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Impressum
Herausgeberin
Krebsliga Schweiz
Lektorat
Natalia Kündig, Redaktorin Krebsinformationen, Effngerstrasse 40 Krebsliga Schweiz, Bern Postfach
3001 Bern
Tel. 031 389 91 00 www.krebsliga.ch
Projektleitung und Redaktion
Andrea Seitz, Redaktorin Krebsinformationen,
Titelbild
Nach Albrecht Dürer, Adam und Eva
Illustrationen
S. 7: Krebsliga Schweiz, Bern
S. 8: Adobe Stock
S. 38: Krebsliga Schweiz Krebsliga Schweiz, Bern
Fachberatung
Fotos
S. 4, 12, 18, 24, 42: Adobe Stock
Prof. Dr. med. Thomas Pabst, Stv. Klinikdirektor und Chefarzt, Universitätsklinik für Medizinische Onko- Design logie, Inselspital, Universitätsspital Bern
Wassmer Graphic Design, Wyssachen
Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg, Chefarzt Klinik für Druck Hämatologie, Bereich Innere Medizin, Univer- Hartmanndruck & Medien GmbH, Hilzingen sitätsspital Basel
Nicole Steck, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Krebsliga Schweiz, Bern
Wir danken den betroffenen Personen für das sorgfältige Lesen des Manuskripts und die wertvollen Rückmeldungen.
Diese Broschüre ist auch in französischer und italienischer Sprache erhältlich.
© 2026 Krebsliga Schweiz, Bern
Inhalt
6 Was ist ein Lymphom?
14 Welche Untersuchungen führen zur Diagnose?
19 Wie wird die Behandlung geplant?
25 Wie wird ein Lymphom behandelt?
36 Was tun bei Nebenwirkungen?
39 Rückkehr in den Alltag
43 Beratung und weitere Informationen

Liebe Leserin, lieber Leser
Bei einem Lymphom erkranken die Lymphozyten im Lymphsystem. Die Lymphozyten gehören zu den weissen Blutkörperchen. Sie erkennen und bekämpfen Krankheitserreger.
In dieser Broschüre finden Sie folgende Informationen:
• Was ist ein B-Zell-Lymphom?
• Was ist ein T-Zell-Lymphom?
• Welche Beschwerden weisen auf ein Lymphom hin?
• Welche Untersuchungen führen zur Diagnose?
• Welche Therapien gibt es?
• Was kann ich gegen Nebenwirkungen tun?
In den Broschüren der Krebsliga finden Sie hilfreiche Informationen und Tipps. Haben Sie weitere Fragen? Möchten Sie oder Ihre Nahestehenden Unterstützung? Dann wenden Sie sich an Ihr Behandlungsteam, an die Beratenden in den kantonalen und regionalen Krebsligen oder an den Beratungsdienst KrebsInfo: 0800 11 88 11.
Sie finden die Adressen und Kontaktdaten der Beratungsstellen der Krebsligen auf den letzten Seiten dieser Broschüre.
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Was ist ein Lymphom?
Das Wichtigste in Kürze
• Bei einem Lymphom erkranken die Lymphozyten im Lymphsystem.
• Die Lymphozyten gehören zu den weissen Blutkörperchen. Sie erkennen und bekämpfen Krankheitserreger.
• Ein Lymphom kommt am häufigsten in den Lymphknoten vor, kann aber auch in anderen Organen und im Blut vorkommen.
Ein Lymphom ist eine Erkrankung der Lymphozyten. Die Lymphozyten gehören zu den weissen Blutkörperchen und befinden sich im Lymphsystem. Weisse Blutkörperchen bekämpfen Krankheitserreger. Das Lymphsystem ist damit Teil des Immunsystems.
Das Wort Lymphom bedeutet «Lymphknotenschwellung». Manche Lymphome betreffen nur einzelne Lymphknoten oder Organe im Lymphsystem. Deshalb bezeichnen einige Leute Lymphome als Lymphknotenkrebs oder Lymphdrüsenkrebs.
Es gibt verschiedene Arten von Lymphozyten. Deswegen gibt es viele verschiedene Formen von Lymphomen. Früher teilten Fach-
leute die Lymphome in Hodgkinund Non-Hodgkin-Lymphome ein.
B-Zell- und T-Zell-Lymphome gehörten zu den Non-Hodgkin-Lymphomen. Diese grobe Einteilung ist veraltet, wird aber trotzdem noch von vielen Ärztinnen und Ärzten verwendet.
Manche Lymphome entstehen auch in Organen, die nicht zum Lymphsystem gehören. Beispiele sind Gehirn, Magen oder Darm, Leber, Lunge, Speicheldrüsen, Haut oder Hoden, Knochenmark oder Blut. Oder sie breiten sich in diesen Organen aus.
Wenn Sie das Lymphsystem, die lymphatischen Organe und die Lymphozyten kennen, verstehen Sie Lymphome besser.

Was ist das Lymphsystem?
Das Lymphsystem schützt den Körper gegen Infektionen und Krankheiten. Es besteht aus einem Netzwerk von Lymphgefässen und lymphatischen Organen.
Die Lymphgefässe transportieren die Lymphe. Diese Flüssigkeit fliesst durch die Gewebe und Organe und um sie herum. Der Körper eines Erwachsenen produziert täglich mindestens zwei Liter Lymphe.
Die Lymphe enthält unter anderem weisse Blutkörperchen und Antikörper. Sie transportiert Nährstoffe und «Abfälle» wie zum Beispiel abgestorbene Zellen, Viren oder Bakterien.
Die lymphatischen Organe
Die Organe im Lymphsystem heissen lymphatische Organe. Zu den lymphatischen Organen gehören:
• die Lymphknoten,
• die Milz (links oben im Bauch),
• der Thymus (hinter dem Brustbein),
• die Mandeln (in Mundhöhle und Rachen),
• das Knochenmark (im Innern der Knochen),
• das lymphatische Gewebe in den Schleimhäuten.
Die Lymphknoten
Die Lymphknoten filtern und reinigen die Lymphe. Sie liegen entlang der Lymphgefässe über den ganzen Körper verteilt. Vergrössert sehen
die Lymphknoten wie Schwämme aus. In den Lymphknoten «wohnen» die Lymphozyten.
Ein erwachsener Mensch hat 600 bis 800 Lymphknoten. Einige Menschen haben grössere und weniger Lymphknoten. Andere haben kleinere und mehr Lymphknoten.
Aufbau eines Lymphknotens

Die Lymphozyten
Die Lymphozyten gehören zu den weissen Blutkörperchen. Sie erkennen Krankheitserreger und Fremdstoffe und bekämpfen sie.
Lymphozyten entstehen im Knochenmark und entwickeln sich in den anderen lymphatischen Organen weiter. Es gibt verschiedene Lymphozyten:
• B-Lymphozyten produzieren Antikörper. Die Antikörper bekämpfen Bakterien, Viren und Pilze.
• T-Lymphozyten zerstören gesunde Zellen, in deren Kern ein Erreger eingedrungen ist.
• NK-Lymphozyten sind «Killerzellen». Sie greifen kranke oder fremde Zellen an wie beispielsweise Krebszellen.
Was ist ein B-ZellLymphom?
B-Zell-Lymphome entstehen aus krankhaft veränderten B-Lymphozyten. Diese vermehren sich schneller und leben länger als gesunde Zellen.
Bei neun von zehn Lymphomen handelt es sich um ein B-Zell-Lymphom.
Es gibt verschiedene Formen von B-Zell-Lymphomen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Ihnen sagen, welche Form von Lymphom Sie haben. Er oder sie erklärt Ihnen, was die Besonderheiten dieses Lymphoms sind.
Häufige B-Zell-Lymphome sind beispielsweise das diffuse grosszellige B-Zell-Lymphom, das Mantelzell-Lymphom, das follikuläre Lymphom oder das RandzonenLymphom.
Manchmal ändert ein B-Zell-Lymphom den Namen: Eine bestimmte Form heisst kleinzelliges B-ZellLymphom, wenn die kranken BLymphozyten in den Lymphknoten sind. Sie heisst chronisch lymphatische Leukämie, wenn die kranken B-Lymphozyten im Blut und im Knochenmark sind.
Was ist ein T-ZellLymphom?
T-Zell-Lymphome entstehen aus krankhaft veränderten T-Lymphozyten. Diese vermehren sich schneller und leben länger als gesunde Zellen.
T-Zell-Lymphome sind selten: Nur eines von zehn Lymphomen ist ein T-Zell-Lymphom.
Es gibt verschiedene Formen von T-Zell-Lymphomen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Ihnen sagen, welche Form von Lymphom Sie haben. Er oder sie erklärt Ihnen, was die Besonderheiten dieses Lymphoms sind.
Häufige T-Zell-Lymphome sind beispielsweise das Grosszellige TZell-Lymphom, das Angioimmunoblastische T-Zell-Lymphom, die TProlymphozytäre Leukämie oder das Kutane T-Zell-Lymphom.
Welche Beschwerden verursacht ein Lymphom?
Bei einem Lymphom schwellen meistens die Lymphknoten an. Das passiert häufig am Hals, in den Achselhöhlen und Leistenbeugen oder im Unterleib.
Manchmal lösen die geschwollenen Lymphknoten Schmerzen aus oder ein unangenehmes Gefühl. Zum Beispiel, weil sie auf Nerven, Blutgefässe oder Organe drücken.
