Rico Germanus will Bürgermeister in Worpswede werden Seite 4
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Auf die Räder, fertig, los Lilienthal weiht erste Fahrradstation ein Seite 9
Wohin in den Urlaub?
Welche Reiseziele beliebt sind und was die Reisebüros empfehlen Seite 8
Bildungsurlaub im Sprachbereich
OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Die VHS OHZ bietet in den kommenden Monaten mehrere Bildungsurlaube im Sprachbereich mit freien Plätzen an. So startet Spanisch für Anfänger am 15. Juni. Weitere Informationen und Anmeldung unter vhs-ohz.de rom
Haus abgebrannt
LILIENTHAL – Ein Einfamilienhaus an der Straße Im Grunde brannte am vergangenen Dienstag vollständig aus. Bei dem Versuch, den Brand zu löschen, atmete die Bewohnerin Rauch ein. Die Brandursache ist unklar, der Sachschaden wird auf etwa 400.000 Euro geschätzt. ots
Musikkurse für Kinder
LANDKREIS – Die Kreismusikschule Osterholz bietet ab Mai Kurse an. In der Grundschule Worphausen beginnt dienstags ein Eltern-Kind-Kurs, in der Findorffschule Grasberg startet mittwochs ein Miniclub für Vierjährige. Infos unter 04791 / 50 99. hwr
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Auch Hund Balu aus der Heilshorner Senioren-WG erhält dank der Unterstützung der Tiertafel eine artgerechte Ernährung. Etwa 300 Tiere im Landkreis versorgt der Verein. Foto: Roskamp
Hilfe für Tiere und Menschen
Die Tiertafel unterstützt Menschen mit wenig Geld, damit diese ihr Tier behalten können
ANNEMARIE UTKE
LANDKREIS – Armut geht häufig mit Einsamkeit einher. Wer wenig Geld hat, kann sich ein Sozialleben kaum leisten, und ohne Arbeitsstelle brechen soziale Kontakte weg. Haustiere sind oft wichtige Begleiter, die vor Vereinsamung schützen und helfen, Notlagen zu überstehen. Doch wenn das Geld kaum zum Leben reicht, stellt die Finanzierung des Haustiers eine große Hürde dar. Damit eine finanzielle Notlage nicht automatisch heißt, das treue Tier abgeben zu müssen, greift die Tiertafel Osterholz armutsbetroffenen Tierhalterinnen und -haltern unter die Arme. Doch das ist keine leichte Aufgabe. Das vergangene Jahr war für die ehrenamtlich organisierte Tiertafel von Herausforderungen gezeichnet. „Diese haben uns so manches Mal an unsere Grenzen gebracht“, resümieren die Engagierten in ihrem Jahresbericht 2025.
Christa Hase, Schatzmeisterin des Vereins, berichtet über eine große Zahl von Neuanmeldungen bei der Tafel. Im vergangenen Jahr half die Osterholzer Tiertafel etwa 130 bedürftigen Tierhalterinnen und -haltern aus dem gesamten
Landkreis. Für zirka 300 Tiere stellte das Team aus Freiwilligen so eine ausreichende Versorgung sicher. „Das ist etwas mehr als eine Palette Futter pro Ausgabe“, die das Team jede Woche abgibt, heißt es im Jahresbericht. Die Tiertafel übernimmt 80 Prozent des monatlichen Futterbedarfs für Halterinnen und Halter von Hunden, Katzen und Kleintieren. Sofern ihre finanziellen Mittel dies erlauben, bietet die Tiertafel auf Antrag auch Zuschüsse zu Tierarztkosten.
Der Tiertafel sind laut Jahresbericht zunehmend Möglichkeiten weggebrochen, um eigenes Geld zu generieren. So war der Verein früher auf der Publica-Messe vertreten, die es nun nicht mehr gibt. Einen Stand mit selbstgekochten Marmeladen auf dem Weihnachtsmarkt zu betreiben, lohne sich zwar als Werbung für die Tiertafel, allerdings stünden Aufwand und Gewinn in keinem sinnvollen Verhältnis, berichtet Hase.
beiten kann, verdankt sie Spenden. Sowohl Unternehmen aus der Region als auch Privatleute greifen der Tiertafel mit Geld- oder Sachspenden unter die Arme. Einige Geschäfte in der Region, wie der Tierbedarfsladen Golly’s Pfötchenwelt in Beverstedt, sammeln Zuwendungen für die Tiertafel.
Mehr als eine Palette Futter gibt das Team der Tiertafel Osterholz jede Woche an bedürftige Tierhalterinnen und -halter aus.
„Wenn die Menschen uns Trinkgeld geben, geht das an die Tiere“, erzählt Ute Golly, Inhaberin von Golly’s Pfötchenwelt. Das sei bei ihr seit vielen Jahren gängige Praxis, so Golly. „Der größte Teil der Spenden kommt von Privatleuten aus Osterholz-Scharmbeck und dem Landkreis“, bilanziert Schatzmeisterin Hase und urteilt: „Damit müssen wir jetzt erstmal durchhalten.“
Das Angebot der Tiertafel dürfen nur Menschen nutzen, die ihre Bedürftigkeit nachweisen. Dazu zählen Menschen in Erwerbslosigkeit, mit niedriger Rente, langer Krankheit oder in ähnlichen Situationen.
Dass die Tiertafel überhaupt ar-
„Oft sind es Menschen, die im Niedriglohnbereich gearbeitet ha-
ben und jetzt in den Rentenbezug kommen“, schreibt das Team der Tiertafel in seinem Jahresbericht über seine Kunden. 2025 hat das Tafel-Team zwei neue Helferinnen dazugewonnen, sodass das Team nun aus 22 Ehrenamtlichen besteht. 12.228 Stunden leisteten die Engagierten 2025 für die Tiertafel, etwa 10 Stunden pro Woche und Person. Ihre im Jahresbericht formulierten Wünsche und Ziele für 2026 fallen bescheiden aus: Ihre Arbeit weiterführen zu können und „unsere überschaubare Welt ein bisschen menschlicher machen“. Spenden sind per Überweisung an die IBAN DE15 2916 2394 0016 0350 00 oder per Paypal an info@osterholzer-tiertafel.de möglich. Futter- oder Sachspenden nimmt das Team der Tiertafel bei der Futterausgabe oder im Sportzentrum Gym entgegen. Die Ausgabe von Spenden erfolgt jeden ersten Mittwoch im Monat von 12 bis 15.30 Uhr auf dem Parkplatz des Sportzentrums Gym, Jacob-Frerichs-Straße 16 in der Kreisstadt. Telefonisch ist die Tiertafel Osterholz unter 0151 / 15 29 83 42 erreichbar, per E-Mail unter info@osterholzer-tiertafel.de
Telefonnummer der Senioren-WG
HEILSHORN – Wer sich über die Senioren-WG in Heilshorn (wir berichteten) informieren möchte, erreicht WG-Sprecherin Conny Plötz telefonisch unter 0176 / 43 58 83 77. Im Artikel vergangene Woche war die Telefonnummer falsch angegeben. aeu
Diskurs zu Photovoltaik
LILIENTHAL – Der Club of Lilienthal lädt zur 83. Diskursrunde für Donnerstag, 23. April, 19.45 Uhr, in den SchroeterSaal des Lilienthaler Kulturzentrums Murkens Hof ein und stellt das Thema „Photovoltaik auf Lilienthaler Dächern: zwei Jahre Bürger-Energie-Genossenschaft“ in den Mittelpunkt. Die Veranstaltung beleuchtet die Rolle der Photovoltaik für die Energiewende und geht der Frage nach, welchen Nutzen Bürgerinnen und Bürger daraus ziehen können, etwa durch Balkonkraftwerke oder Dachanlagen, auch für Mieter. Die Teilnehmenden diskutieren zudem die bisherigen Ergebnisse und Zukunftspläne der Bürgerenergiegenossenschaft Lilienthal sowie Möglichkeiten für eine stärkere Beteiligung an der Energiegewinnung. Bürgermeister Kim Fürwentsches und der Energieberater sowie Aufsichtsrat der Genossenschaft Jörg Büschking begleiten die Diskussion. rom
Gesundheit für Männer
LILIENTHAL – Die VHS Lilienthal bietet vom 8. bis 12. Juni im Amtmann-Schroeter-Haus eine Gesundheitswoche für Männer an. Der Kurs gilt als Bildungsurlaub. Die Teilnahme kostet 169 Euro. Anmeldungen per Telefon 04298 / 92 92 40. rom
Vereinte Front gegen Erdgassuche
Landesamt gibt Flächen für Suche nach Erdgas frei / Widerstand formiert sich
MARIUS ROSKAMP
LANDKREIS – Anfang des Monats war es soweit: Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) erteilte der Vermilion Energy Germany für drei Flächen die Erlaubnis zur Suche nach Erdgas. Unter anderem ist auch der hiesige Landkreis betroffen. „Gerade angesichts der aktuellen geopolitischen Lage ist es sinnvoll, dass die Suche nach neuen Erdgaslagerstätten wieder verstärkt wird“, meint LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier. Aus der Region häuft sich allerdings auch Widerstand.
Der Kreisverband Osterholz von Bündnis 90 / Die Grünen und Bundestagsmitglied Lena Gumnior fordern einen sofortigen Stopp der geplanten GasErkundung durch das kanadische Unternehmen Vermilion Energy im Gebiet „Unterweser I“, das sich von OsterholzScharmbeck über Worpswede bis Grasberg erstreckt. Die Grünen warnen, dass es sich dabei nicht um eine harmlose Erkundung, sondern um den Einstieg in eine riskante Gasförderung handele. Aus Sicht der Partei birgt Erdgasförderung erhebliche Gefahren für Trinkwasser, Böden und Umwelt. „Wir lassen nicht zu, dass unser Landkreis zum Spielball der Gasindustrie wird. Trinkwasser, Böden und Klima sind keine Verhandlungsmasse“, so Gumnior.
