Spotlight Koblenz | Veranstaltungen für Kinder 7 Offenes Atelier + Kunstwerk des Monats ....... 8
& Schule 9
25. Museumsnacht Koblenz ..... 20
IMPRESSUM
Herausgeber: Mittelrhein-Museum Koblenz
Konzeption: Antje Kraus
Gestaltung: Alte Limofabrik korrekt medien | Marcus Hoffstadt Alle Angaben ohne Gewähr
ABBILDUNGEN VORDERSEITE
1. Christel Hermann | kaum wahrnehmbar (zweiteilig) | 2018 | Courtesy the Artist | Repro: Christel Hermann | Kabinettausstellung | Christel Hermann. Macht der Stille
2. Forum Confluentes | 2023 | Bildrecht: Mittelrhein-Museum | Foto: Markus Ackermann
3. Heinrich Hartung IV | Markt (Detail) | 1924 | Bildrecht und Repro: Mittelrhein-Museum | Sonderausstellung | Koblenz wird modern. Die Kunst der 1920er Jahre
4. unbekannt | Brustbild eines jungen Mannes | 1. Hälfte 19. Jh. | Bildrecht und Repro: Mittelrhein-Museum | Foyerausstellung | Spotlight Koblenz. Verborgene Schätze aus dem Mittelrhein-Museum
5. Markus Matthias Krüger | Bungalows (Detail) | 2024 | VG Bild-Kunst, Bonn 2026 | Sonderausstellung | Markus Matthias Krüger. Weit draußen
6. Museum Mutter-Beethoven-Haus | 2023 | Bildrecht: Mittelrhein-Museum | Foto: Markus Ackermann
7. Francisco de Goya | Es gibt niemanden, der ihnen helfen könnte (Detail) | Blatt 60 | aus: Die Schrecken des Krieges | 1810 – 1814 | Bildrecht und Repro: Museum Zitadelle Jülich | Kabinettausstellung | Francisco de Goya. Die Schrecken des Krieges
GRUSSWORT
Den ganzen Sommer 2026 werden unsere beiden überaus erfolgreichen Sonderausstellungen Koblenz wird modern. Die Kunst der 1920er Jahre und Die Schrecken des Krieges. Francisco de Goya (1746 – 1828) noch dem Publikum offenstehen. Obwohl ein Jahrhundert die beiden ausgestellten Kunstepochen trennt, gibt es doch unterschwellige Verbindungen zwischen ihnen. Die Kunst der 1920er Jahre hat ihre Wurzeln in den gewaltigen Umbrüchen, die das Ende des Ersten Weltkriegs und der Sturz des Kaisertums mit sich brachte. Goyas Kunst hingegen verdankt sich den Umbrüchen, die von der Französische Revolution ausgingen und in deren Folge den schrecklichen Verheerungen, die die napoleonischen Kriege für die spanische Zivilbevölkerung zeitigten.
Beide Male entstand eine neue Kunst aus einer tiefen gesellschaftlichen Krise. Vielleicht ist das der Grund, warum uns die Kunstwerke in beiden Fällen so gegenwärtig erscheinen.
Am 24. September eröffnen wir dann die Einzelausstellung eines der herausragenden Landschaftsmaler unserer Gegenwart, Markus Matthias Krüger. Schon die Präsentation einzelner Werke in unserer Ausstellung Traumlandschaft – Alptraum Landschaft vor zwei Jahren sorgte für ein Aufmerken beim Publikum. Hier offenbarte sich eine außergewöhnliche Begabung, die altmeisterliche Technik und Motive mit einer ganz eigenständigen Wahrnehmung der Gegenwart verbindet.
Ganz anderer Natur ist hingegen die Kabinettausstellung, die Sie ab 23. Oktober erwartet. Seit Jahrzehnten gehört Christel Hermann zu den subtilsten
Künstlerinnen der Region. Ihre zarten Werke voll genauer Beobachtung und feinster Gestaltung im Materiellen werden von uns mit einer Ausstellung unter dem Titel Macht der Stille gewürdigt. Der Schwerpunkt wird dabei auf neuen Werken liegen, was zeigt, dass die Künstlerin sich immer weiterentwickelt.
Wie immer beschließt unsere neue Sonderausstellung im Museum Mutter-BeethovenHaus das Jahr. Diesmal widmen wir uns der scheinbar unmöglichen Paarung –Musik und Bildende Kunst. Wir fragen, wie bildende Künstler auf Musik reagieren, ob man überhaupt Musik in Bildfindungen fließen lassen kann. Die zum Teil sehr überraschenden Antworten können Sie ab 22. November im Museum Mutter-BeethovenHaus entdecken.
Bis bald im Mittelrhein-Museum und Museum Mutter-Beethoven-Haus
Matthias von der Bank
Direktor Mittelrhein-Museum und Museum Mutter-Beethoven-Haus
DAUERAUSSTELLUNG
SPAZIERGANG DURCH DIE KUNSTGESCHICHTE ÖFFENTLICHE THEMENFÜHRUNGEN MIT DIGITALER PRÄSENTATION
Das 19. Jahrhundert prägt uns bis heute. Es ist vollgestopft mit Ereignissen. Am Anfang steht Napoleon, am Ende das erste Automobil. Sein Ende hat viele Namen: Belle Époque, Fin de Siècle, Jahrhundertwende. Die Kunst explodiert in dieser Zeit: Historismus, Impressionismus, Jugendstil, Expressionismus und Kubismus. Das Ende dieses Jahrhunderts ist also einen Blick wert.
FARBE
So, 02.08.2026 | 15:00 Uhr
Kaum ein Gemälde kommt ohne Farbe aus. Wir kaufen sie heute im Baumarkt oder Künstlerbedarf. Das war nicht immer so. Unsere Führung handelt von Pinseln, Pigmenten, Farbträgern und Rakeln. Wir schauen uns die Möglichkeiten von Farbe an. Dazu gehören auch der Schatten und das Dunkle.
