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kpt:magazin 2/26 - Anfang

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September 2026

Alles auf Anfang

Zwei Geschichten über Neuanfänge mit Umwegen.

Der Reiz des Aufschiebens

Weshalb unser Gehirn gerne vertagt.

Einfach Platz nehmen

Ein Bänkli, das Menschen zusammenbringt.

Anfang.


Ein Plus an Zufriedenheit Sie bewerten uns erneut mit Topnoten. Herzlichen Dank für die guten Bewertungen und das Vertrauen.

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Impressum

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser Ausgabe Nr. 2 /2026 Fokusthema «Anfang» Herausgeberin KPT Postfach CH-3001 Bern Redaktion magazin@kpt.ch Auflage 87’000 Druck Stämpfli Kommunikation, 3001 Bern Titelbild Family AG, Pascal Triponez

Anfänge begleiten uns von unserem ersten Atemzug an. Ein erster Schrei, ein Lächeln oder die Faszination, wenn ein Kind staunend einen Käfer beobachtet. Noch bevor wir das Leben verstehen, erleben wir viele Dinge zum ersten Mal. Unser Leben ist eine Sammlung solcher Anfänge: Der erste Schultag. Der erste Kuss. Die erste grosse Reise. Der erste Arbeitstag. Jedes erste Mal verändert uns ein wenig. Auch wenn diese Momente mit den Jahren seltener werden: Anfänge haben kein Ablaufdatum. Sie warten immer wieder auf uns. Vielleicht beginnt jemand mit 60 Jahren, ein Instrument zu spielen, oder fasst den Mut, noch einen neuen Weg einzuschlagen. Anfänge prägen auch unseren Alltag als Krankenkasse. Hinter jeder Versicherung steht ein Mensch, dessen Geschichte wir ein Stück weit begleiten dürfen. In gesunden Zeiten, aber auch dann, wenn das Leben unerwartet eine neue Richtung einschlägt. Gleichzeitig wagen auch wir immer wieder neue Schritte: Wir entwickeln unsere Angebote weiter, schaffen innovative Services und begrüssen neue Mitarbeitende, die frische Ideen mitbringen. Denn wir sind überzeugt: Wer offen für Neues bleibt, kann auch morgen verlässlich für andere da sein. Diese Ausgabe ist den grossen und kleinen Anfängen gewidmet. Ein Paar und eine Frau erzählen von ihren ganz persönlichen Anfängen – und davon, dass ein neuer Lebensabschnitt nicht immer geradlinig beginnt. Eine Psychologin erklärt, warum uns das Anfangen manchmal schwerfällt und was wir dagegen tun können. Zudem ordnet eine Altersforscherin den Longevity-Trend ein. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre – und vielleicht auch den Mut, selbst wieder etwas zum ersten Mal zu wagen.

Thomas Harnischberg CEO

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Inhalt

Anfang. Anfang steht für Aufbruch, Hoffnung, Mut und den Moment, in dem etwas in Gang kommt – sei es ein Lebensabschnitt, eine Entscheidung oder ein Schritt in Richtung Gesundheit. In dieser Ausgabe zeigen wir, wie vielfältig Anfänge sein können und was sie mit uns machen.

Menschen

Zwischen Hoffnung und Warten

Psychologie

Wenn Aufschieben zur Gewohnheit wird Warum es uns manchmal so schwerfällt, mit einer Aufgabe anzufangen, was hinter dem Aufschieben steckt und welche Strategien im Alltag helfen, erklärt eine Psychologin.

Seite 14 Medizin

Longevity: mehr als ein Hype? Altersforscherin Heike Bischoff-Ferrari ordnet den Longevity-Trend ein und zeigt, worauf es für ein gesundes Altern wirklich ankommt. Unerfüllter Kinderwunsch und Neustart in der Schweiz: zwei persönliche Geschichten darüber, warum nicht jeder Anfang nach Plan verläuft.

Seite 5 Genossenschaft

Seite 18 Service Wissen Produkte Körper Mitarbeitende im Fokus Exklusivangebot

Ein Bänkli für mehr Miteinander Einfach Platz nehmen – und plötzlich entsteht eine Begegnung. Die Geschichte hinter den neuen Inklusionsbänkli.

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Unter kpt.ch/magazin liefern wir Ihnen laufend weitere spannende Beiträge und überbrücken so die Wartezeit bis zur nächsten Ausgabe.

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«Als Paar hat uns der Kinderwunsch noch mehr zusammengeschweisst.»


Menschen

Alles auf Anfang – zwischen Hoffnung und Warten Ein Neuanfang braucht nicht nur Mut, sondern vor allem Geduld. Angela und Fabio erleben das auf ihrem Weg zum Wunschkind. Antonella wiederum erfährt nach ihrem Umzug aus Peru in die Schweiz, dass auch ein beruflicher Neustart länger dauern kann als erhofft.

Es ist ein ungewöhnlich warmer Abend im Mai. Das Berner Lokal «Viktor» feiert seinen vierten Geburtstag. Angela (33) und Fabio (37), der dort arbeitet, sitzen mit Freundinnen und Bekannten in der Abendsonne. Ganz unbeschwert kann Angela den Abend jedoch nicht geniessen. Immer wieder blickt sie auf ihr Handy und kontrolliert die Uhrzeit. Kurz zuvor sind die Laborwerte aus der Kinderwunschklinik gekommen, dazu ein genauer Zeitplan für die Medikamente, die sie zuvor im Kühlschrank des Restaurants lagern konnte. Um 20.50 Uhr zieht sich Angela in die Vorratskammer zurück und setzt sich die erste Spritze in den Bauch. Eine Stunde später folgen zwei weitere, damit der Eisprung zum richtigen Zeitpunkt ausgelöst wird. «Die Zeiten müssen wir genau einhalten», erklärt sie später beim Gespräch zu Hause, als sie die vielen gesammelten Spritzen zeigt.

«Ich rechne nur noch in Zyklen.» Monatsnamen und Wochentage hätten für sie längst ihre Bedeutung verloren. «Ich rechne nur noch in Zyklen.» Ihr Alltag dreht sich um Laborwerte, Ultraschalltermine und neue Behandlungszyklen.

