zum Beispiel Nr. 1 / 2026
Beiträge zur Jugendarbeit in Südtirol und Tirol

THEMENBEITRÄGE ZU:
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zum Beispiel Nr. 1 / 2026
Beiträge zur Jugendarbeit in Südtirol und Tirol

THEMENBEITRÄGE ZU:
SCHUTZKONZEPTE IN DER JUGENDARBEIT:
VERANTWORTUNG INSTITUTIONALISIEREN
Vom theoretischen Konzept zur praktischen Verpflichtung
Seite 4
DORF DER JUGEND Ein Praxisansatz emanzipatorischer Jugendarbeit
Seite 8
DER WEG ZU SELBSTWIRKSAMKEIT UND EIGENVERANTWORTUNG Eine inklusive Mobilitätsstrategie Seite 10
Fachkräfte in der Jugendarbeit tragen eine besondere Verantwortung, da sie für viele junge Menschen verlässliche Bezugspersonen sind. In Zeiten von Unsicherheit und Zukunftsängsten sind sie gefordert, Stabilität zu vermitteln, zuzuhören und Vertrauen aufzubauen. Verantwortung bedeutet hier, sensibel auf individuelle Belastungen einzugehen, dabei klare Grenzen zu setzen und gleichzeitig Unterstützung anzubieten. Durch eine wertschätzende Haltung und die Einbindung der Jugendlichen in Entscheidungsprozesse wird demokratisches Denken gefördert und das Gefühl von Selbstwirksamkeit gestärkt. Jugendarbeit leistet also einen wichtigen Beitrag dazu, dass Jugendliche ihre Zukunft trotz Unsicherheiten aktiv und verantwortungsvoll gestalten können.
Für Jugendliche ist es wichtig, Verantwortung für sich selbst und ihr Umfeld zu übernehmen. In gemeinsamen Projekten oder durch ehrenamtliches Engagement lernen sie, mit Herausforderungen umzugehen, Konflikte konstruktiv zu lösen und solidarisch zu handeln. Diese Erfahrungen helfen ihnen, Unsicherheiten nicht als Ohnmacht zu erleben, sondern als Anlass, aktiv zu werden und mitzugestalten. Jugendarbeit wirkt präventiv gegen soziale Ausgrenzung, Radikalisierung und Perspektivlosigkeit, die sich in Krisenzeiten verstärken können. Durch offene und niederschwellige Angebote erreicht sie junge Menschen unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund und fördert Chancengleichheit sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Angesichts dieser hohen Verantwortung, die die Jugendarbeit insbesondere in der heutigen Zeit trägt, erwächst daraus auch eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber der Jugendarbeit selbst. Damit sie jungen Menschen verlässlich Orientierung, Schutz und Beteiligung bieten kann, braucht es stabile und förderliche Rahmenbedingungen. Jugendarbeit darf nicht als freiwillige Zusatzaufgabe verstanden werden, sondern als wesentlicher Bestandteil sozialer Infrastruktur. Wenn die Gesellschaft die notwendigen Voraussetzungen schafft und langfristig sichert, können wir alle unserer Verantwortung gerecht werden und einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung junger Menschen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts leisten.
Christine Kriwak
Impressum
Beiträge zur Jugendarbeit in Südtirol und Tirol • Offenlegung (Gem. § 25 Mediengesetz) • Medieninhaber (Verleger): Land Tirol in Kooperation mit dem Amt für Jugendarbeit in Südtirol • Für den Inhalt der einzelnen Beiträge sind die jeweiligen Autor*innen verantwortlich. • Redaktion: Gianluca Battistel, Christine Kriwak • Kontakt: Gianluca.Battistel@provinz.bz.it oder Abteilung Gesellschaft und Arbeit, Meinhardstraße 16, 6020 Innsbruck, Tel. +43 (0)512-508-7851, gesellschaft.arbeit@tirol.gv.at • Fotoredaktion: Abteilung Gesellschaft und Arbeit, shutterstock, Amt für Jugendarbeit, Titelfoto: Shutterstock.com • Unternehmensgegenstand: „z.B.“ dient zur Information für die Jugendarbeit. Die Zeitschrift wird den Verantwortlichen in der Jugendarbeit und allen Interessierten gratis zur Verfügung gestellt. Grundlegende Richtung: Im „z.B.“ werden nach überparteilichen, sachbezogenen Gesichtspunkten und nach journalistischen Kriterien eigene und fremde Beiträge für die Jugendarbeit publiziert. • Layout und grafische Gestaltung: Alias Idee und Form, Vahrn • Druck: Druckerei Kraler OHG
Das „z.B.“ ist ein Fachmagazin, in welchem Gastbeiträge zur Jugendarbeit in Tirol und Südtirol publiziert werden. Diese namentlich und grafisch gekennzeichneten Beiträge spiegeln die Meinungen der jeweiligen Autor*innen wider und nicht jene des Landes Tirol als Medieninhaber und Herausgebers des Fachmagazins.

Themenbeiträge
4 Schutzkonzepte in der Jugendarbeit: Verantwortung institutionalisieren
6 Prävention erfordert Verantwortung

8 Dorf der Jugend
10 Der Weg zu Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung Rückenwind als lebensweltorientierter Ansatz inklusiver Jugendarbeit
13 Verantwortung für Tage draußen! Mit dem Pädagogischen Kompass der Alpenvereinsjugend Jugendarbeit gestalten
16 Seitenweis Aktuelles
17 Jugendforum „Fake News“ im Rahmen der Europäischen Jugendwoche 2026 in Tirol
18 Interview mit Iris Achmüller, Vorsitzende des Landesjugendbeirates für die deutsche Sprachgruppe in Südtirol
20 Verantwortungsvoll unterwegs sein

21 Gesunde Mobilität: Eine Verantwortung von und für uns alle!
22 „Gesundheit ist mehr als Salat?!" Jugendgesundheitskonferenzen in Tirol
24 Junge Rhetoriktalente beim Jugendredewettbewerb Tirol 2026
25 Südtiroler Jugendredewettbewerb: Nutze die Chance und sag, was dich bewegt
25 Sexualpädagogische Workshops für Südtirols Jugendeinrichtungen
26 #GemeinsamStarkGegenMobbing Der Jugendtreff Partschins INSIDE sagt Nein zu Mobbing
27 Offene Jugendarbeit bringt’s
28 Jukas Bildungsangebot
30 Menschen und Jobs

In dieser Ausgabe der „z.B.“ setzen sich Fachautor*innen aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Verantwortung auseinander – einem zentralen Begriff in der Jugendarbeit, der Schutz, Haltung und Selbstwirksamkeit gleichermaßen umfasst.
Konrad Pamer, Direktor des Amtes für Jugendarbeit, beleuchtet die Bedeutsamkeit verpflichtender Schutzkonzepte in Südtirols Jugendarbeit. Wolfgang Hainz vom Forum Prävention widmet sich der Bedeutung von Verantwortung in der präventiven Arbeit, während Armin Mayr, Geschäftsführer von CUBIC, den Fokus auf Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung junger Menschen legt. Einen praxisnahen Zugang bietet Tobias Burdukat von YOPE mit dem Projekt „Dorf der Jugend“ als Beispiel emanzipatorischer Jugendarbeit. Victoria Kanduth und David Kupsa vom Österreichischen Alpenverein stellen abschließend den Pädagogischen Kompass der Alpenvereinsjugend vor. Der zweite Teil dieser Ausgabe enthält wie gewohnt Berichte zu Projekten, Veranstaltungen und Weiterbildungsangeboten aus der Jugendarbeit. Wir wünschen eine anregende Lektüre.
Für die Redaktion Gianluca Battistel
Thema der nächsten Ausgabe: Frieden

Schutzkonzepte sind kein bürokratisches Zusatzinstrument, sondern Fundament professioneller Jugendarbeit. Sie schaffen Orientierung, sichern Qualität und machen Verantwortung strukturell sichtbar. Südtirol steht vor der Aufgabe, Schutz verbindlich zu verankern – als Haltung, Prozess und Kulturaufgabe. Dabei ist Verantwortung ein Grundpfeiler der Jugendarbeit. Sie bedeutet nicht nur pädagogische Begleitung, sondern auch die Pflicht, junge Menschen vor Gefährdungen zu schützen. In einer Gesellschaft, die zunehmend sensibel auf Gewalt, Machtmissbrauch und strukturelle Risiken reagiert, wird die Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten zur zentralen Aufgabe. Schutzkonzepte sind mehr als formale Richtlinien: Sie sind Ausdruck einer professionellen Haltung, die Sicherheit und Qualität gewährleistet.
Die Frage nach Verantwortung ist dabei nicht abstrakt, sondern konkret: Wer trägt sie, wie wird sie wahrgenommen und wie lässt sie sich institutionell verankern? Schutzkonzepte geben hier eine klare Antwort, indem sie Werte in verbindliche Standards und Handlungsanleitungen übersetzen.
Das bOJA-Rahmenschutzkonzept: Ein Modell mit Wirkung
Südtirol orientiert sich bewusst am österreichischen bOJA-Rahmenschutzkonzept – nicht als Kopie, sondern als bewährte Grundlage.
Was dieses Modell auszeichnet:
• Ganzheitlicher Gewaltbegriff: physisch, psychisch, strukturell
• Standardisierte Prävention statt situativer Improvisation
• Handlungspläne, die im Ernstfall Orientierung geben
• Partizipation der Jugendlichen als Grundprinzip
Das Konzept zeigt, wie Jugendarbeit klare Standards setzen kann, ohne pädagogische Freiheit einzuschränken. Schutzkonzepte sind lebendige Prozesse, keine statischen Dokumente.
Unabdingbarkeit für die Jugendarbeit in Südtirol
Viele Einrichtungen arbeiten engagiert und professionell. Doch ohne verbindliche Mindeststandards entstehen Unterschiede, die wir uns nicht leisten dürfen. Schutzkonzepte sichern, dass alle Jugendlichen – unabhängig von Standort oder Träger – verlässlich geschützt sind.
Die Aufgabe des Amtes für Jugendarbeit ist es daher, Strukturen zu schaffen, die Wirkung entfalten, nicht Bürokratie vermehren. Einheitliche Standards stärken nicht nur die Einrichtungen, sondern erhöhen das Vertrauen in die Jugendarbeit insgesamt.
Warum sind Schutzkonzepte unverzichtbar?
Die Antwort liegt in der Verantwortung gegenüber jungen Menschen und in der Sicherung professioneller Standards. Einrichtungen ohne verbindliche Schutzmechanismen riskieren
gravierende Konsequenzen: fehlende Interventionsketten, unklare Zuständigkeiten und mangelnde Beschwerdewege erhöhen die Gefahr von Übergriffen und Vertrauensverlust. Darüber hinaus sind Schutzkonzepte Ausdruck einer ethischen und rechtlichen Verpflichtung. Sie schaffen Verbindlichkeit und fördern eine Kultur der Achtsamkeit.
In Südtirol, wo Jugendarbeit stark auf Partizipation und Freiwilligkeit setzt, ist die Einführung solcher Konzepte ein entscheidender Schritt zur Qualitätssicherung. Die Risikoanalyse zeigt: Prävention darf nicht punktuell erfolgen, sondern muss strukturell verankert sein. Schutzkonzepte sind daher nicht „zusätzliche Arbeit“, sondern integraler Bestandteil der Organisationsentwicklung. Sie stärken die Fachkräfte, indem sie klare Handlungsrahmen bieten, und sie schützen Jugendliche, indem sie Transparenz und Sicherheit gewährleisten.
Gerade in einer pluralen Gesellschaft, in der Jugendarbeit vielfältige Lebenswelten erreicht, sind Schutzkonzepte ein Instrument, um Vertrauen zu schaffen. Sie signalisieren: Diese Einrichtung übernimmt Verantwortung und setzt Standards, die über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgehen. Damit wird Jugendarbeit nicht nur sicherer, sondern auch glaubwürdiger. Nicht zuletzt sind Schutzkonzepte ein Beitrag zur Professionalisierung: Sie fördern Fortbildung, Reflexion und Qualitätssicherung. Wer sie implementiert, zeigt, dass Jugendarbeit nicht nur pädagogisch, sondern auch organisatorisch verantwortungsvoll handelt.
Schutzkonzept und Verantwortung Verantwortung in der Jugendarbeit bedeutet proaktives Handeln. Sie erschöpft sich nicht in der Reaktion auf Vorfälle, sondern verlangt die Antizipation möglicher Risiken. Schutzkonzepte sind die institutionalisierte Form dieser Verantwortung: Sie übersetzen abstrakte Werte in konkrete Standards und Verfahren. Damit wird Verantwortung operationalisiert – von der Leitungsebene bis zur pädagogischen Praxis. Die Implementierung eines Schutzkonzepts signalisiert gegenüber Jugendlichen, Eltern und Öffentlichkeit: Diese Einrichtung übernimmt Verantwortung, schafft Transparenz und gewährleistet Sicherheit. Insofern sind Schutzkonzepte nicht nur Instrumente der Prävention, sondern Ausdruck einer professionellen Haltung, die gesellschaftliche Erwartungen erfüllt und Vertrauen stärkt. Sie