Bildrechte für beide Künstler: VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Markus Ackermann
DER RAUM
So, 06.09.2026 |15:00 Uhr
Die Kunstschaffenden müssen ihre Darstellungen in einen Raum einfügen. Den zu umgebenden Bereich schaffen sie selbst. Der Raum ist in der Kunstgeschichte sehr vielseitig. Ob monochrom oder überfülltes Genre. Wir betreten alle diese Räume.
RARITÄTENLADEN
So, 04.10.2026 | 15:00 Uhr
Zum dritten Mal öffnen wir unseren Raritätenladen für Sie. Wir zeigen Ihnen Kleinigkeiten und weniger Kleines aus unserem Depot. Dabei können Sie Spannendes sehen, was sonst unter Verschluss ist.
WARTEN
AUF DAS LICHT
So, 06.12.2026 l 15:00 Uhr
Der Kommerz wirft Adventszeit und Weihnachtszeit gerne durcheinander. Die Bedeutung von Advent wird oft vergessen. Die Kunst kennt viele Adventsymbole. Welche das sind und wofür eigentlich die vier Kerzen stehen, schauen wir uns an.
Konzeption, Texte und Durchführung: Peter Paul Pisters M. A.
Augustinerinnenaltar | Rheinländisch / Westfälisch / Niederländisch | Vier Tafeln aus dem Koblenzer Augustinerinnenkloster St. Barbara | um 1460/70 | Bildrecht und Repro: Mittelrhein-Museum
TAG DES OFFENEN DENKMALS PLATZ DA!
So, 13.09.2026 | 15:00 Uhr
Heute wollen wir uns mit den Koblenzer „Plätzen“ beschäftigen. Sie sind wichtiger Bestandteil der Stadt: Marktplatz, Richtplatz, Brunnenplatz. Wir betreten sie tagtäglich. Heute wollen wir die Koblenzer Plätze von einer anderen Seite kennen lernen.
Für Teilnehmer sind Museumseintritt und Führung kostenfrei.
WAS BEDEUTET EIGENTLICH
So, 01.11.2026 | 15:00 Uhr
Was muss man getan haben, um heiliggesprochen zu werden? Wir schauen uns Martyrien und Wunderheilungen an. Schon immer waren Heilige in der Kunst stark vertreten. In unserem Rundgang betrachten wir die Heiligenverehrung wie auch das berühmte Heiligenbildchen. Heute gehen wir also auf Schatzsuche.
Johannes Jakob Diezler | Blick auf Sankt Kastor und Ehrenbreitstein | 1825 | Bildrecht und Repro: Mittelrhein-Museum
SPOTLIGHT
KOBLENZ
VERBORGENE SCHÄTZE AUS DEM MITTELRHEIN-MUSEUM
Die zweimonatlich wechselnden Präsentationen im Foyer des Mittelrhein-Museums streifen mit einer Auswahl ungewöhnlicher Objekte aus den Museumsdepots die Koblenzer Kultur- und Regionalgeschichte und laden zur weiteren Erkundung des Ausstellungsprogramms ein.
SPOTLIGHT KOBLENZ ist kostenfrei zu besuchen.
JULI/ AUGUST
SEPTEMBER/ OKTOBER
HISTORISCHE MÖBEL UND IHRE BEDEUTUNG
KABINETT DER KURIOSITÄTEN
NOVEMBER/ DEZEMBER HEILIGENFIGUREN EN MINIATURE
unbekannt | Brustbild eines jungen Mannes | 1. Hälfte 19. Jh. | Bildrecht und Repro: Mittelrhein-Museum | Foyerausstellung | Spotlight Koblenz. Verborgene Schätze aus dem Mittelrhein-Museum
VERANSTALTUNGEN FÜR KINDER
BASTELN MIT KIND UND KEGEL
Workshop für Großeltern, Eltern und Kinder
Fr, 24.07. | 25.09.2026| jew. 16:00 – 18:00 Uhr
Kosten pro Bastelpaar, inkl. Museumseintritt und Materialien: 7,- €
BASTELWORKSHOP „EICHHÖRNCHEN“
Sa, 21.11.2026 | 11:00 – 14:00 Uhr
Teilnehmerzahl: max. 12
Kosten: 5,- €
WICHTELWERKSTATT ab 7 Jahre
Sa, 05.12.2026 | 11:00 – 15:00 Uhr
Teilnehmerzahl: max. 12
Kosten: 5,- €
MUSEUM MUTTER-BEETHOVEN-HAUS TÜREN AUF MIT DER MAUS!
Sa, 03.10.2026
Gruppe 1: 10:00 Uhr
Gruppe 2: 12:00 Uhr
Teilnehmerzahl: jew. 10
Museumseintritt und Veranstaltung sind für Teilnehmende kostenfrei.
Die Anmeldung erfolgt bis jeweils zwei Tage vor Veranstaltung telefonisch unter 0261 1292521 oder per E-Mail an mrm-kasse@stadt.koblenz.de.
OFFENES ATELIER + KUNSTWERK DES MONATS
Ab September startet unsere Veranstaltungsreihe OFFENES ATELIER + Kunstwerk des Monats neu! An jedem 1. Donnerstag des Monats bieten sich gleich dreierlei Möglichkeiten, sich auf das nahe Wochenende einzustimmen. Im OFFENEN ATELIER steht den Teilnehmern ein Kreativangebot zur Verfügung oder man taucht in die Betrachtung des Kunstwerks des Monats ein – oder man kombiniert beide Formate.