Die Suche nach Antworten Kinder gehörten für beide von Anfang an selbstverständlich zu ihrer gemeinsamen Zukunft. Als Angela Anfang 2024 die Pille absetzt, wollen sie sich keinen Druck Text: Mareike Fischer / Bilder: Pascal Triponez

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machen – wenn es ein Jahr dauert, dann dauert es eben ein Jahr. «Wir waren euphorisch – und vielleicht auch ein bisschen naiv.» Doch schon bald fragt sich Angela: «Was stimmt mit meinem Körper nicht?» Sie hat starke Schmerzen während der Menstruation, dazu einen aufgeblähten Bauch. Gleichzeitig vergeht Monat um Monat, ohne dass sie schwanger wird. Sie beginnt, nach Antworten zu suchen, und versucht, alles zu optimieren: Ernährung, Bewegung, Schlaf, weniger Stress. Die Gynäkologin spielt ihre Sorgen herunter. Erst ein Jahr später erhält Angela in der Kinderwunschklinik die Diagnosen Endometriose und Adenomyose – Erkrankungen, die eine Schwangerschaft erschweren können. In der Kinderwunschklinik wird schliesslich eine Operation geplant, um die Endometriose-Herde zu entfernen; die Adenomyose hingegen lässt sich nicht operieren. Kurz vor dem Termin wird Angela überraschend schwanger, verliert das Kind jedoch in der fünften Woche wieder. Trotzdem gibt dieser Moment dem Paar Hoffnung, dass es grundsätzlich funktionieren könnte. Nach der Operation folgen drei – erfolglose – Inseminationen. Nach jeder Behandlung sind es für Angela Tage der angespannten Selbstbeobachtung. «Die Psyche spielt einem krasse Streiche», sagt sie. «Bei jedem Ziehen im Bauch denkt man: Jetzt hat es geklappt – und dann kommt wieder die Enttäuschung. Ich vertraue meinem Körper nicht mehr.»


Kurz erklärt • Endometriose / Adenomyose: Gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe wächst bei Endometriose ausserhalb der Gebärmutter, bei Adenomyose in deren Muskelschicht. Beide Erkrankungen können starke Schmerzen verursachen und eine Schwangerschaft erschweren. • Insemination: Aufbereitete Spermien werden direkt in die Gebärmutter eingebracht, um die Chance auf eine Befruchtung zu erhöhen. • IVF (In-vitro-Fertilisation): Nach einer hormonellen Stimulation werden Eizellen entnommen und im Labor befruchtet. Entwickelt sich ein Embryo, wird er später in die Gebärmutter eingesetzt. Geduld, Verständnis und gegenseitiger Halt helfen Angela und Fabio durch die Kinderwunschbehandlung.

Im Januar dieses Jahres entscheiden sich Angela und Fabio schliesslich für eine In-vitro-Fertilisation (IVF). Dabei werden Angelas Eierstöcke hormonell stimuliert, damit möglichst viele Eizellen gleichzeitig heranreifen. Die Behandlung belastet ihren Körper stark: Ihr Bauch bläht sich auf, sie ist erschöpft und emotional verletzlich. Trotzdem macht sie weiter. Im Februar werden zum ersten Mal Eizellen entnommen; drei befruchtete Eizellen können für einen späteren Einsatz eingefroren werden. Im Mai – nach dem Geburtstagsabend im Restaurant – folgt der nächste Versuch. Es werden 24 Eizellen gewonnen, doch die Hoffnung schrumpft schnell wieder: Nur zwei entwickeln sich weiter zu Embryonen, die eingefroren werden können. Erst im Spätsommer soll ein Embryo eingesetzt werden, weil sich Angelas Körper auch wegen der Adenomyose zunächst erholen muss.

Sichtbar machen, was viele erleben Das Projekt Kinderwunsch prägt den Alltag des Paars stark und fühlt sich fast schon wie ein zweiter Vollzeitjob an. Psychisch ist es für beide belastend. «Aber als Paar hat uns das alles noch mehr zusammengeschweisst», sagt Angela. Je länger die Behandlung dauert, desto tiefer tauchen beide in medizinische Fachbegriffe, Studien und Therapien ein. «Es wird höchste Zeit, das Thema zu enttabuisieren», sagt Fabio. Schliesslich ist Schätzungen zufolge in der Schweiz etwa jedes sechste Paar von einem unerfüllten Kinderwunsch betroffen, Tendenz steigend. Angela teilt deswegen ihre Erfahrungen auf Social Media (angelajessica_kiwu). Auf Instagram spricht sie offen über Hoffnungen und Rückschläge. Viele Frauen melden sich mit ihren eigenen

Geschichten. Kraft geben Angela Berichte von Paaren, bei denen es nach vielen Jahren doch noch geklappt hat. Inzwischen haben Angela und Fabio gesamthaft rund 23’000 Franken selbst bezahlt, 15’000 allein für die IVF-Behandlungen. Dafür macht Fabio Überstunden, organisiert Events und handelt mit Wein, Angela übernimmt als Dentalhygienikerin zusätzliche Schichten. Trotz allem versuchen beide, sich Auszeiten zu erlauben, wenn es das Budget erlaubt, um Kraft zu tanken. Bei einem Wochenendtrip oder auf einer Reise fühlt sich für kurze Zeit alles leichter an und sie denken: Eigentlich haben wir auch so ein schönes Leben. Doch wenn sich beim Frühstück eine Familie mit kleinen Kindern neben sie setzt, merken sie: Der Kinderwunsch ist mitgereist. Noch wissen Angela und Fabio nicht, wie ihre Geschichte endet. «Es bleibt die Natur, die entscheidet», sagt Fabio. Aufgeben wollen sie trotzdem nicht. Also machen sie weiter – mit Hoffnung, Geduld und dem Wunsch, dass der nächste Anfang gelingt.

Fortsetzung Folgeseite

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Antonella geniesst es, in der Schweiz die vier Jahreszeiten so intensiv zu erleben.

