlich für die Gestaltung: Alltagsgegenstände, Erlebnisse, Erfahrungen und persönliche Geschichten stehen im Mittelpunkt und werden so hautnah wie möglich gezeigt. Außerdem ist uns die Interaktion der Besucher:innen mit der Ausstellung sehr wichtig. So kann zum Beispiel eigenständig ein Katalog zusammengestellt werden, indem reproduzierte Exponate gesammelt und eingeklebt werden. Der Begriff „queer“ wie auch viele andere Begriffe sind im Glossar des DIY-Katalogs enthalten. So hat man auch nach dem Ausstellungsbesuch ein tolles, individuelles Nachschlagewerk. Der DIY-Katalog umfasst außerdem Hintergrundwissen, Lese-, Film-, und Serientipps, sowie konkrete Anleitungen in Deutsch und in Englisch. Die sechs queeren Personen lernen Besuchende an Videostationen kennen. Außerdem kann man sein Wissen über Queerness im Tierreich in einem Quiz testen und über die Frage abstimmen: Wie queer und bunt ist das Allgäu wirklich? | Text: Heike Stix, Fotos: Fabian Sonnenberg, Studio Erika |
Bewegter Donnerstag
21.05.2026, 19 Uhr, mit der Filmemacherin Uli Decker, deren Mutter Monika Decker und dem Moderator Ben Dutschmann, systemischer Berater, Paar- und Familientherapie
Dieser „Bewegte Donnerstag“ widmet sich der Lebenssituation von queeren und ihnen nahestehenden Menschen, die mit dem ländlichen Raum verbunden sind. Der Abend lädt ein, über vielfältige Lebensrealitäten und Zugehörigkeiten in den Austausch zu gehen. Ebenso wird thematisiert, weswegen Zuschreibungen einerseits hinderlich und eingrenzend, jedoch manchmal auch notwendig sind, um Sichtbarkeit zu schaffen und Sprachlosigkeit zu überwinden.
Infos unter: www.kempten-museum.de
Hutgeld für Frauenhaus und krebskranke Kinder
Am 09. Mai ist „Tag der Musik“ in Kempten. Von 10 bis 17 Uhr wird die Kemptener Innenstadt zur Bühne für zahlreiche Musikerinnen und Musiker. Die Bandbreite reicht von Oldies über Rock- und Popmusik bis hin zu Irish Folk.
Fast 25 Bands und Solokünstler:innen treten an dem Tag auf und nehmen ihr Publikum mit auf eine Reise durch fremde Kulturen, längst vergessene Erinnerungen und große Gefühle. Gleichzeitig setzen sie sich mit ihrer Musik für einen guten Zweck ein. Denn am Tag der Musik verzichten sie auf ihre Gage. Das gesammelte Hutgeld kommt vollständig dem Frauenhaus Kempten sowie dem Förderkreis für krebskranke Kinder im Allgäu e.V. zugute. Unterstützt werden sie von den Kemptener Service-Clubs, die vor Ort Spenden sammeln, sowie von Gastronomie und Einzelhandel. Diese stellen den Musiker:innen Strom zur Verfügung und verpflegen sie den Tag über.
Infos, Programm & Tickets: www.theaterfestival-isny.de
Fr 31.07.
Geniales Doppelkonzert: Die Sterne Indie-Pop, Funk und Disco Acht Eimer Hühnerherzen Punk, neu gedacht - mit explosiver Live-Energie!
Sa 01.08. All Well Kleinkunst Großfamilie Volksmusik, Witz und Vielfalt
So 02.08. Atelier Lefeuvre & André Slow Circus mit Hintersinn und Irrwitz
Mo 03.08. Poetry Slam Ab ins Wortgefecht La Vispera Fragmentos – ein atmosphärischer Zirkus-Thriller
Di 04.08. Common Ground Hochintensive Zirkusperformance
Mi 05.08. Fabbrica C Bello! Italienisches Zirkuskollektiv Ein Stück über die Kraft des Staunens
Do 06.08. Dilla Ihr wollt Party? New Wave, Techno-Pop und Indie Eine wilde Mischung!
Fr 07.08.
Anthony B Pure positive Reggae-Energie
Sa 08.08.
Vincent Peirani Moderner Jazz trifft Weltmusik mit barocken Anklängen
Seit die Spider Murphy Gang Anfang der 80er-Jahre zur Speerspitze der Neuen Deutschen Welle zählte, hat sich in über 40 Jahren Bühnenerfahrung einiges getan. Mit Wurzeln in Synthirock, Pop und Waveklängen, gehen sie mit ihrem Album „Unplugged – Skandal im Lustspielhaus“ über zu Rockabilly, Boogie-Woogie, Zydeco, Jazz, Swing, Blues, Country und Ragtime. Am 06. September sind sie „unplugged“ beim sommerFESTIVAL in Altusried zu hören. Außerdem dabei, und zwar am 05. September: Melissa Naschenweng und ihre Band.
Unplugged-Konzerte der Spider Murphy Gang sind genauso dynamisch und mitreißend wie die mit elektrischen Instrumenten. Und sie zaubern zusätzlich eine persönliche, fast intime Stimmung. Dazu trägt auch bei, dass die Spider Murphy Gang an solchen Abenden zugleich die
Geschichte ihrer Band und des Rock’n’Roll erzählt. Da wird aus dem Nähkästchen geplaudert, und zu den großen Hits der Spider Murphy Gang gesellen sich Klassiker des Rock’n’Roll. Spider Murphy Gang unplugged ist daher ein ganz besonderes Highlight, zumal auf der einzigartigen Freilichtbühne in Altusried.
Tags zuvor tritt bereits Melissa Naschenweng auf die große Naturbühne. Mit ihrem Mix aus Schlager, Pop, Rock und volkstümlichen Einflüssen fasziniert die Vollblutmusikerin ein generationenübergreifendes Publikum, das die im Kärntner Lesachtal aufgewachsene Powerfrau für ihre bodenständige und gleichzeitig moderne, aufgeschlossene Art feiert.
Die Spider Murphy Gang spielt in Altusried unplugged
Melissa Naschenweng liebt es, in ihrer Musik mit Klischees zu spielen
Die Erlebnis-Buchhandlung in der Gerberstraße in Kempten bietet weit mehr als „nur“ Bücher
Aus der kleinen Buchhandlung „didactus“ mit sorgfältig ausgewähltem Sortiment und einer großen Portion Leidenschaft ist in den letzten 15 Jahren ein lebendiger Ort für Bücher, Begegnung und Bildung entstanden. Was damals als mutige Gründung begann, ist heute eine überregional bekannte Erlebnis-Buchhandlung, in der Literatur nicht nur verkauft, sondern gelebt wird.
Mit dem Umzug in größere Räumlichkeiten in der Kemptener Gerberstraße wuchs nicht nur der Platz, sondern auch die Idee: Bücher sollten erlebbar werden. Heute ist die Buchhandlung ein Ort mit Charakter – mit großer Murmelbahn und einem Konzept, das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen einlädt, Literatur ganzheitlich zu entdecken. Projekte wie der Welttag des Buches mit inzwischen über 1.000 teilnehmenden Kindern, die Aktion „Lesetüte“ mit ebenfalls mehr als 1.000 Kindern, das jährliche Ferienprogramm mit der „Lesefeuerwehr“ (mit echtem Feuerwehrauto!) sowie zahlreiche Veranstaltungen für Kinder, Familien und Schulen zeigen: Lesen ist bei didactus kein Selbstzweck, sondern ein verbindendes Erlebnis.
Verein zur Förderung des Lesens
Ein weiterer Meilenstein war die Gründung des Lesefördervereins vor 10 Jahren. Aus einer Idee wurde eine starke Initiative, die Lesekompetenz nachhaltig stärkt und Kindern Zugänge zur Welt der Geschichten eröffnet. Für sein kommunales Engagement wurde der Verein mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichnet.
15 Jahre Lese-
Christoph und Carmen Schöll führen ihr Geschäft mit sehr viel Herzblut und Kreativität
Auch die Buchhandlung wurde für ihre kontinuierliche, kreative und wirkungsvolle Arbeit mehrfach gewürdigt und erhielt zweimal den Deutschen Buchhandlungspreis (2021 und 2024). Heute stehen die Erlebnis-Buchhandlung und die Allgäuer Lesefreu(n)de e.V. gemeinsam für Begeisterung, für Bildungsgerechtigkeit, für Kreativität und für die Überzeugung, dass jedes Kind einen Zugang zur Welt der Geschichten verdient. Christoph Schöll und sein Team blicken dabei mit großer Freude nach vorn: Was klein begann, ist zu einem lebendigen Netzwerk aus Ideen, Menschen und Geschichten geworden. Und die Erlebnis-Buchhandlung und der Verein setzen alles daran, dass der Funke weiter überspringt – weit über die Stadt hinaus.
Jubiläumsfest
Am Wochenende des 12./13. Juni wird bei didactus das große Jubiläumsfest gefeiert – mit einem vielseitigen Programm voller inspirierender Begegnungen und kreativer Formate. Den Auftakt bildet bereits am 08. Juni ein besonderer Vorabend: Die Allgäuer Poetry-Slam-Szene trifft auf Julia Engelmann – eine der bekanntesten Stimmen der deutschsprachigen Poetry-Slam- und Literaturszene.
www.didactus-kempten.de
Highlights in der bigBOX
Django Asül – „Am Ende vorn“
Wenn Django Asül ein neues Bühnenprogramm zimmert, geht es nicht um das alltägliche Kleinklein in Politik und Gesellschaft. In seinem achten Soloprogramm blickt er mit offenem Visier auf die großen Themen. Er analysiert gesellschaftliche Spaltung, Digitalisierung, Klimawandel und politische Entwicklungen, oft mit einem weiten Blick über den bayerischen Tellerrand hinaus. Dabei bleibt Django Asül immer authentisch. Die Show findet am 05.06. in der kultBOX statt, Beginn: 20:00 Uhr. Das Gröbste ist erledigt – jetzt geht es ans Eingemachte. Und zwar ohne Rücksicht auf Gewinne. Und das Publikum darf live dabei sein.
