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LFI Magazin 2/2019 D

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2.2019

F E B R UA R | M Ä R Z

D 7,50 € A 8,50 € L 8,70 € I 8,80 € CHF 13,20

D 19088 F

Alain Keler Thomas Keydel Ulrich Grill Cédric Viollet

4 191908 1 8 807504 8 4

L E I C A F OT O G R A F I E I N T E R N AT I O N A L

Holger Sà


Lfi 2. 2019

Mehrfacher Gewinner des TIPA-Awards – 2013/2017

po rt f o l i o der Welt“ „Das beste Fotolabor Ausgezeichnet von den Chefredakteuren 29 internationaler Fotografie-Magazine

l i gh t b ox

F / s to p

104 | Lfi . Galerie

9 0 | m 1 0 - P Sa fa r i

Über 23 000 Fotogafen präsentieren in der LFI-Galerie mehr als 300 000 Bilder. In diesem Heft: ein äthiopischer Friseursalon, Sandalen in Portugal und eine Hotellobby in Singapur

Das nächste Mitglied der M10Familie ist da: die Leica M10-P „Edition Safari“. Gleichzeitig erscheint auch eine olivgrüne Version des Summicron 1:2/50

Ph oto

94 | M - O b j e k t i v e Anfang des Jahres hat Leica neue Designvarianten des ApoSummicron-M 1:2/50 Asph, des Summilux-M 1:1.4/28 Asph und des Summaron-M 1:5.6/28 vorgestellt 9 8 | Au k t i o n w i e n

All rights reserved. We reserve the right to change prices and correct errors. Avenso Photo Art Inc. © Photo by Sam Sommer

Die 33. WestLicht Photographica Auction war die letzte – ein nostalgischer Rückblick auf die Highlights und ein Ausblick auf zukünftige Auktionen im Leitz-Park Wetzlar

114 | Leica Galerien

Cédric Viollet: aus der Serie Gallops of Morocco

1 1 8 | A u ss t e ll u n g e n

Alain Keler 6 | L e i c a Kl a ss i k e r

Seit Jahrzehnten berichtet er aus den Krisengebieten dieser Welt: Der französischen Fotojournalist ist ein unermüdlicher Augenzeuge

Cédric Viollet 3 4 | G a llops o f Mo r o c c o

Harmonisches Design mit Abenteuerflair: die neue M10-P „Edition Safari“

Die neuen Leica Galerien in Taipeh und London sowie eine umfassende Übersicht über das Ausstellungsprogramm der Leica Galerien weltweit

Endlose Dünen, wilde Mähnen, Luxuslabel: Die ungewöhnliche Modestrecke entstand während eines Pferderennens in Marokko

Holger Sà 5 0 | Z w i s c h e n d e n W e lt e n

Inmitten des Gewusels von Models, Stylisten und Garderobieren: seltene und diskrete Eindrücke vom Treiben jenseits des Laufstegs

Ulrich Grill 62 | Da r k S h a p e s o f I c e la n d

Alec Soth und Joachim Brohm, Düsseldorf; Lauren Greenfield, Hamburg; Manfred Willmann, Wien; Food for your Eyes, Erfurt 120 | Bücher Neue Publikationen von: Joshua Dudley Greer, Laia Abril, Alexa Vachone, Vivian Maier und Annie Leibowitz 1 2 2 | I n t e rv i e w Von der Begegnung mit dem Material – Thomas Seelig, der neue Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang in Essen, im Gespräch 126 | mein Bild End- und zeitlos: nach langer Schifffahrt durchs Nirgendwo erreichte Clara Vannucci die Polarlandschaft Spitzbergens 1 2 6 | i m p r e ss u m

Spannungsreiche Kontraste: Islands monu-

Ihre schönsten Momentementale in einzigartiger Landschaften,Galerie-Qualität. eingefangen als poetische Miniaturen in Schwarzweiß

Ihr Motiv hinter Acrylglas, gerahmt oder als großformatiger Foto-Abzug. Unsere Produkte

Thomas Keydel

sind „Made in Germany“ – vertrauen Sie mehr als 100 Testsiegen und Empfehlungen!

