Zur Unterstützung des Internationalen Tags des Immateriellen Kulturerbes
Immaterielles Kulturerbe
GEMEINSAM FÜR DAS IMMATERIELLE KULTURERBE DER UNESCO Der Alpenverein Südtirol (AVS) begrüßt die Anerkennung des Alpinismus als immaterielles Kulturerbe. Ein Titel allein jedoch vermag keine Bergkultur zu bewahren. Ihre Substanz liegt in den gelebten Werten, ihrer Authentizität und im verantwortungsvollen Umgang mit dem alpinen Raum. Welterbe darf deshalb nicht zum bloßen Marketingetikett verkommen. Es muss vielmehr Auftrag sein, den Alpinismus in seinem eigentlichen Wesen, seiner kulturellen Identität und seiner gewachsenen Tradition zu schützen. Für diese Werte steht der AVS und mehr als 80.000 Mitglieder in Südtirol tragen dieses Bekenntnis mit. Peter Righi, Referatsleiter für Kultur im AVS
Die UNESCO hat uns mit der Anerkennung der Transhumanz eine Vision und einen Auftrag mitgegeben: Achtsam zu werden für die Bedürfnisse der Wissensträger des Immateriellen Kulturerbes. Das bringt uns weiter. Peter Grüner, Bürgermeister der Gemeinde Schnals und Vorsitzender des Trägervereins von campus transhumanza
Wer die traditionelle Bewässerung durch Waale näher kennenlernt, mit ihrem ausgeklügelten Verteilungssystem der „Road“ und dem großen Einsatz der Bauern und Waaler, weiß um die große landwirtschaftliche und kulturelle Bedeutung dieses Erbes. Claudia Plaikner, Obfrau Heimatpflegeverband Südtirol
Im Nationalpark Stilfserjoch begegnen sich Natur- und Kulturlandschaft. Landschaft, Wege, Waale, Trockensteinmauern und alpine Bräuche zeigen eindrucksvoll, wie Menschen diesen Lebensraum über Jahrhunderte genutzt und gestaltet haben. Der Erhalt dieser Landschafts- und Kulturgüter über Landschaftspflegebeiträge bedeutet, die Menschen zu unterstützen, welche das dafür notwendige Wissen und Können haben, dieses erhalten und in die Zukunft weitertragen. Hanspeter Gunsch, Direktor des Amtes für den Nationalpark Stilfserjoch
Seit 50 Jahren schützt der Naturpark Texelgruppe eine außergewöhnliche Natur- und Kulturlandschaft. Geprägt wird sie von Menschen die seit Jahrhunderten, die Waale betreuen, Almen bewirtschaften und sich sicher im Gebirge bewegen. Ihr Wissen verbindet Vergangenheit und Gegenwart. Doch diesen wertvollen Lebensraum verdanken wir nicht nur unseren Müttern und Vätern, sondern im Wesentlichen auch den Ziegen und Schafen – sie halten die Landschaft offen und bewahren im geführten Weidegang die hohe Biodiversität. Naturschutz gelingt am besten im Einklang mit den Menschen und ihren Tieren vor Ort. Leo Hilpold, Direktor des Amtes für Natur
Viele Waalerinnen und Waaler sehen ihre Arbeit als etwas Selbstverständliches. Dabei bewahren und leben sie Immaterielles Kulturerbe, indem sie ihr Wissen über Generationen weitergeben. Als Museum möchten wir den besonderen Wert dieser Tradition stärker ins Bewusstsein rücken. Alois Frank, Präsidenten des Vintschger Museums