Münchner Symphoniker
Familienkonzert: Liebesfreud
Ein neues Symphoniker-Konzept bringt Musikgenuss für alle Generationen am 17.05. in die bigBOX ALLGÄU, Beginn ist um 19:00 Uhr. Geboten wird ein ein Familienkonzert, das dazu einlädt, die Welt der klassischen Musik auf eine zugängliche und unterhaltsame Weise zu entdecken. Leidenschaftliches Spiel, ein einladendes Ambiente und ausgewählte Werke von Sarasate, Kodály, Wieniawski und Brahms sorgen für einen stimmungsvollen Familienausflug.
Karten
Verlosung:
■ 1 x 4 Tickets Familienkonzert
■ 2 x 2 Tickets Django Asül
■ 2 x 2 Tickets K-Pop Showdown Gewinne mit einer Mail an: redaktion@0831-stadtmagazin.de
Haindling – Sommerkonzert
„Die Musik, die Bühne und das Publikum sind nach wie vor mein Lebenselixier!“, sagt Hans Jürgen Buchner alias Haindling selbst. Seit über vier Jahrzehnten steht er mit seinen Mitstreitern auf der Bühne, am 28.06. ist er live in der bigBOX ALLGÄU. Beginn ist um 19:00 Uhr. Weltmusik aus Bayern - das Instrumentarium spiegelt die musikalische Vielfalt wider: Alphörner, Saxophone, Trompeten, afrikanische Trommeln, Tuba, selbstgebaute Klanghölzer. Wo immer es geht, variiert Haindling die Rhythmen, schafft stets wechselnde Stimmungen und musikalische Drahtseilakte über dem Abgrund der Stile und Trends .
K-Pop Showdown
Das ultimative K-Pop Tribute-Erlebnis live on stage kommt nach Kempten! K-POP SHOWDOWN, Girlgroup versus Boyband, ist die erste große K-Pop Tribute-Show Deutschlands. Inspiriert von K-Pop Demon Hunters verbindet sie die Ästhetik moderner K-PopProduktionen mit den größten Hits der letzten Jahre. Ein spektakuläres Live-Erlebnis mit Tanz, Gesang, LED-Walls und interaktiven Sing-&-Dance-Along-Momenten! Am 07.06. findet die Show in der bigBOX in Kempten statt, Beginn ist um 18:30 Uhr.
In ihrer neuen „Burgentour 2026 - Staub & Schatten“ verbinden Saltatio Mortis Musik und Mythos. Sie ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit Torsten Weitze, dessen neue Romanreihe „Der Prinz von Staub und Schatten“ von der Band musikalisch interpretiert wird. Wo Weitze Welten aus Sand, Staub und Schatten erschafft, füllt Saltatio Mortis sie mit Klang, Rhythmus und Stimme.
25.07.2026, 12 Uhr: Heavysaurus: METAL Tour 2026 – Dino-Metal für die ganze Familie!
Vier Dinosaurier und ein Drache rocken die Bühnen mit einer Show, die Kinder (ab drei Jahre), Jugendliche wie Erwachsene gleichermaßen begeistert. Heavysaurus-Konzerte sind spektakulär: Licht, Nebel, Funkenregen, Luftballons und Konfetti, mit echter Livemusik von professionellen Musikern in Dino-Kostümen und einem Sound, der sowohl für Kinderohren geeignet als auch für Rockfans gemacht ist.
25.07.2026, 19:30 Uhr: Jamaram – Welcome to Arunga Tour 2026
Das neue Album „Welcome To Arunga“ steht für unbändige Lebensfreude. Mit purer Energie und Leidenschaft verschmelzen die acht Musiker Reggae, globale Club-Sounds und Urban Grooves zu einem eigenständigen und tanzbaren Sound, der sich jeder Schublade entzieht.
Goldene Wand, Kronleuchter – schon das Treppenhaus vor dem Logen-Bereich der bigBOX ist eindrucksvoll, einladend und edel. Tritt man in den langgestreckten Vorraum, duftet es nach Gourmet-Speisen. 15 Türen zweigen von dort ab, hinter jeder liegt eine Loge mit gemütlichem Lounge-Bereich und einem Balkon mit mehreren Stühlen. Wie sind Sound, Service, Atmosphäre und Aussicht auf die Bühne? Wir haben es getestet…
Ein alkoholfreier Spritz von der Bar, ein Teller voller Vorspeisen… Das bigBOX-eigene Catering hat sich selbst übertroffen, vor allem der Spargel und der Fisch sind ein Gedicht, ganz zu schweigen vom Pistazien-Tiramisu. „The World of Hans Zimmer“ steht auf dem Programm – eine Hommage an einen der erfolgreichsten Filmmusik-Komponisten aller Zeiten, beobachtet von einem ganz besonderen Platz aus. Die meisten der insgesamt 124 Personen fassenden Logen sind an lokale Firmen vermietet, einige stehen aber auch für individuelle Buchungen bereit. Ein besonderes Erlebnis als Geburtstagsgeschenk? Oder als Rahmen für eine coole Feier im kleine Kreis? Ab einem Preis von etwa 195 Euro pro Person lässt sich das machen – wobei hier Konzerteintritt, Parken und Fünf-Gänge-Buffet inklusive sind. Hans Zimmer scheint beliebt zu sein, die meisten Logen sind an diesem Tag gut gefüllt.
Eine fröhliche Gruppe
Die Atmosphäre ist besonders: Zwar sitzen wir alleine in unserer Loge, separiert von allen anderen. Gleichzeitig sind wir vor und nach dem Konzert sowie in der Pause Teil einer großen, fröhlichen Gruppe, die sich an den Essens- und Getränkequellen trifft. Während des Konzerts kann man sich flüsternd unterhalten, ohne dass es irgendjemanden stört. Mitten im Saalpublikum zu sitzen ist sicher näher und noch eine Spur authentischer. Aber dieser grandiose Überblick, diese Sicht auf jeden einzelnen Musiker, jede Solistin, jeden Teil des Bühnenbilds ist unvergleichlich.
Und bei der Hans-Zimmer-Show vermutlich besonders wertvoll. Mit diversen halbdurchsichtigen Leinwänden, unendlichen Licht- und Videoeffekten sowie wilden und romantischen Filmeinspielungen kommen große Emotionen auf. Auch ganz oben in der Loge, sei es beim Gladiator, dem König der Löwen oder dem Fluch der Karibik. Damit die ganze Technik reibungslos funktioniert, er-
Panorama-Blick aus der Loge
halten die Techniker der bigBOX vorab ein genaues Briefing, was bereitstehen muss. Im Fall von Hans Zimmer haben sie fast die ganze Nacht durchgearbeitet, weil am Abend zuvor noch ein ganz anderes Programm gefragt war. Die eigene Crew der Künstler baut vormittags auf und nach dem Konzert direkt wieder ab.
Von den 15 Logen aus hat man einen grandiosen Überblick über den ganzen Saal
Option zum langen Feiern
Genauso wie das Gastro-Team, das die Bars allerdings noch lange offen hält. Und wer richtig ausführlich feiern will, kann bis 2 Uhr in die Bar des bigBOX-Hotels wechseln. Im Veranstaltungs-, Gastround Hotelbetrieb der bigBOX arbeiten übrigens im Summe fast 300 Personen, gut 90 davon fest angestellt. Das Hotel hat 124 Zimmer, die bigBOX 15 Konferenz- und Veranstaltungsräume und mit der kultBOX (734 Sitzplätze), der klassikBOX (1.476 Gäste) und dem bigBOX-Saal (bis zu 9.000 Personen) drei hoch moderne Konzertund Eventsäle. Wer dort einmal in der Loge sitzen möchte, wendet sich einfach an: loge@bigboxallgaeu.de oder Tel. 0831 570 55 0. | Text: Anke Roser, Bilder: Anke Roser, Ramona Kloos |
Theaterfestival Isny 2026
Am ersten Samstag bringt die Familie Well mit 15 Familienmitgliedern ihr musikalisches Kabarett voller Virtuosität, Witz und Tradition auf die Bühne. Internationale Top-Künstler wie der Reggae-Weltstar Anthony B und der Ausnahme-Jazz-Akkordeonist Vincent Peirani setzen weitere musikalische Akzente. Seit Jahren steht das Theaterfestival Isny auch besonders für zeitgenössischen Zirkus: Dieses Jahr mit den internationalen Compagnien Atelier Lefeuvre & André, La Víspera, Common Ground und Fabbrica C – mal akrobatisch, mal zum
Neue Runde im Poetry Slam
Der AÜW kultSLAM, veranstaltet von der bigBOX ALLGÄU und dem Allgäuer Überlandwerk ist eine feste Größe im Kalender der Poetry-Slams in der Region. Die beliebte Veranstaltungsreihe wird am 12. Mai fortgesetzt.
Wieder einmal werden deutschlandweit bekannte Slammer:innen, aber auch regionale Poetinnen und Poeten auf der Bühne stehen. Wer diesmal aus der Gegend mit dabei sein wird, bleibt bis zur Veranstaltung eine Überraschung! Als musikalischer „Special guest“ des Abends wird Kilian Unger der Erste auf der Bühne sein. Durch den Abend führt – wie gewohnt – Alex Burkhard. Das sind die Teilnehmenden:
■ Tobias Beitzel (Bad Berleburg) ist Poetry Slammer, Comedian und Kulturveranstalter aus dem schönen Bad Berleburg im Wittgensteiner Land. Er ist seit 2017 auf Bühnen in ganz Deutschland unterwegs und begeistert ein Publikum jeder Altersklasse.
■ Meike Harms (München) ist Bühnenpoetin, Moderatorin und Poesiepädagogin aus dem Outback Münchens. Ihre Texte vereinen Wortakrobatik mit Gesellschaftskritik und lieben es, im Ernst des Lebens den Humor aufzuspüren.