Ein Lymphom verursacht manchmal folgende Beschwerden:
• Sie haben über 38 Grad Fieber, typischerweise gegen Abend.
• Sie nehmen ab ohne Grund.
• Sie sind ständig müde.
• Sie schwitzen stark in der Nacht.
• Sie haben Juckreiz am ganzen Körper.
Vielleicht haben Sie weitere Beschwerden. Das hängt davon ab, welches Lymphom Sie haben. Und welche Körperstellen oder Organe betroffen sind.
Was tun, wenn ein Lymphknoten geschwollen ist?
Geschwollene Lymphknoten bedeuten nicht gleich, dass Sie ein Lymphom haben. Die Lymphknoten am Hals beispielsweise können wegen einer Erkältung oder einer anderen Infektion anschwellen und durchaus Schmerzen verursachen.
Ist bei Ihnen ein Lymphknoten geschwollen? Oder sind mehrere Lymphknoten geschwollen? Gehen Sie zu einer Ärztin oder zu einem Arzt.
Zusätzliche Beschwerden bei B-Zell-Lymphomen
Mögliche Beschwerden bei einem B-Zell-Lymphom sind beispielsweise:
• Sie husten ständig, bekommen schlecht Luft oder haben Schmerzen in der Brust.
• Sie haben Probleme mit der Verdauung.
• Ihnen ist schlecht oder Sie müssen erbrechen.
• Ihr Bauch, Ihr Gesicht, Ihre Milz oder Ihre Leber schwellen an.
• Sie haben Kopfschmerzen.
• Sie haben Sehstörungen.
• Sie haben Probleme beim Sprechen.
• Sie haben oft Infektionen.
Hautveränderungen bei T-Zell-Lymphomen Manche T-Zell-Lymphome verursachen Hautveränderungen. Sie heissen Kutane T-Zell-Lymphome und haben verschiedene Formen:
• Flecken mit erhabener oder schuppiger Haut, die jucken können
• dunkle oder helle Flecken, die andersfarbig sind als die Haut um sie herum
• feste Knötchen auf der Haut, die aufbrechen können
• Schwellungen unter der Haut

Wann ist mein Risiko erhöht?
Männer erkranken häufiger an BZell- und T-Zell-Lymphomen als Frauen. Einige Faktoren können das Erkrankungsrisiko zusätzlich erhöhen:
• Sie leiden an einer Autoimmunkrankheit. Dabei greift das Immunsystem das eigene Gewebe an.
• Sie hatten eine Organtransplantation. Nun haben Sie ein geschwächtes Immunsystem, weil Sie bestimmte Medikamente (Immunsuppressiva) nehmen.
• Sie haben eine chronische Infektion durch Viren. Beispielsweise durch das Hepatitis-Virus, das Herpes-Virus oder das Humane Immunschwäche-Virus (HIV).
• Sie haben eine chronische Infektion durch Bakterien.
• Sie hatten schon mal eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie.
• Mehrere Personen in Ihrer Familie haben oder hatten ein Lymphom.
• Mehrere Personen in Ihrer Familie haben oder hatten Leukämie.
Wieso trifft es mich?
Auch wer gesund lebt oder jung ist, kann Krebs bekommen. Ob jemand an Krebs erkrankt oder nicht, ist teilweise Zufall.
Beschäftigt Sie die Frage, warum gerade Sie an Krebs erkrankt sind?
In der Broschüre «Wenn auch die Seele leidet» finden Sie mehr zum Thema. Sie können auch mit jemandem von KrebsInfo darüber sprechen. Die Adressen finden Sie ab Seite 43.
Welche Untersuchungen führen zur Diagnose?
Das Wichtigste in Kürze
• Für die Diagnose eines B-Zell- oder T-Zell-Lymphoms untersuchen Fachleute das Blut, die Lymphknoten und manchmal auch das Knochenmark.
• Manchmal braucht es zusätzliche Untersuchungen von einzelnen Organen.
• Anhand der Ergebnisse bewerten die Fachleute, wie weit das Lymphom fortgeschritten ist.
Belastet Sie das Warten auf die Untersuchungsergebnisse? Möchten Sie mit jemandem darüber sprechen? Wenden Sie sich an den Beratungsdienst KrebsInfo oder an Ihre kantonale oder regionale Krebsliga. Die Adressen finden Sie ab Seite 43.
Erste Abklärungen
Die Ärztin oder der Arzt fragt Sie nach Ihren Beschwerden und ob Sie schon früher krank waren. Der Arzt möchte zudem wissen, ob Sie regelmässig Medikamente nehmen.
Danach tastet der Arzt die Lymphknoten ab und schaut, ob sie ge-
schwollen sind. Er untersucht, wie gut Ihre Lunge und Ihr Herz funktionieren. Der Arzt prüft, ob die Milz (links oben im Bauch) oder die Leber (rechts oben im Bauch) vergrössert ist.
Im Blutbild erkennt die Fachperson Veränderungen im Blut. Dafür entnimmt sie Ihnen etwas Blut und lässt es im Labor untersuchen.
Für weitere Untersuchungen müssen Sie meistens zu einer Fachärztin oder einem Facharzt für Hämatologie oder Onkologie. Eine Hämatologin oder ein Hämatologe ist eine medizinische Fachperson für Krankheiten des Bluts.
Gewebeprobe (Biopsie) eines Lymphknotens
Zur Diagnose gehört eine Gewebeprobe. Die Ärztin oder der Arzt entnimmt dafür einen Lymphknoten und lässt ihn im Labor untersuchen. Häufig entnimmt der Arzt den Lymphknoten am Hals, in der Achselhöhle oder in der Leistenbeuge. Manchmal auch aus dem Brustkorb oder dem Bauch. Wenn nötig, entnimmt er zusätzlich Gewebe aus Leber, Darm, Haut, Brust, Gehirn oder Magen.
Wenn möglich, entnimmt der Arzt den Lymphknoten ambulant. Sie bekommen eine örtliche Betäubung und können danach wieder nach Hause. Manchmal brauchen Sie für die Gewebeentnahme eine Vollnarkose im Operationssaal. Dann müssen Sie dafür in ein Spital gehen.
Untersuchung
des Knochenmarks
Um das Knochenmarkt zu untersuchen, entnimmt die Ärztin oder der Arzt ein wenig Knochenmark aus Ihrem Beckenknochen.
Für diese Untersuchung müssen Sie in ein Spital gehen. Die Entnahme dauert etwa eine Viertelstunde. Danach dürfen Sie wieder nach Hause.
Lassen Sie sich von jemandem zum Termin begleiten: Sie dürfen danach vorübergehend kein Fahrzeug lenken.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Sie liegen auf der Seite mit angewinkelten Beinen oder auf dem Bauch.
Zuerst erhalten Sie eine örtliche Betäubung. Bei Bedarf bekommen Sie zusätzlich ein Schmerz- und/oder ein Beruhigungsmittel.
Dann macht der Arzt einen kleinen Schnitt in die Haut. Er führt eine Biopsie-Nadel ein und schiebt sie bis ins Knochenmark. Die Nadel
ist innen hohl. Mit der Nadel entnimmt der Arzt etwas Knochenmark. Anschliessend saugt er mit einer zweiten Nadel und einer Spritze etwas Blut aus dem Knochenmark an.
Sie bekommen ein Pflaster und ein Druckpolster auf die Einstichstelle. Das Knochenmark und das Blut lässt der Arzt im Labor untersuchen. Die Untersuchung unter dem Mikroskop zeigt, ob Krebszellen vorhanden sind. Einen Teil der Ergebnisse bekommen Sie innerhalb von ein bis zwei Tagen. Andere Ergebnisse dauern bis zu zwei Wochen.
Tut die Entnahme von Knochenmark weh?
Das Entnehmen von Knochenmark kann trotz Betäubung einen kurzen, ziehenden Schmerz verursachen oder sich unangenehm anfühlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem Behandlungsteam, wenn Sie Angst vor der Untersuchung haben.
Untersuchung der Rückenmarkflüssigkeit (Lumbalpunktion)
Die Ärztin oder der Arzt entnimmt eine Probe der Flüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark umgibt. Diese Flüssigkeit heisst Liquor. Mit dieser Untersuchung kann der Arzt feststellen, ob ein Lymphom das Gehirn oder das Rückenmark befallen hat.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Für die Untersuchung liegen Sie auf der Seite. Zuerst betäubt der Arzt die Stelle örtlich. Dann führt er eine dünne Nadel zwischen zwei Lendenwirbeln hindurch in den Wirbelkanal, der mit Liquor gefüllt ist. Er sammelt eine kleine Probe der austretenden Flüssigkeit in einem Gefäss. Die Probe wird im Labor untersucht.
Gut zu wissen: Das Rückenmark endet oberhalb der Stelle, wo der Arzt die Nadel einsticht. Deshalb kann er Ihr Rückenmark nicht verletzen.
Weitere Untersuchungen
Im Labor untersuchen Fachpersonen Ihr Blut, Ihre Lymphknoten und die Zellen. Für die Behandlungsplanung muss die Ärztin oder der Arzt genau wissen, welches Lymphom Sie haben. Es spielt auch eine Rolle, ob das Nervensystem oder weitere Organe befallen sind.
Vielleicht ordnet der Arzt eine oder mehrere der folgenden bildgebenden Untersuchungen an:
• Röntgenbild,
• Ultraschall,
• Computertomografie (CT),
• Magnetresonanztomografie (MRT),
• Positronen-Emissions-Tomografie (PET),
• PET-CT (Kombination von PET und CT).