Ähnlich auch der Tenor von Landtagsmitglied Axel Miesner (CDU). „Städte, Gemeinden und Flächeneigentümer müssen nun zusammenstehen und gemeinsam das Betreten ihrer Flächen verhindern“, schreibt Miesner. Überdies sei laut ihm die Förderung von Erdgas im „Verdichtungsraum Bremen“ mehr als unangebracht. Darüber hinaus werde in den kommenden Jahren der Verbrauch
von Erdgas weiter abnehmen, da unter anderem keine Erdgasheizungen mehr verbaut würden und in Zukunft immer mehr Biogas beigemischt werden solle. „Es bleibt dabei, unsere Heimat verträgt keine Erdgasförderung“, schließt der Politiker.
Der von Miesner geforderte Zusammenhalt wird schon zu großen Teilen umgesetzt. Die Grünen-Fraktion Grasberg reichte dort einen Antrag ein, in dem eine ablehnende Haltung gegenüber der Erdgaserkundung gefordert wurde. Dieser Antrag erreichte Konsens, CDU, SPD, Grüne und Bürgermeister Stefan Ritthaler waren sich einig und nahmen den Antrag an. „Tatsächlich hat uns das LBEG im Februar 2026 über die Pläne des Konzerns Vermilion informiert. Daraufhin habe ich eine Stellungnahme geschrieben, in der ich sehr deutlich gesagt habe, dass ich die Erteilung einer Aufsu-
chungserlaubnis für falsch und dass ich die Interessen der in dieser Region lebenden Menschen im Entscheidungsprozess für unterrepräsentiert halte“, schreibt Ritthaler auf Anfrage und findet noch klarere Worte zur Entscheidung des LBEG: „Ich halte die Entscheidung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie für falsch und rückwärts gerichtet.“ Ritthaler bekräftigt, dass er vorhabe, den weiteren Verlauf sehr genau im Blick zu behalten und zeigt sich dankbar für die Positionierungen von Gumnior und Miesner. Die Fraktion der Grünen in Worpswede hat einen deckungsgleichen Antrag wie die Grasberger Parteikollegen eingereicht, der im Worpsweder Umweltausschuss am 5. Mai diskutiert werden soll. Auch im Künstlerdorf wolle man Gasförderung ablehnen, wie Almut Helvogt, Fraktionsvorsitzende, auf Rückfrage bestätigt.
Pixabay
Michael Harjes, Vorsitzender der SPD im Kreis Osterholz, schreibt zum Standpunkt der Kreistagsfraktion und der SPD im Kreis, man reagiere mit großer Sorge und entschiedener Ablehnung auf die Erlaubnis des LBEG. „Bereits am 6. Dezember 2018 haben alle Fraktionen des Osterholzer Kreistages einstimmig beschlossen, dass es keine neuen Erkundungen oder Fracking im Landkreis Osterholz geben darf. Dieses parteiübergreifende Bekenntnis zum Schutz unserer Umwelt und unseres wichtigsten Gutes – des Trinkwassers – gilt unverändert“, heißt es weiter. Die Hinweise auf die Bürgerinitiative „No Moor Gas“, große rote Xe aus Brettern, finden sich im gesamten Landkreis verteilt. Die Seite zur Initiative, die sich gegen Erdgasförderung in der Region ausspricht, findet man unter nomoorgas. de
APOTHEKEN-
Samstag, 18. April
Apotheke am Bahnhof
Bahnhofstr. 37
Osterholz-Scharmbeck 04791/502780
Sonntag, 19. April
Lilien-Apotheke
Hauptstr. 59
Lilienthal 04298/915144
Montag, 20. April Moor Apotheke Hüttenbusch Hüttenbuscher Str. 7 B Worpswede 04794/95180
Dienstag, 21. April
Stern-Apotheke
Poststr. 4-6
Osterholz-Scharmbeck
04791/980333
Mittwoch, 22. April Max & Moritz Apotheke
Marktplatz 12 Osterholz-Scharmbeck 04791/985588
Donnerstag, 23. April
Findorff-Apotheke
Speckmannstr. 17 Grasberg 04208/1763
Freitag, 24. April AVIE Apotheke OHZ Hördorfer Weg 44 - 50
Osterholz-Scharmbeck 04791/9652744
Café für den Frieden
OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Zum Friedens-Café mit Kreativworkshop lädt das Friedensbündnis OHZ ins KUZ, Am Kleinbahnhof 1, ein. Bei Kaffee und Kuchen gibt es am 25. April von 15 bis 18 Uhr Gesprächsgelegenheiten zu aktuellen Fragen um Krisen durch Kriege und friedliche Perspektiven. Für den kreativen Ausdruck der Ablehnung von Kriegen und Sorgen um die Folgen der militärischen Eskalationen können Steine bemalt werden, die dann öffentlich ausgelegt werden. Es werden Texte und Grafik von Autorinnen aus Gaza vorgestellt. hwr
RITTERHUDE – Das Stichwort
„Digitale Gewalt“ ist in aller Munde, seit die Moderatorin Collien Fernandes ihren ExMann, den Schauspieler Christian Ulmen, wegen des Erstellens pornografischer DeepFake-Inhalte anzeigte. Dass es sich bei digitaler Gewalt keinesfalls um ein Randphänomen handelt, argumentiert Andrea Vogelsang in einem gemeinsamen Vortrag der Gleichstellungsbeauftragten Ritterhude (Vogelsang), Schwanewede (Dörthe Kleppe) und des Kreises (Katja Lipka). Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 29. April, 19 Uhr, im Ratssaal des Ritterhuder Rathauses statt, Riesstraße 40. In ihrer Dreifachfunktion als IT-Dozentin, Datenschutzund Gleichstellungsbeauftragte vereint Vogelsang technisches Know-how mit rechtlicher Expertise und langjähriger Erfahrung in der Beratung
und Prävention. Sie zeigt auf, dass digitale Gewalt kein abstraktes Phänomen ist, sondern oft in unserem direkten Umfeld stattfindet. Die Referentin bringt zahlreiche Praxisbeispiele mit und berichtet von Fällen.
Ein Teil des Abends gilt zudem der Frage, wie man sich vor digitalen Übergriffen schützen kann, welche Möglichkeiten der Zivilcourage es im Netz gibt, welche Rolle das eigene Verhalten im digitalen Raum spielt und wo die Grenzen persönlicher Verantwortung liegen. „Digitale Räume müssen für alle sicher sein“, betonen die Initiatorinnen. „Mit diesem Abend möchten wir informieren und dazu ermutigen, Grenzüberschreitungen nicht hinzunehmen.“ Die Veranstaltung ist kostenfrei, Anmeldung unter gleichstellung@ritterhude.de aeu
Die Weser Report-Ausgabe für den Landkreis Osterholz Keine Zeitung erhalten? Meldung bitte über www.weserreport.de/ewz Hotline: 0421/690 55 350 Vertriebsleitung: Sascha Carstens
Aktuell wird noch viel Erdgas genutzt, aber Landtagsabgeordneter Axel Miesner sieht in der Zukunft einen Rückgang. Symbolfoto:
Nachwuchs im Zoo
Im Tiergarten Ludwigslust gibt es viele neue Bewohner zu sehen
OSTERHOLZ-SCHARMBECK
– Lautes Balzen, Klappern und Krähen ist zurzeit im Tiergarten Ludwigslust, Garlstedter Kirchweg 31, zu hören. Frühlingszeit ist immer Nachwuchszeit, in mehreren Gehegen des kleinen Zoos sind Jungtiere zu beobachten, wie zum Beispiel bei den Kängurus, bei den Zwergziegen, auch bei den Berberaffen und Meerschweinchen. In den Lüften über dem Tiergarten kreisen emsig Störche, die sich in den zahlreichen Nestern auf hohen Baumstämmen und in Bäumen zur Brut niedergelassen haben. „Mit den Störchen läuft es in diesem Jahr recht gut“, freut sich der Tiergartenbetreiber Dieter Seedorf. Seit 1972 betreibt Seedorf mit Unterstützung der Familie und eines Helferteams den Tiergarten mit über 200 Tieren. Er hat alle Bewohner, die gefiederten und Felltiere, täglich im Blick. Seine Frau Inge Seedorf sitzt im kleinen Kassenhäuschen, kassiert Eintritt und verkauft Tierfutter.
Einige der Störche stolzieren am frühen Morgen entspannt auf den Wegen des Tiergartens.
Beim morgendlichen Besuch sind die Tierpfleger mit der Kontrolle der Tiere, der Reinigung der Ausläufe und dem anschließenden Füttern voll beschäftigt. Sie kümmern sich liebevoll um die Bewohner des Tiergartens, die sie mit aufmerksamen Blicken erwarten. Tiere und Pfleger haben ein vertrauensvolles Verhältnis miteinander, das ist deutlich zu erkennen. Die Zootiere wirken allgemein zufrieden und ausgeglichen, sie fühlen sich im Tiergarten der Familie Seedorf
Das VBN-Mobil ist unterwegs
LANDKREIS – Das Infomobil des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) ist im Landkreis unterwegs und bringt die verbundeigenen Mobilitätsexperten nach Ritterhude, Hambergen und Lilienthal.
Dort informieren sie über Tickets und Verbindungen im Bus- und Bahnangebot in der Region und im gesamten VBNLand. Auch Beratungen zu Abomodellen und zum Deutschlandticket bietet die Busbesatzung.
Das VBN-Mobil parkt am morgigen Sonntag von 10 bis 17
Uhr während der Messe „Abenteuer Freizeit“ vor dem Ritterhuder Hamme Forum an der Riesstraße 11.
Am Dienstag, 21. April, ist das Mobil von 9 bis 13 Uhr in Hambergen auf dem Parkplatz bei der Volksbank und Edeka Sackmann im Gatzenweg anzutreffen.