■ Hannah Krahn (Braunschweig) dichtet sich – nach vielen Jahren im bergigen Süden – mittlerweile in ihrer norddeutschen Heimat um Kopf um Kragen. Nun kehrt die gebürtige Hannoveranerin wieder einmal zurück in ihre Herzensheimat Kempten.
■ Paul Weigl (Berlin) durchlebte schon viele Stationen der Bühnenkunst. Stimmgewalt und Bühnenpräsenz zeichnen seine Auftritte aus und spiegeln in nahezu jeder entgleisten Mimik einen Teil unserer Gesellschaft wieder.
Theaterfestival Isny (31. Juli bis 08. August), das bedeutet: Neun Tage hochkarätige Konzerte, Zirkus und Theater. Zum diesjährigen Auftakt sorgt ein Doppelkonzert mit „Die Sterne“ und „Acht Eimer Hühnerherzen“ für einen energiegeladenen Start ins Festival.
Lachen und voller Spannung. 59 Workshops laden ein, selbst aktiv zu werden – von Musik, Tanz und Akrobatik bis hin zu gestalterischen und gesellschaftlichen Themen. Dazu Kindertheater, AftershowPartys, Leckeres an den Foodtrucks und natürlich der Campingplatz am Festivalgelände. Der Vorverkauf startet am 01. Mai.
Tickets: www.theaterfestival-isny.de
50 Jahre Willofs
Ob langjährige Festival-Routiniers oder junge Musikfans: In Willofs feiern vom 30. April bis 02. Mai alle gemeinsam – und zwar das 50. Jubiläum! Wie es so weit kommen konnte, haben wir mit dem „Erfinder“ besprochen.
3 Fragen an... 3 Fragen an... Thomas Seegger
11 Wie hat vor 50 Jahren alles angefangen?
Vor 50 Jahren hat alles unspektakulär angefangen – ohne großen Plan, ohne Konzept, ohne Businessidee. Es war eher eine kleine Idee. Und ein paar Leute, die einfach gemacht haben. Was zuerst da war, war nicht nur der Ort selbst, sondern das, was die Menschen mitgebracht haben: Energie, Musik und die Lust, etwas entstehen zu lassen. Der Gasthof Obermindeltal mit seinem Club in Willofs war nie wirklich „fertig“, sondern entwickelt sich Schritt für Schritt.
22 Was war damals euer Ziel, und was ist es heute?
Es ging nicht darum, etwas Großes aufzubauen, sondern einen Ort zu schaffen, an dem man zusammenkommt – Musik hört, Leute trifft und einfach eine gute Zeit hat. Und genau das ist im Kern bis heute gleich geblieben. Auch wenn heute vieles größer und strukturierter ist – mit Festival, Line-up und Organisation – geht es immer noch um dieses Gefühl von Gemeinschaft und Musik.
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Was hat sich seitdem verändert?
Am meisten verändert hat sich sicher die Größe und Professionalität. Aus einem improvisierten Club ist ein fester Bestandteil der regionalen Kulturszene geworden – mit internationalen Acts, mehreren Bühnen und einem klaren Festivalformat. Am wenigsten verändert hat sich der Charakter des Ortes. Der Grundriss ist im Kern gleich geblieben, viele Details aus der Anfangszeit sind noch da.
KAUFE DEINE TICKETS bei
Kino, Podcast und Gespräche zu Liebe, Sex und Behinderung
Der 05. Mai ist der europäische Protesttag für Menschen mit Behinderung. Warum Protest? Weil Ziele wie Gleichberechtigung und Teilhabe oft noch immer weit entfernt sind. Jedes Jahr aufs Neue überlegen sich Akteure in Kempten und dem Oberallgäu wie die Caritas, die Lebenshilfe, der Verein Körperbehinderte Allgäu und der Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Kempten, welcher Aspekt in dem Zusammenhang in den Mittelpunkt gerückt werden sollte. Dieses Jahr geht es um Liebe, Sexualität und deren Grenzen im Leben von Menschen mit Behinderung – und das eine ganze Woche lang.
„Wir haben uns intensiv überlegt: Für welches Thema möchten wir Öffentlichkeit bekommen und mehr Sensibilisierung erreichen“, berichtet Stefan Raichle von der Caritas Kempten, der Teil des Organisationsteams ist. „Da kam in der Diskussion auf einmal das Thema Sexualität auf. Und hat uns nicht mehr losgelassen.“
Die ursprüngliche Idee war, eine bereits existierende Wanderausstellung mit dem Titel „Echt mein Recht“ nach Kempten zu holen. Doch der finanzielle und organisatorische Aufwand wäre kaum zu stemmen gewesen, trotz einer gewissen Förderzusage seitens der „Aktion Mensch“, die das Orga-Team eintreiben konnte.
Aktionswoche
„Mein Körper. Mein Recht.“
„Also haben wir beschlossen selbst ein Programm auf die Beine zu stellen“, berichtet Theresa Widmer von der Caritas Oberallgäu. Zentrale Fragen, die in der Aktionswoche „Mein Körper. Mein Recht“ vom 02. bis 10. Mai beantwortet oder zumindest angesprochen werden sollen, sind: Inwieweit sind Menschen mit Behinderung gewöhnt ihre sexuellen Bedürfnisse auszusprechen? Und auszuleben? Wie sieht es mit Themen wie Partnerschaft und Kinderwunsch aus? Oder Bevormundung und Gewalt?
Das Thema an sich ist bereits ein weites Feld. Welche Zielgruppe hat die Aktionswoche? Auch die ist weit gefasst bzw. betrifft pro Veranstaltung teilweise unterschiedliche Gruppierungen. Die Organisatoren möchten Menschen, die in der Lebenssituation sind, direkt ansprechen – dafür wird es am 07. Mai einen Gesprächskreis über gute und schlechte Gefühle und Gewalt geben. „Dann möchten wir aber auch Menschen aus unserem eigenen Arbeitsumfeld adressieren, die in der Behindertenhilfe arbeiten, sei es professionell oder ehrenamtlich“, erzählt Raichle. Wer tief in das Thema eintauchen möchte, kann am 06. Mai die ganztätige Fortbildung „Liebe & Sexualität bei Erwachsenen mit Behinderung“ besuchen. Auch Sorgeberechtigte und Angehörige sind eingela -
den. „Ich denke beispielsweise an Eltern junger Erwachsener mit Downsyndrom, die einen Familienwunsch haben“, sagt Widmer. „Für alle genannten Gruppen ist sicher auch der Podcast interessant, den wir mit der Sexualbegleiterin Pamina aufnehmen.“
Zwei Kino-Vorführungen:
Luisa & Als wäre es leicht
Und dann ist da natürlich die breite Öffentlichkeit. Wir alle, die wir diesen Artikel lesen. Hier ist das Kino das Mittel der Wahl. Sowohl der Colosseum in Kempten als auch das Union-Filmtheater in Immenstadt haben sich bereiterklärt, einen Film aus diesem Themengebiet zu zeigen. In Kempten läuft am 03. Mai um 19:30 Uhr der Film „Luisa“. Darin geht es um eine junge Frau, die in einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung lebt und überraschend schwanger ist. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch liegt nahe, die Ermittlungen der Polizei werden zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Partnerschaft und das Personal der Wohneinrichtung. Wer nach den Eindrücken dieses Filmes darüber sprechen möchte, kann zu einer Diskussionsrunde im Kino bleiben.
„Wichtig war uns auch, dass es eine Berührungsmöglichkeit mit dem Thema in einer Art ‚Light-Version‘ gibt“, sagt Theresa Widmer. „Im Kino in Immenstadt kann man bei „Als wäre es leicht“ Eindrücke zu Behinderung und Liebe an sich ranlassen, ohne dass es zu schwer wird. Der Film ist eine ungewöhnliche Love-Story, in der sich ein blinder Mann und eine gehörlose Frau ineinander verlieben – mit allen Kommunikationsproblemen, die das so mit sich bringt.“ Die Vorstellung im Union-Filmtheater beginnt am 05. Mai um 18:45 Uhr
Statements Aktionswoche
■ Welche Überlegung hat euch geleitet bei der Planung der Aktionswoche?
Stefan Raichle, Caritas: „Wir möchten das Thema aus seiner dunklen Ecke holen, so dass sich Leute trauen, darüber zu sprechen. Deshalb gibt es Angebote in unterschiedlichen Tiefen und mit unterschiedlichen Medien: Wir haben Filme, ein Gespräch, eine Fortbildung, etwas zum Hören. Wer zum Beispiel keine Lust auf Kino hat, kann sich in Ruhe einen Podcast anhören und abbrechen, wenn es zu viel wird.“
■ Warum ist es euch wichtig diesen Film zu zeigen?
Andrea Dietel-Sing, Colosseum: „Die im Film ,Luisa‘ angesprochene Problematik ist stets aktuell, vielschichtig, aus ethischer Sicht schwer zu beurteilen und dadurch besonders interessant. Eine wesentliche Frage ist, ob Menschen mit Behinderung dieselben Rechte und Pflichten haben wie Menschen ohne Behinderung, gerade was Luisas Entscheidungen angeht. Der Film ist uns wichtig, da eine Gesellschaft sich nur weiterentwickeln kann, wenn sie sich mit allen Problematiken auseinandersetzt.“
■ Wie engagiert ihr euch in dem Themenspektrum der diesjährigen Aktionswoche?
Janina Janser, Lebenshilfe Kempten: „Das Thema liegt uns in den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Kempten besonders am Herzen. Deshalb ist einmal im Jahr rund um den Valentinstag eine Single-Party fester Bestandteil unseres Freizeitangebots für Menschen mit Beeinträchtigungen. Mit Angeboten wie einer „Liebeswand“ mit kleinen Botschaften und verschiedenen Kennenlern-Formaten schaffen wir bewusst Räume, in denen sich
Menschen mit Beeinträchtigungen begegnen und näherkommen können – daraus ist sogar schon eine Verlobung entstanden.“
■ Warum hat der Protesttag so eine wichtige Bedeutung für dich und die Community?