Von Lima nach Männedorf

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Geduld lernen musste auch Antonella. Allerdings auf andere Weise. Als die junge Frau vor fast zehn Jahren aus Peru in die Schweiz kam, war Sommer. Noch heute erinnert sie sich an ihre Zugfahrt entlang des Zürichsees: sattgrüne Wiesen, Blumen auf den Balkonen und glitzerndes Wasser. «Es war so friedlich, so wunderschön», sagt sie heute. Besonders faszinierte sie, die Jahreszeiten so intensiv zu erleben, was sie aus Peru kaum kannte. Später verliebte sie sich in die Farben des Herbstes und stand im Winter zum ersten Mal tief im Schnee. «Die Kälte war eine Herausforderung – aber eine weisse Weihnacht zu erleben, war etwas ganz Besonderes.»

Doch dann lernte sie auf einer Silvesterparty Serafino kennen, ihren heutigen Mann. Antonella sprach damals kaum Deutsch und er kein Spanisch. Also verständigten sie sich auf Englisch, Italienisch und mit Händen und Füssen. Aus dem Flirt wurde eine Fernbeziehung. Zwei Jahre lang pendelte das Paar zwischen den Kontinenten, bis die beiden beschlossen zu heiraten und Antonella in die Schweiz zog.

Geboren wurde die 35-Jährige in Cajabamba, einem kleinen Dorf in den Bergen Perus. Für ihr Zahnmedizinstudium zog sie in die lebendig-chaotische Hauptstadt Lima mit über zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Nach ihrem Diplom wollte Antonella eigentlich nur ihre Tante im beschaulichen Tuggen im Kanton Schwyz besuchen, Europa kennenlernen und einige Kurse in Zahnmedizin belegen.

Antonella wollte schnell wieder als Zahnärztin arbeiten. «Aber der Neuanfang erwies sich viel schwieriger als gedacht», erinnert sie sich. «Die administrativen Prozesse waren so kompliziert!» Als Zahnärztin durfte sie nicht arbeiten, weil das Schweizer Diplom fehlte. Und als Dentalassistentin? «Da wurde ich als überqualifiziert abgelehnt.»

Jahre in der Warteschlaufe


Noch einmal alles von vorn Ein Jahr später bewarb sich Antonella erneut für das Studium – wieder ohne Erfolg. Zum ersten Mal begann sie zu zweifeln. Aber sie arbeitete weiter und versuchte, optimistisch zu bleiben. Erst 2019, beim dritten Versuch, erhielt sie Zusagen von mehreren Universitäten und entschied sich für Zürich. Obwohl sie in Peru bereits Zahnmedizin studiert hatte, sass sie plötzlich wieder mit jungen Erstsemestern im Hörsaal. «Die praktischen Dinge fielen mir leicht – aber die Theorie auf Deutsch war schwer.» Geduld und Optimismus haben Antonella durch die ersten Jahre getragen.

Tatsächlich musste sie fast das gesamte Studium wiederholen. Doch dafür brauchte sie zuerst einen Studienplatz. Im ersten Jahr erhielt sie von keiner Universität eine Zusage. In dieser Zeit arbeitete sie als Kellnerin in einem Asia-Restaurant, später auch als Verkäuferin. Das Jobben half ihr: «Ich musste ja nicht nur Hochdeutsch lernen, sondern auch Schweizerdeutsch verstehen.» Sie schloss erste Freundschaften, lernte Land und Leute besser kennen und staunte über manche Eigenheiten. «Hier wird alles weit im Voraus geplant und selbst das Wetter versucht man möglichst genau vorauszusagen. Alle schauen ständig auf Wetter-Apps und packen für alle Fälle Ersatzkleider ein …» Auch ihr erstes Fondue fand sie eher gewöhnungsbedürftig – genauso wie Schweizerinnen und Schweizer wohl überrascht wären von geschmortem Meerschweinchen, einem Lieblingsessen aus ihrer Heimat.

Heute arbeitet Antonella als Zahnärztin in einer Praxis und in einer spezialisierten Kinderklinik. Gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Katzen lebt sie in Männedorf am Zürichsee. Inzwischen schmeckt ihr sogar das Fondue. Ihre peruanischen Wurzeln aber vergisst sie nicht. Sie trifft sich regelmässig mit Freundinnen und Freunden aus Lateinamerika, lernt Salsa tanzen und feiert im Juli den peruanischen Nationalfeiertag.

«Ohne die ersten schwierigen Jahre hätte ich nie gelernt, wie geduldig ich sein kann.» Rückblickend sagt Antonella, ein Anfang koste vielleicht Mut – aber das sei nur der erste Schritt. Viel schwieriger sei es, weiterzumachen, wenn nicht alles sofort klappt. «Ohne die ersten schwierigen Jahre hätte ich vielleicht nie gelernt, wie geduldig ich wirklich sein kann», sagt sie. «Manche Dinge brauchen einfach Zeit.»

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Service

Generika – kleiner Wechsel, grosse Wirkung Gesundheit beginnt oft mit kleinen Entscheidungen. Zum Beispiel mit der Wahl eines Medikamentes, das genauso wirksam ist wie das Original – aber deutlich weniger kostet. Generika können ein einfacher Anfang sein, um Gesundheitskosten nachhaltig zu senken. Viele Menschen kennen den Moment: Plötzlich gehören Medikamente regelmässig zum Alltag – sei es wegen einer Allergie, chronischer Beschwerden oder einer kurzfristigen Behandlung. Dabei stellt sich oft auch die Frage: Muss es immer das teurere Originalpräparat sein? Generika enthalten denselben Wirkstoff wie Originalmedikamente und wirken medizinisch gleichwertig. Da der Patentschutz des Originals abgelaufen ist, sind sie meist deutlich günstiger. Wer sich für Generika entscheidet, kann deshalb bei den Medikamentenkosten sparen und leistet einen Beitrag zur Senkung der Gesundheitskosten.

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Wissen

Kinderzähne gut versichert: was Eltern wissen sollten Gesunde Milchzähne sind mehr als nur ein schöner Anfang: Sie bilden die Grundlage für die Zahngesundheit im Erwachsenenalter. Trotzdem braucht rund jedes zweite Kind später eine Zahnspange – und die Kosten dafür können schnell über 10’000 Franken liegen. Viele Eltern entscheiden sich deshalb früh für eine Zahnzusatzversicherung. Doch was übernimmt diese eigentlich?