Konrad Pamer
zeigen, dass Verantwortung nicht allein auf individueller Ebene liegt, sondern als kollektive Aufgabe verstanden wird. Wer Verantwortung ernst nimmt, muss Strukturen schaffen, die sie wirksam machen – und genau das leisten Schutzkonzepte. Verantwortung ohne Struktur bleibt unverbindlich. Erst durch verbindliche Standards, klare Zuständigkeiten und überprüfbare Prozesse wird sie handlungsfähig. Schutzkonzepte sind somit nicht nur ein organisatorisches Werkzeug, sondern ein ethisches Statement: Wir handeln nicht erst, wenn etwas passiert, sondern schaffen Bedingungen, die Risiken minimieren und Sicherheit garantieren. Dieser Zusammenhang verdeutlicht: Verantwortung ist kein theoretisches Konzept, sondern eine praktische Verpflichtung. Schutzkonzepte machen diese Verpflichtung sichtbar und überprüfbar – und damit glaubwürdig.
Wir wissen: Gute Absichten reichen nicht aus. Wer junge Menschen schützen will, braucht verlässliche Standards. Schutzkonzepte bieten:
• Orientierung für Fachkräfte, Ehrenamtliche und Leitungen
• Transparenz für Jugendliche und Eltern
• Sicherheit im Umgang mit Verdachtsfällen
• Vertrauen als Grundlage professioneller Arbeit
Die Jugendarbeit in Südtirol steht vor der Aufgabe, Schutzkonzepte flächendeckend zu implementieren. Verantwortung wird erst dann wirksam, wenn sie strukturell verankert ist – Schutzkonzepte sind der Schlüssel dazu. Sie sichern Qualität, stärken das Vertrauen und schützen die Integrität aller Beteiligten. Es liegt nun an den Trägern und Fachkräften, diese Konzepte nicht als formale Pflicht, sondern als Ausdruck professioneller Verantwortung zu verstehen und konsequent umzusetzen. Verantwortung wird erst dann belastbar, wenn sie in klare Zuständigkeiten, nachvollziehbare Abläufe und überprüfbare Prozesse übersetzt wird.
Konrad Pamer
Amtsdirektor für Jugendarbeit der Autonomen Provinz Bozen–Südtirol. Konrad Pamer arbeitet u. a. an der strategischen Gestaltung einer sicheren, partizipativen und qualitätsgesicherten Jugendarbeit. Schwerpunktbereiche sind derzeit Schutzkonzepte, Organisationsentwicklung, politische Bildung, internationale Jugendarbeit, Prävention und die Förderung wirksamer Beteiligungsprozesse junger Menschen.
Verantwortung

Im Kontext von Prävention und Gesundheitsförderung sind Begriffe wie „Verantwortungsbewusstsein“, „Eigenverantwortung“ oder „verantwortungsvolles Verhalten“ immer wieder anzutreffen. In der Regel ist damit gemeint, dass sich Menschen eventueller negativer Folgen des persönlichen Handelns bewusst sein sollen und dementsprechend Entscheidungen treffen, die ihr eigenes Wohlergehen nicht gefährden. Das betrifft in bestimmten Lebensbereichen nicht nur das Individuum selbst, sondern auch das soziale Miteinander, was zu weiteren Referenzsystemen für verantwortliches Handeln – wie gemeinschaftlichen Wertekatalogen, sozialen Normen und nicht zuletzt einem gesetzlichen Rahmen – führt. Allerdings ist es manchmal gar nicht so eindeutig,
welcher Referenzrahmen für „eigenverantwortliches Handeln“ im Einzelfall herangezogen werden soll, zumal es manchmal auch zu Diskrepanzen – beispielsweise zwischen Selbstbestimmtheit und sozialen Normen – kommen kann.
Die zunächst einfach anmutende Forderung nach verantwortungsvollem Handeln erweist sich also als durchaus komplex. Darüber hinaus kann sie – bezogen auf Prävention und Gesundheitsförderung – nicht ausschließlich an die/den Einzelne*n gestellt werden.
Verantwortung ermöglichen
Zum Heranwachsen gehört, dass junge Menschen Verantwortungsbewusstsein entwickeln. Sie sollen die Konsequenzen ihres Verhaltens abschätzen können und möglichst ihre Handlungen so ausrichten, dass weder sie selbst zu Schaden kommen noch jemand anderes. In der Erziehung oder innerhalb von so manchen Präventionsmaßnahmen wird manchmal recht einseitig auf die negativen Folgen riskanter oder unerwünschter Handlungen hingewiesen und dabei in erster Linie an die Vernunft appelliert. Für die Entwicklung von Antizipations- und Abstraktionsfähigkeit – wichtige Kompetenzen dafür, verantwortungsbewusste Entscheidungen fällen zu können – reichen reine Vernunftappelle jedoch nicht aus. Mögen diese faktisch noch so richtig sein, nachhaltig wirkende Erkenntnisse über sich selbst und das eigene Verhalten wollen im besten Fall von der Person selbst „erdacht“ werden.
Intrinsisches Verantwortungsbewusstsein entsteht – mit einem gewissen Spielraum für Versuch und Irrtum – im Rahmen von Lern- und Erkenntnisprozessen in Auseinandersetzung mit der Welt. „Bitte handle verantwortungsbewusst, aber bitte genauso, wie ich es von dir erwarte“, führt vielleicht zu sozial angepasstem Verhalten, fördert aber nicht wirklich Selbstverantwortung. Möchten Erwachsene junge Menschen in der Entwicklung von Selbst- und sozialer Verantwortung unterstützen, stellt sich für sie die Herausforderung, Lernprozesse zu begleiten und Reflexion bei jungen Menschen anzuregen, um letztlich die Persönlichkeitsentwicklung langfristig zu fördern.
Verantwortung wahrnehmen
Lern- und Reflexionsprozesse von Heranwachsenden zu begleiten bedeutet, sich zunächst einmal auf ihre Gedanken- und Erfahrungswelten einzulassen. Wirklich zuhören, ohne sofort zu kommentieren, Einfühlungsvermögen vermitteln, ohne die eigenen Emotionen übermäßig in den Vordergrund zu stellen, Feedback oder Rat anbieten, ohne gleich zu belehren, bietet jungen Menschen zunächst einmal Raum, sich mit sich selbst und der Welt auseinanderzusetzen. „Jugendliche möchten ihr Gehirn benutzen, Erwachsene befürchten, dass sie es nicht tun“ (Delfos, 2015, S. 8), drückt die etwas paradox anmutende Diskrepanz zwischen jugendlichem Streben nach persönlichem Erkenntniszuwachs einerseits und erwachsener (Für)Sorge andererseits recht treffend aus.
Erwachsene Bezugspersonen sind für junge Menschen prinzipiell eine wertvolle Referenz. Auch wenn es irgendwann so scheint, als ob die Gleichaltrigengruppe das primäre Bezugssystem für junge Menschen darstellt, kann diese einen positiven Kontakt zwischen Heranwachsenden und Erwachsenen nicht ersetzen. Daraus entsteht – insbesondere für letztere – auch eine

Wolfgang Hainz
Verantwortung dafür, diesen Kontakt aufrecht zu halten. „Stare“ und weniger „fare“ schreibt Matteo Lancini sinngemäß in seinem Buch „Chiamami adulto“. Dasein, nicht ständig versuchen „zu machen“. Diese Verantwortung wahrzunehmen bedeutet, sich nicht hinter Ansprüchen und Maßregelungen zu verschanzen, sondern sich zusammenzusetzen, um sich gemeinsam über Wichtiges auseinander zu setzen, Vorbild zu sein und als Halt gebende Bezugsperson zur Verfügung zu stehen – auch und gerade dann, wenn es schwierig wird.
Verantwortung einfordern Abschließend soll noch eine weitere Ebene von Verantwortlichkeit angesprochen werden. Die Ursachen für bestimmte problembehaftete Phänomene werden häufig einzig und allein beim individuellen Verhalten verortet, und die Verantwortung dafür wird auf die ganz persönlichen und augenscheinlich so gewollten Entscheidungen von Einzelpersonen zurückgeführt. Auch wenn dies nicht grundlegend falsch ist, blendet diese Sichtweise die komplexe Ursächlichkeit von menschlichem Erleben und Verhalten aus. In Prävention und Gesundheitsförderung ist es keineswegs neu, dass eine Reihe von Faktoren im unmittelbaren Lebensumfeld, in den sozialen, materiellen und politischen Rahmenbedingungen, auf die das Individuum kaum selbst Einfluss hat, letztlich jedoch dessen Handeln maßgeblich (mit)beeinflussen. Gemeint sind allgemeine Schutz- bzw. Risikofaktoren, die sich förderlich oder ungünstig auf gesundheitsrelevantes Handeln oder Sozialverhalten einer Person auswirken können. Mangelhafte Chancengerechtigkeit, Bildungsarmut, mangelnder Wohnraum und allgemein wenig Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung relevanter Lebensbereiche sind nur einige Beispiele, wo Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten auf einer sogenannten Makroebene die gesamte Gesellschaft und die Politik angehen und wo der an einzelne Menschen gerichtete simple Aufruf nach verantwortungsvollem Handeln wenig Erfolg verspricht. Wenn wir also Gesundheitsförderung und Prävention als einen gemeinsamen Versuch verstehen, jungen Menschen die notwendigen Lebenskompetenzen zu vermitteln, damit sie ihr Leben so gut als möglich verantwortungsvoll meistern können, kommen wir nicht umhin, die dafür relevanten Verantwortlichkeiten jeweils auch dort zu verorten, wo es am sinnvollsten ist: bei den jungen Menschen selbst, die selbstverständlich Verantwortungsbewusstsein entwickeln sollen, aber auch bei den Erwachsenen, die als wichtige Bezugspersonen dies in positiver Art und Weise zulassen und fördern müssen, und nicht zuletzt auf einer gesamtgesellschaftlichen bzw. einer politischen Ebene, wo mitunter strukturelle Hindernisse aus dem Weg geräumt werden müssen und so der Rahmen dafür geschaffen wird, ein chancengerechtes und gesundes Heranwachsen von jungen Menschen zu ermöglichen.
Wolfgang Hainz Psychologe, Forum Prävention Literaturhinweise:
Lancini M. Chiamami adulto. Come stare in relazione con gli adolescenti. Raffaello Cortina Editore. Milano. 2025 Delfos M. F. „Wie meinst du das?“ Gesprächsführung mit Jugendlichen. Verlagsgruppe Beltz. Weinheim. 6. Auflage. 2015
Verantwortung

Das Projekt „Dorf der Jugend“ ist ein Praxisansatz emanzipatorischer Jugendarbeit im suburbanen Raum, der seit 2012 in Grimma (Landkreis Leipzig) entwickelt und umgesetzt wurde. Ziel war es, einen Weg zu finden, wie Jugendarbeit außerhalb urbaner Zentren wieder spürbare Wirkung entfalten kann – mit Jugendlichen, durch Jugendliche und entlang ihrer tatsächlichen Bedürfnisse.
Dabei sollte jungen Menschen ermöglicht werden, ihren unmittelbaren Lebensraum kulturell, sozial und politisch aktiv mitzugestalten und dadurch Selbstwirksamkeit, Eigenständigkeit und solidarische Handlungskompetenzen zu entwickeln. Gleichzeitig verstand sich das Projekt als präventiver Beitrag gegen menschenfeindliche, diskriminierende und reaktionäre Einstellungsmuster, die im ländlichen bzw. suburbanen Raum besonders anschlussfähig sein können. Die aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse zeigen hier, dass es noch viele derartige Projekte gebraucht hätte, um den aktuellen Zuständen entgegenzuwirken.
Seinen konzeptionellen Ursprung hatte das Projekt in der langjährigen Jugendkulturarbeit rund um das Crossover Festival
in Grimma, das seit 2001 als selbstorganisierte Jugendveranstaltung besteht und auch heute noch selbstorganisiert von Jugendlichen und ehrenamtlich Aktiven durchgeführt wird. Aus dem Festival heraus entstand zunächst der Förderverein für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit e.V. (FJZ), der das Festival professionalisierte und später als freier Träger auch das „Dorf der Jugend“, im Rahmen der Offenen Jugendarbeit, verantwortete. Diese Entwicklung steht exemplarisch für das zentrale Prinzip des Projekts: Jugendarbeit soll nicht Angebote für Jugendliche bereitstellen, sondern sie befähigen, selbst kulturelle Räume zu schaffen und Verantwortung zu übernehmen.
Ein entscheidender Meilenstein war 2014 die Möglichkeit, ein ehemaliges Fabrikgelände (Alte Spitzenfabrik) als Ankerpunkt für jugendkulturelle Aktivitäten zu nutzen. Das Gelände eröffnete Jugendlichen neue Freiräume, in denen sie eigene Organisationsformen entwickeln konnten: Es entstanden niedrigschwellige Treffpunkte, Werkstätten und Veranstaltungsformate, die von Jugendlichen selbst geplant, getragen und weiterentwickelt wurden. Ein sichtbares Ergebnis ist das 2016 durch ein Crowdfunding finanzierte Containercafé, das bis heute als zentraler Treffpunkt dient und eine Brücke zwischen Jugend und der erwachsenen Gesellschaft bildet.
Die Projektkonzeption basiert auf klar formulierten Fernzielen, die als langfristige Entwicklungsrichtung dienen:
1. Mitwirkung und Bindung an den Raum – Jugendliche sollen nicht gezwungen sein, für kulturelle Teilhabe die Region zu verlassen; Jugend soll als kompetenter Teil der lokalen Gesellschaft sichtbar werden.
2. Freiräume ermöglichen – Freiraum wird als Grundlage von Kreativität, Selbstbildung und Beteiligung verstanden.
3. Autarke und unabhängige Jugendarbeit – Jugendarbeit soll Jugend in emanzipatorischen Prozessen begleiten, nicht „Feuerwehr“ für soziale Probleme sein.
4. Aufbau einer solidarischen Zivilgesellschaft – durch humanistische Orientierung, Abbau von Diskriminierung und Entwicklung solidarischer Strukturen, die über das Projekt hinaus wirken.

