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Mitgliedermagazin der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

WENIGER SUCHEN. MEHR FINDEN.

KI unterstützt, du performst.

Deine Zukunft in der Steuerberatung.

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

der Sommer lädt dazu ein, kurz durchzuatmen – und den Blick nach vorne zu richten. Denn unser Berufsstand steht mitten in Entwicklungen, die den Arbeitsalltag deutlich verändern: Digitalisierung, KI, neue Verwaltungsprozesse und steigende Anforderungen an Beratung, Prüfung und Verantwortung.

In unserem Hauptinterview ab Seite 6 spricht Staatssekretär Alexander Pröll darüber, wie Österreichs Verwaltung digitaler und effizienter werden soll. Once-Only, ID Austria, Public AI und das Unternehmensserviceportal sollen Amtswege verkürzen und Kanzleien wie Unternehmen entlasten. Entscheidend wird sein, wie gut diese Pläne in der Praxis greifen.

Wie wichtig persönlicher Austausch auch in digitalen Zeiten bleibt, zeigte die Arbeitstagung 2026 in Villach (ab Seite 10). Mehr als 600 Teilnehmer:innen diskutierten Fachfragen und Zukunftsthemen – von KI über Haftungsprävention bis Nachhaltigkeitsberichterstattung. Einen außergewöhnlichen Rahmen für fachlichen Austausch bot im Juni die Generali-Arena in Wien: Bei der Vorführung des ICAEW-Lehrfilms „Crossing the Line“ standen ethische Fragen der Wirtschaftsprüfung im Mittelpunkt –im Setting eines Fußballklubs (Seite 19).

Auch unsere weiteren Beiträge bieten Einblicke in aktuelle Themen: von KI und E-Rechnung über Kampagnen, Weiterbildung und Mediation bis hin zum Gründerbonus und unserem Steuerberater-Rookie Leon Schwarz. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen, erholsame Sommertage –und allen Fußballfans weitere spannende WM-Wochen!

Ihre

INHALT

04 Leitartikel von KSW-Präsident Philipp Rath

06 Coverstory Interview mit Staatssekretär Alexander Pröll

10 Arbeitstagung Dialog in Villach

12 Aktuelles Neuer Landespräsident in Vorarlberg

13 Thema Gründerbonus auf 250 Euro erhöht

14 Thema KI, E-Rechnung und neue Realitäten

10 14 19 26 22

16 Steuerberatung Nah dran am Nachwuchs

18 Next Generation Rookie Leon Schwarz

19 Event Ethik auf dem Spielfeld

21 Gastkommentar von Josef Urschitz

22 Event Vertrauen braucht Prüfung

24 Kurzmeldungen BUKO, BFG und Infoabend

26 Studium Neuer Master für Steuerprofis

27 Thema Prüfungsordnung 2026

28 Thema JAb 4.0: Kein Monopol, aber …

30 Mediation Beratung weiter denken

31 Next Generation: 5 Dinge, die ich als Berufsanwärter gerne früher gewusst hätte

32 Ländernews Neues aus den Bundesländern

44 Berufsjubiläen Wir gratulieren

46 Weiterbildung Seminare, Tipps und Termine

KSW update 2 | 2026, Herausgeber, Verlag, Vervielfältigung und Redaktion: Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen, Am Belvedere 10 | Top 4, 1100 Wien, Tel.: 01 | 811 73, E-Mail: office@ksw.or.at, www.ksw.or.at, Verlagspostamt 1100 Wien P.b.b. Vertretungsbefugt: Präsident Mag. Philipp Rath, Unternehmensgegenstand: Vertretung und Förderung der Angehörigen der Wirtschaftstreuhandberufe in Österreich, Chefredakteurin: Mag. Katharina Kainz, Redaktion: Dr. Katharina Schnell, Produktion und Grafik: büro mischgo Druck: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn. Die Datenschutzerklärung der KSW finden Sie unter www.ksw.or.at/Datenschutzerklärung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Mehr wert

ohne Mehr

Europa setzt neue Regeln für die digitale Mehrwertsteuer. Ob ViDA – „VAT in the Digital Age“ – Entlastung bringt oder neue Bürokratie schafft, entscheidet sich in der nationalen Umsetzung. Als Kammer möchten wir diesen Prozess aktiv mitgestalten.

Digitalisierung verändert unseren Berufsstand grundlegend: die Arbeit in den Kanzleien, die Abläufe in der Verwaltung, die Erwartungen unserer Klient:innen. Richtig eingesetzt, ist sie ein Hebel für Effizienz und Entlastung. Falsch umgesetzt, wird sie zur nächsten bürokratischen Schicht. Diese Spannung begleitet uns überall dort, wo Europa neue digitale Spielregeln setzt.

Das Hauptinterview dieser Ausgabe greift genau das auf: Staatssekretär Alexander Pröll spricht über den Weg zum digitalen Staat, über Once-Only, ID Austria und Public AI –und darüber, wie Unternehmen und Kanzleien konkret entlastet werden können.

Ob dieser Anspruch in der Praxis halten wird, wird sich auch daran zeigen, wie Österreich ViDA umsetzt – jenes EU-Regelwerk, das neue Vorgaben zur E-Rechnung und zu digitalen Meldepflichten bringt.

KEIN GOLD PLATING

Meine Position ist klar: Österreich darf bei der Umsetzung kein Gold Plating betreiben. Wir brauchen eine Lösung, die den EU-Rahmen erfüllt, aber keine unnötigen Zusatzbelastungen schafft. Digitale Prozesse müssen praxistauglich sein, Rechtssicherheit bieten und Kanzleien wie Unternehmen spürbar entlasten.

Einige Mitgliedstaaten haben bereits Erfahrungen mit E-Rechnung und digitalen Meldesystemen gesammelt. Gerade in budgetär herausfordernden Zeiten wäre es ratsam, diese Best Practices sorgfältig zu prüfen und bewährte Lösungen an österreichische Anforderungen anzupassen – statt alles von Grund auf neu zu entwickeln und damit Ressourcen zu binden, die an anderer Stelle fehlen.

Diesen Prozess möchten wir als Kammer aktiv begleiten. Mein konkreter Vorschlag: Das bewährte Kontaktkomitee mit der Finanzverwaltung sollte um eine eigene Arbeitsgruppe zu ViDA erweitert werden. So können Verwaltung und Berufsstand frühzeitig klären, was in der Praxis funktioniert –und wo Stolpersteine liegen. Unsere Kolle -

Fotocredit:

aufwand

ginnen und Kollegen wissen aus erster Hand, wo Digitalisierung wirklich entlastet und wo sie neue Bürokratie erzeugt.

DIREKTER DRAHT, OFFENER AUSTAUSCH

Dass Dialog und Austausch funktionieren, war Ende Mai bei der Arbeitstagung der Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen in Villach deutlich spürbar. Die Live-Zuschaltung von Finanzminister Markus Marterbauer, der unseren Berufsstand direkt über das Doppelbudget informierte, war ebenso erfreulich wie auch die innovativen Gesprächsformate zwischen den Sektionschef:innen Gunter Mayr und Angelika Schätz, KSW-Vizepräsident Klaus Hilber und Roland Rief, dem Vorsitzenden des Fachsenats für Steuerrecht. Die Arbeitstagung hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der persönliche Austausch ist – fachlich fundiert, offen im Ton und getragen von einer ausgesprochen guten, kollegialen Stimmung. Mein Dank gilt unserer Akademie, Landespräsidentin Ingrid Gritschacher und dem Team der KSW-Landesstelle Kärnten für die hervorragende Organisation und Umsetzung.

MEHR ZUVERSICHT, MEHR GRÜNDERGEIST

Der Sommer bringt hoffentlich für viele von Ihnen die Möglichkeit, kurz durchzuatmen. Schließlich bleibt unsere Arbeit anspruchsvoll: Digitalisierung, Entbürokratisierung, Budgetkonsolidierung und Standortfragen werden uns weiter gut beschäftigen.

Ende Juli nehme ich am Salzburg Summit teil, wo die KSW ein Panel zu „Start-ups und Standort“ veranstaltet. Österreich braucht mehr Zuversicht, mehr Gründergeist und bessere Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln. Unser Berufsstand ist dabei zentraler Partner – weil wir die Unternehmen aus nächster Nähe kennen, begleiten und verstehen.

Wenn wir Praxiswissen, Dialogbereitschaft und Gestaltungswillen zusammenbringen, können wir viel bewegen: für unseren Berufsstand, für die Unternehmen und für den Wirtschaftsstandort.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Sommer!

Ihr Philipp Rath

Präsident der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

MAG. PHILIPP RATH

AUF DEM WEG ZUM DIGITALEN STAAT

Amtswege sollen kürzer, Verfahren schneller und Daten nicht mehrfach gemeldet werden müssen: Alexander Pröll will Österreichs Verwaltung digitaler und bürgernäher machen. Im Interview erklärt der Staatssekretär, welche Rolle Once ­ Only, Public AI und ID Austria dabei spielen – und wo Unternehmen und Kanzleien entlastet werden sollen.

err Staatssekretär, Sie verantworten Digitalisierung, Verfassung und den öffentlichen Dienst – und damit zentrale Hebel für die Modernisierung Österreichs. Welche Vorstellung von einem modernen Staat leitet Sie?

Ein moderner Staat ist ein bürgernaher Staat. Mein Motto lautet: Das Amt muss zum Bürger kommen, nicht umgekehrt. Dabei wird Technologie als Werkzeug genutzt, um Verfahren für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Mitarbeitende einfacher, schneller und verständlicher zu gestalten.

Durch den Einsatz von KI sollen vor allem Routineaufgaben beschleunigt, Inhalte verständlicher aufbereitet und Entscheidungsgrundlagen verbessert werden. Davon profitieren alle – etwa durch schnellere Verfahren, klare Informationen und einen niederschwelligen Zugang zu staatlichen Leistungen.

gemeldete Daten und Nachweise zugreifen und diese für andere Behördenwege wiederverwenden. Darüber hinaus möchten wir die ID Austria auch im privaten Sektor als verlässliche digitale Identitätslösung etablieren. Unser Ziel ist es, 2026 weitere 200 Partnerunternehmen zu den bereits bestehenden 130 privaten Serviceprovidern zu gewinnen.

Mit der Reformpartnerschaft Österreich wurde ein Prozess zur Verfassungs- und Verwaltungsbereinigung angestoßen. Wo sehen Sie die wichtigsten Ansatzpunkte, um Verwaltung einfacher, klarer und effizienter zu machen – und was ist davon bis Ende der Legislaturperiode realistisch umsetzbar?

„Das Amt muss zum Bürger kommen, nicht umgekehrt.“

Österreichs Wirtschaft steht unter Druck – nicht nur durch die schwache Konjunktur, sondern auch durch lange Wege und hohe regulatorische Anforderungen. Wo sehen Sie in Ihrem Zuständigkeitsbereich das größte Potenzial, um Unternehmen spürbar zu entlasten?

Für rund 50 Prozent der Jungunternehmerinnen und -unternehmer zählt Bürokratie zu den größten Hürden. Genau hier setzen wir an. Ein zentraler Hebel ist das Unternehmensserviceportal (USP). Dort bieten wir alle notwendigen Informationen und den Zugang zu allen wichtigen Behördenwegen.

Damit Unternehmen keine Daten mehrfach melden müssen, setzen wir außerdem das Once-Only-Prinzip in Österreich um. Dabei können Behörden auf bereits

Im Rahmen der Reformpartnerschaft Österreich wurde eine eigene Gruppe zur Verfassungs- und Verwaltungsbereinigung eingesetzt, die auf der politischen Ebene vom Bund, den Ländern, dem Gemeindebund und dem Städtebund beschickt wird. Ziel ist es, Verfahren durch klare Zuständigkeiten, optimierte Abläufe, effektive Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen zu beschleunigen, eine Kompetenzentflechtung auf den Weg zu bringen sowie den Einsatz künstlicher Intelligenz voranzubringen.

Wir haben im Zuge der Reformpartnerschaft das AVGGroßverfahren stark verbessert. Mit dem sogenannten Verfahrensturbo ermöglichen wir massive Erleichterungen in Bezug auf schnellere und vereinfachte Verfahren. Jahre- und jahrzehntelange Genehmigungsverfahren gehören damit der Vergangenheit an. Verschiedene Maßnahmen sollen bis Ende des Jahres konkrete Erfolge erzielen – von der Ermöglichung des gebietskörperschaftsübergreifenden Einsatzes von Amtssachverständigen bis zum Zusammenstellen eines Pakets zur vertieften Gemeindekooperation.

KURZPORTRAIT

ALEXANDER PRÖLL, LL.M.,

ist seit März 2025 Staatssekretär im Bundeskanzleramt. Der 36-jährige Wiener verantwortet die Agenden Digitalisierung, Verfassung, öffentlicher Dienst, Koordinierung sowie den Kampf gegen Antisemitismus. Zuvor war Pröll Generalsekretär und Bundesgeschäftsführer der Volkspartei sowie Referent im Kabinett des Bundeskanzlers.

„Jahre- und jahrzehntelange Genehmigungsverfahren gehören damit der Vergangenheit an."

Unser Berufsstand ist oft die erste Schnittstelle zwischen Unternehmen und Verwaltung – wir melden, übermitteln, beantragen. Inwieweit betrachten Sie uns als Partner bei der Digitalisierung?

Steuerberaterinnen und -berater sowie Wirtschaftsprüferinnen und -prüfer sind für das Unternehmensserviceportal zentrale strategische Partner und zählen zu den intensivsten Nutzergruppen. Schlüsselservices, wie etwa die elektronische Zustellung, Sozialversicherungsservices, das Register der wirtschaftlichen Eigentümer, Förderabwicklungen oder die Tourismusabgabe der Bundesländer werden über das USP genutzt – sowohl für die eigene Kanzlei als auch in Vertretung ihrer Klientinnen und Klienten. Besonders stark gewachsen ist die Nutzung der eGründung in Vertretung (Digitale Unternehmensgründung): Im ersten Quartal 2026 wurden 244 GmbHs auf diese Weise gegründet.

Die Praxisperspektive des Berufsstandes ist dabei entscheidend für nutzerfreundliche Prozesse und neue Funktionalitäten. Daher entwickelt das Unternehmensserviceportal gezielt Funktionen wie ein verbessertes Vertretungsmanagement, um Abläufe im Kanzleialltag weiter zu vereinfachen.

Die KSW hat konkrete Entbürokratisierungsvorschläge an Ihren zuständigen Kollegen Staatssekretär Sepp Schellhorn übermittelt. Kommen solche Impulse auch in Ihrem Ressort an beziehungsweise wie fließen sie in Reformvorhaben ein?

Sämtliche der eingebrachten Anliegen und Vorschläge wurden gesammelt, kategorisiert und Expertinnen und Experten zur weiteren Bearbeitung übergeben. Input aus der Praxis ist überaus wertvoll, da unsere Verbesserungen und Lösungen praxisgerecht sein sollen. Kaum ein Entbürokratisierungsvorhaben ist ohne Digitalisierungsmaßnahmen vorstellbar, daher arbeiten wir sehr eng zusammen.

Das zeigt sich auch beim Unternehmensservice portal: Impulse aus dem Berufsstand fließen aktiv in die Weiterentwicklung ein. Neue Services werden Kammervertreterinnen und -vertretern vorgestellt und Praxisfeedback wird eingeholt, etwa zu Vertretungsmanagement oder eGründung in Vertretung. Die KSW übernimmt dabei eine wichtige Schnittstellenfunktion und ist im jährlichen USP Executive Board eingebunden. Auch beim Once-Only-Prinzip schätzen wir den engen Austausch mit dem Berufsstand sehr. Mit der Informationsverpflichtungsdatenbank (IVDB) treiben wir Deregulierungsaktivitäten systematisch voran und unterstützen die Vorhaben von Staatssekretär

Schellhorn, mit dem wir im direkten Austausch sind. Die Verordnung zur Erstbefüllung der IVDB liegt uns im Entwurf bereits vor.

