Skip to main content

#189: USA – Is This Land My Land?

Page 1

Herausgegeben von der Distel Vereinigung Nr. 189 - 2026 www.kulturelemente.org info@kulturelemente.org redaktion@kulturelemente.org

Euro 3,50 Poste Italiane s.p.a. Spedizione Abbonamento Postale – 70 % NE Bolzano

Cannupa Hanska Luger, Midéegaadi: Ligthning FOTO Amplifier

Vom Hegemon zur rohen Macht Wie die USA ihre globale Führungsrolle durch Interdependenz, Krise und den Aufstieg des Trumpismus verändern

Mario Del Pero

Seit mindestens dem Zweiten Weltkrieg sind die Vereinigten Staaten die führende Macht und der hegemoniale Akteur des internationalen Systems. Sie sind es aus schlichten Gründen der Macht – unabhängig davon, welchen Maßstab man zu ihrer Messung heranzieht. Seit achtzig Jahren verfügen sie über eine unangefochtene militärische Überlegenheit, die zunächst durch den monopolartigen Besitz der Atomwaffe, später durch den unbestrittenen technologischen Vorsprung und schließlich durch eine monumentale Kluft zwischen ihnen und allen anderen Staaten zum Ausdruck kam. Sichtbar wird dies sowohl an den Militärausgaben – die zu Beginn des 21. Jahrhunderts beinahe 50 % der weltweiten Gesamtausgaben ausmachten und heute bei etwa 33 % liegen – als auch an ihrem

unvergleichlichen globalen Netz von Militärbasen (heute zwischen 700 und 800). Diese militärische Überlegenheit wurde durch die wirtschaftliche ermöglicht und genährt. Überdimensioniert und künstlich war sie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, als das amerikanische BIP die Hälfte des weltweiten ausmachte und die USA etwa zwei Drittel der weltweiten Goldreserven besaßen. Doch sie wurde über die Jahrzehnte bewahrt und erneuert, und widerlegte damit die wiederkehrenden Prophezeiungen vom unvermeidlichen Niedergang der Vereinigten Staaten. Ein Niedergang, dem auch dank des „exorbitanten Privilegs“ begegnet werden konnte – so bezeichnete es der damalige französische Finanzminister Valéry Giscard d’Estaing –, das im Besitz der dominierenden Währung, des Dollars, besteht:

Inhalt Für Roland Benedikter sind die USA und Europa ferne Cousinen. Was er damit meint, erläutert er im Interview mit Hannes Egger.

4

Mit DON'T LOOK NOW verteidigt Barbara Pollok die freie Meinungsäußerung in den USA.

6

Amanda SRGE_Lindsay hat für die Kulturelemente das neu eröffnete NEW MUSEUM in New York besichtigt.

11

Für Christof Habres ist der US-Pavillon auf der Biennale von Venedig ein Synonym für Demontage der amerikanischen Kulturpolitik.

13

Curators Page: Lisa Britzger gibt Einsicht in die Objekte, Installationen, Performances und Videos von Fabian Feichter.

14

In den SAAVannen tummeln sich die New Yorker Gorillas von Martin Troger.

15

Um Klasse, Macht und Zugehörigkeit geht es in den Leseempfehlungen von Lydia Zimmer.

16

FOTOSTRECKE ENCODED zeigt, wie 17 indigene Künstler*innen den American Wing des Metropolitan Museum of Art digital überschreiben. GALERIE Greg McMurry malt 250 Jahre US-Amerikanische Geschichte.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
#189: USA – Is This Land My Land? by Kulturelemente - Issuu