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6. 2 0 1 9 au g u st | S e p t e m b e r
D 8,90 € A 9,90 € L 10,10 € I 10,20 € CHF 15,60
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L e i c a F o t o g r a f i e I n t e r n at i o n a l
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Ilse Bing Alixandra Fazzina Caleb Stein
Jan C. Schlegel
Helmut Newton, Sie kommen (dressed), French Vogue, Paris 1981, © Helmut Newton Estate
HELMUT NEWTON SUMO MARK ARBEIT. GEORGE HOLZ. JUST LOOMIS THREE BOYS FROM PASADENA
PHOTO COLLECTION OF HELMUT AND JUNE HELMUT NEWTON FOUNDATION | MUSEUM FÜR FOTOGRAFIE | 7.6.2019 - 10.11.2019 JEBENSSTRASSE 2, 10623 BERLIN | DI, MI, FR, SA, SO 11-19, DO 11-20 UHR
Lfi 6. 2019
p o rt f o l i o l i g h t b ox
F / s to p
96 | Lfi . Galerie
8 2 | L e i c a V- Lux 5
Über 25 000 Fotografen präsenteren in der LFI-Galerie mehr als eine halbe Million Bilder. U. a. in diesem Heft: ein Panamahut unter Dampf und eine Barszene im Stil Edward Hoppers
Die neue Leica V-Lux 5 erinnert fast schon an eine Spiegelreflexkamera, sie ist aber kleiner und leichter. Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin, der V-Lux (Typ 114) bietet sie Finetuning par excellence. Die Bedienung erfolgt über eine Vielzahl frei belegbarer Tasten und Einstellräder
P h oto 107 | Bücher
88 | Leica Q2 Sie ist die konsequente Fortsetzung der Q-Serie und besticht vor allem durch ihre grandiose Auflösung. Der Berliner Fotograf Peer Kugler hat die Q2 einem Praxistest unterzogen
Ram Shergill: aus der Serie Goldmine, Almería, Spanien 2017
1 0 8 | A u s s t e ll u n g e n
Jan C. Schlegel 6 | C r e at u r e s o f t h e S e v e n S e a s
Seine „Fänge“ auf dem Fischmarkt fotografierte Schlegel im Hotel und schuf mit dem Platin-PrintVerfahren Aufnahmen von fragiler Schönheit
Caleb Stein Die neue Leica V-Lux 5 ist in wesentlichen Bereichen optimiert worden
Neue Publikationen von Fred Baldwin, Alessia Rollo, Guenter Zorn und Gerhard Vormwald
2 4 | D o w n by t h e H u d s o n
Eine Kleinstadt irgendwo in den USA: Dort fing der Fotograf heitere Augenblicke völliger Unbeschwertheit ein – mehrere Sommer lang
Alixandra Fazzina 3 6 | Y e m e n C o n t r a fl o w
Perspektive ohne Aussicht: In Dschibuti treffen Flüchtende, deren Ziel die arabische Halbinsel ist, auf Menschen, die vor dem Krieg im Jemen fliehen
Ilse Bing
Gute Aussichten, Hamburg; Die Anderen sind wir, Cottbus; Sumo von Helmut Newton, Berlin; Antanas Sutkus, Mannheim 100 | Leica Galerien Das Programm der Leica Galerien weltweit, unter anderem mit Alex Webb in Wetzlar und Nobuyoshi Araki in Bangkok 1 1 0 | I n t e rv i e w Ein Gespräch mit den Fotografen Carlos Javier Ortiz und Danny Wilcox Frazier sowie Ruddy Roye, dem Gründer des Kollektivs @theleica10 1 1 4 | m e i n B i ld Die Aufnahme von Gael Turine aus der Serie Aveuglement war ein Wendepunkt in seiner fotografischen Laufbahn 114 | impressum
5 2 | Kö n i g i n d e r L e i c a
Sie gehört zu den prägenden Fotografinnen des 20. Jahrhunderts und machte sich mit einem Selbstporträt unsterblich: Ilse Bing (1899–1998)
100 Digital Features 62 | S - M agaz i n O n l i n e
Arbeiten ohne Vorgaben: Das einzigartige Format Digital Features auf der Webseite des S Magazins feiert seine 100. Ausgabe
Cover: Jan C. Schlegel, Palinurus Elephas aus der Serie Creatures of the Seven Seas
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C r e at u r e s of the s e v e n s e as LeicA S
Jan C. Schlegel
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Th e n u m o r i e n t a l i s
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LeicA M
Caleb Stein D o w n b y t h e h u ds o n
Caleb Stein extrahiert in dem Projekt Down by the Hudson eine zeitlose Magie aus dem Alltag der Bewohner eines unscheinbaren Vororts in den Vereinigten Staaten. Das Ergebnis ist eine Hommage an den Sommer, an die Gemeinschaft und an eine Stadt, an die der Fotograf sein Herz verloren hat.