Für diese Untersuchungen müssen Sie in ein Spital oder Röntgeninstitut gehen. Die Untersuchungen sind schmerzlos und dauern wenige Minuten bis eineinhalb Stunden. Sie sind dabei wach und dürfen danach wieder nach Hause. Ihr Behandlungsteam erklärt Ihnen den genauen Ablauf. Krankheitsstadien
Anhand der Untersuchungsergebnisse bewertet die Ärztin oder der Arzt, wie weit das Lymphom fortgeschritten ist. In der Fachsprache ist das die Stadieneinteilung oder auf Englisch «Staging».
Manche Lymphome haben ein eigenes Klassifizierungssystem. Ihr Behandlungsteam wird Sie darüber informieren, in welchem Krankheitsstadium Ihr Lymphom ist.

Wie wird die Behandlung geplant?
Das Wichtigste in Kürze
• Die Behandlungsplanung hängt unter anderem davon ab, welche Form von Lymphom Sie haben.
• Um die Behandlung zu planen, arbeiten Ärztinnen und Ärzte aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen.
• Eine Krebsbehandlung besteht meistens aus mehreren Therapien über einen längeren Zeitraum. Ärztinnen und Ärzte aus unterschiedlichen Fachrichtungen besprechen und planen Ihre Behandlung in regelmässigen gemeinsamen Sitzungen. Diese Sitzungen heissen Tumorboards.
Eine Krebsbehandlung besteht meistens aus mehreren Therapien über einen längeren Zeitraum. Die Therapiewahl hängt unter anderem davon ab, wie weit Ihr Lymphom fortgeschritten ist und wie gut die Heilungschancen sind.
Lassen Sie sich begleiten und beraten
Nehmen Sie sich genügend Zeit, um über einen Therapievorschlag nachzudenken. Schreiben Sie sich
Ihre Fragen zu Hause in Ruhe auf, damit Sie im Gespräch nichts vergessen. Lassen Sie sich von jemandem an Gespräche begleiten.
Fragen Sie nach, wie viel Erfahrung das Behandlungsteam mit Lymphomen hat. Die Erfahrung beeinflusst den Krankheitsverlauf und Ihre Lebensqualität.
Sie entscheiden Sie können jederzeit einen früheren Entscheid hinterfragen. Sie haben das Recht, eine Therapie abzulehnen oder mehr Bedenkzeit zu verlangen. Stimmen Sie einer Therapie erst dann zu, wenn Sie alle Vor- und Nachteile verstehen.
Eine Entscheidung für oder gegen eine Krebstherapie zu treffen, kann
belastend sein. Möchten Sie über die psychische oder soziale Belastung sprechen? Wenden Sie sich an den Beratungsdienst KrebsInfo oder an Ihre kantonale oder regionale Krebsliga (siehe ab Seite 50).
Haben Sie Fragen zu einer Therapie?
Hier sind mögliche Fragen, die Sie der Ärztin oder dem Arzt stellen können:
• Was kann ich von der vorgeschlagenen Therapie erwarten? Kann sie mich heilen?
• Welche Vor- und Nachteile hat die Therapie?
• Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen? Was kann ich dagegen tun?
• Kann ich nach der Therapie noch Kinder bekommen oder zeugen?
• Welche Kosten übernimmt meine Krankenkasse?
Kann ich eine Zweitmeinung einholen?
Ja, Sie können eine fachärztliche Zweitmeinung einholen. Bitten Sie Ihr Behandlungsteam, Ihre Untersuchungsergebnisse an die entsprechenden Ärzte weiterzuleiten.
Sie haben zudem das Recht, jederzeit die Herausgabe Ihrer Unterlagen zu verlangen. Dann können Sie diese dem anderen Arzt selbst schicken oder bringen.
Lassen Sie Ihre Zähne kontrollieren Krebsmedikamente können Ihre Zähne schädigen. Wenn die Behandlung Ihre Zähne beschädigt hat, können Sie abklären, ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Für diese Abklärung brauchen Sie einen sogenannten Zahnstatus.
Gehen Sie deshalb vor der Behandlung zu Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt. Fragen Sie nach einem Zahnstatus. Das ist ein schriftlicher Bericht über Ihre Zähne. Sie zeigen mit dem Zahnstatus, ob Ihre Zähne vor der Behandlung gesund sind.
Der Zahnarzt schaut auch, ob Sie versteckte Entzündungen im Mund haben. Er behandelt diese Entzündungen, bevor Sie mit einer Behandlung beginnen.
Fruchtbarkeit und Schwangerschaft
Krebstherapien können zu Fehlbildungen beim ungeborenen Kind führen. Deshalb müssen Sie während und noch einige Zeit nach der Therapie beim Geschlechtsverkehr zuverlässig verhüten.
Mehr Informationen finden Sie in den Broschüren «Männliche Sexualität bei Krebs» und «Weibliche Sexualität bei Krebs». Haben Sie weitere Fragen? Wenden Sie sich an Ihr Behandlungsteam oder an die Krebsliga.
Kann ich noch schwanger werden?
Krebstherapien können die Eizellen und die Eierstöcke schädigen. Vielleicht bekommen Sie keine Periode mehr. Oder die Periode ist stärker oder weniger stark als früher.
Eventuell können Sie nach der Therapie auf natürlichem Weg nicht mehr schwanger werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über dieses Thema, auch wenn Sie momentan keinen Kinderwunsch haben. Eventuell
können Sie vor der Therapie Ihre Eizellen oder Eierstockgewebe einfrieren lassen.
Kann ich noch Kinder zeugen?
Krebstherapien können die Samenzellen schädigen oder zerstören. Eventuell können Sie nach der Therapie auf natürlichem Weg kein Kind mehr zeugen. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über dieses Thema, auch wenn Sie momentan keinen Kinderwunsch haben. Eventuell können Sie vor der Therapie Ihr Sperma einfrieren lassen.
Was ist, wenn ich schwanger bin?
Krebstherapien können beim ungeborenen Kind zu Fehlbildungen führen. Falls Sie schwanger sein könnten, sollten Sie vor der Therapie einen Schwangerschaftstest machen. Weisen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf hin, wenn Sie schwanger sind.
Nicht jedes Spital kennt sich mit Krebs in der Schwangerschaft aus. Fragen Sie Ihr Behandlungsteam nach seiner Erfahrung oder holen Sie sich eine Zweitmeinung.
Therapie im Rahmen einer klinischen Studie
Die Medizin entwickelt laufend neue Krebstherapien und Behandlungspläne. In klinischen Studien untersuchen Forschende, ob eine neue Therapie besser ist als eine bereits anerkannte.
Möchten Sie an einer klinischen Studie teilnehmen?
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Behandlungsteam, ob Sie an einer solchen Studie teilnehmen können. Nicht alle Spitäler führen klinische Studien durch.
Die Teilnahme an einer Studie ist freiwillig. Auch wenn Sie einer Teilnahme zugestimmt haben, können Sie jederzeit wieder davon zurücktreten. Auch ohne Teilnahme an der Studie erhalten Sie die bestmögliche zugelassene Therapie.
Wer bezahlt die Behandlungskosten?
Die Grundversicherung Ihrer Krankenkasse bezahlt die Kosten für Untersuchung, Behandlung
und Folgen der Krebserkrankung. Eine freiwillige Zusatzversicherung bezahlt Leistungen, wie beispielsweise die Privatabteilung im Spital.
Einen Teil der Behandlungskosten bezahlen Sie selbst. Ihre Kostenbeteiligung setzt sich so zusammen:
• Franchise: Die tiefste, obligatorische Franchise ist 300 CHF pro Jahr. Das bedeutet, dass Sie pro Jahr alle Kosten bis 300 CHF selbst bezahlen.
• Selbstbehalt: Das sind zehn Prozent Ihrer Rechnung. Diesen Betrag bezahlen Sie selbst, maximal bis zu einem Betrag von 700 CHF pro Jahr.
• Spitalbetrag: Sie bezahlen bei einem Spitalaufenthalt pro Spitaltag 15 CHF. Diese Kosten sind zusätzlich zur Franchise und zum Selbstbehalt.
Haben Sie Zweifel, ob die Krankenkasse die Kosten bezahlt? Erkundigen Sie sich vorher bei Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder bei Ihrer Krankenkasse. Auch die kantonalen oder regionalen Krebsligen beraten Sie bei Fragen zum Thema Behandlungskosten. Sie finden die Adressen ab Seite 43.
Wer bezahlt nicht ärztliche Leistungen?
Die Krankenkasse bezahlt auch
• Physiotherapie,
• ambulante Krankenpflege durch spitalexterne Dienste (beispielsweise Spitex),
• Krankenpflege im Pflegeheim,
• Ernährungsberatung,
• Diabetesberatung,
• Ergotherapie,
• Röntgenaufnahmen und
• Blutuntersuchungen.
Diese Leistungen muss Ihnen eine Ärztin oder ein Arzt verordnen. Bezahlt die Krankenkasse eine dieser Behandlungen nicht, muss Sie der Arzt im Voraus darüber informieren. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, wenn Sie nicht sicher sind.
Wer bezahlt meinen Spitalaufenthalt?
Die Krankenkasse bezahlt den Aufenthalt im Spital. Beachten Sie, dass eine freie Spitalwahl in der ganzen Schweiz nur mit einer Zusatzversicherung möglich ist. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenkasse.
