«Wir begegnen Menschen in Momenten, in denen sie besonders verletzlich sind. Die Betroffenen und ihre Nächsten sollen sich auf die Krebsliga verlassen können.»
Mirjam Lämmle CEO Krebsliga Schweiz
«Die Krebsliga lebt von der Zusammenarbeit zwischen Fachpersonen, kantonalen und regionalen Ligen, Partnerinnen und Partnern sowie Freiwilligen. Dank unserer fachlichen Expertise und unserer Nähe zur Forschung können wir Betroffene schweizweit wirksam begleiten.»
Prof. Dr. med. Georg Stüssi Präsident Krebsliga Schweiz
Nähe zählt
Liebe Leserin, lieber Leser
Auch das Jahr 2025 hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig Nähe für Menschen mit Krebs ist: menschlich, fachlich und örtlich. Viele Ratsuchende haben unsere Angebote genutzt: 76 000 Beratungsstunden leisteten die Beraterinnen und Berater der kantonalen und regionalen Krebsligen. Diese Zahl zeigt Vertrauen. Sie zeigt, wie oft Menschen auf uns zukommen, wenn ihnen alles über den Kopf wächst. Sie steht für beruhigende Gespräche. Und für Gespräche, in denen Betroffene sowie Angehörige im herausfordernden Durcheinander von administrativen Fragen, sozialversicherungsrechtlichen Themen und psychischen Belastungen Halt finden.
Die Nähe zu den Menschen prägt auch KrebsInfo (Seite 8). Und das seit 30 Jahren. Der Beratungsdienst feierte 2025 ein schönes Jubiläum. Was als kleines Pilotprojekt begann, ist heute ein unverzichtbarer Dienst für Menschen in herausfordernden Zeiten. Ob telefonisch, per E-Mail, Chat oder via WhatsApp – das Team von KrebsInfo nimmt sich Zeit, hört zu, ordnet ein und hilft mit fachlichen Informationen weiter. Nebst den Betroffenen schätzen besonders auch Angehörige dieses Angebot, denn oft fühlen sie sich mit ihren Sorgen und Fragen alleingelassen.
Nähe zählt, auch politisch und örtlich. Der Pink Cube, ein auffälliger pinkfarbener Container auf Rädern, machte in elf Kantonen Halt, informierte und stiess Diskussionen an (Seite 11). Das Ziel: Alle Frauen ab 50 in der Schweiz sollen Zugang zu Früherkennungsuntersuchungen erhalten – unabhängig davon, wo sie leben. Die Roadshow löste etwas aus: Mehrere Kantone bestätigten im Jahr 2025, dass sie die Programme einführen wollen. In weiteren Kantonen gab es politische Vorstösse, die solche Programme einfordern.
Diese Entwicklungen wären nicht möglich ohne die Nähe, die wir von Ihnen erfahren: von Spenderinnen und Spendern, engagierten Unternehmen, Stiftungen und den vielen Fachleuten in der ganzen Schweiz. Sie alle tragen mit ihrer Unterstützung dazu bei, dass niemand mit Krebs allein bleibt.
Ihre Nähe zählt. Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Verbundenheit.
Mirjam Lämmle CEO Krebsliga Schweiz
Inhalt
Standpunkte 6-7
Patientin und Angehöriger: Anna und Mike fahren gemeinsam Achterbahn und können nicht aussteigen. Ihre Tage sind mal wunderschön, mal voller Angst.
Beratung & Unterstützung 8-9
30-Jahre-Jubiläum von KrebsInfo: Das Pilotprojekt ist zu einer festen Institution für Betroffene und Angehörige gewachsen.
Prävention 10
Gemeinsame Kampagne: Das BAG, die Krebsliga, die Suva und die Schweizerische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie wollen die Hautkrebsfälle reduzieren.
Politik 11
Rollender Container: Der Pink Cube schafft nicht nur Awareness für Brustkrebs, er bewirkt auch konkreten Zugang zu Früherkennung.
Krebsinformationen 12
Erklärvideos in Gebärdensprache: Informationen über Krebs sollen für alle zugänglich sein.
Unsere Aktivitäten 14-17
Von C wie Cancer Survivors bis W wie Weltkrebstag: Ein Einblick in die Aktivitäten 2025 der Krebsliga.
Aus den Regionen 18-21
Organisation 22-23
Finanzen 25-27
Spenden 28-30
Kontakt 31
100
Fachpersonen begleiten Betroffene und ihr Umfeld unentgeltlich während und nach einer Krebserkrankung an einem von über 70 Standorten der regionalen Krebsligen in der Schweiz.
66
500
Menschen profitierten in den letzten 20 Jahren von einer Rauchstoppberatung der Krebsliga. Das Beratungsteam begleitet schweizweit Menschen rund um den Tabak- und Nikotinentzug.
30
Filialen der Schweizerischen Post sahen im Brustkrebsmonat Oktober pink! Die Poststellen-Mitarbeitenden trugen als Zeichen der Solidarität mit Brustkrebsbetroffenen und ihren Angehörigen die weitum bekannte pinkfarbene Schleife und baten die Kundinnen und Kunden um eine Spende für die Krebsliga.
volle Espressotassen Sonnencreme brauchen Sie, um sich täglich vor der Sonne zu schützen. Tragen Sie Sonnencreme mit einem hohen Schutzfaktor regelmässig und grosszügig auf.
100 000
Menschen folgen uns insgesamt auf Facebook, Instagram und LinkedIn. Wir freuen uns riesig über die stetig wachsende Community. Viele emotionale, bereichernde und informative Beiträge erwarten die Community auch im neuen Jahr. Von
erkranken jährlich weniger als sechs Menschen an einer seltenen Krebsart. Wir wissen wenig über sie. Doch selten bedeutet nicht allein sein! Gemeinsam können wir Bewusstsein schaffen, Wissen verbreiten, zuhören und Solidarität zeigen.