Gottlieb Gassen | Bildnis der Familie Gassen | 1825 – 27 | Bildrecht und Repro: Mittelrhein-Museum
MUSEUM & SCHULE
Ein zentrales Anliegen unserer museumspädagogischen Arbeit ist es, das Mittelrhein-Museum als wertvollen außerschulischen Lernort zu entdecken. Neben der Wissensvermittlung geht es in den unterschiedlichen Veranstaltungsformaten vor allem darum, den Lernenden vielfältige Erfahrungen mit Kunst aus Vergangenheit und Gegenwart zu ermöglichen. Deren methodische Verfahrensweisen beruhen auf persönlichem Austausch und gemeinschaftlicher Teilhabe, sodass die Begegnung mit dem Original als vielfach ästhetisches Erlebnis in lebendiger Erinnerung gehalten wird. Dies gelingt durch interaktive Werkgespräche und künstlerischpraktisches Arbeiten vor Ort. Wichtige Anknüpfungspunkte aller Angebote sind – neben dem Lehrplanbezug – Alltagsrelevanz und Aktualitätsbezug.
Gern ermöglichen wir individuell angepasste Ausstellungsrundgänge mit oder ohne Workshop und stehen für die Begleitung von Projekttagen zur Verfügung. Darüber hinaus richten wir uns mit vielfältigen Fortbildungen an Lehrkräfte des Unterrichtsfachs „Bildende Kunst“, um sowohl kunsthistorische als auch künstlerischpraktische Themen – in Anlehnung an unser Ausstellungsprogramm und Sammlungsprofil –inspirierend unterrichten zu können. Alle Veranstaltungen sind vom Pädagogischen Landesinstitut RLP anerkannt und finden unter Leitung von Franziska Feser, wissenschaftliche Mitarbeiterin MUSEUM & SCHULE statt.
Über alle Angebote im Bereich MUSEUM & SCHULE informiert ein eigener Newsletter. www.mittelrhein-museum.de/newsletter
Fortbildung | Vom Abbild zur Abstraktion – Malerische Abstraktionsprozesse praxisnah erproben | 2026 | Bildrecht und Repro: Mittelrhein-Museum
Fortbildungen
für Lehrkräfte
MIT DEN PÄNZ INS
MITTELRHEIN-MUSEUM? NA KLAR!
Museumsbesuche in der Grundschule –Chancen und Möglichkeiten durch die Erfahrung mit dem Original
Mi, 26.08.2026 | 10:00 – 13:00 Uhr
LEHRPLAN RELOADED
Unterrichtsinhalte des überarbeiteten
Lehrplans für die Sek. I im MittelrheinMuseum praxisnah vermitteln
Mi, 16.09.2026 | 10:00 – 17:00 Uhr
Infoveranstaltungen für Lehrkräfte
Ausstellungsrundgänge mit künstlerisch-didaktischen Impulsen
MARKUS MATTHIAS KRÜGER
Weit draußen
Do, 01.10.2026 | 15:00 – 16:00 Uhr
CHRISTEL HERMANN
Macht der Stille
Do, 29.10.2026 | 14:00 – 15:00 Uhr
Die Künstlerin ist anwesend.
Fortbildungen, Infoveranstaltungen und Museumseintritt sind für Teilnehmende kostenfrei.
KOBLENZ WIRD MODERN DIE KUNST DER 1920ER JAHRE
Bis 06.09.2026
Franz Jansen | Selbstbildnis | 1920 | Bildrecht und Repro Museum Ludwig, Köln
Die Kunstgeschichte beschreibt selten eine geradlinige Entwicklung künstlerischen Fortschritts. Die „Goldenen Zwanziger“, deren Mythos bis heute fortgeführt wird, sind gerahmt von gleich zwei Katastrophen, die die Kunstwelt auf den Kopf stellten. Der Erste Weltkrieg und die NS-Diktatur, die obendrein den Zweiten Weltkrieg entfesselte, lassen dieses Jahrzehnt trotz Hyperinflation und Weltwirtschaftskrise tatsächlich „golden“ erscheinen.
Mit Blick auf die künstlerischen Neuerungen lohnt es noch heute, ein gutes Jahrhundert später, sich näher mit den Künstlern der 1920er Jahre zu befassen. Das Ende des deutschen Kaiserreiches 1918 und der Übergang zur Weimarer Republik markierten nicht nur in der Hauptstadt Berlin, sondern auch für die Koblenzer Kunstszene einen Neubeginn. Eine junge Generation von Künstlern versuchte hier Fuß zu fassen, organisierte Ausstellungen, gründete Künstlergemeinschaften und traf sich in den Bars und Cafés der Stadt.
Die Ausstellung widmet sich eben jenen Künstlern der Moderne. Sie zeichnet ihre Entwicklung von den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, über die Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus bis zum Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg nach. Eine derart umfassende Präsentation wurde erst dadurch möglich, dass in jüngerer Zeit die Bestände des Mittelrhein-Museums durch Künstlernachlässe, Privatsammlungen sowie Einzelschenkungen und Ankäufe qualitativ und quantitativ erheblich erweitert werden konnten.
Zu sehen sind Gemälde, Druckgrafiken und Skulpturen von Hanns Altmeier, Leo Breuer, Hyacinthe Clemens, Herm Dienz, Hans Dornbach, Erich Gehre, Robert Gerstenkorn, Heinrich Gesemann, Heinrich Hartung IV, Emil van Hauth, Peter „Pitt“ Henrich, Franz M. Jansen, Carlo Mense, Alexander Mohr, Clément Moreau, Emil Müller-Ewald, Adam Münch, Oscar „Oss“ Raber, Lucia Schmidt, Hanns Sprung, William Straube, Friedrich Karl Ströher, Robert Wilms, Heinrich Zernack und Adolf Zogbaum.
Der Katalog zur Ausstellung ist für 24,50 € im Museumsshop erhältlich.
MUSEUMSNACHT KOBLENZ 2026
Kuratorinnenführung mit Dr. Claudia Heitmann Sa, 05.09.2026 | 20:00 Uhr
Die erhobene Sondergebühr von 10,- € berechtigt zum Eintritt in alle teilnehmenden Häuser.