Waldemar Ruf, Beirat für Menschen mit Behinderung: „Der Protesttag hat für mich eine besondere Bedeutung, da die Aktionen an diesem Tag die Bevölkerung auf die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen. Jeder hat ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Das zeigen wir an diesem Tag besonders deutlich. Gleichzeitig möchte ich mit unterschiedlichen Leuten ins Gespräch kommen. Denn die meisten Barrieren befinden sich in den Köpfen.“
■ Liebe, Sexualität und deren Grenzen im Leben von Menschen mit Behinderung – wo siehst du besonderen Aufklärungsbedarf bei diesem Thema?
Moritz Brückner, Rollstuhlrugby-Nationalspieler: „ Ich finde Sex ist wesentlich mehr als nur stumpfer Geschlechtsverkehr, nämlich echte Intimität. Man muss kein High Performer sein, sondern es geht darum Gefühle auszutauschen und sich nahe zu sein. Es mag sein, dass bei uns Rollstuhlfahrern der aktive Teil nicht mehr so riesig ist, aber das macht’s nicht zwingend schlechter. Viele Menschen sollten sich erstmal informieren, statt sich schnell eine Meinung zu bilden – sie wären bestimmt überrascht, was noch so alles machbar ist!“
Ein Video-Interview mit Moritz Brückner und einen Text über den Speaker und Spitzensportler findet ihr ab 05.05. auf www.0831-stadtmagazin.de
Kunst und Events in besonderem Ambiente
Was als Geheimtipp begann, hat sich zu einer Kunstinstitution im Allgäu entwickelt: Die StadtHausGalerie im Sonthofer KulturViertel zeigt auf einer Fläche von knapp 500 m² ganzjährig abwechslungsreiche Ausstellungen auf höchstem Niveau. Sehenswert sind allein schon die Räumlichkeiten in einem Gebäude, das seit dem 13. Jahrhundert das Ortsbild mitprägt.
Vor allem ein hoher, lichtdurchfluteter Raum mit umlaufender Galerie bietet den Kunstwerken ein würdiges Ambiente. Bei der Auswahl der Ausstellungen werden zwei Schwerpunkte gesetzt: Zum einen präsentiert sich hier die vielfältige und lebendige Allgäuer Kunstszene, zum anderen werden auch Werke namhafter überregional und international bekannter Kunstschaffender ausgestellt.
Street. Life. – Flüchtig gesehen, dauerhaft erzählt
Vom 08. Mai bis zum 11. Juli 2026 widmet sich die StadtHausGalerie mit der Gruppenausstellung „Street.Life. – Flüchtig gesehen, dauerhaft erzählt“ der Fotokunst in verschiedenen Facetten. Im Mit-
StadtHausGalerie, Mark tstr. 12, 87527 Sonthofen Mi bis So 14 bis 17 Uhr, w w w.stadthausgalerie.de KUNST & KULTUR in der St adtHausGalerie Sonthofen
Außenansicht der StadtHausGalerie Sonthofen Foto: Stadt Sonthofen
telpunkt der Werke steht das Thema „Streetlife“. Dabei umfassen die Begriffe „Street“ und „Life“ die Vorstellung vom Leben im öffentlichen Raum als Spiegel gesellschaftlicher Dynamiken. Die Straße wird nicht nur als Verkehrsfläche verstanden, sondern als sozialer Begegnungsraum, Lebensraum und Bühne des Alltags. Im Fokus stehen alltägliche Situationen, spontane Begegnungen und individuelle Lebensrealitäten, die sich im öffentlichen Raum entfalten.
Neben den Werken der professionellen Allgäuer Fotografen Ebby Hauser und Peggy Uhlich werden auch Werke der überregionalen Kunstschaffenden Susanne Bartels, Ivan Baschang, Stellan Gottschalk, Thomas Nechleba, Margret Paal und Olaf Wiehler gezeigt. Sie untersuchen die Wechselwirkung zwischen dem Menschen, dem Individuum, dem öffentlichen Raum und dem städtischen Publikum. Architektur wird zum strukturierenden Faktor oder tritt als losgelöstes, eigenständiges Kunstwerk auf. So greifen Dokumentation und Erzählung Hand in Hand.
Kommende Termine
Die StadtHausGalerie versteht sich als lebendiger Begegnungsort und vielseitige Plattform für Vorträge, kleine Konzerte und Workshops, die den Dialog zwischen Kunstschaffenden und Publikum fördern.
Nächster Termin:
Konzert mit Markus Dinnebier am Samstag, 13. Juni 2026, um 18:00 Uhr. Anmeldung zu Veranstaltungen jeweils in der Tourist-Info Sonthofen, Tel. 08321/615-291.
Ausstellungen: Ausblick 2026
18. Juli – 17. Oktober 2026: „Viel Kunst. Wenig Kohle“ (Ausstellung mit Werken von Künstlerinnen der GEDOK München)
23. Oktober 2026 – 18. Januar 2027: „Blick:punkt Allgäu – Nah dran.“ (Ausstellung mit Werken von Kunstschaffenden aus der Region)
Kontakt:
StadtHausGalerie Sonthofen Marktstr. 12 Öffnungszeiten: Mi – So, 14 – 17 Uhr
www.stadthausgalerie.de
Ausstellungs-Empfehlungen
Kempten
Stadtstadel Lounge Art
Anastasiya Nesterova – Farbholzschnitte, Malerei
Die Künstlerin will die Eigenart einer Landschaft erfassen und sie mit kräftigen Farben und Formen in den Mittelpunkt stellen. 15. Mai – 02. August 2026
Kunsthalle
Werkblockausstellung: Stand.Punkt
BBK Allgäu/Schwaben-Süd e.V. zeigt die Werke von Mitgliedern 0 8. Mai – 28. Mai 2026
artig – Galerie Kunstreich
Paul Pfanner – Querbeet
Angeregt durch das Buch von Horst Janssen „Hundert Köpfe“ hat der Kemptener Künstler begonnen, die Autoren und Maler, deren Bilder und Bücher ihn bewegt haben, zu Papier zu bringen. 10. April – 10. Mai 2026
Daniela Kammerer – Erinnerungen an die Welt
Malerei | Installation | Keramik 22. Mai – 21. Juni 2026
Hofgartensaal
silent abstraction mit Joram von Below, Cornelia Egli, Winfried Becker
Die Kunstschaffenden vereint eine abstrakte Formensprache, die stille, minimalistische und meditative Räume hervorbringt. 10. April – 03. Mai 2026
Freudenbergtunnel – U1 Art Projekt
Naturveränderung
Werkesammlung der Künstlergruppe „Kunst am Berg“, die den Wandel der Natur sichtbar macht.t
02. März – 30. Mai 2026
Kempten-Museum/Zumsteinhaus
UNTOLD – Queere Geschichten aus dem Allgäu
Die Ausstellung lädt die Besuchenden ein, in das Leben queerer Menschen im Allgäu einzutauchen. 25. April – 31. Januar 2027
Altstadthaus
Maria Brateanu – Individual Wenn Worte zu ausdrucksstarken, bunten Bildern werden 0 3. Mai – 31. Juli 2026
Isny
Städtische Galerie im Schloss Isny
Ausstellung: Szenografie eines Bestandes
Die Kunstsammlung Isny neu erzählt 02. April – 14. Juni 2026
Oberstdorf
Galerie Oberstdorf Frauenzimmer
– She is always a women Inszenierte Fotografie mit Holzskulpturen
In sieben Räumen zeigen die Fotokünstlerin
Katja Gehrung und die Holzbildhauerin
Bianca Thater sieben Perspektiven auf das Frau-Sein.
17. Juni – 01. Juli 2026
Sonthofen
Eigentlich wollte ich
StadtHausGalerie Street. Life. – Flüchtig gesehen, dauerhaft erzählt Fotokunst in verschiedenen Facetten. Im Mittelpunkt der Werke steht das Thema „Streetlife“. Dabei umfassen die Begriffe „Street“ und „Life“ die Vorstellung vom Leben im öffentlichen Raum als Spiegel gesellschaftlicher Dynamiken.
08. Mai – 11. Juli 2026
ein Cello 1.0 Katja Gehrung, 2024
Dieses Fotokunstwerk von Olaf Wiehler heißt „Seeing Red Umbrellas“, Foto: Olaf Wiehler
Kino-Highlights im Colosseum
Michael
Filmstart: 24.04.2026
Der junge Michael Jackson wird als achtes von zehn Kindern unter der strengen Führung seines Vaters Joe früh für eine Musikkarriere gedrillt wird. Mit der Familienband Jackson Five feiert er erste Erfolge, im Alter von 13 Jahren startet er bereits die Solokarriere. Ende der 1970er-Jahre lernt er bei Filmarbeiten Diana Ross und den Produzenten Quincy Jones kennen, was seine musikalische Ausrichtung grundlegend verändert. Das von Jones produzierte Album „Off the Wall“ (1979) wird ein großer Erfolg, der 1982 durch die bahnbrechende und meistverkaufte Platte „Thriller“ noch übertroffen wird. Parallel zu diesem Aufstieg kommt es zum Bruch mit seinem Vater Joe, den Jackson als Manager entlässt und durch den Anwalt John Branca ersetzt. Laufzeit: 127 Minuten
The Mandalorian und Grogu
Filmstart: 20.05.2026
Der Mandalorianer und Grogu brechen in dem brandneuen Star Wars-Abenteuer von George Lucas zu ihrer bisher aufregendsten Mission auf. Das Imperium ist gefallen, doch imperiale Kriegsherren sind weiterhin in der ganzen Galaxis verstreut. Während die noch junge Neue Republik zu schützen versucht, wofür die Rebellion gekämpft hat, erhält sie Unterstützung vom legendären mandalorianischen Kopfgeldjäger Din Djarin (Pedro Pascal) und seinem jungen Schüler Grogu. Eine weitere Schlüsselrolle spielt Sigourney Weaver als Colonel Ward. Laufzeit: 132 Minuten
Nürnberg
Filmstart: 07.05.2026
Russell Crowe und Rami Malek in einem packenden Thriller, in dem es um Macht und Manipulation geht: Hermann Göring wird von den Alliierten verhaftet, um für die unfassbaren Taten des NS-Regimes zur Rechenschaft gezogen werden. Der Psychiater Dr. Kelley wird beauftragt, alle Angeklagten auf ihre Prozessfähigkeit hin zu untersuchen. Schnell ist er von Görings Scharfsinn und Charisma eingenommen. Obwohl er dessen Machtspiele durchschaut, kann sich Dr. Kelley der manipulativen Stärke und Faszination des Bösen nur schwer entziehen und gefährdet damit sogar den Nürnberger Prozess. Laufzeit: 148 Minuten.
