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Mecklenburg-Vorpommern-Magazin 2026 (Auszug)

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MecklenburgVorpommern

EDITORIAL

Liebe Leserinnen & Leser,

dieses Magazin ist eine Einladung in den Norden der Republik. Mecklenburg-Vorpommern hat die längste und wohl schönste deutsche Ostseeküste, im Binnenland weit mehr als 1.000 Seen und an die 1.000 Schlösser und Herrenhäuser. Seit Jahren zählt das norddeutsche Bundesland zu den beliebtesten innerdeutschen Urlaubszielen.

Beim Blättern durch die 64 prall gefüllten Seiten des neuen Mecklenburg-VorpommernMagazins wird der Alltag zur Nebensache, denn die einladenden Bilder machen sofort Lust auf den nächsten Urlaub. Die mittlerweile dritte Ausgabe des Reisemagazins informiert über Jubiläen, Feste und Höhepunkte des Jahres, kombiniert mit Anregungen für lohnenswerte Aktivitäten.

Redaktionell schauen wir auf mecklenburgische Prinzessinnen, die zu Königinnen wurden, spazieren durch die Landeshauptstadt Schwerin, erkunden Rostock auf dem Wasserweg, laden in den Museumshafen Greifswald ein, besuchen Norddeutschlands größtes Weingut auf Schloss Rattey, berichten von Fahrradtouren auf dem Fischland-Darß und an der Ostseeküste, erklimmen Baumwipfelpfade, erzählen vom Urlaub auf einem Hausboot und vielem mehr.

Kultururlauber finden hier interessante Ausstellungen in Museen und Galerien sowie OpenAir-Festivals in Parkanlagen oder am Strand. Für die unterschiedlichsten Interessen gibt es Tipps aus allen Ferienregionen: von der Insel Rügen bis zur Mecklenburgischen Seenplatte. Zusätzlich haben wir vielfältige Ideen für Familien, Kulturliebhaber oder Technikfans zusammengestellt und mit einem Ausstellungs- und Veranstaltungskalender ergänzt.

Unser Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen des Magazins. Wir hoffen, Ihnen damit Inspiration für das Entdecken, Erleben und Genießen in Mecklenburg-Vorpommern zu geben.

Im Namen des gesamten Teams Iris Kupferschmied

Themen und Inhalte

Editorial 1

Mecklenburg-Vorpommern

Unkonventionell, schillernd und herzlich –Wie drei mecklenburgische Prinzessinnen zu mächtigen Königinnen wurden 6

Mehr als Meer – Neues aus dem Urlaubsland 10

Swing, Soul und Beethoven –

Die Open Airs der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 13

Auf in ein leckeres Abenteuer –Familienspaß in den Karls Erlebnis-Dörfern an der Ostsee 14 Filigranes aus der Prignitz –

Feinste Schreibgeräte mit Liebe zum Detail 16

Europas Wildnis – Buchenwälder feiern 15 Jahre Welterbetitel 52

Mit Kindern unterwegs – Tipps für Familien 56

Von Leuchttürmen, Steilküste und Bäderarchitektur –

Über den Ostseeküstenradweg nach Warnemünde 58

Klirrend kalt, aber wunderschön –Im Winterurlaub die Seele baumeln lassen 61

Schwerin und Umgebung

Alle Wege führen zum Residenzschloss –Ein Bummel durch das Schweriner Welterbe 17

Parchim jubiliert – Die Kulturstadt wird 800 Jahre alt 20 Entspannt shoppen – Das Kiesow Greif-Center 20

An der Ostseeküste

Zwischen Möwenschrei und Segeltuch –

Spritzige Touren im Rostocker Stadthafen und auf der Ostsee 22

Sehen, staunen, lernen – Tierwelten entdecken im Zoo Rostock 23

Auf dem Fahrradsattel über die Halbinsel –Mit Kindern den Darß erkunden 24

Ein Paradies für Kraniche – Europas größtes

Erlebniszentrum widmet sich dem Leben der Zugvögel 27

Kunst wird hier großgeschrieben –Ahrenshoop gilt als als lebendiger Ort der Inspiration 28

Kaleidoskop: Tipps für die Region Fischland-Darß-Zingst 29 Stein auf Stein – In der Hansestadt Stralsund des Backsteins Glanz auf der Spur 30

Perlen der Ostseeküste –Der Bernstein und die Beere des Sanddorns 32

In luftiger Höhe – Spannende Entdeckungen auf dem Baumwipfelpfad Rügen 33

Rügens ausgezeichnetes Naturwunder –

Nachhaltigkeitspreis für Nationalpark-Zentrum 34

Schoner, Schlepper und Barkassen –Hanseatisches Flair im Museumshafen in Greifswald 35