40 000
Anna und Mike sind viel mehr als Patientin und Pflegender
Anna lebt mit Metastasen auf der Lunge. An ihrer Seite ist ihr Ehemann Mike. Die beiden lachen, träumen, erleben gute Tage. Kraft schöpfen sie aus Spaziergängen mit ihren zwei Hunden oder einem Ausflug mit Annas Göttibub. Wenn es schwierig ist, halten sie einander fest. Ihre Zeit ist begrenzt.
Von ihrem Umfeld wünschen sich Anna und Mike, dass es für sie da ist und akzeptiert, dass das Leben nicht unendlich ist. Gemeinsam mit ihren Nächsten möchten sie Erinnerungen sammeln.
«Mike und ich hatten nie ein normales Leben zusammen. Er kennt nur die Anna mit Krebs. Seitdem fahren wir Achterbahn und können nicht aussteigen. Es gibt wunderschöne Tage, aber die Angst fährt immer mit.»
Anna, Betroffene
«Manchmal stösst mich Anna weg. Sie fühlt sich schuldig, weil ich irgendwann ohne sie zurückbleiben werde. Aber ich habe ihr ein Lied geschrieben: Auch wenn du mich wegstösst – ich bleibe da.»
Mike, Angehöriger
Anna und Mike erzählen ihre Geschichte:
QR-Code scannen und krebsliga.ch/anna-mike besuchen.
«Wir wissen nicht, wie viel Zeit uns bleibt. Aber wir wissen, wie kostbar unser Zusammensein ist.»
Anna, Betroffene, und ihr Mann Mike
Neuer Name zum Jubiläum des Krebstelefons
Der Name KrebsInfo ist neu – den kostenlosen Beratungsdienst der Krebsliga Schweiz gibt es bereits seit 30 Jahren.
Rund 120 000 Menschen hat der Beratungsdienst der Krebsliga Schweiz seit seinem Bestehen unterstützt. Das Telefon wird nach wie vor rege genutzt, doch schriftliche Kanäle wie E-Mail, Live-Chat und WhatsApp werden immer wichtiger. Deshalb ändert das Krebstelefon seinen Namen. Neu heisst der Dienst KrebsInfo. Das Angebot von KrebsInfo ergänzt die Betreuung durch das Behandlungsteam.
«Wir stellen keine Diagnosen und empfehlen keine Therapien. Aber wir können uns Zeit nehmen für alle Fragen rund um das Thema Krebs. Denn diese tauchen oft erst zu Hause auf und sollen nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten müssen. Sorgen machen keine Pause», sagt Anna Zahno, die Leiterin von KrebsInfo.
«In 30 Jahren haben wir rund 120 000 Menschen begleitet. Wenn wir auch nur einen kleinen
Beitrag
zum Wohlbefinden eines Menschen leisten können, ist das für uns von grossem Wert.»
Anna Zahno ist die Leiterin von KrebsInfo seit 2016.
Weitere Informationen zum Informations- und Beratungsdienst KrebsInfo:
QR-Code scannen und krebsliga.ch/krebsinfo besuchen.
Sie und ihr Team kennen die Themen, die Krebsbetroffene und ihr Umfeld bewegen, und wissen, wie herausfordernd die Zeit nach der Diagnose, aber auch nach Abschluss der Therapie sein kann. Sechs Beraterinnen und ein Berater stehen den Ratsuchenden mit viel Wissen und Herzblut zur Seite. Das erfahrene Team besteht aus Pflegefachpersonen mit Zusatzausbildungen in onkologischer Pflege, Psychoonkologie, Schmerzbehandlung, Psychologie oder Sozialarbeit.
Der Dienst ist mehrsprachig, auf Wunsch anonym und – dank Spenden – kostenlos. Nebst den Betroffenen schätzen insbesondere auch Angehörige dieses Angebot, denn oft fühlen sie sich mit ihren Problemen und Fragen alleingelassen. Knapp ein Drittel aller Ratsuchenden sind Nahestehende von Betroffenen. (spa)
«Das kleine Pilotprojekt ist zu einer festen Institution für Betroffene und Angehörige gewachsen.»
ChristineleiteteMeuwly-Leuenberger den Dienst von 1995 bis 2005.
Neu auch per WhatsApp erreichbar! Haben Sie Fragen zu Krebs? Möchten Sie über Ihre Ängste oder Erfahrungen sprechen? Wir helfen Ihnen weiter:
«Ich bin Expertin aus Erfahrung»: Eliane ist unser 100. Peer!
Über 100 Menschen nutzen ihre eigene Krankheitserfahrung, um anderen beizustehen – kostenlos, freiwillig und von Herzen. Mit Eliane begrüssten wir im Sommer 2025 unseren 100. Peer auf der Plattform der Krebsliga Schweiz.
«Betroffene unterstützen Betroffene – das klingt für mich einfach toll und erfüllt mich», sagt Eliane. Im Juni vor einem Jahr stellte sich ihr Leben auf den Kopf: Nach starken Schmerzen im Kreuz und Becken erhielt die 52-Jährige die Diagnose akute lymphatische Leukämie. Trotz allem war für sie früh klar: «Wenn ich wieder auf die Beine komme, möchte ich anderen helfen.» Heute setzt sie diesen Wunsch in die Tat um – als unser 100. Peer. Mit ihrer persönlichen Geschichte begleitet sie nun andere Betroffene oder
«Dieses Ausgeliefertsein und die Kontrolle abgeben zu müssen, war sehr hart für mich.»
Eliane, Peer
Angehörige und schenkt ihnen Hoffnung, Mut und echtes Verständnis. Die Peers der Krebsliga Schweiz sind Menschen, die selbst durch schwere Zeiten gegangen sind. Sie haben gelernt, mit der Krankheit umzugehen sowie für sich zu sorgen und möchten dieses Erfahrungswissen weitergeben. Sie sind keine ausgebildeten Fachpersonen. Doch sie sind Expertinnen und Experten ihres eigenen Weges – und genau das macht ihre Unterstützung so wertvoll.