Home Entertainment
Filmstart: 21.05.2026
In dieser 89-minütigen Komödie planen Florian und Marie einen entspannten Abend zu Hause. Doch aus dem einfachen Filmabend wird ein unerwartet kompliziertes Unterfangen. Zwischen endlosen Auswahlmöglichkeiten auf Streamingplattformen, technischen Pannen und der Jagd nach funktionierenden Gutscheincodes geraten sie in ein digitales Labyrinth. Auch der Versuch, etwas zu Essen zu bestellen, führt eher zu Frust als zu Genuss. Während sie sich durch Apps, Fernbedienungen und eigene Missverständnisse kämpfen, zeigt sich: Der größte Stolperstein ist oft nicht die Technik, sondern der Mensch selbst.
Ab durch die MitteMit Vollgas durch Paris
Filmstart: 04.06.2026
Als ein junger Bauunternehmer von seinem Chef um die versprochene Beförderung gebracht wird, rastet er aus und stiehlt eine Million Euro aus dem Firmentresor. Kurz darauf erfährt er, dass er den Posten doch bekommen soll und will das Geld so unauffällig wie möglich zurücklegen. Um wieder an den Tresor zu kommen, engagiert er einen Schlüsseldienstmann, der sich als unerträgliche Nervensäge entpuppt.
Laufzeit: 88 Minuten.
Wistle
Filmstart: 07.05.2026
Fünf High-School-Teenager geraten in ein schauerliches Abenteuer, nachdem sie eine mysteriöse aztekische Pfeife gefunden haben und es nicht lassen konnten, ihr ein paar schrille Töne zu entlocken. Das war ein Fehler, denn das Instrument ist verflucht, und so droht jedem, der darauf spielt, der Tod. Verzweifelt versuchen sie, die Pfeife zu entschlüsseln, um ihr Überleben zu sichern. Laufzeit: 128 Minuten
Live-Übertragungen im Kino Kempten
BTS World Tour „ARIRANG“ Live aus New York
Die weltweite Tour der K-Pop -konen kommt als großes Konzert-Event auf die Leinwand. Spektakuläre 360 Grad Show und neue Songs ihres fünften Albums inklusive. Details: www. kinokempten.de
MET Opera:
Eugen Onegin
Live am 02.05.2026, 19:00 Uhr, 245 Min. Dvorák schrieb über Tschaikowskis wohl schönste
Oper: „Diese Musik ist bestrickend und dringt so tief in unser Herz ein, dass man sie nie wieder vergessen kann.“ Inszenierung: Deborah Warner
El Último Sueño de Frida y Diego
Live am 30.05.2026, 19:00 Uhr, 170 Min. Gabriela Lena Franks erste Oper – ein magischrealistisches Porträt des berühmten mexikanischen Künstlerpaars Frida Kahlo & Diego Rivera
Future CouncilKomm an Bord
Filmstart: 04.06.2026
In diesem Dokumentarfilm begeben sich acht Kinder auf den ungewöhnlichsten Schulausflug ihres Lebens – einen Roadtrip quer durch Europa, um mächtige Politiker zu konfrontieren und konkrete Lösungen für die größten ökologischen Krisen zu fordern. Gleichzeitig verfolgen sie ihre eigene Vision einer lebenswerten Welt, einer besseren Zukunft und erleben eine Reise zum Erwachsenwerden.
Laufzeit: 81 Minuten
Scary Movie 6
Filmstart: 04.06.2026
Sechsundzwanzig Jahre nach ihrer ersten Begegnung mit einem maskierten Täter geraten die verbliebenen Mitglieder der damaligen Gruppe erneut in Lebensgefahr. Der Mörder, bekannt als Ghostface, scheint es abermals auf sie abgesehen zu haben und knüpft an die Ereignisse von damals an. Fortsetzung zur parodistischen Horror-Reihe „Scary Movie“.
Laufzeit: k.A.
Sondervorstellungen im Mai
Am 03.05.2026, 19:30 Uhr im Rahmen der Aktionswoche „Mein Körper. Mein Recht“ im Kontext des Protesttags für Menschen mit Behinderung: „Luisa“
Im Rahmen des Festivals der Zukünfte: 11.05.2026, 19:30 Uhr „Going Circular“ 13.05.2026, 17:00 Uhr „Future Concil“ 13.05.2026, 19:00 Uhr „Erwachsen werden in der Natur“
Am 22.05.2026, 19:00 Uhr „Anima – Die Kleider meines Vaters“ in Anwesenheit der Regisseurin Uli Decker in Zusammenarbeit mit der Stadt Kempten
Eventkalender Mai – Juni 2026
Kalender-Kooperation
Der 0831-Eventkalender entsteht seit kurzem in Zusammenarbeit mit „Planet Allgäu“ – dem neuen großen Veranstaltungsportal fürs Allgäu. Denn wir sind uns sicher: Gemeinsam können wir euch viel mehr bieten als jeder für sich alleine.
Wir vom 0831 recherchieren für euch Events in Kempten und Umgebung, das Team von Planet Allgäu (www.planetallgaeu.de) deckt das restliche Allgäu ab. Während dieser das Ziel verfolgt, möglichst keine Veranstaltung im Allgäu zu übersehen, setzen wir uns die redaktionelle Brille auf, die wir auch sonst fürs 0831 tragen: die der Kemptenerinnen und Kemptener. Wir versuchen vollständig zu sein bei Veranstaltungen in Kempten. Bei allem darüber hinaus überlegen wir: Wohin würde man von der Allgäu-Metropole aus fahren, was lohnt sich, was wollen wir empfehlen? Genau das nehmen wir in den 0831-Kalender auf (www.0831-stadtmagazin.de/eventkalender). Der Schwerpunkt liegt dabei auf Konzerten, Festen, Nachtleben, Theater, Märkten, Ausstellungen und Sportevents.
Fr 01 Mai
Konzert
Kemptener Jazzfrühling - Tumi Jazzumi
Musikalische Entdeckungsreise in die Jazzwelt für Kinder. Kulturquartier Allgäuhalle, Kempten, 11:00
Kemptener Jazzfrühling –Leonie Leuchtenmüller
Jazz im Krankenhaus zwischen Stationsalltag und Frühling. Klinikum Kempten, 14:00
Punk Facettenreicher Punkrock-Abend mit Energie und Haltung. Club Vaudeville, Lindau, 19:00
Kemptener JazzfrühlingJazznacht
Vielfältige Jazzklänge an elf Orten mit offener Session. Innenstadt, Kempten, 20:00
Nachtleben
Yamirah’s Solar Explorers
Grenzen überschreitende Jazzimprovisation.
Kulturquartier Allgäuhalle, Kempten, 20:00
Fullmoon Rave
Intensive elektronische Klangerlebnisse in fließender Clubnacht. Parktheater, Kempten, 22:00
Helge Schneider Improvisierte Musik und surrealer Humor in dynamischem Zusammenspiel. bigBOX ALLGÄU, Kempten, 19:00
Kemptener Jazzfrühling –Marius Neset Virtuosität und erzählerische Klangreise im konzeptionellen Jazz. Stadttheater, Kempten, 20:00
Kemptener Jazzfrühling – Martin Schmitt Musikalische Reise durch Blues & kabarettistischen Witz. Zum Stift, Kempten, 20:00
Wichtig war uns vom 0831, dass unser neuer Eventkalender technisch auf dem neuesten Stand ist. Das können wir nun bieten. Der interaktive Kalender ermöglicht es, Veranstaltungen nach Kategorien, Zeit, Ort und anderen Kriterien zu filtern. Ihr könnt euch die Veranstaltungen als Posterwand, in einer Liste oder auf einer Karte anzeigen lassen. Und: Ihr könnt Events komfortabel in euren eigenen Handykalender (Outlook, Google, Apple Kalender) einspeichern und den Link per Messenger teilen.
Veranstalter haben die Möglichkeit, ihre Events selbst kostenlos einzutragen. Oft können wir den Import auch automatisieren –dafür ggf. bitte einfach melden. Mit einem Eintrag schlägt man vier Fliegen mit einer Klappe: Er erscheint auf Planet Allgäu, wenn er zu den 0831-Kriterien passt auch auf www.0831-stadtmagazin.de und in der gedruckten Version des 0831. Außerdem kommt er in die Auswahl für unsere wöchentlichen Instagram-Eventtipps. Die solltet ihr übrigens dringend abonnieren: @0831_stadtmagazin
Vier Jahrzehnte elektronische Subkultur und Clubgeschichte feiern. Melodrom, Kaufbeuren, 18:00
Tanz der Endorphine Verschiedene elektronische Stile prägen einen dynamischen Abend.
Kulturquartier Allgäuhalle, Kempten, 19:00
Night Party
Rhythmische Vielfalt: Afrobeat, Amapiano, Dancehall im Mix. Cuba Bar, Kempten, 20:00
Ü40 PlusMinus Party
Erinnerungen und Erleben durch Rockklassiker und Charts.