Zwei Länder auf einem Weg –Europapromenade schafft Verbindungen auf der Insel Usedom 36

Ein Erfolg der Gemeinschaft –

Schloss Stolpe empfängt Gäste wieder im Glanz früherer Zeiten 38

Theater direkt am Meer –

Chapeau Rouge an der Strandpromenade in Heringsdorf 39

Kaleidoskop: Tipps für die Insel

Müritz und Mecklenburgische Seenplatte

Mit dem Hausboot unterwegs –Ein wundervoller Tag auf einem Luxusfloß 42

Mit Fingerspitzengefühl und Erfahrung – Stefan Schmidt führt Norddeutschlands größtes Weingut auf Schloss Rattey 45 Zwischen erlesenem Kunstgenuss und rasanten Erlebnissen – Die Bergringstadt Teterow 47 Grenzenlose Wasserwege –Urlaub voller Möglichkeiten in der MüritzPlus-Region 4 8 Die Csárdásfürstin in malerischer Kulisse – Der Schlossgarten Neustrelitz verwandelt sich in eine Theaterbühne 51 Freiheit auf Zeit − Ohne Führerschein über die Mecklenburgische Seenplatte schippern 55

Mehr als Meer

NEUES AUS DEM URLAUBSLAND MECKLENBURG-VORPOMMERN

Zwischen den fast 2.000 Kilometern Ostseeküste und den funkelnden

Wassern der Seenplatte lädt Mecklenburg-Vorpommern mit Naturerlebnissen, spannenden Familienangeboten und reizenden Landschaften zu einem unvergesslichen Urlaub ein. In diesem Jahr können sich Gäste auf viel Neues vor allem rund um Kunst und Kultur freuen. Stararchitekt

Francis Kéré baut etwa im mecklenburgischen Plüschow das Museum Ehrhardt, im Pommerschen Landesmuseum startet die Galerie der Romantik in die erste Saison, im OZEANEUM in Stralsund dreht sich alles um die Wale und die Kleine Küstenfischerei wurde zum immateriellen Kulturerbe ernannt.

Neues immersives Erlebnis im OZEANEUM

Auf der Stralsunder Hafeninsel entführt am Ende des Rundgangs im OZEANEUM seit Anfang 2026 ein immersives Erlebnis in die Welt der Wale. Zu Beginn der Show tauchen Gäste nicht nur visuell, sondern auch begleitet von einer entsprechenden Klangatmosphäre hinab ins Meer. Je tiefer es unter die Wasseroberfläche geht, umso mehr nehmen die Geräusche der Außenwelt ab und die Dunkelheit zu. Es sind die tiefen Laute eines Blauwals zu hören, die immer lauter werden und körperlich zu spüren sind. Nach und nach erscheinen immer mehr Walarten und Meerestiere. Aber auch die vom Menschen verursachten Gefahren wie Unterwasserlärm werden anschaulich thematisiert und sollen zum Schutz der Meere animieren. Die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ entstand in Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace. deutsches-meeresmuseum.de/ozeaneum

Foto:
Im Staatlichen Museum der Landeshauptstadt Schwerin zählt
Oudrys Gemälde vom Panzernashorn Clara zu den absoluten Highlights.

Staatliches Museum Schwerin erstrahlt in neuem Glanz

Frisch modernisiert und im historischen Look der Bauzeit öffnete das Staatliche Museum Schwerin am 30. Oktober 2025 wieder seine Türen. In der neu inszenierten Sammlung wird Kunst aus mehreren Epochen von Cranach bis Duchamp präsentiert. Das Ausstellungskonzept wurde im Zuge der Sanierung kinderund familienfreundlicher, digitaler, interaktiver und zudem barrierefreier. Die Sammlung Marcel Duchamp beispielsweise ist mit insgesamt 91 Werken eine der größten und bedeutendsten der Welt. Als Bonbon für alle Gäste gibt es, ermöglicht durch die Dorit-&Alexander-Otto-Stiftung sowie das Land MecklenburgVorpommern, vier Jahre lang freien Eintritt. museum-schwerin.de

MV-T/Tiemann

Foto:

Das

Museum

Neuer Kunstpfad zu Edvard Munch

bildet mit seinem majestätischen Vorplatz ein beeindruckendes Ensemble.