Die obligatorische Grundversicherung bezahlt Zahnbehandlungen grundsätzlich weder bei Kindern noch bei Erwachsenen. Ausnahmen gelten nur bei schweren Erkrankungen des Kausystems, bei Unfällen oder bei bestimmten Geburtsgebrechen. Für alles andere – von der Dentalhygiene über Kariesbehandlungen bis hin zur Zahnspange – braucht es eine Zusatzversicherung. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt je nach Leistungsklasse beispielsweise: • Vorsorgeuntersuchungen und Dentalhygiene • Füllungen und Zahnbehandlungen • Zahnstellungskorrekturen wie Zahnspangen • chirurgische Eingriffe wie die Entfernung von Weisheitszähnen

Wer eine Zahnzusatzversicherung abschliessen möchte, sollte nicht zu lange warten. Schliessen Sie die Zahnzusatzversicherung für Ihr Kind am besten vor dem 5. Geburtstag ab. Dann benötigen Sie dafür kein zahnärztliches Attest. Zeichnet sich bei Ihrem Kind nach dem 5. Geburtstag eine Zahnfehlstellung ab, besteht es die Gesundheitsprüfung nicht und kann nicht mehr in die Zahnzusatzversicherung aufgenommen werden. Unser Tipp: Sie können bei der KPT die Zusatzversicherung für Ihr Kind bereits vor der Geburt mit einer vorgeburtlichen Anmeldung abschliessen. Im ersten Lebensjahr ist die Zahnzusatzversicherung der Leistungsklasse 4 kostenlos. Welche Versicherung sinnvoll ist, hängt von den eigenen Bedürfnissen und der finanziellen Situation ab. Wichtig ist jedoch, darauf zu achten, dass nicht nur allgemeine Zahnbehandlungen, sondern auch Zahnstellungskorrekturen gedeckt sind. Denn ein gesunder Start beginnt oft früher, als man denkt.

Zahnzusatzversicherung für Kinder – was ist sinnvoll? Lesen Sie in unserem Blog, in welchen Fällen sich eine Zahnzusatzversicherung für Kinder lohnt, wie viel sie kostet und welche Optionen Sie haben.

Jetzt lesen: kpt.ch/zahn Text: Natalie Portmann / Bilder: Gettyimages

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Genossenschaft

Ein Bänkli für mehr Miteinander

Lars Kauer ist Geschäftsführer eines Möbelrestaurierungsunternehmens und Präsident des Vereins Bärähärz.

Ein Platz für alle: Mit den neuen Inklusionsbänkli schafft der Verein Bärähärz Orte der Begegnung in der Stadt Bern. Die Bänkli laden Menschen mit und ohne Behinderungen dazu ein, Platz zu nehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Herr Kauer, wie ist die Idee mit dem Inklusionsbänkli entstanden?

Eine Sitzbank ist auf den ersten Blick nichts Besonderes. Man setzt sich hin, ruht kurz aus oder wartet auf den Bus. Doch manchmal genügt genau das, um Menschen zusammenzubringen. Mit den Inklusionsbänkli möchte der Verein Bärähärz Orte schaffen, an denen Begegnungen ganz selbstverständlich und unkompliziert entstehen können.

Die Idee entstand aus der Frage, wie echte Begegnungen im Alltag möglich werden. Oft scheitert Inklusion nicht am fehlenden Willen, sondern daran, dass sich Menschen gar nicht begegnen. Viele Menschen mit Beeinträchtigungen bewegen sich in geschützten Lebens- und Arbeitsräumen. Dadurch fehlen Berührungspunkte. Mit dem Inklusionsbänkli wollten wir etwas schaffen, das nicht belehrt oder laut ist, sondern ganz natürlich funktioniert.

Warum gerade eine Sitzbank?

Über den Verein Bärähärz Der Verein Bärähärz wurde 2025 von acht Berner Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften gegründet. Ziel des Vereins ist es, Menschen zusammenzubringen und soziales Engagement dort zu fördern, wo es direkt wirkt. Als Brücke zwischen Wirtschaft und sozialer Realität unterstützt Bärähärz Bern lokale Projekte und schafft Begegnungen auf Augenhöhe – persönlich, menschlich und nah an den Menschen in der Region.

Weil sie etwas völlig Alltägliches ist. Jede und jeder kennt sie, alle können darauf Platz nehmen. Gleichzeitig passiert auf einer Sitzbank erstaunlich viel. Menschen sitzen nebeneinander, kommen ins Gespräch und merken: Da sitzt einfach ein Mensch neben mir. Nicht eine Behinderung, nicht ein Etikett, sondern ein Mensch. Gesellschaftlicher Zusammenhalt beginnt oft im Kleinen – vielleicht sogar auf einer Parkbank im Quartier.

Text: Natalie Portmann / Bild: zVg, Gettyimages

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Die Standorte Warum fällt es vielen Menschen schwer, auf Menschen mit Behinderungen zuzugehen? Oft sind es Unsicherheiten. Viele haben wenig Kontakt zu Menschen mit Behinderungen und Angst, etwas Falsches zu sagen oder sich unpassend zu verhalten. Das führt zu Distanz. Gleichzeitig fühlen sich heute viele Menschen trotz ständiger Vernetzung allein. Dabei wünschen wir uns doch alle dasselbe: gesehen zu werden, dazuzugehören und mit anderen in Kontakt zu kommen. Das Inklusionsbänkli ist keine Lösung für alle gesellschaftlichen Herausforderungen. Aber es ist eine Einladung, wieder etwas mehr Mensch zu sein.

Was wünschen Sie sich, das Menschen erleben, wenn sie auf einem Inklusionsbänkli Platz nehmen? Ich wünsche mir, dass sie sich einfach hinsetzen, ohne lange nachzudenken. Vielleicht entsteht ein Gespräch, vielleicht auch nur ein freundliches Lächeln. Beides ist wertvoll. Es braucht nicht immer grosse Projekte oder spektakuläre Aktionen. Oft reicht ein Ort, an dem Menschen sich begegnen können.