Wer bezahlt meine Medikamente?
Die Krankenkasse übernimmt Kosten für Medikamente, die vom Arzt verordnet sind und in der Spezialitätenliste des Bundesamts für Gesundheit (BAG) aufgeführt sind. Wird ein verschriebenes Medikament dennoch nicht bezahlt, stellt der Arzt ein Gesuch für eine Kostenübernahme.
Wer bezahlt die Pflege zu Hause oder im Pflegeheim?
Die Krankenkasse bezahlt einen Beitrag an die Kosten von ärztlich verordneten pflegerischen Leistungen wie beispielsweise Spritzen verabreichen oder Wundpflege. Sie selbst bezahlen einen vertraglich geregelten Teil der Kosten. Die verbleibenden Kosten bezahlt Ihre Wohngemeinde.
Mehr dazu erfahren Sie bei Ihrer Wohngemeinde, der Spitex-Organisation oder im Pflegeheim.

Wie wird ein Lymphom behandelt?
Das Wichtigste in Kürze
Gegen Lymphome gibt es verschiedene Therapien. Die wichtigsten Therapien bei B-Zell-Lymphomen oder T-Zell-Lymphomen sind Medikamente, beispielsweise eine Chemotherapie.
Gegen B-Zell- und T-Zell-Lymphome gibt es verschiedene Therapien. Sie werden auf den folgenden Seiten kurz erklärt.
Manche Lymphome wachsen sehr langsam. Dann müssen Sie nicht sofort mit einer Therapie beginnen. Sie gehen stattdessen regelmässig zur Kontrolle. Wenn das Lymphom fortschreitet oder Sie Beschwerden bekommen, beginnen Sie mit der Behandlung.
Chemotherapie
Eine Chemotherapie nennen wir im Alltag oft «Chemo». Die Medikamente einer Chemo verteilen sich über die Blutgefässe im Körper. Sie verhindern, dass Zellen sich teilen und vermehren. Dadurch werden die Krebszellen zerstört. Die Chemotherapie schädigt auch ge-
sunde Zellen. Deshalb bekommen Sie Nebenwirkungen.
Wie läuft die Chemotherapie ab?
Sie bekommen die Medikamente per Infusion in eine Vene gespritzt oder als Tabletten. Bei manchen
T-Zell-Lymphomen tragen Sie die Medikamente in Form von Creme oder Gel direkt auf die Haut auf.
Die Chemotherapie dauert mehrere Monate. Sie besteht aus Zyklen. Ein Zyklus hat eine bestimmte Behandlungsdauer mit anschliessender Pause. In den Pausen können Sie sich erholen.
Die Medikamente erhalten Sie meistens ambulant. Dann bleiben Sie nur einige Stunden im Spital oder in der Praxis und gehen danach wieder nach Hause.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Häufige Nebenwirkungen sind:
• Sie fühlen sich sehr müde.
• Sie bekommen schneller eine Infektion als früher.
• Sie haben Magen- und Darmbeschwerden: Vielleicht haben Sie Durchfall. Oder Ihnen ist übel und Sie müssen erbrechen.
• Die Schleimhäute sind trocken oder entzündet (beispielsweise im Mund).
• Die Haare fallen aus.
• Sie haben Hautausschlag oder Juckreiz.
• Sie haben Nervenschäden, die Sie zum Beispiel als Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen in Händen und Füssen merken.
• Ihre Ei- oder Samenzellen sind geschädigt: Sie können keine Kinder mehr bekommen oder zeugen.
Viele dieser Nebenwirkungen sind vorübergehend und Medikamente können sie lindern. Einige Nebenwirkungen dauern länger an oder bleiben bestehen. Haben Sie Fragen zu Nebenwirkungen? Wenden Sie sich an Ihr Behandlungsteam.
Mehr über Krebsmedikamente und was Sie gegen Nebenwirkungen tun können, erfahren Sie in der Krebsliga-Broschüre «Medikamente gegen Krebs».
Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzell-Transplantation
Eine Hochdosis-Chemotherapie zerstört viele Krebszellen in kurzer Zeit. Die Medikamente schädigen allerdings auch das gesunde Knochenmark. Deshalb bekommen Sie eine Stammzell-Transplantation, um es wiederaufzubauen.
Was ist eine HochdosisChemotherapie?
Bei einer Hochdosis-Chemotherapie erhalten Sie eine höhere Dosis von Medikamenten als bei einer «normalen» Chemo. Die Nebenwirkungen sind sehr stark. Zudem haben Sie ein leicht höheres Risiko, später im Leben an einer weiteren Krebsart zu erkranken.
Ihr Körper kann sich während und nach einer Hochdosis-Chemo-
therapie nicht mehr genügend vor Bakterien oder Viren schützen. Deshalb müssen Sie mehrere Wochen im Spital auf der Isolierstation bleiben. Das ist ein spezielles Zimmer, wo Sie vor Krankheitserregern geschützt sind.
Manchmal bekommen Sie zusätzlich eine Bestrahlung des ganzen Körpers.
Was ist eine StammzellTransplantation?
Nach der Hochdosis-Chemotherapie bekommen Sie Blutstammzellen in eine Vene gespritzt. Über die Blutbahn gelangen sie ins Knochenmark. Nach ein paar Tagen bilden sie neue, gesunde Blutzellen.
Es dauert eine Weile, bis die transplantierten Stammzellen genügend gesunde Blutzellen bilden. Während dieser Zeit haben Sie ein erhöhtes Risiko für Infektionen. Deswegen müssen Sie vorerst auf der Isolierstation bleiben.
Mehr über Stammzell-Transplantationen erfahren Sie auf: www.blutstammzellspende.ch
Woher kommen die Stammzellen?
Es gibt zwei Arten von StammzellTransplantationen:
• Allogene Transplantation: Sie erhalten Stammzellen von jemand anderem. Vielleicht ist das eine verwandte Person. Zum Beispiel Ihre Schwester oder Ihr Bruder.
• Autologe Transplantation: Sie erhalten Ihre eigenen Stammzellen. Fachleute entnehmen sie Ihnen, bevor Sie die Hochdosis-Chemotherapie bekommen.
Die gesunden Stammzellen entnehmen Fachleute aus dem Blut oder aus dem Knochenmark. Das geht auf zwei Arten:
• durch eine besondere Art der Blutspende oder
• durch eine Entnahme aus dem B eckenknochen. Der Begriff dafür ist Punktion.
Vor der Punktion bekommen Spendende meist eine Vollnarkose. Sie schlafen und spüren nichts.
Was ist eine Abstossungsreaktion?
Mit den Blutstammzellen erhalten Sie auch Abwehrzellen. Deshalb kann als Nebenwirkung eine sogenannte Abstossungsreaktion auftreten:
• Die transplantierten Abwehrzellen betrachten die Zellen in Ihrem eigenen Körper als «Feind» und greifen sie an.
• Ihr eigener Körper betrachtet die transplantierten Abwehrzellen als «Feind» und greift sie an.
Um eine Abstossungsreaktion zu vermeiden, erhalten Sie vor und nach der Transplantation Medikamente. Diese Medikamente heissen Immunsuppressiva. Sie unterdrücken Ihr Immunsystem.
Nach der Transplantation dauert es mehrere Monate, bis Ihr Immunsystem wieder gut arbeitet. Während dieser Zeit sind Sie anfälliger für Infektionen und werden leichter krank. Das Behandlungsteam erklärt Ihnen, worauf Sie achten müssen.
Zielgerichtete Therapien
Zielgerichtete Therapien sind Medikamente. Sie bekommen diese Medikamente oft als Tabletten. Manche bekommen Sie als Infusion oder als Spritze unter die Haut. Manchmal erhalten Sie die Medikamente zusätzlich zu einer Chemotherapie.
Wie wirken zielgerichtete Therapien?
Zielgerichtete Therapien verhindern, dass Krebszellen unkontrolliert wachsen und sich im Körper ausbreiten. Wie machen sie das?
• Einige Medikamente verlangsamen das Wachstum von Krebszellen. Oder sie verändern deren Stoffwechsel.
• Andere verhindern, dass der Tumor neue Blutgefässe bildet. Dadurch erhalten die Krebszellen kein Blut mehr: Sie «verhungern».
• Oder sie sorgen dafür, dass beschädigte Krebszellen sich nicht mehr reparieren können und deshalb absterben.
• Manche Medikamente helfen dem Immunsystem, damit es die Krebszellen besser bekämpfen kann.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Am häufigsten sind Nebenwirkungen an der Haut, an Schleimhäuten oder Magen- und Darmbeschwerden. Auch Veränderungen im Herzund Blutkreislauf sind möglich.
Nicht jede Person bekommt Nebenwirkungen. Je nachdem, wie die Medikamente wirken, haben Sie andere Nebenwirkungen.
Ihr Behandlungsteam wird Sie vor der Therapie informieren, worauf Sie achten müssen. Sagen Sie dem Team, wenn Sie Nebenwirkungen haben. Viele davon lassen sich behandeln.
Mehr über zielgerichtete Therapien und was Sie gegen Nebenwirkungen tun können, erfahren Sie in der Krebsliga-Broschüre «Medikamente gegen Krebs».
Steroide
Natürliche Steroide beeinflussen den Stoffwechsel und helfen bei Entzündungen. Als Medikamente (wie Kortison) wirken sie gegen kranke Immunzellen.