Club GOIN, Obergünzburg, 20:30
Fest/Festival
Rosenfest bei
Andrea Haas
Vielfalt gärtnerischer Gestaltung und Kunsthandwerk erleben.
Bergsport & Floristik Haas, Bad Hindelang, 10:00
Sport
Deutsche Meisterschaft Paraklettern Paraclimbing-Meisterschaft: Vielfalt im Klettersport erleben. DAV-Kletterhalle swoboda alpin, Kempten, 10:00
Bildung
Europäischer Protesttag
Gesellschaftliche Barrieren überwinden mit Austausch & Film.
Innenstadt, Isny, ganzer Tag
So 03 Mai
Konzert
Kemptener Jazzfrühling –Blues Trouble Rock ’n’ Roll und Blues treffen auf zeitgenössische Arrangements. BSG-Allgäu Bauund Siedlungsgenossenschaft eG, Kempten, 11:00
Die Paldauer Schlagerabend mit direktem Künstlerkontakt und Tanzmöglichkeit. MODEON, Marktoberdorf, 18:00
Theater
L’eos Lounge Unveröffentlichte Texte treffen auf Musik, Satire und Sprachkunst. Theater in Kempten, 18:00
Mo 04 Mai
Bildung
Vortrag: Nicht mit mir
Betrugsstrategien und Reaktionsmöglichkeiten im Alltag. Altstadthaus, Kempten, 14:00
Mi 06 Mai
Theater
Kalter weisser
Mann – Gesellschaftskomödie
Satirische Auseinandersetzung mit Sprache, Macht, Moral. Haus Oberallgäu, Sonthofen, 19:00
Do 07 Mai
Konzert
Lord of the Dance Irischer Stepptanz trifft auf moderne Bühnenästhetik.
bigBOX ALLGÄU, Kempten, 20:00
Bildung
Märchenstunde
Erzählkunst mit Musik: Fantasievolle Schildkrötengeschichten.
Stadtbibliothek, Kempten, 15:00
Ausbildungsmesse
Vielfältige Einblicke in Bildungswege und berufliche Möglichkeiten.
MODEON, Marktoberdorf, 16:30
Familie
Die Spinatwachtel
Gefühle un äd Freundschaft in kindlicher Erzählperspektive. Theaterkästle, Altusried, 15:30
Fr 08 Mai
Konzert
Spring Breakdown
Vielseitige Fusion aus Metal, Hardcore und Punk-Einflüssen.
Barfly, Sonthofen, 19:00
Meisterkonzert
Freiheitskonzepte in historischer und zeitgenössischer Musik.
Theater in Kempten, 19:00
Spring Breakdown
Harte Gitarrenklänge und dynamische Breakdowns im Club. Barfly, Sonthofen, 20:00
Nachtleben
KQA Karaoke Party
Spontane Musikgestaltung in offener, dynamischer Atmosphäre.
Kulturquartier Allgäuhalle, Kempten, 18:00
Benefiz-Party
Einnahmen fließen in das Projekt Culturegroove Generations Stage.
Club Douala, Ravensburg, 23:00
Theater
Willkommen
Alltagsnahes Drama über Partnerschaft und unerwartete Wendungen.
Gasthof Hirsch, Altusried, 18:30
Herr Schröder – Der Rest ist Hausaufgabe Schule als ComedyBühne: Lehreralltag und digitale Bildung. bigBOX ALLGÄU, Kempten, 19:00
Max Beier mit Love & Order
Humorvolle Betrachtungen von Chaos und Ordnung im Alltag. Podium, Kaufbeuren, 19:00
Kunst/Lesung
Graffiti Workshop Schablonentechnik und kreative GraffitiIdeen entwickeln. Kunstfabrik, Kempten, 13:00
Martina Hefter
Einsamkeit, digitale Täuschung und die Suche nach Nähe. Theaterkästle, Altusried, 18:30
Markt
Maimarkt am Marienplatz Tradition und Vielfalt auf lebendigem Altstadt-Markttag. Marienplatz, Immenstadt, 07:00
Bildung
Literaturfestival Allgäu-Schwaben Erkundung von Nähe und Identität in digitaler Interaktion. Theaterkästle, Altusried, 19:30
Familie
Kinderkonzert mit Beratungsterminen Instrumente erkunden und ausprobieren mit Fachberatung.
Sing- und Musikschule, Kempten, ganzer Tag
Himmelfahrtsmarkt auf dem Königsplatz
Jahrmarkt mit vielfältigen Attraktionen und Kulinarik.
Königsplatz, Kempten, 10:00
Sa 09 Mai
Konzert
Tag der Musik Musikalische Vielfalt und soziales Engagement im urbanen Raum. Innenstadt, Isny, ganzer Tag
Tag der Musik Musik als verbindendes Element für soziale Projekte.
Innenstadt, Kempten, ganzer Tag
Crippled Black
Phoenix + Temple Fang
Klangwelten aus Post-Rock, Psychedelic und Progressive. Club Vaudeville, Lindau, 19:00
Fest/Festival Zukunftsfest Ideen für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel.
Kulturquartier Allgäu, Kempten, 09:00
2-Takt Treffen am Vatertag Technikbegeisterung und Gemeinschaft bei 2-Takt-Maschinen. Genau So Allgäu, Maierhöfen, 11:00
Kunst/Lesung SambaTrommelshow CANAVIAL Rhythmus und Bewegung. Allgäuhalle, Kempten, 13:15
Capoeira Show & Workshop Rhythmus und Bewegung treffen auf akrobatischen Dialog. Allgäuhalle, Kempten, 13:30
Sport
LOWA Trail Trophy
Alpine Trailrunning über 103 km mit 7.241 Höhenmetern.
Kurpark, Pfronten, ganzer Tag
Engagement
Kuscheltier-Klinik
Gesundheitsdialoge
über Klimafolgen und spielerische Ansätze.
Allgäuhalle, Kempten, 09:00
Piepmatz Ladenführung
Verantwortungsvoller
Konsum im Unverpackt-Laden erleben.
Piepmatz Kempten, Kempten, 13:00
Warum alles gut wird
Quantenphysikalische Einblicke in globale Herausforderungen.
Kulturquartier Allgäu, Kempten, 14:00
Bildung
Rapunzel
Pflanzaktion
Erfahrbares Lernen durch Schulgärten und nachhaltige Bildung.
Allgäuhalle, Kempten, 09:00
Bastelaktion und Tattoos
Kreativangebote und Dialoge zu Umweltund Klimaschutz.
Allgäuhalle, Kempten, 09:00
Kurzfilme für Kinder – Knitzsche Philosophische Kurzfilme zu Klima und Zukunft kindgerecht.
Kulturquartier Allgäu, Kempten, 10:00
Fr 15 Mai
Konzert
Gravestone + Tyrant + Stranger Rückblick auf die New Wave of German Heavy Metal der 1980er.
Kaminwerk, Memmingen, 19:30
Joe Guest & Matze
Mansion
Bluesharpcore und akustischer Rock mit direkter Ansprache. Barfly, Sonthofen, 20:00
Leaves Eyes & Atrocity
Gitarren und Orchester verschmelzen zu Mythen.
Club Vaudeville, Lindau, 20:00
Nachtleben
LichterRausch
Elektronische Klangwelten mit vielfältigen musikalischen Strömungen.
Club Douala, Ravensburg, 22:00
Kunst/Lesung
Auf Kommissar Kluftingers Spuren durch Altusried Literarische Schauplätze treffen auf reale Orte und Wege. Altusried, 15:00
Der Comedy Bahnhof
Humorvolle Alltagsbeobachtungen aus verschiedenen Perspektiven. IG OMa, Waltenhofen, 18:00
Engagement
Einblick ins ZAK Kaufhaus Kempten Wiederverwendung und Ressourcenschonung im Alltag erleben.
ZAK Kaufhaus Kempten, Kempten, 14:00
ContactImprovisation Nonverbaler Dialog und Achtsamkeit durch spontane Bewegung. Lollipop e. V., Kempten, 14:00
Clean-up Walk am Mariaberg Müllsammeln und Analyse der Verrot tungszeiten im Workshop. Cambomare, Kempten, 14:00
Solidarische Landwirtschaft am Jörg-Hof Erfahrungen zu landwirtschaftlichen Kreisläufen und Gemeinschaften. Jörg-Hof, Durach, 15:00
Nährstoffrecycling Nachhaltige Kreisläufe durch Trockentoiletten im Alltag.
Kulturquartier Allgäu, Kempten, 16:00
Wer, wenn nicht du Beleuchtet Generationenkonflikte im Kontext des KlimaAktivismus.
Kulturquartier Allgäu, Kempten, 19:30
Bildung
Rottach erleben an der Fußgängerbrücke Kempten Ökologische Einblicke in die verborgene Welt der Rottach. Fußgängerbrücke Hintere Rottach, Kempten, 13:30
Einblick ins Müllheizkraftwerk Kempten Technische Abläufe der Abfallverwertung und Energieer-
Sa. 9. Mai
11-16 Uhr MÄDELS FLOHMARKT
OBERSCHWABENHALLE RAVENSBURG
Sa. 16. Mai 11-15 Uhr MÄDELS FLOHMARKT EISSTADION KEMPTEN
So. 31. Mai 11-16 Uhr MÄDELS FLOHMARKT Messe ULM
Sa. 13. Juni 11-15 Uhr MÄDELS FLOHMARKT EISSTADION
KABARETT, MUSIK UND LESUNGEN IM ROXY!
Familie
Ziegenyoga für Kinder Naturerlebnis für Kinder: Yoga mit freilaufenden Ziegen. Baba Yoga Allgäu, Kraftisried, 13:30
Sa 16 Mai
Konzert
Die Sinatra-Story Sinatras Karriere und Hits in eindrucksvoller Live-Show. Kurhaus Bad Hindelang, 18:00
Martin Schmid
„Swingtime“ Nostalgischer Swing und musikalische Überraschungen. Altbau, Irsee, 19:00
Jimmy & the Goofballs
Rhythmen von Funk bis Hip-Hop für tanzbaren Konzertabend.