Diese Ziele wurden über die Arbeitsbereiche Streetwork, Offene Kinder- und Jugendarbeit sowie Gemeinwesenarbeit umgesetzt. Über die Jahre entstanden zahlreiche von Jugendlichen getragene Projekte wie Veranstaltungen, Sportturniere, Workshops politischer Bildung, Kunst- und Graffiti-Angebote, Theaterformate, eine Fahrradwerkstatt (ab 2017), ein Fußballplatz, eine Lagerfeuerstelle mit Outdoorküche sowie ein von Jugendlichen selbst betriebener Skatepark (2018), der allerdings 2021 durch die Stadt geschlossen und geräumt wurde. Das Projekt war gleichzeitig von erheblichen Konflikten mit Verwaltung und politischen Strukturen konfrontiert. Insbesondere Genehmigungsprozesse, Förderfragen und die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe nach §75 SGB VIII führten zu wiederholten Auseinandersetzungen. Diese Erfahrungen machten deutlich, dass klassische Beteiligungsformate und institutionelle Prozesse häufig nicht jugendgerecht sind und echte Emanzipation eher behindern als ermöglichen. Trotz dieser Hürden zeigt die Entwicklung des Projekts langfristige Wirkung: Jugendliche wurden über Jahre hinweg dazu befähigt, kulturelle und soziale Angebote eigenständig zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und gesellschaftliches Engagement aufzubauen. In einer niedrigschwelligen Wirkungsmessung (2021) konnte festgestellt werden, dass ein großer Teil der ehemals Beteiligten bis heute aktiv in Bereichen wie dem Einsatz für Menschenrechte, antifaschistischer Arbeit, Kultur, Naturschutz oder Bildungsarbeit engagiert ist – und häufig selbst Initiativen oder Vereine



gründet. Damit wurde das Projekt „Dorf der Jugend“ zu einem stabilen jugend- und soziokulturellen Ankerpunkt mit Ausstrahlung ins Gemeinwesen.
Insgesamt steht das Projekt für einen Ansatz, der Jugendarbeit als Begleitung von Selbstorganisation und Emanzipation versteht. Es zeigt, dass Jugendliche im suburbanen Raum nicht nur Zielgruppe, sondern aktive Gestalter*innen ihrer Lebenswelt sein können –wenn ihnen Freiräume, Vertrauen und tatsächliche Verantwortung zugestanden werden. Das Ziel der autarken und unabhängigen Finanzierung der Arbeit wird mittlerweile versucht durch die YOPE gemeinnützige GmbH zu realisieren, welche sich unter anderem aus dem FJZ und anderen Vereinen aus dem Landkreis Leipzig gegründet hat. Durch die Inbetriebnahme und wirtschaftliche Nutzung der Fabrik soll ein finanzieller Grundstock aufgebaut werden, um perspektivisch Engpässe in der staatlichen Förderung zu überbrücken, um weiterhin Emanzipationsprozesse für junge Menschen im ländlichen Raum gestalten zu können. Es ist der Versuch, ausgehend von den Zielen der Projektkonzeption, eine Möglichkeit für unabhängige und emanzipatorische Jugend- und Sozialarbeit zu schaffen, welche sich an ihren fachlichen Grundlagen und Zielen orientiert und nicht allzu sehr von politischen Vorgaben abhängig ist. Da insbesondere dort davon auszugehen ist, dass sich diese politischen Vorgaben eher gegen die Ideale der Jugend- und Sozialarbeit und damit gegen die Adressat*innen der Arbeit richten werden als für sie einzustehen.
Tobias Burdukat
Geschäftsführer YOPE gGmbH
Lange Straße 30, Grimma mail@yope.social | yope.social | alte-spitzenfabrik.de

Verleihung

Die Förderung von Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung gehört zu den zentralen Zielen in der Jugendarbeit. Sie entwickeln sich bei allen jungen Menschen hauptsächlich durch ihre biografischen Erfahrungen. Ungleiche strukturelle Rahmenbedingungen führen dazu, dass nicht alle Jugendlichen in gleichem Maß Zugang zu entsprechenden Lern- und Erfahrungsräumen haben. Übergänge von Schule in Ausbildung oder ins Berufsleben sind für diese Zielgruppe häufig von Unsicherheit, Ausschlusserfahrungen und begrenzten Handlungsspielräumen geprägt.
Dieser Beitrag geht von der Annahme aus, dass Eigenverantwortung sich aus erlebter Selbstwirksamkeit entwickelt. Am Beispiel der Rückenwind-Strategie des Vereins CUBIC wird gezeigt, wie niederschwellige, lebensweltorientierte und inklusive Angebote dazu beitragen können, entsprechende Entwicklungsprozesse zu unterstützen.
Das Konzept der Selbstwirksamkeit „self efficacy“ wurde maßgeblich vom kanadischen Psychologen Albert Bandura geprägt. Er beschreibt Selbstwirksamkeit als Überzeugung eines Menschen, aufgrund eigener Fähigkeiten auch schwierige Anforderungen bewältigen zu können (Bandura 1997). Für pädagogische Kontexte und die Jugendarbeit ist relevant, dass Selbstwirksamkeit hauptsächlich durch konkrete Handlungserfahrungen entsteht. Erfolgreich bewältigte Aufgaben, sichtbare Ergebnisse und soziale Anerkennung wirken stabilisierend und fördern die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Eine zentrale theoretische Rahmung hierfür bietet die lebensweltorientierte Soziale
Arbeit nach Hans Thiersch. Lebensweltorientierung bedeutet, an den alltäglichen Lebenslagen, Erfahrungen und Bewältigungsstrategien junger Menschen anzusetzen und diese ernst zu nehmen (Thiersch 2014). Verantwortung wird im Rahmen tragfähiger Beziehungen und strukturierter Offenheit ermöglicht. Grunwald und Thiersch (2009) betonen die Bedeutung von Aushandlungsprozessen, Partizipation und realitätsnahen Lerngelegenheiten.
Ergänzend dazu liefert der Capability Approach von Amartya Sen und Martha Nussbaum eine erweiterte Perspektive. Im Mittelpunkt stehen nicht Defizite oder formale Ressourcen, sondern reale Verwirklichungschancen „Capabilities“ –also die tatsächlichen Möglichkeiten von
Weltacker Innsbruck

Menschen, ein Leben zu führen, das sie selbst als wertvoll und sinnstiftend erachten (Sen 1999; Nussbaum 2011). Für die Soziale Arbeit wurde dieser Ansatz unter anderem von Otto und Ziegler aufgegriffen und auf die Erweiterung von Handlungsspielräumen bezogen.
Die Rückenwind-Strategie des Vereins CUBIC knüpft an diese theoretischen Grundlagen an. Sie richtet sich an junge Menschen mit geringeren Chancen im Sinne der europäischen Inklusionsstrategie und ermöglicht ihnen die Teilnahme an internationalen Mobilitätsprojekten im Rahmen von Erasmus+ und dem Europäischen Solidaritätskorps. Kennzeichnend sind ein niederschwelliger Zugang, Freiwilligkeit sowie eine kontinuierliche sozialarbeiterische Begleitung. Internationale Mobilität wird dabei als lebensweltlicher Erfahrungsraum verstanden. Durch den Ortswechsel, das Arbeiten in realen sozialen, ökologischen oder kulturellen Projekten und die Einbindung in lokale Gemeinschaften entstehen Situationen, in denen junge Menschen Verantwortung übernehmen und die Wirkung ihres Handelns unmittelbar

Verantwortung
Armin Mayr

Rückenwind-Projekt in Malta
erleben. Diese Erfahrungen lassen sich als Selbstwirksamkeitserfahrungen im Sinne Banduras interpretieren.
Theoretisch lässt sich dieses Vorgehen an das Konzept des „Empty Risky Space“ anschließen, wie es Andrea Trenkwalder-Egger im Kontext gabeorientierter Sozialer Arbeit entwickelt hat. In Sharing & Caring: Das Phänomen der Gabe in der Sozialen Arbeit beschreibt Trenkwalder-Egger offene Lern- und Handlungsräume, die nicht an formale Zugangsvoraussetzungen, Leistungsanforderungen oder Gegenleistungen gebunden sind. Diese Räume sind jedoch nicht folgenlos gestaltet: Entscheidungen und Handlungen haben reale Auswirkungen und erfordern Verantwortung, werden jedoch durch professionelle sozialpädagogische Begleitung abgesichert. Der „leere“ Raum verweist auf das Fehlen vorgegebener Erwartungen, während das „Risiko“ in der tatsächlichen Verantwortung für das eigene Handeln liegt (Trenkwalder-Egger 2015).
Eigenverantwortung entwickelt sich in diesem Kontext nicht als individuelle Pflicht, sondern als Folge wachsender Handlungssicherheit. Sozialpädagogische Begleitung übernimmt eine strukturierende Rolle: Sie schafft Orientierung, eröffnet Reflexionsräume und sichert ab, ohne Verantwortung zu übernehmen. Aus Empowerment Perspektive handelt es sich um einen Prozess, in dem junge Menschen schrittweise Kontrolle über ihr Handeln gewinnen (Herriger 2014).
An diese Erfahrungen knüpfen die von CUBIC entwickelten inklusiven Auslandspraktika an. Sie erweitern die Handlungsspielräume junger Menschen um den zentralen Bereich Arbeit. Die fachliche Qualität dieses Ansatzes wurde 2025 durch die Verleihung

des Österreichischen Inklusionspreises in der Kategorie Bildung anerkannt. Ausgezeichnet wurde ein Pilotprojekt, das erstmals Erasmus+-geförderte Auslandspraktika für Lehrlinge in verlängerter Lehre oder Teilqualifizierung ermöglichte. Die Auszeichnung ist als fachliche Bestätigung eines inklusiven, lebensweltorientierten Ansatzes zu verstehen, der internationale Mobilität, berufliche Bildung und soziale Teilhabe verbindet.
Rückenwind – Kurzüberblick
Rückenwind ist eine inklusive Mobilitätsstrategie des Vereins CUBIC. Ziel ist es, jungen Menschen mit geringeren Chancen durch internationale Projekte Selbstwirksamkeit, Orientierung und erweiterte Handlungsspielräume zu eröffnen. Die Angebote basieren auf lebensweltorientierter Sozialarbeit, dem Capability Approach sowie empowermentorientierter sozialpädagogischer Begleitung.
Der Verein CUBIC setzt im Rahmen seiner Rückenwind Strategie unterschiedliche Projektformate um, darunter internationale Freiwilligeneinsätze (ESK – Europäisches Solidaritätskorps), Jugendbegegnungen (E+), begleitete inklusive Auslandspraktika (Erasmus+) sowie vorbereitende, begleitende und nachbereitende nonformale Bildungsangebote.
Der Verein CUBIC hat seinen Sitz in Innsbruck (Tirol) und ist seit 2005 in der europäischen Jugendarbeit tätig.
Weitere Informationen: cubic-online.eu Instagram und Facebook | office@cubic-online.eu

Literatur
Inklusives Berufspraktikum
Armin Mayr
Geschäftsführer Verein CUBIC
– Bandura, Albert (1997): Self-Efficacy: The Exercise of Control. New York: W. H. Freeman.
– Grunwald, Klaus; Thiersch, Hans (2009): The concept of the lifeworld orientation for social work and social care. In: Journal of Social Work Practice, 23(2), S. 131–146.
– Herriger, Norbert (2014): Empowerment in der Sozialen Arbeit. Stuttgart: Kohlhammer.
– Nussbaum, Martha C. (2011): Creating Capabilities. The Human Development Approach. Cambridge, MA: Harvard University Press.
– Sen, Amartya (1999): Development as Freedom. Oxford: Oxford University Press.
– Thiersch, Hans (2014): Lebensweltorientierte Soziale Arbeit. Aufgaben der Praxis im sozialen Wandel.
– Weinheim/Basel: Beltz Juventa.
– Trenkwalder-Egger, Andrea (2015): Sharing & Caring: Das Phänomen der Gabe in der Sozialen Arbeit.
– Opladen / Berlin / Toronto: Barbara Budrich.