FINISSAGE
Kuratorenführung mit Dr. Matthias von der Bank So, 06.09.2026 | 11:00 Uhr
ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
So, 19.07. | 16.08.2026 jew. 15:00 Uhr
Heinrich Hartung IV | Markt | 1924 | Bildrecht und Repro: Mittelrhein-Museum
Markus Matthias Krüger (*1981 Gardelegen) ist einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen Landschaftsmalerei in Deutschland. Er studierte zunächst Industrie-Design an der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig. Von 2005 bis 2013 studierte er schließlich Malerei bei Prof. Annette Schröter an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seitdem ist er in Leipzig tätig und beteiligt sich an Ausstellungen in ganz Deutschland. 2024 war er mit einigen Gemälden an der Themenausstellung Traumlandschaft – Alptraum Landschaft im Mittelrhein-Museum beteiligt.
Die Kompositionen des Künstlers sind bis ins kleinste Detail durchkonstruiert und setzen sich aus an geometrischen Formen angelehnten Versatzstücken zusammen. Er verzichtet bewusst auf die individuelle Ausgestaltung einzelner Objekte und reduziert deren Formenvielfalt. Gleichzeitig arbeitet er jedes Element minutiös in altmeisterlicher Manier aus, der in ihrer technischen Brillanz nur wenig Vergleichbares an die Seite zu stellen ist. Dadurch werden die Landschaften auf den ersten Blick leicht zugänglich, beim genauen Hinsehen allerdings auf kunstvolle Art unwirklich, ja unheimlich.
Krüger orientiert sich dabei perspektivisch an den Werken alter Meister wie Jacob van Ruisdael (1628/29 – 1682), Caspar David Friedrich (1774 – 1840) oder Claude Lorrain (1600 – 1682). Aber auch moderne Künstler wir René Magritte (1898 – 1967) oder Wolfgang Mattheuer (1927 – 2004) übten großen Einfluss auf sein Schaffen aus.
Die Menschen spielen eine essentielle Rolle in Krügers Werk. Obwohl sie nie in seinen Gemälden auftauchen, ist doch jedes Element von diesen beeinflusst oder geformt. Immer wieder bezieht der Künstler aktuelle gesellschaftliche Diskurse, aber auch
Naturkatastrophen auf hintersinnige Weise in seine Gemälde ein. Dabei wird dem Betrachter die Deutungshoheit überlassen. Er wird regelrecht dazu aufgefordert, eigene Ergänzungen vorzunehmen und sich die Geschichten der Werke selbst zu ergründen.
ERÖFFNUNG
Do, 24.09.2026 | 19:00 Uhr
Museumseintritt und Veranstaltung sind zu diesem Anlass kostenfrei.
MUSEUM & SCHULE
Infoveranstaltung für Lehrkräfte mit Franziska Feser Ausstellungsrundgang mit künstlerisch-didaktischen Impulsen Do, 01.10.2026 | 15:00 – 16:00 Uhr Museumseintritt und Veranstaltung sind für Teilnehmende kostenfrei.
HALLOWEEN-SPECIAL
Taschenlampenführungen mit Peter Paul Pisters M. A. Sa, 31.10.2026 16:00 Uhr Kinder | 17:00 Uhr Erwachsene Teilnehmerzahl: jew. 20 Kosten: 5,- €, inkl. Museumseintritt Anmeldung per E-Mail (mrm-kasse@stadt.koblenz.de) oder Tel. (0261 129 2521)
Am Ende angekommen und was jetzt? Öffentliche Themenführung
19 So 11:00 Uhr
Koblenz wird modern. Die Kunst der 1920er Jahre Öffentliche Führung
24 Fr 16:00 Uhr
Basteln mit Kind und Kegel Workshop
AUGUST
02 So 15:00 Uhr Farbe Öffentliche Themenführung
16 So 11:00 Uhr
Koblenz wird modern. Die Kunst der 1920er Jahre Öffentliche Führung
26 Mi 10:00 Uhr
Mit den Pänz ins MittelrheinMuseum? Na klar! Fortbildung für Lehrkräfte
SEPTEMBER
03 Do 17:30 Uhr
Offenes Atelier + Kunstwerk des Monats
05 Sa 19:00 Uhr 25. Museumsnacht Koblenz1
06 So 11:00 Uhr
Koblenz wird modern. Die Kunst der 1920er Jahre Finissage
06 So 15:00 Uhr Der Raum Öffentliche Themenführung
13 So 15:00 Uhr Platz da! Öffentliche Themenführung
16 Mi 10:00 Uhr
Lehrplan reloaded Fortbildung für Lehrkräfte
24 Do 19:00 Uhr
Markus Matthias Krüger. Weit draussen Eröffnung
25 Fr 16:00 Uhr
Basteln mit Kind und Kegel Workshop
Dauerausstellung
Kabinettausstellung
Sonderausstellung
Aktionstage
Offenes Atelier
Veranstaltungen für Kinder
Museum & Schule
Museum Mutter-Beethoven-Haus
1 Anlässlich der 25. Museumsnacht Koblenz gelten Sonderöffnungszeiten: Das Mittelrhein-Museum ist von 10:00 bis 18:00 Uhr geschlossen und von 19:00 bis 01:00 Uhr geöffnet.