In Warnemünde dürfen sich Kunstkenner an einem neuen Highlight erfreuen. Unter dem Titel „Edvard Munch in Warnemünde“ gibt es im gleichnamigen Ort einen neuen Kunstpfad zum Leben und Wirken des norwegischen Künstlers während der Jahre 1907 und 1908. Bei einem Spaziergang durch das Seebad können sich Interessierte sein Leben und seine Motivstandorte mittels der angebrachten Schilder an sieben Stationen und den darauf befindlichen QR-Codes für weitere Informationen erschließen. Neu ist auch eine digitale Kunstschnitzeljagd des App-Anbieters Actionbound mit dem Titel „Edvard Munch in Warnemünde – Gefühle zwischen Meer und Farben“, die sich hauptsächlich an 15- bis 20-Jährige richtet. Und wer noch mehr über Munch erfahren möchte, besucht das Edvard-Munch-Haus mit dem kürzlich sanierten Kunstgarten. edvard-munch-haus.de

Hier steht auch das Edvard-Munch-Haus.

Staatliche
Schwerin
Der Alte Strom im Seebad Warnemünde ist Teil des Edvard-Munch-Künstlerpfades.

Mecklenburg-Vorpommern

Galerie der Romantik in Greifswald erlaubt Ausblicke ins Unendliche

Seit Dezember 2025 ist die Galerie der Romantik im Pommerschen Landesmuseum in der Universitätsund Hansestadt eröffnet. Die neue Ausstellung soll Greifswald dauerhaft als Caspar-David-Friedrich-Stadt und das Pommersche Landesmuseum als kulturellen Leuchtturm der Romantik im Norden etablieren. Unter dem Titel „Ausblicke ins Unendliche“ werden Gäste in der sogenannten Kapelle zu Beginn des Rundgangs multimedial auf Friedrichs poetische Bildwelt eingestimmt. Freuen können sich Besucher zudem auf eine Installation, bei der seine Gemälde, Lichtstimmungen und Aufnahmen der Inspirationsorte miteinander verschmelzen. pommersches-landesmuseum.de

Stararchitekt Francis Kéré projektiert in Plüschow

Auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern entsteht in Plüschow in der Nähe der Welterbestadt Wismar ein neues Museum für Fotografie und zeitgenössische Kunst. Initiiert wird das Projekt von Dr. Jens Ehrhardt, dem Sohn des Künstlers Alfred Ehrhardt, sowie Elke WeichtEhrhardt. Alfred Ehrhardt (1901–1984) war einer der bedeutendsten Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Als Maler, Fotograf und Filmemacher prägte er das Kunstverständnis des 20. Jahrhunderts in Deutschland nachhaltig. Die Gestaltung des Museums steht im Einklang mit der Philosophie des Berliner Architekturbüros Kéré Architecture, eine einfache, aber hochwertige Architektur zu schaffen, die auf regionale Bautechniken Bezug nimmt und lokale Ressourcen nutzt. Bis Ende 2027 soll das Museum fertiggestellt sein. museumehrhardt.team

Traditionelle Kleine Küstenfischerei als Immaterielles Kulturerbe anerkannt

Die Traditionelle Kleine Küstenfischerei an der Ostseeküste und in den Boddengewässern Mecklenburg-Vorpommerns wurde im Frühjahr 2026 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit soll eine bessere Sichtbarkeit und der Erhalt der jahrtausendealten Kulturform erreicht werden. Die Kleine Küstenfischerei umfasst die handwerkliche Fischerei mit kleinen Booten in den küstennahen Gewässern der Ostsee und den Bodden Mecklenburg Vorpommerns. Das spezialisierte Wissen über die Ausübung dieses Kulturerbes wird über Generationen hinweg weitergegeben und gilt als identitätsstiftend. Nach Angaben des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern sind aktuell 144 Fischereibetriebe im Haupterwerb und 132 im Nebenerwerb zu verzeichnen. Aktuell gibt es in Mecklenburg-Vorpommern dreizehn eingetragene Kulturformen, darunter die Bewahrung und Nutzung der Zeesboote in der Mecklenburg-Vorpommerschen Boddenlandschaft (seit 2018) sowie die Gestaltung und traditionell handwerkliche Fertigung der Vorpommerschen Fischerteppiche (seit 2023). unesco.de

Foto: TMV/Gross

zum Residenzschloss Alle Wege führen

EIN BUMMEL DURCH DAS SCHWERINER WELTERBE

In der kleinsten Landeshauptstadt Deutschlands kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Weite Teile der City mit ihren malerischen Gassen und historischen Bauten versprühen den Charme aus Großherzogs Zeiten. Ein imposantes Residenzensemble rund um das Schweriner Märchenschloss gehört seit Mitte 2024 zum Welterbe der UNESCO.