Was fehlt noch, damit das Once-Only-Prinzip im betrieblichen Alltag spürbar ankommt?

Mit dem Register- und Systemverbund, kurz dadeX, stellt das Bundeskanzleramt bereits eine zentrale Datendrehscheibe mit vereinheitlichten Schnittstellen zur Verfügung: 33 Register sind angebunden, 21 Anwendungsfälle umgesetzt.

Das BKA stellt bereits heute zentrale EnablerInfrastrukturen für Once-Only bereit. Wir werden im Rahmen von „Project X" eine rechtliche Grundlage für weitere Registeranbindungen und vereinfachten Datenaustausch schaffen, ein Gebührenbefreiungsmodell bei Registerabfragen entwickeln und den dadeX konsequent weiter ausbauen, um die flächendeckende Umsetzung des Once-Only-Prinzips voranzutreiben. Das ist derzeit eines der wichtigsten Projekte für mich und mein Team.

Die geplante Novelle des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes soll die digitale Verwaltung weiter voranbringen – etwa durch automatisierte Erledigungen und neue digitale Zugänge. Wo sehen Sie hier den größten Nutzen für Unternehmen und Bürger:innen?

Mit dem Entwurf für die AVG-Novelle soll die bürgerfreundliche, moderne und effiziente Verwaltung noch einen Schritt weitergehen, indem zusätzliche Grundlagen für eine weitere Digitalisierung des Verwaltungsverfahrens geschaffen werden.

Die Änderungen im AVG beziehungsweise VStG betreffen vor allem Regelungen zu Chatbot-Antrag und -Manuduktion, No-Stop-Verfahren, vollständig automatisierte Erledigungen und Online-Banking statt SEPA-Zahlungsanweisungen sowie weitere Erleichterungen bei Anonym- und Organstrafverfügungen.

Außerdem wollen Sie mit „ID Austria goes Wirtschaft" die digitale Identität stärker in die Unternehmenspraxis bringen. Welchen Mehrwert können Unternehmen und Kanzleien daraus ziehen?

Die ID Austria schafft die Grundlage für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Mit der höchsten Verlässlichkeitsstufe staatlich bestätigter elektronischer Identität lassen sich Prozesse durchgängig digital gestalten, die bislang nur mit erheblichem Aufwand zu stemmen waren. Dabei ist entscheidend, dass die ID Austria mehr kann, als eine persönliche Identität

abzubilden: Sie kann in unterschiedlichen Kontexten und Rollen genutzt werden – privat ebenso wie beruflich. Dieses Potenzial gilt es noch stärker sichtbar zu machen, sowohl bei den Nutzerinnen und Nutzern als auch bei den Serviceprovidern.

Mit „Public AI" haben Sie im Frühjahr eine KI-Initiative für die Bundesverwaltung vorgestellt. Sind auch konkrete Anwendungsfälle geplant, von denen Unternehmen und ihre Berater:innen profitieren könnten?

Die Public AI Initiative startete im März im Haus der Digitalisierung in Tulln, mit dem Ziel, digital souveräne, sichere und rechtskonforme KI-Lösungen in die Verwaltung zu bringen. Fünf konkrete Use Cases sollen in diesem Jahr in der Verwaltung ausgerollt werden, darunter auch Lösungen, die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen unterstützen. Ganz klar ist, dass wir die Geschwindigkeit bei der Entwicklung sowie bei der Überführung von Prototypen in produktive Systeme erhöhen müssen. Eine interessante Lösung für Beraterinnen und Berater ist bereits in das Unternehmensserviceportal integriert: Grants4Companies liefert registrierten Unternehmen passende Fördervorschläge, die stetig weiterentwickelt werden, insbesondere mit den Ergebnissen aus dem ersten AI-Hackathon im Bundeskanzleramt.

„Entscheidend ist, ob Digitalisierung tatsächlich Zeit erspart, Amtswege verkürzt und den Zugang zur Verwaltung erleichtert.“

Was möchten Sie am Ende der Legislaturperiode auf jeden Fall erreicht haben – und woran sollen wir Sie messen?

Am Ende der Legislaturperiode möchten wir sagen können: Wir haben die digitale Verwaltung für unsere Bürgerinnen und Bürger spürbar einfacher gemacht. Konkret wollen wir erreichen, dass neun Millionen ID Austria im Einsatz sind und digitale Amtswege selbstverständlich und nutzerfreundlich funktionieren. Unser Anspruch ist es, dass Menschen bei Amtswegen nicht zuerst an Formulare, Zuständigkeiten und Wartezeiten denken, sondern an nutzerorientierte, verlässliche und sichere digitale Services. Entscheidend ist, ob Digitalisierung tatsächlich Zeit erspart, Amtswege verkürzt und den Zugang zur Verwaltung erleichtert.

Vielen Dank!

DIALOG

IN VILLACH

Von 28. bis 30. Mai 2026 versammelte die von der Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen veranstaltete Arbeits tagung mehr als 600 Teilnehmer:innen im Congress Center Villach; viele weitere verfolgten das Programm per Live-Stream.

Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen aus Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Finanzverwaltung sowie Themen, die Kanzleien und Prüfungsbetriebe derzeit besonders beschäftigen: beispielsweise rechtliche Sicherheit, Haftungs prävention, KI, digitale Kompetenzen, internationales Steuerrecht, Umsatzsteuer, Sozialversicherung und Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Hochkarätige Vortragende ordneten aktuelle Entwicklungen ein, gaben praxisnahe Einblicke und lieferten konkrete Impulse für die Arbeit in der Kanzlei. Neben dem dichten Fachprogramm bot die Tagung viel Raum für Vernetzung und Gespräche. Die ASW, Gastgeberin Ingrid Gritschacher, Präsidentin der KSW-Landesstelle Kärnten, und ihr Team sorgten für einen stimmigen Rahmen. So wurde die Arbeitstagung einmal mehr zu einem Ort, an dem Fachwissen, Dialog und Zukunftsperspektiven zusammenkamen.

Ende Mai wurde Villach zum Treffpunkt der Branche: Bei der Arbeitstagung 2026 standen drei Tage lang aktuelle Fachfragen, Zukunftsthemen und gemeinsame Herausforderungen im Mittelpunkt – ebenso wie der persönliche Austausch.

Finanzminister Dr. Markus Marterbauer gab per Liveschaltung Einblicke in das neue Doppelbudget.

KSW-Präsident Mag. Philipp Rath eröffnete die Arbeitstagung 2026 im Congress Center Villach.

Gastgeberin Mag. Ingrid Gritschacher, Präsidentin der KSW-Landesstelle Kärnten, begrüßte zahlreiche Teilnehmer:innen vor Ort und online.

Drei Tage Fachprogramm, Austausch und Vernetzung: Das Congress Center Villach wurde Ende Mai zum Treffpunkt des Berufsstands.

In den Pausen nutzten die Teilnehmer:innen die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.

v.l.n.r.: Mag. Dr. Roland Rief, KSW-Vizepräsident Prof. MMag. Dr. Klaus Hilber, SC Dr. Angelika Schätz, SC Univ.-Prof. DDr. Gunter Mayr und KSW-Präsident Mag. Philipp Rath.

KSW-Präsident Mag. Philipp Rath und Mag. Ingrid Gritschacher, Präsidentin der KSW-Landesstelle Kärnten, begrüßten die Gäste zum Kammerabend mit Dinner und Live-Musik.

BMF-Sektionschef Univ.-Prof. DDr. Gunter Mayr (stehend) und Mag. Dr. Roland Rief, Vorsitzender des Fachsenats für Steuerrecht (2.v.r.), informierten gut gelaunt über aktuelle Entwicklungen in der Unternehmensbesteuerung.

v.l.n.r.: KSW-Präsident Mag. Philipp Rath, KSW-Vizepräsidentin Mag. Kristina Weis, Mag. Ingrid Gritschacher, Präsidentin der KSW-Landesstelle Kärnten und KSW-Vizepräsident Mag. Franz Schmalzl

NEUER LANDESPRÄSIDENT IN VORARLBERG

ie KSW-Landesstelle Vorarlberg steht unter neuer Führung: Mit 1. Mai hat Matthias Feurstein die Funktion des Landespräsidenten übernommen. Er folgt auf Jürgen Reiner, der die Landesstelle 13 Jahre lang mit großem Engagement geleitet hat und der Kammer als Vizepräsident weiterhin mit seiner wertvollen Erfahrung zur Seite steht.

Matthias Feurstein ist als Steuerberater in Vorarlberg tätig und seit vielen Jahren in der Kammer engagiert. Als Prüfungskommissär ist er maßgeblich an der Ausbildung des Berufsnachwuchses beteiligt, als Mitglied des Kammertags vertritt er die Interessen der Vorarlberger Kolleginnen und Kollegen auf Bundesebene. Zuletzt war er Vizepräsident der Landesstelle und bringt damit umfassende Erfahrung in der Interessenvertretung auf Landesebene in seine neue Funktion ein.

Als Landespräsident möchte Feurstein vor allem den kollegialen Zusammenhalt in Vorarlberg stärken und die Interessen

der Mitglieder auf allen Ebenen vertreten. Besondere Anliegen sind ihm die Begleitung des digitalen Wandels im Berufsalltag sowie die Nachwuchsförderung. „Ich freue mich sehr auf diese verantwortungsvolle Aufgabe und darauf, gemeinsam mit den Mitgliedern die Zukunft unserer Landesstelle aktiv zu gestalten“, sagt Matthias Feurstein.

KSW-Präsident Philipp Rath dankt Jürgen Reiner im Namen der gesamten Kammer herzlich für seinen langjährigen Einsatz und die engagierte Führung der Landesstelle Vorarlberg. Matthias Feurstein wünscht er für seine neue Aufgabe viel Erfolg, Gestaltungskraft und alles Gute.

UPCAST #22:

PHILIPP RATH

IM GESPRÄCH

chritt für Schritt, Stein auf Stein“ – unter diesem Motto führt KSW-Präsident Philipp Rath die Standesvertretung durch eine Zeit des Wandels. In der 22. Folge des KSW-Upcast spricht er mit Host Birgit Schaller über sein erstes Jahr im Amt – und darüber, welche Themen den Berufsstand besonders bewegen.

Im Mittelpunkt stehen zentrale Aufgaben und Herausforderungen: der Einsatz für bessere politische Rahmenbedingungen, Fortschritte bei Entbürokratisierung und Digitalisierung sowie aktuelle Entwicklungen wie das neue Nachhaltigkeitsberichtsgesetz. Auch KI kommt zur Sprache – für Rath eine der wichtigsten Zukunftsfragen für den Berufsstand. Darüber hinaus gibt er Einblicke in seinen persönlichen Werdegang und erzählt, wie er Amt und Kanzleialltag miteinander vereinbart.

Jetzt reinhören unter www.ksw.or.at/podcasts und auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

Fotocredit: KSW, beigestellt
Upcast-Moderatorin Mag. Birgit Schaller und KSW-Präsident Mag. Philipp Rath
MMAG. DR. MATTHIAS FEURSTEIN, LL.M. ist seit 1. Mai Präsident der KSW-Landesstelle Vorarlberg.

Die Initiative „niemals-ohne“, die 2013 von der KSW ins Leben gerufen wurde, unterstützt Gründer:innen dabei, sich von Beginn an professionelle steuerliche Beratung zu sichern.

Der sogenannte Gründerbonus wird auf die erste Honorarnote einer Steuerberatungskanzlei angerechnet und erleichtert so den erfolgreichen Start in die unternehmerische Tätigkeit.

GUTE NACHRICHT FÜR

JUNGUNTERNEHMER:INNEN

Der Gründerbonus wurde von bisher 200 Euro auf nun 250 Euro erhöht. Damit erhalten Gründer:innen noch mehr Unterstützung bei der Umsetzung ihrer unternehmerischen Vorhaben. Doch nicht nur der Bonusbetrag steigt – auch Abwicklung und Service rund um den Gründerbonus haben sich in den vergangenen Jahren laufend weiterentwickelt.

Zu Beginn wurde der Bonus über Steuerberater:innen an deren Klient:innen ausbezahlt. Seitdem hat sich das System kontinuierlich verbessert und an die Bedürfnisse der Mitglieder und Gründer:innen angepasst. Im Jahr 2021 wurde eine wichtige Neuerung eingeführt: Bestellung und Abwicklung wurden auf ein Online-System umgestellt. Seitdem können Gründer:innen ihren Bonus unkompliziert über die Website www.gründerbonus.at beantragen. Die Umstellung reduziert den administrativen Aufwand für Steuerberater:innen und ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen Gründer:innen und der KSW.

STARK STEIGENDE NACHFRAGE Zahlen belegen die wachsende Bedeutung des Gründerbonus. Während 2013 noch 187 Anträge gestellt wurden, haben sich 2025 bereits 2.230 Personen für den Gründerbonus registriert. Die Zahl der zur Zahlung freigegebenen Boni lag im Jahr 2025 bei 1.600 – das Unterstützungsangebot wird somit stark genutzt. Der Gründerbonus trägt nicht nur zur finanziellen Entlastung bei, sondern stellt auch sicher, dass Gründer:innen von Anfang an professionelle steuerliche Beratung erhalten. Gerade zu Beginn ihrer unternehmerischen Laufbahn ist es entscheidend, sich

GRÜNDERBONUS AUF 250 EURO ERHÖHT

Mehr Unterstützung

für Gründer:innen – alle Infos zum Gründerbonus

mit Steuerberater:innen auszutauschen und alle steuerlichen und rechtlichen Aspekte im Blick zu haben. Der Bonus fördert somit nicht nur das Wachstum von Unternehmen, sondern stärkt auch die Beziehung zwischen Gründer:innen und Steuerberatungskanzleien.

KOSTENLOSE ERSTBERATUNG

Neben dem Gründerbonus bietet die KSW eine kostenlose telefonische Erstberatung an. Diese kann über die jeweilige Landesstelle der KSW vereinbart werden und hilft Gründer:innen, sich in der komplexen Welt der Unternehmensgründung besser zurechtzufinden. Zusätzlich finden Gründer:innen auf www.niemals-ohne.at zahlreiche Informationen und Tipps rund um das Thema Unternehmensgründung.

MAG. FRANZ SCHMALZL Vizepräsident der KSW

FREIGEGEBENE BONI PRO BUNDESLAND (2025)

Der Antrag auf den Gründerbonus kann bis zu zwei Jahre nach der Gründung gestellt werden und gilt für die erste Honorarnote einer Steuerberatungskanzlei. Alle Infos zur Beantragung finden Sie hier:

KI, E-RECHNUNG UND NEUE REALITÄTEN: WARUM JETZT DIE RICHTIGEN SCHRITTE ENTSCHEIDEND SIND

Künstliche Intelligenz, die verpflichtende E­ Rechnung, ein sich dynamisch veränderndes Berufsumfeld: Der Berufsgruppenausschuss der Steuerberater:innen setzt auf aktive Gestaltung statt abwartendes Beobachten.

er Berufsgruppenausschuss der Steuerberater:innen hat sich zur zentralen Aufgabe gesetzt, die tiefgreifenden Veränderungen durch Künstliche Intelligenz nicht nur zu beobachten, sondern aktiv zu begleiten und für unseren Berufsstand strategisch mitzugestalten. KI ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie verändert bereits heute Arbeitsprozesse, Mandant:innenkommunikation, Qualitätssicherung und die Organisation steuerlicher Beratung grundlegend. Gerade deshalb wäre es fahrlässig, diesen Wandel dem Zufall zu überlassen. Es ist unsere Aufgabe, gemeinsam Orientierung zu schaffen, Standards zu setzen und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Für einen Berufsstand, der Verlässlichkeit nicht nur verspricht, sondern lebt.