Einfach Ihr Foto hochladen und das Wunschformat festlegen, sogar vom Smartphone aus. 72 | LA da k h

WhiteWall.de

Der indische Manali-Leh-Highway ist gefährlich. Lkw-Fahrer passieren ihn ebenso unter Einsatz ihres Lebens wie Nomaden und Ziegenherden

Stores in Berlin / Düsseldorf / Hamburg / Köln / München

Cover: Holger Sà – backstage in der Fashionwelt

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Aug e n


z e ug e lFI

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L e i c A Kl a ss i k e r

Alain Keler Vor allem seine Leica-Fotografien in SchwarzweiĂ&#x; haben ihn international berĂźhmt gemacht. Alain Keler gilt als einer der renommiertesten franzĂśsischen Bildjournalisten seiner Generation. Seit vier Jahrzehnten berichtet er aus Kriegs- und Krisengebieten, dokumentiert das Leid der Welt. Wir zeigen eine Auswahl aus seinem Werk und stellen seinen aktuellen Bildband vor.

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LeicA SL

Cédric Viollet G a l l o p s o f M o r o cc o

Warme Farben, poetische Bilder. Wer diese Modestrecke betrachtet, wird kaum glauben, dass sie unter widrigen Umständen während eines Pferderennens in der marokkanischen Wüste entstand.

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Sein Gefühl für Licht und Schatten erwarb Viollet als Fotograf von Skateboardern

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LeicA SL

Holger SĂ Z w i s ch e n d e n W e lt e n

Mit seiner SL dokumentiert SĂ das aufgeregte Treiben hinter den Kulissen von Fashion Shows. Eine diskrete Nabelschau des produktiven Chaos aus Hektik, Hochdruck und Haute Couture.

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LeicA SL

Ulrich Grill Da r k s ha p e s o f Ic e l a n d

Der österreichische Fotograf beweist, dass Islands Natur auch ohne Farbe bestens wirkt. Und er geht noch einen Schritt weiter: Mit viel Liebe zum Detail hebt Grill oft übersehene Aspekte am Wegesrand hervor und haucht der surrealen Landschaft neues Leben ein.

„Mich fasziniert der direkte Blick in die Erdgeschichte und wie das Erdinnere auf die äußeren Elemente trifft. Das hat eine brutale Kraft, der man sich nicht entziehen kann.“

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Von links oben im Uhrzeigersinn: Painter 3, Stokksnes Beach; Fear, Vatnajökull National Park; Success, ­Vatnajökull National Park; Approach, Stokksnes Beach. Nächste Seite: Bare, Landmannalaugar lFI

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LeicA M

Thomas Keydel

L A DA K H


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Entlang der Straße leben Nomaden ein Leben abseits der Städte und Dörfer. Sie züchten Ziegen und Yaks, aus deren Schur Kaschmirwolle, dort Pashmina genannt, entsteht. Unten: Eine Frau entlässt Ziegen am Morgen aus ihrem Gatter am Tso Kar („Weißer See“). Links, oben: ein Nomadenzelt bei Nacht. Da es keinen Stromanschluss gibt, benutzen die Nomaden kleine Solarmodule oder Autobatterien, um Licht zu haben. Links, Mitte: Frauen aus Leh trennen schlechtes Getreide von gutem. Links, unten: eine der Frauen beim Melken der Yaks. Die Milch wird zur Herstellung von Butter und Buttertee verwendet

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D i e s a fa r i -t ra d i t i o n M 1 0 - P u n d 5 0 e r - S u m m i c r o n a u f S a fa r i

Die Ursprünge der olivfarbenen M-Leica liegen im Militärischen, doch das ist seit rund 50 Jahren Geschichte. „Safari“ weckt freundlichere Assoziationen als „Olive“ – jetzt hat Leica unter diesem Signet eine M10-P und ein 50er-Summicron vorgestellt.