Die Inklusionsbänkli stehen an verschiedenen öffentlichen Orten und bei Wohninstitutionen in Bern. • • • • •

Burgerspittel Viererfeld – Park Stiftung Rossfeld – Park Domicil Egelmoos – Park Domicil Weiermatt – Park Domicil Lentulus – Eingangsbereich

Genossenschaft – ein Plus an Solidarität Als Genossenschaft gehört die KPT ihren Versicherten. Sie übernimmt Verantwortung: gegenüber der Gesellschaft, ihren Mitarbeitenden und Partnern – und handelt nachhaltig. Im Zentrum steht dabei das gemeinsame Wohl. Die Genossenschaft KPT fördert soziales Engagement auf gemeinnütziger Basis und unterstützt in diesem Rahmen Projekte wie das Inklusionsbänkli.

Mehr erfahren: kpt.ch/genossenschaft

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Psychologie

Wenn Aufschieben zur Gewohnheit wird Wer kennt es nicht: Zu spät mit dem Lernen begonnen, die Steuererklärung verdrängt und plötzlich ist der Abgabetermin da. Warum schieben wir Dinge auf, obwohl wir genau wissen, dass uns das später stresst? Nehmen wir Lars als Beispiel: Es ist der 1. Oktober. Ende Oktober muss er die Präsentation für einen wichtigen Kunden fertigstellen. Die ersten zehn Tage denkt er: Eigentlich sollte ich langsam anfangen. Die nächsten zehn Tage ärgert er sich, dass er noch immer keine Folie erstellt hat. In den letzten Tagen fragt er sich, warum er dieses Projekt überhaupt übernommen hat. Trotz schlechten Gewissens passiert wenig. Statt an der Präsentation zu arbeiten, wird der Schreibtisch aufgeräumt, die Kaffeemaschine entkalkt oder «kurz» durch Social Media gescrollt. Erst kurz vor der Deadline legt Lars los – unter maximalem Stress.

Das hält uns vom Anfangen ab: Ablenkung: Handy, Social Media, TV – plötzlich ist alles interessanter. Unlust: Steuererklärung, Protokoll schreiben oder die Kühltruhe abtauen? Eher nicht jetzt! Zu viel Zeit: «Hat ja noch ewig Zeit …» Zu wenig Zeit: «Jetzt lohnt es sich nicht mehr.» Falsche Prioritäten: Erst das Unwichtige, dann vielleicht das Wichtige. Perfektionismus: Angst vor Kritik – Start auf später verschieben. Überforderung: «Ich kann das bestimmt nicht.»

Text: Mareike Fischer / Bild: zVg, Gettyimages

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Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann sind Sie nicht allein. In der Psychologie nennt man dieses Verhalten Prokrastination: das wiederholte Aufschieben von Aufgaben, obwohl negative Folgen drohen. Laut Studien schieben rund 20 % der Bevölkerung chronisch Dinge auf, bei Studierenden ist es sogar etwa die Hälfte.

Warum unser Gehirn lieber ausweicht Warum tun wir das nur? Was passiert dabei im Gehirn? Vereinfacht gesagt arbeiten dort zwei Systeme gegeneinander: Das limbische System reagiert emotional und möchte unangenehme Gefühle möglichst vermeiden. Der präfrontale Kortex hingegen ist für Planung, Vernunft und Selbstkontrolle zuständig. Das Problem: Gefühle sind oft schneller als die Vernunft. Sobald eine Aufgabe Stress, Unsicherheit oder Angst auslöst, meldet sich das limbische System und blockt ab. Deshalb schieben wir häufig nicht die Aufgabe selbst auf, sondern das unangenehme Gefühl, das damit verbunden ist – etwa die Angst vor Fehlern oder Kritik. Gleichzeitig locken schnelle Belohnungen wie Social Media, Serien oder Onlineshopping. Dahinter steckt unter anderem der Botenstoff Dopamin, der unser Belohnungssystem aktiviert und kurzfristig für gute Gefühle sorgt. Dieses Zusammenspiel im Gehirn spielt auch bei ADHS eine wichtige Rolle. Betroffene kämpfen oft damit, Aufgaben zu strukturieren, Prioritäten zu setzen oder trotz Ablenkung dranzubleiben. Vereinfacht gesagt arbeitet der präfrontale Kortex bei ADHS weniger effizient – dadurch fällt es schwerer, Impulse zu kontrollieren und bei wenig spannenden Aufgaben dranzubleiben.


Warum Verständnis für sich selbst oft mehr bringt als Selbstkritik Die gute Nachricht: Prokrastination ist kein unveränderliches Persönlichkeitsmerkmal. Wer versteht, was beim Aufschieben im Kopf passiert, kann bewusster damit umgehen. Oft hilft es schon, Aufgaben zu verkleinern, den Einstieg zu vereinfachen oder den eigenen Perfektionsanspruch herunterzuschrauben. Entscheidend ist auch ein positiver Umgang mit sich selbst. Wer sich nach jedem Aufschieben als faul oder undiszipliniert abstempelt, erhöht den Druck zusätzlich. Hilfreicher ist es hinzuschauen: Was genau macht diese Aufgabe gerade so unangenehm? Oft zeigt sich nämlich: Nicht die Aufgabe selbst ist die grösste Hürde – sondern der Moment davor. Ist der Einstieg geschafft, kommt vieles leichter ins Rollen.

Eat the frog

Mark Twain soll gesagt haben: «Iss morgens als Erstes einen lebenden Frosch – dann kann dir den Rest des Tages nichts Schlimmeres mehr passieren.» Übertragen heisst das: Erledigen Sie die ungeliebteste oder schwierigste Aufgabe gleich zu Beginn und starten Sie mit einem Erfolgserlebnis in den Tag. Danach fällt vieles leichter. Bestimmen Sie also am Vorabend Ihren «Frosch» – und erledigen Sie ihn am nächsten Morgen ohne Umwege.