Was einst klein begann, ist inzwischen gross gewachsen: Seit Oktober 2022 gibt es die Peer-Plattform der Krebsliga Schweiz und die Resonanz ist überwältigend. Sie bringt Menschen zusammen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ganz unkompliziert und auf Augenhöhe.
Wir sagen von Herzen danke
Danke an Eliane. Und danke an alle Peers, Betroffenen und Angehörigen, die mit ihrer Offenheit, Empathie und grossem Engagement ihre Zeit und ihr Wissen schenken – ehrenamtlich. Ihr macht einen Unterschied. Jeden Tag. (dag)
QR-Code scannen und krebsliga.ch/peerplattform besuchen.
Vier Partner, eine Botschaft: Schütze dich vor Hautkrebs
Die Schweiz gehört weltweit zu den Ländern mit den meisten Hautkrebsfällen. Das Bundesamt für Gesundheit, die Krebsliga, die Suva und die Schweizerische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie wollen das ab Mai 2025 mit einer gemeinsamen Kampagne ändern. Ihr Ziel: die Hautkrebsfälle in der Schweiz reduzieren.
Ob am See, in den Bergen oder im Garten: Menschen in der Schweiz lieben die Sonne. Die Schattenseite davon ist, dass die Schweiz im internationalen Vergleich eine hohe Hautkrebsrate hat. Der wichtigste Risikofaktor für Hautkrebs ist UV-Strahlung. Um die Bevölkerung besser davor zu schützen, bündeln die vier Organisationen seit Mai 2025 ihre Kräfte. Mit einer Website und gezielten Aktivitäten auf Social Media setzen sie gemeinsam auf klare Botschaften und einheitliche Empfehlungen für wirksamen Sonnenschutz. (stb)
Infos zur Kampagne: gegen-hautkrebs.ch
So schützen Sie sich richtig
Schatten: Zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten bleiben.
Kleidung: Hut mit breiter Krempe, Sonnenbrille und lange Kleidung tragen.
Sonnencreme: Grosszügig auftragen, hoher Schutzfaktor, regelmässig nachcremen und ein Produkt mit hohem SPF (mind. 30) und UVALogo wählen.
Achtung Solarium: Jegliche UV-Strahlung schädigt die Haut.
Früherkennung: Auf Hautveränderungen achten und bei Auffälligkeiten ärztlichen Rat einholen.
Video mit Tipps:
QR-Code scannen und krebsliga.ch/sonnenschutz besuchen.
Sonnencreme ist Fürsorge
In der Schweiz erkranken jedes Jahr 3300 Menschen an schwarzem Hautkrebs. Darum engagiert sich die Beiersdorf AG mit ihren Marken Nivea und Eucerin zusammen mit der Krebsliga für Prävention und Hautgesundheit.
Einige Highlights im Jahr 2025:
• 75 kostenlose Sonnencreme-Dispenser wurden an öffentlichen Plätzen, in Parks, Bädern und Freizeitorten in der ganzen Schweiz verteilt. Insgesamt rund 1,3 Millionen Portionen Sonnencreme erhielten die Menschen kostenlos aus den Dispensern.
• Nivea Sun und die Krebsliga sensibilisieren rund 10 700 Rekrutinnen und Rekruten für Hautschutz.
• 2025 ergab eine Spendenaktion von Eucerin einen Betrag von 20 000 Franken für verschiedene Projekte der Krebsliga.
Mehr zu den Partnerschaften der Krebsliga:
QR-Code scannen und krebsliga.ch/partnerschaften besuchen.
Brustkrebsfrüherkennung: der Pink Cube unterwegs in der Schweiz
Ein auffälliger pinkfarbener Container reiste quer durch die Schweiz, um auf die Bedeutung der Früherkennung von Brustkrebs aufmerksam zu machen. Die Krebsliga war zusammen mit Europa Donna Schweiz Schirmherrin der Aktion «Pink Cube –TestYour Breast». Ziel ist es, dass alle Frauen in der Schweiz Zugang zu Früherkennungsuntersuchungen bekommen – unabhängig davon, wo sie wohnen oder wie ihre finanzielle und soziale Situation ist.
Von September bis Oktober machte der Pink Cube an zwölf Standorten in elf Kantonen halt. Er besuchte gezielt jene Kantone, die noch kein Programm zur Brustkrebsfrüherkennung haben oder dieses demnächst einführen. Die Aktion zeigte Wirkung: Das Programm in den Kantonen Aargau, Baselland und Luzern startet 2026. Die Kantone Glarus und Schaffhausen bestätigten an der Roadshow, dass sie an der Einführung ihres Programms festhalten. In Nid- und Obwalden, Schwyz, Uri, Zug und Zürich wurden politische Vorstösse
lanciert, die solche Programme fordern (Stand Dezember 2025). Die Krebsliga freut sich über diesen Erfolg und bleibt weiterhin engagiert. Sie wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass alle Frauen in der Schweiz ab 50 Jahren Zugang zur Brustkrebsfrüherkennung haben. (stb)
«Der Pink Cube schafft nicht nur Awarenesser bewirkt konkreten Zugang zu Früherkennung.»
Mirjam Lämmle, CEO Krebsliga Schweiz
Parlament setzt die Volksinitiative «Kinder ohne Tabak» um Die Umsetzung der Volksinitiative «Kinder ohne Tabak» hat im Juni 2025 im Parlament einen Abschluss gefunden. Als Trägerorganisation der Initiative hat die Krebsliga diesen Prozess eng begleitet. Werbung für Tabakprodukte wird Kinder und Jugendliche künftig kaum noch erreichen. Zu den bereits beschlossenen Verboten für Plakat- und Kinowerbung umfasst das Gesetz nun auch Gratiszeitungen, die Tagespresse, Onlinewerbung, Werbung an Verkaufsstellen sowie Verkaufsförderung und Sponsoring. Ein Wermutstropfen bleibt die Ausnahme für die Verkaufsförderung von Zigarren und Zigarillos. Diese Produkte dürfen weiterhin beworben werden, obwohl sie sich mit fruchtigen Aromen und trendigem Design eindeutig an eine junge Zielgruppe richten. (mao)
Pink Cube 2025 in Luzern
Krebsinformationen barrierefrei: Erklärvideos jetzt auch in Gebärdensprache
Informationen über Krebs sollten für alle zugänglich sein. Deshalb bietet die Krebsliga ihre Erklärvideos neu in Gebärdensprache an. Das neuste Video in dieser Reihe enthält Infos in einfacher Sprache und Gebärdensprache zu zielgerichteten Therapien.
