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Wmme Report vom 14.02.2026

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Die WESER REPORT-Ausgabe für Lilienthal, Worpswede und Grasberg

SAMSTAG, 14. FEBRUAR 2026

NR. 3795/22. JAHRGANG

„Erinnern heißt kämpfen“

Bauwerk restauriert

Streit um Windkraft

Wanderausstellung im Rathaus der Kreisstadt

Mühle von Rönn nach Arbeiten eingeweiht

Der Kreis braucht Gebiete für Windkraft, Stadt drängt auf Abstand

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Gemeinderat Axstedt tagt A XSTEDT – In der nächsten Sitzung des Gemeinderates am Montag, 16. Februar, befasst sich das Gremium mit dem Haushaltsplan für das laufende Jahr. Beginn ist um 19 Uhr im Sitzungsraum des Gasthauses Brünjes, Harrendorfer Straße 13. aeu

Mit bis zu 26 Kindern pro Klasse sehen sich die Grundschulen in Lilienthal möglicherweise konfrontiert, wenn im Sommer die neuen ersten Jahrgänge starten. Manche Eltern, Schulleitungen und Lehrkräfte sorgen sich um die Unterrichtsqualität und mangelnde Flexibilität. Symbolfoto: Pixabay

Wohin mit all den Kindern?

Freundschaft in der Bibliothek OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Kinder zwischen sechs und zehn Jahren können beim Bücherwurmclub am Donnerstag, 19. Februar, Freundschaftsarmbänder in der Stadtbibliothek basteln, Am Barkhof 10a. Anmeldung unter Telefon 04791 / 175 00. aeu

Finanzspritze für Landestraße OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Die L153 soll saniert werden, mithilfe von fast 1 Million Euro aus dem neu aufgesetzten Straßenbauprogramm des Landes. Geplant sind Fahrbahnverbesserungen auf einer 2,4 Kilometer langen Strecke zwischen Pennigbüttel und Teufelsmoor. aeu

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Lilienthal will seine Schulbezirke neu ordnen / Beteiligungsformat für Eltern und Schulen geplant ANNEMARIE UTKE

LILIENTHAL – „Wir wollen alle das Beste für unsere Kinder“ – mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Kim Fürwentsches die jüngste Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend, Schule und Sport. Nur: Was genau „das Beste“ ist, darüber gab es bei der Sitzung einigen Diskussionsbedarf. Deutlich wurde dies besonders durch die große Zahl an Gästen, die der Sitzung beiwohnten. Eltern, Schulleitungen und Lehrkräfte waren gekommen, um der Debatte um die Neuordnung der Lilienthaler Schulbezirke beizuwohnen. Die vier Schulbezirke der Gemeinde regeln, welche Kinder auf welche Grundschule gehen sollen. Als Kriterium gilt hierbei der Wohnort. Ursprünglich plante die Verwaltung, den Ginsterweg und den Sonnentauweg aus dem vierten Bezirk in den dritten zu verschieben. In der Konsequenz würden Kinder mit diesen Adressen nicht mehr auf die Grundschule Worphausen geschickt, sondern zur Grundschule Trupermoor. Der Grund: Ab einer Zahl von mindestens 52 Schülerinnen und Schülern in einem Jahrgang kön-

nen drei Klassen eingerichtet werden (Dreizügigkeit), bei weniger als 52 Kindern nur zwei Klassen (Zweizügigkeit). Durch die Neuordnung der Bezirke würde der kommende erste Jahrgang in der Grundschule Worphausen zweizügig, ohne eine Bezirksanpassung jedoch dreizügig – und dafür bietet das Schulgebäude zu wenig Platz. Die Grundschule Trupermoor wird mit voraussichtlich 66 neu einzuschulenden Kindern voraussichtlich dreizügig. Um all die Kinder unterzubringen, muss die Schule für voraussichtlich zwei Jahre auf angemietete Container zurückgreifen, weil es nicht genug Klassenräume gibt. Ein Ausbau des Gebäudes steht schon seit Längerem an, der Prozess zieht sich aber hin und liegt hinter dem ursprünglich gefassten Zeitplan zurück. Die drei Grundschulen Falkenberg, Worphausen und die Schroeterschule rangieren mit zirka 50 neuen Erstklässlerinnen und Erstklässlern, allesamt nahe an der Teilungsgrenze, zwischen Zweiund Dreizügigkeit. Ein Umstand, der Bedenken in Eltern- und Lehrerschaft hervorrief. Bei 51 Kindern, aufgeteilt auf zwei Klassen, müssten die Lehrkräfte nämlich 25

beziehungsweise 26 Kinder in einer Klasse betreuen – kaum leistbar, kritisierte Mara Jekosch, die den Gemeindeelternrat im Ausschuss vertritt. Eltern und insbesondere Mütter müssten dann zu Hause „das auffangen, was die Schulen bei dieser Klassengröße nicht leisten können“. Ihr Fazit: Eine Schule müsse „in den sauren Apfel beißen“ und das kommende Schuljahr zweizügig beginnen, während die anderen drei Grundschulen so viele Schülerinnen und Schüler zugewiesen bekommen sollten, dass sie jeweils drei erste Klassen einrichten können. Dem hielt der für den Ausschuss zuständige Sachbearbeiter der Verwaltung, Andreas Cordes, entgegen, dass eine solch genaue Planung der Einschulungszahlen schlicht nicht möglich sei. Das liege an den sogenannten FlexiKindern und Kann-Kindern – bei beiden können die Eltern entscheiden, ob sie im aktuellen oder erst im kommenden Jahr eingeschult werden. Da diese Entscheidungen teils noch nicht gefallen seien, und weil Eltern zudem noch beantragen können, dass ihr Kind eine andere als die ihnen zugewiesene Schule besucht, sei Jekoschs Vor-

schlag schwierig umzusetzen. Dass die Neuordnung der Schulbezirke in ihrer ursprünglich geplanten Form unbeliebt ist, weiß die Verwaltung. Gleich zu Beginn der Sitzung schlug Fürwentsches einen Zeitplan für einen Beteiligungsprozess vor, um zu einer möglichst gütlichen Lösung für alle Beteiligten zu gelangen. Bis zum morgigen Sonntag, 15. Februar, haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Anliegen und Einschätzungen zu dem Thema an die Gremien der Gemeinde wie die Fraktionen oder den Gemeindeelternrat weiterzuleiten. Die Verwaltung fasst anschließend die eingegangenen Impulse zusammen und stellt diese ab Freitag, 27. Februar, zur Verfügung. Diese Zusammenfassung soll anschließend die Grundlage für ein offenes Beteiligungsformat sein, das am Freitag, 6. März, stattfinden soll. Die Resultate dieses Termins soll der Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Sport in seiner Sitzung am Mittwoch, 11. März, diskutieren, bevor der Gemeinderat in einer Sondersitzung am Montag, 16. März, voraussichtlich eine Entscheidung zur Neuordnung der Schulbezirke fällt.

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