Pomodoro-Methode Damit Sie dranbleiben: Arbeiten Sie in kurzen Einheiten mit Timer. 25 Minuten konzentriert arbeiten, 5 Minuten Pause. Nach vier Durchgängen folgt eine längere Pause von 15 bis 30 Minuten. Das senkt die Einstiegshürde – ideal für Ihren «Frosch».

Tipps für mehr Struktur statt Prokrastination Klar starten: Zeitpunkt festlegen – und pünktlich beginnen. Die Unlust am Anfang kurz aushalten und drei Minuten dranbleiben. Klein anfangen: Aufgaben in Einzelschritte teilen und Zwischenziele setzen. Rituale nutzen: Ein fester Start erleichtert den Einstieg. Ablenkung reduzieren: Handy weg, Störquellen minimieren. To-dos abhaken und Sofortbelohnungen einplanen. Verbindlichkeit schaffen: Anderen davon erzählen – das schafft positiven Druck.

Fortsetzung Folgeseite

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Jacqueline Hurt ist Fachpsychologin für Psychotherapie FSP mit eigener Praxis in Zürich. Prokrastination ist eines ihrer Spezialgebiete.

«Wer prokrastiniert, ist nicht faul.» Frau Hurt, wann wird Prokrastination problematisch? Wenn der Alltag dadurch leidet und wirklich Wichtiges unerledigt bleibt: zum Beispiel, wenn ein Handwerker das Schreiben der Rechnungen ewig hinauszögert oder eine Lehrerin Prüfungskorrekturen so lange liegen lässt, bis sich die Eltern beschweren. Oder wenn im Privatleben Ziele wie eine Weiterbildung oder die Wohnungssuche immer wieder vertagt werden, dies mit Konsequenzen für die Karriere oder das Familienleben. Bei extremer Prokrastination kann sich auch ein Messie-Syndrom entwickeln.

Wer ist besonders betroffen? Es sind häufig Menschen, die ihren Selbstwert stark an Leistung knüpfen. Wer prokrastiniert, ist dabei nicht faul, sondern oft überfordert. Der Anspruch, alles perfekt machen zu wollen, erzeugt Druck und Versagensangst. Aufschieben entlastet jedoch nur kurzfristig. Und wer Aufgaben erst auf den letzten Drücker erledigt, kann sich immer noch sagen: Mit mehr Zeit wäre es besser geworden. Manchmal steht Prokrastination auch im Zusammenhang mit Depressionen oder ADHS.

Was sind die Folgen? Oft entsteht ein Teufelskreis aus Vermeidung, schlechtem Gewissen und weiterem Aufschieben. Um unangenehme Gefühle zu verdrängen, wird gerne auf Ablenkung ausgewichen. Wer ständig Deadlines hinterherjagt oder Nächte durcharbeitet, belastet zudem Körper und Psyche. Stress, Erschöpfung oder Schlafprobleme sind häufige Folgen.

Wann sollte man sich Hilfe holen? In weniger ausgeprägten Fällen helfen oft schon einfache, alltagstaugliche Strategien, um wieder besser ins Tun zu kommen. Wenn sich Betroffene aber zunehmend überfordert und festgefahren fühlen oder das Aufschieben den Alltag stark belastet, ist es sinnvoll, Unterstützung zu suchen, etwa in einer Therapie, die hilft, das Verhalten gezielt zu verändern.

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Produkte

App trifft auf Hausarzt: das neue KPTwin.smart Attraktive Prämien, schnelle Orientierung per Smartphone und dennoch persönlich betreut: KPTwin.smart macht genau das möglich – und wird jetzt noch flexibler. Ab sofort bietet unser beliebtes Digital-Modell zusätzlich einen direkten Zugang zur Hausärztin oder zum Hausarzt.

KPTwin.smart: Giannis smarte Optionen – neu auch mit Hausarzt

Ob Kratzen im Hals oder plötzliches Unwohlsein: Der erste Schritt führt bei KPTwin.smart immer in die Well-App. Der praktische Symptom-Checker fragt Ihre Beschwerden ab und zeigt Ihnen innert weniger Minuten, welcher nächste Schritt sinnvoll ist. Das Neue daran? Wenn Sie eine Hausärztin oder einen Hausarzt in der App hinterlegt haben, steht Ihnen dieser Weg nach dem digitalen Check nun jederzeit offen. Sie entscheiden, was Sie gerade brauchen – die schnelle digitale Lösung oder das vertraute Gespräch in Ihrer Praxis.

Symptom-Checker Gianni startet immer in der Well-App und beantwortet Fragen zu seinen Symptomen.

Empfehlungen

Smart kombiniert: digital und persönlich Die Erweiterung macht KPTwin.smart besonders alltagstauglich: Wenn Sie vieles bequem online erledigen möchten, nutzen Sie das Modell weiterhin über die App. Gleichzeitig haben Sie die Gewissheit, nach dem Symptom-Checker direkt zu Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt gehen zu können.

Ein Plus an Flexibilität Neben der neuen Hausarztoption überzeugt die Well-App als digitale Schaltzentrale mit vielen weiteren nützlichen Funktionen: Sie bestellen Ihre Rezepte versandkostenfrei in der Onlineapotheke, managen Überweisungen zur Spezialistin oder zum Spezialisten einfach per Klick und holen vor Spitalaufenthalten rasch eine ärztliche Zweitmeinung ein. Dieser Komfort lohnt sich für Sie auch finanziell: Dank der attraktiven Prämienrabatte gehört KPTwin.smart zu den beliebtesten Modellen der KPT.

Die App zeigt Gianni, was jetzt Sinn macht. Entweder folgt er der digitalen Empfehlung oder er geht zu seinem Hausarzt.

Weitere Schritte Medikamente, Überweisungen und Spezialistensuche – Gianni erledigt alles Weitere bequem in der Well-App.

Alle Vorteile von KPTwin.smart: kpt.ch/win-smart

Text: Marco Garbely

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Medizin

Longevity: mehr als ein Hype? Prof. Dr. med. Heike Bischoff-Ferrari ist Altersforscherin und Professorin für Altersmedizin an der Universität Basel und

Klinik umfassen Ausdauer, Muskelkraft, Gleichgewicht, geistige Leistungsfähigkeit, mentale Gesundheit und Stoffwechselwerte. Zusammen sagen diese Merkmale mehr über unseren Gesundheitszustand und unsere Resilienz aus als das Geburtsdatum allein.