Während für Bahnreisende der Eintritt in dieses „Freilichtmuseum“ bereits beim Aussteigen beginnt – denn der Hauptbahnhof mit seinem Fürstenzimmer ist einer von insgesamt 38 Welterbe-Stationen –, bietet der geschichts -

trächtige Marktplatz einen idealen Startpunkt für Spaziergänge und Führungen. Bevor es losgeht, kann man eben noch dem Stadtgründer „Hallo“ sagen, einem waschechten Sachsen aus dem Adelsgeschlecht der Welfen: Heinrich der Löwe verlieh Schwerin im 12. Jahrhundert das Stadtrecht und ziert bis heute das offizielle Wappen. Vor dem Rathaus erinnert ein groteskes Denkmal an den großen Fürsten. Der für seine Streiche bekannte Bildhauer Peter Lenk vom Bodensee meißelte als satirische Huldigung Heinrichs einen lachenden Löwen und mehrere entblößte Hintern.

Schwerins historisches Herz

Keine 100 Meter weiter nördlich befindet sich der Schweriner Dom, der, wie auch die Paulskirche und Schelfkirche St. Nikolai, zu den sakralen Bauten des Welterbe-Ensembles zählt. Sein Kirchturm ragt 117,50 Meter in den Himmel und ist damit der höchste in ganz Mecklenburg; 220 Stufen führen hinauf. Ein besonderer Blickfang sind die blau leuchtenden Fenster der Kathedrale, die von Günther Uecker gestaltet wurden. Der für seine Nagelkunst weltbekannte Maler soll sich seiner Schweriner Heimat zeitlebens verbunden gefühlt haben.

In der Gruft des Doms liegen Bischöfe und Herzöge; zu sehen sind beispielsweise die Sarkophage von Paul Friedrich (Mecklenburg) und seiner Frau Alexandrine von Preußen. Er war maßgeblich dafür verantwortlich, dass Schwerin in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder offizieller Amtssitz des Großherzogtums wurde. Sie, eine Tochter von Preußenkönigin Luise, fand das höfische Leben in Ludwigslust dann doch etwas verschnarcht, die dreistündigen Kutschfahrten ins kulturell-turbulente Schwerin zu strapaziös. Mit der Rückverlegung der Residenz blühte die Stadt ungemein auf, sowohl wirtschaftlich, infrastrukturell als auch städtebaulich. Edle Hoflieferanten von einst, wie die Konditorei Krefft (heute Café Prag in der Schlossstraße) oder das Weinhaus Wöhler in der Puschkinstraße, sind als Sehenswürdigkeiten ebenfalls Teil des Weltkulturerbes. Im Weinhaus erzählt man gern die Anekdote vom klugen Hans. Das war ein Pferd, das ohne Begleitung den Weg hinunter zum Pfaffenteich kannte, wo der Rotwein lagerte, dann dort einen Klaps bekam, und beladen wieder alleine heimtrabte.

Mit dem Petermännchen über den See An den Ufern des künstlich angelegten Pfaffenteiches sind gleich mehrere Welterbe-Gebäude zu entdecken, wie das Großherzogliche Amtshaus, das nach Plänen des Architekten Ludwig Bartning erbaut wurde. Oder das Arsenal von Hofbaumeister Georg Adolph Demmler, der wesentlich für den architektonischen Aufschwung Schwerins sorgte und auch beim Schloss federführend war. Die beste Aussicht hat man vom Wasser aus: In den Sommermonaten gondelt die bei Touristen beliebte Petermännchen-Fähre

über den Teich, ein Ticket für die „kleinste Kreuzfahrt der Welt“ kostete gerade einmal zwei Euro. Mit dem giftigen Fisch hat das Petermännchen übrigens nichts am Hut: Es handelt sich eher um eine beliebte Sage. Das Petermännchen soll ein kleinwüchsiger Schmied gewesen sein, der als Hofnarr verspottet wurde. Später kehrte es als guter Schlossgeist zurück und treibt seither kleine Späße. In Schwerin gibt es ihn als Lied, als Ampelmännchen, als Bier und nun sogar als Ballett, welches vom Mecklenburgischen Staatstheater Anfang 2026 uraufgeführt wurde. Das Theater am Alten Garten wird derzeit saniert. Es war einst das erste Haus Schwerins mit Elektrizität, noch vor dem Schloss. Der Komponist

Richard Wagner soll einige seiner Opernpremieren hier persönlich besucht haben. Im Palais nebenan zeigt das frisch modernisierte Museum eine der bedeutendsten Sammlungen holländisch-flämischer Malerei. Der Eintritt ist derzeit kostenfrei.

Das Residenzensemble der Großherzöge Alle Wege in der Landeshauptstadt führen gefühlt zum Residenzschloss, diesem Prunkstück, das so aussieht wie ein Traumschloss an der französischen Loire. Auf der zentralen Schlossstraße sind viele Villen in der Hand der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns. Besonders repräsentative, wie die Staatskanzlei, zählen zum Welterbe. Im Schloss, das von Architekt Demmler Mitte des 19. Jahrhunderts herrschaftlich umgebaut wurde, ist seit 1990 der Landtag untergebracht. Im Inneren gibt es auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern sagenhafte 953 Zimmer auf elf Etagen.