Im kĂźhlen Nass ist jeder willkommen. Beim Wasserloch am Rande von Poughkeepsie verlagert Caleb Stein die Essenz der Street Photography ins Wasser
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LeicA M
Alixandra Fazzina Y e m e n C o n t r af l o w
Im ostafrikanischen Staat Dschibuti treffen Flüchtlinge, deren Ziel die arabische Halbinsel ist, auf Menschen, die vor dem Krieg im Jemen fliehen. Beide Perspektiven wirken gleichermaßen aussichtslos: Fazzina zeigt die gegenläufigen Migrationsbewegungen in einem ambitionierten Langzeitprojekt.
Jemenitische Flüchtlinge werden auf einem Speedboot von ihrem Lager in Obock nach Dschibuti (Stadt) gebracht, wo sie sich ein besseres Leben erhoffen
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LeicA Klassiker
Ilse Bing D I E KÖ N I G I N D ER LE I C A
Sie zählt zu den wichtigsten Avantgarde-Künstlerinnen der Fotografie im 20. Jahrhundert. Ihr Markenzeichen: die Leica. Von Frankfurt über Paris nach New York verlief der Lebensweg der passionierten Fotografin. In Kooperation mit der Berliner Galerie Berinson zeigt LFI Ilse Bings berühmtestes Bild, aber auch andere, unbekanntere Aufnahmen.
Ein Bild, das Fotografiegeschichte schrieb: Kaum eine Leica-Aufnahme ist so bekannt wie dieses Selbstporträt. Es entstand 1931 in Bings Wohnung im Pariser Viertel Montparnasse
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LeicA s | SL
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d i g i ta l f e at u r e s Alle zwei Wochen erscheint im S Magazin online ein exklusives Digital Feature, in dem die Sund SL-Fotografen die kreative Hoheit innehaben. Dort kĂśnnen sie demonstrieren, wer sie sind und wofĂźr sie stehen.
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Joseph Chen – ein Science-Fiction-Szenario: die Mode-Strecke Gods & Monsters
Verena Heller-Ghanbar lässt ihre Fairytale Dreams wahr werden
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u n i v e r sa lg e n i e L e i c a v- l u x 5
Mit der V-Lux 5 stellt Leica ein neues Mitglied seiner Kompaktkamera-Familie vor, das sich zunächst kaum von der Vorgängerin zu unterscheiden scheint. Doch der Eindruck täuscht: Die V-Lux 5 bietet Finetuning par excellence.