Leiterin des Schweizer Campus für gesunde Langlebigkeit.

Longevity ist zum Megatrend geworden. Doch was steckt hinter dem Begriff – und was braucht es tatsächlich, um möglichst lange gesund und aktiv zu bleiben? Altersmedizinerin und -forscherin Heike Bischoff-Ferrari erklärt, worauf es dabei ankommt.

Frau Bischoff-Ferrari, warum beschäftigt uns das Thema Longevity heute so stark? Wir leben so lange wie nie zuvor. In der Schweiz werden Männer im Durchschnitt über 82 Jahre alt, Frauen fast 86 Jahre. Das ist eine grosse Errungenschaft. Doch mit den gewonnenen Jahren steigt auch das Risiko für altersbedingte Erkrankungen wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Demenz. Deshalb geht es bei Longevity nicht darum, um jeden Preis uralt zu werden. Vielmehr streben wir eine möglichst lange Phase aktiver und selbstbestimmter Lebensjahre an. Entscheidend dabei ist, die biologischen Alterungsprozesse möglichst schützend zu beeinflussen.

Sie sprechen vom biologischen Alter. Worin unterscheidet es sich vom Alter im Pass? Das biologische Alter beschreibt, wie gesund und leistungsfähig unser Körper tatsächlich ist. Wissenschaftlich lässt sich das biologische Alter heute mit neuen molekularen Messmethoden bestimmen: zum einen über epigenetische Veränderungen – also Spuren des Alterns in unserenZellen –, zum anderen über Eiweisse im Blut, die Rückschlüsse auf den Zustand von Organen wie Herz, Leber oder Nieren ermöglichen. Andere Faktoren in der

Text: Mareike Fischer / Bilder: zVg, Gettyimages

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Longevity-Kliniken boomen. Was bringen Kältekammern, Infrarotlicht und Infusionen wirklich? Viele Angebote sollte man kritisch betrachten. Bei trendig beworbenen Massnahmen wie Infusionen, Stammzelltherapien oder umfangreichen Supplementprogrammen fehlt bislang belastbare Evidenz aus grossen Studien. Nutzen und Sicherheit sind nicht ausreichend belegt. Problematisch ist auch die Botschaft, gesundes Altern sei eine teure Dienstleistung für wenige. Dabei zeigen die von mir geleitete europäische DO-HEALTH-Studie und die amerikanische VITAL-Studie zum gesunden Altern, dass oft gerade einfache und für viele Menschen zugängliche Massnahmen positive Effekte haben können.

Wenn nicht die teure Therapie – worauf kommt es dann an? Wir können deutlich mehr beeinflussen, als man lange angenommen hat. Zwar spielen die Gene eine Rolle, doch unser Lebensstil trägt wesentlich dazu bei, wie wir altern und ob genetische Risiken zum Ausbruch kommen oder verstummen. Am besten belegt ist die Kombination mehrerer gesunder Gewohnheiten: ausreichend Schlaf, regelmässige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, ein gutes Stressmanagement, soziale Kontakte, geistige Neugier und Nichtrauchen. Den einen Longevity-Hack gibt es nicht. Der grösste Hebel liegt im Zusammenspiel dieser Faktoren.

Warum spielt Bewegung – besonders Krafttraining – eine so wichtige Rolle? Ab etwa 50 Jahren verlieren wir deutlich schneller Muskelmasse, wenn wir nichts dagegen tun. Kraft und Gleichgewicht nehmen ab; das Risiko für Stürze und gesundheitliche Probleme steigt.


Fit fürs Alter: vier einfache Selbsttests Gehgeschwindigkeit: Wer zügig gehen kann, ohne ausser Atem zu geraten, verfügt meist über eine gute Ausdauer. Spaziergänge, Wandern oder Velofahren helfen, sie zu erhalten.

Vom Boden aufstehen: Gelingt es Ihnen, ohne Hilfe der Hände aufzustehen? Der Test misst Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht. Setzen Sie sich beim Lesen, beim Spielen mit Kindern oder für Gymnastikübungen immer mal wieder auf den Boden.

Handkraft: Eine gute Griffkraft gilt als Muskeln sind aber mehr als nur Motoren für Bewegung. Beim Training setzen sie Botenstoffe frei, sogenannte Exerkine, die sich im Körper positiv auswirken und zum Beispiel Entzündungen reduzieren können. Deshalb lohnt es sich in jedem Alter, aktiv zu bleiben.

Welche Rolle spielen Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel? Am besten untersucht und besonders günstig für die Gesundheit ist die mediterrane Ernährung: viel Gemüse, Früchte, Vollkornprodukte,

wichtiger Marker für Gesundheit und Selbstständigkeit im Alter. Krafttraining, Gartenarbeit oder das Tragen von Einkaufstaschen helfen, sie zu erhalten.

Einbeinstand: Wer sicher auf einem Bein stehen kann, senkt sein Sturzrisiko. Schon tägliches Balancieren beim Zähneputzen trainiert das Gleichgewicht.

Hülsenfrüchte, Nüsse und gesunde Fette, dafür wenig stark verarbeitete Lebensmittel und rotes Fleisch. Nahrungsergänzungsmittel können grundsätzlich eine gesunde Ernährung nicht ersetzen. Für Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren gibt es jedoch wissenschaftliche Hinweise auf positive Effekte bei der Prävention verschiedener Erkrankungen aus den DO-HEALTH- und VITAL-Studien.

Wie wichtig sind soziale Kontakte? Enorm wichtig. Menschen, die sich einsam fühlen, haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Depressionen, Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Soziale Beziehungen senken Stress, stärken das Immunsystem und halten geistig fit.

Kann man es mit dem Streben nach Langlebigkeit auch übertreiben?

Mehr gesunde Jahre durch Vorsorge Früherkennungsuntersuchungen helfen, Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs rechtzeitig zu erkennen. Welche Kosten die Grundversicherung übernimmt und wann sich eine Zusatzversicherung lohnt, erfahren Sie in unserem Blogartikel.