KI: GEZIELT VORBEREITEN STATT REAGIEREN Wir haben daher in den vergangenen Monaten erste strukturierte Schritte gesetzt, um das Thema KI fachlich und organisatorisch zu verankern. Im Mittelpunkt stehen Sensibilisierung, gezielter Wissensaufbau und die Etablierung eines fachübergreifenden Dialogs. Ziel ist es, Chancen und Risiken gleichermaßen zu beleuchten und den Berufsstand auf kommende Entwicklungen vorzubereiten. Dabei geht es nicht allein um technische Fragen, sondern ebenso um berufsrechtliche Verantwortung, Verschwiegenheit, Datenschutz, Qualitätssicherung und die künftige Rolle der steuerlichen Beratung in einer zunehmend automatisierten Arbeitswelt. Aktuell erarbeiten wir eine Roadmap, die fach -

senats- und ausschussübergreifend entwickelt wird und den strategischen Rahmen für die kommenden Jahre bilden soll. Konkret geplant sind Weiterbildungsinitiativen für Berufsangehörige und deren Mitarbeiter:innen, praxisnahe Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI-Anwendungen im Kanzleialltag, die systematische Beobachtung regulatorischer Entwicklungen auf europäischer Ebene sowie die Förderung eines kontinuierlichen Erfahrungsaustauschs innerhalb des Berufsstands. Darüber hinaus wird zu evaluieren sein, welche Tätigkeitsfelder sich durch KI verschieben und welche neuen Beratungsleistungen sich daraus entwickeln können. Denn wo KI, Automatisierung und Digitalisierung Raum schaffen, entsteht auch die Möglichkeit, Beratung tiefer, werthaltiger und strategischer zu gestalten.

Dabei ist uns ein realistischer Zugang ausdrücklich wichtig: Wir stehen am Beginn dieser Entwicklung. Viele Fragen sind noch offen, manche Technologien verändern sich beinahe monatlich. Umso entscheidender ist es, jetzt strukturiert anzusetzen und das nicht mit dem Anspruch auf abschließende Antworten, sondern mit dem Willen, den richtigen Prozess zu etablieren. Wir verstehen uns dabei als Plattform, als Impulsgeberin und als koordinierende Kraft, die den Berufsstand aktiv in diesen Prozess einbindet, statt ihn vor vollendete Tatsachen zu stellen.

E-RECHNUNG: MEHR ALS EINE TECHNISCHE ANPASSUNG

Parallel dazu wurde eine eigene Sub-Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich der bevorstehenden Einführung der elektronischen Rechnung im Rahmen von ViDA – „VAT in the Digital Age“ –widmet. Was auf den ersten Blick als technische Anpassungsaufgabe erscheinen mag, ist bei näherer Betrachtung ein tiefgreifender Systemwechsel: Die verpflichtende strukturierte E-Rechnung wird nicht nur Kanzleiprozesse, sondern auch die Beziehung zu Klient:innen nachhaltig verändern, insbesondere zu jenen kleinen und mittleren Unternehmen, die auf kompetente Begleitung durch diesen Übergang angewiesen sind. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Entwicklungen bei der bevorstehenden Einführung frühzeitig zu analysieren, praxisorientierte Empfehlungen zu erarbeiten und den Berufsstand rechtzeitig zu informieren.

Der Wandel ist spürbar. Er wird an Dynamik gewinnen. Und er wird nicht auf uns warten – deshalb müssen wir ihn aktiv mitgestalten.

PSCHERA-KRASSNIG

Vorsitzende des Berufsgruppenausschusses StB

Bezahlte Anzeige

MAG. CATHARINA

Ob auf TikTok, YouTube, der BeSt oder direkt an der Universität: Die Berufsgruppe der Steuerberater:innen bringt ihre Botschaft dorthin, wo junge Menschen anzutreffen sind – digital, persönlich und nah an ihrer Lebenswelt. Mit ihrer Frühjahrskampagne demonstriert sie, warum Steuerberatung auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz ein Beruf mit Perspektive bleibt.

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt – und damit auch die Steuerberatung. Insbesondere repetitive Tätigkeiten lassen sich durch neue Technologien schneller und effizienter bewältigen. Doch gerade dadurch tritt stärker in den Vordergrund, was den Beruf im Kern ausmacht: menschliche Expertise, Urteilsvermögen und Verantwortung.

Genau hier setzte die Frühjahrskampagne des Berufsgruppenausschusses der Steuerberater:innen unter der Leitung der Vorsitzenden Catharina Pschera-Krassnig an. Die zentrale Botschaft: KI macht die Steuerberatung nicht kleiner, sondern größer. Wenn Routinetätigkeiten weniger Raum beanspruchen, bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: Beratung, Gestaltung und unternehmerisches Mitdenken.

EIN BERUF MIT ZUKUNFT

Zwischen Mitte April und Ende Mai richtete sich die österreichweite Kampagne an 18bis 25-Jährige – an Schüler:innen und Studierende, die ihre berufliche Zukunft noch vor sich haben. Die Kampagne vermittelte: Steuerberatung ist kein Beruf von gestern, sondern ein Tätigkeitsfeld mit Zukunft, Verantwortung und Gestaltungsspielraum. Ausgespielt wurde sie auf YouTube, Instagram, TikTok, Facebook und Snapchat sowie auf Digital-out-of-Home-Screens an Schulen und Universitäten. Ergänzt wurde der Mediamix durch Online-Werbung wie

NAH DRAN AM NACHWUCHS

Podiumsdiskussion mit Mag. Catharina Pschera-Krassnig (2.v.l.) zu den „Skills für morgen“

Mag. Catharina Pschera-Krassnig, Vorsitzende des Berufsgruppenausschusses StB, im Informationsgespräch auf der BeSt 2026

Analog, digital, human: Der KSW-Auftritt auf der BeSt 2026

Eines der vier Sujets der neuen Frühjahrskampagne der Steuerberater:innen

Bestellen Sie jetzt die Sujets als Plakate für Ihre Kanzlei im KSW-Webshop:

Großer Andrang am Stand der KSW (sowie gleich daneben am Stand der ASW)

Univ.-Prof. Dr. Alexander Schopper, Vorstand des Instituts für Unternehmensrecht und Steuerrecht (links) und KSW-Vizepräsident Prof. MMag. Dr. Klaus Hilber

Die Kampagne wurde unter anderem auf Universitäten ausgespielt.

Skin Ads sowie gebrandete E-Trikes, die im Stadtgebiet für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten. Die Berufsgruppe war damit präsent, wo junge Menschen ihre Zeit verbringen – online wie offline.

BEST: BERUFSORIENTIERUNG

ZUM ANFASSEN

Auch auf der BeSt, Österreichs größter Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung, setzte die KSW ein starkes Zeichen. Von 12. bis 15. März informierten sich in der Messe Wien zahlreiche Schüler:innen und Studierende über Einstiegsmöglichkeiten, Lehrberufe wie Steuerassistent:in oder Personalverrechner:in sowie über klassische Karrierewege in Kanzleien.

Unmittelbar neben dem gut besuchten Stand der KSW bot die Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen vertiefende Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. So entstand ein praxisnahes Gesamtangebot für alle, die sich umfassend informieren wollten.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte eine Mario-Kart-Station am KSW-Stand. Sie bot einen niederschwelligen Einstieg ins Gespräch und verband Information mit Erlebnis – ein Ansatz, der bei den jungen Besucher:innen besonders gut ankam.

Ein inhaltlicher Höhepunkt war die Podiumsdiskussion „Skills für morgen“, an der Catharina Pschera-Krassnig teilnahm. Sie betonte: „Gerade in Zeiten von Digitalisierung, KI und wirtschaftlichem Wandel braucht es Menschen, die Zusammenhänge verstehen, um Unternehmen beraten zu können. Unsere Branche bietet jungen Talenten dafür hervorragende Perspektiven.“

DIREKTER KONTAKT AN DER UNIVERSITÄT Auch KSW-Vizepräsident Klaus Hilber engagiert sich aktiv in der Nachwuchsarbeit. Als Lehrender an der Universität Innsbruck nutzt er den unmittelbaren Kontakt zu Studierenden, um über die Aufgaben und Chancen der Steuerberatung zu informieren. Zuletzt gab er erneut Einblicke in die Praxis und zeigte auf, welche konkreten Perspektiven die Branche jungen Menschen eröffnet. Die Botschaft von Kampagne, Messeauftritt und persönlichem Austausch ist klar: Steuerberatung ist und bleibt ein Beruf mit Zukunft.

STEUERBERATUNG ROOKIE OF THE YEAR

„DER

BERUF IST OFT WIE EINE SCHNITZELJAGD“

Leon Schwarz erzielte 2025 das österreichweit beste Ergebnis bei der Steuerberater:innenprüfung. Im Interview erzählt unser „Rookie of the year“, wie er zum Beruf gefunden hat und was Steuerberatung und Schnitzeljagd gemeinsam haben.

ÜBER LEON SCHWARZ

Leon Schwarz LL.M. (WU), 25, studierte von 2020 bis 2026 Wirtschaftsrecht an der WU Wien, wo er sowohl den Bachelor als auch den Master absolvierte. Seit 2024 vertieft er seine Expertise durch das Masterstudium Steuern und Rechnungslegung, ebenfalls an der WU. Praktische Erfahrung sammelte der gebürtige Wiener über mehrere Jahre bei Zallmann Steuerberatung in Wien. Die Steuerberater:innenprüfung schloss er 2025 als Jahrgangsbester ab. Seit April 2026 ist er für Grant Thornton Austria tätig. Seine Freizeit verbringt Schwarz am liebsten beim Sport oder mit Freunden.

WARUM HABEN SIE SICH FÜR DEN BERUF DES STEUERBERATERS ENTSCHIEDEN?

Die Entscheidung war eher zufällig. Zu Beginn meines Wirtschaftsrechtsstudiums an der Wirtschaftsuniversität Wien wollte ich herausfinden, welche beruflichen Möglichkeiten sich daraus ergeben und praktische Erfahrung sammeln.

Die Steuerberatung erschien mir dabei als naheliegende Verbindung von Wirtschaft und Recht – auch wenn meine Vorstellung vom Berufsalltag noch recht abstrakt war. Mit der Zeit habe ich das Berufsbild besser verstanden und gemerkt, dass mir die Tätigkeit sehr liegt. Die Entscheidung für den Beruf war zum Zeitpunkt der Anmeldung als Berufsanwärter zwar noch alles andere als endgültig, hat sich aber zunehmend gefestigt. Kurz nach Ende meines Bachelors schickte ich die Anmeldung zur ersten Fachprüfung ab.

WAS FASZINIERT SIE AN IHREM BERUF –UND WARUM WÜRDEN SIE IHN WEITEREMPFEHLEN?

Für mich ist der Beruf oft wie eine Schnitzeljagd: Man arbeitet sich durch komplexe Fragestellungen, entwickelt Lösungen und erlebt am Ende den Moment, in dem alles zusammenpasst. Diese Kombination aus analytischem Denken, juristischer Arbeit und wirtschaftlichen Zusammenhängen macht die Tätigkeit für mich besonders reizvoll. Neben Flexibilität, Jobsicherheit und Verdienstmöglichkeiten würde ich den Beruf empfehlen, weil man stets gefordert ist und sich kontinuierlich weiterentwickelt.

SIE HABEN DIE STEUERBERATER:INNENPRÜFUNG

ALS JAHRGANGSBESTER ABGESCHLOSSEN –IHR PERSÖNLICHES ERFOLGSREZEPT?

Entscheidend war vor allem, wie viel Zeit ich investiert habe. Bei den Kursen für die erste Fachprüfung merkte ich schnell, dass es eine intensivere Vorbereitung braucht, als ich es aus dem Studium gewohnt war. Da ich die Prüfungen beim ersten Antritt schaffen wollte, habe ich viel Zeit eingeplant und das konsequent umgesetzt. Nach der zweiten Prüfung sah ich, dass mein Lernsystem in Kombination mit dem hohen Zeiteinsatz funktioniert – und blieb dabei. Vor den Prüfungen habe ich mir immer eine Woche Urlaub genommen und mindestens zehn Stunden am Tag gelernt. Als Nebeneffekt fielen die Prüfungen überdurchschnittlich gut aus.

WAS HAT SIE IN IHREM BISHERIGEN BERUFSLEBEN BESONDERS GEPRÄGT?

Das Prüfungsverfahren war wohl die prägendste Erfahrung in meinem bisherigen Berufsleben – fachlich und persönlich. Diese intensive Phase mit der gleichzeitigen Balance von Arbeit, Studium und Privatleben war sehr herausfordernd. Sie hat mir meine Grenzen aufgezeigt, mich aber auch wesentlich weitergebracht. Besonders wertvoll war der Zuspruch von Freunden, Familie und Kolleg:innen, für den ich sehr dankbar bin.

v.l.n.r.: Mag. Johannes Waltersam, KSW-Präsident Mag. Philipp Rath, Dr. Nikolaus Müller, Mag. Karl Fuchs, Mag. Harald Zagiczek, Tanja Posch MSc LL.M., Manuela Mayer, MA, iwp-Präsidentin Dipl.-Kfm. Univ. Dorotea Rebmann, KSW-Vizepräsidentin Mag. Kristina Weis

ETHIK AUF

DEM SPIELFELD

Ethische Fragen der Wirtschaftsprüfung, ein Fußballstadion als Schauplatz – und die Weltmeisterschaft vor der Tür: Die Filmvorführung von „Crossing the Line“ in der Generali ­Arena traf thematisch ins Schwarze.

Am 8. Juni, nur wenige Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft, luden der Berufsgruppenausschuss der Wirtschaftsprüfer:innen in der KSW und das Institut Österreichischer Wirtschaftsprüfer:innen (iwp) zur Vorführung des Lehrfilms „Crossing the Line“ in die GeneraliArena Wien. Der vom Institute of Chartered Accountants in England and Wales produzierte Film widmet sich zentralen ethischen Fragen und Herausforderungen der Wirtschaftsprüfung und verknüpft diese mit der Welt des Fußballs.

Im Mittelpunkt des einstündigen Films stehen zwei Prüfungsteams, die im Umfeld eines Fußballklubs und eines Softwareunternehmens mit wirtschaftlichem Druck, ethischen Konflikten und schwierigen Entscheidungen konfrontiert werden. Behandelt werden Themen wie Integrität, Professional Scepticism, Transparenz und Verantwortlichkeit – ebenso wie typische Risiken und Spannungsfelder der Prüfungspraxis.

Zwischen den vier Filmsequenzen wurden zentrale Fragestellungen direkt im Panel aufgegriffen und auf ihre Bedeutung für die Prüfungspraxis übertragen. Die drei Wirtschaftsprüfer:innen Tanja Posch, Johannes Waltersam und Nikolaus Müller brachten ihre fachliche Erfahrung ein; Harald Zagiczek, Vorstand des FK Austria Wien, ergänzte die Perspektive des Fußballklubs. Eröffnet wurde der Abend von iwp-Präsidentin Dorotea Rebmann und Karl Fuchs, Vorsitzender des Berufsgruppenausschusses der WP in der KSW. Durch die Paneldiskussion führten Fuchs und iwp-Vizepräsidentin Manuela Mayer.