Zu guter Letzt führt die Route am Donnerstag, 23. April, zu einem Stopp von 9 bis 13 Uhr nach Lilienthal auf den Parkplatz des Lilienthaler E-Centers an der Falkenberger Landstraße 7a. aeu
TIERE SUCHEN EIN ZUHAUSE
Die Bestechlichen: Franky und Leonard
Franky und Leonard kamen im Oktober 2022 gemeinsam mit ihren drei Geschwistern und ihrer Mutter zu „Tiere in Not“. Diese haben längst ein neues Zuhause gefunden – doch die beiden stattlichen Jungs warten noch immer.
Kängurubabys schauen interessiert aus den Beuteln ihrer Mütter. Derzeit können Besucher im Tiergarten Ludwigslust viele Jungtiere sehen.
anscheinend sehr wohl. Davon zeugt auch der erfolgreiche Nachwuchs in den Gehegen. Zusammen mit Tierpflegerin Anna durfte die Autorin des Artikels den Ziegenstall mit etlichen Ziegenbabys betreten. Sie sind erst zirka drei Wochen alt und verbringen die ersten Tage ihres Lebens behütet im Stall mit ihren Zwergziegenmüttern. Am 1. Mai sollen sie erstmals im Freilaufgehege mit Streichelzoo zu sehen sein. Ganz in der Nähe der Ziegen ist auch die stattliche Herde der
RIESENMENGEN aktueller Ausstellungsmöbel aller Sortimentsbereiche, Musterküchen, Boutiqueartikel sowie Teppiche
Alpakas zu betrachten. Mit ihrem langhaarigen Kopfschmuck, weichem Fell und großen hübschen Augen zählen sie zu den besonders beliebten Arten im Tiergarten, bei ihnen ist ebenfalls Nachwuchs zu beobachten. An mehreren Wasserstellen tummeln sich viele Arten von Wasservögeln, darunter ein Paar leuchtend rote Sichler mit langen Schnäbeln. Ein stattliches Bild ergibt auch die Flamingo-Kolonie im weiß-roten Federkleid. Ein paar pech-
Foto: Fricke
schwarze Schwäne schreiten elegant um einen Teich. Stattliche Paradies-Kraniche sind ebenfalls eine Augenweide für die Besucher. Eine zusätzliche Attraktion für die jüngeren Tiergartenbesucher ist der umfangreich ausgestattete und prämierte Spielplatz mit vielen Klettergeräten und Karussell, ElektroMotorrädern, Schaukeln und Riesensandkasten. Zur Erfrischung bietet das Tiergartenteam kleine Speisen und Getränke an.
Woran liegt das? Vielleicht daran, dass sie etwas vorsichtiger sind und nicht sofort auf den Schoß springen? Letzteres wäre ohnehin nicht unbedingt zu empfehlen, denn die beiden Brocken könnten gut ein paar Gramm weniger vertragen – eine typische Begleiterscheinung des Tierheimalltags: etwas Langeweile und der eine oder andere Snack zu viel.
Mit Leckereien oder Katzenminze lassen sie sich jedoch schnell locken und suchen dann auch gerne die Nähe zum Menschen. Sie schmiegen sich an die Beine und genießen die Aufmerksamkeit – und allzu viel Geduld braucht man dafür gar nicht. Auch mit Artgenossen kommen die beiden gut zurecht. Franky und Leonard wünschen sich ein ruhiges Zuhau-
Franky und Leonard lassen sich mit Snacks locken, könnten aber auch etwas Gewicht verlieren. Foto: pv
se. Freigang wäre schön, ist aber kein Muss – Hauptsache, sie haben die Möglichkeit, sich in die Sonne zu legen und die Natur zu beobachten. Nach fast vier Jahren hätten sie ihr eigenes Zuhause mehr als verdient.
Weitere Informationen bekommt man beim Verein Tiere in Not unter Telefon 04791 / 931 54 72. hw r
alle
Gemeinsamer Kandidat gefunden
ANNEMARIE UTKE
WORPSWEDE – Umbruch im Künstlerdorf: Seit 25 Jahren gibt es in Worpswede einen hauptamtlichen Bürgermeister, seit 25 Jahren füllt der parteilose Stefan Schwenke diese Funktion aus. Bei der kommenden Kommunalwahl im Herbst steht der 64-jährige nicht mehr als Kandidat zur Verfügung – ein neuer Verwaltungschef muss her. Nun haben auch UWG, SPD, Grüne und Linke einen Kandidaten gefunden, nachdem Lars Koch seinen Rückzug bekanntgab. Zwei Bürgermesterkandidaten standen bereits fest: Felix Westpfahl für die CDU und der unabhängige Einzelbewerber Markus Lippeck. Die Parteien UWG, SPD, Grüne und Linke haben sich entschieden, ihre Kräfte zu bündeln und einen gemeinsamen Kandidaten zu
unterstützen. Ein Auswahlkomitee, bestehend aus Mitgliedern der vier Parteien, begutachtete Interessenten, die als unabhängiger, aber von den vier Parteien unterstützter Kandidat ins Rennen gehen wollten.
Im Februar dann die Entscheidung: Lars Koch wollte und sollte antreten, die dazu notwendigen Unterstützungsunterschriften hatten Koch und die vier Worpsweder Parteien bereits beinahe zusammen. Doch dann entschied Koch sich, seine Kandidatur zurückzuziehen – aus persönlichen Gründen, wie er mitteilte.
Für die Parteien war Kochs Ausstieg aus dem Rennen „nicht so schön, hat uns aber nicht von unserem Weg abgebracht“, so Almut Helvogt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Gemeinderat. So mach-
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te sich die Auswahlgruppe just erneut auf die Suche nach einer passenden Personalie – und fand Rico Germanus. Germanus hatte sich während der ersten Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten noch dagegen entschieden, seinen Hut in den Ring zu werfen. Diesen Entschluss fasste er erst nach Kochs Rückzug. „Zuvor lebte in mir der Impuls nicht“, formuliert es Germanus. Der Lehrer für Informatik und Englisch lebt in Worpswede, bezeichnet sich als „hier verwurzelt“, „praktisch veranlagt“ und „Menschenfreund“. Gute Voraussetzungen insofern, als dass Germanus auch meint: „Die Berufung zum Amt des Bürgermeisters ist ein Dienst am Menschen und an der Natur.“
Dass die Grundhaltung Germanus’ zu den ihn unterstüt-
zenden Parteien passe, davon sei die Auswahlgruppe überzeugt. Über konkrete Inhalte wollen Germanus und die Parteien noch sprechen. Nun geht es erneut daran, Unterstützungsunterschriften zu sammeln, damit Germanus am Wahltag überhaupt als Kandidat auf dem Stimmzettel stehen darf. Dass sie die Unterschriften zusammenkriegen, davon sind sowohl Germanus als auch die Parteivertretungen überzeugt. „Wir wollen ein starkes Signal senden, dass wir einen Bürgermeister für alle Worpswederinnen und Worpsweder bieten“, betont Helvogt. Sowohl die Parteien als auch Germanus sind fest entschlossen, den anstehenden Wahlkampf gemeinsam anzugehen. Rückzug ist für Germanus keine Option: „Ich bin ein Mann des Wortes. Was ich sage, das gilt auch.“
Farbenfrohes Pflanzenparadies
Der Staudenmarkt in Hagen im Bremischen findet am 26. April zum 21. Mal statt
MARIUS ROSKAMP
Hagen im Bremischen lädt wieder zum beliebten Staudenmarkt ein: Bereits zum 21. Mal verwandelt sich der Ort am 26. April ab 11 Uhr in ein farbenfrohes Paradies für Pflanzenliebhaber. Die Veranstaltung, die mit einem verkaufsoffenen Sonntag kombiniert wird, hat sich weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen Namen gemacht und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an.
Organisiert wird der Markt von der Unternehmensgemeinschaft Hagen im Bremischen (UHIB). Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Der erste Vorsitzende Nico Zschaler koordiniert gemeinsam mit dem Organisationsteam die vielfältigen Planungen für das traditionsreiche Event.
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Farbenfroh wird es am 26. April. Dann nämlich findet von 11 bis 16 Uhr der diesjährige Staudenmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag statt. Symbolfoto: Pixabay
Treffen Sie uns am 26. April 2026 auf dem Staudenmarkt in Hagen und am 10. Mai 2026 auf dem Lenzmarkt in der Bremer Überseestadt
Am Veranstaltungstag wird der gesamte Ort mit Pflanzen, Blumen und Stauden geschmückt sein. Rund um die Piazza, den Wochenmarktplatz sowie im Gewerbegebiet präsentieren zahlreiche Händler ihr umfangreiches Angebot. Auch die örtlichen Geschäfte beteiligen sich und laden mit Sonderaktionen, Rabatten und Verlosungen zum entspannten Bummeln ein. Für zusätzliche Unterhaltung sorgt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Musik an mehreren Standorten sowie Vorführungen von Vereinen und Betrieben. Hobbygärtner können sich dabei mit neuen Pflanzen und Ideen für Haus und Garten eindecken. Ein fester Bestandteil ist der traditionelle Flohmarkt im Gewerbegebiet, der mit zahlreichen Ständen zum Stöbern und Entdecken einlädt. Der Flohmarkt beginnt um 6 Uhr. Für Familien wird ebenfalls einiges geboten: Ein buntes Kinderprogramm mit Hüpfburgen, Kinderschminken und Karussell sorgt für Spaß bei den jüngsten Besuchern. Auch die Fairtrade-Steuerungsgruppe ist wieder vertreten und organisiert am Amtsdamm eine „Faire Meile“. Dort werden faire, biologische und
regionale Produkte angeboten, zudem gibt es eine Verlosung mit attraktiven Gewinnen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Mitmachaktion des Raiffeisen-Marktes sowie die Möglichkeit, im benachbarten Biergarten bei zünftiger Kost eine Pause einzulegen.