Im Burggarten werden Gäste mit Liebe geradezu überschüttet. Es gibt einen Liebesbaum, eine Liebesinsel und eine Liebesgrotte. Der Legende nach werden untreue Partner in der Grotte vom Petermännchen mit kleinen Steinen beworfen. Liebende sollten sich also gut überlegen, ob sie da wirklich hineingehen wollen. Politik und Fernsehen nutzen den weitläufigen Park gern für Veranstaltungen. Gerhard Schröder traf Jaques Chirac vor Jahren auf der Liebesinsel. Horst Lichter und sein „Bares für Rares“-Team haben hier bereits gedreht und der ZDF-Fernsehgarten sendet ab und an auch live von der „Schwimmenden Wiese“ im Schweriner Burgsee. schwerin.de

Von Sirko Salka

Im Schweriner Schlossgarten trifft französischer Landschaftsstil auf englische Gartenkunst. Der Pracht herzoglicher Zeiten lässt sich im Schlossmuseum nachspüren.
Foto: MV-T/Petermann Foto:

Stein auf Stein

IN DER HANSESTADT STRALSUND

DES BACKSTEINS GLANZ AUF DER SPUR

Bereits bei der Anreise beeindruckt das Panorama von Stralsund am Horizont. Die hohen mittelalterlichen Kirchen und Giebel ragen majestätisch in den Himmel und die markanten Rottöne der Backsteinbauten vor dem Strelasund vermitteln etwas Herbes, Uriges und zugleich Warmes. Die einst mächtige Hansestadt, gegründet im Jahr 1234, hat über die Jahrhunderte hinweg viel gesehen, erlebt und überlebt. Ihr Charme ist hingegen beständig: In den schmalen Gassen, auf den Plätzen der Altstadt und am Hafen können Besucher die maritime Atmosphäre genießen und noch heute der vergangenen Epoche der Hansezeit nachspüren. Die unzähligen herrschaftlichen Giebelhäuser und Sakralbauten mit ihren wunderschönen Fassaden erzählen von Handel, Seefahrt und Handwerkskunst, von Gemeinschaft und frohen Festen und von stillen Momenten der Besinnung. Bei einem Rundgang durch die Stadt bezaubert vor allem und immer wieder der spezifische rotbraune Ziegel, der einst

in einzigartiger Ästhetik und gestalterischer Vielfalt hier verbaut wurde und der alten Hafenstadt ihre unverwechselbare Aura verleiht.

Gebrannter Lehm – eindringlich schön Backstein ist das prägende Baumaterial an der Ostseeküste und heute besonders bekannt

durch den historischen gotischen Ziegelbau des 13. bis 16. Jahrhunderts. Bereits seit jener Zeit übt diese mannigfaltige Baukunst eine Faszination auf Menschen aus. Dabei führte zunächst vor allem der Mangel an Naturstein zu dem spezifischen Baustil an der Küste. Grundlage dieser Architektur sind gebrannte Lehmquader,

Das Dielenhaus in der Mühlenstraße 3 wurde in den 1970er Jahren nach historischem Vorbild restauriert.
Im 13. Jahrhundert wurde der noch heute erhaltene Stadtgrundriss erschaffen.
Foto: Christian Rödel/ Hansestadt Stralsund
Fotos: Hansestadt Stralsund

die sich recht einfach und direkt vor Ort herstellen und vielseitig einsetzen ließen. Zudem erwiesen sie sich als relativ widerstandsfähig und langlebig im rauen Ostseeklima. Aufgrund der zahlreichen prächtigen Bauten aus dem Mittelalter gehört Stralsund seit 2002 zum UNESCOWelterbe. Außerdem ist die Stadt Teil der Route der Europäischen Backsteingotik, die den Bund aus hanseatischen Zeiten wieder sichtbar macht und sieben Länder von Skandinavien bis Baltikum eint – in ihrem Streben, diese gemeinsame Architektursprache auch weiterhin erlebbar zu machen und zu bewahren.

Imposantes Ensemble

Im 13. Jahrhundert wurde der noch heute erhaltene Stadtgrundriss mit seinen Straßen, Plätzen, Klöstern, Kirchen, Bürgerhäusern und Mauern erschaffen. Die typische Backsteingotik ist allgegenwärtig und eng mit der Geschichte der Hanse verwoben. Ein Spaziergang wird hier im

Handumdrehen zu einer Zeitreise ins Mittelalter. Gleich am Alten Markt bilden die Front des Rathauses zusammen mit der Nikolaikirche eines der imposantesten Stadtbilder. Das Rathaus gehört zu den ersten und schönsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik in der Geschichte Stralsunds. Zunächst überwiegend als „Kophus“ (Kaufhaus) genutzt, befanden sich im Innenhof des Gebäudekomplexes Kramerläden und Verkaufsstände. Später wurde es dann der Sitz des Rates und ein Ort der Rechtsprechung – und auch aktuell werden hier die kommunalen Geschicke gelenkt. Die repräsentative nördliche Schmuckwand des Gebäudes, heute ein Wahrzeichen der Stadt, wurde nachträglich um 1340 errichtet und erinnert mit den Wappen von Lüneburg und Bremen an der Ostwand sowie von Hamburg, Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald an der Nordwand an die Zeit der Hanse. Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich die imposante mittelalterliche Pfarrkirche St. Nikolai.