Verantwortung

dem Pädagogischen Kompass der Alpenvereinsjugend Jugendarbeit gestalten
Tage draußen! sind besonders. Das Rufzeichen steht dafür, wie wichtig und notwendig Erlebnisse draußen für Kinder und Jugendliche sind. Es steht aber auch dafür, wie Tage in der Natur – egal ob am Berg, im Wald oder anderswo – auf uns wirken: Sie sind für jede*n anders, fordern manchmal heraus und stärken zugleich. Es sind Tage, die nachwirken und lange in Erinnerung bleiben.
An Tagen draußen! treffen wir viele Entscheidungen: Wem vertraue ich? Welches Risiko gehe ich ein – und welches nicht? Wie geht es mir und den anderen in der Gruppe? Stimmt unsere Planung mit der gewählten Route überein? Wir meistern Herausforderungen, erleben Gemeinschaft in der Gruppe, spüren eine tiefe Verbundenheit zur Natur und übernehmen Verantwortung für uns selbst und füreinander. Kurz gesagt: Tage draußen! sind gelebte Verantwortung.
Auftrag und Bildungsziele
In der Jugendarbeit bieten Tage draußen! vielfältige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Ob bei entspannten Stunden am See oder bei einer anspruchsvollen Gipfeltour, ob beim Freeriden, Bergwandern oder Klettern – junge Menschen treffen Entscheidungen, erleben Konsequenzen und übernehmen Verantwortung. Fehler gehören dabei ebenso dazu wie Erfolgserlebnisse.
Das spiegelt sich auch im Auftrag der Alpenvereinsjugend wider: „Wir begleiten junge Menschen und Familien bei ihren Tagen draußen! und befähigen sie, selbständig unterwegs zu sein.“
Als eine der größten Jugendorganisationen Österreichs beschäftigen wir uns mit der Frage, was gelungene Jugendarbeit ausmacht. Dabei geht es um weit mehr als die Vermittlung fachsportlicher Kompetenzen. Verantwortung ist ein zentrales Element unserer Arbeit und in unseren Bildungszielen verankert:
• Wir unterstützen die ganzheitliche Entwicklung junger Menschen.
• Wir ermöglichen Gemeinschaft, Abenteuer und außergewöhnliche Erlebnisse.
• Wir fördern risikobewussten und eigenverantwortlichen Bergsport.
• Wir stärken Naturbeziehung, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln.
• Wir ermöglichen Mitgestaltung, Engagement und Beteiligung.
Sportarten wie Freeriden, Biken oder Klettern sind damit nicht nur Freizeitaktivitäten, sondern zentrale Lernräume, in denen Verantwortung erlebt und gelernt wird.
Verantwortung
Orientierung geben für die Praxis: der Pädagogische Kompass Auftrag und Bildungsziele zeigen: Es liegt in der Verantwortung der erwachsenen Begleiter*innen, Rahmenbedingungen und Angebote zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen können – auf freiwilliger Basis, ohne Druck und entsprechend ihrer Möglichkeiten. Dafür braucht es pädagogische Kompetenzen und eine klare Haltung. Um unseren rund 3.500 im Jugendbereich tätigen Ehrenamtlichen Orientierung zu bieten, hat die Alpenvereinsjugend den Pädagogischen Kompass entwickelt. Er umfasst neun pädagogische Grundlagen, die sichtbar machen, wie wir mit jungen Menschen arbeiten. In dieser gekürzten Fassung beleuchten wir das Thema Verantwortung sowohl aus der Sicht der Begleiter*innen als auch aus jener der Kinder und Jugendlichen.
Beziehung aufbauen
Eine stabile, wertschätzende Beziehung ist die Grundlage jeder pädagogischen Arbeit. Die Verantwortung von Begleiter*innen zeigt sich durch Verlässlichkeit, Authentizität, aufmerksames Handeln und sichere Rahmenbedingungen. Wenn Kinder und Jugendliche Vertrauen erleben, können sie schrittweise Verantwortung für ihr Verhalten und ihre Beziehungen übernehmen.
Gemeinschaft fördern
Gemeinschaft entsteht durch gemeinsame Erlebnisse und geteilte Ziele. Begleiter*innen sorgen für einen respektvollen Rahmen und begleiten Gruppendynamiken bewusst. Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung, indem sie Vereinbarungen mittragen und gemeinsam gesetzte Ziele im Blick behalten.
Naturbeziehung stärken
Eine persönliche Beziehung zur Natur wächst durch unmittelbares Erleben. Begleiter*innen tragen Verantwortung für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt und eine naturnahe Lernumgebung. Kinder und Jugendliche lernen, Verantwortung für die Natur zu übernehmen, indem sie achtsam handeln und Zusammenhänge verstehen.
Lernen ermöglichen
Lernen geschieht durch Erfahrung. Begleiter*innen schaffen eine fehlerfreundliche Atmosphäre und behalten Risiken im Blick. Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung für ihren Lernprozess, wenn sie selbstständig ausprobieren, reflektieren und aus Erfahrungen lernen.
Freiraum schaffen
Freiräume ermöglichen Selbstständigkeit und Kreativität. Begleiter*innen sorgen für klare Absprachen und einen sicheren Rahmen. Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung, indem sie diese Freiräume bewusst nutzen und Grenzen respektieren.
Risiko wählen
Herausforderungen gehören zum Lernen dazu. Begleiter*innen schätzen Risiken ein und wählen gemeinsam passende Herausforderungen. Kinder und Jugendliche lernen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, indem sie Risiken wahrnehmen, ihre Grenzen reflektieren und Entscheidungen mittragen.
Beteiligung leben
Beteiligung bedeutet Mitbestimmung und Mitverantwortung. Begleiter*innen gestalten transparente und altersgerechte Beteiligungsprozesse. Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung, indem sie sich einbringen und Entscheidungen sowie deren Folgen mittragen.
Präventiv arbeiten
Prävention schafft sichere Rahmenbedingungen. Begleiter*innen übernehmen Verantwortung für Schutz, Wohlbefinden und eine klare Haltung gegen Diskriminierung und Gewalt. Eine wichtige Grundlage dafür bietet das Kinderschutzkonzept. Kinder und Jugendliche werden darin gestärkt, auf sich und andere zu achten und Unterstützung einzufordern.
Inklusiv handeln
Inklusion bedeutet gleichberechtigte Teilhabe für alle. Begleiter*innen tragen Verantwortung, Barrieren abzubauen und Vielfalt zu berücksichtigen. Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung für ein respektvolles Miteinander, in dem Unterschiede anerkannt werden.



Victoria Kanduth
David Kupsa


Lernen mit der Alpenvereinsjugend
Der Pädagogische Kompass richtet sich an alle, die junge Menschen bei Tagen draußen! begleiten – innerhalb und außerhalb der Alpenvereinsjugend. Die Plattform tagedraussen.at versteht sich dabei als lebendiger Ort mit Hintergrundwissen, Methoden, Übungen und Spielen. In unseren offenen Seminaren und Ausbildungen, wie etwa der Jugendleiter*innenausbildung, lernen Teilnehmende den Umgang mit dem Pädagogischen Kompass und die Gestaltung von Angeboten am Berg.
Die Alpenvereinsjugend schafft dafür offene Lernräume und orientiert sich an den Bedürfnissen und Anliegen junger Menschen. Gleichzeitig begleiten wir sie dabei, Verantwortung zu übernehmen –für sich selbst, andere und ihre Umwelt.
Victoria Kanduth
David Kupsa
Mitarbeiter*innen der Abteilung Jugend beim Österreichischen Alpenverein

Verantwortung

Norbert Herriger

Empowerment ist ein ressourcenorientiertes Konzept der psychosozialen Arbeit, das die Stärken der Menschen bei der Bewältigung von kritischen Lebensereignissen in den Mittelpunkt stellt. Handlungsziel der Empowerment-Praxis ist es, die vorhandenen Fähigkeiten der Adressaten sozialer Dienstleistung zu selbstbestimmter Alltagsregie zu kräftigen und Ressourcen freizusetzen, mit deren Hilfe sie die eigenen Lebenswege selbstbestimmt gestalten können. Das Buch bietet eine leicht verständliche Einführung in Theorie und Praxis des Empowerment in der Sozialen
Joachim Merchel, Peter Hansbauer, Reinhold Schone
Arbeit. Die vielfältigen Methoden, die in der Empowerment-Praxis zum Einsatz kommen, werden ausführlich dargestellt: Ressourcendiagnostik, Unterstützungsmanagement, Ressourcenorientierte Beratung, Biographischer Dialog und Netzwerkarbeit. Positionsbestimmungen zur aktuellen Debatte über die veränderte professionelle Identität der Sozialen Arbeit im Zeichen des Empowerment runden das Buch ab.
Verlag: W. Kohlhammer GmbH, 2024 ISBN: 978-3170441569
Verantwortung in der Sozialen Arbeit: Ethische Grundlinien professionellen Handelns

Die Dimension „Verantwortung“ hat in der Sozialen Arbeit eine große Bedeutung: Entscheidungen von Fachkräften greifen zum Teil tief in das Leben und die Zukunftsgestaltung ihrer Adressatinnen und Adressaten ein. Sich dieser Verantwortung bewusst zu sein und über die eigene Machtposition zu reflektieren, ist grundlegend für eine professionelle Praxis. Dies betrifft neben der formalen (Zuständigkeit) und rechtlichen Verantwortung insbesondere die Dimension der
ethischen Verantwortung, die im Zentrum des Buches steht und anhand von Spannungsfeldern aus der sozialarbeiterischen Praxis erörtert wird. Abschließend wird unter dem Schlagwort „Organisationsethik“ die Rolle von Einrichtungen und Trägern im Kontext von Verantwortung in der Sozialen Arbeit erklärt.
Verlag: W. Kohlhammer GmbH, 2023
ISBN: 978-3170419063
Jürgen Einwanger (Hg.)
Mut zum Risiko: Herausforderungen für die Arbeit mit Jugendlichen

Absolute Sicherheit gibt es nirgends – zum Glück! Gerade Jugendliche suchen das Risiko und den Nervenkitzel, um ihre Grenzen auszutesten und neue Erfahrungen zu sammeln. Für die Erwachsenen ist dies oft eine Gratwanderung: Wie können Jugendliche lernen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen? Wie lassen sich handlungsorientierte Aktivitäten mit Jugendlichen spannend und dennoch risikobewusst gestalten? Wie kann Risiko- und Folgenabschätzung trainiert werden? Das Buch bietet
neben wichtigen Grundlagen Einblicke in gelungene Projekte und konkrete Übungen zur Wahrnehmungs-, Beurteilungs- und Entscheidungskompetenz. Im Zentrum steht jeweils das Angebot an Jugendliche, Verantwortung zu übernehmen und aus den Erfahrungen Lebenskompetenz abzuleiten.
Verlag: Ernst Reinhardt Verlag, 2007
ISBN: 978-3497019342.
Abteilung Gesellschaft und Arbeit | InfoEck der Generationen Bozner Platz 5, Innsbruck | T 0800 800 508 infoeck@tirol.gv.at | tirol.gv.at/infoeck Öffnungszeiten: Mo – Do 8 – 13 Uhr | Di, Do 14 – 16 Uhr, Fr 8 – 12 Uhr
Nach dem Erfolg des Jugendforums zum Thema „Fake News“ im Herbst 2025 im Landhaus in Innsbruck wird das Format auf Initiative von Jugendlandesrätin Astrid Mair fortgesetzt. Die Veranstaltung findet am 29. April 2026 im Rahmen der Europäischen Jugendwoche erstmals in Kufstein statt. In interaktiven Workshops und Vorträgen haben Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren die Gelegenheit, sich mit den Themen „Fake News“, sichere Internetnutzung und soziale Medien auseinanderzusetzen. Die Experten Andre Wolf vom Verein Mimikama und Chefinspektor Hans-Peter Seewald vom Landeskriminalamt Tirol klären über die Gefahren im Internet auf, schärfen das Bewusstsein für Falschinformationen und geben praxisnahe Tipps. Gerade für junge Menschen ist es in Zeiten vermehrter Verbreitung sogenannter „Fake News“ schwierig einzuschätzen, welche Informationen oder Quellen als sicher und qualitätsvoll gelten. Umso wichtiger ist es, sie für eine kritische und verantwortungsvolle Mediennutzung zu rüsten. Beim Jugendforum haben die Jugendlichen auch die Möglichkeit, sich direkt mit Jugendlandesrätin Astrid Mair auszutauschen. Die Teilnahme am Jugendforum ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt.
Die Europäische Jugendwoche 2026 findet vom 24. April bis 1. Mai statt. Die europaweite Aktionswoche steht ganz im Zeichen von Jugendengagement und Beteiligung. Unter dem Motto „Solidarität und Fairness“ würdigt sie zugleich 30 Jahre freiwilliges Engagement in Europa und soll über die zahlreichen Möglichkeiten aufklären, die die Europäische Union jungen Menschen durch Mobilitätsprogramme wie das Europäische Solidaritätskorps (ESK) und Erasmus+ bietet. Jugendorganisationen, Vereine und Gemeinden sind eingeladen, sich an der Aktionswoche zu beteiligen und ihre Veranstaltungen und Aktionen für und mit jungen Menschen auf der offiziellen Aktivitätenkarte der Europäischen Jugendwoche einzutragen. Weitere Informationen und Veranstaltungen der Europäischen Jugendwoche finden sich unter folgendem Link: youth.europa.eu/youthweek_de
Jugendforum Fake News Wann? 29. April 2026 von 15 bis 17 Uhr Wo? Rathaus Kufstein Informationen und Anmeldung: tirol.gv.at/jugendforum