Wer die verschiedenen Veranstaltungsorte bequem erreichen möchte, kann den kostenfreien Traktor-Shuttle nutzen. Der Oldtimer-Traktor pendelt zwischen den Stationen im Ort, auch am Amtsdamm wird eine Haltestelle eingerichtet. Zur Sicherheit von Ausstellern und Besuchern wird die
Geschwindigkeit auf dem Amtsdamm auf 30 Stundenkilometer festgesetzt. Kostenfreie Parkplätze stehen am ZOB
Hagen, an der Hagener Schützenhalle und auf dem LidlParkplatz am Ortseingang parat.
Buchkunst in der Schatulle
Profilkurs der IGS stellt Werke aus
OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Stärken und Interessen fördern, und zwar über das Maß hinaus, das der Lehrplan zulässt: Das ist das Ziel der Profilkurse an der IGS am Campus. Schülerinnen und Schüler des sechsten Jahrgangs wählen für zwei Jahre einen individuellen Schwerpunkt, etwa den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), Theater, oder auch Kunst. Zuletzt fertigte der Profilkurs Kunst kreative Werke aus aussortierten, gespendeten Büchern her. Anlässlich des Welttags des Buches am 23. April sind die fertigen Kunstwerke nun in der Buchhandlung Schatulle an der Bahnhofstraße 98 zu sehen.
Maren Dippe, didaktische Leiterin der IGS, sieht in dem Kurs ein „Angebot, das die Kinder bei ihren Stärken abholt“ und die Möglichkeit bietet, spezifisch ihre Interessen zu
fördern – denn dafür bleibe im Curriculum immer zu wenig Zeit, so Dippe. Auch anspruchsvolle und zeitaufwendige Techniken können die Kinder im Schwerpunktkurs kennenlernen und ausprobieren. Der Profilkurs der sechsten Klasse setzte sich beispielsweise bereits mit Siebdruck oder Linolschnitt ausei nander. Dabei lernen die Kinder nicht nur Neues kennen, ist Dippe überzeugt: „Das geht langfristig auch in Richtung Berufsbildung“. Ein halbes Jahr Arbeit steckt in den Werken, die noch drei Wochen lang in der Buchhandlung zu sehen sind. Dippe ist total begeistert, was die Kinder leisten. Als nächste Kursthemen haben sich die Schülerinnen und Schüler gewünscht, sich mit Ton und Street Art zu befassen. Dippes Fazit: „Wenn ich mir die Zukunft vorstelle: Da geht noch einiges mehr!“ aeu
Monster kommen nicht nur in Büchern vor – hier wurde das Buch selbst zum flauschigen Ungeheuer. Foto: Maren Dippe
„Ich liebe die Vögel!“, sagt die Malerin Sabine Böhme. Infos zu ihr und ihren Werken, in denen sie auch die menschliche Gestalt ins Zentrum rückt, sind unter sabine-boehme.de zu finden.
Rabenvögel – Gaukler der Lüfte
Foto: as
Ausstellung der Worpsweder Malerin Sabine Böhme im Kunstkeller des Schlosses Schönebeck
ANTJE SPITZNER
SCHÖNEBECK – Eine inspirierende, witzige, informative und liebevolle Ausstellung ist derzeit im Kunstkeller des Schlosses Schönebeck zu sehen. Die freischaffende Malerin Sabine Böhme aus Worpswede zeigt „Rabenvögel – Gaukler der Lüfte“. 1997 habe man ihr eine junge Dohle gebracht, die nicht mehr ins elterliche Nest zurückkonnte, da es zerstört gewesen sei. Der Vogel, den sie und ihr Mann Anton nannten, den sie
mit eingeweichtem Katzenfutter und Mehlwürmern fütterten, begleitete sie 15 Jahre. Er habe sie dazu gebracht, sich mit Rabenvögeln zu beschäftigen. Viele seien mit der Menschheit eng verbunden gewesen: So habe Noah laut christlicher Mythologie einen Raben losgeschickt, um Land zu finden. Im Schöpfungsmythos der HaidaIndianer im Nordwesten Kanadas habe ein Rabe die Sonne und Mond an den Himmel gestellt und den Menschen Kleidung gegeben. In der nordischen Mythologie werde Odin
mit zwei Raben auf der Schulter dargestellt. In der griechischen Geschichte spiele ein verfressener Rabe eine Rolle, der zur Strafe als Sternbild an den Himmel verbannt wurde. In Bhutan ziere ein Rabenkopf die Krone. Und im Londoner Tower müssten mindestens sechs Raben leben, sonst falle das Königreich. „Ich erzähle mit meinen Bildern die Geschichten“, erklärt Sabine Böhme. Früher seien die Rabenvögel Götterboten und Glücksbringer gewesen. Das habe sich im Mittelalter geändert. Fortan
war von „Unglücksraben“, „rabenschwarz“, „Rabeneltern“ die Rede. Ebenfalls dies hat sie in ihren Acrylbildern aufgegriffen. Auch mit Hilfe der Falttechnik Origami hat sie Raben hergestellt. Zudem ist Anton in einer Fotostrecke zu sehen und stand für „Die Halbstarken“ Modell.
Wer Rabenvögel und Geschichte(n) mag, sollte bis zum 10. Mai das Schloss Schönebeck, Im Dorfe 3-5, besuchen. Weitere Informationen im Internet unter museumschloss-schoenebeck.de
Ein neuer Start auf drei Rädern –Mobil trotz Handicap
Was kann man tun, wenn sich weder Auto noch e-Bike sicher anfühlen, man aber trotzdem mobil bleiben oder wieder mobil werden möchte?
Die Lösung ist ein e-Dreirad für Erwachsene! „Altersbedingte Unsicherheit und Gleichgewichtsprobleme sind sozusagen die Klassiker, aber zu uns kommen oft auch Menschen, die sich nach einem Schlaganf all, einem Unfall oder aufgrund einer chronischen Erkrankung auf einem Fahrrad oder e-Bike mit zwei Rädern nicht mehr sicher genug fühlen“, berichtet Volker Minkmar, Inhaber der e- motion e- Bike Welt Bremen Nord.
Seit vielen Jahren schon beschäftigt sich das Team der e-Bike-Experten in Beratung und Werkstatt mit Dreirädern für Erwachsene. Unterstützung beim Treten in die Pe dale liefert ein Elektromotor, ganz genauso wie beim e-Bike. Damit Sie einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und Modelle gewinnen können, schafft das Dreirad-Zentrum einen ganz besonderen Anlass.
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Am 24. und 25. April 2026, präsentieren die Bremer Dreirad- Experten der e- motion e-Bike Welt, Striekenkamp 4, von 10 bis 18 Uhr viele Dreiradmo delle verschiedener Hersteller.
Interessierte haben die Möglichkeit zur ausgiebigen Beratung mit Probefahrten verschiedener Dreiräder. Ein Besuch der sich lohnt!
– Die etwa 400 aktiven Einsatzkräfte der zehn Feuerwehren im Stadtgebiet erhielten dringend benötigte Verstärkung bei ihrer persönlichen Schutz ausrüstung. 100 neue Sätze aus Einsatzjacke und -hose lieferte ein österreichischer Hersteller an die Stadtkleiderkammer an der Heimstraße. Erster Stadtrat Torsten Haß übergab die Ausrüstung offiziell.
„Ich danke allen ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden, die tagtäglich für die Sicherheit aller Bewohnerinnen und Bewohner unserer Stadt und auch darüber hinaus eintreten“, sagte Haß. „Mit dieser Schutzausstattung leistet die Stadt einen unverzichtbaren Beitrag.“
Stadtbrandmeister Chris Hartmann betonte die Bedeutung der neuen Kleidung: „Die persönliche Schutzausrüstung ist die Lebensversicherung für die Feuerwehrleute. Hier können wir uns keine Kompromisse leisten – weder bei der Qualität noch bei der Anzahl.“
Die Spezialkleidung schützt
ihre Träger vor schweren gesundheitlichen Schäden und hält extremen Belastungen stand. Sie widersteht bei direkter Beflammung Temperaturen von über 1.000 Grad für mehr als zehn Sekunden, ohne danach weiterzubrennen. Eine spezielle Membran sorgt dafür, dass Feuchtigkeit nach außen entweicht, aber nicht von außen nach innen dringt. Zudem hält die feine Struktur Viren, Bakterien, Körperflüssigkeiten und Chemikalien ab. „Nach einigen Großbränden in kurzer Zeit kamen wir mit unserem damaligen Bekleidungsbestand schnell an unsere Grenzen“, berichtete Hartmann. „Die Verwaltung erkannte die Bedeutung des Themas zum Glück schnell und stellte außerplanmäßig Mittel für die Nachbestellung bereit.“
Haß zeigte sich überzeugt, dass Rat und Verwaltung die Feuerwehr auch künftig unterstützen: „Wir werden das ehrenamtliche Engagement und die Einsatzbereitschaft weiterhin mit allen verfügbaren Kräften stärken.“ rom
Erster Stadtrat Torsten Haß übergibt die erste von 100 neuen Einsatzjacken symbolisch an Stadtkleiderwartin Yvonne Dommaschke. Foto: Freiwillige Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck
Musikalische Vielfalt in Bremen-Nord
Jazzahead Clubnight am Freitag, 24. April, in acht Spielstätten an Land und auf der Weser
ANTJE SPITZNER
BREMEN-NORD – In der kommenden Woche, vom 22. bis 25. April, findet zum 20. Mal die Jazzahead statt; die Branchenmesse für zirka 3.000 Menschen aus über 60 Ländern. Schweden ist in diesem Jahr das Partnerland.