Als dreischiffige Basilika mit Chorumgang erbaut, besitzt sie eine beeindruckende Gesamtlänge von 87 Metern. Erstmals im Stadtbuch erwähnt wird der Bau 1276. Die Helme, die einst die Türme zierten, fielen 1662 einem verheerenden Brand zum Opfer. Während heute noch eine Barockhaube den Südturm schmückt, behielt der Nordturm anschließend sein flaches Dach. Auch das Kircheninnere ist lohnenswert, fasziniert es doch durch seine reiche und farbenprächtige sowie historisch bedeutsame Ausstattung.

Allerorten erliegt man dem Charme Wo immer man in den verzweigten Gassen der Altstadt auch geht und steht, überall trifft man auf die meisterhafte Baukunst aus Backstein. Das wohl bekannteste unter den mittelalterlichen Giebelhäusern errichtete die Bürgermeisterfamilie Wulflam, ebenfalls am Alten Markt (Hausnummer 5); nachweislich vor 1358 erbaut. Mit seinen polygonen Pfeilern, dem Wechsel zwischen glasierten und unglasierten Ziegeln und den aufwändigen Schmuckformen weist der Giebel eine eindeutige Verwandtschaft mit dem Exterieur des Rathauses auf, wohl ein deutlicher Hinweis auf das Machtbewusstsein einer der führenden Ratsfamilien seiner Zeit. Heute beherbergt das Wulflamhaus ein Restaurant mit einem fantastischen Blick auf das Ensemble Rathaus und St. Nikolai.

Stralsund zeigt sich allseits als lebendiges Museum für Liebhaber dieser Bauweise im Speziellen und als Ort für Flaneure im Allgemeinen. Als Besucher kann man sich treiben lassen und im Vorbeischlendern die ehrwürdigen Dachformen, verschiedengestaltigen Treppengiebel und schön gearbeiteten Fassaden auf sich wirken lassen. Wer es etwas gezielter und detaillierter mag, dem empfiehlt sich der thematische Online-Flyer der Tourismuszentrale Stralsund. Dem Charme des Backsteins verfällt hier letztlich jeder.

stralsundtourismus.de

Auf dem Alten Markt vor dem historischen Rathaus spielt sich das gegenwärtige Leben ab.
Große Teile der einst 3.100 Meter langen Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert sind noch erhalten.
Foto: Erik Hart

Minimare in Kalkhorst – Eine Runde Familienglück

Im Entdeckerpark minimare in Kalkhorst wird Mecklenburgs Historie lebendig. An der Ostsee, zwischen Lübeck und Wismar, reisen Jung und Alt spielerisch durch die Zeit: in mittelalterliche Städte und prachtvolle Schlösser, auf Scheiterhaufen und Piratenschiffe.

Neun Themenparks bieten auf einer Fläche von drei Fußballfeldern circa 1.000 Jahre Geschichte zum Erforschen, Anfassen und Mitmachen. Über 50 detailgetreue Miniaturmodelle im Maßstab 1:25 und interaktive Spielstationen in liebevoll gestalteten Gärten und Parklandschaften machen einen Besuch für die ganze Familie zu einem erlebnisreichen Streifzug durch Jahrhunderte, und bieten gleichsam Erholung.

Dazu liefert die minimare-App fesselnde Fakten, die in keinem Reiseführer stehen, sowie ein kniffliges Quiz für schlaue Köpfe. Auf dem großen Seeräuber- und Wasserspielplatz warten Abenteuer und an heißen Tagen eine Abkühlung für die Kleinsten. Und im Igelhaus-Café kann im Anschluss an die Erkundungsreise eine Stärkung erfolgen – hier gibt es, neben diversen Getränken, selbstgebackene Kuchen und Torten sowie herzhafte Kleinigkeiten. minimare.de