Die meisten Steroide bekommen Sie als Infusion oder als Tabletten. Zur Behandlung von bestimmten T-Zell-Lymphomen gibt es sie auch als Creme. Sie tragen die Creme direkt auf die Haut auf. Manchmal bekommen Sie zusätzlich eine Chemotherapie oder andere Medikamente.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Häufige Nebenwirkungen sind:
• Sie bekommen leichter eine Infektion.
• Ihr Blutdruck oder Ihr Blutzuckerspiegel sind erhöht.
• Wasser sammelt sich im Gewebe an.
• Sie nehmen an Gewicht zu.
• Sie bemerken psychische Veränderungen: Sie fühlen sich zum Beispiel sehr unruhig oder schlafen schlecht.
Wenden Sie sich an Ihr Behandlungsteam, wenn Sie diese oder andere Nebenwirkungen bekommen.
CAR-T-Zell-Therapie
Die CAR-T-Zell-Therapie gehört zu den Immuntherapien. Dabei verändern Fachleute die Immunzellen, die sogenannten T-Zellen. Die veränderten Zellen erkennen Krebszellen und greifen sie an.
Wie läuft eine CAR-T-ZellTherapie ab?
Fachleute entnehmen T-Zellen aus Ihrem Blut und bereiten sie im Labor auf. Die veränderten Zellen heissen CAR-T-Zellen.
Kurz bevor Sie die CAR-T-Zellen bekommen, erhalten Sie eine Chemotherapie. Sie zerstört möglichst viele «alte» T-Zellen im Blut. Über eine Infusion fliessen dann die neuen CAR-T-Zellen in Ihren Blutkreislauf. Danach müssen Sie noch mehrere Wochen im Spital bleiben.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Häufige Nebenwirkungen sind:
• Sie bekommen eine Infektion.
• Ihr Immunsystem reagiert heftig. Sie haben zum Beispiel Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, einen tiefen Blutdruck oder Atembeschwerden. Vielleicht ist Ihnen übel und Sie erbrechen.
• Sie haben neurologische Störungen. Eventuell haben Sie Kopfschmerzen und Ihnen ist schwindelig. Vielleicht haben Sie Probleme beim Denken, Sprechen oder Schreiben. Diese Probleme bleiben manchmal für eine längere Zeit.
• Ihr Körper zeigt Reaktionen einer Entzündung, zum Beispiel erhöhte Leberwerte.
Mehr über die CAR-T-Zell-Therapie und was Sie gegen Nebenwirkungen tun können, erfahren Sie in der Krebsliga-Broschüre «Medikamente gegen Krebs».
Bispezifische Antikörper
Die Bispezifischen Antikörper gehören zu den Immuntherapien. Diese Medikamente wirken auf bestimmte Eigenschaften von Krebszellen, ähnlich wie zielgerichtete Therapien. Gleichzeitig verbinden sie sich mit den Immunzellen, den sogenannten T-Zellen. Sie aktivieren die T-Zellen, damit sie die Krebszellen besser erkennen und bekämpfen.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Die Nebenwirkungen sind ähnlich wie bei der CAR-T-Zell-Therapie (siehe links) und bei gezielten Therapien (siehe Seite 28 f.). Vielleicht bekommen Sie eine Infektion, einen Hautausschlag oder Kopfschmerzen. Oder Ihr Immunsystem reagiert heftig, zum Beispiel mit Schüttelfrost und Gliederschmerzen.
Ihr Behandlungsteam wird Sie vor der Therapie informieren, worauf Sie achten müssen. Sagen Sie dem Team, wenn Sie Nebenwirkungen haben. Viele davon lassen sich behandeln.
Strahlentherapie
Eine Strahlentherapie (Radiotherapie) schädigt Krebszellen, sodass diese absterben. Eine Maschine schickt die Strahlen von aussen durch Ihre Haut.
Bei Lymphomen erhalten Sie manchmal zusätzlich eine Chemotherapie. Ist bei Ihnen eine Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzell-Transplantation (siehe Seite 26) geplant? Dann bekommen Sie vielleicht zuerst eine Bestrahlung des ganzen Körpers.
Wie läuft die Strahlentherapie ab?
Vor der ersten Bestrahlung vermessen Fachleute das Bestrahlungsfeld anhand einer Computertomografie. Dann berechnen sie die Strahlenmenge für jeden Bereich, den sie bestrahlen wollen. Sie programmieren die Maschine so, dass sie die Strahlen von aussen durch die Haut auf die gewollte Stelle schickt. Das kann ein Tumor sein, ein Lymphknoten oder eine Metastase.
Wie lange dauert eine Strahlentherapie?
Eine Strahlentherapie dauert meist mehrere Wochen. Sie bekommen die gesamte Strahlenmenge nicht auf einmal, sondern in mehreren Sitzungen verteilt. Die Sitzungen finden meistens von Montag bis Freitag statt. Eine einzelne Sitzung dauert nur wenige Minuten und ist nicht schmerzhaft. Nach jeder Sitzung dürfen Sie wieder nach Hause.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Die Nebenwirkungen hängen davon ab, welche Körperstelle bestrahlt wurde und welche Strahlenmenge Sie bekommen haben.
Eine Ganzkörperbestrahlung wirkt auf alle Zellen im ganzen Körper. Deshalb können die Nebenwirkungen alle Organe betreffen. Eine Ganzkörperbestrahlung macht oft dauerhaft unfruchtbar. Sie haben zudem für einige Jahre ein erhöhtes Risiko, an einer weiteren Krebsart zu erkranken.
Folgende Nebenwirkungen sind häufig:
• Die Haut im bestrahlten Bereich ist trocken oder gerötet.
• Die Darmschleimhaut ist entzündet. Sie haben Blähungen oder Durchfall.
• Ihnen ist übel.
• Sie haben einen trockenen Mund oder Probleme beim Schlucken.
• Sie sind ständig müde.
Mehr über Strahlentherapien und ihre Nebenwirkungen erfahren Sie in der Krebsliga-Broschüre «Die Strahlentherapie».
Fototherapie
Die Fototherapie dient zur Therapie von bestimmten Kutanen T-ZellLymphomen. Fachleute nutzen dafür ultraviolette Strahlen. Sie verwenden entweder UV-A-Strahlen oder UV-B-Strahlen.
Was ist eine Fototherapie mit UV-B-Strahlen?
Die betroffenen Körperstellen werden mit UV-B-Strahlen bestrahlt. Das passiert mindestens drei Mal pro Woche. Und zwar so lange, bis
die Hautschäden verschwinden. Danach müssen Sie noch eine Weile lang zur Behandlung gehen, aber nicht mehr so häufig.
Was ist eine PUVATherapie?
Der Name kommt von der Abkürzung PUVA (Psoralen plus UVA). Sie erhalten zunächst das Medikament Psoralen in Form von Tabletten, als Creme oder als Bad. Psoralen macht die Haut empfindlicher für UV-A-Strahlen. Dann werden Ihre erkrankten Hautbereiche mit UV-A-Strahlen bestrahlt: Die Krebszellen sterben ab.
Sie müssen etwa drei Mal pro Woche zur Therapie gehen. Die Therapie dauert so lange, bis die Hautschäden verschwunden sind.
Was ist eine Photopherese?
Die Photopherese ähnelt der PUVA-Therapie. Sie bekommen eine Kanüle in eine Vene eingeführt. Die Kanüle leitet einen Teil Ihres Bluts in eine Maschine.
Diese Maschine trennt einen Teil der weissen Blutkörperchen vom restlichen Blut. Der Rest fliesst di-
rekt zurück in Ihren Blutkreislauf. Die weissen Blutkörperchen in der Maschine werden mit dem Medikament Psoralen gemischt und dann mit UV-A-Strahlen bestrahlt. Das beschleunigt das Absterben der Krebszellen. Anschliessend leitet die Maschine die weissen Blutkörperchen wieder zurück in Ihren Körper.
Diese Therapie dauert zwei Tage, jeweils zwischen zwei und vier Stunden. Sie wird in Abständen von zwei bis zwölf Wochen wiederholt.
Operation
Bei Lymphomen entnimmt die Ärztin oder der Arzt manchmal Gewebeproben durch eine Operation. Dies hilft, die Krankheit genau zu bestimmen.
Vielleicht liegt das Lymphom in der Milz oder in einem Organ ausserhalb des Lymphsystems. Dann dient die Operation als Therapie. Manchmal kann die Chirurgin oder der Chirurg während der Operation den gesamten Tumor entfernen.
Mehr über Operationen bei Krebs, beispielsweise zur Narkose oder wie Sie mit Ängsten umgehen können, erfahren Sie in der Krebsliga-Broschüre «Operationen bei Krebs».
Komplementärmedizin
Die Verfahren der Komplementärmedizin helfen, während und nach einer Krebstherapie das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Sie können Nebenwirkungen erträglicher machen. Den Krebs können Sie allerdings nicht heilen.
Einige dieser Methoden werden manchmal auch alternativ angewandt, das heisst anstelle der schulmedizinischen Krebstherapie. Davon rät die Krebsliga ab. In der Broschüre «Komplementärmedizin bei Krebs» erfahren Sie mehr darüber.
Verwenden Sie keine komplementärmedizinischen Medikamente oder Salben, ohne vorher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darüber zu informieren. Auch scheinbar harmlose Produkte können sich mit Ihrer Krebstherapie nicht vertragen oder
die Wirkung der Medikamente beeinflussen.