In deren Rahmen gibt es auch in diesem Jahr eine Jazzahead Clubnight, doch nicht, wie üblich, an einem, sondern sogar an zwei Tagen. „Wir wollen die Clubnight entlang der Weser entwickeln und gehen bis nach Bremerhaven“, und zwar am Samstag, 25. April, so Organisator Jakob Fraisse. Dementsprechend gelte das Prinzip „ein Ticket für zwei Clubnights in 45 Clubs“, denn das Bremer Event findet am Freitag, 24. April, statt, unter anderem auch auf dem Wasser. Mit dem Jazzboot und der MS „Sansibar“ sind es insgesamt acht Spielstätten, die in Bremen-Nord ausgewählt werden können. Eine der „Neuen“ ist die Kirche auf dem Gelände der Constructor University. Hier tritt die Newcomer-Band Blizz auf: mit einer Mischung aus Modern R’n’B, Alternative Rap und Pop. Im Kito ist Stina Holmquist mit genreübergreifendem warmem und atmosphärischem Sound zu Gast. Ihr schließt sich Tim Allhoff an, der sich musikalisch zwischen neuer Klassik und Jazz bewegt. Auf Kränholm gehe es mit dem schwedischen Duo Spering & Schulz feinfühlig und sphärisch zu. Das E & Th Jazz-Duo präsentiert eigene Versionen von Songs aus Stings Album „The Last Ship“ auf der MS „Sansibar“. Ins Schloss Schönebeck, das auch neu dabei ist, gehöre etwas Besonderes: Kaisers New World ist hier zu erleben – oh-
ne musikalische Genre-Grenzen, dafür mit Musik zum Träumen.
Das klassische Klaviertrio um Oliver Poppe hat als Gast Klara Schwabe eingeladen, „eine ausdrucksstarke Jazzsängerin und Pianistin mit internationaler Erfahrung“. Sie sind im Vegesacker Geschichtenhaus zu erleben.
Einige der besten Musiker seines Landes bringe der Schwede Örjan Hultén mit in die Vegesacker Stadtkirche. Das Quartett „Peaceful Warrior“ gebe Poetisches und Lyrisches zu Gehör, so die Initiatoren. Auf dem „Jazzboat“ Schiff No. 2, das vom Martinianleger zur Vegesacker Signalstation fährt, interpretiert die schwedische Sängerin Sara Aldén amerikanische Jazzklassiker in traditioneller Art und Weise.
Jakob Fraisse lobte die „her-
vorragende Kooperation“ mit Elvira Krol von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen
GmbH, die den Bremer Norden immer mehr mit einbezieht: „Dein Netzwerk ist Gold wert!“ Die ADFC-Stadtteilgruppe Bremen-Nord bietet zwei Radtouren an. Jürgen Möller berichtete, dass er vor drei Jahren seine erste Clubnighttour erlebt habe und fasziniert von der musikalischen Vielfalt gewesen sei. Mit den Touren werde versucht, die tollen Spielstätten zu verbinden, mit dem Ziel, die Bremer von BremenNord zu überzeugen. Die „Bike-Boat-Tour“ startet um 17.15 Uhr vor der Halle 7 auf der Bürgerweide oder um 17.45 Uhr am Martinianleger an der Schlachte. Die zweite Tour beginnt um 17.30 Uhr am Bahnhof Burg. Anmeldungen sind unter touren-termine.adfc.de möglich.
Tickets für die Clubnights gibt es ab 40, ermäßigt 20 Euro. Weitere Informationen online unter der-bremer-norden.de/ events/jazzahead-clubnigthbremen-nord/ und auf jazzahead.de
Eine kurze Geschichte der Moorfahrt
Das Torfhafenfest ist der Teil einer Geschichte, die bis heute das Bremer Umland prägt
Über viele Generationen hinweg prägte die harte Arbeit der Moorbauern das Leben im Teufelsmoor und in der Region rund um Worpswede. Mit flachen Kähnen transportierten sie das wertvolle Heizmaterial Torf über die Kanäle bis nach Bremen. Der Alltag war stark von körperlicher Arbeit, Wetter und Jahreszeiten bestimmt. Ein verregneter Sommer konnte die Ernte des Torfs verhindern, ein harter Winter mit zugefrorenen Wasserwegen den gesamten Transport unmöglich machen.
Die Torffahrt verlangte viel Ausdauer und Geschick. Der als „Jan von Moor“ oder „Jan Torf“ bekannte Typus des Moorbauern steht sinnbildlich für diese Zeit. War der Wind günstig, segelten die Kähne über die Wasserwege. Blieb er aus oder kam aus der falschen Richtung, mussten die schweren Lasten gestakt oder getreidelt werden. Die Fahrt nach Bremen konnte so bis zu drei Tage dauern. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts endete diese Epoche, als neue Bahnverbindungen wie der Moorexpress sowie die günstigere Kohle den Torf als Brennstoff verdrängten.
Der Torfabbau war über Jahr-
hunderte eine wichtige Lebensgrundlage der Region. Im Moor gestochen, wurde er mit den Kähnen in die Städte gebracht. Die Arbeit war so hart, dass sich der Spruch überlieferte: „Dem Ersten der Tod. Dem Zweiten die Not und dem Dritten das Brot.“ Erst in späteren Generationen konnte wirtschaftlicher Erfolg entstehen. Eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Region spielte die Moorkolonisation ab dem 18. Jahrhundert. Im Auftrag des Kurfürsten von Hannover arbeitete der Ingenieur und Moorkommissar Jürgen Christian Findorff ab 1751 an der Trockenlegung und Besiedlung der Moore zwischen Wümme und Hamme. Er gründete zahlreiche Dörfer, darunter Wörpedorf und Eickedorf. Bis heute hat diese Zeit Spuren hinterlassen. Die Landschaft des Teufelsmoores wurde nachhaltig geprägt und gilt in ihrer Form als einzigartig. Schon vor über hundert Jahren entdeckten Maler aus Worpswede die Torfkähne und Moorarbeiter als Motiv. Heute erinnern nostalgische Torfkahnfahrten an diese Vergangenheit und machen die Geschichte der ersten Siedler im Moor erlebbar.
Das E & Th Jazz Duo ist auf der MS „Sansibar“ zu Gast. Foto: fr
Kaisers New World aus Leipzig sind im Schloss Schönebeck, das dieses Jahr erstmalig dabei ist, im „Jahr des Akkordeons“ mit ebendiesem Instrument zu erleben. Foto: Marcus Engler
Drei Jahre warten sind vorbei
Familienspaß und Bühnenprogramm zum Torfhafenfest zur Einfahrt der Torfkahnarmada
Anlässlich des Einfahrens der historischen Torfkahnarmada in den Findorffer Torfhafen veranstaltet der Verein Findorffer Geschäftsleute am Samstag, 25. April, von 15 Uhr bis 20 Uhr ein großes Torfhafenfest. Rund um die Ankunft der Schiffe locken maritimes Flair, Musik, Kulinarik und Mitmachaktionen für die ganze Familie.
Nach drei Jahren ist es endlich wieder so weit: Historische Torfkähne aus dem Teufelsmoor begeben sich auf eine traditionsreiche Reise nach Bremen. Die Fahrt beginnt am frühen Samstagmorgen in Worpswede und endet gegen 17 Uhr mit dem feierlichen Einlauf in den Findorffer Torfhafen, wo die Flotte von zahlreichen Zuschauenden erwartet wird. Angeführt wird die Torfkahnarmada von Bremens
Bürgermeister Andreas Bovenschulte, der im ersten Kahn in den Hafen einfährt.
Offiziell eröffnet wird das Torfhafenfest um 15 Uhr durch den Vorstand der Findorffer Geschäftsleute. „Es ist immer etwas ganz Besonderes, die Torfkahnarmada im Findorffer Torfhafen begrüßen zu dürfen“, betont Katrin Grosch, 1. Vorsitzende des Vereins, und ergänzt: „Dieses Fest steht für Tradition, Ehrenamt und lebendige Nachbarschaft.“
Durch das Bühnenprogramm führt der bekannte Bremen-Vier-Moderator Roland Kanwicher. Für musikalische Höhepunkte sorgen dabei der Neustädter Shantychor sowie Jonny Glut, zunächst solo mit Akkordeon und am
Das Torfhafenfest bietet neben Kulinarik und Unterhaltung auch die Gelegenheit zu 45-minütigen Kennlerntouren mit den Torfkähnen.
Abend im Trio mit maritimer Musik. Der Biergarten Port Piet direkt am Hafen lädt mit seinem gastronomischen Angebot zum Verweilen ein. Daneben sorgen weitere Imbiss- und Getränkestände unter anderem mit Bratwurst, Backfisch, Bier und Erfrischungsgetränken für das leibliche Wohl. Ergänzt wird das Angebot durch regionale Spezialitäten wie Moorbauern-Kuchen und Torfkaffee an der Torfkahnanlegestelle. Ein besonderer Beitrag zum
Festprogramm kommt von den Torfkahnschiffern selbst: Zwischen 15 und 17 Uhr starten rund 45-minütige TorfkahnKennenlern- und Spritztouren. Wer lieber auf dem Trockenen bleibt, kann auf der Wiese an der Torfkahnanlegestelle seiner Lust am Basteln beim Zusammenbauen von TorfkahnModellen frönen. Ob jung oder alt, spielt dabei keine Rolle. Und das Moorbauern-Bowling, so wie es vor vielen Jahren im Teufelsmoor gespielt wurde, bietet Spaß und Abwechslung
Foto: Ute Burkowski
für die ganze Familie.
„Wir möchten die Vielfalt und Geschichte des Stadtteils zu diesem besonderen Anlass feiern“ sagt Organisatorin Ramona Suresh, Projektmanagerin des Findorffer Geschäftsleute, und ergänzt: „Das Hafenfest verbindet Generationen, Kulturen und das gesamte Bremer Umland – es ist ein Fest für alle“.
Weitere Informationen zum Torfkhanfest gibt es auf der Webseite des Stadtteils unter www.findorff.de WR
Die Torfkahnarmada erinnert an die Torfschifffahrt zwischen dem Teufelsmoor und Bremen. Früher transportierten Moorbauern den Brennstoff mit Segelkähnen in die Stadt, waren dabei stark vom Wind abhängig und mussten bei Flaute staken oder treideln. Heute sind die Kähne zwar motorisiert, die Segel werden jedoch weiterhin traditionell gesetzt. Die diesjährige Fahrt beginnt am 25. April um 7.45 Uhr im Hammehafen Worpswede und führt über mehrere Stationen wie Melchers Hütte, Ritterhuder Schleuse und Dammsiel.