Wer ständig sämtliche Gesundheitsdaten kontrollieren und jeden Wert optimieren will, macht sich selbst Stress – der wiederum das Altern beschleunigt. Gesundheit entsteht nicht durch Extreme, sondern durch positive Gewohnheiten, die sich langfristig – auch mit Spass! – in den

Jetzt lesen: kpt.ch/vorsorge

Alltag integrieren lassen. Oft bewirken viele kleine Veränderungen zusammen einen grossen Unterschied.

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Körper

Anfang gut, alles gut? Bevor etwas selbstverständlich wird, muss es irgendwann zum ersten Mal passieren. Zwischen Magenknurren, Mikrobiom und Mündigwerden zeigt sich: Das Leben beginnt dauernd neu. Meist früher, schräger und erstaunlicher, als wir denken.

Epidermis der Reue Alle 30 Tage fängt Ihre oberste Hautschicht komplett von vorne an. Das misslungene Arschgeweih-Tattoo aus den wilden 90ern werden Sie so zwar nicht los, aber rein theoretisch blättert die oberste Schicht der Peinlichkeit monatlich einfach ab. Wie ein ewiger Drucker ohne Papierstau.

Nachmieter gesucht

Kalorisches Kopfkino Unser Magen ist ein chronischer Frühbesteller: Schauen Sie sich in Ihrer Liefer-App das Bild einer saftigen Pizza an, fängt der Körper mit dem Mise en Place an und pumpt Insulin ins System. Während Sie auf dem Sofa noch mit dem inneren Schweinehund kämpfen, steht der innere Kellner bereits mit der Pfeffermühle bereit. Text: Marco Garbely / Illustration: Marc Ambühl

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Antibiotika hinterlassen im Darm einen radikalen Kahlschlag. Danach startet zwar die Erholung, doch einzelne Bakterien fehlen noch Monate später. Das Mikrobiom gleicht nach diesem Anfang einer WG-Party, bei der am nächsten Morgen niemand mehr so genau weiss, wer eigentlich noch hier wohnt.


ComebackKönigin

Erst Gemüse, dann Getöse

Rocky brauchte fünf Filme, Napoleon hatte Elba und Britney Spears das Jahr 2007 – doch die Leber ist das wahre Musterbeispiel für einen gelungenen Neuanfang. Selbst nach dem Verlust eines grossen Teils ihrer Masse wächst sie wieder zu voller Grösse heran. Ein biologisches «Oops! … I did it again».

Wer zu Beginn einer Mahlzeit Gemüse statt Kohlenhydrate zu sich nimmt, trickst den eigenen Körper aus: Die richtige Reihenfolge senkt den Insulinanstieg nach dem Essen messbar. Brokkoli ist der langweilige Vorredner, der den Saal beruhigt, bevor die Pasta die Rampensau mimt.

Romantik im Rückspiegel

Ein Spermium braucht 74 Tage, bis es startklar ist. Wer heute die Fortpflanzung plant, greift biologisch gesehen auf das Material vom letzten Quartalsbericht zurück. Wahre Romantik braucht eben solides Projektmanagement mit elf Wochen Vorlaufzeit.

Startschuss im Hormonorchester In der Pubertät baut sich das Gehirn um: Wachstum, Gefühle und Denken geraten in Wallung. Dieser Neuanfang fordert alles: Der Körper startet die Sanierung mitten im laufenden Betrieb, während das Ich irgendwo zwischen Deo, Drama und «Lass mich!» nachzieht.

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Mitarbeitende im Fokus

Zwischen Payroll und Spraydose David Schranz Im Berufsalltag setzt er auf Struktur und Lösungen. Privat dürfen Beats laut sein, Farben auffallen und darf die Kreativität freien Lauf haben. Auf vielen Bühnen gleichzeitig zu tanzen – genau das macht den Alltag von David Schranz aus. Als Teamleiter HR Beratung + Payroll jongliert er täglich mit den unterschiedlichsten Aufgaben: Er führt neun Mitarbeitende, klärt Rekrutierungsfragen, überwacht Lohnauszahlungen und unterstützt bei personellen Herausforderungen in den betreuten Bereichen. Trotz der Vielfalt verliert der 43-jährige Berner eines nie aus den Augen: den Menschen. «In allem versuche ich immer, den Menschen zu sehen, denn er ist der Kunde in unserem Business», sagt er mit leuchtenden Augen. Dabei gehe es oft darum, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen: «Es gibt immer zwei Seiten – die der Mitarbeitenden und die des Arbeitgebers. Mir ist wichtig, beide zu verstehen, um gute Lösungen zu finden.» Nach einem intensiven Arbeitstag tauscht David Sitzungen und Zahlen gerne gegen Kochlöffel und Musik ein. In der Küche kocht er am liebsten seine beliebte Bolognese-Sauce für seine Frau und die beiden Teenager. Und wenn kurz Ruhe einkehrt, zieht sich der kreative Familienvater in sein Zimmer zurück, dreht einen Instrumentalsong auf und singt lautstark mit. «Es fasziniert mich, wie schnell ich dabei abschalten kann.» Musik und Kunst sind für ihn weit mehr als ein Hobby – sie sind wichtige Inspirationsquellen. In seinem Homestudio produziert er eigene Songs und unter der Unterführung beim Europaplatz in Bümpliz bringt er legal Graffitis an die Wand. «Mein Beruf ist sehr strukturiert, beim Sprayen kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen – genau diesen Kontrast mag ich.»

Text: Natalie Portmann / Bild: Pascal Triponez

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Rosmarin – wenn der Körper wieder in Gang kommt Wenn Kreislauf und Energie auf Sparflamme laufen, hilft Rosmarin beim Anstossen. Im warmen Fussbad fördert er die Durchblutung, regt den Kreislauf an und kann bei beginnender Erkältung die Atemwege frei halten. Der Effekt: Müde Beine werden wieder wacher – und der Körper kommt spürbar in Bewegung.

Text: Natalie Portmann / Illustration: Marc Ambühl


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