Palliative Care
Palliative Care meint die umfassende Betreuung von Menschen mit Krebs, der fortschreitet oder nicht heilbar ist.
Das Behandlungsteam versucht, die Krankheit zu verlangsamen und Ihre Beschwerden zu lindern. Damit Sie so lange wie möglich eine gute Lebensqualität haben.
Welche Form von Palliative Care passt für mich?
Palliative Care gibt es in verschiedenen Formen. Vielleicht können Sie zu Hause betreut werden, zum Beispiel durch einen mobilen Palliativdienst oder die Onko-Spitex. Es gibt spezielle Palliativ-Abteilungen in Spitälern. Palliative Care gibt es im Hospiz oder Pflegeheim.
Die Beratenden der regionalen und kantonalen Ligen oder von KrebsInfo unterstützen Sie bei der Auswahl. Die Adressen und Telefonnummern finden Sie ab Seite 43.
Mehr über Palliative Care erfahren
Sie in der Broschüre «Mein Krebs ist nicht heilbar: Was tun?» oder bei der Schweizerischen Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung: www.palliative.ch
Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung
Diese Dokumente werden nur dann berücksichtigt, wenn Sie urteilsunfähig sind. Urteilsunfähig sind Sie, wenn Sie die Folgen Ihrer Entscheidungen nicht mehr beurteilen können. Beim Verfassen eines Vorsorgeauftrags oder einer Patientenverfügung müssen Sie urteilsfähig sein.
Was ist ein Vorsorgeauftrag?
Manchmal sind Krebsbetroffene nicht mehr in der Lage, ihre persönlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten zu regeln. Für diesen Fall können sie eine oder mehrere Vertretungspersonen bestimmen. Diese Person kann alle oder nur einzelne Angelegenheiten übernehmen. Sie darf mit Ihrer Erlaubnis zum Beispiel Ihre Post öffnen. Oder sie darf Geld von
Ihrem Bankkonto holen und mit diesem Geld Ihre Rechnungen bezahlen.
Einen Vorsorgeauftrag müssen Sie handschriftlich verfassen. Ist dies nicht möglich, muss das ein Notar übernehmen. Ein Notar ist eine Amtsperson. Sie bestätigt, dass Ihr Vorsorgeauftrag echt ist.
Was ist eine Patientenverfügung?
Vielleicht sind Sie nicht mehr urteilsfähig oder können Ihre Wünsche nicht mehr mitteilen. Mit der Patientenverfügung kann das Behandlungsteam und ihre Familie trotzdem medizinische Entscheidungen nach Ihrem Willen treffen.
Mehr über Patientenverfügungen erfahren Sie in der Krebsliga-Broschüre «Selbstbestimmt bis zuletzt» oder in der «Patientenverfügung der Krebsliga».
Was tun bei Nebenwirkungen?
Das Wichtigste in Kürze
• Eine Krebstherapie verursacht Nebenwirkungen.
• Warten Sie nicht, bis Ihre Beschwerden zu stark werden. Melden Sie sich frühzeitig bei Ihrem Behandlungsteam.
• Viele Nebenwirkungen wie Schmerzen lassen sich lindern.
Krebstherapien verursachen Nebenwirkungen. Welche Nebenwirkungen Sie bekommen, ist bei jedem Menschen anders. Auch wie lange sie andauern und wie stark sie sind, ist unterschiedlich.
Meistens erhalten Sie vor einer Therapie im Spital ein Merkblatt. Dort finden Sie Informationen zur Therapie, zu den möglichen Nebenwirkungen und wie Sie damit umgehen können. Fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist. Bitten Sie um ein Merkblatt, falls Sie noch keines haben.
Lassen sich Nebenwirkungen lindern?
Viele Nebenwirkungen lassen sich lindern. Informieren Sie Ihr Behandlungsteam frühzeitig bei Beschwerden. Sagen Sie dem Team auch, wenn Sie Probleme im Alltag haben und nicht mehr alles machen können wie früher.
Ihr Behandlungsteam weiss, von welcher Therapie Sie vielleicht Schmerzen bekommen. Oder bei welcher Therapie Ihnen wahrscheinlich übel wird. Deshalb erhalten Sie vorher oder währenddessen zusätzliche Medikamente. Das verhindert Beschwerden oder schwächt sie ab.
Was tun bei Schmerzen?
Krebs und Krebstherapien verursachen manchmal Schmerzen. Schmerzen rauben Kraft und belasten auch die Psyche.
Schmerzen werden oft schwächer, wenn Sie sie rasch behandeln lassen. Warten Sie deshalb nicht ab in der Hoffnung, dass die Schmerzen von selbst verschwinden. Besprechen Sie Schmerzen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medikamente sind nur ein Weg, Schmerzen zu behandeln. Es gibt auch:
• Operation,
• Strahlentherapie,
• Komplementärmedizin, zum Beispiel Akupunktur oder Traditionelle Chinesische Medizin (TCM),
• Physiotherapie,
• Sport und Bewegung,
• Entspannungsübungen, zum Beispiel Meditation oder Autogenes Training,
• psychoonkologische Beratung oder Psychotherapie.
In der Krebsliga-Broschüre «Schmerzen bei Krebs und ihre Behandlung» finden Sie ausführliche Informationen zum Thema.
Um Schmerzen zu lindern, gibt es verschiedene Möglichkeiten
Medikamente
Komplementärmedizin (z.B. Akupunktur, TCM, Naturheilkunde)
Physiotherapie
Psychotherapie
Körperliche Aktivität (Sport und Bewegung)
Entspannungsübungen (z.B. Meditation, Autogenes Training)
Rückkehr in den Alltag
Das Wichtigste in Kürze
• Nach einer Krebserkrankung sind viele Menschen nicht mehr so leistungsfähig wie vorher.
• Eine Reha unterstützt Sie bei der Rückkehr in den Alltag.
• Nach einer Krebstherapie sollten Sie regelmässig zu NachsorgeUntersuchungen gehen.
Es braucht Zeit und Geduld, um sich von einer Krebserkrankung und ihren Therapien zu erholen. Vielleicht fühlen Sie sich noch nicht bereit für den Alltag.
Erwarten Ihre Nächsten oder Ihr Arbeitgeber, dass Sie nun trotzdem zur Tagesordnung zurückkehren?
Damit umzugehen, ist nicht einfach. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
In den Krebsliga-Broschüren «Wenn auch die Seele leidet» oder «Fatigue bei Krebs» finden Sie weitere Informationen.
Wo finde ich Unterstützung?
Reden Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Sie können auch die Krebsliga oder andere Fachleute um Rat fragen. Gemeinsam finden Sie heraus, welche Massnahmen sinnvoll sind und ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt.
Die Krebsliga bietet Kurse für Betroffene und Angehörige an. Fragen Sie bei Ihrer kantonalen oder regionalen Krebsliga nach. So erfahren Sie, wo Sie in Ihrer Nähe einen geeigneten Kurs finden.
NachsorgeUntersuchungen
Nach einer abgeschlossenen Therapie empfiehlt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt regelmässige Nachsorge-Untersuchungen. Dann fragt der Arzt nach Schmerzen und Nebenwirkungen. Oder ob Sie Probleme im Alltag haben.
Die Nachsorge ist wichtig. Der Arzt kann dadurch frühzeitig erkennen, ob der Krebs zurückgekommen ist.
Wie oft Sie untersucht werden und welche Untersuchungen stattfinden, hängt von Ihrem Lymphom ab. Meistens macht der Arzt eine Blutuntersuchung. Manchmal untersucht er zusätzlich das Knochenmark.
Haben Sie Angst vor einem Rückfall? Haben Sie Probleme bei der Arbeit, in Ihrer Familie oder in der Partnerschaft? Auch darüber können Sie in der Nachsorge-Untersuchung sprechen.
Onkologische Rehabilitation
Eine onkologische Rehabilitation (kurz: Reha) unterstützt Sie beim Gesundwerden und bei der Rückkehr in den Alltag und ins Berufsleben. Sie kann vor, während oder nach einer Therapie bei Krebs stattfinden.
Es gibt ambulante und stationäre Angebote. Dazu gehören beispielsweise Bewegung und Sport, Kraftaufbau oder das Erlernen von Entspannungsmethoden.
Beachten Sie die Broschüren «Onkologische Rehabilitation» und «Körperliche Aktivität bei Krebs». Die Adressen von Anbietern onkologischer Rehabilitationsangebote unter medizinischer Leitung finden Sie auf: www.krebsliga.ch
Zurück zur Arbeit
Manche Krebsbetroffene arbeiten während einer Therapie weiter. Einige reduzieren dabei vorübergehend ihr Arbeitspensum. Andere unterbrechen ihre Arbeit und kehren erst nach Abschluss einer Therapie und einer längeren Pause wieder an ihren Arbeitsplatz zurück.
Vielleicht sind Sie nicht mehr so belastbar wie früher. Krebs und Krebstherapien können zu ständiger Müdigkeit (Fatigue) oder zu Schlafstörungen führen. Eventuell haben Sie Probleme mit dem Gedächtnis oder können sich schlecht konzentrieren.
Planen Sie den Arbeitsalltag oder die Rückkehr an Ihren Arbeitsplatz zusammen mit Ihrem Behandlungsteam und Ihrem Arbeitgeber. Vielleicht dürfen Sie Ihre Aufgaben anpassen. Oder Sie arbeiten vorübergehend weniger Stunden pro Woche.