OKTOBER
01 Do 15:00 Uhr
Markus Matthias Krüger. Weit draußen Infoveranstaltung für Lehrkräfte
01 Do 17:30 Uhr
Offenes Atelier + Kunstwerk des Monats
03 Sa 10:00 Uhr Türen auf mit der Maus!
04 So 15:00 Uhr Goethes stürmische Moselfahrt (1792) Vortrag
04 So 15:00 Uhr Raritätenladen Öffentliche Themenführung
11 So 15:00 Uhr
Die Schrecken des Krieges. Francisco de Goya (1746 – 1828) Öffentliche Führung
18 So 15:00 Uhr
Markus Matthias Krüger. Weit draussen Öffentliche Führung
23 Fr 19:00 Uhr
Christel Hermann. Macht der Stille Eröffnung
29 Fr 14:00 Uhr
Christel Hermann. Macht der Stille Infoveranstaltung für Lehrkräfte
31 Sa 16:00 Uhr Kinder 17:00 Uhr Erwachsene Halloween-Special Markus Matthias Krüger. Weit draußen Taschenlampenführung
NOVEMBER
01 So 15:00 Uhr
Was bedeutet eigentlich „Heilig“? Öffentliche Themenführung
05 Do 17:30 Uhr
Offenes Atelier + Kunstwerk des Monats
15 So 15:00 Uhr
Markus Matthias Krüger. Weit draussen Öffentliche Führung
21 Sa 16:00 Uhr Eichhörnchen Workshop
22 So 11:00 Uhr
Inspiration Beethoven. Musik in der Kunst der Moderne Eröffnung
DEZEMBER
03 Do 17:30 Uhr
Offenes Atelier + Kunstwerk des Monats
05 So 11:00 Uhr Wichtelwerkstatt Workshop
06 So 15:00 Uhr
Warten auf das Licht Öffentliche Themenführung
20 So 15:00 Uhr
Markus Matthias Krüger. Weit draussen Öffentliche Führung
20 So 15:00 Uhr Zum 280. Geburtstag von Maria Magdalena van Beethoven Konzert mit Siqi Chen
DIE SCHRECKEN DES KRIEGES FRANCISCO DE GOYA (1746 – 1828)
Bis 11.10.2026
Francisco de Goya (1746 Fuendetodos, Aragón, Spanien – 1828 Bordeaux) war nicht nur der bedeutendste spanische, sondern überhaupt der vielleicht bedeutendste europäische Künstler seiner Zeit. Auf der einen Seite wurzelt er noch im alten, absolutistisch geprägten Spanien und war ein Vertreter der Hofkunst, der er neue Impulse verlieh. Auf der anderen Seite war er Zeitzeuge der grundlegenden Umbrüche durch die Französische Revolution und die napoleonischen Kriege, die gerade Spanien schwer heimsuchten.
Goya erschloss sich völlig neue Themen und Zugangsweisen sowie künstlerische Ausdruckformen, die in seiner Zeit einzigartig waren. Aus diesem Grunde hat man in ihm oft auch einen Vorläufer der Moderne gesehen. Einen ganz neuen Zugang zum Thema Krieg und dessen Begleiterscheinungen entwickelte Goya in der Serie Los desastres de la guerra oder auf Deutsch: Die Schrecken des Krieges. Es handelt sich um eine Serie von 82 Aquatinta-Radierungen, die in den Jahren 1810 bis 1814 entstand.
Francisco de Goya | Und es gibt keine Hilfe | Blatt 15 | aus: Die Schrecken des Krieges | 1810 – 1814 | Bildrecht und Repro: Museum Zitadelle Jülich
Unter dem Eindruck des eigenen Erlebens schildern sie die Gräueltaten der französischen Besatzer im Kampf mit der aufständischen spanischen Bevölkerung. Keine Verklärung und Heroisierung, wie es lange üblich war, zeigte Goya, sondern die Schreckenstaten auf beiden Seiten, Vergewaltigungen, Hinrichtungen, Leichenberge, Verstümmelte. Goya brach damit einer neuen Wahrnehmung die Bahn, die sich in Deutschland erst im 20. Jahrhundert in den Werken von Otto Dix zum Ersten Weltkrieg zeigen sollte.
Zu Goyas Lebzeiten wurde diese Serie nicht veröffentlicht. Erst lange nach seinem Tode erschien 1863 die erste Auflage.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum Zitadelle Jülich sowie ein Projekt des
Netzwerkes K19 – Kunst des 19. Jahrhunderts im Rheinland. www.k19-rhein.de
Das Begleitheft zur Ausstellung ist für 5,- € im Museumsshop erhältlich.
MUSEUMSNACHT KOBLENZ 2026
Kuratorinnenführung mit Melanie Krause M. A. Sa, 05.09.2026 | 22:30 Uhr
Die Sondergebühr von 10,- € berechtigt zum Eintritt in alle beteiligten Häuser.
ÖFFENTLICHE FÜHRUNG
So, 11.10.2026 | 15:00 Uhr
Francisco de Goya | Es gibt niemanden, der ihnen helfen könnte| Blatt 60 | aus: Die Schrecken des Krieges | 1810 – 1814 | Bildrecht und Repro: Museum Zitadelle Jülich
KABINETTAUSSTELLUNG
CHRISTEL HERMANN MACHT DER STILLE
24.10.2026 – 14.02.2027
Christel Hermann | kaum wahrnehmbar | o. J. | Courtesy the Artist | Repro: Christel Hermann
Christel Hermann (*1951) gehört seit Jahrzehnten zu den profilierten Künstlerinnen der Region. Von 1972 bis 1976 studierte sie Bildende Kunst auf Diplom in Koblenz, 1978 absolvierte sie das 2. Staatsexamen Bildende Kunst. Es schloss sich von 1984 bis 1985 ein Fernstudium der Kunsttheorie in Tübingen an. Seit 1989 lebt sie in Heimbach-Weis und unterhält dort ihr eigenes Atelier. Sie ist Mitglied der AKM, Arbeitsgemeinschaft der bildenden Künstler am Mittelrhein, und der ark, arbeitsgruppe rheinlandpfälzischer künstler.
Christel Hermann hat als freischaffende Künstlerin ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, dazu sind ihre Arbeiten in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
Ihre künstlerischen Konzepte setzt sie in Gemälden, aber auch in Tagebüchern und Installationen um. Christel Hermanns Werk ist zumeist nicht zweidimensionales Malen, sondern eher plastisches Arbeiten. Sie experimentiert mit verschiedenen Materialien, die geschichtet, verborgen und wieder freigelegt werden. Dadurch entstehen Werke mit lebendigen Oberflächen,
die in einer wortwörtlichen Vielschichtigkeit existentiellen Fragen und Emotionen nachspüren.