Villa K, Durach, 19:00
Ray Wilson’s GENESIS classic Musikalische Reise durch Jahrzehnte der Rockgeschichte.
Club Vaudeville, Lindau, 20:00
Nachtleben
Voodoophonics & Tarmac Tigers
Klangexplosion zwischen Garage Punk und Post Noise. Kulturquartier Allgäu, Kempten, 19:00
Theater
Zweifellos zu drittImprotheater
Spontane Szenenvielfalt und musikalische Improvisation. Kaminwerk, Memmingen, 20:00
Fest/Festival
Landjugend Party Aktuelle Clubsounds und persönliche Atmosphäre. Sennerei, Rettenberg, 19:00
Noche Latina
Treibende Rhythmen und lateinamerikanisches Tanzvergnügen.
Kaminwerk, Memmingen, 21:00
Markt
Inselflohmarkt
Persönliche Fundstücke, Musik und Gespräche. Kulturfabrik, Mindelheim, 10:00
Kunsthandwerkermarkt
Traditionelles Handwerk trifft auf modernes Design. Oberstaufen Ortsmitte, 10:00
Mädelsflohmarkt
Modeaustausch in lebendiger Flohmarktatmosphäre. Eisstadion, Kempten, 10:00
Sport
Allgäu Radmarathon Radsporttag im Allgäu: Naturerlebnis ohne Zeitdruck. Innenstadt, Isny, ganzer Tag
Engagement
Zukunftsgefühle
Emotionen als Antrieb für gesellschaftliche Veränderungen.
Lollipop e. V., Kempten, 09:00
Soziale Verteidigung statt Militär Gewaltfreie Sicherheitskonzepte als Alternative zur Militärverteidigung. Kulturquartier Allgäu, Kempten, 10:30
Führung
Kreislaufwirtschaft erleben: Ressourcenschonung im Alltag. ZAK Kaufhaus Kempten, 13:00
Bildung
Selbstgemacht –Geld gespart Reparaturtechniken für den Haushalt erlernen.
Kunstfabrik, Kempten, 09:00
Führung
Technische Abläufe der Abfallverwertung und Energiegewinnung.
Ökosoziales Projekt zeigt nachhaltige Lebensräume im Garten. Hortus Natura, Kempten, 12:00
So 17 Mai
Konzert
Wandelkonzert
Musikalisches Mosaik zwischen historischen Räumen und Klängen. Kempten, Kempten, 10:00
Die Udo Jürgens
Story
Biografische Einblicke und musikalische Hommage an Udo Jürgens. Stadthalle, Memmingen, 17:00
Familienkonzert
Liebesfreud Orchestrale Vielfalt von Oper über Folklore zu Romantik. bigBOX ALLGÄU, Kempten, 18:00
Markt
Kunst- und Kreativmarkt Petersthal am Rottachsee Handwerkskunst erleben, Musik genießen, regional speisen. Kioskgelände am Rottachsee Petersthal, 09:00
Sport
Oberstdorfer GebirgstälerHalbmarathon Alpine Laufstrecke mit präzisem Streckenprofil. Nordic Zentrum Oberstdorf, 06:30
ISU Adult Skating Internationale Eiskunstlaufprogramme mit Leidenschaft und Präzision Eissportzentrum Oberstdorf, 09:00
Bildung
Internationaler Museumstag Musik, Erzählkunst und Austausch im Museumserlebnis. Kempten, Kempten, ganzer Tag
Mo 18 Mai
Theater
Mutters Courage Elsa Taboris Weg von Alltag zu Deportation im Jahr 1944. Theater in Kempten, 19:00
Mi
20 Mai
Bildung
PV & Wärmepumpe – Vortrag bei Epple Systemische Energielösungen: Photovoltaik und Wärmepumpe. Epple GmbH, Wald, 17:00
Do 21 Mai
Konzert
Kabarettabend mit Couplet-AG Satirische und musikalische Werkschau zum 30-jährigen Jubiläum. Postsaal, Bad Grönenbach, 19:00
REDAKTION: Anke Roser, Jörg Spielberg, Heike Stix, Eva Konzelmann, Lutz Bäucker
ANZEIGENBERATUNG:
Gerrit Böhm, Arabelle Gleich
LAYOUT UND GRAFIK: Sabine Rockstroh, Lara Schicketanz, Heike Stix
AUFLAGE: 12.000 Exemplare
DRUCK: Athesia Druck GmbH Bozen
ANZEIGENPREISE: Es gelten unsere Mediadaten vom 15.09.2025 (anzufordern unter mediaberatung @0831-stadtmagazin.de)
COPYRIGHT: Für alle Beiträge und für die von uns gestalteten Anzeigen ist der Nachdruck, auch auszugsweise, untersagt
VERTEILUNG: Im gesamten Stadtgebiet von Kempten und in der näheren Umgebung
Fr 12 Juni
Konzert
Two in Tune
Musikalische Neuinterpretationen bekannter Rock- und Popsongs. IG OMa, Waltenhofen, 19:00
Osan Yaran
Humorvolle Analyse alltäglicher Routinen und gesellschaftlicher Eigenheiten.
bigBOX ALLGÄU, Kempten, 18:00
Nachtleben
Campus Open Air an der Hochschule
Kempten
Musik, Begegnung und kulinarische Vielfalt auf dem Campus. Hochschule, Kempten, 17:00
Theater Willkommen in Woche 5
Beobachtungen und Missverständnisse in modernen Partnerschaften.
Konzert
Bummelkasten
Rhythmische Klangwelten und erzählerische Figuren live. bigBOX ALLGÄU, Kempten, 14:00
Fest/Festival
Memminger
Stadtfest
Musik, Kulinarik und Shopping in historischer Altstadtkulisse. Innenstadt, Isny, ganzer Tag 5th Anniversary der Wolfmen MC Pfronten
Szene-Event mit Musik, Foodtruck und Topless-Show.
District 23, Eisenberg, 06:30
Sport
MTB Marathon Sportliche Herausforderungen und Panoramablicke im Allgäu. Pfronten Innenstadt, Pfronten, ganzer Tag
Engagement
Produziert nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens, Athesia Druck GmbH, UW 1492
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Drei Liedermacher Vielseitige musikalische Begegnungen und klangliche Kontraste. Kornhaus, Kempten, 19:00
Do 25 Juni
Konzert
Konzert mit Lanigans
Irisch-schottisches
Repertoire mit vielstimmigem Gesang.
Haus des Gastes, Bad Grönenbach, 20:00
Hatebreed
Harte Gitarrenriffs und kompromissloser Hardcore-Sound.
Club Vaudeville, Lindau, 20:00
Fr 26 Juni
Konzert
Matthias Schriefl
Musikalische Grenzerfahrungen zwischen Jazz, Volksmusik und Avantgarde. Altbau, Irsee, 20:00
TubAkkord
Klangfarbenreiche
Fusion von Tuba und Akkordeon in eigenen Arrangements.
Schaufenster 11, Kempten, 20:00
Theater
Kabarett: Claus von Wagner
Politische Analyse trifft satirischen Humor im gesellschaftlichen Kontext. Postsaal, Bad Grönenbach, 20:00
Nektarios Vlachopoulos Reflexion über Glück, Kontrolle und psychische Extreme. Podium, Kaufbeuren, 20:30
Familie
Geiger erleben am Kreislaufstandort
Memmingen Einblicke in Recyclingprozesse und nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Geiger, Memmingen, 14:00
Sa 27 Juni
Nachtleben
Dark Velvet Sky Facetten der dunklen Clubkultur mit Gothicund Electro-Sounds. Club Vaudeville, Lindau, 21:00
nachTspielzeit mit Markus Babbel Kraftvolle Rock- und Metal-Sets mit DJ Bavaria und Support. Kaminwerk, Memmingen, 21:00
Fest/Festival
Stadtfest Immenstadt Lokales Engagement und vielfältige Aktivitäten im Herzen der Stadt. Marienplatz Immenstadt, ganzer Tag
Bildung
Mosaike
Antike Mosaikgestaltung: Kreatives Arbeiten mit kleinen Elementen. Archäologischer Park Cambodunum, Kempten, 10:00
Kulinarik
Backhausfest Holzofenleckereien, Tischfußball und spontane Begegnungen.
IG OMa, Waltenhofen, 15:00
So 28 Juni
Konzert
Haindling Sommerkonzert
Klanglandschaft zwischen Tradition und Experiment. bigBOX ALLGÄU, Kempten, 18:00
Ignite
Energiegeladene
Klangkraft mit gesellschaftlicher Perspektive. Club Vaudeville, Lindau, 20:00
Podcast-Tipps
Passend zu einigen Schwerpunkten in dieser Ausgabe wie Körperwelten oder Hautgesundheit, haben wir euch diesmal Podcasts aus dem medizinischen Bereich rausgesucht. Ob als Weiterbildung oder Unterhaltung – hier kommen an Anatomie, Forschung und Gesundheit Interessierte voll auf ihre Kosten.
Anatomie zum Einschlafen
Immer sehenswert!
STADTGESPRÄCH
Der Video-Podcast auf www.0831-stadtmagazin.de Hier geht es um Kempten und um Menschen, denen die Stadt am Herzen liegt.
Lernen, entspannen, einschlafen: „Anatomie zum Einschlafen“ verbindet medizinisches Fachwissen mit ruhigem Storytelling. Medizinstudent Tjarven und seine Lerngruppe lesen anatomische Inhalte so aufbereitet vor, dass sie sich leicht anhören lassen – ideal nach langen Tagen am Bildschirm. Der Podcast richtet sich an Studierende und Neugierige, die Anatomie nicht pauken, sondern entspannt aufnehmen möchten. Quasi Lernen im Schlaf, denn das funktioniert gar nicht schlecht. Das Format hilft beim Wiederholen für Testate und Klausuren – oder einfach dabei, mit neuem Wissen zur Ruhe zu kommen.