Möchten Sie mehr wissen zum Arbeiten nach Krebs? Die Beratenden der regionalen und kantonalen Krebsligen helfen Ihnen weiter. Die Adressen der Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie ab Seite 43. Zusätzliche Informationen finden Sie in der KrebsligaBroschüre «Arbeiten mit und nach Krebs».
Haben Sie Fragen zum Lohn oder was passiert, wenn die AHV- oder die IV-Rente nicht reicht? Informationen finden Sie in der Broschüre «Arbeit, Finanzen und medizinische Entscheidungen bei Krebs».

Beratung und weitere Informationen
Die kantonale oder regionale Krebsliga
Sie berät, begleitet und unterstützt Betroffene und Angehörige. Zum Angebot gehören:
• Sie können persönliche Gespräche führen.
• Sie können Versicherungs- und Finanzierungsfragen klären.
• Beraterinnen und Berater unterstützen Sie beim Ausfüllen einer Patientenverfügung.
• Sie finden Kurs- und Seminarangebote.
Beraterinnen und Berater vermitteln Ihnen Fachpersonen, zum Beispiel für eine Stomaberatung, eine Ernährungsberatung oder für psychoonkologische Beratung und Therapie.
Beratungsdienst KrebsInfo
0800 11 88 11
Bei KrebsInfo hört Ihnen eine Fachberaterin oder ein Fachberater zu. Sie erhalten Antwort auf Ihre Fragen rund um Krebs. Die Fachberatung informiert Sie über mögliche weitere Schritte. Sie können mit ihr über Ihre Ängste und Unsicherheiten und über Ihr persönliches Erleben sprechen.
Ausserdem erhalten Sie Adressen von Spitälern und Tumorzentren in Ihrer Nähe, die auf die Behandlung Ihrer Krebserkrankung spezialisiert sind.
Anruf und Auskunft sind kostenlos. Die Fachberatenden sind auch per EMail an krebsinfo@krebsliga.ch oder via WhatsApp (Nr. 031 389 92 40) erreichbar.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene erreichen über www.krebsliga.ch/chat eine Beratungsperson, mit der sie chatten können (Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr). Haben Sie Fragen zur Krankheit oder möchten Sie einfach jemandem mitteilen, wie es Ihnen geht? Dann chatten Sie los.
Beratungsangebot stopsmoking 0848 000 181
Professionelle Beratende geben Ihnen Auskunft und helfen Ihnen beim Rauchstopp. Auf Wunsch können kostenlose Folgegespräche vereinbart werden. Mehr dazu erfahren Sie auf: www.stopsmoking.ch
Kurse
Die Krebsligen organisieren an verschiedenen Orten in der Schweiz Kurse für krebsbetroffene Menschen und Angehörige: www.krebsliga.ch/kurse
Andere Betroffene
Es kann Mut machen, zu erfahren, wie andere Menschen mit besonderen Situationen umgehen und welche Erfahrungen sie gemacht haben.
Peer-Plattform
Auf der Peer-Plattform der Krebsliga finden Sie Krebsbetroffene oder Angehörige, die Krebsbetroffene begleiten. Mit diesen Peers können Sie sich austauschen: peerplattform.krebsliga.ch
Selbsthilfegruppen
Sie können Ihre Erfahrungen in einem Forum diskutieren oder sich in einer Selbsthilfegruppe austauschen. Das ist oft leichter in einem Gespräch mit Menschen, die Ähnliches erleben.
Informieren Sie sich bei Ihrer kantonalen oder regionalen Krebsliga über Selbsthilfegruppen, laufende Gesprächsgruppen oder Kursangebote für Krebsbetroffene und Angehörige. Auf www.selbsthilfeschweiz.ch können Sie nach Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe suchen.
Spitex-Dienste für Krebsbetroffene
Bei Spitex-Diensten handelt es sich um spitalexterne Hilfe und Pflege zu Hause. In manchen Kantonen gibt es auf krebskranke Menschen spezialisierte Spitex-Dienste. Diese Dienste heissen in jedem Kanton anders (z. B. Onko-Spitex, spitalexterne Onkologiepflege SEOP, palliativer Brückendienst). Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrer kantonalen oder regionalen Krebsliga nach Adressen.
Ernährungsberatung
Viele Spitäler bieten eine Ernährungsberatung an. Ausserhalb von Spitälern gibt es freiberuflich tätige Ernährungsberaterinnen oder Ernährungsberater. Diese arbeiten meistens mit dem Behandlungsteam zusammen und sind einem Verband angeschlossen:
Schweizerischer Verband der Ernährungsberater/innen SVDE Altenbergstrasse 29, Postfach 686
3000 Bern 8 Tel. 031313 88 70, service@svde-asdd.ch
Auf der Website des SVDE können Sie eine Ernährungsberatung in Ihrer Nähe suchen: www.svde-asdd.ch
Palliative Medizin, Pflege und Begleitung
Palliative Care unterstützt Betroffene, die unheilbar krank sind und deren Krebserkrankung fortschreitet. Betroffene sollen bis zuletzt eine gute Lebensqualität haben. Die Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung sorgt dafür, dass Sie schweizweit eine professionelle Palliative Care erhalten, unabhängig von Ihrer Diagnose und Ihrem Wohnort.
palliative ch
Kochergasse 6, 3011 Bern
Tel. 031 310 02 90 info@palliative.ch, www.palliative.ch
Die Karte gibt eine Übersicht über Palliative-Care-Angebote in der Schweiz, die hohe Qualitätsstandards in Palliative Care erfüllen: www.palliativkarte. ch/versorgung/karte
Ihr Behandlungsteam
Das Behandlungsteam berät Sie, was Sie gegen krankheits- und behandlungsbedingte Beschwerden tun können. Fragen Sie auch nach Massnahmen, die Ihnen zusätzlich helfen und Ihre Genesung erleichtern. Zum Behandlungsteam gehören jene Fachpersonen, die Sie während der Krankheit begleiten, behandeln und unterstützen.
Psychoonkologie
Eine Fachperson der Psychoonkologie unterstützt Betroffene und Angehörige dabei, die Krebserkrankung besser zu bewältigen und zu verarbeiten.
Eine psychoonkologische Beratung
bieten Fachleute verschiedener Fachrichtungen an (z. B. Medizin, Psychologie, Pflege, Sozialarbeit, Theologie). Wichtig ist, dass diese Fachperson über eine Weiterbildung in Psychoonkologie verfügt. Auf psychoonkologie. krebsliga.ch finden Sie Psychoonkologinnen und Psychoonkologen in Ihrer Nähe.
Broschüren
der Krebsliga (Auswahl)
• Medikamente gegen Krebs Chemotherapie, antihormonelle Therapie, zielgerichtete Therapie und Immuntherapie
• Krebsmedikamente zu Hause einnehmen
• Die Strahlentherapie Radiotherapie
• Operationen bei Krebs
• Komplementärmedizin bei Krebs
• Schmerzen bei Krebs und ihre Behandlung
• Periphere Neuropathie Was Sie selbst tun können
• Arbeiten mit und nach Krebs Ein Ratgeber für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
• Fatigue bei Krebs Rundum müde
• Ernährung bei Krebs
• Das Lymphödem nach Krebs
• Weibliche Sexualität bei Krebs
• Männliche Sexualität bei Krebs
• Die Krebstherapie hat mein Aussehen verändert Tipps und Ideen für ein besseres Wohlbefinden
• Wenn auch die Seele leidet Krebs trifft den ganzen Menschen
• Körperliche Aktivität bei Krebs Stärken Sie das Vertrauen in Ihren Körper
• Onkologische Rehabilitation
• Ich begleite eine an Krebs erkrankte Person
• Wenn Eltern an Krebs erkranken Wie mit Kindern darüber reden
• Erblich bedingter Krebs
• Patientenverfügung der Krebsliga Mein verbindlicher Wille im Hinblick auf Krankheit, Sterben und Tod
• Mein Krebs ist nicht heilbar: Was tun?
• In Zeiten des Trauerns Wenn ein geliebter Mensch an Krebs stirbt
Bei der Krebsliga finden Sie weitere Broschüren zu einzelnen Krebsarten und Therapien und zum Umgang mit Krebs. Diese Broschüren sind kostenlos und stehen auch in elektronischer Form zur Verfügung. Sie werden Ihnen von der Krebsliga Schweiz und Ihrer
kantonalen oder regionalen Krebsliga offeriert. Das ist nur möglich dank grosszügiger Spenden.
Bestellmöglichkeiten
• Krebsliga Ihres Kantons
• Telefon 0844 85 00 00
• shop@krebsliga.ch
• www.krebsliga.ch/broschueren


Alle Broschüren können Sie online lesen und bestellen.
Ihre Meinung interessiert uns
Äussern Sie Ihre Meinung zur Broschüre mit dem Fragenbogen am Ende dieser Broschüre oder online unter: www.krebsliga.ch/broschueren. Vielen Dank fürs Ausfüllen.
Broschüren anderer Anbieter
«Lymphome – Ratgeber für Betroffene und Angehörige», 2023. Lymphome Patientennetz Schweiz. Online verfügbar auf: www.lymphome.ch
«Methoden und Verfahren zur Krebsdiagnose», Österreichische Krebshilfe, 2023. Online verfügbar auf: www.krebshilfe.net
«Krebswörterbuch», Die deutsche Krebshilfe erklärt Fachbegriffe von A wie Abdomen bis Z wie Zytostatikum, 2021. Online verfügbar auf: www.krebshilfe.de
Literatur
«Diagnose-Schock: Krebs», Hilfe für die Seele, konkrete Unterstützung für Betroffene und Angehörige. Alfred Künzler, Stefan Mamié, Carmen Schürer, Springer-Verlag, 2012.