Deren zurückgenommener und poetischer Charakter schafft einen intensiven Erfahrungsraum, der zu Entschleunigung und konzentrierter Betrachtung einlädt.
ERÖFFNUNG
Fr, 23.10.2026 | 19:00 Uhr
Zu diesem Anlass sind Museumseintritt und Veranstaltung kostenfrei.
MUSEUM & SCHULE
Infoveranstaltung für Lehrkräfte mit Franziska Feser Ausstellungsrundgang mit künstlerisch didaktischen Impulsen
Do, 29.06.2026 | 14:00 – 15:00 Uhr
Die Künstlerin ist anwesend.
Für Teilnehmende sind Museumseintritt und Veranstaltung kostenfrei.
Christel Hermann | kaum wahrnehmbar (zweiteilig) | 2018 | Courtesy the Artist | Repro: Christel Hermann
25. MUSEUMSNACHT KOBLENZ |
SA, 05.09.2026
VERANSTALTUNGEN IM MITTELRHEIN-MUSEUM1
19:00 Uhr Foyer Offizielle Eröffnung der 25. Museumsnacht Koblenz
19:30 Uhr EG Auf gute Nachbarschaft! SPOTLIGHT KOBLENZ
In Kooperation mit dem Stadtarchiv Koblenz
19:30 Uhr EG Mini Kunstwerke to go in der Kreativwerkstatt der „Kunstvermittler“
19:30 Uhr 1. OG Dauerausstellung | Human Audioguides
In Kooperation mit dem Theater Koblenz
20:00 Uhr UG Museumsdepot | Führung mit Restaurator Thomas Hardy 2
21:30 Uhr 1. OG
Dauerausstellung | Auf den Spuren von Jacqueline Diffring Führung mit Antje Kraus M. A., Jacqueline Diffring Collection
22:30 Uhr 1. OG Kabinettausstellung
Die Schrecken des Krieges. Francisco de Goya (1746 – 1828)
Kuratorinnenführung mit Melanie Krause M. A.
24:00 Uhr 1. OG
Dauerausstellung | Nachts im Museum
Taschenlampenführung mit Peter Paul Pisters M. A.
1 Das Mittelrhein-Museum ist am 05.09.2026 von 10:00 – 18:00 Uhr geschlossen. Anlässlich der 25. Museumsnacht Koblenz gilt die Sonderöffnungszeit von 19:00 – 01:00 Uhr. Das Cafè Kult ist von 19:00 – 23:00 Uhr geöffnet.
2 Für die Depotführung ist eine Anmeldung bis 31.08.2026 per E-Mail (mrm-kasse@stadt.koblenz.de) oder telefonisch (0261 129-2521) erforderlich.
Herm Dienz | Mondnacht über Koblenz (Detail) | 1919 | Bildrecht und Repro: Mittelrhein-Museum
Die für diese Sonderveranstaltung erhobene Gebühr berechtigt zum Eintritt in alle beteiligtenHäuser.
VERANSTALTUNGEN IM MUSEUM MUTTER-BEETHOVEN-HAUS
19:00 Uhr Konzert der Musikschule Koblenz
20:30 Uhr Sonderausstellung
„Die Nebel zerreissen, der Himmel ist helle …“. Naturbegeisterung in Kunst und Musik der Beethoven-Zeit
Führung mit Peter Paul Pisters M. A.
21:00 Uhr Auf Brentanos Spuren im Residenzort Ehrenbreitstein
Stadtteilrundgang mit Dr. Karl Kienle, Dr. Joachim J. Kneis und Dipl. Päd. Nora Löhr
Start: Museum Mutter-Beethoven-Haus
21:00 Uhr
23:00 Uhr Hofkonzert
Jazzclub – Die Band die aus dem Keller kam
22:00 Uhr Im Gespräch mit dem Geist von Mutter Beethoven
Führung mit Peter Paul Pisters M. A. und Helen Spielberger
Museum Mutter-Beethoven-Haus | 2023 | Bildrecht: Mittelrhein-Museum | Foto: Markus Ackermann
Jazzclub – Die Band die aus dem Keller kam Foto: Mirko Klein Eventfotografie
MUSEUM MUTTER-BEETHOVEN-HAUS
DAUERAUSSTELLUNG
Zu den jüngeren Museumsneugründungen im Mittelrheintal gehört das Mutter-BeethovenHaus in Koblenz-Ehrenbreitstein, das heute dem Mittelrhein-Museum als Zweigstelle zugeordnet ist. Ursprünglich im 17. Jahrhundert als Wohnhaus erbaut und bis weit ins 20. Jahrhundert als solches genutzt, wurde es 1960 von der Stadt Koblenz erworben, um es auf Anregung der Deinhard-Stiftung als Beethoven-Gedenkstätte zu etablieren. Denn hier wurde 1746 Maria Magdalena Keverich als jüngste Tochter des kurfürstlichen Oberhofkochs Johann Heinrich Keverich (1702 – 1759) und seiner Frau Anna Clara, geb. Westorff (1707 – 1768), geboren.
Später sollte sie einem der bedeutendsten deutschen Komponiste – Ludwig van Beethoven (1770 – 1827) – das Leben schenken. Damit ist das Museum MutterBeethoven-Haus eines der beiden letzten im deutschen Raum existierenden Gebäude, das eng mit der Familiengeschichte der Beethovens verbunden ist und über das sich die tiefere Beziehung Ludwigs zu Koblenzer Persönlichkeiten wie Franz Gerhard Wegeler (1765 – 1848) darstellen lässt. Daneben widmen sich seine Ausstellungsbereiche sowohl der Geschichte Ehrenbreitsteins als kurfürstlicher Residenzstadt als auch hier vor Ort wirkenden Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur wie Sophie La Roche (1730 – 1807) oder Clemens Brentano (1778 – 1842).