Am Nachmittag des 25. April erreicht die Flotte ab 17 Uhr den Torfhafen in Bremen-Findorff zur Einlaufparade. Die Rückfahrt startet am 26. April um 8 Uhr vom Torfhafen und führt flussaufwärts über die bekannten Schleusenstationen zurück Richtung Teufelsmoor. Eine Mitfahrt auf den historischen Torfkähnen ist während dieser Flottenfahrt nicht möglich. Stattdessen sind Bremer eingeladen, das Schauspiel zuschauend zu begleiten. Wann die Kähne wo sind, unter www.kulturland-teufelsmoor. de/ pb INFORMATIONEN ZUR
INFORMATIONEN ZUR ANREISE
Der Torfhafen befindet sich im Herzen Findorffs an der Kreuzung Findorffstraße und Neukirchstraße direkt am Torfkanal, in unmittelbarer Nähe zur größten Bremer Grünanlage – dem Bürgerpark. Das Torfhafenfest ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen: Die Buslinien 26 und 27 fahren vom Hauptbahnhof in Richtung Findorff und halten an der Haltestelle „Findorffallee“, die direkt am Torfhafen liegt.
Wer von weiter weg kommt und gut zu Fuß ist, kann zudem an der Haltestelle „Hauptbahnhof“ aussteigen und die letzten rund 1,2 Kilometer binnen 20 Minuten entlang der Bürgerweide bis hin zum Bürgerpark zurücklegen. Für alle die mit dem Auto anreisen wollen, stehen kostenfreie Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Autos können während des Festes am Findorffmarkt zwischen Neukirchstraße und Eickedorfer Straße abgestellt werden. pb
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Urlaubspläne und Kriegsfolgen
FRIEDRICH-W. ARMBRUST
LANDKREIS – Wohin zieht es die Menschen bei uns in diesem Jahr in den Urlaub? Fest steht grundsätzlich, dass auch in krisenhaften Zeiten gilt: Am Urlaub wird nicht gespart. In der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) heißt es: „Trotz relativ negativer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage sind die Urlaubspläne der Deutschen sehr positiv.“
76 Prozent der Menschen planten 2026 eine Reise. Als Motiv hätten 65 Prozent von ihnen angegeben, sie suchten „Abstand zum Alltag“.
Dagegen beschreibt die Reiseverkehrsfachkraft Tatjana Koch vom Reisestudio Am Markt in der Kreisstadt die Lage als „nicht ganz so rosig“. Wegen des Nahostkonfliktes gebe es eine „Hemmschwelle“.
„Die Preise sind gestiegen. Gerade für Familien ist es um einiges teurer geworden.“ Nach der Erfahrung der Reiseverkehrsfachkraft ist es beim Buchen von Urlaubsreisen bei den Klassikern der Mittelmeerländer Griechenland, Spanien und Türkei geblieben. Bei den Fernreisen stünden je nach Jahreszeit der Inselstaat Mauritius im Indischen Ozean, die Karibik mit den Großen und Kleinen Antillen und Bahamas sowie die Kapverdischen Inseln im Atlantik vorn. Dabei ist Deutschland dem Deutschen Tourismusverband (DTV) zufolge 2024 die Nummer eins bei den Urlaubsländern gewesen. 24 Prozent der gut 68 Millionen Urlauber hätten in Schleswig-Holstein oder Bayern ihre Ferien verbracht, so der DTV. Es folgte Spanien mit 15 Prozent. Ziele hier im Lande werden laut Koch oft von den Kunden selbst gebucht. Beliebt seien die Nord- und
Ostseeküste, Harz, Lüneburger Heide und Wellness-Hotels. Der Iran-Krieg hinterlässt auch Spuren im Reisegeschäft. „Routen können nicht von Kreuzfahrtschiffen befahren werden“, so Koch. Es gebe auch Reisewarnungen. „Wir müssen jetzt abwarten, wie sich das weiterentwickelt.“
„Für die Türkei, eines der traditionell beliebtesten Ziele der deutschen Urlauber, sahen wir insbesondere zu Beginn des Irankrieges eine abgeschwächte Nachfrage und einzelne Umbuchungs- und Stornierungsanfragen“, sagt Sven Schikarsky, Geschäftsführer von DERTOUR Deutschland. Inzwischen habe aber die Erholung der Nachfrage begonnen. Dazu tragen Schikarsky zufolge umfassende Preismaßnahmen türkischer Hoteliers im Last-Minute-Segment mit Preisreduktionen für Reisen
bis einschließlich Oktober bei. „Wir rechnen für die Türkei mit einem ausgeprägten Last-Minute-Geschäft für den Sommer.“
Was die Entwicklung der Preise angeht, ist dem Geschäftsführer zufolge seit Beginn des Irankriegs eine sehr kurzfristig geprägte und differenzierte Preisentwicklung zu beobachten. Die Flugpreise, vor allem auf bestimmten Langstrecken, seien wechselhaft. „Hier wirken sich gestiegene Kerosinpreise, Umfliegungen und der Wegfall einzelner Drehkreuze stärker aus.“
Mit Blick auf Buchungszeitpunkte sagt Schikarsky: „Unsere Empfehlung ist klar, nämlich: Jetzt buchen und nicht länger warten.“ Bei weiter steigender Nachfrage ist ihm zufolge in den kommenden Wochen mit weniger Auswahl und tendenziell höheren Preisen zu
Zwei Mal Musik im Mai
rechnen. Das sei auch vor dem Hintergrund der angespannten Energie- und Kerosinsituation zu bedenken. „Wer jetzt bucht, profitiert von einer größeren Auswahl, besseren Preisen und mehr Planungssicherheit.“ Zudem sei zu anzuraten, die Buchung mit einem Flexpaket abzusichern. „Damit bleiben die Gäste flexibel und können ihre Reise bei Bedarf kostenfrei umbuchen oder stornieren, falls sich Pläne kurzfristig ändern.“
Der Kreisstädter Kevin Galantin wird dieses Jahr nicht ins Flugzeug steigen, sondern ins Auto. „Ich werde Ende Oktober, Anfang November für zwei bis drei Wochen nach Campagna in der Provinz Salerno in Italien fahren, und zwar zur Olivenernte.“ Die Mentalität der Menschen dort, das Wetter, das Essen und die Kultur hätten es ihm angetan.
Rudelsingen und Heeresmusikkorps Hannover in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck
ANNEMARIE UTKE
OSTERHOLZ-SCHARMBECK
– Der Mai lockt mit länger werdenden Tagen und milden Abenden zu Aktivitäten im Freien. Wer einen Abend in der Stadthalle verbringen möchte, hat zwei musikalische Veranstaltungen zur Auswahl.
Beim Original-Rudelsingen kommen seit über zwölf Jahren bundesweit Menschen zusammen, um miteinander Musik zu erleben. Generationenübergreifend wird der eigene Gesang Teil eines großen Chores. Das erste Rudelsingen
in der Stadthalle war im vergangenen Jahr ein voller Erfolg, resümeren die Veranstalter: Mehrere Hundert Stimmen versammelten sich zum gemeinsamen Singen der schönsten Hits und Evergreens. An diesen Erfolg will man anknüpfen: Das Rudelsingen geht am Freitag, 8. Mai, in die zweite Runde. Um 20 Uhr heißt es wieder: Dabei sein, mitsingen und einen wunderbaren Abend erleben! Simon Bröker und Maximilian Saul begleiten das Rudel als Vorsänger, die Texte werden mit einem Beamer für alle gut lesbar auf eine Leinwand
projiziert. Die Veranstaltung ist teilbestuhlt bei freier Platzwahl ohne Anspruch auf einen Sitzplatz. Karten sind im Vorverkauf für 20 Euro erhältlich. Die zweite Veranstaltung des Monats blickt bereits auf eine lange Tradition zurück: Seit Inbetriebnahme der Stadthalle ist das Heeresmusikkorps Hannover Teil des jährlichen Veranstaltungsprogramms. Die Konzerte, deren Erlöse jeweils für einen guten Zweck vorgesehen sind, gehören zu den beliebtesten und bestbesuchten Veranstaltungen in der Stadthalle. Das nächste Benefizkonzert ist für
Dienstag, 19. Mai, geplant. Ab 19.30 Uhr präsentiert das Heeresmusikkorps ein Repertoire von Marschmusik über Klassik bis hin zu Film- und Musicalmusik. 50 Musiker und Musikerinnen zählt das Orchester, das die Bundeswehr im In- und Ausland repräsentiert. Die Hälfte der jährlich mehr als 200 Auftritte spielt das Ensemble im Rahmen von Ereignissen im soldatischen Alltag, wie bei feierlichen Gelöbnissen, Kommandoübergaben und Aufführungen des „Großen Zapfenstreiches“. Karten sind im Vorverkauf für 18 Euro erhältlich.
Die Reiseverkehrsfachkräfte Tatjana Koch und Simone Pastowski (von links) vom Reisestudio Am Markt werfen eine Blick in einen Reiseprospekt.
Foto: Armbrust
Für Stadtradeln gewappnet
Anmeldungen zu Bundesaktion schon möglich / Erste Radservicestation in Lilienthal
LILIENTHAL – Auch in diesem Jahr heißt es wieder: Aufsteigen und Kilometer sammeln. Die Gemeinde Lilienthal beteiligt sich erneut an der bundesweiten Aktion Stadtradeln. Vom 13. Mai bis 2. Juni sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Ziel der Kampagne ist es, gemeinsam ein Zeichen für nachhaltige Mobilität, Klimaschutz und Lebensqualität zu setzen und dabei ganz nebenbei etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Schon jetzt lohnt es sich, den Zeitraum im Kalender vorzumerken und Teams zu bilden. Mitmachen können alle, die in Lilienthal wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder einem Verein angehören. Unter stadtradeln.de/liliental kann man sich anmelden.