Abenteuer Diagnose
Spannend wie ein Krimi und dennoch nah an der Realität: „Abenteuer Diagnose“ ist ein Podcast über seltene Krankheiten, rätselhafte Symptome und ungewöhnliche medizinische Fälle. In jeder Folge begleiten die Zuhörenden einen echten Diagnoseprozess, bei dem Ärztinnen und Ärzte Schritt für Schritt ungewöhnlichen Beschwerden auf den Grund gehen. Von ersten Vermutungen bis zur oft überraschenden Lösung wird medizinische Detektivarbeit nachvollziehbar gemacht. Der Podcast zeigt, wie komplex moderne Diagnostik ist und vermittelt fundiertes Wissen in Form packender Geschichten. Ideal für alle, die Medizin hautnah miterleben wollen.
Siege der Medizin
„Siege der Medizin“ nimmt die Hörer:innen mit auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte großer medizinischer Durchbrüche. Im Mittelpunkt stehen der Kampf gegen Seuchen und Volkskrankheiten, bahnbrechende Erfolge der Forschung und die Persönlichkeiten, die sie möglich machten. Erzählt wird der Podcast von der Schauspielerin Andrea Sawatzki; in den ersten beiden Staffeln begab sich Schauspieler Ulrich Noethen auf eine Reise in die Vergangenheit. Bei „Siege der Medizin“ entsteht ein unterhaltsames und zugleich informatives Hörerlebnis, das medizinische Meilensteine lebendig werden lässt und den Blick für medizinischen Fortschritt schärft.
Die Ärztin & der Nerd
Was braucht es, um lange gesund, leistungsfähig und zufrieden zu bleiben? „Die Ärztin & der Nerd“ gehen genau solchen Fragen auf den Grund. Ärztin Dr. Anne Latz und Unternehmer Toan Nguyen verbinden dabei medizinische Expertise, unternehmerisches Denken und Zukunftstechnologien. Gemeinsam diskutieren sie Themen wie Prävention, mentale Gesundheit, Schlaf, Ernährung, Fasten, moderne Diagnostik, Wearables und neue Business-Modelle. Im Gespräch mit Expert:innen aus Medizin, Wissenschaft, Startups und Wirtschaftswelt geht es um den Stand von heute, mutige Zukunftswetten und die Frage, was langfristige Performance wirklich ausmacht.
Comic-Kunst von Daniel Peter
0831 Buchtipps
ANATOMIEBÜCHER, die buchstäblich unter die Haut gehen!
Diesmal stellt euch das Team der Erlebnis-Buchhandlung Bücher vor, die nicht nur unter die Haut, sondern sogar noch einen Schritt weiter gehen. Sie schauen unter die Haut und machen Anatomie auf faszinierende Weise begreifbar. Von überraschenden Tierknochen über spannende Körperwelten bis hin zu erstaunlichen Rekorden öffnen diese Titel den Blick auf das Unsichtbare; verständlich, anschaulich und voller Entdeckungen. Diese und viele weitere Titel findet ihr in der Erlebnis-Buchhandlung in der Gerberstraße.
Aufgeklappt und viel entdeckt!
Unser Körper; ab ca. 3 Jahren; Paul Corrigan, Tim Cooke
ISBN 978-3831045396
Mit diesem Pappbilderbuch begeben sich schon die Kleinsten auf eine spannende Entdeckungsreise durch den menschlichen Körper. Hinter liebevoll gestalteten Klappen verbergen sich überraschende Antworten zu neugierigen Kinderfragen rund um den Aufbau des Körpers. Die detailreichen, humorvollen Illustrationen machen komplexe Themen greifbar und laden immer wieder zum Staunen und Weiterblättern ein. So wird erstes Sachwissen spielerisch vermittelt und die natürliche Neugier von Kindern wunderbar gefördert.
Das Buch der Knochen
10 tierische Rekorde; ab ca. 8 Jahren; Gabrielle Balkan
ISBN 978-0714875408
Das originelle Sachbilderbuch führt Kinder spielerisch in die Welt der Tieranatomie ein. In spannenden Ratespielen entschlüsseln sie anhand von Knochen und Skeletten, zu welchem Tier diese gehören. Die Auflösungen werden in eindrucksvollen, farbenreichen Illustrationen gezeigt, die zugleich einen Blick in die Lebensräume der Tiere eröffnen. So verbindet das Buch Wissen, Rätselspaß und visuelle Entdeckungen auf besonders gelungene Weise. Höhepunkt am Ende des Buches: tierisches Wissen über menschliche Knochen und deren Wichtigkeit für den Genuss von Essen, das Hören von Vogelgezwitscher oder beispielsweise das Basketballspiel.
Die Anatomie verstehen Für alle, die Wissen, Übungen und Körpergefühl verbinden möchten; Ann Swanson ISBN 978-3831050277
Die Reihe „Die Anatomie verstehen“ eröffnet einen faszinierenden Blick unter die Haut – besonders eindrucksvoll etwa im Band zum Yoga, der zeigt, wie präzise Bewegungen und Atmung im Körper wirken. Was diese Bücher so besonders macht: Komplexes anatomisches Wissen wird visuell so aufbereitet, dass es direkt für die eigene Anwendung nutzbar wird – egal ob auf der Matte, im Wasser oder im Fitnessstudio. Neben Yoga laden auch Bände zu Stretching, Pilates, Schwimmen und Krafttraining dazu ein, die eigenen Bewegungen bewusster und effektiver zu gestalten.
Kempten ist Vielfalt
Eine weitere Folge unserer gemeinsamen Serie mit der Sprachenschule Lingua Vivia, diesmal erzählt von Bahare Akhbari.
Seit fast vier Jahren lebe ich in Kempten. Geboren bin ich in Teheran. Ein Ort, der bis heute tief in mir verankert ist. Ich bin aber in Hamburg aufgewachsen und habe dort die Grundschule besucht, bevor wir in den Iran zurückkehrten.
2022 führte mich mein Weg erneut nach Deutschland, diesmal ins Allgäu. Die Deutsche Angestellten Akademie (DAA) hat mich damals als Deutschlehrerin geholt, für sie habe ich Berufsintegrationsvorklassen unterrichtet. Die Arbeit mit Jugendlichen aus so vielen unterschiedlichen Lebensrealitäten hat mir viel bedeutet, vielleicht auch, weil ich selbst zwischen verschiedenen Welten lebe.
Seit über einem Jahr unterrichte ich bei Bildung & Beruf Integrationskurse sowie Kurse für Fortgeschrittene mit B2-Niveau und bin seit Dezember die pädagogische Leitung. Mein Gefühl zu Kempten ist nicht eindeutig. Es gibt Momente, in denen ich mich angekommen fühle, und andere, in denen ich mich fremd fühle. Heimat ist für mich ein emotionaler Begriff. Meine Wurzeln liegen im Iran, und das Gefühl von „zuhause“ verbinde ich mit Teheran. Aber auch Deutschland hat einen festen Platz in meinem Leben.
Manchmal sind es kleine Dinge im Alltag, die mich daran erinnern, dass ich „anders“ wahrgenommen werde. Kommentare über meine Herkunft sind oft nicht böse gemeint, sondern entstehen aus Unsicherheit oder fehlendem Wissen. Was ich mir wünsche: Offenheit, echtes Interesse und Sensibilität im Umgang miteinander. Hinter jeder Biografie steckt eine eigene Geschichte. Wenn wir anfangen, genauer hinzusehen und zuzuhören, können wir voneinander lernen und vielleicht ein Stück näher zusammenrücken.
Raum für Rätsel
antikes
arab. Königreich
Frauengestalt bei Lessing
Dunst über Großstädten
Frau, die ein fremdes Kind stillt
Lebensraum e. einzelnen Art Minibikini; Minislip
Haar am Augenlidrand
flackern, sich hin und her bewegen
Bundesstaat der USA Fährte, Abdruck
abgesehen von
Sachverständigenausschuss
Stockwerk Stock; Hochsprunggerät
Gliederfüßer
Knochen des Unterschenkels
eine der Kleinen Sundainseln
Stacheltier Bewohner der ital. Hauptstadt
bayer. Stadt an der Amper afrikanischer Strom Fruchthülse
Ziffer, Nummer König von Israel im A. T. gut zu entziffern
biblischer Prophet Knöterichgewächs eine Europäerin
Strick-, Häkelschlaufe
Affodillgewächs, Heilpflanze
KfzZeichen Biberach/Riß
Betrieb, Unternehmen
kaum hörbar, fast lautlos
altrömische Monatstage
Hast Richter in islamischen Ländern
griechische Göttin Geliebte des Zeus
Idee ohne reale Grundlage
Lösungswort:
Klang, Laut
ONLINE ESCAPE GAME
Room of Secrets Gewinnspiel!
Erhalte die Chance auf die Room of Secrets Home Edition – das Online Escape Game. Sende das Lösungswort an 0831@room-of-secrets.com und Ende des Monats werden unter allen Einsendungen drei Gewinner gezogen und per Mail benachrichtigt.
Drei starke Zentren, ein gemeinsames Ziel:
Mit unseren zertifi zierten Magen-, Pankreasund Darmzentren bündeln wir höchste Expertise für modernste Krebsmedizin aus einer Hand.
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie Robert-Weixler-Str. 50, 87439 Kempten Chefarzt Dr. Christian Hart Tel. Sekretariat: 0831 530 3001 christian.hart@klinikverbund-allgaeu.de
AUFGUSS MASTERS 2026
Das internationale Sauna-Event-Highlight im CamboMare in Kempten
Freitag, 24. Juli 2026, von 09.00 bis 23.00 Uhr
Samstag, 25. Juli 2026, von 09.00 bis 24.00 Uhr
• Die renommierte Elite der weltweiten Aufguss-Szene –die Crème de la Crème – live bei uns
• Abwechslungsreiches Programm mit Aufgüssen, Ritualen uvm.