Museum Mutter-Beethoven-Haus | Dauerausstellung | Ausstellungsansicht | 2023 | Bildrecht: Mittelrhein-Museum | Foto: Markus Ackermann
DIE NEBEL ZERREISSEN, DER HIMMEL IST HELLE …
NATURBEGEISTERUNG IN KUNST UND MUSIK DER BEETHOVEN-ZEIT bis 01.11.2026
In der zweiten Hälfte des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist in allen Bereichen der europäischen Kunst ein neuartiges Interesse an der Natur zu beobachten. Die Begeisterung für die Schönheit der Welt außerhalb der Städte fand seitdem nicht nur in der Gartenkunst, sondern auch in Dichtung und Malerei und sogar in der Musik ihren Niederschlag.
Das sicher berühmteste Beispiel für die musikalische Bearbeitung eines Erlebnisses in freier Natur stellt Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie mit Beinamen Pastorale dar, die die Gefühle des modernen Menschen bei einem Ausflug aufs Land einfängt. Aber auch in den Vertonungen verschiedener Gedichte von Goethe oder Gellert und in seiner Beschäftigung mit Volksliedern wird Beethovens große Begeisterung für diesen Themenbereich greifbar.
Die Sonderschau präsentiert dieses Interesse in einem größeren Kontext. So erklingt im Ausstellungsraum Musik: Dort sind die Pastorale und eine Auswahl von Beethovens Liedern zum Thema Natur zu hören, denen die Texte der jeweils vertonten Gedichte gegenübergesetzt werden. Auch die bildende Kunst ist vertreten – durch Gemälde aus dem späten 18. und dem 19. Jahrhundert, die dieselben Themen wie die Kompositionen und Gedichte behandeln. Denn Beethovens Musik ist nicht isoliert zu sehen, sondern reflektiert zugleich den Geist ihrer Epoche.
MUSEUMSNACHT KOBLENZ 2026
Sa, 05.09.2026 | 20:00 Uhr
Führung mit Peter Paul Pisters M. A.
Die Sondergebühr von 10,- € berechtigt zum Eintritt in alle beteiligten Häuser.
GOETHES STÜRMISCHE MOSELFAHRT
(1792)
Vortrag von Dr. Christof Krieger, Leiter Mittelmosel-Museum
So, 04.10.2026 | 15:00 Uhr
Die Veranstaltung ist kostenfrei zu besuchen.
Ludwig van Beethoven komponiert die Pastorale | Aquatinta nach einer Zeichnung von Franz Hegi | Zürich | um 1839 | Bildrecht und Repro: Beethoven-Haus Bonn | Sammlung H. C. Bodmer, HCB BBi 12 / 29
SONDERAUSSTELLUNG
MUSIK IN DER KUNST DER MODERNE
22.11.2026 – 10.10.2027
Thomas Bayrle | Ludwig van Beethoven | 1971 | Farbdruck der Druckerei Kitazono, Tokyo von 1979 | VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Repro: Beethoven-Haus Bonn
Die Werke Ludwig van Beethovens haben Maler, Graphiker und plastisch arbeitende Künstler immer wieder zu eigenen Arbeiten inspiriert. Vor allem in der zweiten Hälfte des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden dafür die unterschiedlichsten Ansätze entwickelt. Sie reichen von der Gestaltung figürlicher Darstellungen bis hin zu abstrakten Farbkompositionen. Auch die Übertragung einzelner Musikstücke ins Bild wurde versucht, und neuerdings werden Rhythmus und Melodie, Dynamik und Notation auf der Grundlage computergestützter Berechnungen in Farbe und Form übertragen.
Einen eigenen Akzent setzen daneben die Arbeiten, die das Portrait Beethovens mit dem Notenbild einer seiner Kompositionen kombinieren und so die Verbindung von Künstlerpersönlichkeit und Kunstwerk thematisieren.
Mit einer Auswahl charakteristischer Beispiele gibt die neue Sonderausstellung im MutterBeethoven-Haus einen Einblick in die Vielfalt der Ideen bildender Künstler, deren Anliegen es ist, Beethovens Musik quasi sichtbar werden zu lassen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Beethoven-Haus, Bonn.
Über alle Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum Mutter-Beethoven-Haus informiert ein eigener Newsletter. Die Anmeldung erfolgt über: www.mittelrhein-museum.de/newsletter
ERÖFFNUNG
So, 22.11.2026 | 11:00 Uhr
Im Anschluss findet eine Kuratorinnenführung mit Dr. Silke Bettermann statt.
Zu diesem Anlass sind Museum und Veranstaltung kostenfrei zu besuchen.
KONZERT
Zum 280. Geburtstag von Maria Magdalena Beethoven Konzert mit Siqi Chen, Gitarre
So, 20.12.2026 | 15:00 Uhr
Die Veranstaltung wird organisiert von den Förderern des Museums Mutter-Beethoven-Haus und ist kostenfrei zu besuchen.
Benjamin Samuel l Diabelli Variationen 33+1 | 2010 | Courtesy the Artist | Repro: Benjamin Samuel
JACQUELINE DIFFRING COLLECTION
Seit 2022 ist die Jacqueline Diffring Collection am Mittelrhein-Museum ansässig. Sie ist aus der Jacqueline Diffring Foundation hervorgegangen, die 2007 in Berlin zur Erforschung und Vermittlung des Oeuvres der deutsch-britischen Bildhauerin gegründet wurde. Zu den Beständen gehört der gesamte künstlerische und persönlichdokumentarische Nachlass.
Jacqueline Diffring wurde 1920 als Ilse Pollack in Koblenz geboren. Sie wuchs in großbürgerlichen Verhältnissen heran und genoss eine umfangreiche kulturelle Bildung. Aufgrund der jüdischen Herkunft ihres Vaters sah sich die Familie ab 1933 verstärkt antisemitischer Ausgrenzung und Verfolgung ausgesetzt: 1937 zog Jacqueline Diffring ins anonymere Berlin, wo sie ein künstlerisches Grundlagenstudium an der renommierten Reimann-Schule begann.