Den Schlusspunkt setzte ein fröhliches Get-together mit persönlichen Gesprächen und fachlichem Austausch in eindrucksvoller Stadionatmosphäre.

v.l.n.r.: Mag. Johannes Waltersam, Tanja Posch MSc LL.M., Dr. Nikolaus Müller, Mag. Harald Zagiczek

Der Lehrfilm greift Themen wie Integrität, Transparenz und Verantwortlichkeit in der Prüfungspraxis auf.

Film ab: Mag. Karl Fuchs begrüßt zur Vorführung von „Crossing the Line“.

B-Kurs 2026

B-Kurs 2026

DIE

Weiterbildungsveranstaltung

des Berufsstandes 07. bis 11. September | Congress Saalfelden

B-Kurs 2026

B-Kurs 2026

IE Weiterbildungsveranstaltung des Berufsstandes

07. bis 11. September | Congress Saalfelden

DIE Weiterbildungsveranstaltung des Berufsstandes 07. bis 11. September | Congress Saalfelden

Eine Woche. Ein Ziel: fachliche Exzellenz und echte Vernetzung.

Eine Woche. Ein Ziel: fachliche Exzellenz und echte Vernetzung. In Saalfelden erwartet Sie DAS Vernetzungs- und Bildungsformat von führenden Expert:innen der WT-Branche. Hochaktuelle Fachinh inspirierende Begegnungen in besonderer Atmosphäre. Hier erweit Wissen, sondern auch Ihr Netzwerk.

DIE Weiterbildungsveranstaltung des Berufsstandes 07. bis 11. September | Congress Saalfelden

Eine Woche. Ein Ziel: fachliche Exzellenz und echte Vernetzung.

Saalfelden erwartet Sie DAS Vernetzungs- und Bildungsformat führenden Expert:innen der WT-Branche. Hochaktuelle Fachinh inspirierende Begegnungen in besonderer Atmosphäre. Hier erweit Wissen, sondern auch Ihr Netzwerk.

mit Vorträgen von:

StB Mag. Edith Capek, LL.M. (WU), StB Mag. Robert Rzeszut

In Saalfelden erwartet Sie DAS Vernetzungs- und Bildungsformat von führenden Expert:innen der WT-Branche. Hochaktuelle Fachinh inspirierende Begegnungen in besonderer Atmosphäre. Hier erweit Wissen, sondern auch Ihr Netzwerk.

mit Vorträgen von:

LL.M. MBA B.A., RA Dr. Clemens Jaufer, Hofrat Wilfried Le Thomas Walter, StB/RA MMag. Dr. Mario Perl. LL.M., CPA, S Fritsch, Univ. Prof. StB MMag. Dr. Klaus Hirschler, StB StB Mag. (FH) Jürgen Sykora, StB MMag. Elisabeth Hütter

Eine Woche. Ein Ziel: fachliche Exzellenz und echte Vernetzung. In Saalfelden erwartet Sie DAS Vernetzungs- und Bildungsformat des Herbstes – gestaltet von führenden Expert:innen der WT-Branche. Hochaktuelle Fachinhalte treffen auf inspirierende Begegnungen in besonderer Atmosphäre. Hier erweitern Sie nicht nur Ihr Wissen, sondern auch Ihr Netzwerk.

mit Vorträgen von:

mit Vorträgen von:

StB Mag. Edith Capek, LL.M. (WU), StB Mag. Robert Rzeszut LL.M. MBA B.A., RA Dr. Clemens Jaufer, Hofrat Wilfried Le Thomas Walter, StB/RA MMag. Dr. Mario Perl. LL.M., CPA, S Fritsch, Univ. Prof. StB MMag. Dr. Klaus Hirschler, StB

Rahmen- und Begleitprogramm

StB Mag. Edith Capek, LL.M. (WU), StB Mag. Robert Rzeszut LL.M. MBA B.A., RA Dr. Clemens Jaufer, Hofrat Wilfried Le Thomas Walter, StB/RA MMag. Dr. Mario Perl. LL.M., CPA, S Fritsch, Univ. Prof. StB MMag. Dr. Klaus Hirschler, StB StB Mag. (FH) Jürgen Sykora, StB MMag. Elisabeth Hütter, LL.M.

Rahmen- und Begleitprogramm

Rahmen- und Begleitprogramm

Teilnahmegebühr

Rahmen- und Begleitprogramm

StB Mag. Edith Capek, LL.M. (WU), StB Mag. Robert Rzeszut, StB Kristin Grasser, LL.M. MBA B.A., RA Dr. Clemens Jaufer, Hofrat Wilfried Lehner, StB MMag. Dr. Thomas Walter, StB/RA MMag. Dr. Mario Perl. LL.M., CPA, StB Mag. Klaus Fritsch, Univ. Prof. StB MMag. Dr. Klaus Hirschler, StB Mag. Dr. Stefan Steiger, StB Mag. (FH) Jürgen Sykora, StB MMag. Elisabeth Hütter, LL.M.

StB Mag. (FH) Jürgen Sykora, StB MMag. Elisabeth Hütter, LL.M.

Das Rahmen- bzw. Begleitprogramm aus sportlichen und Aktivitäten kann bei Anmeldung zugebucht werden.

Das Rahmen- bzw. Begleitprogramm aus sportlichen und sozialen Aktivitäten kann bei Anmeldung zugebucht werden.

EUR 490,– zzgl. USt. (EUR 588,– inkl. USt.)

Das Rahmen- bzw. Begleitprogramm aus sportlichen und sozialen Aktivitäten kann bei Anmeldung zugebucht werden.

Das Rahmen- bzw. Begleitprogramm aus sportlichen und sozialen Aktivitäten kann bei Anmeldung zugebucht werden.

Teilnahmegebühr

KSW-Berufsanwärter:innen: EUR 320,– zzgl. USt. (EUR 384,–inkl. USt.)

Teilnahmegebühr

c.ostermann@akademie-sw.at

c.ostermann@akademie-sw.at

+43-1-815 08 50-16

c.ostermann@akademie-sw.at

EUR 490,– zzgl. USt. (EUR 588,– inkl. USt.)

EUR 490,– zzgl. USt. (EUR 588,– inkl. USt.)

Teilnahmegebühr

inkl. Vortrag, Arbeitsunterlagen, Kaffeepausen

EUR 490,– zzgl. USt. (EUR 588,– inkl. USt.)

KSW-Berufsanwärter:innen: EUR 320,– zzgl. USt. (EUR 384,–inkl. USt.)

KSW-Berufsanwärter:innen: EUR 320,– zzgl. USt. (EUR 384,–inkl. USt.)

inkl. Vortrag, Arbeitsunterlagen, Kaffeepausen

inkl. Vortrag, Arbeitsunterlagen, Kaffeepausen

KSW-Berufsanwärter:innen: EUR 320,– zzgl. USt. (EUR 384,–inkl. USt.)

inkl. Vortrag, Arbeitsunterlagen, Kaffeepausen

ASW Workshops – Lernen durch Tun

ASW Workshops – Lernen durch Tun

ASW Workshops – Lernen durch Tun

ASW Workshops – Lernen durch Tun

In den Workshops der ASW steht aktives, praxisnahes Arbeiten im Mittelpunkt: mit realen Fallbeispielen, Moot-Courts, Live-Use-Cases und interaktiven Gruppenübungen – direkt anwendbar im Kanzleialltag.

Ob Finanzstrafrecht kompakt, KI im Steuer- und Rechnungswesen, internationale Personalverrechnung, Konsolidierung oder Umgründungen – die ASW bietet Workshops zu den Themen, die Wirtschaftstreuhänder:innen und ihre Mitarbeiter:innen wirklich

In den Workshops der ASW steht aktives, praxisnahes Arbeiten im Mittelpunkt: mit realen Fallbeispielen, Moot-Courts, Live-Use-Cases und interaktiven Gruppenübungen – direkt anwendbar im Kanzleialltag.

In den Workshops der ASW steht aktives, praxisnahes Arbeiten im Mittelpunkt: mit realen Fallbeispielen, Moot-Courts, Live-Use-Cases und interaktiven Gruppenübungen – direkt anwendbar im Kanzleialltag.

Ob Finanzstrafrecht kompakt, KI im Steuer- und Rechnungswesen, internationale Personalverrechnung, Konsolidierung oder Umgründungen – die ASW bietet Workshops zu den Themen, die Wirtschaftstreuhänder:innen und ihre Mitarbeiter:innen wirklich

Ob Finanzstrafrecht kompakt, KI im Steuer- und Rechnungswesen, internationale Personalverrechnung, Konsolidierung oder Umgründungen – die ASW bietet Workshops zu den Themen, die Wirtschaftstreuhänder:innen und ihre Mitarbeiter:innen wirklich bewegen.

In den Workshops der ASW steht aktives, praxisnahes Arbeiten im Mittelpunkt: mit realen Fallbeispielen, Moot-Courts, Live-Use-Cases und interaktiven Gruppenübungen – direkt anwendbar im Kanzleialltag. Ob Finanzstrafrecht kompakt, KI im Steuer- und Rechnungswesen, internationale Personalverrechnung, Konsolidierung oder Umgründungen – die ASW bietet Workshops zu den Themen, die Wirtschaftstreuhänder:innen und ihre Mitarbeiter:innen wirklich bewegen.

Klein, intensiv, wirkungsvoll: In überschaubaren Gruppen arbeiten Sie gemeinsam, diskutieren, hinterfragen, vertiefen und finden neue Lösungswege – begleitet von Expert:innen aus der Praxis.

Klein, intensiv, wirkungsvoll: In überschaubaren Gruppen arbeiten Sie gemeinsam, diskutieren, hinterfragen, vertiefen und finden neue Lösungswege – begleitet von Expert:innen aus der Praxis.

Klein, intensiv, wirkungsvoll: In überschaubaren Gruppen arbeiten Sie gemeinsam, diskutieren, hinterfragen, vertiefen und finden neue Lösungswege – begleitet von Expert:innen aus der Praxis.

Jetzt anmelden und aktiv mitgestalten –denn echtes Verstehen entsteht im Machen.

Klein, intensiv, wirkungsvoll: In überschaubaren Gruppen arbeiten Sie gemeinsam, diskutieren, hinterfragen, vertiefen und finden neue Lösungswege – begleitet von Expert:innen aus der Praxis.

Jetzt anmelden und aktiv mitgestalten –denn echtes Verstehen entsteht im Machen.

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Christian Ostermann

GASTKOMMENTAR

ERFOLGSSTORIES SEHEN ANDERS AUS

JOSEF URSCHITZ ist Wirtschafts kolumnist bei der Tageszeitung „Die Presse”.

Das Doppelbudget bringt neue und höhere Steuern, aber keine echten Reformen. Österreich verspielt damit eine weitere Chance zur nachhaltigen Konsolidierung.

D

as nächste Doppelbudget ist jetzt unter Dach und es ist, wie schon die vorangegangenen, eine Enttäuschung: Höhere und neue Steuern statt Einsparungen, weiterhin keine echten Strukturreformen, trotzdem anhaltend hohe Defizite und eine steigende Staatsschuldenquote. In Sachen Inflation liegen wir deutlich über dem Europaschnitt, in Sachen Wachstum sehr deutlich darunter. Erfolgsstories sehen anders aus. Natürlich ist die Konsolidierung der Staatsfinanzen jetzt nicht einfach: In den vergangenen Jahren haben die türkis-grünen Regierungen Kurz II, Schallenberg und Nehammer die Staatsfinanzen ja aus dem Lot gebracht, wie man es in der Geschichte der Zweiten Republik noch nicht gesehen hat. Gut, wir hatten die Covid-Pandemie, die Energiekrise nach dem Russen-Überfall auf die Ukraine und, für ein stark exportorientiertes kleines Land besonders bitter, die Rückkehr des Protektionismus durch die Trump’schen Zollorgien. Aber das hatten die anderen europäischen Länder auch. Fast alle davon sind wesentlich besser durch die Krisen gekommen. Wie denn das, wo doch Österreich nach dem Motto „koste es, was es wolle“ auf Wirtschaftsunterstützung und „Kaufkrafterhaltung“, wie man die Förderorgien genannt hat, gesetzt hatte wie kein anderes EU-Land? Die staatlichen Zuwendungen an Unternehmen und Private sind geradezu explodiert, erkauft durch eine Anhebung der Staatsschuldenquote von 71 Prozent im Jahr 2019 auf 81,5 Prozent im Vorjahr. Der Anteil der Staatsausgaben am BIP ist von 49,1 auf in der Spitze unfassbare 56 Prozent gestiegen.

VERLORENE JAHRE

Und was haben wir dafür bekommen? Ein verlorenes Jahrfünft: Das BIP pro Kopf liegt inflationsbereinigt noch immer um vier Prozent unter dem Wert des Vorkrisenjahres 2019. Nur Deutschland hat sich ähnlich schlecht entwickelt. In den meisten EU-Ländern ist die Kennziffer gestiegen, in einigen – Polen etwa oder Spanien – sogar deutlich. In Sachen Realwachstum sind wir in dieser Zeit innerhalb der EU von Platz 11 auf Rang 23 zurückgefallen.

„Schlechte Strukturen lassen sich mit Geld allein eben nicht beseitigen.“

Ein Desaster. Es zeigt, dass der Versuch, Probleme mit geborgtem Geld und höheren Steuern zuzuschütten –die Steuer- und Abgabenquote ist in der Zeit von 42,4 auf 45,5 Prozent gewachsen – schlicht gescheitert ist. Rekord-Schulden und Rekord-Steuereinnahmen konnten die Stagnation und den konjunkturellen Rückfall innerhalb Europas nicht einmal ansatzweise bremsen, geschweige denn verhindern. Schlechte Strukturen lassen sich mit Geld allein eben nicht beseitigen.

Die Konsequenz müsste eigentlich sein, massiv die notwendigen Strukturreformen einzuleiten und die Staatsausgabenquote auf einen zivilisierten Wert zu senken (etwa jenen von 2019, was einen Konsolidierungsbedarf von 32 Milliarden Euro ergäbe). Durch Einsparungen klarerweise, nicht durch noch höhere Steuern. So sehr man auch sucht, im Doppelbudget ist davon nichts zu finden. Eine weitere vertane Chance also.

Seit 25 Jahren steht das Österreichische Spendengütesiegel (OSGS) für Transparenz, Kontrolle und Verantwortung im Umgang mit Spendengeldern. Das Jubiläum wurde am 21. Mai in der Diplomatischen Akademie Wien gefeiert.

Rund 140 Gäste feierten das Jubiläum. Begrüßung durch Mag. Ernst Schmidt, Vorsitzender der AG OSGS

WVERTRAUEN BRAUCHT PRÜFUNG

Das 25-Jahre-Jubiläum wurde auch kulinarisch gewürdigt.

as 2001 auf Initiative von sechs Dachverbänden heimischer Non-Profit-Organisationen gemeinsam mit der KSW ins Leben gerufen wurde, ist aus Österreichs Spendenlandschaft heute nicht mehr wegzudenken: das Spendengütesiegel. Jährliche Prüfungen durch Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen stellen sicher, dass Spenden ordnungsgemäß und zweckentsprechend verwendet werden. Rund 270 Organisationen tragen das Siegel mittlerweile und repräsentieren damit mehr als 60 Prozent des jährlichen Spendenvolumens von rund 1,07 Mrd. Euro. Begonnen hat alles mit 44 Organisationen. Unter dem Motto „Gemeinsam Vertrauen stärken“ fand im Mai das 13. OSGS-Forum in Wien statt. Rund 140 Gäste nutzten die Veranstaltung für fachliche Impulse und Vernetzung. Ernst Schmidt, langjähriger Vorsitzender der AG OSGS der KSW, eröffnete den Tag. In Keynotes und Workshops ging es unter anderem um Desinformation, organisationale Resilienz und das neue EU-KI-Gesetz – Themen, die deutlich machen, wie anspruchsvoll die Arbeit von Spendenorganisationen ist.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier am Nachmittag würdigte KSW-Präsident Philipp Rath das Siegel als „unverzichtbares Instrument für Transparenz und Vertrauen“. Er zeichnete Organisationen aus, die es seit zehn oder 20 Jahren beziehungsweise seit Beginn tragen – darunter Licht für die Welt und Greenpeace. Moderiert wurde die stimmungsvolle Verleihung von Irmgard Krumpöck, die das OSGS seit seinen Anfängen in der KSW begleitet.