Der Zugang zu Gesundheitsinformationen sollte kein Privileg sein. Deshalb macht sich die Krebsliga stark für barrierefreie Informationen. Alle Menschen sollen die gleichen Chancen haben, auch rund um das Thema Krebs. Es ist wichtig, dass Informationen leicht zugänglich und verständlich sind. So bekommen Betroffene und ihre Familien die Hilfe, die sie brauchen. Neu sind deshalb viele Erklärvideos der Krebsliga in Gebärdensprache verfügbar. Die Krebsliga Schweiz bedankt sich bei Daiichi Sankyo (Schweiz) AG für die freundliche Unterstützung der Produktion des Videos zu zielgerichteten Therapien.
Neustes Video zu zielgerichteten Therapien
In kurzen, animierten Clips vermittelt die Krebsliga leicht verständliches Wissen zu verschiedenen Krebsarten und -therapien. Es gibt Videos zu Brustkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs und Prostatakrebs. Neu gibt es auch ein Video zu zielgerichteten Therapien. Die Videos enthalten Informationen zur Krankheit, zu Behandlungen, zu Nebenwirkungen und zu Angeboten.
«Unser Ziel ist es, dass alle Menschen in der Schweiz einen barrierefreien Zugang zu Informationen über Krebs haben. Die Videos in Gebärdensprache sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung», sagt Natalia Kündig, Redaktorin Krebsinformationen der Krebsliga Schweiz. (stb)
Die Videos sind kostenlos verfügbar:
QR-Code scannen und krebsliga.ch/erklaervideo besuchen.
12 Krebsliga
Was Betroffene, Angehörige und Fachleute sagen:
«Zwischen Diagnose und Behandlung war eine grosse körperliche und existenzielle Not. Nur die Beraterin von KrebsInfo hat mir damals helfen können.»
Corinne, Betroffene
«Ich gehe regelmässig bei meiner Beraterin der Krebsliga Ostschweiz vorbei. Mit ihr kann ich über alles sprechen und muss so meine Tochter nicht belasten.»
Verena, Betroffene
«Das war der informativste Beitrag zu Speiseröhrenkrebs, den ich im Internet gefunden habe. So gut! Merci!»
Peter, Angehöriger
«Ich rief bei KrebsInfo an, weil ich nach meiner Diagnose Brustkrebs ganz durcheinander war. Das hat mir wahnsinnig gutgetan. Es war für mich einfacher, mit einer neutralen Person zu sprechen als beispielsweise mit meinen Kindern. Da wären zu viele Emotionen drin gewesen.»
Heidi, Betroffene
«Ich schätze es sehr, sind die Broschüren nicht mehr so dick und hochstehend geschrieben. Das haben mir auch Patientinnen und Patienten zurückgemeldet. Sie seien froh, müssen sie nicht mehr so ‹dicke Schinken› lesen.»
Pflegefachfrau
Krebs ist in allen Facetten sichtbar
Hinter jeder Diagnose verbirgt sich ein Mensch mit seiner einzigartigen Geschichte. Am Weltkrebstag vom 4. Februar vereinen sich Krebsorganisationen weltweit, um Krebs und die Erlebnisse dahinter in allen Facetten sichtbar zu machen. Sie fordern, dass individuelle Unterschiede in der Krebsversorgung besser berücksichtigt werden und alle Betroffenen Zugang zu der Versorgung haben, die sie brauchen. Dieser Ansatz berücksichtigt die Tatsache, dass jeder Mensch einzigartig ist. krebsliga.ch/weltkrebstag
Cancer Survivor Day nimmt an Bedeutung zu
Am ersten Sonntag im Juni denken wir an alle Menschen, die mit und nach Krebs leben: an ihre Stärke, ihre Geschichten und ihren Weg zurück in den Alltag. Viele Menschen fühlen sich plötzlich auf sich allein gestellt oder sie kämpfen mit Folgen der Erkrankung und der Behandlung. Am Cancer Survivor Day erzählten Menschen auf den Social-Media-Plattformen der Krebsliga offen und direkt über ihre Sorgen, Ängste und Herausforderungen. krebsliga.ch/ueber-krebs/leben-mit-und-nach-krebs
Engagement für Lymphombetroffene gewürdigt
Rosmarie Pfau gibt Lymphombetroffenen in der Schweiz eine Stimme. Seit bald 25 Jahren engagiert sie sich für eine stärkere Patientenvertretung, Aufklärung und Forschung. Rosmarie Pfau erhielt 1999 selbst eine Lymphomdiagnose. Mit dem gegründeten Verein entwickelte sie eine zentrale Anlauf- und Informationsstelle für Betroffene und Angehörige. Für dieses Engagement hat ihr die Krebsliga Schweiz in Luzern Mitte September die Krebsmedaille verliehen. krebsliga.ch/krebsmedaille
Self Check: Wie hoch ist Ihr Krebsrisiko?