Die weitere Zuspitzung der politischen Verhält nisse in Deutschland erzwang 1939 die Emig ration nach England. Wegen der dort anfänglich prekären Lebensumstände konnte sie erst von 1944 – 1946 ihre Ausbildung am Cambridge Technical College in Cambridge fortführen. An schließend absolvierte sie von 1946 bis 1948 das Studium der Freien Kunst und Bildhauerei an der Chelsea School of Art in London.
Nachhaltigen Einfluss hatte die Begegnung mit Henry Moore (1898 – 1986), der ihr wichtigster Lehrer wurde. Nach dem Erwerb eines kunstpädagogischen Diploms 1949 an der London University in London war sie von 1950 bis 1953 als Kunsterzieherin an einer Privatschule in Wisbech (Cambridgeshire) tätig.
Ihr Plan, als freie Bildhauerin in England zu leben und zu arbeiten zerbrach. Auf Wunsch der Eltern kehrte sie 1954 nach Koblenz zurück. Der Versuch, sich im Nachkriegsdeutschland neu zu be-
heimaten, schlug fehl: Die als belastend empfundene psychosoziale Situation ließ Jacqueline Diffring künstlerisch verstummen. Um dem entgegenzuwirken, zog sie 1960 nach Frankreich. Den Ort ihrer persönlichen Rekonvaleszenz fand sie bis 1976 im Anjou/Loire. Ab 1977 lebte und arbeitete sie in Châteauneuf-de-Grasse, nahe Cannes und Nizza. Dort schuf sich Jaqueline Diffring diejenigen Bedingungen, die ihr eine selbstbestimmte, freie Existenz als Bildhauerin erlaubten. 2020 verstarb sie dort.
Ihr umfangreiches Oeuvre ist geprägt von der Verknüpfung biographischer Bedingtheit und künstlerischer Entwicklung. Über die Jahrzehnte ihres Schaffens schlug Jacqueline Diffring in ihren bildhauerischen Positionen die formalästhetische Brücke von der Klassischen Moderne hin zur zeitgenössischen Skulptur. Ihr Anliegen ist nicht die Variation von Formen, sondern das Einkreisen immer gültiger Themen.
MUSEUMSNACHT KOBLENZ 2026
Sa, 05.09.2026 | 21:30 Uhr
Auf den Spuren von Jacqueline Diffring Führung mit Antje Kraus M. A., Jacqueline Diffring Collection
Die Sondergebühr von 10,- € berechtigt zum Eintritt in alle beteiligten Häuser.
Ich / Wir erkläre(n) meinen / unseren Beitritt in den „Verein der Freunde des Mittelrhein-Museums und des Ludwig Museums zu Koblenz e. V.“ mit sofortiger Wirkung. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt.
Name, Vorname
Firma, Institution
Straße, Hausnummer
Telefon
Geburtsdatum freiwillige Angabe
BEITRAGSHÖHE (zutreffendes bitte ankreuzen):
PLZ, Ort
E-Mail Adresse Für Informationen über Veranstaltungen per Newsletter.
Beruf freiwillige Angabe
Normale Mitgliedschaft € 40,00 Schüler/Studenten bis 27 Jahren € 20,00
Firmenmitgliedschaft € 100,00 Fördermitgliedschaft in Höhe von €
SEPA-LASTSCHRIFTMANDAT:
Ich / Wir ermächtige(n) den Verein den angekreuzten Jahresbeitrag von meinem / unserem Konto mittels Lastschrift einzulösen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die vom Förderverein auf mein / unser Konto gezogene Lastschriften einzulösen.
Name der Bank
Bankleitzahl
Konto-Nummer
BIC IBAN
Gläubiger-Identifikationsnummer: DE34ZZZ00000436342 Mandatsreferenz wird mit der ersten Abbuchung mitgeteilt.
HINWEIS: Ich kann / wir können innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen. Der Beitrag wird für die Folgejahre als wiederkehrender Einzug jeweils zum Februar eingezogen. Ich willige hiermit ein, dass der Verein (sofern angegeben) meinen Namen, Titel, Adresse, Telefonnummer und E-Mail Adresse zur Mitglieder- Betreuung, Kommunikation eigener Angebote und ausschließlich zu internen statistischen Zwecken erhebt, verarbeitet und nutzt. Meine Zustimmung zur Verarbeitung und Nutzung meiner personenbezogenen Daten kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Ort / Datum Unterschrift(en)
Freunde des Mittelrhein-Museums und des Ludwig Museums zu Koblenz e.V. Postfach 201 551 | D-56015 Koblenz | info@freundeskreis-museen-koblenz.de | www.freundeskreis-museen-koblenz.de
Kinder bis 12 Jahren und Mitglieder des Vereins der Freundinnen und Freunde des Mittelrhein-Museums und des Ludwig Museums zu Koblenz e. V. haben freien Eintritt.
Veranstaltungsgebühren
Wenn nicht anders angegeben, betragen die Kosten für die Teilnahme an Veranstaltungen 3,00 € / ermäßigt 2,00 € zzgl. Museumseintritt.
Das Museum Mutter-Beethoven-Haus ist vom 21.12.2026 bis 02.01.2027 geschlossen.
Eintritt
Erwachsene 3,00 € / ermäßigt 2,00 €
Kinder bis 12 Jahren und Mitglieder der Förderer Mutter-Beethoven-Haus e. V. haben freien Eintritt. Führungen für Gruppen auf Anfrage – auch außerhalb der Öffnungszeiten
Veranstaltungsgebühren
Wenn nicht anders angegeben, betragen die Kosten für die Teilnahme an Veranstaltungen 3,00 € / ermäßigt 2,00 € zzgl. Museumseintritt.