Tierpark Ueckermünde – Tages-Expedition in die Welt der Fauna

Freilichtmuseum Klockenhagen –Auf Zeitreise in Mecklenburg

Mit weit schwingenden Rohrdächern, der markanten Bockwindmühle und dem lebendigen Treiben auf fünf Hektar Land öffnet das Freilichtmuseum Klockenhagen von April bis Oktober seine Pforten und lädt Besucher auf eine Zeitreise ein. Das Museumsdorf am Tor zur Halbinsel Fischland-DarßZingst versammelt über 20 historische Gebäude, zusammengetragen aus ganz Mecklenburg: alte Bauernhäuser, Scheunen, Landarbeiterkaten, Zweckbauten wie einer Stellmacherei sowie eine Kirche. Im Mittelpunkt steht das Niederdeutsche Hallenhaus, das die Baukultur der Region eindrucksvoll verkörpert. Besucher tauchen ein in das entbehrungsreiche Landleben von früher mit Ackergerätschaften und Strohbetten. Spielplätze und weitere Angebote wie eine Murmelbahn im alten Dreschkasten, Handwerksvorführungen bei Schmied und Bäcker, zahlreiche Hoftiere und wechselnde Sonderausstellungen versprechen erlebnisreiche Stunden für große und kleine Entdecker. freilichtmuseum-klockenhagen.de

Leuchtend pinke Flamingos, heulende Wölfe, majestätisch brüllende Löwen, schwarz-weiße Varis, feuerfuchsige Kleine Pandas und kesse Berberaffen sind nur einige der über 1.100 heimischen und exotischen Bewohner des Tierparks Ueckermünde. Der Zoo am Stettiner Haff ist als familienfreundliche Einrichtung zertifiziert. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die neue betretbare Wellensittich-Voliere und der bunt gestaltete Erlebnisbauernhof. In den begehbaren Bereichen wie dem Affenwald oder bei den Kattas können Besucher den Tieren sehr nah kommen und im Streichelzoo sowie im Hirschgarten darf mit dem Spezialfutter auch direkt aus der Hand gefüttert werden. Für die kleinen Gäste stehen Bollerwagen oder Hawazusis für die Wegstrecken bereit und mehrere Abenteuerspielplätze auf dem Parkgelände laden zwischendurch zum Klettern und Rumtollen ein. Zu den großen Highlights gehören die täglichen Schaufütterungen und die Lichterwanderungen in der Dämmerung. tierpark-ueckermuende.de

Foto: Georg Hundt/ Entdeckerpark minimare
Foto: Tierpark Ueckermünde
Foto: Freilichtmuseum Klockenhagen

Otto-Lilienthal-Museum in Anklam – Der Traum vom Fliegen

Das Otto-Lilienthal-Museum in Anklam versteht sich als technisches Personalmuseum für den Flugpionier, Maschinenbauingenieur und Humanisten Otto Lilienthal, der am 23. Mai 1848 in Anklam geboren wurde. Es zeigt Lilienthal im Kontext seiner Zeit und Wegbegleiter, allen voran seines jüngeren Bruders Gustav. Otto Lilienthal gilt als der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugapparat durchführte, und somit als Wegbereiter für den modernen Luftverkehr. Mit zahlreichen Modellen zu der schon sehr alten Kulturgeschichte des Menschenflugs versucht das Museum großen und kleinen Besuchern den Traum vom Fliegen plastisch darzustellen und das Gefühl vom Fliegen durch den Einsatz von selbst entwickelten Flugsimulatoren, etwa dem „Lilienthal-Cockpit“, zu vermitteln. Ein Teil der Ausstellung widmet sich Experimenten zu den physikalischen Eigenschaften der Luft und gibt in zahlreichen Selbstversuchen einen Einblick, warum es so schwer war, das Fliegen zu erfinden. lilienthal-museum.de

Marine Science Center Rostock – Wissenschaft hautnah

Das Marine Science Center Rostock wurde 2009 auf einem ehemaligen Ausflugsschiff im Yachthafen Hohe Düne als Forschungsstation der Universität eröffnet und gehört zum Institut der Biowissenschaften. Sinnessysteme, Orientierungsleistungen und kognitive Fähigkeiten im marinen Lebensraum werden hier vor allem untersucht. Neben den beiden Hauptsäulen von Forschung und Lehre hat sich die universitäre Einrichtung, quasi als „dritte Mission“, das Ziel gesetzt, die wissenschaftlichen Inhalte und die Tiere allen Interessierten näherzubringen. Vom Besucherdeck und Balkon des Institutsschiffs aus haben Groß und Klein somit die außergewöhnliche Gelegenheit, aktuelles Forschungsgeschehen und das tägliche Training mit den Robben live zu erleben. Die Experimente werden optimal vor Ort kommentiert oder mit Hilfe von Infoma -