Beantworten Sie 13 Fragen und erfahren Sie, welche Gewohnheiten gesund sind und welche Ihr Krebsrisiko erhöhen. Der neue Test deckt relevante Bereiche ab: Nichtrauchen, Ernährung, Körpergewicht, Bewegung, Sonnenschutz und Krebsfrüherkennung (siehe grosses Bild rechts). Warum das so wichtig ist? In der Schweiz erhalten täglich 125 Menschen die Diagnose Krebs. Dabei wären ungefähr vier von zehn Krebsfällen vermeidbar. Schon kleine Veränderungen im Alltag helfen, das Krebsrisiko zu senken: krebsliga.ch/selfcheck
Partnerfirmen und interessierte Organisationen haben Mitte Oktober die Krebsliga Schweiz in Bern besucht. Firmen sind ein wichtiger Teil unseres Netzwerks. Mit ihnen können wir erst relevante Projekte in der Prävention und der Früherkennung realisieren. Über diese Dringlichkeiten haben wir am ersten «Krebsliga Impuls – Tag der Innovation und des Austauschs» ausgiebig diskutiert. spenden.krebsliga.ch/firmen-kooperationen
Pink Cube: gemeinsam gegen Brustkrebs
Ein leuchtend pinker Container rollt durch die Schweiz und thematisiert die Früherkennung von Brustkrebs (siehe grosses Bild rechts). Die Krebsliga engagiert sich als Schirmherrin mit Europa Donna Schweiz für die Initiative «Pink Cube – Test Your Breast», damit alle die gleiche Chance der Früherkennung erhalten. Der Pink Cube machte von September bis Oktober 2025 Halt an zwölf Standorten in elf Kantonen. pinkcube-testyourbreast.ch
Trotz Erschöpfung neue Energie finden
Krebsbetroffene kennen sie nur zu gut: Fatigue – die anhaltende Müdigkeit, die selbst nach viel Ruhe nicht verschwindet. Um Wege aus dieser Erschöpfung zu finden, hat die Krebsliga gemeinsam mit allen Deutschschweizer Krebsligen den Online-Kurs «Fatigue individuell bewältigen» entwickelt. In einer kleinen Gruppe und unter fachkundiger Leitung lernen Betroffene, besser mit ihrer Energie umzugehen und neue Kraftquellen zu entdecken. krebsliga.ch/online-kurs-fatigue
Darmkrebsvorsorge neu bis 74 Jahre bezahlt
Per 1. Juli 2025 wird die Darmkrebsvorsorge in der Schweiz auch bei über 70-jährigen Menschen vergütet. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat den von der Krebsliga Schweiz mit Partnerorganisationen eingereichten Antrag angenommen. Mit der Erhöhung der Alterslimite von 69 auf 74 Jahren ist die Schweiz nun im Einklang mit den internationalen Empfehlungen. Die Krebsliga ist über den Entscheid erfreut. krebsliga.ch/darmkrebs
Von Pionierprojekten zur gemeinsamen Vision: die Krebsliga im Wandel
Ein wegweisendes Früherkennungsprogramm, Fusion und Vision – das sind drei wichtige Stichworte für Regula Schneider. Als Geschäftsführerin der Krebsliga Ostschweiz engagiert sie sich seit über 25 Jahren für die Anliegen der Krebsliga.
Wenn Sie auf die letzten 25 Jahre zurückblicken, was war der wichtigste Meilenstein der Krebsliga?
Regula Schneider: Bezogen auf die Krebsliga Ostschweiz ist es der Aufbau und die Umsetzung von «donna», unserem Brustkrebsfrüherkennungsprogramm im Kanton St. Gallen . Wir haben damit 2010 als erster Deutschschweizer Kanton den Grundstein für weitere Screeningprogramme gelegt (GR, BE, SO, AR, AI). Auch die Fusion der Krebsliga St. Gallen-Appenzell mit Glarus zur Krebsliga Ostschweiz im Jahr 2012 war schweizweit ein bedeutendes Zeichen für eine gelungene Regionalisierung: Diese ermöglichte, Synergien nachhaltig zu nutzen und in der Verwaltung Aufgaben effizienter zu erledigen.
Wie sah die Arbeit der Krebsliga damals aus und was hat sich seither am meisten verändert?
Vor über 25 Jahren bedeutete eine Krebsdiagnose für viele Betroffene ein Todesurteil. Heute leben Krebsbetroffene dank der Forschung, verbesserter Therapien und der Früherkennung länger und qualitativ besser. Trotzdem löst eine Krebsdiagnose noch heute viele Ängste und Unsicherheiten aus. Viele Betroffene leiden, da sie auch länger mit den gesundheitlichen Folgen einer Krebsbehandlung leben. Zudem hat das Thema Krebs und Armut in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine Krebserkrankung wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Die Komplexität der Fälle in unserer Beratungstätigkeit hat sich verstärkt.
Gab es Momente, in denen Sie gespürt haben: Jetzt bewegen wir etwas?
Da kommen mir spontan zwei Leuchtturmprojekte der Krebsliga Ostschweiz in den Sinn: der Palliative Brückendienst und die Fachberatung Cancer Survivorship. Der Palliative Brückendienst – ein mobiler spezialisierter Palliative-Care-Dienst (MPD) – besteht seit über 20 Jahren und ist heute in der palliativen Versorgung in der Ostschweiz nicht mehr wegzudenken. Nach jahrelangem Kampf um eine gerechte Finanzierung verfügen wir heute über drei kantonale
Leistungsvereinbarungen mit soliden Unterstützungsbeiträgen. Und mit dem Aufbau der Fachstelle Cancer Survivorship stehen endlich die vielschichtigen Bedürfnisse von Langzeitüberlebenden im Fokus.
Welche Entwicklungen innerhalb des Verbands haben Sie besonders geprägt und inspiriert?
Einerseits die Arbeiten zur einheitlichen Definition und Beschreibung unseres flächendeckenden Grundangebots «Beratung & Unterstützung bei der Krebsliga» im Rahmen des Verbandsentwicklungsprojekts Futura 2013–2017. Andererseits die Umsetzung der Harmonisierung unserer Kernangebote als eines von verschiedenen strategischen Zielen der Verbandsstrategie 2021–2026. Heute werden vermehrt Projekte von Beginn weg gemeinsam im Verband entwickelt –das stärkt das Wir-Gefühl.