Wenn Leica ein neues MModell vorstellt, dann wird daraus im Laufe der Zeit eine Kamerafamilie. Zu der im Januar 2017 präsentierten Leica M10 gesellten sich im August des folgenden Jahres die ProfessionalVersion M10-P (LFI 7/2018, Seite 86) und schon zwei Monate später die displaylose M10-D (LFI 8/2018, Seite 78). Wie die Familienplanung im Einzelnen aussieht folgt nicht unbedingt vorhersagbaren Regeln. So lässt sich etwa zum gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt nicht prophezeien, ob es jemals eine M10 Monochrom geben wird oder ob eine neue MonochromKamera erst auf Grundlage der nächsten M-Inkarnation erscheinen wird. Was wir aber heute schon wissen ist, dass das vierte Mitglied der M1090 |

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Familie die M10-P „Edition Safari“ ist. Die olivgrünen Safari-Modelle nehmen in Leicas Modellpolitik eine Sonderstellung ein. In der Regel handelt es sich nicht um streng limitierte Special Editions wie etwa die Leica M10 „Edition Zagato“, aber auch nicht um normale Serienmodelle, von denen man vorher nicht weiß, wie viele Exemplare letztlich einmal gefertigt werden. D i e J u bi läu msst rat eg i e . Leica-Experte Erwin

Puts hat es in seiner „Leica Chronicle“ so formuliert: „Das Gehäuse der Leica M ist modular aufgebaut: Transporthebel, Filmrückspulung, Deck- und Bodenkappe, Messsuchervergrößerung und Rahmenauswahl, Belederung – all das lässt sich beliebig verändern und mischen. So ist es

nicht verwunderlich, dass die regulären Kameragehäuse in einer großen Vielfalt von Optionen angeboten wurden, darunter die Versionen Schwarzchrom und Silberchrom. Auch schwarze Lack- und Titanausführungen sind üblich, bei denen der Begriff „Titan“ titanbeschichtete Standardbauteile meint. Leitz und später Leica feiern seit jeher bedeutende Jahrestage und Jubiläen mit Kameras in limitierter Auflage. Dieser Ansatz hat einige der schönsten M-Gehäuse hervorgebracht.“ D i e T ra d i t i o n sli n i e.

Die olivgrüne Sonderlackierung „Safari“ besitzt bei Leica respektive Leitz eine lange Tradition. Die ersten Leica-Kameras mit einer solchen Lackierung waren für militärische Zwecke

konzipiert und haben ihren Ursprung in den späten 1950er-Jahren. Seinerzeit war allerdings der Begriff „Safari“ noch nicht üblich, die entsprechenden Kameras waren mit dem Zusatz „Olive“ gekennzeichnet. So gab es eine M3 „Olive“ (vermutlich 1957 bis 1968), eine M1 „Olive“ (1960) und eine M4 „Olive“ (1970). Die Bezeichnung „Safari“ tauchte wohl erstmals bei der R3 „Safari“ inklusive den passenden Safari-R-Objektiven aus dem Jahre 1977 auf. Die erste Safari-M war die M6 TTL von 2000, ihr folgte 2008 die erste digitale Safari-Kamera, eine M8.2, die in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen ist. Die bisher letzte Kamera aus dieser Reihe war 2015 die Leica M-P (Typ 240), von der 1500 Exemplare gefertigt wurden. →


Die M10-P „Edition Safari“ und das Summicron-M 1:2/50 mm „Safari“ werden nicht als Set verkauft, sondern einzeln vermarktet. Für die Kamera sind 1500 Stück geplant, für das Objektiv 500. Das Design wirkt sehr harmonisch, bei der olivgrünen Textur handelt es sich um einen besonders robusten Einbrennlack

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b e s t o f LFI . G a l l e r y

C o o l Du d e „Ich war auf dem Weg zu meinem Leica-Händler in Montreal, als sich mir diese Szene offenbarte: Der Jugendliche sah aus, als posierte er für ein professionelles Shooting, aber es war kein Kamerateam in Sicht. Also drückte ich ab, während er einfach so dastand und sich kaum bewegte.“ Arturo Pianzola Leica M10 mit Summicron-V 1:2/35 mm

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