Fotos:
Sima
Prodinger und KSW

KSW-Präsident Mag. Philipp Rath (l.) zeichnete zahlreiche Spendengütesiegel-Organisationen aus. Im Bild: Alex Buchinger, GF von Licht für die Welt

Freude und Stolz bei den Vertreter:innen der heuer „ausgezeichneten" Non-Profit-Organisationen.

INTERVIEW

UNSER SIEGEL STEHT NICHT STILL

Franz Schmalzl, zuständiger Vizepräsident in der KSW, über Vertrauen, Berufsstand und die Zukunft des Spendengütesiegels.

Herr Vizepräsident, warum braucht es das Spendengütesiegel?

Spenden beruhen auf Vertrauen. Das Spendengütesiegel signalisiert, dass eine Organisation sorgfältig mit den ihr anvertrauten Geldern umgeht. In 25 Jahren hat es sich zu einer vertrauten Marke entwickelt. Durch die vereinfachte Beantragung der Spendenabsetzbarkeit ist es als Qualitätsmerkmal noch wichtiger geworden.

Welchen Wert hat das Siegel für den Berufsstand?

Sowohl Wirtschaftsprüfer:innen als auch Steuerberater:innen dürfen die Prüfung durchführen. Beide Berufsgruppen bringen ihre Kernkompetenzen ein und leisten einen aktiven Beitrag zur Stärkung des zivilgesellschaftlichen Vertrauens. Zugleich macht das Engagement sichtbar, welche gesellschaftliche Relevanz und Verantwortung der Berufsstand über die klassische Beratung hinaus übernimmt. Dass die KSW Mitträgerin des Siegels ist, unterstreicht diesen Anspruch zusätzlich.

Welche Herausforderungen sehen Sie?

Spendenorganisationen bewegen sich in einem herausfordernden Umfeld. Krisen erhöhen den Handlungsdruck, zugleich wird die Spendenbereitschaft selektiver. KI eröffnet neue Möglichkeiten in Kommunikation und Spendenakquise, wirft aber auch Fragen nach Datenethik, Transparenz und Missbrauchspotenzial auf. Das Siegel muss diese Entwicklungen aufnehmen, durch weiterentwickelte Prüfkriterien, stärkere Berücksichtigung von KI-Themen und klarere Kommunikation. Relevanz entsteht nicht durch Stillstand, sondern durch Anpassung an neue Realitäten.

MAG. FRANZ SCHMALZL KSW-Vizepräsident

Podiumsgespräch mit Vertreter:innen der fünf Parlamentsklubs. V.l.n.r.: Moderatorin Nina Kraft, Mag. Harald Stefan, MMag. Jakob Grüner, LL.M., Dr. Christoph Matznetter, Mag. Gertraud Auinger-Oberzaucher, Dr. Alma Zadić, LL.M.

v.l.n.r.: KSW-Präsident Mag. Philipp Rath, BUKO-Präsident Mag. Dr. Daniel Alge, KSW-Vizepräsidentin Mag. Kristina Weis

Auf Einladung von NR-Präsident Walter Rosenkranz präsentierte die Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs (BUKO) Ende April im Hohen Haus ihre Kompetenzen, Werte und berufsständischen Anliegen. Unter dem Titel „Freie Berufe im Wandel – unabhängig, kompetent, verschwiegen" diskutierten Vertreter:innen der neun Freiberufskammern mit Abgeordneten aller fünf Parlamentsfraktionen über die Zukunft der Freien Berufe. An diesem Abend standen die rechtsberatenden Berufe im Fokus –und insbesondere Fragen der Verschwiegenheit, Unabhängigkeit und Rechtssicherheit.

BUKO-Präsident Daniel Alge unterstrich die Systemrelevanz der Freien Berufe als unverzichtbare Institution der Zivilgesellschaft. Sie seien überall dort gefragt, wo es um zentrale Lebensbereiche wie Gesundheit, Recht, wirtschaftliche Existenz, Vermögen oder digitale Zukunft gehe. Im

GRENZÜBERSCHREITENDE UMGRÜNDUNGEN

Der KSW-Infoabend am Montag, 20. April, widmete sich grenzüberschreitenden Umgründungen. KSW-Vizepräsident Klaus Hilber begrüßte zahlreiche Berufsangehörige aus ganz Österreich sowie mit Christoph Hechenblaickner einen Vortragenden aus dem Stand der Notare. Im Fokus stand das EU-Umgründungsgesetz aus gesellschaftsrechtlicher Sicht. Behandelt wurden zentrale Fragen zu Hinaus- und Herein-Umwandlungen, Verschmelzungen und Spaltungen. Als praxisnahe Hilfestellung wurde ein Grundzeitplan vorgestellt, der alle Schritte bei einer Hinaus-Umwandlung – von der Einberufung der Generalversammlung bis zur Beschlussfassung – übersichtlich darstellt.

v.l.n.r.: MMag. Dr. Christoph Hechenblaickner und Erster KSW-Vizepräsident Prof. MMag. Dr. Klaus Hilber

DIE FREIEN BERUFE IM HOHEN HAUS

Mittelpunkt stehe dabei der größtmögliche Nutzen für Klient:innen, Patient:innen und Bürger:innen. Die Freien Berufe übernehmen wichtige Aufgaben effizient und kompetent, verursachen dem Staat aber keine Kosten.

ÖRAK-Präsident Armenak Utudjian appellierte an die Parlamentarier:innen, die Europarats-Konvention zum Schutz des Rechtsanwaltsberufs zu unterzeichnen – als klares Bekenntnis zu anwaltlicher Unabhängigkeit und Berufsgeheimnis als Grundlagen des Rechtsstaats. Weitere Themen des Abends waren der verantwortungsvolle Einsatz von KI sowie die Notwendigkeit klarer politischer Rahmenbedingungen zur Sicherung hoher Qualitätsstandards.

Die KSW war mit Präsident Philipp Rath, Vizepräsident Klaus Hilber und Vizepräsidentin Kristina Weis vertreten und unterstrich damit ihr Engagement für den direkten Austausch mit dem Gesetzgeber und den anderen Freiberufskammern.

DIE KSW AM BFG: CASE-STUDIES

EINMAL

ANDERS

Ende April erlebten zahlreiche Berufsanwärter:innen bei einer Schauverhandlung am Bundesfinanzgericht in Wien Steuerrecht hautnah. KSW­Vizepräsident Klaus Hilber begleitete und coachte den Berufsnachwuchs.

Von Klaus Hilber

Verhandlungen am Bundesfinanzgericht sind bekanntlich öffentlich. An diesem Apriltag war der Andrang besonders groß: Mehr als 150 Studierende und Berufsanwärter:innen folgten der Einladung des BFG, sodass die mündliche Verhandlung im geräumigen und bis auf den letzten Platz gefüllten „Dr. Peter Quantschnigg“-Festsaal abgehalten wurde. Möglich wurde die Teilnahme durch eine Initiative des BFG, insbesondere von Richter Gerald Ehgartner, der über Stefan Steibl, den Vorsitzenden des Berufsanwärter:innenAusschusses, zur Verhandlung eingeladen hatte.

Verhandelt wurde ein „echter“ Fall: Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Fahrzeuge der Marke Dodge RAM als Pritschenwagen im Sinne des § 4 der einschlägigen Verordnung anzusehen sind. Bereits vor Beginn wurden die angehenden Steuerrechtler:innen in einer ad hoc angesetzten Podiumsdiskussion auf den Fall eingestimmt. Die Vizepräsidentin des BFG, Andrea Müller-Dobler, Franz Philipp Sutter, Richter am Verwaltungsgerichtshof, BFGRichter Gerald Ehgartner sowie KSW-Vizepräsident Klaus Hilber, unter anderem zuständig für den Berufsnachwuchs, erläuterten grundlegende Bestimmungen des Verfahrensrechts und zentrale steuerrechtliche Aspekte des Verhandlungsgegenstands.

Dabei entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Berufsbilder „Richter:in am BFG“, „Finanzbedienstete:r“ und „Steuerberater:in“. Sutter, Ehgartner und Hilber warben jeweils für ihr eigenes Tätigkeitsfeld –durchaus mit kontradiktorischen Zugängen, aber stets mit gegenseitiger Wertschätzung. Für die Studierenden und Berufsanwärter:innen gab es fundierte fachliche Einblicke und auch einiges zum Schmunzeln und Lachen.

Am Ende der Verhandlung erlebten die Anwesenden den Beschluss der Senatsvorsitzenden, die auf die schriftliche Ausfertigung des Erkenntnisses verwies. Im Anschluss wurde diskutiert und über das Ergebnis spekuliert.

Hilber informierte im Rahmen der Veranstaltung auch wieder über seine Pläne zur Einführung eines Steuerrechts-MootCourts. Dabei handelt es sich um praxisorientierte Lehrveranstaltungen, die an möglichst allen Universitäten mit einem Steuerrechts-Institut stattfinden sollen. Gruppen von Studierenden sollen dabei einen Gerichtsfall „nachspielen“ und in den ihnen zugeteilten Rollen gegeneinander antreten. Die fachlichen Argumente der besten Gruppe sollen gewinnen und in die nächste Runde führen – bis hin zum bundesweiten Finale. Das Erlernen des Steuerrechts soll durch den praxisorientierten Zugang mehr Freude und Interesse bereiten.

v.l.n.r.: zwei FAÖ-Mitarbeiter:innen, Dr. Paul Hübner (Universität Wien), Mag. Dr. Franz Philipp Sutter (WU Wien, VwGH), Mag. Andrea MüllerDobler, MBA MSc (BFG-Vizepräsidentin), MMag. Gerald Ehgartner (BFG), Prof. MMag. Dr. Klaus Hilber (Erster KSW-Vizepräsident), Mag. Julia Cermak-Kapl, MA (Vorsitzende Richterin am BFG), Mag. Benedikt Schachner-Gröhs, MBA (Berichterstattender Richter am BFG)

Prof. MMag. Dr. Klaus Hilber, Erster KSW-Vizepräsident, coacht den Berufsnachwuchs bei einer BFG-Verhandlung.

N NEUER MASTER FÜR STEUERPROFIS

ASW und Hochschule Campus Wien starten ab September 2026 den berufsbegleitenden Master Professional Tax Consulting.

v.l.n.r.: Georg Klenner, Geschäftsführer

ASW, FH-Professorin StB Dr. Bianca Wöhrer, KSW-Präsident Mag. Philipp Rath, Studiengangsleiter Dr. Friedrich Stanzel (HCW)

MASTER PROFESSIONAL (MPR) TAX CONSULTING

• DAUER: 4 Semester, berufsbegleitend (120 ECTS)

• ORT: Hochschule Campus Wien, ASW

• BEGINN: September 2026

• KOSTEN: 14.900 Euro bei Einmalzahlung + ÖH-Beitrag (10 KSW-Stipendien à 7.350 Euro)

ach dem erfolgreichen Start des Bachelor Professional Tax Management erweitern die Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen (ASW) und die Hochschule Campus Wien (HCW) ihr Angebot: Ab September 2026 beginnt der Master Professional (MPr) Tax Consulting. Das Programm ist auf den Bedarf der Steuerberatungsbranche zugeschnitten und verbindet wissenschaftliche Expertise mit unmittelbarer Anwendbarkeit in der Praxis.

„Das konsekutive Masterprogramm baut gezielt auf den Bachelor Professional auf und schafft eine moderne, durchgängige Ausbildung für angehende Steuerberater:innen: praxisnah, fundiert und optimal mit dem Berufsalltag vereinbar“, sagt ASW-Geschäftsführer Georg Klenner. Ein Pluspunkt ist die Vorbereitung auf die Fachprüfungen für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung gemäß WTBG 2017. Bereits im ersten Semester stehen die Fachgebiete Rechnungslegung und BWL auf dem Programm. Für einen hohen Praxisbezug sorgen Lehrende aus Steuerberatung, Anwaltschaft, Finanzverwaltung und Gerichtsbarkeit.

v.l.n.r.: Prof. MMag. Dr. Klaus Hilber, Erster Vizepräsident der KSW sowie Dr. Elisabeth Purtscher und Niklas Nagy, MSc, LL.B. von der Prüfungsabteilung der KSW

Studiengangsleiter Friedrich Stanzel (HCW) betont, dass das Angebot die nächste Generation von Steuerstrateg:innen ausbildet: Studierende erwerben theoretisches Handwerkszeug, entwickeln strategisches Denken und lernen, steuerliche Daten als Grundlage unternehmerischer Entscheidungen zu interpretieren. So sollen sie aktiv an der digitalen Transformation der Branche mitwirken und innovative Beratungsansätze über die reine Compliance hinaus entwickeln.

FH-Professorin und Steuerberaterin

Bianca Wöhrer hebt die Aktualität und Praxisnähe der Inhalte hervor – von nationalem und internationalem Steuerrecht über Digitalisierung bis zu Beratungsund Compliance-Themen. Zudem sei das Studium gut neben dem Beruf absolvierbar.

Die KSW unterstützt die Studienangebote von ASW und HCW von Beginn an. Für das Master-Programm stehen der ersten Kohorte zehn Stipendien im Wert von je 7.350 Euro zur Verfügung. Für das Bachelor-Programm zahlte die KSW seit 2023/24 bereits 318.500 Euro an Stipendien aus.

KSW-Präsident Philipp Rath: „Die Studienangebote Bachelor Professional Tax Management und Master Professional Tax Consulting tragen maßgeblich dazu bei, dass die nächste Generation an Steuerexpert:innen top ausgebildet ins Berufsleben eintritt und für vielfältige Herausforderungen, etwa durch KI, gewappnet ist. Gleichzeitig bieten die Studiengänge absolute Praxisnähe: Wer sie abschließt, ist sofort bereit für das Berufsleben, aber auch bestens vorbereitet für die Fachprüfung. Dieses Studienprogramm zu fördern ist für uns ein Investment in die Zukunft und Qualität unseres Berufsstandes.“

PRÜFUNGSORDNUNG 2026

MIn einem Online ­Talk informierte die KSW über die Änderungen durch die neue Prüfungsordnung. Rund 350 Personen nahmen live teil.

it der Veröffentlichung der NaBeG-Gesetzesnovelle am 18. Februar 2026 und dem Inkrafttreten der neuen Prüfungsordnung 2026 am 31. März wurden wesentliche Elemente des Fachprüfungsverfahrens für Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen überarbeitet. Die Änderungen betreffen sowohl schriftliche Klausuren als auch mündliche Prüfungen. Um rasch Orientierung zu bieten, initiierte Klaus Hilber, zuständiger Vizepräsident der KSW, am 10. April 2026 einen Online-Prüfungstalk. Die kurzfristige Organisation unterstreicht den Anspruch der Kammer, bei dynamischen Entwicklungen im Prüfungswesen verlässliche und aktuelle Informationen bereitzustellen. Klaus Hilber betonte, wie wichtig ihm eine möglichst umfassende Klärung aller offenen Fragen ist.