Vorsitzende des Landesjugendbeirates für die deutsche Sprachgruppe in Südtirol

Frau Achmüller, wie sind Sie zur Vorsitzenden des Landesjugendbeirates geworden und was hat Sie persönlich motiviert, sich für die Anliegen der Jugend in Südtirol zu engagieren?
Ich habe eigentlich schon immer mit großem Interesse das politische und gesellschaftliche Geschehen im Land verfolgt. Als ich kurz nach meinem beruflichen Einstieg in die Jugendarbeit erfuhr, dass neue Mitglieder für den Landesjugendbeirat gesucht wurden, fühlte ich mich sofort angesprochen. In den ersten drei Jahren hatte ich zwar noch keine festen Aufgaben, brachte mich jedoch bereits aktiv in verschiedene Arbeitsgruppen ein. Bei der konstituierenden Sitzung der zweiten Amtszeit 2023 wurde ich schließlich zur Vorsitzenden gewählt. Das Vertrauen der Mitglieder hat mich sehr gefreut und mir zusätzlichen Antrieb gegeben. Durch meine berufliche Tätigkeit stehe ich nahezu täglich mit Jugendlichen in Kontakt und kenne ihre aktuellen Anliegen aus erster Hand. Gleichzeitig erlebe ich immer wieder, dass junge Menschen unterschätzt werden – und sich dadurch häufig weniger für das gesellschaftliche Geschehen interessieren.
Welche Kompetenzen und Erfahrungen bringen Sie in diese Funktion ein?
Ich kann von mir behaupten, dass es mir leicht fällt, vor einer Gruppe zu sprechen und auch in komplizierten Situationen ruhig bleiben kann. Dies ist vor allem bei der Moderation unserer Sitzungen von Vorteil. Auch bei Treffen mit anderen Organisationen hilft das, um unseren Standpunkt gut vertreten zu können.
Welche Hauptaufgaben hat der Landesjugendbeirat für die deutsche Sprachgruppe?
Der Landesjugendbeirat ist in erster Linie ein Sprachrohr für junge Menschen. Wir versuchen den Anliegen junger Menschen mehr
Sichtbarkeit zu geben und sie zu unterstützen. Die einzelnen Aufgaben haben wir zu Beginn unserer Amtszeit festgelegt, da diese jeder Beirat für sich selbst entscheiden kann.
Wo fanden Sie bisher die größten Herausforderungen in Ihrer Rolle?
Die größte Herausforderung liegt sicher darin, uns als gesamtem Landesjugendbeirat mehr Sichtbarkeit zu geben, da wir relativ im Hintergrund arbeiten. Einige Projekte konnten wir dafür aber bereits umsetzen.
Welche Arbeitsgruppen innerhalb des Landesjugendbeirates gibt es derzeit und wie sind sie strukturiert?
Aktuell haben wir Arbeitsgruppen zu den Themen politische Bildung, Wohnen, Jugendcheck und Kommunikation. Die Mitglieder konnten nach eigenem Interesse entscheiden, bei welcher Arbeitsgruppe sie mitwirken möchten. Die Arbeitsgruppen arbeiten dann autonom an den Themen weiter. Bei den regelmäßigen Treffen des gesamten Beirates tauschen wir uns dann zu den Themen aus bzw. die Arbeitsgruppen schlagen Themen für die Tagesordnung vor. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen besprechen wir immer als Gesamtgruppe, bevor Informationen nach außen gelangen. Uns ist es wichtig, einheitlich aufzutreten. Diese Arbeitsweise ist bisher sehr effektiv, damit wir an den Themen dranbleiben können.
Nach welchen Kriterien werden Themen für die Arbeitsgruppen ausgewählt?
Die Themen entnehmen wir aus den aktuellen Anlässen bzw. haben wir von der letzten Amtszeit übernommen, damit diese auch weiterhin verfolgt werden können.
Können Sie ein Beispiel für ein besonders aktuelles Thema nennen, das den Landesjugendbeirat beschäftigt? Aktuell beschäftigen wir uns mit dem Thema Jugendcheck. Die Arbeitsgruppe hat nach dem Vorschlag von Landesrat Philipp Achammer ein Konzept entwickelt, wie Gesetze auf ihre Qualität für die Jugend geprüft werden können. Die Details sind aber noch in Ausarbeitung. Weiterhin beschäftigen wir uns mit unserer Sichtbarkeit. Wir haben bereits viele Austauschtreffen mit anderen Organisationen gehabt, um auf uns aufmerksam zu machen. Daraus haben sich auch schon konkrete Projekte ergeben wie bspw. die Zusammenarbeit mit youth app und Jugendring zu den Gemeinderatswahlen, wo wir Inhalte zu deinewahl.it und zur entsprechenden Broschüre mitgestaltet haben.
Wie wird die Arbeit des Beirates von der Politik wahrgenommen?
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren werden wir von der Politik mehr wahrgenommen. Die Wahrnehmung ist allerdings noch ausbaufähig. Wünschenswert wäre es, wenn die Landesjugendbeiräte regelmäßig angehört werden würden.
Wie funktioniert die Abstimmung zwischen den Landesjugendbeiräten der drei Sprachgruppen?
Grundsätzlich arbeiten die drei Landesjugendbeiräte unabhängig voneinander. Einmal jährlich gibt es aber den 3er Beirat – ein gemeinsames Treffen der drei Beiräte, welches abwechselnd von einer Sprachgruppe organisiert wird. Die Themen des Treffens werden gemeinsam vereinbart.
Gibt es gemeinsame Initiativen oder Projekte?
In der letzten Legislatur haben wir gemeinsam den Landesräten zwei Maßnahmen zur politischen Bildung und zum Thema Wohnen vorgelegt. Diese wurden bei einer gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt und von den Landesräten angenommen. In dieser Legislatur wird gemeinsam an einer Empfehlung für einen Jugendlandtag gearbeitet. Ansonsten versuchen wir uns immer wieder auszutauschen. In den drei Beiräten wird aber unterschiedlich gearbeitet, deshalb ist dies nicht immer möglich.
Am 05.05.2025 wurde vom Landtagspräsidenten Arnold Schuler eine Arbeitsgruppe aus Vertreter*innen der drei Landesjugendbeiräte ernannt, um ein Konzept für die mögliche Einführung eines Jugendlandtages in Südtirol auszuarbeiten. Wie verliefen die Arbeiten bisher?
Die Arbeitsgruppe hat sich inzwischen mehrfach getroffen und die Konzepte der Jugendlandtage in Salzburg und Trient direkt vor Ort kennengelernt. Zwar gehen die Vorstellungen darüber, wie ein Jugendlandtag in Südtirol aussehen könnte, teilweise auseinander,
doch konnten wir diese Unterschiede in den Treffen stets konstruktiv diskutieren. Wir sind von Anfang an mit einer offenen Haltung an das Thema herangetreten. Für uns als Vertreter*innen der deutschen Sprachgruppe ist besonders wichtig, dass durch die Einführung eines Jugendlandtages keine Parallelstrukturen entstehen und keine Form von Scheinpartizipation gefördert wird. Ein zukünftiger Jugendlandtag soll einen echten Mehrwert bieten und junge Menschen wirksam einbinden.
Wo sehen Sie die größten Entwicklungsmöglichkeiten für die Jugendarbeit in Südtirol?
Die Jugendarbeit ist derzeit insgesamt gut aufgestellt, dennoch gibt es weiterhin Entwicklungspotenzial. Ihre gesellschaftliche Anerkennung ist nicht immer spürbar, und vielen Menschen ist kaum bewusst, welchen umfassenden Beitrag Jugendarbeit leistet. Jugendliche besuchen Einrichtungen der Jugendarbeit nicht nur, um Zeit mit Freundinnen und Freunden zu verbringen, sondern auch, um sich auszuprobieren, weiterzuentwickeln und Neues zu lernen. Dabei werden sie von Jugendarbeiter*innen begleitet, die für viele junge Menschen wichtige Bezugspersonen darstellen und ihnen Orientierung geben. Allerdings fehlt es nach wie vor an einem flächendeckenden Angebot: Nicht in allen Gemeinden gibt es geeignete Treffpunkte oder Einrichtungen, die Jugendlichen diese Räume eröffnen.
Was wünschen Sie sich von Politik und Gesellschaft?
Politik und Gesellschaft sollten Jugendlichen und jungen Erwachsenen mehr Vertrauen entgegenbringen – und sie nicht nur dann einbeziehen, wenn es gut ankommt oder symbolisch wirkt. Scheinpartizipation führt dazu, dass junge Menschen sich nicht ernst genommen fühlen und das Interesse verlieren, insbesondere an politischen Prozessen. Dabei bringen Jugendliche häufig gut durchdachte Ideen ein. Dennoch werden ihnen immer wieder Türen verschlossen oder ihre Beiträge belächelt. Zudem verfügen junge Menschen über zahlreiche Kompetenzen, die älteren Generationen mitunter sogar fehlen.
Gibt es eine Botschaft, die Sie den Jugendlichen in Südtirol mitgeben möchten?
Auch wenn der Weg manchmal steinig wirkt: Bringt Geduld mit, bleibt dran und traut euch selbst mehr zu. Eure Ideen und eure Stimme sind wichtig. Lasst euch nicht entmutigen, wenn etwas nicht sofort klappt oder ihr auf Widerstände stoßt. Ihr habt mehr Stärke und Ideen, als ihr oft selbst merkt. Jeder kleine Schritt zählt und bringt euch näher an das, was ihr verändern wollt.
Interview von Gianluca Battistel


Verantwortungsvoll unterwegs sein:
„Science goes Alpenverein“–Klimawandel
In der 2026 ins Leben gerufenen Reihe „Science goes Alpenverein“ dreht sich in Folge 2 am 15. April alles um den Klimawandel. Wer in den Alpen unterwegs ist, wird Zeitzeug*in von Klimaveränderungen, die laufend neue Spuren in der Landschaft hinterlassen. Wolfgang Gurgiser, Klimaforscher an der Universität Innsbruck, ordnet in seinem Vortrag aktuelle Klimaentwicklungen einschließlich Extremereignisse ein und analysiert Szenarien für die nächsten Jahrzehnte bis Jahrhunderte. Das hilft, trotz steigender Temperaturen einen kühlen Kopf zu bewahren und den hohen Wert klimafreundlichen Handelns zu erkennen. 15. April 2026, 18.30 – 19.30 Uhr, Online Vortrag, Anmeldung: alpenverein-akademie.at

Die „Junge Alpinisten YOUNGSTERS“ sind Ausbildungen mit einer guten Portion Eigenverantwortung. 14 bis 20 Jahre junge Jugendliche gehen in Begleitung von Bergführern bei diesem Tirol-Termin auf Tour und verschieben Grenzen. Der Winter ist fast vorbei, da heißt es: Skitour meets Hochtour. In traumhafter Umgebung der Silvretta lernen die Teilnehmer*innen alles, was auf Skihochtouren gebraucht wird! Seiltechnik, Spaltenbergung und Rettungstechniken stehen genauso auf dem Programm wie eigenständige Tourenplanung, Selbsteinschätzung, (Gelände-)Beurteilung mit wenn-dann Beziehungen und das Lernen auf Augenhöhe und mit Gleichgesinnten. Look at your friends.
29. März – 2. April 2026 Galtür (Tirol) Anmeldung: alpenverein-akademie.at


Mobilität nehmen viele von uns als abstrakten Begriff wahr, doch sie geht nicht nur Mobilitätsplaner*innen etwas an. In dem Moment, in dem wir uns bewegen, treffen wir mobile Entscheidungen. Der Gang von unserem Schlafzimmer in die Küche, könnte man ganz salopp sagen, ist schon ein mobiler Akt. Es liegt in der Eigenverantwortung jedes Menschen, wie er seine Mobilität gestaltet. So fragen wir uns bereits seit Kindertagen, welche Wege nehmen wir und vor allem, wie legen wir sie zurück: Wie komme ich zur Schule?

Wie komme ich zu meinen Freund*innen? Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz setzt genau hier an. Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen sich zu bewegen, aber wie sich der Mensch bewegt, kann sehr unterschiedlich sein. Thematisch wird sich der Dachverband klar auf die gesunde Mobilität konzent-
rieren. „Gesund“ bezieht sich dabei nicht nur auf die menschliche Gesundheit, wie zum Beispiel dass Fahrradfahren oder Zufußgehen gesunde Formen der Mobilität sind, sondern auch auf die Gesundheit unserer Umwelt und auf die der Wirtschaft.
Zusammengefasst wird das Jahresmotto unter dem Titel „MoBene.bz“ (abgeleitet von „Mobilità che fa bene!“). Unter diesem Titel werden während des ganzen Jahres Veranstaltungen stattfinden, in denen jede*r Verantwortung übernehmen kann. Man kann sich aktiv einbringen, sodass Sensibilität und Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen werden.
So wird im Mai und Juni eine Jugend-Radinitiative die Jugendzentren Südtirols mit ins Thema einbinden. Dabei kann man die Radrouten von einem Jugendzentrum zum nächsten erkunden. Ein Netzwerk aus verschiedenen Organisationen, wie zum Beispiel die Green Mobility Abteilung der Südtiroler Transportstrukturen AG (kurz STA), die sich mit Radmobilität und Umwelt auseinandersetzen, werden ein thematisch stimmiges Rahmenprogramm anbieten. Zudem wollen wir ins Gespräch kommen. Was bewegt euch, das Rad zu benutzen? Wie schaut euer Traumfahrrad aus? Wo müsste man das Radwegenetz noch ausbauen? Diese extra konzipierten Radtage sind
nicht nur dafür da, Rad zu fahren und Radwege zu erkunden. Ziel soll klar sein, junge Radfahrer*innen aus den beteiligten Bezirken zu vernetzen. Denn gemeinsam macht das Radfahren erst recht Spaß und ist gleichzeitig gesund für Körper und Umwelt.
Dies ist nur eine von vielen Veranstaltungen, die der Dachverband und sein Netzwerk unter dem Titel MoBene.bz abhalten wird. So werden einige Mitgliedsverbände des Dachverbandes für Naturund Umweltschutz autofreie Radtage auf Passstraßen wie den Mendelpass oder aufs Stilfser Joch organisieren. Dabei soll der besondere Fokus auf die Problematik des überbordenden Verkehrs in den Berggebieten gelenkt werden. Nähere Infos dazu finden sich zeitgerecht auf der Insta-Seite @umwelt.bz.it oder auf der Website des Dachverbandes für Naturund Umweltschutz.


„Gesundheit ist mehr als Salat?!" Jugendgesundheitskonferenzen in Tirol
„Gesundheit ist mehr als Salat?!" – dieser Slogan bringt auf den Punkt, worum es bei den Jugendgesundheitskonferenzen geht: Gesundheit bedeutet für Jugendliche weit mehr als „richtig essen". Es geht um mentale Stärke, gute Beziehungen, sichere Räume, Bewegung, Mitbestimmung und die Chance, das eigene Lebensumfeld aktiv mitzugestalten. Jugendgesundheitskonferenzen bieten genau dafür eine Bühne: Jugendliche werden zu Expert*innen ihres Alltags und zeigen, was sie wirklich brauchen, um gesund aufzuwachsen.
Was hinter Jugendgesundheitskonferenzen steckt Jugendgesundheitskonferenzen sind ein Beteiligungsformat, bei dem Jugendliche ihre Ideen für ein gesundes Aufwachsen entwickeln, umsetzen und öffentlich präsentieren. Sie verbinden Gesundheitsförderung mit politischer Bildung, weil junge Menschen erleben, dass ihre Anliegen von Gemeinden, Fachstellen und Politik gehört und ernst genommen werden. In Wien und der Steiermark werden Jugendgesundheitskonferenzen bereits seit mehreren Jahren durchgeführt, eingebettet in regionale Gesundheitsziele und Programme der Gesundheitsförderung. Die Erfahrungen dort zeigen: Jugendliche haben sehr konkrete Vorstellungen davon, was sie für ihre körperliche, psychische und soziale Gesundheit brauchen – von mentaler Gesundheit über Bewegung bis hin zu einem guten sozialen Klima in Schule und Freizeit.
Warum dieses Format verbreitet wird
Die positiven Erfahrungen aus Wien und der Steiermark – hohe Beteiligung, zahlreiche Projekte und nachhaltige Kooperationen
zwischen Jugendarbeit, Schulen und Gesundheitsstellen – waren ein wesentlicher Grund, das Format auf andere Regionen auszuweiten. Jugendgesundheitskonferenzen haben sich als praxisnahes Instrument erwiesen, um Gesundheitskompetenz zu stärken und Prävention im direkten Lebensumfeld junger Menschen zu verankern. Sie werden umgesetzt, weil sie mehrere Ziele gleichzeitig erreichen:
• Sie fördern Gesundheitswissen und Handlungskompetenzen von Jugendlichen, etwa im Umgang mit Stress, digitalen Medien, Suchtmitteln oder mit Bewegung und Ernährung.
• Sie stärken Beteiligung und Demokratieverständnis, da Jugendliche ihre Themen einbringen, Projekte gestalten und diese vor Verantwortungsträger*innen präsentieren.