Wie schafft man es, in einer Organisation menschlich und professionell zugleich zu sein?
Indem wir uns immer wieder von Menschen und Geschichten berühren lassen, die Bedürfnisse der Krebsbetroffenen in den Mittelpunkt stellen, uns weiterentwickeln und unsere Fachkompetenzen stärken.
Was motiviert Sie auch nach einem Vierteljahrhundert, sich täglich für die Krebsliga einzusetzen?
Ich identifiziere mich mit der Vision der Krebsliga immer noch vollständig. Zudem arbeite ich mit einem tollen, engagierten Team und im Netzwerk mit verschiedenen Partnerorganisationen zusammen. Das macht mir grosse Freude!
Warum ist die Arbeit der Krebsliga heute wichtiger denn je?
Weil es immer noch Lücken in der Versorgung gibt.
Welche Entwicklungen wünschen Sie sich für die Zukunft der Krebsliga?
Ich wünsche mir, dass wir innerhalb des Verbands Krebsliga noch etwas mutiger werden, vermehrt Eigeninteressen zurückstellen und unsere Positionierung mit weiteren Regionalisierungen verstärken! (jbe)
Regula Schneider ist gebürtige Glarnerin und hat 1999 bei der Krebsliga St. Gallen-Appenzell als Geschäftsführerin begonnen – damals mit rund acht Mitarbeitenden. Im Jahr 2012 formierte sich dann die Krebsliga Ostschweiz. Heute arbeiten mit allen Beratungsbereichen, dem Krebsregister und dem Früherkennungsprogramm «donna» rund 60 Mitarbeitende bei der Krebsliga Ostschweiz. Regula Schneider ist 59 Jahre alt und lebt in St. Gallen.
«Dank seiner lokalen Verankerung bietet unser Verein der Bevölkerung einen einfachen Zugang zu unseren Dienstleistungen. Die von Krebs betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner Neuenburgs und ihre Angehörigen finden in ihrer Nähe ein offenes Ohr, Begleitung, Begegnungsmöglichkeiten und praktische Informationen.»
«Die Krebsliga Solothurn schafft Nähe: in Beratungen, in Kursen und an Anlässen, die Mut machen, Orientierung geben und den Alltag mit Krebs spürbar erleichtern. Unsere Angebote begleiten Betroffene und Angehörige verlässlich – genau dort, wo das Leben herausfordernd wird und Halt gebraucht wird.»
«Wir freuen uns sehr über unsere neuen Räumlichkeiten in Liestal, die wir im September beziehen durften. Neben unserem Begegnungszentrum in Basel-Stadt stärken wir damit unsere Präsenz im Baselbiet. Mit dem erweiterten Raumangebot, besserer Erreichbarkeit und neuen Kursmöglichkeiten rücken wir noch näher an die Bedürfnisse von Betroffenen und ihren Angehörigen.»
«Unser Kanton ist gross und daher weitläufig. Das erschwert die Umsetzung unseres Dienstleistungsangebots. Doch dank mehrerer Beratungsstandorte in Graubünden sind wir nah bei den Betroffenen: Niederschwelligkeit und Erreichbarkeit sind wichtige Voraussetzungen, um zeitnah helfen zu können.»
Christoph Kurze, Geschäftsführer Krebsliga Graubünden
Die Walliser Krebsliga bietet wichtige Unterstützung – insbesondere beim Transport – und begleitet Betroffene und ihre Angehörigen vor Ort, indem sie ihnen zuhört, sie berät und je nach Bedarf individuelle Hilfe leistet.
Franck Moos, Geschäftsführer Krebsliga Wallis
Die Krebsliga Tessin ist eine moderne Organisation mit vier Standorten im Kanton, über 20 Mitarbeitenden und mehr als 100 aktiven Freiwilligen. Das Team verfolgt einen multidisziplinären Ansatz: Sozialarbeitende, Pflegefachleute, Psychologinnen und Psychologen sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten zusammen. Im Jahr 2025 haben wir ein neues Seminar zu «Mind Body Medicine» eingeführt.
Alba Masullo, Geschäftsführerin Krebsliga Tessin
Sommer, Sonne, Sonnenschutz
Im August sensibilisierte die Krebsliga Bern an einem strahlenden Tag an der Aare für Sonnenschutz als wichtige Massnahme der Hautkrebsprävention. Zahlreiche Interessierte besuchten den Anlass, erhielten wertvolle Tipps und zeigten mit Spenden ihre Solidarität mit krebsbetroffenen Familien. Yoga, Qigong, UV-Perlenarmbänder, Tombola und Haut-Checks durch Dermatologinnen und Dermatologen des Inselspitals sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Der Anlass wird 2026 erneut durchgeführt. bern.krebsliga.ch
Treffpunkt für Angehörige und Nahestehende
Der monatliche Treff bietet Angehörigen und nahestehenden Personen von Krebsbetroffenen Raum für offene Gespräche. Im Austausch können belastende Gefühle, Unsicherheiten, Fragen zum Alltag und das Auftanken neuer Kraft Platz finden. Alles darf zur Sprache kommen. Die Treffen finden abwechselnd im Begegnungszentrum «Wäldli» in Zürich und seit 2025 neu im «Turmhaus» in Winterthur statt, jeweils am ersten Montag im Monat von 18 bis 20 Uhr. Eine Fachexpertin begleitet das kostenlose Angebot. zuerich.krebsliga.ch
Vollmondlauf 2025: Rekord trotz Regen
Trotz der sehr schlechten Wetterbedingungen im Spätsommer standen am Vollmondlauf 2025 mit 416 Teilnehmenden so viele wie noch nie am Start. Gemeinsam joggten, liefen oder walkten sie die Strecke von 5 km und setzten damit ein sichtbares Zeichen für Solidarität mit Krebsbetroffenen und ihren Angehörigen. Der Anlass förderte die Bewegung und den Austausch und stärkte das Bewusstsein für Krebsprävention und die Früherkennung. aargau.krebsliga.ch
Ein Lauf für den guten Zweck
Am 13. September 2025 fand in Bichelsee-Balterswil der 4. OnkoLAUF statt. Rund 220 Personen – darunter Betroffene, Angehörige und Familien –nahmen auf drei Strecken unter dem Motto «rennen, walken, spazieren» teil. Ziel war ein Zeichen der Solidarität für Krebsbetroffene im Kanton. Das Startgeld kam der Krebsliga Thurgau zugute. thurgau.krebsliga.ch
QR-Code scannen und krebsliga.ch/region besuchen.