Aktiv eingebunden war auch Stefan Steibl, Vorsitzender des Ausschusses der Berufsanwärter:innen. In den vergangenen Monaten fand ein intensiver Austausch mit ihm statt, um für den Berufsnachwuchs bestmögliche Lösungen zu erarbeiten.

Inhaltlich bot der Talk zunächst einen Rückblick auf die Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate. Danach wurden die Neuerungen bei den schriftlichen Klausuren erläutert – insbesondere inhaltliche Anpassungen in einzelnen Fachgebieten. Es folgte ein Überblick über Aufbau und Inhalte der neuen mündlichen Prüfungen. Abschließend ging es um die stärkere Durchlässigkeit zwischen den beiden Berufsgruppen sowie erweiterte Anrechnungsmöglichkeiten beim Erwerb der jeweils anderen Berufsbefugnis.

NÄHERE INFOS:

Das Interesse am Online-Prüfungstalk war groß: Rund 350 Berufsanwärter:innen, Prüfungskandidat:innen und Vertreter:innen des Berufsstands nahmen live teil. Auch die Aufzeichnung wurde im Anschluss vielfach abgerufen. Ergänzend stellt die KSW auf ihrer Website einen laufend aktualisierten FAQ-Katalog bereit.

JAB 4.0: KEIN MONOPOL – ABER IN DER PRAXIS WENIG AUSWAHL

Die Umstellung bei der Jahresabschlusseinreichung sorgt bei manchen im Berufsstand für Kritik. Sie landet aber nicht immer an der richtigen Adresse.

Erster KSW-Vizepräsident

FINANZONLINE:

E-BILANZ WIRD

EINGESTELLT

Das BMF stellt die Übermittlung der e-Bilanz über FinanzOnline mit Juni 2026 ersatzlos ein. Die Funktion war bislang nicht flächendeckend im Einsatz und wurde strukturell nicht weiterentwickelt.

Die KSW nimmt dies zum Anlass, eine weitere Vereinfachung anzustoßen: Künftig soll es möglich sein, Beilagen zur Jahressteuererklärung (und zur UVA) per Webservice automatisiert und zeitgleich mit der Steuererklärungsdatei in einem Vorgang zu übermitteln. Damit entfiele der zusätzliche Arbeitsschritt, Bilanzen (bzw. Belege zur UVA) im PDF-Format über die gesonderte Funktion einzureichen.

eit 1. Jänner 2026 können Jahresabschlüsse nicht mehr über FinanzOnline beim Firmenbuch eingereicht werden. Die Übermittlung erfolgt seither über JustizOnline oder den Elektronischen Rechtsverkehr der Justiz. Für JAb 4.0 stehen drei Wege offen: das Online-Formular in JustizOnline für FormblattEinreichungen, der XML-Upload über JustizOnline oder die Nutzung einer ERV-Übermittlungsstelle. Für Kanzleien, die bisher mit FinanzOnline gearbeitet haben, ist das ein Rückschritt. Der ERV stammt aus der Justizkommunikation und wurde nicht für die Abläufe unseres Berufsstands entwickelt – und das merkt man.

KEIN MONOPOL IM RECHTLICHEN SINN

Die manuelle Eingabe über JustizOnline ist zeitaufwändig, fehleranfälliger und mit Medienbrüchen verbunden – für Kanzleien mit Einreichungsvolumen also keine Dauerlösung. In der Praxis sind viele daher auf ihre Kanzleisoftware angewiesen. Wenn diese nur eine ERV-Anbindung unterstützt, besteht faktisch wenig Wahlfreiheit.

Von einem Monopol kann dennoch keine Rede sein: Das BMJ weist derzeit fünf mögliche ERV-Übermittlungsstellen aus. Dass große Softwareanbieter jeweils nur eine Schnittstelle – meist dieselbe – integrieren, ist eine technische und wirtschaftliche Entscheidung. Eine parallele Anbindung wäre aufwändig und wartungsintensiv. Auch eine Eigenzertifizierung ist kaum attraktiv, weil sie mehr als die Jahresabschlusseinreichung abbilden müsste. Wettbewerbsrechtliche Interventionen, die mitunter gefordert werden, würden also am Kern des Problems vorbeigehen.

WAS ÜBERMITTLUNGSSTELLEN LEISTEN Übermittlungsstellen sind keine bloßen Weiterleitungsdienste. Sie stellen eine gesicherte Verbindung

PROF. MMAG. DR. KLAUS HILBER

zum ERV her, prüfen Eingaben formal, leiten sie an die Justiz weiter und ermöglichen den Rückverkehr. Damit tragen sie Verantwortung für Betrieb, Verfügbarkeit, IT-Sicherheit und rechtliche Anforderungen. Die monatlichen Grundgebühren bewegen sich – je nach Anbieter – im unteren zweistelligen Bereich, dazu kommen Entgelte pro Übermittlung. Ein struktureller Preisvorteil eines einzelnen Anbieters ist derzeit nicht erkennbar. Auch FinanzOnline war übrigens nicht kostenlos – es wurde aus Steuermitteln finanziert. Der Unterschied liegt darin, wer jetzt die Rechnung sieht. In der Praxis werden die Kosten typischerweise an die Mandant:innen weiterverrechnet.

KRITIK JA – ABER GEZIELT

Dass sich bei der Jahresabschlusseinreichung der Kommunikationsweg der Justiz durchgesetzt hat, ist

vor dem Hintergrund strukturierter Offenlegung, neuer Berichtspflichten und europäischer Standardisierung nachvollziehbar. Wünschenswert wäre dennoch mehr Kooperation zwischen BMJ und BMF gewesen. Auf diese ressortübergreifende Weichenstellung hatte die KSW keinen Einfluss. Eingebunden zu sein bedeutet eben nicht, jede Entscheidung mitbestimmen zu können. Vieles konnten wir im Kontaktkomitee erfolgreich abwenden oder abändern – hier war es nicht möglich.

Ja, die Umstellung bringt realen Mehraufwand mit sich, und die Frustration mancher ist berechtigt. Den Monopolvorwurf an einzelne Marktteilnehmer zu richten oder der KSW Versäumnisse vorzuwerfen, greift aber zu kurz. Die Verantwortung liegt bei der politischen und administrativen Weichenstellung –und dorthin gehört unsere Kritik.

AUSTAUSCH MIT DER ÖSTERREICHISCHEN NOTARIATSKAMMER

Claus Spruzina, Präsident der Österreichischen Notariatskammer, der neu bestellte ÖNK-Generalsekretär Martin Humer sowie Alexander Winkler, Präsident der Notariatskammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland, besuchten im Mai die KSW. Im Gespräch mit KSW-Präsident Philipp Rath und Kammerdirektor Gerald Klement standen der Austausch zwischen den Berufsständen, aktuelle berufs- und wirtschaftspolitische Themen sowie die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs im Mittelpunkt.

v.l.n.r.: Martin Humer, Generalsekretär der ÖNK, ÖNK-Präsident Hon. Prof. Dr. Claus Spruzina, KSW-Präsident Mag. Philipp Rath, Mag. Alexander Winkler, Präsident der ÖNK für W/NÖ/Bgld, Dr. Gerald Klement LL.M., Kammerdirektor der KSW

LAUFEN VERBINDET

In der KSW schnüren einige Mitarbeiter:innen mit großer Begeisterung die Laufschuhe – und besonders gern bei gemeinsamen Laufevents. So gingen im April beim Vienna City Staffelmarathon gleich zwei KSW-Teams an den Start. Auch beim Wiener Frauenlauf Ende Mai im Prater war die Kammer vertreten. Für den nächsten sportlichen Einsatz wird bereits trainiert: den 24. Wien Energie Business Run im September.

Sportlicher Einsatz, gute Stimmung und viele gemeinsame Laufkilometer – Bewegung im KSW-Team macht Spaß!

DENKEN BERATUNG WEITER

Wie lassen sich Konflikte früh erkennen, Gespräche besser steuern und Klient:innen langfristig begleiten? Ein neues Fortbildungsformat setzt auf mediative Kompetenz als Erweiterung der Beratungspraxis.

Am 18. Juni 2026, dem Tag der Mediation, fiel der Startschuss für ein neues Format, das Beratung und Konfliktlösung stärker miteinander verzahnt. In einem einstündigen Online-Webinar erhielten Steuerberater:innen, Wirtschaftsprüfer:innen, Rechtsanwält:innen und Notar:innen Einblicke in praxisnahe Konfliktszenarien – und in Modelle, die zeigen, wo klassische Beratung an Grenzen stößt und Mediation neue Lösungen eröffnen kann.

Im Mittelpunkt standen neben dem Eskalationsmodell nach Glasl und dem Eisberg-Modell vor allem Fragen aus der Beratungspraxis: Wie können Berater:innen Konflikte früher wahrnehmen? Wie lassen sich schwierige Gespräche konstruktiv führen? Und wie trägt mediative Kompetenz dazu bei, Klient:innenbeziehungen zu stärken und die Qualität der Beratung nachhaltig zu verbessern?

Das kostenlose Webinar war als Interviewformat mit eingespielten Videosequenzen und Live-Moderation gestaltet und zugleich als anrechenbare Fortbildungseinheit konzipiert. Anbieterin des neuen Formats ist die Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen (ASW), die das Programm mit Unterstützung der KSW entwickelt und umsetzt. Unter dem Titel „Beratung weiter denken“ folgen ab Herbst drei vertiefende Seminare: Am 21. Oktober 2026 steht das Thema „Krisen als Chance“ im Fokus – etwa bei Trennung, Generationenwechsel oder Verkauf. Am 28. Jänner 2027 geht es um Mitarbeiterdynamiken in Kanzlei und Klientenbetrieb und am 13.April 2027 um Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor für KMU. Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

Fotocredit:

1. QUALITÄT ENTSTEHT

DURCH AUSTAUSCH UND STRUKTUR

Am Anfang dachte ich, gute Arbeit bedeutet, Aufgaben eigenständig zu lösen und erst abzugeben, wenn alles passt. Heute weiß ich: Qualität entsteht durch Erfahrung, Struktur und Kommunikation. Gerade als Berufsanwärter:in erkennt man nicht alle Fallstricke sofort. Bei Unsicherheit sollte man früh den Dialog mit erfahrenen Kolleg:innen suchen. Ebenso wichtig ist Mitschreiben. Wer Ergebnisse, Denkwege und Risiken konsequent festhält, erkennt mit der Zeit Muster. Eigene Checklisten helfen, Fehler zu reduzieren.

2. NETZWERKEN BEGINNT AM ERSTEN TAG

Zu Beginn war ich stark auf meine fachliche Entwicklung fokussiert und dachte, gute Arbeit werde automatisch wahrgenommen. Netzwerken erschien mir wie etwas für später. Dabei sind tragfähige Beziehungen kein Zusatz, sondern Teil der täglichen Arbeit. Netzwerken heißt nicht, oberflächliche Kontakte zu sammeln. Es bedeutet, echte Beziehungen aufzubauen: zu Kolleg:innen, Vorgesetzten, anderen Berufsanwärter:innen und später zu Klient:innen. Wer weiß, wie andere arbeiten und wo ihre Stärken liegen, stimmt sich leichter ab.

4. FEEDBACK BESCHLEUNIGT

Anfangs habe ich Kritik persönlich genommen. Mit der Zeit wurde klar: Feedback ist ein Werkzeug zur Verbesserung. Reviews dienen nicht dazu, Fehler bloßzustellen, sondern Qualität sicherzustellen. Entscheidend ist, zu verstehen: Warum wurde etwas geändert? Welche Fehler lassen sich vermeiden? Wer aktiv nach Feedback fragt, zeigt Lernbereitschaft und entwickelt sich schneller. Heute sehe ich Feedback auch in der Mitarbeiterführung als wichtiges Instrument.

5 DINGE, DIE ICH ALS BERUFSANWÄRTER GERNE FRÜHER GEWUSST HÄTTE

Stefan Steibl, Vorsitzender des Ausschusses der Berufsanwärter:innen, über wichtige Lektionen für einen leichteren Einstieg in den Berufsstand.

3.

SELBSTMANAGEMENT IST ENTSCHEIDEND

STEFAN STEIBL, BSC MA

Vorsitzender des Ausschusses der Berufsanwärter:innen

Am

Fachwissen ist essenziell, aber ohne gutes Selbstmanagement reicht es nicht aus. In den ersten Jahren laufen viele Themen parallel: Abschlüsse, Klient:innenprojekte, interne Aufgaben, Weiterbildung. Wer nur reagiert, ist beschäftigt, aber nicht unbedingt produktiv. Mir hat geholfen, Prioritäten zu setzen und jeden Tag die wichtigsten Aufgaben festzulegen. Auch Energiemanagement zählt: Konzentrationsstarke Phasen sollten für anspruchsvolle Aufgaben genutzt werden. Stress lässt sich nicht immer vermeiden, aber steuern.

5. KARRIERE IST KEIN KURZER WETTLAUF

Anfang wollte ich schnell vorankommen, Verantwortung übernehmen und mich beweisen. Dieser Anspruch kann Druck erzeugen. Viele Fähigkeiten im Berufsalltag – das Urteilsvermögen, die Erfahrung mit Mandant:innen, Empathie und strategisches Denken – wachsen über Jahre. Hilfreicher als der Vergleich mit anderen ist der Blick auf die eigene Entwicklung. Fortschritt ist nicht immer sofort sichtbar, aber er entsteht kontinuierlich. Geduld bedeutet nicht Passivität, sondern bewusstes Arbeiten an sich selbst.

MEIN FAZIT:

Die ersten Jahre sind intensiv. Entscheidend sind nicht nur fachliche Inhalte, sondern auch die Art zu arbeiten: Austausch suchen, Wissen festhalten, Systeme aufbauen, Feedback nutzen und Entwicklung langfristig betrachten. Und: Man muss nicht alles sofort können, aber wissen, wie und von wem man richtig dazulernt.

STB

v.l.n.r.: Persönliche Beratung durch StB Mag. Philipp Plattner und StB Mag. Josef Höck

TIROL Gründermesse der Wirtschaftskammer Tirol

Auch heuer war die KSW-Landesstelle Tirol bei der Gründermesse der Wirtschaftskammer Tirol vertreten und stand zahlreichen Gründer:innen sowie angehenden Unternehmer:innen als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Am Messestand informierten die Steuerberater Josef Höck und Philipp Plattner über steuerliche Fragestellungen, rechtliche Grundlagen und den Berufsalltag in der Steuerberatung. Ergänzt wurde das Programm durch Vorträge und Workshops zu Themen wie Finanzierung, Unternehmensaufbau und den steuerlichen Rahmenbedingungen der Selbstständigkeit. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie groß der Bedarf an persönlicher Beratung und praxisnaher Orientierung für Unternehmensgründer:innen ist.