Start in Tirol: Kufstein und Kitzbühel
2025 fanden Jugendgesundheitskonferenzen erstmals in Tirol statt – in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel. Damit knüpft Tirol an die erfolgreichen Modelle aus Wien und der Steiermark an und setzt zugleich stark auf die offene Jugendarbeit und regionale Netzwerke.
Umgesetzt wurden die ersten Tiroler Jugendgesundheitskonferenzen vom Dachverband POJAT im Auftrag des Landes Tirol, finanziert aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur und des Fonds Gesundes Österreich. Kufstein und Kitzbühel bilden den Auftakt einer landesweiten Reihe von Jugendgesundheitskonferenzen, die bis 2028 in allen Tiroler Bezirken stattfinden sollen.

Beteiligung und Projekte in den beiden Bezirken
In den Bezirken Kufstein und Kitzbühel wurden gemeinsam über 40 Gesundheitsprojekte entwickelt und präsentiert, an denen in Summe deutlich mehr als 1.900 Jugendliche beteiligt waren. In Kufstein entstanden 33 Projekte mit 877 beteiligten Jugendlichen, in Kitzbühel weitere 14 Projekte mit über 1.100 Jugendlichen im Alter von etwa zwölf bis 20 Jahren. Die Inhalte reichten von Bewegungs- und Sportangeboten über kreative Workshops zu mentaler Gesundheit, Rückzugsräumen im Schulalltag und Suchtpräventionsprojekten bis hin zu Tanzund Skate-Initiativen als Motor für körperliche, psychische und soziale Gesundheit. Für die Projektgruppen standen finanzielle Mittel, Workshops und Coachings zur Verfügung, um aus ersten Ideen tragfähige Gesundheitsprojekte zu entwickeln.
Beispiele aus der Praxis
Die Vielfalt der Projekte zeigt, wie breit Jugendliche das Thema Gesundheit fassen. In Kufstein reichten die Initiativen von Aktionen zu Körperbewusstsein und Selbstfürsorge über Suchtpräventionsprojekte bis hin zu Angeboten für sichere Räume und
soziale Beziehungen. Jugendliche entwickelten etwa Kampagnen gegen Rauchen und Alkohol, organisierten Workshops zu Selbstverteidigung und Körperwahrnehmung oder setzten sich mit mentalen Belastungen durch Social Media auseinander. In Kitzbühel standen Projekte wie Urban Dance, Skate-Parks als Gesundheitsorte oder Entspannungs- und Rückzugsräume im Schulalltag im Mittelpunkt. Ein Beispiel ist ein Projekt, das Skateboarden mit körperlicher Aktivität, psychischer Ausgeglichenheit und sozialem Zusammenhalt verknüpft. Andere Gruppen organisierten Workshops zu Stress und Entspannung, entwickelten Aufklärungsprojekte zu sexueller Gesundheit oder gestalteten kreative Events rund um Bewegung und Ernährung. Besonders bemerkenswert ist die Mischung aus Selbsterfahrung, Wissensvermittlung und konkretem Handeln in den Projekten: Jugendliche informierten sich über Gesundheitsthemen, probierten neue Zugänge aus und gaben ihr Wissen in Workshops, auf Social Media oder bei Events an andere weiter.
Mehrwert für Jugendliche, Gemeinden und Bezirk
Für Jugendliche schaffen die Jugendgesundheitskonferenzen Lern- und Erfahrungsräume, in denen sie Selbstwirksamkeit erleben und Verantwortung für das eigene Wohlbefinden übernehmen – ganz im Sinne von „Gesundheit ist mehr als Salat?!". Sie lernen bei der Konferenz direkt an den Marktständen regionale Angebote kennen, knüpfen Kontakte zu Fachstellen und erfahren, dass ihre Perspektiven in der Gesundheitsförderung ernst genommen werden.
Gemeinden und Bezirke profitieren, weil sie besser erkennen, welche Angebote tatsächlich gebraucht werden und wo Lücken im Bereich Jugendgesundheit bestehen. Aus den von Jugendlichen entwickelten Initiativen entstehen häufig längerfristige Angebote in Schulen, Jugendzentren oder Vereinen, die nachhaltig zur Gesundheitsförderung vor Ort beitragen und die Zusammenarbeit von Jugendarbeit, Bildung, Gesundheit und Sozialem stärken.
Die Jugendgesundheitskonferenzen in Kufstein und Kitzbühel zeigen: Wenn Jugendliche Raum, Ressourcen und Begleitung bekommen, entstehen innovative, lebensnahe Projekte, die weit über klassische Gesundheitsprävention hinausgehen – und die Grundlage für eine gesundheitsfördernde Lebensumwelt schaffen, die junge Menschen wirklich erreicht. 2026 werden die Jugendgesundheitskonferenzen in der Stadt Innsbruck und im Bezirk Innsbruck Land umgesetzt. Startschuss sind die Kick-Offs im April. Ab dann können Projekte eingereicht werden! Alle Informationen sowie die Möglichkeit sich anzumelden sind unter jugendgesundheit.tirol zu finden.
Martina Steiner Geschäftsführung POJAT

Was denkt unsere Jugend über die aktuellen Themen unserer Zeit? Was bewegt sie persönlich? Das erfährt man am 08. April beim Landesjugendredewettbewerb Tirol 2026, der im Landhaus in Innsbruck ganztags abgehalten wird. Der Bewerb hat 2026 eine neue Struktur erfahren. Bis zu 50 Redner*innen sind zugelassen, pro Schultyp und pro Kategorie ist eine Deckelung von je zehn Beiträgen vorgesehen. Die Kategorien sind Klassische Rede – hier in die Schultypen unterteilt (8. Schulstufe, Polytechnische Schulen, Mittlere Schulen, Berufsschulen, Höhere Schulen) – sowie Spontanrede und Sprachrohr.
Der Landesbewerb ist für interessiertes Publikum öffentlich und kostenfrei zugänglich und wird zudem live gestreamt. Beim Festakt werden die Ergebnisse der fachkundigen Jurys verkündet und die 1. bis 3. Plätze gekürt.
Die Landessieger*innen der einzelnen Kategorien nehmen am Bundesfinale vom 1. bis zum 3. Juni 2026 in Wien teil. „Es beeindruckt mich immer wieder aufs Neue, mit welchem Mut, Einsatz und Emotion sich die Schülerinnen und Schüler beim Landesjugendredewettbewerb engagieren und ihre Themen vortragen – ob aus dem persönlichen Lebensbereich oder mit sozialen und internationalen Inhalten“, lobt Tirols Jugendlandesrätin Astrid Mair die jungen Redetalente, die sich Jahr für Jahr einer öffentlichen Bühne stellen. Zuhören lohnt sich, denn es sind engagierte Jugendliche, die ihre Stimme erheben. Jugendlandesrätin Astrid Mair meint: „Jede und jeder, der hier teilnimmt, zeigt Verantwortung für Demokratie und Meinungsfreiheit, die in so vielen Teilen der Welt eingeschränkt oder gar verboten wird. Umso wichtiger sehe ich in der heutigen Zeit Initiativen wie unseren Landesredewettbewerb. Denn er ermutigt junge Menschen, ihre
LRin Astrid Mair (rechts) mit den Landessiegerinnen von links: Tina Victoria Rieser, Zara von der Thannen, Lea Weiß, Soraya Gstrein, Luisa Sauerwein und Bejna Kera. Es fehlt Anna Nemmert.

Standpunkte respektvoll in der Öffentlichkeit zu vertreten.“
Der Landesjugendredewettbewerb ist barrierefrei zugänglich und wird heuer erstmals in Kooperation mit dem Klimabündnis Tirol als GREEN EVENT basic (greenevents-tirol.at) ausgerichtet. Besucher*innen sind angehalten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln umweltfreundlich anzureisen.
Informationen zum Bewerb, digitale Folder und Flyer, die Förderrichtlinien und Fristen der Rhetorikseminare für 2025/26 sowie das detaillierte Programm und den Link zum Livestream auf der Homepage des Landes Tirol: tirol.gv.at/jugendredewettbewerb
Für Fragen:
Abteilung Gesellschaft und Arbeit: gesellschaft.arbeit@tirol.gv.at 0512 508 7851.

Nutze die Chance und sag was dich bewegt – Melde dich an bis 20. März!
Du brennst für ein Thema? Du möchtest über etwas reden, das im Unterricht nicht vorkommt, aber dich und deine Generation betrifft? Beim Südtiroler Jugendredewettbewerb kannst du das tun! Schüler*innen der dritten Klasse Mittelschule sowie der Oberschulen und Berufsschulen aus ganz Südtirol können vor einer fachkundigen Jury ihre Meinung äußern und dabei ihr Talent und ihren Mut in verschiedenen Kategorien unter Beweis stellen. Die Anmeldungen laufen bereits und können bis zum
netz | Offene Jugendarbeit bietet ein vielfältiges Angebot an sexualpädagogischen Workshops für Südtirols Jugendeinrichtungen. Die Workshops behandeln zentrale Themen wie Körper, Pubertät, Beziehungen, Konsens, Sexualität, Gefühle, Medienkompetenz sowie die Prävention sexualisierter Gewalt. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu stärken, Wissen zu vermitteln und einen respektvollen, selbstbestimmten Umgang mit sich selbst und anderen zu fördern. Die Workshops dauern je nach Format drei bis fünf Stunden und sind entwicklungsgerecht sowie zielgruppenspezifisch konzipiert. Alle Formate werden von erfahrenen Sexualpädagog*innen durchgeführt. Je nach Workshop ist ein begleitender Elternabend vorgesehen oder optional möglich.
und Anmeldung: deutsche-bildung.provinz.bz.it
20. März 2026 über das Onlineformular erfolgen. Die Startplätze sind begrenzt, deshalb erhöht eine frühe Anmeldung die Chancen auf deine Teilnahme. Die Sieger*innen der jeweiligen Kategorien können unser Land beim Finale des Bundesredewettbewerbs in Österreich vertreten. Der Redewettbewerb wird in Zusammenarbeit zwischen dem Landesamt für Jugendarbeit, der Deutschen Bildungsdirektion und dem Südtiroler Jugendring ausgetragen.

Workshop-Themen im Überblick:
• Die Workshops zum Thema Gewalt vermitteln Jugendlichen das Recht auf körperliche Unversehrtheit sowie die Wahrnehmung und Kommunikation persönlicher Grenzen und stärken das Körper- und Selbstwertgefühl.
• Geschlechtsspezifische Angebote für Jungs* bieten einen geschützten Raum, um über Pubertät, Körperwahrnehmung, Hygiene, Lust und Geschlechterrollen zu sprechen und ein positives Körperbewusstsein zu entwickeln.
• Workshops zu Sexualität & Medien behandeln (un)gesunde Beziehungen, Konsens, Körpervielfalt und den Einfluss von Körpernormen. Sie bieten altersgerechten Raum für kritischen Dialog über Pornografie und digitale Erfahrungen.
• Die allgemeinen Workshops zu Sexualität, Pubertät & Beziehungen ermöglichen spielerisch das Erkunden von Körperwissen, Verhütung, Krankheiten, Beziehungen sowie Vielfalt von Familien- und Geschlechteridentitäten, fördern Selbstbewusstsein und sensibilisieren für gesunde Beziehungen.
• Die Zyklusshow für Mädchen* schafft einen sicheren Raum, um den Menstruationszyklus zu erklären und einen positiven Zugang zum eigenen Körper zu stärken.
Weitere Infos zu den Workshops: netz.bz.it