Auf den ersten Blick scheint sich die neue Leica V-Lux 5 kaum von ihrer Vorgängerin, der V-Lux (Typ 114), zu unterscheiden, mit der sie das Objektiv, den Sensor und viele Eigenschaften teilt. Von einer „Reduzierung auf das Wesentliche“ kann hier eher nicht die Rede sein: Eine Vielfalt von Automatikprogrammen und -funktionen nimmt dem Fotografen – wenn er es denn will – die Notwendigkeit ab, eigene Entscheidungen zu treffen. Und mit ihrem 25-bis-400-MillimeterZoom (umgerechnet auf das Kleinbildformat) deckt die V-Lux 5 Brennweitenbereiche ab, die man sonst in Leicas kompletten Kamerasystemen nicht findet. Damit mag die Kamera nichts für Puristen sein, aber wer gerne mit leichtem Gepäck unterwegs ist und sich trotz82 |
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dem alle fotografischen Möglichkeiten offenhalten will, für den ist neue V-Lux 5 die passende Begleiterin. Und auch die Anhänger mechanischer Kameras können sich angesichts ihrer beeindruckenden Möglichkeiten überlegen, ob die V-Lux 5 nicht genau die Eigenschaften mitbringt, die man an der vorhandenen Kamera vermisst. evolution statt revolu tion . Nun wird man sich aber zu Recht fragen, warum die V-Lux 5 technisch relativ nah an ihrer Vorgängerin bleibt, die immerhin schon 2014 vorgestellt wurde. Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist, dass die V-Lux 5 trotz der formalen Ähnlichkeit natürlich einige Vorteile gegenüber der Vorgängerin aufweist – wir kommen noch darauf. Ein
anderer Grund ist, dass sich das Tempo der Weiterentwicklung bei Digitalkameras naturgemäß verlangsamt und eher Finetuning als Revolutionen gefragt sind. Die Revolution kam schon letztes Mal, als die V-Lux (Typ 114) die Abkehr von den winzigen Sensoren damaliger Kompaktkameras mit entsprechend eingeschränkter Empfindlichkeit und Bildqualität vollzog. Ein weiterer Grund liegt darin, dass Leica nicht alle in Kooperation mit Panasonic entwickelten digitalen Kompaktkameras auch mit dem roten Punkt anbietet. Stattdessen pickt sich Leica die Rosinen aus dem Kuchen. Dass es also für alle digitalen Kompakten von Leica eine Entsprechung in Panasonics Lumix-Programm gibt, ist kein Geheimnis, wobei die Leica-Versionen ihren
höheren Preis durch ihren besseren Lieferumfang und nicht zuletzt ihren deutlich höheren Wiederverkaufswert allemal rechtfertigen können. Die V-Lux-Familie von Leica basiert auf Panasonics Lumix-FZ-Kameras, deren extreme Zoombereiche eine nicht mehr wirklich kompakte Bauweise bedingen. Die Bezeichnung „Bridgekamera“ scheint daher angemessen, denn hier befindet man sich tatsächlich schon auf halbem Wege zu den Systemkameras. Die V-Lux (Typ 114) basierte auf der FZ1000, die damals mit ihrem im Vergleich zu den Vorgängern gigantischen Sensor einen Qualitätssprung einläutete. Ihr Objektiv, das Leica DC Vario-Elmarit 1:2.8–4/9.1–146 Asph, das umgerechnet auf Kleinbildverhältnisse →
Die neue V-Lux 5 erinnert wie alle Vertreterinnen dieser Reihe an Spiegelreflexkameras, ist aber kleiner und vor allem leichter. Die Bedienung erfolgt ßber eine Vielzahl teils frei belegbarer Tasten und Einstellräder, was etwas Einarbeitung erfordert
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di e Q 2 b e i Nac h t leica q2
Die Leica Q2 ist die logische Fortsetzung der Q-Serie und beeindruckt vor allem mit ihrer gigantischen Auflösung. Der Berliner Fotograf Peer Kugler probierte sie für uns in der Praxis aus.