LÄNDER NEWS

TIROL

Steuersprechtag zu GSVG und aktueller Judikatur

Der Steuersprechtag der KSW-Landesstelle Tirol widmete sich aktuellen Entwicklungen im Bereich GSVG sowie praxisrelevanter Judikatur zum Geschäftsführer. Vortragender Stefan Steiger gab zunächst einen Überblick über Spezialfragen des GSVG, insbesondere mit Blick auf Berufsanwärter:innen. Im Anschluss wurden aktuelle rechtliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Beratungspraxis diskutiert. Neben fachlichem Austausch bot die Veranstaltung Gelegenheit zur Vernetzung und zu Gesprächen in angenehmer Atmosphäre.

v.l.n.r.: StB Mag. Viktoria Ceipek-Gruber, LL.M. (Junge KSW), StB Dr. Stefan Steiger (Vortragender), StB Mag. Michael Reimair (Präsident der KSW-Landesstelle Tirol), StB Jasmin Jabinger, BSc LL.M. (Junge KSW), StB Mag. Philipp Alexander Plattner, LL.B. (Junge KSW)

career & competence 2026

Die KSW-Landesstelle Tirol war auch heuer auf der career & competence 2026 im Congress Innsbruck vertreten und informierte über die Berufsfelder der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Zahlreiche Gespräche am Messestand zeigten das große Interesse an den vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Berufsstandes. Vertreten wurde die Landesstelle am Vormittag von Thomas Hochschwarzer und Rafael Ellmerer sowie am Nachmittag von Yavuzhan Öztürk und Timur Zundja. Bereits im Rahmen des Pre-Openings nahm Michael Reimair, Präsident der KSW-Landesstelle Tirol, am Impulsvortrag von Zukunftsforscher Tristan Horx teil, der sich mit der Bedeutung persönlicher Begegnungen im digitalen Zeitalter auseinandersetzte. Die Messe bot wertvolle Möglichkeiten zur Vernetzung und beruflichen Orientierung.

v.l.n.r.: StB

am

und StB

Vortrag von StB Mag. Alexander Neuner an der Ferrarischule Innsbruck

Vortrag an der Ferrarischule Innsbruck

Am 7. April 2026 war Steuerberater Alexander Neuner an der Ferrarischule Innsbruck zu Gast und gab den Schüler:innen Einblicke in die Berufsbilder Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Im Mittelpunkt standen der Berufsalltag sowie Themen, die besonders für den Berufseinstieg relevant sind: Behandelt wurden unter anderem Arbeitnehmerveranlagung, arbeitsrechtliche Grundlagen rund um den ersten Job sowie wichtige Inhalte von Dienstvertrag, Kollektivvertrag und Mindestlohn. Der Vortrag bot den Jugendlichen eine erste Orientierung und zeigte, welche vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten die Branche eröffnet.

Steuerfrühstück mit Assoz. Prof. StB MMag. Dr. Verena Hörtnagl-Seidner und StB Mag. Michael Reimair

Steuerfrühstück

„Ermessen im Abgabenrecht“

„Wie viel Spielraum steckt eigentlich im Abgabenrecht?“ Mit dieser Fragestellung eröffnete die KSW-Landesstelle Tirol am 15. April 2026 ihr Steuerfrühstück. In ihrem Vortrag zeigte Verena Hörtnagl-Seidner auf, wo steuerrechtliche Gestaltungsspielräume liegen und welche rechtlichen Grenzen zu beachten sind. Anhand praxisnaher Beispiele wurde deutlich, wie entscheidend fachliches Fingerspitzengefühl in der täglichen Beratung sein kann. Das anschließende Frühstücksbuffet bot den Teilnehmer:innen die Gelegenheit, sich in kollegialem Rahmen mit der Vortragenden auszutauschen.

TIROL
TIROL
Mag. Michael Reimair
Mag. Rafael Ellmerer
Messestand der KSW-Landesstelle Tirol auf der career & competence 2026
TIROL

KÄRNTEN

KI als Basistechnologie

v.l.n.r.: RA Hon.-Prof. Dr. Bernhard Fink, Präsident der Rechtsanwaltskammer für Kärnten, StB Univ.-Prof. Dr. Sabine Kanduth-Kristen, LL.M., StB Mag. Ingrid Gritschacher, Präsidentin KSW-Landesstelle Kärnten und StB Dr. Ernst Komarek, MSc (WU)

KÄRNTEN

Fachimpuls zum Betrugsbekämpfungsgesetz

Gemeinsam mit der Rechtsanwaltskammer für Kärnten durfte die KSW-Landesstelle Kärnten Ende März zahlreiche Teilnehmer:innen aus beiden Berufsständen zu einem hochkarätigen Fachimpuls zum Betrugsbekämpfungsgesetz 2025 begrüßen.

Sabine Kanduth-Kristen und Ernst Komarek, Mitglieder des Fachsenates für Steuerrecht der KSW, vermittelten die Inhalte anschaulich und mit starkem Praxisbezug. Im Anschluss bot die Veranstaltung viel Raum für fachliche Diskussionen und Erfahrungsaustausch.

KÄRNTEN

Female Economic Empowerment Day

Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant zur Schlüsseltechnologie unserer Zeit. Welche Veränderungen kommen auf Schüler:innen zu? Und welche Verantwortung tragen Politik, Wirtschaft und Bildung? Diese Fragen standen am 10. April 2026 im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion an der HAK1 International Klagenfurt. Einig waren sich die Diskutierenden darin, dass junge Menschen nicht nur technisch, sondern auch kritisch und verantwortungsvoll im Umgang mit KI geschult werden müssen. Der Tenor des Abends: KI ist ein leistungsfähiges Werkzeug – entscheidend ist, wie wir es einsetzen.

v.l.n.r.: Landesrat Mag. Peter Reichmann, MBA, Mag. Ingrid Gritschacher, Präsidentin KSW-Landesstelle Kärnten und KI-Experte Dipl.-Ing. Patrick Ratheiser, MSc

In Kooperation mit der Kärntner Sparkasse fand bereits zum dritten Mal der Female Economic Empowerment Day – kurz FEED 2026 – statt. Rund hundert Unternehmerinnen folgten Anfang März der Einladung der KSW-Landesstelle Kärnten sowie der Notariatskammer und der Rechtsanwaltskammer für Kärnten.

Die Teilnehmerinnen erhielten wertvolle Impulse und praktische Tipps rund um rechtliche und finanzielle Absicherung sowie Vorsorge. Auch der Austausch kam nicht zu kurz: Business Breakfast, Pausen und Mittagsbuffet boten zahlreiche Gelegenheiten zum Netzwerken.

v.l.n.r.: RA Mag. Kornelia Kaltenhauser, LL.M., Mag. Katharina Haiden-Fill, MBL, Vizepräsidentin der Notariatskammer für Kärnten, Mag. Ingrid Gritschacher, Präsidentin der KSW-Landesstelle Kärnten und StB Mag. Christiane Holzinger, Verein Female Finance Future

Fotocredit:
KSW
Kärnten, Marion Assam,
Birgit Karnel

v.l.n.r.: Mag. Tom Schicho, Interreg Koordinierungsstelle Land Kärnten, RA Dr. Julia Kusternigg, WP/StB Mag. Paola Strozzi, Mag. Ingrid Gritschacher, Präsidentin KSW-Landesstelle Kärnten, StB Mag. Selina Greile-Preßler, BA BSc, Univ.Prof. DI Dr. Erich Schwarz, Leiter aspire! Center for Entrepreneurship, Mag. Isabella Hold, aspire! Center for Entrepreneurship und Alexander Mann, startupcarinthia

KÄRNTEN

Starting up in Carinthia

Volles Haus beim ersten englischsprachigen Austauschformat „UNTERNEHMA WOS – International Edition“: Am 5. März 2026 informierten Vertreter:innen der Partnerinstitutionen aus dem Kärnten Gründungsnetzwerk im NEXUS Community Hub der Universität Klagenfurt über Gründung, Betriebsnachfolge und Unternehmertum in Österreich. Im Anschluss nutzten die Teilnehmer:innen Speed-DatingSessions, um individuelle Fragen zu klären und Kontakte zu knüpfen.

KÄRNTEN

AI & TaxTech Day in Klagenfurt

Der 1. AI & TaxTech Day in Klagenfurt brachte Ende Februar Praxis, Technologie und strategische Perspektiven eindrucksvoll zusammen. Diskutiert wurde, wie der Berufsstand konkret von KI profitieren kann, welche Tools echten Mehrwert bieten und worauf es bei Change- und Prozessmanagement, Datenqualität und Ethik ankommt. In den Vorträgen wurde eine Zukunft skizziert, die „super human, super digital“ sein wird – mit bereits heute messbaren Effizienzgewinnen in Compliance, Analysen und Reporting. Anhand der Lösungen von LexisNexis Österreich wurde deutlich, wie leistungsfähig die Kombination von Recherche-Tools, KI-Assistenten und dem Prinzip „human in command“ schon jetzt ist. Der Austausch mit Praktiker:innen vor Ort zeigte einmal mehr: Die Zukunft der Steuerberatung verbindet Mensch & Technologie – und sie hat längst begonnen.

KÄRNTEN

Fachabend zur

Immobilienertrag steuer

Gemeinsam mit der Notariatskammer für Kärnten lud die KSW-Landesstelle Kärnten im März zu einem gut besuchten Fachabend rund um Immobilienertragsteuer und Grunderwerbsteuer. Sabine Kanduth-Kristen gab wie gewohnt einen pointierten und praxisnahen Überblick über aktuelle Rechtsfragen – insbesondere im Zusammenhang mit familieninternen Übertragungen. Die Teilnehmer:innen nutzten die Veranstaltung für fachliche Gespräche, Erfahrungsaustausch und konkrete Impulse für die Beratungspraxis.

v.l.n.r.: Mag. Katharina Haiden-Fill, Vizepräsidentin Notariatskammer für Kärnten, StB Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Kanduth-Kristen, LL.M. und Mag. Ingrid Gritschacher, Präsidentin KSW-Landesstelle Kärnten

AI & TaxTech Day in Klagenfurt

v.l.n.r.: Mag. Peter Bartos, Präsident der KSW-Landesstelle Wien, Thomas Willerstorfer, MSc, Regionaler Leiter der Finanzpolizei Wien und Mag. Maria Nagy-Auer, Vizepräsidentin der KSW-Landesstelle Wien

Aufmerksamer Austausch beim „Round Table Finanzpolizei“ der KSW-Landesstelle Wien: Die Teilnehmer:innen erhielten Einblicke in die aktuelle Betrugsbekämpfungspraxis und brachten ihre Praxiserfahrungen ein.

WIEN/NIEDERÖSTERREICH

Round Table

Finanzpolizei

Der „Round Table Finanzpolizei“ der KSW-Landesstelle Wien am Mittwoch, 6. Mai 2026, brachte zentrale Fragen der Betrugsbekämpfung auf den Tisch. Landespräsident Peter Bartos und Landesvizepräsidentin Maria Nagy-Auer begrüßten zahlreiche Berufsangehörige in den Wiener Kammerräumlichkeiten zum offenen Austausch mit Thomas Willerstorfer, Regionaler Leiter der Finanzpolizei Wien. Im Mittelpunkt stand die aktuelle Betrugsbekämpfungspraxis im Zusammenhang mit Scheinfirmen. Willerstorfer gab Einblicke in die Arbeit der Finanzpolizei und erläuterte aktuelle Herausforderungen. Die Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen aus ihrem Berufsalltag einzubringen und Anliegen des Berufsstandes aus der Praxisperspektive zu schildern. Der offene und konstruktive Dialog machte deutlich, wo Verbesserungspotenzial besteht und welche Stolpersteine in der täglichen Zusammenarbeit noch zu beseitigen sind. Ziel ist eine noch effizientere Kooperation im Sinne einer fairen und praxistauglichen Vollzugspraxis.

Foto: KSW, beigestellt

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VORARLBERG

Der KSW-Stand auf Vorarlbergs größter Jobmesse

v.l.n.r.: Mag. Marco Tittler, MMag. Münevver Sahin, Sarah Hubmann, Daniel Ammann, David Dönz, Mag. Bernhard Natter, MMag. Dr. Matthias Feurstein, LL.M.

Angelobung in Vorarlberg

Ende Februar fand in den Räumlichkeiten der Vorarlberger Landesregierung die Angelobung von fünf neuen Kolleg:innen statt. Eingeladen hatte Landesrat Marco Tittler, der dabei die bedeutende Rolle des Berufsstands für die Vorarlberger Wirtschaft hervorhob: Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage sei die fachkundige Begleitung von Unternehmen wichtiger denn je.

Matthias Feurstein von der KSW-Landesstelle Vorarlberg gratulierte den frisch Angelobten herzlich: „Man spürt förmlich, wie die Wirtschaft Vorarlbergs bei Ihnen in guten Händen sein wird." Er ermunterte sie, neugierig zu bleiben, sich kontinuierlich fortzubilden und ihren Mandant:innen mit fundierten Ratschlägen zur Seite zu stehen. Zugleich würdigte er die Vielseitigkeit des Berufs – mit spannenden Aufgaben, interessanten Begegnungen und immer neuen Herausforderungen – und dankte den Angehörigen für ihre Unterstützung während der fordernden Ausbildungszeit.

WIEN/NIEDERÖSTERREICH

Direkter Draht zur KSW

Seit Jänner 2026 bieten die KSW-Landesstellen Wien und Niederösterreich ihren Mitgliedern ein neues Serviceformat: In regelmäßigen Sprechstunden haben sie die Möglichkeit, persönliche Anliegen, Ideen und Herausforderungen direkt mit Peter Bartos, Präsident der KSW-Landesstelle Wien, und Paul Heissenberger, Präsident der KSW-Landesstelle Niederösterreich, zu besprechen.

Die ersten beiden Termine fanden am 14. Jänner und am 23. April in den Räumlichkeiten der Kammer in Wien statt. Das Interesse war groß: Die Sprechstunden wurden von den Mitgliedern sehr gut angenommen und unterstreichen den Wunsch nach direktem Austausch mit den Landesstellen. Im Herbst geht es weiter!

VORARLBERG

Jobmesse Vorarlberg

Mitte März organisierte die FH Vorarlberg die Jobmesse 2026 – und die KSW-Landesstelle Vorarlberg war bereits zum zweiten Mal mit einem eigenen Stand vertreten. Die Veranstaltung bot mit mehr als hundert ausstellenden Arbeitgebenden aus Industrie, Wirtschaft, sozialen Einrichtungen und öffentlichen Institutionen an die tausend Jobchancen sowie ein abwechslungsreiches Programm mit über einem Dutzend Karriere-Pitches. Zahlreiche Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, sich am größten Jobmarktplatz der Region zu informieren – ein volles Haus war die Folge.

Auch der KSW-Stand erfreute sich mit rund 800 Kontakten reger Nachfrage. Ein Quiz sorgte für Aufmerksamkeit und bot einen gelungenen Gesprächseinstieg; darüber hinaus konnten den Interessierten 20 offene Stellen in Vorarlberger Kanzleien präsentiert werden. Unterstützt wurde der Messeauftritt von acht Kolleg:innen sowie Berufsanwärter:innen aus sechs Kanzleien. Das Feedback aller Beteiligten bestätigt: Die Jobmesse 2026 war ein voller Erfolg und ist eine wertvolle Plattform, um den Berufsstand sichtbar zu machen und den Nachwuchs gezielt anzusprechen.

Gleich notieren! Die nächste Sprechstunde findet am Donnerstag, 17. September 2026 von 9:00 bis 12:00 Uhr statt, eine Einladung mit Terminbuchung folgt.

VORARLBERG

v.l.n.r.: (vorne): FH-Prof. René Peter Thaller, BA MA, Mag. Doris Wagner, Mag. Klaus Gaedke mit den Studierenden

STEIERMARK

Präsentation am Campus 02

Die KSW-Landesstelle Steiermark war auch heuer wieder zu Gast im berufsbegleitenden Studiengang Rechnungswesen & Controlling am Campus 02. Doris Wagner und Klaus Gaedke gaben spannende Einblicke in die Berufsbilder Steuerberater:in und Wirtschaftsprüfer:in sowie in die damit verbundenen Ausbildungs- und Karrierewege. Besonders erfreulich: Ein Fünftel der Studierenden arbeitet bereits in Kanzleien und kann so Theorie und Praxis optimal verbinden. Herzlichen Dank an René Thaller für die hervorragende Zusammenarbeit!