Ein Tag in Pink voller Lebensfreude
Pink steht für Romantik, Energie, Optimismus und Selbstbewusstsein – all das war am 25. Oktober spürbar. Der «Pink Brunch», organisiert mit den «Pink Ladies» und dem Brustzentrum Schaffhausen, stiess auf grosses Interesse und zog zahlreiche Menschen an. Vorträge, Bewegung, Yoga und gemeinsames Beisammensein prägten den Vormittag. Am Nachmittag folgte ein pinkes Awareness-Volleyballspiel des VC Kanti in der BBCArena, gekrönt von einem 3:0-Heimsieg. schaffhausen.krebsliga.ch
Dansons la vie!
Beim Benefizgalaabend «Dansons la vie!» begeisterten internationale Ballettstars aus renommierten Compagnien gemeinsam mit 22 von Krebs betroffenen Menschen das Publikum. Die eigens geschaffene Choreografie verband einen Moment der Anmut und Emotion mit gelebter Solidarität. Dank grosser Unterstützung kamen 113 000 Franken zusammen. Damit erhalten 350 Betroffene in den Kantonen Waadt und Genf ein dreimonatiges ambulantes Rehabilitationsprogramm. vaud.liguecancer.ch, geneve.liguecancer.ch
Weihnachtsausflug: gemeinsam im Lichterglanz
Bei der zweiten Ausgabe des Ausflugs zum Weihnachtsmarkt von Montbéliard kamen mehr als 50 Teilnehmende zusammen, darunter von der Liga betreute Personen und Freiwillige. Ob im Bus, bei einer Pizza oder beim Bummeln durch den beleuchteten Markt: Überall herrschte gute Laune, es gab herzliche Gespräche und es zeigte sich ein starker Zusammenhalt. Eine wunderbare Auszeit! jura.liguecancer.ch
Intimität und Krebs
Eine Krebsdiagnose kann den Körper, das Körperbild, das Selbstvertrauen und die Intimität tiefgreifend verändern. Die von einer spezialisierten Krankenschwester durchgeführten Beratungen zum Thema «Intimität und Krebs» bieten Betroffenen und Angehörigen einen geschützten Raum, um Fragen zu stellen, Sorgen zu äussern und über Sexualität und Intimität zu sprechen – ohne Tabus. Die Beratungen finden nach einem ersten telefonischen Kontakt zu Hause oder im Centre Santé du Sud Fribourgeois in Billens statt. freiburg.krebsliga.ch
Der Vorstand
Präsident
Georg Stüssi
Prof. Dr. med., Chefarzt Hämatologie, Onkologisches Institut der italienischen Schweiz (IOSI), Bellinzona
Marika Bana
PhD, MScN, RN Assoziierte Professorin FH
Kassier
Adrian Vils
Dipl. Experte in Rechnungslegung und Controlling
Christoph Kurze
Geschäftsführer Krebsliga Graubünden
Pastpräsident
Gilbert Bernard Zulian
Dr. med., ehemaliger Chefarzt Abteilung für Palliativmedizin Universitätsspital Genf (mit beratender Stimme)
Verena Vonarburg Politik- und Kommunikationsexpertin
Vizepräsidentin
Solange Peters
Prof. Dr.med., Chefärztin für medizinische Onkologie, Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), Lausanne
Clara-Ann Gordon Rechtsanwältin, CEDR-akkreditierte Mediatorin, Partnerin
Rolf Huck
Franck Moos Geschäftsführer Krebsliga Wallis
Vertreter Krebsforschung Schweiz
Jakob R. Passweg
Prof. Dr. med., Chefarzt Hämatologie Universitätsspital Basel (mit beratender Stimme)
Mario Marti Dr. iur. Rechtsanwalt (mit beratender Stimme)
Geschäftsleitung
Mirjam Lämmle
CEO
Kreislead Strategie, Change & Governance, Kreislead People & Culture
«Ich bin tief berührt von den vielen Menschen, die uns in ihrem Testament ihr Vertrauen schenken. In ihrem Namen setzen wir alles daran, Menschen mit Krebs und ihren Angehörigen zu helfen.»
Manuela Daboussi,
Verantwortliche Erbschaften & Legate
«Firmenpartnerschaften sind ein zentraler Pfeiler unserer Arbeit. Sie ermöglichen es, Prävention und Früherkennung breit in der Gesellschaft zu verankern. Durch gemeinsame Projekte stärken wir die Arbeit der Krebsliga.»
Gerda van den Bergh,
Verantwortliche Corporate Relations
«Viele Spendende erzählen uns, warum sie helfen möchten. Diese Begegnungen berühren mich immer wieder aufs Neue. Sie zeigen, wie stark das gemeinsame Engagement gegen Krebs ist.»
Thomas Riesen,
Mitarbeiter Spendendienst
Jahresrechnung 2025
Mittelherkunft 2025
(in kCHF = tausend Schweizer Franken)
Die Krebsliga Schweiz wird überwiegend durch Spenden finanziert.
Hinter jeder Spende stehen eine persönliche Motivation und eine individuelle Geschichte. Deshalb setzen wir jede Spende sorgfältig zur Unterstützung von Betroffenen, für die Forschung sowie für die Prävention und Früherkennung ein.