Mobbing ist kein Randphänomen: Es passiert überall – in Schulen, Vereinen, am Arbeitsplatz und im digitalen Raum. Es betrifft Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen und hinterlässt oft tiefe seelische Spuren. Viele Jugendliche berichten im Alltag immer wieder von Demütigung, Ausgrenzung oder digitaler Gewalt – ein Thema, dem die Jugendarbeiter*innen des Jugendtreffs Partschins INSIDE EO regelmäßig begegnen. Seit Herbst arbeitet das Team intensiv an einer Kampagne, um diesem Problem gemeinsam entgegenzutreten. In dieser Zeit konnten bereits fast 30 Partner*innen aus dem gesamten Gemeindegebiet gewonnen werden, die sich aktiv für diese Aktion stark machen.
Mit der neuen, langfristig angelegten Anti-Mobbing-Kampagne unter dem Motto #GemeinsamStarkGegenMobbing möchten die Initiator*innen nun ein deutliches und sichtbares Zeichen setzen: Mobbing hat in unserer Gemeinschaft keinen Platz. Der Leitgedanke eines afrikanischen Sprichworts – „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ – unterstreicht, wie wichtig Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und verantwortungsvolles Miteinander sind.
Warum diese Kampagne wichtig ist Mobbing entsteht selten allein zwischen zwei Menschen – es ist ein soziales Geschehen. Zu häufig schauen viele einfach nur zu. Genau dieses Wegsehen nährt Mobbing. Die Kampagne zielt daher darauf ab, nicht nur Betroffene oder Täter*innen anzusprechen, sondern die gesamte Gemeinschaft zu erreichen, zu sensibilisieren und zum Handeln zu motivieren.
Die Erfahrungen aus der täglichen Arbeit im Jugendtreff zeigen: Kinder und Jugendliche brauchen ein Umfeld, das sie stärkt und schützt. Wenn Erwachsene und Organisationen Haltung zeigen, lernen junge Menschen, dass:
• sie füreinander da sind,
• jede Stimme zählt,
• es Stärke bedeutet, für andere einzustehen.
Ziele der Kampagne
Die Anti-Mobbing-Initiative verfolgt mehrere klare Ziele:
• Bewusstsein schaffen: Mobbing betrifft uns alle.
• Haltung zeigen: Jede und jeder kann aktiv ein Zeichen setzen.
• Zusammenhalt fördern: Vereine, Betriebe und Institutionen stehen gemeinsam für Respekt.
• Vorbildwirkung stärken: Vorleben sozialer Werte schafft nachhaltige Wirkung.
• Thema sichtbar halten: Durch regelmäßige Aktionen und Beiträge wird das Anliegen präsent und lebendig gehalten.
So läuft die Kampagne ab 1. Auftaktvideo des Jugendtreffs
Der INSIDE EO-Jugendtreff produziert ein Einführungsvideo mit der Kernbotschaft: warum wir gemeinsam Nein zu Mobbing sagen, welche Erfahrungen aus der Jugendarbeit den Anstoß gegeben haben und was Zusammenhalt bedeutet. Dieses Video wird mit dem offiziellen Hashtag #GemeinsamStarkGegenMobbing veröffentlicht.
2. Beteiligung von Vereinen und Betrieben
Alle Vereine, Betriebe und Organisationen in Partschins sind eingeladen, ein kurzes, eigenes Video zu gestalten. Die Beiträge enthalten jeweils eine eindeutige Botschaft gegen Mobbing und für ein respektvolles Miteinander. Nach Sichtung und Abstimmung durch den Jugendtreff werden die Videos wöchentlich veröffentlicht.
3. Weiter sichtbare Präsenz
Mit einem durchdachten Veröffentlichungsplan gehen kontinuierlich zwei Beiträge pro Woche online – über mehrere Wochen oder Monate hinweg – und schaffen so eine nachhaltige Wahrnehmung des Themas.
4. Abschlussaktion
Am Ende der Kampagne wird im Gemeindegebiet eine große, gut sichtbare Wand oder Mauer mit dem Slogan „Nein zu Mobbing“ gestaltet. Dieses Kunstwerk soll als dauerhafte Erinnerung dienen, dass der erste Schritt zu einem respektvollen Miteinander bei jedem Einzelnen anfängt.
Die Kampagne ist mehr als bloße Öffentlichkeitsarbeit: Sie ist gelebte soziale Bildungsarbeit. Sie fördert Empathie, soziale Kompetenz und Zivilcourage – wichtige Bausteine für ein gesundes und respektvolles Zusammenleben.


Ganzer Rückblick: Rückblick: 2025 – Ein Jahr, das verbindet und bewegt
Ganzer Rückblick:













Weitere Infos in der Weiterbildungsbroschüre des Jukas. Die Broschüre ist erhältlich beim: Amt für Jugendarbeit
Andreas-Hofer-Straße 18 I-39100 Bozen T +39 0471 413370 Jugendarbeit@provinz.bz.it
Jugendhaus Kassianeum Jukas Brunogasse 2 I-39042 Brixen T +39 0472 279923 bildung@jukas.net
Alle Seminare finden – sofern nicht anders angegeben – im Jugendhaus Kassianeum in Brixen statt und können einzeln besucht werden.
Digitaler Antifeminismus & wie wir damit umgehen können. Seminar
Ziel und Inhalt: In diesem Seminar setzen wir uns mit aktuellen Formen von Antifeminismus in der Jugendarbeit auseinander. Im Zentrum stehen sogenannte „toxische Influencer(*innen)“, die über soziale Medien gezielt antifeministische Inhalte verbreiten und damit insbesondere bei Jugendlichen Aufmerksamkeit und Zustimmung gewinnen. Ihre Botschaften reichen von sexistischen Aussagen und verfestigten Geschlechtermythen bis hin zu offenen Aufrufen zu Hass und Gewalt. Wir werfen auch einen Blick auf gängige Geschlechtervorstellungen –insbesondere auf Männlichkeitsbilder – die in diesen Erzählungen häufig idealisiert werden und Jugendliche in ihrer Selbstfindung beeinflussen können. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf der praktischen pädagogischen Arbeit: Wir stellen Methoden vor und entwickeln Ansätze, mit denen Fachkräfte die Themen aufgreifen und vermitteln können.
„Selbst schuld“?!
Diskriminierung aufgrund von Armut erkennen & begegnen. Seminar
Ziel und Inhalt: In diesem Sensibilisierungsseminar setzen wir uns mit dem Thema Klassismus auseinander: Mit Vorurteilen und Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft. Vor allem in der Jugend- und Sozialarbeit haben Mitarbeiter*innen mit armutsbetroffenen Kindern und Jugendlichen zu tun. Wir beleuchten, wie sich Klassismus in der Gesellschaft und speziell in der Arbeit mit jungen Menschen äußern kann. Durch Übungen, Fallbeispiele und Diskussionen schulen wir den Blick dafür, Klassismus zu erkennen und ihm entgegenzuwirken. Ziel ist es, die Teilnehmenden für die Thematik zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um benachteiligende Strukturen abzubauen.
Für die Teilnahme an Aus- und Weiterbildungsseminaren haben haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Jugendarbeit in Tirol die Möglichkeit, in der Abteilung Gesellschaft und Arbeit um eine finanzielle Unterstützung anzusuchen.
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen der Jugendarbeit, Erzieher*innen, (Sozial) Pädagog*innen, Sozialassistent*innen, Lehrpersonen, Leiter*innen von Jugendgruppen und weitere Multiplikator*innen
Zeit: Montag, 20. April 26, 9.30 – 12.30 und 14 – 18 Uhr
Dienstag, 21. April 26, 9 – 12.30 und 14 – 17.30 Uhr
Beitrag: 300 Euro inkl. 22 % MwSt. (270 Euro Frühbucher bis 15.01.26)
Referent: Alexander Moschitz, Graz. Arbeitet am Institut für Männerund Geschlechterforschung und in der Fachstelle für Burschenarbeit im VMG (Verein für Männer- und Geschlechterthemen); BA Soziale Arbeit, aktuell Masterstudium Gender Studies
Anmeldeschluss: Montag, 6. April 26
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit, Erzieher*innen, (Sozial)Pädagog*innen, Sozialassistent*innen, Lehrpersonen, Leiter*innen von Jugendgruppen und weitere Multiplikator*innen Zeit: Donnerstag, 23. April 26, 9 – 12.30 und 14 – 17.30 Uhr Beitrag: 165 Euro inkl. 22 % MwSt. (148,50 Euro Frühbucher bis 15.01.26) Referent: Alexander Moschitz, Graz. Arbeitet am Institut für Männerund Geschlechterforschung und in der Fachstelle für Burschenarbeit im VMG (Verein für Männer- und Geschlechterthemen); BA Soziale Arbeit, aktuell Masterstudium Gender Studies
Anmeldeschluss: Donnerstag, 9. April 26
Basisseminar für Betreuer*innen von Angeboten für Kinder und Jugendliche
Ziel und Inhalt: Der Sommer steht vor der Tür – bald heißt es, Kinder und Jugendliche mit spannenden Angeboten durch die Sommerwochen zu (beg)leiten. In diesem Basisseminar erhältst Du grundlegende Infos und spritzige Ideen, um Sommerferienprogramme gut betreuen zu können. Inhalte:
» Pädagogisches Grundwissen zu den unterschiedlichen Zielgruppen (Kindergartenkinder, Grund- und Mittelschüler*innen): Verhalten und Bedürfnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten
» Kommunikation nach innen und außen: im Team, mit den Kindern, mit den Eltern und Netzwerkpartner*innen
» Beziehung zu den Eltern aufbauen und pflegen
» Gruppendynamiken erkennen und gestalten
» Umgang mit Konfliktsituationen
» Spiel & Spaß: Gruppenspiele und Übungen für Klein & Groß – Spiele anleiten und abwandeln
» Wo finde ich weitere Spiel- und Bastelideen? Wie kann ich didaktische Materialien verwenden und einsetzen?
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen und Gruppenleiter*innen von Sommerferienprogrammen für Kinder und Jugendliche, Programmverantwortliche der Sommerbetreuungsorganisationen und alle Interessierten
Zeit: Samstag, 16. Mai 26, 9 – 12.30 und 14 – 17.30 Uhr
Beitrag: 135 Euro inkl. 22 % MwSt.
Referent: Hannes Waldner, Meran. MA Game Studies, Wildnis-, Spielund Medienpädagoge, Facilitator, Trainer, Game- und ExperienceDesigner
Anmeldeschluss: Montag, 4. Mai 26
Extremismus im Jugendkontext erkennen & verstehen. Seminar
Ziel und Inhalt: Ob in Musik, Memes, Chatgruppen oder Kleidungsstilen
– extremistische Inhalte finden längst Wege in den Alltag junger Menschen. Dieses Seminar beschäftigt sich mit den wichtigsten Grundlagen zu politischen und religiösen Extremismen und geht der Frage nach, warum junge Menschen die Nähe zu extremen Ideologien suchen. Inhalte:
» Definitionen, Merkmale, Rekrutierungsstrategien sowie extremistische Ausdrucksformen in Jugendkulturen
» Was bringt Menschen zum Extremismus und was hält sie dort?
» Welche Rolle spielen dabei Identität, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und die Suche nach Sinn?
» Pädagogische Praxis und ihre Grenzen im Umgang mit betroffenen Jugendlichen anhand von Fallbeispielen
Ziel ist die Sensibilisierung für verschiedene Formen von Extremismus, die Vermittlung eines vertieften Verständnisses für Radikalisierungsprozesse junger Menschen sowie die Stärkung eines alltagsnahen Umgangs mit extremistischen Äußerungen und Haltungen.
Zielgruppe: Empfohlen für Teilnehmer*innen der Bildungsreise „Demokratiebildung baut Brücken“ im Mai 2026; Mitarbeiter*innen der Jugend- und Sozialarbeit, Erzieher*innen, (Sozial)Pädagog*innen, Sozialassistent*innen, Lehrpersonen und weitere Multiplikator*innen aus pädagogischen und sozialen Berufen, Eltern und Interessierte
Zeit: Mittwoch, 15. April 26, 9 – 12.30 und von 14 – 17.30 Uhr
Beitrag: 150 Euro inkl. 22 % MwSt.
75 Euro für Teilnehmer*innen der Bildungsreise in die Schweiz Referenten: Simon Klingseis, Innsbruck. Teamleitung für die SCHUSO –Schulsozialarbeit Tirol, Master in Politische Bildung, Bachelor in Soziale Arbeit und Politikwissenschaften, Referent des Workshops „preVent –Fanatisierung und Extremismusprävention“
Lukas Schwienbacher, Bozen. Bildungs- und Erziehungswissenschaftler, Suchtberater, Mediator und Konfliktberater, langjährige Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit, Ausbildung „Gatekeeper der Suizidprävention“, Koordinator der Fachstelle Gewaltprävention im Forum Prävention – Bozen
Anmeldeschluss: Mittwoch, 1. April 26
Begegnung mit dem Eigenen und dem Anderen. Seminar
Ziel und Inhalt: Die Lebenswelten von jungen Menschen mit migrantischen Hintergründen sind vielfältig. Sie weisen differenziertes Alltagsbewusstsein, unterschiedliche Lebensziele und Zukunftserwartungen auf. Gerade in den Bereichen Geschlechterrollen, Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung wird das besonders deutlich. Die sexualpädagogische Praxis ist häufig von kultureller Vielfalt durchdrungen. Es bedarf somit einer kenntnisreichen Auseinandersetzung mit dem Anderen und dem Eigenen. Das Seminar bietet Raum für Reflexion, meidet nicht „heiße Eisen“ wie z. B. Beschneidung, Homofeindlichkeit, Jungfräulichkeitsgebote und sucht nach Möglichkeiten, die oft schwierige Balance von sexualpädagogischer Nähe und Distanz im interkulturellen Kontext zu gestalten. Die Themenfelder wie Intersektionalität, sexuelle Identität und Scham ohne Beschämung werden in Zentrum des Seminars stehen. Das Seminar richtet sich ebenso an sexualpädagogisch erfahrene Fachkräfte, die sich eine Reflexion ihrer Praxis und ein Wissens-Update wünschen, wie auch an Neueinsteiger*innen in diesem Feld.
Online Informationskurs
Ziel und Inhalt: Notfälle bei Kindern sind eine besondere Herausforderung. Dieser Kurs vermittelt ein Basiswissen zur Ersten Hilfe. Er ist also für all jene wichtig, die Kinder betreuen und begleiten oder selbst Kinder haben.
In der Weiterbildung werden folgende Themen behandelt:
» Wichtigste Ursachen von Kindernotfällen
» Prävention
» Vitalfunktionen
» Rettungskette
» Bewusstlosigkeit
» Verlegung der Atemwege
» Krankheitsbilder im Kindesalter wie Fieberkrämpfe, Meningitis, Atemnot, Asthma, Insektenstiche und allergische Reaktionen, Vergiftungen, Kopfverletzungen, Knochenbrüche, Zahnverletzungen, Wunden und Abschürfungen, Verbrennungen/Verbrühungen, Sonnenbrand/Sonnenstich, Nasenbluten, Zeckenstiche
Zielgruppe: Fachkräfte, die in ihrer pädagogischen oder beraterischen Arbeit mit Fragen der Sexualität von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen konfrontiert sind, d. h. Mitarbeiter*innen der Jugend- und Sozialarbeit, des Gesundheitswesens, Lehrpersonen, Psycholog*innen und Menschen in ähnlichen Berufsfeldern
Zeit: Mittwoch, 29. April 26, 9 – 12.30 und 14 – 17.30 Uhr
Donnerstag, 30. April 26, 9 – 12.30 und 14 – 17.30 Uhr
Beitrag: 280 Euro inkl. 22 % MwSt. (252 Euro Frühbucher bis 15.01.26)
Referentin: Lucyna Wronska, Berlin. Diplompsychologin und Psychotherapeutin, Dozentin des Instituts für Sexualpädagogik. Ausbildungen in Gesprächspsychotherapie, Sexual- und Partnertherapie, Traumatherapie Anmeldeschluss: Mittwoch, 15. April 26
Da bei diesem Kurs keine praktischen Übungen durchgeführt werden, erhält man eine Teilnahmebestätigung, aber kein Zertifikat.
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen von Sommerferienprogrammen für Kinder und Jugendliche, Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendarbeit, Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen, Mitarbeiter*innen von ElternKind-Zentren, Kindergartenpersonal, Lehrpersonen, Gruppenleiter*innen, Multiplikator*innen aus pädagogischen und sozialen Berufen, Eltern und alle Interessierten
Zeit: Dienstag, 26. Mai 26, 17 – 20 Uhr Ort: online über das Videokonferenzprogramm zoom
Beitrag: 40 Euro inkl. 22 % MwSt.
Referent: Ausbilder des Landesrettungsvereins Weißes Kreuz
Anmeldeschluss: Dienstag, 19. Mai 26