Einige Krebsligen verfügen über eine Bibliothek, wo Sie Bücher zum Thema kostenlos ausleihen können. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krebsliga.
Informationen
im Internet
Angebot der Krebsliga www.krebsliga.ch
Das Angebot der Krebsliga Schweiz mit Links zu allen kantonalen und regionalen Krebsligen. www.krebsliga.ch/chat
Die Krebsliga bietet einen Livechat mit Beratung an. www.krebsliga.ch/kurse
Kurse der Krebsliga, um krankheitsbedingte Alltagsbelastungen besser zu bewältigen.
www.krebsliga.ch/onkoreha
Übersichtskarte zu onkologischen Rehabilitationsangeboten in der Schweiz. peerplattform.krebsliga.ch
Betroffene begleiten Betroffene. psychoonkologie.krebsliga.ch
Verzeichnis von Psychoonkologinnen und Psychoonkologen in Ihrer Nähe.
Andere Angebote www.avac.ch/de
Der Verein «Lernen mit Krebs zu leben» organisiert Kurse für Betroffene und Angehörige.
www.cipa-igab.ch
Dieser Dachverband gibt den betreuenden Angehörigen in der Schweiz eine Stimme. www.fertionco.ch
Fruchtbarkeit bei Krebs. www.kofam.ch
Portal des Bundesamts für Gesundheit zur Humanforschung in der Schweiz. www.komplementaermethoden.de
Informationen der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen. www.krebshilfe.de
Informationen der Deutschen Krebshilfe.
www.krebsinformationsdienst.de
Ein Angebot des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg. www.krebs-webweiser.de
Eine Zusammenstellung von Internetseiten durch das Universitätsklinikum Freiburg i.Br.
www.palliative.ch
Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung. www.patientenkompetenz.ch
Eine Stiftung zur Förderung der Selbstbestimmung im Krankheitsfall. www.psychoonkologie.ch
Schweizerische Gesellschaft für Psychoonkologie. www.selbsthilfeschweiz.ch
Adressen von Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige in Ihrer Nähe.
Quellen
Informationen auf Englisch www.asco.org
American Society of Clinical Oncology. www.cancer.gov
National Cancer Institute USA. www.cancer.org
American Cancer Society. www.cancerresearchuk.org
Independent cancer research and awareness charity. www.macmillan.org.uk
A non-profit cancer information service.
Die in dieser Broschüre erwähnten Publikationen und Internetseiten dienen der Krebsliga auch als Quellen.
Folkerts, J. (29. Juni 2023). DLBCL Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom. Wissensdatenbank Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum. https://widb.krebsinformationsdienst.de/wissensdatenbank/lymphatisches-blutbildendes-und-verwandtes-gewebe/dlbcl-diffuses-grosszelliges-b-zell-lymphom/
Folkerts, J. (14. Juli 2023). HAEMwho Tumoren des Blutbildenden und Lymphatischen Systems WHO-Klassifikation. Wissensdatenbank Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum. https://widb.krebsinformationsdienst.de/wissensdatenbank/lymphatisches-blutbildendes-und-verwandtes-gewebe/haemwho-tumoren-des-blutbildenden-undlymphatischen-systems-who-klassifikation/
Folkerts, J. (1. März 2024). MZL Mantelzell-Lymphom. Wissensdatenbank Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum. https://widb.krebsinformationsdienst.de/wissensdatenbank/lymphatisches-blutbildendes-und-verwandtes-gewebe/haemwho-tumoren-des-blutbildenden-undlymphatischen-systems-who-klassifikation/
Folkerts, J. (21. Mai 2019). NHL Non-Hodgkin-Lymphom malignes Lymphom. Wissensdatenbank Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum. https://widb.krebsinformationsdienst.de/wissensdatenbank/lymphatisches-blutbildendes-und-verwandtes-gewebe/nhl-non-hodgkin-lymphom-malignes-lymphom/
Folkerts, J. (30. Juni 2021). T-Zell-Lymphom. Wissensdatenbank Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum.
https://widb.krebsinformationsdienst.de/wissensdatenbank/lymphatisches-blutbildendes-und-verwandtes-gewebe/t-zell-lymphom/
Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF) (2024). Patientenleitlinie Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL). https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/patientenleitlinien/diffusesgrosszelligen-b-zell-lymphom-dlbcl
Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF) (2021). Patientenleitlinie Follikuläres Lymphom. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/patientenleitlinien/follikulaereslymphom
Vollmer, G. (19. Januar 2024). Kutane Lymphome. Wissensdatenbank Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum. https://widb.krebsinformationsdienst.de/wissensdatenbank/lymphatisches-blutbildendes-und-verwandtes-gewebe/kutane-lymphome/
Unterstützung und Beratung –die Krebsliga in Ihrer Region
1 Krebsliga Aargau
Kasernenstrasse 25
Postfach 3225
5001 Aarau
Tel. 062 834 75 75 admin@krebsliga-aargau.ch www.krebsliga-aargau.ch
IBAN: CH09 0900 0000 5001 2121 7
2
Krebsliga beider Basel
Petersplatz 12
4051 Basel
Tel. 061 319 99 88
4 Ligue fribourgeoise contre le cancer
Krebsliga Freiburg route St-Nicolas-de-Flüe 2
case postale
1701 Fribourg
tél. 026 426 02 90
info@liguecancer-fr.ch
www.liguecancer-fr.ch
IBAN: CH49 0900 0000 1700 6131 3
5
7 Ligue jurassienne contre le cancer rue des Moulins 12
2800 Delémont
tél. 032 422 20 30
info@ljcc.ch
www.liguecancer-ju.ch
IBAN: CH13 0900 0000 2500 7881 3
8
Ligue genevoise contre le cancer
Ligue neuchâteloise contre le cancer
faubourg du Lac 17 2000 Neuchâtel
tél. 032 886 85 90 info@klbb.ch Rue Sautter 29 LNCC@ne.ch www.klbb.ch
IBAN: CH11 0900 0000 4002 8150 6
3 Krebsliga Bern
Ligue bernoise contre le cancer
Schwanengasse 5/7
Postfach
3001 Bern
Tel. 031 313 24 24
info@krebsligabern.ch www.krebsligabern.ch
IBAN: CH23 0900 0000 3002 2695 4 6
1205 Genève
tél. 022 322 13 33
info@lgc.ch www.lgc.ch
IBAN: CH80 0900 0000 1200 0380 8
Krebsliga Graubünden
Ottoplatz 1
Postfach 368
7001 Chur
Tel. 081 300 50 90
info@krebsliga-gr.ch www.krebsliga-gr.ch
IBAN: CH97 0900 0000 7000 1442 0
www.liguecancer-ne.ch
IBAN: CH23 0900 0000 2000 6717 9
9 Krebsliga Ostschweiz
SG, AR, AI, GL
Flurhofstrasse 7
9000 St. Gallen
Tel. 071 242 70 00
info@krebsliga-ostschweiz.ch www.krebsliga-ostschweiz.ch
IBAN: CH29 0900 0000 9001 5390 1
10 Krebsliga Schaffhausen
Mühlentalstrasse 84
8200 Schaffhausen
15 Ligue valaisanne contre le cancer
Krebsliga Wallis
Siège central: Tel. 052 741 45 45 rue de la Dixence 19 info@krebsliga-sh.ch 1950 Sion www.krebsliga-sh.ch
tél. 027 322 99 74
IBAN: CH65 0900 0000 8200 3096 2 info@lvcc.ch www.lvcc.ch
11 Krebsliga Solothurn Beratungsbüro: Wengistrasse 16 Spitalzentrum Oberwallis Postfach 531
4502 Solothurn
Tel. 032 628 68 10
Überlandstrasse 14
3900 Brig
Tel. 027 604 35 41 info@krebsliga-so.ch Mobile 079 644 80 18 www.krebsliga-so.ch info@krebsliga-wallis.ch
IBAN: CH73 0900 0000 4500 1044 7 www.krebsliga-wallis.ch
12 Krebsliga Thurgau Bahnhofstrasse 5
IBAN: CH73 0900 0000 1900 0340 2
16 Krebsliga Zentralschweiz 8570 Weinfelden LU, OW, NW, SZ, UR, ZG Tel. 071 626 70 00 Löwenstrasse 3
info@krebsliga-thurgau.ch 6004 Luzern www.krebsliga-thurgau.ch
Tel. 041 210 25 50
IBAN: CH58 0483 5046 8950 1100 0 info@krebsliga.info www.krebsliga.info
13 Lega cancro Ticino
IBAN: CH61 0900 0000 6001 3232 5 Piazza Nosetto 3 6500 Bellinzona
17 Krebsliga Zürich Tel. 091 820 64 20 Freiestrasse 71 info@legacancro-ti.ch
8032 Zürich www.legacancro-ti.ch
Tel. 044 388 55 00
IBAN: CH19 0900 0000 6500 0126 6 info@krebsligazuerich.ch www.krebsligazuerich.ch
14 Ligue vaudoise
IBAN: CH77 0900 0000 8000 0868 5 contre le cancer
av. d’Ouchy 18
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