STEIERMARK

Update zu KFS/BW 1

Klaus Rabel, Leiter des Fachsenats für Unternehmensrecht, und sein auf Unternehmensbewertung spezialisierter Kollege

Markus Pellet gaben rund 60 Teilnehmer:innen einen fundierten Überblick über die Neuerungen und Änderungen in der Neufassung des Fachgutachtens. In gewohnt brillanter Form referierten sie über die Auswirkungen von KFS/BW 1 auf die Bewertung von KMU und standen im Anschluss für Fragen zur Verfügung. So sieht praxisnahe Wissensvermittlung durch hochkarätige Fachleute aus. Wir danken im Namen des steirischen Berufsstandes ganz herzlich!

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Mag. Dr. Klaus Rabel, Mag. Klaus Gaedke, Mag.

v.l.n.r.: Vizepräsidentin Notarin Mag. Marcella Handl, Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine Kanduth-Kristen, LL.M., Mag. Klaus Gaedke, Notarin Dr. Astrid Leopold

STEIERMARK ImmoESt gemeinsam beleuchtet

Interdisziplinärer Austausch wird in der Steiermark aktiv gelebt: Die Kooperationsveranstaltungen mit der Notariatskammer haben bereits lange Tradition. Diesmal standen die Immobilienertragsteuer sowie deren Berechnung im Hinblick auf Umwidmungen in Bauland nach dem 31. Dezember 2024 im Fokus.

Sabine Kanduth-Kristen, Doyenne der ImmoESt, präsentierte den künftig anzuwendenden Umwidmungszuschlag und ging detailliert auf die gesetzlichen Neuerungen sowie deren praktische Auswirkungen ein.

Knapp 80 Teilnehmer:innen aus beiden Berufen nutzten die Gelegenheit für ein wichtiges Update zu diesem hochaktuellen Thema. Im Anschluss wurde in lockerer Runde diskutiert – dabei wurde der Wert solcher Gemeinschaftsveranstaltungen einmal mehr sichtbar. To be continued!

Markus Pellet

v.l.n.r.: Mag. Dr. Eva Haase-Pietsch, Dr. Beatrice Gruber, Dr. Gudrun Zweiker, Mag. Astrid Stadlober-Lang

STEIERMARK

Starkes Frauennetzwerk

Die von den Ziviltechnikerinnen Steiermark und Kärnten ins Leben gerufenen Netzwerktreffen der Frauen in freien Berufen erfreuen sich seit Beginn großer Beliebtheit. Diesmal folgten rund 60 Ärztinnen, Apothekerinnen, Architektinnen, Notarinnen, Rechtsanwältinnen, Zahnärztinnen, Steuerberaterinnen und Wirtschaftsprüferinnen der Einladung in die Landesstelle, wo sie ein vielseitiges Programm erwartete.

Astrid Stadlober-Lang zeigte in ihrem Vortrag, wie Führen ohne Überlastung gelingen kann und wie Gelassenheit trotz vielfältiger Rollen möglich wird. Die Ärztinnen Beatrice Gruber und Gudrun Zweiker gaben praxisorientierte Impulse zum Thema Gesundheitsvorsorge für Frauen.

Eva Haase-Pietsch, Gastgeberin der diesjährigen Veranstaltung, freute sich über das positive Feedback und die hervorragende Stimmung beim anschließenden Austausch in gemütlicher Atmosphäre.

STEIERMARK

Berufsanwärter:innentag

Vernetzen, lernen, Spaß haben – das waren auch heuer wieder die Eckpfeiler des Berufsanwärter:innentages, der Ende April bei strahlendem Wetter in der Landesstelle Steiermark stattfand. Rund 30 junge Kolleg:innen folgten der Einladung, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden.

Doris Wagner und Klaus Gaedke führten durch das abwechslungsreiche Programm: Fitnesscoachin Katrin Nerad gab wertvolle Tipps für einen leistungs- und gesundheitsorientierten Lifestyle, Edith Huber-Wurzinger brachte Licht in das anspruchsvolle Thema „Lieferungen und sonstige Leistungen in der Umsatzsteuer“, und Mitglieder des steirischen Prüfungsausschusses plauderten aus dem Nähkästchen.

Vegetarische Snacks am Nachmittag sowie Dinner & Drinks am Abend boten den passenden Rahmen für persönlichen Austausch. Die jungen Kolleg:innen genossen das Miteinander – und freuen sich schon auf das nächste Mal!

Mittendrin im Trubel: Mag. Doris Wagner, Mag. Katrin Nerad, Mag. Catharina Pschera-Krassnig und Mag. Klaus Gaedke mit den Berufsanwärter:innen

OBERÖSTERREICH

Neuer Wartebereich in der Landesstelle

In der KSW-Landesstelle Oberösterreich gibt es ab sofort einen neuen Wartebereich. Anlass ist das steigende Interesse an den mündlichen Prüfungen, die immer häufiger auch von Zuhörer:innen besucht werden. Die neue Verweilmöglichkeit sorgt für eine angenehmere Atmosphäre und bietet zugleich Raum für Austausch und Netzwerken zwischen Prüfungskandidat:innen und Zuhörer:innen.

FH-Prof.

Der neue Wartebereich in der KSW-Landesstelle Oberösterreich bietet Raum zum Ankommen, Austauschen und Netz werken.

OBERÖSTERREICH

DiplomarbeitsWettbewerb der FH OÖ Campus Steyr

Bereits zum zwölften Mal lud die FH OÖ Campus Steyr zum österreichweiten Diplomarbeits-Wettbewerb des Studiengangs Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement. Maturant:innen von Handelsakademien und Höheren Bundeslehranstalten für wirtschaftliche Berufe präsentierten dabei ihre wirtschafts- bzw. finanzbezogenen Abschlussarbeiten vor einer hochkarätigen Jury. Hauptsponsor des Wettbewerbs ist seit Beginn die KSW-Landesstelle Oberösterreich. Nach einer Vorauswahl wurden neun Projekte zum Finale nach Steyr eingeladen. Dort präsentierten die Teams ihre Arbeiten und stellten sich den Fragen der Jury. Den ersten Platz und ein Preisgeld von 1.000 Euro sicherten sich David Hochauer und David Ofner von der HAK digBiz Ybbs mit ihrer Diplomarbeit „Quant Compare Center“. Betreut von Markus Meyerhofer, überzeugten sie mit einem digitalen Marktplatz für Handelsstrategien auf Finanzmärkten. Nutzer:innen können dort Strategien testen, Handelsalgorithmen einsetzen oder bestehende Ansätze weiterentwickeln. Platz zwei ging an die HLW Schrödinger aus Graz mit einem Projekt zur Finanzbildung für Jugendliche. Den dritten Platz erreichte die HTL Perg mit „ETF Analyzer Pro“, einer Anwendung zur Analyse von Exchange Traded Funds.

v.l.n.r.:
Mag. DI Peter Hofer (FH OÖ), David Hochauer, Mag. Patric Stadlbauer (KPMG), David Ofner, Mag. Dietmar Buchner (Oberbank), Markus Meyerhofer BEd, BSc, MSc (HAK digBiz), FH-Prof. DI Dr. Heimo Losbichler (FH OÖ), Mag. Christa Hangl, Ph.D. (FH OÖ)
Fotocredit: KSW Oberösterreich, AI & TaxTech Day, FH OÖ

OBERÖSTERREICH

AI & TaxTech Day erstmals in Oberösterreich

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Steuerberatung – und welche Chancen ergeben sich daraus für den Berufsalltag? Diesen Fragen widmete sich der erste AI & TaxTech Day in Oberösterreich, der Ende März im ASW Seminarzentrum Linz stattfand. Die Veranstaltung bot einen kompakten Vormittag mit Fachvorträgen, Praxisbeispielen und Workshops rund um den Einsatz von KI in Steuerberatung, Kanzleiorganisation und Ausbildung.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Verena Trenkwalder, Präsidentin der KSW-Landesstelle Oberösterreich. Neben fachlichen Inputs bot der AI & TaxTech Day auch Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken. Und er zeigte deutlich: KI ist längst in der steuerlichen Praxis angekommen – und wird den Berufsstand auch künftig prägen.

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MMag. Dr. Verena Trenkwalder, LL.M., Präsidentin der KSW-Landesstelle Oberösterreich, eröffnete den ersten AI & TaxTech Day in Linz.

Glückliche Gewinner:innen des traditionellen Skirennens der KSW-Landesstelle Salzburg

SALZBURG

Skirennen der KSW Salzburg

Mitte März fand das traditionelle Skirennen der KSW-Landesstelle Salzburg statt. Zahlreiche Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit, ihr sportliches Können unter Beweis zu stellen und zugleich den kollegialen Austausch zu pflegen. Bei guten Pistenverhältnissen und winterlichen Bedingungen wurde ein spannendes Rennen ausgetragen, bei dem sowohl ambitionierte Rennläufer:innen als auch Hobbysportler:innen auf ihre Kosten kamen. Neben dem sportlichen Wettbewerb stand vor allem das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt. Im Anschluss klang der Tag in geselliger Atmosphäre aus.

v.l.n.r.: Mag. Dieter Dämon, Mag. Caroline Cziharz, glückliche Gewinnerin, Präsident der KSW-Landesstelle Salzburg Mag. Markus Schaller, glückliche Gewinnerin, Prof. Mag. Dr. Martina Sageder, Prof. Mag. Dr. Michael Kuttner

Angelobung im Beisein von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Markus Schaller, Präsident der KSW-Landesstelle Salzburg, Sybille Marek, Vizepräsidentin der KSW-Landesstelle Salzburg, Florian Soder, Ferdinand Stadler, Philipp Unterberger, Florian Wallner, Sandra Weißensteiner, Christoph Keinprecht, Anja Gebhart, Julia Hofer, Iris Hofstätter, Nikolina Kuzmic und Daniela Puttinger

SALZBURG

ASW-Preisverleihung an der FH Salzburg

Am 23. April 2026 wurde an der FH Salzburg der Salzburger Wissenschaftspreis der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden herausragende Abschlussarbeiten in den Bereichen Accounting und Steuerlehre prämiert. Zugleich unterstreicht der Preis die enge Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und beruflicher Praxis. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Vertreter:innen der FH Salzburg und der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen. Anschließend wurden die eingereichten Arbeiten vorgestellt und die Preisträger:innen ausgezeichnet. Einen weiteren Programmpunkt bildete ein Fachvortrag zur Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD/ESRS, der aktuelle Anforderungen sowie deren Bedeutung für die Wirtschaftsprüfung beleuchtete. Die Preisverleihung bot darüber hinaus Gelegenheit zum Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Vertreter:innen des Berufsstandes. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Ausklang in angenehmer Atmosphäre.

Fotocredit:
Land Salzburg/Franz Neumayr, KSW Salzburg, FH Salzburg

SALZBURG

Praktikerforum zur Grunderwerbsteuer

Mitte April lud die KSW-Landesstelle Salzburg zu einem Praktikerforum zum Thema Grunderwerbsteuer ein. Die Informationsveranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Akademie der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen in Salzburg statt und bot den Teilnehmer:innen einen kompakten Überblick über aktuelle Fragestellungen. Als Vortragende konnten Heinrich Schmutzhart vom Finanzamt Salzburg für Gebühren und Verkehrssteuern sowie Johannes Eisl (Kanzlei zobl.bauer) gewonnen werden. Beide Referenten beleuchteten praxisrelevante Aspekte der Grunderwerbsteuer und gaben wertvolle Einblicke in die Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen. Im Fokus standen insbesondere typische Problemstellungen aus der Beratungspraxis sowie deren steuerliche Behandlung. Die Veranstaltung wurde von den Anwesenden rege genutzt, um Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Das Praktikerforum erwies sich damit erneut als wertvolle Plattform für praxisorientierte Fortbildung und fachlichen Dialog.

SALZBURG

Angelobung neuer Steuerberater:innen

Am 13. April 2026 wurden in Salzburg elf neue Steuerberater:innen feierlich angelobt. Die Angelobung ist ein wichtiger Meilenstein in der beruflichen Laufbahn und markiert zugleich den Beginn einer verantwortungsvollen Tätigkeit im Berufsstand. Als neue Berufsträger:innen übernehmen sie künftig eine zentrale Rolle in der steuerlichen Beratung und Betreuung ihrer Klient:innen. Im Rahmen der Zeremonie wurde die Bedeutung des Berufsstandes und der damit verbundenen Verantwortung hervorgehoben. Neben fachlicher Kompetenz stehen dabei insbesondere Integrität, Sorgfalt und Vertrauen im Mittelpunkt der täglichen Praxis. Die KSW-Landesstelle Salzburg gratuliert den frisch angelobten Steuerberater:innen herzlich und wünscht ihnen für ihre berufliche Zukunft viel Erfolg.

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MEETUP STEBIBU 2026

Wien, von 16. bis 17. September 2026

Das neue Format der ASW für Steuersachbearbeiter:innen/Bilanzbuchhalter:innen vereint prägnante Fachimpulse und Praxisbeispiele von ausgewählten Vortragenden aus dem Berufsstand und der Finanz.

PERSONALVERRECHNUNGSSYMPOSIUM 2026

Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg, ab 12. Oktober 2026

Vortragende aus dem Steuerberaterbereich, der Finanzverwaltung sowie der ÖGK vermitteln aktuelle Themen verständlich und anwendungsorientiert. Zentrale Fragestellungen werden im Detail beleuchtet, während aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung, Judikatur und Verwaltungspraxis sowie mögliche Neuregelungen übersichtlich dargestellt werden.

FACHBEREICH AUSBILDUNG

DIPLOM BUCHHALTUNG Wien & Webinare, Kurstermine laufend

DIPLOM PERSONALVERRECHNUNG Webinar, Wien, Salzburg, Klagenfurt, ab Herbst 2026

DIPLOM ARBEITS- UND SOZIALVERSICHERUNGSRECHT ab Herbst 2026

DIPLOM REVISIONSASSISTENZ ab Herbst 2026

DIPLOM KANZLEIASSISTENZ Neu! Webinar, ab September 2026

DIPLOM STEUERSACHBEARBEITUNG / BILANZBUCHHALTUNG

Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck & Webinare, Kurstermine laufend

B-KURS 2026

Saalfelden, von 7. bis 11. September 2026

DIE Weiterbildungsveranstaltung des Berufsstandes: Hochkarätige Vortragende geben praxisbezogene Updates zu den aktuellen Themen, eingebettet in ein vielfältiges Rahmen- und Begleitprogramm in der bergigen Kulisse. So gelingt die Erweiterung von Wissen und Netzwerk. Eine Weiterbildungswoche, die neue Perspektiven eröffnet und sich wie Urlaub anfühlt.

Weitere Veranstaltungen finden Sie auf der ASW-Website unter:

ZERTIFIKATSLEHRGÄNGE

KÖRPERSCHAFTSTEUER –REFRESHER FÜR STB, WP Webinar, ab 8. September 2026

KONSOLIDIERUNG Wien & Live-Stream, ab 10. September 2026

IT-ACCOUNTANT Webinar, ab 1. Oktober 2026

VERFAHRENSRECHT Wien, ab 6. Oktober 2026

UMGRÜNDUNGSRECHT Wien, ab 13. Oktober 2026

GMBH-GESCHÄFTSFÜHRER:IN Wien, ab 20. Oktober 2026

INFOS & BUCHUNGEN:

Weitere Veranstaltungen für Ihre Weiterbildung finden Sie auf der ASW-Website unter:

Fotocredit: Congress Saalfelden

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