Madu Alber ist seit August 2025 Teil der Fachstelle Gewaltprävention im Forum Prävention. Als interdisziplinär geschulte Fachkraft mit Studien in Internationaler Gerechtigkeit und Psychologie der Bildung bringt Madu eine machtkritische und vorurteilsbewusste Perspektive in die Präventionsarbeit ein. Madus inhaltliche Schwerpunkte sind Gewalt- und Extremismusprävention, Diskriminierung und Rassismus sowie Schutzkonzepte und Awarenessprozesse. Besonders motiviert ist Madu, Selbstbestimmung, gemeinschaftliche Fürsorge und strukturellen Wandel kontextbezogen und partizipativ zu fördern.
Jugenddienst Gadertal

Julia Fistill arbeitet seit Dezember 2025 beim Jugenddienst Gadertal. Nach vielen Jahren wieder nach Hause zurückzukehren und beim Jugenddienst arbeiten zu können, gibt ihr die Möglichkeit, ihr Studium mit ihren bisherigen Erfahrungen im Ehrenamt sowie in der Jugend- und Kulturarbeit zu verbinden. Dadurch entsteht für sie eine spannende und bereichernde Kombination. Sie freut sich sehr auf diese neue Aufgabe und hofft, dass alles gut gelingt.
Jugenddienst Lana-Tisens

Nicole Bamhackl ist ausgebildete Sozialpädagogin. Nach drei Jahren in der offenen Jugendarbeit im Jugendzentrum Fly in Leifers ist sie seit April 2025 im Forum Prävention tätig. Dort arbeitet sie in der Fachstelle Suchtprävention mit Schwerpunkt auf den Bereich digitale Lebenswelten. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Projektbegleitung des Smartphone-Führerscheins für Südtiroler Mittelschulen sowie Konzeptarbeit rund um das Thema Medienkompetenz.

Noemi Cassar Franceschini ist seit Jänner 2026 als Mutterschaftsersatz im Netz – Offene Jugendarbeit. Seit 2007 ist sie zuerst als Mitglied, später als Leiterin ehrenamtlich bei den Pfadfindern in Eppan und seit 2024 als Vorstandsvorsitzende im Jugenddienst Überetsch tätig. Im März 2025 hat sie ihr Studium der Sozialarbeit an der Freien Universität Bozen abgeschlossen sowie im Herbst das Staatsexamen für Sozialassistent*innen in Trient absolviert. Noemi freut sich auf diese neue Herausforderung, neue Gesichter und spannende, abwechslungsreiche Tätigkeiten als Jugendcoach.
Claudia Braun ist Sozialpädagogin und findet, dass die Arbeit mit und um Jugendliche eine bedeutende, sinnvolle und erfüllende Aufgabe ist. Sie freut sich schon, junge Erwachsene im Jugenddienst auf ihrem Weg zu begleiten.

Damian Psenner ist seit September 2025 Teammitglied im JuZe Naturns. Als Quereinsteiger in die Jugendarbeit ist er für den Skatepark, die Proberäume, vor allem für das Jugendzentrum in Naturns und zwischenzeitlich das Jugendzentrum Kosmo in Plaus zuständig. Hierbei kann er sein persön liches Interesse für Spiele jedweder Form einbringen. Die Abwechslung, die Nieder schwelligkeit und die Herausforderungen im Jugendzentrum sind für ihn eine gute Basis, authentisch für die Jugendlichen ein offenes Ohr und Gesprächspartner zu sein.


Im November 2025 fing Magdalena Stocker als neue Mitarbeiterin des Jugenddienstes an. Sie arbeitet gerne mit Kindern und Jugendlichen und bringt entsprechende Erfahrung mit. Als Ministrantenleiterin ist sie mit den Strukturen und Abläufen der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit gut vertraut. Für Fragen, Anliegen oder neue Ideen steht sie als Ansprechpartnerin zur Verfügung und ist offen für den Austausch.
Südtirols Katholische Jugend

Seit Oktober 2025 ist Jana Köbe als Pressereferentin im Büro der SKJ aktiv. Die gelernte Grafikerin kümmert sich um den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und gestaltet unter anderem die Jugendseite klar.text in der Tageszeitung Dolomiten, verwaltet die Vereinszeitschrift SKJinfos, schreibt Pressemitteilungen und gestaltet Flyer und Drucksorten. Außerdem wird sie die Präsenz des Vereins in den sozialen Medien stärken, die Webseite aktuell halten und bei unterschiedlichen Projekten mitwirken. Mit viel Motivation startet Jana in diese neue Aufgabe und freut sich darauf, sich einzubringen, Neues zu lernen und viele wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Südtiroler Jugendring
Maria Lisa Maffei ist seit Februar 2026 Teil des Südtiroler Jugendrings. Beruflich war sie bisher vor allem in der Landesverwaltung tätig, insbesondere im Bereich „Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit“. Beim Südtiroler Jugendring arbeitet sie nun in der Abteilung „Qualitätssicherung“. Zu ihren Hauptaufgaben gehören u.a. die Begleitung der Mitgliedsorganisationen in ihren Qualitätsentwicklungsprozessen sowie die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit. Sie ist sehr neugierig, motiviert und ebenso bereit, durch einen offenen und konstruktiven Austausch viel Neues zu lernen.
Jugenddienst Unteres Pustertal


seit Januar 2026 als Jugendarbeiterin im Jugenddienst tätig. Sie freut sich auf neue Erfahrungen, spannende Aktivitäten und spaßige Momente.


Elisa Stauder kommt aus Völs am Schlern und ist eine neue Mitarbeiterin beim Jugenddienst Unteres Eisacktal. Nebenbei studiert sie zurzeit noch Erziehungswissenschaft an der Universität Innsbruck und macht im Sommer ihren Abschluss. Nachdem sie sich Einiges an theoretischem Wissen aneignen konnte, freut sie sich umso mehr auf Praxiserfahrungen. Es liegt ihr besonders am Herzen, dass sich junge Menschen erst genommen fühlen und Raum haben, ihre Stärken zu entdecken und Gemeinschaft zu erleben. Sie ist die Ansprechperson für die Jugendarbeit in den Gemeinden Villanders und Villnöss und freut sich auf tolle Momente, gemeinsame Aktivitäten, spannende Projekte und viel Spaß.
Nach fünf Jahren beim Jugenddienst Brixen freut sich Mike Werner auf eine neue Herausforderung beim Jugenddienst Unteres Eisacktal. Sein Ziel ist, stets die Potentiale junger Menschen zu fördern und sie in ihrer Entwicklung zu stärken. Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft, in der Jugendliche neue Hobbys und Talente für sich entdecken können. Mike ist für die Gemeinde Klausen und Gufidaun sowie für die Gemeinde Lajen zuständig. Er freut sich jetzt schon auf die aktionsreichen Sommerwochen und darauf, die Jugendlichen vor Ort zu begleiten.

Nadia Micheli ergänzt seit Januar 2026 das Team im Jugenddienst. Als zweifache Mutter bringt sie nicht nur eine natürliche Nähe zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen mit, sondern auch eine lebenslange Leidenschaft für das Backen, Basteln und gemeinsame Spielen. Ursprünglich hat sie eine kaufmännische Ausbildung und war viele Jahre bei einem Steuerberater tätig, danach als selbstständige Unternehmerin und am Ende in der Gastronomie. Dies qualifiziert sie neben der offenen Jugendarbeit in Jugendräumen auch dazu, das Verwaltungstechnische zu übernehmen.
Franziska Kaser hat die Matura absolviert und anschließend ein Jahr lang gearbeitet. In dieser Zeit wurde ihr klar, dass sie gerne mit Menschen arbeiten möchte. Daher entschloss sie sich, die Ausbildung zur Sozialbetreuerin zu beginnen. Zusätzlich ist sie
Verena Clara Spilker ist seit November 2025 Jugendreferentin bei Kolping. Ihre Begeisterung für die Berge führte sie als Landschaftsökologin nach Südtirol. Hier verbindet sie ihr Engagement für Umweltschutz und ein lebendiges Miteinander mit dialogischer Erfahrung und Kreativität. Verena freut sich auf Co-Kreation, das Zusammenspiel von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven. So entstehen Räume, in denen gemeinsam gedacht, erlebt und ausprobiert wird – Orte, an denen junge Menschen ihr Potenzial entfalten und die Welt aktiv mitgestalten können, mit Leichtigkeit und Lebensfreude.

Österreichische Post AG MZ 02Z030010 M
Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Gesellschaft und Arbeit, Meinhardstraße 16, 6020 Innsbruck
BERATUNG
Young+Direct
Johann-Wolfgang-von-Goethe-Str. 42, Bozen online@young-direct.it
Jugendtelefon: +39 0471 155 155 1 WhatsApp: +39 345 0817 056 Skype: young.direct Facebook: Young+Direct Beratung Consulenza Instagram: younganddirect
Lebenshilfe Onlus
Angebote für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung
Galileo-Galilei-Straße 4c, Bozen
Sexualpädagogische Beratung
T +39 0471 062501
M +39 348 8817350
s.beratung@lebenshilfe.it

JugendCoachingGiovani
Goethestraße 42, Bozen | T +39 324 778 1356 coaching@netz.bz.it | www.netz.bz.it
Youth Info
Infogay linfogay@centaurus.org | T +39 0471 976342
Lesbianline lesbianline@centaurus.org | T +39 0471 976342 (jeder 1. Donnerstag im Monat 20–22 Uhr)
Forum Prävention
Talfergasse 4, Bozen | T +39 0471 324801 info@forum-p.it | www.forum-p.it
infes – Fachstelle für Essstörungen
Talfergasse 4, Bozen | T +39 0471 970039 info@infes.it | www.infes.it (Beratung nach vorheriger Terminvereinbarung)
Kinder- und Jugendanwaltschaft
Garante per l’infanzia e l’adolescenza
Garant per la nfanzia y l’adolescënza Cavourstraße 23c, Bozen T +39 0471 946050 info@kinder-jugendanwaltschaft-bz.org www.kinder-jugendanwaltschaft-bz.org
Elterntelefon
Grüne Nummer: 800 892 829
Anrufzeiten:
Mo–Sa 9.30–12 Uhr
Mo–Fr 17.30–19.30 Uhr www.elterntelefon.it
Beratungsstelle COURAGE
Salurner Straße 15, Innsbruck
Mo + Mi + Do, 17–20 Uhr T +43 699 16616663 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at
Drogenarbeit Z6
Jugenddrogenberatung

Dreiheiligenstraße 9, Innsbruck
Di–Do 14–16 Uhr und Do 18–20 Uhr sowie Termine nach telefonischer Vereinbarung
T +43 699 13143316 zentrale@drogenarbeitz6.at www.drogenarbeitz6.at
Onlineberatung: www.onlinedrogenberatung.at

kontakt+co
Suchtprävention Jugendrotkreuz
Bürgerstraße 18, Innsbruck
Mo–Do 8–16 Uhr | T +43 512 585730 office@kontaktco.at | www.kontaktco.at
Meraner Straße 5, Innsbruck
T +43 512 508 3792
Whatsapp +43 676 88 508 3792 kija@tirol.gv.at | www.kija.tirol
INFORMATION
Weggensteinstraße 2D, Bozen info@youth-info.it
Instagram und TikTok: youthapp_
BILDUNG
Jugendhaus Kassianeum Brunogasse 2, Brixen T +39 0472 279923 bildung@jukas.net www.jukas.net
Amt für Jugendarbeit
Andreas-Hofer-Straße 18, Bozen
T +39 0471 413370/71 jugendarbeit@provinz.bz.it www.provinz.bz.it/kulturabteilung/jugendarbeit Europäisches Solidaritätskorps
T +30 0471 413378 | katalin.szabo@provinz.bz.it
Interkulturelle Arbeit
T +39 0471 413373
Abdelouahed.ElAbchi@provinz.bz.it
Amt Freiwilligenwesen und Solidarität
Rittner Straße 33/b, Bozen
T +39 0471 416540 freiwilligenwesen@provinz.bz.it
Abteilung Gesellschaft und Arbeit
Die Abteilung Gesellschaft und Arbeit ist Ansprechpartner für die Themen Arbeitsmarktförderung, Diversität (Integration und Gleichstellung), Generationen, Jugend und Angelegenheiten der Gewaltprävention.
Meinhardstraße 16, Innsbruck
T +43 512 508 80 7804 gesellschaft.arbeit@tirol.gv.at www.tirol.gv.at/gesellschaft-und-arbeit
InfoEck der Generationen
Informationsstelle für Jugendliche, Familien und SeniorInnen
Regionalstelle Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps
Bozner Platz 5, Innsbruck | T +43 800 800 508 infoeck@tirol.gv.at | www.tirol.gv.at/infoeck