Dazu passt es, dass die Gemeinde eine neue Radservicestation auf dem Vorplatz von Murkens Hof in Betrieb genommen hat. Direkt bei den Fahrradständern gelegen, steht sie ab sofort allen Bürgern und Bürgerinnen sowie Gästen kostenfrei zur Verfügung. Die Station bietet praktische Unterstützung für kleinere Reparaturen unterwegs. Neben einer Luftpumpe stehen verschiedene Werkzeuge wie Inbusschlüssel, Schraubendreher und Reifenheber bereit. So lassen sich kleinere Pannen, etwa ein platter Reifen oder lockere Schrauben, unkompliziert selbst beheben. Bürgermeister Kim Fürwentsches betont, dass mit dem neuen Angebot ein niedrigschwelli-
ger Service für Radfahrende geschaffen werde. Gleichzeitig stärke die Maßnahme die Attraktivität des Radverkehrs und erhöhe die Sicherheit auf den Wegen. Die Servicestation versteht sich ausdrücklich als Ergänzung zum lokalen Fahrradhandel. Sie soll schnelle Hilfe in Situationen bieten, in denen kurzfristige Unterstützung benötigt wird. Der Standort bei Murkens Hof wurde bewusst gewählt: In unmittelbarer Nä-
he an der Wörpe-Brücke befindet sich mit Knotenpunkt 77 ein zentraler Punkt des regionalen Radwegenetzes sowie der Start der Radroute „Wiesen und Wurten“. Die Radservicestation ist Teil eines Projekts der Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser, das auf dem Mobilitätskonzept des Landkreises basiert. Ziel ist es, den Radverkehr zu stärken und die Alltagsmobilität nachhaltig zu verbessern. Auch im Zusam-
menhang mit der Auszeichnung der Region als ADFCRadreiseregion spielen solche Serviceangebote eine wichtige Rolle. Neben einheitlicher Beschilderung und einem Knotenpunktsystem zählen dazu auch entsprechende Infrastruktureinrichtungen.
Die Finanzierung der Station erfolgt größtenteils über sogenannte Blitzergelder des Landkreises. Aufbau und Verankerung übernahm der gemeindliche Bauhof. rom
Finanztipps für Frauen
LANDKREIS – Ob erste eigene Rücklagen, der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit oder einfach die Frage, wie man mehr aus kleinen Beträgen machen kann: Finanzthemen betreffen Frauen jeden Alters. Die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Osterholz zeigen mit der Veranstaltungsreihe „Mein Geld, meine Entscheidung – Finanztipps für Frauen“, dass jede Frau ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen kann, ganz unabhängig vom Einkommen. Den Auftakt bildet am 23. April ab 19 Uhr eine OnlineVeranstaltung mit der Referentin Friederike Fuchs, die praxisnah in das Thema Geldanlage einführt. Fuchs ist Expertin für die Finanzberatung von Frauen und Autorin der Broschüre „Mein Geld – Meine Entscheidung: Finanztipps für Frauen“. In ihrem Vortrag zeigt sie verständlich und alltagsnah, wie Frauen ihre Finanzen selbstbestimmt gestalten können.
Dabei geht es nicht nur um große Summen: Schon kleine Beträge können langfristig ei-
nen Unterschied machen. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und Mut zu machen, sich aktiv mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen. „Viele Frauen unterschätzen, was sie mit ihren finanziellen Möglichkeiten erreichen können. Dabei gilt: Jeder Schritt zählt – und jede Entscheidung liegt in der eigenen Hand“, betonen die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Osterholz, die die Veranstaltungsreihe organisiert haben. Neben dem Auftakttermin im April sind weitere Veranstaltungen im Oktober und November geplant, die unterschiedliche Aspekte rund um Geld, Vorsorge und finanzielle Selbstbestimmung beleuchten werden. Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung ist unkompliziert und kostenfrei möglich. Interessierte Frauen sind herzlich eingeladen, sich zu informieren, Fragen zu stellen und neue Perspektiven auf das Thema Geld zu gewinnen. Eine Anmeldung per E-Mail an gleichstellungsbeauftragte@ landkreis-osterholz.de ist erforderlich. hwr
Golfclub öffnet seine Türen
LILIENTHAL – Am 1. Mai öffnet der Golfclub seine Tore für alle Interessierten und lädt zum Tag der offenen Tür ein. Von 10 bis 14 Uhr erwartet die Gäste ein Programm für Groß und Klein. Der Golftrainer steht bereit, um erste Schwünge zu zeigen und Einsteigern die Grundlagen des Spiels näherzubringen. Auf der Driving
Range können Besucher selbst zum Schläger greifen und ihr Talent ausprobieren. Leihschläger und Übungsbälle werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Geführte Platzbesichtigungen geben Einblicke in den Spielbetrieb und die Besonderheiten des Golfplatzes. Weiteres unter golfclublilienthal.de rom
Die neue Radservicestation auf dem Gelände von Murkens Hof kommt wie gerufen für das Stadtradeln im nächsten Monat.
Foto: Gemeinde Lilienthal
Mehr Kinder mit Autismus
Jungen mehr als doppelt so häufig betroffen
Immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland erhalten die Diagnose Autismus. Das zeigt eine Datenanalyse der HKK Krankenkasse: Im Jahr 2024 lag die Betroffenenquote von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) bei den 0- bis 24-Jährigen bei 1,0 Prozent. Damit zeigt sich im Vergleich zu den Vorjahren ein moderater, aber kontinuierlicher Anstieg. Ein längerfristiger Trend: Bereits zwischen 2013 und 2022 hatte sich der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit einer ASS-Diagnose verdoppelt – von 0,4 Prozent im Jahr 2013 auf 0,8 Prozent im Jahr 2022. Auffällig bleiben die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Jungen und junge Männer sind laut HKK mit 1,4 Prozent weiterhin mehr als doppelt so häufig betroffen wie Mädchen und junge Frauen (0,6 Prozent). „Die Zahlen zeigen, dass Autismus längst kein Randthema mehr ist“, sagt Dr. Anas Nashef, Autismustherapeut und Leiter mehrerer Autismus-Therapiezentren im Land Bremen und in Niedersachsen. „Gleichzeitig müssen wir davon ausgehen, dass insbesondere Mädchen und Frauen noch immer zu spät oder gar nicht diagnostiziert werden.“
Es zeigt sich, dass im Kindesalter eine deutlich höhere Betroffenheit bei Jungen besteht. Im Verlauf der Entwicklung holen Mädchen jedoch auf: Bei den 15bis 19-Jährigen liegt die Betroffenheit bei Mädchen bereits bei 1,1 Prozent, bei Jungen bei 1,6 Prozent. Dies spricht dafür, dass Diagnosen bei Mädchen häufig später gestellt werden. „Ein zentraler Grund ist das sogenannte Masking“, erklärt Anas Nashef. „Viele Mädchen mit Autismus lernen früh, soziale Auffälligkeiten zu überspielen oder sich stark anzupassen. Dadurch fallen ihre Schwierigkeiten im Alltag weniger auf – und die Diagnose erfolgt oft erst später.“ Nach Einschätzung von Anas Nashef ist der Anstieg nicht allein auf eine tatsächliche Zunahme von Autismus zurückzuführen. Verbesserte Diagnostik, eine höhere Sensibilität im medizinischen und pädagogischen Bereich sowie eine breitere Definition des AutismusSpektrums tragen wesentlich dazu bei. Autismus gilt als neurologische Entwicklungsbesonderheit mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Umso wichtiger sind eine frühzeitige Diagnose und individuell zugeschnittene Unterstützungsangebote. WR
IHRE GESUNDHEIT
Modell für Präzisionsonkologie legt nach
Gastbeitrag: Neue CML-Therapien
DR. MICHAEL HEINSCH
Als Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Diako Krankenhaus Bremen erlebe ich täglich, wie sehr sich die Behandlung von Krebserkrankungen verändert. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür ist die Chronische Myeloische Leukämie, kurz CML – und gerade jetzt stehen wir erneut an einem spannenden Wendepunkt.
Denn obwohl die Erkrankung heute bereits sehr gut behandelbar ist, entwickeln sich derzeit neue Therapieansätze, die noch wirksamer und zugleich verträglicher sein könnten. Sie eröffnen die Perspektive, die Behandlung weiter zu verbessern – und vielleicht für mehr Patientinnen und Patienten sogar ganz überflüssig zu machen.
INNOVATIONEN
eröffnen zusätzliche Chancen für Patienten
reichen heute nahezu normale Lebenszeiten. Die CML wurde damit zum Modellfall der Präzisionsonkologie.
Dr. Michael Heinsch ist Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Diako Krankenhaus Bremen. Der erfahrene Internist und Onkologe verfügt über langjährige Expertise in der Diagnostik und Behandlung hämatologischer Erkrankungen sowie in der modernen Krebsmedizin.
Foto: Diako
Die CML ist eine bösartige Erkrankung der blutbildenden Stammzellen im Knochenmark. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Diagnose für viele Betroffene mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung verbunden.
Grundlage der CML-Erkrankung ist eine spezifische genetische Veränderung, das sogenannte BCR-ABL-Fusionsgen. Es führt dazu, dass ein dauerhaft aktives Enzym entsteht, das unkontrollierte Wachstumssignale aussendet.
Vortrag vor Ort & online
Wann ist eine OP wirklich sinnvoll?
Mittwoch, 22. April 2026, 18:00 Uhr
Referent
Jörn Homburg
Chefarzt der Orthopädischen Abteilung Kreiskrankenhaus Osterholz
Die Veranstaltung findet sowohl im Großen Saal der Gesundheitsschule als auch online statt.