14‘365 Spenden
9‘370 Erbschaften und Legate
4’067 Beiträge der öffentlichen Hand
784 Erlöse aus Lieferungen und Leistungen
444 Projekt- und Kostenbeiträge Dritter
281 Übrige Erträge
52 Mitgliederbeiträge
Total 29’362 in kCHF Total 100 %
Mittelverwendung
2025
Die Krebsliga Schweiz engagiert sich dafür, dass die ihr anvertrauten Spendengelder zweckbestimmt und wirksam eingesetzt werden, und ist der Transparenz des Mitteleinsatzes verpflichtet.
Sämtliche Beträge werden in der Jahresrechnung auf tausend Schweizer Franken gerundet ausgewiesen. Als Konsequenz kann in einzelnen Fällen die Addition von gerundeten Beträgen zu einer Abweichung vom ausgewiesenen gerundeten Total führen.
Krebsliga Schweiz
Revisionsbericht Die Revisionsstelle hat die Buchführung und die Jahresrechnung der Krebsliga Schweiz für das am 31.12.2025 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Sie bestätigt, dass die Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER vermittelt. Ferner bestätigt sie, dass die Buchführung und die Jahresrechnung dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entsprechen.
Die vollständige und revidierte Jahresrechnung sowie der Revisionsbericht sind auf der Website krebsliga.ch abrufbar und werden allen Interessierten auf Wunsch kostenlos zugestellt.
Betriebsrechnung per 31. 12. 2025 (nach Umsatzkostenverfahren)
(in kCHF = tausend Schweizer Franken)
Angaben über die Zuweisung / Verwendung des Organisationskapitals: Zuweisung (–) / Entnahme (+) Wertschwankungsreserve
Die Krebsliga sagt: danke – merci – grazie – grazia fich!
Nur dank der grosszügigen Unterstützung von Spenderinnen und Spendern kann die Krebsliga sicherstellen, dass Krebsbetroffene schnell und unbürokratisch Hilfe erhalten. Auch Unternehmen oder Partner leisten durch finanzielle Unterstützung oder gezielte Projektförderung einen wertvollen Beitrag. 2025 engagierten sich viele Einzelpersonen und Unternehmen mit grossartigen Aktionen!
Männersache mit «Mister MUHstache»
In den letzten zwei Jahren setzte die pinke Holzkuh «Miss Pink» ein starkes Zeichen im Kampf gegen Brustkrebs. Nun sind die Männer dran. Im November 2025 verkaufte Trauffer Switzerland gemeinsam mit der Krebsliga eine limitierte Edition des Holzstiers «Mister MUHstache». Mit Schnauz und blauweisser Schleife macht er auf das Thema Prostatakrebs aufmerksam. Früherkennung ist entscheidend und kann Leben retten. Von jedem verkauften «Mister MUHstache» gingen 80 % des Verkaufsbetrags an die Krebsliga.
Kasse machen gegen Krebs
Wie verbindet man Einkaufen mit Solidarität? Ganz einfach: mit einer kreativen Spendenaktion an der Ladenkasse! Anlässlich der Eröffnungen neuer Rossmann-Filialen in Biel, Brunnen, Wallisellen und Chur wurde die Krebsliga von Rossmann eingeladen, eine ganz besondere Rolle zu übernehmen – die an der Kasse. Der gesamte Umsatz einer Stunde wurde von Rossmann in eine Spende umgewandelt. So kamen insgesamt 10 417 Franken zusammen. Auch unsere CEO Mirjam Lämmle tauschte den Bürostuhl gegen die Kasse und zeigte grossen Einsatz!
Gene sind nicht immer ein Risiko
Ein interessantes Forschungsprojekt im Bereich Brustkrebs und Genetik konnte unter anderem mit der finanziellen Unterstützung von La RochePosay in Angriff genommen werden. Darin wird untersucht, welche Bedingungen bei BRCA2-Mutationsträgerinnen zu einem erhöhten Tumorrisiko führen. Im Fokus stehen Östrogene, welche die DNA-Stabilität beeinflussen können. Ziel des Forschungsprojekts ist es, neue Wege für Prävention und Therapie zu eröffnen. La Roche-Posay ist es ein Anliegen, durch gezielte Forschungsförderung Betroffene zu unterstützen.
Helfen beim Helfen
Neben Spenden vieler Privatpersonen und Unternehmen konnte die Krebsliga Schweiz im Jahr 2025 auf die grosszügige Unterstützung von Stiftungen zählen. Namentlich erwähnen dürfen wir an dieser Stelle:
• Andrea Stöcklin-Stiftung
• Berty Fricker-Hubmann Stiftung
• Cornelius Knüpffer Stiftung
• Deux Cent Nonantesix Fondation
• Ernst Göhner Stiftung
• Elisabeth Stöckli-Imbach Stiftung
• Fondation Groupe Mutuel
• Fondation Juchum
• Fondation pédiatrique Lucien Picard
• Fondation Philanthropique Famille Sandoz
• Foundation – Medical Research Institutes
• Hans Marti-Stiftung
• Hans und Nelly Tinguely-Perny-Stiftung
• HENNESSY STIFTUNG
• Nico und Ruth Kats Stiftung
• R. und V. Draksler Stiftung
• Raiffeisen Jubiläumsstiftung
• Stiftung Christiane Seilaz
• Swiss Philanthropy Foundation
QR-Code scannen und spenden.krebsliga.ch besuchen.
Beratung und Unterstützung vor Ort: die Krebsliga in Ihrer Region
Krebsliga Aargau
T 062 834 75 75 admin@krebsliga-aargau.ch krebsliga-aargau.ch
Krebsliga beider Basel
T 061 319 99 88 info@klbb.ch klbb.ch
Krebsliga Bern
Ligue bernoise contre le cancer
T 031 313 24 24 info@krebsligabern.ch bern.krebsliga.ch
Ligue fribourgeoise contre le cancer
Krebsliga Freiburg
T 026 426 02 90 info@liguecancer-fr.ch liguecancer-fr.ch
Ligue genevoise contre le cancer
T 022 322 13 33 ligue.cancer@mediane.ch lgc.ch
Krebsliga Graubünden
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