Sommerrodelbahn und Affenwald Malchow – Hier ist was los

Der in Malchow gelegene Family-Fun-Park „Sommerrodelbahn und Affenwald“ bietet von April bis Oktober sowohl jede Menge Action am Berg als auch tierisches Vergnügen – und ist somit ein ideales Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Der Rodelspot mit einer Gesamtlänge von 800 Metern, sieben Steilkurven und sechs Schikanen sowie einem Höhenunterschied von 30 Metern verspricht ordentlich Abfahrtsspaß und Kribbeln im Bauch. 44 Rodel für Einzel- oder Doppelfahrten stehen dafür bereit. Und zu Fuß die Kuppe erklimmen muss hier niemand, denn es geht per Schlepplift hinauf. Im Anschluss an die Rodelgaudi können Besucher sich gleich nebendran in das 2,5 Hektar große Naturgehege, den Affenwald, begeben, wo sich in direktem Kontakt zu dem sympathisch-frechen Berberaffenvölkchen sicher interessante und lustige Begegnungen ereignen. sommerrodelbahn-malchow.de

terial erklärt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Tickets können direkt an der Kasse erworben werden. msc-mv.de

Foto: Wittig/ Otto-Lilienthal-Museum
Foto: J.H. /Marine Science Center
Foto: Gregor Reisch_ net-BULL media production

Perlen der Ostseeküste

DER BERNSTEIN UND DIE BEERE DES SANDDORNS

Zweifelsohne gehören sie zu den Besonderheiten und insgeheim zu den naturgegebenen Wahrzeichen der Ostseeküste: Bernstein und Sanddornbeere. Das eine ein begehrter gelbbräunlicher Schmuckstein aus fossilem Harz, einem hiesigen Naturphänomen entsprungen, das andere eine orangefarbene Strauchfrucht, der lokalen Flora zu verdanken. Ihre regionale Geltung schlug sich nicht ohne Grund jeweils in einer wertschätzenden Metapher nieder: Bernstein, das „Gold der Ostsee“ – Sanddorn, die „Zitrone des Nordens“.

Der Ostsee-Bernstein Zu einem Strandbesuch gehört die Suche nach Bernstein meist dazu. Jenes gelb-bräunlich, weiche Harz birgt Geheimnisse und hat eine lange Geschichte. Ostsee-Bernstein ist nicht irgendein Baumharz, sondern eines, das über eine Million Jahre alt ist. Viele Nadelbäume und auch einige Laubbäume produzieren Harz, etwa um Verletzungen zu schließen. Das Material ist brennbar und setzt sich aus Kohlen-, Sauer- und Wasserstoff zusammen. Bernstein ist leicht, lässt sich bohren, sägen und drechseln. Ketten, Amulette, Schatullen, Pfeifenköpfe, Dekofiguren: Es

gibt kaum etwas, was man nicht aus Bernstein herstellen könnte. Darüber informiert auch das Deutsche Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten, wo zudem eindrucksvolle Exponate zu sehen sind.

Forscher gehen davon aus, dass es einst einen Bernsteinwald mit einer speziellen Kiefernart gegeben hat. Dieser war ungefähr dort, wo heute die Ostsee ist. Das Harz dieser Kiefern oxidierte entweder im Laufe der Zeit an der Luft und zersprang oder wurde im Wasser konserviert. Meeresströmungen trieben die Harze gen Süden, lagerten sie an der Küste ab oder in Sediment-

schichten. Bereits seit dem Mittelalter wird Bernstein gefördert, etwa in der Nähe von Königsberg. Gewonnen wird es aus der sogenannten „Blauen Erde“, einer circa zehn Meter dicken Sandschicht. Die Suche nach Bernstein lohnt besonders nach stürmischen Nächten mit auflandigem Wind. Günstig ist auch eine niedrige Wassertemperatur, weil Bernsteine dann nach oben treiben. Doch Vorsicht, auch das ähnlich aussehende chemische Element Phosphor kann am Ostseestrand vorkommen.

Die Sanddornbeere

Aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts wird die Beere des Sanddorns oft auch als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet. Sanddorn-Sträucher wachsen bevorzugt in kalkhaltigen Sand- und Kiesböden von Küstenregionen und bringen von Anfang August bis Anfang Dezember die leuchtend orangefarbene Steinfrucht hervor. Wegen des sauren Geschmacks wird die Sanddornbeere meist verarbeitet verwendet, für Säfte, Marmeladen, Obstweine, Liköre und Tees, aber auch für Süßigkeiten und herzhafte Soßen. Dabei verleiht ihr fruchtig-herbes Aroma einen besonderen und unverkennbaren Geschmack. Und auch die Kerne werden zur Gewinnung von hochwertigem Öl für Hautpflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel genutzt. Der Einsatz von Sanddornbeeren ist schier unendlich und die beliebten Produkte sind an der Ostseeküste vielerorts erhältlich – und eignen sich als Mitbringsel.

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