Anmeldung per E-Mail: ibf@kkhohz.de
Das änderte sich grundlegend mit der Einführung zielgerichteter Therapien Anfang der 2000er Jahre. Erstmals konnten wir eine Krebserkrankung konsequent auf molekularer Ebene behandeln. Die Lebenserwartung stieg dramatisch – viele Patientinnen und Patienten er-
Monatliche Vorträge zu Themen der Integrative Medizin unter www.praxis-fuchs.de
Vortrag Typengerechte Ernährung Teil 2, Beispiele bei chronischen Erkrankungen. Di 10.02.2026. 19:00 Saal Heinrichstr.11, 28203 Bremen. Eintritt frei.
Die klassischen Therapien –sogenannte Tyrosinkinase-Inhibitoren – blockieren dieses Enzym gezielt. Dadurch wird die krankhafte Zellteilung gestoppt, während gesunde Zellen weitgehend geschont werden.
Für mich ist das ein Paradebeispiel moderner Krebsmedizin: Wir behandeln nicht mehr unspezifisch, sondern greifen gezielt in die Krankheitsmechanismen ein.
Trotz dieser Erfolge ist die Entwicklung nicht abgeschlos-
und wieder besser zu verstehen. Wir vereinen modernste Hörakustik mit echter, menschlicher Zuwendung, um Ihnen nicht nur besseres Hören, sondern ein Stück Lebensfreude zurückzugeben Entdecken Sie, wie klar und reichhaltig die Welt wirklich klingen kann.
sen. Aktuell erleben wir eine neue Phase der Innovation. Ein besonders vielversprechender Ansatz sind sogenannte STAMP-Inhibitoren. Diese Medikamente greifen das krankheitsauslösende Enzym nicht mehr an der bisherigen Stelle an, sondern blockieren es an einer anderen Stelle. Dadurch können sie auch dann wirksam sein, wenn bisherige Therapien an ihre Grenzen stoßen. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass diese neuen Substanzen besser verträglich sein könnten und möglicherweise tiefere Behandlungsergebnisse ermöglichen. Mit diesen Fortschritten hat sich auch unser Blick auf die Therapie verändert. Es geht längst nicht mehr nur um das Überleben, sondern zunehmend um Lebensqualität. Ein zentrales Zukunftsthema ist die sogenannte behandlungsfreie
Remission. Dabei prüfen wir, ob Patientinnen und Patienten ihre Therapie dauerhaft absetzen können, ohne dass die Erkrankung zurückkehrt. Schon heute gelingt dies bei einem Teil der Betroffenen. Mit neuen Therapien könnte sich diese Entwicklung weiter verstärken. Für mich steht fest: Die CML zeigt exemplarisch, wie sich Krebsmedizin verändert. Ich freue mich, dass wir diese modernen und innovativen Therapieformen der Präzisionsonkologie unseren Patientinnen und Patienten im Diako nun zur Verfügung stellen können. Die Erkenntnisse aus der CML lassen sich zunehmend auf andere Tumorerkrankungen übertragen. Präzisionsonkologie bedeutet, Therapien individuell und zielgerichtet einzusetzen – und dabei immer schonender und effektiver zu werden.
Schmerzen im Knie?
Bei dauerhaften Beschwerden greift man oft zu Schmerzmitteln. Doch es gibt eine Therapie ohne Nebenwirkungen: Mit einer Knieorthese können Sie sich wieder schmerzfrei bewegen.
Sie haben Knieschmerzen beim Gehen, Treppensteigen, Aufstehen oder nachts? Dies weist auf eine Arthrose hin. Dabei wird die schützende Knorpelschicht immer dünner und die Knochen reiben schmerzhaft aneinander.
Die Unloader One® X setzt an dieser Ursache an. Sie öffnet den Gelenkspalt, damit die Gelenkflächen nicht mehr aneinander reiben. Die Orthese entlastet das Gelenk und ermöglicht eine schmerzfreie Bewegung.
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Die Unloader One® X Knieorthese können Sie bei uns im Haus unverbindlich testen. Unsere Experten beraten Betroffene und geben Tipps zur Kniegesundheit und zu Arthrose-Hilfsmitteln.
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„Aktiv mit Arthrose“ Vortrag am 24.04.2026 von 15-16 Uhr bei Kieser im City Gate ( 1. Etage ) Breitenweg 3a Voranmeldung unter 0421/79 00 30
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Brillenträger des Jahres 2026
FRAGE: Seit wann ist gutes
Sehen für Sie ein bewusstes Thema und wann wurde die Brille erstmals ein fester Begleiter in Ihrem Alltag?
KERKELING: Gutes Sehen wurde für mich genau in dem Moment zum Thema, als ich im Supermarkt die Zutatenliste auf der Leberwurst nicht mehr lesen konnte und feststellen musste, dass ich ohne Sehhilfe wohl eher raten müsste, was ich da esse. Die Brille wurde so um die Vierzig mein treuester Begleiter – quasi die einzige Begleitung, die nie meckert, wenn ich sie morgens als Erstes sehen will.
Welche Fehlsichtigkeit(en) korrigieren Sie aktuell mit Ihrer Brille?
Sagen wir es mal so: Ohne Brille ist die Welt für mich ein sehr schönes, impressionistisches Gemälde von Monet. Mit Brille erkenne ich dann leider, dass die „schönen Farbtupfer“ da hinten nur der Müllwagen sind. Ich korrigiere die klassische Weitsichtigkeit – also die Arme wurden einfach irgendwann zu kurz für die Zeitung.
Welche Bedeutung hat die Brille für Sie heute und in welchen Situationen merken Sie besonders, wie wichtig sie für Sie ist?
Die Brille ist für mich heute wie ein Vorhang, der aufgeht: Erst mit ihr beginnt die Vorstellung. Besonders wichtig wird sie mir, wenn ich auf der Bühne stehe und sehen möchte, ob die erste Reihe lacht oder gerade diskret auf die Uhr schaut. Und natürlich beim Autofahren – es ist doch beruhigender für alle Beteiligten.
Was macht für Sie eine Brille aus, bei der Sie sagen: Die ist genau richtig für mich?m
Sie darf nicht zwicken, sie darf nicht rutschen, und sie muss mir das Gefühl geben, dass ich mindestens zwei Fremdsprachen fließend spreche, die ich eigentlich gar nicht kann. Eine gute Brille verleiht sofort eine gewisse „Rest-Intelligenz“, egal wie müde man ist.
Gibt es ein Modell mit dem Sie eine besondere Erinnerung verbinden?
Oh ja, meine erste Kassenbrille aus den 70ern. Die war so klobig, die hätte man auch als Schweißerschutzmaske verwenden können. Aber sie war
mein Fenster zur Welt! Ich sah aus wie eine Eule auf Ecstasy, aber ich habe endlich die Tafel in der Schule wiedererkannt.
Viele Ihrer Figuren sind klar gezeichnete Charaktere, ob Horst Schlämmer, Günther Warnke oder Siegfried Schwäbli. Wie bewusst nutzen Sie dabei äußere Merkmale wie eine Brille, um einer Rolle Glaubwürdigkeit oder Wiedererkennbarkeit zu geben?
Die Brille ist das Zepter des Charakters. Nehmen Sie Horst Schlämmer: Ohne dieses spezielle Gestell wäre er nur ein Mann mit Schnappatmung. Die Brille gibt der Figur ein Visier. Wenn ich die Brille aufsetze, verändert sich mein ganzer
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Der Entertainer, Autor und Schauspieler Hape Kerkeling ist „Brillenträger des Jahres 2026“. Mit der Auszeichnung würdigt das Kuratorium Gutes Sehen e. V. (KGS) einen Künstler, der seit Jahrzehnten die deutsche Medienlandschaft prägt und die Brille selbstverständlich als Teil seines öffentlichen Auftretens trägt.
Foto: Kuratorium Gutes Sehen
GESUNDHEIT KOMPAKT
„Halswirbelsäule: Was hilft bei chronischen Schmerzen?“ lautet der Titel der nächsten Infoveranstaltung im Activo der RolandKlinik am Niedersachsendamm am Mittwoch, 6. Mai, 17.30 Uhr. Es referiert Klaus-Eberhard Kirsch, Chefarzt Wirbelsäulenzentrum. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die beiden Chefärzte Dr. Ingo Arnold (Orthopädie und Unfallchirurgie) und Prof. Jens Gert Kuipers (internistische Rheumatologie) vom Roten Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) stehen zum wiederholten Mal auf der Liste der besten Mediziner Deutschlands des Magazins Focus. Beide sind auch in der Verbraucherzeitschrift Guter Rat als „Ärzte mit besonderer Expertise“ und im Magazin Stern als „Herausragende Medizinerinnen/Mediziner aus 100 Fachbereichen“ gelistet.
In der Veranstaltungsreihe „Gesundheit in Serie“ des Klinikverbundes Bremen (Gesundheit Nord) referiert Dr. Katja Fischer am Mittwoch, 22. April, 18 Uhr, über das Thema „Lebensqualität statt Lebensverlängerung um jeden Preis – Wie die Palliativmedizin am Lebensende helfen kann“. Veranstaltungsort ist der Raum „Theodor Billroth“ in der Akademie des Klinikums Links der Weser.
Blick auf die Welt – und die Welt blickt anders auf mich. Das ist pure Magie aus Acetat und Glas.
Man erlebt Sie öffentlich sowohl mit als auch ohne Brille. Fühlen Sie sich mit Brille anders als ohne oder verändert sich dadurch etwas an Ihrem Auftreten oder Empfinden?
Mit Brille fühle ich mich „beobachtender“, fast ein bisschen journalistisch. Ohne Brille bin ich eher im „Privat Modus“ – da darf die Welt auch mal ein bisschen unscharf bleiben, das schont die Nerven. Aber als Brillenträger des Jahres werde ich das gute Stück jetzt natürlich mit noch mehr Stolz spazieren führen.
Online-/Präsenz-Vortrag
Dienstag, 28. April um 17 Uhr
Christoph Grotjahn
EP: Schmidtke & Peters
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