Äußerlich sind sich die Leica Q und Q2 beinahe zum Verwechseln ähnlich – den großen Unterschied macht vor allem der extrem hoch auflösende Sensor aus
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Die neue Leica Q2 hat mittlerweile für einiges Aufsehen gesorgt. Schon die Q hatte sich bei Fotografen einen festen Platz erobert, weil sie die exzellente Bildqualität einer Kamera mit Vollformatsensor und Festbrennweite mit den Annehmlichkeiten einer modernen Digitalkamera inklusive Autofokus verbindet. Die Q ist genau die richtige Kamera zum Nutzen von Gelegenheiten und immer Dabeihaben, die dabei qualitativ das höchste Niveau erreicht und sich mehr als deutlich von SmartphoneKameras abhebt. Die Q2 setzt diese Erfolgsgeschichte fort und setzt als hauptsächliche Neuerung auf ihren Bildsensor mit 47 Megapixeln, was deutlich mehr ist, als man beispielsweise im M-System findet. Die hohe Auflösung nutzt die Q2, um verschiedene Brennweiten per Ausschnittvergrößerung zu simulieren, wobei die Q2 nicht nur 35 und 50, sondern auch 75 mm als Option bietet. Dabei sinkt natürlich die Auflösung entsprechend. i m h ä rt e t e st. Um zu überprüfen, wie gut die Leica Q2 bei Fotografen ankommt, gaben wir die Kamera in die Hände von Peer Kugler. Der Berliner Fotograf ist schon deshalb der optimale Kandidat für den Praxistest, weil er einige Jahre Erfahrung mit der Leica Q hat und zu der Art Fotografen zählt, die selten ohne eine Kamera in der Tasche oder über der Schulter das Haus verlässt. Dabei war in der Vergangenheit meist die Q seine treue Begleiterin, mittlerweile ist es oft eher eine M10. Für uns
tauschte Kugler das angestammte Werkzeug gegen die neue Leica Q2. Auf diese Weise konnten wir sicher sein, dass Kugler nicht nur einen qualifizierten Praxistest durchführen, sondern auch alle Stärken und Schwächen der Q2 ausloten würde. Und wir wussten auch, dass es für die Q2 eher ein Härtetest werden würde, denn Kuglers Spezialität sind Fotos des Nachtlebens und das bringt oft sehr schlechte Lichtverhältnisse mit sich. Das wiederum sind genau die Bedingungen, die für den neuen Sensor eine echte Herausforderung sind, denn die hohe Auflösung bedingt kleinere Pixel und damit eine stärkere Neigung zum Bildrauschen bei hohen Empfindlichkeitseinstellungen. Doch zunächst die praxisrelevanten Punkte. Als langjährigem Q-Besitzer fielen Kugler auch die Feinheiten auf, durch die sich die Q2 von der Vorgängerin unterscheidet, denn optisch lassen sich Q und Q2 kaum auseinanderhalten, zumal Gehäusegröße und Objektiv unverändert blieben. So lobte er die einfachere Bedienung der Q2, die einige Knöpfe weniger auf der Rückseite aufweist. Und noch etwas fiel ihm auf: „Bei der Leica Q hat sich die Dioptrieneinstellung in der Fototasche gern mal von selbst verstellt“, erklärt Kugler, „dadurch habe ich mehr als einmal wertvolle Zeit verloren. Bei der Q2 kann das nicht mehr vorkommen.“ Eine Kleinigkeit, die aber in der Praxis viel ausmachen kann – und ein Beleg dafür, dass Leica Kritikpunkte seiner Kunden ernst nimmt. →
Fotos: Peer Kugler; Produktfotos: Leica Camera AG
Leica Q2 bei 28 Millimeter Brennweite, Blende 2.8, 1/40 Sekunde und ISO 1600
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VOLL D A MP F vo r au s ! „Ich war im ältesten Hutgeschäft New Yorks auf der Suche nach einem Stetson, als der Verkäufer gerade einen Panamahut mit Dampf reinigte. Da ich meine M Monochrom dabeihatte, fragte ich, ob ich ein Foto machen dürfe. Beim dritten Versuch hatte ich das Bild im Kasten.“ Federico Quintana Leica M Monochrom mit Summicron-M 1:2/35 Asph
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